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Folge 470 · 29. August 2025 · 1:04 Std.

Gewinner der Bigotterie

mit Carsta Maria Müller

Trump, Musk, Zuckerberg, sie allen predigen Wasser und trinken Wein. Und genau das ist eigentlich unser roter Faden, der sich heute durchzieht. Es tut uns leid. Auch, dass wir kurz über Taylor Swift sprechen mussten. MUSSTEN.

➡️ BBC über CSAM auf X: https://www.bbc.com/news/articles/cq587wv4d5go

Kapitelmarken

KI-unterstützt:

  1. Hallo Carsta!
  2. Housekeeping: Korrektur zur Steuerflucht von Influencer:innen
  3. Instagram-Rekord durch Taylor Swifts Verlobung
  4. Follow-up: Datenschutz und Facebook-Präsenzen der Bundesregierung
  5. Donald Trump vs. EU
  6. Kulturelle Unterschiede in Redefreiheit USA vs. Europa
  7. Schließung von Meta-Offices in Europa
  8. CSAM-Versagen in Social Media
  9. Entlassungen von Content-Moderatoren bei TikTok
  10. TikTok KI-siert Content Moderation
  11. TikTok-Verkaufsfrist in den USA
  12. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT.

00:06 Carsta Maria Müller

Hallo Carster.

00:07 Gavin Karlmeier

Hallo.

00:08 Carsta Maria Müller

Bei mir ist heute Carster Maria Müller. Ich bin Managing Director bei Baby Gut Business und mittlerweile Stammgast. Und das ist auch schön so. Ich freue mich, dass du wieder hier bist. Hallo.

00:17 Gavin Karlmeier

Vielen lieben Dank für die Einladung und ich freue mich auch wieder hier zu sein. Und wir haben jetzt den Trick raus. Immer wenn wir uns verabschieden, machen wir den nächsten Termin schon fest. Und dann wirklich, ich kann aus dem Nähkästchen plaudern, eine Viertelstunde, bevor der Termin losgeht, wir haben Monat nichts voneinander gehört, bekomme ich einfach. Quasi kommentarlos, einen Link zu Riverside und die Themen und dann geht's los. Das ist wirklich das unkomplizierteste Arbeiten.

00:39 Carsta Maria Müller

Ich liebe es. Ich muss ja auch dazu sagen, dass seitdem ich das ja mit den wechselnden Gästen mache, habe ich bemerkt, dass Gastredaktion, dieser Job der Gästerredaktion. Das nimmt die meiste Zeit in Anspruch an diesem ganzen Podcast. . Also ich schneide dir 400 Reels aus einer Episode, kein Problem. Aber Gäste koordinieren ist für jemanden mit meiner, ich sag mal, Neurologischen Disposition sehr herausfordernd. Und deswegen freue ich mich dafür, das zu machen.

01:06 Gavin Karlmeier

Und es sind auch wirklich die, also die Menschen sind ja auch ProjektmanagerInnen und Man muss ja immer sagen, die werden ja auch so ein bisschen belächelt und dann sind auch gerade, wenn es irgendwie um Cuts in Team geht, ja, das können wir selber machen, ist überhaupt kein Thema, so ein paar E-Mails schreiben. Und dann, wenn diese Person einmal nicht mehr da ist, Halleluja, dann fliegt es aber um die Ohren. Und deswegen.

01:27 Carsta Maria Müller

Wenn ich eins in den letzten zehn Jahren kreativem Arbeiten gelernt habe, ist es, dass ich immer jemanden brauche, der sehr eng Deadlines Verfolgt und betreut, weil das ist nicht meine Aufgabe. Das ist nicht mein Schwerpunkt. Wir gehen heute mit einem kleinen Housekeeping rein, und zwar interessanterweise eine Geschichte, die wir beide hier das letzte Mal miteinander besprochen haben. Und zwar berichtet das Medienportal Turi2, dass die Geschichte über die Steuerflucht von InfluencerInnen, über die wir gesprochen haben, wir haben damals darüber gesprochen, dass die Steuerfahndung NRW von etwa 300 Millionen Schaden ausgegangen ist. Jetzt ist wohl aufgefallen im Finanzministerium, dass das nur der reine Gewinn war und nicht der tatsächliche Steuersatz, der sich dann ja durch so Dinge wie Ausgaben möglicherweise schmälern könnte. Finde ich, da fragt man sich doch, wie kann sowas denn passieren? Also klar, klingt die Zahl 300 Millionen toll, aber wenn man danach zurückrudern muss, dann wirkt das Ganze sofort unglaubwürdiger.

02:24 Gavin Karlmeier

Und es ist vor allen Dingen etwas, was man in fast jedem großen Unternehmen irgendwie feststellt. Es passieren da die Fehler, was eigentlich die Kernkompetenz ist. Also das ist, man würde denken, ein Finanzamt hat geschneit, was der Unterschied zwischen Umsatz, Gewinn, Ausgaben und so weiter irgendwie Alles mal, also die Basics. Und dass das dann nicht funktioniert und falsch ist.

02:48 Carsta Maria Müller

Ich habe es aber doch falsch vorgetragen. Es geht nicht um die 300 Millionen Euro sind der Umsatz. den das Finanzministerium ermittelt hatte. Nicht mal der Gewinn. Also den Gewinn muss man versteuern. Der dann ist wiederum auch noch abhängig von dem Steuersatz. den Rahmenbedingungen, passt du eine gemeinsame Veranlagung und so weiter und so weiter. Aber 300 Millionen Umsatz haben die gemacht. Das heißt, der tatsächliche Schaden ist viel, viel, viel, viel, viel kleiner, als wir hier besprochen haben. Aber naja, jetzt ist die Geschichte in der Welt. Leider auch häufig aber auch und das ist nämlich das Ärgerliche. Wenn das nicht versehentlich war, dann muss man sagen, das ist eine Masche, die häufiger passiert, dass man erstmal einen Fehler in die Welt pustet und die Korrektur dann info klein auf Seite 30 am nächsten Tag passiert.

03:30 Gavin Karlmeier

Boah, glaubst du, das ist wirklich platziert worden? Wollen wir hier jetzt so eine. Bist du so jemand, der so.

03:37 Carsta Maria Müller

Eigentlich bin ich nicht so ein Verschwörertyp, aber ich will ja nur sagen, wenn man gesagt hat, wir gehen hier von 15. 000 Euro Schaden aus. Hätten wir ja zum Beispiel niemals darüber gesprochen.

03:47 Gavin Karlmeier

Ab welcher Summe hättest du denn mit mir drüber gesprochen?

03:53 Carsta Maria Müller

Gute Frage.

03:55 Gavin Karlmeier

Ich glaube, alles, was so dreistellig Millionen. Ja, genau, ab 100. 000, oder?

03:59 Carsta Maria Müller

Ab 100. 000 Euro.

04:00 Gavin Karlmeier

Ab 100 Millionen.

04:00 Carsta Maria Müller

Nee, ab 100. 000 h 100. 000 Schaden. Ja, ist NRW Und wäre dann schon eine Geschichte gewesen. Ist aber vielleicht auch so, ne? Wir wissen das ja nicht.

04:11 Gavin Karlmeier

Nee, 100. 000 hätte ich gesagt, sorry, aber das ist es nicht irgendwie so ein bisschen.

04:14 Carsta Maria Müller

Ja, stimmt.

04:15 Gavin Karlmeier

Das nicht so. Ich glaube, so ab zweistellig Millionen fände ich es, glaube ich, richtig brisant. Hätte ich schon brisant gefunden.

04:21 Carsta Maria Müller

Ja, verstehe ich. Aber gute Frage. Wir bleiben ein bisschen bei Zahlen, und zwar gibt es einen neuen Instagram-Rekord. den ausgerechnet die ich sag mal die die queen der popkultur aufgestellt hat nämlich taylor swift und travis kalt Das ist so das Traumpaar unserer Zeit. Die haben sich verlobt und zwar, ich glaube, es war am Dienstagabend. Ging das unserer Zeit rum, dass sie bei sich verlobt haben. Und dieser Post hat innerhalb von sechs Stunden 14 Millionen, nee, innerhalb von einer Stunde 14 Millionen Likes erzielt und innerhalb von sechs Stunden eine Million Reposts erzielt. Was crazy ist, zum jetzigen Zeitpunkt der Aufnahmen, wir haben Donnerstag, 11. 16 Uhr, hat dieser Post 32 Millionen Likes und 2,5 Millionen Reposts. Da ist ein Rekord bei Reposts aufgestellt wird, das ist nicht zu überraschen, weil das Feature gibt es erst ungefähr seit einer Woche. Aber 32 Millionen Likes ist auch schon eine sehr, sehr große Zahl für so ein Foto von zwei Menschen.

05:16 Gavin Karlmeier

Ja und nein. Also, wir haben uns das gestern nämlich im Team angeguckt, und zwar unabhängig davon, dass wir es heute besprechen. Sie hat ja 280 Millionen FollowerInnen. Du googlst jetzt nach, ne?

05:31 Carsta Maria Müller

Ich wollte nur gerade eine Relation aufstellen.

05:33 Gavin Karlmeier

Aber genau, aber guck nochmal nach, ob ich wirklich das Richtige sage. Und sie hatte gestern irgendwie 29 Millionen Likes da drauf. Was ja im Endeffekt Nur 10% sind. Und also 10% ist natürlich sauvel, also die wenigsten Posts schaffen es, 10% Likes zu haben. Aber ich bin bei solchen totalen Zahlen immer so vorsichtig und sage: Leute, bitte stellt da auch Relationen dazu auf. Weil 10% ist jetzt gar nicht mehr so krass. Und ja, die absolute Zahl, das wird wahrscheinlich keine Person jemals wieder erreichen und ich möchte gar nicht den Erfolg und die Geschichte dahinter absprechen. Aber ich würde gerne mal diese Challenge in die Welt rausrufen. Wer schafft es denn, einen Taylor-Post zu machen oder einen Post zu machen, der besser ist als Taylor, wenn man es halt in den Verhältnissen anschaut?

06:27 Carsta Maria Müller

Klar, du hast natürlich recht. Und das mit den Anteilen der Interaktionsrate stimmt natürlich auch und klar ist, dass so eine Geschichte schon das Internet breaken kann, weil natürlich werden viele Leute darauf reagieren. Aber mir wurde der Post zum Beispiel auch angezeigt, obwohl ich weder Taylor Swift noch Travis Calces folge. Das heißt, algorithmisch gesehen hat dieser Post schon gewisse Schwellen überwunden, dass er halt allen möglichen Leuten angezeigt wird.

