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Folge 433 · 2. Juni 2025 · 54 Min.

Mit dem blauen Auge davon

mit Dominik Hammes

Elon Musk, der Schlag ins Gesicht der Demokratie, zieht sich zurück. Und wir fragen uns: Ist es ein Ende oder ein Anfang?

Wir machen einen Rundumschlag, ein Deepdive – und nehmen (hoffentlich?) Abschied vom Elon Musk im politischen Washington. Ab Mittwoch dann wirklich wieder Social Media, versprochen! (Hoffentlich!)

➡️ Die New York Times über Elon Musks Drogenkonsum: https://www.nytimes.com/2025/05/30/us/elon-musk-drugs-children-trump.html

➡️ Die New York Times über den Schaden, den Musk bei USAID angerichtet hat: https://www.nytimes.com/2025/05/30/opinion/elon-musk-doge-usaid.html

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Dominik, grüß dich, Gevin. Bei mir ist heute Dominik Hames, die Podcast-Ikone, Stammgast in diesem Haus und jemand, der sich mit mir seit einigen Monaten diesen ganzen. . Irrsinn um Elon Musk angeschaut hat und deswegen können wir direkt heute, wir gehen heute direkt rein. Wir weiß nicht, ob wir so viele andere Themen heute schaffen, aber wir müssen uns anschauen, was in den letzten Tagen passiert ist, denn Elon Musk verlässt das Weiße Haus mit einem blauen Auge.

00:33 Dominik Hammes

Ja, wie man es nimmt. Wir wahrscheinlich auch. Also das blaue Auge hat, glaube ich, jeder, eben im metaphorischen Sinne. Aber er hat tatsächlich auch ein physisches blaues Auge bekommen. Und ich hasse das ja, dass das dann immer so ein bisschen gossip-mäßig wird. Also man hat immer das Gefühl, man weiß nicht so genau, machen wir gerade eher so lustigerweise aber daraus heute auch viele Quellen. Ist man heute Wired oder ist man eigentlich doch die bunte? Weil eigentlich sollte es gar keine Rolle spielen. Also, eigentlich ist es natürlich beim gewählten Politiker ist man eher so, warum hat denn ein blaues Auge, hat er sich irgendwo geprügelt. Aber bei jemandem wie Mask ist man so: Ja, da hat er ein blaues Auge, eigentlich ist es doch kacke egal, aber Weil er halt diese umfängliche Figur ist, die er ist, ist man so, naja, ist vielleicht schon ein Zeichen für was.

01:16 Gavin Karlmeier

Ja, und also ich stimme dir zu. Das Problem bei Elon Musk ist aber, der ist eben Eigentlich ist es bei ihm noch fast schlimmer, denn er ist kein gewählter Politiker, aber mächtiger als viele Politiker dieser Welt. Und Er hat in den letzten Monaten, also die b ich b eigentlich b das sind so Tage, da würde ich mich ja darüber freuen, in einer Boulevardredaktion zu arbeiten und Schlagzeilen schreiben zu dürfen. Der schlagt in die Fresse der Demokratie, Max kommt mit dem blauen Auge davon, das schreibt sich von alleine quasi. Aber gleichzeitig halte ich das nicht nur für ein Boulevardthema und da werden wir jetzt gleich auch drauf schauen, warum ich glaube, das ist nicht nur ein Boulevardthema, weil eben ein mächtigster Mann der Welt. Und da ist vielleicht zu viel gesagt, aber einer der mächtigsten Männer der Welt, gewisse Verantwortung erfüllen muss, zumindest an seine geistige Unversehrtheit. Die körperliche Unversehrtheit, egal. Geistige und versätert ist zumindest wichtig, wenn du jemanden hast, der solche Entscheidungen trifft wie er, der mit so einem Kettensäge durch die Demokratie gegangen ist, alles unter dem Deckmantel der Effizienz. Aber wir schauen uns das alles mal nacheinander an. Also, am Donnerstag hatte die Tagesschau das gemeldet, viele andere auch, vor allem aber Elon Musk auf seinem Ex-Account, dass er Das Weiße Haus verlassen wird. So wie geplant, denn seine Amtszeit als besonderer Regierungsbeauftragter durfte nach Gesetzeswegen nur 130 Tage umfassen. Das heißt, eigentlich war von vornherein geplant, es muss Ende Mai zum Ende kommen. Fairerweise hat aber niemand von uns für möglich gehalten, dass man sich ausgerechnet an diesem Punkt, wie lange Elon Musk eigentlich als Berater für Donald Trump arbeiten darf, an die Gesetze halten wird. Denn das passt nicht so richtig ins Bild.

02:59 Dominik Hammes

Es wäre auch eine Kleinigkeit gewesen von Dingen, die man ignoriert, die eigentlich gesetzt sind. Von daher, ja.

03:05 Gavin Karlmeier

Genau. Tatsächlich, also sein Post klang wie folgt. Wie geplant, wird meine Zeit als besonderer Regierungsangestellter zu einem Ende kommen. Ich möchte Donald Trump, Präsident Donald Trump, für die Möglichkeit. Danken, das verschwenderische Geld ausgeben zu reduzieren. Auch schon erstes Fragezeichen. Die Doge-Mission wird nur mit der Zeit stärker werden. Also während sie sich den Weg in die Regierung sucht. Ungefähr so hat er das geschaffen.

03:33 Dominik Hammes

Es ist einfach so ein religiöses Erlösungsbewusstsein direkt schon da drin.

03:36 Gavin Karlmeier

Das ist naja gut. Ja, vor allem, weil eben dieses ganz Effizienzgelaber und da können wir auch mal direkt drauf schauen, was hat eigentlich, was ist eigentlich die Legacy vom Doge? Was hat er eigentlich geschafft in diesen 130 Tagen? Als besonderer Regierungsangestellter oder Regierungsbeauftragter. Naja, er hat ein paar Behörden entkernt. Er hat dort zahlreiche Menschen entlassen, teilweise mehr als die Hälfte der Angestellten. Vor allem aber, auch darüber haben wir hier zu Genüge gesprochen, betrifft es Behörden, die Unternehmen von Elon Musk betreffen. Also wir haben die Raumfahrtbehörde, wir haben die Sicherheitsbehörde für. Für den Straßenverkehr. Also SpaceX und Tesla sind davon betroffen. Er hat aber auch eine Behörde geschlossen, die für Entwicklungshilfe zuständig ist, nämlich USAID. USAID ist eine Behörde, die in der Vergangenheit, ich glaube Behörde ist hier sogar der falsche Begriff, ist eine Entwicklungshilfe-Einrichtung der amerikanischen Regierung, die beispielsweise in den globalen Süden mit Impfstoffen oder mit Nahrung ausstattet. Auch in viele andere Teile der Welt wurden hier solche Hilfspakete ausgeliefert. Also USAI hat, ich glaube, 100 Millionen im Jahr gekostet, wenn überhaupt. Ich habe die Zeitskarten hier, aber ein Bruchteil von dem, was Elon Musk eingeplant hatte, sparen zu wollen. USAID war aber lebenswichtig für Menschen. Jason Lyell, der hatte auf Blue Sky das mal zusammengeschrieben. Wie groß ist eigentlich der Impact von USAID? Und wir müssen davon ausgehen, dass bis heute schon Elon Musk für den Tod von 300. 000 Erwachsenen und Kindern verantwortlich ist. Also 103 Menschen jede Stunde. Jeden Tag, die sterben, weil USAID geschlossen wurde. Mit einem verhältnismäßig kleinen Posten. Das muss man auch dazu sagen. Also die finanzielle Einsparung ist marginal. Diese ganze Effizienzgelabere ist marginal, aber der reichste Mann der Welt ist dafür verantwortlich.

05:23 Dominik Hammes

Das muss man einfach sacken lassen, glaube ich. Das kann man gar nicht groß kommentieren. Also das sollte einem moralisch klar sein, wo man da steht.

05:29 Gavin Karlmeier

So ist es. Die USA hat übrigens 42 Milliarden Dollar im Jahr gekostet. Elon Musk hatte aber versprochen, zwei Billionen, also 2000 Milliarden Dollar einzusparen. Wie kam man eigentlich auf die Zahl? Klanggut, sag ich mal. Das ist es so. Man muss jetzt resümieren von diesen zwei Trillionen. 2 Trillion, 2 Billionen Dollar werden es nach eigener Aussage etwa 160 Milliarden Dollar sein. Und selbst in dieser Zahl haben alle Zweifel. Denn auch das haben wir uns hier in der Zeit ziemlich genau angeschaut. Es wurden Mejahresverträge zusammengerechnet, um hier einen höheren Wert zu bekommen. Es wurden bereits gekündigte Verträge mit in diese Rechnung aufgenommen, um eine höhere Zahl zu bekommen. Es wurden Posten doppelt aufgeführt, es wurden teilweise Millionen und Milliarden verwechselt. Also es gibt es strotzt nur so vor Fehlern, dieser Bericht.

