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Folge 485 · 3. Oktober 2025 · 1:06 Std.

Standort ist ihr Hobby

mit Torsten Beeck

Man muss die Geschichten erzählen, wie sie fallen, heißt es altes, aber falsches deutschen Sprichwort. Dazu gehört, dass das ICE offenbar jetzt Zugriff auf Millionen Nutzer:innen- und Standortdaten kommt, Instagram Maps in EU ausrollt und Signal mit Rückzug in der EU droht, sollte die Chatkontrolle kommen.

Juhu.

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Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Torsten!
  2. Skool und BRYGHT
  3. #hashtags
  4. Neues vom Trump-Phone
  5. Metas neue AI-Richtlinien
  6. OpenAI-Integration von Shopify und Etsy
  7. Sora-App und KI-generierte Videos
  8. US-Botschafter zu EU-Digitalregeln
  9. Google-Suchvorschläge zu Trump
  10. Signal und EU-Chat-Kontrolle
  11. Standortdaten und Deals mit ICE
  12. Funktionen und Emotionen
  13. Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thorsten. Hi Kevin. Bei mir ist heute Thorsten Weg, mein Chefredakteur. Chefredakteur Heise Online, CT, alles, was irgendwie heise Medien, nicht nur heise Online, ne? Heise Medien ist richtig. Ganze Welt. Alles. Chefredakteur alles, auch Chefredakteur Haken dann. Das heißt, wenn wir heute Quatsch erzählen, gibt es direkt auf den Deckel. Wenn ihr aber Probleme habt, die presserechtlicher Natur sind, schreibt nicht mir, sondern ihm. Vielen Dank. Ich habe so ein paar kleine Dinge zum Einstieg und möchte mit dir über etwas sprechen, das ich schon seit ein paar Wochen im Netz beobachte und dachte, irgendwann bringe ich das mal hier mit in den Podcast. Ich habe das Gefühl, es entsteht gerade etwas. Vielleicht ist es auch nichts Neues, vielleicht komme ich jetzt hier mit dem alten Schuh. Sagt man so, glaube ich, um die Ecke. Aber hast du schon mal von School gehört? S-K-O-O-L? Nee, sag mal. School ist so eine Art Social-Media-Plattform. die eigentlich in, ähm ich glaube, wir haben das ja letztes schon mal in unserem Nebensatz kurz angesprochen, aber es ist eine Social Media Plattform, die nur aus Untercommunities besteht. Also du registrierst dich dort und dann kannst du zum Beispiel Mitglied in einer Community werden, in der es um Meditation geht. So, und dann kannst du dir da angucken, was andere Leute zum Thema Meditation schreiben. Das Interessante ist aber, und das ist so die Einschränkung, diese Untercommunities, die es dort schreiben, Gibt, werden immer gehostet von jemandem, der sozusagen auch als Teacher fungieren kann. Das heißt, es gibt dann zum Beispiel eine Community, die heißt dann Was haben wir hier? Die Brotherhood of Scent, also die Fragrance Community. Und da gibt es dann so Leute, die da sozusagen coachen und so Videos hochladen und so. Und du kannst aber als Mensch, der dort eine Community anbietet, auch Geld dafür nehmen. Aber es ist keine reine E-Learning-Plattform, sondern du kannst dort sozusagen. . Wirklich einen Austausch herstellen mit Leuten, die sich untereinander austauschen. Und das ist so, wir beobachten schon so seit Monaten, Jahren fast schon diesen. Diesen Rückzug in die Nischen, in die kleinen Unterwelten und die Frage: Brauchen wir ein Instagram, das drei Milliarden Menschen nutzen gleichzeitig? Oder ist das hier vielleicht ein Weg? Und ich finde das interessant.

02:13 Torsten Beeck

Naja, genau, das sehen wir, da haben wir ja auch schon häufiger drüber gesprochen, dass wir so eine Diversifizierung in diesem Ganzen, das, was irgendwie wir so grob Social Media nennen, sehen. Und das ist deshalb auch für Leute, die irgendwie ein Interesse daran haben, mitzubekommen, was auf diesen Plattformen passiert, immer schwieriger wird, einen Überblick zu bekommen oder diese Plattform auch zu bespielen, wie wir das immer so schön nennen, also auch als Journalisten. Wo will ich da sein? Das Charmante an Social Media Plattformen war ja vor allen Dingen dann, dass man auch in ein Gespräch kommen konnte. Und nicht nur einfach Sender irgendwie war. Und durch die Vielfalt der Plattformen wird man jetzt schon wieder irgendwie so ein bisschen kommt man in die Situation, dass man eher Sender wird, weil man gar nicht alles so aktiv Betreuen, lesen kann und interagieren kann. Ich finde das tatsächlich ganz spannend. Ist aber auch, vielleicht ist es auch nachvollziehbar, also dass die Leute sich in, also dass es ein bisschen weggeht von diesem Dieser Masse und dass die Professionalisierung der Social-Media-Plattformen durch Creator dazu führt, dass die Leute, die gar nicht unbedingt Creator sein wollen, sondern einfach nur Menschen treffen wollen, im Austausch sein wollen, die jetzt gar kein großes Interesse an einer irgendwie an einer Million Follower haben, sondern einfach irgendwie Menschen finden wollen, die sich für ähnliche Dinge interessieren. Dass die auch ganz zufrieden sind, wenn sie 500 Leute treffen, die sich für die gleichen Sachen interessieren und die gar nicht skalieren wollen.

03:43 Gavin Karlmeier

Und ich bringe da als Beispiel immer meinen, äh, mein, also 2010 rum oder noch früher, 2006 rum, gab es so Netzwerke wie Emopunk, habe ich glaube ich schon mal erzählt. Netzwerk, bei dem die Leute alle relativ lange schwarze Haare hatten. Also alle die gleiche Frisur eigentlich, die dort angemeldet waren. Aber man war da so unter sich und das war irgendwie angenehm und schön, und das kann auch ein ganz schöner Gegentrend dazu sein, dass man so Zum Beispiel, wir haben in der letzten Episode über Nachrichtmüdigkeit gesprochen oder über das Gefühl, so überrollt zu werden von dem ganzen Content und den Reizen da draußen. Vielleicht geht das genau in diese Richtung. Es gibt auch einen deutschen deutsche. . Copycat ist, glaube ich, ungerecht, aber Leute, die dieses School-Prinzip auch nach Deutschland bringen, die heißen Bright mit Y, die machen das auch. Da machen schon zum Beispiel Nelson Müller hat da einen Kitchen Club gemacht. So, und du kannst natürlich als Creator dafür Geld nehmen, dass Leute sich dort registrieren. Musst du aber nicht. Und ich finde das irgendwie spannend, diese Richtung der Vernischung der Netzwerke. Vielleicht haben wir bald ganz viele kleine nebenan. de es

04:43 Torsten Beeck

Na, das ist ja im Grunde genommen das, also da kommt das Internet ja her. Also genau diese Form von Foren, noch viel früher und da kann ich mich nicht mehr dran erinnern, aber von so Mailboxen, auf denen Menschen sich irgendwie ausgetauscht haben, das waren ja auch Die waren ja gewinzig und von denen hat man im Zweifelsfall erfahren, weil man empfohlen wurde und weil man irgendwie wahrscheinlich eher offline diese Info bekommen hat, dass da irgendwie Leute sich treffen zu einem bestimmten Thema. Und das waren natürlich ganz viele Leute, die so aus dem Tech-Umfeld kamen. Aber ja, ich finde das tatsächlich auch ganz spannend und es wirkt. Ich glaube, es gibt so einen gewissen Trend von Ja, Vereinsamung von Menschen, obwohl sie so ganz vi Kontakte haben. Und ich glaube, dass das schon etwas sein kann, wo man sich dann vielleicht auch, wenn da eben nur weiß ich nicht, 500 Leute in deiner Yoga-Gruppe sind, mit denen man sich austauscht, gewinnt man, glaube ich, ein gewisses Gefühl von Nähe und persönlichem Kennen zurück. das vielleicht dann in so einer, weiß ich nicht, Facebook-Gruppe mit 45. 000 Mitgliedern nicht herstellbar ist, weil man, weil man es einfach zu weit weg ist und zu viele Menschen am Ende sind.

05:59 Gavin Karlmeier

100 Prozent. Also ein ganz doofes Beispiel, aber eins, das ich hier natürlich anbringen muss, ist, dass wir hier begleitend zu diesem Podcast diesen Discord-Server haben. So, da sind ja auch 2000 Leute. Das ist jetzt nicht nichts, aber es ist eben auch nicht drei Milliarden. Trotzdem hat man das Gefühl, dadurch, dass da man dauerhaft im Austausch ist und die Leute alle miteinander schreiben und sich austauschen zu Themen. die sie ja alle gemeinsam da hingebracht haben. Also Social Media Themen, aber im weiteren Sinne auch die Überschneidung zwischen digitaler Welt und echter Welt, die Gesellschaft und die Veränderung der Politik. Alles, was eben hier so irgendwie auch nur am Rande berührt wird. Wird eben dort besprochen und diskutiert und da kamen Leute mit unterschiedlichsten Expertisen zusammen, die sich eben dort aber eben irgendwie ein kleines Wohnzimmer wieder geschaffen haben im Internet, das sie woanders nicht mehr finden. Also ich glaube voll.

06:45 Torsten Beeck

Aber das ist, also ich glaube, es wurde so mit dem Niedergang des linearen Fernsehens ganz oft so dieses fehlende Lagerfeuer beklagt. Weiß ich nicht, die Wetten-Dust-Sendung, die es halt nicht mehr gibt, wo alle irgendwie Samstagabend im Schlafanzug vom Fernseher saßen, das gibt es halt irgendwie nicht mehr. Und diese Momente und die Fragmentierung. . der Social Media Welt und der Welt überhaupt führt halt zu immer weniger von solchen. Also es gibt immer mehr Nischen, wo man reinguckt und denkt, okay, was ist das denn? Also jemand, der noch nie auf Twitch war, denkt sich, okay, da sind Stars, die irgendwie, wenn du da nicht auf der Plattform bist, die du einfach nicht kennst, obwohl die Millionen Menschen richtig, richtig geil finden und die jede Woche sich stundenlang angucken, was die da machen. Und dieses kleine, also in diesem Fall ja, Hackendran ist ein super kleines Lagerfeuer und 2000 Leute sind, finde ich, gar nicht so wenig. Und das Spannende ist ja, dass man Es gibt so dieses Lagerfeuerzentrum, irgendwie einen inhaltlichen Rahmen, den du irgendwie mit deinem Podcast setzt. Aber da entsteht halt eben, da entstehen ja auch eine ganze Menge Seitengespräche noch, die nochmal einen zusätzlichen Mehrwert auch bieten. Mal abgesehen von deinen echt coolen Fackencheckern. Für denen habe ich immer ein bisschen Angst. Wenn man hier gerade schedet, dann kriegt man, dann kriegt man immer Stress.

