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Folge 413 · 14. April 2025 · 1:11 Std.

Potentielle Ermöglicher gegen den Rest der Welt

mit Pip Klöckner

In einer “normalen” Welt könnte Meta eine Zerschlagung drehen. Aber was ist 2025 schon noch normal? Denn kurz vor Prozessbeginn wird die US-Handelskommission so umgebaut, dass sie direkt unter Trumps Einfluss steht.

Währenddessen darf Peter Thiels Palantir nun gemeinsam mit DOGE die Zahlen der US-Steuerbehörde nutzen, um eine KI zu trainieren – und das obwohl das DOGE womöglich ohnehin gescheitert ist.

Und dann ist da noch die Frage, was wir in Europa damit anfangen. Könnte uns ein öffentlich-rechtliches Netzwerk helfen?

➡️ Die New York Times über DOGE und die unerreichbaren Ziele: https://www.nytimes.com/2025/04/13/us/politics/doge-contracts-savings.html

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Pip. Grüße dich, Kevin. Bei mir ist heute Philipp Klöckner, Tech-Analyst, Podcaster, Doppelgänger Tech Talk heißt sein Podcast, der zweimal wöchentlich erscheint und mir ist aufgefallen, dadurch, dass. Haken dann dreimal wöchentlich erscheint, werden wir euch irgendwann noch in diesem Jahr vielleicht mit den Episodennummern überholt haben. . Verrückt, wir sind kurz vor 500, glaube ich. Wir sind jetzt hier bei 413 heute.

00:28 Pip Klöckner

Ja, wir sind bei 450 rund. Mal sehen. Seid ihr auf einem guten? Guten Tempo.

00:34 Gavin Karlmeier

Vielleicht machen wir die Episode in dem Moment, wo wir euch überholen, müssen wir beide dann wieder zu tun.

00:38 Pip Klöckner

Das wäre schon eine schöne Sachaufgabe gewesen für den Mathe-Unterricht früher. Der eine bewegt sich mit drei Kammer vor, der andere mit zwei Kammer. Wann holen sie sich gegenseitig ein?

00:46 Gavin Karlmeier

Ja, leider haben wir jetzt KI-Spra-Chatbots, die einem solche Aufgaben sofort beantworten können. Aber nicht immer richtig. Ich habe nämlich, ich habe hier in diesem Podcast letztens versprochen, dass ich die 500. Folge so einen 24-Stunden-Livestream mache. Mal gucken, ob ich das wirklich mache. Und dann habe ich, was war denn das? Ich glaube, ChatGPT einfach gefragt, wann die 500. Folge erreicht ist und habt so die Regularien des Podcasts erklärt. Und dann kam als Antwort von ChatGPT, dass ich, dass diese Folge an einem Dienstag erscheinen wird, obwohl dieser Podcast ja nur montags, Mittwochs, Freitags erscheint. Aber würdest du 24 schon dann mit verschiedenen Gästen rund um die Uhr machen? Ja, ich hab das, also ich als ich das so gesagt habe, war ich mir der Tragweite dieser Aussage nicht ganz. Bewusst. Das ist eigentlich eine lustige Challenge.

01:29 Pip Klöckner

Aber du musst dann, du kannst dir von Cory Booker, oder was war der, der so diese Dauerrede im Kongress gehalten hat? Von dem kannst du dir noch Tipps geben, wie man den Haarndrang so lange stillt.

01:40 Gavin Karlmeier

Der hat drei Tage nicht getrunken vorher, hat er gesagt. Und der ist Leistungssportler und meinte, der weiß, wie sein Körper mit dieser Belastung umgeht. Da kann ich jetzt mit beidem kriege ich beides nicht mehr aufgeholt bis November.

01:52 Pip Klöckner

Drei Tage trinken klingt nicht gesund, glaube ich. Nee, überhaupt nicht. Ist das nicht so zu. Ach doch, zwei Tage schafft man, glaube ich.

01:59 Gavin Karlmeier

Aber es dehydriert halt, glaube ich. Also auf der anderen Seite war das immer noch eine der klügeren Reden, die da so im Senat im Moment gehalten werden. Also von daher. Das war auch ein niedriger Standort. Genau. Apro kluge Reden, Jack Dorsey. Was macht eigentlich Jack Dorsey? Twitter-Gründer gewesen. Der kommt ja so alle, ich würde sagen, einmal im Quartal um die Ecke mit irgendein so einer. irgendeiner Meinung. . Und jetzt hat er einfach so getwittert, delete all IP Law. Also löscht alle, wie sagt man, Intellectual Property, also jedes Gesetz Urheberrechtsgesetz, Copyright-Gesetze sollen einfach alle gelöscht werden. Elon Musk hat geschrieben, I agree. Was ganz geil ist für jemanden, der ja damit reich geworden ist, dass es eine Plattform gibt, auf der Leute ihre geistigen Ideen irgendwie so breit. Treten. Aber idealerweise dann eben bitte nicht geschützt, wenn es nach ihm geht.

02:48 Pip Klöckner

Ja, wahrscheinlich würden fast alle großen Tech- und Medienunternehmer dem erstmal zupflichten. Ich vermute, der Hintergrund liegt irgendwie in dem Fakt, dass es das Trainieren von KI natürlich deutlich schwerer macht, dass man immer ohne es zu wissen, also einerseits kann man sagen, es ist jetzt keine große Leistung, intellektuelle Leistung zu verstehen, dass man eventuell die Urheberrechte anderer damit verletzt. Aber wenn ich einfach auf dem auf dem Internet oder der Wikipedia vielleicht sogar nur meine KI zu trainiere, kann es halt sein, dass ein findiger Autor später oder Musiker oder was auch immer schafft, meine KI dazu zu bringen, das eins zu eins wiederzugeben, was ich mal verfasst habe und damit, wenn das nicht fair use ist, irgendwie so eine Art Remix oder so, dann Wird die Plattform eventuell damit sofort sozusagen schadenersatzpflichtig oder man muss nach dieser Drei-Strike-Regel irgendwie arbeiten? Und das macht es natürlich unbequem für die Plattform. Das Hat natürlich aber genau den Zweck, dass man Rechteinhaber schützen möchte. Für diese Menschen ist es natürlich eher ein lästerlicher Lästiges Hindernis, würde man sagen.

04:02 Gavin Karlmeier

Für mich ist das immer so ein bisschen so, wie es gibt zum Beispiel auf der Reeperbahn, gibt es ja so Häuser. Die da gebaut wurden, weil Leute da wohnen wollten, wo was los ist, und dann sind die da eingezogen, haben gemerkt, das ist ja total laut hier und haben dann den Club da rausgeklagt Aus dem Erdgeschoss. Solche Geschichten gibt es eigentlich aus jeder größeren Stadt. Und so fühlt sich das jetzt auch an. Alle wollen irgendwie davon partizipieren, dass es so Kunst gibt. Aber bitte jetzt dann zu neuen, neuen Regeln. Und irgendwie funktioniert, glaube ich, das Spiel so nicht. Also du kannst ja nicht die Regeln verändern, nachdem das Spiel schon angefangen hat.

04:36 Pip Klöckner

Ja, genau. Also die müssten sich eigentlich in einer gegebenen Umgebung schauen, wie sie sich richtig dann zurechtfinden. Natürlich kann man auch immer für irgendeine Veränderung der Gesetze plädieren. Da kommt ja hier aber eigentlich eine Enteignung gleich und wäre dann schon eine sehr extreme Forderung. Beziehungsweise andersrum. Die andere extreme Forderung wäre halt, dass nicht nur die Plattform Sondern jeder einzelne eigentlich, sagen, seine Also auch jeden Tweet von mir könnte ich theoretisch, wenn ich das nicht irgendwann mal per AGB oder TOS im Englischen schon abgegeben hätte, könnte ja. . Es gibt diese Autorin zum Beispiel beim Guardian, äh, Carole Catwaller. Die hat gerade einen TED-Talk gemacht über den Digital Coup, der gerade passiert. Und die vergleicht das so ein bisschen, die meinte das. Zeitung, zum Beispiel, wo sie vorher geschrieben hat, ihre geistigen Werke jetzt quasi verkauft an die KI-Unternehmen, nachdem sie sowieso aber schon gescrapt worden sind eigentlich. Ja, sie wurden in der Vergangenheit eigentlich schon genutzt von Google und OpenAI und so weiter. Und wenn man jetzt sozusagen einen Deal macht mit diesen Firmen, ist das so ein bisschen, als würde man nach der Vergewaltigung den Vergewaltiger heiraten eigentlich. Das so beschreibt sie. Das ist sicherlich auch eine sehr extreme Sicht, aber es Zumindest nachvollziehbar, wie man das auch so sehen kann. Jack Dorsey und Elon Musk plädieren hier quasi für die komplett andere Variante. Also das alles Frei sein sollte. Und es scheint sich, was man schon sagen muss, es scheint sich eher so gegen die Gatekeeper zu richten. Also wenn man weiterliest, sagt Jack Dorsey halt, dass Kreativität ist, was Menschen und Maschinen voneinander trennt. Und das derzeitige System würde das limitieren und dass das derzeitige System quasi die Macht in die Hände einiger wenigen Gatekeeper, damit meint er wahrscheinlich Verlage, also sowohl Musikverlage als auch Zeitungsverlage. in deren Hände gibt und dass auch die Creator da eigentlich nicht von profitieren. Das ist so sein Argument, nachdem er mehr oder weniger durch Kommentare gezwungen wurde, mehr als viel Worte dazu zu sagen.

06:35 Gavin Karlmeier

Das passt vielleicht ganz gut gerade. Die irische Datenschutzbehörde hat Freitag angekündigt, dass sie jetzt Untersuchungen gestartet hat. Wie. X personenbezogene Daten von Menschen in Europa verwendet hat, um Grog zu trainieren. Also ob Ex sich an die DSGVO gehalten hat und damit Regeln in der EU eingehalten hat oder Gesetze. Oder ob sie gegen diese Transparenzregeln, die es gibt, angefangen hat, ihre KI zu trainieren oder XAI dann ja als Unternehmen dahinter. Das Interessante ist ja, dass wir über dieses Thema damals gesprochen haben, weil ja X da ein Rückzieher gemacht hatte, so wie Meta ja auch anfangs. Also als die Als Meta angekündigt hat, die Meta AI in Europa auch mit NutzerInnen-Daten trainieren zu wollen, gab es ja diese Möglichkeit, dem zwar zu widersprechen, aber es war erstmal eine Opt-out-Variante. Dann gab es extrem viel Gegenwind gegen Meta und Meta hat dann angekündigt, nicht mit europäischen NutzerInnen-Daten von Facebook zu trainieren. Das gleiche hat X genauso gemacht, auch X ist damals da zurückgerudert. Die Frage, die aber hier jetzt die DPC, das ist die irische Datenschutzbehörde, ja, aufbringt, ist Ob möglicherweise nicht einfach trotzdem mit öffentlich einsehbaren Tweets von Menschen in Europa trainiert wurde, ohne dass die Menschen da irgendwas hätten gegen tun können.

