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Folge 303 · 10. Juli 2024 · 37 Min.

Tassenkampf

mit Charlotte Voß

Stell dir vor, 200 Millionen Daten von Nutzerinnen und Nutzern werden dir geklaut und du behältst diese Info einfach für dich. Willkommen in der schönen neuen Welt von X! Aber es gibt auch ja Wichtigeres zu verkünden – zum Beispiel, wie viele Sekunden die Menschen so im Quartal auf der Plattform sind.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT.

00:06 Charlotte Voß

Hallo Schalotte.

00:07 Gavin Karlmeier

Hallo Gevin.

00:09 Charlotte Voß

Ich stell dich kurz vor, du bist Charlotte Voss. Nicht die gleichnamige Korrespondentin der ARD, sondern Audience Development Managerin beim Deutschlandfunk Deutschlandradio. In deiner LinkedIn-Liste stehen so ganz viele Wörter, die alle gut klingen. Da steht Digitalstrategie, Social Media, Podcasts. Immer Bastels habe ich jetzt mir nicht aufgeschrieben, aber es stehen bestimmt noch mehr Sachen dabei wie Agiles Arbeiten.

00:36 Gavin Karlmeier

Das klingt in, du kennst das. Alles in die Waagschale werfen.

00:44 Charlotte Voß

Und ich freue mich, dass du heute hier bist. Wir nehmen das auf, also sozusagen nach einem Tag, der ungefähr 439 Grad Durchschnittstemperatur hatte. Und dementsprechend matschig bin ich, aber du bist dafür richtig on fire. Du hast dich anzünden lassen vom Wetter.

01:03 Gavin Karlmeier

Ja, also besser ging es mir nie.

01:05 Charlotte Voß

Sagen wir ja. Wir haben aber auch, und das ist eine Herausforderung, die wir jetzt schon seit zwei, drei Folgen mit uns rumtragen, und heute spürt man es, glaube ich. Wir haben ein bisschen Sommerloch. Also wenn du irgendwelche Fragen hast, die so mich persönlich beschäftigen oder irgendwas loswerden möchtest, Anekdoten, heute haben wir die Zeit dazu.

01:25 Gavin Karlmeier

Sag mal auch sehr klassisch, eigentlich der Fall für Tiere, ne?

01:28 Charlotte Voß

Ja, und eigentlich so ein Orak. Zielgeschichten. Dieses Kragen Orakel und sowas, weißt du? Das ist dann immer. Und Sammy, die. . Ach ja, heute haben sie auch Fußball fällt in der beiden. Was ist ein Katamaran oder so? Nee, Katamaran ist das Schiff. Komodowaran. Was ist denn jetzt das Tier?

01:44 Gavin Karlmeier

Es gibt ja mittlerweile Mädels Orakel, wenn die es richtig mitbekommen haben.

01:48 Charlotte Voß

Quietscherenden und so.

01:49 Gavin Karlmeier

Ich habe, glaube ich, auch schon Dackel gesehen. Aber mir werden auch viele Dackel vorgeschlagen bei Instagram ausgründend.

01:55 Charlotte Voß

Leute, die diesen Podcast zum ersten Mal einschalten, fragen sich, hey, warum hören das alle? Was ist das?

02:04 Gavin Karlmeier

Was soll das? Super irrelevant.

02:06 Charlotte Voß

Wir gehen erstmal rein mit den Sachen, die wir haben, weil ich habe ein paar Geschichten. Die sind ein bisschen, also die fühlen sich schon ein bisschen das Sommerloch an, aber die machen auch Spaß versprochen. Und zwar die eine Geschichte, über die der Spiegel gestrigen Dienstag, wenn ihr das so hört, geschrieben hat. ist nicht die wichtigste Geschichte des Tages, aber eine, über die man gut weitererzählen kann. Und zwar hat der Spiegel einen Text veröffentlicht mit der Schlagzeile. Elon Musk hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Und zwar sieht es so aus, dass es dort im Werk, in Grünheide, im Tesla-Werk, ein Problem gibt, denn es sind, seitdem das Werk geöffnet ist, 65. 000 Kaffeetassen abhanden gekommen. Da arbeiten ungefähr 12. 000 Menschen. Das heißt, der Leiter dort wurde zitiert mit 65. 000 rein statistisch. Hat jeder von euch fünf IKEA-Kaffeetassen von uns zu Hause? Hatte, hatte sich, wurde, äh, so hatte sich beschwert, der Werksleiter Andri Thierich. Ist die Geschichte.

03:03 Gavin Karlmeier

Das sind IKEA-Tassen, ja? Ich wollte gerade sagen, weil vielleicht sind es ja super, super gute, geile, interessante Tassen, deswegen möchte man die unbedingt haben.

03:09 Charlotte Voß

Nein, es sind wohl IKEA-Tassen zum Wert von 79 Cent. Das ist der ganz kleine Arbeitskampf, wenn man anfängt, im großen Stil Tassen zu klaren, um zu sagen, ich hole mir das zurück, was ich auf anderen Wege nicht bekomme.

03:25 Gavin Karlmeier

Ja, wobei tut es ihnen weh.

03:29 Charlotte Voß

Wahrscheinlich nicht. Was kosten die 79 Cent?

03:31 Gavin Karlmeier

Mal 65. 000.

03:33 Charlotte Voß

Das muss ich jetzt ausrechnen. 51. 350 Euro. Ich bin es wirklich leid, Bestellungen zu genehmigen und noch mehr Kaffee tassen.

03:41 Gavin Karlmeier

Ihnen macht wahrscheinlich in einer halben Sekunde oder so.

03:43 Charlotte Voß

Wahrscheinlich ja. Aber der ist so richtig wütend, der andere Tier. Ich sage, ich bin es wirklich leid, das zu genehmigen, mehr Kaffeetassen zu kaufen. Eure Erwartung ist doch, dass jeden Tag einfach der Schrank vollsteht mit neuen sauberen Kaffeetassen. Tatsächlich ist es aber so, dass die Belegschaft das gar nicht so angenehm fand, dass sie einfach öffentlich mit dem Diebstahl. des Diebstahls bezichtigt wird. . Also der Spiegel sagt, es gibt geteiltes Echo. Manche hätten gelacht und geklatscht, andere hätten sich daran gestört. Tesla selber äußert sich dazu übrigens nicht.

