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Folge 391 · 19. Februar 2025 · 53 Min.

Ist Social Media noch zu retten?

mit Dirk von Gehlen

Die Petition “Save Social” rast auf die 200.000 Unterzeichnungen zu – aber: Gibt es “die sozialen Medien” so überhaupt?

Außerdem verklagt X Deutschland und Elon Musk tut sich schwer, Zahlen zu lesen. Und dann reden wir noch über Oliver Pocher. Ja, echt. Sorry.

➡️ Dirk von Gehlen über “Save Social”: https://www.dirkvongehlen.de/netz/save-social-fuenf-halbfertige-gedanken-fuer-ein-anderes-internet/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Dirk.

00:07 Dirk von Gehlen

Hallo Gavin, guten Tag.

00:09 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Dirk von Gehlen, Internet, Urgestein, Historiker, Wissenschaftler, Journalist aber vor allem. Und der einzige Mensch, der in Mülheim an der Ruhr geboren ist, das sagt zumindest die Wikipedia, haben wir schon ein paar Mal hier drüber gesprochen, der dem Ort Indem die großen Talente entstehen, da bin ich nämlich aufgewachsen und freue mich, dass du heute hier bist.

00:30 Dirk von Gehlen

Ich bin da auch aufgewachsen. Ja, das ist wir sind wahrscheinlich die berühmtesten Internetmühlheimer, wenn es das als Rubrik gibt. Falls es jemand bei Wikipedia anlegen will. Wir wären bereit, oder?

00:40 Gavin Karlmeier

Ich habe immer noch keinen Wikipedia-Eintrag. Nein! Also ich habe keinen. Und ich bin aber auch zu eitel, den selber zu schreiben. Ich will, dass das jemand macht.

00:49 Dirk von Gehlen

Dann ab heute der Aufruf. Dieser Hakendran-Podcast beginnt mit dem Aufruf ins Ruhrgebiet, weil ich habe meinen Wikipedia-Eintrag, nachdem ich in der Stadtbibliothek essen Grüße dahin, einen Vortrag gehalten habe. Danach hatte ich einen Wikipedia-Eintrag. Und ich finde, wer auch immer das Ruhrgebiet und Wikipedia mag, sollte jetzt den Wikipedia-Eintrag für den Haken dran, Erfinder und Host. Gavin Karlmeyer anlegen, geborene Müllermann der Ruhr. Nein, in Oberhausen leider. In Oberhausen, aber aufgewachsen in Müllermann der Ruhr. Okay. So ist es. Christoph Schlingen-Sief ist auch in Oberhausen geboren, glaube ich, oder?

01:24 Gavin Karlmeier

Ja, und auch in Müllermann der Ruhr aufgewachsen.

01:27 Dirk von Gehlen

Also diese, allein damit kann man doch einen ganzen Wikipedia-Eintrag füllen. Also ich hoffe, dass da draußen jemand mithört. Ich stehe als Referenz zur Verfügung.

01:35 Gavin Karlmeier

Bei der Wikipedia ist es gerade übrigens so, ich weiß nicht, ob du den Podcast Sockenpumpso vom SWR gehört hast. Wenn nicht, gleich.

01:41 Dirk von Gehlen

Ich habe ihn gespeichert, noch nicht angehört.

01:43 Gavin Karlmeier

Kleine Empfehlung, ganz spannende Geschichte über eine Gruppe von Rechten, die versucht haben, durch gezieltes Streuen von Desinformationen und gezieltes Streuen von Diskussionen mit so. sogenannten Sockenpuppen, eben Fake-Accounts, die miteinander sich streiten, die Wikipedia nachhaltig zu verändern und damit ja auch ehrlicherweise das Wissen der Welt zu verändern. . Und um da direkt anzuknüpfen, gibt es nämlich in den USA als Teil des Weißen Hauses eine Gruppe von Menschen, die eben genau das gerade versuchen, dass sie die Wikipedia reinigen wollen im Auftrag von Donald Trump, die sogenannte Donald Trump Taskforce. Die gibt es aber eben auch auf der anderen Seite. Auch das Wiki Project hat eine Donald Trump Taskforce, die eben versuchen, die Artikel um Donald Trump herum wiederum von denen sauber zu halten. Also ganz interessant, dass eigentlich dieser Streit die ganze Zeit um die Deutungshoheit in der Wikipedia tatsächlich noch demokratisch gelebt wird.

02:37 Dirk von Gehlen

Im gesamten Internet, also das ist ja der Kampf, den wir auch bei Social Media haben, mit dem schönen Unterschied, dass die Wikipedia halt eben nicht einer Einzelperson gehört.

02:46 Gavin Karlmeier

Das ist so wohl wahr. Passend dazu, wie retten wir das Internet, gibt es ja, wir haben hier über die Safe Social Petitionen ja schon gesprochen in der Folge mit Dennis in der Ich glaube genau heute vor einer Woche. Und jetzt eine Woche später können wir vermelden. Wir nehmen das hier am Dienstagabend um 19. 10 Uhr auf. 192. 297. UnterzeichnerInnen. Das heißt, wenn ihr das hier hört, sind wahrscheinlich die 200. 000 schon geknackt und das ist natürlich ein immenses immenser Meilenstein für so eine Petition. Für ein, finde ich, ja, ehrlicherweise relativ sperriges Vorhaben.

03:19 Dirk von Gehlen

Das ist mega krass, was da passiert ist, finde ich. Ich bin jetzt nicht so ein Petitionsfachmann, deswegen kann ich sozusagen das in der inhärenten Logik von Online-Petitionen nicht bewerten. Wenn ich mir vorstelle, dass all diese Leute, die es gestartet haben, auf eine Bühne gehen vor 200. 000 Zuschauer, dann fühlt sich das zehnmal das Rurstadion in Bochum an. Und das finde ich ist schon ganz schön viel, weil alleine einmal das Ruhrstadion Bochum da, muss man schon sehr selbstbewusst sein. Also viele Leute, die sich für ein eigentlich randständiges Thema interessieren, nämlich wie gehen wir mit Social Media um? Und das demokratisch zurückerobern wollen. Das finde ich auch macht mir gute Laune.

03:59 Gavin Karlmeier

Ja, so ist das wohl. Man muss natürlich trotzdem, ich habe gerade ja schon gesagt, es bleibt ein schwerriges Thema. Man muss das so ein bisschen schon einhängen. Die Forderung danach soziale Netzwerke als demokratische Kraft zu retten, so ist ja der Titel der Petition, da werden viele Leute mitgehen. Aber da hängen ja auch ein paar Dinge dran. Also da hängt ja zum Beispiel dran, auch gewisse Komforeffekte und schnelle Belohnungseffekte der sozialen Netzwerke, die wir die ganze Zeit benutzen, möglicherweise nicht mehr in dem Ausmaß zu haben, wie wir sie jetzt gerade beispielsweise genießen.

04:31 Dirk von Gehlen

Ich finde es total spannend, weil ich in dieser Petition und durch diese Petition so zwei Welten meine sehen zu können, die sich mit Social Media beschäftigen und die, vielleicht darf ich diesen Vergleich mal verwenden, es sind so ein bisschen wie beim Aufkommen von Bio-Supermärkten, wo ich den Eindruck hatte, dass als die aufkamen man so gesagt hat, ja in einem Bio-Supermarkt darf es auf gar keinen Fall Gummibärchen geben, weil das macht ja Spaß, die zu essen. So ein bisschen übertrieben. Ich möchte mich jetzt mit niemandem anlegen, der der früher einen Biosupermarkt hatte oder da sozusagen eingekauft hat, bevor der Discounter das ganze Thema übernommen hat. Und heute leben wir ja in einer Welt, wo. Ich weiß nicht, ob die aktuellen Zahlen stimmen, aber die Discounter halt einen sehr, sehr hohen Anteil an Bio-Ware produzieren, was für die Biolandwirtschaft eigentlich ganz gut ist, aber für die, die halt ganz früh Recht hatten. Vielleicht dann nicht mehr so gut. Also viele frühe Bio-Supermärkte sind ja dadurch, also dadurch hat sich was verändert. Und ich glaube, dass wir gerade so eine ähnliche Situation sehen. Ich habe das Gefühl, dass es so zwei unterschiedliche Arten von Social Media Debatte gibt. Ich bin manchmal in so Social Media Newsrooms, in denen du manchmal sicher auch bist. Wo so inhärente Logiken, also die einzige Metrik, die da zählt, sind Reichweiten und vielleicht noch Leads, die man irgendwo hinziehen will. Und dann gibt es so eine andere Diskussion, die komplett ohne diese Zahlen auskommt und sagt, wieso, was wollt ihr denn? Wir haben doch hier die schöne Infrastruktur im FDiverse, was objektiv richtig ist, aber. Ich glaube, dass die Infrastruktur alleine noch kein gutes Stadion macht, um diese Metapher mal zu verwenden, sondern da müssen dann auch tolle Spiele und Faszinationen sein. Und da sind wir, glaube ich, gerade an so einem Kipppunkt.