08:03 Gavin Karlmeier

Die Schattenredaktion hat. freundlichen Stress. Im freundlichen Stress erst, aber Stress. Die Schattenredaktion, diese Discord-Leute, die haben übrigens nach der letzten Folge, die sind mit Fackeln durchs Dorf gelaufen. Und ich will das so ein bisschen, ich mach die jetzt mal aus, diese Fackeln. Weil ich habe in der letzten Episode ein relativ flammendes Pamphlet gegen Hashtags gehalten. Und habe gesagt, also, also Dennis hat gesagt, Hashtags nutzen nur Boomer. Und dem konnte ich mich nicht ganz entziehen. Wie ist so dein Hashtag-Verhalten? Bist du ein Hashtag-Typ? Bin ich raus.

08:35 Torsten Beeck

Hashtags braucht kein Mensch mehr.

08:38 Gavin Karlmeier

Dankeschön. Dann sind wir beide schon mal immerhin, dann stellen wir uns gemeinsam gegen 2000 Leute im Discord.

08:45 Torsten Beeck

Naja, das kommt ein bisschen auf die Plattform an, finde ich. Also eine gute Plattform sollte auch eine gute Suche haben und dann sollten Hashtags eigentlich überflüssig sein. Hashtags waren ja Auf Twitter immer eine Möglichkeit, vor allen Dingen so Live-Events zusammenzuhalten. Also keine Ahnung, ESC. Irgendwie die Leute haben Fernsehen geguckt, haben dazu getwittert und dann konnte man da draufklicken und dann konnte man irgendwie sehen, wer twittert da geradezu. Und das ist ganz praktisch. Die so Hashtags bei Instagram oder sowas ignoriere ich komplett, finde ich komplett überflüssig und irgendwie auch fürchterlich. Und die Plattformen selbst sagen ja, glaube ich, alle mehr oder weniger Hashtags brauchen wir nicht mehr. Wir können auch inzwischen selbst den Content so sortieren.

09:33 Gavin Karlmeier

Genau, das ist nämlich, da komme ich nämlich auch argumentativ her. Hashtags hatten ja auf Twitter zum Beispiel eine sortierende Funktion für die Community, als wir noch keine Algorithmen hatten. Und dafür funktionieren sie ja auch immer noch. Also der einzige Grund, ein Hashtag zu setzen, ist halt, wenn du jetzt irgendwie auf einer Veranstaltung bist oder im Wettendasko. guckst oder so. Also dann aber dann kannst du das damit begleiten, sozusagen dokumentieren.

09:57 Torsten Beeck

Also wenn du das guckst, dann hast du ganz andere Probleme, weil ich glaube, das gibt es seit vier Jahren nicht mehr, oder?

10:01 Gavin Karlmeier

Ich gucke mir jetzt wetten das von 1996 an, wenn Michael Jackson wieder den Earth-Song singt. Weißt du das noch? Ganz kurze Nebenanekdote. Ich habe mir das letztens bei YouTube angeschaut und das ist so. ultra schlecht gealtert. Weil in der Erinnerung war das so, das war so ein weltbewegendes Ereignis wieder. Stand mit Windmaschine und man dachte, boah, das war so krass. Und jetzt guckst du dir das an, es sieht aus, als wird er in einer Aula stehen.

10:25 Torsten Beeck

Ja, ich habe da gute Gefühle zu, weil ich auch Kind war. Also 96, glaube ich, habe ich das nicht mehr geguckt. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin ja ein Tick älter als du. Bei mir hört er das eher so in den frühen 90ern auf, dass ich Wetten das geguckt habe. Aber auch da gab es natürlich schon Michael Jackson und Tina Turner und das war immer sehr bombastisch und auch also Da sind irgendwie dann auch so Genesis und so aufgetreten.

10:49 Gavin Karlmeier

Das war schon alles irgendwie die ganz große Kunst. Na, jedenfalls. Glaube ich, dass eben für die Sortierung in algorithmischen Umgebungen ein Hashtag nichts mehr bringt und vor allem dieses Hashtag geballer Dieses Hashtag Sunset, Hashtag Holiday, Hashtag LikeForLike, das ist vorbei einfach. Und ich glaube, wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir uns langsam von den Hashtags einfach verabschieden können. Außer es gibt einen wirklichen Anlass. Aber bei Instagram. sehe ich das nicht mehr zum Beispiel.

11:16 Torsten Beeck

Also bei Instagram, glaube ich, ist es wirklich totaler Quatsch.

11:18 Gavin Karlmeier

Das ist Spielkram.

11:20 Torsten Beeck

Also wie gesagt, ne, so bei Live-Events, wenn auf der Welt irgendwas passiert und man will irgendwie den Leuten eine einfache Möglichkeit geben, den eigenen Content zu finden oder das irgendwie zusammenzuhalten. Egal ob es jetzt ein Sportevent ist oder irgendwie eine Lage, wie das so heißt. Da kann man das, finde ich, schon machen. Aber bei Instagram, das wird doch auch nur, es wird doch am Ende auch komplett missbraucht. Und ich glaube, Instagram sagt auch schon seit Jahren, wenn ihr da eben Hashtags setzt, dann setzt die möglichst spezifisch Ich habe da einen gewissen Heiko im Ohr, der immer sagt: Ey, dieses so Sunset, da gibt es irgendwie, da haben in den letzten 30 Minuten 5,8 Millionen Leute ein Foto zu gepostet. Wenn ihr irgendwie gefunden werden wollt, dann setzt zumindest spezifische Hashtags. Und auch nicht so viele, weil die am Ende wirklich nicht helfen.

12:15 Gavin Karlmeier

Was am Ende auch nicht hilft, ist übrigens mein ständiges Gejammere und dir in den Ohren zu hängen, weil ich dir seit Juni gefühlt einmal die Woche eine SMS schreibe, in der drin steht, also keine SMS, aber ein Kurze Nachricht. In der drinsteht der ungenannten Plattform. In der immer drin steht, ist das Trump Phone schon bei euch angekommen, weil ich dir das Versprechen abgenommen habe, ich darf das testen?

12:40 Torsten Beeck

Ich würde es sofort bestellen. Ich wollte mir ja so ein oranges iPhone eigentlich bestellen, aber ich warte jetzt immer noch auf das Trump phone.

12:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe schlechte Nachrichten. Das sollte im August, September ausgeliefert werden. Und als es im Juni angekündigt wurde, hieß es noch, es ist made in America. Wenn man jetzt auf die Seite klickt, steht da, wir haben jetzt den 3. Oktober, wenn ihr das hier hört. Alles Gute nochmal zur Einheit. Wenn du das. Wenn du auf die Seite gehst, steht da, es kommt im Laufe des Jahres und es ist nicht nur Made in America, sondern hinter jedem Gerät stehen amerikanische Hände und es wurde unter Berücksichtigung amerikanischer Werte entwickelt. Was so viel bedeutet wie es ist nicht made in America.

13:20 Torsten Beeck

Es ist made in China. Und der Amazon-Bote hat es ausgeliefert. Das sind die amerikanischen Hände im besten Fall.

13:27 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Das ist wahrscheinlich das. Aber es wird erstmal noch nicht kommen und es gibt ja Leute, die glauben, es kommt gar nicht. Und ich würde sagen, wir müssen leider davon ausgehen, dass es gar nicht kommt.

13:38 Torsten Beeck

Ja, aber das ist halt natürlich auch so, dass Politbranding jetzt auch keine Supply Chain Management ersetzt und die Wahrheit halt ist, vermutlich kann kein Mensch ein Smartphone herstellen, das tatsächlich Made in USA ist. Zumindest nicht für 499 Dollar.

13:55 Gavin Karlmeier

Nee, gar nicht.

13:56 Torsten Beeck

Also kannst du handgeklöppelt kannst du das machen. Also es gibt. glaube ich, also das ist so technologisch schon tatsächlich, glaube ich, fast nicht möglich, ein Gerät komplett made in die in USA. Umzusetzen und mal preislich sowieso. Ich glaube, da gab es ja auch so ein paar Hochrechnungen zu, was dann wohl so ein iPhone kosten müsste, wenn es tatsächlich in den USA hergestellt würde. Und das liegt dann eben eher nicht so bei 499 Euro für Dollar.

14:24 Gavin Karlmeier

Zumal alle Bilder, die bislang von diesem Trumpfund veröffentlicht wurden, zeigen Wir zeckten ja, auch zum Beispiel ein Samsung-Gerät mit einer Handyhülle von einem Handyhüllenhersteller, der daraufhin direkt Unterlassung erwirkt hat.

14:34 Torsten Beeck

Vielleicht sollten wir auch wirklich nicht ernsthaft darüber reden. Das ist einfach nur ein weiterer Gold Goldquatsch-Scam der Trump-Umgebung.

14:45 Gavin Karlmeier

Wie kommen wir jetzt von Scam zu AI? Ich weiß auch nicht so genau. Wir müssen über Meta sprechen. Meta hat nämlich angekündigt. ab dem 16. Dezember neue Richtlinien in Kraft treten zu lassen. Und das Interessante ist, dass die eben auch Dass die eben erstmal nicht in EU, UK und Südkorea kommen werden, dass sie aber uns mittelfristig auch beschäftigen werden müssen. Und zwar geht es darum, dass die Chats, die du mit Meta AI führst, wenn du in anderen Ländern als den eben genannten lebst, dass diese Chats dann auch verwendet werden, um dir personalisierte Werbung und Inhalte anzuzeigen. Das heißt, alles, was sozusagen du mit einer KI austauschst, wird dann zum Anlass genommen, um dir entsprechende Produkte anzubieten in der Werbung, aber auch um deinen Algorithmus organisch anzupassen. Und das finde ich doch sehr interessant, ehrlicherweise.

