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Folge 47 · 27. Januar 2023 · 19 Min.

Mr. Tweet und das Fliewatröt

mit Dennis Horn

Wer will kann nun eventuell wieder Anteile von Twitter kaufen. Eventuell. Aber wer sind was, das zu beurteilen, wir sind ja keine BWLer! Stattdessen reden wir über Mr. Tweet, der in Calls mit Followerzahlen prahlt, statt endlich seinen Kram zusammenzukriegen. Na toll. Schönes Wochenende!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Dennis.

00:07 Dennis Horn

Grüß dich, Kevin. Na, wie ist die Lage? Wie sind die Vibes?

00:12 Gavin Karlmeier

Äh, laufen. Aber den geht's gut. Den Vibes geht's gut. Die Vibes sind gut. Ich befinde mich gerade, während wir hier sprechen, auf einem Rastplatz an der Autobahn A3. Wir sind der mobile Podcast.

00:26 Dennis Horn

Ja, absolut. Ich bin auf der B56 an der Berliner Freiheit.

00:32 Gavin Karlmeier

Aber die ist nicht, wie man glauben könnte, etwa in Hamburg, sondern in Nordrhein-Westfalen, richtig? Richtig, in Bonn.

00:39 Dennis Horn

Ich verbringe meine Woche in Bonn. Es ist wunderschön, gerade am Hofgarten vorbei, aber jetzt auch schon wieder auf dem Weg zur Diplomatenrennbahn.

00:49 Gavin Karlmeier

Hast du eigentlich gewusst, dass Bonn meine Hauptstadt war, Dennis? Ehrlich?

00:56 Dennis Horn

Nee, das ist mir neu. Aber ich beschäftige mich in meinem Leben auch eher mit Dingen wie Twitter und Sozial Netzwerk.

01:02 Gavin Karlmeier

Wer das auch getan hat, hier sind wieder die Überleitungskönige, guten Abend. Wer das auch getan hat, ist die FT Die Financial Times, ähm und das ist meine erste Meldung, mit der ich dich heute ein bisschen abholen möchte. Die FT hat nämlich einen sehr illustren Text geschrieben. Boah, ich bin echt mein Vater geworden in Formulierung. Einen sehr, sehr lustigen Text geschrieben. Mit der Überschrift We tried to run a social media site and it was awful. Also wir haben versucht, eine Social Media Seite zu betreiben und es war fürchterlich. eine eigene Mastodon-Instanz zu hosten, nämlich die F-Team, im Namen AlphaWil Club. Quasi eine Art eigene Instanz im Fediverse, das war der Plan. Und sie schreiben hier, for the benefit of needy billionaires Hier sind einige Dinge, die wir gelernt haben und warum wir glauben, dass die Verantwortung für eine Social Media-Seite zu übernehmen eine schreckliche Idee ist. Und das haben sich mit einigen Stichpunkten geschrieben, manche von denen sind technisch. Aber es sind auch so manche Punkte wie, alles was wir hier schreiben, ist aus einer UK, also aus einer Großbritannien-Perspektive, aber Anwälte sind überall. Vermutlich ist jetzt gerade sogar einer direkt hinter dir. Sie haben geschrieben, dass die Dinge, die sie hier reingeschrieben haben, none of the things just referenced, are fun. Also es macht alles keinen besonderen Spaß, was sie gemacht haben. und sind so am Ende zu dem Konclusio gekommen, also wir werden diese Idee sterben lassen. Für drei Monate bleibt das jetzt noch online, aber wenn wir merken, der Traffic ist auf null. Machen was zu. . . Und wie das manchmal so mit den Experimenten ist, kann man sich manchmal freuen und manchmal nicht, aber bei dem her kann man sich freuen, dass es wenigstens nicht 44 Milliarden Dollar gekostet hat. Und das ist ja auch etwas, schreiben Sie.

02:50 Dennis Horn

Ich finde das ganz interessant. Also ich habe mir die ganzen Punkte in diesem Artikel auch mal durchgelesen. Und im Grunde ist ja das große Problem der Die rechtliche Konsequenz, die sich aus All Dem ergibt, die bei Weitem die Fähigkeiten, die Ressourcen Und das Gefühl, das in irgendeiner Art und Weise beherrschbar zu halten, von einem doch relativ großen Medienhaus übersteigen. Und ich finde es interessant, also natürlich einmal aus der Medienbrille, aus der wir beide hier im Podcast immer so ein bisschen so auf dieses Thema gucken. Aber ich finde es auch interessant, weil das natürlich Rückschlüsse darüber zulässt, wenn die Financial Times mit ihrem Alphaville-Angebot nach so einer kurzen Zeit schon aufgibt, weil es einfach systemisch nicht geht, dann kann man natürlich hochrechnen, wie ein wirklich großes Unternehmen wie Twitter Mit solchen Themen konfrontiert sein muss. Und was eben der Faktor Content-Moderation, über den wir ja öfter schon gesprochen haben, einfach in der Relevanz bedeutet, dabei so eine Plattform zu führen. Was, glaube ich, auch Elon Musk Nach wie vor noch nicht sieht, aber auf ihn zukommen wird.

