Alle Episoden

Folge 390 · 17. Februar 2025 · 1:02 Std.

Von digitalen Champions und Low-Performern

mit Thomas Gigold

Die Linke holt auf – nicht nur in Umfragen, sondern auch auf TikTok – wie groß ist also der Einfluss von TikTok auf die Wahl in Deutschland? Außerdem gibt es mehr Berichte von “Low Performern” bei Meta (Haken dran prognostizierte) und es gibt belastbare Zahlen über den Zuwachs von Hass auf X seit Musk. Und ach ja: Adolf Hitler hat einen grauen Haken auf X.

➡️ Die Studie über X seit Musk: https://www.researchgate.net/publication/388927018_X_under_Musk's_leadership_Substantial_hate_and_no_reduction_in_inauthentic_activity

➡️ n-tv über die Blaupause hinter dem Muskschen Staatsstreich: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Diesem-Umsturz-Plan-folgt-Musks-Machtuebernahme-article25563880.html

➡️ Der tägliche Social Media-Newsletter sieben:30 von Thomas Gigold: https://sieben30.de/

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Thomas Gigold

Hallo Thomas. Hallo Gavin. Bei mir ist das heute. Bitte? Jetzt habe ich dir über deinem Schön hier zu sein. Ja, ich freue mich, dass du hier bist. Bei mir ist heute nämlich Thomas Gigold, der nicht nur, ich habe extra nachgegoogelt, wie das genau heißt deine Position. Digital Content Director für eine Social Media Agentur ist und damit alle Social Media-Inhalte der Automarke BMW verantwortet. Das darf ich so sagen, oder? Verrate ich damit zu viel? Nö, das kann man googeln. Und auch nicht nur Haki der ersten Stunde ist, wie ich gerade erfahren habe, seit Folge 1 Hörer dieses Podcasts. Das heißt, ich musste ihm auch nichts erklären, sondern auch einen täglichen Newsletter zum Thema Social Media schreiben mit dem Namen 37. Und ich muss mich erstmal mich entschuldigen, weil wir beide haben seit ungefähr einem Jahr vor, mal zusammen einen Podcast aufzunehmen. Und heute hat es endlich geklappt.

00:53 Gavin Karlmeier

Ja, das Leben.

00:54 Thomas Gigold

Hagel-Termine. Hagel drin, das Kalender-Update. Ja. So ist es. Ja, ich freue mich auf jeden Fall, dass du hier bist. Wir haben noch. Wir haben jetzt Montag, den 17. , wenn ihr das hier hört. Und damit beginnt die letzte Woche vor der Bundestagswahl. Und man muss sagen, die Geschütze, die so im Internet aufgefahren werden, die werden jetzt nicht unbedingt. Warte mal, leichter. Schwere Geschütze, leichter so weiter.

01:18 Gavin Karlmeier

Schwerer, schwerer, schwerer werden sie. Also es sind schwere Geschütze, die du aufhörst. Ja, genau so. Wie empfindest du gerade in den Bauchsprüfungsstätten? Du brauchst es auf jeden Fall. Ähm. Ich höre weg. Ich höre aktiv weg, sagen wir es mal so. Ich habe mir das Kanzlerduell nicht angetan. Ich tue mir die ganzen Fragerunden gerade nicht an. Vielen Dank, auch nein. Meine politische Ausrichtung ist ziemlich felsenfest und ich habe meine Stimme auch schon abgegeben. Und ich kann auf das alles verzichten, weil ich merke, wir werden immer populistischer. Wir werden immer lauter, es wird immer Inhaltslehrer, jeder kennt dieses Alis Weidel-Video und ich frage mich halt, naja gut, was, also wo sie da steht und der Pflegedienstleister nimmt sie auseinander. Und ich frage mich, ja, also es wird ja niemandes Ansicht ändern auch. Es wird einfach nur nur noch mehr Kacke aufeinandergestapelt jetzt in den letzten Wochen und Tagen.

02:14 Thomas Gigold

Ja, ich glaube, das ist tatsächlich so. Ich empfinde das ähnlich. Also ich habe zum Beispiel an diesem Wochenende ging ja das Video rum von dem Was ist er? Heizungsberater, Umweltberater, der Friedrich Merz konfrontiert mit Studien und Fakten und Friedrich Merz eigentlich die ganze Zeit versucht irgendwie. Gesichtswachend aus der Nummer rauszukommen und dann denke ich mir so, ja, alle Leute, die nicht mit Friedrich Merz übereinstimmen, alle Leute, die zum Beispiel auch hier auf der Seite der Fakten stehen, alle Leute, die zum Beispiel nicht in die Hetzjagd gegen Robert Habeck eingestiegen sind, die Bild-Zeitung damals im Rahmen des . Heizungsgesetzes initiiert hatte, fühlen sich bestätigt. Und alle, die eh in das Geschimpfe eingestiegen sind und alle, die eigentlich eh nur laut werden wollen und sagen, ja, aber ich will mal ja mal eine Gasheizung behalten, die sie übrigens ja auch behalten dürfen, das muss man auch dazu sagen, die lassen sich davon nicht mehr überzeugen. Leute gehen nicht in eine Diskussion mit dem Vorhaben, danach vielleicht mit einer anderen Meinung wieder rauszugehen. Und solange das gerade so unser gesellschaftlicher Diskurs auf diesem Niveau läuft. Geht es mir wie dir, dass ich das Gefühl habe, ich werde extrem viel Bescheid? Ich habe das Gefühl, es hängen viel mehr Wahlplakate um mich herum, als es sonst der Fall ist. Alle wollen gerade irgendwie noch auf die letzten Meter irgendwie noch die letzten Prozent kriegen, vor allem die FDP. Scheint sich ja wirklich an jede Laterne zu hängen, an der an einem Hund vorbeikommen könnte. Und das ist. so, mir geht es wie dir, ich schalte da mittlerweile ab, obwohl ich das beruflich eigentlich nicht sollte. Aber das ist so ein Reflex, dass ich das Gefühl habe, ich empfinde keinen Erkenntnisgewinn dadurch, mich weiter da reinzuhängen.

03:43 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, das ist das größte Problem, dass wir nur noch aus Plattitüden bestehen und jeder gießt irgendwie nur noch lautes Geschrei rein statt. Inhalt und ich möchte jetzt keine Werkung für die Grünen machen, aber Robert Habeck habe ich das Gefühl, ist so ein bisschen der Einzige, der da Da damit ein bisschen Fakt reingeht und weniger Populismus und weniger, wir müssen Windräder abbauen, weil die mir nicht gefallen. Und das ist so ein bisschen, ja.

04:10 Thomas Gigold

Ja, verstehe ich. Also es ist ein ganz schöner Einstieg, weil ich habe direkt eine Meldung mitgebracht. Das Forschungsprojekt Sparta, das ist ein Projekt der Universität der Bundeswehr in München. Und die haben untersucht, wie die politischen Parteien auf TikTok unterwegs sind. Und wir erinnern uns daran, dass wir damals, das haben wir hier in Haken dran auch sehr, sehr umfangreich und deutlich beleuchtet. Dass im Rande Europawahl die AfD mit deutlichem Vorsprung auf TikTok damals Reichweiten erzielt hat mit ihren Inhalten, die AfD hatte, wenn ich wenn ich recht erinnere, mehr Interaktionen erzielt und mehr Aufrufe erzielt als alle anderen politischen Parteien zusammen. Das heißt, die AfD war so völlig uneinnehmbar, was Reichweiten angehen auf TikTok. Und das Interessante ist, dass es sich gerade ein bisschen verschiebt, was TikTok angeht. Zwar ist immer noch die AfD mit 123 Millionen Aufrufen die erfolgreichste Partei. seit Juli 2024. Aber auf Platz 2 ist die Linke mit schon 108 Millionen. Also es ist nicht so ein uneinholbarer Vorsprung, der dahinter liegt. Und ich finde das hochinteressant, weil die Linke eben auch sich in den letzten Wochen ja total hochgearbeitet hat, was die Umfragewerte angeht. Also der letzte Stand ist so etwa 7% gerade, obwohl wir vor einigen Wochen noch bei 4% lagen. Die Parteien, die dahinter folgen, laut der Bundesuniversität München ist die FDP mit 67 Millionen, die Union mit 64 Millionen, die Grünen mit 48 Millionen, die SPD mit 39 Millionen. Und das BSW mit 32 Millionen. Und Jasmin Riedl, das ist eine Politikprofessorin und die Leiterin dieses Projektes, die sagt, dieser TikTok-Schock bei den Parteien scheint dazu geführt zu haben, dass alle heute auf TikTok durchweg. aktiver sind. Das sagt uns aber auch, dass die AfD kein uneinholbarer digitaler Champion ist. Und ich also ich würde erstmal deine Meinung dazu hören, aber ich habe ein paar Gefühle auf jeden Fall zu dieser Meldung.

05:56 Gavin Karlmeier

Ja, also uneinholbar ist sie auf jeden Fall nicht und ich glaube, die Linke hat auch deswegen so gut gewonnen, weil sie mit Heidi

06:05 Thomas Gigold

Schlag mich tot, wer sie ihr Nachname war, ja genau.

06:08 Gavin Karlmeier

Hat sie, glaube ich, eine gute, hat sie jemanden da vorne, der in den letzten Wochen mir tatsächlich mit diversen Reden auch in meine Timeline irgendwie reingesprudelt ist und die scheinbar ein gutes Patentrezept dafür gefunden hat, wie man Zumindest eine linke Position mit ähnlichen Mitteln wie eine AfD irgendwie transportieren kann. Und ja, vielleicht ist es wirklich das. Also, da ist Substanz zumindest mehr dahinter, habe ich das Gefühl. Aber ähm Ich war schon immer ein Gegner der Aussage, irgendwie die AfD kann, ich meine, Populisten und Rechtsradikale können. Das ist das Schöne ja an deren Ideologie, die können emotional sein, ohne Fakten liefern zu müssen. . . Und alle Parteien haben bis jetzt immer versucht, mit Fakten zu kontern. Und Da muss man irgendwie andere Mechaniken finden in Social, so gut oder schlecht man das finden mag. Aber pure, trockene Fakten funktionieren nicht. Und das Kanzler-TikTok-Spiel funktioniert auch nicht. Es muss dann schon auch einen emotionalen guten Trigger haben. Und ich habe das Gefühl, da findet man so langsam ein Rezept.