07:46 Pip Klöckner

Ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass Elon Musk, wenn er so vorm Cookieglas steht oder vom Keksglas steht, nicht zugreift. Also dass er sagt, nee, lass uns hier mal lieber in die Gesetze halten. Let's be better be safe than sorry. Ich glaube eher, dass er auch Anhänger der Let's Break Things und Apologize Later oder so ungefähr Philosophie ist Das heißt, ich würde davon ausgehen, dass er vielleicht diese Daten doch genutzt hat. Es gibt auch so Anzeichen davon. Ich habe das neulich gemerkt, als ich für einen Vortrag ein Bild gebe, da wollte ich ein Bild eines dreijährigen Kindes generieren und es kamen immer wieder Bilder von Asiatischen. Kindern interessanterweise und eine Kollegin von mir, die viel über KI spricht, Elisabeth Lorange vom Technik Tails Podcast, die meinte auch, dass Finger und so in, wenn man Bilder generiert, oft eher asiatisch anmuten im Grog. Und vermutet, wenn ich es richtig verstanden habe, dass in China kann man so mehr oder wie auf dem Datenschwarzmarkt große Datensets kaufen und China verfügt über gerade mehr. Image-Daten oder Videodaten. Und das so eventuell Grog, das ist nur eine Vermutung, kann man sagen, schwer hart machen, aber es gibt so Anzeichen dafür, dass es so ein bisschen so ein asiatisches So eine asiatische Schlagseite hat, was ich aus der Nutzerschaft von XR nicht erklären ließe normalerweise.

09:02 Gavin Karlmeier

Was er dann vielleicht doch dafür sprechen würde, dass er beim Keksgleis nicht zugegriffen hat.

09:07 Pip Klöckner

Ja, oder das ist ja in jedes Keksglas, also in verschiedene Keksgläser greift. Schwer das, glaube ich, schlussendlich nachzuweisen. Ich bin gespannt, wie gut die Behörde dabei vorankommt, das nachzuweisen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei X noch 20 Leute arbeiten, um dann einen Datenraum zur Verfügung zu stellen, für die Behörde, um das gut nachvollziehbar zu machen

09:27 Gavin Karlmeier

Naja, vor allem, also dafür müsstest du ja direkten Zugriff auf die Trainingsdaten noch bekommen, der ja eigentlich inzwischen vermutlich auch so nicht mehr existiert als Als Kiste, sondern es ist wahrscheinlich einfach ein durchtrainierterer, ähm, ein durchtrainiertes Kauderwelsch, das kriegst du glaube ich nicht wieder ent Knotet, oder?

09:45 Pip Klöckner

Wenn, wäre natürlich, also aus Transparenzgesichtspunkten wäre es natürlich unheimlich spannend, wenn diese Behörde und die Stammisch-Leistung öffentlich wird, auf welchen Daten. Grock trainiert wurde. Weil einerseits ist es ein Modell, was glaube ich tatsächlich ganz gut funktioniert. Das kann man fairerweise schon sagen. Auch ich finde keinen besonders großen Bias hat ehrlich gesagt, sondern sogar Sehr gut, da wo es verschiedene Meinungen gibt, die auch widerspiegelt und versucht, ein eigenes Fazit zu schließen, wo es sinnvoll ist. Umso interessanter wäre es natürlich, was da drin steckt und was nicht, und wie stark Elon Musk schon versucht, da an der Waage zu spielen. Weil ich glaube, langfristig wird er das wahrscheinlich tun. Ihm ist hoffentlich aber auch klar, dass es die Qualität der Qualität des Modells eher abträglich wäre, wenn er zu sehr versucht, das Modell selber zu überstimmen.

10:30 Gavin Karlmeier

Hat er ja auch für zwei Tage oder so mal versucht. Und es ist ihm ziemlich um die Ohren geflogen.

10:36 Pip Klöckner

Ja, das lief nicht so gut.

10:38 Gavin Karlmeier

Wir bleiben kurz in Europa. Henna Wirkünen, das ist die Digitalkommissarin der EU-Kommission, also eigentlich die Thierry Breton der aktuellen Legislaturperiode. Und die hat ein Interview gegeben mit mehreren europäischen Tageszeitungen, darunter auch die Sz. Und dort hat sie nochmal angekündigt, dass die EU derzeit Strafen gegen US-Tech-Konzerne vorbereitet, darunter Apple, Meta und X. Bei X wissen wir das schon, da gibt es ja diese New York Times-Berichterstattung aus der letzten Woche. Interessanterweise sagt sie aber auch, sie gehen davon aus, dass sie in den nächsten Wochen bis Monaten abgeschlossen werden. Dass es aber nicht darum geht, hier besonders empfindliche Strafen zu verhängen, sondern dass es eben eher darum geht, dass die Unternehmen am Ende das Recht durchsetzen oder das Gesetz umsetzen, das gilt. Was so ein bisschen ja impliziert, dass Unternehmen eben nicht nur über das Geld zu locken sind, sondern Unternehmen eben dann doch auch ein Gewissen haben oder ein Rechtsverständnis. Und da bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich dieser Logik folge.

11:40 Pip Klöckner

Das hat in der Vergangenheit zumindest nicht so ausgesehen. Im Gegenteil, selbst wenn man, was man gedacht hätte, relativ empfindliche Strafen verhängt hat, waren Auf die nicht wirksam, weil selbst Milliardenstrafen für die Konzerne zu niedrig waren, beziehungsweise der Profit aus dem weiteren Verstoß gegen Gesetze war in der Regel höher als selbst die scheinbar abschreckendsten. Strafen, würde ich sagen. Man ist natürlich im Moment bemüht, nicht den Eindruck zu erwecken, Strafen gegen Digitalkonzerne mit Handels Politik zu verwechseln. Gleichzeitig will man, glaube ich, aber auch so ein bisschen Verhandlungsmaße aufbauen für eben diese Handlungs. Also man würde öffentlich nie sagen, wir machen es den US-Unternehmen gerade ein bisschen schwerer. Weil wir eventuell Verhandlungsmasse für eine Zolldiskussion brauchen, gleichzeitig betont man immer ganz fleißig, dass man das eine sehr gut von der anderen trennen kann. Chinesische Mauern im Kopf hätte. Richtig ist aber, dass so oder so unabhängig von dem derzeitigen Handelskonflikt Sollte man über sowas wie Mindeststeuern und sowieso die Einhaltung der Gesetze und deswegen des DSA-DMA natürlich Sorge tragen.

12:48 Gavin Karlmeier

Auch diese Mindeststeuern, die du gerade angesprochen hast, oder die Frage, ob es nicht vielleicht einfach Steuern auf digitale Dienstleistungen bräuchte, Das ist ja einfach alles noch nicht so richtig beantwortet. Also es gibt da keine echte Position aus Europa, sondern bislang einfach nur, jetzt gerade geht es uns erstmal darum, dass sich die Unternehmen an Gesetze halten, die wir in Europa haben. Also ganz spannend. Und genau das, was du sagst, sie selber sagt auch, es geht nicht um eine politische Entscheidung hier, sondern tatsächlich eben um eine gesetzliche Entscheidung oder Durchsetzung von Gesetzen. glaube, dass es da natürlich eine sichere Handelsposition oder Verhandlungsposition gegenüber Donald Trump ja auch braucht. Das Problem ist nur Dann bist du nämlich auch bei der Logik von Wirkünen eigentlich, die sich dann am Ende selber in den Schwanz beißt, sagt man das so, dass du ja nicht sagen kannst, wir wollen hier tatsächlich das eine Gesetz durchsetzen und uns geht es nicht wirklich darum, eine Verhandlung zu Verhandlungsposition gegenüber Europa zu haben, aber gleichzeitig zu wissen, dass Trump halt Zölle erhebt, wie verrückt, um irgendwie sich selber in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen, die er dann auch wieder aussetzt und hin und her. Also für mich ist das kannst du das nicht getrennt voneinander betrachten. Und letzter Gedanke, es darf aber natürlich auch nicht dazu führen, dass du jetzt sagst, wir wollen hier irgendwie unsere Gesetze nur durchsetzen. Um dann am Ende aber zu sagen, naja, wollen wir jetzt aber doch nicht, weil wir jetzt dafür die Zölle erlassen kriegen. So darfst du dich dann halt auch nicht verhandlungsbereit geben.

14:15 Pip Klöckner

Genau, das ist nämlich, glaube ich, die große Gefahr, dass am Ende daraus geschlussfolgert wird, wenn man jetzt eventuell einen Deal macht und sagt Damit wir die Zollsituation beruhigen, machen wir jetzt ein Moratorium auf diese Strafen oder nehmen das zurück, dass dadurch so eine falsche Legitimierung des Status quo passiert. Das ist, glaube ich, die eigentliche Gefahr.

14:35 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Gleichzeitig hat sie übrigens angekündigt, und jetzt sind wir wieder beim Anfang, wir arbeiten uns heute immer zwei Schritte zurück, ein nach vorne, dass es in Europa jetzt sogenannte Gigafabriken geben soll. So nennt sie das. Das sollen riesengroße Rechenzentren sein, die sich auf das Training von komplexen KI-Modellen spezialisieren. Und die, das ist ja eh dein Thema, würde ich behaupten. Also ich glaube, wenn sich jemand damit auseinandersetzt, dann seid ihr das, dann bist du das. Ist das, ich habe das glaube ich hier letzten Podcast schon mal aufgeschmissen, diese Frage, aber mal angenommen, in Deutschland würdest du jetzt für 30 Milliarden so ein Rechenzentrum hinstellen. Ähm, ist es sinnvoll, dass jedes Land sozusagen seine eigene Lösung baut oder ist der Blick nach Frankreich, wo irgendwie hundert Milliarden gerade investiert werden Sollte man das nicht auch eigentlich viel europäischer denken, anstatt zu sagen, dass die EU jetzt hier irgendwie überall in Europa irgendwelche Rechenzentren bauen lässt? Oder denke ich falsch

