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Folge 371 · 30. Dezember 2024 · 1:19 Std.

Musk gegen den Rest der WELT und unser 2024

mit Sascha Pallenberg

Skrupellose treffen auf Ahnungslose – wir wollten eigentlich über das Jahr 2024 sprechen, aber dann kam da dieser Gastartikel von Elon Musk in der Welt am Sonntag und wir mussten mal kurz sortieren, was da passiert.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Sascha. Hallo Gavin. Bei mir ist heute Sascha Pallenberg, Tech-Blogger, Tech-Analyst, Internet-Urgestein, Pionier. Viele Ältere kennen ihn noch von Mobile Geeks, noch ältere kennen ihn aus dem Internet. Ich freue mich, dass du heute hier bist, dass wir es endlich mal geschafft haben. Wir haben das ganze Jahr versucht, endlich mal miteinander uns irgendwie zusammenzuschalten.

00:29 Sascha Pallenberg

Ja, ich freue mich auch. Vielen, vielen Dank. Letzte Sendung. Von daher ist der Druck ja auch nicht ganz so klein, dass wir das jetzt nicht noch mit dem dicken Hintern nach dem Erfolg des letzten Jahres einreißen zum Schluss.

00:44 Gavin Karlmeier

Das wäre gut. Aber wir haben uns vorgenommen, wir teilen das heute so ein bisschen auf. Wir machen jetzt nicht den kompletten News-Überblick über alles, was passiert ist. Wir haben so zwei, drei Themen dabei, bei denen wir das Gefühl haben, da müssen wir jetzt zwischen den Jahren gerade drüber sprechen. Ansonsten fliegt es uns um die Ohren. Und dann schauen wir mal so ein bisschen gemeinsam auf das Ja und gucken mal, was uns so bewegt hat. Was mich am meisten bewegt hat, und damit müssen wir direkt einsteigen Und ich habe ja auch da ein bisschen was zu gepostet, und sobald es einfach ein Thema ist, das mich nicht loslässt, ist die Tatsache, dass Elon Musk in der gestern erschienenen Welt am Sonntag einen Gastartikel veröffentlicht hat. Und bevor wir jetzt gleich über die Genese sprechen und über die ganze Alles drumherum, möchte ich einmal von dir wissen: wie war dein Gefühl, dein erster Eindruck, als du gehört hast, da erscheint ein Gastartikel von Elon Musk in der Welt am Sonntag?

01:33 Sascha Pallenberg

Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich überrascht war. Wir dürfen nicht unterschätzen, welche Bromance zwischen Matthias Döpfner und Elon Musk seit vielen, vielen Jahren besteht. Matthias Döpfner Wird nicht müde. Musk übrigens auch wie der Chefredakteur und der entscheidende Chefredakteur Wolf Porschert. Elon Musk in ja in einen Gott. Bleichen Geniestatus zu heben. Wurde auch immer wieder gerne ausgezeichnet als Unternehmer, Springer Awards und was weiß ich nicht alles. Besuchen sich auch gerne gegenseitig auf Ihren jeweiligen runden Geburtstagen. Es gibt ja auch Eine sehr frühe Textnachricht, die mal irgendwann geleakt wurde von Matthias Döpfner an Elon Musk mit der Aufforderung: Mensch, kauf doch Twitter! Wir helfen dir dabei, das ganze Ding richtig. Preis nach vorne zu bringen. Nun, jetzt kann man ganz wunderbar sehen, wie ein Matthias Döpfner von Bitte Stärke die FDP zu Richtung Bitte Stärke die AfD ab. Gerutscht ist.

02:42 Gavin Karlmeier

Please Stärke AfD war auch mein erster Kampf.

02:45 Sascha Pallenberg

Ja, es ist lustig, äh, finde ich, dabei Ich habe das vorhin auf LinkedIn rausgehauen. Der Mask hat einen Tweet von Alice Weidel, retweetet und schreibt dann darüber: Here, my opinion piece in Welt. Und Welt wird am Idee geschrieben. Der Toni weiß hat Noch nicht mal, wie die bekloppte Zeitung heißt. Aber es sind ja sehr verzweifelte Strategien und versuche, sich in irgendeiner Art und Weise der Strategie eines Idol-Systems. Mas anzugleichen. Das sind ja monetäre Interessen, die hier bestehen. Welt hat am Sonntag Hat de facto, ich glaube, in den letzten 10, 12 Jahren, so roundabout 25 Prozent der Auflagenstärke verloren. Das heißt, die kämpfen wirklich mit allen Mitteln. Jetzt übrigens kämpfen sie mit allen Mitteln, um das Ding einzukommen. Einzufangen, was ich total spannend finde. Zum einen haben die ja so eine Pro- und Contra-Kolumne, also These, Gegentese. So haben sie es ja direkt veröffentlicht. Also das kann man nicht nur da Gastkommentar des Mast Nackt dahin, sondern der kommende Chefredakteur hat da gleich auch noch seinen Senfer zu gegeben. Jetzt legen aber auch die ersten Redakteurinnen noch nach. Also die merken schon, ups, da ist einiges passiert.

04:09 Gavin Karlmeier

Genau, für die, die es gar nicht mitbekommen haben, ich fasse mal kurz den Ablauf dieses Wochenendes zusammen. Also am Samstag ging die Meldung rum, Elon Musk veröffentlicht einen Gastartikel in der Welt am Sonntag. Und wir haben das dann uns angeschaut, hier auch in der Schattenredaktion in unserem Hakenran-Discord. Da konnte man den Artikel schon in Teilen lesen. Also kommt alle zu hakendran. org Kleine Empfehlung, mein Highlight des Jahres übrigens, aber reden wir später drüber. Naja, auf jeden Fall gibt es eine Doppelseite in der Welt am Sonntag. Auf der linken Seite Gastbeitrag, warum Elon Musk auf die AfD setzt. Nur die Alternative für Deutschland könne das Land grundlegend reformieren, meint Elon Musk. Auf der rechten Seite Kommentar, warum Elon Musk sich irrt. Die AfD ist enthalten fremdenfeindlich und antisemitisch, deshalb ist sie eine Gefahr für Deutschland, sagt Jan-Philipp Burgard. Der ist der designierte Chefredakteur ab Mittwoch. Ähm Das interessante ist, das erste Gefühl, das man sich natürlich aufdrängt, ist, okay, wir haben diesen Gastartikel von Elon Musk, wie können wir verhindern, dass uns das um die Ohren fliegt, komm, schreibt doch mal einen Text, warum das ein Fehler ist. Weil das die erste, das fühlt sich überhaupt nicht so an, dass es hier eine Artikel. Wirkliche inhaltliche Distanzierung davon gibt, dass man hier einen Text von Elon Musk hat. Es gibt keine Einordnung, warum es diesen Text gibt. Und je mehr dann über dieses Wochenende dann auch bekannt wurde, überrascht das noch viel mehr, finde ich. Also es wurde bekannt, dass beispielsweise die Meinungschefin der Welt. Kogel, dass sie sich entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen, weil sie so einen großen Widerspruch damit gespürt hat, einen radikalisierten Extremisten in ihrer Zeitung als Meinungsstück veröffentlichen zu lassen. Dann hat man Herausgefunden, dass diese Entscheidung, dass es dieses Meinungsstück von Elon Musk gibt, dass die bereits vor Heiligabend gefallen sei und über Weihnachten und vor Weihnachten in allen Redaktionskonferenzen ziemlich hart gestritten wurde. Je nachdem, welche Quelle man bezieht, also laut Spiegel. gab es diesen Impuls wohl von Matthias Döpfner. Laut Medien Insider dagegen gibt es diesen Impuls eben nicht nur von Matthias Döpfner, sondern eben auch von der Wie heißt sie denn? Ich hab's mir irgendwo aufgeschrieben. Von Jack Schuster, so heißt er, eine Weltführungskraft Jack Schuster. Es gibt offenbar auch Hinweise darauf, dass Ulf Poschert selber sich von diesem Artikel in internen Redaktionskonferenzen distanziert haben soll. Also es sei ziemlich hart gestritten worden. Ja, selbst Robin Alexander, den man durchaus kennt, weil er irgendwie Stammgast Beranz ist, hatte wohl stark gegen diesen Artikel gewettert. Also die Welt ist offenbar zerstritten. Nicht nur im Springerhaus, sondern die ganze Welt, aber im Springerhaus vor allem. Und man hat so das Gefühl. . Es gab irgendjemanden, der die Idee hatte, hey lass doch mal Elon Musk, nachdem er diesen AfD-Text, äh, diesen AfD-Tweet geschrieben hat, die AfD sei die einzige Hoffnung für Deutschland oder nur die AfD können Deutschland retten, so war die Formulierung, dass man sich gedacht hat, oh, den holen wir doch jetzt mal hier zu uns, dann kann er das mal ausführen. . Und es gibt die naheliegende These, dass dieser jemand offenbar Matthias Döpfner selber war, der, wie du eben ja auch schon gesagt hast, ganz massiv inhaltlichen Einfluss auf seine Publikation genommen hat, indem er vor einigen Jahren irgendwie mit einer SMS an irgendwelche Chefredakteure gesagt hat: Please Stärke Allen. AfD, äh, FDP, so war das, und jetzt scheint er tatsächlich direkt im jetzt scheint er direkt am AfD-Lager angekommen zu sein und darüber dann auch tatsächlich über Leichen zu gehen. hinzunehmen, dass die Meinungschefin Kogel zum Beispiel sagt, das kann ich nicht mehr vereinbaren mit meinem Gewissen. Das finde ich doch, also diesen ganzen Ablauf, finde ich, wenn man das mal so journalistisch betrachtet. Hochgefährlich, weil selbst wenn die Welt sich in den letzten Jahren schon zu einem, ähm, naja, zu einem Meinungsblatt verändert hat, wenn sie auch wenn sie eine sehr starke Rechts- und Mitte-Position eingenommen hat, in der es sehr Ich finde fast schon absehbar wahr, welche Position die Welt jetzt gerade einnimmt, finde ich, ist das doch nochmal ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte des Blattes, ehrlicherweise. Ich fand's total spannend.