07:17 Thomas Gigold

Ja, und das ist nämlich, glaube ich, aber auch gleichzeitig der Trugschluss. den ich da so empfinde in dieser Meldung. Denn wir haben ja damals so als, hier in diesem Podcast so als Attest festgestellt oder als ähm Erklärung, warum die AfD so erfolgreich ist, auf der einen Seite, wie du sagst, sie kann sehr emotional Inhalte veröffentlichen, sehr impulsiv sein. Da die Videos von Maximilian Kra, dessen Aussage ja eigentlich immer nur war, du musst dir keine Sorgen machen, wenn du Deutscher und Mann bist. Das ist halt kein Wahlkampf, der irgendwie auf Pläne setzt, auf eine Agenda setzt, sondern da geht es halt wirklich einfach nur um Emotionen, nur um irgendwelche Parolen, die am Ende weitergeschrien werden können und sich auch weiterverbreiten können. Was Heidi Reicheneck mit ihren Inhalten aber macht, und das finde ich so interessant, ist, dass ihre Reden ja doch sehr argumentativ clever aufgebaut sind und deswegen werden sie eben auch in unseren Bubble zu viel geteilt. weil sie eben sich nicht treiben lässt, davon so super verkürzt dazustehen. Und dass aber gleichzeitig eine Gegenthese zu vieler Polemik ist, die wir sonst so erleben.

08:19 Gavin Karlmeier

Diese, das sieht, sie, also das ist halt eine Emotionalität gepaart mit Substanz, aber nicht trockene Fakten, ja. Und ich glaube, das ist so ein bisschen, wo man, wo man

08:30 Thomas Gigold

wo man schon eine Passage hat, in der man sie schlagen kann. Genau, und das ist, glaube ich, nämlich der Zaubertrick, den man hier heraus lesen kann, was der Schlüssel zur Reichweite ist, ist Inhalte zu haben. Bei dem einfach Leute zustimmen und sagen, ja Mann, so ist es, das teile ich jetzt mal oder da gehe ich jetzt darauf ein, jetzt Reposten bei TikTok nicht so, die Ultrawaffe im Vergleich zu anderen Signalen für den Algorithmus, aber trotzdem, das bringt halt. was sich so damit auseinanderzusetzen, wie man argumentativ, aber trotzdem knapp es schaffen kann, Gegentesen zu publizieren. Und das, glaube ich, ist nämlich dieser Schlüssel der Linken. Trotzdem muss man dazu sagen, dass die Linke eine ideologisch aufgeladene Partei ist. Also mehr als viele andere Parteien. Und das ist, glaube ich, nämlich das zweite Attest, das wir ja damals als Geheimnis der AfD ausgestellt hatten, nämlich Du hast sehr verkürzte Inhalte und du hast Inhalte, an denen sich möglichst viele Leute reiben können. Dadurch, dass es entweder der Absender AfD ist oder dass es eben Inhalte sind, die einfach Platt sind im Fall der AfD damals. Und jetzt ist die Linke eben keine Partei, die sich selber als Partei der Mitte aufstellt. Also ich meine, sie heißt die Linke. sondern die eben sehr klare Forderungen hat, eine sehr klare Vorstellung davon, wie unsere Gesellschaft besser funktionieren könnte und die auch sehr viele Grundsätze hat, die zu Konsequenzen in der Realpolitik verändern führen würden. Und das sind alles Dinge, an denen sich Leute, glaube ich, stark reiben. Und deswegen verstehe ich schon auch, warum die Linke eben so erfolgreich auf TikTok ist, weil das eben solche Inhalte sind, die viele Interaktionen auslösen.

10:00 Gavin Karlmeier

Klar, du hast ja immer die Tatsache, entweder ich stimme dem zu und dann share ich oder das oder kommentiere oder ich lehne das komplett ab und dann tue ich das gleiche. Das Signal ist am Ende ident. Genau. Ja, und wenn du etwas sagst, was relativ belanglos ist oder was halt was sich halt nicht emotional triggert, dann ignorierst es halt weg. Na klar. Und deswegen ist wahrscheinlich das Scheren aus einer aus einer mittigen politischen Position eher unwahrscheinlicher als aus einer stark rechten oder linken.

10:35 Thomas Gigold

Ja, das glaube ich nämlich genau auch. Bin mal gespannt, ich habe das Gefühl, dass dieser Passage, über die wir gerade gesprochen haben, dass da einige Leute eine Meinung zu haben werden. Und auf die freue ich mich sehr. Schreibt sie uns in den Discord. Thomas ist auch im Discord unterwegs. Unter hakenrenn. org findet ihr den Link oder hier in den Shownotes. 1500 Leute sind wir bald. Super.

10:56 Gavin Karlmeier

Du hast es neulich Safe Space genannt und ich finde, das trifft es relativ gut, weil das sind alles nette Menschen da. Und aus unterschiedlichen, aus den unterschiedlichsten Facetten und Regionen irgendwie und das ist wirklich ein toller Platz, um sich auszutauschen oder um News zu kriegen. Definitiv.

11:14 Thomas Gigold

Komm da hin. Ich sehe es auch. Das Interessante ist aber, dass es da ja durchaus auch passiert, dass Leute unterschiedlicher Meinung sind. Und dann passiert aber etwas, das in sozialen Netzwerken quasi nie passiert. Man tauscht sich aus und am Ende gibt es ein Ende der Diskussion. Und das kann dann entweder sein, ja, du hast recht, oder we agree to disagree. Und das sind aber beides Dinge, die in sozialen Netzwerken in Kommentarspalten zumindest sehr häufig nicht passieren. Und deswegen empfinde ich das schon auch als Safe Space. So, jetzt haben wir gerade über TikTok gesprochen und TikTok wartet ja in den USA eigentlich auch nur noch auf den Vollzug des Verkaufs oder auf den Vollzug des Verbotes. Wir erinnern uns, dass sich einige Unternehmen, zum Beispiel Oracle, als Betreiber der Datencenter, dazu entschieden hat, sich auf das Wort von Präsident Trump zu verlassen, dass Oracle sich nicht. . einer straflichen Verfolgung gegenüberstehen würde im Fall, sollten sie gegen das Recht verstoßen und trotzdem den Zugang zu TikTok gewähren Boah, war das ein komplizierter Satz. Ich bin interessiert. Wir haben es verstanden. Begeistert, dass ich den noch nach Hause gekriegt habe. So, und wer das aber ganz lange nicht gemacht hat, waren Apple und Google, die Betreiber der App und Play Stores, also der Orte, an denen man die App hätte beziehen oder updaten können. Beide haben aber jetzt angekündigt bzw. auch schon umgesetzt, dass diese App nun wieder im App und Play Store downloadbar ist, weil Trump offenbar hier weitere Zusicherungen gemacht habe. Und das finde ich interessant, weil wir sehr lange hier eigentlich das so als Positivbeispiel genommen haben, dass Apple und Google so ein bisschen stabil auf der Seite des Gesetzes stehen. Und man muss jetzt sagen, offenbar lassen sie sich da auch von Trump einlulen. Oder aber Trump hat irgendetwas gesagt, was sie dazu bewogen hat zu sagen, na gut, dann hast du doch recht, lieber Donald.

12:49 Gavin Karlmeier

Ja, ich hätte die Gespräche gerne mal erlebt. Ich schätze dieses ganze US-TikTok. Spiel, das ist eine einzige Farce. Da ist irgendwo.

13:01 Thomas Gigold

Ja. Also das Geräum ist bei uns, ja, dieser Autoalarmlage, man muss nämlich dazu sagen, ich stehe auf einer Autobahn gerade. Also Nicht auf der Autobahn selber, sondern. Ich hoffe nicht auf der Autobahn, sondern auf dem Autobahn. Ich sitze im Auto an einem Rastplatz auf einer Autobahn.

13:16 Gavin Karlmeier

Also ja, dieses ganze US-Gedöns von TikTok ist eine einzige Phase. Ich beobachte das ganze Game. Jetzt seit Donald Trump in seiner ersten Amtsperiode das zum ersten Mal hervorgebracht hat. Du hast eingangs gesagt, ich betreue Eine global agierende Marke, und da haben wir natürlich ein Auge drauf, was für einen Impact das hat. Das heißt, seit vier Jahren beobachte ich dieses Zerren, dieses Hin und Her. Und Vor einem halben Jahr hätte ich noch gewettet, darauf gewettet, dass das am 19. Januar nicht dunkel wird. Aber ich glaube, das Abschalten am 19. war auch ein reines taktisches Manöver, um zu zeigen Wir machen das zur Not. TikTok kann es aber natürlich nicht gelegen sein, überhaupt offline zu gehen in den USA. Dafür ist der Markt zu groß, dafür ist die Bedeutung auch in den anderen Ländern zu groß, wenn wir den kulturellen Impact der USA auf TikTok sehen. Dann ist das natürlich riesig. Also ich glaube da immer noch dran, dass man in irgendeiner Weise da eine Vereinbarung finden wird. Dass Apple und Google jetzt darauf einspringen oder anspringen schon und sagen, naja, wir holen das zurück in die App Stores. Ist schon ein faszinierendes Manöver. Auf der anderen Seite wird man sich da vielleicht so ein bisschen drauf verlassen, naja, die werden nicht Oracle und uns quasi angreifen. Wie auch immer die Zusicherung da aussah. Also das als Manöver ist das jetzt zumindest sehr seltsam, nachdem man nachdem jetzt ja irgendwie auch schon Ein Monat rum ist, ne? Ja, schon komisch, ohne dass man da weitergekommen ist in der ganzen Verkaufsgeschichte, diesen Move jetzt einfach so zu machen aus dem Nichts heraus.

