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Folge 399 · 12. März 2025 · 50 Min.

Jenga bei X und in Musks Unternehmen

mit Lorenz Meyer

Die Aktien rauschen runter – und Musk hat nebenbei noch das Problem, gleichzeitig eine Behörde zu leiten und Schuldige für den vermeintlichen Großangriff auf X zu suchen. Was genau hinter der eintägigen Nichterreichbarkeit der selbsternannten Everything-App in spé steckt, ist noch nicht wirklich geklärt.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Lorenz. Grüß dich, Kevin. Bei mir ist heute endlich mal wieder Lorenz Meier. Internet-Ikone, Autor, Medienbeobachter, Medienjournalist, Pionier seines Schaffens, Koryphäe. Mir fällt gar nicht viel mehr ein zu dir.

00:20 Lorenz Meyer

Ich komme eigentlich nur, um mir das anzuhören.

00:25 Gavin Karlmeier

Und alles danach ist dann nur noch Kür. Aber dieses sich auf Momente konzentrieren, ich kling übrigens immer noch verschnupft und die, die das bei YouTube sehen, sehen, aber ich habe auch echt leider immer noch krasse Augenringe. Aber ist egal, wir müssen das durchziehen. Sonst ich habe keine Lust, wenn ich jetzt eine Woche krank bin, weißt du, was ich dann zu tun habe mit Aufräumen. Da ist so viel passiert dann. Es ist so viel los, was soll man machen?

00:50 Lorenz Meyer

Im Haken-Dran-Discord nennen wir nie auch Ketamin, Gavin. Aber es ist ruhiger Kältung.

00:55 Gavin Karlmeier

Mikrodose Aspirin-Komplex einfach. Es gibt jetzt eine neue Social Media App, habe ich gerade gesehen, ich konnte sie noch nicht testen und ich erkläre dir jetzt gleich auch warum Die heißt 7:39. Und das Besondere an dieser Social Media App ist, die hat nur offen zwischen 7. 39 Uhr und 10. 39 Uhr Eastern Standard Time. Also hierzulande wäre das 0. 39 Uhr bis 3. 39 Uhr. Der Entwickler hat sich selber geäußert und hat gesagt, er hat herausgefunden. Oder nein, er hat einen Test erstellt, um herauszufinden, ob eine Zeitlich begrenzte Social Media Erfahrung besser ist als eine endlose. Er hat es in seinem Freundeskreis ausprobiert, es hat sich gut angefühlt und jetzt ist es an der Zeit, es einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Aber es geht eben bislang nur in diesen Zeitzonen, die für uns relativ unglücklich sind. Deswegen weiß ich nicht, ob der Erfolg in Deutschland so groß werden wird.

01:46 Lorenz Meyer

Man könnte das vielleicht mit Viril noch irgendwie verknüpfen, also noch mehr Restriktionen reinbauen. Bis es irgendwann eine Social Media Plattform ist. Gab es nicht auch diese eine Plattform, wo man nur mit Bots zusammen ist?

01:58 Gavin Karlmeier

Mhm, das gibt es auch. Auch irgendwas mit Me. Das ist ja auch so.

02:02 Lorenz Meyer

Ja, genau. Das fand ich auch bestechend. Oder halt mit gar keinem mehr.

02:06 Gavin Karlmeier

Social AI hieß es. Social AI. Ja, super. Ja, mit gar keinem wäre toll, ne? Vielleicht kann man das so eine App, die so ist, wie wenn du dir selber über WhatsApp eine Nachricht schickst. Also, dass du nur noch einen Chat mit dir selber hast, eigentlich. The real me.

02:21 Lorenz Meyer

The real me, genau.

02:24 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin gespannt. Ich finde die Idee eigentlich ganz geil, weil dieses. Die dauerhafte Verfügbarkeit von allem, die ist natürlich ein bisschen nervig. Ich bin mir aber auch, und das ist eigentlich die größte Frage, die ich bei diesem Tool habe. Warum 39 Uhr morgens? Also die Zeit, in der ich Social Media benutzen könnte, wäre ja eher zum Beispiel so abends im Bett oder in der Mittagspause. Aber 7. 39 Uhr bis 10. 39 Uhr ist ja genau die Zeit, in der es bei mir Crunch-Time. Die ist so, da muss ich duschen gehen, da muss ich Kaffee trinken, da muss ich zur Arbeit. Da ist eigentlich nicht die Möglichkeit, das zu benutzen.

02:58 Lorenz Meyer

Ja, deswegen ist es ungeheuer gesund irgendwie, weil du es denn dadurch nicht benutzt. Du kannst dich später anderen Dingen zuwenden.

03:07 Gavin Karlmeier

Das ist 0,39 Uhr 339. Das deutsche Modell ist eigentlich das gesundeste. Aber die Idee gefällt mir eigentlich ganz gut. Ich hab ein kleines Housekeeping zur letzten Folge. Werbung. Sichern Sie die digitale Souveränität Ihres Unternehmens. Noris Network bietet IT Made in Germany für höchste Ansprüche. Von Sovereign Cloud und Colocation über Managed Security bis hin zu LLM as a Service. Ob BSI C5 testierte Private Cloud oder Housing für KI-Cluster. Wir garantieren Souveränität, Georedundanz und Compliance in zertifizierten deutschen Rechenzentren. Setzen Sie auf den starken Partner für strategische IT. Mehr auf noris.

03:52 Lorenz Meyer

de Da haben wir über Sarah Wynne Williams gesprochen.

03:58 Gavin Karlmeier

Die hat früher beim Facebook gearbeitet und bei Meta. Und sie hat erzählt, dass Meta offenbar erwogen hat, in China aktiv zu werden mit Facebook und dafür in Kauf zu nehmen, dass in der Kommunistischen Partei in China es Menschen geben darf, die direkten Zugriff auf die Inhalte von Facebook haben, dabei auch alles einfach löschen können und die Plattformen mit einem Knopfdruck eigenhändig abschalten können. Mark Zuckerberg war daran wohl. . relativ interessiert, wahrscheinlich eher aus opportunistischen und wirtschaftlichen Gründen als aus idealistischen Gründen. Aber das hat sie verkündet? Jetzt gibt es ja so ein paar Dinge, die wir dazu neuerdings wissen. Zum Beispiel Dass offenbar die Überlegungen, in China zu expandieren oder nach China zu expandieren, vor allem zum Ende gekommen seien, weil die New York Times 2016 da von Kenntnis bekommen hatte. und darüber berichtet hatte und Meta offenbar verhindern wollte, diese schlechte Presse zu bekommen, bevor irgendwas passiert ist. Das ist die eine Sache. Das andere ist, dass sie jetzt dazu ein Buch veröffentlicht. Das kommt am heutigen Mittwoch raus in den USA. Und der Metasprecher Andy Stone hat auf Threads versucht, dieses Buch von vornherein zu diskreditieren und das Argument gefällt mir sehr gut, zum Beispiel mit dem Argument Dieses Buch kann so nicht veröffentlicht werden. Das ist eine PR-Kampagne. Diese Facts in diesem Buch wurden ja nicht mal gefact-checkt. Und da denke ich mir, das ist für Meta egal ein ganz schlechtes Argument in der Teil.

05:33 Lorenz Meyer

Ja, das ist hübsch, ja. Das ist ja sehr hübsch.

05:36 Gavin Karlmeier

Aber auch ganz schön schmuddelig die ganze Kampagne. Sarah Wynne Williams, hat NBC News übrigens berichtet, dort war sie auch im Interview, wurde wohl 2017 entlassen. von Meta und zwar deswegen, weil sie offenbar, also sie sagt, sie wurde sexuell belästigt von einem Mitarbeiter von Meta, dessen Namen ich dir gleich nennen werde, weil der ist auch. Pikant würde ich sagen. Sexellästigt wurde daraufhin aber entlassen, mit der Begründung schlechte Leistung und toxisches Verhalten Aufgrund wiederholter Versäumnisse, Leistungsprobleme, Unentschlossenheit und eine mangelnde Umsetzung ihrer Einstellung wurde sie Entlassen damals. Ja. Und diese Person, die sich sexuell belästigt haben soll, ist Joel Kaplan, den wir auch kennen, weil der in diesem Jahr zum Chief Global Affairs Officer befördert wurde.