04:07 Gavin Karlmeier

Ich glaube, dass die FT da einfach eine gewisse Weitsicht beweisen, ehrlicherweise, weil sie ja, wie sie auch schreiben, also bislang ist nicht schief gegangen, aber sie hätten auch gern, dass das so bleibt. Also sie schreiben zum Beispiel, was ist mit der GDPR? Das ist die Datenschutzgrundverordnung. Genau die SGVO, danke. Und schreiben also, die Financial Trime Times treats user data with a combination of disinterest and uninterest. Also die Financial Times behandelt NutzerInnen-Daten mit einer Mischung aus Desinteresse und Uninteresse. Aber das ist nicht genug, um zu garantieren, dass wir mit allen weltweiten Regelungen und Gesetzen konform gehen. Und diese Vorsicht und Weitsicht, die würde ich in der Tat auch einem Elon Musk eben nicht unterstellen. Und er sagt, er ist ja eher so einer Break Things. Also ich geh da jetzt erstmal hin und wenn es schief geht, dann können wir immer noch weiterreden. Die einen zahlen eben Mitte und die anderen tun das nicht.

05:02 Dennis Horn

Grundsätzlich würde mich noch interessieren, was der Unterschied zwischen Disinterest und Uninterest ist. Bin ich hier so ein bisschen gerade raus, aber nochmal, um ganz kurz doch auf diese Mediensicht zu gehen.

05:15 Gavin Karlmeier

Ja, bitte.

05:16 Dennis Horn

Ich finde natürlich, dass gleichzeitig, ich meine, wir beide begleiten ja auch Redaktionen, Medienhäuser in diesen digitalstrategischen Fragen. Und ich weiß nicht, wie dir das in den letzten Monaten ging. Ich habe viel mit Redaktionen auch über Mastodon gesprochen und über die Frage, wie sinnvoll wäre, das jetzt dahin umzusteigen. Und zwar nicht allein eben mit den Accounts, sondern als Betreiber von Instanzen, auch mit dem Blick darauf, dass ja jetzt der öffentlich-rechtliche Rundfunk angehalten ist, eine eigene Plattform zu schaffen. Eine eigene große. Da gibt es ja mitunter so die Idee: das machen wir jetzt bei Mastodon. Und natürlich ist jetzt so eine Veröffentlichung der Financial Times aus dieser Sicht eine Katastrophe. Möchte ich auch mal festhalten. Weil damit können natürlich jetzt alle wedeln, die sagen, es war schon immer eine schlechte Idee, in so eine Richtung zu gehen.

06:12 Gavin Karlmeier

Ja, also hauspolitisch stimme ich dir komplett zu. Ich finde, da sind aber einige spannende, also man kann das eben aber auch positiv nutzen und besetzen, denn klar, die öffentlich-rechtlichen sind dazu angehalten, so eine. . so etwas aufzubauen. Sie sind aber auch dazu angehalten, das eben auch mit einer gewissen Weitsicht und klug zu tun. Also viele dieser Überlegungen, also was ist mit der Datenschutzgrundverordnung beispielsweise, Hätte man sich da ja ohnehin gestellt. Also ich glaube, vermutlich könnte man das früher oder später in Gesprächen auch entkräften. Viel spannender finde ich, was Was bedeutet das denn eigentlich für die kleineren Medienhäuser, weil der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist durchaus zuzutrauen, das auch zu stemmen, wenn er denn das mal täte? Aber diese kleineren Medienmarken wie Heise, die sich ja beispielsweise jetzt entschieden haben, eine eigene Instanz aufzubauen, die werden mit diesem Problem ja auch konfrontiert sein, wenn sie dann anfangen. Mehr Marken und mehr Journalistinnen und mehr Menschen auch zuzulassen, als nur die eigenen.