04:10 Gavin Karlmeier

Vielleicht ist das ein systemischer Diebstahl, vielleicht sind es nicht die Mitarbeitenden, sondern irgendjemand lässt so ganz systematisch irgendwie diesen Laden ausräumen und fängt in den kleinen Dingen an.

04:19 Charlotte Voß

Der Catcher, der die Kantine betreibt. denkt sie, oh, nimm die jeden Tag einfach mit zum Spielen und vergisst es dann immer. Zu Hause stehen 65. 000 Tassen. Denkt sie, weißt du, wie so, wie so, wie so Eltern von Kindern, die Fußball spielen, die dann die Trikots waschen. Nur, dass die dann halt jedes Mal einfach zu Hause bleiben, sodass der Fußballverein 65. 000 neue Trigos bestellen musste in der Zeit.

04:40 Gavin Karlmeier

Ich finde, wir sind sehr gut im Sommerloch angekommen mit diesem Thema.

04:43 Charlotte Voß

Ex aber hat tatsächlich den Tag genutzt, um Nutzungszahlen zu veröffentlichen. Und also Sie sagen, es ist die Hälfte des Jahres 2024 und wir sind hier, um ein paar Zahlen über alles, was in Q2 auf X passiert ist, zu nennen. Das ist die Formulierung. Sie kommen rein mit Daily User Seconds und sagen, es sind 361,9 Milliarden Daily User Seconds. Legen dem aber entgegen oder um das so ein bisschen zu kontexten kontextualisieren Monatlich aktive NutzerInnen, sagen sie 570 Millionen monatlich aktive Nutzerinnen auf X. Das sind 6% mehr als im Q2 des letzten Jahres. Also sie melden selber. Wir können das natürlich immer nicht überprüfen, das ist aber. Fairerweise für alle Netzwerke der Fall. Sie melden also einen Zugewinn der monatlich aktiven NutzerInnen auf der Plattform und der interessanteste wäre das eigentlich die Daily Video-Views, die Sie hier ausweisen. Da reden Sie nämlich von 8,2 Milliarden, 8,2 Milliarden tägliche Videoaufrufe am Tag und sprechen hier von einem Zuwachs von 45 Prozent im Vergleich zum letzten und zweiten Quartal, also 2023. Was sagen wir dazu?

05:56 Gavin Karlmeier

Also Videos kann man ja schon eine ganze Weile über Twitter, äh, X hochladen. Aber seit wann pushen Sie das so? Also, mir kommt das so ein bisschen vor, wie ich führe ein neues Feature ein und im nächsten Jahr sage ich, oh, ich habe 100% Steigerung auf diesem Feature. letztes Jahr noch nicht gab. Also gab es natürlich schon. Ich konnte vorher Videos hochladen, das ging natürlich, aber seit die das so arg gepusht haben, auch Influencer oder irgendwelche bekannten Promis eingeladen haben, das bitte zu tun, zu machen Ist das doch wenig überraschend, das ist so wie wenn Instagram sagt, die Real-Nutzung hat zugenommen. Ja, klar, wenn ihr nur noch Reals pusht, dann nehmt die Real-Nutzung zu.

06:32 Charlotte Voß

Ja, also ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Teil der Wahrheit, dass die algorithmische Timeline so ein bisschen in der Hand hat. wie viele Videoaufrufe tatsächlich generiert werden. Ein anderer Teil der Wahrheit ist, glaube ich, dieser Pivot to Video, dass sie sich halt darauf konzentrieren, so große CreatorInnen zu motivieren, Videos zu veröffentlichen. Also wir hatten in dem Zeitraum das Don Lemmon-Interview, wir hatten in dem Zeitraum extrem viele Taka-Carlsen-Videos, wir haben in dem Zeitraum diese Mr. Beast-Aktion erlebt, bei dem Mr. Beast ja sogar seine eigenen Revenue ist irgendwie. also das Geld, das sie damit verdient hat, an die Community weiterverlost hat. Also es gab so viele Aktionen, die die Videoaufrufe natürlich massiv in die Höhe treiben. Aber trotzdem ist 8,2 Milliarden am Tag. fühlt sich nach sehr viel an. So. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es vor einem Jahr eben noch die Hälfte am Tag war. Ich finde aber, eine Sache muss man dabei bedenken und das macht es so ein bisschen Unscharf, weil hier von Video-Views gesprochen wird. Ich bin mir nicht sicher, ob das 1 zu 1 mit Aufrufen übersetzt zu übersetzen ist oder ob wir hier nicht auch wieder dieses Problem haben, dass Ex auf der eigenen Seite eigentlich die ganze Zeit mit den Worten Impressionen, Reichweite und Aufrufe. relativ unscharf umgeht. Also wir wissen nicht so ganz genau, ob das tatsächlich echte Videoaufrufe sind, weil sie auch nicht mehr ausgewiesen werden. Also das können wir, das können wir noch weniger überprüfen als alles andere. Wir wissen nicht so genau, wie wir das alles zugreifen haben. Ich würde per se aber nicht grundsätzlich ausschließen, dass wir eigentlich an einem Punkt angekommen sind, an dem die Leute, die bewusst Ex benutzen. Dass die das auch mit einer großen Regelmäßigkeit tun, so wie wir das früher bei Twitter natürlich auch alle gemacht haben.

08:14 Gavin Karlmeier

Hm. Klar, es gibt bestimmt Nutzer, die sich auch umgewöhnt haben und das auch erwarten, dass Videos kommen. Also das hat ja Instagram auch geschafft, mit den Nutzern sozusagen, das so stark zu normalisieren, dass man das jetzt erwartet, dass man dauernd irgendwelche Funny Real-Zeit angezeigt bekommt. Das kann ich mir schon auch vorstellen. Aber klar, wie du schon sagst, die Nutzungszahlen werden ja nicht nur von X, sondern von allen möglichen Unternehmen möglichst geschönt und so gut dargestellt wie möglich. Und Impressions waren auch schon immer bei jedem Netzwerk ein total vager Wert, mit dem man eigentlich nicht arbeiten kann. Und was jetzt bei X ein View ist, weiß ich auch nicht, ehrlich gesagt. Und wenn sie das auch noch gleich irgendwie synonym benutzt mit anderen Worten. Ja. Weiß ich nicht. Weiß ich auch nicht. Also ich will jetzt gar nicht kleinreden. Bestimmt erwarten für die Nutzer mittlerweile Video, das ist ja auch bisher auch fein. Aber es ist halt die Frage, ob man das dann halt in dem Maße so feiern kann. Also wenn halt viele Rahmenbedingungen von ihnen selbst erschaffen wurden.

