Hausbesuche von Elon Musk klingen an sich ja schon schlimm – aber Hausbesuche von Elon Musk, während man krank im Bett liegt?!
Außerdem: Reels bekommen einen Abspann und Frank Thelen kommt womöglich zur Besinnung.
New York Times über Musks Tweets: https://www.nytimes.com/2024/09/27/technology/elon-musk-x-posts.html
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Franzi.
00:07 Franziska Bluhm
Hallo Gavin.
00:09 Gavin Karlmeier
Du bist Franziska Blum. Du bist meine erste Gästin in dieser Woche und du bist Digitalberaterin, Journalistin, Internet Urgestein, hätte ich fast gesagt, aber im schmeichelhaftesten Sinne. Und ich freue mich, dass du heute hier bist.
00:22 Franziska Bluhm
Ja, vielen Dank. Ich freue mich auch mal wieder hier zu sein. Und ich freue mich vor allem hier zu sein nach Nicole, weil ich finde, das ist ein sehr, sehr schöner Rhythmus, den du da jetzt etabliert hast. Also ich hoffe, wir behalten das.
00:33 Gavin Karlmeier
Es wird langsam zum Ritual, dass sie sozusagen das Mikrofon an dich weitergibt.
00:37 Franziska Bluhm
Ja, und ich habe gehört in der letzten Ausgabe, dass du Urlaub machen willst.
00:41 Gavin Karlmeier
Das habe ich so im Nebensatz gesagt, einfach, weil sie gesagt hat, sie würde dich gerne mal kennenlernen. Habe ich gesagt, dann setze ich euch doch einfach mal zusammen hier hin als Urlaubsvertretung. Und daraus haben jetzt ganz viele Leute gemacht, Gavin macht Urlaub, was?
00:52 Franziska Bluhm
Urlaub kannst du machen.
00:55 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht mal sehen. Also vielleicht kriege ich euch ja mal zu zweit hier einfach ans Mikrofon.
00:59 Franziska Bluhm
Ja, sag einfach Bescheid, wenn du Urlaub machen möchtest. Wir versuchen uns dann zu organisieren.
01:05 Gavin Karlmeier
So machen wir das. Wir gehen direkt in die Themen. Wir haben nämlich heute ein bisschen was vor uns. Und wir haben gerade beide im Vorgespräch schon festgestellt, oh, Elon Musk schon wieder. Und deswegen fangen wir mit Meta heute an, um mal so ein bisschen lockerflockig in die Woche zu starten. Und wir fangen vor allem mit etwas an, das Adam Mossari erzählt hat, Instagram-Chef und Thread-Chef. Der hat ein bisschen was darüber erzählt, über so, es gibt ja so urbane Mythen, die sich immer halten bei Social Media ManagerInnen und Menschen, die Content erstellen, wie zum Beispiel, hey, viel speichern ist total gut für den Algorithmus, wenn die Leute den Content speichern, das ist das Beste, was passieren kann. Oder wenn du einmal Werbung geschaltet hast, dann kriegst du keine organische Reichweite mehr. Oder wenn du Inhalte außerhalb von Instagram baust, dann ist das schlecht für den Algorithmus. Und dazu hat sich mal Sari jetzt mal geäußert und das habe ich mal mitgebracht, weil ich es. Weil er uns das direkt zum nächsten Thema leitet und die Kombination ist hochinteressant. Ich fang einfach mal an. Ich spiele dir das mal vor, was er erzählt.
01:58 Speaker 3
Quick Myth Bust I hear from a lot of creators that they're worried that if they edit their video in a third-party app, it'll affect their reach on Instagram. And that is not true. But what is true is that no matter what app you use to edit the video, if there's a big watermark on top of that video the whole way through, that will affect your reach. So if you're using another app, great. Just make sure not to use or to remove any watermarks and you'll be good to go. Tschüss schön. Peace.
02:24 Gavin Karlmeier
Also Peace am Ende. Peace. Ich höre das in manchen Podcasts als Verabschiedung immer. Peace. Und vielleicht wissen wir jetzt, wo es herkommt. Es ist eigentlich ein Masserismus.
02:37 Franziska Bluhm
Ich glaube es gar schon vorher, ehrlich gesagt.
02:39 Gavin Karlmeier
Ja, wahrscheinlich, ja. Also was er da gesagt hat, war, er fängt an mit einem Mythbust, wie er es nennt, mit dem Zerschlagen eines Mythoses, dass wenn du Inhalt außerhalb von Instagram erstellst, dass das sich negativ auf die Reichweite auswirken würde, das ist nicht der Fall. Sagt aber, was sich durchaus schlecht auf die Reichweite auswirken kann, ist es, wenn du ein großes Wasserzeichen im Video verwendest. Das wäre wohl durchaus schädlich für ein Video, deswegen sagt er, verhinder das, keine Wasserzeichen im Video und dann bist du. Good to go. Was haben wir da für Gefühle, Franzi?
03:09 Franziska Bluhm
Naja, ich denke sofort an die vielen TikTok-Videos, die auf Instagram herumgeistern und die auch sehr gut erkennbar sind als TikTok-Videos, weil ein Wasserzeichen auf diesen Videos drauf ist. Also ich gehe mal fest davon aus, dass er darauf anspielt und eigentlich gerne möchte, dass alle ihre Videos als Reels editen.
03:28 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig so habe ich es auch gelesen. Finde aber auch interessant, weil die Methode, die dahinter stecken muss, um diese Wasserzeichen zu erkennen, ist ja die Methode, die wir eigentlich schon länger auch von Facebook kennen, dass Videos, in denen. . unbewegte Elemente lange Zeit zu sehen sind, schädlich für das Video sein können. . Also dass du zum Beispiel, wenn du ein Meme postest, es eigentlich nur eine Grafik ist und daraus aber ein Standbild machst, das 30 Sekunden geht, dass das als Video nicht performt. Weil eben der Algorithmus unbewegte Elemente im Video erkennt. Finde aber auch interessant, dass Wasserzeichen ja in der Regel gar nicht zwangsläufig unbewegt sind, sondern sie sind ja durchlässig, sind ja transparent. Das heißt. Offenbar haben sie sich etwas überlegt, um solche Kennzeichnungen in einem Video dauerhaft zu erkennen. Was gleichzeitig aber bedeutet, dass wenn du von außen Text auf ein Video packst, also auch wenn er hier Gegenteiliges sagt, Ähm, der die ganze Zeit auf dem Video zu sehen ist, sowas wie Befolge uns auf oder folge unserem Podcast oder ein Logo in der Ecke, zum Beispiel, wenn du das ZDF bist, dass das theoretisch auch schon schädlich sein kann. Das ist ja das, was da eigentlich am Ende mitschwingt, oder?
04:34 Franziska Bluhm
Ja, es ist halt ein unbewegtes Bild, was da drauf ist. Das heißt also, deswegen ist es so gut, wenn wir Untertitel haben, die sind dann ja so schön bewegt. Aber ja, du hast recht. Also theoretisch ist es auch so, dass ein Wasserzeichen bzw. ein Logo ZDF, ARD, keine Ahnung sich dann auch negativ auf die Reichweite auswirkt. Ja, das würde ich auch so lesen.
04:57 Gavin Karlmeier
Schau, dann haben wir zum Wochenstart direkt das erste Takeaway, die erste Aufgabe. Leute, schmeißt eure Corner-Logos weg.
05:04 Franziska Bluhm
Ja, oder denkt euch was Besseres vor, um aus, um eure Videos als ARD zu branden oder als Tagesschau zu branden.
05:12 Gavin Karlmeier
Ja, lasst doch den Sat-1-Ball einfach die ganze Zeit sich drehen in der Ecke.
05:15 Franziska Bluhm
Genau, oder Tagesschau. Alle haben jetzt einfach Tagesschau-Cappies auf.
05:22 Gavin Karlmeier
Perfekt, genau. Man nimmt das einfach in die echte Welt mit oder hängt sich ein Tagesschauposter hinter sich. Egal wo man ist, egal in welcher Lage.
05:29 Franziska Bluhm
Guck mal, dann bewegt sich das Logo sogar mit so einem Cäpping.
05:34 Gavin Karlmeier
Oder so, diese, wie heißen die, Beachflags, diese tropfenförmigen Aufsteller, die man auf Messen oft sieht, wenn man die einfach immer mitnimmt, wenn irgendwo eine Lage ist, dann ist man auf der sicheren Seite, zumindest was die Reichweite angeht.
05:47 Franziska Bluhm
Naja, oder wenn das Mikro sich bewegt, geht ja auch.
05:49 Gavin Karlmeier
Auch sehr gut. Also man kann kreativ werden. Das Interessante daran ist aber, dass gleichzeitig Instagram etwas angekündigt hat. Und zwar kennen wir ja alle das hier. Ich spiele dir ganz kurz etwas vor. Mal gucken, ob du sofort erkennst, was es ist. Auch wenn du es jetzt wahrscheinlich sogar siehst, aber trotzdem das hier. Ich spiele es nochmal vor, ich habe drüber geredet. Was ist das für ein Sound?
06:11 Franziska Bluhm
Ja, also ich kannte, ich habe erst versucht, nicht hinzugucken, sondern nur zu hören und habe gedacht: Boah, scheiße, woher kennst du den Sound? Und dann habe ich aber gelesen, dass es der TikTok-Ending-Sound ist.
06:22 Gavin Karlmeier
Genau. Also wenn du bei TikTok ein Video wenn du bei TikTok ein Video herunterlädst, dann ist hinten dran immer genau dieser Sound mit so einem Abbinder mit dem TikTok-Logo, damit man eben nicht nur das Wasserzeichen hat, das sich bei TikTok ja auch die ganze Zeit bewegt in unterschiedliche Ecken, damit man das nicht einfach abschneidet kann, sondern eben auch hinten dran nochmal, um zu zeigen. Das war jetzt ein TikTok-Video. So, bei Instagram gibt es das noch nicht, wird aber jetzt offenbar kommen. Und es gibt auch diesen Sound, der aber von der Community schon sehr umstritten aufgenommen wurde. Auch den spiele ich dir direkt mal vor. So soll es klingen, wenn man zukünftig ein Reel herunterlädt, das wird dann da hinten dran gebappt. Spielst du nochmal vor?