15:36 Torsten Beeck

Interessant, finde ich, ist eine wirklich andere Statement. Also, erstmal finde ich das ja ganz gut. dass uns die Regulierung der EU, DSA, DMA, DSGVO, you name it, offensichtlich zumindest erstmal zeitweilig schützt davor, dass solche Sachen Eins zu eins in Europa implementiert werden. Das ist ja erstmal eine ganz gute Sache. Ich finde es, also wenn man, wenn man so hört, wie Menschen KI-Chatbots und so nutzen, unter anderem Nicht nur irgendwie, um E-Mails zu beantworten und irgendwelche Tabellen zu strukturieren oder sowas, sondern unter anderem auch zum Beispiel, um persönliche Probleme zu diskutieren, quasi so eine Therapeuten-Ersatzfunktion und solche Dinge. dann an der Stelle, wo diese Daten in irgendeiner Weise verwertet werden, um sie Werbetreibende zur Verfügung zu stellen. Wäre das für mich spätestens der Grund, das nie wieder anzufassen? Ja. Mal abgesehen davon, dass also auch. Da wird dann ja immer davon gesprochen, dass sensible Themen ausgeschlossen werden. Aber so eine Kontextklassifizierung ist immer schon fehleranfällig gewesen. Das sieht man an Allem, was so mit Werbung, die ausgespielt wird, die eigentlich Scam ist, nicht funktioniert oder wo fälschlicherweise Dinge als sexualisiert oder Gewalt oder sowas erkannt werden oder eben nicht erkannt werden. Also ich bin mir wirklich nicht so richtig sicher, ob das. Also ich verstehe, dass man irgendwann anfangen muss, auch das, was man da macht und die Milliarden, die man da reingesteckt hat, in irgendeiner Weise monetarisieren zu wollen. Das Kann ich nachvollziehen. Das ist ja so ein bisschen das Problem auch. Also OpenAI ist irgendwie ein unglaublich bekanntes Unternehmen mit unglaublich vielen Nutzern und Kunden. Aber sie verlieren halt jedes Jahr Geld, die werden schon irgendwie auch Geld verdienen müssen und das gleiche gilt halt auch für Meta und deren KI-Bemühungen. Aber ich. Also ich bin mir nicht sicher, ob Leute, wenn Leuten bewusst ist, wo da so die Constant-Linie verläuft, ähm Das noch nutzen, wenn ihnen klar wird, dass das gerade kein privater Raum mehr ist, in dem sie sich bewegen. Und das, ich glaube, da werden sehr, sehr viele sehr persönliche Informationen preisgegeben. Viel, viel, viel, viel persönlicher Als alles das, was bisher auf Social Media Plattformen publiziert wurde.

18:08 Gavin Karlmeier

Hundertprozentig. Und die Frage ist ja auch nicht nur, was ist sensibel und was nicht, sondern auch, wie weit geht denn eigentlich dieses Versprechen? Also wenn ich mir überlege, ich frage, wie ich. Ich glaube, ich habe dieses Beispiel ja schon mal genannt, weil wir das hier als Damals noch als darauf wird es irgendwann hinlaufend skizziert haben. Also wir haben quasi das eigentlich prognostiziert, dass das kommt. Und ich hatte als Beispiel genannt: Stell dir vor, du fragst, was du gegen Warzen tun sollst oder gegen Pickel. und bekommst dann im Anschluss eine Pickelweck-Creme empfohlen bei Instagram. Das ist natürlich ein ganz normaler, in der Welt von Meta, eine ganz normale User-Journey. und auch clever irgendwie, aber wird dazu führen, dass Leute vorsichtiger werden, was sie in diesen Bot eingeben. Hoffentlich. Hoffentlich. Aber ich könnte mir vorstellen, dass du, weil wir sind jetzt gerade in einer in einer Welt, in der wir uns eigentlich zum Beispiel Ich glaube, viele Leute haben inzwischen verstanden, dass wir von Instagram nicht abgehört werden müssen, um trotzdem sehr, sehr angepasste und maßgeschneiderte Werbung zu bekommen. Adam Mossari hat erst vor einigen Tagen ein Video dazu gepostet und hat im Grunde all das nochmal zusammengefasst. was wir eigentlich auch wissen, dass es gar nicht nötig ist, uns abzuhören, weil wir Werbung angezeigt kriegen, die sich halt in unserer Lebensrealität sowieso irgendwie abspielt, weil Instagram extrem viel oder Meta extrem viel von uns weiß, Und weil wir eben alle nicht so individuell sind, wie wir es gerne hätten. Also wenn du ein mit 30er, weißer, heterosexueller Mann in einem Medienberuf bist. Krasse Fahrradwerbe. Ganz genau, ich wollte es gerade sagen, du kriegst halt Klapprad angezeigt oder coole Rucksäcke oder irgendwelche Fotokameras, weil das betrifft halt alle Leute aus dieser Bubble. Und das kannst du halt ja quasi übertragen auf alle anderen möglichen Bubbles. Das heißt, es ist relativ easy, Werbung anzuzeigen, bei der wir das Gefühl haben, wir werden abgehört, obwohl wir eben halt genau so sind wie all die anderen Leute, die so sind wie wir. Das ist die Wahrheit. So, ähm, dass du das dann quasi jetzt andst mit direkter, individueller Information über dich, die du selber in dieses System reingeschmissen hast, und zwar nicht nur, weil du die ganze Zeit von Videos angeschmissen wurdest und dann entschieden hast, welche du dir anguckst, sondern durch die Fragen, die du dem Internet stellst, ist dann schon ein gefährlicher weiterer Schritt, der sagt, naja, dann vielleicht doch lieber abhören.

20:24 Torsten Beeck

Ja, und dazu kommt ja auch noch, es gibt ja, also der erste Schritt ist natürlich irgendwie die Werbeeinblendung irgendwie granular zu verfeinern. Wenn man mal so fünf Wochen weiter denkt, hast du natürlich auch, wenn du jetzt mit deinem Pickel-Beispiel, dass wenn du fragst, was hilft denn am besten gegen Pickel, dann kann ich mich ja im Zweifelsfall auch an diese Empfehlung einkaufen. Das kommt ja dann gegebenenfalls auch noch dazu. Und das ist ja auch nicht. Also noch, das geht noch nicht, rein technisch geht das noch nicht, aber das wird sicherlich auch kommen. Und dann, ja, je sensibler diese Informationen werden. Also ich kann sagen, ich würde dann lieber für so ein KI-Tool Wenn es für mich nützlich ist, zahlen, wenn ich sicherstellen kann, dass diese Daten nicht verwendet, verwurstet und verkauft werden.

21:13 Gavin Karlmeier

Ja, das passt irgendwie ganz gut zur Ankündigung, die OpenAI. dieser Tage gemacht hat, nämlich dass ChatGPT eine Integration für Shopify und Etsy bekommt und es quasi die Möglichkeit gibt, direkt aus ChatGPT etwas zu kaufen. Also du kannst dann zum Beispiel etwas suchen lassen, das von einem Anbieter, wie weiß weiß ich, euch fallen tausende ein, sie selber nennen zum Beispiel Skims. als Beispiel oder Spanks. Das sind alles Anbieter, die Produkte für via Shopify anbieten. Und du kannst dann quasi im Chat das direkt mit deinem Agenten kaufen lassen. Und das ist dann, wenn du das zusammenrechnest, diese ganzen Dinge, du hast ein Kaufprotokoll, du musst gar nicht mehr selber auf die Webseiten gehen, du hast ein sehr, sehr klares Nutzungsprofil. Und stellst deine Fragen über persönliche Probleme, in denen du dann direkt auch noch das Produkt angeboten bekommst, um es zu kaufen. Und dann können die HerstellerInnen in der Regel dann auch noch vielleicht sich da einkaufen in diese Vorschläge. Dann muss man sagen, ist es eine ziemlich düstere Aussicht, wenn man sich überlegt, wie lange wir alle für ein freies Internet gekämpft haben und wie sehr zum Beispiel Google-Suchen doch auf eine Art reguliert sind, dass da eben nicht einfach nur gekaufte Vorschläge untereinander stehen. Ja, das wird spannend.

22:25 Torsten Beeck

Also das wird wirklich spannend. Tatsächlich ja auch so die Frage: Meta packt dir ihren KI-Chatbot einfach in WhatsApp rein? Da ist irgendwie gefühlt. Ist jedes Produkt, das man irgendwie öffnet, inzwischen irgendwie mit einem KI-Chatbot ausgestattet? Das bedeutet ja letztendlich auch, dass ganz viele Leute das nutzen, die sich eben überhaupt nicht mit Nutzungsbedingungen oder mit Folgen oder mit Datenschutz beschäftigt haben. Und wenn da nicht politisch irgendwas passiert und da Druck drauf auf die Unternehmen, insbesondere die Unternehmen im Silicon Valley, ausgeübt wird Dann wird das einfach so reinbluten in unsere Nutzung und dann werden die Datenmengen, die da entstehen, einfach nochmal. . einen Faktor haben, das ist uns, glaube ich, gar nicht bewusst. Und das, was du nämlich sagst, dass man so Cluster bildet und dass irgendwie, wir sind gar nicht so individuell wie wir. Vielleicht denken, das ist ja auch eine Kostenfrage. Also, wenn ich, also Meta kann einfach nicht alle Daten von jedem Nutzer granular verkaufen, beziehungsweise die überhaupt auch alle insgesamt vorhalten. Es kostet ja auch Geld, Daten zu speichern. Aber mit der Reduzierung der Kosten von Datenspeicherung und KI-Tools, die das quasi noch viel, viel granularer auf eine Person runterbrechen können. Wird halt eben auch nochmal, da wird jeder, jede Person am Ende tatsächlich zur individuellen Zielgruppe.

