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Folge 434 · 4. Juni 2025 · 49 Min.

Perpetuum Risikobewertung

mit Lorenz Meyer

Meta möchte bis Ende 2026 Ads komplett KI-generieren lassen – wer also in einer Meta-Ad-Performance-Agentur sitzt und das hier liest: Ich denke an euch!

Ansonsten will Rubio keine Unterstützer:innen der Online-Zensur mehr ins Land lassen und Threads scheint mit Förderierung in Europa zu flirten.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Lorenz

00:07 Lorenz Meyer

Hallo, grüß dich, Gavin.

00:09 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Lorenz Meyer. Meinungs-Urgestein, Internet-Urgestein, Journalismus-Urgestein. Entertainment-Urgestein, was du nicht alles bist, Lorenz, ich freue mich, dass du heute hier bist.

00:20 Lorenz Meyer

Stein passt gut, weil ich komme auch, fühle mich auch wie aus der Steinzeit.

00:26 Gavin Karlmeier

Aber du bist immer noch frisch und knackig, das muss man schon sagen. Danke, danke, ja. Anders als ich heute. Ich bin ein bisschen erkältet. Ich habe irgendwie, also mit 36 fängt das offenbar an, dass die Klimaanlage einen körperlich angreift. Also in dem Grund habe ich nie Probleme damit gehabt, jetzt das. Naja.

00:43 Lorenz Meyer

Du siehst aber total frisch aus und so gut gelogen habe ich in meinem Leben noch nicht.

00:49 Gavin Karlmeier

Ach ja, ich habe den letzten Zusatz einfach überhört und freue mich über das Kompliment. Ich habe ein kleines Housekeeping. Und zwar haben wir in der letzten Episode sehr, sehr, sehr viel über Elon Musk gesprochen. Und das war sehr umstritten, ehrlicherweise. Aber ich bin so geendet damit, also wir haben uns verabschiedet von dem politischen Elon Musk. Hoffentlich haben wir auch immer wieder dazu gesagt. Wir glauben, dass es jetzt etwas ruhiger um das Douche wäre, zumindest für uns. Wir wissen es aber natürlich nicht. Und auf der einen Seite haben ganz, ganz viele Leute geschrieben, bitte nicht weniger politisch, bitte bleibt da dran, bitte schaut weiter da drauf. Und ganz, ganz viele andere haben gesagt, endlich mehr Social Media. Das heißt, ich kann es jetzt keine mehr recht machen. Ich finde, ich bin in der perfekten Position.

01:28 Lorenz Meyer

Ja. Wunderbar, perfekt.

01:32 Gavin Karlmeier

Ja, schauen wir einfach mal. Wir lassen uns so treiben. Ich glaube, ganz unpolitisch können wir sowieso nicht werden. Wir haben uns das ja auch nicht ausgesucht. Wir sind da ja so reingerutscht. Aber heute fangen wir mal mit Meta an. Und müssen über Meta sprechen. Denn Meta hat angekündigt, dass sie wohl, also nicht wirklich angekündigt, es liegt in internen Unternehmensdokumenten, die NPR vorliegen. Haben Sie vor. Zukünftig alle Risikobewertungen, also KI-Sicherheit, Jugendrisiken, Integrität, Veränderungen des Algorithmuses, Neue Funktionen und so weiter und so weiter, zukünftig nicht mehr von Menschen überprüfen zu lassen, sondern nur noch von künstlicher Intelligenz.

02:10 Lorenz Meyer

Ja, wobei ich das ja sehr konsequent finde, KI-Sicherheit von KI prüfen zu lassen.

02:16 Gavin Karlmeier

Das ist so ein bisschen so, als würdest du deine eigenen Schecks unterschreiben, ne? Als würdest du das selber sachlich richtig zeichnen.

02:23 Speaker 4

Genau.

02:25 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin, ich habe da so ein bisschen Bauch, also überraschenderweise habe ich da ein bisschen Bauchschmerzen. NPA beschreibt es so, Produktteams füllen einen Fragebogen aus. und erhalten eine sofortige Entscheidung von einem KI-System, dieses identifiziert Risikobereiche und definiert Anforderungen, die vor dem Staat erfüllt werden müssten. Die Entwicklerteams sind dann selbst dafür verantwortlich zu bestätigen, dass sie diese Vorgaben umgesetzt haben.

02:48 Lorenz Meyer

Ja, mich erinnert das an diese Disclaimer, die man jetzt teilweise richtig so in auf Medienseiten sieht Wo unten drunter steht, es ist vom lokalrheinischen südrheinischen Lokalboten oder so, dann steht er unten so in Kursiv. Dieser Artikel wurde mit Hilfe von maschineller Unterstützung angefertigt. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass ein Redakteur zum Schluss nochmal raufgeguckt hat.

03:13 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau. Und das ist aber, also hier ja sogar so, ich habe mir das so vorgestellt, kennst du das, ob du vielleicht, irgendwann hast du doch bestimmt auch mal eine Kreditanfrage gestellt, irgendwas mal auf Raten gekauft oder so. Und dann kriegt man ja direkt auf so ein grünes Zeichen, dass du, ähm, wie sagt man, dass deine Bonität in Ordnung ist. Jetzt musst du dir das so vorstellen, dass sowohl die Einheit, die deine Bonität überprüft. Als auch die Einheit, die am Ende das überprüft, was das Ergebnis davon ist, dass das dieselbe Person ist. Also ich denke mir eine neue Funktion aus für Facebook zum Beispiel. Gebt das in diese diesen diesen Risikoabwägungs-KI-Automaten, dann sagt er, ja, ist eine schöne Idee, aber du musst bitte hier und hier noch ein paar Schnellschrauben einstellen, um Jugendschutz zu verbessern. Und dann kann ich als Entwickler einfach sagen, jo, hab ich gemacht. Und dann ist das Ding online. Es gibt keine vier Augen-Prinzipien mehr hier.

04:05 Lorenz Meyer

Ja, ganz großartig. Ja, vielleicht gibt es irgendwann mal so ein 4 KI-System irgendwie, das sich dann. dass sich denn Claude und Meta und Gemini oder so, dass die sich denn gegenseitig verifizieren.

04:21 Gavin Karlmeier

Oder dass die einfach gemeinsam in so einer in so einer Art Presse-Club miteinander gesagt hat.

04:25 Lorenz Meyer

Die sitzen zusammen, genau, die skaten das aus irgendwie. Genau. Wunderbar. Überhaupt auch Fortbestand der Menschheit, finde ich. Könnte denn auch von den verschiedenen KIs diskutiert werden, wenn wir sowieso schon beim Thema sind?

04:37 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube auch, wir sollten uns da jetzt nicht so, man sollte da nicht zu sentimental werden mit der Menschheit. Also ich finde das eine wahnsinnig fahrlässige Idee, weil das natürlich so ein bisschen diese Veränderung von Meta Weg von der Menschlichkeit, sofern sie denn jemals dort gegeben hätte, zeigt, hin zu einem Unternehmen, in dem es eigentlich nur noch um Effizienz, Geschwindigkeit und Free Speech In Anführungsstrichen geht, aber eben gar nicht mehr so darum, dass man jetzt hier ein bisschen darauf aufpasst, dass man vielleicht nicht Gesetze bricht oder Minderjährigen schadet oder Fake News verbreitet oder, oder, oder.

05:13 Lorenz Meyer

Meta geht keinen guten Weg. Also es geht jetzt ja auch in Richtung Rüstungskonzern, da kommen wir ja noch drauf. Meta geht nun wirklich keinen guten Weg.

05:23 Speaker 5

Werbung

05:24 Speaker 6

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05:55 Speaker 4

de.

