Alle Episoden

Folge 327 · 11. September 2024 · 1:05 Std.

Alternative Intelligenzmodelle und abgeklebte Mikrofone

mit Jannis Schakarian

Wie viel hören Meta, Amazon und Google mit? Und: Leon Musk könnte der erste Billionär(!) der Welt werden. Dafür muss er nur den Umzug am Freitag überstehen. Und wieso zieht sich das Ministerium für Bildung und Forschung von Mastodon zurück?

➡️ Broschüre zur Untervermietung des X-HQ in San Francisco: https://indd.adobe.com/view/72c1fbdf-7239-48fa-83ab-5c0d10e72a62

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Jannis, grüß dich, Kevin. Du bist Janis Schakarian, Audio CVD beim Spiegel, Stammgast sozusagen hier im Hause, Freund des Hauses, und zu meiner kompletten Überraschung sitzen wir heute nicht in einem sich bewegenden Gefährt.

00:23 Jannis Schakarian

Das stimmt beide nicht. Wenn jetzt nicht noch ein Erdbeben kommt, dann könnte es ruhig werden.

00:30 Gavin Karlmeier

Man muss dazu sagen, für die, die nicht verstehen, worauf ich damit anspiele, wir haben gemeinsam Folgen aufgenommen. Aus einem Tesla. Das war jetzt, also da haben wir festgestellt, Tesla eignet sich nicht unbedingt als gutes Podcast-Studio, soundmäßig.

00:45 Jannis Schakarian

Auch das lässt sich von der Liste der Vorzüge von Teslas streichen. Wir haben noch keinen Cyberchalk ausprobiert. Also der taugt ja als Auto schon nicht. Vielleicht ist der wenig noch ein Podcast-Schöpf, das können wir irgendwo noch.

00:58 Gavin Karlmeier

Und eine Folge haben wir aufgenommen, da saß ich im Zug und bin umgestiegen am Bahnhof. Die war auch hochturbulent, das war das Haken dann Hörspiel sozusagen. Heute sitzen wir beide an Küchentischen und sind deswegen, also zumindest sowas ähnlichem du, und deswegen sind wir heute hochgradig konzentriert.

01:15 Jannis Schakarian

Alle, die das sehen wollen, können das auf YouTube gucken.

01:19 Gavin Karlmeier

Die könnt, genau, alle können das auf YouTube gucken, wie wir sitzen. Verpasst nichts. Wer guckt, verpasst wir sitzen. Genau. Hast du am Montagabend das Apple Event gesehen?

01:35 Jannis Schakarian

Ja, natürlich. Ich habe mir eine Tüte Chips aufgemacht und ein Kaltgetränk geöffnet und habe also gebannt an Tim Cooks. Lippen gehangen und dann auch relativ schnell nicht mehr und fand es dann irgendwie. Also als sie bei den iPhones angekommen waren, war es mir schon langweilig.

01:52 Gavin Karlmeier

Ja, das kann ich verstehen. Ich finde daran, ich finde zwei Sachen daran stark bemerkenswert, mit denen ich, über die ich mit dir sprechen möchte. Eigentlich nicht so richtig Nicht nur unser Thema, aber irgendwie doch auch. Und zwar haben sie das neue iPhone 16 und 16 Pro plus Max Premium vorgestellt. Und was ich interessant finde, ist zum einen, dass ihr Hauptverkaufsargument für das iPhone eine Softwarelösung ist, nämlich Apple Intelligence, ein Feature, das Bis Ende des Jahres vermutlich erst irgendwann ausgerollt wird in den USA und auf absehbare Zeit in der EU gar nicht kommen wird, denn sie haben gezeigt, was passiert dieses und nächstes Jahr. Und es war Deutschland beispielsweise noch gar nicht dabei. Sie schieben das auf die EU und sie sagen, dass sie da in den Konflikt. Konflikt mit dem DM DMA geraten könnten. Also sie müssten vermutlich alternative Intelligenzmodelle anbieten, um da aus Kartell Konflikten rauszukommen.

02:42 Jannis Schakarian

Ein schönes Wort, alternative Intelligenzmodelle, die vermutet man sonst bei der AfD oder so, aber äh

02:50 Gavin Karlmeier

Also, jedenfalls, dem wollen sie sozusagen ein bisschen entfliehen und deswegen gibt es viele Features einfach in Europa nicht, wie zum Beispiel die Möglichkeit, das iPhone auf dem Mac zu spiegeln.

03:02 Jannis Schakarian

wo ich sagen muss, auch ein Apple Intelligence Feature?

03:05 Gavin Karlmeier

Nee, aber das kommt auch nicht in der EU. Und ich, ja, ich, also, I don't know. Ich habe das Gefühl, da ist so ein bisschen vorauseilender Gehorsam dabei, der aber am Ende, und das habe ich hier, glaube ich, schon mal als These aufgestellt, am Ende da Dazu führt, dass Apple eine Versucht über die Bande der Kunden, also über uns, eine einen Unverstand gegenüber dem Regulierung der Regulierungen der Europäischen Union zu schüren, die aber vielleicht in all den Fällen, in denen sie da voraus ein Gehorsam sind, gar nicht nötig wäre. Das ist meine eine These, die ich interessant finde. Und die andere These ist, oder die andere Beobachtung, das neue iPhone kommt mit einem neuen Knopf, mit dem Camera Control-Button. Das hast du bestimmt gesehen, ne? Wie sind da deine Gefühle zu?

03:49 Jannis Schakarian

Ja, lass uns noch ganz kurz bei Apple Intelligence. Ja, unbedingt bitte. Weil ich finde es, also ich finde es ganz interessant, weil ähm. A, also auch in den USA wird es wahrscheinlich nicht am Tag des Verkaufsstaarts schon diese Apple Intelligence Features geben. Und interessanterweise, normalerweise ist Apple ja sehr gut darin, dass du diese Keynote guckst. Und am Ende denkst du, selbst wenn du irgendwie das iPhone 15 Pro hast, denkst du am Ende, ja, ein bisschen vor fünf Minuten fand ich es geil, aber jetzt. . Also ich brauch's nicht, aber ich hätte jetzt schon gerne das Neue. Das ging mir gestern zum ersten Mal nicht so. Also, dass ich danach wirklich dachte, nö. I'm gut, so ich kann das noch ein Jahr behalten. Was wirklich, glaube ich, auch mit diesem Apple Intelligence zusammenhängt, dass es so gar keinen Plan gibt, wann es in die EU kommt und wann es Äh, die Sprache Deutsch, also sie haben nicht explizit die Länder genannt, sondern haben gesagt, folgende Sprachen soll es unterstützen. Ich glaube irgendwie Englisch und dann Japanisch und so.

04:49 Gavin Karlmeier

Also Genau, und Französisch und Spanisch sind zwei Sprachen, die in der EU gesprochen werden, die im nächsten Jahr irgendwann kommen sollen. Wobei die aber auch einfach sehr viele Menschen eben sprechen, international.

05:00 Jannis Schakarian

Genau, aber da ist gar kein Plan dabei. Jetzt wird auch schon gemunkelt, dass das ein Weg sein könnte, wie man es umgeht. Also, wenn man dann sein iPhone irgendwie auf Englisch umstellt und außerhalb der EU ist, dann könnte es funktionieren. Und was du gerade meinst, dieses Druckmittel, ich weiß halt nicht, wie sehr das verfängt. Also weil man sich bei vielen denkt. Nö, ihr habt es ja nicht mal probiert. So, weil die EU, kommen wir wahrscheinlich später auch noch drauf, die macht sich ja nicht alles richtig, aber bei so ein paar Sachen denkt man sich, ja, doch, hat auch Not getan, dass da mal jemand hinguckt. Und wenn du jetzt sagst, dieses ich kann mein iPhone aufs auf den Mac spiegeln, da denke ich mir, okay, das ist ein das hat nichts mit Apple Intelligence zu tun, sondern es ist ein reines, wir nehmen euch die Feature weg. Andererseits Glaube ich, sie haben ja noch was vorgestellt, nämlich die, dass du deine Airpods jetzt auch als quasi Hörgerät verwenden kannst. Und sie da auch so medizinische Zulassung quasi fast schon brauchen. Und darin ist Apple sehr gut. Das ist, glaube ich, was, was richtig gut funktioniert, dass Kunden dann Druck machen. In Ländern, wo das noch nicht zugelassen ist, zu sagen, hä, wieso dürfen das nur Pharma, also ich sage jetzt Pharma-Hersteller, Big Pharma? Nein, also warum dürfen das nur Hörgeräthersteller, warum kann ich nicht einfach meine coolen AirPods dafür nehmen? Warum lasst ihr das nicht zu? Ich glaube, da funktioniert es, so einen Druck zu erzeugen. Oder bei sowas wie Apple Pay oder so hat es ja auch funktioniert, dass man irgendwie dachte, meine Sparkasse soll das bitte auch anbieten. Geil.

06:42 Gavin Karlmeier

Wobei das aber auch vier. fünf, sechs Jahre gedauert hat, bis es nach Deutschland kam. Ja.

06:47 Jannis Schakarian

Also Apple kann schon Kunden zu Druck, ähm, also Kunden dazu bringen, irgendwie Druck auszuüben und ohne Unzufriedenheit. Aber ob das bei Apple Intelligence funktioniert, weiß ich nicht. Oder ob es nicht einfach dazu führt, dass ich mir denke, dann kaufe ich halt kein Neues iPhone oder kauf mir ein Google Pixel, weil das hat glaube ich auch in Deutschland die ganzen KI-Features. Und die ja sehr damit werben, warum baust du ein Google Pixel? Weil es kann KI kann.

07:15 Gavin Karlmeier

Was macht das Telefon gut?

07:17 Jannis Schakarian

Keine Ahnung, aber es kann KI.

