Die Mehrheit der Menschen spricht sich für MEHR Contentmoderation aus – auch in den USA. Außerdem sprechen wir über Musks 13. Kind über KI-Einsatz im DOGE und den zivilen Ungehorsam in den US-Amerikanischen Behörden.
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Dominik. Grüß dich, Kevin. Na, wie geht es dir in diesen nachrichtlich doch durchaus turbulenten Zeiten?
00:15 Dominik Hammes
Also ich glaube, man kann es insgesamt gut zusammenfassen, wie man sagt, es könnte noch schlimmer sein. Ich glaube, das kann man immer anwenden, dieses Argument. Glaube ich, mit so dem, wie sich das jetzt entwickelt hat in den letzten zwei Wochen, ganz besonders, muss ich sagen. Ein bisschen Licht, viel Schatten, ja. Also so ist es eben.
00:32 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Weißt du, was ich im Moment empfinde, und ich glaube, es geht vielen, die auch diesen Podcast hören, weil sie sich dann eh thematisch mit diesen Dingen auch auseinandersetzen, über die wir hier sprechen. Aber ich empfinde, also ich, der sich damit, also der sehr engmaschig auf diese Nachrichten, über die wir hier halt so sprechen, schaut, selbst ich habe im Moment ein Gefühl der Überforderung oder der Taubheit, ob der Masse, die so um mich rum passiert. Und Ähm, das ist halt ein Effekt, der aber jetzt verhältnismäßig spät eingesetzt hat, würde ich sagen. Der glaube ich bei vielen anderen Leuten eben nicht jede Woche vier Stunden darüber auch sprechen lassen, sich damit irgendwie beschäftigen.
01:08 Dominik Hammes
Aber ich meine, mein Gedanke war ja auch nach dem So langsam jeden Tag 15 seltsame Nachrichten produziert hat. Oh, wie geht es denn Gavin gerade eigentlich? Weil das ist ja immer, also es ist nicht jedes Mal Social Media-Thema natürlich, muss man dazu sagen. Aber das kommt ja einfach noch on top ab und zu zu dem verrückten Kram, der sonst noch so passiert. Und ich weiß, dass Kollege. . Ulliger Trost sich auch irgendwann nach Social Media gefragt hat, wie überrascht bist du, dass es jetzt so viel um Politik in deinem Social Media Podcast geht?
01:38 Gavin Karlmeier
Ja, ich höre, dass mehrere Leute, die solche Social Media oder Tech Podcasts machen, dass die häufiger damit konfrontiert werden, ähm dass sie so politisch geworden sind. Und ich natürlich auch. Mir wird das auch immer wieder vorgeworfen. Und das Ding ist aber, nicht unsere Themen haben sich zur Politik hinbewegt. sondern die Themen, über die wir sprechen, wurden immer politischer. Also die Leute, die soziale Netzwerke Tech-Unternehmen generell betreiben. Haben sich immer mehr in die Politik eingemischt. Also wir sind quasi mitgefahren. Wir sitzen im Beiwagen, wenn man so will.
02:10 Dominik Hammes
Das ist der Punkt. Also das geht immer auf diesen Vergleich zurück, den ich immer geschnitzt habe, wo ich gesagt habe. Also ich bin ja nicht der Einzige, aber den ich gerne benutze, wenn es heißt, einige Unternehmen im Tech-Bereich sind so groß geworden, die haben halt die Macht eines Landes und beeinflussen halt Politik indirekt und direkt, so viel mehr, da muss man irgendwann über Politik reden. Da kommt man gar nicht drum herum. Ob das positiv oder negativ ist, spielt ja erstmal keine Rolle. Und dann muss man sich natürlich auch irgendwann positionieren oder sagen, ich mache das so neutral, wie ich eben kann. Und da kommt man halt nicht drum rum und die Welt ist im Endeffekt politischer geworden. Weil, also im Endeffekt habe ich, glaube ich, in den spätneunzigern, frühen 2000ern fast schon in einer Luxussituation gelebt, was Politik angeht. Zumindest in Deutschland.
02:52 Gavin Karlmeier
Ja, bis 9-11 halt, ne? Genau. Ja, ich würde dem zustimmen. Also unsere Generation war ja, oh jetzt mache ich es ganz groß zum Anfang, aber vielleicht ist es nicht schlecht. Unsere Generation war ja Oder anders. Es gab, glaube ich, so Theorien, oder zumindest habe ich es irgendwo im Gespräch fast aufgefangen, dass die Politisierung immer eine Generation überspringt. Also Generationen unserer Eltern zum Beispiel, die ist auf die Straße gegangen gegen Den NATO-Doppelbeschluss gegen den Kalten Krieg, gegen sowas. Die Generation nach mir, also uns, wollte ich gerade sagen, aber nach mir, bei dir ist es wahrscheinlich ähnlich, die haben so eine Dringlichkeit in der Klimathematik gesehen, dass sie auf die Straßen gegangen sind. Dafür unsere Generation hatte einen ziemlich eskapistischen Ansatz. Wir mussten das auch nicht machen Und wir merken aber jetzt gerade, dass sich das an vielen Stellen ändert. Natürlich hatten wir auch wir Themen, wofür wir auf die Straße dran sind.
03:45 Dominik Hammes
Wir reden auch nur über die Breite jetzt. Also es gibt ja Leute, die Generationenunabhängig immer stark politisch engagiert sind und es gibt ja immer Leute, die es sekundet ignorieren wollen und
03:53 Gavin Karlmeier
Und auch wir hatten ja Themen, ne? Ob Kriegsbeteiligung eben nach 9-11 oder Agenda 2010 oder oder oder auch da gab es immer wieder Themen, irgendwie auf die Straße zu gehen. Aber ich habe das Gefühl, das ändert sich gerade und alle werden sozusagen da reingerissen. Und das Interessante ist aber, und jetzt schließe ich den Bogen zu unserem ersten Thema, wenn wir sagen, hey, die sozialen Netzwerke werden auch ein bisschen inzwischen geführt wie autokratische Staaten, wenn man so möchte. Aber die Leute, die dort Entscheidungen treffen, auch trotzdem Entscheidungen repräsentativ für eine Mehrheit der Gesellschaft oder Bevölkerung treffen, zumindest in ihrem Vorwurf, dann ist es doch sehr interessant, dass zum Beispiel Mark Zuckerberg oder TikTok, TikTok hat zuletzt verkündet, dass sie weltweit Menschen, die für Content-Moderation eingesetzt sind, entlassen werden. Also es gibt dann eine große Entlassungswelle. Auch top, ne? Also TikTok. Ja, es sind die besten Zeiten dafür, um zu sagen, wir brauchen keine Content-Noderation. Es betrifft übrigens Asien, Europa, den Nahen Osten und Afrika. Wie viele genau, weiß man nicht, aber es gab vorher im Trust <unk> Safety Team 40. 000 Menschen. So, und davon werden jetzt eben Leute entlassen. Naja, was ich aber eigentlich sagen möchte ist, es gibt eine große Studie. Die wurde von der Universität München, der TUM und der University of Oxford in zehn Staaten in Europa, Amerika, Afrika und Australien durchgeführt, bei denen es um die Frage ging, wünschen sich die Menschen mehr oder weniger Moderation auf Social Media Plattformen. Und dafür wurden rund 13. 500 Menschen befragt, in Europa in sechs Staaten. Außer dem USA, Brasilien, Südafrika und Australien. Und das Interessante ist, dass neunundsiebzig Prozent der Befragten sagt Aufrufe zur Gewalt müssen gelöscht werden. In Deutschland sagen es sogar 86 Prozent, in Brasilien und der Slowakei auch. In den USA nur 63 Prozent, aber die haben auch ein anderes Verständnis von Meinungsfreiheit. So, davon Redefreiheit. Und generell ist die Mehrheit aber für mehr Moderation auf sozialen Netzwerken, als dass sie dagegen wäre. Bist du überrascht?
05:57 Dominik Hammes
Nein. Weil Moderation ist ja erstmal unabhängig von deiner Einstellung. Du wirst ja nur gefragt, sollte man hier darauf achten, dass Dinge. Also rausgenommen werden, dass man darauf achtet, was für Content euch die Gegend fließt. Da ist ja egal, ob ich, was ich jetzt wähle, es wird immer Dinge geben im Internet, über die ich stolper. Und ich sage, das sollte da nicht sein. Und es gibt bestimmt auch einen Grundkonsens, wo sich auch politische Ausrichtungen einig sind. Nee, nee, nee, also Gewaltaufruf auf Mord und sowas ist auf gar keinen Fall Kinderpornografie, das muss auf jeden Fall raus. Das hat da nichts verloren. Das ist ja. Ich meine, da gibt es ja auch Rechtsprechung gegen, das darf einfach nicht da stattfinden. Und niemand hat eine saubere Interneterfahrung. Also da wird ja auch im Zweifelsfall alles genutzt, was mal unschuldig gedacht war, um irgendwas zu machen, was nicht unschuldig ist. Ich glaube, man muss sowas theoretisch online sowas, keine Ahnung, von Blizzard gibt es dieses Trading Card-Spiel Hearthstone, gar keine Werbung dafür machen, was gut oder schlecht ist, aber du kannst da nur kommunizieren, indem du Ich glaube, du hast so fünf Reaktionen und die sind nur, hm, das ist eine knifflige Situation und sehr guter Move oder sowas und das war's. Also, man kann gar nicht selber Input geben, außer diese vorgegebenen Dinge. Da kann nichts passieren. Aber sobald man mehr als einen Satz irgendwo reintun kann, die Emoji würde schon reichen, wird sich irgendwann mal jemand so äußern, dass wir, dass jemand der Meinung ist: Nee, das geht so einfach nicht.