05:58 Gavin Karlmeier

Genau, Meta ähm hat sich jetzt mit. . Also Meta hat ja früher Oculus gekauft, das ist nämlich die Geschichte über Ansprechsoculus, das ist das Unternehmen, das diese VR-Brillen-Headsets herstellt. Und das wurde Dieses Unternehmen wurde gestartet von Palmalki. Palmalaki hat dann, nachdem er Meta verlassen hat, ein Unternehmen gegründet, das heißt. . Andoral Industries. Und Andorrail Industries stellt Virtual Reality Lösungen fürs Militär her. Und mit denen gehen sie eben jetzt Also Meta und Palmalaki haben jetzt gemeinsam ein oder Android Industries einen gemeinsamen Verteidigungsauftrag von der Regierung bekommen, um ein System mit dem Namen. Eagle-Eye zu entwickeln, das das Hör- und Sehvermögen von SoldatInnen verbessern kann, damit man zum Beispiel Drohnen erkennen kann, die kilometerweit fliegen oder versteckte Ziele anvisieren kann, mit Hilfe dieses Headsets. .

06:49 Lorenz Meyer

Ja, ich finde ja die Sprache so entlarven dabei, wenn darüber so berichtet wird. Dann wird so von Experience gesprochen, also so Erlebnis wird das denn auf Deutsch übersetzt gerne. Und also wirklich, da wird diese Sprache der Unterhaltungsbranche, ne, diese KI-Brillen sind ja im weitesten Sinne immer noch. Im Moment waren sie immer noch entertaining. Und da wird noch diese Unterhaltungssprache, wird jetzt einfach so rübergezogen. Wir bieten ihnen ein Virtual Reality Erlebnis oder ein Augment Reality Erlebnis. Ja, wenn man genau drüber nachdenkt, das ist schon, also Soldaten ein Erlebnis zu bringen, ja, da brauche ich nicht drüber zu reden, wie Akaba, das ist zynisch. Ja, wie zynisch, ne?

07:38 Gavin Karlmeier

Ja, finde ich auch. Vor allem schön, dass es genau sieben Minuten gedauert hat von wir wollen weniger politisch werden bis hin zum Meta bekommt ein Auftrag des Verteidigungsministeriums. Aber naja, ich finde auch, dass, was du sagst, diese Veränderung des Unternehmens nimmt es Meta weg von Vernetzung von Menschen hin zu Naja, eigentlich all das zu sein, was Elon Musk stolz machen würde. Also ein Unternehmen, das auf der einen Seite fast alles automatisieren möchte, alles mit KI machen möchte, dabei gar nicht mehr auf irgendwelche Folgen ver für Menschen achtet, auf der anderen Seite sich aber irgendwie mit dem Pentagon ins Bett legt und dann hier Brillen entwickelt, um Menschen, auf die man dann schießen kann, besser zu erkennen. Das ist alles ein bisschen unsexy. So auch wenn ich natürlich, also man muss schon auch der Fairness halber dazu sagen, natürlich gehört Technologie und Verteidigungstechnologie. Das ist schon immer irgendwie miteinander verflochten und viele Technologien sind über die Entwicklung fürs Militär erst groß geworden. Aber Naja, es ist immer noch eine persönliche Entscheidung, ob man das mit seinem Unternehmen machen möchte oder nicht.

08:40 Lorenz Meyer

Absolut. Und man kann auch als Anleger, wenn man jetzt Facebook-Aktien in seinem Portfolio hatte, dann kann man sagen, irgendwie, naja, Facebook, es ist ein. Es hat sicherlich nicht über jede Kritik erhaben. Es gibt da ungeheuer vier Kritikpunkte. Aber es ist ja etwas Gutes, es dient der Vernetzung und der Menschen. Aber Jetzt muss man halt wirklich sagen, das ist diesem Rüstungsbereich zuzuordnen und da kann man ethisch drüber nachdenken, ja, will ich das in meinem Portfolio haben oder nicht. werden wohl die wenigsten tun, aber man könnte es ja theoretisch.

09:13 Gavin Karlmeier

Absolut. Also wir sind keine geben keine Investment-Tipps hier, aber Gerade bei der Frage, wie möchte ich eigentlich mein Geld anlegen, ist es, glaube ich, sehr legitim, sich zu überlegen, möchte ich eigentlich mein Geld mit Waffen verdienen oder nicht. Ja. Gleichzeitig hat Meta auch angekündigt, dass sie bis Ende 2026 die Unternehmen in die Lage versetzen wollen, Anzeigen vollständig mit Hilfe von KI erstellen und ausrichten zu können. können. Es soll dazu ein neues Tool geben, mit dem du einfach nur noch dein Werbeziel, haben wir schon mal so ein bisschen hier drüber gesprochen, aber mit dem du nur noch dein Werbeziel sozusagen einträgst und dann erstellt die KI ein Video und den Call to Action und den Text und eigentlich alles wertet direkt währenddessen aus, ob die Werbeanzeige so haften bleibt, wie es geplant ist, oder passt es eben währenddessen an. Und das Ziel ist, dass du als Werbetreibender eigentlich gar nichts mehr machen musst. Das Problem ist, leider bricht damit auch der komplette Mittelbau weg. Alle Werbeagenturen, die für Meta Werbung schalten, sind hier theoretisch bedroht.

10:14 Lorenz Meyer

Ja, und ich prognostiziere mal, es wird am Anfang peinliche Pannen geben und alle werden sagen, ha ha ha, wie peinlich. Und es wird sich. Mittelfristig aber durchsetzen. Und es wird sich mittelfristig vor allen Dingen auch bewähren. Es wird gut sein, schätze ich.

10:29 Gavin Karlmeier

Möglicherweise. Also Sie sagen bis Ende 2026, wenn wir uns überlegen, wie zum Beispiel die Videoerstellung durch KI innerhalb der letzten anderthalb Jahre gut. vorangeschritten ist, muss man sagen, ja, das wird vermutlich ganz gut aussehen. Es ist halt nur ein, es ist entmenschild. Entmenschlicht den ganzen Prozess ja noch weiter. Werbung hat dann ja gar nichts mehr damit zu tun, dass irgendwo Leute sitzen und sich überlegen, wie können wir Emotionen auslösen oder wie können wir die Marke irgendwie neu behaften, neue Attribute an eine Marke setzen, sondern Hier geht es schickt dich am Ende nur noch darum, dass eine KI so lange rumprobiert, das bestmögliche Ergebnis auszuliefern, bis es. Erledigt das.

11:11 Lorenz Meyer

Ja, genau. Und wir haben natürlich so eine Harmonisierung. Also ich finde, man hat das bei Netflix in den letzten Jahren erlebt. Es wird halt immer mehr so nach Bugrezept. wird irgendwie produziert. Und es sind dann eben 200 Gramm Mehl und 50 Gramm Zucker und zwei Eier rein und hau das Ganze zusammen Kloppt das Ganze in 8 Teile, legt da so einen grünen Blaufilter rüber, macht es ordentlich dunkel. Und fertig ist eine Serie mit 8 Folgen. Und ähm, ja, das führt aber dazu, dass da bleibt ja nichts mehr haftenden, ne?

11:43 Gavin Karlmeier

Mhm. Genau, es gibt diese, und also ich Ich will jetzt hier keine Lanze brechen für Werbung. Aber auch Werbung ist eine Kunstform. Und wenn du dir überlegst, in der Vergangenheit gab es immer wieder auch Werbungen, die irgendwie für Aufsehen sorgten. die auch auf Missstände aufmerksam gemacht haben und so das wird es dann dort hier im Bereich bei Meta nicht mehr geben. Und die Frage ist, wie bm, was macht das mit der kompletten Werbeindustrie? Wird die Folgen, wird es dazu führen, dass irgendwann auch mit Sicherheit übrigens KI-generierte Spots im Fernsehen siehst, vielleicht passiert das sogar auch schon. Also am Ende, wie gesagt, ist der sogenannte Mittelbau bedroht.

