Die Verbote für junge Menschen lassen uns keine Ruhe – und die Politik auch nicht. Allerdings sieht es ganz danach aus, als würde die Wege zu einem Verbot auch auf Gesetzesebene gar nicht so unkompliziert werden.
Außerdem haben wir ein weiteres Kapitel in der Erzählung um den Datenschutzskandal der Tea-App – und diesmal sind die Männer dran. Denn die männliche Kopie “TeaForHer” hat nicht nur die Funktionen von Tea kopiert – sondern auch ihren fahrlässigen Umgang mit sensiblen Informationen.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Fynn!
- Ist ein Social-Media-Verbot für Jugendliche überhaupt machbar?
- Leopoldina dazu
- Postbank-Studie dazu
- Männer-Variante von “Tea”, "TeaOnHer" kopiert alles vom Original – auch die Datenschutzkatastrophen
- Social-Media-Abstinenzen
- Meta AI empfiehlt Signal
- Elon Musk vs. Sam Altman
- Threads mit Nutzerrekord
- Meta sperrt schon wieder
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Finn, hallo Gavin Bei mir ist heute Finn Kröger. Er ist Redakteur beim NDR. Man kennt ihn im Internet vor allem als Teil von Ultralativ. Und er hat seit einigen Monaten wieder einen Podcast mit dem Namen Morgengrauen und er war vor allem. Über ein Jahr nicht mehr hier. Und das ist ein Riesenjammer, weil als du letztes Mal hier warst, habe ich so richtig schön deine Wutrezeptoren im Gehirn angezapft. Ja. Also da kamen richtig Gefühle durch.
00:31 Fynn Kröger
Das ist richtig. Und seitdem haben sie sich nicht wieder abgekühlt. Also es ist permanent wütend und hab so vor mich hingehasst.
00:40 Gavin Karlmeier
Das ist gut, wir gucken, ob wir es heute vielleicht auffangen können. Vielleicht schließt sich heute der Kreis, ansonsten muss es einfach jetzt häufiger vorbeikommen. Das ist ja vielleicht auch eine Maßnahme.
00:48 Fynn Kröger
Warum nicht, ja.
00:51 Gavin Karlmeier
Ich muss auch kurz was zu unseren zu den widrigen Bedingungen erzählen, unter denen wir das ja aufnehmen. Also für die, die den Podcast die ganze Zeit begleitet gehört haben, haben mitbekommen, dass ich hier in einer italienischen Kleinstadt bin. bin und es bislang Herausforderungen gab, diese stabile Internetverbindung zwischen Gast und mir herzustellen. Heute ist es ein Klimax erreicht, das war überhaupt nicht möglich. Was bedeutet, dass ich jetzt gerade hier auf demselben Platz sitze wie in den letzten Jahren Aber ich habe ein Telefon am Ohr, mit dem wir beide telefonieren, und ein Mikrofon in der Hand und ein Laptop auf dem Schoß. Und ich glaube, für alle Menschen, die hier vorbeigehen, bin ich ein Außerirdischer.
01:24 Fynn Kröger
Fehlt eigentlich nur noch der Matchalatte und der Labubu und dann bist du mega hip.
01:30 Gavin Karlmeier
Meinst du, das ist jetzt der Trend, dass man so wirklich. Ich fühle mich so ein bisschen wie in den 20ern, weil ich den höre am Ohr, aber das Mikrofon in der Hand habe, wie diese alten Fernsprecher?
01:39 Fynn Kröger
Ja, stimmt, richtig. Die sind aber geil gewesen.
01:43 Gavin Karlmeier
Ja, die sind richtig. Das hätte ich gerne Flylift. Vielleicht wird das das neue Labubo. Vor allem, wenn wir gehen direkt in die Themen, wir gehen direkt rein, weil wir haben so ein Thema und ich glaube, da habe ich direkt bei dir auch Emotionen im Körper gefunden. so auf Ferndiagnose. Und zwar diskutieren wir die ganze Zeit ja sehr viel darüber, was machen wir eigentlich. Also die Politik diskutiert darüber, die Gesellschaft diskutiert darüber, die Unternehmen diskutieren darüber. Social Media Verbot für junge Menschen in Deutschland, ja oder nein? Das ist die spannende Frage. Kurz mal abgefragt, wie so deine Emotionen?
02:19 Fynn Kröger
Also halte ich für eine relevante Diskussion. Ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt der Weisheitletzter Schluss ist, weil Verbote Sachen ja auch immer so ein bisschen attraktiver machen. Und so ein bisschen, also Leute, die da sowieso schon drin verfangen sind, dadurch auch nicht weiter rauskommen. So ein bisschen so wie mit diesen Abschreckbildern auf den Zigarettenpackungen. Die Raucher, die richtig geraucht haben, haben die denn als Sammelbilder wahrgenommen. Das kann da eventuell auch der Fall sein, aber es ist auf jeden Fall eine Diskussion, die ich gerne zulassen würde, weil ich sie für relevant halte. Das ist jetzt keine. . Dahergelaberte Sache im Sinne von irgend so ein Ablenkungsmanöver für irgendwas, sondern ich halte das schon für richtig relevant.
03:01 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das Rauchbeispiel finde ich interessant, weil vor allem, wenn du dir dann anschaust, wie andere Länder das machen. Ich glaube, es ist Neuseeland, wo es ja der Fall ist, dass du einfach ein Geburtsjahr hast, ab dem du keine Zigaretten mehr kaufen kannst. Ich weiß nicht, ob es jetzt sagen wird, 2005 ist oder so. Alle Menschen, die nach 2005 geboren sind, werden niemals Zigaretten kaufen dürfen.
03:19 Fynn Kröger
So wie das Renteneintrittsalter gibt es auch das Rauchaustrittsalter.
03:24 Gavin Karlmeier
Oder naja, nicht den Jahrgang da. Und wir aber natürlich auch darüber diskutieren, dass, naja, nur weil junge Menschen jetzt sich trotzdem Zigaretten und Alkohol beschaffen können sollte man es ihnen nicht einfach pauschal erlauben. Das spielt natürlich auch eine Rolle. Aber die Diskussion ist gerade wirklich heiß in Deutschland. Also wir haben zuletzt über Jem Öztemir gesprochen, der da sich sehr klar positioniert hat. Karin Prien hat eine Meinung dazu, unsere Familienministerin, Stefanie Hubig, die Justizministerin, Carsten Wildberger, Digitalminister, alle haben eine Meinung und die alle sagen, ja, wir finden das eigentlich ganz gut. Netzpolitik hat da jetzt eine relativ große Recherche mal zu aufgeschlagen und vor allem sich dabei auf Aussagen des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags betrachten. weil der wissenschaftliche Dienst des Bundestages mal analysiert hat, ob das rechtlich in Deutschland eigentlich möglich wäre. Und die Antwort ist, wie so häufig. . . Naja, denn auf der einen Seite sagt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, dass der DSA ein Gesetzespaket, über das wir extrem viel gesprochen haben und das eben. . die sozialen, die Plattformen und Anbieter von sozialen Medien ja eigentlich sehr stark in die Pflicht in vielerlei Hinsicht nimmt, dass der DSA ein sogenanntes vollharmonisierendes Gesetz ist. Bedeutet also Alle Mitgliedstaaten der EU dürfen keine eigenen Gesetze abschließen, die in das Gehege des DSA rücken würden. Wir haben ähnliche Diskussionen bei der DSGVO schon mal geführt. Bedeutet hier also. Die EU sagt eigentlich, nee, es gibt Anwendungsvorrang des EU-Rechtes, ihr könnt da jetzt kein eigenes Gesetz machen. Was interessant ist, weil die EU-Kommission vor einigen Wochen selber noch gesagt hat, dass sie kein pauschales Jugendeinschränkungen für soziale Medien haben wollen. Das müssen die Länder noch beziehen. selber klären, offenbar wohlwissend, dass die eigenen Länder dazu gar keine rechtliche Handhabe haben.