15:31 Pip Klöckner

Nee, also beide Sichtweisen machen Sinn und ich glaube, man muss es auch differenziert betrachten. Also einerseits würde ich sagen, wir können davon ausgehen, dass wir sehr gute Open-Source-Modelle haben werden. Zum Beispiel Mistral aus Frankreich Oder ich weiß jetzt nicht, ob wir da chinesische Modelle präferieren werden, aber vermutlich wird es, und wie gesagt, mit Mistral in Frankreich haben wir das eigentlich Open-Source-Modelle geben und dann dann mit europäischen Mitteln nochmal Konkurrenz innerhalb von Europa dafür zu bauen, halte ich eigentlich nicht für zielführend. Das heißt, wenn das langfristig unter sagen. . Vorhersagbaren Konditionen zur Verfügung gestellt werden kann, dann sollten wir einfach auf eine Open-Source-Lösung setzen. Dass wir souveräne Modelle brauchen, glaube ich schon, aus einer Vielzahl von Gründen, Unabhängigkeit von US, von um unser eigenes Wertesystem auszudrücken. Wir können davon ausgehen, dass viele Sprachen Finnisch, Ungarisch, zum Beispiel auch nicht ausreichend repräsentiert sind in den Trainingsdaten und man da vielleicht nochmal spezialisiert trainieren möchte, um dann mehr von unser Kultur abzubilden in Modellen. Dafür gibt es gute Gründe. Also Ein europäisches Modell, ja gern. Muss man das selber bauen, nicht unbedingt, gern auf Open Source aufbauen. Brauchen wir KI-Infrastruktur in Europa? Das ganz definitiv. glaube ich, aus verschiedensten Gründen. Man könnte sagen, dass es eine strategische Unabhängigkeit, die wichtig ist, so wie wir vielleicht eigene pharmazeutische Fabriken brauchen oder Waffenfabriken, brauchen wir auch eigene Rechnenzentren. für KI und nicht nur wegen der strategischen Unabhängigkeit, sondern weil wahrscheinlich es schwer wird, KI zu besteuern. Meine Angst ist immer so, dass es so ein bisschen wert wird wie der digitale Werbemarkt. Das heißt, dass man Umsätze und Gewinne super einfach verschieben kann über Irland. dass sie in der EU kaum noch oder sehr niedrig versteuert werden. Das würde dazu führen, dass die Wertschöpfung, die geschaffen wird mit KI in der EU, ähm Alle negativen Effekte hätte, nämlich dass eventuell Leute arbeitslos werden dadurch und so weiter, dass Unternehmen vielleicht auch mehr verdienen, aber von diesen Verdiensten geben sie ihren Geld wieder an die Tech-Konzerne. Und im gleichzeitig Dann ist das Einkommen dann in Europa nicht mehr steuerbar. Das heißt, es zählt nicht mehr in die Staatsfinanzierung rein und die negativen Effekte aus der Nutzung von KI kann man damit dann nicht mehr mitigieren. Wenige reiche Leute werden noch, also die Shareholder der großen Tech-Konzerne werden dadurch noch reicher. Und wenn wir das als rein digitales Gut sowie digitale Werbung dann so einfach verschieben lassen, wird es schwer. Das heißt, wir werden vielleicht darauf übergehen, die KI in den Datenzentren zu besteuern oder sagen wie bei der Digitalsteuer da, wo sie angewendet wird. Ein anderer Grund ist, dass die Wertschöpfung eventuell zumindest nicht auf Basis der Modelle passieren wird, also der Grundlagenmodelle der LLMs, sondern eben. aufgrund der Datensenter. . . Also dass das Modell gar nicht so viel Wertschöpfung hat am Ende, sondern dass die Wertschöpfung tatsächlich in den Datacentern passiert, also dass da Die Data Center-Konzerne mehr verdienen als die Modellhersteller, weil die Modelle eben Open Source sein könnten und damit quasi fast kostenlos. Und auch dann wollen wir diese Wertschöpfung in Europa haben und deswegen sollten wir die Infrastruktur bauen. Um das jetzt auch wieder zu relativieren, wir sind natürlich wirtschaftlich in einer denkbar schlechten Situation mit unseren hohen Energiepreisen dafür. Weil der Hauptinput-Faktor im Data Center ist neben Chips, die wir nicht haben, auch Energie, die bei uns viel zu teuer ist. Das heißt Das Gute, das einzige Gute ist, dass man Datacenter dahin bauen kann, wo der Strom schon ist. Das heißt, man kann, man muss die jetzt nicht im Ruhrgebiet oder in Baden-Württemberg und Bayern wieder haben, sondern die kann man tatsächlich an die Ostsee bauen, wo der Strom dann doch fast umsonst ist.

19:07 Gavin Karlmeier

Ja, WDR aktuell berichtet, das in Jülich. Das ist nicht wirklich das Ruhrgebiet, aber ich würde sagen, das ist so in Niederrhein. Ich lege mich, glaube ich, jetzt mit allen an, mit allen Jülich an. dass sich dort das Forschungszentrum zum Beispiel beworben hat, um eine solche Gigafabrik, wie die EU-Kommission es nennt, hinzustellen. Und woher kämen die Fachkräfte?

19:28 Pip Klöckner

Achso aus von der RWTH wahrscheinlich, aus Aachen. Hat ganz gute KI-In-Ingenieure. Das kann gut sein, dass die Nähe zu Aachen da eine Rolle spielt.

19:36 Gavin Karlmeier

Ja, die Jülicher KI-Fabrik, die im Gespräch ist, ist Jupiter, ein sogenannter Exascale-Computer. Ein Supercomputer heißt es. Wer wird der aktuell?

19:47 Pip Klöckner

Also, dass wir Tech-Infrastrukturen in Deutschland brauchen, da wäre ich sehr stark dafür tatsächlich.

19:54 Gavin Karlmeier

Und also wir brauchen ja nicht nur das, sondern wir brauchen ja auch Antworten um uns generell, das also das ist ein Thema, das beschäftigt uns hier im Podcast, das beschäftigt uns als Gesellschaft, das beschäftigt uns alle seit Jahren. Ob du jetzt auf den Ukraine-Krieg schaust und die Tatsache, wie wir von russischem Gas abhängig waren. in dem Moment gemerkt haben, dass es eine schlechte Idee ist. Das merken wir hier in unserer, spätestens seit Januar dieses Jahres, in unserer Abhängigkeit von amerikanischen Social Media Unternehmen. Und das ZDF hat eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben bei mehreren Universitäten, nämlich Dortmund, Berlin und Erfurt. Die haben gemeinsam ein interdisziplinär aufgestelltes ForscherInnen-Team aufgestellt. um zu entwickeln, ob oder so ein Gutachten zu entwickeln, das entscheiden soll, welche Potenziale das ZDF hätte. um eine Infrastruktur, eine digitale Infrastruktur mit öffentlichem Mehrwert zu schaffen. Klingt jetzt erstmal sehr komplex. Wissenschaftliches Gutachten, aber das Ergebnis dieses Gutachtens ist, das ZDF könnte ein Ermöglichen eines Gegengewichtes markt marktdominanten Plattformen werden, indem sie sozusagen ihre Energie, verfügbares Geld, ihre Ressourcen da reinstecken würden, ein entsprechendes öffentliches Medium, wie auch immer es aussieht, eine Plattform eben aufzustellen oder zu entwickeln. Was ich ein interessantes Gutachten finde, als zumindest als Ergebnis. Ich habe es nicht komplett gelesen.

21:15 Pip Klöckner

Verstehe ich dir es richtig, dass wir die staatliche Medienplattform, deren Durchschnitts Zuschauer über 75 Jahre alt ist, glaube ich, zum Plattform für soziale Medien machen wollen?

21:30 Gavin Karlmeier

Was genau ich nicht verstanden. Erstmal öffentlich-rechtlich und nicht staatlich ist, glaube ich, ein wichtiger System. Und das andere ist ja die Frage, wo sich solche, wie wir öffentlich-rechtlichen Rundfunk heutzutage noch verstehen. Markus Beckendal von Gründer von Netzpolitik, der hier war, hat damals auch gesagt, dass der Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien ja eigentlich Demokratieförderung zum Beispiel ist, Information zur Verfügungstellung und so weiter. Es muss gar nicht so gedacht sein, dass die einen Fernsehsender betreiben, sondern es könnte auch sein, dass sie sich zum Beispiel selbst als Plattformanbieter verstünden. Da bin ich 100 Prozent dabei.

22:03 Pip Klöckner

Also ich glaube, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss dahin gehen, wo am Ende die Audience ist. Das würde ich unterschreiben. Mich hat jetzt nur überrascht, dass ausgerechnet das ZDF das richtige Vehikel dafür gewesen wäre. Wobei, es gibt ja auch die Jugendprogramme, vielleicht ist es auch gar nicht so weit hergeholt.

22:20 Gavin Karlmeier

Ja, also wenn du also als jemand, der viel an öffentlich-rechtlichen Häusern rumschwirrt, muss man sagen, die haben sicherlich Also einige von denen haben sicherlich Verjüngungspotenziale, aber das ZDF hat halt ein paar Vorteile gegenüber der ARD, nämlich dass es eine zentralisierte Stelle ist und nicht viele kleine föderal verteilte und diesen Länderproport nicht mehr so gut. Genau. Das ist auch in diesem Gutachten als Urteil, als bundesweit Agenda Sender kommt mit dem ZDF eine besondere Rolle als Ermöglicher von Netzwerk. Partnerschaften auf einer faktenbasierten, an demokratischen Grundwerten orientierten gemeinsamen Basis zu. Das steht da so drin. Aber genau, die Frage ist tatsächlich: würde es Sinn machen, wenn sich das ZDF da rein stürzen würde, selber eine Plattform zu entwickeln. Und das Gutachten sagt erstmal vorsichtig ja

23:12 Pip Klöckner

Aber wären wir dann gern auf einer rein deutschen oder Dachraumaximalplattform, macht das denn Sinn in einer globalisierten Welt? Nicht unbedingt natürlich.

23:21 Gavin Karlmeier

Es gibt ein internationales Projekt, an dem das ZDF auch teilnimmt mit dem Namen Public Spaces Incubator, die sozusagen dasselbe austarieren sollen, herausfinden sollen, könnten wir das machen. Dazu gehört dann zum Beispiel auch die BBC. Und wenn du das aber jetzt sozusagen zumindest europäisch denkst, multinational, dann why not? Also ich Ich glaube, wir sind gerade so ein bisschen, weil ich gerade über Abhängigkeit gesprochen habe, ja an so einem Punkt, wo es sinnvoll wäre, mal zu überlegen, welche Optionen haben wir denn eigentlich.

23:47 Pip Klöckner

Und machen wir ja nicht einen Fehler, weil. Dass der öffentlich-rechtliche Auftrag viel weitergeht, da bin ich dabei. Aber muss das Plattform sein oder muss es Teilnehmer auf der Plattform sein? Also muss, ich bin dabei, dass die Sender dahin gehen müssen, wo die Audience ist. Aber sie müssen ja die Plattform stellen. Also wir votieren ja nicht dafür, dass der pflicht-rechtliche Rundfunk die TV-Netze übernimmt, die Kabelnetze in Deutschland. Das wäre für mich jetzt zum Beispiel die Plattform im Fall. sondern dass sie auf Plattformen stattfinden dürfen. Da wäre ich sehr dafür, dass sie jetzt selber sagen, wir bauen die Plattformen und kontrollieren die und dann gibt es. Was hat das eigentlich für Haftungsrisiken, wenn jetzt irgendwelche Thorstens in ihrem Keller auf der ZDF-Plattform da Kurznachrichten reinschreiben, eventuell? Wie muss dann jede einzelne von staatlichen oder öffentlich-rechtlichen Mitarbeitern kontrolliert werden? Wenn wir dann immer noch so einfach sagen, da gibt es keine Plattformhaftung, ich glaube, da macht man alle möglichen Panduras Boxen auf. Ja, die du aber jetzt ja auch schon aufmachst, ne?

24:48 Gavin Karlmeier

Also wenn du jetzt gerade sagst, wir als Sagen wir, der WDR betreiben einen TikTok-Kanal, dann ist dieser TikTok-Kanal redaktionell dafür verantwortlich, dass in den Kommentarspalten kein Unrat passiert. Das müssen Sie schon heute machen. Natürlich ist es deutlich größer, wenn du nicht nur deine Kommentarspalte verfolgen musst, sondern alle NutzerInnen auf einer Plattform. Also es ist natürlich ein Riesenapparat, der da dranhängen würde. Die Frage ist tatsächlich, wo endet dieser Auftrag? Weil im Fall von Radio beispielsweise ist es ja schon so. Die Sendemasten, die liegen in der Hand des WDR zum Beispiel oder der ARD. Das heißt, wenn der WDR ein NRW-Radio machen will, dann stellt er sich einen Turm dahin und schickt darüber sein Radio. Da ist das Verständnis schon so, dass sie von dem Moment der Idee bis zum Moment, wo du es hören kannst, alles in der eigenen Hand haben.

25:35 Pip Klöckner

Konzept mehr geben, um diese Sendemasten zu finanzieren. Also wie gesagt, ich glaube, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte Sagen, programmieren auf allen Plattformen, also Programme unterhalten auf allen Plattformen, sodass sofern sie eine gewisse Grundrelevanz haben, das unterschreibe ich eineinhalb Prozent, dass sie selber Plattformen betreiben sollen. Da bin ich mir nicht so sicher, ob das schlau wäre und wie gesagt, ich glaube eine rein deutsche Plattform und selbst eine europäische. Ist nicht zielführend.

