Elon Musk hat einen Erfolg verkündet: Die Timeline ist jetzt schneller! Doof nur, dass die Geschwindigkeit gar nicht ihr größtes Problem war. Also endlich wieder Nebelkerzen. Außerdem gelten bei Twitter ab dem 01.02.23 neue Regeln – die einfach nur ein bisschen seltsamer als die Alten sind. Aber wen überrascht das denn noch? Wen überrascht denn hier überhaupt noch irgendetwas?
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Boom. Und willkommen in einer neuen Woche in eurem Heimligen Twitter-Podcast, eurem, eurem Kaminwohnzimmer der sozialen Medien. Willkommen, Gavin.
00:24 Gavin Karlmeier
Das Lagerfeuer knistern für die Ohren. Hallo Dennis.
00:27 Dennis Horn
Wir haben wieder so eine Montagsausgabe In der sich einiges angestaut hat. Wir sind ja schon gewohnt mittlerweile. Montags machen wir irgendwie die 40 Minuten vor. Wir gucken mal, wie es heute läuft. Aber ich habe ein paar Sachen auf der Liste. Und ich würde gerne mit einer Geschichte mit dir starten, da haben wir letzte Woche auch drüber gesprochen, diese neue Brand Safety Geschichte. Twitters neue Vereinbarung zur Markensicherheit Das soll ja Werbetreibende wieder ein bisschen mehr dazu bringen, bei Twitter Anzeigen zu schalten. indem man sich da jetzt einen technischen Partner sucht, mit dem die Unternehmen dann genauer analysieren können, in welchem Umfeld ihre Anzeigen Erscheinen, also um es konkret zu sagen, welche Tweets darüber und darunter zu sehen sind.
01:18 Gavin Karlmeier
Ja, und offenbar, der auch schon eingreift in die Tweets oder beziehungsweise die Platzierung dieser Werbung, richtig?
01:24 Dennis Horn
Exakt, genau. So und Jetzt gab es da nochmal ein paar genauere Informationen übers Wochenende dazu, weil wir uns ja auch gefragt haben, wie sehr ist das jetzt auch irgendeine Reaktion, wie sehr bringt man sich damit in Stellung. Und wir haben ja da schon Ein Fragezeichen dran gemacht letzte Woche und jetzt lesen wir nochmal genauer, dass die Gespräche über diese Funktionen Im Juni 2022 schon begonnen haben. Das heißt, jetzt lass mich zurückrechnen, vier Monate vor dem Verkauf von Twitter an Elon Musk. Das heißt, es baut auf auf einer Geschichte. Und auch Verträgen, die diese Unternehmen jetzt eigentlich schon in den letzten Jahren abgeschlossen haben in Vorbereitung darauf, um Tools anzubieten für die Brand Safety. Also eigentlich eine Sache der alten Twitter-Führung, die jetzt vorbereitet wurde.
02:21 Gavin Karlmeier
Das stimmt, aber es gibt zwei Sachen, die ja damit reinschwingen. Das eine ist, dass die Gespräche zum Verkauf schon im April ja angefangen haben. Also da hat Elon Musk ja schon gesagt, er hätte Interesse, aber vielleicht auch doch nicht, und ist dann immer wieder im Headquarter aufgeschlagen und hat sich das da alles mal zeigen lassen, was er nicht so richtig verstanden hat, wenn man den Medienberichten so glauben kann. Ähm und das andere dazu ist, also es gibt ja mehrere von diesen Features, die in der in der Zeit vor der Maskübernahme entwickelt wurden und vermutlich auch Partnerschaften und Ideen und Kooperationen, die dann aber eben nie ausgerollt wurden, weil das alte Twitter-Management eben auch den Ruf hatte und das wurde Ihnen wahrscheinlich zum Verhängnis, sehr zaghaft mit der Etablierung von Veränderungen zu sein und neuen Funktionen. Man könnte das also auch durchaus so lesen, dass das eine dieser Dinge war, die so im Schrank lag, die dann jetzt so rausgezogen wurden.
03:11 Dennis Horn
Finde ich. Okay, ich verstehe. Aber wir lassen trotzdem noch ein paar Fragezeichen dran, insbesondere zur Wirksamkeit. Das ist eine Frage, die sich auch noch nicht so beantworten lässt. Da gibt es, also Double Verify heißt ja dieses Unternehmen mit dem Twitter da. zusammenarbeitet, der Chef ist da zurückhaltend. So auf die Frage: Ja, haben da jetzt mit dieser Maßnahme Unternehmen dann wieder Werbung geschaltet bei Twitter oder sind das erste Mal da hingekommen? Da wollte er dann keine Namen nennen oder zusätzlichen Details, als es so um Einzelheiten ging. Und Dann gibt's einen Chief Marketing Officer, der sagt, dass die Unternehmen ihre Werbeausgaben bei Twitter gar nicht allein wegen der Brandsafety zurückgezogen haben, sondern eben wegen der mangelnden Ver Führung des Unternehmens auch. Und es sei einfacher gewesen, diesen Anzeigenrückzug mit Bedenken in Sachen Brandsafety zu rechtfertigen. Weil die Anzeigen eh nicht sonderlich effektiv waren. Es gibt einen Forester-Bericht, der sagt, auf Twitter entfallen nur 1,3 Prozent aller Ausgaben auch für digitale Werbung. Also, ja, er klingt so ein bisschen auch nach Sturm im Wasserglas, die Geschichte.
04:40 Gavin Karlmeier
Ja, total. Also es ist natürlich ein gefundenes Fressen auch für uns, die ja sagen, die Werbekunden hauen ab und Twitter versucht sich gerade irgendwie zu retten oder zu reagieren. Ich finde diese Formulierung Brand Safety, die kann man natürlich auch anders lesen. Also wenn ich als Unternehmen sage, es ist für mich eine Entscheidung der Brand Safety, nicht mehr auf Twitter zu werben, dann muss es gar nicht zwangsläufig mit dem Werbeumfeld zu tun haben, sondern auch mit der Tatsache, dass ich als Unternehmen nehmen auf dieser Plattform stattfinde. Also diese mangelnde Führung kann natürlich sich dann auch in die eigene Brandsafety ausstrahlen, dass man sagt, also wenn ich da stattfinde und Und es sichtbar wird, dass mein Unternehmen Geld in dieses Unternehmen steckt, in welcher Form auch immer, dann kann das auch negative Effekte auf meine Marke haben.
05:24 Dennis Horn
Alles ein bisschen undurchsichtig, aber am Ende. Also diese Geschichte. Also von uns jetzt, für so einen Podcast, der ja dann auch werben möchte. Welche Themen wir besprechen, ist vielleicht ein bisschen ungünstig, mit diesem undurchsichtigsten, wappendsten Thema irgendwie einzusteigen.
05:39 Gavin Karlmeier
Aber es passt irgendwie so gut zu allem. Also es passt irgendwie so gut ins Bild und diese Geschichte steht so wahnsinnig gut, Pate, finde ich. Für all das, was bei Twitter im Moment so schief läuft, kann man schon fast nicht mehr sagen. Zum Tagesgeschäft gehört.
05:53 Dennis Horn
Ich mach trotzdem eine Punchline draus.
05:55 Gavin Karlmeier
Bitte.
05:56 Dennis Horn
McDonalds ist zurück. Bei Twitter.
06:01 Gavin Karlmeier
Ja, gut, das war's mit der Brand Safety.
06:06 Dennis Horn
Ja, pass auf. Ich gehe nochmal kurz in deren Account. 4,7 Millionen Follower. Letzte Mal getwittert am 17. November 2022 und jetzt am 26. Januar wieder, das war am Freitag. Einziger Tweet auch bisher, what did I miss?
