Zölle, Zölle, Zölle! Elon Musk schwänzt mal wieder seine Anhörung. Und wieso? Offenbar, weil er im Path of Exile 2-Livestream wieder einmal gegen die Gamerethik kämpfen muss. Außerdem werden wir philosophisch: Was bringen Zölle, wer macht die Gesellschaft gerade kaputt – und wie “riskant” ist eine iPad-App für Instagram tatsächlich?
➡️ Netzpolitik über den Koalitionsvertrag: https://netzpolitik.org/2025/koalitionsvertrag-das-planen-union-und-spd-in-der-netzpolitik/
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Grüß dich!
02:58 Neues soziales Netzwerk Monnet
05:56 Digitalministerium und Koalitionsvertrag
17:48 “Digitale Handelshemmnisse”
22:58 Die Handelsstrategien von Donald Trump
29:56 TikTok und die Zölle
33:50 Desinformation gegen eine freie Welt
37:58 Elon Musk
51:34 OpenAI
54:05 Elon Musk als “Gamer”
56:16 Sarah Wyn-Williams vs. Meta
01:01:09 Funktionen & Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Das ist Wahnsinn. Warum schickst du mich in die Zölle? Das habe ich in der letzten Folge so, ohne drüber nachzudenken, einfach gesagt.
00:16 Gavin Karlmeier
Und wie das so ist im Haken-Dran-Discord, der ja nicht nur meine 1A-Nachrichtenquelle ist, weil ich zum Beispiel dort zuerst erfahren habe, dass Gerhard Schröder sein Büro nicht behalten darf.
00:25 Dennis Horn
Ja, sondern auch ein kreatives. Powerhouse.
00:31 Gavin Karlmeier
Liebe Grüße an DL, die ja diesen Begriff inzwischen fast schon inflationär verwenden. Peanut Dankeschön. Ist das eine Fruchtfliege oder was bedeutet das?
00:48 Dennis Horn
Das ist der griechische Gott von Social Media.
00:54 Gavin Karlmeier
Der Gott der Algorithmen. Auf jeden Fall, diese beiden NutzerInnen haben sich zusammengesetzt und haben was gemacht. Und ich möchte euch und dir das vorspielen, so als Einstieg in den Freitag. Es bleibt also. Der Powerfreitag. So ein Wahnsinn, warum schickst du mich in die Zölle? Eiskalt lässt du alle Märkte abschmieren. Das ist Wahnsinn. Mit den Aktienkursen und mein Depot liegt längst schon auf dem Müll und doch weiß ich, was ich will, haken dran. Also ich glaube, da war KI im Spiel.
01:40 Dennis Horn
Yeah. Aber übrigens Chris Summeles hat Finde ich auch noch eine tolle Textzeile, auch so einfach in den Chat geschrieben im Discord. Hakenblau oder Gold habe ich nie gewollt. Fand ich auch noch sehr schön.
01:53 Gavin Karlmeier
Ja, also die neue Hymne steht auf jeden Fall. Vielen Dank, ihr beiden. Und alle, die sich jetzt animiert fühlen. Dazu was beizutragen, schmeißt es einfach in den Discord, hagnan. org. Und wenn ihr nichts beitragen wollt, kommt trotzdem vorbei. Es ist Es ist ein schöner Ort des Internets. Apropos schöner Orte im Internet.
02:12 Dennis Horn
Schön. Zum kreativen Powerhouse die Überleitungen gelernt.
02:16 Gavin Karlmeier
Ja, ne? Gavin Delling. Ich wollte mir kurz, es gibt ein neues soziales Netzwerk, wollte ich noch kurz reinschmeißen. Monet heißt es. Und es geht nicht um Money. Offenbar, sondern auch nicht um Kunst. Und auch nicht um Kunst. Es wurde entwickelt von Christos Floros, der ist ein Grieche, der in Luxemburg lebt und in Luxemburg studiert hat. Ist ein Unternehmer, Gründer. Und der hat jetzt ein soziales Netzwerk gegründet, das als USP sich auf die Fahnen schreibt, made in Europe zu sein und sich komplett an GDPR, also die Datenschutzgrundverordnung, zu halten. Und es verspricht, dass du deine Algorithmen selber kontrollieren kannst, dass deine Daten sicher sind und dass du Dein Authentic Self sein kannst, was auch immer das heißt. Aber wir sind ja immer auf der Suche nach, was ist denn eigentlich jetzt die Alternative, was können wir tun? Und deswegen finde ich das erstmal interessant. Ist aber noch, man braucht noch einen Early Access, also ich habe noch keinen.
03:12 Dennis Horn
Okay, auch man muss das ganze Ding noch heiß kochen mit Zahlencodes oder so. Hey Christus, merke ich. Ja, also ich finde das ja immer bewundernswert, das so zu machen. Und dann schallert ganz leise bei mir hinten im Kopf. Allo, allow, eh, eh, eh. Und was ist eigentlich daraus geworden, denke ich an so.
03:34 Gavin Karlmeier
Oder aus IM? Ja. Das deutsche Instagram.
03:39 Dennis Horn
Aber das ist ein bisschen fies gegenüber Menschen, die so mit diesem Anspruch so eine Plattform auch irgendwie bauen. Müssen wir uns angucken.
03:49 Gavin Karlmeier
Ja, es ist das Problem ist, natürlich hat man diese Gedanken immer im Kopf und man denkt dann daran, was aus dem Studio-VZ zum Beispiel wurde. Aber auf der anderen Seite, wir reden die ganze Zeit davon, dass es Außer dem Fidiverse, was zwar inzwischen ja auch Bilder Applikationen bietet, aber und auch Videoplattformen, ähm Aber diverse Herausforderungen möglicherweise noch in der Reputation hat, so wenig Alternativen zu den amerikanischen und chinesischen Anbietern haben. Und deswegen brauchen wir irgendeine Alternative dazu. Und ich find's erstmal gut, wenn sich jemand hinsetzt, Und dazu, die Muse hat was zu bauen. Deswegen, wir sind gespannt.
04:27 Dennis Horn
So ist das.
04:27 Gavin Karlmeier
Monet. social, da kann man sich versuchen, einen Frühzugriff zu. besorgen. Mach mal gleich mal. Hab ich schon.
04:36 Dennis Horn
Siehst du ich noch nicht. Aber du hast mir auch jetzt erst davon erzählt. Ich mach's gleich. So. Housekeeping erledigt für heute. Wir gehen rein, wir schreiben das Jahr 2025 und Deutschland bekommt ein Digitalministerium. Von der CDU geführt. So, Verantwortung für Deutschland ist der Titel des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD. Darin ist ein Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung vorgesehen. Wer es leiten wird, darüber wird noch spekuliert, weil du gerade CDU, das ist fix, gesagt hast, weil es ist ja immer noch im Spiel, was macht Dorobert bald eigentlich? Außer Flugtaxis So. Und was es tun wird, darüber wird auch noch ein bisschen spekuliert, denn Lars Klingbeil von der SPD hat schon gesagt, die Faxgeräte müssen alle weg, aber. Was steht sonst noch drin im.
05:30 Gavin Karlmeier
Sie ist schon last klingt bei mit der Kettensäge Faxgeräte auf Bühnen zerstören.
05:35 Dennis Horn
Genau, so hier die alten Telefonkabel durchschneiden. So, also, was steht drin im Koalitionsverbund Vertrag, keine Überraschung, ist der folgende Punkt: flächendeckender Glasfaser und Mobilfunkausbau. Never ending story, ne? So, aber übrigens auch hier ohne Jahreszahl. Ähm besser ist das.
05:57 Gavin Karlmeier
Es ist ja so ein bisschen der Tesla-Autopilot der deutschen Politik, dieses Versprechen. Und deswegen, also mit jeder Jahreszahl, die sie sich da reingeschrieben hätten, hätten sie sich ja noch lächerlicher gemacht, ehrlicherweise, weil wie viele, wie viele Jahreszahlen gab es? Schon zu dem dieser breitflächige Breitbandausbau tatsächlich erfüllt sein sollte.
06:15 Dennis Horn
Ich glaube, wir haben die Fristen alle schon mehrfach gerissen. Wobei, wenn sie eine reingeschlossen reingeschrieben haben, machen sie sich genauso lächerlich, weil alle sagen, ja Offenbar war da eine Einsicht. Und wie viel Bandbreite übrigens Breitband bedeutet und dann genug ist, soll beständig erhöht werden.
06:35 Gavin Karlmeier
Ist so ein wachsendes Ding wie das Gmail-Postfach damals. Ja, oder wie der Mindestlohn, habe ich gehört.
06:39 Dennis Horn
Können wir da mit einem Schlag irgendwie aufpassen, dass man die Zahlen nicht verwechselt?
06:43 Gavin Karlmeier
Vielleicht kann man ja den Downstream an die Inflation koppeln, einfach. Ja. Brillant.
06:49 Dennis Horn
Großartig. Finde ich gut. Irgendwie solche Kopplungen. Ich denke, damit werden wir auch ein bisschen, es ist effizienter einfach. So. Und wenn es dünn besiedelte Gebiete sind, also der Ausbau irgendwie wirtschaftlich nicht lohnenswert ist, Saarland. Das etabliere ich jetzt. Ja, das ist so gemein.
07:11 Gavin Karlmeier
Ich finde Brandenburg kommt viel zu gut hier weg.
07:14 Dennis Horn
Dann sollen Förderprogramme auf die Sprünge helfen. Es gelte aber sonst, Achtung, Markt vor Start. So. Hier: Informationsfreiheit und Transparenz. Im Koalitionsvertrag. Zumindest da, also geht so, was die Inhalte angeht, aber ein bisschen aufatmen, es steht zum Beispiel nicht drin. Dass das Informationsfreiheitsgesetz abgeschafft werden soll. Dabei hat Philipp Amtor sich so bemüht. Ja, da gab es ein bisschen Stress vorab oder Aufregung, öffentlichen Ärger. Ähm, weil die Gruppe, die für die Union verhandelt hat, um Philipp Amtor das gefordert hatte.
07:56 Gavin Karlmeier
Ja, weil ehrlicherweise hatte Philipp Amtor da auch persönliche Gründe für diese Forderung voranzutreiben. Denn das Informationsfreiheitsgesetz hat am Ende dazu geführt, dass ja ein vermeintlicher Korruptionsskandal um Philipp Amtor überhaupt erst aufgedeckt ist. Werde konnte. Und deswegen hatte der ein Problem damit, dass es dieses Gesetz gibt. Und ich finde, das ist so durchschaubar gewesen, das so voranzutreiben, dass es eigentlich ganz gut ist, dass ihm das jetzt auf die Füße gefallen ist, offenbar in den Verhandlungen.
