Dieser Podcast ist wie ein Essay (deutsch ausgesprochen): Twitter hat angekündigt, dass alle API-Zugriffe zukünftig kostenpflichtig sind. Was bedeutet das? Und: Aus welcher Perspektive ist das legitim – und aus welcher nur verzweifelt? Übrigens: Elon Musk fragt, ob noch irgendjemand irgendwelche Ideen hätte, wie man Twitter verbessern kann: Wenn also jemand helfen kann, sehr gerne!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Hallo, Gavin.
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis. I'm fein, I'm fein. And you?
00:11 Dennis Horn
Oh, I'm doing great. Unlike Twitter. But this is so awesome. Hi, schön dich zu hören.
00:21 Gavin Karlmeier
Wir sind heute multilingual.
00:23 Dennis Horn
Ja, vor dem Wochenende nochmal heute Der Restrundumschlag der Woche, wir fegen noch mal ein bisschen auf, was wir so haben für euch. Wir haben ja gestern schon festgestellt, es wird ein bisschen kleinteiliger, aber ich möchte sagen, nicht minder interessant.
00:39 Gavin Karlmeier
Das ist ein großes Versprechen, das du da gibst, Dennis. Ich weiß, worüber wir heute sprechen, und ich glaube, du kannst das Versprechen halten.
00:48 Dennis Horn
Worüber sprechen wir denn heute eigentlich?
00:50 Gavin Karlmeier
Also, wir fangen mit der Sau an, die heute am meisten durchs Dorf getrieben wurde, nämlich die Ankündigung von Twitter, die API, wir werden gleich nochmal kurz erklären, wie die genau funktioniert und was das ist, dass die zukünftig Geld kosten soll.
01:05 Dennis Horn
Genau, und das mit einem Vorlauf, der sagen wir mal, an eine Unverschämtheit grenzt. wenn man weiß, wie komplex es sein kann, in Software Dinge umzuschreiben, die sich auf irgendwas verlassen, was da noch dranhängt. Am 9. Februar. Wird Twitter keinen kostenlosen Zugriff mehr auf die AP erlauben? Ihr erinnert euch an die Episode, in der wir diese Abkürzung schon mal erläutert haben. Das ist das Application Programming Interface. Also eine Schnittstelle, die Twitter bereitstellt für alle, die von außen auf diese Plattformen zugreifen möchten. Übrigens habe ich das unter anderem eingesetzt, als ich noch wie hektisch vor ein paar Wochen All meine Tweets gelöscht habe. Da gibt es ja so einen Dienst von außen, Tweet Deleter heißt der, auch der und natürlich auch viele andere greifen auf diese API zu?
01:58 Gavin Karlmeier
Tatsächlich alle. Also alle Dienste, die man bei Twitter beispielsweise als App hinzufügt in dem Prozess, die jetzt nicht irgendwelche Hacks nutzen. die aussehen wie ein Browser oder sich ausgeben als Browser, um über die Webseite Twitter zu crawlen, heißt es dann, also um die quasi auszulesen, wie ein Mensch das tun würde. Greifen auf diese API zu, das heißt, so ziemlich jede App, die jetzt keine Shady Dinge tut mit Twitter, die jetzt gerade noch funktioniert, weil die ganzen großen sind ja eh schon abgeschnitten. Die werden dann ab nächste Woche Donnerstag Vorausgesetzt die EntwicklerInnen, vielleicht auch die NutzerInnen, das ist noch nicht ganz klar, zahlen dafür Geld nicht mehr funktionieren
02:38 Dennis Horn
Ja, also das geht weit damit über diese Drittplattform-Clients hinaus, die wir schon mal besprochen haben, also so Twitteric und Tweetbot und so weiter. Man kann im Grunde sagen. Übrig bleibt twitter. com, TweetDeck und die offiziellen Twitter-Apps. Und alles andere würde damit gecuttet. Und das ist, also ich finde, harscher Schritt ist schon gar keine Beschreibung mehr dafür, weil dieses Ökosystem um Twitter herum. . Diese Plattform, auch darüber haben wir ja schon mal gesprochen, auch immer schon ein wenig gestützt hat.
03:19 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde, vor allem versteht man jetzt, warum diese ganzen großen Apps abgeschnitten wurden und dass diese Dritt Anbieterregelungen offenbar wirklich nur ein Feigenblatt war, sondern es eigentlich von vornherein geplant war, dass man die nicht mehr gewähren lassen möchte und denen vielleicht auch gar nicht die Möglichkeit Geben möchte, mit Drittanbieterinhalten Geld zu verdienen, das Twitter eigentlich für sich selber als zustehend empfindet. Also mal angenommen Twitter hätte jetzt 1,90 Euro im App Store gekostet, dann denkt sich Twitter, wie verdienen, warum verdienen die eigentlich Geld mit unseren Angeboten unseren Inhalten. Das ist so die vermutlich das Problem, das dem zugrunde liegt und das Problem, was Twitter gerade versucht, aus jeder Pore irgendwo Geld rauszuquetschen, um irgendwie ein bisschen in die in die Gewinnzone zu fahren. Ich hab da aber trotzdem eine starke Meinung zu, habe ich dir auch so genau so vorab angekündigt und verkauft. Und du weißt noch nicht, was meine starke Meinung ist. Nee, wir haben noch nicht drüber gesprochen.
04:23 Dennis Horn
Ich bin gespannt.
04:24 Gavin Karlmeier
Meine starke Meinung ist dazu, ich halte das, also es ist natürlich für Drittanbieter ein Problem Ähm, ich halte das aber im Grunde gar nicht für so illegitim, diese Entscheidung zu treffen, zu sagen, das hier sind unsere Serverressourcen. Wir sind die Plattform, die den kompletten Content anbietet und alles zur Verfügung stellt. Dann hätten wir auch gerne was dafür, wenn ihr diese Kapazitäten nutzen wollt. Sehe ich das zu wirtschaftlich?
04:53 Dennis Horn
Nö, also natürlich, selbstverständlich, ist das völlig legitim. Ich frage mich. Aus welcher Perspektive man das betrachten muss, dass die Frage, ob das legitim oder illegitim hier überhaupt so wichtig ist Ich verstehe, was du meinst.