06:31 Gavin Karlmeier
Das klingt für mich, also für mich klingt das auch so ein bisschen wie so ein Stunt, einfach mal so Einer hat so gesagt, ey, lass mal einfach einen Tweet schreiben jetzt. Weil das natürlich dazu führt, dass alle darüber sprechen, ob das jetzt so eine große Brandentscheidung ist die jetzt wieder an Anfang ist, dass McDonalds wirklich zurück ist, abwarten.
06:50 Dennis Horn
Wissen wir nicht, ne? Es kann sein, dass es der einzige Tweet bleibt oder wie wir ihn nennen an einer.
06:58 Gavin Karlmeier
Im Social Media-Sprech sagt man einen sogenannten Einer.
07:02 Dennis Horn
Und wo ich jetzt diese Seite hier offen habe, was ist denn da mit den Schriftarten passiert?
07:08 Gavin Karlmeier
Ja, das ist ganz geil. Während wir das aufnehmen, ist das wirklich, also das ist keine halbe Stunde, ähm, ist diese Veränderung alt. Wir nehmen das auf am späten Sonntagabend. 21. 31 Uhr. 21. 31 Uhr gerade. Ist spät, vor allem für Menschen über 30. Ja, Twitter hat die Schriftdaten angepasst. Also es ist plötzlich eine neue Font. Zu sehen. Wir wissen nicht genau, warum. Wir wissen, dass es wohl Gespräche und Diskussionen gab zur Veränderung der Schriftart des Twitter-Handels.
07:43 Dennis Horn
Ja, da hat es sich verändert schon seit ein paar Tagen. Genau, egal. Da sieht man jetzt bei der Null, die ist so durchgestrichen, kann nicht mehr mit dem O verwechselt werden. Und das L hat endlich unten so einen kleinen Haken, kann nicht mehr mit dem großen I verwechselt werden. Und da habe ich mir, also das ist ja interessant, weil Das hätte man schon seit Jahren machen können. Es ist natürlich jetzt nochmal ins Gewicht gefallen, weil sich dann vielleicht jemand als Elon Musk angemeldet hat und das L von Elon war ein großes I. In Wirklichkeit und hat dann Schindluder getrieben, aber das war ja auch schon Jahre möglich schon vorher, dass die das eh niemals geändert haben. Und jetzt erst kommt auch interessant
08:18 Gavin Karlmeier
100%, auch ich, äh, mir geht's wie dir. Ich bin, als diese Meldung kam, habe ich gedacht: Hey, warum ist er da nicht gleich drauf gekommen? Ja, ja, genau. Weil das liegt so auf der Hand und ich kenne auch Menschen, ich schütze, um die jetzt zu schützen, sage ich auch nicht, wie sie heißen, aber die haben das Problem, dass sie durchaus mal einen Witz getwittert haben, der sie in eine brenzlige Situation mit ihrem Account gebracht hat. Gerne ich auch. Und die daraufhin einen neuen Account gemacht haben, wo sie eben das L in ihrem Handle durch ein großes I ersetzt haben. Und für die ist er jetzt doof, weil das große I hat jetzt eben auch diese Serifen oben und unten. Und ja, die heißen dann halt jetzt so.
08:54 Dennis Horn
Da heißt du jetzt halt Gavin Kari Meier, nicht wahr? Kannst du nichts machen.
09:00 Gavin Karlmeier
Karimela. Genau.
09:04 Dennis Horn
Okay, aber jetzt, also der der Schrift der restlichen Seite, äh, der Schrift der restlichen Seite hat sich auch verändert.
09:10 Gavin Karlmeier
Hat sich auch verändert, sieht so ähnlich aus wie diese neue Händelschrift und ähm sorgt, finde ich, für ein ganz nettes, moderneres Design. Erinnert ein bisschen an die an die Font San Francisco, die Apple damals entwickelt hat.
09:21 Dennis Horn
Ja, genau. Auch mein Gedanke, ja.
09:27 Gavin Karlmeier
Nee, sieht gut aus. Vielleicht wird das jetzt alles mal ein bisschen vereinheitlicht. Vielleicht gibt es jetzt hier eine klare Designlinie. Ich bin gespannt, aber man muss ja auch mal gute Sachen hervorheben. Haben wir nicht so oft.
09:41 Dennis Horn
Apropos gute Sachen hervorheben. Elon Musk twittert.
09:52 Gavin Karlmeier
Und das ist geil, ne?
09:53 Dennis Horn
Also, das ist so ein bisschen wie wenn Apple diese Grafik. Jetzt sich jetzt alles an Apple. Die neuen Grafiken für die neuen Computer vorstellen, sagt zweimal so schnell, man weiß gar nicht, was ist hier die Basis.
10:04 Gavin Karlmeier
Genau, und keine Legende drunter schreiben, nicht sagen, was es für eine Skala ist.
10:08 Dennis Horn
In welcher Welt existiert dieses Koordinatensystem?
10:12 Gavin Karlmeier
Genau, also vor allem, weil da Dinge auch gar nicht mehr messbar sind zu sagen. Also es ist jetzt zehnmal schneller. Die Timeline ist zehnmal schneller. Also vielleicht Ich weiß auch nicht. Man muss aber dazu sagen, und das ist ja ein Vorwurf, der sich die letzten Tage, den wir auch hier schon mal besprochen haben, sie ist vielleicht zehnmal so schnell. Aber sie ist halt immer noch unvollständig. Also in diesen Veränderungen der viel schnelleren Timeline ist wohl untergegangen, dass wir immer noch nicht alle Tweets sehen. Und bei mir ist das auch so. Und viele Leute haben das auch berichtet, dass auch die Notifications unvollständig sind. Also dass man zum Beispiel in diesem Erwähnungenreiter gar nicht mehr alle Erwähnungen sieht, die man sieht, wenn man zum Beispiel auf den Tweet selber klickt und sich da irgendwo was im System gerade verschluckt oder eben dieses Mesh, diese Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Servern nicht funktioniert. Ja, wolltest du direkt rein?
11:04 Dennis Horn
Nee, ich wollte direkt rein und sagen, dass diese Diskussion, also die wir letzte Woche ja auch so ein bisschen auf Glitches und so ein paar technische Unstimmigkeiten zurückgeführt haben. jetzt auch eine politische Dimension bekommt, über die ich aber gleich noch mit dir sprechen wollte. Aber absolut, das ist ein Thema Das immer mal wieder an allen Ecken und Enden jetzt auffällt.
11:26 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und dementsprechend ist das so ein ganz seltsamer Erfolg. wenn Elon Musk vermält, die Timeline ist jetzt schneller, weil wir hatten nicht das Problem, dass sie zu langsam war, sondern wir haben das Problem, dass sie nicht funktioniert. Und dementsprechend ist es so ein bisschen so das w wie ein völlig kaputtes System, das jetzt einfach schneller funktioniert.
11:50 Dennis Horn
Sie zeigt die Dinge jetzt zehnmal so schnell falsch an.
11:52 Gavin Karlmeier
Das Auto hat nur noch ein Rad, aber dafür jetzt 600 PS mehr.
11:56 Dennis Horn
Ja, wir haben verdoppelt von 1 auf 2. Super. So, dann, aber wir bleiben noch ein bisschen bei den neuen Funktionen und unserem Funktionsblock hier im Podcast. Da haben wir schon Screenshots zugeschickt bekommen diese Woche. Verified Views steht da jetzt. Also der View-Count unter den einzelnen Tweets, der anzeigt, wie oft angeblich irgendwer da irgendwo einen Counter hochgeschoben hat. Wir wissen gar nicht genau, was er aussagt. Wir haben schon mehrfach drüber. Gesprochen, der heißt jetzt Verified Views.
