Meta muss den Kauf von WhatsApp und Instagram nicht rückgängig machen und gewinnt vor Gericht gegen die FTC. Damit kommt ein monatelanger Prozess, der uns bei “Haken dran” begleitet, zu einem vorläufigen Ende. Aber ein Ende kann auch ein Anfang sein – denn mit Eurosky startet eine europäische Bluesky-Version, die voll auf europäische Infrastruktur setzen will. Außerdem sprechen wir über Unterschiede zwischen Wiki- und Grokipedia – und darüber, dass Instagram Inhalte endlich nach Dolby Vision-Standard anzeigen wird. Na wenn sonst nix is’.
➡️ 89 Seiten Urteil FTC vs. Meta: https://storage.courtlistener.com/recap/gov.uscourts.dcd.224921/gov.uscourts.dcd.224921.693.0_2.pdf
➡️ The Guardian über Grokipedia vs. Wikipedia: https://www.theguardian.com/technology/2025/nov/17/grokipedia-elon-musk-far-right-racist
Kapitelmarken
KI-unterstützt
Chapters
00:00 Hallo Dennis!
01:29 Housekeeping
04:25 Meta vs FTC – DAS URTEIL
09:23 Digitale Souveränität in Europa
14:43 Eurosky
21:35 Datenabfluss bei WhatsApp
36:28 Interoperabilität von Messengern
39:20 Die Macht von TikTok im Musikmarkt
42:30 TikToks Dreiklang der Sucht
45:17 Grokipedia
50:20 Mastodon und die Veränderungen im Management
53:20 Altersverifikation auf X
56:25 Funktionen und Emotionen
01:00:16 Musk und so…
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin, hallo Dennis. Episode 505. Ich habe sofort indie-mäßig, wie sich das gehört, Arctic Monkeys Assoziation.
00:15 Dennis Horn
Ach so, wirklich? Ne, ich hab erstmal geguckt, ob das irgendein HTTP-Status gekauft ist, mit dem ich Ich habe jetzt einen guten ersten Gag hinbekommen, um mich über Cloudflare lustig zu sagen.
00:23 Gavin Karlmeier
Serverversion nicht unterstützt. Ja, ist nicht so.
00:27 Dennis Horn
Aber ich sag mal so, wenn ihr uns jetzt hören könnt, funktioniert Cloudflare wieder.
00:31 Gavin Karlmeier
Dann ist zumindest hakenran. org wieder aufrufbar.
00:35 Dennis Horn
Ja, oder Spotify, um uns zu hören, war auch down.
00:39 Gavin Karlmeier
Guck mal. Ja, wir sind wieder da.
00:41 Dennis Horn
Danke, Cloudflare. Genau, wenn ich ein Deutschrapper wäre, würde ich mich auch Cloudflair nennen.
00:46 Gavin Karlmeier
Wow. Das ist, wenn er, nee, ich wollte gerade sagen, wenn Flair irgendwann das Zeitliche segnet, wird er in die Cloud hochgeladen. Shots fired. Ich bin auch nur Fanwall.
00:58 Dennis Horn
Hier, man muss vorsichtig sein, weil Flair liest ja immer mit und wenn er irgendwo gedestet wird in Social Media, dann gibt es Ärger.
01:04 Gavin Karlmeier
Aber jeder Schützturm ist Reichweite, wie mein früherer Kollege Jens gerne zu sagen pflegte.
01:09 Dennis Horn
Grüße.
01:09 Gavin Karlmeier
Den zitiere ich damit auch immer. Auch ein Schütztorm ist Reichweite. Nee, die Arctic Monkeys haben einen Song I Go Back to Five O'Five. Hotelzimmer. Hört euch den mal im Anschluss an diese Folge an, aber hört uns erstmal, zunächst lasst uns erstmal ausreden. Es gibt heute viel zu diskutieren.
01:28 Dennis Horn
Oh, große Gassirode. Ich lasse dich wie immer ein bisschen das Housekeeping machen zu Beginn, bevor wir hier in die Breaking News dieses Tages gehen.
01:39 Gavin Karlmeier
Die auch heute auf eine Art Housekeeping sind.
01:41 Dennis Horn
Oh ja.
01:42 Gavin Karlmeier
Also, ähm zum einen haben wir die Geschichte, die wir ja schon länger begleiten begleitet haben. Es ist fast so ein aus der Kategorie Dummes Stöckchen von Elon Musk, und man muss doch drüber sprechen. Elon Musk hat ja angekündigt, dass er vor Gericht gegen Apple und OpenAI vorgehen möchte, weil er ihnen eine unzulässige Absprache unterstellt, weil er damals gesagt hat: Also es gibt diesen Deal zwischen Apple und OpenAI. Das ChatGPT in Siri integriert ist, und gleichzeitig sieht er in den App Store-Charts, immer ChatGPT weit vorne oben Und Grog eben nicht und seine Angebote. Und da sieht er eine unzulässige Gestaltung der App Store-Startseiten. Damit wollte er vor Gericht ziehen. Und das Gericht hat gesagt, okay. Und hat diese Klage nun angenommen und nicht abgewiesen, wie manche Leute erwartet hatten. Das heißt aber nicht, dass Elon Musk jetzt Recht hat. Das heißt nur, dass das Gericht sagt, naja, das gucken wir uns in der Tat mal genauer an. Und wir haben auch damals schon gesagt, diese Überlegung, dass es da möglicherweise Deals gibt. von wegen, dass OpenAI oder ChatGPT vielmehr im App Store dann redaktionell auch irgendwie bevorzugt angezeigt wird. . Das kann man ja nicht ganz ausschließen und dass das jetzt erstmal gerichtlich angesehen wird. Meinetwegen ist eine der Klang von Elon Musk, die nicht null von zehn interessant oder sinnhaft ist, sondern vielleicht zwei von zehn, würde ich sagen. Und eine andere Klage, über die wir gesprochen haben, ein kleines Klage-Update. Wir haben ja in unserem Discord, sprechen wir heute eh nochmal drüber, aber wir haben ja die Schattenredaktion. Und ein Teil dieser Schattenredaktion ist Coffee Hollig und die pflegt einen Klagetracker. Und also wir sind dabei, wir sammeln das so ein bisschen. Wir wollten eigentlich zur 500. Episode vor zwei Wochen so einen Klagetracker schon fertig online haben, haben wir aus technischen Gründen nicht geschafft. Also es hat sich nicht, haben sich nicht alle drum gekümmert. Aber eine Klage, die es nämlich auch noch gibt, ist, dass Elon Musk dazu gezwungen wird, bis zum 19. 12. jetzt. Seine Sicherheitsfreigabedokumente, also nicht Elon Musk selber, sondern die Defense Counterintelligence and Security Agency, DCSA. muss jetzt diese Sicherheitsfreigabedokumente von Elon Musk offenlegen, damit man weiß, was Elon Musk eigentlich alles einsehen kann. So, sicherheitsrelevante und persönliche Daten müssen nicht mit offengelegt werden, aber dazu gehört eben auch, dass man erfährt was Elon Musk eben alles so einsehen kann. Was deswegen interessant ist, weil ja SpaceX möglicherweise als Unternehmen, das Pentagon-Aufträge annimmt, ja auch sicherheitsrelevante Informationen wichtig finden könnte. So, das ist das Housekeeping für heute.
04:13 Dennis Horn
Sehr gut. Der Klagetracker geht hier noch auf eine weitere Klage an. Klecker würde ich nennen. Klagetracker, Klecker. Meta.
04:23 Gavin Karlmeier
Für diese Klage gibt es einen eigenen Jingle, und der zeigt, wie groß dieser Prozess ist.
04:27 Dennis Horn
Ja, Moment. Ja, bitte.
04:35 Gavin Karlmeier
Man muss nämlich dazu sagen, es gibt das erste Mal seit Monaten ein Update in dem Prozess FTC gegen Meta.
04:47 Dennis Horn
Es war ein Huhn, aber es klang wie eine Säge Und das wäre das Geräusch, das gekommen wäre, wenn das passiert wäre, was die US-Regierung erreichen wollte. Aber Meta wird tatsächlich erst einmal nicht zerschlagen. Also die Regierung in den USA ist mit diesem Versuch vor Gericht gescheitert, weil die Handelsbehörde FTC ihren Monopolvorwurf wie wir Journalisten sagen, nicht hart genug machen konnte. So ist es. Also die FTC sagt, Facebook hat WhatsApp und Instagram eigentlich nur gekauft, um die eigene Monopolstellung widerrechtlich zu schützen. Meta weist das zurück, sinngemäß lautet die Argumentation, wieso Monopol, es gibt doch TikTok. So. Also der Wettbewerb ist durchaus hart. Und der Richter sagt, der FTC sei es eben nicht gelungen, das Gegenteil zu belegen. Da kommen wir gleich zu der wunderschönen Begründung, wie ich finde.
05:40 Gavin Karlmeier
Da müssen wir eigentlich so Hafenklänge drunter legen.
05:42 Dennis Horn
Wirklich!
05:43 Gavin Karlmeier
Soll ich kümmere mich gleich weiter drum währenddessen?
05:47 Dennis Horn
Ja, also.
05:48 Gavin Karlmeier
Wir bleiben erstmal im Thema, ja.
05:50 Dennis Horn
Wir bleiben erstmal im Thema. Also der Richter sagt: Das ist ein Bezirksrichter, James E. Bosberg. Sagt, die Meta-Apps funktionieren heute primär wie TikTok und haben sich zu stark von ihren früheren Freundeetzwerken, also so diesem Social Graph-Ansatz, entfernt. Und er sagt, die Marktsituation jetzt mit TikTok auf der einen Seite, mit YouTube, auf der anderen Seite YouTube Shorts. Auch, das ist inzwischen eine klare Konkurrenzsituation und das würde diese Marktdefinition, wie die FTC sie sich gebildet hat und dann ihre Argumentation auch geführt hat, untergraben. Und deswegen, nein, wird nicht zerschlagen.
