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Folge 372 · 6. Januar 2025 · 54 Min.

Musk und Weidel / Wer ist Adrian Dittmann? / Unsere Vorhersagen für 2025

mit Dennis Horn

Der Flirtmarathon zwischen Elon Musk und AfD geht in die nächste Runde. Außerdem wissen wir nun, ob Adrian Dittmann wirklich Musks Double ist – und stellen Vorhersagen für 2025 auf.

➡️ The Spectator über Adrian Dittmann: https://thespectator.com/topic/real-adrian-dittmann-not-elon-musk-x-account-fiji/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich, Gavin.

00:07 Gavin Karlmeier

Hallo Dennis, frohes neues Jahr.

00:08 Dennis Horn

Frohes neues Jahr. Es geht direkt munter los.

00:12 Gavin Karlmeier

Ja, ich weiß nicht, ob das jetzt das Adjektiv ist, das mir als erstes eingefallen wäre, aber es geht auf jeden Fall los.

00:19 Dennis Horn

Es geht los und es geht so. Möchtest du noch irgendwelche munteren Worte aus Sicht des Hakendran-CEO loswerden zum neuen Jahr, die wichtig sind? Und die alle Hakis wissen sollten.

00:33 Gavin Karlmeier

Ich habe leider vergessen, vorher eine KI zu fragen. Aber ich freue mich auf das neue Jahr, ehrlicherweise. Es wird aufregend, es wird spannend, aber wenn ich sehe, wie die erste Folge des Jahres startet Dann bin ich mir nicht so sicher, ob diese Freude lange anhalten wird.

00:48 Dennis Horn

Ja, also wenn die den Ton setzt, Holla. Wollen wir beginnen mit dem einigermaßen amüsanten Thema noch? Bitte. Also, das einigermaßen amüsante Thema hat eine Frage als Überschrift, nämlich wer ist Adrian Didman? Oder Dittmann, da kommen wir vielleicht gleich zu. Ja, also diesem Namen gehört ein Account auf X, ein verifizierter Account, der mit Großer Leidenschaft die Position von Elon Musk verteidigt, sich vor und hinter ihnen stellt, wahlweise Kritikerschaft angreift und Achtung Dadurch auffällt, dass die Sprache, die er nutzt, der von Elon Musk sehr ähnelt.

01:30 Gavin Karlmeier

Also ich glaube, das erste Mal aufgefallen war er als ein Screenshot kursierte, bei dem Elon Musk etwas über seinen Sohn postete und Adrian Ditman kommentierte mit You're a great father, Elon. Womit dann damals schon die ersten Gerüchte aufgekommen waren, kann es diese Person eigentlich so wirklich geben, weil dann da ist aufgefallen, der macht es ja die ganze Zeit, der wirft sich die ganze Zeit für Maske in die Bresche.

01:53 Dennis Horn

Also wenn man mal seinen Account anguckt, der ist seit 2021 auf ExAktiv, gibt sich als deutscher Mann aus in den 20ern. Deswegen Adrian Dittmann vielleicht auch. der irgendwo in Ozeanien lebt, weit weg von allem, unterscheidet sich in den meisten Punkten inhaltlich so nicht von anderen. Elon Musk Sympathisanten, sagen wir. Er hat ein Interview, nee, nee, ein Video geteilt mit den größten Errungenschaften von Elon Musk, hat sich auch beschwert als Mask nicht auf der Liste der 100 einflussreichsten Menschen in der künstlichen Intelligenz aufgeführt wurde vom Time Magazine. Und bei jedem Start, wenn irgendwo eine SpaceX Geschichte hochgeht oder irgendwie Tesla sagt, bald können wir alle können alle Autos selbst fahren sagt er yo, Daumen hoch, Elon.

02:50 Gavin Karlmeier

Vor allem gab es ja auch immer wieder die Vorkommnisse, dass Adrian Didman in X Spaces aufgetreten ist. Ich weiß nicht, ob du da jetzt automatisch auch zu gekommen wärst. Automatisch, denn Dennis Hauern, der Moderationsroboter, in X Spaces aufgetreten ist und da fiel auf, dass seine Stimme der von Elon Musk sehr, sehr, sehr ähnlich ist.

03:11 Dennis Horn

Die waren sogar mal in einem gemeinsamen X-Space, so, dann ist ja immer die Frage, hat, also wir kommen ja gleich zur Theorie dahinter, aber die Frage vorweggenommen hat Elon Musk hier mal schnell hin und her geswitcht und seine eigenen Punkte dann irgendwie selbst beantwortet. Das war Vor so anderthalb Jahren etwa. Und dann recht ähnliche Stimmen, recht ähnliche Akzent, recht ähnliche Wortwahl. So, und jetzt ist bei Fortchan ein Screenshot aufgetaucht. Aus der Plattform X, aus dem Account von Adrian Dittmann, Adrian Dittmann, Fragezeichen, in dem Administrationsfunktionen für X zu sehen sind, die so Namen tragen wie Switch Account, Admin Portal oder Bands und auch ein Link View Post Engagements, der nur für Ein Autor oder eine Autorin eines Beitrags sichtbar ist. In diesem Fall war das aber ein Posting von Elon Musk. So. Und dann, ähm Ja, also kam die Frage auf, hat Elon Musk vielleicht auf 4chan versehentlich selbst diesen Screenshot gepostet? Und das ist dann nochmal befeuert worden, als er später kurz danach wieder verschwunden ist, genauso die dazugehörigen Postings von Adrian Ditman, Adrian Dittmann? Und ich sag mal, das sind die Zutaten für Verschwörungstheorien. Und ja, also das ist jetzt die Frage. Also ist Adrian Ditman das Pseudonym Von Elon Musk.

04:47 Gavin Karlmeier

So. Das Spannende fand ich ja, wir haben ja in diesem Podcast hier schon vor Ewigkeiten über diese Causa Didman Didman gesprochen. Und auch lange überblickt, für die, die diese Folge bei YouTube sehen, ich hab mir gerade irgendwas Schwarzes ins Gesicht geschmiert. Äh, warte mal

05:05 Dennis Horn

So, ich weiß auch nicht, wo das herkam. Das ist nichts gegen mein Sportoutfit. Ich bin aufgestanden, habe Sport gemacht, nichts anderes bisher heute und bin direkt in diesen Podcast gekommen.

05:14 Gavin Karlmeier

Du bist genau wie Christian Lindner auf diesem dieser Rudermaschine von Kevin Stacy bis an den Tag gestartet. Also, wir haben das vor einiger Zeit in diesem Podcast. Wir haben das in diesem Podcast schon öfter besprochen, diese Causa Dittmann und haben damals schon auch das Gefühl gehabt, irgendwie diese ganze Figur Adrian Dittmann, die ist, also wir waren immer den Fakten verpflichtet hier Und deswegen sehr vorsichtig damit zu sagen, das muss Elon Musk sein, hatten aber gleichzeitig auch ein komisches Bauchgefühl dabei, Adrian Dittmann als eigenständige Person zu akzeptieren. So vorsichtig formuliert. Also, wir haben schon gesagt: naja, das kann schon sein, dass das ein Pseudonym für einen Musk ist. Genauso wie dieser Doge-Designer, ein Account, der ja immer Ex-News veröffentlicht, bevor sie irgendjemand anders hat. bei dem man es auch nicht so ganz genau weiß, wie viel Mask da eigentlich drin steckt bis heute.

