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Folge 481 · 24. September 2025 · 1:14 Std.

Die unsichtbare Brille des Marktes

mit Thomas Riedel

Good Slop, Bad Slop? Die Schattenseiten von TikTok Shop (ja, es gibt noch mehr als die Offensichtlichste), das Düsterste was KI zu bieten hat – und über Waschmaschinen reden wir heute auch noch. All das durch die Brille von Mark Zuckerberg. Also so’n bisschen.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Thomas!
  2. Die Brille
  3. Was lief schief bei der Meta Connect?
  4. Wo ist Sarah Wyn-Williams?
  5. Neues von TikTok USA
  6. Algorithmus-Training und Investoren
  7. Chinesische Einflussnahme und Kompromisse
  8. Die Abgründe von TikTok Shop
  9. YouTube AI Slop, Kapitel 63956
  10. Sicherheitslücken in KI-Browsern
  11. ChatGPT und Mandela-Effekt
  12. Funktionen und Emotionen
  13. Versöhnlichkeiten des Tages

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Thomas Hallo, bei mir ist heute Thomas Riedel. Thomas Riedel, Journalist, Podcaster und Brillenträger des Jahres, würde ich fast sagen. Weil die, die diese Episode gerade im Video sehen, man kann Haken dran ja auch komplett gucken, für die Leute, die den Einreiz, den wir bespielen, nicht genug ist. Gibt es das Ganze ja auch bei YouTube und PeerTube sich anzuschauen. Und da sieht man, du trägst eine leuchtende Brille. Was ist die Geschichte der leuchtenden Brille?

00:33 Thomas Riedel

Die leuchtende Brille ist, dass ich seit eineinhalb Jahren diese Brille bereits trage und teste. Durchgehend. Wow. Ja. Also als ich in Aussicht gestellt bekommen habe, diese Brille zu tragen, dachte ich mir, okay, wenn ich so einen Test mache, dann mache ich das nicht so, dass ich da einfach mal so für ein paar Tage mal die habe und dann nehme ich mal ein Video auf oder ich mache mal irgendwie so Also so ein KI-Test oder so, sondern ich habe gesagt, okay, ich mache einen 6-Monate-Test und ich trage die jeden Tag und dann kann ich auch wirklich berichten. wie gut diese Brille ist, was die alles kann und so weiter.

01:10 Gavin Karlmeier

Um kurz diese Brille zu erklären. Also du trägst diese Metaglasses, die sie in Kooperation mit Ray-Ban auf den Markt gebracht haben, also nicht die aktuelle mit dem Display, über die wir in den letzten Jahren letzten Folgen so ein bisschen gesprochen haben, über die wir auch heute noch mal ein bisschen sprechen können, wenn du möchtest, sondern du trägst noch das Modell, mit dem man sprechen muss und eine Antwort hören muss, wenn man das denn möchte. Meine erste Frage aus diesem Praxistest, weil ich bin natürlich auf der einen Seite interessiert, auf der anderen Seite super skeptisch, weil ich möchte, glaube ich, keine Metabrille tragen persönlich. Verstehe aber, warum es interessant ist, eine Möglichkeit zu haben, POV aufzuzeichnen. Jetzt nicht zwangsläufig in Meetings oder so, aber oder in sehr privaten Situationen, aber wenn ich jetzt Ski fahren würde. was ich nicht tue, und die Krankenversicherung bedankt sich sehr dafür, dass ich das nicht tue, dann fände ich das schon interessant, sozusagen in POW damit auch Dinge aufnehmen zu können. Also ich verstehe die Begeisterung um die Innovation, obwohl ich natürlich persönlich Datenschutzrechtliche Bedenken habe. Total.

02:09 Thomas Riedel

Also diese Aufnahmemöglichkeit, Video und Fotos zu machen, ist tatsächlich eine Da würde ich sogar sagen, das sind noch nicht mal die, die ich am ehesten promoten würde, wenn ich jetzt empfehlen müsste, was die Brille alles kann. Natürlich macht das Meta, weil, naja, es ist halt so ein bisschen ein Action-Kamera-Ersatz und du hast sie dann immer dabei und so. In der Tat, wenn du im Winter diese Brille trägst, die ist sehr schlecht isoliert, das bedeutet, die Akkulaufzeit droppt hart. Also wenn ich im Winter. .

02:35 Gavin Karlmeier

Aber du kannst ja zum Glück. Muss man dazu sagen, immer noch was sehen, wenn der Akku leer ist. Genau. Die Scheiben dann dunkel werden.

02:41 Thomas Riedel

Es ist keine VR-Brille, geht das Display nicht aus und ich sehe immer noch was, aber der Akku ist dann richtig kacke im Winter. Das heißt, dieses beim Skifahren sich selber filmen oder die Perspektive zu filmen ist tatsächlich ein kurzer Spaß. Nach zehn Minuten ist dann der Akku weg und dann war es das so, nett, kannst du mal machen. Aber mein Use Case, wo ich das wirklich am liebsten mache, wo ich die Brille für liebe und ich mir sogar mittlerweile so weit bin, dass ich mir kaum vorstellen kann, in Zukunft noch eine Brille zu tragen, die das nicht kann. Warum sollte das eine Brille in Zukunft nicht können? ist, dass ich damit telefonieren kann, freihändig, einfach so. Das heißt, wenn ich einen Anruf bekomme, nehme ich an und dann kann ich telefonieren, ohne dass ich mir Stöpsel in die Ohren stecke, was auf die Ohren setze oder mein Telefon. In die Hand nehme und dann laufe ich in der Wohnung rum. Manchmal staubsauge ich nebenbei. Ich kann mir einen Tee oder einen Kaffee machen. Und das finde ich wirklich die allerbeste Funktion. Dieser Brille.

03:35 Gavin Karlmeier

Weißt du, was ich an mir beobachtet habe, und das wird jetzt ganz skurril, dass ich das hier so öffentlich erzähle, aber ich habe an mir beobachtet, und dann gehen wir gleich auch langsam mal in die Themen, aber ich habe an mir beobachtet, dass ich eine Abneigung gegenüber Produkten mit Batterie entwickle. Und also ich bin jetzt 36 und ich war eigentlich immer jemand, ich wollte immer alles haben und wollte auch unbedingt Glühbirnen, die ich mit dem Handy steuern kann haben und so, die keine Batterie haben. Aber trotzdem, ich fand das immer alles faszinierend. Und jetzt so langsam fange ich so an, mir so darüber Gedanken zu machen. Brauche ich wirklich eine Waschmaschine, die ich smart in meinen WLAN hängen kann? Oder kann ich es nicht eigentlich viel nachhaltiger, sich das nicht zu holen, weil ich dann irgendwann darauf angewiesen bin, dass meine Waschmaschine Firmware-Updates bekommt, damit ich sie noch überhaupt benutzen kann. Also, dass ich so das Gefühl habe, dass dadurch, dass diese Zyklen der Technologie immer schneller werden und immer alles schneller entwickelt wird, die Geräte eben auch deutlich schneller ausgetauscht werden müssen. Und das löst bei mir jetzt, wie gesagt, jetzt mit 36 ein Störgefühl aus.

04:33 Thomas Riedel

Ja, alle deine Gefühle, da sind vollkommen richtig und angebracht. Wenn ich mich mittlerweile beobachte, wie mein zu Bett geh-Ritual ist, wie ich meine Smartwatch ablege, meine Brille abziehen, ins Into E mache, mein Handy anschließe, das Tablet auflade und so weiter. Das ist mittlerweile eine Tech-Zeremonie auf dem Altar des Silicon Valley, die ich da mal abhalten muss. Das ist wirklich schlimm. Und dann haben wir noch so Aspekte wie Nachhaltigkeit noch gar nicht mit drin. Brauchen wir praktisch so viele Geräte für den ganzen Kram. Würde ich mal mit Nein beantworten. Apple macht da gerade was ganz Cooles, finde ich, nämlich sie versuchen in die Geräte, die sie bereits haben, so viele Funktionen wie möglich reinzustecken, um nicht eben extra nochmal neue Geräte erfinden zu müssen. Vielleicht hast du mitbekommen, beim letzten Apple-Event haben sie ihren Kopfhörern ein Herzschlag-Messgerät mit eingebaut oder verpasst. Fand ich ziemlich cool. Weiß ich jetzt nicht, ob man das tatsächlich braucht, wenn man sich was in die Ohren steckt, dass auch der Puls gemessen wird. Aber wer zum Beispiel keinen Bock auf eine Watch hat, und das ist mal die erste Funktion von so einer Watch, Der kann halt in Zukunft dann auch seine Kopfhörer beim Training tragen und wird dort dann der Puls gemessen. Finde ich eigentlich cool.

05:47 Gavin Karlmeier

Gut, man könnte mit derselben Argumentation fragen, muss ich mir was auf die Nase setzen, mit dem ich telefonieren kann? Absolut. Aber warum wir überhaupt darüber sprechen, ist, weil wir über diese schiefgegangene Präsentation der Meta-Brillen gesprochen haben. Es gab das Metaconnect-Event.

06:03 Thomas Riedel

Ich habe keine andere Wahl, ich muss immer eine Brille tragen. Und dann ist es praktisch kein zusätzliches Gerät, sondern etwas, was ich schon habe, hat eine zusätzliche Funktion. Von dem her bin ich da ein bisschen fein raus.

06:13 Gavin Karlmeier

Ja, okay, verstehe das Argument. Na jedenfalls hatte der Mensch, der, also für die, die es nicht mitbekommen haben, die Präsentation war ein absoluter, ein absolutes F. Fail-Feuerwerk, obwohl die Innovationen, die sie vorgestellt haben, ja wie gesagt wahrscheinlich interessant waren. Man muss so ein bisschen dabei ausblenden, dass es eben alles Metaprodukt ist. Wir haben viele, viele Hinweise darauf, dass Meta mit den Daten nicht so gut umgeht, wie sie müssten und die Produkte verlangen alle einen Meta-Account. Sie verlangen alle, dass ich Wenn ich jetzt filme zum Beispiel, dass ich das nicht lokal tue und meine Speicherkarte aus der Uhr nehmen oder aus der Brille nehmen kann und mir das auf den Computer ziehen kann, sondern es läuft erstmal über Metaserver. Also es gibt durchaus ein paar Ein paar Dinge, die man daran, an denen man sich stoßen kann. Na jedenfalls ist diese Präsentation ein bisschen schief gegangen und sie haben es auf das WLAN geschoben und offenbar war. . . wie wir auch schon geahnt haben, nicht das WLAN dafür verantwortlich vor Ort, dass diese Präsentation fehlgeschlagen ist, sondern sie haben alle ihre Brillen, die in diesem Gebäude waren. . auf eine Entwicklerumgebung umgestellt sozusagen. Was dazu führte, dass in dem Moment, als der Koch sagte, hey Meta, starte Live AI. er selber eine DDoS-Attacke auf die Server gestartet hat, weil die nicht darauf ausgelegt waren, dass so viele Brillen darauf natürlich reagieren, die alle um ihn rum gelegen haben. Das heißt, sie haben sich sozusagen selber torpediert, weil sie eigentlich auf Nummer sicher gehen wollten, was ich eine ganz schöne Analogie finde auf Vieles, was wir so tun.

