Folge 474 · 8. September 2025 · 22 Min.
Broligarchie geht durch den Magen
Wes Brot ich ess, des politische Position werde ich in meinem Techunternehmen entsprechend umsetzen. Wir reden über das letzte Abendmahl (das zwar nicht das letzte seiner Art war, aber jedenfalls das Allerletzte war) – aber auch darüber, wie Facebook Anstupsen tatsächlich wieder großmachen will.
➡️ Sherwood.news darüber, wer alles beim Techdinner saß: https://sherwood.news/tech/which-tech-execs-attended-trumps-white-house-dinner/
Kapitelmarken
KI-unterstützt:
- Begrüßung & Solo-Folge
- Make Anstupsen great again! (schon wieder)
- Housekeeping: TikTok Pro
- Google, YouTube & Donald Trumps letztes Abendmahl
- YouTube löscht 350 Archivvideos
- Gmail & Vorwürfe parteiischer Spam-Filterung
- Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen zu dieser kleinen Solo-Ausgabe Hakendran, hier am Montag, dem 8. September. Und wir haben heute ein paar Geschichten, über die wir sprechen müssen. Ich habe ja schon angekündigt, heute wird eine Episode, in der ich mal ein bisschen. alleine ins Mikrofon brabbel, wie wir das so ein- bis zweimal im Monat machen, um so ein bisschen Ablage zu erledigen, ein bisschen aufzuräumen und wieder Platz zu haben für neue Themen, die sich . nicht wie die anderen Themen so ein bisschen angestaut haben. So war zumindest der Plan. Und jetzt sind an diesem Wochenende und in den letzten Tagen so viele Dinge passiert, über die wir direkt sprechen müssen, dass es vielleicht einfach auch gar keine Notwendigkeit hat, diese Ablage irgendwann mal aufzuräumen. Und wir gehen heute direkt rein. Und zwar möchte ich über eine Geschichte sprechen, über die wir hier in Hakendran schon zweimal so ein bisschen gesprochen haben, nämlich am 22. März 2024, den Titel der Episode verrate ich gleich, und am 22. April 2024 in der Folge Falsch, aber lustig mit Dennis Horn. Und zwar geht es um das Thema Anstupsen auf Facebook. Ich weiß, das hat niemand von euch auf der Bingokarte und ich selber war auch irritiert, dass da jetzt was kommt, aber die Vorgeschichte war, dass Meta selber im Januar 2024 und im Februar 24 gemeldet hat, dass Anstupsen bei Facebook plötzlich wieder ein Ding wird. Wir hatten hier in Deutschland früher mit Studie VZ immerhin das Gruscheln. Aber das Poken war eine Funktion, die Facebook eben damals so installiert hat, mitgebracht hat von vornherein, um Leute irgendwie, naja, auf sich aufmerksam zu machen. Es wurde häufig auch genutzt, um irgendwie erste Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Ist aber ein Feature, das eben bis letztes Jahr stark in Vergessenheit geraten ist, bis dann eben die Zahl der Pokes im Februar letzten Jahres um das Siebenfache gestiegen ist. Also plötzlich wurde anstupsen wieder hip und Facebook hat seitdem nur ungefähr anderthalb Jahre gebraucht, um irgendwie auf diesen Hype des Pokens reagieren zu können. Und er hat jetzt einen Post gemacht auf der Instagram-Präsenz von Facebook. Also das alleine ist schon bemerkenswert. Und haben darin angekündigt, also dieser Post kam wirklich wie aus dem Nichts mit der Ankündigung Anstupsen wird jetzt noch einfacher. Es wird jetzt bei Facebook die Möglichkeit geben, ich kann nicht glauben, dass ich das hier wirklich erzähle, aber. Naja, es wird jetzt die Möglichkeit geben, dass du auf dem Facebook-Profil direkt neben dem Namen einen kleinen Anstups-Button hast, dass du nicht mehr irgendwie durch die Menüs gehen musst und eine Übersichtsseite für Pokes, die es tatsächlich schon mal gab bei Facebook, die sie aber jetzt eben wieder