06:06 Dennis Horn

So, also erstmal, es gibt Kritiker dieser Fortschan-Geschichte, die sagen, naja, Screenshots lassen sich halt auch einfach sehr leicht manipulieren. Ähm Fortran hat ja auch eine Historie an Fälschungen, die auf dieser Plattform aufgetaucht sind. Und zwei unabhängige Quellen bei X Sagen, dass Funktionen wie Admin Portal oder Bands einfach nicht existieren. In der Oberfläche. Und die Mitarbeiterinnen von X und Mitarbeiter sehen halt dieselbe Oberfläche wie auch normale NutzerInnen. Das unterscheidet sich ähm nicht groß. Also am Ende, ähm, selbst die Forschung war sich nicht einig, aber ich komme gleich nochmal zum Stück Journalismus. Also auf der einen Seite würde es natürlich Sinn machen, wenn ähm äh Elon Musk Irgendwie so ein Profil hätte, es würde also uns alle nicht überraschen. Auf der anderen Seite würde es durchaus auch Sinn machen, wenn jemand wie Dittman, Dittmann sich selbst so verhalten würde, dass er diese Theorie, er wäre im Pseudonym von Elon Musk sogar noch unterstützt, Als Fanboy. Und selbst die Forschung war sich nicht einig. Also da gibt es eine Stimmanalyse von einem Forscher an der Universität in Berkeley in Kalifornien, die hat ergeben, die beiden sind zu nah beieinander. Kann nicht sein. Und eine andere Forscherin vom Information Epidemiology Lab sagt, diese ganzen Metadaten, die dahinter liegen, also so, ähm, Wurde das vom iPhone oder vom Android-Handy gepostet? Zu welchen Uhrzeiten? Wie sind so die Aktivitäten in so einem 24-Stunden-Zyklus? Wie schafft das oder passt das zum Schlafrüttel? Rhythmus oder so, spricht auch dafür, dass es zwei verschiedene Personen sind. Also auch die Forschung unterschiedlicher Ergebnisse. So, und jetzt schreibt aber der Spectator, der nochmal nachgeforscht hat, der echte Adrian Dittmann ist der Sohn eines deutschen Softwareunternehmers, der tatsächlich auf den Fidschi-Inseln mehrere Unternehmen gegründet hat, darunter ein Forstunternehmen. Ein Unternehmen für abgefülltes Wasser an Yachthafen, eine Yachtstation. Und eins dieser Unternehmen hat sich vor, jetzt muss man neu rechnen, vier, dreieinhalb, viereinhalb Jahren, Juli 2021. Vor einigen Jahren. Also im selben Monat, in dem auch das der X-Account von Adrian Dittmann erstellt wurde für 100 Millionen Dollar von der Musk Foundation beworben. Da gab es einen Wettbewerb zur Beseitigung von Kohlenstoff. In der Luft, nehme ich an. Und er hatte sich mit einem seiner Unternehmen dafür beworben. Da passt schon eine Person, die auch tatsächlich im realen Leben existiert, auf diesen Account.

08:50 Gavin Karlmeier

So. Ja, ich finde diese, wir packen das mal in die Show Notes. Das liegt, glaube ich, je nachdem, wie häufig man auf der Website des Spectators war hinter einer Paywall. Aber Wir packen den Artikel mit die Show Nuts, weil das wirklich eine wahnsinnig spannende Recherche ist. Also, die haben, man kann es nicht anders sagen, die haben Adrian Dittmann gefunden, offensichtlich. Die haben ein Foto von ihm veröffentlicht, die wissen, dass sie 2012 nach Fidschi umgezogen sind. Also die Familie Dittmann und die wissen sogar auch, dass es eine Frau im Leben von Adrian Dittmann gibt. Also die sind ziemlich nah an ihn herangekommen, um herauszufinden, gibt es diese Person nun oder nicht.

09:24 Dennis Horn

Und nur dem Spectator traue ich deshalb auch zu, Satoshi Nakamoto zu finden. Den Erfinder des Bitcoins. Wer Adrian Ditman gefunden hat, findet auch Satsoshinakamos.

09:41 Gavin Karlmeier

Okay, also können wir damit aber das Thema Ditmann jetzt zur Seite legen und sagen, also Leute, denen scheint es tatsächlich zu geben.

09:49 Dennis Horn

Würde ich sagen.

09:50 Gavin Karlmeier

Ja, würde ich auch sagen.

09:51 Dennis Horn

Klingt für mich so, auch wenn ich gerade keine Lust habe, das Thema Dittmann zur Seite zu legen, weil das automatisch bedeutet, dass wir zu den anderen Themen. kommen, die uns mit Elon Musk auch noch beschäftigen. Und wir holen mal das letzte Thema raus, mit dem wir aus dem Jahr 2024 gegangen sind, nämlich Den Gastkommentar von Elon Musk, Sternchen, in der Welt. Und ich setze dieses Sternchen an, dieses von Elon Musk. Weil jetzt die nächste Frage auftaucht, hat er diesen Text überhaupt selbst geschrieben oder war es ein Sprachmodell?

10:29 Gavin Karlmeier

Und ich möchte mal kurz direkt da was einschmeißen. Gavin Karlmeyer ist das Orakel von Selfie. Ich habe nämlich, ich habe das hier letzte Woche gesagt. Ich habe gesagt, dieser, also ich habe vor allem gesagt, ich glaube nicht, dass er das selbst geschrieben hat. und könnte mir auch vorstellen, dass da durchaus einer der AutorInnen, die an diesem Text beteiligt waren, Grog waren. Und jetzt gibt es Untersuchungen, die sagen, das könnte durchaus so sein.

10:55 Dennis Horn

Ja, also wahlweise überrascht uns das oder nicht, ne? Also, und dann müssen wir nochmal gucken, die verschiedenen Beteiligten an dieser ganzen Geschichte, wie deren Perspektive darauf ist und sein müsste. Also erstmal, wenn Wenn jemand wie Elon Musk, der ja, sagen wir mal, einen gewissen Terminkalender hat, zusagt für einen solchen Gastkommentar. So, dann gehe ich erstmal grundsätzlich davon aus, den schreibt er eh nicht selbst. Also so Leute haben einen Stab und dieser Stab. Schreibt Artikel und da liest er höchstens nochmal drüber und sagt, bitte das noch ändern, weil so, aber ansonsten, also selbst wenn es keine großen Sprachmodelle gäbe in dieser Welt, hätte er diesen Artikel nicht selbst geschrieben.

11:40 Gavin Karlmeier

Ja Stimme zu. So.

11:43 Dennis Horn

Und dass er aber das jetzt von so einem Sprachmodell irgendwie erstellen lässt, lässt niemanden der Beteiligten, also eh schon nicht, steht keiner der Beteiligten gut da, aber lässt nochmal weniger. irgendeinen der Beteiligten gut dastehen, also ihn selbst auch nicht. Weil wenn er ein tatsächliches inhaltliches Interesse an Dingen hätte Dann hätte er sich damit nochmal auf einer inhaltlichen Ebene auseinandergesetzt, weil das ja in der Argumentationsführung müsste das ja total nachteilig sein für ihn, weißt du?

12:18 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich. Weil er gar nicht, also du kannst gar nicht so scharf und auf den Punkt prompten. Um damit zu einem Text zu kommen, der das Ergebnis rausgibt, das du haben möchtest, würde ich behaupten. Und wenn doch, dann ist die Arbeit an dem Prompt so aufwendig, wie diesen Gastbeitrag einfach eben zu schreiben. Also gerade in der Länge, ja.

12:35 Dennis Horn

Und jetzt kommen wir nochmal so zu dem Konkreten, wenn das irgendwie von Von einer KI geschrieben wurde. Also das legen Recherchen nahe des Tages, Tagesspiegels. Und die haben nochmal. Also da hat man selbst nochmal Grog genommen und hat irgendwie einen KI-generierten Text erstellen lassen zu diesem Thema. Und dieses Beispiel, das dann da rausgekommen ist, beginnt Mit den Worten, Deutschland steht an einem kritischen Punkt, seine Zukunft taumelt am Rande des wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenbruchs. Und das da ist schon der Beginn zum Verwechseln ähnlich mit dem Text von Elon Musk. Also Ton, Argumentation, Struktur, zum Teil wortwörtliche Fetzen, die in diesen beiden Texten auftauchen. Man hat dann gesprochen mit Reinhard Karger vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz, der sagt, es gibt keinen anderen Grund. warum ein Sprachmodell etwas so Ähnliches aufwerfen auswerfen sollte, als dass es tatsächlich auch mit einem Sprachmodell erstellt wurde.

