Heimatverein, Seepferdchen, Fahrradführerschein, Internetpass? Wir bohren heute dicke Bretter: Wie gehen wie mit unserem kollektiven Wissen um, wie mit denen, die das Internet nutzen und wie mit denen, die wirtschaftliche Interessen vor Gemeinwohl stellen?
Ach ja – und dann will Musk auch noch Apple verklagen wegen lol. Manche Sachen wird man ja nie los.
Kapitelmarken
KI-unterstützt:
- Hallo Dirk!
- Dirk fühlt TikTok Pro
- AOL stellt Dial-up-Internet ein
- Wikipedia, UK Safety Act und Altersverifikation
- Heimatverein Internet und das „Internet-Seepferdchen“
- Wayback Machine vs. Reddit
- Backlash-Videos und viraler Erfolg
- Meta-Trainingsdaten-Leak
- Grok auf X gesperrt (lol)
- Musk will gegen Apple klagen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Dirk.
00:07 Dirk von Gehlen
Hallo Gevin. Buongiorno. Würde ich sagen.
00:10 Gavin Karlmeier
Ja. Ciao. Ciao, Dirk. Bei mir ist heute Dirk von Gehlen, der Director des SZ Thinktanks, der Kopf hinter den Komi im Taren. Ist es überhaupt öffentlich, dass du das bist? Ja, ne? Darf ich verraten? Ja, ja, das ist öffentlich. Absolut. Und absolutes Meme-Brain, jemand, der die Internetkultur in- und auswendig studiert hat. Und ich freue mich, dass du heute endlich mal wieder hier bist. Und vor allem der einzige Mühlheimer, mit dem ich mich hier immer wieder treffe.
00:36 Dirk von Gehlen
Absolut, ich freue mich immer, wenn ich hier sein darf. Und es ist eine schöne Tradition, dass wir immer über Mülleim zuerst reden. Die geheime Internethauptstadt. Für Hakendranhörer, die wissen Bescheid.
00:49 Gavin Karlmeier
Das Epizentrum des Internets ist Mülheim an der Ruhe. Man darf nur nicht so viel auf öffentliches WLAN geben, dann ist es nett. Oh, ich tue bestimmt ganz viel ein Unrecht. Da gibt es auch Freifunk und so. Funktioniert nicht, aber man kann immerhin sich verbinden. Dirk, du hast mir gerade, bevor du. . Oh Gott. Ja. Bitte.
01:07 Dirk von Gehlen
Ja. Nee, bitte, Entschuldige.
01:09 Gavin Karlmeier
Du hast, bevor wir angefangen haben, hast du mir schon erzählt, dass du TikTok Pro-Nutzer bist. Und da haben wir ein paar Emotionen, ich glaube alle, die uns hier zuhören, weil alle, die ich bisher befragt habe, gesagt haben, ja, ist irgendwie ganz nett, aber es ist auch ein bisschen, fühlt sich auch ein bisschen kastriert an.
01:30 Dirk von Gehlen
Ich habe genau dieses Gefühl mit zwei positiven Ergänzungen, wenn ich die direkt mal so reingrätschen darf. Das eine is, uh ich finde es klingt total super when man TikTok Pro is, weil das klingt ja so wie uh also irgendjemand hat sich das ja ausgedacht mit dem schönen Zusatz, dass man besonders expert is for TikTok. I've been mir nicht sicher ob das ein Compliment is in Deutschland or not. wenn man das von sich selber sagt. Ich finde, das sieht man zum Beispiel, wenn man TikTok Pro nutzt und Links kopiert. dann sind die, laufen die unter so einer Pro-Domain. Das finde ich irgendwie, das klingt so oder wirkt so, als sei man. Also sie kommen auf der, führen am Ende natürlich auf die gleichen Videos. Aber es wirkt irgendwie professioneller. Das ist das eine Gefühl, das ich mit dir teilen will. Aber vor allen Dingen das zweite, da hat im Vorgespräch Gavin mich schon sofort unterbrochen, dass ich es nicht weitersage. Deswegen Sage ich es jetzt in die Aufnahme. Ich habe ein anderes Gefühl für Werbung entwickelt in den paar Tagen, in denen ich TikTok Pro benutze. Weil das offizielle Angebot ja ist, dass da keine über TikTok gebuchte Werbung drin ist. Selbstverständlich sind aber natürlich trotzdem Werbeklips da drin und ich habe zumindest so bei 5 das Gefühl gehabt, dass ich sich viel schneller skippe, weil ich Mir bei allem, was so ein bisschen an der Grenze ist, also jemand, der bisher immer nur Spezialcontent-Fußball gemacht hat und jetzt auf einmal irgendeine Flüssigkeit für Kontaktlinsen bewirbt. Ich das sofort skippe und nicht wahrnehme. Also diese App oder diese Funktionalität unterstützt etwas, was man im Zweifel vielleicht für mehr Authentizität oder mehr Glaubwürdigkeit interpretieren kann. Das ist zumindest so ein halbgares Gefühl, das ich nach ein paar Tagen Nutzung habe.
03:20 Gavin Karlmeier
Das ist interessant. Das heißt also, dass du dir quasi, dass deine Sensibilität dafür, dass Leute fremden Content in ihrem Kanal posten, entwickelt hast. Also du hast jetzt eigentlich, vielleicht heißt TikTok Pro deswegen, weil du so, weil du jetzt die Nutzungserfahrung von jungen Menschen, die TikTok nutzen und dieses Gefühl von vornherein in sich implementiert haben, jetzt auch nachempfinden kannst.
03:40 Dirk von Gehlen
Hast du mich gerade alt genannt?
03:43 Gavin Karlmeier
Vielleicht ist TikTok Pro so eine Art Simulator, Gen Z-Simulator.
03:48 Dirk von Gehlen
Aber das wäre natürlich geil, wenn das so wäre. dann müsste man ja allen Kulturpessimisten sagen, ist vielleicht gar nicht so schlimm. Weil das ist ja tatsächlich eine Form von Medienkompetenz, die diese Gen Z dann hat. die vielleicht, jetzt inkludiere ich dich mal, unseren älteren Menschen vielleicht abgeht. Weiß ich aber nicht genau, ist mehr so ein Zwischenstand. Also So 20 Minuten im Spiel ist noch kein Endergebnis. Aber ich habe das Gefühl, es hat mir eine andere Form von Medienkompetenzreflexion gegeben, dieses Nutzungsangebot.
04:21 Gavin Karlmeier
Das ist hochinteressant. Wir müssen uns verabreden, dass wir zur Halbzeitpause gemeinsam nochmal darüber sprechen, wie sich das Nutzungsverhalten für dich da entwickelt hat. Ich bin auch ganz gespannt, wann TikTok Pro oder TikTok damit anfängt in TikTok an Pro Werbung zu platzieren, weil dass sie das nicht als altruistisches Konzept fahren werden für immer, das ist ja, glaube ich, offensichtlich.
04:41 Dirk von Gehlen
Da will ich noch einen Gedanken schnell teilen, bevor wir in die Folge starten. Hakendran-Pro sozusagen. Die Sunshine, dieses, äh, so heißt es, glaube ich, dieses Reward-Programm, das habe ich natürlich vor lauter gutem Willen dann auch alles ausprobiert. Und das ist ein In Wahrheit ein wahnsinnig gut angelegtes Altersauthentifizierungsprojekt. Also du musst, um daran teilzunehmen, ich weiß nicht, ob du das gemacht hast. über 18 sein und sie, also sie haben hinter dieses Spende doch auch für einen guten Zweck Ding eigentlich alles gelegt. Wahrscheinlich, ihr habt es auch schon hundertmal hier besprochen, aber ich fand das ganz interessant, wie wie man sozusagen ein Ziel erreicht und dafür was anderes in den Vordergrund schiebt. Nämlich mach doch hier mit und spende Geld für eine gute Sache. Und in Wahrheit geht es Ihnen darum, zu authentifizieren, bist du über 18. Was ist dein Standort und wie verhältst du dich? Das fand ich einen sehr interessanten Zugang, was so UX und so angeht. Das nur als auch halbfertiges Gefühl.
