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Folge 482 · 26. September 2025 · 55 Min.

Weltneuheit: Querformat jetzt auch im Internet!

mit Franziska Bluhm

Diese Episode wird heute zusätzlich in 5120×1080 ausgestrahlt! Instagram meldet Nutzer:innen-Rekord, TikTok meldet möglicherweise Vollzug, Alphabet meldet Gehorsam und Jugendliche melden den Wunsch nach Hilfe an.

Und wir? Wir diskutieren über Satire. (Alternativer Episodetitel: Satire suchen ein Zuhause.)

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Franzi!
  2. Threads und Antifa-Fake-Hinweise
  3. Instagram knackt 3 Milliarden Nutzer:innen
  4. Querformat-Reels und Hochformat-Debatte
  5. TikTok-Verkauf und Donald Trump
  6. Studie zu Bildschirmzeit bei Jugendlichen
  7. YouTube buckelt
  8. Googles gegen Rachep*rnos dank StopNCII
  9. Italien verbietet KI-Fakes
  10. Funktionen und Emotionen
  11. Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Franziska Bluhm

Hallo Franzi

00:08 Gavin Karlmeier

Hallo Gevin.

00:09 Franziska Bluhm

Bei mir ist heute Franziska Blum. Ich muss dich fast nicht mehr vorstellen. Ich glaube, wir sollten so einen Punkt festlegen, wenn jemand zehnmal hier war, dann muss ich die Person nicht mehr vorstellen, finde ich.

00:19 Gavin Karlmeier

Aber ich es manchmal auch echt ganz cool finde, wenn du dann einfach nochmal sagst: Das ist Dominik Hames, das ist übrigens dieser Internet-Typ, weißt du so. Also, irgendwie finde ich das, ich finde es immer total schön, wenn du die nochmal vorstellst.

00:28 Franziska Bluhm

Na gut, du bist Digitalberaterin. Du bist eine der Menschen, die ich anrufen würde, wenn ich Probleme mit LinkedIn habe. Und du machst so Internetzeugs und zwar seit tausend Jahren ungefähr.

00:43 Gavin Karlmeier

Ja, vielen Dank. Ist eine gute Vorstellung, wobei ich jetzt in den letzten Ausgaben gemerkt habe, dass es ja durchaus ein paar Leute gibt, die man jetzt zu LinkedIn befragen kann. Also der Pip Klöckner war ja auch ein ziemiger Pro, wenn ich das so rausgehört hatte.

00:54 Franziska Bluhm

Ja, und Thomas Riedel, der in der letzten Episode da war, der ist sogar LinkedIn top. Voice. Also, ich glaube, Pip Klöckner auch. Aber das ist so, das ist so der blaue Haken der LinkedIn-Community. Das habe ich noch nicht geschafft.

01:05 Gavin Karlmeier

Ja, nicht schlecht. Ja, und ich war, es war total lustig heute Morgen, als ich noch schnell die Podcast-Folge nachgehört habe. Und ganz zum Schluss, dann irgendwie Thomas Riegel plötzlich meine so: Ach schöne Grüße noch an Franz. Ja, dann dachte ich so, hey, gut, dass ich es noch gehört habe. Ist es angekommen? Ja, also ich habe es bis zum Schluss gehört. Wollte ich einfach kurz Anwesenheitsnotiz zuzusagen. Sehr gut, sehr gut.

01:26 Franziska Bluhm

Ich fände das gut, wenn alle immer Anwesenheitsnotizen schreiben. Also wenn ihr diese Folge bis zum Schluss hört, schreibt doch mal einen Spotify-Kommentar. und zeigt, dass ihr bis zum Schluss gehört habt. Wir gehen heute mit einer Geschichte rein, wo ich also ganz viele Emotionen hatte, weil am Mittwoch und Donnerstag sind auf Threads einige Postings aufgetaucht, unter denen drunter stand mit so einem kleinen Info-I und dann in kursiver Schrift This user is sub suspected of being part of a terrorist organization called Antifa. Irgendwie stinkt die Geschichte so ein bisschen. Und dann habe ich gesehen, dass es Leute sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch unter ihren Postings stehen hatten und dass das häufig in so einem humoristischen Umfeld auch verwendet wurde. Und relativ schnell wurde klar, dass das hier einfach von diesen Menschen selber drunter gesetzt wurde. Das hat aber die anderen Menschen bei Threads nicht aufgehalten, sozusagen das zum Anlass zu nehmen, sich darüber aufzuregen, dass Meta jetzt offenbar diese Menschen irgendwie kennzeichnen möchte. Und ich finde, das stößt drei Gedanken gleichzeitig an. Ich weiß nicht, ist dir das auch aufgefallen? Hast du das auch gesehen?

02:38 Gavin Karlmeier

Nee, ich war heute irgendwie nicht auf und gestern irgendwie nicht auf Threads, es tut mir sehr leid. Ich war nur auf LinkedIn. Danke für den Kreis kurz schließen. Da ist das nicht passiert. Das heißt, also hol mich ab und bring mich rein und ja, und erzähl mal von deinen Emotionen.

02:55 Franziska Bluhm

Also, das man kann natürlich mit Hilfe von so ASCII-Generatoren im Netz auch kursive Schrift Generieren lassen, die einfach dann in einem Thread Space zu sehen ist, genau wie es diese zerstückelte Schrift gibt oder fett gedruckt oder so, wir kennen das. Von LinkedIn zum Beispiel, sehr gut. Oh ja. Der erste Gedanke, den ich so dabei hatte, war, dass ich mich so gewundert habe, über die Medienkompetenz vieler Menschen, das sozusagen nicht nochmal doppelt gegenzuchecken. Und du kannst es relativ schnell gegenchecken. Also wenn du diesen Text zum Beispiel nimmst und in die Suchleiste packst, findest du das in der Suchleiste, was für einen Hinweis durch Meta ungewöhnlich wäre. Es wäre auch ungewöhnlich, dass diese Hinweise so völlig ohne Markierung, ohne Farbe, einfach so unter diesem Text fließend eingebettet werden würden, dass man diese Inhalte so Groß sehen würde, dass es so eine Kennzeichnung gäbe. Das wäre für Threads auf jeden Fall ein Novum. Das ist so das erste, was ich so gedacht habe. Und dann habe ich so daran anleitend gedacht, der zweite Gedanke, die Frage, ob Satire, so wie wir sie noch kennen, ob die noch funktioniert oder ob wir damit nicht gleichzeitig Methoden derer nutzen, die wir eigentlich häufig verurteilen. Und ich weiß, Satire funktioniert häufig sehr oft so. Das Problem ist aber. wenn Satire als solche gar nicht mehr erkannt wird, weil zum Beispiel, und das führt uns direkt zum dritten Gedanken, der da dran ist, wir potenziell die Möglichkeit sehen, dass das stimmen könnte. Und wir aber keinerlei selber Möglichkeit haben zu dechuffieren, zu dekodieren, ob das jetzt gerade hier ein Witz ist oder nicht. Dann stellt sich wieder so ein bisschen die Frage, finde ich, ob man zum Beispiel mit dem Thema Desinformation so fahrlässig umgehen kann, dass das als Witz funktioniert. Und dabei meine ich. explizit nicht solche Medien wie der Postillon oder die Heute-Show oder whatever. Da gibt es ja für jede Humorfarbe gibt es ja ein eigenes Angebot. Selbst die Welt hatte lange eine Satire seit. Ich weiß nicht, ob das noch der Fall ist. Aber wenn du irgendeinen Schlüssel hast, um Satire zu identifizieren, zum Beispiel durch Überzeichnung, durch Kontext oder dadurch, dass du selber das Gefühl bekommst, dass hier. Irgendwas kann hier nicht stimmen, dann funktioniert sie natürlich. Aber in dem Moment, wo wir glauben, dass das hier stimmen könnte, spielen wir doch damit, dass wir die eigene, also wir setzen die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

05:10 Gavin Karlmeier

Weißt du, kannst du mir folgen, was ich damit sagen möchte? Ich weiß nicht, ob ich dir folgen kann, aber ich würde dir vielleicht sogar kurz widersprechen. Das war ungefähr der erste Satz, den du gesagt hast. Satire funktioniert. Ich bin mir nicht sicher, ob Satire jemals wirklich richtig gut für alle funktioniert hat und auch Ironie wirklich funktioniert hat. Weil erinnerst du dich? Also mir fällt so spontan, mir fallen spontan so mehrere Dinge aus der Vergangenheit ein, die so, wo man gemerkt hat, dass Satire einfach mal so gar nicht funktioniert. Ich erinnere mich an irgendwie so ein Account from wo, ich glaube Moritz Hürtgen oder so, die als hessische HR als HR-Info irgendwie ausgegeben hat oder so auf Twitter. Ich weiß aber nicht mehr genau, was das für eine Nachricht war. Aber weißt du es noch?