06:21 Dominik Hammes

Hätte man mich ja ausrechnen lassen können. Aber man lässt ja auch außer Acht die ganzen positiven Effekte, die diese Dinge alle hatten lang. langfristig, ja, die natürlich jetzt akut nicht zum Tragen kommen, aber das ist ja klassisches Beratertum. Entlassen Sie doch einfach mal 20 Leute, dann werden sie Geld sparen, ja, dann können wir nichts mehr herstellen. Ja, das ist ja erst im nächsten Quartal wichtig. Dann bin ich ja schon längst wieder weg. Also ich meine, das ist ein Klischee. Geschehen natürlich und das ist nicht immer so, aber genauso riecht es in dem Moment, ne?

06:47 Gavin Karlmeier

Ja, klar, genau. Es ging hier nur, es war nur Symbolpolitik Also allein dieser Auftritt bei der Konferenz der Konservativen in den USA, bei denen Elon Musk mit einer Kettensäge auf die Bühne gekommen ist. Das hat ja nicht wirklich dazu geführt, dass Leute das Gefühl hatten, der Regierung oder dem Staat oder dem Land oder der Nation ginge es besser, sondern halt vor allem. Den Kettensägenherstellern. . Geht's besser um den Kettensägenherstellern? Und ich glaube, das ist auch das, was Elon Musk am Ende zum Fall gebracht hat. Und da sind wir wieder bei diesem, warum endet es jetzt eigentlich nach 130 Tagen? Wir haben in den letzten Wochen ja auch durchaus schon gemerkt, dass Elon Musk sich zurückgezogen hat dass er angekündigt hat, sich stärker auf seine Unternehmen, die alle massiv gelitten haben, seitdem er sich zurückgezogen hat, konzentrieren möchte. Wir haben festgestellt, dass Elon Musk bei öffentlichen Regierungsauftritten plötzlich nicht mehr dabei war, obwohl das in der Vergangenheit immer der Fall war. Also wir erinnern uns, er saß mit am Tisch, als mit Zelensky telefoniert wurde. Er saß in der im ersten Im ersten Kabinettstreffen der amerikanischen Regierung. Er saß immer dabei, bis ein paar Dinge passiert sind. Nämlich zum einen hat Elon Musk massiv an Popularitätswerten verloren. Also mehr als die Hälfte der Amerikaner empfinden Elon Musk als unbekannt. Das ist natürlich für ein Geschäft, das derart von Popularität und naja, im Fall von Donald Trump sicherlich auch von Narzissmus geprägt ist. Glaube ich, der erste Sargnagel. Zum anderen hat die Regierung oder das Team Trump offenbar auch festgestellt, dass Musk mit seinem Geld offenbar nicht jede Wahl kaufen kann. Denn wir hatten ja diese Richterwahl in Wisconsin, bei der Elon Musk versucht hat, mir verhältnismäßig klar. Eine überregional eigentlich unbedeutende Wahl. Aber Elon Musk hat versucht, auch da mit seinem Geld irgendwie diese Wahl so zu lenken, dass der Richter eben ein republikanischer Richter wird. Und das hat nicht geklappt. Und das waren wahrscheinlich die beiden ersten Schritte, die dazu führten, dass Mask zusammen. Tage dann doch tatsächlich gezählt werden, wie geplant.

08:46 Dominik Hammes

Ja, das war auch eine Aktion, die sich wirklich mit Kanonen auf Spatzenschießen mäßig angefühlt hat, wo man auch sich gefragt hat, warum. Ist er auch so persönlich präsent bei der Nummer? Also, wenn man jetzt gesagt hätte, okay, investiert er irgendwie Geld, passiert ja ständig. Gerade in den USA. Aber wenn ich mich nicht irre, war er doch wirklich aktiv vor Ort.

09:04 Gavin Karlmeier

Ja, ja. Er ist da auch rumgefahren und hat Werbung gemacht. Für eine Wald. Also das ist so ein bisschen Wir können uns das, glaube ich, hier nicht so richtig vorstellen.

09:16 Dominik Hammes

Wir haben keinen so berühmten Milliardär einfach. Vor allem haben wir auch keine Wahl, die so marginal ist. Genau, das kommt auch noch hinzu. Vor allen Dingen Richter werden bei uns, glaube ich, auch nicht so gewählt wie bei denen. Das wäre alles seltsam. Aber wenn man sich jetzt vorstellt, so ein mittelgroßes Städtchen, der Bürgermeister wird gewählt und es käme jemand Vorbei. Keine Ahnung, die Aldi-Brüder werden irgendwie auf dem Bekanntheitslevel von Dieter Wohlen und kämen dann vorbei und wär so jetzt Welt, ey, aber schön den Herrn Meier, der freut sich und dann werden wir auch alle so Geh nach Hause, wenn man werden, wie wir wollen. Also bitte.

09:51 Gavin Karlmeier

Aber genauso ist es. Ja, das kann man sich so vorstellen. Naja, und was wahrscheinlich auch ein maßgeblicher Faktor war, war eben der Streit, den Elon Musk im Team Trump auch ausgelöst hat. Der bekannteste war sicherlich der mit Scott Bessant, das ist der Finanzminister. Für die, die das Kabinett jetzt hier nach 500 Folgen haken, dann immer noch nicht auswendig. Die beiden, also Elon Musk und Scott Besson sollen sich angeschrien haben auf dem Flur des Weißen Hauses, so dass Menschen aus dem Oval Office rauskommen mussten und die beiden stoppen mussten, weil es zu laut wurde. seinen Kraftausdrücke gefallen und so weiter und so weiter. Also alles nicht so richtig rühmlich für Elon Musk und die zentrale Frage ist jetzt. Oder nee, ich habe eine These, aber ich will dich erstmal fragen. . . Okay. Was glaubst du, wie resümiert er selber seine Regierungszeit? Seine 130 Tage?

10:45 Dominik Hammes

Also, ich glaube, selbst er ist objektiv so, ja, er hat nicht das erreicht, was er wollte. Also, weder das, was er offiziell als Ziel gesetzt hat, intern weiß ich natürlich nicht, ob da ein bisschen Show dabei war und er sich andere Ziele gesetzt hat, von denen wir gar nichts wissen. Aber ob er sich selber da in der Verantwortung sieht, das bezweifle ich noch, wenn ich ehrlich bin. Also es ist ja, jeder Mensch will ja immer sagen, naja, das liegt an den anderen oder an den Umständen, das ist eine normale Reaktion. Wenn irgendwas nicht klappt, dass man natürlich erstmal nach außen geht, weil man schuld zu sprechen liegt den meisten Menschen nicht sonderlich. Und wenn, dann ist es meistens wieder zu viel und da sehe ich ihn nicht. Ich denke, dass er da nach außen hin vielleicht so tun wird, wie ja, alles super gemacht, und die setzen jetzt meine Arbeit fort, so wie es ja auch von ihm jetzt kommuniziert wird, dass natürlich daran weitergearbeitet wird, aber ohne ihn dann Aber ich bezweifle, dass er damit zufrieden ist. Das ist, glaube ich, so die Kurzfassung.

11:38 Gavin Karlmeier

Ja, also ich würde gerne zu den internen Zielen kurz was sagen. Also, ich glaube, es gab durchaus interne Ziele. Ich glaube, dass dieses Ganze. Effizienzgeräte, das ja von vornherein als Nebel, wie sagt man, Nebelpistole? Nebelkerze. Nebelkerze, danke. Was ist denn die Nebelpistole? Räuberpistole. Räuberpistole, anderer Bedeutung aber auch.

11:59 Dominik Hammes

Vielleicht meine ich ja die. Räuberpistole. Ja, aber Nebelkerze passt hier, glaube ich, mehr, weil ich glaube schon, dass das auch ein Ziel war. Oder zumindest eins, was mit seinen. Grundsätzlichen Überzeugungen parallel läuft. Aber ja, es gibt ja auch, oder ich werde das jetzt so ein bisschen zählen, ich zwisch mal als eine Art von Verschwörungstheorie in den Raum stellen. Es gibt ja auch einige, die sagen, naja, der hat genau bei den Unternehmen halt, wie du es vorher glaube ich auch schon angedeutet hast. Sparen lassen, wo seine Unternehmen was davon haben, wenn wiederum diese anderen Institutionen keine Finanzierung mehr haben oder schwächer dastehen. Und jetzt verpisst er sich einfach. Das war genau der Plan. Also die Leute gibt es auch. Ich unterstelle ihm ein bisschen weniger geniales Bösewichtetum hier. Aber sieht halt wie immer ein bisschen komisch aus.

