Es geht um die Kultur der Aggressionen. Manchmal weiß man auch gar nicht mehr, was man sagen soll. Können wir Google+ nochmal sehen?
➡️ Annika Brockschmidt hat sich den Space zwischen Musk und Weidel angehört, damit wir es nicht tun müssen: https://bsky.app/profile/ardenthistorian.bsky.social/post/3lfdaylgtvc2t
➡️ Schattenredakteurin coffeeholic hat sich Rogan und Musk gegeben, damit wir es nicht tun müssen: https://discord.com/channels/1140661029202833472/1327541830195351575
➡️ Mit der "Haken Dran"-Community ins Gespräch kommen könnt ihr am besten im Discord: http://hakendran.org
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Hallo Dominik
00:08 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Bei mir ist heute Dominik Hammes, der sich immer freut, wenn ich ihn vorstelle. Ich mache es trotzdem. Podcast-Ikone, Internetpionier, Koryphäe und wahrscheinlich auch seit einigen Tagen mit einem hohen Puls. gezeichnet. Ist das so, Dominik? Wie viel Zeit hast du mit Mark Zuckerberg verbracht?
00:26 Dominik Hammes
Sehr wenig. Das war aber auch mein Selbstschutz. Ist das zu verantworten gewesen? Also ich wollte auch nicht. Also es war mir einfach zu viel irgendwann. Ich kann es aber gerne zusammenfassen, einem Satz, wie ich das lese. Weil es betrifft ja nicht nur Beta slash Facebook, sondern Ich habe das Gefühl, dass man hier mal wieder sieht, das ist nur meine Interpretation, das heißt, ich kann es natürlich nicht belegen. Aber meine Interpretation der Sachlage ist, ja, jetzt wo Trump. Die Wahl gewonnen hat, sieht man denen, dass sehr viel von den politisch aktiven Dingen nach außen hin von vielen Unternehmen einfach nur, ja, das ist jetzt in, das machen wir jetzt so. Jetzt ist es wieder schlecht für unseren Für unser Geschäft, wenn wir uns zu verhalten, also machen wir es wieder anders, also es geht im Endeffekt da, nur um die Kohle. Und überraschend tut es eigentlich keinen.
01:13 Gavin Karlmeier
Und dann steigen wir nämlich auch direkt ein, weil das ist so eine der Meldungen der letzten Tage. Also wir reden heute anfangs viel über Meta, wir müssen nachher natürlich auch ein bisschen über Maske reden und wir reden heute aber auch nicht. Auch das möchte ich nochmal dazu sagen. Nicht inhaltlich über das Gespräch zwischen Musk und allesweide. Es gab keinen Mehrwert. Es hat keinen Mehrwert, da inhaltlich reinzugehen und sich anzuschauen, worüber, was sie beiden da erzählt haben. Das war kein Interview. Nur mehr Reichweite dadurch.
01:39 Dominik Hammes
Also ich glaube, du hast intern für die Notizen ja ein Thread auf Blue Sky, glaube ich, verlinkt, den ich sehr, sehr sinnvoll finde dafür von einer Dame, die das auch viel besser machen kann als wir.
01:49 Gavin Karlmeier
Genau, das ist Annika Brockschmidt, die ganz viele sehr schlaue, sehr tolle Sachen sagt, Bücher schreibt und eh generell immer eine Empfehlung wert ist. Und die hat sich das Gespräch komplett angehört und parallel dazu sozusagen bei Blue Sky mitgeschrieben. Wir packen den Link in die Shownotes. Falls ihr kein Blue Sky habt, hat sie es bestimmt auch woanders aufgeschrieben. Und ich glaube, das kannst du auch uneingeloggt dir anschauen. Aber wer da sich inhaltlich eintauchen möchte, aber es wird das meiste gesagt. Es hat keinen Mehrwert für einen Social Media Podcast da reinzuschauen. Und eine Sache dazu will ich trotzdem sagen, weil die mich, weil die, die beschäftigt mich am meisten. Das Ding ist ja, es spielt gar kein, es hätte keine Rolle gespielt, wenn dieses Gespräch auch nicht stattgefunden hätte. Sondern es ging nur um die Ankündigung, es geht nur um die, um die Sichtbarkeit, es geht nur um die Reichweite, die Musk quasi an die AfD damit spendet. Und Da brauchen wir ihn inhaltlich nicht. Es war nichts. Es war nichts.
02:45 Dominik Hammes
Ja, also inhaltlich war es noch weniger als der Wahlkampfauftritt von Frau Weidel selbst in Wo sie von ihren Leuten gesprochen hat. Da war da mehr Fleisch zu holen und das will ich schon was sagen. Und es hat stattgefunden und es ist sehr populistisch und sehr viele Lügen sind darin. Ich glaube, das ist die Zusammenfassung. Mehr braucht man nicht. So ist es.
03:02 Gavin Karlmeier
So, jetzt hast du gerade gesagt, man erkennt, dass die großen Tech-Unternehmen sich häufig auf irgendwelche Züge schmeißen, damit sie von ihnen nicht überrollt werden, um damit ein bisschen Publikum mitzunehmen. Anders gesagt, sich opportunistisch zeigen. Und eine dieser opportunistischen Entscheidungen ist die Ankündigung von Meta, dass sie ihre D EI-Programme einstellen werden. Die EI, das steht für Diversity, Equity and Inclusion. Also viel, wie sagt man, ähm Diversity, wir sind das deutsche Wort Vielfalt.
03:35 Dominik Hammes
Diversität, kannst du nehmen.
03:36 Gavin Karlmeier
Nehmen wir Diversität, ja.
03:39 Dominik Hammes
Diversifizierung, Diversität.
03:42 Gavin Karlmeier
Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion ist die deutsche Übersetzung davon. Equity bedeutet aber vor allem so eine gewisse Chancengleichheit, also zum Beispiel eine Gleichbezahlung unabhängig von deiner Von deinem Geschlecht deiner Herkunft. Ich weiß nicht, ob Equal Payment so bei Meta generell eine große Rolle gespielt hat, durch und durch. Aber um das sozusagen zu klären, gab es eben eine Abteilung. Und diese Abteilung wird Meta jetzt schließen und das begründen sie mit dem Wandel der politischen Landschaft. Also ich würde behaupten, das ist doch so eine Meldung, bei der man sich direkt in den Kopf packt und sagt, die komplette Trumpisierung des Kampf. Unternehmens schreitet schneller voran. Also Maske hat dafür zwei Jahre gebraucht.
04:22 Dominik Hammes
Ja, aber das ist jetzt schwierig, also das ist jetzt wieder so Fernenanalyse und also wir sind ja auch kein Psychologe hier, aber. Es kommt mir immer so vor, als wäre Zuckerberg, also Zuckerberg, Zuckerberg, wäre sehr klar. Er weiß genau, wo er steht und wie er denkt, glaube ich. Er ist sich sehr, sehr sicher. Und bei Musk habe ich das Gefühl, das kann morgen alles anders sein. Also, das ist ein relativ springlichfeld, nee, spring ins Feld, würde man sagen, in Deutschland. Und bei Zuckerberg bin ich, ich glaube, der war immer sehr kapitalistisch. Und hat einfach vertreten, aber das, was für meine Bottomline am besten ist, ist im Endeffekt das Wichtigste. So fühlt es sich für mich an, also so stellt es sich dar. Während bei Musk ich Ich glaube, wenn du so einen gewissen Milliardentopf irgendwann da stehen hast und ansonsten auch alles eher chaotisch entschieden hast, dann machst du einfach so weiter, worauf du Lust hast und Ich habe bei ihm nie das Gefühl, dass das geradlinig ist, was er gerade tut, obwohl man im Großen und Ganzen, ist das vielleicht auch Methode, also dass ich so verwirrt Seine Entscheidung anschaue, ist vielleicht auch Absicht. Aber worauf ich vorhin auswollte, ist dieses alte Ding, die Amerikaner hatten ja vor einigen Jahren diese Diskussion, wo es um Wahlspenden, glaube ich, ging von Unternehmen vor allen Dingen, wo sie gesagt haben. Nee, das müssen wir gar nicht einschränken, weil das ist ja von der Meinungsfreiheit gedeckt. Also eine Wahlspende ist ja quasi ein Ausdruck meiner Meinungsfreiheit. Und ein Unternehmen darf seine Meinung äußern, denn ein Unternehmen ist eine Person, was natürlich totaler Quatsch ist, weil ein Unternehmen hat ja auch kein Gewissen. Ja, und da da die einzige Einheit das Geld ist, die ein Unternehmen nach vorne schiebt, wenn man wirklich nur guckt Was wird auf jeden Fall passieren, als wäre es ein Naturgesetz, dann ist es absolut logisch, dass man jetzt sagt: Nee, jetzt haben wir eine Zeitenwende, jetzt ist die Gleichberechtigung uns jetzt wieder egal, denn offensichtlich müssen wir ja Uns nach dem richten, wer gerade das weiße Haus bewohnt. Es ist alles völlig utopisch aus meiner Perspektive und gleichzeitig leider gottesdealogisch und nachvollziehbar. Ähm, und ich finde es einfach scheiße.