07:02 Franziska Bluhm
Boah, irgendwie gruselig, oder?
07:04 Gavin Karlmeier
Das ist der Sound von Instagram Reels zukünftig. Ja, es ist wahnsinnig dark, es hat sowas Wahnsinnig Bedrohliches, sowas Düsteres, sowas Ernstes, also nicht all die Dinge, die man eigentlich mittlerweile mit Reels assoziiert. Aber dieser Sound soll da jetzt wohl hinten angepackt werden. Das heißt, offenbar hat Instagram diesen Kampf gegen TikTok jetzt an zwei Fronten eröffnet, nämlich auf der einen Seite Videos, die von TikTok erstellt wurden, bei Instagram massiv abzustrafen. Und andererseits aber genau das gleiche zu machen, was TikTok macht, denn dass es schon so eine Einblendung des Urhebers und dem Instagram-Logo gibt. Das ist ja schon länger der Fall. Dass jetzt hinten dran noch so ein Abbinder kommt, der genauso ist wie bei TikTok, das finde ich schon hochinteressant.
07:44 Franziska Bluhm
Ja, aber es wird wirklich, wenn man die Sounds vergleicht. Das eine ist irgendwie eher so das Freundliche. Ich kann es gar nicht nachmachen. Und also das Reels klingt, also es klingt wirklich eher bedrohlich. Oder es beginnt so eine so eine große Beethufen-Oper oder so. Willst du es nochmal hören? Mach nochmal bitte, ja, für uns alle.
08:08 Gavin Karlmeier
Ja, so klingen Reels jetzt.
08:11 Franziska Bluhm
Na gut, wenn Sie das wollen.
08:15 Gavin Karlmeier
Ja, du hast es zuerst gehört. Ja, also damit steigen wir ein. Also auch da, es wird ein Ubinder bei Reels geben, hurra, hurra.
08:24 Franziska Bluhm
Ja, es ist spannend, ne? Also, weil, ähm, oder es ist spannend eigentlich, wie viel ja dann doch mit Sounds auch gespielt wird. Also ich meine, du könntest wahrscheinlich sofort den den Netflix Sound auch nachmachen, oder?
08:35 Gavin Karlmeier
Geht denn da nochmal?
08:36 Franziska Bluhm
Kannst du?
08:37 Gavin Karlmeier
Ah, stimmt.
08:38 Franziska Bluhm
Ja, dudum. Irgendwie so, oder?
08:40 Gavin Karlmeier
Oh Gott.
08:41 Franziska Bluhm
Wer uns jetzt zuhört. Montagmorgen. Wir gehen die Sounds durch. Naja, also ich meine, aber es ist ja schon interessant, dass sie alle damit arbeiten. Und andererseits hier, ähm Amazon. Ich glaube, Amazon hat auch so einen Sound. Die haben ja alle so einen Sound irgendwie. Und eigentlich. Eigentlich krass, dass halt auf Social Media dann eher so dann durch TikTok jetzt so geprägt wurden, sie es jetzt jetzt wieder alle dann auch wiederum nachmachen. Also Schon irgendwie interessant, aber ich weiß nicht, was man damit mitnehmen könnte.
09:13 Gavin Karlmeier
Ich finde das interessant, weil es ganz lange den, ich will jetzt nicht kein Kollegenbashing betreiben, aber. Es gab lange die Unart, dass man so eigene Abbinder, so Closer gebaut hat, die man ans Ende der Instagram-Stories gesetzt hat mit dem Logo der Redaktion, des Teams, der Marke, was auch immer. . . Und das immer schon auf eine Art schädlich war, aber nicht, weil das algorithmisch gebremst wurde, sondern. Also möglicherweise auch, aber einfach weil die Leute in dem Moment, wo sie es gesehen haben, wussten, jetzt muss ich nicht mehr weiter gucken und immer rausgegangen sind. Man hat das dann jahrelang in die Leute eingetrümmert, dass es dann, dass man das nicht mehr macht. Wir machen das alle nicht mehr, jetzt gibt es das nicht mehr. Und jetzt fängt Instagram an, das selber einfach an, so Dinger ran zu flanschen.
09:51 Franziska Bluhm
Ja, du hast recht. Andererseits, ich finde, es ist schon noch was anderes und es war richtig, dass wir es den Leuten eingeflanscht haben. Weil meistens war es nicht nur eine Sekunde, sondern es war länger. Und daher finde ich, ist das jetzt schon ganz okay. Also es hat schon was gebracht, hoffe ich zumindest. Okay, jetzt kommen die Plattformen selber und N nochmal einen Sound dazu. Ja.
10:14 Gavin Karlmeier
Ich bin gespannt, wann der erste Online-Dienst startet, indem man so einen Reel hochlädt, der das automatisch abschneidet, der sich die letzten vier Sekunden einfach abschneidet.
10:23 Franziska Bluhm
Es wird passieren.
10:24 Gavin Karlmeier
Ja, und dann KI-gestützt auch noch das Wasserzeichen ausrechnen wieder und dann sind wir eigentlich alle fertig. Apropos fertig. Wer offenbar auch miteinander fertig ist, ist Meta und die Deutsche Telekom. Die beiden hatten jahrelang einen Streit und zwar ist es so. Ganz lange hat Meta der Deutschen Telekom Geld gezahlt dafür, dass sie ein sogenanntes Direct Peering durchführen können. Also, dass sie nicht über Umwege gehen, sondern eine direkte Verbindung zu Telekom haben, damit die Nutzerinnen und Nutzer der Deutschen Telekom schneller auf die Meta-Angebote zugreifen können, also Instagram, Facebook, was auch immer, damit es keine Latenzen gibt. Das haben sie ganz lange gemacht, bis es Corona gab. Ich beziehe mich hier auf die Information des Handelsblattes, Sie haben das ganz gut zusammengefasst, die ganze Geschichte. Während der Corona-Krise hat Meta angefangen, diese Zahlung einfach einzustellen und zu sagen, das. Können wir gerade nicht leisten. . . Das fand die Telekom aber nicht nachvollziehbar und ist deswegen vor Gericht gezogen, hat aber weiterhin diese Leitungen für Meta zur Verfügung gestellt. Das Landgericht Köln hat dieses Jahr im Mai dann geurteilt, dass Meta 20 Millionen Euro Gebühren zahlen müsste, weil Meta den Vertrag durch weitere Nutzung dieser Leistungen und Leitungen aber bestätigt hat. Also das heißt juristisch gesehen Konkludente Einwilligung. So, ich fühle mich hier schon wie Chanjo-Jun in seinen Reels. Auf jeden Fall. Hat Meta aber daraus jetzt die Konsequenz gezogen. dass sie nicht mehr direkt auf die Leitung der Deutschen Telekom zugreifen, sondern über einen Umweg gehen. Also sie haben sozusagen einen Server dazwischen, der die Daten weiterleitet an die Deutsche Telekom, damit sie denen nicht mehr zahlen müssen. Und was da eigentlich als großes, ganzes Bild eben hinterliegt ist Ist die Frage, ist es eigentlich legitim, dass die Deutsche Telekom nicht nur das Geld der Nutzerinnen und Nutzer in Anspruch nimmt oder nimmt So und sagt, wir möchten dafür bezahlt werden, dass ihr über unsere Leitung ins Internet kommt, sondern auch von denen die Inhalte zur Verfügung stellen, um zu sagen, ihr habt so viel Datenstrom bei uns, ihr müsst uns dafür in Betrag zeigen, dass wir dann auch Daten maut. genannt. Es gibt da offenbar zwei Meinungen, aber eine, die sehr in der Internetbubble die vorherrschende ist. Markus Beckedahl hat das mal zusammengefasst. in einem längeren Posting auf Threads und hat geschrieben Zwischen der deutschen Telekom und Meta eskalierte ein Streit um die sogenannten Transitgebühren. Die Folge könnte nun sein, dass die Telekom nicht mehr so schnell auf die Meta-Dienste zugreifen kann, aber im Kern geht es um die Grundfragen der Netzneutralität zulasten der VerbraucherInnen. Hintergrund ist der sehr intransparente Markt des Peering, also wie sich Netze zusammenschalten und die Daten austauschen. Telcos wie die Telekom wünschen sich gerne einen doppelten Markt, sowohl von Kunden als auch von Anbietern Geld für die Durchleitung zu haben. Das aber gefährdet die offene Grundstruktur des Netzes, denn wenn niemand mehr ausschließen kann, dass der eigene Dienst den Telcos auch noch zusätzlich Geld für die Durchleitung zahlen muss, Also zusätzlich zu sowieso anfallenden Hosting-Gebühren. Und immer ein Damocless-Schwert mitschwingt, dass diejenigen, die Durchleitungsgebühren zahlen, selbstverständlich auch schneller durch das Netz geroutet werden. haben wir einen Teufelskreis. Und Beckedal fordert jetzt hier, dass die Bundesnetzagentur hier eine Lösung findet, um Netzneutralität in diesem Fall zu sichern. Er sagt, er schreibt es zwar aus einer Position heraus, indem er die Deutsche Telekom eher sympathischer findet als den Metakonzern, aber die Grundlagenentscheidung ist hier das, worum es geht, weil sie Auswirkungen auf uns alle haben wird.
13:36 Franziska Bluhm
Boah, das war jetzt komplex.
13:39 Gavin Karlmeier
Jetzt soll ich es nochmal mit eigenen Worten kurz zusammen.
13:41 Franziska Bluhm
Ich glaube, es wäre das Einfachste, weil ich glaube, es gibt bestimmt ganz viele Hörer, die jetzt gerade raus sind.
13:47 Gavin Karlmeier
Ja, das glaube ich auch. Also, die zentrale Frage ist es, ob wir noch ein neutrales Netz haben, in dem alle Daten gleichberechtigt weitergeleitet werden. Wir haben öfter schon hier in dem Podcast über Netzneutralität gesprochen und wie eigentlich die Provider damit umgehen, dass unterschiedliche Daten unterschiedlich zu den NutzerInnen kommen. Und die Forderung, die Beckedal hier klar macht, ist. Wir brauchen ein Grundsatzurteil der Bundesnetzagentur, damit die Netzneutralität eben nicht gefährdet ist, damit wir als Nutzerinnen und Nutzer nicht darauf angewiesen sind, dass irgendein Telekommunikationsunternehmen mit irgendwelchen. . . Inhalteanbietern Verträge schließt, um dessen Inhalte besser durchs Netz zu führen oder im Zweifel sogar auch schlechter. Also, dass es eben keine unterschiedliche Behandlung von identischen Dienstleistungen gibt, nämlich dem Weiterleiten von Paketen im Internet.