05:11 Gavin Karlmeier
Also das kommt daher, dass ich heute so viele, also uns haben, machen ja, ich liebe das, dass ihr das tut. Ich liebe Bartz, ich liebe das, dass ihr uns aufmerksam macht auf Themen. Und ich habe aber das Gefühl, dass ich selten so viele Hinweise auf ein Thema bekommen habe wie auf. Diese Meldung, also über Mastodon auf Twitter, haben uns Menschen gezeigt, hier passiert da gerade was, ihr müsst noch eine Folge aufnehmen, idealerweise noch eine Nachtschicht einlegen. So, und ich sehe das auch so, das ist natürlich ein großes Thema. Aber ich halte das nicht für so einen unmoralischen Schritt seitens Twitter. Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, weil eine API Wenn ich das richtig sehe, du kannst mich gern korrigieren, wenn ich mich irre. Aber ich glaube, es ist ein ungewöhnlicher Schritt, weil die meisten Plattformen das nicht tun. Also, wenn ich eine API nutze, dann zahle ich dafür in der Regel kein Geld. Wenn ich bei Facebook eine Application etablieren möchte, dann kostet das nicht kein Geld, weil Facebook davon profitiert.
06:07 Dennis Horn
Genau, weil dieses Freie, die Plattform Plattformen ja auch stützt in ihrem Dasein als Plattform. Wenn ich das zumache, wird es vielleicht keine Plattform mehr sein, sondern nur irgendein Angebot. So nicht so viele dafür zahlen.
06:19 Gavin Karlmeier
Ich kann das auch verstehen. Ich verstehe auch Argumente. Also wenn ich jetzt in einer entscheidenden Position wäre, würde ich mich wahrscheinlich von diesen Argumenten auch überzeugen lassen, zu sagen, nee, wir nehmen da kein Geld für, weil das uns. . stärkt, aber auf der anderen Seite zeigt das ja, mit was für einem Selbstbewusstsein Twitter gerade überhaupt noch agiert. . Also dass sie sagen, wir erlauben uns das und glauben, dass diese Drittanbieter-Apps das Zahlen. Ob das passiert oder nicht, können wir gleich mal im Anschluss diskutieren. Wir glauben, dass sie das zahlen, weil unser Inhalt und das, was wir anzubieten haben, so wertvoll ist und so groß ist, dass wir dafür jetzt Geld nehmen wollen.
06:54 Dennis Horn
Also, fangen wir mal an bei diesem Geldnehmen und dann erzähle ich dir gleich noch eine Geschichte, was bei mir heute hier am Telefon passiert ist, nachdem diese Meldung rauskam. Heute Morgen, äh, Donnerstag, sieben Uhr fünf Uhr. Also, over the years, hundreds of millions of people have sent over a trillion tweets, with billions more every week. Twittert Twitter und schreibt dann in seinem Tweeter nach, dass die Daten von Twitter zu den Mächtigsten Datensätzen der Welt gehören?
07:33 Gavin Karlmeier
Das würde ich sogar anzweifeln, übrigens dieser Sache.
07:39 Dennis Horn
Also Ich finde auch nicht die Datenebene wichtig, sondern das Dasein der Multiplikatoren und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Das weist aber tatsächlich über Twitter hinaus. Ich gebe dir recht an dieser Stelle. Und Twitter sagt: wir committen uns darauf, schnellen und verlässlichen Zugriff auf diese Daten zu gewähren. So dass ihr weiter mit uns entwickeln könnt, euren Kram. Aber halt gegen Geld. Und dann kommt der Satz: We'll be back with more details on what you can expect. Next week. Also nächste Woche gibt es mehr Informationen. Nächste Woche ist allerdings auch schon der 9. Februar.
08:22 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist natürlich kommunikationsmäßig mal wieder ein super GAU. Aber wer hätte da auch beraten können, wenn es doch niemanden gibt, der sich mit Kommunikation auskennt im Unternehmen?
08:33 Dennis Horn
So, das ist der Punkt. So, und jetzt wollen wir mal darüber sprechen, was das für Auswirkungen hat, weil ich glaube, die Betrachtung, dass nur Dienste, die hier an Twitter hängen, ist ein bisschen eindimensional. Denn was daran auch hängt, sind automatisch gefütterte Twitter-Accounts, also Bots, aber eben keine Social Bots. Sondern solche Angebote wie die Erdbebenwarte San Francisco schleust direkt aus ihrer Messstation die Tweets durch zu Twitter. Die hat mich heute nicht angerufen, aber ich habe Anrufe bekommen von verschiedenen Redaktionen, die das eben auch machen.
09:17 Gavin Karlmeier
Mhm.
09:17 Dennis Horn
So, und es gibt ja eine ganze Reihe von Medienhäusern, ähm. sogar so vom Spiegel bis zur Tagesschau irgendwie, die automatisch das, was sie auf der Website neu veröffentlichen, einfach bei Twitter raushauen. Und darunter ja auch einige Medienhäuser, wie zum Beispiel ja Spiegel und Tagesschau, die damit durchaus eine enorme Relevanz haben so für die Nachrichtendebatte auf Twitter. Vielleicht nicht so Unbedingt in Sachen Conversion, also so in der Frage, wenn wir das hier raus twittern, unsere Links und so weiter, wie viele Leute kommen dann auf die Website dieser Medienhäuser? Aber eben in der Frage, was ist Debattenbestimmend? So, würden diese Medienhäuser Die ja, äh, was ja eh schon meine Kritik auch der vergangenen Wochen war, äh, würden Medienhäuser. Die jetzt die ganze Zeit die Füße stillgehalten haben, nachdem Elon Musk übernommen hat. Wir haben ja schon mal darüber gesprochen, dass im Grunde niemand die Plattform verlassen hat und jemand ein Zeichen gesetzt hat. Und gesagt hat, dass das geht nicht so von diesen großen Plattformen. Die werden jetzt ja, wenn das alles über die API läuft, Noch bis nächste Woche vor eine Entscheidung gestellt. Können Sie diese Accounts weiter betreiben ab dem 9. Februar? Oder sagen Sie, wir zahlen Twitter kein Geld dafür? Das finde ich eine erstens interessante Frage. Zweitens kann ich mir das nicht so recht vorstellen, dass die jetzt alle Geld in die Hand dafür nehmen. Wir müssen mal nächste Woche dann diese Details abwarten und schauen, wie viel das überhaupt kosten wird. Aber sagen wir mal bei Accounts, die deren Followerzahl ins siebenstellige geht, vielleicht ist das ja ein Faktor bei der Bepreisung.