26:05 Gavin Karlmeier

Ich beteile halt viele Sorgen, die es gab in der ARD zum Beispiel gibt es seit Jahren immer wieder diesen Wunsch, Wochenbauen wir nicht unser eigenes Facebook und alle haben darüber gelacht, inklusive mir, und haben gesagt, was sollen wir denn damit? Das wird keinen Mensch benutzen, wir kriegen nicht meine Mediathek hin. Also diese Machbarkeitsprobleme und die Frage, warum sollten Leute da hingehen, die liegen da natürlich als Geburtsfehler von vornherein mit drin. Aber gleichzeitig haben wir ja jetzt 2025 eine andere Welt. Und ich stelle schon fest, dass viele Leute sagen, hey, wir machen uns sehr abhängig von. . Amerikanischen Plattformen, chinesischen Plattformen, wo ist unser Moonshot, wo ist unsere Idee zu einem Gegenangebot, das vielleicht mal von hier kommt? Und der Vorteil von der Idee öffentlich-rechtlich ist ja. Power to the people, es ist von den Leuten bezahlt und es gibt am Ende keine direkten wirtschaftlichen Interessen. Das ist ehrlicherweise aber auch eines der größten Herausforderungen und der größten Probleme, weil wenn du kein Geld verdienen musst, Kann es durchaus passieren, dass du Ideologie gegen Pragmatismus aufwiegst und sagst, warum sollen wir denn hier Algorithmen reinbauen, die die Leute in die Plattform ziehen? Die ziehen die Leute ja nur in die Plattform, was aber am Ende der Grund sein wird, warum Leute zu anderen Plattformen gehen, die dann eben von Algorithmen da reingezogen werden.

27:17 Pip Klöckner

Ich verstehe natürlich die empfundene gesteigerte Dringlichkeit inzwischen. Die macht aber die Fragen, die man vorher an das Produkt hatte, also die dann kompensiert das nicht über, würde ich sagen. Plus würde man die Leute jetzt befragen, ob sie das Für wichtig hielten und im Zweifel sogar daran teilnehmen würden, glaube ich, würden die meisten Leute sagen, das brauche ich eher nicht.

27:42 Gavin Karlmeier

Ja, und dann sind wir tatsächlich auch bei diesem größten Machbarkeitsthema, das wir auch hier beim Fiddiverse zum Beispiel schon immer gehabt haben, dass man nicht verwechseln darf, wie klein die eigentliche Bubble ist, in der. . Dieser ideologische Ansatz, zu sagen, ich benutze ein soziales Netzwerk aus Überzeugungen und nicht aus, weil ich den nächsten Kick suche Dass der oft sehr viel kleiner ist, als die sehr viel kleiner ist, als man selber glaubt. Also bei uns im Hakendrand-Discord hat jemand was Spannendes reingepostet. Die Meldung ist eigentlich eine Kleinigkeit. Be Real fängt jetzt an, in den USA Werbung zu verkaufen. Das war der Aufhänger. Aber B Real hat 40 Millionen monatliche NutzerInnen. Und Blue Sky hat 32. Das heißt, selbst B-Real ist immer noch mehr genutzt, jetzt gerade ein Netzwerk, das eigentlich so diesen Klapphaus-Momentum hatte. Also alle haben es irgendwie drei Monate ausgesch probieren wollen, haben sich an die Funktion gewöhnt, hatten keine Lust mehr. Hat immer noch mehr NutzerInnen als Blue Sky, das wir als Heilsbringer verstanden haben oft. Und damit will ich nicht sagen, Leute heute auf Blue Sky zu benutzen, weil es ist immer noch, glaube ich, eine gute Alternative, wenn man einen Kurznachrichtendienst nutzen möchte. Aber man darf dabei eben auch nicht verfehlen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eben nicht nur das Geld der Leute bekommt, um Demokratie zu fördern. sondern am Ende auch irgendwie nachzuweisen, dass dieses Geld so verwendet wurde, dass die Leute auch was davon haben. Und wenn du jetzt eine Plattform baust, die am Ende Nur acht Leute benutzen, dann ist ja schön und gut, wenn die eine gute Idee war. Das ist natürlich genau diese Herausforderung, die ich auch verstehe

29:09 Pip Klöckner

Ja, und sozusagen mein R der Rest Liberale in mir würde schon auch noch sagen, dass es an der Stelle ja nicht Aufgabe des Staates ist. den privatwirtschaftlichen Lösungen konkurrenz zu machen, wenn es offenbar kein wenig Nachfrage ist.

29:23 Gavin Karlmeier

Aber es ist nicht der Staat.

29:24 Pip Klöckner

Entschuldigung, der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Ähm, der der also Es ist dennoch nicht auch nicht die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, glaube ich, da privatwirtschaftlichen Angeboten Konkurrenz zu machen, sondern wenn es sagen, eine Wahrnehmung für dieses Problem gibt der Netzwerke, dann sollten wir, und wenn du dann ÖR und Staat trends, sagen rechtmäßigerweise, dann sind es natürlich zwei verschiedene Entitäten, die da handeln, aber Dann sollte der Staat eben so regulieren, dass wir dieses Problem nicht haben. Aber dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk jetzt auf ein Problem reagieren muss, was dadurch entsteht, dass der Staat bestehende Gesetze nicht durchsetzt. Das ist ja eigentlich die Lage, die wir bezweifeln gerade. Oder betrauern, dann macht das die Lösung nicht besser, sondern sollte ja der Staat eigentlich das Ursprungsproblem besser regulieren, vielleicht

30:12 Gavin Karlmeier

Den Punkt verstehe ich sehr gut. Ich glaube, es gibt gerade so einen gewissen, wie sagt man, so eine Aufbruchsstimmung Weil wir alle das, oder weil viele der Social Media, beruflich Social Media Schaffenden das Gefühl haben, wir haben uns, also TikTok und Instagram ist unser russisches Gas. Und was ist aber jetzt unser LNG-Terminal in Bremerhaven? Was ist unser Gegenangebot?

30:39 Pip Klöckner

Das glaube ich, dass es eine Sehnsucht und sozusagen so ein Moment der Serenipität gibt. Das könnte jetzt der Moment sein, wo wir da ausbrechen aus diesem Hamsterrad. Das fühle ich schon auch. Aber ich glaube, dass man damit nicht die breite Masse überzeugt, befürchte ich. Weil die Problemwahrnehmung, ehrlich gesagt, gar nicht haben, leider. Ja, und den Punkt, den gebe ich dir auf jeden Fall. Und für den Rest der Bubble gibt es ja ausreichend Alternativen, über die sie sich auch ausreichend bewusst sind.

31:09 Gavin Karlmeier

Ja. Naja, auf jeden Fall theoretisch hätte das ZDF das Potenzial gesagt, das Gutachten ermöglicher zu sein. Whatever that means. Ermöglicher. Es ist erstmal aber ein positives Urteil. Also ich hätte schon gedacht, dass ein Gutachten an der Stelle zu ähnlichen Schlüssen kommen könnte wie du, vom Gefühl her, weil nur weil man das Gefühl hat, wir machen jetzt hier ein Gegenangebot. Heißt das ja nicht zwangsläufig, dass das eben auch fliegt. Naja.

31:36 Pip Klöckner

Ja, ich meine, ich würde doch gerne wissen, worauf man da getestet hat. Also ich meine, du musst irgendwie die technische Machbarkeit, ich glaube Dass man das kann, ob das ZDF das jetzt ausrechnet kann, ist eine andere Frage. Aber man kann sich ja Dienstleister da versuchen. Also dass es möglich ist, relativ schnell ein neues soziales Netzwerk zu bauen, haben ja verschiedene Unternehmen jetzt bewiesen. Und der nächstwichtigste Faktor ist schon, kann man es mit Leben füllen? Und dafür hätte das ZDF mit der herkömmlichen Reichweite wahrscheinlich schon die Möglichkeiten, da den TV-Zuschauern und YouTube-Zuschauern nochmal zu erklären. Warum man daran jetzt auch teilnehmen sollte, zum Beispiel um über gewisse Show-Formate weiter zu diskutieren und so weiter. Es kann ja so ein bisschen die Forin ersetzen und so weiter und so fort. Weil ich wüsste nicht, was man da jetzt noch bejahen müsste, außer sagen, alle möglichen rechtlichen Fragen natürlich.

32:20 Gavin Karlmeier

Naja, und die AD Mediathek soll ja auch eine Kommentarspalte bekommen. Also wir sind auf dem Weg. Irgendwann. Kurz kommen wir zurück zu Elon Musk, bevor wir uns darin verlieren und zu X und zur US-Politik und die Themen, die uns hier sonst so beschäftigen. Kleine Randnotiz. Karl Theodor zu Guttenberg war zu Gast im Podcast Ronsheimer. Und hat erzählt, dass er in Montana eine Cybertrack-Probe gefahren ist und gesagt hat, ich bin nur auf Abneigung gestoßen, gefühlt jeder Zweite hat mir den Mittelfinger gezeigt.

32:52 Pip Klöckner

Ja. Also ich glaube, Karl Theodor zu Guttenberg muss kein Cybertruck fahren, um unsympathisch zu sein. Dazu reicht auch seine Rolle als Lobbyist im Wirecard-Skandal oder für die Kryptowährungen Ripple im Aufsichtsrat und so weiter. Der kann sich ja nicht sicher sein, ob es am Auto liegt, um gefährt zu sein. Aber ich weiß nicht, vielleicht fährt er sonst im Fiat Panda und dann macht das keiner. Ich weiß es nicht. Unklar. Oder vielleicht will er sich auch da noch einen Lobbyvertrag erpressen, dass er das ändern könnte für Tesla in Deutschland, indem er in der FAZ, so wie damals für Wirecard, ein Artikel Gegen die Tesla-Terroristen schreibt oder so.

33:30 Gavin Karlmeier

Damals hat er, glaube ich, gegen Schorzeller geschrieben. Ja. Tesla-Fahren ist das letzte bisschen Freiheit, das uns möglich ist. Ja. Elon Musk dagegen hat offenbar im Weißen Haus einen schwierigeren Stand. Also wir haben ja alle mitbekommen, dass es so für drei Stunden hieß, Elon Musk ziehe sich zurück aus der Position als Berater von Donald Trump. Das wurde dann als Müll zurückgewiesen. Gleichzeitig schreibt aber zum Beispiel der Journalist Aaron Rupera. Ihm sei aufgefallen, dass Elon Musk offenbar im Weißen Haus stärker an den Rand gedrängt wird. Trump hat mehrere Kabinettssitzungen abgehalten, bei denen Musk nicht anwesend. sein wir nicht anwesend war und auch eine Woche lang überhaupt nicht im Weißen Haus gesehen wurde. Und er sagt als Urteil, es scheint, als hätte die Wahl in Wisconsin seinen Stern verblassen lassen. Gleichzeitig schreibt er Rolling Stone, da muss man kurz dazu sagen, die amerikanische Variante des Rolling Stone ist tatsächlich ein sehr renommiertes journalistisches Blatt und nicht zu verwechseln mit dem deutschsprachigen Rolling Stone, der inzwischen nur noch schreibt, welcher Drummer ein Drogenproblem hat, schreibt, dass Außenminister Marco Rubio der USA wohl Also der Rolling Stormt mit drei, der mit der Angelegenheit vertrauten Personen gesprochen, dass er gesagt hat, dass er eigentlich nur Elon Musk nur noch den crazy Uncle Elon nennt. Und dass er aus seiner Verachtung für Mask keinen Hehl mehr macht. Gleichzeitig gibt es mehrere Beamte, die zitiert werden vom Rolling Stone. die aber nicht namentlich genannt werden, dass Elon Musk lästig und unlustig sein solle, er sich endlich einem Drogentest unterziehen sollte und auch ein unbeholfenes und unausstehliches ist. unausstehliches Arschloch sei. Das sind so die Worte, die so aus dem Dunskreis von Donald Trump offenbar gerade rauskommen. Also es scheint gerade die in der Stimmung ein bisschen an der Stimmung zu kippen.