06:27 Lorenz Meyer

Nach der Grüne Neuner.

06:29 Gavin Karlmeier

Ja, also ich weiß, also man könnte da jetzt natürlich zynisch werden und sagen, wenn das die maskuline Energie ist, von der Mark Zuckerberg gerne mehr im Unternehmen hätte. dann wissen wir eigentlich sehr genau, welches Netzwerk oder welche Netzwerke wir eigentlich zukünftig nicht mehr, auf die wir uns nicht mehr stürzen sollten.

06:46 Lorenz Meyer

Ja, ja, bitte alles.

06:48 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Und noch ein anderes Housekeeping. Das ist eigentlich eine Entwicklung, die seit dem letzten Mal passiert ist und dann gehen wir auch in die News und die sind Die haben es heute in sich, sag ich dir. Heute ist Feuer in dieser Folge. Und zwar ging es ja darum, dass ein Online-Medium die E-Mail-Adresse von Elon Musk veröffentlicht hatte, die Regierungs-E-Mail-Adresse. weil Elon Musk und das Doge, also das Department of Government Efficiency, sicher geweigert hatte, Informationen über die eigene Arbeit herauszugeben, weil das Doge immer wieder behauptet hat und die Regierung auch dass das Doge nicht unter das Informationsfreiheitsgesetz, also den Freedom of Information Act, fallen würde. Dem widerspricht jetzt der Richter Christopher R. Cooper. Das ist der Bezirksrichter für District of Columbia, also für die Hauptstadt der USA. Und der sagt dass Doge erhebliche Befugnisse über weite Teile der Bundesregierung habe, vielmehr als viele andere Bundesregierungen, äh, Bundesbehörden, die dem Gesetz unterliegen. Und damit weise, dass Doge und auch Elon Musk alle Merkmale einer Behörde auf die den Gesetzen wie dem Freedom of Information Act unterliegen und damit eben auch das Doge. Das heißt, die müssen sich jetzt wohl doch unter dieses Gesetz stellen und damit Informationen zur Verfügung stellen, wenn JournalistInnen nachfragen. Andrew Bernie, das ist ein Anwalt der Regierung, also der anderen Seite, hat aber gesagt. Naja, es würde wohl bis zu drei Jahre dauern, die bis jetzt angeforderten Dokumente alle vorzulegen, selbst wenn man das mit einem beschleunigten Verfahren anfertigen würde. Das heißt, das Doge arbeitet offenbar nicht so gut nachhaltig protokollierend, dass man einfach so eine PDF-Rübersch schicken könnte, sondern man müsste alles zusammenstellen, was jetzt gerade angefordert wird, lässt auch viele Rückschlüsse auf die Arbeit in dieser Behörde zu, die ja offenbar de facto eine Behörde ist.

08:34 Lorenz Meyer

Ja, stimmt. Ja, und Sie werden es wahrscheinlich auch wieder darauf ankommen lassen und sowieso einkalkuliert haben, meine Güte, wir gehen alle Rechtswege. Bis ganz, ganz nach oben, wo denn die Geronden sitzen, die Trump irgendwie eingesetzt hat und im Zweifel denn ihre geronden Entscheidungen so oder so fällen. Und dann ist wieder Zeit gewonnen.

08:56 Gavin Karlmeier

Ich mag es, mit welcher Energie du heute hier reingehst. Du hast also direkt die richtigen, die richtige Lorenzsche Abgefucktheit, die wir hier manchmal erleben. Wie ist das, wenn du weißt, okay, heute nehme ich Haken dran auf? Mit welcher Stimmung gehst du in den Tag?

09:12 Lorenz Meyer

Ja, ich muss, wenn ich aus Versehen gute Laune habe, muss ich erstmal ein bisschen Nachrichten lesen, damit ich mich ein bisschen eintune drauf.

09:20 Gavin Karlmeier

Ja, ich also Ich weiß auch nicht. Vielleicht müssen wir einfach mal zusammen eine Folge auf Schnaps oder so machen. Für jede schlechte Nachricht trinken wir in Tequila.

09:27 Lorenz Meyer

Ja, das könnte schön.

09:28 Gavin Karlmeier

Mexikanischen Schnaps, ich glaube, das wäre ganz gut. Naja, wer am Montag, ich weiß nicht, ob du es Montag probiert hast, wahrscheinlich nicht, wer am Montag versucht hat, Ex aufzurufen, der hat Fehlermeldungen bekommen. Und zwar nicht so charmante, süße Fehlermeldungen, wie wir das früher kannten bei Twitter, als es noch diesen Fail-Wail gab, diesen großen Bal, der von Klein Vögel. Mein erstes Gefühl war natürlich, Jenga zu rufen, Meine zweite Reaktion war Ach, das sind bestimmt diese Synchronizitätsprobleme zwischen Atlanta und Texas, von denen wir hier vor hundert Jahren immer wieder gesprochen haben. Im Laufe des Tages hat Elon Musk sich allerdings dann dazu geäußert. Und er sagt, es sind vermehrte Hackerangriffe und er führt die auf die Ukraine zurück. Das ist eine politisch extrem brisante Aussage, muss man dazu sagen. Wir können gleich das mal ein bisschen sezieren, warum die wahrscheinlich auch Quatsch ist, diese Aussage. Aber sie ist vor allem deswegen brisante. Interessant, weil Elon Musk auch gleichzeitig der Anbieter von Starlink ist, einem Kommunikationssystem satellitenbasiert, das die ukrainische Armee nutzt, um miteinander in Kontakt zu treten. Das ist das Kommunikationswerkzeug der ukrainischen Armee. Und das jetzt einen Tag lang ex-offline ist und er das als Anlass nutzt, warum auch immer es offline ist, wir können gleich mal ein bisschen überlegen und gibt auch ein paar Ansätze. Er das als Anlass nutzt, in der Ukraine die Schuldigen zu suchen und sich damit selber eine Rechtfertigung zu erstellen, um möglicherweise selber Konsequenzen zu ziehen. Wir wissen ja, Elon Musk hat sich inzwischen eigentlich völlig Konträr der Ukraine inhaltlich aufgestellt und von seiner Meinung her aufgestellt, fordert die Ukraine de facto zur Kapitulation auf, fordert auch die USA auf, die NATO zu verlassen und so weiter und so weiter. Ähm, finde ich, ist da wahnsinnig, na, ich glaube, brisant ist das Wort.

11:13 Lorenz Meyer

Ja, ja, auf jeden Fall, weil sich tatsächlich Es ist nicht so ein singuläres Ding, dass man sagt, okay, da hat jemand seine Plattform nicht im Begriff, spart die ganze Infrastruktur zusammen. Schmeißt die ganzen Webmaster raus, kürzt die Infrastruktur halt in Grund und Boden und sagt dann nachher, wenn alles zusammenbricht, der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen. Das ist es eben leider nicht. Das hat eben Auswirkungen, die über die Ukraine hinausgehen, die ins große Weltpolitische spielen. Und das ist finster. Und nicht nur abstrakt weltpolitisch, sondern Ja, es geht halt um Menschen, um Menschenleben. Man vergisst es ja immer so, es wird immer so hin und her, wir sprechen dann immer von Schachbrettszenarien, aber es sind alles Menschen, das sind Familien, das sind Kinder. Und die sind jetzt von diesem Egomanen abhängig. Es ist ganz finster.

