Folge 417 · 25. April 2025 · 1:05 Std.
Übereilt und abweichend von der üblichen Vorgehensweise
mit Lorenz Meyer
️Wie viel gebt ihr eigentlich so im Monat für digitale Dienste aus? Und ist da jede Minute gleich viel wert?
Schaut doch mal nach!
Wir schauen derweil auf die EU-Strafen gegen Meta und Apple, auf Teslas massive Einbrüche in den Zahlen, aber auch massive Reichweiteneinbrüche auf X auf Basis der Willkür und persönlicher Ungunst.
Wer wäre dafür ein besserer Gast als Lorenz Meyer?
➡ Die New York Times über die Reichweiteneinbrüche bei X: https://www.nytimes.com/interactive/2025/04/23/business/elon-musk-x-suppression-laura-loomer.html
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Lorenz Grüß dich, Gavin. Bei mir ist heute Lorenz Meier, Medienmogul, Autor, Zauberer, also Wortzauberer, ich weiß gar nicht. Mehr große Worte fallen wir nicht mehr ein. Koryphäre in allem, was er tut.
00:20 Lorenz Meyer
Ja, ja, herrlich. Deswegen komme ich hier. Wegen dieser Anfangsmoderation.
00:24 Gavin Karlmeier
Aber schade, dass ich jetzt noch eine Stunde ranhängen muss. Ich wollte gerade sagen, danke, dass du da warst. Wir hören uns dann nächste Woche Wie geht's dir? Wie hast du dich arrangiert mit dem täglichen Nachrichtengeschäft? Weil ich habe heute darüber nachgedacht, wofür steht Lorenz Meyer, wenn er im Podcast ist. Und es gibt zwei Lorenze, finde ich. Und der eine Lorenze ist der analytische, Abgeklärte, der immer einen sehr gesunden Blick auf Dinge hat. Und der andere ist emotionale Lorenz. Und wenn du emotional wirst, dann sind das so die Momente, wo ich mich zurücklehne und zehn Minuten lang Salvenfeuer passiert. Wie in welcher Form treffe ich dich heute?
01:01 Lorenz Meyer
Ja, es ist ja, es geht mir vielleicht, so wie es vielleicht auch einigen da draußen geht, den Hackis, dass man schon so eine emotionale Achterbahnfahrt unternimmt. dass man immer wieder versucht zu sortieren, einzuordnen, rational zu sein, Erklärungen zu finden, die Mechanismen zu verstehen, irgendwie Ordnung reinzubringen. Und aber dass es so ungeordnet, so chaotisch und und so unvorstellbar läuft. Das sind dann diese Momente, die, die einem dann so, die selbst mir dann irgendwie die Luft nehmen. einem dann zwischendurch wieder so raubt. Dass man so denkt, man ist abgehärtet, man hat eigentlich eine Hornhaut, man hat schon alles erlebt in dieser ganzen gesellschaftspolitischen Internetblase. Aber Es wird halt immer noch getoppt.
01:56 Gavin Karlmeier
Vor allem das Ärgerliche ist ja, dass das ja alles Teil des Konzepts ist, dieses Chaos. Und jedes Mal, wenn man versucht, Ordnungzubringen oder sich selber zu strukturieren zu glauben, etwas, einen Plan zu verstehen oder so. In dem Moment gehst du ja denen, das klingt so verschwörerisch, aber in dem Moment gehst du ja Musk, Trump und so weiter auf den Leim, die ja nichts anderes vorhatten als so viel Mist in die Erdbeeren. dass sie dazwischen Dinge platzieren können, die tatsächlich Demokratie zersetzend, mensverachtend und so weiter sind. Sorry. Und es gibt ja diesen Begriff, den ich hier, äh, den Niels Vogelberg damals hier eingeführt hat, des Samewashings. Also dieser Dass du die Dinge, die Trump zum Beispiel im Wahlkampf gesagt hat, anfängst zu sortieren und zu versuchen, dahinter einen Plan zu wittern und ihn damit sagen wir mal, für gesünder zu erklären, als er eigentlich ist oder die Aussagen zumindest, die er dir vornimmt.
02:55 Lorenz Meyer
Ja, ja, genau. Und es ist halt viel viel rätselhafter, viel spontaner, viel mehr dem Moment und einiges auch viel mehr den kognitiven Fähigkeiten eines älteren Herrn, der sich ja auch wenig mit der Materie auseinandersetzt, geschuldet.
03:16 Gavin Karlmeier
Wohl wahr, ja. So ist das wohl. Na gut, dann gehen wir heute mal in die Themen. Wir haben ein bisschen Politik, wir haben aber auch ganz viel Social Media Kram. Ich habe ein kleines Housekeeping aber zum Start. Und das eine ist, dass wir über in der letzten Episode hatten wir Funktionen und Emotionen. Und da gab es zwei Funktionen, die ich hier heraus möchte. Das eine ist der Instagram View Count. Da habe ich darüber gesprochen, dass du bei Bildern zukünftig auch den Counter sehen kannst, wie viele Aufrufe, die das Bild erzielt hat. Und in der letzten Folge war es noch unklar, gilt das nur für dich selber, für deine eigenen Bilder oder für die Bilder auch anderer Leute? Eigentlich ein logischer Schluss wäre von Instagram, auch diese Views mittelfristig anzuzeigen. Das machen sie aber wohl, wie es aussieht, nicht, sondern wie Koffe Hollig, natürlich Schattenredakteurin Koffe Hollick im Discord geschrieben hat. betrifft es erstmal nur deine eigenen Beiträge. Mhm. Und das andere ist das Thema WhatsApp-Listen. Die Möglichkeit Chats, die du hast, selber in Ordner zu strukturieren oder in Listen, die du dann in der App sozusagen sortieren kannst. Dass du sagst, ich habe hier Familie oder Beruf und dann klicke ich da drauf und dann sehe ich das. Da gibt es auch in unserem Hackenden Discord von KP Noctopus. hat jemand im Haken dran Discord schon Screenshots reingepostet, wie das aussieht. Und das Interessante ist, dass im Beispiel für den Listennamen FreundInnen mit einem Gender-Sternchen steht. Was für Meta, finde ich, eine überraschende Entscheidung ist, dort zu gendern, oder?
04:41 Lorenz Meyer
Absolut. Also genau, der der oder die Programmiererin, die sollte jetzt schon mal so ein bisschen bei Stepstone gucken, ob sie ob es da auch noch Alternativen gibt.
04:54 Gavin Karlmeier
Die Übersetzerinnen oder der Übersetzer, die werden bald arbeitslos. Tatsächlich interessant dazu, wo wir das gerade haben, dass in der Vergangenheit, ich arbeite sehr viel mit. ich bitte um Mitleidsbekundungen mit der Facebook, äh, mit der Metabusiness Suite, was der schlimmste Ort im Internet ist. Das ist die Hölle. Und habe sehr häufig exportiere ich mir daraus so CSV-Dateien, die halt die Postings der Vergangenheit zusammenfassen. Und da ist mir aufgefallen, dass die nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden. Dass von heute auf morgen, also irgendwann gab es ja den Moment, wo in der Facebook Business Suite, als sie noch so hieß, nicht mehr die Zeitzone umgerechnet wurden, sondern plötzlich war alles Pacific Standard Time, alles musstest so neun Stunden draufrechnen. Und jetzt kommt der nächste Schritt, die Übersetzungen fallen auch noch weg. Es ist jetzt alles englischsprachig. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass man die Arbeit mit der KI im eigenen Haus zumindest erstmal ein bisschen runterfährt, wie es aussieht.
05:48 Lorenz Meyer
Ja, ist ein bisschen traurig. Also ich fand auch in den letzten Jahren schon immer wieder Übersetzungsfehler bei Facebook. Also so ganz traurige, so Arafat-Englisch. In dem Fall wäre es halt so ein komisches Stummeldorf, verstummeltes Deutsch irgendwie. Ganz merkwürdig, wo man sich so sagt, meine Güte, da ist Geld im Überfluss vorhanden, da ist KI und Intelligenz und da ist auch Geld für menschliche Übersetzer. Ähm, könnt ihr nicht verdammt nochmal da euer euer Programmiersystem einfach pflegen da mit den Sprachdateien? Also es kann doch nicht.
06:25 Gavin Karlmeier
Ich habe ein Beispiel. Wenn du diese besagten CSV-Dateien nämlich in der Business Suite exportierst, steht ja dein Export, wird verarbeitet, aber das wird mit T geschrieben. Es ist doch unfassbar.
06:35 Lorenz Meyer
Es ist doch unfassbar.
06:38 Gavin Karlmeier
Apropos unfassbar. Möchtest du heute mit Ex und Mask starten oder wollen wir direkt mit Meta weitermachen?
06:43 Lorenz Meyer
Oh Gott, ähm, nee, lass erstmal noch weicher machen mit Meta. Ich muss mich rantasten.