07:19 Gavin Karlmeier

Genau, und Google hatte diese Sorgen offenbar gar nicht, was Gemini angeht. Also klar ist jetzt das iOS als DMA-relevante Plattform eingestuft worden, also als große Plattform. die diese Schwelle überschreitet, eben unter diesen besonderen Marktbeobachtungsgesetzen zu stehen. Aber ich empfinde das genau wie du. Ich glaube, dass der Druck da nicht groß genug ist, den man über AI aufbaut. Vermutlich. Vermutlich. Und dann kommen wir zu Camera Control, bevor wir auch dann nochmal zur EU kommen. Aber das finde ich so spannend, weil Apple hat einen Knopf vorgestellt, um ähm die Kamera direkt auszulösen an der Seite des iPhones. Wow. Und interessant finde ich daran aber, dass auf allen Bildern, auf allen Videos. . überall das Telefon im Querformat gehalten wurde. Und der Knopf auch so liegt, dass man theoretisch das Telefon nur im Querformat eigentlich sinnvoll benutzen kann mit dieser Taste. Und Ich finde das interessant, weil ich das Gefühl habe, dass Querfotografieren gar nicht so der Use Case ist, den die meisten Leute, die ich so beobachte, anwenden.

08:24 Jannis Schakarian

Ja, wobei es gab eine Stelle, da haben sie gesagt, dass auch andere Apps diesen Button verwenden können und sie haben Snapchat als Beispiel genannt. Das war definitiv nicht auf meiner Bingo Karte für 2024, Snapchat wird in einer Apple Keynote genannt. Und ich glaube, da haben sie es auch im Hochformat genannt und man konnte, glaube ich, dann mit dem Button sogar direkt bestimmen, an wen es verschickt wird. Ich kriege sie mal ganz zusammen. Es funktioniert, glaube ich, schon. Aber es stimmt schon. Es gibt ja eine Es gibt doch diesen schönen Alterstest quasi. Du fragst jemanden, wie macht man ein Foto und Millennials wie wir nehmen zwei Hände vors Gesicht und machen irgendwie wie so ein Fotoapparat. Und alle in einer jüngeren Generation nehmen nur eine Hand und machen irgendwie so, weil sie sagen, ja ein Foto macht mal mit dem Handy. So eine andere Handbewegung.

09:16 Gavin Karlmeier

Ach, spannend. Ja, also ich mir ist das auf jeden Fall aufgefallen, weil Apple sich ja auch nicht hervorgetan hat in der Vergangenheit, damit mit Social Media Unternehmen zu schmusen. Im Gegenteil. Also die Stimmung zwischen Meta und Apple ist ziemlich. Angespannt. Ich glaube, die Stimmung zwischen Ex und Apple ist jetzt auch nicht zwangsläufig die beste. Sie ist zwar noch nicht auf null, aber es gibt zumindest eingefrorene diplomatische Beziehungen. Das ist also alles so ein bisschen, ich finde das sehr bemerkenswert. Natürlich wollen sie damit auch Spatial feature, also die Möglichkeit, Fotos und Videos zu machen, die man sich auf deren Brille anschauen kann. Aber naja. Ach, lass uns doch nicht so viel über Apple reden. Doch eine Sache gibt es doch zu Apple, denn am gestrigen Dienstag hat der Europäische Gerichtshof beschlossen, dass Apple 13 Milliarden Euro Steu nachzahlen muss. Also wenn der Brief vom Finanzamt kommt, kriegt man schlechte Laune und das jetzt auch offenbar bei Apple. Tatsächlich war es so, dass Apple in den letzten Jahren umgerechnet 0,005 Prozent Steuern in Irland gezahlt hat, wo deren europäischer Sitz ist. Bedeutet also, wenn du eine Million Euro Gewinn gemacht hast, musste man 50 Euro Steuern zahlen als Apple. Das ist eine Quote, also Spitzensteuersetz in Deutschland liegt bei wie viel? 42 Prozent, glaube ich. Das ist schon nochmal ein großer Unterschied, wenn man jetzt ein amerikanisches Unternehmen ist, offenbar, in Irland.

10:34 Jannis Schakarian

Ja, und das ist ja, glaube ich, auch ihre Argumentation, dass sie die Gewinne eigentlich in den USA schon besteuern müssten und deswegen würden sie hier doppelt zur Kasse gebeten, wobei das, meine ich, einer der Deals war, die Tim Cook damals sogar mit Trump eingegangen ist. Irgendwie dass er ganz viel. Also Apple hat auch eben genau diese Strategie ganz viel Geld im Ausland liegen zu lassen, nicht nach Hause zu holen, weil dann müssen sie es plötzlich versteuern. Und dann bleibt es einfach da so im Limbo liegen und man hat es auf der hohen Kante. Und unter Trump gab es dann so ein, okay, wir holen Geld nach Hause und kriegen dafür irgendwie gesagt, wir müssen nicht so viel drauf zahlen. Und jetzt müssen wir, müssen, muss Apple nachzahlen. Sie haben es aber wohl schon in Ihren Bilanzen mit eingerechnet, diese 13 Milliarden. Also man muss sich jetzt keine Sorgen um Apple direkt machen.

11:26 Gavin Karlmeier

So ist es. Das Geld lag schon länger auf einem Treuhandkonto zwischenzeitlich, weil man offenbar, also weil man während des Prozesses sowohl in Irland als auch bei Apple davon ausging, also Wir lassen das mal lieber da liegen erstmal. Die einen geben es noch nicht aus und die anderen nehmen es nicht zurück.

11:41 Jannis Schakarian

Das lernt man relativ schnell, wenn man ein eigenes Unternehmen hat, lieber mal was für die Steuer zur Seite.

11:46 Gavin Karlmeier

Genau. Auch wenn es für die Jahre 1991 bis 2007 ist, wie hier in dem Fall. Also die Geschichte hinter diesem Prozess ist ja super spannend, weil ja, also theoretisch haben, bis das höchstinstanzlich jetzt beschlossen wurde, beide Parteien schon einmal gerichtlich Recht bekommen. Sowohl Apple hat schon mal Recht zugesprochen bekommen, als auch Die irische Steuerbehörde. Und jetzt ist es eben tatsächlich so, dass der Europäische Gerichtshof beschlossen hat, dass diese Steuervergünstigung, die Apple in Irland genossen hat, eine staatliche Beihilfe waren, die so nicht erlaubt gewesen ist. So. Und Google, um diese um den Komplex, große Unternehmen zahlen viel Geld nach Europa. Google muss eine Strafe an die EU-Kommission zahlen, und zwar in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Bitte? Peanuts, wirklich Peanuts. Wirklich Peanuts. Und zwar geht es darum, dass Apple die Google, jetzt komme ich diese ganzen Tag unternehmen, wer soll die denn auseinanderhalten? Alphabet Google will seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen. Ganz oben angezeigt hat und damit eine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hatte. Das kommt ja gleichzeitig in eine Zeit, in der in den USA vor einigen Wochen ein Urteil gesprochen wurde, dass Google mit seiner Suche eine de facto-Monopolposition hat. Also die Vibes für Google sind, glaube ich, gerade insgesamt nicht so gut, was zumindest die Suche angeht und die daran hängenden Produkte. Also wir erleben das in Europa zum Beispiel ja, dass du, wenn du nach einer Adresse suchst, dass du nicht mehr ohne Umwege auf Google Maps klicken kannst, um weil sie die Verzahnung dieser Dienste eben angehen. Ein bisschen aufgelockert haben.

13:17 Jannis Schakarian

Ja, und das ist an ein paar Stellen ist es irgendwie, denkt man als Nutzer, oh, ein bisschen umständlich und an anderen denkt man, ja, aber ihr habt auch reihenweise irgendwie Businesses kaputt gemacht, irgendwie, indem ihr. Ähm, eure also Yelp kennt man gar nicht mehr, so als als Restaurantbewertungsding, glaube ich. Die gibt's kaum noch, weil alles direkt auf Google Maps dann stattfand und auch mit dieser Preisvergleich-Suchmaschine, die dann irgendwie Teil von Google Shopping war und dann irgendwann ausgelagert wurde. Das ist schon, wenn du halt so eine Webseite hast, auf die viele Millionen, wahrscheinlich Milliarden Nutzer am Tag kommen Und du kannst da einfach mal dein eigenes Produkt ins Schaufenster stellen. Das ist schon ein Vorteil, den man hat. Und dass man da genauer hinguckt, macht, glaube ich, ein bisschen Sinn, vor allem wenn es darum geht, sich eben einen Vorteil Gegenüber von Mitbewerbern in neuen Geschäftsfeldern zu erkämpfen.

14:14 Gavin Karlmeier

Ja, du musstest so vorstellen, dass es irgendwie so zehn, zwölf Straßen gibt, über die man durch diese Stadt fahren kann. Aber nur eine dieser Straßen wird wirklich von allen Leuten genutzt, weil sie sich irgendwie erwiesen hat als der beste Weg. Und dann nutzt eine achtspurige Autobahn und die andere. Im Zweifel, ja, wobei, also ich glaube, das Duck-DuckGo oder Bing oder so im Zweifel ja auch funktionieren. Man kommt ja trotzdem zum Ergebnis. Aber die Position dieser Straße ist eben so, liegt so gut, dass eben alle darüber fahren. Und jetzt hat sich der Besitzer dieser Straßen entschieden, weil ihm zufälligerweise auch noch Restaurants gehören, dass an jedem Kilometerstein eben Werbung für dieses Produkt oder für dieses Restaurant steht. Das ist natürlich, fühlt sich nicht fair an, ehrlicherweise. Ah doch, ich muss aber was housekeepen. Und zwar habe ich in der letzten Folge so ein bisschen rumgeeilt. Genau, um die Zahlen. Ja, und zwar ist es tatsächlich so, ich habe das letzte Folge schon mal gesagt, dann habe ich beim Sachen gemerkt, irgendwie habe ich das Gefühl, das stimmt nicht. Ich ziehe meinen Wort und Beitrag wieder zurück. Ich prüfe das nochmal. Aber tatsächlich ist es so, das Blue Sky innerhalb. Halb von wenigen Tagen, vor allem wegen Brasilien, 3 Millionen neue NutzerInnen generiert hat und damit jetzt insgesamt bei neun Millionen NutzerInnen ist, was mir beim letzten Mal eben als viel zu wenig erschienen ist, aber tatsächlich Blue Sky hat 9 Millionen Nutzer.