07:58 Sascha Pallenberg

Welches Statement dann auch noch Ulf Poschert und der Jan Philipp Burkhardt abgegeben haben. Die Diskussion um Mastext sei sehr aufschlussreich. Ich meine, in welche Richtung aufschussreich? Was ist Wen laden ein? Putin, der uns erklärt, dass Deutschland aus der NATO austreten soll Genau, genau. Also das kann ja alles sehr, sehr aufschlussreich sein. Das sind ja auch alles Meinungen, über die man diskutieren kann. Also diese Diese Verargumentierung, dass der Journalismus diesen Meinungen auch den Raum und die Plattform geben muss, das halte ich einfach für hochgefährlich, weil da nimmt man natürlich etwas ganz ganz wichtiges, also eine Grundsäule des Journalismus, nämlich dass wir öffentlich diskutieren, dass wir uns austauschen, dass wir auch einordnen und kategorisieren In einen Bereich, der vor allen Dingen von Populisten ausgefüllt wird. Und das ist das riesengroße Problem. Und ich glaube, man muss nur einmal einen Blick auf die Kommentarspalten der Welt werfen. Das machen sie übrigens seit vielen, vielen Jahren. Tatsächlich hatte die Welt mal eins der besten Social Media Teams, gehabt, moderationstechnisch. Ich mochte die früher auf Facebook sehr. Wohhingegen man auf der Seite die Menschen komplett frei dehen lässt. Warum? Wenn du wahnsinnig viel Interaktion unterhalb deines Textes auf Facebook hast, dann bringt das ja vor allen Dingen erstmal Facebook etwas. Und du musst da Auch noch aufpassen, dass dann die diversen Regulatoren nicht einfach drauf schauen und sagen, Hammer here by dir auf deinem Facebook-Account passiert dieses und dieses. Das ist nicht ganz so koscher. Wohingegen man auf der Welt wirklich die alles machen lässt und alles kommentieren lässt, aber eine Art und Weise, wo du schon durchaus in einen Kontext kommt, der durchaus strafveränderlich relevant sein kann. Und ich hatte sich einfach hin entwickelt über Jahre.

10:09 Gavin Karlmeier

Genau, und das wollte ich nämlich gerade sagen. Auf der einen Seite, klar, das, was die Welt damals bei Facebook gemacht hat. Alle haben da drauf geschaut, alle fanden das faszinierend und fanden das irgendwie clever und smart. Ich glaube, das würde man heute ja auch so nicht mehr machen, weil du einfach, die Strategie war ja das Nicht-Ennstnehmen Der Leute, die dort Hass verbreitet haben. Inzwischen gibt es ganz viele Studien darüber, die sagen, dass das nur die Extremierung die Radikalisierung vorantreiben würde und dass das nicht zwangsläufig klappen würde. Aber früher war das zeitgemäß. Das war das State-of-the-art Community-Manager. Management. Und das andere ist, dass Ulf Porschert ja das ganze Blatt massiv nach rechts bewegt hat. Also wir haben angefangen bei einem, ich würde sagen, gemäßigten wirtschaftsliberalen Blatt, als Ulf Porschert übernommen hat. Sicherlich gab es da auch andere Phasen und Epochen, aber als ich aktiv Journalismus konsumiert habe Hatte ich das Gefühl, die sind verhältnismäßig gemäßigt und haben sich auch selber so stark radikalisiert, dass du inzwischen den scheidenden Chefredakteur hast, der öffentlich sich hinter Elon Musk stellt, der ähm gegen Böhmermann wettert und zwar nicht auf einer inhaltlichen Ebene, sondern auf einer verächtlichen menschlichen Ebene. Ein Menschen, der das Recht, Porsche zu fahren über den, über die Wahrnehmung des menschengemachten Klimawandels stellt. Also einen Menschen, der einfach das ganze Blatt massiv nach rechts geschoben hat. Und das siehst du dann eben auch in dem Publikum, natürlich. Also dass die Leute, an die du, von denen du willst, dass sie mitsingen, die dessen Lied musst du einfach nur singen. Und das ist das, was die Welt in den letzten Jahren gemacht hat. Ich finde das super spannend, weil dieses Statement, das du gerade angesprochen hast, das haben Ulf Porschert und Burgart, der kommende Chefredakteur, haben das zusammen der DPA gegeben. Und das geht noch weiter. Und der Satz, der danach kommt, den fand ich eigentlich tatsächlich am schockierendsten. Der Satz geht weiter, oder das Statement geht weiter mit, das wird auch künftig den Kompass der Welt bestimmen. Wir werden die Welt noch entschiedener als Forum für solche Debatten entwickeln. Und dann bist du tatsächlich, wenn du sagst, okay, wir laden jetzt ja ähm, radikalisierte Extremisten ein, die und du kannst Elon Musk inzwischen genau so bezeichnen, dann bist du tatsächlich bei Putin, bei Zelna Bei was auch immer. Also du wirst jetzt im Kampfblatt und ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich mit den Werten des Springerverlages, so wenig ich jetzt Springerabonnent bin, auf welcher Ebene auch immer Ich weiß nicht, ob das grundsätzlich mit den Werten des Springauflages so vereinbar ist, sich da hier so einen extrem Rechtsruck zu verpassen.

12:39 Sascha Pallenberg

Es ist definitiv die Twitterisierung der Welt, weil das ist ja eigentlich auch der Ansatz des Edonmas, der davon sprach, wir brauchen diese Global Town Hall, wo Menschen sich mit unterschiedlichsten Perspektiven treffen können, sich austauschen können und voneinander lernen und vielleicht dann dadurch auch irgendwelche Stereotypen abbauen können. Wie gut das funktioniert, da müsst ihr euch nur 10 Sekunden Twitter anschauen, dann wisst ihr relativ schnell. Dass das offensichtlich nicht ganz so gut geklappt hat. Das bauen die gerade. Und was man vor allen Dingen da auch noch bei verstehen muss. Und ich glaube, da kommen wir nachher mit der nächsten Story, die sich in den letzten drei Tagen so ganz, ganz wunderbar eskaliert hat. Ähm, Twitter ist ja für den selbsternannten Mr. Free Speech Nicht ansatzweise Free Speech, sondern es ist Free Speech wie Elon Musk will. Du ist eigentlich eine klassische Mafia-Strategie oder Yakuza-Strategie, ne? Don't outshine your master. Und dann, das kannst du nicht machen, dann gibt es einen auf den Deckel oder du bist halt weg vom Fenster. Und das passiert gerade. Also bei Twitter erleben wir genau dieses, nämlich so einen lustigen Purch, der durch verschiedenste Strömungen Accounts geht. Aber in einer gewissen Art und Weise übernimmt das Springer. Das zeigt eigentlich auch, wie es den. Ich würde jetzt mal sagen, Legacy-Marken eines Axel Springer Verlags geht. Auch wenn ich durchaus davon überzeugt bin, dass sie bezüglich der Paywallisierung ihrer Marken ganz klar Pioniere waren und sind und wahrscheinlich besser konvertieren als alle anderen zusammen. Hundertprozentig. Aber es reicht nicht. Die Margen dürften nicht so groß sein wie im klassischen Print. Es wird immer schriller, es wird immer mehr versucht, irgendwie ein Quatsch hinter die P. zu packen und jetzt so einen Edon Mus einzuladen und für eine rechtsextreme Partei zur Bundestagswahl aufzurufen. Das ist wieder so diese klassische Verschiebung der nächsten roten Linie, die einfach auch zeigt. Okay, da sehen wir jetzt die Welten. Lass uns einfach mal sehen, wer kommt als nächster.

15:02 Gavin Karlmeier

Ja, und vor allem, wenn du überlegst, wie groß der Aufschrei war, als bei der Washington Post Jeff Bezos entschieden hat, es gibt hier keine politische Positionierung. Wir wollen uns nicht bekennen vor der Präsidentschaftswahl in den USA. musst du das eigentlich weiter spinnen und musst sagen, okay, wenn jetzt hier ein Döpfner sich aber hinsetzt und sogar explizit Wahlempfehlung für eine in Teilen antisemitische und rassistische Partei und extremistische Partei, wenn er sich dafür ausspricht, dass diese Zeitung diese Positionierung einnehmen muss. Dann haben wir eigentlich eine viel größere gesellschaftliche Debatte verdient als die Diskussion darum, darf man Elon Musk einladen? sondern nur die Frage, wie gefährlich und schädlich ist Matthias Döpfner für die Demokratie tatsächlich? Ich finde, diese diese Diskussion müssen wir als nächstes führen, weil das auch mit Sicherheit nicht letzte Geschichte ihrer Art sein wird, was die Welt und den Springer Verlag angeht.

15:56 Speaker 4

Ich hatte das in diesen beiden Screenshots, die ich heute auf LinkedIn geteilt habe, das war übrigens zum einen, wie gesagt

16:01 Sascha Pallenberg

was ich schon gerade sagte, dieses Reposting des Alexweidel-Tweets, wo er dann halt Welt mit D geschrieben hat, aber auch nochmal einen Kommentar. auf ein Posting, denn der Frankwalter Steinmeier hat sich ja nach der Auflösung des Bundestags auch durchaus stark gegenüber den actuellen Ereignissen auf Twitter positioniert. Und dann hat ein Elon Master dann runtergeschrieben, der wird die nächste Wahl verlieren, weil er davon ausgeht, dass bei der nächsten Bundestagswahl auch der Präsident gewählt wird. Und also für die Welt mit Del Ist das einfach auch qualitätstechnisch ganz weit vorne. Aber was ganz, ganz wichtig war, ich habe dann auch gesagt, mittlerweile unterteile ich, also die Menschen, die diese Allmachtsfantasien eines Elon Musk unterstützen, das sind Entweder Milliardäre oder Vollidioten. Und wenn du nicht weißt, in welche Kategorie du da passt, dann musst du einfach auf dein Konto auszugucken. Bei Matthias Döpfner müssen wir zwei Checkmarks machen.

17:05 Gavin Karlmeier

Du hast gerade aber was angesprochen, was ich gerne noch kurz mitnehmen möchte, weil wir haben jetzt viel über den Text, also darüber gesprochen, dass es diesen Text gibt, aber noch nicht über den Text selber. Ich will den gar nicht so richtig sezieren, weil der sich Der liest sich schon, das haben jetzt mehrere Leute auch besteht, der liest sich so, als hätte ich ihn Grog geschrieben, weil der halt so wahnsinnig inhaltsleer ist: es gibt keine echte Argumentationslinie, es gibt keine. Also sein stärkstes Argument Und da bin ich sehr empfindlich, was diese Wörter angeht. Sein stärkstes Argument, warum die AfD so wichtig ist, ist Nationale Identität, das taucht immer wieder auf, dieser Begriff. Gleichzeitig sagte er aber auch, Alice Weide könne gar nicht, ich zitiere, Hitler sein, da sie ja eine Partnerin aus Sri Lanka habe. Ähm, das heißt, auf der einen Seite sagt er, das ist keine rechte Partei, sondern sie wird nur als rechte Partei wahrgenommen, argumentiert aber gleichzeitig damit, dass sie Migrationsregulierung, so ungefähr ist glaube ich die Formulierung, und eben nationale Identität stärken würde. Was inhaltlich genau die Definition einer rechten Partei wäre. Das heißt, der ganze Text ist politikwissenschaftlich nicht korrekt, der hat kein kluges Argument, also Ich weiß nicht, ob irgendjemand diesen Text liest und sich denkt, na das überzeugt mich jetzt aber. Ich finde, der Text liest sich aber so, als hätte ihn tatsächlich jemand geschrieben oder etwas. Und ihn dann nochmal abgeglichen mit Argumentationen, wie die AfD es selber tut. Weil so Formulierungen wie die traditionellen Parteien in Deutschland haben versagt, ist eine Formulierung, die das eins zu eins AfD spricht einfach. Ich habe nicht das Gefühl Dass Elon Musk sich wirklich da hingesetzt hat und diese wahrscheinlich 2000 Wörter selber geschrieben hat.

