Haken Dran, euer dritter Ort im Internet ist wieder da. Und wir machen heute die Küchenschublade auf, in der sonst Batterie, Ersatzknöpfe und Anstecknadeln rumfliegen – denn es geht heute um alles: Roblox, Jugendschutz bei Meta, Antisemitismus bei X, Social Media-Verbote, die Union, Apple, die EU, KI-Inhalte bei Spotify, die ARD-ZDF-Medienstudie, um das Essen von Pudding mit Gabeln und die große Frage: Wann ersetzt der Weimatar endlich Karl Klammer?
Gavin bei “Tech & Tales” (Spotify-Link): https://open.spotify.com/episode/64xLnZKOmepZwpBiCaA0nG?si=W9pRoz2HQXWYNF2GLH-yuQ
DIE ZEIT über “Sammelklagen” gegen Meta: https://www.zeit.de/2025/40/datenschutz-schadensersatz-klage-meta-soziale-medien/komplettansicht
THE GUARDIAN über rechte Facebookgruppen: https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2025/sep/28/inside-the-everyday-facebook-networks-where-far-right-ideas-grow
ARD-ZDF-MEDIENSTUDIE 2025: https://www.ard-zdf-medienstudie.de
Markus Beckedahl und das Zentrum für Digitalrechte zum Fediverse: https://digitalrechte.de/news/fuer-ein-souveraenes-internet-warum-die-politik-jetzt-das-fediverse-foerdern-muss
Kapitelmarken
KI-unterstützt:
- Grüß dich, Gavin!
- Housekeeping
- ARD-ZDF-Medienstudie
- Meta und Jugendschutz
- Antisemitismus-Studie zu X
- Zentrum für Digitalrechte zum Fediverse
- Pudding mit Gabel essen
- Altersgrenze für Social Media
- Der Weimatar
- Apple gegen DMA
- Internet-Blackout in Afghanistan
- Der Zoll auf Roblox
- Lidl-Urteil zu Bonusprogramm
- Spotify-Änderungen zu KI-Musik
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich Gavin Hallo Dennis. So, ich habe in einer der letzten Ausgaben gehört, dass wir die Gäste hier öfter mal vorstellen könnten. Dem möchte ich heute nachkommen. Gevin Kalmeyer ist heute hier. Er schreibt in seiner Vita Social Media Typ und Podcaster. Und ihr kennt ihn unter anderem aus Hakendran. Schön, dass du hier bist. Danke, Dennis.
00:27 Dennis Horn
Das ist schön. Wir haben ja am 6. 11. findet ja der Livestream statt. Und in diesem Livestream, ich muss den noch so ein bisschen. Ich muss noch Meta machen, wie man so schön sagt bei uns in der Medienbranche. Also ich habe noch ein paar Lücken in meinem Zeitplan. Also es gibt einen Plan mit Dingen, die ich so mache und Ideen und so und es gibt sogar in unserem Discord. Ihr wisst, dass die Discord-Werbung jetzt. www. hakenrand. org, 2000 Leute reden da die ganze Zeit über alles, was spannend ist. Wir alle schlauer sind als wir beide zusammen, ehrlicherweise. gibt schon Channel, wo Leute auch Ideen reinschmeißen und so. Und viele Leute haben sich noch ein Q<unk>A gewünscht. Und vielleicht musst du da einfach durchführen durch das Q<unk>A. Oh! Ja, gerne.
01:06 Gavin Karlmeier
Das ist doch eine gute Idee. Ja, wir sehen uns nämlich auch am 6. November. Ich freue mich sehr auf diesen Side.
01:09 Dennis Horn
Ja, wir beide nehmen dann nämlich, das kann ich auch schon mal verraten, zusammen die Folge 500 auf an dem Tag.
01:14 Gavin Karlmeier
So, da kommt ja alles zusammen, oder? Ich habe eine Geschichte in Danawita noch vergessen. Man kennt dich außerdem von der Republika und damit sind wir mitten im Housekeeping. Es gibt noch eine Republika-Ausgabe in diesem Jahr. Die in Hamburg ist gerade rum im Rahmen des Reperbahn-Festivals.
01:32 Dennis Horn
Also ich will mich finde, also. Wenn am 30. September Dinge noch angekündigt werden, die noch dieses Jahr stattfinden, denkt man immer, ah, da war noch ein Topf auf dem Schwert. Da war noch Geld.
01:42 Gavin Karlmeier
Und es gibt jetzt eine Republika am 31. Oktober und 1. November in unserer Heimat in Nordrhein-Westfalen, in Düsseldorf. im Rahmen des Newfall Festivals. In der Nähe unserer Heimat in Düsseldorf. Ja. Und du wirst da was machen? Du redest da über deinen richtigen Job. Ich komme mit eins live zum Thema Nachrichtenmüdigkeit.
02:00 Dennis Horn
Ah ja. Und verteilt ihr vorher Espresso, damit die Leute nicht einnicken, während ihr. . Naja. Und genau, und ich werde einen Quiz machen Und weil ja am Freitag das Be Future Festival in Bonn stattfindet, bei dem wir, wer will Social Medionär das erste Mal testen, steht noch nicht mehr in dieser Porambelankündigung für die Republika als Internetquiz, weil wir jetzt erstmal gucken, wie so die Idee ist. Aber mal gucken, wie ich mich so als Jauch schlage, wie gut ich jauchen kann.
02:28 Gavin Karlmeier
Ist doch gut. Wenn wir uns sehen dort, also liebe Hakis. Sagt mal Hallo. Dann, ich gehe hier mal Housekeeping-Themen durch, aber ich glaube, du musst sprechen. Ja, Tech and Tails. Ja, genau.
02:42 Dennis Horn
Ich war zu Gast im Podcast Tech and Tails. von der Elisabeth Laurange. Und das ist ganz toll, weil das so eine Art, also die Leute sagen immer, hakendran würde ich gerne mehr hören, aber das ist so schwierig reinzukommen. Und das kann ich verstehen, weil wir machen ungefähr drei Stunden Content die Woche. Und da habe ich mal versucht, so einen kleinen Abriss zu machen, der vielleicht so ein kleiner, so eine kleine Einstiegsmöglichkeit für die nächsten vier Wochen hat Haken dran ermöglicht. Hört er gerne mal an, ich glaube, das ist ein sehr schönes Gespräch geworden.
03:07 Gavin Karlmeier
Dann, YouTube hebt alte Sperren auf und zahlt jetzt einmal ordentlich Blech, 24,5 Millionen Dollar. Nach der Sprache gegen Donald Trump, nach dem Sturm aufs Kapitol. YouTube wäre eine der Plattformen, die diesen Weg gegangen waren. Donald Trump klagte dagegen. Jetzt gibt es diese Einigung. Mit YouTube, Coffee Hollik hat uns auch nochmal darauf hingewiesen, bevor dann die Meldungen jetzt auch nochmal rumgingen. Und das Geld geht vor allem an den Trust for the National Mall. Das ist eine Organisation Die einen 200 Millionen Dollar teuren Ballsaal im Weißen Haus errichten lässt.
03:44 Dennis Horn
Also, um das nochmal kurz, weil wir sind ja noch im Housekeeping-Bereich, ich bring das mal kurz auf, richtig. Auf richtig. Und zwar. YouTube hatte letzte Woche angekündigt, dass sie die Leute, die wegen Desinformationen während der Corona-Pandemie gesperrt wurden auf der Plattform, dass die sozusagen rehabilitiert würden, dass die sich wieder erstellen können. Das hat dann Alex Jones unter anderem auch so ein paar andere Rechte probiert, wurden sofort wieder gesperrt, weil sie nicht wegen Desinformation, sondern wegen Hassrede gesperrt wurden und da werden sie nicht Gibt es keine Amnestie drauf. Und jetzt gleichzeitig gibt es eben diesen Deal, dass sie Donald Trump 24,5 Millionen Euro für ihr seinen neuen Ballsaal überweisen, damit der sich nicht ärgert. Meta und X haben das auch schon gemacht. Also alle haben sozusagen so eine kleine So ein kleine Friedenspfeife ins Sparschein geschmissen und gesagt, wir zahlen jetzt aber ein paar Millionen Euro und dann sind wir wieder Freunde, okay? Und so funktioniert eben Politik in den USA 2025. Wahnsinn. So.
04:39 Gavin Karlmeier
Dann Neon wird geschlossen.
04:41 Dennis Horn
Das war die beste Geschichte.
04:43 Gavin Karlmeier
Diese Telefonate zur Verfügung stellen, um KI-Modelle damit zu trainieren. Und dann gab es eine Sicherheitslücke.
04:51 Dennis Horn
Also, wir haben in der Folge am Montag über Neon gesprochen, weil die haben wir in den USA so boomed. Ist so eine App, bei der du dich aufzeichnen kannst, während du telefonierst. Es ist nicht ganz klar, ob das Gegenüber möglicherweise über Übersprechungseffekte und so weiter. nicht auch mit aufgezeichnet wird und du bekommst 15 Cent pro Minute, die du telefonierst, weil mit deiner Stimme dann eine KI trainiert wird. Wir haben schon gesagt, ah, das klingt so, als gäbe es da so ein paar Problemchen. Ja, TechRunchot 1 ist aber Problemchen, ich habe gerade Anführungsstriche in die Luft gemalt, identifiziert und hat herausgefunden, dass es eine Sicherheitslücke gibt mit dem, mit der Und man muss noch dazu sagen, Neon hat angekündigt, alle Daten sind sicher, es ist alles anonymisiert. TechRanch hat herausgefunden, dass die Telefonnummern, Anrufaufzeichnungen und Transkripte anderer NutzerInnen. öffentlich zugreifbar waren und haben damit den Gründer der App konfrontiert, Alex Kierm, der hat nicht darauf reagiert, außer dass er die App offline genommen hat. . Deswegen die App nicht mehr funktioniert. Und ich sag dir, was passiert ist. Pass auf, wir haben ja im Sommer extrem viel über T und T4Hör gesprochen. Apps, die auch massiv Sicherheitslücken hatten, bei denen eben die eben komplett gewipecodet waren, sprich komplett mit KI. produziert wurden. Gleichzeitig hat die KI natürlich nicht an Datenschutz gedacht und hat teilweise, das war in dem Fall von T4 Hör so, eine Dokumentation mitgeliefert, bei der eben auch alle Funktionen aufgelistet wurden. Wie es so eine KI halt machen würde, wenn du eine KI sagst, erklär mir alle Löcher in diesem Haus, dann wird dir die KI eben auch die Löcher nennen, die du vielleicht eigentlich mit einem Bild verstecken wolltest. Und genau das ist hier passiert und ich Ich würde behaupten, das ist hier bei Neon ähnlich gewesen, dass alles eine KI gebaut hat und die sich jetzt eben nicht so sehr am Datenschutz schert wie ein Mensch.