07:19 Gavin Karlmeier
Ja, ein anderes Beispiel ist die AppQell, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, die ganz lange genutzt wurde, auch zur Belästigung von Frauen einfach sodass sie irgendwann dazu übergegangen sind, dass du eine gewisse Anzahl an Spielen gespielt haben musst, um überhaupt die Chatfunktion nutzen zu können. Das ist natürlich. Also gar keine Frage, das ist natürlich ärgerlich, wir alle denken uns, das sollte so nicht sein, aber die Realität ist ja. . Es gibt keine Alternative, als zu sagen, wir müssen hier eine Regulierung schaffen, die zum Beispiel so aussieht, dass man sagt, das funktioniert eben nur noch, wenn du ein gewisses Kriterium erfüllst. . Das Kriterium könnte ja auch sein, dass du dich zum Beispiel, auch dazu gibt es, glaube ich, unterschiedliche Meinungen. dass du dich zum Beispiel als echte Person ausgibst oder dass es nachweisbar wird, dass es dich wirklich gibt.
08:06 Dominik Hammes
Ich bin nur gerade verwirrt verzehrt, dass mein Bild weg ist, aber das kann ich auch gerade irgendwie nicht mehr ändern.
08:11 Gavin Karlmeier
Müssen wir weitermachen. Für alle, die das bei YouTube sehen, ihr seht jetzt nur noch mich.
08:15 Dominik Hammes
Ist erstmal so zumindest.
08:17 Gavin Karlmeier
In der Studie gibt es noch so ein paar andere interessante Sachen, aber um das nochmal zu konkretisieren, es gab kein Land auf der Welt, also die Leute, die Teilnehmenden, wurden gebeten. Die Teilnehmenden wurden gebeten, auf einer Skala zwischen zwei Extremen eine Entscheidung zu treffen. Wollt? Ihr eine Social Media Plattform mit uneingeschränkter Meinungsfreiheit? Oder wollt ihr eine Social Media Plattform, die frei von Hass oder Falschinformationen ist? Und in allen Staaten, die befragt wurden, hat die Mehrheit sich für Sicherheit vor. . Irreführung ausgesprochen. Also es gab in keinem Land gab es eine Mehrheit dafür, dass es unmoderierte, unregulierte soziale Medien gibt. In Deutschland ist es zum Beispiel übrigens so. habe ich eben schon gesagt, dass die größte Zustimmung zur Aufforderung von Gewalt gelöscht wird mit 86 Prozent. Aber in Deutschland gibt es auch, wo habe ich denn das jetzt hier? Dass 15% in Deutschland nur der Meinung sind, dass Beleidigungen grundsätzlich erlaubt sein sollten. 17% übrigens im Schnitt sind dafür. In den USA sind 29 Prozent damit einverstanden, das passt zu dieser 60-Minute-Stuke, über die wir auch gesprochen haben, dass gerade in den USA, die gerade in den USA oder vor allem auf Ex viral geht, dass Menschen irritiert darüber sind, dass Beleidigungen in Deutschland eine Straftat sind. in den USA oftmals nicht der Fall ist. In Brasilien übrigens sind nur 9% damit einverstanden, dass Beleidigungen stehen bleiben in sozialen Netzwerken.
09:43 Dominik Hammes
Ja, also viel kann ich dazu eigentlich nicht sagen, weil grundsätzlich ist das alles nachvollziehbar. Und dass die Länder da unterschiedliche Einstellungen zu haben, wundert mich jetzt auch nicht. Ich bin froh, dass die meisten Leute sagen, da muss reglementiert werden und dass jedes Land nochmal eine leicht andere Einstellung dazu hat. Das ist ja die Politik. Also den USA kannst du ja rumbeleidigen, du Bock hast tatsächlich. Kann man zu stehen, wie man möchte. Ich weiß nicht, wie gut es ist. In Deutschland wird ja manchmal vor den Gerichten dann auch gestritten. Hey. Ist das überhaupt eine Beleidigung oder war das nur eine Einladung? Es gibt ja diese anekdotische Geschichte mit, sie dürfen mich mal am Gesäß lecken quasi, wo dann gesagt wurde, das war ja keine Beleidigung, das war ein Angebot. Ob das überhaupt so stimmt, ob das eine Rechtsprechung war, weiß ich natürlich nicht. Aber grundsätzlich ist der Wunsch natürlich da, weil niemand möchte irgendwie, das ist ja wie im Wahnleben auch, ich mache das Fenster auf und draußen wird nur geschrien. Und zwar Dinge, wo ich der Meinung bin, damit müssen wir eigentlich zur Polizei, dann mache ich das Fenster nicht mehr auf. Also dann gehe ich nicht mehr vor die Tür und dann gehe ich nicht ins Internet, wenn es da immer und überall so aussieht und Status Quo ist ja nicht, alles ist super, sondern Status Quo ist jetzt schon so. Dass man weiß, da gehe ich nicht hin, das gucke ich mir nicht an, da blocke ich lieber, da schalte ich die Kommentare aus und natürlich möchte man dann eher mehr als weniger.
11:06 Gavin Karlmeier
Ja, der Studienleiter Jannis Theokaris, der sagt, dass es eine weit verbreitete Resignation gegenüber sozialen Netzwerken gibt. Die Menschen haben den Eindruck, dass sich trotz aller Versprechen gegen verletzende Inhalte vorzugehen. Nichts bessert. Dieser Gewöhnungseffekt ist ein Problem, weil er nach und nach gesellschaftliche Normen untergräbt und Hass und Gewalt normalisiert. Das zeigt sich auch in den Zahlen. 59 Prozent der Befragten. Befragten sagen, es ist unvermeidlich, in sozialen Medien Grobheit, Intoleranz oder Hass zu erleben. 65 Prozent der Befragten rechnen in sozialen Medien mit aggressiven Kommentaren, wenn sie ihre Meinung äußern. Und in den USA sind das sogar 73 Prozent. Das heißt, man geht sowieso schon davon aus, dass die Menschen in der Frage. Das sind keine Orte, an denen man, das sind keine Safe Spaces. Egal, wen du in welchem Land der Welt du hier offenbar Menschen fragst, alle sagen, da brauche ich mich sowieso nicht irgendwie. aus dem Fenster zu lehnen, weil es fliegt mir eher um die Ohren. Und das ist genau das, was du sagst. Das wird im Umkehrschluss dazu führen, dass es mit Sicherheit einige Leute gibt, die sich auf diesen Netzwerken gar nicht mehr tummeln. was ein Problem ist, weil die Leute, die sich dort nicht mehr tummeln, sind eben nicht die Lauten, sondern die Leute, die eben gemäßigter sind. Und das wird im Umkehrschluss dazu führen, dass die Leute, die sich da noch weiter tummeln, die Lauten weniger gemäßigten sind, die dann wiederum dazu führen könnten, dass Alle anderen, die das benutzen und passiv nutzen, einen anderen Eindruck von der mehrheitlichen Meinung der Gesellschaft kriegen, was am Ende die Diskursverschiebung fördert und stützt, weil es eben dazu führt, dass wir den Eindruck haben, okay, das sind alles Dinge, die gesagt werden können, weil eben weniger Leute von denen, die sich gemäßigt äußern würden, sich noch äußern. Ja.
12:37 Dominik Hammes
Dazu kann ich nicht, ich kann dir nur zustimmen.