06:50 Gavin Karlmeier

Absolut, und ich finde ja dann wiederum aus der Social Media Expertinnen Sicht spannend, was danach passiert ist. Also, wir sind ja als Baby Gap Business auch drauf gegangen und haben sofort, wirklich eine halbe Stunde später, die die Memes dazu veröffentlicht oder verschiedene Memes dazu. And it was tatsu with our best performing post. I can't say. Aber alleine die Memes, die wir dazu gemacht haben, wurden auch so oft gerepostet, dass es auch bei uns die Rekorde gebrochen hat. Und ich glaube, das ist halt dann dieses Schneeball-System, dieser Tropfen, der ins Wasser geht und dann ganz viele Kreise zieht. Das ist genau dieses Phänomen. Und das finde ich unfassbar spannend. Und Ich meine, wir wissen ja, bei Redaktionen ist es so, Redaktionen haben ja Nachrufe von Menschen in der Schublade liegen, dass jetzt da eine Verlobung ansteht. Das ist jetzt auch etwas, was durchaus vorhersehbar war. Dementsprechend Kein Schocker, dass es auch die großen Kreise gezogen hat. Und ich habe eine große Freude, gerade im Internet zu sein, weil es so schön ist zu sehen, was da alles passiert. Und auch wie viele cringe-Sachen passieren. Also es sind nicht alle Sachen gut. Bist du 50? Nee, gar nicht.

08:09 Carsta Maria Müller

Der Vollständigkeit halber, einmal kurz nur erwähnt. dass es so Figuren gibt. A Cheerion war vor ein paar Jahren auch so eine Figur, die es halt irgendwie schafft, so viele Leute auf sich zu vereinen, dass sie dass du dadurch alles, was du machst zum popkulturellen Phänomenen erhebst automatisch. Und natürlich ist eine Verlobung dann, ich habe da diesen treffenden Post zu gelesen, das ist das nächste, woran die USA an eine Royal Wedding herankommen. Das ist nämlich genau der Punkt. Das wird alle Leute bewegen. Die ganze Hochzeit bewegt die Leute. Das ganze Thema Verlobung bewegt die Leute. Casey Newton hat dazu was ganz Schönes geschrieben, das wieder so ein bisschen mehr auch in unsere Social Media Watch-Brille hier passt. Denn Casey Newton hat geschrieben, Taylor Swift hat etwas geschafft, das kein AI-Researcher ever geschafft hat. Sie hat ein Announcement gemacht, ohne es auf X zu posten. Und das fand ich eigentlich, finde ich, das Schönste, auch die Konsequenz, dass sie das eben nicht auf X veröffentlicht hat. Das zeigt so ein bisschen ihr Rückgrat und ihre, wo sie politisch steht. Oder wo ihr empfohlen wurde, politisch zu stehen. Weiß man auch nicht. Aber wir wollen ja heute nicht verschwörerisch sein.

09:08 Gavin Karlmeier

Ich wollte gerade eine verschwörerische Frage stellen. Sie ist ja wirklich, also sie ist ja bekannt für ihre ganzen Marketing und ihre Easter Eggs und was weiß ich nicht, was sie da alles macht. Glaubst du, sie macht das alleine oder? Also sie hat ja auch in ihrer Doku gesagt, dass sie das alleine macht und dass da irgendwie sie mit ihrer Familie dahinter steckt. Glaubst du das wirklich oder glaubst du, sie hat da ein Team sitzen und die haben alle so krasse NDAs, dass es nie rauskommen würde, dass da ein Team dahinter sitzt?

09:31 Carsta Maria Müller

Also, ich glaube, dass sie inzwischen nicht mehr in der Position ist, dass sie ein super popkulturell. Jetzt werden wir richtig Gehen wir mal tief rein, aber es ist auch mal schön hier zum Start am Freitag. Ich glaube, dass sie nicht mehr an dem Punkt ist, so eine Industry-Plant zu sein, bei der sozusagen sich die Branche Dinge für sie überlegt, sondern sie ist in der Position, in der sie die Leute anstellt, die sich die Dinge für sie überlegen, was sie zur Drahtzieherin macht. Ich glaube auch, dass sie schon eine gewisse kreative künstlerische Mastermind-Position hat, dass sie sagt, sie hätte gerne Hier so Easter Eggs und hier sowas und hier sowas. Aber sie hat natürlich ein Team von Kreativen, die ihr auch zuarbeiten und die solche Dinge dann eben umsetzen und sich für sie ausdenken. Wäre meine These. Weiß ich nicht, ich bin in diesen Prozessen nicht beteiligt, aber wenn ich so Prozesse von solchen größeren CreatorInnen mir anschaue, die ich so kenne und die selber auch so einen gewissen Anspruch und Maßstab an ihre kreative Arbeit haben, dann läuft das sehr oft so. dass sie zwar am Ende das erste und letzte Wort haben, dass dazwischen aber schon auch ganz viele Leute sind, die Tipps geben, Hilfestellung leisten und so ein bisschen anliefern. Weil einfach irgendwann ist einfach zu viel Arbeit auch und du kannst nicht alles Zwar über deinen Tisch gehen lassen, ja, aber du kannst nicht alles selber machen.

10:42 Gavin Karlmeier

Ich glaube auch, dass da ein großes Team hintersteckt. Wir haben gestern auch noch mal im Team drüber gesprochen und Ronja aus unserem Team hat das so schön gesagt. Sie meinte, jeder Paus, der von Taylor kommt, hat diese unterschwellige. . Stimmung, als ob sie selber published gedrückt hätte. . Und es stimmt. Also ich habe mir danach auch nochmal die Posts angeguckt und es war so. Das stimmt, also natürlich, man weiß, die Fotos, da sind Fotografen dabei und so weiter, aber die Art und Weise, wie das formuliert ist und dass das alles so aus einer Hand kommt, man hat wirklich das Gefühl. Die Poetin, die Songwriterin Taylor macht das irgendwie alles selber. Und das macht so ein ganz wundes Bild. Und sie postet ja auch nicht so viel. Ich sage immer in jedem Consulting, wir alle warten immer darauf, dass Taylor endlich wieder was postet. Und wenn sie es macht, dann ist es halt wirklich so perfektioniert. Das ist schon sehr, sehr beeindruckend. Also Ich würde gerne mal wissen, wie viele Master Thesis weltweit über Taylor und Marketing beschrieben werden.

11:41 Carsta Maria Müller

Vor allem muss man ja auch noch dazu sagen, dass natürlich das relativ überraschend ist, dass sie, oder nee, nicht überraschend ist Dass sie ja erst vor knapp anderthalb Wochen gemeinsam mit ihrem Jetzt verloben in einem Podcast war, in einem f relativ überraschenden Podcast ihr neues Album angekündigt hat und das massive Wellen geschlagen hat und dass sie sozusagen auf dieser gerade abebenden Welle jetzt die Verkündung der Verlobung platziert, das sind natürlich alles keine Zufälle.

12:05 Gavin Karlmeier

Und ich bin so gespannt, was jetzt noch alles kommt, weil die Hochzeit nicht das nächste sein wird also es kommt ja erstmal das Album und so, aber da wird noch so viel passieren, was uns irgendwie, glaube ich, überrascht. Und deswegen, ich sitze da wirklich da, so mit meinem Popcorn und liebe das und freue mich über alles, was kommt.

12:19 Carsta Maria Müller

Alle jetzt schon abgeschaltet haben, weil wir zu deep im Swift Talk drin sind, gehen wir ein bisschen hart rein. Ich habe noch ein kleines Housekeeping, aber eigentlich eher ein Follow-up. Und zwar ging es um die Geschichte, dass der Bundesdatenschutzminister Ulrich Kälber seiner Zeit, der inzwischen nicht mehr im Amt ist, damals der Bundesregierung verboten hat, Facebook-Präsenzen zu betreiben. Mit der Formulierung, wir haben hier gemahnt und gewarnt, wir haben ja, also nicht wortwörtlich, aber sinngemäß. Wir sind aber an dem Punkt, dass wir sagen, es ist nicht verantwortlich, BürgerInnen auf eine Plattform zu locken mit exklusiven Inhalten, die möglicherweise nur existiert, um die Daten von denen zu sammeln. Und deswegen war seine Entscheidung, die Bundesregierung darf hier nicht. publizieren. Dagegen hat die Bundesregierung damals rechtliche Schritte eingeleitet. Das Gericht Köln, das Verwaltungsgericht Köln, hatte vor wahrscheinlich auch schon drei Wochen jetzt oder wahrscheinlich unter zwei Wochen, weil jetzt gleich die Geschichte dadurch in Sinn ergibt. entschieden, dass die Bundesregierung nicht dafür verantwortlich ist, was Meta mit den Daten der NutzerInnen macht, sondern Meta selbst. Und alle haben darauf gewartet, wie geht es denn jetzt eigentlich weiter, denn du kannst natürlich auch gegen dieses Urteil. . In Berufung gehen. Und das macht die aktuelle Bundesdatenschutzbeauftragte. Die hat angekündigt, gegen dieses Verfahren oder gegen dieses Urteil in Berufung zu gehen. um sozusagen höher instanzlich klären zu lassen, wer jetzt eigentlich dafür am Ende verantwortlich ist und ob die Bundesregierung rechtskonform Metaplattformen, Metaseiten auf der Plattform anbieten darf oder nicht. Der Name ist übrigens Luisa Specht-Riemenschneider.

13:48 Gavin Karlmeier

Ich finde diese Absurdität von solchen Meldungen so krass. Weil das ist so, man denkt sich, es ist doch das Natürlichste der Welt, dass ein Unternehmen da da sein kann. Ist ein Land ein Unternehmen? Aus meiner Sicht ja. Also, ich meine, also so.

14:07 Carsta Maria Müller

Elon Musk würde das auch so sehen.

14:11 Gavin Karlmeier

Okay, wow. Vielen Dank. Jetzt darf man, also aus meiner Sicht geht es gar nicht darum, also wenn ich jetzt was dazu sagen sollte, meine Meinung, für mich ist gar nicht die Frage, ob und wenn ja. Wie, sondern. Nee, andersrum. Fangen wir von vorne an.

14:33 Carsta Maria Müller

Wir schneiden hier nichts. Das bleibt alles so drinnen.