12:14 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, weil gleichzeitig am Montagmorgen eine Meldung im Netz kursierte die wir natürlich jetzt hier nicht wirklich fact-checken können. Ich gebe sie trotzdem mal wieder, weil es Berichte mehrerer ukrainischer Soldaten gibt, vor allem die der 61. Brigade in der Grenzregion bei Kursk. Die sagen, sie nutzen Starlink, aber wann immer sie es einschalten, vermehren sich die Angriffe der Artillerie und Drohnen auf sie, was den. Schluss nahelegen könnte, dass Elon Musk möglicherweise der Russischen Föderation oder am anderen Dritten Zugriff auf die Daten von Starlink geben könnte. Wie gesagt, wir können das nicht überprüfen, das ist eine einseitige Meldung einer betroffenen Partei hier. Aber die Frage, wie Elon Musk eigentlich aus der Nummer rauskommt. rauskommt, dass er sich mal dazu entschieden hat, die Ukraine mit Starlink zu unterstützen, jetzt aber eigentlich keine ideologischen Beweggründe hat, die Ukraine zu unterstützen. könnte in einem Dilemma enden, das zum Beispiel so aussehen könnte. Damit will ich nicht sagen, das ist Fakt, was hier passiert ist, wie gesagt, das ist eine Meldung, aber es lässt doch Fantasien möglich werden.

13:23 Lorenz Meyer

Absolut. Und alleine, dass man es nicht ausschließen kann und dass man es sogar nicht nur nicht ausschließen kann, sondern so gut möglich halten kann, weil es ins System fast Allein das ist halt schon Armutszeugnis. Ich weiß nicht, hattest du das gesehen von dem Nate Vance?

13:38 Gavin Karlmeier

Der Cousin von JD Vance.

13:40 Lorenz Meyer

Ja, genau, richtig, der da in der Ukraine gekämpft hatte. Und dann versucht hatte, irgendwie Kontakt zu Sam Cousin herzustellen, weil ihm die ganzen Äußerungen von Sam Cousin gegen den Strich gingen, weil er gesagt hat, das ist entbehrt halt. Jeder Wahrheit irgendwie und er war halt da. Aber ja, so Leute wie Vens Und Trump, die haben sich wirklich so, und auch Mark haben sich ja so in ihre eigene Welt abgeschossen, dass da die sind ja nicht mehr erreichbar. Und halt auch nicht mehr über einen Cousin, der sagen kann, du JD, ich war da, hier ist dein Kumpel, dein guter Cousin. Ich war da, wollen wir mal irgendwie kurz quatschen. Ja, es geht halt auch nicht.

14:25 Gavin Karlmeier

Nein, weil diese Menschen gar kein Interesse an Fakten haben. Also die gehen nicht in eine Diskussion, gehen keine Diskussion ein, weil sie davon ausgehen, am Ende der Diskussion die einen Faktenaustausch beinhaltete, steht dann eine neue Meinungsfindung, sondern hier wird die Meinung gebildet, die nützlich ist, die hilft, die eigenen Ziele durchzudrücken. Und dann werden sich die Fakten dazu gesucht, die helfen, diese Meinung irgendwie zu untermauern. Und das Ärgerliche ist oder das Frappierende daran ist. Dass diese sogenannten Fakten nicht mal stimmen müssen, damit sie genannt werden. . Also, das ist jetzt hier eine totale Pauschalkritik an unserer Zeit und an dem System, wie es in den USA gerade eben nun mal Erfolg hat. Aber Fakten sind nicht das Gebot der Stunde da.

15:12 Lorenz Meyer

Nee, genau, richtig. Und ja, und die rechten Parteien hier bei uns, das Wir wissen ja auch noch, das ist Ihre Meinung, Frau Mioska. Und dann sagt sie irgendwas und das ist ihre Meinung. Also da werden Fakten halt so als Meinung diskreditiert. Es ist ein ein wirklich ein trübes Spiel, das jetzt hier halt von den Rechten kopiert wird. Aber jetzt gleiten wir schon an die deutsche Politik ab, das wollen wir ja nicht.

15:40 Gavin Karlmeier

Nein, das eigentlich wollen wir da gar nicht so tief ein, aber es ist ein ganz guter Tag, um das zu tun. Ähm, also und vor allem, weil das ja auch bis in die Spitzenpolitik Schule gemacht hat. Also ich erinnere mich an den Ausschnitt von Christian Lindner, wie er zusammen mit der Journalistin Eva Schulz auf einer Bühne saß und sie sagt, Studien sagen, dass ein Prozent weniger Investment in soziale Politik. Politik 3% mehr Stimmen für radikale Parteien bedeutet. Und Christian Lindner sagt, daran glaube ich nicht. Also er glaubt einfach Studien nicht. Und das ist natürlich nicht dasselbe, wie den Ukraine-Krieg hier verändern wollen. Auf Grundlage irgendwelcher gesuchten Pseudofakten. Das ist nochmal eine andere Fallhöhe. Aber dennoch, das ist dasselbe Instrument, das hier genutzt wird.

16:25 Lorenz Meyer

Absolut, genau. Und das weltweit erfolgreich ist.

16:28 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Ja, na jedenfalls war X einen Tag lang nicht erreichbar. Bei Down Detector sind innerhalb weniger Stunden bis zu 60. 000 Meldungen eingetroffen. Wir hatten Ich konnte das hier in Deutschland reproduzieren, also es war weltweit nicht erreichbar. Bei Fox Business Network hat Elon Musk ein Interview gegeben und hat dort gesagt, er weiß nicht genau, was passiert ist, aber eine Attacke. die auf Ex ausgingen, von denen es ständig Tausende gibt, wie er sagt. Also zahlreiche. Er sagt, wir werden jeden Tag angegriffen, aber das hier wurde mit einer Menge Ressourcen gemacht. Das ist der O-Ton von ihm. Und er sagt, es gab eben auch IP-Adressen aus dem Gebiet der Ukraine. Und jetzt muss man dazu sagen, so eine DDoS-Attacke, ich habe das ja schon mal versucht, so zu erklären, die muss man sich so vorstellen, dass eine Straßenbahn nicht mehr fahren kann, wenn 300 Leute gleichzeitig versuchen, durch dieselbe Tür zu gehen. Und das eben sehr orchestriert und gezielt stattfindet. Um diese 300 Leute aber an diese Straßenbahnhaltestelle zu bringen, muss man verschiedene Wege wählen. Und es ist auch gar nicht so kompliziert. Diese Knotenpunkte, die genutzt werden, von denen aus es eben diese Angriffe gibt, die auch noch zu verändern und zu manipulieren. Also jeder, der einmal mit einem VPN-Netzcheck online war, weiß, wie einfach es ist, eine andere IP-Adresse zu nutzen. Das heißt, selbst wenn hier irgendwelche IP-Adressen aus der Ukraine an diesem Angriff beteiligt gewesen wären, wäre das kein Indiz dafür, dass dieser Angriff aus der Ukraine auch geplant gewesen wäre. Zumal es ja auch so Dinge wie False Flag-Aktionen gibt. Das heißt, das, was Elon Musk hier sagt, ist nicht nur nicht belegbar, sondern es ist auch noch ganz offensichtlich so gesucht, dass es ihm in den Kram passt. Ja, so. Was soll ich dazu noch sagen? Also es gibt aber eine Hackergruppe, die sich selber zu diesem Angriff bekennt, und zwar ist das Dark Storm. Dark Storm haben schon verschiedene Angriffe dieser Art durchgeführt, haben auch schon angekündigt, dass sie also Ed Crossensteen, das ist so eine Internetpersönlichkeit, sage ich mal, ist so jemand, so ein internationaler Sascha-Lobo. Ich weiß nicht, wem von den beiden ich damit Unrecht tue, aber ist so eine Figur, die im Internet halt stattfindet Und er hat einen Tweet geschrieben oder ein Thread auf X, so ist es richtig, in dem drin stand: Ich habe mich mit dem Anführer der Hackergruppe Darkstorm in Verbindung gesetzt, der sich für den heutigen D-DoS-Angriff auf X verantwortlich zeigt. Er sagt, dass sie noch nicht entschieden haben, wie lange dieser Angriff andauern wird, aber er sagte mir, was ihr nächstes Ziel sein wird. Als Grund für den Angriff gibt er an. dass es sich um eine Demonstration unserer Stärke handle und keine politischen Motive vorlegen, wo ich mir denke, ach, schade eigentlich. Elon Musk hat ja behauptet, dass die IPs aus dem Angriff aus der Ukraine stammen würden. Darkstorm sagt, dass die IPs nicht aus der Ukraine stammen und dass sie wieder angreifen könnten, jederzeit auch mit einem stärkeren Angriff. und sie überlegen, dass sie als nächstes Tesla angreifen könnten und dass Elon Musk erstmal Beweise für seine Behauptungen in Bezug auf die Ukraine vorlegen muss, da sie dies vehement bestreiten. So, also gibt auch eine Gruppe, die sich selber quasi ins Gespräch bringt, verantwortlich für diesen Angriff auf X zu sein. Die spannende Frage ist ja, wäre das so vor drei Jahren auch möglich gewesen? Unklar.