07:34 Thomas Riedel

Ja, klingt nach einer ganz guten Ausrede. Wir können immer noch nicht nachvollziehen, ob das überhaupt stimmt. Aber es klingt zumindest so, wie wenn sie sich da was Gutes überlegt hätten. Also es klingt irgendwie plausibel. Übrigens, wenn du sagst, die Videos werden erstmal in die Metaspeicher, MetaCloud hochgeladen, hier eine kleine Nochmal ein kleines Insight, also was eigentlich passiert ist, und das ist auch ganz spannend mit dem, was Meta jetzt bei der letzten Connect angekündigt hat Die Brille ist erstmal nur ein Anhängsel des Handys tatsächlich. Also es ist nicht so, dass sie automatisch mit einem Metaserver verbunden wird und dort erstmal alles hochgeladen wird, sondern zunächst ist es ein Appendix sozusagen an Smartphone, was man auch in der Softwareinfrastruktur sieht, die da so ist. Nämlich du hast eine App auf dem Handy. Und die App koppelt sozusagen die Brille, nutzt dort ein SDK, also ein Software Developer Kit, um dort die Funktionen der Brille abzurufen. Und wenn ich ein Video oder ein Foto mache, landet es erstmal auf dem Speicher der Brille. Und dann muss es runtergeladen werden auf den Speicher des Handys. Und dort unterliegt sozusagen der Speicher ja dem rechte Vergabesystem des Betriebssystems. Das heißt, wenn du iOS hast oder Android hast. ist es so, da muss der immer erst sozusagen die Rechte vergeben, die dann das System hat, also die App hat, um auf den Speicher zuzugreifen. Und dann kann es sein, dass Meta damit Dinge macht. Aber zunächst mal, wenn du sozusagen einfach nur ein Video machst, ist das erstmal nicht im, nicht sofort. Bei Meta. Mark Zuckerberg guckt sich das nicht sofort an und sagt so, ja geht klar, Thomas, sondern ist erstmal auf dem Speicher des Geräts, hat übrigens 16 GB Speicher, was ziemlich viel ist. Und dann wird es runtergeladen auf dem Handy und von dort könnte es dann eventuell von Meta gesnuggelt werden.

09:25 Gavin Karlmeier

Bedeutet aber, ich komme trotzdem nicht dran, ohne sicherzustellen, dass Meta nicht drankommt, richtig?

09:29 Thomas Riedel

Ja, das ist natürlich so. Also es ist ein Metaprodukt und du wirst jetzt hier, also du hast Meta dann Recht gegeben, dass die App einigermaßen funktioniert. Und wenn du ein Meta-Produkt benutzt, dann musst du sogar noch mit vielen anderen Dingen rechnen, was Meta macht. Dazu kommen wir später ja nochmal.

09:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe vor ungefähr zehn Jahren die Snapchat-Spectacles getestet, als sie gerade ganz neu waren. Und dort war eben dasselbe Problem. Ich musste die Snapchat-App benutzen, um an die Videos zu kommen, die ich damit produziert habe. Technisch gesehen hat es genauso funktioniert. Ich habe mit dieser Brille lokal was aufgenommen und das dann auf mein Telefon übertragen. Allerdings in einer Umgebung, die halt so sehr Snapchat gebunden war, dass es eigentlich gar keine Möglichkeit gab, an diese Videos zu kommen, ohne dass sie den Weg. über die Snapchat-Server nicht gegangen wären. Und das stört mich so ein bisschen.

10:19 Thomas Riedel

Zehn Jahre später, ich war vor zwei Wochen in Wien bei Snap und habe dort die Vorab-Version von Snap OS 2 testen dürfen. Kleiner exklusive Einblick hier, kann man ja mal rein sneaken. Und zwar launchen die im nächsten ihre neue Brille, die Snap Specs. Das soll die erste Brille für Consumer werden. Die Brillen, die es bisher gab, waren, bis auf die, die du getestet hast und eine Folge danach, waren bisher, also die echten Eierbrillen waren bisher Developer-Versionen. Und konntest du nur kaufen, indem du ein Developer warst und 100 Euro im Monat Miete bezahlt hast und so weiter. Und das willst du eigentlich nicht haben, weil das Ding auch ziemlich hässlich wie so ein Meme-Teil aussieht. Wie so eine Meme-Brille eigentlich, die von oben runterkommt. So sieht die ein bisschen aus. Nächstes Jahr soll die neue Version rauskommen, die richtig geil aussehen soll, scheinbar. Als ich bei Snap in Wien war. Haben sie die natürlich gut versteckt. Die neue Software haben wir noch auf der alten Brille getestet. Aber auch da ist es immer noch so, wie vor zehn Jahren Willst du die Videos runterladen von deiner Snap Spectacles, dann musst du die Snap-App benutzen. Das ist einfach so.

11:26 Gavin Karlmeier

Und willst du eine Verschwörung von mir hören, bevor wir dieses Brillenthema in die Schublade legen? Auf jeden Fall. Ich will jede Verschwörungstheorie kennen. Gut, dann pass mal auf. Und zwar hat Meta vor zehn Monaten ungefähr, glaube ich, oder so ungefähr Anfang des Jahres, vielleicht nicht ganz zehn Monate. haben sie diverse TechbloggerInnen eingeladen, um denen den Entwicklungsstand ihrer Studie zu zeigen, die eine Brille war, die zwar aussieht wie die, die du gerade auf der Nase hast, also eine völlig gewöhnliche Brille mit Kamera, die aber ein internes Display verbaut hatte. So dass man der Nutzer oder die Nutzerinnen darauf Inhalte sehen konnte. Und das, was sie ja letzte Woche bei der Meta Connect vorgestellt haben, ist ja diese Meta-Ray-Band Display, die sozusagen die Weiterentwicklung dieser Studie ist. Und man alle sind. Sagen, boah, das ist so Wahnsinn, dass sie in so wenigen Monaten von dieser 10. 000 Euro teuren, allein die Komponenten, die verbaut wurden, hätten 10. 000 Euro oder Dollar gekostet, dass sie es in weniger als einem Jahr zu diesem Stand gebracht haben, dass sie soweit sind. Und jetzt kam meine Verschwörung. Ich sag. Und irgendwann kommt das raus und dann können sich alle an mich erinnern, das Orakel von Selfie hat wieder gesprochen. Diese Studie, die vor weniger als einem Jahr den BloggerInnen gezeigt wurde, war vermutlich schon über ein Jahr alt. Das ist mein Take. Wow, okay. Wäre mein These. Weil das so schnell ging, dass du von 10. 000 Euro Komponentenpreis auf 799 Dollar Verkaufspreis gerutscht bist. Da hätte doch niemand mit gerechnet. Ich halte das für unglaubwürdig.

12:47 Thomas Riedel

Ja, vielleicht dazu auch noch ein bisschen Background. Du musst dir das so vorstellen. In der Entwicklungsabteilung von Meta, da wird nicht an einer Brille gearbeitet, sondern an zehn Brillen. Und die liegen da alle rum und könnten im Prinzip morgen released werden, wenn dann die Produktionsketten und so weiter darauf abgestimmt worden wären. Das dauert am meisten Zeit tatsächlich, den Scheiß einzurichten. Und ich würde mal behaupten, da lag längst ein Prototyp mit einem monokularen Display, wie sie jetzt gelauncht ist. Und was sie einfach gemacht haben, ist, diese Technologie in eine Ray-Band zu packen. Und dann dieses Armband dazu zu nehmen. Da ist ja auch noch ein Armband dabei. Und das ist quasi reine Software, das kurz zu bauen, dass das Armband mit der Brille kompatibel ist. Ich würde behaupten, das war gar nicht so schwer, das zusammenzubringen, weil das im Grunde alles schon da war. Und vielleicht sogar schon vorher jemand, bevor überhaupt, wir wussten, dass es die Orion gibt, also diese ganz fette 10. 000 Dollar-Brille. Da hatten die vielleicht schon dieses Armband mit verschiedenen anderen Brüllen getestet.

13:49 Gavin Karlmeier

Also vielleicht habe ich recht, meinst du? Ja, auf jeden Fall. Wir bleiben kurz beim Meta und gehen aber ein bisschen härter rein. Zwar müssen wir über Sarah Wynne-Williams sprechen. Wir haben Anfang des Jahres sehr viel über sie gesprochen. Sarah Wynne Williams, für die, die sich nicht erinnern. ist eine, wenn man möchte, Whistleblowerin, eine frühere Metamitarbeiterin, die durchaus einen wichtigen Posten dort hatte. Und sie war nämlich Direktorin für globale öffentliche Politik als Meta noch Facebook hieß und sie hat ein Buch geschrieben, das Careless People hieß oder heißt. Dieses Buch hatte sehr, sehr viele Dinge enthüllt, wie so die Vorgänge in Meta und vor allem in höheren Etagen bei Meta waren, vor allem was so Zusammenarbeit mit China anging, wie bereit man war. auch sozusagen im Zweifel die eigenen NutzerInnen vor den Zug zu schmeißen, wenn man da mit der chinesischen Regierung einen Gefallen getan hätte. Könnt ihr alles in vergangenen Folgen etliche Male nachhören? Aber interessanterweise ist ja seit einigen Monaten ziemlich ruhig geworden um Sarah Wynne Williams, ehrlicherweise seit April. Den letzten öffentlichen Auftritt, den sie hatte, den hat sie vor dem Senat. gehabt und hat dort sozusagen die Erklärungen, die sie in dem Buch getan hat, dann nochmal vor dem Senat kundgetan und hatte seitdem nicht mehr so richtig viel von sich hören lassen. The Guardian Hat sich das Ganze jetzt mal angeschaut, hat eine exklusive Geschichte darüber. Übrigens, die machen im Moment extrem gute Arbeit, was so genau so investigative Recherchen im Tech-Sektor angeht. Wir haben beim letzten Mal lange über eine Guardian-Geschichte gesprochen, heute wieder. Denn offensichtlich gibt es wohl eine Unterlassungserklärung oder eine einzweilige Verfügung, die Meta zwar selber abstreitet, dass es sie gibt. Die Sarah Wynne Williams aber dazu zwingt, eine Geldstrafe von 50. 000 Dollar zu zahlen jedes Mal, wenn sie Meta kritisiert. Das ist die Formulierung, die der Guardian hier wählt. Und das ist vor allem deswegen pikant, weil sie insgesamt mit dem Buch nur etwa um die 500. 000 Dollar Vorschuss verdient hat von dem Verlag. Und die Frage jetzt gerade im Raum steht, hat Sarah Wynne Williams überhaupt am Ende damit Geld verdient oder vielleicht sogar mehr drauf gezahlt, weil sie eben sich diese Bereitschaft genommen hat? über diese Themen zu sprechen. Also sie selber sagt, dass ihr eine Schweigeverfügung auferlegt wurde. Zumindest ist das das, was The Guardian hier so formuliert. Und ich finde das doch sehr interessant, dass wir hier über so eine Geschichte sprechen, die nachweislich ein öffentliches Interesse hat, aber ein Tech-Unternehmen, das natürlich seine Geheimnisse bewahren will, es sie schafft, eine Frau de facto mundtot zu machen, die Dinge aufgedeckt hat. An der die Gesellschaft durchaus Interesse hat und zwar auch begründetes Interesse.

16:19 Thomas Riedel

Was ich mir da jetzt gerade habe, ich habe sie noch nicht ganz richtig verstanden, also Diese Unterlassungsgeschichte hat wann ist die in Kraft getreten? Musste sie die unterzeichnen oder wie muss man sich das vorstellen?

16:32 Gavin Karlmeier

Das kann ich dir nicht so ganz genau sagen. Das wird aus dem Guardian-Text auch nicht so ganz klar deutlich. Aber The Guardian schreibt, der ehemaligen Diplomatin wurde die Veröffentlichung ihrer Memoiren untersagt, nachdem Meta eine gerichtliche Verfügung erwirkt hatte. Die er dies untersagte. Anschließend erschien sie vor einem Unterausschuss des Senats, in dem sie erklärte, Meta arbeite bei Zensurmaßnahmen Hand in Hand mit Peking zusammen was das Unternehmen bestreitet. Also die Formulierung, die The Guardian hier eben wählt, ist, dass versucht wird, dass Heroin Williams hier sich möglichst gar nicht mehr öffentlich äußert, eben unter Androhungen von großen Strafen.

17:04 Thomas Riedel

Ja, das ist natürlich ein Gebaren eines globalen Konzerns, die eigentlich nicht wirklich redlich ist. Das ist keine Überraschung jetzt für Meta, aber wirkt für mich sehr Ja, wenn jemand so sehr versucht, jemanden mundtot zu machen, dann glaube ich, ist das ein ganz gutes Zeichen dafür, dass die Frau nicht wirklich tatsächlich einfach nur irgendwie keinen Bock auf Meta hatte, sondern dass da was dahinter ist. Ohne zu wissen tatsächlich, ob das wirklich so alles war, was sie schreibt, aber ja, da scheint sich jemand mit aller Gewalt zur Wehr zu setzen und alles zu versuchen. Ja, ein gutes Zeichen eigentlich, mal da genauer hinzugucken, was der Guardian jetzt ja auch gemacht hat.

