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Folge 321 · 23. August 2024 · 53 Min.

Wem gehört X?

mit Roland Hindl

X muss die Besitzverhältnisse offenlegen – und es ist, wie zu erwarten, das Who-is-Who der “Bro-Bubble”, wie Roland Hindl, Team-Lead Social-Media bei BR24, feststellt.

Außerdem ist Crowdtangle nun Geschichte und Threads fängt mit Werbung an.

➡️ https://www.threads.net/@esqueer_/post/C-9PidjtcfD/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Roland.

00:08 Roland Hindl

Hallo Gavin. Schön wieder hier zu sein.

00:11 Gavin Karlmeier

Ja, ich wollte es gerade sagen, also ich muss dich natürlich vorstellen, damit Leute, die heute das erste Mal Haken dran hören, wissen, wer du bist, aber du gehörst ja fast auch schon zum Interieur mittlerweile. Du bist Roland Hindel, du bist. Teamlead Social Media bei BR24 und Koordinator der Drittplattformen, was geil ARD-Deutsch ist, um zu sagen, du kümmerst dich um alles, wo nicht ARD im Impressum steht. Ist das richtig?

00:37 Roland Hindl

Ja, genau. Also die Social Plattformen sind für BR24 zumindest mein Tanzbereich.

00:45 Gavin Karlmeier

Also, wenn du magst, können wir direkt einsteigen. Wir haben nämlich ein bisschen was zu tun heute vor uns. Es gibt eine Meldung, es gibt zwei Meldungen, bei denen ich das Gefühl habe, wir müssen darüber sprechen. Ich möchte mit dir heute mit Meta einsteigen. Und für dich als jemand, der journalistisch tätig ist und für alle, die uns zuhören, die auch journalistisch tätig sind, war es vermutlich eine dunkle Woche, denn am vergangenen Mittwoch, also vorgestern, hat Meta Crouch Tangle abgeschaltet. Habt ihr damit gearbeitet mit dem Tool?

01:13 Roland Hindl

Ähm, tatsächlich wir relativ wenig, aber Die Suche nach Alternativen geht trotzdem bei uns auch schon los. Sind alle am Testen schauen, ob und was geht, aber ich glaube, das wird schwierig, da was zu finden.

01:28 Gavin Karlmeier

Ja, der Frust ist auf jeden Fall groß gerade. Also für die, die das Tool nicht kennen, Craw Tangle war ein Monitoring-Tool, das Facebook damals, als es noch Facebook hieß, an den Start gebracht hat, also erst gekauft hat und dann kostenfrei für Publisher und für Forschungsinstitute kostenfrei zur Verfügung gestellt hat und man konnte damit halt so andere Kanäle beobachten und hat immer wieder mit der mit der Metrik Performance gearbeitet, was so eine Inverhältnissetzung war von wie erfolgreich oder wie viele Interaktionen hat ein Post erzielt in Relation zu den letzten, sagen wir, 100 Postings desselben Accounts. Also eine ganz spannende Art und Weise, irgendwie Erfolg in Social Media eben zu bemessen. Und man konnte damit halt so Dashboards erstellen und so Fernsehen und Redaktionen bespielen und so. Und das wurde eben, wie gesagt, wie es auch angekündigt war, lange angekündigt war, am vergangenen Mittwoch jetzt eingestellt. Interessant ist aber, dass diese Einstellung möglicherweise gegen den Digital Services Act verstoßen könnte. Die EU hat da jetzt gerade. Facebook, also Meta, aufgefordert, einige Informationen zur Einstellung zur Verfügung zu stellen. Denn offenbar war das die einzige Möglichkeit für ForscherInnen über Meta an Daten zu kommen. Und der DSA, der Digital Services Act, das EU-Recht, schreibt eben vor, dass man für ForscherInnen eine Schnittstelle bieten muss, um an die Inhalte dieser sehr großen Online-Plattformen zu kommen.

02:57 Roland Hindl

Ich finde es sehr spannend, wie die EU gerade aktiv wird gegen all die großen Plattformen, all die großen Player. Es ist sehr interessant zu beobachten, wie sie da vorgehen im Moment.

03:09 Gavin Karlmeier

Ja, auf jeden Fall. Interessant finde ich aber gerade diesen Aspekt der, wie können wir die Forschung unterstützen. Oder wie können wir zumindest verhindern, dass die großen Unternehmen die Forschung nicht behindern. Weil der Umgang mit solchen Daten durch die sozialen Netzwerke ist natürlich ärgerlich für Medienschaffende wie uns jetzt, die jetzt eben nicht mehr mit Crowdtangle arbeiten können, aber wir leisten ein deutlich weniger nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft dadurch, dass sie Cartangle nutzen können, als eben Forscherinnen und Forscher.

03:39 Roland Hindl

Ja eben, und war ja auch bei X ein großes Thema in den vergangenen Monaten, wie da der Umgang war mit den Zugängen und Deswegen interessant, dass es an Crown Table hängt, also an diesem Tool bei Meter.

03:55 Gavin Karlmeier

Voll, ja. Es gab tatsächlich noch. kurz vor der Einstellung, also Ende April bereits, größere, nee falsch, Ende April wurde dieses Verfahren durch die EU das erste Mal sozusagen angestoßen. jetzt eben an den Punkt gekommen ist, dass Meta sich dazu äußern muss. Aber im Mai haben sich mehrere Gruppen schon zusammengetan und so eine Art offenen Brief an Meta geschrieben, mit der Bitte, CryTangle doch zumindest bis Januar online zu lassen, damit die US-Wahl im November eben. . weiterhin gut gecovert werden kann. Dieser Bitte ist Meta nicht nachgekommen, vermutlich, weil man sich einfach gedacht hat, naja, politische Inhalte sind uns eh wurscht.

04:33 Roland Hindl

Aber man kann bald seine Instagram Story Highlights besser sortieren.

04:41 Gavin Karlmeier

Oder ich will es nicht vorwegnehmen, aber es gibt halt so ein paar neue Funktionen bei Instagram, über die wir gleich sprechen müssen. Ach nee, also das ist ein kleines Teasing, reden wir gleich drüber. Ja, ich habe auch ganz doll Emotionen. Und ich habe leider, so viel darf ich schon mal verraten, ich habe leider ein, ich sag mal, weitreichendes Versprechen gegeben zu einem Zeitpunkt, als es noch nicht absehbar war, dass diese Funktion tatsächlich kommt. Aber mehr dazu gleich. Ansonsten sieht es gerade ganz danach aus, als würde Threads relativ zeitnah Werbung auf die Plattform bringen, denn es sind jetzt erstmalig Screenshots aufgetaucht von Postings, die ein Gesponsert Text hinter dem Absender anzeigen. Also du siehst in der App sozusagen den Post und oben da, wo der Nickname des Absenders oder der Absenderin steht, dahinter steht dann Gesponsert. Genau so, wie das übrigens damals auch bei Twitter ausgesehen hatte, seinerzeit, bevor das 139 Mal umgebaut wurde. Und das sieht eben, wie gesagt, alles ganz danach aus, als würde Threads bald sich für Werbetreibende öffnen.

05:41 Roland Hindl

Es war lange angekündigt und ich freue mich jetzt schon auf die verschiedenen Anzeigen eines chinesischen Billighändlers, der mit Accounts aus der Schweiz ausprobiert wird. Polen aus Australien, aus Österreich und wer weiß, was arbeitet, den man gar nicht so schnell wegblocken kann. Wie es auf Instagram über Dauerbeschannung ist.

06:01 Gavin Karlmeier

Ja, wir können nur hoffen, dass das davon erstmal verschummt bleiben. Aber we wish, möchte ich da sagen.