18:41 Sascha Pallenberg

Natürlich hat er das nicht gemacht. Er hat da kaum Zeit zu. Er guckt dir mal seine Frequenz auf Twitter an. Er muss Diablo spielen. Und dann muss er Diablo spielen und die diversen anderen Games so weiter. Aber nochmal. Auch die Qualität des Textes an sich sagt ja auch eine ganze Menge über das Quality Management der Welt aus. Es ist einfach so unfassbar schlecht und so unfassbar peinlich. Was man sagen muss, PR-technisch ist das natürlich ein Coup, ist doch gar keine Frage. PR-Technisch ist natürlich auch ein wahnsinniger Coup für die AfD. Genau wie jeder andere Auftritt eines AfD-Politikers in irgendeiner Talkshow. oder in irgendeinem Podcast in jeglicher Form immer ein Coup ist. Auch wenn sich der andere Politikerin, zum Beispiel wie ein Christian Lindner, der meinte, ach der Habeck will nicht mit der Alice Weidel in den Bundestagswahlkampf Talk gehen bei den Öffis, ich mach's, weil er glaubt, er könnte sie entzaubern. Tatsache ist, er gibt ihr massenhaft Stichworte, die werden wieder wunderbar zurechtgeschnitten und laufen auf TikTok und inhalieren. All das, was eine FDP im Digitalen überhaupt rausbekommt, um das bei einer FDP tatsächlich wahrscheinlich eher um das Millionenfache. Weil das ist ja mittlerweile so eine kaum noch messbare Partei. Also diese zu glauben, dass man einen Elon Must auf so einer riesigen Plattform A entzaubern kann, ist genauso töricht wie zu glauben, jegliche PolitikerInnen von der AfD in einem öffentlichen Kurs in irgendeiner Art und Weise in eine Position zu bringen, wo dann alle AfD-Wählerinnen sagen Verdammt nochmal, das wussten wir gar nicht, die wählen wir jetzt nicht mehr. Es ist einfach so irre.

20:36 Gavin Karlmeier

Genau, weil die große Gefahr ja darin liegt, in dem Moment, wo du ihnen Sichtbarkeit, Bühne, Reichweite gibst, also denen, dessen Ziel es ist, dir selber diese Bühne abzuschneiden. In dem Moment, wo du das tust, gibst du ihnen die Möglichkeit, so einfache Antworten, Lösungen anzubieten, die auf den zweiten Blick sich natürlich sofort selber auch entzaubern, wenn man dann diesen zweiten Blick wagen möchte. Dass du damit Leute auch fängst, dass du Leute damit überzeugen kannst, die sich vielleicht nicht so viel damit auseinandersetzen, inhaltlich. Und das ist nämlich das Problem. Diese Lüge von wir müssen nur mit den Rechten reden, die hat uns in den letzten Jahren. Ein Riesenproblem eingebracht. Und dieses Problem kommt aber, glaube ich, alles aus demselben Grund, warum du hier auch, warum es nicht richtig ist, Elon Musk einen Gastbeitrag, und dann sind wir gleich auch durch mit dem Thema, aber einen Gastbeitrag schreiben zu lassen. Dieses, dieses, dieser Begriff den Lernen JournalismusstudentInnen, äh, VolontärInnen im ersten Jahr. Und dieser Begriff ist False Balancing. Also das Nebeneinanderstellen von zwei Meinungen, die nur auf den ersten Blick Einander ebenbürtig sind. Also das Beispiel ist, du hast eine Talkshow und du lädst irgendwie einen Christian Drosten ein, der über Corona forscht und Virologe ist und wissenschaftlich sich auseinandersetzt. Und dann lädst du einen Michael Wendler beispielsweise ein, der sagt, ich möchte Ich möchte aber keine Maske tragen. Und dann hast du da als Zuschauer das Gefühl, diese beiden Thesen, die stehen da jetzt gegeneinander und ich kann mir jetzt aussuchen, welche Meinung für mich die stärkere ist. Das ist aber nicht eine ausgewogene Berichterstattung mit zwei Meinungen, die einander ebenbürtig sind. weil du kannst nicht Wissenschaftlichkeit gegen Extremismus stellen beispielsweise. Oder wie hier in dem Fall, du kannst nicht sagen, okay, du hast jetzt hier einen Multimilliardär, den reichsten Menschen der Welt, mit einer wahnsinnigen Reichweite und der erzählt uns mal Völlig inhaltsleer auf einer ganzen Seite, warum die AfD so wichtig ist. Und dann schreiben wir daneben, warum das eigentlich Quatsch ist. Weil was hängen bleibt, ist ja nicht die Richtigstellung, nicht die Einordnung, nicht die Korrektur. sondern was hängen bleibt, ist, Elon Musk will, dass wir die AfD wählen. Und alle Menschen da draußen, die sagen, oh, Elon Musk, der ist doch wirtschaftlich so erfolgreich, der fliegt ins Weltall und der hat Autos gebaut, die wir alle fahren und so, dann muss der da auch recht haben. Das ist, was hängen bleibt. Und deswegen ist es so wahnsinnig gefährlich.

22:41 Sascha Pallenberg

Ja, das sehe ich ähnlich. Ich meine, es gibt ja auch in der deutschen Politik diesen irren Glauben daran, dass das, was in den USA geschaffen wird, nämlich Idon Mas und Vivek Ramaswamy, in dieses Effizienzdepartement, was sich auch noch Doge nennt, wo man auch schon wieder sagt, meine Güte, da musst du eigentlich den nächsten Scam wieder einfangen, weil es ja unter anderem auch ein Meme-Coin ist. Das ist ja alles so von vorne bis hinten so unfassbar peinlich. Zu glauben, dass wenn ein Elon Musk sagt, okay, wir haben jetzt hier, sag mal, sorry, ich hau jetzt einfach eine Zahl raus, 250 Behörden, wir brauchen aber nur 60. Also das muss runter auf 60, ob wir das brauchen oder nicht. Und dann setzt sich ein Christian Lindner hin und sagt, ja, ist wirklich alles super und das brauchen wir auch so. Und wir müssen mehr Masse, wir müssen mehr Melei wagen. Wir brauchen uns einfach nur mal die Armutsrate in Argentinien angucken, die mittlerweile bei 55. Das ist eine Katastrophe, was da passiert. Mir macht das Angst, diese vermeintliche Diesen vermeintlichen Erfolg eines Elon Musk, der meiner Meinung nach wie vor auf mit den größten Scams, die es überhaupt im postindustriellen Zeitalter jemals gegeben beruht, um die neu zu verändern. einfach nur alleine in den letzten neun Monaten, um das mal abzuholen. Tesla ist mittlerweile 1,5 Billionen US-Dollar wert an Marktkapitalisierung, haben sich verdreifacht seit etwa 21. und 22. April. Am 21. April kam ein Artikel von Reuters raus, der besagte, Tesla hat das Model 2, das war eigentlich die nächste Generation. Jetzt möchte Tesla extrem günstige Autos bauen, um wirklich in den Massenmarkt zu kommen. Und alle Anlegerinnen und Anleger haben einfach auch darauf getippt. Der Aktienkurs ging in einer Tour runter, die lagen auch so bei 140 Dollar. Und dann kommt die Story von Reuters raus. Model 2 wird es nicht mehr geben. Innerhalb von einer Stunde hat Elon Muster auf der Runde. Reuters, lüg wie immer. Drei Stunden später erzählt Elon Mast 8. 8. Da wussten die bei Tesla überhaupt nichts von. Das kam dann irgendwann im Oktober, haben dann relativ schnell eine gefakte Braidrunner liked Show in einem Hollywood-Studio zusammengezimmert. Dann kam noch die Übernahme von Trump. In der Zeit hat sich der Aktienkurs mittlerweile verdreifacht. Ich habe was ähnliches noch nie irgendwo erlebt. Da sind keine zusätzlichen Werte geschafft. Wurden, keine zusätzlichen Performance angekommen angekommen, beziehungsweise reportet worden. Das ist irre. Und diese gesamte Historie des Elon Musk in Kombination mit Tesla und all seinen anderen Unternehmungen zeigt, dass immer und immer wieder auf, dass er ziemlich gut darin ist, den Menschen einfach Schlangenöl zu verkaufen und die nehmen es halt mit. Wir fliegen zum Mars. What the fuck sollen wir auf dem bekloppten Mars? Verdammt nochmal. Vor allen Dingen, wenn du dann so einen Typen hörst, es gibt ja viel in der Richtung. Ob es ein Hyper-Loop ist, da denke ich mir sofort: meine Güte, habe ich in Achtung. Jahren auf dem PM-Magazin gehabt, diese Vakuumzüge, weil die Patente schon über 200 Jahre alt sind. Aber die Geschichte mit dem Mars, und dann machen wir alles Terraforming und dann haben wir Atmosphäre da. Meine Güte, wenn wir zum Mars fliegen können und Terraform. von einem Planeten betreiben können. Da können wir verdammt nochmal auch jeden Klimawandel bei uns hier stockmotender Formen nie auf der Erde machen. Das ist alles so irrsinnig. Und die Leute glauben den Scheiß. Oder seine Tunnel, die er gebaut hat. Ich bin in meinen Vegas in seinem bekloppten Tunnel gefahren. Das ist eine völlige Volksverarschung und Verdummung. Aber es wird in einer Tour multipliziert. Nochmal, weil es monetäre Interessen sind. Die Welt druckt es ab, weil sie die Auflage verkaufen. Die Menschen glauben den Scheiß, weil sie einfach zum Teil mit ihrem gesamten Vermögen in Tesla-Aktien drin hängen und multiplizieren einfach auf. In einer Tour, dann die frohe Botschaft des Elon Musk, weil sie dadurch natürlich sehr opportun auch einen entsprechenden Reichtumsgewinn erfahren können.

27:07 Gavin Karlmeier

Und das ist das riesengroße Problem, was wir im Moment haben. Jetzt hast du gerade schon angesprochen, dass Musk ja in diesem Jahr sich sehr stark ins Trump-Lager eingezeckt hat. Bevor wir gleich auf das große Ja zu sprechen kommen, hattest du aber auch von den Entwicklungen an diesem Wochenende gesprochen. Und du hast das so schön begleitet. Deswegen, ähm, vielleicht magst du uns mal zusammenfassen, was ist da alles passiert? Weil ich habe das natürlich auch begleitet, aber da sind so viele Dinge bei, wo man, wo man jedes Mal denkt, dir geht es bestimmt auch so, bei denen man jedes Mal denkt. Hä, verstehe ich das jetzt falsch oder ist es wirklich passiert? Und die Antwort ist immer: es ist wirklich passiert.