15:37 Jannis Schakarian

Ja, und die andere Hälfte, die nicht-Brasilianisch spricht, ist über den Zahlensender von Hagen Drunda hingekommen. Ich glaube, das ist so. Ja, ich fand da nochmal spannend, dass sich jetzt die Brasilianer quasi eine neue Internetheimat suchen dass ich dann gelernt habe, dass Brasilien quasi eine deutlich überdurchschnittliche Internetnutzung haben und die auch in der Vergangenheit gerne mal so ihre eigenen Social Networks hatten. Also Google hatte ja 100. 000 Social Networks, die sie versucht haben zu betreiben. Google Plus und keine Ahnung, die Älteren erinnern sich. Eins davon hieß Or Kut Kennt hier keiner, hat aber in Brasilien zum Beispiel erstaunlich viele Nutzer. Und die sind wohl überdurchschnittlich viel online und haben Eben auch auf X sehr viele Dienste betrieben, so Bots oder Fan-Accounts und so, die alle aus Brasilien kamen und die sind auch alle jetzt weggebrochen. Dadurch, dass man es da nicht mehr nutzen kann. Deswegen ist schon interessant, wo die sich jetzt niederlassen sozusagen, weil sie für deutlich mehr Aktivität im Vergleich sorgen könnten, als ihre reine Anzahl scheinen lässt. Wobei neun Millionen Nutzer bei Blue Sky, ja, das spiegelt auch so ungefähr mein Gefühl wieder. Hast du im Kopf, wie viel Mastodon gerade im Vergleich hat? Schon deutlich mehr, ne?

17:05 Gavin Karlmeier

Nee, deutlich mehr ist es, glaube ich, tatsächlich nicht. Also, ich habe jetzt ganz, ganz schnell die Power-Google-Suche: ist, dass im Dezember 2023 waren es 2,5 Millionen aktive NutzerInnen. Also, ja. Im April dreiundzwanzig waren es vier Komma fünf Millionen NutzerInnen. Also Wir werden das housekepen. In der nächsten Folge wirst du erfahren, wie viele NutzerInnen Mastodon derzeit aktiv nutzen.

17:34 Jannis Schakarian

Mastodon hatte im Januar 2023 etwa 9 Millionen Nutzer.

17:39 Gavin Karlmeier

Okay, wir haben unterschiedliche Quellen. Okay, wir chicken das Leute, vergesst die letzte Minute wieder.

17:43 Jannis Schakarian

Es geht hier im März, sind über 15 Millionen Nutzer im Mastodon-Netzwerk registriert, wobei das natürlich nicht monatlich aktive Nutzer sind.

17:52 Gavin Karlmeier

Wir prüfen das, ihr hört das in der nächsten Folge Haken dran versprochen. Schreibt's mal auf. Muss ich auch jetzt da denken. Das ist ewige Zahlen-Houskeeping. Das ist wirklich ein Kreuz. Man muss aber auch dazu sagen, also eigentlich müsste ich mir irgendwann einfach mal so ein Cheet schreiben, weil das sind so Fragen, die tauchen immer wieder auf und ich kann es mir einfach nicht merken. Aber naja, wer will mich dafür? rankriegen. Ich habe was, was, mir wurde was zugespielt und ich möchte dir einen kurzen Ausschnitt, 13 Sekunden aus einer Rede von Donald Trump vorspielen. Wir können ganz kurz zuhören und muss das sein, na gut. Ja, das muss sein.

18:31 Speaker 4

Think the foot on Boeing had a little I shouldn't say there's a beautiful Boeing plane there, but Boeing uh had a little hard time as you heard. So they're gonna save. Leon's gonna send up a rocket

18:46 Gavin Karlmeier

Also was wir gerade gehört haben, Donald Trump zeigt auf eine dort stehende Boeing und sagt, also Boeing, ja, hier steht eine Boeing, die hatten ja eine schwere Phase. Aber vielleicht kann Leon uns mit seiner Rakete nach oben bringen. Und mit Leon meint er natürlich den Mann, der einen Ihnen unterstützenden Pack im Moment 45 Millionen Dollar im Monat überweist, nämlich Elon Musk. Leon Musk. Klar, der verschollene Bruder.

19:10 Jannis Schakarian

Endlich wieder aufgetaucht. Leon Musk.

19:13 Gavin Karlmeier

Leon Musk.

19:14 Jannis Schakarian

Ja, vor allem interessant, dass er ihn ja auch irgendwie in seine Regierung berufen wollen würde, wahrscheinlich, was man so fährt. muss er nochmal gucken, wenn er die Urkunda schreibt, ob er dann Elon oder ein Leon da in die Regierung holt.

19:30 Gavin Karlmeier

Das bleibt spannend. Ich finde das interessant. Also, ich natürlich kann jedem mal ein Versprecher passieren, vor allem wenn man so irgendwie jeden Tag zehntausend Reden hält, so dann will ich schon eine menschliche Facette hinzunehmen. Aber gerade so ein, also gerade als Präsidentschaftskandidat, gerade als der Präsidentschaftskandidat, der sich sehr lange über seinen Konkurrenten, der es nicht mehr ist, lustig gemacht hat, weil er gestammelt haben soll oder falsche Namen gesagt haben soll oder Quatsch erzählt haben soll. Nach seiner Aussage, gerade der sollte doch den Namen des reichsten Menschen, auf jeden Fall Amerikas, doch mal parat haben in so einer Situation.

20:05 Jannis Schakarian

Ja, er heißt Leon Musk.

20:07 Gavin Karlmeier

Vielleicht heißt er auch so, vielleicht ist es ein Geheimnis, das wir gerade hier erfahren haben.

20:12 Jannis Schakarian

Ich finde, wir können den Namen schon so übernehmen. Es gab doch auf Mastodon teilweise dann so diese Initiative, dass man jetzt Elno schreibt und so und nicht Elon. Also warum nicht einfach Leon? Kann man, wie ich es aussprechen. Leon Marsk.

20:27 Gavin Karlmeier

Und dann nächste Meldung, kommen wir nämlich zu Ex. Es ist so, wenn du ein bisschen Geld übrig hast. Ich kann dir leider nicht sagen, wie viel, weil das steht im Exposé nicht drin. Aber könntest du rein theoretisch die Exzentrale, also das frühere Twitter Hauptquartier, in San Francisco mieten

20:46 Jannis Schakarian

Du hast mir netterweise gleich die Marketing-Broschüre mit reingepackt und die sieht schon ziemlich cool aus.

20:52 Gavin Karlmeier

Die ist cool gemacht. Also tatsächlich wird die von Real Estate JLL USA. vermarktet diese Immobilie, weil Ex diese Immobilie untervermietet. Ich finde da für mich, ich bleibe da ein bisschen eine Formulierung hängen, weil das würde ja behaupten, untervermietet, dass Ex nach wie vor dort Miete zahlt, aber sie zahlen ja schon ewig keine Miete mehr. Also ich bin mir dann nicht so sicher, wie das funktioniert, technisch, aber wer bin ich denn schauen?

21:16 Jannis Schakarian

Warte mal, nein, das ist dann doppeltes Mietnomadentum, oder? Du zahlst selber keine Miete, kassierst aber untermiete. Das ist. Alle in Berlin hören jetzt genau zu gut, die das da angeworfen haben. Nein, aber ich kann mir vorstellen, A, die sehen wirklich schick aus und ja, Büroflächen sind nicht mehr so gefragt, aber last time I checked ist der Housing Market in San Francisco, glaube ich Ich ziemlich angespannt. Ich kann mir schon vorstellen, dass da schnell irgendwie jemand einzieht, weil es sieht schon nett aus da. So.

21:48 Gavin Karlmeier

Das ist schlafen. Ich finde es auch, also so kann man schon arbeiten. Und da steht 20% der US AI-Talents leben in der Bay Area. Also, zieht nach San Francisco in diese Zentrale. Why not?

22:02 Jannis Schakarian

Und wer den AI-Talent.

22:04 Gavin Karlmeier

So genau. Und Ex und derweilen kurz, also sie ziehen ja in übermorgen um, wenn ihr das hier hört, am Freitag, den 13. und weil sie nicht genug damit zu tun haben, diesen Umzug aufmal. zu organisieren, wie auch immer das aussieht, haben sie Angela C Pida als neue Global Head of Marketing vorgestellt. Das wird also sozusagen die neue Vermarktungschefin Und die kennt man vielleicht, wenn man in der Branche unterwegs ist, weil sie zuletzt fünf Jahre lang für Hyundai gearbeitet hat. Dort war sie CMO, also Chief Creative Officer. Und hat offenbar Probleme mit ihrer Rolle dort gehabt, weil das Unternehmen Hyundai eine Trennung zwischen Creative und Performance beschlossen hatte. Und offenbar wollte sie diese Trennung nicht über sich ergehen lassen, hat dann gekündigt und hat dann gesagt, sie will einen Gang höher schalten und jetzt bei Ex anheuern. So schreibt das zumindest New Business. Und ich finde das wahnsinnig interessant, dass hier eine Person jetzt bei X als Marketingchefin anfängt, die ihr ehemaliges Unternehmen verlassen hat, weil das Unternehmen Entscheidungen getroffen hat, die ihr nicht gefallen. Ich würde behaupten, wir können eigentlich schon www. sangelapida noch die Global Head of Marketing bei X. de starten, weil vermutlich wird das dann ein relativ kurzer. Nutztes Gastspiel, wenn sie mit solchen strategischen Unternehmensentscheidungen im Zweifel nicht so schnell d'accord ist.

