Moritz war bei der South by Southwest in Austin, Texas – und hat Eindrücke gesammelt, von denen er berichtet. Außerdem sprechen wir über den Stand von Bluesky, über eine Reise zum Mars, über Oracles Erfolge in den Verhandlungen zur möglichen TikTok-Übernahme und über Metas Streisand-Effekt.
➡️ Bluesky-CEO Jay Graber bei der SXSW: https://www.youtube.com/watch?v=B7OwcXCE5Rg
➡️ Pivot live von der SXSW (ft. Moritz Meyer!): https://youtu.be/Hkre1mFzGhA
➡️ Signal-Chefin Meredith Whittaker bei der SXSW: https://www.youtube.com/live/AyH7zoP-JOg
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Moritz Hallo Gavin. Bei mir ist heute Moritz Meier, Director, Broadcast und Geschäftsleiter ist, glaube ich, die Formulierung auf eurer Website der Agentur HitchOn. Aber auch schon Stammgast kann man fast sagen, hier bei Hakendran. Und unser Texas-Korrespondent, du warst nämlich in Austin bei der South by Southwest. Der ist aber auch schwierig auszusprechen mit einer deutschen Zunge. Und ich habe viele Themen, die so in der letzten Woche angefallen sind, von denen ich wusste, dass sie dort sozusagen stattgefunden haben. Die habe ich. . geparkt, weil ich dachte, da reden wir beide jetzt heute drüber, bevor wir gleich auf die Nachrichten schauen. Ein paar Sachen sind ja dann auch doch passiert. Bevor wir aber anfangen, für alle, die diese Folge per YouTube schauen und nicht hören, Sie werden sich fragen, also die Leute, ich sieh es nicht plötzlich unser Publikum, warum Moritz da mit so einer Shiagu-Brille sitzt. Das hat eine Geschichte, die du mir gerade schon so kurz angeschnitten hast, aber ich gebe dir die Möglichkeit, hier mit vielen Gerüchten aufzuräumen. Du bist nicht. . Auf dem Weg zu deiner coolen neuen Trap-Karriere, richtig?
01:10 Moritz Meyer
Äh, nee, das nicht. Hallo erstmal an die Haken dran-Community. Freue mich heute mal wieder in der Show zu sein. Howdy, das hat tatsächlich mit meinem Ausgleich. Aufenthalt bei der Southby, wie wir cool people sagen, Gavin, damit du dir die Zunge beim nächsten Mal nicht verrenken musst. Dort bin ich letzte Woche gewesen, das war sehr spaßig. Die South By Oder South by Southwest, wer sie nicht kennt, ist ein Tech-Kultur, Film- und Musikfestival in einem in Austin, Texas. Gibt es schon seit Mitte der 80er Jahre. Er hat angefangen als Musikfestival. Und dann kam ein Filmfestival dazu und inzwischen gibt es auch einen sehr großen Konferenzteil, wo sehr viel über Tech und Gesellschaft gesprochen wird. Ich sage immer, man kann sich das so vorstellen, als würden berlinale Rock am Ring Republika, Gamescom und noch drei andere Konferenzen gleichzeitig an einem Ort stattfinden. Und ja, dementsprechend ist da immer was geboten. Es gibt auch viel Musik und wir hatten dann die Chance, Gino Wine.
02:25 Gavin Karlmeier
Das ist der der Song, wenn irgendeine Deutsche Vorabendserie fernsehen, Club-Situation und jemand strippt, dann läuft dieser Song.
02:35 Moritz Meyer
Yes, genau. Da hat niemand gestrippt. Es war ein megacoles Konzert und auf diesem Konzert habe ich meine normale, regular Seebrille leider eingebüßt, weil es da dann zwischendrin doch ein bisschen wilder abging und dann fiel sie runter in diesem Club und dort liegt sie jetzt immer noch. Und diese Sonnenbrille ist gerade aktuell die einzige Brille, mit der ich wirklich gucken kann, wenn ich nicht. Kontaktlinsen benutze und da heute so schönes Wetter war in Köln und ich den ganzen Tag schon die Sonnenbrille hatte, weil wir auch viel draußen waren, habe ich jetzt gedacht, ich muss ein bisschen bei den Kontaktlinsen sparen, denn auch davon habe ich gerade nicht mehr so viele. Ja, es war so ein bisschen eine eigene Dummheit. und die Hörerinnen und Hörer können sich vorstellen, wenn man auf so ein Konzert geht, dann hat man vielleicht auch ein Bierchen getrunken. Was? Ja. So war es, ja, so wild geht es dazu in Austin. Es ist aber Wahnsinn, es ist aber Wahnsinn. Und ja, es gibt viel, worüber wir sprechen können, was, glaube ich, auch die Haken dran-Community. interessiert.
03:40 Gavin Karlmeier
Was würdest du sagen, sind so die größten Mitbringsel gedanklich, die du uns jetzt erzählen kannst?
03:46 Moritz Meyer
Oh ja, also wahnsinnig viele. Jetzt habe ich eine Anekdote schon erzählt, deswegen erzähle ich jetzt erstmal ein paar Fakts, und dann kann ich vielleicht später auch auch noch eine Anekdote erzählen. Aber erstmal, ja, also da gibt es wahnsinnig viel, womit man sich beschäftigen kann. Da ist eigentlich jede Technologie und jeder Bereich vertreten mit eigenen Panels. Für mich Ich als Mitarbeiter einer Social Media Agentur ist natürlich der Part immer sehr interessant. Und ich habe mich da sehr viel mit Creative Economy und Social Media Themen beschäftigt. Und ich habe mir ein paar Sachen aufgeschrieben, ich gucke jetzt mal so hier rüber. Also zum einen, was ich hochspannend fand, ist, so diese gesamte Creator Economy und Monetarisierung wird Immer vielfältiger und da tun sich inzwischen ganz viele neue spannende Felder auf. Roblox zum Beispiel ist inzwischen ein richtig großes Ding, was Monetarisierung angeht. Die schütten etliche Millionen Euro im Jahr an Creator aus, die dann da Games oder Skins oder In-game-Items kreieren. Und das ist eine richtig große Community und in der Gen Alpha, wie wir Marketingpeople sagen, also die Generation, die nach der Gen Z kommt, ist Roblox aktuell populärer als TikTok. Also die Nutzungszeit, die die auf Roblox verbringen, ist höher als die von TikTok. Und die spannende Frage ist jetzt, wächst sich das raus oder wächst das mit? Und das nächste große Ding wird dann vielleicht Roblox sein?
05:15 Gavin Karlmeier
Das ich empfinde Roblox, ja wir haben ja schon öfter hier über Roblox gesprochen, ehrlicherweise fast nie in guten Nachrichten, sondern immer bei Roblox extrem fahrlässig damit umgeht, guten Jugendschutz zu installieren. Wahnsinnig unelegant damit umgeht. Also die Management-Ebene von Roblox hatte erst jetzt, glaube ich, am Freitag gesagt, also wenn man schlechtes Gefühl hat als Eltern, dann benutzt es doch einfach nicht. Das ist so die Reaktion auf, okay, ihr habt eine Plattform, die nicht gut damit haushalten kann. oder nicht gut damit umgehen kann, dass es Jugendschutzprobleme auf der Plattform gibt. Es ist extrem einfach, als Minderjähriger bei euch in irgendwelche Bubbles zu kommen, in denen sexuelle Inhalte stattfinden, in denen Gewaltinhalte stattfinden, in denen Drogen gehandelt werden. Alles Dinge, über die wir hier gesprochen haben, naja, und die Chefetage hat sich eben. jetzt so positioniert, dass sie sagen, ja naja, wenn ihr das nicht hinkriegt, darauf aufzupassen, was eure Eltern da machen, dann lasst die Eltern, lasst die Kinder da einfach nicht auf die Plattform. Was ein absolutes Armutszeugnis ist, wenn du nicht sagst.
06:15 Moritz Meyer
Yes. Ich bin leider nicht dazu gekommen, dieses Thema anzuschneiden. Ich war auf einem Panel, da war die Head of Global Partnerships von Roblox, die hat vor allem über Cases berichtet, wie Roblox im Advertising jetzt schon genutzt wird. Die hat berichtet, da gibt es inzwischen Teenager, die fünfstellig im Monat verdienen mit Roblox. Also so ist also hochspannend, was vielleicht für dich die etwas besser. Nachricht ist Gavin, Podcasts sind auch wieder on the rise. Wird ja auch regelmäßig rauf und runter geschrieben. Erst ist es ein Hype und dann ist ja jeder hat einen Podcast wie Lame. Aktuell nach der US-Wahl. Und vielen neuen Playern, die da reingekommen sind, ist jetzt das Podcast-Gain, zumindest in den USA, wieder auf dem aufsteigenden Ast und es wird erwartet, dass 2025 erstmals Creator mehr als eine Milliarde Dollar. Mit Podcasts umsetzen werden. Da ist YouTube Money nicht mitgerechnet. Das war so eine Analyse von so einem.
07:22 Gavin Karlmeier
YouTube Money ist übrigens kein Creator, um das kurz dazu zu sagen.