35:21 Pip Klöckner

Ja, das merkt man auch an so anderen Indizien, zum Beispiel, dass er sich sehr offen mit Kritik über den Zollstreit geäußert hat. Ich habe das Gefühl, dass er mental längst ausgecheckt hat aus dieser Regierungsrolle. Es wurde ja auch angekündigt, ich glaube, so war. Zwei, drei Wochen war eigentlich schon der Punkt da. Da wo ich das erste Mal gesagt habe, wenn die Trillion vollgespart ist, dann ist das hier, da reicht, dann geht er. Da hat er, glaube ich, so einen Soft Exit schon vorbereitet. Da wollte er so ein bisschen, glaube ich, Schluss machen mit Trump, bevor er mit ihm Schluss machen konnte, indem er schon gesagt hat: Wenn meine Aufgabe getan ist, dann werde ich sowieso gehen. So da hat Trump eigentlich gesagt, er

35:57 Gavin Karlmeier

Sie können mich nicht feuern, ich kündige.

35:59 Pip Klöckner

Genau, genau. Dann hat Trump gesagt: Ja, übrigens, der Ion geht bald, das war immer so vorgesehen, schon, unabhängig davon, ob das Ziel erreicht ist oder nicht. Und dann hat man sie weniger zusammen gesehen. Es gab irgendwie noch ein Video, wo hier das kleine PR-Accessoire, sein Sohn, nochmal mit Trump irgendwie aus dem Hubschrauber geklettert ist, aber Edon hat man schon immer weniger gesehen. Dann hat er relativ offen die Zollpolitik, was fast verständlich ist, weil für ihn kann das nur negativ sein. kritisiert und damit muss ihm auch klar gewesen sein, dass Trump das ihm nicht durchgehen lassen wird. Also Trump ist wichtig, A im Licht zu stehen und B Gut dazustehen und beides hat Elon Musk dazu ihm den Teppich unter den Füßen weggezogen. Das heißt, ich gehe davon aus, dass Trump zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass diese Beziehung keine Zukunft mehr hat. Ansonsten hätte er sich, glaube ich, nicht so, also despektiert über Trump hat er sich ja nicht geäußert, aber über seinen Berater Navara. Da hast du die Geschichte schon erzählt letztes Mal, was von dessen wissenschaftliche Eignung zu halten ist. Das heißt, Musk hat da trotzdem recht, obwohl er Musk ist. Aber das hätte er natürlich nicht so gesagt, wenn er noch auf eine weitere Zukunft im Weißen Haus gebaut hätte, glaube ich. Deswegen gehe ich davon aus, dass er da wie gesagt emotional oder mental schon seit längerem ausgecheckt hat. Und ich glaube, er merkt doch einfach, dass er erfolglos ist. Also dass das, was er im Doge versucht hat zu erreichen, gar nicht zu erreichen, ist, dass diese Billionen Dollar Forderung, tausend Milliarden einzusparen im Jahr nicht erreichbar ist, dass er dann kläglich scheitert, dass er viele andere Nebenziele, glaube ich, erreicht, dass er irgendwie unliebsam aber mit Menschen entfernt und so weiter. Aber er wird das Bei aller Fähigkeit, die Fakten zu verdrehen in den Medien und so weiter, ist es wirklich schwer, das Doge als Erfolg darzustehen.

37:40 Gavin Karlmeier

Ja, da gibt es auch eine neue Recherche der New York Times. Die Elon Musk damit zitieren, dass er sagt, die Gruppe Doge wird wohl nur 15% der versprochenen Einsparungen erzielen. Und die New York Times sagt, also selbst das könnte wohl schon ein hochgesteckt Ziel sein. Sie haben das so ein bisschen auseinandergenommen. Er sagt, also die New York Times schreibt, also von dieser eine Billion Dollar, diese 1000 Milliarden, die du gerade angesprochen hast, wären 15 Prozent noch 150 Milliarden Dollar im Haushaltsjahr zu sparen. Aber alles, was Sie jetzt hier so zusammengesammelt haben, es sieht danach aus, als würden Sie sich das gerade an jeder Ecke schön rechnen. Also egal wohin Sie geschaut haben. Es gibt mehrere Beispiele in einem Text, den ich auch in die Shownotes packe. Ähm, wo man das Gefühl hat, also da wird ja alles schön gerechnet, irgendwelche Finanzierungszusagen der Regierungen, die nicht eingelöst wurden, werden als Ersparungen des Doge verkauft und damit als Gewinn irgendwelche Einsparungen in Form von, wo ist es hier? Moment, ich lese es gleich vor. Es gibt mehrere Beispiele, in denen Milliarden und Millionen verwechselt wurden in den Zahlen des Doge. Es ist vernichtend, das Urteil der New York Times hier, diese Analyse. Und sie sagen, also die Zahl, die das Doge jetzt gerade anführt, 318 Millionen. Selbst die können sie nicht komplett vollumfänglich nachvollziehen, auch weil das Dose da teilweise auch Belege einfach nicht liefert. Also es gibt durchaus auch Zahlen, die einfach gar nicht ausgeführt werden von den eingesparten über 300 Millionen Dollar, die ich gerade angesprochen habe, haben 60 Prozent keine. Nachvollziehbare Quelle in diesen Zahlen. Und die New York Times hat mit Steven Schuna gesprochen, der ist ein Professor der George Washington University mit dem Themenschwerpunkt Vergabe von Bundesaufträgen. Ein Professor, der zu diesen Zahlen sagt, es ist Garbage, man weiß nie, was passieren wird, es ist einfach nur silly. Also er findet, das ist Müll Dämlich und kann damit nichts antworten. Ein Professor sagt das so als Vorteil. Also genau.

39:34 Pip Klöckner

Wir haben im Podcast auch schon mal erklärt, dass das hinten und vor nicht stimmt, dass irgendwelche Einmalzahlungen hochgerechnet werden, als würden die über 20 Jahre bezahlt und um auf hohe Summen zu kommen. Was bezeichnend ist, dass man so eine Fake-Transparenz widerschaft. Also man lobt sich als besonders transparent, weil man jeden Dollar, der gespart wird, über diese Doge-Counter-Uhren nachvollziehen könnte und so. Das weckt den Einschatz, den Eindruck, dass sie viel transparenter als die vorherige Regierung sind. Und es ist so dieses Typische, dass jede Anklage eigentlich eine Selbstbezichtigung ist bei Trump und Musk, weil es natürlich besonders intransparent ist, was da passiert. Und jede Zahl, die zwar reportet wird, insofern transparent wäre, aber grundfalsch ist in irgendwie 80, 90 Prozent der Fälle und das ist in dem Fall wirklich ausnahmsweise nicht übertrieben. Und warum die Zahlen falsch sind, liegt unter anderem daran und davor hohen Respekt, ehrlich gesagt, dass die meisten Ministerien und Beamten einfach falsche Zahlen reporten. Und Elon Musk ist so geil darauf, Erfolge zu verzeichnen, dass er diese Zahlen ungeprüft übernimmt. Das heißt, jemand sagt ihm, irgendwie, wir haben. . 40. 000 Kugelschreiber eingespart, jetzt mal stark vereinfacht gesagt. Und das ist vielleicht vor zwei Jahren schon passiert oder war lange beschlossen oder sowieso passiert, so wie man das ja ganz gut in Trump-Verhandlungen auch immer nutzen kann. Und das Doge geht dann happy damit zu Trump zurück und sagt, Wir haben so und so viel eingespart, weil irgendjemand Ihnen das gesagt hat, obwohl keine nachprüfbaren, sozusagen kein Paper Trail oder keine Quellen dafür gibt. Und der einfachste Weg, das zu überprüfen, ist, sich das aktuelle Government Spending anzuschauen. Das gibt es fast tagesaktuell, wenn man so nach Deficit-Tracker oder sowas. Sucht und da sieht man, dass die Ausgaben der US-Regierung deutlich über den Ausgaben des letzten Jahres liegen. Also die Regierung ist nicht schlanker geworden. unter Trump, unter Musk, sondern man gibt mehr Geld als zuvor aus. Man hat zudem jetzt wahrscheinlich Einnahmeprobleme, weil das IRS, the Internal Revenue Service, die Steuerbehörde, underfundet is. Das heißt, Doge ist ein Rohrkruppkreppierer. Wie gesagt, man hat andere Ziele damit erreicht. Man konnte Regulierungsbehörden und Ministerien verkrüppeln, allen voran USAID, aber auch viele Regulierungsbehörden, die man verkrüppeln wollte. Man konnte unliebbare politische Gegner loswerden, irgendwelche demokratischen Ministerialbeamten rausschmeißen, Menschen, die einem sowieso unliebtbare. Das konnte man alles gut darunter verstecken. Das wiederum kann man unter dem Project 2025 Tracker sehr gut nachvollziehen. Aber rein wirtschaftlich gab es hier sicherlich Einsparungen in so zwei bis maximal dreistellige Milliardenhöhe. Aber das wäre schon hochgegriffen und kommt ja auch mit klarem Schaden. Also da weiß man ja auch ganz genau, was dafür weggekürzt wird und das ist sozusagen unter anderem die Entwicklungshilfe weltweit. die er auf den Zweck hat.

42:21 Gavin Karlmeier

Genau, ja. Entwicklungshilfe, Sozialausgaben, genau, diese Dinge halt. Also die Ärmsten der Armen sozusagen, denen wird das Geld weggenommen. einer der reichsten Länder der Welt. Vom reichsten Mensch der Welt.

42:35 Pip Klöckner

Exakt. Also der reichste Mensch der Welt, der sie alle aus dem Hunger bringen können. Tut das Gegenteil, er reißt mehr Menschen in Hunger und medizinische Unsicherheit hinein. Als seit langen Jahren, also er wirft es wahrscheinlich um Jahrzehnte zurück, die Entwicklung der absoluten Armut und medizinischen Sicherheit.

42:52 Gavin Karlmeier

Ja, der mal versprochen hat, er würde 6 Milliarden Dollar dafür ausgeben, wenn ihm jemand ein gutes Vorhaben geschildert, wie er es hinkriegt, den Welthunger zu bekämpfen.

43:00 Pip Klöckner

Und dass er die Menschheit liebt.

43:02 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Also nicht alle, aber ich weiß nicht, welche Menschheit er meint, aber. Die Leute, die ihm folgen. Das ist seine Menschheit. Du hast gerade diesen diesen IRS-Schaden schon angekündigt. Wir haben da damals drüber gesprochen, dass die Steuerbehörde in den USA. davon ausgeht, dass durch die verursachten Störungen durch das Doge ungefähr 500 Milliarden Dollar Steuereinnahmen weniger in die Kassen kommen, als es eigentlich der Fall sein müsste oder geplant wäre, weil man eben nicht so arbeiten kann, wie man arbeiten möchte. Offenbar hat sich hat das dazu geführt, diese Meldung, dass irgendwo im IRS oder im Weißen Haus irgendwelche Alarmglocken geklingelt haben, denn man hat sich jetzt Hilfe geholt und einen sogenannten Hackathon durchgeführt. Und dieser Hackathon wurde von Doge-Mitarbeitern, IRS-Ingenieuren und Palantir gemeinsam aufgestellt. Und die haben sich quasi gemeinsam drei Tage lang eingeschlossen in der Steuerbehörde der USA, um eine Mega-API zu erstellen, die alle Zahlen zusammenführen sollen, die der Steuerbehörde sozusagen zur Verfügung stehen.