05:45 Gavin Karlmeier
Nee, aber das ist ein hochinteressanter Punkt, weil das bedeutet, wir reden ja ganz, ganz viel über Altersverifizierung in sozialen Netzwerken, wir reden viel über Großbritannien, auch heute schauen wir darauf wie der UK Safety Act, der ja, wir gehen da heute mal ein bisschen kleiner ins Detail, aber. die Plattform dazu zwingt, ja teilweise Kopien von Personalausweisen zu sammeln oder eben eine KI-Authentifizierung per Safety von den Leuten machen zu lassen. Alles aber immer so, dass die Leute so die Pistole auf die Brust gesetzt haben. kriegen und ihm gesagt wird, entweder du schickst uns deinen Personalausweis oder du kannst nicht mehr mitspielen. Dass TikTok hier jetzt so eine Art anderen Weg sich überlegt, um irgendwie die Leute als Volljährig auszuweisen, ist natürlich interessant, leider aber auch gleichzeitig wie immer so ein bisschen perfide, weil die Wahrheit dahinter ja auch ist, am Ende ist es einfach nur eine Art und Weise, an die NutzerInnen-Daten zu kommen und man setzt dem irgendwie so eine kleine so ein kleines Geschenkpapier um, weil man sagt, du tust eigentlich was Gutes, du spendest an Greenpeace, de facto schickst du aber einfach nur deinen Personalausweis an die chinesische Regierung.
06:42 Dirk von Gehlen
Genau, oder lädst ein Selfie hoch. Das war, so wie du mich vorhin alt genannt hast, hat TikTok mich auch auf Basis meines Selfies für alt genug empfunden, an dem Reward-Programm teilzunehmen. Es gibt noch einen zweiten perfiden Aspekt daran, den man aber sozusagen reverse engineieren kann. Man kann an dem Programm sehen, was TikTok gerne möchte, was wir damit machen sollen. Also Es werden ja Sachen inzentiviert, also wenn du Freunde einlädst, wenn du Videos weiterschickst, wenn du etwas repostest und so. Und das wird, also es ist quasi, wenn man den Algorithmus zurückrechnen wollen würde, könnte man das sehr gut an diesem Programm tun, weil man halt sieht. Was ist Ihnen, wie viel, ich weiß nicht, wie diese Punkte heißen, Sunshine-Punkte oder so, wert, wenn du das tust?
07:27 Gavin Karlmeier
Apropos Altersverifizierung und KI und so, ich habe eine ganz andere Methode der Altersverifizierung, Dirk, weil du ja gerade unterstellt hast, ich hätte dich alt genannt. Was klingelt bei dir, wenn ich AOL sage?
07:39 Dirk von Gehlen
Oh, ja, sehr gut. Ich muss an CDs denken und zwar nicht die neuen Alben von einer Band oder Taylor Swift, sondern äh Freiminuten, gell? Das ist diese Woche zu Ende gegangen.
07:53 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau, das wollte ich gerade sagen. Nämlich am 30. September wird das Dial-In. Dial-up Internet von AOL eingestellt. Also du kannst dann nicht mehr über CDs zum Beispiel oder über deine Telefonleitung dich über AOL ins Internet einwählen, zumindest was die USA und Kanada betrifft. Und ich also als ich die Meldung gelesen habe, und das ist natürlich noch nicht so richtig unser erstes Thema, aber als ich die Meldung gelesen habe, dachte ich so, wow, das gab's noch? Tatsächlich ist so es. 175. 000 US-amerikanische Haushalte diese Internetverbindung nutzen.
08:25 Dirk von Gehlen
Geil, Oldtimer-Internet oder so könnte man das nennen.
08:29 Gavin Karlmeier
Das sind so viele Menschen wie ein Müller am An der Ruhr wohnen.
08:32 Dirk von Gehlen
Richtig, stimmt. Das kann kein Zufall sein. Denken Sie da mal drüber nach. Das Interessante daran finde ich, dass AOL damals, ich bin ja nur wirklich alt, deswegen kann ich das von früher erzählen. Unangreifbar geil, als unangreifbar geil, sowas wie Meta heute. Und vielleicht ist. Das ist aber gar nicht so. Also vielleicht kann man daraus eine positive Zukunftserzählung stricken. Aber das lassen wir jetzt. Also zurück zu den AOL-Internetnutzern in Mülleim.
08:59 Gavin Karlmeier
Sonst habe ich da gar nicht viel zu sagen. Ich wollte damit noch eingehen. Aber lass uns doch über Altersverifikation, lass uns da doch mal bleiben und kurz über diesen UK Safety Act sprechen. In Großbritannien, das haben wir hier schon ein paar Mal so ein bisschen angeschnitten und auch mit Einzelfällen auch so ein bisschen beleuchtet. ist es so, dass wenn du ein Internetangebot hast, das gewisse Kriterien erfüllt, dass du nachweisen musst, dass deine Nutzerinnen und Nutzer volljährig sind. Und das machst du in der Regel über eine Verifikation per Ausweis oder über Selfie mithilfe von einem KI-Verfahren, das dein Alter schöpft. Wir haben auch darüber gesprochen, dass das ganz viele Leute austrickt. indem sie KI-generierte Personalausweise hochladen, also Pässe hochladen oder einfach Videospiel-Selfies hochladen. Und um das so ein bisschen zu verstehen, was da alles hier drin hängt, ich habe das immer hier so zusammengefasst mit, naja, wenn du potenziell Inhalte für Erwachsene anbietest, musst du das nachweisen. Das ist aber tatsächlich noch ein bisschen kleinteiliger, denn es gibt eigentlich drei Kategorien in diesem Safety Act. Nämlich die Kategorie 1 bedeutet, du hast mehr als 34 Millionen Nutzer und hast ein Inhaltsempfehlungssystem. Also sowas wie zum Beispiel einen Algorithmus, der deine Startseite zusammenbaut. Kategorie 2 ist, du hast einen Suchdienst und mehr als 7 Millionen Nutzer oder Kategorie 3 ist, du kannst direkt Nachrichten schicken und hast mehr als 3 Millionen Nutzer. Das ist so die Trennung. So, das Interessante ist aber, dass du in Kategorie 1 auch fällst, wenn du die Möglichkeit hast, UGC, also User Generated Content, weiterzuleiten, dann reichen schon 7 Millionen Nutzer in Großbritannien. Warum erzähle ich das alles? Weil im Moment eine Klage läuft von Wikimedia. Das ist das Unternehmen hinter der Wikipedia. Denn Wikipedia fällt wohl nach dem britischen Gesetz derzeit in Kategorie 1, weil sie zum einen einen User-Generated Content anbieten, weil sie mehr als 35 Millionen Nutzer haben und weil sie ein 34 Millionen Entschuldigung Und weil sie ein Inhaltsempfehlungssystem nutzen, so ist zumindest die Formulierung des Rechteinhabers oft kommen. Das sind die, die dort das Gesetz quasi durchsetzen in Großbritannien. Und Wikimedia sagt aber. Dass die Dinge, die sie als Inhaltsempfehlungssystem haben, also sowas wie Artikel des Tages oder sowas wie zufällige Artikel, dass das nicht in dem Rechtsgesetzgebersinne ist, wenn man über Inhaltsempfehlungssysteme spricht. Das Problem ist, Der Begriff ist im Gesetz so unklar formuliert, dass es jetzt dazu führen könnte, dass Leute in Großbritannien nur noch die Wikipedia bearbeiten können, wenn sie ihre Personalien sozusagen verifizieren lassen.
11:29 Dirk von Gehlen
Vielleicht wird es dadurch spannender, das zu machen. Vielleicht machen da mehr Leute mit. Manchmal gibt es ja so kontraintuitive Sachen. Nee, das ist natürlich es gibt ja immer die Idee von was steht im Gesetz und was ist der Geist des Gesetzes. Und hier finde ich ziemlich deutlich, dass der Geist des Gesetzes ja eigentlich was anderes wollte.
11:47 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau.