06:20 Gavin Karlmeier
Ja, aber es ist auch gleichzeitig, ich rieche da so super viel vorauseigenden Gehorsam. Also na klar wissen wir, dass Zuckerberg natürlich eine gewisse Und damit meine ich jetzt gar nicht die ganzen Ankündigungen der letzten Woche, da haben wir auch hier zu Genüge drüber gesprochen, sondern vor allem diese Ankündigung nun. Wir wissen, dass Zuckerberg einen schwierigen Stand bei Trump hatte. Trump hatte vor der Wahl angekündigt, ihn sofort ins Gefängnis zu stecken, sollte er gewählt werden. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieser diese dieses Nachplappern von all den Dingen, die man in den Kommentarspalten in den letzten Monaten immer so gelesen hat, so diese, diese Mär zum Beispiel von Go Voke, Go Broke zum Beispiel, die da ja irgendwie so drin hängt. Für die es ja gar keine Belege gibt, ehrlicherweise. Das ist ja einfach nur eine Behauptung.
07:00 Dominik Hammes
Es gibt ja auch Gegenbeispiele, ohne.
07:02 Gavin Karlmeier
Exakt, ja. Und das wirkt sich aber jetzt eben ganz konkret auch auf Menschen bei Meta aus. die da mit Sicherheit unterleiden werden. Hundertprozentig. Also das fängt damit an, dass Maxine Williams, das war die Chief Diversity Officer von Meta, dass die jetzt eine neue Stelle hat, in der es um Zugänglichkeit und Engagement geht. Also Erstmal ein sehr luftleerer Begriff. Ich kann dir nicht ganz genau sagen, was das ganz genau bedeutet, außer dass jetzt, ja.
07:27 Dominik Hammes
Jeder hat ja irgendwo einen Job, der mit Engagement zu tun hat.
07:32 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es ist Engagement eigentlich.
07:33 Dominik Hammes
Es ist Engagement? Das wäre was anderes, aber es wäre ein noch dünnerer Begriff.
07:38 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Ja, vielleicht entscheidet sie jetzt, wohin die Spendengelder gehen, in welchen von Trumps Fonds. Aua Man weiß es nicht so genau. Alle Gleichberechtigungs- und Inklusionsprogramme bei Meta werden eingestellt werden. Stattdessen möchte man sich darauf konzentrieren, faire und konsistente Praktiken anzuwenden, die Vorurteile für alle abmildern. Unabhängig von ihrer Herkunft.
08:00 Dominik Hammes
Vorteile für alle Abmelder.
08:02 Gavin Karlmeier
Ja. Das genauso muss man das lesen Das ist eine, dass die bisherige Lieferantenvielfalt, die sie hatten, also sie haben versucht von diversen, ne, wie sagt man, also. . Übersetzt ist es hier mit vielfältigen Eigentümern, aber damit ist, glaube ich, gemeint, dass man darauf achtet, dass es Unternehmen gibt, von denen man Leistungen oder Produkte, Rohstoffe bezieht, die eben nicht alle von weißen Männern im mittleren Alter in den USA geführt werden, sondern eben, dass es da eine gewisse gewisse Buntheit gibt. Darauf wird man jetzt eben nicht mehr achten, sondern stattdessen möchte das Unternehmen seine Bemühungen auf die Unterstützung kleinerer und mittlerer Unternehmen konzentrieren, die einen Grund. Großteil unserer Wirtschaft ausmachen, sagen sie. And sie wollen ihre Repräsentationsziele abschaffen, die den Eindruck erwecken könnten, dass Entscheidungen auf der Grundlage von Rasse oder Geschlecht getroffen werden, obwohl das nie die Praxis war, möchten wir jeden Eindruck davon beseitigen. Bedeutet also ganz konkret, es gibt zum Beispiel keine Quoten im Unternehmen mehr, dass man sagt, wir wollen beispielsweise 50% unserer Führungsposition mit Frauen besetzen. Das steckt da natürlich auch drin.
09:09 Dominik Hammes
Also ein Teil davon ist ja wirklich, wie du gesagt hast, das ist das beste Beispiel, was du genannt hast, das ist ja wirklich ein Commitment, um zu sagen, wir möchten, dass wir auch anders aufgestellt sind, was die Demografie angeht. Und die anderen Sachen. Das ist ja mehr Anstrich. Also, das ist ja mehr, wir versprechen uns zu bemühen, dass wir Folgendes tun. Jetzt versprechen sich zu bemühen, was anderes zu tun. Ja. Da geht es ja wirklich nur um Kosmetik im Endeffekt. Wenn man das genau überprüft, wird man wahrscheinlich oft dazu kommen, so ja, hier haben wir uns bemüht, aber es war einfach zu teuer, deswegen haben wir es nicht gemacht. Da wäre noch nicht mal irgendjemand böse, glaube ich. Aber wenn man sich natürlich von all diesen Maßnahmen verabschiedet, sind eben auch welche dabei, die wahrscheinlich recht effektiv waren.
09:48 Gavin Karlmeier
Naja, am Ende vor allem ist es ja eine Symbolwirkung. Also Amazon zum Beispiel. Amazon hat auch angekündigt, die DEI-Programme runterzufahren, zumindest, winding down some of them. Und ein Unternehmen hat das aber nicht gemacht. Es gibt einen Antrag unter den AktionärInnen von Apple. die DIE-Programme ebenfalls zu beenden. Apple als Unternehmen hat jetzt die AnteilseignerInnen dazu aufgefordert, bei der Hauptversammlung gegen diesen Antrag zu stimmen selber. hat und hat dazu gesagt, der Vorschlag sei ein unzulässiger Eingriff ins Tagesgeschäft des Unternehmens, was die rechtlichen Risiken angeht, hat der Konzern eingespielte Verfahren, um diese zu minimieren. Das ist die Ankündigung von Apple. Das heißt, sie stellen sich erst mal dagegen. Auch die Das kann natürlich zwei Lesarten haben, denn auch Tim Cook hat eine Millionensumme an den Fonds von Donald Trump gespendet. Auch das muss man nochmal dazu sagen. Klar ist Apple. Als Privatpersonen, aber trotzdem, ja. Ja, ist trotzdem Geld, das er von Apple bekommen hat, weil er seit 1997 im Unternehmen ist.
10:44 Dominik Hammes
Er hätte es auch nicht machen können, ist letztlich der Punkt.
10:47 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Was ich nur sagen möchte, ist, Apple stellt sich immer sehr liberal, sehr demokratisch, sehr weltoffen auf. Das ist deren Selbstverständnis und Das hat dazu geführt, dass ich Ihnen inzwischen das auch glauben möchte, zumindest in Teilen. Ich bin jetzt nicht zweifelsohne Apple-Jünger, aber würde auch sagen, viele dieser Entscheidungen, die Sie getroffen haben. Auch wenn sie wirtschaftlich waren, hatten aber einen Vorteil. Also zum Beispiel alle möglichen Privatsphäre Ankündigungen zu erinnern.
11:16 Dominik Hammes
Ich sehe es da auch so von meinem Eindruck her, und da müsste ich jetzt Recherche machen, um es hart zu belegen natürlich. Aber für mich als Privatnutzer bin ich der Meinung, von allen Unternehmen, wo ich sage, boah, können die sich mal moralisch besser verhalten, schon das kleinste übel im Moment. Das ist letztlich der Punkt, auf den ich mich einigen kann.
11:33 Gavin Karlmeier
Klar, man kann aber das jetzt natürlich auch strategisch lesen. Es könnte natürlich auch sein, dass Apple davon ausgeht, dass sie AktionärInnen ohnehin diese Entscheidung treffen werden. Und sie sich deswegen jetzt noch einmal aufstellen mit so einer Aufforderung, das eben nicht zu tun, um sich da so ein bisschen besser zu positionieren. Das weiß man natürlich nicht, das werden wir Ende Februar dann wissen.
11:52 Dominik Hammes
Der Ausgang ist egal, es ist trotzdem für Apple eine gute Entscheidung, weil entweder die entscheiden sich sowieso dafür, dann wir haben alles getan, wir können nichts für unsere Aktionäre. Oder es passiert nicht und dann haben sie auch noch gewonnen. Also es kann gar nicht schlecht ausgehen für die Firma.
12:05 Gavin Karlmeier
Ja. So ist es. Und um jetzt aber wieder einen Haken zu Meta zu schlagen, bei Meta ist es so, dass es zum Beispiel auch dazu führt, dass du im Messenger Ist eigentlich nur eine Petitesse, eigentlich, aber es passt so in das Bild. Im Facebook Messenger konntest du ja verschiedene Chat-Themes einstellen, dass du dann irgendwie rote Herzen oder grüne Autos oder was auch immer. Da gab es auch welche mit Regenbogenfarben, die hat Facebook nun jetzt. entfernt. Also Meta entfernt alle LGBTQ-Bezüge aus ihren Produkten.
12:39 Dominik Hammes
Ja, und das ist gleichzeitig so sehr Kindergarten, wie es halt so wirkt, wie wir meinen es wirklich ernst.