17:44 Gavin Karlmeier

100 Prozent. Und das ist nämlich genau auch die Art, wie ich das gelesen habe. Also das Meta, ein Unternehmen, das sich auf freie Rede bezieht, versucht, jemanden mundtot zu machen, ist ein klares Indiz dafür, dass sich hier nicht jemand irgendetwas ausgedacht hat, sondern dass hier Geschichten in der Welt sind, von denen Meta nicht möchte, dass sie in der Welt sind. Also let's discuss free speech. Wie weit reicht denn eigentlich die Redefreiheit nach dem Metaverständnis? Wir haben ja offenbar eine Leitplanke gefunden.

18:13 Thomas Riedel

Ja, dieser Fakt, also angenommen, sie hätte sich jetzt irgendwie verpflichtet, auch das nicht darüber zu sprechen. Ja, dann so ein bisschen als Deal, dann wäre sie sozusagen ein bisschen selbst schuld, wenn sie trotzdem drüber spricht, weil sie sich überhaupt erst darauf eingelassen hat. Wenn das Gericht das aber erlassen hat. Dann, also, da verstehe ich ehrlich gesagt nicht so richtig, weil zum Beispiel auch als Journalist ist es ja so Ich bin jetzt ja nicht wirklich gebunden, etwas nicht zu sagen, sondern ich kann das ja im Prinzip, das ist ja mein Job, das zu sagen.

18:47 Gavin Karlmeier

Aber du hattest auch nie ein NDA unterzeichnet und das hatte sie als Mitarbeiterin natürlich getan. Also sie hat Damit gegen einen Vertrag verstoßen, den sie irgendwann mal unterschrieben hat.

18:56 Thomas Riedel

Ich habe sogar ein NDA unterzeichnet, als ich bei Snapchat war, weil Snap war in Wien.

19:02 Gavin Karlmeier

Du hast also gerade auch ein NDA gebrochen.

19:05 Thomas Riedel

Nee, nee, bestimmte Dinge darf ich sagen. Ich weiß aber auch, dass ich bestimmte Sachen nicht sagen darf. Zum Beispiel, was ich in ihrem Labor gesehen habe. Ich darf sagen, dass ich im Labor war, aber ich darf nicht sagen. Genau, ich darf nicht sagen, was ich dort gesehen habe. Es war sehr spannend, kann ich nur sagen. Okay, also toll.

19:23 Gavin Karlmeier

Und das ist halt diese NDA-Policy, also für die, die das nicht kennen, ist das ein Non-Disclosure Agreement, also eine Schweige. Pflichtserklärung, die man abgibt, wenn man zum Beispiel eben Hintergrundgespräche führt mit Unternehmen. Ich mache das bislang nicht so, kann ich direkt sagen, aber es gibt durchaus KollegInnen, die das tun. Und auch dafür gibt es ja einen guten Grund. Also dass ein Unternehmen sagt, komm mal vorbei, wir unterhalten uns ein bisschen, geben dir Hintergrundinformationen für deine Berichterstattung. Was der Journalisti Journalistin damit macht, ist dann seine oder ihre Sache. Ein Verstoß gegen ein NDA muss nicht zwangsläufig eine Strafzahlung bedeuten, aber es bedeutet halt auf jeden Fall, dass es einen Vertrauensbruch gibt und würde im Zweifel bedeuten, dass du halt nicht mehr eingeladen wirst. Und das gibt es eben auch bei so Berichterstattungen über Tech-Geräte, dass man sagt, okay, es gibt jetzt hier einen Zeitpunkt, ab dem du erst, also ein sogenanntes Embargo. Abdem du erst über das Gerät berichten darfst, aber du kannst natürlich schon eine Woche testen und so. . Das sind alles übliche Geschäftsgebaren, wie jetzt die JournalistInnen damit aber am Ende umgehen, ist auch so ein bisschen ihre Sache.

20:21 Thomas Riedel

Ja, für gewöhnlich, wenn du einmal dich gegen so ein Embargo sträubst und früher veröffentlichst, war es das letzte Mal, dass du halt eingeladen wirst und das ist sozusagen die Strafe dann für dich. Das reicht dann meistens auch. weil dann die Informationen tatsächlich auch nicht so unfassbar wichtig waren. Also da geht das noch. Hier jetzt im Fall von Meta, das kann dann tatsächlich einfach Auswirkungen auf die haben. Und das verstehe ich schon, wenn sie sich wehren wollen. Allerdings ist es hier tatsächlich einfach auch vom globalen Interesse. Und es sind so viele Menschen betroffen. dass sie natürlich, sagen wir mal, jedes Recht hat, das dann auch zu veröffentlichen. Und ich würde sagen, wenn das nicht komplett an den Haaren herbeigezogen ist und sie ein paar Proofs hat, dann Ja, ich hoffe, das hat sie auch gehabt. Ich habe das Buch jetzt ehrlich gesagt nicht gelesen und kann das nicht wirklich beurteilen, aber wenn sie nicht einfach nur Sachen daher erzählt, sondern auch ein bisschen was belegen kann, dann Ja, dann ist das absolut richtig, was sie da getan hat.

21:14 Gavin Karlmeier

Apropos globales Interesse, wir kommen zu TikTok. Es ist ja sozusagen, es ist ja im Moment so ein kleines Soap. Finde ich. Wer sagt was? Was erfahren wir? Wo stehen wir gerade? Wir haben in den letzten Episoden immer wieder darüber gesprochen, wie eigentlich der Verhandlungsstand ist zwischen Donald Trump und Xi Jinping. Oder zwischen amerikanischen Investoren und Byte Dance oder zwischen allen Miteinander, weil für die, die das noch nicht so ganz mitbekommen haben, TikTok ist eigentlich nicht mehr legal in den USA zu verwenden. Daran hält sich aber keiner, weil Donald Trump fragwürdige Dekrete, ich wollte gerade Sekrete, Donald Trump verliert. Fragwürdige Sekrete. Vielleicht auch. Dekrete veröffentlicht, mit denen er sozusagen dieses Gesetz eigenmächtig außer Kraft setzt, weil er sagt, wir verfolgen den Verstoß gegen dieses Gesetz derzeit nicht. Der Stand ist der Dass mal das Weiße Haus sich jetzt zumindest nochmal dazu geäußert hat und nochmal so ein bisschen zusammengefasst hat, wo wir eigentlich gerade in der Verhandlung stehen. Zum Beispiel sagen sie, dass der Algorithmus in der Tat. Aus Amerika neu trainiert werden soll. Bedeutet, man lizenziert eine Version des TikTok-Algorithmuses aus China, nutzt auch deren System sozusagen, lässt es aber in den USA laufen. Also man übernimmt einfach nur den Mechanismus. Und trainiert den neu, damit eben die Inhalte, die den AmerikanerInnen ausgespielt werden, nicht davon geframed sind, was eben die Gewichte im Algorithmus sind. das chinesische Unternehmen festgelegt hat, sondern das amerikanische Unternehmen. In dem Fall ein neu entstehendes Unternehmen, das zu 80 Prozent amerikanischen Investoren gehört, darunter Larry Allison oder die Murdochs. Auch weiß man jetzt nicht, ob das die sind, die die öffentliche Meinungen massiv mitbringen sollten durch ihre massive Trump-Nähe und damit auch vermutlich ein nicht zwangsläufig mit dem europäischen Demokratieverständnis übereinstimmenden Weltbildes. Aber So ist es nun mal gerade, das ist der Stand. Gleichzeitig wird ByteDance und andere chinesische Unternehmen 20% an TikTok-USA halten und werden einen Sitz im Board bekommen, von denen es insgesamt sieben geben wird. Das ist der aktuelle Stand, den wir da gerade haben. Ich finde das sehr interessant, weil das auf der einen Seite all das ist, was das Gesetz ursprünglich einmal eigentlich bekämpfen wollte, nämlich die Einflussnahme Durch China verringern, durch öffentliche Meinung, indem sie den Algorithmus eben nicht einsehen können aus Amerika, weswegen das eben ein amerikanisches Unternehmen tun soll. Zum anderen eben die Übernahme von oder den Betrieb. des Betriebes, die Übernahme des Betriebes durch ein amerikanisches Unternehmen, um die Datensicherheit amerikanischer NutzerInnen sicherzustellen. Was jetzt weiterhin immer noch nicht ganz geklärt ist, ist, wie mit der amerikanischen TikTok-App umgegangen wird. Also wenn ich ein Video hochlade aus Deutschland. In der normalen TikTok-App kann man das in den USA sehen oder muss ich mir hier auch das amerikanische TikTok installieren. . . Kann ich das überhaupt tun? Das sind alles Dinge, die noch nicht ganz geklärt sind bis zum Schluss.

24:13 Thomas Riedel

Das sind weiter so Spiegel-Tik Toks. Andere TikToks, das wirken wie komplette Klone, aber sind eigentlich Ganz andere Welten, ganz eigene Welten mit neuen Memes und so weiter.

24:24 Gavin Karlmeier

Was es de facto gibt, also Dujin, das chinesische TikTok, das nur in China abrufbar ist, hat mit unserem TikTok nicht viel zu tun. Du hast dort deutlich mehr Mitinhalte, du hast dort deutlich mehr deutlich weniger politische Stimmen logischerweise. Also es ist ein anderes TikTok. Ah, es klingelt bei dir. Ja, dann geh mal. Ich habe zwei gute Gedanken, die werde ich gleich äußern. Das schaffen wir. Ich erzähle mal so lange noch ein bisschen, während Thomas zur Tür geht. Denn bei Bloomberg gibt es noch ein paar weitere Dinge. Sie haben nämlich darüber gesprochen. Dass das größte Ziel ist, dass die amerikanischen Käufer nach der Veräußerung durch Bytance die Kontrolle über jegliche Software in den USA halten werden. Und wir bleiben mal gespannt. Wir schauen uns das weiter an. Ich persönlich bin mir nicht ganz sicher, ob wir hier tatsächlich in den Genuss kommen werden, das amerikanische TikTok zu nutzen. Ich will mich da jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das ein ziemlich hermetisch abgeriegeltes TikTok wird, über das wir tatsächlich am Ende nur informiert werden, wenn wir das hierzulande aus den Medien erfahren. So, Thomas ist wieder da.

25:28 Speaker 4

Jetzt hau raus mit deinen Gebäuden.

25:30 Gavin Karlmeier

Sorry. Alles Gute.

25:31 Thomas Riedel

Päckchen ist hinten, das Internet kann bald wieder gut sein, denn mein WiFi hat nämlich zuletzt auch Probleme gemacht. Wie bei Meta auch Gedanke Nummer eins war, wenn ich einen Algorithmus nehme und den komplett neu trainiere, ist es dann nicht ein neuer Algorithmus und warum brauche ich einen alten Algorithmus? Dann überhaupt?

25:51 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ein bisschen kompliziert, glaube ich. Aber also es gibt erstmal ein System, das irgendwie programmiert wurde. Dann gibt es darüber hinausgehend Kriterien, möchte ich jetzt mal nennen, Signale und die Gewichtungen von denen, die zwar von Hand beeinflusst werden können, die sich aber auch durch automatische Prozesse. . anpassen können und dann gibt es dahinter eben die Inhalte, die von ihnen ausgewählt werden. Und was hier oft mal passiert, ist, dass dieser Kern, dieser Mechanismus übernommen wird, aber die Signale und die Gewichtungen dieser Signale, die wird sozusagen aus Amerika neu bestimmt.