11:18 Gavin Karlmeier
Also, das ist ja das, was gerade alles noch so im Unklaren ist. Also, es besteht ja durchaus die Möglichkeit, dass das in der Tat ein Faktor bei der Bepreisung ist. Ich weiß aber nicht, ob das auch gilt für die Veröffentlichung oder nur dem Auslesen von Daten. wie sich die Kostenlage tatsächlich richtet. Aber auch da können wir gleich noch drüber diskutieren.
11:36 Dennis Horn
So, also würden die das machen Das finde ich die eine Frage, und wenn Sie es nicht machen, was bedeutet das für unsere Debatte und für Twitter? wenn diese Inhalte dort in dieser Prominenz nicht mehr verfügbar sind? Das finde ich die eine Frage. Und das andere, was man, glaube ich, oft nicht sieht, wenn man über API-Zugriff spricht und das nur verbindet mit Mit anderen Apps oder so, die, die an Twitter drangehängt werden, ist die Frage des Abflusses von Daten für Forschungszwecke.
12:11 Gavin Karlmeier
Mhm.
12:12 Dennis Horn
So, auch Twitter war bisher die Plattform, auf die Forscherinnen und Forscher noch am ehesten gucken konnten. weil es doch ein verhältnismäßig weitreichender Zugriff war. Und ich kann mich noch daran erinnern, wie wir für den WDR auch mal einen Fernsehbeitrag darüber gedreht haben, wie leicht es ist. mit so ein paar Accounts, die man irgendwie bei Twitter so Fake Accounts ähm erstellt, wie leicht es ist damit, In die Trending Topics zu geraten. Das war so ein kleines Experiment, das wir gedreht haben und dann auch untersucht haben. Und dafür haben wir natürlich auch die API genutzt. und haben uns da dran gehängt, sowohl beim Input als auch beim Output. Es gibt diverse Studien, die sich darauf zurückziehen und die dann doch schon wertvolle Erkenntnisse gebracht haben. Es gibt die Recherche Social Listening Tools der großen Medienhäuser, die darauf irgendwie setzen. Das heißt, da schwindet auch die Möglichkeit der Auswertung für Medienhäuser, aber eben auch für wissenschaftliche Zwecke. Und das halte ich gerade in dem Zustand, in dem Twitter gerade ist, in dem man eben auch auswerten konnte. Wie entwickelt sich denn diese Plattform überhaupt? Wie ist da die politische Debatte? Welchen Bias gibt es da? Also Ergebnisse, mit denen man Elon Musk auch widerlegen könnte, in dessen Argumentation, auch darauf wird das natürlich Auswirkungen haben. Also, das ist schon ein Hammer, diese Nachricht.
13:53 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich alles, was du sagst. Ich glaube, das Problem ist in der Tat, wir wissen nicht, wie dieses Preismodell aussieht. Und das ist der größte Vorwurf, den man Ihnen jetzt gerade machen kann, dass die Kommunikation so. uneindeutig ist, dass wir alle diese Dinge, die du gerade genannt hast, nur zum Mutmaßen nutzen können und natürlich aus Erfahrung der letzten Wochen und Monate immer von einem Worst Case ausgehen müssen.
14:19 Dennis Horn
Ja, da bin ich anderer Meinung. Da bin ich wirklich anderer Meinung an der Stelle, weil die Frage ist ja nicht, wie genau die Bepreisung aussieht. Der Punkt ist ja hier, dass es eine Bepreisung geben wird. Und freier Zugriff grundsätzlich gesperrt wird. Allein das, egal ob das jetzt nur 99 Cent kosten wird im Monat oder ein höherer Preis, allein das ist ein Problem. Das ist ein Problem für die Forschung, das ist ein Problem für Medienhäuser und natürlich für kommerzielle Projekte. Allez, dass es so ist.
14:55 Gavin Karlmeier
Ist es nicht so, dass du, das ist aber, weiß ich nicht, was ich jetzt frage, aber ist es nicht so, dass wenn ich jetzt anfange, mit Datensätzen zu forschen, an Datensätzen zu forschen? forschen, ob sie jetzt aus einem Echtzeitstrom kommen oder ein historischer Bestand sind, dass ich die nicht im Zweifel auch durchaus bezahlen könnte. Also dass man auch dafür durchaus finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Also die Frage, die ich einfach habe, ist, muss das kosten. . Kostenlos sein. Weil ich will gar nicht, ich will gar nicht die Entscheidung von Twitter in Schutz nehmen. Ich will sie nur zumindest so in meinem moralischen, äh, auf meinem moralischen Horizont richtig einordnen. Und mein erstes Bauchgefühl war halt Die stellen das alles zur Verfügung. Ich halte das für legitim, die Entscheidung zu treffen, dass sie das nicht umsonst tun. Zu der anderen Frage, ganz kurz, zu der anderen Frage, wie Medien noch ein Satter bespielen über diese ABI, das würde ich gleich mal hinten anstellen, weil das ist ja eine andere Frage als der Der, das Rausziehen der Informationen zu Forschungszwecken.