23:25 Jannis Schakarian

Wobei man sich keine Sorgen machen muss, dass Ex irgendwelche Abteilungen aufteilt, weil es gibt wahrscheinlich nur sie im Marketing so ungefähr. Also sie haben gar nicht so viele Personen, dass sie irgendwie creative und ähm Wie hieß das andere? Creative und Performance. Performance, danke. Dass sie das noch teilen könnten. Ich glaube, sie kann sich relativ sicher sein, dass sie die einzige im Marketing bleibt, außer dass halt der CEO manchmal nicht der CEO, der Eigentümer, manchmal mit reinfuscht oder so.

23:57 Gavin Karlmeier

Ja, also das wird vermutlich schon eine Rolle spielen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie so große Budgets irgendwie in die Hand bekommt, weil sie, also wo soll das herkommen?

24:06 Jannis Schakarian

Wo soll das Geld herkommen, ja. Ich ja, aber sie will einen Gang höher schalten. Also einfach wahrscheinlich ich weiß nicht. Also, wenn ich jetzt bei X anfangen würde, ich würde ja Vorschussgehalt verlangen. Also, weil nach dem, was sie alles nicht bezahlt haben, man abfindet. An an Mieten, an Gebühren. Ich weiß, wie kann ich mich mir als Hai Level, weiß nicht, C-Level oder keine Ahnung Person sicher sein, dass der überhaupt mein Gehalt kriege. Ich würde immer sagen, ja zahlt mir schon mal das erste Jahr bitte im Voraus aus, weil

24:42 Gavin Karlmeier

Ja, wirklich, ne? Interessant ist aber auch, dass diese Stelle zwei Jahre lang unbesetzt war jetzt bei X, weil der letzte CMO, den sie hatten, Chief Marketing Officer, war Leslie Bernant. Und der ist gegangen, als Mask angetreten ist. Das heißt, so lange hatten die niemanden, der sich ums Marketing gekümmert hat, was man auch gemerkt hat.

25:04 Jannis Schakarian

Ja, doch. Ja, vielleicht werden jetzt endlich die letzten Vögel von der Seite getilgt oder ich weiß nicht.

25:11 Gavin Karlmeier

Vor allem, das Interessante ist ja, das ist vielleicht nicht zwangsläufig ihre Rolle. Wir wissen natürlich nicht, wem da welche Zuständigkeit zugeschoben wird. Aber relativ zeitgleich kommt die Meldung, dass X jetzt eine neue Kommunikationsstrategie nach außen plant. Und zwar geht es darum, dass sie eine Beratungsfirma beauftragt haben mit dem Namen Targeted Victory. Die man zum Beispiel kennt, weil sie für republikanische Kampagnen in diesem Wahlkampf schon 75 Millionen Dollar Verträge abgeschlossen haben. Also die stehen der republikanischen Partei sehr, sehr nah und arbeiten eben jetzt auch für Ex. Sie haben in der Vergangenheit auch schon mal für Meta gearbeitet. Also sie hatten bei Meta mal den Auftrag, das hat er, äh hat Wyatt alles schön zusammengetragen. Die Washington Post hat 2022 herausgefunden, dass Targeted Victory von Meta beauftragt wurde, um eine Kampagne zu starten, damit die öffentliche Meinung über TikTok beeinflusst.

26:06 Jannis Schakarian

Ach, krass, das waren die, die die ganzen TikTok-Challenges quasi ausgegraben haben, wo eine Person mitgemacht hat. Ich weiß nicht mehr, ob die Tideport-Challenge Teil davon war, aber so Diese ganzen Horror-Stories über TikTok wurden von dieser Agentur eigentlich groß gemacht. Okay, und wenn Twitter die jetzt hat, das ist eine sehr Aggressive Kommunikationsstrategie, würde ich mal sagen, die da zu vermuten ist, die eher darauf aus ist, irgendwie die Gegner schlecht zu machen als sich selber besser. Ähm, ja. Interessante Wahl. Auch an deren Stelle würde ich aber einen Vorschuss verlangen.

26:45 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt. Ich finde aber auch interessant, dass sie. Also es ist natürlich nicht überraschend, dass X sich ein Unternehmen sucht, das eher Republikaner nah ist. Und in den USA ist es ja auch relativ üblich, dass es Unternehmen gibt, die eben eher republikanisch oder eher demokratisch sind. Wir haben da schon gesprochen, dass es sogar Serverhost. Anbieter gibt, also Hoster, die eben eher auf der einen oder auf der anderen politischen Seite stehen. Das ist halt in diesem dualen System der USA eben der Fall. Ähm, aber ich finde es trotzdem interessant, dass sie sich jetzt hier so kurz vor der Wahl, mitten im Wahlkampf, also einer Zeit, in der das mediale Echo und die Aufmerksamkeit auf solche Themen ja sehr, sehr groß ist, wahrscheinlich viel größer als nach der Wahl. ausgerechnet eben dieses Unternehmen beauftragen, das dann eben auch noch eine relativ große mediale Sichtbarkeit in den letzten Jahren selber bekommen hat, was sie sich wahrscheinlich nicht gewünscht haben. Also sehr interessant, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Chef dieses Unternehmens, mit dem übrigens Wyatt gesprochen hat, weil er auf E-Mails geantwortet hat. Er hat eigentlich größtenteils auf Mask verwiesen und auf X, aber im Kern haben sie bestätigt, dass es eben diese Zusammenarbeit gibt. Dass der und Musk vielleicht sich auch einfach kennen. So stelle ich mir zumindest vor, dass Musk arbeitet.

27:59 Jannis Schakarian

Ja, wahrscheinlich. Wahrscheinlich.

28:02 Gavin Karlmeier

Und es ist während, also es ist relativ zeitgleich passiert, dass diese Ankündigung kam mit der Ankündigung, dass Nick Pickels, der Leiter der globalen Angelegenheiten, Global Affairs, dass der das Unternehmen verlässt. Also auch da könnte es durchaus einen Zusammenhang geben.

28:18 Jannis Schakarian

Ja, und das stand, glaube ich, auch ein bisschen im Zusammenhang mit dieser ganzen Brasilien-Geschichte, ne? sich da Global Affairs plötzlich geäußert, also dass Twitter sich überhaupt dazu geäußert hat, sozusagen, und dann rauskam, ah, okay, es gibt wieder jemanden, der antwortet und es könnten die sein, die da dahinter stecken.

28:37 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja, klar. So, das Meister Hammler, es gibt eine Meldung und zwar hat die Informa Connect Academy. Hat mal hochgerechnet, wenn das Vermögen von Elon Musk so weiter wächst wie bisher, nämlich um 110% im Jahr, wird er 2027 der erste Billionär der Welt sein.

28:59 Jannis Schakarian

Ja, man kann nur hoffen, dass weniger Menschen bis dahin Tesla Aktien äh Teslas kaufen und die Aktien verhält. Also apropos Hyundai, die haben gerade. hat so einen richtig schicken 80er Jahre, also so ein Elektroauto, was aussieht wie so eine Limousine aus den 80er Jahren. So ist bis jetzt nur ein Konzept, aber da dachte ich mir, das könnte eine Alternative zu dem Tesla sein, wenn es kommt. Also man könnte lieber das kaufen und

29:27 Gavin Karlmeier

Keine Werbung.

29:29 Jannis Schakarian

Das vielleicht verhindern.

29:31 Gavin Karlmeier

Oder wenn Werbung, dann unbezahlt, zumindest an der Stelle.

29:34 Jannis Schakarian

Unbezahlte Werbung für Hyundai. Die suchen außerdem noch eine neue Chief Marketing Officer.

29:44 Gavin Karlmeier

Zwei sogar, nämlich eine für Creative und eine für Performance, habe ich gehört. Stimmt. Mark Zuckerberg würde nach diesem Berechnung übrigens 2030 Billionär werden. Auch Jansen Wang von Nvidia wäre früher oder später Billiardär. Also es könnte passieren, dass der Kapitalismus jetzt gerade in seine nächste Extremphase abbiegt, würde ich mal sagen.

30:07 Jannis Schakarian

Ja, ich hab mal nachgerechnet, also Bildardär schaffe ich bis 2030 nicht mehr.

30:12 Gavin Karlmeier

Das müsste man mal hochrechnen, wenn so das eigene Vermögen, wie das so wächst, bis wann man ein Billionär ist.

30:20 Jannis Schakarian

Ich glaube, vorher wohnen wir alle auf dem Mars in einer Elon Musk Kolonie.

30:25 Gavin Karlmeier

Boah, du hast halt aber auch, du bist halt aber auch dystopisch drauf, sag ich mal.

30:31 Jannis Schakarian

Es tut mir leid.

30:34 Gavin Karlmeier

Ansonsten habe ich noch eine Meldung, die eher so das Fiddy was betrifft. Und zwar. Geht es um das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das ist ein Ministerium, das in der FDP-Hand liegt. Und dieses Ministerium, unter der Leitung von Bettina Stark-Watzinger, hat nun angekündigt, den Massen. Bitte? In Klammern noch, aber er hat nun angekündigt, dass der Mastodon Account ruhen gelassen wird, dass sie nicht weiter angefasst wird, was bemerkenswert ist, weil sie seit November 2023 eh nichts mehr gepostet haben dort und verweisen als Alternative auf ihren X-Account. Sie sagen, folge uns doch auf X, Instagram, LinkedIn oder Facebook. Und ich finde, dass für so ein Ministerium, ich also ich lasse erstmal dich darauf antworten, bevor wir hier bevor ich anfange, mir auszurufen.