19:42 Lorenz Meyer

Ja, genau. Also das gehört ja mit dazu, zu einer technischen Infrastruktur, sich genügend Cloudflare und sonst was für Puffer. Serverpuffer irgendwie zu reservieren und mit zu abonnieren, um sich eben gegen diese Attacken, die doch für jedes Unternehmen mittlerweile ist, das doch ein Thema. Also das ist, solche Attacken sind doch für Edeka oder oder Lidl oder so. Also ich glaube, keine große Website kann sich das mehr leisten, da nicht irgendwie so einen Schutz gegen solche Attacken irgendwie. zu installieren oder wie siehst du das?

20:18 Gavin Karlmeier

Nein, ich würde dir dazu stimmen. Also gerade wenn du zu den zehn meist aufgerufenen Websites der Welt gehörst dann solltest du einen Plan haben, dass, oder solltest du auf dem Schirm haben, dass es durchaus Menschen gibt, die vielleicht interessiert daran sind, dich zu stören. Und dabei müssen das gar nicht politische Akteurinnen und Akteure sein, das können auch einfach nur irgendwelche Kids sein, die sich überlegt haben, die wollen jetzt mal hier Schaden anrichten.

20:43 Lorenz Meyer

Ja, und das im Zusammenhang damit, dass er sich ja rühmt, alles in Grund und Boden gespart zu haben. muss er sich das halt auch gefallen lassen, dass man sagt, naja, pff, ja, was willst du irgendwie? Kannst ja nicht, wenn du irgendwie eine Stahltür in deinem Zuhause durch eine Papiertür ersetzt und dann nachher rumjammern, dass da jemand durch die Papiertür gegangen ist.

21:08 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Ja, unterm Strich kann ich noch sagen, es ist natürlich sehr bitter. Aber zeigt auch, wie Elon Musk tickt und wie sehr unsere Hörerinnen und Hörer ihn inzwischen ganz gut auch verstanden haben. dass noch während dieses Angriffs auf Ex, also die Tatsache, dass Ex nicht erreichbar war, Menschen im Hakendrenn-Discord auf hakendrenn. org, ich mache hier eine folge Werbung dafür, du weißt, ähm, schon geschrieben haben, eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis er die Ukraine dafür verantwortlich macht und damit einen Vorwand hätte, Starlink abzuschalten, dass das dann am Ende genauso passiert ist. Ist dann natürlich doppelt doppelt zynisch, ehrlicherweise.

21:45 Lorenz Meyer

Ja, genau. Und aber er verspricht ja mal Tab

21:50 Gavin Karlmeier

Ja, hat er am Montag noch gemacht. Am Montag hat er einen Post veröffentlicht auf X, wo er geschrieben hat, egal wie sehr ich mit der Ukraine-Politik nicht einverstanden bin, Starling wird seine Terminals niemals abschalten. Ich behaupte lediglich, dass ohne Starlink die ukrainische Leitungen zu haben. zusammenbrechen würden, da die Russen alle anderen Verbindungen stören könnten, aber wir würden so etwas niemals tun oder als Druckmittel einsetzen. Ich bin mal gespannt, wie gut das altert.

22:12 Lorenz Meyer

Ich glaube ihm so weit, wie ich Lorenz Meier glaube, wenn er mir beteuern würde, er wird jetzt nie mehr Süßigkeiten in seinem Leben essen. Hat er auch schon einige Male gemacht.

22:22 Gavin Karlmeier

Oder sonntagsmorgen sagt nicht wieder Alkohol. Ja, das ist leider so. Und du hattest ja eben schon angesprochen, Elon Musk konzentriert sich aufs Sparen. Was er jetzt offenbar, also was er sich auf jeden Fall sparen kann, ist der Champagner des Lobes oder der Freude. Denn allein in diesem Jahr, also seit Anfang 2025, wir haben den 12. März, wenn ihr das hier hört, hat Elon Musk 102 Milliarden Dollar verloren Das liegt daran, dass die Tesla-Aktie um 24 Prozent, nee, stimmt gar nicht, sein Vermögen ist um 24 Prozent gesunken. Der arme Mann hat damit nur noch 330 Milliarden Dollar, ist leider immer noch der reichste Mensch der Welt und zwar mit 108 Milliarden Dollar mehr als Jeff Bezos. Das hat aber so ein bisschen was damit zu tun, dass der Tesla-Kurs einfach massiv nach unten gerasselt ist ExpertInnen, JournalistInnen, AnalystInnen machen dafür verantwortlich, zum einen die politische Ableigung gegen Elon Musk in den potenziellen KäuferInnen schaften. So, also Leute, die sich auf Grundlage ihres eigenen ökonomischen Bewusstseins ein Elektroauto kaufen, sind nicht zwangsläufig damit einverstanden, wie Elon Musk hier agiert. Grundsätzliche Verkaufszugänge bei Elektroautos Und die Formulierung, die hier steht, ist Ablenkungsbedenken.

23:45 Lorenz Meyer

Da weiß ich leider nicht, was das bedeutet. Na, da wird sich unser. Ich glaube, es ist ja auch ein Hakendrand-Gast von dir, irgendwie Sascha Pallenberg. Der wird sich sehr bestätigt fühlen, weil der hat ja wirklich Tesla sehr, sehr aufs Korn genommen. Und ja, ihr mit das mit innerem Glück erfüllen. Ich habe heute mit einem Freund gesprochen, der war in Holland, jetzt Private Moments. Und der war in Holland und hat einen Cybertruck gesichtet.

24:15 Gavin Karlmeier

Ja, krass.

24:16 Lorenz Meyer

Und es gibt da wohl ein oder zwei Cybertrucks, die angeblich Irgendwie aus Albanien mit dem albanischen Kennzeichen und irgendein anderer hat sich irgendeine Zulassung auch über irgendeinen Re-Import oder so. Also es sind super Halbseiden. Und jedenfalls fahren wohl ein oder zwei Cybertrucks, ohne richtig legal zu sein, eiern da rum irgendwie. Und er hat gesagt, das ist so, das ist so unwirklich, weil die Dinger würden, man kennt ja diese Fotos, wo ein Cybertrag neben so einem komischen Müllcontainer steht. Und er sagt, das ist wirklich eins zu eins diese Optik des Müllcontainers. Dieses Edelstahl sei halt unschön angelaufen. Und es wäre halt so, dass wenn man in dem Ding sitzt, hat man halt ein Sozialleben, das man wirklich, man ist umgeben von tausenden von Leuten, die alle an einem vorbeigehen und irgendwie so machen.