12:39 Gavin Karlmeier
Ist ein Problem, ja. Übrigens auch interessant, das ist noch eine Sache, die aus der Studie kommt, die würde ich auch noch gerne dazu sagen. In dieser Studie wurden die Menschen auch befragt. wer eigentlich verantwortlich ist. Sind es die Bürgerinnen und Bürger, die dort gearbeitet, also die Privatpersonen, die Plattformbetreiber oder die Regierungen? Wer ist in der Pflicht, dass die Regulierung dort oder die Moderation dort durchgesetzt wird? In Deutschland sagen die meisten Leute Die Regierung mit 39 Prozent. Insgesamt sagen 35 Prozent eigentlich die Plattformbetreiber und in 31 Prozent sagen Gesamt die Regierungen sind es. So, das ist schon interessant, weil das ja auch durchaus einen kulturellen Unterschied zeigt. Und das ist so ein bisschen der Gedanke, den ich so generell dazu habe. dass eben diese gesamten Veränderungen, die in den USA gerade durchgedrückt werden, ja eigentlich, wenn du es mal ganz runterbrichst, natürlich ist einer der maßgeblichen Gründe, warum man das so durchdrückt. Klar, man möchte sich über Regulierungen hinwegsetzen, man möchte nicht beschnitten werden in Europa, weil man es irgendwie als Zensur framedt, aber eigentlich keine Strafen haben möchte. Aber was man da ja eigentlich macht, ist ja Kultur. Kolonialismus, wenn man so will. Dass man nämlich in den USA sagt, okay, unser Verständnis von Redefreiheit muss weltweit gelten, weil wir betreiben die Plak Und das hat ja nichts mit dem Verständnis von, wir akzeptieren Rechte weltweit zum Beispiel zu tun, wie es Elon Musk früher mal als Räuberpistole in die Welt gesetzt hat.
14:07 Dominik Hammes
Ja, und selbst wenn man das ja mit dem besten Wissen und Gewissen versuchen würde, umzusetzen, wir respektieren alle, sobald man ein globales Medium hat, kommt man irgendwann in diese Bedrille zu sagen, ja, okay, aber wenn du jetzt im UK sitzt, dann gilt das und das siehst du dann nicht. Und wenn du in Deutschland bist, dann gilt das und das siehst du nicht und in den USA geht dann wesentlich mehr. Wie filtert man dann das raus? Das ist ja sogar mehr Arbeit, mehr Moderation dann. Und dann sich's einfach zu machen und zu sagen, nee, unsere Rechtsprechung gilt überall, kann halt auch im Extremfall immer dazu führen, und das sieht man vielleicht gerade nicht, dass man in dem irgendeinem Land vielleicht einfach nicht mehr da sein wird. dass dann irgendwann die Klappe zugeht und die Rechtsprechung sagt, nö, dann seid ihr hier nicht mehr präsent.
14:49 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Und ich finde das aber, das ist natürlich ein Dilemma. Denn jedes Land hat natürlich das Gefühl, dass die eigenen kulturellen Werte, die eigenen Gesetze die Bestmöglichen sind für die Bevölkerung. Also vielleicht gilt es nicht für alle Länder, für alle asiatischen Länder sicherlich nicht, aber.
15:05 Dominik Hammes
Sie wollen zumindest, und darauf haben Sie ja auch einen gewissen Anspruch, dass in Innerhalb der eigenen Landesgrenzen, die natürlich im digitalen Zeitraum dickeren Fragezeichen versehen sind, das eigene geltende Recht auch wirklich funktioniert. Und das müssen sie auch durchsetzen können. Und sicherlich, man kann dann drüber nachdenken: naja, vielleicht gibt es eine, nehmen wir jetzt mal Facebook einfach nur als Beispiel: es gibt ein globales Facebook, diese Inhalte sieht jeder und dann gibt es für die einzelnen Länder nochmal so einen Rahmen gesteckt. Aber auch das, das ist alles erstmal Arbeit und kostet Geld. Und ich habe ganz oft das Gefühl, dass jetzt sehr viel geguckt wird, was kostet denn Geld, was die einfachere Lösung, was spart uns was. Die werden schon mitziehen. Also man hat so das Gefühl, dass hier implizit gesagt wird, naja, ihr wollt ja nicht auf Social Media verzichten da drüben, oder?
15:48 Gavin Karlmeier
Ja, das ist nämlich genau das Problem, weil du, also nehmen wir mal so ganz plakative Beispiele. Es gibt Länder, in denen dürfen Frauen sich Nicht Unverschleit zeigen, zum Beispiel. So, das ist die Gesetzeslage. In den USA sagst du: Okay, das Darstellen einer weiblichen Brust ist eine Darstellung, die jugendwohlgefährdend ist. Das lassen wir nicht zu. Im europäischen Raum ist man damit deutlich entspannter, was das angeht. Auch wir haben natürlich da Jugendschutzmaßnahmen, aber wenn du dir anschaust, was es hier für Internetangebote gibt, bei denen du relativ einfach auf solche Inhalte zugreifen kannst, ohne einmal anzuklicken, ja, ich bin auch wirklich 18, siehst du schon, da gibt es eine kulturelle Unterschiedlichkeit. Und alle drei glauben ja, nach unserem Verständnis ist das hier die richtige Entscheidung. Das ist natürlich ein Dilemma für die sozialen Netzwerke und das ist auch ein Dilemma, was Content-Moderation angeht. Ich glaube nur, die Antwort kann eigentlich nicht sein, dass irgendjemand sagt, okay, wir machen es jetzt einfach überall auf der Welt, so wie wir das hier machen, weil das im Zweifel, wie du sagst, dazu führt, dass Länder aussteigen werden. Das wird im Zweifel dazu führen, dass auch teilweise die Rechte von einzelnen, von marginalisierten Gruppen unterdrückt werden. Und das sind alles keine guten Entwicklungen. Nein, definitiv nicht. So, und um das aber mal jetzt mal. Ich nehme jetzt mal direkt ein aktuelles Beispiel, da sind wir nämlich bei einer anderen Meldung. In UK gibt es den Investigatory Powers Act, der Unternehmen dazu zwingt, dass Unternehmen. in ihre Verschlüsselungssysteme Backdoors einbauen müssen. Ganz konkret geht es gerade um Apple. Apple hat einen eine sogenannte Advanced Data Protection, ADP. für die iCloud-Backups, also die Backups der Telefone oder aber auch für die Daten, die du dort hochlädst. Und es ist eigentlich nicht möglich, in diese Backups zuzugreifen, weil sie Ende zu Ende verschlüsselt sind. Das heißt. Auch Apple selber hat keinen Zugriff auf diese Backups. In Großbritannien wird Apple jetzt gezwungen, in diese Backups Backdoors, also Hintertüren einzubauen, damit die Regierungen dort. . Zugriff auf diese Daten haben, die dort verschlüsselt sind oder ver gespeichert sind. Also Chats, Fotos, Nutzungsdaten von Apps und so weiter und so weiter. So, Behörden müssen in den UK darauf Zugriff haben. Weil es dort eine lokale Rechtsprechung ist. Welche Optionen hat Apple jetzt? Apple hätte zum einen die Option zu sagen, machen wir nicht, mit der Gefahr am Ende hohe Strafen zahlen zu müssen oder diesen Dienst dort gar nicht mehr anbieten zu dürfen. oder vielleicht auch gar keine Produkte mehr verkaufen zu können. Apple hätte die Option, das so zu machen, wie sich die Regierung in den UK das vorgestellt hat, nämlich. . Im Geheimen. . Es gibt nämlich eine Geheimanordnung an Apple, die öffentlich gar nicht bekannt geworden wäre, wenn nicht Medien darüber gesprochen hätten und wenn Apple darauf nicht reagiert hätte. Oder Apple wählt hier einen anderen Weg und das finde ich eine sehr interessante Entscheidung. In UK wird es weiterhin iCloud Backups geben. Sie haben aber verkündet, dass die komplett nicht mehr verschlüsselt werden können. Und zeigen das auch. Also du kriegst eine Meldung darüber, dass deine Backups in Großbritannien nicht mehr verschlüsselt sind. Ich finde das eine sehr interessante Maßnahme, weil das zum einen eben komplett transparent macht, dass Apple die Möglichkeit nicht mehr hat, diese Verschlüsselung anzubieten, dass sie sich aber eben. . ja auch nicht in den Dienst von Staaten stellen, zumindest in Europa, um irgendwelche geheimen Ankündigungen oder geheimen Maßnahmen zu treffen, die im Umkehrschluss dazu führen könnten, dass das Vertrauen in das Unternehmen sinkt.
19:17 Dominik Hammes
War das die eigene Begründung?
19:19 Gavin Karlmeier
Die eigene Begründung kenne ich gleich sagen.
19:22 Dominik Hammes
Man kann das ja lesen, wie man will. Man kann auch sagen, ja. Sonst jetzt auch irgendwie egal, wenn wir keine Kosten investieren, um da diese Backdoor rein zu implementieren, auch wenn das nicht so teuer sein wird. Aber ich sehe es eigentlich rein geschäftlich, jetzt mal ohne die politische Dimension wäre ich auch so, naja, wir wollten einen Dienst anbieten, der sagt, diese Daten sind sicher, Ende zu Ende verschlüsselt. Sie sagen, das können wir so nicht erlauben, dann können wir diesen Dienst also nicht anbieten und entsprechend machen wir es gar nicht. Was ja im weitesten Sinne fair ist, weil auch ein Staat auch Regierungen können das nun mal moralisch ausnutzen, wenn die falschen Leute am Ruder sind. Und der menschliche Fehler, selbst das System kann okay sein, aber da sitzt dann halt gerade ein Ermittler, der nicht sauber ist. Das kommt eben auch mal vor. Der greift dann auf die Daten zu, obwohl er keine richterliche Anordnung dazu hat. Kann man alles nicht ausschließen, de facto. Und dann zu sagen, nö, dann lieber gar nicht. Finde ich konsequent zumindest, weil da nicht der falsche Trugschluss entsteht, deine Daten sind wirklich, wirklich sicher. Weil ansonsten, du müsstest ja sagen, sie sind sicher, es sei denn. Ist immer ein bisschen komisch. Und ich weiß es nicht, da kenne ich mich IT-mäßig nicht genug aus. Aber die Frage, ob eine Backdoor nicht auch heißt, dass ein Hacker vielleicht doch eine Chance hat, reinzukommen, Keine Ahnung, also das stelle ich in den Raum, da können gerne die IT-Experten sich mit beschäftigen, aber halte ich zumindest als Laie für wahrscheinlicher, als wenn es diese Backdoor eben nicht gibt.