23:49 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so Warum wir darüber sprechen, ist, weil gleichzeitig in den USA eine App, zumindest im Kleinen, schon gestartet ist, über die wir auch seit einigen Wochen immer mal wieder sprechen und in der letzten Folge über die Ankündigung gesprochen haben, nämlich die Zora-App. Zora ist der Detext zu Video-KI von OpenAI. Und in dieser App, in der neuen, die in USA und Kanada im Moment per Invite-Only, also per Einladungscode, schon zur Verfügung steht, gibt es eben auch einen feed, der so TikTok-mäßig KI-generierte Videos anzeigt, die andere Leute dort hochgeladen haben. Und es gibt einen Nutzer, der Gabriel Peters heißt, der auf X Geschrieben hat, dass er das meistgelikte Video auf Zora im Moment hat. Ich kann das nicht überprüfen, weil wir die App nicht haben, aber selbst wenn es nicht so wäre, wird es ja trotzdem ein vermutlich häufiger gesehenes Video sein. Indem man Sam Oldman sieht, wie er im Supermarkt steht, also ein OpenAI-Chef im Supermarkt steht und dort ein GPU, also eine Ein Grafikprozessor klaut, über so eine Überwachungskamera. Und das ist jetzt erstmal eine lustige Geschichte und die Idee ist toll und so, aber die Geschichte zeigt ja. was diese reinen KI-Apps und diese Feeds, die im Moment noch exklusiv sind, die aber sicherlich eben auch überschwappen werden, was das ja bedeutet. Also Die OpenAI Social App, über die wir seit Monaten sprechen, hat als vermutlich eines der erfolgreichsten Videos, das Video des OpenAI-Chefs, wie er etwas klaut im Supermarkt. Und es gibt gar keine Sicherheitsmechanismen, die überprüfen ist, dieses Video. Verstößt das hier gegen irgendwelche Regularien. Das Einzige, was wir wissen, ist der Kontext. Es ist eine KI-Video-App. Aber es ist halt eine implizierte Straftat, die ja einfach gerade verbreitet wird, oder? Ja, die Frage, verstößt das gegen Regularien, ist ja das eine.

25:42 Torsten Beeck

Es gibt ja diese Regularien noch nicht mal. Also im Zweifelsfall haben die irgendwelche Community Guidelines, in denen drin steht keine Fall. Keine Nacktheit und weiß ich nicht was. Aber das Entschuldigung, das wird, also das ist ja fast unlösbar. an der Stelle. Und das ist auch ohne eine Kennzeichnungspflicht und ohne wirklich eine Form von Regulierung, die die das die klar macht, was darf man da, was geht auf so eine. . Ich meine, das ist ja eher lustig, ne? Irgendwie, das schafft so, zeigt so ein bisschen die Probleme auf. Aber im Kleinen kann man es dazu nutzen, Menschen, die man nerven will, irgendwie im Internet auf den Arm zu nehmen. Im Großen kann es dazu genutzt werden, Menschen davon zu überzeugen, dass, weiß ich nicht, alle Leute mit roten Hüten Verbrecher sind. Also, du kannst ja alles Mögliche machen damit. Und wenn es nicht zumindest eine Kennzeichnungspflicht für sowas gibt und irgendeine Möglichkeit, das zumindest zu identifizieren. werden wir, glaube ich, Probleme erleben, die können wir uns jetzt gar nicht vorstellen.

26:52 Gavin Karlmeier

Probleme, die wir uns noch gar nicht vorstellen können, hat auch Andrew Puster gesagt. P-U-Z-D-E, ich weiß nicht ob er oder Pusta, Pasta. Das ist der neue, also seit dem 11. September US-Botschafter in der EU. Und er hat gesagt in der Financial Times, die EU müsse die Digitalregeln ändern, also DMA und DSA Wenn sie gute Beziehungen zu den USA aufrechterhalten wollen. Das ist so eine Drohung, kennen wir schon seit dem Wahlkampf von Vance, aber er hat gesagt, Europa hat jedes Recht, Gesetze zu erlassen, wie es will. Aber die USA würden vehement protestieren, sollte die Absicht bestehen, Wettbewerbern außerhalb Europas wirtschaftliche Schäden zuzufügen, was am Ende so viel bedeutet wie, lasst uns in Ruhe, sonst kriegen wir ein Problem. Er hat also quasi nochmal die Drohungen und Drohgebärden der Regierung eigentlich nochmal so ein bisschen nochmal konkretisiert. Ich finde die Formulierung. Wenn ihr positive Beziehungen aufrechterhalten wollt, dürft ihr ihn nicht regulieren. Und nochmal, die Regulierungen sind ja keine Schikane, keine Willkür. Und sind in der Regel auch nicht so gesetzt, wie er das framed in diesem Interview, dass europäische Unternehmen besser dastehen als amerikanische Unternehmen, sondern in erster Linie ist es Ziel A, dass es kein marktdominierendes Verhalten gibt. Dafür ist der DMA da, also keine Monopolposition. Egal wo sie herkommen und B, dass die Rechte von den Bürgerinnen und Bürgern in Europa geschützt werden auf diesen Plattformen. Also dass es keine Wilke gibt, die im Zweifel sogar strafrechtlich relevant ist, aber niemals zu einer Vortschreckung geführt wird.

28:23 Torsten Beeck

Es ist ja offensichtlich, dass es diese Bemühungen gibt, so ich sag mal, ohne jetzt hier so Verschwörungstheorien verbreiten zu wollen, aber dass es aus Im Hintergrund so die Tech-Oligarchennähe vor allen Dingen auch zur Regierung suchen, weil man genau gegen solche Dinge erstmal vielleicht weich, vielleicht irgendwann auch mal ein bisschen härter. Vorgehen möchte und weil man das als weil das schon auch Verhandlungsmasse ist. Das ist jetzt ja in den letzten Monaten immer mal wieder aufgetaucht, dass man diese Bemühungen, das Internet von Monopolen zu befreien oder zumindest offener zu halten, als es momentan ist. Und die letztendlich die Machtpositionen von US-Unternehmen, und das sind ja alles US-Unternehmen, über die wir da reden. Zumindest in den Griff zu bekommen. Ich glaube, das wird auf jeden Fall ein Thema werden, früher oder später. Das wird auf jeden Fall auch ein Szenario werden, wo man anfängt, Druck auszuüben und wo man so irgendwas gegenrechnet und wo man im Zweifelsfall sagt, Keine Ahnung, wir helfen euch nicht mehr an der Stelle, wenn ihr nicht aufhört, quasi den Marktzugang zu begrenzen. Das ist ja im Grunde genommen das, so wie das gesehen wird. Das ist ja dieser Begriff Regulierung, der hört sich, der ist ja an sich schon Framing. Es geht ja eigentlich darum, das Internet so flexibel und frei und offen zu halten. und Monopolstellung von Unternehmen zu verhindern, weil der Witz ist ja, das ist ja das Problem beim, also ich will es jetzt nicht zu kompliziert machen, aber das ist ja ein bisschen das Problem beim Kapitalismus. Am Ende bleibt halt einer übrig. Und wenn man das an der Stelle nicht, also ne, also sozusagen das beste Produkt zum günstigsten Preis bleibt halt einfach rein theoretisch übrig. Und dann hat man eine marktbeherrschende Stellung und dann kann man den Preis verändern. Das sehen wir ja an ganz, ganz vielen Stellen. Insofern, man kann ja, also wir sind ja froh, dass, oder wir müssen ja froh sein, dass die EU sich da bewegt, was aber einfach nochmal deutlich zeigt, dass wir als Nutzer aber auch als Gesellschaft uns bemühen müssen, uns unabhängiger zu machen. Also wir hatten irgendwie Gasabhängigkeit von Russland, wir haben natürlich auch eine Internetabhängigkeit, eine Datenabhängigkeit, eine Hardware-Abhängigkeit von US-Unternehmen. Und wenn wir uns nicht versuchen, davon zumindest zu einem gewissen Grad zu lösen, indem wir europäische Produkte nutzen, die auch europäischen Regeln folgen. Dann werden wir auch in dieser Abhängigkeit weiter bleiben und dann sind wir auch erpressbar. Wir sind einfach erpressbar. Es geht, also wir können keine Rechenzentren aufbauen ohne US-Unternehmen.

31:06 Gavin Karlmeier

So ist das. Das Problem ist eben genau dieses Pleasing der US-Unternehmen gegenüber der amerikanischen Regierung, die eben auch zeigt, wir machen uns am Ende Wir gestalten unser ganzes öffentliches Leben auf Grundlage von Unternehmen, die sich nicht zu fein dafür sind, alles zu tun, um Donald Trump und seine Regierung und seinem Regierungsstil zu gefallen. Ich habe ein Beispiel für dich. Geh mal auf google. de an deinem Computer. Geh mal auf google. de. Ja. Was passiert da? Ja, genau. Das ist ein bisschen wie ChatGPT, aber die Antworten sind ein bisschen dümmer. Also, öffne mal Google und dann gib mal ein Das Trump. Also das Englische D-O-U-E-S Trump.

31:48 Torsten Beeck

Nochmal, was soll ich den geben?

31:50 Gavin Karlmeier

D-O-E-S. Das Trump. Achso, das Trump. Okay, ich verstehe. Was wird dir da vorgeschlagen als erstes? Nix. Wie nix? Nix, bei mir wird nichts vorgestellt. Hä? Du hast keine Google-Verschläge?

32:03 Torsten Beeck

Nö.

32:05 Gavin Karlmeier

Nie?

32:06 Torsten Beeck

Weiß ich nicht, ich kann es mal ausprobieren. Ich kann ja mal Tut Gavin eingeben. Und da kommen tatsächlich Vorschläge. Ah, du hast gar keine mehr. Okay, so we're not gonna be able to get the next one. Versuch nochmal bitte. Das geht nicht. Bei Does Trump krieg ich keine

32:25 Gavin Karlmeier

Kriege ich keine Vorschläge. Das ist spannend, weil das scheint sich gerade während der Aufzeichnung hier verändert zu haben. Weil ich habe noch eine Google-Session. Wenn ich das eingebe.

32:33 Torsten Beeck

Also es gibt ja auch Möglichkeiten, dass es bei mir einfach anders ist. . Google hat ja auch Testgruppen und so.