27:44 Sascha Pallenberg

Also, ich habe ja den großen Vorteil, dass ich sieben Stunden voraus bin in Taiwan, beziehungsweise jetzt, wo ich gerade im Urlaub bin. Und da hat es richtig gerappelt. Und das hat eine ganze Menge damit zu tun, dass sich mehr und mehr. Mehr oder weniger, sagen wir mal, die Grassroot-Bewegung des Donald Trumps, nämlich MAGA, Make America Great Again, fragt, ob all die Versprechungen The während des Wahlkampfs gegeben wurden, aber auch die Person Elon Musk. Ob das alles noch so koscher is, and with the hohe rassistischen Grundprinzipien, die diese Bewegung durchaus hat. America First und keine Einwanderer und alle raus und Remigration. Die fahren ja auch das komplette Programm eines Zelnas oder einer AfD und wie sie alle heißen. Ob das überhaupt noch zusammenpasst. Und mehr und mehr kommen sie auf den Trichter, dass sie A verarscht wurden, dass B lustige Elite, for things they at einer tour garned have, the Scepter in Washington übernehmen and das America First, beziehungsweise American Workers First. Eher nicht mehr so angesagt ist. Und da ist die Galionsfigur Laura Lohmann. Nennen wir sie mal Aktivistin, um noch diplomatisch zu bleiben. Sie selber nennt sich. Investigativenjournalistin. Es ist eine fürchterlich Rechtspopulist ist eine Rassistin. Das muss man also wirklich, wirklich so sagen.

29:31 Gavin Karlmeier

Die Frau fürs Grobe beim Donald Trump gewesen, während das war. Selbst die Wikipedia nennt sie eine rechtsextreme, islamfeindliche und rassistische Aktivistin. Also, das ist die Formulierung und da bewegen wir uns.

29:43 Sascha Pallenberg

Ja, und sie sagte dann irgendwann mal: Hey, pass mal auf, lieber Elon Musk noch einen Schrittzzug: eigentlich muss ich mit dem Vivek Ravaswamy anfangen. Das ist der Code. Efficient Department, Doge Department Player neben dem Elon Musk, der übrigens ja auch mal republikanischer Präsidentschaftskandidat war, bevor dann Donald Trump aufgestellt wurde. Ist Ende 30, seine Eltern sind aus Indien eingewandert, ist offensichtlich ein erfolgreicher Unternehmer in den USA. Der hat Ich glaube, es war ein Podcast. Hat ja unter anderem erklärt, ja, die Arbeitsmoral von US-Amerikanerinnen, das ist mal eben kurz überhaupt nichts. Die feiern hier in einer Tour Sportstars ab. Die gucken sich die 75. 000 Wiederholung von Friends an, ja, anstatt Mathe-Genies zu feiern. Und das kam jetzt eher nicht ganz so gut bei den ganzen Magerassisten an, die dann natürlich aus dem Mund eines, der wohl Obwohl er in den USA geboren wurde, aber offensichtlich jetzt hätte ich fast gesagt, Native American sind sie auch alle nicht, aussieht, das kam nicht gut an, und das war so die allererste Welle. Die dann losging. Und dann kam auch ein Elon Musk ihm zur Hilfe und sagte: Ja, passt auf, wir brauchen diese sogenannten H1B-Visa. Was sind H1B-Visa? Da geht es darum, hochqualifizierte Arbeitskräften, Fachkräften einfach den Zuzug zu erleichtern. Das gab es in Deutschland auch. Übrigens, die ganze Story erinnert mich so ein wenig an. Äh, war das der Rüttgast von der CDU vor 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen? Der hat tatsächlich mal in den Wahlkampf gegangen mit dem Spruch. Kinder statt Inner. Das kann man sich das einfach so irre, ne?

31:48 Gavin Karlmeier

Du wolltest gerade sagen, das kann man sich gar nicht vorstellen. Das Schlimme ist, man kann es sich leider inzwischen wieder vorstellen. Das ist ja das Absch. Das ist ja das Schlimme. Also, alle gesellschaftlichen Entwicklungen der zwanzig Jahre. 20 Jahre waren Bubble-Phänomene offenbar.

32:02 Sascha Pallenberg

Ich habe jetzt gerade so einen ganz, ganz hässlichen Flashback bekommen. Aber wie schlimm. Okay, das ganze Ding explodierte ein wenig. Elon Musk sprang ihnen zur Seite. Erklärte dann solche Sachen wie unter anderem ohne diese hochqualifizierten Fachkräfte hätten wir überhaupt nicht Tesla gründen können. Ja, der Tesla nicht. Gründe, so hat sie eingekauft und dann das mit SpaceX machen könnte und so weiter. Und jetzt kommt Laura Newmer ins Spiel. Das erste Mal, wo sie richtig aufgeschlagen ist, ihr müsst verstehen, sie hat Etwa 1,4 Millionen Follower auf Twitter und sie war wirklich so einem Ja Ich glaube, wenn man sagen würde, Trump mistress, könnte man das in falschen Hals bekommen. Also bitte nicht falsch erstellen. Ich meine das wirklich nur so auf der politischen Ebene und auf der kommunikativen Ebene. Sie hat dann unter anderem von Tesla mal so Stellenausschreibungen rausgehauen, in welchen Bereichen Tesla einstellt. Und die hatten alle so ein Cap von so roundabout 70. 000 US-Dollar. Der Median in USA, glaube ich. nicht so bei Roundabout 80. 000 mittlerweile, also in diesen Bereichen. Mast bezahlt da relativ wenig. Es wird oft über Aktienoptionen und so weiter versucht, das irgendwie auszugleichen. Das ist ja auch ein Grund, warum man in der Teslafet. In Brandenburg sich andauernd mit der regionalen Gewerkschaft anlegt, mit der IG Metall vor Ort und warum es da immer wieder knallt, hat sie also diese Riesenliste Rausgehauen hat zum Elon Musk, what glaubst du denn wie irgendjemand in Texas runs Austin a family with two kindern anniversary? That's also the hochqualifizier arbeitsplätze. And that ging's in Richtung, that is clear. Sklavenhaltung und du lädst die Leute aus dem Dritten-Weltland ein und die fluten unser Land. Und ich habe immer für Präsident Trump eingestanden, der wollte ja, dass diese Visageschichte einfach entsprechend eingedampft wird. und so weiter und so fort. Das war eigentlich so der erste Kicker. Der Vivek. Musk springt ihn zur Seite. Laura Lohmer sagt Hallo, da bin ich und holt das dicke Megafon raus. Und dann kamen Matt Gates, der ja glaube ich fürs Justizministerium mal vorgesehen war, bevor dann aus Versehen herauskam, dass er einfach in einer Kur Drogen gekauft hat und Geld für Sex mit Minderjährigen. bezahlt hat. Anne Kulter, von der man auch seit Jahren nichts mehr gehört hat, auch eine extrem rechtskonservative Kommentatorin sprang rein. Übrigens auch ein Alex Jones kam um die Ecke, aber eher in der in der Maska-Teil, das ist der durchgeknallte Infowars-Typ, der Laura Luma übrigens mal geschrieben hat.

35:04 Gavin Karlmeier

Also da gibt es jetzt auch so erste, erste, also es ist gerade. . So, wie soll man das sagen? Ja, genau, das ganze Lager bricht gerade so ein bisschen in sich zusammen. Und mein erster Gedanke war aber, als ich am Wochenende gelesen habe, okay, Elon Musk spricht sich jetzt gerade für Migration aus. Dass ich so das Gefühl hatte, also offenbar, und da kam aber noch nicht das Statement von Trump, wir wissen ja jetzt inzwischen, was Trump dazu sagt, aber. Ähm, da hatte ich so das Gefühl, offenbar hat Elon Musk die Weihnachtstage mal genutzt, um sich mal das Wahlprogramm von Donald Trump durchzulesen und hat festgestellt, da sind so ein paar Sachen, mit denen ich nicht ganz übereingehe, weil ich so dachte, er hat monatelang gegen Migration getrommelt. Jetzt hat er irgendwie zwischen den Feiertagen sich mal überlegt, ach nee, das geht ja gar nicht ohne, dann positioniere ich mich jetzt nochmal. Was ein absoluter Hirnschmelze ist. Also das ist. Man kommt dann, wie gesagt, man liest es immer und denkt sich, es kann nicht wahr sein und googelt es und denkt, okay, es stimmt wirklich, ich habe es nicht falsch verstanden. Die Dynamik

36:06 Sascha Pallenberg

in dieser gesamten Story ist so sensationell, dass ich mich wirklich auch schon auf die Verfilmungen freue, die dann irgendwann in 10 oder 20 Jahren auf mich bekommen. Aber ganz kurz da nochmal reinzugehen, das hat auch die Laura Luma dann dem Elon Musk vorgeworfen. Du warst nie mager, du kaufst die ganze Sache, du bist ein Level 5-Klammer-Äffchen, hat sie unter anderem. der nur noch einmal Lago abhängt und so weiter. Alles wurde immer weiter eskaliert und dann passierte folgendes. Auf einmal wurde ihr Blue Checkmark weggenommen. sie konnte dann keine Premium Subscription mehr abschließen, sie konnte keine Direct Messages mehr abschließen und sie wurde für, ich glaube, zwölf Stunden oder so gebannt von der Plattform, überhaupt was zu machen. Parallel dazu, Conservative OG, das ist so ein rechtes Influencer-Netzwerk, die dann darunter auch irgendwie, so weiß ich, so 10, 20 davon haben, alle Blutcheckmarks weg. Alle konnten nicht mehr subscriben. Und der Maske ist in einer Tutter durchgerauscht. Du hast dann gesehen, wie auf einmal die Reichweiten von ihren Tweets immer und immer weiter nach unten kam. Dann kamen die ersten Leute, die sich gemeldet haben, du tauchst überhaupt nicht mehr bei mir in einem Feed auf. Und so weiter und so fort. Ist natürlich auch strategisch und kommunikativ alles andere als sinnvoll, so darauf zu reagieren, weil damit bestätigt Er ja in einer Tour, was sie ihm vorwerfen. Du kontrollierst das hier alles, du hast mit deiner Krone alles gekauft. Aber was noch viel, viel schlimmer ist, und das Dürfen wir, glaube ich, bei diesen richtig durchgeknallten Rassistinnen nicht unterschätzen. Musk und dieses H1B Visa-Programm, was natürlich völlig okay ist. Also das brauchen wir ja in Deutschland ganz genauso. spielt in eine der wichtigsten Verschwörungstheorien der rechten Szene, nämlich der große Austausch, Die Bevölkerung wird hier ausgetauscht und da hemmern die jetzt drauf rum. Jetzt ist übrigens seit zwei Tagen auch noch Steve Bannon mit am Start. Das ist ja der ehemalige Breitbart Gründer und und Trump-Vertraute, der jetzt so ein neues Podcaster Warroom oder so heißt das. Jetzt hammern die in einer Tour darauf home, dass Elon Musk an enemy of the state is, weil, und da haben sie übrigens recht. Weil Testas Profiten zum größten Teil aus der Shanghai-Fabrik kommt und er natürlich China in einer Tour ab Abfeiert und das ziehen jetzt seit den letzten 24 Stunden, also diese China-Story, extrem heftig durch. Das geht dem lustigen Elon Musk gerade wieder richtig auf den Nerven. Ist nicht nun mal Blue Shack. Max weg. Jetzt fängt er an, Accounts komplett zu löschen. In einer Tour. Also, der hat sich dann irgendwie die Familie ein paar Koketamin nach Hause liefern lassen und hat die ganze Nacht wieder durchgeballert. Es ist