14:35 Gavin Karlmeier

Okay, wow. Das Thema ist ja. Sollen die das doch machen? Die Frage ist ja, für was sie es nutzen und wie sie das Ganze nutzen. Und dieses, nee, wir dürfen das nicht oder es darf nicht gemacht werden, ist ja. Meistens angst getrieben, dass irgendetwas passiert, was man nicht kontrollieren kann. Und Schocker, man kann Social Media zu einem gewissen Grad durchaus kontrollieren. Also da gibt es sowohl von den Plattformmöglichkeiten, dass man das kontrollieren kann, als auch wie man halt darauf kommuniziert. Und ich finde es absurd. zu sagen, wir streiten uns hier jetzt ewig rum, ob man das machen kann oder nicht. Man sollte eher die Energie reinsetzen. Was sind denn die Leitplanken, in denen man das machen darf?

15:22 Carsta Maria Müller

Ja, die Frage, die da dem aber zugrunde liegt, finde ich so spannend, weil sie hier in dieser Fallhöhe da tatsächlich mal gerichtlich geklärt werden kann, die aber zum Beispiel hier für uns auch ganz häufig eine Rolle gespielt hat, nämlich die Frage. Wie viel Verantwortung hast du eigentlich dafür, wenn du noch einen X-Account hast und dort publizierst? . Bist du dann als Multiplikator, als Publisher, als was auch immer, bist du verantwortlich dafür, dass sich andere Leute dort anmelden? Bist du sozusagen Motivierst du Menschen, diese Plattform mehr zu nutzen, die du eigentlich gar nicht unterstützen möchtest? Mutmaßlich. Und diese Frage stellt sich hier ja auch. Darf das Bund ist das Bundespresseamt und die Bundesregierung? Sind die dafür verantwortlich, was Meta mit den Daten der NutzerInnen macht, wenn sie selber eine Seite dort anbieten, weil sie Anreize bieten, diese Plattform zu nutzen? Und ich finde diese Diskussion sehr, sehr richtig und wichtig. Weil wir auf der einen Seite hier in diesem Podcast dreimal die Woche darüber sprechen, wie diese Tech-Unternehmen eigentlich jeden Tag irgendwelche anderen Gesetze brechen, auf irgendwelchen anderen moralischen Messern tanzen. und versuchen, irgendwie das meistmögliche für sie aus uns NutzerInnen herauszuholen. Und wir immer sagen, ja, aber was sollen wir denn tun, was sollen wir denn machen? Und eine Sache, die wir machen können, ist natürlich, dass die Gründe, warum wir diese Plattform nutzen Am Ende keine Gründe mehr sind, diese Plattform zu nutzen. Deswegen ist die Entscheidung des Bundesdatenschutzbeauftragten da wahrscheinlich sogar nachvollziehbar. Die Frage ist aber, ob die rechtliche Fallhöhe da eine legitime ist. Also, dass man sagt. Wir sind dafür verantwortlich, dass Meta mit euren Daten schlecht umgeht. Also dürfen wir hier keine Seite betreiben. Weil die Diskussion ist ja tatsächlich eine, die am Ende einfach mal entschieden werden muss.

17:02 Gavin Karlmeier

Ja, aber es ist ja trotzdem nur so ein, also es ist eine große Frage und es ist eine große Entscheidung Glauben wir wirklich, dass Menschen auf die Plattform gehen, weil die Bundesregierung da ist und deswegen eine Legitimierung geben, dass man da da sein darf? Also ich verstehe die Argumentation, die du sagst. Ich frage mich nur, ob es in der Praxis wirklich so ist, weil müssen wir uns nichts vormachen. 40% der Menschheit hat einen Facebook-Account.

17:29 Carsta Maria Müller

Klar, aber warum haben sie den? Weil 40% der Menschen halt einen Facebook-Account haben.

17:34 Gavin Karlmeier

Okay, das glaube ich nicht.

17:36 Carsta Maria Müller

Das würde sich doch niemand bei Facebook anmelden, wenn sie die einzigen Menschen dort wären. Sondern man nutzt es ja, weil andere Menschen dort sind.

17:43 Gavin Karlmeier

Aber das ist ja nur ein Argument. Letztendlich, ja, ich bin, also die Menschen sind da, weil andere Menschen da sind. Aber wenn nun halt mal 40 Prozent der Menschheit da sind. Es gibt ja genügend schlaue Menschen, die dann Gesetze machen können gegenüber den Plattformen, wie sie dazu agieren haben und wie nicht. Und also ich, das meine ich mit. Aus meiner lösungsorientierten Ansatz denke ich mir so, okay, wir verschwenden jetzt Energie und Zeit darauf zu entscheiden und irgendwelche Urteile zu fällen, ob die da sein dürfen oder nicht. Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir die Dieses Gedankengut, was wir da haben und den Schmalzchen wieder reinstecken, reinstecken, das Ganze eher zu regulieren.

18:19 Carsta Maria Müller

Ja, hundertprozentig. Absolut. Das führt uns aber leider direkt zur nächsten Dystopie. Du baust mir hier die perfekte Brücke. Denn wir versuchen das ja. Also vor allem Europa ist weltweit relativ führend, was in der Regulation von sozialen Plattformen angeht. Jetzt mal abgesehen von so kleineren Ländern und kleineren Märkten wie Australien, die klareres Regelwerk. vorgestellt haben oder so, aber Europa, die gerade die EU, hat in Form des DSA und des DMAs ein extrem weitreichendes Gesetzespaket zur Regulierung von Social Media Plattformen. Da geht es ja nicht um Ich sage das direkt vorneweg, weil wir gleich eine andere Meinung dazu hören. Da geht es ja nicht ums Drangsalieren von amerikanischen Unternehmen, da geht es auch nicht um Zensur amerikanischer Unternehmen. Es geht auch nicht darum. die eigenen BürgerInnen zu drangsalieren oder zu zensieren, sondern im Gegenteil ja einen rechtskonformen Rahmen zu schaffen, der sich mit den Gesetzen in den Ländern am Ende auch deckt. Also dass wenn ich dich. . hier in diesem Podcast jetzt scharf beleidigen würde, könntest du mich nach deutschem Recht anzeigen wegen Beleidigung. Das ist hier ein Straftatbestand. Wenn ich das auf Facebook mache, kannst du das melden, kannst zum Anwalt rennen, kannst du darum bitten, dass die Plattformen meine Daten rausgeben. Aber ob sie das tun oder nicht, ist, stand jetzt sehr häufig Glückssache. Und um das eben ein bisschen in den Griff zu kriegen, gibt es eben diese Gesetzespakete. Es gibt noch Dutzende andere Beispiele, wofür diese Pakete eben da sind. Aber Donald Trump, seines Zeichens US-Präsident. hat wohl nicht ganz so viel Verständnis für diese europäischen Gesetze wie wir beide, denn er droht damit jetzt, Zölle und Exportbeschränkung gegen Länder zu verhängen, deren Steuern, Gesetze und Vorschriften auf große US-Technologieunternehmen abzielen. Nenne das Beispiel dafür Google Meta, Amazon und Apple. Also ganz konkret sagt er damit Wenn ihr Gesetze gegen unsere Unternehmen erhebt, dann werden wir gegen euch Zölle erheben. Was gerade im Fall, also wie gesagt, die EU ist eines der prominentesten Beispiele und auch einer der größten Gegenspieler in diesem Konflikt. Was aber vor allem deswegen interessant ist, weil sich ja die EU gerade erst mit Donald Trump auf ein Handelsabkommen geeinigt hat, das eben den Rahmen eigentlich schafft, um eben keine willkürlichen Zölle mehr zu erheben.

20:37 Gavin Karlmeier

Ich liebe alles an dieser Meldung und ich wünschte, wir könnten uns jetzt mit einem Kastenbier hinsetzen und es einmal philosophisch quasi durchsprechen, weil da so viele. Themen reingehen und das auch wieder so ein Moment sein könnte. Wasser tropfen in den See und gucken, was das für Wellen schlägt. Ich kann nur meine persönliche Meinung dazu sagen. Ich hoffe, dass die EU daran festhält und die Werte durchbringt und sich nicht. Durch potenzielle Zolldrohungen beeinflussen lässt. Das ist meine ganz persönliche Meinung dazu.

21:13 Carsta Maria Müller

Ich würde dem 100% zustimmen, das ist auch meine Meinung dazu. Problem ist nur, dass das ja hier Donald Trump ständig Wasser in Eimer tropfen und gucken, wie viele Wellen es schlägt. Schon vor der Amtseinführung von Donald Trump hatte der Vizepräsident, oder der damals designierte Vizepräsident JD Vance angekündigt, sollte die EU Gesetze gegen Ex erheben oder aufstellen, würde man die eigene Beteiligung an der NATO in Frage stellen. Da haben wir hier damals auch drüber gesprochen, gesagt, wie kannst du sowas sagen, das ist Irrsinn. Man versucht hier, glaube ich, die ganze Zeit auf der einen Seite sehr stark wirken zu wollen. Auf der anderen Seite will Donald Trump aber natürlich auch seinen Tech Bros gefallen, die die ganze Zeit nichts anderes tun, als ihm gefallen zu wollen. Also er will sich hier als der Der Retter Amerikas aufspielen im Sinne von seiner Definition von Redefreiheit. Seine Argumentation geht aber sogar noch einen Schritt weiter, weil er sagt, dass solche Gesetze oder sowas wie die britische Digitalsteuer, die dort jetzt kommen soll, dass diese Regelungen am Ende ein Freifahrtschein für Chinas größte Technologieunternehmen sind, was natürlich Quatsch ist, ehrlicherweise und natürlich gelten diese Gesetze auch gegen China. Aber Donald Trump sieht darin einen ganz persönlichen Feldzug gegen sich und macht deswegen jetzt, verbindet deswegen jetzt sozusagen die kompletten diplomatischen Beziehungen zu eigentlich allen Ländern, die Gesetze haben, legt er auf gegen die Willkür seiner Unternehmen in den USA und den Schutz dieser.

22:47 Gavin Karlmeier

Zumal er da ja auch wirklich Äpfel nimmt, um über Birnen zu reden. Also er nimmt halt aus verschiedenen. . Konstellationen und verschiedenen Bereichen etwas stellt ja auf einmal eine Korrelation her, die ja in einem normalen Denken Menschen einem normal denkenden Mensch, Alter, ja überhaupt nicht funktionieren würde. Und diese Willkür, die dadurch einfach gezeigt wird, die finde ich, und ich sage das jedes Mal, wenn ich hier in diesem Podcast bin, erschreckend und auch beängstigend.