08:23 Dennis Horn
Dann können wir ein bisschen auf die Datenpolitik schauen. Da konnte sich die Union durchsetzen. Netzpolitik. org hat das wunderbar analysiert. Wir packen das auch mal in die Show Notes, könnte ich sagen, den Koalitions- Vertrag und die einzelnen Punkte. Darin, die Datenschutzaufsicht soll zentralisiert werden beim Bund. Das war ja immer mal Thema, dass zum Beispiel die Datenschutzbeauftragten Je nach Bundesland, so die die Don Quixot der Pseudonymisierung waren oder so. Und hier soll Gleichzeitig die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit künftig auch für Datennutzung zuständig sein. Also Man redet jetzt mehr von Nutzung als nur von Datenschutz. Und die Koalition will eine Kultur der Datennutzung und des Datenteilens Etablieren. Also, das ist ein Bekenntnis dazu, Daten auch zu nutzen. Und da ist ein bisschen Zentralisierung auch drin. Also, zum Beispiel
09:37 Gavin Karlmeier
Darf ich direkt dazu meine zwei Bauchschmerzen, die das so in mir auslöst, mitbringen? Also zum einen fühlt sich das erstmal Vom Gefühl her, das ist jetzt eine emotionale Einschätzung, Punkt 1, erstmal nicht schlecht an, dass es in den Landeshauptstädten so Datenschutzbeauftragte gibt, die für sich Entscheidungen treffen, die in anderen dann widersprochen angenommen werden. Also zum Beispiel der eine Datenschutzbeauftragte findet es total richtig und super in seinem Bundesland eine Präsenz auf dezentralen Plattformen voranzutreiben und in einem anderen Bundesland kommt man zu dem Urteil, das können wir so nicht machen, zum Beispiel. Dass es da zumindest eine Linie gibt. Finde ich erstmal fühlt sich richtig an. Dass es aber verbunden ist mit, hey, wir tauschen jetzt auch alle unsere Daten aus, klingt erstmal nach einem Einfallstor für mehr Kopien meiner persönlichen Daten an verschiedenen Orten. Und das ist etwas, wo ich erstmal keine guten Gefühle habe. Das wollte ich mal da kurz platzieren.
10:40 Dennis Horn
Okay, also ich kann mal so ein bisschen erzählen, was hier an Zentralisierungsgedanken drinstecken. Also. Alle Bürgerinnen und Bürger bekommen ein Bürgerkonto und eine digitale Identität. Und zwar verpflichtend. Es gibt eine Hintertür, die fand ich toll, finde ich super. Wer den digitalen Weg nicht gehen könne oder wolle, solle Hilfe vor Ort erhalten.
11:05 Gavin Karlmeier
Super. Super. So dann Also ich sehe schon meine Eltern auf dem Amt, die sich erklären lassen müssen, dass sie doch einfach nur einen Account auf bund. de einrichten müssen, damit sie auf diverse Dinge Zugriff haben.
11:17 Dennis Horn
Ja, so. Also dann stehen da Dinge drin wie Registermodernisierung und Verknüpfung, ein One-Only-Prinzip, nach dem dem Daten nur einmal erhoben werden sollen. Und die Entformalisierung behördlicher Vorgänge, die dann auch zum Beispiel dazu führt Dass wenn jetzt Kinder auf die Welt kommen, die nicht nur automatisch ein Schreiben bekommen vom Finanz, das ist ja das erste, weißt du, du bekommst, glaube ich, das erste Post im Leben. So, und dann bist du, weiß ich nicht, erste Nacht Aus dem Krankenhaus fährst du nach Hause, im Briefkasten liegt schon die Steuer-ID. Das soll in Zukunft auch mit dem Kindergeld Bescheid sein. passieren. Und das zum Beispiel liest sich wie eine gute Idee.
12:00 Gavin Karlmeier
Ich habe einen sehr lieben Freund, der damals gesagt hat, als er Vater wurde zu seinem sehr jungen Kind. Jeder Schritt, den du anfängst zu machen, bringt dich lässt dich einen weiteren Schritt in Richtung Kapitalismus, in Richtung Steuern zahlen gehen. Weil das eben ist genau das Gefühl, was ja vermittelt wird in dieser Steuer-ID. Es ist ja nicht so, dass sich dieses, dass das ein bunter, süßer Pappumschlag ist, wo drin steht, hey, willkommen auf der Erde, Person, kleine Person, sondern da steht drin, mit dieser Nummer wirst du in. . In 18 Jahren spätestens das erste Mal Steuern zahlen. Herzlich willkommen in Deutschland. Das ist ja die Botschaft. Herzlich willkommen auf der Welt. Genau. In diesem grauen Behördenweiß. Ja, also jetzt kriegst du noch einen zweiten Brief, wo dann so ein so ein 32-stelliges Einmal-Passwort drin ist, das nach sieben Tagen abläuft. Das heißt, du gewöhnst dich gerade daran, wie das ist mit einem kleinen Kind. Und währenddessen musst du aber einen Account auf bunt. de für dieses Kind einrichten, weil ansonsten muss dieses Kind in sieben oder zwölf Jahren oder wann auch immer es den ersten Reisepass braucht. persönlich vom Amt erscheinen, um dieses Einmal Passwort generieren zu lassen, dass du nach 14 bis 21 Werktagen per Post zugestellt wird
13:13 Dennis Horn
Bürokratie rand mit Kevin Karmer. Ja, so Schüler-ID ist auch Thema. So und dann so ein paar Sachen im Koalitionsvertrag, da habe ich gedacht, ja, so lese ich, so hake ich ab. Also digitaler Verbraucherschutz, da geht es um Verbot von täuschendem Design kennen wir ja alle So süchtig machen bei Design, Dark Patterns und so weiter.
13:39 Gavin Karlmeier
Das ist aber mit den Dark Patterns, ist das ja so ein Ding. Ich finde das Also, wir alle haben über diesen dieses Vorgehen hier schon häufiger im Podcast gesprochen. Und dass wir damit eigentlich die ganze Zeit in Versuchungen gelockt werden, auf die wir eigentlich gar keinen Bock haben. Allerdings ist der Begriff Dark Patterns So klar er in der Definition ist, so manchmal unscharf in der Realität zu erkennen. Also es ist leicht zu erkennen, dass wenn ich jetzt irgendwie eine Webseite aufsuche. Und dann ist ja alle Cookies akzeptieren Button groß und blau und darunter gibt es einen kleinen weißen Button, der Einstellungen heißt, auf dem ich dann auswählen kann, dass ich nicht getrackt werden möchte. . Da ist es relativ offensichtlich, wie man die einfangen kann. Aber in beispielsweise der Preisgestaltung in Onlineshops ist es gar nicht so einfach, Dark Pattern zu identifizieren und dementsprechend auch nicht zu verbieten, würde ich vermuten.
14:29 Dennis Horn
Bestehende Regeln durchsetzen gegen Plattformen und Big Tech ist ein Thema, auch mit Verweis auf die Europäische Union. Kommen wir gleich auch nochmal im anderen Zusammenhang.
14:38 Gavin Karlmeier
Das ist natürlich wahnsinnig elegant in solchen Verhandlungsprozessen zu sagen, wir haben ja die EU, das schreiben wir jetzt einmal so rein.
14:45 Dennis Horn
So, Forderung nach technischen Lösungen beim Kinder- und Jugendschutz. So und jetzt. Künstliche Intelligenz, pass auf, das gefällt mir sehr. Allein der erste Absatz, den Netzpolitik. org in seiner Analyse formuliert. Zu diesem Part. Sogenannte künstliche Intelligenz zieht sich gleich durch mehrere Kapitel des Koalitionsvertrags. Häufig bleibt jedoch unklar, welche Art von KI-Systemen genau gemeint ist und warum es nützlich sein soll. Hauptsache KI. Das ist der erste Einsatz. Also, da geht es im Koalitionsvertrag um KI-Sprunginnovationen. Man will im Rahmen einer KI-Offensive eine AI-Gigafactory mit großer Rechenleistung. Starten. Übrigens, in Stuttgart ist so eine schon geplant.
15:34 Gavin Karlmeier
Ja. Um dann kurz dazu zu sagen, das ist halt im Vergleich zu Also wie sinnhaft KI und der maximale Ausbau von Rechenleistungen zum jetzigen Zeitpunkt und auch unter beispielsweise ökologischen Gesichtspunkten tatsächlich ist, kann man wann anders diskutieren, aber. . Du schaust ja an, wie Frankreich zum Beispiel vorangeht damit und irgendwie 100 Milliarden Euro in die Entwicklung solcher Rechenzentren steckt. Da sind wir in Deutschland ja gar nicht. Und wir haben halt zwei Möglichkeiten. Entweder sagen wir, hey, wir sind die EU und wir machen das gemeinsam und die Franzosen machen das super. Oder du sagst, wir brauchen eine eigene Lösung, die Deutschland-KI muss jetzt vorangetrieben werden, dann musst du aber halt auch Vergleichbares investieren, weil ansonsten bleibt es, wir geben Geld für etwas aus, das hierzulande dann auch niemand nutzt, weil anderswo Sogar in Frankreich zum Beispiel, die Technologie halt um Lichtjahre weiter ist.
16:29 Dennis Horn
Aber was man mitunter auch nicht mehr nutzt, wenn man es einmal genutzt hat und gesehen hat, naja So, kommt ja darauf an, was ich mache, ne? So und äh, was für ein System das ist. Da ist auch nochmal ein bisschen aufgefächert. Ähm, KI soll Familien helfen, digitale Dienstleistungen zu finden im Gesundheitswesen. Behandlungen und Pflege zu dokumentieren. Bevor du weitergehst.
16:55 Gavin Karlmeier
Da habe ich nämlich auch ganz viele Gedanken. Ich finde diese Formulierung, KI soll Familien dabei helfen, digitale Dienstleistungen zu finden. Ist doch, also das ist eine Suchfunktion, verdammt nochmal. Oder? Dieses KI-Geiere.
17:09 Dennis Horn
Und die Lösung heißt Google. So. Und dann der letzte Punkt. Die Polizei soll KI-basiert Daten analysieren. Und das ist eigentlich also den Satz, den möchte ich, sobald diese Dinge, ich meine, gerade jemand wie Netzpolitik. org wird das ja dann auch tun. Aber wenn das ansteht, möchte ich diesen Satz sehr weit aufgefächert haben, um zu sehen, was da alles droht.