13:54 Gavin Karlmeier

Ich habe da ein kleines Aber drin. Also ich möchte das auch gerne glauben und halte das auch überhaupt nicht für ausgeschlossen oder gar überraschend. dass Musk hier mit Grog zusammenarbeitet, um diesen Text schreiben zu lassen. Vor allem überzeugt mich das Argument, dass die Struktur in mehreren Versuchen immer wieder identisch war zum Originaltext. von Musk in Anführungsstehen. Also dass eben nicht eins zu eins dieselben Sätze dabei rauskommen, das kennt weiß jeder, der mal mit einem Large Language Model zusammengearbeitet hat. Ich sag mal zusammengearbeitet, ich glaube, das ist so der Bauch zusammengearbeitet. Will ich weiter nachfragen oder bringt dich das in berufliche Schwierigkeiten, Dennis?

14:37 Dennis Horn

Nein, nein, es war für dich Wortwitz.

14:39 Gavin Karlmeier

Also, ich finde aber, ein Argument muss man noch da reinlegen. Deswegen, ich finde die Formulierungen von Kager Es gibt keinen anderen Grund, halte ich für ein bisschen verkürzt, weil wir wissen ja, wie Grog trainiert ist, und zwar mit Tweets, mit Inhalten von Twitter. Das heißt A. Wird dieses Modell die ganze Zeit trainiert mit so verhältnismäßig überschaubaren Inhalten, dass ein ähnliches Ergebnis nicht überraschend ist? Und B, und das ist mein eigentlicher Punkt, ist natürlich Grog als KI, die offensichtlich auch scheinbar tagesaktuell weiter trainiert wird, natürlich auch inzwischen durch diesen Weltartikel angefüttert worden. Auch das könnte natürlich ein Grund sein. Ich möchte damit jetzt nicht Maskenschutz nehmen und auch nicht behaupten, dass das eine klare Erklärung wäre. Ich möchte nur dazu sagen, ich will nicht, ich gehe nicht ganz mit, dass man sagt, dass es keine andere Erklärung geben würde.

15:31 Dennis Horn

Ja, jetzt nur Folgendes. Und das Schreibt der Tagesspiegel schon vor dieser Veröffentlichung, also vor Heiligabend. Das war Heiligabend, ne? War das Heiligabend?

15:47 Gavin Karlmeier

Ja, einen Tag vor Heiligabend.

15:48 Dennis Horn

Einen Tag vor Heiligabend. Haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Welt den Verdacht geäußert, das ist von der KI geschrieben? So, und die haben selbst, das hat der Tagesspiegel aus Verlagskreisen erfahren, schreibt er, dann noch vor Heiligabend getestet. Ob das von Grog stammen könnte. Da war also dieser Artikel noch gar nicht veröffentlicht. Damit ist dein Argument geknackt, dass das irgendwie tagesaktuell trainiert wird. Und ist da zu ähnlichen Ergebnissen gekommen wie der Tagesspiegel selbst. So. Okay. Und das hat man dann an die Führungsebene kommuniziert, offenbar ohne Gehör zu finden. Also das wissen wir ja schon und war auch schon Thema hier in Hakendran. Das offenbar von oben aufgedrückt wurde, gegen den Willen der Redaktion. So, und deswegen wäre hier für mich nochmal der andere Punkt, die Qualitätsstandards, die so ein Blatt wie die Welt. irgendwie anlegt, auch an Gastkommentare. Also das ist ja ein Gastkommentar, machst du ja nicht, da machst du ja nicht alle Tore auf und sagst so jetzt rein, der Text, egal was darin steht. Sondern in einem journalistischen Medium würde ich davon ausgehen, dass auch der auf einem wahren Kern basiert Und auf Standards, die journalistischer Natur sind, auch wenn am Ende das, was daraus gebildet wird, eine Meinung ist oder so. Und ich meine, inhaltlich haben wir schon, war das schon Thema hier, ne? Und wurde auch schon viel darüber gesprochen, dass die Argumentationsführung krude ist und er offenbar nicht besonders viel Ahnung von der deutschen Politik, Gesellschaft und Lage hat. Aber hier kommt auch nochmal der Punkt dazu, das Tor zu öffnen für irgendeinen KI-generierten Text, in Anführungszeichen. Also, das ist auch einfach, wenn diese Geschichte ist KI generiert, möglicherweise. Mit Blick auf die Qualitätsstandards der Welt unfassbar. Ich finde gar keine Worte für.

17:50 Gavin Karlmeier

Absolut nicht. Vor allem, ich habe letzte in der letzten Folge schon gesagt. Dass dieser Gastbeitrag sicherlich nicht der letzte seiner Art sein wird. Und ich würde behaupten, dass das auch für die Qualität und Machart und Entstehensweise dieses Textes gelten könnte. Also. Sollte das der Fall sein, ist es nicht ein ist es keine Fahrlässigkeit der Welt, sondern das ist ein, man hat es hingenommen. Das muss man hier unterstellen, gerade wenn das in der Redaktion so aufgefallen ist, gerade bei einem Menschen wie Elon Musk, bei dem man. durchaus auch vielleicht zwei, dreimal genauer hinschauen sollte, wo jetzt gerade der Text herkommt, den man da geschickt bekommt. Das ist alles, man hat das so in Kauf genommen, weil man lieber einfach nur diesen Namen da draufstehen haben wollte. Ist meine These.

18:35 Dennis Horn

Schließen wir auch die Welt damit ab und öffnen den X-Space, den es am 9. Januar wohl geben wird. Diese Woche. Ähm. 19 Uhr zwischen Elon Musk und Alice Weidel. Das Team von Alice Weidel steht wohl schon seit einer Weile in Kontakt mit dem Team von Elon Musk. Und jetzt werden die beiden in einer öffentlich zugänglichen Diskussion in einem X-Space, das ist sozusagen die Twitter-Variante von Clubhouse. Zusammenkommen, das hat sowohl der Sprecher von Alice Weidel bestätigt als auch Elon Musk in einem Posting auf X. Weidels Sprecher sagt, zentrale Themen werden vor allem die Meinungsfreiheit. Und die Vorstellungen der AfD für ein zukunftsfähiges Deutschland sein.

19:28 Gavin Karlmeier

So Bleibt nur zu hoffen, dass der sowie alle großen X-Baces, die Elon Musk mit SpitzenpolitikerInnen aus der Welt oder denen, die es gerne wehren, geführt hat, aus technischen Gründen erstmal zusammenbrechen wird und nicht stattfinden kann.

19:43 Dennis Horn

Oder danach übrigens auch gar nicht so viel Widerhall hatten Oder ist einer davon irgendwie mal so richtig in die Schlagzeilen gekommen, über die Tatsache hinaus, dass da jemand zu Gast war?

19:56 Gavin Karlmeier

Ja, bei Trump eventuell, würde ich sagen. Dann die Ron DeSantis Präsidentschaftskandidaturverkündung möglicherweise.

20:04 Dennis Horn

Aber immer, dass es da so war, also dass das stattgefunden hat, aber wenig, dass danach inhaltlich darüber debattiert wird.

20:11 Gavin Karlmeier

Aber was soll da auch passieren? Also Elon Musk ist ein denkbar schlechter. Interviewer ehrlicherweise, er wird da keine kritischen Nachfragen stellen, sondern es wird eigentlich die ganze Zeit absolutly sein und man stimmt sich zu. Es gibt keine Reibung. Also da wird nicht so viel Concerning, da wird nicht so viel bei rumkommen, ehrlicherweise, sondern das ist die News. Und dass wir jetzt hier gerade auch drüber sprechen, zeigt ja auch schon, dass es funktioniert, weil damit plötzlich. Alice Weidel, die AfD, immer mehr in die, in die, in den Bereich der normalen, des normalen Meinungsaustausches geschoben werden soll. Das ist der Grund, warum es diesen X-Space gibt. Gibt und der Grund ist nicht, weil der wirklich ein inhaltlicher Austausch stattfindet. Und das ist Elon Musk auch klar. Die Ankündigung ist wichtiger, als dass dieser Space selber stattfindet. Selbst wenn das Ding wegen technischen Gründen zusammenbricht, spielt keine Rolle, weil bis dahin haben alle schon darüber gesprochen, dass

21:00 Speaker 4

Dieser Space stattgefunden hat.

