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Folge 398 · 10. März 2025 · 56 Min.

Moralische Wieseligkeit

mit Flo Gregorzyk

Einen “Haken dran” machen: Ankündigen, nicht zu politisch werden zu wollen und dann nicht anders können.

Trump verengt den Meinungskorridor, Musk spricht von einem Faustkampf gegen Putin und Zuckerberg buckelte vor China.

Es ist viel los.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Flo. Hallo Gavin. Bei mir ist heute Florian Gregorzig, Journalist, den ihr kennt wahrscheinlich stimmlich vom 36-Podcast, der aber auch tausend andere sagt. Ich krieg das alles gar nicht mehr zusammen, was du alles machst, Florian.

00:17 Flo Gregorzyk

Also die meisten, die meisten Leute leider, ich bin ja wirklich langjährig schon als Journalist tätig, aber die meisten Leute haben mich wahrscheinlich ich im letzten Monat kennengelernt, unbewussterweise durch diesen Clip von Christian Lindner, wo er von so linken Demonstranten angeschrien wird und er dann sagt: Ach schön, die Linke ist auch hier und dann wird das so fast forward geklippt. FDP fliegt aus dem Bundestag. Das Interview, wo er angeschrien worden ist, das habe ich geführt. Im Hintergrund stehe ich auch noch.

00:43 Gavin Karlmeier

Also du warst in diesem Jahr schon in einem Raum mit Christian Lindner.

00:47 Flo Gregorzyk

Nein, wir haben die Interviews draußen an einer Dönerbude geführt, mit Christian Lindner, mit Robert Habeck, mit Hein Reicheneck auch, in einem öffentlichen, in einem öffentlich-rechtlichen Raum, bei 630. Also sehr empfehlenswert jetzt natürlich im Nachhinein von der Bundestagswahl. Weiß ich nicht, ist vielleicht dann auch in Retrospektive interessant, was die Leute da so versprochen haben.

01:07 Gavin Karlmeier

Cool. Ja, ich freue mich sehr, dass du heute hier bist. Wir haben ja ewig nicht gesprochen, weil die Bundestagswahl dich kalendarisch ein bisschen gebunden hat. Das stimmt, ja. Und man hört es uns an. Wir haben keine Kosten und Mühen geben. gescheut, nach all der Zeit es trotzdem heute zusammen aufzunehmen, obwohl wir beide klingen, als hätten wir irgendwie. weiß ich auch nicht. Es ist die kranke Folge.

01:26 Flo Gregorzyk

Wirklich eine kranke Folge.

01:29 Gavin Karlmeier

Und ich hab mir, weil ich habe in der letzten Folge erzählt, dass mein alter Kopfhörer so geklebt hat am Ohr. Weil ich hatte so buntes Haarspray drauf und dann hat sich das da festgestellt. Macht und so. Und ich habe neue Kopfhörer. Das heißt, ich kann dich jetzt auch noch besser hören. Die sehen auch echt cool aus, so ein bisschen DJ-mäßig.

01:47 Flo Gregorzyk

Es sind die gleichen wie die alten. Oder wie so jemand, der so einen Helikopter fliegt. Ja, wie jemand, der ein Helikopter fliegt.

01:56 Gavin Karlmeier

Es ist auch, es fühlt sich an wie ein Helikopterrundflug, und das werden wir jetzt auch in den Nachrichten merken. Ein Helikopterrundflug durch das Wochenende, durch die Nachrichtenwelt. Wir versuchen, so wenig politisch zu sein wie möglich, was mittlerweile als politischer, als Social Media Podcast nicht möglich ist, ehrlicherweise.

02:11 Flo Gregorzyk

Perfekter Gast auch, Politikjournalist. Wir versuchen so wenig politisches zu werden wie möglich.

02:16 Gavin Karlmeier

Super Leute. Es ist auch gelogen, weil du kannst nicht mehr über Elon Musk, über Mark Zuckerberg. sprechen, ohne die ganze Zeit auf die Politik zu schauen. Es verschmilzt alles miteinander. Ich möchte mit dir heute mit einer Meldung zum Thema Meta anfangen. Und zwar geht es dort um folgende Geschichte. Und zwar eine frühere Direktorin von Meta, Sarah Wynne Williams, Hat eine Whistleblower-Beschwerde bei der SEC eingereicht, bei der sie gesagt hat, dass Facebook 2015 ein eigenes Zensursystem für China entwickelt hätte. um in China auf dem Markt oder auf dem Markt Platz nehmen zu können. Meta ist nach wie vor dort nicht vertreten. Also es gab bis 2019 immerhin noch WhatsApp. Aber Facebook beispielsweise kannst du aus China nicht aufrufen und auch nicht nutzen. Dieses Zensursystem hätte vorgesehen, dass es im der KP, also in der Kommunistischen Partei in China einen sogenannten Chefredakteur gegeben hätte, der alleine die Beiträge, die der KP nicht. . gefallen hätte löschen dürfen, der die Möglichkeit gehabt hätte, die Plattform in Zeiten sozialer Unruhen abschalten zu können, wenn sie das Gefühl haben, das stört uns gerade. Und Mark Zuckerberg soll offenbar, so lautet es zumindest in dem Bericht der Whistleblowerin, persönlich zugestimmt haben, das Foto, äh, das Kontro eines chinesischen Dissidenten in den USA. Einzuschränken, so dass Facebook eben mit weniger Problemen rechnen müsste, wenn sie denn in China an den Staat gehen Dieses Zensursystem halte ich für d sehr bemerkenswert. Ich bin gespannt, was du dazu denkst, aber der Vollständigkeit halber unbedingt weil ich ja hier einen richtigen Journalisten bei mir habe. Der Vollständigkeit halber Meter hat dazu auch schon eine Erklärung abgegeben und hat gesagt, das alles wurde damals von einem einzigen Mitarbeiter vorangetrieben, der auch schon vor acht Jahren wegen schlechter Leistungen entlassen wurde. Und Facebook hatte zwar Bemühungen, in China an den Staat zu gehen, aktiv zu sein, aber sie haben sich dann selber dazu entschieden, diese Gemin. Wow. Nicht weiter zu verfolgen.

04:26 Flo Gregorzyk

Ist nicht dieses, ich sag jetzt mal im weitesten Sinne Chefredakteursystem, ist das nicht auch ein ähnliches System, wie es auf dem auf den tatsächlichen Social Media Plattformen in China auch gemacht wird, also dass man da tatsächlich erstmal Sachen posten kann und die dann aber im Nachhinein eben von dieser Zensurbehörde einfach durchgeschaut werden, natürlich mittlerweile auch mittels KI, klar, ähm, Aber ich weiß nicht, da kennst du dich bestimmt besser aus. Nur meine Idee ist auch so ein bisschen, also wenn du auf Facebook in China launchen wollen würdest und dann bietest du aber im Prinzip exakt dasselbe Produkt an. wie die Produkte, die es in China schon gibt, nur halt von Amerikanern, also quasi vielleicht auch kulturfremderen Menschen gebaut. für den chinesischen Markt und dadurch natürlich viel weniger appealing als jedes chinesische Produkt. Warum willst du dann in diesem, also ne, warum warum machst du dann diesen Farstratch und wirfst sozusagen deine Moral über Bord, wenn sozusagen der Ausblick wahrscheinlich sowieso wäre, das ist keine

05:25 Gavin Karlmeier

Das ist nicht so ganz klar, ehrlicherweise, weil klar, also die Überlegung ist natürlich gerechtfertigt und vor allem ist die Frage des Zeitpunktes zu dem man in den Markteintritt da ja auch entscheiden. Wir reden ja hier über 2015. Da war Facebook noch ein Ding, ehrlicherweise auch hier. Das stimmt. Da habe ich gar nicht dran gedacht, ja. Und hätte da wahrscheinlich auch in China noch mit Innovationen auftrumpfen. Können und es gibt natürlich diesen sexy verruchten Touch von die amerikanische Plattform, jetzt können wir das benutzen, was die ganze Welt benutzt, was sicherlich ein Marketing-Argument kriegt.

05:59 Flo Gregorzyk

Also ich hab jedes Mal, wenn ich in China war und damals war ich auch noch Facebook, Nutzer, habe ich das über ein VPN gemacht und ich glaube, das machen auch sehr viele Chinesen so, oder?

06:09 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich ja, solange das möglich ist. Wahrscheinlich ist das ein Katze-und-Maus-Spiel dort.

06:14 Flo Gregorzyk

Mit Sicherheit, ja. Ja, also das Bemerkenswerte ansonsten daran ist ja, dass Mark Zuckerberg das ja offenbar höchstpersönlich gemacht hat. Also gemacht haben soll.

06:24 Gavin Karlmeier

Ja, er soll zumindest abgesegnet haben und wahrscheinlich hat er da auch entsprechende Gespräche geführt, die dann dazu geführt haben, dass er zuerst. zurückgekommen ist und gesagt hat, wir müssten das so und so umsetzen, damit das funktioniert.