32:39 Gavin Karlmeier

Ja, aber das hier in dem Fall ist nicht eine Testgruppe, würde ich unterstellen, ohne verschwörerisch sein zu wollen. Ich glaube, da können wir. Festlegen. Denn wenn ich das eingebe, das Trump, kommt als erstes, does Trump have dementia? Also hat Trump Demenz? Gibst du in den USA das Trump ein? kommt als erster Vorschlag, does Trump have Democrats in his cabinet? Und auch die anderen Vorschläge, die wir hier in Europa zum Beispiel angezeigt kriegen, wie does Trump drink alcohol, does Trump wear a wig? Also trinkt Donald Trump Alkohol oder trägt eine Perücke, hast du in den USA alles gar nicht, denn du hast nur diesen Vorschlag, ob Demokraten in seinem Kabinett sitzen. Was ist hier also passiert? Offensichtlich scheint Google die Suchvorschläge in den USA entsprechend anzupassen, damit keiner auf die Idee kommt, zu recherchieren, ob Donald Trump möglicherweise an Demenz erkrankt sein könnte, was viele seiner politischen Gegner ihm auch mit mehr oder weniger glaubwürdigen Beweisen auch unterstellen wollen. Wenn du fragst, dass Joe Biden, kommt das Beispiel übrigens in den USA nach wie vor noch. Also dort hast du immer noch eine ganze Liste von Krankheiten, die Joe Biden unterstellt werden, aber eben bei Donald Trump nicht mehr. Es geht noch weiter. Es gibt ja auch diese KI-Übersicht bei den Suchen. Wenn du diese Frage bei Google eingibst, ob Donald Trump an Demenz erkrankt sei, findest du in den USA keine KI-Übersicht. In Deutschland mitunter aber schon. Wir wissen, nicht alle Suchanfragen führen zu KI-Übersichten, aber The Daily Beast hat es recherchiert. probiert und konnte das eben immer wieder nachvollziehen, dass diese Frage explizit offenbar von Googles Automatismen weitgehend ausgenommen ist. Und Google selber sagt, unsere Systeme bestimmen automatisch, wo eine KI-Antwort sinnvoll ist und das ist nicht immer zu 100% konsistent. Wir zeigen nicht bei jeder Anfrage KI-Übersichten an und ebenso wenig zeigen wir im KI-Modus für einige Themen möglicherweise eine Liste von Links. Als Antwort an. Und Klammer auf, wir haben eine Blacklist, Klammer zu. Exakt. Also, das ist das, was man dazu hat.

34:38 Torsten Beeck

Das ist eine hundertprozentige Unterstellung, weiß ich nicht, aber ja, würde ich schwören an der Stelle. Ich habe das gerade eben auch nochmal probiert in einem anderen Browser und nicht eingeloggt, da kriege ich tatsächlich auch ganz normal wieder Vorschläge. Aber im Chrome, Locked in kriege ich tatsächlich keine Vorschläge. Ich finde das insofern wirklich schon beunruhigend, weil da letztendlich diese Vorschläge sind ja auch schon nicht ganz unproblematisch. Weil sie irgendwie so möglicherweise Leute in ein ganz komisches Licht stellen, also weil einfach auch häufige, häufig wiederholte Falschinformationen dann da auftauchen und Leute immer wieder danach suchen und das System sich so selbst nähert. Das ist ja grundsätzlich schon mal problematisch. Aber Sachen da auszublenden, heißt halt irgendwie auch zu einer gewissen, auf eine gewisse Weise die Realität anzupassen an der Stelle.

35:29 Gavin Karlmeier

Und man muss sagen, es gibt ja natürlich. Es gibt da Graustufen, das ist keine Schwarz-Weiß-Diskussion. Wir erinnern uns an Bettina Wulff, die damals gegen Google vorgegangen ist, das ist zehn Jahre her, 2015, die gegen Google vorgegangen ist, weil einer der Vorschläge, die dort genannt wurden, waren Bettina Wulff Prostituierte. Und sie wollten nicht, dass dieser Satz, dieses Wort dabeisteht, weil sie gesagt hat, das setzt mich in ein falsches Licht. Und da ist gerichtlich gegen Google vorgegangen. Google und Bettina Woolf haben sich außergerichtlich geeinigt. Und dieses Wort taucht mittlerweile nicht mehr auf, wenn man Bettina Wolf eingibt. Oder auch nicht, wenn du Betenderwolf PR eingibst. Also war Teil dieser außergerichtlichen Einigung, wohl, dass Google vorgeschlagen hat, dass da nicht mehr vorzuschlagen. Und ich finde dieses diese Autocomplete-Funktion im Generellen schon schwierig, weil sie ja nicht darauf basiert, was zum Beispiel die Mehrheit der großen Websites zum Beispiel abbilden gerade, sondern was die Leute eben suchen. Bedeutet, gibt es eine Fehlinformation über gewisse Menschen. Also wenn zum Beispiel. . Bitte?

36:29 Torsten Beeck

Das meinte ich, genau. Man fördert ja das Narrativ im Zweifelsfall.

36:35 Gavin Karlmeier

Genau, man verstärkt es immer weiter, weil ja immer wieder danach gesucht werden wird. Wenn ihr jetzt irgendjemand sagt, Thorsten Beek, weiß ich nicht, hat ein, hat mein Gesicht tätowiert. Und alle sind ja aber Achso, da stimmt das dann sogar. Achso. Und alle suchen danach und irgendwann steht überall Thorsten B. Gavin-Call-Mayer-Tattoo. Dann wird das da immer wieder vorgeschlagen werden. Und dann werden Leute, die dich suchen, das angezeigt kriegen und werden da draufklicken und damit noch mehr suchen. Volumen generieren auf diesem Punkt. Und das ist natürlich super problematisch und deswegen verstehe ich, warum Google die Möglichkeit bietet, dass du unangemessene Vervollständigungen melden kannst, also Feedback geben kannst, dass das dann idealerweise von Menschen überprüft wird. Und ich verstehe auch, dass ein Präsident zum Beispiel sagt, der mal völlig unabhängig von all den Sachen, die um diesen konkreten Präsidenten jetzt herum existieren, sagt, ich möchte nicht immer in den Kontext mit einer Krankheit gesetzt werden, die ich nicht habe. Die aber möglicherweise mein öffentliches Ansehen beschädigt und dass es dann überprüft werden kann. Das Ergebnis ist aber hier eigentlich, dass das hier wahrscheinlich sogar vorauseilender Gehorsam von Google war, um eben Donald Trump glücklich zu machen. Und dann wird es eben schwierig. Weil du dann eben dieses öffentliche Bild auch noch einseitig manipulieren kannst.

37:47 Torsten Beeck

Ja, ich meine, man sieht das ja auch, was da momentan im Weißen Haus passiert, wer da so rumläuft, wer da ein- und ausgeht. Und offensichtlich hat sich die Mehrheit der CEOs der großen Tech-Unternehmen dazu entschieden, dass es wohl ein bisschen zu riskant ist, nicht freundlich zu Trump zu sein, sage ich mal ganz vorsichtig. Ob die tatsächlich inhaltlich in irgendeiner Weise seiner Politik zustimmen, ist, glaube ich, dabei komplett irrelevant. Es geht vor allen Dingen erstmal darum, Schaden vom eigenen Unternehmen abzuwenden, weil Trump irgendwie. . ja durchaus auch ein bisschen rachsüchtig ist und Leute im Zweifelsfall auch mit dem Entzug von Lizenzen, von öffentlichen Geldern, all dem droht und das dann auch macht Und ich glaube, man hat einfach da eine sehr sachliche und sehr rückratlose Entscheidung getroffen, dass das wohl zu teuer wäre, da in irgendeinen Konflikt zu gehen.

38:42 Gavin Karlmeier

Ja, definitiv. Wir müssen kurz über Signals sprechen. Wir bleiben in der Welt der EU und die EU hat eben nicht nur mit Regularien oder Gesetzespaketen wie dem DMA, dem DSA es geschafft. eine Grundlage zu liefern, wie wir als Nutzerinnen und Nutzer geschützt werden vor der Willkür von Plattform. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und diskutiert seit ewiger Zeit die sogenannte Chat-Kontrolle. Also die Möglichkeit. eine Art Backdoor, eine Hintertür in Messaging-Apps zu haben, ob sie verschlüsselt sind oder nicht, um dort gegen Straftaten und vor allem hier um gegen Straftaten gegen Minderjährige vorzugehen. Und wollen diese jetzt diskutieren die wirklich, die Diskussion um die Chatkontrolle ist so alt wie meine Internetkarriere, habe ich das Gefühl. Also wir diskutieren das schon häufig, aber wir heu die die Intensität der Diskussion hat zugenommen und wird jetzt gerade eben nochmal schärfer diskutiert. Signal und vor allem deren Chefin Meredith Whittaker hat nun angekündigt. Sollte dieser Backdoor kommen, würde sich Signal vom europäischen Markt zurückziehen, zumindest aus der EU. Das ist ja erstmal schon ein Statement.

39:54 Torsten Beeck

So klein ist der Markt ja nicht. Ja, das Ganze ist natürlich erstmal, es gibt ja diese grundsätzliche Problematik oder diesen diesen. Diesen Spannungsraum zwischen wir wollen Kinder schützen und wir wollen vor Terroranschlägen irgendwie geschützt sein gegen Kryptografie-Integrität und letztendlich, mal abgesehen davon, dass es politisch heikel ist, ist es halt auch technisch kaum machbar. Und vor allen Dingen ist es technisch kaum machbar, nur die Guten haben Zugriff, Backdoors irgendwie in kryptografische Produkte irgendwie reinzubauen. Insofern ist das alles sowieso so ein bisschen irre. Und auch wenn ich verstehe dass insbesondere Geheimdienste und der Verfassungsschutz und so, dass das für die, die die Arbeit nicht leichter macht, wenn Nutzer end-zu-end-verschlüsselt kommunizieren, In Zweifelsfall nutzen die halt eben Programme, die illegal, in Anführungsstrichen, sind Weil sie eben diesen Zugriff nicht ermöglichen. Ich finde, es ist am Ende eine ziemliche Pseudo-Diskussion.