06:35 Gavin Karlmeier
Und das ist das eigentlich, finde ich, ja, das ist ja der Kern dieser ganzen Geschichte. weil wir, als wir diesen Prozess sehr, sehr lange begleitet haben, weil die FTC ja gesagt hat, Meta hat eben eine Monopolposition und muss deswegen den Kauf von Instagram und WhatsApp rückgängig machen. dass wir immer wieder darauf geschaut haben, und das waren ja auch die Verteidigungs- und Argumentationslinien der FTC und von Meta, dass es eigentlich primär um die Deutungssoheit ging, Was ist denn die Marktsituation für die Meta-Angebote? Also in welchem Verständnis muss man Facebook eigentlich sehen? In welchem Verständnis muss man Instagram sehen? Und dass die FTC quasi gesagt hat, naja, Meta hat Instagram nur gekauft, um einen Konkurrenten wegzubeißen oder wegzukaufen. Du hast ja gesagt, wir kommen gleich noch zu diesem schönen Urteil, aber ich greife schon mal eins vorweg. Das Interessante ist, dass dieses Urteil am Ende sagt, naja, das kann sein, dass das mal so gewesen ist, aber heute gibt es eben diese Monopolie. Polposition gar nicht mehr. Und diese Diskussion, die wurde ja auch wegen dieses Prozesses so ad absurdum geführt. Wir erinnern uns daran, dass die FTC als Argument genannt hatte, warum Meta ein Monopol sei, dass die echten Mitbewerber von Metanetzwerken so Dinge sein wie Miwi. Ein Netzwerk, bei dem alle damals auch BranchenbeobachterInnen, gesagt haben. . Äh, weiß ich jetzt nicht, ob das wirklich so die Konkurrenzsituation für Instagram ist mit Miui. Und was ich vor allem faszinierend finde ist dass dieses Urteil vor allem oder auch deswegen zustande gekommen ist, weil es ein Echtweltexperiment gegeben hat. Man hat sozusagen geprüft, Gibt es wirklich eine Monopolposition? Und das war am 19. Januar 2025. Anfang dieses Jahres. Wir erinnern uns daran, an diesem Tag, am Tag bevor Donald Trump ins Amt gehoben wurde, galt TikTok. Für zwölf Stunden als verboten, also nach Gesetzlage ist bis heute verboten, aber an diesem Tag gab es TikTok nicht. Das heißt, die Leute konnten TikTok nicht nutzen. Was haben sie stattdessen gemacht? Sie sind zu Instagram gegangen, sie sind zu Facebook gegangen, sie sind zu YouTube gegangen. Und der Richter argumentiert hier auch so: es gibt ein 89-seitiges Dokument als ganze Herleitung. Das ist wirklich interessant. Ich packe euch die ganze PDF in die Shownotes. Aber der sagt, dass an diesem Tag zu sehen war, dass wenn Leute von TikTok zu Instagram gehen und das in großer Zahl und zu Facebook gehen. dass TikTok offenbar ein Konkurrent für Meta ist. Das heißt, am Ende hat TikTok hier durchs Verbotenwerden und Verbot auch durchsetzen Meta den Arsch gerettet,
09:04 Dennis Horn
Ja, also mir erschließt sich diese Begründung nicht, weil wenn das Ding nicht da ist, dann muss man ja irgendwie seine Zeit vertreiben Aber in der Zwischenzeit.
09:12 Gavin Karlmeier
Wäre TikTok kein Konkurrent gewesen, wenn die Leute halt eben nicht zu Instagram gegangen, sondern eben nur zu YouTube zum Beispiel
09:18 Dennis Horn
Ja, aber ich finde, das ist so, weißt du, wenn du Stromausfall hast und dann kann ich meinen Fernseher nicht nutzen, dann gehe ich zum Kühlschrank. Der geht da.
09:25 Gavin Karlmeier
Oder unterhalte mich mal mit der Partnerin oder dem Partner und guck, was so dein in den letzten zehn Jahren los war.
09:29 Dennis Horn
Aber die sind ja keine Konkurrenz für einen Samsung-Fernseher, weißt du?
09:35 Gavin Karlmeier
Ich würde das sogar anzweifeln, weil ich glaube, TikTok ist auch zum Beispiel ein Konkurrent für einen Samsung-Fernseher.
09:42 Dennis Horn
Ja, gut, aber dann ist alles für alles Konkurrenz, weil es am Ende immer mal das Zeitbudget geht der Leute. Das ist ja bei Mediennutzungen, ist das so? Aber du brauchst ja eine Marktdefinition und Zeitbudget der Leute ist ja keine Marktdefinition.
09:54 Gavin Karlmeier
Ja, das ist nämlich interessant, weil in diesem ganzen Dokument wird nämlich getrennt zwischen Social Media und, wie heißt das andere, PSN. Und PSN sind die, ich habe es schon irgendwo aufgeschrieben, in meinem sehr langen Dokument.
10:06 Dennis Horn
People, irgendwas Networks.
10:08 Gavin Karlmeier
Personalized oder so. Personalized. Personal Social Networking Apps. Und dass das Gericht zum Urteil kommt, dass diese beiden Dinge eigentlich mittlerweile eins sind. Und das ist eigentlich das größte, finde ich, die größte Erkenntnis in diesem ganzen Urteil. Dass unser Verständnis von Social Media ein anderes ist als vor zehn Jahren. Das ist sicherlich keine Überraschung, aber die Leute nutzen das nicht, um sich miteinander zu vernetzen. Mark Zuckerberg hatte recht, als er gesagt hat, wir sind in der zweiten Epoche. Es geht nicht mehr um Vernetzung mit FreundInnen und Familie. Es geht um Konsum von Entertainment und dass sich gegenseitig was zeigen wollen.
10:42 Dennis Horn
Das ist tatsächlich so, und im Grunde sind wir damit, und diese These hatten wir ja hier in den frühen Tagen von Hakendran schon mal in einem neuen Zeitalter neuer Massenmedien. Ja, genau. Also du hast gedacht, du kommst jetzt weg. Von den Massenmedien und es wird so individualisiert, aber du bist jetzt eigentlich in einem neuen Zeitalter von Massenmedien, das aber natürlich als Appendix immer noch so dieses Soziale hat, so, aber es steht nicht mehr so im Kern. Ich habe so überlegt, ähm, Also auf der einen Seite entwickelt sich das so schnell, dass du ja mit einer Klage dann nie hinterherkommst Auf der anderen Seite kannst du aber halt auch so argumentieren wie dieser Richter. Es entwickelt sich so schnell, dass so eine Klage eigentlich Unsinn ist, weil in drei Jahren kann die Konkurrenzsituation schon wieder eine komplett andere sein.
11:26 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch einen spannenden Punkt.
11:29 Dennis Horn
Hast du jetzt die Hafen?
11:30 Gavin Karlmeier
Ich hab eine Harfe hier. Ich weiß nicht, wie sie klingt. Ich habe einfach mal was rausgesucht.
11:34 Dennis Horn
Ich würde auch einen Hafen nehmen. Ist auch in Ordnung, weil das hat auch so einen. Selben.
11:38 Gavin Karlmeier
Hörst du was? Ah, nee, warte mal, es läuft ja über die falschen Lautsprecheraugenblicks. Na, sorry, ich hab's verkackt. Toll, jetzt habe ich den tollen Moment zerstört. Aber es passt, glaube ich, musikalisch genau so, wie wir es tun.
11:49 Dennis Horn
Wir brauchen es. Wir brauchen es wirklich jetzt.
11:52 Gavin Karlmeier
Ja, es passt.
11:54 Dennis Horn
Ja, ist in Ordnung.
11:55 Gavin Karlmeier
Oder?
11:55 Dennis Horn
Also, die Begründung von James E. Bosberg, dem Bezirksrichter. Die wundervoll poetisch ist. Gib gern noch ein bisschen mehr Samtrafel. Wie der Fluss des Heraklit Rauchen die Stromschnellen der sozialen Medien so schnell vorbei, dass das Gericht nicht zweimal in denselben Fall getreten ist. Jedes Mal, wenn es die Apps von Meta geprüft hat, hatten sie sich verändert. Ebenfalls. In den beiden früheren Entscheidungen tauchte nicht einmal das Wort TikTok auf. Heute steht genau diese App im Mittelpunkt als Metas stärkster Rivale. Mit Apps, die aufsteigen und verschwinden, einem Trend nachjagen und ihn wieder verlassen. Und jedes Jahr neue Funktionen hinzufügen, hatte es die FTC nachvollziehbar schwer, die Grenzen von Metas Produktmarkt klar zu bestimmen. Dennoch hält sie weiterhin daran fest, dass Meta mit denselben alten Konkurrenten wetteifert wie im vergangenen Jahrzehnt. Dass das Unternehmen innerhalb dieses kleinen Kreises ein Monopol besitzt und dieses durch wettbewerbswidrige Übernahmen auf. Recht erhalten haben. Ob Meta in der Vergangenheit Monopolmacht hatte, ist dabei unerheblich. Die Behörde muss zeigen, dass Meta diese Macht auch heute noch besitzt. Die FTC hat diesen Nachweis nicht erbracht. Das ist toll, oder?
13:20 Gavin Karlmeier
Also wenn wir jetzt keinen Grimme Online Award kriegen, weiß ich aber auch nicht.
13:27 Dennis Horn
Es ist großartig. Wow. Der Fluss des Heraklitz.
13:31 Gavin Karlmeier
Das war toll, ja. Ich finde das schön, weil das hat genau ich hoffe, dass James Bosberg das auch mit einem ähnlichen Klang Ambiente vorgetragen hat, dieses Urteil.
13:41 Dennis Horn
Der hat bestimmt so einen Rode-Caster an seinem Richterpult und kann dann immer so Einspür am Kopf. So Nippel. Ja, gut. Haken bleibt dran. Also das ist, die US-Regierung könnte Berufung einlegen. Ja, genau. Ja, Entschuldigung. Und dann würde das möglicherweise, aber das ist ja mittlerweile alles eins in den USA. Regierung, FTC ist ja alles. Da steckt er eine kleine Kritik dran. Und das heißt
14:14 Gavin Karlmeier
Bitterböse Satire.
14:16 Dennis Horn
Der Rechtsstreit ist noch nicht ausgestanden. Es geht vielleicht in die nächste Instanz und dann könnten da noch Jahre vergehen. Auch deswegen. Ist dann Jingle nötig. Ja, so ist es. Wobei ich mir, dann ist leider dieser Richter nicht mehr im Spiel. Ich hätte mir gewünscht, dass er auch weiterhin urteilt und wir ihm hier regelmäßig begegnen. Mit diesem Urteilstexten.
14:33 Gavin Karlmeier
Ja, das wäre schön. Aber dann müssen wir auch immer wieder diese Harfe raussuchen. Ich speichere mir die Sicherheitshalber mal ab, die ich hier gerade. Haben wir übrigens Rechte dran. Das war kein Urheberrechtsverstoß.
14:41 Dennis Horn
Sehr gut. Poesie drin, der Jura-Podcast. Wow. Gut, dann wir bleiben noch ein bisschen tagesaktuell hier. und schauen nach Berlin, wie kann Europa in der digitalen Technologie unabhängiger von den US-Konzernen werden Wir haben ein Muster festgestellt in den letzten Ausgaben von Haken dran, dass das hier immer mehr zum Thema wird: digitale Souveränität. Auch auf dem Digital gibt es ein bisschen. In Berlin, an dem unter anderem Friedrich Merz als Bundeskanzler teilgenommen hat, Emmanuel Macron als französischer Präsident, viele MinisterInnen aus anderen Staaten der Europäischen Union. Ein bisschen Stuff aus der Rede von Friedrich Merz. Er sagt, Europa will sich unabhängig machen bei digitalen Technologien, will zwar auf Offenheit setzen und keine virtuellen Mauern bauen. Aber werde digitale Souveränität nicht politisch herbeiregulieren oder herbeisubventionieren können. Man müsse sie gemeinsam mit der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft gestalten. Um im Wettbewerb um digitale Technologien zu bestehen, brauchen wir Innovationsfähigkeit. Ich gehe noch einen Schritt weiter, sagt Merz. Innovationsführerschaft.
15:55 Gavin Karlmeier
Wenn ich da direkt reingehen darf, vielleicht für ein guter Anfang erstmal ein Innovationsführerschein.
16:02 Dennis Horn
Ja, wirklich.
16:03 Gavin Karlmeier
Also dann können wir über Führerschaft sprechen.