25:14 Gavin Karlmeier

Für die, die Folge nicht bei YouTube gucken gerade, Lorenz hat gerade mit seiner Hand vor dem Gesicht. gezeigt, sag mal, spinnst du.

25:21 Lorenz Meyer

Also das muss es muss ein ganz erstaunliches, also wirklich ein erstaunliches Sado. King sein, Maso-Kink irgendwie in dem Ding zu sitzen und sich eigentlich immer nur beschimpfen oder auslachen zu lassen.

25:37 Gavin Karlmeier

Also ich stelle mir das wunderbar vor. Aber das ist genau der Effekt, den ich mir vorstellen kann. In Deutschland übrigens hat Tesla im Januar und im Februar jeweils 70 Prozent weniger verkauft als im Januar und Februar des letzten Jahres.

25:49 Lorenz Meyer

Ja, und das hat nicht damit zu tun, dass jetzt alle auf das neue Modell warten.

25:54 Gavin Karlmeier

Ja, das.

25:55 Lorenz Meyer

Wie Tesla sich das

25:57 Gavin Karlmeier

Erträumt oder erwünscht. Würde ich wohl auch so prognostizieren. Aber Donald Trump selber sagt: Elon Musk setze alles aufs Spiel, um unserer Nation zu helfen. Er macht einen fantastischen Job und deswegen habe er vor am gestern Dienstagmorgen nach dem Aufstehen direkt einen Negelnagel neuen Tesla zu kaufen.

26:17 Lorenz Meyer

Ja, das ist ganz toll. Da hatte ich irgendwo auf Social Media gesehen, wo jemand umgerechnet hatte, wenn man sein, wenn man Donald Trumps Golfplatzbesuche umrechnen würde, wie viel Teslas das denn ergeben würde. Fand ich auch eine schöne Wählung.

26:34 Gavin Karlmeier

Dreimal das Saarland Das ist die Umrechnung. Trump sagt, seine Gegner versuchen alles, Musks Autokonzern zu boykottieren und Elon alles, wofür er steht, anzugreifen und ihm zu schädigen. Und Elon Musk selber, und deswegen erzählen wir das alles, war ja, wie eben schon gesagt, bei Fox Business im Interview, er wurde auch gefragt, wie er das eigentlich alles unterhin Hut bringt, diese Dieses Dilemma, dass er gerade gleichzeitig eine Behörde leiten muss, die er ja de facto also auf dem Papier gar nicht selber leitet, und mehrere Unternehmen und 14 Kinder. Und wie macht er das alles? Und die Antwort von Elon Musk, wir hören dir uns kurz an, die geht 35 Sekunden, ich sage jetzt gleich Bescheid, wenn es losgeht. Die ist bemerkenswert, weil sie so zögerlich kommt. Also wir hören da einen Elon Musk, der offenbar nicht ganz zufrieden damit ist, wie die Dinge so laufen, aber der auch gerade keine andere Möglichkeit sieht. Wir legen los 35 Sekunden ab jetzt.

27:28 Speaker 4

Call to action. You're feeling you're hearing a call to action. Yeah. Um you giving up your other stuff? I mean what do you ha how are you running your other businesses? Uh with great difficulty. Um Yeah, I mean But there's no turning back, you're saying

27:53 Speaker 5

I'm just here trying to make uh government more efficient, uh eliminate waste and fraud, and so far we're making good progress.

28:03 Gavin Karlmeier

Also was er gefragt wurde ist, wie machst du das mit deinem anderen Kram oder wie machen sie das mit dem anderen Kram, wie machen sie das, andere Unternehmen zu führen? Und daraufhin antwortet er nur mit großen Schwierigkeiten Und seuft sehr, sehr klar hörbar, atmet sehr schwer. Dann fragt der Interview zurück, aber heißt es, es gibt eigentlich keinen Weg zurück? Und Elon Musk antwortet auch wieder mit einer längeren Pause Ich versuche ja nur, die Regierung effizienter zu machen und Betrug einzudämmen und wir machen gute Fortschritte. Das klingt wie jemand, der diese Antwort geben muss, weil sie von ihm erwartet wird. Vielleicht steht doch jemand mit Pistole neben der Kamera, das wissen wir nicht. Der diese Antwort geben muss, der aber sich ein bisschen verkalpaloppiert hat, meines Erachtens. Also Seine Unternehmen laufen nicht zu gut. Wir wissen, Elon Musk ist ein Mensch, der sehr stark davon geleitet wird, Erfolg zu haben, als sichtig zu gelten, der sich sehr von seinen Charakterzügen leiten lässt, die andere Leute vielleicht mit Narzissmus beschreiben würden. Ähm, und dass er jetzt gerade aber feststellt, er hat jetzt irgendwie diesen Auftrag angenommen, der dazu führt, dass er sich nicht richtig gut um seine anderen Unternehmen kümmern kann, scheint ihm Es scheint ihn spürbar traurig zu machen, ehrlicherweise. Und wir wissen, wenn Elon Musk emotional wird, dass er unvorsichtig in seinen Entscheidungen wird. Und deswegen bin ich sehr gespannt, wie die nächsten Tage und Wochen so aussehen.

29:30 Lorenz Meyer

Ja, genau. Und das kann natürlich auch in so einer Überkompensation jetzt wieder enden. Es gibt ja diesen Mechanismus, dass wenn man sich so verrennt. Dann sollte man ja eigentlich mal stehen bleiben und vielleicht auf die Landkarte gucken und sich sagen, ach Mensch, vielleicht laufe ich ja in die falsche Richtung. Und dann gibt es eben die Menschen, die sagen, okay, ich habe jetzt gerade gemerkt, ich spüre das so vom Gefühlsmuskel her, ich laufe in die falsche Richtung. Und dann muss ich jetzt einfach schneller rennen. Und dann laufen sie halt noch schneller ins falsche Ziel, in die falsche Richtung. Und das könnte halt, er ist ja auch sehr. . Kinnisch und Pubertär und trotzig. Und das trifft auf Trump ja auch in einer gewissen Weise zu Aber ja, vielleicht sogar bei Musk noch mehr. Also dass sie, dass sie es noch mehr forcieren wollen und noch mehr übers Knie brechen. Aber ich bin gespannt. Bei Trump trifft vielleicht nicht ganz so zu, weil dem wurde ja auch schon, der hatte ihn ja zwischendurch auch mal schon so halb zurückgepfiffen.

30:41 Gavin Karlmeier

Ja, wir bleiben, Haken bleibt dran. Wir beobachten das weiter. Ich könnte mir vorstellen, dass da in den nächsten Tagen was passieren muss. Gerade wenn man sich anschaut, wie eigentlich alle Aktienkurse gerade nach unten rasseln und die USA dann in die ersten sprechen schon von einer möglichen Rezession, die vor der die amerikanische Wirtschaft stehen könnte. Und das wäre natürlich.

31:01 Lorenz Meyer

Das hat ja Trump selber im Interview sogar gesagt. Sagt, dass er das nicht ausschließen könnte und dass das nun mal so eine Art, also so sinngemäß, das sind so Art Geburtsschmerzen. Das ist, oder wie bei der Homöopathie, das ist die Erstverschlechterung Also nicht gesagt, aber so wollen sie es, glaube ich, verkaufen.

31:22 Gavin Karlmeier

Fünf der Milliardäre, die an der Inauguration von Donald Trump teilgenommen haben, haben zusammen schon 210 Milliarden Dollar Vermögen verloren.

31:30 Lorenz Meyer

Ja, die sind bestimmt jetzt noch bessere Freunde von ihnen.