06:34 Flo Gregorzyk

Ja, ich also ich denke mal, die moralische Wieseligkeit von Mark Zuckerberg ist mittlerweile hinlänglich bekannt, vor allen Dingen für geneigte HörerInnen dieses Podcasts.

06:45 Gavin Karlmeier

Die moralische Wieseligkeit, das gefällt mir sehr gut. Ich finde interessant aber, das Meta, also in der Meta-Erklärung wird ja gesagt. Es ist kein Geheimnis, dass wir einst daran interessiert waren, dies als Teil von Facebooks Bemühungen, die Welt zu verbinden, zu tun, also die Dienste in China zu betreiben. . . Ein knallhartes Abstreiten klingt für mich anders, würde ich sagen. Also man sagt zwar, okay, es gab einen Mitarbeiter, der hat das alleine vorangetrieben und den haben wir längst entlassen und so, also man hat irgendwie einen Bauernopfer, den man so wegräumt. Aber diese Formulierung, wir halten uns ein geltendes Recht da, wo es gilt, das ist ja so eine Elon Musk-Argumentationslinie Und ich würde mal die These aufstellen, das ist aber jetzt wirklich, ich rate jetzt hier wieder ins Verschwören, aber vor zwei Jahren hätte Meta das deutliche abgestritten, auch wenn es gestimmt hätte, wäre meine These.

07:38 Flo Gregorzyk

Es gibt ja nur, also um jetzt da nochmal einen weiteren politischen Aspekt reinzubringen, die neue Linie der amerikanischen Social Media Konzerne durch die amerikanische Regierung ist es ja zum Beispiel Deutschland und auch Europa ans Bein zu pinkeln, weil bei uns die Meinungsfreiheit Zumindest ist das das, was vordergründig gesagt wird, einfach nicht exakt genauso ausgelegt wird wie in den USA. Und dann aber zu lesen, okay, Mark Zuckerberg hat sich da ganz anderen Systemen angebietert. Geht es vielleicht gar nicht um die Meinungsfreiheit in Europa? Hm. Kleiner, kleiner Anstoß zum Nachdenken für alle ZuhörerInnen.

08:15 Gavin Karlmeier

Spitz, spitz nachgefragt von Florian Gigotzik. Apropos China, wir warten ja immer noch darauf, dass es irgendeine Entscheidung in Sachen TikTok gibt. TikTok USA soll ja für die, die es nicht mitbekommen haben. Also, TikTok sollte ursprünglich entweder verkauft oder verboten werden. Die Deadline dazu war der 19. Januar. Ist ja jetzt auch schon ein bisschen was her. Diese Diese Frist wurde von Donald Trump verlängert, der dann am zwanzigsten Januar ins Amt gekommen ist, um zu sagen, die Verhandlungen laufen noch, wir sind noch nicht so weit. Naja, offenbar gibt es Stand jetzt, wie es heißt, immer noch keine Verhandlungen. Also TikTok USA hat immer noch keine Verhandlungen mit Paris. potenziellen Käuferinnen oder Käufern geführt. Und die Interessenten scheinen deswegen ziemlich frustriert zu sein, weil sie sagen, sie wissen auf der einen Seite immer noch nicht, wie sie TikTok finanziell und technologisch fassen sollen, also sie verstehen Haben doch keine Einsichte sozusagen. Auf der anderen Seite aber auch die Frustration, weil ihnen völlig unklar ist, mit wem sie eigentlich diese Verhandlung leiten müssen. wer da der Ansprechpartner ist, wie die Trump-Regierung sich da einbringen würde, wer in der Trump-Regierung dafür verantwortlich ist. Es gibt da bislang keinerlei Aussagen zu. Und das Interessante ist aber, dass sie nur noch einen Monat Zeit haben, denn am 19. April Läuft ähnlich, am 5. April läuft die nächste Frist ab. Und Trump selber hat aber am 6. März noch gesagt, es gebe jede Menge Interessenten und viel ein großes Interesse an einem TikTok-Deal und er sei auch bereit, die Verkaufsfrist bei Bedarf zu verlängern. Was für mich so klingt wie, ja, ich glaube, das ist jetzt ein Dauerzustand, ehrlicherweise.

09:50 Flo Gregorzyk

Ich habe also zwei Gedanken dazu. Ich habe tatsächlich letzte Woche noch so gedacht, warte mal, was war eigentlich mit TikTok? Müsste das nicht jetzt irgendwie demnächst mal ablaufen oder so? Deswegen finde ich das super, dass das jetzt wieder auf den Tisch kommt. Und hab aber dann tatsächlich bei dem, was Donald Trump jetzt dazu sagt, dass er irgendwie sich auch vorstellen könnte, die Frist, die ja in. Roundabout einem Monat abläuft, dass er die nochmal verlängern könnte. Und ich so dachte, ja, also leben wir jetzt irgendwie in Takatuka-Land, wo man irgendwie, also wo Deals wirklich dann auch mit Firmen dann nur noch so gemacht werden. Irgendwie, da wir machen eure Plattform dicht. Vielleicht. Also in einem Monat. Und dann können wir ja nochmal gucken, wie wir das machen. Also, das ist ja auch einfach, also. Ich sag mal, ich weiß es jetzt nicht, wie TikTok als Firma darauf reagiert, aber für die ist das ja auch Kacke. Du kannst ja überhaupt nicht mehr planen. Die ganzen Nutzer, die ganzen. Ich sag jetzt mal, das sind jetzt vielleicht für viele Leute, die diejenigen Menschen, die ihnen am wenigsten leid tun, aber sehr viele Menschen, die auch mit TikTok ihr Geld verdienen . Und da spreche ich jetzt nicht nur von Influencerinnen und Influencern, sondern auch von Small Local Businesses. Das haben wir ja in Deutschland auch, dass irgendwie eine kleine Bäckerei aus Wolfsdorf in Niedersachsen, Fleischerei, Entschuldigung, oder irgendwelche kleinen Länder auf TikTok irgendwie Business machen und ihren kleinen Laden am Laufen halten. Und die denken jetzt, ja, weiß ich nicht, kann ich nach April noch weiter planen oder gar nicht mehr? Also es ist doch einfach wirtschaftlich gesehen völliger Irrsinn.

11:09 Gavin Karlmeier

Es ist völliger Irrsinn, weil, also ich glaube, für das Unternehmen TikTok Kommt das erstmal nicht schlecht, weil die Interessen des chinesischen Mutterkonzerns sind ja sicherlich nicht aus eigener Hand das Ding zu verkaufen, sondern sie müssen es verkaufen, weil sie müssen.

11:24 Flo Gregorzyk

Soll an deren Stelle würde ich auch die Frist bis zum Schluss ausreizen und dann sagen: Alright, Donald Trump, was hasse, also was sind deine Karten? Weil hier, so wie Donald Trump ja sagt Irgendwie mit den Karten und wer hat die Karten in der Hand, hier hat TikTok dir Karten in der Hand.

11:41 Gavin Karlmeier

Ja, genau, weil vor allem, und das ist ja, da ist ja jetzt die Frage, wer eigentlich wem da damals die Falle gestellt hat, haben wir hier auch schon ein paar Theorien zu aufgestellt, aber als TikTok am 20. Januar wieder an den Und auch eine langfristige Lösung finden. Und President Trump wird uns retten. So, und jetzt merkt man aber Aber im Umkehrschluss, naja, wenn da nicht langsam mal was passiert und irgendwann tatsächlich dieses Verbot kommen würde, dann ist es halt auch Präsident Trump, der es nicht geschafft hat, das Ding zu retten. Also TikTok spielt ja die NutzerInnen gegen den eigenen Präsidenten. Und das ist eine sehr angenehme Verhandlungsposition, ist so mein Empfinden. Aber ja, aber du hast natürlich recht, es ist wirtschaftlich, es ist total irrsinnig, wobei wir wissen, dass im Januar TikTok US noch. Stellen ausgeschrieben hatte. . Das heißt, die sind erstmal davon ausgegangen, dass sie sich nicht mehr so gut haben.

12:35 Flo Gregorzyk

Ja, wie gesagt, also ich glaube, auf TikTok-Seiten weiß ich jetzt nicht, wie viele Leute da arbeiten in den USA, aber ich glaube halt wirklich, dass es eine nicht kleine Anzahl von nicht nur Influencerinnen und Influencern, sondern sondern mit Sicherheit auch Businesses gibt, die über TikTok die meiste Reichweite reinholen. Und das weißt du selber auch, dass auch Podcasts zum Beispiel heutzutage nicht mehr existieren können ohne TikTok, dass Streamer heutzutage nicht mehr groß werden können ohne TikTok.

13:01 Gavin Karlmeier

Muss man dazu sagen, gilt für Mainstream-Format. Also Haken dran zum Beispiel findet bei TikTok zum Beispiel gar nicht statt.

