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Folge 328 · 13. September 2024 · 22 Min.

Mindestalter für Social Media / Der neue Tiefpunkt von Elon Musk / Haken dran wirkt!

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung kommt zurück – ob das allein an uns lag? Wer weiß. Außerdem hat Musk einen neuen Tiefpunkt zwischenmenschlicher Kommunikation erreicht – und Bluesky kann jetzt Video!

➡️ Der Rolling Stone zum Musk und Swift ($): http://rollingstone.com/politics/politics-news/elon-musk-taylor-swift-child-1235099654/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo zusammen, herzlich willkommen hier bei Haken dran oder wie man es heute auch nennen könnte. Gevin Kalmayer redet alleine in seinem Keller ins Mikrofon. Aber sowas ist ja auch mal schön. Die Solo-Folgen, ihr habt mir geschrieben, ihr mögt das, also ziehen wir das heute gemeinsam durch. Es gibt nämlich ein bisschen was zu besprechen. Und noch ein bisschen was wegzuräumen an Themen, das sich angehäuft hat. Und deswegen schauen wir da heute mal drauf. Und ich möchte mit einer Geschichte anfangen, die mir am Herzen liegt, weil ich in der letzten Folge mich vor allem durch Unwissenheit hervorgebracht habe. Und zwar geht es konkret um die angemeldeten Accounts bei Mastodon oder Infidiverse. Es gibt da offenbar verschiedene Lesarten oder verschiedene Zählarten. Es gibt zum einen den Mastodon-Account at Mastodon-User Account. Und der meldet, zumindest zum Zeitpunkt dieser Aufnahme hier, also ich nehme auf, am 12. September um 18 Uhr abends, der meldet 15,4 Millionen registrierte Accounts. Gleichzeitig gibt es aber auch eine Website, die ist fedydb. org und die meldet ungefähr 12 Millionen. Also wir bewegen uns irgendwo zwischen 12 und 15 Millionen angemeldeten Accounts, registrierten Accounts bei Mastodon. Wir haben darüber gesprochen in der letzten Episode mit Janis, um vor allem eine Relation zu Blue Sky herzustellen. BlueSky hatte ja vermeldet, dass sie inzwischen die 9 Millionen registrierten NutzerInnen Vermeldet haben oder erreicht haben. Und jetzt haben wir so ein Gefühl dafür, dass es bei Mastodon doch immer noch ein bisschen mehr ist als bei Blue Sky. Interessant ist aber immer wieder diese ganz persönliche Wahrnehmung davon. Also man neigt ja dazu, sein eigenes Nutzungsverhalten auf die Gesamtgesellschaft zu behalten. zu projizieren. Das merkt man ganz gut daran, wenn ihr mal mit Leuten darüber spricht, ob eigentlich noch jemand Facebook nutzt. Wenn ihr so Medienschaffenden seid und wenn ihr diesen Podcast hört, ist die Wahrscheinlichkeit ehrlicherweise gar nicht so gering, dass ihr Medienschaffende seid. Dann werden viele von denen behaupten, dass Facebook eigentlich längst tot ist oder der Vergangenheit angehört, das ist ja eh keiner mehr benutzt und wer meldet sich dann danach an und Facebook, hahaha. Aber was ich ja hier in diesem Podcast auch immer wieder gesagt habe und auch nicht müde werde zu sagen Dass Facebook nach wie vor in keinem Quartal, an keinem Ort der Welt, jemals weniger NutzerInnen gehabt hätte als im Quartal davor. Und dabei reden wir nicht über registrierte Accounts, sondern sogar über monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer. Will also sagen. Facebook ist ziemlich lebendig und ist ein schönes Beispiel dafür, dass man sich relativ schnell dazu hinreißen lässt, seine eigene Wahrnehmung und sein eigenes Nutzungsverhalten auf den Rest der Gesellschaft zu projizieren, was meines Erachtens ein großer Fehler ist. Dann gehen wir weiter und