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Folge 423 · 9. Mai 2025 · 21 Min.

X stellt ein! Facebook lebt! Und Meta AI greift zu.

Wie tief greift eigentlicht Meta AI Daten ab? Nun: Die Sorge vieler Nutzer:innen gerade vor dem Start des KI-Trainings mit den Nutzungsdaten in der EU ist groß – wir stellen heute fest: Zurecht.

Außerdem haben wir ein Jobangebot, das man quasi nur ablehnen kann – und Facebook hat offenbar am Algorithmus geschraubt.

Schönes Wochenende!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT Hallo zusammen zu einem kleinen

00:09 Gavin Karlmeier

Aber vielleicht fein Solo-Update von mir, hier ein kleines Update, was gerade in der Social Media Welt so los ist Und heute mal ohne Gast einen kleinen Nachrichtenüberblick, bevor wir hier am Montag dann wieder, gemeinsam mit Nora Hespers Auf die Dinge schauen, die sich sonst so angesammelt haben und die ein bisschen größer sind. Aber ihr wisst, manchmal mache ich ganz gerne mal so einen kleinen Solo-Ausflug um so Dinge aufzusammeln, die sich so angesammelt haben in letzter Zeit. Oder die gerade so anstehen, die wir so mitnehmen wollen. Und wir fangen mit einer Geschichte an, die vielleicht für euch interessant sein könnte. solltet ihr gerade auf einer Jobsuche sein, denn X, Elon Musks neues Twitter, sucht nach einem PR-Manager oder einem Chef der PR mit dem Auftrag. Den öffentlichen Ruf, das öffentliche Image des Unternehmens zu verbessern. So berichten zumindest die Medien, unter anderem das Wall Street Journal. hat darüber gesprochen und sie haben wohl mit Leuten, die mit dem Sachverhalt vertraut sind, gesprochen. Und sie haben vor allem mit jemandem gesprochen, der Von einem Recruiter angesprochen wurde und gefragt wurde, ob er sich vorstellen könnte, das öffentliche Image von X zu verbessern. Die Stelle ist seit Anfang des Jahres schon frei, also es gab ja in den letzten Monaten einige, die auf diesen Job gesessen haben. Darunter gehörten zum Beispiel Joe Banner, das war so die linke Hand von Linda Yacrino, der Geschäftsführerin von X. Die ist ja, der ist ja irgendwann ausgeschieden. Gleichzeitig gab es Nick Pickels, der war das auch mal, der war aber auch mal der Chef der Global Affairs, also sozusagen der Lobbyist. Der hat dann diese Stelle genommen und dann gab es auch noch Dave Heinzinger, der hat das aber nur relativ kurz gemacht und offenbar gab es auch mal einen ehemaligen Redakteur. Direktur des Wall Street Journal, nämlich John Stoll. Auch der ist offenbar nicht mehr auf dieser Stelle. Ich bin nicht ganz überrascht, dass das ein ziemlicher Hot Seat ist, die PR-Leitung für X zu übernehmen, denn du musst ja Bedenken, jetzt habe ich schon wieder, das habe ich in der letzten Solo-Folge auch schon gemacht, geduzt, obwohl ich ja eigentlich sonst irze. Und mir wurde gesagt, das würde so eine Nähe zu den Leuten aufbauen, die zuhören. Und dafür aber das Community-Gefühl schmälern. Jetzt weiß ich nicht, was besser ist. Duzen oder irzen. Sucht es euch aus. Jetzt haben wir ja mit Elon Musk da einen Besitzer, der das Unternehmen ziemlich Ja, wie soll man sagen, so leidet, dass es nahezu unkontrollierbar wird, das öffentliche Image irgendwie aufzupolieren. Der größte Einschnitt, was dieses Thema angeht, war damals, als er den Werbekunden Go Fuck Yourself entgegengerufen hat und damit dafür gesorgt hat, dass die Werbekunden auch ausgeblieben sind. Aber wir haben eben auch gleichzeitig mit Elon Musk eine Person, die sich A politisch in der Aushöhlung der Demokratie bemüht, die sich mit dem Teilen von rechtsradikalen, antisemitischen, frauenfeindlichen, allen möglichen Äußerungen und Memes in den letzten Monaten irgendwie ins Gespräch gebracht hat. Ich glaube, man kann Ex gerade nicht in der öffentlichen Darstellung retten, ohne Elon Musk