06:16 Gavin Karlmeier

Ja, du musst dir vorstellen, es gibt den Biosupermarkt, aber da sind halt die Produkte alle nicht schön verpackt. Die sind alle in braunen Kartons. Am Ende das Ergebnis ist wahrscheinlich ein besseres, du kriegst bessere Produkte, du kriegst ein besseres Einkaufserlebnis. Es ist auch so, dass du wahrscheinlich weniger manipuliert wirst beim Einkauf, weil. Ich mir ja dann doch das echte Snickers kaufe und nicht einen Fake-Schokoriegel, weil ich beispielsweise an der Marke hänge oder weil mir die Verpackung gefällt, was glaube ich bei Snickers nicht zutrifft, aber ich versuche diese Metapher trotzdem weiter auszureizen. . . Und wir müssen halt da hinkommen, dass wir auf der einen Seite geile Verpackungen im Biosupermarkt hinkriegen, auf der anderen Seite aber auch den anderen Supermärkten zeigen und dann sind wir ja wieder in dieser Metapher, die du aufgemacht hast. Dass es da draußen ganz, ganz viele Menschen gibt, denen es schon auch wichtig ist, was sie da einkaufen.

07:04 Dirk von Gehlen

Ich habe, weil ich eben das Ding auch mit unterschrieben habe und mich total freue über das Momentum, das diese Petition gerade bekommen hat, so fünf Punkte versucht aufzuschreiben. Ich habe es extra als halbfertige Gedanken aufgeschrieben, woran ich glaube, da gerade sozusagen der Kipppunkt ist. Und ich sag mal, den schönsten vorweg, es gibt diese schöne. Stelle aus dem Matthäuse-Evangelium, die so als Netzwerkeffekt oder Matthäus-Effekt oft beschrieben wird. Wer da hat, dem wird gegeben. So, also dass das sozusagen Immer noch mehr dahin kommt, wo die Leute sind. Und das ist ja die große Angst. Also der Hauptgrund, warum Facebook Instagram gekauft hat, ist, dass diese Netzwerkeffekte positiv Leute wohin ziehen, aber eben umgekehrt auch Leute von wo auch wegziehen können und dass sozusagen nichts einen daran hält, wieder zu der alten Infrastruktur zurückzugehen, wenn in der neuen Was mit Spaß, mit Freude, mit Momentum entsteht. Und damit das entstehen kann, muss man, glaube ich, ein bisschen wegkommen von diesem. Ich sag's mal böse Recht haben und überzeugt davon sein, dass man die schönere Infrastruktur hat und sozusagen die Klage darüber, dass die anderen das nur nicht verstehen, habe ich manchmal das Gefühl, ist wie so ein eigenes Internet-Meme für die Menschen, die gerne Fediverse sagen. Also das ist ein schönes Wort und es ist auch eine schöne Idee. Aber die Diskussion darüber, ob man das jetzt feediverse nennt oder nicht, das ist so eine totale Fachdiskussion, wenn wir wirklich ernsthaft Traktion in einer breiteren Gesellschaftsschicht haben wollen. Ich habe es in dem Text ein bisschen damit verglichen, ein Restaurant damit zu bewerben, dass es das beste Abwassersystem auf der Toilette hat. Das ist schön, wenn es das hat, aber wenn ich wegen des besten Abwassersystems in ein Restaurant gehe, dann ist was anderes nicht ganz richtig.

08:56 Gavin Karlmeier

Ja, um das mal so ein bisschen, weil du, ich verstehe natürlich 100% deinen Punkt und wir haben den hier schon echt Oft auch so ähnlich diskutiert und da kommt immer verhältnismäßig auch viel Feedback, wie du dir vorstellen kannst, wenn wir diese Diskussion so führen. Deswegen versuche ich es mal, ich versuche jetzt mal kurz eine leichte Gegenposition einzunehmen, weil ich im Grunde dir aber eigentlich zustimmen möchte. Aber wir müssen ja überlegen, warum gehen die Leute denn nicht alle zu Mastodon in Sweetiverse? Warum suchen sich die Leute nicht all dezentrale Alternativen? Das ist ja nicht nur so. Dass das Snickers geiler verpackt ist auf der anderen Seite der Wiese, sondern dass die Leute auch jeden Tag daran gewöhnt sind, Snickers zu bekommen. Und oder mein Beispiel ist immer Cola. Wenn du. Wenn du die Wahl hast zwischen einem frisch gepressten, kalt gepressten Karottensaft und einem, ich weiß gar nicht, ob man den kalt extrahiert, was auch immer, einem guten Karottensaft oder ein Glas Cola. Natürlich sagt dir dein Verstand schon häufig, ach komm, wir trinken heute mal einen Karottensaft, aber wenn du darauf hörst, worauf du Bock hast, intuitiv entscheidest, dich leiten lässt, treiben lässt und auch guckst, was die anderen trinken, dann wirst du dich fast immer für die Cola entscheiden. Und das Problem ist, glaube ich, nicht der Karottensaft und auch nicht die Person, die sich dafür entscheidet, sondern das Problem bleibt der Hersteller der Cola, der dieses Produkt so süß gemacht hat, dass er auf die Gesundheit der KonsumentInnen pfeift. Das heißt, wir müssen weiter daran arbeiten, dass es eine allgemeine Kritik an den bestehenden sozialen Netzwerken gibt. Aber die Antwort darauf kann nicht sein, na, wir haben hier eine andere Lösung, die gibt dir aber weniger Kick zum Beispiel. Weil das ist, glaube ich, das Problem, sondern wir brauchen eine Antwort, die irgendwo dazwischen liegt. Die zwar zum Beispiel Milliardär sicher ist, die sich nicht einfach so kaufen lässt oder auch von politischen Motiven in den Faschismus treiben lässt, zum Beispiel. die aber auf der anderen Seite trotzdem diese kleinen Zickerchen, die sozialen Netzwerke manchmal mit sich geben, eben auch haben. Du musst, also wenn du genau diesen Anreiz setzen willst, dass du sagst, ey Leute, kommt doch da rüber. Und wenn's Also wir gehen ja hier von der Grundthese aus, soziale Netzwerke sind Orte, an denen viele Menschen sich treffen. Sonst könnten wir auch alle wieder ins Forum gehen, was legitim ist, das auch zu tun. Aber wir reden ja hier über Social Media. Und Social Media hat sich in den letzten Jahren eben zu einem Ort, der Kicks der sehr schnellen Unterhaltung, des sehr angepassten, auf dich zurechtgeschnittenen, individualisierten Nutzungsverhaltens gemausert, dann können wir nicht sagen, ja wir ändern jetzt alle Regeln am Spiel, deswegen spiel doch bitte lieber unser.