12:31 Gavin Karlmeier
Und damit wird es noch undurchsichtiger, weil es gibt keine Erklärung.
12:35 Dennis Horn
Ja, also im Moment sieht es so aus, als wäre der ganz normale Zähler. Der View Count, wie bisher. Nur steht jetzt was anderes daneben. So, aber wir können ja jetzt mal Vermutungen. Also Elon Musk hat ja angedeutet, in Zukunft spielen die verifizierten NutzerInnen hier auf dieser Plattform eine größere Rolle. Also die, die 8 bis 11 Euro Dollar irgendwas für Twitter Blue bezahlen. Und die Idee ist ja, dass wenn Twitter das so macht, es in Zukunft weder Spams, Spam-Accounts noch Bots gibt. Weil also so der Gedanke ist, niemand zahlt, weil das einfach nicht skaliert, für eine große Menge an Spam und an Bots irgendwie Pro Account 8 Dollar im Monat oder noch mehr. So. Und die Theorie ist also Wenn jetzt das der neue Standard wird, also verifizierte NutzerInnen, dafür können wir ja gleich auch nochmal drüber reden, ob das überhaupt so sein wird, sehr gerne. Dann sind diese Zahlen die zuverlässigen. Ja, also Verified Views ist sozusagen, das ist die Zahl der bestätigten menschlichen NutzerInnen, keine Bots, kein Spam, die sich jetzt diesen Tweet angeguckt haben. Das, denke ich, ist der Gedanke dahinter.
14:03 Gavin Karlmeier
Ja, in der Erzählung ist Twitter Blue ja immer so das sind die blühenden Landschaften von Twitter, wenn man so will. Alles wird besser, wenn denn die Leute endlich dafür zahlen. Ähm, ich kann das nicht ganz, ich will also ich bin mir nicht sicher, was diese Verified Views am Ende tatsächlich für eine Metrik sind. Weil auf der einen Seite kann es natürlich sein, dass nur noch die NutzerInnen gezählt werden, die sich als Mensch identifiziert haben. Wir haben da ja auch schon mal darüber gesprochen, dass es da noch ein weiteres Verfahren gibt von der also den Möglichkeit, sich als Mensch eben auszugeben bei Twitter, wie auch immer das abläuft.
14:36 Dennis Horn
Wissen wir noch nicht. Ich identifiziere mich als Mensch.
14:39 Gavin Karlmeier
Exakt. Wie das abläuft, wissen wir noch nicht, aber das wäre natürlich eine Antwort darauf. Vielleicht sind Verified Views auch nur angemeldete NutzerInnen, was für mich eigentlich eine total schlüssige Erklärung wäre, weil man damit eben das Problem ausmerzt, dass man den Counter hochschießt, wenn man einen gut googelbaren Tweet geschrieben hat. Whatever. Es könnte auch sein, dass man tatsächlich, wie gesagt, nur die AbonnentInnen zählt am Ende, die da die den Tweet sehen, was die Viewcounter Völlig in die Belanglosigkeit schieben würde. Also, vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Formulierung, die da steht, um dem Vorwurf entgegenzuwirken, dass dieser Counter nicht valid sei. Also auch das möchte ich nicht ausschließen, dass es reine Augenwischerei ist, dass da jetzt verified steht.
15:26 Dennis Horn
Ich gehe über das, was da als Worte steht. Und Verified heißt für mich, da haben sich Leute verifiziert, und der neue Gedanke des Verifizierens ist eben dieses Twitter Blue-Abo. Und wenn ich das jetzt mal setze, ja, als die eine Idee der Thesen, die du gerade rausgehauen hast, dann kann das ja eben nur funktionieren, wenn tatsächlich. Die meisten Leute sich anmelden bei Twitter. Auch dann würde übrigens irgendwie diese Gesamtrechnung hinter wie viel verlieren wir durch die Werbekunden und wie viel nehmen wir hier ein, um diesen Dienst noch irgendwie am Leben zu erhalten. Auch dann würde das ja nur annähernd irgendwie funktionieren, wenn wirklich die große, große Mehrheit Der Twitter-Nutzerinnen und Nutzer sich dieses blaue Häkchen holt gegen Geld. So, und jetzt hat Social Media Today sehr schön geschrieben, dass andere Plattformen ja schon versuchen, diesen Weg zu gehen. So, also ich habe mal den sehr schönen Tweet gelesen von Peter Wittkamp. Einmal so stolz auf etwas sein im Leben wie. YouTube auf YouTube Premium. Also YouTube wirbt ja immer, wenn man die App öffnet, damit sich doch da endlich als zahlender Kunde anzumelden. Ich habe erfahren, durch Social Media Today es gibt ja auch Snapchat Plus.
16:47 Gavin Karlmeier
Oh, das ist aber, glaube ich, in Deutschland nicht angekommen, oder?
16:49 Dennis Horn
Ja, so, ne? Also und dann eine Reihe zusätzlicher Funktionen, um Das Erlebnis in der App zu verbessern, so und ähm, also die Zahlen Sind überzeugend. Bei Snapchat Plus sind es 0,4% der Snapchat-NutzerInnen und bei YouTube 2,5%.
17:11 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde sagen, bei YouTube ist das tatsächlich doch schon eine große Menge. 2,5%, weil YouTube, glaube ich, wirklich eine unglaubliche NutzerInnenzahl generiert.
17:20 Dennis Horn
Das ist klar, und wenn sie darüber dann Geld machen, irgendwie skaliert das natürlich selbst auf so einer Ebene. Und ich finde das ja auch gar nicht so weit weg, weil so 2% Sind ja auch in einem Rahmen, in dem, weiß ich nicht, so in Social Media Leute auch auf Dinge reagieren und so. Es gibt ja diese berühmte 90-91-Regel. Von Jakob Nielsen, der sagt, überall in Social Media sind die Verhältnisse in etwa gleich. 90 Prozent konsumieren nur und dann hier in Klammern kostenlos. 9% reagieren irgendwie aktiv und 1% passiv. Und das, ähm, also, das findet sich ja schon irgendwie so in den groben Zahlen überall wieder. Und selbst wenn Twitter auf so eine Zahl käme, würde klar, würde das ein bisschen Geld abwerfen, aber das zu verknüpfen mit solchen Mechaniken wie zum Beispiel Verified Views würde natürlich trotzdem überhaupt nicht funktionieren. Also da müssen dann 90 Prozent irgendwie so angemessen werden.
18:18 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das erstens und zweitens, die Frage ist ja, was will Twitter mit dem View Also eigentlich war glaube ich die Idee, diese 9091-Regel am Ende so ein bisschen auszudribbeln, indem man sagt: guck mal, ihr habt zwar vielleicht nur 500 Likes auf dem Tweet, aber den haben 150. 000 Menschen gesehen. Also eigentlich zu zeigen, die Plattform ist eigentlich viel aktiver, als ihr es im Gefühl habt. Wenn du diesen View-Count aber jetzt wieder einschränkst auf diese Selbstrenze YouTube 2% wären. Hast du immer noch eine mikroskopisch kleine Zahl da stehen, die dir nicht das Gefühl vermittelt, dass das eigentlich eine Riesenreichweite hier erzielt hat? Und auch die Vergleichbarkeit ist ja nicht gegeben, weil du in manchen Ländern das ja zum Beispiel noch gar nicht ausgerollt hast zu Tablu. Das heißt Du kannst dich eigentlich nicht so richtig vergleichen, sondern kannst dir nur anschauen, wie viele Leute, die in den USA, in Japan, England, Australien, Neuseeland leben, haben diesen Tweet jetzt gesehen, die dafür auch noch Geld bezahlen, im Verhältnis zu. Genau dieselbe Frage bei dem anderen Tweet. Und das ist eigentlich keine Vergleichbarkeit. Also, für mich ist das eine überhaupt nicht nachvollziehbare Entscheidung, wenn der ViewCount tatsächlich nur noch die zahlende NutzerInnen zählen würde. Aber ich bin längst über die Logik hier hinaus.
