Wie viel AI Slop ertragen wir, bis alles auseinanderfällt? Ob der Whistleblower auf Reddit, der abscheuliche Content auf X oder TikTok in Polen – wir müssen hier mal ein bisschen aufräumen. In der letzten Episode haben wir gefragt: Authentizität, gibt es die überhaupt noch? Heute fragen wir: Und wenn nein, was machen wir denn jetzt überhaupt?
➡️ Casey Newton über den Reddit-Scam: https://www.platformer.news/fake-uber-eats-whisleblower-hoax-debunked/
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Nicola!
- Die Infokalypse und der falsche Whistleblower
- Grokbaiting und Deepfakes
- xAI und die nationale Sicherheit
- TikToks Zukunft in den USA
- Social Media-Verbote für Kinder?
- Metas “Playbook”
- Instagrams Teenager-Fokus: "Einstiegsdroge" für das Meta-Ökosystem
- Pinterest im "AI-Slop"
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Nicola
00:07 Nicola Balkenhol
Hi Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Ich glaube, man kann doch frohes neues Jahr sagen am 7. Januar, oder?
00:11 Nicola Balkenhol
Ja, unbedingt. Ich finde, man kann das so gefühlt in den ersten zwei Wochen.
00:17 Gavin Karlmeier
Okay, also ich habe am 8. Februar Geburtstag. Bis dahin kann man glaube ich durchgehen, frohes neues Ja sagen. Und dann einfach immer nur noch, egal mit wem man redet, Gevin Karlmeyer gratulieren. So würde ich das handhaben. Ja, verstehe. Bei mir ist heute Nikola Balkenhol. Manche von euch kennen sich schon. Viele, die aber auch im letzten Jahr neu dazugekommen sind, nicht, weil du warst. Das letzte Mal im Juli 2024 hier, so lange ist das her. Und für die, die dich nicht kennen, du kommst von Deutschlandradio, bist dort Leiterin für Multimedia und Online. Und ich freue mich, dass wir es heute endlich mal wieder zusammen hingekriegt haben. Man muss dazu sagen, du wärst ja fast zwei tausend zwanzig hier gewesen, wenn da nicht eine Bombe dazwischen gekommen wäre.
00:54 Nicola Balkenhol
Danke für die Einladung, Gavin. Ja, diese Bombe, die war der also in Köln passiert das ja öfter, so eine Fliegerbombe, die da entschärft werden soll.
01:02 Gavin Karlmeier
Ja, das also bei uns, ich wohne ja in Essen und in Essen hast du das auch einmal die Woche, dass irgendwelche Wohnblocks komplett geräumt werden müssen. Wegen Bombendrohung. Nee, Entschärfung, Drohung und Drohungen nicht. So schlimm ist es mit Essen noch nicht. Ich möchte heute mit einer Geschichte anfangen, die so ein bisschen kurios erscheint, die aber, also je näher man hinschaut, wie so vieles. immer dystopischer wird. Aber ich fange einfach mal an zu erzählen. Und zwar habe ich am Wochenende eine Geschichte auf Reddit gelesen und habe die so mit so einem Shooterzuckend hingenommen. Und dann ist mir diese Geschichte aber im Internet immer wieder untergekommen. Und das fand ich kurios und deswegen möchte ich mit dir darüber sprechen. Und zwar geht es um eine Geschichte, dass jemand gepostet hat mit einem Burner-Account. Ich glaube, sein Nickname war auch entsprechend so. Ich habe das irgendwo aufgeschrieben. Throwaway Whistleblow, hieß der Nutzer. Und der hat geschrieben, er sei Entwickler für eine große App für Lebensmittellieferungen, die. . Prioritätsgebühr, die man dort zahlt, damit die Bestellung früher kommt, hätte eigentlich gar keine Funktion, sondern es würde einfach nur markiert werden, dass du eine höhere Zahlungsbereitschaft hast. . Da steht weiter in diesem Text drin, dass es einen Desperation Score gibt, bei dem den FahrerInnen sozusagen auch einen Punkt angehängt wird, um zu schauen. Wie verzweifelt sind die eigentlich? Wie schnell nehmen die Aufträge an? Und das würde den Entwickler Einblicke darüber geben, wie dringend die Fahrer das Geld bräuchten. Und dass das Trinkgeld, das man über diese App bezahlt, zu 100% direkt an das Unternehmen geht und damit sozusagen auch direkt geklaut wird. Und hab das natürlich gelesen und dachte, boah, das ist ja krass, kann man fast alles gar nicht glauben. Und kurz danach hat der CEO von DoorDash, das ist so einer der größten Lebensmittellieferdienste in den USA, einen Tweet geschrieben auf X, in dem er geschrieben hat, holy fucking shit! So fängt er sein Tweet an. Hier geht es nicht um Door-Dash und ich würde jeden entlassen, der ein solches Verhalten an den Tag legen würde. Unsere Dasher sind keine Human Assets und so weiter und so weiter. Und das war dann erstmal so die Geschichte, dann haben da drunter alle geschrieben, es klingt auch mehr nach Uber Eats und so. Und jetzt hat Casey Newton, der Blogger und Newsletter-Schreiber, große Empfehlung, hat sich da ein bisschen mit auseinandergesetzt, hat reingeguckt. Und hat herausgefunden, auch im Gespräch mit dem. Er hat versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen und ihn zu interviewen. Hat von dem so ein paar Dinge geschickt bekommen, wie einen Uber-Eats-Dienstausweis zum Beispiel oder Dokumente, die aus dem Unternehmen kommen. Und er hat dann aber herausgefunden, dass offenbar alles, was er geschickt bekommen hat, KI generiert war. Und als er ihn damit konfrontiert hatte, diesen Whistleblower, hat der Whistleblower gesagt, ja, okay, das nehme ich so hin und hat seinen Signal Account gelöscht. Und das was halt so irritierend ist und das ist etwas, das Casey Newton hier eben auch, finde ich, gut auf den Punkt bringt. Er sagt, ich würde Ihnen gerne sagen, dass nach dieser Erfahrung in Zukunft wir alle weniger anfällig für ähnliche Tricks sein werden. Die Wahrheit ist jedoch, dass sich angesichts der rasanten Weiterentwicklung von KI-Systemen zunehmend besorgt bin. Die Infokalypse von der Wissenschaftler schon 2017 gewarnt haben, erscheint immer plausibler. Und ich finde, das ist kein launiger Einstieg in das Jahr 2026, aber es ist wahrscheinlich ein realitätsnaher Einstieg, weil wir werden solche Geschichten immer wieder erleben werden.
04:10 Nicola Balkenhol
Ja, das glaube ich auch und das Üble an dieser Geschichte ist ja, finde ich, ein Vielfaches. Also der erste Teil davon, als ich das so durchgelesen habe, war so Boah, sind die übel? Ich wusste ja, dass die übel sind, aber dass sie so übel sind, diese ganzen Lieferdienste, das wusste ich bisher nicht. Also, ich habe es erstmal, als ja kann gut so sein. Angenommen. Und dann immer weiter gelesen und so gedacht: Boah, nee, so abgefeimt, das kann ich mir kaum vorstellen. Und war so eine Mischung aus, aufgebracht und aber ganz bisschen zweifelnd. Ganz bisschen, aber und dann, als ich die Auflösung gesehen habe, habe ich so gedacht, genau wie du es gerade sagst, verdammte Tat! Wäre ich dem jetzt wirklich, wirklich, wenn ich mich da intensiver mit beschäftigt hätte, auf den Leim gegangen? Ja, wahrscheinlich. Und dann kommst du ja sofort auf diese ewige Diskussion Was ist denn eigentlich die Realität und wie finde ich das raus? Und kann ich denen jetzt kneifen? Oder ich meine, was machen wir Journalistinnen und Journalisten, um Sachen rauszufinden? Also, natürlich ist immer das Beste rauszufinden, indem man mit jemandem spricht. Also Aber wie ist das mit Whistleblowern? Wie schnell sprechen die mit einem? Oder auch nicht?