12:44 Gavin Karlmeier

Also ich würde sagen, dass dieses ganze Effizienzgeschwafel eine Räuberpistole war oder eine Nebelkerze oder beides eine Nebelpistole oder eine Räuberkerze. Denn ähm Vor allem was das Doge ja in den ersten hundert dreißig Tagen vorangetrieben hat, war ja die Entdemokratisierung. Also die Veränderung der wie Sie sagen, des Deep States, also des Inneren des Staates, dahin, dass sie auf Linie mit Donald Trump kommen. Also die Entlassung von unliebsamen Mitarbeitenden, die Entkernung von Regulierungsbehörden, die dazu dafür zuständig gewesen wären. Naja, einen normalen Ablauf des Systems aufrechtzuerhalten. Alle diese Schritte, die er hier gemacht hat, und das ist, finde ich, damit trifft er selber sinnbildlich mit der Kettensäge viel mehr den Nagel auf den Kopf. Was schwierig ist bei Kenntsäge. Heute mischen wir wieder die Metaphernbund durch. Ja, ist perfekt. Als mit der Effizienz am Ende, denn was er hier ja nicht wirklich Vorangetrieben hat, ist eben, wir sparen Geld, sondern wir können hier ein libertäres Weltbild stärker in den Apparat drücken. Und wenn du dir den Project 2025 Observer anschaust, dass dieser Tracker, eine Website, die eben sich anschaut, wie viele Schritte von diesem Projekt 2025, diese Veränderung des Deep States hin zu einem libertären System oder zu einem Trump-hörigen System. Oder in den Faschismus, je nachdem wie man das drehen möchte, dann sehen wir, dass in wirklich nur drei Monaten, vier Monaten von 313 Schritten 98 getan wurden. Und das wäre ohne Elon Musk alles nicht möglich gewesen. Und deswegen würde ich sagen, dieses interne Ziel, das hat er vielleicht nicht zu Ende gebracht, so, aber er hat es vorangetrieben. Und interessanterweise hat Elon Musk auch bei seinem Termin im Weißen Haus auch gesagt, das ist nicht das Ende von Doge, das ist der Anfang. Also dieses Behörde wird weiterlaufen oder Agency, wie auch immer wir das Doge hier ins Deutsche übersetzen wollen. Aber Doge wird weitergehen. Die Frage ist nur so ein bisschen wie. Und da gibt es jetzt noch ein paar Lesarten, bevor wir gleich nochmal ein bisschen zurück auf Elon Musk schauen. Also offenbar hat Elon Musk einige Leute, die im Doge gearbeitet haben, seinetwegen, auch mitgenommen. Dazu gehört Nicole Hollander. Die war in der General Services Administration, also dieser Punkt, an dem beispielsweise die Bundesangestellten ihre Gehälter bekommen. Die saß dort in der Behörde. Die wird ihre Arbeit in der Behörde zurückfahren und wird offenbar auch ihre Arbeit im Doge, was sie währenddessen auch gemacht hat, eben auch zurückfahren. Vermutlich wird sie Elon Musk irgendwo hinfolgen. Das betrifft auch Steve Davis, das ist ein langjähriger Mitarbeiter von Elon Musk, der auch im Doge gesessen hat und es wird gesagt, er hat eine Schlüsselrolle in Musks Regierungsgeschäften gespielt. Er hat zum Beispiel die Überwachung von Budget-Kürzungen vorgenommen. Auch der wird Mask wohl folgen und wird nicht im Doge sitzen bleiben. Was alles ein bisschen danach aussieht, als würde man hier nicht wirklich friedlich das Haus verlassen, sondern als würde man sagen, so Leute, wir sind hier fertig, komm, wir hauen ab.

15:52 Dominik Hammes

Ja, gerade aber wenn einer von den beiden ja schon länger mit ihnen zusammenarbeitet, ergibt das schon Sinn. Aber ja.

15:59 Gavin Karlmeier

Das waren auch beides Namen, die auch schon in der Twitter-Übernahme zu den Schergen von Musk gehörten.

16:05 Dominik Hammes

Ja, das wundert mich dann tatsächlich weniger. Die Sache ist nur, man fehlt dann so Einnahme von einem Doge-Mitarbeiter, wo Musk sagen würde, der wird jetzt hier irgendwie. Die Fackel weitertragen oder sowas, sondern es ist einfach so, wir sind raus, ne?

16:21 Gavin Karlmeier

Aber ihr macht das schon. Fühlt sich so ein bisschen so an, aber es gibt auch noch andere Namen, zum Beispiel Stephen Miller zum Beispiel ist einer der Top-Strategen hinter dem ersten Wahlkampf von Donald Trump, einer seiner engsten Vertrauten, ein Berater von Donald Trump. Seine Frau, Katie Miller. hat auch als Sprecherin im DOS gearbeitet. Auch sie, obwohl sie eben aus familiären Verhältnissen, es ist alles in amerikanischen Regierungsverhältnissen alles sehr Familiär im Moment. Katie Miller wird auch das Douche verlassen und zukünftig die Presseanfragen für Elon Musk verwalten. Das heißt, sie wird sozusagen die persönliche Kommunikationsberaterin von Elon Musk. Da ist was Interessantes passiert. Ich wusste nicht, dass es das gibt. Ich dachte, das wäre einfach Ein Löschbutton. Offensichtlich gab es das bislang nicht. Okay. Aber es ist was Interessantes passiert. Und zwar hat Elon Musk zum Ende seiner Regierungszeit Interviews gegeben. Und zwar mit drei Medien. Und jetzt, ich bin interessiert, und zwar mit A ich finde es interessant. Mit Aast Technica, über die wir hier oft sprechen, die sehr journalistisch, sehr technisch sind. In dem Gespräch ging es vor allem um SpaceX Aktivitäten und Zum Mars Fliegen und so. Mit CBS News, die Elon Musk damals noch als Staatsfunk bezeichnet hatte. Und der Washington Post, der Zeitung, die Jeff Bezos gehört. Das sind alles drei Medien Bei denen ich, übrigens hat mich er hat nicht CBS als Staatsfunk bezeichnet, sondern PBS übrigens, um das nochmal direkt zu factchecken, bevor ich mich hier verdiere. Aber CBS News ist auch Lügenpresse für Elon Musk in der Vergangenheit gewesen. Also alles drei Medien, mit denen er sich sonst nicht eingelassen hätte. Und das scheint offenbar das erste Werk von Katie Miller zu sein zu sein. Komm Elon, wir setzen dich jetzt mal ein bisschen in konservativere, klassischere, nicht konservative, sondern klassischer, konventionellere Medien. Und zeigen mal, was du tust, vielleicht hilft es ja dem Tesla-Geschäft. Ja, das ist also aus ihrer Position heraus auch ein guter Gedanke. Ja, das wäre meine These. Aber ich finde es interessant, Elon Musk hat lange, lange keine Interviews gegeben. Wenn er Interviews gegeben hat, dann hat er das wie im Fall von Don Lemmon komplett vor die Wand fahren lassen. Im Fall von der BBC Hat er damals gesagt, dass er irgendwie nicht dieses Interview ausgesucht hat, weil der Reporter vor der Tür stand? Also die ganzen Interviews. Also die meisten anderen Interviews, die wir so in der Vergangenheit gesehen haben, die waren nicht so Ist strategisch aufgesetzt. Das heißt, man sieht schon die Arbeit von Katie Miller. Und ich glaube, wir sollten uns das mal so ein bisschen genauer ansehen, wie die öffentliche Figur Elon Musk sich in den nächsten Monaten verändern wird. So, ich glaube, da werden wir was merken.

19:04 Dominik Hammes

Ja, also man kann es ja für alle Beteiligten nur hoffen, tatsächlich. Also mir geht es da gar nicht so sehr um Taktik, weil ich habe jetzt keinen, also wenn seine Taktik nicht aufgeht, bin ich der Letzte, der sagt. Das tut mir aber leid. Aber ist natürlich für alle sinnvoll, wenn eine gute Presse ab Arbeit geleistet wird. Das wird ja seine Motive sowieso nicht ändern, aber dann kriegt man vielleicht ab und zu auch mal eine Info, mit der man was anfangen kann. Er wird sich wahrscheinlich auch ein bisschen besser verstanden fühlen. Und vor allen Dingen, wenn er diesen, das ist ja auch ein Teil seines Jobs, muss man ja sagen, wenn er den besser macht, wäre das ja so ein Zeichen, was einen beruhigen könnte. Ich glaube dann immer noch nicht, dass. eher eine Kraft für was Gutes in der in der Welt ist. Aber man ist schon ein bisschen beunruhigter, wenn man einfach nur, darauf werden wir heute wahrscheinlich auch noch leider kommen, wenn man die ganzen Drogenkisten da liest, blaues Auge, der dumme Auftritt mit der Kettensäge, der nun wirklich einfach nicht gut ist War. Also, egal wie man zu ihm steht, man kann sich mit einer Kettensäge auf die Bühne stellen. Wer hat wer hat Bock, da die Achse zu kaufen von dem Unternehmer? Wer hat Bock, dann Vertrauen zu investieren in eine Regierung, wo er was zu sagen hat, wenn er sich mit einer Kettensäge und einem sehr schlechten Spiel Spruch auf eine Bühne stellt. In den USA ist es nochmal eine andere Kiste, aber selbst bei denen war es so, was will der Mann eigentlich gerade? Und deswegen wären wir alle, glaube ich, ein bisschen beruhigter, wenn er eine gute Pressearbeit macht, wird natürlich trotzdem seine Politik und seine Entscheidungen nicht ändern, denken.