23:20 Carsta Maria Müller

Und es geht ja immer weiter. Das ist ja, also du siehst ja, dass Donald Trump hier immer schärfer in seiner Formulierung wird. Ich empfinde diese Post Von ihm, indem er diese Ankündigung gemacht hat und indem er auch sagt, Amerika und unsere Technologieunternehmen sind nicht das Sparschwein und nicht der Fußabtreter dieser Welt. Zeigen Sie Respekt gegenüber Amerika und unseren großartigen Technologieunternehmen oder tragen Sie Konsequenzen Diese Formulierung ist ja die nächste Zinsstufe im Kampf gegen diese Gesetzespakete, die auch, ja, Mark Zuckerberg Anfang des Jahres in seinem, wir reden fast jeder Episode über dieses Video, aber dieses Video hat alles verändert, angekündigt hat. Er hat gesagt, wir werden gemeinsam mit Präsident Trump eine Lösung finden, um institutionalisierte Zensur in Europa einzuschränken. Und das passierte jetzt gerade. Diese Definition, die nochmal keine Zensur ist, sondern das Durchsetzen von Gesetzen, die wird hier jetzt gerade auf die nächste Stufe gehoben.

24:14 Gavin Karlmeier

Ich frage mich immer noch, ob das wirklich das ist, was die Tech Bros haben wollen oder ob die das nur im vorauseinenden Gehorsam zustimmen. Weil sie wissen, sie müssen mit Trump good friends sein und wieder wirklich die Wertesysteme dieser Menschen sind. Und da gibt es keine Antwort drauf, weil da müsste man mit denen sprechen und zwar so, dass sie das auch offen und ehrlich zugeben würden, aber das frage ich mich wirklich.

24:40 Carsta Maria Müller

Also man könnte das jetzt natürlich in gewissen, man kann das jetzt, glaube ich Auf ganz vielen Ebenen diskutieren, wenn wir das so kulturwissenschaftlich mal diskutieren wollen. Die amerikanische Kultur und der Umgang in Amerika mit deren Definition von Free Speech, der Redefreiheit. Ist ja ein völlig anderes Verständnis als unser Verständnis von Freie Meinungsäußerung. Weil nach unserem Verständnis ist eine Beleidigung nicht erlaubt. Ist eine Beleidigung. Nach unserem Verständnis ist eine Holocaust-Leugnung nicht erlaubt, weil wir keinen Geschichtsrevisionismus transportieren wollen und auch diese schrecklichen Taten eben nicht in ein Ver Harmlosen in Kontext stellen wollen. Deswegen gibt es Gesetze dafür. Das ist in den USA anders. In den USA kannst du sagen, was du möchtest. Es gibt keine Einschränkungen. Das steht sogar in der Verfassung oder im Zusatz der Verfassung. Dass es aber kulturelle Unterschiede auf der Welt gibt, hast du überall auf der Welt. Und manchmal verstehen wir diese kulturellen Unterschiede als das, was sie sind. und sagen, da muss die Plattform sich an die lokalen Begebenheiten anpassen. Manchmal gibt es kulturelle Unterschiede, die nach unserem Verständnis zu weit gehen oder. gegen Menschenrechte verstoßen, aber das werden afrikanische BürgerInnen und vor allem die, die darüber viel nachdenken, vielleicht völlig anders beurteilen Deswegen ist es ja so wichtig, dass einfach im europäischen Kulturraum, und ich weiß, das ist nicht alles ein Kulturraum, weil es wohnen ganz viele verschiedene Menschen, aber in unserem Raum in der EU gibt es Gesetze. Und diese Gesetze sind ja schon der Kompromiss dieser europäischen Staaten auf etwas, wo wir sagen, das hätten wir gerne so. Und das, was hier aber gerade passiert, ist ja eine Vorbauleistung dafür, dass diese Tech-Unternehmen sich nicht mehr an diese Gesetze halten müssen, weil sie jetzt den Rücken Wind von Papa Trump haben, der sagt, keine Sorge, Jungs, ich verteidige euch, ich boxe euch da raus, macht was ihr wollt. Und das wird konsequenterweise ja jetzt passieren, dass wir. wahrscheinlich eher mehr Verstöße gegen DSA und DMA erleben werden als weniger, weil Donald Trump sich einmal gegen dieses Gesetz ausgesprochen hat und sagt, wir erkennen das quasi nicht an. Das ist nur ein Problem, weil Donald Trump ist eben nicht der Schutzpatron der amerikanischen Wirtschaft, sondern eben auch nur ein Präsident, der ausgerechnet der Präsident des Landes ist, in dem diese Unternehmen sitzen, deswegen die näheren Draht zueinander haben. Aber wenn Meta hier eine Dependance hat, Dann hat Meta eben eine Dependance in der EU und muss sich hier an EU-Gesetze halten. Und damit ist die Geschichte eigentlich zu Ende erzählt.

27:01 Gavin Karlmeier

Ja und nein. Also wenn man jetzt in die Zukunft guckt oder zurückblickt und mal guckt, was so passiert, es werden immer mehr Metaoffices in Europa zugemacht, die einfach nicht mehr stattfinden. oder runtergefahren in der in der in der Intensität, wie sie bespielt werden. Und Trump macht das jetzt vier Jahre. In meinem Kopf habe ich diesen Countdown und mit große Hoffnung, dass das jetzt einfach historisch gesehen, wenn wir zurückblicken in 20 Jahren, diese vier Jahre waren. wo es komplett wild war und es danach dann wieder besser wurde. Das ist meine Hoffnung. Und es ist, also ich sage das jetzt lachend und spaßig, aber unabhängig von was Trump mit den ganzen Plattformen macht, alles, was Trump macht, ich kann es mir nur angucken und erträglich in meinem Kopf machen, indem ich mir denke, es ist halt jetzt eine Time period. Das wird sich noch mal hoffentlich Bald ändern.

27:59 Carsta Maria Müller

Let's hope for the best. Ich fürchte, dass es mit dem Präsidenten J. D. Vance jetzt nicht zwangsläufig besser aussieht.

28:05 Gavin Karlmeier

Nee, aber das muss ich gerade ausklammern, sonst, sonst kann ich Kann ich das nicht ertragen alles?

28:11 Carsta Maria Müller

Ich habe noch eine Kleinigkeit, die zu Trump passt, weil der, weil Trump ja auch durchaus gegen, also ihm geht es ja doch durchaus um den, um die Selbstverwirklichung der AmerikanerInnen und sehr viel mit. Make America Great Again, und hier können alle Leute schaffen, was sie wollen. Dem steht ja eigentlich, liegt ja eigentlich etwas zugrunde, was in der amerikanischen Kultur ganz groß ist, nämlich die Feindschaft oder die Verteufelung von allen kommunistischen Konzepten wie Krankenversicherungen, aber auch Verstaatlichungen. Dementsprechend ist es wahnsinnig interessant, dass die USA 9,9% an Intel übernehmen und damit Intel de facto teilverstaatlicht wird. Die Vorgeschichte ist noch ein bisschen kurioser. Also der Intel-CEO, Lip Butan, der ist nicht gut mit Trump. Weil die beiden in der Vergangenheit sich immer wieder überworfen haben. Hintergrund der Geschichte ist, dass Lipp Bhutan durchaus auch geschäftliche Beziehungen nach China pflegt, was Donald Trump alleine zum Anlass nimmt, ihn zum Staatsfeind zu. vorsichtig formuliert oder metaphorisch formuliert zu erklären. Die beiden haben sich die ganze Zeit hin und her gestritten, es ging die ganze Zeit rauf und runter und jetzt gibt es eben das Ergebnis, dass das Weiße Haus für 20,47 Dollar pro Aktie, was 17% weniger ist als der Schlusskurs an dem Tag, an dem es verkündet wurde, also zum absoluten Discountpreis. 9,9% von Intel übernehmen dürfen und weiterhin sogar noch ein weiteres eine weitere Kaufzusicherung zu diesem Preis bekommen, sollten gewisse Kriterien eintreten in der Zukunft. Ja, was das Ganze aber zur Folge hat, ist, dass Liputan seinen Job behalten darf.

29:46 Gavin Karlmeier

Mich macht das alles so wütend, weil das alles so willkürlich ist. Und Ich bin wirklich die Letzte, die die Gesetze zitiert und sagt: Aber das Gesetz ist doch und man muss und man hat so und Diddede. Aber diese ganze Willkürlichkeit und die Konsequenzen, die daraus kommen. Mich macht es wirklich aggressiv. Also mich macht es, also das sind wie zwei Kinder, die über einen Schokoriegel im Sandkasten verhandeln. So kommt einem das alles vor. Dass alle Regularien, die es irgendwie gibt oder Glaubenssätze oder Werte, die es gibt, dann über Bord geworfen werden, weil es einen persönlichen Rachezug gibt gegen eine Person. Das ist. Es ist absurd. Es ist wirklich einfach absurd.

30:31 Carsta Maria Müller

Apropos Rachefeldzug gegen einzelne Personen. Kommen wir zu Elon Musk. Nein, du hast natürlich vollkommen recht, man kann das hier dokumentieren, aber was soll man dazu sagen, außer das ist eine absolute Es ist bigot am Ende. Es ist so, wie sagt man, Weinwasser predigen und Wein trinken? Auf der einen Seite erzählst du das eine, auf der anderen Seite sicherst du einem Typen zu. Du hast ein Problem damit, dass er staats oder dass er wirtschaftliche Beziehungen nach China pflegt, dass er Anteilseigner von chinesischen Unternehmen ist. Also hättest du den gerne aus dem amerikanischen Konzern raus. Außer du schaffst es irgendwie, dass dieser amerikanische Konzern dich als Staat 10% daran beteiligt, was in ihrer Idee, Teilverstaatlichung, schon gegen alles spricht, wofür Donald Trump eigentlich steht. Zumindest nach außen hin, nach innen offenbar nicht so sehr. Und sagst ihm dafür, ja dann ist mir das mit den chinesischen Verbindungen eigentlich auch egal. Und das ergibt alles so keinen Sinn aus unserer Perspektive, oder?

31:29 Gavin Karlmeier

Nee, genau das ist es. Aber das meine ich mir. Das ist dieses Schokoriegelverhandeln im Sandkasten. Weil es ist so, auch wenn du Kindern zuguckst, dann ist es ja manchmal gibt es ja einfach keinen Sinn, was die machen. Und dann bist du, ja, okay, es ist halt ein Schokoriegel, aber das ist halt mehr als ein Schokoriegel, über den da gesprochen wird. Und deswegen ist halt einfach das Thema, äh, das Wort begott genau richtig.