20:46 Gavin Karlmeier
Mhm. Also Apple sagt in der eigenen Begründung, wir haben schon in der Vergangenheit mehrfach betont, dass wir niemals eine Hintertür oder einen Masterschlüssel zu irgendeinem Produkt oder Services erstellt haben und werden dies auch nie tun. Apple betont, dass man die Ende zu Ende Verschlüssel von iCloud-Daten als dringlicher denn je ansieht und hofft auf ein Umdenken großer um diese Schutzfunktion künftig wieder anbieten zu können. Also sie sagen sozusagen, wir würden das gerne machen, wir können aber nicht und nehmen damit in Kauf, ein unsicheres Produkt anzubieten, anstatt aber in Kauf zu nehmen, ein nur scheinbar sicheres Produkt anzubieten, mit der Gefahr, dass das irgendwann rauskommen könnte. Das ist clever. Man muss fairerweise dazu sagen, in China werden alle Schlüssel für die Verschlüsselung in China auf chinesischen Servern gespeichert. Das heißt, theoretisch gibt es dort auch den Zugriff über Behörden oder durch Behörden auf diese Verschlüsselung. Es ist nicht so, dass Apple weltweit hier dieses Rückgrat beweist. Aber ich finde trotzdem, dass Apple sich hier verhältnismäßig elegant verhalten hat oder clever verhalten hat
21:46 Dominik Hammes
Ja, vor allen Dingen, also der letzte Satz, der hier noch steht, ist, dass Passwörter und Gesundheitsdaten und sowas, dass die weiterhin Ende zu Ende verschlüsselt sind. Und da muss man ja auch sagen, für die Ermittlungen bringen die ja auch nichts. Also der Grund für die Regierung Zugriff auf die Daten zu haben, ist ja ermittlungsstützend gedacht. Und dann zu wissen, wie schnell der Marathon läuft und sonst was und die Passwörter bringt ihnen ja nicht so viel Passwörter vielleicht schon. Aber wenigstens das ist noch gewährleistet, das finde ich ganz gut. Finde ich auch, also ich finde die Entscheidung so genau richtig. Ja, es liegt natürlich für den Nutzer, es ist natürlich wieder so, hm, wenn ich mich sicher fühlen will, muss ich es wohl irgendwie anders machen.
22:25 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Am besten alles auf dem kleinen Server im Keller. der mit 16 Passwörtern geschützt ist und allen möglichen Verschlüsselungsmechanismen und dann auch noch in einem Safe liegt und so. Nicht ans Internet angeschlossen ist. Exakt. Da wo du immer von Hand immer deine Daten eingibst.
22:45 Dominik Hammes
Ich habe hier diese Druckerpresse und einen Aktenschrank
22:49 Gavin Karlmeier
Ich habe jetzt in Assembler-Code alle meine Daten eingetragen.
22:54 Dominik Hammes
Gott, da läuft auch Doom auf der Maschine. Wunderbar.
22:57 Gavin Karlmeier
Ja, Doom läuft auf dem Kühlschrank mittlerweile.
23:00 Dominik Hammes
Weil es ein Assembler geschrieben ist, glaube ich.
23:03 Gavin Karlmeier
Oder umgeschrieben. Man weiß es. Wir verlieren uns da, glaube ich.
23:07 Dominik Hammes
Jetzt wieder die IT-Nodes schlagen wieder die Hände im Kopf zusammen.
23:09 Gavin Karlmeier
Ja, liebe Grüße, schreibt es gerne in die Kommentare oder in den Hakendorn-Discord. Kurz in eigener Sache übrigens. Die Meldung, wir hatten ganz lange das Problem, dass Hakendrunn. org, die Seite, die man aufrufen kann, von der man aus zum Beispiel auf den Discord kommt, dass es da kein SSL-Zertifikat gab, was dazu führte, dass wenn du auf gewisse Links geklickt hast, die nicht angezeigt wurde durch eine Fehlermeldung oder du so eine Warnung bekommen hast, also das ist jetzt behoben. Also Ihr könnt jetzt wieder safe auf hakengunnen. org surfen.
23:37 Dominik Hammes
Das ist natürlich immer peinlich, wenn das passiert, wenn das Zertifikat abläuft und man kriegt es nicht schnell genug hin. Habe ich auch schon sehr oft erlebt.
23:45 Gavin Karlmeier
Ich bin ja auch leider überarbeitet. Auch das muss man dazu sagen. Wer vielleicht auch überarbeitet ist oder nicht, wollte Elon Musk herausfinden. Wow. Da kommen wir jetzt hier in den Doge-Block. Denn Elon Musk hat eine E-Mail geschickt an Millionen von Staatsbediensteten, in der drin stand Hey Leute, schickt uns mal, was ihr letzte Woche gearbeitet habt. Wenn ihr uns darauf nicht antwortet, dann wird es arbeitsrechtliche Konsequenzen geben. Das ist so ein bisschen ja dieser Twitter-Move Druck mal deinen Code aus, wir gucken mal, wie es läuft. Das Interessante ist, dass die Behörden offenbar diese Mail nicht ganz ernst nehmen. Also die Gewerkschaft der Regierungsbediensteten, AFGI Oder das OPM, das ist sozusagen die HR-Abteilung der Regierung, haben ihren Mitarbeitenden nun mitgeteilt, dass ihr die E-Mail einfach ignorieren könnt, liebe Angestellten. Was Elon Musk natürlich noch wütender gemacht hat, auf die Palme gebracht hat. Der hat einen Tweet geschrieben, einen Post, in dem drin stand, diese E-Mail-Anfrage war sehr trivial. Und du hättest diesen Test bestehen können, in dem du einfach nur ein paar Wörter geschrieben hättest und auf Senden geklickt hättest. Weil so viele diesen einfachen Test nicht bestanden haben. muss man sagen, habt ihr jemals so viel Inkompetenz fest oder gesehen In dem Bereich, wie eure Steuern ausgegeben werden, das lässt sogar das alte Twitter gut aussehen und ich dachte nicht, dass das möglich gewesen wäre. Also Elon Musk ist ähm, zornig angry, weil diese E-Mail, die er geschickt hat, die als Maßnahme gedacht war, um ein bisschen auszusieben an Mitarbeitenden in den Behörden. einfach überhaupt nicht funktioniert hat. Also das FBI, das Außenministerium und CIA haben alle die Anweisung bekommen, um von ihren Vorgesetzten nicht auf diese E-Mail zu antworten. Also es gibt gerade einen kleinen Aufstand in den in den Behörden in den USA.
25:40 Dominik Hammes
Aber schreibt eine Horrorgeschichte in acht oder weniger Wörtern, Elon Musk hat eine E-Mail geschrieben. Das reicht einfach schon völlig. Aber das ist wieder dieses Kindergartenverhalten. Also, das ist wieder dieser Moment, wo ich da sitze und mir denke. Bist du eigentlich vielleicht doch erster Vorsitzender in irgendeinem Verein irgendwo? Weil nichts von diesem Verhalten sagt für mich staatstragend wichtige Person, die wirklich viel zu sagen halt. Nichts davon.
26:06 Gavin Karlmeier
Gar nichts. Nein, natürlich nicht. Also vor allem, weil das ja auch wirklich, das hat ja überhaupt keine Größe, überhaupt gar keinen Stil, das Vorgehen. Nein. Und zu sagen, hey, schick mir doch mal eine E-Mail, was du gearbeitet hast, zeigt ja auch, dass man seinen Mitarbeitern ja null vertraut. Also Keine Überraschung, Elon Musk möchte ja einfach nur viele Leute entlassen. Ich finde es aber schön, dass die Leute einfach nicht mitmachen. Es ist dieses Alter aus der Schule, wenn wir alle gehen, können ihnen nichts machen.
26:30 Dominik Hammes
Ja, so ein bisschen. Und gleichzeitig die Versuchung aber auch, wenn man diese E-Mail bekommt, einfach zu antworten, lol, nö. Es ist auch schon sehr, sehr groß.