sprechen über X. Wir haben ein paar Themen, die sich über X und Mask angesammelt haben, über die wir sprechen müssen. Ich sage schon mal so viel dazu: sie machen, es ist wie immer: man kriegt keine gute Laune über Themen, die sich mit Ax oder Ax oder Mask Axe beschäftigen. Interessant ist, viele Nutzerinnen und Nutzer melden gerade. Das liest man seit ein paar Wochen immer mal wieder vereinzelt, aber es häuft sich, dass die X-App offenbar einen schwerwiegenden Programmierfehler hat oder einen zumindest. Naja, zumindest ein Programmierfehler, denn sie melden, dass die App einfriert, wenn sie sie benutzen, während das Telefon am Ladekabel hängt. Und Dass dann das Telefon sehr, sehr heiß wird. Das heißt, offenbar scheint das Telefon irgendwelche stärkeren Rechenaktivitäten vorzunehmen, vor allem dann, wenn das Telefon auflädt und man Ex benutzt. Das ist natürlich. Nicht diskutabel sowas, aber auch nicht überraschend, wenn man sich überlegt, wie viele EntwicklerInnenkapazitäten auf dem ABX abgezogen wurden. Diese Geschichten häufen sich halt einfach. Also wir erinnern uns daran, dass wir erst vor einigen Wochen über die neue Mac-App von X gesprochen haben, also die Software, mit der man auf dem Mac direkt zu Ex kommt, die ja eigentlich nichts anderes war als ein 1 zu 1 Abbild der iPad-Version, was Apple eben mittlerweile unterstützt, dass man die Apps relativ einfach portieren kann vom iPad zum Mac und dass alle Accounts, die sich kurz nach Release dieser App eben angemeldet haben mit dieser App, dass die gesperrt wurden, weil offenbar die App Vermutet hatte, dass jemand illegalerweise mit einer Mac-App, mit einem Mac auf der iPad-App unterwegs ist. Also solche Geschichten häufen sich so Versäumnisse, bei denen man sich denkt, das hätte man wahrscheinlich alles vorher weggeben. testen können. Vor allem, weil es ja eine relativ aktive Community von Leuten gibt, die Fehler testen. Und zwar ehrenamtlich und einfach so nebenbei hobbymäßig bei Ex. Ich habe hier schon mal darüber gesprochen, über diese X-Community. Also diese Gruppe in Twitter, mit der man, in der eben viele Leute drin sind und alle möglichen Programmierfehler melden. Dass dieser Fehler mit dem, das Telefon wird heiß und die App friert ein, dass die jetzt seit, äh, dass der jetzt seit einigen Wochen schon bestehen bleibt, ist. Kein gutes Zeichen, würde ich einfach mal so von außen lesen. Und gleichzeitig meldet Ex, dass sie planen. Kleiner Vorausblick schon auf Funktion und Emotionen heute, dass sie offenbar planen. dass X vorhat, also das wird jetzt kompliziert. X möchte, dass es möglich ist, dass man einzelne Konten blockieren kann, Dafür, dass sie einem DMs schreiben können. Also ganz konkret, schreibt Musk und auch Nima OfGi melden Sie, dass X daran arbeitet, die Blockierfunktion zu trennen. zwischen einer Blockierfunktion für die Timeline und einer Blockierfunktion für die Privatnachrichten. Tatsächlich schreibt Musk auch, dass der Plan ist, dass. Leute, die diese Plattform nur zum Messaging benutzen, aber nicht, um öffentlich zu posten, dass sie das jetzt auch tun können. Was absurd ist, weil das geht natürlich schon die ganze Zeit. Aber Diese Trennung der Blockierbuttons irritiert mich, weil ich habe ja gerade über EntwicklerInnenkapazitäten gesprochen und dass offenbar jetzt gerade EntwicklerInnenkapazitäten in die Blockierfunktion gesteckt werden. Eine Funktion, die Elon Musk selber schon als einem Vorhof der Zensur bezeichnet hat und eigentlich auch schon abgekündigt hatte. Also dass der Plan existiert, dass das Blockieren früher oder später gänzlich verschwinden sollte. Ähm, angesichts dieser ganzen Fakten würde ich sagen, hochirritierend, dass man da jetzt gerade noch dran arbeitet, aber Ich hab dir es zuerst gehört, wenn ihr nicht gerade Elon Musk auf X folgt. Was ihr ohnehin nicht tun solltet, denn ihr wisst ja, ich möchte nicht über jeden Stock springen, den er hinhält. Und gerade angesichts der Präsidentschafts. Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump am vergangenen, in der Nacht vom vergangenen Dienstag auf dem vergangenen Mittwoch. Da war es so, dass Im Anschluss, es ist ganz viel passiert, es sind viele irritierende Dinge passiert, vieles, auch das, was Mask veröffentlicht hat, möchte ich ja nicht breitreten, nicht über jedes Stöckchen springen, aber es gibt eine Geschmacklosigkeit, über die ich mit euch. Gerne trotzdem sprechen möchte. Und zwar geht es darum, dass direkt im Anschluss an diese Präsidentschaftsdebatte Taylor Swift, eine der größten, wenn nicht sogar die größte, Popkünstlerinnen dieser Tage, dieser Zeit, sich bei Instagram dazu committet hat, einen der beiden zu endorsen. Und zwar Kamala Harris. Sie hat sich auf die Seite von Kamala Harris geschlagen, hat gesagt, sie hat sich stark informiert und wird sie wählen. Viele Leute, vor allem aus dem Trump-Lager, hatten diesen Moment so ein bisschen befürchtet, denn die Macht Taylor Swifts, die popkulturelle Macht, die gesellschaftliche Macht Taylor Swifts als größte Pop-Künstlerin dieser Tage Kann wahrscheinlich gar nicht groß genug eingeschätzt werden. Und das ist nun eingetreten, welche Auswirkungen es tatsächlich haben wird. Bleibt natürlich so ein bisschen abzuwarten, aber sie hat den Text so ein bisschen humoristisch enden lassen, weil sie sich auf eine Aussage von J. D. Vance, dem Running Mate von Donald Trump. bezogen hat, der gesagt hat, dass die Demokratinnen vor allem kinderlose Katzenladies seien und hat sich eben bei Instagram mit einer Katze fotografiert und hat ihren Text eben unterschrieben mit Taylor Swift, Childless Cat Lady. Was Elon Musk genutzt hat, um ich will es gar nicht zitieren, ehrlicherweise, aber um ihr zu, ich würde, man soll, also Der Rolling Stone hat geschrieben, man kann es als Drohung lesen. Es ist auf jeden Fall eine Art der, naja, zumindest misogynen Gewaltandrohungen da drin. Er hat nämlich gesagt: Hey, Taylor Swift, du hast gewonnen, ich schenke dir ein Kind und deine Katzen werde ich mit meinem Leben beschützen. Was Ich bin sprachlos, wie ihr merkt. Es ist ein weiterer Tiefpunkt in der Elon Musk'schen Kommunikation erreicht. Und ich finde, dass man daran ganz gut ablesen kann, wie sehr das Hals dem republikanischen Lager gerade zum Wasser steht. Ich finde, dass der Rolling Stone, ich verlinke den Artikel mal in den Shownotes, allerdings liegt er hinter einer Paywall. Dass der hier mehrere sehr bemerkenswerte, interessante Einordnungen dazu gegeben hat. Zum einen muss man diese Aussage von Musk natürlich auch auf eine Art kontextuell verstehen, um zu verstehen, warum Musk jetzt hier mit sexueller Gewalt kokettiert, auch wenn das damit nicht entschuldbar ist. Aber Musk glaubt ja, dass die Unterpopulation eine der größten Gefährdungen der Menschheit wäre. Und sagt, wir brauchen alle so viele Kinder wie möglich. Er ist selber Vater von mindestens zwölf Kindern und glaubt eben, wir müssten alle viel mehr Kinder kriegen. Also unter dem Gesichtspunkt Ich will wie gesagt das nicht entschuldigen, aber unter diesem Gesichtspunkt gibt