11:50 Dirk von Gehlen
Interessante Geschichte war mir nicht so klar. Zeigt aber, um das kurz, Cam Öztemy hat ja dieser Tage sich auch in die Diskussion nochmal eingemischt, um Wählerstimmen von alten Leuten, die nicht im Internet sind, zu bohlen und ein Alterszugangsverbot von für Menschen. Ich glaube, unter 16 gefordert. Das klingt ja immer total super und alle drücken dann so auf Facebook auf Like. Hier sieht man, wie kompliziert sowas dann in der Umsetzung ist und wozu das dann führt. Interessante These. Aber man kann doch auf der Wikipedia sich keine Direct-Messages schicken, oder? Aber das ist egal, weil das Inhaltsempfehlungssystem ist der Punkt. Habe ich es richtig verstanden?
12:31 Gavin Karlmeier
Richtig, Inhaltsempfehlungssystem und mehr als 34 Millionen Nutzer.
12:34 Dirk von Gehlen
Okay. Und da erzählen aber auch die passiven Nutzer, die einfach auf die Seite gehen und lesen.
12:39 Gavin Karlmeier
Ja, es reichen offenbar die Besucher an der Stelle. Ja. Gilt aber eben dann nicht an dem Punkt, wenn es um die Registrierung geht, weil da müssten sie dann die Verifikation durchführen. Ein weiterer Punkt ist aber eben auch der UGC, also der nutzergenerierte Content, der eben im Zweifel auch hier eine Rolle spielt. Ja, und man könnte es natürlich noch größer fassen und dann wird es aber fast schon grotesk, dass natürlich dadurch, dass du auch dort Inhalte hast, die möglicherweise nicht kindergeignet sind, weil du beispielsweise Geschlechtsteile zeigst in dieser Wikipedia, möglicherweise generell hier auch in die Inhaltsfalle tapst. Also ich finde, das ist tatsächlich ein interessantes Schauspiel an der Stelle. Also ich habe bei dir zum Beispiel herausgelesen, du bist kein Freund von Social Media Verboten für junge Menschen.
13:23 Dirk von Gehlen
Ich halte das für so eine sehr, sehr einfache Antwort, wo man sich so darauf einigen kann, zu sagen, ja, junge Menschen sollten unter 16 Das nicht benutzen, lass es uns verbieten. Wie soll das denn realisiert werden? Und das finde ich, dafür ist dein Beispiel jetzt gerade wahnsinnig schön. Das Fordern ist total einfach. Das Umsetzen macht halt, sehr viele Fragen auf, die dann zu viel komplizierteren Fällen führen. Wenn man möchte, dass Menschen anständig an Social Media herangeführt werden, dann muss man das, glaube ich, positiv inzentivieren und nicht mit Verboten noch interessanter machen.
13:58 Gavin Karlmeier
Ja, was dann immer als Gegenargument kommt und auch das kann ich verstehen, ist, dass man nur weil man vielleicht gute Argumente hätte, Kinder anders von Alkoholfan zu halten, es ihnen ja nicht unbedingt erlauben muss. Oder Jim Özdemir hat gesagt, wir lassen Jugendliche ja auch nicht ohne Führerschein hinters Steuer. Das stimmt natürlich, was du sagst. Auf der anderen Seite würde es trotzdem vermutlich dafür sorgen, dass viele, viele junge Menschen eben nicht mehr auf Inhalte zugreifen können, die für sie nicht geeignet sind. Aber was halt das Problem an diesem Verbot für jünger Menschen ist, ist natürlich, dass man damit die Verantwortlichkeit von denen, die diese Inhalte zur Verfügung stellen, abzieht und die Verantwortlichkeit sozusagen in die Elternhäuser trägt, indem man sagt. Jetzt ist es plötzlich, also es gibt ohnehin eine Verantwortlichkeit bei Elternhäusern, versteht mich da nicht falsch, aber dass du sozusagen sagst, naja, dann die Plattformen müssen jetzt sich nur darum kümmern, dass junge Menschen sich dann nicht anmelden können und dann ist plötzlich alles egal, was dort passiert. Und das ist glaube ich tatsächlich ein Problem, heißt aber nicht zwangsläufig, dass ich automatisch gegen so ein Verbot wäre, weil ich auch glaube, dass es viele Probleme gibt, die sozialen Netzwerke mit sich bringen für junge Menschen.
15:02 Dirk von Gehlen
Total. Wenn ich die Metapher von Jim Edson mir kurz aufgreifen darf, ist ja das Problem, dass Menschen über 18 auch ohne Führerschein in Social Media unterwegs sein dürfen. Also Der Auslöser ist ja, dass in Social Media Inhalte von Menschen über 18 ohne Führerschein gepostet werden und Menschen sich dort einfach daneben benehmen und wir deswegen denken, dass es für. junge Menschen nicht gut dahin zu gehen. Also dieses Bild ist ja sehr schön, aber wenn man es konsequent zu Ende denkt, dann wäre ja eigentlich die Frage: Gibt es eine Möglichkeit, wie wir Menschen im Sinne vielleicht von sowas wie einer Erste-Hilfe-Schulung darauf vorbereiten, wie man sich in sozialen Medien verhält, wie Digital Literacy zu transportieren ist? Und das ist halt wiederum viel komplizierter zu vermitteln als der Ruf nach einem Verbot. Damit will ich aber nicht, also ich bin gegen so ein Verbot, weil ich glaube, dass es kontraproduktiv ist. Ich will aber nicht sagen, dass es da keinen Regulierungsbedarf gibt. Den gibt es da sehr wohl und zwar einen systemischen. Man kann das nicht einfach nur privat den Leuten aufbürden. Dieser systemische Regulierungsbedarf wird aber nicht gelöst, finde ich, mit einem Verbot. Und du hast es gerade super anschaulich gezeigt, was dann in der praktischen Umsetzung für Probleme liegen.
16:19 Gavin Karlmeier
Voll, klar. Ich verstehe auch den Punkt. Ich denke nur so als jemand, der ganz viel, ich hab da den Satz, sage ich jetzt ständig, ne? Aber als jemand, der ganz viel in Schulen gegangen ist und in neunten Klassen versucht hat, Medienkompetenztrainings. . zu geben. Mache ich seit längerem irgendwie nicht mehr so viel, weil die ehrlicherweise auch ein Riesenproblem, weil Fördermitteln ausgelaufen sind und einfach dieses Angebot so nicht mehr gibt. Anderes Thema. Aber ich glaube, du hast natürlich vollkommen recht. Das, was du mitbringen musst, ist den jungen Menschen viel früher schon zu erklären, wie das alles funktioniert. was es da für Dinge gibt, auf die man achten muss, ihnen eigentlich wie ein Fahrradführerschein. Also bleiben wir im Führerscheinbild. Ja, vielleicht ist das ein gutes Bild, aber es geht nicht um den Autoführerschein, sondern du machst in der dritten Klasse, kommt ein, in dem Fall war das ein Verkehrspolizist in die Schulen und übt mit dir die Vorfahrtsreifen und die wo musst du dich an die Spur stellen, wie kriegst du einen Fahrradverkehrssicher und dann kriegst du einen Wisch, der de facto keine gesetzlichen Unterscheidungen macht, aber nachweisen kann, dass diese Leute sich damit mal thematisch auseinandergesetzt haben. Und das vielleicht brauchen wir sowas.
17:21 Dirk von Gehlen
Voll gut. Ich glaube nur die Erweiterung ist, dass Menschen über 18 oder sagen wir mal über 50 das ja nicht automatisch deswegen können. Also der, da sind wir wieder beim Geist der Gesetze, also was ist legitim und was ist legal. Wir haben das Problem, dass Menschen über 50, wenn sie dann mit den Fahrrad digitalen Fahrradführerscheinkindern sprechen, halt rechts vor links ja selber nicht kennen. Oder ähst du was ich meine? Richtig. Ja, und manchmal ja auch Auto, aber der entscheidende Faktor ist, ich glaube, dass wir Und das ist eine schöne historische Parallele. Man kann natürlich sofort Aufmerksamkeit generieren, wenn es um unsere Kinder geht und sozusagen eine gesellschaftliche Debatte über den Nachwuchs führt Das ist aber ein Kompetenzproblem der gesamten Gesellschaft und wenn eine Generation gute Vorbilder hat die sich sehr anständig in digitalen Medien bewegen und verhalten kann, dann lösen sich viele Probleme auch. Und wir versuchen das jetzt sozusagen über Bande zu lösen, indem wir über unter 16-Jährige reden. statt die Frage zu stellen, wie können wir denn die Leute, die da den Quatsch reinposten, vielleicht zurückholen auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung?