06:50 Gavin Karlmeier
Okay, wir fangen, es ist nicht weich, aber wir fangen politisch an. Die Europäische Kommission hat DMA-Strafen für Apple und Meta verhängt. Das sind die ersten Strafen dieser großen Regulierungspakete. Wir wissen ja, es gibt DMA und DSA, Digital Markets Act für die Regulierung der Unternehmen untereinander, kartellrechtliche Regulierungen, wenn man so möchte, und den DSA Digital Services Act, der Schutz von uns als Bevölkerung gegenüber diesen großen Tech-Mogulen und Unternehmen. So, und im DMA wurden jetzt das erste Mal zwei Strafen verhängt. Und zwar gegen Apple in Höhe von 500 Millionen Euro und gegen Meta in Höhe von 200 Millionen Euro. Der DMA könnte bis zu 10% des weltweiten Jahresumsatzes verhängen, hat aber hier in dem Fall nur jeweils 0,1% des weltweiten Jahresumsatzes an Strafen verhängt. Und bevor du anfängst, dazu deine Emotionen kochen zu lassen, kurze Erklärung. Bei Apple betrifft es den Umgang mit EntwicklerInnen alternativer App Stores. Das gibt ja durch den DM. DMA den Zwang, dass Apple alternative App Stores anbieten muss. Also du kannst zum Beispiel, wenn du Fortnite auf dem Handy spielen möchtest, musst du dir, weil die EntwicklerInnen dahinter sich mit Apple verstritten haben, sehr lange Geschichte. musst du dir den Epic App Store herunterladen. In der EU darfst du das und darfst auf dem iPhone sozusagen einen alternativen App Store benutzen und damit Fortnite runterladen. laden zu können. Es gibt auch ein paar andere alternative App Stores, aber den EntwicklerInnen ist es nicht gestattet, in anderen Apps für diesen App Store zu werben. Und das wird von der Kommission als Fehler oder als Verstoß sozusagen bewertet und eben mit 500 Millionen Euro Strafe. Belohnt. Bei Meta geht es um dieses Pay or Consent Verfahren. Über das haben wir hier schon hunderttausendmal gesprochen. Es gibt nach EU-Recht für dich die Möglichkeit zu sagen, ich möchte kein Werbetracking. auf Webseiten erleben oder in Apps erfahren. Und dann solltest du da einen Schalter haben und sagen, bitte schalte dieses personifizierte Tracking für Werbung aus. Das geht beim Meta, aber Meta nimmt dafür eben einen Betrag von 8 Euro im Monat. Und das ist aus Sicht der EU-Kommission, aus Sicht von jedem Menschen, der Gerechtigkeitsvernat ist, natürlich so nicht richtig und wird eben hier mit 200 Millionen Euro Strafe versehen.
09:05 Lorenz Meyer
Ja, das sind alles schöne, stolze Zahlen und man freut sich erstmal, weil wir ja selten im Monat oder noch nicht mal im Jahr so viel Geld verdienen wie die an Strafezahlen. 200 oder 500 Millionen, so mit mir. Aber es ist so also Ja, ich gehe mal einen Schritt zurück zum Strafrecht. Beim Strafrecht ist es ja so, dass man eigentlich festgestellt hat, dass die Androhung härterer Strafen ab einem gewissen Zeitpunkt gibt es so einen Kipppunkt, da nützt es nichts. Wenn du Vergewaltigung, wenn du da, ich weiß, ich sag, zwischen von 15 Jahren erhöhe ich das jetzt auf 20 Jahre und erwarte, dass dann die Zahl der Vergewaltigung runtergeht, dann werde ich mich irren. weil eine bestimmte Form von Straftaten nicht einzufangen ist mit der Höhe des Strafmaßes. Irgendwann ist es denn auch egal, auch in Amerika, ob du denn halt 300 Jahre oder 350 Jahre im Knast landest. Das ist aber bei dieser Art von wirtschaftlichen Strafen eben eine andere Sache. Also man stellt mal vor. In einer Stadt gäbe es ein Parkhaus. Sie würden ein Parkhaus, die Stadt würde ein Parkhaus anbieten, ein Gemeindeparkhaus, sage ich mal. Und sie würden sagen, das kostet 25 Euro am Tag, dich da reinzustellen. Meinetwegen in Frankfurt. So, und gleichzeitig sagt die Stadt, wenn du Falschparker, denen geben wir ein Knörlchen und die zahlen 50 Cent. So, jetzt ist die wirtschaftliche Frage, stelle ich mich ins Parkhaus für 25 Euro und bin ein edler Mensch? Oder stelle ich mich einfach direkt irgendwie vor den Laden ins Parkverbot und riskiere diese 50 Cent Knörchen? Naja, was wird wohl jeder machen? Er wird natürlich falsch parken. Worauf ich hinaus will, diese Strafen sind einfach, die tun noch nicht genug weh. Eine Strafe muss in einem Verhältnis sein, dass sie weh tut, jedenfalls bei diesen Unternehmen. Und 0,1 Prozent Jahresumsatz, das tut nicht weh.
11:16 Gavin Karlmeier
Das ist so, ja. Vor allem, was daran so ein bisschen ärgerlich ist, aus unserer Perspektive jetzt, wir beobachten ja die Entwicklung dieser Regulierungen, seitdem sie eingeführt worden. Also so lange gibt es diesen Podcast schon. Und haben die ganze Zeit gesagt, die EU muss sich beweisen, dass sie kein zahnloser Tiger ist, dass sie hier nicht einfach nur theoretisch irgendwelche Gesetze verabschiedet, aufschreibt und am Ende machen die Tech-Unternehmen eh, was sie möchten. Die EU muss sich beweisen, das haben wir alle gesagt. Die ersten Strafen, die verhängt werden, liegen jetzt wirklich weit, weit, weit unter diesem schmerzhaften Maß. Ich finde auch, man muss das Maß wahren, man braucht irgendwie noch eine, man muss noch nachlegen können, man hätte hier nicht das Maximalmaß ziehen müssen. Man muss hier nicht 10% nehmen oder so. Aber eben so Summen zu erheben, die Apple aus der Portokasse zahlt, Apple ist das Unternehmen mit den größten Bargeldreserven überhaupt, für die sind 500 Millionen Euro natürlich ärgerlich. Aber du merkst sie nicht einmal im Jahreshaushalt des Unternehmens. Du wirst es nicht im Ergebnis merken.
12:19 Lorenz Meyer
Genau, und wenn es eine Strafe ist, bei der man sich vorher wirtschaftlich im Controlling sagt, das berechnen wir schon mit ein.
12:32 Gavin Karlmeier
So empfinde ich das nämlich auch Und die EU Kommission hat ja in der Vergangenheit in Form von verschiedenen Gesprächen, Ursula von der Leyen hat das durchschimmern lassen, Wir Kühnen, die Digitalkommissarin, hat es durchschimmern lassen, hat ja gesagt, uns geht es nicht darum, die Unternehmen empfindlich zu bestrafen, sondern dazu zu bringen, das Recht zu machen. Einzuhalten. Ich bin mir nicht sicher, ob diese verhältnismäßig Kleinbeträge wirklich dazu führen, dass Meta dieses Verfahren jetzt komplett verändert. Weil auch bei Wiederholungen drohen natürlich höhere Strafen. Aber selbst wenn es das Zehnfache ist, wenn es zwei Milliarden Dollar für Meter, das wäre schon eine empfindliche Strafe. Aber selbst dann hätten sie immer noch vermutlich mehr Geld durch die getracte Werbung bis dahin verdient.
13:12 Lorenz Meyer
So funktioniert das denn eben nicht. Es ist ein Taschenrechner, es ist eine simple Taschenrechnersache. Und bei Wirtschaftsstraftaten, da macht man das ja teilweise auch so. dass man dann eben mit das mit betrügerischem Geld erwirtschaftete Wirtschaftsgut einzieht, einfach auch. Also insofern, ja, setzt euch da hin mit euren Taschenrechnern oder kauft euch für 20 Euro ein Chat-GPT-Monatsabo und fragt Chat-GPT, was wohl eine angemessene Strafe wäre.
13:44 Gavin Karlmeier
Bitte nicht, sonst hast du so Zollsysteme wie in den USA.
13:48 Lorenz Meyer
Ach ja, stimmt, richtig, genau, wenn man es falsch verdient.
13:52 Gavin Karlmeier
Der Vollständigkeit halber Apple hat angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen, weil sie sagen, diese Entscheidung sei ein weiteres Beispiel dafür, wie die Kommission das Unternehmen unfairerweise mit Maßnahmen ins Visier nehme. schlecht für die Privatsphäre und Sicherheit unserer NutzerInnen und schlecht für unsere Produkte sind und uns zwingen, unsere Technologie kostenlos abzugeben
14:10 Lorenz Meyer
Ja, und das ist natürlich auch ein systembedingter Automatismus, der da startet. Natürlich sagt jedes Unternehmen erstmal, da gehen wir gegen vor. Also die Rechtsanwaltskosten werden halt von der Steuer abgesetzt und Und wenn es nur eine kleine Chance gibt, damit irgendwie durchzukommen, ist doch wunderbar.
14:28 Gavin Karlmeier
Im Fall von Apple muss man übrigens sogar sagen, da kann man ja sogar fast noch. . Also, ich sage das jetzt in Abgrenzung zur Metaentscheidung. Da kann man ja fast sogar noch verstehen, wie das historisch gewachsen ist, warum es diesen einen App Store gibt. Es gibt massives Sandboxing, du hast als EntwicklerInnen kaum Möglichkeiten wirklich aufs Gerät zu zugreifen. Und viele von diesen Entscheidungen sind natürlich Sicherheitsentscheidungen, viele von diesen Entscheidungen sind aber auch einfach Marketingentscheidungen, weil du genau weißt Du zwingst die EntwicklerInnen dazu, das Apples Spiel mitzuspielen und damit die Leute noch länger in diesem World Garden zu halten. Bei Meta dagegen, Sie haben angekündigt, wahrscheinlich Berufung einzulegen, ist noch nicht ganz klar bei Ihnen. Und Sie sagen, die Europäische Kommission versucht, erfolgreiche amerikanische Unternehmen zu benachteiligen, während sie chinesischen und europäischen Unternehmen erlaubt, nach unterschiedlichen Standards zu operieren. Was nicht stimmt. Dabei geht es nicht nur um eine Geldstrafe, die Kommission zwingt uns, unser Geschäftsmodell zu ändern und verhängt damit faktisch einen Milliardenzoll gegen Meta, während wir gleichzeitig einen schlechteren Service anbieten müssen. Ich finde übrigens personalisierte Werbung als Service zu verstehen, da muss man auch schon wirklich mit dem Hammer gekämpft sein. Und indem sie personalisierte Werbung unvereinschränkt, schadet die Europäische Kommission auch europäischen Unternehmen und Volkswirtschaften, sagt Joel Kaplan, der auch schon für republikanische Kräfte gearbeitet hat.
15:44 Lorenz Meyer
Also manchmal werden ja Stellungnahmen gar nicht geschrieben für die breite Masse, sondern für jemand ganz anders. Und dieses hier, das klingt mir einfach so, man hat einen einzigen Leser dabei im Kopf. Und der heißt mit Vornamen Donald.