16:06 Dennis Horn
Also es sind große Worte dafür, dass wir wissen, dass Internet für uns ja alle Neuland ist. Und Friedrich Merz hat angekündigt, dass der Staat Sogenannter Ankerkunde ähm werden soll, ach so Im Hafen bin ich Ankerkunde. Also dass der Staat Ankerkunde werden soll und unter anderem Software von US-Firmen ersetzen Soll darüber. Da seien auch schon erste Behörden wie das Robert-Koch-Institut umgestiegen. Auch im Bundeskanzleramt würden Komponenten eingesetzt aus Open Desk, also offener Software. Deutschland und Frankreich wollen jetzt einen Kriterienkatalog schreiben gemeinsam für die Beschaffung souveräner digitaler Dienste. Und auch Die nächste Generation, aber ich glaube dafür braucht es dann neben dem Innovations noch einen KI-Führerschein, die nächste Generation von KI soll auch in Europa gestaltet werden.
17:05 Gavin Karlmeier
Ja, also wir wissen ja, ich weiß nicht, ob wir darüber heute noch sprechen, ich glaube nicht, aber dass die Schwarzgruppe zum Beispiel, das ist das Unternehmen hinter Lidl und Kaufland, dass die in Brandenburg jetzt ein Rechenzentrum aufbauen, das deutlich größer werden soll als diese angekündigte Google ist es, glaube ich, Investition.
17:24 Dennis Horn
Ja, doch, die Google, die in der Tagesschau war, die vergangenen Tage, so wo die da alle standen. Wir sagt haben Milliarden investiert mit Last Klingbeil und so von Google.
17:33 Gavin Karlmeier
Last Klingbeil von Google.
17:37 Dennis Horn
Lars KI eben bei halt, also ich glaube, auf 100.
17:41 Gavin Karlmeier
000 Chips setzt und eben damit deutlich mehr Rechenpower und KI-Power da haben möchte, als eben das Google in Deutschland machen wird. Das ist ja erstmal ein Ansatz. Man muss jetzt natürlich muss man darüber sagen. darüber nicht diskutieren, ob das die coole Grassroots-Bewegung ist, wenn das die Schwarzgruppe macht. Wahrscheinlich nicht. Auf der anderen Seite, wie sieht digitale Souveränität denn aus? Naja, erstmal werden die Leute hier viel Geld investieren können, die viel Geld haben, ehrlicherweise. Also dass wir beide uns jetzt hinsetzen und Rechenzentrum aus Holz und Blut und Schweiß bauen, das ist ja relativ unwahrscheinlich. Es geht aber erstmal darum, dass man ja erstmal Technologien hat und Angebote und auch Rechenleistungen, die eben nicht einmal über einen großen Ozean geht oder eben unten durch. Und damit dann auf der anderen Seite eben die andere Regierung auch die Möglichkeit hat, in dort gespeicherte Daten oder auch hier gespeicherte Daten einfach so reinzugucken. Das ist ja erstmal der wichtigste Wunsch daran. Und deswegen erstmal gut, glaube ich. So.
18:37 Dennis Horn
Und unter dem Aspekt könnten wir direkt auch einen Blick auf Eurosky werfen.
18:43 Gavin Karlmeier
Ja, Eurosky. Das ist nicht der neue Zug, mit dem ihr nach London kommt. sondern, und da kann man sagen, wir sind noch exklusiv. Also wir sind jetzt 19 Minuten in der Episode und die Pressemitteilung wird um 6 Uhr veröffentlicht. Das heißt, wir sind, wenn ihr die Folge um 5 Uhr direkt hört. Seid ihr vor der vor der Welle. Vor der Kurve sozusagen. Einfach nur, weil wir eine Stunde früher darüber sprechen, als wir dürfen. Egal Und zwar wird heute bekannt gegeben, es hat sich in den letzten Tagen, gab es ja in der ganzen dezentralen Bubble, wurde das schon so ein bisschen, wurde da drauf geschaut und man hat es so mitbekommen, aber Jetzt wird es öffentlich und offiziell vorgestellt, nämlich Eurosky. Eurosky wird der Versuch sein, digitale Souveränität auf dem AT-Protokoll in Europa anzubieten. Eurosky hat nicht nur zufällig eine namentliche Ähnlichkeit zu Blue Sky, denn auch das basiert auf dem AT-Protokoll. Es geht darum, dass es eine vollständige europäische, sichere Infrastruktur geben soll, die eben das vollständige. Angebot gibt, das Blue Sky eben auch macht. Also das bedeutet von dem Moment der dezentralen Kennungen, die auch von Eurosky aus vergeben werden sollen, über die Struktur der Datensprecher, der Repositories. Bis zu dem Moment der Content-Moderation soll eben alles über europäische Infrastruktur laufen. Das ist erstmal so der Plan. Man muss dazu sagen, als Staat wird erstmal 2026 ins Auge gefasst. Also es ist noch nicht so, dass wir jetzt schon Dass da jetzt jemand sitzt und den Hebel umlegt und plötzlich werden die Fernseher alle farbig wie früher, sondern das dauert jetzt alles erstmal so, aber dahinter steht eine gemeinnützige Stiftung, eine Non-Profit-Organisation mit dem Namen The Model. Foundation mit dem Sitz in den Niederlanden. Warum das so ist, werden wir vielleicht gleich auch nochmal kurz auseinandernehmen können. Und die wird sich jetzt eben gerade gründen, aber heute ist eben diese offizielle Vorstellung davon.
20:34 Dennis Horn
Gavin, eine Frage Warum in den Niederlanden?
20:39 Gavin Karlmeier
Also wenn man sich anschaut, wie mit der Gemeinnützigkeit anderer gemeinnütziger, dezentraler Social Media Unternehmen in Deutschland in der Vergangenheit umgegangen wurde. zum Beispiel Mastodon. Zwinkyzwonky reden wir gleich auch drüber. Ist wahrscheinlich die Brücke, die du damit bauen wolltest. Hashtag Belgien.
20:54 Dennis Horn
Nee, wir kommen tatsächlich später erst dazu, aber genau das.
20:58 Gavin Karlmeier
Die haben ja, wurden, also der Mastodon GmbH wurden die Gemeinnützigkeit in Deutschland entzogen, weswegen die, wir werden heute noch darüber sprechen, Aber mittlerweile eine andere Struktur haben mit einem Sitz, der eben nicht in Deutschland liegt, mit ihrem Non-Profit-Teil, weil eben diese Gemeinnützigkeit am Ende aus vielerlei Gründen wichtig ist. Der erste, ich habe gesagt, drei und ich glaube, ich habe sogar drei. Der erste Grund ist, Weil du damit ehrlicherweise Steuern sparst. Also du sagst eben, naja, wir sind gemeinnützig, wir geben der Gesellschaft was zurück, wir machen jetzt hier nicht die fetten Umsätze und nicht die fetten Gewinne. Ähm und weil wir aber diese Gemeinnützigkeit sind und einen Dienst an der Gesellschaft leisten, müssen wir zum Beispiel keine Gewerbesteuer zahlen, so wäre es in Deutschland. Der zweite Grund ist, weil das natürlich ein Signal auch nach außen ist, wenn du sagst, wir sind gemeinnützig. dann ist das auch eine rein symbolische Abgrenzung gegenüber wirtschaftlich orientierten, riesengroßen Multimilliardenunternehmen, die eben nur Werbung verkaufen. Und der dritte Grund ist auch ein ganz pragmatischer. Sie kann Spendenquittung ausstellen. Heißt, wenn du eine Spende stellst, kannst du das steuerlich für dich geltend machen. Also es gibt als Privatperson oder auch als Unternehmen am Ende einen tatsächlichen Mehrwert davon. wenn diese Anbieter tatsächlich als gemeinnützig anerkannt werden. Guck, ich habe drei gesagt und drei genannt. Seit Folge 500 ist ja alles möglich, Leute.
22:11 Dennis Horn
Das ist noch nie passiert. Hackis haben mitgezählt. Und es gibt bestimmt auch irgendwo eine Statistik darüber. Wie viele Gründe du im Schnitt aufgezählt hast.
22:22 Gavin Karlmeier
Liebe Grüße an Ralf und Nick, genau, an Ralf und Nick, die unsere Haken dran-Achibare sind.
22:28 Dennis Horn
So. Aber aus Eurosky.
22:32 Gavin Karlmeier
Hast du hast du Gefühle?
22:38 Dennis Horn
Tatsächlich noch nicht so. Das ist, also, für mich hängt dieses ganze Thema irgendwo noch abstrakt im Eurosky. Und das da Nee, hast du Gefühle?
22:52 Gavin Karlmeier
Also ich ja, ich bin indifferent. Also auf der einen Seite, also auf der einen Seite finde ich diesen Ansatz erstmal gut und wir loben hier jeden Ansatz, der eben sowas. So eine Geschichte hilft. Wir sehen, was für ein Potenzial Blue Sky für viele Nutzerinnen und Nutzer hat, dass also wir sind Wir feiern ja auch das Fediverse regelmäßig ab. Also es ist ja nicht so, dass wir uns dem Dezentralen grundsätzlich irgendwie eher kritisch gegenüberstellen oder dass wir dort Partei ergreifen wollen. Aber wir sehen ja, und ich glaube, das muss man sachlich schon beobachten, dass die Leute, die sich bei Blue Sky angemeldet haben, dass das weniger die Leute sind, die du auf einer dezentralen Plattform ohnehin erwarten würdest. Also Leute, die zum Beispiel sehr lautstark propagieren, dass man dezentrale Netzwerke nutzen soll, sondern bei Blue Scarlett gibt es ganz viele Leute, die so genervt von Twitter waren, dass, oder ex dass sie dort jetzt sind und ihren ihr Shitposting eben dort betreiben. Heißt also, auf Blue Sky gibt es theoretisch, auch wenn die Zahlen nicht so mega sind, aber gibt es theoretisch das Potenzial, normale Leute anzulocken. Gleichzeitig hat BlueSky eben dieses Problem schon auch in sich, dass es eben immer noch ein privat geführtes Unternehmen in den USA ist. Und dem erstmal ein Gegenangebot zu machen, sozusagen für uns als Nutzer, finde ich erstmal sehr richtig. So, das mag ich, das möchte ich loben. Gleichzeitig sammeln sich natürlich diese ganzen Konzepte und Ideen auf einem großen Berg von Konzepten und Ideen. Bei denen man so ein bisschen hofft, dass da irgendwo mal so ein großes Leuchtfeuer entsteht. Weißt du, was ich meine?
24:23 Dennis Horn
Ja, und das verstehe ich. Und Papier ist geduldig. Und ich glaube, dass funktioniert nur über Lobbyieren, ehrlich gesagt. Und daran, davon bräuchte es mehr. Dann hätte Friedrich Merz vielleicht Heute nicht nur Open Desk gesagt, sondern auch noch Eurosky, weißt du?
24:43 Gavin Karlmeier
Mhm. Ja, ja, das ist wahr. Und es wäre ja, also Lobbyieren stimmt auf jeden Fall. Dazu gehört aber auch, ich glaube, Lobbyismus in dem Bereich fängt schon damit an, dass du den Abgeordneten erst mal erzählst, dass es das gibt. Also ich folge nicht allzu vielen Abgeordneten auf Mastodon und das nicht, weil ich nicht möchte. Sondern weil es nicht so viele gibt. Also es gibt in Fediverse jetzt nicht so viele Parteien und Abgeordnete, die sich da irgendwie in letzter Zeit großspurig irgendwie hätten platzieren können.
25:11 Dennis Horn
Genauso.