17:33 Gavin Karlmeier
Vor allem, weil wir ja auch wissen, dass die bundesweite Einführung von Software von Palantir geplant ist, die wiederum entwickelt wurde, vor allem von, also nicht persönlich, aber investiert wurde von Peter Thiel, der als einer der Drahtzieher des Project 2025 gilt, also sozusagen der Mensch, der ultralibertäre, ultrarechte in den USA, der gerade dabei ist. Die Demokratie zu zerstören. Und seine Software soll dann jetzt hier Zugriff auf alle möglichen Polizeidaten bekommen. Ich halte das nicht für eine besonders gute Idee, vorsichtig vor. Ja, wirklich. Ist ein guter Moment, in die USA rüber zu switchen, oder? Ja, let's do. Da darf ich noch eine Sache, weil du gerade so drüber gegangen bist, technische Lösungen für Kinder- und Jugendschutz. Es gibt ja in den EU-Regulationspaketen eine Verpflichtung, dass der Jugendschutz auf Plattformen auch über technische Wege gewährleistet werden muss. Sprich zum Beispiel Erwachsenenwebsites. Also Websites, auf denen man sich Videos anschauen kann, die du bei YouTube nicht findest.
18:38 Dennis Horn
Not safe for work, man.
18:39 Gavin Karlmeier
Exakt sowas. Müssen eigentlich früher oder später eine technische Lösung anbieten, um Jugendschutz zu gewährleisten, also Altersverifikation durchzuführen. Es gibt in Spanien, habe ich hier glaube ich schon dreimal. erzählt, aber, sorry Hakis, wenn ihr es zum vierten Mal hört, gibt es ja diesen sogenannten Pornopass, der gerade entwickelt wird, mit der du dich mit zwei Endgeräten technisch verifizieren kannst, ohne dass die Website weiß, wer sich da gerade verifiziert hat, damit du auf Webseiten kommst als Erwachsener, wenn du einen Personalausweis hast mit dem entsprechenden Geburtsdatum. Ähm, ich finde das für falsch. Also ich glaube, so eine Lösung voranzutreiben ist erstmal nicht verkehrt. Sie sollte halt Aber auch da aufhören. Also sie sollte, ich finde diese Entwicklung von Altersverifikation finde ich klug und richtig, wenn wir darüber sprechen, wie Jugendschutz im Internet de facto gerade nicht existiert. Also Junge Menschen haben gerade, wenn sie entsche wenn sie, wenn entschieden werden muss, ist jemand über 13, über 16, über 18 Dann wird dir das gefragt. Und wenn ich daran zurückdenke, wie ich mich als 13-Jähriger oder 15-Jähriger in Orten befunden habe, die ich als 15-Jähriger nicht hätte aufsuchen sollen, Dann ist die das Anklicken von ja, ich bin über 18, dagegen wirklich nichts so. Und deswegen glaube ich, muss da irgendwie mal drüber nachgedacht werden. Ich hoffe nur, dass das eben nicht A So eine durch die Hintertür gemogelte Einschränkung von Privatsphäre ist, weil das fatal und nicht verzeihbar wäre. Und B, dass da jetzt nicht jeder versucht, eine eigene Lösung zu entwickeln.
20:15 Dennis Horn
Ja, wie koppelt man eine solche Idee mit Datenschutz genommen Datenschutzdings.
20:24 Gavin Karlmeier
Ja, Punkt. Der Satz endet da.
20:26 Dennis Horn
So, und jetzt von den Phrasen rüber in den Wahnsinn. Die Regierung von Donald Trump hat angedeutet, dass sie Druck auf die führenden Politikerinnen und Politiker dieser Welt ausüben will. um die Vorschriften für Big Tech zu lockern. Und dass sie dieses Thema sehr gern auch mit in die Verhandlungen nehmen wird über die Zölle. So, also Beispiel der Handelsbeauftragte der USA. Das ist Das Büro von ihm hat einen Bericht veröffentlicht, in dem stehen Dutzende von Beispielen sozusagen, von Vorschriften, die andere Länder irgendwie für Big Tech aufgelegt haben und damit insbesondere fürs Silicon Valley. die dieses Büro digitale Handelshemmnisse nennt. Und dazu gehören zum Beispiel Steuern auf digitale Dienstleistungen, die gibt es in Kanada, es gibt in Kolumbien, es gibt Gesetze zur Datenlokalisierung für lokale Rechencenter in Algerien oder Ecuador, Datenschutzgesetze in anderen Ländern, Pakistan, Kenia. Australien natürlich, ne? Diese ganze Nummer über Nachrichten, das Leistungsschutzrecht, über das wir gesprochen hatten. Und natürlich Die Gesetzgebung in der Europäischen Union.
21:51 Gavin Karlmeier
Eigentlich schade, dass es Digital Services Act heißt und nicht Hamnesty International, ne?
21:58 Dennis Horn
Noch schöner als Hamnesty International ist nur die Formulierung vom Handelsberater von Donald Trump, Peter Navarro. Der hat irgendwie einen Meinungsartikel geschrieben für die Financial Times. Und er hat da diese ganzen Dinge genannt: Netz nicht-tarifärer Handelshemmnisse. Sehr schöne, sehr schöne Formulierung.
22:20 Gavin Karlmeier
Über Peter Navarro gibt es übrigens eine spannende Geschichte, da beziehe ich mich auf eine Recherche, die Funk veröffentlicht hat, bei der sie sich auf die New York Times beziehen. Peter Navarro hat immer wieder als Handelsberater solche Papers veröffentlicht und Forderungen und Konzepte. Und hat sich dabei immer wieder auf den Wirtschaftsprofessor Ron Werra gestützt. Das wäre so seine Quelle. Ron Werra ist ein Anagramm aus Navarro und das war mein erster Gedanke gerade. Und das ist er selber. Und das ist der Typ, der Donald Trump jetzt berät in seinen Handelsentscheidungen.
22:52 Dennis Horn
Ich dachte, Ron Barrer wäre der der Nein, der Bruder von Ron Weasley, meinst du? Nee, so, äh, okay, ja, also ich meine, damit war ja zu rechnen. Ja. So, und das, also Ja, also das Interessante daran, dass also nur kurz die interessante Kette daran ist ja, dass diese Plattformen für die Öffentlichkeit der Politikerinnen und Politiker mit denen man dann über die Zölle verhandelt, auch in Europa, auch in Deutschland, relevant sind. Und man hat da wirklich als USA einen Hebel. einen langen Hebel, an dem man sitzt.
23:30 Gavin Karlmeier
Ja, das Problem an dem langen Hebel ist aber, dass wenn du an diesem Hebel ziehst als USA, das haben wir in den letzten Tagen gesehen. Kommt darauf an, wie rum du vorm Hebel stehst.
23:40 Dennis Horn
Das ist ein Seilhebel, ich ziehe auch an diesem Hebel.
23:43 Gavin Karlmeier
Naja. Also, wenn du, das Problem ist, je mehr Donald Trump an diesem Hebel zieht. Umso mehr erdrückt er gleichzeitig die Leute, die bei ihm auf der Seite stehen. . Und das haben wir gesehen. Also er hat versucht, diesen Zollhebel auszurollen. Die Märkte sind eingebrochen. Es war ein schwarzer Tag für Börsianer, wie NTV berichtet hat. Weiß ich nicht. Aber die Kurse sind eingebrochen. Wirklich. Ich würde es dir glauben, das ist das Problem.
24:16 Dennis Horn
Nee, sie heißen Ferengi, aber nah dran.
24:18 Gavin Karlmeier
Ist das nicht wiederum der Typ, der bei Apple die Software entwickelt? Craig Ferengi. Naja, also auf jeden Fall. Du hast ja gesehen, wie die Märkte eingebrochen sind, wie der Druck aufgebaut wurde, wie wahnsinnig viel, wie die Stimmung gekippt ist, auch in der Tech-Industrie in den USA. Und wie das dazu führte, dass diese Zölle jetzt für 90 Tage ausgesetzt werden. Was wir vom TikTok-Deal zum Beispiel kennen, dass, wenn was 90 Tage ausgesetzt wird, können wir davon ausgehen, dass es in 90 Tagen um 40 Tage nochmal ausgesetzt wird. Das heißt, dieser Hebel, von dem Donald Trump glaubt, dass er ihn hat, der ist ein Hebel mit Makeln. Und die Frage ist, ob er es schafft, diesen Hebel so einzusetzen oder das Zeitfenster so groß zu machen. die EU zur Verhandlungen zu zwingen, die möglicherweise zu einer Einschränkung der Regularien führen, Regulationen führen, ohne dass gleichzeitig bei ihm die Märkte zusammenbrechen. Weil, also das ist halt das Problem an diesem Hebel. Du machst halt, wenn du sagst, wir machen den Handel dicht, dann machst du halt den Handel dicht. Und leider hast du aber ganz, ganz viele Leute aus der Wirtschaft auf deiner Seite als Donald Trump. die vom Handel leben. Wenn selbst Elon Musk sich öffentlich hinstellt und sagt, er hält Zölle nicht für eine gute Idee, der eigentlich so der Typ ist, der sonst immer auf Donald Trumps Shows gesessen hat, können wir gleich auch nochmal kurz was zu sagen. siehst du, dass dieser vermeintliche Hebel möglicherweise nicht funktioniert und der Dealmaker Donald Trump sich hier ein bisschen verkalkuliert haben könnte, möglicherweise.
25:51 Dennis Horn
Ja, ich war, also das ist ja jetzt eine sehr, also während du besprochen hast, habe ich mir kurz mal den DAX-Kurs aufgerufen, um mal so zu gucken, wie es aussieht. Ist ja auch schon wieder ein. Mit dieser, ja, setzen wir mal für 90 Tage aus, Ankündigung ordentlich wieder nach oben gesprungen. Ja, genau. Zum Beispiel. Und das ist ja eine sehr. rationale Begründung, die du da gerade so gegangen bist. Und ich frage mich halt, ob das die Kategorie ist, um die es hier geht. Das ist ja. Also, ich denke dann immer an Flood the Zone with shit und vielleicht gehören halt solche Moves auch einfach dazu. Und jetzt sind alle zufrieden, dass er diese 90 Tage macht, es geht wieder nach oben und es war gar nicht. Also. Weißt du, was ich meine?