44:03 Pip Klöckner

Ja, das liegt im normalen Leistungsspektrum von Palantir. Also genau dafür ist die Software gebaut. Ein bisschen spöttisch gesagt würde man sagen, das ist Quasi die Datenzentrale für Unternehmen und Regierungsbehörden, die nicht mehr her ihrer Daten sind. Also sie sind darauf spezialisiert, die verschiedenen Datenquellen einer Unternehmung oder einer Behörde zusammenzuführen, indem man sogenannte Forward Engineers dahin bringt. Also man bringt wie so eine Agentur Mitarbeiter in die Unternehmung rein, die Fragen in einem Projekt irgendwie Was für Daten gibt es überhaupt? Wie kann man die normalisieren, anpassen, dass wir die zusammenführen können und wie leiten wir dann Erkenntnisse daraus ab? Damit hat es Palantir eine sehr einflussreiche, sehr große Firma. geworden ist, famously von Peter Thiel gegründet und fundet, er ist vom Verwaltungsrat der Firma CEOs, Alex Carp. allerlei Kontroversen um die Firma, aber das ist prinzipiell, wofür das System gebaut ist. Die Frage ist eben, wie viele Daten möchte man als Bürger jetzt vereinheitlicht? Da haben oder wie viele Datenquellen möchte man hinzugeführt haben? Also möchte man, dass die Steuerdaten irgendwie mit meinem Wähler-Register im schlimmsten Fall zusammengeführt werden oder irgendwelchen Eis-Daten von Einwanderungssensiblen. Daten, im schlimmsten Fall, was Palantir auch gerne macht, irgendwie mit Dingen, die ich in sozialen Netzwerken von mir gegeben habe, was sie sicherlich auch können. Und das ist natürlich gefährlich, dass hinterm Rücken und ohne dass es hier Da, wo man Transparenz gerne hätte, gibt es sie eben auch wieder nicht. Da würde ich natürlich gerne wissen, welche Daten überhaupt zusammengeführt werden. Und wenn man sieht, mit was für schlechten Daten Insbesondere beim Thema Sozialversicherungsnummern und Steuern argumentiert wird. Da gibt es, glaube ich, zwei große Lügen, die immer propagiert werden. Das eine ist, dass jeder in dieser Sozialversicherungsdatenbank auch ein Sozialhilfeempfänger wäre, sozusagen nach US-Standards, was einfach nicht so ist, sondern der Fakt, dass man in dieser Datenbank ist, wo dann auch Leute sind, die eventuell schon tot sind und so, heißt nicht zwangsläufig, dass die alle noch Geld bezahlt, ausgezahlt bekommen, aber das soll natürlich die Gier des kleinen Mannes befeuern. Und das andere ist eben, dass an Immigranten verteilt werden, dass die damit Leistungsempfänger werden. Das genaue Gegenteil ist der Fall, sondern dass die Sozialversicherungsnummer werden ihnen zugeteilt, damit sie Steuern zahlen können in den USA und irgendwie einen Weg in die Legalität. Haben, zumindest was steuerliche Aspekte angeht. Und mit diesen Fakten wird schon so viel schlechte Propaganda gemacht und Ausländer versucht oder sagen, Alien-Abscheu versucht zu erzeugen in den USA, dass mir wirklich Angst und Bange wird, wenn ich merke, dass da mehr Daten zusammengezogen werden. Sicherlich kann man jede Regierungsbehörde Es ist eine Binse, dass man die wahrscheinlich alle besser digitalisieren könnte. Aber ob das jetzt unter der Führung von Doge und Palantir und Elon Musk passieren sollte, Das, also in Deutschland würde ich das nicht wollen und ich wünsche mir das auch für keinen US-Bürger, ehrlich gesagt.

46:53 Gavin Karlmeier

Ja, also erstmal ist, also dass es wahrscheinlich nicht diese Datenvereinheitlichung von der Friedrich Merz im Koalitionsvertrag spricht, die da kommen soll. Aber es ist halt Also in der Tat ein wahnsinnig bedrohliches Szenario, die Vorstellung, dass jetzt mit genau diesen Dingen, über die wir in den letzten 20 Minuten gesprochen haben, also Dass Menschen sterben, weil Menschen, andere Menschen einfach nur auf finanzieller Grundlage irgendwelche Entscheidungen treffen, die sie selber nicht entweder nicht überblicken oder die ihnen egal sind. sich jetzt zusammensetzen und gucken, wie können wir denn noch mehr Signale generieren, um am Ende zu einem Urteil zu kommen, um mehr Menschen das Geld wegzuziehen. Das ist ja am Ende das, was hier passiert. Es wird übrigens geleitet von Sam Kaukos, dieses Projekt. Und der wiederum hat früher bei SpaceX als Ingenieur gearbeitet und ist eigentlich sie aus dem Bereich Gesundheitstechnologie gewesen in der Vergangenheit. Mal sehen. Du hast gerade diese Sozialversicherungsgeschichte angesprochen, was Menschen mehr Migranten in den USA betrifft. Da gibt es jetzt die Geschichte, dass Donald Trump einen führenden führenden Mitarbeiter dieser Sozialversicherungsbehörde einfach überstimmt hat, also Leitende Angestellte, hat wohl Einspruch erhoben und wurde aus seinem Büro geschmissen und beurlaubt, weil er gesagt hat, dass. Diese Todesfalldatenbank sechstausendeinhundert lebende Einwanderer wurden einfach als tot gekennzeichnet jetzt in dieser Datenbank, völlig ohne Grund. Er hat sich versucht, dagegen Einspruch zu erheben, und die Trump Administration hat gesagt, es ist uns egal, was dieser Typ sagt. beurlauben den jetzt einfach. Das heißt, du hast jetzt auch hier nicht nur eine Willkür von oben, sondern auch einen Punkt, an dem du Das kennt man ja auch als Unternehmen. In dem Moment, wo du eine Managemententscheidung kritisierst, wirst du entlassen. Genau so wird da gearbeitet. Man tut so, als würde es dann nicht um Menschenleben gehen.

48:44 Pip Klöckner

Ja, und Trump ist sicherlich nur daran gelegen, dass irgendwelche Einwandererzahlen auf dem Papier dadurch eventuell sinken, dass sie für tot erklärt werden pro Former. Das hat natürlich aber real life consequences für diesen Menschen. Ich würde hoffen, dass Gerichte das wieder kippen, weil mit Menschenwürde ist das natürlich nicht zu vereinbaren, dass irgendjemand dich einfach für tot erklären klärt, weil du eine unliebsame Statistik bist, damit du im Moment.

49:11 Gavin Karlmeier

600 Dollar weniger im Monat bekommst halt. Also das sind ja keine Summen, mit denen hier wirklich, also mit denen wird der Doge-Counter jetzt auch nicht besser aussehen, ehrlicherweise Die FTC, können wir noch ein bisschen über die FTC sprechen, hast du Bock? Auf die Handelskommission in den USA? Die Federal Trade Commission, über die haben wir schon mal gesprochen. Die hatten, also bei denen ist es so, es gibt, die ist traditionell ungebunden von der Regierung, die arbeitet unabhängig und die ist traditionell so aufgestellt, dass. . also die haben fünf Kommissare und dass es keine klare Parteimehrheit geben darf. Also das heißt, üblicherweise ist es so, dass es drei Kommissare der Republikaner gibt und zwei der Demokraten und dadurch hast du halt zumindest immer Das ist so einen leichten Überhang, aber du hast immer noch die Möglichkeit einer Abstimmung in diesem Vorstand. Da ist es so, dass wir darüber gesprochen hatten, dass die demokratischen Kommissare entlassen wurden. Und zwar Völlig widerrechtlich, es gibt auch Präzedenzfälle vor Gericht, bei denen das als unrechten anerkannt wurde. Die werden jetzt nicht nachbesetzt, wie es aussieht, sondern es sieht derzeit danach aus, dass die drei republikanischen Kommissare in der FTC bleiben und damit die FTC jetzt erstmal de facto in der Kontrolle von Donald Trump liegt.

50:26 Pip Klöckner

Ja, ich würde es einfach als Gleichschaltung bezeichnen. Das heißt, diese Behörde wird damit letztlich der Republikanischen Partei und wahrscheinlich Trump unterstellt. Das ist ein Explizit nicht gewollt, sondern sie soll unabhängig sein. Also die FTC ist die Behörde, die hauptsächlich so ein bisschen Konsumentenschutz, aber vor allen Dingen so Merchant Acquisitions, also das Verschmelzen von Unternehmen, Aufkaufen von Unternehmen und sowas überwacht. Und die vorherige Chefin Lina Kahn war so ein, im Englischen würde man ein Lightning Rod sagen, ein Blitzableiter für Republikaner. Die haben, die Wirtschaftswelt hat sich schon immer gehasst, weil sie viele wie sagt man da, viele Verschmelzungen verhindert hat, ähm, viele Unternehmenübernahmen gestoppt hat, das mag sagen, insbesondere die Venture und Private Equity Szene eher nicht, weil dadurch die Erlöspreise bei Exits eventuell sinken, weil man nur noch Börsengänge machen kann und nicht einfach die Unternehmen verkaufen an ein größeres Unternehmen. Es gibt Leute, die sagen, größere Unternehmen sind immer besser, weil sie Monopole sind und höhere Margen haben. Und all das hat Lina Kahn bekämpft, mit dem Grund sozusagen des Konsumenteninteresse, dass mehr Wettbewerb besser wäre. was viele Wirtschaftswissenschaftler sicherlich unterschreiben würden. Aber sagen, die hat man jetzt erfolgreich, ist man losgeworden quasi und hat. Diese Behörde letztlich gleichgeschaltet. Und es hat zwei Vorteile. Also A, es wird jetzt businessfreundlichere Politik damit gemacht. Also man kann davon ausgehen, dass viele Fusionen jetzt passieren werden, die vorher nicht passiert werden. Und Dass die neue Behörde, zu der man geht, um eine Fusion sozusagen durchwinken zu lassen, natürlich nicht die FTC ist, sondern Mael Lago. Das heißt, Trump bringt sich meiner Meinung nach, würde ich unterstellen zumindest, hier wieder so in diese Mob-Boss-Rolle, dass man seinen Segen braucht, so ein bisschen wie beim beim Paten auch, um wenn du die Tochter des Dorfchefs heiraten willst, musst du zum Paten gehen und im Erlaubnis. bitten. Und wenn Unternehmen jetzt heiraten wollen, müssen sie bei Trump quasi um Clearance bitten, damit der diese Fusion durchwingt, könnte ich mir zumindest vorstellen. Wie ich die letzten Wochen interpretieren würde.

52:35 Gavin Karlmeier

Was für ihn ja auch den Vorteil hat, dass er sich am Ende auf eine Bühne stellen kann mit den beiden CEOs und sagt, ich habe das möglich gemacht.

52:40 Pip Klöckner

Genau. Er ist der Dealmaker, er kann eventuell Dann muss man vorsichtig sein, wenn man jetzt Korruption direkt unterstellt, aber mein Gefühl ist schon immer, dass er das Markt, wenn Unternehmen bei den Betteln kommen würden. wie Unternehmen betteln, kann man sich vielleicht vorstellen, dass sonst irgendeine Art von Gegenleistung versucht wird, anzubieten. Ja, und ich meine Vorher war das eine Behörde, die wie das Oberste Gericht, zumindest erstmal, wo man damit rechnen musste, man könnte auch scheitern mit einem Anliegen. Jetzt hängt einzig unter Laien vom Wohlwollen der Republikanischen Partei an, ab, ob man sein Anliegen da durchbringt.