05:55 Franziska Bluhm

Ja, es ging darum, dass der hessische CDU-Fraktionschef, wie hieß der? Volker HR Volker Bouffier. Genau. Dass Volker Bouffier ein Zusammen oder ein Clash der Union sozusagen verkündet hat, also dass die CDU und die CSU eine Aufspaltung erwägen. Ja, das war so die Meldung, die über den Account von Moritz Hürtgen rausging, der seinen Twitter-Handle HRTGN, was die Konsonanten seines Nachnams sind, nutzte, um sich als HR-Tagesgeschehen sozusagen neu zu branden. Das war Deswegen aber fand ich zum Beispiel eine gelungene Satire, weil die Medien darauf aufgesprungen sind, weil sie das nicht doppelt gecheckt haben. Also was sie damals zu. Was damals ja passiert ist, war ja, dass man diese Methoden, mit denen die Medien arbeiten, so ein bisschen konterkariert hat.

06:48 Gavin Karlmeier

Naja gut, aber andererseits, weißt du, es haben nicht mal, sagen wir mal so, wenn man es anders sieht, es haben nicht mal Medien, die eigentlicher die Kompetenzen haben sollten, gegenzuchecken und so weiter und so fort. Selbst die haben es nicht auf die Reihe gekriegt, das wirklich gegenzuchecken. Und jetzt erwartest du von Threatsnutzern, ganz normalen Threats-Nutzern, dass die doch bitte sofort erkennen, dass das hier alles Satire sozusagen ist. Also ist so die Frage so ein bisschen Zweischneidiges Schwert, oder?

07:16 Franziska Bluhm

Nee, ich weiß nicht. Weil die Frage ist ja, wer ist der Adressat dieser Aktion? Und im Fall von Moritzütgen würde ich sagen, war der Adressat ja nicht. Die breite Mehrheit sozusagen, sondern der Adressat war ja eigentlich am Ende genau der Medienapparat, der eben sowas nicht tut.

07:33 Gavin Karlmeier

Okay, dann würde ich aber trotzdem sagen, also es gibt trotzdem wahnsinnig viele Fälle, wo auch das, also wo Auch wenn es jetzt sozusagen nicht mit Absicht und ne, um halt irgendwie schlechte Recherchen von Journalistinnen und Journalisten sozusagen aufzudecken und Mechanismen aufzudecken, aber wo halt sowas trotzdem passiert ist und wo wir halt sehen, dass Menschen halt nicht so medienkompetent sind, wie wir hoffen, dass sie kompetent sind. Und wo man einfach ganz klar machen muss, irgendwie, also oder ganz klar machen muss und ganz klar irgendwie nicht so hohe Erwartung stellen darf, sozusagen. Das ist, glaube ich, schon was, was wir sehen. Wo ich halt, wie gesagt, sagen würde, Satire weiß nicht, ob es jemals irgendwie funktioniert. Und auch wenn ich darüber nachdenke, dass so Sachen wie, weißt du, so Sachen wie. Du hast gerade den Postulierung angesprochen. Auch das ist sowas. Also wie oft habe ich, gerade in der Anfangszeit, mittlerweile hat sich der Postulierung irgendwie auch etabliert, aber. Wie oft hat man unter den ganzen Beiträgen Kommentare gesehen, wie stimmt das wirklich? Das heißt, die Leute sind nicht so stau, wie wir hoffen.

08:44 Franziska Bluhm

Ja, aber was ist das Ergebnis? Also du kannst dann nicht sagen, dass der Postillion zum Beispiel per se elitär ist in seiner Anmutung, oder? Oder würdest du das da als Schluss rausziehen?

09:01 Gavin Karlmeier

Elitär.

09:02 Franziska Bluhm

Weil, also worauf ich hinaus möchte, ist, dass wir gerade so Zeiten haben, in denen die Überholung durch Satire oder Satire durch Überhöhung, so ist es richtig, ja, eigentlich deswegen nicht mehr funktioniert, weil die Realität längst nicht mehr superlativierbar ist. Glaube ich. Bedeutet weitergerechnet aber, dass dieser Witz hier, wie er gemacht wurde, deswegen so viel Irritation ausgelöst hat, weil er nicht als Witz erkennbar war. Und da frage ich mich, ob das Ein gelungener Witz ist es oder nicht, und je mehr wir darüber sprechen, habe ich das Gefühl, naja, vielleicht ein bisschen schon, weil am Ende ist das die Frage, funktioniert Satire oder nicht, ja immer die Frage, du schließt ja die Frage mit an, was bedeutet denn funktionieren? Und die Antwort darauf ist

09:47 Gavin Karlmeier

Naja, und was ist auch Satire? Auch das ist ja nochmal die Frage. Also, was ist am Ende noch Satire, weil man könnte ja auch, und das ist ja auch was, was oft unterstellt war, ist sozusagen Donald Trump nur eine Satire eines US-Präsidenten.

09:59 Franziska Bluhm

Also auch das Frage genau, verfolgt sie ein Ziel. Und ich glaube, eines der wichtigsten Ziele von Satire ist ja immer bestehende Strukturen, über die viele Menschen nicht mehr nachdenken, sozusagen an denen so lange zu schütteln, bis man anfängt, die zu hinterfragen. Und das hat diese Aktion hier dann am Ende ja doch geschafft. Also wir zum Beispiel haben jetzt schon irgendwie acht Minuten darüber gesprochen. Also vielleicht doch ein gelungener Witz, auch wenn er auch bei mir zu Irritationen geführt hat, obwohl ich nicht so schnell drauf eingefallen bin oder schneller von meinem Reinfallen wieder aufgestanden bin als andere. I don't know.

10:34 Gavin Karlmeier

Naja, und dann halt geguckt hast und gecheckt hast. Also ich meine, zum einen zu gucken, wenn sowas halt wäre, dann hätte das Threads oder halt Meta in irgendeiner Weise mal kommuniziert, dass sowas halt irgendwie eingeführt worden wäre.

10:46 Franziska Bluhm

Aber wissen wir nicht.

10:47 Gavin Karlmeier

Aber andererseits, ja gut, es könnte auch ein Test sein, hast du natürlich auch wieder recht. Aber Andererseits, was du halt getan hast, ne, du hast halt natürlich dann geguckt, irgendwie gibt's, also er taucht das in der Suche auf. Das heißt also, du hast natürlich schon eine gewisse Kanalkompetenz, um zu wissen, okay, solche Features, sind normalerweise nicht auffindbar. Also, das heißt, also, ja. Und am Ende, ich weiß auch nicht, was wir jetzt daraus lernen. Nichts wahrscheinlich. Mehr, wahrscheinlich nichts, ne? Wollte ich gerade sagen. Aber ja, gut, dass wir darüber gesprochen haben.

11:14 Franziska Bluhm

Also doch, eins können wir daraus lernen, dass wenn dieses, wenn das Du nennst es Feature, finde ich auch süß. Wenn das auf jeden Fall eine Markierung von Inhalten als antifaschistisch mit einem Zusammenhang mit Terrorismus auf der Plattform auf Plattformen von Meta auftauchen würden. würden wir das offenbar erstmal sogar, wir hätten das Potenzial, das nicht komplett für ausgeschlossen zu halten, weil wir nicht sofort gesagt hätten, das kann nicht stimmen.

11:40 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau. Und sagen wir mal so, wir leben halt auch in einer Zeit, und das ist vielleicht dann auch nochmal so der größere Bogen, wir leben in der Zeit, wo all das möglich ist und wir es allen Plattformen mittlerweile zutrauen, dass sowas halt passieren könnte. Also auch das muss man einfach dazu sagen. dazu nochmal dazudenken.

11:57 Franziska Bluhm

Ja. Und um da direkt daran anzuschließen, Instagram hat erkündet, dass sie jetzt drei Milliarden aktive NutzerInnen pro Monat erreicht haben. Das ist ein neuer Höchstwert für Instagram. Also sie haben total, sie haben abgeräumt damit. Und Adam Ossari hat angekündigt, dass sie das zum Anlass nehmen, um. . sich anzuschauen, was den größten Teil des Wachstums sozusagen ausgemacht hat. Und er sagt Messaging, Reals und Empfehlungen. Und diese drei Funktionen werden Sie in Zukunft konzentriert verbessern und sich dem mehr widmen, fangen jetzt zum Beispiel direkt konkret damit an, dass in Indien und Südkorea ab sofort NutzerInnen beim Öffnen von Instagram sofort auf der Real-Seite landen sollen. Das ist deswegen interessant, weil in Indien TikTok verboten ist. Bedeutet also, dass sie da sozusagen genau diese TikTok-Lücke schließen wollen, vermutlich auch so ein bisschen auf die USA schielen, wo ja erstmal so ein kleines Vakuum entstehen wird im Zeitpunkt des Umzugs und dass sie deswegen sozusagen direkt in diese TikTok-Experience reinschießen wollen, wenn du Instagram öffnest.

13:02 Gavin Karlmeier

Ja, hast du Emotionen dazu? Also ich hätte, also mein erster Impuls, als ich das gesehen habe, war halt echt so Ah ja, okay. Jetzt wird hier halt mal getestet, wie man Instagram so umbauen kann, dass es halt TikTok noch ähnlicher wird und dass halt der Feed vielleicht gar keine Rolle mehr spielt oder noch eine untergeordnete Rolle sozusagen spielt. Ganz interessant und wahrscheinlich werden sie gerade auf diesem indischen Markt ziemlich viel darüber lernen können und wer weiß, ob wir es in ein paar Monaten auch woanders sehen.