20:25 Gavin Karlmeier

Davon müssen wir genau ausgehen und deswegen müssen wir auch sehr genau hinschauen, wenn sich seine öffentliche Darstellung verändern wird. Ich erinnere an den Fall Mark Zuckerberg. Mark Zuckerberg, der jahrelang eigentlich gar keine Arbeit in seine Außenwahrnehmung gelegt hat und sehr, sehr sehr bewusst, unemotional aufgetreten ist, der dann plötzlich mit dem Start von Threads Surfer boy wurde mit einer Kette a Song veröffentlicht hat, Witze veröffentlicht hat, der irgendwie auf cooler Typ gemacht hat, der dann aber an anderes later sich genauso in den Dienst von Donald Trump gestellt hat. Also da war die Gefahr, sich blenden zu lassen, die gab es da ja durchaus auch im Fall von Max Zuckerberg. Und deswegen würde ich da jetzt zur. . Vorsicht drohen. Wenn Elon Musk plötzlich der coole, sympathische Buddy wird in den nächsten Wochen, dann ist das alles nur Katie Millers Arbeit.

21:19 Dominik Hammes

Das möchte, das möchte, glaube ich, auch niemand. Also mir würde es ja völlig reichen, wenn er in zusammenhängenden Sätzen spricht und nicht solche Stunts macht. Dann werde ich ihn immer noch nicht gut finden, aber dann kann man irgendwie besser damit arbeiten, finde ich persönlich. Und wie klar, der Vorteil, wenn schlechte Pressearbeit geleistet wird, ist natürlich, man kann Leute nicht so gut blenden. Das ist der größere Vorteil. Trotzdem würde ich mich damit wohler fühlen. Ich weiß gar nicht genau warum. Vielleicht bilde ich mir ein, dass man die Leute dann vielleicht nach viel im Wort fest nageln kann, aber wir leben 2025 und. Ich glaube, das passiert eh nicht.

21:53 Gavin Karlmeier

Das gesprochene Wort gilt gar nichts mehr. Willkommen im Podcast. So, kurz noch ein Satz zu Doge. Wie geht es da weiter? Offenbar wird Russell Wort? Wie spricht man ihn aus? V-O-U-G-H-T. Wort? Wort? Russell Wort wird das Doge weiterhin übernehmen. Der gilt als rechtsextremer Vordenker und einer der Menschen.

22:17 Dominik Hammes

Tut mir leid, das ist ein Paradox, man kann es nicht ein rechtsextremer Vordenker sein. Das kriegt überhaupt keinen Sinn. Vordenker auch noch. Entschuldigung.

22:23 Speaker 4

Ja, nö, gerne.

22:25 Gavin Karlmeier

Also ein rechtsradikaler Stratege. So können wir es vielleicht anders sein. Ja, und der wird wohl hier jetzt weitgehend die Arbeit zu übernehmen und wie es hier heißt im Wall Street Journal. wird wohl weiterhin daran arbeiten, das Doge in ein Werkzeug der extremen, nee, die Bundesregierung, Entschuldigung, die Bundesregierung in ein Werkzeug der extremen Rechten umzubauen. Ja, ist doch ne, kann ich nicht mal ironisch sagen, aber leider, das ist alles furchtbar. Also Wort gilt als christlicher Nationalist, war das wichtigste Bindeglied zwischen Projekt 2025 und Trump World oder der Magerbewegung, war für die Ausarbeitung des ersten 180-Tage-Plans verantwortlich. von Trump. Also das ist durchaus jemand, der da strategische Fäden in der Hand gehabt hat in der Vergangenheit.

23:10 Dominik Hammes

Ja, man muss ja auch sozusagen, so wie sich Doge zum Teil präsentiert hat und wie man da Dinge gemacht hat, wo man gar keine Zuständigkeit hat, das hat alles schon Sehr hart den Anschrei eines, wir bauen hier alles um, ob euch das Recht ist oder nicht und ob das rechtens ist und oder nicht, das ist uns alles egal. Von daher, leider passt diese Person sehr gut zur Institution.

23:31 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Jetzt hast du gerade gesagt, mit Interviews wird ja auch ein bisschen die Blendung besser und gleichzeitig haben wir gerade auch schon gesagt, wir haben so ein bisschen das Gefühl, dass man geht nicht nur im Guten auseinander. Man hat da wohl ein bisschen schlechte Stimmung gehabt. Und du hast gesagt, man muss Elon Musk auch nicht nur diese strategische Weitsicht unterstellen, sondern vielleicht hat er ja wirklich auch ein effizienter. geglaubt. Sondern wenn man das alles mal zusammennimmt, dann werden diese erwähnten Interviews, die er geführt hat, werden plötzlich nochmal ganz anders interessant. Denn Musk hat ja zum Beispiel mit der Washington Post gesprochen, habe ich eben schon mal angesprochen. Da sagte er, die Situation der US-Bürokratie ist viel schlimmer als ich dachte. Ich habe gewusst, es gäbe Probleme, aber es ist ein harter Kampf, Dinge in Washington zu verbessern. Er sagt auch, die Sparbehörde, also Stoe, würde für alles zum Prügelknaben gemacht. Wenn irgendwo etwas Schlimmes geschehe, dann würden wir dafür in die Verantwortung genommen, selbst wenn wir nichts damit zu tun haben. So, dann gucken wir auf das Interview von CBS. Da hat er über diese Big Beautiful Bill gesprochen. Ich weiß nicht, ob du damit firm bist. Das ist ein großes Gesetzespaket, das Donald Trump gerade. in den Senat gebracht hat, das im Repräsentantenhaus wurde es schon verabschiedet, das umfasst Steuerkürzungen, aber eben auch massive Ausgabenkürzungen, wie zum Beispiel Gelder für Medizin, Medical Aid. Aber eben auch die Durchsetzung dieses neuen Einwanderungsgesetzes. Es ist eigentlich kein Einwanderungsgesetz, eher. Abschiebegesetz, aber das eben. Also, das ist diese Big Beautiful Bill. Und mit der ist Elon Musk auch nicht so ganz zufrieden, wie er eben in CBS gesagt hat. Er sagt: Ehrlich gesagt war ich enttäuscht, als ich die großen Ausgaben in dem Gesetz Die Staatsgaben werden erhöht statt gesenkt. Das untergräbt die Arbeit, die das Doge leistet. Also, offenbar hat Elon Musk auch festgestellt, dass dieses Vorhaben der Effizienz. . nicht mit einem Präsidenten zu machen ist, der gleichzeitig die teuerste Regierung seit Jahren, seit Jahrzehnten vorantreibt. Also die Kosten, die das Doge reduziert, fangen ja nicht mal die Mehrkosten der Trump-Regierung gerade auf. Also wenn du allein auf die Mehrkosten durch die Zölle, die entstehen, schaust, siehst du, wie viel Schaden eigentlich in der Regierung oder im Land angerichtet wird. Dementsprechend Offenbar hat Elon Musk auch gleichzeitig erkannt.

25:50 Dominik Hammes

Er ist auch verloren im Posten mit seiner SPI. Jetzt polemisch gesagt, Effizienz ist ja auch immer nur eine Frage der Richtung. Also sie werden jetzt die Regierung krass eine Schlankheitskurve passen und dann mit weniger Leuten und weniger Aufbau mehr Geld ausgeben. Das ist effizient, wenn das Ziel ist, mehr Geld auszugeben. Dann macht man das jetzt viel effizienter. Das muss man auch mal sagen. Ziel ist ja kleine Regierung, nicht weniger Geld ausgeben, hat ja nicht jemand behauptet, je nachdem wie man es dreht. Aber Die meine klar, Mask tritt jetzt so ein bisschen nach. Was ich daran so wunderschön naiv finde, ist dieses, ach ich wusste gar nicht, wie schlimm die Bürokratie wirklich ist. Ich so immer In deinem Leben haben auch, seit du reich bist, immer nur andere Leute Anträge für dich gestellt irgendwo, oder? Also, so ein Staat funktioniert nun mal anders als in einem Turbo-Kapitalismus ein Unternehmen. Das ist einfach ein bisschen behebiger und das muss es auch sein. Und wenn man das nicht versteht, dann in der Regierung zu arbeiten, ist schon so ein bisschen vielleicht noch vorher nochmal Politikgrundkurs nachschieben oder so ein bisschen Verwaltungswissenschaften von einem sich was erzählen lassen, vielleicht, wovon ich auch sehr wenig Ahnung habe. Und ich habe eine Bürokratieallergie im Endeffekt. Aber ich verstehe ja, warum diese Dinge so brunst. Eigentlich überhaupt nicht höchstens genauso blass wie er. Aber man muss halt irgendwo akzeptieren, warum ein System so komplex ist. Das ist ja gut. Ja nicht immer altlasten. Also es gibt ja definitiv bürokratische Dinge, wo man sagt: Ja, okay, das wird vor 50 Jahren geschrieben, hat das Intergeben heute nicht mehr. Aber viele Dinge müssen so sein, um sicher zu sein, um gesetzeskonform zu sein. Und Gesetze haben meistens auch einen Sinn. Wenn man kann es halt die alte Maxime von man soll das, man soll mal eine Regierung führen wie ein Unternehmen und es ist halt einfach kein Unternehmen. Ich finde ganz, ganz schlimm.