15:53 Dennis Horn
Ja, klar, das sind verschiedene Fragen so. Und die Frage dann bei den Medienhäusern wird sein, werfen wir Elon Musk Geld in den Rachen und bei Forschungszwecken könnte man theoretisch sagen, ja, werfen wir, weil it's for greater good. Genau. Aber ich glaube Du ziehst den Begriff Forschung jetzt auch sehr eng. Also, Forschung besteht bei Twitter oder das Dahinterblicken, die Debatte darüber. Twitter hat ja sowas wie eine sehr starke. Sagen wir mal, Zivilgesellschaft, so wenn man die Leute auf dieser Plattform mal als Gesellschaft bezeichnet. Eine sehr starke Zivilnetzgesellschaft. So. Und Forschung findet auch in der statt. Also es gibt so Leute, ich weiß nicht, wer fällt mir da ein? Luca Hammer oder so. Ed Luca, der diese ganzen Twitter Analysis Geschichten an den Start gebracht hat, der sich auch einen Namen damit gemacht hat, solche Daten auszuwerten. Der dafür auch auf Medien zugegangen ist, wo sich Dinge ergeben haben. Es gibt Journalistinnen und Journalisten, die forschend tätig sind. Freie Journalistinnen und Journalisten, die das mit Sicherheit nicht ausgeben können für so einen API-Zugriff. Also, da finde ich. Die Betrachtung dieses Begriffs Forschung dann ein bisschen zu eng, klar, werden da irgendwelche in weißen Kitteln sich in der Frage.
17:25 Gavin Karlmeier
Nee, so meine ich das ja gar nicht. Also ich war ja auch bei diesem Social Listening, das du als Beispiel genannt hast. Auch das sind ja alles, also selbst da halte ich es für legitim, für den Zugriff auf eine Infrastruktur Geld zu bezahlen, weil für die Tools, die zum Beispiel die Auswertung der bestehenden Daten vornimmt, Zahlen Medienhäuser in der Auswertung, im Listening zum Beispiel, relativ selbstverständlich und auch relativ große Summen. Deswegen ist die Frage: Warum sollte da nicht Geld weitergegeben werden an die, die die Datengrundlage bieten? Weißt du, also diese ganzen Tools, die gerade genutzt werden, um eben eine Übersicht zu gestalten, um irgendwelche Boards zu gestalten, die auf Monitore geschmissen werden, die dann an der Wand hängen. Das kostet alles ein Heidengeld, nur eben der Weg zur Plattform selber nicht.
18:08 Dennis Horn
Ja, kostet ein Heidengeld, hat aber die Plattform auch immer gestützt. Hundertprozentig. Deswegen auch auf anderem Wege was eingebracht. Ich halte es damit, an der Stelle mit Luca Hammer, den ich gerade erwähnt hatte, der getwittert hat, er ist nicht dagegen, für den API-Zugang zu bezahlen. Er hat auch selbst schon, Twitter hat ja auch eine Premium-API. Ich habe selbst schon tausende von Euro für ausgegeben. Aber aus persönlichen Gründen, in Klammern, ich unterstütze keine Arschlöcher und aus geschäftlichen Gründen, in Klammern, ich arbeite nur mit zuverlässigen Partnern zusammen, werde ich das nicht mehr tun.
18:45 Gavin Karlmeier
Ja, das ist ja nochmal, genau, das ist die andere Frage, wer macht das denn am Ende? Kann ich nachvollziehen. Das ist ja wie die Frage, will ich Twitter Blue abschließen. Jetzt also mal angenommen, Twitter Blue hätte einen tatsächlichen Funktionsumfang, der über einen blauen Haken und sechs Versprechen hinausreicht. Würde ich dafür bezahlen wollen? Oder gibt es ein moralisches? Problem, vielleicht sich ein Tesla zu lesen. Also, das ist ja dieselbe Frage am Ende. Ist ja eine andere Frage. Also, ich finde, das, was Luca sagt, ist dann eine sehr, es deckt sich fast mit meiner Ansicht. Es ist nicht das Problem, dass es Geld kostet, aber die Frage ist, sollte man das tatsächlich bezahlen und tun?
19:21 Dennis Horn
Ja, genau.
19:22 Gavin Karlmeier
Ach, dann kommen wir doch noch zusammen. Da sind wir gar nicht so weit auseinander. Eine Sache aber noch, weil das habe ich mir noch aufgeschrieben, nämlich der Redaktionen. Ich würde mal die also Spiegel und Tagesschau sind, glaube ich, ja auch noch trotzdem noch zwei Welten, auch wenn das in der Welt von Elon Musk beides irgendwelche linksradikalen Medien wahrscheinlich sind. Aber auch da finde ich, wenn ein Medienhaus das nutzt, um dort in Echtzeit über ein externes Tool automatisiert Inhalte zu platzieren, wenn das in eine Nutzungsgebühr bedeutet und nicht eine Nutzungsgebühr, die an Reichweite gekoppelt wäre, weil das wäre ein völlig, völlig unseriöses Modell, was trotzdem nicht bedeutet, dass es nicht kommt, aber.
20:02 Dennis Horn
Warum wäre das ein unseriöses Modell in der Angst? Weil die Reichweite ist doch groß, die man dadurch bekommt.
20:07 Gavin Karlmeier
Aber das ist halt, du hast ja keine bezahlten Inhalte an der Stelle. Das heißt, die Reichweite, die du damit erzielst, ist für dich nicht einschätzbar. Heißt im Umkehrschluss, da wird automatisiert ein Tweet veröffentlicht und im Anschluss wird dir entweder eine Rechnung gestellt oder die Reichweite wird ab einem gewissen Punkt gekappt, weil du nicht mehr bezahlt hast. Und das finde ich unseriös.
20:28 Dennis Horn
Also andersrum gedreht, was ist denn die Leistung, die die Medienhäuser für Twitter erbringen? Ja, natürlich. Twitter sich da genug Gedanken drüber? Und was wäre es Ohne die Inhalte, die jetzt eventuell bepreist werden.