aus dem Weg zu räumen und das wird nicht passieren, denn ihm gehört das Unternehmen. Also ich bin sehr gespannt, wer da diese Position einnimmt. wird, wer bereit sein wird, sich in dieses Feuer, in diesen Feuertopf zu schmeißen. Solltet ihr Interesse an dieser Stelle haben, meldet euch gerne bei mir. Ich würde mich auch bereit erklären, da entsprechend E-Mails weiterzuleiten. Ich weiß nicht, ob das irgendwas bringt. Oder ob das nicht sogar schädlich wäre, wenn ich die E-Mail weiterleite, aber der als Angebot steht, sagen wir es so. Gleichzeitig gibt es eine Meldung, die schon ein weiteres Beispiel dafür ist, warum dieser Job so schwierig ist. Seit einigen Wochen gehört X ja auch zu XAI, dem Unternehmen, das Grog herstellt und eben ein KI-Unternehmen ist, das eben auch Elon Musk gehört. Und Grog ist offenbar in der Lage, wie jetzt mehrere NutzerInnen und Ja, NutzerInnen gemeldet haben, Deepfakes von Mensch zu erstellen. Also wenn man Grog auffordert, ein Foto, das bei Twitter veröffentlicht, bei X veröffentlicht wurde und darunter kommentiert, hey Grog, remove her clothes, dann macht Grog das wohl. Und er stellt ein Bild, das das Foto der gezeigten Person zeigt, aber entfernt eben die Kleidung. Das ist öffentlich, das heißt, es ist auch für alle sichtbar, dass man gerade sich da irgendwie, dass man da die eigenen Grenzen der Ethik überschreitet. Dass Grog das aber bislang nicht verhindert, das zu tun, zeigt einmal mehr, wie schamlos man darin ist, diesen Chatbot zu bedienen oder zu betreiben, ist, glaube ich, das richtige Wort. Wie wenig Gedanken man sich über die tatsächlichen Folgen des Betriebs, des eigenen Chatbots macht, alles nur unter dem Deckmantel der sogenannten Meinungsfreiheit. Und eben zu sagen, naja, wir stellen nur den Dienst zur Verfügung, was ihr damit macht, ist am Ende eure Sache. So funktioniert es natürlich nicht, sondern man muss schon, wenn man so eine ein sehr mächtiges Instrument und damit auch eine sehr mächtige Waffe in die Welt bringt, auch dafür sorgen, dass diese Waffe jetzt eben nicht dazu verwendet wird, dass Menschen sich einander den Kopf einhauen. Und das passiert ja im übertragenen Sinne in dem Moment, wo ein Chatbot eben solche Bilder von Menschen ohne jedes Einverständnis in die Welt bringt. Warum das aber interessant ist, darüber zu sprechen, ist ja, was das zur Folge haben wird. Zur Folge wird es haben, dass Leute Die eben nicht möchten, dass eine KI Dinge mit ihren Fotos machen, keine Fotos mehr auf X posten. Denn der Weg, dort einfach drunter zu kommentieren, ist relativ kurz. Deswegen glaube ich, wird es eher zur Folge haben, dass weniger brauchbare Content auf X veröffentlicht wird. Und das ehrlicherweise ist, glaube ich, nicht der Plan, den Elon Musk eigentlich mal hatte, als er damit angefangen hat, Grog. so tief verzahnt bei Ex auszuspielen. Also ich glaube, dass auch aus rein wirtschaftlichen Gründen es deutlich geschickter wäre, hier ein paar Grenzen in diesen Chatbot einzuziehen. Grog lehnt übrigens ab, Aufforderungen ab. Es schreibt Forever Media, die darauf abzielen, Menschen völlig nackt zu machen. Also die komplette Entkleidung bietet dieser Bot nicht an. Das heißt, es gibt. In diesem Bot offensichtlich schon ein paar Grenzen, die aber längst nicht so ausgelegt sind, dass sie den moralischen Standards, die wir so für ein menschliches Miteinander erwarten würden, ausreichen würde. Ich hoffe Dass danach gearbeitet wird und ich hoffe, dass dieses Thema die Runde macht, Leute darüber sprechen, Leute auch wissen, was es zufolge hat, wenn man ein schamloses, nein, falsch, ein harmloses Selfie von sich auf X veröffentlicht, weil Das ist ein absolutes Sicherheitsrisiko, ein absolutes Persönlichkeitsrechtsrisiko, das ist nicht hinnehmbar. Ich glaube, da müssen wir nicht