11:20 Dirk von Gehlen

Ich glaube, du weist auf etwas sehr Richtiges hin, was ich sozusagen ein bisschen schwammig übersprungen habe. Es gibt natürlich eine systemisch strukturelle Ebene und eine persönliche. Und die muss man natürlich trennen. Und das Systemisch Strukturelle ist das, was du sozusagen mit dem, mit dem Kick und mit dem Anfüttern und mit den vermeintlich bindenden Momenten und Algorithmen und Strukturen angesprochen hast. Ich glaube, es gibt aber auf der individuellen Ebene schon einen Punkt, den wir bedenken müssen, nämlich dass das Spaß machen muss. Also ich bin ein großer Fan von Memes. Ich habe darüber ja auch ein Buch geschrieben und erfreue mich sozusagen an Internetquatsch. Und es ist total faszinierend. Ich bin großer Fan des Vertrauttypen. Ich glaube, er nennt sich mittlerweile selber so auf TikTok. Ich weiß nicht, ob ihr den hier kennt in der Hackendran-Community. Andrew DVZ heißt ja glaube ich hier ist ein junger Mann aus Köln, der seine Videos in so einer Point-of-View-Technik filmt und immer sagt, vertraut. und seriös frühstücken geht. Also seine beiden Signature-Worte sind vertraut und seriös. Und der ist da drin sehr, sehr lustig. Und zwar so auch irgendwie unreflektiert lustig und ich glaube man braucht so eine Form von Kultur, damit etwas funktioniert. Und ich habe manchmal das Gefühl, auf der individuellen Ebene wird das so ernsthaft diese Diskussion geführt, dass sie einen großen Punkt übersieht, warum zumindest ich und meine Peergroup, die ich so wahrnehme, sich in sozialen Medien passiv wie aktiv engagiert. Nämlich, dass es irgendwie auch Spaß macht. Und Kultur hat immer, und ich würde eine große Lanze dafür brechen, dass Memes eine. . eine sehr vitale Form von Kultur sind. . Kultur hat immer damit zu tun, dass es nicht nur vernünftig ist, sondern mich auch auf anderen Ebenen anspricht. Und da habe ich manchmal das Gefühl. Dass wir die Diskussion zu sehr so vernünftig führen, so das ist doch das vernünftig Richtige, und es ist einfach . . Zweites Beispiel, ich weiß nicht, ob du Glöker gegen rechts gesehen hast, ist so ein sehr lustiger TikTok-Account, der einfach Szenen aus dieser mir vorher nicht bekannten Glückler Reality-TV-Serie mit Alice Weidel Videoausschnitten gegenschneidet. Urheberrechtlich wahrscheinlich total schwierig und so. Aber wahnsinnig lustig und eine Form von Wie geht man mit dem Rechtsruck um? Eine ganz tolle kulturelle Verarbeitung davon. Und dieser Spaß, dieses kulturelle Schmiermittel, das benötigt man, glaube ich. Das Punkt 1 und Punkt 2 ist, ich glaube, man muss, wir müssen, und ich nenne das in dem Blogeintrag, wir dürfen nicht so einen kalten Reichweitenentzug für die Leute beliefern, die das machen. Ich glaube, die Plattformen haben uns, und das ist der Kick, den du gerade angesprochen hast. Alle mit so einer komischen Reichweitenlüge angefüttert mit diesem mit diesem Follower-Ding. Also Komm, Gavin, wir beide denken uns eine völlig erfundene Währung aus und lassen damit alle Leute an unserem rumtanzen. Da müssen wir uns langsam von entwöhnen. Da braucht man wahrscheinlich so einen Reichweiten-Metadon dafür.

14:32 Gavin Karlmeier

Hast du Don Ja, genau, genau das, was du sagst. Es hat ja auch trotzdem Grund, warum wir beide diese Petition als Erstunterzeichner mitgeschrieben haben. Also wir glauben ja schon daran, dass es ein Umdenken geben muss. Und jetzt geht's dir verrückt, weil jetzt fällt hier ein Name, der hier in diesem Podcast noch nie gefallen ist. Oliver Pocher. Oliver Pocher, kurios, ne? Wir müssen nicht darüber sprechen, wie wir den Content von Oliver Pocher finden. Aber Oliver Pocher hat in diesen Tagen eine eigene App. gestartet die mit dem Namen Porra Club, die eigene Contents, eigene Inhalte, eigene Sendungen, die dafür eigens exklusiv produziert wurden, veröffentlicht, publiziert. Du kannst sie kostenlos dir anschauen und da dir diese Inhalte von ihm angucken. Und er hat im Interview mit dwdl. de gesagt, dass er zum einen sieht, dass das Fernsehen ein sinkendes Schiff ist. So, so viel ist glaube ich. Könnte man so hinnehmen, hat aber auch gesagt, er hat diese App auch gestartet, weil er sich nicht mehr in die Abhängigkeit der Algorithmen von sozialen Netzwerken werfen wollte. Und das finde ich unter einem Gesichtspunkt hochinteressant. Pocher ist mir eigentlich egal. Aber Oliver Pocher und seine Form der Unterhaltung steht für mich für eine gewisse Form von Mainstream. Und wenn Menschen, die so im Rampenlicht stehen, so Mainstream sind, so gefällig sein wollen, auch wenn sie umstritten sind, aber trotzdem ist deren Ziel ja, eine relativ große Masse anzusprechen, Wenn die mit so einer Argumentation, als zwei zu einem Branchenmedium, aber trotzdem in die Öffentlichkeit gehen, dann habe ich Hoffnung, weil das zeigt. Dass die Sorge um soziale Netzwerke und das, was wir uns da die letzten Jahre aufgebaut haben und dass das gerade kaputt geht, dass das viel, viel tiefer in die Gesellschaft eingesickert ist, als wir das vielleicht für möglich gehalten hätten.

16:17 Dirk von Gehlen

Mega guter Punkt, weil er, also wir haben ja jetzt so eine Diskussion jetzt in manchen Bereichen über das Ende von Social Media in den letzten Wochen gehört. Ich glaube ja, dass es sozusagen ein Häutungsprozess zu einer neuen Form ist, die wir gerade erleben. Und diese neue Form, ich nenne die mal TikTokisierung, ist ja weg von dem ganz frühen, wir können uns alle daran beteiligen hin zu einer Oliver Pocher Welt geworden. Also große Accounts haben sozusagen eine Plattform zum Senden und wir sind sozusagen als Publikum Passiv dabei. Wir haben dann zwar auch einen Account, aber wir haben halt nicht diese Funktionen, die die großen Accounts haben. Und vielleicht geht auch mal ein Beitrag von uns viral. Das war ja das veränderte Versprechen zu dem ganz Frühen, wir vernetzen uns mit unseren Freunden und so. Und wenn jetzt sogar jemand, der sozusagen in der Logik als Creator tätig war, ähm das sagt und das als jemand, der eben nicht für als als Mastodon-Influencer bekannt ist oder für ein eher Nischenthema, sondern ja eben genau mit dieser Mainstream-Welt und meinem Gefühl nachher so einen festen Platz auf der auf der Homepage von Bild. de hat. Also ich habe in meiner Erinnerung ist immer so ein Kasten, wo irgendwas mit seiner Beziehung ist auf Bild. de, wenn ich da mal bin. Wenn sogar so jemand sagt, der möchte sich diesen Algorithmen nicht mehr unterwerfen dann teile ich da deine Einschätzung, dass wir da vielleicht wirklich an einem spannenden Knackpunkt sind. Und das, finde ich, ist das Tollste an diesem Ganzen, dass man da dann vielleicht Einfluss drauf nehmen kann. Also dass das nicht einfach über uns hinweg passiert, sondern man vielleicht mitmachen kann. Also insofern finde ich, man sollte diese Petition dann in jedem Fall unterzeichnen.

17:59 Gavin Karlmeier

Pocher hat, glaube ich, noch nicht unterschrieben. hat auch noch keine eigene Mastodon-Instanz gestartet. Also ist vielleicht auch noch ein bisschen Weg zu machen. Aber wie gesagt, ich glaube, dass das, wie du sagst, eine Veränderung ist. Die Veränderung. die ja damit verbunden ist zu erkennen. Warum nutzen Leute Social Media? Viele nutzen das als zur Zerstörung, als Entertainment, um abends, wenn sie nach Hause kommen, machen sie TikTok anstatt den Fernseher. Und wenn du an diesem Punkt bist, dann ist es fast egal, ob die Leute TikTok öffnen oder die Pocher-App. Ja. So. Explizit keine Werbung für die App von Oliver Tochom, möchte ich nochmal dazu sagen.

18:34 Dirk von Gehlen

Hast du sie denn schon installiert eigentlich?

18:36 Gavin Karlmeier

Nein. Nein.

18:37 Dirk von Gehlen

Okay. Ich auch nicht, aber man könnte es ja mal, also du könntest es ja mal testen.