21:03 Gavin Karlmeier

Also, ja, wir werden uns das natürlich trotzdem anhören, ob wir wollen oder nicht. Ich werde euch aber hier mit Tönen verschonen, vermutlich, und einfach ein bisschen zusammenfassen am Freitag dann. Also er findet Donnerstagabend um 19 Uhr statt, damit ihr wisst, wo ihr nicht einschalten müsst. Und also wir hakend dran, bleibt dran. Haken dran, dran. Haken.

21:26 Dennis Horn

Die neue Rubrik. Die neue Rubrik. Haken dran, dran. Also, ich habe hier noch eine Reihe weiterer Themen auf der Liste. Die passen aber ganz wundervoll übrigens zu meinen Vorhersagen für das Jahr 2025. Deswegen würde ich das gleich in diesem Rahmen mit verpacken. Ich habe noch zum Thema Ex eine Episode aus unserer Lieblingsserie Where in the World is Carmen Linda Jaccarino? Es hat übrigens noch keinen, ich habe das gegoogelt mit Anführungszeichen drumherum, es hat noch kein US-amerikanisches Medium Where in the World is Linda Iaccarino als Schlagzeile benutzt. Ich finde, das könnte man ruhig mal nachholen.

22:07 Gavin Karlmeier

Wir sollten uns Wherein the World is Linda Yaccarino. com registrieren. Linda Jaccarino hat ja auf jeden Fall jetzt einen Threats-Account. Ja, und das ist crazy, weil der hat 2000 FollowerInnen. Das ist also 2000, Dennis. 2000. Als CEO von X. Wenn Tim Cook sich jetzt einen Threads-Account anlegen würde, was meinst du, wie viele Follower hätte der? Mehr als Linda Jaccarino. Und zwar innerhalb von zehn Sekunden. Ich finde das faszinierend. Also fairerweise hat sie noch nichts gepostet. Der Instagram-Account, der dahinter liegt. Ist jetzt auch nicht so ultra groß, da hat sie auch nur 5500 FollowerInnen. Aber dass sie sich einen Zwads-Account gemacht hat, finde ich doch schon auf jeden Fall auf eine Art bemerkenswert.

22:48 Dennis Horn

Ja, finde ich auch. Ist aber vielleicht so wie Weiß ich nicht, wie ich ab und zu auch mal Big FM höre. Das ist Konkurrenzbeobachtung.

22:59 Gavin Karlmeier

Aber machst du das als Linda Accrino? Hätte sie sich nicht Linda Dittman nennen können oder so?

23:04 Dennis Horn

Linda Dittmann, ja, aus Australien ist es. Da lebt sie. Na gut. Ich habe noch eine Geschichte hier von Meta. Wir springen mal kurz. Meta schüttet seine Netzwerke mit KI-Avataren zu. Das, also da haben wir letztes Jahr schon mal in so einer Randnotiz drüber gesprochen, dass das geplant ist. Also Instagram, Facebook, so eine ganze Reihe von KI-generierten Accounts und die Hoffnung, die dahinter steckt, ist, dass man damit junge Nutzerinnen und Nutzer Gewinnt. Es gibt wohl jetzt mehr als 100. 000 solcher Accounts schon erstellt von Meta. Und Connor Hayes von Meta hat der Financial Times bestätigt. Dass die auf den Plattformen in der gleichen Weise existieren werden wie konten. Die werden Bios haben, Profilbilder und in der Lage sein, KI-gestützte Inhalte zu generieren. und zu teilen. Das finde ich, ähm, also ich finde das, also ich bin so zwischen, schmeiß weg die Meldung und da müssen wir mal tiefer drüber reden, weil das irgendwie. Also irgendwas macht das mit mir.

24:26 Gavin Karlmeier

Ja.

24:26 Dennis Horn

Was macht das mit dir?

24:27 Gavin Karlmeier

Fang du mal an, bitte. Super viel. Wahnsinn. Ich habe super viele Emotionen. Weil, also diese Konten sind nicht auf den ersten Blick als KI-Avatare zu erkennen. sondern es gibt nur so einen kleinen Hinweis, der da steht, wobei Unternehmen auf Instagram steht, was das für ein Unternehmen ist, Blumenhandel oder so, ne? In so einem dunkelgrau auf schwarz unter dem Namen steht dann AI Managed by Meta. Das ist alles, was darauf hinweist, dass nichts an diesem Account echt ist. Die Postings, die erstellt werden, das Profilbild, die Bio, alles ist künstlich generiert. Diese Accounts sind auch nicht so groß, die haben so eine mittlere, kleine Beschreibung, mittlere vierstellige Follower in Nansa, ich habe mir ein paar von denen angeschaut. Also mehr als Linda Acarino. Ähm, teilweise sogar mehr als Linda Acarino. Posten fairerweise aber auch mehr als Linda Acorino. Na jedenfalls if diese if Ich habe auf der letzten Republika diese These in den Raum geschmissen und die habe ich hier in diesem Podcast schon sehr oft gesagt. Und ich möchte sie noch ein weiteres Mal sagen. Irgendwann unterhalten sich nur noch Bots mit Bots. Die sozialen Netzwerke bluten aus, weil die Menschen, also These Niemand hat da Bock drauf. Alle wollen KI-Inhalte generieren, aber niemand will sie sicher. Ja, genau. Und ich möchte nicht, dass mir plötzlich irgendwelche Figuren auf Instagram folgen, die es nicht gibt. Mich nervt das schon mit so Fake-Accounts, die dann aber nach einer Woche auch wieder weg sind. Das aber jetzt so Figuren sind, die. zwar offensichtlich Fake-Accounts sind, die offensichtlich nur dazu da sind, das Netzwerk vitaler wirken zu lassen, weil es gibt keinen anderen Grund, es gibt keine Notwendigkeit, dass ich Proud Black Mom, Liv, eine Nachricht schreiben muss und sagen muss, hey Liv, How are you? Und sie schreibt mir dann KI generiert zurück, wie es ihr geht. Das hat keinen Lehrwert. How are you? So genau. Das bringt nichts, weißt du? Und ich finde diese Idee Wahnsinnig schrecklich, wahnsinnig schlimm, weil sie das Netzwerk noch Blutlehrer werden lässt, als es sowieso schon ist.

26:14 Dennis Horn

Ich finde auch diese These Um junge NutzerInnen zu gewinnen, da würde ich einfach schon ein Fragezeichen dran machen. Also wo ist denn das Bedürfnis junger NutzerInnen mal formuliert in einer Social Media Welt voller voller Fakes und KI-Avatare zu leben.

26:30 Gavin Karlmeier

Das ist ja Bullshit. Das ist absoluter Bullshit. Und also wir haben hier schon mal so über diese Apps gesprochen, die simulierte soziale Netzwerke sind. Bei denen kannst du dir quasi deine deine FollowerInnen nach Charaktertypen aussuchen. Du kannst sagen, ich hätte gerne Leute, die mich empowern oder die mich hämisch auslachen, die mich roasten und so. Und dann postest du da drin was und dann kommentieren mehrere Bots mit verschiedenen verschiedenen Charakteren eben entsprechend ihrem Wesen. Was sie halt darunter kommentieren. Und das ist eine tolle Art für Menschen, die zum Beispiel eine Social Media Auszeit wollen, weil sie merken, dass es zu viel mit ihnen macht. Oder für Menschen, die vielleicht Einsamkeit verspüren, die dadurch eine Art soziale Verhältnismäßigkeiten simulieren wollen. Alles, das kann ich verstehen. Aber die Vermischung. Von echten sozialen Kontakten, die du in sozialen Netzwerken ja idealerweise immer noch ein bisschen hast. . . Und dieser Welt von ganz vielen KI-Bots, die nicht mehr als solche erkennbar sind, die alle Bilder und Leben und Biografien haben. Ist die dümmste Idee, die ich mir vorstellen kann. Also, das ist jetzt schon mein Preis. Oh, da muss ich gleich noch was zu sagen, denn ich erinnere mich mal an das Thema Preis. Das ist jetzt schon mein Preis für die dümmste Funktion und Emotionenfunktion des Jahres.