31:23 Jannis Schakarian

Ja, ich finde, also ich finde auch erstaunlich schwach, weil ich habe mir jetzt nicht angeguckt, was sie vor dem November 2023 da getan haben, aber irgendwie den RSS-Feed von der Webseite an Mastodon anschließen, dass er da weiter automatisch die Pressemitteilungen teilt. Kann jetzt nicht so aufwendig sein. Ich weiß nicht, ob da drei Leute abgestellt waren, die die ganzen Nutzerkommentare bearbeitet haben. Aber ja, es ist irgendwie ein schwaches Zeichen, vor allem weil ja der Bund, glaube ich, teilweise eine eigene Instanz auch hatte, wo.

31:58 Gavin Karlmeier

bund, ja.

31:59 Jannis Schakarian

Genau, wo die ganzen Ministerien drauf konnten und so, die irgendwie auch verwaltet wurden. Also ich verstehe einfach nicht, wo man da groß Aufwand einspart und warum man nicht sagt, ja, wir finden das. Wichtig und machen das. Vor allem, weil das Feediverse tatsächlich, glaube ich, also die Technologie dahinter inzwischen größer ist als Mastodon und man damit, glaube ich, deutlich mehr eigentlich machen kann.

32:25 Gavin Karlmeier

100 Prozent. Also ich sag mal so. Ich kann natürlich unter gewissen Performance. . Auch wenn ich eher auf der Seite Creative immer gearbeitet habe, aber ich kann natürlich unter Performance-Gesichtspunkten verstehen, dass man so nach einem gewissen Zeitraum mal sagt, wir gucken uns mal an, was kommt dabei rum. Wir haben hier eine unterdurchschnittliche Performance Wir sparen uns die Arbeit. Das kann dann natürlich darauf hinauslaufen, dass man auch, wie du sagst, ein Feed einfach hier automatisiert einlaufen lässt. Was auch immer. Man muss das nicht dicht machen. Aber jetzt reden wir hier nicht über ein wirtschaftliches Unternehmen, sondern über ein Ministerium, auch noch das Bildungsministerium, also ein Ministerium, das sich beispielsweise auch um den um die Akademien kümmert in Deutschland, die gerne einen Zugang, äh, die fordern, wie alle, einen Zugang zu sozialen Netzwerken zu bekommen. Eine, eine, eine Blase, eine Branche, würde ich fast sagen, ist, glaube ich, falsch und eine Wie sagt man denn? Ein Bereich auf jeden Fall, so ist es glaube ich auf jeden Fall richtig, ein Bereich von Menschen, die sich vornehmlich auf Mastodon tummeln und im Fiddiverse tummeln. Kurzum, also ich weiß nicht so genau, was das Ministerium hier geritten hat, hier eine Entscheidung zu treffen, die zwar vielleicht auf Zahlenbasis nachvollziehbar sein kann, die aber unter moralischen, idealistischen, inhaltlichen und öffentlichkeitswirksamen Gesichtspunkten ein absoluter Griff ins Klo ist. Also gerade unter dem Gesichtspunkt, wie eben diese benannten Alternativen, in Anführungsstrichen, sich in den letzten Jahren verhalten haben gegenüber beispielsweise den Universitäten. muss man sagen, das ist für ein Bildungsministerium nicht in Ordnung. Und Forschung, ne?

34:03 Jannis Schakarian

Und mein Gefühl ist, dass die die Forschungsbubble, Wissenschaftsbubble, sich eben auch noch am ehesten nach Mastodon sicher nicht geschlossen, aber irgendwie eher noch auf Mastodon-Tummelt enthalten und ein Ministerium, das ich denen tatsächlich verpflichtet, sähe, aber das war meine Anmerkung zu der Ministerin, auch da gab es ja in der Vergangenheit seltsame Vorgänge.

34:29 Gavin Karlmeier

Man merkt, du bist in einem investigativen Medienhaus.

34:34 Jannis Schakarian

Ja, also dass man irgendwie denkt, ja, dies, also ja, wäre doch dafür irgendwie der Ort, mit denen in den Austausch zu kommen, wenn man das gerne wollen würde.

34:46 Gavin Karlmeier

Genau so, ja. Aber ich glaube, dass Austausch hier eh nicht das gewünschte Ergebnis der Kommunikation ist, was schade ist, aber leider übrigens auch keine Ausnahme. Ulrich Kälber, das ist der ehemalige Bundesbeauftragte für Datenschutz. Der hat dazu ein Statement veröffentlicht. Er hat geschrieben: Das BMBF stellt also seinen Mastodon-Account still, auf den ohnehin seit November 2023 nichts mehr veröffentlicht wurde. und nutzt nur noch Social Media Kanäle kommerzielle Anbieter. Geht man auf die Website des Ministeriums, sieht man schnell, dass dort nur ein Teil der Informationen frei zur Verfügung gestört. BürgerInnen müssen also ein Tracking ihres Verhaltens durch Nicht-EU-Unternehmen hinnehmen, um sich vollständig über das Handeln eines Bundesministeriums zu informieren. Wow. Ich finde, das ist eine sehr, sehr deutliche Positionierung eines Datenschutzbeauftragten. AD

35:33 Jannis Schakarian

Ja, das war Ulrich Kälber, äh, als er noch ID war, war er da auch relativ deutlich. Ich hab grad nicht mehr ganz im Kopf, ob er nicht auch derjenige war, der teilweise gegen diese Facebook-Seiten insgesamt vorgegangen ist und die teilweise hat ähm, Sperrenl, beziehungsweise, dass die dann alle plötzlich auf dem Prüfstand standen, ob es das überhaupt geben darf. Und auch da muss man sagen, wäre Mastodon eine Ein bequemer Ausweichkanal einfach nur gewesen, um zu sagen, komm, wir planen das hier auch noch gerade mit ein, unseren Post. Ja, du und ich haben viel davon gelebt, Unternehmen und Medienhäuser zu sagen, nein, jeder Kanal braucht seinen eigenen Inhalt. Aber hier würde ich sagen, doch, man könnte, man könnte dann doch irgendwie Den Post auch noch bei Mastodon veröffentlichen.

36:25 Gavin Karlmeier

Besser als nichts wäre es hier in dem Fall. Ulrich Kälber war der Mensch, der im Juni 2023 das Bundespresseamt angewiesen hat, den Betrieb der Facebook-Fanpage der Bundesregierung einzustellen. Also ja, genau der Mann war das. Also gut.

36:41 Jannis Schakarian

Er war ziemlich engagiert, das stimmt.

36:43 Gavin Karlmeier

Man kann jetzt übrigens, wir können ein bisschen warten, weil Frag den Staat hat jetzt gerade, ihr könnt dieser Anfrage auch folgen. Es gibt eine Anfrage bei Frag den Staat. zu den Hintergründen zur Entscheidung der Stilllegung des offiziellen Mastodon-Accounts des BMBF. Da gibt es eine Frist bis zum 8. Oktober 2024. Also Da hoffen wir auf eine Antwort. Das wäre sehr schön. Haken dran wird berichten. So ist es. Haken dran bleibt Haken dran. Und Eugen Rochko, das ist der Mastodon-Gründer. Erfinder. Der hat gesagt, bedauerlich, ich benutze weder Ex noch Instagram noch Facebook, dann eben nicht. Meiner Meinung nach sollten deutsche Behörden rechtsextreme Plattformen wie Ex nicht legitimieren. Ich finde, dem würde ich mich gerne einfach so anschließen.

37:25 Jannis Schakarian

Ja, ich finde, das ist durchaus auch ein legitimer Blickwinkel darauf. Also, dass man, also es ist schon erstaunlich, dass man im gleichen Atem zu sagt, aber auf Ex sind wir weiterhin.

37:40 Gavin Karlmeier

Ja. Genau, das also das ist halt völlig abstrus. Vor allem, weil sie sich ja wahrscheinlich bei Mastodon so richtig erst aktiviert haben, nachdem Twitter zu Ex wurde. Zumindest, also ich habe jetzt nicht geprüft, wann sie ihren Account angelegt haben, aber die Vermutung liegt doch sehr nahe, dass sie dorthin gegangen sind. Als eben alle dorthin gegangen sind.

38:00 Jannis Schakarian

Ja, ich meine, diese Bunt-Instanz gab es schon ein bisschen länger, aber dass die ganzen Ministerien da auch hingegangen sind, müsste in diese Zeit gefallen sein. Ja, und wenn du, wenn du jetzt sagst, sie haben da eh schon fast ein Jahr nichts gemacht, kann der Aufwand auch nicht so riesig gewesen sein, als dass man jetzt sagt, wir stellen es jetzt offiziell ein. Seltsames Signal.