07:25 Moritz Meyer
Ja. Genau. Und ein Großteil geht natürlich an die Elite. Also allein Joe Rogan hat ja mit Spotify einen Deal gemacht, dass er über die nächsten, weiß ich nicht, drei oder vier Jahre 250 Millionen Dollar bekommen wird. Also wir haben da schon eine Spitze des Eisbergs auf die, aber das ist in allen Creator-Bubbles so, dass es einen kleinen Prozentsatz gibt oder fast einen Wirtschaftszweigen, der sich dann die höchsten Umsätze teilt. Aber auch Newsletterboom, Substack zum Beispiel, ist inzwischen auch ein richtig fettes Ding. Die, weißt du, kennst du dich mit Substack aus? Hast du dich da mal mit beschäftigt?
08:01 Gavin Karlmeier
Da haben wir auch sehr oft drüber gesprochen, weil Substack gesagt haben. Nazi-Inhalte gehören zur Meinungsfreiheit.
08:07 Moritz Meyer
Yes, genau, Substeck auch wie alle Tech-Plattformen pressetechnisch haben die noch Nachholbedarf sozusagen. Aber auch da machen inzwischen die größten Substack Newsletter, siebenstellige Umsätze. Also, ich habe eine Statistik gesehen: Heathercox Richardson hat den größten Newsletter auf Substack. Das ist eine US-Historikerin. Ausnahmsweise mal kein Right-Wing-Content, sondern im Gegenteil sehr fundierte Analysen des aktuellen politischen Geschehens immer im Kontext von Was wissen wir aus der Vergangenheit, zum Beispiel über die US-Verfung, wie sind bestimmte Dinge entstanden und wie gehen wir heute damit um? Angeblich macht die über sechs Millionen Dollar im Jahr mit Substack.
08:53 Gavin Karlmeier
Wahnsinn.
08:54 Moritz Meyer
Also die Creator-Bubble wächst und da tut sich immer mehr auf. Auf der einen Seite finde ich, ist das natürlich erstmal nur. . Positive Nachricht für die ganzen Creator, dass die nicht mehr nur am Tropf von einer oder zwei Plattformen hängen, sondern dass es da inzwischen so viele Möglichkeiten gibt. Andererseits sind solche Entwicklungen natürlich auch immer kritisch zu sehen, wenn da solche gigantischen Summen reingepulvert werden. Wer profitiert dann am Ende wirklich davon? Und es sind halt, wie gesagt, natürlich immer. vor allem die Top Creator, bei denen dann der Großteil des Geldes landet. Und viele Creator haben immer noch das Problem oder die Herausforderung, ja von dem, was sie da machen, dann auch leben zu können und angemessen vergütet zu werden und Über KI haben wir da noch nicht gesprochen. Also Creator war auf jeden Fall ein großes Thema für mich, mit dem ich mich ganz viel beschäftigt habe. Das Schöne bei der Southby ist. Ab und zu kann man sich da auch mal so ganz skurrile Nebenthemen angucken. . Ich habe zum Beispiel mir was angeguckt zum Thema Sauerteig-Fermentation und warum das spannend für die Ernährung der Zukunft ist, wo ein Typ war, der die größte digitale Sauerteigdatenbank der. Welt betreibt.
10:09 Gavin Karlmeier
Meinst du, ich brauche einfach nur die richtige Datenbank, damit ich nächstes Jahr auch da reden kann und Grund habe nach Texas? Ja. Wenn ich denn dann überhaupt noch einreisen darf, danach sieht es ja im Moment auch nicht aus.
10:21 Moritz Meyer
Das könnte passieren.
10:25 Gavin Karlmeier
Dann warst du auch bei Jay Graeber, richtig?
10:27 Moritz Meyer
Dann war ich auch bei Jay Graeber, genau. Das ist vielleicht das, was hier viele am meisten interessiert.
10:31 Gavin Karlmeier
Sie ist die CEO von Blue Sky.
10:34 Moritz Meyer
Die CEO von Blue Sky, korrekt. Die war eine der Keynote-Speakerinnen da. Und es war dann in dem Sinne nicht so richtig eine Keynote, sondern es war ein Interview mit einem Journalisten, der sie. recht wohlwollend zur Geschichte und zur aktuellen Strategie von Blue Sky befragt hat Das Thema, was hinterher am größten und am stärksten diskutiert wurde, und ich habe es im Haken dran-Discord auch schon gesehen, das T-Shirt, das sie dabei getragen hat. Das hat dann erstmal für die größten Wellen gesorgt.
11:10 Gavin Karlmeier
Genau, auf dem T-Shirt. drauf Munduscine Cesarebus, das ist lateinisch, war im gleichen Look wie das T-Shirt, das Mark Zuckerberg vor einigen Monaten getragen hat. Und auf dem Mark Zuckerberg stört schon damals drauf, Out suck out nihil, also Sack oder nichts. Und das, was eben bei Graeber stand, bedeutet eine Welt ohne Caesaren, also ein ganz klarer Seitenhieb auf Mark Zuckerberg.
11:36 Moritz Meyer
Genau, denn das Sackzitat out Sack out Nihil bezieht sich ja wiederum auf einen Spruch absolutistischer Herrscher Out Cäsar out Nihil, also entweder der Kaiser oder nichts. Ich denke in der Haken dran Community haben alle das kleine Latinum und na klar, nur ich nicht. Genau, und das und dieses also dieses Shirt von Jay Graeber hat dann erstmal natürlich für viel Diskussion gesorgt, weil alle sich erstmal gefragt haben, wo kommt das her und Leute wie Matt Navara oder TechCrunch waren dann sehr schnell dabei, dass Matt Navara, ein bekannter Tech-Journalist aus den USA, waren dann sehr schnell dabei, das zu erklären und aufzulösen. Das war natürlich erstmal ein Statement, ein politisches Statement, ein sehr subtiles auch. Offene Statements gegen die Tech Oligarchie hat es auf der Southby auch gegeben, da kann ich vielleicht später noch ein bisschen was zu erzählen. Aber das war so das Level, was man so auf den Hauptbühnen bekommen hat an Kritik.
12:42 Gavin Karlmeier
Ich habe zum Shirt noch die Nachreichung, dass man das bestellen konnte. Bluesguy hat das zum Verkauf angeboten für 40 Dollar pro Shirt. Und das war Das war innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. Also die Nachfrage war entweder extrem hoch oder das Angebot extrem klein. So, wahrscheinlich beides. Man muss auch dazu sagen, das haben wir nämlich auch im Hagnand Discord dass die Symbolkraft eines solchen Shirts natürlich außerhalb der Bubble gleich null ist und selbst innerhalb der Bubble überschaubar. Also da muss man schon ziemlich nerdy sein und ziemlich viel Haken dann hören, um so ein Shirt zu verstehen.
13:17 Moritz Meyer
Das ist richtig, gleichzeitig als PR-Stunt hat es schon ganz gut funktioniert, glaube ich. Also ein, zwei Tage war das halt dann das Thema.
13:28 Gavin Karlmeier
Und Blue Sky hat jetzt mal einen Namen, auch das muss man mal sagen. Also Stand jetzt sind Blue Sky. Auf dem Papier zunächst am erfolgreichsten mit ihrer Textilbahn, äh mit ihrem Textilstrang.
13:37 Moritz Meyer
Yes, genau. Abseits davon, was hat sie inhaltlich gesagt? Sie hat sich erstmal dazu geäußert, da war viel Basiswissen auch dabei. Blue Sky hat jetzt insgesamt so 32 Millionen Nutzer. Aktuell gibt es ja so ein paar Diskussionen drum, wie viele sind es denn jetzt gerade wirklich, weil der User-Count eingefroren ist, weil Server umgezogen werden. Aber das war das, was sie da auch auf der Bühne kommuniziert hat. 32 Millionen, das ist noch sehr überschaubar. Deswegen kann man auch davon ausgehen, auch auf so einer Tech-Messe wie der South by werden nicht alle gewusst haben, was ist denn eigentlich jetzt dieses Blue Sky ist, was verbirgt sich da? Das heißt, da hat sie nochmal ein bisschen was zu erklärt, auch das Protokoll, auf dem sie arbeiten und warum der Ansatz von Blue Sky sich so von den anderen Networks unterscheidet. Und da war Ihre Botschaft schon. In einer demokratischen Gesellschaft brauchen wir auch Social Plattformen, die demokratisch organisiert sind. Das heißt, die Kontrolle darüber, was mit diesen Plattformen passiert, liegt bei den Usern und nicht bei Einzelpersonen oder Konzernen. Und das hat sie versucht zu erläutern, wieso Blue Sky dafür steht.
14:50 Gavin Karlmeier
Am interessantesten fand ich eigentlich das etwas, was ich aus ihrem Vortrag mitgenommen habe, ich war nicht da, muss man dazu sagen, ich habe alles nur in Sekundärliteratur mit mir rumgetragen. die Ankündigung, dass Blue Sky daran arbeitet, dass man als Nutzerinnen-Nutzer zustimmen kann, dass die Daten, die man dort generiert, zur Verwendung für generative KI oder zum Training für generative KI verwendet werden. So hat TechCrunch das auch geframed. Also Blue Sky arbeitet daran, Konsens herzustellen mit den NutzerInnen, dass sie einstimmen können oder zustimmen können, dass ihre Daten für KI-Training genutzt werden. Die Wahrheit, die da ja eigentlich drinsteckt, ist ja, weil Jay Graeber auch selber gesagt hat, Blue Sky planen keine eigenen KI-Systeme mit den Beiträgen der NutzerInnen zu trainieren, dass das, was das dann am Ende bedeutet, eigentlich ist. Blue Sky versucht irgendwie an Geld zu kommen und da sind nehmen sie das Tafelsilber, nämlich die Inhalte, die NutzerInnen auf ihrer Plattform dort generieren. zu verscherbeln. Das ist so der Reddit-Weg, sozusagen an Geld zu kommen. Sie nehmen einfach alles, was sie haben und bieten das irgendwelchen Unternehmen, die damit ihre KIs trainieren.