12:21 Lorenz Meyer

Ja. Ja, genau, der Mittelbau ist bedroht, aber natürlich für einige wenige Kreative, die irgendwas Rebellisches haben, was Avantgardistisches. Also die können sich denn da immer noch so austoben, aber das werden halt die Ausnahmen sein von der Regel.

12:38 Gavin Karlmeier

Vermutlich ja. Ja, leider schon. Aber. KI frei. Ansonsten hat Meta den Community Standards Enforcement Report fürs erste Quartal veröffentlicht, also die Durchsetzung von Community Standards auf der Plattform. Und das, da müssen wir uns ein bisschen genauer reingehen und uns das ein bisschen genauer anschauen. Denn Sie sagen, es gibt 50% weniger gemachte Fehler vom Quartal 4 des letzten Jahres zum Quartal 1 des diesen Jahres. Diesen Jahre, ja diesen Jahre. Es ist auch ein dieses Jahr muss man. Also fünfzig Prozent Reduzierung in Enforcement Mistakes. Das ist etwas, das Mark Zuckerberg damals ja auch als großes Ziel ausgegeben hat, warum er überhaupt diese KI im Community Management zurückfahren möchte, generell nur noch verfolgen möchte, wo etwas gemeldet wird, weil er glaubte, dass zu viele Menschen falscher oder falsch positiv von Community-Filtern gefangen werden und damit eben nicht mehr ausgespielt werden und das verstößt nach seinem Ermessen gegen die freie Rede. So, und Sie sagen, Sie haben das um 50% reduziert.

13:56 Lorenz Meyer

Ja, klingt sehr kühn, klingt sehr kühn und würde mich mal interessieren, wie Sie diese Statistik gefälscht haben im Einzelnen.

14:05 Gavin Karlmeier

Es gibt auch einen Metamitarbeiter, der selber diese Zahl anzweifelt und er sagt, also ein früherer Metamitarbeiter. Der sagt, ich glaube nicht, dass wir wirklich 50% reduzieren konnten. Es gibt immer noch viel zu viel Material auf der Plattform. nicht, äh, oder das nicht auf der Plattform zu sehen sein sollte und eben nicht gelöscht wird. Ehrlicherweise ist das eine andere Interpretation der Zahl. Also nach Metas Interpretation geht es darum, wenn du was harmloses schreibst und das gelöscht wird, das ist schlecht. So, aber eigentlich müsste man falsch positive eben oder Enforcement-Mistakes auch umdrehen und sagen: Jeder Inhalt, der aber auf der Plattform nicht zu suchen hat und trotzdem dort zu sehen ist, ist eigentlich auch ein Enforcement-Mistake.

14:50 Lorenz Meyer

Ja, ja, das wird schon sehr offensichtlich sein. Also ich würde die Zahl jetzt auch mal einfach mal so aus dem Bauch heraus anzweifeln. Allein schon, weil sie von Meta kommt.

15:01 Gavin Karlmeier

Sie sagen, mehr Fälle in der Content-Moderation gibt es vor allem im Bereich Nacktheit und sexuellen Inhalten auf Facebook. sowie die Zahl der im Rahmen der Richtlinie zu gefährlichen Organisationen entfernten Inhalten auf Instagram. So, auf Instagram wird im Moment mehr Spam entfernt, Sie sagen aber auch, die Anzahl der Fälle von Inhalten, die sich mit Suiziden, Selbstverletzungen oder Essstörungen auseinandersetzen, sind ebenfalls gestiegen. So. Sie sagen, auch die automatische Erkennung von Mobbing und Belästigung im Zuge der Umsetzung des neuen Moderationsansatzes ist um 12% zurückgegangen. Das heißt nicht, dass weniger Bullying auf der Plattform stattfindet, das heißt nur, es wird weniger gelöscht. 12%.

15:41 Lorenz Meyer

Und die gefährlichen Organisationen, damit sind die Grünen gemeint wahrscheinlich.

15:47 Gavin Karlmeier

Ja, oder wir oder alle, die schon mal irgendwie ein Nacktfoto hochgeladen haben. Nee, also gefährliche Organisation, ich habe hier die genaue Aus. Auswertung dieser Organisation nicht, das haben sie, glaube ich, gar nicht mitgeschickt. Aber gefährliche Organisation ist natürlich sowas wie zum Beispiel die Taliban oder sowas. Theoretisch. Oder halt die Grünen. Die Grünen. Ansonsten kriegen im Moment alle, die sich in Metanetzwerken einloggen, ein Privacy Policy Update. indem sie sagen, wir haben unsere Guidelines, unsere Datenschutzrichtlinie nochmal angepasst, weil wir jetzt anders mit Informationen von Drittparteien umgehen, aber auch die deine Interessen nutzen, um unsere Metaprodukte zu verbessern. Das sind alles eher Hinweise darauf, dass es mit dieser Mit dieser Widerspruchsgeschichte gegen das Training deiner Nutzungsdaten durch Meta-KI eher der Anfang war und nicht das Ende. Ansonsten, ähm, kleine TikTok-Geschichte. The Guardian hat 100 Inhalte sich angeschaut mit den. . Oder anders, The Guardian hat sich 100 der beliebtesten TikToks mit dem Hashtag Mental Health Tips angeschaut. Das Ergebnis war. 52 von ihnen enthalten Fehlinformationen. Also mehr als die Hälfte der beliebtesten TikTok-Videos, die sich mit mentaler Gesundheit auseinandersetzen, verbreiten faktisch falsche Dinge.

17:17 Lorenz Meyer

Kann man sich super vorstellen. Sind wir überrascht, Lorenz? Man kann sich das leider super vorstellen, weil, ja, das sind eben auch diese Informationen, die denn auch klicken. Die man sich wünscht, irgendwie. Das sind so Wunschinformationen.

17:35 Gavin Karlmeier

Ja, weil das das Problem ist halt, und da bist du dann tatsächlich in einem Bereich der Meinungsfreiheit, ähm Also die Therapeuten, mit denen Sie hier gesprochen haben, oder die TherapeutInnen, sagen, das Häufigste, was dort stattfindet, ist die Pathologisierung normaler Emotionen. Also du fühlst dich zum Beispiel traurig. Und in einem Video wird dir dann sofort daraus eine Depression gebastelt. Das ist hier eins der größten Risiken. Dann aber auch die falsche Verwendung von therapeutischer Sprache. Also Begriffe, die einfach falsch benutzt werden und dich dann sozusagen auch falsch informieren. Sie sagen, aber auch nicht nachgewiesene Behandlungsmethoden, anekdotische Evidenz. Ja, das sind die vier Dinge, die sie als größtes Problem nehmen. Also sie sagen, du lernst die falschen Sachen, du ziehst die falschen Schlüsse daraus, du fühlst dich danach krank, weil du das Gefühl hast, jeder Mann hat dir gesagt, dass du krank bist, aber eigentlich. Bist du es vielleicht auch nicht. Und dann fängst du auch noch an, vom Kleinen aufs Große zu kommen. Du bist ein Mensch und dir passiert irgendetwas und darauf schließt du die ganze Menschheit, handelt so.

18:39 Lorenz Meyer

Ja. Ja, und das denn in der Kürze, in der Kürze eines TikTok-Videos, das sind halt bessere Kalendersprüche dann oder schlechtere Kalendersprüche als Videogetarnt. Und das mag sich dann für den einen oder anderen erstmal toll hören, anhören. Aber das sind dann so Weisheiten wie so Wirtschaftsweisheiten wie jeder kann Millionär werden, wenn er sich doch nur genug anstrengt. Du musst halt schneller rennen und besser performen und früher aufstehen und ich weiß nicht was. Und um so gut und frisch auszusehen wie Gavin Karlmeyer. Aber nicht heute. Bei der Aufnahme eines Podcasts.