14:58 Thomas Gigold

Im Zweifel ist es immer so eine Situation, schalte TikTok frei oder ich erwürge diesen Hund. Also so ein Erpressungsszenario, wie auch immer das aussieht. will ich da ehrlicherweise gar nicht ausschließen, was da so hin Scheiß und Türmen gelaufen ist. Okay, am Am vergangenen Freitag war nicht nur Valentinstag und ich hoffe, ihr habt alle euren Liebsten ein Blümchen mitgebracht oder ein zumindest ein warmes, nettes Wort, sowas wie. Hallo? So, sondern ich hoffe, ihr habt auch YouTubes 20. Geburtstag gefeiert. Also YouTube ist 20 geworden. Vor 20 Jahren, am 14. Februar, wurde das Video Tatsächlich ist das Studio wurde erst im August hochgeladen.

15:39 Gavin Karlmeier

Was? 14. Februar ist das Firmengründungsdatum.

15:43 Thomas Gigold

Ach so, ich dachte das A Day at the Zoo, so hieß das erste Video.

15:47 Gavin Karlmeier

Ach, das gab es erst ein halbes Jahr später tatsächlich.

15:49 Thomas Gigold

Dann war YouTube erst ein halbes Jahr richtig langweilig, ohne geloadet die VS. Naja, okay. Dann ist die Firm genommen um 20 Jahre her. Wir werden hier nochmal ein bisschen demnächst mal ein bisschen dezidierter darauf zu sprechen, kommen aber erst nach der Wahl. Also ich habe da was vor, da nochmal ein bisschen größer drauf zu schauen. Aber pünktlich zu diesem, ähm zu diesem. Geburtstag hat das CEO von YouTube Neil Mowen ein Interview mit The Verge gegeben und hat dort nur was Spannendes erzählt. Also nicht nur, dass Menschen dort täglich eine Milliarde Stunden verbringen. Sondern auch, dass mehr Menschen YouTube auf dem Fernseher gucken als auf dem Smartphone. Und ich habe so ein Gefühl, und zwar glaube ich, 50 Prozent der Leute, denen ich das erzähle, sagen. . Was? Und die anderen 50% sagen, hä natürlich. Zu welchen 50% gehörst du, Thomas?

16:39 Gavin Karlmeier

Ich gehöre zu den, ich gucke YouTube auf dem Rechner Menschen. Oh. Ich gucke das, also ich hab nicht mal die App auf dem Handy, glaube ich. Ja, aber tatsächlich habe ich das auch. Wir haben uns erst vor kurzem damit beschäftigt und Also ich habe mich auf Arbeit mich durch YouTube-Strategien und YouTube-Workshops mit Google tatsächlich so ein bisschen gearbeitet. Und das ist. . Hat mich auch fasziniert, dass Fernsehgeräte tatsächlich riesig sind. Also der Konsum auf dem Fernseher. Ja, aber am verrücktesten ist, dass der dass der Anteil von Podcasts, die auf YouTube auf TV geguckt werden, riesig ist. Das heißt, die Leute lassen Podcasts einfach. auf dem Fernseher laufen, während sie die Stube putzen oder sonst irgendwas. Kann ich verstehen. Also das ist immens wohl. Und deswegen will jetzt auch Netflix, habe ich noch nicht gelesen, Seat Irgendwie auch seinen Stiefel da und unterhält sich gerade mit diversen Creatern, weil man auf Netflix auch irgendwie ein Potenzial für Podcasts sieht.

17:50 Thomas Gigold

Hey, Read, ruf mich an.

17:53 Gavin Karlmeier

Exklusiv Deal. Ja, aber es ist wirklich faszinierend und auch wenn man so sieht, dass was für Videos da primär geguckt werden. Absurd. Also ich gucke kein Video auf der YouTube-App, auch wenn man da nicht Doppelt Geschwindigkeit gucken kann. Ah, ich verstehe.

18:15 Thomas Gigold

Ich habe ja den Mega-Live-Hack, dass wenn ich YouTube, also ich benutze kleines Outing am Rechner als Browser Safari. Und Leute, schütteln den Kopf, wenn sie das hören, aber ich fühle mich da wohl, ich mache das seit 100 Jahren so. So, das klappt. Aber YouTube gucke ich in Chrome, weil es da ein geiles Feature gibt. Und zwar kannst du, wenn du YouTube in Chrome nutzt, im Vollbildschirm nach unten scrollen in die Kommentare, während das Video im Vollbild läuft Und das ist ein absoluter Game Changer. Ich muss aber dazu sagen, dass ich behaupten würde, dass ich größtenteils auch YouTube über den Fernseher gucke. Das ist ein absolutes Nutzungsverhalten bei mir und ich fühle mich damit schon komisch, weil ich denke, ich bin der Einzige jetzt, weil ich Das ist nicht der Fall. Nein, weltweit nicht. Ja. Und es gibt Leute, die hören auf diesen Podcast hier über YouTube oder sehen ihn über YouTube. Muss aber dazu sagen, das ist ein verschwindender geringer Bruchteil im Vergleich zu denen, die es über normale Audio-Plattformen konsumieren. Deswegen nochmal dazu gesagt, wenn ihr wollt, die meisten Folgen, ich würde sagen, so ungefähr 90% der Episoden gibt es sogar mit Bild. Also ihr könnt sehen, wie ich hier im Auto sitze, bei dunkler werdendem blauen Himmel jetzt gerade und ihr könnt sehen, wie. Thomas in seiner Bastelstube sitzt da. Im orangenen Licht. Genau. Also das gibt's auch, aber ich freue mich auch, wenn ihr über klassische Podcasts Wege, das gehört natürlich. Ja, hat mich auf jeden Fall trotzdem überrascht, diese Meldung. Also habe ich ehrlicherweise nicht mit gerechnet.

19:35 Gavin Karlmeier

Ja, man vermutet es halt nicht, ne? Also es ist halt so, wenn du dich in der Bahn umguckst, alle gucken YouTube auf ihrem Handy. Und es ist halt eine primäre oder eine Plattform, die wir primär irgendwie aus dem Browser kennen. Aber das hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Und mittlerweile gibt es ja auch in Insights, haben sie vor ein paar Tagen freigeschaltet, dass du sehen kannst, welche Geräte. quasi genutzt werden für die Videos. Ist eine mega spannende Ansicht, weil du halt wirklich teilweise in den Videos siehst. Was da auf TV so konsumiert wird, mega spannend.

20:10 Thomas Gigold

Ich werde das mal, wie gesagt, das ist ein ganz kleiner Bruchteil an Leuten, die diesen Podcast hier über YouTube konsumieren, aber ich werde das mal nachreichen zur nächsten Folge im Housekeep, wie die Leute diesen Podcast hier. über YouTube konsumieren. Schreibe ich mir auf. Dann werdet ihr das nächste Folge am Mittwoch in der nächsten Folge erfahren. So, jetzt haben wir genug rum geeiert, wir müssen über Ex sprechen. Ob wir wollen oder nicht. Es gibt ein paar Dinge, die passiert sind am Wochenende. Eine Meldung, die mich eigentlich am, die ich am faszinierendsten, vor allem aber im Kontext der letzten 390 Folgen Haken dran am faszinierendsten gefunden habe. war, dass am Samstagnachmittag ein Ex-Account mit dem Namen Adolf Hitler, Adolf Goff, hieß das Handel gepostet hat, I have returned to make Germany great again. Das allein ist nicht faszinierend oder bemerkenswert. Bemerkenswert ist, dass dieser Account einen grauen Haken bekommen hat. Und wir wissen, graue Haken bekommen eigentlich nur Accounts, die entweder regierungsnahe Behörden, MinisterInnen, PolitikerInnen sind. Also Leute, die eben im Auftrag ihres, ich sag mal, Staatsamtes diesen X-Account benutzen. Wie ist es also passiert, dass dieser Twitter-Account mit dem Namen Adolf Hitler einen grauen Haken, der ja offensichtlich nur händisch vergeben werden kann, bekommen hat? Interessanterweise hieß der Tag dann am Sonntag drauf, also gestern, Frankwalter Steinmeier und hat sich als der Bundespräsident ausgegeben, aber immer noch mit Fotos von Adolf Hitler, die er gepostet hat. Also es ist. Twitter halt, ne? Es ist ex, es ist wirklich schlimm. Und wir wissen inzwischen auch, wegen einer Recherche von Lars Wienand, wie es dazu kam. Und zwar hat dieser Twitter-Account ursprünglich der Wasserschutzbehörde von Bihar. gehört. Das ist ein Bundesstaat in Indien. Und die haben offenbar diesen grauen Haken bekommen, damals zu Recht. Interessant ist aber, dass der graue Haken offenbar. nicht wegfällt, wie damals der echte blaue Haken, den es damals noch gab, die echte Verifizierung, wenn man das Handle verändert, was ein unglaubliches Einfallstorfebetrug für. . alle möglichen Desinformationen aus aller Welt ist, weil es ja durchaus auch schon staatsnahe Accounts mit einem grauen Haken auf der Welt gibt, die jetzt nicht zwangsläufig nur daran interessiert sind, die Wahrheit in die Welt zu posauen.

22:21 Gavin Karlmeier

Ja, aber das heißt, ich kann im Grunde genommen einen Grauwhagen-Account kapern und kann damit meinen Unfut treiben und offensichtlich interessiert es niemanden mehr bei X.

22:32 Thomas Gigold

Also offenbar ist das, was passiert ist. Also ich glaube nicht, dass der Betreiber der Wasserschutzbehörde oder Gewässerschutzbehörde von BH. Genau, sich hier als Neonazi irgendwie solche geschmacklosen Dinge ausdenkt, sei vermutlich hat er den Account verloren. Entweder dadurch, dass irgendwie die die Sicherheitsmaßnahmen nicht gut waren, weil die Zwei-Faktor-Authentifizierung zum Beispiel mal abgeschaltet wurde. Oder sein E-Mail-Account wurde gehackt oder was auch immer. Es gibt ja Dutzende Möglichkeiten, wie man an diesen Account kommt. Ich halte das für so ein großes Sicherheitsrisiko, weil eben, wenn X die Plattform ist, auf der eben weltweit Nachrichten In Echtzeit verbreitet werden. Ob sie das noch ist oder nicht, ist eine andere Diskussion.