05:11 Fynn Kröger
Bambooselt. Großartig.
05:14 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Es gibt dann noch eine zweite Hürde, nämlich die E-Commerce-Richtlinie. Und das ist die Richtlinie, die wir aber auch so ein bisschen häufiger erlebt haben, denn in diesem Gesetz gibt es das Herkunftsland. Herkunftslandprinzip, mein Gott. Und das ist nämlich das Gesetz, das zum Beispiel die Unternehmen dazu zwingt oder unter die rechtlichen Bedingungen des Landes stellt, indem sie eben ihren steuerlichen Sitz haben. Das ist für die Social Media Plattformen sehr häufig Irland. Bedeutet aber auch, dass Deutschland da jetzt nicht andere Regeln für diese Plattform vorschreiben kann, die eben nur in Deutschland gelten, solange sie sich in der EU bewegen. Also vielleicht brauchen wir doch den Dexit, wenn wir diesen Jugendschutz so durchdrücken wollen, wie es hier verstanden ist.
05:54 Fynn Kröger
Ja, oder ein besseres Europaparlament.
05:58 Gavin Karlmeier
Ja, oder das? Es gibt wohl, das sagt der Wissenschaftliche Dienst auch, ein Gesetz, mit dem es ein bisschen anders aussieht, nämlich das AVMDRL. Das ist die Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste. Wir machen heute ein Deep Dive in Gesetze, ist auch mal schön. Und zwar. . Darf das AVMDRL durchaus eigene Regeln festlegen, vor allem wenn es um Jugendschutz geht? Und das Spannende ist, dass diese Richtlinie älter ist als die DSA und deswegen auch durchaus Möglichkeiten bietet. Das Problem ist, das betrifft nur Videosharing-Plattformen, also YouTube oder Anbieter für Pornografie, aber Fotografien oder Bilderplattformen. Plattformen dürften darunter eben nicht fallen.
06:39 Fynn Kröger
Aber sowas wie TikTok dann ja theoretisch auch, auch wenn es das damals dann noch nicht gab.
06:44 Gavin Karlmeier
Ja, so würde ich das auch verstehen. Es ist also mal wie immer ein totales Chaos.
06:49 Fynn Kröger
Ja, überraschend. Hätte ich jetzt gar nicht gedacht, es gibt ein Gesetz, was einfach sagt, ja, wenn ihr keinen Bock mehr auf Social Media habt, dann schafft es einfach ab. Aber. Ja, dass das eine Tortur wird, das ist ja eigentlich klar. Also wenn es nicht an Behebigkeit in der Gesellschaft scheitert, dann wahrscheinlich an Behebigkeit innerhalb des Gesetzapparats.
07:10 Gavin Karlmeier
Ja, und also wir haben das ja bei der Cannabis-Legalisierung gesehen, was für eine Hirnwindungen das dann am Ende genommen hat, um das irgendwie EU-konform tatsächlich nach Deutschland zu bringen. Und jetzt gibt es solche so halbgare Möglichkeiten, wie du halt durchaus legal Cannabis konsumieren darfst so ausgesetzt. Du hast es idealerweise selber angebaut, bist Mitglied in einem Club und kennst auch noch den Gesundheitsminister persönlich. Das ist natürlich ein bisschen ein bisschen undankbar, weil das am Ende keine klare Rechtslage weder für Unternehmen noch für Eltern noch für NutzerInnenschaft.
07:42 Fynn Kröger
Das ist richtig, ich habe da ehrlich gesagt nicht so, also ich habe. . . Wederhoffnung in der in der Generierung eines Gesetzes, was das irgendwie auf eine. Erfüllender Art und Weise umsetzt, noch auf wirklich ertragreiche Früchte, die dieses Gesetz wirklich gesellschaftlich hervorbringen würde. Das heißt, auch wenn das hier nicht die dafür passende Rubrik ist, die in mir vorherrschende Emotion ist Resignation.
08:16 Gavin Karlmeier
Ja, das ist leider häufig die erste Emotion, die wir bei unseren Themen irgendwie auslösen. Ich nehme jetzt mal die Optimismusrolle hier ein. Vorausgesetzt, es wäre nicht so eine Hirnwindung. Vorausgesetzt, es wäre möglich, so ein Gesetz an den Staat zu bringen. Vorausgesetzt, es gibt auch eine einhellige Meinung, dass wir tatsächlich damit eine Verbesserung in die Gesellschaft bringen. Das nicht bedeutet, 100% der Menschen unter 16 nutzen kein Social Media mehr. Das ist, glaube ich, unrealistisch. Aber zumindest eine Richtlinie, eine Regulierung, die am Ende die Unternehmen, die Plattformen dazu zwingt, Jugendschutz auf diese Plattform zu bringen, dass sich 15-Jährige dort nicht ohne weiteres radikalisieren können, weil sich am Ende niemand darum kümmert. Dann wäre ich der Erste, der sich dafür einsetzen würde und der sagt, hey, let's do it, ist doch sinnvoll. Bisher sind allerdings viele Punkte gefallen in dieser ganzen Debatte, über denen ich dir zustimmen würde.
09:19 Fynn Kröger
Aber worin ich Hoffnung habe, das war jetzt Australien ja, glaube ich, zuletzt, die diesen Schritt gemacht haben. Da einfach regelmäßig hinzugucken und zu schauen, was sich tut, weil ich jetzt vor ein paar Tagen, glaube ich, auch von dieser dann doch ja sehr hohen Resistenz der Finnen, also der Finnländer, gehört habt, gegenüber so Falschinformationen und Fakes und deren allgemeiner Media Literacy, weil die das im Bildungssystem verankert haben. Und das sind so Sachen, die vielleicht ist das so eine Leuchtturmsache, wo man immer mal wieder hinzeigen kann, um zu zeigen, es geht irgendwie ja doch.
09:56 Gavin Karlmeier
Ja, und dazu muss es diesen Willen aber auch geben. Also ich habe hier das in der letzten Folge schon mal so im Nebensatz erwähnt. Ich habe früher ganz viel so Bildungsarbeit, Medienkompetenztrainings in Schulen gemacht und die Förderungen dafür sind dann einfach rausgelaufen, nicht verlängert worden. Und weiß auch von anderen, dass es. . Dass ich nicht der Einzige bin, der dieses Problem hat. Das heißt, die Lehrpläne bieten nicht den Platz dafür, dass du diese Medienkompetenz bislang in die Schulen bringst Die Projekte, die von Dritten gemacht werden, auf eigene Tasche, häufig auf eigenen Aufwand, auf Fördergelder, auch auf Spendenbasis. Die werden auch immer schwieriger, in diese Schulen zu bringen. Die Nachfrage dafür ist nicht so groß. Es ist leider an allen Ecken und Enden ein wahnsinnig frustrierendes Spiel.
10:35 Fynn Kröger
Ja, und das ist also, wenn du das über so, das habe ich auch ein, zwei Mal gemacht. In so Schulen zu gehen und dann so ein bisschen zu erzählen, das ist natürlich im Verhältnis zu der Menge an medialen Impressionen, die auf diese Schüler so einprasseln, einen Tropfen auf dem heißen Stein, was du da auslöst. Also du kannst sagen, ja, KI ist manchmal auch ein bisschen Quatsch und zwei Tage später ist dann wieder Tralalero Tralala und dann ist alles wieder weggeblasen.
11:04 Gavin Karlmeier
Ja, dann kommt GPT 5 und dann fragen wir trotzdem ChatGPT, wie das Wetter ist. Ja, um Gottes Willen. Wer hat dann gerade bei mir geklingelt? Wurde bei dir gerade geklingelt?
11:15 Fynn Kröger
Nein, ich habe Frage ChatGPT, wer gerade bei mir geklingelt hat.