15:57 Moritz Meyer
Ja. Das was sie da beschrieben hat, war als Modell, also die Analogie, die sie benutzt hat, war eine robots. text Datei sozusagen zu haben. Das heißt, einen Standard zu etablieren. Auf Blue Sky ein Codeschnipselchen oder sowas, was dann am Ende ja in irgendeine Art von Applikation munden würde, die User dann an- und ausschalten können. Und eine Und dann würde sozusagen eine Generative AI, die Blue Sky seiner irgendwie in die Datenbank aufnimmt, das auslesen und dann eben da so ein Stoppzeichen bekommen, halt hier diese Inhalte nicht. Und das dann ja wahrscheinlich auf User-Ebene. Also ob das dann auf Posting-Ebene noch runtergebrochen werden kann, das wird man dann sehen. Möglich wird es wahrscheinlich irgendwie sein. Aber erstmal würdest du dann so eine Art Opt-out haben. Und das robots. text-Modell funktioniert ja genauso. Das heißt, du teilst darüber Eine Suchmaschine mit, ob deine Seite gelesen werden darf oder nicht. Am Ende des Tages ist das so ein Agreement Einfach was man hat. Also das ist ja kein im Grunde kein harter, keine harte Tür, die du da hast. Wenn das nicht respektiert wird, dann könnte man das sehr leicht
17:22 Gavin Karlmeier
Nee, gerade wenn du gewisse APIs offen hast und dich sozusagen zumindest in Teilen dezentral gibst, dann hast du ein Riesenfallstor für alle möglichen Crawler, deine Inhalte halt zusammen und zu scrapen. Das ist halt Und das basiert darauf, dass man davon ausgeht, dass Menschen, die KIs trainieren, das Einverständnis derer einholen, die. dessen Inhalte dort geesen werden. . Und da wissen wir, in der Vergangenheit war das oft nicht so, sondern man hat erstmal Quatsch gemacht und sich nachher entschuldigt, wenn überhaupt. Oder gesagt, naja Leute, wir müssen die KI trainieren. Der größte Vorwurf, den man da jetzt aber machen kann, ist, dass Blue Sky jetzt anfängt, die Daten der Leute eben zu verkaufen oder die Inhalte der Leute zu verkaufen, um damit Geld zu verdienen. Ich bin da ein bisschen hin und her gerissen, wie ich das finde, weil also ich gehe davon aus, dass viele Menschen, die das bis hierhin hören, sagen, das ist ja eine Unverschämtheit, ich möchte nicht, dass meine Inhalte verkauft werden. Auf der anderen Seite. . . Finde ich, wie gesagt, zum einen können wir davon ausgehen, Leute, die KI-Chatbots auf wirtschaftlicher Basis betreiben, werden sich sowieso die Inhalte da zusammensuchen, wo sie sie kriegen und halten sich nicht zwangsläufig an irgendwelche Türen. Und zum anderen ist die Frage, wie wollen wir eigentlich, wie sollen die Plattformen, die wir nutzen, eigentlich Geld verdienen? Das muss natürlich nicht auf jede Plattform zutreffen, weil wir sehen zum Beispiel im Falle von Fiddiver. dass es eben auch viele Angebote gibt, die aus Idealismus heraus keimen sozusagen und dementsprechend sich über Spenden finanzieren oder über Mitgliedschaften. Auf der anderen Seite ist es ja fast schon legitim als Unternehmen, das auch amerikanisch geprägt ist, muss man auch dazu sagen, natürlich überlegt, irgendwie Geld zu verdienen ohne. auf Teufel komm raus, Nutzerprofile und Nutzerinnenprofile zu erstellen, die eben einfach nur darauf anlegen, dir möglichst viel Werbung zu verkaufen, nicht möglichst lange in der Plattform zu halten, dich möglichst kaputt zu machen mit den Dingen, die dir dort angezeigt werden.
19:20 Moritz Meyer
Und das hat sie auch gesagt in ihrem Talk. Auch das ist etwas, worüber an sich die User ja die Kontrolle haben sollen. Und am Ende ist Blue Sky eine Open Source Plattform. Und selbst wenn sie entscheiden würden jetzt zum Beispiel Werbung einzuführen und nach jedem fünften oder zehnten Post wird dir Werbung angezeigt, wäre es für die bestehende Community in dem bestehenden Modell relativ einfach, Mechanismen zu schaffen, die das umgehen. Zum Beispiel einen eigenen Feed zu kreieren, der alle Werbung Und das ist für Werbekunden natürlich maximal unattraktiv. Wenn so allein die Möglichkeit existiert, würde diese Plattform für Werbung Sehr unattraktiv machen. Das heißt, so dieses klassische Einblenden von Werbung würde da eh nicht funktionieren und Das finde ich jetzt erstmal, also dass sie das auch so offen kommuniziert, das finde ich jetzt erstmal gut, dass sie schon sagt, erstmal grundsätzlich alles, was wir tun. Es sind Vorschläge von uns, wie wir Dinge auf der Plattform umsetzen wollen. Und ob die Community das annimmt oder nicht, das entscheidet dann am Ende auch die Community, indem sie wie also wie sie dann da
20:37 Gavin Karlmeier
Ja, das Problem ist nur so ein bisschen, glaube ich, wir sind halt so häufig in unserem schon niedrigen Vertrauen erschüttert, enttäuscht worden von anderen Tech-Plattformen, Social Media Plattformen. dass es eigentlich wenig Anlass zum blinden Vertrauen gibt. Blues der Gegenüber. Und das macht, glaube ich, die Situation so schwierig. Ich verstehe auch alle, die sagen, Blue Sky ist nicht die dezentrale Antwort auf unsere Probleme und dass Blue Sky eben und vielen dieser offenen Briefe halt häufig auch nicht einfach so ohne ein anschließendes Aber genannt wird. Das kommt nicht von ganz ungefähr. Blusky ist ein Unternehmen am Ende. das vermutlich damit Geld verdienen möchte. Und da müssen wir jetzt mal abwarten, wie sie das machen und wie bitter der Saft ist, den wir dafür trinken müssen.
21:24 Moritz Meyer
Also was und vielleicht können wir danach dann das Thema Blue Sky sozusagen für heute.
21:31 Gavin Karlmeier
Ich habe noch zwei News zu Blue Sky.
21:32 Moritz Meyer
Ja, dann okay, gehen wir gleich zu den News, dann würde ich einmal so mein Fazit von diesem Talk jetzt geben. Also was Jay Graeber auf dem Panel gesagt hat, zur Mission von Blue Sky war schon sehr klar, diese Demokratisierung einer Social Media Plattform und eine Plattform zu schaffen, die den Normen der Gesellschaft entspricht, in der sie entsteht. Das fand ich erstmal glaubwürdig, wie sie das gesagt hat. Also es war nicht ihr oberstes Ziel zu monetarisieren. Das hat sie deutlich gesagt. Und Grundsätzlich, sie als Person habe ich als sehr charismatisch und ja auch argumentativ schlüssig empfunden, dass das fand ich, also ihren Auftritt fand ich insgesamt. gut, wenn nicht vielleicht ein bisschen zu wenig mitreißend sozusagen. Also das war sehr sachlich, sehr nüchtern. Sie ist ja auch Programmiererin von Haus aus und das finde ich gibt ja auch erstmal so ein bisschen Street Credibility, dass sie nicht aus irgendeinem Stanford Tech Bro Kurs kommt. Aber natürlich ist sie auch sozialisiert in dieser Umgebung, und die Frage ist Wie kann man sich davon freimachen? Aber insgesamt fand ich, war das ein guter Auftritt, den man sich auf YouTube angucken kann, der ist in voller Länge dort verfügbar. Link könnten wir in die Shownotes packen. Liebend gerne. Dann machen wir das, lasse ich dir den zukommen. Und wer sich dafür interessiert, kann sich den angucken. Und Vielleicht wer Bock hat, direkt einen hinterherzulegen, auch Meredith Whittaker, die CEO von Signal, war auf der Southby und hat dort gesprochen. Dann hat man so ein bisschen so den Doppelpack von zwei sehr interessanten weiblichen Text-CEOs. die gerade versuchen, Alternativen zu bestehenden Tech-Plattformen zu entwickeln.
