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Folge 332 · 23. September 2024 · 1:17 Std.

Brücken bauen und der amerikanische Fler

mit Dennis Horn

Prof. Dr. Dennis Horn spricht von Bart Brandsma – das Haken dran-Proseminar!

Aber wir waren so frei und sprechen auch über Brasilien (ihr erratet niemals, was es aus Brasilien Neues gibt!), über Cybertrucks und KI-Info-Kennzeichnungsclusterchaos.

➡️ SpaceX-Kram auf Cards against Humanity-Grundstück: https://arstechnica.com/tech-policy/2024/09/cards-against-humanity-sues-spacex-alleges-invasion-of-land-on-us-mexico-border/?utm_source=bsky&utm_medium=social

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Grüß dich Gavin Hallo Dennis. Da sind wir wieder. Haken dran. Wie zu alten Zeiten. Nur dass wir uns letzte Woche nicht getraut haben. Bis Montag zu sagen, bis nächste Woche.

00:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, da kommen wir noch rein, wir arbeiten uns dahin. Und wie in alten Zeiten auch, in der Montagsfolge, weil aufgenommen am Sonntagabend mit einer mit so einer angeschlagenen, belegten Stimme. Ich trinke irgendwann Wasser. Mach das mal, aus Wochenendsgründen. Ich möchte da nicht ins Detail gehen, aber der Sonntag war schwer.

00:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So und das also umso herausfordernd, weil heute ist was los, das wird die große, die große Gassi-Runde.

00:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja Da ist sie wieder. Der große Gastinde ist zurück.

00:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Zu Beginn noch ein Croissant für dich zur Stärkung.

00:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, so ist es. Und zwar gibt es offenbar eine neue, also es wird gerade an einer App herumgeschustert. Von einem Entwicklerteam, die heißen Ben McCarthy und Aaron Weck. Wir sind darauf aufmerksam geworden, also mit wir meine ich Leute im Haken dran Discord Es gibt einen Discord-Chat, der sich anfühlt wie ganz viele Chat-Räume, in denen es nur um Social Media-Fachthemen geht, von Leuten, die alle cool sind und witzig. Und alle können da mitmachen, hakentran. org, da sind über tausend Leute, ist mega. So. Und in diesem Chat hat jemand diesen Post. entdeckt, den Ben McCarthy veröffentlicht hat, der zusammen mit Aaron Weg gerade an einer App gebaut hat, die Croissant, Croissant heißt, mit der man auf Threads macht.

01:32 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Verstehe ich das wegen Cross-Posting, Cross.

01:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Toll, ja. Ist nicht, weil es so geformt ist wie so ein Kreuz. Naja. Auf jeden Fall. Nutzt es die API-Schnittstellen von Threads, Mastodon und Blue Sky. um Crossposting zu ermöglichen, alles aus einer App heraus. Und das Einzige, was noch fehlt, ist, dass diese App auf Meta-Seite quasi verifiziert wird. Das muss einmal eingereicht werden, dann sagen die ja, die App ist in Ordnung.

01:58 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich muss einmal noch bei Meta durchs Bergwerk

02:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Exakt. Man muss einmal ganz kurz den Cambridge Analytica Check machen und dann geht das Ding online. Und wir sind darauf aufmerksam geworden, weil Ben McCarthy Adam O'Sari angethreadet hat und gesagt hat, hey Adam, nur noch du fehlst, könnt ihr mir helfen. Das heißt, eventuell geht da bald was los. Wenn Visa Post sogar hier aufschlägt, könnte ich mir vorstellen, dass Adam or Sarry davon auch Wind bekommt.

02:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Na gut So. Wo wir gerade beim Thema ähm ähtfeiern durchs Wochenende gekommen waren, ich war auf der Republika Es war Republika die letzten Tage. Ihr denkt vielleicht, liebe Hakis, es ist schon Mai. Es ist die kleine Republika im Rahmen des Reperbahn-Festivals in Hamburg zum zweiten Mal. Und da war selbstverständlich auch so ein bisschen Social Media Talk. Ich habe eine ganze Reihe von ganz guten Sessions gesehen. Eine hieß Von Lancer bis L'Amour toujours über Musik als Propagandamittel von Rechtsextremen.

02:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich hab ganz kurz in meinem Kopf, das ist wahnsinnig inkorrekt, dass ich das sage, in meinem Kopf wurde sofort Markus Lanzer gedacht. Aber ignorieren wir das.

03:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, aber wir sind ja ständig auf Wortwitze gepolt. No jokes with names.

03:11 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

So, das ist so. Ich finde, das ist ein wahnsinnig spannendes Thema, weil ich mich daran erinnere, dass zu meiner Schulzeit ein Thema groß war, das glaube ich. inzwischen nicht mehr so groß ist, nämlich die NPD-Schulhof-CD. Das waren so Compilations voller, äh, verhältnismäßig eingängiger, aber sehr schlecht produzierten, schrottigen, punkigen, punkig klingenden Nazis-Songs. Ähm, Ich glaube, in den 90ern hat man dazu noch Rechtsrock gesagt. Also ich glaube, das ist leider ein Riesenthema, weil auch, nächster Punkt dazu, ja, wahnsinnig viel Politisierung und Sozialisierung. Sozialisation über Musik stattgefunden hat. Also ich glaube, dass viele Dinge einfach, also wenn ich mir überlege, dass während der Rolling Stones-Konzerte in der Esner Grugerhalle in den 60ern die Stühle rausgerissen wurden, weil die Leute alle in so einem Wahn waren, ähm Ich glaube, das ist ein Ding, ja.

04:03 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, zurecht gesetzt und ich habe mir nochmal so zwei Sachen aufgeschrieben, die so auf größere Themen verweisen, die auch in diesem Talk diskutiert wurden. Da gab es einmal den Begriff Hyper. Hybride Verschränkung, das klingt so hochgestochen, aber der Gedanke dahinter ist, dieses Zusammenspiel zwischen digitaler und realer Welt. Und wie so ein Ping Pong zwischen beiden existiert. Das ist ja im Musikbusiness einfach neu. Und hier dann, wenn es so um Kampagnen und Propaganda geht, eigentlich komplett banal, aber Charlotte Lohmann, die bei dieser Session dabei war, hat gesagt: diese Verschränkung Wird in unserer Debatte zu selten betrachtet und die Effekte, die dabei so stattfinden. Also wir diskutieren über das findet im digitalen Raum statt Wir diskutieren über, was ist da real im Pony auf Sylt los, so, aber wie beeinflusst sich das gegenseitig? Da haben wir noch nicht immer so einen genauen Blick drauf. Und ich weiß nicht mehr, ob das Beispiel, das wollte ich nur kurz erzählen, ähm In dieser Session kam oder ob ich das irgendwo anders aufgeschnappt habe am Wochenende. Diese Nummer Maximilian Kra tritt irgendwo auf von der AfD im Wahlkampf. Und der macht ja immer diese ganzen Videos bei TikTok und hat diesen recht erfolgreichen Account dort. Und dann kommen halt Leute dort vor Ort zu ihm hin und sagen: Ey, find's geil, was für Videos du hast. du da so machst und dann diese Szene landet dann auch wieder online, ja, also so das als Beispiel für was ist eigentlich hybride Verschränkung.

05:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Und ehrlicherweise ist das auch, ich bin ja, ich renne ja seit einigen Wochen und Monaten vor allem mit dem Thema Medienkompetenz unter Jugendlichen und deren Eltern hin und her und beschäftige mich da sehr viel mit und habe gerade das Gefühl, dass wenn man, je mehr man darüber nachdenkt, man eigentlich immer zu dem Punkt kommt, dass die Verharmlosung digitaler Medien Vor allem daraus rührt, weil man sie nach wie vor nicht als reale Existenzen wahrnimmt. Also, ich glaube, dass zum Beispiel meine Eltern haben sich genau angeguckt, was ich mir im Fernsehen angucke als Kind. Meinen Eltern war auch wichtig, was zur Musik ich höre, haben schon mit reingehört, wenn ich mir eine CD gekauft habe von den Totenhosen zum Beispiel, haben sie schon den Text durchgelesen und gesagt, kann man das einem 8-, Neunjährigen geben. Und ich glaube, dass das in dem Moment als. . eine Welt begonnen hat, die Erwachsene nicht mehr intuitiv verstehen, weil sie mit ihr nicht aufgewachsen sind, dieser Vier-Augen-Check einfach weggefallen ist, dass man sagt, naja, lass sie mal machen, die wissen schon, was sie da tun. Weil sie es in der Tat besser wissen als die Eltern. Das ist aber ein Riesenproblem, weil sie eben diese ganzen anderen kulturellen Blickwinkel da eben gar nicht drauflegen und diesen Check, ist das hier eigentlich okay.

06:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und selbst eine Generation, die diese Relevanz anerkennt. Macht sich und das war so ein bisschen der Take da, zu wenig Gedanken über die Wechselwirkung, was ja irgendwie nochmal eine Ebene weiter ist. Spannend. Da fand ich super gut Win Brodersen, der nochmal über den Unterschied gesprochen hat, wenn man irgendwelche Geschichten nur so am Stammtisch raushaut oder im Internet. Und der hat einen guten Satz gesagt. Vielleicht sollten wir damit anfangen, dass Reichweite an bestimmte Standards geknüpft wird. Auch so ein Basic-Satz irgendwie. Aber ich habe den noch nie so gut auf den Punkt gebracht gehört. Weil für mich sich dann nochmal so öffnete Medienregulierung und so weiter, also das in Linearen Medien wird Reichweite daran geknüpft, so, die werden beobachtet. Und dann gibt es ja schon Versuche der Regulierungsbehörden, der Landesanstalten für Medien zum Beispiel, auch so YouTube-Kanäle und so in den Blick zu nehmen. Aber das fand ich in seiner

07:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Schlichtheit überzeugt.

07:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Schlichtheit fand ich einen guten Satz.

07:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das mit Reichweite Verantwortung einhergeht Würde ich sogar, ich würde mal soweit gehen und sagen, dass das vielen Leuten inzwischen sehr bewusst geworden ist. Also auch in Deutschland, dass InfluencerInnen, CreatorInnen. schon in der Regel verhältnismäßig verantwortungsvoll mit ihrer Reichweite umgehen. Das gerührt, glaube ich, zum einen daher, weil sie checken, dass sie einfach ein sehr junges Publikum häufig haben. Wenn ich mir Twitch-Streamer angucke, was ich echt Also allen mal empfehlen kann, die mal verstehen wollen, wie Jugendkultur tickt. Guck dir mal zwei, drei Stunden irgendwie so ein Zabex an. Man versteht viel. Und zum anderen, dass du durch, dass es aber die Leute, bei denen du eigentlich sagen müsstest, mit Reichweite kommt auch Verantwortung, dass die Leute, bei denen du es sagen müsstest. die sind, denen es egal ist. . . Also wenn du einen Elon Musk nimmst mit seinen bald 200 Millionen FollowerInnen, dem geht es nicht darum, Verantwortung zu übernehmen, sondern dem geht's Am Ende tatsächlich um diese umgehört werden und um Reichweite und für seine Zwecke zu nutzen.

08:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So andere Session und da hole ich jetzt mal ein bisschen weiter aus war von Ingrid Brotnik. Österreichische Journalistin, Publizistin, so dem Republika Publikum durchaus auch bekannt. Und du meinst dem Republikum. Republikum hat über die wütenden und verrohten Diskussionen unserer Zeit gesprochen und was eigentlich Gegenstrategien sind, damit umzugehen. Und wenn wir jetzt darüber sprechen, möchte ich mit dir zuerst, bevor wir zu Ingrid Brotnik kommen, über Bart Brandsmaer sprechen. Wer ist Bad Brandsmar? Jahrgang 67.

09:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das ist ja, heute ist das Social Media für fortgeschrittene.

09:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, wirklich. Dann machen wir ein Pro-Seminar und es beginnt jetzt. Jahrgang 67 ist ein niederländischer Trainer und Philosoph. Tut mir leid. Und hat unter anderem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet in den Niederlanden. So, und der ist heute europaweit unterwegs als Experte für Polarisierungsdynamiken und schult also im Grunde Strategien zur Depolarisierung. Bei der Polizei ist ja irgendwie bei der Jugendhilfe, in Medienhäusern klar, Ministerien, Kirchen, Solche Dinge. Und er hat eine Theorie der Polarisierung aufgestellt, mit der er eben auch in Redaktionen unterwegs ist. Er war in unserer Redaktion auch zu Gast. Und diese Theorie hilft uns mittlerweile auch sehr dabei, Themen zu bewerten und zu verorten und Herangehensweisen zu finden. Ja, ich sag mal, nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, in so wütenden und verroten Diskussionen, wie Ingrid Brodnik sie nennt. Und diese Theorie von Bart Brantzma, die möchte ich mit dir jetzt. . einmal kurz durchgehen.

10:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich stelle mir gerade vor, dass Leute so montagsmorgens um 8 Uhr im Auto sitzen, so den ersten Kaffee in dem Thermobecher in der Hand.

10:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und wir kommen mit der Theorie-Gast.

10:38 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Herr Doktor Doktor, Herr Dr. Demis Horn.

10:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also du bist ja so angeschlagen, nicht in besserer Stimmung. Aber probieren wir es mal aus jetzt. Ja? So, also, ähm Ja, vielleicht gibt es Erkenntnisgewinn. So Synapsen dran, der Theorie-Podcast. Also. Er sagt erstmal bei Polarisierung Ähm, gesellschaftlicher Natur, da geht es jetzt nochmal gar nicht darum, ob digital oder real so, ist nicht Richtig oder falsch, also sie ist natürlich, so liegt in der Natur. Wir haben ja auch Widersprüche, weiß ich nicht, männlich gegen weiblich, gläubig gegen ungläubig. Fremd gegen Bekannt, hell gegen Dunkel, so, alles so Polarisierung. Und er sagt, das ist ein Gedankenkonstrukt Das ist der erste wichtige Punkt. Also, es passiert alles in unserem Kopf. Es geht um Worte, um Wahrnehmung, um Interpretation. Und auch um Zuschreibung von Identitätsmerkmalen. Also darüber werden Gegensätze geschaffen. Und die gute Nachricht ist dann auch daran. Man kann dagegen wirken, weil wir natürlich auch beeinflussen können, wie wir was aufladen. Also es geht sozusagen in so einem Gedankenkonstrukt immer auch in eine andere Richtung, funktioniert. Dann der zweite Punkt: Eine Polarisierung braucht etwas, was eher Fuel nennt, Treibstoff. Und das sind dann meist so Identitätsaussagen. Das ist so ein bisschen wie so ein Feuer, das brennt. Und man muss immer nachlegen, sonst fällt irgendwann auch die Polarisierung in sich zusammen. Und das ist auch so ein Punkt, der wichtig ist, denn wenn man dagegen halten möchte, ist auch das wieder Treibstoff. Ja, das heißt, irgendjemand geht hin, macht es wie will, entzündet so ein Feuer. Und dann kommen Leute und sagen, nee, so ist das gar nicht. Hier mal die Fakten. Dann fügen die dieser Polarisierung auch wieder Zinnstoff, Treibstoff, Fuel hinzu. So, das ist der zweite Punkt. Und der dritte ist, dass das vor allem eine Gefühlsdynamik ist. Also Fakten, Argumente. Hat alles so begrenzte Wirksamkeit, um irgendwie Menschen zu erreichen. Und das erklärt dann auch, warum wir so hilflos sind. Jetzt hört man häufiger, da müssen wir halt auch die Gefühle ansprechen. Und auch das befeuert dann auch wieder nur die Dynamik. Also das sind erstmal die Grundlagen, die er zieht und die wichtig sind für das, was jetzt kommt. Soweit klar?

13:07 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, total. Ich habe direkt Gedanken dazu, weil ich so, ich will nichts vorwegnehmen, ich weiß ja gar nicht, was kommt, aber ich denke darüber schon länger nach, weil es so, mir geht es jetzt nicht um politisches Beispiel, sondern um eher so ein Popkulturelles Beispiel.

13:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Star Trek oder Star Wars, oder?

13:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, aber muss es gar nicht sein. Ich habe das Gefühl, dass Leute. Viele Leute Polarisation, wenn ich den Begriff da richtig verwende, brauchen, um daraus Identität zu konstruieren. Und das manchmal, da das fehlt, also dass eigentlich eine tatsächliche Ein tatsächlicher Streitpunkt in einem Inhalt fehlt um ihn und dadurch wird er dann so aufgeladen, dass aus alles Scheiße finden ein Prinzip wird. Also wenn ich mir überlege, wie groß die Ablehnung gegenüber Bands wie Nickelback zum Beispiel ist, also

13:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das ist eine schreckliche Band, damit.

14:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das ist eine schreckliche Band. Ich hoffe, da sind wir uns alle einig, aber Den Hass, den die Band Nickelback in Memes und in der popkulturellen Rezeption bekommt, der ist unverhältnismäßig.

14:11 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, können wir jetzt auch, da kannst du auch Stefan Raab ins Feld führen. Wirklich der Schaum vor Mund wundert, also

14:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, wobei ich bei Stefan Raab wahnsinnig viele Leute erlebe, die ihn ja auch gut finden. Also er wird viel verteidigt, was das Polarisieren wahrscheinlich hier klarer macht. Aber bei Nickelbeck ist es ja eher so, alle, die man so. öffentlich mitbekommt, finden es schrecklich. . . Die Konzerte sind trotzdem immer ausverkauft. Modern Talking in den 80ern, das glaube ich, genau das gleiche.

14:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also treffen die Bubbles so unmittelbar aufeinander und bei Nickelback hören das dann vielleicht einfach Leute, die von dieser ganzen Debatte einfach so weit. weg sind und nichts mitbekommen.

14:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Revolverheld ist ja auch so ein Beispiel. Also es gibt einfach ganz viele Dinge, bei denen sich alle darauf geeinigt haben, offenbar, das ist das Allerschlimmste, was popkulturell jemals hervorgebracht wurde. Und deswegen steigern wir uns da so sehr rein, dass das ein neues Feindbild wird. Und daraus entsteht dann aber, aus diesen Mechanismen, und weil man denkt, ach das funktioniert ja, dass viele Menschen prinzipiell erstmal alles scheiße finden. Gerade wenn du in so Bubbles kommst, wie, so in der Medienbubble ist es, glaube ich, total verbreitet. Oder wenn du in so in so Bubbles, wenn du so in Köln-Ehrenfeld unterwegs bist und Leuten im Café mal zuhörst. Ich glaube, die erste Reaktion auf neue Dinge ist immer erstmal oft Ablehnung. Weil man sich darüber super leicht definieren kann, dass man sagt, du magst das, ich finde es ja fürchterlich. Und ja.

15:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also er sagt auch, dass es Polarisierung in einer Gesellschaft Deswegen war ich eben auch bei diesem, das ist erstmal nicht richtig oder falsch, dass man erstmal anerkennen muss, dass es sie überhaupt gibt und dass sie auch in einer Gesellschaft eine Rolle. Erfüllt. Sagen wir mal, wenn es um gesellschaftlichen Fortschritt geht, dann ist es wichtig, dass irgendjemand die Extreme verkörpert und äußert, weil man darüber ja auch in eine Richtung sich bewegt. Wenn niemand Vorausgeht in Anführungszeichen, dann dann bewegt sich auch gar nicht so. Und eng an Diese Geschichte lässt sich natürlich jetzt auch das, was du über Identität gesagt hast, irgendwie anknüpfen. So. Und jetzt, ähm. Erweckt er diese Theorie zum Leben und zwar mit fünf Playern, die da eine Rolle spielen. Und jetzt ist die Herausforderung: also, wir sehen uns jetzt gerade, und ein paar können uns zugucken, aber ich habe jetzt nicht so einen Flipchart hier hinter mir und die meisten hören. Deswegen ist die Herausforderung, sich das, was ich jetzt erzähle, grafisch vorzustellen. Bart Brandsmarkt sagt dann immer so eine ganz tolle Grafik. Ich versuche es mit Worten zu umschreiben. Ich habe es gelernt.

16:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Male ein Bild mit Worten.

16:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Beim Radio. So. Also, es gibt fünf verschiedene Player jetzt in diesem Game. Und erstmal die als erstes sind diejenigen, die diese Polarisierung erzeugen und in deren Interesse sie liegt. Die nennt Bart Brandsma Pusher. So, das sind Leute, die diese Gegensätze vorantreiben, die immer neuen Treibstoff, Zündstoff, Fuel da in diese Polarisierung reingeben. Manchmal. Mit irgendwelchen Meinungen, eigenen Fakten, mit irgendeiner Handlung auch. So. Und wir erkennen üblicherweise mindestens einen Pusher, der beteiligt ist. Den anderen aber möglicherweise nicht, weil wir selbst sehr auf der anderen Seite stehen. Also die macht er sozusagen als die Pole so einer Debatte auf. Und möglicherweise sind wir da nicht ganz ganz unabhängig und erkennen deshalb nicht beide Pusher, sondern sind irgendwie auf einer Seite, je nachdem, was für eine Debatte es ist. Der zweite Player in diesem Spiel sind die Joiner. Das sind die Menschen, die sich jetzt für eins dieser beiden Lager entscheiden. die also die Argumente vielleicht nachvollziehen können, die auch die Pusha vielleicht mögen, die sie retreaten oder wie ich jetzt gehört habe von Ingrid Brotnik. Um retruthen. In Truth Social von uh Gertruth. Wow Oder unterstützen Pusher halt. Die geben aber auch, also diese Joiner geben auch zu verstehen, dass sie gemäßigter sind als die Pusher. Also die sagen manchmal auch so Sachen, ja, was weiß ich nicht, hier, ich finde Höcke schon extrem so, aber da hat er einen Punkt. Weißt du so, das sind so Argumentationsmuster der Joiner. Vor allem zu Beginn, vielleicht so über die Zeit, werden sie auch eher noch näher, gehen sie noch näher daran. Und je mehr die Polarisierung zunimmt, desto schwieriger wird es natürlich auch diese Position des Joiners dann auch wieder zu verlassen. So. Soweit klar, ne? Ja, ja, ja, absolut. So, dritter Player ist die stille Mitte. Das sind Menschen, die wirklich in der Mitte sind, aber eher unsichtbar. Die spüren so einen Polarisierungsdruck, der Pusher, und auch irgendwie das Thema, aber sind indifferent. Die haben vor allem Dilemmata. So, oder wollen auch irgendwie gezielt in der Mitte bleiben, aus was für Gründen auch immer. Und das Ziel der Pusher ist, genau diese Gruppe anzusprechen und sie zu joinern zu machen. Ja, so. Und was diese Gruppe halt eint, ist, die ist unsichtbar. Die hat vielleicht ein Dilemma, wie, weiß ich nicht, finde ich schon richtig mit Klima hier, aber 30. 000 Euro für eine Luft-Wärmepumpe, ey, bleibt mir, oder irgendwie so, das ist dann ein Dilemma. Und eine Polarisierung hat einen zeitlichen Verlauf und sie ist fortgeschritten, wenn die Gruppe dieser Stillen, die Gruppe der Mitte, kleiner wird. Und die Gruppe der Joiner immer größer.

20:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, verstehe. So.

20:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Jetzt fehlen noch zwei Player. Der eine ist jetzt noch wichtig, das ist der Brückenbauer. Der positioniert sich so zwischen diesen Polen. Ja, und versucht irgendwie Verständnis aufzubauen, um diese Polarisierung auch aufzuheben. Brückenbauer sind bestimmte Leute oder Rollen in unserer Gesellschaft. Die Polizei gehört vielleicht dazu. Kirchenlehrer, Richter, Journalisten, Journalistinnen auch. Und Manchmal sorgt aber das, was die machen, auch für mehr Zündstoff. Zum Beispiel, wenn sie sich eben auf die Seiten dieser oder zu den Seiten dieser beiden Pusher orientieren. Um Gemeinsamkeiten zu suchen oder auch Gegennarrative. Also, wenn wir jetzt hingehen im Journalismus und wir machen einen Fact-Check. So, dann ist auch dieser Faktencheck möglicherweise wieder ein neues Fuel für diese Polarisierung. So. Und das ist im Grunde der Kern dieser Theorie. Joiner werden dann vielleicht, irgendwann kommen andere Effekte noch ins Spiel, dann werden Joiner noch so ein bisschen lauter. Es gibt auch Streits innerhalb dieser polarisierten Seiten um Lautstärke, um Deutungsmacht und am Ende wird aber dadurch Diese Polarisierung, das Spiel immer nur weiter verstärkt, und es gibt noch eine fünfte Rolle, die vielleicht auch irgendwann im Spiel kommt, nämlich der Sündenbock. wenn die Polarisierung so in Höhepunkt erreicht hat, dann sucht man sich meistens Sündenbock und das sind in der Regel die, die sich noch immer in der Mitte aufhalten, weil sie sich nicht positionieren. So wie wir als Journalisten zum Beispiel, weil wir Verständigung suchen, mit einer Seite Mit der man sich vielleicht gar nicht verständigen möchte. Ja, das verstehe ich. Okay. So, und was ist jetzt die Lösung? Also, das ist erstmal der Kern dieser Theorie. Lösung, sagt Bart Brandsmar, und das finde ich dann immer augenöffnend, ist Die Zielgruppe verändern. Man richtet sich oft an die Pole, macht dadurch immer weiter Fuel in diese Polarisierung, aber er sagt, es geht um die stille Mitte. Die sind unsere Zielgruppe. Statt dass wir jetzt die Pole entweder bekämpfen mit einem Faktencheck oder zufriedenstellen mit Einem Thema, was immer wieder eingefordert wird. Was sind die Themen dieser unentschiedenen stillen Mitte, inklusive ihrer Dilemmata? Und wie kann ich sie umsetzen, ohne dabei die Rhetorik der Pusher irgendwie zu verfolgen? Ja, so, und er sagt eigentlich, so ein Journalismus könnte jetzt so von dieser beobachtenden Brückenbauerposition auch in diese stille Mitte reingehen. Unabhängig und frei bleiben, aber zum Beispiel als so ein Community-Medium oder so die Themen wirklich Nutzen und besprechen in einem Ton, der vielleicht verbindet, nicht verurteilen, nicht moralisieren, sondern zuhören und einfühlsam Berichterstatten. Das ist das, was er jetzt so als Lösung noch

23:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich finde das wahnsinnig interessant, weil das bedeuten würde, dass man seine inhaltliche oder auch strategische Ausrichtung einer Medienmarke nicht etwa danach ausrichtet. was Leute sonst so für Medien konsumieren oder was sie im Zweifel auch in welchen gesellschaftlichen Verhältnissen sie leben, wie alt sie sind. Also all diese Aspekte sind dann gar nicht mehr so zentral, denn das, was Leute hier verbindet, ist das gleiche Wertekonzept und sonst nichts. Und das finde ich einen ganz inspirierenden, frischen Blick auf. Zielgruppendefinitionen, die in den letzten Jahren, habe ich das Gefühl, häufig so fragmentiert wurde, dass man eigentlich für jedes Alter, jeden sozialen Status, jedes Hobby am Ende das eigene Format entwickeln wollte, um in die Nischen zu gehen. Und die Nischen sind aber offenbar gar nicht der Kern der Arbeit. sondern der Kern der Arbeit muss sein, die Leute abzuholen, die eigentlich das Gefühl haben, im Grunde verroht der Diskurs im Moment.

24:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, vielleicht haben sie aber auch noch nicht mal ein Bewusstsein dafür, dass er das tut. Vielleicht ist das Bild hier auch zu gucken, was ist eigentlich eine Zielgruppe an einem Ort, wo sich noch gar keine Nische gebildet hat. Ich glaube, jetzt so aus Mediensicht kann man Jetzt super viel über Ableitungen diskutieren und so weiter. Wenn du selbst ein Medienanbieter bist und wir beide, die irgendwie Formatentwicklung auch machen oder aus dieser Perspektive drauf gucken, hätten da jetzt wahrscheinlich wahnsinnig viel zu zu sagen. Ich würde noch einen Punkt hier hinzufügen. Die Frage ist, ob man diese Theorie so absolut setzen kann, weil es ist natürlich auch Realität, welche Debatten geführt werden. Ob man mit einem Medium den Eindruck erzeugt, man ist auch irgendwie an den Debatten dran. Ich glaube, man muss das so parallel setzen. Und das, was. was Brands mal so sagt, so ein bisschen stärken. So, und jetzt aber zurück zu Republika. Also ich finde, ich finde diese Theorie So wahnsinnig hilfreich, weil sie jetzt auch dabei hilft zu identifizieren, welche Strategien denn jetzt vielleicht gegen eine Polarisierung eher helfen, welche nicht. Und da bin ich jetzt wieder bei Ingrid Brodnick. How to reagieren auf wütende und verrohte Diskussionen, hieß der Vortrag von ihr. Und sie hatte aufgefächert, welche Mittel Menschen anwenden, die diese Diskussionen vergiften. Also, das ist, wenn man das jetzt in diesem Modell von Brandsma sieht, dieser Fuel, den man noch so ins Feuer gibt und wie der beschaffen ist. Und sie sieht da drei Elemente. Erstens, eine moralisch-emotionale Sprache. Sie hatte aus einer Studie übrigens zitiert, das fand ich spannend. Pro Wort, das in so einem Posting moralisch-emotional aufgeladen ist, gibt es messbar mehr Shares. Das ist spannend. Ja, also sie sprach von zwölf Prozent. Dann zweitens als Bestandteil Eigengruppe gegen Fremdgruppe. Also sie sagt, es ist sehr leicht, da haben wir ja auch schon häufiger drüber gesprochen, Menschen zu einem Gruppengefühl hinzureißen, also das Gefühl einer Eigengruppe aufzubauen. In der man sich dann am Ende gemeinsam sieht und das Problem sind dann im nächsten Schritt so die Zuschreibungen zur Fremdgruppe. Da sagt man, die wollen uns das wegnehmen oder keine Ahnung. Und es sei unheimlich leicht, darüber Abneigungen zu erzeugen. Und drittens, Beleidigungen als rhetorische Taktik, also so als gezielt als Signal ins eigene Lager. Man spricht mit Beleidigungen einer Person. gezielt ihre Glaubwürdigkeit ab, lenkt damit die Aufmerksamkeit vom Thema weg und führt die gesamte Debatte auf so ein Atominem. So, da geht es dann um Personen. Und ich finde das eine gute Beschreibung von so Elementen Der Polarisierungsmechanik, also im Grunde hat sie wie mit so einer Taschenlampe in diesen ersten Punkt von Bad Brands mal so reingeleuchtet und in die Frage, mit welchen Mitteln vor allem so ein. Pusher, so eine Polarisierung vorantreiben. Und dann kam dieser Begriff, den ich eben schon genannt hatte. Und wenn du jetzt diese Theorie Von Brunz mal im Hinterkopf hast, dann macht der Begriff etwas völlig anderes mit dir als vorher. Sie sagt dann, wir müssen Gegenstrategien finden. Und das finde ich ja in all diesen Debatten so herausfordernd, weil mit diesem Gegen bleiben wir ja in der Polarisierung. Weißt du, da ging es dann darum, wie kann man achtsam wütend sein. Ähm, wie kann man, bevor man Inhalte teilt, das nochmal kurz hinterfragen? Da ging es um Empathie gegenüber Andersdenkenden, aber alles bleibt auf dieser Ebene, weißt du, du bist irgendwie so ein Brückenbauer in der Mitte und guckst dir diese Pusher an und der Blick auf die In Anführungszeichen gegenüberliegende Seite. Uh Sie hat auch gesagt: jede Sekunde, die wir in polarisierten Debatten verbringen, verbringen wir nicht in anderen Debatten. Und das ist aus meiner Sicht eigentlich der Punkt. Was sind die Debatten? Vor allem die Debatten und die Lämata der Stillen. Und jetzt bin ich mit dieser Reise am Ende. Also, ich finde diese Theorie von Brandsma wahnsinnig interessant. Weil wenn ich sie jetzt wie so ein Modell anlege auf die Debatten, die wir üblicherweise, wir im Sinne von unsere Bubble, wenn wir dann auf die Republika gehen und so weiter, führen, Dann bin ich nicht überzeugt, dass ein Großteil davon wirklich gegen die Polarisierung hilft.

28:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, würde ich zustimmen. Weil aber glaube ich es ein, jetzt wiederhole ich mich fast, aber man muss, glaube ich, um zu Um etwas zu verändern, muss man, glaube ich, auch Dinge an sich selber erkennen. Und ich glaube, es ist ein urmenschlicher Instinkt, eben irgendwo dazugehören zu wollen. Und nichts bildet so gut eine Ein Kollektiv wie kollektive Abneigung, kollektiver Hass, kollektive Angst, also alles kollektiv-negativ zu empfinden. Hilft vielmehr als Kollektiv was gut zu finden. Es ist wahnsinnig einfach, Taylor Swift-Fan zu sein, glaube ich. Ähm, ich glaube, es ist auch, es sei denn, du bist halt gleichzeitig Republikaner. Aber es ist, glaube ich, auch wahnsinnig einfach, ähm Harry Styles super zu finden. Es ist einfach, Oasis-Fan zu sein. Das sind alles Dinge, das ist nicht schwierig. Aber das ist auch gleichzeitig macht es sich nicht besonders, weil es eben so viele davon gibt. Ich glaube, abgesehen von einigen vielen. Ich würde sagen, die wie hieß es, die Stille Mitte?

29:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Stille Mitte, nennt er das ja.

29:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Die stille Mitte der Swifties, die sind ein ganz, ganz großer Anteil. Und fühlen sich deswegen nicht einem Kollektiv angehörig, obwohl sie ihre Musik drauf und runter hören. Das ist aber was anderes, wenn du dir jetzt sowas anschaust wie Menschen, die sich im Internet radikal. Positionieren, indem sie zum Beispiel Reaction-Videos machen, in denen sie ihren Hass und ihre Desinformation verbreiten. Das machen sie, weil das dabei hilft, dass Leute zu ihnen kommen und sich mit denen verbrüdern wollen. Ja, das war mein Gedanke dazu.

30:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und jetzt steigen wir nach einer halben Stunde pro Seminar. In den Rest ein, von Hakendran.

30:11 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

So, kommen wir zu den Themen, ja.

30:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und auch das ist heute, ähm das ist heute ordentlich. Also, wir beginnen mal in Brasilien.

30:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Endlich mal wieder.

30:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Vielleicht. Das ist eine Nachricht, die uns gut gefällt. Und gut informierte Hakis unter euch wissen, das oberste Gericht in Brasilien hat Ex sperren lassen. Und wer gibt jetzt letzten Endes nach?

30:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also, es ist ein bisschen so, als hätten wir von vornherein geahnt, dass Musk früher oder später einickt. Aber er hat jetzt eingeknickt, weil er auf der einen Seite, also der Grund, warum Ex gesperrt wurde, waren ja, weil er ein relativ langer, wenn ihr die letzten Haken dran folgen gehört habt, wir haben das die ganze Zeit begleitet. Ich habe ja in unserem Dokument steht auch Ex gegen Brasilien Part 124. 941. Es fing ja alles damit an, dass X und Musk sich weigerten, ähm, Accounts von Menschen zu sperren, die aber nach Gesetzeslage nicht auf X einen Account nutzen sollten. So, das hat X mit Verweis auf die Free Speech, die da auf der Plattform offenbar manchmal dann irgendwie mal funktioniert als Argument und mal nicht. Hat sich eben geweigert, das zu tun, dann ging das Ganze vor Gericht, vor Gericht kam dann, ich will das alles gar nicht zusammenfassen, aber vor Gericht führte das dann dazu, dass Ex die Sorge hatte, sie müssten, sie könnten nicht mehr die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden garantieren, woher auch immer diese Formulierung kam, haben deswegen das Büro geschlossen. Damit hatte Ex aber keinen Verantwortlichen mehr oder einen Rechtsvertreter, wie es heißt. Das hat dazu geführt, dass Ex als Unternehmen in Brasilien aber so nicht mehr geführt werden kann, weil man muss einen Rechtsvertreter nennen. Das ist bei uns nicht anders. Und das haben sie jetzt aber auch getan. Also sie haben jetzt einen Rechtsvertreter genannt und sie haben angekündigt, diese Accounts zu sperren, richtig? Ja. Also sie haben eigentlich alle Forderungen erfüllt, die von vornherein, also sie hätten die kompletten letzten Wochen und Monate, hätten sie sich komplett sparen können. Wenn sie von vornherein brasilianisches Recht umgesetzt hätten, was interessant ist, weil Elon Musk als Mensch ja sich selber irgendwie immer als rechtschaffend charakterisiert und ihm es wichtig ist, dass er irgendwie sich über ein geltendes Recht halten möchte, außer er versteht das Recht nicht dann halt offenbar nicht. Und haben damit quasi die letzten Wochen jetzt komplett überflüssig gemacht, das heißt, das Büros schließen, die Plattformsperre auf X hätten sie alles verhindern können, wenn sie von vornherein diese Forderung erfüllt hätten, haben das aber nicht getan und haben jetzt so lange gewartet, bis die Plattform X gesperrt wurde. sechs Millionen Menschen sich bei Blue Sky angemeldet haben aus Brasilien. Wir sprechen glaube ich gleich nochmal ein bisschen über Zahlen in Brasilien. Ich zieh das schon mal vor, weil auch Tamlar gemeldet hat. 350 Prozent Nutzerwachstum in Brasilien. Die Leute sind weg, die noch Twitter in Brasilien genutzt haben. Und ich bin mir nicht so sicher, ob die jetzt einfach so alle wiederkommen, weil sie durchaus davon ausgehen können, dass wie lange dieser Frieden herrscht, ist er überhaupt nicht absehbar.

33:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Aber Blue Sky, ganz interessant, vielleicht können wir das hier kurz anschieben, mehr täglich aktive NutzerInnen als Threads und Ex. Also da geht es nicht nur um diese in Brasilien. Nicht nur um diese Sperre von Ex. Das finde ich auch vor dem Hintergrund ganz interessant, dass wir ja bei Blue Sky immer darüber diskutiert haben, ob das jetzt nur so ein deutsches Phänomen ist oder so.

33:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, man muss ja dazu sagen, dass in Brasilien schon immer eine gewisse Skepsis gegenüber Metabestand und die ganzen Zuckerberg-Medien oder Plattformen gar nicht so groß sind in Brasilien. Und dementsprechend ist auch Threads da einen schwierigeren Stand.

33:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Auch, was war denn in Brasilien? Orcut war der auch größer und so, ne? Das war immer schon ein Thema, ja.

33:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau. Und deswegen eigentlich fast nachvollziehbar, dass die sich dann irgendwie ein Netzwerk suchen, das vermeintlich unabhängiger ist. Aber das ist jetzt so groß geworden, dort, dass selbst in der größten Nachrichtensendung Brasiliens jetzt der Bluessky-Schmetterling unten rechts eingeblendet wird mit dem Händel. Und da, also wenn die Katze einmal aus dem Sack ist, die kriegst du da ja nicht mehr rein.

34:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Du meinst in Geistaserflasche, im Sinne der Katze im Sack.

34:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, ich meine Pandora's Büchse.

34:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, übrigens ganz ganz lustige Sidenote noch bei dieser Geschichte. Am Mittwoch war in Brasilien-Ex doch wieder erreichbar. Und da tauchte dann die Frage auf, ob die irgendwie mit technischen Mitteln versucht haben, um die Sperre zu umgehen. Da hat der zuständige Richter gesagt, na, wenn da nicht sofort Schluss ist Kostet euch das nochmal 800. 000 Dollar. Und X sagt, oh, da haben wir einen Netzwerkanbieter gewechselt.

34:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, Sie haben, sie sind auf, genau, also das war so, wir haben das eben auch besprochen. Sie sind auf Cloudflair umgestiegen, was so eine Art Mittelsmann ist. Also ich habe es so erklärt, dass ich weiß gar nicht mehr, was mein Beispiel war, aber du musst dir das ungefähr so vorstellen, du ähm Oder ich glaube, das Beispiel, das in einem Artikel auch stand, war, du fährst nicht mit dem eigenen Auto zur Arbeit, sondern jeden Tag mit dem Uber. Und damit fahren eben alle anderen auch. Und Brasilien müsste quasi Uber sperren, um den Weg zu Ex jetzt zu blockieren. Was eben eine ziemlich weil du damit eben de facto diese rechtliche Sperre umgehst. Mittlerweile ist Ex aber nicht mehr erreichbar aus Brasilien und Ex selber hat gesagt, das war ein Versehen. Das war für ein paar Tage. Sie mussten die Infrastruktur umstellen, weil in Lateinamerika die komplette Wartung der X-Server sonst nicht mehr möglich gewesen wäre.

35:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Auf der anderen Seite zeigt diese ganze Geschichte ja das Starten. Am Ende, wenn sie es wollen, am längeren Hebel Sitzen. Und diese Konsequenz, wie das jetzt in Brasilien mal passiert ist, habe ich bisher, weiß nicht, haben wir das in einem anderen Staat mal so gesehen? Nein. So weiß ich nicht. Das ist ja alles Säbelrasseln. Wir sprechen über Australien, wir haben immer über Thierry Breton gesprochen, über all dieses laute Säbelrasseln gegenüber den Konzernen und dies Unternehmen. Und hier haben wir jetzt einen Staat, der, oder wo zumindest ein Richter in diesem Staat mal so konsequent war und das zeigt, es funktioniert doch.

36:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Klar, sind die Staaten am längeren Hebel. Jetzt nehme ich aber die Positionen ein, die du letzte Woche Montag eingenommen hast. Diese Beispiele, die wir so kennen, sind halt eher Dinge, die. . nicht im Interesse einer demokratischen Gesellschaft sind. Nehmen wir China, nehmen wir Russland, nehmen wir die Türkei. Also Länder, in denen Social Media Plattformen aus politischen Beweggründen gesperrt wurden. Das sind so die Beispiele, die mir da einfallen.

36:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ne, die habe ich jetzt rausgelassen. Das ist für mich nicht ein Beispiel. Richter entschieden, es war nicht der Staat, es war keine autoritäre Entscheidung.

36:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber da am Ende nach nationalem Recht. Und das nationale Recht ist je nach Land halt unterschiedlich. Und wenn das nationale Recht in Russland eben vorschreibt, du darfst keine Plattform betreiben, auf der Russland kritisiert wird, Beispiel, hättest du theoretisch denselben Sachverhalt. So, aber es ist ein kompliziertes Thema. Wir haben hier schon so oft über die Probleme der Globalisierung gesprochen. Das kriegen wir heute nicht auch noch rein. Das werden wir dann im nächsten Pro-Seminar.

37:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Kommen wir rüber von Südamerika nach Nordamerika. Die SEC ist die Börsenaufsichtsbehörde in den USA. Diese Meldung macht mir Spaß. Sie möchte Sanktionen beantragen gegen Elon Musk, weil der nicht zu einer Zeugenaussage erschienen ist. Da geht es um die Übernahme von Twitter noch immer. Die SEC untersucht. Hat Elon Musk da Anfang 2022 gegen Gesetze verstoßen, als er plötzlich irgendwie begonnen hat, so heimlich diese ganzen Twitter-Aktienanteile anzuhäufen und zu kaufen. Jetzt hat er bei dieser Zeugenaussage wohl gewartet, bis drei Stunden vor dem Termin, um dann zu sagen, nee, ich komm nicht. Stattdessen war er in Cape Canaveral, um beim Start seiner SpaceX Mission dabei zu sein. Die SEC sagt jetzt, es hat den Beigeschmack einer Spielerei. Und Elon Musk muss damit und mit seiner Verzögerungstaktik aufhören. Sein Anwalt, Alex Spiro, auch ein alter Bekannter hier in Haken dran, hat geantwortet: die Abwesenheit bei dieser Zeugenaussage. Ach nee, wenn er abwesend gewesen wäre beim SpaceX-Start, dann hätte das das Leben der Astronauten gefährden können. Nee, alles klar. Vielleicht hat er das Mittagessen gemacht für die vorher oder so. Er hat doch, hast du nicht gesagt, er hat, ähm, aber lauter andere Dinge, für lauter andere Dinge hat er Zeit gehabt.

38:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, der Threats Account Zero Sum Bond. hat geschrieben am selben Tag, als Elon keine Zeit hatte, vom SEC befragt zu werden, also am 10. September hat er zur selben Uhrzeit über folgende Dinge getwittert. Wie gut das Diablo Gaming Franchise ist, Dogecoin Eine Andeutung, dass er für einen Waffenstillstand in der Ukraine ist, in Klammern pro-Russland-Blickwinkel. Wie Einwanderer angeblich Weißkopfseeadler essen. Tieropfer, das in Queens erbracht wurden, die in Queens erbracht wurden. Harry Potter, Dinge, die Frauen abturnen, Anti-Impf-Inhalte. Ein Meme über ihn, wie er seine Männlichkeit bei SNL rausholt, also bei Saturday Night Live, die katholische Kirche und Endless Politics. Also das sind die Dinge, über die er so getwittert hat, während er sich darum gekümmert hat, dass seine Astronauten nicht sterben.

39:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Na gut, wir lassen das so stehen.

39:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, also ich will da mal kurz was sagen, weil diese ganze SEC-Geschichte Also wo das Problem liegt, ist ja die Frage, ob Elon Musk viel früher schon anderen Twitter-AktionärInnen hätte Bescheid geben müssen. Also zehn Tage. als er angefangen hat, diese Twitter-Aktien zu kaufen, was am Ende dazu führte, dass er sich damit erstmal einen Sitz im Board erkauft hat und damit später dann auch den Rest des Unternehmens kaufen konnte. So, ähm Und allein die Tatsache, dass die SEC das überhaupt untersuchen muss, weil er da so rumgeflunkert hat. Und die Tatsache, dass er jetzt bei den ganzen Zeugenaussagen, die offenbar ewig anstehen schon, auch weiter rumflunkert. Sollte eigentlich für einen Schuldspruch reichen, wäre zumindest so meine Ferndiagnose.

40:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja.

40:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja.

40:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Gut. Ja. Wir pendeln jetzt so ein bisschen gerade zwischen SpaceX und Tesla hin und her, nur weil du gerade Russland erwähnt hast. Ramsan Kadyrov, das Tschetschenen-Anführer, hat ein Video veröffentlicht, ähm mit Tesla-Pickups, Cybertrucks und darauf montierten Maschinengewehren und hat sich dann gebrüstet damit Habt ihr darüber hier in Haken dran gesprochen? Noch nicht, nein. Mit einem Cybertruck, den er angeblich von Elon Musk geschenkt bekommen hat. Ähm, so. Und Musk hat das demontiert, dementiert. Hat die Gewehre demontiert. Hat das dementiert. Wenn man das glauben würde, ähm, sei man zurückgeblieben. Und ein bisschen später Ähm, beschuldigt Ramsam Kadyrov, Elon Musk, einen der Cybertrucks deaktiviert zu haben? Aus der Ferne. So, das ist keine nette Sache, die Elon Musk da macht. Er macht aus tiefstem Herzen teure Geschenke. Und schaltet sie dann aus der Ferne ab. Wie kannst du das tun, Elon? Ist das deine Art? Das sei nicht männlich.

41:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das ist so ein Fiebertraum, dass du über sonst. So was wir sprechen müssen. Also Kadirov, ein absoluter Hardliner, Diktator, alles, was ihr euch an Menschenrechtsverbrechen vorstellen könnt, wird Kadirov vorgeworfen. Und Also man kann nicht ausschließen, dass Kadyrov über Umwege an einen Cybertruck gekommen ist, über Russland, weil Kadyrov ein Putin-Vertrauter ist und so. Das heißt, man weiß es nicht, wo dieser Cybertrack herkommt. Aber allein die Tatsache, dass er da irgendwelche Maschinengewehre drauf schraubt. das dann filmt, sich dann wundert, dass das Unternehmen Tesla sagt, also das sind keine Panzer. Auch wenn sie so aussehen und offenbar auch sich so fahren.

42:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich hab doch jetzt dieses Video, entschuldigung, muss ich kurz einfähigen. Ich hab dieses Video gesehen, wo so ein Cybertruck Wo gesagt wird, der kann alles machen, keine Ahnung. Und dann ist der so ein Weidezaun entlang gefahren. Das war in irgendeiner Landwirtschaft, auf irgendeinem Hof in den USA. Und dann ist er einfach so, weißt du, diese typischen aneinandergenagelten weißen Bretter einfach so. Und dann ist der einfach die entlang gefahren und wollte die so mitnehmen und so weiter. Hat sich einfach so ein, so ein Brett irgendwie unten unter diesen Cybertruck geschoben. Und irgendwie den Benzintank geöffnet. Keine Ahnung, und dann lief halt alles raus und dann war das Ding kaputt. Entschuldigung, so viel zu wie ein Panzer.

43:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Der hat kein Benzin. Das muss was anderes gewesen sein.

43:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Entschuldigung, es ist aber Flüssigkeit.

43:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Flüssiger Strom ist das ausfällig.

43:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Der flüssige Stromnerdel, nein, weil es war irgendein Tank und Du hast recht, aber es lief was raus.

43:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Es lief was raus aus Klimaanlage. Na jedenfalls, das allein ist ja schon völlig abstrus. Mega-Fail, Entschuldigung. Ja, wir haben ein hartes Wochenende. Dann die Tatsache, dass Tesla dieses Auto tatsächlich deaktivieren könnte, finde ich auch schon abstrus, weil das ist bei keinem anderen Autohersteller so denkbar, finde ich.

43:58 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Aber technisch geht's, ne?

44:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, technisch, klar, natürlich.

44:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich fahre jetzt einen Polestar und ich kann den von überall auf der Welt mit meiner App irgendwie auf und zu machen.

44:07 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Gut und hupen auch.

44:09 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Denen das nicht.

44:10 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ah, schade. Ich finde, diese Geschichte ist so skurril und ich hoffe, dass sie sich noch ein bisschen weiterentwickelt, weil das könnte. Das könnte der Stoff sein, der dann wirklich verfilmt werden muss. Aber mit Sasha Baron Cohn oder so.

44:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ah, so, SpaceX. Cards Against Humanity hat SpaceX verklagt. Erstmal, Cards Against Humanity ist ein Partyspielunternehmen.

44:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Hast du es schon mal gespielt? Nein. Das ist also Das ist schon witzig. Es ist sehr derb im Humor. Ich weiß noch nicht, wie gut es gealtert ist. Ich würde sagen, so vor zehn Jahren war das ein Ding. Da hat man, du hast halt eine Karte, auf der, also es gibt Karten mit Fragen und Karten mit Antworten und du kannst nur mit den Karten, die du auf der Hand hast, auf die Frage antworten, die am Tisch liegt sozusagen. Und dadurch entstehen halt witzige Konstellationen und so, und es war aber so ein Riesenmeme-Ding. Ich würde so sagen, das kam so aus der 9-Gag-Zeit.

45:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, so und von der Haltung dieses Unternehmens würde ich sagen, das ist wie wenn Katapult jetzt Partyspiele. produzieren würde. Und da geht es jetzt um ein Grundstück an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Cards Against Humanity hat dieses Grundstück 2017 gekauft nach eigenen Angaben. um dort zu versuchen, damit zu verhindern, dass Donald Trump dann eine Mauer baut. Oder es zumindest sehr teuer zu machen. Und da haben wohl 150. 000 Menschen jeweils 15 Dollar für gespendet. Das Geld ging dann zu großen Teilen in so ein unbebautes Grundstück in, könnt ihr jetzt bei Google Maps nachschauen, Cameron County. Und Cards Against Humanity sagt Ähm, wir haben das immer schön gemäht und ansonsten das seinem natürlichen Zustand überlassen. Und am Rand war Zaunen und da war ein betretenverbotenschild. Und ich weiß nicht, ob da jetzt diese Cybertrucks. Szene mit dem Zaun gedreht wurde. Auf jeden Fall sagt Cards Against Humanity. SpaceX ist da eingedrungen. und hat Baumaschinen und Material dort platziert. Und jetzt will Cards Against Humanity bis zu 15 Millionen Dollar haben für die Wiederherstellung und Reparatur, für die Minderung des Marktwerts des Grundstücks, für die Nutzung und so weiter.

46:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich habe die Bilder auch gesehen, also ich packe das mal in die Shownotes, es gibt einen Link jetzt. Es gibt Bilder davon, wie eben da einfach so Gerümpel abgestellt wurde. Und. Also es gibt ja da mehrere Lesarten. Die eine Lesart ist, dass SpaceX, die auch in Texas sitzen, einfach sich gedacht haben, hier ist nichts. So, oder stellen wir es hin? Ist Amerika, freies Land. Und dann gibt es natürlich die Lesart, dass das auch durchaus kein Zufall sein könnte. Weil offenbar, dadurch, dass es ja eine öffentliche Kampagne war, ist es kein Geheimnis. Und du kannst mit Sicherheit auch in den USA einsehen, wem welches Stück Land gehört. Und dass Elon Musk ein sehr prominenter Unterstützer Trumps ist und damit auch der Trump-Politik ist auch keine Überraschung. Das ist so ein bisschen so eine, ist so ein bisschen wie so China, die immer mit ihren, ähm, mit Kampfflugzeugen über Taiwan fliegen, um so ein bisschen Einschüchterung einfach nur zu signalisieren. Und so fühlt sich das hier so ein bisschen an. Also wir legen hier jetzt einfach mal so, weiß nicht, 150 Alu-Stangen hin und dann mal sehen. Ja. Weil das tatsächlich, das ist ja reine Schikane.

47:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Wir in Texas sagen Geschmeckle.

47:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

So, genau.

47:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und dann habe ich hier noch Open Secrets. Das ist eine NGO, die Lobbyarbeit in den USA untersucht. Klingt so ein bisschen nach unserem Lobby-Control, so zum Beispiel. Und die meldet jetzt, dass der Großteil von Elon Musks MitarbeiterInnen für Kamala Harris spendet. Und zwar etwa 35. 000 Dollar, aber nur 8. 000 Dollar an Donald Trump. Bei Tesla wiederum 43. 000 Dollar für Camilla Harris und 25. 000 Dollar für Donald Trump. Das ist schon kein spendenbezogener Swingstate mehr. Die Lage ist klar hier.

48:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Die Lage ist klar. Wer hätte gedacht? dass der Großteil der arbeitenden Bevölkerung andere politische Interessen haben als der reichste Mensch der Welt.

48:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Captain Obvious.

48:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich finde es trotzdem, also, was ich daran eigentlich an der Geschichte am interessantesten finde, ist, dass diese Geschichte natürlich auch früher oder später bei Elon Musk aufschlagen wird und er sich dazu verhalten muss. Er wird nicht alle Leute rausschmeißen, die politische Spenden heißen. Aber natürlich wird ein Tweet darüber schreiben, dass Open Secrets lügt oder so. Also ich glaube schon, dass er sich dazu verhalten wird und dann wird es plötzlich spicy und interessant, weil dann

49:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ist Elon Musk wie dieser Deutsch-Rapper, der es nicht sein lassen kann, irgendwie auf alles zu antworten, wo er erwähnt wird, Flair, ja genau.

49:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, eigentlich ist Elon Musk der internationale Flair, ob wir wollen oder nicht.

49:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Elon Musk ist der amerikanische Flair. Ist die Überschrift für diesen Ausgabe und dann Menschen wir Flair und dann gucken wir, was passiert.

49:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, warte mal, Brücken bauen und der amerikanische Flair. So.

49:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, ja, okay. Gut, dann gehen wir mal, das war jetzt auch wieder Zeit genug für Ex hier. Gehen wir mal rüber zum Meta, die TAZ, die ja übrigens die Printausgabe nächstes Jahr einstellt, war große Berichterstattung diese Woche auch in der Medienbubble. Startet ein Threats Account. Ich glaube nicht als Ersatz, ne? Ich hoffe nicht. Das ist nicht die Digitalstrategie der TAS, zu Threads zu gehen jetzt stattdessen.

50:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich schätze, das ist Teil der Digitalstrategie. Nein, also ich finde den Zeitpunkt tatsächlich bemerkenswert, weil eben letzte Woche diese Meldung rumgegangen ist und er ist jetzt eine ein digitales Bekenntnis zu einer, naja, schon breiten Plattform, die zwar nicht so groß ist wie andere, aber trotzdem dabei ist Ja, erstmal finde ich es super, deswegen finde ich es gut, dass wir darüber sprechen, dass journalistische Outlets den Schritt zu Threads gehen. Der Deutschlandfunk hat das schon gemacht, der WDR hat das gemacht, es gibt schon einige, die bei Threads unterwegs sind und kann Wir können das ja nur begrüßen. Ich finde es aber interessant, dass da jetzt gerade offenbar der Digitalismus ausgebrochen ist bei den TAZ.

50:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich habe heute so gedacht, es ist ja mittlerweile in Medienhäusern sehr viel Know-how da zur Frage, wie bekommt man Inhalte viral? Also was sind so die. Die Bestandteile, die dazu führen, dass einzelne Postings in Social Media eine Reichweite bekommen. Ich blick mit großer Spannung darauf, wie sich diese Medienhäuser in Threads verhalten sollen. Weil es sind ja die, die üblicherweise in so solchen Kurznachrichtendiensten ähm bisher einfach nur rausgehauen haben. Weißt du, irgendwie übers CMS, neuer Artikel geht online und dann poste ich das da auch. Aber wenn man Threads wirklich. so nutzen möchte, dass einen das was bringt, dann brauche ich da eine Strategie für Viralitätsprinzipien.

51:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Hundertprozentig. Das heißt, man nennt alle Mäuse, man kumpelt mit Dr. Oetker rum.

51:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das war das, was gerade in deinem Gesicht war und entstanden ist. Hab ich gesehen, während ich noch erzählte, ja, okay.

51:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also klar, das stimmt, das Problem ist, wie viel. Wie viel Quatschigkeit wollen wir denn eigentlich von einer Medienmarke haben?

51:57 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich weiß nicht, ob das Quatschigkeit braucht. Also, das ist doch auch das, was man bei Instagram gesagt hat, Medien haben da nichts zu suchen, ganz am Anfang. Weil man sich nicht vorstellen konnte, dass es auch anders funktioniert. Das würde ich jetzt erstmal für Threads auch so als These in den Raum werfen.

52:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also ich Ich glaube nicht, dass es zwangsläufig Quatschigkeit braucht. Aber ich glaube, ein Großteil viraler Inhalte bei Threads bestehen als drei möglichen Komponenten in meiner Beobachtung. Und du weißt, wenn ich einen Dreiklang mache, Dennis, dann wirst du nur zwei Dinge bekommen. Punkt eins vier. Punkt eins ist, vielleicht gibt es auch vier. Punkt 1 ist auf jeden Fall Quatschigkeit. Quatschigkeit ist ein Riesenfaktor für Inhalte, die viral gehen. Das zweite ist Repetition, also das Klauen anderer Inhalte, also eigentlich TikTok-Modus an. Me, und das dritte? Das dritte sind Offensichtlichkeiten. Also ich habe das Gefühl, dass Rage Spade und das ist einfach noch nicht, dem wird noch nicht herge geworden. Sagt man das so? Ja, ja, sagt man so. Den wird noch nicht hergeworden auf Threads. Also wie oft ich. . So, also entweder Rage Bait oder Interaction Bait, so wahnsinnig dumme Fragen lese auf Threads, bei denen auch der Mensch, der die Frage abgeschickt hat, offensichtlich die Antwort kennt. . Also, du musst dir ungefähr so vorstellen, ein Bild, das ist jetzt ein fiktives Beispiel, Aber es ist ähnlich dumm. Ein Einkaufswagenfoto und das Ding, das unten dran hängt am Einkaufswagen vorne, das du in den anderen Einkaufswagen steckst, um ihn abzuschließen, ein Foto davon und die Leute fragen nur. Wofür ist dieses Teil? Und dann hat das Ding 700 Kommentare, wo die alle dasselbe schreiben. So, und das ist gerade so eine Thread-Sding. Und ich. Ich will sagen, dass diese drei Aspekte, die möchte ich wirklich noch nicht von Medienmarken offen.

53:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Er ist eine 10 von 10, aber postet Offensichtlichkeiten auf Threads.

53:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Was ist der? So. Postet Offensichtlichkeiten auf Sweet, einfach Copy and Paste nochmal drunter.

54:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich freue mich auf die Dr. Oetker-Pizza mit einer Taz drauf.

54:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Mit einer Tatze.

54:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Pitztatz. Gut, dann kommen wir zu Lemonade.

54:10 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Haben wir jemals über Lemonade hier gesprochen? Ja. Ich habe hier schon öfter über Lemon Aid gesprochen. Ich selber habe es noch nicht ausprobiert.

54:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, nicht.

54:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber in den USA ein riesending.

54:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So. Und. Also, vielleicht machen wir aber doch nochmal für die, die es nicht mitbekommen haben. Ich glaube, das ist wichtig. Also, man nennt Lemonade mitunter jetzt auch Pinterest auf Speed. Ist eine Mischung aus Pinterest und Instagram. Und wirkt für uns ein bisschen wie so ein Plan B, falls TikTok jetzt in den USA tatsächlich verboten wird Die App gibt es seit 2020 auch weltweit und die fristete dann so ein im App Store-Dasein einfach. So. Und jetzt hat Byte Dance seit letztem Jahr richtig reingebuttert, was Werbung und Marketing angeht, auch was Influencer Marketing für Lemonade angeht, total interessant. App Figures meldet das, dass es in den letzten Wochen zum Beispiel eine massive Kampagne gab. Für Apple Search Ads, das heißt, das sind die, wenn du nach einer App suchst im App Store von Apple, diese Werbeanzeigen, die dann da auftauchen, für andere Apps. Also da ist wohl weiter ins Hingegangen und hat sich Wenn man zum Beispiel eingibt TikTok, CapCut, das ist dieses Videoschriftprogramm von ByteDance, Instagram Canva. Also wenn man diese Begriffe eingegibt, dann erscheint da Lemonade als Werbeanzeige. Und Bite Dance hat sich insgesamt 5300 Keywords wohl gekauft. Das ist der eine Part. Und dann gibt es auch Anzeigen im For You-Feed auf TikTok. Und eine ganze Reihe, und das fand ich super interessant, von Creatern bei TikTok, die auch über Lemon Age sprechen in ihren Profilen, und da fällt auf. Dass das zum Teil so dieselben Formulierungen sind, die die genutzt haben. So, und deswegen vermutet man da jetzt eine Kampagne.

56:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ist übrigens in Deutschland bislang nicht verfügbar. Also in Europa wahrscheinlich generell noch nicht. Ja, aber in Deutschland noch nicht. Lemon Aid ist so auf jeden Fall, also die App gibt es wie gesagt schon länger, wie du gesagt hast, Instagram, äh, TikTok oder Byteance, je nachdem wie man drauf schauen möchte. arbeitet schon sehr lange an diesem Versuch, irgendwie eine App zu haben, die nicht die Leute dazu zwingt, immer Videos machen zu müssen. Also es gab immer wieder hier Gerüchte, wir haben auch hunderttausendmal, glaube ich, über sowas gesprochen, dass irgendwie ein TikTok-ähnliches Instagram-Clone-Ding kommt. Und dann kam das mal, da wurde vermutet, ist Lemon 8 gemeint, nein, da gibt es eben noch eine.

56:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Der entgegengesetzte Weg, zu dem den Meta gegangen ist, mit Reels nach oben drauf setzen.

56:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, aber ich lese das auch so, dass der Grund, warum das jetzt so stark gepusht wird, ist, dass TikTok davon ausgeht, und das ist ja interessant, weil sie jetzt seit genau, heute seit einer Woche vor Gericht gerade sich verteidigen in dem Klageprozess, der das Verbot in den USA sozusagen kippen soll, dass sie offenbar selber ahnen, das könnte in die Hose gehen und deswegen jetzt massiv Kohle in eine andere App investieren. Interessant finde ich daran aber, dass der Betreiber von Lemon Aid offenbar ByteDance ist, also das gleiche Betreiberunternehmen, das auch CapCut betreibt, während TikTok von einem Tochterunternehmen namens TikTok LLC betrieben wird. Und das fällt schon auf, weil. genau dieser Vorwurf des Bidance als rein chinesisches Unternehmen viel tiefer die Finger drin hat als. bei TikTok das tatsächlich international der Fall ist, zumindest ist das ja so die Lesart, warum zum Beispiel Capcard auf Regierungscomputern in den USA verboten ist, weil das von Bitents betrieben wird und so weiter. . . Finde ich interessant, dass sie hier nicht nochmal versucht haben da nochmal so eine Strohfirma einzuziehen, um zu sagen, nee, nee, wir sind da raus. Weißt du, was ich meine?

58:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, ja, ja, ja. Also es ist ein weiteres Indiz dafür. dass Biden von China aus doch ein bisschen übergriffiger in Richtung der USA ist, als sonst immer so argumentiert von wegen, nee, das ist ja eine eigene US-Firma, TikTok.

58:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, ja, ja, vor allem gibt es ja auch Hinweise darauf, haben wir hier, irgendjemand war vor 100 Folgen oder so mal drüber gesprochen, dass es, dass jeder Mensch, der bei der TikTok LLC in den USA arbeitet einen regelmäßigen Call mit Menschen in China hat. Also das heißt, da gibt es durchaus enge Verzahnungen.

58:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, und wir haben ja auch darüber gesprochen, dass Die Möglichkeit, wohl Bestand auch auf Daten US-amerikanischer Nutzer zuzugreifen, von China aus. Das war ja auch mal auch mal Thema.

58:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich bin, ich frage mich aber, also das ist jetzt ein Kaffeesatzleserei, aber. Aber sollte Lemonade in Deutschland starten, hätte das. .

58:58 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich habe Lemonade getrunken in Deutschland schon mal, muss ich sagen.

59:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich lass es einfach so stehen. Glaubst du, das hätte hier auf dem Markt überhaupt eine Chance? Weil ich denke, ich denke an Breal, das glaube ich für viele Leute immer noch ein Ding ist, für viele aber auch einfach nicht mehr. TikTok hat damals versucht, mit TikTok Now, einer eigenen App, die eine exakte Kopie, eine exakte Kopie von Breel war, irgendwie Marktanteile auszuprob Abzufressen und ist sang- und klanglos damit untergegangen. Und jetzt ist eben die Frage: Glaubst du, dass so eine Art zweites Instagram hier überhaupt interessant ist?

59:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also, ich würde erstmal beginnen mit, also welche Prämisse setzen wir hier an, was erfolgreich angeht? Also, da würde ich jetzt erstmal sagen, wir sind nicht mehr in einem Modus, in dem wir mal waren der kompletten Verdrängung. Ja, also erstmal so ein so, hat das hier eine Chance? Wurde bisher ja immer so unter so einem, unter so einer These besprochen, na, wenn da jetzt ein neues Social Network kommt, dann wird es alle anderen verdrängen. Erstmal damit beiseite, sowas wird eh nicht passieren, mit egal was jetzt kommt. So, und wenn wir jetzt sagen, Chance bedeutet, das findet eine Nische, in der es, kann auch eine größere Nische sein, aber in der es irgendwie erfolgreich ist. Dann kann ich mir das vorstellen unter der Annahme, dass Bidance hier eine. Art gute Flottenstrategie zwischen seinen Apps aufsetzt. Also, wenn du das so wie beim Meta siehst, wo ja so ein bisschen Facebook und WhatsApp und Instagram aufeinander abgestimmt am Markt positioniert werden, dann könnte ich mir das hier auch so vorstellen. Allerdings würde das ja nur bedeuten dass ByteDance noch sehr viel deutlicher als bisher sagt, na, TikTok haben wir schon noch schön unter Kontrolle. So, weißt du?

01:01:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das ist so.

01:01:03 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Aber wenn man das geschickt am Markt positioniert, dann kann ich mir vorstellen, dass so eine App wie Lemonade auch hier auf dem Markt gut was hermachen könnte. Ohne sie ausprobiert zu haben, sondern einfach nur welche Möglichkeiten Hat so ein Unternehmen so eine App zu platzieren? Darum geht es mir.

01:01:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das verstehe ich zu 100% auf der einen Seite. Andere Gedanke ist aber. Ist das wirklich eine nachhaltige Strategie auf dem US-Markt, einen Ersatz zu platzieren, weil du einen völlig anderen Anwendungsfall hast als TikTok?

01:01:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich glaube, über Nachhaltigkeit kann man in der Situation, in der sich Biden da gerade befindet, halt gar nicht sprechen. Vielleicht ist das einfach die pragmatische Lösung, die in dieser Situation noch irgendwie einen Marktausweg hergibt. Ja, das glaube ich auch.

01:01:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Nur ich glaube halt, dass die Leute halt jetzt anfangen werden, Instagram Reels zu gucken, anstatt TikTok. Und nicht anfangen, jetzt wieder mit Fotos rumzuhantieren, weil es von. TikTok kommt. .

01:02:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, sagen wir, es wäre halt so eine More of the Same App und da fehlt ein bisschen das, womit eigentlich solche Apps heute, wenn sie so standalone sind, groß werden. Nämlich Eine neue Funktion, eine geschlossene Lücke. Nur dann funktioniert das ja. Aber für mich ist der Unterschied hier, dass App Geflecht Weißt du? Ja. Und das Firmengeflecht.

01:02:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Und ich glaube, dass der Schlüssel zu so einem Erfolg, wie du ihn gerade beschreibst, nicht nur eine Funktion ist, weil die Funktion, wenn sie uninteressant wird, ist. das Ding tot, ne? . Wir haben das bei Clubhouse erlebt, wir haben es bei B Real erlebt.

01:02:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, die muss in ja etwas eingebettet sein.

01:02:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, ich glaube, das, was der Zauber ist, ist eine wirklich gute sinnvolle Möglichkeit sich zu vernetzen, wie auch immer die Vernetzung aussieht. Ob du dich jetzt vernetzt mit dem mit der App selber, die dir dann dadurch gute Inhalte anzeigt, wie wir es bei YouTube haben oder bei TikTok. Oder eine Vernetzung, die wirklich dazu führt, dass du Leute kennenlernen kannst, wie bei LinkedIn oder Instagram. So und das hatte eben Klapphaus zum Beispiel nie Weil du bei Clubhouse keine Möglichkeit hattest, überhaupt mit Leuten so richtig in Kontakt zu treten. Deswegen haben alle einen Twitter-Account in ihre Bio geschrieben.

01:03:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, true. Truth Social hast du gesprochen. Social Truth. Okay.

01:03:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Wenn die Markenrechte irgendwann frei werden, dann kaufe ich das.

01:03:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, hast du einen Jingle für mich?

01:03:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, klar habe ich einen Jingle. Spiel doch mal einen Jingle für mich. Wenn du jetzt öfter hier bist, muss denn jemand anders irgendwann einsprechen, ne? Ja, hä?

01:03:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Funktionen und Emotionen.

01:03:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Stimmt, wir haben das früher auch so gemacht. Ja, okay. Sorry, es ist spät.

01:03:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Die erste Geschichte. Da brauche ich keine Emotionen, da brauche ich eine Erklärung. Also erstmal, ich lese mal vor. Threads macht es NutzerInnen jetzt leichter, von einer einzigen URL aus auf ihre Fediverse-Einstellungen zuzugreifen. Oder besser gesagt, es macht es denjenigen leichter, die andere bitten möchten, die Fediverse Sharing-Option in ihren Konten zu aktivieren. Anstatt eine Aufforderung zu posten, dass jemand bitte das Teilen einschalten soll, die mit einer Art Erklärung verknüpft ist, Können Sie jetzt auf eine URL verlinken, die die Option zum Aktivieren der Threads-Funktion mit einem einzigen Klick aufruft? Ich habe kein Wort verstanden.

01:04:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Was ist denn los mit dir, Dennis? Also, schau mal.

01:04:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das ist meine Emotion. Ich habe kein Wort verstanden.

01:04:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also, es gibt.

01:04:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Hat mir auch nicht viel Mühe gemacht, aber bitte.

01:04:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Per Default ist die Fiddiverse Anbindung in Threads nicht aktiviert. Das heißt, du kannst sie einschalten. So, man kann jetzt Sagen, hey Leute, schaltet das mal ein, dann seid ihr auch dezentral unterwegs. Man kann aber auch jetzt einen Link schicken, den du anklickst, und dann wird dir quasi ein Pop-Up angezeigt. Möchtest du das Fediverse Sharing einschalten? Ja, ohne dass du. ich dir erklären muss, hier klickst du da, klickst du da, klickst du da und dann kannst du das einschalten. So, und das Interessante ist an der Nachin, ich habe eine super starke Emotion daran.

01:04:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich glaube, ja auch. Aber ja, was ist interessant?

01:04:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich finde das ist ein tolles Feature. Ich finde das eine gute Idee, solche Dinge einfacher zu machen, um Bewerbung von Funktionen, die für Menschen sind, die eine gewisse Expertise mitbringen oder eine Begeisterungsverfahren. oder auch eine gewisse Nische, dass du denen es einfach trotzdem machst, solche Dinge zu nutzen, obwohl sie vielleicht für die große Masse der Leute, die das Netzwerk nutzen, nicht so interessant sein könnte. So, ob das überhaupt der Fall ist, will ich jetzt nicht diskutieren, können wir ein anderer Mal machen. Aber dasselbe gilt doch auch für die politischen Inhalte. Weil du auch bei Threads, also per Default ist deaktiviert, dass dir politische Inhalte in der For You-Page angezeigt werden. Haben wir hier auch hunderttausendmal darüber gesprochen, immer waren alle wütend und auch zu Recht. Warum gibt es nicht einfach einen Link, um zu sagen, klick hier drauf und die politischen Inhalte werden dir wieder angezeigt? Weil Meta das nicht möchte.

01:05:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich jetzt immer mal in meinen Benachrichtigungen.

01:05:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, aber um dir zu sagen, dass sie jetzt deaktiviert sind. Aber es gibt eben nicht diesen Link, den ich posten kann und sagen kann, hey Leute, Wenn ihr ähnliche Inhalte wie meine sehen wollt, dann klickt hier einfach drauf. Meta möchte das nicht, möchte die politischen Inhalte am liebsten komplett verdrängen und damit den kompletten Journalismus, hat man so das Gefühl. Und das ist am Ende diese Ungleichbehandlung von eigentlich relativ gleichberechtigten Einstellungsmöglichkeiten. Warum gibt es nicht für jede Einstellungsmöglichkeit? Es ist ein kleiner Share-Knopf auf der rechten Seite, dass ich den weiterschicken kann. Weil Meta daran kein Interesse hat. Und das ist schon wieder eine Form von Nudging, die mich wahnsinnig macht.

01:06:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, okay. Ich hatte gerade so ein Gefühl von, na, es ist halt einfach kompliziert mit dem Fediverse. Also gut, das jetzt so zu machen, ne? So, und irgendwie ist in der. In dem Sprechen darüber aber immer noch diese ganze Komplexheit. Aber es ist so, wie es ist. Ich finde, also ich bin ganz bei dir. Es ist gut, das so zu vereinfachen und so herzuleiten. Ist doch mega, dass ich dir einfach links schicken muss.

01:06:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Hier, klickt das mal an, dann sehen das alle. Ist doch eine mega Idee. Ich hätte das gerne für mehr Einstellungen als nur für das. Weil offenbar Meta sich darüber wusstest, die Einstellungen sind ein Dschungel, in denen sich niemand verirren möchte. So.