19:36 Dennis Horn
Ich würde gerade nicht nachvollziehbare Entscheidungen verwundern uns ja auch nicht mehr. Alles cool. Okay. Am Mittwoch. Beginnt der Februar im Jahr 2023 und ab Mittwoch gelten neue Regeln, was die Sperrung von Konten auf Twitter angeht. Es gibt neue Kriterien. Und also so unterm Strich sagen die im Grunde aus, dass Twitter konnten jetzt nur noch gesperrt werden, wenn es schwere Dauerhafte und sich immer wiederholende Verstöße gibt gegen die Richtlinien. Also, das ist weit von so Strike-Systemen. Es gibt ja so One-Strike, Two-Strike-Raus-Systeme auch. Ich glaube bei YouTube unter anderem, weit davon entfernt. Das heißt, schwerwiegende Verstöße und die müssen sich dann auch noch wiederholen. Und schwerwiegende Verstöße, das sind dann strafbare, illegale Inhalte, Androhungen von Gewalt, gezielte Belästigung von NutzerInnen, was auch immer Dann hinter diesen Adjektiven steht, das wissen wir ja auch nicht, oder hinter diesen Begriffen Twitter verspricht außerdem, dass alles, was sonst so in den Nutzungsbedingungen als verboten steht, dass das nicht mehr so streng gehandhabt wird und da wird dann auch als Strafe Vielleicht abseits der Accounts-Sperrungen angedroht, dass man auch die Reichweite einschränken könnte. Shadowban Eckeur der Trapsen. Oder einfach Warnungen aussprechen könnte. Und NutzerInnen könnten dazu aufgefordert werden, bestimmte Tweets auch zu löschen, bevor sie sich wieder anmelden können. Das ist ja auch ein Verfahren, das es bisher durchaus so gab und das man öfter mal gehört hat. Also interessant, vor allem angesichts dieser sehr kritischen Betrachtung von Shadowbands durch Elon Musk so in der vergangenen Zeit. Also hätte er konsequent das fortgesetzt, was er eigentlich immer so kritisiert hat, nämlich dass das so undurchsichtig und intransparent ist und es ähm müsste in diesem libertären Sinne eigentlich nur all das gesperrt werden, was auch strafbar ist in irgendwelchen Ländern. Da geht das dann jetzt ja doch schon ein wenig darüber hinaus, selbst wenn Insgesamt das eher eine Lockerung ist der bisherigen Regeln.
22:00 Gavin Karlmeier
Ja, und vor allem eine Aufschwammung. Sagt man das so? Ich glaube, das ist das korrekte Wort. Aufweichung. Danke. Ja. Ich war nah dran. Ich habe mich gesehen. Semme sind ja weich. Ich war in der Welt der Aquaristik zumindest. Oder bei Spongebob. Ich finde dieses, also wir werden das jetzt nicht mehr so streng verfolgen, Zwinker-Zwinker, öffnet halt Tür und Tor für Missbrauch in dem Moment, wo halt es keine echte Content-Moderation mehr gibt. Es gibt die Möglichkeit, gibt es, hattest du, glaube ich, es gehört aber auch dazu, Einspruch einzulegen gegen gesperrte Twitter-Accounts
22:40 Dennis Horn
Übrigens können auch die Leute, die jetzt in der letzten Zeit nach den alten Regularien dann gesperrt wurden, ab dem 1. Februar dann auch wieder Einspruch erheben. Wovon ich mir vorstellen könnte, dass dann von denen, die nicht eh schon entsperrt wurden durch Twitter selbst, proaktiv so in den vergangenen Wochen, dann vielleicht auch einige Leute wieder zurück auf die Plattform kommen.
23:01 Gavin Karlmeier
Das glaube ich nämlich auch. Und eben die Ansage zu sagen, naja, also wir gucken da jetzt nicht mehr so ganz genau drauf. Ich finde es auch spannend, dass mit keinem Wort in diesen Twitter-Safety-Threads, da gibt es zwei Stück, die in den letzten Tagen hier veröffentlicht wurden ähm, von Desinformation die Rede ist. Also da das spielt gar keine Rolle, offenbar. Also es wird Plattformmanipulation erwähnt, das könnte man, wenn man Es genau nimmt vielleicht sogar so auslegen, könnte aber auch was völlig anderes bedeuten. Ich finde aber zwei Sätze in diesen Threads sehr spannend, die ich als Regeln so bei Twitter zumindest. nicht geahndet gesehen habe und bislang war es mir auch nicht klar ob sie immer schon solche Regeln waren nämlich zum einen die Regel Don't include completely unrelated trending hashtags in Tweets. Also die Regel, keine Hashtags in deinem Tweet einzubauen, die nichts mit dem Tw Tweet-Inhalt zu tun haben, die halt zum Beispiel trenden und du nimmst dir mit auf Das ist eine spannende Regel, weil das doch in der Vergangenheit immer mal wieder genutzt wurde, um so zum Beispiel in Shanghai damit drüber gesprochen, die Twitter-Suche quasi zu fluten. Und das war bislang, galt zwar dann als Spam, war aber so keine explizite Regel, zu sagen, benutze ich diesen Hashtag. Das finde ich spannend, dass das hier auftaucht. Und das andere, was ich spannend finde, auch da bin ich mir aber nicht sicher, ob es früher in den Regeln auch so geheißen hat, dass du nur noch bist zu 10 Twitter-Accounts pro Person erstellen darfst.
24:29 Dennis Horn
Da bin ich auch drüber gestolpert. Also du bist ja jetzt gewandert von diesen Regeln über Sperren von Accounts bei so härteren Sachen hin zu dieser diesen Regeln, die Twitter jetzt nochmal zusammengefasst hat für Spam. You can create up to ten Twitter Accounts, but don't create accounts for spammy purposes. Your accounts should have unique content and shouldn't repeatedly like and retweet each each other's v each other's tweets to boost engagement and visibility. Und das ist super interessant, weil was heißt denn das? Man kann bis zu zehn Twitter-Accounts erstellen, weil man ja pro E-Mail-Adresse, die man zur Verfügung hat, doch auch nur einen erstellen kann. Du kannst ja nicht mehrere Darunter zusammenfassen. Und dann habe ich mal, also Twitter hat an diesem Thread da noch angehängt, den Link zu nochmal so diesen offiziellen Regeln. wo das nochmal so richtig verbrieft in Gesetzestext Englisch oder Deutsch festgehalten ist, in ja oder in dieser Verquasten Sprache, die diese Plattformen für Nutzungsbedingungen dann immer einsetzen.
25:37 Gavin Karlmeier
Und da steht davon gar nichts drin.
25:39 Dennis Horn
Also, das ist nur in diesem Thread zu finden. Mir ist das sonst nirgendwo aufgefallen. Ich habe keine Ahnung, was das heißt. Ist mir tatsächlich bisher auch nicht begegnet.