18:42 Gavin Karlmeier

Ja, ich muss jetzt Nähe kommen. Okay. Ich glaube, eine Sache, die

18:50 Dirk von Gehlen

Ich aus der Petition noch kurz erwähnen will, weil ich sie sozusagen sehr praktisch umsetzbar finde. Ich finde die Idee ganz gut zu sagen, wenn jemand öffentlich finanziert, Inhalte produziert, Wäre es schön, wenn er die nicht nur in einen Wallet Garden von einem großen kommerziellen Anbieter stellt, sondern noch einen zweiten Zugang ermöglicht? Ich sag mal, das alte Tim Berners-Lee-Ding World Wide Web, also wenn eine Webseite hat, kann ja seinen Inhalt auch dahin online stellen, da muss man nicht immer sagen. auf der Plattform X. Ja, aber komischerweise anders als True Social ist mir aufgefallen. Bei True Social wird immer gesagt, dass sie Donald Trump gehört. Irgendjemand da was postet. Also wird jemand sagen, hat Donald Trump auf seiner Plattform gepostet? Es wird aber in der Berichterstattung nie gesagt, hat Christian Lindner auf der Plattform von Elon Musk gepostet. Wenn das aber dazu gesagt würde, würde sofort Finde ich weniger glaubwürdig wirken. Vielleicht könnte man sich das. . Egal. Anderes Thema. Jetzt habe ich selber den Namen Elon Musk angesprochen. Ich habe vorher gesagt, ich möchte bitte so wenig wie möglich darüber reden.

19:54 Gavin Karlmeier

Ja, du hast jetzt die Büchse der Pandora aufgemacht. Wir müssen nämlich über Elon Musk sprechen, ob wir wollen oder nicht. Und ich möchte dir gerne, ich möchte mich mal. .

20:04 Dirk von Gehlen

Bevor wir einsteigen, darf ich dich schnell was fragen, weil du dich ja wirklich sehr intensiv damit beschäftigst. Und also sozusagen du das ja auch verfolgst. Und hast du auch das Problem, das ich habe, wenn du seinen Namen liest Dass du immer denkst, da hat jemand Musik falsch geschrieben.

20:19 Gavin Karlmeier

Nicht mehr, nehmen. Aber ich glaube, das ist Folge. Ich hatte das auch schon mal, aber das hier ist Folge 391. Das heißt, ich habe 391 Tage damit verbracht, diesen Namen häufig zu lesen. Man gewöhnt sich daran.

20:32 Dirk von Gehlen

Aber du kannst Musik schon noch erkennen. Nicht, dass das Musik für dich kaputt gemacht hat.

20:38 Gavin Karlmeier

Ich kann keine Musik mehr hören, seitdem ich Inhalt.

20:40 Dirk von Gehlen

Nein, das Wort meint. Okay, entschuldige. Du hattest gerade einen Anlauf genommen. Hinze der Person.

20:50 Gavin Karlmeier

Apropos hören. Und zwar haben wir ja vor einigen Tagen darüber gesprochen, dass Grog eine Stimme bekommt. Grog ist ja der Chatbot von XAI und damit der ex-eigene. der ex-eigene Chatbot, wenn man so möchte. Und ich will dir den gerne mal, ich will dir mal die Stimme von Grog vorspielen und dann gucken wir mal, woran sie dich erinnert, okay? Ja, bist du bereit?

21:12 Dirk von Gehlen

Ich bin bereit, ich lausche. Na gut.

21:18 Speaker 4

Hey Grok, what's up? Can you hear me? I'm so excited to finally meet you. I can't wait to chat and learn more about each other. I'll talk to you soon.

21:31 Dirk von Gehlen

Ja, ich glaube, wenn Elon Musk, wenn man seine Stimme spiegeln könnte, dann würde Elon Musk seine Stimme so sehen und hören, oder? Also das ist doch, als würde man sein Kind sich selber nachbauen. Also ich bin jetzt kein großer Elon Musk, aber das ist doch so, als würde jemand die Stimme imitieren, oder?

21:52 Gavin Karlmeier

Er klingt wie Elon Musk. Und damit auch wie Adrian Didman übrigens, um das nochmal hinzuzufügen. Aber also Was? Ich bin irritiert, weil Grog wird ja immer all so sehr technisch dargestellt und hat ja sowas Comichaftes in der Charakterisierung, die man Grog unterschreibt und so. Und das führt mich so ein bisschen zu der Theorie, dass Elon Musk sich selber so sieht, wie er Grog wahrnimmt, als den lustigen Alleswissenden. Und da müssen wir sagen, das ist ja beides nicht richtig.

22:28 Dirk von Gehlen

Das finde ich total interessant, dass du dich jetzt wunderst, dass Elon Musk mit etwas falsch liegen könnte. So erstaunt, so, oh.

22:37 Gavin Karlmeier

Wir müssen kurz über Grog sprechen, denn XAI hat Grog 3 vorgestellt. Grog 3 ist das neue Modell. Wir sind kein KI-Podcast, das können andere viel, viel besser. Wir wollen das nur kurz anschneiden. Es gibt jetzt ein neues Modell und das Interessante ist, Elon Musk hatte am Wochenende oder der vergangenen Woche schon angekündigt, dass Grog 3, das neue Modell, besser wäre als alles je dage gewesen im Bereich von Reasoning. Also diesem mehrfach ein Überprüfen von Antworten einer KI, um dann zu gucken, ist die Antwort, die ich gebe, hier wirklich sinnhaft. Und hat gesagt, hey, wir sind das beste Reasoning Modell, wo man sagen muss, hey, das ist ein typisches Elon Musk-leeres Versprechen. Tatsächlich ist es aber so, dass Die Benchmarks der Chatbot Arena, eine relativ valide Überprüfung von KI-Chatbots. tatsächlich Grog 3 derzeit auf Platz 1 ziehen. Das heißt, Grog 3 scheint im Reasoning tatsächlich besser zu performen als ChatGPT 4. 0 oder das Modell von Meta oder oder Deep Seek, das Chinesische. Und das ist dann doch sehr interessant, zeigt aber, dass du einfach nur extrem viel Geld und extrem viele Grafikkarten brauchst, um gerade KI, ein KI-Bot zu bauen. Was mich zu dem Schluss führt. Wenn wir in Europa, die immer sagen, wir kriegen es ja nie hin, wenn wir jetzt einfach nur genug Geld in die Hand nehmen würden, wir könnten das auch sein. Also nicht das bitte, aber wir könnten an dem Ort sein.

24:02 Dirk von Gehlen

Meine erste Frage ist eine eralberne, wie würde denn eine europäische Stimme sozusagen äquivalent klingen? Also wer wäre das?

24:13 Gavin Karlmeier

Ich finde, Olaf Scholz hat was wahnsinnig wahnsinnig interessant als KI-Stimme.

24:21 Dirk von Gehlen

Ich finde es faszinierend, dass er das Dass er selber quasi seine Stimme imitiert, da muss ich gerade noch kurz drüber nachdenken, ob das denn tatsächlich so sinnvoll ist, weil wann erkennt man denn dann den Unterschied noch? Oder meinst du eher Er findet sein, das verwirrt mich kurz, das selber so zu machen. Also die Selbstverliebtheit ist das eine, aber die strategische Dings habe ich nicht verstanden bisher.

24:48 Gavin Karlmeier

Ja, du musst auf der Handlern hören, dann würdest du dir die Frage der Strategie gar nicht mehr stellen. Ja, okay. Wir können noch ein paar Sachen erzählen über Elon Musk. Er zum Beispiel, seit dem vergangenen Wochenende werden alle Links gesperrt, die zu. der URL Signal. me verweisen. Das ist der voll verschlüsselte Messenger, den ihr hoffentlich alle kennt und hoffentlich vielleicht sogar auch benutzt. Wenn man jetzt einen Signal. me-Link auf X posten möchte, dann bekommen eine Eine von vielen verschiedenen Fehlermeldungen, zum Beispiel sowas wie, diese Anfrage sieht aus, als wäre sie automatisiert oder Nachricht fehlgeschlagen oder Account Update Date failed, die Beschreibung wird als malware betrachtet. Also es gibt oder Warnung, dieser Link ist möglicherweise unsicher. Der Link, auf den Sie zuzugreifen versuchen wurde, von X oder unseren Partnern gemäß der URL-Richtlinie von X als potenziell Spammig oder unsicher eingestuft. Spammig ist auch ein gutes Wort. Also X blockt also gerade links zu Signal und me, was ist passiert? Warum? Naja, es gab wohl mehrere Links von Menschen, die die Mitarbeitenden des Doge, des Departments for Government, auf Government Efficiency, ähm, äh, doxen wollten, es ist fast schon sein Framing, die deren Namen veröffentlichen wollten und das über ihre eigenen Signal-Kanäle getan haben. Und das hat Elon Musk auf mal so sehr gestört, der ja auch behauptet, dass nenn Das nennen der Namen sei gesetzeswidrig, dass er jetzt den Zugriff auf Signal von X direkt stört. Oder sperrt.