06:11 Roland Hindl

Ja, aber es war ein erwartbarer Schritt. Natürlich wollen sie das monetarisieren und jetzt die Zahlen zeigen ja eine entsprechende Richtung, dass sie das jetzt auch allmählich ausrollen.

06:21 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin total gespannt, wie lange es dauert, bis in der EU auch die Werbung angezeigt wird. Weil also man hat ja so ein bisschen das Gefühl, dass die großen Tech-Unternehmen mit den neuen Funktionen sehr zaghaft sind, was das Ausspielen in der Europäischen Union angeht. Also zum einen Merken wir das beispielsweise mit der Apple Intelligence, die in der EU womöglich erstmal nicht kommen wird. Wir stellen das fest mit Funktionen, die irgendwie soziale Netzwerke an den Start bringen, wie Meta-AI, also viele KI-Funktionen. Wenn Sie jetzt hier ohne mit der Wimper zu zucken sowohl sofort die Werbung ausräumen, weil Sie sagen, naja, das verstößt aus unseren Augen nicht gegen irgendwelche Regulationspakete und wenn doch, sollen sie uns doch holen, dann finde ich, könnte das ein Indikator dafür sein, wie ich hier schon mal die These aufgestellt habe. Dass man das auch so ein bisschen als Druckmittel gegen die EU verwendet, mit neuen Funktionen erstmal vorsichtig zu sein, auch wenn man nicht zwangsläufig Sorge davor hat, dass sie gegen Regelpakete verstoßen. War das nachvollziehbar, was ich sagen wollte?

07:18 Roland Hindl

Ja, ja, so nenne ich.

07:22 Gavin Karlmeier

Also da bin ich sehr, sehr gespannt drauf. Und ich bin sehr gespannt, wie die Community reagieren wird. Weil ich habe, also ich sehe sehr viele Leute auf Threads immer noch, die mir unbekannt sind, die Inhalte posten, die mir vielleicht auch schon bekannt sind, aber nicht alle. Und was sie aber alle eint, ist, dass ich das Gefühl habe, Threats wird an vielen Stellen gerade sehr unbeschwert genutzt. Wenn jetzt dort Werbung auftaucht, dann hast du plötzlich eine Metadiskussion, die wir auch von so. . Die wird beispielsweise aus der Zeit kennen, als Twitter damals das Pfeff-Sternchen zu einem Herz umgebaut hat. . Und könnte mir vorstellen, dass viele Leute das nicht nicht so hinnehmen, dass dort jetzt Werbung platziert wird auf Wets. Das ist so eine These.

08:08 Roland Hindl

Ich meine, ich glaube Also das Pfeff-Sternchen und auch der Schritt von den 140 Zeichen auf 280 Zeichen zu gehen bei Twitter damals. Ich glaube, da war eine andere Identifikation da. Und es war meinem Gefühl nach auch ein bisschen eine andere Community, die auf diesen Plattformen unterwegs ist. Weil Fresh finde ich schon, oder zumindest in der Bubble, die mir so ausgespielt wird, sind so sehr viele immer noch, die so diesen Instagram-Vibe rüberbringen und da, glaube ich, auch mit Werbung auf den Plattformen anders sozialisiert wurden. Kann ich aber auch dann die Realität einholen und eines Besseren verlieren.

08:51 Gavin Karlmeier

Ja, also ich würde komplett zustimmen. Ich glaube, Sie kennen das alle. Ich glaube, wir alle sind es gewohnt, dass soziale Netzwerke irgendwie Platz für Werbung machen. Und bei ihnen. . Ich sag mal, in einem überschaubaren Rahmen ist es ja auch nachvollziehbar, dass diese Unternehmen dieses Angebot, das sie nutzen, irgendwie finanzieren müssen. . So funktioniert die Wirtschaft, meinetwegen. Ich könnte mir aber vorstellen, und das war eben so ein bisschen meine These, dass die Leute sich so daran gewöhnt haben, dass es werbefrei ist, dass sie da auch nicht darüber nachdenken, dass es werbefrei ist. Und in dem Moment, wo sie Werbung sehen, es ihnen auffällt, sodass sie sich darüber aufregen werden. Weil auch sich aufregen natürlich ein guter Sport ist in Kurznachrichtendiensten. Und da bin ich halt so ein bisschen gespannt drauf, ob da so eine verhältnismäßig, unverhältnismäßige, laute Gegenwindaktion starten wird, die halt. . Wie gesagt, natürlich, wir zwei Zwerbung schalten, wir alle gehen davon aus, die halt überraschend laut sein wird. . Das könnte ich mir vorstellen, aber ich spinne hier also rum.

09:51 Roland Hindl

Spannend wird sein, was Kim Gardeshient dann macht.

09:56 Gavin Karlmeier

Geil. Glaubst du, da wird es wieder einen Boykott geben? Postet Kim Kardation of Threats?

10:04 Roland Hindl

Das müsste ich tatsächlich nachschauen. Aber macht sie gerade nicht mit Jimmy Fellon Werbung für Kopfhörer?

10:13 Gavin Karlmeier

Das weiß ich auch. Deutlich besser informiert. Sie hat 13,5 Millionen FollowerInnen auf Threads. Aber der letzte Post war am 3. 03. 2024 und zeigt einen Tesla Cybertruck vor einem Privatjet.

10:28 Roland Hindl

Mit Kapurof Kanone obendrauf. Nein, wir dürfen auch.

10:32 Gavin Karlmeier

Oh Gott. Ja, also die Post-Offlets warten wir es ab. Also ich bin gespannt, aber wir können uns schon mal darauf einstellen, dass halt Werbung kommen wird, zumindest erstmal im amerikanischen Raum. Aber die Vermarktung ist in Meta natürlich easy. Also Meta hat schon so viele Möglichkeiten, Werbung zu platzieren. Und sie können ja ohne weiteres, so wie das früher mit den Instagram Stories war, ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst oder ob du häufig Werbung geschaltet hast, Als das so anfing mit den Instagram Stories als Werbemodell, konntest du einfach bestehende Werbung, die hochkant angelegt war, mit als Werbung ausspielen. Und vermutlich werden sie das hier bei Threads ähnlich anbieten, dass wenn du einen Post als Werbung anlegst, der eben für die Threads-Werbeform geeignet ist, also Text, also eine Caption hat und ein quadratisch bis hochkanntes Bild hat, dass sie so anbieten, hey wenn du magst, spielen wir das direkt auch bei Threads aus. Interessant wird aber, wie sie da die Umlegung der Impressionen gehandhaben, weil die bei Threads vermutlich ja viel, viel inflationärer sein wird als bei Instagram.

11:40 Roland Hindl

Also wenn Meta etwas kann, dann ist es auf jeden Fall Werbung. Und ich glaube, das zitar dann schon an entsprechenden Lösungen fallen, die wahrscheinlich schon in der Schublade haben, schon eingepreist hatten. So schnell der Start von Fred's ging. Ich glaube, gerade an dieser Werbegeschichte haben sie wahrscheinlich intensiver gearbeitet.