13:08 Flo Gregorzyk

Da solltest du vielleicht mal Sollte ich mal machen, ne? Vielleicht mal. Nee, aber ich glaube, es gibt mit Sicherheit 10. 20. 000 Menschen in den USA, die irgendwie, vielleicht auch mehr, weil jetzt einfach eine grobe Zahl in den Raum geworfen, die damit ihr Geld verdienen und für die das einfach Kacke ist.

13:25 Gavin Karlmeier

Ja, das auf jeden Fall. Man müsste dann, also daran anschließend kann man natürlich die Frage stellen, wie sinnvoll ist es, seine komplette Existenz, wirtschaftliche Existenz auf eine Drittplattform sozusagen.

13:37 Flo Gregorzyk

Aber was ich damit sagen will, ist, dass alles Leute, die auch ihre Stimme äußern können und die auch öffentlich sagen können: hey, Donald Trump hat das irgendwie nicht gebagen bekommen. Das wird ja dann dieses Backfire.

13:49 Gavin Karlmeier

Ist so. Übrigens, 7000 Menschen arbeiten in den USA bei TikTok.

13:53 Flo Gregorzyk

Bei TikTok.

13:53 Gavin Karlmeier

Nicht bei TikTok.

13:54 Flo Gregorzyk

Verdienen nicht über TikTok. Also bei der Firma.

13:57 Gavin Karlmeier

Ich glaube, die, die mit TikTok Geld verdienen, sind ein Vielfaches davon. Würde ich behaupten. Und um diesen Komplex abzuschließen, es gibt einen weiteren Kaufinteressenten, nämlich Reed Rasner Das ist ein Milliardär aus Wyoming. Es ist so verrückt, wie viele Milliardäre immer so um die Ecke kommen und sagen, oh, dann habe ich hier noch Geld, dann habe ich hier noch Geld, dann habe ich hier noch Geld. Resners Idee, der übrigens auch schon mal für den Senat kandidiert hat als Republikaner, der aber nicht gewonnen hat in der letzten Wahl. Der hat die Idee, dass man als Gründungsmitglied sich in die Plattform einkaufen kann, zwischen 280 und 12. 000 Dollar pro Jahr und dafür kriegst du dann ein besonderes Verifizierungsabzeichen. Also ich finde, das ist dieses Ex-Premium-Prinzip einfach auf Turbo Kapitalismus hochgeschraubt.

14:45 Flo Gregorzyk

Ja, mein Gott, äh, weiß ich nicht. Wer ist Reed Resner und woher hat er die Milliarden? Das ist ja auch schon wieder so dieses Geschach. Also es ist dann halt natürlich ein Republikaner und ähm Es ist ein Abstieg in eine in einen in einen Oligarchenstaat.

15:08 Gavin Karlmeier

Das ist So, egal ob Reed Ressner es jetzt kauft oder Frank McCord, der ist Immobilienmilliardär, auch interessant, TikTok zu kaufen. Und seinem Team hat sich jetzt Alexis O'Hannion angeschlossen. Das ist einer der Gründer von Reddit. Also da ist viel los auf dem TikTok-Markt. So, du kannst jetzt aussuchen, wie du weitermachen möchtest. Entweder wir schauen jetzt auf Ex oder wir werden noch politischer.

15:32 Flo Gregorzyk

Noch politischer als Ex.

15:34 Gavin Karlmeier

Ja. Uh.

15:37 Flo Gregorzyk

Also, wenn X tatsächlich der Slow Start ist, dann lass uns doch mit Twitter reingehen.

15:41 Gavin Karlmeier

Okay. Fangen wir mit Twitter an. Also Elon Musk muss am, für die, die Leute bei YouTube sehen, Flo macht gerade einen sogenannten Face Palm. Elon Musk muss am 3. April unter Eid aussagen. Es geht da um eine Geschichte, die uns seit dem Anfang von Hakentan begleitet. Und zwar hatte Elon Musk, als er Twitter gekauft hat damals, hat er ja in mehreren Schritten Twitter gekauft, zunächst einen kleinen Anteil von ein paar Prozenten. Und dass er die gekauft hat, hatte er aber später bekannt gegeben, als er es verpflichtet gewesen wäre, bekannt zu geben. Was dazu führte, dass der Aktienkurs anders reagierte und ihm die Möglichkeit gab, damit Twitter zu einem anderen Preis oder diese Anteil zu einem anderen Preis zu kaufen, als es üblicherweise der Fall gewesen wäre, weil der Markt reagiert. Also wenn du sagst, hey, ich kaufe jetzt die Hälfte von Microsoft, dann werden Aktionäre sich denken oder Aktionärinnen Hey Flucky Golstick, wenn der Microsoft die Hälfte Microsoft kauft, aber gar keine Erfahrung als Tech Bro hat, dann wird er wohl die Plattform an die Wand fahren und dann wird der Kurs wahrscheinlich negativ reagieren und Leute werden Geld verlieren.

16:49 Flo Gregorzyk

Weißt du nicht, warum du mich jetzt hier beleidigen musst an der Stelle, lief ja bisher eigentlich alles gut. Also, ich arbeite schon, ich habe schon lange mit Microsoft gearbeitet. Windows 98, 95 sogar schon. Microsoft Teams. Würstest du, dass man seine Hautfarbe bei Microsoft Teams ändern kann?

17:07 Gavin Karlmeier

Nee.

17:08 Flo Gregorzyk

Ja, wirkt aber leicht rassistisch, weil da natürlich alle diese gelben Emojis haben. Also kommt auf deine Hautfarbe an, aber muss man sich vielleicht mal überlegen, ob man das machen möchte. Aber man kann es.

17:19 Gavin Karlmeier

Auch spannend. Da gibt es so ganz spannende, ähm, ich will jetzt, das müssen wir jetzt gar nicht vertiefen, aber.

17:23 Flo Gregorzyk

Das ist ein völlig unnötiger Schlenker zurück zu Ex.

17:27 Gavin Karlmeier

Nee, ganz kurz dazu, es gibt ganz, ganz spannende Untersuchungen darüber, welche Aussagekraft das hat, wenn du kannst ja bei Emojis auch auf dem Ausgang. iPhone bei Android sicherlich auch die Hautfarbe.

17:36 Flo Gregorzyk

Hast du deine Hautfarbe da eingestellt oder hast du gelb?

17:38 Gavin Karlmeier

Ich lasse sie eben genau neutral, weil die Aussage davon, ein weißes Emoji zu nehmen, ist mir zu, das fühlt sich nicht richtig an.

17:48 Flo Gregorzyk

Ja, das ist das, was ich meine bei Teams. Man muss darüber nachdenken. Ich wollte nur sagen, man kann auch dunkler, also man kann verschiedene Art haben, ne? Man kann jetzt nicht nur gelb oder weiß. Das wäre so. Das wäre, wenn X und von Elon Musk. Elon Musk, das war nicht.

18:08 Gavin Karlmeier

Naja. Auf jeden Fall musste er am 3. April vor Gericht in Washington, D. C. und er hat sich wohl bereit erklärt, Das auch zu tun, was überraschend ist, weil Elon Musk alle Anhörungen in diesem Verfahren und in diesem Fall immer abgelehnt hat, alle Termine platzen ließ, niemals aufgetaucht ist. Und ich könnte mir vorstellen Also seine Anwälte haben auch immer versucht, dass er dann irgendwo hin muss natürlich. Ich könnte mir vorstellen, dass ihm irgendjemand mal nahegelegt hat, dass wenn er ein öffentliches öffentliches Amt bekleidet. Dass er dann doch zumindest solche Gerichtstermine vielleicht doch wahrnehmen sollte. But naja, mal sehen. Abwarten. Zur Not wird der Termin auch noch mal einen Monat verschoben. Ja, genau. Der wird einfach an den TikTok-Verkauf gekoppelt. Am 4. März, das war letzte Woche. Hat das britische Handelsregister eine Notiz veröffentlicht, dass Twitter UK aus dem Handelsregister gelöscht werden soll? Ähm, das passiert nur, wenn du ein Unternehmen liquidierst, dann verschwindet das aus dem Handelsregister. Also wenn du jetzt Microsoft zum Beispiel kaufst und an die Wand fährt Dann würde es liquidiert werden. Das Interessante ist aber, dass in der Ankündigung auch drin steht, dass alle restlichen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Auflösung noch übrig sind, als bona vacantia Ähm, gelten. Kennst du das? Bonava Kanzler, du bist, du bist jetzt Journalist. Kein Vermögen ohne Besitzer unowned property und fallen damit rechtlich an die Krone. Das heißt, es gibt durchaus Dinge, die dann offenbar einfach so Übrig bleiben. So ein bisschen so, wie, als würde man sich überlegen, ein Büro anzumieten, dann die Miete nicht zu zahlen, das dann irgendwie in der Nacht- und Nebelaktion einfach zu verlassen.

20:01 Flo Gregorzyk

Aber gut, also X hat doch die Vermögenswerte aus Twitter rausgezogen, oder? Oder also sprechen wir da jetzt von positiven Vermögen? Oder weil du gerade sowas sagtest wie Miete oder sowas wieder.

20:14 Gavin Karlmeier

Nee, wahrscheinlich positive Vermögenswerte.