06:28 Gavin Karlmeier
Das ist wirklich so wild. Also erstmal, wenn man das dann ordentlich macht mit KI, sagt man ihr natürlich vorher, verrat dich nicht. Das ist hier wohl unterblieben. Und ich finde es so faszinierend daran, dass diese ganze Nummer einfach so im Turbodurchlauf Passiertes. Faszinierend.
06:45 Dennis Horn
Und du kannst gerade bei jeder Hype-App, bei der sich die Leute die bescheuert anmelden, kannst du schon davon ausgehen Dass da in zwei, drei Wochen der nächste League ansteckt.
06:54 Gavin Karlmeier
So, Donald Trump, das ist noch zum Housekeeping, kündigt an, dass die USA jetzt einen Zollsatz von 100 Prozent auf Filme aus dem Ausland erheben werden. Habe ich in der letzten Folge
07:04 Dennis Horn
Das Orakel von Selfie hat wieder zugeschlagen. In der letzten Folge habe ich noch davon gesprochen, dass die Tech-Industrie natürlich das größte Zugpferd der amerikanischen Wirtschaft ist, dass sie aber noch ein zweites sehr großes internationales Zugpferd haben, und zwar. Die Entertainment-Branche. Und die Entertainment-Branche hat bislang von Trump relativ wenig Geschenke bekommen, stattdessen immer wieder nur ein vor den Bug bekommen, weil zum Beispiel gesagt wurde, Urheberrecht gilt für KI-Trainingsdaten möglicherweise nicht. Und jetzt kam dann kurz danach diese Meldung, dass eben Filme aus dem Ausland mit 100% bezahlt werden. Da hat bei dir jemand im Hintergrund einen Rasierer an. Ja, ganz bestimmt. Aber das Interessante ist, dass die Formulierung ist, es geht um alle im Ausland produzierten Filme. Und jetzt denke ich an ganz viele Hollywoodfilme, die so Filmförderungen aus NRW bekommen oder aus Deutschland, Medienbord, Berlin-Brandenburg und so, die alle irgendwie aus Deutschland dann solche internationalen Filme. fördern, dafür werden dann Teile von denen in Deutschland produziert, ob das auf die auch zutreffen würde.
08:00 Gavin Karlmeier
Und ich musste bei der Geschichte an die Meldung denken. dass diese Investorengruppe rund um Jared Kushner, den Schwiegersohn von Donald Trump, jetzt Electronic Arts übernimmt. Also da geht's richtig in den breiten Bereich von Medien, Öffentlichkeit und Kommunikationsräumen und zwar weltweit
08:22 Dennis Horn
Und du musst sagen, also wenn die drei größten Social Networks eigentlich in der Hand von Trump Partys liegen und die Entertainment-Industrie vor Trump kuscht, verstehst du? Dann hast du eine Gleichschaltung, die mit dieser auf dem Niveau anderer autoritärer Staaten eigentlich liegt.
08:41 Gavin Karlmeier
Das ist schon ziemlich bemerkenswert. Und hier über die eigenen Landesgrenzen auch einfach möglicherweise hinaus weist. Gut, das erstmal zum Housekeeping. Ich möchte einsteigen mit dir, mit drögen Zahlen in dieser Ausgabe. ARDZF Medienstudie, das ist so ein bisschen Bibelstunde, einmal im Jahr für die Statistikfans unter MedienmacherInnen. Wird mit Spannung erwartet, kommt immer irgendwo zwischen September und Oktober raus. Genau auf der Grenze sind wir ja. Und also sowohl die Tagesreichweiten als auch die Nutzungsdauern von Video. Und Audio sind gewachsen. Bei den Texten ging es in der Tagesreichweite ebenfalls rauf. Und wenn man ein bisschen hinter. Die Zahlen schaut dann gewinnen wieder on-demand-Medien, lineares Fernsehen, lineares Radio geht weiter ein bisschen runter, sozusagen. Reichweite und Nutzungsdauer, also vielleicht so ein paar Spotlights nur. Es ist dazu aufwendig, die Studie durchzugehen. Link in den Shownotes. Ein paar Spotlights, zum Beispiel. Die Streaming-Dienste haben Reichweite und Nutzungsdauer eingebüßt. Das fand ich sehr interessant. 25,3 Prozent war im Vorjahr die Tagesreichweite von Netflix und Prime Video und Konsorten. Die liegt jetzt bei 25%, also leicht gesunken. Die Nutzungsdauer von 35 auf 33 Minuten pro Tag. Gewinner dagegen, YouTube und Mediatheken. Da ist die Tagesreichweite bei YouTube-Videos ordentlich gestiegen. Nutzungsdauer von 19 auf 23 Minuten. Das ist genau passiert, seitdem Haken drin komplett bei YouTube zu sehen ist. Ich glaube, das nennt man Korrelation statt Kausalität. So, ja. Sag mal. Die Mediatheken Haben auch ein ordentliches Plusverzeichnet. Das fand ich bemerkenswert, so in der Gesamtbevölkerung. Da zählt die ARD-ZDF-Medienstudie immer alle ab 14 Jahren. 12,2 Prozent nutzen sie jetzt. Und die Nutzungsdauer ist von 8 auf 10 Minuten gestiegen. Und auch bei den Bei diesen 12,2 Prozent, das ging eben gegenüber den Vorjahren nochmal ordentlich nach oben. Wenn man jetzt die ganzen Verbreitungswege von Fernsehsendern zusammenzählt, also die lineare Verbreitung, dann jetzt hier die Mediatheken und so weiter, dann gleicht Das Minus bei der linearen Nutzung aus. Das fand ich interessant.
11:13 Dennis Horn
Die Wählerwanderung ist hier also von Fernbedienungen auf Smart TV gegangen.
11:19 Gavin Karlmeier
Ja, so. Und bei beiden sieht man Jörg Schönborn weiter im Fernsehen stehen, wie er diese Wanderung erklärt.
11:24 Dennis Horn
Ja, das machen die Leute, die jungen Leute gucken sich das sehr gerne in der Medien.
11:28 Gavin Karlmeier
Massiver Zuwachs. Massiver Zusatz bei Podcasts, die Tagesreichweite ist gestiegen von 8% Im Jahr 2023 und 9% im Jahr 2024 auf jetzt 11,7 Prozent in allen Altersgruppen.
11:44 Dennis Horn
Das korreliert mit der gewachsenen Länge von Haken.
11:46 Gavin Karlmeier
Haken dran. Hab ich auch gedacht. Ist genau unser Zeitraum, soweit es uns gibt. Ja, wir sind immer länger geworden.
11:53 Dennis Horn
Ja, ich, also was ich, was ich so schade finde, das sage ich jetzt nicht, weil du hier bist, ich habe dich nicht vorgestellt, aber die Leute kennen dich. Ich finde, dass du so schade ist, dass das Radio verliert, vielmehr als das lineare Fernsehen. Lineares Fernsehen In 99% der Fälle würde ich behaupten, ich würde behaupten, der Live-Anteil im deutschen Fernsehen ist 1%. These. Gefühlt. Das ist im Radio nicht so. Radio ist ein Live-Angebot. Und dass es nicht funktioniert, dass man jungen Leuten es irgendwie so schmackhaft macht, dass sie über ihr Telefon lineares Radio konsumieren, das finde ich schade, weil ich glaube, dafür gäbe es Potenzial und Möglichkeiten.
12:34 Gavin Karlmeier
Ja, ja, also das ich verstehe, was du meinst. Gleichzeitig wurde diese Diskussion in den vergangenen Jahren ja manchmal so ein bisschen geführt nach Oder wie Disruption und Weltuntergang für klassische angestammte Medien. Und ich finde auch jetzt diese ARD-ZF-Medienstudie Habe ich nochmal so gedacht, durchatmen, Leute. Also klar ändern sich Dinge, aber ich glaube, und du musst diesen Medienwandel irgendwie in die Hand nehmen und gestalten. Aber ich, also ich blick da, also kein Tempo, nicht Tempodrosseln dabei, aber ansonsten glaube ich, brauche ich jetzt keine Schnappatmung.
13:13 Dennis Horn
Wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Cybex. Der übrigens seit heute, also seit gestern, in den weltweit in der Liste des Streamer, weltweit für die, die ihn nicht kennen, ist ein Twitch-Creator aus Deutschland, relativ erfolgreich und zwar so erfolgreich, dass er weltweit auf Platz 8 liegt nach Views. Als deutschsprachiger. Das ist schon krass. Also das sind, das ist, da sind die jungen Leute im Live-Konsum. Vermutlich meistens Männer ehrlicherweise.
13:36 Gavin Karlmeier
Ich empfehle die ARD bei Twitch. So. Ja, da war ich auch schon mal, ist toll. Ähm, dann gehen wir rüber zum Meta. Ein früherer Mitarbeiter Er hebt schwere Vorwürfe gegen Meta. Er hat NDR und Süddeutscher Zeitung ein Interview gegeben und von einer Situation im Frühjahr 2023 berichtet. Die möchte ich nochmal kurz hier ausbreiten, da saß eine Mutter zusammen mit ihren beiden Söhnen im Wohnzimmer, um an einer Studie von Meta teilzunehmen. Da wollte ein Forschungsteam von Meta erfahren, wie Menschen in Deutschland die VR-Brille des Unternehmens nutzen. Und dann sagt plötzlich der ältere Sohn. . Dass sein kleiner Bruder, ähm damals noch keine zehn Jahre alt, in dieser virtuellen Welt sexuell bedrängt worden sei. Zitat, Männer fragten ihn nach Nacktfotos, fragten ihn nach seiner Adresse, nach seinem Aussehen, ob er schon einmal sexuelle Erfahrungen hatten. hatte. Und statt weiter nachzufragen, hätte dann dieses Forschungsteam das Gespräch abbrechen müssen, auf Anweisungen aus den USA. Und dieser frühere Mitarbeiter ist Neurowissenschaftler, hat sechs Jahre lang in der internen Forschungsabteilung von Meta gearbeitet. Und er hat jetzt Anfang dieses Monats vor dem US-Senat ausgesagt, zusammen mit einer weiteren früheren Mitarbeiterin. Dass die Konzernleitung von Meta Forschungsergebnisse zur Sicherheit von Kindern systematisch ausgebremst habe zugunsten von Nutzerzahlen. Er sagt. Da seien Belege, die diese Nutzung der VR-Brille problematisieren, gelöscht worden, kritische Fragen aus Studien gestrichen. Ganze Projekte gestoppt. Zitat, wenn irgendetwas zum Grooming von Kindern oder zu sexuellem Missbrauch auftaucht, löscht es, schafft es weg, wir dürfen das nicht haben, hieß es. Erinnert mich so ein bisschen an diese Whistleblowerin Facebook 2021, Francis Hogan, du erinnerst dich, die auch interne Dokumente veröffentlicht hatte, was auch das Wohlbefinden von Jugendlichen bei Instagram angeht.