09:13 Charlotte Voß

Und wie bei allen diesen Metriken, wie du schon sagst, die werden halt. Insofern auch geschönt, dass natürlich vor allem die Metriken ausgewiesen werden, die halt toll klingen. Also das sind ja nicht die einzigen drei Werte, die erhoben werden, sondern das sind die drei, die man sich jetzt ausgesucht hat, sie nach vorne zu stellen. Vorneweg, wie gesagt, dieser völlig seltsame Wert der täglichen User-Seconds, mit denen wir eigentlich nicht so richtig viel haben.

09:35 Gavin Karlmeier

Ja, genau, das muss ja die größte Zahl sein, ist ja klar. Das ist dann eine wahnsinnige Zahl, weil es halt Sekunden sind. Müssten ja wahnsinnig viele Sekunden sein. Klingt erstmal geil, ne?

09:43 Charlotte Voß

Aber dass sie sich dafür entscheiden, dass halt solche Werte halt angezeigt werden, bedeutet am Ende ja eigentlich, dass es offenbar auch ein paar andere Werte gibt, bei denen es vielleicht nicht gut aussieht. Gilt aber fairerweise auch für alle Netzwerke. Also ich bin eigentlich an dem Punkt, ich habe, glaube ich, auch inzwischen 100% meinen Frieden damit gefunden, dass ich das nicht benutze und dass es aber Leute offenbar gibt, die das tun. Und glaube aber, dass ich eigentlich anerkannt habe, dass die dass die Plattform X, so wie es sie gerade gibt, tatsächlich von vielen Leuten einfach als alternativlos weiterhin wahrgenommen wird. Also ich bin da, vielleicht bin ich wegen des Sommers heute so ein bisschen versöhnlich damit, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die Zahlen im Vergleich zum letzten Q2 zumindest nicht massiv eingebrochen sind. Weil wie gesagt, was im letzten Quartal zwei. Ja, es ist weiterhin ein großes Netzwerk. Genau. Und das, was im letzten zweiten Quartal eben an Leuten noch dort war, die also die ganzen, ganz schlimmen Sachen, die sind ja auch vorher schon passiert Das heißt, diese großen Entscheidungen, es ist ein Prozess, dieses sich einzugestehen, dass das eigentlich eine verlorene Welt ist, in der man sich nicht bewegen möchte. Und wie Christiane hier ja auch schon mal gesagt hat, ist ja das auch sicherlich ein deutsches Privileg zu sagen, Ex interessiert mich überhaupt nicht mehr. Weil in anderen Sprachräumen das eben nach wie vor ein Diskurs dominierendes.

11:11 Gavin Karlmeier

Ich finde, das sieht man auch in an in anderen Medien, in englischsprachigen Medien zum Beispiel. Jetzt ist in Großbritannien oder USA. wie viel öfter das noch darauf verwiesen wird, also auf den auf X, was da irgendjemand verkündet hat oder gesagt hat oder was da gepostet wurde. Das ist da meinem persönlichen Eindruck gar nicht so sehr ein Thema. Das ist natürlich immer noch eine wichtige Plattform. Und es ist ja auch de facto so, es gibt auch in Deutschland keinen Ersatz dafür. Also was ist mit Threads oder Bluesky? Die sind kein Ersatz dafür für dieses Nachrichtengeschäft und diese Diskursthemen. Sind es einfach nicht. Ich weiß nicht, wie deine Nutzung da aussieht. Aber das ist ja nicht vergleichbar.

11:51 Charlotte Voß

Das ist so. Und ich fürchte auch, die wollen das ja auch gar nicht mehr sein. Also Zwar hat Museri ja selber gesagt, dass es durchaus das Warten auf das Momentum gab, als sie Threads gestartet haben. Also sie haben darauf gewartet, dass X den nächsten Fehler großen Fehler macht. Aber jetzt haben sie ihre Strategie ja so anders aufgestellt, als Twitter von uns wahrgenommen wurde, dass das einfach ein anderer Approach ist, der dahinter steckt.

12:21 Gavin Karlmeier

Vermisst du Twitter manchmal?

12:23 Charlotte Voß

Ja. Schon. Aber so wie es früher war. Und du?

12:29 Gavin Karlmeier

Gehst du mal noch rein und guckst rein?

12:31 Charlotte Voß

Bitte?

12:33 Gavin Karlmeier

Guckst du manchmal noch rein?

12:36 Charlotte Voß

Ja, aber so, ich würde sagen, ein- bis zweimal die Woche. Und dann scroll ich da durch und dann sehe ich irgendein Video.

12:43 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ja noch relativ regelmäßig.

12:45 Charlotte Voß

Ja, schon. Und dann sehe ich aber meistens dort nur Videos von irgendwelchen Gewaltdarstellungen und also meine Timeline ist dort extrem voll von irgendwelchen, von wirklich sehr, sehr ähm wie so expliziten Videos, die ich nicht sehen möchte. Und jedes Mal, wenn ich das sehe, werde ich auch sofort wieder weg. Und ich habe das Gefühl, dass das einfach. Ich weiß nicht, ob es anderen Leuten auch so geht, die so unregelmäßig bei Ex reinschauen. Aber ich habe da immer der fünfte oder sechste Post auf der Startseite. Achso, und deutschsprachig habe ich dort fast gar nicht mehr. Also alles englischsprachig, wenn ich da reingehe. Und halt, wie gesagt, der fünfte oder sechste Post ist immer ein Video von irgendjemandem, der ums Leben kommt beispielsweise oder zusammengeschlagen wird oder irgendeine Explosion oder alles so Dinge, die ich halt wirklich nicht mehr angucken möchte einfach.