25:47 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde es spannend. Ich könnte mir vorstellen, dass es so. ähm, dass man das wiederfindet in der Möglichkeit, sich mit mehreren Accounts bei Twitter einzuloggen, dass das irgendwann einfach auf zehn begrenzt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das für Twitter Blue gilt, dass du dich quasi nur mit zehn Accounts, als du als Mensch, verifizieren kannst. Aber mehr müssen wir mutmaßen. Ja, ich bin da so ein bisschen rüber gerutscht, weil das für mich so eine Themenwelt ist. Also plötzlich die Kommunikation des Safety-Teams auf Twitter an diesem Wochenende. Ja, überregeln ist in der Vergangenheit auch nicht oft passiert.
26:23 Dennis Horn
Also in dieser Spam-Liste, die fand ich insgesamt auch ganz interessant, weil sie so ein bisschen aufdeckt, wonach die Algorithmen aus meiner Sicht gucken. wenn sie sowas auf Spam-Gehalt prüfen. Da ist ja auch die Rede, also du hast ein paar Sachen gerade erwähnt, nicht immer dasselbe, nicht immer die gleichen Links, vor allem wenn man so ein Thread postet. Es sollte dann auch mit dem Inhalt zusammenhängen. Bestimmte Accounts nicht immer wieder nennen, auch mit dem gleichen Inhalt oder Link. Genau, die Trending Hashtags hattest du genannt. Das ist super interessant, weil ich finde, dass recht Low Kriterien für so eine automatisierte Untersuchung sind. Die mir nicht besonders intelligent aussehen. So, sag ich's mal.
27:23 Gavin Karlmeier
Möchtest du das noch elaborieren oder lassen wir es so stehen?
27:26 Dennis Horn
Wir lassen es so stehen. Und wir kommen zu dem Thema, das wir eben schon angekündigt haben, nämlich Die Reichweiten und die Probleme, dass da anscheinend nicht immer alles sauber zu laufen scheint. Also, du hast schon erwähnt, so aus der Perspektive der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer, ne? Irgendwie hat man das Gefühl, da bekommt man die Mentions nicht mehr so alle angezeigt, was Menschen einem zurückschreiben und so. Und damit bist du nicht alleine. Es gibt viele NutzerInnen, die das irgendwie beklagen, aber auch noch was anderes. Und zwar eine Klage, die mir aus diversen sozialen Netzwerken schon ziemlich bekannt vorkommt, auch so als Als die Nummer 1 Klage ähm des ähm der Influencer-Gilde bei bei Instagram in den vergangenen Jahren. Nämlich, dass ihre eigenen Inhalte nicht mehr so viel Reichweite und nicht mehr so viel Engagement-Interaktionen haben. Und das hat begonnen damit, sagen diese Leute. Als Twitter diese For You-Timeline eingeführt hat. So, und jetzt gibt es einen Kerl. Da müssen wir vorher jetzt erstmal wieder Personenklärungen machen.
28:36 Gavin Karlmeier
Bevor wir über den reden, der heißt Dave Rubin.
28:39 Dennis Horn
Kennst du Dave Rubin?
28:41 Gavin Karlmeier
Nein. Danke, Richard.
28:45 Dennis Horn
Er ist ein politischer Kommentator. In den USA. Natürlich ist er konservativ bis libertär zu verorten. Und man hält ihn für einen Teil des Intellectual Dark Web. Das ist so eine. Lose informelle Gruppe, vor allem im englischen Raum, aus Akademikern, Publizisten, die Sagen wir mal eine gewisse Unruhe verspüren, wenn es um Identitätspolitik und politische Korrektheit geht an Unis oder in den Medien. Weil sie sagen, das gefährdet die Meinungsfreiheit. Also, um das erstmal so ein bisschen politisch zu verorten, dieser Begriff Wurde übrigens müssen wir mal gucken, ich hatte mir das hier notiert. Ah ja, 2018 Geschaffen durch Barry Weiss.
29:46 Gavin Karlmeier
Oha.
29:47 Dennis Horn
Ja, und damit sind wir, das war eine der Twitter-Files-Veröffentlicherinnen. So, und jetzt hat Dave Rubin bei Twitter einem Thread auch über diesen Rückgang des Engagements gesprochen und der Reichweiten. Und hat beschrieben, wie er letztens bei Twitter zu Gast war. Also Dave Rubin, dieser politische Kommentator, war bei Twitter, bei Elon Musk. um sich ein bisschen da umzusehen und ein lese ich hier ein besseres Verständnis zu gewinnen Für die Bemühungen um algorithmische Verbesserungen. Rubin erklärt in diesem Thread, dass die Entwickler bei Twitter irgendwie damit zu kämpfen hatten. ähm wie sie so das was jetzt neu an Updates, was sie so neu geschaffen haben, wie sie versucht haben, das mit der bestehenden
30:42 Gavin Karlmeier
App, also dem Code der bestehenden App, irgendwie so in Einklang zu bringen.
30:47 Dennis Horn
So, und der schreibt: Während sie den Code korrigierten korrigieren, tauchen immer mehr Probleme auf. Ein heikles Gleichgewicht, das Elon Musk vergleicht mit einem Jenga-Turm. Eine falsche Bewegung und das ganze Ding stürzt ein. Sie arbeiten nonstop und beide Male, als ich ihn traf, war es Nachternacht. Und tatsächlich sind Musk und sein Team Offenbar dabei, Code-Zeilen zu durchforsten, um Probleme auszubügeln. Und eins dieser Probleme war, dass das Team von Twitter viel Code gefunden hat, der dafür zuständig ist, Kontos, Konten zu bestrafen bei Twitter, einzelne Accounts und auch mit der Moderation von Content zusammenhängt. Und einige dieser neueren Updates scheinen dafür zu sorgen, dass diese Stellen im Code noch stärkere Auswirkungen haben. Aber sie wissen nicht, welche oder warum das genau ist, so ist. Und Dave Rubin schreibt jetzt darüber, dass Elon Musk darüber nachdenkt, einfach nochmal die komplette Codebasis ganz neu aufzubauen, also alles neu zu programmieren.
31:57 Gavin Karlmeier
What could possibly go wrong? Wäre da, glaube ich, die richtige Frage.
32:02 Dennis Horn
Ja. Okay. Also, ähm, die so ein bisschen hier ist unterm Strich So ein bisschen das Fazit dieser Berichterstattung, dass Twitter mit seinen Interaktionswerten wohl weit von diesen vermeintlichen Rekordwerten wieder entfernt ist, mit denen Elon Musk dann im November geworben hat. Da haben wir ja schon gedacht, das ist jetzt vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass jetzt gerade alle über Twitter reden, sich vielleicht auch viele neue da anmelden und so weiter. Und Ja, jetzt ist es ordentlich zurückgegangen. Und das ist gerade Thema. Bei Twitter. Übrigens gibt es natürlich auch mittlerweile die passenden Verschwörungstheorien dafür. Also da gibt es jetzt auch Konservative auf Twitter, die sagen, wir werden hier weiter Zensiert, ja, ohne ohne Beleg. Einer ist Weinstein. Das ist der Typ, glaube ich, der Den Begriff, den Barry Weiss dann populär gemacht hat, irgendwie geschaffen hat. Und Der sagt so, es fühlt sich so ein bisschen an, als wäre dieser Daumen, mit den Twitter jetzt überall auf den Inhalt hält, stärker als je zuvor. Und wirft das jetzt auch Elon Musk vor. Und da irgendwie Inhalte zu zensieren und zu unterdrücken. Klingt alles so ein bisschen nach so ganz vager, komischer Verschwörungstheorie. Aber interessant, dass Elon Musk mit dieser Annäherung, er hat ja jetzt auch In der Politik Vertreter beider Parteien der Demokraten und der Republikaner getroffen, da gleich aber nochmal zu, aber selbst mit dieser Annäherung nicht zurechtkommt, sondern jetzt auch in diesem politischen Hin und Her zermalmt wird. Egal was er macht. Also es sieht nicht gut aus.