31:36 Gavin Karlmeier

Dann gibt es noch eine kleine Meldung aus Brasilien, um nicht ganz die ganze Zeit über nur so US-Politik zu machen. Ähm. Und zwar hat ein brasilianisches Gericht entschieden. Preacher, brasilianische Gerichte, wir schauen immer gerne auf brasilianische Gerichte. dass Apple in Brasilien das sogenannte Side-Loading erlauben muss. Das ist interessant und zwar aus folgendem Grund. Es gibt in der EU ja mit dem Digital Markets Act ein Gesetzespaket, das Unternehmen dazu verpflichtet, wenn sie den sogenannten Gatekeeper-Status für ihre Produkte. haben, gewisse Dinge einzuführen, die anderen Unternehmen einen leichteren Markteinstieg ermöglichen. Bedeutet also, dass zum Beispiel WhatsApp theoretisch ermöglichen muss, dass andere Messenger-Dienste die Möglichkeit haben, überselbe Protokoll zu kommen. Apple ist aber auch dazu verpflichtet, hier das Sideloading zu erlauben, sprich, dass du nicht nur über den Apple App Store Apps aufs Telefon laden kannst. Wir können in der EU alternative App-Stores benutzen. So, und in Brasilien hat man nun dem Unternehmen 20 Tage Zeit gegeben, um die bestehenden Kartellgesetze einzuhalten. die Apple dazu zwingen würden, auch hier dieses Sideloading in Brasilien zu erlauben, also dass auch Drittanbieter App-Stores anbieten können, mit denen du dann Apps herunterladst. kannst. Das ist so eigentlich eine der großen Forderungen, die zum Beispiel in diesem Epic-Gegen-Apple-Streit, der dazu führte, dass Fortnite auf Apple-Geräten nicht mehr spielbar ist, immer wieder als Argument oder als Zielanspruch formuliert wurde. Und warum ich das so bemerkenswert finde, ist, weil Brasilien sich hier, ist ein großer Markt auch ein Riesenland, dass Brasilien sich ja immer wieder am Vorbild am Vorbild EU sozusagen orientiert. Und sagt, das, was die EU macht, das hätten wir hier auch gerne. Und für mich bedeutet das aber, dass die EU mit ihren Entscheidungen und der Wucht dieser Entscheidungen Ja, auch eine Vorbildfunktion für die ganze Welt hat, jetzt mal abgesehen von den Staaten, denen es egal ist, wie es den Menschen geht, die in diesen Staaten leben. Und das, finde ich, ist eigentlich eine gute Nachricht. Eigentlich sind das Good News.

33:45 Lorenz Meyer

Ja, stimmt. Wobei ich auch denke, Apple bräuchte da gar nicht so große Angst zu haben, weil ja, wie oft kommt das vor, dass die Leute am Also ich glaube, so viel würde Ihnen gar nicht entgehen. Nein, aber könnte mal gelassener gehen. Aber es geht natürlich ums Prinzip und und Und will man es aufweichen oder nicht. Und natürlich auch wäre den Anfängen. Selbst wenn sie es fünf Prozent kostet, ja, sind es halt fünf Prozent, die irgendein Manager gerne im Budget behalten will.

34:17 Gavin Karlmeier

Das ist genauso. Und um den DMA-DSA, also vor allem den DMA nochmal mit reinzubringen, gibt es jetzt ein paar Dinge, die Reuters gemeldet hat. Und zwar hat Reuters mit. . internen Quellen gesprochen, die sagen, dass die EU-Kartellbehörde als Ziel ausgibt, dass Unternehmen die Gesetze einhalten. . Und nicht sie zu sanktionieren. Wir haben ja immer wieder darüber gesprochen, wann kommen denn eigentlich diese angekündigten großen Geldstrafenpakete von bis zu 10% des weltweiten Jahresumsatzes im DMA. verhängt werden können. Und diese Quellen sagen, wahrscheinlich sollten wir nicht damit rechnen, es werden wohl eher geringe Geldstrafen geben, wenn Apple und die Meta in ihren Verfahren. . oder wenn die Verfahren gegen Apple und Meta zu dem Urteil kommen sollten, dass sie hier gegen das Recht tatsächlich verstoßen haben.

35:04 Lorenz Meyer

Ja, und das ist eine ganz schlechte Pädagogik, wenn man. Wenn man seinen Kindern immer droht mit irgendwas, wenn du erst um zwei Uhr nachts nach Hause kommst, dann kriegst du irgendwie zwei Tage Handyentzug oder so und man macht es denn nicht. Also wenn man mit so einem Schwert irgendwie immer winkt und die Gegenseite aber merkt, meine Güte, da passiert eh nichts, ja, also da finde ich nichts ganz so.

35:32 Gavin Karlmeier

Ja, das ist jetzt, das wäre die normale Lesart, würde ich zustimmen. Es gibt aber natürlich noch die Lesart, spurt die EU hier möglicherweise auch vor Donald Trump aus Angst um stärkere Zölle und Zölle und Sanktionen. Die Leseart, die ich noch gefährlicher finde. Weil man eigentlich sagen muss, man verhandelt nicht mit Terroristen.

35:52 Lorenz Meyer

Man lässt sich nicht erpressen. Ja, genau. Und die Angst irgendwie dann, nein, aber dann eskaliert es und dann könnte, also was könnte Donald Trump denn machen mit uns? Und wenn man sich in diesen Modus reinlässt, dann hat man schon verloren, ja.

36:08 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Dann hat man verloren, weil dann das beste Gesetz der Welt bringt ja nichts, wenn es nicht dazu kommt, dass es ausgeführt oder geschützt wird. Also da kannst du noch so viele Markets Acts auf die Welt bringen, wenn der Präsident einmal sagen muss, nö, wir wollen das aber nicht, dass unsere Unternehmen sanktioniert werden. Achso, nee, so war das gar nicht gemeint, sorry Donald. Ja, das halte ich nämlich für ein Problem. Und dann habe ich noch eine Meldung, die führt uns so ein bisschen in unsere Rubrik heute. Und zwar Sam Altman. Das ist einer der Gründer von oder der Gründer von OpenAI, nein, einer der Gründer von OpenAI, neben zum Beispiel Elon Musk, der aber noch dort ist. Und Sam Altman hat noch ein zweites Unternehmen, das heißt World. Die haben zum Beispiel mal den World Coin an den Start gebracht, geht dann in so eine Krypto-Richtung, haben aber auch eine Technologie herausgebracht um die Augen ihres. zu scannen, also um das biometrische Merkmal deiner Netzhaut zu verwenden, um dich zu identifizieren. Ja, es ist dystopisch. Na jedenfalls hatte Sam Altman ja vor ungefähr zwei Wochen einen Tweet geschrieben, nachdem Meta angekündigt hatte, dass Meta AI als eigene App an den Start gehen soll, um mit ChatGPT zu konkurrieren, hatte Sam Altman geantwortet Okay, fein, dann machen wir jetzt auch eine Social App. Darüber haben wir alle gelacht, sogar hier haben das so als Beispiel, warten danach, wie witzig ja mal. Sam Altman reagiert schlagfertig gegen eine veränderte Marktsituation. Naja, jetzt sieht es wohl so aus, dass World dieses Startup von Sam Altman offenbar erwägt, eine Everything-App an den Start zu bringen, mit der es möglich sein wird. Kryptozahlungen zu leisten, sich selber zu identifizieren mit Hilfe der Netzhaut, der auch in Iris. Und, was haben wir noch? Und dass es die Möglichkeit gibt, darüber zu kommunizieren, also Gespräche mit anderen World-ID-Inhabern zu führen. Alleine am Name World ID klingt schon nach so einer Dystopie aus Hollywood. Aber das ist wohl das, wie gerade daran gearbeitet wird, eine Everything App, die mit X konkurrieren soll.

38:15 Lorenz Meyer

Ja, und natürlich, also so dystopisch das ist, aber das hätte sicherlich einen Markt, ne? Das wäre ja schon eine praktische Sache. Das sind ja alles so Träume, die wir eigentlich ja gut finden. So von der romantischen Idee her und der praktischen Idee.