lange darüber diskutieren, dass das so nicht haltbar sein kann und auch nicht so bleiben kann. Kommen wir zum Meta. Auch dort ein kurzes KI-Thema. Es ist im Moment, also wir haben festgestellt, als wir hier angefangen haben, haben wir viel über Social Media gesprochen, hatten viele. wirtschaftliche, gesellschaftliche Aspekt, dann wird es immer politischer, immer politischer, haben darüber gesprochen, was Elon Musk mit der Demokratie in den USA macht. was auch diese Plattformen für eine Rolle spielen in der Entdemokratisierung oder de facto Entdemokratisierung. Und jetzt gerade bemerken wir tatsächlich, dass diese Netzwerke ihren ihre Wandlungen zum KI-Anbieter so stark vorantreiben, dass wir darüber viel sprechen müssen. Das sind alles keine Gründe, darüber eben nicht zu sprechen für uns, sondern das gehört eben in die Social Media Welt. Und wenn man Ich glaube, mitkriegen möchte, was gerade in den sozialen Netzwerken und in den Systemen dahinter von Bedeutung ist, dann müssen wir auch verstärkt auf KI-Themen schauen. Auch, und das möchte ich dazu sagen, wenn es viele Podcasts gibt. Die auf solche KI-Themen vermutlich deutlich fachlicher schauen können als wir. Wir schauen weiterhin über die gesellschaftlichen Folgen von dieser tiefen Verzahnung von künstlicher Intelligenz in den sozialen Netzwerken. Und zwar hat ein Medium, von dem ich mir eigentlich auch aufgeschrieben haben wollte, welches das ist Naja, auf jeden Fall hat ein Medium, ich werde jetzt gleich nachreichen, wer das geschrieben hat, hat sich ein bisschen tiefer angeschaut, was eigentlich die Meta-AI. . mit Washington Post hat sich ein bisschen tiefer angeschaut, was eigentlich Meta AI für persönliche Daten nutzt. Wir wissen, Meta-AI ist inzwischen ultra tief eingebacken in die sozialen Netzwerke von Meta. Also bei WhatsApp hast du dauerhaft diesen Meta AI-Button. Du kannst in WhatsApp-Gruppen Fragen an Meta AI stellen. Bei Instagram wurde die Suche in den DMs um Meta AI erweitert. Also dieser Meta-Chatbot ist überall. Und um diese Informationen, die Metaai dann tatsächlich verwendet, um uns weitere Informationen zu liefern, auswerten zu können, nutzen sie, und das haben Sie ja auch selber schon angekündigt, All das, was wir ihnen anbieten. Und das ist im Fall von Meta ziemlich viel. Wir denken darüber nach, dass wir im Zweifel seit 15 Jahren ein Facebook-Konto haben, seit 10 Jahren ein Instagram- und WhatsApp-Konto, dass all diese Nutzungsdaten am Ende verwendet werden. Das ist nichts Überraschendes, aber. Dass alle Nutzereingaben zum Beispiel, also alles, was wir in diese KI reinschreiben, verwendet wird, um die KI zu trainieren, dass die aber weiterhin auch genutzt wird, um uns personalisierte Werbung anzuzeigen. Das ist doch ein Maß, über das wir auf jeden Fall sprechen müssen, auch wenn es vielleicht nicht maßgeblich überraschend ist. Also im Grunde alles, was wir Machen bei Meta. Ob ich bei Instagram etwas in die Suche eingebe, ob ich bei Facebook etwas poste, all diese Informationen Nicht die Dinge, die in Chats geschrieben werden übrigens, die bei WhatsApp liegen, aber die Dinge, die bei Instagram in Chats geschrieben werden, möglicherweise schon, werden einerseits verwendet um die KI. Lernen zu lassen, wer wir sind, um uns auch persönlichere Nachrichten zu geben und eine personalisiertere Erfahrung zu geben. Aber auch umgekehrt, alles, was ich mit der KI dann wiederum austausche, kann am Ende verwendet werden, um für mich passendere Werbungen anzuzeigen. Also in dem Moment, wo ich zum Beispiel eine KI-Frage, was ich da eigentlich für rote Pusteln am Arm habe, was wir alle nicht tun sollten. Übrigens, um das nochmal dazu zu sagen, könnte das zur Folge haben, dass mir Verstärkt Werbung eines Hautpflegeproduktes angezeigt wird auf Instagram. Und das