zurückgeholt haben, damit das Anstupsen jetzt wieder sexier wird. Und warum ich das erzähle, ist, weil viele Dinge an dieser Geschichte so bemerkenswert sind in der Frage, wie Meta selber mit Facebook umgeht. Also Facebook ist ja so ein bisschen, zumindest aus europäischer Perspektive, eine Art Sorgenkind gewesen. Wir hatten aber im letzten Jahr so ein paar Hinweise darauf, dass Facebook für die Gen Z gerade irgendwie So ein kleines Revival erlebt und das eben auch in diesen Anstruppszahlen, in diesen Anstruppszahlen eben irgendwie sichtbar geworden ist. Und Jetzt sehen wir, dass Facebook oder dass Meta die Prioritäten so verteilt hat, dass sie anderthalb Jahre brauchen, um auf diesen Hype der Zahlen mit einer Relativ kleinen Veränderungen zu reagieren. Und diese kleinen Veränderungen sind eben ein neuer Button und eine Übersichtsseite der Anstupsungen. Das ist alles, das ist auch die Geschichte schon. Aber die Frage, die sich da ja natürlich anschließt, ist. Wohin führt das? Was hat Facebook vor? Und sind die Cycles in diesem alten, großen Tanker Facebook inzwischen so langsam und die Prozesse so langsam geworden? Dass wir einfach davon ausgehen können, dass wenn Facebook heute irgendetwas identifiziert, Ewigkeiten brauchen, um darauf zu reagieren. Hat mich auf jeden Fall beschäftigt und wir werden da so ein bisschen dranbleiben und mal gucken, was damit jetzt passiert. Mein Take ist. Instagram wird anstupsen bekommen. ReadMyLips. Wir haben jetzt den 8. September heute, in spätestens einem halben Jahr können wir auf Instagram etwas Vergleichbares wie Anstupsen tun. 100%ig. Wir haben die Featureflut auf Instagram. Und die Tatsache, dass Instagram ja eigentlich alles kopiert, was gerade irgendwo anders ein bisschen Bewegung erlebt, ich möchte mich da feststellen. was das angeht. Und das andere ist ein kleines Housekeeping, das ich hier auch zum Einstieg direkt erzählen möchte. Und dann gehen wir aber auch in das große Thema, über das wir heute sprechen müssen. Und zwar hat Max Snyder auf unserem Discord erzählt. Also ihr wisst ja, zu diesem Podcast gibt es einen begleitenden Discord-Kanal, in dem wir extrem viele Leute sind in extrem. . die in extrem hoher Qualität, extrem gute Diskussionen führen. Und ich habe aber ja vor einigen Wochen hier über TikTok Pro gesprochen und so Thesen aufgestellt und gesagt, die These, dass TikTok Pro vor allem als App gestartet ist. Kleine Erinnerung, TikTok Pro ist eine App, die TikTok an den Start gebracht hat, die werbefrei ist, bei der man vermutlich positive irre Inhalte sehen soll, die wir was wir bislang nicht bestätigen konnten, aber eben auch, dass es dort einige Dinge gibt, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Geld spenden zu lassen für den Konsum von positiven Inhalten. Egal, haben wir drüber gesprochen. Und damals habe ich gesagt, das ist so eine App, die eigentlich nur für die EU-Kommission entwickelt werden sollte. Und das wollte ich daran festmachen, dass TikTok selber TikTok Pro kaum bewirbt. Naja, auf jeden Fall schaltet TikTok jetzt offenbar bei Instagram. Werbung für TikTok Pro, in denen aber einfach nur drin steht, praktische Inhalte, weniger Grenzen, TikTok Pro. Ob diese Werbung jetzt tatsächlich Leute motiviert Diese App zu installieren. Steht auf einem anderen Blatt, aber wir können damit schon mal festhalten, dass TikTok jetzt auch Werbung für TikTok Pro in Deutschland jedenfalls schaltet. Vielen Dank fürs Screenshotten und uns schicken, Max Snyder. Das ist ein Aufruf, dem einfach Folge geleistet wurde. Das ist sehr