12:45 Gavin Karlmeier
Das genau, das macht es noch perfider am Ende, das macht es noch radikaler am Ende, weil sie hätten es auch einfach lassen können. Aber diese ganzen Entscheidungen, die sie hier treffen, dieses Wir wollen nicht. Den Eindruck vermitteln, wir seinen Anführungsstriche, Vogue. Er zieht sich jetzt so sehr durch das Unternehmen, dass man sagen muss, naja, also all diese Bemühungen der Vergangenheit sind dadurch nichts mehr wert. Ich weiß nicht, ob sie mal einen Wert hatten, aber jetzt haben sie auf jeden Fall gar keinen mehr. Und auf der anderen Seite verprellst du halt alle Leute, die halt daraus irgendwie noch was Positives gezogen haben, auch. Ich finde, das ist so ein Anbietern an die politische Rechte, ist einfach geschmacklos.
13:27 Dominik Hammes
Ich gucke ja aktuell auch aus therapeutischen Gründen zum ersten Mal richtig The West Wing durch. Und kann mir nur vorstellen, wenn man jetzt The Orange Wing quasi veröffentlichen würde. Also Trump im Weißen Haus und entsprechend. Dann bei den Meetings dabei sind, stellt man sich wirklich so vor, wie Zuckerberg im Meeting sitzt mit Donald Trump und Trump sagt: naja, also wenn du Krieg mit mir willst, den kannst du haben. Wenn du keinen Krieg willst, hier sind die Maßnahmen, weil. Lösch bitte die Regenbogenhintergrundsachen. Das sind doch so Dinge, an die eigentlich nur jemand wie Trump lenkt. Ich habe da einen Regenbogenhintergrund gesehen, hab mir jemand einen Screenshot geschickt, das muss weg. Okay, wenn das so wichtig ist, dann machen wir das. Also, so klingt es.
14:10 Gavin Karlmeier
Ja, und um diesen ganzen, äh, um diesen ganzen Kreis zu schließen. Ist Mark Zuckerberg dann natürlich auch noch. Ich meine, hätte ehrlicherweise letzte Woche hättest du es auf dem Zettel schreiben können, in den Briefumschlag legen, ihn heute aufmachen müssen. Und der erste Punkt wäre gewesen, natürlich geht Mark Zuckerberg zu Joe Rogan. Also, für die, die ihn nicht kennen, Joe Rogan ist ein Podcaster, Kampfsportler und Comedian. Ich glaube, so steht es wahrscheinlich die Menschen.
14:35 Dominik Hammes
Ist auch in allem gleich gut, wenn man es tut.
14:37 Gavin Karlmeier
Das kann ich nicht einschätzen, weil ich weder sein Comedy kenne noch nicht mit ihm geprügelt habe. Aber Joe Rogan hat den erfolgreichsten Podcast der Welt. Wir haben hier schon ein paar Mal über ihn gesprochen, wahrscheinlich wisst ihr auch alle, wer das ist, aber Max Zackerböck war eben dort und passt eben damit ganz gut in die Reihe der Leute, die da sonst so in der Vergangenheit waren. Und hat da so ein bisschen rumgepoltert. Also er hat erstmal versucht, so ein bisschen seine Schritte zu erklären, hat so ein bisschen über Kampfsport geredet, hat über das Bogenschießen gesprochen, hat über. All diese Dinge gesprochen. Ich habe mir das nicht in voller Länge angeguckt.
15:11 Dominik Hammes
Ja, das ist halt das Dude-Bro-Zeug, was er tatsächlich auch gemeinsam hat mit Rogan, wo ich auch Am wenigsten Probleme noch mit habt, ey, das ist euer Zeug, ihr habt da Bock drauf. Okay, viel Spaß. Das ist ja auch, gehört zum Image mehr dazu, als zur Kernbotschaft, die da wirklich gefährlich wird.
15:27 Gavin Karlmeier
Genau, und aus journalistischer Sicht verhält es sich so ähnlich wie mit Weidel und Musk aus diesem Gespräch selber, selbst wenn es über drei Stunden geht ist kein großer Erkenntnisgewinn zu erwarten. Also es stecken ein paar, ähm, wie das immer so ist in solchen Gesprächen, man versteckt dort ein paar Botschaften, die unterschiedliche Publika erreichen sollen. Eine dieser Botschaften, die er hier versteckt hat, ist zum Beispiel, dass er sich ein bisschen mit Apple anlegt, was interessant ist, weil der Krieg zwischen Meta und Apple seit vielen Jahren ja schon schwelt, teilweise mal offener geführt wurde, mal nicht so offen. Und das fing damit an, als Apple auf dem iOS standardmäßig die Dritt App-Tracking deaktiviert hat oder das Dritt-Domain-Tracking, sodass eben nicht mehr Cookies auf deinem Cookies auf deinem Telefon nicht mehr abgerufen werden können, die du auf einer anderen Website gesetzt hast. Das hat dazu geführt, dass wenn du Facebook auf dem iPhone aufrufst, du nicht mehr direkt Werbung für diese Fahrräder angezeigt bekommst, die du eben vorher noch im Browser aufgemacht hast. Also wir alle kennen diese Beispiele. Ja, das war so ein bisschen, da hat Meta als direkten Angriff auf ihr Geschäftsmodell verstanden. Vielleicht auch zu Recht Ehrlicherweise. Naja, und das hat aber jetzt dazu geführt, dass Zuckerberg im Gespräch mit Joe Rogan gesagt hat, dass Apple schon lange nichts Großartiges mehr erfunden habe und er optimistisch ist, dass Apple bald von jemandem geschlagen wird. Er sagt, Apple verhindert, dass die Meta-Brillen, also wie heißen sie? MetaQuest, glaube ich. Genau, MetaQuest, danke. Dass die MetaQuest-Brillen auf dem genauso einfach verbunden werden können mit einem iPhone wie die AirPods, womit er wahrscheinlich sogar recht hat. Ja, damit hat er bestimmt recht.
17:07 Dominik Hammes
Also selbst wenn Apple das nur so unter der Hand tut, um keinen Ärger zu kriegen, hat er bestimmt recht.
17:12 Gavin Karlmeier
Ja, hat aber auch gesagt, dass das 3500 Euro teure Vision Pro dem 300 Dollar teurem Quest deutlich unterlegen sei, was rein auf technischer Faktenlage nicht belegbar ist, ehrlicherweise. Interessant ist aber, dass Apple seit 2007 45. 900 Patente eingereicht hat in den USA. Meter, aber nur 4. 800. Also nur 10% in etwa von all diesen Patenten, die Apple eingereicht hat. Was so diesen diesen Angriff auf den Innovationsgeist von Apple, zumindest auf Zahlenebene, so ein bisschen widerlegen könnte. Er hat ja auch nur in die Zukunft geguckt.
17:51 Dominik Hammes
Also das ist ja was, was Maske auch ganz toll kann, der dann irgendwie sagt, ja, in zwei Jahren haben wir das, in drei Jahren haben wir das und es ist ja egal. Also ganz vage, ich habe gute Gute Chancen, dass irgendjemand Apple in Hazub schlagen. Irgendwann passiert es eh. Also, irgendwann geht die Sonne auf. Das ist halt so. Also, das römische Reich ist auch irgendwann gefallen. Wer weiß halt, ob das in 100 Jahren ist oder in fünf?
18:11 Gavin Karlmeier
Das kann halt wiederum keiner sagen. Klar, also er spinnt hier ein bisschen rum und naja, es war tatsächlich, das ganze Gespräch ist davon geprägt, dass es sehr viel um Männlichkeit geht und dass er, ähm also, was Zuckerberg wortwörtlich gesagt hat, ist, dass es dass ein Problem darin liegt, dass Unternehmen aufsteigen in den USA, die kulturell kastriert seien und die sich versuchen von männlicher Energie zu distanzieren.
18:37 Dominik Hammes
Da wäre meine Gegenfrage, ja, selbst wenn ich die Kapitalistenbrille aufhabe. Aber sie steigen ja auf.
18:44 Gavin Karlmeier
Ja, das prangert er an. Das ist sein Problem.
18:47 Dominik Hammes
Wenn dir das nicht gepasst, dann musst du halt besser Kapitalismus betreiben.
18:51 Gavin Karlmeier
Er sagt: eine Kultur, die Aggression ein bisschen mehr zelebriere, würde gut tun.
18:59 Dominik Hammes
Das ist so eine ungreifbare Aussage, dass du noch nicht mal dagegen argumentieren kannst. Das ist wirklich so, welche Art von Aggression, in welcher Form gibt man ein Beispiel, ne? Benutzt deine Worte. Also im Referat wäre damit durchgefallen.
19:13 Gavin Karlmeier
Ja, mit Sicherheit.
19:14 Dominik Hammes
Deswegen kann man nicht ernst nehmen. Ist auch wieder nur bla bla.
19:18 Gavin Karlmeier
Ja, und Brasilien, die finden das alles ganz schön bedenklich und besorgniserregend. Und die haben Meta jetzt 72 Stunden Zeit gegeben an diesem Wochenende. die neue Politik der Faktenüberprüfung für Brasilien zu erklären und weiter zu erläutern, wie es die Grundrechte auf der Plattform der NutzerInnen in Brasilien weiterhin schützen möchte. Ja, also den der nächste, der Brasilien legt sich mit der nächsten sozialen Plattform an. Ich hab das Popcorn warm, sag ich mal.