27:32 Gavin Karlmeier

Ich wollte auch gerne zu diesem Satz genau was sagen. Also wenn Lindner sagt, wir müssen mehr Maske und mehr Leib, wenn Lindner erinnert euch, das war der Vorsitzende einer kleinen Splitterpartei. Oder wenn Merz eben auch sagt, dass man mehr irgendwie in Regierung denken solle, das ist natürlich Quatsch. Weil ein Unternehmen hat ein Ziel und das ist mehr Geld zu verdienen. Die Regierung hat das Ziel, das bestmögliche Leben für die Bevölkerung rauszuholen. Jetzt bedeutet bestmögliches Leben, aber ganz offensichtlich auch Geld ausgeben, weil du damit zum Beispiel versuchen willst, soziale Ungleichheiten auszumachen. Ausmerzen. Oh, Hausmerzen.

28:04 Dominik Hammes

Was ich daran auch immer wieder spannend finde, ist, dass eine konservative Partei damit ja eigentlich sagt: Nee, also um jetzt irgendwie unser Lebensstandard zu bewahren, sollten wir einfach mal so agieren. Dass wir das genau das nicht tun. Das ist immer für mich ein bisschen verwirrend. Aber gut, wir wollen uns nicht zu heimpolitisch auch noch aus dem Fenster lehnen, glaube ich.

28:25 Gavin Karlmeier

Dann wird es kritisch. Machen wir dann nächstes Jahr im März drin. März drin. Vor März, wenn wir es dann. Irgendwas fällt uns schon ein. Deutscher März. Ansonsten gibt es aber eben noch, um das Bild weiterzuzeichnen. Also es ist wirklich um Elon Musk viel passiert und warum wir das alles hier machen. Wir sind ein Social Media Podcast und wir haben jetzt bislang noch nicht ein Wort über ein soziales Netzwerk. Nee, das geht mir auch ein bisschen um den Wecker gerade. Aber das liegt eher daran, dass das Thema so deprimierend ist. Ja, aber ich glaube, dass das sich, also ich glaube, damit verlässt das Doge ein bisschen unseren

29:02 Dominik Hammes

Kompetenzhorizont?

29:04 Gavin Karlmeier

Ja, das hat es schon längst, aber dann wollte ich nur sagen, wenn ihr mehr politische Analyse wollt, vielleicht zu Leuten, gehen ihr davon mehr Ahnung an. Genau, nein, damit verlässt es Doge so ein bisschen unsere Zuständigkeit. Genau, wir verlassen die Zuständigkeit des Doge und umgekehrt. Und trotzdem ist dieser Podcast aber vor allem angefangen als einer, der Elon Musk beobachtet hat, als er Twitter kaufte und wir damals gesagt haben. Die Berichterstattung über Elon Musk kommt häufig zu dem Schluss, dass er halt dieser lustige, tolperschicke, sehr reiche Mann ist, der in das Weltall möchte. Wenn es nur so wäre. Und das ist uns zu wenig. Und dazu gehörte eben auch, dass wir in den letzten Monaten verstärkt eben auf diese Regierungsarbeit geschaut haben. Und wenn die eben endet, dann nehmen wir das einmal mit, um dann wieder uns den weltlichen Dingen zu widmen in den nächsten Tag. Deckel drauf machen, hoffentlich. Deckel drauf, das Social Media Update. Aber na jedenfalls. hat die New York Times zwei sehr lange Texte am Wochenende veröffentlicht, die beide sehr lesenswert sind. Der eine dieser Texte wurde auch sehr, sehr viel zitiert, eigentlich von allen großen Medienhäusern in dieser Welt, denn dieser Text heißt Elon Musk jonglierte im Wahlkampf mit Drogen und Familien. Als Elon Musk in den Dunstkreis von Präsident Trump geriet, wurde sein Privatleben immer turbulenter und sein Drogenkonsum war intensiver als bekannt. Einmal kurz the bigger picture. Wir haben schon lange und viel darüber gesprochen, dass Elon Musk zur Bekämpfung von Depressionen Microdosing von Ketamin angewendet hat. Das ist in den USA eine zulässige Behandlungsmethode, eine zulässige Therapiemethode. Und wir haben damals auch gesagt, wenn jemand eine psychische Erkrankung hat, dann werden wir darüber nicht urteilen und werden das nicht zum Anlass nehmen, andere Entscheidungen, die dieser Mensch trifft. In Relation dazu zu stellen. Das ist, ähm, da sind wir, soweit sind wir. Es ist allerdings ein Problem, und das kommen wir zu dem, was wir ganz am Anfang von dieser Folge heute gesagt haben. Es wird allerdings zum Problem. Wenn, wie die New York Times berichtet, einer der mächtigsten Menschen der Welt so viel Ketamin einnimmt, dass er eine chronische Blasenerkrankung davonträgt dass er Ecstasy und psychedelische Pilze nimmt, dass er täglich eine Medikamentenschachtel dabei hat, in der etwa 20 Pillen drin sind, darunter auch das Aufputschmittel Adderall. Und mehrere Leute im Kreis, mit denen die New York Times gesprochen haben können, belegen, dass es diese Box gibt Dann wird es zum Problem, weil dann die Frage ist, auf welcher Entscheidungsgrundlage basieren eigentlich die Entscheidungen, die er trifft, entscheidet er auf Sachliche Art auf argumentative Art oder entscheidet er, weil er 20 verschiedene Wirkstoffe im Körper hat?

31:49 Dominik Hammes

Ja, ist natürlich immer noch eine schwierige Frage, die also die verschreibungspflichtigen Dinge muss man quasi komplett einklammern, also um das zu unterstützen, was du am Anfang gesagt hast, aber wenn er einfach. . Relativ unverantwortlich, dann auch andere Substanzen nimmt diese Bewusstseinzustand beeinflussen, die nicht verschreibungspflichtig sind. . beziehungsweise die illegal sind zum Teil oder die einfach nicht von Ärzten verordnet sind und das vielleicht unverantwortlich durcheinander mixt mit irgendwelchen Quer- und Nebenwirkungen Dann muss einem das halt Sorgen machen, was eine Entscheidungsfähigkeit angeht. Ja, und das, ich meine, vielleicht, nee, das möchte man ihm nicht unterstellen tatsächlich, ausnahmsweise. Aber es gibt ja nun mal auch Fälle vor Gericht, wo man sagt, naja, eigentlich war er nicht Herr seiner Sinne. Und diese Situation möchte man ja nicht haben bei einer Person, die so mächtig ist, die so wichtige Entscheidungen trifft. Klar, bei der Privatperson, wie er reich ist, kann man eh nicht viel sagen. Als er dann allerdings auch noch. Regierungsverantwortung hatte, das geht dann eigentlich fünf Schritte zu weit und als Aktionär wäre ich auch so, möchte ich das? Möchte ich das Meine Aktienzukunft von jemandem geleitet wird, wo ich mir nicht sicher sein kann, wie er heute drauf ist. Ein Teil von mir widerstrebt es grundsätzlich immer noch zu sagen, ja, es ist irgendwie immer noch sein Schädel. Aber ich setze den ja auch nicht hinters Steuer dann. Das ist es halt.

33:09 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Er hatte über sein Microdosing in der Biografie mit Walter Isaacson auch gesagt. Ich mag es nicht, illegale Drogen zu nehmen. Jetzt muss man dazu sagen, Elon Musk gibt da aber häufig ein anderes Bild von sich ab als er Tatsächlich handelt. Also er hat auch zum Beispiel ja damals gesagt, dass er nicht GTA V spielen konnte, weil er auf Polizisten schießen musste. Musste vor allen Dingen immer noch gut. So, das hat ihn widerstrebt. Also man muss schon dazu sagen, dass er sich immer wieder als der Rechtschaffende darstellt und gibt, gleichzeitig aber kein Problem damit hat, mit einem Schlägertrupp in eine Behörde einzulaufen, um da mit irgendwelchen Computern die Daten aus irgendwelchen Regierungsbehörden abzuziehen. Ich mag es auch nicht morgens aufzustehen. Mach's trotzdem meistens. Wenn du deswegen, Elon Musk hat sich gedacht, ich muss sie elegant machen.

34:02 Dominik Hammes

Ich finde die Formulierung einfach nur ein bisschen schwach, aber das ist jetzt aus dem Zusammenhang gerissen auch ein bisschen gemeint.