11:59 Gavin Karlmeier

Würde ich auch von ausgehen, ja. Wahrscheinlich intensiver als an der Desktop-Version ihres Thread Stacks. Das ist bei mir immer noch unbrauchbar. Ich habe da so viele Fehler ständig. Naja. Ähm, geh mir, du merkst, ich drücke mich so ein bisschen, aber wir müssen über Ex sprechen, wir müssen über Twitter sprechen. Ich würde gerne sagen, voll gerne, aber. Es ist im Moment los. So, es gibt zwei Meldungen, die ich gerne vorweg schicken möchte. Die eine Meldung ist, dass Joanne K. Rowling 27 Tweets gelöscht hat. Wir erinnern uns ja, dass sie im Rahmen einer Klage, die im Moment gegen unbekannt, aber auch gegen das Unternehmen X, in Frankreich angestrengt wird, in der es um Beleidigung geht der Boxerin, über die wir hier gesprochen haben in der vergangenen, in der vorletzten Episode mit Nicole Diekmann, dass in dieser Klage eben auch J. K. Rowling und Elon Musk als ähm als Schädigende genannt werden. John Ker Rowling hat daraufhin jetzt eben 27 Tweets gelöscht und auch seit zwei Wochen nichts getwittert, was verhältnismäßig verhältnismäßig überraschend ist für ihre Verhältnisse. Und ich habe da einen ganz schönen Text zu gelesen, der war einfach nur, naja, in dem Moment. Wo das recht kommt, halten sie dann alle die Füße still, die sonst so ein lautes Organ haben. . Und ich finde. Wenn das die Möglichkeit ist, solche Leute, die sich transfeindlich eben äußern, irgendwie dazu zu kriegen, das eben nicht mehr zu tun, dann sollten wir alle viel, viel häufiger vor Gericht rennen.

13:35 Roland Hindl

Ja, also schade, dass es so weit kommen muss, aber auch bewundernswert, dass sie diesen Schritt geht. Ich frage mich nur, was glaubt sie, was es bringt, diese X-Post zu löschen. Also das wird ja schon längst beweislicher irgendwo hinterlegt sein. Aber gut, wenn sie glaubt, dass ihr das hilft. Und wenn sie dann jetzt einfach mal auch zwei Wochen lang kein Gift mehr in die Plattform spritzt, ist das ja auch mal wirklich gut.

14:04 Gavin Karlmeier

Ja, wohl wahr. Ich bin gespannt, ob wenn sie tatsächlich irgendwie vor Gericht erscheinen muss. Ob die Reisekosten, ob die dann Elon Musk trägt, der ja versprochen hat, dass alle, die wegen irgendwelcher Tweets vor Gericht erscheinen müssen, keine Kosten haben werden deswegen. Schauen wir mal. Man bleibt gespannt. Ansonsten gibt es eine Karte. Ansonsten gibt es eigentlich so die größte Meldung, über die wir sprechen müssen, die aber, also folgendes. Und zwar gab es im letzten Jahr eine Gruppe von ehemaligen Twitter-MitarbeiterInnen, die Ex verklagt haben, weil Ex Die Streitschlichtungsgebühren, die entstanden waren, weil die ehemaligen MitarbeiterInnen auf ihrer Abfindung bestanden haben und dann einen außergerichtlichen Schlichtungsprozess angestrengt haben. weil ihnen vertraglich zugesichert war, dass Twitter diese Kosten übernehmen würde, sollte es zu einer Schlichtung kommen. Die haben X verklagt. Dazu gehört zum Beispiel Jacob Silverman, über den werden wir gleich nochmal sprechen. Der freiberuflicher Journalist ist, also der gehört nicht zu denen, die geklagt haben, aber der gehört zu denen, um die es geht. Ein freiberuflicher Journalist, der zum Reporters Committee for Freedom of the Press gehört. Also eine Gruppe, die sich eben für Pressefreiheit einsetzt. Und der hat sich jetzt in diesen Prozess eingeschaltet, in dem es eben zwischen den ehemaligen TwittermitarbeiterInnen und Ex geht, weil. . ihm zugetragen wurde, dass in diesem Prozess eine Liste existiert, die aber unter Verschluss gehalten wird, also nicht öffentlich einsehbar ist. Und zwar handelt es sich bei dieser Liste um die Liste der Anteilseigner. der Muttergesellschaft von X, also der X-Holding. Und interessanterweise hat er es geschafft, dass seinem Antrag stattgegeben wurde. Und diese Liste eben jetzt tatsächlich veröffentlicht werden muss, also in dem Laufzettel, die auch für alle, die dieser öffentlichen Sitzung eben beiwohnen wollen, eben einsehbar sein wird. Und dazu gehört dann eben auch, dass alle Leute, die eben von außen drauf schauen und eben damit auch JournalistInnen, Einsicht in diese Verhältnisse der X-Holdings bekommen. Also Wem gehört Twitter tatsächlich? Und Ich sag mal so, es ist jetzt keine große Überraschung, viele dieser Namen grassieren schon oder sind eben irgendwie erwartbar. Dazu gehören eben natürlich. Elon Musk, dazu gehören aber auch ein saudi-arabischer Prinz, über den wir hier auch schon öfter gesprochen haben, der als Freund von Elon Musk gilt, dazu gehört Jack Dorsey, der ehemalige Twitter-Einhaber, dem offenbar immer noch ein Teil von X gehört. Auch das wurde schon mal ein bisschen. . so gehandelt als Information. Dann gibt es Menschen wie Joe Lonsdale, der hat ein Venture Capital Unternehmen gegründet, der aber auch damals Palantir mitgegründet hat. Das ist das Unternehmen von Peter Thiel. der auch mindestens rechtslibertär ist. Und dazu gehört auch Sean Combs, den man kennt. Also Sean Comms sitzt tatsächlich in einem dieser Venture Capital Geber, also Risikokapitalunternehmen. Und Sean Comms kennt man, weil er als P. Diddy, als Musiker erfolgreich geworden ist oder eben auch als Puff Diddy, ist aber auch deswegen bekannt geworden, weil gegen ihn diverse Gerichtsprozesse laufen. Wie zum Beispiel der Vorwurf der Körperverletzung, der Vorwurf des Menschenhandels, also solche Sachen. Also ein ganz angenehmer Typ offensichtlich.

17:34 Roland Hindl

Ja, also die Mischung dieser Truppe, der Prinz Palantir, ähm, Puff Daddy Didi, ich habe vorhin mal gegoogelt, wie er dann aktuell sein Spitzname heißt und da habe ich einen Spiegelartikel gefunden. Da stand in Klammern dahinter, aktueller Spitzname Tiki fand ich auch sehr nett. Ja, also das ist so genau diese. Bro Bubble, in der sich Musk gerne bewegen will und wie er als vom Mindset her als so seine Truppe und seine Stichwortgeber aussieht.

18:08 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, das kann man genau so. Ich finde, die Bro Bubble ist genau die richtige Formulierung. Man sieht genau, es ist eine sehr männliche Truppe, es ist eine Truppe, die ist mit die eine sehr eigene Auffassung davon haben, was Recht und Gerechtigkeit am Ende bedeuten. Die aber eben, und das ist natürlich in so einer Investorstruktur jetzt nicht überraschend, das sind aber alles Leute, die eben einfach nur. sehr, sehr, sehr, sehr reich sind. Ich finde, man sieht daran auch, dass das alles keine Leute sind, die zwangsläufig darauf Wert gelegt haben müssen. dass sie mit Ex viel Geld verdienen. Also es ist jetzt nicht so eine kleine, kleine Investorinnenstruktur, wo man sagt, naja, am Ende verdienen alle so ein bisschen was und die haben jetzt hier irgendwie was Großes geschaffen. eine Unternehmung, die irgendwie sich tatsächlich für die Redefreiheit auf der Welt einsetzt, sondern das sind alles Leute, die alle eben einfach nur wahnsinnig milliardenschwer sind und die aber auch einen großen Vorteil davon haben, wenn es eben eine Plattform gibt, bei der solchen Leuten und denen, die ihre Position stärken, eine Stimme verliehen wird.

19:11 Roland Hindl

Ja, also Altruismus kann man sicherlich keinem von denen vorwerfen. Und das nähert natürlich auch genau diesen Punkt, wofür wurde X gekauft oder wofür wurde Twitter damals gekauft. War das eben um die Plattform zu retten oder war es, um ein politisches Instrument sich zu bauen? Mit einer gewissen Schlagkraft, die ja Twitter damals schon hatte?