13:27 Franziska Bluhm

Ich könnte mir vorstellen, dass wir das auch hier bekommen werden.

13:29 Gavin Karlmeier

Ich glaube das auch, ja.

13:31 Franziska Bluhm

Und das würde aber bedeuten, dass Sie diese Pläne, Reels in eine eigene App zu schieben, dass Sie die offenbar verworfen haben. Wäre meine Lesart.

13:41 Gavin Karlmeier

Könnte gut sein und macht ja eigentlich auch keinen Sinn. Also ich meine, ich glaube, ich glaube, ich habe das Gefühl, wir haben da schon mal drüber gesprochen. Aber macht ja auch keinen Sinn. Warum eine neue App etablieren, wenn du eine hast und die, wie gesagt, ja dann offenbar drei Milliarden Mal im Monat genutzt wird, wäre ja doof, wenn du da jetzt sagen würdest, ach komm, lass uns doch mal irgendwie noch eine weitere App aufmachen.

14:03 Franziska Bluhm

Das macht de facto ja keinen Sinn. Das hält Meta nicht davon ab, es nicht trotzdem zu tun.

14:09 Gavin Karlmeier

Es wird wahrscheinlich trotzdem irgendwo eine App kommen. Du hast völlig recht.

14:11 Franziska Bluhm

Und ich könnte mir aber vorstellen, dass sie sozusagen die FreundInnen, die Bilder, dass das sozusagen eine eigene App bekommt. Das könnte ich mir vorstellen.

14:19 Gavin Karlmeier

Ja, das wäre zumindest aus der Sicht der, aus der Business Sicht sozusagen wahrscheinlich der Smartere Movies.

14:29 Franziska Bluhm

Und bleiben wir ganz kurz noch bei Instagram. Es gibt gerade einen neuen Trend, der gerade rumgeht. Da habe ich Emotionen. Oh, du hast jetzt schon Emotionen. Und wir sind noch gar nicht da, aber wir sind noch nicht in der Rubrik, aber das ist quasi das ist ja schon fast Internetkultur. Wichtig, dass wir darüber sprechen. Instagram hat jetzt erlaubt jetzt, dass du Reels auch in anderen Größen sozusagen hochladen kannst. Und eines dieser Formate ist sozusagen Cinematic. 5120 mal 1080. Das ist so ein bisschen wie so ein Lineal, wenn man so möchte. Du kannst also Reels in super Ultraquerformat jetzt hochladen und alle machen das. Und wie das halt so mit neuen Funktionen ist, bedeutet das auch, dass alle das sehen. ist jetzt gerade erstmal ein Störer und nächste Woche werden das dann auch andere machen und wir werden alle nur noch genervt sein. Aber jetzt gerade geht das erstmal komplett ab. Und du hast jetzt schon Emotionen.

15:18 Gavin Karlmeier

Ich bin gespannt. Naja, also was für einen Ist das ein Shit-Move? Ich habe keine Ahnung. Also ich finde es, meine erste Reaktion war wirklich so: What the fuck, ehrlicherweise. Also jetzt so ein kleiner Banner sozusagen als Cooles neues Feature dort irgendwie anzubieten? Ich weiß es nicht. Also ich dachte, also weißt du, das ist jetzt so eine Sache, die machen wir drei Wochen oder die wird drei Wochen gemacht und danach ist dieses Ding wieder weg. Weil ich meine, warum sind wir so großformatig unterwegs? Weil wir den ganzen Screen. Also weil wir die Aufmerksamkeit haben wollen, dass wir wollen, dass über unsere Inhalte nicht drüber geswiped wird. Deswegen wurde alles hochformatig. Und dann, okay, jetzt brauchst du wieder einen Unterbrecher und irgendwie eine Abwechslung und deswegen machen wir jetzt mal irgendwie was kleiner Kleiner Streifen nur. Das hält, ist ein kurzer Hype, aber interessant, dass halt man trotzdem drüber redet und dann trotzdem und dass halt so ein Ding dann irgendwie, ja, also typisch Instagram, oder? Ich sag nur, was geht alles in den Notes da oben? Also daher, also so fühle ich mich gerade.

16:16 Franziska Bluhm

Ja, ich finde es aber auch irgendwie faszinierend, weil wir ja, wie du schon sagst, also ich. Ich habe ja schon mal erzählt, dass man mich auch Gevin Vertikalmeier nennt, weil ich seit Jahren für das Hochformat kämpfe, weil ich halt glaube, dass das unser Nutzungsverhalten ist, ein Gerät in der Hand zu halten, das eben hochkant ist. . Dass da jetzt aber gerade so ein Gegentrend einmal kurz durchgehypt wird, finde ich irgendwie auch ganz spaßig. Ich habe jetzt noch nicht das perfekte Angebot dafür. Aber falls ihr das nutzen wollt, achtet darauf, dass ihr keine MP4, sondern eine Movie-Datei, zumindest auf dem iPhone, abgespeichert habt, weil ihr das sonst bei Instagram nicht in diesem Format hochladen könnt. Kleiner Lifehack an der Stelle.

16:52 Gavin Karlmeier

Nicht schlecht. Aber auch. Oh, was wollte ich jetzt sagen? Shit.

16:58 Franziska Bluhm

iPhone, Hochformat, Querformat.

17:00 Gavin Karlmeier

iPhone, Hochformat, da waren wir gerade genau. Hype. Egal, vielleicht gleich nochmal eines ist weggewiesen.

17:06 Franziska Bluhm

Wenn es nochmal einfällt, sagt Bescheid. Ansonsten ich bin gespannt, ob ihr auch coole Cases dafür kennt.

17:11 Gavin Karlmeier

Ah, doch, ich habe doch mein Gedanke war, und das wird jetzt wahrscheinlich auch wieder von Instagram total gepusht. Das heißt also, es vielleicht. Vielleicht wird auch Instagram erstmal davon geflutet, weil es irgendwie algorithmisch noch gefördert wird. . Und wir sehen jetzt nur diese fürchterlichen kleinen Banner darauf hin. Na gut, aber warum nicht?

17:29 Franziska Bluhm

Die Frage ist, wie lange

17:30 Gavin Karlmeier

Ja, also schauen wir mal.

17:33 Franziska Bluhm

An diesem Freitag wisst ihr eventuell schon mehr als wir. Das ist fast eine kleine Notiz, aber. Donald Trump hat angekündigt, oder das Weiße Haus hat verkündet, dass sie wohl an diesem Donnerstag, also in der Nacht von Donnerstag auf Freitag unserer Zeit, den Vertrag zum TikTok-Verkauf unterschreiben werden. .

17:53 Gavin Karlmeier

Ich bin sehr gespannt, ob das wirklich passiert.

17:56 Franziska Bluhm

Ja, um das noch so ein bisschen anzudicken mit irgendeiner Information, berichtet der Spiegel darüber, dass offenbar Donald Trump davon ab. abgesehen hat, Pläne umzusetzen, die es im Weißen Haus wohl gab oder in seinem Team, dass es wohl tatsächlich Pläne dafür gab, eine direkte Regierungsbeteiligung an TikTok mit In diese Verhandlung zu bringen. Wir wissen, dass Donald Trump oder die US-Regierung ja Anteile an Intel übernommen hat, an dem Chiphersteller Und offenbar hatten sie dasselbe vor mit TikTok zu tun im Rahmen dieses Konsortiums der Investoren, die sich da jetzt an das neue amerikanische TikTok dranhängt. Und ich bin nicht ganz überrascht. dass es diese Pläne gab, aber irgendwie ein bisschen schon auch. Und kleine, da kann ich mal ein bisschen aus der, wie sagt man, ich wollte gerade aus der Hosentasche plaudern, sagen, aus dem Nähkästchen plaudern. Als damals dieser Tag war, als TikTok für ein paar Stunden gesperrt war und dann wieder zurückgekommen ist, habe ich zwei Folgen Haken dran aufgenommen und die erste sozusagen gelöscht. weil sie überholt wurde von der Realität innerhalb von wenigen Stunden nicht gedacht hat. Also so falsch können wir das nicht in die Welt stellen. Und in der ersten Version habe ich, ich habe noch Beweise, irgendwann am 6. 11. im Livestream spiele ich euch das vor. Ich habe Beweise, dass ich da die These aufgestellt habe, dass Donald Trump vorhat, Anteile an TikTok staatseigen werden zu lassen.

19:17 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe deine Gedanken. Ich weiß nur nicht, ob man ob wir in Deutschland so sehr mit im Glashaus mit Stein werfen sozusagen sollten. Denn auch bei uns ist es ja jetzt nicht unüblich, dass der Staat irgendwann zur Rettung des Unternehmens in irgendwelche Unternehmen einsteigt. Also ich erinnere mich an Unipa Energiekonzern, wo sowas passiert ist. Ich erinnere mich an Corona, genau, Lufthansa oder war es Corona, Lufthansa? Weiß ich nicht genau, aber irgendwas im Reisebereich gab es da so. Also da gibt es ja durchaus immer wieder Fälle, wo Auch der deutsche Staat das ganz gerne mal so macht, mit dem Hinweis auf das Thema Systemrelevanz ja teilweise auch. Und sagen wir mal so: Donald Trump sieht TikTok als systemrelevant, dann ist doch ein interessanter Gedanke.