23:10 Gavin Karlmeier

Ja, aber wir sehen ja, dass jede Menge Politiker immer noch aktiv sind. Und dementsprechend muss ich davon ausgehen, dass, wenn ich jemandem grauen Haken Sehe, dass der korrekt ist. Und nun klar, der hieß jetzt Adolf Goff und aber wenn der Account Frank Balter Steinmeier jetzt heißt, ähm, ist das halt schon Der bis Risiko einfach.

23:36 Thomas Gigold

100 Prozent. Und wie gesagt, hier wurde halt total absoluter Quatsch veröffentlicht, so Neonazi-Content, aber Du kannst ja auch, also ich glaube, damit könntest du zum Beispiel direkten Einfluss auf Märkte nehmen, wenn du dich als Präsident, der möglicherweise keinen eigenen Ex-Account hat, sondern nur im Namen der Regierung oder wie auch immer. . sonst veröffentlicht sich ein Account nach, den er erstmal, ich will jetzt hier keine Anleitung geben, wie man es kriminell nutzen kann, aber er müsste ja nur eine Woche lang, zwei Wochen lang echten Inhalt veröffentlichen, kann er ja sicher zusammenscrapen von irgendwelchen Pressemitteilung der Regierung und dann irgendeine Ankündigung machen, das ist fatal und zeigt, was für eine unbrauchbare Verifizierungsmethodik es auf X nach wie vor gibt, aber auch was für eine unbrauchbare Plattform X unter dem Strich ist. Ja, absolut.

24:22 Gavin Karlmeier

Also kommen wir, ich glaube, das leidet direkt über zum nächsten X-Thema, oder?

24:30 Thomas Gigold

Das eine ähnliche Kerbe schlägt. Also von 2022 bis Juni 2023, also in der Zeit, in der Musk CEO von X war, im Juni 2023 hatte er das ja an Linda Jakrino abgegeben, ist die die Zahl der Hassredeinhalte. im Vergleich zum selben Zeitraum vor dem Kauf von Ex um 50% angestiegen. Die Beleidigungen, die homophob waren, waren 30% homofeindlich. glaube ich richtig 30 Prozent. Die rassistisch waren um 42% und die transfeindlich waren sogar um 260% angestiegen. Die durchschnittlichen Likes für Hassposts haben sich verdoppelt. Und die Anzahl nicht authentischer Konten, die aber wegen Betrug und Wahlmanipulationen gemeldet wurden, sind nicht weniger geworden. Das heißt, die Plattform ist allen Versprechen zum Trotz einfach zu einem unsicheren Ort geworden.

25:22 Gavin Karlmeier

Ja, also das jetzt für jeden, der Haken dranhört. Keine Riesenüberraschung. Auch die Zahlen dürften irgendwie nicht allzu überraschend sein. Ich meine, Elon Musk ist damals angetreten und hat gesagt, wir haben ein Botproblem, das Botproblem muss in den Griff gekriegt werden, ich werde dafür sorgen, dass es keine Bots mehr gibt. So viel dazu. ähm was die was die ganzen rassistischen etc. Inhalte anbelangt. Das ist ein Schlag in die Magengrube. Auf der anderen Seite sehen wir halt, dass wir das wird auf, also ich bin wirklich gespannt, wie sich das auf Meta entwickeln wird. mit der Abschaffung von Community Guidelines und Safety Rules etc. ob das in einem ähnlichen Maße da steigen wird. Ist einfach kein Safe Space mehr. Ex schon seit zwei Jahren nicht mehr. Weil am Ende auch Musk das ganze Thema ja Selbst sehr prominent auch macht. Wir wissen alle, was der Herr twittert. Und alle, die dies nicht wissen wollen, Gott sei Dank. Aber Er befördert das ja und regt ja an und beteiligt sich daran. Und dementsprechend ist das irgendwie kein Keine allzu große Überraschung, dass sich alle darin irgendwie sicherer fühlen, diese Sachen ins Netz zu pusten. Und Ex. Ist er sehr nett immer und sagt so von wegen, ja, Freedom of Speech is not the freedom of reach undergleichen. Aber am Ende, das, was auf der Plattform ist, ist auf der Plattform. Ob das jetzt 100 oder 200 oder Leute sehen, ist es da. Genau. Und denjenigen, der das, der das sieht und den es betrifft, den trifft es ja trotzdem am Ende.

27:05 Thomas Gigold

Genau. Und für den ist es am Ende kein Trost, wenn das jetzt nicht 20. 000 Leute gesehen haben, sondern 2000. Exakt. Das ist nämlich genau der Punkt, ja. Also klar, für Leute, die diesen Podcast hier regelmäßig hören, sind das alles keine News hier, diese Zahlen, aber sie sind eben nochmal in einer Studie jetzt nochmal ausgewertet worden und damit eben nicht nur eine Bauchstudie, nicht nur ein Gefühl. sondern eben eine tatsächliche Studie, tatsächlich in Zahlen erwiesen. Die Studie wurde übrigens von der University of Southern California. veröffentlicht und trägt den Namen Ex Anna Musks Leadership Substantial Hate and No Reduction in Inauthentic Activity. So, wir verlinken die mal, falls ihr euch durch das wissenschaftliche Paper wühlen wollt. Es ist aufschlussreich, aber es bleibt ein wissenschaftliches Paper und ich bin zumindest Studienabbrecher. Und du, Thomas, hast du zu Ende studiert?

27:54 Gavin Karlmeier

Ich habe gar nicht studiert. Wenn ich 65 bin, fange ich dann nochmal ein Studium an, Philosophie oder sowas. Ja, deswegen.

28:04 Thomas Gigold

Oder Dentalmedizin einfach. Aus Schwanz. Aber das klar, das Ding ist ja auch, und da habe ich ja mit, ich glaube, in der Folge mit Dennis drüber gesprochen, dass ja die zentrale Frage bleibt, ob viele Entscheidungen die Ex getroffen hat. sehr bewusst darauf ausgelegt waren, dass der Hass auf der Plattform steigt oder ob die Entscheidungen getroffen wurden, Designentscheidungen im Algorithmus zum Beispiel oder in der Art und Weise, wie die Plattform verwendet werden soll. so getroffen wurden, dass zwar der Hass steigt, das aber jetzt nicht das primäre Ziel war, sondern dass einfach nur ein gewünschtes Vehikel Zur Steigerung der Sichtbarkeit, der Interaktionsraten, was auch immer. So, und das kann man nicht ganz klar beantworten, weil wir natürlich die Intentionen nie kennen. Wir können den Leuten nur vor den Kopf gucken, wie meine Oma sagen würde. Aber, oder gesagt hätte. Aber das Ergebnis bleibt dasselbe, ehrlicherweise.

28:52 Gavin Karlmeier

Ja, ich möchte es fast zugutehalten, dass man nicht unbedingt das Ziel hatte, den Hass. größer werden zu lassen, aber zu sagen Free Speech und die Interaktionswerte natürlich nach oben treiben zu wollen, das eine bedingt an das andere

29:08 Thomas Gigold

Ja, das ist es nämlich. Und dann habe ich noch drei Follow-ups zu X. Und zwar zum einen wissen wir ja, dass die EU zum Thema Wahlmanipulation Ex aufgefordert hat, die Daten den Algorithmus betreffend rauszugeben. Rückt die Infos raus, was habt ihr gemacht, wie funktioniert euer Empfehlungssystem und wie wurde es in jüngster Zeit verändert, um eben genau das zu untersuchen, also um zu untersuchen, ob die Plattform bewusst Inhalte gewisser politischer Positionen stärker gefördert hat als die anderen. Und das Interessante ist Es klingt seltsam, dass ich sage, dass das überraschend kommt, aber trotzdem, X hat tatsächlich diese Information innerhalb der Frist auch zugeliefert der EU. Thomas Rinnier, das ist der Sprecher der Europäischen Kommission für Technische Souveränität, Verteidigung, Raumfahrt und Forschung. Er hat nämlich auf Blue Sky geschrieben, ich kann bestätigen, dass X auf unsere Anfrage nach Information über Algorithmusänderungen geantwortet hat, innerhalb der Frist. Wir werden die eingereichten Unterlagen nun sorgfältig überprüfen. Die bereitgestellten Informationen werden in unsere laufenden DSA-Untersuchungen gegen X einfließen.

30:11 Gavin Karlmeier

Es ist ein bisschen überraschend, dass sie es tatsächlich zur Frist geschafft haben. Hat offensichtlich jemand in Berlin oder Hamburg gesagt, uh, wir müssen jetzt doch mal was tun. Ja, auf der anderen Seite, also ist es sowieso für mich unverständlich, warum man es nicht einfach von Anfang an gemacht hat. Man muss diese Daten liefern. Die Daten, es geht nur um öffentliche Daten. Mach halt einen Datenbank-Export. Also bitte. Ja, dementsprechend. Ja, wenigstens. Es ist ein kleiner Sieg. So ist es.

30:42 Thomas Gigold

Auf einen kleinen Sieg, hoffen auch Football-Fans in den USA. Das ist schon eine Überleitung, oder? Denn mehrere NFL-Fans, also einige. Oder wie es hier heißt, einige Fans, haben sich nun entschieden, die NFL per Sammelklage vors Gericht zu zerren. Weil sie ein Problem darin sehen, dass die NFL-Teams nach Vertrag mit der NFL, also die Football League, keine Blueska-Accounts haben dürfen Und die Fans sagen, VerbraucherInnen sollten frei entscheiden können, ob sie mit einer bestimmten Verkaufsstelle oder Marke Geschäfte machen wollen, womit sie Masks Eggs meinen. Ja, das ist so ein bisschen so eine Klage aus der Rubrik, ihr wollt nicht bei mir werben, also verklage ich euch wegen Geschäftsschädigung, finde ich. Denn es ist immer noch eine freie Entscheidung der Liga und auch der Vereine, die einen oder anderen Vereinbarungen eben einzugehen. Aber ich finde das trotzdem interessant, dass Fans offenbar deswegen so wütend sind, dass sie deswegen hier den Weg vor Gericht suchen.