20:40 Gavin Karlmeier
Ja, da habe ich nämlich auch drüber nachgedacht. Während du gerade das nämlich erwähnt hast, mit dieser, ich war natürlich bei diesen automatisierten Eilmeldungen, die man auf so Accounts kennt. Es gibt ja auch ein paar andere Bot-Accounts, die ja teilweise auch so aus dem künstlerischen Sektor kommen, die automatisiert genutzt werden. Und ich glaube, aus der Sicht von Twitter, wie ich Twitter in den letzten Monaten so für mich zu verstehen begreife Begreifen die Medien nicht mehr als eine Informationsquelle, die dadurch, dass sie redaktionell überprüft, Inhalte veröffentlicht, weil sie sich an Standard zählt. Dass sie Medien nicht mehr als das begreifen, was Medien für uns immer sind und waren. Sondern für die sind Medien genauso ein Baustein von Inhalt wie alle anderen NutzerInnen auch. Und in dieser Welt Ist die Formulierung natürlich, hey, wenn ihr jetzt automatisiert Inhalte da drauf spielen wollt, dann kostet das Geld. Das ist zumindest Logik, die ich nachvollziehen möchte. Ob das richtig ist oder nicht, wie gesagt, es ist. Meine Meinung ist auch, ich würde diese Entscheidung auch nicht so treffen, eine API kostenpflichtig zu machen. Weil du eben genau diese ganzen Leute, die viel für die Plattform tun, verprellst. Ich glaube nur, dass das zur Verfügung stellen von Infrastruktur und kostenpflichtig zu machen, dass das nicht zwangsläufig illegitim ist, sofern das halt unter fairen Bedingungen läuft.
22:04 Dennis Horn
Tja, ein bisschen die Frage, aus welcher Perspektive das hier alles betrachtet wird. Und vielleicht ändert sich da gerade auch einfach das Selbstverständnis dieser Plattform.
22:15 Gavin Karlmeier
Ja. Und da will ich nämlich genau, das ist nämlich auch meine Brücke.
22:19 Dennis Horn
Also wir halten am Alten fest, selbstverständlich tun wir das. Wir sind gute Menschen.
22:25 Gavin Karlmeier
Achso, ich dachte, weil wir konservativ sind, geht das.
22:27 Dennis Horn
Nein, nein, nein, nein, nein. Ich weiß nicht, wie konservativ das ist. Das ist ja eher, also, das jetzt so zuzumachen, diese App Ich finde das ja eher konservativ. Ist es ja auch, ja.
22:41 Gavin Karlmeier
Aber die Frage ist ja, ob sich der Begriff des Konservativen nicht gerade wandelt, wenn das jetzt der neue Jetzt wird's groß sein. Don't let us get there. Ich wollte eigentlich woanders hin. Ich habe das Gefühl, dass Twitter früher durch. . Wir werden, glaube ich, in eine Welt. kommen, auch das ist jetzt ein Blick in die Glaskugel, aber vielleicht siehst du es auch so, in der die Gratis-Nutzung von Twitter, also in der es eigentlich ein Freemium-Modell gibt. in der die Gratisnutzung von Twitter in jeder Form wahnsinnig eingeschränkt sein wird. In Reichweite, in den Inhalten, die du siehst, in dem, was du dort tun kannst, wie du kommentieren kannst. Alles. Ich glaube, das wird eine Plattform, die an allen Ecken und Enden Geld nehmen wird.
23:19 Dennis Horn
Ja, warte, mir ist die Glaskugel runtergefallen. Ja. Ich gehe mit. Klar, kann ich mir vorstellen. Also, wir haben über die Everything-App gesprochen, die Super-App und so. Selbstverständlich läuft das dann so, dass es ein Basisset gibt und der Rest wird über In-App-Käufe geregelt.
23:38 Gavin Karlmeier
Richtig, die du dann auch noch mit der eigenen, äh, mit dem Twitter-Coin bezahlen kannst. Okay, wir haben noch ein paar andere Themen. Wenn wir noch ein paar andere Themen hier liegen, die sind aber fast alle Kleinigkeiten. Zum Beispiel, Stichwort Dinge, Reichweite, die Geld kostet. Es gibt jetzt eine Möglichkeit, deine Reichweite. Ich gehe weiter, ne, Dennis. Du bist fein, ne?
24:04 Dennis Horn
Nee, weiter, ich bin völlig fein, wir haben alles ausdiskutiert.
24:06 Gavin Karlmeier
Do it. Wir geben uns gleich auch wieder die Hand. Dass du die Reichweite deines Tweets jetzt boosten kannst mit einem Button, der direkt unter deinem Tweet angezeigt wird. Und in dem Screenshot wird dir angezeigt, du kannst eine Reichweite von 4. 150 Personen erreichen für 38 Dollar. Ja, das kennen wir von Facebook, zumindest von Seiten bei Facebook. Das gab es auch eine Zeit lang mal für private Profile bei Facebook, dass du die Postings sponsern konntest. Und auch da gibt es jetzt wieder den nächsten Punkt, wo aus jeder Ecke und Ende die Möglichkeit quillt, Geld machen zu wollen.
24:43 Dennis Horn
Ja. Das spielt so ein bisschen in das rein, was wir schon mal besprochen haben, nämlich dass sich die Plattformen ja auch in ihren Funktionen immer weiter annähern. Und es ein bisschen nur sich unterscheidet, woher sie kommen. Und dieses, woher sie kommen, gibt ihnen den grundlegenden Charakter, den sie noch haben. Aber ist okay, kann man noch machen. Ich meine, wenn man auf eine algorithmisierte Umgebung setzt, dann gehört das natürlich dazu.
25:09 Gavin Karlmeier
Ja, klar kann man das machen. Jetzt nimmt deine Rolle von eben ein. Ich weiß, jetzt nehme ich die Rolle von dir ein. Auf der anderen Seite ist natürlich die Frage, welches Bild möchtest du eigentlich bei deinen NutzerInnen erwecken? Und das Bild, das das erweckt, ist natürlich. Egal was du dir veröffentlichst, es sieht eh keiner, solange du nicht dafür bezahlst. . Also du wirst das genauso kennen wie ich, dass Leute in Redaktionen immer sagen. Ja, ich habe das Gefühl, wenn wir da kein Geld auf die Postings setzen, dann sieht die auch keiner. . Und das ist, also, das hat Facebook damals seinerzeit immer gesagt, das ist natürlich Quatsch, organische Reichweite und bezahlte Reichweite wirken nicht aufeinander ein. Also sie können sich begünstigen, aber sie schränken sich nicht ein. Aber auf der anderen Seite wird das natürlich suggeriert, wenn dir an jeder Ecke und Ende des Des Prozesses einer Posting-Erstellung angezeigt wird, möchtest du nicht noch ein bisschen Geld ausgeben, dann wird die Reichweite größer.