ist doch eine Verzahnung, die keine gute Laune macht, würde ich mal behaupten. Und das sieht die Verbraucherschutzzentrale NRW übrigens auch so, denn die haben jetzt rechtliche Schritte gegen Meta eingeleitet, denn ab dem siebenundzwanzig. Mai zwei tausendwünschen werden auch in Europa. und damit auch in Deutschland die Nutzungsdaten von Facebook und Instagram für das Training von MetaAI verwendet. Und dafür müsste es keine explizite Zustimmung mehr geben. Darin sieht die Verbraucherzentrale NRW einen Verstoß gegen europäisches Datenschutzrecht. Und haben jetzt per Abmahnung Meta dazu aufgefordert, diese Pläne einzustellen. Das hat Christine Steffen gesagt, die ist die Datenschutzexpertin der Verbraucherzentrale NRW. Und sie sagt auch dazu, dass Eile geboten sei, denn Daten, die einmal fürs KI-Training verwendet würden, ließen sich aus dem System kaum wieder entfernen. Bedeutet aber auch, und das ist eine Sache, die dann für euch alle vielleicht individuell von Bedeutung ist Solltet ihr euch nicht gut damit fühlen, dass eure Nutzungsdaten verwendet werden, um die Meta-KI zu trainieren, solltet ihr das Widerspruchsverfahren nutzen, das es gibt. Also es gibt die Möglichkeit, der Nutzung zu widersprechen. Wir haben auch schon darüber gesprochen, dass es nicht zwangsläufig angeht. alle Daten betrifft, die ihr so bei Meta generiert oder die mit euren Inhalten bei Meta generiert werden. Aber es ist immerhin schon mal ein Schritt. Die eigene Mündigkeit dieser diesem KI-Training gegenüber zu nutzen, um zu verhindern, dass eure Daten verwendet werden. Solltet ihr das wollen, hättet ihr kein Problem damit, macht es wie ihr möchtet. Es gibt aber noch eine Metanachricht, über die ich mit euch sprechen möchte. Und zwar meldet NewsWhip, dass Nachrichtenverlage einen enormen Anstieg ihres Facebook-Engagements melden. Zum Beispiel haben sie über Fox News gesprochen. Wir müssen gleich mal darüber sprechen, warum das möglicherweise politische Gründe, aber nicht nur politische Gründe hat. Fox News hat allein im Mai 176 Millionen Interaktionen auf ihrer Facebook-Seite erzielt. Das ist doppelt so viel wie 2024. Und damit meine ich nicht im Mai 2024, sondern im gesamten Jahr 2024. Ihr leistungsstärkstes leistungsstärkste Beitragsform, was Interaktion angeht, ist übrigens überraschenderweise nicht etwa Videos oder Reels, sondern Fotos. Der Newswript geht davon aus, dass dahinter eine tiefgreifende Veränderung des Facebook-Algorithmus ist. liegen könnte, die Nachrichteninhalte stärker bevorzugt und die dazu führen könnte, dass man mit Bildpostings, die eine Nachricht zeigen, wieder Reichweite aufbauen kann und Interaktionen aufbauen kann. News Whip sagt insgesamt, hat im Quartal 1 von 2025 im Vergleich zum Quartal 1 2024 das Engagement bei Publishern um 200% zugenommen, also massiv viel mehr Interaktionen auf. auf den Facebook-Account und sie sagen auch, es gibt einige Seiten, die sie beobachtet haben, die jetzt, also 6. Mai wenn ihr das hört, also vor drei Tagen, doppelt so viel Engagement erzielt haben wie im gesamten Jahr 2024, darunter eben auch Fox selber. Jetzt kann man sagen, gut, Mark Zuckerberg hat Meta stark politisch in die Nähe von Donald Trump gerückt, hat sich damit versucht, jetzt irgendwie auch Mit einer politischen Agenda auf den Algorithmus einzuwirken. Aber das gilt auch für die New York Times. Auch die New York Times hat ihr Engagement im Vergleich zu 2024 um das 3,5-fache gesteigert, sagt NewsWhip. Und das, obwohl die New York Times auf der einen Seite als, ähm, ich will nicht, ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, politischer Gegner des Trump-Regimes gilt, weil sie eben klassischen Journalismus ausüben und nicht wie Fox News doch sehr stark als politischer Arm oder als in Anführungsstrichen