13:34 Gavin Karlmeier

Ja, krass. Also, ich gehe da gar nicht mehr rein und scroll da so durch, sondern gehen versuche ich vielleicht mal was oder so. Das war der einzige Anwendungsfall. Deswegen weiß ich nicht, wie das bei mir aussieht, die Timeline. Ich habe jetzt heute aber mal reingeguckt und hatte so ein paar Notifications. Unter anderem wurde ich getaggt als die Charlotte Forst, die ich nicht bin. Die Korrespondentin. Passiert regelmäßig. Und mir ist jemand gefolgt mit Deutschlandfahnen und Blauem Herzen in der Bio. Und dann wurde ein Foto von mir geliked, was ich im Mai 2012 gepostet habe. Das waren meine wichtigen Notifications in der App. Krass, das ist nicht.

14:10 Charlotte Voß

Also, ein Bot hat das wahrscheinlich geliked, nehme ich an. Oder irgendjemand, der richtig doll ist.

14:14 Gavin Karlmeier

Also, das Profil sah relativ real aus, muss ich sagen. Ohne es am Ende natürlich abschließend beurteilen zu können, aber Grusel.

14:23 Charlotte Voß

Es gibt noch eine Ex-Geschichte, und die ist, glaube ich, fast die größte des Tages. Und zwar gibt es im Internet gerade einen Datensatz von knapp 10 Gigabyte, 9,4 Gigabyte an Daten, reiner Text. Über 200 Millionen Datensätze wurden veröffentlicht. Das hat das Cyberpress Research Team herausgefunden. CyberPress ist so eine IT-Sicherheitswebsite mit Informationen, Magazin würde man glaube ich sagen. Und die haben festgestellt, dass nämlich in einem Online-Forum ein Datensatz veröffentlicht wurde mit, wie gesagt, ungefähr 200 Millionen Nutzerdaten und Nutzerindaten von Twitter oder X. Das scheint eine der größten Veröffentlichungen von Benutzerdaten seit langer Zeit zu sein, wie sie schreiben. Und da drin sind halt Daten wie E-Mail-Adressen, Namen, Details zu Twitter-Konten, die sich hier nicht weiter ausführen, also irgendwelche Informationen, die auf mal Person bezogen sind. Und das ist halt, also das, was ich daran am aller schlimmsten finde an dieser Geschichte ist, dass ihr das jetzt gerade über Haken dran erfahrt und ich das über das Cyberpress Research Team erfahren habe. Weil bei 200 Millionen NutzerInnen-Daten ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass irgendjemand von uns dabei ist. Und Twitter informiert uns, also ex. Ich mach das jetzt auch schon. Ex informiert uns einfach nicht. Also das ist ja relativ simpel, relativ simple Nachricht. Hallo, hier gab es offenbar missbräuchliche Nutzung von. von Daten, du bist eventuell betroffen, änder mal dein Passwort. Das wäre so das Minimum an Kommunikation, die man eigentlich von so einer Plattform, die halt wirklich mit sensiblen Daten ja auch hantiert und hantiert hat. Und Auch eine Payment-Plattform werden möchte, übrigens. Das Minimum an Kommunikation, was man da erwarten könnte. Und es gibt gar keine Kommunikation. Also, die haben auch auf die Anfrage der Cyberpress überhaupt nicht reagiert, natürlich nicht. Und ich also finde, das ist so, vor allem ist das ja auch nicht das erste Mal, dass dort Daten geleakt wurden. Also wir haben hier schon über zwei oder drei Mal gesprochen, dass irgendwelche Daten abhanden gekommen sind bei X und Twitter. Und offenbar scheint dieses Leck einfach noch nicht geschlossen zu sein. sodass die irgendwann, es ist nicht ganz klar, von wann dieser Datensatz hier stammt, der hier besprochen wird. Also es könnte sein, dass es aus einem der letzten großen Angriffen stammte. Ob da jetzt irgendwie Ob da jetzt irgendwie eine menschliches Versagen war oder einfach eine technische Sicherheitslücke, die nicht geschlossen wurde, weil keine Updates auf die Server gespielt wurden, wissen wir nicht. Auszuschließen aber nichts davon. Und ich bin ein bisschen sprachlos, weil 200 Millionen Daten, das ist so viel.

16:59 Gavin Karlmeier

Es war auch mein erster Gedanke, als du den Link geschickt hast, dachte ich, oh. Warum habe ich davon noch nichts gehört? Also über irgendwelche Wege. Fand ich auch interessant. Es ist vermutlich zu 100% nie wirklich sich auf alles vorzubereiten, was so an Hacks etc. kommt. Aber klar, da muss man natürlich einen guten Umgang damit finden im Anschluss und schnelle Lösungen finden.

17:29 Charlotte Voß

Ja, ganz genau. Denn also wir alle kennen ja, also jede SMS, die wir bekommen, in der drinde steht, hier Ihre Sendung konnte nicht zugestellt werden, bitte klicken Sie auf diesen Link. die ganz offensichtlich zu einer dubiosen Adresse führt, sind in der Regel Ergebnisse von irgendwelchen Daten, die irgendwo geleakt wurden. Ob das jetzt irgendwie in den der ein Facebook-Hack war, den es auch gegeben hat. Aber in all diesen Fällen gab es immer Möglichkeiten, relativ schnell zu überprüfen, bin ich betroffen und was ist da passiert. Und das ist halt bei Ex überhaupt nicht der Fall. Sondern, wie gesagt, wir erfahren das jetzt gerade so, dass am 7. Juli irgendjemand in irgendeinem Forum, wie Sie sagen, in einem bekannten Hackerforum, einfach 10 Gigabyte reine Daten hochgeladen hat. Ich finde das tatsächlich fatal. Und fatal finde ich eben auch, dass diese Sicherheitslucke, die offenbar bei existiert, dass die nicht geschlossen wurde bislang, sondern dass einfach man so sagt: Ja. Was soll passieren? Was sollen die Leute mit den E-Mail-Adressen? Mensch. Wir haben ja nichts zu verbergen. Ah, Leute. Also ich würde das mal als Anlass nehmen. Vielleicht mal so ein paar Dinge bei, also wenn ihr noch das Ex-Profil habt, ihr müsst es ja nicht benutzen. Aber das zum Anlass zu nehmen, vielleicht so ein paar Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Also zum Beispiel, überlegt mal, vielleicht die E-Mail-Adresse zu ändern. Es kann natürlich sein, dass historische E-Mail-Adressen trotzdem gespeichert sind. Aber wenn ihr da mit einer E-Mail-Adresse registriert seid, warum nicht eine nehmen, die so ein bisschen so eine Burner-Mail-Adresse ist? Für den Fall, dass es nochmal passiert. Ein Passwort dort zu benutzen, das ihr auf anderen Netzwerken nicht benutzt, halte ich für eine sehr gute Idee. Zwei-Faktor-Authentifizierung halte ich für eine nach wie vor unvermeidliche Idee. Also ich glaube, man muss bei X tatsächlich so ein bisschen, ich würde das so behandeln wie so einen dubiosen Online-Shop, dem ihr nicht so richtig vertraut, aber ihr probiert es einfach mal. Also so ein bisschen vorsichtig mit allen da.