23:25 Gavin Karlmeier
Beides sehr gut gewesen. Sehr spannend. Vielen Dank nach Austin, Texas, zurück ins Studio. Ich habe zwei zwei Bluesky-Meldungen noch. Das eine ist, Blue Sky hat jetzt reagiert, wir haben vor Ewigkeiten darüber gesprochen, dass Blue Sky bislang gegen den DSA, den Digital, Services Act verstößen damit gegen EU-Rechte, weil sie bislang nicht in der Lage waren, einen Sitz in Europa zu melden. Bluska ist ein vollkommen dezentral arbeitendes Unternehmen, zumindest stand jetzt. Sie haben allerdings jetzt eine Adresse in Belgien. Diese Adresse gehört eigentlich zu einem Einer Anwaltskanzlei, A. W. O. oder A. W. O. Belgium, die werden sozusagen die wie sagt man Kontaktstelle sein, äh, Interessumsadresse, meldefähige Adresse in Belgien, in der EU damit, damit sie diesen Punkt erfüllen. Sie sind noch lange nicht dabei, dass sie eine Very Large Online Plattform werden können. Also da fehlen noch irgendwie fünfundzwanzig Millionen NutzerInnen, wobei, wie gesagt, also die meisten von Blue Sky sitzen ja nicht mehr in Europa. Also da ist noch ein bisschen was zu tun, um das zu erfüllen. Und die andere Blue Sky-Meldung ist. . dass Blue Sky Safety, also der Account, der die Sicherheit auf der Plattform sozusagen sicherstellen will, sich geäußert haben, wie es eigentlich mit, wie sie mit Meldewellen umgehen. . Also sie haben geschrieben, gelegentlich schließt. Schließen sich Gruppen auf Blue Sky zusammen, um gemeinsam ein Konto zu melden. Dies kann unsere ModeratorInnen dazu veranlassen, einen Fall schneller zu prüfen. Massenmeldungen allein führen aber nicht zu Sperrungen. Meldungen und Nutzerinverhalten werden von Moderatorinnen geprüft und nicht wie Stimmen gezählt. Zu einer Sperrung führen übrigens inauthentisches Verhalten, das führen mehrere Konten für denselben Zweck, das Ausgeben von Konten an andere. Und so weiter und so weiter. Das wären so Gründe, wofür man gesperrt werden könnte.
25:14 Moritz Meyer
Okay. Belgien finde ich irgendwie erstmal ganz. Cool, also wäre mal die Frage, ob es da Alternativen zugegeben hat, zum Beispiel direkt nach Irland zu gehen, um dann mit Blick auf späteren Geschäfte da direkt am Start zu sein. . . Ansonsten macht Belgien natürlich total Sinn, direkt nach an Brüssel zu sein sozusagen und da im Zweifel kurze Wege zu haben.
25:39 Gavin Karlmeier
Ja, wobei man dazu sagen muss, wie gesagt, das ist erstmal eine Anwaltskanzlei, die sozusagen die ladungsfähige Adresse ist. Es bedeutet jetzt nicht, dass da jetzt ein Büro mit 600 Plusgare-MitarbeiterInnen ist aufgebaut wird.
25:50 Moritz Meyer
Und es ist auch, also es ist nur eine Meldeadresse, es ist noch nicht ein richtiger Geschäftssitz in dem Sinne.
25:56 Gavin Karlmeier
Also es ist je nachdem welche Quelle man sich anschaut, gibt es EU-gründet in Belgien Sitz Gibt es als Formulierung in den Schlagzeilen, aber auch EU erfüllt Anforderungen an Adresse. So, also, naja. Abwarten. Aber sie haben auf jeden Fall jetzt eine Adresse in der EU. Alles andere sind doch sonst Petitessen.
26:17 Moritz Meyer
Ja. Und der zweite Punkt ist natürlich erstmal was Positives.
26:20 Gavin Karlmeier
Also würde ich auch so sagen.
26:23 Moritz Meyer
Überall da, wo Troll Massentrolling eingedämmt wird, bin ich dabei.
26:29 Gavin Karlmeier
Und Transparenz ist halt wichtig.
26:31 Moritz Meyer
Yes.
26:33 Gavin Karlmeier
Möchtest du jetzt weitermachen mit Meta, mit TikTok oder mit Elon Musk? Ähm, ja komm.
26:40 Moritz Meyer
Eat the Frog, sagt man doch. Lass uns direkt mit Elon Musk einsteigen. Na gut. Und dann, äh, wenn ich darf Erzähle ich da noch eine letzte Anekdote und dann lasse ich auch alle hier in Ruhe mit meinen Urlaubs erleben.
26:53 Gavin Karlmeier
Nein, das ist doch spannend. Möchtest du damit anfangen, oder möchtest du?
26:56 Moritz Meyer
Nö, schieß doch erstmal los und dann gucke ich, ob ich die thematische irgendwann so elegant einbauen kann, dass die Leute es gar nicht merken.
27:03 Gavin Karlmeier
letzten Tagen den Holocaust geleugnet, sich geschichtsrevisionistisch geäußert, retreat, dass Hitler nicht am Mord Millionen von Menschen verantwortlich war. Wann kommen die News, Gavin? Ich wollte es nur einmal tun. Das ist so, ich habe da so letztens mich mit jemandem darüber unterhalten. dass man so, ach man will ja gar nicht mehr in die Nachrichten gucken und ach nee, ich guck da gar nicht mit, bla bla bla. Aber ich empfinde das so als so ein, ich bin Glaube, man darf nicht müde werden, immer wieder mit dem Finger in solche Dinger reinzuhauen und zu sagen, das passiert immer noch. Das sind alles Dinge, die gehören zur Realität gerade. Das ist einer der wichtigsten Menschen der Welt, ob man will oder nicht, einer der mächtigsten Menschen der Welt. Und man darf nicht müde werden, immer wieder das zu betonen, wie er sich beispielsweise äußert.
27:49 Moritz Meyer
Das ist total richtig. Vor allem, weil in den USA ich schon mitbekommen habe, Dass der sein seine Allmachtsphantasien ja ausdehnen wird. Wir haben das hier in Deutschland schon gespürt, dass er auch hier sich ausgebreitet hat im Vorwahlkampf und eine bestimmte rechtsextreme Partei gepusht hat. Und zum Beispiel in Australien stehen jetzt auch Wahlen bevor die haben große Sorge, dass sich Elon Musk dort auch einmischen wird. Und fragen sich, was wird er tun? Warum weiß ich das? Weil ich bei dem Live-Podcast von Scott Galloway und Kara Swisher war. Die machen den Podcast Pivot. Und neben Haken dran ist das einer meiner Lieblingspodcasts. Und du kennst mich, Gavin, du weißt, wenn ich einen Lieblingspodcast habe, dann kapere ich den ganz gerne mal und schmuggel mich bei irgendwelchen Veranstaltungen rein, um dann eine Publikumsverwendung. Frage zu stellen, um dann hinterher behaupten zu können, ich bin jetzt in diesem Podcast gewesen. Das habe ich auch bei Pivot gemacht und habe Cara und Scott gefragt, ob sie denken, dass wir uns hier in Europa Sorgen machen müssen, dass Elon Musk seine Aktivitäten ausdehnen wird. genau das gesagt er wird nicht aufhören und das ist für den jetzt teil Der Strategie und der wird so weitermachen. Scott Galloway hat interessanterweise gesagt, da bin ich mir nicht sicher, ob ich ihm zustimme, dass er die europäischen politischen Systeme für resilienter hält als das US-System, weil er mal so ist, Meinte, das lässt sich halt durch brute force, also durch den Einsatz von Geld, einfacher manipulieren. Und in den europäischen Wahlsystemen ist es nicht ganz so einfach möglich, einfach nur durch pure durch puren Geldeinsatz eine bestimmte R in eine bestimmte Richtung die Diskussion zu lenken. Ich wünschte, es wäre so.
29:53 Gavin Karlmeier
Wir werden sehen. Ja, hoffen wir, dass er recht hat. Und um das direkt mit abzuhaken, ist auch eine. Kleine Meldung, die aber auch genauso in die Kategorie passt. Wir dürfen nicht müde werden, darüber zu sprechen. Donald Trump hat in den letzten Tagen die Berichterstattung über ihn als. . illegal bezeichnet. Er sagt, CNN oder MSNBC, die zu 97,6 Prozent negativ über ihn berichten, sei der politische Arm einer gegnerischen politischen Partei, das ist korrupt und illegal. Das ist der Weg, das ist nicht mehr der Weg in den Faschismus. das sind faschistoide Äußerungen. Man kann das nicht anders sagen.
30:27 Moritz Meyer
Absolut, absolut. Und es gibt genug Menschen in den USA, die das genauso sehen. Und sich jetzt fragen, wie kommen wir aus der Nummer raus. Das war schon sehr zu spüren. Nicht auf den Panels unbedingt immer so. Scott Galloway und Kara Swisher sind dann noch die, die sich wirklich sehr, sehr offensiv und klar positionieren, aber auch in Gesprächen, wenn man einfach sich mit normalen Menschen auf der Straße unterhält, ist das immer wieder Thema gewesen.
30:57 Gavin Karlmeier
Es gibt eine Möglichkeit, daraus zu kommen und sie könnte von Elon Musk finanziert werden. Und zwar kannst du jetzt, weißt du, was ein Bracket ist, Moritz?
31:06 Moritz Meyer
Es gibt verschiedene Bedeutungen. Es gibt Brackets, die man im Mund hat, zum Beispiel bei Zahnspangen. Nee, die meine ich nicht. Okay. Turnierbrackets.