26:32 Gavin Karlmeier
Ich weiß, was du meinst, aber er hätte diese Märkte so nicht reagiert und den Druck damit erhöht auf die Wirtschaft, hätte er diese Zölle vermutlich ja gar nicht ausgesetzt.
26:43 Dennis Horn
Ja, also ich bin da bei deinem Bild, das du mal genutzt hast und vielleicht sollten wir auf dieses längere Hebel und so weiter, das ist gar nicht das Bild, sondern wir sind wieder am Schachbrett. Und Donald Trump ist einfach die Taube, die drauf fliegt und dreimal drauf scheißt. Und deswegen frage ich mich manchmal, ob so diese ganzen rationalen Erklärungsversuche einfach hinfällig sind.
27:04 Gavin Karlmeier
Ja, ich versuche ja nicht Donald Trumps Handeln rational zu erklären, sondern ich versuche rational zu erklären. Wie es dazu kam, dass Trump zum Handeln gezwungen wurde. Aber klar, also es kann auch sein, dass er morgen sagt, wir setzen ihn doch nicht aus.
27:19 Dennis Horn
Ja, oder wurde er gezwungen oder hat er das nicht einfach vorher schon eingepreist?
27:23 Gavin Karlmeier
Ja, das ist möglich, klar. Das weiß man nicht.
27:24 Dennis Horn
Das ist so mein Punkt, ja.
27:25 Gavin Karlmeier
Das wissen wir nicht. Interessant ist aber, dass Donald Trump an dem Mittwoch, an dem er hier, also bei uns war es abends, als er diese Aussetzung der Zölle oder später Nachmittag, als er die Aussetzung der Zölle angekündigt hat. Dass er am selben Tag vormittags den Tweet geschrieben hat, jetzt ist der beste Zeitpunkt Aktien zu kaufen Womit er sozusagen seinen Magerjüngern, war kein Tweet, er hat es getruthed. Oder wie auch immer man.
27:54 Dennis Horn
Schon mal ein paar Stunden Zeit gegeben hat, bevor dann diese Meldung kam.
27:57 Gavin Karlmeier
Er hat quasi zum Insider-Handel eingeladen.
27:59 Dennis Horn
Ich würde mal sagen, ist verboten, ne? Würde ich auch sagen. Gut, aber wer verurteilt ihn noch? War ja im Amt des Präsidenten ausgesprochen, diese ganze Nummer. Also auf jeden Fall hat die Europäische Kommission Die ganze Geschichte mit Wir vermischen das jetzt mit den Zollverhandlungen schon mal zurückgewiesen und gesagt: Die EU wird in ihren Gesprächen mit den USA Handel und Regulierung nicht miteinander vermischen. Wir sind gespannt, wie gut diese Aussage altern wird, ehrlicherweise. Was macht das Weiße Haus sonst so? Parallel, es antwortet zum Beispiel nicht auf Presseanfragen, wenn in der E-Mail der JournalistInnen Pronomen stehen. Das ist so eine Geschichte, da wird einem so schlecht. Ja, schlecht oder wechselweise. Aus Wahnsinn muss ich lachen. Also es haben tatsächlich einige Beamte der Trump-Regierung abgelehnt, Fragen von mehreren verschiedenen JournalistInnen zu besuchen. Weil in der E-Mail-Signatur He, Him und so drin stand. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses sagt, und das fand ich jetzt ganz interessant. Es ist eine Frage der Politik, dass wir Reportern mit Pronomen in ihren Biografien nicht antworten. Da würde ich sagen, ja, ganz offenbar. Es war übrigens eine Anfrage, auf die sie sich bezieht. Da ging es dem Reporter Um eine drohende Schließung eines berühmten Observatoriums für Klimaforschung. So, und da hat sie folgendes gesagt: Jeder Reporter, der seine bevorzugten Pronomen in seinem Lebenslauf verwendet. Kümmert sich nicht um die biologische Realität oder die Wahrheit. Und man kann ihm daher nicht zutrauen, eine ehrliche Geschichte zu schreiben. Und das ist exakt das Playbook. Golf von Mexiko oder Golf von Amerika. Ja, also du, die LP weigert sich, Golf von Amerika zu schreiben, sondern nennt es weiter den Golf von Mexiko. Und es ist natürlich ein geplanter Move, dann zu sagen, ja gut, dann ihr haltet euch nicht an die Wahrheit, dann beantworten wir euch die Fragen hier nicht mehr.
30:01 Gavin Karlmeier
Selbe Schema. Selbe, genau, selbe Mechanik. Man muss das dokumentieren. Aber man kann das nicht so einordnen, wie man es möchte, weil man sich sonst vermutlich wieder in Kraftausdrücken verliert. Hatten wir in der letzten Folge auch schon mal, Dennis. Aber weißt du, so diesen Fall.
30:17 Dennis Horn
Ja, das war im Nachhinein ganz okay, Kraftausdrücken. Ausdruckmäßig, habe ich ja dann gesagt.
30:20 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe mich dann selber reguliert.
30:22 Dennis Horn
Ja. Du hast Regulierung nicht mit Handel vermischt.
30:28 Gavin Karlmeier
Nicht mit Handeln vermischt.
30:31 Dennis Horn
Das hier fand ich eine ganz interessante Meldung. Donald Trump sagt der TikTok-Verkauf ist ins Stocken geraten, weil China Einwände gegen die US-Zölle hat. Ach was. So, pass auf, also wir haben die ganze Geschichte hier oft genug aufgeblättert. TikTok soll an einen amerikanischen US-amerikanischen Käufer gehen. Wie es dieses Gesetz von 2024 vorsieht, aber dafür ist auch die Zustimmung von China erforderlich. Und jetzt sagt Trump: Wir hatten einen Deal für den We had a Deal. We had a deal. Und dann hat er gesagt, kein Deal, aber ziemlich nah dran.
31:09 Gavin Karlmeier
Das ist so, wenn du anfangen kannst. We had a deal, no deal. Während du redest, merkst du so, ja, ich habe den Fisch gerade größer beschrieben, als ich ihn wirklich geangelt habe. Ich muss jetzt ein bisschen zurückrudern.
31:18 Dennis Horn
Während du redest, zieh dein Hirn nach. So, also nochmal der Satz. Wir hatten einen Deal für TikTok. Keinen Deal, aber ziemlich nah dran. Und dann hat China den Deal wegen der Zölle geändert.
31:31 Gavin Karlmeier
So, und jetzt kommt, willst du meine mögliche Verschwörungstheorie dazu hören? Verschwörungserzählung.
31:37 Dennis Horn
Warte, jetzt kommt noch so, wenn ich die Zölle ein wenig gesenkt hätte. Hätten sie das Geschäft innerhalb von 15 Minuten genehmigt, was die Macht der Zölle zeigt. So, aber jetzt du bitte.
31:49 Gavin Karlmeier
Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass das sogar eine Einladung für Donald Trump ist, die Zölle so zu erhöhen, damit er hier eine Argumentationslinie hat. Weil so kann, also. Weiß ich natürlich nicht, ne? Ist hier einfach nur so drauf losgeraten. Aber wenn ihm tatsächlich daran gelegen wäre, die chinesische Regierung zu motivieren, einem Deal zuzustimmen. Dann hätte sie, hätte er zum Beispiel über diplomatische Wege, die es immer gibt, so Kommunikationswege, die zwischen Staaten existieren. vorgeklopft. Was müssten wir eigentlich tun, damit ihr diesem TikTok-Deal zustimmt? Das ist offenbar nicht passiert. Hatte er das Ziel, mit Zöllen eine Verhandlungsmasse zu haben, um China zum TikTok-Deal zu bewegen? Dann ist er ja komplett über das Ziel hinausgeschossen. Ich weiß nicht, wir sind jetzt gerade, wenn wir es aufnehmen, es kann sich bis zur Ausstrahlung morgen früh, wir haben 21%. Das kann sich noch ändern, aber ich glaube, wir sind gerade über 145 Prozent Zölle, die die USA auf chinesische Produkte erheben. Das heißt, er hat ja offenbar völlig das Master verloren, sondern es steigert sich einfach nur noch gegenseitig hoch. Das wird China ja nicht motivieren zu sagen, bei diesem Deal werden wir euch jetzt zustimmen. Das heißt, es bleibt eigentlich am Ende nur die Möglichkeit Dass er hier jetzt eine Erklärung sucht, warum dieser Deal einfach nicht zustande kommt, weil sich zum Beispiel kaum KäuferInnen finden, die es wirklich machen wollen, weil wir haben darüber gesprochen, ich glaube, mehrere Milliarden. Ich muss schauen, wie viele das genau waren. Ähm ähm, mehrere Milliarden Dollar an Strafen, schwebenden Gerichtsverfahren, 1500 Klagen und rechtliche Risiken in Milliardenhöhe. Würde der Käufer halt auch erben von TikTok oder mit TikTok? Das heißt, es gibt schon einige Widrigkeiten, die dazu führen, dass auch die InvestorInnen möglicherweise gar nicht so mit offenen Armen auf diesen Deal losrennen. Das ist so ein bisschen mein Take darauf. Ich bin mir natürlich nicht sicher Es kann natürlich auch wirklich sein, dass die chinesische Regierung einfach von vornherein gesagt hat diesem Deal stimmen wir nicht zu und Donald Trump das motiviert hat, die Zöllen noch weiter anzutreiben. Wir wissen es nicht, wir können nicht reinschauen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie das hier alles passiert sein könnte. So, wir warten es ab.
34:07 Dennis Horn
Donald Trump hat auf Truth Social eine Verlängerung, eine zweite Verlängerung der Veräußerungsfrist um 75 Tage angekündigt.
34:16 Gavin Karlmeier
Okay. Wir bleiben dran. China selber hat sich aber auch geäußert zum TikTok-Deal. Und die haben gesagt, wir lehnen Praktiken ab, die die Gesetze der Marktwirtschaft ignorieren. Womit sie sich darauf beziehen und sagen, wir würden einem TikTok-Geschäft zustimmen, wenn es mit chinesischem Recht übereinstimmt. Haben sie aber schon am Mittwoch gesagt, danach sind die Zölle halt noch 34 Mal verändert worden, deswegen mal schauen. Gut. So.