19:29 Gavin Karlmeier

Die IT-Sicherheitssprechstunde mit Gavin Karlmeyer.

19:32 Charlotte Voß

Ja, aber ich muss das einfach mal loswerden, weil offenbar ist das einfach, also die kümmern sich ja nicht drum. Also Ex meine ich.

19:39 Speaker 3

Nee. Naja, schon klar.

19:43 Charlotte Voß

Ich bin jetzt, man kann mich auch übrigens für so gutes Zureden, für Coachings einfach jetzt abbuchen. Sicherheitsresilienz, Cybersicherheitsresilienz.

19:52 Gavin Karlmeier

Mach doch einfach mal, das ist eine gute Sache mit dem Passwort. Nicht mehr 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8.

19:58 Charlotte Voß

Du kannst dir das schon merken, komm. Ich kenne so Leute, die benutzen als Passwörter, benutzen die, ich überlege halt, ob das sicherheitsrelevant ist, wenn ich das sage. Nee, glaube ich nicht. Benutzen die die Anfangsbuchstaben ihrer Lieblingszeile aus einem Buch. Und das sind dann solche Passwörter und die müssen sich ja immer nur an die Zeile erinnern und nehmen dann immer den Anfangsbuchstaben oder ein Zitat oder einen Satz oder so. Und machen da ein Ausrufzeichen dahinter. Und dann hast du plötzlich schon ein relativ unlesbares Passwort, das relativ lang ist.

20:31 Gavin Karlmeier

Das ist doch so eine klassische Eselsbrücke, oder?

20:34 Charlotte Voß

Mhm.

20:34 Gavin Karlmeier

Nie ohne Seife waschen. Dann müssen wir weiß, welche Reihenfolge Nordost-Südwest ist, sozusagen.

20:41 Charlotte Voß

Ja, wobei. Wobei diese Eselsbrücke ist. Ich kenne die Eselsbrücke, aber die hat für mich nicht funktioniert, weil es gibt ja gar keine Reihenfolge bei Nord-Süd-Ost-Süd-West.

20:51 Gavin Karlmeier

Den Uhrzeigersinn.

20:52 Charlotte Voß

Aber die Gitarre zum Beispiel. Eine alte Frau ging Hering essen.

20:57 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau. Das ist eigentlich der klassische Anwendungsfall, der hier vergleichbar ist. Ja, das stimmt.

21:02 Charlotte Voß

Oder mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neuen Planeten. Aber seitdem es Pluto nicht mehr gibt, neun einfach nur. Was auch falsch ist. Naja, komm, wir verlieren uns. Es sind gestern zwei, nee, vorgestern, am Montag. zwei Accounts verschwunden auf unterschiedlichen Netzwerken und es gibt nicht so richtig eine Antwort darauf. Also bei X wurde der Account der konservativen Partei im UK, der Tories, Gelöscht. Er war einfach weg. 600. 000 FollowerInnen wussten nicht, wohin mit sich. Wenn man auf das Profil gegangen ist, stand da einfach nur: dieses Konto existiert nicht, versuchen Sie ein anderes zu suchen, was ein fantastischer Tipp ist.

21:44 Gavin Karlmeier

Irgendein anderes

21:46 Charlotte Voß

Achso, ja, dann folge ich jetzt 9 Gag.

21:48 Gavin Karlmeier

Leute, die konservativ suchten, suchten auch.

21:52 Charlotte Voß

Mögen Sie Friedrich Merz. Aber also das ist das eine, was angesichts der Wahlen in Großbritannien in den vergangenen Tagen natürlich Ein denkbar schlechter, wilder Zeitpunkt ist. Das Konto ist jetzt wieder. Es ist wieder da, ne? Es ist wieder da. Und wir wissen aber auch nicht, was passiert ist. Die Konservativen selber haben nur angegeben, dass sie das Konto nicht absichtlich gelöscht haben. Was nicht heißt, dass sie es nicht versehentlich gelöscht haben. Naja, aber auch unwahrscheinlich. Aber sehr besonders Politico hat darüber zuerst berichtet. Und gleichzeitig gab es bei Threats die Meldung. dass der Account der New York Times plötzlich deaktiviert war. Und zwar auf eine Art, die man nicht kennt, denn der Instagram-Account der New York Times war weiterhin zugreifbar. Man konnte darauf zugreifen. Erreichbar. Bitte?

22:41 Gavin Karlmeier

Erreichbar?

22:42 Charlotte Voß

Erreichbar, danke. Aber der Threats-Account, den konnte man nicht mehr aufrufen. Jedes Mal, wenn du drauf gegangen bist, kam einfach nur eine schwarze Zeile. Und die New York Times hat selber gesagt, sie haben ihr Sweatsprofil nicht selber deaktiviert und warten noch auf eine Erklärung von Meta, die es zum Zeitpunkt dieser Aufnahme hier noch nicht gibt. Im Discord hat Koffe Hollig, Koffee Hollig ist unsere eigentlich Teil der Schattenredaktion und das Fundament dieses Podcasts Die These aufgestellt, dass es durchaus sein könnte, dass die New York Times in den letzten Tagen einen starken Shitstorm wegen einseitiger Wahlberichterstattung erlebt habe. Und dass möglicherweise vielleicht, und das ist jetzt meine Theorie, die sich daran anschließt, eine extrem große Meldewelle, die ihm vorausgegangen sein könnte und eine KI, die dann zugegriffen hat. Das könnte bei Ex natürlich auch sein.