es zumindest eine argumentative Herleitung, wie Musk auf so eine absurde Äußerung kommt. Zum anderen gibt es eine Beobachtung, die ich sehr interessant finde, denn es wird hier davon gesprochen, dass das die beiden Lager sind, die es gerade gibt. Es gibt eben das Lager Massen. und das Lager Swift. Und ich finde das interessant, weil natürlich lassen sich Elon Musk und Taylor Swift in ihrem Wirken, in ihrer Darstellung, in all dem, wofür sie stehen, nicht vergleichen, wohl aber eventuell darin, welche Auswirkungen welche Macht. Welche Sogkraft diese beiden Figuren auf ihre Fans haben. Denn Das Mask mit vielen Dingen, die er sagt, so indiskutabel sie sind, eine Auswirkung oder einen Effekt auf seine Gefolgschaft hat. Das ist nahezu unbestritten, würde ich behaupten. Und genau das ist das Jahr, was von Taylor Swift nun aus dem republikanischen Lager mit Sorge betrachtet wird, aus dem demokratischen Lager so ein bisschen ersehnt wurde. Und dass die beiden jetzt sozusagen als Paten stehen, um eine Veränderung im US-Wahlkampf auszulösen. Finde ich sehr klug beobachtet und verstehe das, also wahrscheinlich lässt es sich deswegen auch herleiten, warum Elon Musk einen solchen Zorn auf Taylor Swift empfindet, dass er eben hier, wie gesagt ihr sexuelle Gewalt am Ende androht. Zumindest lässt es aus meinen Augen keine andere Leser zu. Und es zeigt natürlich auch, was für ein Mensch Elon Musk ist. Ich muss das, musste das mit euch teilen, weil es mich einfach auch tatsächlich wahnsinnig wahnsinnig beschäftigt hat. Wer sich offenbar auch beschäftigt hat, ich habe spaßeshalber schon gesagt, Haken dran wirkt, nächstes Thema, wir springen ein bisschen. Haken dran wirkt, wer sich auch beschäftigt hat, war offenbar das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wir haben in der letzten Episode darüber gesprochen. Dass sie angekündigt haben, ihren Fediverse-Account zu schließen, ihren Mastodon-Account zu schließen, einen Account, der seit November 2023 bereits bei Aach lag. Es gab einen relativ lauten Aufschrei dagegen, weil sowohl vor allem die Forschungsbubble, die Uni-Bubble, die studentische Bubble, die eben viel im Fediverse unterwegs ist, sich dagegen ausgesprochen hat und gesagt hat, Leute, wollt ihr uns verarschen? Darauf hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung nun reagiert und hat einen Post abgesetzt und gesagt, liebe Community, wir sind überwältigt von der Vielzahl an Rückmeldungen im Fidiverse. Wir planen daher, hier aktiv zu bleiben. Zwei Punkte. Erstens, wir hören euch. Welche Themen aus Bildung und Forschung interessieren euch? Was wünscht ihr euch und in welcher Form? Schreibt uns gerne euer Feedback auch an mastodon. bnbf. bun. bunt. de. Zweitens, wir suchen Verstärkung im Social Media Team. Magst du für uns unter anderem das Fediverse bespielen, dann bewirb dich bis zum 23. 09. unter interamt. de. Also offenbar gibt es jetzt sogar eine Stelle fürs Fediverse in der Kommunikationsarbeit, in der Pressearbeit. des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ich finde das erstmal gut, dass es diese Entwicklung gibt. Na klar, wir haben uns hier relativ sprachlos und irritiert. gezeigt ob dieser Entscheidung des Bundesministeriums. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass das total absehbar gewesen ist. Ehrlicherweise, dass da ein Gegenwind kommt, vor allem weil das Bundesministerium für Bildung und Forschung ja als Alternative unter anderem X genannt hat, was gerade im Fediverse auf massiven Widerstand getroffen ist. Also Haken dran wirkt, sage ich einfach mal, es stimmt natürlich nicht, weil dass die Stelle jetzt seit gestern, vorgestern geschaffen wurde, ist dann doch arg unwahrscheinlich. Aber wir können uns trotzdem freuen, dass das zumindest da ist. Und dann gibt es eine Geschichte aus Australien, die ich auf jeden Fall unterbringen muss. Die werden wir wahrscheinlich aber in der nächsten Episode nochmal ein bisschen tiefer sezieren, aber ich will das mitbringen. Und zwar hat Anthony Albaniz, das ist der Premierminister von Australien, angekündigt. Dass Plattformen wie Instagram oder TikTok, so berichtet es zumindest der Spiegel, zukünftig mit einer Altersgrenze versehen werden sollen. Welches Alter genau, ist noch nicht ganz klar. Er selber tendiert zu 16 Jahren. Es gibt aber auch Menschen, die eher sich für 14 Jahre als Mindestalter für Social Media dort aussprechen. Und dieses Gesetz soll noch in diesem Jahr durchs Parlament gebracht werden. Und auch die Opposition unter dem Oppositionsführer Peter Dutten hat schon gesagt. Mit jedem Tag, den wir warten, werden Kinder einfälliger für die Gefahren von sozialen Medien, bedeutet also unterm Strich auch, die Opposition unterstützt diesen Vorschlag. Interessant ist aber vor allem, dass es hier nicht einfach nur darum geht, wie das beispielsweise ja schon jetzt gehandhabt wird, dass in den AGBs drin steht, du musst aber 16 sein und dann sagt man ja, ja, ja, ja, ja. sondern es geht um eine tatsächliche technische Sperre, die verhindern soll, dass sich jüngere Menschen dort anmelden. Wie auch immer die genau durchgesetzt werden soll, ist gar nicht so klar. Aber wir haben ja hier vor einigen Episoden darüber gesprochen. Ich bin nicht sicher. Ich glaube, in der Folge mit Bob Blume war es. Haben wir darüber gesprochen, dass gerade in Spanien ja auch ein Experiment läuft, die Durchsetzung der durch den DMA geforderten Maßnahme, dass Porno Seiten auch für Minderjährige eben nicht mehr erreicht. nicht mehr erreichbar sein sollen und das auch mit technischen Barrieren, dass es in Spanien dort im Moment einen Pilotversuch gibt, einen sogenannten, dort wird der Pornopass genannt, einzuführen, eine Methode über eine Dritte Plattform, die verhindert, dass die Porno-Plattform weiß, dass ich auf ihr online bin und wer ich bin. Die Möglichkeit besteht, sich mit seinem Pass. Direkt zu verifizieren, um sich dort anzumelden. Eine ähnliche technische Variante wäre natürlich auch hier denkbar. Ich weiß ehrlicherweise nicht, ob Menschen mit 14 oder 16 in Australien zwangsläufig schon mit einem Pass ausgestattet sind, aber. Genau soweit wird derzeit diskutiert. Toby Murray, das ist ein Professor für Informatik in Melbourne, der sagt, wir wissen, dass derzeitig Methoden zur Altersüberprüfung Unzuverlässig sind, zu leicht umgangen werden können oder die Privatsphäre der NutzerInnen gefährden. Also hochinteressant. Ich habe da ganz gemischte Gefühle, weil ich auf der einen Seite auch sehe, dass zu junge Menschen, die zu viel Zeit mit Social Media verbringen, Ehrlicherweise dort auch schlechte Dinge erleben, und zwar sehr viele schlechte Dinge erleben, sehr viele schlechte Dinge sehen, vor allem bei TikTok sehr früh in Kontakt kommen mit Gewaltdarstellungen, mit Rassismus, mit politischen Extremen, vor allem rechtsextremen, dass also Plattformen wie TikTok einen schlechten Einfluss auf Kinder haben Das halte ich für nahezu unbestritten. Dass TikTok theoretisch auch als Suchtmittel herhalten kann, das prüft die EU gerade, ob das tatsächlich der