20:16 Flo Gregorzyk

Ja, aber das ziehen die doch raus, also das lassen die noch nicht da drin. Wahrscheinlich ja.

20:21 Gavin Karlmeier

Aber das ist die Formulierung. Also Ich gebe nur wieder, was im Handelsregister steht. Übrigens hat Herr Ackerbau im Haken dran Discord kleine Empfehlung für alle, da war, da ist inzwischen, das ist so krass. Ich weiß nicht, ob du da häufiger reinschaust. Aber das ist einfach meine Nachrichtenquelle, das sage ich hier ständig, ich will auch nicht in jeder Folge dafür Werbung machen, weil das ist, aber wenn man da jetzt was schreibt, dann reagieren da halt so 10, 15 Leute einfach drauf, die alle einen sinnvollen Gedanken dazu haben. Und das ist crazy. Besser als Twitter. www. hakendank. org kommt da hin. HKB hat nachgeschaut und hat gesagt, dass diese Twitter UK Limited 2011 gegründet wurde und 200 Millionen Jahresumsatz macht nach wie vor, also halt nicht einfach nur ein leeres Unternehmen ist, sondern tatsächlich noch ein bestehender Teil des Imperiums von X. Offenbar überlegt man sich jetzt, dass man international gar nicht mehr so viel aktiv sein muss. Zumindest nicht vor Ort. Kann man alles ja auch aus Texas. Verwalten. Good luck. Good luck. Genau, ansonsten müssten wir jetzt gleich zum Thema Doge kommen. und würden jetzt ex mal kurz verlassen. Aber eine Sache noch zu Elon Musk und das ist vielleicht die Brücke in das Thema Politik. Elon Musk, ich gucken ja auf die meisten Tweets, die er so schreibt. Xiz, die er schreibt, gucken wir gar nicht mehr drauf, weil wir nicht über jedes Stöckchen springen wollen. Und dieses Flood Zone with shit, was Elon Musk und Donald Trump betreiben, da wollen wir uns nicht so von leiten lassen, aber Er hat einen bemerkenswerten Post zum Thema Ukraine geschrieben. Und den, äh, der lässt so, ich lese einfach mal vor, was er geschrieben hat. Er hat geschrieben. Ich habe wortwörtlich Putin zu einem 1 gegen 1 Physical Combat, also einen körperlichen Kampf, über die Ukraine herausgefordert und das Stalin-System ist das Rückgrat der ukrainischen Armee. Die komplette Front würde zusammenfallen, wenn ich es abschalten würde. Aber es macht mich krank, dass die Ukraine kämpft, obwohl das Verlieren feststeht, bla bla bla. Das ist so das, was Elon Musk erzählt. Aber er hat ja gerade gesagt, dass er, als er Wladimir Putin getroffen hat, ihn herausgefordert hat zu einem Faustkampf über die Ukraine.

22:37 Flo Gregorzyk

Also ich finde es lustig, dass das der Punkt ist, den du dir da rauspickst, als das Mindblowingste. Weil diese Geschichte geht ja noch weiter. Also auf den Tweet von diesem Tweet, den Elon Musk da verwurstet hat, hat ja der polnische Außenminister reagiert. Und hat geschrieben, so Starlink für die Ukraine, super, aber die polnische Regierung zahlt halt die Hälfte davon, nämlich 50 Millionen im Jahr. Hast du es gesehen? Nee, noch nicht. Er hat, also der hat quasi so einen Tweet, so einen Zitiert-Tweet geschrieben und hat geschrieben, dass es halt irgendwie unethisch ist, quasi das Opfer von so einer Aggression da irgendwie so zu bedrohen. Und Elon Musk, ich finde das crazy, das muss, ist anscheinend gerade erst passiert. Elon Musk antwortet darauf, be quiet, small man. You pay a tiny fraction of the cost, and there is no substitute for starling, schreibt er an den polnischen Außenminister öffentlich auf Twitter.

23:39 Gavin Karlmeier

Als jemand, der ein Regierungsamt bekleidet.

23:41 Flo Gregorzyk

Als jemand, der ein verdammtes Regierungsamt bekannt. Es ist ja ein offizielles Regierungsamt, das ist ein also Das ist quasi, Elon Musk hat es ja schon mal gesagt, deswegen ich dachte eigentlich, dass wir darauf abheben Was das Politische angeht, dass Elon Musk hier quasi über sein Starlink gerade die NATO zersprengt. Und ein Land, was ja sein Produkt bezahlt, offensichtlich.

24:10 Gavin Karlmeier

Also man weiß es nicht, habe ich das nochmal versucht zu. Ich weiß, dass das Capitol, also das amerikanische Verteidigungsministerium, 30 Millionen im Jahr dafür bezahlt.

24:19 Flo Gregorzyk

Okay.

24:20 Gavin Karlmeier

Ich hab die genauen Kosten, die genauen Kosten sind, glaube ich, nicht richtig öffentlich, weil es war ja so, Elon Musk hat diesen Starlink erstmal provided.

24:28 Flo Gregorzyk

Genau. Es gibt so wirklich so Tweets, so thank you, Elon Musk, du ne so So und so, und Elon Musk hat auch drauf replied, also der hat ne diese ganze Debatte, man muss dankbar sein, alles so, das gab es alles. Und dann hatte Elon Musk ja 2023 meine ich quasi in den Raum gestellt: So, wer bezahlt eigentlich für meinen Starlink? Sonst schalte ich den ganzen Bums ab.

24:50 Gavin Karlmeier

Bemerkenswerterweise kurz nachdem er Wladimir Putin getroffen hat.

24:53 Flo Gregorzyk

Ah, alright. Und dann hatte die USA gesagt, okay, wir bezahlen das aber nicht so ganz alles und dann hängen da irgendwie noch ein paar weitere Länder mit dran und Polen ist jetzt eben nach vorne. Gekommen und haben gesagt, die zahlen halt 50 Millionen Kosten pro Jahr. Ich weiß nicht, habe ich gerade pro Monat gesagt? Pro Jahr. 50 Millionen pro Jahr zahlt zahlt zahlt Polen. Nach eigener Aussage, genau. Und also, das ist ja crazy. Und ich meine, warte mal, Marco Rubio hatte doch auch noch darauf geantwortet und hat halt sowas geschrieben wie so: Polen, ihr solltet mal dankbar sein, weil ohne uns würde der Russe jetzt schon an eurer Grenze stehen. Das ist so. . Was?

25:34 Gavin Karlmeier

Ja, und da sind wir wieder in dieser in diesem Hirnknoten, die wir hier immer haben. Wo man sich so denkt, dass also irgendwie war die Welt eine einfachere, als die PolitikerInnen und Menschen, die in politischen Ämtern waren, per Telegramm kommunizierten und nicht per S.

25:47 Flo Gregorzyk

Es ist wirklich, also oder wenn man halt wirklich mal drei Sekunden nachdenkt, bevor man irgendwie in Richtung Polen schreibt: so, du kleiner Mann.

25:55 Gavin Karlmeier

Ja, aber das Starlink-Dilemma ist ja auch, also das ist ja für uns alle Deswegen hat das ja noch eine andere Fallhöhe, weil diese zum Beispiel 30 Millionen oder wie viele es auch sein mögen, die die USA dazu beisteuern, die gesagt haben, wir übernehmen jetzt Teile der Kosten. Das wäre ja etwas, das die EU ehrlicherweise relativ einfach übernehmen könnte. 30 Millionen Dollar im Jahr wäre jetzt keine, also dafür, dass wir die Kommunikationsinfrastruktur der ukrainischen Armee stützen könnten. Das Problem ist, Elon Musk würde es aber macht es ja nicht wegen des Geldes, sondern er schaltet es ab aus ideologischen Gründen, aus politischen Gründen, aus persönlichen Gründen. Bedeutet also, dass selbst wenn wir drei hundert Millionen Dollar als EU zahlen würden, Elon Musk es nicht annehmen würde. Und da siehst du nämlich, dass viele seiner Entscheidungen eben nicht nur wirtschaftlich getrieben sind, wie viele ihm ja unterstellen, sondern dass es da durchaus auch eine Fall oder eine Ebene gibt, die eben gar nichts mit Geld zu tun hat.