05:34 Gavin Karlmeier
Ja. Und vor allem hier war das auch so, dass der Whistleblower offenbar einen handwerklichen Fehler gemacht hat oder etwas übersehen hat. Denn dieser Mitarbeiter Ausweis, dieser Uber-Eats-Ausweis, den er Casey Newton geschickt hatte, den hat er ganz offensichtlich mit Gemini generieren lassen, weil eben da eine Synth-ID-Wasserzeichenmarkierung in dem Bild war. Und deswegen konnte Casey Newton dem sozusagen nahekommen und das herausfinden. Er hat auch mit Leuten dann gesprochen, die auch in solchen Unternehmen arbeiten, die alle gesagt haben Ja, das sieht eigentlich nicht plausibel aus, auch dieses achtzehnseitige Dokument, das ich gerade erwähnt habe, das waren an Dystopien nicht zu überbieten. Casey Newton hat das vollständig hochgeladen. Wir packen euch mal den Text von ihm in die Shownotes. Aber das ist alles so, also wenn da dieser Fehler nicht gemacht worden wäre. dann hätten wir jetzt wahrscheinlich die Geschichte als bare Münze serviert bekommen und hätten nicht erfahren, dass sich das einfach nur jemand ausgedacht hat, um hier, naja, einen Schaden anzurichten am Ende oder so.
06:31 Nicola Balkenhol
Ja, das wäre meine dritte Frage. Also was wozu ist das gut? Also ne, ich meine, wahrscheinlich hat sich diese Person, die das da inszeniert hat, nicht großartig überlegt, oder vielleicht doch, keine Ahnung, aber hat nicht großartig überlegt, was ist. das alles für Folgen hat und eher so rumgespielt, so unter dem Motto, was geht? Und vielleicht hat es ja auch durchaus, wenn du dann fängst drüber nachzudenken, kommst du auf die komischen, ich jedenfalls komischsten Gedanken. Vielleicht ist das ja auch durchaus mit einem Ausgabe. aufklärerischen Impetus verbunden gewesen, so unter dem Motto Finger drauf und zeigen. Wer weiß es denn? Aber in Wirklichkeit stürzt mich das eher in diese in diese Abwärtsspirale von was brauche ich eigentlich eigentlich um Erzählungen, die ich so aufschnappe, glauben zu können.
07:23 Gavin Karlmeier
Ja, und generell auch die Tatsache, dass das am Ende die komplette Tatsache eigentlich kaputt macht, dass es eben solche wirklich wichtigen WhistleblowerInnen ja eigentlich gibt. Also Whistleblowing ist ja vor allem deswegen wichtig, weil damit Leute, die eben noch ein bisschen moralisches Restbewusstsein haben, ja Ungerechtigkeiten oder Ungerechtmäßigkeiten in ihrem Unternehmen, obwohl sie es auf gar keinen Fall dürfen und vertraglich damit irgendwelche großen Strafen befürchten müssen. In die Öffentlichkeit zerren, weil sie sagen, ich möchte nicht, dass das hier hinter verschlossener Tür passiert. Diese Geschichte allerdings führt jetzt eher dazu, dass auch Zukunft WhistleblowerInnen eher erstmal in dem Dilemma stecken, dass ihre Anonymität nicht mehr ausreichen wird oder die Anonymität nicht gewahrt werden kann, wenn man ihnen denn glauben soll.
08:10 Nicola Balkenhol
Ja, ich meine, das wird so ein Spiegeldings. Also du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst, dir zu überlegen. Aber natürlich hast du mit dem Aspekt auch recht. Und das wird sozusagen das Verhältnis Whistleblower und ja letztlich. Verbreiter, Journalist oder Journalistinnen in ein immer schwierigeres Verhältnis bringen, was ja eh schon so schwer ist. Also da hilft das Internet jetzt mal wirklich überhaupt nicht und das führt wieder zu was an der Internet. Stelle waren wir, glaube ich, schon vielfach. Ich kann einen Whistleblower nur raten, echt persönliche Gespräche zu suchen. Ganz persönliche Gespräche mit Augenkontakt und so.
08:51 Gavin Karlmeier
Hat Edward Snowden auch so gemacht. Er hat sie im Hotel getroffen. Also im Zweifel sowas mal machen, vielleicht zumindest auch für die journalistisch arbeitenden Menschen da draußen, die uns hier zuhören, vielleicht einfach mit den Leuten dann sprechen und treffen. Weil das hat am Ende ja bei Casey Newton ja auch dazu geführt, dass die Geschichte keine wurde. Immerhin. So, ich habe das vor allem als launigen Einstieg von Internetkulturellen Veränderungen gewählt, weil ich dachte, eigentlich müssen wir viel mehr über Ex heute sprechen. Aber ich wollte nicht direkt mit Ex reingehen. Und das ist so eine Geschichte. Ich weiß nicht, wie oft du am Tag oder in der Woche noch Ex aufmachst.
09:22 Nicola Balkenhol
Never ever. Ich habe da meinen Account einfach stillgelegt und gucke wirklich nur alle Jubeljahre, ob da irgendwas Übeles mit passiert.
09:30 Gavin Karlmeier
Ich mache das. Ich gucke so vor allem wegen dieses Podcasts, so ich würde sagen, drei bis fünfmal die Woche da rein. Und habe jetzt, ich glaube gestern, also wenn wir es aufnehmen, wir nehmen das Dienstagabend auf am Montag. habe ich mal so durch Ex gesrollt oder habe es versucht. Und es ist noch unbrauchbarer als ohnehin schon, weil eben durch dieses Grog-Baiting, das dort viel passiert, wir haben am Montag mit Dennis schon kurz darüber gesprochen, du halt nur noch Leute hast, die entweder. . Bilder anderer Leute kommentieren und Grog auffordern, die Person, die gezeigt ist, zum Beispiel statt in Klamotten im Bikini zu zeigen. Das passiert auch vielfach mit Minderjährigen, haben wir hier drüber gesprochen. Oder irgendwelchen Onlyfans-Models, die Bilder von sich hochladen und Grog bitten, sich selber im Bikini generieren zu lassen. Oder irgendwelche Leute, die eben Bilder von anderen Menschen hochladen und Grog auffordern, daraus etwas zu machen. zu machen. Und das hat so sehr überhand genommen, dass selbst wenn, also stell dir mal vor, Twitter wäre nie von Mask gekauft worden und diese Grog-Entwicklung wäre unabhängig von Mask passiert worden. Jetzt wäre der Moment, wo die Plattform einfach nicht mehr brauchbar ist, weil es eben nur noch ein öffentlicher Feed von Leuten ist, die hier mit einer KI sprechen. Und was das Ganze eben noch schlimmer macht, dass sie die KI auffordern, Dinge zu generieren, Deepfakes zu generieren, die nicht nur moralisch verwerflich und gesetzeswidrig sind, sondern eben in vielen Fällen auch einfach. abscheulich sind, was da generiert werden soll. . Und das hat wirklich krass überhand genommen. Und zwar so sehr, dass die Entschuldigung, die Grog gepostet hatte, über die die DPA berichtet hat, wir haben da sehr irritiert darüber gesprochen. nicht mehr reicht, denn X-Safety hat jetzt einen Tweet veröffentlicht und hat geschrieben, dass sie jetzt Handlungen vornehmen werden gegen illegalen Content auf X, inklusive CSAM, also Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. indem sie es löschen, Accounts sperren und mit lokalen Regierungen und Gesetzesverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, wenn das denn nötig ist. Und sie werden jeden Inhalt der von Grog generiert wird, der illegal ist, genauso behandeln wie illegaler Inhalt, der hochgeladen wurde. Das hat Elon Musk selber auch nochmal gepostet. Also selbst Elon Musk hat sich offenbar genötigt gesehen, irgendwie hier nochmal Positionen zu beziehen. Das ist aber angesichts der Tatsache, dass bislang nichts dergleichen passiert ist und die Plattform immer noch genauso aussieht wie am Wochenende, nur so mittelmäßig glaubwürdig, sondern es scheint jetzt hier eher so zu sein, dass man irgendwie verhindern möchte, dass die ganzen Regierungen, die jetzt schon angekündigt haben, denen aufs Dach zu steigen. irgendwie so ein bisschen zu beschwichtigen. Also zum Beispiel, während wir hier sprechen, so vor zwei Stunden ungefähr, gab es die Einmeldung bei Sky News in Großbritannien, dass die britische Regierung sich damit jetzt auseinandersetzt und Liz Candle, die Technologieministerin von Großbritannien angekündigt hat, dass man gegen diese absolut entsetzlichen, gefälschten, sexualisierten Bilder vorgehen werde. Was wir in den letzten Tagen gesehen haben, ist entsetzlich und nicht erklärt. Die EU-Kommission hat angekündigt, Untersuchungen aufzunehmen dagegen. Frankreich sowieso schon, haben wir darüber gesprochen. Indien hätte eigentlich schon vorgestern eine Antwort bekommen müssen. Die haben eine Deadline gesetzt, die sie dann nochmal verlängert haben um drei Tage. Naja, aber der Wind gegen Ex, was diese Grog-Geschichte angeht, der wird auf jeden Fall gerade rauer und man muss sagen, hoffentlich wird er das auch wirklich. Hoffentlich sind das nicht nur leere Worthülsen gerade.