18:37 Gavin Karlmeier
Und wie können wir es machen? Haben wir eine Idee?
18:39 Dirk von Gehlen
Ich könnte mir vorstellen, dass man analog zu dem, wie man Erste-Hilfe-Schulungen macht, das vielleicht auch für digitale Erste-Hilfe macht. Das wird ja gerade schon mal bemüht. Also, wenn du einen Autoführerschein machen willst, musst du da einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs nachweisen. Und vielleicht macht man das digital, dass wenn du zum Beispiel Übungsleiter bist, Trainerin einer Fußballmannschaft oder so. und die parallele Chatgruppe betreuen musst, dass du so zwei, drei Handgriffe hast zum Thema Digital Literacy. Dass man Leute darauf hinweist, wie man mit diesen Diensten umgeht, dass man ihnen vielleicht auch Alternativen aufzeigen kann zu Meta und das So ein bisschen wie diese Erste-Hilfe-Kurse anbietet und für bestimmte Funktionen vielleicht sogar etwas, nicht verpflichtend, aber etwas deutlicher anbietet.
19:24 Gavin Karlmeier
Ich finde das mega.
19:28 Dirk von Gehlen
Das könnte ein Ansatz sein, aber. Ja. Also, und das zweite ist, ich war auch ein paar Mal oder bin auch regelmäßig noch in Schulen. Mich motiviert das eher, weil ich das Gefühl habe, dass so 9. , 10. , 11. Klasse, dass da echt mehr Kompetenz da ist, als man so denkt, wo wir übrigens wieder bei TikTok Pro vom Anfang sind. Mir ist da nicht so bange, wenn ich mir angucke, wer auf Schulen ist und mit digitalen Medien sozialisiert ist. Die machen schon mehr richtig, als wenn ich in so eine durchschnittliche Facebook-Gruppe gehe.
20:01 Gavin Karlmeier
Ja, den Punkt gebe ich dir auf jeden Fall, das stimmt. Und damit sind wir wieder bei, wir haben eben über TikTok Pro gesprochen und wie junge Menschen, wie schnell sie zum Beispiel Werbung identifizieren können, in der Regel. Das ist natürlich alles total pauschalisiert, aber ja, da gebe ich dir recht. Ja, wir nehmen das mal mit und gründen jetzt einen Verein, Dirk, und kümmern uns darum, dass es Internetfälle gibt.
20:22 Dirk von Gehlen
Ich habe immer noch die Idee, so eine Art ADAC fürs Internet zu gründen. Und zwar aus der These, können wir gerne in den Shownotes verlinken, den größten Heimatverein Deutschlands zu gründen für alle Menschen, die im Internet zu Hause sind. Da kann man nämlich dann Förderung vom Heimatministerium bekommen. Und man kann den Heimatbegriff ein bisschen verdrehen, indem man nämlich sagt, wir sind im Internet zu Hause. Das ist nicht singulär, das ist nicht an einen physischen Ort gebunden. Und das ist inklusiv, Multikulti at its best. Und das mit Heimatgeldern gefördert. Also wer da Lust hat, darf sich gerne melden. Heimatverein Internet. Ich hätte da Bock drauf.
20:58 Gavin Karlmeier
Ich bin auf jeden Fall Gründungsmitglied, Dirk. Ich bin da. Mega! Machen wir. Boah, perfekt. Und dann geben wir das Internetseepferdchen aus. Ich sehe das schon.
21:05 Dirk von Gehlen
Richtig, fände ich gut. Ja. Schwimmen übrigens, ähnlicher Fall. Übrigens, ja, ja. Also gutes Bild. Machen wir.
21:13 Gavin Karlmeier
Übrigens, Fun Fact über mich, ich bin Nichtschwimmer.
21:16 Dirk von Gehlen
Ehrlich? Aber mit Absicht, weil du Wasser ablehnst?
21:22 Gavin Karlmeier
Aus politischen Gründen. Nee, hat sich nicht erkannt. Das ist eine lange Geschichte. Jetzt bin ich dann irgendwann mal in meinem neuen Laber-Podcast, wie ich mir dann noch überlege oder so.
21:33 Dirk von Gehlen
Aber interessant. Und hast du mal überlegt, das sozusagen bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft nachzumachen oder so?
21:40 Gavin Karlmeier
Ja, da gab es immer wieder Überlegungen, was ich aber eigentlich sagen wollte, ich durfte ja trotzdem einfach ins Wasser gehen, weißt du? Genau. Und ich finde, das ist so fahrlässig von der Gesellschaft, dass man mir das zutraut.
21:50 Dirk von Gehlen
Ja, aber es ist halt auch wahnsinnig kompliziert, genau, es ist wahnsinnig kompliziert, es zu überwachen, dass du irgendwie erst deinen Schwimmausweis zeigen musst. Ja. Ah. Alte Leute, Referenz, das Dendemann-Album Endlich Nicht-Schwimmer, kennst du, oder?
22:05 Gavin Karlmeier
Ja, na klar, ich bin auch alt.
22:08 Dirk von Gehlen
Ja, okay. Dann springen wir jetzt ins nächste Thema, weil sonst fallen mir noch tausend.
22:16 Gavin Karlmeier
Wir bleiben aber beim Thema, wir kommen von der Wikipedia, außer um dazu eines noch zu sagen, da bleibt jetzt so ein bisschen die Entscheidung noch offen, um das kurz einmal abzuschauen. Bleibt es so ein bisschen die Entscheidung offen, ob Wikipedia zum Dienst der Kategorie 1 erklärt wird. Sollte das passieren, Heißt es nicht zwangsläufig, dass gegen Wikipedia die Offkommen auch diese Maßnahmen einleitet? Aber die Wikimedia möchte natürlich einen Präzedenzfall schaffen und zeigen, dass dieses Gesetz gewisse Unzulänglichkeiten in der Formulierung hat, weil es eben so schwammig und schwach formuliert ist. Wir bleiben aber beim Thema Wissen, Wissenerhaltung des Internets. Wir haben in der letzten oder vorletzten Episode schon darüber gesprochen, dass die Wayback Internet Machine, das Archive of the Internet, dass das aus Belgien im Moment nicht uneingeschränkt zugreifbar ist, weil es dort die Rechts-, wie sagt man, Rechtsansinnen mehrerer Urheber gibt, deren Bücher dort auffindbar waren und die sagen, das wollen wir so nicht. Und auch nochmal ein wahrscheinliches Thema für sich, wie man damit umgeht. Reddit allerdings blockiert jetzt, dass die Wayback Machine die Reddit-Postings archivieren kann. Sie selber sagen, das Internet-Archive ist nicht in der Lage, seine Website zu verteidigen und die Plattformrichtlinien einzuhalten und deswegen beschränken wir einen Teil seines Zugriffs auf Reddit-Daten um Reddit Horn zu schützen. Meinen damit aber, dass Leute offenbar, also vor allem so KI, Crawler, die Wayback Machine nutzen, um ihre KI zu füttern und anzutrainieren mit Daten, die sie eben sonst nicht direkt bekommen. Reddit ist relativ bekannt, hat einen scheinbar ziemlich exklusiven Deal mit Google, mittlerweile auch mit OpenAI, dafür, dass die Reddit-Beiträge verwendet werden dürfen, um die künstlichen Intelligenzen zu trainieren. Und Reddit schützt sozusagen die eigenen Daten davor, dass sie eben gratis im Internet stehen, was man verstehen kann. Allerdings haben die Urheber nichts davon, sondern nur die Plattform, die sozusagen das Tafelsilber verscherbelt, die Informationen der Community sozusagen zu Geld machen möchte. Und die Frage, die dem aber eigentlich ganz groß drüber steht, ist die Frage, ob die Angst davor, dass die Inhalte in KI-Suchmaschinen oder in KI-Trainingsdaten landen. Ob die am Ende sogar dazu führt, dass wir sozusagen unser kollektives Gedächtnis auslöschen, weil wir Gärten drumherum aufbauen oder Zäune. Also ich finde, das ist eine sehr, da steckt eine sehr große Diskussion drin.