14:33 Franziska Bluhm
Hat sich denn die Bundesnetzagentur dazu mal geäußert in den letzten Wochen, Monaten?
14:39 Gavin Karlmeier
Das kann ich dir gerade nicht sagen.
14:41 Franziska Bluhm
Weil das wäre ja interessant, ne? Also ich meine, ich. Verstehe Beckedals Forderung und kann sie auch komplett nachvollziehen, aber die Frage ist ja: erstens, also warum oder wie kann es überhaupt dazu kommen, dass es solche Verträge ja überhaupt schon gegeben hat. Und Andererseits ja auch, warum hat offenbar die Bundesnetzagentur daran kein Interesse? Weil sonst hätte es ja schon längst mal ein Urteil dazu gegeben. Die Debatte ist ja nicht neu.
15:07 Gavin Karlmeier
Nee, Debatte ist gar nicht neu. Wir hatten auch schon ganz ähnliche Ableger dieser Debatte, als wir uns um solche Dinge gekümmert haben wie diese Data Pass Services, wo es die Möglichkeit gab, dass du zum Beispiel bei der Vodafone oder bei der Telekom gewisse Webseiten aufrufen kannst, ohne dafür dein Datenvolumen aufzubrauchen. Also Spotify zum Beispiel.
15:26 Franziska Bluhm
Spotify gab es ja ganz lange, ne?
15:27 Gavin Karlmeier
Aber irgendwann haben sie es dann abgeschafft.
15:29 Franziska Bluhm
Ich glaube auch im Grunde, ich glaube, da gab es auch irgendein Urteil, ehrlich gesagt, dazu.
15:34 Gavin Karlmeier
Haben wir hier auch drüber gesprochen. Und ich komme jetzt wieder aufs Handelsblatt, das Handelsblatt hier so ein bisschen als Ursache sieht, ist das Lobbyieren der Telekommunikationsbranche. Also Timotheus hat. Das ist der Telekomchef, kämpft schon seit Jahren für politische Rahmenbedingungen, um solche Deals leichter abzuschließen. Und tatsächlich ist es auch so, dass es in anderen Ländern, also zum Beispiel in Frankreich oder Spanien, diese Datenmaut tatsächlich auch als politischen Willen gibt. Das ist ein zweischneidiges Schwert, politisch gesehen, finde ich, denn man kann natürlich auch verstehen, dass jetzt eine deutsche Regierung sagt. Ein deutsches Unternehmen wie die Deutsche Telekom könnte mehr Geld verdienen, wenn sie auch Geld von den Big-Tech-Unternehmen bekommt. Das ist aber eine rein wirtschaftliche Entscheidung und keine. . Ethische am Ende, keine moralische, denn die moralische Entscheidung ist ja, dass alle Inhalte gleichermaßen behandelt werden durch solche Telekommunikationsunternehmen. Netzneutralität eben.
16:28 Franziska Bluhm
Ja, ja, klar.
16:30 Gavin Karlmeier
Ja, hochinteressant. Ich bin ich hab das Gefühl, da ist das letzte Wort eigentlich noch nicht gesprochen in der Frage Meta gegen Deutsche Telekom. Ich hoffe, dass wir jetzt nicht so eine Schlammschlacht erleben, bei der deutsche Telekom NutzerInnen bei Instagram längere Wartezeiten haben als bei allen anderen. anderen Dienstleistern im Internet, weil das am Ende auch ein Verstoß gegen die Netzneutralität natürlich wäre. Aber ich finde, diese Geschichte ist es wert, mal hier so erzielt zu werden.
16:57 Franziska Bluhm
Absolut und ich glaube, es macht auch Sinn, daran zu bleiben und zu schauen, was sozusagen jetzt aus, also wie sich die Bundesnetzagentur dazu mal verhält. Ob es da mal ein Eingreifen gibt oder eben auch nicht, also gerade weil du ja schon gesagt hast, dass die anderen Länder da Ganz anders damit umgehen in Europa. Ich glaube fast eher, dass man versucht, sich da weiterhin rauszuhalten.
17:23 Gavin Karlmeier
Man weiß es nicht. Also, es gibt tatsächlich, gab es einen Befürworter dieser Datenmaut, der das versucht hat, auf EU-Ebene erarbeiten zu lassen. Bekannter dieses Podcasts, nämlich Thierry Breton. Thierry Breton, der nicht mehr da ist und der interessanterweise zuvor ja auch Chef der französischen Telekom war. Also auch bei ihm muss man sagen, gibt es vielleicht tatsächlich eine Art Interessenkonflikt an der Stelle.
17:44 Franziska Bluhm
Vielleicht.
17:45 Gavin Karlmeier
Könnte man so lesen, ja.
17:48 Franziska Bluhm
Die Frage haben wir jetzt die neue damit gesehen, ne? Also ich habe ihren Namen leider noch nicht ganz parat. Die Nachfolgerin von Thierry, oder die ist noch gar nicht gewählt, ist nur nominiert oder irgend sowas, ne?
17:57 Gavin Karlmeier
Ja, im November wird das bestimmt.
17:59 Franziska Bluhm
Ja, wäre auch zu sehen, wie sich dann halt überhaupt die Politik daran diesbezüglich ändert, ob sich die Politik der EU ändert oder wie. Also ich bin da sehr gespannt.
18:09 Gavin Karlmeier
Sie heißt übrigens Henna Wirkunen.
18:11 Franziska Bluhm
Danke, dass du es nochmal nachreichst.
18:13 Gavin Karlmeier
Gerne. Ja, also da sind wir sowieso alle sehr gespannt, wie das aussieht, wenn sie dann das Tagesgeschäft aufnimmt und in welche Richtung sie so Sich äußert, ob sie es überhaupt tut oder ob sie eher passiv sein wird, das wird alles die Zeit zeigen. Wir bleiben dran Wie immer, ihr wisst das. Wir bleiben dann. Hakendran-Hörer wissen es zuerst.
18:33 Franziska Bluhm
Ich habe gerade überlegt, ob du mal so einen Personenindex bräuchtest für Haken dran. Weißt du, so ein so eine Seite, wo man die wichtigsten Personen, ähm, ähm die wichtigsten agierenden Personen. Und so weiter.
18:44 Gavin Karlmeier
Und in welchen Episoden sie erwähnt wurden. Ja, ja, genau.
18:47 Franziska Bluhm
Das ist doch cooler. Es könnte doch die KI für dich lösen, oder? Kann das mal einer bauen da draußen?
18:51 Gavin Karlmeier
Ich finde auch. Es braucht eine HKI.
18:54 Franziska Bluhm
Eine HKI, ne?
18:56 Gavin Karlmeier
Die alle Skripte aller Episoden nimmt und dann auch so Querverweise aufstellt. Und dann kannst du alle Geschichten. von Ex versus Brasilien zum Beispiel mir einmal nennen. Und dann kriegst du die alle aufgelistet. Das wäre toll. Also wenn sich da jemand berufen fühlt Ich stelle alles zur Verfügung. Wir sind dran auf jeden Fall. Also, wenn das jemand hört aus dem Discord Hilft uns, Leute. Und alle, die den Discord nicht kennen, an der Stelle, es gibt einen Hakendran-Discord. Das ist, für alle, die Discord gar nicht kennen, das ist ein Chat-Tool, in dem ganz viele Chatrooms sind, die sich aber alle um feste Themen drehen. Und da drin ist eine Community von über tausend Leuten, die sich eigentlich regelmäßig und dauerhaft austauscht. über die Themen, über die wir hier sprechen. Und es ist, also es ist eigentlich wie eine ganz große Redaktionskonferenz für den Podcast hier, inklusive großem Housekeeping im Anschluss. Leuten, die mit mir schimpfen, weil ich V-Kontakte nicht russisch aussprechen kann, zum Beispiel. Ich werde wissen, wenn wir das nächste Mal über Pavel Duroff sprechen, habe ich es gelernt. Also findet ihr unter hakendrann. org. Kleiner Webeblog beendet. Ansonsten hat die irische Datenschutzbehörde, die im Moment ganz schön anfängt auch zu arbeiten gegen Social Media Unternehmen, hat eine Strafzahlungen gegen Meta erhoben und zwar in Höhe von 101,5 Millionen Dollar, also 91 Millionen Dollar. Und tatsächlich geht es um eine Geschichte aus dem Jahr 2019 Bei dem Meta offenbar die Passwörter von bis zu 600 Millionen Konten im Klartext auf den Servern gespeichert hatte. Also, das ging offenbar, war nicht allzu lang, es wird von mehreren Wochen gesprochen, aber dass diese Daten halt im Klartext auf einem Server liegen, denke ich mir auch so, wie also, wie kann das denn passieren?
20:46 Franziska Bluhm
Ja, es ist eine sehr, sehr gute Frage. Wie kann das passieren? Ich kann mich ehrlich gesagt sogar dunkel daran erinnern, dass das damals ein großes Thema war. Also viele Medien auch darüber berichtet haben. Ja, wie kann das passieren? Was haben sie denn damals gesagt? Ich kann mich nicht mehr erinnern. Schnitt Happens war, glaube ich, so ungefähr die Antwort, ne? Also wenn ich es auch erzähre.
21:11 Gavin Karlmeier
Ja, genau so.
21:13 Franziska Bluhm
Meta
21:14 Gavin Karlmeier
Im Grunde war das Sinn.
21:15 Franziska Bluhm
Aber erzähl du weiter, dann ich versuche mal parallel zu recherchieren.
21:18 Gavin Karlmeier
Das war es schon mit der Geschichte. Ich werde dich jetzt mitgenommen zu Elon Musk.
21:21 Franziska Bluhm
Gerne. Das finde ich schön, dass wir endlich über Elon Musk reden.