23:29 Gavin Karlmeier

Wenn ein Automatismus greift, ja.

23:32 Charlotte Voß

Genau. Auf jeden Fall finde ich es sehr interessant, auch der Account der New York Times ist übrigens wieder da. Aber ich finde, das ist so, sind beides so Beispiele. Wenn das so beides so Ergebnisse von Absprachen unter Menschen sind, die sagen, wir besperren das jetzt durch große Meldewellen. Wenn das so einfach ist, offenbar, dass das zweimal passiert ist, Innerhalb von wenigen Tagen auf unterschiedlichen Netzwerken. Ist das nicht schon ein Zeichen, dass es keine gute Idee ist, solche Automatismen dorthin zu setzen?

24:04 Gavin Karlmeier

Voll, und man würde ja eigentlich denken, dass man gerade bei so Accounts, die ja dann vergleichsweise groß sind, wie die Tories oder New York Times, das ist nicht die kleinste Plattform, vielleicht einfach nochmal eine Warnleuchte angehen sollte. Hier, also ich würde den jetzt sperren, ich KI. Wollt ihr nicht nochmal gucken? Wir haben irgendwie eine Million Follower. Vielleicht auch lieber nicht. Das wäre das auch. Könnte wichtig sein. Also dass man dann nochmal so einen Schutzschirm irgendwie einzieht und sagt, okay, wir machen Automatismen, sonst wären wir dem nicht her, aber bei Accounts ab Zahl X, Follower Zahl X, muss nochmal jemand drüber gucken.

24:41 Charlotte Voß

Ich finde auch, dass gerade die Branchen, in denen diese beiden Accounts sitzen, nämlich auf der einen Seite Journalismus. und auf der anderen Seite eine politische Partei, dass die bei solchen Automatismen ja A besonders gefährdet sind, weil es eben viele GegnerInnen gibt Und B, dass bei denen auch einfach andere Regeln gelten müssen, weil die eben dauerhaft bedroht sind.

25:01 Gavin Karlmeier

Und weil sie auch verifiziert sind natürlich, ne? Also man könnte ja auch sagen, okay, jetzt bei X ist die Verifizierung ein bisschen Naja, nicht mehr so viel wert wie früher, aber insgesamt ist ein verifizierter Account mit einer großen Followerschaft aus der Branche X. Man könnte ja so Parameter bestimmen und sagen bevor der gesperrt wird, müsste nochmal jemand, weil es ist auch immer peinlich für die Netzwerke eigentlich, ne? Zu sagen, ups, war nicht gewollt, aber jetzt.

25:24 Charlotte Voß

Ja, wobei, also ich habe das Gefühl, denen ist allen nichts mehr peinlich. Es passieren einfach immer, es ist alles egal geworden.

25:31 Gavin Karlmeier

Der X ist eh nichts mehr peinlich. Die haben ja so einen Status von, weiß ich nicht, von Rechtspopulisten, die auch nichts mehr machen können, was ihre Anhängerschaft irgendwie schlecht findet.

25:41 Speaker 4

Also.

25:42 Gavin Karlmeier

Als Donald Trump damals sagte, ich könnte auf der Fifth Avenue jemand erschießen, die Leute würden mich trotzdem wählen, hatte er komplett recht. Und genauso ist bei Elon Musk und Twitter. Fans, die es geil finden, Finden nichts mehr schlimm, was da passiert.

25:54 Charlotte Voß

Ja, und selbst wenn, und das Einzige, was sie schlimm finden, ist, wenn 65. 000 Tassen geklaut werden bei Tests.

26:01 Gavin Karlmeier

Zum Beispiel das, ja.

26:02 Charlotte Voß

Ich wünsche mir übrigens, dass diese Tassengeschichte, dass die weitergeht, dass wir die irgendwie so ein Follow-up haben, um herauszufinden, was dahinter steckt.

26:10 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin ja auch großer Bürotassen-Fan, wie du weißt. Also, mich würde das auch interessieren.

26:14 Charlotte Voß

Tatsächlich, stimmt. Große Empfehlung. Also, ist es ein öffentlicher Instagram-Account deiner oder ist er privat? Ich glaube ja. Okay, also der Instagram-Account von Charlotte. Charlotte Voss Heißt er so?

26:24 Gavin Karlmeier

Nein.

26:25 Charlotte Voß

Verdammt. Der Instagram.

26:27 Gavin Karlmeier

Charlie Hummel heißt er.

26:28 Charlotte Voß

Ah ja, Charlie Hummel, genau so heißt er.

26:32 Gavin Karlmeier

Den Namen, den ich mir gegeben habe, weil als Instagram super unbekannt war, 2010, und ich dachte, hier ist ja eh niemand, den ich kenne. Ich gebe mir mal so einen bekloppten Namen.

26:38 Charlotte Voß

Und jetzt sitzt du hier in so einem Branchenpodcast und sagst: Ja, ich heiße Charlie Hummel. Ähm Ich finde es okay. Auf jeden Fall, du hast ein Fable dafür, in deinen Instagram-Stories Brothassen zu fotografieren. Und ich finde, das ist einer der angenehmsten Grinds, die man so haben kann. Das ist so, das ist genau die Wholesomeness, die ich in Social Media eigentlich oft vermisse.

27:00 Gavin Karlmeier

Ja, es ist auch sehr dankbar, weil jeder kann in seinem Büro den Schrank aufmachen und wird Schlimmes finden. Wäre einfach.

27:06 Charlotte Voß

Die Hakendrenntasse kommt. Du bist die Erste, die sie kriegt. Versprochen.

27:11 Gavin Karlmeier

Oh yeah, bitte. Im CT-Look?

27:14 Charlotte Voß

Auf jeden Fall blau.

27:16 Gavin Karlmeier

Okay. Okay.

27:18 Charlotte Voß

Machen wir. Deal. Ansonsten gibt es eine Meldung noch, weil du gerade die Verifikation angesprochen hast. X arbeitet jetzt daran, dass es für die. Premium Subscription einen Gratis-Zeitraum geben wird. Also, dass du quasi das 30 Tage lang testen kannst. So ein bisschen Hakenluft schubern und dann fliegst du wieder raus.