07:05 Dennis Horn

Ja, interessanterweise hat Heise ja ein sehr krasses Justiziariat. Also ich glaube, der Justiziar von Heise, der ist ja kürzlich in Rente gegangen, der bisherige. Ich weiß noch immer, wie der auf irgendwelchen Konferenzen über. Das heise Forum, was ja so eine Brutstätte des toxischen Maskulinen auch mitunter ist. Also wenn man mal Denkt bei Twitter und YouTube in den Kommentarspalten geht es heftig zu, dann würde ich auch immer nochmal bei Heise vorbeigucken, zusätzlich. Und der hat auf irgendwelchen Konferenzen immer gesagt, wir pflegen unsere Trolle. So, und gerade Heise würde ich interessanterweise jetzt in dem Kontext zutrauen, dass das eher ein Unternehmen ist mit seinem Justiziariat und welche Haltungen die so generell haben, die das durchfechten. Super interessanter Punkt, dass du die hier anführst. weil das eigentlich so dann einen Punkt unterstützt, vielleicht muss man die Punkte jetzt auch mal näher betrachten und ausfechten.

08:09 Gavin Karlmeier

Total. Also unterm Stich will ich ja auch nicht sagen, dass sie, also so wie man das bei der Financial Times liest, sie sind da so ein bisschen, glaube ich, reingestolpert. Und also sie eröffnen den Text auch mit We thought it might be fun to host a Mastodon Server, boy were we wrong. Also es war halt eher so ein kleiner Ausflug, wir probieren das mal aus und die haben dann in diesem Prozess zum Beispiel hier Sachen gemerkt wie Also per Default hat man Zugriff auf die Direct Messages. Wenn man Administrator ist, da haben wir kein Interesse drin und bevor wir uns das hier irgendwie uns damit näher beschäftigen, ist der beste Weg, einfach alles zu löschen. Also die sind da sehr rigoros. Ich schätze aber auch, dass sie einfach gemerkt haben, das würde ihnen über den Kopf wachsen und das klingt jetzt eben nicht so, als wäre diese Mastodon-Instanz. halt eine FT-weite grundsätzliche neue Offensive, soziale Netzwerke eben neu zu denken und auch nach Hause zu bringen, sondern es war eher so ein Versuch und sie haben festgestellt, da hängt aber ein bisschen mehr dran, als das einfach mal zu machen.

09:06 Dennis Horn

Ja, interessant. Also insofern, wir sehen es positiv als Diskussionsbeitrag.

09:11 Gavin Karlmeier

So genau, und ich glaube, dass es eher ein Impuls sein kann. Macht gerne neue Mastodon-Instanzen, aber überlegt euch vorher, ob ihr das auch wirklich hinkriegt. Was ja auch dafür spricht, es am Ende, wenn man es macht, richtig zu machen, weil das dann auch bedeutet, dass man eben nicht Als Nutzer auf dieser Instanz nach drei Monaten wieder sich eine neue suchen muss. Kommt ja auch dazu. Okay, das nächste Ding ist eine Sache, die ist ein bisschen komplex. Und wir können die jetzt auch nicht in aller Komplexität dekonstruieren, aber sie ist trotzdem in gewisser Weise spannend. Und zwar hat Twitter in der Nacht zum Donnerstag etwas gestartet. Eine neue Partnerschaft. Mit Third-Party Brand Safety Reporting Unternehmen. Nämlich ganz konkret heißen die beiden Double Verify und Integral at Science. Und das sind Unternehmen, die dabei helfen, ausgespielte Werbung in richtige Kontexte zu stellen. Damit erfüllt Twitter die Anforderungen, die sie sozusagen erfüllen müssen, weil sie Mitglied im in GARM sind, der Global Alliance for Responsible Media Brands Safety. Und finde ich ist eine spannende Antwort eine spannende, aber doch auch sehr überraschende Antwort. auf den Vorwurf vieler Werbekunden, dass Twitter seit der Übernahme durch Elon Musk die Brandsafety gefährde und Werbung in seltsamen und falschen Kontexten platziere. Zum Punkt 1 gilt natürlich auch, die Brand Safety ist natürlich auch gefährdet, einfach weil Twitter inzwischen so ist, wie Twitter ist. Also das lösen sie damit natürlich nicht. Aber Punkt 2, den Kontext, in dem die Werbung auftaucht. dem gehen Sie damit ja tatsächlich an und sagen auch selber, dass 99% der Impressionen diesen Richtlinien der Garum entsprachen. Wie finden wir das, dass Sie das jetzt mit einer, ähm mit einer Third-Party-Initiative gemeinsam gestalten?