15:29 Dennis Horn
Und das Abstruse an dieser Geschichte ist, dass wahrscheinlich ganz viele Leute, die diesen Podcast regelmäßig hören, dass die sich gedacht haben, Moment hier mal, ich habe doch sowas gerade erst gehört, ihr habt doch über sowas ähnliches erst gesprochen und ich habe erst letzte Woche, also so vor vier oder fünf Folgen schon gesagt. Meta hat gerade einen Lauf, was ihren schlechten Umgang mit Jugendschutz angeht, weil ihnen das so auf die Füße fliegt. Und man denkt, man hat diese Geschichte schon gehört, aber nee, nee, das hier ist eine andere. Hier geht es nämlich um Jay-Zettisan. der eben als Neurowissenschaftler für Meta gearbeitet hat und diese Geschichte jetzt neu aufgedeckt hat, um dir ein Gefühl dafür zu geben, wie abstrus dieser Lauf ist. Wir haben erst in der letzten Folge davon gesprochen, dass ein ehemaliger, ich glaube eine Frau war es in dem Fall, eine ehemalige Meta-Mitarbeiterin. davon gesprochen hat, dass es kaum Möglichkeiten gab, sich. Ja nee, das ist nochmal eine andere Geschichte. Guck mal, ich komme selber durcheinander. Letzte Folge haben wir über eine Studie gesprochen. in der ein früherer Mitarbeiter von Meta zusammen mit mehreren Teams, die an Universitäten sitzen, gezeigt hat, wie schlecht die Jugendschutzmaßnahmen von Meta tatsächlich funktionieren und wie wenig man sich darum schert. Dann gab es die Geschichte, dass es eben Jugendliche gibt, die eben belästigt wurden in dem sogenannten Meta-Vorse, wovon Meta nichts wissen wollte. Hier geht es jetzt darum, dass Meta das nachweislich schon gewusst hat. Und sich damit bewusst nicht auseinandergesetzt hat. Also wir reden sozusagen gefühlt gerade in jeder Episode über einen anderen Fall, in den junge Menschen durch Metaplattformen nicht mehr sicher sind oder in denen sie sich nicht sicher bewegen können. Und das ist das hier ist ja mehr als Social Media. Hier geht es ja um eine De facto Spielekonsole oder um ein dass viele VR Fans da draußen werden sagen, es ist keine Spielecontrolle, es erweitert die Realität, stimmt. Aber wenn ich einem jungen Menschen eine Meta Oculus Heißt sie so? Meta, wie heißt die denn? Verdammt noch. Metaquest. Sorry. Früher hieß sie Oculus. Metaquest auf die Nase setze, ist die erste Frage. Was sind da für Spiele drauf? Und wenn du dir dann aber überlegst, dass sie in diesen Welten sozusagen. . im Zweifel mit sexualisierten Nachrichten belästigt werden von Erwachsenen, die vielleicht selber gar nicht einordnen können, in einer Umgebung, bei der sie das Gefühl haben, das ist die echte Welt. Das ist ja an Grausamkeit kaum zu überbieten. Und das Meta das weiß und das Nicht- sofort unterbunden hat, sondern wir im Nachhinein jetzt immer mehr Geschichten, weil das hier war 2021, worüber du gerade glaube ich gesprochen hast, also 23. 2023, vor zwei Jahren. Das heißt, alle Geschichten, über die wir seitdem gesprochen haben, sind vermutlich danach passiert. Und trotzdem ist nichts passiert.
18:00 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, die Fragen auf politischer Seite, mit denen sich Meta in den USA gerade zu beschäftigen hat, sind einfach andere. Und man hat endlich Ressourcen, selbst dieses Unternehmen, die werfen halt alle politischen Policy-Fragen gerade, glaube ich, in andere Bereiche. Dann poppt sowas auf und also in dieser politischen Stimmung, in der die USA gerade sind, weiß ich auch gar nicht, ob Meta befürchten muss, dass das groß weiterverfolgt wird, zumindest dort. Ja, vermutlich nicht. Nein.
18:38 Dennis Horn
Aber mal sehen, was das also Wenn wir hier konsequent wären. Es gab schon mal ein Verkaufsverbot für die MetaQuest in Deutschland. Damals, weil du einen Facebook-Account brauchtest, um sie zu benutzen. Also damals aus einem völlig anderen Grund und da ging das aber auch. Und jetzt haben wir hier ein Produkt, das de facto vom Kinderschutz quasi gar nicht beachtet wird. Während alle Spiele, Filme, alles sozusagen irgendwelche FSK-Freigaben bekommen. Und dieses Gerät aber offensichtlich an sich schon eine Gefahr birgt, das ist, da muss was passieren. Und ich will nicht sagen, wir brauchen ein Verkaufsverbot. Ich bin da nicht unbedingt. Aber Vielleicht wäre da eine alte Serifikation an so einem Gerät gar nicht so doof.
19:20 Gavin Karlmeier
In Europa ist man kritischer. Wir möchten euch zwei Link-Tipps mit auf den Weg geben. Erstens, der Guardian war für ein Jahr unterwegs in einer Community auf Facebook, in der Fremdenfeindlichkeit. Misstrauen an Institutionen, Rassismus, Verschwörungstheorien, Desinformationen zusammenkommen. Und schreibt darüber, welche Rolle solche Räume bei der Radikalisierung spielen können. Link in den Shownotes.
19:42 Dennis Horn
So
19:43 Gavin Karlmeier
Und zweitens der Artikel 5000 Euro, bitte Mark Zuckerberg, bei der Zeit darüber, dass es in Deutschland einfacher wird, gegen den Datenschutz bei Metaphor zu gehen. Immer nochmal die Frage, welche Daumen schrauben die USA dann politisch gegenüber der Europäischen Union irgendwie anlegen werden, wenn man hier versucht, gegen diese Plattformen vorzugehen. Aber dass auch eine Eine gute Momentbeobachtung der Zeit, ich link auch in den Shownotes.
20:10 Dennis Horn
Also um da kurz Background noch zu liefern, das ist ein Text von Quentin Lichtblau, der auch ein geschätzter Kollege im Internet ist und viele tolle Sachen aufschreibt. Und der ist einer Frage nachgegangen, die hier Chanjo-Jun schon aufgeschmissen hat, nämlich die, oder aufgeworfen hat, nämlich die Frage, wenn jetzt die Sammelklagen oder wie heißen sie Musterfeststellungsklagen einfacher werden in Europa. die Summen höher werden, die die Gerichte dort als Schadensessor zulassen, eben nicht nur 30 Euro oder 70 Euro, wie wir es in der Vergangenheit mal gehört haben, sondern 5000 Euro. Dann wird daraus plötzlich auch hier ein lukratives Geschäftsmodell. Und da hat nämlich eben der Kollege Lichtbau bei der Zeit ein bisschen recherchiert, auch mit Leuten gesprochen, die da ein bisschen Geld bekommen haben oder auch mit Anwälten. Also ganz toll, packen wir euch in die Show Nuts.
20:52 Gavin Karlmeier
Rüber zu EX. CNN liegt eine Studie vor, nach der EX die erste Anlaufstelle im digitalen Raum für Antisemitismus ist. Wenn man das so formulieren darf. Also, die Studie kommt vom Center for Countering Digital Hate und dem Jewish Council. Allerdings Allerdings, CCDH, wir hatten sie auch häufiger schon hier in der Sendung und dem in der Sendung, im Podcast, meine Güte, Radio hat mich versaut. Und dem Jewish Council for Public Affairs. Und diese Studie belegt nicht nur den Antisemitismus auf der Plattform, sondern auch, dass die Beiträge. die den Enthalten über die Community-Notes nicht wirksam moderiert werden. Nur gut ein Prozent der meistgesehenen antisemitischen Beiträge wurden von der Community am Ende tatsächlich gefact-checkt. Und dann ein weiteres Ergebnis: Accounts mit vielen FollowerInnen, die antisemitische Inhalte posten. Die Studie nennt sie antisemitische Influencer. gewinnen an Einfluss auf X und erreichen Millionen von anderen Accounts und sind oft auch verifiziert, also profitieren auch darüber wiederum von mehr Reichweite. So, und jetzt sagt Imran Ahmed, das ist der CEO des Center for Countering Digital Hate, in einem Interview mit CNN Die Wahrheit ist, dass Antisemitismus schon lange vor der Umbenennung von Twitter auf Ex Präsent war. Das war schon immer ein Problem, aber zu sehen, wie er so offen toleriert, monetarisiert, verstärkt wird, ist immer noch schockierend. Vielleicht, bevor wir da so drauf schauen, wie sind die Macher der Studie vorgegangen? Sie haben mithilfe des GPT Sprachmodells von OpenAI Beiträge ermittelt. Zwischen dem ersten Februar zwei tausend vierundzwig und dem drei. Januar 2025, also ein Jahr lang, die antisemitische Inhalte hatten. Es sind über 679. 000, die da zusammengekommen sind. Die haben auch 5000 dieser Beiträge dann noch mal händisch überprüft, um zu schauen, wie viele Vortrag. Positives waren dabei und es waren wohl nicht so viele. Also die Erkennung war recht akkurat. Und die Studie hat ergeben: 59% dieser Beiträge enthielten Verschwörungstheorien über Juden. Ich werde sie an dieser Stelle nicht wiederholen. Und die übrigen 41% antisemitische Beleidigungen, Entmenschlichungen jüdischer Menschen, Angriffe auf ihren Charakter. Diese Dinge. Übrigens, das verstößt nach wie vor gegen die Richtlinien von Ex, an die sich aber auch der Eigentümer ja nicht hält immer.