16:01 Gavin Karlmeier
Und das Weiße Haus hat sich tatsächlich deswegen auch schon zu einem Statement hinreißen lassen. Und sie haben gesagt, diese neuartige Form der wirtschaftlichen Erpressung wird von den Vereinigten Staaten nicht geduldet. Extraterritoriale Regulierungen, die speziell auf amerikanische Unternehmen abzielen und diese untergraben Innovationen zu ersticken und Zensur ermöglichen, werden als Handelshemmnisse und als direkte Bedrohung der freien Zivilwirtschaft anerkannt. Sagt die Regierung die eigentlich ein Gesetz missachtet, das gezielt chinesischer Unternehmen weiterstelldrücken soll, um das nochmal kurz dazu zu sagen. Und war fast klar, dass es so ausgelegt wird. Deswegen ist der Zeitpunkt dieser Strafen an die Unternehmen natürlich ungünstig Weil die Kommission hätte ja machen können, was sie wollen. Man hätte ihnen immer unterstellen müssen, dass sie im Rahmen dieser Verhandlungen um Handelsabkommen und Zollverhinderungen und so weiter möglicherweise anders gehandelt hat, als sie es außerhalb dieser Zeitpunkte getan hätte. Also alles in allem, alle Beteiligten sind unzufrieden.
17:01 Lorenz Meyer
Ja, fantastisch.
17:02 Gavin Karlmeier
Ja. Aber du wolltest über Meta sprechen. Wir bleiben noch ein bisschen bei Meta.
17:06 Lorenz Meyer
Achso, wir haben noch was zu Meta gekommen.
17:07 Gavin Karlmeier
Da, einiges.
17:08 Lorenz Meyer
Oh, erfreulich.
17:09 Gavin Karlmeier
Toll, ne? Meta ist im Moment immer noch vor Gericht. Das wird auch noch ein paar Wochen uns begleiten. Ich hab schon überlegt, wir brauchen eigentlich so einen Jingle für Meta gegen FTC. Also wenn jemand von euch Hakis da draußen Bock hat, einen kleinen Jingle zu bauen, der diesen Gerichtsprozess zwischen Meta und FTC einleitet. leitet oder einläutet, ich weiß nicht, der es hätte sich eingeladen, mir was zu schicken, entweder im Discord oder an gevin at anstand und crawl. de, wäre meine Mailadresse oder sonst irgendwo. Ihr findet mich ja im Internet. Auf jeden Fall läuft dieser Prozess noch und als wir die letzte Episode aufgenommen haben, die am Mittwoch erschienen ist, da saß gerade Kevin Sistram, der ehemalige Instagram-Gründer oder einer der Instagram-Gründer. im Zeugen stand und hat ein bisschen was erzählt. Wir waren also nicht ganz fertig geworden oder er ist nicht fertig geworden, bevor wir aufgenommen haben. Ich habe ihm ein Memo geschickt, dass er sich nächstes Mal bitte an unsere Aufwand Zeichnungszeichen halte. Und der hat ein paar Sachen erzählt. Zum Beispiel hat er erzählt, dass nicht nur Meta oder Facebook, wie es damals hieß, interessiert daran waren. Instagram zu kaufen, sondern auch Twitter, Google und Apple. Mit Twitter hat es wohl mehr als zehn Treffen gegeben, um über diese Übernahme zu sprechen.
18:18 Lorenz Meyer
Muss ja schon sehr weit fortgeschritten sein, bei zehn Treffen, Entschuldiger und das Es ist nicht nur ein grobes Interesse.
18:25 Gavin Karlmeier
Finde ich auch. Und hätte ehrlicherweise, wir wissen ja, was das Instagram wurde und vermutlich hätte sich Instagram auch bei einem anderen, in einem anderen Konzern prächtig entwickeln können, wenn man es richtig gemacht hätte. Vielleicht nicht so wie bei Meta, aber das hätte ehrlicherweise die ganze Weltgeschichte anders schreiben können, wenn Twitter damals wertvoll geworden wäre durch Instagram. Ja, das stimmt. Also es ist sehr interessant. Auch Apple hat sich vier bis fünf Mal mit Kevin Sistrim getroffen. Google dagegen nicht ein einziges Mal, aber sie hatten wohl auch eine Übernahme in Erwägung gezogen, hat er gesagt. Interessant, oder?
18:59 Lorenz Meyer
Absolut, absolut. Dass sie da schon den richtigen Riecher hatten. Ich meine, mich erinnert das so ein bisschen an diese, jetzt war ja 20 Jahre YouTube-Jubiläum, ne? Und dann hat man nochmal drüber geredet, über diese drei Jungs, die da. den 18-sekündiges Elefantengehege-Video als erstes irgendwie reingelegt haben. Und dann, ich weiß nicht, anderthalb Jahre später haben sie 1,6 Milliarden, glaube ich, kassiert dafür. wo man jetzt im Nachhinein sagt, das war die billigste Übernahme der Weltgeschichte zu so einem Schnäppchenpreis. Gab's wohl g gab's und wird es wohl nie wieder irgend so ein so ein Endgame.
19:40 Gavin Karlmeier
Der Instagram Deal war, glaube ich, noch günstiger.
19:42 Lorenz Meyer
Ach, der war noch günstiger, ja, ja, stimmt schon. Ja, ja, der war was ja der war bestimmt auch sehr lukrativ.
19:48 Gavin Karlmeier
Ich habe irgendwo, wir haben das im Discord, das finde ich jetzt auf gar keinen Fall. Da gibt es Info, jemand, ich glaube Koffe Hollick hat mal natürlich mal so eine Grafik gepostet, die klügsten Übernahmen der Weltgeschichte. Und da waren Instagram und YouTube waren auf Platz eins und zwei, ich weiß aber nicht mehr in welcher Reihenfolge. Wow. Kann ich das irgendwie schnell ergoogeln? Nein, kann ich nicht. Egal, ihr findet es im Discord, wenn ihr euch ein bisschen Zeit nehmt. Ja, interessant finde ich, also klar, Apple und Google hatten natürlich Zugriff auf die App Store-Zahlen und wussten, wie erfolgreich die App ist. Ja. Bei Twitter, wie gesagt, finde ich es am bemerkenswertesten, dass die so sozusagen schon am weitesten drin waren und die die Übernahme dann am Ende aber nicht hingekriegt haben. Es hätte alles. . hätte alles anders werden lassen.
20:30 Lorenz Meyer
Ja, stimmt. Genau. Es wäre Elon Musk und so, das wäre uns erspart geblieben.
20:37 Gavin Karlmeier
Ansonsten hat Kevin Sistrum auch noch gesagt, warum er das Unternehmen dann verlassen hat. Wir haben das schon so ein bisschen geahnt, aber er hat nochmal seine Sicht der Dinge dargestellt. Er hat sechs Stunden, hat er ausgesagt. Und er hat gesagt, er glaubte, dass das Teil einer, wie Deep L das für mich übersetzt hat, Kauf- oder Begrabungsstrategie gekauft hat. Um eben zu verhindern, dass der Rivale Instagram größer wird als Facebook. Interessanterweise wurde aber Instagram dann ja größer als Facebook, zumindest in Teilen oder ist schneller gewachsen als Facebook. nicht in NutzerInnenzahlengröße, aber eben in Wachstumszahlen im Unternehmen. Und das war wohl ein großes Problem für Zuckerberg, was dazu führte, dass auch im Unternehmen Meta. . die Ressourcen für Instagram total runtergefahren wurden. Es wurde kaum noch investiert in Instagram, damit eben zu dem Zeitpunkt damals eben Instagram nicht größer wird als Facebook. Es darf nur einen König geben. In der Zeit ist Instagram dann aber auf 40 Prozent der Größe von Facebook angewachsen, obwohl sie nur 1000 MitarbeiterInnen hatten, während Facebook 35. 000 hatten. Und er sagte, wir waren das am schnellsten wachsende Produkt bei Meta. Und die meisten Einnahmen erzielt und im Vergleich zu dem, was sie damals hätten sein sollen, hätten wir viel größer sein können. Und hat deswegen dann irgendwann gesagt, dass er da nicht mehr bleiben wollte, weil eben diese. Er sagte, es waren echte menschliche Emotionen im Spiel.
21:59 Lorenz Meyer
Ja, ich meine, was für eine makabere Vorstellung, ne? Wenn Meta wirklich Instagram gekauft haben könnte, eigentlich nur um einen Mitbewerber leise eingehen zu lassen, um sich zu sagen, naja, die Funktionen, die bauen wir lieber in unsere Haupt-App ein. und den Mitbewerber, den übernehmen Wald und lassen ihn so langsam verhungern. dann wird das auf diese kuriose Weise belohnt, indem du denn auch noch den Deal des Jahrtausends machst und Instagram halt so erfolgreich wird. Also das ist schon makaber.
22:34 Gavin Karlmeier
Also würde Shakespeare heute leben, würde er die Geschichte so schreiben, oder?
22:38 Lorenz Meyer
Ja, absolut. Schöne Geschichte.
22:41 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch. Ach, ich habe noch eine kleine DMA-Notiz, die habe ich gerade vergessen. Der Facebook Marketplace. Hast du da schon mal was drüber verkauft, Lorenz?
22:49 Lorenz Meyer
Dauernd. Haken dran, Discord Plus Mitgliedschaften.
22:57 Gavin Karlmeier
Da müssen wir gleich wirklich drüber reden. Da gibt es leider keine guten Nachrichten. Äh, der Facebook Marketplace fällt nicht mehr unter den DMA, weil er im Jahr 2024 weniger als zehntausend gewerbliche NutzerInnen in der EU hatte. Und damit ist der Marketplace nicht mehr relevant genug für die EU, um sich darum zu kümmern.
23:14 Lorenz Meyer
War auch vollkommen Banane, ne? Dieses Symbol, hast du da jemals draufgeklickt?
23:19 Gavin Karlmeier
Soll ich dir mal was sagen? Ich habe über den Facebook Marketplace mal eine Küche verkauft. Und zwar wirklich, also vierstelliger Ertrag was glaube ich nicht, weil halt um, was weiß ich denn, wenn wir irgendwie 1000 Euro dafür bekommen. Bei einem Umzug. Das heißt, ich hatte auch noch Zeitnot und dachte, ich schieße jetzt aus allen Rohren, weil bei den einschlägigen Kleinanzeigenportalen nichts passiert ist. Dann habe ich im Marketplace inseriert und dann hat tatsächlich jemand die Küche dort gekauft und auch abgeholt und bezahlt. Wow. Und das hat damals mein Bildung. Bild vom Marketplace verändert. In den USA ist das riesig übrigens. Da wird das wirklich genutzt. Ach ja. Ja, und konkurriert dort mit Craigslist, was so deren Kleinanzeigen ist.