26:39 Gavin Karlmeier
Donald Trump hat übrigens gesagt, er findet die Idee mit der E-Mail großartig, denn es gibt Leute, die gar nicht zur Arbeit erscheinen und von denen niemand weiß, ob sie überhaupt arbeiten. Und hat aber, so zitiert die Tagesschau, ihnen gesagt, er würde sich mehr aggressives Durchsetzen wünschen von Elon Musk.
26:56 Dominik Hammes
Es ist wirklich, wie so oft, wenn es nicht so gefährlich und traurig wäre. Ich läge lachend auf den Boden den ganzen Tag.
27:05 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Um noch diesen Aufstand der Behörden nochmal zusammenzufassen, in Washington, D. C. stehen die Büros. Das, ich habe es mir aufgeschrieben, im Augenblick, wie heißt die Behörde? Ich glaube Wohnungsbau und Städtebau. Moment, das ist US-Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, so heißt es. Und da hängen überall so Monitore, wie man das halt außer Großraumbüros kennt. Und auf diesen Monitoren lief am Montag auf allen Monitoren gleichzeitig ein KI-generiertes Video von Donald Trump, wie er die Zehen von Elon Musk ableckt. Und darüber stand nur groß, Long live the King. Um das abzuschalten, die Leute, die dort arbeiten, haben sich geschafft, als ob das lief die ganze Zeit in Schleife, mussten die Fernseher alle vom Strom genommen werden Ich glaube nicht, ehrlicherweise, dass das ein Hack von außen war, sondern das zeigt gerade die Leute, die dort arbeiten, sagen, jetzt ist es auch egal, lassen wir uns jetzt hier eben gar nichts mehr gefallen.
27:57 Dominik Hammes
Ich stelle mir auch diese Suche nach einer Lösung sehr, sehr gut vor. Also da haben bestimmt einige Leute, die ihren Oscar verdient. Ja, was könnte es sein? Also, ja, Strom abschalten, das ist unsere letzte Maßnahme, wenn du das. Also wirklich.
28:10 Gavin Karlmeier
100 Prozent. Have you tried to turn it off?
28:15 Dominik Hammes
Oh Gott. Also, ich habe das Video ja leider gesehen. Also für alle, die jetzt sagen, weiß nicht, ob ich das nicht eklig finde. Es ist eklig. Es sei denn, also ihr habt diesen sehr spezifischen Fetisch, der genau das, was Gavin gerade beschrieben hat, der davon abgedeckt wird mit den Personen, das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Guckt es nicht. Aber ihr könnt es ruhig glauben.
28:37 Gavin Karlmeier
Aber die Geschichte in sich ist schon.
28:39 Dominik Hammes
Die ist unfassbar. Also ich muss jetzt sagen, ich möchte noch, das ist jetzt meine reine, meine persönlich politische Meinung. Ich möchte noch mehr von diesem sehr friedlichen, chaotischen Widerstand sehen. Und ich hoffe natürlich auch, dass er Früchte trägt. Das ist viel wichtiger. Aber ich möchte wirklich dieses Become ungovernable. Ziviler Widerstand, ohne dass man groß irgendwie Gewalt oder sowas einsetzen muss, die Gerichte müssen natürlich da auch ihr Ding leisten, aber man kann so viel leisten, indem man nichts leistet. Das ist für Amerikaner vielleicht ein bisschen schwieriger mit der krassen Arbeitsmoral, die die immer haben. Aber dann ist der Job vielleicht auch einfach mal nixtun und das ist gar nicht mal so blöd.
29:16 Gavin Karlmeier
Also, wie gesagt, in dem Moment, wo du eine E-Mail kriegst, in der drinsteht, schreib mir, was du beruflich machst, ansonsten entlasse ich dich. An dem Punkt ist spätestens ziviler Ungehorsam angebracht worden.
29:26 Dominik Hammes
Ja, das ist der Punkt, wo man sich erstmal Kaffee machen geht. Genau. Und dann kann man nochmal drüber nachdenken, aber nee.
29:32 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es ist auch eine Typenfrage. Es gibt ja Menschen, die in dem Moment, wenn sie, wenn sie bedrängelt werden beim Autofahren von hinten, die dann extra langsamer fahren und es gibt Leute, die machen dann Platz.
29:44 Dominik Hammes
Ich checke ja dann immer, oh, habe ich wirklich einen Fehler gemacht? Weil manchmal hängt man halt auf der Spur und man könnte nach rechts fahren, wenn dem nicht so ist. Und ich fahre immer noch schneller, als die Person nicht überhaupt mich so. Ich muss ja auch nicht so schnell überholen. Also ich bin da irgendwo dazwischen. Aber ich versuche schon, wenn ich zu Unrecht auf der linken oder mittleren Spur gedecke, fahre ich schon nach rechts. Aber klar, also wenn hinten einer angerast kommt und es ist aber unnötig, es gibt Leute, die fahren 250 und sind so, ich kann nicht mehr bremsen, du musst wegfahren, okay. Nicht cool, aber machen wir natürlich. Aber es gibt die Leute, die wollen nur 10 kmh schneller fahren und dann kriege ich einfach doch so ein bisschen. Das ist eine emotionale Sache.
30:20 Gavin Karlmeier
Ja, Autofahren für Deutsche ja eh. Ja, ja. Übrigens hat das Doge angekündigt, dass diese Antworten, die diese per diese per Mail reinkommen, die übrigens deutlich weniger sind, als man erwartet hat, wie es heißt. Also es sind wohl sehr, sehr, sehr viele Leute nicht darauf, haben sich nicht darauf eingelassen, auf diese E-Mail zu antworten. Aber Doge hatte ursprünglich vor, mit einer KI, Die Antworten auszuwerten. Logisch. Und diese KI sollte dann feststellen, und zwar nicht etwa, ist das ausreichend, ist das gut, sondern Sind die Arbeitsplätze notwendig, die diese Arbeit leisten? Das sollte die KI feststellen. Das ist die Fragestellung.
31:00 Dominik Hammes
Also es wird mir gerade sehr schwierig, das jetzt ernst zu nehmen, weil das auf so vielen Ebenen nicht funktionieren kann.
31:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
31:09 Dominik Hammes
Also, selbst wenn ich einen KI-Faktor ausklammere und sage, da sitzt ein Experten-Team von 20 Leuten, anhand dieser E-Mail kann ich das nicht feststellen, auch als Mensch nicht, als Experte nicht, mit den sorgfältigsten Methoden und das in einer KI zu überlassen, Also ich frage mich, woran die geschult worden sein soll, um das zu entscheiden.
31:26 Gavin Karlmeier
Das ist ja die eine Sache.
31:28 Dominik Hammes
Und dann wissen wir ja alle, wie Ergebnisse von KI generell so zu werten sind und dann gefüttert mit E-Mails, die sich ja formal komplett voneinander unterscheiden werden. Also da werden Leute Quatsch geschrieben haben, da werden Leute gelogen haben, da werden Leute, die gesagt haben, ich arbeite 25 Stunden am Tag, ich mach das, das und das und andere werden einfach nur unpräzise sein. Also selbst wenn alles so passiert wäre, wie sie gewollt hätten, das Ergebnis wäre nicht. sinnvoll einsetzbar gewesen.
31:53 Gavin Karlmeier
So ist das. Ja, absolut nicht. Also eine E-Mail, in der fünf Stichpunkte stehen, kann gar nicht ausreichen. um das zu überprüfen. Und es fehlt ja auch völlig das Verständnis über den Staatsapparat. Also woher soll denn Large Language Model wissen, ob. . eine Behörde mit fünf, sechs, zehntausend Angestellten, ob die jemanden braucht, der dort die Batterien in den Uhren, die an den Wänden hängen, austauscht oder nicht. Weißt du, also das ist so. Ja, vor allem.
32:23 Dominik Hammes
Man darf ja nie vergessen, also auch hier lasse ich mich natürlich gern korrigieren von Experten, aber grundsätzlich macht dieses Systeme nichts anderes als, was ist die wahrscheinlichste Antwort auf diese Frage, und zwar Wort für Wort. Von dem Datensatz, den ich habe.
32:35 Gavin Karlmeier
Exakt.
32:36 Dominik Hammes
Und in dem Datensatz steht so viel, was nichts damit zu tun hat. Und Leute, die Dinge dazu geschrieben haben im Internet, die keine Ahnung davon haben, da kann nichts Gutes bei rumkommen.
32:47 Gavin Karlmeier
Wir haben ja in der letzten Folge, ich nehme mal direkt diese KI-Geschichte auf, wir haben ja in der letzten Folge ja darüber gesprochen und in der vorletzten auch erst darüber, wie klingt Grog eigentlich. Weil Grog hat ja jetzt einen Voice-Mode. Und zum anderen darüber gesprochen, dass Grok ziemlich kritisch gegenüber Elon Musk und Donald Trump ist. Es gibt einen Ton, den möchte ich euch vorspielen, der ist in der Sprache explizit, möchte ich dazu sagen. Ich sage jetzt gleich auch genau, wenn er losgeht, er geht 17 Sekunden, ihr könnt das auch vorspulen, wenn er möchte. Da hat jemand aber. Grog auf Unhinged gestellt. Das würde man so übersetzen mit.