31:15 Gavin Karlmeier
Genau, Turnier Brackets oder was ist denn der deutsche Begriff? Turnierbaum. Also es sind so, du schreibst die Matches untereinander und dann schreibst du, wer gewinnt, dann schreibst du rechts daneben, dann hast du da wieder vier untereinanderstehende Mannschaften und dann am Ende hast du die Siegermannschaft sozusagen. Es gibt jetzt die Bracket Challenge, powered by Uber, Eats und X. Das ist auch die Kooperation. Dann weiß ich, worauf das hinausläuft. Und wenn du es schaffst, den Den Bracket des NCAA Basketballturniers perfekt auszufüllen, gewinnst du eine Reise zum Mars in einem SpaceX-Raumschiff, das es allerdings noch nicht gibt, muss man dazu sagen. Aber das kannst du da gerade gewinnen. Wenn du es nicht schaffst, diese das perfekte Bracket auszufüllen, kannst du trotzdem gewinnen und zwar 100. 000 Dollar. Ja, das ist natürlich, also. . Peanut hat im Discord das mal aufgeschrieben, 2016 sollte der erste bemannte Maßflug nach Mask noch acht Jahre dauern. Jetzt, neun Jahre später, dauert er immer noch sechs Jahre. Das ist also gerade so Stand der Dinge.
32:23 Moritz Meyer
Ja, interessant, um das vielleicht einmal kurz zu erklären, weil jetzt weiß ich, was du mit Brackets meinst und das löst bei mir auch was aus. Da geht es um die March Madness. Die sogenannte, das ist das College Basketballturnier in den USA, das immer im März stattfindet, und das ist eines der populärsten Ereignisse, Sportereignisse in den USA. Also darüber kommt an sich nur Super Bowl oder sowas. spielen die College Teams, äh, also die Basketball-College-Teams gegeneinander in einem K. O. -Modus. Und gerade zum Beispiel zu Barack Obamas Zeiten war das sehr populär, weil der sich da auch eben dran beteiligt hat. Und das ist so eine Art, also das ist eine Sportwette, die dir dann da machen. Und das ist tatsächlich was, wo viele, viele Preise und Dollars und so weiter verlost werden. Du prognostizierst deinen Turnierbaum. Das ist bei uns so wie Tippspiel, WM-Tippspiel. Machen die Amis das zu diesem Basketballturnier? Ähm, und es ist wie gesagt College-Basketball, das ist nicht NBA, aber man sieht eben da ganz oft schon so die kommenden NBA-Stars natürlich aufspielen.
33:29 Gavin Karlmeier
Ich finde vor allem interessant, wenn man da genau reinguckt. Also, wie gesagt, du kannst einen Mars-Flug gewinnen. Es gibt aber auch Alternativen. ersten Preis und zwar 250. 000 Dollar, ein Jahr kostenloser Starlink-Service. Das finde ich interessant, die Chance, einen Tag lang wie ein SpaceX-Astronaut zu trainieren, wo ich mich gefragt habe, wenn ich zum Mars fliege. müsste ich doch wahrscheinlich dieses Training vorher auch bekommen. Ist also der Maßstrip nicht deutlich mehr wert als diese 250. 000 Dollar und einen Tag Astronautentraining. Naja, und du kannst beim nächsten Falcon 9 Start einen persönlichen Gegenstand deiner Wahl ins All schicken. Und kriegst die VIP Besichtigung eines Starship Starts.
34:04 Moritz Meyer
Okay, nice. Ähm, also den ein Jahr kostenloser Starlink Service, wenn ich jetzt Zelensky wäre, würde ich bei diesem Preisausschreiben auf jeden Fall.
34:13 Gavin Karlmeier
Das ist ein Hinter für Privatkunden.
34:16 Moritz Meyer
Na gut, da muss man dann nochmal gucken. Jetzt, das ist ja die Frage, die sich mir jetzt stellt, welchen? Persönlichen Gegenstand würdest du ins All schießen wollen, Gavin?
34:29 Gavin Karlmeier
Also nach drei Jahren Haken dran und 401-Episoden würde ich sagen, ist Elon Musk schon so eine Art persönlicher Gegenstand, den würde ich ganz gerne ins All schießen.
34:37 Moritz Meyer
Der wird wahrscheinlich sowieso mit fliegen, ja aber ja, was macht man da?
34:45 Gavin Karlmeier
Also, naja, auf jeden Fall können wir davon ausgehen, dass dieser Marsflug niemals stattfinden wird und das natürlich eine absolute Luftnummer ist.
34:52 Moritz Meyer
Natürlich, das ist ein PR-Stunt. fairerweise würde ich jetzt hier sagen, nicht so ein schlechter. Das ist natürlich erstmal so ganz witzig, das in so einem halt in so das zu verknüpfen mit so einer populären Aktion. Und dass da mit Reinzugeben. Andererseits, wie cool ist es, ein Preisausschreiben zu machen, bei dem der erste Preis sowieso nicht gewonnen werden kann.
35:19 Gavin Karlmeier
Also, ja. Let's see. Naja. Ansonsten, das ist eine Geschichte, die auch im Hagner Discord, den wir hier jetzt schon ein paar Mal genannt haben, wenn ihr da reinkommen wollt, Hagenrann. org. Das ist die Also ehrlicherweise Top-Nachrichtenquelle, muss man so sagen. Da wurde sich über einen Tweet von Elon Musk auseinandergesetzt, der nämlich geschrieben hat, dass Starlink nicht in Südafrika operieren darf, weil er weiß sei. Das stimmt nicht, sondern Elon Musk und Starlink halt hält sich nicht an die Elon Empowerment Gesetze, die in Südafrika herrschen, die nach der Apartheid eingeführt wurden, die sagen, dass eine Firma nur noch eine Lizenz bekommt, wenn diese zumindest 30% in schwarzer Hand liegen. Das heißt, Elon Musk ist hier als Profiteur der Apartheid, macht er hier seiner Geschichte alle Ehre. Das ist doch, so sieht gesetzestreuer aus.
36:11 Moritz Meyer
Ja, dass er, also wusste ich nicht mit dieser Gesetzgebung, die da in Südafrika herrscht, interessant, dass Elon Musk das nutzt, um Da nochmal rassistisch zu zu posten, ist natürlich klar. Und dass er auch das wieder weaponized und für seine Agenda nutzt und das dreht. Ich hoffe, Südafrika wird zu den Ländern gehören, die sich davon nicht beeinflussen lassen und ich würde sagen, stay strong.
36:43 Gavin Karlmeier
So, genau. Das ist wahr. Und ansonsten muss ich kurz mit dir über Tesla sprechen. Tesla ist jetzt nicht in erster Linie ein Social Media-Thema, aber es ist ein Elon Musk-Thema und eins, das hochinteressant ist, weil es. im Moment nicht gut aussieht für Tesla, muss man so sagen. Also JP Mornen zum Beispiel, die machen so Analysten, da sind Analysten, die dort arbeiten und die Kursziele ausgeben. Also die gehen davon aus, der Kurs wird zu Zeitpunkt X irgendwann nur noch diesen Betrag. haben. Das Kurszziel, das JP Morgen für Tesla gesetzt hat, liegt gerade bei 120 Dollar. Die Tesla-Aktie liegt gerade noch bei 230 Dollar. Das wäre eine Halbierung. Das ist schon, das ist schon, da sieht man schon, das Vertrauen ist nicht mehr so richtig groß in das Unternehmen. Auch Tesla in Deutschland ist jetzt nicht so richtig, richtig gefragt. Ehrlicherweise wäre ich mir darüber gesprochen, dass sowohl im Januar als auch im Februar 70 Prozent weniger Teslas verkauft wurden. als im selben Monat des Vorjahres. Also in Deutschland nur. Und T-Online, das reichweitenstärkste Nachrichtmedium in Deutschland. hat eine Do-Umfrage durchgeführt, bei der 100. 000 LeserInnen abgestimmt haben. Man muss dazu sagen, Online-Umfragen auf Online-Medien Das ist nicht repräsentativ, die sind anfällig. Don't get me started. So, genau, also man kann da relativ lange drüber sprechen. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass gerade bei so einem Thema ja durchaus auch Menschen, die eben versuchen, die Stimmung eher in die andere Richtung zu drehen, sich eher absprechen. Aber 94% der LeserInnen von T Online sagen in dieser Umfrage, sie würden keinen Tesla kaufen. Nur 3% der Befragten haben gesagt, sie würden einen Tesla in Betracht ziehen. Das ist schon ein ziemlich krasses Ergebnis, ehrlicherweise, obwohl, wie gesagt, Online-Umfragen immer mit Vorsicht zu tun.