24:00 Lorenz Meyer
Ja, das gibt es ja schon seit Jahrzehnten.
24:02 Gavin Karlmeier
Genau. In der EU scheint aber der Marketplace zumindest für gewerbliche AnbieterInnen nicht mehr besonders relevant zu sein.
24:10 Lorenz Meyer
Interessant. Unter 10. 000. Ja, das ist ja gar nichts.
24:14 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wirklich lächerlich.
24:16 Lorenz Meyer
Also dafür, dass sie da ein eigenes Icon drauf haben.
24:19 Gavin Karlmeier
Noch. Vermutlich wird sich das bald ändern. Ja. So, und dann gibt es noch eine kleine Meta-Meldung, und zwar gibt es ja bei Meta das Oversight Board. Und die ist es in der Vergangenheit ein bisschen stiller geworden, aber ist es eigentlich eine sehr wichtige Instanz. Das wurde von Meta selber gegründet, es ist so eine Art Ombudsstelle, wenn man so will. Also die sind, gehören zwar dem Unternehmen an, aber dürfen unabhängig Entscheidungen treffen und deren Entscheidungen sind aber verpflichtend für das Unternehmen. In der Regel betreffen diese Entscheidungen aber eben nur Content-Moderationsmaßnahmen. Also anders gesagt, du hast ein Video gepostet, das hat ein bisschen Reichweite bekommen, wurde dann irgendwann gesperrt. Dann kannst du zum Oversight-Board gehen und sagen: Ich glaube, dass die Sperrung des Videos hier nicht richtig ist. dann, wenn du Glück hattest, hat sich das Oversight-Board das angeschaut und konnte der Content-Moderation von Meta dann zwingend mitteilen. Dieses Video muss wieder online gehen. So, das ist deren Funktion. Die haben aber auch über Unternehmensentscheidungen immer mal wieder was zu bemerken gehabt. Und jetzt eben zuletzt haben sie ein Statement veröffentlicht zum Thema neue Richtlinien hinsichtlich der Contentmoderation. Und da geht es eben konkret um dieses 5 Minuten 38-Video aus dem Januar, in dem Mark Zuckerberg die Faktenchecks abgeschafft hat, die neuen Richtlinien der Community-Guidelines angepasst hat, die Art der Content-Moderation verändert hat und so weiter und so weiter. Haben wir schon hundertmal drüber gesprochen. Das Oversight baut aber eben erst jetzt. Und Sie sagen, die neuen Richtlinien kamen übereilt und wurden abweichend von der üblichen Vorgehensweise angekündigt. und fordern damit das Unternehmen auf, mehr Informationen über die neuen Regeln zu liefern. Außerdem fordert der Ausschuss Meta auf, die Auswirkungen seiner neuen Richtlinien auf gefährdete NutzerInnengruppen zu bewerten, diese Ergebnisse zu veröffentlichen. und den Ausschuss alle sechs Monate zu informieren. Das Board sagt, dass es in Gesprächen mit Meta ist, um Richtlinien zur Faktenüberprüfung auch in Regionen außerhalb der USA zu gestalten. Also damit haben Sie offenbar angekündigt, Leute, wenn ihr die Faktenchecks auch außerhalb der USA abschafft, Dann wollen wir aber da vorher ein bisschen was drüber wissen. Außerdem hat das Oversight Board eine Liste von 17 Empfehlungen an Meta gerichtet, indem das Unternehmen unter anderem aufgefordert hat. wird, die Effektivität von Community Nodes zu messen, die eigene Haltung zu Hassideologien zu erklären und die Durchsetzung von Verstößen gegen Belästigungsrichtlinien zu verbessern. . Und sie fordern Meta dazu auf, seine Verpflichtungen aus dem Jahr 2021 zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte einzuhalten, indem es sich mit den von den neuen Richtlinien betroffenen Interessengruppen auseinandersetzt. Konkret heißt es, das Oversight Board hat gesagt, das, was ihr da angekündigt habt, geht nicht. Es verstößt gegen alles, wofür wir stehen, warum es uns gibt. Und wir glauben auch nicht, dass die neuen Ankündigungen irgendetwas besser machen. Und ihr habt euch 2021 mal zu den UN-Leitprinzipien verpflichtet. Jetzt zeigt mal, ob das auch tatsächlich Bestand hatte, was ihr da versprochen habt.
27:16 Lorenz Meyer
Hm. Ja, sehr, sehr löblich und auch sehr mutig, weil man ja auch weiß, mit welch harten Bandagen und mit welch nicht rechtsstaatlichen Bandagen da auch gekämpft wird. Man muss ja heutzutage müssen sich ja Amerikaner, die sich dem widersetzen in höheren Funktionen, in einer Verwaltung oder in größeren Unternehmen, die müssen sich ja gewahr sein. dass Donald Trump, Elon Musk, Mark Zuckerberg oder so, dass dass sie namentlich genannt werden, dass sie den Feinden zum Fraß vorgeworfen werden. dass sie schikaniert werden, dass sie weggekauft werden, gekündigt werden. Also es wird ja mit allen Mitteln einfach gearbeitet und da ist ja irgendwie kein kein Mittel mehr Tabu, weil man ja den Eindruck hat, es gibt gar keine Rechtsstaatlichkeit mehr. Also insofern Toll, dass es da Institutionen gibt, die sich dem noch so mutig gegenüberstellen.
28:17 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Auf der anderen Seite war mein erster Gedanke, das war das Letzte, was wir vom Oversight Board gehört haben. Ja. Das Risiko besteht natürlich, dass es jetzt erstmal irgendwie eingedampfelt wird. Meta hat in der Vergangenheit immer mal wieder auf solche Anforderungen reagiert, die dann auch befolgt, obwohl sie eigentlich dazu keine Verpflichtung haben, weil eben das Oversight Board darf nur getroffen werden. offene Entscheidung der Content Moderation zwingend rückgängig machen. Aber dass sie jetzt hier sozusagen auf den Tisch schauen, dazu muss Meta eigentlich sich nicht verhalten. Aber ich finde, diese Formulierung. Der Ausschuss fordert, ich zitiere es nochmal, weil das ist, ich finde, das geht so runter. Der Ausschuss fordert MITA auf, die Auswirkung seiner neuen Richtlinie auf gefährdete NutzerInnen-Gruppen zu bewerten, diese Ergebnisse zu veröffentlichen und den Ausschuss alle sechs Monate zu informieren. ist schon sehr klar, dass sie sagen, das, was ihr da macht, das wird nicht funktionieren, wenn ihr euch so verhalten wollt, wie ihr es eigentlich mal versprochen habt.
29:12 Lorenz Meyer
Ja.
29:14 Gavin Karlmeier
Schauen wir mal.
29:15 Lorenz Meyer
Sie werden zerschlagen. Ja, genau.
29:17 Gavin Karlmeier
Das wäre leider der schlimmste Outcome. Naja, und dann müssen wir noch kurz über Thread sprechen. Bist du da noch aktiv bei Threads?
29:26 Lorenz Meyer
Ach, nur mit gebremstem Schaum. Aber insgesamt auch gebremster Schaum. Gebremster Schaum, ist es so ein. Ich glaube, das ist eine Redewendung.
29:35 Gavin Karlmeier
Ehrlich?
29:36 Lorenz Meyer
Aus dem Andalusischen übersetzt.
29:41 Gavin Karlmeier
Wurde erstmals verwendet in einem Werk vom Autor Lorenz Meyer.
29:44 Lorenz Meyer
Ja, genau. 1873. Genau. Ne, also nur noch, um deine Frage zu beantworten und dem Schaum auszuweichen, ja, seltener.
29:55 Gavin Karlmeier
Okay.
29:56 Lorenz Meyer
Seltener als auf Blue Sky ebenfalls.
29:58 Gavin Karlmeier
Adam Ossari, der Chef von Threads und Instagram ist, hat jetzt angekündigt, dass Werbeanzeigen weltweit in die Timeline kommen werden. Sie werden jetzt nach und nach in anderen Märkten die Werbung ausrollen. Wir wissen, dass in den USA und Japan die Werbung schon getestet wurde für kleine Teile der NutzerInnen. Jetzt wird es aber eben richtig ausgerollt und Sie wollen aber weiterhin schauen, wie NutzerInnen damit interagieren um an dieser Ausbreitung der Werbung, Verbreitung der Werbung noch nachsteuern zu können.
30:27 Lorenz Meyer
Ach, da freuen wir uns doch alle. Warst du mal in letzter Zeit auf Facebook, wenn du da so durchscrollst?
30:33 Gavin Karlmeier
Oh, echt selten. Also ich würde sagen, so zweimal die Woche nutze ich Facebook wirklich bewusst, aber mir ist nichts anderes aufgefallen.
30:40 Lorenz Meyer
Also mir wird da jetzt wirklich nur noch so ein Advertising-Mist reingeblendet, in die Postings halt. Früher konnte man es dann noch mit irgendwelchen Adblockern irgendwie die rechte Spalte sich irgendwie wegklepsen, wenn man wollte. wo dann die ganzen unseriösen Krypto-Anzeigen aufballerten. Aber jetzt hauen sie es ja wirklich in den Stream rein. Und ja, finde ich sehr abturn. Also ich bin mal gespannt, wie sie es bei Threads machen werden.
31:09 Gavin Karlmeier
Also, das wird wahrscheinlich aussehen wie bei Twitter, ehrlicherweise. Ja. Da wäre ich mir relativ sicher. Ich finde Also es ist legitim, wenn du so ein Angebot machst, dass du da irgendwie versuchen willst, Geld mitzuverdienen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so durchgetrackt sein muss, ob dieser komplette Datensatz den Meter sowieso sammelt. Ob man den hier, also den brauche ich, den hätte ich gerne nicht. Und ich glaube auch, dass sie da auf jeden Fall das Maß einhalten müssen, weil sie relativ schnell die Leute verprellen werden, wenn da so viel Werbung ist wie bei Facebook. Aber ja, schauen wir aber abwarten, wie das sich auswirken wird. Vermutlich werden sich die Leute drei Tage drüber aufregen und dann das so hinnehmen.