38:25 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Wir müssen über eine Geschichte sprechen, die was auslöst, vermutlich. Und zwar geht es um eine Recherche von For Media, über die wir hier schon öfter gesprochen haben, die sehr toll investigativ recherchieren. Also wenn ihr. Wenn ihr noch ein paar Euro im Monat übrig habt, das ist ja zum Beispiel so ein Presseoutlet, da kann man ruhig immer ein bisschen was hinpacken. . . Die haben nämlich eine Recherche. die Futurism auch nochmal aufgegriffen hat, nochmal ein bisschen klargezogen hat und ein bisschen angedickt hat, diese Geschichte. Und zwar geht es hier um einen Leak, Des Unternehmens der COX Media Group, CMG. Und dieses Unternehmen bietet Werbelösungen an für Unternehmen Und eine dieser Lösungen heißt Active Listening. Also sie machen damit eine Werbung für ein Werbeprodukt, das künstliche Intelligenz nutzt. um Absichtsdaten in Echtzeit zu erfassen, indem es Gesprächen zuhört. Also konkret geht es dabei darum, Mikrofone von Smartphones abzuhören, um daraus Absichten abzuleiten, um dann entsprechende Werbung anzuzeigen. Und in diesem geleakten Pitch-Steck, das Sie eben hier verschickt haben, tauchen schon ein paar wie sagt man, Testimonials auf Unternehmen, mit denen sie bereits zusammenarbeiten. Und ganz interessant ist, dass es eben eine Folie gibt, auf der drei Unternehmen zu sehen sind, die da heißen. Google, Amazon, Facebook. Alles drei Unternehmen, denen eigentlich ja schon, du kennst es auch, wenn du mit Leuten sprichst, die irgendwie. Also fast alle Leute, denen man irgendwie Social Media Seminare gibt, sagen immer so Dinge wie: Na, die hören uns ja eh ab, wir bekommen ja eh immer das angezeigt, worüber wir uns sprechen. Und auch jeder kennt so aus der anekdotischen Evidenz eigene Geschichten, indem man Produkte als Werbung in sozialen Netzwerken angezeigt bekommen hat, über die man sich unterhalten hat. Und meine Arbeit ist es dann ganz oft zu erklären, nein, nein, vermutlich werden wir nicht abgehört. Es gibt sehr viele Hinweise darauf, dass es algorithmische Herleitungen gibt, warum du diese Werbung siehst. So Dinge wie subjektive Wahrnehmungen, also der Effekt, dass wenn man in Erwartung ist, ein Kind zu kriegen, dass plötzlich alle Leute um einen herumschwanger werden oder man will sich ein rotes Auto kaufen und plötzlich fahren alle rote Autos. Plus die Tatsache, dass du halt so viel Werbung angezeigt hast. bekommst im Internet, dass du die gar nicht alle aktiv bewusst verarbeiten kannst und deswegen unterbewusst abspeicherst und wenn du das nächste Mal über dieses Produkt redest, fällt dir irgendwann ein. Beim nächsten Mal Werbung, ach krass, da habe ich mich darüber unterhalten, aber du hast dich darüber unterhalten, weil du diese Werbung gesehen hast. Das sind immer so die Argumente, die man immer so erzählt. Und jetzt taucht eben diese Chart hier auf von CMG und ich denke mir, alles. . Alles, was ich mir schön geredet habe, war eine Lüge. . Tatsächlich ist es aber so, dass Meta das stark dementiert hat, gesagt hat, es gibt hier keine Zusammenarbeit, es gab Zusammenarbeiten, aber nicht in diesem Bereich. Und eben CMG auch darum gebeten hat, das sofort aus dem Deck zu. entfernen, was dann passiert ist. Amazon hat gesagt, dass die Edge-Sparte von Amazon nie mit CNG an diesem Programm gearbeitet hat und auch nicht vorhat, das zu tun. Also es gibt schon deutliche Distanzierungen von den Unternehmen, die hier gezeigt werden. Aber man muss schon sagen, es bleibt natürlich in diesem Moment hier jetzt ein kleines Störgefühl übrig.

41:36 Jannis Schakarian

Es bleibt ein Störgefühl übrig. Es wird auch immer schwerer, dagegen zu argumentieren. Wobei auch eine Argumentation ist ja auch, dass die Unternehmen sagen, es wäre auch viel zu aufwendig, sozusagen das Mikro mitlaufen zu lassen, das zu transkribieren und selbst mit KI irgendwie da Stichworte rauszufiltern. Das lohnt sich gar nicht, sondern wir haben andere Algorithmen, die sind so gut, die kriegen das auch so mit. Und auch relativ komplexe Algorithmen, auf die man nicht kommt. Also sowas wie Du erzählst mir von einem Produkt, ich habe noch nie davon gehört und plötzlich sehe ich Werbung dafür, was aber auch daran liegen könnte, du hast danach gegoogelt. Wir haben uns aber getroffen und Instagram weiß, dass wir in der Nähe voneinander waren, weil wir den Standort freigegeben haben oder sowas. Und man es dann dadurch plötzlich sieht, weil sie sowas in ähnlichen Freundesgruppen ja ausspielen. Es gibt ja auch diese Look-alike-Audiences, ich weiß gar nicht, ob es sie immer noch gibt, aber war früher so ein beliebtes Werbetool, dass du sagst, einfach Menschen, die so ähnlich sind und dass wir beide plötzlich ähnliche Interessen haben. Also, ne, wie viele Menschen gibt es, die es als Hobby haben, sich nachts um Viertel vor zehn über Social Media zu unterhalten? Die scheinen ähnliche Interessen zu haben. Den könnte ich ja mal ein neues iPhone ohne KI-Features vorschlagen. Also, da ist Marketing und die Algorithmen schon relativ weit. Und das war immer eine der Begründungen, zu sagen, wir brauchen euer Mikrofon nicht. Und umgekehrt ist es auch so dass wir bleiben mal bei Apple und dem iPhone, die ja inzwischen auch eingeführt haben, dass du eigentlich immer siehst, sobald eine App das Mikrofon aktiviert, da kommt dann immer so ein Orangener Punkt, glaube ich, oben in der Ecke. Achtung, das Mikrofon läuft gerade. Ich kann auch sehen, welche App war das, wann hat sie zuletzt drauf zugegriffen. So, all all das ist passiert, das macht es unwahrscheinlich, dass es wirklich so funktioniert Und ich glaube auch, dass sie so vehement dagegen argumentieren ist natürlich, weil es für die schon eine Bedrohung ist, weil sie teilweise eben genau darauf setzen, dass du dein Mikrofon anhast. Und ich muss sagen, ich habe bei Instagram dann doch irgendwann gesagt, nee, Moment, eigentlich brauchst du keinen Mikrofonzugriff, wofür denn so? Ich nehme Videos, wenn dann meistens vorher auf und lade sie dann in die App. Ich braucht Instagram keinen Direktmikrofonzugriff, obwohl ich auch weiß, wahrscheinlich stimmen die Verschwörungstheorien nicht, aber trotzdem Bringt es einen dazu, immer mal wieder nachzudenken, Moment, braucht die App das eigentlich wirklich oder ist es nur ein Klick bequemer, wenn sie es hat und Was ist es mir das wert? Ich finde interessant, dass Amazon auch so rapide widerspricht, weil Alexa hört nun wirklich, also hört wirklich die ganze Zeit zu, natürlich erst nachdem du das Codewort gesagt wirst und auch dafür gibt es ja technische Erklärungen, wie sie das machen. Aber da erscheint es mir deutlich Wahrscheinlicher. Ich halte es umgekehrt für gar nicht so unwahrscheinlich, dass andere Unternehmen wie vielleicht diese CMG Group durch diese ganzen Verschwörungstheorien auf die Idee kam zu sagen Ach so, was wäre denn, wenn wir das wirklich mal machen? So, ne? Und damit rumprobieren. Funktioniert es wirklich und das dann auch versuchen, aktivieren. zu verkaufen. Aber da bin ich jetzt auch schon im Supermarktregal beim Spekulatius.

45:14 Gavin Karlmeier

Oh. Wow. Das kommt aber direkt gleich nach den Geschichten aus dem Paulana-Garten, ne? Ja. Ja, alles, ich verstehe alles, was du sagst. Ich glaube, dass so Sachen genau bei Amazon ging es mir genauso, weil ich mich ja auch an eine. den Artikel gerade nicht zur Hand, aber an deine Geschichte erinnere, dass du ja durchaus in der Amazon-App das Mikrofon dauerhaft einschalten kannst, damit sie für Alexa mithören. Ähm, das heißt also, dass auf deinem iPhone auch durchaus da mitgehört wird, während man darüber spricht. Also Ich bin da auch ein bisschen, ich bin eigentlich fühle mich noch auf der sicheren Seite, ehrlicherweise. Auf der anderen Seite, selbst Max Zuckerberg hat seine Kamera abgeklebt. Also Man weiß das nicht so ganz genau ausschließen kann man es natürlich nicht. Idealerweise vielleicht einfach keine Apps auf dem Handy haben, die man nicht zwangsläufig braucht, vielleicht keine Mikrofon zulassen in Apps, in denen man nicht das Gefühl hat, dass es dort sinnvoll ist. Das schadet alles nicht und sich vielleicht mit großen Bogen um alle anderen Unternehmen Fortbewegen, die mit der CMG Group zusammenarbeiten. Das G in CMG steht übrigens für Group, also it's nur CMG. Übrigens, Sie bieten für den Service hyperlokale Nachrichten an Mediengruppen an, dass du 100 Dollar pro Tag zahlen kannst, um Leute in einem 10-Meilen-Radius anzusprechen. Und 200 Dollar pro Tag, um Leute in einem 20-Meilen-Radius anzusprechen. Vielleicht wäre das was für euch.

46:46 Jannis Schakarian

Okay, ja, ja. Ich dachte, das geht mit normalen Facebook-As genauer. Oder mit Lokalradio, ich weiß nicht.