34:47 Dennis Horn
Auf X, der Plattform von Elon Musk. Wir waren bisher mit für diese Episode, ja, deswegen habe ich es nochmal erwähnt. Es war früher Twitter, hieß das. Wir waren beruhigend Elon Musk frei bisher in dieser Episode. Ich kann versprechen, lieber Akis, es ändert sich gleich noch. Aber wir bleiben noch kurz im politischen Kontext. Auf X hat ein ganzes Netzwerk aus Accounts Desinformationen über Kanada verbreitet, über dessen Wirtschaft, Politik. Da gibt es ein Cybersicherheitsunternehmen. Reset Tech, die sagen, diese Kampagne läuft koordiniert oder lief koordiniert. Und da war zu lesen vom wirtschaftlichen Niedergang Kanadas. das führende kanadische Unternehmen in die USA abwandern, Werbung für den 51. Bundesstaat der USA. Und da gibt es 73 Accounts, die dieses Netzwerk wohl tragen. Und da immer wieder auch auf Websites zum Beispiel der extremen Rechten in den USA verweisen und hunderte weitere Accounts, die diese Desinformation dann teilen, so in der Echokammer. Und das oft mit dem Hashtag 51st State, was übrigens ein Hashtag ist, der auf dieser Plattform eine Rolle spielt, auf anderen Plattformen nicht so. Es gibt ein paar KI-generierte Inhalte über eine Annexion Kanadas und es ging Vor allem jetzt zuletzt auch um Mark Carney, der ja das Führungsamt bei der Liberalen Partei in Kanada gewonnen hat, jetzt auch dort Regierungschef ist. Und da gab es allein 28. 000 Beiträge über den Wahlkampf um diese Leitungsposition innerhalb der Partei. Größtenteils gegen Carney. Und Reset Tech hat am Ende noch eine Verbindung nachgewiesen zu Russia Today.
36:43 Gavin Karlmeier
Na klar. Ja, also es ist. führt am Ende immer wieder zu diesem Bild, dass es ein Netzwerk gibt von sehr einflussreichen, mächtigen, reichen Personen, die keinen großen Wert auf eine freie Welt legen und sogar alle ihre Möglichkeiten einsetzen, Ressourcen, Geld, Macht, Einfluss. um die freie Welt nachhaltig zu zerstören. Und zwar in jeder Ausübung. Das fängt an bei, nee, da fängt es nicht an, aber wir haben es hier erlebt mit einem Elon Musk, der um einer einzigen politikerin eine große Bühne und Reichweite geschenkt hat, der Partei AfD unterstellt hat, sie wäre die einzige, die Deutschland retten könnte. Das geht weiter nach Italien, wo er mit Meloni uhs und rumkumpelt und rumschmust. Du siehst es im eigenen eigenen Land, wo er Millionen, wirklich dreistellige Millionenbeträge dafür ausgibt, um die Wahl nach seinem Interesse zu bewegen. Alles, um dieses Ziel umzusetzen, eine Welt, in der eigentlich Sozialsysteme nicht mehr existieren, in der Unternehmen regieren, in der Unternehmen tun und lassen können, was sie möchten, in der es keinerlei Gesetze mehr gibt, die die Wirtschaft irgendwie einschränken könnten und in der für solche unnötigen in deren Augen Dinge wie Entwicklungshilfe, Altersvorsorge, Krankensysteme, überhaupt noch staatliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Also die Mär der Erzählung des Steuernraubseins fokussiert sich oder sammelt sich eigentlich immer wieder in diesen Erzählungen. Und das geht dann tatsächlich ja hier in der Geschichte dann jetzt gerade auch in Kanada so um sich. So. Ich werde da, das ist total wahnsinnig, das ist wieder, da sind wir wieder beim Thema Doom Scrolling, weil das ist gerade, das ist das Thema, das unsere Welt unsere Weltgesellschaft seit drei, vier, fünf, wahrscheinlich sogar seit mehr, seit zehn Jahren verändert. Es ist so. Ja, obwohl man die Dinge besser weiß, ne? Naja, weißt du, das Problem ist, Wenn wir uns so, ich will es jetzt, wir können es jetzt zu groß und philosophisch werden lassen, aber besser wissen ist natürlich auch schon wieder eine Wertung in unseren Augen. Wir streben halt nach was anderem. Wir streben nach einer Welt, in der alle Menschen gleiche Rechte. Da haben gleiche Möglichkeiten, gleiche Chancen, in der es allen Menschen ermöglicht wird, so alt zu werden, wie sie alt werden können. Und auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, die sehen sich selber im Recht und glauben, nee, das möchte ich nicht. Ich will gar nicht, dass alle Menschen gleichberechtigt werden. Das sind dieselben Menschen, die davon erzählen, dass Empathie eine Schwäche sei. Menschen, die mit Milli. die ein paar Kleckerbeträge für die Entwicklungshilfe streichen und damit Millionen von Menschen töten. Das ist der Konflikt. Ich glaube, wir haben da gesellschaftlich ein riesengroßes Problem, weil das eben auch hierzulande wahnsinnig viele Menschen gibt, die glauben, Empathie sei eine Schwäche. Auch wenn sie das so vielleicht noch nicht materialisieren, aber sie haben es internalisiert und das ist wahnsinnig traurig. Ja
39:54 Dennis Horn
Solange der Faktenteil stimmt, ne? Und den meine ich mit Besserwissen.
39:59 Gavin Karlmeier
Stimmt, aber in deren Augen ist der Die der Fakt, eine Waffe. So, sie empfinden das als Waffe, weil sie gleichzeitig diesen Begriff postfaktisch verwende ich jetzt mal, weil sie postfaktisch arbeiten und das als ihre Waffe benutzen. Weil sie es geschafft haben, dass wir gesellschaftlich an einem Punkt stehen, in dem es. . in den Augen vieler Leute zwei Wahrheiten gibt. Unterschiedliche Realitäten. Ja, ich will es nicht zu philosophisch werden lassen. Aber das ist. Nee, zu spät. Ja, ne? Ich glaube auch. Aber der Faktencheck ist zum Kampfbegriff geworden zum Beispiel. Ja, das stimmt.
40:40 Dennis Horn
Aber wer hat ihn zum Kampfbegriff gemacht?
40:42 Gavin Karlmeier
Ja, dieselben Strömungen.
40:46 Dennis Horn
In Deutschland übrigens auch Einflussversuche auf die Bundestagswahl in diesem Fall mit Werbung für die AfD. Und dieser Einflussversuch war, schreibt der Tagesspiegel, dem Bundesinnenministerium, keine nähere Analyse wert. So, das war eine Anfrage des stellvertretenden Grünen-Vorsitzenden Konstantin von Notz. Und die Geschichte geht so. Kurz vor der Bundestagswahl hatte der NDR berichtet, dass es ein Netzwerk gab aus diesmal 2500 Accounts. Dass direkte Wahlaufrufe für die AfD geteilt hat, Lob für Alice Weidel, dies das, Hetze gegen demokratische Parteien, schreibt der Tagesspiegel. Und das war da schon monatelang aktiv. Das hatten Rostocker Unternehmen, Datenanalysten dort entdeckt. Somtxt heißen die. Und das Bundesinnenministerium hat sich für den Fall nicht interessiert. Also SomTXC sagt, also wir haben danach nichts gehört. Also hat uns keine Behörde mal angefragt, welche Accounts sind das zum Beispiel. Das BMI sagt, also Bundesinnenministerium Ja, dem gehen wir nicht so nach. Kein näherer Analysewert, weil geringe Reichweite der Accounts. Was interessant ist, weil das BMI ja gar nicht weiß, welche Accounts und welche Reichweiten die haben. Und der Tagesspiegel hat dann berichtet auch nochmal im Februar. Und da sagt das BMI, es habe sich dann nicht näher damit beschäftigt, weil ihm Informationen gefehlt hätten. Weil die Schilderungen der Medien unvollständig oder unzureichend gewesen sein. Da verstrickt sich eine Presseantwort in Widersprüchen. Interessant.
42:37 Gavin Karlmeier
Wie kann das sein? Also Das sind alles, das ist Wahlmanipulation, die da stattfinden soll. Wahlmanipulation aus dem Ausland, vermutlich, mit großer Wahrscheinlichkeit. Das Bundesministerium für Inneres, das eigentlich genau solche Dinge bekämpfen soll. Also die hätten ja einfach nur Das an die Polizei, die zu diesem Ministerium gehört, weitergeben müssen. Du hättest ja einfach nur eine Anzeige aufgeben, Polizei macht eine Untersuchung. Ob es zu was geführt hätte, egal. Aber dass am Ende jetzt das BMI dasteht und sagt, wir haben nichts gemacht und es hat uns auch nicht interessiert und ist auch wurscht. Das ist halt, wie kann man sich dann, wie kann man, wie kann man, wer nicht kämpft, hat schon verloren. So, weißt du?
43:22 Dennis Horn
Ja, und wer das, was im Internet steht, nicht für. Real Realität hält. So, ich meine, über das ist ja auch jetzt wieder so eine grundlegendere Frage, aber. Das merkt man ja häufig auch, wenn man irgendwie Anzeigen bei der Polizei stellen möchte und so dieses leicht abschätzige, achso ist es im Internet. So, ist ja gar nicht gefährlich.
43:45 Gavin Karlmeier
Und was er ja mitschwingt, ist gleichzeitig auch häufig das Unvermögen, dem überhaupt auf den Grund gehen zu können. Weißt du? Also, dass man sagt, was sollen wir machen? Das ist doch auf amerikanischen Servern.
43:57 Dennis Horn
Würde manchmal schon reichen. Das Amtsgericht Bamberg hat den Chefredakteur vom Deutschlandkurier. Daniel Bendels, heißt der Kerl, zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Was ist passiert? Vor. Knapp anderthalb Jahren, Januar 2024, hat auch hier das Bundesinnenministerium ein Foto veröffentlicht mit Nancy Faser, der, ich sag mal, Faser. Der Bundesinnenministerin, die so ein Schild in die Kamera hält, auf dem steht We Remember. So, das ist der Holocaust-Gedenktag, an dem das passiert. Und dann hat Bendels dieses Foto einen Monat später. Neu veröffentlicht. Wir wissen, was das Internet macht. In solchen Fällen gibt es Memes. Die Regel Nummer 1 im Internet ist: mach kein Bild mit einem Schild. Genau, so. Wobei man jetzt auch nochmal fragen kann, wenn es ein Schild We Remember war, ist das so geil, dieses Bild anzunehmen? So.
44:53 Gavin Karlmeier
Auch richtig.