26:54 Flo Gregorzyk

Nein, und diese Starlink-Geschichte ist halt einfach sehr gefährlich. Also es gibt auch andere Länder, zum Beispiel Italien. Ich versuche es jetzt kurz zu halten, weil das wirklich dann schon weit in Richtung Politik und und Sicherheitspolitik geht. Aber auch Italien zum Beispiel, da gibt es Gerüchte darüber, dass Italien quasi für seine Armee so eine Art Notfallkommunikationsnetzwerk verhandelt hat. Und das wird einerseits verhandelt mit Starlink und andererseits mit Eutel Sat. Das ist so die, oder Util Sat, das ist so die europäische Variante, die auch in der Ukraine aktiv ist. Ähm und wo es jetzt wohl Gerüchte gibt, dass natürlich Giorgia Miloni ist ja auch eine gute Freund von Elon Musk, dass es da einen Zuschlag gibt. Und auch da muss man sich ja die Frage stellen: Was passiert für den Fall? Italien wird angegriffen oder es gibt einen Cyberangriff. Es gibt einen Cyberangriff. Also die Telekommunikation fällt aus. Es muss ja noch nicht mal so sein, dass die mit Raketen und Panzern angegriffen werden, sondern Sagen wir mal, es gibt einen Cyberangriff, Telekommunikation fällt aus. Es gibt zeitgleich, es gibt super viele Waldbrände zum Beispiel in Italien. Da muss vielleicht auch das Militär helfen. Das kann jetzt aber nicht kommunizieren, weil Elon Musk sagt, eigentlich gar kein Bock auf euch gerade. Ich schalte euch das Ding jetzt mal aus. Du kannst dich darauf nicht verlassen. Es ist egal, ob also natürlich könnte Europa was auch immer, whatever. Kosts, so, whatever it takes, sagt ja Friedrich Merz, könnte das bezahlen. Aber können wir es verantworten? Unsere Sicherheit, und dazu gehört ja auch die Sicherheit der Ukraine, In die Hände von jemandem zu legen, der sagt, oh du, wenn du mir auf Twitter irgendwie blöde kommst, dann schalte ich dir mal dein Sicherheitssystem aus. Auf gar keinen Fall. Also auf gar keinen Fall.

28:40 Gavin Karlmeier

Ja, man darf das nicht vergessen, Elon Musk ist ein impulsgetriebener Mann, dem wir damit aber gleichzeitig eine unglaubliche Macht geben. Und zwar nicht wir jetzt, sondern wir als Menschheit. Und das macht es so wahnsinnig unkalkulierbar. Jede Entscheidung, die Elon Musk trifft, hat eine riesengroße Auswirkung auf die gesamte Menschheit. Und das ist, das darf nicht sein.

29:03 Flo Gregorzyk

Ja, deswegen, das war jetzt vielleicht ein kleiner Exkurs, aber gerne mehr davon. Also das Ja, und das Problem ist ja einfach, wir haben in Europa zu lange geschlafen. Also wir können uns da, und das betrifft ja dann auch Social Media. Wir haben keine eigenen Social Media Netzwerke, aber wir haben auch kein eigenes Netzwerk, wie es Elon Musk hat. Wir haben nicht so viele Satelliten. Also der hat, wie viele Satelliten hat der? Irgendwie 10. 000 oder so? Bei seiner eigenen, bei einer einzelnen Firma, das haben wir alles nicht. Und das dauert noch fünf Jahre, bis wir da hinkommen. Das muss alles schneller gehen.

29:38 Gavin Karlmeier

Ja, definitiv. Weil du eben, jetzt gerade wir machen uns sehr abhängig von einem Mann, der eben so Entscheidungen trifft. Und Menschen. Also so ein bisschen.

29:48 Flo Gregorzyk

Und das ist alles, das ist alles lustig, so wenn wir hier darüber hier sitzen. Ich weiß noch, letztes Jahr, da war hatten wir auch so ein bisschen Weltuntergangsstimmung oder davor. Ich bin ja öfter auch schon mal bei dir im Podcast zu Gast gewesen, als er Ex gekauft hat. Und wir waren so, boah, irgendwie. Mega schade, dass der uns so ein bisschen so ein Teil unserer Jugend, unserer Internetvergangenheit, jetzt irgendwie so den Saft abdreht und so, und dann konnte man aber auch irgendwie drüber lachen. Aber wir können nicht drüber lachen, wenn er uns den Saft abdreht für unsere Notfallkommunikation. Das ist was völlig anderes, als wenn wir uns unsere Hihi-Haha-Hashtag-Tweets mit verlieren, wo wir Mitte 20 waren.

30:21 Gavin Karlmeier

Genau, und deswegen darf man solche Aussagen wie wir müssen mehr Mask wagen. Zum Beispiel darf man eigentlich nicht durchgehen lassen. Und das gleiche gilt eben auch für das, was Meloni eben da macht mit dieser Verhandlung, dass das Starlinks-System dort irgendwie einen Regierungsauftrag bekommen könnte. Es gibt einen mexikanischen Milliardär, Carlos Slim heißt der. Carlos Slim ist Milliardär und hat Geschäfte überall auf der Welt, müssen wir jetzt gar nicht so super tief reingehen, aber Elon Musk hat in einem Tweet geschrieben, dass Carlos Slim Verbindungen zu kriminellen Gruppen haben könnte. Nichts anderes als antimexikanischer Rassismus. Was daraufhin passiert ist, und das schreibt Stefan Merten auf Threads, hat das ganz schön zusammengefasst, Carlos Slim. hat alle Geschäftskooperationen, die er verantwortet hat, mit Starlink beendet, was für Elon Musk einen Verlust von sieben Milliarden Dollar bedeutet. Und gleichzeitig hat Slim angekündigt, seine angekündigten Investitionen in Starlink in den nächsten fünf Jahren nicht umzusetzen, sondern sich stattdessen auf chinesische und europäische Unternehmen zu konzentrieren, was weiterhin einen finanziellen Verlust von weiterhin 22 Milliarden Dollar für Starlink bedeutet. Das ist, wie man diesen Mann kriegen kann, dass alle Leute, die das Gefühl haben, also die in Geschäftsbeziehungen zu ihm stehen und das Gefühl haben. Das geht so nicht, da jetzt eine Konsequenz ziehen. Und das ist dasselbe Gespräch. Dennis hatte ja in der letzten Folge oder vorletzten Folge gesagt: Viele dieser Dinge, die Elon Musk gerade politisch entscheidet, erinnern uns an die Twitter-Übernahme und wie Und da haben wir schon gesagt, wir müssen einfach von Twitter weggehen und damit die Anreize wegnehmen, auf diese Plattform zu kommen. Und das gleiche gilt jetzt eben politisch. Wir müssen ihm politisch Macht entziehen, so gut wir das können. Und dazu gehört zum Beispiel auch keine Regierungsaufträge. Nicht Tesla kaufen einfach als Land. Solche Dinge. Sind es, die da helfen können. Auch wenn das am Ende nicht verhindern kann, dass er seine politische Macht im amerikanischen System weiter ausbauen kann, weil er eben Deutschland viel zu weit drin ist, um diese Entscheidung irgendwie aufzuhalten.

32:26 Flo Gregorzyk

Ja, das Problem ist halt, dass man an einigen Stellen einfach alternativlos ist. Also diese Starlink-Sache, also dieser europäische Konkurrent-Utils hat. Die Aktie, ich habe den Kurs mir nämlich vorhin nochmal aufgemacht, weil ich das auch nicht so richtig glauben konnte. Die ist irgendwie jetzt in der letzten Woche hat die Sicherheit um über 300 Prozent in die Höhe geschossen. Also irgendwie von 2,40 Euro kurzzeitig auf 8,50 Euro oder so. Die ist jetzt schon wieder stark runtergegangen, weil die, also Jutel Satz sagt halt selber so, wir haben halt die Technik jetzt gerade nicht so. Danke, dass ihr unsere Aktien kauft, aber Piano, ähm Also ganz so sagen die es nicht so, aber ja, bei Tesla gibt es vielleicht irgendwie tolle Alternativen.

33:11 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wohl so. Ansonsten. Scheint aber dieses Bündnis zwischen Donald Trump und Elon Musk ein paar Risse zu bekommen. Ich will das jetzt nicht überbewerten, was da passiert ist, aber. Nein, sollte man, glaube ich, nicht. Nee, das eben. Aber trotzdem ist es das erste Mal passiert, dass Donald Trump Elon Musk in der Öffentlichkeit kritisiert hat. Er hat nämlich gesagt. Ihm sei es wichtig, dass man mehr mit dem Skalpell statt mit der Axt ansetzt, was Kündigungen angeht. Und dass es wichtig sei, gute und produktive Mitarbeitende zu behalten. Die Minister müssten das letzte Wort haben, nicht Elon Musk. Das ist am Ende eine Form des Zurückpfeifens. Dass wir so noch nicht erlebt haben, weil Donald Trump in den letzten Wochen eigentlich immer gesagt hat, wenn es nach ihm geht, könnte Elon Musk noch deutlich aggressiver vorgehen. Es ist eine Kehrtwende in dieser öffentlichen Darstellung. Wie gesagt, wir sollten das nicht überbewerten, weil das genauso bedeuten kann, dass wir übermorgen wieder das Gegenteil hören werden. Aber es ist, ich finde das trotzdem insofern bemerkenswert, als dass es das erste Mal war, dass Elon Musk eben nicht in der Öffentlichkeit Abgefeiert wurde.