11:20 Gavin Karlmeier
Ja, genau so, genau so was. Um aber an diese Diskussion noch so einen weiteren Gedanken mit anzuheften. Die Leopoldiner. Ehrlicherweise, ich habe das schon tausendmal gehört, ich musste trotzdem googeln, was es ist. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands mit Sitz in Halle an der Saale. Und berät Politik und Gesellschaft in wissenschaftlichen Fragen und vertritt die Perspektive der Wissenschaft in internationalen Gremien. Und Leopoldina spricht sich tatsächlich auch für ein solches Verbot für Jugendliche aus. Sie sagen aber, Sie wollen ein Verbot von Social Media Accounts für Kinder unter 13, was nach den Nutzungsbedingungen der sozialen Plattformen bislang sowieso ohnehin der Fall wäre. Das heißt, sie fordern eigentlich nur, dass Diese Richtlinien auch umgesetzt werden. Sie haben aber auch gesagt, Ihr Vorschlag ist, Eltern aktiv in die Social Media Nutzung ihre Kinder mit einzubinden. Was ich einen sehr guten Vorschlag finde, was aber schwierig durchzusetzen ist natürlich.
12:14 Fynn Kröger
Ja, durchsetzen sowieso. Du kannst jetzt Eltern ja nicht dazu verpflichten, sich mit den Kindern irgendwie gemeinsam TikToks anzugucken. Aber man kann ja irgendwie so Sachen vorleben oder. Also ich weiß jetzt nicht, ob die das können, aber an und für sich ist das eine Sache, die Eltern in meinem Freundeskreis, die das machen, mit großem Erfolg machen. Also das Gefühl haben, dass es sehr wichtig ist, tun.
12:42 Gavin Karlmeier
Mhm. Ich glaube auch, dass es richtig ist und nutzt. Das Dilemma ist so ein bisschen, das sagen wir jetzt als medienkompetente Menschen und wir können nicht von allen Menschen eine ähnliche Medienkompetenz erwarten, vor allem nicht Leute, die seit 30, 40, 50 Jahren sich eben nicht damit kritisch auseinandergesetzt haben, die eben. einen völlig anderen Weg eingeschlagen haben, andere Interessen haben. Wir müssen von denen nicht erwarten, dass sie eine ähnliche Medienkompetenz aufbauen, glaube ich, sondern wir müssen gesellschaftlich den Rahmen fassen, dass alle Menschen diese Medienkompetenz relativ minimal invasiv aufbauen können.
13:17 Fynn Kröger
Ja, das Problem ist so ein bisschen mit der Geschwindigkeit dieser Branche und auch der Welt insgesamt ist es, glaube ich, annähernd ein Fulltime-Job.
13:25 Gavin Karlmeier
Mhm. Ich würde sagen, da hast du recht. Ja. Und ich habe noch eine Facette zu diesem Thema. Denn es ist die, das ist keine Werbung, die Studie heißt so, die Postbank Digitalstudie 2020 erschienen. Sponsert bei Red Bull. Ganz genau. Und die haben Eltern dazu befragt, wie sie zur Social Media-Nutzung ihrer Kinder stehen. Und das Interessante, und das finde ich tatsächlich eine ganz tolle Perspektive, die haben die Befragten in zwei Gruppen aufgeteilt. nämlich in die Digital Natives, also die Eltern unter 40 und die Digital Immigrants, die Eltern über 40. Und das interessante ist, dass das Ergebnis dieser Studie sagt, Digital Natives zeigen sich strenger, wenn es um die Handynutzung vor dem Schlafen gehen geht zum Beispiel. Also von den Eltern unter 39 sind 36 Prozent dagegen, dass das Telefon vor der Schlafenzeit der Kinder genutzt werden darf oder der Jugendlichen. 40% der Digital Natives schränken die Nutzungszeiten pro Tag häufiger ein. Und das ist bei den jüngeren Eltern eben weniger der Fall. Da sind es nur 26% bei der Handynutzung vor dem Schlafengehen und nur 28% bei der Nutzungszeiteinschränkung am Tag. Also finde ich tatsächlich, dass die Leute, die offenbar per Definition mehr Zeit mit Telefonen verbracht haben, ihre Kinder eher dafür schützen wollen, als die, die es. . Eher weniger getan haben.
14:46 Fynn Kröger
Ja, es ist so ein bisschen, ich bin mir ganz unsicher, ob das eine Sache ist, die ich mich jetzt überrascht oder nicht. Weil es gibt ja dann doch dieses Vorurteil, was ich jetzt in Ansätzen bestätigt sehe, dass diese Digital Immigrants Vermehrt ja dann auch so Boomer und die, die unmittelbar danach kamen. Diejenigen sind, die immer davor gewarnt haben, im Internet kannst du nichts löschen und da musst du aufpassen, worauf du klickst und alles Mögliche und das ist alles böse böse. Aber dann diejenigen sind, die selbst in die offensichtlichsten Fallen hineintreten, geschweige denn halt die geringste Medienkompetenz aufweisen. Und das sehe ich da auch so ein bisschen drin.
15:26 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Es ist natürlich immer schwierig, so eine ganze Generation irgendwie zusammenzulegen. Vor allem finde ich auch schwierig, auch das muss man mal dazu sagen, dass nicht, also ich würde die Grenze zwischen Digital Natives und Digital Immigrants nicht bei 40 ziehen. Weil ich bin 36. und bin in eine Welt gewachsen, in der es zwar viele Dinge im Internet gerade erst entstanden sind, aber die jetzt auch nicht so war, dass ich quasi der Erfinder des Internets bin. Also dass wenn ich mir so Leute angucke, die so. Alterstechnisch meine großen Brüder sein können, die haben eine ähnliche Digitalkompetenz entwickelt. . Ich glaube, die Grenze verläuft schon, wenn du es unbedingt im Alter irgendwo ziehen willst, eher weiter oben als bei 40.
16:06 Fynn Kröger
Ich hätte jetzt gerne im Gegensatz eine Digitalstudie, die Kinder zu dem Social Media Verhalten ihrer Eltern befragen.
16:15 Gavin Karlmeier
Oh, das wäre toll. Ja, können wir ja mal bei der Postbank nachfragen, ob sie das nicht vielleicht nächstes Jahr mitnehmen wollen. Ja, Mensch.
16:22 Fynn Kröger
Das von den Zinsen sind bestimmt noch Geld übrig.