41:00 Gavin Karlmeier

Das kann gar nicht funktionieren. Klar, und also da sind halt mehrere Problematiken hintereinander. Die erste Problematik, die ich sehe, ist, und das haben wir in Dutzenden Beispielen hier auch schon in diesem Podcast besprochen und den gibt es erst drei Jahre. dass du sehr häufig die Sicherheit und den Schutz von Nutzerinnen und Nutzern untergräbst mit dem Argument des Schutzes von Minderjährigen, Und damit aber einen Riss in die Privatsphäre reist, durch den du dann auch marschierst, wenn du auf der Suche nach Taschendieben bist. Vorsichtig gesagt.

41:33 Torsten Beeck

Ja, das ist ja das, was passiert, das sehen wir ja auch in dem Einsatz von Software. Da gab es in den letzten Wochen ja die ein oder andere Recherche auch zu. dass wenn es Software gibt, die sich auf die Suche nach schweren Terroristen terroristischen Gefährdungen macht. Dass man im Zweifelsfall nebenbei auch noch 50 Leute findet, die letzte Woche falsch geparkt haben, das ist da quasi immer im Preis mit drin, weil wenn man es kann, macht man es auch.

42:00 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Aber so kannst du es natürlich öffentlichkeitswirksam die Leute überzeugen, weil du schützt ja Kinder. Wer hat denn was dagegen, Kinder zu schützen?

42:08 Torsten Beeck

Und der Witz ist, ich verstehe das auch. Und ich verstehe auch diesen Gedanken und ich verstehe auch diese Emotionen dahinter. Trotzdem ist es ein bisschen und es ist am Ende eine wahnsinnig populistische Quatschdiskussion, wenn es am Ende wirklich technisch quasi nicht umsetzbar ist und auf der anderen Seite eben auch noch das, was du gerade sagtest, ein ein Tor in die Privatsphäre von Menschen aufmacht und einen Zugriff von zumindest von staatlichen Organen bietet, den man nicht haben will. Nun kann man ja immer sagen. . . Nun leben wir in einem Rechtsstaat und da halten sich dann ja auch Behörden dran. Man sieht ja, die halten sich da auch nicht immer dran, wenn dann irgendwie Polizisten mal die Adresse von Helene Fischer abschauen. weil die gerade irgendwie auf dem Konzert von der waren und solche Dinge gab es ja auch in der Vergangenheit. Das heißt, Menschen brechen ja auch recht. Und auf der anderen Seite sieht man ja auch in den USA, wie schnell so eine demokratisch legitimierte Regierung in einen. protofaschistisches System irgendwie umschlagen kann. Ja, auch das. Das dann Zugriff auf Informationen hat, die man vielleicht nicht die vielleicht bisher auch gar nicht problematisch waren. Also sowas wie der Aufenthaltsstatus oder die sexuelle Orientierung oder solche Dinge.

43:26 Gavin Karlmeier

Ganz genau. Ja. Und was ich finde aber Signals Entscheidung da genau richtig. Wir haben Apple hat ja zum Beispiel, als sie in Großbritannien für einige Monate so eine Art Backdoor installieren mussten, haben sie die komplette Verschlüsselung einfach nicht mehr angeboten, weil sie gesagt haben, wenn wir hier nicht für alle verschlüsseln können, sondern quasi eine Hintertür lassen sollen. Dann ist es keine Verschlüsselung, also bieten wir das auch nicht an. Und deswegen finde ich die Entscheidung von Signal zu sagen, dann gibt es uns hier einfach nicht mehr, weil wir eben unser Versprechen hier nicht halten können. Finde ich tatsächlich sehr, sehr konsequent und konsistent.

43:59 Torsten Beeck

Ja, die Frage ist natürlich, ist das jetzt erstmal ein Statement und das ist eine, das ist erstmal PR? Und gehen die dann auch den Weg zu sagen, ja, dann bieten wir hier halt das nur noch unverschüsselt an, aber es steht halt auch in den Bedingungen. Das ist so ein bisschen das. Der Witz ist ja am Ende dabei, wenn man tatsächlich den Leuten verbietet, wirksame Verschlüsselungsmethoden zu nutzen. Dann trifft das vor allen Dingen die große Masse von Leuten, die sagen, ja, fände ich schon besser, wenn das verschlüsselt wäre, aber ich habe ja nichts zu verbergen, also nutze ich das auch so weiter. Also die Leute nutzen ja auch, weiß ich nicht, WhatsApp-Gruppen, die nicht end-zu-end verschlüsselt sind und machen sich darüber keine Gedanken. Und die Leute, die tatsächlich was zu verbergen haben, die werden halt Möglichkeiten finden. . Auch weiterhin verschlüsselt zu kommunizieren, das ist halt der Witz dabei. Also das Ganze geht halt, bringt halt genau gar nichts Und führt halt dazu, dass Daten von Millionen, am Ende von Milliarden von Menschen in irgendeiner Weise ungeschützt übers Internet verbreitet werden. und wieder neue Probleme dadurch entstehen. Und tatsächlich ist die End-zu-End-Verschlüsselung in Messengern echt eine Errungenschaft. Das ist wirklich wichtig In ganz vielen Bereichen. Wir fühlen uns ja verhältnismäßig sicher in unserer Gesellschaft. Und da kommt ja dann auf dieses: naja, gut, was schreibe ich da schon? Ist doch vollkommen egal. Aber es gibt halt eben auch Gesellschaften, in denen eine verschlüsselte, sichere Kommunikation extrem wichtig ist. Man sieht ja auch, was dann, wenn man das nicht unterbinden kann, dann schaltet man am Ende, so wie in Afghanistan, einfach das Internet ab.

45:33 Gavin Karlmeier

Ja, und dann wird es richtig gruselig. Vor allem wird ja spannend sein, ob du, wenn jetzt diese Chatkontrolle kommen würde, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Telegram die zum Beispiel umsetzt? Also Ja, aber gleich null. Exakt. Also dann ist Telegram weg und dann fangen die Leute an, SMS zu schreiben, die sowieso unverschlüsselt sind. Also Leute schreiben keine SMS.

45:56 Torsten Beeck

Ja, also tatsächlich, also der erste Schritt wäre ja. Telegram sagt, wir implementieren das nicht. Dann sagt die EU, ja, dann schmeißen wir Telegram irgendwie aus den App-Stores raus. Dann muss ich auf eine Seite mit einer dubiosen Domain-Endung gehen und per Siteloading die App runterladen, um dann weiter. . So kommunizieren zu können oder ich arbeite nur noch mit einem VPN, damit ich irgendwie diese Sachen nutzen kann, die ich auf einmal nicht mehr nutzen kann. Und da stecken dann halt auch wieder so wahnsinnig viele Risiken für Nutzer einfach drin. Weil du dann auf so einer, so wie früher, auf so einer Com D E V U Komischen Domain irgendwie Landes. War auch so. Ja, Punkt DK zum Beispiel Und dann lädst du da irgendwas runter, weil du denkst, okay, das ist der einzige Weg, das noch benutzen zu können. Wer das hostet, wer dir da welche Software noch mit unterschiebt und sowas ist ein Riesenproblem. Das hilft am Ende niemandem.

47:00 Gavin Karlmeier

Zumal wir dieses Problem ja de facto auch heute schon in Einzelfällen erleben. Also es gibt zum Beispiel Tools, die du dir aufs Handy installierst, die Da dir das Wetter anzeigen oder ein Kalender sind oder ein Rechner sind, die aber Standortzugriff erwarten. Und fürs Wetter ist es manchmal ganz schön sinnvoll, diesen Standortzugriff zu erlauben. problematisch wird, wenn man dann sich anschaut, woher eigentlich zum Beispiel die SDKs kommen, die jetzt jetzt ganz kurz ein bisschen technisch, aber wir werden gleich wieder politisch, keine Sorge. Diese SDKs kommen, die diese Apps verbaut sind. Also stell dir vor, du willst eine Wetter-App bauen und lädst dir dann so ein SDK runter. SDK ist ein, ich glaube, Software Development Kit heißt es. Und da sind so Grundsteine drin, die du quasi bauen kannst, damit du nicht alles von null auf reinprogrammieren musst. Es gibt offenbar ein Unternehmen, das heißt Penlink. Zu diesem Unternehmen Penlink gehören auch Unternehmen wie Cobwebs, das wurde übernommen von Penlink. Und dieses Unternehmen hat wohl einen 5 Millionen Dollar-Deal mit ICE. Also mit dieser sogenannten Grenzschutzpolizei in den USA, also diese Behörde, die de facto Leute aus dem öffentlichen Leben scannt, sie in irgendwelche weißen Lieferwagen packt und über die Grenze fährt oder in den Südsudan verschleppt. Also die Behörde, die gerade so de facto politische Gewalt ins öffentliche Leben der USA trägt, um gegen vermeintlich illegale MigrantInnen vorzugehen. Und diesen Deal zwischen Penlink und dem ICE oder der dem Department of Homeland Security, also dem Innenministerium fast, oder Sicherheitsministerium, Ministerium für innere Sicherheit, könnte man sagen, in den USA, darüber hat For Media relativ umfangsreich. recherchiert und haben dort eben von diesem Deal mitbekommen und es wird eben davon gesprochen, dass Millionen von Standortdaten in Echtzeit von dem ICI sozusagen erworben werden über diese Unternehmen Penlink, um sozusagen echte Standortdaten von Menschen zu bekommen, die sie über ihr Telefon offenbar größtenteils unwissend in die Welt gepustet haben. Zum Beispiel über eine Wetter-App. Es wird aber hier auch davon gesprochen, dass es möglicherweise Daten gibt, die die aus Social Media Quellen kommen könnten. Woher Penling die Daten hat, ist nicht ganz bekannt. Also ob es jetzt ein SDK ist oder das Real-Time-Bidding, Oder ein dritter Weg weiß VOR for Media nicht, was Real-Time Bidding ist, erkläre ich gern auch noch eben. Also wenn du als Mobilfunknutzer etwas öffnest, wo Werbung angezeigt wird, gibt es einen Bietungsprozess auf die Werbefläche, die dir angezeigt wird. Der findet in Echtzeit statt, du kriegst das gar nicht mit, aber es wird geguckt, welcher Werbetreibende zahlt für diese Werbung, die dir angezeigt wird, am meisten. Und dafür werden ein paar Faktoren genutzt, wie zum Beispiel demografische Daten, aber eben auch der Standort des Mobiltelefons. Und das könnte eine Sicherheitslücke sein, um sozusagen deinen Standort zu nutzen, indem man sich in diesen Bidding-Prozess sozusagen einschaltet. Wahnsinnig spannende Recherche von VF4 Media. Hinter der Paywall, ich packe es, wenn ihr wollt, trotzdem in die Shownotes. Es ist wirklich wert zu lesen und zeigt es ein bisschen, wie dieses. wie das ICE auch vorgeht, um herauszufinden, wo die Menschen sich gerade rumtreiben. Weil dazu gehören eben auch Daten wie Abtreibungskliniken. Migrationsbehörden oder Moscheen, also alles mögliche, was eben Dinge über deinen vielleicht eben nicht weißen oder nicht ursprünglich weiß-amerikanischen Hintergrund offenbingen könnte.