26:22 Dirk von Gehlen

Das ist total super und ich glaube, wir müssen die Regeln der Aufmerksamkeit nur richtig lesen. Also ich habe mir Ich glaube, man nennt es PixelFett, also das Fediverse Instagram-Angebot runtergeladen, als Meta die Links darauf gesperrt hat. Dann habe ich mir gedacht, okay, dann finden Sie es so interessant. Und das ist für alle, die jetzt noch nicht auf Signal sind, der schöne Hinweis, dass es sich lohnt, Signal zu installieren, finde ich. Weil wenn es etwas gibt, was Elon Musk ärgert, dann sollte das irgendwie unser Interesse wecken, finde ich. Also da scheint ja dann was dahinter zu stecken, neben der aktuellen Situation, die du beschreibst. Scheint es ja so zu sein, dass er da nicht glaubt, das kann man im Zweifel kaufen und so. Deswegen, man muss es nur richtig lesen, glaube ich, oder richtig interpretieren, worauf er uns damit hinweisen wollte.

27:17 Gavin Karlmeier

Mask, Deutsch, Deutsch, Mask. Mit D von D.

27:21 Dirk von Gehlen

Wobei, das würdest du natürlich schreiben. Ich würde ja mal denken, es heißt. Musikdeutsch, Deutschmusik.

27:28 Gavin Karlmeier

Hey, Langenscheid Verlag, call me. Am 7. Januar 2021, also vor vier Jahren, hat Elon Musk noch getwittert. Use Signal und hat in den Antworten darunter auch angekündigt, dass er schon einen größeren Geldbetrag an Signal gespendet hat und diesen noch vergrößern möchte. Da war er offenbar noch nicht ganz so verloren wie heute. Telegram-Links funktionieren übrigens weiterhin von Ex. Auch das ist vielleicht interessant. Gut, dann müssen wir über eine andere Geschichte sprechen. Und zwar hat Ex angekündigt. Deutschland zu verklagen. Also that's that's it. That's the news. Ich lese dir mal vor, was Ex selber geschrieben hat. Sie sagen Deutschland stellt innerhalb der Europäischen Union die meisten rechtlichen Forderungen nach Nutzerdaten an X, wobei sieben und achtzig Prozent dieser Forderungen auf Straftaten im Zusammenhang mit Meinungsäußerungen abzielen. X ist der Ansicht, dass diese rechtlichen Forderungen nach Nutzerdaten rechtswidrig sind und hat sowohl vor deutschen Bundes- als auch Landesgerichten gegen die Rechtmäßigkeit des Eingriffs der Regierung in die Privatsphäre und die Meinungsfreiheit unserer Nutzer geklagt. Otron X. Was halten wir davon?

28:39 Dirk von Gehlen

Es geht um die Bitte? Sag mal deine Theorie, ja.

28:43 Gavin Karlmeier

Also, es geht gerade ein Video viral, denn bei CBS, dem amerikanischen Fernsehsender CBS lief eine Dokumentation in der Reihe 60 Minutes. Das ist Also wie sagt man, so ein Urgestein des amerikanischen Fernsehens, bei dem so Dinge beleuchtet werden. Und da ging es in einer Episode darum, dass in Deutschland und auch in vielen anderen europäischen Ländern Beleidigung eine Straftat ist. Und die Menschen dort sind wahnsinnig irritiert. Und dann sitzt da eine Frau und interviewt, das geht auf IRA gerade, dieses Video, interviewt dort drei Deutsche. Die, glaube ich, selber in Strafverfolgungsbehörden sitzen und fragt dann, und Menschen beleidigen, ist bei ihnen eine Straftat? Und die sagen dann ja Und dann fragt sie auch im Internet und auch die Menschen sagen dann auch wieder ja. Und die Frau ist ganz irritiert und das teilt gerade die politische Rechte in den USA, um sich darüber aufzuregen, wie Meinungs. Freiheit in den USA, in Europa und vor allem in Deutschland eingeschränkt wird. . Das ist natürlich eine wahnsinnige Verkürzung von kulturellem Unterschied. Ich glaube, so kann man das irgendwie zusammenfassen. Fühlt sich aber so an, als würde sich Ex hier so ein bisschen ganz übrigens im uramerikanischen Sinne als Verteidiger der amerikanischen Werte auch im Ausland verstehen und versucht jetzt deswegen hier unter dem Vorwand die Rechte der Nutzer zu verändern. zu wahren, einfach nur ein Exempel zu statuieren, in dem es in Deutschland vors Gericht zieht. Wenn das ein Versuch war, die Wahl zu manipulieren, würde ich sagen, kennen Sie die deutschen Gerichte nicht gut genug, weil da ist es ein bisschen spät für.

30:05 Dirk von Gehlen

Das ist das eine. Ich glaube aber, dass allein die Ankündigungen von Gerichtsverfahren natürlich schon als Aufmerksamkeitshebel funktionieren. zusammen mit der mit der JD Wenz Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, wo er ja sozusagen in einem ähnlichen Fahrwasser argumentiert hat, dass die Bedrohung von innen viel größer sei für die europäische Demokratie. wo sich ja unser Verteidigungsminister dazu berufen sah, wie ich fand sehr gut die Demokratie zu verteidigen. Das passte ja zusammen und ich glaube, dass diese Ankündigung vor allen Dingen, ob die dann umgesetzt wird, ist ja nochmal das nächste. dieser schönen Theorie Flute the Zone with Shit sozus sehr schön passt. Also wir kündigen das an und dominieren die Diskussion und dann denken alle, ob die das dann wirklich machen, ist fast egal. Wir reden jetzt darüber. Dass wir Deutschland verklagen müssen, weil dort die Meinungsfreiheit nicht gewährleistet wird. Dazu schöner Shownotes-Hinweis, ich hoffe vor zwei Wochen hat. Das ZDF-Magazin Royale hat eine sehr schöne Folge über den Begriff der Freiheit gemacht und wie der verdreht, verwendet wird. Das passt hier, glaube ich, ganz gut zu dieser Meldung im Sinne der Freiheit zu agieren.

31:21 Gavin Karlmeier

Ja, er wird dahin wird leiten, weil die spannende Frage ist ja auch, welcher Straftatbestand soll denn hier eigentlich vorliegen? deutsche Strafbehörden bei Ex-Beschwerde einreichen, weil oder Anfragen einreichen, weil Beleidigungen vorliegen. Also es gab da ja offensichtlich einen Straftatbestand, da wird die Strafbehörde wohl kaum selber einen Straftatbestand ausgelöst haben. Aber ganz interessant, es ist halt wirklich nur versucht, der Versuch ja irgendwie eine Symbolwirkung zu erzielen. Ja, absolut. Dann müssen wir, ähm, bleiben wir in dem Juristischen. Das ist ja genau dein Ding. Elon Musk und die Juristerei, das sind deine Themen, Dirk. Und zwar ging es ja um eine einstweilige Verfügung, bei der X jetzt dazu gezwungen wird, auf Grundlage einer Beschwerde oder von zwei Klägern, nämlich der Democracy Reporting International und der Gesellschaft für Bürgerrechte. Die sagen, hindere sie daran, die Daten über NutzerInnen und Tweets im Rahmen zur Bundestagswahl zu wissenschaftlichen Zwecken zu bekommen, obwohl der DSA ihnen das vorschreibt. Das Gericht hat denen recht gegeben und hat Ex dazu gezwungen. Ex hat dagegen jetzt Beschwerde eingelegt und sagt, Ex bezweifelt, dass das deutsche Gericht für den Fall zuständig ist, dass sich der Firmsitz von Ex in Irland befindet. Das ist eine ganz klassische Formulierung, haben wir schon hunderttausend Mal vorgelesen. Ist so eine klassische Methode der Verzögerung. Jetzt geht es nach Irland. Irland sagt dann, wir sind nicht zuständig, weil das ein Rechtsverstoß in Deutschland ist. Und so hin und her wird das jetzt wahrscheinlich ablaufen. Es ist eine Masche. Wir müssen das nur der Chronistenpflicht wegen hier einmal berichten. Hast du noch Gedanken dazu?