46:59 Gavin Karlmeier

Geht ins Ohr, bleibt im Kopf. Haki Thomas Giegold hat auf Threads eine Beobachtung geteilt. Er hat nämlich ein paar Posts veröffentlicht und hat einfach mal ausgewertet, wie viele Leute haben das eigentlich gesehen und damit interagiert. Und er schreibt, politischer Inhalt und Alltagsinhalt. Alltagspost, 18. 000 Views, 58 Interaktionen. Politik, 770 Views, 235 Interaktionen, davon 35 Reposts. Das ist übrigens keine Momentaufnahme, sondern zieht sich durch mein Profil. Im Verhältnis zu Interaktionen werden politische Inhalte auf Threads massiv ausgebremst. Aus der Sicht der Plattformtreiber kann ich das verstehen, aus einer Gesellschaft, die sich mittlerweile auch aufgrund der Plattformgröße ergibt, nicht. Wie passt das mit Mossarys Aussage zusammen, dass ganze Profile als politisch eingestuft würden und nicht einzelne Posts? Ich finde, das ist eine ganz, ganz spannende Beobachtung, weil ich das bei Medienhäusern, mit denen ich zusammenarbeite, genau so beobachte, dass es durchaus Postings gibt, die übrigens der Begriff Politik ist wie immer da sehr unscharf, aber ich beobachte das, dass diese Redaktionen, Postings absetzen, die zum Beispiel sich mit Dingen wie dem Anschlag von Solingen beschäftigen und dann ein Video haben, das eine Reichweite weit, weit unter Seitendurchschnitt erzielt, aber dafür Interaktionen weit über Seitendurchschnitt. Was darauf schließen lässt, dass dieser Post keinerlei algorithmische Drosselung erfahren, hätte der wahrscheinlich noch viel, viel mehr Interaktionen erlebt. Und ich finde diese Frage tatsächlich legitim zu sagen, was ist denn nun? Sind es jetzt die Profile, sind es die Postings? Wie wird eigentlich mit den politischen Inhalten hier tatsächlich umgegangen? A. Und B, dieser massive Einbruch der Views lässt sich auch nicht mehr nur durch Empfehlungsalgorithmen erklären, sondern das ist offenbar auch eine Drosselung der klassischen organischen Reichweite unter den Algorithmus eigenen Followerinnen und Followern.

48:52 Jannis Schakarian

Ja, wobei die scheinen ja dann noch zu interagieren. Ja, ich finde es immer noch ein Armutszeugnis, dass den Plattformen oder Speziellmeter hier nichts Besseres eingefallen ist, dass sie selber in diese Falle gelaufen sind, dass offensichtlich Ähm, solche Inhalte, Anschlag von Solingen, bestes Beispiel, ja, Menschen sehr bewegt und emotional auffühlt, sodass sie dann damit auch interagieren. Das war früher das, was sie dann besonders gepusht haben und hier aber keinen Weg gefunden haben. legitime Interaktionen, legitime Inhalte auch irgendwie auseinander zu dividieren Ich meine, ne, wir hatten, es ist erst ein paar Tage her, ihr habt hier auch drüber gesprochen, dass es DOJ gesagt hat, wie wie viel auch wir immer noch Bot-Einflüsse sehen oder bezahlte Influencer, die genau auf solche Inhalte natürlich auch aufspringen. Auch hier, auch das könnte eine Erhöhung Der Engagement Rate sein, gerade bei Medienaccounts, dass die auf solche Inhalte draufgehen und da gezielt für Interaktion sorgen. Erklärt es aber für mich nicht bei einem eher privaten Account wie Thomas Giegold, der natürlich auch eine Reichweite hat, aber nicht so nicht so unterwegs ist. Ja, ich finde es immer noch ein Armutszeugnis und irgendwie besorgniserregend, dass wir keinen Weg haben, indem wir uns auf diesen angeblichen öffentlichen Marktplätzen über Politik genauso unterhalten können wie über Alltag Alltägliche Dinge, und du sagtest schon, dieser Politikbegriff ist sehr unscharf. Wir wissen ja nach wie vor nicht, wie er definiert ist. Was davon ist Politik und was ist Alltag so Gehören jetzt Rechte von queeren Menschen zu Politik oder zu Alltag?

50:49 Gavin Karlmeier

Ab wann wird es plötzlich

50:51 Jannis Schakarian

Genau, ab wann wird es plötzlich politisch? Ist es schon politisch, wenn sich zwei Männer küssen, Händchen halten? Ist das schon politisch oder ist es einfach nur der Alltag dieser Menschen, beziehungsweise. sind Threadwives, die ein umgekehrtes Lebensmodell ähm propagieren, die sind dann einfach Alltag, wie sie ihren Mozzarella von Handformen und davon aber, dabei aber ein Familienmodell von Naja, nicht mal 1950, sondern noch vorher propagieren. Das zählt aber als Alltag und nicht als Politik. Also das finde ich das eigentlich. nochmal erschreckendere, weil die sie die Plattform einerseits vorgeben, naja, wir wollen ja nicht entscheiden, welche politische Richtung hat hier Recht oder nicht, das versuchen sie zu vermeiden. Weil sonst müssten sie Fake News eindämmen und würden sich in endlosen Diskussionen verstricken, was davon ist Fake News und wir wollen nicht die Wahrheitsprüfer sein. tun es jetzt hier aber eigentlich mit diesem superschwammigen Begriff, wo überhaupt nicht klar ist, was steckt eigentlich dahinter. Und obwohl wir wissen, dass dass Private auch politisch ist, wie es schon lange mal hieß.

52:02 Gavin Karlmeier

Ist die Familie, ist das nicht die kleinste politische Zelle, heißt es nicht so? Ja. Na gut. Apropos Politik, wir haben mit Trump angefangen. Wir gehen mit Trump aufs Ende zu. Also auf der dieser Episode hier. Und zwar geht es um den beispielsweise um den X-Account Luna2K24, die hat getwittert am 29. Juli Würdet ihr Trump als Präsident immer noch unterstütz für immer unterstützen? Ich frage mich, ob ihr alle Trump als Präsident unterstützt, genauso wie ich. Oder sie hat einen Strand selfie gepostet, einem weißen Bikini. Und hat gebeten, hey Leute, antwortet doch mal mit einem Emoji mit amerikanischer Flagge. Das Problem ist nur, dass dieses Stand Selfie Und auch das Profilbild und alle anderen Bilder des Luna, die Luna hier so veröffentlicht haben, dass diese Bilder eigentlich zu Debbie Nederloff gehören Das ist eine deutsche Modoinfluencerin, die nicht in den USA sitzt, die keine Trump Supporterin ist, und die bis zum Zeitpunkt bis CNN sie darauf angesprochen hat, keine Ahnung hatte, was mit ihren Bildern da tatsächlich passiert. Also sie hat an zu CNN nur gesagt, what the fuck? als Antwort und war stark irritiert. CNN hatte in Zusammenarbeit mit dem Center for Information Resilience, CIR, Insgesamt sogar 17 europäische Influencerinnen aus den Niederlanden, Dänemark, auch Russland, Deutschland gefunden, dessen Online-Fotos von wem auch immer verwendet wurden, um auf X Werbung für Trump und Fans zu machen.

53:35 Jannis Schakarian

Ja, das ist genau dieses Beispiel, was ich meinte. Was passiert denn da an unlegitimen Interaktionen? Das hier ist besonders erschreckend und überraschend, weil das ja auch so. so ein bisschen eine öffentlich betrachtete Bewegung war, von wegen, ne, also es geht gerade sehr konkret darum, wer kann in den USA welche Wählergruppen mobilisieren, wer steht wo dahinter und es hieß immer, nee, Trump ist bei jungen Frauen total schlecht, der kommt überhaupt nicht an und plötzlich siehst du dann auf Ex Lauter junge Frauen, die sagen, doch, Trump finde ich super, kann ich mir echt also ganz toll als Präsident vorstellen, bin ich dabei. Und du hinterfragst plötzlich, ah, okay, es scheint aber doch junge Frauen zu geben, die hinter Trump stehen. Ach, und guck mal, gar nicht nur eine, sondern ich finde ja hier auf einen Schlag gleich fünf Accounts, die, die das sind und dann gibt es vielleicht noch irgendeine Gruppe dazu, die sich dann Young Women for Trump nennt oder wie auch immer. Und ja, das ist schon sehr, sehr interessant. Ich finde daran auch noch spannend, dass es eben nicht wirklich KI ist. Also wir hatten bei diesem Wahlkampf alle Angst vor, huch, was wird denn KI hier anrichten? Und es sind halt teilweise dann doch so simpel KI geworden ist. Noch viel einfachere Methoden. Einfach Bilder aus dem Internet klauen, hochladen, die sehen echt aus, anderen Namen dazu und dann kann ich meine Tweets schreiben und keiner weiß, dass ich eigentlich ein Hund bin.

55:07 Gavin Karlmeier

Der Satz hat anders geändert, als ich erwartet habe. Ich bin erstaunt. Gibt es Geschichten, Jannes, über dich als Hund, die wir alle noch nicht wissen?

55:14 Jannis Schakarian

On the Internet, nobody knows you're a dog.

55:17 Gavin Karlmeier

So. Aha. Schnell. Ähm, tatsächlich hat es hier in N56 Profile analysiert, die alle miteinander offenbar auch vernetzt sind. Es gab viele Tippfehler in der englischen Sprache. Sie sagen, das ist ein Hinweis auf ausländische Einnahme. Mischung an der Stelle. Und sie haben Ex damit konfrontiert und rate mal, Ex hat nicht geantwortet. Ex hat aber, kurz bevor der Artikel online gegangen ist, die meisten dieser Konten einfach gelöscht. Das ist interessant, oder? Hätte die Regierung gefragt, hätte er ex wahrscheinlich nicht gelöscht. Aus Prinzip.

55:52 Jannis Schakarian

Wahrscheinlich nicht, aber Sie haben ja jetzt extra eine Agentur, die sich um sowas kümmert, ne? Wieder um Öffentlichkeitswahrnehmung.

56:01 Gavin Karlmeier

Und wir gehen quasi in dieser heute gehakenen Folge, gehen wir einfach wieder rückwärts, Benjamin Button-mäßig, wie wir vorwärts angefangen haben. Denn bevor wir über Trump gesprochen haben, haben wir über die EU gesprochen. Und auch von der EU gibt es News, denn die EU hat offenbar Zweifel daran, dass die Zahlen, die Telegram-Man-Sechan, Ihnen über die Nutzerzahlen oder die NutzerInnen gemeldet hat, dass diese so stimmen können. Telegram hat im Februar der EU gemeldet, 41 Millionen Nutzer in der EU zu haben, Der DSA schreibt aber vor, dass er dann erst gilt, wenn eine Plattform mindestens 45 Millionen durchschnittlich aktive Nutzer hat. Das war in der EU. Also ganz offenbar gibt es Zweifel an dieser Aussage, was die Größe Telegrams angeht und die Tatsache, ob sie jetzt eben ein Flop einer Very Large Online-Plattform sind oder eben nicht.