journalistischer Arm einer politischen Strömung verstanden werden kann. Ich bin mir sicher, Donald Trump sieht das anders, aber das ist so unser Verständnis. Aber eben auch CNN und ABC News, die eben auch eher ausgewogen berichten. Im Fall von CNN vielleicht sogar eher mit einem dran zu den Demokraten hin berichten, eben auch einen starken Anstieg des Engagements verzeichnen. Bedeutet also unterm Strich, Journalismus scheint auf Facebook wieder zu funktionieren und vor allem auch wieder in den Beitragsarten, die in den letzten Monaten für journalistische Medien auf Facebook. gar nicht mehr funktioniert haben, nämlich Bilder. Da sprechen sehr viele Leute in Redaktionen, mit denen ich so unterwegs bin. Ihr wisst, ich bin häufig in Redaktionen, beratend unterwegs, analytisch unterwegs, schau mir an, wie laufen darin Social Media Inhalte, was könnte man besser machen. Und Durch die Bank weg. Alle haben in den letzten Monaten darüber geklagt, dass Bildpostings, die journalistische Inhalte zum Thema hatten, keine Reichweite aufgebaut haben, keine Interaktion erzielt haben. Und das sieht jetzt gerade wieder anders aus. Das ist für viele, die dort weiterhin veröffentlichen, wahrscheinlich eine ganz gute Nachricht. Wir müssen trotzdem darauf aufpassen, was es ganz konkret bedeutet, ob es einen Unterschied in den Engagement-Zahlen im Vergleich zu unter den journalistischen Medien gibt. Also wenn jetzt beispielsweise ausgewogene, klassisch journalistische, echt realjournalistische Medien zwar einen Engagement-Anstieg verzeichnen, aber weniger ausgewogen berichtende Medien deutlich mehr Engagement-Anstieg verzeichnen, dann ist es hier trotzdem eine politische Schlagseite durch die Hintertür. Da müssen wir drauf aufpassen, müssen wir darauf achten und sollten die Augen weiter. offenhalten. So, und dann gibt es eine Geschichte aus dem FTC-Prozess übrigens dazu kurz. Ich habe hier angekündigt, dass es einen Jingle eines Hakis, eines Hörers dieses Podcasts gibt, der die der die Berichterstattung über den Prozess zwischen der FTC, der Handelskommission und META, in dem Fall, in dem es am Ende zu einer Zerschlagung von Meta kommen könnte, gebaut hat, den hören wir uns, sobald wir das nächste Mal groß über diesen Prozess berichten, auf jeden Fall gemeinsam an und werden dann auch hier versuchen, da aus einer kleine Rubrik zu stricken. Jetzt gerade habe ich nur eine Meldung die aus diesem Prozess kommt und ich habe diesen Jingle hier nicht. Das ist die ehrliche Antwort. Also, und zwar hat Instagram wohl im, also es gibt ein Dokument aus dem Jahr 2019, das die FTC vorgelegt hat, im Prozess, das sagt, dass Instagram vor allem Menschen, die als Groomer bekannt sind, also Erwachsene, die vornehmlich Kontakt zu Minderjährigen aufgenommen haben, um zu ihnen auch anderen Kontakt zu suchen, dass die vornehmlich auch Accounts vorgeschlagen bekommen haben, die zu Minderjährigen gehörten. Tatsächlich sagt dieser Bericht, der eigentlich von Metaintern entwickelt wurde, sogar aus, dass Minderjährige 27 Prozent der Following-Ent-Empfehlungen ausgemacht haben, die Groomer angezeigt bekommen haben. Und das ist so die Zahl, die eben hier vorgelegt wurde. Gleichzeitig hat Meta wohl auch festgestellt, dass alle Erwachsenen, die Instagram-Accounts vorgeschlagen bekommen haben, zu 7% Accounts angezeigt bekommen haben, die Minderjährige waren. Das ist vor allem unter dem Gesichtspunkt erschreckend, dass Instagram eigentlich eine ziemlich starke Offensive fährt, vor allem in der öffentlichen Darstellungen, um sich selber als Kinderschützendes oder junge menschenschützendes Unternehmen irgendwie zu platzieren, dass sie sagen, dass konnten von jungen Menschen, also Menschen unter 18, andere Inhalte, andere Vorschläge angezeigt bekommen als Accounts, die eben nicht als