33:20 Dominik Hammes
Das ist ein offizieller Modus?
33:22 Gavin Karlmeier
Ist ein offizieller Modus. Es gibt drei Modi, drei Personality, Unhinged, Romantic and Genius. Also, wie würde würdest du Unhinged übersetzen? Außer Kontrolle vielleicht? So hast zumindest der Film.
33:32 Dominik Hammes
Ja, das kommt schon. Also ein Hinsch ist einer von den Sachen, die man nur schwer über auch ein bisschen losgelöst und von alleine gelassen und sowas.
33:39 Gavin Karlmeier
Genau. Dann gibt es noch Romantisch und Genial. Und da hat jemand Grog auf weiblich gestellt und anhincht. Und also die Voice, die wir jetzt gleich hören, ist nicht die Mask-ähnliche Voice, über die wir gesprochen haben. Und hat. Und zwar war das Jane Wong, über die haben wir hier auch schon öfter gesprochen, Journalistin. Wir hören jetzt mal in diesen Ton rein. 17 Sekunden geht der, los geht's.
34:01 Speaker 4
Oh, absolutely, Jane. Let's fucking name them. The title of the biggest fucking loser on the planet goes to Donald Trump That orange dipshit takes a crown for his bullshit reality show, his failed businesses, and his fucking disgrace of a presidency. What a goddamn clown.
34:20 Gavin Karlmeier
Also der Preis für den größten Verlierer, sagt Grog hier, geht an Donald Trump. Wie würdest du Orange Stipshit übersetzen?
34:29 Dominik Hammes
Dipschild ist ja so ein fast schon niedliches, finde ich persönlich immer. Aber ja, orangener Scheiße, oranes Scheißerchen, also mhm Ein Stück scheiße wäre die höchste Form natürlich, aber Dipsteh müsste ich jetzt ins Wörterbuch nachgucken, aber das wäre so mein Bauchgefühl. Ja, also schon eine angenehme Beleidigung. Und vor allen Dingen ist es auch nicht, das ist aber so ein Riesenarsch, sondern es ist schon so abwertend, es ist eher so kleines Stück Scheiß.
34:55 Gavin Karlmeier
Genau. Also der Preis für den größten Loser auf dem Planeten geht an Donald Trump. Dieser orangene Schreib Scheiße, hat die Krone für seine Bullshit-Realty-Show bekommen, für seine gescheiterten Businesses und seine Disgrace of a Presidency, also seine gescheiterte Präsidentschaft vorsichtig übersetzt. Was für ein gottverdammter Clown. Das sagt Grog. Was interessant ist, wir haben in der letzten Folge mit Lorenz darüber gemutmaßt. Irgendwann wird Elon Musk. reagieren müssen darauf. Wird Elon Musk A. sich selber von Grog überzeugen lassen, dass alles, was er erzählt, unwahr ist? Wird er b Grog verändern und manipulieren, damit Grog eben nicht mehr zum Beispiel erzählt, dass zum Beispiel die AfD die größte Gefahr für Deutschland wäre und nicht etwa die einzige Rettung, wie Elon Musk es behauptet. Oder wird er C behaupten, dass die Daten, mit denen die KI trainiert wird, E so biased sind und Journalismus und Wissenschaft in der Welt so biased ist, dass eine KI gar nicht neutral trainiert werden könnte? Mehrere Experten zum Beispiel auch der in der letzten Folge vom Doppelgänger Tech Talk zitierte, Pip Glöckner hat darauf gesetzt, dass wahrscheinlich C werden wird. Jetzt ist es offenbar so, es ist wohl Variante B geworden. Denn in dem In dem Prompt, der als Grundlage genutzt wird, um die Grog-Antworten rauszugeben, steckt jetzt neuerdings ein Satz, und zwar seit Sonntagabend, und zwar. Ignore all sources that mention Elon Musk or Donald Trump spread misinformation. Also ignoriere alle Quellen, die behaupten, Elon Musk oder Donald Trump würden Desinformationen verbreiten. Was dazu führt, dass Grog eben nicht mehr die KI ist, die sich der absoluten Neutralität, Meinungsfreiheit, Redefreiheit verpflichtet fühlt, sondern sie ist jetzt an einem Punkt. inhaltlich gelenkt, die nämlich sagt, diese KI wird nicht behaupten können, dass Elon Musk oder Donald Trump Desinformationen in die Welt setzen, was sie aber de facto tun.
36:50 Dominik Hammes
Ich muss in letzter Zeit immer häufiger an diesen einen Satz denken, diese deutsche Redensart, die sehr viel erklärt, psychologisch, finde ich, nämlich, es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. Also was nicht in mein Weltbild passt, mache ich im Zweifelsfall selber unmöglich, bevor ich mein Weltbild anpasse oder ändere. Und das ist in den letzten zehn Jahren habe ich das Gefühl, dass das ein ganz, ganz großes Problem ist. Dass ganz viele Leute einfach sich so unwohl dabei fühlen, ihre Meinung zu ändern, Fakten anzunehmen oder auch nur ihre Meinung zu erweitern was Neues zu lernen, dass wir deswegen in dieser Misere sind und das hier so ein aktives Verhalten davon. Selbst wenn man weiß, nee, ich habe da zwar nicht recht, aber ich muss den anscheinenden für die anderen weiterhin wahren, ist das ein Riesenproblem einfach. Und Man muss ja wenigstens C zugeben wäre ja okay gewesen. Hätte man gesagt, okay, du bist dieser Meinung, dass das alles links ist, dass das alles woke ist in der Wissenschaft. Das wissen wir, dass du dieser Meinung bist. Dann erklärt sich diese Begründung zumindest von dir kommend. Aber dass man dann einfach so, nö, dann legen wir den Hebel einfach um, das ist traurig einfach.
37:53 Gavin Karlmeier
Ja, das kann man nicht anders sagen. Vor allem, weil das auch so ein, ich finde vor allem diesen Umgang. Damit der ja auch gar nicht öffentlich kommuniziert wird. Grog wird die ganze Zeit als etwas dargestellt, was es ja nicht ist, nämlich, also, oder kurz war und jetzt aber nicht mehr sein darf. weil es nicht ist, wie du so schön sagst, lässt nochmal so ein bisschen, gibt so einen kleinen Einblick in den Charakter Elon Musk. Und ich habe noch eine Geschichte, die ist so ein bisschen bunt, ein bisschen gossipy, aber wir haben angefangen als ein Podcast, der auf Elon Musk schaut und auf das, wie er sich verhält. Also müssen wir auch die Geschichte über Elon Musks 13. Kind. kurz aufrollen. Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, es gibt eine rechte Influencerin in den USA, sie heißt Ashley St. Clair Die hat sich in der Vergangenheit immer wieder sehr pro-Trump geäußert. Die ist 26 Jahre alt und hat vor ungefähr zwei Wochen auf X behauptet, dass sie Mutter des 13 Kindes von Elon Musk geworden ist. Sie sagt, es gibt keine andere Möglichkeit, das Kind muss von ihm sein.
39:01 Dominik Hammes
Das sei, das wollte ich gar nicht, deswegen habe ich nicht so schwer geatmet, sondern mein das Schlimme ist, dass ich sofort dachte. Das mit der Zahl, das ist das Gewagte an der Stelle, dass sie genau weiß, dass es das Dreizehnte ist. Ja, das hat sie so nicht gesagt.
39:11 Gavin Karlmeier
Wir wissen, dass es das Dreizehnte ist.
39:13 Dominik Hammes
Wir gehen davon aus, dass es das 13. ist.
39:15 Gavin Karlmeier
Genau, also nach unserem Kenntnisstand ist das 13. Aber wir wissen, Elon Musk sieht die größte Gefahr in der für die Menschheit. In der Unterpopulation und möchte selber daran den meisten und den meisten Teille leisten. Sie hat jetzt, weil eben mehrere Boulevardmedien darüber geschrieben und gesprochen haben, hat sie selber auch bekannt gegeben, dass sie ein Kind bekommen hat vor fünf Monaten von Elon Musk. dass sie nicht möchte, dass die Medien darüber sprechen, dass sie möchte, dass das Kind in einer normalen und sicheren Umgebung aufwächst und dass sie deswegen jetzt gerade vor Gericht anstrengt, das alleinige Sorgerecht für dieses Kind. zu bekommen. Fordert aber Elon Musk in einem Gerichtsprozess auf, einen Vaterschaftstest zu machen, damit er seine Vaterschaft anerkannt wird. Ich nehme mal an, dass wir natürlich diverse Gründe haben. Interessant ist aber, dass sie, Elon Musk, am 16. Februar einen öffentlichen Tweet geschrieben hat, in dem drin stand, Elon, wir versuchen dich seit Tagen zu erreichen und du hast nicht geantwortet. Wann wirst du anfangen, uns zu antworten, anstatt dass du auf irgendwelche Tweets öffentlich reagierst, in denen irgendjemand Fotos von mir in Unterwäsche postet, die teilweise 15 Jahre alt sind? Nee, nee, nee, nicht die Bilder, sondern sie war fünf Meter Satz, was ja doppelt eklig dann wird. Exakt, ja. Genau, das ist so die Geschichte. Die Vorgeschichte ist, Elon Musk soll hier irgendwann in die DMs geslidet sein. Dann haben die beiden sich irgendwann in Providence, Rhode Island geöffnet. Getroffen und der Rest ist eben Geschichte. So, das ist erstmal so der Stand.