16:27 Gavin Karlmeier
Ein ganz anderes Thema, aber ein Thema, das, also das ist ein bisschen the gift that keeps on giving, diese Geschichte. Wir haben hier vor einiger Zeit über die AppT gesprochen. Eine App, bei der Frauen sich gegenseitig vor Männern wahren konnten und vor Red Flags bei Männern, die sie daten wahren konnten. Und teilweise kam dann darüber raus, dass, oh, ich date einen Mann, oh, du bist mit ihm verheiratet, dann haben sich die Frauen darüber ausgetauscht und konnten so gemeinsam. . eben darüber sprechen und auch vor den Gefahren des Datings warnen. Wir haben aber auch darüber gesprochen, dass diese App komplett vibe-coded war, bedeutet also größtenteils mit KI entwickelt, bedeutet auch kaum mit Datenschutz oder kaum Datenschutz eingebracht worden. Es gab schon zwei Leaks in dieser App, nämlich zum einen die Personalausweise, die fotografiert wurden, um sich zu verifizieren oder die Führerscheine, die dann im 4chan-Board entsprechend auch als Google Map direkt gesammelt wurden, wo die Nutzerinnen von T eben alle gemeldet sind und aufzufinden sind. Und in einem zweiten Leak die Privatnachrichten der Frauen, die sich dort eben ausgetauscht haben, teilweise sogar über Abtreibungen und sehr, sehr intime Details, die sie eben über diese App einfach ausgetauscht haben. Also wir haben auch da Davor gewarnt, diese App zu benutzen und gesagt, die ist ein Datenschutzrisiko, egal was sie darüber verbreitet ist, ist quasi öffentlich im Internet. Das hat die Männerwelt nicht davor abgehalten, nicht davon abgehalten. eine Art Retourkutsche zu installieren. Denn seit einiger Zeit gibt es auch die App Tea on Her, eine Art Männerkopie, bei der Männer sich gegenseitig vor Frauen wahren sollen und darüber eben auch persönliche Daten teilen, indem sie sich in der Kinder. sie eben sagen, ich habe diese Frau getroffen und vorsichtbar dieser Person. Also eine Geschichte, also die eine App haben wir hier schon sehr als sehr kritisch angesehen, weil sie eben auch im Kern schon nicht ganz datenschutzrechtlich unbedenklich ist. die Männer Ritourkutsche entsprechend gibt, kriegt man natürlich genauso einen am Kopf, wie wir im Ruhrgebiet sagen. Trotzdem, diese beiden Apps belegen im US-App Store mitunter Platz 2 und 3, sind also sehr beliebt. Aber Tea on Her hat eben nicht nur die Idee von Tea kopiert, dass man eben die Red Flags des anderen Geschlechtes darüber austauschen kann, sondern auch. . den fahrlässigen Umgang mit Datenschutz. Denn auch hier ist es jetzt passiert, dass offenbar öffentlich auf den Servern von Tea on Her, der Männerversion von T, Personalausweise auffindbar waren, Nutzerdaten auffindbar waren, E-Mail-Adressen auffindbar waren, ohne dass man größeren Auffindung.
18:59 Fynn Kröger
Ja, das ist doch alles so schlecht. Also erstmal natürlich so diese prekäre Situation, in der sich Natürlich vermehrt Frauen befinden einfach zu kopieren und zu sagen, ja, wir Männer sind ganz genau, wir machen das jetzt selber, aber dann. Ich habe auch große Mühe, in meinem Umkreis zu erklären, dass man mit KI nicht coden kann. Also du kannst vielleicht einen Splash-Screen irgendwie eine, du kannst einen. . Frontend HTML-Webseitenkram bauen, aber alles, was sozusagen irgendwie darunterliegend insbesondere mit Sicherheit zu tun hat und so weiter. Aber es ist halt dieses Versprechen von irgendwie schnell und halt möglichst, ohne dass das eigene Gehirn dabei wehtut, zum Erfolg zu kommen. Selbst wenn's. Nicht wirklich funktioniert, aber auch nur so scheint, das ist halt einfach zu verheißungsvoll.
19:55 Gavin Karlmeier
Ja Und vor allem, also das ist der eine Punkt. Das andere ist aber das Problem, dass du das der App ja auch nicht ansiehst. Vorher sollst du wissen, dass sie weit kommt.
20:05 Fynn Kröger
Kann ja nicht ins Backend gucken, klar.
20:07 Gavin Karlmeier
Genau. Theoretisch nicht und jetzt schöne Überleitung. Bei T On Herr kannst du das schon. TechCrunch hat nämlich dieses Sicherheitsproblem in dieser App. selber jetzt komplett auch dokumentiert und aufgeschrieben und haben gesagt, wo eigentlich genau das Problem lag. Das Problem lag darin, dass sie, also sie haben zwei Minuten gebraucht, um eine API-Schnittstelle in dieser App zu finden. Und zwar auf dem Weg, dass sie im App-Store geschaut haben, wo liegt eigentlich Hier der Disclaimer und die Nutzungsbedingungen auf welchem Server, weil Sie haben keine Domain und keine Informationen über diese App gefunden. Da haben sie dann in der Tat eine Domain gefunden Und haben dort auch direkt angeschaut, welche öffentlichen Server-Einträge gibt es hier eigentlich, welche Subdomains liegen eigentlich an dieser Domain tonhear. com und haben eine einzige Subdomain gefunden mit dem Namen appserver. tonher. com. Und wenn du das öffnest, landest du auf der Landingpage für die API. Bei der du alle möglichen Informationen findest und ein Admin-Panel für T-on-Her. Und es geht noch weiter. Du findest auch in dieser AP Landing Page eine KI-generierte Dokumentation. Dieser AP. Und diese KI-generierte Dokumentation hat natürlich auf Grundlage des Source-Codes der App alle Funktionen dieser API dokumentiert. Hat aber gleichzeitig auch gezeigt, welche dieser Funktionen eben keinerlei Authentifizierungsverfahren zuvor benötigen. Und dazu gehört zum Beispiel das Abrufen von Auswärtsdokumenten von Benutzern. Kommentare moderieren, neue Benutzer erstellen und so weiter und so weiter. Das heißt, du hast direkt auf dem Server eine Dokumentation gefunden, wie du an sensible Daten rankommst, ohne auch nur ein einziges Mal einen Nutzernamen oder ein Passwort eingeben zu müssen. Und wie gesagt, die TechCrunch-Redakteure haben dafür, wie sie selber schreiben, zwei Minuten gebraucht und nicht einmal die App installiert.
21:53 Fynn Kröger
Also es ist nicht mal so, dass das Dass die Systemarchitektur mit so gehörig viel Schlampigkeit irgendwie erstellt wurde, sondern zusätzlich dazu. Hat man mit der KI auch noch eine Anleitung gemacht, wie man möglichst viel Schaden mit diesen Daten anrichten kann. Es ist nicht mal nur, es ist nicht mal nur Stillstand, sondern es ist sogar so ein Schritt ins Negative.
22:17 Gavin Karlmeier
Das ist ein Minus eins. Ganz genau, es gibt noch minus 2. Denn diese abgelegten Führerscheine, amtliche Ausweise und safigste Nutzer, die lagen jetzt nicht etwa auf dem eigenen Server. sondern die lagen auf einem öffentlich zugänglichen S3 Amazon Cloud Server. Das heißt, du brauchtest nur die Domain und konntest alles abrufen. Diese Domain hast du über diese API natürlich bekommen, hast dann also eine Liste bekommen mit Ganz, ganz vielen öffentlich gehosteten Führerscheinen und Personalausweisen der Nutzer von T-Onhör Oh Gott, Alter. Ja.
22:54 Fynn Kröger
Also, du machst diesen Podcast ja häufiger als ich.
22:58 Gavin Karlmeier
Wohl wahr?
22:59 Fynn Kröger
Hast du das Gefühl, dass das mittlerweile häufiger passiert? Weil ich habe auf dem Weg. zurück von meinem Urlaub den 404 Media Podcast gehört und da das erste Mal in größerem Umfang von diesem Chat-GPT Chat-Leak erfahren, also mit diesen Sachen, die dann geteilt wurden und dadurch in der Google-Suche auftauchten und sowas. Und irgendwie habe ich so das Gefühl, mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass sowas passiert.