19:49 Dominik Hammes
Genau das haben deine Augen auch gerade gesagt, ey, da freue ich mich aber. Ja, da freue ich mich wirklich doll drauf. Erklären Sie mal Ihr Produkt. Vor allen Dingen muss es halt härter laufen als damals als Zuckerberg, was der Kongress oder der Senat. Wo er ausgesagt hat, so ja, wie verdienen sie überhaupt Geld? Verkauf Werbung. Ach so, ja. Es muss halt schon ein bisschen tief gehen, da sollen.
20:11 Gavin Karlmeier
Aber wenn wir uns überlegen, wie Twitter, also Ex sich mit Brasilien angelegt hat. Die haben da schon Bock drauf, die BrasilianerInnen. Ja. Und die haben da, diese lassen sich nicht verarschen. Ist auch richtig so Also man muss man muss da auch nicht kuschen als Land.
20:27 Dominik Hammes
Also das ist einfach Bullshit.
20:28 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Vor allem nicht als Land, das irgendwie Vielleicht auch mal ein bisschen Aggression zeigen. Vielleicht freut sich der Markt an.
20:38 Dominik Hammes
Ja, also mal gucken. Da werde ich auch leider sehr, sehr zynisch. Da kann man mich auch nicht mehr ganz ernst nehmen, aber mein.
20:48 Gavin Karlmeier
Also das Spannende ist ja an das eine Diskussion, die, ähm, die ja auch die ganze Zeit jetzt schwält ist. Ab wann sind Metanetzwerke eben das nächste Twitter, wann müssen wir die verlassen? Wann ist es nicht mehr moralisch verantwortbar, dort stattzufinden? Ähm, ich habe damals was Spannendes gesagt, über das ich, also nicht das, was ich gesagt habe, was spannend, sondern es wird durch den Kontext der Jetztzeit spannend. Ich habe damals gesagt, das, was Musk in so kurzer Zeit auf seiner Plattform gemacht hat. wenn das innerhalb eines Tages als Veränderung gekommen wäre, hätten wir der Plattform alle den Rücken gekehrt. Bitte Instant. So, jetzt sind aber viele dieser Veränderungen, die wir bei Twitter innerhalb eines Jahres erlebt haben, innerhalb einer Woche bei Meta passiert. Und. Jetzt frage ich mich so ein bisschen, wie viel Gehalt hatten meine Worte. Also, und spannend daran anschließend, welche Bedeutung haben die Metanetzwerke für mein Leben beispielsweise, damit ich daraus eine Konsequenz ziehen kann?
21:50 Dominik Hammes
Ja, also das eine ist natürlich der direkte Vergleich mit, ähm, ich habe das heute, ich weiß leider nicht mehr, wer es gesagt hat, aber es ist ja innerhalb der informierten Kreise auch ein Gemeinplatz, dass du den eine Diskursverschiebung ja hast in der Politik, wenn du irgendwann so die 10% von den rechtsextremen Sachen übernimmst, so wie es jetzt im Wahlkampf zum Teil passiert, die Sache mit der doppelten Staatsbürgerschaft als konkretes Beispiel. Und dass das ja den Rechten zugutekommt und das sich da alles normalisiert dadurch. Und das stimmt, das würde auch auf der linken Seite stimmen, da passiert es halt nicht. ist egal worüber man redet, wenn man immer wieder irgendwas fordert und sagt, ich gebe dir mal 1% davon, du hast es jetzt so oft gefordert, dann denken alle, ja, dann ist es schon okay, egal worum es geht. Und hier haben wir jetzt auch den Fall, dass Musk Twitter so lange zu Ex umgebaut hat Das benutze ich jetzt einfach als Kursform für das, was passiert ist. Dass wäre irgendwann auch der letzte Frosch aus dem Glas gegangen ist und hat gesagt: Hey Leute, ich kann jetzt wirklich nicht mehr, ich bin eine Uni, ich kann mir das nicht mehr, kommen wir ja noch zu. Nicht mehr antun. Und Zuckerberg hat jetzt den Vorteil, dass wir wahrscheinlich 30 bis 40 Prozent von diesen Maßnahmen immer noch mitgehen werden. Unter anderem auch, weil natürlich die Meternetzwerke mehr Stationen haben. Also wenn du Meta Konsequent, weil du sagst, ich bin mit der Politik nicht einverstanden, verlassen willst, musst du ja nicht nur von Facebook weg, sondern auch von Messenger, von Instagram Und bei mir zum Beispiel hängen da Kontakte dran. Also ich habe halt viele amerikanische Freunde, mit denen rede ich nur über Metanetzwerke. Also ich muss die dann aktiv sagen, ey, wo können wir kommunizieren? wenn ich da weg bin, weil ich den Kontakt nicht verlieren will, ganz ohne Frage. Einige hängen beruflich natürlich dran, das ist immer nochmal eine andere Diskussion, aber auch eine wichtige, eine Stand-up-Comedian aus den USA, der ich sehr gerne folge, direkt gepostet Anderes Thema kommen wir auch wahrscheinlich nochmal zu. Alle Politiker, die für den TikTok-Band gestimmt haben, müssen eigentlich verklagt werden, weil so viele Jobs daran hängen, weil so viele Leute hier Geld damit verdienen und von heute auf morgen ist das Einkommen weg. Ähm, deswegen, das ist schon mal wesentlich schwieriger. Ich glaube, auf Twitter war der Punkt auch erreicht, wo das Netzwerk nicht mehr die gleiche Bedeutung hatte. Und bei Facebook und bei Meta ist das einfach tiefer drin überall. Wir werden sehen. Es wird glaube ich noch länger dauern. Es sei denn, Zuckerberg sagt so: Ne, ich muss noch mehr Aggressionen zeigen und noch mehr einen drauflegen. Also, ich wirklich bei mir sind es die Kontakte. Das ist der Hauptgrund, der mich da lassen würde. Ich gucke da ab und zu nur rein. Um zu sehen, wie sieht eigentlich meine Timeline aus. Und ansonsten rede ich mit den Leuten über Messenger. Das war's. Dann haben wir noch nicht nur Instagram, was einen ganz anderen Stellenwert hat.
24:15 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Aber wenn ich überlege, welchen Stellenwert Instagram beispielsweise in meiner, in meiner darin sie in meinem Sozialleben hat und zwar nicht nur mit Leuten in Kontakt bleiben, sondern auch mitkriegen, was Leute so erleben. Aber auch, wenn ich beispielsweise eine Abendveranstaltung habe, dann kommuniziere ich das über Instagram Weißt du, es gibt so viele Punkte.
24:37 Dominik Hammes
Es ist gerade was Schlimmes aufgefallen. Mein Mann ein Gegenbeispiel wäre gewesen, dann verschiebst du auch auf WhatsApp. Ja, auch das ist Meta. Genau, das war das Problem.
24:45 Gavin Karlmeier
Also mit meiner Familie kommuniziere ich über WhatsApp, weil das ist das, was sie benutzen. Und natürlich kann man jetzt das machen, was viele, viele Leute seit Jahren machen und in auch in so unvermittelt zusammengefundenen Kreisen für Signal-Werben oder für Threena oder so. Aber damit bist du immer noch ein bisschen der verschrobbene Typ. Weil der Typ, der beim Kita-Elternabend den 19 anderen Eltern vorstellt, hey, lass uns doch alle auf Signal gehen Der ist der, der auch in einem halben Jahr noch der Typ war, der uns alle diese komische App aufschwatzen wollte.
25:19 Dominik Hammes
Und nur für die Gruppe bin ich jetzt, ja, nur für die Gruppe bin ich jetzt in Signal, bla bla bla. Ich hab ja euch Signal 3Mar Telegram und bei Telegram sagen Leuten immer schon, ihr wisst, das ist auch nicht so easy mit, ah, da ist jetzt alles sicher und da sind die Daten in guter Hand. Also trotzdem ist ja eine Diskussion hatten wir auch schon häufiger und Meta ist halt, durch den Kauf von WhatsApp macht es es mir wirklich schwer. Weil bei Instagram hätte ich noch gesagt, ich kann zumindest irgendwie den Konsum einschränken. Bei Facebook würde ich morgen löschen, wenn ich ja keine Kontakte hätte.
25:54 Gavin Karlmeier
Ja, und ich habe die Antwort noch nicht. Aber auch da denke ich natürlich drüber nach. Auch das sind so Gedankenprozesse, weil also. Eggs in Rückenkern war eine Entscheidung, die mir wahnsinnig wehgetan hat, die aber nicht so verunmöglicht war, wie das bei den Metaplattformen noch der Fall ist. . Es gibt natürlich wahnsinnig gute dezentrale Bestrebungen. Also Pixel Fat ist am Wochenende im Google Play Store gestartet. Das ist ja die Fiddiverse Instagram-Alternative. Ich bin mir nicht ganz, ich kann das, ich hab's auf iOS App Store wurde die App zunächst abgelehnt, weil es wohl einen Fehler im Code gab, aber Ich bin da ein bisschen ratlos. Weil natürlich würde ich auch gerne sagen, hey, ich bin da jetzt weg, aber das geht einfach noch nicht. Dafür ist, da hängt er noch zu viel dran. Und das fürchte ich weiß Zuckerberg. Und deswegen lassen wir ihn Vermutlich erstmal mehr durchgehen und das ist ein Riesenproblem.