21:26 Gavin Karlmeier
Wir können ja zuerst mal über Tesla sprechen. Wir nähern uns langsam Elon Musk an. Es gab eine Geschichte, die ist am Wochenende ziemlich viel herumerzählt worden und zwar. geht es um das Testerwerk in Grünheide. Das ist ja unterlei in vielerlei Themenwelten schon diskutiert worden, was da alles falsch läuft, ob Klimaschutz, ob Kommunalpolitik, ob Arbeitsbedingungen und genau um dieses Thema dreht sich auch die heutige Nachricht. Und zwar geht es darum, dass offenbar die Führungskräfte des Tesla-Werks in Grünheide immer wieder Menschen besucht haben zu Hause, wenn sie dann krankgeschrieben waren. Hintergrund ist, dass der Krankenstand bei Tesla dreimal so hoch ist wie im Branchenschnitt, wird hier gesagt, und vor allem an gewissen Wochentagen, im hier konkreten geht es um den Freitag. Die Leute viel häufiger krank sind als sonst. Und der Krankenstand sei, so sagt der mit vorne, Personalchef, nee, Werksleiter, so André Thierk, Werksleiter André Thierik sagt, dass Mitarbeiter mit hohen Fehlzeiten, hat er in der Betriebsversammlung gesagt, arbeiteten nicht ehrenhaft und sagt: In Sommermonaten oder freitags erreicht dieser Krankenstand bis zu 15 Prozent und sagt, das funktioniert nicht und deswegen hatte die Die Belegschaft über Hausbesuche informiert und das Vorgehen dargelegt und nach eigener Aussage sei dieses Vorhaben auf große Zustimmung in der Belegschaft gestoßen. Was wirklich niemand vorstellen kann.
22:53 Franziska Bluhm
Was ist auf große Zustimmung? Dass man nie besucht zu Hause, das ist auf große Zustimmung. Also Sie finden das schön.
22:58 Gavin Karlmeier
Nee, ist doch nett.
22:59 Franziska Bluhm
Okay, vielleicht bringt es auch gut.
22:59 Gavin Karlmeier
Und auch bringt ihr dann immer noch was zu essen mit oder was?
23:05 Franziska Bluhm
Oder die Medikamente werden vorbeigebracht
23:09 Gavin Karlmeier
Interessant. Das ist auf jeden Fall die Sache der Ig-Metall-Bezirksleiter Dirk Schulze aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Sagt, dass das Problem offenbar nicht bei den Menschen liegt, die sich krank melden, sondern an der Tatsache, dass viele Mitarbeitende, eigentlich aus allen Bereichen, mit denen er gesprochen habe, von extrem hoher Arbeitsbelastung berichten würde. Und er sagt weiter, wenn die Werkszeitung den Krankenstand wirklich senken will, sollte sie eher einen Teufelskreis durchbrechen. Also hier wird davon gesprochen, dass es eben nicht das Problem der Leute ist, dass sie krank werden, sondern eher daran, wie mit den Leuten umgegangen wird, die dort eben offen war, viel zu hart arbeiten.
23:44 Franziska Bluhm
Okay, hattest du was dazu gesagt oder habe ich es gerade einfach noch nicht mitbekommen? Also sind das normale Acht-Stunden-Schichten, Sechs Stunden-Schichten? Ich weiß nicht was. Also, wie, was kann man denn zu den Arbeitsbedingungen sagen? Gibt es da irgendwie Aussagen?
23:57 Gavin Karlmeier
Das weiß ich tatsächlich nicht.
23:59 Franziska Bluhm
Okay, weil das wäre ja interessant, ne? Also wie ob daran, also, ne, also ja, wie es dazu kommt oder ob ob Zeiten eingehalten werden, eine Ruhezeiten eingehalten werden und so. Das sind ja alles so Sachen, die dann halt eine wichtige Rolle spielen. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Hast du es mal erlebt, dass in deinem ganzen Berufsleben jemand vorbeigekommen ist?
24:21 Gavin Karlmeier
Nein, wenn mir die Hausaufgaben vorbeigebracht hat.
24:23 Franziska Bluhm
Das gab es, glaube ich, aber das war schon lange her, genau.
24:26 Gavin Karlmeier
Und da hat man es ja auch gewundert. Tatsächlich seitdem nicht mehr, aber ich finde das ganze Vorgehen auch so wahnsinnig skurril. Das ist so eine abstruse Idee. Den Menschen, die dann auch noch. sich krank melden. Also eine Krankmeldung, ich weiß nicht, wie es dir ging in deinem, in deiner Zeit, in der du festangestellt warst, aber in meiner Zeit der Festanstellung waren Krankmeldungen auch immer mit einer gewissen Charme verbunden, was zweifelsohne auch schon ein falscher Reflex ist, denn wenn du krank bist, bist du krank. Aber das Ergebnis, dich krank zu melden führte immer über einen längeren Weg. Das war nie so, dass ich einfach gesagt habe, ich melde mich jetzt einfach mal krank. Okay, ciao. Wenn das 15% eines Teams tun oder eines Unternehmens dann sehe ich das Problem tatsächlich nicht bei diesen Leuten, die sich hier irgendwie drücken wollen, sondern sehe tatsächlich das Betriebsklima als schädliche Ursache an.
25:18 Franziska Bluhm
Ja, weil du ja immer auch weißt, also du hast es gerade angesprochen, ne? Also man wusste ja immer, man, wenn man, wenn ich mich jetzt krank melde, lasse ich ja andere Leute Also im Stich oder ne? Also das war bei mir immer ein Thema. Also oder im Stich lassen ist vielleicht übertrieben, aber halt so dieses, ne, man, man gibt den anderen die Arbeit, die man selber auf dem Tisch hat. Und es war immer ein Abwägen, kann ich das jetzt machen oder mache ich das jetzt wirklich oder Oder mache ich es halt irgendwie nicht? Oder geht's vielleicht noch? So, und das, was du gerade beschreibst. Also einerseits ist das Betriebsklima, andererseits sind sie vielleicht wirklich so kaputt, dass es einfach nicht anders geht. Und klar kann man einerseits sagen Freitag kurz vorm Wochenende, andererseits kann man auch sagen, nach einer harten Woche reicht es halt nicht für den fünften Tag. Also ich glaube, da gibt es Und auch die Art und Weise, wie sie über ihre Mitarbeiter sprechen, was du jetzt gerade erzählt hast, ne, ist ja schon, ich sag mal so, nicht Also da klingt ja was auf so einer Ebene mit, wo ich persönlich auch gar keine Lust hätte, da weiter zu arbeiten. Und wenn man jetzt überlegt, in was für einem Arbeitsmarkt man sich ja eigentlich gerade befindet, also eher ein Arbeitnehmermarkt oder eine ArbeitnehmerInnenmarkt, Dann scheinen sie es offenbar auch nicht nötig zu. Offenbar finden sie ganz leicht neue Leute, die wieder bei Tesla arbeiten wollen.
26:38 Gavin Karlmeier
So ist es, ja. Also Ja, Elon Musk hat sich übrigens auch schon dazu geäußert. Da berichtet Bloomberg drüber. Er hat auf X angekündigt, dass er sich den Fall der hohen Krankenlage beim Werk in Grünen Heide persönlich anschauen möchte.
26:52 Franziska Bluhm
Oh, wann kommt der vorbei?
26:54 Gavin Karlmeier
Das ist nämlich genau die Frage, ob jetzt Elon Musk auch persönlich bei den Leuten klingelt und fragt, ob sie krank sind.
26:58 Franziska Bluhm
Stimmt, noch besser.
27:00 Gavin Karlmeier
Ich hoffe nicht, aber die Zusammenfassung, die hier wieder mal das Handelsblatt übrigens nennt, ist keine Absicht, dass sie heute so oft erwähnt werden. Die haben viel sich an Mask abgearbeitet und an Social Media in den letzten Tagen ist, mit amerikanischen Methoden auf den deutschen Arbeitsmarkt zu reagieren, dürfte Gegenreaktionen aus der Politik hervorrufen, was ich eine sehr zutreffende Einordnung finde. Weil das ist nämlich genau das Ding. Wenn du unter einem hohen Krankenstand vor allem ähm vor allem Drückeberger vermutest und solche Dinge sagst wie, und das damit wird Tierich auch zitiert, es suggeriert, dass das deutsche Sozialsystem ausgenutzt wird. Wenn das deine erste Beobachtung ist bei so einer Sachlage, dann wendest du keine Standards an, wie wir sie in Deutschland in einem Sozialsystem tatsächlich gewohnt sind, wie wir sie erwarten würden, sondern du wendest Standards an, die eher an ein amerikanisches System erinnern. Und Naja, es hat ja durchaus einen Grund, warum in Deutschland mit jahrelanger Arbeit der Gewerkschaften beispielsweise eben genau solche Perks haben wie kranken Arbeitstage bei Fortbezahlung oder Urlaub.
28:06 Franziska Bluhm
Ja, du hast recht, also ja, man könnte es so interpretieren, dass das eher so eine Sicht auf die Dinge ist, aber auch in den USA ist es mittlerweile nicht mehr ganz so einfach, Mitarbeiter zu finden. für bestimmte Tätigkeiten. Also ich finde, ich finde es eher eine Sicht auf das Menschenbild, also und also und eine Sicht auf eine Kultur. die also die Bände spricht und mal so ganz abgesehen von dem von politischen Rahmenbedingungen, also das finde ich eher das Schlimmere daran, weil weil eher so keine Rahmenbedingungen geschaffen werden dafür, dass man gerne da arbeitet.