34:07 Gavin Karlmeier

Ja, ja, das ist es wohl. So, und die New York Times hat ihn aber damit konfrontiert. Bei dem Termin am Freitag, bei dem Elon Musk eben sein Ende der Regierungszeit sozusagen beschlossen betrifft. Siegelt verkündet hat, hat ihn nur Tanzing darauf angesprochen und hat in der Pressekonferenz gefragt, wie das denn aussieht. Und daraufhin hat Elon Musk. . nicht direkt geantwortet, aber hat gesagt, dass diese Zeitung unglaubwürdig sei. So nach dem Motto, ja, ja, macht nur weiter, macht was ihr wollt. So hat er es gesagt. Er stellte die Glaubwürdigkeit der Zeitung in Frage, wie der New York Times selber schreibt. Und am Abend hat Donald Trump noch gesagt, ich bin nicht beunruhigt über irgendetwas bei Elon Musk, ich finde ihn fantastisch.

34:55 Dominik Hammes

Also er hätte eigentlich noch hinterherschieben müssen, euch liest ja sowieso keiner mehr, damit er das komplette Playbook voll hat. Heißt eigentlich für mich, dass sie in irgendeinen wunden Punkt getroffen haben werden.

35:06 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Selbst Freunde aus dem Umkreis von Elon Musk oder ehemalige Freunde, dazu zum Beispiel Philipp Low. Das ist ein Neurowissenschaftler und ein enger Freund von Elon Musk oder ein ehemaliger enger Freund. Die Doppelkompetenz auch einfach. Neurowissenschaftler und Freund. Ein ehemaliger Freund von Elon Musk, der aber inzwischen in der Öffentlichkeit Elon Musk auch lautstark kritisiert für seine nazi-ähnliche Kundgeste, beispielsweise wie New York Times schreibt oder wie wir sagen, Hitler-Gruß. Nenne es wie es ist. Der sagt im Interview mit der New York Times, Elon Musk hat die Grenzen seines schlechten Benehmens immer weiter verschoben. Ich finde, das ist ein sehr, sehr eindrücklicher und sehr deutlicher Satz.

35:42 Dominik Hammes

Ja, das spiegelt sich halt das, wie wir ihn wahrnehmen von jemandem, der ihn besser kennt. Das ist immer eine gute Bestätigung.

35:49 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Ähm, naja, und gleichzeitig gibt es in diesem Text eben auch, ich ihr solltet den lesen, der liegt hinter der Paywall bei der New York Times, ich schätze, ihr könnt aber ein paar Tage Testabo machen. Es lohnt sich für diesen Text ehrlicherweise sehr, weil man auch sehr viele Einblicke auch in diese ganze ganzen Familien. Er hat ja mittlerweile 14 Kinder, wie wir wissen. Von denen wir wissen. Er sieht die Unterbevölkerung als größtes Problem der Menschheit, meint damit voraussichtlich die Unterbevölkerung der Weißen. So müssen wir ihm leider unterstellen. Also es ist alles etwas, es ist ein ganz gutes Bild zum Abschluss, dieser. Dieser Ära.

36:30 Dominik Hammes

Ja, da sind auch viele Thesen dabei, gerade was diese Unterbevölkerung angeht, wo ich mir denke, es gibt manchmal so Situationen, da hörst du auch mal an einem Nebentisch im Restaurant oder irgendwo, du hörst so Gespräche, wo du denkst, ah, Gott sei Dank haben die Leute nichts zu sagen. Und das Problem ist natürlich, es ist hier in dem Fall Elon Musk und der hat was zu sagen. Aber man hört ja immer mal wieder solche Thesen, und man denkt, Gottes Willen, man stelle sich vor, jemand, der richtig viel Einfluss hat, würde aufgrund dieser Aussagen agieren. Und genau so eine Person ist er leider und leider hat er sehr viel Einfluss und Geld. Das ist mehr als bedenklich.

37:02 Gavin Karlmeier

Genau, wirklich, ja. Der andere Longread, den ich angekündigt habe, den packen wir auch in die Shownotes, auch in der bei der New York Times, auch hinter the Paywall. Der Text ist übersetzt, Elon Musk's Erbe sind Krankheit, Hunger und Tod. Da geht es eben um die USA. Und es gibt aber einen Satz, den ich den ich gerne rausstellen würde. Und zwar sagt die Journalistin da, Mask hat offenbar nicht damit gerechnet, dass es für den reichsten Mann der Welt eine schlechte PR-Aktion sein würde, den ärmsten Kindern der Welt Lebensmittel und Medikamente wegzuladen. zu nehmen. Und ich finde, damit kann man verstehen, das passt schon alles sehr gut als Beobachtung. Finde ich sehr zutreffend.

37:36 Dominik Hammes

Er hat manchmal das Gefühl, dass er versucht, mit seiner eigenen Fortpflanzung das auszugleichen, muss er warten, was kaputt macht. Das würde er nicht schaffen, muss ich leider sagen. Das ist so.

37:47 Gavin Karlmeier

Ja, leider nicht. Es gibt eine schöne Beobachtung, es hat jemand auf Bluescare geschrieben, ich habe mich leider nicht den Autoren aufgeschrieben, wir reichen das nach. Und zwar hat jemand beobachtet also die Geschichte in der New York Times zu dem Drogenkonto beispielsweise. enthält Material, das nach den Gesetzen vieler Staaten ein, schließlich Texas per se als Verleumdung gilt, was jede Klage von Musk beschleunigen würde, da er keinen Schadensersatz nachweisen müsste. Die Anwälte der New York Times wissen das, um das zu drucken, musst du makellose Quellen haben. Und das ist nämlich genau der Punkt. Du musst dich bei so einer Geschichte. Gerade als so großes Medienhaus musst du dir sehr, sehr sicher sein, was du da schreibst, wenn es solche Vorwürfe sind. . Und ich finde, dass das nochmal so ein bisschen Nachdruck auf diese Geschichte liegt, über die wir gerade gesprochen haben.

38:36 Dominik Hammes

Ja, definitiv. Also es muss ja mindestens für eine Rechtsabteilung heißen, das können wir schon machen. Also wenn er uns vor Gericht schleift, das ist zumindest nichts, wo ein Richter nach 20 Minuten sagt, naja, macht deinen Artikel bitte mal offline.

38:48 Gavin Karlmeier

Genau. Im Journalismus sagt man, wir haben das hart bekommen. Also das sind dann Nachweise, die definitiv als Beweise herhalten können, dass diese Geschichte so passiert ist.

39:00 Dominik Hammes

Ja, was vor allen Dingen in dem Fall auch heißen könnte, das könnte sehr peinlich für ihn werden, weil die Sachen ja dann vor Gericht auch rausgepackt werden können. Ja. Selbst wenn es nicht öffentlich ist.

39:10 Gavin Karlmeier

Peinlich. Ja, das wäre für ihn der worst case. Also vor allem, weil du dann ja auch, wenn er sagt, wenn du sagst, ich gehe den kompletten Artikel an, müsstest du ja auch private Korrespondenz mit den Müttern deiner Kinder veröffentlichen. Und also das wird seine neue Kommunikationsberaterin nicht zulassen, würde ich mal sagen.

39:27 Dominik Hammes

Ja, nicht nur das, das kann mir halt auch vorstellen. Ich meine, natürlich, das ist im Endeffekt, in Anführungsstrichen, für ihn nur Geld, aber sie eben nicht nur nur Geld, sondern auch immer noch mehr so ein Rattenschwanz, der dahinter kommen kann, wenn das irgendwelche Quellen sind, wo dann klar wird, die Droge hier ist aber illegal. Und dann schaltet sich die Polizei ein und sagt, dann kommt es jetzt nochmal eine neue Klage, deswegen. Dann kommt irgendwie die Mutter und sagt, hier steht das und das, ja, dann schuldet er mir aber noch mehr Geld. Und dann kommt der aus dem Gerichtssaal ja nicht mehr raus. Ja, tut er ja eh nicht.

39:55 Gavin Karlmeier

Also ist er jetzt schon die ganze Zeit dabei. Wobei er selber ist, hat glaube ich noch nie ein Gericht von innen gesehen, oder? Er schickt ja immer nur seine 34 Anwälte. Wer kann, der kann. So, und jetzt müssen wir noch einmal kurz über das blaue Auge sprechen. Er kam bei diesem Termin im Weißen Haus, dieser Abschlusstermin am Freitag, mit einem, also ziemlich ramponierten Gesicht, muss man schon sagen. Er selber sagt, er hat sein, also deutsche Medien haben geschrieben, er hat mit seinem Sohn rumgealbert und dann hat er ihn ins Gesicht geschlagen. Und das sagt Mask ja auch, ne? Der Mask hat aber eigentlich gesagt Cool dads don't judge. Also ich möchte nicht jetzt andere Erziehungsmethoden anschauen. andere nicht einbewerten. Aber ich weiß nicht, ob das, also A weiß ich nicht, ob das wirklich so passiert ist, weil Elon Musk eben offenbar auch häufig Er feiert offenbar viel, wie New York Times ja schreibt. Vielleicht hat er sich einfach mit den falschen Leuten angelegt. Vielleicht ist aber auch Scott Bessant, der Finanzminister, auf dem Weg ins Oval Office nochmal kurz an Elon Musk vorbeigekommen und hat sich nochmal kurz revanchiert für die Ausschreitung vor einigen Wochen

41:13 Dominik Hammes

Ich guck mir das jetzt nochmal an. Also ja, kann auch einfach hingefallen sein. Das würde er dann doch sagen, oder? Das ist ihm, glaube ich, peinlicher, als wenn er sagt, mein Sohn kann so gut boxen, dass er mit direkt ein blaues Auge verpasst hat. Auch wenn die Geschichte einfach so unrealistisch ist, dass ein Fünfjähriger so zulangt. Ähm, es sieht aber, also ich bin ja auch kein, also wir sind ja keine Ärzte hier und wir kennen uns mit Hämatomen ja auch nicht aus. Aber irgendwie, das sieht schon ein bisschen ein paar Tage älter aus, finde ich vor allen Dingen.