27:39 Gavin Karlmeier

Das ist aber toll, wenn man nie wieder weg, wenn man einmal Hakenluft geschnuppbert hat.

27:43 Charlotte Voß

Ich habe da eine ganz starke Emotion zu diesem Thema, komischerweise. Weil, also wenn du dir, wenn du eine Plattform hast, die eigentlich den Bots her werden möchte und du ein Feature hast, mit dem du dir Reichweite erkaufen kannst, oder dass du es auch für 30 Tage umsonst kriegst. Macht man da nicht eine Flanke auf, die man sich komplett sparen könnte, wenn man sagt, also du musst ja für die 30 Tage Test, musst du wahrscheinlich einen Paypal-PayPal-Account hinterlegen oder so, um für den Fall, dass es sich automatisch verlängert. Aber ich. Oder sie sammeln von allen die Personalausweise ein. Auch möglich. Wissen wir nicht. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann kann sich ja jeder ein Account anlegen. der einen PayPal-Account hat oder einen Stripe-Zugang oder eine Kreditkarte oder was auch immer, einen Account anlegen, kann sich die Reichweite boosten lassen, kann 30 Tage lang das Ding verbrennen und macht dann den nächsten Account auf.

28:38 Gavin Karlmeier

Ja, also ist genau, die ist die Frage, welche Daten sie da abfragen. Und die schenkt man dann natürlich auf jeden Fall, ne? Ist klar. Aber auch da kannst du natürlich faken, also das ist natürlich kein Problem. Wenn du Übterin bist und irgendwie ein Ziel hast und jeden Monat einen neuen Account aufmachen willst. Kannst du ja auch mit den Daten, also wenn du nicht keinen Personalausgleich abgeben musst, hochladen musst, dann ist es ja echt unproblematisch, das zu faken.

29:01 Charlotte Voß

Ja, also ich finde, das ist super gefährlich. Aber hey, who cares?

29:05 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich meine, sie sind ja auch egal. Also ich meine, dieses, wir wollen die Bots loswerden, ist ja auch immer so, das sagt man halt so, aber ein bisschen egal ist es ihm wahrscheinlich auch, oder?

29:13 Charlotte Voß

Ich glaube auch.

29:15 Gavin Karlmeier

Jeder bot ist ein monatlich aktiver User, den man in der Statistik zum Q2 nennen kann, also Bots machen User Seconds. Bots sind auch Menschen. Ach ne.

29:27 Charlotte Voß

Bots sind Teil der Community. Ohne Bots werden wir nichts. So ist es. Ich muss ja kurz, ich muss abfahren. Funktionen und Emotionen. Ich habe zwei Dinge heute mit. Das ist gut. Zum einen hat Nima OG bei Ex Elon Musk angetwittert. Und hat gesagt, hey, es wäre doch cool, wenn X den Grund anzeigen würde, warum ein Account gesperrt wird. Und Elon Musk hat geantwortet mit, yeah, that needs to be done. Also, offenbar Wird wohl, wenn, also kann auch eine leere Versprechung von Elon Musk sein, aber so kennen wir ihn ja nicht. Es könnte durchaus sein, dass jetzt früher oder später irgendwann gezeigt wird, warum Accounts gesperrt wurden. Finde ich gar nicht eine doofe Idee.

30:18 Gavin Karlmeier

Aber doch mal an, wie detailreich das ist. Also steht ja nur wegen Verstoß gegen die Community-Regeln, das ist genau nichtssagend. Das wäre unproblematisch, aber auch egal dann halt. Oder steht er, weil er schlimme Fake News über unseren Erlöser Donald Trump gebracht hat, dann wäre es vielleicht ein bisschen voll problematischer. Also welche Wertung steckt da drin sozusagen? Ich meine, es ist ja eh klar, dass eine Wertung da drin steckt, die man nicht kennt, wenn sowas gesperrt wird, den man nicht komplett durchschauen kann. Ganz die Frage, was noch dran geschrieben wird. Wenn sowas passiert wie die New York Times würde gesperrt oder so, oder über ein großes Medium oder ein Politiker, und dann würden dem unterstellt Deswegen wurde der gesperrt. Das ist halt die Frage, wie detailreich das aussieht.

31:10 Charlotte Voß

Ja, das ist wahr. Guter Punkt. Ich finde das grundsätzlich aber gar keine doofe Idee, weil das transparenter macht wie Plattformen moderieren. Also ich würde mir das auch für andere Netzwerke wünschen und nicht wie bei Threads, wo der Account dann einfach nicht mehr da ist. Also bei Twitter war es ja schon immer so, dass da in der Windung steht, dass der Account suspended wurde. Und also why not? Dann Blue Sky. Blue Sky gibt ein neues Update. Die machen ja immer wieder so stoßweise und dann gibt es mehrere Features und jetzt gibt es so Features wie zum Beispiel eben das Coverfeed, werden dir neue Leute angezeigt, denen du folgen kannst. Das ist alles unspektakulär. In dieser Update-Node steht auch drin, Starter-Packs, also es sind dieses Feature, mit dem du Leute zu Blue Sky einladen kannst und dann folgen sie direkt den Leuten, die du ihnen empfiehlst. bekommen Feeds vorgeschlagen und so. Startup Hacks werden dich jetzt nicht mehr irrtümlicherweise dazu dir vorschlagen, dass du dir selber folgen sollst.

32:12 Gavin Karlmeier

War ja eine gute Idee von Anfang an.

32:16 Charlotte Voß

Es löst alle Probleme. Ich mag sowas. Aber damit sind wir auch schon am Ende für heute. Es war ein kurzer kleiner Ritt. Aber du wolltest mir noch eine private Frage stellen.

32:28 Gavin Karlmeier

Ja, ich wollte mir eine private Frage stellen. Ich wollte aber auch noch ein anderes Thema. Ich weiß nicht, ob ihr das in den letzten Tagen in Hakendran besprochen habt. Dass bei Instagram, wir haben schon mal darüber gesprochen, dass bei Instagram die Insights für wie oft wurde ein Beitrag geteilt oder versendet, in Europa ja nicht sichtbar sind eigentlich wegen Datenschutz, DIS, das. Und dass es dabei noch einen kleinen Umweg gibt über die Meta Business Suite, da konnte man es nämlich immer doch sehen. Und jetzt gab es ein Zeitfenster, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast. wo diese Daten, wie oft ein Beitrag versendet wird, sogar öffentlich sichtbar waren.