19:21 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nämlich genau das Ding. Also es wird so ein Weltbild gestrickt von Menschen, die eben dafür auch anekdotische Evidenz. Also wenn jetzt. Einer, es gibt so einen deutschen Content Creator, ich will seinen Namen nicht nennen, der hat vor einiger Zeit mal ein größeres Interview gegeben und dort hat er gesagt, naja. Ich glaube, jeder kann Millionär werden. Ich habe es ja auch geschafft, indem ich einfach mehr gearbeitet habe, drei Unternehmen gegründet habe, mehr Zeit da reingesteckt habe. Das ist halt falschrum gedacht. Also, nur weil es einer geschafft hat, heißt es natürlich nicht, dass es eigentlich unmöglich ist. Es ist offenbar möglich. Das bedeutet aber nicht, dass alle dies schaffen oder alle, die es probieren, das auch schaffen. Weißt du? Also. Das ist ja eben dieses Dilemma von diesem modernen Kapitalismusverständnis, dass eigentlich jeder es irgendwie schaffen kann, wenn er nur genug arbeitet und genug Energie reinsteckt. Und dann schaust du dir aber die reichsten Menschen an und die meisten haben halt geerbt.

20:14 Lorenz Meyer

Ja, genau, richtig. Genau. Und hauen einfach das Geld irgendwie weg. Und manche sind auch einfach Fehlschlüsse. Es gibt auch diese Geschichte von Früher hat man den Kindern gerne empfohlen, wenn du breite Schultern und breites Kreuz kriegen willst, dann solltest du schwimmen gehen, so Leistungsschwimmen. Guck dir die mal an, die Tiere, die da stehen auf den Startblöcken, ne? Und dann hat sich halt später rausgestellt, naja, es ist genau andersrum Es ist ähnlich wie beim Basketball. Du wirst ja auch nicht, du kriegst auch, du erzielst auch nicht auf einmal ein Längenwachstum vom halben Meter, wenn du anfängst Basketball zu spielen. aus dieser aus der aus dem Grund heraus, dass da irgendwie lange Kerle stehen, so zwei Meter Typen. Und ja, und so ist es mit dem Schwimmen auch. Das macht nicht das breite Kreuz in dem Sinn. Die Leute, die ein breites Kreuz haben, die gehen zum Schwimmen.

21:03 Gavin Karlmeier

Ja genau, also man darf halt nicht das von dem einen aufs andere schließen, wenn eigentlich andersrum der Fall ist. Es gibt auch diese Grafik, die immer wieder im Netz kursiert. Von diesem Flugzeug mit diesen roten Bereichen. Mit den Einschusslöchern. Ja, genau, wo gesagt wird, alle Flugzeuge, die abgestürzt sind, wurden nur in diesen Bereichen beschossen, also müssen wir diesen Bereich stärken. Wo man aber eigentlich sagen muss, naja, die Flugzeuge, die halt nicht wieder zurückgelandet sind, die sind halt abgestürzt und deswegen funktioniert der Schluss nicht.

21:30 Lorenz Meyer

Genau. Und da funktioniert vieles nach diesen kognitiven Fehlern.

21:36 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, da muss man sehr aufpassen. Und weil TikTok so ein so eine tolle Videoquelle ist, kommen wir zu einer anderen zu YouTube. Und zwar hat Nielsen, das ist in den USA, die Art der Quotenerhebung sozusagen. Das Nielsen Institut erhebt dort die Fernsehquoten. Wir haben gesagt, YouTube ist die der Ort, mit dem die Menschen am meisten Zeit verbringen für den dritten Monat in Folge. Also YouTube liegt hier weit vor, was haben wir dahinter hinter Dyson-Inhalten, Paramount, NBC, Netflix, Fox, hat YouTube mit Abstand den ersten Platz gemacht mit 12,4% der meisten Zeit, die dort verbracht wurde.

22:17 Lorenz Meyer

Ja, und da kann ich mit anekdotischer Evidenz antworten. Ja, das ist mein mein YouTube-Konsum wird auch stärker über die Jahre hinweg. Ja, wirklich? Und ich befürchte, es wird auch so weitergehen, ja.

22:32 Gavin Karlmeier

Hast du Junge Premium, Lorenz?

22:34 Lorenz Meyer

Nein, nein, das habe ich nicht. Ich hab, ja, ach, ich darf nichts über Adblocker hier sagen.

22:40 Gavin Karlmeier

Doch, doch, doch. Ich werde auch immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass alle Leute ja bitte Adblocker nutzen sollen. Ich benutze ja keine Adblocker, wie ich schon mal gesagt habe, und zum großen Unverständnis behöre Hakis. Aber ich, ähm

22:55 Lorenz Meyer

Weil du ehrlich, weil du die Medien bezahlen willst für die Arbeit, die sie leisten.

22:59 Gavin Karlmeier

Ja, weil ich denke, dann sollen die CreatorInnen auch ein bisschen was bekommen.

23:02 Lorenz Meyer

Ja, das stimmt auch. Nein, deswegen würde ich auch nie welche benutzen. Die Büchung würde ich auch immer Premium für 19 Euro im Monat. Ja, das ist so frech teuer.

23:16 Gavin Karlmeier

Ich ertrage die Werbung. Und da haben wir gleich, kann ich schon mal vorziehen, ne, hätten wir glaube ich heute in Funktion und Emotionen drüber gesprochen. Es gibt ja auch YouTube Premium Light Das nehme ich jetzt hier raus, haben wir es schon erzählt. YouTube Premium Light, bei dem du nur bei Musik und ausgewählten Inhalten Werbung noch siehst, aber bei den meisten Inhalten eben nicht. Da gibt es jetzt die Veränderung, dass YouTube Premium Light in den Shorts weiterhin Werbung anzeigen wird. Also wenn du YouTube Shorts schaust, dann ist YouTube Premium Light vielleicht nicht deine Variante.

23:48 Lorenz Meyer

Ja, aber ich. Kommt tatsächlich jetzt nochmal ganz ernst zu diesem YouTube-Abo zurück. Das ist überteuert. Aber unterm Strich ist es natürlich bei dem Konsum, den wir alle auf YouTube haben. Finde ich, ist es eigentlich das naheliegendste Abo, was es im Moment überhaupt gibt, leider. Weil die Lebenszeit, die man sich damit erspart und den Stress von jedem in jedem Video irgendwie drei, vier Anzeigen ausgespielt zu bekommen. Also von daher gibt es eigentlich gar keinen Weg, finde ich.

24:22 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe ja auch hier schon mal gesagt, dass man eigentlich mal so eine Kosten-Nutzen oder Kostenzeitrechnung aufmachen muss. Wie viel Zeit verbringst du wirklich mit den Dingen, für die du monatlich bezahlst? Wie viel Zeit verbringst du in einem Fitnessstudio, das dich 60 Euro kostet? Wie viel Zeit verbringst du wirklich mit Netflix, dass dich 12, 15, 16 Euro kostet, je nach Tarif? Wenn du halt wirklich die meiste Zeit mit YouTube verbringst, vielleicht ist es das Abo dann ja auch wert. Vielleicht auch nicht. Also ich habe es nicht mehr, weil es mir inzwischen zu teuer war. Aber ich verstehe auch alle, die es abschließend. Die Bundesregierung hat angekündigt in Form von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Den kann man auch mal googeln, da gibt es auch viele Geschichten über ihn. Ähm, Wolfgang Weimar, der plant, eine Digitalabgabe nach österreichischem Vorbild einzuführen. Er sagt, es geht dabei nicht nur um Google Ads, sondern es geht um die Plattformbetreiber mit Milliardenumsätzen. Wir halten einen Abgabesatz von 10% für moderat und legitim. So, jetzt muss man ein bisschen, glaube ich, fürs große Bild einmal wissen, diese Tech-Unternehmen zahlen de facto keine Steuern hier, haben relativ komplexe Steuereinsparungsmodelle, die dazu führen, dass sie halt. . eigentlich keine Steuern sparen. Und jetzt, wenn wir mal bei dem YouTube-Beispiel bleiben, wenn ich bei YouTube Werbung schalte, dann tue ich damit nichts das Bruttoinlandsprodukt, weil eben nichts zurück in Unsere Kassen fließt, sozusagen, sondern das ist am Ende Geld, das sich YouTube am Ende komplett einstreicht. Das heißt, dafür gibt es jetzt eben die Überlegung. wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimar eben erwägt, eine solche Abgabe einzuführen. Das ist nicht der ist nicht der Erste, der diese Idee hat. Also diese Digital Tax zum Beispiel ist ja am Ende genau dieselbe Forderung. Also eben PlattformbetreiberInnen dazu verpflichten, Abgaben zu zahlen, um damit diese Steuerersparung sozusagen zu umgehen.