12:40 Nicola Balkenhol
Ja, du siehst mich wirklich fassungslos. Ich verstehe ganz viele Sachen daran überhaupt nicht. Also so bekloppt wie der Mask auch sein mag. der hat ja schon ein Ziel mit X. Also ne, und der, das wird ja gerade sozusagen dadurch unterlaufen. Also es werden ja immer mehr Leute merken, dass das kein brauchbarer Inhalt mehr ist. und sich sozusagen in so einer KI-Abwärtsspirale bewegt. Also was macht er damit? Warum kümmert er sich nicht darum? Sondern macht diese komischen Post, die völlig ergebnislos im Nirvana-Enden. Also und ehrlich gesagt, ich habe völlig den Zusammen Hang verloren zwischen X Masks Vorstellungen damit und dem, was da ist.
13:39 Gavin Karlmeier
Ja, und gibt's glaube ich auch nicht mehr. Also, dass Mask X inzwischen längst völlig realitätsfern irgendwie so Naja, Leitet ist falsch, weil ich glaube, so richtig viel macht er da nicht im Moment. Dass wir von Nikita Bier seit einigen Wochen nichts mehr gehört haben, dass das Unternehmen eigentlich so sich selbst überlassen wurde, dass XAI. das Ding jetzt sozusagen übernimmt und zu so einer Dauerschleuder von generativer KI und dem Content, der daraus fällt, umgebaut hat. Das sind alles Entwicklungen, die natürlich schon also mindestens schade, meistens aber sogar gefährlich sind. Aber die Entwicklung jetzt hier, dass du eben diese Bilder generieren kannst und das überhaupt keine Leitplanken, gibt überhaupt keine Barrieren, diese Bilder zu generieren. Du alles erstellen kannst. Du kannst Jeffrey Epstein in jedes Bild generieren lassen. So, und das sind noch die harmloseren Dinge. zeigt ja, dass man da sich überhaupt gar nicht schert um lokale Gesetze, wie sie schreiben, um Gesetzesverfolgungsbehörden, um Regierungen. Es ist ihnen alles scheißegal und sie wollen halt ganz bewusst, glaube ich, auch einfach zeigen, dass deren Verständnis von Redefreiheit einfach bedeutet, da macht eben einfach alles, hier gilt das Recht nicht. Und das ist natürlich auch eine Machtdemonstration von Musk an der Stelle, weil solange er das machen kann, ohne dass da irgendetwas passiert, solange wird er das auch weiterhin tun.
14:59 Nicola Balkenhol
Ja, ja.
15:02 Gavin Karlmeier
Das reicht ja nicht, ne?
15:04 Nicola Balkenhol
Irgendwie, also sagen wir, vielleicht bin ich naiv, aber ich kann mir nicht vorstellen. Das sitzt der Mask jetzt da und freut sich darüber, welche Macht er über X und damit die Welt hat? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
15:20 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, ob das so weitreichend ist. Ich glaube, er sitzt da einfach und freut sich, dass Leute sein Tool nutzen, dass dadurch, dass jetzt Grog so rege genutzt wird und damit so ein bisschen ja auch. . zumindest in der Ex-Community die KI ist, die eben tatsächlich genutzt wird, freut er sich darüber, dass er irgendwie doch namhafte Marktanteile vielleicht aufbauen kann, zumindest in seiner Wahrnehmung, ob das am Ende tatsächlich so ist. Bezweifle ich ehrlicherweise. Aber er freut sich darüber und er macht es auch selber. Er kommentiert diese Bilder, ja, die wir so als abscheulich bezeichnen, und schreibt darunter: es ist eine 8 von 10. Also solche Dinge passieren ja auch.
15:57 Nicola Balkenhol
Ja, nochmal ein anderer Aspekt, Gavin. Also wir haben ja schon oft darüber geredet, nicht nur wir, sondern sehr viele Menschen. Wie kann es eigentlich sein, dass da ernsthafte Personen, staatliche Institutionen, Organisationen, Organisationen und so weiter sind. Wie kann das sein? Da fehlen mir 99-Fändige zur Marke, hätte man doch mal gesagt.
16:19 Gavin Karlmeier
Ja, und das muss man vor allem jetzt angesichts der dieser neuen Funktion muss man das nochmal diskutieren. Ein weiteres Mal. Wir haben schon so häufig gesagt, eigentlich sind alle roten Linien längst überschritten. Ehrlicherweise waren sie das schon Ende 2023. Also vor Jahren waren diese Linien überschritten. Eigentlich schon Anfang 2023. Ähm, spätestens vor einem Jahr, als Elon Musk diese Plattform und seine Macht genutzt hat, um Donald Trump zu helfen, ins weiße Haus zu kommen. Wie weit er das dadurch gemacht hat, wissen wir nicht, aber er hat es zumindest versucht. Er war dieser Punkt überschritten. Und jetzt reißt er sozusagen die nächste Linie ein. Die Plattform, von der er gesagt hat, nach der Übernahme würde sie die Bekämpfung von sexueller Gewalt an Minderjährigen auf Platz 1 der Prio-Liste setzen, befördert jetzt, dass du Deepfakes von Minderjährigen generieren kannst, die sie in Bikinis zeigen. Die Frage, die du stellst, ist also genau richtig. Warum sind wir noch da? Welchen Mehrwert haben wir es, wenn unser Außenminister primär auf X eine Stellungnahme veröffentlicht und woanders nicht? Auf einer Plattform, wo er zwischen einem OnlyFans-Model und einem Menschen ist, der ein Minderjähriger. jähriges Kind muss man sagen, ein Kind im Bikini von der KI generieren lässt. Wenn er dazwischen steht, welchen Mehrwert hat das?
17:29 Nicola Balkenhol
Gibt es keine Antwort drauf. Nee, definitiv. Und ehrlich gesagt kann man ja inzwischen fast sagen, der Trump brauchte True Social nicht mehr, weil letztlich ist X genau das Ding.
17:41 Gavin Karlmeier
Wobei er das immer noch regel benutzt. Ja, keine Frage. Ja, Donald Trump hat, glaube ich, zwischen Weihnachten und Anfang dieser Woche über 500 Postings auf Truth Social veröffentlicht.
17:52 Nicola Balkenhol
Das ist auch nicht gesund.
17:53 Gavin Karlmeier
Nein, aber es kommt so ein bisschen in die Sphären, in denen Elon Musk auf Ex unterwegs ist. Und was ich aber zu Ex noch kurz sagen möchte, also wie gesagt, viele Regierungen sind jetzt. . aktiv geworden, Malaysia zum Beispiel, Europa habe ich viele Länder gerade schon genannt. Aber ein Land, über das wir hier schon sehr oft gesprochen haben, hat jetzt mal wieder sich da hingesetzt, dahinter geklemmt und gesagt, dass. Geht's so nicht. . Und zwar Brasilien. In Brasilien fordert das Parlament jetzt gerade Ex bis zum Abschluss der Untersuchung landesweit zu sperren. Und ich frage mich. Warum können wir das nicht? . Warum sagen wir nicht? Auf dieser Plattform wird de facto und du kannst es ja total runterbrechen. Du musst ja gar nicht überhörend sagen, du musst ja nicht sagen, wir glauben, hier ist ein Gesetzesverstoß. Nee, du kannst einfach sagen, auf dieser Plattform werden zum Beispiel Jugendschutzrichtlinien nicht eingehalten. Es werden keine Maßnahmen getroffen, dass Menschen, die jung sind, dort diese Inhalte nicht sehen. Sie können sie sogar dort erstellen. Ich glaube, es gäbe die Hebel, ehrlicherweise.