38:32 Gavin Karlmeier

Ja, die Frage ist so ein bisschen, welches Problem will man damit lösen? Gibt es überhaupt dieses Problem, das wir lösen wollen? Weil, also Wir haben halt offene App-Stores und die hat China zum Beispiel ja eben nicht. Dort bist du auf eine Everything-App wie WeChat angewiesen. Und diese Situation haben wir hier ja nicht. Also warum sollte ich denn eine App haben, in der ich gleichzeitig Nachrichten schicken? Geld schicken, mich selber identifizieren und das Beispiel sind ja immer Arzttermine oder Konzerttickets kaufen. Warum sollte ich das haben wollen? Unklar.

39:03 Lorenz Meyer

Nein, nein, nein, ich meine, genau, ich meine, die Idee lässt sich erstmal gut verkaufen, ne? Und und Wenn man, also wenn jetzt Mark Zuckerberg irgendwie aus seinem Kosmos seine Apps irgendwie in der Art und Weise anreichern würde, Das würde ich mal interessant finden.

39:19 Gavin Karlmeier

Ein bisschen haben wir das mit WhatsApp. WhatsApp ist ja eigentlich ein Messenger, hat aber inzwischen durchgehend Diese Channels, die Möglichkeit, dass du dort de facto ein Newsletter hast, wenn du darüber jetzt noch hierzulande Geld schicken könntest, hättest du schon viele dieser Funktionen in einem.

39:36 Lorenz Meyer

Ja, und man sieht, wie unerfreulich das alles wäre, wenn man denn Markt Zuckerberg seine Geldtransaktionen anvertrauen würde.

39:42 Gavin Karlmeier

So ist das.

39:43 Lorenz Meyer

Und die Daten darüber.

39:44 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme zu. Und weiß aber auch nicht, ob das, ob die Idee von Sam Altman jetzt hier wirklich. Also ob das Not tut. Soll er mal billiger machen

40:00 Lorenz Meyer

Na gut. Du machst bestimmt die 200 Euro, 200 Dollar Konten.

40:05 Gavin Karlmeier

Nope. Von mir gibt es kein Geld an Chat-GPT. Zahlst du?

40:10 Lorenz Meyer

Nein, nein, nein. Okay.

40:12 Gavin Karlmeier

Na dann. Aber vielleicht haben wir gleich was anderes, was du zahlen möchtest. Komm wir mal, ja, komm mal mit, wir gehen mal hier rüber. Funktionen und Emotionen. Die letzten Wochen war viel los, wir haben das selten gespielt und deswegen haben sich ein paar neue Features angesammelt. Ein Feature, das spielt auch in der KI-Welt und deswegen passt das so schön. Als Brücke. Google testet im Moment. Halt dich fest, Lorenz. Es wird gut. Google testet reine KI-gestützte Suchergebnisse. Also, dass du nicht mehr andere Webseiten siehst, sondern wirklich nur noch eine Übersicht, die KI dir zusammenstellt, in der einfach nur sagt, hier, das suchst du bestimmt, hier gibt es das und dann kannst du das anklicken und alles so in Textform. Ja, ein bisschen wie Perplexity AI, die machen das ja auch so.

41:00 Lorenz Meyer

Ja, das liegt so auf der Hand. Und natürlich können die das schon die ganze Zeit, sag ich jetzt mal. Aber sie können sich natürlich nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen, und werden es wahrscheinlich deswegen die ganze Zeit zurückgehalten haben. Sie sind ja eigentlich ein Werbeanzeigenverkäufer, oder? Und sie leben von den Werbeanzeigen. Und wenn Sie jetzt auf so ein Perplexitemmodell umgehen, dann können Sie natürlich nicht Wegegebühr fürs Durchleiten an irgendwelche Webshops und Webseiten irgendwie verlangen.

41:34 Gavin Karlmeier

Stimmt. Gleichzeitig ist halt das Problem, gibt es zwei andere große Probleme. Das eine ist, dass die Google KI Gemini Also ein großes Reputationsproblem hat, weil sehr viele Quatsch-Antworten in der Vergangenheit gekommen sind. Also wir erinnern uns an die Frage, wie man eine Pizza, den Pizzakäse mehr Chewy kriegt und Google Gemini vorgeschlagen hat, ein bisschen Klebstoff mit reinzugeben, der nicht giftig ist. Oder wir erinnern uns jetzt gerade, vor ein paar Tagen ging erst ein Screenshot durchs Netz, bei dem jemand gefragt hat, wie alt ein Prominenter bei seiner Geburt war, und die Antwort war neun Monate alt. Also die, die KI von Google, weil sie auch, was auch darin liegt, weil sie eben mit viel mit Reddit-Daten trainiert wurde und damit eben auch mit viel Nonsens, ähm, hat einen, also egal wie zuverlässig sie ist, ein Problem mit seinem Image. Und das ist aber auch ein generelles KI-Problem. Alle Leute wollen Inhalte mit KI generieren, aber niemand will sie sich angucken. Also warum sollte man, warum sollte ich das nutzen wollen, wenn ich gerade eigentlich ganz gut damit fahre, die Suche zu benutzen?

42:37 Lorenz Meyer

Da habe ich gleich eine Frage. Ich weiß nicht, vielleicht hast du auch drüber gesprochen. Ich habe jetzt das letzte Mal nicht gehört. Aber was ist denn davon zu halten? Apple hat doch, glaube ich, gesagt, sie verschieben die KI-Pläne fürs iPhone.

42:50 Gavin Karlmeier

Ja, die kommen.

42:53 Lorenz Meyer

Sie wollten doch jetzt eigentlich im April in Deutschland.

42:55 Gavin Karlmeier

Ja, das tun sie. Was länger dauert, ist die Personierte, da haben wir nicht drüber gesprochen, aber was länger dauern wird, ist die personalisierte Siri, die eigentlich jetzt in den USA starten sollte.

43:05 Lorenz Meyer

Ach, okay. Und das schieben sie nach 2026.

43:08 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, auf wann sie es schieben, da bist du möglicherweise besser informiert als ich.

43:11 Lorenz Meyer

Ja, ich glaube, ich hatte das gelesen, ja. Okay.

43:14 Gavin Karlmeier

Aber ja, klar, also Apple, ohne wir sind kein KI-Format, hört euch Gregor Schmalzri zum Beispiel an mit seinem KI täglichen KI-Podcast, regelmäßigen KI-Podcast. Aber Ähm, was wollte ich sagen? Ich weiß auch nicht mehr.

43:30 Lorenz Meyer

Ja, wir waren ja bei Google hängen geblieben und den Übersichtszeiten, ja, was Wie schätzt du das denn ein? Wie wird Google das mittelfristig umsetzen?

43:41 Gavin Karlmeier

Ja, sie werden das versuchen, in den Markt zu drücken, glaube ich. Ich habe aber das Gefühl, dass Leute das gar nicht wollen. Ich glaube, KI hat ein Vertrauensproblem und da müssen sie sich jetzt erstmal ein bisschen rausarbeiten. Das wäre so mein Gefühl.

43:54 Lorenz Meyer

Ja, ja. Ja, ja, nicht umsonst haut halt Perplexity da die Quellen dahinter. Aber wenn man manchmal sich die Quellen anguckt dann wiederum bei Perplexity, ne? dann ist das halt manchmal auch echt ernüchternd, weil das irgendwelche, klar, dann sind da die Quellen angegeben und dann sind das aber irgendwelche Pillepalle oder Oder ja, wirklich seltsame, ähm, irrelevanten Quellen.