34:17 Flo Gregorzyk

Ich finde es genau, also exakt so wie du es auch eingeordnet hast, genauso würde ich das auch einordnen. Es ist eine Randnotiz wert. dass man sagt, das ist jetzt das erste Mal passiert, aber genau wie du sagst, das kann sich erstens um 180 Grad wieder drehen. Zweitens ist es natürlich auch, glaube ich, für viele Leute so eine Art, im Internet nennt man es Copium, also eine Art Umgehen damit, dass man ja auch häufig schon gelesen hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Elon Musk und Donald Trump zerstreiten werden. Warten wir es mal ab. Glaubst du nicht? Ich fürchte. Also ich glaube, sich das einzureden oder daran zu glauben oder zu fragen, ob man daran glaubt oder nicht glaubt. Ist am Ende des Tages die falsche Frage, weil man sich darauf vorbereiten muss, dass sie sich niemals zerstreiten werden und dass es immer noch schlimmer kommt. Und ich glaube, das ist genau der Fehler gewesen, den wir in Europa die letzten acht Jahre gemacht haben. Dass wir irgendwie immer gedacht haben, ah, das wird schon vorbeigehen, ah, das wird schon wieder besser werden und da müssen wir irgendwie nicht tätig werden, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Wir müssen uns auf den schlimmst anzunehmenden Fall vorbereiten, unabhängig werden von von Technologien, die wir einfach nicht beeinflussen können. Also ob es jetzt sowas ist wie Starlink, meinetwegen auch, ich weiß es nicht. ob der nicht auch sagen kann, ich schalte jetzt mal alle Teslas ab, weil Deutschland irgendwelche Umweltauflagen, gut, das wird jetzt vielleicht ohne die Grünen in der Regierung nicht zwangsläufig passieren, aber. Da muss man einfach den schlimmst anzunehmenden Fall sich darauf vorbereiten und alles andere, da kann man Gedankenexperimente spinnen, aber Ist eigentlich sinnlos.

36:03 Gavin Karlmeier

Ich glaube, eine Pferdabschaltung ist nicht ausgeschlossen, ehrlicherweise. Also, das würde mich jetzt nicht wundern. Wir erinnern uns an den Fall des brennenden Teslas. Vor einigen Wochen, bei denen über Fernwartung Zugriffe auf die Diagnosedaten dieses Autos vorgenommen werden konnten. Also auszuschließen ist es nicht, dass man es einfach abschalten kann. Ich würde davon ausgehen sogar. Naja. Apropos Tesla und der Grund, warum die Stimmung vielleicht auch ein bisschen schlechter gerade sein könnte zwischen Elon Musk und Donald Trump Die US-Verkehrssicherheitsbehörde, National Highway Traffic Safety Administration, NHTSA, die haben ein paar Daten zusammengesammelt. Ich glaube, da sitzen Leute, die genervt sind von Elon Musk, ehrlicherweise. Die haben einfach mal Daten zusammengesammelt, was es bedeuten würde. wenn die Zölle, die Donald Trump eingeführt hat oder einführen wollte in Einzelfällen, wenn die genauso kommen würden, nämlich dass Tesla deutlich stärker von diesen Zöllen betroffen wäre. Als angenommen. Also rund 20% hat electech. co gesammelt. 20% der verbauten Fahrzeugteile in allen Varianten des Tesla Model 3, Model S und Model Y stammen aus Mexiko. Bei Model X ist es sogar noch mehr. Und die Long-Range-Variante und der Cybertruck haben 25% mexikanische Teile. Inzwischen hat aber Donald Trump auch schon gesagt, dass die Automobilindustrie von diesen Zöllen zunächst ausgenommen wäre. Für einen Monat, aber wie wir Donald Trump kennen, wird sich diese Frist wahrscheinlich in einem Monat dann einfach verlängern.

37:39 Flo Gregorzyk

Ja, es ist also wirklich, er sagt ja mal, ja, das sind hier die schlauesten Sachen, die wir jemals gemacht haben, und das ist. Also wir haben bei uns im 36 Podcast, wir machen ja täglichen Nachrichten-Podcast und wir haben da auch im Vorhinein, habt ihr hier wahrscheinlich im Podcast auch drüber gesprochen, aber wir hatten, ähm, da erinnere ich mich noch sehr gut, den O-Ton von jemandem, ich glaube von der deutsch-mexikanischen Handelskammer oder sowas. im Podcast, der gesagt hat, so, es ist halt so, Autos werden so in diesen Staaten gebaut, dass in Mexiko ein Teil gemacht wird, dann wird das in den USA veredelt, dann wird das wieder zurück nach Mexiko, dann wird das da eingebaut und so wird es mit Kanada und den USA ähnlich sein. Dass Teile 3, 4, 5, 6, 7 Mal diese Grenze passieren und wenn dann 3, 4, 5, 6, 7 Mal diese verdammten Zölle da drauf schlagen, dann wird das teurer, äh, wird das nicht nur 25% teurer, sondern noch teurer und teurer und teurer und teurer. Ähm Und exakt das ist das, was jetzt eintritt. Es ist so okay. Es ist wirklich, es war, es ist vorhersehbar und es tritt genauso ein, wie jeder, der irgendwie sich damit auskennt, es vorher gesagt hat. Und dass jetzt sein Buddy davon betroffen wird, sein wird, ist vielleicht für den kognitiven Wissenszuwachs im Weißen Haus. Erstmal nicht verkehrt.

38:51 Gavin Karlmeier

Schön, schön gesagt. Ansonsten kursiert gerade eine geleakte Liste aller Mitarbeitenden des Doge-Apparates. Hast du die gesehen? Ich glaube, ich weiß, was jetzt kommt, ja. Er sehe erstmal weiter. Und dabei, was bei dieser Liste dabei steht, sind E-Mail-Adressen. Und The Intercept, das ist ein investigatives Online-Medium. haben inzwischen, also es gibt in den USA, ich fange vorne an, gibt es ein Gesetz, das Behörden dazu verpflichtet, JournalistInnen Auskunft zu geben. Das ist der sogenannte Freedom of Information Act. Alle Anfragen, die an das Doge gegangen sind, wurden bislang nicht beantwortet, was dazu führt, dass The Intercept jetzt diese E-Mail-Adresse veröffentlicht hat und gesagt hat: Schreib doch bitte eine E-Mail an IRM71, ERM 71. Das ist ERM ist Elon Musks Name. Er hat einen zweiten Vornamen, nämlich den habe ich mir extra rausgesucht und nicht aufgeschrieben. Reef. Elon Reef Musk, geboren 1971, at www. eop. gov Die haben die veröffentlicht und haben gesagt, ihr könnt ja die Fragen dann einfach mal direkt an ihn schicken. Weil das Doge sich eben bislang nicht äußert. Und die öffentliche Rechenschaftspflicht nach Trump-Regierung, also die Trump-Regierung hat gesagt, das Doge ist von der öffentlichen Rechenschaftspflicht abzuschirmen. Und die Doge unterliegt selber gar nicht diesem Freedom of Information Act, weil es eben kein echtes Ministerium ist, sondern eine außenstehende Stelle. So, und durchwegen haben sie sich dazu entschieden, das sehen Sie so nicht ein. Sie haben das Gefühl, das ist ungerecht und haben deswegen diese E-Mail-Adresse so veröffentlicht.

40:34 Flo Gregorzyk

Ich dachte, jetzt kommt die Geschichte das herausgefunden, aber das war dann mit Sicherheit nur ein Fake News, die ich auf Ex gelesen habe, ne? Dass mit dieser E-Mail-Adresse er sich auf Duolingo angemeldet hätte und Russisch lernt.

40:48 Gavin Karlmeier

Das klingt ja nach einem Witze.

40:52 Flo Gregorzyk

Ich hab's ehrlicherweise, es ist wirklich, es ist mir letzte Woche. Irgendwo in diesem Nachrichtenschwall untergekommen. Aber es wird dann, also, ja, wird dann mit Sicherheit eine Urban Legend sein.

41:04 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde auch davon aus, es ist halt eine Geschichte mit Symbolcharakter, denn wir können davon ausgehen, dass diese E-Mail-Adresse sowieso nicht. gescannt, getrackt wird. Vor allem nicht, wenn sie in solchen öffentlich oder in öffentlich auftauchbaren Listen auftaucht. Ich glaube, bei so Personen wie Elon Musk Können wir darauf nicht wertlegen, dass die E-Mails wirklich bei ihm ankommen.

41:25 Flo Gregorzyk

Schade, ich dachte, jetzt kommt die Geschichte und du erzählst mir jetzt die Hintergründe dazu. Stattdessen hier nur so Journalisten, die wieder was Ernsthaftes recherchieren. Nämlich, dass es keine Demokratie mehr gibt oder hier keine Rechenschaftspflicht mehr gibt für Ministerialbeamte in den USA.