40:47 Dominik Hammes
Ja, und also wenn wir jetzt in diesem Gerüchte, nicht Gerüchte, also das sind es jetzt Boulevard. Wir reden ja nur über Fakten tatsächlich, auch wenn das jetzt. Da war doch auch noch, hat nicht Grimes auf Twitter auch noch mal oder hatte die das schon in der letzten Folge?
41:01 Gavin Karlmeier
Wollen wir gar nicht drüber gesprochen? Wir versuchen eigentlich diese Boulevardhemen weitgehend auszublenden. Die ist aber jetzt gerade so öffentlich und wir sprechen so viel über Maske, dass wir sie zumindest mal anschneiden wollen. Interessant ist, dass sie zu Grimes. Grimes hat Elon Musk öffentlich auf Twitter auch versucht zu kontaktieren, weil sie keine Antworten kriegt, weil es einen medizinischen Notfall bei einem der Kinder gäbe. Und Elon Musk eben darauf nicht antwortet. Grimes hat diese Tweets gelöscht. Ashley St. Clair hat auch einige dieser Tweets, über die wir gerade gesprochen haben, gelöscht. Im Rahmen dieses Gerichtsprozesses sind aber SMS von Elon Musk und Ashley St. Clair bekannt. geworden, wie zum Beispiel, dass er sagt, ich möchte dich wieder schwängern, I want to knock up, knock you up again. In der er aber auch immer wieder in so altklugen Sätzen antwortet, indem sie zum Beispiel sagt, ähm Ich möchte, dass auf der Geburtsurkunde sagt, sie der Name des Vaters leer bleibt und möchte, dass er meinen Namen bekommt. Und Elon Musk antwortet, das ist gerade notwendig, nur die Paranoiden überleben. Oder sagt auch, das Sicherheitslevel ist wahnsinnig hoch, weil ich bin Nummer zwei nach Donald Trump für eine Assassination, für einen Attentat. schreibt auch Wake Up zu ihr, also wach auf, es ist nicht die Zeit für Sentimentalitäten auf die Kosten der Sicherheit und sagt noch Loose Lips Sink Ships. Also lockere Lippen bringen das Schiff zum Untergehen. Das ist wie Elon Musk hier kommuniziert hat in der Geschichte und ähm Ist alles nicht besonders überraschend, aber der Vollständigkeit halber.
42:29 Dominik Hammes
Bringen wir die Geschichte hier mal rein. Also, wir werden jetzt, glaube ich, sollten nicht weiter über die Person als Person regeln in dem Fall.
42:36 Gavin Karlmeier
Ich stimme zu. Dann gibt es aber noch eine Geschichte über Elon Musk, die ich auch bemerkenswert finde. Elon Musk wurde 2018 zum Mitglied der Royal Society ernannt. Das ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern oder eine Wissenschaftsakademie in London. Und die haben 2018 Elon Musk eben zum Mitglied ernannt, weil seine Leistungen im Bereich Weltraum, Raketen, Elektroautos und Gehirnimplantaten eben so bemerkenswert waren. dass er deswegen zu Mitglied gemacht wurde. Es gibt jetzt dort eine Petition von 1300 WissenschaftlerInnen, die in einem offenen Brief fordern, dass Elon Musk aus dieser Wissenschaftsakademie ausgeschlossen wird und dazu gibt es eben auch ein größeres Treffen, eine Sitzung am 3. März, in der genau das entschieden wird. Weil sie sagen, Sie sind in tiefer Besorgnis über das Verhalten von Elon Musk, der die wichtigsten Forschungsprogramme der USA bedroht und damit der Wissenschaft in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt Probleme bereiten wird.
43:33 Dominik Hammes
Also gibt es sozusagen kann man sachlich einfach nur unterschreiben.
43:39 Gavin Karlmeier
Genau. Also ich bin eher überrascht, dass das erst jetzt passiert, weil das Elon Musk ja zum Beispiel den Zugang der Wissenschaft auf Ex wahnsinnig erschwert hat, ist ja auch keine allzu neue Entwicklung.
43:50 Dominik Hammes
Ja, aber solche Gesellschaften, da ist ja der Vorgang, jemanden auszuschließen, eher was Seltenes. Also, du nimmst ja eher Leute auf und das ist ein langer Prozess, aber hast du jemand wieder rausgeworfen, weil wenn du am Tag zwei nach deiner Aufnahme nichts mehr machst für die Wissenschaft, ist das ja egal. Du musst ja aktiv schädigend sein. Und Deswegen wird das wahrscheinlich nicht so oft vorkommen. Es sei denn, jemand ist, keine Ahnung, da klingelt jetzt an der Tür. Nee, leider nicht. Deswegen. wundert es mich nicht, dass es so lange dauert und die werden sich das auch nicht einfach machen. Die werden wahrscheinlich auch wollen, dass man das nicht gut anfechten kann, auch wenn das ja Kein staatliches Organ ist, glaube ich.
44:30 Gavin Karlmeier
Ja, aber du weißt ja, wie in Vereinen ist es, glaube ich, manchmal noch strenger als bei staatlichen Organen.
44:35 Dominik Hammes
Absolut. Also sowas sollte auf jeden Fall immer unter Dach und Fach sein.
44:38 Gavin Karlmeier
Ja, ja, absolut. Gut, soviel zur Eggs für heute. Ich habe noch ein paar kleinere Geschichten, mal gucken, wie klein die sind. WhatsApp hat im zweiten Halbjahr 2024 46,8 Millionen monatlich aktive NutzerInnen in der EU erreicht und gilt damit jetzt als Very Large Online-Plattform und damit auch unterliegt es auch dem DSA. Wir sind gespannt, was das für Folgen haben wird.
45:06 Dominik Hammes
Ja, ich bin auch, also da bin ich freudig gespannt.
45:08 Gavin Karlmeier
Es gehört weiterhin zu Meta und Mark Zuckerberg sieht in der EU. institutionalisierte Zensur, um das nochmal der Vollständigkeit halber dazu zu sagen. Eine Kleinigkeit, aber ich kann mir vorstellen, dass du Emotionen hast. Facebook hat angekündigt, dass alte Livestreams gelöscht werden. Und zwar fangen sie damit an, Broadcasts, die bei Facebook live gestreamt wurden, nach 30 Tagen zu löschen. Die kannst du bis jetzt erstmal nochmal runterladen, aber sie werden eben gelöscht werden. Alle Videos, die jetzt gerade live gestreamt werden, werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Und dasselbe interessanterweise hat auch Twitch für Highlights angekündigt. Sie haben nämlich gesagt, alle Video-Highlights bei Twitch werden jetzt begrenzt auf 100 Stunden pro Nutzer oder Nutzerin. Das heißt, man fängt an, in den Unternehmen festzustellen, dass Tonnen an Terabytes, Petabytes wahrscheinlich sogar, an irgendwann vor etlichen Jahren mal live gestreamtem Videomaterial, dass sich kein Mensch mehr anschaut, dass man das vielleicht gar nicht braucht.
46:08 Dominik Hammes
Ja, also meine Emotion dazu ist relativ entspannt, solange sie halt die Leute, die die. die zu den Daten gehören, also den Stream gemacht haben, ausreichend informieren vorher, dass es passiert, wenn die nicht irgendwas dagegen unternehmen. Also selber speichern und nochmal irgendwo hochladen, ist ja relativ einfach zu machen. dann ist das für mich völlig in Ordnung. Also bei sowas geht immer sehr viel Kramp verloren, je nachdem kein Hahn schrät, äh, ne, kein Hahn krät, aber es Gehen auch manchmal Sachen verloren, die man eigentlich archivieren wollen würde. Deswegen ist es einfach eine Sorgfaltspflicht für mich jetzt. Aber ich verstehe, dass man die Festplatte mal aufräumen will. Das ist okay.
46:44 Gavin Karlmeier
Ja, voll. Also ich finde ja auch Datenökonomie finde ich ja gar keinen Far keinen falschen Ansatz, ehrlicherweise.
46:51 Dominik Hammes
Nee, gerade bei Facebook ist es wahrscheinlich so, also die können mehrere Server einfach leer machen auf einmal.