34:01 Gavin Karlmeier
Ja, überhaupt nicht. Zumal das, also das waren ja die größten Sorgen, die vor allem so, also Vertreter eines freien demokratischen Systemes gehabt haben, als Elon Musk Twitter gekauft hat, nach dem Motto, was passiert, wenn der eigentlich Einfluss auf die inhaltliche Ausspielung nimmt? Und jetzt gerade erleben wir, dass Twitter ja sich, wir haben es TikTok TikTokisiert und die Frage ist natürlich berechtigt, ob diese algorithmische Ausspielung, die Sortierung von Inhalten Ob die nicht der erste Weg dazu ist, dass diese inhaltliche Einflussnahme auf Reichweite dann tatsächlich auch stattfindet Also ich finde, das ist vermutlich gar nicht unbedingt eine Verschwörungstheorie. Die wird natürlich jetzt gerade erstmal als eine Verschwörungserzählung gekocht. Aber im Umkehrschluss, wenn wir sehen, da werden halt politische Kommentatoren aus dem eher rechten Meinungsspektrum eingeladen, aus dem Linken vermutlich nicht und gefragt, hey, wie hättest du es denn eigentlich gerne mit den Algorithmen? Das wird zwar so nicht die Frage gewesen sein. dann kann man diese Diskussion durchaus führen, glaube ich, auch ohne Verschwörungserzähler zu sein. Das heißt, also früher oder später wird sich diese Frage für uns nochmal stellen müssen, wenn E immer mehr algorithmisch sortiert wird, wenn das denn passiert und das nicht alles wieder über den Haufen geworfen wird, was ich auch nicht ausschließen möchte.
35:24 Dennis Horn
Also Elon Musk war im Repräsentantenhaus übrigens ein offenbar ungeplantes Treffen. Das ist deshalb interessant, weil es bald dort eine Anhörung geben wird über die Moderation von Inhalten auf Twitter. vor den Wahlen 2020 und er hat sich dann mit den Speakern beider Parteien im Repräsentantenhaus getroffen. um über Twitter zu sprechen und ihnen zu versprechen. Das hat er selbst danach getwittert, dass diese Plattform für beide Parteien fair ist.
36:04 Gavin Karlmeier
Was immer das heißt.
36:06 Dennis Horn
Zwei Wochen noch bis zu dieser, was auch immer das heißt, zwei Wochen noch bis zu dieser Anhörung Es soll da auch um den Umgang mit der Laptop-Geschichte von Hunter Biden gehen. Da haben wir ganz am Anfang hier im Podcast mal drüber gesprochen. Frühere Mitarbeiter von Twitter werden da als Zeugen Aussagen. Ja, was auch immer das heißt und was das zu bedeuten hat. Aber er bemüht sich sichtlich um eine Nähe zur Politik. um eine Distanz herzustellen.
36:36 Gavin Karlmeier
Ja, die er aber ja seinen Vorgängern mit jeder neuen Töterfallveröffentlichung weiter um die Ohren schmeißt. Diese Nähe. Ja, total spannend, dass er sich dann jetzt doch irgendwie mit denen zusammensetzt, weil er ja eigentlich ein komplett komplett Regierungsfernes Netzwerk versprochen hat und gesagt hat, hier wird kein Einfluss mehr genommen. Das gilt dann immer überraschenderweise, so lange, wie es dann nicht irgendwann ans Geld gehen könnte oder eine Anhörung bevorstellen könnte, wo dann offenbar doch wieder die Wege ein bisschen kürzer sind ins Kapitol. Ich will noch kurz auf diese, bevor das hier untergeht, auf diese kleine Sache mit diesem, die sitzen da und versuchen, den Code zu verstehen, der vor ihnen liegt, zu sprechen kommen. Ich finde, dass. Also eigentlich wäre eigentlich Stoff für eine Sitcom, die Vorstellung, dass da einfach jetzt ein Team sitzt, total ausgedünnt. Alle Leute, die Ahnung hatten, die das geschrieben haben. Entlassen wurden und die sitzen da jetzt wie der erste Chirurg der Welt und muss jetzt hier ein Organ verpflanzen, hat aber noch nie einen menschlichen Körper von innen gesehen. Das ist so kurioses Bild. Also wir kommen hier mal an und wissen nicht, was hier passiert. Und hier sind kilometerlanger Code, den keiner versteht. Dass ich eigentlich immer wieder bekräftigt werde in der Frage, wie lange dauert es noch, bis dieser Jengerturm tatsächlich mal zusammenstürzt?
38:02 Dennis Horn
Schönes Bild eigentlich, dass er selbst so geschaffen hat. Also, und ich mag aber auch dein Krankenhausbild. Also alle Ärzte rauswerfen und dann sag mal, aber wie operiert man eigentlich?
38:12 Gavin Karlmeier
Ja, was hat denn dieses Organ hier zu suchen? Hat das schon mal irgendjemand hier im Raum gesehen?
38:18 Dennis Horn
Fantastisch. Ähm, ist Elon Musk eigentlich der richtige Eigentümer für Twitter?
38:25 Gavin Karlmeier
Ich würde stelle ich dir jetzt erstmal so die Frage.
38:31 Dennis Horn
Das ist eine sehr leichte Frage. Was sagst du? Danach sage ich dir, was Biss Stone dazu sagt.
38:37 Gavin Karlmeier
Naja, also ich. Ich verliere, glaube ich, so ein bisschen die gar nicht erwartete Neutralität, wenn ich diese Frage beantworte.
38:47 Dennis Horn
Das ist ja keine Neutralität hier, das ist ja unsere Therapiestunde.
38:50 Gavin Karlmeier
Ja, du hast recht. Also, ich glaube, wenn man ganz ehrlich ist, Ich finde, also alles in der Hand von einer Person, was so eine Größe hat, ist immer gefährlich.
39:00 Dennis Horn
Biz Stone ist einer der Mitgründer von Twitter. hat auf diese Frage geantwortet. Im Moment sieht es nicht danach aus, aber ich könnte mich irren. Ich mag das sehr, das ist diese amerikanische Diplomatische Zurückgenommenheit, sobald man in Interviews über andere Menschen gefragt wird. Das ist so geil. Das gibt es ja auch so bei so Promo-Interviews für Kinofilme. Und so, wenn man irgendwie die anderen Leute aus dem Cast, wenn man dazu gefragt wird. Und das hier ist die negative Version dafür. Ich finde es großartig. Im Moment sieht es nicht danach aus, aber ich könnte mich irren. Das stimmt. Das ist so
39:43 Gavin Karlmeier
Das ist genau das Gegenteil davon, wie zum Beispiel Noel Gallagher-Interviews gibt. Er ist ja auch Brite. Aber der wäre ja auch Brite. Ja, ich finde das natürlich, ich finde das schön, dass sich solche Leute äußern. Das ist aber, glaube ich, also offensichtlich.