gut. Die Geschichte, über die ich heute am meisten mit euch sprechen möchte, betrifft in erster Linie Google und YouTube. Und den Umgang von Google und die Veränderung von Google in Richtung Donald Trump, aber auch dieses große Tech-Abendmahl, das Donald Trump veranstaltet hat. Aber wir fangen ganz vorne an. In der letzten Woche hat ein Richter in den USA ein Urteil gesprochen. Es geht um die Geschichte, dass Google eine Monopolstellung vorgeworfen wurde, weil sie eben den Suchmarkt dominieren und gleichzeitig aber auch. . Versuchen, mit so einer eigenen Art des horizontalen Wachstums die NutzerInnen sozusagen im eigenen Unternehmen zu halten, indem sie zum Beispiel den eigenen Browser Chrome betreiben, indem sie das Betriebssystem Android betreiben, das auf auf sehr, sehr, sehr vielen Mobiltelefonen installiert ist, eigentlich wahrscheinlich auf den meisten. Ich will also sagen: Die Frage, wie Google sich eigentlich sich selber auf dem Markt verhält, wie groß deren Dominanz ist und was sie dafür tun, diese Dominanz aufrechterhalten zu können. Die hat jetzt in den USA schon länger Gerichte beschäftigt und schon im letzten Jahr hatte ein Bundesgericht in den USA festgestellt, dass Google Suchmaschinengeschäfte so wie sie betrieben werden, nicht legal sein und dass es daraufhin Strafen geben wird. Sanktionen, Folgen für Google. Man ging davon aus, dass Google möglicherweise zerschlagen werden könnte, dass Google dazu gezwungen werden könnte, Chrome zu veräußern, sie zum eigenen Unternehmen zu machen und sich damit sozusagen ein bisschen weniger dominant und breitbeinig auf den Markt. aufstellen zu können. Tatsächlich wurde jetzt diese Strafe bekannt gegeben in Washington, DC und interessanterweise ist die Konsequenz, die Google ziehen muss. Nichts davon, sondern weiterhin ist die Feststellung, dass Googles Suchgeschäft oder Googles Marktposition zu dominant ist und damit kartellrechtlich bedenklich, die wird weiterhin getragen. Die Konsequenz ist aber nicht dass Google aufgespalten wird oder jetzt sich zum Beispiel darum kümmern muss, dass der Chrome-Browser verkauft wird, sondern sie haben einfach in Anführungsstrichen nur die Verpflichtung Suchdaten und Suchergebnisse mit qualifizierten Wettbewerbern zu teilen. Also die Monopolposition wird anerkannt und es wird jetzt dazu kommen, dass andere Suchmaschinenbetreiber Zugriffe auf Daten von Google bekommen werden. Meine These ist, das wird nicht zwangsläufig etwas an der marktdominanten Position von Google verändern. Ein Thema, das aber in diesem Prozess eben auch lange diskutiert wurde, waren die sogenannten Exklusiv-Deals. die Google abschließt. Wir wissen, dass zum Beispiel Apple im Jahr Zims 20 Milliarden US-Dollar dafür bekommt, dass Google die primäre Suchmaschine im Mobilsystem iOS ist. Und tatsächlich darf dieser Deal auch weiterhin bestehen bleiben. Es gibt zwar ein paar Exklusiv-Deals, die Google so nicht mehr abschließen darf oder auch nicht aufrechterhalten darf, aber eben dieser sehr große und sehr öffentlichkeitswirksame Deal. Der darf bestehen bleiben, weil das Gericht entschieden hat, dass Google zwei Konkurrenten mehr Raum einräumen muss und auch Dinge zu unterlassen hat. Und dass man nicht dafür zahlen muss, eine exklusive Suchmaschine aufgeräten zu sein, aber dass man im Fall von Apple beispielsweise, dass Google so voreingestellt ist oder dass Google als in dieser Also in der EU beispielsweise haben wir das ja so. Wenn ich das erste Mal Safari öffne auf einem iOS-Gerät, also dem Browser, dann muss ich mir eine Suchmaschine