28:43 Gavin Karlmeier
Ja. Das stimmt natürlich auch hundertprozentig. Wozu aber übrigens das Verhalten von Elon Musk in den letzten Monaten so geführt hat, ist, dass sein größter Fan in Deutschland sich von ihm distanziert und zwar Frank Teelen. Frank Teelen, an den erinnern wir uns noch, weil er zum Beispiel, wir haben hier bei Hagnan darüber berichtet im Dezember. 22, als Elon Musk auf der Bühne der Dave Chappelle Show ausgeboot wurde, dass er bei Twitter geschrieben hat, das stimmt nicht, ich habe Fotos gesehen, in denen man sieht, dass nicht geboot wird, woraufhin Leute gesagt haben, ja, aber ich war da, ich habe das so erlebt. Oder dass er 2023 gesehen hat. gesagt hat, dass er Elon Musk für einen modernen Aristoteles hält und dass er seinen Glauben an Elon Musk nicht verliert. 2020 hat er im Fokus gesagt, meine größte Position ist mit Abstand Tesla, weil ich das Unternehmen im Detail verstehe. Ich würde mir sogar wünschen, dass Tesla schlecht und beispielsweise die deutschen Autobauer besser abschneiden, aber die Technologie und der Gründer Elon Musk sind herausragend. Also Frank Tillen hat sich eigentlich die ganze Zeit als jemand positioniert, der eigentlich die ganze Zeit Also der am liebsten hätte, dass Elon Musk seine Tweets liest, weswegen er auch so oft unter ihnen kommentiert hat. Aber er hat jetzt im Fokus als Top-Stimme des Fokus hat er einen Gastbeitrag geschrieben, in dem er zusammenfassend schreibt, bisher macht Ex mit Community Notes und Open Source. Kommen wir gleich zu. Meiner Einschätzung nach einen guten Job, aber die Macht von Elon mit seinem Informationsimperium bestehend aus Starlink, X und XAIs, mittlerweile beängstigend. Ein aktuelles Beispiel, mit seinem Starlink-Netzwerk gehören ihm quasi alle Daten im Weltall. Als Reaktion auf den X-Ban in Brasilien hat der Kürz In den Raum gestellt, er könnte den Brasilianern über Starlink kostenlosen Zugang über Ex geben. Sowohl das Verbot von EX als auch solche Androhungen sind sehr unschöne Powerplays. Die Beispiele zeigen, Europa braucht irgendeine eigene Infrastruktur. Leider sehe ich aktuell kaum Hoffnung. Also was da ja eigentlich drin steht, ist, dass die Macht von Elon Musk selbst fangtelen langsam gruselig wird.
30:40 Franziska Bluhm
Ja, also ist doch mal eine interessante Perspektive von so einem Powerunternehmer, oder?
30:47 Gavin Karlmeier
Du meinst vom deutschen Elon Musk?
30:50 Franziska Bluhm
Von möchte gern Elon Musk, ja.
30:54 Gavin Karlmeier
Das hast du jetzt gesagt. Ja, ich finde das wahnsinnig interessant, weil das so natürlich eine Stimme aus Europa ist, die hier spricht. Also dass viele dieser amerikanischen Blickwinkel und Biases, dass die hier nicht so zum Tragen kommen, klar, aber trotzdem, dass so Leute, die Elon Musk selbst im letzten Jahr noch völlig uneingeschränkt unterstützt haben, öffentlich, dass selbst die sich mittlerweile von ihm distanzieren, weil viele Dinge, die Elon Musk macht, Unheimlich werden, finde ich, spricht schon Bände.
31:23 Franziska Bluhm
Ja, finde ich auch, ich finde noch einen anderen Aspekt eigentlich ganz interessant, dass Franktelen jetzt eigentlich so ein Boah, so einen Spruch macht, den ich jetzt eigentlich von so einem, ich sag jetzt, also es war jetzt gerade so ein bisschen sehr despektierlich, Powerunternehmer, aber am Ende des Tages ist er ja schon einer der, ähm der eher Unternehmen gründet, als dass er sie nicht gründet, sagen wir mal so. Und dass er jetzt aber, also einer so klagt, dass es in Europa nicht möglich ist, warum schafft er denn nicht? Also warum schafft er es nicht? Oder warum versucht er nicht, wenigstens so ein deutsches, äh ein europäisches Starlink aufzubauen? Mein Gott, ähm, er sieht doch die Chancen. Why not? Ich meine, klar, es ist nicht einfach und so weiter, aber ähm Probieren könnte man es ja, ohne jetzt nur rumzujammern, oder?
32:12 Gavin Karlmeier
Fran hat keine Zeit, er muss Flugtaxis bauen.
32:15 Franziska Bluhm
Ja, na dann. Schade.
32:20 Gavin Karlmeier
Ansonsten hat er ja gerade etwas im Nebensatz erwähnt, nämlich dass Ex andere wäre nützlicher Wohl wahr. Dass X mit Community Notes und Open Source einer seiner Einschätzung nach einen guten Job machen würden. Jetzt hat jemand mal geschaut, dieser Open Source, also Open Source heißt ja freie Einsicht in die Entwicklungsdaten, in den Code von Software. Und X hat ja mal angekündigt, dass man diesen kompletten Algorithmus, der die Timelines zusammenbaut, Open Source stellen möchte. Das war damals schon so sehr halbherzig und lieblos ist das vonstatten gegangen, weil immer noch nicht so ganz klar waren, welche Signale wie genutzt werden. alles so ein bisschen, ja, also der Erkenntnisgewinn war überschaubar, außer dass wir gelernt haben, dass Tippfehler in einem Tweet möglicherweise schädlich sein können für einen Algorithmus. Das ist das, was ich so behalten habe. Das ist relativ wenig dafür, dass man so ein Algorithmus Open Source setzen wollte. Das ist jetzt fast anderthalb Jahre her und seit 14 Monaten wurde dieser öffentlich liegende Quellcode nicht geupdatet. Das heißt, man hat ihn zwar Einmalig in Teilen öffentlich zur Verfügung gemacht, hat aber dann nie wieder Updates gegeben oder daran irgendetwas verändert an diesem öffentlich stehenden Algorithmus.
33:30 Franziska Bluhm
Ja, so hatte ich das auch in Erinnerung. Und deswegen, boah, also, wenn man es einmalig online stellt und dann sofort zufrieden ist Ja, kann man auch, also könnte man auch eine andere Sicht drauf haben. Und über das Thema Community Notes hast du ja, glaube ich, mit Nicole drüber gesprochen oder mit Thorsten? Ich bin mir gerade nicht ganz sicher. Zumindest letzte Woche. Und mir ist es ehrlich gesagt auch, ich habe dann mal darauf geachtet, wenn ich jetzt so auf Twitter mal unterwegs bin und so durchgucke. Mir ist ehrlich gesagt auch noch nie eine Community Note irgendwie untergekommen. Es ist sehr interessant. Oder es liegt einfach wirklich an mir.
34:05 Gavin Karlmeier
Ja, also bei mir, ich sehe sehr oft, wenn ich bei Ex unterwegs bin, das ist in sich aber nicht oft, sehe ich schon öfter mal Community Nodes. Aber die Community Notes haben ja eine große Herausforderung, nämlich diese Unterteilung in die Gruppen, die abstimmen sollen, ob eine Community Note hilfreich ist oder nicht. Die sollen ja. . In unterschiedlichen Lagern sein, wie es heißt, sodass es eine multiperspektivische Einigkeit darauf gibt, dass diese Community-Node nützlich ist, was dazu führt, dass ein Großteil der Community-Notes nicht sichtbar ist oder nie sichtbar wird. Daran soll eigentlich gearbeitet werden. Wir haben hier darüber gesprochen, dass dass das überarbeitet wird. Ehrlicherweise würde ich aber deinen Eindruck teilen, dass es seit dieser Ankündigung eher weniger geworden ist mit den Community Nords als mehr.
34:47 Franziska Bluhm
Ja, ich meine, es kann auch mit meiner Twitter oder Ex-Nutzung sozusagen zu tun haben, deswegen will ich jetzt gar nicht ihm irgendwas unterstellen, aber Ich hätte schon mal gerne wenigstens eine gesehen, sagen wir mal so.
34:57 Gavin Karlmeier
Ja, ich schicke dir mal einen Tweet.
34:59 Franziska Bluhm
Aber danke. Das ist toll, danke.
35:03 Gavin Karlmeier
Dann gibt es die Geschichte um JD Vance, die hast du vielleicht mitbekommen. Für die, die es nicht mitbekommen haben, JD Vance ist ja so der Running Mate von Donald Trump, also der designierte Vize, der zweite Mann. Und es gibt ein Dossier über JD Vance, das vor einigen Wochen und Monaten in mehreren amerikanischen Medien angeboten worden wurde, mit geleakten E-Mails, geleakten Dokumenten, hundert zweihundert einsiebzig Seiten soll das lang sein. Und diese ganzen Medien haben alle gesagt, da steckt jetzt irgendwie nichts drin, das für uns interessant ist, wir möchten das nicht veröffentlichen. Und die Anonyme Hacker-Gruppe hat das dann immer mehr Leuten ihm angeboten, in der Hoffnung, dass es irgendjemand veröffentlicht. Das hat dann auch jemand gemacht, das ist ein freier Journalist in den USA, Ken Klippenstein oder Klippenstein, der auf Substack mittlerweile selber ein Newsletter publiziert, aber früher bei The Intercept gearbeitet hat. Und der hat eines dieser Dokumente nun veröffentlicht. Und hat deswegen erlebt, dass er auf X gesperrt wurde, und alle Hinweise auf diese Veröffentlichung dieses Dossiers gesperrt wurden. Und auch Meta haben nun das Konto von Klippenstein und alle Links auf diese Inhalte gesperrt. beziehen sich auf ihre Community Guidelines, die sagen Unsere Richtlinien erlauben es nicht, Inhalte aus gehackten Quellen oder Inhalten, Inhalte, die im Rahmen einer Operation einer ausländischen Regierung durchgesickert sind, die US Wahlen beeinflussen. Wir werden gemäß unseren Gemeinschaftsstandards Solcher Materialien in unseren Apps blockieren. Ex wiederum bezieht sich allerdings nicht konkret darauf, sondern darauf, dass die Inhalte, die da drin stehen. Offenbar ungeschwärzte private Informationen beinhalten. Also bei X gibt es ja so ein Doxing-Verbot. Interessant ist aber, dass tatsächlich auch jetzt das Konto deswegen zumindest temporär gesperrt wurde. Und eine Sache, die man vielleicht noch dazu sagen muss, es ist nicht ganz klar, wer diese anonyme Hacker-Gruppe ist. Es gibt aber Hinweise darauf, dass es sich dabei um Menschen handelt, die im Auftrag der iranischen Regierung handeln. So, das ist die Sachlage.