27:39 Dennis Horn

So, warum kommt das Thema überhaupt jetzt auf? Es gibt, das ist nochmal der größte Witz daran, es gibt gar keinen richtigen Anlass dafür, sondern es ist tatsächlich so, dass diese. Profile, die Meta da bei Facebook und Instagram reingestellt hat, seit weit über einem Jahr dort sind, und alle haben so vor einem knappen Jahr, also zehn Monaten, aufgehört zu posten. Nachdem die Nutzerinnen und Nutzer sie eigentlich durchweg ignoriert haben. So, also unsere These bestätigt haben. Viele sind dann komplett gelöscht worden und die verbleibenden sind einfach seit April 2024. Still, aber ihre Chatfunktion funktioniert halt weiterhin. Und jetzt haben Nutzerinnen und Nutzer sind da irgendwie nochmal drauf gestoßen und haben für so einen kleinen viralen Moment gesorgt. Das heißt, die Frage Wird da nochmal groß was draus? Ist nochmal eine andere. Also es ist voller Wahnsinn. Und ich habe dabei den Gedanken. Dass ich es Facebook und Meta sowieso grundsätzlich zutraue, diese Plattformen mit hohem Selbstbewusstsein Und klarer Strategie komplett vor die Wand zu fahren.

28:57 Gavin Karlmeier

Damit sind wir beim meiner Vorhersagen für 2025.

29:00 Dennis Horn

Ja, pass auf, aber erstmal so: also Adam Mossari Der jetzt Chef von Instagram war vorher Newsfeed-Chef bei Facebook. Und der hat einfach Facebook schon zu diesem komplett unnutzbaren Ort gemacht. Und ich meine jetzt unnutzbar nicht aus ähm Aus der Brille, da lockt sich keiner mehr ein, sondern aus der Brille, das ist ein Netzwerk, das wirklich sozial ist und in dem ich gerne Dinge poste. Also er hatte Newsfeed zu so einem öffentlichen viralitätsgetriebenen Algorithmusumgebenden Ort gemacht, dass keiner mehr Bock hatte, dort etwas zu posten und es ist plötzlich öffentlich. Es hat gar nicht mehr den Charakter von Das ist ein soziales Netzwerk, in dem ich gut und gerne leben möchte. So, und ähm Das wiederholt er im Grunde. Also, der erinnert mich so an so einen Chef, den ich mal hatte. Im Lokalradio. Der war in einem Sender, war der ganz erfolgreich und so. Und dann hat er irgendwann da gekündigt und ist zum nächsten Sender gegangen. Und da hat er einfach dasselbe nochmal gemacht. Weißt du? Die ganzen Rubriken, die ganzen Ideen und so. Und das ist Adam Mussari bei Instagram jetzt. Und deswegen ist es irgendwann für mich eh durch, so gefühlt, weißt du? Also, wenn ich bei ein Slive nächste Woche Funktion und Emotionen höre, weiß ich nicht, von wem du gelernt hast. So. Was war, also, deine Erwartung kannst du ja noch nicht vorwegnehmen, aber ich soll dich an das Thema Preis erinnern.

30:25 Gavin Karlmeier

Ah ja, ich hab was geträumt, Dennis. Ja. Und jetzt kommt's. Ich habe geträumt, dass wir hier mit Hakendran einen Preis verleihen. Der Hakendran-Preis. Der goldene Haken dran. Der goldene Haken. Der goldene Haken dran, weil es geht um die dümmsten Social Media Veröffentlichungen des Jahres. Das war mein Traum. Ich habe getraut, Leute, die ganz ganz ungalant in sozialen Netzwerken bewegen, bekommen ein Negativpreis natürlich.

30:54 Dennis Horn

Das ist aber nicht golden.

30:56 Gavin Karlmeier

Der graue Haken dran. Ja, okay. Wir können es immer nochmal mitnehmen, darüber nachdenken, aber ich hätte Bock, dass wir hier einen Preis verleihen, Dennis.

31:05 Dennis Horn

Ja, okay Ja, gut. In der nächsten Ausgabe, die wir gemeinsam hier bestreiten, kommen wir mit dem Konzept um die Ecke. Ja, okay, ich freue mich drauf. Von Grock generiert. Gut, dann posten wir es aber nicht hier, sondern in der Welt.

31:26 Gavin Karlmeier

Die andere Meta-Meldung müssen wir noch machen, bevor wir zu unseren Vorhersagen kommen.

31:29 Dennis Horn

Ja, warte, die andere Metameldung ist eine Meldung, die ich gleich in den Vorhersagen habe.

31:36 Gavin Karlmeier

Ach was.

31:37 Dennis Horn

Das passte nämlich alles so wundervoll. Deswegen Willkommen, lieber Huggis, zu den Vorhersagen. Vorhersagen und Emotionen. Und Emotionen. Vorhersagen und Emotionen. Ja, können wir machen. Gerne. Dann fangen wir an. Ich fange an. Also, ich habe es mir natürlich einfach gemacht und nehme nur die Dinge, die jetzt irgendwie schon sichtbar sind und schreibe sie fort. So, erstens. Wir werden. Erleben oder in Klammern weiter erleben, wie Elon Musk persönlich die europäischen Demokratien unter Druck setzen wird. So, also ich war ich war so ein bisschen schockiert über die zum Teil schulterzuckenden Reaktionen aus der deutschen Politik, über die Äußerungen von Elon Musk über die deutsche Politik, wobei Andererseits auch nicht wirklich schockiert, weil eine Eigenart dieser deutschen Politik ja schon seit vielen Jahren ist die Auswirkung sozialer Medien. Wegzuignorieren auf Politik und Gesellschaft und sich nicht wirklich um eine Regulierung zu kümmern. Und Elon Musk erlebt jetzt in den USA, wie gut so ein Bündnis mit der Politik ja für sein Geschäft ist. Und Europa ist ein auch wichtiger Markt. Und je freier und ungehämter er agieren kann, desto besser. Und das geht natürlich. Deswegen frage ich mich manchmal, ob der wirklich so ein Typ ist, der tief in einer Ideologie verhaftet ist. Ähm, oder ob hier einfach das Geld nicht der Antrieb ist. Und es geht natürlich am besten mit den Parteien, die so einen autoritär-libertären Ansatz verfolgen. Und das ist bei uns einfach die AfD. So. These Nummer eins.

33:24 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde das, ähm, ich habe da auch natürlich die letzten Tage sehr viel drüber nachgedacht, weil dieses fast schon systematische Vorgehen in den USA, jetzt diesen Einfluss zu haben, irgendwie mit Donald Trump sogar Silvester zusammengefeiert zu haben und die beiden irgendwie sitzen dauerhaft auf dem Schoß des anderen. Dort hat er aber jetzt sein Ziel erreicht und das nächste Angriffsziel ist sehr martialisch formuliert, aber das nächste Ziel seines Vorgehens ist offenbar Europa. Wir sehen in Großbritannien, dass er dort Nigel Farage findet. finanziell unterstützt haben soll, dass er jetzt einen Rechtsradikalen, nämlich wie heißt der, Tommy? Ich hab's mir aufgeschrieben.

34:02 Dennis Horn

Ja, wir hatten es.