44:21 Gavin Karlmeier

Ich hab, ähm, neule, ich bin ja das Wissen vielleicht viele nicht, aber ich bin nicht besonders gut mit Zahlen. Und also Social Media Auswertung geht gerade noch so, aber wenn es um so mathematische Dinge geht. dann brauche ich ganz gerne mal Hilfe. Und da habe ich neulich Perplexity nach einer Fragestellung, es ging sogar um mich einen Quatschinhalt, bei einer Fragestellung um Hilfe gebeten, weil ich unbedingt wissen wollte, ähm ich guck mal, ob ich das gerade rekonstruieren kann oder finde. Was ist das hier? Ja, das dauert mir zu lange. Jedenfalls habe ich von Perplexity eine Antwort bekommen, habe gefragt, ob sie stimmt. Perplexity hat sich korrigiert und mir eine andere Antwort gegeben. Dann habe ich gefragt, ob das stimmt, woraufhin Perplexity sich entschuldigte. und sagte, ich muss zurückrudern und wieder auf die erste Antwort zurückgegangen ist. Und so ging das die ganze Zeit hin und her. Ich habe sechs oder sieben Mal. Immer alternieren, jeweils andere Antwort bekommen, sodass ich am Ende mich um diese Zahl gar nicht mehr gekümmert habe. Und das sind halt solche Dinge, solche kleinen Erlebnisse, die am Ende dazu führen, dass das Vertrauen halt sinkt.

45:30 Lorenz Meyer

Wäre mein Eindruck. Ja, und du weißt nicht, wie alt deine Frau eigentlich geworden ist an ihrem Geburtstag.

45:36 Gavin Karlmeier

Ja.

45:37 Lorenz Meyer

Ärgerlich.

45:38 Gavin Karlmeier

Ja, also muss sie nicht mehr. Sie arbeitet noch, sie wird noch nicht im Rentenalter sein. Mehr weiß ich nicht. So, Instagram arbeitet an einem Discord-ähnlichen Community-Chat mit dem Limit von 250 Personen pro Community. Also für den Haken an Discord nix. Wir haben 1500 Leute, muss ich nochmal stolz verkünden. Aber genau, Instagram wird sowas auf mal an den Start bringen.

46:06 Lorenz Meyer

Tja, ein bisschen spät, ne? Irgendwie. Ich weiß nicht, ob da jetzt nicht schon die Claims ganz gut abgesteckt sind. Instagram ist natürlich sehr Insgesamt sehr stark.

46:17 Gavin Karlmeier

Ja, die Frage ist, ob Instagram der richtige Ort dafür ist. Discord hat halt viele Communities, die halt deswegen Discord nutzen, weil sie wissen, dass sie da gut aufgehoben sind. Gaming-Community oder irgendwelche. EntwicklerInnen, ähm, alles, was so Fachrichtungen hat. Telegram bietet zum Beispiel die Möglichkeit, dass du auch in Gruppenchats Unterkanäle erstellst. Also du kannst eigentlich so ein Discord-Vibe in Telegram erstellen. Es gibt Slack für die unternehmensinterne Kommunikation, Microsoft Teams auch. Also es gibt eben für sehr viele Spezialgebiete solche Tools. Und die Frage ist, welche Lüc möchte ich denn bei Instagram schließen, bei der ich aber Bis zu 250 Personen brauche, die aber immer noch nicht in meiner WhatsApp-Gruppe, in meinem i-Message-Chat, wo auch immer, aufgehoben sind.

47:07 Lorenz Meyer

Sehe ich jetzt eigentlich auch nicht.

47:09 Gavin Karlmeier

Interessant. Aber vielleicht tagt also Leute, wenn ihr das gerade hört und euch denkt, hä, das liegt doch auf der Hand. Schreibt es uns gerne, entweder per Discord oder per Instagram oder Kommentar bei Spotify oder wo auch immer Ähm, Meta hat außerdem angekündigt, dass wenn du ein Feed bei Threads erstellst, du kannst ja eigene Feeds erstellen, dann kannst du beispielsweise sagen, ich möchte hier den Hakenland-Feed haben, da sollen alle Inhalte von Hakenland und hier und dies und jenes zusammenlaufen, dass du dann per Link diese Feeds auch teilen kannst, also kannst öffentliche Custom Feeds nun erstellen.

47:42 Lorenz Meyer

Ja, ist doch ganz nützlich, ne? Für eine kleine, für eine kleine Zielgruppe, aber für die wiederum ist es nützlich.

47:49 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde auch. Also, das ist ein Feature, das kann man natürlich gebrauchen. Das kennen wir aber ja ehrlicherweise auch schon genauso von BlueSky. BlueSky hat weiterhin angekündigt, dass du jetzt einstellen kannst, wer dir antworten kann. Das ist eine Möglichkeit. Also das ist sehr nützlich. Du kannst kriegst ein zweites Postfach für Leute, die dir nicht folgen und denen du nicht folgst. wie wir das von Instagram kennen. Und Blue Sky hat angekündigt, dass du nun bis zu drei Minuten lange Videos rollern kannst.

48:22 Lorenz Meyer

Ja, cool.

48:23 Gavin Karlmeier

Ja.

48:24 Lorenz Meyer

Sollen ruhig weiter ausbauen.

48:26 Gavin Karlmeier

Und zu Blue Sky noch die Kleinigkeit und zwar die. Firma TabBots, die kennen wir, weil die damals zum Beispiel Tweetbot entwickelt hatte, weil sie Ivory entwickelt hat für Mastodon. Die haben jetzt angekündigt, an einer App namens Phoenix zu arbeiten, die ein Blue Sky-Client werden wird, aber sich ungefähr so anfühlen soll wie im Tweetbot damals. Da kann man sich, glaube ich, drauf freuen, ehrlicherweise, weil das Apps sind, die sich sehr, sehr, sehr großer Beliebtheit in der Bubble erfreut haben.

48:57 Lorenz Meyer

Ich war auch mal eine Zeit nach Tweetbot-Kunde, also nur zu Freunde.

49:01 Gavin Karlmeier

Ja, und damit bin ich am Ende für heute, Lorenz.

49:04 Lorenz Meyer

Ja, prima, klasse. Leute, hört euch unbedingt auch das nächste Mal an, denn wie ich sehe, da ist das die 400. Folge.

49:11 Gavin Karlmeier

Das ist so, mit Janis Schakarian.

49:14 Lorenz Meyer

Ja, wow, ja, schöne Gruß an Jannis und ja, bei der Gelegenheit nochmal, meinen ernst gemeinten, vollkommen unironischen Respekt für diese Wahnsinnsleistung, lieber Gavin. Es ist sensationell, was du da hochgezogen hast mit der Unterstützung von so vielen netten, tollen Leuten. Aber im Kern stehst du da und zum Glück bist du gerade ein bisschen erkältet und kannst dem nicht so laut widersprechen. Danke.

49:40 Gavin Karlmeier

Nein, vielen lieben Dank, Lorenz. Das ist sehr nett und es macht ja auch immer noch großen Spaß, auch wenn es manchmal hier so. . Es hat, weißt du. Das hat so den Effekt, dass man sich nicht so allein fühlt mit diesen schlechten Nachrichten. Man kann ja an dieser Tage sehr oft das Gefühl kriegen, was soll ich nur machen. Und da gibt es nur zwei Möglichkeiten, die Flucht aus den News. Das mache ich im Privatleben gerade sehr gut. Ich konsumiere privat sehr viel weniger Nachrichten, als ich das noch vor drei, vier, fünf Jahren gemacht hätte. Auf der anderen Seite aber die Nachrichten dann immer so konzentriert zu verpacken und zu verarbeiten und mit Leuten zusammen zu besprechen, dass es mir selber auch nicht schlecht geht. Und auch da muss man dazu sagen, eigentlich will ich ja nur über Social Media sprechen. Aber dann, aber was soll ich machen? Was soll man mal. Also vielen lieben Dank, lieber Lorenz. Vielen lieben Dank an alle fürs Zuhören. Wir hören uns hier wieder am Freitag. Habt eine schöne Restwoche und bis dahin.

50:30 Lorenz Meyer

Alles Gute.