20:07 Franziska Bluhm

Du hast natürlich recht. Das Ärgerliche ist nur, dass wir Donald Trump hier andere Incentives unterstellen müssen als die Rettung eines Unternehmens. sondern dass es hier durchaus vermutlich auch ein inhaltliches Interesse an diesem Unternehmen gibt. Und da muss man schon sagen, wollen wir wirklich, dass sowas in staatlicher Hand liegt? Vor allem in der Hand von Donald Trump. Australien hat aber schon angekündigt, dass sie für den Fall, dass TikTok jetzt, dass dieser TikTok-Teal-Deal tatsächlich in trockene Tücher kommt, dass sie wohl diskutieren werden auf Regierungsebene. für welches TikTok man sich hier entscheidet. Was finde ich ein sehr interessantes Gespräch ist, also es wurde da so diskutiert, der liberale Senator James Peterson, wahrscheinlich, also schätze, dass er so ausgesprochen wird. hat angekündigt, dass er eher zu der amerikanischen Version neigen würde, weil er gesagt hat, und da muss man mit ein bisschen Salz genießen, den Satz. Er hat gesagt, es wäre bedauerlich, wenn in den Vereinigten Staaten eine sichere Version von TikTok wäre, während die Version von TikTok in Australien weiterhin von einer autoritären ausländischen Regierung kontrolliert würde. Und ja, I don't know, ob das so mit der Trump-Tik Tok ein bisschen an anders wäre, aber ich sag ja nur. Das hat er übrigens gegenüber Sky News gekannt.

21:25 Gavin Karlmeier

Ja, auf der einen Plattform gibt es tolle Trump-Tik Toks und auf der anderen nicht.

21:30 Franziska Bluhm

Das stimmt. Das hätte gegenüber Sky News gesagt, die übrigens Rupert Murdoch und seiner Familie gehören, die zu den Zukunften Besitzern von dem amerikanischen TikTok gehören sollten, wie es heißt.

21:43 Gavin Karlmeier

Ja, es ist so ein bisschen die Frage: Pest oder Cholera, ne? Irgendwie. Also, oder ähm Am Ende ja auch, was heißt denn das auch für uns? Also für den deutschen Markt, ne? Also auf welcher Version sind wir oder bleiben wir dann auch alle auf der Auf der chinesischen Variante, die wir bisher nutzen, wird da gewechselt. Also auch das ist, glaube ich, nochmal ein spannender Take. Oder ist ja diese App sozusagen nur in den USA verfügbar?

22:08 Franziska Bluhm

Unklar bislang, wissen wir nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es einfach beide Apps geben wird. Das heißt, Power to the People mäßig, die Leute sich entscheiden werden, wo jetzt die Musik spielt und wo nicht. Wäre so meine These, ich weiß es nicht. Aber ich könnte mir das schon vorstellen, dass in diesem Deal von Donald Trump und seinen ganzen reichen Freunden da, dass da die Idee schon schwebt, dass man diese Version natürlich auch international ausrollen könnte. Auf jeden Fall der Leiter für Politik bei Digital Rights Watch, Tom Salston heißt der, der hat gegenüber dem Guardian gesagt, das Problem sei am Ende nicht. . wer TikTok nun jetzt besitzt, also nicht die Einkommensverhältnisse, sondern die Überwachung der NutzerInnen. Und der Schritt, TikTok unter US-Kontrolle zu bringen, sei für ihn. Verwirrend, wie er sagt. Er sagt, das Problem ist die ständige und aufdringliche Überwachung der Nutzer. Die Nutzer eines TikTok in US-Besitz werden aufgrund der fehlenden sinnvollen Regulierung von Social Media Unternehmen nicht mehr Privatsphäre genießen als bei einem TikTok in chinesischem Besitz.

23:13 Gavin Karlmeier

Also wenn ich das gerade richtig verstanden habe, klingt logisch, klingt gut und Also trifft es ja auch nochmal. Also ich weiß nicht, welche Version jetzt da wirklich besser ist. Und ich weiß nicht, ob es wirklich gut ist, dann von den U-Amerikanern kontrolliert zu werden, wie wir das ja auf anderen Plattformen auch schon sind. Oder werden könnten, sagen wir mal so. Daher kann ich diese Aussage sehr gut nachvollziehen.

23:37 Franziska Bluhm

Und wenn mal so auf die Zahlen schauen, es gibt ein paar neue Zahlen von SimilarWeb, die Sharewood News exklusiv berichten darf. dass TikTok in den USA selber mehr monatlich aktive NutzerInnen auf Mobilgeräten laut SimilarWeb, also es sind geschätzte Daten oder Zugriffsdaten. mehr hat als Instagram oder Facebook oder Pinterest oder Snapchat oder Reddit, nämlich 183 Millionen monatlich aktive NutzerInnen. Und damit wäre TikTok dort die erfolgreichste Social Media App des Landes

24:07 Gavin Karlmeier

Naja, könnt ihr zumindest auch erklären, warum natürlich Trump dann doch ein Interesse daran hatte oder hat, das in seine Hand zu bringen, wenn man es mal so formulieren möchte? Aber und es halt nicht zu verbieten oder ne wie es ja oder abzuschalten, wie es ja auch mal der Plan irgendwann mal irgendwann so war. Ja, und am Ende Ich bin sehr gespannt, wie, also ich bin wirklich sehr gespannt, was da morgen oder heute wirklich unterschrieben wird und wie sozusagen dann das Handing ist oder ob man durch diese Aufteilung nicht irgendwie auch TikTok damit eigentlich kaputt machen könnte. Also wenn ich drüber nachdenke, dann du kriegst ja im Grunde eigentlich nicht mehr alle. Also es kann ja auch sein, dass du dann einfach nicht mehr alle Inhalte bekommst, die du halt eigentlich bekommen würdest mit einem gesamten TikTok. Und das könnte ja auch die Attraktivität extrem schmälern und könnte dazu führen, dass auch TikTok, ich sag mal so, auf verschiedenen Apps diversifiziert und dann halt irgendwie nicht mehr das gleiche ist, wie es mal früher war. Und wir haben es ja gesehen, wie es ist, wenn wenn sich Twitter selbst zerlegt und alles sozusagen dann auf alle möglichen anderen Plattformen, ähm, jeder sich eine andere Plattform sucht, wo er dann irgendwie sein Zuhause nennt. Ich weiß nicht, ob da nicht auch eine große Gefahr besteht für diese Plattform.

25:24 Franziska Bluhm

Bestimmt sogar. Aber eben auch für die Leute, die es benutzen. Es gibt nämlich eine ganz spannende Studie, die das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit Nein, die wird zitiert in dieser Studie. Sorry, die Studie kommt von der Vodafone-Stiftung und Infratest DMAP, über die die Tagesschau berichtet hat. Und zwar sagt diese Studie. Die Art. .

25:43 Gavin Karlmeier

. Bevor du weitergehst, lass uns einmal nochmal an, ich will noch eine kurze Ergänzung machen. Wir müssen ja auch gucken, da hängen ja auch Geschäftsmodelle dran. Und kannst du noch, weißt du noch, dieser Aufschrei damals, als es halt das erste Mal kam, Twitter wird abgeschaltet und so weiter? Da waren ja dann auch viele Influencer und Content Creator auf dem Baum, die halt Geschäftsmodelle an TikTok sozusagen mit rangebaut haben. Und Auch das ist ja nochmal was, ne? Also da ist ja auch ein wirtschaftlicher Faktor mit dabei, den man ja nochmal berücksichtigen müsste. So, und jetzt kannst du übergehen zu den

26:13 Franziska Bluhm

Ja, du hast natürlich vollkommen recht. Die Frage ist nur, wir hatten damals bei Twitter darüber gesprochen, dass es natürlich ein Riesenproblem ist für Menschen, die Apps entwickeln. die zum Beispiel sich an die Twitter-API hängen, der ist ein API-Zugang dann plötzlich abgeschafft oder auf 42. 000 Dollar im Monat erhöht wurde. Daran anschließend kann man aber natürlich auch zur Diskussion stellen, ob, wenn du ein Geschäftsmodell hast, das einzig und allein davon abhängig ist, dass es einen anderen gibt, ob das ein funktionierendes, nachhaltiges Geschäftsmodell ist. Also da ist dann vielleicht auch ein bisschen Eigeninitiative im Unternehmertum gefragt.

26:46 Gavin Karlmeier

Man könnte ein Newsletter mit ranbauen, zum Beispiel.

26:49 Franziska Bluhm

Zum Beispiel. Oder einen Podcast oder einen YouTube-Kanal oder.

26:54 Gavin Karlmeier

Und ein Discord, ein Discord-Channel.

26:57 Franziska Bluhm

Das haben wir ja gemacht, und wer das nicht wusste, wir haben über 2000 Menschen in diesem Discord-Kanal. Unter www. hakendran. org freuen wir uns auf euch, wenn ihr euch anmeldet. Da ist einfach, das ist der schönste Ort im Internet. muss ich so sagen.