19:36 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nicht so ganz klar. Aber vermutlich spielt die politische Ebene mindestens eine Rolle Gerade wenn Elon Musk eben als der, der eben vorneweggelaufen ist und gesagt hat, ich mach das jetzt, eben an der Spitze steht. Ganz klar

19:53 Roland Hindl

Genau werden wir es nie erfahren, natürlich ist alles Spekulation. Aber die Puzzleteile zeigen oder geben zumindest ein bestimmtes Bild schon ab.

20:01 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Die Ex-Meldung, man kriegt immer nur schlechte Laune bei denen im Moment, aber wir machen, wir ziehen das durch, wir machen weiter. Leute, bleibt bei uns, es wird alles wieder besser. Verspreche ich jetzt. Das macht den Abnabelungsprozess auch leichter. Ja, ich hoffe ja, dass die meisten schon abgenabelt sind, ehrlicherweise.

20:24 Roland Hindl

Ja, ich stelle leider im Moment fest, gerade mit US-Wahl und auch wieder Ukraine-Entwicklungen, dass ich wieder viel zu viel Zeit in dieser App verbringe, als auch wenn ich es tatsächlich seit eineinhalb Jahren nur noch passiv nutze. und nur noch reinschauen. Aber die Zeit der wertvollen Nutzungsminuten ist, glaube ich, ein bisschen nach oben gegangen. Ich draußen mal gar nicht zu zugestimmt.

20:46 Gavin Karlmeier

Aber wertvoll schön und gut, aber sind die Nutzungsminuten auch unregretted? Nein. Ich hab's geahnt, ich hab's geahnt. Wir müssen nochmal kurz über Grog sprechen. Grog ist der Chatbot von X, ist das Tool, das jetzt mit Hilfe eines deutschen KI-Unternehmens auch Text. . zu Bild anbietet, also die Möglichkeit, dass man Bilder generieren kann. Und wir haben da auch schon darüber gesprochen, dass Grog eben anders als viele andere dieser Bildgenerierungs-KIs eben keinerlei Grenzen kennt. Also wir wissen, dass wenn du bei Dolly von OpenAI oder eben bei Midjourney irgendwelche Prominenten generieren lassen möchtest, dass das nicht so ohne weiteres möglich ist. Oder wenn du versuchen willst, Urheberrechtsverletzungen zu generieren, dass auch das nicht ohne weiteres möglich ist. Oder wenn du eben massive Gewaltdarstellungen generieren lassen möchtest, dass auch das Probleme mit sich bringt. Das gibt es bei Grog alles nicht. Du hast gar kein Problem, hier eine Mickey Maß generieren zu lassen, die mit einem Gewehr auf Menschen schießt. Das funktioniert hier alles ganz hervorragend. Und tatsächlich konnte NPR in den USA mit Hilfe von Grog auch Bilder herstellen, die aussehen, wie Screenshots von Überwachungskameraaufnahmen, die aussehen, wie Leute, die mehrere Wahlzettel in einen Briefkasten schmeißen. Also was hier tatsächlich einfach passiert ist, ist der Versuch, wie einfach ist es. einen Vorwurf der Wahlmanipulation mit Hilfe dieser KI generieren zu lassen? Und die Antwort ist nicht besonders schwierig.

22:24 Roland Hindl

Ja, und Musk tut es wahrscheinlich immer noch als Satire ab und verkauft es als. . Redefreiheitstool als wichtiges, aber das sind genau die Gefahren, vor denen man ja eigentlich immer gewarnt hat, vor denen die viele befürchtet haben, die andere eingeschränkt haben. Ich bin nicht der KI-Experte da. Hast du mit meinem Kollegen Gregor Schmalzfried einen viel besseren Gesprächspartner in deinen Sendungen gehabt, die ich da gern verweise? Aber es ist natürlich Ja, es zeigt auch diese, wenn er es wirklich nur witzig meint und als Satire zeigt diesen Gelinde, gesagt, diplomatisch ausgedrückt, verschrobenen Humor, den er hat, diese Wie so ein kleiner Bulli in der Schule, der der andere irgendwie hänselt und bewusst alle Grenzen überschreitet, weil es vermeintlich cool ist.

23:25 Gavin Karlmeier

Ja, das ist, also nee, ich b nee, also das ich finde, da verlässt man so ein bisschen die Bereich des. Also klar, das ist ja auch das, was du sagst, aber ich finde, man verlässt ja den Bereich des verständlichen Humors. Selbst wenn das ein kleiner Junge ist, der sich gerade irgendwie witzige Sachen zusammenbaut, würde ich sagen, das nehme ich so nicht hin und an.

23:46 Roland Hindl

Ja, völlig, völlig. Also genau, genau, das ist wirklich der Punkt. Also das ist nicht mehr witzig und es gab bewusst diese Debatten im Vorfeld und andere haben sich bewusst. . diese Grenzen gesetzt, dass man keine echten Gesichter erkennt, dass man keine prominenten oder dass man keine Urheberrechtsverletzungen begeht, zumindest weitgehend So ist die offensichtlichen, so mit Mickey Maus und so weiter und so fort. Und auch dass Gewaltdarstellungen oder pornografisches etc. zumindest eingeschränkter ist. Und diese Grenzen zu durchbrechen oder gar nicht mehr im Rückspiel zu sehen, das ist. Das ist wohl sein Antrieb, ohne irgendwie die Folgen zu bedenken.

24:27 Gavin Karlmeier

Absolut, hundertprozentig. Eddie Paris, der war früher Direktor für Informationsintegrität bei Twitter. Also ein ehemaliger Twitter-Mitarbeiter, der ist jetzt Vorstandsmitglied beim OCET-Institute. Also OSET, das ist Open Source Election Technology, deren Auftrag ist es sozusagen sich für eine Welt mit besseren Wahlen, sichereren Wahlen und manipulationsfreieren Wahlen einzusetzen. Und der wird hier zitiert mit den Worten, warum um alles in der Welt sollte jemand so etwas herausbringen? Ich fühle mich sehr unwohl bei der Tatsache, dass eine Technologie, die so mächtig ist und so unerprobt ist. für die es so wenig Leitplanken gibt, zu so einem wichtigen Zeitpunkt einfach in die Hände der Öffentlichkeit gegeben wird. Ich finde, das bringt alles zu diesem Sachverhalt auf den Punkt.

25:15 Roland Hindl

Ja. So und nicht anders.

25:18 Gavin Karlmeier

Exakt. Ansonsten gibt es eine Studie, die ich dir noch mitgebracht habe, eine kleine. Und zwar geht es dabei um Kinder. Und zwar gibt es die These, nein, keine These, sondern die Studie. TechCrunch hat sie zuerst veröffentlicht. bezieht sich hier auf tatsächliche App-Nutzung, also nicht auf eine Umfrage. Und da geht es um sogenannte Generation der iPad-Kinder, also Sieben- bis Neunjährige. Und hier wird gesagt, dass über 30% der 7- bis 9-Jährigen, die ein Tablet nutzen, ein eigenes Ex-Konto haben. Ich treffe dich sichtlich irritiert.

26:00 Roland Hindl

Ja, tatsächlich. Also, wir arbeiten ja immer wieder mal mit Schulklassen zusammen und Da fragen ja auch die Plattformen ab, die sie nutzen. Und ja, da ist dann schon immer einer dabei. Es sind meistens auch welche von den Jungs, die sagen, sie haben ein Ex-Konto. Aber das ist wirklich, also. So einen so hohen Prozentsatz hätte, das überrascht mich jetzt tatsächlich. .