44:54 Dennis Horn
Und da stand dann drauf bei dieser Fälschung, ich hasse die Meinungsfreiheit. Da hat übrigens der Spiegel, das fand ich ganz gut, in dem Zusammenhang nochmal an einen Kommentar erinnert: in der Welt aus dem Springer Verlag. In diesem Kommentar stand, es sei ein Erkennungszeichen von Diktaturen. wenn Journalisten für satirische Regierungskritik womöglich hintergitter müssen. Da ist so viel falsch dran, weil erstens ist. deren Journalist? Fragezeichen, weil es kein geschützter Begriff, aber ich bin.
45:24 Gavin Karlmeier
Man muss kurz dazu sagen, dass der Deutsche Kurier Online-Plattformen-Plattformen so
45:31 Dennis Horn
Und es ist ist satire Aufgaben von Journalisten, also zähle ich die unter oder sind das Satiriker so, also Also, keine Ahnung. Aber auf jeden Fall hat dieses Amtsgericht in Bamberg ihn jetzt verurteilt mit Bezug auf <unk> 188 Strafgesetzbuch. Die Verleumdung einer Person des politischen Lebens. Es kann sein, dass die nächste Instanz das aufhebt, weil in Bayern das oberste Landesgericht schon mal gesagt hatte, das muss man eng auslegen. Nämlich so, dass ein vernünftiger, durchschnittlicher Bürger, wenn der deswegen an der Integrität der Person zweifeln würde, der politischen Person, dann kann man das nutzen. Aber wer zweifelt daran? Verzweifelt nicht daran, dass Nancy Faser so ein Schild hochhält. Also würde sie nicht. Und deswegen kann es sein, dass es wieder kassiert wird. So, aber 187 ist noch Verleumdung ohne Bezug auf Politikerinnen und Politiker. Selbst darauf steht noch eine Strafe.
46:35 Gavin Karlmeier
So. Ja, was soll ich dazu sagen? Also es ist. Nee, ich kann da nichts zu sagen. Dann reden wir über Elon Musk.
46:44 Dennis Horn
Lass uns bitte über Elon Musk sage. Lass uns bitte über Elon Musk sprechen. Pass auf, ich fange mit der sauberen Geschichte Geschichte an, du mit dem Wahnsinn. Also Elon Musk hat eine Aussage geschwänzt im Investorenprozess um die Twitter-Übernahme.
46:59 Gavin Karlmeier
Und da möchte ich kurz direkt dazu sagen, dass es hier also für die Leute, die dreimal die Woche Haken dranhören, jede Folge, man wartet immer nur noch auf diese Meldung, weil dieser Termin sich jetzt ja gefühlt schon 94 Mal verschoben hat, dass Elon Musk eine Aussage. . tätigen soll in diesem Prozess und er einfach nie erscheint. Und es ist so, es ist so abstrus, wenn du dir denkst, also Stell dir mal vor, du hättest irgendwas dir zu Schulden kommen lassen, möglicherweise oder auch nicht. Es ist ja gar nicht klar, ob Elon Musk hier schuldig ist. Muss man dazu sagen. Bis zur Verurteilung unschuldig. Du hättest dir möglicherweise Du hast möglicherweise so gehandelt, dass Leute glauben könnten, vielleicht hast du dir etwas zu Schulden kommen lassen Dann wirst du vor Gericht geladen, dann gehst du nicht hin. Dann wirst du nochmal vor Gericht geladen, dann gehst du wieder nicht hin. Dann stehen die bei dir vor der Tür und sagen, du kommst jetzt mit. Dann sagst du, nee, ich kann jetzt nicht. Dann sagst du, aber hey, aber ich komme in drei Tagen. Dann erscheint es aber in drei Tagen auch nicht, dann gibt es wieder einen Termin, das war der jetzt und gehst da wieder nicht hin. Das kann nicht dein Ernst sein.
48:03 Dennis Horn
Aber erzähl erstmal die Geschichte. Ja, und wie sagt er? Also da sind jetzt wieder Anwälte extra nach Washington geflogen, um ihn aus Kalifornien, um ihn unter Eid zu befragen. Es geht um die mutmaßliche Manipulation des Twitter-Aktienkurses, um es alles ein bisschen belliger zu haben. Und dann hat Elon Musk Ihnen 20 Minuten nach Beginn des Termins mitgeteilt, dass er nicht da sein wird. War ein Gericht, das diesen Termin festgelegt hat. So, ich meine, also normale Leute staunen auch, dass es Menschen mit viel Geld möglich ist, das so zu tun. Also, das ist die eine Geschichte. Die andere, er hat mit OpenAI, ist jetzt nochmal ein bisschen zu tun. OpenAI klagt gegen Elon Musk wegen unlauterem Wettbewerbs und Beeinträchtigung seiner Geschäftsbeziehungen. zu Investoren und Kunden. Das ist in deren Streit auch wieder ein neues Level. Und zwar beschuldigt Elon Musk im Februar dieses Angebot für OpenAI als Scheinangebot gemacht zu haben. Du erinnerst dich, er hatte mit einer Investorengruppe zusammen 97,4 Milliarden Dollar geboten für die Vermögenswerte von OpenAI. Das ist eine besondere Zahl, wie so oft bei Elon Musk. Das sind ja lauter, sagen wir mal, popkulturelle Anspielungen, die gehört zu einer Figur aus einem Science-Fiction-Roman eines schottischen Schriftstellers, Iron Banks. So, und der hat auch eine Reihe von SpaceX-Raketen irgendwie nach Schiffen aus diesem Buch benannt. Look to Windward heißt. Eins der drei Bücher, die er vielleicht gelesen hat. Und OpenAI sagt, das war eine Finte, dieses Angebot, und wir hätten aber deswegen trotzdem irgendwie Ressourcen umleiten müssen, unrechtmäßige Kampagne. Und dadurch gab es Belästigung, Einmischung, Fehlerinformationen. Dadurch hätte das Unternehmen, kann ich mir auch vorstellen, Schaden erlitten. So.
50:01 Gavin Karlmeier
Ja, bei OpenAI ist das ja so. Wir können das übrigens keinen kleinen Verweis machen. In der Folge am Montag wird Pip Glöckner zu Gast sein. Dem kann ich das Thema nochmal mitbringen, weil der kennt sich da wirklich mit aus. Aber bei OpenAI ist es ja so, die sind bislang eine, wie sagt man, nicht gemeinnützig, aber die sind kein Unternehmen, Non-Profit. So heißt es. Unternehmen und wollen das gerne ändern. Dafür müssen sie aber ein relativ kompliziertes Konstrukt entwickeln, weil es wird dieses Non-Profit-Unternehmen bleiben und das Optimier oder das wirtschaftlich interessierte Unternehmen. Manche Teile wird das eine Unternehmen machen, andere Teile das andere Unternehmen. Und dafür müssen jetzt die Werte festgezogen werden, damit feststeht, wie viel müssen eigentlich InvestorInnen zum Beispiel ausgeben, damit sie dieses Unternehmen da investieren können und so weiter und so weiter. Elon Musk hat es versucht zu stören, indem er den Wert dieser Non-Profit-Unternehmung nach oben treibt mit diesem Angebot. Und das will OpenAI jetzt nicht auf sich sitzen lassen und geht deswegen vor Gericht. Und das war fast erwartbar, weil das offensichtlich einfach nur Trolling ist, ne? Das ist einfach nur Nerven.
51:06 Dennis Horn
Ja, aber also meine Vermutung ist, auch darum hat er sich nicht gekümmert und gar nicht darauf geachtet, weil Elon Musk hatte Besseres zu tun. Und diese Geschichte überlasse ich dir, weil sie ist fantastisch.
51:19 Gavin Karlmeier
Also es gibt, ich konnte eine Sache in dieser Geschichte nicht ganz klären. Es gab ein oder zwei Livestreams von Elon Musk. Und also, wir erinnern uns kurz zurück. Elon Musk hatte vor einigen Monaten ziemlich laut damit rumgeprollt, dass er. In dem Spiel Path of Exile 2. . . Das ist so ein Hack-and-Slay-Rollenspiel. Ich erzähle es bestimmt falsch, aber es ist ein bisschen wie Diablo, würde ich sagen.
51:43 Dennis Horn
Kennst du noch Diablo, Dennis? Kenn ich noch. Das ist mit diesen rechter Hand, linker Hand und dann musst du. Mit den Stäben, genau. Genau, mit den Stäben abwechselnd hoch und runterziehen. Das ist ein Hack-and-Slay-Spiel. Kenn ich. Weil das nie gelingt und deswegen hacked and slayed man. Genau.
52:01 Gavin Karlmeier
Entweder sagst du what the hack wenn's schief geht oder die Leute sagen Slay when's club. Hack and slay. Also Path of Exile 2. Und Elon Musk spielt dort die Hardcore-Variante. Ich erkläre dir kurz, was die Hardcore-Variante Dennis ist. Mit brennenden Stäben in der Hand. Nein, wenn dein Charakter stirbt, dann ist er tot. Weißt du, üblicherweise, wenn dein Charakter stirbt, dann wird der respawned und dann kannst du wieder zu dem Ort gehen und was auch immer. Aber wenn du Hardcore spielst, kannst du nicht sterben. Oder solltest du nicht sterben, weil dann ist dein Charakter tot und vorbei. Elon Musk gehörte zu den 20 besten Spielern weltweit und es gab ganz viele Leute, die ausgerechnet haben, hey dafür musst du ja irgendwie 40 Stunden die Woche Vollzeit spielen, das ist nicht möglich. Dann hat er Elon Musk einen Livestream gemacht, das ist auch ein paar Monate her, in dem er seinen vermeintlichen Charakter gespielt hat und ein paar sehr seltene Artikel, die er gefunden hat, liegen ließ, gleichzeitig aber auch viele dumme Entscheidungen getroffen hat. Dann hat man irgendwann gesehen, dass er in seiner Truhe einen Ordner hat, der heißt Elon S. Stuff, was also alles darauf schließen lässt, dass er selber diesen Charakter niemals gespielt hat, seien Leute dafür bezahlt, um ihn hochzuleveln, damit er erfolgreich ist. Das hat er irgendwann auch eingeräumt, hat gesagt, ja, die größten Profis haben auch andere Leute, die für sie spielen. Was nicht stimmt, was auch SpielerInnen eh traus ist. Kennt man ja auch aus dem Fußball und aus dem Tennis. Ganz genau. So, Elon Musk hat sich davon aber nicht kleinreden oder klein machen lassen und hat weitergemacht. Er hat einen neuen Charakter, irgendwann ist sein Hardcore-Charakter gestorben und er hat einen neuen Charakter, mit dem er. Ich glaube, Platz auf jeden Fall Top Ten ist weltweit. . Vermutlich wieder nicht selber gespielt. Hat dann einen Livestream gestartet und jetzt gibt es eben die Unklarheit, weil es gibt mehrere Berichte über verschiedene Livestreams gibt es könnte sein, dass es einer ist, könnte aushören, dass es zwei sind. Ich fange mit dem einen an, weil der war schon am Wochenende. Elon Musk wollte beweisen, dass er ein echter Gamer ist und hat. aus einem Privatchat einen Livestream gestartet, in der er einen neuen Charakter gestartet hat, hat das Tutorial gestartet und ist noch im Tutorial gestorben von dem Spiel. Woraufhin er kommentarlos sofort den Livestream beendet hat. Was ungefähr zeigt, wie so seine Gaming-Skills sind. So Das freut er sich.