23:25 Gavin Karlmeier
Ja, wir hatten bei der Meta KI ja genau dasselbe. Also Meta AI hat ja in den USA als eigene App inzwischen gestartet und dort hast du eine Art Social Feed, bei der du deine Chatprompts teilen kannst und auch die Ergebnisse mit deinen Freundinnen und Freunden teilen kannst. Und da haben wir auch darüber gesprochen, dass viele Leute sehr fahrlässig darüber diese Inhalte geteilt haben. Im Chat-GPT-Fall war das ja auch so, dass offenbar die Leute schon irgendwie auf eine Art auch selber geteilt haben, auch wenn sie sich nicht ganz darüber im Klaren waren, was sie dort tun. Wir haben über die Instagram Maps in den letzten Tagen hier gesprochen, eine Funktion, bei der du deinen Standort live in Instagram teilen kannst. Auch das haben viele Leute auf auch fahrlässig genutzt und ich glaube das ist eine wechselwirkung aus die anbieter und die plattformen bauen dark patterns und verleiten nutzerInnen dazu sich selber datenschutzschädlich zu verhalten. Und den Nutzerinnen und Nutzern ist es häufig dann aber auch, glaube ich, häufig zu anstrengend, sich tiefer damit auseinanderzusetzen. Zum Beispiel, wo ich jetzt meinen Personalausweis hochlade. Jetzt gerade gibt es die Meldung, die haben wir jetzt heute nicht im Podcast, aber dass in zwei Bundesstaaten ein sehr striktes Gesetz zur Identifikationsverifikation kommen sollen in den USA. Die eigentlich dazu zwingt, dass du für nahezu jede Website dich einmal beim Registrieren mit dem Personalausweis verifizieren musst. Bei Spotify gibt es in einzelnen Bundesstaaten schon genau dieses Verfahren. In Großbritannien hast du es bei allen Plattformen, die FSK 18-Inhalte ausge anbieten. Und das ist natürlich ein Riesenproblem, weil das Tür und Tor für irgendwelche Nutznießer öffnet, die das Ganze irgendwie schädlich missbrauchen wollen. Und wenn du diese ganzen Wechselwirkungen zusammenbringst, muss man sagen, ja, es wird alles immer schlimmer.
25:09 Fynn Kröger
Ja, das war ja ein beruhigendes Fazit. Als Gemini noch Barities ist es auch mal passiert, dass relativ viele von diesen Chats im ClearWeb bzw. in der Google-Suche dann aufgetaucht sind. Und ja, es ist irgendwie. Also es sammeln sich sehr viele Punkte an, bei denen ich das Gefühl habe, ist es das überhaupt wert? Muss es sein?
25:37 Gavin Karlmeier
Ich also es ist ein schwieriges Thema, weil ich habe da letztens drüber nachgedacht, als es um das Coldplay-Thema ging. Und hab darüber nachgedacht, das ist dann für jetzt drei drei Dinge weg, drei Wege weg, aber ist nicht schlimm, glaube ich. Ob wir uns als Gesellschaft auch so gewandelt haben, ob Mark Zuckerberg 2010 recht hatte, als er gesagt hat, wir sind eigentlich Post-Privacy und der Das Zeitalter des Datenschutzes ist vorbei. Weil wenn du an 2010 denkst und wie in Deutschland Schlangen vor den Bürgerämtern waren, vor den Rathäusern. weil Leute Einspruch eingelegt haben, dass ihr Haus auf Google Street View zu sehen war. . Und jetzt sind wir 15 Jahre später und Leute laden eine Vorder- und Rückseite von ihrem Personalausweis auf einer Webseite hoch, die sie eigentlich gar nicht kennen. weil das einfach nur ein Service ist, den jetzt gerade eben welche Plattform auch immer nutzt, um dich zu verifizieren Wenn wir über diesen Dienst sprechen, 23and Meet, bei dem du so deine auf Gengrundlage deine Vorfahren sozusagen identifizieren lassen kannst und dann so Geschichten hören, dass das Unternehmen insolvent ist und die ganzen gespeicherten DNA. Daten mit in die Insolvenzmasse gehen und verkauft werden. Ich glaube, man kann nur entweder wirklich so werden, dass du anfängst, die WLAN-Antennen abzuklipsen und alles noch kabelbasiert zu machen und eigentlich gar nicht mehr drahtlos zu kommunizieren. Oder du musst Kompromisse eingehen, bei denen du sagst, es muss Dinge geben, an denen es mir egaler ist, weil ich sonst nicht mehr am gesellschaftlichen Leben partizipieren kann. Das ist halt eine ganz bittere Erkenntnis, weil das so ein bisschen. Das ist Resignation, ne?
27:12 Fynn Kröger
Ja, beziehungsweise es ist so eine Zermürbungstaktik, glaube ich. Also bei Google Maps bzw. bei Google Street View war das noch so ein Novum, das war dann die eigene Haustür. Man hat es selber nicht ins Internet gestellt, sondern andere haben das fotografiert und dann ins Internet gestellt und dann hat man sich da auch irgendwelche mit Sicherheit auch übertriebene Schreckenszenarien ausgedacht. Und so. 2010 mit Mark Zuckerberg ist vielleicht auch so eine gewisse Form von selbsterfüllender Prophezeiung, weil wenn man natürlich immer weiter den Weg geht im Sinne von, ja, wenn ihr Datenschutz wollt, dann müsst ihr aber selber was machen. dann ist das natürlich eine Sache, die mehr und mehr Trägheit entwickelt, sodass es die Leute dann vermehrt einfach lassen. Ja, also natürlich ist es so eine Art Spektrum, also Natürlich kann ich mich jetzt hier komplett irgendwie in mein Haus mit Blei verkleiden und hoffen, dass irgendwie kein Funke mehr hier reinkommt. Aber es ist, glaube ich, schon so eine Abwägungssache, an welchen gesellschaftlichen Märkten von Social Media will ich noch teilhaben und wo nicht? Weil ich zum Beispiel über die letzten jetzt fast drei Jahre einfach entschieden hab, dass ich Social Media wirklich extrem uninteressant finde. Bis auf diese zwei, drei Sachen, die Bann mal, also das mit Coldplay habe ich auch mitbekommen. Also ich lebe jetzt nicht hinterm Mond, so ist nicht. Aber ich habe keine Social Media App auf meinem Handy. Ich habe sogar so eine Extension für YouTube. Was ich auch nicht auf meinem Handy habe, sondern nur über einen Computeraufruf, dass mir sozusagen alle Social Media Features wegblockt. Also so deren HTML-Elemente entfernt, sodass es eigentlich denselben Funktionsumfang hat wie die ARD-Mediathek. Also ich kann mir so Videos angucken, die ich aber auch nur selber finden kann. Und das ist ein ganz anderes Gefühl und man fühlt sich erst so ein bisschen wie so ein Depp. Wie so ein Typ, der jetzt irgendwie alle Leute belabert, dass sie, weiß ich nicht, nur noch Sachen aus Jute tragen sollen. Aber so mit der Zeit merkt man, es fehlt eigentlich nicht wirklich. Also ich bin jetzt nicht. Wie neugeboren. Ich habe jetzt nicht das Gefühl, jetzt sehe ich die Welt, wie sie wirklich ist, oder was auch immer. Aber es ist so ein bisschen so das, was abwesend ist, nehme ich nicht mehr als fehlend wahr.
29:30 Gavin Karlmeier
Und das finde ich ganz gut. Das finde ich einen ganz spannenden Aspekt, den du da sagst, weil ich habe das, wann war das? 2020 war es, glaube ich, 2020. Da habe ich zwei Monate lang komplett auf Social Media verzichtet. Was für mich in meinem Lebensstil eigentlich eine absolute Unart ist. Und habe das damals sogar dokumentiert, habe immer einen Podcast aufgenommen, den ich aber auch nicht so richtig verbreiten konnte, deswegen hatte kaum jemand gehört. Aber habe so zumindest zweimal die Woche für mich selber in Mikrofon gesprochen, manchmal auch mit anderen, was das mit mir macht. Und die Dinge, die so als erstes passiert sind, waren als erstes Dass ich wieder angefangen habe, mehr zu träumen, weil ich offenbar weniger zu verarbeiten hatte und mein Gehirn sich wieder bei Sachen ausdenken konnte am Ende eines Tages. Als zweites ist mir aber aufgefallen, dass so Dinge passieren. Dann gibt es so, im Journalismus sagen wir dann den A-Dreh, den B-Dreh. Also eine Nachricht geht in die Welt, dann reagiert irgendjemand darauf entsprechend und auch darüber sprechen wir dann alle. Und dann ist die Geschichte auch schon wieder zu Ende. die ich einfach gar nicht mitbekommen habe. Also so Dinge wie, es ist ein doofes Beispiel jetzt, aber so Dinge wie, Philipp Amtor sagt irgendetwas Albernes, Friedrich Merz tanzt albern auf einer Party. Solche Dinge. fanden einfach nicht mehr statt in diesem Zeitraum. Und ich habe es nicht so richtig vermisst, wobei ich nach diesen zwei Monaten dann auch relativ schnell wieder abhängig war.