39:12 Gavin Karlmeier

Also, das ist der längste Autounfall, den ich je erlebt habe, ganz sicher. Ich finde, das ist eine ganz skurrile Geschichte, denn auf der einen Seite stellst du ja. Also diese Geschichte, die du eben genannt hast mit Bannon und ist Musk jetzt pro Amerika oder ist er ein Feind, der führt ja genau zu diesem Punkt, den man als. . ich formuliere das jetzt mal vorsichtig, europäisch geprägter, demokratiefördernder, aufgeklärter Mensch, an den man immer wiederkommt, weil da so kognitive Dissonanzen entstehen, wo du sagst. . Wie kannst du auf der einen Seite das fordern und auf der anderen Seite in China deine Autos herstellen lassen? . . Wie kannst du dich zum Beispiel öffentlich irgendwie gegen Krieg positionieren und auf der anderen Seite Putin abfeiern? Also diese ganzen Konflikte, die eben immer wieder entstehen, weil du das Gefühl hast, da gibt es so. So Plotholes in der politischen Position. Und ich finde, das bringt das gerade ganz gut auf den Punkt, weil dieses rechte Lager, dieses Problem in den USA dieses Problem ja inhaltlich logisch nicht lösen kann. Du kannst es nicht lösen, weil du entweder das dir mit den einen oder den anderen Leuten aus deinem Lager verscherzt. Das heißt, das ist ein Autounfall, den sollten wir uns noch länger angucken, weil der bleibt spannend. Da gibt es noch einiges zu besprechen. Auf der anderen Seite finde ich daran so wahnsinnig interessant. Dass all die Sachen, die wir an Musk seit Jahren hier problematisieren, das Sperren von JournalistInnen zum Beispiel, weil sie Dinge bei X oder Twitter veröffentlicht haben, die ihm nicht gepasst haben, Dass wir gesagt haben, das kannst du nicht machen, wenn du dich selber Free Speech Absolutist nennst, so dass das jetzt auch im eigenen Lager angekommen ist. Das heißt, die Leute, die sich eigentlich noch hinter Mast gestellt haben, jetzt gerade auch feststellen, was für ein autokratisch handelnder, völlig unsachlich entscheidungen treffender Mensch das tatsächlich ist. Das heißt, all die Sachen die ihm von seinen Fans noch zugutegehalten wurden, müssen ja jetzt auch clashen. Das heißt, hier beginnt möglicherweise gerade die. Das Dekonstruieren von Elon Musk. Und da ist dann irgendwann die Frage, wie lange hält Trump noch zu ihm? Weil das könnte genau an diesem Punkt jetzt eine Sollbruchstelle entstehen.

41:17 Sascha Pallenberg

Im Moment hält er zu ihm, obwohl er sich noch vor einem halben Jahr ganz klar gegen diese HRONB, wie das ausgesprochen hat, kommt jetzt heute Nacht raus, okay. Das machen wir jetzt mal so. Ich fasse das jetzt mal hier ganz flapsig zusammen, weil da brauchen wir auch, glaube ich, nicht zu tief einsteigen. Was wir hier aber nicht unterschätzen dürfen ist. Über all die Jahre die Korrespondenten oder die Menschen, die rund um Trump irgendwie rumschwirten, berichten Unisono. Dass er immer und immer wieder befragt hat, wie kommt das bei meiner Basis an? Also diese Markerbewegung, wir dürfen das wirklich nicht unterschätzen. Mit denen wollte er halt. Immer happy and eng and when er genau weiß that das Fundament Ist dessen, was er mit Make America Great Again gestartet hat. Und jetzt stellt er sich tatsächlich In einer der fundamentalsten Fragen, nämlich diese sehr rassistische Sichtweise auf die Zukunft der USA und wie die Bevölkerung. dort strukturiert sein muss und welche Menschen welche Arbeit bekommen und wie man die Wirtschaft nach vorne bringen will, mit welchem Men-Women-Power. Ähm, stellt er sich gegen sie und verrät damit tatsächlich eine von diesen Versprechungen und von diesen Gesetzen würde ich fast sagen, die diese Bewegung überhaupt ausmacht. I've been spent what the same hass off Musk. And he had no finger given and so on. That is all extremely spanning. Zu sehen, wie die politisch Linke in den USA das ausschlachtet. Die Mimifizierung dieser Situation ist mit das Köstlichste, was ich in den letzten Jahren erlebt habe. Es gibt so einen ganz tollen AI-Kanal, der die Stimme. von Trump und Musk immer nachmachen, wo Trump eigentlich einfach als Bagler dann dasteht oder als Schroßhündchen von Musk und so weiter gezeigt wird. Und Trump hasst das. Er ist ein paar Mal auf Reden darauf eingegangen, wo er dann auch wirklich wiederholt hat. Pass mal auf, liebe Freunde, also diese ganzen Brüche und so weiter. Ich bin hier President. Und ich muss dir auch keine Sorgen machen, weil er gar kein President werden. Er ist ja gar nicht hier geboren und so weiter. Also du merkst schon, das beschäftigt dich. Und da sind wir übrigens wieder bei dieser Geschichte. Don't outshine your master. An welchem Punkt, wenn diese beiden Egos im Raum sind, sagt das Ego, was Vielleicht nicht finanziell am längeren Hebel ist, aber politisch und legislativ. Und vor allem die Exekutiv am längeren Hebel sitzt und auch qua Geburtsort. Yes. Wann sagt der, pass mal auf, Freundchen? Jetzt erkläre ich dir mal ganz genau, wer ich bin und wer du bist. Und ich glaube, das geht schneller As we had. We have of a political commentator in this extreme refined spectrum in the US said this lie and we have some and then we're going to be able to do that. Luma um die Ecke und schmeißt eine Handgranate da rein. Und in der Situation sind wir jetzt. Also, die Handgranaten fliegen von allen Seiten und wir müssen einfach mal sehen, wie sie es weiterentwickelt. Aber es ist wirklich jede Nacht super lustig und spannend. Du kannst es auch nur zwei, drei Stunden aushalten, danach musst du auch mal ein Fläschchen Wein aufmachen.

45:23 Gavin Karlmeier

Ich finde übrigens, ganz kurz in diesem Sinne. Ich finde, dass Allein die Tatsache, dass Elon Musk sich nicht anders zu wehren weiß, als diese Leute de facto zu deep platformen, also die blauen Haken wegzunehmen, den Premium-Account wegzunehmen, was ja nicht nur ein Einbuße der Reichweiten bedeutet, sondern auch der Wegfall von Funktionen wie lange Tweets schreiben. Also de facto den Leuten Möglichkeiten zu nehmen, sich zu äußern, auf einer Plattform, die Elon Musk gekauft hat, um a Regierungseinfluss auf eine Plattform zu reduzieren nach eigener Aussage und B das Shadowbanning abzuschaffen nach eigener Aussage. zeigt eigentlich, wie hilflos Elon Musk tatsächlich ist. Er hat keine Waffen.

46:03 Sascha Pallenberg

Ja, total. Ich find's gut. Er bestätigt das alles.

46:07 Gavin Karlmeier

Ja.

46:07 Sascha Pallenberg

Und es wird immer schriller dadurch. Und die fühlen sich natürlich auch genauso bestätigt in einer Tour. So weitermachen.

46:15 Gavin Karlmeier

Ja, er wird gerade, der Scheinriese wird klein. Das passiert jetzt gerade. Wir sind gespannt, wir bleiben da dran. Ich freue mich. mir das weiter anzugucken.

46:28 Speaker 4

Aber ich dachte halt, dass.

46:30 Sascha Pallenberg

Ich habe das nicht ansatzweise auf meiner Bingo-Karte für dieses Jahr gehabt. Dass das Songklops passiert. Halleluja.

46:38 Gavin Karlmeier

Aber ich finde es gut Aber da hast du mir schon das Stichwort gegeben. Denn also ich habe dich vorher gefragt, ob wir nicht beide einfach mal drei Highlights mitbringen. Nicht im positiven Sinne nicht wertend, was in diesem Jahr passiert ist. Dinge, die wir nicht auf der Bingokarte hatten, Dinge, die wir vielleicht doch auf der Bingokarte hatten. Und bin gespannt. Also wir haben beide drei mitgebracht, glaube ich. Also ich habe so drei, wovon zwei davon, also naja, wir schauen gleich mal. Und was hast du mitgebracht? Was hattest du nicht auf der Bingo-Karte? Was war dieses Jahr dein Ding? Ich hätte.

47:15 Sascha Pallenberg

Nicht gedacht, dass es so lange dauert, bis der Tütterexodus wieder an Dynamik aufnimmt. Das ähm Ich glaube, in Österreich kam die Geschichte mit diesem Exit unter diesem Stichwort so vor drei Monaten raus, dann ist in Deutschland ein bisschen kleiner nachgelegt worden. Ich habe mich da auch erst ein bisschen kritisch und rantik zugeordnet äußert hinten heraus aber auch noch gesagt, ich bin sehr, sehr froh, dass ihr diese Entscheidung getroffen habt als Wichtiges. Genau wie die Weltmeinungs Ressortleiterin jetzt gesagt hat, komm, ich hau hier in den Sack. Da muss man jetzt nicht drauf rumreiten und sagen, hättest du auch schon vor fünf Jahren machen können. Seid froh, dass sie das begriffen hat, dass sie offensichtlich ganz einfach damit nicht mehr in den Spiegel steht Da hätte ich mir gehofft, dass das früher passiert, bin aber froh, dass diese Abwanderung darüber in Netzwerke, die auf freien Protokollen aufbauen, Bruska ist natürlich so eins zugenommen hat weil ich glaube, wir müssen aufpassen, dass wir nicht vom Regen in die Traufe kommen. Ich habe wieder mal ein paar Netzwerke oder minder aus ein paar Netzwerke verabschieden, die sind ja nämlich Facebook und Thread. Ich sehe in einer Kamera, Company wie Meta einfach nicht den Allhalsbringer für die Zukunft der Kommunikation im Digitalen, sondern ich glaube, wir müssen Kontrolle über unsere Kommunikation und über unsere Daten und über unsere Profile. gewinnen und von daher gibt es für mich nur diese alternative zum einen das was wir mit mastodon was auch noch aus deutschland kommt basierend auf dem activity pub protokoll haben ich weiß Weiße Feli ist das ein bisschen zu nerdig, aber ich glaube, dass das Momentum aufbaut und Blue Sky hat für mich Ganz ehrlich, ganz, ganz wunderbare Oldschool, nuller Jahre Twitter-Vibes. Natürlich ist das alles andere als heterogen dort. Natürlich ist es eine eher progressive und linke Blase. Das ist sogar keine Frage. Waage, aber offensichtlich komme ich damit eine ganze Ecke besser klar, wenn ich über die Dinge reden möchte. Die mir wichtig sind.

49:38 Speaker 4

Was ich auch noch wichtig fand in diesem Jahr, das ist gerade gestern passiert, ist ganz kurz dazu.