26:09 Lorenz Meyer

Ja, und da fragt man sich, wie kann ausgerechnet so eine ultra rechtsdrehende Joghurtkultur wie Weimar auf so eine gute Idee kommen? Und kommt vielleicht zu der Antwort, dass das natürlich in diesem Fall den Zeitungsverlegern auch ganz gut in Kram passt. Weil die neuen Medien sind natürlich der Urfeind der deutschen Zeitungsverleger und Digitalpublisher. Aber nichtsdestotrotz ist es eine gute Idee, die endlich mal zur Kasse zu bitten.

26:45 Gavin Karlmeier

Genau, der Bundesverband. Also das Bündnis Zukunftspresse bestehend aus Bundesverband Digital Publisher und Zeitungsverleger und Medienverband der Freien Presse, die haben in einem Statement gesagt, wir begrüßen, dass die neue Bundesregierung die Plattformmonopole im Interesse digitaler Medienvielfalt in die Pflicht nehmen will. Das wird am Ende, also ich möchte da jetzt niemandem hier irgendwie die Hoffnung nehmen, der Digital Publisher und ZeitungsverlegerInnen-Branche sowieso nicht. Das alleine wird sie nicht retten.

27:12 Lorenz Meyer

Nein. Aber sie wollen am liebsten ja, dass das Geld zu ihnen rüberfließt. Klar. Ja. Und das wird aber, glaube ich, auch nicht passieren. Angesichts der knappen Kassen. Wahrscheinlich nicht. Ja.

27:27 Gavin Karlmeier

Aber vielleicht auch doch. Also ich könnte mir, also in es gibt ja durchaus, wo war das denn? Frankreich, Kanada, gibt es ja genau so ein Modell. Ja. Das sozusagen zurückfließt an die Zeitungsverleger. Ich finde das ein bisschen krumm, weil das am Ende, also Ich verstehe, warum Plattformen, also ich verstehe, das heißt nicht zwangsläufig, dass meine Meinung ist. Ich glaube, da kann man sehr lange darüber diskutieren, aber ich verstehe, warum man fordert. Dass Plattformen, die sozusagen den Traffic von Medienhäusern abziehen, aber deren Inhalte verwenden, warum man die zur Kasse zwingen könnte. So, ich verstehe zumindest diese Argumentationslinie. Aber ganz pauschal zu sagen, nee, Meta muss jetzt hier 10% abgeben und das fließt direkt in die Kassen von Axel Springer und Cicero, das erschließt sich mir nicht zwangsläufig, ehrlicherweise.

28:20 Lorenz Meyer

Ja, und es gibt ja dann auch noch die Überlegung, was macht man mit der KI, die sich das alles einverleibt. Wie geht man mit Perplexity um? mit ChatGPT, mit Claude und mit Gemini, die das alles irgendwie ja einfach sich zu eigen machen. Und dann landet das in dieser Digitalsuppe, aus der man das auch gar nicht rausgefischt bekommt.

28:44 Gavin Karlmeier

Ja, und wir erinnern uns ja, dass die New York Times beispielsweise Klage gegen OpenAI eingelegt hatte und eben nicht wollte, dass sie ihre Daten verwenden. Gleichzeitig hat die New York Times aber jetzt auch bekannt gegeben, dass sie ein Deal mit Amazon abgeschlossen haben, um die redaktionellen Inhalte zur Verfügung zu stellen, um diese mit KI-Diensten sozusagen ausspielen zu können.

29:03 Lorenz Meyer

Ja, es wird immer wieder um den einzelnen Vorteil gehen, dass sich irgendeiner denn rettet in irgendeinem Sonderdeal.

29:12 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist halt so ein bisschen die Abhängigkeit, diese KI-Konzerne haben halt alle, sind wahnsinnig viel wert, haben wahnsinnig viele finanzielle Möglichkeiten. Die können jetzt auf diese verhältnismäßig kleinen Medienhäuser zugehen und denen halt Summen zahlen, aber auch auf soziale Netzwerke, also dieser Google Reddit-Deal ist ja auch so eine Geschichte. Und damit Reddit zum Beispiel finanziell so ein bisschen aus der Schusslinie oder aus der Gefahrenzone rausnehmen. Gleichzeitig bringt das sie in eine massive Abhängigkeit, weil Reddit weiß, okay, die Leute müssen ihr Inhalte erstellen, damit wir die an Google verkaufen können, damit Google damit eine KI trainieren kann. Das ist eigentlich alles nicht mehr im Sinne der Erfindung soziale Netzwerke.

29:49 Lorenz Meyer

Nee, nee, nee, absolut. Ich frage mich auch so mit den neuen Inhalten, wie man jetzt damit umgehen könnte. Es könnte natürlich auch sein, dass neue Inhalte auf einmal sehr viel wertvoller werden. Weil wenn jetzt so gut wie alle Inhalte, Textinhalte und Bildinhalte der Welt schon abgefrühstückt wurden, entweder legal oder illegal, Dann werden neue zusätzliche Inhalte immer wertvoller eigentlich. Und die hinter eine Paywall zu stecken und sie dann teuer zu verscherbeln, Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.

30:23 Gavin Karlmeier

Na, vor allem, was ja passieren wird, wird ja, dass es so exklusiv Deals geben wird. Die New York Times ist dann jetzt bei Amazon, das heißt, Amazon kann mit den guten Texten den New York Times trainieren. Google oder nur Google hat Zugriff auf Reddit, also es sind die ganzen Reddit-Inhalte auch nur in der Google. Man fängt dann an, irgendwie so einen Kampf um die Inhalte zu führen, damit andere die nicht bekommen. Und ich, also da bin ich wahrscheinlich zu wenig KI-Experte. Aber ist es ab einer gewissen Menge nicht dann auch irgendwann egal?

30:52 Lorenz Meyer

Ja, ich frag mich sowieso, was dieses Fluten der Inhalte, was das mittelfristig bedeutet, also wenn du zu Amazon gehst. Und gibst da irgendein Kinderbuchtthema ein, ne? Dann wirst du totgeworfen von irgendwelchen KI-Produkten, ne? Wo der Text KI gemacht ist, wo die Illustrationen KI gemacht sind. Und die alle unter aller Kanone sind, aber ich befürchte so im realen Leben ist es viele Leute, viele Leute haben gar nicht das Gespür dafür, für diese letzten 10% Qualität, menschliche Qualität, die die das Buch denn liebenswert machen, die das Buch pädagogisch machen, kind geeignet, sprachlich gut oder so, die sehen diese 10% gar nicht und kaufen es einfach trotzdem.

31:46 Gavin Karlmeier

Man muss also Nehmen, ich sag mal so, ich habe letztens darüber nachgedacht. Ein bisschen anderes Thema, aber vielleicht selber Schluss Ich habe letztens darüber nachgedacht, dass ja die Stereoanlagen komplett aus deutschen Wohnzimmern verschwunden sind. Früher hatten ja alle sich versucht zu überbieten mit geilen Haifi-Boxen.