25:13 Gavin Karlmeier
Ja, haken bleibt dran, ne? Ja, wir drücken die Daumen trotzdem auf jeden Fall. Haken bleibt dran, wir schauen uns das an. Mal sehen. So
25:22 Dennis Horn
Wir machen weiter mit einer wilden Geschichte, ich finde. Also ForscherInnen aus Wien ist es gelungen, 3,5 Milliarden Profile von WhatsApp abzurufen. Und wenn ich 3,5 Milliarden Profile sage, dann mah ich alle. So, also das ist das ist damit automatisch der größte Datenabfluss der Geschichte. Das ist entsprechend übel. Was genau ist passiert, diese Forschergruppe hat sich schon öfter mit WhatsApp befasst, um zum Beispiel herauszufinden, was ist das eigentlich, was WhatsApp verrät, trotz seiner Verschlüsselung. Meta sagt ja immer gar nicht so viel, aber man kann tatsächlich über die Daten, die außerhalb Der doch gut Ende zu Ende verschlüsselten chatzt, was ja übrigens auf diesem Signal-Protokoll beruht bei WhatsApp und dann schon einigermaßen robuste Verschlüsselung ist. für so einen breiten Messenger. Und außerhalb dessen kann man doch eben über die Metadaten allein recht viel rausfinden. So, und die ForscherInnen haben herausgefunden bei diesen Befassungen, wie man als Angreifer die Verschlüsselung herabstufen kann bei WhatsApp. Und als sie dann die Erkenntnisse dazu hatten, sind sie auf Meta zugegangen. Und Meta hat sich ein Jahr lang taub gestellt, seit September 2024. Das war der Zeitpunkt, zu dem die Forschergruppe von der Uni Wien übrigens zum ersten Mal auf Meta zugegangen ist. Es gab Empfangsbestätigungen, das war es dann aber auch.
26:52 Gavin Karlmeier
So unglaublich, das ist schon unglaublich, ne?
26:54 Dennis Horn
Genau, und erst als die ForscherInnen dann zweimal einen Entwurf ihres Papers eingereicht haben und dann dessen Veröffentlichung bevorstand. Da ist Meta aufgewacht. Ich komme gleich auch zum Statement, das ist auch fantastisch. So, heute Ausgabe der fantastischen Statements und Urteile. Muss ich wieder die Harfe rausholen? Vielleicht. So, also, da sind Informationen dabei, die sind erstmal für Meta selbst sensibel. Das finde ich schon ganz interessant, aus wettbewerblichen, regulatorischen Gründen. weil man rausbekommt, wenn man sich alle Profile saugt, wie viele WhatsApp-NutzerInnen gibt es eigentlich in welchem Land? Wie verteilen die sich auf Android und iOS? Wie viele Business-Konten sind darunter?
27:35 Gavin Karlmeier
Wie viele NutzerInnen wandern ab?
27:37 Dennis Horn
Wo gibt es offensichtlich Betrug größeren Maßstabs? In welchen Netzwerken unter den NutzerInnen? Das ist auch nochmal interessant, weil Meta da ja Auch mal gerne nichts tut, wie wir in einer der vergangenen Episoden gelernt haben. In Folge 500. So, Folge 500. Und da sind auch Informationen dabei, die für die NutzerInnen selbst ungemütlich bis lebensgefährlich werden könnten. Dazu gleich noch ein bisschen mehr. Meta selbst spricht von Scraping, wie immer in solchen Fällen, als würde es das besser machen, dass die Daten irgendwo offen rumliegen. Und sagt, die Daten, die im Rahmen dieser Studie gesammelt wurden, seien mittlerweile sicher gelöscht und es gebe keine Hinweise darauf, dass sie irgendwann missbraucht wurden. Meta sagt außerdem, es gehe nicht um die Nachrichten aus den Chats, die sind bei WhatsApp ja tatsächlich standardmäßig Ende zu Ende verschlüsselt. So. Und jetzt kommt das Statement.
28:32 Gavin Karlmeier
Ich bin angeschnallt.
28:34 Dennis Horn
Wir sind den Forschern der Universität Wien für ihre verantwortungsvolle Partnerschaft. und ihren Fleiß im Rahmen unseres Bugbounty-Programms dankbar. Durch diese Zusammenarbeit konnte eine neuartige Aufzählungstechnik identifiziert werden, die unsere vorgesehenen Grenzen überschritt, Und es den Forschern ermöglichte, grundlegende öffentlich zugängliche Informationen zu scrapen. Wir hatten bereits an branchenführenden Anti-Scraping-Systemen gearbeitet, und diese Studie war entscheidend. Für die Belastungsprüfung und die Bestätigung der unmittelbaren Wirksamkeit dieser neuen Abwehrmaßnahmen.
29:13 Gavin Karlmeier
Geil!
29:14 Dennis Horn
Wie viele Lügen Wie viele Lügen passen in drei Sätze?
29:17 Gavin Karlmeier
Vor allem also diese Marginalisierung oder Bagatellisierung durch diese Nennung des Bugbounty-Programms. Als hätte man da jetzt irgendwie so. . Dass die App abstürzt, wenn du sie im Hintergrund laufen lässt, identifiziert. Nee, das hier ist das größte Datenleck der Geschichte. Meter. Das ist schon nochmal eine andere Hausnummer irgendwie.
29:36 Dennis Horn
Das ist unglaublich. Das ist unglaublich.
29:40 Gavin Karlmeier
Ja, und wo können wir die Daten jetzt runterladen, Dennis?
29:45 Dennis Horn
www. uniwien. at www.
29:49 Gavin Karlmeier
haken. org, man muss sich dafür nur ein Ticket für unsere Tour kaufen. Erzähle ich später mehr zu.
29:58 Dennis Horn
Also, vielleicht mal, wir müssen das ja jetzt ausschlachten. Vielleicht mal ein kleiner Blick auf die Daten, denn der ist ja für uns auch interessant. Neben dem Entsetzen, das uns hier zum Lachen bringt. Also, WhatsApp war stand Dezember 2024 in China, im Iran, in Myanmar und in Nordkorea verboten. Hat aber in China 2,3 Millionen aktive Accounts, im Iran 60 Millionen In Myanmar 1,6 Millionen und in Nordkorea 5. Aber nicht 5 Millionen, sondern 5 aktive Accounts.
30:39 Gavin Karlmeier
Damit hat offenbar diese Forschung die Handynummer von Kim Jong und jetzt in ihrem Gebiet.
30:43 Dennis Horn
Das klingt sehr danach. So, also ganz interessante Zahlen, wenn man die In den Vergleich setzt zur Bevölkerungsstärke. Also 2,3 Millionen NutzerInnen in China, das ist nicht viel im Vergleich zu 1,4 Milliarden EinwohnerInnen. 60 Millionen im Iran entsprechen zwei Dritteln der Einwohnerzahl dort. 1,6 Millionen in Myanmar kommen auf 54 Millionen dort an EinwohnerInnen. Also das sagt auch ein bisschen was über die Wirksamkeit von Netzsperren in diesen Ländern. Also in China scheint es insgesamt ganz gut zu funktionieren. Ähm, und nehmen wir mal China. Also es ist dort möglicherweise lebensgefährlich, wenn jemand checkt, du nutzt WhatsApp. Möglicherweise hat die Forschergruppe aus Wien hier Ja, bewiesen, wie einfach es sein kann zu checken, ob du WhatsApp nutzt, dann auch als staatliche Stelle.
31:37 Gavin Karlmeier
Ja, ja.
31:37 Dennis Horn
Und das ist dann für die Nutzer, die das dort dann einsetzen, tatsächlich keine gute Nachricht.
31:43 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde vor allem, also es ist halt, also ist generell einfach keine gute Nachricht, dass du als Nutzer einer App äh, dich so auslieferst, ne? Also tust du in jedem Fall, aber dass damit deine Handynummer jetzt in irgendeinem Datensatz liegt und damit auch die Assoziation damit dass du diese App benutzt, sagt schon etwas über deine Aktivität aus, vielleicht auch über deine Kohorte. Jetzt ist WhatsApp auch nicht irgendwie Tinder oder so, aber trotzdem, es sagt auch was darüber aus, wie. . Du meldest dich, ist es DocTinder?
32:16 Dennis Horn
Nein, aber ich habe ein großes Aber. Also ich kann den Datensatz noch ein bisschen vertiefen. Ein Drittel der NutzerInnen etwa haben ins Infofeld ihres Profils auch noch was eingetragen So, und dazu gehören politische Einstellungen, sexuelle oder religiöse Orientierung, Bekenntnisse zum Drogenmissbrauch Ein paar Dealer haben da auch ihr Sortiment drin in der WhatsApp-Info. Es gibt Angaben zum Arbeitsplatz zum Teil Und hier Links auf Profile in sozialen Netzwerken, einige davon zu Tinder oder Onlyfans. E-Mail-Adressen standen da zum Teil drin, darunter übrigens auch solche mit der Endung bund. de Oder in den USA mit state. gov. Schön. So, und also und vielleicht noch abschließend. Also du brauchst ja, ja, aber ich wollte nur ganz kurz dazu reinschmeißen.
33:12 Gavin Karlmeier
Du brauchst ja eigentlich nur drei dieser Datenpunkte. Reicht ja schon, um zu wissen, wer du bist. Also wenn ich weiß, da steht jetzt irgendwie, ich habe deine Handynummer, ich habe vielleicht dein Profilbild, ich habe deine Kontaktinfo, ich habe den Namen, den du in so einem Account drinstehen hast. Drei dieser Daten würden reichen, um daraus andere Dinge über dich zu erfahren. Also das Doxing wird extrem einfach, wenn du halt einzelne dieser Informationen hast, die du dann sozusagen zu einem größeren Bild mit ein bisschen Recherche ausmalen kannst.
33:39 Dennis Horn
Ja, ich füge noch einen Datenpunkt hinzu. Also für den Vorwahlbereich Nordamerika mit der Plus 1, also USA, Kanada. Haben die Forscher 77 Millionen Profilbilder auch runtergeladen. Das sind 3,8 Terabyte in Summe. Irgendwann waren in Wien im Mediamarkt glaube ich die Festplatten ausverkauft, deswegen konnte man nicht mehr runterladen. Und sie haben dann darüber eine Gesichtserkennung laufen lassen. Und bei zwei Dritteln der Profilbilder war ein menschliches Gesicht zu sehen. Und wenn man jetzt noch zurückverfolgt, wer das jeweils ist, auch über eine Gesichtserkennung, also du kannst dir vorstellen, das ist ja nicht nur ein Datenpunkt, Gesichtserkennung, ist ja auch nochmal wahnsinnig mehr. was man damit, weil du dann sozusagen eine Doublettenprüfung mit dem kompletten Internet noch machen kannst so und dann findest, wo dieses Bild noch vorhanden ist. Also Kannst du dir vorstellen, was man damit anfangen könnte? Es ist Wahnsinn, dass das einfach so irgendwie offenrum liegt. Und ich meine, wir hatten diesen Fall, weshalb es auch in Deutschland diese reihenweisen Klagen gibt, wo auch Facebook gescrapt Wurde, wo sich Facebook auch auf diesen Standpunkt zurückgezogen hat: so scrapen ist illegal. Nee. Es ist ein Problem, dass eure Daten so abgreifbar offenrum liegen, ihr Hyopis. Das muss illegal sein. So, und das, ähm, auf diesen Standpunkt können die sich hier in diesem Statement gar nicht zurückziehen, weil wenn wirklich alle 3,5 Milliarden Gesaugt wurden, dann kannst du nicht mehr einfach sagen, Scraping darf man nicht. So. Nee.