32:55 Dirk von Gehlen

Ich finde, der Hinweis auf die Gesellschaft für Freiheitsrechte ist natürlich trotzdem super, weil wir zeichnen das ja in der Woche vor der Wahl auf und ich glaube, dass Es gut ist, dass wir Organisationen haben, die sich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung engagieren. Und diese Erwähnung finde ich hier wichtiger als den Elon Musk.

33:17 Gavin Karlmeier

Das ist so. Apropos Elon Musk, die auch noch so ein kleines Follow-up, das wir hier aber der Vollständigkeit halber nennen müssen. Und zwar haben wir darüber gesprochen, dass die Banken. bei denen Elon Musk Schulden gemacht hat, um Ex zu kaufen, oder teilweise auch Ex Schulden gemacht hat, um verkauft zu werden, dass die alle versucht haben, sich von diesen Kreditschulden zu trennen, die also weiter zu verkaufen. . Und jetzt hat auch die, Moment, wo habe ich mir aufgeschrieben, wie sie heißt? Morgan Stanley. Morgan Stanley 4,47 Milliarden Dollar an Kredite verkauft. Die wollten eigentlich nur 3 Milliarden Dollar verkaufen, haben aber gemerkt, das ist eine Riesenachfrage nach diesen Krediten und haben sogar geschafft, Teile dieser Anleihen für 102 Cent pro Dollar zu verkaufen, also auch noch Gewinn zu machen mit diesen Krediten, womit niemand gerechnet hatte. Und tatsächlich haben jetzt die meisten Wall Street-Banken die größten Teile ihrer Kredite alle abgestoßen, sodass jetzt eigentlich nur noch kleine Teile bei diesen Banken an Kreditschulden übrig bleiben und alles andere eben in verschiedene private Hände gegangen ist, die sich jetzt darum kümmern, das Geld von Ex einzuholen oder ex das einfach erlassen, weil hey, it's Donald Trump, who knows

34:29 Dirk von Gehlen

Ich muss also Meme-Coins irgendwie denken, bei denen. . Also die Aufmerksamkeitslogik ja sozusagen umgekehrt funktioniert. Also kauft dir mein Bitcoin, Meme Coin und äh. Wahrscheinlich ist es nicht ganz richtig, aber irgendwie der Fame und die, so wie du es gerade am Ende gesagt hast, jetzt Donald Trump, also diese Aufmerksamkeit, das im Rampenlicht stehen, scheint mir ein Ein interessanter Aspekt dazu zu sagen. Oder der einzige Sport.

35:02 Gavin Karlmeier

Man wähnt sich ja darin, davon Vorteile zu haben, dass man etwas tut, das Donald Trump gefallen könnte oder in erster Linie Elon Musk gefallen könnte. Und das ist so wahnsinnig perfide, weil das so zeigt, wie der Stand der Oligarchie in den USA eigentlich gerade ist. Also es da noch von der sauberen Demokratie zu sprechen, ist eine absolute Farce.

35:24 Dirk von Gehlen

Ja, also dieses, dass Menschen das tun, um sich sozusagen da die Gunst von jemandem zu. Also das ist ja in zahlreichen Folgen hier auch besprochen worden, die ganze Amtseinführung. Also sich sozusagen in Positionen zu bringen, um. Also ich glaube, das Gegenteil eines Rechtssystems, Günstlingswirtschaft zu nennen, ist vielleicht ganz gut. . Und da steckt ja der Begriff Gunst drin, um sich in die Gunst von diesen Leuten zu bringen.

35:53 Gavin Karlmeier

Ja, wir können es gerne beunruhigend lassen, wir können noch ein bisschen über Stoge sprechen. Elon Musk hatte an diesem Wochenende nämlich ziemlich laut gepoltert, dass er sagt, die Sozialversicherungsbehörde würde massiv betrogen. Es gibt Dutzende, tausende, hunderttausende Fälle von Menschen, die angeblich 150 Jahre alt seien und Elon Musk hat gesagt, kennen Sie jemanden, der 150 Jahre alt ist und Sozialversicherungsmittel bezieht? Ich weiß es nicht, Sie sollten im Guinness Buch der Rekorde stehen. Er ist, er hat sich aufgeregt, er war es völlig ausgerastet, deswegen. Naja, offenbar ist die Sache wohl wie so oft nicht ganz so einfach, wie Elon Musk das hier am Ende darstellt, denn viele Systeme der amerikanischen Regierung wurden in der Programmiersprache Cobol geschrieben. COBOL ist eine 60 Jahre alte Programmiersprache, die aber eben die Programmiersprache ist, in der die Datenbanken des Sozialversicherungssystems der USA geschrieben wurde. Und offenbar hat sich seitdem niemand gedacht, Wir schreiben das jetzt mal neu. Auch Elon Musk übrigens offenbar noch nicht, sondern der regt sich einfach nur über die Ergebnisse auf. Kobol hat keinen eigenen Datumstypen. Das heißt, es gibt da drin ein System, in dem ein Bezugspunkt hergestellt wird. Und dieser Bezugspunkt ist am häufigsten der 20. Mai 1830. 75. Das war die internationale Konferenz zur Festlegung der Normen in Paris. Und weil das eben kein Datumsystem gibt, greift Cobol immer wieder auf diesen Punkt zurück. Und wenn im Geburtsdatum der Menschen, die dort eben Sozialversicherungsmittel beziehen, irgendein Fehler in der Notierung des Datums feststeht, dann wird immer wieder auf dieses Datum verwiesen, das jetzt 150 Jahre her ist. So einfach ist das.

37:32 Dirk von Gehlen

Ich finde, du hast es sehr schön zusammengefasst und ich muss da immer daran denken, wenn das jetzt nicht. . Die Stimme vom echten Elon Musk, sondern von der KI gesagt hätte, würde man sagen, oh, auf gar keinen Fall darf man einer KI sowas überlassen, weil die das nicht erkennen kann. Die denkt dann, die Leute sind 150 Jahre und wittert Betrug. Die menschliche Kompetenz wäre hier vielleicht tatsächlich festzustellen, dass es ein Datumsfehler sein könnte. Aber ja, das Die Geschichte hatte ich auch vorher schon gelesen, die gefällt mir sehr. Ich frage mich halt immer, wie das mit der Genialität. zusammengeht. . Also mit dem Selbstbewusstsein der schlausten KI der Welt seine eigene Stimme zu geben und dann so einen Fehler zu machen, aber da so drüber hinwegzugehen, das hat so. So einen gewissen Slapstick-Humor eigentlich, alle bemerken es, aber dadurch, dass er es nicht annimmt, scheint es ja nicht. . .

38:24 Gavin Karlmeier

Das ist eine wohlwollende Lesart. Weil man kann da drin ja auch Boshaftigkeit erkennen, du kannst ja da drin auch System erkennen, du kannst ja sagen, es ist eigentlich völlig egal, ob die Geschichte stimmt, weil die Erzählung. Hunderte von Millionen Menschen beziehen zu viele Sozialmittel in den USA, da müssen wir ran. . . Die bleibt haften, egal ob die Ursprungsgeschichte stimmt oder nicht. Ähnlich war es ja mit den 50 Millionen Dollar. die die USA an den Gazastreifen schicken, angeblich für Kondome, hatte Elon Musk behauptet. Stimmte natürlich auch nicht. Es ging nicht mal an den Gazastreifen, sondern in ein anderes Land. Aber völlig egal, weil was am Ende hängen bleibt, ist eben diese falsche Information, diese Desinformation. Und das immer nur so als Tollpatschigkeit hinzustellen, das spielt Elon Musk fast in die Karten, fürchte ich.

39:11 Dirk von Gehlen

Aber was wäre ein guter Umgang damit? Also es ist am Ende ja das gleiche Flut zu Sown with Shit. Also ich behaupte erstmal irgendwas und wenn es nachher falsch ist oder negativ, dann habe ich es da trotzdem erstmal behauptet und bestimme die Diskussion. Was mich wirklich beschäftigt, was könnte man da machen? Also was ist denn ein Ansatz, damit anders umzugehen?