11:08 Dennis Horn

Naja, also ich bin ja Journalist und als Journalist fällt mir natürlich, wenn, wenn ich solche Statements sehe jetzt erstmal auf, dass da dieser Satz drin steht, dass sie eh dazu verpflichtet waren. So, und damit ist mir als Journalist jetzt erst einmal die, und ich bin in diesem Thema nicht tief drin. Aber erst einmal die Vermutung am nächsten zu sagen, wenn sie eh dazu verpflichtet waren, bin ich mir nicht sicher, ob das an dem Problem jetzt wirklich was löst oder ob das nur eine. im aktuellen Diskussionskontext gut platzierte Pressemeldung ist. Weißt du, was ich meine?

11:42 Gavin Karlmeier

Ja, zu 100 Prozent. Sehe ich auch so. Auf der anderen Seite sind Sie da Mitglied seit Juni 2019 und diese Probleme sind tatsächlich ja relativ frisch. entstanden. Dementsprechend bin ich mir da nicht so sicher, ob das nicht auch einfach eine Art Reaktion ist auf wirklich offenbar wirklich stark schwindende Werbekunden. um irgendwie wieder Fuß zu fassen, um Argumente zu bieten, um Überzeugung auch überhaupt zu ermöglichen wieder.

12:13 Dennis Horn

Aber da das ist das, was ich meine. Das ist jetzt vielleicht ein Argument. Aber in der Tragweite Vielleicht auch noch nicht die Lösung. Also das müssen wir vielleicht noch ein bisschen beobachten, was da rumkommt und wie Reaktionen darauf ausfallen. Es ist nur meine Hellhörigkeit.

12:32 Gavin Karlmeier

Ich würde dir auch zustimmen, dass das vermutlich die Plattform nicht retten wird und auch die Probleme mit ihren Werbekunden vermutlich nicht verändern wird. Was es aber tatsächlich tut, ist ja eine Art eine Art Reaktion zu zeigen auf die schwindenden Werbekunden. Und das haben wir ja seit längerem nicht mehr mitbekommen, dass das passiert. Immerhin das. Ansonsten hat sich, ich glaube noch so ein paar Kleinigkeiten hier liegen, manche unterhaltsam, manche nicht so ganz unterhaltsam. Elon Musk hat sich auf Twitter Mr. Tweet genannt. Kann sich aber nicht mehr, kann sich aber nicht mehr zurücknennen, weil er verified ist und das dann untersagt ist.

13:18 Dennis Horn

Ah, interessant. Der Nutzername ist ja nach wie vor Elon Musk, aber oben steht Mr. Tweet drauf und auch das ist jetzt untersagt, das zu ändern oder so oft zu ändern.

13:30 Gavin Karlmeier

Offenbar. Also tatsächlich. Ich kann es hier verändern. Ich will es jetzt nicht speichern. Ich habe es gerade hier mal parallel getestet. Aber er konnte es wohl nur einmal ändern. Und Twitter lässt ihn nicht mehr seinen Namen zurückstellen.

13:44 Dennis Horn

Ich habe heute gesehen bei TikTok, da kann man das auch nur alle sieben Tage machen. Also vielleicht ist auch eine zeitliche Regelung drin. Interessant.

13:52 Gavin Karlmeier

Und heißt du jetzt Mr. Tog? Bei TikTok? Mr. Tick. Ja, den Podcast mit Tick und Tok. Hallo. Dann ein kleines Update zur Episode von gestern, nämlich Nick Fuentes, dieser weiße Nationalist, US-Amerikaner, der nach anderthalb jahren ungefähr entsperrt wurde, ist jetzt wieder gebannt auf Twitter. Also er ist wieder weg.

14:21 Dennis Horn

Also er war, ich glaube, man kann weitergehen als Nationalist, er ist ein Rechtsextremer.

14:27 Gavin Karlmeier

Es ist nur die Formulierung aus dem Tweet, in der drin stand, dass er wieder gesperrt ist, dass er weißer Nationalist ist, ja.

14:33 Dennis Horn

24 Stunden und er hat dann auch in diesen 24 Stunden, wir haben gestern darüber gesprochen, er ist wieder zu Hause, fühlt sich wieder wohl und Hat dann aber auch direkt wieder Antisemitismus losgelassen und andere Dinge. Und ja, jetzt ist er wieder weg. Gibt's ein Statement dazu?

14:52 Gavin Karlmeier

Natürlich nicht. Nein.

14:53 Dennis Horn

Ich habe im dazugehörigen Artikel, glaube ich, heute gelesen, den Sophisanten Satz, was klar ist, weil Twitter ja auch keine PressemitarbeiterInnen mehr hat.