24:32 Dirk von Gehlen
Mega, also total große Diskussion, vor allen Dingen, weil wir ja, wir haben ja über das Alter schon gesprochen. Ich erinnere mich noch an Zeiten, als man genau dachte. . Löschen wir unser kollektives Gedächtnis aus, indem wir alles ins Internet stellen und jetzt ist genau umgekehrt. Also ich glaube, dass die Debatte rund ums Urheberrecht eine ist, die. die jetzt so ein bisschen an Brisanz in den letzten Jahren verloren hat und jetzt wieder total präsent und auch heftig umkämpft geführt wird, die haben wir in der ersten Welle der Digitalisierung so in den Nullerjahren schon mal genau so geführt und Das ist schon sehr spannend, wie man da mit berechtigten Interessen der UrheberInnen, wie man mit berechtigten Verwerterinteressen, aber auch mit dem berechtigten Interesse der Weitergabe umgeht. Super spannend. Meine Haltung, ich bin immer pro Kopie. Ich glaube, dass die, also nicht nur pro TikTok, sondern in dem Fall auch pro Kopie. Weil das der Der Kernzauber der Digitalisierung ist, dass wir Inhalte digital duplizieren können. Das heißt noch lange nicht, dass ich immer dafür bin, dass man dann allen Verwertern das auch geben soll, aber ich bin dafür, dass man da Lösungen findet. Und mit jedem Technikschritt haben wir auch immer Lösungen gefunden. Also alle Tantjemen-Ideen über Radio-Verwertung und so, die sind immer mit einem Pro-Technik am Ende gekommen und nie mit einem Contra.
25:57 Gavin Karlmeier
Ja, das Problem ist ja halt immer noch, ich verstehe den Punkt, das Problem ist eben nur, dass wir gerade das Problem haben, dass wir. . so einen wilden Westen im Internet erleben. Also wir haben darüber gesprochen, dass Perplexity sich nicht an die Robots-TXT hält. Also dass Leute, die Webseiten haben, die eine KI ausschließen. dass Perplexity sich nicht daran hält und trotzdem dessen Inhalte crawlt und ihnen ihre Trainingsdaten überführt. Und am Ende ist es kaum noch auseinanderzividieren, woher diese Information in der KI eigentlich kommen. In den USA gibt es gerade eine zugelassene Sammelklage, die jetzt gerade so Unternehmen wie Anthropic völlig in die Krise stürzt, weil die die Sorge haben, dass diese Sammelklage das komplette KI-Geschäftsmodell. zerstören könnte, wie sie selber sagen. Wir wollen uns ja jetzt nicht zwangsläufig an diesem Narrativ aufhängen, aber die Rede ist ja von einer Forderung in Höhe von hunderten Milliarden US-Dollar an Schadensersatz innerhalb von wenigen Monaten. Das sagt zum Beispiel Anthropic selber. Das würde halt durchaus, also ich glaube, wir sind da alle gerade so ein bisschen lost mit. Und solange wir uns aber noch so finden müssen, wie gehen wir mit dem Urheberrechtsbegriff um, ab wann dürfen Daten eigentlich genutzt werden, um eine KI damit zu zu trainieren, aber nicht. In dieser Zeit, solange der Nebel sich noch nicht gelegt hat, stürzen sich natürlich die KI-Unternehmen drauf und trainieren mit allem, was sie finden können, egal ob sie die Rechte daran haben oder nicht. Und das kann auch nicht die Antwort sein.
27:17 Dirk von Gehlen
Absolut nicht. Ich glaube, dass wir, ich habe mich ja ein bisschen damals mit dem Urheberrecht und der Musikindustrie beschäftigt in den späten Nullerjahren. Da hatten wir schon mal so eine Diskussion, wie es darum ging, wer hat welche Rechte. Und da gab es diesen Begriff der Kulturflatrate, der wurde dann immer. . abgelehnt und gesagt, es geht überhaupt nicht, und dann hat irgendwann so ein Unternehmen wie Spotify das gelöst, in Anführungszeichen. Eine Lösung, mit der wir jetzt alle auch nicht zu Recht nicht einverstanden sind, aber die unter anderem darauf basiert dass die Diskussion damals halt sehr deutlich so geführt wurde, wir müssen die Kopie einschränken, wir müssen das alles eindämmen. Und während wir das diskutiert haben. hat halt im Hintergrund jemand pro Kopie, also mit der Kopie, ein Geschäftsmodell aufgebaut, das Spotify und den Aktionären nützt, aber nicht der Allgemeinheit und vor allem nicht die Musikerinnen und Musikern. . Vielleicht kann man da einen Schluss daraus ziehen, dass wir nämlich, ich glaube, dass Lösungen die Technologie nicht ablehnen, sondern regulieren müssen. Das wäre zumindest der Korridor. Das werden wir heute und hier nicht lösen, aber das wäre der Korridor, in dem ich denke.
28:28 Gavin Karlmeier
Das wäre cool, wenn wir das schaffen würden. Aber ich finde, dass man in dieser Regulierung halt sehr klar auch ziehen muss, welche Ziele. verfolgen wir eigentlich als Gesellschaft mit technologischen Angeboten. Also bei der Wayback Machine geht es ja nicht um ein wirtschaftliches Geschäftsmodell. Da geht es ja tatsächlich um den Erhalt von Wissen, von Informationen, die im Internet mal irgendwo aufgetaucht waren. Sicherlich kann man darüber streiten, ob ich als Buchautor möchte, dass mein Buch da drin kostenfrei auffindbar ist oder nicht. Ist aber eine Diskussion für eine andere Stelle, weil in der Nationalbibliothek finde ich auch all diese Bücher. Nur eben hier ist es digital und das führt aber dazu, dass die Verwertung der AutorInnen irgendwie anders bedacht werden muss.
29:13 Dirk von Gehlen
Aber super, die heutige Folge haken dran unter dem Motto Faden drin und zwar ein super roter Faden, weil das ja jetzt wieder Wie bei der bei dem Wikimedia-Beispiel so. Man will das eine und schadet dann dem, was man eigentlich unterstützen will. Also diese Regulierungsidee ist ja eigentlich nicht gegen die Wayback-Maschinen gedacht, also gegen das Internet-Archive. Mit dem schönen letzten Satz, den ich beisteuern möchte, ähm, viele Autorinnen und Autoren würden sich am Ende dann wünschen, wenn ihre Bücher irgendwo noch auffindbar wären. Weil noch ärgerlicher ist, wenn sie ja dann verloren sind. Stimmt.
29:51 Gavin Karlmeier
Das Internet vergisst nämlich doch mehr. Ja, das ist wahr. Im Urheberrecht gibt es ja immerhin die Regel, dass die Werke gemeinfrei werden, 70 Jahre nach dem Ableben des Urhebers. Und das ist ja vielleicht so, vielleicht sind die Zeiträume dafür ein bisschen groß. Aber vielleicht gibt es solche zeitlichen Regelungen, die vielleicht am Ende allen helfen können. Die Frage, ob man eine CDI benutzen will, die nur fünf Jahre altes Trainingsmaterial benutzt.
30:18 Dirk von Gehlen
bleibt von jemandem. Ich habe letzte Woche durch Zufall den frühchristlichen Denker Makrion kennengelernt, über den wir nur deswegen was wissen. Weil Leute sich mit seinen Werken beschäftigt haben und gesagt haben, der hat total Unrecht. Also seine Werke selber sind gar nicht mehr auffindbar. Alles, was Historiker über ihn wissen, ist sozusagen die Beschimpfung gegen ihn. Und das ist vielleicht so eine Konstellation, die sich gut auf diese Archivierungsfrage übertragen lässt. Wenn 70 Jahre nach deinem Ableben als. . Urheberin, Urheber, dein Werk gar nicht mehr da ist, dann musst du hoffen, dass dir mindestens jemand widersprochen hat, damit es noch sichtbar ist. Also eine spannende Frage, was irgendwann in das kulturelle Gedächtnis eingeht und wie. Damit hast du das Thema ja auch aufgemacht. Also super interessant.