39:29 Gavin Karlmeier

Ich fürchte leider, ja. Ich fürchte leider, solche Dinge zu ignorieren. Das Problem ist nur. Wenn es keine Gatekeeper mehr gibt, keine Gatekeeper, die entscheiden, welche Medien jetzt eine große Rolle spielen, sondern hier der Mensch ist, dem das Medium gehört. Und der das Medium so umbauen kann, dass so viele Menschen sowieso schon benutzen, so umbauen kann, dass seine Inhalte da mit dem Faktor tausend häufiger angezeigt werden als die anderer Menschen. dann klappt auch das Ignorieren nicht mehr so richtig. Vor allem bleibt das Ignorieren aber leider auch nicht mehr so richtig, wenn der Mensch schon in einer Machtposition ist, in der jeder Äußerung de facto Auswirkungen auf Menschenleben hat. Und in dem Moment, wo er sagt, wir müssen das komplette Sozialversicherungssystem neu denken, muss man halt sofort zu der Konsequenz kommen, Elon Musk wird hier Menschen, die schon nichts haben, das bisschen nehmen, das ihnen noch gerade gelassen wird. Und das Sozialversicherungssystem in den USA ist ja längst nicht so ausgeprägt wie in europäischen Ländern oder wie eben in Deutschland. Beispielsweise. Also, das ist eine wahnsinnig perfide Geschichte, die hier vielleicht auf einem Irrtum basiert, den Elon Musk angestellt hat, vielleicht aber auch auf boshafter Fehlinterpretation von Daten.

40:38 Dirk von Gehlen

Es bleibt die spannende Frage, die werden wir heute auch nicht final klären können, wie man damit umzugehen hat, weil ich glaube, dass das die große Herausforderung ist für die kommenden Jahre. wie wenn mit diesen, jemand stellt absichtsvoll oder tollpatschig Falschbehauptungen in den Raum. Ich bin übrigens bei dir, dass es sicher nicht tollpatschig war. und und wir fressen dem so so hinterher und lassen uns damit unsere wertvollste Ressource, unsere Aufmerksamkeit wegnehmen. Ja, das ist Ich bin da bisher noch ratlos, ich glaube aber, dass der Hebel wahrscheinlich auf der Aufmerksamkeits- und nicht auf der Inhaltsschiene zu suchen ist. Also wer bestimmt darüber, wer meine Aufmerksamkeit bekommt und wer nicht. Ich weiß, da kann man jetzt nichts Kluges dazu sagen, weil es leider so ratlos bleibt. Aber da müssen wir, glaube ich, mal drüber nachdenken.

41:38 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube auch. Wir nehmen das mit. Oh Gott. Ansonsten gibt es noch eine kleine Meldung, dass Joe Gabya Ein alter Freund von Elon Musk, enger Freund von Elon Musk und Mitbegründer von Airbnb, dass der in die Arbeit vom Doge Ministerium mit einsteigen wird und dort auch die Arbeit von Musk unterstützen wird. Ist die eine Meldung, da gibt es glaube ich nicht viel zu zu sagen, außer Tech-Milliardäre machen Tech-Milliardäre-Sachen. Und das Doge hat jetzt dazu aufgefordert, per DM auf Twitter. möglichen Betrug, Verschwendung oder Missbrauch zu melden an die sogenannten Doge Affiliate Accounts. Dafür haben sie jetzt für jede Behörde, jedes Ministerium, das es in den USA gibt, die Liste wächst weiterhin, ohne Ende Ex-Accounts angelegt. Also es gibt jetzt von Doge National Park Service, Doge Social Security über Doge Education. Bis zu Doge OPM oder Doge DOJ, das ist das Justizministerium, Doge NASA, die haben alle eigene Accounts und. Man kann das natürlich jetzt so lesen, dass das jetzt irgendwelche Briefkästen sind, in denen solche Betrugsfälle gemeldet werden sollen. Man kann das aber auch so lesen, dass man hier vorbereitet, die Ministerien übernehmen zu wollen. Theoretisch. Würde nicht überraschen in der Art und Weise, wie der Faschismus in den USA in den letzten Wochen auf dem Vormarsch ist.

42:58 Dirk von Gehlen

Ich glaube, man muss gar nicht so weit gehen, das sozusagen als Prognose für irgendwas zu lesen. Das sind ja einfach die Aufforderungen zu denunzieren hier sehr deutlich, oder? Also so Man sperrt einerseits Signal, damit Whistleblower keine Informationen weitergeben können und fordert andererseits auf, Leute anzuschwärzen. Eine total problematische Grundhaltung. Das habe ich schon mal gesagt gerade.

43:29 Gavin Karlmeier

Das zieht sich leider im Moment so durch und ich fürchte bist du Bundestags. Und wahrscheinlich auch die nächsten drei Jahre wird es hier nicht unbedingt besser, wenn wir auf die US-Politik schauen. Aber wir haben angefangen, über Social Media zu sprechen und leider hat sich Social Media immer mehr in die Politik hineinbegeben. Es ist nicht so, dass wir uns dazu proaktiv entschieden hätten. Leider.

43:49 Dirk von Gehlen

Was man vielleicht noch motivierend mit dem Blick nach Amerika sagen kann, ist, dass ja die Gewaltenteilung durchaus noch funktioniert und einige groß angekündigte. Dekrete, die Trump in so memeartig in die Kamera gehalten hat, ja auch schon wieder kassiert wurden. Also das was Was er sozusagen angekündigt hat, was dann doch nicht möglich ist oder gegen Gesetze verstößt. Es ist ja eben keine Monarchie, wo der König einfach sagt, ich erlasse jetzt das oder jenes. Wahrscheinlich hier auch, ich glaube, ich habe es hier sogar auch schon gehört, die Esra Klein-Show, also Esra Klein von der New York Times hat es in einem sehr schönen Kommentar zusammengefasst, indem er die ganze Bedrohung, die wir hier jetzt auch gerade besprochen haben, durchaus auch sieht, aber sagt, so heißt der Kommentar, Don't believe him. Also das ist alles wahnsinnig bedrohlich und ärgerlich und deprimierend, aber es ist Teil der Inszenierung dass wir auch darauf reinfallen und den Institutionen, die es ja trotzdem gibt im System von Checks and Balances, denen weiter trauen sollten. Sehr guter Kommentar. Um was Positives zu sagen. Ich versuche, was nachdem wir so positiv mit Mühleim und Oberhausen eingestiegen sind, dem irgendwie wieder noch was positiv.

44:59 Gavin Karlmeier

Ich möchte das auch glauben, wenn du dir anschaust, wie das Supreme Court zusammengesetzt ist derzeit und dir anschaust wie solche Behörden gerade von innen leider auseinandergenommen werden, muss man leider auch dazu sagen, das sieht alles nicht ganz so optimismusstimmend aus. Aber wir drücken die Daumen. Es wäre für uns alle das Beste, ehrlicherweise. Und Donald Trump hat auch schon Amtsenthebungsverfahren überlebt. Ja, also hmm, ich weiß nicht so genau. Also die, dieses Einfallstor der Begnadigung im amerikanischen Rechtssystem, die macht es natürlich wahnsinnig schwierig, hier tatsächliche Strafverfolgung für Gesetzesverstöße tatsächlich. zu erwarten.

45:47 Dirk von Gehlen

Das ist alles richtig, was du sagst, und es lässt aus meinem kleinen Luftballon, in den ich ein bisschen versucht habe, was Positives zu boosten, jetzt die Luft wieder raus. Ihr hört euch trotzdem einen Kommentar bei der Storklein.