40:03 Dennis Horn
Ja, also ich sage noch ein paar Sachen dazu, weil ich fand das schon interessant. Also Stone ist Der hat jetzt irgendwie so ein anderes Startup, wo er irgendwelche Soundgeschichten für ein Computer macht oder irgendwas. Und eigentlich, also ich glaube, nur deswegen hat der Guardian ihn zu diesem Interview bekommen. Aber die Geschichte von Stone ist ganz interessant. Der hat Twitter mit Jack Dorsey, Noah Glass und Evan Williams gegründet, 2006. Und der ist dann auch nochmal, wie Jack Dorsey auch, zurückgekommen ins Unternehmen. Das war 2017. Jack Dorsey hat ihn da nochmal hingeholt. Weil, jetzt wieder Zitat bis Stone, er die Unternehmenskultur, die Energie und das Gefühl Lenken sollte. Also man kann sagen, er war so ein bisschen der Kulturwandelbeauftragte bei Twitter. Und er hat gesagt, so Social Media Unternehmen zu führen ist. Grundsätzlich nicht so wirklich so eine Win-Win-Situation ist immer schwierig, weil die Hälfte der Leute wird glücklich sein, die andere Hälfte der Leute sauer auf dich. Du kannst es nicht richtig machen. Ich glaube, damit hat er grundsätzlich einen Punkt. Sagt aber, dass Schon in seinen vier Jahren, die er dann da war, von 2017 bis 2021, vor allem was die Moral der MitarbeiterInnen angeht, auch die Content-Moderation. Dass davon viel dann unter Musk verloren gegangen ist. Das ist ein anderes Zitat von ihm: Wir haben eine Menge Verbesserungen in diesen Bereichen gemacht. That's all gone now. Und der dann ganz interessant das Konzept von Twitter Wird überleben, egal was da jetzt passiert. Sagt, ich weiß nicht, ob Twitter als Unternehmen für immer erfolgreich sein wird, aber ich denke, die Idee von Twitter wird weiter bestehen. Und hat dann verwiesen auf den Erfolg von Mastodon.
42:02 Gavin Karlmeier
Aber ich finde, da hat er auch einen Punkt. Also, das habe ich ja letzte Woche schon mal hier in so einem Ich hatte ja einen kurzen philosophischen Moment. Den Gedanken hatte ich auch. Also selbst für den Fall, dass das Unternehmen untergeht, jeden Wert verliert, am Ende nichts übrig bleibt. Das Modell, das, was Twitter eigentlich ist, also wie jedes soziale Netzwerk, das sind, wir sind Twitter, das geht nicht kaputt. Du bist Deutschland. Es gibt keinen Stau, du bist der Stau. Nee, aber diese diese, diese, das, was eigentlich wir alle als Twitter charakterisieren, ist ja nicht das Modell das wir sehen, nicht diese weiße Website mit dem blauen Vogel, sondern eben dieses Community-getriebene, dieses schnelle, lebige und dieses Dieses versammelte Moment, das wir in allen anderen sozialen Netzwerken so vermissen und warum wir hier diesen Podcast überhaupt zu diesem Thema machen. Und ich glaube, das stimmt, was er sagt, dass das auch existieren kann, ohne dass Twitter existiert.
43:05 Dennis Horn
Theoretisch ja, so, aber wird diese sehr spezielle Stimmung mit diesem Mix aus den Leuten, auch der Menge an Leuten, aber auch nicht der zu großen Menge an Leuten. Wird das jemals irgendwo so wiederkommen? Also ich kann verstehen, dass bestimmte Mechaniken irgendwo nochmal auftauchen, aber das ist doch schon Abschied neben, was wir hier machen.
43:29 Gavin Karlmeier
Ja, klar. Ich glaube aber, wenn man sich so die Historie von Twitter anguckt, es gab ja immer wieder so Wellen, die dazu geführt haben, dass neue NutzerInnengruppen dazugekommen sind und die dann größer wurde, die ganze Community. dass die diese Effekte reproduzierbar sind. Also ich glaube, dass also ich glaube, Twitter hat zum Beispiel durch Donald Trump einen unglaublichen Boost an Publicity gewonnen und an auch Akzeptanz als Kommunikationstool. Auch für viele Leute, die da vorher noch nicht unterwegs waren. Ich glaube, es gibt ganz viele von solchen Figuren. Das muss nicht immer nur Donald Trump sein. Ich glaube, in Deutschland sind auch so Sachen wie, dass El Hutzo einen der erfolgreichsten Instagram-Accounts, content getriebenen Instagram-Accounts hat, die eigentlich nur Screenshots von Tweets sind, schon dazu geführt haben, dass Twitter als ein auch Entertainment-Medium wahrgenommen wird. Ähm, und ich glaube, diese Effekte, die kannst du wiederholen, auch auf anderen Plattformen. Das da bin ich mir relativ sicher. Aber du musst natürlich diese Legacy immer mitdenken, diese 15, 16 Jahre, die Twitter jetzt halt Vorsprung hat. Und die kann Maste doch nicht in einem Jahr aufholen, sondern diese Zeit braucht man, diesen Atem.
44:37 Dennis Horn
Also du bleibst optimistisch?
44:39 Gavin Karlmeier
Prinzipiell ja. Punkt. Achso, ich finde aber eine Sache spannend, dass wir ganz am Anfang auch über die Unternehmenskultur bei Twitter gesprochen haben. Also zum Beispiel die diesen Brauch, dass man auch, egal auf welcher Hierarchieebene du bist, auch vorgesetzt und vehement widersprechen kannst. Und dass sich das eben ja geändert hat durch den Weg von Elon Musk ins Unternehmen. Und ich könnte mir vorstellen, dass das so eine Sache ist, die er damit auch meint, mit dieser Kultur, die jetzt tot ist in dem Unternehmen. Und dass das aber etwas ist, das am Ende dann auch etwas sein kann, über das man eben stolpert im Silicon Valley, wenn man eben so ein Unternehmen hat, das eben davon lebt, dass da ganz viele Köpfe zusammenkommen. Also entweder hast du halt Leute, die den Code verstehen, dann musst du aber auch damit leben, dass sie ihn dir erklären. Oder aber du hast da Leute sitzen, die eben nicht wissen, was eine Leber macht.
45:34 Dennis Horn
Und ob man sie jetzt rausnehmen kann, ohne dass mit dem Rest irgendwas passiert. Okay, gut Ich habe ein Bonusthema noch.
45:44 Gavin Karlmeier
Oh ja. Für eingefleischte Fans.
45:48 Dennis Horn
Ja, für eingefleischte Fans und für die BWLer unter. Oder nicht, also das ist jetzt für die nicht BWL er unter euch. Wir haben ja die letzte Woche gesprochen über diese Nummer mit Twitter, will jetzt nochmal irgendwie Kapital erhöhen über mehr Aktien. Und dann haben wir uns am Kopf gekratzt, weil wo kommen denn jetzt die Aktien her? Die sind doch jetzt hier privat. Und Tags drauf kam eine E-Mail bei mir an mit dem Betreff Sechssemester BWL von Markus. Vielen lieben Dank, lieber Markus. Und er hat es wirklich einfach erklärt. Und das lese ich dir jetzt einmal vor. Die Mail beginnt mit den Worten: also es ist folgendermaßen. Die Unterscheidung Öffentlich oder privat bezieht sich darauf, wie die Anteile eines Unternehmens gehandelt werden können. Er nennt das jetzt immer public.
46:41 Gavin Karlmeier
Oder private.