34:03 Gavin Karlmeier

Tommy Robinson, genau, Tommy Robinson, Rechtsradikalen, der in Haft sitzt. Für dessen Freilassung Elon Musk sich jetzt einsetzt, weil er eben genau diese demokratie zersetzenden, autoritären Systeme dort fördert und eben sich genau damit auf den Rand konzentriert. Ich glaube, das Flirt mit Meloni war einer dieser. Schritte genau in diese Richtung und das Flirten mit Weidel und der AfD ist genau das gleiche. Das hat sicherlich was damit zu tun, dass er dort die größte, das größte Einfallstor für seine Macht sieht, glaube ich. Also es ist vermutlich einfacher solche Parteien zu bezirzen und sich damit irgendwie Macht zu erkaufen, als das mit etablierten Parteien zu tun, würde ich behaupten. Das hat aber auch so ein bisschen was, glaube ich, damit zu tun, wie eben seine Radikalisierung der letzten zwei Jahre bei Musk aussieht. Also Musk. äußert sich rassistisch, antisemitisch, transfeindlich. Also du kannst eigentlich alle Ismen, die du dir vorstellen kannst, kannst du da aneinander rein Und sie treffen auf Elon Musk zu. Und ich glaube, diese Mischung bringt ihn dazu, dass er jetzt gemerkt hat, okay, in den USA hat er sein Ziel erreicht, jetzt kann er es versuchen, in Europa weiterzumachen, indem er es eben im UK macht, indem er es jetzt in Deutschland versucht. Ich hoffe mit Kleinerem Erfolg als in den USA, ehrlicherweise. Aber er wird damit nicht aufhören. Da würde ich dir zustimmen und das führt aber zu meiner ersten These. Warte, warte.

35:30 Speaker 4

Ich möchte noch was anfügen. Unbedingt.

35:32 Dennis Horn

Ich glaube, wer schlau ist, sieht natürlich, in welche Richtlinie. Richtung die Welt sich jetzt bewegen könnte und wer strategisch denkt. Deswegen würde ich unter diesem Vorzeichen auch sehen, was Mark Zuckerberg und Tim Cook machen. ans Antrittskomitee spenden von Donald Trump, eine Million US-Dollar. Zitat der für die Spende Tim Cook ein stolzer, gebürtiger Alabama. Alabama-air Die, das ist furchtbar. Alabamensa, die finde ich ziemlich alabamesque, das sozusagen, die Amtseinführung für eine große amerikanische Tradition hält. Im Geiste und im Geiste der Einheit für diese Amtsanführung spendet. So. Und auch Marc Zuckerberg war ja schon in Ma-A-Lago und auf dem Trump anwesend an dem Bildung.

36:25 Gavin Karlmeier

Hat auch gespendet. Ja, genau. Also klar, das haben wir ja auch schon häufig besprochen, dass natürlich die amerikanische Wirtschaft gerade ganz schön Schiss hat, dass da jetzt ein Typ an der Regierung ist, an der an der Spitze der Regierung sitzt. Der völlig impulsiv Entscheidungen trifft. Und wenn du auf der Liste stehst der Unternehmen, die er nicht mag, hast du ein Problem und der Unternehmen, die er mag, dann hilft es dir. Das erklärt diesen Opportunismus natürlich auf eine Art, ob er ihn gut findet oder nicht, ist dann nochmal eine andere Frage. Aber meine These ist, und ich hole das Schiff wieder zurück nach Europa, meine These ist, und das ist aber so ein bisschen auch Hoffnung, das Gedan ist da, wie sagt man, der Vater des Gedanken. Dass der Knall zwischen der EU und Musk oder der Knall zwischen EU und Ex in diesem Jahr kommen muss. Weil, wenn das nicht passiert, und deswegen sage ich, es ist ein bisschen die Hoffnung der Vater des Gedanken oder die Mutter im Fall Sollte das nicht passieren, macht sich die EU nachhaltig lächerlich.

37:22 Dennis Horn

Ja, macht sie. Aber ich werde gleich dagegen anhalten, ich glaube, mit meiner dritten These. Aber ja, okay. Ja, also ich es muss etwas passieren.

37:30 Gavin Karlmeier

Es muss eine Sanktionierung, eine Regulierung, eine Einschränkung, wie auch immer sie aussieht, muss kommen. Die EU hatte vor einigen Monaten, haben wir hier drüber gesprochen, mal, erwogen Elon Musks Imperium als Gesamtes zu begreifen und nicht nur sein Unternehmen getrennt voneinander. Man muss das inzwischen in so eine Richtung denken, glaube ich, wenn man sich dann nicht vor den Karren eines des reichsten Menschen der Welt spannen lassen möchte. Also liebe EU, wenn ihr das hier hört, dieses Jahr ist eure letzte Chance, sonst habt ihr bei mir verschissen.

38:01 Dennis Horn

Und irgendwo sitzt diese EU, die du gerade ansprichst und denkt sich, oh ja, ach so. Ah. Und hört das. Ja, also ich erlebe das, was du beschreibst, als eine Art Wettlauf. Also wer ist schneller? Elon Musk? dass Europa kippt, sozusagen, oder die Bemühungen, dem irgendwie Anhalt zu gebieten. Also meine zweite Vorhersage, wir werden Wirtschaftskrieg um Reichweite und die Kontrolle der öffentlichen Meinung erleben. Das hat sich ja im vergangenen Jahr schon angekündigt, als JD Vance hier in Richtung Europa hat durchblicken lassen. Na, wenn ihr gegen Ex vorgeht, dann wird das teuer für euch. Grob umschrieben. So, ich glaube, das wird ein Thema bleiben. Und auch hier gibt es Menschen, die das so gefühlt wegignorieren. Also ich habe letzte Woche irgendwann die These gelesen, dass wir in Social Media jetzt im Grunde so die Diversifizierung erleben, wie die Medienlandschaft sie schon kennt. Da gibt es ja den Tendenzschutz bei den Zeitungen. Beispiel. Also die FAZ ist klar konservativ, die Taz ist links und das ist auch völlig in Ordnung, sozusagen, wenn sie sich im Berichtsteil berufen auf journalistische Prinzipien. Ich finde das aber einen zu engen Blick. Weil hier schon wieder soziale Medien gleichgesetzt werden mit Medien, aber wir reden ja über eine andere Gattung, über einen anderen Markt, der andere Werkzeuge zur Regulierung braucht. Und selbst wenn wir in diesem Medienbild bleiben, so nach dem Motto, ja, dann haben wir jetzt halt auch ein rechtes Netzwerk und Bluesky ist das linke Netzwerk oder keine Ahnung, ne? So. Dann ist das ja auch wieder ein Argument für Regulierung, die es im Medienmarkt ja halt gibt. Der im Markt der sozialen Medien aber völlig unterentwickelt ist. Und das wäre so meine zweite These, also ein Krieg um Reichweite und die Kontrolle der öffentlichen Meinung, verbunden mit dem Wirtschaftskrieg, den wir jetzt erleben werden.

39:46 Gavin Karlmeier

Ja, der aber der aber eine ganz spannende Farbe bekommt. Um wir werden also wenn wir in die USA schauen, wo dieser de facto Wirtschaftskrieg ja eigentlich schon ausgerufen wurde, in dem Moment, als es ein explizit formuliertes, äh ein explizit formuliertes einen explizit formulierten Gesetzentwurf auf den Weg gebracht wurde, in dem sogar explizit der Einfluss TikToks und Bidances auf die US-Bevölkerung Formuliert wurde, bereits im Titel des Gesetzes. Das heißt, in den USA hast du diesen de facto-Wirtschaftskrieg um die öffentliche Meinung schon, weil man sagt, wir glauben, dass TikTok hier uns schadet, unserer öffentlichen Meinung schadet, der Einfluss auf die Bevölkerung zu groß ist. Also müssen wir das eindämmen. Die Einschränkung, die ich aber jetzt habe, ist, es ist nicht ganz klar, wie Donald Trump da eigentlich drin sich bewegt. Also wir haben Hinweise darauf, dass er gesagt hat, er möchte TikTok schützen. Wir wissen, am 10. Januar wird das Supreme Court über TikTok entscheiden. Donald Trump hat aber trotzdem den Supreme Court jetzt nochmal in einem Vorbildlosen Brief gebeten, jegliche Entscheidungen und Ausführungen dieses Gesetzes zu vertagen auf den Moment, an dem zu dem er Präsident wird. Was also, du musst dir das so vorstellen. Da ist, und Elon Musk hat das auch schon nochmal beteuert. Du wirst ab nächsten Monat Chef von WDR 2 Und bittest alle Leute per E-Mail bei WDR zwei keine Entscheidung mehr zu treffen, weil du bist ja im nächsten Monatschef.