53:20 Gavin Karlmeier

Und der Zeitpunkt ist interessant, dieser FTC-Umgestaltung, zumindest für Mark Zuckerberg, der ja sich jetzt auch eine teure Villa in Washington gekauft hat, um näher an seinem Paten zu sein. Denn am heutigen Montag, 14. April, war eines der Daten, die ich hier irgendwann mal im Podcast genannt habe, dass ich sie mir in den Kalender eintrage, ist Prozessbeginn, FTC gegen Meta. Denn die FTC unterstellt Meta eine Monopolposition. Sollte dieser Prozess so enden, dass diese Monopolposition gerichtlich erwiesen wird, könnte es darauf hinauslaufen, dass Meta gezwungen wäre, den Kauf von Instagram und WhatsApp rückgekriegt. Das möchte Mark Zuckerberg natürlich verhindern und hat deswegen in den letzten Monaten ziemlich viel getan, um diesen Unmut, den er sich bei Donald Trump mal auf sich gezogen hat, loszuwerden, indem er alle seine Plattformen in den Dienst von Donald Trump gestellt hat. bei der Amtseinführung neben ihm gesessen hat, ihm Geld überwiesen hat und sich jetzt eben auch die Villa gekauft hat. Donald Trump scheint offenbar da irgendwie so ein bisschen dieses Spiel mitzuspielen, weil eben die FTC genau jetzt sozusagen entkernt wurde und damit im Zweifel genau so handeln könnte wie Zuckerberg, das vielleicht hilfreich wäre in dem Zusammenhang. Andrew Ferguson, das ist der Vorsitzende der FTC derzeit, der hat wohl schon angedeutet, dass er eine Anweisung von Donald Trump im Fall Meta Folge leisten würde. Sollte es zu eine kommen.

54:40 Pip Klöckner

Überraschung. Wie du richtig sagst, also Meta hat einiges getan, um sich vorzubereiten. Nicht nur das Sack nach Washington gefahren. Also wenn das Weiße Haus sozusagen sich in einen königlichen Hof verwandelt, dann möchte man natürlich nah am Hof Leben, wobei man ja auch sagt, wenn man im Klau eine Krone aufsetzt, wird er nicht König, sondern der Palastwirtenzirkus. Das würde dem widersprechen. Aber ja, er ist dahin gezogen. Meta hat diesen Dana White, diesen UFC League, der Fighting League, seinen Chef zum Aufsichtsrat gemacht oder Verwaltungsrat in der Firma um sich der Trump. Regierung zu nähern. Man hat Joel Kaplan, man hat den Nick Clegg ersetzt durch Joel Kaplan, der Trump näher ist. Das alles liegt natürlich nicht nur an der breiteren politischen Stimmung, sondern hilft, sollte auch bei diesem sehr dringlichen Verfahren. helfen. Und man hat meiner Meinung nach auch das Produkt mit Absicht sozusagen komplexer erscheinen lassen. Also dass diese Apps jetzt so verschmelzen. Also das Ich glaube, einer der Vorwürfe sowohl in der EU als auch bei diesem Verfahren ist ja, dass man den Markt monopolisiert, indem man Konkurrenten aufkauft, verschiedene Produkte launcht, um immer mehr Marktanteil zu haben und dann insgesamt eventuell mehr als 80 Prozent hat. Und was Meta ja gemacht hat in der letzten Zeit, ist, dass sie diese Apps alle sozusagen zu einer App verschmolzen haben. Also, dass es nicht so aussieht, als würde man immer lauter kleine Apps zusammen kaufen, um ein Monopol zu bauen. Sondern als wären das nur verschiedene Produkte eines Konzerns, deswegen steht da jetzt immer irgendwie diese drei Symbole, Insta Threads und Facebook, nebeneinander bei Meta. Und ich glaube, man versucht so ein bisschen den Eindruck zu erwecken, das wäre jetzt untrennbar als Universum. Also man könnte, weil die Rechtsfolge eines solchen Verfahrens wäre am ehesten eine Aufspaltung oder Entflechtung oder wie auch Zerschlagung, wie auch immer man das nennen möchte. Und ich glaube, Meta hat. Mit Absicht versucht, den Eindruck zu erwecken, dass das eine gar nicht mehr vom anderen zu trennen ist, was vielleicht auch erklärt, dass Threads so nah an Instagram gebaut ist, was Userprofile angeht und so. Das hat man jetzt für die EU dann wieder ein bisschen auseinandergenommen, ich glaube, um sich darauf vorzubereiten, dass man, weil man nicht glaube, weißt du, In der EU kriegt man das nicht durch, dass man es da trennen muss. Nach Digital Markets Act müsste das sein, nicht DSA. Also weil es dann eine Selbstbevorzugung wäre, weil ich mit meinem Insta-Profil sofort eingeloggt habe. bin bei Threads, das wäre eine Selbstbevorzugung nach DMA, würde ich vermuten. Und deswegen hat man es in Europa schon aufgegeben, das weiter zu versuchen. Aber ich glaube, vorher hat man sehr klar versucht, sozusagen das als eine Meta-App erscheinen zu lassen und deswegen diese drei Produktfamilien Sehr nah zusammengeklebt, wäre zumindest mein Verdacht.

57:07 Gavin Karlmeier

Der Zwang übrigens einen Instagram-Account zu haben für Threads könnte auch ein DSA-Problem sein, weil der eben die deine Daten nicht mehr schützt in der Weitergabe zwischen diesen beiden. Es wäre für beide kompliziert. Und mir ist gerade, während du hast erzählt hast, auch dieses Beispiel eingefallen, dass Meta ja als sie Also sie haben ja in Deutschland das Problem gehabt, die Brillen zu verkaufen, weil du dafür einen Facebook-Account benötigt hast. Plötzlich gab es diesen Meta-Account, der dich nicht dazu zwingt, einen Facebook-Account zu haben, sondern der über deinen Accounts liegt. Bis heute gibt es keinen nachvollziehbaren Grund für diesen Meta-Account, außer eben die Möglichkeit, dass du halt keinen Facebook-Account mehr brauchst, um eine Brille zu erwerben. Also sie mauscheln sich das sowieso immer so zurecht, wie es ihnen hilft. Und ich hoffe aber eigentlich, dass hier die Richterin oder der Richter in diesem Prozess. . hätte ich vor einem Ja gesagt, jetzt gilt es wahrscheinlich nicht mehr, dass er das durchschaut oder sie das durchschaut. Aber wie gesagt, wir müssen davon ausgehen, dass Donald Trump hier den zwei, drei Leuten was ins Ohr flüstert und damit dieser ganze Prozess eigentlich zu einem Schauspiel verkommt.

58:06 Pip Klöckner

Interessant ist, dass der Prozess, glaube ich, in der ersten Amtszeit von Trump ja losgetreten wurde. Da galt Mark Zuckerberg aber noch als relativ linientreuer Demokrat, glaube ich.

58:19 Gavin Karlmeier

Aber das ist ja mit dem TikTok-Verbot nicht anders. Genau, genau, genau. Und also wir beobachten das, geht heute los. Gleichzeitig ab Dienstag, also ab morgen, bekommt Meta zwei neue Boardmembers, nämlich zum einen Patrick Collison, Mitbegründer und CEO von Stripe. Und das andere ist Dina Paul McCormick, die war stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin von Donald Trump während seiner ersten Amtszeit. hat, während Präsident Bush im Amt war, als stellvertretende Außenministerin unter Controlisa Rice gedient und hat 16 Jahre lang in Führungspositionen bei Goldman Sachs gearbeitet. Also auch wieder beides, also bei dem Stripe-CEO kann ich sich einschätzen, aber bei ihr muss man sagen, durchaus eine politische Entscheidung, sie in den Vorstand zu holen in Sport.

59:03 Pip Klöckner

Ja, also sie ist einfach noch eine zweite Person, die Trump nahesteht. Sehr auffällig und dann auch fast nicht wieder überraschend. Patrick Collison, Stripe ist tatsächlich ein super relevanter Zahlungsabwickler. Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, dass sie mindestens ein Prozent des Welt GDP über Stripe, ähm, anderthalb Prozent glaube ich sogar, ähm, quasi über Stripe, das ist ein Payment-Anbieter. Also irgendwann mal eine Payment-Strecke von Stripe passieren. Jetzt muss man natürlich sagen, Wenn man überlegt, dass das Bruttosozialprodukt weltweit, da muss man natürlich das Minengewerbe oder den Agrarsektor und sowas alles erstmal abziehen. Und vom Dienstleistungs- und Retail-Sektor ist es dann ein noch größer Anteil. Das heißt Stripe ist schon eine sehr relevante Firma, die war eine der größten Private Companies mit SpaceX auch so, weil sie irgendwie auf, glaube ich, rund 100 Milliarden bewertet war und noch nicht an der Börse ist. Ich würde sagen, vielleicht so ein bisschen. Ich glaube, die sind ihren beide, aber leben auch in Amerika, würde ich vermuten. Ja. Kann mich so richtig so richtig weiß. Wir werden das nämlich erfahren. Fintech-Fantasien daraus schließen, aber dann wäre es eigentlich dumm, sich Konkurrenten ins Board zu setzen, weil man die dann wieder ausschmeißen müsste, sobald man irgendwas im Bereich Payment und Währung wieder macht. Vielleicht glaubt er einfach wirklich nur, dass es innovative Köpfe sind, ehrlich gesagt.

01:00:31 Gavin Karlmeier

Expremium wird übrigens auch über Stripe abgewickelt. Also wer sehen will, wie das aussieht, Stripe als Service, wenn man nicht gerade eine eigene Maske darüber baut, kann man das bei Exprimia machen, weil du wirst direkt auf die Stripe-Seite geleitet. Genau. Okay. Eine letzte Meldung habe ich noch. Wir haben ja über Dick gesprochen, über die Rückkehr von Dick. Ich weiß nicht, warst du damals DIC-Nutzer, DIGG?

01:00:54 Pip Klöckner

Ja, aus eher unredlichen Gründen. Also nicht als Konsument, sondern ich habe eher versucht. die Möglichkeiten von Dick zu nutzen, um Traffic auf Webseiten zu leiten, zum Beispiel. Oder Press Coverage zu bekommen.

01:01:06 Gavin Karlmeier

Guck mal, das kommt jetzt nach Stunde 4 und wir haben keine Zeit mehr, um da jetzt noch reinzubohren. Das hebe ich mir auf das nächste Mal. Dick kommt auf jeden Fall ja wieder, haben wir darüber gesprochen, und zwar interessanterweise von Kevin Rose und Alexis O'Hannion, der Reddit mitgegründet hat. Kevin Rose hat damals auch das alte Dick gegründet. Und es gibt jetzt ein Early Access Programm mit dem Namen Groundbreakers. Da kannst du 5 Dollar einmalig überweisen und dann kriegst du Early Access zu Dick, zum neuen Dick. Interessant ist aber, dass am Donnerstagmorgen, als dieser Artikel erschienen ist, haben sich erst drei Personen, oder wie TechCrunch schreibt Über 3000 Personen, aber ich würde sagen, nur 3000 Personen dafür angemeldet, was jetzt nicht für diesen Mega-Boom spricht, wenn du mich fragst. Ja.