31:36 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, also ich am Ende ist, die NFL hat einen Exklusivvertrag mit Twitter oder X, und dementsprechend da hält sich die NFL natürlich dran. Ich kann es als Fan verstehen, dass ich Wenn ich meinem Team folgen will, dass ich eigentlich mich selbst entscheiden möchte, auf welcher Plattform ich das tue. Dementsprechend ja.

31:55 Thomas Gigold

Aber Kurfun natürlich Schule machen, ne? Stell dir mal vor, du rennst jetzt für jeden Account, den du auf Blue Sky vermisst, drehst du vor Gericht und klagst dir deren Klick.

32:05 Gavin Karlmeier

gegen das Unternehmen und sagst, ich will aber auch das hier. Aber ist das nicht, ist das nicht auch dann, es kommt ja der Forderung Am Ende, ja, das ist der Klageweg, das ist wahrscheinlich das typischste einfach in den USA. Also könntest du jetzt natürlich auch eine Petition aufsetzen und sagen.

32:20 Thomas Gigold

Klar, ja. Aber ja, ich also ich bin kein US-Rechtsexperte, habe ich schon mal gesagt. Aber ich wüsste jetzt nicht, ob das ein Straftatbestand darstellt, nicht auf Plusgeld zu veröffentlichen. Ich glaube nicht.

32:33 Gavin Karlmeier

Vielleicht aus irgendeinem Wettbewerbsumfeld, aber keine Ahnung.

32:36 Thomas Gigold

Wir wissen es nicht. Und das dritte Follow-up. Elon Musk hatte ja angekündigt, den gemeinnützigen Teil von OpenAI zu kaufen für 100 Milliarden US-Dollar. Haben wir hier so ein bisschen schon auseinandergenommen. Elon Musk hat da jetzt nochmal ein bisschen nachgelegt und hat angekündigt, er würde sein Übernahmeangebot zurückziehen, sollte OpenAI in Gänze gemeinnützig bleiben. Ich empfehle euch übrigens dazu, wenn ihr wollt, dass euch das mal jemand erklärt, der so richtig Ahnung davon hat, wie die Unternehmensstrukturen von OpenAI sind, den Doppelgänger Tech Talk zu hören mit unserem Dauergast Pip Klöckner, der ja auch immer wieder hier vorbeikommt, der hat nämlich in einer der letzten Episoden sehr genau auseinandergenommen. wie OpenAI aufgestellt ist, dass sie ja ein gemeinnütziges Unternehmen sind, das hundertprozentiges Mutterunternehmen eines profitorientierten Unternehmens ist. Und dass Elon Musk hiermit versuchte, auf der einen Seite, da haben wir darüber gesprochen, den Preis dieser gemeinnützigen Seite hochzutreiben und damit auch Schwierigkeiten für die Profitochter sozusagen herzustellen. Auf der anderen Seite aber Eben auch grundsätzlich hier einfach Sand in die Wunde zu streuen, die das Unternehmen sich gerade selber zufügt.

33:42 Gavin Karlmeier

Ich warte auf die MMA-Kampfankündigung gegen Old Men.

33:49 Thomas Gigold

Bill Gates und Sam Altman gegen Elon Musk und Mark Zuckerberg zusammen. Würde ich gucken. Ja, weiß ich nicht. Nee, das ich will. Aber es ist eigentlich wirklich nur eine Frage der Zeit, ne? Ähm, Sam Altman hat aber auch schon darauf gesagt, dass das Unternehmen frei in seinen Entscheidungen ist, auch solche Angebote auszuschlagen und einfach abzulehnen. Also ich würde jetzt auch nicht davon ausgehen, dass diese Ankündigung von Maske irgendetwas. Ändern wird. Nein, das ist keine reine Ärger. In Trumps USA ist alles möglich.

34:19 Gavin Karlmeier

Ja, never, ja, never underestimate. Wirklich.

34:25 Thomas Gigold

Ich habe noch ein paar Kleinigkeiten zum Doge-Ministerium. Wir haben ja gerade schon über Unsicherheiten gesprochen, wie zum Beispiel die Geschichte des grauen Hakens. Das zieht sich so durch, denn dose. gov, die Website von diesem, ich habe das Ministerium schon wieder genannt, ist es ja gar nicht. Das ist ja eigentlich nur eine Stelle. Department of Government Efficiency. Die haben eine Website und haben ja angekündigt, dass auf dieser Website transparent alle Veränderungen und Kürzungen dargestellt werden. Die ist nach wie vor außerhalb der USA gar nicht aufrufbar, diese Website. Also es gehört, hier ist einfach Musik angegangen. Ich habe nichts gemacht. Hilfe. Jedenfalls gibt es auf dieser Website so eine Art Ticker, wo eben die Änderungen indem die Änderungen angekündigt werden, die das Doge eben durchsetzen möchte. Und diese Datenbank, die diesen Ticker befüllt, die ist nicht geschützt Das heißt, es gibt eine API und über diese API können einfach in diesen Ticker Informationen gestreut werden. VOF von Media hat das ziemlich genau recherchiert und hat, während sie den Text geschrieben haben, ihre Kontakte dazu gebracht. Da was reinzuschreiben, nämlich auf der einen Seite, das ist ein Witz von einer . gov-Seite und diese Experten haben ihre Datenbank offen gelassen. gezeichnet Roro, einer der Menschen, die offenbar hier dieses Leck entdeckt haben. Und das Interessante ist, dass diese Seite Dolch. gov nicht etwa auf einem Regierungsserver liegt, sondern einfach nur eine Cloud-Flare-Page ist. Also eine Website, die von dem Horster Cloudflare angeboten wird und die dort eben eine Datenbank betreiben, die nicht in keiner Hinsicht geschützt ist.

36:08 Gavin Karlmeier

Das passt so hervorragend zu diesem 19-20-jährigen Schlägertrupp, den Mask da in diesem Ministerium oder in diesem Department einfach hat. So stelle ich mir Script-Kitties vor. Wie so eine WordPress-Seite einfach hochladen und gar nichts absichern. Und auf der anderen Seite ist das natürlich alarmierend. Also wenn man mit sowas Banalem wie einer Website. solche, solche Scheuentore da offen lässt, möchte man sich gar nicht vorstellen, was da stattgefunden hat, als man die Ministerien überrannt hat und da hier irgendwelche KI Sachen installiert und Server und Hintertüren installiert hat. Genau, und Hardware einfach in der Säule angebaut hat. Nee, ja. Will man sich gar nicht vorstellen.

36:49 Thomas Gigold

Ja, ich kann dir noch ein Beispiel nennen, was so passiert. Also zum Beispiel haben Menschen aus der Regierung, es ist nicht ganz klar, ob das eine Folge von Doge ist oder ob das eine Entscheidung der Trump-Regierung ist. Aber es wurden 300 Mitarbeitende der nationalen Behörde für nukleare Sicherheit entlassen an diesem Wochenende. Und offenbar haben die Beamten, die diese Entlassung durchgeführt haben, nicht gewusst, dass diese Behörde gleichzeitig die Aufsicht für Atomwaffen ist. Das heißt, Trump hat Leute entlassen, die dafür zuständig sind, dass das Waffenarsenal der USA beaufsichtigt wird, wollte diese Entscheidung dann rückgängig machen. Hat aber keine Kontaktdaten für diese Leute. Das heißt, es gibt keine Möglichkeit, diese Leute zu erreichen. So werden gerade die USA geführt. Und das ist keine Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, sondern es hat CNN berichtet am Wochenende. Was kann schon schief gehen?

37:32 Gavin Karlmeier

Ganz genau. Man kann eine Regierung halt nicht führen wie ein Startup. Und ich glaube, das ist da ganz deutlich, was man halt gerade sieht. Man ist reingekommen, hat jede Menge Menschen aus diesen Departments entlassen und beurlaubt, hat die USAID komplett defundet und jetzt stellt sich raus. wo diese Menschen Gutes getan haben, beziehungsweise wo diese, dass diese Menschen halt auch notwendig waren. Und beim Twitter-Jenga kannst du immer noch lachender zugucken. Man kann sagen, naja gut, da geht es halt nur um Textnachrichten. In der Regierung dürfte das halt schon anders aussehen.

38:16 Thomas Gigold

Was ich super interessant finde, es gibt eine sehr gute Recherche oder einen sehr guten Text auf ntv. de. Nicht stutzen, das ist ein Longread. Ich packe den in die Shownotes. Ich empfehle den von Hannes Vogel. die so ein bisschen auf diese Umsturzpläne, und die nennen das auch explizit Umsturzpläne und Staatsstreich seitens Mask, die Aushebelung eines Staates durch einen Tech-Milliardären. nochmal sehr genau skizzieren und erzählen und vor allem über eine Blaupause sprechen. Diese Blaupause hat der. . Man nennt ihn hier Philosoph, ich weiß nicht, ob man das so übernehmen kann, oder rechter Vordenker wird er auch genannt, Curtis Jarvin, schon 2022 veröffentlicht. So eine Art Plan, wie die Bürokratie in den USA als Einfallstor zur Machtübernahme über die Regierung genutzt werden könnte. Und dass dieser Curtis Jarvin eben auch so als Haus- und Hofphilosoph von Peter Thiel und auch J. D. Vance eben eine Figur ist, die durchaus Einfluss auf diese Figuren hat, die jetzt gerade in den USA de facto den Faschismus auslösen, de facto die Demokratie aushebeln Ich packe euch diesen Text mal in die Shownotes, weil ich finde den sehr interessant. Ich kann den natürlich jetzt hier nicht, ich will den hier nicht komplett vorlesen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, da mal draufzuschauen, dass eben diese. Diese Essays über den vollständigen Neustart der Regierung sozusagen eigentlich genau die Blaupause für das ist, was wir jetzt schon erlebt haben. . .