49:45 Gavin Karlmeier

Also ich stimme dir natürlich größtenteils zu, dass Blue Sky nur so scheinbar dezentral ist, also dass es ganz viele Probleme gibt, die bei der echten Dezentralisierung eben nicht existieren würden. Das ist, gehört, dazu haben wir hier schon hundertmal drüber gesprochen, aber ich stimme dir zu, weil Blue Sky A kulturell wahnsinnig angenehm ist gerade, weil da wahnsinnig viele mal gucken, ob das so bleibt, wenn Mask jetzt seine ganzen Maga-Leute alle verprell prellt, ob die dann alle zu Blue Sky kommen und wir dann da andere. Probleme haben. Sind die ersten Russennetzwerke auch schon dort unterwegs? Ja, was natürlich bei einem dezentralen Netzwerk einfach relativ einfach ist, verhältnismäßig, als wenn du durch ein Gate müsstest irgendwie. Aber Ich stimme dir zu, ich bin mir allerdings noch nicht so ganz sicher, was den, also das sind alles so, wir haben viele Gliedmaßen von Twitter abgeschlagen, aber Kopf und Brust sind immer noch da und ich habe so ein bisschen das Gefühl, es braucht immer noch einen großen Knall, der vielen Leuten das Gefühl gibt, hier sind wir nicht mehr richtig, hier sind wir nicht mehr sicher und hier haben wir vor allem, hier können wir keinen Profit mehr rausziehen Und da fehlt mir gerade noch so ein bisschen die Idee, was passieren muss. Vielleicht haben wir gerade schon mit Blick auf dieses Wochenende so die ersten Anzeichen gehört, wenn jetzt selbst die das Lager, das ja eigentlich da sein Zuhause finden sollte, sich nicht mehr sicher fühlen kann. Vielleicht passiert da jetzt ein größerer Ruck, aber mal sehen. Vielleicht gehen die ganzen Rechten auch zu Truth Social.

51:09 Sascha Pallenberg

Ja, das wäre dann ja vielleicht auch noch eine Alternative, vor allen Dingen für all die Leute, die konnten nicht sagen, man muss denn auch auf den Plattformen begegnen, auf denen sie unterwegs sind, wie ich mich mal frage, warum bist du dann nicht auf ToSocial oder Getta oder wie sie alle heißen. Da kannst du nämlich auch da positionieren. Aber nochmal, ich bin hundertprozentig bei dir. Wie gesagt, das Endgame ist für mich Activity-Protokoll. Ich finde, da passiert eine ganze Menge, insbesondere Also wenn ich mir anschaue, wie Firmen, wie Flipboards das machen, die rüber switchen, wenn ich sehe, da kommt eine neue App raus. Surf nennt die sich, wo du die Möglichkeit einfach hast, von allen möglichen Plattformen mit offen. Protokollen Profile reinzuziehen, RSS-Feeds und dir damit mehr oder weniger dein eigenes Social Media Network oder deinen eigenen Feed-Treader zu bauen. Das sind alles Entwicklungen, was bei WordPress passiert, Mozilla, und wie sie alle halten. Selbst Meta. Selbst Meta, die Off-Activity, genau. Das hätte ich mir so vor zwei Jahren noch nicht mal zu wünschen gefragt. Aber das ist toll, weil wir bewegen uns langsam ins Post Algorithmuszeitalter hinein, weil immer mehr Menschen begreifen, wie nervig diese Algorithmen sind und wie wichtig es ist, dass du selber der Algorithmus bist. Das heißt übrigens nicht, dass ich prinzipiell gegen Algorithmen bin. Also, ich finde, wenn ich auf Spotify gehe oder auf irgendwie Anderes Medium von Medienkonsum, dann können Algorithmen, gerade wenn es um Recommendations geht und so weiter, schon sehr, sehr hilfreich sein. Aber trotzdem, ich finde das eine tolle Entwicklung und Es ist in meinen Augen eine sehr, sehr nachhaltige Entwicklung. Ich merke, dass die Leute da bleiben, dass sie auch Zeit rein investieren. Ja, natürlich hast du so die klassischen Gartener-Hype Cycles, dann hast du diesen Peak und Dann geht es wieder runter und dann hängt das auf einer gewissen Ebene. Das sehen wir bei Bußkall gerade. Aber es muss halt wieder der nächste große Knall kommen. Und vielleicht, du hast ja schon ganz wunderbar zusammengefasst, erleben wir den gerade. Also das gibt mir so ein bisschen Hoffnung. Dass es nach vorne geht. Was mir auch Hoffnung gibt, leider dauert das immer so unfassbar lange. Das ist nun mal bei Regulatoren so, dass wir in der EU jetzt USB-C als Ladestandard. eingeführt haben, ist gestern in Kraft getreten, beziehungsweise wenn die Ausgabe hört, ich glaube, die geht Montag online, ne?

53:46 Gavin Karlmeier

Vorgestern.

53:49 Sascha Pallenberg

Was Das ist also dieses Pro, weil es ganz, ganz wichtig ist. Ich glaube, dass die EU generell der größte Wirtschaftsraum wenn es ist weltweit mit den stärksten Werten, wenn es darum geht, früh Standards zu setzen, die wichtig sind, die uns einfach auch in eine nachhaltige Zukunft hineinschützen. Das hatten wir auch schon mit Ladegeräten und was weiß ich nicht alles. Aber jetzt diesen USB-C-Standards zu haben. Das macht eine ganze Menge mit der Industrie, weil du natürlich jetzt darauf basierend ganz anders Produktion hochskalieren kannst, weil alle den einartigen Standard haben. Was mir dann aber das Con ist, ist. Dass Apple über lange Zeit dagegen lobbyiert hat in Richtung Jetzt wird es ganz lustig. Was ist denn mit Technologieoffenheit? Das war tatsächlich Ihr Hauptargument. Man würde ganz einfach Innovation beschneiden dadurch und haben wirklich bis auf den letzten Tag gewartet, bevor sie dann die letzten iPhones, die noch einen Lightning-Anschluss hatten, aus dem Apple Store genommen haben. Gerade die Firma, die wirklich unfassbar viel getan hat, für die Gesamtindustrie nachhaltiger zu werden. Apple war eine der ersten Companies, die im Recyclingbereich entsprechende Prozesse eingeführt hat, die sehr, sehr früh zugesichertes Datencenter über erneuerbare Energie laufen, die bis 20.

55:26 Gavin Karlmeier

Klimaneutral sammeln und so weiter, sträuben sich gegen so etwas. Und auch wahnsinnig viel für Privacy getan haben, indem halt, wenn du dir anschaust, wie wird eigentlich. Webseitenübergreifendes Tracking im iOS wahrgenommen im Vergleich zu auf einem Android-Gerät. Das ist ja ein Krieg, den sie Meta erklärt haben, weil sie gesagt haben, wir glauben, also vermutlich ist das die These, wir glauben über Datenschutz mehr Geräte zu verkaufen, als wir Geld mit Werbung einnehmen können. Also solche Dinge. Gleichzeitig war Apple für mich dieses Jahr auch eine große Enttäuschung, weil ich auf der einen Seite dir zustimme, also solche Entscheidungen wie Wir verbauen im MacBook nur noch USB-C-Anschlüsse, was ja zeigt, auf der einen Seite, wir glauben an solche Standards, wir glauben an die Vereinheitlichung solcher Standards, dass wahnsinnig viele Leute wütend gemacht hat, sodass er selbst Apple einen Rückzieher gemacht hat und fünf Jahre später wieder einen HDMI-Anschluss eingebaut hat. hat, steht dagegen die Sorge, wenn wir in unsere iPhones einen anderen Stecker einbauen? dann kaufen die Leute unsere Kabel nicht mehr. Dann müssen die Leute keine zertifizierten Kabel mehr herstellen. Also da diese wirtschaftlichen Interessen, die gegen die. . möglicherweise Werteinteressen stehen, die eigentlich auch auf wirtschaftlichen Interessen beruhen. Die zeigen so ein bisschen, dass Apple halt längst nicht das altruistische Unternehmen ist, das man vielleicht hätte wahrnehmen können, wenn man sie so mitbekommen hat.

56:43 Sascha Pallenberg

Und es gibt nirgendwo größere Margen als im Zubehörbereich. Also da kassieren die richtig ab. Es sind meistens so die kleinen Dinge. Ich hatte vor zwei Wochen bei mir im Newsletter so eine Infografik, die nannte sich die Ökonomie der Airpods. Wo du sehen konntest, wie viel größer ist der Umsatz, den Apple alleine mit seinen Bluetooth-Headsets macht? Im Vergleich, zum Beispiel, Adobe. Das ist größer als Adobe.

57:12 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe auch gelesen, dass AirPods mehr Einnahmen generieren als komplett Nintendo.

57:19 Sascha Pallenberg

Das ist so Irre. Also, die machen mit diesem kleinen Zeugs, oder ich meine, jeder, der sich mal ein Mac kauft und sagt, okay, ich brauche ein bisschen mehr Speicher da drin und dann die Preise zum ersten Mal sieht, der weiß ganz genau Bescheid. So, upssa. Das ist ja fast wie, wenn wenn du mal einen Ersatzter bei VW oder bei Mercedes brauchst. Also die sind auf einem ähnlichen Niveau unterwegs und das ist vielleicht werden sie gerade deswegen gekauft. Also nochmal, ich, ich, ich, ich fand einfach, dass die Art und Weise, wie Apple sich da produziert und gesträubt hat, nicht zu der Strategie Und zu der Art und Weise passt, wie sich die Company in den letzten Jahren positioniert hat.

58:04 Gavin Karlmeier

Und auch die Tatsache, dass sie dieses Jahr ein iPhone auf den Markt gebracht haben. Ich will gar nicht die ganze Zeit auf dem Apple, wir müssen gar nicht so viel über Apple reden, aber dass sie ein iPhone auf den Markt gebracht haben mit dem einzigen Verkaufsargument, dass es eine Software geben wird, die noch nicht mal fertig ist und die auch auf den Vorgängergenerationen laufen. Apple Intelligence. Ja, genau.