23:25 Dennis Horn
Also die Richtlinien von Ex sagen wortwörtlich, andere Menschen aufgrund ihrer Rasse, ethnischen Zugehörigkeit, nationalen Herkunft, Kaste, sexuellen Orientierung des Geschlechtes Geschlechtsidentität oder der Religionszugehörigkeit des Alters, einer Behinderung oder einer schweren Krankheit dürfen nicht angegriffen werden. Deswegen. Ich bin da so ein bisschen. Also ich glaube, Elon Musk selber würde sagen, naja, das ist alles First Amendment und das gehört alles in die Redefreiheit. Das kümmern mich dann unsere Richtlinien. Ich glaube, zu weit gehört auch, dass, glaube ich, der Antisemitismus im Generellen einfach massiv zugenommen hat in letzter Zeit. Also vor allem in diesem Beobachtungszeitraum ist die Stimmung generell gegen jüdische Menschen, glaube ich, nochmal ganz stark in diese Richtung stärker gekippt, als das in der Vergangenheit der Fall war. Also wir müssen uns da, glaube ich, jetzt nicht uns ganz detailliert zu Nahost äußern und uns positionieren an der Stelle. Das wird, glaube ich, den Podcast hier sprengen. Aber. . dass eben genau diese generelle gesellschaftliche Stimmung dazu führt, dass natürlich solche Äußerungen vermutlich eher mal. . . glaube ich, auch im gesellschaftlichen Miteinander durchgewunken werden oder auch Menschen sich eher trauen, sie zu äußern oder einen Anlass haben, sich so zu äußern, würde ein bisschen erklären, warum solche Accounts massiv an Reichweite gewinnen. So, an Sichtbarkeit gewinnt, wäre so meine Theorie. Das würde ich so ein bisschen zur Seite legen, weil das andere Problem ist ja eigentlich das viel größere. Das ist eben, die haben fast 200 Millionen Aufrufe generiert, diese Beiträge, die hier in dieser Studie analysiert wurden. Und dass es nicht machbar ist oder nicht gewollt ist, glaube ich, hier an der Stelle richtiger, dass auf X insofern moderiert wird, dass du das nicht voneinander trennen kannst, zum Beispiel eine. Kriegsverhalten, ein Kriegsgebaren, eine Regierung zu kritisieren, nicht zu trennen ist davon, das Existenzrecht eines Landes abzusprechen. oder noch weiterzugehen und alle Menschen, die dieser Herkunft sind oder diesem Volk angehören, in irgendeiner Art und Weise in einer Weltverschwörung hängen. Das ist auch ein gesellschaftliches Problem, zeigt aber, warum X als Plattform eben längst zu so einer Grotte verkommen ist.
25:43 Gavin Karlmeier
Exakt so, also ich gehe da mit und klar, es ist ein gesellschaftliches Problem, gleichzeitig gibt es aber natürlich Wirkung und Gegenwirkung, ne? Von den Räumen, in denen eine Gesellschaft diskutiert, hin zu dem, was dann auch ein gesellschaftliches Problem ist. Also Das hat natürlich auch gegenseitig Einfluss aufeinander.
26:04 Dennis Horn
Ja, klar. Und genau, es verstärkt es ja noch, wenn du X als die Plattform nutzt, die deine Meinung sozusagen mitprägt, weil du die letzten vier Jahre unter. Du musst ja gar nicht, du musst nicht politisch auf Musks oder Trumps oder wem auch immer Seite sein, um Ex noch zu benutzen. Es kann ja einfach sein, dass du unter einem Stein gelebt hast oder irgendwie nicht mitbekommen hast. Also es gibt ja durchaus andere Gründe, noch Ex zu nutzen. als ein Anhänger von weiß ich nicht, Autokratie zu sein oder ein Demokratiegegner im Generellen. Aber selbst dann ist das wahnsinnig gefährlich, weil du eben darüber dann eben auch vielleicht ein Gesellschaftsbild bekommst, das eben nicht dem Gesellschaftsbild entspricht, das eben draußen in der Welt existiert, weil eben solche Accounts halt Megafone haben.
26:50 Gavin Karlmeier
Wobei ich muss tatsächlich unter einem Stein gelebt haben, wenn ich zumindest meine eigene Nutzung heutzutage immer noch nicht problematisiere. Aber ich habe letztens eine kleine Anekdote gemacht. Wir haben ja Zeit ohne Ende. Absolut. Keiner hat gemerkt, dass wir schon zweimal unterbrechen mussten, weil ich hier Dinge erledigt habe in der Zwischenzeit. Und Dinge gesagt hast, die auch lieber rausgeschnitten werden müssen.
27:15 Dennis Horn
Nein, es weiß ich ja immer. So, jetzt haben wir aber Zeit. Ja, erzähl. Du hast die Zeit. Erzähl. Ich saß neulich in einem Seminar mit jungem Journalismus. SchülerInnen, sagt man so, also Leute, die JournalistInnen werden. Angehenden JournalistInnen. Und da saß eine im Raum, die war 22, 23 Jahre alt. Und sie hat mir erzählt, dass sie, Blue Sky, hat sie das Gefühl, ist eine Wüste, sie ist die ganze Zeit immer noch auf X unterwegs und ihre Bubble ist nicht nach rechts gerutscht. Das ist, was sie da ist.
27:41 Gavin Karlmeier
Eine Wüste im Sinne von der Wüste im Sinne von, ist nichts los?
27:44 Dennis Horn
Ja. Interessant, ja. Und ihre Bubble ist immer noch auf Ex und ihr Humor findet da statt und die fühlt sich da immer noch pudelwohl. Und je mehr ich aber davon erzählt habe, wie Ex sich in den letzten Jahren halt politisch verändert hat, umso entsetzter war sie. weil sie das auf der Plattform so nicht mitbekommen hat. Bedeutet also, dass diese For You-Algorithmen, über die wir hier so häufig sprechen und schimpfen, Dass die insofern ja schon offenbar auch funktionieren, dass sie eben solche Filterblaseneffekte, wie widerlegt sie, an vielen Stellen auch sein mögen scheinbar doch funktionieren und ausgelöst werden.
28:16 Gavin Karlmeier
Aber kann das sein? Also jetzt nicht, dass ich diese Wahrnehmung in Abrede stelle, aber es gab ja schon einige Effekte, über die wir gesprochen haben, die wir dann Recht universell fanden, wenn Elon Musk irgendwie seine eigene Reichweite um den Faktor 1000 verstärkt. Also da müssen ja dann zumindest zusätzlich Dinge irgendwie auftauchen. So, und dann hat sie aber vielleicht einen wirklich guten In ihrem Kopf einen wirklich guten Filter.
28:43 Dennis Horn
Ja. Oder? Möglicherweise auch das. Interessant. Aber fand ich auch ganz überraschend, weil ich das auch in den letzten Jahren immer weniger gehört habe, dass Leute da noch unterwegs sind.
28:52 Gavin Karlmeier
Na gut. So, gucken wir mal auf Bereiche, wo ein bisschen mehr Hoffnung drin steckt. Markus Beckedal nimmt mit seinem Zentrum für Digitalrechte nochmal einen Anlauf. Für ein souveräneres Internet. Intranet. Wir brauchen sehr viel souveränere Intranets, aber das ist nicht das Thema hier. Das Zentrum für Digitalrechte setzt sich jetzt auch für Intranet ein. Das abgeschlossene Zentrum für Digitalrechte. Kommt mal nicht rein. So, also, warum die Politik jetzt das Fediverse fördern muss, schreibt er. Und jetzt, also Es kommt nichts Neues jetzt an der Stelle, aber ich finde gut das nochmal so kompakt Also, unsere digitale Öffentlichkeit steckt fest. Wenige große Konzerne, teils in der Hand einzelner Tech-Oligarchen, kontrollieren, was wir sehen. Wie wir kommunizieren und damit letztlich auch, wie Demokratie im Netz funktioniert. Intransparente Algorithmen belohnen Empörung, Hass und Desinformation und steuern Meinungen. Daten werden in nie gekanntem Ausmaß gesammelt, verarbeitet, monetarisiert. So und er schreibt dann weiter, dass die Polizei. Politik auch mit der Regulierung überfordert wirkt, dass viele Dinge dort unzureichend sind, auch die Aufsichtsbehörden schlecht ausgestattet. Und er sagt nochmal: Es gibt schon eine Alternative, das Fediverse. Offene Standards, Gemeinwohl statt Gewinnmaximierung. Im Fediverse entscheidet niemand allein über Reichweite oder Moderation. Und das ist das beste Beispiel für ein freies Internet. Und dann kommt, glaube ich, ein sehr wichtiger Satz. Es braucht keine Milliarden, sondern vor allem politischen Willen, damit das Fediverse wachsen kann. Schon mit überschaubaren Haushaltsmitteln im zweistelligen Millionenbereich ließe sich eine digitale Infrastruktur stärken, die unabhängig, demokratisch und innovativ ist. Und ich glaube, vor dem Hintergrund, was wir zum Start dieser Ausgabe besprochen haben, so die Eroberung der Kommunikationsräume durch Sagen wir mal, der US-Regierung zugeneigten oder zwangsweise zugeneigten Unternehmen, ist das nochmal umso wichtiger. Dieser Appell.
31:05 Dennis Horn
Ja, wir packen den ganzen Text auch in die Show. Ihr habt heute viel zu lesen, wenn ihr möchtet, in den Shownotes.
31:11 Gavin Karlmeier
Wir wollen auch Texte als Gattung in der ADZF-Medienstudie für nächstes Jahr wieder ein bisschen pushen.
31:17 Dennis Horn
Ja, und das Ziel ist ja, dass die VG-Wortausschüttung auch die Erwähnung in den hakenderen Shownotes betrifft. Auf jeden Fall Auf jeden Fall, wir packen das in die Shownotes, weil der Text ist sehr kleinteilig und hat auch direkt konkrete Anläufe sozusagen geliefert. Und ich finde das sehr gut, das nochmal so als Argumentationslinie mitzunehmen. Auch wenn für viele Leute, die das hier regelmäßig hören, da nicht viel Neu bei ist, wie du schon sagst. Aber Räume zurückerobern, ist auch so ein bisschen das Thema, das so gerade das Internet, die Internetkultur in Deutschland ja sozusagen verbindet und die Leute bewegt. Weil, ich reiße das hier gerade mal kurz an, nicht Dennis, aber es gibt so eine Geschichte, weil wir so viel über Internetkultur gesprochen haben.
31:55 Gavin Karlmeier
Du bist Gast hier, plötzlich machst du Moderator, aber mach mal weiter.
31:57 Dennis Horn
Gefällt mir. weil wir so viel über Internetkultur in Deutschland gesprochen haben und gerade ein ganz schönes Phänomen passiert, das glaube ich Ganz wichtig ist, um so ein bisschen Internetkultur zu verstehen, denn es treffen sich gerade überall in Deutschland auf größeren Plätzen junge Menschen zuhauf in Tausendergruppen, um dort gemeinsam Pudding mit Gabeln zu essen. Das geht jetzt schon so seit einer Woche oder vielleicht zwei sogar schon so. Angefangen hat es in Karlsruhe, in Hannover gab es ein großes Ding hier in Essen. gibt es glaube ich sogar zwei Pudding mit Gabelästreffen. Und das Spannende, was mich so bewegt an dieser Geschichte und warum ich das so mitbringe, ist. . Wir reden oft auf so einer Meta-Ebene, aber auch schon fast gesellschaftsphilosophisch über den Wegfall der dritten Orte. Seit vielen Jahren. Also es gibt nicht mehr den Kegelclub, es gibt nicht mehr die Kneipe. Also so eine Serie wie Friends oder How I Met Your Mother, in deren die der ganze Freundesgas, die ganze Clique sich jeden Abend in derselben Kneipe trifft. Das würde heute wäre es eine abgefilmte WhatsApp-Gruppe.