31:54 Lorenz Meyer
Das ist ja die andere Seite, genau. Genau, was soll man auch machen? Und du hast natürlich auch recht vom Grundsatz her. Meine Güte, es muss irgendwie monetarisiert werden. Das ist ja schon okay.
32:07 Gavin Karlmeier
Würdest du für Threads zahlen, wenn es selbe frei wäre dadurch?
32:11 Lorenz Meyer
Nein. Das ist eben die andere Seite, ne? Das machen alle nicht. Genau, glaube ich auch. Das ist das, wo wir auch. Ja, ich weiß nicht genau, da sind wir irgendwie so hingebaut worden auch, dass wir das alle nicht machen.
32:28 Gavin Karlmeier
Vor allem zahlen wir aber für so viel anderen Scheiß. Absolut. Und ich finde, man muss mal so eine, also es gibt kein soziales Netzwerk, für das alle Leute zahlen, dann ist es werbefrei und du wirst nicht getrackt und so, ne? Erstmal dazu. Aber, oder keins, das ich kenne. oder nutzen würde. Aber wenn du mal die Zeit, die du mit Dingen verwendest, gegenrechnest mit dem, was du dafür bezahlst, gibt es eine totale Schieflage. Also wie viele Leute kann ich, die ein Netflix-Abo haben? Aber das nicht gucken, gleichzeitig dafür 20 Euro im Monat zahlen, gleichzeitig aber bei anderen Streamern die komplette Werbe, einen kompletten Werbe-Overkill hinnehmen. Weil sie eben nicht mehr bezahlen möchten. Oder? Ja. Also, also mein Lieblingsbeispiel ist der YouTube Premium. Wie viel Zeit ich mit YouTube verbringe, würde eigentlich rechtfertigen, dafür zu bezahlen.
33:12 Lorenz Meyer
Absolut. Genau. Der Zehner wäre gut angelegt im Vergleich zu anderen Zehnten.
33:16 Gavin Karlmeier
Ja, nur ist es leider halt ein Swanny und deswegen bist du aus. Das war nicht. Aber man muss, glaube ich, diese Rechnung mal machen manchmal. Also du kaufst dir irgendwie an der Tanke, kaufst du dir ein Wasser für 4 Euro, wenn du unterwegs bist oder am Flughafen oder wo auch immer. Und diese vier Euro hättest du sparen können, wenn du vorher beim Rewe oder beim Lidl oder wo auch immer dir das Wasser gekauft hättest.
33:38 Lorenz Meyer
Wir sind so irrational. Genau, man ist irrational in der Art, wie man Geld ausgibt. Ja, absolut. Durch und durch. Ja. Und das sind wir alle, ne? Also ich kenne da auch Keinen, der da eine Ausnahme bildet.
33:49 Gavin Karlmeier
Glaubst du, das würde funktionieren, wenn wir jetzt ein soziales Netzwerk starteten, für das du einfach 3 Euro im Monat zahlst, werbefrei?
33:56 Lorenz Meyer
That's it? Würde kein Mensch machen.
33:58 Gavin Karlmeier
Ja, fürchte ich auch.
33:59 Lorenz Meyer
Also das wären gar nicht die 3 Euro, ne? Obwohl 3 Euro Varianten klacks für jeden. Genau. Das ist. Jeder Starbucks-Caffee kostet ja irgendwie das Doppelte. Aber nein, das machen die Leute nicht. Und wie du schon sagst, an anderer Stelle schmeißen sie es halt Da wird es halt mit der Schubkarre rausgefahren.
34:16 Gavin Karlmeier
Ja, da kommt das neue MacBook auf den Markt und die Leute sagen, 300 Euro mehr für ein bisschen mehr Speicher, das zahle ich gerne.
34:23 Lorenz Meyer
Absolut, genau.
34:24 Gavin Karlmeier
Damit hättest du 30 Monate von meinem neuen sozialen Netzwerk bezahlt.
34:27 Lorenz Meyer
Ja, ich merke schon, wo die ganze Sache hier läuft.
34:31 Gavin Karlmeier
Das Hacky-Verse. Hacky-Verse goes paywall. Wir brauchen nur einen guten Namen dafür. Vielleicht kann das ja jemand sich überlegen oder wenn er eh einen Jingle baut, den einfach in den Betreff schreiben. Ansonsten hat Adam Surrey sich aber dazu schon geäußert. Was passiert eigentlich, wenn du eine Werbung schaltest? Aber dein Account auch föderiert ins Fidiverse, dann wird die Werbung nicht im Fiddiverse angezeigt. Das wissen wir schon mal. Na, immerhin.
35:02 Lorenz Meyer
Okay, immerhin, genau. Also sonst werden auch die Fediverse-Leute, glaube ich, mit brennenden. . Mit brennenden Fackeln, mit brennenden Heugabeln.
35:11 Gavin Karlmeier
Mit brennenden Mammuts. Auf brennende Mammuts werden sie nach Menlo Park geritten. Ja, sehr schön, genau. Kommen wir zur Ex. 35 Minuten, der Podcast, der mal als Twitter-Podcast angefangen hat. Naja. Die New York Times hat sich die X-Accounts von drei Personen angeschaut, nämlich Anastasia Maria Lupis. Laura Lohmer und Owen Schreuer. Das sind alles drei Leute, die als rechte InfluencerInnen gelten. Vor allem Laura Lohmer kennen wir, weil wir schon häufiger über sie gesprochen haben. Das sind aber auch alles drei Leute, die zwar aus dieser Mager-Bewegung kommen, also um Donald Trump herum die sich aber mit Elon Musk überworfen haben, als es damals diesen Streit darum gab, ob Fachkräfte aus dem Ausland einwandern dürften oder nicht. Wir erinnern uns, das war ja so eine Sollbruchstelle im rechten Spektrum der USA. Denn Musk hat gesagt, ja, wir brauchen diese Leute und die ganze Magerbewegung will aber gerne so isoliert sein wie möglich. Die drei Leute haben sich halt mit Musk überworfen in dieser Zeit. Und während sie das taten, das war glaube ich im Januar oder Februar rum, während sie das taten, hat offenbar, äh, oder warum weil sie dies taten, hat X offenbar ihre Reichweite massiv eingeschränkt. Also es gibt Grafiken von der New York Times, ich packe den kompletten Artikel, der ist leider hinter einer Paywall, aber vielleicht kennt ihr ja jemanden, der dafür oder kennt andere Wege, da drumherum zu schippern. Da sind so Grafiken und du siehst einfach, ich weiß nicht, ob du das Dokument gerade offen hast. Du siehst zum Beispiel Laura Lohmer, die so im Schnitt so eine Views, der Average Daily Views am Tag, so von um die 200. 000, manchmal sogar 300. 000, manchmal auch nur 100. 000 hatten. Und dann kam der Streit mit Musk und ab Januar liegt sie weit unter den 100. 000 am Tag durchgehend. Sie hatten eine absolute Talfahrt. Das gleiche Own-Streuer. Der hat die ganze Zeit um die 150. 000 Mal waren es nur 50. 000. Aber seit diesem Streit mit Musk über diesen Sachverhalt liegt seine Reichweite halt um die 10. 000 bis 15. 000 Views am Tag. Sprich, Offensichtlich hat X oder vielmehr Musk sich dazu entschieden, Leute, die sich mit ihm überworfen oder öffentlich streiten, ähm Die Entscheidung getroffen, die Reichweite von diesen Menschen von Hand einzustellen. Das ist interessant aus zwei Gründen. Erstens hat Musk, als er Twitter übernommen hat, mit einem riesen Tarat die sogenannten Twitter-Files veröffentlicht, in der über das Shadowbanning von Menschen mit anderer politischer Meinung gesprochen wurde. Das waren Leaks, die waren in Teilen sehr dubios, teilweise gab es da auch gerechtfertigte Screenshots, aber alles in allem war viel Rauch um nichts, viel Lärm um nichts, es war viel Terrar, aber die Aussage war, ja, X schränkt die Reichweite von Menschen ein. Darüber hat Musk sich damals massiv beschwert, weil er gesagt hat, das hat nichts mit Redefreiheit zu tun. Es ist zwar so, dass Freedom of Speech bedeutet nicht Freedom of Reach, aber wenn jemand eine andere Meinung hat als er, dann dürfe er deswegen nicht bestraft werden. Das hat Musk damals die ganze Zeit erzählt. Auf der anderen Seite. Ist das interessant, weil Masker hier mal wieder die seine Plattform-Eggs so nutzt, wie man. Naja, sein privates Wohnzimmer benutzt, aber eben nicht eine öffentliche Plattform, die in der Hand eines einzelnen Menschen liegt, der völlig willkürlich autokratische Entscheidungen trifft. . Also, das ist alles das, was X eigentlich seinen Vorgängern bei Twitter vorgeworfen hatte. zieht er hier durch bei Leuten, die eigentlich ja sogar politisch gar nicht weit weg sind von ihm.
38:48 Lorenz Meyer
Ja, und es ist, es ist ja wirklich so durchsichtig primitiv und grob. Also es ist ja alles so So unraffiniert auch noch. Also es ist ja wirklich mit dem Holzhammer, mit der Machete, mit der Kettensäge, weil man einfach Ja, es sind einfach alle Hemmungen gefallen, man weiß, man ist der reichste Mann der Welt, man ist der Beherrscher des Planetensystems. Kann sich einfach benehmen wie sonst was. Also es ist einfach aberwitzig. Und das zeigt mal wieder Wenn man keine Grenzen setzt, man hätte halt schon vorher im Kleinen Grenzen setzen müssen. Grenzen setzen in den Regularien, aber meinetwegen auch Grenzen setzen im Reichtum. Diese Machtfülle und Dieses unermessliche Reichtum, die auf einer Person da niederliegen, das ist nicht gesund für unsere ganze Erde. Und das kann ja irgendwie nicht wahr sein, dass dieser komische Onkel, wo einige sagen, der ist auf Droge. dass der irgendwie sein ganzes Geld, also mit der könnte mit seinem Geld wirklich gute Sachen machen, ja, sage ich mal ganz naiv. Und was kommt dabei raus? sie, es geht ja meistens auch noch gegen die Schwächsten und Ärmsten. Also diese ganze Doge-Sache, ich weiß nicht, hattest du den Spiegelartikel gelesen? Dieses Interview mit der Frau Riedl? Das war interessant. Das ist so eine Steuexpertin. Jessica Riedl heißt sie. Und ja, und da hat sie mal so diese angeblichen Einsparungen von Doge irgendwie, hat sie mal hinter sich. Ach, alles klar, genau, ja. Und sie hat es halt sich mal angeguckt und sagt halt, es ist ein Ein großes Kürzungstheater, was darauf abzielt, die Leute abzulenken. Also im Hintergrund machen die Republikaner genau das Gegenteil, sagt sie. Sie wollen die Ausgaben erhöhen und die Steuern. Senken und so das ohnehin schon viel zu hohe Handelsdefizit weiter aufblähen. Also es ist ein bisschen.