aussuchen, dass Google da sozusagen direkt vorgeschlagen wird. Das ist alles erlaubt. Also man darf sozusagen solche Deals abschließen. Die aber eben keine Exklusivität mit sich bringen. Das ist interessant, weil wir davon ausgehen müssen, dass dieses Geld auch weiterhin fließen wird, in welcher Form das dann aber tatsächlich dazu führen wird, dass Google auf Apple-Geräten prominent platziert wird. Das werden wir jetzt in der Zukunft beobachten können. Aber man geht davon aus, so schreiben es zumindest einige Medien, dass Apple und Google das jetzt zum Anlass nehmen, ihre Überlegungen, ihre Gespräche, die bereits laufen über eine KI-Korporation im Sinne von Gemini, wird in das Betriebssystem iOS integriert, dass die jetzt weiter vorangetrieben werden, weil es eben offenbar Kartellrechtlich keinerlei Einschränkungen gibt, was diesen Deal zwischen diesen beiden sehr, sehr, sehr, sehr, sehr großen Tech-Unternehmen angeht. Kurz, nachdem dieses Urteil oder diese Da diese Strafe sozusagen bekannt gegeben wurde, hat auch die EU eine Strafe gegen Google erhoben. Hier geht es tatsächlich auch um eine Monopolposition. Ihr werdet gleich verstehen, warum wir darüber in einem Social Media Podcast sprechen oder in einem, der sich mit diesen großen Tech-Unternehmen auseinandersetzt. Und hat festgestellt, dass das Werbegeschäft, das Google betreibt, so nach EU-Recht nicht Durchführbar oder vereinbar ist. Denn der Vorwurf, den die EU-Kommission Google macht, ist hier, dass sie sowohl selber Werbung verkaufen als auch Werbeflächen für andere Werbeverkaufende anbieten. und sie damit sozusagen sich selber bevorzugt behandeln, weil sie eben für ihre Werbeflächen bessere Positionen rausarbeiten können oder sie sozusagen für sich selber das Bestmögliche aus dieser Werbeplatzierung rausholen können. Und die Strafe, die die EU verhängt, beträgt 2,95 Milliarden Euro. Das ist eine ziemlich saftige Happige Strafe. Eine, die eben auch durch die Medien gegangen ist, ihr habt es wahrscheinlich sogar mitbekommen. Was aber währenddessen passiert ist, und das ist ja eigentlich das Interessante, ist, dass am Donnerstagabend Donald Trump zum letzten Abendmahl geladen hat. Er hat Es war nicht das letzte Abendmahl, aber es war zumindest das letzte, wenn wir aus europäischer Perspektive darauf schauen. Denn Donald Trump hat eigentlich alle großen Tech-Bosse. Es gibt eine ganz, ganz tolle Übersicht, eine ganz tolle Einordnung, wer diese ganzen Menschen sind, auf Sharewood. News. Ich packe euch den Link in die Show Notes, ihr seht in der Übersicht der anwesenden Gäste. Und also um es kurz zusammenzufassen, da saß dann Mark Zuckerberg und Tim Cook von Apple und der CEO von Google eben und alle anderen CEOs. Mit einer Ausnahme. Elon Musk. Elon Musk hat nämlich angekündigt, dass er nicht selber teilnehmen wird, weil er leider terminlich verhindert sei. Er sei eingeladen gewesen, kann aber nicht, würde aber einen Repräsentanten oder einen Stellvertreter schicken. Wer das am Ende war? Wissen wir nicht, denn niemand, der in diesem Tisch gesessen hat, war eben irgendwie mit einem von den Mask-Unternehmen sichtbar verbandelt. Also da saß jetzt kein Tesla-Manager, kein Star, ähm, SpaceX-Manager, kein Ex-Manager. Die waren alle nicht vor Ort. Also es gab offen einen Stellvertreter, der sich als solcher nicht zu erkennen gegeben hat. Vielleicht war es Max Zuckerberg. Aber auf jeden Fall saßen die eben da alle in dieser Runde und haben sich dann, es gibt Videos dazu, ich erspare aber hier an dieser Stelle die Töne, haben dann Raium sich