18:47 Nicola Balkenhol
Das stimmt unbedingt. Und auch dann nochmal, wo kommt jetzt eigentlich diese von mir als zu große Angst? wahrgenommene Angst her der EU und letztlich auch unserer Bundesregierung gegenüber den ja, gegenüber Trump, der Trump-Regierung und den Tech-Größen der USA, denen man nicht weiter auf die Füße treten will oder doch vielleicht ein bisschen. Und das irgendwie ist das Bild ja so, dass es auch zu dem Venezuela-Äußerungen der Bundesregierung passt.
19:30 Gavin Karlmeier
Ja, das kann ich dir nicht beantworten, leider. Weil du, wie soll ich das sagen? Also Wir erleben, wir haben das seit einem Jahr, sprechen wir, wir haben in der letzten Folge über die Thesen gesprochen, die wir so über 2025 aufgestellt haben. Und da hat Dennis schon gesagt. dass in Deutschland viel diskutiert, aber wenig gemacht wird, dass die EU ein zahnloser Tiger ist. Und es gibt immer wieder jetzt schon Strafen, die verhängt werden im Rahmen des DSA. Aber die sind immer so im Rahmen, wo man sich denkt, naja, das tut vielleicht ein bisschen weh, aber es führt nicht dazu, dass das Unternehmen tatsächlich gefährdet ist. Und du müsstest aber natürlich Strafen verhängen, die tatsächlich schmerzhaft sind und Schmerzen zufügen bei den Unternehmen, damit sie diese Gesetzesverstöße nicht begehen. Und diese Vorsicht, die rührt wahrscheinlich daraus, dass man die Drohungen von JD Vance ernst nimmt, man müsste die NATO-Beteiligung der USA überdenken, sollte exreguliert werden, die das Getrommel von Elon Musk im letzten Wahl. . Kampf zur Bundestagswahl mit Alice Weidel zum Beispiel zusammen darüber zu sprechen, dass nur die AfD Deutschland retten könnte. Die Sorge vor Reichweite, Geld macht aus den USA. Und ich bin mir nicht sicher, ob man sich damit wirklich so einen großen Gefallen tut, mittelfristig, wenn man gleichzeitig sagt, aber Donald Trump, der mag doch starke Verhandlungspartner. So, und dann aber die ganze Zeit spurt und buckelt, das ist, glaube ich, keine gute Keine gute Wette.
20:52 Nicola Balkenhol
Ja, definitiv nicht. Und jetzt gerade im Zusammenhang mit der Ukraine. Da treffen sich ja gerade die Europäer wieder in Paris. Da haben, glaube ich, alle wirklich Angst, wenn sie den Trump jetzt so verärgern, dass der auf der Stelle die Ukraine nicht mehr unterstützt, dass sie dann Echt ein Thema haben, weil sie dann alles, was sie haben, zusammenkratzen müssen und es immer noch nicht reicht.
21:21 Gavin Karlmeier
Ja, das kommt dazu. Also Man will sich selber, glaube ich, nicht in Mistgunst bringen bei Donald Trump. Und Brasilien zum Beispiel ist das egal.
21:29 Nicola Balkenhol
Das stimmt, die haben da vielleicht weniger Aktien drin. Und ehrlich gesagt, damit fällt mir Brasilien jetzt ein weiteres Mal unter Bolsheim. Bolsonaro auf. Nach Bolsonaro. Ja, nach Bolsonaro auf, als Retter von Werten, für die wir immer dachten zu stehen. Also so westliche.
21:49 Gavin Karlmeier
Zumal Brasilien ja zum Beispiel deren Gesetzespaket stark am DSA und DMA der EU angelehnt hat. Also die haben ähnliche Formulierungen gewählt. Gleichzeitig aber haben sie Ich weiß gar nicht, wie ich den Satz zu Ende bringen wollte. Jetzt gerade übrigens, während wir aufnehmen, kommt die Einmeldung, dass Deutschland mit der Ukraine den Waffenstillstand mit absichern würde. Krass. Also ihr seid live dabei, liebe Hakis, während ihr gerade die Weltordnung sich vielleicht verschiebt.
22:23 Nicola Balkenhol
Und ehrlich gesagt hat das Thema damit was zu tun, das ist so irre. Das wie politisch sozusagen Social Media Plattformen geworden sind, ist unglaublich.
22:32 Gavin Karlmeier
Ja, und wir haben ja angefangen damals und haben darüber gesprochen, dass man sich jetzt auch einen blauen Haken kaufen kann auf Twitter. Und jetzt sitzen wir und müssen über Weltpolitik sprechen. Und das hat sich im letzten Jahr deutlich verschlimmert. Ehrlicherweise. Und um da noch einen draufzusetzen, ähm, hat XAI angekündigt, dass sie eine Frontier AI System Suite für das US-Kriegsministerium, wie es heißt, entwickeln werden und anbieten werden. Also XAI for Government, eine Plattform, auf die eben das Kriegsministerium, wie es in den USA mittlerweile heißt, eigentlich Verteidigungsministerium, zugreifen kann. Also die werden auf XAI-Systeme setzen können. Also der, der Grog Das Grog, der Chatbot, der den Holocaust geleugnet hat, der von Genoziden gesprochen hat, die es nicht gibt, der gerade Minderjährige in Bikinis steckt. Das ist die gleiche Technologie, auf die jetzt möglicherweise nationale Sicherheitsmaßnahmen genauso angewiesen sind.
23:30 Nicola Balkenhol
Da kann man irgendwie nur hoffen, dass denen das um die Ohren fliegt und wir nicht mitfliegen.
23:35 Gavin Karlmeier
Ja, das würde ich genauso hoffen. Apropos um die Ohren fliegen und nicht mitfliegen. Wir müssen kurz über den TikTok-Deal sprechen. Denn es ist ja so. Ich liebe diese Geschichte. Also, am 19. Januar, also in ungefähr zwei Wochen, jährt sich die Tatsache, dass TikTok eigentlich in den USA verboten ist und immer wieder nur per Executive Order durch Donald Trump um weitere Monate verlängert wird. Bei der letzten oder. Nach der letzten Verlängerung, die noch bis zum 26. Januar läuft, wurde angekündigt, dass es eine Einigung gibt. Und selbst Brightance hatte diese Einigung. Du hast kurz gerauscht, kann das sein? Oder bin ich das?
24:12 Nicola Balkenhol
Ich weiß nicht, ich rauschecht gerade nicht in meinen Ohren.
24:14 Gavin Karlmeier
Vielleicht habe ich gerauscht. Wenn ihr das gehört habt. Ihr habt nichts gehört. Auf jeden Fall hat Bytens auch schon verkündet, dass es eben irgendwie eine scheinbare Einigung eben mit diesem Konglomerat aus amerikanischen Investoren gibt, dass. . die das US-Geschäft von TikTok amerikanisch wird. Und wie viele Medien darüber gesprochen haben, dass der TikTok-Deal in trockenen Tüchern ist. Und wir haben hier gesagt, ah. Vorsicht. Und diese Vorsicht ist vielleicht gar nicht so schlecht, denn die chinesische Regierung hat sich jetzt geäußert und zwar haben sie am 25. Dezember also in den Feiertagen, eine Erklärung abgegeben. Und diese Erklärung lautet wie folgt, ich zitiere mal, die chinesische Regierung hofft, dass die relevanten Parteien eine Lösung in Bezug auf TikTok finden können. Die mit chinesischen Gesetzen und Vorschriften vereinbar ist und einen Interessenausgleich herbeiführt. Also so eine Absegnung oder ein Einverständnis würde anders klingen, oder?
25:05 Nicola Balkenhol
Ja, führen die da nicht den Trump am Nasenring durch eine Mandel?
25:10 Gavin Karlmeier
Klar, weil Donald Trump hat ja der selbsternannte große Dealmaker. hat er genau das gemacht, was man bei so einem Deal vielleicht nicht tun sollte. Er hat ja allen schon versprochen, dass es eine Einigung geben wird. Und die ganzen Leute, die Millionen NutzerInnen in den USA Die gehen jetzt fest davon aus, dass Donald Trump diese Einigung herbeiführt und die chinesische Regierung weiß, dass Donald Trump das versprochen hat. Bedeutet also, die können eigentlich fast alles verlangen, weil er steht jetzt an dem Punkt, dass er eben dieser dieses Ergebnis herbeiführen muss. Auf der anderen Seite hat Donald Trump wahrscheinlich auch wenig Probleme, damit dieses Verbot einfach mal ums Mal wieder um drei Monate aufzuschieben.