41:10 Speaker 4

So musst du dir das vorstellen, nur auf globaler Ebene.

41:13 Gavin Karlmeier

Was Genau etwas der Idee von Demokratie meines Erachtens entgegenspricht. Weil wenn du sagst, du hast eine Amtszeit, dann machst du diese Amtszeit zu Ende. Und in dieser Amtszeit fällt eben nun mal nicht diese Entscheidung des Supreme Courts von Donald Trump, der dann auch immer noch nur der Präsident ist und nicht den Supreme Court rumschubsen kann. Auch das muss man noch dazu sagen.

41:32 Dennis Horn

Na, ich glaube, hier sind um hier sind die unterschiedlichen politischen Richtungen ausschlaggebend. Also Was für die Demokraten hier ein klarer Einfluss ist, TikTok, ist für Donald Trump vielleicht eher unterstützend als für die Kinder. Und das ist neben. Er blickt anders auf TikTok, als die Demokraten das tun.

41:49 Gavin Karlmeier

Genau, weil es zum einen ihn unterstützt, zum anderen, er aber auch, glaube ich, und das hat ja, ich glaube, Thorsten Beek gesagt, und das fand ich eine sehr schlaue Beobachtung. Donald Trump möchte einfach nur, dass alle möglichst viel Geld verdienen. Völlig unabhängig davon, wie groß jetzt der tatsächliche Einfluss ist. Natürlich spielt das auch eine Rolle, dass TikTok ihm in die Karten spielt, aber er könnte diesen Einfluss auch über die heimischen Netzwerke, die ihm inzwischen ja offenbar auch alle wohlgesonnen sind. Ähnlich aufbauend vermutlich. Also ich glaube, du hast zwar recht, glaube aber, dass dieser schwelende Wirtschaftskrieg um öffentliche Meinungen, dass der ohne Donald Trump noch stärker gekommen wäre. Soweit würde ich mich da aus dem Fenster lehnen und nicht mehr so gut.

42:29 Dennis Horn

Interessant. Ja, ähm noch stärker, weil ähm Die Riege um Donald Trump da noch härter dran gearbeitet hätte und es jetzt entspannter machen kann, oder? Auch eine Lesart, ja, klar. Auch noch übrigens im Rahmen dieser These für mich ein Punkt, dass Meta sein globales Politikteam neu aufstellt. Nick Clegg war bisher President für Global Affairs. Tritt zurück, der ja aus der Politik übrigens auch kein unbeschriebenes Blatt gewesen. Wird durch seinen bisherigen Stellvertreter ersetzt. Das ist Joel Kaplan, ein Republikaner, der unter George W. Bush Stellvertretender Stabschef im Weißen Haus war. Und ich würde es so lesen, dass Meta jetzt verdammt gut aufgestellt ist für die Amtszeit von Donald Trump. Der bisherige Vice Präsident für Global Affairs, öffentliche Politik, ne? Kevin Martin wurde in die FCC berufen. Von George W. Bush damals. Die Chefjuristin war bis zu ihrem Start bei Meta die oberste Rechtsberaterin im Außenministerium unter Trump. Also Meta durchzogen, jetzt von politischen Namen von den Republikanern. Und auch das würde ich in diesem Zusammenhang sehen. Die Unternehmen bereiten sich sehr gut darauf vor, hier gut wegzukommen. Auch unter der Regierung Trump.

44:12 Gavin Karlmeier

Was soll ich da sagen? Deine zweite These zum Beispiel. Ja, ich gehe direkt in die zweite These. Ich habe das in der letzten Folge schon mal so ein bisschen anklingen lassen, hab da aber seitdem viel drüber nachgedacht und habe festgestellt Ich glaube, dass das wirklich ein großes Thema werden wird dieses Jahr. Ich glaube, X wird in diesem Jahr versuchen, durch geschickte Deals, exklusive Mediendeals eine Großes Entertainment-Netzwerk zu werden zu wollen. Ich glaube, X wird in diesem Jahr versuchen wollen, auch so Playern wie Netflix Konkurrenz zu machen. Linda Areno hat ja auch schon X-TV erwähnt. Genau. Das wollte ich gerade, genau, da komme ich drauf. Linda Greenote XTV angekündigt, was auch immer das genau ist, weil diese über diese TV-App für Smart-TVs, über die wir ja auch hundertmal sprechen mussten, weil es die ganze Zeit das Thema bei den niemandem interessiert. Naja, also ich glaube, dass sie jetzt versuchen, inhaltlich, und da sehen wir vor allem so Kooperationen und so Partnerschaften mit großen Sportverbänden, NFL, NBA. NHL, die alle schon Exklusiv-Deals mit X haben. Wir sehen aber auch gleichzeitig, wenn wir wieder nach Großbritannien schauen, dass Elon Musk offenbar ein Gebot abgibt, den Liverpooler FC zu kaufen, einen Premier League Verein. Das gibt schon seit zwei Jahren das Gerücht, dass Elon Musk Interesse hat, einen Premier League Verein zu besitzen. Der Liverpool FC ist jetzt gerade wohl zum Verkauf, wie es heißt, und Elon Musk soll da ein Gebot abgeben. Also, das sieht alles ganz danach aus, dass man hier versucht, so ein bisschen in Rupert-Murdock-Manier, das der Fox News und der News Corporation, sehr, sehr groß. Nachrichtenplayer auf der Welt hat die aber eben mit den Simpsons beispielsweise ein extrem großes Entertainment-Franchise auch gehabt haben. Fox generell, wenn du dir anschaust, das alles im Fox-Franchise damals. unterwegs war. Also ich glaube, dass sie versuchen, hier so eine Art so gute Miene zum bösen Spiel zu machen und extrem Geschickte Moves zu machen, um irgendwie als Streamingplayer, als Entertainment Player wahrgenommen zu werden, um darüber ihre politische Agenda eben auch weiter in den öffentlichen Raum zu drücken. Und das mit dem Rückhalt des US-Präsidenten direkt

46:16 Dennis Horn

Ich glaube, dass diese Aufstellung, mit der Elon Musk vorgeht, nämlich so von öffentlicher Meinung bis Rüstungsunternehmerschaft, sich so ein Netz aufzubauen an Unternehmen. Also ich würde mich gerne hier hinsetzen und sagen, ja, ja, viel Spaß dabei und ihr schafft es eh nicht und es wird so peinlich, wie Ex gerade insgesamt ist. Als Plattformen, aber ich glaube, man muss diesen größeren Kontext sehen und die Möglichkeiten, die sich für ihn aus der Verknüpfung dieser Dinge miteinander ergeben. Und ja. Kann ich nachvollziehen, diese These.

46:54 Gavin Karlmeier

Ja, die mir übrigens selber wahnsinnig Bauchschmerzen macht. Ja, ja, genau. Also, wir wissen, dass du über den Entertainment-Faktor in den USA wahnsinnig viel öffentliche Meinung mitprägen, mitbestimmen kannst. Allein die Persona Donald Trump, der als Reality Star vor allem bekannt geworden ist, Das ist so zum Glück nicht so adaptierbar, glaube ich, auf unsere Kulturräume. Aber das wird da noch ein Thema werden. So. Drittens.