46:42 Dennis Horn
Public Companies sind an der Börse handelbar. Jeder kann sich an der Börse über einen sehr strukturierten, klaren Prozess, ein kleines Stück Volkswagen zum Beispiel kaufen. Private Companies sind nicht an der Börse handelbar. Das ist aber keine Aussage darüber, wem diese Firmen gehören. Auch so der Dachdecker-Betrieb um die Ecke, auch davon könnte ich prinzipiell Anteile kaufen. Muss dafür aber den Meister Willi ansprechen, um mich mit ihm auf den Preis einigen zu einigen und dann gemeinsam zum Notat zu laufen Und es gibt viele Unternehmen, die eine Aktiengesellschaft sind, die aber nie an einer Börse handelbar waren. Also, das erstmal so als Grundvoraussetzung. So, und was Elon Musk jetzt gemacht hat, ist Er hat alle Aktien, die vorher an der Börse gehandelt wurden, gekauft und danach den Börsenhandel beendet. Und um das zu bezahlen, hat er zum Teil Kredite genutzt, für die Twitter Zinsen zahlen muss. Nach dem, was Markus gelesen hat, waren drei dieser 13 Milliarden 13 Milliarden US-Dollar-Kredits nur als Zwischenfinanzierung, also temporär gedacht. Und diese drei Milliarden, die haben einen hohen Zinssatz. Der steigt auch noch an, weil der Kredit eben nur temporär gedacht war. Glaubt, er wird ansteigen, weil ja im Moment allgemein die Zinsen dann hochgehen. Und wenn man dann umschulden muss, wird es noch teurer. So, und der kolportierte Plan ist jetzt, eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Das heißt, es werden von Twitter neue Aktien rausgegeben, die nicht an der Börse gehandelt werden, aber neue Aktien gegen Geld. Und mit diesem Geld werden dann die Kreditgeber dieser drei Milliarden ausbezahlt und dann fallen zukünftig keine Zinsen mehr an. Ja, so und jetzt muss Musk nur jemanden finden, der bereit ist, diese Kapitalerhöhung zu zeichnen. Das können bestehende Anteilseigner wie er selbst sein, aber auch komplett Fremde. Schreib dein Klammern, Leute wie du, wenn du damals nur zur RTL statt zur ART gegangen bist. So, und diese Leute, die das zeichnen, die halten dann später tatsächlich einen Anteil an Twitter in Form von Aktien, ohne dass das über die Börse läuft. Wenn der neue Investor zum gleichen Kurs kauft, wie Elon Musk und Co. es getan haben. 54 US-Dollar pro Aktie?
49:12 Gavin Karlmeier
54,20 waren das, weil er es so witzig findet wegen for twenty. Ach, guck mal, die Liste.
49:19 Dennis Horn
Wenn das zum gleichen Kurs läuft, dann hält dieser neue Investor, wenn er alles auf einmal kauft, davon später, drei 47stel an Twitter.
49:31 Gavin Karlmeier
Okay, verstehe.
49:33 Dennis Horn
Wahrscheinlicher ist es aber, dass jeder Investor, ob der Verfassung des Unternehmens eine deutlich niedrigere Bewertung verlangen wird. Wieder in Klammern, außer vielleicht Frank Telen. Ein weiterer Faktor für eine niedrigere Bewertung und damit einen niedrigeren Preis ist die Tatsache, dass das Unternehmen Private ist. Dadurch sind die Aktien schwieriger und nur mit Aufwand zu verkaufen. Siehe Dachdecker Willi, weil man muss dann noch extra zum Notar und so weiter. Ist viel Action, das geht nicht einfach über den Broker. Und mit dem zu erwartenden Anteil hätte der Investor im Vergleich zu Elon Musk nicht zu melden, wäre komplett von dessen Launen abhängig. Wobei aus der Richtung ja nichts Negatives zu erwarten ist. Durch den niedrigeren Preis erhöht sich der Anteil des neuen Investors an Twitter auf mehr als die 3,47. Zusätzlich würden Musk und andere Investoren damit eingestehen, dass ihre Investition in Twitter schon heute nicht mehr das wert ist, was sie damals bezahlt haben. Und das kann sehr unangenehme Nebenwirkungen haben: steuerlich, aber auch nützlich. Also dass die negativen Nebenwirkungen dürften hier überwiegen. Und das interessanteste an der ganzen Geschichte, schreibt Markus jetzt noch so zum Abschluss, ist Welcher Mensch der Welt gerade daheim sitzt und denkt 3 Milliarden US-Dollar an Twitter pumpen, das ist die Gelegenheit. Also erstmal, Markus, vielen lieben Dank. Ich hab's jetzt verstanden.
51:01 Gavin Karlmeier
Ja, ich hab das jetzt auch verstanden. Das ist toll. Also durch dieses Dachdecker-Willy-Bild wird das sehr. Sehr deutlich. Ich finde tatsächlich die Frage auch legitim. Ich finde, da kann man spannende Mutmaßungen anstellen. Also es gibt ja durchaus. ähm äh Emirate, Emire, die ähm, bei denen sich Elon Musker Geld geliehen hat, um Twitter zu finanzieren, den Twitter-Kauf zu finanzieren. Und wo es dann so Theorien gab, das ist dann auch im Bereich der Verschwörungserzählung, aber nach dem Motto, wenn die Geld mit Öl verdienen, dann ist es durchaus interessant, wenn der Typ, der mit Elektroautos groß geworden ist, vielleicht sich mal verhebt oder verschluckt. Also auch solche Konstrukte kann man da ja durchaus mal mitdenken. Über der Frage, wer auf der Welt möchte jetzt nochmal Geld in Twitter investieren? Weil Twitter eben, wie Elon Musker selber gesagt hat. eigentlich bis vor einigen Monaten noch on the fast lane in den Bankrott waren. Äh, abwarten, ne? Also ich bin mich mich überrascht alles nicht mehr. Also auch hier kann durchaus noch passieren, dass irgendjemand einsteigt. Ich glaube, es gibt auch dieses, diese Geschichte, ähm, jetzt um, wir sind mit einer Apple-Geschichte gestartet, dann können wir auch mit einer rausgehen. Diese Geschichte, als um Steve Jobs zurück zu Apple gekommen ist. Und Apple eigentlich de facto finanziell am Ende war und er diesen Deal mit Microsoft ausgehandelt hat, die einen Anteil von Apple gekauft haben und im Gegenzug das Office-Paket zu Apple bringen durften. Solche Modelle kann ich mir auch hier vorstellen, dass Elon Musk irgendeine Kumpelei in der Tech-Welt findet, um irgendeine Möglichkeit zu finden, nochmal an frisches Geld zu kommen.
52:41 Dennis Horn
Interessant. Und es gibt ja aus der Tech-Welt gab es ja schon trotzdem irgendwie so Gedanken von den Unternehmen Die in Social und damit in Community und Plattform-Building, ist es ja bei denen, nicht so weit vorne waren.
52:59 Gavin Karlmeier
Mhm. Interessant. Spannend. Ich habe auch noch einen kleinen Nachtrag übrigens, wo du gerade interessant sagst. Und zwar haben wir letzte Woche hier auch dieses Auch noch eine Bezugnahme auf eine vergangene Episode. Auf diesen Ausstieg der FT der Financial Times gesprochen, und Sie haben gesagt Sie sind also sowohl uninterested als auch disinterested in die Privatnachrichten.
53:22 Dennis Horn
Hast du nochmal gegoogelt, was der Unterschied ist?
53:24 Gavin Karlmeier
Hat man bei Jochen so nett und hat das sonst getan. Der Unterschied ist, dass disinterested meint not biased, also ohne Meinung, ohne Anteile, ohne persönliches Interesse am Ende. Und uninterested heißt einfach nicht interessiert. Also auch da gibt es tatsächlich einen sprachlichen Feinunterschied.
53:43 Dennis Horn
Interessant.
53:44 Gavin Karlmeier
Toll, ne? Heute räumen wir aber auf.
53:46 Dennis Horn
Vielen Dank, Jochen. Wir haben wieder was gelernt.
53:49 Gavin Karlmeier
Allerdings.
53:50 Dennis Horn
So, haben wir noch ein Thema auf der Liste?
53:52 Gavin Karlmeier
Ich habe nichts mehr.
53:53 Dennis Horn
Bei mir auch, im Moment sieht es nicht danach aus, aber ich könnte mich irren. Dann bringe ich das morgen mit.
54:00 Gavin Karlmeier
Dafür sind wir da. Bis morgen.