54:14 Dennis Horn
Ja, warum hat er nicht statt Twitter einfach so ein Spielestudio gekauft, damit die ihm den Code so umschreiben, dass er immer gut ist in dem Spiel?
54:23 Gavin Karlmeier
Immer gewinnt, ja. bringt ihn nicht auf Ideen. Wir wissen, Elon ist Haki. Es könnte passieren, dass es noch kommt. Naja, auf jeden Fall gibt es noch die Geschichte von dem anderen Stream. Elon Musk hat auch wieder aus seinem Privatchat live gestreamt. Und innerhalb von fünf Minuten haben sich extrem viele Leute eingeloggt in der Kommentarspalte, die so Namen hatten wie Elon is a pedophile. Elon Musk is pathetic, also Elon Musk ist ebbärmlich, würde ich sagen. Und haben alle den Spam, äh, den Chat gespammt mit Sätzen wie You have no friends, you will die alone. Also haben ihn quasi beleidigt und gebullit. Woraufhin auch er irgendwann einfach, offensichtlich, wie es aussieht, das WLAN getrennt hat. von seinem Rechner, weil der Livestream so wie er beendet ist, haben jetzt hier die Quellen das so zurückgeführt, hat er einfach das Internet ausgemacht. Weil er gesagt hat, so lasse ich mich nicht behandeln hier. Also, das ist halt, ähm, Pfeffes Block hat die Geschichte auch aufgeschrieben und der hat einen schönen Satz geschrieben, den ich gerne zitieren möchte. Wie das so ist, Kriminelle ziehen sich gegenseitig an, Scammer ziehen sich gegenseitig an, Trolle ziehen sich gegenseitig an und empathielose Arschlöcher ziehen sich auch gegenseitig an. Und damit kann mehr ist dem nicht hinzuzufügen, würde ich sagen. So.
55:35 Dennis Horn
Haben wir jetzt aber auch ein paar Jahre gebraucht, bis wir das erste Mal Fefe hier zitieren, oder? Kann sein, ja. So. Okay, Meta habe ich noch kurz. Sarah Wynne Williams ist die Meta-Whistleblowerin mit dem Senatsausschuss ausgesagt und da schreiben jetzt Tech Policy und TechCrunch. Was sie gesagt hat, also sie hat erstmal Metas Bekenntnis zur freien Meinungsäußerung infrage gestellt. Und gesagt, das Unternehmen hat an Werkzeugen gearbeitet, die zum Beispiel China dabei helfen sollen, Dissidenten zu unterdrücken.
56:12 Gavin Karlmeier
Das sind Dinge, die sie auch in ihrem Buch Careless People ja schon aufgebracht hatte als Vorwürfe, dass sie dabei war, wie Mark Zuckerberg dafür sich eingesetzt hat, in China einen sogenannten Chefredakteur einzusetzen, der in der Lage gewesen wäre, mit einem Knopfdruck Inhalte auszuschalten, die Plattformen zu deaktivieren in China und so weiter und so weiter.
56:32 Dennis Horn
Chefzensor, also. Ja, so und die Führungsriege von Meta hätte den Kongress und die Aktionäre auch über Die Beziehungen zu China getäuscht. Und dann haben Senatoren dort in diesem Ausschuss nochmal die Bemühungen von Meta. Sarah Wynne Williams mundtot zu machen, sagen sie. Verurteilt. Facebook ist eins der mächtigsten Unternehmen der Welt. Es ist eins der mächtigsten Unternehmen der Weltgeschichte. Und sie haben vor absolut nichts Halt gemacht, um die heutige Aussage zu verhindern, hat einer gesagt. So, was hat sie noch erzählt, abseits der politischen Fragen? Meta habe damals noch als Facebook gezielt 13- bis 17-Jährige mit Werbung angesprochen, wenn die sich niedergeschlagen oder deprimiert fühlen. und konnte erkennen, wann sich Menschen wertlos, hilflos oder wie Versager fühlen. Und das waren dann, also das seien Informationen, die an Werbetreibende weitergegeben wurden, sagt sie also Ich stelle mir das vor, als Kategorie genutzt werden konnten, um gezielt Personen anzusprechen.
57:45 Gavin Karlmeier
Ja, und das passt ja, es gab ja auch dieses sogenannte Experiment, das Facebook durchgeführt hatte, um zu schauen, wie sich ihre ausgespielten Inhalte im Algorithmen. Muss auf die Aussagen der NutzerInnen auswirken. Das ist jetzt auch zehn Jahre her, würde ich schätzen. Das ist sehr lange her, genau. Und Sie haben dann nachher gesagt, wir haben so ein Experiment gemacht, da haben wir jungen Menschen auf der einen Seite gezielt Inhalte die eher düster sind, ausgespielt und auf der anderen Seite nutzerinhalte ausgespielt, die eher positiv sind und dann geschaut, was verändert sich in den Inhalten, die sie daraufhin veröffentlichen, was als Menschenexperiment wahnsinnig auch verurteilenswert ist.
58:22 Dennis Horn
So, ich habe noch ein paar Meldungen, so Chronistenpflicht. Die Türkei plant die Möglichkeiten der Behörden auszuweiten. den Zugang zu sozialen Medien oder Messengern zu sperren, ohne Gerichtsbeschluss, wenn es um nationale Sicherheit, öffentliche Ordnung, öffentliche Gesundheit oder ähnliches öffentliches Interesse geht.
58:47 Gavin Karlmeier
Also ehrlicherweise machen sie damit jetzt ein Gesetz aus dem Handeln, das sie bislang sowieso schon betrieben haben.
58:53 Dennis Horn
So. Und die BBC hat Die Wettbewerbsbehörde in Großbritannien dazu aufgefordert, Apple und Google zu verpflichten, die Quellen Der Nachrichten, die in der Nachrichten- und Podcast-App erscheinen, stärker hervorzuheben.
59:15 Gavin Karlmeier
Die Argumentation finde ich interessant, weil sie sagt, wir sind auf Markenbekanntheit und unsere Bemühungen, unsere Finanzierung zu rechtfertigen, angewiesen. Genau. Und das halte ich für legitim, ehrlicherweise.
59:28 Dennis Horn
Das ist die Legitimierung durch so etwas wie den Rundfunkbeitrag sehr selbstbewusst nach vorne transportiert.
59:34 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Ehrlicherweise bericht sich Google, das muss man auch mal dazu sagen. Also nie, es gibt niemanden in dieser kompletten Kette von BBC über Google, über NutzerInnen, die davon nicht profitieren würden, wenn da namhafte Quellen auftauchen. Weil am Ende stärkt es ja auch die Glaubwürdigkeit der Nachrichtenkurations-App, wenn da als Quelle jetzt nicht, weiß ich nicht, Sam's Weblog steht, sondern BBC. Weißt du, also das stärkt es ja. Deutschland Kurier, wie er. Oder Deutschlandkurier, wobei wir lieben Sams Weblog.
01:00:07 Dennis Horn
Genau, deswegen, ich wollte zur Ehrenrettung von Sams Weblog hier gerade noch reinspringen. So, eine Stunde ist um. Spiel noch schnell den Jingle.
01:00:16 Gavin Karlmeier
Wir müssen noch Funktionen und Emotionen machen.
01:00:17 Dennis Horn
Absolut.
01:00:18 Gavin Karlmeier
Wir müssen. Ich hab heute Funktionen haben wir auf jeden Fall. Funktionen und Emotionen. Gucken wir mal, ob wir auch Emotionen. Ich wollte gerade sagen, ich kenne ja die Funktion heute schon. Ich habe so viele Emotionen dabei. Okay.
01:00:34 Dennis Horn
Dann fangen wir mal an mit der geplanten iPad-App von Instagram. Ähm, also Adam Mossari hat den Mitarbeitern wohl gesagt, seid doch mal bereit, mehr Risiko einzugehen. Wir können doch jetzt gerade die Information schreibt, das schönen Vorteil daraus ziehen, wenn irgendwie ein TikTok-Verbot droht. Und die Antwort auf diese Aufforderung ist. Eine iPad App für Instagram.
01:00:54 Gavin Karlmeier
Das ist mal Risiko, oder? Findest du das Risiko nach? Nein, überhaupt nicht, es ist überhaupt gar kein Risiko. Es ist ein No brainer und es ist so nach der Taschen nach der Taschenrechner-App ist es ja das am längsten erwartete Feature auf Tablets auch Instagram benutzen zu können.
01:01:08 Dennis Horn
Achso, genau.
01:01:09 Gavin Karlmeier
Und gleichzeitig ist die iPad-App von Instagram aber ja auch sozusagen der Tesla-Autopilot oder der flächendeckende Breitbandausbau von Instagram. Weil wir brauchen diese iPad-P. Wo ist das Ding? Ja, auch das Problem ist nur, Instagram hat so ein bisschen ja an Momentum verloren. Instagram ist ja so verbreitet, so an. Instagram ist das Facebook von 2025. Ja, genau. Das heißt, jetzt noch eine iPad, ey, also man kann sich die Mühe fast sparen. Überlegt euch lieber was Neues, Adam.
01:01:40 Dennis Horn
So, dann Threads arbeitet an der Möglichkeit, mehrere Links im Profil zu hinterlegen. Keine Emotion. Nee, oder? Nee. Ich dachte schon, wo kommen heute die ganzen Emotionen? So, dann hier. Eine Möglichkeit, den Social Graph von X zu Threats zu übertragen.