50:25 Torsten Beeck

Ja, das ist ja genau der Unterschied zu dem, was zum Beispiel bei Meta in diesem Governant Request Report jedes Jahr veröffentlicht wird. Meta gibt auch Standortdaten raus an die Behörden. Also wenn es einen richterlichen Beschluss gibt Zu vermissten Personen oder auch zu gesuchten Straftätern und man kann dann einen WhatsApp-Account zuordnen, dann kann man auch Standortdaten da abfragen. Aber da der Punkt ist halt der richterliche Beschluss Und die Rechtsstaatlichkeit dahinter. Das kann man alles, das ist alles transparent, das kann man alles nachlesen, wie oft die das machen und in welchen Ländern und wie viele Anfragen es gibt und wie viele abgelehnt werden. Das ist aber genau ja das Problem, in dem Moment, wo man sich eben nicht mehr in einem rechtsstaatlichen Prozess bewegt, wobei man ja fast sehen kann. Dass die sich offensichtlich Ich habe das ehrlich gesagt noch nicht gelesen, aber es sieht ja wohl so aus, als ob sie sich eben genau nicht an einem rechtsstaatlichen Verfahren und einem rechtsstaatlichen Prozess bewegen. Absolut. Weil sie vermutlich auch wissen, dass das rechtsstaatlich, also auch Man sieht das ja auch an vielen Gerichtsentscheidungen, dass dann Dinge auch wieder zurückgepfiffen werden. Oft ist es dann nur für die Menschen dann schon zu spät, weil die irgendwo. . nach Mexiko oder deutlich weiter weg abgeschoben worden sind oder in irgendwelchen irgendwo im Knast sitzen. . Aber diesen Zugriff, also es ist ja auch nicht so, dass irgendjemand sagt, niemand, also keine Behörde darf irgendwelche Daten abfragen Es ist halt nur ein großer Unterschied, ob man eben eine Backdoor in die gesamte Kommunikation einbaut. Und wir haben eben schon darüber gesprochen, es wird immer billiger, Daten zu speichern. Da kann man halt auch einfach erstmal. Fröhlich wegspeichern und dann später mal gucken, wofür man es wohl braucht. . . Und das kann keiner wollen. Also auch, ehrlich gesagt, das kann auch keiner wollen, der sich selbst als unbescholtenen Bürger betrachtet. Dass man möglicherweise in zehn Jahren mal gucken kann, was der dann wohl zu irgendeinem Thema vor zehn Jahren gesagt hat. Oder wie der wohl dazu steht, zu Fahrerflucht, weil er steht unter Verdacht, Fahrerflucht begangen zu haben. Kannte man ja mal gucken, ob das Schlagwort in irgendeiner Weise in Chats der letzten 15 Jahre vorkommt.

52:37 Gavin Karlmeier

Das kann man wirklich nie wollen. Ja, absolut nicht. Und also VFO Media spricht davon, dass eben hunderte Millionen Telefone täglich getrackt werden damit. haben aber auch Geschichten aus der Vergangenheit. Das ICE gibt es ja schon was länger. Und 2020 hat das Wall Street Journal schon herausgefunden, dass ICE gemeinsam mit dem Unternehmen CB Entschuldigung, CBP heißt es, einen Deal hatten und CBP mit Standortdatenbrokern zusammengearbeitet hat, das gleichzeitig aber eine muslimische Gebets-App Standortdaten an einen Datenbroker verkauft hat, sodessen Kunden auch US-Militärdienstleister gehörten. Bedeutet also, man kann, also und das ist jetzt klar, wir reden jetzt hier über die autokratisch gewordenen USA und die entdemokratisierenden USA. Aber auch für uns gilt das, dass unsere Daten offenbar ein Gut sind, auf das wir aufpassen müssen. Und überlegt euch ganz genau, welche App bei euch auf dem Telefon Standortszugriff bekommt und warum. Es ist legitim, wenn der Deutsche Wetterdienst bei euch auf dem Telefon einen Standort bekommt, weil es sinnvoll ist. wenn diese App weiß, wo ihr seid, obwohl ihr auch eine Stadt natürlich einstellen könnt. Das Wetter in Hamburg jetzt wahrscheinlich nicht so anders ist als in Lüneburg. Aber wir sehen wahrscheinlich beide anders, aber nicht so groß unterschiedlich ist Aber muss ein Taschenrechner, ein Kalender oder eine was weiß ich, App in Echtzeit auf deinen Standort zugreifen können? Ich weiß nicht. Die Antwort ist nein, meistens jedenfalls.

53:58 Torsten Beeck

Richtig. Also es ist einfach am Ende. Das ist ja immer so, wenn man irgendwie Daten von sich preisgibt, ist es ja immer so ein bisschen. Das eine ist, es muss erstmal transparent sein. Ich muss es erstmal wissen, dass es so ist. Ich finde, da hat sich eine ganze Menge getan. auf den insbesondere auf den Mobilplattformen Android und iOS, dass man deutlich mehr Warnhinweise bekommt, auch zum Beispiel irgendwie, ich glaube im größten Schritt halbjährlich nochmal gefragt wird, soll diese App tatsächlich weiter Standortdaten senden können und so. Also da hat sich ein bisschen was getan, aber man muss natürlich trotzdem erstmal informiert irgendwie sein. Und man muss natürlich, also es gibt immer diese Abwägung, wie nützlich ist das für mich und wie viel bin ich bereit sozusagen dafür zu opfern. Ich finde Standortdaten sind schon relativ. . intime Informationen. . Und die ja, ich war, ich kann mich durchaus noch erinnern, dass irgendwie Menschen vor 10, 15 Jahren einfach ihren Live-Standort permanent ins Internet gestellt haben.

54:56 Gavin Karlmeier

Und da kommen wir direkt zum Thema. Ich muss dich aber mal ganz kurz mitnehmen. Warte mal ganz kurz. Funktionen und Emotionen. Denn das Feature Instagram Maps ist in Deutschland gestartet. Auch in Europa, in der EU. Hast du jetzt die Möglichkeit. in Echtzeit, deinen Standort mit wahlweise ausgewählten Personen, deinen engen Freunden oder allen deinen FollowerInnen zu teilen.

55:20 Torsten Beeck

Ja, also ich habe das glaube ich mal. Nee, nee, nee, nee. Ich kam da ja gerade von. Es gab tatsächlich eine Zeit, wo ich eine wo man auf meiner Website meinen Live-Standort sehen konnte. Mit Google Latitude. Wahrscheinlich, ne? Genau. Das ist schon ganz schön lange her und ich fand es damals spannend, damit rumzuspielen. Ich habe gedacht, naja gut, ist ja alles nicht geheim, was ich so mache. Und meinetwegen können die Leute ruhig wissen, wo ich bin. Und wenn mir das nicht gefällt, kann ich das ruhig abschalten. Ich habe das dann irgendwann mal abgeschaltet. Aber also ich auch da, also wenn ich im, ich weiß, dass so die Leute oder die gerade die sehr jungen Leute auf Snapchat mit diesen Standortdaten Spaß haben und sehen, wo sind meine Freunde und so. Das ist halt immer eine Frage der Nutzung. Also wenn ich Instagram als Freundeskreis-App benutze und ich denke, naja gut. Hab hier irgendwie so 200 Leute, die können ruhig wissen, wo ich bin. . Und ich freue mich, wenn ich sehe, wo die sind. Und dann trifft man sich. Das war durchaus mit sowas wie Swarm oder sowas oder Free Course Square. Das war extrem nützlich und ich war echt Foursquare Heavy User.

56:33 Gavin Karlmeier

Das eint die ganzen Haken dran-Gäste immer.

56:37 Torsten Beeck

Und wir haben uns tatsächlich auch manchmal im echten Leben getroffen, weil wir gesehen haben, der hat irgendwie in der Nähe von mir gerade eingecheckt und man fragt mal, bist du noch länger in der Stadt? Ich fand das schon ein cooles Produkt. Auf der anderen Seite war das natürlich immer eine bewusste Entscheidung, wo ich einchecke. Und ich konnte dann auch entscheiden, okay, da will ich jetzt nicht einchecken. Ich also glaube, dass viele Leute das cool finden und das auch nutzen werden. Sicherheitsrisiko ist es allemal. Also insbesondere, also ich würde sagen, irgendwie als junge Frau würde ich ungern meinen Standort permanent irgendwo im Internet stehen haben, weil irgendwelche Creeps. mich tatsächlich auch mal persönlich besuchen wollen.

57:25 Gavin Karlmeier

Klar, also deine Wohnadricht, dein Zuhause wird dadurch geleakt, dein Standort, sowieso, ne? Das ist halt alles da mit drin, dein Arbeitsort. Aber man muss dann dazu sagen, ich verstehe alles, was du sagst, aber wenn wir das mit der Geschichte von davor zusammenlegen. Bedeutet das eben auch dauerhafter Zugriff auf den Standort in eine Meta-App, einem Unternehmen, dass man, dass es im Moment häufig auf richterlichen Anlass nur diesen Standort rausgibt. Aber mit der zugesetzten Stimmung in den USA und der Frage, worauf hat das ICI denn eigentlich alles Zugriff und wie bewegen sich diese Unternehmen, muss man sagen. Ist das vielleicht keine gute Idee, von sich selber auch noch ein Bewegungsprofil an sein Werbeprofil mit reinzuheften?