32:04 Lorenz Meyer

Ich hatte so eine Türme. Ja, genau. Nakamishi, Tape Tech und Torens-Plattenspiel. Und was hat man? Hand da alles gemacht und übers Kabel philosophiert und ein riesiges Thema.

32:14 Gavin Karlmeier

So, jetzt hören Leute aber einfach nur noch über den Handylautsprecher oder wenn es gut läuft, über den Laptop-Musik, haben vielleicht eine kleine Bluetooth-Box in der Ecke stehen. Und hören darüber Musik. Das heißt, dieser Qualitätsanspruch, daran, wie es klingt, ist ja ganz offensichtlich gesunken. Ich glaube, auch viele Leute sich nicht eben mit solchen Themen auseinandersetzen. Die sehen oft auch solche Unterschiede nicht. Also, wenn du jetzt mal irgendwelchen technisch unbedarfen Personen einfach mal einen Unterschied zwischen 4K und Full HD zeigst, viele von denen werden diesen Unterschied gar nicht sehen. Was auch fair ist, völlig legitim und das ist natürlich auch super, wenn du zum Geld sparen zum Beispiel, wenn du da nicht so krasse Ansprüche dran hast. Aber ich frage mich so ein bisschen, wo diese Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen, wie hochwertig Qualität sein kann, wie high viel klingen kann zum Beispiel, wo uns das abhanden gekommen ist. Also die Leute, die heute in so Haifi-Läden abhängen, das sind schon eher wunderliche Personen.

33:11 Lorenz Meyer

Ja, stimmt, absolut. Ja, sehr wunderlich. Genau, das gibt es jetzt gar nicht mehr. Nee. Das ist jetzt was ganz Exotisches. Womit hast du Musik? Ja, auch wirklich Handy, ne? Also und Kopfhörer und gar nicht so kultiviert wie früher, ne? Also früher war ich auch so ein Mensch. der halt eine richtige Stereoanlage hatte. So ein Highfieldurm aus laut mit Vorverstärker und Endstufe und diesem ganzen Park. Ja, genau. Ja, es ist wirklich witzig, darüber so nachzudenken.

33:46 Gavin Karlmeier

So, dann habe ich noch zwei kleine Meldungen, eine politische, die müssen wir trotzdem erzählen. Ähm Marco Rubio, das ist der amerikanische Außenminister, wir haben das Kabinett alle noch nicht auswendig auf dem Schirm, aber der hat angekündigt Dass die US-Regierung die Einreise von Verantwortlichen der sogenannten Online-Zensur verweigern möchte. Sprich, wenn du also jemand bist, der sich in Europa für die Durchsetzung von Gesetzen einsetzt, für den DSA, DMA, dann könnte es sein, dass du in die USA nicht mehr einreisen darfst, weil du eben gegen den Grundsatz der Meinungsfreiheit verstößt, weil du versucht hast, Amerikaner. Zu zensieren nach Marco Rubio.

34:23 Lorenz Meyer

Ja, es ist einfach unglaublich. Also im letzten Video von dem Anwalt Shan Yo-Yun Und ist ja auch freundschaftlich verbunden, glaube ich, bei Haken dran. Ja, er hat ja so ein YouTube-Format mit Jessica Flint, die glaube ich sogar eine amerikanische Staatsbürgerschaft hat, sogar noch Das weiß ich nicht. Und ja, jedenfalls, es könnte schon für solche Personen schwierig sein, jetzt nach Amerika einzureisen. meinte er so. Also ich habe seine juristische Einschätzung dazu noch nicht gehört, aber das sind natürlich alles ganz gefährliche Entwicklungen.

35:03 Gavin Karlmeier

Ja, also wir haben ja vor Wochen schon darüber gesprochen, dass Dennis nicht in die USA reist dieses Jahr, obwohl er es geplant hatte. Wahnsinn, ach, das habe ich noch gar nicht gehört. Auch ich könnte mir vorstellen, wenn mich dann so ein Border Control-Typi googeln würde, dass er relativ schnell feststellt, dass ich da jetzt gerade nicht der auf der Liste der erwünschten Gäste bin.

35:23 Lorenz Meyer

Ja, dann ist da nämlich kein Haken dran. Genau.

35:27 Gavin Karlmeier

Ne, ich glaube, da hat die Einreise eher einen Haken. Ähm, so, also das ist alles eher schwierig Und finde aber diese Unverfrorenheit, jetzt das so anzukündigen, zu sagen, wir lassen die Leute nicht mehr rein, die sich für Online-Zensur, in Anführungsstrichen, wie gesagt, verantwortlich sind. Ähm obwohl ja gleichzeitig Leute aus dem aus diesem Lager, aus dem Magerlager ja eigentlich eher Befürworter der lokalen Gesetze sind und sagen, ey, wenn irgendwo ein Gesetz gilt, dann gilt es eben. Das gilt aber eben dann nicht mehr, wenn es AmerikanerInnen betrifft. Also ist eine sehr schiefe Moral.

36:05 Lorenz Meyer

Ja, das ist kein Rechtsstaat. Und ich sage auch, wenn die Medien immer schreiben, ja, gefährdete Demokratie, Pippapo, das ist keine Demokratie, das ist auch kein Rechtsstaat. Warum sollte man sich nicht mal trauen, das jetzt auch mal so deutlich zu sagen und da immer irgendwelche Fragezeichen ranzubauen?

36:22 Gavin Karlmeier

Ja, Dankeschön. Das ist so. Und eine kleine Geschichte noch, die ich aber zumindest bemerkenswert finde, bevor wir in unsere Rubriken kommen. Wir haben heute noch zwei Rubriken vor uns. John Gruber, das ist ein Podcaster, Blogger, also ein Urgestein, Daring Fireball, den gibt seit 100. 000 Jahren Blog der über Tech-Produkte, über Apple vor allem. Und da wird in der nächsten Woche die WWDC stattfinden. Das ist die EntwicklerInnen-Konferenz, die Apple austrägt, bei der sie auch die neuen Versionen ihrer Software vorstellen. Und seit 15 Jahren Hat Derek Fireball zur WWDC den einen Verantwortlichen aus dem EntwicklerInnen-Team in seinem Live-Podcast zu Gast? Also oder mehr als ein Jahrzehnt auf jeden Fall. Also seit über zehn Jahren. hat er sich immer mit Leuten von Apple getroffen, um mit denen über ihre Vision zu sprechen. Dieses Jahr hat Apple das erste Mal diese Einladung ausgeschlagen, was es passiert. Ähm, Darren Fireball, also John Gruber, hat am 12. März seinen Text geschrieben mit dem, äh, mit dem, äh, mit dem, mit dem Titel Something Is Rotten in the State of Cupertino. Also etwas faul im Start der Cupertino und hat sich mit dem ganzen Fail um Siri und KI auseinandergesetzt und das mal alles so sehr genau und kleinteilig aufgeschrieben und hat gesagt, dass wie Apple hier in der Vergangenheit öffentlich genutzt hat und öffentlich kommuniziert hat. Das hat nichts mehr mit Apple zu tun. Und offenbar war Apple beleidigt und kommt jetzt nicht mehr in den Podcast eines sehr renommierten Techbloggers.

37:50 Lorenz Meyer

Ja, absolut unsouverän sowas. Also die Souveränität sollte man besetzen.

37:55 Gavin Karlmeier

Ja, also vor allem was für ein Eingeständnis ich selber auch. Und zeigt aber auch eben, wie Apple arbeitet, dass du eben entweder für Apple oder gegen Apple bist. Dazwischen gibt es nichts. Das finde ich, das sind alles sehr klare. Es ist nichts Überraschendes dabei. Also mich hat die Geschichte jetzt nicht überrascht, aber ich fand sie trotzdem irgendwie. Hier wird übrigens leider gerade gesägt hinter mir.