41:44 Gavin Karlmeier

Vielleicht sind wir doch ehrlich. Aber das kann ja auch von ein paar Tangen passiert sein.

41:46 Dominik Hammes

Naja, aber wir wollen es gar nicht. . Nee, überanalysieren, das ist wie gesagt der bunte Aspekt von dem Ganzen. Wo ist eigentlich dieser, jetzt tut mir leid, das ist halt ein Bild, wo auch Trump an seinem Schreibtisch ist und ich bin so, wo ist dieser, wo ist dieser Cola? Button jetzt. Ja. Wie gesagt, ist für mich immer noch das Beste, was er gemacht hat in seinem Leben wahrscheinlich.

42:11 Gavin Karlmeier

Weil es so egal ist, aber naja. Naja, und was macht Elon Musk jetzt? Wie geht es jetzt weiter bei ihm? Naja, er hat ja angekündigt, dass er sich stärker auf seine Unternehmen konzentrieren möchte. Und das ist glaube ich auch ganz gut so. Denn auf der einen Seite wissen wir ja, dass es bei Tesla zum Beispiel gar nicht gut läuft. Also die Verkäufe fallen in den Keller. Es l also es ist sogar so, dass Kimball Musk, das ist der Bruder von Elon Musk, Kimball, ja. Der ist langjähriges Vorstandsmitglied, der hat jetzt gerade Tesla-Aktien im Wert von 32 Millionen Dollar verkauft. Wow. Und auch Ira Aaron Price, auch das ist eine langjährige vertraute Person von Elon Musk, hat fast 500. 000 Aktien im Wert von 162 Millionen Dollar verkauft. Also selbst die Leute, die ganz nah dran sind an Elon Musk. und ganz viele Einblicke offen haben, scheinen gerade so ein bisschen das Vertrauen in das Unternehmen zu verlieren.

43:07 Dominik Hammes

Naja, ich habe jetzt also so eine ganz billige Online-Recherche gemacht und es ist einfach, der Kurs ist so niedrig, wie es eigentlich fast noch nie war. Also der Tiefpunkt sind irgendwie 345 und er ist jetzt auf 346. Und bei der Eröffnung waren es 355. Also man ist sogar unter dem Startwert, den man mal hatte. Nee, ich glaube, du bist auf der falschen Jahres. Meinst du? Stand 30. Mai 346 steht hier. Als sie an die, also, du meinst die die Hoch, Tiefe und die Eröffnungssachen. Das ist absolut drin, ja, dass da der Zeitrahmen der falsche ist. Das tut mir leid.

43:43 Gavin Karlmeier

Also sie sind gerade schon, der Aktienkurs ist nicht so mies, wie er sein könnte. Das muss aber andere bewerten. Das kann ich nicht einschätzen, ob der so gut ist. Aber offenbar könnte man davon ausgehen, dass das ein Hinweis darauf wäre, dass wir solche Insider jetzt gerade Aktien abtreten, dass sie eventuell Geld brauchen oder dass sie vielleicht daran glauben, dass Tesla in nächster Zeit eher nochmal eine schwierige Zeit durchmacht, bevor es besser wird.

44:06 Dominik Hammes

Ja, ich habe die Skala jetzt auch noch verschoben, das war ein wichtiger Hinweis. Für alle, wenn ihr es selber nachgucken wollt. Also im Großen und Ganzen. Tendenzen sieht ja gar nicht so schlecht aus, aber die Tendenzen sind wahrscheinlich gerade unfassbar mies.

44:17 Gavin Karlmeier

Es gibt jetzt so eine Gruppierung von Kleinaktionären. Das ist aber leider ein Problem für Tesla, weil wir wissen, dass wenn du eine echte Entscheidung im Unternehmen bewegen willst, brauchst du 3% am Unternehmen seit neuerdings und das ist quasi nicht zu machen. Aber es gibt eine Gruppierung von kleineren Unternehmern, die halt nur nur etwa eine Milliarde, äh ne, 950 Milliarden US-Dollar, also nur 0,25% am Unternehmen. Das ist nicht genug. Das kann glaube ich nicht stimmen mit den 950 Milliarden.

44:51 Dominik Hammes

Wir sind super, was Börser und Zahlen angeht. Das ist nicht die Expertise hier.

44:57 Gavin Karlmeier

Null, zwei fünf Prozent der Tesla-Aktien. Sie haben ein Vermögen von 950 Milliarden. Milliarden US-Dollar, jetzt haben wir es, so ist es richtig. Und die fordern jetzt aber, dass Elon Musk, damit er ein weiteres Gehaltspaket von Tesla bekommt, das er ja gerne hätte, fordern sie eine 40-Stunden-Woche für Elon Musk bei Tesla.

45:15 Dominik Hammes

Ja, ich meine, mit Work Life Balance wird sich das nicht machen lassen, alles machen. In meinem Kopf gibt es ja so Szenarien, die sind aber eher von Wunschdramaturgie geprägt, dass man irgendwie sagt: Der Kurs geht noch so weit darunter, dass die einfach so viel kaufen können, dass sie auf den 3% liegen, aber die Summen sind ja utopisch hoch. Und auf der anderen Seite, auch da sind die Summen aber utopisch hoch, dass wenn es so weitergeht über eine lange, lange Zeit oder es noch schlimmer wird, dann kann man sich auch vorstellen, dass ein anderer Autohersteller sagt, wir kaufen die jetzt für die Patente einfach auf. Vielleicht auch für die Marke. Aber dafür müsste halt der Kurs noch, glaube ich, nochmal ein gutes Stück runtergehen. Das werden sich die anderen Autohersteller alle gerade noch sehr genüsslich angucken, sehr lange.

45:59 Gavin Karlmeier

1,09 Billionen. 1000 Milliarden kosten würde Tesla jetzt gerade. Wenn du denn alle Aktien kriegen würdest, die Leute.

46:07 Dominik Hammes

Musst du ja nicht. Du musst ja nicht alle kaufen. Das wäre ja zu viel. Aber ich, wie gesagt, ich bin mir sicher, dass man bei anderen Firmen, egal wie wir jetzt zu den anderen Firmen stehen, da sitzt und es so Jeden Morgen mit dem gleichten milden Lächeln auf den Lippen, so na läuft's wieder, ne? Wunderbar.

46:23 Gavin Karlmeier

Also diese Aktionäre seien die aktuelle Krise bei Tesla macht die langfristigen Probleme deutlich, die auf die Abwesenheit des CEO zurückzuführen sind. Und durch einen Vorstand verstärkt werden, der weitgehend desinteressiert und nicht bereit zu sein scheint, im besten Interesse aller Tesla-Aktionäre zu handeln. Tja. Tja. Kommen wir zu Ex. Social Media, hey. Nach 46 Minuten können wir dann auch mal über Social Media sprechen. Aber. Kommen wir zu Ex. Gerne. Es ist mehr eine Ex-AI-Meldung, aber sie zeigt auch ein bisschen, wo wer da gerade wie am Hebel sitzt. Also, Pavel Duroff. Weißt du schon, wer Pavel Duroff ist? Wenn, dann habe ich es vergessen. Pavel Duroff ist der Telegram. Der, der aus Paris nicht ausreißen durfte, der, über den wir auch häufiger schon gesprochen haben, so ein bisschen das Phantom ist, weil der so schwer greifbar ist, der hat einen Post of X veröffentlicht, wo er sagt, diesen Sommer werden Telegram-NutzerInnen Zugriff bekommen auf die beste KI-Technologie im Markt. Elon Musk und ich haben eine einjährige Partnerschaft vereinbart, um XAI's Grog zu unserer Milliarde NutzerInnen zu bringen und in alle Telegram-Apps zu integrieren. Das stärkt auch Telegrams finanzielle Position. Wir werden 300 Millionen in Cash und Equity von XAI bekommen, plus 50% an den Einnahmen, die XAI an Abos verkauft über Telegram. Daraufhin hat noch geschrieben Together we win.

47:49 Dominik Hammes

Ja, und dann ein Herz, ein Aktienkurs, der nach oben geht und ein Pokal. Ey, das finde ich so cringy, wie hier kommuniziert wird, aber gut.