37:00 Franziska Bluhm
Ja, es ist ja interessant, dass ähm Dass so die ganz großen Medien diese Sachen halt nicht veröffentlichen wollten, das finde ich schon mal interessant. Ist ja meistens durchaus ein. Ein Kriterium, was man zumindest einmal berücksichtigen sollte. Was ich interessant fand, ist, ich finde daran, ist natürlich das Thema, dass es jetzt der Iran ist. Der ja wahrscheinlich auch eher ein Interesse an der Destabilisierung grundsätzlich hat. Ja, okay.
37:39 Gavin Karlmeier
Nur hätte er dann nicht möglicherweise mehr Interesse daran, dass ein Donald Trump eher gut da wegkommt.
37:44 Franziska Bluhm
Das wollte ich jetzt auch gerade sagen. Das wundert mich, ehrlich gesagt, genau aus dem Grund. Die wären ja vielleicht eher auf der Seite davon, dass Donald Trump sozusagen irgendwie die Wahl gewinnen könnte. Ja, interessant. Aber also man kann da wenig zu sagen, glaube ich, ne?
38:02 Gavin Karlmeier
Ja, ich hab zwei Gedanken dazu. Denn es gibt, glaube ich, zwei Lesarten zu dieser Geschichte. Die eine Lesart ist Ach, sie an, die sozialen Netzwerke haben daraus gelernt, was mit der Desinformations- oder der Leak-Kampagne um Hillary Clinton bei ihrem Wahlkampf passiert ist, bei dem E-Mails von mutmaßlich russischen Hackern verbreitet wurden, um damit zu verwendet. die Wahl zumindest zu stören oder auch vielleicht zu manipulieren und könnte sagen, ach gut, man reagiert jetzt deutlich schärfer auf solche Leaks und auch deutlich vorsichtiger damit, welche Inhalte man online lässt, die möglicherweise Einfluss auf eine Wahl haben, obwohl sie in ausländischem Interesse gestreut werden. Das ist die eine Lesart, die sehr wohlwollende Lesart.
38:46 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, das ist aber eine sehr, sehr wohlwollende Lesart, Gerät.
38:49 Gavin Karlmeier
Genau. Die andere Lesart ist ja tatsächlich.
38:51 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, also gerade wenn man sieht, was halt sonst so an. An dessinformation immer noch auf den Netzwerken ja unterwegs ist.
39:00 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, wenn du dir überlegst, wie es mit Leaks um den Sohn von Joe Biden ausgesehen hat oder anders mal ins Fiktionale gedreht Wie wäre es denn, wenn das jetzt Leaks gewesen wären, die eher aus dem Harris-Lager gekommen wären? Da würde ich sagen, ich habe ein bisschen das Gefühl, dass wir hier keine paritätische Behandlung erlebt hätten im Vergleich zu dieser Geschichte.
39:22 Franziska Bluhm
Ja, besonders, also das hast du ja mit Nicole auch glaube ich andiskutiert, ne? Also die Also positiv formuliert die Offenheit, die Meta sozusagen zu beiden politischen Partnern demonstriert, beziehungsweise schon eine gewisse Heranwanzung an das Trump-Lager. So könnte man es ja durchaus auch sagen. Also, ähm, weiß ich nicht. Also, ja, sagen wir mal so, ich wäre gespannt, was passiert, wenn es jetzt ein Leak, aus dem anderen politischen Lager geben würde. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dann nicht damit so umgegangen wird, ja.
39:56 Gavin Karlmeier
Tja, wir haben ja noch eins, zwei, drei, fünf Wochen Zeit bis zur OS. Da kann noch viel passieren.
40:01 Franziska Bluhm
Da passiert doch noch ein bisschen was, oder?
40:03 Gavin Karlmeier
Ich fürchte auch.
40:04 Franziska Bluhm
Oh Gott, oh Gott, ja.
40:06 Gavin Karlmeier
Ja, deswegen, wir dürfen hier nicht nachlassen. Einfach dranbleiben. Es gibt übrigens bei der New York Times einen Text, die sind gerade ganz schön auf Zack, was Elon Musk angeht, muss man sagen. Wir packen den wieder in die Show Notes. Ich habe es gefühlt das dritte Mal in einer Woche, dass ich einen New York Times-Artikel verlinke. Da hat sich ein Journalist mal fünf Tage lang nur mit den Tweets von Elon Musk beschäftigt und sagt, in der Zeit wurden 171 Beiträge veröffentlicht. Ein Drittel von denen waren falsch, irreführend, oder es fehlte ein wichtiger Kontext. Ich finde das hochinteressant, das ist ganz toll, das ist sehr grafisch aufgearbeitet. Wir packen das, wie gesagt, in die Shownotes. Spannend ist aber vor allem. dass die Inhalte, die er postet, die politisch sind, deutlich mehr Aufrufe generieren als Inhalte, die, wie er schreibt, Memes oder Witze sind. Also Witze, wir wissen ja, wie man das bei Elon Musk verstehen muss. Und sagt, dass der meistgesehene Beitrag zum Beispiel in dieser Woche ein Beitrag war, der hundert Millionen Aufrufe generiert hat. Und das war eine irreführende Prognose zum Präsidentschaftswahlkampf, der zufolge Trump die meisten Swing States gewinnen würde. Allerdings hatten sich die Daten des Menschen, der die Prognose erstellt hat, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch Musk bereits geändert und Kamala Harris Würde deutlich besser abschneiden als Trump. Das heißt, Elon Musk hat hier etwas gepostet, das eher in seinem Sinne war, als dass es der Wahrheit entsprochen hätte. Elon Musk hat den Beitrag weder entfernt noch korrigiert im Anschluss. Und die New York Times stellt nochmal in Kontext auf, dass Mark 2022 gesagt hat, Twitter müsse endlich politisch neutral sein, während seine Inhalte inzwischen zunehmend sich um seine persönliche Politik drehen, um die Kritik mit Covid-19-sperren, Transgender-Rechten, staatlicher Regelung. Regulierung und so weiter und so weiter. Ich packe das in die Shownotes, es ist ein ganz spannendes datenjournalistisches Stück geworden mit sehr interessanten Einordnungen.
41:54 Franziska Bluhm
Ja, das ist spannend. Ich habe jetzt gerade mal aufgerufen und sehe gerade auch diese grafische Aufbereitung, gerade dieser Punkt. Wo es hier darum geht, politische Tweets und äh, politische oder politische Tweets und Posts, genau, oder nicht politisch. Und es ist schon sehr erschreckend, wie politisch das ist, was er da tut. Andererseits wundert es ja auch nicht, dass genau diese Inhalte eben Viele Reaktionen und viele, also viel Engagement bekommen, weil er ja genau seine Klientel bedient und sie mit Emotionen füttert. Also kann man nicht anders sagen, ja. Ja, werde ich auf jeden Fall mal lesen. Vielen Dank dafür, lieber Knöpfe.
42:32 Gavin Karlmeier
Perfekt. Dann habe ich doch hier schon erfolgreich geinfluenced.
42:35 Franziska Bluhm
Absolut.
42:36 Gavin Karlmeier
So, und dann gibt es eine Geschichte, die wir fühlen uns erinnert. Diesmal aus der Schweiz. Und zwar betreibt der Schweizer Bundesrat einen Mastodon-In-Account und eine eigene Instanz at social. admin. ch. Oder anders gesagt Betrieb, denn das war nur ein einjähriger Pilotversuch. Tatsächlich sagen sie, dass die Bedingungen für eine Weiterführung des Pilotversuches nicht erfüllt wurden und die Aktivitäten auf den Mastodon-Accounts des Bundesrates und der Bundesverwaltung ab sofort eingestellt werden und die in Stunts Social Admin wird Ende September geschlossen, also heute offensichtlich. Tatsächlich haben sie aber mit ihren Accounts etwa 3500 FollowerInnen erreicht. Ich habe so ein bisschen Flashbacks an das Bundesministerium für Bildung und Forschung, über das wir hier vor einigen Wochen gesprochen haben, bei dem ja der Aufschrei der Leute dazu geführt hat, dass sie es tatsächlich weiter betreiben. Aber habt ihr so ein bisschen das Gefühl, dass sie, also A, brauchst du für so etwas einen langen Atem? Und b, kannst du natürlich nicht die NutzerInnen zahlen solcher Netzwerke mit denen wirtschaftlich motivierter Netzwerke vergleichen? Und Sie verweisen hier auf Ihre Website, Sie verweisen auf Instagram und Sie schreiben in Ihrem Text, ich zitiere das mal in Ihrem letzten Post, danke allen Followerinnen und Followern. Infos aus dem Bundesrat gibt es weiterhin auf admin. ch, Instagram und ja Dort. Und mit dort meinen sie offensichtlich Ex. Das heißt, der Mensch, der diesen Post verfasst hat, scheint nicht so zufrieden mit der Entscheidung zu sein, wie die Menschen, die diese Entscheidung getroffen haben.
44:09 Franziska Bluhm
Ja, ich meine, was lernen wir daraus? Wir lernen daraus, einerseits, es ist halt nicht so einfach auf Most Mastodon wirklich schnell eine große Reichweite aufzubauen. Vielleicht gerade eben auch in der Schweiz, weiß ich nicht genau. Also ich meine, wir sehen es ja auch so an den Zahlen, dass es halt nicht so leicht ist, da schnell möglichst viele Leute zu erreichen, aber ja, vielleicht auch doch die richtigen. Das ist ja immer noch die andere Frage, die man sich da stellen muss. Und ja, ist es, ist es klug, so ein Ding nach einem Jahr aufzugeben? I don't know. Also man könnte durchaus längeren Atem hoffen und es ist natürlich auch eine am Ende ist es auch ein politisches Signal, also dass man halt im Grunde Dann doch auf diese etablierten Kanäle zurückgeht oder geht, beziehungsweise auf die Kanäle der großen US-Konzerne. Ist halt gerade als Schweizer, hat es ja immer so eine politische Ebene noch mit der Beine.