38:17 Lorenz Meyer

Ja, ist ja Wahnsinn, ja, dass du auf so einer Baustelle lebst, aber.

38:23 Gavin Karlmeier

So, ähm.

38:25 Lorenz Meyer

Bisschen Sorgen mache ich mir schon, ja.

38:27 Gavin Karlmeier

Wir kriegen das Sägen nachher raus in der Postproduktion. Gehen aber vor, einmal in unsere Selbsthilfegruppe.

38:33 Lorenz Meyer

Wow.

38:34 Speaker 5

Die Selbsthilfegruppe.

38:38 Gavin Karlmeier

Der schönste Jingle, den wir haben, wird gesungen von der fantastischen Franzi Blumen. Mir hat ein Freund eine Nachricht geschrieben und ich war sprachlos, fassungslos und als jemand, der aber ja sein Geld damit verdient, Leuten Social Media zu erklären oder Beratung im Bereich Social Media zu leisten, dachte ich, ich muss das hier mal mitbringen für euch. Vielleicht hat irgendjemand die perfekte Lösung. Und zwar hat er. Ein Foto gepostet bei Instagram auf einem privaten Profil. Er hat also, er ist hinter dem Schloss, du musst ihm folgen und er muss dich annehmen, damit du seine Inhalte siehst. Trotzdem bekam er innerhalb von wenigen Minuten extrem viele Likes von Bots, die alle in Indien verortet waren. Hauptsächliche indische Bot-Accounts. Jetzt haben wir so ein bisschen überlegt, liegt es vielleicht daran, dass du einen Song verwendet hast, über den Die Suche des Songs dieser Post auffindbar ist. Das ist nicht der Fall, hat er entfernt. Dass du eine Location verwendet hast, also eine Ortsmarke, auch das hat er gemacht, auch das hat er entfernt, auch das hat nichts verändert. Die Bots kamen weiter. Jetzt ist also die spannende Frage. Und vielleicht führt das auch hier schon zu einer größeren Datenschutzproblem bei Meta. Wie kann es sein, dass Fotos, die offenkundig privat gepostet werden? Also klar, sie liegen trotzdem auf Instagram und sind trotzdem damit Teil einer Teilöffentlichkeit im Endeffekt und so, aber dass die von Accounts geliked werden können, die laut eigenen Metaregeln, Installum-Regeln, gar nicht erst sichtbar sein dürften.

40:05 Lorenz Meyer

Ja, das ist eine berechtigte Frage. Das ist eine berechtigte Frage.

40:10 Gavin Karlmeier

Wenn ihr uns helfen könnt, dann schreibt gerne in den Hakenmann Discord auf www. haken. org. Da haben wir einen eigenen Kanal der Selbsthilfegruppe heißt. Schickt mir eine E-Mail, ihr findet die E-Mail-Adresse überall oder auf irgendeinem sozialen Netzwerk eurer Wahl. Schreibt mir eine Nachricht, wenn ihr eine Idee habt oder eine Idee habt, wie man das Ganze mal so ein bisschen analytisch auseinandernehmen könnte, weil ich schätze. Also ich könnte mir auch vorstellen, dass es in ihrer irgendeiner API da offenbar eine Lücke gibt, dass man einfach über eine Post-ID einfach ein Like hinterlassen kann, ohne dass dir der Post sichtbar sein darf und so weiter und so weiter. Aber das ist natürlich trotzdem nicht. Nicht zu glauben.

40:44 Lorenz Meyer

Ja, absolut. Also das trägt ja auch nicht gerade zum Vertrauen bei in dieser Datenbude.

40:51 Gavin Karlmeier

Auch das ist wahr. So, und bevor wir jetzt in unsere andere Rubrik kommen, Lorenz, musst du kurz 30 Sekunden überbrücken, ich muss mir ein Taschentuch holen. Und solange läuft dir der Funktion und Emotionjingle und dann kannst du mal kurz was erzählen. Ich bin davor zurück.

41:04 Lorenz Meyer

Funktionen und Emotionen. Ja, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen. Geht doch alle mal in diesen schönen Discord-Kanal vom Gavin. Das ist wirklich ein ausgezeichnetes Informationsmedium und ein tolles Forum von Gleichgesinnten. Und anmelden ist kostenlos und da sind glaube ich schon 2000 Hackis versammelt. Ich mache gerade einen Werbetrag für ein Discord-Forum und prale gerade mit 2000 Hakis. Stimmt das?

41:34 Gavin Karlmeier

Nein, ne? Für knapp 1800.

41:36 Lorenz Meyer

1800, genau. Also geht da rein und sorgt dafür. Also wir brauchen noch 200 Leute.

41:41 Gavin Karlmeier

Ja, wir brauchen noch 200. Vielen Dank, Lorenz. Vielleicht schneiden wir es raus. So, da sind wir wieder. Funktioniert immer zu. Marc German meldet, dass Meta offenbar noch in diesem Jahr eine Instagram-App fürs iPad bringen möchte.

42:03 Lorenz Meyer

Ja, her damit.

42:05 Gavin Karlmeier

Das ist vor allem deswegen interessant, weil ja jahrelang, 10, 12, 13 Jahre lang gar nichts passiert ist. Und dann plötzlich aus dem Nichts jetzt vor einer Woche oder vor zwei Wochen die WhatsApp fürs iPad-App. gekommen ist. Wenn da jetzt noch die Instagram-App hinterherkommt, dann ist wirklich alles möglich.

42:22 Lorenz Meyer

Ja, aber ich bin iPad-Nutzer, also insofern, ja, macht man.

42:27 Gavin Karlmeier

Gut, das machen wir. Dann gibt es bei Instagram, wir bleiben kurz bei Instagram, jetzt die Möglichkeit, das Raster zu bearbeiten. Also du kannst sozusagen, so nennen sie es selber. Du kannst in deinem Profil die Bilder sortieren. Also du kannst jetzt ein Bild nach oben schieben oder eins nach unten. Sie sind nicht mehr chronologisch sortiert.

42:45 Lorenz Meyer

Ja, das ist doch für so Instagram-Füchse ist das doch eine tolle Sache.

42:49 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, weil wir gefühlt vor zwei Jahren oder so schon mal über diese Pläne gesprochen haben, aber es jetzt endlich soweit ist. dass Instagram das auch ausgerollt hat, auch in Deutschland. Also du kannst jetzt hier dein Profil so bauen, wie du möchtest. Das ist, glaube ich, gut für all diese Leute, die so diese Mosaike bauen.

43:08 Lorenz Meyer

Ja, stimmt, ja.

43:10 Gavin Karlmeier

Ja, ich hab da nicht so das, ich hab da nicht so das verständlich.

43:13 Lorenz Meyer

Dafür gibt es auch irgendwelche Fremdtools, mit denen man die so zusammenklatschen kann.

43:17 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde sogar wetten, sie heißen Mosaik. Ah, okay, ja, oh, wow. Aber ich weiß nicht. Dann hat Instagram jetzt angekündigt, dass sie jetzt auf 3 zu 4 Fotos unterstützen. Das ist das Format, in dem jedes Foto, das du auf dem iPhone oder auf den meisten Geräten schießt, gemacht wird. Also 3 zu 4 ist ein bisschen länglicher, ein bisschen hochkannter. Und das kannst du jetzt bei Instagram auch hochladen.

43:42 Lorenz Meyer

Ja, da fragt man sich, warum erst Herz.

43:44 Gavin Karlmeier

Ja, das habe ich mich auch gefragt. Okay, alle Smartphones machen das in diesem Format. Ja, nee, dann bieten wir das nicht an.

43:51 Speaker 4

Genau, ja.