dafür bedankt, dass Donald Trump hier so eine tolle, tolle Umgebung geschaffen habe, um für die größten und schlauersten Unternehmen Wachstum zu ermöglichen und einen Markt zu ermöglichen und alles zu ermöglichen, was die Tech-Unternehmen eben hier so sagen, damit Donald Trump sich geschmeichelt fühlt. Und daraufhin hat Donald Trump eben auch allen Anwesenden die Frage gestellt, was werdet ihr in den USA investieren. Und sie haben sich überboten. Mark Zuckerberg hat angekündigt, 600 Milliarden Dollar in den nächsten Jahren in den USA zu investieren. Tim Cook hat auch gesagt, dass Apple in den nächsten Jahren 600 Milliarden Dollar In den USA investieren möchte. Sam Altman hat gesagt, wir glauben, dass wir hier an die Spitze der Welt kommen werden durch diese Führung, die Donald Trump eben hier anbietet. Es war eine ganz, ganz kuriose Sitzung, aber im Rahmen dieser Sitzung hat eben Donald Trump sich auch an Sunabikai gewandt. Das ist der C auch von Google. Und hat gesagt, er hattet ja einen sehr guten Tag, die Aktie hat positiv reagiert, also Donald Trump hat sich hier. . sozusagen auf die Seite von Google geschlagen in der Argumentation und sich nicht etwa einfach nur hinter das Gericht gestellt, sondern hat sich eben aber eben Im Schulterschluss mit Google auch gezeigt und hat gesagt, naja, es ist ja alles gut gegangen. Und dann kam eben diese Ankündigung der EU, eine Strafe gegen gegen Google zu verhängen in Höhe von fast drei Milliarden Dollar und hat daraufhin reagiert. Donald Trump hat nämlich nun angedroht, dass er, sollte die EU tatsächlich diese Kartellstrafe nicht zurücknehmen und durchsetzen wollen, dass er ein Verfahren nach Paragraf 301 einleiten würde. Und dieser Paragraf 301 der umfasst nämlich die Möglichkeit von Strafzellen Heißt also, Donald Trump sagt, sollte die EU ihr Recht durchsetzen, das hier gerichtlich festgelegt wurde, würde man auf politischer Ebene hier mit Zöllen drohen, um Google eben dazu zu tun. oder dazu zu bringen, diese Strafe nicht zahlen zu müssen. Das ist eine ganz eklige Form der Tech-Diplomatie, die da passiert. Und eine, bei der ich hoffe, dass die EU darauf nicht reagiert, sich nicht einschüchtern lässt und sagt, naja, wir werden jetzt diese Strafe hier aussetzen oder werden hier mit Vorsicht darauf schauen. was Donald Trump hier androht, weil das eben, naja, das ist halt unser Gesetz hier und wenn in der Demokratie die Gewaltenteilung am Ende so funktioniert, dass die juristische Ebene die Entscheidung trifft, dass ein Unternehmen gegen Gesetze verstoßen hat, dann wird es eklig, wenn ein Präsident eines anderen Landes sich hier schützend vor seine vor seine Tech Browse stellt und irgendwie versucht. Naja, sich hier eben auf finanzieller Ebene durchzusetzen und seine Freunde, mit denen er eben zu Abend gegessen hat, nicht enttäuschen zu wollen. Also das ist ganz, ganz widerlich, Passt aber zu dem, was ich nämlich daran anschließend erzählen möchte, denn in den letzten Tagen sind mehrere Dinge hinsichtlich Google passiert, die so ein bisschen zeigen, wohin sich das Unternehmen wandelt. Google hat ja die ersten Monate nach der Trump, ich hätte fast Machtergreifung gesagt, aber es war schon noch eine demokratische Wahl. Nach der Wahl von Donald Trump hat sich Google ja relativ vorsichtig verhalten und zwar deutlich vorsichtiger als Meta zum Beispiel, bei denen Mark Zuckerberg ja sofort umgekippt ist und gesagt hat, ja, wir stehen sowieso im Sinne Im Sinne Donald Trumps. Und Google bekommt jetzt gerade mehrere Dinge, die ihnen so um die Ohren fliegen. Zum