39:37 Gavin Karlmeier

Ja, Trump hat es in der ersten Periode vor, hat es nicht hingekriegt wegen der ganzen Querelen und jetzt sind sie wesentlich vorbereitet da reingegangen.

39:47 Thomas Gigold

Ja. Und was die Entlassung der Storage übrigens auch ausgelöst hat, ist, dass in Washington, D. C. , der Herr des Regierungssitzes der USA. die Preise für Häuser massiv eingebrochen sind, und zwar in den letzten Wochen seit Beginn der Layoffs im Schnitt um 139. 000 Dollar. Also das durchschnittliche Haus in Washington, D. C. hat im November 2024 699. 000 US- Dollar gekostet. Im Moment liegt dieser Durchschnitt bei 560. 000 US-Dollar, also ungefähr 20 Prozent Einbruch. Es gibt im Moment 8. 000 Häuser in der Region um Washington, D. C. , die im Verkauf stehen. Und die Hälfte von denen wurde erst in den letzten 30 Tagen zum Verkauf gegeben. Das heißt. Das hat auch tatsächlich reelle Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in Washington, DC. Oder vermutlich dann auch früher oder später in den gesamten USA. Und was der Immobilienmarkt für einen Einfluss aufs Kapitalgeschäften, auf den Finanzmarkt hat, das haben wir alles schon mal erlebt. Genau, exakt.

40:43 Gavin Karlmeier

Spekulanten Freuds Familien aktuell sowieso weniger.

40:47 Thomas Gigold

Ja, in jeder Hinsicht würde ich behaupten. Sonst habe ich noch ein kleines Follow-up. Wir räumen heute ein bisschen auf, ne? Das ist so ein bisschen, ich hatte mal einen Chef in meiner Ausbildung. Ich habe meine Ausbildung, Berufsausbildung gemacht vor vielen Jahren. Und ich hatte so einen Chef und der hat sich jede E-Mail ausgedruckt, die er bekommen hat. Und hat die immer auf seinen Stapel gelegt. Und auf diesem Stapel lag ein sehr, sehr, sehr großer Stein. Ich würde fast Feld sagen. Also wirklich so Säuglingsgroß, dieser Fels. Und jeden Sonntag ist er ins Büro gekommen, hat diesen Stein zur Seite gelegt und hat so viele E-Mails davon abgearbeitet, wie er konnte. Was dazu führte, dass ganz unten aber durchaus auch noch E-Mails sagen, die zwei Jahre alt sind, weil er ja immer nur von oben nach unten sich durchgearbeitet hat. Und er hat so ein bisschen der Mentalität gefolgt, wenn es wichtig ist, werden sie nochmal schreiben, dann laufen sie ja wieder oben. Das ist meine Lebensphilosophie.

41:39 Gavin Karlmeier

Wenn ich auf E-Mails in drei Tagen nicht antworte, dann schreib mir bitte nochmal

41:43 Thomas Gigold

Genau, ja. Du, die meisten machen das, kann ich dir als eigene Erfahrung sagen, weil durchaus kann das bei mir auch passieren, dass eine E-Mail mal an einem Partei gelegt. Entschuldigung dafür.

41:51 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nicht böse. Wir wissen das alle.

41:53 Thomas Gigold

Ist nicht böse, der Fels ist schuld. Jedenfalls, so machen wir das hier heute auch. Wir arbeiten uns so ein bisschen durch diesen Stapel, um dann kommende Woche wieder auf alles zu schauen, was neu hinzukommt. Und wir wissen, das ist genug. Und zwar geht es um die Entlassung bei Meta. Wir wissen ja, dass Anfang letzter Woche 3600 Menschen bei Meta entlassen wurden. Die größte Entlassung. Seit langem oder vielleicht sogar ever, habe ich mir nicht aufgeschrieben, aber hat mir letzte Woche wahrscheinlich in der Folge gesagt Und zwar wurden ja sogenannte Low-Performer entlassen, also Menschen, die nicht mehr den Ansprüchen des Unternehmens genügen. Und ich habe damals schon angekündigt, damals, damals meine ich genau vor einer Woche, dass. wir eigentlich nur darauf warten müssen, dass Leute ihre Geschichten erzählen, dass sie eben keine Low-Performer sind, sondern dass sie nicht mehr zur Unternehmenslinie passen. . . In der letzten Episode hatten wir schon eine Betroffene, die erzählt hat, dass sie sich sehr stark für LGBTQIA Plus-Themen im Unternehmen eingesetzt hat. und den neuen Kurs auch unternehmensintern kritisiert hat, in ihren jährlichen Bewertungen aber mehrfach als überperformant eingestuft wurde. Das heißt, sie sagt, dass der Grund des Low Performance bei ihr aus dem Nichts kam Jetzt gibt es die Geschichte, dass es immer mehr Menschen gibt, die auf der anonymen Jobplattform Blind darüber sprechen, dass sie entlassen wurden, obwohl auch sie als. . überdurchschnittlich performant eingestuft wurden, aber teilweise länger krankgeschrieben waren, in der Elternzeit waren. Hier ist eine Person, die sagt, sie hat mehrere Jahre lang die alle Erwartungen übertroffen. 2024 hat sie dann ein Baby bekommen und wurde daraufhin entlassen. So, also es gibt Dutzende von Leuten, Leuten, die sie auch selber kennt, sagt sie, die eine makellose Vergangenheit und überdurchschnittliche Bewertung haben, die aber Eltern oder Krankenurlaub nahmen und daraufhin entlassen wurden Das heißt, mit Low Performing wurde hier offenbar auch einfach gemeint, dass Leute, die irgendwie vielleicht mal eine Grippe hatten, mehr als Drückeberger geframed wurden, anstatt als Leute, die halt wie alle Menschen krank sind. Und dazu würde ich einmal dazu sagen, auch ich als Selbstständiger muss mir das Recht rausnehmen, auch mal eine Woche krank sein zu dürfen. Dann müssen das alle verstehen, weil wenn wir krank sind, sind wir krank und wenn das Leute nicht verstehen, dann kann man für die einfach nicht mehr arbeiten.

43:49 Gavin Karlmeier

Du hast einfach nicht genug maskuline Energie, Gavin. Danke, Barbara. Es ist einfach, man hat da natürlich jetzt einfach die Gelegenheit beim Schopf, glaube ich, gepackt und hat gesagt, ja, komm hier. Aha, ja. So ist das. Bleib mir, also habe ich keine Worte für, um ehrlich zu sein.

44:12 Thomas Gigold

Nee, gibt auch keine und wir werden das natürlich weiterverfolgen, aber wir haben versprochen, das Seite zu protokollieren. Haken wir an Wit. Haken dranbleiben. So, jetzt alles andere. Wir haben noch so ein paar kleine Meldungen. Ich weiß nicht, ob da noch irgendwas Wichtiges für dich bei war. Ansonsten würde ich dich gerne mitnehmen in eine Rubrik. Die wir viel zu selten spielen, die aber immer wichtig ist, und da haben wir heute ein paar Meldungen. Schnallt euch an. Thomas, bist du angeschnallt? Ich bin angeschnallt. Wow. Los geht's. Emotionen und Emotionen. Und zwar rasseln wir durch ein paar Funktionen, die soziale Netzwerke entweder angekündigt haben oder die durch Reverse Engineering durch Menschen entdecken. wurden die in sozialen Netzwerken bevorstehen und gucken einfach mal, ob du ein paar Emotionen dazu mitgebracht hast, lieber Thomas. Also Mastodon hat öffentlich angekündigt. das Zitieren von Postings zu erlauben. Das ist eine Geschichte, die super umstritten war in der Vergangenheit. Eugen Rochko hat ganz lange sich dagegen gewehrt, der Gründer von Mastodon, weil er gesagt hat. Er glaubt, dass dieses Tool Nutze Hähme oder zum Hassverbreiten genutzt würde. Jetzt hat Masto nun offenbar ein Umdenken eingeleitet und wird diese Zitierfunktionen mitbringen. Wohl aber dazu gesagt, dass du a entscheiden kannst, ob Leute deine Postings zitieren dürfen und b, dass wenn dein Posting zitiert wurde und dir gefällt das nicht, kannst du aus dem zitierenden Post deinen Ursprungspost einfach rauslöschen als Urheber.

45:32 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist das Beste beider Welten. Der beste der beiden Funktionen. Ich nutze die Funktion durchaus auch, wenn ich einfach einen Senf dazugeben will oder es verbreiten will. als jemand, der es repostet, hast du ja eine Meinung, warum du das tust oder du willst irgendwas ergänzen oder dergleichen und das nicht mal in einem bösen Blick, sondern selbst wenn ich das als Neutrale irgendwie mache, als Info. Und dementsprechend finde ich das jetzt gut. Jeder, der es nicht mag, der kann es wieder entfernen oder ich kann es komplett sperren. Finde ich super.

46:08 Thomas Gigold

Ja, ich stimme 100% zu. Übrigens bei BlueSky gibt es diese Funktion schon genauso. Das heißt, man hat sich da auf mal von einer guten Idee inspirieren lassen. Spricht nichts dagegen, finde ich sehr schlau, sehr gut. Threads wird nun Digital Created Altered Content als solchen auch labeln. Also da wird dann daneben stehen, dass das hier offenbar Inhalte sind, die beispielsweise durch Unterstützung von KI verändert wurden.

46:35 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin ja ein Fan von der verkehrten, äh, vom verkehrten Label. Also zu sagen, das hier ist echt. und unbearbeitet. Alles andere ist fehleranfällig, entweder vom Nutzer oder vom System her. Und ja, aber Gut, dass man es zumindest jetzt labelt, ob das jetzt tatsächlich bei Menschen irgendwas macht. Wir wissen auch, wir haben Studien gesehen, die sagen, irgendwie. Menschen verbreiten auch Sachen, selbst wenn sie wissen, dass das Fake News sind oder dergleichen. . Also ob das jetzt da der Hinderungsgrund ist oder sonst was.