43:53 Gavin Karlmeier

Instagram bietet jetzt außerdem an, dass du in den Storys, also das ist noch ein Feature, das noch nicht in Europa ist, das aber wohl kommen wird, du willst ein Bild in der Story hochladen? Und die Story ist aber 1916, du hast aber zum Beispiel ein Foto in 3 zu 4 gemacht und deswegen nicht genug Bild für oben und unten. Du könntest es größer ziehen, du kannst aber auch mit Hilfe von Meta AI. Expand Image anklicken und dann wird das sozusagen mit Hilfe von KI aufgefüllt. Also wenn da ein Himmel ist, dann denkt sich die KI den restlichen Himmel dazu aus, so wie man das von Photoshop auch kennt, von Firefly zum Beispiel.

44:27 Lorenz Meyer

Ja, wird uns wohl insgesamt überall bevorstehen.

44:31 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, das ist übrigens ein sehr okayer Anwendungshinweis von KI, oder Anwendungszweck von KI, ehrlicherweise. Weil du, also wenn ich jetzt ein Foto von einem Himmel mache, So klar, diese Diskussion, was ist eigentlich genau ein Foto und wie viel Realität steckt eigentlich überhaupt noch in einem Foto, das von so einem Smartphone gemacht wird, das ja eigentlich de facto aus fünf, sechs, zehn Fotos besteht, die einfach übereinander gelegt werden und so weiter, die muss man sich da schon, äh, die muss man da schon führen und kann dann auch diskutieren, ob es überhaupt noch legitim ist, dieses Bild irgendwie dann auch noch zu verändern, indem du da Dinge hinzufügst. Jetzt ist aber eine Story, eine Darstellungsform, die extrem quick and dirty sein darf. So, und jetzt mache ich einfach ein Foto und dann stelle ich aber fest, oh nein, ich habe schon ein Querformat gemacht und das will, das ist aber in die Story. Und dann füllst du halt das Meer unten an dem Bild einfach auf mit mehr. Ich finde das nicht so verwerflich, sofern das klar gekennzeichnet ist.

45:24 Lorenz Meyer

Ja, und es wird auch verwerflich hin, verwerflich her. Ich glaube, das ist diese neue Realität, das ist unsere neue Wirklichkeit auch.

45:36 Gavin Karlmeier

Das ist jetzt so. Das kommt dazu. Und nur weil meinst du, das doof finden, geht es ja auch nicht mehr weg, ne?

45:41 Lorenz Meyer

Nee, genau. Das meine ich damit so ein bisschen.

45:44 Gavin Karlmeier

Ja, ja, voll. Dann hat Instagram angekündigt, dass es in Werbungen, die du in Reels angezeigt kriegst, einen Button gibt mit dem Namen Jump to Highlights, mit dem du. . in der Werbung sozusagen zu der Stelle springst, die sich die meisten Leute am längsten angesehen haben. Was vor allem deswegen interessant ist, weil das so ein bisschen der erste Hinweis oder das erste Feature auf diese KI-generierten Werbung ist, über die wir erst eben gesprochen haben.

46:11 Lorenz Meyer

Ja, werden sich doch Leute freuen.

46:16 Gavin Karlmeier

Ich frage mich so ein bisschen. Ist das ein Feature, das eher für Werbetreibende ist oder für Werbekonsumierende? Oder für Meta?

46:24 Lorenz Meyer

Ja, das ist eine gute Frage. Das weiß ich auch nicht. Da bist du näher dran.

46:29 Gavin Karlmeier

Das kann ich auch nicht beantworten. Es gibt jetzt außerdem in Threads in Deutschland den Button im Menü Teilen im Fiddiverse. Wir warten ja alle schon darauf, dass in Deutschland auch föderiert wird bei Threads. Bislang ist es nicht passiert. Diesen Button haben wir jetzt. Der ist allerdings noch dauerhaft ausgegraut. Also, abwarten.

46:47 Lorenz Meyer

Ja. Ja, spannend. Alles, was dem Filivers gut tut, ist ja richtig grundsätzlich.

46:53 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ja umstritten, ob das jetzt wirklich dem Filivers guttut oder nicht. So, dann hat Google Drive, jetzt wird es ein bisschen wild mit unserer neuen Funktion, aber naja, Google Drive hat jetzt ein Feature, dass wenn du ein Video hochlädst und hier mal einen Link für dieses Video schickst, du dann sehen kannst, wie häufig dieses Video abgespielt wurde. Es gibt jetzt Analytics für Google Drive. Analytics für Google Drive vor GTA 6.

47:16 Speaker 4

Wer hätte das für möglich gehalten?

47:19 Lorenz Meyer

Ja, herrlich. Ja, keine Ahnung.

47:23 Gavin Karlmeier

Arbeitest du mit Google Drive?

47:26 Lorenz Meyer

Jein, also wenn ich Google Docs benutze, arbeite ich ja auch mit Google Drive im beides im Sinne.

47:33 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist schon ein Tool, das in der Kreativbranche eigentlich nicht wegzudenken ist. Ja. Aus der kreativen Botschaft. Dann führt Discord, wir haben eben schon kurz drüber gesprochen, eine digitale Währung ein mit dem Namen Orbs. Also wenn du mit Werbezeuganzeigen interagierst, kriegst du Orbs und diese Orbs kannst du dann eintauschen in exklusive Abzeichen, zeitlich begrenzte Zugänge zum Abonnementienst Discord Nitro oder oder oder.

47:58 Lorenz Meyer

Ja, alles so Gamifikationen irgendwie hochzupushen und mit Monetarisierung zu verkoppeln.

48:08 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Klar. Also Werbung muss endlich Spaß machen. Das ist so das Ding. Ja. So, und dann letztes Feature des heutigen Tages. Tinder hat einen Größenfilter für Tinder Premium ein Platinum eingeführt, das du einstellen kannst. Bitte zeige dir nur Leute an, die ab X. Zentimeter groß sind.

48:29 Lorenz Meyer

Ja, fantastisch. Also zu Tinder passt das. Wunderbar.

48:34 Gavin Karlmeier

Ich habe dazu einen spannenden Take gelesen. Dass das eine Möglichkeit wäre. Ich weiß nicht, ob das eine, äh, ob das tatsächlich so ist. Tinder Premium wird wohl vornehmlich von Männern genutzt. Und Männer machen das, weil sie dann mehr Frauen Nachrichtsweit machen. Können. Und die These ist, dass das hier eine Möglichkeit wäre, auch Frauen, die eher auf Größe des Partners achten, dazu zu bringen, Fürtender Premium zu bezahlen. Ob da was dran ist, weiß ich nicht. Ich habe nur diesen Take gelesen und fand ihn irgendwie interessant.

49:02 Lorenz Meyer

Ja, alles was irgendwelche Finsteren Absichten unterstellt, finde ich grundsätzlich gut.

49:07 Gavin Karlmeier

Und das ist das perfekte Schlusswort. Finstere Absichten mit Lorenz Meyer. Vielen Dank, dass du heute hier warst.

49:13 Lorenz Meyer

Gerne, gerne, hat mich sehr gefreut.

49:14 Gavin Karlmeier

Und Verbesserung. Vielen Dank, Lorenz. Du kommst bald wieder, oder?

49:18 Lorenz Meyer

Gerne, gerne.

49:19 Gavin Karlmeier

Perfekt, wir machen direkt was aus und wir hören uns hier wieder, wenn es mir nicht schlechter geht. Am Freitag. Mit Markus Beckedal. Schauen wir zurück auf die Republika, auf das Zentrum für Digitalrechte, aber eben auch auf alles, was bis dahin passiert ist. Vielen Dank fürs Zuhören. Macht euch eine schöne Restwoche, passt auf euch auf. Und vielen Dank, lieber Lorenz. Ciao. Werbung. Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt. Doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt, dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams.

50:10 Speaker 7

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