26:26 Gavin Karlmeier

Tatsächlich, ich hab das ja, ich weiß ja gar nicht, ob ich es schon mal erzählt habe, aber ich mache ja viel so Medienkompetenz. Trainings in neunten Klassen. Die sind ja alle nochmal ganze Stange älter, die sind alle so 15, 16. Und auch da gleiches Bild, also da gibt es so ein, zwei. In der Regel auch sind es Jungs meistens sehr tech interessiert, die einen Twitter-Account haben oder einen Ex-Account haben oder ex- mindestens. ab und zu mal benutzen, aber auch da ist es nicht so, dass jetzt irgendwie drei drei von zehn irgendwie einen Ex-Account hätten. Aber tatsächlich ist es so, dass hier diese Diese Daten von Custodio, Q-U-S-T-O-D-I-O, Custodio, eine Analyse von Nutzungsdaten von Kindern durchgeführt hat. Und das können sie machen auf der Datengrundlage der eigenen Software, die sie haben. Sie haben nämlich eine elterliche Kontrollsoftware und konnten so eben das herausfinden, dass eben drei von zehn Kindern einen Ex-Ekant haben oder eben Ex regelmäßig nutzen. Und das Problematische daran ist aber, dass im selben Bericht eben auch erklärt wird, dass im Schnitt 13% aller Ex-Posts, die angezeigt werden, offenbar Inhalte anzeigen, die nur für Erwachsene geeignet sind. Also so wie hier es genannt wird: Hassrede, Pornografie und Desinformation. Und das ist natürlich ein also ein maximales Problem, eine Plattform, die sich so wenig darum schert dass du eine jugendfreie Experience, auf welche Art auch immer gestalten kannst. Viel mehr noch als andere Plattformen. Und das war bei Twitter auch schon immer so. Fairerweise, also auch bei Twitter war es schon früher so, dass man relativ leicht Zugang zu pornografischen Inhalten bekommen konnte. Anders als Die Metaplattformen, die schon immer ausgeschlossen haben, dass es so richtig Erwachseneninhalt dort gibt. Jetzt gab es bei X vor einiger Zeit ja die Meldung, dass man dort Erwachseneninhalte als solche auch kennzeichnen kann. Aber nach wie vor ist es nicht so, dass es dazu führt, dass du als Mensch, der sich dort einfach registrierst, erstmal irgendwie ein ordentliches Verfahren durchläufst, um zu prüfen, ob du wirklich volljährig bist. Und das ist natürlich ein Riesenproblem. Das bringt Kinder in Kontakt mit Inhalten, die wirklich nicht für sie geeignet sind. Ja.

28:44 Roland Hindl

Und also im Endeffekt ist es ja nur ein Haken, den man setzen muss, um quasi auch alle, also jeglichen Content angezeigt zu bekommen und aufgrund der algorithmischen Sortierung bekommt man das ja dann auch eingespült, der nicht-algorithmischen Sortierung und in einem 4U-Feed, in dem neuen, bekommt man das ja dann einfach eingespült. Und das passiert schnell, dass man dann da irgendwie einen Content sieht, den man eigentlich tatsächlich nicht sehen will und im Fall von Kindern auch nicht sehen sollte.

29:14 Gavin Karlmeier

So ist es ja, absolut. Also ich kann eigentlich nur an alle Eltern, die ihrem Kind ein iPad in die Hand drücken, appellieren, solche Apps einfach nicht verfügbar zu machen. Es ist relativ einfach, eine App zu sperren auf einem Apple-Gerät. Beispielsweise es wird bei einem Android-Gerät nicht anders sein und die kriminelle Energie, das alles zu umgehen als Achtjähriger oder Achtjährige. um ausgerechnet Twitter zu benutzen, die würde ich als ungleich kleiner einstufen.

29:44 Roland Hindl

Ja, also bei Android ist es mit, also ich selber bin Android-Nutzer mit Family Link, ähm, sehr gut handelbar. weiß aber auch, dass man diverse Apps sperren kann und auf dem iPhone oder iPad dann so mit dem einen oder anderen Trick relativ schnell diese Elternzugänge oder diese Elternrestriktionen umgehen kann. Aber da dein Appell an alle Eltern ist völlig richtig, aber auch Selbst wenn man es gesperrt hat, nochmal ein, zweimal draufschauen, das bricht nicht das Vertrauen zum Kind, sondern da. . . Selbst die 8-, 9-, 10-Jährigen kennen da Tricks. Ich glaube, wir hätten sie auch gekannt. Und das ist nämlich das, was am Schulhof dann relativ schnell rumgeht. wenn man dann irgendwie YouTube einschwenkt oder so, dass man dann weiß, okay, so und so kommt man dann doch wieder an YouTube ran. Und zwar es einfach nur über den Browser, weil da denken viele Eltern einfach auch nicht dran, dass man ja da einfach das in den Browser eingeben kann.

30:44 Gavin Karlmeier

Hundertprozentig, absolut, ja. Ich habe damals übrigens, da war ich ehrlicherweise auch so in dem Alter, also da hatte, also ich hatte Zugriff zu einem Computer. Aus familiären Gründen. Und mein Vater, der eben mit Computern immer schon gearbeitet hat, hatte eben so eine Zeitsperre gebaut. also das war damals, also wir reden hier über 195, 98 so. Und da war es ja noch so, dass du immer noch einen DOS als Grundlage hattest. Und in diesem DOS. Bootvorgang, hattest du eine, hatte ich so eine Zeitsperre, bei der ich mich anmelden musste und dann wurde halt entschieden, darf ich den Computer weiter hochfahren oder nicht. Und ich habe dann irgendwann herausgefunden, relativ schnell, wie gesagt, ich war sieben oder acht oder so, dass dann, wenn ich zum richtigen Zeitpunkt STRG C drücke. dass sich die weitere Ausführung der Autoxec verhindern konnte, dann einfach selber Windows starten konnte und damit diese Zeitsperre umgehen konnte. Und das, also mein Vater war nicht böse, er war sehr stolz, als er das festgestellt hat, dass ich das mache.

31:46 Roland Hindl

Ach, wie heißt dieses Meme? Am Elternsein ist der schwierigste Moment, wo man sich entscheiden muss zwischen High Five und Schimpfen. Und ja, also Liebe Eltern, unterschätzt eure Kinder nicht. Wir waren auch alle nicht anders und haben irgendwie Wege gesucht, gerade solche sowas zu umgehen. Das ist dann nämlich dann schon eine Herausforderung und so eine Challenge, die viele dann einfach annehmen. Und es kann ihnen niemand verdenken.

32:14 Gavin Karlmeier

Nein, absolut nicht. Klar. Nein, also das gehört ja auch dazu, aber das ist ein bisschen Katze-Maus-Spiel, aber was ich eigentlich mit dem Appell sagen wollte. Guckt euch an, was eure Kinder da machen. Das ist sehr wichtig. Gerade im Moment, gerade bei einer Zeit, wo wir solche Apps haben, die zwar. . auf dem Papier schon reguliert sind, aber sich immer noch verhalten wie die Axt im Walde. Da muss man ein bisschen hinterher sein. Apropos hinterher. Eine andere App, die vor allem bei jungen Leuten beliebt ist, aber ich schätze auch bei dir, Roland, und bei mir war es sich auch mal eine Zeit lang. Ist ein Thema, das du mitgebracht hast. So viel Disclosure muss hier sein. Es geht um Be Real. BREAL war eine App, also ist immer noch eine App, ich spreche schon in der Vergangenheit, BReal ist eine App, die dir zum festen Zeitpunkt, also immer zu einem anderen Zeitpunkt, aber allen NutzerInnen gleichzeitig zu einem Zeitpunkt eine Push-Nachricht schickt und ich auffordert, ein Foto zu machen mit der Hinter- und der Vorderkamera. Und es gibt News aus der B Real-Welt und zwar hat B Real angefangen, nun Werbung zu platzieren in der App. Was interessant ist, weil auf der Webseite von Breel immer noch steht, BREAL ist kostenlos und wir schalten keine Werbung.