25:47 Nicola Balkenhol
Ja, das glaube ich auch. Also das hat irgendwas mit seinem Verständnis von Deals zu tun, glaube ich. Da kann man Zusagen auch mal wieder lassen.
25:56 Gavin Karlmeier
Ja, das kommt leider auch dazu. Also, wir sind sehr gespannt. Also am 22. Januar müsste diese Vereinbarung in Kraft treten. Vorausgesetzt, die chinesische Regierung stimmt zu. Ansonsten könnte es durchaus passieren, dass TikTok tatsächlich verboten wird, illegal wird, oder es eben nochmal eine Executive Order gibt, wieder mit einer neuen Ausrede. Dann alles ist möglich. Ich bin gespannt. Wir bleiben da dran, Haken bleibt dran. Ansonsten hat die polnische Regierung die EU-Kommission aufgefordert, TikTok aber mal zu untersuchen, weil dort offenbar mit großer Reihe KI-generierte Inhalte veröffentlicht werden, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Ab dem zweiten August 2026 übrigens gibt es den AI Act in der EU, der Unternehmen dazu verpflichtet, KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen. Mal sehen, wie gut das klappen wird. Aber es gibt wohl einige Inhalte auf TikTok, auf denen Polen den Austritt aus der EU verkünden soll. Was nicht stimmt. Und man geht davon aus in Polen, dass es sich dabei um russische Desinformationen handelt. Und sie haben deswegen jetzt die EU aufgefordert, TikTok stärker zu untersuchen unter diesem Gesichtspunkt.
27:00 Nicola Balkenhol
Ja, ich bin gespannt, ob die EU das macht.
27:03 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem mit welchem Ausgang ist ja auch das.
27:06 Nicola Balkenhol
Ja, genau, genau, genau. Also untersuchen kann man das ja vielleicht noch, aber wenn es dann einfach auf den Stapel der komischen Dinge gelegt wird, die man bei TikTok so findet, dann ist es auch egal.
27:15 Gavin Karlmeier
Ja, untersuchen könnt ihr viel. Also es sind mehrere Untersuchungen noch anhängig in der EU gegenüber TikTok. Weil auch immer noch nicht das Ergebnis vorliegt, ob TikTok jetzt ein Suchtmittel ist oder nicht. Also wir werden vielleicht in diesem Jahr ein bisschen was erfahren. Vielleicht hält man aber auch die Füße still und wartet jetzt erstmal ab, ob Taiwan sicher ist, zum Beispiel.
27:38 Nicola Balkenhol
Ja, aber weißt du, was ich daran wirklich, wirklich nicht verstehe, ist auf der einen Seite, ja, ganz viel natürlich, aber auf der einen Seite wird so phasenweise immer wieder. diskutiert, kommen wir müssen eine Altersbegrenzung für die Nutzung von Social Media einführen. Und auf der anderen Seite werden diese ja doch ziemlich realistischen, also ne, ich will ich will nicht sagen, dass es so ist, weil ich habe es ja nicht untersucht, aber Diese Feststellungen, wie sie Polen jetzt gemacht hat, nicht so untersucht und Konsequenzen daraus gezogen, dass wir jetzt die ganze Zeit davon ausgehen müssen, dass alle Menschen, inclusive der jungen Leute, der Jugendlichen. diesen Mist über TikTok zur Kenntnis nehmen können und das einfach unbeschadet passiert. Also, das ist so eine ungleiche Diskussion.
28:33 Gavin Karlmeier
Vor allem ist das so ein schreckliches Katz-und-Maus-Spiel, weil diese Untersuchungen dauern monatelang. Bis dahin haben wir schon wieder 26 andere Anlässe, Untersuchungen durchzuführen. Dann gibt es irgendwann ein Ergebnis. Bis dahin haben wir aber schon wahrscheinlich 20. 000 Leute mindestens verloren in die Radikalisierung, weil sie da irgendwelche Inhalte gesehen haben, die sie auf irgendeinen Trichter gebracht haben, der halt nicht auf der Wahrheit fußt. Also das ist ein Riesenproblem, ja. Die Frage ist, würde es ein Social Media Verbot für Jugendliche besser machen an der Stelle? Bin ich mir da nicht so sicher?
29:02 Nicola Balkenhol
Na, ich mir ehrlich gesagt auch nicht. Das ist auch, was ich damit eigentlich sagen wollte. Also natürlich muss man gucken, wie jung Social Media verwenden, aber das tust du hoffentlich als Vater. Und nicht irgendeine Regierung mit mit verboten, deren Umsetzung, wie man an Australien sehen kann, kompliziert ohne Ende ist, ohne dass das Eigentliche getroffen wird, nämlich dass die Plattformen viel zu viel Müll verbreiten, ohne dass wir sie daran hindern.
29:33 Gavin Karlmeier
Genau. Und das ist ja auch das, also da rennst du bei mir offene Türen ein. Ich glaube auch, dass das das absolute Armutszeugnis wäre zu sagen, wir kriegen unsere Gesetze nicht durchgedrückt gegen diese großen Unternehmen. Also blenden wir das jetzt einfach hier für euch aus. Das kann, glaube ich, nicht die Antwort sein.
29:51 Nicola Balkenhol
Carsten Wildberger sieht das anders.
29:53 Gavin Karlmeier
Digitalminister. Der hat gesagt, er zeigt sich offen für ein Social Media Verbot für Kinder und sagt, da ist jetzt mal eine Frage zu stellen, wie ermöglichen wir eine gesunde Entwicklung so, wie sie frühere Generationen ohne soziale Medien auch hatten? Und also für mich ist dieses früher aber alles besser die schlechtestmögliche Argumentationslinie. Weil die Welt ist ja kein besserer Ort geworden und sie ist, wenn sie ein schlechterer Ort geworden ist. dass nicht deswegen passiert, weil es Social Media gibt. Also es gibt natürlich viele Dinge, die durch Social Media beschleunigt werden, stärker diskutiert werden, die auch sicherlich schneller bei jungen Menschen ankommen oder schneller in der Gesellschaft sich verbreiten. Aber zu sagen. Also wie ich habe als Kind kein Social Media, es hat mir auch nicht geschadet, also verbiete ich das den Kindern heute.
30:37 Nicola Balkenhol
Ist keine logische Konsequenz, ehrlicherweise. Na, überhaupt nicht. Und es gibt natürlich eben allen möglichen Kindheiten, zum Beispiel meiner lang zurückliegenden Kindheit, irgendwelche Dinge, die meine Eltern wollten, dass ich sie nicht tue und da ziemlich viel für gemacht haben. Also natürlich bin ich trotzdem nachts, wenn die nicht da waren, aufgestanden, habe das Fernsehen angeschmissen und irgendwas geguckt, was ich nicht gucken sollte. So, das gehört ja zum Spiel. Aber ehrlich gesagt finde ich nach wie vor ist das so ein, das das gehört zum Älterwerden und Eltern mussten auch schon da was tun, um Kinder zu, ja, in in bestimmte Schranken zu weisen, dann zu ihrem besten, auch wenn die Kinder das zu dem Zeitpunkt anders sehen. Aber da hat niemand gesagt, und jetzt dürfen wir nach 19 Uhr, wenn die Kinder nämlich ins Bett gegangen sind, kein Fernsehen mehr spielen. oder so, weil die könnten ja da hingehen und irgendwas damit machen. Also mich bringt das auf.
31:46 Gavin Karlmeier
Ja, ich kann das ganz verstehen. Also vor allem, weil, also ich habe das als Kind auch gemacht. Das Problem ist nur, den Fernseher haben die Eltern eben auch benutzt. Das gilt für viele Social Media Plattformen heutzutage nicht. Und das ist ein großer Unterschied. Also meine Eltern wussten, dass ich mir Stephen Kings S zum Beispiel nicht angucken sollte. Oder so alt bin ich jetzt auch noch nicht, ne? Ich habe mit zwölf Paranormal Activity, glaube ich, gesehen und hätte das nicht tun sollen. Aber ich will einfach nur sagen, es fehlt halt da eher an einem anderen Puzzlestück und das ist Bewusstsein davon für was diese Plattformen ermöglichen, was sie sind, wie sie funktionieren, was da passiert. Und das müssen wir bei den Eltern lösen, dieses Problem, und nicht nur bei den Kindern, die es eben alle schon verstanden haben. Oder größtenteils.