31:48 Carsta Maria Müller

Ein Schokoriegel in einem Umfang von mehreren Milliarden Dollar. Ja. Come on. Wer will denn da schon kleinlich sein?

31:55 Gavin Karlmeier

Peanuts.

31:57 Carsta Maria Müller

So, ich wollte noch kurz über Elon Musk sprechen. Und zwar haben wir eine Geschichte, die haben wir in der letzten Episode, habe ich die schon angekündigt und angeteased. Denn Elon Musk hat seinen Versprechen, das ist was Besonderes, das alleine, dafür bräuchten wir eigentlich schon Jingle, Elon Musk hat ein Versprechen gehalten. Denn er hatte versprochen, dass er. . Er hat versprochen, dass er Klage gegen Apple und OpenAI einreichen möchte. Und das hat er jetzt getan wegen einer illegalen Verschwörung, wie er sagt, weil er glaubt, dass dort Wettbewerbsverzerrungen passiert. Hintergrund war, dass XAI nie in den redaktionellen Empfehlungen des Apple App Stores auftaucht und darin wittert Elon Musk Böswilligkeit. Er hat sich deswegen jetzt eben dazu bereit erklärt, ihn zu verklagen. Er unterstellt ihnen eine monopolistische Zusammenarbeit, denn Apple und OpenAI hätten sich zusammengeschlossen, um ihre Marktposition zu sichern und Wettbewerber wie XAI bewusst zu benachteiligen. Tatsächlich kontrolliert OpenAI 80% des Marktes für generative Chatbots. Auch Apple hat eine relativ dominante Position am Smartphone-Markt, dass Apple und OpenAI überhaupt eine Partnerschaft miteinander haben. Es kann man natürlich diskutieren, vor allem unter kartellrechtlichen Bedenken kann man das diskutieren. Ehrlicherweise versucht Apple dem auch schon ein bisschen entgegenzuwirken, indem sie Gespräche auch mit anderen KI-Unternehmen führen, wie zum Beispiel Google. Was auch interessant ist, aber nicht an dieser Stelle jetzt. Tat ähm Elon Musk glaubt, dass es eine Exklusivvereinbarung Gay Gebe, indem bewusst auch genannt wird, dass OpenAI im App Store eine dominantere oder bessere Position bekommt, was ehrlicherweise gar nicht unmöglich ist. Also auch das könnte man sich durchaus vorstellen. ChatGPT taucht schon sehr häufig im App-Store vorne oben auf, ist aber eben gleichzeitig auch die App, die 80% der Leute benutzen. Also Come on. Aber das könnte man tatsächlich überlegen und diskutieren. Die Frage ist nur, auch da wieder Bigotterie ist, glaube ich, wieder das Stichwort. Ich bin mir nicht sicher, ob Regulation und Kartellrecht die Dinge sind, auf die Elon Musk sich berufen sollte, wenn man sich so auf dem Markt verhalten hat, wie Elon Musk das die letzten Jahre getan hat.

34:04 Gavin Karlmeier

Das ist ja genau der Dreh- und Angelpunkt, weil es geht halt jetzt auf einmal gegen das Ego, gegen seine persönlichen Vorlieben. Und auf einmal werden halt die Register gezogen, die er sonst die ganze Zeit schön unter den Teppich kehrt. Es ist einfach. . . Ich glaube, wenn man jetzt irgendwie therapeut ist und Beispiele haben will, wie Leute mit verschiedenen. Symptomen agieren, hat man hier die Paradebeispiele, um das einfach mal vorzuzeigen. . . Es ist wirklich eine reine Ego-Geschichte und es ähm Ich muss immer schmunzeln, wenn ich sowas sehe. Ich ehrlicherweise, du sagst es auch, Chat-GPT kommt sehr häufig im App Store vor. Wahrscheinlich kann die Plattform nachweisen, dass es daran liegt, dass es halt so häufig genutzt wird. Who knows? Also, das kann man bestimmt in irgendeiner Form nachweisen. Ich versuche es positiv zu sehen und denke mir, wenn da Menschen involviert werden, die dadurch einen Businessauftrag bekommen, weil das jetzt ausgefochtet werden muss. Let's go for it, dann freuen wir uns doch, dass diese Menschen ein Benefit davon haben. Es ist jetzt nicht weltbewegend, hoffentlich welterschütternd, was dabei rauskommt.

35:19 Carsta Maria Müller

Also das Ding ist ja, der Punkt, den Elon Musk da hat, den kann man gar nicht ausschließen. Kann ja durchaus sein, dass es da solche Rahmenbedingungen und Verträge gibt. Elon Musk ist halt nur der falscheste, der sich für dieses Recht einsetzen sollte, weil es ihm hier eben nicht um die Schaffung von Gerechtigkeit geht, sondern am Ende um persönliche Bevorzugung.

35:37 Gavin Karlmeier

Und weißt du, und dann ist es vielleicht auch nicht ein schriftliches Abkommen, sondern es sind halt irgendwie zwei Menschen, die zusammen im Golfen gegangen sind und da irgendwas entschieden haben. Und ähm. Ja, schocker. So funktioniert Business. Crazy.

35:52 Carsta Maria Müller

Ich mache die Bigotherie mit um Elon Musk, mache ich gerne noch um eine weitere Ebene auf. Denn der Kampf von Elon Musk gegen OpenAI, der reicht ja schon viele, viele Jahre zurück. Wir erinnern uns, Elon Musk war Gründungsmitglied von OpenAI. OpenAI ist damals als Non-Profit Company gegründet worden. OpenAI Ringt mit sich und mit Gesetzesmäßigkeiten und Regeln seit Jahren oder ich glaube seit Anfang des Jahres um diese Non-Profit Company in eine For-Profit-Company umzuwandeln. Es gibt da Dutzende Modelle und Konzepte und Ideen. Zwischenzeitlich hieß es mal, dass Sam Altman diese Pläne verworfen habe, aber es ist alles sehr kompliziert. Elon Musk hat aber ein Problem damit, weil Elon Musk hätte am liebsten am meisten davon profitiert. Und das stellen wir ihm, offiziell sieht er in KI so eine große Gefahr, dass. Er glaubt, das müssen Non-Profit-Unternehmen bleiben, hat aber selber mit XAI ein For-Profit-Unternehmen gegründet, das eben dieselben Dienste anbietet. . Bigotterie. Aber Elon Musk hat die Bigotterie gewonnen. Aber als XAI gegründet wurde im Mai, im Jahr 2023. Hatte man sich einen Status verschafft, nämlich den Status der PBC, der Public Benefit Corporation. Das ist nicht Non-Profit-Zwangsläufig, aber Gemeinnützigkeit. Bedeutet, du musst in deinen Jahresberichten nicht nur deine wirtschaftliche Leistung sozusagen ausweisen, sondern auch deine ökologischen und sozialen Auswirkungen, die dein Unternehmen hat. Damit du eben zeigst, wir sind nicht nur wirtschaftlich, sondern wir arbeiten für einen gemeinnützigen Zweck. Ist nicht ganz so eng gefasst wie eine gemeinnützige GmbH in Deutschland, aber wollen wir gar nicht so viel tiefer reingehen. Im Mai 2024, also nachdem XAI an den Start gegangen ist, die ersten InvestorInnen eingesammelt hat, auch schon diesen Status der PBC nach außen zur Marketing genutzt hat. hat man klammheimlich diesen Status zurückgegeben und hat sich bei dem In Nevada abgemeldet, ein Public Benefit, eine Public Benefit Corporation zu sein. Und einen Monat danach hat man dann zum Beispiel angefangen, solche umweltschädlichen Gasturbinen für seine eigenen Rechenzentren zu benutzen. Also hat dann sozusagen relativ schnell bemerkt. Aber wenn wir gemeinnützig sein wollen, dann müssen wir die Auflagen erfüllen, die wollen wir gar nicht erfüllen, weil wir wollen eigentlich lieber viel Strom generieren, anstatt als gemeinnützig anerkannt zu werden. Hier ist ein Hund. Hörst du das? Ja, liebe Grüße.

38:18 Gavin Karlmeier

Ich habe mich gerade gewundert, hab mir gefragt, hast du einen Hund?

38:20 Carsta Maria Müller

Nee, du hast doch keinen Hund. Also Magengrummeln irgendwie. Komisch. Naja, auf jeden Fall, ich finde, das fasst diese Bigotterie eigentlich ganz gut zusammen, dass man das sozusagen für sich genutzt hat, wie man konnte. Und ja, das ist die Geschichte.

38:36 Gavin Karlmeier

Aber auch hier wieder, Schocker, so wird halt Business gemacht. Und ich musste gerade so schmunzeln, als du gesagt hast. Yeah, und dann hat man in Nevada, das ist einfach und man sieht halt so diese Wüste vor sich, so diesen Heuball da durchfallen und denkt sich so, yeah genau, da hat man mitten in Nevada entschieden, dass man das jetzt irgendwie nicht mehr so macht, damit man die anderen Ziele verfolgen kann, die man hat. Es ist Business, wirklich, man kann immer nur den Kopf schütteln, weil es halt jedes Mal wieder bestätigt wird, warum Menschen wie etwas machen und im Endeffekt wollen Menschen maximalen Profit haben und kapitalistisch. Den Vorteil haben. Das wird mit genau diesen Entscheidungen immer wieder bestätigt.

39:16 Carsta Maria Müller

Die haben das übrigens so klammheimlich gemacht, dass in Gerichtsverhandlungen teilweise auch noch später, also nach dem 9. Mai 2024 von der Public Benefit Corporation gesprochen wurde, obwohl es diesen Status gar nicht mehr gab.

39:28 Gavin Karlmeier

Hat das eigentlich Konsequenzen für die?

39:32 Carsta Maria Müller

Wahrscheinlich nicht.

39:33 Gavin Karlmeier

Nee, ne?

39:34 Carsta Maria Müller

Elon Musk ist, steht über dem Gesetz, das weißt du doch.

39:37 Gavin Karlmeier

Achso, stimmt, habe ich vergessen.