45:05 Gavin Karlmeier
Ja, die Frage ist so ein bisschen, warum du einen Mastodon-Account startest, als wer auch immer, ne? Also ob du ein Unternehmen bist oder ein Prominenter oder meinetwegen auch eine Regierungsorganisation. Und ich glaube, der schlechteste Grund, das schlechteste Argument kann sein, Ich will damit schlagartig die komplette Bevölkerung informieren können. Weil dafür ist das Netzwerk bislang, glaube ich, nicht das Richtige. Wenn das Ziel aber ist, A, ein Gegengewicht zu setzen. eine relativ barrierefreie Möglichkeit zu bieten, Kurznachrichten ins Internet zu schicken, die eben nicht nur dann erreichbar sind, wenn du sie zwischen Werbungen siehst. Wenn du auch selber ein Zeichen setzen möchtest und sagen möchtest, wir glauben auch an solche Möglichkeiten, an dezentrale Netzwerke. Dann darfst du nicht sagen nach einem Jahr Wir haben unsere Zahlen nicht erreicht, sondern ich glaube, dann musst du dich tatsächlich hinsetzen und sagen, wir Lassen das Ding jetzt fahren. Selbst wenn es größtenteils automatisiert wäre und du schallst nur immer wieder rein, ob das Ding gerade brennt oder nicht Selbst dann hättest du ja ein deutlich größeres Zeichen gesetzt, als nach einem Jahr zu sagen, das Ding hier ist nicht erfolgreich, wir lassen es wieder bleiben. Weil das, finde ich, den Begriff Erfolg völlig falsch definiert. Erfolg bedeutet ja nicht immer einfach nur, dass alle Menschen dieser Welt diesem Kanal folgen. Sondern Erfolg bedeutet ja im Zweifel auch, dass man naja selber vielleicht mal ein Zeichen gesetzt hat, zum Beispiel.
46:27 Franziska Bluhm
Ja, aber ich glaube, du gehst dazu, ähm, Idealistisch ran. Ich glaube, am Ende des Tages war es einfach, Mist, unsere Social Media Managerin verlässt uns oder geht in Mutterschutz. Mist, wir müssten eigentlich jemanden extra einstellen. Haben wir keine Ressource zu tun? Wir müssen die Ressourcen, müssen gucken, dass das, was also müssen gucken, was wir weniger machen. Okay, was können wir weglassen? Also, ganz ehrlich, ich glaube, dass es eher wirklich eine Ressource wahrscheinlich aus Ressourcenfragen eine Entscheidung war. Wahrscheinlich gar nicht so viel dabei gedacht wurde. Glaube ich, weiß ich nicht genau. Ähm, vielleicht melden sie sich ja. Klären das mal hier auf
47:05 Gavin Karlmeier
Ja, bitte. Streitgespräch, ich bin bereit. Ja, okay. Wir belassen es dabei. Ich habe noch Kleinigkeiten zu Eggs, bevor wir in unsere Funktionen und Emotionen kommen. Da habe ich heute ein bisschen was. Mitgebracht. Aber letzte, vielleicht der letzte Teil der Geschichte, Ex gegen Brasilien. Es ist ja so, dass Ex angekündigt hat, alle Maßnahmen umzusetzen, die das brasilianische Gericht seit Monaten von ihnen gefordert hat, also kurzum all der ganzen. Streit der letzten Monate, Wochen und Monate ist völlig hinfällig, weil Ex sagt, na gut, wir machen alles, was ihr wollt. Müssen allerdings dafür noch zwei Millionen Dollar umgerechnet an Geldstrafen bezahlen, die noch angefallen sind, für Nichteinhaltung gerichtlicher Anordnungen. Und sobald sie das überwiesen haben, dann ist es soweit, dann ist X in Brasilien wieder erreichbar. Wo das Geld herkommt, unklar. X jedenfalls verschenkt jetzt 12. 000 Dollar in Werbekredits, wenn du anfängst dort. Werbung zu schalten mit einem Unternehmen, das eben dort verifiziert ist. Das ist, es wird immer mehr. Und im Discord haben Leute auch schon gesagt: Okay, also eigentlich ist es eigentlich längst tot. Wenn sie jetzt 12. 000 Dollar in Ergebnis haben. Wer verzweifelt, oder? Ja, wirklich. Wollt ihr nicht bitte Werbung schalten?
48:18 Franziska Bluhm
Bitte kommt wieder.
48:20 Gavin Karlmeier
Ich müsste auch nichts bezahlen. Ist so ein bisschen wie auf dem Markt, dass kurzer Feierabend der Käse nochmal verschenkt wird.
48:27 Franziska Bluhm
Aber da siehst du halt, welche Auswirkungen dann solche Sachen auch haben können. Wenn die Unzufriedenheit sowieso schon nicht so hoch war oder so groß war und die Offenheit zum Wechseln, dann kriegst du sie auch nicht mit Geschenken wieder zurück.
48:45 Gavin Karlmeier
Hoffentlich.
48:46 Franziska Bluhm
Oder wir abwarten, das stimmt, wer weiß.
48:49 Gavin Karlmeier
Und kleinste, die letzte Housekeeping Meldung des Tages die SEC Anhörung, die Elon Musk jetzt schon mehrfach geschwänzt hat, also die, in der geklärt wird, ob die Übernahme Twitters und vor allem die Übernahme 10% von Twitter damals. Ob die überhaupt rechtens waren, soll jetzt einen, hat einen neuen Termin bekommen mal wieder, und zwar den 3. Oktober. Also am Donnerstag. Mal sehen, ob Elon Musk erscheint. Ich bin hochgespannt.
49:13 Franziska Bluhm
Was glaubst du denn, Gavin?
49:16 Gavin Karlmeier
Also ich finde es langsam Ich hätte gerade gesagt, ich finde es langsam lächerlich, aber das ist ja offensichtlich. Deswegen, ich habe keine Ahnung.
49:23 Franziska Bluhm
Gavin, er hat so viele bessere, wichtigere Termine. Vielleicht ist er dann genau in Brandenburg und guckt gerade bei seinen Mitarbeitern vorbei.
49:28 Gavin Karlmeier
Nein, nein, klingelt gerade. Entschuldigung.
49:30 Franziska Bluhm
Es ist ja Donnerstag, der Tag vor Freitag.
49:33 Gavin Karlmeier
Stimmt. Ich wollte mal fragen, hier, Sie sind ja der Pförtner bei uns und Sie waren jetzt letzte Woche ein Tag krank. Wollte ich mal fragen, was war da los?
49:41 Franziska Bluhm
Oder schaffen Sie es denn morgen? Ist ja in Deutschland auch noch Brückentag, oh Gott, ja.
49:46 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Oh Gott, ja, da wird er da sein. Da kann er leider nicht. Naja. So, warte, schneide ich an. Jetzt geht die bunte wilde Fahrt los.
50:04 Franziska Bluhm
Gavin, wir haben ja beim letzten Mal ja diesen tollen Jingle gemacht, weißt du noch?
50:10 Gavin Karlmeier
Ja, die Selbsthilfegruppe.
50:11 Franziska Bluhm
Ja, und du hast sie noch gar nicht ausspielen gekriegt. Ich warte eigentlich täglich darauf.
50:17 Gavin Karlmeier
Also ist das jetzt der Aufruf. Leute, wenn wir Social Media haben, Stress habt, wie auch immer, Dinge, die wir hier der großen Haken drin-Community zur Verfügung stellen sollen, schickt sie uns gerne per E-Mail an Mich Gellin at Kahlmeyer. de Schickt sie mir über irgendwelche sozialen Netzwerke, schickt sie mir, egal wie, schreibt sie in den Discord, wir nehmen sie mit und tragen das hier in die Welt, damit wir endlich den Jingle, in dem Franzi singt, damit man den Endlich hören kann. Also ich sag mal so, wer den Funktion und Emotion-Song schon, naja, ich sag mal so süß-indie-authentisch, aber sehr verworren seltsam findet, der wird bei der Selbsthilfegruppe auf seine Kosten kommen, sag ich mal.
50:55 Franziska Bluhm
Das hast du jetzt einen großen Teaser gelegt. Ich finde auch, also jetzt wird es Zeit.
50:59 Gavin Karlmeier
So, gehen wir rein. Threads erlaubt jetzt, Location-Tags an Posts zu hängen. Boah, da sind viele S-Laute. Die liegen mir ja gar nicht, aber naja.
51:12 Franziska Bluhm
Ja, super.
51:14 Gavin Karlmeier
Gut, keine Emotionen nehme ich mit. Bei TikTok kannst du jetzt. Bitte?
51:19 Franziska Bluhm
Hast du welche?
51:21 Gavin Karlmeier
Ja, nee. Also ich habe auch bei Twitter schon keine gehabt. Weil bei Twitter konntest du das ja auch machen. Es ist natürlich so der nächste Schritt, um die Twitter-Funktion nach und nach zu adaptieren. Aber mehr fühle ich da auch nicht. Okay. Ehrlicherweise Wenn du bei TikTok live gehst, hast du jetzt die Möglichkeit, bevor du live gehst, in der TikTok-App einen Speed-Test deiner Internetverbindung durchzuführen, um zu gucken, ob deine Verbindung überhaupt stabil und schnell genug ist, um einen Livestream zu starten.
51:46 Franziska Bluhm
Das nenne ich doch mal Service.
51:49 Gavin Karlmeier
Ich finde das wirklich schlau. Und ich frage mich, ob das jetzt nicht alle einfach adaptieren könnten, weil wie oft ich schon bei Instagram Live gegangen bin oder auch Livestreams sehe, kriege ich richtig oft so eine Push-Nach, jemand geht live und nach einer Minute ist der Livestream sofort aufge abgebrochen, weil jemand offenbar gerade im Zug ist oder so. Und da würde ich mir doch wünschen, dass Leute das zumindest irgendwie checken würden, aber keiner geht auf irgendwelche Speed-Test-Seiten, um da einen Speed-Test durchzuführen vorher.
52:10 Franziska Bluhm
Nee, und wenn es halt dann direkt in der App integriert wird, also das finde ich auch super. Also haben wir mal eine super positive Emotion.
52:17 Gavin Karlmeier
Wir sind uns einig. X hat jetzt auf iOS für ihre Premium und Premium Plus Abonnentinnen das Feature Offline-Videos, sodass du Videos herunterladen und dir später in der App anschauen kannst. Eigentlich ist analog zu YouTube.
52:31 Franziska Bluhm
Ja, also wer Ex gerne nutzt, könnte dieses Feature gerne mögen. Wer Geld dafür bezahlt, noch viel lieber. Ich hoffe, es gibt genügend Leute, die das Feature noch nutzen.