33:27 Roland Hindl

Ja, ich fand das mega spannend, aber auch hier, gut, die wurden ja verkauft, wie ich dem Artikel entnommen habe. Und die wollen natürlich dann auch Geld damit verdienen. Spannend fand ich, wie viel? 40 Millionen monatlich aktive Nutzer. wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe, hatte ich auch tatsächlich nicht auf dem Schirm. Bei mir war Bereal so 4, 5, 6, 7, 8 Wochen mal wirklich ein Ding danach, ist es abgeäppt, aber es ist tatsächlich wohl immer noch verbreitet und ich fand es spannend, dass sie sich so lange halten konnten, dadurch, dass sie eigentlich nur ein Feature haben. Viele dieser Ein-Feature Social Media Plattformen-Apps werden ja dann entweder aufgesogen. Man hat ja auch gesehen, TikTok hat sich ja mit TikTok Now positioniert, hat auch versucht, die platt zu machen. So vor dem Hintergrund finde ich es. Ja, durchaus bemerkenswert, dass es die App noch gibt. Natürlich wollen und müssen sie es monetarisieren, damit sie da noch weitermachen können. Und was ja auch noch drin steht, dass dass sie jetzt mit Firmen und InfluencerInnen zusammenarbeiten, ja auch eine, zumindest aus marketingstrategischer Sicht nachvollziehbare Schritte. Gab ja auch schon zu Anfangszeiten diverse Marken und Kanäle, die da probiert haben, auf dieser Plattform irgendwie zu reüssieren, was er natürlich dann auch an den Einschränkungen mit Followern und Also die waren ja gedeckelt eine Zeit lang, dass man, ich weiß gar nicht mehr, wie viele Freunde man haben durfte, aber es waren nicht so viele, was sich dann für viele Marken nicht gelohnt hat. Und man konnte auch keine Insights irgendwie bekommen. Also man wusste jetzt nicht genau, was hat das jetzt überhaupt gebracht. Und aber dahingehend ist es eine spannende Entwicklung und wie gesagt, vor allem, dass sie sich nach wie verhalten als so eine Ja, Ein Feature-App.

35:30 Gavin Karlmeier

Ja, hundertprozentig. Also diese Ein-Features-App, von denen haben wir ja immer wieder viele kommen und gehen sehen. Ich glaube, die bekannteste ist wahrscheinlich Clubhouse. wenn ich mich nicht täusche. Aber wir hatten auch zwischendurch mal Mirkat oder Periscope, was dann ja irgendwann in Twitter live gemündet ist. Und wie du schon sagst, der Reiz dieser Apps verschwindet irgendwann. Gleichzeitig gibt es aber ja auch diesen Begriff der Entitification, also den Moment, in dem solche Plattformen beginnen keinen Spaß mehr zu machen. Und dazu gehört eben fast immer eben die Erkenntnis, dass man damit Geld verdienen muss. Interessant wird es dann aber, wenn man eine Plattform auf einem Versprechen aufbaut, dass man dann bereit ist zu brechen und damit im Zweifel seine NutzerInnen vor den Kopf zu stoßen. So klar, der Besitzer hat sich geändert und der Besitzer ist jetzt nicht mehr der, der dieses Versprechen gegeben hat, sondern das Unternehmen Voodoo. Die machen viel Geld mit solchen Mobile Payment Apps. Nee, wie heißt es denn? Micropayment-Apps, also Spiele, bei denen du so per Pay to Win irgendwie dich ein bisschen zu Münzen kaufen kannst und so. Also so sowas machen die üblicherweise. Und die haben eben jetzt Breal übernommen. Und da frage ich mich, warum sie es nicht erstmal versucht haben mit so einer Art Freemium-Modell oder der Möglichkeit, zum Beispiel sich einen das zweite Bild am Tag für mit einem 3-Euro-Deal im Monat Premium zu erkaufen oder so weißt du. Also dass sie direkt mit Werbung anfangen. Ist natürlich wirtschaftlich vermutlich der einfachste und auch der nachvollziehbarste Weg, ist aber angesichts der Legacy, also angesichts der Tatsache, dass dies Versprechen gibt, dann kann das ein ganz großer Fehler sein.

37:09 Roland Hindl

Ja, definitiv. Also gerade bei so einer durchaus jungen Zielgruppe, die sie ja haben. Auf der anderen Seite, ich glaube, es war doch auch per Instagram, da haben die Erfinder auch, wer weiß, was für Herdeziele ausgegeben und Mieter hat das alles ziemlich schnell über Bord geworfen. Wenn Sie ihn einen ähnlichen Schub machen, dann ist das wahrscheinlich der neuen Community, die Sie dann auch noch erreichen und heranziehen wird Aber ja, vielleicht erleben sie auch so einen Fav-Star-Moment, dass die alte Community dann da nicht mehr mitzieht.

37:45 Gavin Karlmeier

Möglicherweise, ja. Ich bin sehr gespannt. Also bei mir ist es schon so, dass ich zu Emma noch jeden Tag die Push-Nachricht kriege, wenn Zeit für ein Be Real ist. Ich aber dann jedes Mal die gleiche Reaktion habe, das ist meine Reaktion. Und mehr mache ich nicht. Also ich bereile nicht mehr aktiv. Und würde mir wünschen, dass ich vielleicht nochmal Bock drauf kriege, weil eigentlich hat es mir Spaß gemacht, wenn ich ehrlich bin.

38:11 Roland Hindl

Ja, tatsächlich, das stimmt schon. Es war eigentlich genau diesen Sinn oder die haben in einen sehr guten Nerv getroffen, indem sie eben dieses Be Real sei echt, sei ehrlich, fass, du hast jetzt irgendwie eine Minute Zeit, diesen einen Moment festzuhalten. Das Das war schon eine schöne Abwechslung in diesen ganzen Ohr auf hochglanz getrünten anderen Plattformen. Wobei es natürlich dann auch ausnutzen konnte. Also haben ja dann auch die ein oder anderen gemacht, indem sie gesagt haben, naja, wir setzen bewusst einen einen Post, der auf Hochglanz getrimmt ist und verpassen den Moment, weil dann alle anderen User, die wir haben oder alle Freunde, die wir haben, eine Notification bekommen, dass Marke XY oder Account XY Vier Stunden zu spät ist und dann hat man sich das natürlich nochmal angeschaut.

39:03 Gavin Karlmeier

Und das mit den Marken ist halt ein Problem, weil Marken oft nicht bereit sind, real zu sein. Also klar, das sollte auch real sein. Eine Marke ist komplett. künstlich irgendwie. Aber naja, man kann doch zumindest, also ich finde zum Beispiel, wenn du dir die WhatsApp-Brotcast-Listen anschaust, da gibt es Unternehmen wie DM. DM haben eine haben eine WhatsApp-Brotcast-Liste. Die, ich weiß nicht, ob du sie dem angeschaut hast, sie hat eine unglaublich große Reichweite. Also ich würde mal, warte, ich schaue live nach wie viel. FollowerInnen sie jetzt haben, DM, die Drogeriemarktkette in Deutschland, haben fast eine Million AbonnentInnen, 965. 000 AbonnentInnen. Und da passiert halt sehr viel so sehr klassischer Social Content, also Hochglanzbilder mit irgendwelchen Snacks oder irgendwelchen Mascaras. Aber da passieren eben auch Sprachnachrichten und diese Sprachnachrichten, die sind überhaupt nicht poliert. Da ist dann irgendein Typ, den man vielleicht kennt, wenn man Fan ist, aber ich. habt das nur so sehr punktuell mir angeschaut. Der sitzt dann da und sagt, hey Leute, ich wollte mich mal wieder melden, habt ihr auch lange nichts mehr von mir hören lassen und ja, ist ja auch warm geworden und ich freue mich, dass es nochmal ist. Ich wünsche euch nur ein ganz liebes Wochenende. Danke euch. Solche Nachrichten verschickt er. Das heißt, eigentlich ist das hier der Be Real-Moment eines Unternehmens, der viel, viel attraktiver eigentlich ist, für sowohl für mich als Kunde als auch für das Unternehmen, weil da wirklich eine Art Bindung entsteht. Da im Zweifel zwar über das Vehikel einer Person, die dazwischen steckt, aber trotzdem, das ist irgendwie. Echter, als dass da jetzt ein Werbeplatz ist, wo Adidas steht, wie bei B Real, wo dann ein hochglanzboliertes Bild eben zwischen diesen sehr roughen Fotos auftaucht. .