47:10 Thomas Gigold

Also ich habe da auch dolle Emotionen mitgebracht, und zwar folgendes. Also erstmal hat Meta sich in der Vergangenheit, was diese KI-Labels angeht Ganz schön mit Dreck besudelt. Wir erinnern uns, früher gab es den Hinweis, dass der Doberstand mit KI generiert. Dann haben ganz viele Leute gesagt, das kann aber nicht sein, dass ein Posting, bei dem ich jetzt ein Foto nehme, Photoshop habe. Genau. Und mit Photoshop irgendwie, keine Ahnung, mehr einen Pickel wegmache, dass das als KI-generierter Inhalt gekennzeichnet wird. Das hat Meta dann irgendwann eingesehen und hat dann gesagt, okay, wir schreiben nur noch KI-Info drüber, was gar keine Aussage mehr hat. weil jetzt jedes Bild, das irgendwie verändert wurde, mit KI-Info versehen wurde. Gleichzeitig wissen wir, dass Meta in dieser Ankündigung von Zuckerberg eigentlich eingeräumt hat, dass die automatisierten Systeme massiv fehleranfällig sind bei Meta. und man zum Beispiel in der Content-Moderation komplett Abstand davon nehmen möchte. Dass Threads das Feature jetzt also auch bekommt, was bei Instagram schon in zwei Hinsichten nicht funktioniert, finde ich eine sehr interessante Entwicklung.

48:08 Gavin Karlmeier

Absolut. Also keine Ahnung, was man da anders gemacht hat. Oder auf was das ein Aktionismus ist. Am Ende muss man ja wahrscheinlich eher fragen. Aber wie gesagt, ich sehe keinen keinen Mehrwert in dem Dings irgendwie. Das ist jetzt KI generiert. Wir müssen da irgendwie andere Mechaniken finden.

48:28 Thomas Gigold

Ja, glaube ich. Ich bin ja ein großer Fan von den Content-Credentials, in einem System, mit dem sozusagen die Biografie. eines Bildes komplett nachweisbar ist. Habe ich gefühlt schon hundertmal erzählt, mache ich aber gerne nochmal. Naja, das ist ja diese Umkehrpflicht. Genau, das ist nämlich genau diese Umkehr, bei der aber nachweisbar ist, okay, dieses Foto wurde an diesem Ort, unter diesen Koordinaten. muss gar nicht so kleinteilig sein, aber mit einem iPhone 15 aufgenommen. Dieses Foto wurde dann in Photoshop geöffnet und verändert. Dann wurde es drei Wochen später durch die Bilddatenbank You name it, Imago, zur Verfügung gestellt, da hat es jemand heruntergeladen und du hast genau diesen Hergang. der Dinge. Natürlich ist auch das nicht unfakbar und auch gibt auch die Möglichkeit, das anzugehen. Aber das wäre immerhin schon ein sinnvoller Angang, mit dem man halt relativ schnell überprüfen kann. Vor allem als. Faktenchecker in, JournalistInnen, was auch immer, ob so ein Bild echt ist oder nicht. Und macht den Aufwand natürlich größer, als einfach nur in die Grog-KI einzugeben. Weiß ich nicht. Ja, aber genau das ist ja das Problem.

49:38 Gavin Karlmeier

Die KI-Systeme werden einfach so gut. Dass du es mittlerweile echt schwierig hast. Und wir sehen ja auch, dass selbst im politischen Wahlkampf werden jetzt und und Selbst die Bild nutzt KI-Sachen, um hier irgendwelche Demonstrationen zu illustrieren, die so noch nicht stattgefunden haben. Und da müssen wir irgendwie einen Hebel finden.

50:02 Thomas Gigold

Mir fällt da dann wiederum nichts ein. Threads arbeitet an einer überarbeiteten UI für Hashtags. Also Hashtags werden jetzt oben rechts klein in Grau neben dem AbsenderInnen-Namen angezeigt.

50:14 Gavin Karlmeier

Das macht überhaupt nichts mit mir. Ich habe vor einem Jahr schon mal einen Text geschrieben, der hieß, der Tod des Hashtags ist da. Also ja, das ist so ein bisschen, ja, wir belassen Hashtags jetzt im System drin, aber am Ende, sie sind mittlerweile faktisch auf allen Systemen, auf allen Plattformen unnütz. Dankeschön. Und dementsprechend habe ich da gar keine Emotionen zu.

50:38 Thomas Gigold

Ich stimme hundertprozentig zu. Also, vor allem, also wenn ihr in einem Unternehmen seid, das so Instagram-Postings macht, bei denen so vier bis zehn Hashtags unter diesem Bild sind, von denen sechs bis neun Hashtags der Name eures Unternehmens sind oder ein Wort, das nur ihr benutzt. Bitte lasst es einfach. Es funktioniert genauso gut, wenn ihr null Hashtags verwendet, versprochen.

50:57 Gavin Karlmeier

Ja, absolut.

51:00 Thomas Gigold

Dann hat sich Adam Massery mal wieder zu einer Ansprache an die Nation herabgelassen, wie er das ja immer mal wieder tut, der Instagram-Chef. Und auch Fredchef und alles weitere. Und der hat folgendes gesagt, ich zitiere ihn mal, ja. Und zwar geht es um das Thema Dislikes. in Kommentaren bei Instagram, haben wir hier auch schon mal drüber gesprochen. Er schreibt, einige von euch haben vielleicht gesehen, dass wir einen neuen Button neben den Kommentaren auf Instagram testen. Damit haben die Leute eine private Möglichkeit zu signalisieren, dass sie den jeweiligen Kommentar nicht gut finden. Ich möchte klarstellen, dass es sich hierbei um einen Test handelt. Es gibt weder eine Zählung der Abneigungen, noch wird irgendjemand erfahren, wenn er auf die Schaltfeldläche tippt. Eventuell werden wir dieses Signal in die Rangliste der Kommentare integrieren, um ungeliebte Kommentare nach unten zu verschieben. Wir hoffen, dass dies dazu beitragen kann, Kommentare auf Instagram freundlicher zu gestalten.

51:52 Gavin Karlmeier

Ich finde das Up- und Down-Voting von Kommentaren tatsächlich. per se nicht schlecht. Einfach je nachdem, ich glaube auf Reddit funktioniert das recht gut. Und Dementsprechend finde ich den Test jetzt auch tatsächlich gut, indem Instagram mal guckt, ob das so funktioniert, wie man sich das vorstellt, dass man eben Kommentare, die weder zum Diskurs oder Sinn oder die, die irgendwie schlecht sind, dass die Community eben Kommentare, die den Creator angreifen oder dergleichen einfach downvoten kann und so ein bisschen in der Sichtbarkeit einschränkt oder in der oder zu einem kompletten Ausführen, äh, Ausblenden halt führt. Finde ich per se gut. Ich habe so ein bisschen mit der Historie von Instagram meine Zweifel, dass sie es Verstehen, was sie da eigentlich einsetzen und dass sie verstehen, wie man es richtig einsetzen sollte. Deswegen schauen wir mal, was dabei rauskommt. Aber grundsätzlich habe ich jetzt, bin ich Bin ich gar nicht gegen diese Funktion, im Gegenteil. Es kann was Gutes sein, wenn Instagram versteht, was sie da tun.

52:58 Thomas Gigold

Ich möchte dir zu 100% zustimmen. Ich habe das damals auch schon gesagt, bei Reddit funktioniert das extrem gut, finde ich, dass das so so einer Selbstregulierung der Kommentarspalte führt. Es hat natürlich, bietet das ein Einfallstor, weil man eben Kommentare, die ungeliebt sind, auch orchestriert. weiter nach unten schieben kann dadurch, was jetzt gerade ein bisschen schwieriger ist, weil man nur durchs Liken nach oben schieben kann. Wobei auch da die Sortierung nicht zwangsläufig ist, dass die mit den meisten Likes am weitesten oben stehen. Die bekommen da sind so ein paar andere Signale, die da eine Rolle spielen. Und ich glaube, der Faktor Zufall spielt da auch manchmal eine Rolle. Aber ich stimme dir auch zu, wenn Instagram das so umsetzt, wie es bei Reddit funktioniert, wäre ich doch arg überrascht. Ja, leider. Apropos Reddit, da haben wir auch was zu. Reddit plant noch dieses Jahr eine Paywall einzuführen. Mit der Möglichkeit, dass du bezahlte Subreddit Anbieten kannst, die dann entweder exklusive Inhalte oder private Bereiche haben. Das hat CEO und ich kenne mein Netzwerk selber nicht, aber lege mich gerne mit meiner Community an Steve Huffman gesagt.

54:00 Gavin Karlmeier

Ich glaube, da schieelt man eher so ein bisschen auf das Creator-Business. So nach dem Motto Onlyfans und alle anderen bieten Optionen da an. Extern mittlerweile auch, dass du irgendwie sagen kannst, es gibt nur Tweets für Bezahl, ne, für Bezahlpublikum und dergleichen. Ich glaube, das ist so ein bisschen der Hintergedanke.

54:19 Thomas Gigold

Bei Instagram gibt es das ja auch, bei YouTube gibt es das ja auch, also es gibt es ja überall. Ich habe jetzt mal eine Frage an dich, weil du ja auch viel im Internet unterwegs bist. Ich bin wirklich viel im Internet unterwegs. Ich habe noch nicht einen Creator oder eine Creatorin erlebt, die auf diesen klassischen Netzwerken über dieses Modell sinnvolle Monetarisierungen und sinnvollen mehrwertigen Content hinter dieser Paywall anbietet. Also ich kenne Dutzende von Beispielen von Leuten, die ein gutes Patreon-Modell haben, mit guten exklusiven Inhalten. Dutzende von Beispielen von Leuten, die das mit Steady machen. Dutzende von Beispielen, die das mit Onlyfans zum Beispiel daraus ein Geschäftsmodell gemacht haben. Aber kennst du ein einziges Beispiel von jemandem, der zum Beispiel bei Instagram mit diesem Modell oder bei YouTube auch irgendwie sinnvolle Monetarisierungen hergestellt hat?