26:03 Dennis Horn
Das ist so wie in diesen In-App-Kaufspielen, ne? Wo an jeder Ecke. Mm, also erst einmal, man kennt das ja Also es ist ja bei Instagram, habe ich ja auch die Möglichkeit, so irgendwie einzelne Postings zu boosten. Geht das eigentlich bei Instagram nur in einem Business-Profil oder auch im normalen?
26:30 Gavin Karlmeier
Also ich glaube, dass es nicht mit persönlichen Profilen geht, sondern tatsächlich nur mit Business- und Creator-Profilen.
26:38 Dennis Horn
Okay, also ich gehe jetzt bei mir ins Business-Profil und da habe ich Beitrag bewerben rechts drunter. Und in einem privaten Profil ist das nicht. Ja, du hast recht. So, das ist der Unterschied, den Facebook zum Beispiel trifft zwischen Seiten und privaten Profilen. So und so klar. Also Twitter könnte auch so vorgehen, irgendwo einen Cut machen, die, die verifiziert sind, in einer bestimmten Art und Weise verifiziert sind, die hätten so eine Einstellung. Normale Nutzerinnen und Nutzer nicht. Das wäre doch eine Lösung. Könntest du dich damit anfreunden?
27:12 Gavin Karlmeier
Damit wäre ich völlig fein, weil das ja eine gewisse Ambition unterstellt.
27:18 Dennis Horn
Ich fand ganz interessant, gerade so in deiner Argumentation, ich finde, es gibt einen Punkt, der hier wichtig ist, nämlich dieses zu viel solcher Nachrichten. Also jetzt so mal aus Verkaufssicht, was macht das denn mit mir? Wenn ich Twitter Blue beworben bekomme und ein Abo abschließe, und bei dieser Möglichkeit, dieses Twitter Blue-Abo abzuschließen, steht, schließe das jetzt ab und erhalte mehr Reichweite. Ja, weil, wenn du das Verifikationshäkchen hast, dann werden deine Antworten von mehr Leuten gesehen, dann kommst du im Algorithmus besser weg. Das ist ja die Argumentation beim Verkauf von Twitter Blue. So, dann schließt du das ab. Und dann kommt das Angebot, so, wenn du deinen Tweet boosten willst, dann musst du aber hier erstmal bezahlen. Ja. Verstehst du? Also dieses zu viel und dieses Hintereinander, das erzeugt natürlich schon den Eindruck des Beschissenwerdens. Ein bisschen Fäkalsprache heute, merke ich gerade hier. Der eine war von Luca Hammer, der war nicht von mir. Deswegen darf ich jetzt sagen: Des Beschissenwerdens Den Eindruck stärkt das natürlich. Ja, weil du denkst ja, ich habe doch gerade dafür bezahlt, warum soll ich denn hier jetzt nochmal einen Tweet boosten? Also insofern kann ich dich verstehen, ja.
28:33 Gavin Karlmeier
Ja, und was. Was da auch noch mit reinspielt, ist so eine. Also, Twitter zeigt auch seine Verzweiflung damit. Also, ich merke natürlich, wie schwierig es offenbar ist, wie schlecht es dieser Plattform offenbar geht. wenn sie wirklich aus allem, was ich tue, gerade noch Geld machen wollen.
28:51 Dennis Horn
Ja, ja, ja, ja. Das ist so ein Falschen um jeden Cent.
28:57 Gavin Karlmeier
Genau.
28:58 Dennis Horn
Und da sind wir wieder bei seriös.
29:03 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin, äh, also wir können ja mal so mutmaßen, was noch alles, womit man noch alles Geld verdienen könnte. Wie wär's denn, wenn du nur noch fünf Likes am Tag hast und dir da weitere, kostet einen Twitter-Coin.
29:14 Dennis Horn
Es gab doch mal diese dieses kleine soziale Netzwerk Twetch im Web 3. 0, wo wirklich jeder Mist, was gekostet hat. Hat nicht lange überlebt.
29:26 Gavin Karlmeier
Ja, ich erinnere mich. Aber das war so eines dieser Web 3. 0-Unternehmen, wo dann beim Insolvenzverfahren rausgekommen ist, dass es zu Spitzenzeiten neun Nutzer gleichzeitig auf der Plattform hatte.
29:35 Dennis Horn
Vielleicht muss ich da doch nochmal hingehen, um jetzt zu merken, dass ich plötzlich drei Bitcoin besitze oder so.
29:40 Gavin Karlmeier
Oh, kann sein, weil so viele Leute geliked haben, was du dort getan hast. Entschuldigung, wir schneiden nichts aus diesem Podcast raus, dieses Husten bleibt drin. Die Leute mögen das. Die Leute lieben, das macht uns so echt. Wenn wir zu perfekt singen, dann haben die Leute das Gefühl, wir werden keine Menschen mehr.
30:00 Dennis Horn
Nur deshalb haben wir zwischendurch auch Mikrofonprobleme. Oder spielen im Hintergrund Bahnhofs- und Flughafenatmosphäre ein.
30:10 Gavin Karlmeier
Genau. Eigentlich ist das ja alles von der KI produziert und geschrieben. Wir gehen in die Welt der Funktionen. Ähm, ein bisschen doller noch. Elon Musk hat etwas angekündigt. Und zwar hat jemand geschrieben: Co-Tweets were stupid AF Um nicht noch fikaler zu werden, erkläre ich diese Abkürzung nicht. Und daraufhin hat Elon Musk geantwortet. Die wurden abgeschafft, Axt. Also weggeaxt, um sich zu fokussieren auf die Möglichkeit des Writer, jetzt auch Essays Als Attachments an Tweets anhängen können.
30:47 Dennis Horn
Ich finde es schön, wie du bei jedem Wort wechselst Von Englisch auf Deutsch wieder zu Englisch wieder auf Deutsch. Ja.