33:07 Charlotte Voß

Das wurde getestet, ne? Ja. Ich glaube, wir haben darüber gesprochen.

33:10 Gavin Karlmeier

Vielleicht habt ihr ja schon nicht darüber gesprochen, dann können wir es sofort abmoderieren. Aber ich fand es interessant, weil ich dachte, vorher, also Es war jetzt wirklich letzte Woche oder so, dass mir eine Kollegin schrieb: Warum sieht man jetzt öffentlich? Also ich konnte sehen, wie oft der Beitrag von anderen Accounts geteilt wurde. Und vorher war es ja eigentlich. Angeblich nicht EU-datenschutzkonform, dass der Account-Inhaber das überhaupt sieht. Jetzt ist es aber auch wieder verschwunden.

33:37 Charlotte Voß

Also, das wurde getestet. Der Haken dran-Instagram-Account gehörte zu dieser Testgruppe. Ich habe das auch gesehen, und zwar in allen Beiträgen, wie oft er weitergeschickt wurde. Und also die, es gibt ja diese Konzentration bei Instagram jetzt darauf, dass vor allem der Wert, wie oft Beiträge geschert wurden, eine Rolle spielen für die algorithmische Ausspielung. Deswegen, ich finde das so als Incentive ganz clever, dass dieser Wert, der so wichtig ist für die Reichweite Dass dieser Wert dann jetzt auch genutzt wird, um so ein bisschen die Leute in so eine Konkurrenz, in eine Konkurrenzsituation zu bringen oder in so einen Wettbewerb, sich selber vergleichen zu wollen. Das passiert ja mit Likes eh und mit Kommentaren. Ich finde das nicht verkehrt, finde aber genau das gleiche, was du sagst, natürlich total irritierend, weil man mit diesen Daten immer in der EU sehr vorsichtig umgegangen ist und jetzt einfach, nö, wir testen es. Okay. Ich finde übrigens. .

34:27 Gavin Karlmeier

Genau, bis zum Kurs konnte ich es nicht mal als Account-Inhaberin sehen, die oft mein Beitrag geteilt wurde und jetzt konnten es dann alle sehen.

34:32 Charlotte Voß

Ja, genau. Ich finde aber übrigens, dass es irgendwie eine ganz wertvolle Aussage ist wie oft ein Video weitergeschickt wurde, weil das total das Nutzungsverhalten ist. Ich sehe ein lustiges Real, ich schicke das als Privatnachricht weiter.

34:48 Gavin Karlmeier

Das finde ich auch total einen spannenden Wert, also auch aus Account-Betreibersicht sozusagen. Und ich finde auch die Saves einen spannenden Wert, also wie oft sich jemand was abgespeiert hat, weil da habe ich schon das Gefühl, dass das auch eine Rolle spielt. Diese Metrik.

35:03 Charlotte Voß

Möglicherweise. Wir verwenden es nie.

35:07 Gavin Karlmeier

Genau, das wollte ich nur kurz reingeworfen haben, aber eigentlich wollte ich dich was ganz anderes fragen. Was hast du denn zuletzt auf TikTok eigentlich gepostet?

35:16 Charlotte Voß

Ich habe zwei Videos bei TikTok innerhalb dieses Jahres hochgeladen, glaube ich. Das eine war ein schlechter Gag. Und das andere war ein schlechter, noch ein schlechterer Gag. Ich habe zwei schlechte Gags gemacht. Das eine habe ich in die Kamera gesprochen und das andere habe ich was gefilmt. Und du?

35:35 Gavin Karlmeier

Und? Reichweite?

35:37 Charlotte Voß

War tatsächlich erstaunlich. Also dafür, dass mein Account da eigentlich nahezu tot ist, war das okay. Also, Reichweite kann ich den natürlich jetzt ad hoc nicht sagen, aber 21. 000 Aufrufe auf einem der schlechten Gags.

35:51 Gavin Karlmeier

Ich finde es bei TikTok wirklich interessant, ich mache da ja auch so gut wie nix, aber wenn man dann mal was macht, was so sehr auch billig ist, sage ich mal, oh, eine schöne Landschaft, das passt ein Audio drunter, zack und bumm, hat man irgendwie so in 10 Minuten 150 Likes so. Und weil Instagram hart für arbeiten muss, wenn man das haben möchte.

36:08 Charlotte Voß

Also bist du jetzt voll im TikTok-Game?

36:11 Gavin Karlmeier

Nee, gar nicht.

36:13 Charlotte Voß

Vielleicht machst du denn nicht. Das ist viel zu schlimm, da darf man gar nicht an.

36:16 Gavin Karlmeier

Da von gar nicht mit anfangen, bei TikTok kommen wir nämlich wieder raus.

36:20 Charlotte Voß

Das ist nämlich genau die Falle. Aber ich brauche halt Output, weil Twitter weg ist, nach wie vor. Also ab zu TikTok alle. Ich schüttel das mit dem Kopf, während ich das sage. Na gut, liebe Schallotte, vielen Dank. Wollen wir jetzt nicht unnötig in die Länge treiben hier? Aber weil das so wenig war heute. Würde ich mich freuen, wenn du einfach demnächst nochmal wiederkommst. Und das dauert dann jetzt nicht wieder. Also, wenn du warst das letzte Mal hier ewig her, ne? Du warst das letztes Mal hier im Mai ewig, ewig her.

36:51 Gavin Karlmeier

Mai.

36:53 Charlotte Voß

Naja, wir sehen uns also spätestens spätestens im September.

37:00 Gavin Karlmeier

Spätestens Humbed, Ajul, ja genau. Spätestens in acht Wochen. Oder hören uns. Wir sehen uns ja eigentlich gar nicht.

37:07 Charlotte Voß

Nein, wir sehen uns nicht. Vielen Dank, dass du dabei warst, liebe Schaulotte. Vielen Dank an alle fürs Zuhören.

37:11 Speaker 5

Macht euch einen schönen Mittwoch und genießt das Sommerloch und die Ferien und den Wind. Tschüss. Tschüssi.