41:43 Gavin Karlmeier

Ja, apropos Beamte, die SSA, das ist die Sozialversicherungsanstalt. Das war die erste, das erste, die erste echte Behörde, bei der Elon Musk angefangen hat, Leute zu entlassen. Da haben wir hier drüber gesprochen. Tausende Leute waren davon betroffen. Die haben jetzt eine weitere Einschränkung bekommen. Und zwar haben sie eine E-Mail bekommen, in der von Beschränkungen für Kategorien von Websites gesprochen wird, die genutzt werden können. Zum einen betreffen das so Webseiten wie Online-Shopping, also dass während der Arbeit kein Online-Shopping gemacht werden darf. Das ist eine Sache, da können wir jetzt gleich mal drüber diskutieren, wie man dazu stehen kann. Aber vor allem ausgewählte Nachrichtenwebseiten. Also in der E-Mail war es davon allgemeinen Nachrichten die Rede betriffen, aber wie es aussieht, einer Recherche von Wyatt liegt das hier zugrunde. Vor allem Medien, die negativ über das Doge gesprochen haben in der Vergangenheit. Also die Washington Post, die New York Times, Wired selber auch. Das heißt, es gibt einige Websites, die eben nicht mehr zugänglich sind. Andere wie Politiker oder Axios waren aber weiterhin erreichbar. Man kann also davon ausgehen, dass sich jemand überlegt hat, Leute, die hier arbeiten, sollten jetzt nicht darüber lesen, was hier passiert ist, von den gleichen Leuten übrigens verantwortet, die Über Meinungsfreiheit quatschen.

43:00 Flo Gregorzyk

Hast du, habt ihr, ich weiß es gar nicht, hattet ihr das im Podcast schon besprochen, diese Rede von Trump an den Kongress? Der gehalten hat? Ich finde alles, alles worüber wir entsprechen, Also ich finde dieses, ähm, diese Sprüche, es ist wieder 1933, das finde ich sehr ausgelutscht, weil man muss nicht irgendwie alles mit Nazi-Deutschland vergleichen, aber dass wir hier auf einem Weg in ein sehr, sehr autokratisches System mit sehr wenig Meinungsfeld wo der Meinungskorridor sehr verengt ist, steuern und zwar mit Volldampf, das kann, glaube ich, wirklich noch nicht mal Ulf Poschert mehr verneinen. Ähm, hattest du das mitbekommen, dass. dass das Pentagon, ähm, also die sind ja auch total da hinterher jetzt diese DEI-Sachen, alles was mit LGBTQ wird gelöscht und bla bla bla. Der Bomber, das Flugzeug, was die Atombombe abgeworfen hat, ist das, glaube ich, die Enola Gay. Dass das gelöscht worden ist, das Foto davon, von den Websites.

44:08 Gavin Karlmeier

Wegen des Wortes gay?

44:09 Flo Gregorzyk

Das ist eine der Vermutungen. Nein, Entschuldigung, nicht Atombombe, es ist ein Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg. Ha.

44:17 Gavin Karlmeier

Oder? Du bist ein politischer Journalist. Ich rede nur bei Internet.

44:21 Flo Gregorzyk

Nein, tatsächlich. Es ist ein Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg, was aber zu den Atombombenwürfen eingesetzt worden ist. Wegen des Wortes gay, das ist die. Das ist die Vermutung. Ja, weil also. Kann wohl sein. So, und das ist halt wirklich dieser Meinungskorridor, der da einfach etwas enger wird.

44:36 Gavin Karlmeier

Dazu kann man dazu sagen, dass zum Beispiel die. wie sagt man, Gedenkmünze an die Polizistinnen, die während des Sturms auf das Kapitol ums Leben gekommen sind oder verletzt wurden, dass die von der amerikanischen Münze Präge Anstalt nicht mehr auf der Website gelistet wird, so nach dem Motto, diese Münze hat es nie gegeben. Was quasi direkt daran anschließt, so Einschränkungen des Meinungsfläches.

45:02 Flo Gregorzyk

Ich finde, das erinnert halt alles tatsächlich an sehr, sehr sozialistische, also sag ich mal, so Sachen aus. Aus dem Kommunismus, ne? Was ist, was, was wir nicht sehen können, das existiert auch nicht. So auch diese pu diese Putin-Ideen, wenn wir nur LGBTQ-Personen aus unseren Schulbüchern rausstreichen, dann existieren die auch nicht in unserer Gesellschaft. Ja, okay, und wenn wir irgendwie das verdammte Enola Gay von den Bomber von unseren Websites runternehmen, dann existiert das Wort schwul auch nicht mehr.

45:29 Gavin Karlmeier

Ja, genau.

45:30 Flo Gregorzyk

Jawohl So funktioniert die Welt.

45:32 Gavin Karlmeier

Naja, also ich werde nicht müde, hier in jeder Folge zu sagen, dass die USA nicht nur auf dem Weg der Enddemokratisierung ist, sondern auf dem Strammmarsch in den Faschismus gerade wandert. Und dass diese Auswahl, welche Medien jetzt aus einer Behörde. Aufrufbar sind und welche nicht, erster Anfang ist nach wie vor. Denn man muss sich auch nochmal vor Augen führen, Donald Trump ist jetzt nicht seit zwei Jahren im Amt, sondern seit nicht einmal zwei Monaten.

45:56 Flo Gregorzyk

Ja, es ist halt Ja, ich will jetzt hier keinen Politik-Podcast draus machen. Doch, bitte, sind wir eh. Nein, weil das ist es ja auch dieses so, äh, was man da jetzt aus Europa dann irgendwie da, ne, weil wir müssen ja jetzt auf uns schauen, was man da jetzt dann draus macht. Und das, was du sagst, ist ja genau richtig. Es ist. Es sind erst fast zwei Monate, das ist jetzt erst die Anfangszeit. Und wenn jetzt schon so große, wenn man jetzt schon überlegt, okay, wie kann man diese wirklich gefühlsgesteuerten Männer in den USA appeasen. Wie kann man die möglichst irgendwie? Dann kriegt er irgendwie einen Termin beim beim britischen König. Macron fliegt, fliegt da hin und sch schleimt dem Hohenig ums Maul. Okay. Okay, aber ihr müsst das noch, also danach kommt nichts mehr, was ihr noch mehr machen könnt. Also, so wie viel mehr kann man diese Personen noch appeasen? Und das, was du sagst, stimmt ja. Das ist erst der Anfang.

46:52 Gavin Karlmeier

Also Wyatt oder welche anderen Times und Washington Post, wenn auch.

46:57 Flo Gregorzyk

Und New York Times, das irgendwie da zu bannen, dann irgendwie Enola Gavit rausgelöscht. Das sind ja alles, das ist alles erst der Anfang von dem, was die machen können. Und da sind wir auch wieder bei dem Punkt, über den wir gerade gesprochen haben, wenn die sich nicht zerstreiten. Ja, genau. Da kommt noch viel mehr, Leute. Wirklich. Es tut mir leid, das so zu sagen.

47:15 Gavin Karlmeier

Da kommt noch viel mehr. Es ist im Moment so, also in jeder Folge sagen wir, wir wollen nicht so politisch werden, wir wollen nicht so dystopisch werden, wir wollen nicht so düster werden. Es geht nicht anders.

47:25 Flo Gregorzyk

Es muss ja also auf der anderen Seite, okay, dadurch sind wir Europäer jetzt mal am Zug. Dadurch können wir Europäer jetzt mal irgendwie uns auf den Hosenboden setzen und sagen, alright, so, wir machen jetzt mal hier 500 Milliarden Infrastrukturpaket. Wir machen mal, wir Machen jetzt auch mal selber was.

47:41 Gavin Karlmeier

So, ja, das ist so. Um da direkt dran zu bleiben und bei der Frage des eingeschränkten Meinungskorridors Es wird offenbar erwogen gerade, dass wenn du in den USA Bürger oder Bürgerin werden möchtest, also dich bewirbst für eine Green Card, für eine Staatsbürgerschaft, den Flüchtlings- oder Asylstatus beantragst, dass du dann verpflichtend alle Social Media Konten von dir angeben musst, die dann gescannt werden, wie du dich in der Vergangenheit verhalten hast. Das ist die vorsichtige Formulierung für Wie steht der eigentlich zu unserem Kurs? Wie ist der eigentlich den USA gegenüber eingestellt? Wir können davon ausgehen, wir sind ja keine, also Realistisch betrachtet, werden in solchen Überprüfungsverfahren wahrscheinlich auch schon mal Leute gegoogelt worden sein. Und wenn sich jemand irgendwie kritisch den USA im Gesamten oder vielleicht sogar Gesetzeswidrig geäußert hat, dass das eine Auswirkung gehabt hat. Das aber jetzt sozusagen direkt gesagt wird, die Orte, an denen du deine Meinung kundtust, die teilst du jetzt bitte mal. Zwangslaufig mit uns, ansonst kannst du das mit der Green Card vergessen, Kollege. Das ist genau derselbe Schritt, ehrlicherweise

48:50 Flo Gregorzyk

Jaaa, jein. Also jeder, der schon mal in Länder eingereist ist, also es gibt viele Länder, wo das gang und gäbe ist.

48:57 Gavin Karlmeier

Also ne Türkei zum Beispiel. Ja, also klar, wenn du dein S-Deil beantragst zum Beispiel, kannst du das auch machen. Das ist aber keine verpflichtende Anmerkung.