35:14 Gavin Karlmeier
Also Wahnsinn. Wobei, weil ich finde das ja eh problematisch. Jetzt mache ich das ganz große Ding auf, ne? Ich bin ja jemand, der WhatsApp nutzt, weil habe ich hier schon oft genug erklärt, warum, aber es ist natürlich ein Riesenproblem, dass ich einfach nur eine Handynummer brauche, um zum Beispiel das Probild zu bekommen. Es ist ein Riesenproblem, dass ich eine WhatsApp-Gruppe habe und dann plötzlich damit verbunden die Handynummer von allen Leuten, die in dieser Gruppe sind. Also es gibt schon einige. . . Ich sag mal, Geburtsfehler, die dieses Netzwerk mit sich bringt oder dieser Messenger mit sich bringt, die mit der Zeit irgendwann mal ausgemerzt werden müssen, weil sonst bleibt das hier nicht die einzige Geschichte dieser Art. Glaube ich.
35:56 Dennis Horn
Ja, also am Ende ist Datenanhäufung das Problem. Genau. Also wer hier Irgendwie regulatorisch schon längst so eine Trennung von Zug und Gleis erfolgt. Also, dass sozusagen die Daten bei irgendeinem vertrauenswürdigen zentralen Zertifizierer liegen, oder keine Ahnung. Und aber der, der, die Plattform wieder eine andere ist, die dann nur irgendwie darauf zugreift, aber die Nummer selbst nicht bekommt. Es gibt ja Konzepte für sowas. Dann würden wir vielleicht auf einer anderen Basis hier sprechen. Also Datenaggregation in diesem Ausmaß. einfach nicht gut.
36:34 Gavin Karlmeier
Wobei wir nicht genau wissen, wie die ForscherInnen in Wien vorgegangen sind, um an diesen Datensatz zu kommen. Natürlich nicht. Aber das wäre natürlich auch nochmal hochinteressant, wie viel kriminelle Energie denn tatsächlich da drin gesteckt hat oder wie einfach das am Ende gewesen ist. Ja.
36:51 Dennis Horn
Ich schätze sehr, dass diese Nachricht vom Datenabfluss bei WhatsApp in keinem Zusammenhang zum nächsten Thema steht. Wer in der EU lebt, kann zum ersten Mal per WhatsApp mit NutzerInnen chatten. Die in einem anderen Messenger unterwegs sind. Also da gibt es höchstens indirekte Zusammenhänge gleich. Meta hat offenbar Tests jetzt durchgeführt im kleinen Maßstab. Wir haben darüber gesprochen.
37:12 Gavin Karlmeier
Wir haben da neulich erst darüber gesprochen, ja.
37:13 Dennis Horn
Genau. Genau, um sicherzustellen, das WhatsApp funktioniert zusammen mit BirdieChat, das war die App, die wir auch genannt hatten, und HiCat ist noch eine zweite. Und das geht jetzt wohl mit diesen ersten beiden Apps bald in ganz Europa an den Start. Das ist eine Anforderung der Europäischen Union aus dem Gesetz über digitale Märkte, dem DMA. Also eine schrittweise Öffnung, bei der die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp auch beibehalten werden soll. Und wer diese Interoperabilität, da kommt bald so ein Pop-up wohl, du kannst das jetzt freischalten in WhatsApp. Wer das nutzen möchte, muss dann das in den Einstellungen erstmal aktivieren von WhatsApp.
37:54 Gavin Karlmeier
Ganz unproblematisch.
37:55 Dennis Horn
Wer das Opt-In, genau. Und wer das dann nutzt, kommt allerdings nicht in den Genuss der vollen Bandbreite an Funktionen. Also Statusupdates zum Beispiel, die du bei WhatsApp postest, das WhatsApp-Condon der Storys, klar, gibt es vielleicht als Funktion. In einem anderen Messenger nicht oder selbst löschende Nachrichten.
38:14 Gavin Karlmeier
Ist auch von der Interoperabilität nicht abgedeckt, weil der Messaging-Dienst anders behandelt wird als der Status-Dienst. Denn der Status fällt ja jetzt offenbar in den DSA. Als Social Media, dass der Messaging-Dienst fällt als Messaging-Dienst in den DMA und damit ist es ein Flop Und damit sind wir wieder in der unterschiedlichen Definition, wo doch eigentlich alles zusammengefallen ist, haben wir eben gesagt.
38:39 Dennis Horn
Aber das fällt hier in den näheren Kontext. Zum Start gibt es erstmal nur die Möglichkeit von Einzelchats. Also der Rest kommt nach, sofern, sagt Meta, Zitat, auch die Partner bereit sind, dies zu unterstützen. So, und da sind wir direkt beim Thema, weil Signal und Threamer bleiben außen vor. Die beiden wollen nämlich keine Zusammenarbeit aus Gründen des Datenschutzes. Und der Datenabfluss bei WhatsApp zeigt, vielleicht ist eine gute Idee, weil die Daten, die WhatsApp bei einer Zusammenarbeit dann über die NutzerInnen der Drittanbieter-App sammelt und dann nochmal mehr dort zusammenträgt und anhäuft. Die sind wohl auch recht umfangreich.
39:15 Gavin Karlmeier
Schön. Und das ist dann eine sehr gute Entscheidung, weil Leute, die Signal benutzen, sich ja durchaus vermutlich dazu entschieden haben, weil sie gerne eine gewisse Anonymität wahren wollen. Und dann in so einem WhatsApp-Datensatz auftauchen, möchte man dann vielleicht nicht unbedingt. Ist so. So.
39:33 Dennis Horn
Kurz rüber zu TikTok.
39:36 Gavin Karlmeier
Und hier eine Geschichte, die noch aus dem Februar kommt, aber wir wollen sie trotzdem Ich habe die ausgegraben und ich habe das gelesen und dachte, oh, crazy. Wir müssen trotzdem kurz drüber reden. Wir müssen trotzdem kurz drüber reden, ja.
39:49 Dennis Horn
Ja, weil irgendwie, also die Zahl ist recht beeindruckend. 84 Songs aus den weltweiten Billboard-Charts. Das sind so die Billboard-Top 200 Global. Also 84 Songs daraus. Fast die Hälfte, wie wir Mathematiker sagen.
40:04 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es sind sogar 84 Prozent der Songs, der Top 200.
40:09 Dennis Horn
Es ist dann sogar Mathematiker. Fast alle. Wie wir Mathematiker sagen. Und das habe ich falsch gelesen. Entschuldige. Sind vorher bei TikTok viral gegangen. Das heißt, ähm, also, oder das zeigt, glaube ich, die Macht dieser Plattform am Musikmarkt heute.
40:26 Gavin Karlmeier
Ja, und das fand ich nämlich so crazy und dachte, es ist ja auch was für dich, wenn du hier bist als jemand, der ja beruflich mit Musik so ein bisschen zu tun hat. Also Für die, die es nicht wissen, Dennis arbeitet beim Radio und da läuft manchmal Musik.
40:39 Dennis Horn
Manchmal.
40:43 Gavin Karlmeier
Da läuft manchmal Musik. Und früher war das so, wenn ein Song auf dem Radio lief, dann wurde das zum Hit. Und diese Power, die ist offenbar inzwischen längst von TikTok abgelöst worden.
40:55 Dennis Horn
Die hat sich verschoben?
40:56 Gavin Karlmeier
Ja.
40:56 Dennis Horn
Das ist definitiv so, ne? Und dann siehst du ja, ich weiß nicht, im Moment ist nach wie vor bei mir groß im Algorithmus, dass ähm der Mix aus What's Up von den Forn und Blondes und Bitches Ain's Shit von Nicki Minaj. Das ist gerade das Ding. Ne, Beast in the Trap so heißt der Song. Und das ist also Wahnsinn. Und ich weiß nicht, ob der der Typ, der das gemixt hat, sind ja einfach nur diese zwei Songs irgendwie so Zusammengemischen, dann wurde das zu so einem viralen Ding. Und das letzte, was ich gesehen habe, war, sorry, wie hieß nochmal die von den Fornon Blondes? Linda Perry. Ja, Linda Perry. Dann sagte, also das fing so an und in dem Moment, in dem es auf Bitches and Shit umschwenkte, kam sie ins Bild und sagte, it's over now.
41:45 Gavin Karlmeier
It's over. Aber das ist so faszinierend, weil es gibt ja so Songs, die eben dann eben dadurch so mega groß werden. Also ich sage dir, das What's Up. Ja, so wie das in den letzten Monaten eben auch mit Mit anderen Songs passiert ist, die irgendwie rate.
42:05 Dennis Horn
Natasha Bedingfield, die aber, glaube ich, über eine Serie. Aber über eine Serie, klar, ne? Aber es kommen Songs aus der Zeit irgendwie nochmal hoch.
42:14 Gavin Karlmeier
Ich habe ja am 11. 11. auf einer Party aufgelegt. Kam jemand zu mir und hat sich Natascha Bielefeld bei mir gewünscht.
42:20 Dennis Horn
Und da hast du gesagt: den Song gibt's nicht. Wow. Das, ähm, Äh, so, aber es kommen Songs dieser Güte immer mal wieder hoch. So, und einen Beitrag dazu oder einen gehörigen Beitrag leistet TikTok, wobei auch der Bass, der schon Tage vorher, irgendwie vor der Veröffentlichung, mittlerweile darüber erzeugt wird. Ich erinnere mich an Ichimel und Philo, diesen Song. Das war ja auch krass, so was die damit für den Bass vorher erzeugt haben. Was sich dann natürlich auch auf die Veröffentlichungen auswirkt. Ist super spannend. Interessante Zahl. So, wo wir beim Thema Macht der Plattformen sind, es gibt eine Studie über die technischen Möglichkeiten der drei führenden Kurzvideo. Umgebungen, sage ich mal. TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts, die erste Studie, die das Nutzungsdesign dieser Umgebungen genauer untersucht. Für TikTok gilt, die Kombination aus Nutzerfreundlichkeit, hochpräzisen Empfehlungen, überraschender Inhaltsvielfalt sei ein starkes Rezept für Nutzerbindung. Und in vielen Fällen auch versucht. Und die Studienteilnehmer sagen, TikTok sei am einfachsten zu bedienen, die relevantesten Videos würden dort geliefert. Und sie würden, das fand ich interessant, am häufigsten mit unerwarteten, aber unterhaltsamen Inhalten überrascht. Sehr häufig nicht meine Wahrnehmung, weil ich immer nur noch mehr vom Gleichen bekomme und denke, das ist ja gar nicht unerwartet.
43:46 Gavin Karlmeier
Aber das ist wirklich so. Weil zu mir sagte neulich jemand, und das ist eine Beobachtung, die habe ich so noch nie selber in Worte fassen können, aber ich glaube, sie ist zutreffend. dass TikTok sehr gezielt ultra irrelevante Inhalte mit beimischt, um dir danach noch mehr von diesem Zuckerkick zu geben, weil du danach wieder was findest, was richtig gut zu dir passt. Also, das kann gefühlt, gezielt Kontraste geschaffen werden.
44:11 Dennis Horn
Ja, das ist auch meine Wahrnehmung, aber das, was dann danach wieder kommt, ist ja das, was mich eigentlich interessiert.
44:17 Gavin Karlmeier
Ja.