46:00 Gavin Karlmeier

Ich habe zum Abschluss eine Geschichte gefunden in Social Media, damit wir mal ein bisschen realer, realpolitischer werden. Eine ganz kleine Geschichte, die ich super interessant finde. Und zwar gibt es ja nach dem DSA die Möglichkeit und auch nach dem DSGVO, dass du alle dich, alle über dich gespeicherten Daten, alle dich beziehen, wie sagt man denn? alle bezogenen Daten, in denen es um dich geht, dass du die beantragen kannst von den Anbietern. Das heißt, du kannst bei Meta, kannst du Gigabyte an Daten runterladen und überall und überall. Und das gilt auch für die Rewe Shopping App. Und das ist auch keine Werbung im Gegenteil. Das hat nämlich der Nutzer Alex Lehm bei Threads gepostet. Er hat diese Informationen runtergeladen und da siehst du alle möglichen Kassenbons, was du so kaufst und du kriegst eine Einstufung deines Kundenprofils. Und Alex hat geschrieben, er wurde als sehr preisunsensibel eingestuft von der App. Und ich finde das super interessant, dass du eben nicht nur so den reinen Datenbestand bekommst, sondern auch direkte Interpretation. was jetzt mit deinem Nutzerprofil oder Nutzerinnenprofil tatsächlich angefangen wird. Wenn ihr diese App sowieso nutzen solltet, ladet das mal runter, checkt das mal, ihr könnt das im Browser machen. Ich finde, wir sollten viel häufiger, und deswegen habe ich das so mal als Anreiz genommen und auch mitgebracht, viel häufiger uns bezogene Daten einfach mal beantragen, runterladen und reingucken. Was steht da so drin? Klar, stehen da nur Kassenbongs und Informationen drin, auf welche Cookies habe ich geklickt und welche nicht und wovon nicht. Das ist normal, das sind die Daten, die ich in die App reingegeben habe. Aber manchmal stecken eben solche Interpretationen direkt mit drin. Und das ist dann hochinteressant. Also die anderen Punkte, die neben dem Preisbewusstsein übrigens stehen, bei Alex aber nicht ausgefüllt sind, sind Lebensphase, Lebensmodell und Einkommensklasse. Die sind aber nicht ausgefüllt bislang. Lässt aber darauf schließen, wohin dieses neue Kundenbindungssystem dieses Supermarktes möglicherweise noch hinarbeiten wird.

47:50 Dirk von Gehlen

Ja, dafür gibt es für Lebensphase gibt es die vielleicht noch gar nicht lang genug, die ist ja noch gar nicht so lange auf dem Markt. Da muss man wahrscheinlich ein bisschen mehr sozusagen an Daten gesammelt haben. Interessant, dass das spannend, wusste ich auch nicht. Jetzt weiß ich gar nicht, sollte ich mir die App dafür installieren und diese Daten zu machen.

48:10 Gavin Karlmeier

Bitte nicht mehr Daten generieren, damit du nachher Daten das wieder auslesen kannst. Das gilt für alle übrigens. So, Dirk, ich habe noch ein kleines Haus gewesen, ich habe es nämlich versprochen, das ich mal schauen wollte. Wir haben in der letzten Episode darüber gesprochen, dass inzwischen mehr Menschen YouTube auf dem Fernseher als auf dem Smartphone konsumieren Und dann habe ich, ähm, hier darüber gesprochen, dass ich ja mal gucken kann, wie sie das eigentlich mit diesem Podcast sich verhält. Ich kann dir sagen, keine Episode hat bislang so viele YouTube-Kommentare provoziert wie die letzte, weil extrem viele Leute daraufhin mir geschrieben haben. Ihr lauft gerade bei mir auf dem Fernseher und so. Das deckt sich aber nicht ganz mit den Zahlen. 42% schauen über ein Smartphone, 37% über einen Computer, 14% über den Fernseher und 5% über ein Tablet. Das heißt, die meisten Menschen, die Haken dran per YouTube konsumieren, machen das über das Smartphone, was eher meiner Erwartung entspricht, aber offenbar nicht dem YouTube-Schnitt.

49:07 Dirk von Gehlen

Ich finde es ohnehin faszinierend, es wäre ein Thema für eine eigene Episode, Podcasts im Video anzugucken. Das verstehe ich tatsächlich nicht. Das ist für mich irgendwie unlogisch. Das ist so wie ein Bier extra schal werden lassen. Das ist irgendwie nicht rund, finde ich. Ich weiß nicht, ob bei Haken dran viel über Bier gesprochen wurde, bisher, aber eigentlich trinkt man das ja gerne, wenn es frisch ist, wenn man es gerade aufgemacht hat. Und irgendwie erschließt sich mir diese Logik nicht. Ich möchte es nicht bewerben. Und sollte ich jetzt. Ich wollte einfach nur den Prozess sozusagen beschreiben. Wobei, vielleicht gibt es da ein Subreddit für die gerne passiert. Sehr gut. Aber machst du das selber auch? Also konsumierst du Podcasts?

50:01 Gavin Karlmeier

Interessanterweise gibt es Zum Beispiel den Waveform-Podcast von Marcus Brown Lee, dem YouTube-Creator, den schaue ich ausschließlich per Video.

50:11 Dirk von Gehlen

Und mir ge Aber was machst du dabei?

50:14 Gavin Karlmeier

Also schaust du das wirklich an wie so ein Film oder ein Fußball? Das ist eine sehr intime Frage. Aber Das ist so ein perfekte Mittel, wenn ich mal in den seltenen Fällen, in denen es dazu kommt, dass ich Mittagsschlaf machen kann, ist das mein Begleit Sound. So, ich kann das so, ich gucke mir das an, wie Leute sich unterhalten und dann nicke ich so langsam weg. Interessanterweise konsumiere ich ja extrem viele Podcasts. Und ich habe auch total viele Podcast-Routinen und höre im Auto morgens und abends und unterwegs und auf Kopfhörern und immer Podcasts, denen nie in dieser Nutzungssituation. Gleichzeitig höre ich andere Podcasts, die es auch als Video gibt, niemals als Video.

50:53 Dirk von Gehlen

Ah, okay. Das heißt, es geht sozusagen um bestimmte Angebote bei dir. Aber das ausgerechnet, der, wenn ich da kurz Markus langsartig nachbohren darf, das ausgerechnet dieser intime Schlafmoment, also. Mir ist schon klar, dass die dich nicht sehen können. . . Aber du siehst ja dann die. Das ist ja dann besonders verwirrend. Also ich kenne schon so Leute, die dann im Podcast einschlafen. Aber eben nicht mit der Optik, weil das ist ja auch viel zu hell, oder? Also ich weiß nicht, brauchst du es? Egal jetzt. Das wäre eine eigene Folge einschlafen.

51:29 Gavin Karlmeier

Was erfahrt ihr dann beim nächsten Mal bei Träume drin, der Schlafenpot, das Schlafen-Update. Nee, ich weiß nicht. Ich glaube, ich mag das so zu sowas wegzudämmern. Ich gucke, da waren sich gerne Dokus oder Es gibt so Fernsehformate, es gibt in meinem Kopf, wir kommen ins Schwafeln, wir müssen aufhören, aber einen Satz, es gibt in meinem Kopf so ein eigenes Genre von Fernsehproduktionen und auch Filmen, Dokus und so. Die erwarten emotional nichts. Also bei denen habe ich nicht den Anspruch, was zu fühlen, sondern das kann so neben mir vorbeiziehen. Und das ist der perfekte Einschlaf-Content für mich. dass ich nicht wütend traurig oder belustigt werde, sondern dass das so dass ich das so wegsnacken kann.

52:13 Dirk von Gehlen

Das verstehe ich total. Ich glaube, dass dafür Tierdokus gedreht wurden. Die sind ja immer, obwohl es eine leichte Bedrohung gibt, immer von einem fressen und gefressen werden, aber trotzdem süße kleine Babytiere und so, das Würde ich verstehen. Podcast.

52:28 Gavin Karlmeier

Schreibt es uns in die Kommentare, wie ihr das hier gerade dazu gerade seht, in welcher Nutzungssituation. Lieber Dirk, vielen Dank, dass du heute da warst. Wir machen jetzt hier mal einen Wack zu, aber du kommst bestimmt bald wieder und dann machen wir einen kleinen Dann vielleicht treffen wir uns in der Ruhe oder so.

52:44 Dirk von Gehlen

Das wäre schön, ein großes Haken dran treffen in Müller an der Ruhr. Oder, um das kurz aufzunehmen, in deinem Wikipedia-Eintrag. Also die Challenge steht.

52:54 Gavin Karlmeier

Falls ja jemand Ratschlag braucht, weiter geht es hier mit Haken dran. Am Freitag mit einer kleinen Solo-Episode von mir, die letzte vor der Bundestagswahl. Dann muss ich nochmal durchatmen. Vielen Dank, lieber Dirk, danke, dass du da warst und Leute, lasst euch von den Nachrichten nicht ärgern. Bis bald.