49:07 Flo Gregorzyk

Nee, aber pass auf, jetzt haben wir in Deutschland, das führt jetzt natürlich nochmal etwas weiter, aber wir haben ja in Deutschland zum Beispiel jetzt auch diese neuen Bestrebungen, dass wenn du deutscher Staatsbürger werden möchtest, und das wäre ja dann sozusagen Auch eine Sache, die daraus folgen könnte, dass man sich beispielsweise gegen Antisemitismus aussprechen sollte. Und es gab ja durchaus Fälle, wo antisemitische Äußerungen auf Social Media dann. bekannt geworden sind oder auch antisemitische Agitierungen bekannt geworden sind und wo darüber diskutiert wird, ob solchen Leuten sogar im Nachhinein noch das deutsche Staatsbürger entzogen werden soll, wo ich sagen muss, da gibt es den einen oder anderen Grund zu sagen, okay, wenn sich gewisse Haltungen mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnungen nicht vereinbaren lassen. Okay. So, und ich finde, da muss man halt dann so ein bisschen unterscheiden. Geht es hier um Meinungsunterdrückung, respektive sowas wie in der Türkei, wenn du geschrieben hast, Erdogan sieht irgendwie aus wie ein Furzelpupst, dann wirst du in den Knast gesteckt, oder geht es um so etwas wie Antisemitismus zum Beispiel?

50:15 Gavin Karlmeier

Ich verstehe das. Wie gesagt, auch man muss nicht, also jeder, der nicht hinterm Mond lebt, weiß Dass auch in der Vergangenheit solche Leute gescannt wurden, die sich auf eine Staatsgesellschaft bewerben. Also das ist jetzt ein kleiner Schritt, aber das sind alles immer nur kleine Schritte. Weißt du? Und der Zeitpunkt in diesem Kontext, in dem diese Entscheidung getroffen wird, Lässt eine andere Interpretation zu, als wäre diese Entscheidung vor einem Jahr getroffen, wenn ich gesagt hätte. Na klar.

50:44 Flo Gregorzyk

Es ist ja auch, genau das ist ja auch das Argument. dagegen in Deutschland jemandem die Staatsbürgerschaft entziehen zu können. Weil man natürlich jetzt sagen kann, ja okay, jetzt geht es ja um Antisemitismus und das ist ja eine gute Sache, aber was ist, wenn irgendwie in fünf Jahren die Kanzlerin eine andere ist und dann werden plötzlich Staatsbürgerschaften entzogen aufgrund von anderen Dingen.

51:05 Gavin Karlmeier

Will man das? Und das ist ganz übrigens ein ganz häufiges Argument, ne? Dieses wie man schleicht etwas über eine gefällige Entscheidung ins Gesetz ein, um es dann später auszuweiten. Haben wir hier auch im Tech, im Tech-Bereich gibt es das ständig. Ähm, haben wir darüber gesprochen, dass Apple anfangen wollte, die verschlüsselten iMessages zu scannen, auf Grundlage der Bekämpfung der Darstellung von sexueller Gewalt an Kindern. Was ein super häufiges Argument ist, um solche Überwachungsmethoden und Technologien erstmal einzuführen, die man dann ausweiten könnte. könnte. Ja, wir verlieren uns etwas. Ich will noch eine Sache, es ist auch politisch, aber Leute, so ist es.

51:42 Flo Gregorzyk

So sind unsere Zeiten, Leute. Ja, genau. Irgendwie, wirklich, wer Social Media konsumieren will, unpolitisch, auch das geht ja nicht mehr. Kannst ja nicht mehr. mehr TikTok oder Instagram durchscrollen, kriegst du irgendwann Politik? Ist so.

51:52 Gavin Karlmeier

Genau. Es gibt in den USA einen Gesetzentwurf, der Take It Down Act. Das ist ein Gesetzentwurf, der Webseiten verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden nach Bekanntwerdung Inhalte von nicht einvernehmlich geltenden intimen Aufnahmen aus dem Netz zu entfernen. Also angenommen, du findest jetzt ein Video von dir, von dem du nicht wolltest, dass es angefertigt wird, auf einer Website, musst du eine Meldung abgeben und nach 48 Stunden musst du die Website darauf reagieren. Das ist ziemlich umstritten schon jetzt, weil es eben keine Gerichte dazwischen gibt und niemand, der das irgendwie urteilt, sondern jeder kann sagen, nimm das runter und dann wird es runtergenommen. So, das ist der Kritikpunkt schon jetzt. Donald Trump hat aber in seiner Rede vor dem Kongress, die du eben auch schon angesprochen hast. Er sagt, er selber befürwortet diesen Take-It-Down-Act, weil er sagt, ich kann dieses Gesetz auch für mich selbst benutzen und wenn es ihm nichts ausmacht, denn niemand wird online schlechter behandelt als ich. Das waren seine Worte. Das heißt, de facto wird ja gerade ein Zensurapparat eingebaut ins Gesetz. das so dazu führen kann, dass jeder sagen kann, dieser Inhalt muss irgendwie aufline genommen werden und mit jeder meine ich auch der Präsident.

53:07 Flo Gregorzyk

Ja, und also Also, das ist halt ein Gesetz, was ja hauptsächlich Revenge Porn einfach targetet. Also wirklich das Ekelhafteste vom Ekelhaften, was du in diesem. Internet nur finden kannst. Also wirklich eine Sache, 10 von 10, super. Gerade irgendwie jetzt zwei Tage nach dem Weltfrauentag, hundertprozentig mega geil, wenn es ein Gesetz gäbe, mit dem man das irgendwie einschränken könnte. Aber dann steht er da im Kongress und es geht irgendwie um dieses Gesetz, was ja dann auch AI, also Fake AI Sexvideos von einem oder generell Fake AI-Content von einem runternehmen lassen soll. Und sagt halt, ich bin derjenige, der hier am meisten davon, äh, der am meisten darunter leidet und am meisten getagelt. Digga. Ja. Das ist doch, das, also, das ist wirklich unabhängig von allem, wie man da auch politisch zu irgendwas steht, das ist doch einfach bodenlos. Das ist doch einfach, also das ist doch, das ist doch Dödeligkeit, das ist doch wirklich Manierlosigkeit.

54:10 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich, absolut. TechDirt hat wohl einen Kommentar dazu geschrieben, äh, Online-Medium, die haben geschrieben. Der Gesetzentwurf soll Menschen dafür schützen, dass kompromittierende Bilder online gestellt werden. Wer könnte da schon dagegen sein? Aber die Sache ist die, wenn Ihnen jemand sagt, dass er ein Gesetz missbrauchen will, sollten Sie ihm vielleicht zuhören.

54:27 Flo Gregorzyk

Yes.

54:28 Gavin Karlmeier

Und das ist nämlich genau der Punkt. Niemand hat etwas gegen ein Gesetz, also vermutlich, das gegen diese unmenschliche Art Menschen irgendwie fortzuführen und das Schlechteste irgendwie über sie auszuschütten, das dagegen vorgeht. Das ist überfällig, dass es dort eine Methode gibt. Die Methode muss natürlich trotzdem verhältnismäßig sein, aber es braucht so eine Methode. Wenn aber der Präsident sagt, das Gesetz, so wie es ist, kann von mir aus genutzt werden. Dann ist das so nicht richtig gedacht.

54:59 Flo Gregorzyk

Ganz kurze Frage. Du bist ja viel auf Blue Sky, Mastodon, etc. unterwegs, ne? Ist da schon diese JD Vance-Fizierung angekommen?

55:08 Gavin Karlmeier

Diese, die Memes, um.

55:10 Flo Gregorzyk

Dass die ganze Zeit so Fotos von dem gefotoshoppt werden, wo der so irgendwie immer pausbäckiger und pausbäckiger wird? Oder wo der wirklich so in irgendwelche World Press Award-Fotos plötzlich JD Vans Gesicht drin ist. Ja, absolut. Wahrscheinlich hätte ich mal vor dieser Folge in den Haken dran Discord nochmal reingucken sollen. Habe ich letzte Woche tatsächlich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der wahrscheinlich auch voll ist.

55:35 Gavin Karlmeier

Er wirst du aber ja ab heute machen. Also, Flo, vielen Dank, dass du da warst. Die anderen Themen behandeln wir weiter am Mittwoch. Vielen Dank. Ich mag das total. Du musst dich nicht entschuldigen, wenn es politisch, politisch, politisch wird, weil das. Das sind die Zeiten und deswegen freue ich mich sehr, wenn du da bist und vielleicht bald auch wieder kommst, weil du schlau bist. Und das ist schön. Vielen Dank, Herr Daniel. Sehr gerne.

55:56 Flo Gregorzyk

Danke für die Einladung, Gavin.

55:58 Gavin Karlmeier

Gute Besserung. Danke und eine schöne Woche allen, wir hören uns hier wieder am Mittwoch damit Lorenz Meier und bis dahin. Macht's gut.

56:06 Flo Gregorzyk

Tschö.