40:41 Roland Hindl

Ja, Sprachnachrichten auf WhatsApp in diesen Channels, muss ich sagen, ist gerade so auch ein bisschen so ein Steckenpferd, finden wir auch. Bei uns total spannend, jetzt bin ich gerade im Werbeblog, glaube ich. Weil wir tatsächlich, ich persönlich, ich hasse Sprachnachrichten und meine Kollegin, die mit mir diesen Kanal gerade betreut, hasst auch Sprachnachrichten, aber Wir sind ja nicht ausschlaggebend, haben wir ja bei Social Media gelernt, haben wir im Journalismus gelernt. Und wenn, wo, dann auf WhatsApp Sprachnachrichten setzen und Wir haben damit angefangen, gerade bei unserem Faktenchecker-Format mit Sprachnachrichten zu arbeiten, eben auch mit so einer Ansprachshaltung, so Hallo, ich bin und wir haben uns das mal angeschaut. Hat aber auch einen ernsten Hintergrund, weil ich glaube, die Studie müsste ich nachhalten. Ich glaube, es war eine Uni in Wisconsin, die haben da rausgefunden. Dass sich Desinformation extrem über Sprachnachrichten verbreitet, aber eben auch Debunking über Sprachnachrichten sehr gut funktioniert. Und deswegen schauen wir da gerade sehr intensiv drauf, wie man das nutzen kann.

41:46 Gavin Karlmeier

Ja, das verstehe ich, zumal Sprachnachrichten ja auch per Definition überhaupt nicht barrierefrei sein können, was gerade auch als öffentlich-rechtliches Haus ein Riesenproblem ist.

41:57 Roland Hindl

Ja, definitiv. Aber es ist natürlich auf dieser Plattform eines der gängigsten Formate und es gibt ja dann zum Glück noch andere, wir bereiten die Meldungen ja dann zum Glück noch anders auf. Also es hängt jetzt nicht nur exklusiv an der Sprachnachricht.

42:17 Gavin Karlmeier

Aber ich finde gerade so, um Bindung aufzubauen, ich verschicke viele Sprachnachien und gerne Sprachnachien, bin ich ganz ehrlich. Jetzt habe ich mich geoutet.

42:30 Roland Hindl

Als WhatsApp das eingeführt hat, dass man Sprachnachrichten schneller abspielen kann, hatte ich einen Bug und es waren alle auf zweifacher Geschwindigkeit.

42:43 Gavin Karlmeier

Es gibt Leute, die hören Haken dann auch auf doppelter Geschwindigkeit. Liebe Grüße an alle, die das hier hören. Und auch liebe Grüße an alle, die das jetzt hier hören. Vorsicht! Ich drück den Knopf. Funktionen und Emotionen. Es gibt ein Feature. Das, also, wir haben ja hier neulich erstmal MySpace gesprochen über Tom Anderson. MySpace ist wieder da In Instagram-Form. Denn Instagram führt jetzt, wir haben ja am 10. 04. schon mal über das Feature gesprochen und es gab tatsächlich vor zwei Jahren schon die erste Meldung zu diesem Thema. Instagram, jetzt habe ich es durcheinander gebracht, Instagram bringt jetzt Song on Profile und es gibt sehr, sehr viele Leute, die diese Funktion schon haben. Also man kann jetzt ein 30-Sekunden-Snippet eines Songs auf die Profilseite packen. So wie man das eben von MySpace noch kennt. Das Song-Snippet ist meistens dasselbe, das du auch in der Story hättest platzieren können. Der Song bleibt so lange auf deinem Profil, bis es jemand entfernt oder. Die Songs starten aber nicht von ganz alleine, sondern man muss sie tatsächlich mit einem Knopfdruck starten. Und das Feature startet als mit der Kooperation mit Sabrina Carpenter, einer Sängerin. Und wenn du eben dieses Feature gerade erst testest, wird dir dieser Sabrina Carpenter Song empfohlen, der aber noch nicht released ist. Also ist ein exklusiver Teaser auf diesem neuen Song.

44:06 Roland Hindl

Als ob du es vorausgesehen hättest und geahnt hättest. Aber ich habe es auch schon, ich habe es tatsächlich schon ausprobiert. Und wie ist es?

44:14 Gavin Karlmeier

Wie fühlt es sich an?

44:15 Roland Hindl

Ja, wie eine Zeitreise. Wie MySpace damals. Nein, also es ist.

44:25 Gavin Karlmeier

Ich hab das leider noch nicht, ich bin ganz unruhig.

44:29 Roland Hindl

Ja, nein, tatsächlich. Ich habe vorhin den Post gesehen um Instagram und habe dann gleich geschaut, ob es auf meinem Privatprofil zumindest funktioniert.

44:40 Gavin Karlmeier

Und welchen Zorn?

44:41 Roland Hindl

Aber es ist genau dieses. Ja, das ist jetzt der zweite Werbeblock. Ich mache ja auch ein bisschen Krach und da habe ich natürlich meine eigene Geschichte promote.

44:52 Gavin Karlmeier

Oha, das finde ich gut. Ich habe, als wir hier am 10. 04. das erste Mal über dieses Feature gesprochen haben, dass es kommen könnte, habe ich ein Versprechen gegeben. Also, nee, ich habe angekündigt, welcher Song es bei mir werden wird, der erste. Und es gibt ja die Hagner Discord Community. Ich will die kurz nochmal erklären. Discord ist wie so ein. So ein bisschen wie ein WhatsApp-Chat, aber mit ganz vielen verschiedenen Räumen und in all diesen Räumen sind sehr viele Leute, die sich mit Dingen auskennen. . . Da passiert gerade super viel, es macht wahnsinnig viel Spaß, weil so Themen wie. . Diese eben besprochenen Investoren-Vhältnisse von X, die wurden da relativ schnell relativ clever auseinandergenommen, die Bank, analysiert. Also das ist hier die Schattenredaktion, aber das sind auch einfach viele, viele tolle Leute. Und übrigens, das sind 89 Leute, also wir sind kurz vor der 1000, dann flippe ich halt komplett aus, wenn da bald die 1000 Leute sind. Aber. Die haben mich darauf hingewiesen, dass ich, als wir am 10. 4. über diese Funktion das erste Mal gesprochen haben, dass ich gesagt habe, sobald die Funktion kommt, nehme ich mir den Steuersong von der Gerd Show. und machen wir den zum zum Track aufs Profil. Und was soll ich sagen? Sobald die Funktion da ist, ich werde dieses Versprechen halten.

46:02 Roland Hindl

Gibt's denn? Also ist der in der in der Musikdatenbank geht der nichts?