30:54 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin simultan Dolmetscher, Deutsch-Englisch. Aber ich lasse immer die Übersetzung zwischendurch weg. Nee, es ist das ist das. Also es wird Essays als Anhänger geben. Essays ist, gibt es ein deutsches Wort dafür?
31:09 Dennis Horn
Nee, Aufsatz? Man betont es nur anders. Auf Deutsch.
31:13 Gavin Karlmeier
Ah, ess ich. Also es wird die Möglichkeit, es soll die Möglichkeit geben, dass man Essays an Tweets anhängt, Aufsätze.
31:21 Dennis Horn
Ja, da bin ich jetzt mal gespannt, was du dazu sagst. Ich habe eine starke Meinung dazu.
31:26 Gavin Karlmeier
Ja, dann komm mal raus mit der starken Meinung.
31:29 Dennis Horn
Also, ich habe mir diese Antwort von ihm so angeguckt und habe so gedacht: Moment, wir haben doch vor ein paar Tagen. Gesprochen über diese Longform-Tweets. Du erinnerst dich, du warst mit 280 Zeichen voll, dann kannst du weiterschreiben und dieser Kreis, der sich Schließt, ja, der wird dann zusätzlich von unten gefüllt. So, und du hast insgesamt 5000 Zeichen zur Verfügung. Und wir haben gedacht, das wäre das Pendant zu den Notizen bei Facebook, dass man einfach länger den Tweet schreibt. Und das erscheint mir aber doch jetzt hier wie was zusätzliches. Habe ich auch so verstanden.
32:10 Gavin Karlmeier
Das heißt, es wird neben der Möglichkeit, 5000 Zeichentweets zu schreiben, auch die Möglichkeit dieser Notes geben. Und das sind nämlich auch diese aufgetauchten Screenshots. von Leuten, die es geschafft haben, in Tweets Formatierung einzusetzen. Fettgedruckt unter Strichen und sowas. Also es wird offenbar tatsächlich so eine Möglichkeit eines Rich Texts geben, indem du Bilder einfügen kannst und Dinge bauen kannst und so, so wie Facebook Notes eigentlich ziemlich genau. Ähm, und Elon Musk schreibt nämlich weiter, you will be able to publish directly on Twitter and get paid for it. Beta-Version startet schon nächste Woche. Ich glaube auch, das, was du sagst, also ich will dir da, sehe das genauso wie du, das wird genau dieses Feature sein. Die Frage ist so ein bisschen, also wohin damit?
33:00 Dennis Horn
Ja, ja, ja, ja, genau.
33:02 Gavin Karlmeier
Also warum?
33:04 Dennis Horn
Genau. Also es startet eh recht viel nächste Woche. Also wenn ich übernächste Woche immer noch die Twitter-App wie bisher habe, dann haben wir irgendwie. Also, ähm Ja, das ist der Punkt. Also wir sehen, wir haben ja schon gesagt, es ist gerade so kleinteilig irgendwie. Es passiert so vielen. Wie wird das sortiert? Und wenn dann zusätzlich nochmal diese andere Ebene, diese Vision der Super-App dann obendrauf kommt, dann weiß ich gar nicht mehr, wie man das. Also, was so?
33:41 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil ja mit Revue dieses Newsletter-Tool eingestellt wurde, das eigentlich zu Twitter gehört hat, mit dem du so eine Art ja schon veröffentlichen konntest, nur eben als E-Mail-Newsletter. Und dass das jetzt in Twitter sozusagen über diesen Weg auch integriert wird, solche längeren Texte einzubinden, wie man das auch bei LinkedIn zum Beispiel auch schon macht. beantwortet halt, also wir haben ganz am Anfang gesagt, wollen Sie wirklich von den 280 Zeichen weg, das verwässert den USP so. Und jetzt sind wir an dem Punkt, wo man sagen muss, es gibt kaum noch ein USP, wenn all diese Features da sind.
34:17 Dennis Horn
Ja, genau. Das ist also, das ist so nah bei Facebook, finde ich, im Style der Veröffentlichung. Dann, genau, es gibt kein USB mehr.
34:33 Gavin Karlmeier
Okay, ein Screenshot, der noch aufgetaucht ist, den Andrea Conway veröffentlicht hat. Sie ist Designerin bei Twitter. Und die hat geschrieben, Antworten bei Twitter lesen kann überwältigend sein. Overwhelming, ich glaube überwältigend ist ein bisschen positiver konnotiert, aber. kann einen erschlagen, würde ich mal so vorher übersetzen. Und sie fragt, wie könnte es besser sein? Hat dazu einen Screenshot veröffentlicht, mit der Möglichkeit, ähm Kommentare, also Replies zu sortieren nach empfohlenen Kommentaren, die mit den meisten Likes und die neuesten. Das kennen wir lustigerweise von Facebook, nämlich die Möglichkeit, Kommentare zu sortieren nach einer empfohlenen Sortierung und einer chronologischen Sortierung. Daran arbeitet Twitter offenbar auch. So wie diese Möglichkeit wird hier diskutiert zumindest. Dieses Liked by Creator, also Tweets, die vom ursprünglichen Poster geliked wurden, weiter oben anzuzeigen in den Kommentaren. Also auch dieser Punkt wird nicht so bleiben, wie er eigentlich mal war.
35:41 Dennis Horn
Ich bin da noch unentschieden, aber ich nehme schon bei Facebook wahr, dass diese Sortierung, die nicht chronologisch ist, auf der einen Seite sehr hilfreich sein kann.
35:52 Gavin Karlmeier
Ja.
35:54 Dennis Horn
Auf der anderen Seite aber auch problematisch, weil wir ja wissen, dass durch Likes manchmal das Sensationalistische nach oben gespielt wird. Was nicht so gut ist, immer. Und dann habe ich jetzt zuletzt eigentlich schon so gedacht: Ich fand Twitter in diesem System ja schon ganz gut. Indem unten aussortiert wurde. Es gab ja diese verborgenen Anzeigen und weitere Antworten, ja. Genau, weitere Antworten. Und eigentlich fand ich die schon ganz gut verborgen. Das war nämlich wirklich der Unrat, der oft da reinsortiert wurde. Und das hat zumindest in meinem Profil dann am Ende immer ganz gut funktioniert. So.