41:13 Gavin Karlmeier
Ja, um das kurz zusammenzufassen, also die ganzen Kürzungen, die da vorangetrieben werden betreffen maximal 1% des Haushaltes, wenn sie denn so kämen, wie sie geplant waren. Von denen sind aber jetzt schon 85% nicht mehr möglich, wenn man den Aussagen der New York Times glaubt, die sich auf das Doge beziehen. Die 15%, die davon noch übrig bleiben, bestehen größtenteils aus Schönen Rechnereien, Falschaussagen, Tippfehler, buchhalterischen Fehler, Rechnungsfehler und so weiter. Rundungsfehler. Also wahnsinnig viele Fehler. Und diese 15%, die noch übrig bleiben, selbst bei denen ist nicht klar, ob die tatsächlich kommen. Es ist einfach nur die Art und Weise, wie man dort gerade versucht, den Staat auszuhebeln und den Ärmsten noch mehr zu nehmen, wie die Kürzung der Entwicklung. Entwicklungshilfe, äh, des Entwicklungshilfeinstituts USA zum Beispiel. Aber es verändert am Ende, es wird nicht zu Einsparungen führen, im Gegenteil sogar. Zum einen, wir haben die Kürzung des DOE im Finanzministerium dazu geführt, dass wahrscheinlich Wahrscheinlich sehr, sehr, sehr viel Geld, ich glaube 500 Millionen oder 500 Milliarden, da bin ich mir jetzt auch unsicher, an Steuern nicht eingetrieben werden können, die normalerweise eingetrieben wurden. Und zum anderen Das andere habe ich vergessen, wenn ich die Auflösung mache.
42:27 Lorenz Meyer
Ja, genau. Und sie sagt halt auch, die Stoge, es geht auf kleine symbolische Ausgaben, die dann so plakativ sind. die, die sich bei den Republikaner wählern und den Trump-Fans irgendwie, da freuen sie sich und die dann so, ja, Zeitschriftenabonnement von irgendeinem Regierungsangestellten oder halt die Auslandshilfe, wo man immer sagen kann, das ist auch immer so schön populistisch zu sagen, das Geld muss ja hier bleiben und also so Sachen, die die Trump-Basis halt so richtig aufregen, aber eben keine signifikanten Einsparungen bringen. Und dann sagt sie halt auch, getrieben ist er halt auch noch von diesem Bestrafungsding, also so eine Bestrafungsfreude. Im Prinzip. Will er die Linken bestrafen und hat da irgendeinen komischen sadistischen Kink damit? Das ist jetzt meine Version.
43:20 Gavin Karlmeier
Ja. Ich lasse das mal so stehen. Ja, es gibt so ein paar Aussagen, die die New York Times auch zusammengesammelt hat, um so ein bisschen diese reichweiten Einbrüche sozusagen mit den Worten von Musk und X zu erklären. Und Offensichtlich hat er mal gesagt, dass das Blockieren oder Stummschalten durch große Accounts die Reichweite anderer Accounts reduzieren könne. Jetzt gibt es einen größten Account auf X, das ist der Account von Elon Musk. Das heißt Ich könnte mir vorstellen, dass Elon Musk gesagt hat, mach das doch mal so, dass wenn ich jemand stumm schaltet, dass den auch kein anderer mehr sieht. Also das meins Stummschalten sozusagen und das können wir rechtfertigen mit das Stummschalten von großen Accounts führt dazu, dass seine Reichweite eingeschränkt wird, aber er hat den größten Account, das heißt, er sitzt am längsten Hebel. Jede Entscheidung, die sich nach Größe von Accounts richten. sind immer auf ihn ausgelegt, ob man will oder nicht. Gleichzeitig sagt Ex aber, dass wegen der Meinungsfreiheit und Redefreiheit, Redefreiheit ist hier richtig.
44:26 Lorenz Meyer
Ja. Er er ist ja ein Gamer Und und ich glaube, ja, und zwar ein Gamer ja, der ja, und da gibt es ja Hinweise, dass er beim Game betrügt, ne? Und andere Leute für sich spielen lässt, um sich da irgendwie in die Highscores reinschießen zu lassen von irgendwelchen anderen und und sich dann mit fremden Federn zu schmücken. Und ich glaube, das ist genau dieses Ding. Twitter, das ist für ihn dieses Game und da cheatet er ohne Ende. Da wird halt alles gemacht.
44:55 Gavin Karlmeier
100 Prozent. Komplett richtig. Apropos Spielen, zum Spielen gehört verlieren. Apropos verlieren. Tesla hat einen Gewinneinbruch von 71% gemeldet in den Earnings, also in den, wie sagt man, Quartalszahlen. Es ist das schwächste Quartal seit mehr als zwei Jahren und ist also ein total Schaden für ein Auto, würde ich sagen. Vielen Dank. Ich bin sprachlich, ist mein Ding. Fantastisch. Also 71% Gewinneinbruch. Und während dieses Calls, also dieser, wie sagt man, Analystencall, in dem diese Zahlen vorgestellt werden Wie sagt man das denn auf Deutsch, earningscall? Analystentelefonatgespräch?
45:37 Lorenz Meyer
Oh, oh Gott. Wir lassen das mal so auf Englisch. Das klingt auch ganz wichtig.
45:42 Gavin Karlmeier
Das klingt, als würde ich mich auskennen. Hat Elon Musk aber angekündigt, dass die Tätigkeit während der Doge jetzt an einem Punkt ist, an dem er sich dort ein bisschen zurückziehen könnte. Er würde das Doge jetzt nicht zurücklassen, aber er will seine Rolle im Doge reduzieren und sich stärker auf Test. konzentrieren, was dazu führte, dass der Aktienkurs positiv reagierte und das sage ich aber aus folgendem Grund. Während wir das hier aufnehmen, am Donnerstag, den 24. April 17. 25 Uhr haben wir jetzt. Kam gerade die Meldung rein, dass Tesla jetzt beginnt in Austin, Texas und der Bay Area, also San Francisco. das Robotaxi testet. Also da fahren jetzt das erste Mal Autos, Autonomen, die zwar supervised sind, also da sitzt jemand am Steuer, aber es passiert erstmal, die werden erstmal getest gefahren. Das heißt, sie sitzen dann nur und greifen nur ein, wenn sie müssen. Haben alle anderen auch vor zehn Jahren schon gemacht und teilweise fahren ja in der Bay Area auch schon autonome Taxen rum zum Beispiel. Aber wie heißen die denn? Von Google gibt es doch diese Google Robotaxi San Francisco. Tja, ich könnte sehen. Waymo. Waymo heißt es noch. Genau, mit denen kann man da schon rumfahren. Tessa testet das jetzt gerade auch und ich habe eine These. Und wir müssen das mal beobachten in Zukunft. Also die Ankündigung, dass Musk. sich aus der Regierung zurückziehen könnte als Berater, die dann ja zurückgenommen wurde direkt, kam am selben Tag, nachdem der Einbruch der Auslieferungen der Tesla in Europa verkündet wurde. Also indem klar wurde, Tesla hat große Probleme, hat er gesagt, nee, nee, ich fahre ziemlich eh zurück. Jetzt sogar der Earning Score, der hat er gesagt, nee, ich lege meine Arbeit im Doge ein bisschen runter, fahre die ein bisschen runter, ich lege die zwar nicht ganz an, aber Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem ich das zurückfahren könnte. Der Aktienkurs hat so mittelgut reagiert, ist dann in den letzten Tagen wieder ein bisschen runter. Jetzt kommt die Ankündigung mit den Robotaxis und der Aktienkurs geht wieder rauf. Jetzt kommt meine These. Ich glaube, dass die Innovationen und Ankündigungen so lange gesammelt werden bei Tesla. Vielleicht ist es auch naheliegend und alle machen das so, I don't know. Aber dass man immer davon ausgeht, wir haben bald eine Hirbsbotschaft, die unseren AktionärInnen nicht gefällt. Also warten wir genau bis zu diesem Zeitpunkt, bis wir diese Bombe platzen lassen, um damit dann am Ende dem Aktienkurs wieder zu gefallen. Ist das abstrus?
48:06 Lorenz Meyer
Um es selbst in der Hand zu haben. Ja, das ist abstrus und deswegen sehr wahrscheinlich.
48:14 Gavin Karlmeier
Ich bin ja auch kein BWL-Ler, ne? Ich finde dieser Zusammenfall von sehr, sehr, sehr schlechten Nachrichten und irgendwie leeren Versprechungsnachrichten von Mars Die fallen mir doch ein bisschen zu häufig zusammen.
48:27 Lorenz Meyer
Ja, absolut. Und ich meine, was hat der Mann uns schon erzählt? Es gibt doch so tolle Videozusammenschnitte, wo er übers. . freie Fahren, das frei automatisierte Fahren, das immer wieder ankündigt, nächsten Juni, nächsten Mai, jetzt noch in drei Wochen oder so und das geht von Jahr zu Jahr, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt fast. Also auf die Aussagen von Elon Musk kann man einfach gar nichts geben. Und auch von Tesla auch
48:56 Gavin Karlmeier
Es gibt auch eine Website, elonmusk. today, da haben wir, glaube ich, auch schon häufiger darüber gesprochen, die sammelt die leeren Versprechungen von Elon Musk. Ja, sehr schön. Und wie viele Tage vergangen sind, seitdem dieses Versprechen gegeben wurde.