33:01 Gavin Karlmeier
Oder kommerzialisierte Orte, der Starbucks um die Ecke oder keine Ahnung, die sich ja auch gerne Third Place dann genannt haben.
33:09 Dennis Horn
Ja, ganz genau. Und selbst das ist aber auch angesichts angespannter wirtschaftlicher Lagen, aber auch der Realität in Deutschland, dass es diese Starbucks eben in vielen Städten und Orten ja eben auch gar nicht gibt, gibt es eben diese dritten Orte eben einfach gar nicht mehr. Und deswegen finde ich das so schön, dass es gerade so eine Bewegung gibt von Leuten, die sich verabreden, um sich zu treffen. Weil was da ja passiert, das ist ja das Pokémon-GO der Neuzeit. Was ja passiert ist, Menschen lernen sich kennen, treffen aufeinander und haben einen Grund, miteinander zu sprechen, ohne dass es irgendwie eine Kommentarspalte gibt. ist, die ein Thema vorgibt, oder ohne dass es eben einen Anlass gibt, wie eben ein Konzert oder eine Party zum Beispiel. Und ich finde, das ist so, das bringt so Hoffnung. Das ist fast schon eine Versöhnlichkeit eigentlich, darüber zu sprechen.
34:00 Gavin Karlmeier
Und wir hätten eigentlich damit enden müssen, ne?
34:04 Dennis Horn
Ich wollte es mitbringen, weil das ist Internetkultur.
34:06 Gavin Karlmeier
Ja, es ist, also, pass auf, ich möchte das in so einen anderen Zusammenhang noch bringen. Wir haben und Da wird es jetzt ein, also ich möchte das jetzt gar nicht so dunkel machen, sondern ich möchte mit was Schönem enden, was daraus irgendwie am Ende übrigens. Wir haben doch über das Attentat auf Charlie Kirk gesprochen. So, und über die Radikalisierung der mutmaßlich, wir wissen noch immer viel zu wenig davon, um da überhaupt irgendwie fester zu darüber sprechen zu können, aber der Radikalisierung, der mutmaßlich der Täter dort unterlag oder ähm Die er erlebt hat, im digitalen Raum. Und dann haben wir ja darüber gesprochen, dass eins der Probleme in der Berichterstattung über diese Themen, und ehrlich gesagt habe ich das, fand ich das auch bei diesem Pudding-Mith-Gabel-Ding so, ähm dass man das, was dort passiert, nicht für so richtige Kultur hält. Weißt du, was ich meine? Ja, also im Grunde ist das, was er dort an Radikalisierung erlebt hat, entweder verharmlost worden oder ignoriert worden. So im Sinne von, also weiß ich nicht, mutmaßlich erlebt hat. Computerspiele, ja, dies, das, Internet, haha, irgendwelche lustigen Bilder. Und dann wird nicht darauf geguckt Dass das, was da passiert, real ist und mit dieser Person wirklich passiert und zu Konsequenzen im realen Leben führen kann. So wie es hier möglicherweise passiert ist. Und die Artikel über Pudding mit Gabel wirkten auf mich auch wieder, so was ich gelesen habe, zum Teil so ein bisschen belustigt. Haha, guck mal, was da der neueste Internettrend. Aber im guten Sinne passiert ja genau das, was du eben beschrieben hast. Menschen treffen zusammen. finden sich, reden miteinander. Aus diesem digitalen Raum wird was echtes so. Und ich habe in einem der Artikel, ich glaube, das war auf heute. de, Hat eine der Organisatorinnen aus Hannover, da kamen irgendwie 1000 Leute, sind da zusammengekommen, gesagt, das ist eine Art Ventil in unserer heutigen Zeit. Und ein Teilnehmer hat gesagt, irgendwie einen Tag lang mal die ganzen Probleme vergessen. Das hat eine tiefere Auswirkung. Mitunter, als so Haha, nur der neueste Internet trend. Und ich fand das auch tatsächlich eine wirklich schöne Geschichte. So, das wollte ich einmal so ausholen, um.
36:38 Dennis Horn
Ja, du alles komplett richtig, was du sagst. Am besten hat mir das Zitat bei ZDF heute auch gefallen von Robert. einem Teilnehmer des Pudding mit Gabeltreffens, der gesagt hat, mit Löffeln Pudding essen ist scheiße, alleine Pudding essen ist scheiße. Und ich finde, das fasst das für mich so genau zusammen. Das ist, danke Robert. Und es ist so unpolitisch auch. Also ich will nicht sagen, dass wir alle mal unpolitischer werden müssen. Im Gegenteil, jetzt gerade ist die Zeit, viel politischer werden zu müssen. Aber wir werden die ganze Zeit mit Scheiße beworfen, um in Robertsduktus zu bleiben.
37:07 Gavin Karlmeier
Ja, da wird es vielleicht fast schon philosophisch, aber sich gezielt dem Politischen zu entziehen, ist auch ein politischer Akt in diesen Tagen.
37:15 Dennis Horn
Ja, das ist so. Und also man trifft sich ja nicht, um Reiche mit Gabeln zu essen. Wenn ich der Linksradikale wäre, den ich in den Kommentaren immer bin, dann wäre das mein Vorschlag.
37:29 Gavin Karlmeier
Währenddessen diskutiert die Politik weiter über eine Altersgrenze für Social Media in Deutschland. Konkret über Instagram, zum Beispiel, TikTok, erst für Jugendliche ab 16 Jahren. Jens Spahn sieht Handlungsbedarf. Er hat der neuen Osnabrücker Zeitung gesagt, wir wägen noch ab, es sei noch keine Entscheidung gefallen, aber er begründet mögliche Einschränkungen mit Ergebnissen von Hirnforschern. Klammer auf, Anmerkung von mir, hoffentlich nicht Manfred Spitzer. Klammer zu. Apps wie Instagram und TikTok würden das Belohnungssystem im Hirn so ansprechen wie Heroin. Und jetzt Zitat Spahn, wer schon mal versucht hat, einem Zwölfjährigen das Smartphone wegzunehmen, während der bei TikTok unterwegs ist, habe ich mich gefragt, warum will Jens Spahn ein Zwölfjährigen das Smartphone wegnehmen. Weiß um die Entzugserscheinungen. Verbote seien ein scharfes Schwert, aber wir verbieten Jugendlichen auch Alkohol und Nikotinen, um das noch wachsende Gehirn zu schützen. Und wenn TikTok wie eine noch härtere Droge wird Wirkt, müssen wir etwas tun. So, bevor wir hier jetzt gleich dazu übergehen, einseitig Jens Spahn abzuziehen.
38:33 Dennis Horn
Vielleicht.
38:34 Gavin Karlmeier
Ich werde aufs Post schauen. Ich möchte kurz sagen, CSU-Chef Markus Söder ist gegen so eine Altersgrenze. Noch. Der Kanzleramtschef Thorsten Frey Sagt, das ist schwer durchsetzbar. Und die grünen Chefin Franziska Brandner ist dafür, für ein Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Also, ähm da scheint mir was ähm Nicht entlang der Sortierung der Parteienlandschaft zu laufen in dieser Diskussion. Ganz interessant, finde ich das.
39:03 Dennis Horn
Finde ich auch sehr interessant, finde ich aber gar nicht so überraschend. Gleichzeitig. Es ist halt so eine Gewissensfrage, wie Angela Merkel das damals gesagt hätte, im Fall der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland. Also am Ende, man muss darüber diskutieren, weil die Frage ist ja tatsächlich. . Es ist nicht die Frage, ob das Verbot durchsetzbar ist oder nicht, glaube ich. . Weil die Beispiele, die Jan Spander genannt hat, Verbote, wir verbieten Jugendlichen auch Alkohol und Nikotin. Ich kenne durchaus Jugendliche, die schon mal einen Schluck Bier getrunken oder eine Zigarette gesehen haben oder vielleicht sogar in der Hand hatten. Also ich glaube, das kann nicht der Maßstab sein. Der Maßstab muss sein, gibt es kein anderes Mittel, als dieses scharfe Schwert zu ziehen, weil ja der Unterschied zu Alkohol und Nikotin ist. Dass man sich, dass Jugendliche nicht ihren kompletten Alltags schon über Alkohol und Nikotin definieren, sondern mit Social Media gestalten. Die Kommunikation findet darüber statt. Das ist das öffentliche Leben. Dort findet die Gesellschaft statt. Und nicht in der Kneipe. Für Jugendliche. Ich glaube, dass eben solche Geschichten wie das Pudding mit Gabelessen, das gäbe es dann eben auch nicht mehr. Also, wir würden damit gar einen Schnitt setzen an einer Stelle. bei der wir Dinge mit wegfallen lassen. Da fallen Locken mit runter, die wir eigentlich ziemlich dringend brauchen bei den jungen Menschen. Und deswegen, ich habe mich da sehr lange schwer getan, eine Meinung zu bilden zum Thema Social Media Verbote für junge Menschen. Mittlerweile, obwohl ich jeden Tag hier darüber spreche, jeden zweiten Tag darüber spreche, was die Plattformen für junge Menschen bedeuten, welchen Schaden sie bei ihnen anrichten, dass sie. Und da gehe ich mit, sicherlich ähnliche Bereiche im Gehirn ansprechen wie Suchtmittel, ob es jetzt Heroin ist oder Glücksspiel, keine Ahnung. . . Aber. Glaube ich trotzdem, dass der Verlust für junge Menschen und auch die Auswirkungen des Wegfalls dieser De facto-Gesellschaft, dieser de facto-Öffentlichkeit, die sie dort erleben, dass das schwerer wiegen würde. Und ich glaube, wir müssen andere Wege finden, dass junge Menschen da eben nicht Quatsch machen oder Quatsch erleben, so ist es richtig, als ihnen das komplette Ding wegzunehmen.
41:07 Gavin Karlmeier
Und auch der Wegfall des Ortes, über den Sie selbst am Diskurs teilnehmen können, genau ich bin komplett bei dir. So, was haben wir hier noch liegen? Ich sortiere uns noch ein bisschen die weiteren Themen. Ja, ist gut. Einverstanden? Also Wolfram Weimer, der Kultur- und Medienstaatsminister und sein Weimar Tat zum Beispiel. Ich habe uns darüber nachgedacht, ob ich einen Ton mitbringe. Mit dem er aber plötzlich in allen Sprachen sprechen kann. Also ich saß da so vor, Kinnlade kippte runter und ich weiß auch nicht.