38:20 Moritz Meyer
Ja, vor allem, wenn sie sich um E-Autos auch noch drehen, was nicht nur wegen Tesla ja ein aufgeladenes Thema in Deutschland ist. Aber am Ende, also selbst wenn ich das berücksichtige, finde ich 94% schon extrem krass. Ja, Tesla, manche würden, glaube ich, sagen, es ist vielleicht eher eine Kursnormalisierung, die hier stattfindet, und dass eigentlich der Aktienkurs in den letzten Jahren ohnehin deutlich zu hoch angesetzt war. dass jetzt sozusagen die Aktienmärkte die aktuelle Situation auch nutzen, um den Kurs von Tesla mal ein bisschen zu erden wieder. Aber das ist schon ja, also der Gamble von Elon Musk, das ist der zumindest seine Automarke damit stärkt, ist bisher nicht aufgegangen. Das kann man, glaube ich, sagen. Verfolgst du die Fehde, die er mit Senator Mark Kelly geradeusträgt auf Social Media. Ja, genau, nachdem Elon Musk ihn ein Verräter genannt hat, weil er in der Ukraine war und sich mit der einfach mal vor Ort mit der Situation beschäftigt hat und dann dazu aufgerufen hat, dass die USA weiter an der Seite der Ukraine stehen müssen. Und das hat Elon Musk genutzt, um ihn öffentlich einen Verräter zu nennen.
39:40 Gavin Karlmeier
Na klar. Daraufhin trennt er sich jetzt von seinem Tesla.
39:45 Moritz Meyer
Er hat sich jetzt von seinem Tesla getrennt und äh In dem Video, was er dazu gemacht hat, Elon Musk als A-Hole bezeichnet. Gut.
39:57 Gavin Karlmeier
Unbedingt. Aber ich habe heute, also ganz interessant, ich bin heute an einem Tesla vorbeigegangen. Und hab da so drauf geguckt und dann habe ich so gedacht, krass.
40:08 Moritz Meyer
Wo ist mein Schlüssel, um dieses Auto zu zerkratzen?
40:12 Gavin Karlmeier
Das macht man, wie man den Tesla auch öffnet, auch mit einer Karte einfach immer wieder. Nee, ähm. Dann habe ich so darüber nachgedacht, ob es nur mir so geht, weil ich eben mich die ganze Zeit damit auseinandersetze oder ob alle das Gefühl haben Krass, wie die dieses relativ ikonische Design, das diese Autos ja schon haben. Also ich glaube, Tesla waren ja ganz lange für viele Leute, die mit der Elektromobilität nichts am Hut hatten. Deswegen interessant, weil die nicht aussehen wie E-Autos, die nicht aussehen wie als wenn sie beim Mond fahren, sondern so etwas klassisch Autorhaftes haben. Aber trotzdem haben sie ein gewisses ikonisches Design in ihrer Minimalität. Und da habe ich mich gefragt, ob dieser dieses Design, das in meinem Kopf unweigerlich damit verbunden ist, auch ein politisches Statement zu sein, ob es jetzt mittlerweile auch anderen Menschen so geht oder ob es nur mehr so geht.
41:01 Moritz Meyer
Also Noch ein Satz, den ich auf der Southby gehört habe. Man kann nicht mehr über Tech diskutieren, ohne gleichzeitig über Politik zu diskutieren. Das hat sich definitiv geändert. Und egal ob du jetzt über AI redest, über Social Media redest oder über E-Autos redest, es schwingt jetzt überall so eine politische Komponente mit. Dadurch, dass die Owner dieser Technologie sich ja selber politisch jetzt klar positioniert haben, muss man sich dazu auch irgendwie verhalten.
41:37 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wohl so. Dass Tesla aber Schwierigkeiten hat, sieht man auch zum Beispiel an der Meldung, dass Tesla in Grünheide, das ist das deutsche Werk von Tesla, dass sie planen, den Lohn krankgemeldeter MitarbeiterInnen einzubehalten. Wir haben vor der Inner. . Vergangenheit schon öfter darüber gesprochen, dass es dort hohe Krankenstände gibt, woran auch immer das liegen könnte. Elon Musk hatte letztes Jahr angekündigt, das finde ich übrigens, habe ich auch letztens nochmal drüber nachgedacht. Elon Musk hat es letztes Jahr angekündigt, als das erste Mal diese Meldung rumging, dass es so einen hohen Krankenstand im Tesla-Werk Grünheide gäbe, dass er sich die Lage persönlich anschauen möchte und dass er dort hinreisen möchte. Unseres Wissens ist es nie passiert. Also wir haben von keiner Pressekonferenz und von keinen persönlichen Hausbesuchen von kranken Tesla-MitarbeiterInnen in Grünheide mitbekommen. Aber. Ja. Offenbar wollen Sie den Lohn krank gemeldeter MitarbeiterInnen einbehalten, so wie es ausschaut. Und auch dazu hat Peanut im Discord eine kleine Analyse aufgestellt, die ich gerne zitieren möchte. Und zwar Tesla-Grünheide dürfte an einem Punkt sein, an dem die Produktion dort nicht mehr. wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Fabrik wurde für 500. 000 Autos im Jahr designt, beantragt und gebaut. Geplant war sogar eine Erweiterung auf eine Million Autos im Jahr. Aktuell bekommt Tesla keine 100. 000 Model Y aus grünheide in Europa abgesetzt, womit die Fabrik eine viel zu geringe Auslastung hat. Im Februar hat Tesla in Deutschland nur 1429 Autos zugelassen und davon entfällt ein Teil auf Model 3 aus China. Deutschland ist der größte Automarkt in Europa und Tesla müsste acht bis zehnmal so viele Autos verkaufen, um Grünheide auslasten zu können. Das finde ich ja wirklich wahnsinnig interessant beobachtet.
43:14 Moritz Meyer
Das ist krass und es ist ein bisschen schade für die schöne Grüne Heide in Grünheide, die für dieses Werk plattgemacht wurde, dass jetzt möglicherweise bald so eine Abgabe. Art weißer Elefant wird, wie man so Fußballstadion bezeichnet, die nur für ein Turnier gebaut werden.
43:34 Gavin Karlmeier
Ja, aber es ist natürlich auch ein soziales Dilemma. Es gibt Leute, die da hingezogen sind, Leute, die ihre Karriere da geplant haben. Du machst halt so einen riesen Tam-Tam irgendwie, aber ohne jede Vision, ohne jedes realistische Ziel. Das klingt alles, als wäre das so ein richtig typischer Mask, der da einfach passiert ist.
43:54 Moritz Meyer
Auf jeden Fall. Und ja, also für die Menschen da ist das natürlich super schlimm, weil die damit ja große Hoffnung verknüpfen, hast du völlig recht. Und wenn du dann merkst Oops, my boss is a Nazi. Wie gehst du damit um? Und das ist schon, also es ist insgesamt, also es ist auf allen Ebenen Bitter, die einzige Person, mit der ich einfach kein Mitleid habe, ist Elon Musk und ähm Joa.
44:24 Gavin Karlmeier
Nee Aber wer also Tesla selber macht sich ganz schön Sorgen offenbar, denn es gibt jetzt einen Brief von Tesla an Trump. oder an die Regierung, in der gefordert wird, die Zusatzzölle, die die Regierung einführen möchte, doch bitte zu überdenken, weil diese die Produktionskosten von Tesla Steigen lassen würden. Das Interessante ist, der Brief ist nicht unterschrieben. Und sie schreibt, dass der Brief ohne Unterschrift geblieben sei, weil niemand bei dem Unternehmen dafür gefeiert werden wollte, ihn abgeschickt zu haben. Was dafür spricht, dass Elon Musk möglicherweise nichts davon wusste. Was aber wahnsinnig interessant ist, weil Elon Musk CEO von Tesla ist, der sich offenbar sich dazu entschieden hat, sich einfach nicht mehr blicken zu lassen, weil er muss Politik machen. Jetzt müssen die Leute aus der zweiten, dritten, vierten Reihe. Offenbar offene Briefe oder nicht offene Briefe an die Regierung schreiben, mit der Bitte doch bitte die Zölle auszusetzen, weil der eigene Chef, der diese Zölle möglicherweise auf direktem Wege aussetzen lassen könnte, einfach nicht mehr erreichbar ist für das Unternehmen.
45:25 Moritz Meyer
Ja, also es ist einfach komplettes Chaos da drüben. Und wie schon so oft, wenn es nicht so schlimm wäre, würde man sich einfach nur kaputt lachen darüber. Wozu das alles führt am Ende ist ja einfach Korruption. Also das, was dann ja passiert ist, dass Donald Trump gerne Tesla eine Ausnahme gibt und Elon und das kostet dann aber was. leg nochmal auf die nächste Superpack-Spende 100 Millionen drauf und dann haben wir das Thema mit den Zöllen gelöst. Das war auch was, was ich in meinen Gesprächen jetzt in Austin viel gehört habe. Wenn ich da mit Menschen über diese Zollpolitik gesprochen habe, und in Osten gibt es ja viele große Unternehmen, da sind auch viele Deutsche, die bei größeren Unternehmen arbeiten, Chiphersteller und so weiter, und alle gehen davon aus. Die Strategie ist ja, dass jedes Unternehmen dann zu Donald Trump gekrochen kommen muss und um eine Ausnahmegenehmigung bitten muss, genau wie Tesla das jetzt gemacht hat. Und Donald Trump wird diese Ausnahmen auch gerne gewähren gegen irgendeine andere Form der Natur. Von Unterstützung oder Spende, Geld, was weiß ich was. Und dann kann er sich nach außen weiter als dieser starke Mann positionieren, und nach innen dealt er, so was er ja gerne macht, ist dann Deals machen mit jedem. Macht er einen einzelnen Deal, alle sind von ihm abhängig und das führt dann dazu, dass am Ende vielleicht die wirtschaftlichen Auswirkungen in den USA für die Zölle langfristig gar nicht so dramatisch sind und er sich das aber über Gefälligkeiten und andere zuzutragen. Zuweisung vergüten lässt.