47:24 Dennis Horn

Und Da, ja, also ich glaube, es wird erschreckend normal weitergehen. Und da widerspreche ich dir halt. Also Vielleicht gibt es noch eine europäische Ebene, aber ich möchte erstmal auf die deutsche eingehen. Die deutsche Debatte kennt Empörung, aber die deutsche Debatte kennt keine Debatte. Kein Abwägen, keine Konsequenzen ziehen, vor allem keinen Vorausblick, kein Blick auf das, was in einigen Jahren droht. Wir sprechen viel darüber, wie wer wozu steht. Und zu verorten ist, aber wenig darüber, was gemacht werden muss. Und wir haben keinen Blick auf das, was in einigen Jahren droht, wenn man jetzt nicht handelt und welches Handeln jetzt dafür nötig ist. Das ist ja ein Problem der Politik und der gesellschaftlichen Debatte insgesamt. Und ich habe eben gesagt, so erlebe ich auch die Debatte über Social Media seit Jahren und so wird es aus meiner Sicht leider weitergehen. Das hinterlässt mich sorgenvoll, also nicht ängstlich. Es gibt ja viele klare und deutliche Stimmen und so, von denen ich den Eindruck habe, die werden auch noch klarer und deutlicher, wenn es angebracht ist, aber es hinterlässt mich sorgenvoll. Ich sehe dieses Land nicht in der Lage, Allein darüber, wie Debatten hier geführt werden, etwas zu tun und sich zu bewegen, um das, was uns da droht, zu verhindern. Und jetzt habe ich eben gesagt, es gibt vielleicht eine europäische Ebene dessen und da bin ich wieder bei meiner Argumentation von eben. Ich erlebe das als Wettlauf Und ich habe wenige Anzeichen, die ich da gerade für sehe, dass dieser Wettlauf so easy zu gewinnen ist, weil natürlich auch in den europäischen Institutionen mittlerweile Die politischen Richtungen vertreten sind zu gehörigen Anteilen, die Elon Musk braucht, um da weiter vorzugehen. Das ist eine sehr. Also als letzte Voraussage eine sehr düstere. Aber mir fehlen die Anhaltszeichen.

49:20 Gavin Karlmeier

Ich fürchte leider, dass das die realistische Gegentese zu meiner hoffnungsvollen ersten These ist. Weil Alles, was du sagst, erleben wir genauso. Also wir müssen nur an diese Mär der Eigenverantwortlichkeit während der Corona-Pandemie denken, die nicht funktioniert hat. die seitdem immer wieder aber als Argument hergehalten wird für Diskussionen, in denen sie eigentlich gar nicht taugt Und wenn wir das, wenn du das abstrahierst auf politisches Miteinander, soziales Miteinander, den Umgang mit Menschen in unserer Gesellschaft, die beispielsweise sozial schwächer sind, dann wirst du das überall erleben, dass die dass du mit Fakten und Realität meistens nicht so weit kommst wie mit Gefühlichkeiten und mit Ignoranz, was die beiden dominierenden Themen auch in dieser Wahl sein werden, was Wahlmotivation angeht. Und das ist Wahnsinnig frustrierend, man kriegt wahnsinnig schlechte Laune dabei und was das Einzige, was man vielleicht tun kann, ist immer wieder das einfach nur zu sagen und immer wieder darauf mit dem Finger zu drücken und zu sagen: Leute, ihr macht hier gerade ganz, ganz großen Mist.

50:28 Dennis Horn

Vielleicht hinterlässt uns deine letzte Vorhersage, deine letzte These etwas hoffnungsvoller und zumindest nicht ganz so düster.

50:36 Gavin Karlmeier

Meta wird im Jahr 2025 Facebook kaputt machen. Das ist meine Drehung. Oh, das ist interessant. Erzähl. Also, es war ziemlich genau vor einem Jahr. Da hatte Meta was entdeckt. Und das war. Die Leute poken wieder bei Facebook. Und zwar um den Faktor 7 ist das Poken hochgegangen und so. Und alle haben darüber diskutiert. Und dann gab es so, ein halbes Jahr später gab es so die Ankündigung, in großen Städten der USA will man Facebook jetzt neu erfinden und hat jetzt ein neues Gen Z Facebook und dann haben da alle Medien einmal darüber gesprochen und danach nie wieder. Meta ist ratlos, was sie mit Facebook tun sollen. Und das führt dazu, dass auch die Leute spürbar ratloser werden, was sie damit machen sollen. Und weil Meta dann irgendwann These. Kennst du das, wenn man so hilflos frustriert irgendeine Entscheidung trifft? Also das Auto ist kaputt, du steigst aus und machst die Motorhaube auf, weil du nicht weißt, was du machen sollst, aber du weißt gar nicht, was in der Motorhaube wartet. Das wird Meta mit Facebook machen und damit noch mehr den Sargnagel in dieses Netzwerk rammen. dass, und das ist ja das Abstruse, zahlenmäßig total funktional ist. Es sind immer noch wahnsinnig viele Menschen bei Facebook, die sich eigentlich nur wünschen. Bitte verändert nichts. . Und Facebook sieht aber, Leute fangen an, sich anzuschlupsen. Wir verändern alles. Und das wird das Netzwerk kaputt machen. Und ich glaube, das passiert schon in diesem Jahr, weil sowas schneller geht, als man glaubt. Und vor allem, wenn TikTok wegfallen wird. Dann werden die Leute ja anfangen, ihren Social Media-Konsum mal so ein bisschen zu sortieren. Und wenn du dann nicht eine gute Antwort hast, dann wird Facebook irgendwann rüberfallen. Und ich glaube, das werden wir dies erleben, obwohl ich der Typ bin, der immer für Facebook wirbt. Der sagt, die Leute benutzen es noch. Aber die Frage ist, wie lange noch?

52:16 Dennis Horn

Diese These fällt für mich unter steil. Weil ich, also ich habe so gedacht, die lässt sich natürlich, oder die hätte man jetzt die vergangenen Drei, vier Jahre auch zum Jahresbeginn schon mal so raus. Aber sie wäre immer falsch, also sie hätte sich nie als wahr erwiesen, was Zahlen angeht. Ja, also ich finde, und ich glaube auch, dass es in diesem Jahr so sein wird. Also das, ähm, Andererseits möchte ich dir in einer Beobachtung irgendwie recht geben: Die Unternehmen hinter den Plattformen. Haben immer ihre eigenen Plattformen am schlechtesten verstanden. Ja. Und das trifft auf niemanden so gut zu wie Meta. Genau, das ist ein absoluter zahlengetriebener Blick und die Nutzung Hatten Sie nie im Blick. Und das ist so sozusagen die inhaltliche Komponente der Nutzung. Warum Bedürfnisse und wie nutzt man es? Ich habe das bei Twitter damals gedacht, ich habe das bei Meta gedacht, ich denke das bei eigentlich allen Plattformen. Aber tatsächlich niemand ist so schlechterin wie Meta. Sehe ich auch so. Ja, okay.

53:27 Gavin Karlmeier

Das siehst du bei Threads, das siehst du bei Instagram, das siehst du an diesem KI-Avatar, über die wir heute gesprochen haben. Allein, dass du auf die Idee kommst, hunderttausende solcher Accounts in das Netzwerk zu schmeißen.

53:40 Dennis Horn

Stellt uns, ähm, stellt euch den 6. und den 7. Januar so vor, dass Gavin und ich ähm die ganze Zeit ähm Facepalmierend durch die Gegend laufen, wegen dieser AI-Avatar-Idee.

53:52 Gavin Karlmeier

Und uns Ideen für den dunklen Haken des Jahres hin und herschicken. So, jetzt kommen. Mit welcher Stimmung gehen wir jetzt in das Jahr, Dennis?

54:04 Dennis Horn

Mit einer, die an meine eigene Selbstverantwortung appelliert Optimistisch zu bleiben. Gut.

54:12 Gavin Karlmeier

In sechs Wochen ist Bundestagswahl, wir bleiben dran. Vielen Dank, lieber Dennis, für alles. Und wir hören uns dieses Jahr wieder öfter, ne?

54:21 Speaker 4

Absolut. Danke dir und eine schöne Woche. Bis dann, tschüss. Tschüss.