58:05 Torsten Beeck

Naja, also ich glaube, das ist fast egal, weil Meta hat diese Daten. Also die, wenn du dir den Standort freigegeben hast in den in den Meta-Apps, insbesondere in WhatsApp, sind diese Daten. . glaube ich, für die, also wie weit die genutzt werden, bin ich gerade nicht tief genug drin. Aber also die Daten, Meta hat diese Daten eh. Die Frage ist halt, will ich auch, dass alle meine Freunde diese Daten haben? Ich glaube, da gibt es eine Sehr unterschiedliche Risikowahrnehmungen. Ich glaube, sehr junge Leute sind total entspannt, ihren Standort auch in iOS zum Beispiel, ihren Standort Freunden freizugeben und zu sagen: Wieso ist doch super, wenn die wissen, wo ich bin? Habe ich auch zum Beispiel Freunde, mit denen ich das mache. Ja, ja, aber das ist natürlich dann, also ich finde das auch okay, aber ich glaube, je älter die Leute werden, desto komischer finden sie das, ihren Standort permanent irgendwo. Freizugeben, selbst in einem kleinen Kreis.

59:02 Gavin Karlmeier

Du machst das gar nicht?

59:06 Torsten Beeck

Nee, ich mach das nur mit meinen Töchtern.

59:09 Gavin Karlmeier

Ah ja. Ja, das finde ich legitim. Aber ich habe so, ich würde sagen, vielleicht fünf Personen in meiner Wo ist-App. Und interessanterweise, ich sage jetzt natürlich nicht viel mehr dazu, aber interessanterweise gehören da drei Personen zu, die nicht mal im selben Land leben wie ich. Also wir sind da nicht mal gucken nicht mal, was machen wir jetzt gerade hier eigentlich alle, sondern es ist mehr so ein international

59:32 Torsten Beeck

Ja, aber das ist ja auch, ich sag mal, das schafft ja auch so eine gewisse Nähe. Das ist ja das Gleiche, was auch Social Media Plattformen schaffen. So ich, ich weiß, wo du bist, oder ich habe gesehen, dass du irgendwo bist. Genau. Ohne dass das ja, also ich habe da auch kein, also ich habe da überhaupt kein Kontrollbedürfnis. Ich hätte auch ehrlich gesagt gar kein Problem, meinen Standort irgendwie Freunden oder sowas freizugeben. Ich würde das wahrscheinlich Eher situativ nutzen. Also keine Ahnung, wenn man zwei Wochen zusammen irgendwo Urlaub macht, dann kann das ganz praktisch sein zu wissen, wo der andere ist. Ich sehe tatsächlich auch nicht so ganz den Mehrwert permanent. zu wissen, wo jemand ist.

01:00:11 Gavin Karlmeier

Nö, es ist, glaube ich, eher wirklich so ein kleines, so ein Vertrauensgeschenk.

01:00:14 Torsten Beeck

Ja.

01:00:15 Gavin Karlmeier

Oder so.

01:00:16 Torsten Beeck

Ansonsten, also ich finde das okay. Ich möchte nicht, dass alle meine Instagram Follower permanent wissen, wo ich bin. Also objektiv ist es mir eigentlich egal. Weil so spannend ist das alles nicht. Aber ich möchte es trotzdem nicht, weil ich nicht so richtig weiß, wer was mit irgendwelchen Daten macht. Ja. Das im Sohn. So, und ich bin halt irgendwie so ein mittelalter, weißer Mann, der jetzt nicht irgendwie auch noch Sorge haben muss. irgendwie belästigt, überfallen oder was weiß ich zu werden. Aber alleine sowas, du weißt, wo der, also wenn du Daten von jemandem mal zwei Wochen dir anguckst, dann weißt du, wo der wohnt. Dann weißt du, wo der arbeitet und wenn du mal die Daten irgendwo abträgst in eine Tabelle, also ohne da jetzt irgendwie eine API dran zu haben, sondern einfach in einer Tabelle aufschreibt, wo war der zu welcher Zeit. Dann kriegt man natürlich also Bewegungsprofile und dann kann man auch Leuten zum Beispiel ganz zufällig über den Weg laufen. Klar. How to how to stalk mit Horsten Big? Aber so richtig, ja, und das ist ja so ein bisschen Es ist ja so ein bisschen eine, ja, fast so ein bisschen Urban Legend, dass irgendwie Leute mit Hilfe von irgendwelchen Google-Karten und Google-Satellitenbildern und so. Streetview-Bildern, Nachbarschaften, Auskundschaften, um dann da einzubrechen und sowas. Da sagt ja selbst die Polizei, ey, das passiert. irgendwie alle tausend Jahre mal. Eigentlich ist es nicht so schwierig zu sehen, dass das Haus irgendwie ein bisschen größer ist und irgendwie auch ein schweres Rolltor hat, dass da Leute wohnen, die mehr Geld haben. Und die meisten Einbrecher ziehen einfach an den Häusern vorbei und brechen halt da ein, wo kein Licht brennt. Aber das bietet natürlich schon eine Möglichkeit, wenn ich in Echtzeit Standortdaten von jemandem habe, zu wissen, der ist nicht zu Hause. Und das öffnet natürlich auch nochmal Möglichkeiten.

01:02:18 Gavin Karlmeier

Ja, also das Feature muss man in Europa per, ist überall per Default nicht an. Es generiert trotzdem Inhalte, wenn du ein Bild oder eine Story hochlädst mit einer Ortsmarke, wird die auf diese Karte gesetzt mit deinem Avatar. Aber das ist per Default nicht an, dass du deinen Standort mit irgendjemandem teilst und musst es also proaktiv einschalten. Bei mir haben das schon zwei Leute gemacht, habe ich gesehen. Finde ich ganz überraschend.

01:02:41 Torsten Beeck

Ich habe mir das noch gar nicht angeguckt, aber ich finde tatsächlich zu sagen, es gibt irgendwie eine Karte und bei jeder Ortsmarke, die ich setze, wird angezeigt, wo ich bin. Das finde ich ehrlich gesagt relativ harmlos. Das mache ich ja bewusst. Das ist ja meine Entscheidung in dem Moment. Das tue ich ja auch. Ich mache das ja quasi auch publik in meiner Story und setze irgendwie, wenn ich im Urlaub bin, setze ich da irgendwie so eine Location. Damit die Leute alle ganz neidisch sind, was ich Schönes mache, während sie im Büro sitzen. Aber das ist ja eine Aktivhandlung. Aber sowas im Hintergrund, permanent in Echtzeit, ist nochmal echt ein anderer Schnack.

01:03:14 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist übrigens auch wieder ein Feature, das haben wir, als sie das in den USA ausgerollt haben, schon besprochen, aber. Wieder mal ein Feature, das sie sich nicht selber ausgedacht haben, sondern es kommt mal wieder von Snapchat.

01:03:24 Torsten Beeck

Ja, das ist ja jetzt auch nicht ganz. Also, dass man sich da inspirieren lässt, sage ich mal vorsichtig.

01:03:29 Gavin Karlmeier

Ja, man guckt ja einfach nur mal so rum, lässt sich inspirieren. Ich habe noch ein kleiner, wir wollen ja positiv enden, ne? Deswegen hier. Versöhnlichkeit des Tages. Hast du was Versöhnliches für uns dabei, Thorsten?

01:03:48 Torsten Beeck

Oh, da bin ich ganz schlecht darauf vorbereitet. Ehrlich gesagt, nicht so richtig.

01:03:53 Gavin Karlmeier

Nee, schlimm, ich hab was. Da bin ich beruhigt. Und zwar hat das die US-Streitkräfte haben versucht, bei dem Bundesverkehrsministerium eine Sondergenehmigung zu bekommen. Oder damit US-Streitkräfte, die in Deutschland stationiert sind oder deren Angehörigen, den Tesla Cybertruck über deutsche Straßen fahren dürfen Und das hat das Bundesverkehrsministerium abgelehnt. Das Auto erfüllt die europäischen Sicherheitsstandards nicht und weicht so erheblich davon ab, dass es auch keine Sondergenehmigung geben kann. Das ist ja eine große Überraschung.

01:04:25 Torsten Beeck

Es scheint aber ja auch ein wahnsinniges Bedürfnis zu geben, dieses Ding durch die Gegend zu fahren. Also, ohne da jetzt nicht länger mit beschäftigt zu haben, aber das sieht ja schon so von der Formgebung so ein bisschen so aus, als würde es bei einer gewissen Geschwindigkeit Menschen einfach in der Mitte durchschneiden. Und ich glaube, das wird auch niemals auf europäischen Straßen zulassbar sein. Also kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Weil es irgendwie genau gar kein Personensch Personen- oder Fußgängerschutzregeln und sowas entspricht.

01:04:59 Gavin Karlmeier

Ja, klar, aber es Ich finde das deswegen insofern versöhnlich, als dass man hier im Bundesverkehrsministerium zumindest nicht sagt, naja, vielleicht können wir die Stimmung ein bisschen besser machen, indem wir wenigstens diesen schöpigen Panzer über unsere Straßen fahren lassen.

01:05:11 Torsten Beeck

Ja, die sind noch stabil.

01:05:13 Gavin Karlmeier

Aber ich glaube, das ist einfach das Gute, die halten sich einfach an Gesetze. Ja, und das ist doch versöhnlich. Absolut. Danke, dass du hier warst, lieber Thorsten. Ich wünsche dir und allen, die zugehört haben, einen wundervollen restlichen Freitag, ein ganz tolles Wochenende und wir hören uns wieder am Montag. Und am Montag kommt Elisabeth Laurange her, die war noch nie hier vom Techs Tail Podcast, Tech and Tails Podcast, in dem ich ja zu Gast war, und da habe ich sie auch direkt eingeladen, jetzt kommt sie am Montag. Das ist doch super. Das ist bestimmt ein interessantes Gespräch.

01:05:41 Torsten Beeck

Wünsche ich dir viel Spaß dabei und auch ein schönes Wochenende.

01:05:44 Gavin Karlmeier

Vielen Dank und bis dann.

01:05:45 Torsten Beeck

Tschüss. Ciao, ciao.