01:07:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Apropos Einstellungen und Dschungel. Auch bei den Kennzeichnungen, da gibt es jetzt Änderungen an der KI-Info. Zwischenseitig schon gesehen, an manchen Bildern und Postings dran steht. Und Meta schreibt: Für Inhalte, bei denen wir feststellen, dass sie nur mit KI-Tools geändert oder bearbeitet wurden, Verschieben wir die Kennzeichnung KI-Info jetzt ins Menü des Beitrags. Ja, also da muss man jetzt irgendwo reinklicken und dann steht da Mit KI verändert oder irgendwie so.

01:07:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Wenn ich kurz unterbrechen darf, weil wenn da mit KI verändert stehen würde, das wäre ja fantastisch. Da steht KI-Info. Das ist die Formulierung.

01:08:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Kennzeichnung KI-Info. Bei Inhalten, bei denen wir feststellen, dass sie von einem KI-Tool generiert wurden, zeigen wir weiterhin die Kennzeichnung KI-Info an. Und teilen mit, ob der Inhalt aufgrund von branchenüblichen Signalen oder aufgrund einer Selbstauskunft gekennzeichnet wurde.

01:08:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also, diese dieses diese dieses Flag bei Meta ist eine Katastrophe. Ich habe einen befreundeten Fotografen, der postet Fotos, die er fotografiert hat, die von Meta als KI erstellt. gekennzeichnet werden, weil diese branchenüblichen Signale aus. Genau. Wenn das schon ein branchenübliches Signal ist, dann ciao, weil das betrifft halt die meisten professionell erstellten Fotos. Außerdem ist es doch, also der Grund, warum es diesen Flag gibt, ist, damit Menschen in der Lage sind zu sehen, ist dieses Bild hier gerade echt oder nicht, oder wurde das vielleicht teilweise bearbeitet, das heißt. Da steht zwar jetzt die gleiche Frau, die auch fotografiert wurde, aber die steht nicht am Meer, sondern die steht in der Wüste. . Das wäre dann so die Abwägung, die auch richtig ist.

01:09:14 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich finde dieses Beispiel schon super spannend. Weil teilweise bearbeitet heißt für mich was anderes als das, was du gerade genannt hast.

01:09:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Klar, teilweise bearbeitet heißt auch, ich mache mir ein Ohrring.

01:09:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja.

01:09:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber ich wette mit dir, für über 90% der Nutzerinnen und Nutzer ist die Formulierung KI-Info absolut unaussagekräftig. Und wenn man da draufklickt, steht dann auch nur so in Allgemeinplätzen. was man kennzeichnet, dass es auch mal versehentlich gekennzeichnet werden kann. Also es ist so viel bla bla, dass man überhaupt nicht mehr durchdringt, was da jetzt gerade eigentlich warum markiert wurde.

01:09:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und wenn das steht, aufgrund von branchenüblichen Signalen, kann ich dafür von der damit auch herzlich wenig anfangen. Und das ist so dieses, also das eine ist sozusagen der Umgang jetzt mit dieser Kennzeichnung. Das andere ist etwas, was mir generell hier drin auffällt und eigentlich schon seit Jahren ein Thema ist. Ist die verquaste Sprache von Meta. Also ein Teil dieser verquarsten Sprache ist auf Übersetzung zurückzuführen aus dem US-Amerikanischen, wo es manchmal so ein bisschen Auch wenn du so die Pressemitteilung im Meta Newsroom liest und so einfach ein bisschen besser klingt. So, die sind sehr nah beim Englischen in so einer 1:1-Übersetzung und nicht in so einem weiß ich nicht, wie Übersetzer ein Buch übersetzen, ne? So dass man dem einfach auch wirklich entgegenkommt im Verständnis. Genau. Und Das andere ist, dass auch im US-amerikanischen Original dieser Texte häufig einfach eine abstrahierte, verquaste Sprache, um sich bloß nicht festnageln zu lassen. drin vorkommt und das sehe ich hier genauso.

01:10:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Vor allem, es wäre so einfach, dass du sagst, es gibt meinetwegen drei Stufen und beim Upload kannst du sagen, wurde das Bild bearbeitet durch KI, wurden die Inhalte komplett durch KI generiert? Oder ist es irgendwie, weiß ich nicht, ist es hier, ich habe nur Bildbearbeitungsoftwutzt, weißt du, also dass du das so abstufen kannst Und dass dann meinetwegen auch nochmal ein Algorithmus Bilder erkennt, die offensichtlich, offensichtlich, KI generiert wurden. So dass dann eine dieser vier möglichen Flags über so eine Post stehen, nämlich wurde mit KI bearbeitet, wurde durch KI generiert

01:11:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

wurde mit Bildbearbeitungssoftware bearbeitet oder möglicherweise KI identifiziert.

01:11:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, möglicherweise von KI erstellt.

01:11:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das wäre sofort klar. Da sind wir bei deinem Beispiel mit dem befreundeten Fotografen eben, der seine Bilder hochlädt und das steht da einfach, obwohl da gar nichts mit KI drin ist. Nur der Visco C4-Filter liegt irgendwie drüber. Aber das ist so. Also da müsste, wenn die Also ich wäre dafür, es nur mit Selbstauskunft zu machen, weil die KI Detektion per KI komplett fehleranfällig ist. So, also wenn das irgendwie drin, dann müsste da auch noch ein Beipackzettel dabei sein, wie fehleranfällig das ist und dass hier bei dem Bild doch trotzdem alles in Ordnung sein könnte. Und im schlimmsten Fall widersprechen sich die Angaben dann. Also dann lädt irgendwie jemand was hoch und sagt nichts mit KI und dann kommt aber dieses Label und sagt doch. Und dann können sich diese beiden KI-Infos miteinander unterhalten wie ChatGPT und dann

01:12:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Es ist, ähm, ich verstehe den Punkt. Auf der anderen Seite muss man dazu trotzdem sagen, dass die Leute, die mit KI Schindlu da treiben, genau die sind, für die dieses, diese Kennzeichnung wichtig ist, die aber die Selbstauskunft wahrscheinlich nicht tätigen werden. Aber auch da, selbst die Community-Nodes sind eine Funktion, die irgendwie funktioniert. Auch du könntest du einfach machen, die Leute melden Dinge als KI So, als KI generiert oder was weiß ich. Also es gäbe so viele Möglichkeiten. Also wir riffen hier jetzt. Hashtag Schindluder. Hashtag KI einfach drunter schreiben. Hashtag add. Nein, aber wir riffen ja gerade nur rum, wir sind weder vom Fach, was. . was so psychologische Prozesse angeht, die Menschen erleben, wenn sie einen Post sehen und was sie darüber denken und so. Noch arbeiten wir in der Produktentwicklung bei Meta. Und wir haben jetzt schon bessere Ideen, als einfach nur da KI-Info hinzuschreiben, weil so hilft es niemandem. Und es ist so ein bisschen so, ich habe da mit Gregor auch drüber gesprochen, es hat im im Discord auch jemand geschrieben, dass dieser KI-Hinweis, dadurch, dass er so häufig verwendet wird, natürlich auch seine Bedeutung völlig verloren hat, weil du denkst, naja, es steht da eh immer. Und hat die den Bezug aufgestellt, ich das finde ich jetzt leider so schnell nicht, dass in Kalifornien aufgrund eines Gesetzes ja eine auf jedem Produkt, egal ob es ein Putzmittel, ein Putzeimer oder eine Schokolade ist, dass da draufsteht, dieses Produkt ist möglicherweise krebserregend. Was dazu Geführt, dass dieser Warnhinweis gar keine Bedeutung mehr hat, weil es eben überall drauf steht.

01:14:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, da sind wir wahrscheinlich in der üblichen Diskussion über Warnhinweise und deren Nutzwert. Ja. Ja, eine KI-Ampel. Führen wir dann irgendwann an.

01:14:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das habe ich ja auch gesagt.

01:14:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

KI-Haltungsform 4.

01:14:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Oder Al Gregor hat, glaube ich, eine Nutri-Score für KI vorgeschrieben.

01:14:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, genau. Grog. Soll, wir bleiben noch kurz bei KI, bald als separate App kommen.

01:14:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, da hat im Discord jemand die These aufgestellt, dass man damit dann auch GOK benutzen kann, ohne für Ex Premium zu zahlen. Da weiß ich nicht, ob ich das mitgehe. Oder ob das nicht nur funktioniert, wenn du dich mit dem X-Account dort anmeldest. Interessant finde ich aber, dass der Weg von X zu Everything-App offenbar so lang ist. Dass man zwischendurch einfach mal andere Apps so anders ausbaut, weil eigentlich widerspricht das ja der Idee der Everything-App.

01:15:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, gut, ja. Bisher wird nicht so viel Everything spürbar.

01:15:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das ist so. Elon Musk hat Zeit über die katholische Kirche zu twittern und über das Diablo Gaming Franchise

01:15:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also wenn das jetzt nicht die große Gassi Runde war, dann war sie auch nicht. Wollte ich mal sagen, ich bringe wieder Zeit mit, Gavin.

01:15:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, danke, Dr. Dennis, für diesen kleinen Referat heute.

01:15:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, Professor. Professor. Ich möchte noch sagen, wenn also wenn ihr mit Gavin noch mehr Zeit verbringen möchtet. Ach, stimmt.

01:15:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Oh ja, das ist ein interessanter Fakt, der ganz wichtig ist.

01:15:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Dann gibt es noch mal einundsiebzig Minuten obendrauf im Hauptvollen News Podcast von Nicole Diekmann. Die Episode heißt Elon Musk in Lieb. Bist du damit gemeint? Das muss man sich erstmal anhören, um das zu erfahren. Oh, das. Das ist die große Teaser-Kunst, die wir hier aussehen.

01:16:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber also das ist wirklich ein tolles Gespräch geworden, wer den Podcast noch nicht kennt. Nicole Diekmann. spricht so über Nachrichten, die Hoffnung stiften unter der Woche. Kleiner Spoiler, ich habe in mindestens einer Nachricht die Hoffnung rausgezogen.

01:16:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Sorry, Nicole, an der Stelle. nachgekommen.

01:16:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber auf der anderen Seite, wir reden auch tatsächlich viel über Social Media in Schulen, weil wir den eine der Nachrichten, so viel kann ich glaube ich verraten. Die wir eben dort besprechen, die Meldung ist, die wir hier auch angeschnitten haben, dass Meta eben Teenager-Accounts bei Instagram einführt. Ist wirklich ein schönes Gespräch geworden, hat viel Spaß gemacht und da war ich stimmlich auch noch nicht so angeschlagen wie jetzt.

01:16:38 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich fand das gar nicht schlimm heute übrigens mit der Stelle.

01:16:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Danke. Danke. Ich fand dich auch nicht schlimm.

01:16:43 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich würde dich wieder einladen. Dann komme ich auch nochmal. Danke, lieber Dennis. Bis bald.

01:16:48 Gavin Karlmeier

Bis bald.