36:34 Gavin Karlmeier
Ja, total.
36:35 Dennis Horn
Also für mich sage ich den Need, das jetzt so zu ändern.
36:39 Gavin Karlmeier
Nee, geht mir ganz genauso. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass das so wirklich das größte Problem ist, an dem gerade gearbeitet werden müssen. Also ich ärgere mich immer, wenn Leute kommentieren, haben wir keine anderen Sorgen. Aber im Fall von Twitter muss man tatsächlich sagen, wir haben da. Ihr habt gerade andere Sorgen. Ja, genau. Passt auch zu dem anderen Feature, das ich mitgebracht habe, nämlich die Möglichkeit, wenn du eine Abstimmung veröffentlichst. Es wurde letztes Jahr schon mal diskutiert, jetzt kommt es offenbar tatsächlich. Wenn du eine Abstimmung veröffentlichst, dass du auswählen kannst, who can vote, und dann kannst du auswählen, Everyone oder Only Verified. Also du kannst Abstimmungen installieren, bei denen nur Twitter Blue Abonnentinnen abstimmen dürfen. Ja, das kommt.
37:21 Dennis Horn
Also interessant finde ich daran, dass das doch nochmal eine defensivere Version des ursprünglichen Plans war, nämlich zu sagen, nur Twitter Blue dürfen überhaupt noch abstimmen und jetzt so eine Auswahl sozusagen zu haben. Die Frage ist dann, was ist vorausgewählt?
37:39 Gavin Karlmeier
Ja, und die Frage ist: Wie ist es mit den wirklich großen Abstimmungen, wie zum Beispiel soll Elon Musk als CEO zurücktreten? Bei der es übrigens das Ergebnis gab, ja. Er hat sich auch heute, wenn wir jetzt den 3. Februar, wenn ihr das hier hört, immer noch nichts Neues getan. Kleines Update an der Stelle. Gut. Ich habe noch Kleinigkeiten. Ja, sag mal. Und zwar hat Elon Musk an seine MitarbeiterInnen bei Twitter eine E-Mail verschickt. Wir wissen, da sind nicht mehr so viele übrig, aber dann die, die übrig sind, hat er eine E-Mail verschickt, in der die Accomplishments aus dem Januar verschickt wurden, auch die Ziele für Februar. Wie die aussehen, wissen wir noch nicht. Da hat noch niemand geleakt, was erstaunlich ist, weil die letzten Mails aus den letzten Monaten wurden alle geleakt. Aber es stand noch eine Frage drin in dieser E-Mail und ich liebe die, nämlich die Frage, ob irgendjemand noch Ideen hat, wie man Twitter verbessern könnte. Hey Lorta, had you made any ideas for improving Twitter?
38:37 Dennis Horn
Yeah, g get back to October.
38:42 Gavin Karlmeier
Aber ich finde das doch toll. Also klar, es ist natürlich schön, Partizipation in der Belegschaft, das wollen wir ja gar nicht in Abrede stellen. Aber als jemand, der so ein, ähm, wie soll ich das sagen, dominantes Auftreten als Chef platziert die ganze Zeit und sich die ganze Zeit in den Vordergrund stellt, als ich bin jetzt hingekommen, um mal zu zeigen, wie es läuft. Ist das doch eines der größten Zeichen der Schwäche, wenn man sagt, wir verändern die ganze Zeit Sachen und wenn euch noch was einfällt, dann sagt uns doch einfach mal Bescheid.
39:14 Dennis Horn
Oder es ist in diesem, wir werden viele dumme Dinge tun, Mindset auch einfach nur folgerichtig.
39:22 Gavin Karlmeier
Ach, ich weiß auch nicht.
39:26 Dennis Horn
Oh boy.
39:28 Gavin Karlmeier
Dazu passt, dass einige Engineers kurz bevor wir angefangen haben, diese Folge aufzuzeichnen, angekündigt haben, Twitter zu verlassen, ähm EntwicklerInnen. Darunter zum Beispiel ähm Murph Finnicam, der hat die Twitter App ähm äh Entwicklung geleitet Und Brand Frederick und Vijay Rajam Rajaram, Entschuldigung, die Senior Leaders in der Produktorganisation sind, die gehen alle. Und die gehen wegen eines, äh, eines Verstreichen einer Frist am 1. Februar, von der wir nicht genau wissen, was für eine Frist das ist.
40:10 Dennis Horn
Ja, da haben wir uns jetzt so schnell nicht mehr angelesen, tatsächlich.
40:14 Gavin Karlmeier
Das kam gerade. Wir wissen es nicht, es gibt Mutma, also wir können mutmaßen. Ich könnte mir vorstellen, dass das was mit dieser Extremely Hardcore-E-Mail zu tun hat, aber das finden wir mal raus, würde ich sagen. Ich habe noch eine kleine Richtigstellung der Vollständigkeit halber und zwar haben wir gestern hier über den Twitter-Account Libs of TikTok gesprochen. Ich habe die libertär genannt. Die sind Definitiv ein rechtsradikaler Account. Far-right Account. Far-right Account, das wollte ich mir einmal richtig stellen, der Vollständigkeit halber. Haufen dran. Haken da. Du musst das einmal die Folge sagen, für die, die es noch nicht mitbekommen haben. Aus familiären Verpflichtungen.
40:52 Dennis Horn
Und, du hast gerade noch einen Halbsatz mit UND begonnen.
40:56 Gavin Karlmeier
Und damit ist meine Notiz am Ende, wollte ich sagen.
40:59 Dennis Horn
Das ist doch okay. Das ist völlig in Ordnung. Und wir begeben uns ins Wochenende. Und hören uns, wenn an diesem Wochenende nichts passiert, am Montagmorgen wieder.
41:13 Gavin Karlmeier
Ich freue mich drauf, Dennis. Schönes Wochenende.
41:15 Dennis Horn
Schönes Wochenende. Bis dann.