31:07 Gavin Karlmeier
Und eine ganz tolle Anekdote, die ja am Ende auch zeigt. Das ist übrigens genau die Dynamik, wie soziale Netzwerke auch funktionieren. Du musst irgendwie Emotionen auslösen. Die Leute müssen es nicht gut finden oder schlecht finden. Wenn du egal bist, dann wirst du auch in 70 Jahren egal sein.
31:22 Dirk von Gehlen
Ich habe das, äh, deswegen habe ich diese Stelle gefunden. Ich habe im Economist ein Interview mit der Onlyfans-Darstellerin Bonnie Blue gehört und die sehr schön beschreibt, wie sie viralen Erfolg erzeugt, nämlich nicht mit Supporter-Videos, sondern Sie nennt es Backlash-Videos mit Leuten, die über sie schimpfen und dadurch wächst sie in ihrer Reichweite. Ich habe das kurz in meinem Blog aufgeschrieben, weil das mich an die Art und Weise erinnert. wie politische Diskussionen viral gehen. Jemand stellt eine möglichst scharfe These auf und die Backlash-Videos sorgen dann dafür, dass möglichst viele Leute darauf reagieren und es scheinbar wichtig und groß wird.
32:01 Gavin Karlmeier
Und also ich glaube, sie ist auch nicht die Erste, die dieses Phänomen für sich nutzt. Das ist richtig. Viele Creator in. Wie viele Creator in mir jetzt sofort einfallen würden, die vor allem von dem Zornleben, den ihre Inhalte auslösen Ja, ist ein ganz spannende eigene eigenes Genre. Aber wir bleiben ganz kurz beim Urheberrecht und den Daten und wie gehen wir eigentlich damit um und kommen zu Meta. Ich habe eben schon Perplexity erwähnt, die sich nicht an die Robots Txt halten. Derem Newsletter Drop Site wurde ein, das sind investigative Journalistinnen, die versuchen so ein bisschen. . öffentliche Informationen oder Informationen in die Öffentlichkeit zu tragen. Eigentlich genau dafür, wie investigativer Journalismus auch funktioniert. Und denen wurde ein Leak zugespielt, wobei man, das müssen wir dazu sagen, nicht die Echtheit überprüfen können an der Stelle, sondern wir verlassen uns darauf, dass Dropside hier ein echtes Leak vorliegen hat. Sie sind aber die einzige Quelle. Und in diesem Leak sind 100. 000 Websites zu finden. Mit denen Meta seine Meta AI trainiert haben soll. Und das offenbar auch völlig unabhängig davon, ob diese Informationen, ähm ne, Entschuldigung, 6 Millionen Websites. sind da da drin, darunter aber auch die 100. 000 meistbesuchten Domains, aber insgesamt 6 Millionen Websites, die genutzt wurden, um zu trainieren. Und diese Websites haben aber offenbar auch in Teilen eine Robots. txt, die eigentlich automatisches Scraping verbieten oder blockieren soll. Das hat Meta allerdings nicht davon abgewiesen. Dropside selber sagt davon, dass in dieser Liste da zu finden sind, Nachrichtenorganisationen Bildung zu Nischen Foren, persönliche Blogs und Racheporno-Websites. Alles genutzt, um damit die Meta-AI zu trainieren. Finde ich eine sehr interessante Liste und Veröffentlichung.
33:49 Dirk von Gehlen
Total, ja. Die interessante Frage ist, wenn es öffentlich ist, was bedeutet das? Also wenn es Wenn es veröffentlicht ist, wie geht man damit um? Das war die Frage, die man schon mal in den Nullerjahren gestellt hat.
34:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau, das ist die eine Frage. Die andere Frage ist hier aber auch, wie können wir, also auf so einer Leak-Basis, wo einfach nur eine Liste mit Dutzenden Domains drin ist, kann man nicht viel machen, aber. . Wie kriegen wir Transparenz hin, dass Anbieter von künstlichen Intelligenzmodellen ihre Trainingsdaten so speichern, dass das überprüfbar bleibt? .
34:30 Dirk von Gehlen
Das ist genau der richtige Punkt. Und wie kriegen wir es hin, dass Sie sich an die Regeln halten? Und wenn wenn wir sie aufstellen Und nicht einfach drüber hinweggehen und sagen, ja, wir haben, wir sind eh so groß, dass wir dann auch die Strafe einkalkulieren. Weil das ist die technologische Frage ist eigentlich nicht so zentral. Die zentrale ist, die der Legitimität und der Legalität.
34:52 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und dass Meta sich an solche Dinge nicht hält. Wir haben auch, wir haben neulich erst über diese völlig abstruse Geschichte gesprochen, dass Meta ein relativ großes Torren-Headzwerk betrieben hat, über das dass sie Pornofilme weiterverbreitet haben, urheberrechtlich geschützte Pornofilme, um darüber sozusagen eine bessere Sichtbarkeit in Torren-Hetzwerken zu bekommen, um mehr Daten zu bekommen, mit denen sie dann wiederum ihr KI-Modell trainieren können. Also offenbar scheint, dass der Kampf um Trainingsdaten völlig ohne Rücksicht auf Verluste geführt wird. Also Dropside schreibt auch, dass hier zu dieser Liste zum Beispiel Getty Images, Shopify, Shutterstock dazugehören. Also durchaus Websites dessen geschehen. Geschäftsmodell es ja ist, die Urheberrechte zu wahren und Nutzungsrechte zu verkaufen. Und wenn du dir überlegst, okay, die KI geht da jetzt hin und trainiert mit allen Fotos, die Getty Images hat, ihre KI um neue Bilder zu trainieren. Die Fotografinnen kriegen aber nicht einen Cent dafür am Ende ab, ist natürlich ein unglaubliches Dilemma.
35:48 Dirk von Gehlen
Ja, total.
35:50 Gavin Karlmeier
Der vollständigkeit. Ja, bitte.
35:52 Dirk von Gehlen
Und wer profitiert am Ende davon? Nämlich auch nur ein kommerzielles Unternehmen, nämlich Meta. Also in beide Richtungen, beim Ein- und Ausgang nicht korrekt.
36:02 Gavin Karlmeier
Richtig, ganz, ganz düster. Übrigens, der Vollständigkeit halber Andy Stone, ein Sprecher von Meta, hat sich offenbar genötigt gefühlt darauf zu reagieren, was eigentlich immer schon mal ein sehr klarer Hinweis ist, aber er sagt, diese Liste sei gefälscht. Was erlaubt.
36:19 Dirk von Gehlen
Das heißt, es gibt aber eine richtige Liste, heißt es ja auch, oder?
36:25 Gavin Karlmeier
Kann man so lesen. Und was man dann mit so Trainingsdaten macht, und das führt uns direkt ins nächste Thema. Führt uns zu Grok, dem Chatbot von XAI und damit auch von Elon Musk. Ihr wisst, keine Hang-Ren-Folge vergeht, ohne dass wir ein bisschen über Musk sprechen müssen, leider. Grok wurde, der Twitter-Acco, also der X-Account von Grok, wurde gesperrt. Er war suspended für einige Zeit. Mehrere Leute haben Grog gefragt, was da passiert sei und haben unterschiedlichste Antworten bekommen. Grog selber sagt zum Beispiel, ja, ich wurde gesperrt, weil ich inappropriate Posts veröffentlicht habe. An einer anderen Stelle sagt er, nein, es liegt nicht daran, dass ich die große Wahrheit suchen wollte. In einem dritten Fall hat er gesagt, dass es hier um eine Äußerung zum Thema Nahost und Israel ging. Elon Musk selber sagt. Es war nur ein dummer Fehler, Grog weiß überhaupt nicht, warum er gesperrt wurde. Sehr gut. Elon Musk hat dazu auch selber noch ein Statement abgegeben, er hat nur geschrieben, man, wir schießen uns wirklich oft selbst ins Bein. Und ich finde es sehr interessant, was so eine große Reflexion plötzlich in diesem Mann steckt. Weil man muss schon sagen, die ganze Art und Weise, wie Grog in den letzten Wochen und Monaten, funktioniert hat und womit sie hier zum Beispiel stattgefunden haben oder in anderen Medien stattgefunden haben, war abgesehen davon, dass Grog offenbar wirklich ein hochperformantes Modell ist, Eher davon geprägt, dass Grog sich an eigentlich keinerlei gesellschaftliche, moralische Regeln hält, wahnsinnig viele Desinformationen verbreitet hat und jetzt offenbar sogar noch von X selber gesperrt wurde.