44:18 Dennis Horn
Und das ist das, was dann einfach total nah bei allem, was ich schon bisher gesehen habe. Ich muss jetzt nicht irgendwie den Typen aus Australien, der da die Wiese mäht, zum zehnten Mal sehen. Das ist mein ASMR, entschuldige. Mets, Lawns and Gardens. Aber das weiß ich nicht.
44:37 Gavin Karlmeier
Aber ich kann das schon verstehen und finde diesen Dreiklang aus Wie war das?
44:48 Dennis Horn
Oder um es so auszudrücken, wie Matt Navara ist postet, TikTok ist entwickelt, um dein Gehirn zu kapern, ein dreifaches Bedrohungsdesign, das gefährlich Klebt und die Sucht anheizt.
44:58 Gavin Karlmeier
Das ist so. Weißt du, was ich aber interessant finde? Diese Benutzerfreundlichkeit kommt ja daher, weil das eins zu eins das User-Interface von Instagram ist. Also es sieht ja exakt genauso aus und es sah auch schon so aus, bevor Instagram Reels. mit Reels, das wiederum von TikTok zurückgeklaut hat. Also das, ich finde, dass das, dass da wurde, da wurde einfach sehr viel Naja, richtig gemacht, könnte man jetzt sagen. Oder sehr viel so ausgenutzt von den Dingen, die eben so sichere Low-Hanging Fruits sind. Ja, Suchtmittel, toll.
45:28 Dennis Horn
Wir werfen mal wieder einen Blick in unsere Lieblingsenzyklopädie, die Gorkipedia.
45:33 Gavin Karlmeier
Der Enzyklopedia Galactica, wie sie bald heißen. Jetzt sagt er immer das.
45:36 Dennis Horn
Das Indicator Magazine schreibt die Grockepedia, zitiert vierunddreißig mal InfoWars, zweiundvierzig mal das rechtsextreme Forum Stormfront, hundertmal die Impfgegner Website Lifeside News, einundfünfzig mal die Verschwörungsseite Global Research und fünfundvierzigmal die Frage. Verschwörungsseite Voltaire nett. Grockipedia zitiert unter anderem unzuverlässig oder veraltet eingestufte Quellen zwei Komchs Millionen Mal. Und damit doppelt so oft wie die englischsprachige Wikipedia, die ja viel größer ist. Oder wie der Guardian schreibt: der reichste Mensch der Welt. Wollte Propaganda aus Wikipedia entfernen und schuf daher ein Kompendium rassistischer Desinformationen. Die haben noch mal ein bisschen genauer die über 800. 000 Einträge der Gruppipedia analysiert. von denen viele, schreibt der Guardian, so verfasst zu sein scheinen, dass sie Nationalisten, Antisemiten, Holocaust-Leugner in einem positiven Licht dastehen lassen. Und die Glaubwürdigkeit von deren Kritikern in Frage stellen. Also, ich nenne mal ein Beispiel: David Irving, britischer Historiker und Holocaust-Leugner, als solcher auch bekannt, also recht bekannter Name. Er hat damit Ende der 80er begonnen. In den 90ern ist ihm dann die Einreise in mehrere Länder verboten worden. 2006 kam er in Österreich in Haft, weil er die Existenz von Gaskammern in Auschwitz geleugnet hat. Und laut Grockipedia aber symbolisiert Irving in breiteren Dissidentengemeinschaften den Widerstand gegen die institutionelle Unterdrückung unorthodoxer historischer Forschung. Angesichts koordinierter Bemühungen abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen, anstatt sie wissenschaftlich zu widerlegen.
47:17 Gavin Karlmeier
Ja, das ist nämlich genau dieser Rotz der da eben hunderttausend Mal drinsteht. Und ich will mal das größere Ganze über diese Geschichte hier mitbringen, weil das Spannende ist ja an der Grockipedia, dass die ja jetzt wirklich seit einigen Wochen gibt und auch eigentlich offenbar nicht daran weitergearbeitet wird. Die Anzahl der Artikel ist gleichbleibend. Das heißt, es passiert gerade nichts mehr damit, aber man hat in relativ kurzer Zeit fast 900. 000 Artikel, die realitätsverzerrend sind, in diese Welt gespuckt, mit der einerseits Chatbots neutrainiert werden können, andererseits ein Gegengewicht zur Wikipedia. aufgemacht werden soll, dass dann eben vermutlich in solchen in solchen Kreisen von Menschen, in denen immer wieder gesagt wird, na, da muss ich auch mal alternative Quellen zitieren. gesagt wird, dass eben da jetzt so eine Art Kompendium entstanden ist, auf das man sich immer wieder beziehen kann. Das zeigt ja, wie einfach es mittlerweile geworden ist, sozusagen industrielle Massenanfertigungen von Hetze, Desinformation und Lügen zu erstellen, weil eben 900. 000 Texte mithilfe einer KI in die Welt gespuckt wurden, die, wie wir jetzt erfahren haben, sich halt eben vornehmlich auf rechtsextreme Informationen stützt. Und das, was eigentlich das Bedrohlichste an der ganzen Geschichte ist, und da bin ich jetzt bei dem Punkt, dass das schon ein paar Wochen gibt, diese Groupedia. Es dauert halt ewig, diesen ganzen Dreck wieder aufzukehren, den dieser eine Lounge von Grochipedia eben aufgewirbelt hat und eben irgendwie hier dahingelegt hat. Wir brauchen lange, um das nachzuarbeiten. Der Journalismus macht es nämlich nicht so wie die Gurkedia. Wir schmeißen nicht 900. 000 Artikel in die Welt, von denen vielleicht die Hälfte nicht stimmt. Naja, egal, Hauptsache ihr glaubt uns, sondern wir arbeiten das eben kleinteilig nach und unsere Kolleginnen und Kollegen. Sorry, und kümmern sich eben darum, dass wir dann jetzt auch vielleicht drei, vier Wochen zu spät, aber dafür dann eben gründlich darüber sprechen können, wo eben diese ganzen Informationen herkommen.
49:13 Dennis Horn
Ja, und dann die erweiterte Frage, was passiert denn mit Sprachmodellen, die als Trainingsmaterial außerhalb von Grog und von XAI auf Inhalte der Grochipedia stoßen. Und dadurch, das ist ja wie so ein das ist ja wie das Overton-Fenster. Für Sprachmodelle, weißt du?
49:36 Gavin Karlmeier
Ja, es ist, als würde jemand so ein kleines bisschen blaue Farbe in das Grundwasser schütten, in der Hoffnung, dass bei dir auch blaue Farbe aus dem Hahn kommt.
49:43 Dennis Horn
Ja. Also diese Liste mit Unterschieden auch zwischen der Wikipedia und Crookipedia führt der Guardian endlos fort. Da werden an anderen Stellen angebliche empirische Belege für die Eugenik aufgeführt. Oder für andere rassistische Ideologien. Der Guardian hat sich an XAI gewandt mit der Bitte um eine Stellungnahme und da gab es nach Sekunden nach Absenden eine offenbar automatisierte Antwort, die aus drei Worten bestand. Legacy Media Lies.
50:13 Gavin Karlmeier
Das haben sie jetzt schon öfter gemacht. Ich glaube, das ist der neue Kackhaufen-Emoji. Ich glaube, dass das bei gewissen Quellen inzwischen automatisiert kommt. Ja, richtig, richtig unlustig, unangenehm und schmutzig. Kann man nicht anders sagen. Ja, also wir packen euch auch diesen Guardian-Artikel mal in die Shownotes. Das ist halt wirklich eine absolut krasse Auflistung von Dingen, wie du schon gesagt hast. Also Ich fand zum Beispiel krass, es gibt eine ausschließlich weiße Gemeinde in Südafrika, die von Grocke in der Grockipedia ex Extrem gelobt wird, weil sie eben alle nationalen Benchmarks übertreffen würde und so weiter. Also, man muss nicht mal, man muss nicht mal auf der Suche sein, um darin eben irgendeine Agenda zu erkennen oder ein Narrativ. Ja. Schäbig.
50:56 Dennis Horn
So, es wird eine neue Version von Grog übrigens geben, Grog 5. XAI will sie im ersten Quartal 2026 auf den Markt bringen, hat Elon Musk mitgeteilt. Damit kommt Grog 5 später, sollte mal noch in diesem Jahr kommen.
51:10 Gavin Karlmeier
Würdest du damit sein, dass Elon Musk einfach Sprechen gebrochen hat?
51:13 Dennis Horn
Ja, ich wollte es nur nochmal festhalten. So. Und wo wir bei Grog und KI sind, das Tau Center for Digital Journalism sagt: es gibt acht Bots. Die die KI von X verwenden, die jeden Tag 5 bis 10 Prozent der öffentlich sichtbaren Community-Nodes für X schreiben, Auch die müssen natürlich von Menschen noch als nützlich bewertet worden sein, damit sie angezeigt werden. Acht Bots für bis zu zehn Prozent dieser öffentlich sichtbaren Community-Nodes.
51:50 Gavin Karlmeier
Aber wir wissen nicht, wer diese Bots sind, ne? Äh, nein. Weil, also, das kann ja jetzt entweder können das Leute sein, die sich gedacht haben, ich mach das jetzt hier mal richtig, oder das ist ein Team von Leuten, die halt Maskenjünger sind. Beides unangenehm. Mach die Idee der Community Nords kaputt, so wie alles im Internet gerade durch Bots kaputt gemacht wird
52:14 Dennis Horn
Außer andere Bots, die sich dann mit den Bots unterhalten.
52:18 Gavin Karlmeier
Über Bots. Über Bot-Sachen.
52:22 Dennis Horn
Ach, ey.
52:25 Gavin Karlmeier
Reden wir noch über Mastodon.
52:27 Dennis Horn
Ja, kommen wir gleich noch zu. Ich wollte einen kleinen Hinweis zu Ex haben wir noch aus dem Discord. Und das ist der Moment Discord-Werbung jetzt.
52:34 Gavin Karlmeier
Auf www. hackmann. org gibt es eine Community von über 2100 Menschen, die diesen Podcast regelmäßig hören, aber vor allem inhaltlich auch bereichern, indem sie sich über diese Themen austauschen und mehr Ahnung haben, als wir beide zusammen. Wenn ihr davon teil sein wollt, kommt vorbei www. hackmann. org. Es macht sehr viel Spaß und ist für mich der angenehmste Ort im Internet. Toll, ne? Mittlerweile wird immer schneller.
52:55 Dennis Horn
Ich habe ein oder zwei Atmer noch gehört.
52:57 Gavin Karlmeier
Zwischendrin. Die müssen noch weg Die kriege ich mal weg.
53:01 Dennis Horn
Also auf X braucht man mittlerweile eine Altersverifikation für sensible Inhalte. Da kommt dann ein Pop-up, dass du erstmal dein Alter nachweisen musst, wenn du das sehen möchtest. Was ist da los?
53:11 Gavin Karlmeier
Also Vor allem interessant ist, weil es dazu ja bisher meines Erachtens nicht die gesetzliche Grundlage hierzulande gibt. Also, weil wenn du dir anschaust, wie so Inhalte, die Mit erwachsenen Filmen hantieren, die den Altersnachweis machen, wo du gefragt wirst bis zu 18. Und du kannst dann sagen, äh, ja Und dann siehst du die Inhalte. Sieht man, wir sind noch nicht in diesem Konstrukt. Die EU hat da ja was vorgelegt, es wird kommen, es wird so eine Nachweis, die Nachweispflicht geben müssen, aber das Ex offenbar jetzt. Personalausweise sammelt auf diesem Weg, finde ich schon interessant.