49:09 Lorenz Meyer
Ja, es ist unglaublich. Aber ja, nochmal zu Tesla-Käufern in Deutschland. So ein Auto. Also jetzt mal jenseits der. weltanschaulichen Differenzen. Also wenn man jetzt das weltanschauliche mal beiseite legt und guckt sich jetzt nur mal
49:27 Gavin Karlmeier
Gut, wenn man Panorama da hat, kannst du dir die Welt ganz gut anschaffen.
49:30 Lorenz Meyer
Ja, genau. Wenn man wenn man keine Scherze bitte, dafür bin ich zuständig. Ja, wenn man sich das jetzt so anguckt und sich so sagt, Ich gucke jetzt nun mal auf die Zuverlässigkeit eines Geschäftspartners und so ein Elon Musk, der der ja. . Wo wir ja gerade eben auch gesagt haben, der ist Gamer, der zwischendurch, was macht der arme Tesla-Familienvater in Gelsenkirchen? Wenn Elon Musk einfällt, wir brauchen irgendwie Geld, also spiele ich jetzt ein Zwangsupdate ein und dein Auto kann nicht mehr fahren, wenn du jetzt nicht sagst, ich will das auf Tesla 3. 1 irgendwie updaten. Also diese Abhängigkeit, das würde mich nicht richtig ruhig schlafen lassen. Und das wäre für mich. . das schon wirklich diesem Menschen das anzuvertrauen irgendwie. Ja, und dann natürlich auch noch Man hatte das doch bei den Militärflugzeugen, die wir Deutschen jetzt hier kaufen, wo die Missionen vorher angemeldet werden müssen. Und du kaufst ein Gerät, ein Militärflugzeug irgend Jagdbomber und musst die Mission bei dem Verkäufer vorher anmelden und dann gibt er dir die frei. Und sonst funktioniert das Ding nicht. Also man sieht, was da noch drin wäre. Also ich würde das gut finden, wenn ich Elon Musk, ich bin gleich fertig, wenn ich Elon Musk wäre, dann würde ich auch sagen. Schreib mir jetzt mal bitte in dem Formformular, wen du besuchen willst und wo du hinfährst. Und wenn ich feststelle, du besuchst Oma Ilse, dann ist es in Ordnung, aber wehe, du fährst Irgendwo hin Oberfahrt bei Volkswagen machen, wo sich Hackys treffen.
51:20 Gavin Karlmeier
Fairerweise ist das keine Tesla-Eigenheit. Also bei BMW zum Beispiel ist es so oder war so, ich weiß nicht, ob Sie die Sagen zurückgenommen haben, wie so oft kriegt man immer nur die erste Nachricht mit und nicht, wenn es zurückgenommen wird, dass du die. . Sitzheizung im Auto per Abo-Modell bezahlen musst, obwohl die Sitzheizung ja verbaut ist. Also kaufst du eine Sitzheizung, kannst du sie aber nur benutzen, wenn du 20 Euro im Monat zahlst, sage ich jetzt. Ich weiß nicht, wie viel viel.
51:44 Lorenz Meyer
Genau.
51:46 Gavin Karlmeier
Gleich der große Unterschied zu Maske ist, wenn ich bei BMW, 30 Euro, ich will keine Werbung für BMW machen, ich fahre ja kein BMW, aber wenn ich jetzt Werbung für, wenn ich jetzt eine Sitzheizung abonniere. Dann kann ich die benutzen. . Elon Musk verspricht aber, dass ich für 7500 Dollar per In-App-Kauf ein Update beziehe für etwas, das nicht funktioniert. Also das de facto keine Veränderung mit sich bringt. Oder kaum Veränderung. Ich glaube, die rote Ampelerkennung ist da mit drin, aber das Full Self-Driving, das du ja eigentlich kaufst, das ist eben passiert nicht. Und diese leeren Versprechungen, die würden mich als Käufer wahnsinnig machen. Weil du haben wir schon hundertmal gesagt, kauf niemals ein Produkt für eine Ankündigung eines Updates, weil du weißt nie, ob das kommt. Kauf es immer für den Status, in dem das Produkt. eben gerade ist. Aber gerade im Fall von Tesla muss man sagen, sind viele dieser Ankündigungen einfach nie eingetreten. Es gibt Leute, die haben für den Tesla Roadstar, einen Sportwagen, Anzahlungen gemacht. Das ist stimmt. Wie lange her? Acht Jahre, zehn Jahre. Ja, stimmt. Und es ist 2011 elf, vierzehn Jahre. Und es ist nicht passiert. Also das Auto wird nicht ausgeliefert.
52:52 Lorenz Meyer
Ja. Ja, so ist es. Ja, ist einfach fantastisch. Ja, er ist er ist so ein unseriöser Kickstart-Unternehmer.
53:00 Gavin Karlmeier
Das sieht übrigens auch Scott Bessent so. Weißt du schon, wer das ist? Hast du schon das amerikanische Kabinett? Hast du das schon auf dem Schirm?
53:07 Lorenz Meyer
Nein, um Gottes Willen. Und ich bin stolz drauf.
53:09 Gavin Karlmeier
Ja, das macht doch keinen Sinn, sich das zu merken, das ändert sich so oft. Aber Scott Bessent ist der Finanzminister. In den USA. Und das ist nicht der Finanzminister, den Elon Musk gerne als Finanzminister gesehen hätte, sondern der Finanzminister, den Trump. als Finanzminister gerne haben wollte. Jetzt ist die USA, auch wenn es sich nicht so anfühlt, eben keine Doppelspitze. Das heißt, der Präsident konnte da jemanden hinsetzen, den er da drin als fegenmacher gesehen hat und nicht wo sein Berater sagt, den hätte ich aber ganz gerne da. Und das interessante ist Scott Bessant. Ist eigentlich Hetzfonds-Manager, ist glaube ich auch gut. Hedgefonds-Manager gewesen. Und zwar beim Soros Fundmanagement. George Soros, über den haben wir auch letzte Folge schon mal gesprochen, der ist sehr häufig Opfer oder Protagonist in vermeintlichen Verschwörungserzählungen. Und deswegen jemand, an dem sich Elon Musk sehr stört, der nämlich sehr verschwörungsgläubig ist, wie wir wissen. So, jetzt haben die beiden sich aber gestritten, weil es um die Positionierung einer Stellvertretung in einer, ähm, also es ging um den IRS, das ist die Steuerbehörde in den USA, und dessen stellvertretender Kommissar, da hatte Steve Bess äh, Scott Bessant Ich krieg den Namen selber nicht hin. Scott Bessant, einen Wunschkandidaten. Und Elon Musk auch. Jetzt rate mal, für wen sich der Finanzminister entschieden hat. Natürlich für seinen eigenen Kandidaten, Gary Shapley. So, und Gary Shapley, der ist jetzt eben der stellvertretende IRS-Kommissar. Und deswegen gab es da großen Streit. So, und jetzt haben die beiden sich so stark gestritten. Oh, ich habe mich glaube ich vertan. Oh, das schneiden wir raus. Das stimmt gar nicht. Denn Bessant wollte eigentlich Michael Falkander auf diesen Posten. Ach, das ist alles kompliziert. Wir schneiden hier gar nichts raus. Leute, am Ende ist es auch wurscht. Also. Der Finanzminister hatte einen Wunschkandidaten und Trump und Musk hatten einen Wunschkandidaten für diese Stelle. Und es wurde eben nicht der Wunschkandidat des Finanzministers. Der Finanzminister war aber auch nicht der Wunschkandidat von Musk. So kompliziert ist das alles. Auf jeden Fall haben die beiden sich gestritten. So, das muss man sich, glaube ich, vor allem merken. Elon Musk und Scott Bessent haben sich gestritten im Weißen Haus. Und zwar so laut, dass man das Business Oval Office gehört hat. Dort fand eine Sitzung statt. Und es fielen so Sätze wie Fuck you. Und zwar von Scott Bessant entgegen Elon Musk. Elon Musk hat darauf geantwortet, sagt das lauter. So, die beiden haben sich sehr laut gestritten. Die New York Times spricht, glaube ich, von WWE-mäßigen Auseinandersetzungen.
55:38 Lorenz Meyer
Meine Güte, es ist so politisch, man kann sich es immer gar nicht vorstellen. Und es wäre ja eigentlich lustig, wenn es nicht gleichzeitig so traurig wäre. Wenn es halt nicht so, also man könnte das ja sagen, das ist jetzt einfach Comedy, aber diese Menschen haben einfach viel zu viel Macht und es hat so große Auswirkungen, was sie da machen.
56:00 Gavin Karlmeier
Es gibt übrigens noch eine kleine Pointe an der Geschichte. Im Oval Office das Meeting, das dort stattfand, war das Treffen zwischen Donald Trump und Giorgio Meloni. Die auch noch ein Gast eines anderen Landes.
56:16 Lorenz Meyer
Naja, die können sich denn, genau die wird ja auch gut sein im Schreien. Die können dann die italienischen Richter anschreien, die sie irgendwie jetzt außer Gefecht gesetzt haben.
56:26 Gavin Karlmeier
Und für die, denen ich das geradezu undurchsichtig erklärt habe, ich fasse nochmal das zusammen, was dahinter passiert ist. Also Musk hatte einen Wunschkandidaten, Gary Shapley. Der soll von Trump durchgesetzt worden oder Trump hat den berufen, weil Musk ihn belabert hat und der Finanzminister wusste davon aber nichts und hätte gerne jemand anderes gehabt in der Behörde, die ja seiner Abteilung unterliegt. Naja.
56:54 Lorenz Meyer
Ja, großartig.
56:56 Gavin Karlmeier
Es ist alles, dass ich da überhaupt, also ich wollte gerade sagen, dass ich da überhaupt den Überblick bewahre, aber es stimmt gar nicht.
57:02 Lorenz Meyer
Ja, Lindenstraße
57:03 Gavin Karlmeier
Folge des 200. Es ist wirklich wie Wrestling, es ist wirklich WW, nur dass die Kämpferhalten anders stattfinden.