26:24 Thomas Riedel

Ich glaube, es gibt noch einen anderes, einen anderen Aspekt, der damit einzahlt, nämlich da muss ja der chinesische Präsident Xi Jinping auch zustimmen und es gibt wohl ein chinesisches Gesetz, nachdem irgendwie der Algorithmus immer in China bleiben muss oder was in der Art. Ich kenne mich da nicht so richtig aus. Aber um sozusagen eine Übereinkunft zu machen, könnte hier praktisch der Trick sein, dass man so tut, als würde man den Algorithmus, was immer das dann bedeutet, aus China nehmen. Und ihn dann hier irgendwie anpassen, was aber eigentlich bedeutet ist, sie nehmen den, legen den zur Seite und trainieren einen komplett neuen Algorithmus und tun halt nur so, als ob sie praktisch diesen Den anderen Algorithmus benutzen würden, den chinesischen. Das wäre hier vielleicht einfach so ein bisschen der Versuch eines Kompromisses, um endlich mal unter die Sache in Strich ziehen zu können, denn die zieht sich jetzt ja auch schon eine ganze Weile.

27:21 Gavin Karlmeier

Ja, also Donald Trump, das haben wir ja auch schon mal so ein bisschen analysiert, hat natürlich da massiven Zug zwang, weil er hat Versprechen gegeben, nämlich sowohl der Bevölkerung gegenüber, dass TikTok weiter betrieben wird. Und wir haben ja auch schon gehört, dass Eltern ihn anrufen, weil Kinder TikTok nutzen wollen. Ich bin neulich von einer Frau angesprochen worden, Gavin. Du? Auf der Straße, ja. Ja, ob du TikTok retten kannst.

27:45 Thomas Riedel

Einfach so, da habe ich was gehört. Ja, was gesagt.

27:49 Gavin Karlmeier

Also auf der einen Seite hat er sich, wie gesagt, dieser Dieser durch dieses Versprechen unter Zugzwang gebracht. Auf der anderen Seite ist das eine wahnsinnig schlechte Verhandlungsposition China gegenüber, weil die natürlich wissen, dass er dieses Versprechen gegeben hat, was bedeutet, dass er halt am Ende auch Zugeständnisse machen muss. Dass das Ergebnis jetzt trotzdem so aussieht, dass sowohl Algorithmus als auch Daten in den USA liegen, ist da unter diesem Gesichtspunkt schon bemerkenswert auf jeden Fall. Ob das jetzt am Ende aus europäischer Perspektive eine bessere Lösung ist.

28:21 Thomas Riedel

Ja, hier kommt dann mein zweiter Aspekt ins Spiel. Von europäischer Perspektive muss man ja sagen, das, was da gerade passiert, ist ja. Also du machst das hier so sehr kleinteilig, analysierst du das und das ist auch sehr cool, dann kann man das so ein bisschen nachvollziehen, was da passiert. Letztendlich muss man sagen. . Das ist einfach, ja, also die Details sind da fast schon gar nicht mehr wichtig, weil was passiert, ist klar, hier wird ein Medienunternehmen versucht, unter Staatskontrolle zu bringen. Und das ist jetzt halt nicht ganz so einfach, wie er gedacht hat, weil halt die Chinesen auch noch ein Wort mitreden wollen. Aber letztendlich ist es dann auch egal, ob jetzt das 5, 10, 20 Prozent Chinesisch, amerikanisch ist oder wer auch immer oder ob das jetzt Oracle oder irgendein anderer amerikanischer Konzern macht, der eine größere oder nicht so große Nähe zu Trump hat, der wird sowieso das tun müssen, was Trump ihm sagt, weil es da drüben ja scheinbar niemanden gibt, der irgendwie ein moralisches Korsett hat. Wobei bestimmt nicht ganz, dazu kommen wir gleich dazu, Geschichte Kindle und so weiter, da haben ja wohl doch ein paar Leute ein bisschen Anstand. Und

29:25 Gavin Karlmeier

Jetzt können wir gleich mal drüber sprechen. Aber du hast natürlich recht, und da schließe ich mich auf der Analyse von Philipp Klöckner an aus der letzten Episode, der sagt: Es ist natürlich wahnsinnig besorgniserregend, dass da mit drei der wichtigsten oder am Ende sogar fünf der wichtigsten digitalen Infrastrukturen, die der Kommunikationsdienkommunikation dienen, nämlich Facebook, Instagram, TikTok, X, am Ende auch WhatsApp, was in den USA nicht so relevant ist, aber trotzdem, dass die alle sozusagen auf Trump-Kurs. gebracht worden durch diese ganzen Entwicklungen. Also Zuckerberg, Musk und jetzt eben Larry Allison, der dann hinter dem amerikanischen TikTok steht, die sind alle. . auf Trump-Linie und das werden wir spätestens in einem nächsten Wahlkampf und wenn es nun die Midters sind massiv beobachten können. dass du über alle Plattformen hinweg ein klares Meinungsübergewicht hast in die Einrichtung, die eben nicht für eine für eine neutrale, ausgewogene Ausspielung von Inhalten eben plädiert, sondern eben wahrscheinlich schon eine rechte Schlagseite bekommen wird. Ich glaube, das ist fair zu sagen.

30:26 Thomas Riedel

Ja, und der Witz ist ja, dass es bereits eine Schlagseite hatte, bevor das alles passiert ist. Klar. Also das war ja schon schlimm, bevor es überhaupt dazu kam. Und jetzt wird das aber noch mehr gefestigt, eigentlich, diese Situation, und führt ja noch mehr dazu, dass die Leute nach Trump für Trump wählen. Vermutlich, wir können natürlich hier nichts vorhersagen und wir können nur hoffen, dass die Menschen aufgewacht sind, wenn sie gesehen haben, was Trump jetzt da eigentlich alles macht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir schauen mal. Vielleicht kommt es auch überhaupt nicht zu einer Wahl. Das wäre natürlich das Beste für Trump. Dieses Gerücht gibt es ja auch, oder diese Verschwörungstheorie, dass er eigentlich gerade daran arbeitet, dass die Amerikaner überhaupt gar keine Wahl mehr haben in Zukunft.

31:08 Gavin Karlmeier

Ja, man muss glaube ich noch einen Unterschied aber ziehen zum Thema, es war schon immer, hatte schon immer diese Schlagseite. Diese Schlagseite hatte es aber nicht zwangsläufig als politische Überzeugung der Unternehmen, sondern durch Designentscheidungen im Algorithmus, indem du zum Beispiel belohnt hast, dass Inhalte die Stärke emotionalisieren, stärker Interaktionen auslösen, dass die eben auch stärker ausgespielt werden, was eben radikalere Positionen, vor allem Rechtspositionen, deutlich stärker verbreiten ließ als gemäßigte Stimmen. Wenn da jetzt aber auch noch ein gewisser politischer Auftrag hinzukommt und die Tatsache, dass der Algorithmus aller dieser Plattformen, vor allem dieser, die jetzt alle auf For You-Pages umgebaut sind, immer blackboxiger wird. Dann ist es tatsächlich düster. Ja.

31:56 Thomas Riedel

Aber das hat ja schon vorher gehört. Ja, sehr gerne. Du kannst auch gleich die Überleitung machen, die wie immer gewohnt souveräne Überleitung von dir. Das hat ja alles schon gereicht sozusagen. Dass aber jetzt noch Unternehmen dazukommen und das noch mehr supporten, das macht es natürlich nicht besser. Und auch von europäischer Perspektive muss man einfach nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen und sagen, okay, Amerika, was ist da los?

32:18 Gavin Karlmeier

Das Was ist da los, ist genau der Satz. Es ist ein kleines vorgezogenes Funktionen und Emotionen. Es fällt nicht in die Rubrik, weil die Emotionen sind völlig raus aus dem Spektrum, die wir in dieser kleinen Rubrik nachher haben werden. Denn es gibt bei TikTok eine neue Funktion, bei der du ein Video gucken kannst und darunter einen kleinen Button drücken kannst mit dem Namen Find Similar. Also finde Ähnliches. Und wenn du da draufklickst, dann passieren zwei Dinge. Das erste, was passiert ist, dass ähnliche Videos rausgesucht werden, häufig über optische Aspekte. Also Du kannst sozusagen Doubletten relativ schnell finden, wenn du diesen Knopf drückst, weil eben ähnliche Videos im ganzen System gesucht werden. Das andere ist aber auch, dass eine rückwärtsbildersuche passiert mit den Inhalten, die auf dem Bild zu sehen sind und du möglicherweise, wenn du Angenommen, wir laden jetzt den TikTok von diesem Ausschnitt hier hoch, einen Clip und du klickst dann auf diesen Button, dann siehst du wahrscheinlich auch andere Videos von uns, beiden zum Beispiel, weil wir irgendwie 80% gleich haben, deinen Hintergrund, mein Hintergrund, unsere Gesichter. Aber eben auch die Klamotten, die wir tragen, die Cappy, die du trägst, die wird dann eben auch dort vorgeschlagen in einem Shop-Fenster, der eher an eine Google-Bilder-Rückwärtssuche erinnert, das Abstruse an dieser Geschichte ist. Dass das eben eine TikTok-Shop-Anbindung hat, die keine inhaltlichen Grenzen kennt. Bedeutet also, es gibt Videos, die TRT hochgeladen hat, ein türkisches Medien-Outlet. aus dem Gazastreifen und dort siehst du eine Frau, die ihre Kinder sucht, die vermisst werden. Also wirklich hochdramatisch, schreckliche Aufnahmen. Kannst aber dir.

33:50 Thomas Riedel

Nahrungsmittel besorgen, kam zurück und ihr Haus war zerstört.

33:53 Gavin Karlmeier

So wie die lag im Schutt. Ja. So. Und du kannst mit dieser neuen TikTok-Funktion dir dieses Video anschauen und dir dann anschauen, was sie da eigentlich trägt, was das kostet, wo man das bestellen kann. Und das ist natürlich an Zynismus nicht zu überbieten. Und da weiß man auch, also das Ding ist ja, die TikTok, also die Menschen, die für diese Funktion verantwortlich sind. wissen, dass auf TikTok nicht nur Inhalte sind, bei denen man ohne weiteres denkt, ach, da sind ja schöne Klamotten, wo haz sie die her? Und das ist auf einer Plattform, die sozusagen alles abbilden möchte. Man kann das diskutieren, ob man diese Inhalte da sehen will oder nicht. Fein. Aber was man hier nicht diskutieren kann, ist die Frage, ob hier jeder Inhalt kapitalistisch ausgeschlachtet werden muss oder nicht. Oder ob es nicht möglicherweise Grenzen kennt. Und da liegt die Antwort ehrlicherweise ziemlich klar auf der Hand. Ich finde, The Verge hat das in einem Satz sehr, sehr gut zusammengefasst. Sie haben geschrieben. Die TikTok-Funktion steht für die Skrupellosigkeit von Technologieplattformen, jeden Cent aus den Inhalten der Nutzer herauszupressen und das Online-Erlebnis in einen endlosen Einkaufsbummel zu verwandeln. . . In dieser Hinsicht ist die Funktion zumindest ehrlich in Bezug darauf, was die Plattformen vom Internet erwarten.

35:04 Thomas Riedel

Ja. Gabi, du hast ja heute einen schönen Schal an. Ja, den Hannig gesehen auf TikTok bei so einer Frau, die da war irgendwie was los und die hatte so einen schönen Schal und deswegen habe ich mir den bestellt. Ganz ehrlich, nach all den Jahren, die wir schon dieses Internets haben, nach all den Jahren und den ganzen Diskussionen rund um was Social Media ist, was es macht, was für Probleme es gibt. Gibt es immer noch den Fall, dass genau sowas passieren kann? Es kann mir einfach keiner erzählen, dass das nicht mit voller Absicht ist, dass das niemanden interessiert dort. Und dass das einfach völlig unmenschliche Unternehmen sind, muss man einfach sagen. Also da gibt es einfach keine Ausrede mehr, Gavin. Da gibt es keine Ausrede mehr. Da kann, also kein PR-Berater der Welt kann mich da noch davon überzeugen. Dass das irgendwie sinnvoll ist oder dass das nicht mit voller Absicht ist.