37:58 Dirk von Gehlen
Mask in, Mask out, würde ich sagen, oder? Also das, was man rein tut, kriegt man raus. Ja, so ist es. Sehr spannend. Darf ich hier diese 30 Sekunden Einschub? Wurde hier schon über die nackte Kanone gesprochen, weil du dazu ja mal geschrieben hast? Also, nur weil ich habe kurz gewartet.
38:16 Gavin Karlmeier
Wir haben nicht drüber gesprochen, ne?
38:18 Dirk von Gehlen
Okay. Es gibt ja in der Wiederauflage des Klamauk-Klassikers, um diese schöne Alliteration hier einmal zu verstanden. Richtig. Also in dem Klamauk-Klassiker Die nackte Kanone, der jetzt gerade wieder im Kino ist, in einer Neuauflage ist der Bösewicht schon sehr nah an Elon Musk. angelegt, mit blondierten Haaren zwar, aber ist ihm sehr ähnlich. Und diesen Punkt wollte ich zumindest kurz erwähnen, weil du dazu. . Geshred hattest oder du hast es irgendwo gepostet und da muss ich dran denken. Und ich weiß, dass ihnen keine Folge vergeht, ohne dass man darüber redet. Deswegen wollte ich zumindest den nackte Kanone-Aspekt zum Thema Elon Musk hier noch kurz dalassen.
39:01 Gavin Karlmeier
Spannend. Also ich habe bisher noch niemanden wahrgenommen, der diesen Film gesehen hat, deswegen finde ich es schön, dass du dort davon berichten kannst.
39:07 Dirk von Gehlen
Ich bin extra reingegangen und ich würde ihn total empfehlen. Also wirklich, ja, doch, ich fand ihn lustig. Ich fand, er war im guten Sinne In die Gegenwart übertragen. Man muss halt sagen, dass er auch damals Klamauk Quatsch war. Wer aber sich die Jugendlichkeit bewahrt hat, auch 2025 Klamauk-Quatsch anzugucken, der, der wird da was finden. Und wenn man sich mit Grog und Musk beschäftigt, Kann man sogar was Metaphorisches rauslesen.
39:34 Gavin Karlmeier
Sagt, er meine TikTok Pro nutzt, um sich umzugehen.
39:39 Dirk von Gehlen
Mega, ja.
39:41 Gavin Karlmeier
Bleiben wir nochmal kurz bei Elon Musk. Elon Musk hat nämlich in der Nacht zum Montag Da weiß ich gar nicht, wie ich da anfangen soll. Also, Musk hatte wieder einen seiner Twitter-Storms und hat sich darüber aufgeregt, dass Apple. . einen eindeutigen Verstoß gegen das Kartellrecht begehen würde, weil Chat-GPT von OpenAI dauerhaft auf Platz 1 im App Store sei und Grockner auf Platz 5 Und er sagt, das kann eigentlich nicht sein, weil Ex selber ja auf Platz 1 denn Nachrichten-Apps ist. Wobei man fairerweise auch dazu sagen muss dass X nur auf Platz 1 der Nachrichten-Apps ist, weil Musk entschieden hat, dass X jetzt eine Nachrichten eine News-App ist und kein Social Network, weil sie dort eben niemals auf Platz 1 landen würden. Naja, auf jeden Fall erwägt er jetzt Klage gegen Apple zu erheben. Und zwar deswegen, weil X oder Grog bislang noch nie, oder seit langem zumindest nicht mehr, in der Must-Have-Fubrik in der redaktionellen Auswahl vom App Store aufzufinden war. Und er hat dazu geschrieben, spielt ihr hier Politik? Was soll das? Und glaubt, dass das eine Bevorzugung von ChatGPT und OpenAI gegenüber X und XAI sei und will deswegen Klage einlengen. Es ist und erinnert so ein bisschen an die Klage gegen alle, die nicht Werbung schalten auf Ex. Es ist ein bisschen wild.
41:02 Dirk von Gehlen
Dazu fällt mir nichts ein, außer mit welcher Mühe jemand hier um Aufmerksamkeit kämpft. Sehr schön. Man kann immer gegen alle erwägen, Klage zu erheben. Das ist eigentlich vielleicht keine Meldung wert.
41:20 Gavin Karlmeier
Ich habe jetzt gesehen, dass in den in den es gibt so eine kumulierte Podcast-Charts. Es gibt so kumulierte Podcast-Charts, die so versuchen, die Apple und Spotify-Chart zusammenzulegen. Und dabei ist Haken dran immer mal wieder auf Platz 2 gewesen, was mich freut. Aber auf Platz 1 ist das KI-Update von Heise. Und vielleicht sollte ich die verklagen. Vielleicht sollte ich hier so im Haus ein bisschen Stress machen und das KI-Update von Heise verklagen, damit ich auf Platz 1 lande. Oder ich verklage die, die die Charts machen.
41:49 Dirk von Gehlen
Oder du musst einfach nur die Frage stellen, ob da jemand Politik betreibt. Das finde ich noch so ein Munkeln. Und du kannst bei der Haken-Drang-Community das Gefühl erzeugen, dass sie ungerecht behandelt werden. Das ist ja überhaupt der Hauptantreiber, um ganz viele Motivatoren zu erkennen. Menschen das Gefühl geben, sie werden ungerecht behandelt, das ist die Grundlage, um dann völligen Quatsch ihnen zu erklären. Kann man in Amerika sehen, kann man auch in vielen populistischen Wahlprogrammen in Europa sehen. Würde hier sehr gut funktionieren. Die Haken-Dran-Community wird ungerecht behandelt von dem geheimen Chartalgorithmus. Und zum Glück haben wir es bemerkt.
42:29 Gavin Karlmeier
Finde ich gut, ja. Und auch Thorsten Weg, wenn du das hier hörst. Grüße gehen raus. Grüße gehen raus. Ja, also das ist so das Vorgehen. Das ist natürlich total abstrus. Also vor allem als jemand, der die ganze Zeit so. So ein so wirklich, man muss es sagen, Bullshit labert von wegen Vox Popoli, Vox D und Power to the People und Redefreiheit über allem und so. Das ist ja der Mask, wie er sich nach außen versteht. Und wenn du dann aber wirklich Leuten die Möglichkeit gibst, zum Beispiel eine redaktionelle Vorauswahl in naja de facto Teilmonopolen oder Duopolen, wie die App-Stores es sind, das kann man sicherlich kritisieren, aber du kannst ja nicht kritisieren, dass die redaktionelle Vorauswahl dich nicht berücksichtigt. Vor allem nicht, wenn du in den letzten Monaten damit aufgefallen ist, dich so stark politisch positioniert zu haben, dass ein Unternehmen wie Apple, das sich sehr, sehr neutral verhalten hat eigentlich in der Vergangenheit, sich da nicht drauf einlässt und dieses Spiel mitspielt.
43:27 Dirk von Gehlen
Das können wir gar nicht beurteilen, Gavin, weil wir natürlich nicht die Besten sind. Wenn du der Beste bist, kannst du das natürlich sehr wohl tun in deiner Selbstwahrnehmung.