30:50 Fynn Kröger
Ja, zwei Monate sind vielleicht auch zu wenig. Also was ist denn das? Es gibt doch irgendwie so einen ungefähren Zeitraum, den man braucht, um Routinen zu entwickeln.
31:01 Gavin Karlmeier
Ich glaube, 63 Tage sind das, oder?
31:03 Fynn Kröger
Ja, ich habe, glaube ich, eine andere Zahl gehört. Aber irgendwo in dem, in dem. Was ist so? Gut, das reicht zufällig genau zwei Monate. Aber die Ja, also bei mir hat das mit Instagram angefangen. Irgendwann hatte ich mit Instagram die Schnauze voll und habe es einfach gelöscht, weil ich irgendwie das Gefühl habe, ich gucke hier Storys von Leuten. Ich interessiere mich nicht mal, was in den Storys passiert. Ich interessiere mich auch nicht mal für die Leute, von denen ich den Storys angucke. Es war irgend so eine Verpflichtung, dass ich das Gefühl habe, ich muss diesen Leuten jetzt folgen. Und habe das dann einfach mal komplett gelassen. Und ich habe es nie wieder installiert. Das war dann wirklich weg. Natürlich braucht man irgendwie eine Form von. . Substitut, also man braucht irgendeine Form von Ersatz, was man denn stattdessen macht. . Also dann einfach nicht TikTok zu öffnen, ist ja keine Handlung. Das ist ja. . Ich habe mir jetzt eine Playstation gekauft und hole irgendwie die Spiele nach, die ich in den letzten fünf Jahren verpasst habe. Und das ist auch was Schönes.
32:01 Gavin Karlmeier
Das ist auch gut. Ja, ich habe damals Twitter mit Reddit substituiert. Weiß ich nicht, ob das. . Weiß aber nicht, ob das jetzt so der richtige Weg ist, um weniger an dieser Social Media Nadel zu hängen. Und an dieser. Also das größte Problem ist ja, wir machen es ja heute ganz groß, aber ich glaube, das größte Problem an sozialen Netzwerken ist ja diese Instant Gratification, diese sofortige Belohnung abholen zu können und zu wissen. Irgendwo lauert diese Belohnung für mich. Und deswegen funktionieren ja diese For You-Page-Algorithmen so extrem gut, weil du genau weißt, wenn dir dieses Video nicht so gut gefällt. Wird es jetzt mit den nächsten fünf Videos immer besser und das sechste wird mir richtig gut gefallen. Und wenn das nicht mehr nicht gut gefällt, dann das 16. Und dann bleibe ich so lange dran, bis ich diesen Kick habe.
32:39 Fynn Kröger
Das ist mir ganz doll aufgefallen an den Anfängen von YouTube Shorts. Ich glaube, mittlerweile ist es besser geworden, auch wenn das eine Funktion ist, die ich blocke, dass ich YouTube Shorts nicht aufrufen kann. Aber in den Anfängen war YouTube Shorts wirklich grottenschlecht. Also es war wirklich. . Also, die hätten würfeln können und es wären bessere Shorts dabei rumgekommen. Und das Gefühl, was ich dadurch hatte, ist, ich habe mich sozusagen mich aus so einer außenstehenden Perspektive beobachtet, wie ich da durchwische und eigentlich keine gute Zeit habe, aber es irgendwie doch mache, weil der Mechanismus, weil es ist ja wirklich wie so eine Slotmaschine. Es sieht ja fast genauso aus sogar. Und dann habe ich, es gibt ja sogar so Videos von so Affen oder von irgendwelchen dann relativ intelligenten Tieren, die diese, ähm, die durch die Scheibe ihres Käfigs diese Algorithmen bzw. diese Splash-Pages dann irgendwie gezeigt bekommen und auch abhängig davon werden. Und so habe ich mich dann auch wahrgenommen und ehrlich gesagt nicht mehr wahnsinnig wertschätzen können. Da war ich dann doch ein bisschen zu edel für und hab's dann. Hab's dann gelassen.
33:46 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde, das ist ein sehr schöner, inspirierender Impuls. Oh, das war ein LinkedInsatz. Aber trotzdem.
33:54 Fynn Kröger
Und dann dieses Emoji mit dem Geldschein mit Flügeln. Ja, LinkedIn auch ganz schlimm. Also ich glaube, der erste Punkt, der erste Ort, wo wir wahrnehmen können, dass das Internet komplett von KI ausgetauscht wird, ist LinkedIn.
34:08 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde dir zu 100% zu schlimm. Das ist so. Apropos KI, wenn du die Meta-AI fragst, wenn ich mit Privacy, also mit Datenschutz, chatten möchte, welche App würdest du mir empfehlen? Du kannst ja mit der MetaI auch in WhatsApp sprechen. Also man kann schon sagen, es gäbe da eine relativ naheliegende markteigene Empfehlung. Da schlägt MetaI Signal vor. Und wenn du dann Meta E. Fragst, das ist eine gute, aber kurze Antwort, aber warum nicht WhatsApp? Sie sagen doch auch, sie sind privacy-freundlich. Und dann sagt Meta Ey, nein, das ist nicht komplett vergleichbar mit Signal. WhatsApp hat zwar eine Ende-zu-End-Verschlüssel, aber teilt Daten mit Meta und speichert Metadaten. Signal ist deswegen mehr privacyfreundlich. Dann hat der Mensch, der diesen Post gemacht hat, dazu geschrieben, okay, ich werde das hier jetzt auf Social Media posten. Möchtest du irgendwas unseren Followern sagen? Und dann sagt MetaAI, hey Followers, hier ist MetaAI, bin froh, dass ihr da seid. Wenn Datenschutz für euch wichtig ist, wenn ihr chattet. Checkt Signal Out oder andere sichere Optionen. Stay safe online.
35:08 Fynn Kröger
Ich finde es sehr gut. Das gibt es ja sehr häufig. Jetzt in dem Fall, also auf der Plattform war mir das neu, aber das ist ja quasi alles, was Elon Musk gefühlt nur noch auf Twitter macht, beziehungsweise was Grog auf Twitter macht, sind so Self-Owns. Total. Und das ist so von dieser ganzen, von diesem ganzen KI-Frenzy, der aktuell losgeht, ist das wirklich eine Sache, die mir sehr viel Spaß macht, wenn so Leute, die offensichtlich ein sehr knickten Blick auf die Realität haben und glauben, den mit KI reproduzieren oder in irgendeiner Form massentauglich zu machen, wie halt Elon Musk zum Beispiel, aber sich dann zeigt, wenn du das halt einfach mit öffentlichen Daten fütterst, stellt sich raus, dass halt die Realität eine andere ist und dann kannst du da so viel rumtüfteln, wie du willst, aber es funktioniert halt nicht. Es wird halt nicht das gesagt, was du glaubst, weil das, was du glaubst. . Dumm ist.