26:54 Dominik Hammes
Ja, und Facebook ist jetzt auch seit Wann wurde es gegründet? 2007? Ich meine, klar, man kann die Uni Jahre theoretisch abziehen, wo es eigentlich ein Hot or Not war, aber So 2009 ging es richtig los, würde ich fast sagen. 2004 ist Facebook gestartet. Wow. Aber 2009 ging es in meinen Augen hier zumindest erst richtig los. Ja, für mich auch. Und das ist jetzt einfach schon eine verdammt lange Zeit. Und die haben halt strategisch klug gekauft. Muss man auch machen. Man darf nie vergessen, dass Instagram nicht zu denen gehört hat. Bei WhatsApp wissen wir es alle noch. Kaum einer verbindet das mit Facebook, weil sie auch den Namenswechsel gemacht haben mit Meta. Und es hat sich halt wie so eine Krake in uns reingefressen und ist an ganz vielen Stellen Für unsere Internetkommunikation mit Verantwortlichen. Das ist so.
27:47 Gavin Karlmeier
Und das hat das ganze Internet ja verändert. Die ganze Wahrnehmung von wie man im Internet auf Inhalte aufmerksam wird. Es hat sich durch Social Media verändert und maßgeblich durch Meta-Plattformen. Instagram hat übrigens eine Milliarde Dollar gekostet damals und war ein Schnäppchen. Als sie es gekauft haben, ja. Ja, als sie es gekauft haben.
28:03 Dominik Hammes
WhatsApp 19 Milliarden Dollar. Naja, das sind ja auch nicht, das ist ja nicht der Dienst, das ist ja die Datenbank, die dranhängt mit den ganzen Daten und aktive NutzerInnen.
28:14 Gavin Karlmeier
Google Plus war wahrscheinlich zwischenzeitlich mal günstiger. Das hätte aber auch keiner gekauft. Das stimmt.
28:21 Dominik Hammes
Und auch wenn alle, die irgendwann mal in den letzten, also als Google Plus noch ein Thema war, da im Bereich Social Media gearbeitet haben, Werden Flashbacks haben von der Zeit, wo alle gesagt haben, wir müssen das jetzt unterstützen, damit unser Google-Ranking gut aussieht. Jeder muss jetzt zu Google Plus, bla bla bla, und ist einfach nach einem halben Jahr schon jedem letzten klar, aber das ist tot, das ist jetzt schon tot
28:42 Gavin Karlmeier
Ja, abgesehen von den Leuten, die sich das Google Plus-Logo haben, tätowieren lassen. Warum gibt es immer einen, der sich was tätowieren lässt?
28:48 Dominik Hammes
Also manchmal glaube ich, die wollen auch einfach nur in die Schlagzeilen. Also der Gag in Fanboys, diesem Film über Episode 1 wo Seth Rogan ein Cameo hat, einfach auf dem Rücken hat er Judger Binks sich tätowieren lassen, bevor der Film rauskommt und dann sagt, der Typ wird der shit.
29:03 Gavin Karlmeier
Ja, also ihr seid alle der ist sogar eine Sens als jemand den den ich verstehe, obwohl ich Star Wars ja nie gesehen habe. Das ist eine sehr mainstreamige Nummer, die kann man gut erzählen. Und was sich aber für eine Diskussion da jetzt schon anschließt, weil sie auch auf Mastodon oder im Fiddiverse stark am Wochenende irgendwie eine Rolle gespielt hat. Ich konnte mich nicht ganz, also wir haben das im Discord, da sind wir inzwischen 1226 Leute, was echt crazy ist, Leute. Also kommt in den Haken in der Discord, da sind so spannende Debatten und die Infos immer alles als erstes und Kommt da hin, hakenrann. org. Du kannst den Podcast nicht mehr hören danach. Super. Ich fasse zusammen, was da passiert ist. Gerne. So wie jetzt gerade. Weil diese Diskussion haben wir da so ein bisschen verlängert. Und ich konnte mich nicht frei machen, darauf keine gute Antwort zu haben. Nämlich, warum vertrauen wir Bluesguy denn jetzt eigentlich? Auch BlueSky ist ein Unternehmen. BlueSky hat sich noch nicht positioniert. BlueSky, wir wissen, dass zu den Investoren, zur Investorengruppe von Blue Sky Krypto-Bros gehören, irgendwelche Bitcoin-Menschen. Also, wir wissen nicht, warum wir Blue Sky vertrauen sollen, außer dass es eben nicht Ex ist. Und die Frage ist, reicht das? Wir wissen nicht, welche Wette Blue Sky eingeht. Ob sie einerseits die Wette eingehen, Wir glauben daran, dass wir uns eher subtil, aber demokratisch positionieren, um all die anderen Leute einzusammeln und die Gegentese zu sein. Könnte eine sein. Oder ist die Wette, dass man sagt, wir müssen jetzt auf den Trump-Zug aufspringen, weil sonst fährt er davon, einmal im Kreis und dann über uns drüber. Also das sind beides Möglichkeiten, die bestehen. Und Das alles sind Probleme, die wir mit einer wirklich echten dezentralen Lösung halt nicht hätten.
30:47 Dominik Hammes
Das ist natürlich richtig, aber wir wissen es einfach nicht als Nutzer und Konsumenten. Verzeihung, aber ich muss mal kurz die historische Perspektive bringen. Bei Twitter hatte ich jetzt früher nicht so wirklich ein Bild davon, bevor Maslows gekauft hat, wo die politisch stehen. Bei Facebook wusste ich immer, ey, dem. Den Zuckerberg, ich glaube nicht. Also ich finde den Laden nicht gut. Das war damals schon immer klar. Jeder, der es benutzt hat, war so: eigentlich uncool. Eigentlich müssten die mehr auf Datenschutz achten. Eigentlich müssten sie das mehr, das mehr, bla bla bla, aber wir sind hier. Und wir bleiben auch hier und die Stimmung war in den einzelnen Bubbles zumindest okay. Maske hat Twitter auf der Seite dann gekauft und so vergiftet, dass auch das einfach nur Dasein ja nicht mehr schön war. Unabhängig davon, wer es betreibt, und das spielt ja auch eine Rolle. Die Leute gehen jetzt zu Blue Sky, weil es da ganz nett ist, und man nicht den ganzen Tag Schlagzeilen bekommt mit Ist übrigens Schrott. Also ist übrigens politisch verwerflich. Das ist die Absicht der Firma. Es gibt diese zwei Sachen. Wie wohl fühlt ihr mich auf der Plattform? Wie ist die Erfahrung und aber auch, ist die Politik Der Besitzenden so krass, dass ich das einfach nicht mehr mehr vertreten kann. Und wir werden jetzt gerade gehetzt von Punkt zu Punkt. Und da geht man immer zuerst zum nächsten bequemen Ding. Und wir wissen das noch nicht, aber es fühlt sich ganz gut an.
31:56 Gavin Karlmeier
Ja, aber die Gefahr ist eben leider, dass wir es nicht wissen. Nee, natürlich nicht. Also wenn jetzt nächste Woche Jake Graeber, die CEO von Blue Sky Ähm, verkündet ja auch wir whatever.
32:08 Dominik Hammes
Wir machen jetzt auch Interview mit Alice Weidel und dann sind wir mal weiter.
32:12 Gavin Karlmeier
Ja. So, dann ist die Laune aber wirklich im Keller, sag ich mal.
32:18 Dominik Hammes
Natürlich, also deswegen Es sind zynische Posts, die man rausgehauen in der letzten Wochen, aber von wegen, wir freuen uns schon auf das nächste Forum, das wir eröffnen können, auf den IRC-Server, den wir selber aufsetzen. Weil es sich anfühlt, als wäre Social Media tot irgendwo, wenn man sich nicht auf einen Platz überhaupt irgendwie einigen kann.
32:36 Gavin Karlmeier
Ja. Und was ich aber, also ich verstehe alle, die gerade sagen, ey, Leute, fangen Twitter an zu bloggen Hey Leute, kommt auf mein Forum. Hey Leute, lest mein Newsletter. Das Problem ist, also ist jetzt ein privates Problem, ne?
32:50 Dominik Hammes
Ja, aber das werden viele auch so haben, wenn ich denke, ich weiß, in welche Richtung es geht. Bitte.
32:54 Gavin Karlmeier
Social Media hat ja davon gelebt, dass es Content getrieben und nicht personengetrieben war. Und meine Bereitschaft, all diesen, weiß ich nicht wie vielen, tausend Leuten, die ich über alle Netzwerke so hinweg So Folge, jetzt hinterherzulaufen und herauszufinden, was wurde eigentlich aus diesen Menschen, was veröffentlichte eigentlich, die wird natürlich vom Faktor Realität, vom Faktor Zeit überholt. Und das wird dazu führen. Dass ich de facto weniger von Menschen mitkriegen werde. So und alle Leute, die früh angefangen haben, selber irgendwie sich was aufzubauen, die profitieren natürlich jetzt gerade davon, weil sie eben ein Publikum andernorts haben. Aber wenn ich jetzt, also angenommen, wir würden mit Hakendran erst jetzt starten, hätten wir eine ganz andere Situation, ganz andere Startherausforderung. Als wir vor zweieinhalb Jahren hatten. Sogar vom Thema abgesehen.