39:40 Carsta Maria Müller

Möchtest du noch eine ganz, ganz unappetitliche Geschichte aus der Kategorie Bigotterie des Elon Musk haben? Als Elon Musk Twitter gekauft hat, hat er ja ein Versprechen gegeben für etwas, das seine höchste Priorität ist, nämlich die Bekämpfung von CSAM auf Twitter. Also die Bekämpfung von Material, das sexuelle Gewalt oder sexuelle Ausbeutung Von Kindern und Minderjährigen zeigt. Das sollte die oberste Priorität sein. Dass das häufig nicht der Fall war, haben wir hier schon sehr häufig berichtet, dass es sehr viele Geschichten gibt, die zeigen, dass Ex sich eigentlich überhaupt nicht darum kümmert. Haben wir auch schon besprochen, dass es geheime Hashtags gibt, unter denen solche Inhalte weiterhin auf X direkt verbreitet werden. Haben wir auch schon besprochen. Jetzt gibt es aber eine nächste Geschichte. Vorsichtig formuliert, über die die BBC berichtet. Und zwar sprechen sie über eine Frau, die vor 20 Jahren sexuellen Missbrauch erlebt hat und von denen von dieser Geschichte gibt es eben Bild. und Videomaterial. Dieses Bild und Videomaterial wurde offenbar immer wieder in solchen einschlägigen Kreisen gehandelt und ist eben deswegen immer wieder aufgetaucht. Jetzt gibt es. Offensichtlich dieses Material auch auf X, aber nicht klar einfach als Bild hochgeladen, sondern zum Verkauf. Es gibt Accounts, die ihre ihren Missbrauch als Video- und Bildmaterial verkaufen. Und diese Person, die hier Zora, äh Zora genannt wird, ist nicht ihr echter Name. und die in den USA lebt, will dagegen vorgehen und hat Elon Musk gebeten, diese Inhalte offline zu nehmen. Tatsächlich hat BBC das zum Anlass genommen, mal schärfer zu recherchieren und sich anzuschauen, was finden wir denn eigentlich hier auf dieser Plattform und haben Ohne Ende-Accounts gefunden, die gegen Geld Material verkaufen, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Was an sich schon Wie gesagt, die oberste Priorität von Elon Musk sein sollte, damals das zu bekämpfen. Sie haben ja in dieser Recherche auch versucht, solche Leute ausfindig zu machen, die dahinter stecken, sind sogar bis nach Indonesien gereist, nach Jakarta, um einen Menschen zu finden. auf dessen Konto eines dieser Verkaufsaccounts lief. Er wusste von nichts und sagte, dieses Konto wird nicht genutzt, das ist nur für eine Hypothek. Sie konnten das natürlich nicht verifizieren. Also konnten ihm nur glauben oder nicht glauben, aber es zeigt also, dass da ein extrem krimineller Kreis, extrem großer Kreis auf Ex Dieses Material verkauft und X zuckt mit den Schultern, hat aber BBC auf eine Presseanfrage geantwortet. Und auch das ist bemerkenswert, weil X tut es nicht. X reagiert eigentlich üblicherweise nicht. Und hat der BBC geantwortet, wir haben null Toleranz gegenüber sexuellen Ausbeutung von Kindern und investieren kontinuierlich in fortschrittliche Erkennungsmethoden, damit wir schneller gegen Inhalte und Konten vorgehen können. Was nichts bringt, wenn es nichts bringt.

42:20 Gavin Karlmeier

Und zumal, wenn sie halt wollten, also wenn sie jetzt dieser Betroffenen, von der du am Anfang erzählt hast, wenn sie ihr jetzt helfen wollen würden, könnten die mit einem Knopfdruck das alles darunter nehmen und erledigen. Also müssen wir uns nichts vormachen, ne? Das ist das Einfachste der Welt. Ich möchte gerade hast du die neuen Folgen von The Legion dir angehört, die neuen Podcast-Folgen?

42:47 Carsta Maria Müller

Nee, nicht mal die alten.

42:49 Gavin Karlmeier

Ah, okay. Die haben ja gerade einen großen Podcast gemacht über Scammer und diese ganzen Scam-Fabriken und so weiter.

42:56 Carsta Maria Müller

Ja, doch, ich weiß vorhin ausfällt es.

42:58 Gavin Karlmeier

Genau, ich. Ich möchte bitte die Menschen anrufen, die das verantwortlich haben und sagen, bitte geht in diese Geschichte rein und macht darüber einen Podcast und bitte redet mal über das Thema Sexinhalte auf Social Media Plattformen und deckt das mal. bitte auf und damit die Leute da draußen das Flächendecken mitbekommen und mehr Druck entsteht, dass die Plattform das runternehmen müssen. Weil das ist natürlich eine Geschichte, die man schon häufiger gehört hat leider. Und sind auch Sachen, die man immer wieder hört. Und die aber aufgrund dessen, dass da glaube ich auch eine sehr große Lobby dahinter ist und sehr viel Geld fließt, logischerweise auch nicht groß hochgespült wird. Und da braucht es, glaube ich, wirklich die Gesellschaft. die flächendeckend sagt, Alter, da muss was geändert werden, und dann Druck zu erzeugen. Deswegen an alle Menschen, die da draußen investigativen Journalismus betreiben und Podcasts machen, nehmt doch mal bitte diese Geschichte und mach da draus was. Weil das. Ich glaube, wenn da nicht so in der Form darüber gesprochen wird, wird es halt einfach immer so weitergehen.

44:01 Carsta Maria Müller

Definitiv, ja. Und das ist auch der Grund, warum wir nicht aufhören, darüber zu sprechen und warum wir das immer wieder öffentlich machen. Und ich finde, der wichtigste Punkt ist aber der, den du gerade gesagt hast. Es ist für die Plattformen ein Klick. Wenn die BBC es schafft, in einer relativ vermutlich unaufwendigen Recherche diese Accounts zu finden. und mehr Accounts zu finden. Sie sagen, allein in diesem Beispiel haben sie über 100 Accounts gefunden, die identische Inhalte angeboten haben. Dann ist das für. Social Media Unternehmen, die ein Backend haben, die andere Möglichkeiten haben, die Plattformen zu durchsuchen, die mittlerweile ja sogar alles mit KI machen wollen, gerade im Fall von X, die sich ja die sogar zu einem KI-Unternehmen gehören, ist es ein leichtes, dagegen vorzugehen. Man muss es nur wollen und man muss wollen, dass man eben auch in solchen Kreisen dann möglicherweise eben nicht mehr als die Plattform gilt, auf der man sowas betreiben kann. Das muss man alles wollen, und dieser Wille fehlt ganz offensichtlich.

44:58 Gavin Karlmeier

Und man muss ja auch sagen, es ist nicht nur die BBC, das findet, sondern es sind ja auch die Menschen, die es dann kaufen und ihre Bedürfnisse stillen, mit was auch immer sie ja gekauft haben. Dementsprechend, es ist ja nicht verborgen, es ist ja nicht nicht auffindbar. Und dementsprechend, ne, also wenn also Als ich noch bei Meta war, gab es auch den ein oder anderen Incident, wo Sachen runtergenommen werden mussten. Und je nachdem In welcher Intensität und je nachdem, wer da dahinter steckt und wer da gesagt hat, das muss jetzt passieren, kann sowas passieren. Und dementsprechend, das ist für die Plattform das Alereinfachste. Deswegen bitte, bitte immer weiter darüber reden und das zu einem großen Thema machen, damit da endlich das passiert, was Elon versprochen hat, beziehungsweise auch alle anderen Plattformen machen sollten.

45:46 Carsta Maria Müller

Vor allem ist es ja abstrus, dass wir hier darüber diskutieren, dass Facebook beispielsweise versehentlich im Minutentakt irgendwelche Konten offline nimmt, ohne Grund und auch ohne Gründe zu tun. zu nennen, womit sie übrigens gegen Gesetze verstoßen, aber die sind ja jetzt offenbar eh egal. Und auf der anderen Seite solche Inhalte halt ewig online bleiben. Also dass ein Inhalt online bleibt, bis von Beginn der Recherche. Bis zum Ende, oder bis zur Veröffentlichung eines Artikels, zeigt ja, die Plattformen haben diesen Willen nicht. Und das wird nur noch schlimmer Ähm, zumindest stand jetzt, wenn wir uns anschauen, wie TikTok im Moment mit den Content-ModeratorInnen umgeht. Wir haben darüber berichtet, dass in Berlin schon einhundertfünfzig Menschen entlassen werden sollen, um ihre Arbeit durch KI zu ersetzen. Dasselbe findet jetzt gerade in den USA statt, wo viele ContentmoderatorInnen entlassen werden sollen. Das Ganze findet auch in Großbritannien statt, wo etwa 300 Menschen entlassen werden sollen, um durch KI-gesteuerte Inhaltsmoderation ersetzt zu werden. Und da finde ich zum Beispiel, also mein erster Impuls ist ja eigentlich, das ist ein perfekter Use Case für KI, weil das ein Job ist, den kein Mensch machen sollte. Keiner sollte acht Stunden am Tag sich solches Material anschauen, in dem brutalste Gewaltdarstellung stattfindet, entsetzliche sexuelle Gewalt sichtbar wird. Menschen gezeigt werden, die sich selber etwas antun. Alle diese, der ganze, der ganze, das ganze düstere, die ganze Tragik in der Menschheit. findet in diesen Videos statt. Und das sind Menschen, die schlecht bezahlt in Großraumbüros sitzen und sich das den ganzen Tag anschauen. Das wäre der perfekte Use Case für KI.

47:21 Gavin Karlmeier

Und es ist vor allem auch technisch sehr, sehr, ich sag mal, ne, also Leinwissen oder halt Halbwissen, es ist auch einfach. Also weil das sind, das sind. Muster, das ist super erkennbar. Das ist ja jetzt nicht, wir reden hier von Wörtern, wo man nicht weiß, wie man die interpretiert und da ist Ironie mit dabei. Das sind ja wirklich. Eindeutige Images, die KI auch sehr gut erkennen kann.

47:43 Carsta Maria Müller

Ja, es gibt aber trotzdem das Aber, dass wir offenbar da noch nicht so weit sind, weil sonst hätten wir solche Geschichten deutlich weniger vermutlich. Ich unterstelle, dass wenn KI darin so gut wäre, das zu erkennen, dann und die Plattform natürlich mehr wollen würden. Also von lange Mark Zuckerberg so argumentiert, dass er sagt, wir wollen, wir verhindern, dass Menschen falsch positiv gesperrt werden. Deswegen sperren wir weniger mit KI, solange löst du dieses Problem natürlich nicht. Aber ich glaube, wir sind noch nicht so weit auf der einen Seite, und auf der anderen Seite ist natürlich auch die Frage, und deswegen gibt es eben diese gewerkschaftlichen Proteste in Berlin beispielsweise. Da sind 150 Menschen, die von heute auf morgen ihren verhältnismäßig nicht so gut bezahlten Arbeitsplatz bekommen. Haben wir für die wirklich keine Verwendung in dieser Welt, in diesem Unternehmen? Müssen wir die einfach vor die Tür setzen und sagen, das macht jetzt ein Computer zwar schlechter, aber dafür kostet er kein Geld. Also das oder weniger. Das sind schon so Fragen, die mich dann so irgendwie beschäftigen.