01:01:59 Gavin Karlmeier
Woher kommt das? Also du kriegst jetzt, das wird jetzt auch schon gepusht in den USA, in der EU gibt es das Feature noch nicht, aber du kriegst, wenn du Threads aufmachst, steht da auch Find Popular Creators vom X. Upload your info from X to see which of your favorite creators are on Threads. Und das Folge ist so, es wird auch erklärt, du musst X öffnen. deine Daten runterladen, wie wir das natürlich alle gemacht haben, bevor wir das Ding dicht gemacht haben. Und diese Daten kannst du jetzt quasi, also die Following . json, die Datei, in der also die Accounts drinstehen, denen du folgst, die kannst du bei Threads hochladen und dann werden die abgeglichen und dann folgst du bei Threads den Leuten auch. Und da sind natürlich. .
01:02:40 Dennis Horn
Entschuldigung. Aber man musste ihn machen. Ja, machen weiter.
01:02:43 Gavin Karlmeier
Jason DeRulo. Da sind aber auch wahnsinnig viele Streuverluste drin, weil also zum einen. Ich weiß nicht, das Problem bei Threads ist ja, du heißt ja dort wie bei Instagram. Das heißt, du musst dasselbe Instagram-Handle wie das Twitter-Handle gehabt haben, damit das schon mal funktioniert. Schon mal ein Problem. Für viele große Creator gilt es natürlich nicht, weil. Weiß ich nicht. Rizro heißt wahrscheinlich auf Twitter genauso wie auf Instagram, aber Dennis Horn möglicherweise nicht. Ist glaube ich sogar so, ne?
01:03:10 Dennis Horn
War dein Twitter-Handle nicht anders als das? Ja, ja, das war nur Horn. Das ist ja das Schlimmste, was mir im Internet jemals verloren gegangen ist. Das Twitter-Handle.
01:03:19 Gavin Karlmeier
Ja, natürlich.
01:03:20 Dennis Horn
Okay, gut, dann sei froh. Neben ein paar Bitcoin Investitionen. So mach mach weiter.
01:03:33 Gavin Karlmeier
Irgendwo muss ich dieses Passwort doch noch haben. sind auch 160 Bitcoin drauf. Da habe ich 40 Euro für bezahlt. Naja. Das ist das eine. Also wahnsinnig viele Streuverluste. Dann ist natürlich immer die Frage, möchte man Meta eigentlich persönlich mit noch mehr Daten ausstatten und direkt nochmal ein bisschen, weil da steht ja auch drin, wann du den Leuten gefolgt bist und so weiter und so weiter. Und zum dritten ist das ein bisschen spät für die Entwicklung eines solchen Features. Ich weiß nicht, ob man gewartet hat, bis die Vibes zwischen Elon Musk und Mark Zuckerberg so gut sind, dass so ein kleiner Seitenhieb nicht das ganze, äh ganze Konstrukt ins Wanken geraten lässt. Aber also ich hätte da jetzt, ich würde es jetzt nicht mehr machen, ehrlicherweise, weil ich habe mir jetzt da eine eigene Timeline zusammengebaut, mit der ich ganz gut leben kann. Ja, ja, das ist sehr spät. Tatsächlich. Siehst du, waren doch ein paar Emotionen dabei.
01:04:24 Dennis Horn
Ja, aber es sind klare Emotionen. Es sind sehr klare, strukturierte Emotionen, die sich direkt hier in Bahnen gießen lassen mit Dramaturgieblick.
01:04:33 Gavin Karlmeier
Finde ich gut. Dann freue ich mich auf das nächste Feature, weil da habe ich wirklich ganz doll Emotionen.
01:04:41 Dennis Horn
Also, X wird in Zukunft automatisch alle Beiträge in deiner Timeline In deine Sprache übersetzen Using Grog.
01:04:54 Gavin Karlmeier
Das ist die dümmste Idee seit Ich weiß auch nicht. Das ist. Was ist denn das? Was für eine Scheiße. Also, Ex wird unbrauchbar werden. Das ist absolut, das ist wirklich. Schrecklich. Und das Spannende ist, dass es schon ein soziales Netzwerk gibt, das so schon verfährt und zwar redet. Die automatisch übersetzten Inhalte auf Reddit sind vollkommen unbrauchbar. Jetzt wurden diese Sachen aber ja dort mit dem Google-Übersetzer übersetzt, der ja. Schon länger übersetzt. Der noch unbrauchbarer ist als alle anderen Übersetzer, wie ich finde. Ja, aber vielleicht nicht als Grog. Ja, gut. Also Grog ist, glaube ich, ein valides Language Model, aber ist halt ein Language Model. Und ich bin mir dann nicht so sicher, Ob man sich, ob man, also ob da nee, doch, ich bin mir sehr sicher, dass es eine wahnsinnig schreckliche Idee ist. Weil in dem Beispiel hier ist ein auf Portugiesisch geschriebener Post und Cristiano Ronaldo, der automatisch auf Englisch übersetzt ist. wurde. Man muss aber dazu sagen, dass dieses Beispiel natürlich schon so gewählt wurde, dass da jetzt nicht Coco Loris steht. Aber wenn ich mir überlege, wie Elon Musk zum Beispiel twittert oder. Und diese geceateten Inhalte jetzt automatisch auf Deutsch übersetzt werden. Das kann nicht funktionieren. Das kann nicht funktionieren. Und führt dazu, dass man das noch als noch zusammenhangsloser empfindet, als es ohnehin schon alles ist. Also, ich finde, es ist so eine Kacke.
01:06:23 Dennis Horn
Das sind Emotionen, oder? Ich habe das ab und zu auch bei Facebook gesehen, aber jetzt nicht so ganz pauschal, aber so mal hin und wieder ein schon übersetzter Beitrag. Ist dir das nicht irgendwo aufgefallen, zwischendurch bei Facebook?
01:06:34 Gavin Karlmeier
Und ich finde das okay, wenn es die Möglichkeit gibt, zu übersetzen. Ich finde es sogar okay, in Einstellungen die Möglichkeit zu haben, das automatisiert zu tun. Ich finde auch okay. Und bei Instagram geht das zum Beispiel. Du hättest das gerne opt-in. Ja, aber niemals als Standardvariante, niemals default. Und Default matters. Also wenn das die Standardregelung ist, werden 99% der Leute das ja nicht ändern. Ich hätte gerne, so wie bei Instagram zum Beispiel, bei den Untertiteln, dass du einstellen kannst, welche Sprachen du sprichst und diese Untertitel werden nicht übersetzt. Und alle anderen, wenn du es möchtest, schon. Das finde ich eine wahnsinnig clevere Lösung, weil das mir in real, das in japanische Sprache angezeigt wird. deutsche übersetzt Untertitel anzeigt, könnte mir helfen. Aber englischsprachige Inhalte automatisch übersetzt ist meistens nicht gut gelöst.
01:07:22 Dennis Horn
Ja, gut. Vielleicht ist es so eine dieser Entscheidungen, die halt aus dem Land heraus getroffen wird, das Englisch spricht. Ja, natürlich. So, dann haben wir noch X Daily News, das meldet einige.
01:07:36 Gavin Karlmeier
Die mich übrigens immer noch blockiert haben. Alles im Discord gesammelt.
01:07:46 Dennis Horn
Also, es gibt da eine Auflistung der bestätigten Features für X Chat. Den Messaging-Dienst, like WhatsApp innerhalb von X. Und diese Features heißen volle Verschlüsselung von Direktnachrichten, die Möglichkeit Dateien zu verschicken, wie zum Beispiel PDFs. Ein Vanishing Mode, was ist ein Vanishing Mode? Eine Undo-Funktion für den gelesen Status.
01:08:22 Gavin Karlmeier
Was den Gelesenstatus ja komplett unnötig macht.
01:08:24 Dennis Horn
Ja, finde ich super interessant. Dann sind die Häkchen erst blau und danach sind sie wieder grau. Und dann weißt du genau, wenn die schon mal blau waren, der hat den Undo-Modus benutzt.
01:08:32 Gavin Karlmeier
Naja, vor allem, was bringt das noch, wenn du weißt, es gibt ein Undo?
01:08:38 Dennis Horn
Dann eine Möglichkeit, Nachrichten für alle zu löschen, auch die, die sie empfangen haben. Das kennen wir als Standardfunktion. Und für nach dem Launch sind auch noch Sprachnachrichten geplant.
01:08:51 Gavin Karlmeier
Eine Sache fehlt mir noch bislang bei ExChat, und das ist ein sogenannter USP. Also, warum sollte ich das nutzen? Weil, wenn du sogar sagst, hey, wir haben alles, was WhatsApp auch macht,
01:09:03 Dennis Horn
Ja, aber also man, das ist ja so, also über die Jahre haben sich ja die verschiedenen Dienste mit ihren Funktionen, Unterfunktionen und so weiter immer mal wieder so angeglichen. Also die Frage konnte man schon öfter stellen, auch anderen Playern. Ja, die Frage, wo Instagram meistens das eingeführt hat.
01:09:18 Gavin Karlmeier
Genau, die Frage ist, brauche ich noch einen? Und die Frage sollte nicht nur aus dem Bauch von Elon Musk heraus beantwortet werden, sondern vielleicht mal sowas wie mit einer, wie sagt man, Marktforschung. Naja.
01:09:31 Dennis Horn
Marktforschung sagt übrigens Podcasts nie länger als 70 Minuten.
01:09:35 Gavin Karlmeier
Dann würde ich gerne aber mit, ich würde gerne mit einem Song enden.
01:09:38 Dennis Horn
Ja, dann ende doch mit verschiedenen Versionen.
01:09:41 Gavin Karlmeier
DJ Peanut hat ein bisschen ein paar Versionen geliefert. Ich gebe dir noch eine, bevor wir machen. Moment, blät. Das ist Wahnsinn, warum schickst du mich in die Zölle? Eiskalt lässt du alle Märkte abschmieren. Und in diesem Sinne, schönes Wochenende. Ich sag bis Ende April. Ja, du bist jetzt länger weg, ne? Ich bin jetzt länger weg. Ja, schade. Aber am Montag ist Pipptner hier. Freue ich mich wahnsinnig drauf. Leute, macht euch ein schönes Wochenende und wir gehen jetzt auch mal irgendwie ins Bett. Tschüss. Tschüss. Ach, warte mal, ihr hört das ja morgens. Wir gehen nicht ins Bett, wir gehen auf Arbeit. Na klar, genau, wir gehen jetzt arbeiten. Tschüss. Tschüss.