15:03 Gavin Karlmeier

So ist es leider. Ich finde das auch schön, weil das große News-Assets ja inzwischen immer unten als letzten Satz drunter drin stehen haben, dass Elon Musk inzwischen der einzige, äh, der einzige Teil des. . Presseaparatat bei Twitter ist und der natürlich nicht für ein Statement zur Verfügung stand. Das ist schon, ähm, ähm, ähm, ich versuch's mal vorsichtig auszudrücken. Das ist schon sehr besonders, dass es leider überhaupt gar keinen Zugriff auf dieses Netzwerk mehr in kommunikativen Belängen gibt. Absolut. Dann noch eine Kleinigkeit, auch da sind wir nicht die Experten und würden euch uns wünschen von euch. Dennis und ich haben da vorher kurz drüber gesprochen. Wenn jemand sehr klug ist und sich damit auskennt, freut mich.

15:48 Dennis Horn

Mit Zahlen, hinter denen Währungssymbole stehen.

15:50 Gavin Karlmeier

Und davor sogar in diesem Fall, denn es geht um Dollar. Wer uns da etwas Kontext liefern kann, also Kontext im Sinne von die ersten sechs Semester BWL bitte ersetzen kann. Und zwar plant das Team um Elon Musk herum oder prüft gerade derzeit den Verkauf neuer Twitter-Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden US-Dollar. um einen Teil der 13 Milliarden US-Dollar Schulden, die das Unternehmen jetzt hat, zurückzuzahlen, zurückzahlen zu können. Die Fragen, die sich da natürlich aufdrängen, ist, hieß es nicht eigentlich, dass Twitter inzwischen vollständig in Privatbesitz übergegangen ist? Wenn jetzt neue Shares verkauft werden, hieße das, dass es eigentlich eine Abwendung ist von dem Konzept. Komplett in privater Hand.

16:39 Dennis Horn

Ja, da habe ich eben gemutmaßt, dass das klar in privater Hand ist, aber die Anteile unter den Gesellschaftern Es gibt ja zum Beispiel immer noch einen Kredit, also Elon Musk ist so Eigentümer, aber es gibt immer noch so einen Kredit, der da ja zusätzlich, den er da zusätzlich noch woanders genommen hat. Und ist all das, was sich hier mit Anteilen beschäftigt, immer noch in Aktien de facto passiert. Die sich eben nur alle in privater Hand befinden und nicht mehr an der Börse gehandelt werden. Das war meine Mutmaßung, aber auch hier von diesen sechs Semestern BWL Habe ich nur ein Seminar jemals gemacht.

17:22 Gavin Karlmeier

Zu welchem Thema war das?

17:24 Dennis Horn

Über einen anderen Studiengang, das war Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Also das reicht nicht aus.

17:30 Gavin Karlmeier

Also wenn wir jetzt einen Artikel über aktiver und passiver fänden, da könntest du mitreden, aber scherst dann bitte nicht. Wer sich tatsächlich viel mit Zahlen beschäftigt, ist Elon Musk selber. Er war nämlich in einem Call bei Tesla. Und hat so ganz großspurig, so in einem Nebensatz, gesagt, let me check my Twitter-Account. Okay, so I've got 127 Millionen Followers and it continues to grow very rapidly. Ja, das ist der Move. Also allein die Vorstellung, dass da dieser Typ sitzt und alle, also ich glaube schon, dass er ja schon eine Form der. Skepsis gepaart mit Ehrfurcht, glaube ich, schon zusammenkommt, wenn man mit Elon Musk in einem Call ist. Allein die Vorstellung, dass er so an seinem Computer rumscrollt und rumwischt vermutlich. und über seinen eigenen Twitter-Account scrollt und nochmal klarmachen will, dass er ja 127 Millionen FollowerInnen hat, zeigt so ein bisschen, wie fest im Sattel er tatsächlich in seinem Ego zu scheinen. Sitzt nämlich gar nicht so sehr. Wer hätte das gedacht?

18:30 Dennis Horn

Also, wir haben über den 13-Jährigen in der Haut eines Boomers ja hier schon öfter gesprochen. Mich wundert nichts mehr.

18:40 Gavin Karlmeier

Ich werde dich versuchen, am Montag nochmal zur Verwunderung zu treiben und wünsche dir jetzt ein schönes Wochenende, Dennis.

18:46 Dennis Horn

Wir haben ja jetzt Wochenende, richtig. Wir reden nicht über das, was an diesem Wochenende passieren könnte, sondern bis Montag. Bis Montag.