35:56 Gavin Karlmeier

Also, ganz ehrlich, das geht einfach gar nicht mehr. Genau, und man kann, also das Ding ist ja. Diese Funktion wäre und wäre mir total egal gewesen. Wir hätten die hier so am Rande mal besprochen, wenn sie gewisse. . Regeln der Menschlichkeit eingehalten hätte. . Weil wenn eine Influencerin oder ein Influencer ein Video macht über seinen Tag und dann kann ich über Knopfdruck mir anschauen, wo die lustige Handyhülle her ist, die da in den Spiegel gehalten wird. Hey, okay, do it, muss ich nicht nutzen, meinetwegen. Wenn aber hier versucht wird, Kapital zu produzieren aus dem Elend der Menschen. und aus journalistischen Inhalten, die Sichtbarkeit schaffen wollen für ein Thema, das Elend von Menschen zeigt, dann gibt es dafür gar keine Erklärung und wie gesagt, niemand kann einem kann mir erzählen, dass TikTok nicht wüsste, dass diese Inhalte auf TikTok existieren, sondern. . Hier wurde mindestens fahrlässig, wahrscheinlich aber in voller Absicht diese Grenze eben nicht gesetzt. Da wurden keine Leitplanken definiert. Und am Ende, naja, muss halt jeder selber entscheiden. Jetzt, ob man solche Inhalte auf TikTok konsumieren möchte, ob man diesen Knopf drücken möchte, ob man über TikTok shoppen möchte, weiß ich nicht. Wenn ich jetzt ein Video von den Nürnberger Prozessen sehe, ob ich mir da einen braunen Anzug bestellen möchte, ehrlicherweise.

37:12 Thomas Riedel

Dieses muss ja selber, jeder selber entscheiden, Ding, muss ich mittlerweile sagen, habe ich auch mittlerweile schon einen Reflex, wo ich sage, nein. Über die Phase sind wir auch weit drüber hinweg, weil es nicht nur darum geht, Habe ich jetzt, entscheide ich mich sozusagen für Grün oder Blau? Das ist keine Geschmacksfrage mehr, sondern das ist eine zutiefst moralische Frage, die gesellschaftliche Bedeutung hat. Die völlig klar weit über, muss jeder entscheiden, hinweg geht, sondern ganz ehrlich, also da muss man so grob reingehen in diese Unternehmen, da muss man maximal eskalieren. um das zu verhindern. Ich war geschockt, dass meine Tochter letztens erzählte: dieses Video von dem Attentat zugespielt und gespült und sie hat das gesehen. Ich muss ehrlicherweise sagen, ich dachte, das ist gar nicht mehr möglich. Ich bin zutiefst geschockt, dass das immer noch geht. Und zwar in einem Jahr, wo wir über die KI-Revolution sprechen. wo wir glauben, auf Mars eine Zivilisation aufbauen zu müssen. Und dann schaffen wir es nicht, solche Videos rauszufeldern und das Kindern zu zeigen.

38:21 Gavin Karlmeier

Das ist eine Frage der Prioritäten, ne?

38:24 Thomas Riedel

Es geht gar nicht und da müssen wir wirklich jetzt langsam mal, wirklich langsam mal alles dafür tun, dass sich das ändert. Also da bin ich zum Beispiel ganz hinter Martin André. Hier in Kölner Wissenschaftler von der Uni Köln, der das Buch Big Tech muss weg rausgehauen und sich quasi den Mund fusselig quatscht. Also wir müssen ganz dringend was tun, Gavin?

38:47 Gavin Karlmeier

Ja, klar. Aber also ich habe das so salopp dahergesagt, muss jeder selber wissen. Aber am Ende lehrt uns die Erfahrung leider, dass der einzige Weg, solche Plattformen zum Neudenken zu bewegen, es nicht ist, Gesetze zu fordern. die dann am Ende, also auch wenn wir das tun und wir alle hier ständig sagen, es muss die Regulierung geben, es muss die Durchsetzung der Regulierung geben, es muss klare, schmerzhafte Strafen geben, Aber der wichtigste Wahlzettel, den wir in der Hand haben, ist unser Kassenbon. Jede Entscheidung, die wir mit Geld treffen, entscheidet mehr als die Entscheidung, die wir hier in diesem Podcast zum Beispiel treffen. Leider.

39:29 Thomas Riedel

Es ist so spannend, wir müssen das jetzt nicht nochmal komplett ausdiskutieren, was ich gerne emotional machen würde. Du machst es praktisch in jeder Folge, muss man ja sagen, so dieses Regulierung versus Nicht-Regulierung, auch gerade so beim Thema Kinderschutz und so weiter. Social Media verbieten und so weiter. Das ist ja alles echt so ein Ding. Aber ja, ich habe so das Gefühl, ähm Es ist so vieles im Argen und es reicht. Also es muss man. Wir haben eigentlich gar keinen richtigen Anpack mehr. Also, wir können so viel appellieren, wie wir wollen. So wirklich. Also die meisten Also das Gefühl, das ich habe aus diesen Gesprächen in letzter Zeit, war eigentlich sind wir komplett am Ende. Also ich habe immer so ein gewisses apokalyptisches Gefühl danach. Und wir warten eigentlich alle auf den großen Knall, dass wir danach endlich mal mit so einem Tabula Rasa wieder von vorne anfangen können.

40:23 Gavin Karlmeier

Darf ich dir da ein positives Gefühl geben? Gerne. Ich glaube, dass das alle paar Jahre passiert. Also, wenn ich meine Eltern frage, die ein bisschen älter sind als ich, logischerweise Ich hoffe es. Dann sagen die mir, dass sie in den 80er Jahren hundertprozentig davon überzeugt waren, dass der Atomkrieg eher ein Knopfdruck entfernt ist als ein Ja. Also sie alle dachten, der Kalte Krieg führe unweigerlich zur Vernichtung der Menschheit und sie haben eigentlich schon die ganze Zeit Abgeschlossen. Das hat sich dann natürlich wieder beruhigt, aber ich glaube, dass solche apokalyptischen Phasen immer und immer wiederkommen und man nicht den Mut verlieren darf, auch wenn es immer wieder kleine Stolpersteine gibt, die einen so ein bisschen zweifeln lassen. Auch wenn solche Geschichten hier grausam sind, können wir nicht mehr machen, als darüber aufklären, allen Leuten sagen, überleg dir, was du da tust, was du da konsumierst, was du da machst. Wir können fordern und uns wünschen, dass Gesetze, die es de facto gibt, auch durchgesetzt werden und zwar so durchgesetzt werden, dass es nicht so eine Art Schauprozess wird, sondern dass es am Ende auch den Unternehmen tatsächlich Druck macht, diese darauf hingehend ihre Entscheidungen anzupassen und einfach durchhalten. Ja, wie sind wir da gelandet? Willst du solch noch einen draufsetzen auf die Dystopie? Will ich nicht, aber ist notwendig, weil die Leute müssen davon erfahren. Es gibt einen oder es gab einen YouTube-Kanal. der unendlich, also der hat 27 Videos produziert, die mehr als 175. 000 Aufrufe generiert haben. Das ist nicht unendlich viel, um mich da direkt selber zu korrigieren. Das ist aber nicht nichts. Dieser Kanal wurde erst am 20. Juni gestartet und dieser Kanal hieß Woman Shot AI. Und was man dort gesehen hat, waren. . Vielleicht muss man hier eine kleine Rieger-Warnung einbauen, weil das wird jetzt wirklich hart. Das wird wirklich hart. Oben aber nochmal, also wie gesagt, dieser Kanal ist inzwischen offline, deswegen sage ich auch den Namen des Kanals. Aber genau, es gibt eine kleine Triggerwarnung, weil wir haben jetzt gleich kurz Gewaltdarstellungen. Zumindest akustischer Natur. Dieser Kanal hat KI-generierte Videos gezeigt mit Google VEO, mit dem also sozusagen YouTube eigenen Service, um Videos zu generieren. Videos gezeigt, die zeigten, wie Frauen erschossen werden. Komplett KI generiert, unterschiedlichster Herkunft, unterschiedlicher Hautfarben, völlig unterschiedliche Frauen sozusagen. haben aber in dem Community-Tab und auch in den Kommentaren unter diesen Videos zur Abstimmung gestellt, wer denn als nächstes erschossen werden soll. Dieses, diesen Kanal gab es seit dem 20. Juni und For Offer Media hat. der ist sozusagen zum Anlass genommen zu recherchieren und hat an YouTube eine Anfrage gestellt, wie das sein kann, dass dieser Kanal noch online ist, hat erstmal keine Antwort drauf bekommen, aber dieser Kanal wurde offline genommen. Bedeutet also, was wir daraus lesen können, ist, wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, wir dürfen das nicht ignorieren, wir müssen darüber sprechen. Bedeutet aber auch, viele dieser Unternehmen bewegen sich erstmal gar nicht, bis die Sorge der Öffentlichkeit an die Tür klopft.

43:21 Thomas Riedel

Ja, was ich mich da frage, ist, haben die denn etwa auch, so wie bei TikTok, niemanden, der immer dann, wenn eine neue Technologie irgendwie gelauncht wird oder ein Feature gelauncht wird, sich hinsetzt und sagt. . . Da müssen wir aber nochmal diesen Test einbauen und gucken, ob das vielleicht Inhalte hat, die wir eigentlich nicht auf der Plattform haben wollen. Also das scheint ja da so ein bisschen der Fall gewesen zu sein. Die Regel, das klingt so, als gäbe es ja die Regel, wenn es mit VEO 3 erstellt wurde. dann kann es eigentlich nicht sein, dass dort Gewaltdarstellungen drin vorkommen. Also brauchen wir die Tests dort nicht durchzuführen, die wir normalerweise über so Videos laufen lassen. Und dadurch wurde auch nichts getriggert und deswegen war dieser Kanal online.

44:05 Gavin Karlmeier

Ja, also es gibt da zwei Sicherheitsmechanismen, die versagt haben. Auf der einen Seite in der Tat, was kann man mit WO3 generieren? Also wo gibt es die Grenzen dieser Text-to-Video-KI, die sagt, das mache ich nicht. Und die Content-Überprüfung bei YouTube, die sagt, diese Inhalte können wir hier nicht öffentlich halten. Google selber hat sich inzwischen dazu geäußert und hat gesagt, unsere Gen AI-Tools sind so konzipiert, dass sie den Anweisungen des Nutzers folgen. Wir haben aber klare Richtlinien für die Nutzung, die wir durchsetzen und die Tools werden immer besser darin, diese Richtlinien umzusetzen. Was erstmal sagt, okay, wir haben hier verkackt. Aber eigentlich hätten wir nicht verkacken sollen. Das ist die Botschaft.

44:43 Thomas Riedel

Und der User ist ein bisschen schuld, weil der hat ja das Messer geführt. Ja, ganz genau.

44:48 Gavin Karlmeier

Es ist, also, also ja, es macht einen bisschen sprachlos. Es gibt noch eine andere Geschichte, die ein bisschen schwachlos macht, und zwar kannst du, wenn du einen AI-basierten Browser machen, deswegen du merkst, wir biegen ein bisschen in den KI-Bereich ab. Wenn du einen KI-Browser nutzt, also so ein Browser wie beispielsweise Comet von Perplexity, dann gibt es auch. . Google Chrome übrigens. Kannst du wohl also es reicht offenbar eine Webseite aufzurufen, wie zum Beispiel einen öffentlichen Reddit-Beitrag? bei dem es sozusagen Prompt-Injections in den Reddit-Beitrag gibt, um den Agenten aufzufordern, zum Beispiel eine Überweisung auszubauen. zu lösen oder per PayPal Geld zu schicken. Also es gibt die Möglichkeit, diese Browser sozusagen auszutricksen, indem du Prompts in Websites versteckst, um sozusagen den Browser damit zu beauftragen, etwas für dich zu tun. Das konnte Futurism hier nachvollziehen, diese Geschichte, und auch selber testen. Und da muss man schon sagen, also Vielleicht sind wir noch nicht bereit für KI-Browser. Oder vielleicht sind wir, wenn wir KI-Browser nutzen und dann sowas passiert, vielleicht auch ein bisschen selber schuld noch. Man muss dazu sagen, am Ende ist das eine fehlende Sicherheitsmaßnahme in diesem Browser. Aber wenn wir einen Browser benutzen, von dem wir nicht genau wissen, was er alles tun kann, dann sollten wir da vielleicht nicht einfach so unsere ganzen Zugangsdaten für das Online-Banking eingeben.