57:10 Lorenz Meyer
Ja, genau. Und letztendlich mag er das ja. Also, ich glaube, den Trump Jeder andere würde ja sagen, um Gottes Willen, das darf gar nicht sein. Aber Trump findet das ja alles auch noch gut. Die finden das ja alles ganz schön, dieses Gerangel und Geraufe.
57:27 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, der will das ja auch, dass Leute sich gegeneinander. .
57:30 Lorenz Meyer
Richtig, genau, das soll sich ja der stärkste durchsetzen auch. Und ich glaube, für uns wäre das halt ein ungeheuer peinlich und ein Imageverlust und und Und hier würde dann die Zustimmungswerte würden sofort um 3% runtergehen, wenn das in so einer anerkannten demokratischen Partei passieren würde. Aber da wird der normale Rastbeltwähler oder so, der wird vor Freude noch in die Hände klatschen. Das ist dem einfach scheißegal und meine Güte, in einer Kneipe schlägt man sich ja auch aufs Maul. Also ja, grauenhaft.
58:04 Gavin Karlmeier
So, dann gibt es aber noch eine kleine Geschichte. Wir bleiben im Weißen Haus. An Ostermontag findet im Weißen Haus immer eine Veranstaltung statt. Die kennst du vielleicht noch von Kindergeburtstagen. Und zwar Eierlaufen. Also da ist ein Löffel und da legst ein Ei drauf und damit musst du rennen. Und das findet traditionell seit 1878 statt. Im Weißen Haus, auf dem Rasen des Weißen Hauses und das ist also ganz toll und es fließt kein Geld, es ist einfach nur so eine Tradition. Nur sag mir, Sie haben das abgesagt, weil die Eier zu teuer geworden sind. Nee, anders. Die haben sich die Eier anders bezahlen lassen. Und zwar konnte man jetzt das erste Mal als Unternehmen dort Stände kaufen im Wert zwischen 75. 000 und 200. 000 Dollar. Um sich dort zu platzieren als Unternehmen und damit Sichtbarkeit zu bekommen. Die Unternehmen, die das unter anderem gemacht haben, waren Meta, YouTube, Amazon und die New Yorker Börse. Und Meta hat dort zum Beispiel eine KI-Foto-Station aufgestellt, damit man, wenn man davor am Mai rumgelaufen ist, Ein schönes Meta-Foto machen konnte. Und Meta hat dafür eben irgendwas zwischen 75. 000 und 200. 000 Dollar bezahlt.
59:06 Lorenz Meyer
Ja, es ist herrlich. Wobei, es ist makaber, du kennst diese Fotos, diese von unseren deutschen Parteitagen.
59:14 Gavin Karlmeier
Ja, mit diesen Sports.
59:18 Lorenz Meyer
Ja, und wo ich auch sage, es darf nicht sein, dass in Deutschland Parteitage von demokratischen Parteien, von wem auch immer. Ich möchte da überhaupt kein Logo sehen. Weder von McDonalds noch von der Post noch von irgendeinem. Hört mir auf mit dem Scheiß. Und ich will das auch Ich will, also ich will es weder von der CDU noch von der SPD noch von den Gruben sehen, ich will es von gar keinem sehen. Also das ist. Wie kann man nur? Also da komme ich in den Modus wieder.
59:50 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist ja auch genau richtig. Also ich finde, kriege da auch, also gerade bei so einer Partei, die sich zum Beispiel sehr lange als So eine friedstreibende Partei positioniert hat. Sagt man Friedenstreiben? Naja. Wie die Grünen ist es natürlich doppelt irritierend, wenn dann da irgendwelche Waffenhersteller oder Rüstungsunternehmen eben drauf auftauchen.
01:00:09 Lorenz Meyer
Absolut.
01:00:11 Gavin Karlmeier
Das löst Steuergefühle aus.
01:00:12 Lorenz Meyer
Okay, genau. Und das können sie mir auch nicht wegsammeln mit irgendeinem. Also man kann ja zu allem irgendwas reden und das dann irgendwie sich schönreden. Und die reden sich das alle schön und sagen Also mir haben sie da auch schon geantwortet und dann erzielen sie und süzen da einem was weg, wo man wirklich nur sagt, oh Gott, hoffentlich könnt ihr gut schlafen, hoffentlich glaubt ihr das nicht selber, diesen Mess, den ihr da redet. Weil nein, das ist, dass da muss jeder, der da ist und an dieser Tafel vorbeigeht, der muss einfach ein Störgefühl auch selber haben.
01:00:45 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau so. Naja, ich habe noch eine kleine Geschichte zu Discord, ich habe es eben schon mal angekündigt. Wir müssen noch kurz über Discord sprechen. Wir reißen schon wieder die Zeit, Lorenz. Wir verquatschen uns immer zusammen so viel. Schlimm. Ach du. Aber weißt du, wenn man Spaß hat, dann flat. Fliegt die Zeit. Das Discord, einen Börsengang plant, da haben wir ja schon vor ein paar Wochen drüber gesprochen und auch mit Sorge so ein bisschen drauf geguckt, ehrlicherweise, weil wir als Leute, die das zum Beispiel benutzen, mit unserer Hakendran-Community www. hakendran. org ist ein Discord- 1700 Leute, beste Nachrichtenquelle, die ich so in meinem Leben habe. Wir wollen uns natürlich nicht verlieren, auch wenn wir wissen, um die Problematik von zentralisierten Plattformen und wir reden hier seit 400 Folgen drüber und so. So, dieser Börsengang, das ist der geplant, das wissen wir und hatten Sorge, was bedeutet das konkret? Naja, eine Folge hat das schon jetzt. Jason Citron, das war der CEO, ist zurückgetreten und hat seinen Platz an Humam Humam Sakini abgegeben, kurz dazu erklärt, der Furist-CEO hat das Unternehmen auch relativ lange begleitet, mit aufgebaut. Und sag aber jetzt, während wir in eine nächste Phase eintreten, habe ich darüber nachgedacht, wie ich am besten zum langfristigen Erfolg von Discord beitragen kann. Der Job eines CEOs entwickelt sich ständig weiter und im Laufe der Jahre habe ich mich immer wieder selbst aus dem Job geholt. Das, was es am Ende eigentlich bedeutet, ist, es gibt offenbar unterschiedliche, wie sagt man, Differenzen in der Planung der Zukunft. Ähm, denn Jason Citrin hat auch schon länger dafür gesprochen, dass wir eigentlich ein kleineres, privateres Internet bräuchten, indem wir mit unseren Bubbles, mit unseren Familien, mit unseren FreundInnen vernetzt sind, aber eben nicht das große wilde Internet. Was ja so ein bisschen auch die Idee von Discord ist. Du hast da einen geschlossenen Raum und eben nicht diese große Öffentlichkeit, wie du die in anderen Netzwerken eben erlebst. Der neue Chef kommt von Activision, ähm, Blizzard und King. Activision Blizzard ist ein Computerspielehersteller, die sehr häufig in Kritik geraten sind, weil sie solche Modelle haben, dass du so Wie sagt man so, Lootboxen kaufen kannst. Kennst du Lootboxen, Lorenz?
01:02:53 Lorenz Meyer
Ja, leider.
01:02:54 Gavin Karlmeier
Das gilt in Belgien zum Beispiel als Glücksspiel. Du kaufst eine Kiste und in dieser Kiste sind ja neue Kostüme für deinen Charakter und Kinder wollen wahnsinnig viel Geld dafür ausgeben. King kennen wir auch, das ist das Unternehmen, das zum Beispiel Candy Crush an den Start gebracht hat, eine App, die vor allem dadurch groß wurde, dass man sehr viele sehr kleine Zahlungen leisten musste, sogenannte Micropayments. Und das ist wohl offenbar auch der Plan von Discord. Sie wollen sich jetzt fokussieren auf Werbung und Microtransactions. Was das genau bedeutet, wissen wir noch nicht. Man sieht aber schon jetzt, dass du zum Beispiel dir einen bewegten bewegtes Profilbild kaufen kannst du zwei Euro. Das sind alles Dinge, die die Nutzbarkeit jetzt noch nicht in den Gulli spülen, aber auch da könnte man natürlich Sorge haben, dass mit dem Börsenantritt früher oder später auch die Entityfication ein neues Level. welche erreichen könnte.
01:03:42 Lorenz Meyer
Ja, dann haben wir ja. Ja, ja, genau. Es wird sich Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass es schlechter wird.
01:03:54 Gavin Karlmeier
Bitte mach das nicht kaputt jetzt, Vorhin.
01:03:57 Lorenz Meyer
Kannst du mich sagen, es bleibt noch ein bisschen gut? Es bleibt noch ein bisschen gut, ja, ja, genau. Wir freuen uns alle. Und Hakis, kommt alle da rein, irgendwie die ihr diesen Podcast hört. Es ist eine tolle Gemeinde da. Es ist ja wirklich eine tolle Sache. Tausend siebenhundert Leute. Wow, Gavin.
01:04:11 Gavin Karlmeier
Und es ist wirklich so, dass egal was gerade irgendwo in der Welt passiert ist, es dort schneller als manche Apps, die. Und damit es ist toll Wollen wir diese Folge heute beschließen? Also es gibt noch so ein paar Sachen. Edits ist jetzt da, zum Beispiel vom Meta, das CapCut-Ding und so. Da sprechen wir alles am Montag drüber. Das testet die App mal am Wochenende und dann, ich mach das auch und dann hören wir uns am Montag und gleichen ab, ob wir das Selbe Urteil haben. Das wäre so mein Fest. Lieber Lorenz, vielen Dank, dass du heute da warst.
01:04:45 Lorenz Meyer
Es war mir eine Freude und Ehre zugleich.
01:04:47 Gavin Karlmeier
Es ist immer ein Fest mit dir und ich hoffe, dass wir bald wieder die Ehre haben, gemeinsam zu feiern. Ich wünsche dir ein ganz wundervolles Wochenende. Euch, die bis hierhin zugehört haben, auch. Lest nicht so viele Nachrichten und wenn, dann im Hagendan-Discord unterhagendan. org und passt auf euch auf. Und ich freue mich. Bis bald.
01:05:03 Lorenz Meyer
Macht's gut, ihr Lieben.