41:36 Dennis Horn
Also ich habe das hier schon ein paar Folgen jetzt vor mir hergeschoben, dieses Thema. Weil ich so dachte, was sollen wir dazu sagen? Aber man muss, glaube ich, mal ganz kurz was dazu sagen, wenn der Staatsminister. Und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien als Antwort auf all diese Probleme, über die wir hier die ganze Zeit sprechen und die wir aber auch gerade generell im medialen Deutschland erleben. . Als offenbar als erstes sich erstmal darum kümmert, dass er so lange abbearbeitet wird, dass man aus ihm einen Weimatar erstellen kann. Da bin ich ein bisschen irritiert. Also dass er zum Beispiel als größtes Problem Zensur als TikTok auf TikTok wahrnimmt. Ich weiß nicht, ob Wolfram Weimar wirklich überschaut, welches Themenfeld ihm da eigentlich komplett unterliegt.
42:20 Gavin Karlmeier
Ja, diese Frage habe ich mir schon zu Beginn seiner Amtszeit gestellt, ob er das tun wird. Ja. Ich unterschreibe das.
42:27 Dennis Horn
Er sagt selber, der Weimatar macht deutlich, KI ist keine Vision, sondern Realität. Und da denkt man sich doch, wer ging denn davon aus, dass KI noch eine Vision ist? Wir haben Chat-GPT seit drei Jahren alle im Bild.
42:39 Gavin Karlmeier
Die Menschen, die es benutzen, zumindest nicht. Apple wendet sich gegen den Digital Markets Act. So, da gab es eine Stellungnahme, übrigens von Google auch eine. Also bei Apple heißt es, erzwinge Apple, bestimmte Funktionen für Produkte und Apps von Drittanbietern zugänglich zu machen, bevor sie den NutzerInnen zur Verfügung gestellt werden dürfen. Beispiel Die Live-Übersetzung mit AirPods, die wir hier nicht haben, die iPhone-Spiegelung des Mirroring, das wir hier nicht haben, datenschutzrelevante Kartenfunktionen, die wir hier in der EU nicht haben. Apple sieht das als enorme technische Herausforderung und als Sicherheitsrisiko. besonders beim Datenschutz. Auch Google protestiert, aber ich fand schön die Reaktion der EU-Kommission auf Apple. Die weist das zurück, kategorisch. Sie sei auch nicht überrascht, dass Apple so reagiert. Es sei normal, dass Unternehmen manchmal mehr Zeit benötigen, um sicherzustellen, dass ihre Produkte mit dem neuen Gesetz konform sind. Man helfe Apple gern dabei, die Vorschriften einzuhalten. Das habe ich sehr gemacht.
43:38 Dennis Horn
Ich finde, das Problem ist, dass sich ganz, ganz, ganz viele Medien an dieses Apple-Statement gehalten haben und gesagt haben, Apple kann Innovationen nicht nach Europa bringen. Und das ist ehrlicherweise. Bullshit. Bullshit. Das ist Framing von Apple. Denn, also nehmen wir die Live-Übersetzung. Es gibt ganz viele Leute, die sich damit auseinandergesetzt haben. Warum gibt es die Live-Übersetzung auf AirPods in Europa nicht? Und eine Lesart ist es wohl, dass du Oder das Apple, weil eben iOS und in iOS, dem Betriebssystem auf den iPhones, findet eben die Rechenaktion dieser Live-Übersetzung statt. Die AirPods selber machen das nicht. Und iOS gilt nach DMA, nach Digital Markets Act, als Gatekeeper und hat deswegen die Pflicht, gewisse Dinge zu gewährleisten, damit auch anderen MitbewerberInnen der Markteintritt erleichtert wird oder zumindest nicht erschwert wird. Dazu gehört zum Beispiel, dass man sich einen Standardbrowser aussucht oder eine Standardübersetzungs-App aussucht. Bedeutet also, dass Apple die Schnittstelle zu den AirPods für Mitbewerber wie zum Beispiel DeepL. Öffnen müsste, damit ich mir aussuche, woher kommt jetzt der übersetzte Text, den mir mein AirPod ins Ohr gibt Und Apple möchte das nicht. Apple hat natürlich gar kein Interesse daran. Diese Daten, die für KI-Training wichtig sind, die aber auch generell zur Verbesserung der Produkte wichtig sind, weil man ja daraus lernt, wenn man korrigiert wird als Übersetzung zum Beispiel. gar kein Interesse daran, diese Daten abzugeben und die Schnittstelle zum AirPod zu öffnen. Also sagt man nicht, wir wollen unsere Schnittstelle nicht öffnen, sondern weil wir die Schnittstelle nicht öffnen wollen, dürfen und aber ohne unser Produkt nicht ausliefern dürfen oder anbieten dürfen, deswegen ist die Politik schuld.
45:19 Gavin Karlmeier
Und das ist natürlich Quatsch. Ich meine, das Kalkül von Apple war wahrscheinlich, dass die Kundinnen und Kunden das so sehr stört, diese Funktionen noch nicht zu haben, dass da irgendwer auf die Barrikaden geht. Ich habe das nicht festgestellt. Und tatsächlich waren die einzigen, die dieses Framing irgendwie mitgegangen sind, durchaus Medien. Fand ich auch etwas erschreckend.
45:42 Dennis Horn
Eine andere Funktion, die Apple übrigens nennt, ist Visited Places.
45:46 Gavin Karlmeier
Das waren diese Kartenfunktionen, die ich mache.
45:48 Dennis Horn
Das ist eine Funktion, die hast du bei Google Maps seit Jahren. Dort hast du Zeitleiste. Die Möglichkeit, deinen Standort sozusagen mitzutracken. Im Fall von Apple, aber sicher auf dem Gerät und nicht gespeichert in der Cloud, wobei Google das inzwischen, glaube ich, auch sicher auf dem Gerät macht, zumindest bei dem iPhone. Und das rollen sie nicht aus, obwohl Google, die mit Alphabet eben auch Gatekeeper sind, das Feature eben anbieten können. Und da muss man sagen, ist diese Argumentation eben rissig.
46:16 Gavin Karlmeier
Ja, das ist verrückt. Ich meine, das ist ein Trade-off, ne? Also am Ende muss muss Apple natürlich, wenn es diesen Regeln nachkommt ein System schaffen, das nicht mehr so wunderbar geschlossen und dadurch klar ist. Das heißt, da kommen irgendwie Sollbruchstellen plötzlich rein, die man eher so aus der PC und Android-Welt kennt und Ja, mitunter auch hasst, weshalb man als Nutzer ja tatsächlich in so eine Apple-Umgebung geht. Aber tatsächlich finde ich auch die Argumentationskette hier reichlich fadenscheinig.
46:46 Dennis Horn
Ja, wobei man aber auch dazu sagen muss, wie viele Menschen hast du denn, und ich bin mir sicher, du kennst die Antwort, obwohl das eine sehr konkrete Frage ist, wie viele Menschen kennst du? Die alternative App Stores auf ihren iOS-Geräten in Auto-Man sein.
46:58 Gavin Karlmeier
Das wird am Ende so laufen, dass das nicht passieren wird.
47:01 Dennis Horn
Ja, natürlich. Ja, ja, klar. Deswegen, das ist doch. Abstrus. Also, ich finde, da macht sich Apple gerade keinen guten Fuß mit, sagt man so, ne? Sich einen guten Fuß machen.
47:11 Gavin Karlmeier
In Afghanistan ist das Internet stattdessen komplett abgeschaltet durch die Taliban. Glasfaserverbindungen, mobile, Datenverbindungen, Telefonverbindungen, das ist ein kompletter Blackout, den man dort sieht von außen. Als Folge sind die meisten Flüge gestrichen worden, die Websites von lokalen Medien wurden nicht mehr aktualisiert. Wenn es so bleibt, hätte das auch Auswirkungen zum Beispiel auf die Bildung von Frauen und Mädchen, für die das oft der einzige Weg ist, irgendwie an Wissen zu kommen. Also kompletter Internet-Blackout in Afghanistan. Die müssen sich um Apple im Moment keine Sorgen machen um den App Store, aber wahnsinnig.
47:52 Dennis Horn
Es ist natürlich eine entsetzliche Geschichte und da kann man nicht viel mehr zu sagen, aber müssen wir hier mal so der Vollständigkeit halber hinnehmen. Wenn wir vor allem aber überlegen, wie es in anderen Ländern dann solche Entscheidungen am Ende zu Protesten in der Gesellschaft geführt haben und damit auch zu einer Also ich glaube nicht, dass du die Taliban mit einer gut organisierten Demonstration zum Umlenken bewegen kannst, aber durch sowas können natürlich auch Revolutionen entstehen.
48:14 Gavin Karlmeier
Genauso. Dann springen hier hin und her. Die Gym-Studie, das ist eine medienpädagogische Studie. Nach der bringen verbringen Jugendliche rund 90 Minuten am Tag mit Online-Games. Nicht benannt hat schon Carrie übrigens, richtig zu sagen. Nee, wie heißt die Jugend in Medien oder irgendwie so? Das ist die Abkürzung. Und eins der beliebtesten Spiele ist Roblox. Und da wirbt jetzt der Zoll um Azubis. Das ist so abstrus.
48:44 Dennis Horn
Also, das ist noch abstruser als der Weimatar. Weil Roblox-Nachweis.
48:49 Gavin Karlmeier
Ich möchte, dass der Weimatar in Roblox auftaucht und dem Zoll das verbietet. Das würde mir gefallen.
48:54 Dennis Horn
Bitte gehen Sie weg. Es wäre so schön, wenn der Weimater so reden würde wie diese animierten Computerfiguren in den 90ern. Das wäre toll. Geil, Karl Klammert aber als Wolfram Weimar. Genau. Was wolltest du sagen? Ich wollte sagen, Roblox schert sich ja einen Dreck um Jugendschutz. Also der Chef von Roblox, also Sie haben zwar ein bisschen eingelenkt, sie haben ein paar. Das kann man, glaube ich, so nicht stehen lassen. Roblox hat sich ganz lange einen Dreck um Jugendschutz geschert, so ist es richtig. Haben dann festgestellt, dass es ihrem Wert nicht guttut und haben dann ein paar Maßnahmen ergriffen. um offenbar Jugendschutz dann doch für wichtig zu nehmen und zu sagen, na vielleicht ist keine gute Idee, wenn unsere Plattform vornehmlich von Menschen unter 18 genutzt wird, hier aber. irgendwelche schrecklichen Ereignisse der Welt nachgespielt werden, die am Ende traumatisierend wirken oder noch schlimmer Grooming auf der Plattform stattfindet. Was beides passiert ist. Wir haben darüber gesprochen. Dass der beim Zoll, man sich dann gedacht hat, wir bieten jetzt einfach mal, gehen da jetzt mal hin, kann man natürlich auf Zahlenebene verstehen. Auf moralischer Ebene ist das Nix. Also zum einen glaube ich nicht, dass 13-Jährige sich denken, boah, das ist so geil, ich will bei der Polizei des Finanzministers anfangen zu arbeiten, weil die bei Roblox auftauchen. Zum anderen werden sie sich auch nicht denken, oh mein Gott, ich muss aufpassen, wenn ich irgendwelche Dinge im Ausland einkaufen. Das wird alles nicht passieren. Es ist wie die Bundeswehr auf der Gamescom. Am Ende ist es nur ein irritierender, irritierender Fremdkörper in einer Umgebung, in der er das nicht zu suchen hat.