47:07 Gavin Karlmeier
Ja, diese Mare des Dealmakers Donald Trump, wir müssen das jetzt nicht so weltpolitisch werden lassen, ihr könnt in jedes Nachrichtenmagazin eures Vertrauens schauen und sehen, wie wenig das funktioniert am Beispiel Ukraine und Putin. Aber er ist ja gleichzeitig auch der Typ, der TikTok retten wollte, nachdem er auch der Typ war, der TikTok verbieten wollte, aber naja. Und zwar. gibt es jetzt offenbar einen, wie sagt man, Favoriten, jemanden, ein Unternehmen, das es geschafft hat, in diesen Verhandlungen wirklich große Schritte voranzumachen und dieses Unternehmen ist ausgerechnet Oracle. Wir wissen, dass der Oracle-Chef, wie heißt der? Verdammt, das habe ich mir nicht aufgeschrieben heute. Eigentlich dachte ich kann das. Heute kann ich es nicht mehr. Ich such's dir raus, du redest. Larry Allison, der Gründer von Oracle, dass einer der Typen war, die ja auch schon mit Donald Trump auf einer Bühne standen, um sich für solche Deals feiern zu lassen, wie diese große Open AI, wie hieß es, Stargate Aktion, da ist aber mit dabei. Oracle ist aber gleichzeitig das Unternehmen, das die Datenzentren hinter TikTok betreibt. Und jetzt gibt es von Mad Navera so ein paar Hinweise, den du eben, den wir eben ja auch schon mal hier erwähnt haben, ein paar Hinweise auf diesen Deal, von dem es aber noch keine, über den es noch keine Details gibt. Also wir wissen noch nichts genaueres, außer dass Oracle es wohl geschafft hat, mehrere Schritte nach vorne zu machen in diesen Verhandlungen, um die TikTok-Übernahme. Und in diesem Deal sähe es ganz danach aus, als würde ByteDance Eigentümer bleiben. Oracle dürfte allerdings keine Daten mehr an China rausgeben. Das wäre der Deal, der da verhandelt wird. Das heißt, es gäbe nicht mal einen neuen Besitzer, sondern Oracle würde den Betrieb für Bytance von TikTok führen, ohne mit Byteance darüber zu sprechen. Wer es glaubt.
48:57 Moritz Meyer
Ja, gab es Aussagen dazu, was mit dem. . Algorithmus, also am Ende der Karte.
49:03 Gavin Karlmeier
Der würde von China kontrolliert werden, weiterhin.
49:05 Moritz Meyer
Okay, und hätte Oracle da Einblicke rein?
49:08 Gavin Karlmeier
Also die der der der es gibt eine anonyme Quelle, die mit die mit der Politico gesprochen hat. Und die sagt, wenn der Oracle-Deal zustande kommt, wird der Algorithmus immer noch von den Chinesen kontrolliert. Das bedeutet, dass alles, was sie tun, ist zu sagen, Trust Oracle, um die Daten zu verbreiten und zu garantieren, dass es keine Hintertür gibt.
49:28 Moritz Meyer
Okay. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Also auch dazu vielleicht ein, zwei Sachen, die ich in Austin aufgeschnappt habe. Keiner dort glaubt, dass China ein Interesse daran hat, vor allem den Algorithmus zu verkaufen. Weil das ist der heilige Gral. Das ist das Ding. Und das wäre halt so, als würde die USA einen Plan zum Bau eines Atomkraftwerks an den Iran weitergeben oder so. Das macht Das ist sicherheitspolitisch kompletter Unsinn. Und so muss man diese Plattform ja inzwischen sehen. Deswegen kann ich mir doch nicht so richtig vorstellen, welchen Anreiz die chinesische Regierung hätte, hier zuzustimmen. Und davon hängt es am Ende ab. Also ich glaube, dass am Ende. TikTok ist jetzt auf jeden Fall so ein Bargaining-Chip, so ein Faustpfand in Gesprächen, die Donald Trump mit China führen wird. Und da wird es dann auch wieder um ganz andere Sachen gehen. Aber ich kann mir jetzt nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, dass die App weiter von Byteance betrieben wird und auch der Algorithmus ist der gleiche und die Server werden von Oracle betrieben. Es ändert sich also erstmal nichts, nur es wird irgendwie garantiert, dass es keine Hintertür gibt. Aber wie willst du das kontrollieren, wenn du keinen Einblick in den Algo hast?
51:02 Gavin Karlmeier
Richtig.
51:04 Moritz Meyer
Also, das sieht nach das riecht sehr nach irgendeiner Luftnummer.
51:13 Gavin Karlmeier
Könnte aber genau so eine Luftnummer sein, mit der Donald Trump aus der Nummer rauskommt, ohne gegenüber China sein Gesicht. zu verlieren oder gegenüber den TikTok-Nutzern. Für alle anderen Menschen auf der Welt macht ihn das natürlich noch unglaubwürdiger, als er ohnehin schon ist.
51:28 Moritz Meyer
Ja, und dann wird es interessant, wie reagieren die User darauf, auf sowas.
51:36 Gavin Karlmeier
Solange es für die User keinen Unterschied gibt, glaube ich, macht das für die User keinen Unterschied. Aber am Freitag hat J. D. Vance bei NBC News noch ein Interview gegeben und hat gesagt, er geht davon aus, dass bis Anfang April eine Einigung erzielt werden könnte. Und es gäbe noch vier verschiedene Gruppen, die in den Gesprächen seien. Wie gesagt, Oracle ist da allerdings gerade vorne mit dabei.
52:01 Moritz Meyer
Ja, also Stand jetzt können wir wahrscheinlich davon ausgehen, es wird das passieren, was von Anfang an sich alle erhofft haben nämlich, dass dieses Gesetz am Ende auch eine Luftnummer ist. Also dieses Gesetz, was Bidance zum Verkauf von TikTok zwingen soll. Donald Trump hat entschieden, ich finde dieses Gesetz blöd, ich mag das nicht und deswegen machen wir jetzt irgendwas, damit wir uns da nicht dran halten müssen. Und es wird vor allem demonstrieren, wie wenig solche Gesetze, die von den US gesetzgebenden Institutionen beschlossen wurden, noch wert sind unter diesem Präsidenten. Nicht so viel. Leider nicht so viel.
52:47 Gavin Karlmeier
Die EU dagegen bleibt stabil, muss man sagen, zumindest auf dem Papier. Aber in Frankreich wird TikTok jetzt vor die Nationalversammlung eingeladen, um im Rahmen eines parlamentarischen Untersuchungsausgangs. Ein paar Fragen zu beantworten zum Thema direkter Zusammenhang zwischen der Nutzung von TikTok und der Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen. Und der Frage, welche rechtlichen Hebel der französische Gesetzgeber hat, um jugendliche Menschen zu schützen. Ja. Also in Frankreich trommelt man eher stattdessen jetzt die Leute zusammen.
53:19 Moritz Meyer
Ja, das ist die australische Strategie auch, über den Jugendschutz zu kommen. Und das ist tatsächlich auch das Einzige, was ja im Moment auch in den USA noch auf auf beiden Seiten der politischen Lager, wo es eine Gemeinsamkeit gibt, nämlich dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen auf Social Media dringt. verbessert werden muss. Und das ist das, wo sich gerade noch alle irgendwie drauf einigen können. Und das ist vielleicht auch in Europa ja der wirksamste Hebel. um zumindest mal einen ersten Schritt in Richtung strengerer Regulierung zu gehen, ohne in sich mit dem Thema Artikel 5 und Meinungsfreiheit und so weiter auseinanderzusetzen. Kinder- und Jugendschutz dann natürlich hör wird. Ja, mal sehen, was da in Frankreich rauskommt. Wäre schön, wenn wir auch in Deutschland mal so weit wären. Würde ich dazu jetzt sagen, also dass jetzt Parlamente sich mal ernsthaft mit den Plattformen auseinandersetzen und die Vertreter dann auch zur Anhörung bitten. Ich finde, das kann man auch in Deutschland mal ein bisschen stärker nutzen, sozusagen.
54:29 Gavin Karlmeier
Und das auch öffentlich eben dann wirklich sichtbarer machen.