27:08 Gavin Karlmeier

Gut, dass du es nochmal gesagt hast.

27:10 Franziska Bluhm

So. Also es gibt eine Studie von den eben genannten die sozusagen beauftragt haben, eine repräsentative Jugendstudie. Und die Tagesschau leitet ihren Text dazu ein, mit Die Empfehlung ist eindeutig, zwei Stunden Bildschirmzeit pro Tag sollte die Obergrenze für Jugendliche sein, sagt das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit BIÖÖC. B-I-Ö-G wahrscheinlich heißt, glaube ich, nicht Björk. Jedenfalls sagt aber diese Studie jetzt, dass die große Mehrheit der 14- bis 20-Jährigen Also zwei Drittel von I69% länger am Tag sitzen und 27% sogar 5 Stunden oder mehr am Tag. Erstmal bisher nicht überraschend. Interessant ist aber die andere Frage, die in dieser Studie gestellt wurde, nämlich ob Sie damit selber zufrieden sind. Und da kommt das Ergebnis raus: 73 Prozent der Befragten, also drei Viertel der Jugendlichen. sagen, sie benutzen Social Media mehr, als ihnen lieb ist. 56% sagen, sie wären gerne weniger online, schaffen es aber nicht. Und 61% sagen, sie vernachlässigen andere Dinge wegen Social Media. Was sagen wir dazu?

28:17 Gavin Karlmeier

Also wenn man nur die erste Zahl sieht und hört irgendwie mehr als ihm lieb ist, dann könnte ich jetzt so einen Mutti-Spruch machen und sagen: ja, dann geh doch einfach mal raus so, ne? Ähm, aber ich finde die anderen beiden Zahlen sind natürlich in dem Zusammenhang total besorgniserregend. Also mehr wären gern online schaffen wir es aber nicht. Das heißt also, da haben wir ja wirklich ein Suchtthema, da haben wir ja ganz viele Themen, die da mit reinspielen und das ist, glaube ich, extrem besorgniserregend. Und da müssen wir uns eigentlich überlegen, wie können wir Jugendliche wie man so schön sagt, enablen oder was kann man ihnen mitgeben, sozusagen, damit es Ihnen gelingt, es eben dann eben doch auch zu schaffen.

28:57 Franziska Bluhm

Absolut. Also wir müssen darüber diskutieren, was wir anbieten können. Also die Studie sagt auch, dass es bei den Jugendlichen großen Wunsch nach Unterstützung gibt. 80 Prozent von ihnen, der Befragten, das ist auch ultra viel. 80% von ihnen wünschen sich einen Unterricht zum Umgang mit Social Media. 88% wünschen sich eine Social Media Sprechstunde an der Schule und sogar 60% der befragten Jugendlichen. Und dies repräsentativ Studie wünschen sich ein Handyverbot an der Schule. Also wenn wir diese Zahlen so alle mal auf uns wirken lassen, dann muss man sagen, dass wir als Gesellschaft gerade einen ziemlich Kackjob damit machen, dieses Suchtmittel Social Media eben so zu regulieren, dass junge Menschen nicht die ganze Zeit davon abhängig sind. Und da sind wir noch nicht in der Diskussion, müssen wir Social Media generell verbieten. Aber wir sind in der Diskussion. was diese Plattformen so machen können, damit Jugendliche nicht das Gefühl bekommen, dass das ein Suchtmittel ist, dass sie davon nicht loskommen. Also das ist, wir verschenken gerade Heroin auf den Schulhöfen und das einzige was wir machen ist eine Studie darüber, ob es den Leuten gut tut, und das ist ein Problem.

30:02 Gavin Karlmeier

Spannend fände ich, waren das vorgegebene Punkte, weißt du das zufälligerweise aus der Studie? Also war das sozusagen, was man ankreuzen konnte, oder war das so ein Freifeld, was ja noch irgendwie spannender wäre? Wäre mega spannend, wenn man da, wenn im Grunde die Jugendlichen sogar selber die Lösungen wüssten dafür, für ihr Problem sozusagen. Wahrscheinlich aber nicht. Ich gehe mal davon aus, dass das sozusagen festgestellt wird. Aber krass auch wie am Ende, wie stark man sich eigentlich ja auch eine Anpassung des Schullebens wünscht. Also und möchte, dass das der Ort ist, wo sowas stattfindet. Also sowohl Unterricht als auch diese Social Media Sprechstunde ist ja wirklich ein Appell an die Institution Schule und da sehen wir, dass vielleicht die ein oder andere ja die ein oder andere das ein oder andere Fach Oder eine Kompetenz, die man gerne auch an der Schule lernen wollte, bisher vielleicht nicht so stattfindet, wie das vielleicht stattfinden könnte.

30:56 Franziska Bluhm

Ja, zu deiner Frage, in der Erklärung der Methodik der Studie steht nicht, ob die gestützt wurde oder nicht an der Stelle. Das kann ich dir also nicht sagen. Was ich aber spannend finde, ist, dass die Tagesschau Klaus Horelmann hier noch interviewt hat. Und da habe ich sofort Da ist mir warm geworden, weil das ist so, das ist Pädagogik-LK. Da war ich sofort wieder in der Schule und finde es so faszinierend, dass so Leute, über die ich im Pädagogik-LK gesprochen und von denen ich gelernt, also nicht persönlich gelernt habe, aber deren. Schriften, wir sozusagen behandelt haben, dass die immer noch so aktiv in der Forschung sind, dass sie jetzt immer noch dazu was sagen können. Jedenfalls hat Klaus Surelmann gesagt, wir müssen etwas tun, Jugendliche nur mit Verboten zu drangsalieren, wie es gerade in der öffentlichen Diskussion so stark betont wird, bringt nichts. Wir müssen Plattformen regulieren, die müssen in die Pflicht genommen werden. Da geht es um eine staatliche, öffentliche Kontrolle. Das können wir nicht länger alleine den Familien oder Lehrkräften überlassen. Würde ich so unterschreiben. Herr Horelmann, wenn Sie das hören, kommen Sie mal in diesen Podcast. Und staatliche Regulierung ist vielleicht auch so ein bisschen die Brücke ins nächste Thema, aber jetzt verlassen wir so ein bisschen die. Also, nee, das war gerade auch nicht locker und fröhlich, über das wir gesprochen haben. Und das ist jetzt so ein Thema, da wird einem schon ein bisschen schwindelig. Und zwar hat Alphabet das Mutterunternehmen hinter Google und vor allem hinter YouTube. einen Brief an den Justizausschuss des Repräsentantenhauses geschrieben und dort erklärt, dass die beiden Regierungen sie unter Druck gesetzt haben, Creator auf ihrer Plattform zu verbannen. Oder zu bannen und dass YouTube deswegen diese CreatorInnen jetzt wieder zurück auf die Plattform lässt, die Falschinformationen über Corona verbreitet haben. Das ist hier das Thema. Also YouTube wird Kanälen, die 2020 wegen der Verbreitung von Falschinformationen zu Covid oder Wahlen gesperrt wurden, einen Weg zurück auf die Plattform bieten. weil die beiden Regierungen damals Druck auf das Unternehmen ausgeübt habe, haben sie diese Accounts gesperrt, wollen das jetzt aber sozusagen rückgängig machen. Ich finde auch interessant, dass in diesem Brief auch steht. YouTube schätzt konservative Stimmen auf seiner Plattform und erkennt an, dass diese Creator eine große Reichweite haben. Und ich möchte da, ich will da mal kurz, jetzt werde ich mir, wir sind heute wahnsinnig politisch. Also Wir sind zumindest dann wahnsinnig politisch, wenn ich nicht alles rausgeschnitten habe, was ich bisherhin gesagt habe. Aber es ist keine klassisch konservative Meinung, sich vom wissenschaftlichen Stand abzusetzen. Oder sogar populistisch, mehrheitswirksam, reichweiten stark, Desinformation, Lügen zu verbreiten, die im Zweifel Schäden in die Gesellschaft, in die Demokratie tragen. Das ist nicht klassisch konservativ. So, das ist nicht, das hier ist die Formulierung, die YouTube und Alphabet hier schreiben, weil das das ist, was vermutlich der Justizausschuss des Repräsentantenhauses derzeit lesen möchte. Aber das ist einfach abstrus.

33:48 Gavin Karlmeier

Naja, ich finde das Timing extrem spannend. Also ne, gerade in der Zeit, wo ja in den USA, aber bei uns, also überall ja im Grunde darüber gesprochen wird. Was ist denn eigentlich freie Meinung, Meinungsäußerung und so? Und wo ja auch sehr viel darüber diskutiert wird, ich sag nur Jimmy Kimmel und so, also wie, inwiefern sozusagen die Die jetzige US-Regierung mit Druck, mit wirtschaftlichem Druck, mit indirekten Druck, wie auch immer, Einfluss darauf nimmt, welche Meinungen gerade irgendwie Envokes it oder nicht, ist es sehr interessant, dass sozusagen jetzt gerade so eine Geschichte über ja, die beiden Regierungen hat es ja auch gemacht. Hier sozusagen rauskommt. Also ich finde, das ist so ein bisschen, also das finde ich irgendwie ganz interessant oder müsste man, glaube ich, auf jeden Fall mit einordnen oder gehört mit zur Geschichte dazu. Ähm und wer hat das denn berichtet? Also woher hast du das denn? Das wird mir gerade hier nicht so richtig klar. Könnte sich ja auch jemand anders fragen, der hier das gerade hört. Deswegen frage ich.