46:06 Gavin Karlmeier

Jetzt mach mich nicht schwach, Roland. Ich hoffe doch. Ich hoffe. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass der da nicht drin ist. Ist doch ein Hit. Wenn nicht, dann muss man das nachziehen. Ich weiß es nicht. Wir gehen einfach mal davon aus, sonst überlege ich mir einen anderen Song. Wenn ihr eine Idee habt, welcher Song auf das Profil der Haken dran Instagram, das Haken dran Instagram Profil. fürs kommen soll. Schreibt mir einfach mal, egal wo, irgendwie bei den Spotify-Kommentaren oder in den YouTube-Kommentaren oder per Instagram. dm oder wie auch immer. Und dann stelle ich das irgendwie zur Abstimmung und dann machen wir da irgendwie einen tollen Song, der da eurewegen für immer sein wird. Ansonsten arbeitet Instagram an der Möglichkeit, dass du dein WhatsApp-Profil bei dir im Profil hinterlegen kannst, also dass man dich quasi dann über Instagram auch per WhatsApp kontaktieren kann, also über so einen Button, dass du in den WhatsApp-Chat kommst und dass du Inhalte teilen kannst bei WhatsApp. Wie das genau aussieht, kann ich dir allerdings noch nicht so ganz genau verraten.

47:07 Roland Hindl

Okay. Ja, warum schmeißen sie nicht einfach alles letztendlich mal zusammen und machen eine App, eine Everything-App?

47:18 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, alles in eins einfach. Der perfekte Plan. Dann arbeitet, also ich ehrlicherweise, wie gesagt, ich habe da keine großen Emotionen. finde, ja, vernetzt das halt alles miteinander, aber ich möchte meine Inhalte nicht bei WhatsApp teilen, wirklich nicht. Zumal WhatsApp-Status bei mir auch nur die Leute sehen, die noch versehentlich irgendwie meine Nummer haben, weil sie bei mir mal die Blumen gegossen haben vor zehn Jahren, weil sie meine Nachbarn waren. Also selbst wenn ich einen Status poste, ich kann das hier, nee, das vergesse ich eh, aber ich mache mal einen Status und dann kann ich ja mal gucken, wer ihn sieht. Spoiler, das wird niemand sehen. Also mein WhatsApp-Status erzielt einfach keine Reichweite.

47:56 Roland Hindl

Nee, also ich nutze den auch tatsächlich wirklich nur punktuell. Also ganz selten auch. Keine Reise, Urlaubsfamilienbilder irgendwie. Gibt's ja auch zu Hauf. Nein. Oh Gottes Willen.

48:08 Gavin Karlmeier

Soweit kommt es noch.

48:10 Roland Hindl

Ja, das verstehe ich ja grundsätzlich schon nicht. Bei Instagram kann man es wenigstens dann, also gibt es dann wenigstens noch ein paar, die es einschränken, aber bei WhatsApp. Ja, ich weiß, auch da kann man es einschränken, aber trotzdem, also wenn ich durchschaue, wer alles meine Nummer hat.

48:24 Gavin Karlmeier

Und naja, nö, möchte ich nicht. Und das ist ja auch, genau, das ist ja auch das Ding, dass im Zweifel ja noch mehr Leute deine Nummer haben, als du ihre. Du kannst da einschalten, dass nur die Leute das sehen, die dessen Nummer du auch hast, aber. . Das ist alles so kompliziert. Ansonsten arbeitet Instagram an einem Throwback-Feed. Du kannst ja oben links einen anderen Feed aufrufen und du kannst eben jetzt auch einen sogenannten Throwback-Feed öffnen, dass dir also dort vermutlich Inhalte angezeigt werden, die heute vor einem, zwei, drei, vier Jahren mal waren.

48:56 Roland Hindl

Ignoriere ich auf Facebook schon immer.

48:58 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich habe die These, also wir wissen nur, dass dieser Feed an dem Feed gearbeitet wird, ich habe die These, dass es hier nicht nur um die eigenen Inhalte geht, sondern auch um die Inhalte der Leute, denen du folgst Und das wäre spannend, finde ich.

49:12 Roland Hindl

Passt so ein bisschen in die Strategie, die auch Mosseri im Moment immer wieder verkündet, so Interaktionen mit Freunden. Man sendet sich Hey, habe ich bei dir gesehen vor einem Jahr und so. Ja, okay, gut. Also ja, aus Sicht von Meta macht das Sinn ich persönlich. keine Emotionen bis hin zu weiß ich nicht, ob ich das mache und auch.

49:34 Gavin Karlmeier

Das war übrigens meine meiner liebsten unentdeckten Twitter-Funktionen. dass du mit einer mit so einem Supermeta einfach so einen anderen Zeitraum auswählen konntest und einstellen konntest Leute, denen man folgt und dann sozusagen seine eigene Twitter-Timeline von einem beliebten Tag aufrufen konntest, beliebigen Tag aufrufen konntest. Das habe ich sehr gerne gemacht, wenn ich Langeweile hatte. Früher. Sehr schön. Dann arbeitet Instagram an einer Funktion, um in DMs Meta AI zu fragen und zwar nicht etwa danach eine Antwort zu geben, sondern dir zu helfen. Also nicht wie Meta-AI für dich Dinge formuliert, sondern du kriegst eine Frage gestellt, hey, was möchtest du essen? Und dann kannst du auf diese Antwort sozusagen, ich möchte hier Meta-AI fragen, um eine Antwort vorgeschlagen zu kriegen auf diese Frage.

50:20 Roland Hindl

Ja, klingt. Also klingt jetzt nicht nach Bots reden mit Bots. Gut, kann man sich anschauen.

50:27 Gavin Karlmeier

Ja. Ich liebe es, dass in Funktionen und Emotionen auch immer wieder Emotionen auftauchen, also Funktionen auftauchen, die einfach keine Emotionen auslösen. Es ist okay. Aber ich habe was für dich als professioneller Medienmacher. Und zwar hat Fets jetzt Insights Ehrlicherweise habe ich das Feature noch nicht. Ich weiß auch nicht, warum ich hier gerade bei den Features irgendwie hinten dranhänge. Aber du kannst jetzt Insights sehen, also über die Performance deiner Postings, deines Kanals, über wer dir so folgt.

50:55 Roland Hindl

Alle diese Sachen kannst du dir jetzt auch bei Threads anschauen. Fände ich sehr schön. Wären wir schon mit einem Account auf Fred. Also wir haben uns zwar einen Account gesichert, aber spielen den ja noch nicht.

51:06 Gavin Karlmeier

Was hält euch auf?

51:08 Roland Hindl

Ressourcen.

51:10 Gavin Karlmeier

Ah ja. Verstehe. Okay, Touche. Aber also ich finde, das ist ein absoluter, ähm, absoluter Game Changer, absolut längst Zeit, weil ich also durchaus auch beruflich mit Threads Accounts zu tun habe und derzeit findet die Auswertung noch von Hand statt. Das heißt, ich mache von Hand eine Liste von Postings und das ist unwürdig. Das will man nicht. Und dann habe ich noch zwei Meldungen zu X. Die eine ist, eine kleine, dass die das Watergun-Emoji jetzt tatsächlich mit dem Pistolen-Emoji ausgetauscht wurde. Auch darüber haben wir hier gesprochen und das angekündigt, wie verantwortungslos das ist. Das ist jetzt passiert. Und das andere ist, und das ist jetzt deine Chance, Emotionen zu haben, Longform-Tweets haben jetzt nicht mehr 4. 000 Zeilen, sondern 25. 000 Zeilen, wenn man das möchte.

51:59 Roland Hindl

Ich möchte so vieles nicht. Es gibt genug, die ihre Romane da reinkloppen. Ja, es ist eine Funktion, die rettet mir jetzt die Plattform auch nicht mehr.

52:14 Gavin Karlmeier

Und mit diesen Worten verabschiede ich dich in ein wundervolles Wochenende und alle, die bis hierhin zugehört haben, ein wundervolles Wochenende. Habt einen schönen Freitag. Wir hören uns wieder am Montag. Wir sehen uns im Hagen dran-Discord-Chat Und ich würde mich freuen, wenn du, lieber Roland, bald mal wiederkommen würdest, ist mir immer ein Fest mit dir. Es macht mir viel Spaß.

52:31 Roland Hindl

Vielen, vielen Dank. Und ich komme gern wieder.