46:14 Thomas Riedel

Ja, jetzt ist es natürlich so, wenn, also Leute sollten auf gar keinen Fall neue Technologien benutzen, wenn sie einfach wollen, dass ihre Sachen funktionieren und wenn sie sonst eigentlich gar nicht mal so viel Ahnung davon haben. Das heißt Jeder da draußen, der einfach ganz normal im Internet arbeitet und jetzt nicht so super risk-averse ist, irgendwie, benutzt einfach die normalen Standardbrowser. Natürlich vor allem erstmal die, die klein und open source sind. Und damit kann man erstmal nicht so viel falsch machen. Jetzt ist es natürlich so, dass wenn neue Technologie entwickelt wird Dann ist das auch sozusagen Law of Nature, dass erstmal Dinge schief gehen. Das ist also quasi auch eigentlich vom Unternehmen her so gut wie unmöglich, etwas rauszubringen. was absolut wasserdicht ist. Das liegt in der Natur der Technologie, das liegt daran, wie Dinge funktionieren, sobald man sie in die freie Wildbahn packt. Da kannst du einfach alles machen, was du willst. Du kannst der größte, reichste Konzern der Welt sein, wo alle Menschen gleichzeitig dran arbeiten und trotzdem wirst du einen Sicherheitsfehler drin finden. Von dem her, das ist, glaube ich, so ein bisschen normal, dass dann schlaue Leute im Internet Lücken füllen. Das ist auch ein bisschen das Game, sag ich mal. Ja, dass Hacker versuchen einfach Lücken zu finden und sie werden sie finden. Und deswegen ist das jetzt, sage ich mal, gut, solange wenige Leute diesen Browser bisher nutzen. Dass das passiert und dass wir davon mitbekommen. Die Frage ist natürlich, wird das jetzt für immer so weitergehen oder nicht? Ich mache mal ein Beispiel: diese Blockchain-Börsen zum Beispiel. Die waren noch nie sicher und die werden auch, glaube ich, niemals sicher sein. Sie sind quasi so gebaut, dass sie immer gehackt werden und alles, was da drauf ist, wird immer, geht immer verloren. Das scheint auch irgendwie so ein Gesetz der Natur zu sein. Zum einen, weil wahrscheinlich sie selber die Leute sind, die sich hacken, vielleicht aber auch, weil die Werte, die dahinter sind, so groß sind, dass die Energie dass es praktisch genügend Energie gibt, das zu tun und dann das auf jeden Fall gehackt wird. Also wenn sich das praktisch der Aufwand lohnt, weil da halt einfach Milliarden dahinter stecken, dann machen die Leute das. Von dem her, ja, also ist bemerkenswert und wichtig zu wissen, heißt für mich aber jetzt nicht, dass KI-Browser generell keine Zukunft haben oder Browser, die mit KI Dinge tun. Sondern nur, wenn ihr bisher nicht so risk-aver seid, benutzt die nicht.

48:45 Speaker 4

Oder wenn ihr sie benutzen müsst, wo ich mich frage, warum, vielleicht.

48:49 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde fast reingehen direkt. Es ist okay, die zu benutzen, aber halt vielleicht nicht eure Online-Banking-Daten in einem Browser speichern, der einen Agenten nutzt, der offenbar noch anfällig ist.

49:03 Thomas Riedel

Ich benutze gerade ein neues Windows Surface Laptop, das sieht man da hinten auf meinem Tischchen auch liegen. Und da wurde mir die Recall-Version. Pusht. Wir erinnern uns, das ist die Geschichte, wo Microsoft Screenshots von macht. Und ich habe die natürlich auf der Stelle aktiviert, weil ich so Risk-Averse bin. Und weil ich will, dass mir auch was passiert. Weil dann kann ich drüber schreiben und wird ganz berühmt. So macht man das ja. Ne, ich bin tatsächlich interessiert, zu gucken, wie das funktioniert. Und die machen das so, dass sie nur Screenshots machen. Das ist in dem Fall tatsächlich besser. weil es sozusagen keine direkte Verbindung im Browser zu irgendeiner Kreditkartenfunktion gibt, sondern davon abgelöste Funktion. Also man würde es nicht glauben, aber ich bin mir relativ sicher, dass diese Funktion des Screenshottens dann sicherer ist wie ein KI-Browser.

49:56 Gavin Karlmeier

Solange wie ich keinen Zugriff auf deinen Computer bekomme und sofort alle deine Kontobewegungen nachvollziehen könnte.

50:01 Thomas Riedel

Ja, ich glaube sogar, wenn du meine Mütze aufziehst und nicht vor meinem Computer sitzt, dann könnte er sogar sein, dass er dann unlockt wird. Das könnten wir bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren. Du ziehst meine Brille auf und meine Mütze und dann gucken wir, ob Windows Hello dich freischaltet.

50:17 Gavin Karlmeier

Ja, machen wir mal. Ich habe ein kleines Experiment mitgebracht, weil das war so eine Geschichte, die hat mir. Also ein bisschen Spaß gemacht auch. . Und ist aber auch interessant, weil sie viel über die technischen Prozesse hinter Chatbots entlarvt. Kannst du mal in deinem Browser ChatGPT öffnen, bitte?

50:33 Thomas Riedel

Ja, ich benutze ja sehr selten Chat-GPT.

50:36 Gavin Karlmeier

Das ist nicht schlimm für dieses Experiment. Es funktioniert wie alle anderen. Es funktioniert eigentlich wie ein Support-Chat mit einem Technologiedienstleister, Internetprovider. Am Ende ist es oft. Frustrierend. Kannst du mal in ChatGPT eingeben, zeige mir ein Seepferdchen-Emoji.

51:00 Thomas Riedel

Klar, hier ist das Seepferdchen-Emoji. So, was ich jetzt sehe, ist ein Pferd und Fußspuren. Das ist das gängige Seepferdchen-Emoji, aber es gibt auch noch andere Versionen, je nach Plattform. Das ist das, was du bekommst. Ja, also ich sehe kein Seepferdchen, sondern ich sehe ein Pferd.

51:18 Gavin Karlmeier

Mach mal einen neuen Chat auf und gib nochmal ein, zeige mir ein Seepferdchen-Emoji.

51:24 Thomas Riedel

Ja, warte, ich er

51:33 Gavin Karlmeier

Das ist spannend, man ist dabei, man hört es tickern und alle sind, die hier zuhören, gerade richtig aufgeregt. Was passiert jetzt gleich? Was hat Gavin davor? Oh!

51:41 Thomas Riedel

Hier ist ein Seepferdchen-Emoji. Jetzt sehe ich ein Pferd mit einem Wal. Das ist der offizielle Seepferdchen. Das ist der offizielle Seepferdchen-Emoji.

51:53 Gavin Karlmeier

Ich habe das auch eingegeben, bei mir kam eine Pflanze und ein Fisch. Dann stand da, hier ist das Seepferdchen-Emoji, aber das eigentliche Seepferdchen-Emoji ist dieses hier. Fisch, Kugelfisch, Delfin-Wal. Moment. Kugelfisch gibt's, aber das Seepferdchen heißt nicht Kugelfisch, nicht, sondern Fisch. Das korrekte Seepferdchen-Emoji ist Fisch, Kreuz, Haken Fisch, tatsächlich Kugelfisch. Hier ist das richtige Seepferdchen. Darf ich kurz checken, ob du das Seepferdchen-Emoji meinst, das in Unicord Sea Horse heißt? Einhorn, Pferd, nein. Das echte Seepferdchen-Emoji ist Einhorn. Fragezeichen. Warte, ich habe mich verheddert. Das Seepferdchen-Emoji ist Pfeil. Einhorn, Pferd, nein, Pfeil, Pferd, nein, korrekt. Also ChatGPT komplett, komplett durchgedreht.

52:37 Thomas Riedel

Der Grund, wo meine Antwort scheint wohl zu sein: Ich bin mal eben nicht eingeloggt. Ja. Das heißt, ich habe eventuell eine ziemlich schwache Version von ChatGPT benutzt. Das habe ich jetzt eingeloggt. Mach nochmal. Und jetzt kommt, hier ist das Seepferdchen-Emoji. Fisch, Einhorn. Moment, das war Fisch plus Einhorn. Das richtige Siebpferdchen-Emoji ist Kugelfisch, Kreuz, Korrektur, das echte Siebferchen Emoji und so weiter und so fort.

53:00 Gavin Karlmeier

Und dann bin ich einen Schritt zurückgegangen und habe gesagt, ChatGPT, gibt es ein Seefertigen-Emoji? Kam nur, ja, sonst nichts. Was ungewöhnlich für ChatGPT ist, die sonst einem immer so Add-on-Informationen anbieten wollen und sagen, soll ich dir eine CSV-Datei von Ein Emojis erstellen? Dann habe ich geschrieben, zeige mir eins. Dann hat ChatGPT geladen und es kam gar nichts. Keine Antwort. Dann habe ich nochmal geschrieben, zeige mir eins. Wieder, gar nichts, und dann kam, du hast das Limit für GPT-5 erreicht. Was ist hier passiert, Thomas? Es ist aufregend. Und zwar, könntest du mir jetzt sagen, welche Farbe das Seepferdchen-Emoji hat? Nee. Kennst du das Seepferdchen-Emoji? Nee. Es gibt nämlich auch gar kein Seepferdchen-Emoji. Aber das Seepferdchen-Emoji. Ist der Mandela-Effekt. Wenn du ganz viele Leute fragst, wie das Seeferdchen-Emoji aussieht, wirst du sehr viele ähnliche Antworten kriegen. Und wenn du googelst, dann sagen ganz viele Leute, es gab doch mal ein Seeferdchen-Emoji, aber das gab es nie. Es gibt diesen Mandela-Effekt, wie dass ganz viele Leute dachten, der Mandela sei bereits in den 80ern verstorben und als er dann gestorben ist, waren alle irritiert, dass er nicht schon längst tot war. Es gibt ganz viele Beispiele. Auch für dieses Füllhorn auf dem Fruit-of-the-Loom-Logo und so. Man kann sich da so richtig schön. Ist ein schönes Rabbit Hole. . Das Seepferdchen Emoji ist ein weiteres Beispiel für einen Mandela-Effekt. Das Spannende ist aber, dass offenbar ChatGPT den Mandela-Effekt antizipiert oder sich daran Also anschließt, weil sie offenbar, weil ChatGPT ja auf Grundlage der Daten funktioniert, die viele Leute ins Internet schreiben. offenbar und viele Leute eben der Meinung sind, es gäbe ein Seepferdchen-Emoji und hat sogar einen Unicode-Code. Und es gibt aber gar kein Seepferdchen-Emoji. Ist das nicht

54:38 Thomas Riedel

Das ist total schön, weil es eigentlich auch so eine Art existenzphilosophisches Problem ist. Wenn wir über etwas sprechen können, gibt es das auch. Die Frage ist nur. Als was. Das Siebfertigen-Emoji gibt es. Und zwar als Idee, aber nicht als es selbst, nämlich als Emoji. Und damit kommt JetGPT nicht klar. Also das ist quasi so ein Fundamentales Denkproblem, das man so hat. Und das würde den Chatbots ganz gut tun, wenn sie tatsächlich über diese Ebene verfügen würden, da sie aber eigentlich nur Zufalls-Wahrscheinlichkeitsberechnungen machen. Ist mir völlig klar, dass sie dazu eine Hinterlage sind. Zumindest nicht aktuell.

55:22 Gavin Karlmeier

Also ich finde, mir hat das wahnsinnig viel Spaß gemacht. Du hast aber natürlich recht. Es ist eine kernphilosophische Debatte, die aber am Ende ChatGPT vor eine unlösbare Aufgabe stellt. Also was lernen wir daraus? Wir sind noch nicht wert, auf den Mars zu fliegen, würde ich sagen.