34:50 Franziska Bluhm

Wir sind leider ein bisschen The Verge hat es berichtet.

34:53 Gavin Karlmeier

Ah ja, okay.

34:55 Franziska Bluhm

The Verge hat es berichtet, aber es ist auch weitgehend insofern schon alles nachvollziehbar, was hier passiert ist, als dass der f Vorsitzende des Justizausschusses, Jim Jordan, ein republikanischer Repräsentant aus Ohio, hier schon gesagt hat, dass er diese Änderung der Richtlinien feiert und sich freut, dass YouTube dem amerikanischen Volk Wiedergutmachung leiste. Und klar kann man das diskutieren, ob freie Meinungsäußerung am Ende nicht auch alles erlauben darf, aber dann müssen wir ganz, ganz viele Diskussionen, die wir hier immer wieder führen. Halt nicht mehr führen. Also in dem Moment, wenn du dich diesem alles ist freie Meinungsäußerung Quatsch quasi unterwirfst. Dann ist es auch freie Meinungsäußerung, wenn jemand vorschlägt, jemand anders von der Plattform zu verbannen. Und dann machst du es halt nicht, aber dann ist das kein Druck, sondern es ist eine freie Meinungsäußerung. Also ich glaube, die Katze beißt sich da in den Schwanz bei dieser Debatte. Und sehr häufig wird die aber nur aus einer Stoßrichtung geführt. Also es wird eigentlich immer nur diskutiert. Ob wir als Gesellschaft wirklich so große Probleme damit haben, dass Leute die Zwietracht und Lügen in die Gesellschaft tragen, ob die von der Plattform gesperrt werden sollen oder nicht. Und wir alle haben doch diskutiert, 2020, als Trump, 21, sorry. Als Donald Trump gedeplatformt wurde, kurz nach dem Sturm aufs Kapitol. So, da haben wir alle drüber diskutiert und waren in Teilen sogar alle davon überzeugt, dass es vielleicht eine gute Idee ist, wenn ein Aggressor der es gerade offenbar schafft, Leute so zu motivieren, der Demokratie und dem öffentlichen Frieden zu schaden, dass der dieses Megafon vielleicht gerade nicht haben soll. Man kann da auch anderer Meinung sein. Man kann auch sagen, es ist nicht richtig, ihm diese Plattform zu nehmen. Aber diese Diskussion zu führen, ist legitim. Die Frage ist nur, ist es dann legitim, vier Jahre später die Entscheidung, die man getroffen hat, völlig anders einzuordnen, zu sagen, wir wurden hier unter Druck gesetzt? Und wir haben hier eigentlich, wir können nichts dafür. So, weil die Frage muss man ja auch andersrum stellen. War das wirklich so? Oder werdet ihr jetzt vielleicht gerade unter Druck gesetzt, liebes Alphabet, liebe YouTube? Und werden wir in vier Jahren dann ähnliches Schreiben von euch lesen, indem ihr euch entschuldigt und vielleicht nochmal überlegt, ob das hier die richtige Entscheidung war, die ihr gerade getroffen habt.

37:09 Gavin Karlmeier

Ja, also es sieht für mich alles sehr politisch gesteuert aus, dass das halt gerade jetzt sozusagen diskutiert wird und genau und ich meine, dass wir in Europa eine andere Auffassung von freier, ich sage es extra in Tüdelchen, freier Meinung sozusagen haben, als in den USA ist ja sozusagen auch bekannt, aber andererseits, wenn sie da schon so wahnsinnig frei sind, die Amerikaner dann müssen sie dann vielleicht das auch in aller in jeder konsequent sein oder vielleicht mal darüber nachdenken, ob die Europäer doch vielleicht manchmal gar nicht so schlecht sind, was bestimmte Regeln und bestimmte Einschränkungen, sag ich jetzt mal, so der der freien Meinungsäußerung so haben.

37:49 Franziska Bluhm

Und in dieser Diskussion Um die Diskussion nochmal so richtig sich vor Augen zu führen, kannst du dir nochmal auf der einen Seite anschauen, wie sich JD Vance verhalten hat, als er erfahren hatte offenbar, dass Beleidigungen in unserem Kulturraum eine Straftat sind. Und dir dann anschauen, wie sich so Leute um JD Vance und Donald Trump in den letzten zwei Wochen über die Leute geäußert haben, die sich zu Charlie Kirk geäußert haben. Also, das ist.

38:12 Gavin Karlmeier

Eischneidiges Schwert, also Doppelmoral, keine Ahnung, alles schlimm. Absolut.

38:17 Franziska Bluhm

Genau das ist es. Wir bleiben ganz gut bei Alphabet und Google, denn Google hat angekündigt, Abwehrmaßnahmen gegen Rachepornos mithilfe einer britischen Non-Profit Profit-Organisation zu verbessern. Sie werden zusammenarbeiten mit Stop NIC IN Stop NCIIS. Und das ist eine. Eine NGO, Stop NCII, die oder vielleicht heißt sie auch Stop NC2, ist eine römische Zwei. Ich kann es dir leider nicht sagen, ich finde gleich mal raus, wofür das steht, während du antworten willst.

38:46 Gavin Karlmeier

Kannst du mich kurz vorher nochmal reinholen?

38:48 Franziska Bluhm

Ja.

38:49 Gavin Karlmeier

Rachepornos zum ersten Mal muss ich leider zugeben. Ich weiß nicht, ob das gut ist oder schlecht ist.

39:01 Franziska Bluhm

an der offenbar vorübergezogen ist. Also es gibt offenbar Menschen, die beispielsweise nach einer unglücklichen Trennung mit Hilfe von künstlicher Intelligenz häufig mithilfe von künstlicher Intelligenz. Nicht immer. Manchmal gibt es ja auch einfach nicht einvernehmliche Bilder, das ist noch häufiger der Fall. Nicht einvernehmliche Bilder, die in einer Beziehung zum Beispiel oder einer Partnerschaft eben gemacht wurden von jemandem. Und die dann einfach veröffentlicht werden gegen den Willen des ehemaligen Partners. Aber es kann es eben auch mit Hilfe von KI kann es eben auch genutzt werden, um aus so einem Bild zum Beispiel einen Film zu generieren oder auf einen anderen Film zu setzen.

39:38 Gavin Karlmeier

Nein, du brauchst ja ehrlicherweise gar nicht mehr das echte Material, sondern du kannst ja sozusagen alles komplett generieren.

39:45 Franziska Bluhm

Theoretisch sogar das. Also, das sind alles so Dinge, die unter diesem Begriff Racheporno fallen. In den USA gibt es ein Gesetz dagegen in Italien. Übrigens, das ist sehr neu. In Italien gibt es als erstes europäisches Land jetzt gefälschte KI-Videos auch ein Gesetz dagegen kommen wir gleich nochmal ein bisschen kleinteiliger zu. Aber Google hat jetzt angekündigt, gemeinsam mit Stop N CII Das ist eben diese NGO, einen Algorithmus in ihre Suche einzubauen, der sozusagen Hashes überprüft. Also angenommen, du hast intime Bilder auf deinem Telefon, von denen du weißt, dass jemand sie hat Mit denen du dich jetzt nicht mehr gut verstehst oder von dem du in Sorge bist, dass diese Person sie gegen dich verwenden könnte. Dann kannst du aus diesen Bildern Hashes erstellen, also sozusagen digitale Fingerabdrücke dieser Fotos. Und nur diese digitalen Fingerabdrücke lädst du bei Stop NCII hoch. Nicht das Foto selber. Das bleibt auf dem Telefon und das bekommt auch keiner. Nur dieses Hash oder diesen Hash lädst du hoch. Und diese Hashes werden weiter an Google gegeben und Google überprüft es dann und kann diese Inhalte direkt aus ihren Suchergebnissen entwickeln. Das sind massive Verbesserungen zum Vorgehen von bislang, weil bislang hattest du nur die Möglichkeit, einzelne Links aus den Suchergebnissen entfernen zu lassen. Bedeutet also, dass Menschen, die mit deinem Foto wirklich Mist bauen wollten, durchaus die Lage gehabt hätten, Immer wieder neue Seiten zu erstellen, damit das immer wieder weiter auftaucht. Es war so ein Cuts-and-Horse-Spiel, das ist eben dadurch jetzt nicht mehr der Fall. Und das alles dank dieser Technologie von Stop NCI bedeutet übrigens Stop Non-Consensual Intimidate Image Abuse.

41:25 Gavin Karlmeier

Also grundsätzlich eine super Sache und schön, dass Google da mal was Gutes macht.