32:27 Nicola Balkenhol
Ja, das sind zwei Dinge. Eltern müssen was tun und ehrlich gesagt es muss eine gute Regelung für Drittplattformen, Social Media Plattformen her. Haben wir gerade vorher darüber geredet, dass die keine Bikini-Bilder und so. weiter zeigen.
32:43 Gavin Karlmeier
Und wir müssen Gesellschaftliches irgendwie schaffen, dass diese Dinge, die von außen so wahnsinnig komplex wirken und kompliziert wirken, Dass wir die trotzdem auch den Leuten erklären um uns herum, die sie vielleicht nicht so gut verstehen wie wir. Weil alle, die diesen Podcast hier hören, unterstelle ich mal, haben ein gewisses Grundverständnis dafür, wie Social Media Plattformen funktionieren und was an ihnen vielleicht schwierig ist oder warum sie vielleicht auch gut sind. Und wir werden den Leuten, die sich damit nicht auskennen, keinen Gefallen tun und uns selber nicht, wenn wir vorherein sagen, das ist Schmutz, geht da weg. Damit werden wir es nicht schaffen, dass Leute sich damit auseinandersetzen. Bob Blume war vor auch, ich glaube fast zwei Jahren war der hier. Und er hat gesagt, ich erwarte von dir nicht, dass du Tanzvideos machst, aber ich erwarte von dir, wenn du mit Kindern zu tun hast, da ging es um Lehrer. und Lehrerinnen, aber es gilt für alle Eltern oder alle Menschen, die mit Kindern zu tun haben. Aber ich muss von dir erwarten, dass wenn du mit einem jungen Menschen darüber sprichst, wie TikTok aufgebaut ist. Dass du das auch selber weißt, wie das funktioniert. Dass du das schon mal gesehen hast, dass du da mal Zeit mitverbracht hast. Weißt du, jedes Kinderbuch wird einmal von den Eltern vorher kurz durchgeblättert, um zu gucken, ist das safe? So, geht das Und auch da kann man trotzdem stolpern und merken, ah, der Räuber Hotzenblotz ist doch ganz schön scharf für eine Fünfjährige. Aber trotzdem guckt man sich das vorher einmal an und das muss man mit TikTok genauso machen. Kannst du nicht sagen, hier, ich installiere dir das und dann mach bitte, was du willst. Bis die Regierung es dir verbietet. Das funktioniert so nicht.
34:06 Nicola Balkenhol
Amen.
34:06 Gavin Karlmeier
So. Irland allerdings wird ja Mitte dieses Jahres EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Und ab der zweiten Hälfte und haben angekündigt, dass sie diese Ratspräsidentschaft nutzen werden, um eine Identitätsprüfung in den sozialen Medien und ein Verbot für Kinder einzuführen, EU-weit. Damit wollen sie sich auseinandersetzen. Es gibt da verschiedene Ansichten, was die Rechtsprechung angeht. Denn die EU hat dadurch, dass sie ein, dass sie DMA und DSA erlassen haben, haben sie eben dieses, ich vergesse immer diesen Begriff, aber So eine Art Vorrang, was Gesetzgebung in diesen Bereichen angeht. Sprich, in Deutschland sagt man, wir können nicht einfach ein Social Media Verbot erlassen, weil die EU ist da eigentlich in Charge und müsste sich kümmern. Das heißt, sollte Dublin es in der EU so vorantreiben, dass es Gesetze gibt, um ein Social Media Verbot für Kinder zu bringen, könnte das auch der Weg sein, wie Carsten Wildberger doch wieder seine eigene Kindheit der jetzigen Kindheit aufdrücken kann.
35:05 Nicola Balkenhol
Ja, also aber die EU ist ja vielstimmig, wie wir wissen. Das ist gut und schlecht zugleich. In diesem Zusammenhang ist vielleicht gut.
35:16 Gavin Karlmeier
Hoffentlich. Frankreich will das auch dieses Jahr diskutieren. Im September wollen sie ein Gesetz debattieren zum Thema Social Media Verbote für Menschen unter 15. Das war bei der letzten Wahl in Frankreich eines der großen Themen im Wahlkampf. die uh das Social Media Verbot. Also auch da werden wir davon, können wir davon ausgehen, dass es nochmal ein Thema wird. Es kommt also näher.
35:36 Nicola Balkenhol
Ja, ich f vielleicht tut die Debatte ja auch was. Also n die Pros und Cons, die dann hin und her gewogen werden, Hören ja und lesen ja dann viele Menschen und versuchen sich vielleicht eine Meinung dazu zu bilden. Und dann sind wir wieder an der Stelle, die du soeben hattest. Wir können unseren Teil daran tun, indem wir den Menschen versuchen zu erklären, wie die TikToks diese Welt funktionieren.
36:01 Gavin Karlmeier
Ja, und wenn jemand bei euch im Bekanntenkreis hat, der einfach nicht zuhören möchte, wie es funktioniert, dann ruft mich bitte an. Ich komme vorbei und erkläre das persönlich.
36:09 Nicola Balkenhol
Aber du machst das doch sowieso, oder? Ist das nicht so? Du gehst doch in Schulen und sprichst mit den Schülerinnen und Schülern.
36:17 Gavin Karlmeier
Ja, das mache ich tatsächlich, ja. Das mache ich in neunten Klassen. Also auch wenn ihr neunte, achte, neunte, zehnte Klassen um euch herum habt oder jemanden kennt, meldet euch. Mir ist das wichtig.
36:28 Nicola Balkenhol
Was lernst du dabei?
36:30 Gavin Karlmeier
Ganz, ganz viel. Also mein größtes Learning war tatsächlich die Verhältnismäßigkeit von Bildschirmzeit zu Lebenszeit. Zeit ist bei Menschen unter achtzehn eine andere als bei Menschen über achtzehn. Was hast du, Nicola, was hast du für eine Bildschirmzeit auf deinem Telefon?
36:44 Nicola Balkenhol
Also tatsächlich eine relativ geringe, wenn ich nur das Handy angucke. Über alles ist natürlich extrem viel. Das liegt aber daran, dass ich viele in solche Bildschirme gucke von Laptops und Rechnern. Ich würde mal sagen, am Tag sind es bestimmt zehn Stunden, aber zweieinhalb auf dem Handy.
37:01 Gavin Karlmeier
Ja, und Menschen in 9. Klassen haben gerne mal 12, 13, 14, 15, 16 Stunden. Und das finde ich nicht schlimm erstmal, weil das ist die Zeit, wenn du addierst, wie viel Zeit ich damals mit dem Gameboy, mit dem Discman, mit dem Taschenrechner, mit dem Fernseher, am Telefon mit Freundinnen. und Freunden verbracht habe. Definitiv. Und mit Büchern und mit was weiß ich für Gewicht. Medienhalter. Genau, eigentlich und darüber hinaus ja auch, ne? Kommunikationsmittel und so. Videospielkonsolen und so, dann kommt man wahrscheinlich auf einen ähnlichen Wert. Ärgerlich wird's oder schwierig wird es dann, wenn die sagen, ich verbringe am Tag sieben Stunden auf TikTok, aber keine Ahnung, was ich da so alles gesehen habe. Das ist dann eher so mein Thema darüber zu sprechen, eher sich so ein bisschen damit auseinanderzusetzen.
37:43 Nicola Balkenhol
Das stimmt. Und ist es so, dass die ja die auch mal sagen, also dass sie da die Nächte mit zugebracht haben, weil es gibt ja immer wieder die Geschichte von Lehrern, die sagen, die schlafen wir hier im Unterricht ein?
37:53 Gavin Karlmeier
Das ist normal. Absolut. Wow. Ja, das passiert. Klar, weil das ist halt, das ist ihr Ort. Dort fühlen sie sich sicher, dort können sie sich miteinander, dort bilden sie sich aber auch weiter. Also wie häufig ich Schülerinnen und Schüler erlebe, die zum Beispiel extrem gutes Englisch sprechen. weil sie irgendwelche Videos sich auf Englisch anschauen die ganze Zeit in der 9. Klasse. Und ich überlege mir, als ich in der 9. Klasse war, klangen die Songs, die ich mitgesungen habe, aber doch. Ganz schön wild, ehrlicherweise. Ähm, das klar, da das ist schon so.