48:43 Gavin Karlmeier

Ja und nein. Also ich glaube, wir müssen uns zukünftig darauf. einigen, dass gewisse Jobs und Tätigkeiten durch KI ersetzt werden und vielleicht sogar besser gemacht werden durch KI. Heißt das, dass diese Leute deswegen auf die Straße gesetzt werden müssen, weil sie woanders keinen Mehrwert bringen können? Auf gar keinen Fall. In diesen Unternehmen gibt es unfassbar viele andere Dinge, die von Menschenhand gemacht werden müssten. Das müsste aber, das würde ja bedeuten, dass die Unternehmen es sich zur Aufgabe machen, die Menschen menschenwürdig zu behandeln und ihnen Jobs zu geben und so weiter und so fort. Und also wir alle wissen, oder ich habe das ja auch schon häufiger öffentlich gesagt, ich war ja von der Layoffwelle betroffen und ich war nicht diejenige, die nicht ihre Ziele erreicht hat oder so. Ganz im Gegenteil. Und das das ist halt auch einfach Business in der Form, wie es nun halt mal ist. Das passiert und das zeigt einfach, wie diese Unternehmen ticken. Es ist diese Opportunität von, wie sieht der Aktienkurs aus? Und deswegen kann ich immer nur wieder sagen, wenn man in so einem Unternehmen arbeitet und die Paychecks bekommt und selbst wenn man Da als Content Moderator, ich sag mal, schlecht bezahlt wird, ist es immer noch besser bezahlt, als man die andere Jobs, die da draußen bezahlt werden. Das ist alles nur temporär. Und jeder Mensch, der bei so einem Unternehmen einen Vertrag unterschreibt, Ich kann euch sagen, ihr bringt einen Mehrwert rein, weswegen das Unternehmen bereit ist, das zu bezahlen, aber man ist austauschbar. Und das ist einfach, ich habe das jetzt bei so vielen Menschen auch gehört und mit denen auch besprochen, die das gleiche erlebt haben wie ich. Und ich habe da weder ein Trauma von noch was anderes. Mir geht super und ich habe das Ich bin ganz dankbar, dass das alles so passiert ist. Aber das lernt man einfach und ich glaube, das ist auch so etwas, aus dem Alter kommt, wo man einfach merkt, ja, so funktioniert halt dieses Leben. Und ich finde es. Ich finde es nicht okay, dass diese vielen Menschen da auf die Straße gesetzt werden, aber ich kann wirklich nur aus eigener Erfahrung sagen, es gibt andere Dinge, die man machen kann, als für so ein Unternehmen zu arbeiten.

50:58 Carsta Maria Müller

Ja, das finde ich ein sehr schöner Sehr, sehr schöner Appell, um noch ein kleines Gefühl dafür zu kriegen, wie es eigentlich um TikTok in den USA generell steht. Denn am 17. September würde ja die Frist. . Die Donald Trump ein weiteres Mal gesetzt hat, um den Verkauf dieses Unternehmens an amerikanische InvestorInnen voranzutreiben. Ja, also das Handelsblatt berichtet, dass Donald Trump wohl bereit ist, diese Frist ein weiteres Mal zu verlängern. Surprise. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Intelverstaatlichungsgeschichte möglicherweise Ein Versuchsballung sein könnte. Um mal zu gucken, was passiert. These.

51:38 Gavin Karlmeier

Sehr, sehr schön. Du bist heute so ein bisschen verschwörerisch unterwegs. Ich versuche mal hier noch ein bisschen mehr Verschwörertum aus dir rauszukrabbeln. Das ist ja wirklich, ja, du hast recht.

51:48 Carsta Maria Müller

Ja. Aber bin ich jetzt der Schwurbler?

51:52 Gavin Karlmeier

Nein!

51:54 Carsta Maria Müller

Immerhin Subreddit, bin ich der Schwurbler? Und dann kannst du immer so Thesen aufstellen und dann können Leute sagen, ob mein Name Schwurbler ist oder nicht. Das wäre eigentlich ein schönes Spiel, ne?

52:01 Speaker 3

Yeah.

52:02 Carsta Maria Müller

Apapo schönes Spiel. Ich habe auch eins für dich. Funktionen und Emotionen. Instagram hat eine neue Funktion mit dem Namen Studentenprofile hinzugefügt. Damit kannst du dich mit Plattformen wie zum Beispiel Uni Days verifizieren, damit du nachweislich als Studentin oder Student eines gewissen Campuses registriert bist, der dann fest in deinem Profil auftaucht und darüber hast du dann die Möglichkeit, andere Studierende deiner Hochschule oder Universität bei Instagram zu finden.

52:33 Gavin Karlmeier

Back to Social Graph, würde ich sagen. Wirklich, ob das jetzt Studie-VZ, Schüler-VZ oder was auch immer ist, ich habe es auch gelesen und habe irgendwie gedacht, warte mal ganz kurz. Und ich habe wirklich aufs Datum geguckt. Von wann die Meldung ist, weil ich mich so zurückversetzt gefühlt habe. Und ich liebe es und denke mir, es kommt immer alles in Zyklen, es kommt immer wieder alles zurück. Ich bin gespannt, was damit passiert.

52:56 Carsta Maria Müller

Also ich habe ja schon länger die These, dass Instagram einfach jede Funktion, die Ihnen einfällt, in diese App einbauen. Dass Sie sich aber jetzt sich anschauen, was hat eigentlich Facebook 2008 gemacht, um genau das zu kopieren? Hatte ich nicht auf der Bingokarte. Das ist so skurril. Also ganz früher musstest du dich doch bei Facebook auch an einer Uni registrieren. Here we are again. Also ich bin da ein bisschen perplex. Ich weiß gar nicht, was das soll.

53:21 Gavin Karlmeier

Ich glaube, da sitzt irgendjemand und hat gesagt, das wäre doch eine gute Idee. Ja, okay, nee, machen wir jetzt mal. Probieren wir aus, ist doch super. Man darf ja. Darf ich noch ein bisschen was von Internet erzählen? Okay. Also man hat ja immer die sogenannten PSC-Cycle. Also man kriegt ja immer halbjährlich Bewertungen, ob man jetzt seine Ziele erreicht hat oder nicht. Und es ist ja wirklich so ein kleines politisches Macht. Macht Game intern, weil man macht nicht einfach nur mit seinem Vorgesetzten, hier, das sind meine drei Ziele und dann sagt der Vorgesetzte, erreicht oder nicht erreicht, sondern man muss halt dann auch Projekte machen und die Leute, mit denen man die Projekte macht, die geben einem auch nochmal Feedback. Und das ist wirklich, das ist so ein bisschen wie Freundschaftsbuch, aber auf Business. Ebene und da muss man Texte schreiben, ob das jemand gut gemacht hat oder nicht gut gemacht hat. Das heißt, jeder Mitarbeiter hat halt zu seinem normalen Job auch nochmal Projekte und Ziele, die erfüllt werden müssen. Je nachdem, wie das halt aufgesetzt ist, sind die Chefs oder die Chefinnen auch daran interessiert, dass ihre ganzen Mitarbeitenden diese Ziele erreichen. Und das könnte so ein klassisches Ding sein, wo jemand gesagt hat, ich überlege mir mal, wie wir Communities auf Instagram stärken können. Und dann ist man mit der Idee gekommen, und dann haben alle wirklich so in der Kette der Entscheidung gesagt: finden wir gut, finden wir gut, finden wir gut, damit wir da unsere Ratings intern hochkriegen, weil wir unsere Ziel erstellen. erreicht haben und dann ist das Ding auf der Straße gelandet und die Leute können das jetzt machen. Das kann durchaus passieren.

54:41 Carsta Maria Müller

Ja, glaube ich auch. Ich habe das Gefühl, dass jede Funktion, die sich jemand aus. Das Ding inzwischen einfach auch eingebaut wird. . Und ich habe die These, dass Adam O'Sarry einfach als Jahresziel drinsteht, hat tausend neue Funktionen bei Instagram. Völlig egal welche.

54:52 Gavin Karlmeier

Kann ja durchaus sein. Also, ich meine, das ist ja das ist ja das Schöne an diesen Plattformen und Instagram ja auch prädestiniert dafür. Wie oft haben sie was gelauncht, was sie dann wieder zurückgenommen haben? Und wen stört es niemanden? Also, das ist ja das Schöne, das ist ja alles nicht in Stein gemeißelt.

55:07 Carsta Maria Müller

Das Feature ist in einem halben Jahr wieder weg, glaube ich auch. Aber ich finde, es gibt noch zwei interessante Facetten an diesem Feature. Das eine ist, dass. vor fünf Jahren, 2020, Meta das schon mal versucht hat zu relaunchen, mit dem Namen Facebook Campus. Und du quasi bei Facebook Campus dich auch mit Hilfe eines mit Hilfe einer Universitätsverifikation in kleine unter Facebook einarbeiten konntest oder anmelden konntest. Das haben sie dann aber etwas später wieder eingestellt, weil zu viele Nichtstudierende in diesem Programm waren. Ob dieses Problem jetzt behoben ist, I don't know, aber Instagram ist wohl hier an der Stelle egal. Und TikTok Hat vor einigen Wochen eine Funktion mit dem Namen Campus-Verifizierung eingeführt, bei der du dich mit Hilfe der Verifizierungsplattform Unidays verifizieren konntest, um dich an einer Hochschule zu verifizieren. Also exakt dasselbe.

56:01 Gavin Karlmeier

Aber sag mal, hat da nicht, da muss doch dieses Unidays, das ist doch der gemeinsame Nenner in dieser Meldung, da muss doch irgendwas dahinter, vielleicht haben die auch irgendein großartiges Ziel oder irgendeine Investition bekommen, weswegen die da so investiert. sind. Da ist doch, also jetzt komme ich ja mit einer Verschwörungstheorie an.

56:22 Carsta Maria Müller

Wenn du eine Goldphase hast. Und du willst daran partizipieren, dann investierst du in die Unternehmen, die Schaufeln herstellen, weil die ja alle davon profitieren, dass alle Goldgraben gehen. So, und nach dem Prinzip müsste man jetzt ganz doll sich mal den Aktienkurs von Unidays anschauen. Unidays kennt man aber übrigens auch als Unternehmen, weil das sind die, wo man vor 15 Jahren beispielsweise sich mit seiner, also ich ich mich vor 15 Jahren mit meiner Uni-Mail-Adresse registrieren konnte, um beispielsweise bei Apple 10% zu kriegen. Also das ist durchaus schon sehr lange eine bestehende Plattform, die diese Verifizierung von Studierenden vornimmt.