41:32 Franziska Bluhm

Ja, das kann man so sagen. So ich habe gerade angekündigt, dass Italien angekündigt hat Inception hier, Ankündigungs Inception Italien stellt gefälschte KI-Videos unter Strafe. Also wer dort gefälschte Aufnahmen ohne Erlaubnis weiterverbreitet, riskiert damit eine Haftstrafe und das betrifft eben sehr häufig oder Opfer sind sehr häufig Frauen, die eben in solchen KI-generierten häufig Pornovideos auftauchen. Und es gibt jetzt hier mit einer klaren Mehrheit von 77 Stimmen zu 50 Stimmen. eine Verabschiedung dieses Gesetzes, das eben mit großen Haftstrafen droht, solltest du das tun. Bis zu fünf Jahre kannst du dafür ins Gefängnis gehen.

42:12 Gavin Karlmeier

Ja, kann man auch nur sagen, klingt nach erstmal einer guten Sache und interessant, dass gerade in Italien das so Dass das das erste Land ist, wo das verfolgt wird und sich darum gekümmert wird, auch auf einer gesetzlichen Ebene.

42:27 Franziska Bluhm

Ja, wird Zeit, dass alle anderen nachziehen, ehrlicherweise.

42:29 Gavin Karlmeier

Absolut.

42:31 Franziska Bluhm

Willkommen in unsere kleine Rubrik. Es ist, wir haben den düsteren Nachrichtenteil abgeschlossen und jetzt bunt. Funktionen und Emotionen. Facebook und Messenger bringen in die EU Teenager-Konten, die es bislang auch sonst nur bei Instagram gegeben hat. Also Eltern bekommen jetzt Kontrollmöglichkeiten, wenn ihre Teenager-Kinder im EU-Gebiet auf Facebook unterwegs sein sollten, können Eltern jetzt hier sozusagen einige Jugendschutzmaßnahmen vornehmen. in diesen Konten, indem sie diese Konten miteinander verzahnen. Also es betrifft zum Beispiel Chats im Messenger, dass du eben zum Beispiel nicht von Leuten eine Nachricht bekommen kannst, mit denen du nicht vernetzt bist. befreundet bist, so heißt es bei Facebook, dass Jugendliche nur von Personen, denen sie selber folgen oder mit denen sie befreundet sind, markiert oder erwähnt werden können. und dass Eltern die Funktion Hidden Words aktivieren können, mit denen beleidigende Wörter und Phrasen aus Kommentaren und Chatanfragen direkt rausgefiltert werden.

43:33 Gavin Karlmeier

Tja, was habe ich für Emotionen? Also die erste Emotion wäre, oder meine erste Frage wäre, auf wie viele Jugendliche, also wie viele Jugendliche wird das zutreffen? So. Ich kenne leider wenige, die auf Facebook unterwegs sind, wenn ich ehrlich bin. Also das wäre so das erste. Das zweite klingt irgendwie nach so einer Maßnahme, um halt irgendwie Ja, vielleicht so ein bisschen, ich gebe dir ein kleines Zuckerchen, damit ich danach wieder ein bisschen was anderes irgendwie machen könnte. Also Ja, also klingt natürlich erstmal super, aber ich habe sofort das Gefühl, man führt hier was ein, was vielleicht sowieso gar nicht so richtig genutzt wird. Das hast du, glaube ich, mit Thomas am Mittwoch auch besprochen. Ähm ich ge was war denn in Bezug auf was war denn das für ein Thema? Weiß ich gar nicht mehr, habe ich vergessen. Aber äh Ja, man führt was ein. Hier dieses Abo. War das das Abo oder war das mit Püpplöckner? Nee, das war mit Thomas, ne? Ich weiß gar nicht mehr. Dieses werbefreie Abo. Achso, ja, ja, das war ein bisschen. So ein bisschen so klingt das auch.

44:39 Franziska Bluhm

Ja, so ein bisschen schon, weil es natürlich so ein paar Voraussetzungsbedingungen gibt für dieses Feature, bei denen man sagen muss, wer weiß, ob das tatsächlich zum Tragen kommt. Um das kurz noch vollständig zu machen, es gibt noch ein paar weitere Teenager-Funktionen. Also Jugendliche bekommen alle 60 Minuten die Nachricht die App zu verlassen. Zwischen 22 und 7 Uhr gibt es einen Schlafmodus, mit dem es keine Benachrichtigungen gibt. Und Eltern haben die Funktionen, mit denen sie einsehen können, mit wem ihre Kinder in den letzten sieben Tagen Nachrichten ausgetauscht haben. Und da, also das, das finde ich dann schon fast gruselig, wenn du so ein Überwachungssystem damit einbaust. Die Frage ist aber ja auch tatsächlich, wie viele Eltern schaffen das, mit ihren Kindern auf Vertrauensebene einen Deal zu finden, dass sie sozusagen als Eltern in ihrem Account sozusagen vernetzt sind. Wenn das, also haben die Eltern, die diese Vertrauensebene haben, die Notwendigkeit dieser Funktionen? Ist die erste Frage. Weiß ich nicht, ob das immer der Fall ist. Zweitens in der Tat, wie viele Teenager gibt es tatsächlich in Europa, die noch Facebook und den Messenger benutzen? Auch da gibt es ein paar Fragen. Also es wird nicht die Mehrheit sein, der öffentliche Diskurs. Der 14-Jährige findet auf jeden Fall nach meinem Gefühl nicht auf Facebook statt. Und die dritte Frage ist tatsächlich, will Facebook tatsächlich, will Meta, dass Leute diese Features nutzen oder ist das einfach nur so eine. Ich habe drei, ne? Drei von drei.

45:55 Gavin Karlmeier

Ja, mega.

45:57 Franziska Bluhm

Ich bin wahnsinnig aufgeräumt heute.

46:00 Gavin Karlmeier

Ja, also genau, also ich würde dir komplett zustimmen und ich finde gerade die Frage wirklich, also und es ist ja auch so. Schaffst du es, wenn du einen Jugendlichen hast und der vorher jetzt schon alle Features hast, schaffst du ihn dann in den Kontrollmodus zurückzubringen? Hui, schwierig. Das heißt, also es sind ja vor allem. Leute, die vielleicht jetzt neu auf die Plattform kommen, dass man halt von vornherein dann in so einen Modus irgendwie kommt. Und dann würde ich halt ganz ehrlich wirklich die Frage stellen: ist Facebook die Plattform und der Messenger die Plattform für diese Menschen? Aber gut, vielleicht klappt es Dann ist es gut, dass es diese Features vielleicht gibt, aber ich würde sagen, das ist, ich bin mir nicht sicher, ob es genutzt wird.

46:37 Franziska Bluhm

Es stellt sich auch so ein bisschen die Frage, ob wenn ich mir jetzt, also wenn ich ein eigenes Smartphone habe und auf diesem Smartphone habe ich Facebook und ich bin 14 Jahre alt. Kann ich nicht einfach einen neuen Account erstellen? Also kann ich nicht einfach sagen, ich mache nur einen zweiten Account und von dem wissen meine Eltern nichts. Also ich will hier keine jungen Menschen dazu anstiften, aber das bisschen kriminelle Energie, das kriegen die, glaube ich, noch selber hin, sich das auszudenken.

47:00 Gavin Karlmeier

Ja, und dann ist ja die Frage, ob es kriminell ist, aber gut.

47:02 Franziska Bluhm

Auch das. Noch nicht. WhatsApp hat angekündigt, dass es jetzt Nachrichtenübersetzungen direkt gibt. Und zwar kannst du auf dem Android-Gerät in sechs Sprachen und auf dem iPhone sogar in 19 Sprachen direkt übersetzt mit Leuten schreiben. Also du kannst sozusagen, wenn du jetzt mal angenommen, du hast einen Airbnb-Kontakt und ihr habt eine WhatsApp-Nummer und du fährst dann nach Spanien. sprichst kein Spanisch, dein Kontakt spricht kein Deutsch, dann könnt ihr sozusagen auf eure Muttersprache schreiben und es wird direkt übersetzt, wie das Airbnb im eigenen Messenger schon seit Jahren anbietet.

47:38 Gavin Karlmeier

Ja, schön, dass ich es jetzt auch auf WhatsApp kann. Also so ganz grundsätzlich, sagen wir mal so, wenn es jetzt nicht Airb ist oder Airbnb ist oder was auch immer, ja, es ist natürlich irgendwie praktischer, als wenn ich irgendwie noch in das Übersetzungstool irgendwie gehen müsste. Daher, ich habe jetzt irgendwie keine Nice, sage ich mal so. Das wäre so meine Emotion dazu.

47:59 Franziska Bluhm

Das ist okay. Threads hat jetzt eine neue Funktion mit einer direkten Profilsuche. Also wenn ich auf deinen Threads-Account gehe, kann ich da oben auf eine Lupe klicken und kann dann nach Postings suchen, die du dort veröffentlicht hast.

48:11 Gavin Karlmeier

Ja, ein schönes Stocking-Tool finde ich immer super.

48:15 Franziska Bluhm

Ja, also ich würde vor allem, also ich finde das vor allem gut für meine eigenen Postings.

48:19 Gavin Karlmeier

Ja, auch das ist ein bisschen.