58:26 Sascha Pallenberg

Da sind sie überrascht worden. Das hat es bei dieser Company in den letzten, ich würde sagen, 20 Jahren. Jahren nicht mehr gegeben, dass sie von einer Entwicklung so dermaßen überrollt wurden und keine Strategie hatten in irgendeiner Art und Weise, da in den Wettbewerb gehen zu können. Und bei aller Liebe für all die, die sich ärgern darüber, dass Apple Intelligence in der EU nicht verfügbar ist, es ist auch Nicht ganz so dolle. Ein schöner Thron. Also diplomatischer kann ich das wirklich nicht sagen. Ja, nochmal, das wird. Sie haben einige Sachen zu. Smart gemacht, indem sie viel dieser Privacy-Issues, da sind wir wieder bei diesem Punkt, diese Tommel hauen sie wie kein anderer. Als Chat-GPT vorgestellt wurde, Ende 2022, dann gab es relativ zeitanach ein Microsoft-Event in Red Wo die Kooperation und die tiefe Integration von ChatGPT in Microsoft Betriebssysteme und Services gezeigt wurde. Und dann kommt jemand auf die Bühne rauf und sagt, pass auf, wir zeigen euch jetzt eine Tech-Themo, die haben wir gestern aufgenommen. Macht euch aber keine Sorgen, ihr könnt das alle gleich nachher ausprobieren. Sondern hat der drei Aufgaben gemacht mit dem Co-Pilot von Microsoft und ChatGPT. Eins war, hier ist eine Analyse von Quartalsergebnissen und Jahresbilanz einer Firma, holen wir mal die wichtigste. KPIs daraus und das nächste war ich möchte für drei Tage nach Mexico City fahren, machen wir eine schöne Reise fertig und Das dritte weiß ich gar nicht mehr. Aber auf jeden Fall, die Antworten kamen alle. Boah! Das ist ja Wahnsinn! Das gibt es überhaupt nicht. Weißt du, wir waren ja alle komplett noch so in dieser. Man konnte zum ersten Mal so ein Large Language Model, was so groß war. Und das gab es in der Öffentlichkeit so vor nicht. Wirklich da so in Echtzeit sehen. Alle waren total geflasht und alle haben tolle Artikel und Interviews mit Sachanella geschrieben. Fünf Tage später kommt ein Blogartikel raus, äh, sag mal. Had you mal die Ergebnisse da angeguckt, die da gezeigt wurden? This was aller bullshit. The ganz the Zahlen stimplen in the Jahresbilanz. The Mexico City, as lustige restaurant, is so eine Brettabule, so ein Dropping. Umschlagsplatz in irgendeinem Verwähler gewesen. So in einer Tour, wo wir dann einfach auch, glaube ich, ganz wunderbar ernehmen konnten, was für eine Tech-Hörigkeit wir haben. Und das hat Apple sehr, sehr gut. Mit diesem Apple, ja, bei uns alles Private, du hast deine Private Cloud und wir achten darauf, dass deine Daten dann drin sind. Das ist natürlich reine PR gewesen, weil sie keine Lösung hatten. Und dann müssen sie nächstes Jahr so ein bisschen loslegen.

01:01:31 Gavin Karlmeier

Ein bisschen was auf die Straße bringen. Weil Apple ja auch immer das Unternehmen war, das vielleicht nicht die schnellsten waren, also lange keinen Pioniersstatus mehr gehabt haben in den letzten Jahren, was so Entwicklungen am Smartphone anging. Aber immer den cleveren Dreh hatten, immer die eine Idee mehr, bei der man dachte, okay, das hat zwei Jahre länger gedauert, dafür kann es mich überzeugen. Also beispielsweise die Lösung dieser Dynamic Island. Fand ich persönlich einen sehr cleveren Umgang mit dem Problem der Leuchtheit. Und das haben sie eben im Bereich KI noch gar nicht. Und da müssen sie in der Tat nachlegen, weil sonst Google zieht gerade so massiv an ihnen vorbei. Aber das ist alles ja gar nicht unser Thema. Warst du durch oder hast du noch einen Punkt?

01:02:14 Sascha Pallenberg

Ähm, lasst euch mal überlegen, was hatten wir? Also wir haben wir Netzwerke gehabt, wir haben USB-C gehabt. Ja, nochmal, was ich glaube ich so nicht auf der auf der Bindung-Karte gehabt habe, ist ganz einfach, wie schrill Kommunikation und Extremkommunikation dann doch nochmal wieder geworden ist. Ich dachte eigentlich, das geht nicht mehr schlimmer. Aber wir leben wirklich Es erinnert mich an dies 2017, im Januar 2017 bei der ersten Trump Inauguration, als dann die Kelly Ann Conwell vor die Kamera getreten hat. Es gesagt hat, ja, es gibt auch alternative Fakten. Das ging es darum, wie viele Menschen denn da auf diesem Platz waren. Und mittlerweile ist das überhaupt keine Diskussion mehr, weil wir sind komplett in dieser Postfaction Welt unterwegs and really by gestunten politerin and politics, die in talkshows hineinsetzen, die statements about social media raushauen, the einfach grundlegend falsch sind, gelogen sind, populistisch sind. And that's Angst. We lachen über die Trumps dieser Welt and tatsächlich Sind viele, viele Dutzende Mitglieder des Deutschen Bundestags komplett in dieser Ehre angelangt.

01:03:44 Gavin Karlmeier

Ja, ich gehe direkt da dran, weil das auch eins meiner Punkte ist, die mich in diesem Jahr am meisten bewegt haben. Nämlich der de facto Ausbruch der Oligarchie in den USA. Also dass du einen Typen hast, der. irgendwie Geld ausschüttet an Leute, die Absichten verkünden, Donald Trump zu wählen. Dass es einen Typen gibt, der einfach mit ein paar hundert Millionen, was für ihn Peanuts sind, also es ist nicht mal ein Prozent seines Vermögens war, dass er benutzt. Also diese diese Ich glaube, es gab schon immer einen riesengroßen Einfluss der Wirtschaft auf die US-Politik. Ich will mir da keine Illusionen machen. Und das ist ein Land, das auf den Beinen dieser Wirtschaft eben groß geworden ist. Deswegen, klar, gab es das immer. Aber so plump, so plakativ und so menschenverachtend, wie wir das im Fall Musk und Trump mitbekommen haben, halte ich das. Bitte? Und so öffentlich.

01:04:43 Sascha Pallenberg

Genau, und so öffentlich im Broad Daylight, nicht mal irgendwo hinter verschlossenen Türen.

01:04:49 Gavin Karlmeier

Dass der Typ einfach, einfach nur weil er viel Geld ausgegeben hat, jetzt am Tisch sitzt, wenn der designierte Präsident mit Zelensky telefoniert. Das sind so Sachen, die halte ich für, das hätte ich nicht auf der Bingokarte gehabt. Diese ganze America-Pack-Geschichte, das macht mich alles so wahnsinnig wütend und ich das hat mich dieses Jahr, glaube ich, am meisten bewegt. Ja. Ja, Santa Pack war ganz übel. Ja. Was mich genauso bewegt hat, und das ist eine Geschichte, die, glaube ich, ein bisschen unterm Radar lief, aber ich glaube, ich habe die mitgebracht. Weil ich glaube, dass sie uns auch im nächsten Jahr noch beschäftigt, wenn wir Ex mal nicht als politischen Player wahrnehmen, sondern als wirtschaftlichen Player. Wo steht Ex eigentlich gerade? Dann sehen wir ein Unternehmen, das wahnsinnig viele Kooperationen mit riesengroßen Sportverbänden eingeht, NFL, NBA, die sind alle irgendwie längst irgendwie in vertraglichen Zusicherungen. Gleichzeitig haben wir Geschichten erlebt, dass sie sich genau aussuchen, mit wem sie irgendwelche Deals eingehen. Sie haben einen Tucker Carlson, mit dem sie irgendwie kooperieren. Gleichzeitig haben sie aber Don Lemmon eben rausgeschmissen, weil Elon Musk die Fragen nicht gefallen haben. Also ich habe das Gefühl, dass Ex eben, und das ist auch eine politische Geschichte, aber eben nicht nur, dass Ex sich versucht hier als Medienplayer zu positionieren, indem sie aber auswählen, welche Medien gut sind und welche nicht. Und das machen Fernsehsender ja genauso, auch die entscheiden natürlich, wollen wir jetzt mit Person X zusammenarbeiten oder nicht. Aber das folgt selten einer derart politischen Agenda, wie X das tut. Und sollte Ex im öffentlichen Leben in den USA noch wichtiger werden, also indem sie es zum Beispiel schaffen, exklusive Deals mit Sportverbänden auszuhandeln, halte ich das für wahnsinnig gefährlich, weil sie damit eine Lücke schließen, die Fernsehsender, lineare Fernsehsender, die dort auch alle per Subscription-Modell irgendwie gesehen werden können. aufreißen werden, aber eben mit politischer Agenda. Sie sind das neue Fox News, aber unter dem Deckmantel des Entertainments. Und das halte ich für wahnsinnig gefährlich.

01:06:44 Sascha Pallenberg

Die Frage musste einfach auch sein, wie man das regulatorisch zu bewerten hat. Musk und seine Vertrauten machen ja auch in einer Tour Werbung dafür: hey, Ex ist wieder Nummer 1. In den App Download-Charts unter Nachrichten. Ja, genau. Also sie selber definieren es ja nicht mehr als Social Media. Und dann muss die Frage sein, inwiefern können wir das einfach auch rechtlich anders bewerten, was auf X, slash Twitter, ich kann immer noch nie X sagen, was auf Twitter passiert.

01:07:22 Gavin Karlmeier

Aus deutscher Perspektive finde ich das spannend. Weil wie gehen wir denn damit um, wenn jetzt beispielsweise ein Fox News hierzulande ins Kabelfernsehen eingespeist werden möchte? Sie brauchen dafür eine Genehmigung, sie brauchen eine Lizenz. Weitergedacht, was ist denn, wenn Ex möglicherweise gar kein wirtschaftlich oder politisch unabhängiger Kandidat mehr ist, sondern behandelt werden muss wie Staatsfernsehen. Wie gehen wir eigentlich mit Russia Today um hierzulande? Das wollen wir gar nicht in unserem Kabelfernsehen haben. Und dann bist du nämlich an dem Punkt, dass du solche Genehmigungen im Zweifel auch gar nicht mehr erteilen kannst. Sind viele Gedankenspiele, aber.

01:07:58 Sascha Pallenberg

Völlig richtige, weil letztendlich positioniert sich die Company selber genau als das. Als Nachrichtenmedium und nicht mehr als Social Media Plattform. Und genauso muss es bewertet werden. Natürlich ist es, ja, die Frage ist Staatsferde, ist auch so eine Sache. Aber Ich meine, nimm mal so eine Epoch Times. Ja, das ist ja kein ähm, das ist ja kein Staatsfernsehen von Russland, sondern es glaubst du irgendwie ein durchgebratter Chinese, der das Ding mal irgendwann hochgezogen hat. Um einfach diese diversen Propagandanarrative aus Russland, aus China und so weiter in die westlichen Medien hineinzuspülen. Ich glaube, ähnlich müssten wir ganz einfach auch ex sehen.

01:08:45 Gavin Karlmeier

Twitter. Glaube ich auch, ja. Oder wie News beispielsweise. Und als drittes, war es so mein Ding dieses Jahr war, in dem ich mich so sehr viel inhaltlich abgearbeitet habe, war die komplette Metatransformation. Wir erinnern uns, das Jahr hat begonnen damit, dass Threads angekündigt hat und Instagram unpolitisch werden zu wollen, mit einer derart schwammigen Definition des Politikbegriffes, Dass wir uns auf den Kopf stellen können. Denn die Formulierung ist Inhalte, die eine kleine Gruppe der Gesellschaft oder die Gesellschaft im Ganzen betreffen, was alles bedeuten kann. Dass Mark Zuckerberg eine Verwandlung erlebt hat vom Menschen, dem oft irgendwie sowas Cyborgiges unterstellt wurde, der inzwischen der Typ ist, der mit seinem eigenen Modelabel, mit lateinischen römischen Buchstaben. Auf Bühnen steht, der einen eigenen Rap-Song veröffentlicht hat, der in Interviews bekannt gibt, dass er von Donald Trump beeindruckt war, weil der den amerikanischen Geist so schön vorgelebt hat. Also Meta verwandelt sich gerade in etwas, das es vor einem Jahr nicht war. Ich kann das noch nicht so ganz genau in einen Begriff umwandeln. Aber ich habe das Gefühl, da passiert gerade wahnsinnig viel und wir müssen da aufpassen, dass wir da nicht gerade, weil wir die ganze Zeit auf X und Masks schauen und sagen, das ist aber noch schlimmer, dass Meta gerade eigentlich zu dem gefährlicheren Medium wird, weil viel Reichweiten stärker, weil viel größer und weil eben vielleicht gar nicht mehr. Nur noch wirtschaftlich motiviert, nicht nur noch als Werbeabspielfläche genutzt, sondern möglicherweise eben auch irgendwie den eigenen Einfluss begreifend. Und plattformübergreifend und parallel dazu noch das größte Open Source Large Language Model anbietet, was man nutzen kann.