33:43 Dominik Hammes
Also und auch vom Podcast-Business abgesehen. Ich sage ja immer, wenn ich jetzt einen Podcast starte, als weißer Dude und will über Popkultur reden, wie wir das 2014 gemacht haben und 2009, dann sind alle so Wirklich brauchen wir das noch? Aber gehen wir mal vom Thema weg, sagen wir halt, ihr habt ein tolles Thema, ihr seid diverse aufgestellt und ihr wollt das Ding bewerben. Wo?
34:01 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
34:02 Dominik Hammes
Wo baut ihr euch eure Community auf?
34:04 Gavin Karlmeier
Und das sind jetzt nur so, also da reden wir ja schon jetzt gerade über so Liebhabertum und Hobbys.
34:10 Dominik Hammes
Und dann kommen wir zum Privatleben, was ja noch viel wichtiger ist für die Massen.
34:15 Gavin Karlmeier
Und Kunst, was ist das? Also, ähm, Musik, wenn du eine Band bist, die jetzt startet und du hast, also gerade hast du noch eine Welt, die jeden Tag 30 Minuten auf Instagram verbringt. Aber was ist, wenn das weniger wird? Was ist, wenn das zerfallen sollte? Wie schaffst du es, dass die Leute auf deinem, dann bist du wieder bei, die Leute kopieren sich Kassetten und gehen auf Konzerte.
34:38 Dominik Hammes
Und auf einmal rufen die Leute im Radio an und sagen, spiel mal bitte was anderes. Ist ja schon wieder Shaggy.
34:45 Gavin Karlmeier
Mensch. Nein, aber weißt du, Social Media hat halt einen Platz, hat so viel Media hat so viele Plätze in unserem Leben eingenommen. Dass, wenn das jetzt zerfallen soll, das ist ja eine Dystopie, das wird ja so nicht von heute auf morgen kommen, aber das kann sich ja einschleichen, dass sich Dinge, dass Dinge unwichtiger werden oder wir weniger bereit sind, damit so viel Zeit zu verbringen. hat so viele Plätze in unserem Leben eingenommen, für die es keinen adäquaten Ersatz mehr gibt. Also der Musikjournalismus ist de facto tot. Es gibt im Vergleich zu von vor 20 Jahren. Gibt es wahrscheinlich, ist jetzt in Bauchzahlen, Bauchstudie, gibt es nicht mal mehr 20 Prozent des Angebotes, das du vor 20 Jahren hattest.
35:24 Dominik Hammes
Ja, ich glaube, das Rolling Stone Magazine ist das Einzige, was irgendwie sinnvoll überlebt hat, dass auch im Printbereich tatsächlich recht stark mit den Abozahlen noch dasteht.
35:32 Gavin Karlmeier
Ja, oder die Visions Instanz, die ich früh einmal gelesen habe, die Dortmunder Visions, die nicht zum Axel Springer Verlag gehört zum Beispiel. Das wusste ich nicht. Aber ist trotzdem eine gute, die machen gute Arbeit trotzdem. Ich glaube auch nicht, dass Dörfner da anruft und sagt, hey, wollt ihr nicht auch mal Masken?
35:48 Dominik Hammes
Das ist eine gewisse Unabhängigkeit, von der man ausgehen kann bei einem Bereich, der nicht unpolitisch ist auf gar keinen Fall, aber den man auch nicht gut instrumentalisieren kann. Könnt ihr nicht mal mehr über die Onkel sprechen?
36:01 Gavin Karlmeier
Nein, aber wir schweifen auch ein bisschen ab, aber. Was ich halt sagen möchte ist, sollte Social Media zerfallen, reicht es nicht, Blogs zu starten und Newsletter zu starten. Wir brauchen eine andere Antwort. Ich kann nicht glauben, dass ich jetzt hier der Typ bin, der sich vor zweieinhalb Jahren mit der kompletten dezentralen Bubble in Deutschland noch angelegt hat. Weil er gesagt hat, das macht ja gar keinen Spaß. Und jetzt sagt, wir müssen alle die dezentralen Dinge wieder fett machen. Aber Leute, wir müssen dezentrale Dinge fett machen, weil sonst haben wir ein Problem.
36:34 Dominik Hammes
Du sagst es aber auch in der Hauptsache, weil du ansonsten keine Ausweichmöglichkeit mehr siehst, die schon da wäre.
36:38 Gavin Karlmeier
Ja, und jetzt gerade sind wir aber noch an einem Punkt, an dem wir noch bestehende Netzwerke haben. Aber es sind jetzt gerade sind es die Content-Richtlinien, jetzt gerade ist es eine Politisierung. Aber was ist denn, wenn du eine stärkere Isolation hast? Oder was ist denn im Extremfall? Ach nee, ich komme hier ins Schlafe hin.
36:58 Dominik Hammes
Wir sind echt ganz kurz davor, meine Lieblingsgekke immer. Die Social Media Version von, wir müssen eine Räterepublik ausrufen zu fahren. Also es ist schon dieses, es ist ein Systemproblem und wir müssen daran arbeiten gemeinsam. Schon ein bisschen schwierig alles.
37:15 Gavin Karlmeier
Bisschen schwierig alles. So heißt die Folge heute einfach. Bisschen schwierig. Bisschen schwierig alles. Absolut. Wir haben auch seit, also ich habe eigentlich ist das Funktion. Komm, weil wir den Trailer so lange nicht gehört haben, wir fahren den mal kurz ab. Ach ja. Funktionen und Emotionen.
37:37 Dominik Hammes
Ich bin jetzt schon so oft als Gast hier dabei gewesen, vielleicht der häufigste Gast, ich weiß es nicht. Ich sollte es wissen, dass ich die Lautsteige runterfahren soll, wenn du das abspielst.
37:46 Gavin Karlmeier
Wenn ich es nicht vergesse, ist der auch in der Folge, ist das dann auch noch so laut. Für alle, die sind. Sorry, guten Morgen. Es ist Montag.
37:52 Dominik Hammes
Guten Morgen, gut, nach dem Gespräch gerade ist man entweder hellwach oder eingeschlafen, das stimmt. Also entweder nimmt es einen mit und ist so Boah, es ist echt öde, Jungs, irgendwann gibt es halt neues Netzwerk. Punkt. Bitte, bitte fahr fort mit der Fabrik. Entschuldigung.
38:05 Gavin Karlmeier
Es ist auch wirklich nur eine Meldung. Und zwar eine Meldung, die es seit, ich glaube, Folge drei, Hakendran, immer wieder gerüchteweise hier in diesem Podcast schafft. Mal bei Funktion und Emotionen gefühlt war. Auch dieses Mal wieder dabei auf der 1. Genau, bitte nicht wiederwählen. Ex führt jetzt den Parodie-Account-Button ein. so dass neben deinem Account-Namen Parodie steht. Es gibt weiterhin die Kategorien Fan-Account und Commentary Account. Damit du kennzeichnen kannst, bei diesem Account handelt es sich um einen Fan-Account, um einen Kommentar-Account oder um einen Parodie-Account. Das heißt, wenn du jetzt Irgendein Prominenter, irgendeinen Prominenten imitierst auf X, musst du anzeigen, dass das eine Parodie ist, weil der blaue Haken alleine reicht ja nicht mehr.
38:47 Dominik Hammes
Ey, das wäre ja so eine super Funktion für ein Netzwerk, das wir gut finden. Nee, aber wirklich dieses offizielle Parodie-Account würde hätte die Kommunikation erleichtert. In einem offenen Netzwerk, das ich benutzen würde. Das wäre schon okay gewesen. Und ich lobe an der Stelle einen Preis aus für jemanden bei Twitter, der vielleicht zuhört. Ex, Entschuldigung. Wenn ihr das Ding bei Elon Musk's Account, Parody Account, die offiziellen Badge draufballert, lade ich euch zum Tee trinken ein. Wenn das jemand belegen kann, dass er das gemacht hat.
39:20 Gavin Karlmeier
Meinst du, der Elon Musk Parodier kann ist auch Elon Musk?
39:23 Dominik Hammes
Nein, nein, wenn der normale offizielle Elon Musk auf einmal diesen Badge bekommt, die Person, die das umgesetzt hat, uns belegen kann, die Leute zum Tee trinken. Eigentlich müsste da Fan-Accounts stehen. Einfach alle Badges drunter, Kommentar, Parody-Fan, alle drunter ballern. Und Government funded, könnt ihr da jetzt auch noch drunter stellen, bitte. Fundet fundet the government. Unten, ja, aber eins mit dem Geld, das er von der Regierung bekommen hat, von daher. Schwierig.