56:47 Jannis Schakarian

Ja, ich also ich finde ja schon witzig, dass sie 41 Millionen gesagt haben und nicht, nee, nee, wir haben nur 44 Millionen 999. 999, wir zählen definitiv nicht dazu. Das ist schon verdächtig nah dran an dieser Grenze, finde ich. Ähm, ich meine, ich kann es überhaupt nicht bewerten, aber Telegram schickt einem ja immer, wer jetzt auch neu auf Telegram ist und ich habe das Gefühl, wirklich mein gesamtes Adressbuch ist da. Durch alle Verwandten, vergessene Schulfreunde, Kollegen, alle kommt plötzlich, nutzt jetzt auch Telegram. Also ja, was was nicht wirklich aussagekräftig ist, aber ich kann schon verstehen, dass die U, dass die EU da nochmal genauer hinguckt und sagt, mach das schon verdächtig nah an nicht, nicht große Online-Plattformen

57:41 Gavin Karlmeier

Das ist wirklich so, ja. Ich mag das auch. Wir werden auch da dranbleiben. Ich wollte das mal zumindest mitbringen. Wir werden dranbleiben und da weiter drauf schauen. Also, vielleicht gibt es da nochmal ein weiteres spannendes Erwachen für Pavel Duroff und seine Plattformen.

57:55 Jannis Schakarian

Und darf ich noch ein Housekeeping zum letzten Mal machen, weil wir bei Telegram ja auch über was ist mit Verbot der Plattform sprechen. Toni Hofreiter hat gesagt, auch vielleicht müsste man bei Ex drüber nachdenken, nach Brasilien. Und ich finde, man muss aufpassen, dass man das nicht über die Inhalte tut. Also, dass man nicht sagt, ah, wir müssen Ex sperren, weil da sind zu viele rechtsextreme Inhalte, sondern ähm Man braucht eigentlich klare Rechtsrahmen, an die sie sich halten müssen, und klare Verfahren. Und das ging, glaube ich, bei dieser Toni Hofreiteräußerung so ein bisschen durcheinander, weil in Brasilien Wurden sie ja auch nicht direkt wegen der Äußerungen gesperrt, sondern weil sie ihren Repräsentanten da abgezogen haben, der derjenige wäre, der hätte gerade stehen müssen. Das heißt, es gab keine Rechtsdurchsetzung mehr, die möglich war. Und Da sollte die EU, glaube ich, auch hingucken. Das machen sie an vielen Stellen mit dem Digital Services Act. Probieren Sie es ja auch. eher so Rahmen zu setzen, die dann für alle Plattformen gelten und nicht individuell auf Inhalte zu gucken. Und darauf komme ich, weil das bei diesem Pavel-Duroff-Prozess jetzt so ein bisschen durcheinander ging, wo er plötzlich persönlich haftbar gemacht wird, was durchaus eine riskante Strategie war.

59:24 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme natürlich zu. Ich würde aber noch dazu sagen, es geht ja, also bei X zum Beispiel, bei der Hofreiterin. Weitere Formulierung stimme ich dir zu, die ist, was das angeht, unscharf. Du kannst einer Plattform vermutlich nicht zwangsläufig nur nahe kommen, wenn es Leute gibt, die sich dort wie auch immer geartet, rechtswidrig äußern. Das Problem ist, wenn die Plattform dem aber eben nicht her wird, wenn es keine Content-Moderation beispielsweise gibt, wenn es keinen Umgang damit gibt, was ja bei ExTefan ist. Genau. Weil das ist in der Tat genau das Problem hier.

59:56 Jannis Schakarian

Genau, und das muss der Hebel sein. Also ich muss sagen, ihr braucht irgendwie Regeln, ihr braucht eine Ansprechperson, nach denen ihr das umsetzt und nicht uns missfallen die Inhalte. Deswegen sperren wir euch, weil das ist wirklich eine ganz gefährliche Argumentation, auf die man sich da begibt, die auch nach hinten losgeht. Wir haben dieses Anderes Beispiel, aber das missglückte Verbot dieses Compact-Magazins gerade gesehen, wo man eigentlich genau das, also probiert hat, auf auch einem sehr unsicheren Rechtsrahmen und sagt, ja, hat rechtsextreme Inhalte. Wir nehmen es mal hopp. Ja, ich sag dir mal Compact. Ich meine Kompact. Ja. Das eine war das andere. Das eine war das andere, Herrn Schakarian. Aber dass man sich hier wirklich überlegt, was sind die Rahmen, in denen jemand operieren kann, die lassen wir zu und wir gehen eben nicht auf eine inhaltliche Ebene und bewerten die Inhalte, sondern Wenn da Straftaten stattfinden, dann müsst ihr dagegen vorgehen, wenn ihr das nicht hinkriegt, egal was für Straftaten, dafür können und wollen wir euch belangen und dafür muss man Wege finden.

01:01:12 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es.

01:01:15 Jannis Schakarian

Ja, dass jetzt extreme Äußerungen und Beleidigung dann irgendwann eine Straftat sind, das erklärt sich dann eigentlich von selbst.

01:01:22 Gavin Karlmeier

So ist es Ja, vielen Dank. Du hast mir heute noch geschrieben, du wolltest mit mir noch über Reader sprechen. Und ich weiß nicht so genau, warum, weil ich bin offenbar nicht im Thema, habe mir aber vor einigen Tagen vorgenommen, jetzt wieder auf einen RSS-Feedreader umzusteigen, um alles so ein bisschen zu sortieren. Und vielleicht erzählst du mir jetzt, warum das keine gute Idee ist.

01:01:40 Jannis Schakarian

Doch, ich mir sind eben in letzter Zeit zwei so Apps untergekommen. Das eine ist eben Reader, das ist so eine RSS Reader-App ursprünglich, die jetzt aber auch Unterstützung für Podcast und YouTube anbietet und Reddit auch. Und es gibt eine zweite, die heißt Tapistry. Die ist noch in einer Beta-Phase. Ich glaube, Fotos darf man noch nicht teilen, aber ich glaube, man darf im Podcast drüber sprechen. Die ist von den Machern von Twitter riffig. Twitterific war dieser Twitter-Client damals, der tatsächlich eigentlich Twitter den blauen Vogel als Logo überhaupt geschenkt hat, der auf diese Idee kam. der glaube ich auch das Wort Tweet überhaupt erfunden hat und auch das Hashtag, als erstes umgesetzt hat. Das kam alles aus so einem Third-Party-Client Twitter. Auch die sind im Rahmen von Dieser API-Limitierung eben abgeschaltet worden, haben dann nicht wie andere sofort ein Mastodon-Client entwickelt, sondern gesagt, wir überlegen erstmal und wir Machen jetzt Tapestry und das lief als Kickstarter unter diesem Motto Universal Timeline. Und daran hat mich jetzt auch diese Reader-Äußerung erinnert: mit wir unterstützen jetzt auch Podcasts, wir unterstützen Reddit, wir unterstützen YouTube. Dass sich da so was Neues auftut an Universal Timelines. So für die meisten Nerds ist es wahrscheinlich nichts Neues, weil sie sagen, ich habe doch schon meine RSS-Feed seit 100 Jahren und das ging doch schon immer. Aber das ist, glaube ich, nochmal der Versuch, das Internet anders lesbar zu machen und auch so scrollbar zu machen. Eben wie in so einer Timeline. Die RSS-Feed und die meisten Reader hatten dann doch eine andere Logik. Und die gehen jetzt wirklich so ein bisschen in diese Richtung. Es ist wie durch ein Social Network scrollen, aber ich kann mir aus allen möglichen verschiedenen Seiten das zusammenstellen. Und Das fand ich nochmal interessant, auch vor diesem Hintergedanken, was ermöglicht eigentlich das Fidi-Word mit dem dahinterliegenden Protokoll einem, dass sich da so ein bisschen was tut.

01:03:51 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ein schöner Hinweis, vielen Dank. Aber man kann es noch nicht benutzen, oder?

01:03:55 Jannis Schakarian

Reader kann man schon benutzen und Tapestry ist, glaube ich, noch in dieser Beta, sagt nicht genau, wann es da rauskommt. aber arbeitet relativ fleißig daran.

01:04:06 Gavin Karlmeier

Gut, ich bin interessiert. Das Spannende ist übrigens, weil du Tabestree gerade erwähnt hast, die Forschungsabteilung von Alphabet, die heißt X. So wie Twitter. Also die hieß früher Google Ex, hier ist auch X. Und die haben ein Projekt, das heißt Tape Street. Das hat aber nichts mit dem Tapestry zu tun, von dem du gerade erzählt hast.

01:04:28 Jannis Schakarian

Ja, Namensverwirrung nach Google.

01:04:30 Gavin Karlmeier

So Und bevor wir jetzt uns hier aber völlig verlieren, vielen Dank, lieber Johannes, dass du da warst. War schon wieder eine ganz lange Episode, ist auch immer schön. Und wir hören uns hoffentlich bald wieder. Vielleicht dann ja irgendwo, vielleicht im, weiß ich nicht, in einem Zeppelin.

01:04:48 Jannis Schakarian

Zeppelin-Flugzeug wäre noch offen.

01:04:50 Gavin Karlmeier

Oder auf einer Dreisine. Oh, das wäre auch toll, dass man die ganze Zeit so hört. Fände ich gut, fände ich gut. Okay, das kriegen wir hin. So machen wir das. Vielen Dank, lieber Janus, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir hören uns bald wieder. Und Hagen dann geht hier weiter am Freitag. Und mehr habe ich nicht zu sagen. Schönen Mittwoch euch und tschüss. Tschüss.