52:43 Gavin Karlmeier
Ich bin hochgespannt. Ja. Ich habe keine Emotionen. Ich finde, dass also ich ärgere mich bei YouTube schon, dass das ein Premium-Feature ist, weil ich mir denke, es wäre doch so ein einfach ist, Leute auch dazu zu bewegen, die Plattform zu nutzen, wenn sie gerade unterwegs sind, im Flugzeug zum Beispiel. Und also ich glaube, dass der Benefit größer ist. Leute zu motivieren, YouTube zu nutzen, die gerade nicht online sind, als nur Leute, die dafür bezahlen, die Möglichkeit zu geben, auch offline YouTube zu nutzen. Das wäre meine These. Also, weil du kannst ja trotzdem die Werbung mit herunterladen. Also weiß nicht, ob es wahrscheinlich nicht, weil es ein Premium-Feature ist bei YouTube, aber theoretisch könntest du ja auch die Werbung mit zur Verfügung stellen. Übrigens, ein Fun Fact dazu, alle Videos der öffentlich-rechtlichen bei YouTube kannst du offline herunterladen, ohne Premium zu benutzen.
53:31 Franziska Bluhm
Ah, cool.
53:32 Gavin Karlmeier
Also Funk beispielsweise und so.
53:34 Franziska Bluhm
Guck mal, wie ausgelernt. Eine zweite Sache.
53:38 Gavin Karlmeier
Da hat sich die Stunde ja auch für dich gelohnt. So, und dann gibt es jetzt ein neues Feature bei Snapchat mit dem Namen Footsteps. Also Fußstapfen. Und das bietet die Möglichkeit, du hast ja bei Snapchat diese Map, wo du die Location der Leute sehen kannst, die das aktiviert haben, um zu gucken, wo sind meine Freundinnen und Freunde gerade. Feature, das Instagram ja längst angekündigt hat, dass sie jetzt kopieren werden. Und bei Snapchat gibt es jetzt eben Footsteps und das ist so eine Art wie bei Google Maps das Standortverlauf. Du kannst dir quasi nur für dich im Archiv anschauen, wo du warst. Und alle Snaps, die du an diesen Orten dann auch gemacht hast, werden dort direkt damit verbunden.
54:18 Franziska Bluhm
Ah, okay. Es ist so ein bisschen, boah, jetzt kommt Internet-Urgestein an.
54:25 Gavin Karlmeier
Das ist mein Lieblingsmoment immer, ja.
54:28 Franziska Bluhm
Kennst du noch Foursquare oder dann später Splun?
54:30 Gavin Karlmeier
Foursquare ist übrigens letzte Woche offline gegangen, die Website.
54:33 Franziska Bluhm
Ja, aber es gibt ja diesen Nachfolger-Swarm, heißt er, glaube ich, noch. Und es gibt sogar noch Leute, die das ab und zu nutzen, wie ich ab und zu mal sehe.
54:40 Gavin Karlmeier
Ehrlich.
54:40 Franziska Bluhm
Einmal im Jahr oder so logge ich mich da ein. Wenn ich jetzt da auch reingehe, da sind so drei, vier Leute, die sich vor 37 Minuten sich upgedatet haben. Also, ähm, nur für alle, die es nicht wissen, also Swarm oder Foursquare, das war so eine App, wo man genau das machen konnte, wo man seinen Standort mit anderen Menschen teilen konnte oder teilen kann. Und dann, wenn man sich oft genug an einer Location eingelockt hat oder halt irgendwie markiert hat, dann ist man da der König geworden und kriegt dann so einen Mehr. Der Mayor, genau, kriegt so eine Krone auf und Und kann sich freuen, dass man dann der Mayer von dieser Location ist, genau.
55:12 Gavin Karlmeier
Ich war der Mayer der Station Berlin, übrigens, wo die Republika stattfindet.
55:15 Franziska Bluhm
Ah, das ist aber mega. Das ist gut, genau. Und auch da sieht man Oder kann man halt sehr gut sehen, wo man sich überall auf so einer Karte kann man das sehen, also man kann halt wirklich gut nachvollziehen, wo man in den letzten Jahren war Und besonders interessant ist, wenn man einmal hier auf der Route Publika ist und sich dann doch auf der Station wieder einloggt, dass man sieht, wie häufig man bei dieser Veranstaltung dann doch schon mal gewesen ist.
55:39 Gavin Karlmeier
Ich finde das irritierend, dass das noch funktioniert, weil Foursquare. com längst woanders hin routet. Also alles, was an Foursquare erinnert, ist längst down. Und ich lade mir jetzt gerade hier Live Swarm runter, um mir anzuprobieren.
55:49 Franziska Bluhm
Mach mal Swarm. Also es ist wirklich und ich sehe, boah, weißt du, wie viele Ich habe 4642 Check-ins, alter Falter. Okay, das ist jetzt wirklich sehr Internet. Und 1321 besuchte Orte.
56:04 Gavin Karlmeier
Aber es gibt tatsächlich einen Riesenunterschied zwischen Foskare und dieser Snapchat-Geschichte, weil Snapchat das nicht, also bei Swarm musstest du dich einchecken. Du musstest sagen, ich bin gerade wie hier, ich am 25. August 2020 bei Mr. Wash in Essen um ein Auto zu machen. zu waschen. So, ich glaube, nach vier Jahren darf man auch mal den Standortwerfer. Ich habe es vor vier Jahren offenbar nochmal benutzt. Das irritiert mich eigentlich am meisten in der Corona-Zeit. Warum? Aber es ist schön. Ja, auf einer Art ist das schon. Ja, ich habe auch so viele. Ich hab wie viel kann ich sehen, wie viele? 1143 Check ins Ah ne, 3624 Check-ins waren es. Boah. Aber was ich sagen will, bei Snapchat musst du ja nicht sagen, ich checke ein, sondern da wird der Standort live getrackt. Das ist eher wie Google Attitude damals. Und das, ich finde, dass, also ich will natürlich nicht, dass Snapchat so ein Bewegungsprofil über mich so kleinteilig erstellen kann, dass ich die ganze Zeit mich selber sehe. Wobei die legitime Frage natürlich auch ist, tun Sie das nicht auch trotzdem, obwohl ich vielleicht Footsteps dir. aktiviert habe. Ja, das sind so meine zentralen Gedanken.
57:07 Franziska Bluhm
Ja, und musst du es deaktivieren oder ist es, also musst du es aktivieren oder deaktivieren? Hast du das, weil auch das, finde ich, ist nochmal ein wichtiges Feature, gerade wenn wir überlegen, dass Snapchat ja wirklich viel von Jugendlichen genutzt wird, ne, also Kindern und Jugendlichen muss man ja fast sagen, ähm, das ist schon also Fände ich schon gut, wenn das sehr transparent ist.
57:28 Gavin Karlmeier
Footsteps musst du nicht explizit aktivieren, aber natürlich diese Karte, die deinen Standort die ganze Zeit anzeigt. Also, das ist jetzt quasi eher eine Archivfunktion auf vermutlich ohnehin gespeicherte Daten.
57:39 Franziska Bluhm
Ja, aber dann wäre es trotzdem auch wichtig, kann ich es überhaupt deak, wäre ja auch gut zu wissen, kann ich es deaktivieren, weil auch das wäre was, was zumindest. Das ein oder andere Elternteil vielleicht, wo sie dann Interesse dran hatte, wenn eine Eltern nicht unbedingt tracken würde, was mein Kind so macht.
57:53 Gavin Karlmeier
Ja, weil das ist nämlich genau der Punkt. Das möchte ich, dass irgendein amerikanisches Unternehmen dauerhaft meinen Standort auf Servern speichert. Es gibt gerade die Geschichte eines Unternehmens, bei dem Leute DNA hinschicken konnten, um so genetische Verwandtschaften zu finden und so. Und dieses Unternehmen steht gerade zum Verkauf und damit fünfzehn Millionen DNA-Daten beispielsweise. Also ist halt die Frage, möchte man, dass seine DNA-Daten jetzt zu so einer Konkursware werden, die dann von Indiemum gekauft werden kann, um damit was auch immer anzufangen. Das ist, also das bewegt einen natürlich dann schon. Und deswegen überlegt euch sehr genau alle, was ihr mit euren Daten eigentlich tut und wo ihr die hinschmeißt. Ich habe noch eine letzte Kleinigkeit für heute und zwar habe ich eine neue Startseite im Browser.
58:38 Franziska Bluhm
Wow!
58:39 Gavin Karlmeier
Ja. Und zwar ist das die TikTok Countdown Clock. com, wo ein Countdown runterläuft bis zu dem Moment, in dem TikTok in den USA verboten wird. Und das sind jetzt noch so ungefähr 111 Tage. Wenn ihr das hier hättet, vielleicht so 110 und ein halber. Und ich finde das wahnsinnig spannend, wie schnell das dann doch ging, von dem Zeitpunkt, wo wir gesagt haben, na, das ist ja noch über ein Jahr, bis wir merken, es sind eigentlich nur noch etwas mehr als 100 Tage. Also hochinteressant, ganz spannend. TikTok CountdownClock. com
59:09 Franziska Bluhm
Nun gut, wir gucken mal, ob das wirklich so eintrifft mit den 111 Tagen und welcher Teil von TikTok das dann ist und welches Unterunternehmen sozusagen, was aber keine weiteren Auswirkungen hat. Aber ja, dann haben wir das jetzt hier mal einen TikTok-Countdown. Boah, aber du hast eine Startseite im Browser, das ist auch interessant. Toll.
59:35 Gavin Karlmeier
Was ich noch alles mit meinem Browser mache, erzähle ich dann morgen. Vielen lieben Dank, dass du da warst, liebe Franzi. Wir hören uns bald wieder. Hier geht es weiter am Mittwoch. Und zwar, wer kommt denn Mittwoch? Weiß ich noch gar nicht. Na gut, dann kümmere ich mich jetzt mal darum, dass ich kläre, wer am Mittwoch kommt und wünsche dir und allen anderen lieben Hakis eine ganz wundervolle Woche.
59:57 Speaker 4
Weiter geht's am Mittwoch. Danke, dass du da warst und bis bald. Danke dir.