junge Accounts oder Kinder-Accounts gelistet sind und dass da offenbar ein ziemlich blinder Fleck ist, nämlich was diese Following-Empfehlung angeht. Und die Frage, die dem sich auch anschließt, ob der Umgang mit Kinder-Accounts nicht Also ob die Veränderung im Umgang mit Kinder-Accounts an der Stelle enden sollte, indem es die Nutzungserfahrung von Kinder-Accounts angeht, oder ob Kinder-Accounts nicht im gesamten Netzwerk völlig anders behandelt werden sollten. Die Antwort ist ziemlich offensichtlich nach meinem Ermessen ja. Ich hoffe, dass Meta seitdem was verändert hat, denn wie gesagt, die Zahlen sind aus dem Jahr 2019 und die großen Offensiven kamen Ein Tacken danach, aber man kann natürlich trotzdem auch unterstellen, dass diese Offensive in der öffentlichen Darstellung vielleicht auch deswegen kam, weil man intern wusste, dass es da eben diesen blinden Fleck, dieses Problem gibt. Guy Rosen, der im Zeugenstand gesessen hat in diesem Prozess, das ist der Chief Information Security Officer von Meta, also der, der sich eben genau um solche Themen kümmert, hat gesagt, diese Herausforderung haben alle in der Branche. Möglicherweise. Ich möchte aber auch dazu sagen, dass nicht alle in der Branche Netzwerke betreiben, in denen Milliarden von Menschen angemeldet sind, die de facto eine Öffentlichkeit darstellen und in denen eben ein großer Teil der Kommunikation minderjähriger Menschen eben stattfindet. Ich glaube, das muss man, äh kann man nicht vergleichen und sollte man eben so auch nicht vergleichen. So, und mehr habe ich heute nicht zu erzählen. Eine Kleinigkeit noch Apple ist keine Social Media Geschichte, aber sie ist trotzdem interessant gehört zu haben Apple hat angekündigt, dass sie, also Apple war im Zeugenstand in einem anderen Verfahren, nämlich in dem Kartellprozess gegen Google, gegen Alphabet, in dem geklärt werden soll, ob Google den Browser Chrome verkaufen muss. weil sie ja de facto ein Kartell darstellen, eine Monopolposition haben. Das wurde gerichtlich ja bereits festgestellt. Die Frage ist jetzt nur, was machen wir denn jetzt damit? Und Apple hat enthüllt, dass die Browser suchen über die iPhones, bei denen Google ja voreingestellt als erste Suchmaschine angezeigt wird und Google zahlt dafür auch einen ziemlichen Batzen Geld, mehrere Milliarden Dollar jedes Jahr, dass Google eben vornehmlich als erste Suchmaschine angezeigt wird. In der EU übrigens nicht mehr, wegen DMA, Gott sei Dank, Regulierung, Dankeschön. Aber dass Apple festgestellt hat, dass die Browser-Suche im April das erste Mal überhaupt zurückgegangen ist und Apple derzeit aktiv daran arbeitet, eine eigene KI-Suche zu verwenden, um eben nicht mehr auf Suchmaschinen angewiesen zu sein. Was eine ziemlich massive Veränderung im Nutzungsverhalten mit sich bringen würde, auch in der Nutzungszahl von Google mit sich bringen würde, vor allem aber nach meinem Gefühl auch eine Verschlechterung der Auffindbarkeit von Inhalten mit sich bringen könnte. Vor allem, wenn das so ein Staat wird wie Apple Maps seinerzeit damals oder wenn das so ein. so etwas wird wie eben Apple Intelligence in den letzten Monaten generell war. Also ich weiß nicht, wer von euch die Pusch-Nachrichten sich zusammenfassen lässt von Apple Intelligence oder versucht hat, mit Siri mal ein sinnhaftes Gespräch zu führen. Da müssen wir, glaube ich, muss Google noch nicht allzu viel befürchten, außer eben die Tatsache, dass Leute per Default weggetrieben werden von ihnen. So, das ist das kleine Update von heute. Wir hören uns wieder am Montag. Dann, wie gesagt, mit Nora Hespers. Ich freue mich sehr drauf. Ich wünsche euch allen ein ganz wundervolles Wochenende. Genießt ein bisschen die Sonne, geht raus, trinkt eine kaltere Fanta und wir hören uns wieder am Montag. Macht's gut.