01:10:25 Sascha Pallenberg

Und über verschiedene Instagram, WhatsApp und Threads. und Facebook Daten austauschen. Weißt du, was Lustige daran ist, an dieser Transformation, die ersten 5% oder 10%, da habe ich tatsächlich in meinem naiven Hirn gedacht, ey meine Güte, der Sacker Berg wird jetzt ein bisschen cooler. Haben wir alle gedacht. Ich habe echt so gedacht, wow, guck mal hier, jetzt in die Open-Source-Abteilung bei AI. Die wollen rüber nach ActivityPub. Jetzt macht er hier schön MMA und hat dem Mascau noch gesagt, komm, egal, komm vorbei. dann versuche ich dir den Internat. Er war plötzlich lustig auf Threads. Und das kennt aber gerade. Die hat nur Anlauf genommen, um zum Dark-Sack zu. zu werden. Aber es ist sehr und das war so dieser Moment vor vier Wochen oder vor sechs Wochen oder was, wo ich gesagt habe, ich mach das Ding jetzt auch wieder zu. Ich kann es nicht unterschiedlich. Ich kann es nicht machen, ich möchte nicht Teil der Sache sein. Und es ist ja so schwierig, diese Entscheidung zu treffen, weil gerade wenn es dein Job ist, auf diesen Plattformen auch, in entsprechenden Reichweiten und Netzwerk, Werke nutzen zu können, um deine eigenen Erzeugnisse auch da durchspielen zu müssen, zu können, zu dürfen, ist das alles nicht ganz so einfach. Natürlich habe ich auch eine gewisse Doppelmoral, weil ich bin nach wie vor auf WhatsApp, um mit Family und Friends und so weiter kommunizieren zu können. Ich bin nach wie vor auf Instagram unfassbar schlecht übrigens auch, aber unter anderem auch von irgendwelchen messen und so weiter, Storys zu bauen für Companies. Das ist durchaus wichtig für mich. Aber das was den größten Teil meiner digitalen Kommunikation ausmacht, das sind nun mal diese klassischen, das ist das schöne deutsche Wort, Kurznachrichtendienste. Da bist du unterwegs, da gehst du in Diskussionen rein und da siehst du wieder Puls gerade schlägt. Und da war es mir so wichtig zu sagen, nee, weißt du was, ich glaube, das ist wieder der nächste Wolf im Schafspelz. Und das Das bauen die mit Schweiz auf. Schwats wird größer werden als Twitter. Das ist gar keine Frage. Das wird besser werden als Twitter. Das wird besser moderiert sein als Twitter. Aber ja Aber es ist halt kein Twitter.

01:12:59 Gavin Karlmeier

Also kulturell halt nicht.

01:13:01 Sascha Pallenberg

Es ist kein Twitter, genau wie ein Bruce, dann musst du dann niemals ein Twitter wieder sein kann. Das ist ja eher so Opa erzählt von Krieggeschichten, die wir dann rausgraben müssen, um vor den Nuller Jahren auf Twitter zu erzählen. Und das bringt auch nichts mehr, das kriegst du ja nicht mehr zurück. Aber nochmal, nach wie vor glaube ich, dass eine der wichtigsten Entwicklungen sein wird für das nächste Jahr auch, dass wir auch wegkommen müssen von diesen vermeintlichen, absoluten Reichweiten. Was bedeutet das? Was bedeutet das denn, wenn auf einer Plattform 500 Millionen Accounts sind, wovon die Hälfte Bots sind, die andere Hälfte. überhaupt nicht selber aktiv sind, sondern nur lesen und dann ein paar wenige da unterwegs sind. When a Blue Sky 25 Millionen Accounts hat and davon, also ich glaube das sind die aktiven Accounts so roundabout, vielleicht auch nur die Hälfte, oder auf einen Mastodon, Oder im Fedi wär's 1,5 oder 2 Millionen. Überleg mal, die würden alle vor deiner Haustür stehen. Wie viele Menschen das sind. Es gibt da genug, wir müssen weg von diesen absoluten Reichweiten hin mehr in Richtung Relevanz. In meinem Wohnzimmer passen auch nur zehn Leute ran, keine 100.

01:14:10 Gavin Karlmeier

Ja, würde ich zustimmen und ich würde das noch verlängern. Und dann sind wir nämlich auch bei dem, was mich fürs nächste Jahr umtreibt. Diese Zahlensensibilität, die wir alle haben. Die müssen wir ein bisschen prüfen. Weil dass zum Beispiel TikTok, Instagram, X, dass die alle auf Impressionen gehen, statt auf echte Reichweite, die wir aber als zahlengelernte Menschen immer noch als Reichweite verstehen. Führt jetzt zu einem totalen Widerspruch in unserem Kopf, den wir alle vielleicht gar nicht bemerken. Das steht dann, das Video wurde 5,9 Millionen Mal aufgerufen Technisch gesehen kann das aber von einer Person passiert sein. Es kann sein, dass ich dieses Video 5,9 Millionen Mal gesehen habe und dann steht da aber diese Zahl. Und diese Trennung zwischen Impression und Reichweite und auch die Wahrnehmung, was bedeutet eigentlich Reichweite am Ende. Die müssen wir alle ein bisschen schärfen, zumindest die, die beruflich mit digitalen Medien zu tun haben, weil sonst werden wir uns immer wieder den Bären aufbinden lassen, dass Tucker Carlson der erfolgreichste Mensch der Welt ist, oder? Was auch immer, weißt du? Also diese Illusion dieser Impressionen, die ist ein riesengroßer Irrtum.

01:15:10 Sascha Pallenberg

Absolut. Übrigens, das ist auch ein Thema, was auf LinkedIn ja seit drei, vier Wochen die große Runde macht. LinkedIn ist tatsächlich ein wichtiges Netzwerk für mich. 80% ist natürlich super Bullshiting dort und Business. Caspar Talk, aber letztendlich die Diskussionen, die du da führen kannst, können auch wirklich sehr, sehr tief sein. Es gibt ja eine große Tech-Influencerin von Deloitte, also ein Auditor, also Menschen, die haben hier sogar drüber gesprochen damals, ja. Die setzt sich in ein Spiegel-Interview rein und sagt, ich habe im letzten Jahr 400 Millionen Menschen erreicht. Hat sie natürlich nicht. Es gibt tatsächlich auch mal, ich glaube, eine Anfrage von einem Journalisten, der sich ein Screenshot hat schicken lassen, wo dann auf der diese 400 Millionen gezeigt wurden, aber die unique Users dann entsprechend ausradiert wurden. Muss ich mir vorstellen, das ist ein Repräsentanten von einem Auditor. Ja, jemand, die über Bookkeepings und Zahlen und so weiter gucken müssen, wo aber Milliarden dranhängen. Es ist so ein Wahnsinn. Ich glaube, im Frühjahr oder so habe ich dann davon alles zusammen und werde dann mal ein bisschen länger drüber berichten. Ich bin hundertprozentig bei dir. Wir müssen aus diesem Bullshit as soon as possible raus. Weil es ist wirklich so. Ist auch keine Volksverdummung mehr, das ist vor allen Dingen eines, es ist Betrug. Ich wollte es ganz an, genau.

01:16:32 Gavin Karlmeier

Das ist gezielter Betrug, der dann mit so Wörtern wie Kumulierte Reichweite, am Ende ganz offensichtlich die Leute in die Scheiße schubst.

01:16:43 Sascha Pallenberg

Kleine Anekdote, wir haben beim Daimler immer so ein Daily gehabt, ne? Da hast du jeden Morgen Viertel vor acht ganze Welt da abstrahst. Reintelefoniert in der Kommunikation, was habt ihr denn heute am Start? Und dann oder wo noch Ergebnisse rausgehauen. Und dann gab es einen Morgen gesagt, ja, dann haben wir wieder einen Tweet da rausgehauen mit einer potenziellen Reichweite von 20. Millionen. Dann habe ich da eine Reise, was auch potenziell, ich bin hier im dritten Stock, da Fenster aufmachen, Rauschperion mit dem Armschlag. Potenziell könnte ich wahrscheinlich auch fliegen, wenn ich mit den Arm schnell genug schlage, aber so wird nicht hinhauen. Ich werde tot sein da unten. Und das ist die Sache. Was man echt verstehen muss, we have gewachsene Strukturen, die Ganz, ganz stark getrieben werden von einer skrupellose Treffen auf ahnungslosen Situation. Externe Agenturen, die für viel Geld etwas verkaufen wollen, ihre Zahlen, die dann in diesen Hierarchien von diesen großen Unternehmen immer wieder zur nächsten größeren Ebene kommuniziert werden. Das ist ja immer ganz, ganz toll, wenn die Zahl größer wird. Und das sind gewachsene Strukturen, die über eine Dekade alt sind. Und da müssen wir uns wirklich von verabschieden, weil es ist einfach Betrug.

01:18:01 Gavin Karlmeier

Besser kann man das nicht zusammenfassen. Ich finde, das skrupellose Treffen auf Ahnungslose beschreibt das Ja sehr, sehr gut. Deswegen vielen, vielen Dank, dass du heute da warst. Es war mir ein großer Spaß. Vielleicht dauert das jetzt nicht wieder ein Jahr, bis wir miteinander sprechen. Vielleicht kriegen wir es mal zwischendurch nochmal hin. Das kriegen wir bestimmt hin. Ich bin tatsächlich ja auch wieder im, ich glaube im April und den ganzen Sommer über in Deutschland. Ja, guck mal, also ich bin ja im Ruhrgebiet, das ist ja auch nicht ganz fremd. Da kriegen wir das einfach mal hin. Ich bin ja in Dortmund. Na perfekt, das ist hier 20 Minuten über die 40. Das klingen jetzt. Ich nehme die S1. Auch gut. Auf viel Erfolg dann, auf gut Glück. Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Rutsch. Allen, die bis hierhin zugehört haben, auch einen wundervollen Rutsch, einen guten Start. Wir hören uns erst nächste Woche Montag wieder.

01:18:48 Speaker 4

Wir machen noch mal ein bisschen Ruhezeit hier und vielen Dank, dass du da warst und bis bald. Alles Gute, guten Rutsch.