50:23 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht. Findest du das gut? Nee, also ich frage mich, also bitte nimm mal gerade Bundeswehr auf der Gamescom raus, weil das ich finde, das ist nochmal irgendwie ein bisschen anders gelagert. Aber was hier ja passiert, ist, du hast eine, ich habe noch keine Meinung. So, aber mein Gedanke ist gerade, du hast doch hier eine Plattform und an der Plattform gibt es Kritik So, und das kannst du aber ja jetzt durchdeklinieren. Also auch Meta, ich meine, wir haben eben über Grooming und so weiter gesprochen und was da passiert. So, und dann haben wir unsere Accounts auch da, weil wir Leute erreichen. Auch X ist für mich auch wieder eine Ausnahme. Aber auch Google geht nicht geil um. Das kannst du ja durchdeklinieren. So an vielen verschiedenen Plattformen. Und für mich ist immer, und das ist ja dasselbe auch bei der Frage, warum geht ihr als Medien irgendwie zu Instagram oder keine Ahnung, für mich ist immer ein Unterschied, wie verhält sich die Plattform? Erstmal So, wie verhält sich im Allgemeinen die Plattform und wie ist sozusagen meine strategische Entscheidung, auf eine Plattform zu gehen, weil ja trotzdem gleichzeitig Realität ist, dass sich Leute da aufhalten? So, und ich kann das nicht bewerten. Also, erstmal gehört dann am Anfang eine Potenzialanalyse dazu, wie viele Leute laufen da rum, sind die überhaupt aufnahmefähig für solche Botschaften und wenn sie es sind, finde ich das erstmal einen smarten Move. Der für mich immer unabhängig, erstmal unabhängig von diesen Plattformmechaniken und solchen Fragen. Weißt du, was ich meine?
51:53 Dennis Horn
Ja, aber ich sehe einen ganz großen Unterschied. Und der Unterschied ist das Alter der Zielgruppe. Also hier geht der Zoll Und macht gezielt Werbung bei 14-, 15-, 16-Jährigen. Das ist ein völlig anderer Approach, als zu sagen, wir gehen jetzt zu, selbst zu TikTok. Würde ich unterstellen, sind die Leute im Schnitt älter. Bei Instagram sind die Leute älter. Es ist nicht, wir suchen eine Plattform, bei der wir Werbung für Kinder machen können. Weißt du, also ich finde, da ist man.
52:19 Gavin Karlmeier
Und wenn du um Azubis werben möchtest, musst du zu jungen Leuten gehen. Da kannst du ja nicht zu den 25-Jährigen gehen. Azubi-Werbung ist automatisch für Jüngere. Und ich muss auf eine Plattform gehen, wo.
52:30 Dennis Horn
Aber machst du das in so einem Umfeld, bei dem du irgendwo zwischen Lego und Fortnite unterwegs bist? Also ich weiß nicht. Für mich löst das so, das ist so, man hat sich die Zahlen angeschaut, hat gesehen, Roblox ist ein Ding, also gehen wir da jetzt hin.
52:45 Gavin Karlmeier
Ja, ja, klar. Ja. Aber deine Argumentation überzeugt mich noch nicht. Also, um jetzt irgendwie umzukippen, reicht mir das, reicht mir das noch nicht. Wir streiten mal auf Roblox weiter. Komm schon. 17 Uhr, kommt alle dahin. Dort ist es Zoll.
53:00 Dennis Horn
17 Uhr Skate. Auflocks kaum alleine.
53:05 Gavin Karlmeier
Dann gehen wir rüber zu Lidl. Lidl hat vor Gericht gegen den Verbraucherzentrale Bundesverband gewonnen, muss keine Änderung am Bonusprogramm Lidl Plus vornehmen. Die Verbraucherschützer hatten gesagt, da wird nicht gut genug informiert, dass du Rabatte über Lidl Plus nur erhältst, wenn du dafür mit deinen persönlichen Daten zahlst.
53:25 Dennis Horn
Das bedeutet, persönliche Daten sind keine Währung. Das ist das Ergebnis dieses Urteils, was glaube ich mal so festzuhalten ist erstmal.
53:35 Gavin Karlmeier
So, und dann habe ich hier noch Spotify liegen. Vielleicht, bevor wir zu Funktionen und Emotionen kommen. Spotify hat eine Reihe von Änderungen angekündigt was die Richtlinien zu KI generierter Musik und spam Angeht. Also, Spotify arbeitet zusammen mit D-DEX, DDEX, ich weiß es nicht, an einem Industriestandard für die Offenlegung von KI in den Credits. Spotify will außerdem seinen Ansatz gegen KI-unterstützten Spam verstärken. Dazu gehören so zum Beispiel Stimmklone. Wenn einer plötzlich auch so klingt wie Rod Stewart oder so. Hochgeladene Musik, die irgendwie auf das Profil eines anderen Künstlers geliefert wird, solche Dinge. Da sollen die Anstrengungen außerdem noch verstärkt werden. Ich finde das gut. Hab immer so, bevor es losgeht, die Frage, ob hier auch am Image gedreht wird, allein schon mit dieser Ankündigung, wir müssen warten auf All das, was dann tatsächlich kommt.
54:38 Dennis Horn
Ja, Sie haben selber gesagt, dass Sie in den letzten zwölf Monaten 75 Millionen Titel entfernt haben, weil sie eben schon zu spammig gewesen sein.
54:46 Gavin Karlmeier
Und das ist übrigens auch eine Nutzererfahrung, die man in letzter Zeit oft hört. Also dass Menschen einfach damit in Kontakt kommen.
54:52 Dennis Horn
Ja, es gibt halt Acts, die plötzlich einen neuen Song. Rod Stewart, neuer Song, der halt komplett KI generiert war, mit dem sich jemand irgendwie ein paar mag. Ein schlechtes muss man dazu sagen, ich glaube, Spotify als reine Musik Publishing ist als Geschäftsmodell nicht die beste Idee, wenn du aber 75 Millionen Songs hast. Vielleicht schon. Interessant finde ich auch, dass die Richtlinien explizit nicht für reine KI-Projekte gelten, die weiterhin erlaubt sein dürfen. So, also du darfst immer noch Songs hochladen, wie zum Beispiel The Velvet Sundown. Das war diese erste KI-Band, die so richtig groß geworden ist. Ähm, trotzdem, das stimmt natürlich, diese Beobachtung, dass Spotify gerade versucht am Image zu schrauben. Also erst diese Ankündigung, über die wir gerade gesprochen haben, dann hat am gestrigen Donnerstag Daniel Eck, der CEO, bekannt gegeben, nicht mehr CEO bleiben zu wollen oder zurückzutreten als CEO, er wird immer noch im Unternehmen bleiben und die neuen CEOs werden ihm immer noch berichten, aber die Schlagzeile, die damit generiert werden sollte, soll natürlich ein Image-Move sein.
55:48 Gavin Karlmeier
Zeitungen heißt das dann Herausgeber.
55:50 Dennis Horn
Genau.
55:51 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
55:53 Dennis Horn
Trotzdem hat Spotify halt immer noch Probleme. Also die Tagesschau, da wärst du jetzt wahrscheinlich zu gekommen, ne? Nee. Okay. Die Tagesschau hat auch gestern erst berichtet, dass es einen riesen von rechtsnationalen KI-Songs auf Spotify gibt, die extrem erfolgreich damit sind.
56:11 Gavin Karlmeier
Spotify und YouTube auch. Es gibt hunderttausende Klicks, die auf diese Beiträge und Profile gehen. Und die Tagesschau schreibt auch ein algorithmisches Problem, dass das so gut funktioniert.
56:27 Dennis Horn
Ja, Sie haben mit einer Frau gesprochen, die auf dem Release-Radar eine Deutschlandfahne mit einem Adler plötzlich hat. Also auf dieser Playlist, die dir immer die neuen Songs vorschlägt. Dahinter war der Song Deutschland, was ist nur passiert. Wir müssen nicht viel näher darauf eingehen und auch nicht sagen, wie der Interpreter heißt, weil er ist offenbar noch online. Aber das zeigt halt, dass du diese Regeln da auch immer noch nicht so richtig in der Umsetzung im Griff hast.
56:49 Gavin Karlmeier
Und so wiederholen sich bei all diesen Plattformen all diese Probleme immer wieder aufs Neue. Aber bei solchen Plattformen verstehe ich eins nicht.
56:58 Dennis Horn
Und zwar, wenn du jetzt so einen Song hast, der gerade so eine gewisse Schwelle erreicht, und ich würde mal behaupten, dass 100. 000 Plays auf einem Song betrifft bei einer Plattform wie Spotify vermutlich nicht mal 5% des gesamten Angebotes. wie es passieren kann, dass so ein Song, der neu auf die Plattform kommt, von einem Egg, der vorher keinerlei Erfolge hatte und erfolgreich wird, dass der durch gar keine, selbst wenn der schon online ist, Über gar keinen Schreibtisch mehr geht. Weißt du, also dass es da keine Teams gibt, die sozusagen proaktiv moderieren und sagen, wir haben jetzt hier gerade so Hypes, die gucken wir uns gerade mal an. Wir erinnern uns auch an die Geschichte des damals, als die Sylt-Geschichte war. Ich weiß gar nicht mehr, da haben wir wahrscheinlich hier drüber gesprochen, dass du den Song La Motte au jour von Gigi d'Agostino auch gefunden hast, wenn du diese Zeilen eingegeben hast, die eben in Sylt gesungen wurden.
57:48 Gavin Karlmeier
Es gibt ja auch so Mechanismen, die solche Entwicklungen erstmal vorsorglich stoppen. Also da haben wir ja bei X häufig genug drüber gesprochen, dass da offenbar Mechanismen drin waren, wenn ein Hashtag zu schnell irgendwie viral geht, wenn neue Themen irgendwie zu schnell viral. Gehen, dann werden sie vorsorglich ganz offenbar oder wurden, ich weiß nicht mehr, wie es jetzt ist, aber vorsorglich gesperrt. Und da würde man dann wieder aus einer anderen Sicht heraus argumentieren, ist das so sinnvoll? Ja, aber Musik ist ja auch nochmal was anderes als Debatte. Und wenn man dann Teams hätte, dass so False Negatives irgendwie heute false positives und negatives, aber sie, also die da irgendwie dann nochmal drauf gucken oder so, wäre ja gut. Absolut. Apropos gut. Oder schlecht. Spiel mal ein. Funktionen und Emotionen. Je nachdem, wie die Emotionen ausfallen. So, also. Haki Andi schickt uns ein Screenshot. Die Community-Chats bei Facebook werden am 5. Oktober eingestellt. Du kannst die Gruppe auf Facebook aufrufen, um mit deiner Community in Verbindung zu bleiben. Kennst du Community-Chats, Dennis? Nee, aber das ist so, also das ist ja wie du, du hast ja hier schon öfter Funktionen genutzt. Zu denen ich keine Emotionen hatte, weil ich sie gar nicht kannte.