einen gibt es die Geschichte von Jonathan Howard. Jonathan Howard ist ein Neurologe und Psychologe in New York City. Und er hat eine E-Mail von YouTube bekommen, in der drin stand, dass sechs Videos, die Jonathan Howard auf seinem YouTube-Kanal hochgeladen hat. Entfernt werden müssten. Was ist die Geschichte? Jonathan Howard hat einen YouTube-Kanal, auf dem er Aussagen von hochrangigen Beamten der USA, zum Beispiel auch der FDA, der Food Administration, sammelt, in denen sie sich während der Corona-Pandemie irgendwie wissenschaftskritisch geäußert haben. Und konkret geht es hier um die Geschichte eben eines Managers der oder eines Beamten der FDA. In denen er sich kritisch gegenüber Corona-Impfstoffen geäußert habe. Und hat dieses Video eben nicht sofort offline genommen, sondern hat gesagt, mir ist es wichtig, dass es hier eine Sammlung von Aussagen anderer Ärzte, Mediziner, Wissenschaftler gibt, die einflussreich sind und zur Elite gehören, die sich während der Pandemie eben geäußert haben. Und daraufhin wurde sein kompletter Kanal auf YouTube mit Verweis auf die Urheberrechtsverletzungen gelöscht. Heißt 350 Videos, in denen Menschen wie zum Beispiel Robert F. Kennedy, der Gesundheitsminister der USA, sich eben kritisch gegenüber Impfungen geäußert habe. . Eine Sache, die wissenschaftlich wahnsinnig wichtig ist, dass wir das feststellen. Halten, sind eben nun einfach nicht mehr abrufbar und nicht mehr online, weil eben Google mit Verweis auf Urheberrechtsverletzungen und mit Verweis auf sechs Videos eines FDA-Beamten der Sich eben geärgert hat, dass seine Videos noch online sind, komplett offline genommen hat. 350 Videos sind einfach weg und damit auch ein Teil von Archivierung. Was so ein bisschen auch die Frage stellt, ob es wirklich so schlau ist, dass diese Archivierung eben, oder dass es noch schlau ist ab jetzt dass wir solche Archivierungen auf Google-Servern vornehmen, ein Unternehmen, das sich offensichtlich relativ schnell, das auch relativ schnell umfällt, wenn dann die Regierung sagt, bitte fall doch mal um. Die andere Geschichte ist, dass die FTC, das ist die Federal Trade Commission, also die Handelskommission, auch sich hier positioniert und Google warnt. E-Mails von Republikanern bei Gmail zu filtern. Das berichtet Axios. Die FTC hat Google aufgefordert, öffentlich dass es, also das Zitat ist, es gibt einen Brief von Ferguson, dem Vorsitzenden der FTC, gegenüber Google, in dem drin steht, Ich schreibe Ihnen aufgrund jüngster Berichte, die darauf hindeuten, dass die Verwaltung von Gmail durch Alphabet auf parteipolitische Effekte ausgelegt ist und um Sie entsprechend darüber zu informieren, dass Alphabet möglicherweise unfaire oder irreführende Handlungen oder Praktiken anwendet. Was er damit meint, es seien wohl E-Mails von republikanischen Politikern oder der Republikanischen Partei im Spamfilter von Gmail gelandet. Und das soll jetzt sozusagen auf höchster Ebene unterbunden werden, obwohl Google selber sagt, Wir haben überhaupt gar keine, wir nehmen gar keine persönlichen Handlungen oder direkten Handlungen auf diesen Spamfilter vor. Der arbeitet komplett. objektiv und automatisiert. Also beispielsweise, wenn viele NutzerInnen E-Mails einer gewissen Quelle als Spam markieren, wird Gmail da was lernen und diese E-Mails auch zukünftig im Spam einsortieren. Oder wenn es E-Mails gibt, die eben an eine sehr, sehr, sehr große Anzahl an NutzerInnen versendet wurden, die werden dann auch häufiger als Spam kategorisiert. Das sagt Google selber, aber die FTC sagt, nee, nee, nee, Google, da