56:56 Gavin Karlmeier

Und ich glaube halt, dass es schon, also jetzt mal Spaß beiseite, da muss ja auch irgendein finanzieller Mehrwert dahinter sein. Also du kannst mir nicht sagen, dass Instagram und TikTok irgendwas ausräumen, weil sie jetzt den Studenten gefallen wollen. Das ist ja, das ist ja utopisch und das hat ja. Das ist ja zu naiv gedacht. Und diese Verknüpfung von TikTok und Instagram mit den öffentlichen Universitäten, also da muss irgendwas anderes mit dahinter sein. Und ob das nur die 10% bei Apple sind, oder halt für andere Tools oder oder oder ich meine, müssen wir uns nichts vormachen, 50 Prozent und vielleicht sogar mehr der Hausarbeiten werden wahrscheinlich mit KI geschrieben und nicht mehr von Hand. Dementsprechend, also da muss es auf jeden Fall irgendeine eine Business-Fund-Grube geben, nach der wir vielleicht auch mal graben gehen sollten.

57:43 Carsta Maria Müller

Möglicherweise. Unidays macht übrigens 173 Millionen Pfund Umsatz im Jahr. Ist gar nicht so viel eigentlich dafür schon.

57:49 Gavin Karlmeier

Ich wollte gerade sagen, ist gar nicht so viel. Ist das eine britische Firma?

57:53 Carsta Maria Müller

Britische Firma Limited. Myuni Days Limited heißen sie. Tja.

57:58 Gavin Karlmeier

Vielleicht haben die sich jetzt neu Geschäftsmodelle ausgedacht, damit sie mehr Umsatz machen. So.

58:05 Carsta Maria Müller

Instagram testet außerdem ein neues Feature mit dem Namen Picture in Picture, bei dem du beim Reels gucken Reels gucken kannst.

58:12 Gavin Karlmeier

Schön, damit meine Aufmerksamkeitsspanne noch verrückter wird und ich auf gar keinen Fall mitbekomme bei Netflix, wenn ich das noch nebenbei gucke, was da gerade passiert. Also auch da wieder. Ich frage mich, wer kommt auf sowas? Wie kann es über die verschiedenen Stufen gehen, dass es freigegeben wird? Es wird einen Bedarf dafür geben, weil sonst würde es nicht stattfinden. Und ich glaube, das habe ich hier ja auch schon mal erzählt. Meta-Mitarbeiter haben Wir haben ja eine andere Version von Instagram, Facebook, WhatsApp und Co. , um halt quasi schon Features vorab zu testen, bevor sie dann auf den Markt kommen. Und da frage ich mich, was haben da diese Mitarbeiter getestet und für Signale gegeben, dass man wirklich glaubt, man muss es in der App launchen? Offensichtlich wurde es genutzt.

58:53 Carsta Maria Müller

Also es ist, ich habe es natürlich ein bisschen polemisch vorgestellt. Es ist nicht so, dass du Reels gucken kannst, wenn du guckst, sondern du kannst die Reels weiterlaufen lassen, wenn du Instagram verlässt. Du kennst das auf dem iPhone, diese Overlay, kleinen Screens, wo dann die Bildschirme, die Videos weiterlaufen. Und wenn du mich fragst, ist dieses Feature natürlich ein direkter Angriff auf YouTube, bei denen das ein Premium-Feature ist. Also du kannst nicht YouTube im Hintergrund gucken, ohne YouTube Premium zu haben oder andere Wege zu gehen, die YouTube selber aber nicht anbietet. Bei Instagram kannst du das jetzt und kannst dann sozusagen weiter Reels gucken, wenn du gerade, weiß ich nicht, deine Einkaufsliste schreibst.

59:27 Gavin Karlmeier

Aber glauben wir nicht auch, dass wir jetzt in Meetings dann viel häufiger irgendwelche unerwarteten Real Sounds hören, weil Leute das nicht im Griff haben und der Sound noch an ist und wir dann auf einmal im Meeting was hören, was wir eigentlich nicht mehr hören sollten?

59:38 Carsta Maria Müller

Geht das denn? Geht denn noch mehr? Reals Sound unerwartet in Meetings als jetzt gerade.

59:44 Gavin Karlmeier

Ich glaube ja.

59:46 Carsta Maria Müller

Ich finde, da müssen wir auch mal auch gesellschaftlich darüber diskutieren, wie häufig man plötzlich einen Sound aus der Raumecke hört. Weil ich finde es ja, also ich bin ja der Erste, der auch mal aufs Handy guckt zwischendurch immer so, aber mach doch die Lautstärke runter. Ich finde auch, ich werde Boomer, glaube ich, ich werde einfach alt. Ich bin 36. Aber mich fuchs das. Ich verstehe nicht Leute, die auf dem Fahrrad mit einer Lautsprechermusik hören und ich verstehe nicht Leute, die über Lautsprecher im Zug telefonieren. Das sind beides Dinge, die ich nicht verstehe, weil es für beide diese Fälle seit im Fall der Musik seit 40 Jahren eine Lösung gibt, im Fall des Telefons seit 100 Jahren eine Lösung gibt, dass man das nicht laut machen muss.

01:00:25 Gavin Karlmeier

Mir passiert es manchmal im Zug, wenn meine Headphones quasi mit meinem Laptop verbunden sind und dann bin ich aber gelangweilt. And then machine my handy announcement and fange an Wheels zu gucken. And then I'm not noise cancelling off and kick then in a half minute erst, oh fuck, my sound is young. Also, I couldn't the person say that your technical devices not in the griffe. dann diesbezüglich auch nervt.

01:00:51 Carsta Maria Müller

Ja. So, ich habe noch ein Feature von Instagram, nämlich es wird jetzt eine neue Retention Chart. In den Analytics geben, bei denen du genau sehen kannst, wie viel Zeit haben die Leute damit verbracht, wie wo sind sie weggeskippt an welcher Stelle. Und wir wissen auch, dass es in den Carousel-Insiges jetzt einen Punkt geben soll. dass du sehen kannst, bei welchem Slide die Leute Like gedrückt haben. Das heißt, wir werden offenbar mit der Zeit ein immer granulareres Analytics-System für Instagram kriegen.

01:01:23 Gavin Karlmeier

Also, herzlichen Glückwunsch, die Menschen wollten das schon seit fünf Jahren.

01:01:28 Carsta Maria Müller

Mindestens.

01:01:29 Gavin Karlmeier

Und wirklich, also ich bin leid, da jetzt zu applaudieren für etwas, was so lange überfällig ist. Und ich wirklich Ich finde es schon fast schade, dass sie die Aufmerksamkeit dafür hier in diesem Podcast bekommen, weil das ist, do your fucking homework. Und das haben sie offensichtlich nicht gemacht. Und jetzt launchen sie das und wollen dafür Applaus haben. Auch so mit dieser. Edit-Apps. Ich denke mir, ja, Leute, dass ihr das nicht auf der Straße bekommen habt, das liegt halt einfach daran, dass ihr euch so einen großen Bums Dings dahinter aufgebaut habt, was ihr alles nicht mehr koordinieren könnt und vergesst, was eigentlich die User da draußen wirklich haben wollen. Und jetzt sollen mir alle applaudieren, dass ihr irgendwie eure Hausaufgaben macht. Ja, ich freue mich. Ich freue mich wirklich sehr und toll. Weiter geht's.

01:02:15 Carsta Maria Müller

Ich habe dem nichts hinzuzufügen. Doch, ich würde eine Ergänzung machen, mit fünf Jahren kommst du nicht hin. Also, dass die Instagram Analytics total desolat sind im Vergleich zu all den Analytics, die wir auf anderen Plattformen bekommen. Ist für alle Social Media ManagerInnen ja das, also alle sagen, ja sorry, ist Instagram, wir wissen es nicht. Wenn sich da jetzt mal was dran ändert, ist ja vielleicht eher gut.

01:02:35 Gavin Karlmeier

Und man muss ja auch immer sagen, dass ja nicht alle immer alle Features haben. Und dann sagt halt Instagram auch immer so, ja, weil es gibt dann immer eine Testgruppe, wo das dann getestet wird, ob die Leute das nutzen und nicht nutzen und wenn sie es haben und nicht haben und diddede, und ich denke immer nur so Leute, wenn es hilfreich sein soll, dass wir uns verbessern, also die wir im Sinne von die Content Creator, Menschen, die darauf arbeiten, dann gibt es doch bitte allen. Also entweder habt ihr da wirklich einen krassen technischen Fehler drin, dass ihr es nicht bei einer rausgerollt bekommt, oder es ist halt wirklich, also eine unwahrscheinliche, also Was ist das für eine Erklärung, bitte? Und also ich habe da so wenig Verständnis dafür. Ja, mir tut es immer sehr, sehr leid für die Leute, die es nicht haben und denken mir nur so, ja, okay. Es kann nur besser werden. In den nächsten fünf Jahren.

01:03:15 Carsta Maria Müller

Ich finde, das ist ein schöner Abschlusssatz. Es kann nur besser werden, ganz generell, aber. Liebe Carter, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich finde, wir haben heute viel abgearbeitet. Ist auch mal schön. Gutes Gefühl.

01:03:27 Gavin Karlmeier

Ja, finde ich auch. Und ich freue mich auch, dass wir sehr popkulturell eingestiegen sind am Anfang. Ich hoffe, wir haben nicht zu viele HörerInnen verloren.

01:03:33 Carsta Maria Müller

Wenn doch, sorry Leute. Schaltet einfach Montag wieder ein, dann ist nämlich Nora Hespers da. Freuen wir uns sehr drauf. Wird wieder schön, die war auch länger nicht mehr hier. Vielen Dank, dass du hier warst. Habt alle ein ganz wundervolles Wochenende. Passt auf euch auf, nehmt euch mal Auszeit, guckt mal nicht Nachrichten, sondern hört einfach nochmal eine alte Folge. Haken dran. Macht auch Spaß. Danke, dass ihr da wart, danke, dass du da warst, liebe Carster, und bis bald. Wir machen jetzt gleich direkt einen neuen Termin aus.

01:03:56 Speaker 3

Machen mal, dankeschön, bis zum nächsten Mal, tschüss.