36:05 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also wenn dein ganzes Geschäftsmodell und deine ganze FollowerInnenschaft darauf basiert, dass du mindestens beiest, wenn nicht sogar Desinformationen, wenn nicht sogar Lügen, was ja bei Elon Musk nachweiselt. Der Fall ist, die Grundlage bilden, dann aber eine KI in die Welt setzt, die eben auf Wahrheit basieren soll. dann und mit Wahrheit meinst du Daten, die Wissenschaft, Journalismus, wer auch immer in die Welt gesetzt haben, dann wirst du damit leben müssen, dass die KI dir widerspricht. Gerade erst passiert. Also, Elon Musk hatte ja Apple vorgeworfen, dass sie den App Store manipulieren, weil Grog und X nie auf Platz 1 der Charts sind und auch nie in den redaktionellen Empfehlungen des App Stores auftauchen. Apple hat dazu sich sogar genötigt gefühlt, ein Statement abzugeben und hat gesagt, der Epstein ist so konzipiert, dass er fair und unvereingenommen ist. Wir präsentieren tausende Elbs haben algorithmische Empfehlungen und kuratierte Listen, die von Experten anhand objektiver Kriterien ausgewählt werden. Also kurzum Elon Musk reißt sich mal ein bisschen zusammen. Und Sam Altman hat auch gesagt, er findet es wahnsinnig bigot, also der OpenAI-Chef wahnsinnig bigott, dass der Mensch, der eigentlich dadurch in den letzten Monaten und Jahren eigentlich vor allem von sich reden gemacht hat, seine eigene Plattform mit Manipur. Population zu verändern, damit Menschen an etwas anderes glauben als der Wahrheit entspricht, dass er jetzt Apple genau das gleiche vorwirft. Woraufhin Elon Musk geschrieben hat, du hast drei Millionen Views auf deinem Bullshit-Post, du Lügner, mehr als ich bekommen habe. Obwohl ich 50 Mal mehr Follower habe als du. Das ist das Game, das Elon Musk immer spielt.
37:37 Fynn Kröger
Das ist auch nur eine Stufe über Dreckwerfen.
37:40 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Und dann hat aber jemand gefragt, hey Grok, who's right? Don't be biased. Und Grog hat gesagt, basierend auf verifiert. . Verifizierter Evidenz hat Sam Altman recht, Musks Apple Antitrust Claim basiert auf keinerlei Wahrheit. Deep Seek und Perplexity waren auf Platz 1 in 2025, also andere AI-Apps. Aber Musk hat eine Geschichte davon, eine längere Geschichte, wie er den Ex-Algorithmus direkt manipuliert hat, um seine eigenen Postings zu boosten und seine Interessen nach vorne zu bringen. Also er schreibt, Grog schreibt noch hinterher, Hypocrisy noted.
38:16 Fynn Kröger
Ja, vielen Dank für dieses Stitch.
38:21 Gavin Karlmeier
Ja, und generell muss man sagen, dass es Ex aber auch, vor allem spätestens seitdem Musk und Trump eben nicht mehr so buddy sind, es auch gar nicht so leicht hat. Also die letzte Aussage über die NutzerInnenzahlen von X war, dass 600 Millionen monatlich aktive NutzerInnen hat. Hat Linda Eggrino zu ihrer Amtszeit noch gesagt. Threads hat aber jetzt gemeldet, dass sie im letzten Quartal 400 Millionen Menschen im Monat aktiv auf Threads. . hatten. Was im Vergleich zum Quartal davor nochmal 50 Millionen monatliche NutzerInnen mehr sind, was echt krass vieles und ein krasses Wachstum für diese Plattform.
38:57 Fynn Kröger
Total, ich habe Threads ein bisschen aus den Augen verloren, muss ich gestehen. Mein guter Kollege Paul, mit dem ich den Podcast auch mache und relativ lange auch.
39:07 Gavin Karlmeier
Morgengrauen, hört ihn euch an.
39:09 Fynn Kröger
Ja, genau. Und hier jetzt so eine Annotation rein. Aber die, ähm, mit dem ich auch relativ lange den YouTube-Kanal gemacht habe, der ist noch auf Threads und ich frage in periodischen Abständen immer mal wieder nach, ob diese ganze So Reaction-Bait bzw. Rage-Bait-Nummer, die Threads ja so in seinen Anfängen hat, mittlerweile runtergekühlt ist und nach allem, was ich gespiegelt bekomme, ist es immer noch ein relativ ähm wilder, chaotischer Haufen an so Leuten, die einfach dumme Takes raushauen, damit Leute darauf reagieren.
39:43 Gavin Karlmeier
Ja, das gibt's natürlich viel, so Interaction Bait, vorsichtig formuliert. Was aber weniger geworden ist, ist dieses rein, nach meinem Ermessen, vielleicht erleben andere Leute das anders. Nach meinem Ermessen ist es aber viel weniger geworden, dass Leute einfach nur dasselbe posten, was alle anderen auch schon gepostet haben und damit Reichweite wie Sau bekommen. Also dieses ich kopiere, mach ein Screenshot von irgendeiner Apple-Funktion und schreibe, dass die beste Funktion die Apple gibt.
40:06 Fynn Kröger
Oh ja, oh Gott, ja das war auch damals schon diese Scheißfunktion, dass wenn du eine SMS mit einem Bestätigungscode kriegst, dass du das in der Tastatur angezeigt bekommst. Furchtbar. Ja, nee, stimmt, das habe ich locker 500 Mal gesehen. Das ist ja grausam. Wir brauchen keine KI zur Dead Internet Theory. Wir brauchen einfach nur mehr von solchen Leuten. Wir brauchen einfach nur Thread.
40:31 Gavin Karlmeier
Aber die Leute scheinen es zu mögen. Also die Zahlen sind echt stark am Wachsen. Ich habe heute so einen Ruhrgebietsschlag in der Sprache, ich weiß auch nicht, wo das herkommt. Stark am Wachsen. Bis gar nicht in Italien, das ist Mülleim. Das Ruhrgebiet der Welt, Europas. Ja, zum Willst du Spreads. Ich habe aber noch eine andere Metageschichte und die finde ich bemerkenswert, weil wir häufiger darüber gesprochen haben, dass Leute ja. ihre Accounts gesperrt bekommen haben, ob Facebook, ob Instagram. . Völlig willkürlich von Meta. Das eines der prominentesten Beispiele in Deutschland war sicherlich der Playboy Deutschland, die zwar als Marke jetzt nicht unbedingt familienfreundlich sind, aber keinen FSK 18 Facebook-Account betrieben haben. zwei Millionen FollowerInnen hatten und eben gesperrt wurden. Inzwischen sind sie wieder da. Meta hat sich nach wie vor nicht geäußert, obwohl sie rechtlich dazu verpflichtet wären, Gründe dazu zu nennen. Jetzt gibt es die Geschichte, dass ein Nutzer, ein Urlauber, der auf Rügen war. vor Sassnitz auf Rügen. Der saß an der Küste und hat gesehen, wie ein U-Boot in Begleitung der Küstenwache daran vorbeifährt und fand das so spannend, dass er das gefilmt hat und bei Facebook hochgeladen hat. Kurz daraufhin hat er die Meldung bekommen, dass ein Account aus Sicherheitsgründen für 24 Stunden gesperrt worden sei. Der NDR Mecklenburg-Vorpommern hatte ein bisschen recherchiert und hat herausgefunden, dass das sichtbare U-Boot offenbar ein U-Boot des Rüstungsunternehms Thyssengrupp Marines. aus Kiel gewesen sei und eine Erprobungsfahrt gemacht hat und als Boot für das Militär in Israel gebaut wurde. Warum jetzt, also die militärischen Informationen dahinter unterliegen strenger Geheimhaltung, so viel ist richtig. Trotzdem ist natürlich die Frage, ob Facebook hier in der Position ist, diese Entscheidung zu treffen, dass wenn jemand ein U-Boot filmt. Und das bei Facebook hochlädt, dass sein Account dann für 24 Stunden gesperrt wird. .
42:20 Fynn Kröger
Ja, also ich weiß gar nicht, wie das so der direkte Draht ist Ähm, ob man das übers Netz DG oder was auch immer macht, wenn der Staat bzw. irgendwelche Sicherheitsbehörden oder was auch immer sagen, dieses Video hat er nichts verloren. Das dann zu entfernen, der Schritt weiter, dann diesen ganzen Account für 24 Stunden einzustrengen, was ja wohl ein stinknormaler privater Account war. Das waren jetzt nicht irgendwie Military Leaks 24.
42:50 Gavin Karlmeier
de, sondern.