01:01:50 Pip Klöckner

Wir hatten im Podcast kurz drüber redet. Ich glaube, da waren es schon ein paar mehr, aber so in dem Dreh, nicht signifikant mehr. Könnte natürlich sinnvoll sein, da so eine kleine Hürde zu machen, um sicherzugehen, dass nur Leute, die auch wirklich ernsthaft daran interessiert sind. Diese kleine Zahlhürde sorgt halt dafür, dass Leute, die wahrscheinlich Das sind nicht irgendwelche Leute, die jetzt das Kurs probieren und sofort wieder nicht weiternutzen oder Leute, die das Produkt nur schlecht machen wollen, sich eintragen. Das kann man so ein bisschen mit so einer Zahlstranke filtern. Dass das jetzt wirklich wirtschaftlicher Erfolg ist, kann man sich ja ausrechnen. Das ist da keine Unsummen fließen, da kann man keine drei Entwickler von Zahlen in den USA eigentlich mit, was da an Geld rumkommt. Ich glaube, Ist vielleicht doch einfach nur so ein bisschen um Bass zu erregen und Aufmerksamkeit zu erregen, habe ich das gemacht.

01:02:39 Gavin Karlmeier

Aber ich finde, die Nachfrage ist, also mir, ob die damit Geld verdienen oder nicht, war mir sogar gar nicht so wichtig. Aber wenn du dir überlebt legst, wie viele Menschen haben denn 7500 Euro bezahlt, um Potenzial für autonomes Fahren beim Tesla freizuschalten, was am Ende gar keinen Effekt hatte. Das waren wahrscheinlich mehr als 3000. Und hier hättest du die Katze im Sack kaufen können, wenn du an die Idee glaubst, 5 Dollar und wäre es Early Adopter gewesen. Und das haben eine kleine vierstellige Anzahl an Leuten gemacht. Sieht jetzt nicht danach aus, als würde das der Mega Erfolg werden, dieses Ding.

01:03:10 Pip Klöckner

Und es gibt ja einen Anreiz, nämlich tatsächlich dir deinen Usernamen zu sichern als einer der ersten. Könnte man sogar, hat Philipp Glöckler, mein Co-Horst, richtig bemerkt, dass wenn du deinen Usernamen sichern möchtest und du möchtest Ad Horn oder AdGavin oder so heißen, dann müsstest du ja jetzt früh die 5 Dollar zahlen und nicht mal das scheint zu funktionieren. Also, ich bin mir auch nicht sicher, ob es jetzt wirklich nochmal einen Dick braucht. Ehrlich gesagt, ich glaube, in Nischen ist es teilweise mit sowas wie Tech-Meme oder so schon sehr gut gecovert. Ähm, Reddit ist ja eine sehr komplette Plattform, wenn man so möchte. Mein Eindruck ist eher, dass die beiden gemerkt haben, dass man aus mit sowas wie Reddit oder Dick heute viel mehr Geld verdienen kann durch KI und durch die Sagen, wie wertvoll also Reddit bekommt ja allein, ich glaube rund 60 Millionen US-Dollar im Jahr von Google für seine Daten heutzutage. Und das macht es natürlich nochmal attraktiver, so eine Plattform zu bauen als früher, wo man darauf angewiesen war, das mit Werbung zu monetarisieren, was Relativ schwierig ist.

01:04:11 Gavin Karlmeier

Spannend. Und damit sind wir durch für heute. Hast du noch irgendwas auf dem Herzen? Einen kleinen Tipp, der hilft in den schweren Zeiten irgendwie durch die Nachrichten. Die haben schon so viel Zeit gekostet, denn Hörer.

01:04:21 Pip Klöckner

Ich habe noch gelesen, dass TikTok eine da eine AI-Brille aufbauen will, relativ frisch. Und dass Apple weitere Modelle plant, hat Mark German berichtet von Bloomberg. Da war ich ein bisschen überrascht, also dass Apple noch nicht aufgibt einerseits, sondern nachlegt, dass TikTok das probiert macht Sinn.

01:04:40 Gavin Karlmeier

Mich überrascht daran am meisten, dass Apple offenbar doch noch Entwickler hat, die nicht alle zwangsversetzt in Siri-Team wurden. Also Ja, da soll es ja jede Menge Aufruhr geben. Der TikTok-Brille. Na, ich weiß nicht. Vielleicht kommt die in so gelben kleinen Boxen, die sich selber laden. Das ist ja doch eine fantastische Idee. Wie die Spectacles damals.

01:05:01 Pip Klöckner

Ah ja. Das ist die andere Frage, ob irgendjemand, ob Apple nicht noch Snap einsammelt, weil sie eventuell es inzwischen besser schaffen, Devices zu bauen. Stimmt.

01:05:13 Gavin Karlmeier

Ich wollte dich eigentlich noch fragen, Erzieher, ob du glaubst, ob Google Reddit kauft, wo du Rad drüber gesprochen hast.

01:05:19 Pip Klöckner

Ja, mich wundert eher, dass sie die Daten tatsächlich so exklusiv zu bekommen scheinen im Moment. Das ist aus Reddit-Sicht, sagen wir, wenn man sich deren Zahlen anguckt, eigentlich doof, weil dadurch ihr Umsatz mit Google nicht weiter steigt und sie anscheinend die Daten an niemand anderes verkaufen dürfen. Das würde dafür sprechen, dass Google sie irgendwann kaufen muss eigentlich, weil rein wirtschaftlich ist das dauerhaft nicht spannend und Google gibt ihnen eh schon so viel Traffic und Google wäre Zumindest in den USA wahrscheinlich erstmals in der Lage, das so zu machen. Aus Europa würde man das wahrscheinlich sehr kritisch sehen, wenn Google sich vertikal integriert und eine Webseite wie Reddit kauft. weil die haben denen in der Vergangenheit schon so viel extra Sichtbarkeit innerhalb von Google gegeben. Und wenn man dann argumentieren würde, dass es Googles Schwester oder Tochterfirma, die sie so stark bevorteilen in ihren eigenen Suchergebnissen, da massiv Traffic hin verschieben, würde das insbesondere nach Digital Markets Act DMA auch sofort wieder eine Strafe nach sich ziehen. Glaube ich, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob es wert ist. Also solange Google die Daten kaufen kann, exklusiv Ist es, glaube ich, schlauer, es nicht zu kaufen, tatsächlich. Um, selbst wenn die USA gerade nicht so kritisch sind, aber und Google ist ja nicht ganz so gewogen bei Trump, das heißt, die können sie nicht so sehr verlassen. Aber sie fangen ja an mit einer KI gerade für die Für die Grenzbereiche zwischen Mexiko und USA. Hast du das eigentlich noch gelesen, dass Mark Zuckerberg gesagt hat, er möchte das False-Bias der Modelle jetzt ausgleichen? Also er hat öffentlich Betrauert, dass die KI-Modelle allesamt, weil sie auf dem Internet trainiert sind. Das, was sich Elon Musk ursprünglich unterstellt hat, dass er sagen würde, das ganze Internet ist zu vogue. Ich muss meine KI zensieren. Das hat jetzt Mark Zuckerberg behauptet, dass er mit Lama 4 daran bauen möchte, also dem jüngsten Modell, was er gerade für vier bis fünf Milliarden hat bauen lassen, meinte er, ein Ziel wäre das linke Bias des Internets quasi. zu überwinden, was natürlich ganz gefährliche False Balance ist. Also wenn man sagt, ich lerne aus diese KI, wo ich vier, fünf Milliarden investiert habe. um das gesamte Wissen und die gesamte Erfahrung der Menschheit zu konsolidieren in einer Anwendung. Und dann maße ich mir als einzelne Person an zu sagen, Das, was die gelernt hat, ist jetzt aber falsch, weil es linkslastig ist, weil das meine Ideologie ist oder beziehungsweise meiner nicht entspricht. Und deswegen werde ich das jetzt nachkorrigieren. Ist natürlich ein ganz, ganz gefährliches Selbstverständnis, wenn ich sage, also dass ich sage, das gesamte breite Wissen der Menschheit hat ein Bias Und ich als Subjekt kann das aber verändern, weil natürlich das genaue Gegenteil war, ist, dass man die Schwarmintelligenz einen gewissen Respekt davor haben müssen, auch wenn man auch da nicht Wahrheit drin stecken muss, zwangsläufig, aber Dass man glaubt, als einzelne Person kann man das besser beurteilen, halt die Masse der schreibenden Zunft sozusagen. Das halte ich für sehr gefährlich. Und das führt natürlich zu einem Falls Bys, wenn ich sage, zu jeder zu jeder Wahrheit, die außerdem als linke Erzählung gilt, weil sie, weil Journalisten danach trachten, die Wahrheit zu finden, in den meisten Fällen zumindest. Deswegen muss ich da immer noch ein rechtes Narrativ dagegen legen, um so falsch einen falschen Both Sidism zu verfolgen. Das halte ich für super gefährlich.

01:08:32 Gavin Karlmeier

Ja, weil das ist genau der Beginn. Ich hab in der letzten Folge habe ich so einen kurzen philosophischen Exkurs gemacht, den mich so überkommen hat. ich gesagt habe, dass wir dadurch, dass es eben solche Strömungen gibt wie das, was Zuckerberg da jetzt gerade anstrengt oder was mit russischer Desinformation passiert oder wie Donald Trump ans Amt gekommen ist. Dass das immer wieder eine Erzählung strickt, die impliziert, es gäbe mehr als eine Wahrheit. Dass Fakten eine Frage der Perspektive sind und nicht der, es ist keine binäre Entscheidung, ob etwas stimmt oder nicht. Und wenn du an den Punkt angekommen bist, Und das dann sozusagen mit Hilfe von Geld und Macht auch noch weiter in die Welt tragen kannst, um das weiter zu streuen, dann schaffst du Demokratie ab. Weil du dann am Ende nicht dazu beiträgst, dass Leute sich eine eigene Meinung bilden können, sondern dass Leute sich die Meinung bilden können, von der du glaubst, dass sie sinnvoll wäre, gegen die Wahrheit antreten zu lassen. Und das ist keine gute Entwicklung.

01:09:26 Pip Klöckner

Ja, ist kein schönes Schlusswort, aber ich würde genau das unterschreiben. Also du sagen, woran du entstehenden Faschismus erkennst, ist dann erst das die Institutionen, also Gerichte, Medien, Presse angegriffen. werden, was passiert. Und sagen wir, die ultimative Institution der Demokratie ist vielleicht der Fakt sozusagen oder die gemeinsame Wahrheit, wenn du so möchtest. Wir können jetzt weit zurückgehen wie Hannah Arends Theorie davon, aber es ist schon so, dass du brauchst nicht viele Leute, sagen, die Trumpisten sind, sondern du brauchst genug Leute, die Wahrheit und Dichtungen nicht mehr auseinanderhalten können oder sich darum nicht mehr scheren oder eh niemandem glauben, um einen faschistischen Staat aufzubauen. Und das ist genau das, was droht, wenn man noch mehr in diese Richtung geht. Ja, schöne Schlusswort, hast du recht. Damit schönen Start in die Woche. Mal sehen, was uns diese Woche erwartet.

01:10:18 Gavin Karlmeier

Ja, vielen Dank, dass du da warst. Gerne bis zum nächsten Mal. Übrigens, als wir letztes Mal gesprochen haben, jetzt wir verheddern uns heute, aber trotzdem einen Satz noch. Als wir das letzte Mal zusammen aufgenommen haben haben, saß ich auf dem Balkon auf Mallorca bei 30 Grad. Ich ehrlich. Und deswegen wollte ich das nur zum Anlass nehmen. Das war der Ende, das ist Ende des Sommers. Als ich dort war, weil ich zurückgekommen bin, es hat kalt und hat geregnet, dass das jetzt hier der Beginn des Sommers ist. Die Sonne scheint. Die Weltnachrichten sind nicht alles, Leute. Schöne Woche. Hier sieht es auf jeden Fall so. Danke.