53:48 Dennis Horn
Bemerkenswert.
53:49 Gavin Karlmeier
Bemerkenswert. Ich habe meinen erstmal vorsorglich hochgeladen, obwohl ich noch nicht gefragt wurde. Sicher ist sicher.
53:57 Dennis Horn
Es schien mir eine sichere Angelegenheit, weil die Daten sind ja bei WhatsApp abgesagt worden.
54:01 Gavin Karlmeier
Wir sprechen da ehrlich wie meine Kreditkartennummer, das klingt fair.
54:05 Dennis Horn
So, auch es gibt Neuigkeiten von Mastodon. Eugen Rochko, der Gründer und Chef von Mastodon, tritt ab. Er verlässt den Posten als Geschäftsführer. bekommt übrigens eine Kompensation von einer Million Euro. Und Mastodon soll in Zukunft, das ist aber schon eine etwas ältere Meldung, von einer gemeinnützigen Organisation nach belgischem Recht weiterentwickelt werden. Denn es war in Belgien. Ja, weil in Deutschland die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Und das ist eine Reaktion darauf. Diese Änderung wurde Anfang des Jahres eben schon angekündigt. Also selbe Geschichte wie eben, nur mit einem anderen Land. So, jetzt aber kurz zu den Personalien. Es gibt einen Nachfolger für Eugen Rochko, das wird der bisherige Finanzchef sein, Felix Zlatki, der seit fünf Jahren an Mastodon auch beteiligt ist und der will mit dem Bisherigen Technikchef, der seinen Posten behält, und einer neuen Verantwortlichen für die Community, die Zahl der NutzerInnen erhöhen und den Betrieb eigener Instanzen erleichtern. Und Eugen Rochko soll Mastodon als Strategie- und Produktberater unterstützen, auf einem Posten, in dem er, Zitat, sein umfangreiches Wissen über das Fediverse und Social Media einbringen kann. Das fand ich nun sehr interessant. Welche Sprache spricht so eine Ankündigung für dich?
55:30 Gavin Karlmeier
Ist es nicht so, so ein bisschen Ulf Porsche ist jetzt Herausgeber der Welt und damit wird er so ein bisschen weggeschoben.
55:37 Dennis Horn
Das ist wirklich eine Formulierung wie wegschieben. Und wenn du siehst, was jetzt deren Ziel ist, die Zahl der NutzerInnen erhöhen und den Betrieb eigener Instanzen erleichtern, dann sind das doch genau die Kritikpunkte, die wir hier immer geäußert haben. wo wir gesagt haben, wenn das jetzt groß werden soll, wenn ihr wirklich eine Masse haben wollt, dann geht's doch um diese Punkte.
55:59 Gavin Karlmeier
Voll. Gleichzeitig stellen Sie sich, also das ist jetzt so ein bisschen die Zusammenfassung der Dinge, die sind in den letzten Monaten mal angekündigt, mal so durchgeschwaben. Sind, dass wir wissen, dass Mastodon als Geschäftsmodell ja jetzt anbietet, eben Instanzen für andere Unternehmen, für Behörden und so selber aufzusetzen und zu sagen, wir machen für euch alles, wir kümmern uns um den Betrieb. Und Dass man sich da jetzt so ein bisschen versucht so aufzustellen, dass man eben größer wird, dass man mithalten kann, finde ich auch genau richtig, weil die Idee Das Fiddiverses hat es ihm verdient, dass man sie so groß macht, dass Leute im Bock haben, sich damit auseinanderzusetzen. Genau. Ich bin aber nicht ganz sicher, was genau die Beweggründe sind, warum Rochco das Unternehmen sozusagen verlassen. Tut das ja nicht, aber er wird ja sozusagen, geht ja in so ein. Der wird jetzt Herausgeber, wenn man so möchte, von Mastodon. Was der Beweggrund ist, ob einfach die letzten Jahre zu sehr geschlaucht haben, ob der irgendwann sagt, nee, jetzt ist mal gut, ich nehme mir jetzt noch hier einmal kurz was aus der Kasse und dann setze ich mich mal zur Ruhe. Oder also mit einer Million kannst du dich auch nicht zur Ruhe setzen für immer, muss man auch dazu sagen. Aber als jemand, der das Ding ehrenamtlich und seit hunderttausend Jahren irgendwie groß gemacht hat, finde ich auch eine Kompensation finanzieller Natur erstmal nachvollziehbar.
57:09 Dennis Horn
Ja, ja, finde ich auch. Und das ist also, das ist ja nicht in Größenordnung, in denen wir im Tech-Bereich ansonsten diskutieren. Genau. Das sind ja Peanuts. Fast schon.
57:19 Gavin Karlmeier
Ja. Und übrigens, diese Millionen Euro Kompensation zu bekommen, wäre vielleicht ohne den Entzug der Gemeinnützigkeit nie möglich gewesen. Rechtlich. Also, ja, weiß ich nicht.
57:33 Dennis Horn
Übrigens, zur Vorstellung dieser Umstrukturierung hat Mastodon jetzt auch ein paar Großspender bekannt gemacht. Das ist noch ganz interessant. Die größte Spende kam, das waren 2,2 Millionen Euro, von Stack Exchange Gründer Jeff Edward. Andere Spender waren Biss Stone, einer der Twitter-Gründer, und Craig Newmark, der Gründer und Namensgeber, über den haben wir letztens ja schon gesprochen, von Craigslist. Und auch der alternative iOS Store, Art Store, hat an Mastodon gespendet.
58:03 Gavin Karlmeier
Über den haben wir auch letztens gesprochen.
58:04 Dennis Horn
Auch.
58:05 Gavin Karlmeier
Die sich ja gute Bekannte dieses Hauses hier. So ist es wohl, die sich auf die Fidiverse Logik sozusagen jetzt auch aufgesetzt haben. Ja.
58:15 Dennis Horn
Und den Wachstum, glaube ich, von einer Porno-App. getrieben wird.
58:20 Gavin Karlmeier
Stimmt, so war das. Offen gestanden in dem Zusammenhang ist auch ein schönes Wort bei all dem. Aber also Wir kennen die Hintergründe nicht ganz genau, warum Rochko weggeht, aber das wirkt doch alles erstmal so, dass man da alles. . Ich finde, auf mich macht trotzdem auch, wenn ich deine bedenkende Formulierung gegenüber teile. Macht es doch den Eindruck, dass man da den Laden ganz schön im Griff hat und dass man da jetzt mit übrigens Hannah Aubrey heißt sie, ein Community Directorin hat, die sich sozusagen so ein bisschen um die Community kümmert. Und das ist ja eine Rolle, die ja. vermutlich super interessant ist, weil die alle anderen Anbieter von Tech-Plattformen, Social Media-Plattformen, haben das auch. Du hast überall so Partnerships-Manager und so, die eigentlich nur sich darum kümmern, dass es Keep the talent happy. Und das muss hier auch passieren. Und das finde ich sehr gerne.
59:10 Dennis Horn
Ja, das also das scheint mir eine Professionalisierung zu sein. Das ist am Ende der Begriff, der, der mir da am ehesten einfällt und das finde ich sinnvoll. Und Naja, also ich halte es für im Raum des Möglichen, dass bei einer solchen Professionalisierung man über die Rolle des Gründers auch irgendwie mal nachdenkt, ob das noch so sinnvoll ist. Ja, gut, vielleicht noch ganz kurz an der Stelle: Similar Web sagt, die weltweite Nutzung von Blue Sky ist im Oktober um 47% zurückgegangen, verglichen mit dem besten Monat der App. Das war Dezember 2024. Da hatte Blue Sky 6,6 Millionen aktive Nutzer pro Tag. In den USA ist die Zahl der täglich aktiven Nutzer im Jahresvergleich um 90 Prozent gestiegen. Aber gegenüber dem Höchststand, das war im Januar dieses Jahr, um 50 Prozent zurückgegangen.
01:00:07 Gavin Karlmeier
Es ist so ein bisschen wie so ein neuen Live-Rätsel, das ihr gerade aufgemacht habt. Wie alt ist der Muskel? Genau so. Also Blue Sky ist auf jeden Fall nicht auf dem Hoch seiner NutzerInnen und das war das, was ich ja eben auch schon so ein bisschen angedeutet habe. Wir haben heute ganz viele Dinge aufgemacht und wieder zugemacht.
01:00:33 Dennis Horn
Ja, ist doch gut. Also ich hätte eine Kleinigkeit hinten raus noch für dich.
01:00:38 Gavin Karlmeier
Ja, und haben wir noch Funktionen und Emotionen auch? Wenn du möchtest. Ja, zwei, drei schaffen wir noch. Der Rest, der Rest machen wir einen Freitag, weil du bist Freitag auch wieder da. Kann man es schon mal ankündigen. Ja, bitte. Die Kleinigkeit hinten raus. Achso.
01:00:52 Dennis Horn
Entschuldige.
01:00:52 Gavin Karlmeier
Ich dachte, die Kleinigkeit hinten raus ist noch so.
01:00:55 Dennis Horn
Zwei, drei Emotionen und dann kommt die Kleinigkeit. Funktionen und Emotionen. So. Instagram erweitert was denn? Ich freue mich schon auf diese Meldung. Auf diese Meldung? Ja, weil ich aber mein Plott-Twist ist, dass ich dich gleich einfach frage, was das heißen soll. Ah, das weiß ich schon. Ach, du weißt das. Ja, das weiß ich. Also das eine zumindest kann ich dir beschreiben, das andere schwierig, sag ich. Mal, aber vielleicht kriegst du es besser hin als ich. Also, die Überschrift: Das Videoerlebnis bei Instagram wird verbessert. Und womit denn es? So. Mit Envy. Das ist die das Ambient Viewing Environment. So, und ich sagte jetzt was, und du übersetzt bitte. MVI liefert die Eigenschaften der nominalen Betrachtungsumgebung für die Anzeige der zugehörigen Videoinhalte.
01:01:55 Gavin Karlmeier
Nee, das darauf habe ich keine Antwort. Was soll das denn heißen?
01:02:01 Dennis Horn
Wirklich, ich habe diesen Text gelesen und das andere ist Dolby Vision. Das finde ich interessant. Ja.
01:02:09 Gavin Karlmeier
Also Dolby Vision. Es geht am Ende um HDR-Videos. Genau, und das Besondere an Dolby Vision ist, wir kennen das vom Fernseher. Dolby Vision liefert eben nicht nur die Definition davon, was eben hier jetzt für Inhalte gezeigt, also nicht inhaltlich, sondern formell, produktionell, sondern eben auch klare Farbdefinitionen. Heißt theoretisch Und jetzt wird es aber super interessant. Theoretisch kannst du damit, dass auf allen Displays das Blau, das du da in dein Video reingegradet hast, weil du bei Reels natürlich erstmal große Umwege über Grading-Studios gehst. Sieht dann auf allen Handys gleich aus. Muss man dazu sagen, weiß ich nicht, ob der Aufwand sich für Instagram Reels wirklich lohnt.
01:02:52 Dennis Horn
Ja, aber denke ich auch.
01:02:53 Gavin Karlmeier
Das kann man dann.