38:22 Nicola Balkenhol
Stimmt, unbedingt. Das ist das, also eins von den guten Dingen, ne? Und da finden sich bestimmt noch weitere.
38:28 Gavin Karlmeier
Da gibt's ganz viele. Also, wenn du dir anschaust, wie 15-Jährige heute zum Beispiel, ich will nicht so pauschalisieren, aber ich glaube, wenn ich heute 15 wäre und auch wie ich damals mit 15 anfangen würde, Gitarre spielen zu lernen, wäre ich deutlich schneller auf einem deutlich höheren Niveau, als ich das damals mit 15 war. Weil du einfach durch YouTube und durch Leute, die dir das anders erklären. Du suchst dir die Person aus, die es dir erklärt und die dir das dann so erklärt, wie du am besten lernen kannst. Und nicht einfach nur mit irgendwelchen Tabulaturen und du brichst dir selber die Finger. Also das ist schon anders, ja. Also Es gibt ganz, ganz viele Vorteile. Die Leute sind auch viel mehr miteinander in Kontakt. Sie haben viel engere soziale Bünde als wir damals. Wir haben uns auf den Schulhof gefragt, kommst du nachher noch on und haben dann bei ICQ geschrieben. Und das war schon, das war schon doll. Die Generation vor mir hatte das schon nicht.
39:15 Nicola Balkenhol
Ich hatte nur Telefon. Also ich zum Beispiel, du hast völlig recht. Natürlich habe ich dreieinhalb, vier Stunden nach der Schule mit Freundinnen telefoniert.
39:24 Gavin Karlmeier
Genau, und heute spielen die halt vier Stunden miteinander Fortnite, Minecraft oder was auch immer und sprechen aber währenddessen miteinander und sind sozusagen auch in einem sozialen Austausch. Ich würde das nicht vernachlässigen, ehrlicherweise
39:37 Nicola Balkenhol
Ja, interessant.
39:38 Gavin Karlmeier
Naja, soviel zu Kindern. Wir kommen jetzt von Kindern zu Meta. Da gibt es zwei Dinge. Erstens, wir müssen über Reuters sprechen. Der Kampf von Reuters für die Wahrheit bei Meta, der reißt nicht ab. Wir haben in Folge 500, das hier ist jetzt Folge 522, in Folge 500, am 7. November haben wir darüber gesprochen, dass Reuters interne Papiere von Meta vorliegen hatte, dass 10% der jährlichen Einnahmen die Meta generiert durch betrügerische Werbeanzeigen. Generiert werden. 10%, wirklich viel Geld. Dann haben wir in Folge 517 mit Nicole Diekmann, die Folge hieß Die Vermessung deiner Welt, haben wir darüber gesprochen, dass chinesische Unternehmen in extrem großem Stil bei Meta Werbung schalten, obwohl Meta in China selber gar nicht aktiv sein darf. Aber es dürfen eben chinesische Unternehmen fürs Ausland dort Werbung schalten. Darüber haben wir auch gesprochen, auch eine Reuters Recherche. Und heute kommt die nächste Reuters Recherche, über die wir sprechen müssen, nämlich ein großer Bericht, in dem es um betrügerische Werbung in Japan geht. Und zwar. . Liegt Reuters ein Papier vor, das zeigt, dass Meta offenbar Mittel gefunden hat, um Regierungen. . Ich sag mal vorsichtig zu täuschen. Sie haben es nämlich so gemacht, dass Sie suchbegriffen. . Also Sie selber, es gibt ja die Werbedatenbank, Werbebibliothek, wo du eben nach Werbeanzeigen suchen kannst, diesen Katalog. Und in dieser Ad Library, wie sie im Original heißt, gibt es einzelne einschlägige Begriffe, die man eingibt, um nach betrügerische Werbung zu suchen. In Deutschland werden das so Dinge wie Günther Jauch. Vermögen, also Prominente, die eben häufig missbräuchlich verwendet werden, um mit ihnen Werbung zu schalten. Und haben exakt nach diesen Begriffen gesucht, von denen sie ausgehen, dass die Verfolgungsbehörden das auch tun und dann die Werbungen dort gelöscht, die dort gefunden wurden. längst nicht aber alle betrügerischen Anzeigen, damit sie selber der Regierung gegenüber sagen können, sie hätten es geschafft, dass der gefundene Scam auf der Plattform auf null heruntergegangen ist. Meta selber sagt, Andy Stone, der Sprecher von Meta, hat das interessanterweise nur auf X. veröffentlich, nicht auf Threads und auch nicht sonst wo, hat auf X hat ja dazu geschrieben, dass Reuters hier die Fakten falsch darstellen würde und dass sie bewusst den die Motivation von Meta falsch darstellen würden. Weil sie aggressiv gegen Scam vorgehen. Der Vollständigkeit halber sei das mal dazu gesagt. Aber wenn wir mal diese Stellungnahme von Andy Stone kurz ausblenden, muss man sagen, ergibt sich da ein Bild. Das ist nicht überraschend angesichts dieser Tatsachen, die wir da gerade dargestellt haben.
42:08 Nicola Balkenhol
Das ist so unglaublich. Also, das ist ja mehrfaches Betrügen, also sagen wir mehrere Layer von Betrug. Und das finde ich jetzt wieder spannend. Also, einmal den Aspekt Räumen. Scheint wirklich eine gute Möglichkeit gefunden zu haben, zu recherchieren.
42:24 Speaker 3
Ich sage es mal ganz neutral.
42:27 Nicola Balkenhol
Das ist ja super. Und während ich das so durch. Durch meinen Kopf laufen dies, dachte ich so an ein Buch von Kara Swisher, was ich neulich las. Jetzt habe ich den Titel vergessen, aber die hat sozusagen als Text Journalistin in den USA, also ihr Leben mit den Techies noch mal Revue passieren lassen, so ein bisschen autobiografisch, aber immer entlang an den Zuckerbergs dieser Welt. Die hat die ja alle gesehen. vielfach gesprochen, über Jahrzehnte letztlich begleitet. Und ich dachte so, die ist da durch so verschiedene Täler und Höhen gelaufen mit denen. Und ich dachte so, am Ende kulminiert das in dem Buch hin zu die moralisch Gehen die immer weiter den Bach runter. Und dieses hier ist für mich das Beispiel dafür, oder ja, letztlich ein aktuelles Beispiel dafür, was die da geschrieben hat aus ihrem persönlichen Gespräch. Gesprächen, die sie mit den Masts, Zuckerbergs, Bezus und so weiter geführt hat. Also, ich muss ganz ehrlich sagen, mich wundert das nicht, aber Ich bin trotzdem, also ich weiß gar nicht, ob ich, also ich sitze da kopfschüttelnd und frage mich, wie das eigentlich sein kann. Was für ein moralischer Abgrund.
44:03 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist halt leider, muss man das so klar sagen. Das ist keine Ausnahme bei Meta, sondern die Regel. Dass irgendwelche, also es gibt Rechtsverstöße, die irgendwann öffentlich werden. ähm, Bemühungen von Meta diese einzustellen und ein halbes Jahr später die Veröffentlichung, dass die Bemühungen, diese Rechtsverstöße einzustellen, eigentlich nur mit weiteren Betrugsmaßnahmen irgendwie funktioniert haben. Das war so bei den Ermittlungen, ob deren VR-Headsets, ob die jugendgefährdend sind. Gab es Hinweise darauf, also haben sie diese Hinweise verschwinden lassen und die Studien eingeschrieben Anstatt wirklich das Problem in den Griff zu kriegen. Das ist hier genau der gleiche Fall. Wenn ihr Haken dran lange hört schon, dann kennt ihr etliche dieser Geschichten. Und das ist leider deren, wie sagt man, Modus Operandi genauso. Eher Augenwischerei zu betreiben, um sich selber irgendwie aus der Schusslinie zu nehmen, anstatt tatsächlich Probleme zu lösen. Das ist leider der Regelfall.
45:03 Nicola Balkenhol
Ja.
45:03 Gavin Karlmeier
Ja. Das Buch heißt übrigens Burn Book von Carlos Fisher. Danke. Was Reuters übrigens weiterschreibt, dass diese Japan-Erfahrungen nicht nur in Japan bleiben, sondern dass sie angefangen haben, diese Erfahrungen dann eben auch auf andere Märkte. USA, EU, Indien, Australien, Brasilien und Thailand. Gleichzeitig hat die Washington Post Exklusiv darüber gesprochen, dass es interne Papiere gibt, die Adam Mossari schon im November 2023 veröffentlicht hatte, dass es darum geht, dass die große Fokussierung im Jahr 2024, vermutlich aber auch darüber hinaus, Bei Instagram es ist, na rate mal, du hast es wahrscheinlich schon gelesen, ne?