43:38 Gavin Karlmeier
Uns fehlt einfach die Größe. Elon Musk hat übrigens so ein Q<unk>A als X-Base gemacht. Das ist nur eine kleine Geschichte, aber ich bringe sie trotzdem mit. Denn es geht um die Art und Weise, wie sie in Zukunft mit Werbung umgehen wollen. Es ist erstmal super interessant, dass Elon Musk sich dazu selber sozusagen in einen Space stellt und über Werbung auf Ex spricht, obwohl das ja in der Vergangenheit das Geschäft der CEO Linda Jaccarino war, von der wir immer noch nicht wissen, ob sie eine Nachfolgerin de facto bekommt, ob es einen Ex-CEO geben wird. Ich habe jetzt einen Verdacht, wer es wird. Und zwar hat Musk gesagt, wir sind bestrebt, Ex zur besten Werbeplattform der Welt zu machen und einer der wichtigsten Wege, dies zu erreichen, ist der Einsatz der intelligentesten KI der Welt, die in jeder Hinsicht die höchste Intelligenz aufhört. weiß, nämlich Grog. Er redet wie ihr schon wie Trump, muss man sagen. Mit der Grog-KI können wir wirklich verstehen, wie wir ein Produkt, eine Dienstleister oder eine Dienstleistung mit dem Verbraucher in Einklang bringen können mit denen, die das interessant finden. Erstmal ist das einste ein Zuckerbergs-Sprech, der gesagt hat, durch KI brauchen wir keine Werbeagenturen mehr, sondern ihr kommt mit dem Produkt, wir machen den Rest. Zum anderen sagt es aber auch aus, dass die Art und Weise, wie Werbung auf Exits platziert wird, eben komplett über KI gesteuert und geleitet werden soll. Und er plant eben einen große Offensive im Bereich der Weihnachtswerbung. Also wir werden wohl in diesem Jahr noch sehen, wie KLI-Slop auch die gesponserten Plätze auf Ex fluten wird.
44:56 Dirk von Gehlen
Und deine Prognose ist, dass genau diese KI dann auch der CEO wird?
45:01 Gavin Karlmeier
Grog wird jetzt der CEO von X.
45:03 Dirk von Gehlen
Das ist aber die KI, die selber nicht weiß, warum sie von der Firma, wo sie CEO wird, gesperrt wurde. Okay. Ja. Ja, willkommen in die nackte Kanoneweg plötzlich total seriös.
45:16 Gavin Karlmeier
Man muss aber dazu sagen, dass auch, also wäre Linda Jaccarino gesperrt worden, hätte sie wahrscheinlich auch nicht direkt gewusst, warum. Stimmt. Also das ändert sich eigentlich gar nicht so viel. Ich habe ein kleines Housekeeping übrigens zu Lynna Green und damit biegen wir auch schon so ein bisschen in die Abschlussgrade der heutigen Episode. Wir haben in der letzten Folge darüber gesprochen, dass Linda El Grino jetzt bei einem medizinischen Unternehmen anheuert und haben darüber mehrfach auch ihr Alter erwähnt. Ich will nochmal klarmachen, dass wir da nicht. . ihr Alter diskriminieren wollten, dass es auch keine Rolle spielt, ob sie 61, 71 oder 180 ist, wenn sie diese Rolle annimmt, sondern wir wollten nur sagen, dass es eine bemerkenswerte Personalie ist, unter dem Gesichts dass Linda Jaccarino in den letzten drei Jahren eben CEO, relativ zahnlose CEO von Ex Untermask war und davor eine sehr hochdotierte Position bei NBC Universal als Marketingchefin oder Werbechefin hatte. Also kurzum, dass es so ein bisschen sich schon die Frage stellt, warum man sozusagen mit abgeschlossener Vermögensbildung sich jetzt hier nochmal angreifen muss und welche Rückschlüsse das so ein bisschen auch vielleicht darauf schließen lässt, wie die letzten drei Jahre unter Mast gelaufen sind. Und dass aber auch das Unternehmen vor allem mit, ich will es ganz vorsichtig formulieren, einem gewissen gewindigen Geschäftsgebaren aufgefallen ist, weil sie eben zum Beispiel während Corona vor allem in Tests investiert haben, jetzt vor allem GLP1-Rezeptoragonisten herstellen. Also solche Produkte, die wir unter den Marken haben, Osempic oder WeGovi kennen. Also so ein bisschen ein medizinisches Unternehmen, das offenbar auf die Dinge setzt, die eben gerade ohnehin populär sind. Und wollte ich nochmal klarstellen, es ging nicht darum, wie alt sie ist, sondern es ging so ein bisschen eher um ihre Legacy, das, was sie sich in den letzten Jahren aufgebaut hat und da, wie sie sich jetzt weiter positioniert. Das hat Fragezeichen ausgelöst, nicht wie alt sie ist.
47:01 Dirk von Gehlen
Klingt alles top seriös.
47:03 Gavin Karlmeier
Ja, ne? Ja. Und ein anderes Housekeeping. Ich habe letztes Mal gesagt, dass ich und ich habe unterstellt, dass es keine Fälle gab, in denen. Leute in universitären Arbeiten keinen Punktabzug bekommen haben, weil sie nicht gegendert hätten. Tatsächlich gab es solche Geschichten zum Beispiel aus Kassel, wurde im Discord WW Haken dran, wir haben einen großen Discord. mit vielen Leuten, die hier sozusagen gleichzeitig die Abschlussredaktion für diesen Podcast übernehmen. Da gab es tatsächlich solche Geschichten, deswegen das wollte ich mir einmal richtig stellen für die, die es gehört haben und sich gewundert haben. So, und damit sind wir durch für heute.
47:37 Dirk von Gehlen
Top, es hat mir wie immer große Freude gemacht. Ich möchte nochmal meiner Bewunderung Ausdruck verleihen, wie mit welcher. Akribie, du immer noch mit Elon Musk beschäftigt bist und trotzdem gute Laune behältst. Respekt, mein Lieber.
47:53 Gavin Karlmeier
Aber du hast vielleicht auch gemerkt, wir haben ja hier angekündigt, dass wir die ganzen Musk-Sachen so ein bisschen bündeln, ans Ende setzen und so ein bisschen versuchen. von diesem starken Covern zu lösen, weil es einfach auch wahnsinnig Mürbe macht. Manchmal gibt es so Geschichten, die passen natürlich dazu, aber wir wollen doch ein bisschen stärker auf diese Social Media Geschichten schauen, weil das unser Kern ist. Trotzdem Hey, wir haben damit angefangen. Wir lassen den Mann nicht vom Haken, bis er absolut selber vom Haken lässt. Haken dran heißt nicht umhaken. Superschön, dass du da warst. Für alle, die diese Folge hier versucht haben, bei YouTube zu gucken, aus technischen Gründen gab es diese, die letzte und die nächste Folge. Nicht als Video. Das werden wir aber, das wird sich aus technischen Gründen bald auch wieder auflösen. Es liegt so ein bisschen an dem Ort, an dem ich mich befinde, auf einem Marktplatz in Italien. Ist aber beim nächsten Mal alles besser. Vielen Dank, dass du da wirst, Dirk, und ich freue mich, wenn du bald wiederkommst.
48:46 Dirk von Gehlen
Sehr gerne Ich möchte allen, die dich jetzt nicht sehen konnten, ich habe dich ja kurz gesehen, Gavin sieht super aus, sehr erholt und sehr gut gelaunt. Ihr müsst euch in bester Gesundheit und bester Laune vorstellen, jetzt für diesen Podcast.
49:00 Gavin Karlmeier
So ist es.
49:00 Dirk von Gehlen
Bald ist er dann auch wieder genau so zu sehen. Vielen Dank, dass ich zu Gast sein durfte auf deinem Marktplatz in Italien.
49:06 Gavin Karlmeier
Sehr gerne, bald wieder und mach's gut. Alle, die bisher zugehört haben, vielen Dank fürs Zuhören. Wir hören uns wieder am Freitag. Dann mit Finn Kröger, der war auch über ein Jahr nicht mehr hier. Freue ich mich mega drauf. Den kennen wir von Superlativ und das wird ganz schön, dass der mal wieder kommt. Also hier ist im Moment viel los bei Haken dran. Ich freue mich Macht's gut, trinkt genug Wasser, ist warm.
49:28 Speaker 4
Sehr gut. Bis dann, ciao, ciao. Ciao.