müsst ihr jetzt bitte nacharbeiten, damit es bloß nicht passiert, dass E-Mails der republikanischen Partei im Spamfilter landen. Und auch da. Müssen wir davon ausgehen, auch wenn Google hier noch keine öffentliche Reaktion vorgenommen hat, dass Google auch hier wahrscheinlich reagieren wird und eben entsprechende ich sage es mal, Vorsichtsmaßnahmen treffen wird, damit es eben hier keinerlei Verstimmung zwischen der amerikanischen Regierung und dem Unternehmen Google geben wird. Das ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung und sorgt aber vielleicht auch dafür, dass man selber nochmal überlegen kann, ob wir uns eigentlich so wohlfühlen, wenn wir unsere E-Mails bei Gmail liegen haben. primär auf YouTube Videos sammeln, die wir zum Beispiel archivieren wollen, wenn wir in Google Documents arbeiten, wenn wir Was auch immer wir mit Google machen, Android-Telefone benutzen, was natürlich ein Problem ist, weil Android als zumindest quelloffeneres und generell offeneres System als iOS für viele von euch vermutlich das Produkt der Wahl ist. Das sind so die Dinge, die ich euch heute erzählen wollte und die ich mal so mitbringen wollte, aber es gibt auch noch eine kleine Versöhnlichkeit und ich habe sogar den Jingle für euch mitgebracht. Versöhnlichkeit des Tages. Und ich weiß gar nicht, ob das so versöhnlich ist oder ob es nicht einfach nur kurios ist oder einfach nur eine Geschichte ist, die so die irgendwie interessant ist, die sich aber einreiht in so Social-Media-Beobachtungen und Phänomene, die wir immer wiedererlebt haben. Und zwar hat Marcel Zimmer bei Spotify in die Kommentare geschrieben, dass es eine Werbung von Microsoft gibt, die er neues Surface Pro. bewerben wollen und damit auf X eben auch Werbung schalten und damit vielen Leuten angezeigt werden. Und man sieht durchaus, auch wenn es aussieht wie ein iPad, sieht man eine Person, die ein Surface Pro in der Hand hält. Diese Tablets sehen inzwischen alle gleich aus, deswegen man durchaus auf die Irre. In die Irre geführt werden kann. Warum man aber vor allem in die Irre geführt wird, ist, weil auf diesem Gerät offensichtlich ein Screenshot von iPad OS zu sehen ist, wo man sich fragt, wie kann das passieren? Wie kann ein Unternehmen wie Microsoft in der Größenordnung hier ein eigenes Gerät bewerben, auf dem sie das Apple-Betriebssystem zeigen. Das ist zumindest so die Geschichte, die mir so ein bisschen den Sonntagnachmittag versügt. Süßt hat und euch vielleicht den Montagmorgen, sofern ihr das denn bis hierhin gehört habt. Wenn ihr das getan habt, wisst ihr, freue ich mich über ein kleines Emoji in den Kommentaren bei Spotify, im Discord oder irgendwo anders. Schreibt mir im Fiddiverse oder bei Bruce Guy oder Meinetwegen so eine E-Mail. Weil mich doch dann immer wieder interessiert, ob ihr wirklich 22 Minuten Gavin Karlmeyer redet alleine ins Mikrofon. bis zum Schluss hört. Und sagt mir doch mal, ob ihr meine Solo-Folgen auch schneller als auf einfacher Geschwindigkeit hört. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich alleine bin, rede ich extrem schnell. Und das erklärt vielleicht auch, warum die Solo-Folen nur 20 Minuten lang sind und die mit Gästen immer eine Stunde. Vielleicht, weil ich einfach dreimal so schnell rede. Man weiß es nicht. Werden wir aber vielleicht am Dienstag rausfinden, dann ist nämlich Dennis Horn aus dem Urlaub und mit dem werden wir auch einiges zu besprechen haben. Ich freue mich darauf, ich wünsche euch einen guten Wochenstart, passt auf euch auf und bis Mittwoch. Tschüss!