Fall ist. Aber auch da gibt es einige Hinweise drauf, dass Kinder. zwangsläufig zu viel Zeit damit verbringen, weil es süchtig macht. Das heißt, diese ganzen Facetten spielen natürlich durchaus Auf der Seite pro Altersbegrenzungen für Social Media. Auf der anderen Seite halte ich es für problematisch, einen Geist zurück in die Flasche zu stecken, denn die Formulierung, die hier der Premierminister, Wir wissen, dass soziale Medien gesellschaftlichen Schaden anrichten und dass sie Kinder von Freuden, Freunden und echten Erfahrungen fernhalten. Kinder gehören wieder auf die Fußballplätze in die Schwimmbäder und auf die Tennisplätze. Finde ich mindestens genauso schwierig, weil gleichzeitig leben wir in einer digitalen Welt, in der doch zumindest digitale Kommunikation. Auch für junge Menschen möglich sein muss. Du kannst nicht sagen, es gibt eine Welt für Erwachsene, eine Welt für Kinder, die dadurch getrennt ist, dass es eine technische Sperre gibt. Ich glaube, da brauchen wir ehrlicherweise auch andere Antworten. anstatt einfach nur zu sagen, wir machen jetzt hier die Tür zu. Das hat bei Videotheken nicht geklappt, das hat bei Computerspielen nicht geklappt, das hat auch bei Zigaretten nicht geklappt und das wird wahrscheinlich auch bei Social Media nicht klappen. Das sind so meine beiden Herzen, die in meiner Brust schlagen. Ich Ich werde das, wie gesagt, in die nächste Episode nochmal als Diskussionspunkt mitbringen, wollte aber dieses Thema hier euch auf jeden Fall mal auf den Fuß legen. So, und dann. Haben wir noch zum Schluss ein paar von denen hier. Funktionen und Emotionen.

17:08 Speaker 3

Und zwar

17:09 Gavin Karlmeier

Gibt es zwei Funktionen, über die wir sprechen müssen. Die eine war schon angekündigt, ist allerdings jetzt da. Blue Sky hat angekündigt, dass es nun Videos gibt. Blue Sky Video ist da und die Hardfacts zu diesem Thema sind. Interessant, denn es gibt die Möglichkeit, nun bei Blue Sky bis zu 60 Sekunden lange Videos hochzuladen in den Dateitypen MP4, MPEG, WebM und Move. Move, MOV. Und sie haben jetzt schon mehr Funktionsumfang als Threads, denn es gibt A die Möglichkeit, diese Videos Tatsächlich zurückzuspulen, nach vorne zu spulen, Pause zu drücken. Es gibt die Möglichkeit, in diese Videos direkt Untertitel einzupacken, beispielsweise mit einer Untertiteldatei. Auch das ist bei Threads nicht so ohne weiteres möglich. Es gibt die Möglichkeit bis zu 25 Videos oder 10 GB Video pro Tag und Account hochzuladen. Diese Videos starten im Feed automatisch, wenn ich an ihnen vorbeilaufe. Und diese Videos können direkt gelabelt werden, zum Beispiel mit Adult-Content. Also Inhalte für Erwachsene. Das ist alles hochinteressant, weil man hier sehr viel richtig macht. Man versucht ja genau die Dinge aufzufangen, die Twitter auch angeboten hat, zumindest als es noch Twitter war, und nimmt das jetzt hier mit. Sagt aber gleichzeitig, es gibt nun die Möglichkeit, diese Videos auch zu melden. Das heißt, es gibt jetzt eine tatsächliche Content-Moderation bei Blue Sky, die sich mit diesen Inhalten hier auch beschäftigt. wenn dort etwas passiert. Und dazu gibt es Community Guidelines für Video-Content und die Androhung, dass wenn man wiederholt gegen diese verstößt. Dass einem die Funktion, Videos hochzuladen, bei Blue Sky wieder genommen wird. Die Funktion wird gerade ausgerollt, Sie sagen selber, wird völlig random an User einfach ausgerollt und aktiviert, damit die Server nicht zu schnell geflutet werden oder so. So ganz genau kann ich es nicht