39:47 Gavin Karlmeier
Schwierig. Und dann haben wir noch, apropos Regierung, haben wir noch eine große Meldung. Was ist eben schon angekündigt? Ich habe letzte Woche ja schon darauf geteas, dass am Freitag der Supreme Court sich mit dem TikTok-Verbot auseinandersetzen wird. Sie haben eine Anhörung stattfinden lassen am Freitag, die ungefähr nur eine Stunde ging. Und es gibt so Informationen, die den amerikanischen Medien vorliegen. Es gibt noch keinen Beschluss, aber Informationen, dass der Supreme Court dazu nein, also das oberste Gericht in den USA, Dazu neigt, das TikTok-Verbot aufrechtzuerhalten. Das heißt, sie werden das offenbar nicht einkassieren. Offenbar. Wir wissen es, wie gesagt, noch nicht final, aber der Richter hat wohl gesagt, es gibt einen guten Grund zu sagen, dass eine ausländische Regierung insbesondere eine gegnerische in den USA kein Recht auf freie Meinungsäußerung hat. Warum sollte sich das ändern? Nur weil es sich hinter einer Art verschachtelter Unternehmensstruktur versteckt. Ist das mit dem First Amendment so vereinbar?
40:44 Dominik Hammes
Hm. Ja gut, das First Amendment gilt ja auch nicht für ausländische Regierungen, das ist ja okay.
40:48 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt.
40:49 Dominik Hammes
Also die Logik, wenn wir wirklich einfach dabei bleiben, die kann ich nachvollziehen. Vor allen Dingen, also mir wäre es dann noch wichtig gewesen, dass man eindeutig belegen kann, es wird auch nicht für Zwecke genutzt, die irgendwie für uns gut sind. Und wir hatten, also ich weiß nicht, ob wir kommen noch zu den Themen, wo es um. Suchterzeugende Algorithmen geht, ne? Ja. Gut, weil das ist mir viel wichtiger heute tatsächlich. Da warte ich nur aufs Ergebnis. Die Begründung ist. Du kannst dir die Begründung immer so zurechtlegen, dass es okay ist, TikTok zu verbieten in den USA oder nicht. Das muss ich ganz klar sagen. Man findet Immer eine rechtliche Begründung für beides. Das ist eher eine Entscheidung.
41:24 Gavin Karlmeier
Ja, und die Entscheidung ist ja eigentlich schon gefallen. Sie könnte nur kassiert werden. Also, wenn ihr das hier hört, haben wir noch eine Woche lang eine Welt ohne Präsident Trump. Nächste Woche Montag ist die Inauguration und dann mal sehen, ob er eventuell entscheidet, dass TikTok vielleicht doch gar nicht bedrohlich ist. Dass TikTok unter das Verbot, das Gesetz zum Verbot von TikTok Vielleicht einfach gar nicht fällt.
41:46 Dominik Hammes
Ich bin da sowieso sehr gespannt, weil seine ersten beiden Dinge, die er jetzt vorgelesen hat von seinem Zettel, ich hätte gern Kanada und wir benennen hier nochmal einen Golf um und dann hätte ich noch drüben gern Grönland, das er hat mich alles sehr Steve Bannon erinnert, der damals gesagt hat, flood the zone with shit. So nach dem Motto, wenn man nur Blödsinn in der Zeit labert, haben die Leute gar keine Zeit mehr, über die richtigen Dinge zu reden, weil sie die ganzen anderen Sachen erstmal korrigieren müssen. Und diese beiden Ansagen waren für mich so, da reden wir jetzt wieder zu Zwei Wochen lang drüber, aber eigentlich passiert da wahrscheinlich nicht hoffentlich nichts. Und nebenbei passiert aber ganz viel anderer Kram, der viel schlimmer ist.
42:22 Gavin Karlmeier
So ist es. Steve Bannon hat sich übrigens massiv mit Elon Musk angelegt, heißt es. Die beiden haben immer, der Konflikt ging, glaube ich, so ein bisschen los, als es um legalen Zuzug in den USA ging, bei dem Elon Musk gesagt hat, ja, aber wir brauchen. Brauchen doch indische Fachkräfte. Und Steve Bann gesagt hat, naja, so sehen wir das aber nicht.
42:43 Dominik Hammes
Ja, Maske hat ja auch gesagt, irgendwie, ihr seid eigentlich alle zu blöd für die Jobs. Ich brauche doch die Leute. Also, du bist aus Südafrika, sei mal still. Also es ist jetzt gerade sehr. Also auch da möchte man das Popcorn auspacken, aber es ist zu ernst.
42:55 Gavin Karlmeier
Ja, Ben sieft Musk auch vor, dass er eigentlich ja nur Billionär werden möchte. Das ist das, also das ist der Vorwurf von Bernon Musk gegenüber.
43:05 Dominik Hammes
Das ist ja das Niveau von dem Beleidigungsschwertkampf aus Monkey Island. Also wird ja nur noch beleidigt, ohne irgendwie argumentieren zu wollen. Du kämpfst wie eine Kuh.
43:20 Gavin Karlmeier
Ich habe übrigens Monkey Island nie gespielt. Dafür bin ich zu jung. Ach komm, mach dich nicht jünger als du bist. Ich habe in der letzten Folge behauptet, ich sei 23 Jahre alt. Das muss ich jetzt aufrechthalten. Es ist halt gelogen, ne?
43:36 Dominik Hammes
Das muss man jetzt auch mal ganz klar sagen. Komplett gelogen. Ich meine, ich wurde auch vor ein paar Wochen von der Arzt selberin auf 28 geschätzt. Wow. Aber nur vom Gesicht her, ich glaube danach hat sie meine Werte gesehen. Keine Ahnung, nee. Nee, die Werte waren auch okay.
43:53 Gavin Karlmeier
Ihr könnt übrigens Dominik Hammes mit seinem jugendlichen Gesicht, wirklich ein jüngeres Gesicht als ich, kann man nicht anders sagen. Und diese ganze Folge auch bei Jungs.
44:00 Dominik Hammes
Das ist einfach das Ringgleid, das macht alles weg.
44:03 Gavin Karlmeier
Also, ich muss mir hier ein Ringlicht in meine Küche stellen.
44:05 Dominik Hammes
Wenn du dir ein Ringlicht hältst, siehst du auf jeden Fünf aus, weil alle Poren. werden mit Licht gefüllt. Grüße an Joseph Bolls, a. k. a The Changeman, dem mir das mal erklärt hat.
44:15 Gavin Karlmeier
Apropos gefüllt Was bald nicht mehr gefüllt ist, sind die Abende von Jugendlichen in Kalifornien. Ein kalifornischer Richter hat nämlich jetzt entschieden, dass süchtig machende Feeds in sozialen Netzwerken für Kinder und Jugendliche nicht mehr erlaubt sind. Die Diskussion ist natürlich noch nicht ganz am Ende. Es gibt noch nicht die letzte Instanz und es wird auch da wieder über das First Amendment diskutiert. Also ist das ein Einschnitt in die Meinungsfreiheit, in die Redefreiheit der USA. Aber es werden damit Suchtveränderungen Fördernde Feeds jetzt eben für Minderjährige in den USA erstmal verboten in Kalifornien, wenn nicht in den USA.
44:54 Dominik Hammes
Also Ich finde es erstmal sehr, sehr gut, dass man überhaupt auf dieser Ebene darüber spricht. Selbst wenn das jetzt nicht beschlossen wird, weil es werden jetzt jeden Tag kommen die, wir sind jetzt in dem Zeitalter, wo die ersten Ärztinnen in den Studien kommen, was Social Media in jungen Jahren angeht und was Social Media auch tatsächlich angeht, wenn die Eltern zu viel am Handy hängen und die Kinder deswegen gar nicht aggressiv gemeint, vernachlässigen, weil jeder kennt, dass man das Handy in der Hand und man sagt, oh, das waren zehn Minuten, nicht das wäre. 3 und in der Zeit nicht mit dem Kind gesprochen hat. Das ist alles eine schwierige Sache und wir lernen alle erst damit umzugehen tatsächlich. Und wir sehen jetzt erst, was für langfristige Folgen das hat. Und gerade auf die Entwicklung von Kindern, eine Aufmerksamkeitsspanne, etc. das Beispiel aus der amerikanischen Lieder-Uni, wo die Leute nicht mehr ein ganzes Buch lesen können und sowas, das ist ja nicht den Leuten vorzuwerfen. Es ist ja nicht so, als wären die blöd, sondern die haben einfach eine andere Staatssituation als Gavin und ich und als die Generation. Davor und müssen zum ersten Mal damit klarkommen, dass ihre Aufmerksamkeitsspanne als Kind und als Jugendliche schon von Social Media so bombardiert worden sind, wie es das einfach früher nicht gab. Ja, Kinder muss man auf irgendeine Art und Weise dafür schützen, da bin ich mir sicher, weil auch, es geben ja auch alle zu, die diese sozialen Netzwerke betreiben. Ja, wir wollen Sucht erzeugen. Ja, wir wollen, dass die Leute die ganze Zeit an unser Medium hängenden Bewerbung verkaufen können. Das ist unser erklärtes Ziel. Und damit muss man arbeiten, genau wie mit Glücksspiel, genau wie mit Zigaretten. Und das ist das, was mich am meisten nervt, weil hier ganz eindeutig von der Gegenseite, wenn man sich gegen sowas wehrt, gesagt, Nee, wir wollen das nicht ändern. Wir sind eigentlich die neue Zigarettenindustrie, die sich so lange vor Gericht dagegen wehrt, bis es nicht mehr anders geht. Und das ist wirklich also, dass man da keinerlei Scham hat zu sagen, nee, wir wollen Kinder mitschützen, wir wollen versuchen, diesen Suchtfaktor vielleicht für ein jugendliches Konto runterzufahren, vielleicht daran zu arbeiten, dass die Mehrkram von ihren Freunden sehen. Und dass das ein bisschen entspannt ist. ist. Das ist wirklich beschämend, finde ich.