54:35 Moritz Meyer
dass das dürfen dann halt nicht so Veranstaltungen werden, also so Showveranstaltungen oder sowas, die dann am Ende auch wieder irgendein Minister oder Staatssekretär nutzt, um sich irgendwie in ein besseres Licht zu stellen, sondern das das muss dann ja auch zu Konsequenzen führen. Das wäre schön, wenn wir in Deutschland Auch mal diese Schritte stärker gehen würden, weil am Ende die Lage ist überall auf der Welt die gleiche, was das Thema angeht. Auch das fand ich hochspannend. In Austin redet man ja mit Menschen, Menschen aus aller Welt, da steht man manchmal eine Stunde lang in irgendeiner Schlange und wartet darauf, in irgendeinen Saal reingelassen zu werden, um dann ein Interview mit Jay Graeber hören zu können. Da sitzt man mit Amerikanern, Brasilianern, Spaniern und so weiter zusammen und unterhält sich. Und ich als Vater von zwei Kindern kann dann immer ganz schnell bonden, wenn die anderen auch Kinder haben. Und das fand ich wirklich faszinierend. Diese Probleme haben Eltern auf der ganzen Welt. Überall ist das Thema Screentime, Abhängigkeit von TikTok, Abhängigkeit von Fortnite, Abhängigkeit von YouTube und wie. Roblox, da haben wir es wieder genau, wie kriege ich das in den Griff, das ist ein Problem, das haben Eltern auf der ganzen Welt. Und Alle fragen sich, wie kann ich damit umgehen, wie kann ich einen Weg finden, meine Kinder von diesen Geräten loszueisen. Und ja, it's time to act, würde ich da sagen.
56:01 Gavin Karlmeier
Definitiv. Das einzige Dilemma, das ich dabei habe, ist, wenn ich mir überlege, dass selbst der US-Senat sich wirklich nicht mit Ruhm beschmiert hat, als sie Mark Zuckerberg zum Beispiel zur Fragerunde da sitzen hat. Und jetzt stelle ich mir vor, dass gleich im Deutschen Bundestag Ich weiß nicht, ob wir da einen guten Eindruck machen würden.
56:21 Moritz Meyer
Ja, es müssen halt schon die richtigen Leute dann da sitzen und die Fragen stellen. Und vielleicht nicht, also da muss man schon gucken, dass da digitale Kompetenz sitzt. Die gibt es ja im Bundestag.
56:34 Gavin Karlmeier
Ja, definitiv. Aber die sollte dann auch die Fragen stellen dürfen. Ja, ja. Wenn du da so Parlamentarier hast, die dann Fragen immer nur mit persönlichen Beobachtungen und meine Tochter benutzt, das können sie mir mal erklären, wie das funktioniert. Das wäre nicht so schön. So und dann noch eine kleine letzte Meldung. Und zwar Sarah Wynne Williams hat ein Buch geschrieben, die hat früher über Meta gearbeitet. Wir haben das in den letzten Folgen hier sehr engmaschig begleitet. Das Buch heißt Careless People. Sie war früher Meta-Angestellte und ist sozusagen Whistleblowerin aus. oder räumt ein bisschen auf. Es gibt ein paar interessante Insights zu diesem Buch. Und zwar, bevor Meta angefangen hat, gegen dieses Buch vorzugehen, lag das Buch bei Amazon in der Kategorie Bücher. Was eine relativ wuchtige Kategorie ist, auf Platz 81. Jetzt liegt es auf Platz 5. Ich weiß nicht, ich glaube, ob das schon das Strisand-Effekt ist.
57:24 Moritz Meyer
Ich wollte gerade dieses Wort benutzen, ja, ja.
57:29 Gavin Karlmeier
So, ja. Und an dem Buch Scientists Biographies, Politics, Social Sciences und Industries liegt es auf Platz 1. gerade also ja das buch ist auf jeden fall durch diese ganze der meta will nicht dass du dieses buch liest ist der beste werbeclaim den man haben kann auf jeden fall der verlag Macmillan hat jetzt aber noch eine Erklärung abgegeben und gesagt, wir stehen hundertprozentig hinter unserer Autorin Sarah Wynne Williams, werden dieses Buch verteidigen, auch vor Gericht, weil Meta angekündigt hat, Macmillan auch vor Gericht zu ziehen, den Verlag. und werden sich weiter dafür einsetzen, dass dieses Buch weiterhin verfügbar bleiben wird. Interessant ist übrigens, und das habe ich erst jetzt durch die Recherche mitbekommen, dass die Veröffentlichung dieses Buches generell erst, also kann ja sein, man kriegt es nicht mit oder so, ne? überhaupt es eine Woche Woffe vor Veröffentlichung vom Verlag angekündigt wurde, um zu verhindern, dass Meta diese Veröffentlichung verleiht. Was ich Wahrscheinlich ist es ein total üblicher Move so und das kennen wir ja auch von so investigativen Recherchen aus dem Journalismus, aber das wollte ich jetzt mit der Vollständigkeit halber einmal genannt haben.
58:35 Moritz Meyer
Ja. Ja, auch hier erstmal stay strong, würde ich sagen. Alles, was sich kritisch mit diesen Tech-Konzern auseinandersetzt, ist gut. Erstmal, wenn Widerstand von diesen Tech-Konzern kommt, das würde mir erstmal reichen, so als okay, das wird schon nicht komplett aus der Luft gegriffen sein, sondern da scheint, da scheint was dran zu sein. Mal sehen, also ich habe mich jetzt mit dieser Person Sarah Owen Williams noch nicht so richtig beschäftigt. Wenn ich es richtig gesehen und gelesen habe, war sie, glaube ich, von irgendwie zwei tausend dreizehn bis zwei tausend siebzehn oder so bei Facebook.
59:15 Gavin Karlmeier
Ja, auf jeden Fall die Dinge, die sie beschrieben hat, seien zwei tausend fünfzehn und sechzehn passiert.
59:19 Moritz Meyer
Ja, also das ist natürlich jetzt alles schon fast zehn Jahre her und in dem Sinne eher historisch dann am Ende ja zu sehen, muss man ja schon fairerweise sagen. Also das sind jetzt.
59:31 Gavin Karlmeier
Vollständig der Vollständigkeit hast du recht. Man muss aber auch dazu sagen, dass die Entwicklung von Mark Zuckerberg seitdem jetzt nicht zwangsläufig dazu geführt haben, dass man glauben könnte, es hätte sich gebessert.
59:40 Moritz Meyer
Nee, genau, genau, genau. Und deswegen, um das jetzt inhaltlich bewerten zu können, würde ich sagen, müsste ich mal das Buch dann wirklich lesen und müsste man mal ein bisschen tiefer einsteigen. So dieses die Strategie des Enthüllungsbuchs, da wäre, das haben auch schon viele gemacht und dann muss man halt gucken, wie viel ist dann tatsächlich an den Enthüllungen dran und wie viel hält einer tatsächlichen journalistischen Überprüfung auf Stand. Das muss man sich dann mal angucken. Aber erstmal finde ich es gut, wenn Leute aus dem Innenleben von Meta oder damals Facebook berichten und Die Reaktion von den Konzernen sagt dann ja in der Regel auch so ein bisschen was darüber aus, wie so ein Konzern tickt und damit umgeht. Und das ist jetzt kein gelassener Umgang von Facebook, das ist schon, da werden eher die scharfen Geschütze aufgefahren.
01:00:35 Gavin Karlmeier
Das ist definitiv so, ja.
01:00:37 Moritz Meyer
Man hätte hier, glaube ich, auch die Möglichkeit gehabt, das ein bisschen relaxter zu machen und zu sagen: Jo, das ist jetzt zehn Jahre. Jahre her und wir haben uns damals ja auch schon damit auseinandergesetzt und haben sie auch versucht, weil war ja Teil Ihrer Strategie immerhin.
01:00:53 Gavin Karlmeier
Sie haben so eine Veröffentlichung, so einen Text veröffentlicht, in dem Sie sagen, es sind alles alte Nachrichten und so. Aber natürlich muss man das in dem Kontext sehen, dass sie gleichzeitig angefangen haben, rechtlich gegen sie und gegen den Verlag vorzugehen, sie als bezahlte Aktivistin zu framen, fälschlicherweise übrigens. Business Insider hat sie interviewt und hat sie natürlich auch gefragt, ob sie Geld bekommen hat, hat sie gesagt, natürlich nicht. Meta hat versucht, sie als verrückte Frau darzustellen oder als geistern zu verbunden.
01:01:21 Moritz Meyer
Das ist auch immer eine ganz tolle Strategie, die vor allem bei Frauen angehört hat. Wenn er wird, die dann als verrückte und hysterische darzustellen. Also macht ja, auch das passt zu Max Zuckerberg. Die Ironie eines Menschen, der noch vor wenigen Wochen die Free Speech zum Markenzeichen seiner Plattform erklären wollte und damit Hate Speech legitimiert hat, die entgeht hier wahrscheinlich auch keine.
01:01:49 Gavin Karlmeier
Ja, und damit sind wir durch für heute.
01:01:51 Moritz Meyer
Damit sind wir durch. Das war doch wieder eine wunderschöne Stunde und ja, hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, die Infos direkt aus der Höhle des Löwen oder dem Epizentrum haben hier dem einen oder anderen nochmal eine neue Perspektive drauf gegeben. Und ja, wir packen noch ein paar Links in die Shownotes, wo. Ja, schickst du mir alle, ne? Alle. Ich schicke dir alle Links, die es.
01:02:22 Gavin Karlmeier
Vielen lieben Dank für deine Berichterstattung aus Austin. So haben wir uns eine lange Reise und zwei Jetlags gespart. Und ich wünsche allen Eine wundervolle Woche. Wir hören uns hier am Mittwoch wieder. Dann mit Charlotte Voss. Ich freue mich drauf und wünsche euch einen schönen Wochenstart. Vielen Dank.
01:02:39 Moritz Meyer
Bis bald, Moritz. Ciao, ciao.