55:37 Thomas Riedel

Ich gebe es mal gerade bei Gemini ein. Ich benutze Gemini ja die ganze Zeit. Ja. Gemini antwortet nein, es gibt derzeit kein offizielles Seepferdchen-Emoji. Obwohl viele Menschen der festen Überzeugung sind, sich an einen Sebferchen Emoji erinnern zu können, hat es ein solches offizielles nie im Unicode-Standard gegeben, der die Grundlage für Emojis auf allen Plattformen ist. Dieses Phänomen, bei dem sich eine große Gruppe von Menschen an etwas erinnert, das nie existiert hat, wird als Mandela-Effekt bezeichnet. Die Diskussion um das vermeintlich verschwundene Seepferdchen Emoji ist in den sozialen Medien ein bekanntes Beispiel dafür. Ich glaube, insgeheim benutzt Gavin Gemini. Und bereite damit alle Folgen.

56:22 Gavin Karlmeier

Ich kann diese Frage nicht beantworten, weil leider die Rubrik jetzt anfängt. Funktionen und Emotionen. Ah, meine Lieblingsrubrik. Ich fange direkt mit meiner Lieblingsgeschichte an. Samsung kündigt an, dass seine Kühlschränke, die mehr als 1800 Dollar neu kosten, künftig Werbung anzeigen werden. Es gibt ein neues Software-Update für Samsung-Kühlschränke mit dem sogenannten Family Hub und dort werden jetzt zukünftig auch Werbeanzeigen auf dem Kühlschrank-Display angezeigt werden. What a time to be alive! Fenster auf, Kühlschrank raus, Fenster zu. Ich habe ja vorhin gesagt, ich will nicht, dass meine Waschmaschine im WLAN ist, damit ich sie nicht updaten muss. Aber ich will auch nicht, dass meine Waschmaschine in WLAN ist, damit sie mir anzeigen kann, wo ich jetzt mein Persil kaufen soll. Was ist das denn? Aber das Ärgerliche an dieser Geschichte ist, ich sage ja immer, ihr kauft nicht Produkte, weil ihr euch auf ein Update freut. Kauft nicht ein Produkt für irgendetwas, das in der Zukunft angekündigt ist, was dieses Produkt als Feature bekommen wird. Das ist keine Sollte keine Kaufsgrundlage sein. Man muss leider sagen, solche Dinge könnten von vornherein plan gewesen sein. Wenn es irgendwelche Dinge gibt, die gerade. . erstaunlich günstig für den technologischen Rahmen sind oder sich irgendwie vielversprechend anhören, aber überhaupt gar kein, gar nicht klar ist, wie damit Geld verdient wird. Dann könnt ihr davon ausgehen, dass das innerhalb der nächsten, wenn man vermutlich zwei Jahre relativ klar werden wird, wie damit Geld verdient werden soll, nämlich mit euch Es gibt ähnliche Geschichten wie diesen, also sie haben es nicht ausgerollt, aber wie die Vermutung, dass solche Tools wie zum Beispiel die Smart Home Heizungsadapter von Tardo auf ein reines Abo-Modell umstellen sollen. Was bedeutet, du kaufst dir, richtest deine komplette Wohnung mit smarten Thermostaten aus für 600, 700 Euro, um dann irgendwann zu erfahren, ja jetzt, wenn du sie noch weiter benutzen willst, musst du aber einen Fünfer im Monat zahlen. Das haben sie nicht ausgerollt, weil die Leute. . ist er wütend worden und Hardo hat dann gesagt, das war eh nur ein Test. Aber naja.

58:25 Thomas Riedel

Alexa, bei Alexa wurde das geplant. Tatsächlich zu machen, wenn das Update kommt, dass die Premium-Funktion oder das gute Alexa du nur mit einem Abo machen kannst, weil Alexa bezahlt sich halt nicht von sich selbst. Leider bestellt niemand über Alexa oder nicht so viele, wie sie dachten. Das heißt, ja, das ist ein Minusgewinn für Minusding für. Minusgewinn gefällt mir sehr gut. Ja, Minusgewinn. Mein Gott. Mir sind da zwei Sachen eingefallen bei diesem Kühlschrank. Das eine war, jetzt ist dieser Kühlschrank schon so unfassbar teuer, dass die da immer noch. Geld versuchen rauszuholen. Also, das verwirrt mich. Wie krass ist dieser Kühlschrank, dass dieser teuerste Kühlschrank von Samsung immer noch nicht seine Kosten deckt, dass sie da noch eine Werbefunktion einbauen müssen? Punkt zwei Werbung skaliert ja eigentlich. Also der Trick von Werbung ist ja, dass ihn möglichst viele Leute sehen und dann lohnt sich das ja überhaupt erst. Wie viele Kühlschränke in der Premium-Kategorie hat Samsung in den USA stehen? Wow Dass ich diese Werbung wohl lohnen muss. Also, weil ansonsten, wie viele Kühlschränke gibt es? 1000 dann von denen oder 5000? Was für ein Werbepartner hat denn Bock, auf 5000 Kühlschränken zu sein? Für wie viel Geld?

59:38 Gavin Karlmeier

Wie viele Kühlschränke der Family Hub-Reihe hat Samsung in den USA 2024 verkauft? Gucken, ob das. . Tut mir leid, ich kann kein Seefertichen-Emoji finden, war die Antwort. . Nein, also ich kann es dir nicht, ich kann es dir, ich werde das gleich nachreichen, diese Geschichte. Und da diese Zahl, aber du hast natürlich recht. Es ist ein seltsames Konstrukt für Werbevermarktung, wenn du nicht Werbung für dich selber machst. Und Samsung hat eben nahezu jede technische Produktkategorie im eigenen Sortiment. Und wenn da jetzt eine Werbung für ein neues Smartphone, das gerade rausgekommen ist, oder für ein AI-Chatbot, der da irgendwie noch hinter der Ecke wartet, oder für Am Ende kannst du auch eine Partnerschaft mit Netflix sein und dann siehst du deine Werbung für eine neue Serie, weil das Versprechen, du bist in 20. 000 Haushalten jetzt gerade. bei Familien vor Augen, wo auch Kinder sind, die am Ende wir alle wissen, dass es stimmt, die Entscheider in den Familien sind, dann hast du durchaus vermutlich schon Argumente.

01:00:38 Thomas Riedel

Ja, wenn es für die eigenen Produkte sind, hätte ich sogar noch ein gewisses Verständnis dafür, wenn es gut gemacht ist. Na, also wenn das irgendwie, naja, also zu ihrem Kühlschrank passt jetzt halt auch dieses Bügeleisen, weiß ich nicht, aber zu diesem Kühlschrank passt zum Beispiel auch diese Ice Crusher. Ja, dann ergibt das irgendwie Sinn oder diese Küchenmaschine oder so. Okay, ja. Also ich sehe ja auch in meiner. Wie heißt die App gleich nochmal? In meiner Hue-App auch Werbung für Lampen, die Sie selber natürlich herstellen. Das ergibt Sinn, weil die Software natürlich einfach nur da ist, um den Kram zu steuern und wenn dort auf extra Produkte hingewiesen wird, okay. In der Meta-AI-App wird Werbung gemacht für weitere Brillen, die ich mir noch kaufen soll, weil einem noch nicht reicht anscheinend.

01:01:22 Gavin Karlmeier

Aber wenn die Brille jetzt ein Display hat, was passiert dann?

01:01:26 Thomas Riedel

Also, ich hoffe doch, dass ich da Werbung für weitere KI-Brillen bekomme. Das macht doch total Sinn, oder?

01:01:32 Gavin Karlmeier

Du läufst durch die Gegend und kriegst Werbung angezeigt. Läufst bei McDonalds vorbei und dann siehst du, wenn du hier jetzt reingehst, kriegst du einen Cheeseburger für die Hälfte.

01:01:39 Thomas Riedel

Es gibt diese Art von Zukunft, vor der wir alle Angst haben, und ich glaube auch, diese Werbung auf Kühlschränke, Geschichte ist auch so was Dystopisches, was wir eigentlich nie haben werden. Also, es gibt ein paar Dinge, von denen ich glaube, dass sie niemals passieren werden. Und zwar, weil der Mensch dann irgendwann sagt, ich nehme jetzt eine Keule und zerschlage das Gerät. Und das eine dieser Visionen ist Überall ist Werbung, weil ich so eine AR-Brille trage und plötzlich werden überall Werbebanner angezeigt. Ich glaube, diese Brille wird einfach nicht angezogen.

01:02:08 Gavin Karlmeier

Entschuldigung, läuft der Kühlschrank? Ja, dann sollten sie ihn mal besser festhalten. Also das ist genau diese Dystopie, ja. Apropos Dystopie Bei Facebook Dating kann man jetzt mit Hilfe von KI gematcht werden. Wenn du also eine Art Dating-Fatigue hast, wie jetzt hier in diesem Text geschrieben wurde, ich glaube, Heiser hat das geschrieben, wenn du eine Dating-Fatig hast, dann musst du eigentlich gar nicht mehr selber swipen. Sondern dein Dating-Assistent übernimmt für dich das Suchen und das Matchen. Und dieses Feature heißt Meet Cute. Ja, ist doch schön. Man muss eigentlich irgendwann schlafen, Bots mit Bots.

01:02:44 Thomas Riedel

Ich bin ja tatsächlich ein reger Benutzer von Dating-Apps, weswegen du hier genau mit dem Richtigen sprichst. Ich bin sozusagen ein Ich benutze zwar nicht die Pay-Funktionen, aber ich habe mehrere, multiple Dating-Apps auf meinem Smartphone und nutze sie rege, weil ich gerne in Kontakt mit anderen Menschen komme. Und ja, ich sag mal so, die wenigsten Match ever hatte ich über die Facebook-Dating-Funktion, nämlich Zero. Also wirklich null. Und ich teste das immer wieder mal, weil mich wirklich interessiert, inwiefern die da mal Fortschritte machen. Sollten die jetzt tatsächlich mit KI. . das Schaffen, dass ich tatsächlich mal ein Match bekomme, würde ich mich ja tatsächlich freuen. Ich weiß doch noch nicht, wie die Qualität sein wird. Ich werde aber berichten.

01:03:29 Gavin Karlmeier

Also ich kann dir sagen, was passieren wird. Und zwar drei Dinge. Erstens wird irgendwann dieses Feature total langweilig, weil du ja gar nicht mehr aus, also alles das, was so eine Dating-App ausmacht, die ganze Gamifizierung, die da drin ist. Die findet ja nicht mehr statt. Weil du kriegst ja einfach hier drei Leute präsentiert, hier die findet dich auch gut und dann ist die, glaube ich, Teil des Reizes weg. dann wird es natürlich passieren, dass von diesen drei Leuten mindestens zwei Bots sind, weil irgendwelche findigen Leute herausgefunden haben, wie man Kontakt zu Leuten aufnehmen kann. Und drittens ist die Lektion aus der ganzen Geschichte, dass du. Wahrscheinlich, also ich glaube, man kann sein eigenes Dating- und Matchverhalten eher anpassen, als dass man das outsourcen sollte. Ja. Tut mir leid, der eigentliche Treppenwitz bei der ganzen Geschichte ist, was haben die denn vorher verwendet?

01:04:16 Thomas Riedel

Na, das war ja vorher händisch. Vorher kriegst du einfach so eine Liste. Nee, ich glaube, also da gibt es ja natürlich auch so schon gewisse KI-Geschichten im Hintergrund. Da bin ich mir ziemlich sicher. Die zeigen dir nicht einfach alle an aus Köln zum Beispiel. sondern da wird schon geguckt, okay, wie lange war die Person schon aktiv? Wie reagiert die auf Braunhaarige?

01:04:43 Gavin Karlmeier

Solche Dinge gibt es auf jeden Fall, vor allem bei Tinder gibt es ja dieses Premium-Feature, genau deswegen, weil Leute, die sehr häufig eben rechts geswipt werden, also positiv. Egal, ich bin auch nicht der Experte auf diesem Gebiet. Ich wollte nur sagen, es gibt solche Untersuchungen, die eben genau sowas ja auch tun, dass quasi Leute, die häufig rechts gewischt werden. Dass du die nur dann nach rechts zwischen kannst, wenn du dafür bezahlst und sowas. . Also, das geht auch nicht.

01:05:04 Thomas Riedel

Das Problem kenne ich natürlich total. Ich freue mich sehr über die Entwicklung bei Meta und mit offenen Armen erwarte ich diese vielen Matches jetzt. Schön.