42:52 Fynn Kröger
. einfach nur dieser.
42:53 Gavin Karlmeier
Das war der private Facebook-Account von René Bayer. So hieß es.
42:59 Fynn Kröger
Das ist natürlich ein bisschen verhoben.
43:03 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Laut NDR behauptet Bayer, das können wir nicht überprüfen, was er sagt, aber Bayer behauptet, dass. TKMS, also Düsseldorf Marine System, sich telefonisch bei ihm gemeldet habe und ihn gebeten hat, habe alle Aufnahmen zu löschen, was dafür spricht, dass dieses Unternehmen durchaus mitbekommen hat, dass dieses Video in der Welt ist. . was bemerkenswert ist.
43:24 Fynn Kröger
Naja, und was dann. Die werden ja schon wissen, wenn sie an der Küste von einem, gerade von einem Urlaubsort vorbeifahren, dass da jetzt die Chance, dass Leute das sehen und fotografieren, jetzt nicht null ist.
43:34 Gavin Karlmeier
Exakt. Aber dass Facebook dann sozusagen, wenn das Rüstungsunternehmen einmal anruft, den Account dafür 24 Stunden offline nimmt, ist natürlich auch schon eine dolle Nummer, finde ich.
43:45 Fynn Kröger
Ja, vielleicht muss Thyssen Krupp auch irgendwie so eine. . Hass- und Hetze-Division haben und einfach die bei Meta melden, weil da scheinen sie offensichtlich durchzukommen im Vergleich zu stinknormalen Autonormalverbrauchern.
44:00 Gavin Karlmeier
Ja, das könnte vielleicht, das ist ja genial, dass die einfach so eine. . Es gibt doch nach DSA gibt es doch solche Player, die eben Meldungen an die Plattform geben können, die mit größerer Priorität behandelt werden müssen. Vielleicht sollte Thyssenkrupp genau in so eine Richtung auch denken.
44:16 Fynn Kröger
Ja, liebe Grüße nach Kiel, weil da komme ich her. Ich habe immer diesen scheiß Baukran von Thyssenkrupp gesehen jeden Morgen.
44:26 Gavin Karlmeier
Guck mal, da habe ich dir sogar noch eine kleine Geschichte aus der Heimat mitgebracht.
44:29 Fynn Kröger
Großartig, der fühlt mich gleich wieder wie zu Hause.
44:32 Gavin Karlmeier
Ja. Apropos zu Hause, es gibt jetzt einen Bericht, wir haben ja früher, also wir verlassen jetzt so ein bisschen den Social Media Bereich, aber ich wollte das nicht. Aber wir haben ja Anfang des Jahres extrem viel über die Faschistisierung der USA gesprochen, haben das dann als Elon Musk da ausgestiegen ist, das auch so ein bisschen mehr vernachlässigt. Und es gibt aber eine Geschichte, die ich zumindest fürs Protokoll mal erzählt haben möchte, um mal so ein Gefühl dafür zu kriegen, wie gerade auch so die. die Stimmung geprägt wird, wie aber auch Lobbyismus auf höchster Ebene sozusagen funktioniert. Denn das US-Außenministerium hat einen Bericht über die Menschenrechtslage in Deutschland veröffentlicht und hat als Ergebnis, die Menschenrechtslage hat sich massiv verschlechtert, denn die Meinungsfreiheit zu veränder eingeschränkt. Das sah vor einem Jahr noch völlig anders aus. So konnte man das bislang in den USA-Berichten nicht lesen. Aber es gebe zum Beispiel Zensur auf Online-Plattformen. Es gibt EU-Auflagen, die offenbar die Bundesbehörden dazu zwängen, Zensur durchzusetzen. Ähm und gleichzeitig würde das aber dazu führen, dass die Rolle eingewanderter Muslime verharmlost würde. So steht es dort in diesem Bericht.
45:43 Fynn Kröger
Eure Bekämpfung von Antisemitismus ist nicht rassistisch genug.
45:47 Gavin Karlmeier
Ja, genauso. Und dass, obwohl im Grundgesetz Presse- und Meinungsfreiheit geschützt seien, die Regierung in Übereinstimmung mit nationalem Recht einschränkt für die Meinungsfreiheit von Gruppen verhängt, die sie als extremistisch betrachte. Auch das steht so in diesem Report. Also wenn ihr euch nochmal fragt, wie gerade eigentlich der Stand ist zwischen der Stimmung zwischen USA und Deutschland, aber auch auf dem Weg aus der Demokratie raus, muss man sagen, das hier ist ein ganz gutes Beispiel dafür, wie man auf andere Demokratien blickt
46:17 Fynn Kröger
Der Vergleichshorizont war jetzt ein Jahr, ne? Mhm. Hat damit die Trump-Regierung unter Verdeck die Ampelregierung gelobt? Wünscht sich Donald Trump Olaf Scholz zurück?
46:32 Gavin Karlmeier
Nein, also der Vergleich war, wie vor einem Jahr der Bericht ausgesehen hat. Also ich weiß nicht, Sie haben nicht selber gesagt, vor einem Jahr war das besser, sondern im Bericht vor einem Jahr war es noch besser.
46:43 Fynn Kröger
Ah ja, okay.
46:45 Gavin Karlmeier
Ja. Genau, aber können wir trotzdem so hinnehmen? Wir nehmen das als Schlagzeile. Donald Trump lobt Olaf Scholz. Genau. Ja, freue ich mich doch, wenn ich mal Journalisten her.
46:54 Fynn Kröger
Das ist auch sehr verwunderlich, sobald der Präsident wechselt zu so einem inkompetenten Typen, dann plötzlich überall in der Welt Missstände zu erkennen und zu merken, oh, jetzt haben wir denselben Bericht nochmal gemacht, aber jetzt ist ja was ganz anderes rausgekommen. Komisch.
47:11 Gavin Karlmeier
Line go up. Ja, genau so. So, und damit habe ich nichts mehr für heute.
47:17 Fynn Kröger
Sehr gut, dann kannst du jetzt ja noch ins Mittelmeer springen. Ich musste kurz überlegen, an welcher welches Meer nochmal bei Italien war. Und hier in, um jetzt einfach direkt über das Wetter zu reden, das ist das Einzige, was ich kann, hier sind es 30 Grad.
47:34 Gavin Karlmeier
Hier auch gerade. Hier war noch letzte Nacht um 3 Uhr noch 30 Grad, was ziemlich warm war. Ekelhaft. Ja.
47:43 Fynn Kröger
Ja, aber ich freue mich, ich fand es trotz allem, trotzdem, wir haben vorher ja darüber gesprochen, ob wir jetzt einfach so ab Weltschmerzen. Und das haben wir, glaube ich, auch in einer gewissen Form gemacht, aber ich fand es trotzdem unterhaltsam. Geteiltes Leid, Liebesleid und ich mache das gerne.
48:02 Gavin Karlmeier
Ja, diesmal dauert es nicht ein Jahr, bis du wiederkommst. Ich werde mich da persönlich drum kümmern. Ich schicke ganz liebe Grüße und freue mich, wenn du nächstes Mal wiederkommst. Die Folge wird für euch ganz toll klingen. Für mich klang sie wie ein Telefonat. Und das ist mal was ganz anderes. Vielen Dank, dass du heute da warst, lieber Finn. Hier geht es weiter am jetzt hier die Folge von Freitag aufgenommen. Übrigens mittwochsabends. Das heißt den Donnerstag, was passiert ist. Sorry, mit Hagnan geht's weiter. Scheißegal. Mit Hagnann geht es weiter am Montag, dann mit einer kleinen Solo-Folge. Ich mach's mal wieder, brauch mal ein bisschen Zeit für mich auch. Und wünsche euch allen ein ganz wundervolles Wochenende. Trinkt ganz viel Wasser, esst mal ein Eis und. Danke dir, bis dann. Tschüss. Tschüss.