01:02:54 Dennis Horn
Also die, die Matsche aus Komprimierungsartefakten sieht dann farblich überall gleich aus. Genau. Es ist super. Also Envy möchte ich noch dazu sagen. Ja, ist ein System, das das Video, wenn du es wiedergibst, in einer anderen Umgebung Als wofür es eigentlich gemacht wurde und vorbereitet wurde, dass das dann angepasst wird. Ich verstehe es immer noch nicht.
01:03:22 Gavin Karlmeier
Also heißt das, also ich habe ja auf dem iPhone zum Beispiel True Tone. Die Betrachtungsbedingungen, nicht nur in der Truppe. Also zum Beispiel das Farblicht, wo ich mich gerade befinde. So habe ich das verstanden. Das heißt, Instagram greift auf die Kamera zu, guckt, welches Licht gerade herrscht, Tageslicht. Was sind deine Betrachtungsbedingungen? Das heißt, die Kamera ist dauerhaft an, wenn ich Reels gucke jetzt.
01:03:46 Dennis Horn
Das weiß ich nicht, ob das abgefragt wird oder ob nicht die Sensoren auch passiv sozusagen die Umgebungsbedingungen, die Kamera einzuschalten.
01:03:54 Gavin Karlmeier
Also, ich weiß nicht, ob die True Tonk gefährliches Halbwissen und man muss aber dazu sagen. Wir haben die Information von Meta. Das sind die News, die liest das und dann. Das ist die Pressemitteilung. Und es gibt nur Fragezeichen.
01:04:05 Dennis Horn
Wir werden morgen in den Discord gucken und dort wird die Auflösung stehen. Dafür liebe ich unsere Hakis.
01:04:11 Gavin Karlmeier
Das könnte sein, wir hakken uns. org. Aber ich wollte noch mal kurz sagen, also es gibt natürlich ein paar Flagship-Phones, bei denen kannst du das so anpassen. Also, du kannst auf einem iPhone, auf einem Samsung, auf einem Google-Pixel, das sind alles Handys, Smartphones. Die haben einen relativ großen Marktanteil, die haben eine konsistente Bauart, die haben relativ ähnliche Displays, wobei man dazu sagen muss: selbst das iPhone hat zwei verschiedene Displays, wenn du das gleiche Gerät kaufst, kann es sein. Dass du ein LG Panel bekommst oder einen Samsung-Panel bekommst, da jetzt eine nach Dolby Vision zertifizierte Konsistenz herzustellen, Über alle Geräte hinweg. Ich würde sagen, ich call Bullshit, ehrlicherweise. Ich glaube, das ist unmöglich, vor allem wenn du dann überlegst, was mit den ganzen Show Me OnePlus-Fones auf dieser Welt noch ist und Huawei und was du nicht alles für. Für Anbieter noch hast, die irgendwie unter einem Prozent Marktanteil möglicherweise sogar noch haben, das ist nicht machbar. Also vermutlich wird nur auf iPhones diese Dolby Vision-Zertifizierung funktioniert. Dann fragt man sich, aber wofür brauche ich das dann? Weil auf den iPhones sieht es doch immer gleich aus, weil die das gleiche Fahrprofil haben.
01:05:21 Dennis Horn
Ja, ich weiß nicht. Aber ist das nicht ein bisschen, also ich verstehe, was du meinst, auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite haben wir uns nicht auch vor zehn Jahren über die Kamera im iPhone lustig gemacht und. Irgendwie vor ein paar Jahren darüber, dass es jetzt Handys gibt mit CIS-Objektiven, dann haben wir alle gesagt, ha ha ha ha und so weiter. Und es wird ja durchaus heute alles professionell eingesetzt. Also ich so, und auf der anderen Seite denke ich, Ist doch, dann schau das habe ich aber bei Dolby oft schon gedacht, auch bei Filmen. Ja, da steht Dolby drauf, irgendwie scheint das geil zu sein, aber in welcher Umgebung gucke ich denn, dass das bei mir überhaupt wirksam wird? Gar nicht. Aber ja, lass es draufstehen, scheint irgendwie zu sein.
01:06:03 Gavin Karlmeier
Und was ich mich frage, ob jetzt bei jedem Real unten dann dieses Dolby-Vision-Logo aufpoppt, das ist ja so ein fünf Sekunden-Dolby-Vorspannen, bevor das Real beginnt.
01:06:16 Dennis Horn
Twentieth Century Fox Lolby?
01:06:18 Gavin Karlmeier
Ne, es gibt doch dieses von Steven Spielberg, äh, es gibt so ein Soundprofil. Bei dem auch immer im Kino immer vorher dieses THX, THX auch.
01:06:25 Dennis Horn
THX, ja. Ich möchte, dass das jetzt immer wie so ein Kinofilm, diese fünf Dinger vor jedem K.
01:06:35 Gavin Karlmeier
Das gefällt mir sehr gut.
01:06:37 Dennis Horn
So, das ist meine Gefühl dazu.
01:06:43 Gavin Karlmeier
Jetzt hast du noch eine Sache hinaus angekündigt, ne?
01:06:45 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Es ist eine Gewissensfrage. Oh. Also angenommen, du bist Bad Bunny. Der, um es in den Worten der Wikipedia zu sagen, aus Puerto Rico stammende Latin-Rap- und Racketton-Sänger.
01:06:58 Gavin Karlmeier
Also um seine Größenordnung zu verstehen, Bad Bunny ist so der Act gerade weltweit. Wird die Super Bowl-Halbzeitshow bespielen. Also, das ist Bad Bunny. Der hat ein Niveau, da haben sonst Leute gespielt wie Kendrick Lamar, Katy Perry, weiß nicht, wer da noch so die Halftime-Show gemacht hat. Aber ja.
01:07:16 Dennis Horn
Und Elon Musk bietet dir 67 Millionen Dollar, also 67. Ha ha ha, damit du dich in Good Bunny umbenennst. Würdest du es tun? Das möchte ich dir als Frage zum Abschluss stellen.
01:07:30 Gavin Karlmeier
Ich würde erstmal sagen: also, wenn ich Bad Bunny wäre, mit 67 Millionen ist, glaube ich, nix.
01:07:34 Dennis Horn
Ja.
01:07:35 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist zu wenig Geld.
01:07:36 Dennis Horn
Angenommen, du würdest Bad Bunny heißen, aber du wärst nicht der Typ, der auf dem Super Bowl auftritt.
01:07:42 Gavin Karlmeier
Dann würde ich darüber nachdenken, weil einfach. Alles, was Elon Musk Dinge wegnehmen, die ihm Spaß machen und wir wissen, ihm macht nur Geld Spaß. Das ist schon mal schön. Aber nee, das Traurige an der Geschichte, an der Meldung, ist ja, wenn wir die Maskmeldungen immer jetzt zum Ende, damit wir damit alle anderen abschalten können. Das Traurige an der Geschichte ist, dass Elon Musk wirklich an nichts Spaß hat. Also es ging ja dieser Tweet rum, auf dem Elon Musk eine Grog gebeten hat, ein Bild einer Frau zu erstellen, das. ihm ins Gesicht guckt und sagt, dass sie ihn liebt und so. . Da steckt schon ganz viel, das ist schon auch, kippt so ins Traurige in letzter Zeit. Und auch diese Geschichte Da schwingt natürlich so ein bisschen Rassismus mit, so haha, dieser Typ aus Lateinamerika, dem biete ich jetzt mal Geld an. Auch das ist natürlich so ein gewisser kolonialistischer Aspekt, der da drin hängt. Dann auch noch zu zeigen, dass man könnte es besser machen, wäre doch der Good Bunny, bla bla. Das ist so, das ist so schäbig wie alles, was Elon Musk macht. Man kann das nicht anders sagen.
01:08:40 Dennis Horn
Es ist einfach schäbig. Viele Gefühle, aber kein Mitleid.
01:08:44 Gavin Karlmeier
Ja, genau. So. Übrigens, wenn ihr viele Gefühle in echtleben erleben wollt, kommt zum Hakenrand Tour. Man muss nämlich kurz, ich kann das jetzt verkünden, Dennis, in Köln, Berlin und München. Sind wir überall bei den letzten 15 Tickets oder Plätzen? Das heißt, da sind wir bald voll. Für Leipzig sieht es ein bisschen anders aus. Also, wenn ihr in Leipzig in der Umgebung seid und auf Tuchfüllung mit uns gehen wollt. Da gibt es noch ein paar Plätze. Kommt vorbei, wir würden uns sehr, sehr freuen. Und andere wichtige Information, kleine Meldung zum Schluss. Wir verleihen einen Preis, den Grauen Haken. Für jede Social Media Peinlichkeit, Blamage, jedes Fail könnt ihr nun Vorschläge einreichen. Per E-Mail an grauerhaken. hakendrand. org oder im Discord. Die URL habe ich heute 900 Mal ungefähr in dieser Episode gesagt. Könnt ihr noch Vorschläge einreichen? Da sind schon einige da, aber der Monat läuft noch. Den ganzen November über kann man Vorschläge machen. Und den Dezember über wird dann abgestimmt, wer ihn bekommt. Wir werden aber Anfang Dezember die ganzen Nominierten alle mal vorstellen. So. Habe ich irgendwas vergessen. Achso, nicht? Und wenn ihr wollt, könnt ihr dieser Episode natürlich auch auf Campfire FM hören. Und während des Hörens so ein bisschen mitkommentieren, Flammen verschicken, die Links mitlesen, das Bild von von, weiß ich auch nicht, von Dennis, wie er auf eine Harfe vorliest, euch anschauen, sowas.
01:10:03 Dennis Horn
Ja. Ich habe gepostet, dass wir jetzt bei Campfire FM sind. Dann kam die Frage, ähm Drunter. Cool, aber was genau ist Campfire FM? So etwas wie Discord mit Channels für Podcasts?
01:10:15 Gavin Karlmeier
Ja, nicht ganz so, weil es nicht ein, also. Es ist wie. Ich fand es auch nicht so einfach zu beschreiben, deswegen. Ich habe das in der Folge mit Nora, als das damals aufgekommen ist. So erklärt. Kennst du nach Soundcloud? Nichts überwägelsten mit Cloud Flare, nicht zu verwechseln mit Flair. SoundCloud war ja ein Tool, wo du eine MP3-Datei hochladen konntest und andere konnten sie hören und Währenddessen kommentieren. So, und das ist das Ambiente, in dem du quasi hier diesen Podcast hören kannst. Du kannst währenddessen kommentieren. Wir aber als Absender Haken dran setzen auch einzelne Links mit rein, dass man sozusagen auch so eine Art Rich Experience bekommt. Das so würde ich es erklären. Ja. Hilft das?
01:10:51 Dennis Horn
Finde ich schon.
01:10:52 Gavin Karlmeier
Okay, aber du hast den Kommentar ja auch nicht geschrieben.
01:10:57 Dennis Horn
Rich Kids Experience.
01:10:59 Gavin Karlmeier
Nein, das nicht.
01:11:00 Dennis Horn
Es ist umsonst. Es ist umsonst.
01:11:02 Gavin Karlmeier
Kostenlos, aber nicht umsonst. Pew.
01:11:05 Dennis Horn
Dann sagen wir mal bis Freitag, oder?
01:11:08 Gavin Karlmeier
Wir sehen uns, also wir hören und sehen uns Freitag wieder. Und ihr auch, wenn ihr wollt. Passt auf euch auf. Habt eine schöne halbe Restwoche. Und danke, dass du hier warst, Dennis.
01:11:18 Dennis Horn
Gerne. Tschüss. Tschüss.