46:52 Gavin Karlmeier
Finde ich auch, vor allem weil eben dieses, diese, naja, also ich das ist ja eine Binse, wenn ich jetzt sage, dass Alles, was im Internet passiert, ganz oft mit dem, mit unserem Rechteverständnis der echten Welt nichts zu tun hat. Dass wir einfach ganz lange schon immer wieder nur hinterher regulieren und sozusagen den Dreck aufwägen, den diese Unternehmen alle auf. wirbeln. Aber in dem Fall ist das exakt so, wie du sagst, weil eben für junge Menschen die Erfahrung in diesen sozialen Netzwerken ja meistens noch viel massiver ist als für uns Erwachsene. Und dass du eben einfach de facto hier Suchtmittel an junge Menschen vertixt umsonst und die dann auch noch quasi bezahlen lässt, nehmen sie ihre Zeit eben mit Werbung verbringen. Und deswegen Finde ich das auch nachvollziehbar? Das wird 2027 würde das in Kraft treten. Ab dann müssten Plattform Techniken zur Altersverifizierung einsetzen. Das ist eine Formulierung, die kennen wir auch schon aus anderen Ländern. Auch in Australien wird sowas diskutiert. Wir kennen das hier in der EU, wird es früher diskutieren. später einen Zeitpunkt geben, an dem Altersverifizierung für Pornoseiten auch kommen werden wird, die halt eine nachweisliche Altersverifizierung mit sich bringen muss. Wir haben auch die Risiken davon hier schon öfter besprochen. Es gibt da natürlich auch Sandbox-Lösungen, bei denen du, ich glaube den Begriff falsch benutzt, ich bin kein Entwickler, bitte haut ihn mir nicht um die Ohren. Aber Lösungen, die dazu führen, dass ich mich zwar auf meinem Telefon mit meinem Personalaus wäre, verifiziere, aber weder das Telefon weiß, welche Seite ich damit aufrufe, noch dass der Computer weiß, welcher Personalausweis mich gerade verifiziert hat, sodass ich eben nicht. in irgendeinem Register aufschreibe, dass ich irgendwie 34-Pornoseiten am Tag aufrufe. Ja, natürlich, man kann das voneinander trennen.
48:36 Dominik Hammes
Also man kann Authentifizierung auf jeden Fall von Identifizierung trennen. Das ist eine technische Sache, die seit Jahren besteht. Ich habe auch vergessen, wie es funktioniert. Falls für meinen Job nicht wichtig ist. Mir war wichtig zu wissen, ist das machbar? Ja, ist es schwer? Nein. Ja, das kann man, danke schön. Genau. Ich habe es einmal kurz verstanden, dann war ich so, gut, das reicht mir, ich kann wieder vergessen, wie es funktioniert, ich muss es ja nicht programmieren. Und auf der anderen Seite ist ja sowieso so, genau wie, und das, ich sage nicht, dass das gut ist, aber du kannst als Erziehungsberechtigte immer sagen Ja, dann trink halt ein Bier jetzt. Du bist jetzt 15, trink jetzt halt ein Bier, ist okay, solange ich dabei bin. Hier ist, wenn du, wenn du rauchen willst, dann rauch, finde ich halt total scheiße, muss ich dazu sagen. Aber der Erziehungsberechtigte kann ja immer Zugang gewähren zu irgendwas. Inwiefern das dann legal ist oder nicht, andere Frage und ich möchte auch niemanden beraten, was das angeht. Aber die Tür ist ja immer noch offen, solange irgendjemand sie aufmacht. Also es ist ja nicht so, als wäre es unmöglich, auf einmal einen Porno zu gucken für einen 16-Jährigen.
49:35 Gavin Karlmeier
Oder einen Lottoschein auszufüllen. Eben.
49:39 Dominik Hammes
Stimmt, das dürfen die auch nicht. Ach ja.
49:42 Gavin Karlmeier
Aber ich finde, die Diskussion, die da geführt wird Finde ich zwar richtig und wichtig. Sie wird nur durch die Entwicklung der letzten Tage ein bisschen verzerrt, finde ich. Es passiert ja auch jeden Tag so viel, was es für einen Monat reicht. Also Ja, und wir haben ja auch jede Woche drei Folgen. Also es muss ja was passieren. Nein. Deine Schuld ist es also. Nein, aber ich will nur sagen, Dass Kalifornien solche Entscheidungen trifft, wird seitens Meta vermutlich auch jetzt relativ einfach so geframed werden. Das machen die Voken da.
50:19 Dominik Hammes
Deswegen ziehen wir nach Texas mit unseren Leuten. Das Absurdeste war, was ich hier gehört habe.
50:24 Gavin Karlmeier
Also bis jetzt nur mit dem Content-Moderationsteam. Und wir wissen, dass Trust Safety in Teilen auch schon aus Austin gearbeitet hat. Aber ich würde behaupten, dass da, also ich sehe das nicht, dass 2027 Jugendliche nicht mehr einfach so suchtfördernde Algorithmen in Sozialnetzwerken erleben in den USA.
50:42 Dominik Hammes
Die werden ja alles tun auf technischer wie politischer und rechtlicher Ebene, um da rauszukommen. Also entweder gibt es hinter ein Gesetz und sie versuchen es zu umgehen.
50:49 Gavin Karlmeier
Oder Kalifornien wird unabhängig und eingetauscht gegen Grönland. Wir wissen es nicht. Gehört dann zu Kanada alles, ja?
50:57 Dominik Hammes
Fand ja dieses nicht-offizielle Angebot, alle blauen Staaten gehen quasi zu Kanada ganz nett.
51:07 Gavin Karlmeier
Ja. Und dann gibt es noch eine Meldung, die ist eher auch eine Lappale und die ist auch journalistisch, halte ich die für kritisch. Aber die Frankfurter Sonntagszeitung, die hat das bereits. Vorletzte Woche gemeldet, wir wurden aber von Zuckerberg überholt, dass 38% der Deutschen für ein TikTok-Verbot seien. Warum die ein bisschen schwierig ist, also das wurde vom Marktforschungsinstitut Epinio durchgeführt, aber im Auftrag der deutschen Social Media Plattform nebenan. de. Und das muss man dazu sagen, dass wenn diese was, also Der Auftraggeber einer Studie ist nie egal für den Ausgang einer Studie. Nee. 38% sprechen sich Dafür, dass TikTok auch in Deutschland verboten wird. Also, wir nehmen das alles mal mit in diese Woche.
51:56 Dominik Hammes
Das ist ein super Werbespot für nebenan. de, wo ich gerade zum ersten Mal in meinem Leben drauf gucke. Du musst dir eine Postkarte schicken lassen, um da einen Account zu haben.
52:03 Gavin Karlmeier
Wow, also es ist also Ungefähr so, wie es mir vorgedacht wird. Gut. Du, also ich sag mal so, wenn ich hier in meiner Nachbarschaft auf dem Spiel ist, keine Werbung, ne? Absolut keine Werbung und ich kann es auch nicht empfehlen, die Diskussionen da sind unsäglich. Aber wenn ich in meiner Nachbarschaft einen Schlüssel finde. Dann schreibe ich das nach nebenande.
52:21 Dominik Hammes
Wie hieß nochmal diese App, wo man regional gepostet hat, aber anonym? Jodel.
52:27 Gavin Karlmeier
Jodel, genau. Oh, Codel habe ich auch eine tolle Geschichte. Aber die Geschichte, wie Gavin Keimer den Twitter-Account at Jodel registriert hat und ihn dann professionell betrieben hat, das erzähle ich einandermal. Ich muss erstmal in diese Woche kommen. Die letzte Woche hat mich so ein bisschen fertig gemacht.
52:47 Dominik Hammes
Ich war so froh, dass du mich nicht eingesandt hast letzte Woche. Ich bin hier mental im Dreieck gesprungen und hab gesagt, nee, du. ziehst jetzt die Nadel ab von den Nachrichten von deinem Hirn und wartest einfach, bis sich das beruhigt. Wenn Karl Maya anruft.
53:00 Gavin Karlmeier
Und eben. Hast du noch irgendwas auf dem Herzen? Immer, aber wir haben die keine Zeit mehr. Leider keine Zeit. Dominik, vielen Dank, dass du heute da warst. Du kommst bald wieder. Ob wir wollen oder nicht. Du gehörst jetzt zum Ensemble. Mach dir achso ein frohes Neues dir.
53:16 Speaker 4
Ja, Geburtstag habe ich auch noch. Lass' gut sein. Bis bald, lieber Dominik. Schöne Woche allen, die bisher gehört haben. Kommt in den Discord-hagnad. org und macht's gut. Tschüss. Tschüss.