beantworten. Warum man das hier auf diese Art handhabt, wird ja, sobald die Funktion für alle da ist, dann ja auch von allen genutzt. Also weiß ich nicht, ob das nur mit Serverkapazitäten zu tun hat oder mit der Sorge, die Content-Moderation könnte, überhand nehmen. Vermutlich beides. Aber um das zu nutzen, muss man seine E-Mail im Account einmal bestätigt haben, um Spam und Missbrauch zu reduzieren, wie sie selber sagen. Das sind erstmal die Dinge, die Blue Sky selber über die Videofunktion in die Welt setzt. Interessant finde ich aber ein paar Takes oder ein paar Beobachtungen oder ein paar Dinge, die TechCrunch darüber hinaus recherchiert hat. Zum einen sagen sie, dass Bluesky hier zusammen mit Hive und mit Thorne zusammenarbeitet. Das sind beides Dienstleister. die in der Lage sind, CSAM, also das Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, zu identifizieren und die auch von der Plattform zu entfernen. Diese Videos, die durch Hive oder Thorn sozusagen markiert werden, werden gar nicht erst auf der Plattform veröffentlicht. Was ich sehr gut finde, was ich richtig finde, natürlich Ich glaube, da gibt es auch keine zwei Meinungen zu. Was ich aber auch interessant finde, ist der Take von TechCrunch, dass dieses Feature ehrlicherweise genau einen Tag zu spät kommt, um den Bas, den Hype mitzunehmen, den der während der US-Präsidentschaftsdebatte hätte ausgelöst werden können, damit Also, man hat hier auf mal ein bisschen eine Chance vertan, beobachtet TechCrunch und ich würde mich dem anschließen. Das wäre wahrscheinlich eine gute Möglichkeit gewesen, dieses Feature direkt zu stressten. Vielleicht wollte man aber auch genau das nicht. Und dann. Andere Funktion, die ich mitgebracht habe, ist, dass es nun offenbar bei den ersten Menschen in dem Facebook, in der Facebook Business Suite, ich glaube, so heißt es immer, Meta-Business Suite, das ist der aktuelle Titel dieser Ehrlicherweise unsäglich chaotischen Funktionen. Das ist dort jetzt erste Hinweise auf Werbungen als Ort. zur Ausspielung von Werbungen gibt, die da lautet Threads Feed. Meta hatte ja selber noch vor einigen Wochen, es ist noch nicht lange her, zwei Wochen, drei Wochen gesagt, dass die Ausspielung von Werbung auf Threads erst mal immer noch nicht geplant sei. Natürlich möchte man früher oder später damit Geld verdienen, aber soweit ist man noch nicht. Jetzt sind zwei, drei Wochen vergangen und jetzt taucht der Threadsfeed als mögliche Werbeplatzierung hier in der Business Suite auf. Ich habe das Gefühl, wir müssen nicht mehr allzu lange darauf warten. dass Werbung bei Threads ankommt. So, und damit bin ich am Ende hier von meinem Monolog und Geschwafel. Vielen Dank, wenn ihr euch das bis hierhin angehört habt. Dass ihr euch das Beshirn angehört habt. Ihr wisst, ich freue mich bei Soloepisoden immer sehr darüber. Solltet ihr jetzt an dieser Stelle hier den Impuls verspüren Freue ich mich drauf. Nein, wie sagt man, ein Emoji in die Spotify-Kommentare zu schmeißen, das mich überrascht. So ist die Formulierung. Schmeiß ein Emoji in die Spotify-Kommentare, das mich überrascht. Oder in die YouTube-Kommentare, schickt es mir auf irgendwelchen sozialen Medien oder kommt in den Discord unter hakenrann. org. Und am Montag geht es hier weiter. Mit Dennis Horn, meinem Gast. Dennis Horn, den habe ich lange nicht mehr gehört. Bin sehr gespannt, was er uns zu erzählen hat. Freue ich mich sehr drauf. Habt ein wundervolles Wochenende. Vielen Dank, dass ihr euch das bis hierhin angehört habt und bis Montag.