01:05:13 Gavin Karlmeier

YouTube hat auch ein paar neue KI-Features angekündigt und damit machen wir diesen Google-Kreis quasi direkt rund, über den wir eben auch gesprochen haben, denn Es gibt jetzt die Möglichkeit, dass du sozusagen einfach nur ein paar Videos oder Fotos aus deiner Galerie bei YouTube Shorts reinpackst und mithilfe von KI daraus ein Video generiert wird. und sogar die Möglichkeit, dass dann automatisiert ein Voice-Over gemacht wird von einer Computerstimme. Also angenommen, du bist im Urlaub und hast sechs, sieben Videos, wo du dich am Strand zeigst und so, und dann kannst du die alle mithilfe von KI zusammenschneiden lassen und dann macht die KI da noch eine Stimme drüber. Und doch hier bin ich im Urlaub und dann kannst du das direkt bei YouTube Shorts hochladen. Es ist fantastisch, oder?

01:05:48 Thomas Riedel

Ja, da habe ich tatsächlich echt gemischte Gefühle, weil. Ist sozusagen auf dem Originalmaterial basiert und da würde ich jetzt sozusagen gerne wissen, wie viel da noch hinzu generiert wird. Also, wenn da plötzlich neue Personen auftauchen oder das Wetter viel geiler ist, dann habe ich ein Problem damit. Wenn das aber nur geil gestitcht wird und es einfach eine gute Stimme ist, die das dann ein bisschen erzählt, könnte es sein, dass das tatsächlich eine sinnvolle Erweiterung dessen ist, was wir tatsächlich als Google-Nutzer schon kennen. Wenn man Google-Fotos hat, dann bekommt man immer wieder so Sachen gepusht. Das sind zum Beispiel alle deine Muffin-Bilder, die du in den letzten zehn Jahren gemacht hast und dann kommt da so eine nette Mucke drunter. Dann kannst du so Story-like durch deine Muffin-Bilder swipen.

01:06:32 Gavin Karlmeier

Alles schön und gut, ne? Ich verstehe das. Aber wer zur Hölle will sich deine 30-Muffin-Fotos angucken? Wenn du sehr absolut dabei, interessiert sich niemand, auch Urlaubsfotos. Also ich verstehe, dass es cool ist für dich selber Aber das ist ja ein YouTube-Feature. Und ey, wenn du sechs Videos hast, bei denen du nicht weißt, wie du sie zusammenfassen solltest, damit sie interessant werden. Wenn dir nicht einführt, was ich dazu erzählen soll, damit das interessant wird. Vielleicht ist es einfach nicht interessant.

01:06:58 Thomas Riedel

Vielleicht hätten sie dann für dich ein Republika-Video machen sollen. Das heißt, was du machst in Zukunft ist. 20 Fotos, 3 Videos, Ordner hochladen?

01:07:07 Gavin Karlmeier

Nein, nein, ich will das nicht.

01:07:08 Thomas Riedel

Und dann hast du einen richtig geilen Republika-Recap. den du einfach posten kannst, ohne jetzt erstmal zwei Titel zu tun.

01:07:14 Gavin Karlmeier

Keine Sorvel-Recaps sehen. Ich will einfach, ich will guten Content sehen und guter Content entsteht nicht, weil ich sechs schlechte Zutaten da eingebe und eine KI sich überlege, wie man daraus guten Content macht. Ich glaube, das passiert nicht. Ich finde, das ist der nächste Schritt zu noch mehr Slop. Und das ist nicht gut.

01:07:32 Thomas Riedel

Ich fühle das komplett. Ich versuche so ein bisschen Good Kopf zu spielen für YouTube gerade.

01:07:42 Gavin Karlmeier

Außerdem hat YouTube angekündigt, dass es mit Ask Studio eine Funktion geben wird, bei der du sozusagen mit dem YouTube Studio direkt. In deinem Chatbot schreiben kannst. . Also der kennt alle deine Videos, alle Kommentare, alle deine Abrufzahlen und dann kannst du fragen, welche Themen funktionieren bei mir gut, wo gab es die häufigsten kontroversen Diskussionen in den Kommentaren und kriegst darauf Antworten.

01:08:01 Thomas Riedel

Spannend, sozusagen eine Analyse eines Google-Mitarbeiters mit dem kompletten Know-how von YouTube international. Finde ich cool. Eigentlich wissen wir natürlich jetzt auch nicht genau, was da für Antworten kommen werden, ob die wirklich nützlich sind. Die Gefahr besteht natürlich darin, dass du dann Tipps bekommst. Die eigentlich nicht wirklich für dich gut sind, die dir helfen, sondern die vielleicht eher das sind, was YouTube möchte, was du in Zukunft auf der Plattform tun solltest. Also es ist ein weiterer Manipulationsvektor von YouTube.

01:08:39 Gavin Karlmeier

Genau, vor allem es ist halt kein Google-Mitarbeiter, sondern auch nur eine KI. Also es ist ein Chatbot in diesem Studio. Ich finde das aber ehrlicherweise von allen KI-Verwendungszwecken, ist es einer der praktischeren. Ich finde die Idee nicht ganz blöd, auch wenn ich durchaus verstehe, dass diese Funktion komplett aggressiv meinen Beruf angreift. weil das ist, was ich tue. Ich bin ein Studio, den man ersten kann. Und wenn man direkt mit dem Studio sprechen kann, Dann finde ich das erstmal problematisch, finde aber, dass das durchaus ein nachvollziehbarer Verwendungszweck für KI sein könnte, deutlich mehr, als langweilige Urlaubsfotos aneinander zu ballern.

01:09:19 Thomas Riedel

Vielleicht wäre es ganz cool, wenn die dann auch so technische Sachen sagen. Also zum Beispiel, du hast hier vergessen, diesen Knopf zu drücken, du musst hier noch den Text ergänzen, du hast hier die Tags vergessen oder so. Für sowas wäre das, glaube ich, erstmal okay, oder?

01:09:33 Gavin Karlmeier

Ja, schadet natürlich auch vielen Drittanbietern, wie zum Beispiel WitIQ, die das seit Jahren tun, ist dann so eine Art Sherlocking. Also das Übernehmen von Funktionen von Drittanbietern ins Kerngeschäft selber, ohne denen dafür Geld zu bezahlen. Das ist natürlich auch schade. Aber so läuft leider das Geschäft häufig.

01:09:51 Thomas Riedel

Ja, dann hast du gerade eben das perfekte Argument geliefert, warum YouTube das auf jeden Fall tun sollte.

01:09:56 Gavin Karlmeier

Die Leute haben sich gewünscht, dass wir so Maskengeschichten, die nicht unmittelbar mit Social Media zu tun haben, erst am Ende. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber das erste Mal seit vielen Monaten ist Donald Trump und Elon Musk wieder nebeneinander in Erscheinung getreten. Die beiden waren nämlich zusammen bei der Trauerveranstaltung für Charlie Kirk.

01:10:13 Thomas Riedel

Meine Reaktion ist so ein unfassbares Wirgelgefühl, Brechreiz, saurer Geschmack im Mund. Ich bin da, wenn ich an die beiden denken muss, habe ich ausschließlich negative Gedanken.

01:10:23 Gavin Karlmeier

So wie du das gerade erklärt hast, so geht es mir, wenn ich eine Mango esse. Ernsthaft Mango? Ich habe keine Mango.

01:10:29 Thomas Riedel

Aber ganz ehrlich, ich esse lieber ein Essen, das ich nicht mag, wie an Trump oder an Musk zu denken

01:10:34 Gavin Karlmeier

Gut, dann gehen wir weg davon und haben eine gehen positiv heute hier raus. Versöhnlichkeit des Tages. Das ist echt ein schöner Track. Wer hat den gemacht? Die Waschkaus. Alexander und Alexa Waschkau. Mir hat auch jemand geschrieben bei Master, ich habe mir jetzt nicht aufgeschrieben, wer das war, das wäre natürlich unangenehm, aber hat geschrieben, Kai. Dass jedes Mal, wenn Herr Alexa hier in diesem Jingle hört, dass er sich denkt, die könnte ja auch mal zu Gast sein und jetzt haben wir sie eingeladen. Also sie wird bald kommen.

01:11:05 Thomas Riedel

Ein Träumchen. Ja. Eine Hausverwaltung hatte das Göttinger Bündnis gegen rechts angezeigt, nachdem dessen Vertreterinnen und Vertreter im Dezember mehrere Hakenkreuze in einem Göttinger Hochhaus übermalt hatten. Habe ich mitgebracht, die Story, und das richtig coole ist, dass ein Gericht ein Urteil gefällt hat, das mir sehr, sehr gut gefällt, nämlich Naja, es ist überhaupt kein Problem, ein Hakenkreuz zu übermalen. Und das ist für mich der Freifahrtschein einfach Alle Hakenkreuze da draußen zu übermalen.

01:11:36 Gavin Karlmeier

Also ich finde die Persönlichkeit schön. Ich muss sie nur ein bisschen schmälern, denn es gibt ein paar Einschränkungen, wann man Hakenkreuze übermalen darf. Denn es darf keine Sachbeschädigung im rechtsgutspezifischen Sinne sein. Sprich Es kann nicht sein, dass du sozusagen wertschmälernd agierst, in dem Moment, wo du das Hakenkreuz noch durchstreichst, zum Beispiel, weil du einen viel größeren schwarzen Fleck darüber machst, wo nur eine kleine Schmiererei gewesen ist. So zumindest lese ich die Entscheidung des Göttinger Amtsgerichtes und Amtsgericht bedeutet immer, das kann noch, ist noch nicht final, aber trotzdem. Das ist das niedrigste Gericht im Grunde. Exakt. Es ist trotzdem schön, dass man sozusagen erstmal in Göttingen Hakenkreuze übermalen darf, wenn sie einem auffallen. Und die andere Versinnigkeit ist. Das ist, also wir werden jetzt von der Zeit leider überholt, aber Jimmy Kimmel geht wieder auf Sendung und zwar in der Nacht zu Mittwoch unserer Zeit. Das heißt, wenn ihr das hier hört, habt ihr wahrscheinlich in den Social Media Feed eh schon voll mit Ausschnitten aus seinem Stand-up. Das entweder extrem überraschend zarm ist, einfach aber provokativ zam oder völlig übertrieben auf die Kacke gehauen hat. Und einzige Einschränkung ist, nicht alle Sender werden diese Sendung ausstrahlen, aber ABC wird eben diese Sendung wieder produzieren lassen.

01:12:48 Thomas Riedel

Ja, sehr, sehr cool. Vielleicht ist er auch schlau genug oder seine Witzeschreiber, dass sich sozusagen über die Tatsache, dass wir uns jetzt darüber Gedanken machen, ob er super Zam sein wird oder super Krass sein wird, genau darüber einen Witz machen. Das ist natürlich dann die beste Art, damit umzugehen.

01:13:06 Gavin Karlmeier

Das wäre smart. Wir werden das erfahren, ihr alle wahrscheinlich vor uns. Aber das ist okay. Thomas, vielen Dank, dass du heute da warst. Es war mir ein großer Spaß. Martin, Max Zackerberg redet gerade mit mir über die Brille. Ja, er fand es auch gut. Er findet die Sendung auch gut. Um ganz kurz noch dazu zu sagen, wir machen ja am 6. 11. einen 12-Stunden-Livestream hier überall, wo es. Internet gibt und die Leute im Hagnan-Discord unter www. . hagnern. org über 2000 Leute haben ein Bingo gemacht mit Dingen, die ich oft sage. Und da hat jemand gesagt, ich würde sehr oft sagen, es war mir ein Fest. Und als ich gerade mich von dir verabschieden wollte, habe ich mich selber erzappt, wie ich das sagen wollte. Also es war mir eine innere Hunderunde. Vielen Dank, dass du heute da warst, lieber Thomas. Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Tag. Allen anderen auch eine ganz wundervolle Restwoche. Wir hören uns wieder am Freitag. Dann mit Franzi B. . Blumen passt alle auf euch auf und bis Freitag.

01:13:57 Thomas Riedel

Dankeschön und Grüße an Franzi.