47:57 Gavin Karlmeier

Daraufhin hat Linda Jaccarino kommentiert mit so einem Wie sagt man, Bizeps, so muskelmäßig, ne? Die Chefin von X ist übrigens, ne? Die durchaus solche Veränderungen, sie ist nicht die Chefin von XAI, aber die hängt da im Unternehmen, die könnte sowas mitgekriegt haben, könnte man meinen.

48:15 Dominik Hammes

Ja.

48:16 Gavin Karlmeier

Daraufhin schreibt Elon Musk einfach nur drunter, no deal has been signed. Also es wurde keine Vereinbarung getroffen. Was super unangenehm ist, weil das auf der einen Seite diese ganze Kommunikation von Pavel Duroff in den Gulli wirft und das möglicherweise diesen Deal am Ende auch gefährden könnte, weil er jetzt natürlich dadurch, du hast nicht das Gefühl, together we win. So, wir ziehen es nicht zusammen durch, sondern du hast eher so das Gefühl, ja, ich weiß nicht so genau. Daraufhin hat Pavel Duroff noch drunter geschrieben. True, aber wir haben uns im Prinzip geeinigt, es sind nur noch die Formalitäten, die geklärt werden müssen.

48:57 Dominik Hammes

Es ist, also das ist so peinlich alles. Also egal wie ich es drehe und wende, ne? Also das ist das Maske, aber auch, also wäre das jetzt irgendwie oder irgendwie positiv bei mir besitzt. Setz sich gesagt, ach schon eine coole Nummer, wie er ihn hier von der Seite so ein bisschen angezwickt hat, aber eigentlich wäre es doch smarter, das intern zu regeln. Zu sagen, ey, könntest du bitte den also Wenn man noch weiter so arbeiten will, wenn im Prinzip wirklich alles stimmt, was da steht, ey bitte mach das in Zukunft nicht, erst wenn es unterschrieben ist, sondern einigen wir uns auf eine Kommunikation. Ja, genau. So macht man das doch eigentlich. Aber das hier, das liest sich halt so, als hätte der den Entwurf eigentlich irgendwo in einem Slack gepostet, intern und machst dann so: Nee, wir haben noch gar keinen Deal.

49:35 Gavin Karlmeier

Ach ja, stimmt, dann warten wir damit noch.

49:37 Dominik Hammes

Dann wäre das ja alles cool, aber das ist halt öffentlich und dass Linda Jaccarino da entweder den gleichen Eindruck hatte wie der Pavel Duroff oder gar keine Ahnung und war so, oh ja, wird schon stimmen, der wird es ja nicht einfach nur aus Scheiß posten. Haue ich doch erstmal ein bisschen Support drunter. Wo Kommunikation.

49:53 Gavin Karlmeier

Ja, Vic, ich finde das irgendjemand hat da auch drunter geschrieben, du siehst jetzt, wer da wirklich in charge ist. Valinda Jakrino als CEO von X. Also wie gesagt, die ist nicht verantwortlich für Grog und XAI. Nee. Aber die ist jetzt auch trotz auf dem Papier. Sie eine der mächtigsten Frauen im kompletten Unternehmen und hätte sowas durchaus schon mal mitbekommen können.

50:13 Dominik Hammes

Ja, auch entweder liegt der Fehler halt bei ihr zu sagen, ja, ich haue einfach mal Support drunter, oder sie ist halt nicht informiert worden. Oder falsch. Also, wie man es dreht und wendet, so in der Öffentlichkeit zu kommunizieren, ist für ein Unternehmen nicht cool.

50:26 Gavin Karlmeier

Wenn du auf X aber ohne Öffentlichkeit kommunizieren willst, dann kannst du das ja theoretisch mit verschlüsselten DMs tun.

50:32 Dominik Hammes

Ja, oder du kannst überall auf Social Media oder Abwesenheit der Öffentlichkeit kommunizieren willst.

50:42 Gavin Karlmeier

Um an einigen Verbesserungen zu arbeiten. NutzerInnen könnten früher verschlüsselte DMs ansehen, aber keine neuen senden. Oder wie Casey Newton dazu kommentiert hat, bitte warten Sie, während Ihre verschlüsselten DMs zur Analyse an die Bundesregierung übermittelt werden. Ach, wir wollen ja noch eine Backdoor.

50:58 Dominik Hammes

Stimmt, stimmt. Wir können ja nicht einfach den Algorithmus. . Es ist ja tatsächlich einfacher, was so zu verschlüsseln. Also. Bitte, ITila, korrigiert mich, Rüdiger, du weißt, du bist gemeint, aber ich glaube, es ist sogar einfacher, sowas zu programmieren ohne eine Backdoor. Ja, würde ich auch behaupten, wenn es verschlüsselt sein soll und die Leute nichts merken sollen. Weil also jeder Informatiker kann im Studium ja im Prinzip einen Chat programmieren, wo er sagt, ja, ich benutze jetzt einfach eine Verschlüsselung, die eigentlich illegal ist, weil es ein mathematisches Prinzip ist und das kann man nicht verbieten. Ähm, naja.

51:27 Gavin Karlmeier

Kackner-Themen. Naja, aber ich würde sagen, wir würden hier, wir können natürlich jetzt noch stundenlang weitersprechen. Ach gern. Hab noch ganz viel Kram, aber wir haben glaube ich für heute haben wir unseren Dienst erfüllt. Also heute hat sich, also ich meine, jetzt mal Transparenz, ne, ich werde ja nicht bezahlt, aber heute hat sich die Arbeit angefühlt. Ja, ne?

51:47 Speaker 4

Heute war er nur wegen Mask.

51:49 Gavin Karlmeier

Aber ich verspreche euch, ab der nächsten Folge wird tiefer Social Media Content kommen.

51:54 Dominik Hammes

Ja, da darf ich an der Stelle, wenn wir eh gerade Verschlüsselung hatten, nochmal ein kurzer Hinweis. Wenn ihr auf der Arbeit, wenn ihr IT-Ler seid auf der Arbeit und ihr benutzt da irgendwie von Microsoft, was ist das OneDrive, ne? Passt mal aufs nächste Update auf, wenn dann die Privataccounts von OneDrive und die Geschäftlichen auf einmal vermischt werden. Viel Spaß damit. Passiert das? Ja, ja. Ein kleiner IT-Mega-Fail von Microsoft gerade.

52:18 Gavin Karlmeier

Oh Gott. Ich habe aber noch eine Meldung, die will ich unbedingt heute noch mit reinkriegen, wo wir gerade bei Microsoft sind. Ganz kurz aber noch, ich habe das jetzt natürlich sehr pauschal wiedergegeben. Guckt euch das an. Ihr seid die Experten, ich gebe nur den Infos. Ich habe noch eine Kleinigkeit zum Schluss und natürlich. Damit wir auch ein bisschen versöhnlich heute rausgehen. Gerne. Funktionen und Emotionen. Immer viel zu laut. Es ist so schön. Das gehört dazu hier. Microsoft hat angekündigt, eine Software abzudaten, die wir alle schon benutzt haben. Notepad bekommt jetzt kursive und fette Formatierungen sowie Unterstützung für Hyperlinks, Listen und Markdown. Ich dachte wirklich, dass es das zum Teil schon konnte. Notepad Update for Gedanken.

53:02 Dominik Hammes

Nein, Notepad, nicht WordPad.

53:08 Gavin Karlmeier

clean.

53:09 Dominik Hammes

Ich habe den immer dafür geliebt, dass er nichts konnte, wenn ich ehrlich bin.

53:12 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe da auch richtig viel mit gearbeitet in meinem Leben schon. Ja, wenn man halt wusste, es ist kein Scheiß drin. Wo ihr auch wisst, dass kein Scheiß drin ist, jede Folge bei der Dominik Hammes vorne draufsteht. Vielen Dank, dass du hier warst, lieber Dominik. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, eine wundervolle Woche. Wir haben vielleicht erstmal ein bisschen Ruhe vor Elon Musk in der Regierung, vielleicht auch nicht. Donald Trump hat übrigens gesagt. Elon Musk is nicht weg. Back and forth? Ja, warte, warte, ich hab's sogar hier als. . kommuniziert einfach komisch.

53:45 Dominik Hammes

Also er will wie zurück und nach vorne. Ja, genau.

53:49 Gavin Karlmeier

Der wird hin und her wechseln. Ich hab's hier nicht als Ton aufgelegt, wie wir beim Radio sagen, aber ich spiel's einfach über den Lautsprecher ab und halte das Mikrofon dran. Warte.

53:57 Speaker 4

So they're not leaving.

54:07 Gavin Karlmeier

So wie wir. Wir sind wieder hier am Mittwoch. Dann mit Lorenz Meyer. Wir freuen uns da alle sehr drauf. Ich wünsche euch allen einen wundervollen Wochenstart, wundervollen Montag. Genießt das Hoffnung. Hoffentlich gute Wetter. Pass auf euch auf, lieber Dominik. Vielen Dank, dass du da warst und bis bald.

54:21 Dominik Hammes

Bis dann. Grüße. Tschüss.