55:06 Gavin Karlmeier

Tatsächlich nicht. Und ich glaube, das ist halt das Problem, dass du, also ich als Nutzer habe ja auch gar keinen Anreiz dafür. Also Klar, auf YouTube gibt es diese in Livestreams und auf Twitch ja auch, dass du dem Creator etwas Gutes tun kannst, etc.

55:22 Thomas Gigold

Ja. Das sind sicherlich Möglichkeiten.

55:27 Gavin Karlmeier

Das sind die Möglichkeiten, wo ich quasi on the fly sagen kann: hey, diese Minute irgendwie gefällt mir so gut. Aber dass ich jetzt irgendwie per Monat oder sowas da eine Summe hingebe, auf so einer Plattform ist, glaube ich. Da habe ich als Nutzer auch gar keinen Anreiz, weil ich einfach mit so viel Content überflutet werde. Und Ich glaube, das sind auch von Seiten deines Creators, ist es da sinnvoller, viel sinnvoller, sich auf Modelle zu setzen, die nicht so abhängig machen wie auf Insta oder TikTok. Und das sehen wir ja gerade auch.

56:05 Thomas Gigold

Irgendwie denke ich da vor allem, weil ich halt sehr viel Zeit mit so YouTube CreatorInnen verbringe. habe ich gerade überlegt, die Leute, die ich so konsumiere, da gibt es natürlich Leute, die dann auch irgendwie so ein Modell haben wie es gibt einen exklusiven Discord für alle, die so einen Kanal dann irgendwie mit Geld abonniert haben. Aber selbst denen würde ich als Berater niemals raten, jetzt hochaufwändige Videos hinter der Paywall zu produzieren, weil sie wahrscheinlich. . wahrscheinlich mehr Geld damit verdienen würden, klassisch Werbung darin, irgendwelche Placements zu haben oder vielleicht sogar über YouTube-Werbung Geld zu verdienen, als Dass das ein Anreiz genug ist, dass ich so viele Leute dafür anmelden, dass du mit dem Video so viel Geld damit verdienen kannst.

56:46 Gavin Karlmeier

Absolut. Also Wenn mein Lieblingscreator pro Woche ein Video rauspackt, dann muss der Anreiz schon immens sein. Dass ich ein monatliches Abo abschließe.

56:58 Thomas Gigold

Aber mit Patreon oder so klappt das ja, ne? Also dann so als Dankbarkeit, dass man sagt, ich finde das so geil, der muss dafür auch entlohnt werden.

57:06 Gavin Karlmeier

Ja, aber so über diese Schiene extra Content irgendwie glaube ich auch nicht dran, dass dass die Zahlungsmoral oder die diese Hürde um zu sagen, hey ja. Klar gebe ich dafür irgendwie was nochmal aus, dass ich noch mehr Content kriege, ich meine.

57:26 Thomas Gigold

Ja. Also was Was will Reddit jetzt mit bezahlten Subreddits? Ist die spannende Frage. Also klar schien sie auf solche Leute. Es gibt da ja auch eine riesengroße Economy von Leuten, die eben so Erwachsenencontent anbieten, so heute schon. Ich fürchte nur, dass das eben zur Folge haben könnte, dass es dann jetzt auch in solchen Subreddit zu irgendwelchen, von irgendwelchen CreatorInnen zum Beispiel noch solche Unterbereiche gibt, die dann nochmal extra Geld kosten, indem du dann zum Beispiel Weiß ich nicht. FSK 18-Content posten kannst du zum Beispiel. Oder whatever.

57:57 Gavin Karlmeier

Oder ist die Richtlinie wieder mittlerweile angepasst?

57:59 Thomas Gigold

Nee, nee, das geht schon. Es gibt, also du musst für eine Community einstellen, ob sie FSK-18-Inhalte erlaubt oder nicht. Ich hab wieder mal das Gefühl, Reddit versteht das System Reddit nicht.

58:09 Gavin Karlmeier

Nee, aber ich glaube, das ist halt so ein bisschen, man muss irgendwie gucken. Man will gucken, dass mein Creator irgendwie mehr an sich bindet und dergleichen, weil man vielleicht irgendwie so ein bisschen das Gefühl hat, die schwimmen da weg.

58:23 Thomas Gigold

Man muss irgendwie gucken. Das ist die Maxime von Reddit.

58:26 Gavin Karlmeier

Vor allem, seitdem sie an der Börse sind. Ja, ich glaube, Reddit hat nicht so wirklich einen Plan. Die Zahlen jetzt für Q4 waren gut. Man hat mehr Seitenabprofe, man hat mehr Umsatz, dank KI auch. Aber so ein bisschen So einen richtigen Plan, glaube ich, hat man dich.

58:43 Thomas Gigold

WhatsApp hat aber einen Plan. Da bin ich mal gespannt, was du dazu sagst. WhatsApp wird nämlich zukünftig den NutzerInnen erlauben, ihre Social Media Accounts in ihrem Profil zu hinterlegen. Da bin ich auch komplett raus aus dem Spiel.

58:55 Gavin Karlmeier

Ich verstehe schon Menschen nicht, die WhatsApp-Stories machen.

59:01 Thomas Gigold

Ich finde es gar nicht so doof. Sorry, Mama, aber. Also, ich finde es gar nicht so doof, weil ich bin in so Gruppen, da sind so 80 Leute drin, zum Beispiel, und da wird sich ausgetauscht. Da kenne ich die Hälfte mindestens nicht. Und da finde ich es okay, wenn ich da jetzt lustige, geistreiche Gedanken reinschmeiße, dass mir dann auch jemand nachher irgendwie auf Instagram folgt. Warum nicht?

59:21 Gavin Karlmeier

Ja, es tut ja nicht weh.

59:22 Thomas Gigold

Genau.

59:23 Gavin Karlmeier

Also als nächstes kommt aber Notes. und Musik und. Na 100 Pro.

59:29 Thomas Gigold

Und das finde ich aber interessant, wie WhatsApp nämlich jetzt hier, weil das ist ja das erste Mal, dass WhatsApp von einem Profil spricht. Es gibt eigentlich kein Profil auf WhatsApp. Es gibt so eine Telefonnummer. Die Karteikarte, genau. Und das, genau, da stimme ich nämlich zu, dass nämlich diese Notes, Musik-Geschichte oder gemeinsame Gruppen, mehrere Profilbilder wie bei Telegram zum Beispiel. Information, Geburtstag, Geschlecht, hoffentlich nicht nur zwei. Looking at you, Meta. Also ich bin sehr interessant, interessiert, wie WhatsApp da jetzt sich quasi aufbaut und Wir haben das hier vor gefühlt anderthalb Jahren, weiß ich noch, ich habe die Folge auch aus dem Auto aufgenommen, haben wir darüber gesprochen, dass WhatsApp eigentlich die De facto Everything-App wird, damals, als diese WhatsApp-Channels gekommen sind. Und das hier ist ein weiterer Schritt, dass du auch im Kleinen einen Schritt in diese Everything-App machst.

01:00:21 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also technisch sind sie ja sowieso sowieso schon viel weiter als Ex. Und das jetzt mal so ein bisschen zu forcieren und zu bündeln, macht total Sinn. Voll.

01:00:32 Thomas Gigold

Und WhatsApp wird, und da sind wir ja dann auch bei der letzten Meldung heute. WhatsApp wird. die Möglichkeit bieten, dass Gruppenchat-Mitglieder ein Label bekommen können. Also du kannst sagen, das hier ist zum Beispiel der CEO oder der hier ist, wir kennen ihn alle gar nicht, der ist trotzdem in dieser Gruppe. Sowas. Was aber nicht beisteht und das ist meine stärkste Emotion, ob diese Person diese Labels auch selber sieht oder ob diese Labels, also ob die für die ganze Gruppe gelten oder ob das private Notizen sind, die ich bei NutzerInnen hinterlegen kann. Und da will ich ganz kurz dazu sagen, bei Instagram ist das so, wenn du jemandem einen Spitznamen gibst, also wenn ich dich aus Spaß Gigi nennen würde, in unserem WhatsApp-Chat, äh, Instagram-Chat. Dann würdest du das auch sehen, weil der Name auch für dich in diesem Chat gelten würde. Viele Leute wissen das nicht, die ihrem Crush zum Beispiel, einen neuen Spitznamen in Instagram-Chat. geben. Da muss man vorsichtig sein und ich könnte mir vorstellen, dass es bei WhatsApp eben auch so allgemeingültig und sichtbar wird. Ja.

01:01:28 Gavin Karlmeier

Ja, ähm Label finde ich in Ordnung, aber dass sie dann beidseitig angezeigt werden, ist echt tricky.

01:01:34 Thomas Gigold

Man muss es nur wissen, dann ist es okay.

01:01:36 Gavin Karlmeier

Aber dann, ich glaube, das wissen die meisten tatsächlich nicht.

01:01:39 Thomas Gigold

Nee, das glaube ich auch. Instagram fällt es auch erst auf, wenn es zu spät ist. Gilt übrigens auch für diese Chat-Hintergründe. Also wenn ich jetzt bei uns den Liebeslook reinmache, dann hättest du den dann auch direkt.

01:01:49 Gavin Karlmeier

Ja, das haben diverse Kontakte schon leidlich festgestellt. Ja, bei mir auch. Also was machen wir uns jetzt für den Hintergrund bei Instagram? Weiß nicht, es passt ja zum Valentinstag noch so ein bisschen. Herzchen. Zum 20.

01:02:05 Thomas Gigold

Lieber Thomas, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, eine wundervolle Woche. Und wir hören uns hier wieder am Mittwoch. Und dann wahrscheinlich mit auch schlechten Nachrichten. Ich freue mich drauf. Schöne Woche. Danke dir, Thomas. Schöne Woche. Tschüss. Bis bald. Ich hoffe, du kommst wieder.

01:02:22 Gavin Karlmeier

Gerne.

01:02:22 Thomas Gigold

Freue ich mich drauf.