59:08 Dennis Horn
Oh, der Mist. Bis tut mir leid.
59:11 Gavin Karlmeier
Das ist eine Enkel von Facebook, da bin ich nicht unterwegs.
59:13 Dennis Horn
Ja, komm mal vorbei, das ist wild. Also, du kannst in Community-Chats, also das ist wirklich, wirklich schlimm. Wenn du in einer Facebook-Gruppe bist, hat jedes Mitglied die Möglichkeit, diesen Community-Chat zu starten und er taucht dann in deine Messenger auf.
59:29 Gavin Karlmeier
Mit allen anderen aus dieser Gruppe?
59:30 Dennis Horn
Exakt. Das ist die schlimmste Funktion, die Facebook jemals etabliert hat. Weil du nachweislich Millionen Menschen auf die Nerven gehst damit. Und deswegen würde ich sagen, Halleluja, weg.
59:44 Gavin Karlmeier
Das ist eine WhatsApp-Gruppe auf Speed, oder?
59:46 Dennis Horn
Ja, nur dass du, du bist quasi in jedem Telefonbuch. Und jeder kann dich da reinpacken.
59:50 Gavin Karlmeier
Ja, ja, gut. Weg damit. Bitte schneller als am 5. Oktober. Meta.
59:57 Dennis Horn
Diese vier Tage kann ich jetzt nicht mehr warten.
01:00:01 Gavin Karlmeier
Ich kannte die Funktion nicht, aber macht's schneller. So. Meta sagt: Es gibt neue regulatorische Vorgaben im Vereinigten Königreich und nach intensiven Gesprächen mit der britischen Datenschutzbehörde Wird es dort jetzt ein Abonnement für werbefreie Nutzung gehen und geben? Und damit haben die NutzerInnen dort die Wahl, Facebook und Instagram weiter kostenlos zu nutzen, aber mit personalisierten Anzeigen. Oder ein Abo abzuschließen, um irgendeinem zu sehen. Und das kostet dann knapp 3 Pfund oder knapp 4 Pfund auf Mobilgeräten pro Monat. Kennen wir ja schon diesen Ansatz.
01:00:39 Dennis Horn
Ja. Und auch hierzulande ist noch nicht so ganz klar, ob das so rechtlich einwandfrei ist, ob das mit diesem Gesetz übereingeht. Es gibt zahlreiche Klagen, die versuchen, das gerade irgendwie klären zu lassen. Aber man kann es ja mal probieren. Da habe ich nicht dazu an Emotionen. Nee, ist so.
01:00:58 Gavin Karlmeier
So, dann Threads versteckt jetzt am Ende von Beiträgen auch die Hashtags. So wie das mitunter bei Mastodon schon der Fall ist. Du kannst dann auf Show Hashtags klicken und dann sieht man den, ne? Genau. Finde ich gut. Nee, finde ich nicht gut. Und es ist der langsame Tod der Hashtags. Ich meine, wenn du bei Threads den ersten Hashtag ja eingibst, erscheint er ja auch. Oben auch ich finde, das ist wild, das gefällt mir alles nicht.
01:01:24 Dennis Horn
Nee, ich hab eine andere Emotionen. Okay. Ich finde das nicht gut, weil es den Tod der Hashtags Yeah, so Mich nerven Hashtags ungemein, wenn sie völlig nutzlos verwendet werden. Und 99% der Fälle, in denen ich Hashtags sehe, erfüllen sie keinen Sinn mehr. Wenn du jetzt bei Threads mit Hashtags nicht mal mehr optisch nervst, dann werden ja viel mehr Leute wieder anfangen, Hashtags zu benutzen, weil es stört die Ästhetik nicht mehr. Kannst du das einfach reinknallen?
01:01:59 Gavin Karlmeier
Das glaube ich nicht. Also, Hashtags nutzen ja nur noch Boomer bei LinkedIn im Business-Kontext. Im Fließtext. Zehn Hashtags im Fließ-Text und nochmal dahinter. Und ich hatte ja auch schon vor, weiß ich nicht, drei, vier Jahren ein Seminar, wo eine Teilnehmerin mal sagte, ich erkenne Boomer immer, also daran, dass Postings von Boomern sind, weil da Hashtags drin sind. Es ist ja genauso. Und es gibt eigentlich nur einen Zweck, wann sie einzusetzen sind, wenn ich damit wirklich ein Live-Ereignis gleichzeitig begleite und dann total sinnvoll. So, aber dafür hätte ich gern nicht den Tod der Hashtags. Weißt du, was ich meine? Ja, verstehe ich.
01:02:40 Dennis Horn
Aber ich glaube eben, dass du durch diese Möglichkeit, das auszublenden, das eben total beförderst, dass Leute mehr anfangen, sowas wie, was hier in, wir haben so einen Screenshot hier, den sehen wir jetzt. Den fügen. Seht den nicht. Wenn ihr über YouTube guckt, seht ihr den vielleicht. Wenn ich es nicht vergesse. Vermutlich vergesse ich es. Ich erzähle einfach, was man sieht, Dennis. Wie findest du die? Mach mal. In dem Screenshot hast du stehen, ein Bild, da steht irgendwie ein bisschen Text, egal. Und da drunter steht Hashtag FYP, also ForU-Page. Viral Videos, Hashtag Midjourney, Hashtag Superman, Hashtag Batman, Hashtag Joker, Hashtag WonderWoman, Hashtag DC Comics, Hashtag Com Comic Books, Hashtag Comics. Das will doch keiner sehen, bringt gar niemandem was. Und wenn du das ausblenden kannst Bietest du aber eine Möglichkeit für Leute, das wieder zu benutzen, weil das den Menschen nicht mehr auf die Nerven geht?
01:03:32 Gavin Karlmeier
Ja, okay, mehr, aber ich glaube, so fein austariert denkt niemand. Vor allem bei Meta nicht. Zwei Sachen habe ich hier noch liegen. Erstens OpenAI bereitet eine Social Media App für KI generierte Videos vor.
01:03:47 Dennis Horn
Ja, das wussten wir schon, dass es kommen soll, aber jetzt hat OpenAI offenbar noch ein bisschen näher bestätigt. Denn das Timing ist so interessant, weil wenn du die andere Sache, die du da liegen hast, auch noch vorliest,
01:03:58 Gavin Karlmeier
Meta stellt den Vibes-Feed für die MetaAI-App vor. Das ist ein Feed für KI-Videos. Exakt. Also es gibt in der MetaI-App. Also kurze KI-Clips sozusagen, ähm, nachgebaut, geremixt, mit Musikversehen, angepasst. TikTok für KI-Videos. Exakt.
01:04:18 Dennis Horn
Und genau das stellt OpenAI ja auch gerade vor. Wahrscheinlich arbeiten sie schon länger daran an diesem TikTok für KI-Videos. weil es schon vor Monaten diese kleinen Spitzen gegen Elon Musk gab, als Elon Musk Grog irgendwie ein Grog-Update angekündigt hat, dass Elon Musk geschrieben hat, okay, da machen wir jetzt ein soziales Netzwerk. Also da gab es durchaus so immer mal wieder so Sticheleien. Und scheinbar arbeiten die oder anscheinend schon länger daran und die soll jetzt wohl tatsächlich bald kommen, diese App. Das Timing, dass diese Ankündigung jetzt kommt, drei Tage nachdem Meta angekündigt hat, dass sie diesen Vibes-Feed in die App bringen, fühlt sich für mich aber wie Absicht an. Ja.
01:04:52 Gavin Karlmeier
Also meine Emotion ist, das funktioniert nur, wenn KI-Videos auf den großen Plattformen nicht hochgeladen werden dürfen. Dann braucht man irgendwie, aber sonst lade ich das doch da hoch, wo auch Nutzer sind, oder?
01:05:03 Dennis Horn
Also, was soll das? Das wäre schön.
01:05:06 Gavin Karlmeier
So, also Gavin möchte ein Verbot für KI-Videos. Gavin möchte ein Verbot für Hashtags. Schon krass, was für ein konservativer Typ aus dir geworden ist.
01:05:20 Dennis Horn
Drei Jahre Haken dran haben mich digitalisiert. Schön war's. Aber was du alles für Verbote heute gefordert hast, das müssen die Hakis rausarbeiten. Ich bin sehr gespannt. Ich muss kurz sagen, Dennis, also du bist ja jetzt bald nochmal hier Und zwar am, wann haben wir? Erst in zwei Wochen.
01:05:44 Gavin Karlmeier
Genau, am 15. Oktober hören wir uns wieder.
01:05:48 Dennis Horn
Nein, das stimmt nicht. Bei mir stehst du am 18. drin. 17.
01:05:52 Gavin Karlmeier
Ja, 17.
01:05:53 Dennis Horn
Ja.
01:05:54 Gavin Karlmeier
War das der, wieso? War das der, den du gestrichen hattest?
01:05:57 Dennis Horn
Naja, gut. Nein, das war nochmal ein anderer Termin. Ah, wir erklären das gleich. Kalenderkram machen wir gleich. Danke, dass du da warst, Dennis. Es war schön, dein Gast zu machen.
01:06:05 Gavin Karlmeier
Kein Hake ist jetzt schlauer, wann es weitergeht. Aber hier geht es weiter am Freitag.
01:06:09 Dennis Horn
Das reicht ja auch. Freitag und dann mit Thorstenbeeg. Am Tag der deutschen Einheit. Ja. Guck mal, was ist aus mir geworden? Selbst die Feiertage werden durchgeballert hier. Naja, danke, dass du da warst. Und weißt du, warum ich das machen muss übrigens, Hennis? Mit dem Feiertag. Warum? Weil ich habe ja für den 6. 11. den Livestream für die 95. Folge angekündigt. Achso, und es muss passen. Ich habe das da übersehen und jetzt kann ich nichts ausfallen lassen.
01:06:34 Gavin Karlmeier
Nee, ist gut. Macht das doch. Ja. Und viel Spaß dabei und wir hören uns. Heute des Monats wieder. Bis dann. Schön, dass du da warst. Danke, dass du heute zu Gast warst. Hat Spaß gemacht. Tschüss. Gevin drin, Gavin drin, das Horn-Update. Tschüss.