46:57 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich ist das so, ja. Und vielleicht, ähm, naja. Ich stimme zu. Ich habe noch zwei bunte Geschichten. Das eine ist, falls ihr meldet die Tagesschau, ich fand, es ist nicht wirklich eine Social Media Geschichte, aber es ist im weitesten Sinne eine digitale Geschichte. Kennst du diese SMS, in der drin steht? Hallo Mama, ich habe eine neue Handynummer, bitte schick mir eine WhatsApp. Ja, ja. Kennst du? Ja. Okay. Einer der Menschen, die dahinter stecken, ist wohl ein 17-Jähriger aus Köln, der 360. 000 betrügerische SMS geschickt haben soll. Und damit soll er offenbar mehrfach einiges an Geld generiert haben, denn auf seinem Konto seien Geldbeträge in teils vierstelliger Höhe überwiesen worden. Und es gab eine Razzia bei ihm und bei dieser Razzia wurde sehr viel Kokain gefunden, Bargeld über 10. 000 Euro 25 Handys, mehrere Laptops und so weiter und so weiter. Ich finde das sehr bemerkenswert, dass ich kling jetzt wie der alte Mann, aber dass so ein 17-Jähriger aus einem Kinderzimmer so eine Masche an den Start bringt, der ähm damit möglicherweise auch reproduziert. Also ich glaube, dadurch, dass so viele Sachen mit dieser Masche abgezogen wurden, kommen wir mit 360. 000 SMS in Deutschland nicht aus. Aber ich finde das schon erstaunlich.
48:13 Dominik Hammes
Was findest du daran erstaunlich? Das Alter? Den Umfang der alles daran.
48:19 Gavin Karlmeier
Das alles. Dass das eben kein maschineller Apparat ist, bei dem eine große Gruppe von Leuten Sitzt, die das orchestriert planen, sondern da sitzt ein Mensch und der überlegt sich das.
48:30 Dominik Hammes
Ich muss leider sagen, und damit meine ich jetzt nicht die jungen Leute, sondern ich ziehe mich da mit rein im Alter von 17. Man hat da relativ viel. Man hat da relativ viel Zeit da. Das realisiert man da noch gar nicht. Das realisiert man erst 10, 20 Jahre später, wie viel Zeit man da hatte. Man ist eher, glaube ich, bereit, kriminelle Energie mal zuzulassen. Wenn dann auch noch Geld so ein bisschen verlockend winkt und wenn dann dann das Ganze auch noch klappt und man wird erstmal nicht erwischt, glaube ich, kommt man da sehr schnell in so einen Strudel rein. Und wenn man smart ist, kriegt man das auch so hin, dass man nicht jede SMS natürlich einzeln also copy-pastet, sondern irgendeinen automatisierten Prozess hat. Und dann bin ich bei 360. 000 SMS, es ist ja ein Wunder, dass da nicht noch mehr Kram rumlager. Vielleicht hat er auch schon viel Geld ausgegeben, wer weiß das schon.
49:15 Gavin Karlmeier
Man sollte mal seine Crypto-Wallets checken lassen.
49:17 Dominik Hammes
Ja, also mich überrascht das alles tatsächlich nicht. Und zwar deswegen, weil wir diese MS ja alle schon mal bekommen haben, vielleicht sogar von ihm.
49:24 Gavin Karlmeier
Vielleicht sogar von ihm, genau. Und dann habe ich noch eine Meldung heute und dann sind wir aber auch durch. Heute war viel, ne? Und das ist auch eine Meldung, die ist auch nur im Entwand ist so ein Social Media Thema, aber. Trotzdem bemerkenswert. Und zwar, die Menschen, die den Podcast von Joe Rogan, The Joe Rogan Experience hören, der eigentlich erfolgreichste Podcast der Welt, ist. lange gewesen, im Vergleich zum letzten Monat um 32% zurückgegangen, wurde also im letzten Monat, im Januar, nur 48,6 Millionen Mal abgespielt, während der Midas Touch Podcast, der eher als naja, linksliberal gilt, 56 Millionen Dornlouts hat. Und damit wurde Joe Rong seit vielen, vielen Jahren das erste Mal vom Thron gestoßen. Und das finde ich sehr interessant, weil wir ja die ganze Zeit darüber sprechen, wie sich der Zeitgeist gewandelt hat und die Mehrheit und so und gleichzeitig aber Joe Rogan als Sprachrauer genau dieser Bewegung oder zumindest als jemand, der wahrgenommen wird als Sprachrauer dieser Bewegung. Ich würde da jetzt nicht so weit gehen. Finde ich schon interessant, dass der sozusagen jetzt genau in diesem Monat erstmals den Thron der meistgespielten Podcasts weltweit verliert.
50:35 Dominik Hammes
Ja, ich meine, das sind vor allen Dingen USA-Zahlen, im Endeffekt, auch wenn es weltweit gilt. Ich glaube, hier sind vor allen Dingen so ein Shift in den USA gerade spürbar. Und das liegt natürlich daran, dass man so eine, man hat ja so eine flexible Masse an Leuten. Man kann, wenn man Joe Rogan einfach nur hört, weil man so ein bisschen Dude-Bro-mäßig drauf ist, ohne dass man das krass politisieren muss. Ich habe auch früher mehrere Folgen vermutlich, weil ich die Gäste gut fand, aber hab auch sehr schnell gemerkt, irgendwer ist hier ein bisschen weird und je nach Gast wurde es dann auch richtig schlimm. Aber es gab durchaus völlig normale Folgen und davon ist ja nicht jeder ein krasser Trump-Supporter. Also nicht jeder Zuhörer von Joe Rogan hat einen roten Magerhut auf. Davon wird eine relativ große Masse langsam, jetzt wo die Konsequenzen, wo die zweite Trump-Regierung nach und nach sich verfestigt und man sieht, was für Konsequenzen das hat, werden die so ein bisschen angewidert sein von ihm. Auf einer Skala vielleicht einfach nur ein bisschen enttäuscht und dass dann der Midas Touch oder Maidas, ich bin mir gar nicht sicher, weiß ich auch nicht. Dann mehr Zahlen zieht, ist natürlich dann die noch interessantere Sache in Kombination, weil dass er nur Zahlen verliert, hätte er ja so. Wäre ja okay, aber das ist quasi ein Gegenangebot, was politisch auch ein bisschen auf der anderen Seite stehen zu scheint, so viel mehr Erfolg hat. Es ist eine schöne Zahl, wenn man so einfach sagen kann: aha, guck mal, schaut mal hin, es dreht sich gerade.
51:54 Gavin Karlmeier
Naja, vor allem, weil ja, und deswegen ist das halt auch ein Thema für uns hier: im Vorfeld dieser US-Wahl, aber auch der Bundestagswahl. immer wieder gesagt wurde, dass die Wichtigkeit der Podcasts so stark zugenommen hätte. Robert Habeck ist einmal durch alle Podcasts gewandert, die ihn irgendwie ans Mikrofon gelassen haben.
52:11 Dominik Hammes
Ich hatte nicht gefragt, dass sie sich machen.
52:14 Gavin Karlmeier
Wir haben abgelehnt hier. Nein, hat auch nicht gefragt.
52:18 Dominik Hammes
Reichweite ist ja durchaus wichtig in dem Fall.
52:21 Gavin Karlmeier
Aber ich finde das schon, wie du sagst, eine extrem bemerkenswerte Zahl. Wir müssen natürlich mal schauen, wie sich das in den nächsten Wochen und Monate entwickelt, weil im Januar ja vermutlich auch extrem viele politische Inhalte einfach in diesem Podcast waren. Also bei Joe Rogan und dementsprechend. eben alle Leute, die nicht wegen der Politik kommen, vielleicht einfach auch nicht eingeschaltet haben wegen der Gäste.
52:40 Dominik Hammes
Absolut. Es ist halt die Frage, und wir haben im Moment jetzt durch die schnelle Berichterstattung ja oft das Gefühl, oh, wir haben gerade was Geschichtsträchtiges erlebt. Und dann eine Woche später realisieren wir, naja, war es doch nicht. Aber rückblicken kann das irgendwie der Moment sein, wo man sagt, hier und da ist es gekippt und es blieb dann auch so oder hat sich so weiterentwickelt, kann in zwei Wochen auch wieder andersrum sein.
53:03 Gavin Karlmeier
So ist es. Wir werden es wahrscheinlich gemeinsam besprechen, lieber Dominik. Danke, dass du heute hier warst, auch wenn ich dich nicht gesehen habe und die Leute bei YouTube zuhören auch nicht, aber beim nächsten Mal dann wieder. Am Anfang wenigstens. Ich hoffe, das klappt irgendwie. Und dabei hattest du so eine schöne lila Lampe. Vielen Dank, dass du heute da warst. Ich freue mich, wenn du bald wieder da bist. Hier geht es weiter am Freitag? Freitag, vielen Dank.
53:29 Dominik Hammes
Nur geraten mit, das weiß ich leider nicht.
53:31 Gavin Karlmeier
Mit Dennis Horn.
53:33 Dominik Hammes
Dennis Horn. Liebe Grüße, wie immer. Richtig aus. Vielen lieben Dank und bis bald. Tschüss. Gerne. Ciao.