48:22 Franziska Bluhm

Ah ja, den Gedanken hatte ich schon dreimal offenbar, vielleicht reicht es jetzt.

48:25 Gavin Karlmeier

Ach komm, wiederhol's doch nochmal.

48:29 Franziska Bluhm

TweetClau ist kein Kavaliersdelikt, außer man macht es bei sich selber. Bei X kannst du jetzt Postings, Tweets, X. Also du kannst sozusagen die Impressionen kaufen, also du zahlst 50 Dollar und bekommst dafür 11. 000 bis 27. 000 Impressionen, kannst aber auch 1000 Dollar zahlen und bekommst dafür 225. 000 bis 543. 000 Impressionen.

48:53 Gavin Karlmeier

Mega.

48:54 Franziska Bluhm

Geil, ne? Absolut.

48:56 Gavin Karlmeier

Endlich Geld ausgeben.

48:57 Franziska Bluhm

Ja, die Frage ist ja wirklich, also zum einen ist so in der, wenn ich das so richtig verstanden habe. Posts boosten in der Paid Social Media Bubble relativ verpönt, weil man sagt, das führt nichts zu einem Kampagnenziel, das hat keinen nachhaltigen Wachstum, das bringt nichts. Also macht das man nicht. Warum bringt Ex das dann hier an den Start? Weil Leute, die da sind, offenbar häufig dazu neigen, sich gerne selber im Rampenlicht zu sehen, häufig gerne Reichweiten aufzubauen und dafür dieses Geld auszugeben, das dann leicht sitzt. Wenn es aber sich an Privatpersonen richtet, warum diese Staffelungen von 50 bis 1000 Dollar? Das sind immens große Summen für einzelne Postings, oder?

49:37 Gavin Karlmeier

Das sind immens große Dinge, aber im Grunde hast du gerade selber erklärt, also als wir über Threads gesprochen haben, also sagen wir mal so für so eitle Menschen, die halt echt verliebt in ihrem Tweet waren. ist es vielleicht ein schönes Ding, dass halt einfach noch mehr Leute ihren Mega-Gedanken zu einem Thema sehen können.

49:55 Franziska Bluhm

Vor allem gibt's Also es gab schon länger die Möglichkeit, ja Werbeanzeigen zu schalten auf. Ja, aber es ist ja noch was anderes, ne?

50:01 Gavin Karlmeier

Also es ist ja nicht gleich eine ganze Kampagne, sondern es ist ja zu sagen, boah, da war ich echt witzig, weißt du so.

50:06 Franziska Bluhm

Ja, aber es gibt durchaus

50:08 Gavin Karlmeier

Es gibt bestimmt solche Leute.

50:09 Franziska Bluhm

Ja, ich muss jetzt vorsichtig sein, wie ich das formuliere. Aber es gab schon in der Vergangenheit auch Leute in unserer Branche die genau das getan haben, also die eine Werbekampagne bei Twitter Ads geschaltet haben, die nur Tweets von ihnen sozusagen wieder abgebildet haben um denen damit Sichtbarkeit sozusagen zu verschaffen.

50:26 Gavin Karlmeier

Okay, ich hoffe, dass wenn mir gleich das Mikro aus ist, dass du mir kurz nochmal erzählst, wer es war.

50:31 Franziska Bluhm

Ja, das kann ich vielleicht machen. So, und dann gibt es noch eine kleine Randnotiz, dass Reddit Pro Tools für Publisher jetzt ausrollt. Also es wird jetzt die Möglichkeit geben, wenn du PublisherInnen bist, dass du bei Reddit sozusagen direkt deine Inhalte Du kannst schauen, wie häufig wurde mein Artikel bei Reddit geteilt als Autor, kannst aber auch als Autor einen RSS-Feed bei Reddit einsetzen. dass in deiner Reddit Pro Oberfläche alle deine Artikel direkt zu sehen sind, die du dann mit einem Klick direkt auf Reddit teilen kannst. Und Publisher erhalten KI-gestützte Vorschläge. wo deine Artikel gut veröffentlicht werden könnten, um sicherzustellen, dass die richtigen Inhalte das richtige Publikum finden. Also KI ersetzt sozusagen Expertise. Reddit wie sagt man Kompetenz.

51:26 Gavin Karlmeier

Ja, es ist irgendwie Also ich finde den Fokus so interessant. Also sozusagen nur der Fokus darauf, seine eigene Inhalte irgendwie weiter zu verbreiten. Finde ich interessant. Also klar, ist natürlich ein großes Publisher-Ziel, also ein großes publisher Thema. Wie schaffe ich es irgendwie mit Leute, meinen Leuten, meine Inhalte irgendwie dazureichen? Gibt es auch Features, dass es mir leichter macht, Inhalte auf Reddit zu finden, außer meine eigenen sozusagen? Also das wäre natürlich. Eigentlich ja noch viel spannender, dass du halt irgendwie Reddit viel stärker als Recherchetool auch nutzen könntest. Aber das ist ja nur was anderes.

52:01 Franziska Bluhm

Die haben tatsächlich eine ganz gute Suche und arbeiten auch daran. Da haben wir hier drüber gesprochen, weil ich das in England plötzlich als Feature gesehen habe. dass du sozusagen ein Chatbot hast, dem du Fragen stellen kannst und der Reddit durchsucht. Also du kannst zum Beispiel sagen, was sind die besten Restaurants in Wo auch immer, in Manchester und dann wird dir das sozusagen eben groß angezeigt.

52:24 Gavin Karlmeier

Also ist sicherlich ganz interessant, ist so die Frage, ob es auch Ob es hilft, auch gerade im deutschsprachigen Raum, dass man damit irgendwie wirklich irgendwie größere Effekte erzielen kann. Aber es ist auf jeden Fall, gerade in bestimmten Themenbereichen ist es, macht es bestimmt Sinn, das stärker für sich zu nutzen, um seine Inhalte dazu platzieren.

52:40 Franziska Bluhm

Ja, ab und platzieren. Wir platzieren ja hier immer sehr viel schlechte Laune und deswegen gehen wir immer mit positiver Laune aus diesem Podcast raus und haben deswegen das hier.

52:51 Gavin Karlmeier

Versöhnlichkeit des Tages

52:57 Franziska Bluhm

Du hast was mitgebracht, hast du gesagt.

52:58 Gavin Karlmeier

Ich habe was mitgebracht. Ich bin darüber gestolpert und ich fand es einfach wirklich eine ganz positive Nachricht. Es hat nichts mit Social Media zu tun, aber es hat was mit Essen zu tun. Wir können in diesem Jahr ganz viele Pommes teil. Nein, nein, nein, nein. Pommes. Ich habe an Pommes und an Kartoffeln gedacht. Hast du die Meldung heute gesehen? Ich fand, das war die beste Meldung des Tages. Die größte Kartoffelernte seit 25 Jahren wird erwartet. In diesem Jahr. Gute Wetterbedingungen gab es für Kartoffeln. Mehr Anbaufläche, keine Ahnung. Ich dachte wirklich, mega, endlich mal gute Nachrichten zum Thema Pommes. Vielleicht ist das ein bisschen versöhnlich.

53:35 Franziska Bluhm

Ja, ich finde das schon schön. Also, das heißt, alle Kosten steigen, aber die Pommes wird billiger?

53:40 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich schon

53:41 Franziska Bluhm

Ich würde sagen, das ist eine gute Nachricht. Also, hier habt ihr es zuerst gehört, willkommen bei Acrylamid dran, das Pommes-Update. Und Franzi, vielen Dank, dass du heute da warst. Wenn ihr bis hierhin zu Ende gehört habt, denkt an den Kommentar. Ich habe das nicht vergessen.

53:58 Gavin Karlmeier

Bitte auf die Pommes reagieren.

54:00 Franziska Bluhm

Schickt ein Pommes-Emoji, egal wo ihr gerade seid. Gibt es einen Pommes am Auto? Ich frage mal ChatGPS.

54:05 Gavin Karlmeier

Ich weiß es gerade nicht. Ich wollte gerade sagen, frag mal.

54:09 Franziska Bluhm

Vielen Dank, dass du heute da bist. Es war wieder mal sehr schön. Wir haben heute viele Sachen gesagt. Wir werden uns noch viel verzeihen müssen, sag ich mal. Aber ich bin mir sicher, in vier, fünf Jahren wird Alphabet einen Brief schreiben und sich dafür entschuldigen, was ich heute gesagt habe. Danke, dass du heute da warst. Wir sehen uns bald wieder allerspätestens am 6. 11. , aber vielleicht schon früher. Am 6. 11. haken dein Livestream. Passt auf euch auf, macht's gut. Und wir hören uns wieder am Montag mit. Rate mal, wer kommt am Montag.

54:35 Gavin Karlmeier

Also sagen wir mal so, wenn ich danach gehe, wer häufig nach oder vor mir kam, würde ich jetzt sagen, Nicole Diekmann.

54:41 Franziska Bluhm

So ist es. Am Montag kommt Nicole Diekmann.

54:42 Speaker 3

Wir freuen uns drauf. Danke, dass du da warst, Franzi.

54:45 Speaker 4

Danke dir, ciao.