45:43 Nicola Balkenhol
Ich hab's gelesen.
45:44 Gavin Karlmeier
Die große Fokussierung von Instagram es ist. Teenager zu erreichen. Also der Plan ist, also der O-Ton von Messeri war, wenn Sie Ihre Pläne für 2024 ausarbeiten, bitte ich die Geschäftsteams, sich weiterhin ganz auf erstens Teenager, insbesondere in entwickelten Märkten und zweitens Threads zu konzentrieren und zwar in dieser Reihenfolge. Heißt also, das Ziel von Instagram war es, massiv an Teenager-Publikum zu gewinnen. Und zwar aus welchem Grund? Weil man glaubt. Instagram wäre sozusagen die Einstiegsdroge bei Meta. Man geht davon aus, so wird es, äh, schreibt es hier die Washington Post, dass wenn die Leute mit Instagram anfangen, dass sie später dann auch irgendwann WhatsApp benutzen, dass sie einen Facebook-Account machen, wenn sie an der Uni sind, dass sie sozusagen dann einmal sozusagen hockt sind. Was interessant ist, weil eigentlich ja diese Flotte von Meta in deren eigener Darstellung nicht so komplementär ist, wie man das hier eher rauszieht, sondern eigentlich eher so, dass man sagt, das ist für die und das für die. Nee, hier gibt es wohl schon das Verständnis einer engen Verzahnung der jeweiligen Apps, um die Leute möglichst alle in der eigenen Produktwelt zu halten.
46:49 Nicola Balkenhol
Ja, ich musste grinsen, weil die sich mit Sachen rumschlagen, mit denen wir Medien uns auch rumschlagen. Also wie kriege ich ein nachwachsendes Publikum, also die Teenager, und wie kriege wirklich sozusagen klarere Vorstellungen davon. Die haben ja so eine Art Personas da gemacht. Also ne, das heißt da irgendwie ein bisschen anders, das heißt da irgendwie ja so eine Art Teenmuseum. Total witzig. Ja, dann haben die ja so Räume ausgestattet offensichtlich, wo sie von den Teenagern genutzte Settings aufgebaut haben, damit die sich offensichtlich besser da rein stürzen können, fokussieren. passieren können darauf. Und letztlich machen wir natürlich sowas in einer kleineren Version auch, wenn wir uns vorstellen, wie erreichen wir eine bestimmte Zielgruppe, überlegen uns so Personas, damit es nicht so abstrakt ist. Also da musste ich total grinsen, dass das Meta auch tut und dass die eine Eigenwahrnehmung haben. Ich habe gar nicht so den Aspekt gesehen, den du gerade gesagt hast, dass sie eine Eigenwahrnehmung haben von wenn ich die Jungen nicht kriege, dann habe ich ein Problem mit der Nutzung.
48:08 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, das ist auch so. Also vor allem, weil eben Jugendliche bis 2024 immer wieder weniger wurden bei den Meta-Apps, weil sie eben zum Beispiel zu TikTok rüber gemacht haben, wie man so schön sagt. Aber klar, wie du schon sagst, also ich finde das erstmal auch gar nicht verwerflich, wenn man sagt, wie kriegen wir ein junges Publikum? Wir versuchen darin Lebensrealität zu verstehen, also bauen wir hier ein Jugendzimmer nach, wie ein Jugendzimmer. aussieht. Oder hier wird auch davon gesprochen, dass Fotos von beliebten Treffpunkten für Jugendliche wie einem Fastfood-Restaurant oder einem Einkaufszentrum aufgestellt wurden. Das ist erstmal nicht das Problem. Interessant wird es oder. Naja, pikant wird es dann, wenn wir dann von der anderen Seite drauf gucken und sehen, was Meta eben alles nicht gemacht hat, um junge NutzerInnen in der Plattform zu halten, zum Beispiel ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten. Das ist eben alles nicht passiert und das haben wir im letzten Jahr und vorletzte. Ja, sehr viel hier besprochen, während innerhalb von Meta offenbar stark daran gearbeitet wurde, die jungen Leute irgendwie anzuködern und zu fischen. Das ist so ein bisschen das, was man hier schon kritisieren muss, glaube ich.
49:09 Nicola Balkenhol
Ja, wie immer, das ist ja immer dasselbe. Anstatt die Plattformen sozusagen grundlegend sicher zu machen, zu verbessern, versuchen Sie ja nur die Leute an den Haken zu nehmen und möglichst drin zu lassen. Und ja, also letztlich ist das halt das ökonomisch getriebene Plattformgeschehen. Und das wird dann nochmal sehr deutlich, finde ich.
49:34 Gavin Karlmeier
Und das erklärt übrigens auch, warum Adam O'Sarry Ende letzten Jahres gesagt hat, dass man ja vielleicht auf Langformate setzen muss, denn in diesem Text der Washington Post wird auch gesagt, die größte Konkurrenz sind YouTube und TikTok. Interessant.
49:47 Nicola Balkenhol
Ja, hab ich auch gedacht.
49:50 Gavin Karlmeier
So, ähm, sonst habe ich, glaube ich, die anderen Meter-Geschichten, das können wir, glaube ich, heute alles. Das ist alles nicht so. Bevor wir hier zu lang werden, ich will mit dir nämlich noch ein bisschen über Pinterest sprechen. Und das finde ich auch wahnsinnig interessant. Also, schon. Vor zwei Wochen, am 24. 12. und deswegen haben wir es hier nicht besprochen, hat Dwired berichtet, dass bei Pinterest gerade ein großer Frust in der NutzerInnenschaft existiert, weil es eigentlich dort nur noch AI-Slot gibt. Also die Leute finden ohne Ende Internet. Inhalte von irgendwelchen Rezepten, die es nicht gibt, irgendwelchen Menschen, die es nicht gibt, eben ohne Ende KI-generierten Inhalten Und es gibt im Subreddit Pinterest extrem viele, also Wyatt nennt es den Treffpunkt für verärgerte Nutzer, also extrem viele Leute, die schlechte Laune haben, die so zitiert werden wie. Pinterest verliert alles, was die Leute geliebt haben, nämlich authentische Pins und authentische Menschen, und dass sie sich mittlerweile komplett von der App abgewendet hätten. . . Und dass Pinterest damit ein großes Problem hat, das ist nichts ganz Neues, weil am 16. 10. , ich war mir nicht ganz sicher, ob wir da hier drüber gesprochen haben, hatte Pinterest noch angekündigt. Dass du durch einen Filter in den Einstellungen KI generierte Inhalte eigentlich komplett ausblenden kannst. Scheinbar haben sie das aber nicht besonders gut hingekriegt diese schnellen Entwicklungen der generativen KI auf die Plattform zu übertragen, so dass du wirklich es schaffst, generierte KI-Inhalte auszublenden. Pinterest steht also vor einem Problem. Und wer könnte dieses Problem jetzt lösen? Naja, Andrew Hutchinson von Social Media Today bezieht sich auf eine Recherche von The Information, die da lautet, dass. . es möglicherweise eine Übernahme im Bereich Social Media in diesem Jahr geben könnte, die relativ groß ist, dass nämlich Pinterest übernommen werden könnte von nah OpenAI. OpenAI erwägt offenbar, Pinterest zu übernehmen, weil sie die Mischung aus diesen NutzerInnen, die große Profile mit sich bringen. Durch ihrer Suchverhalten zum Beispiel, die Sammlung von Produkten, aber eben auch die Sammlung von echten Bildern, die aus dem Internet gesammelt wurden, natürlich extrem gut gebrauchen könnten im derzeitigen Kampf um die beste KI, den besten Chatbot. Also das finde ich eine sehr interessante Entwicklung, dass Pinterest sozusagen jetzt zusammenbricht unter der Last des AI-Slots, die Leute keinen Bock mehr darauf haben, nur damit die KI am Ende dann die restlichen paar echten Inhalte, die noch übrig sind, alle schlucken könnte.
52:09 Nicola Balkenhol
Ja, das ist ein bisschen verrückt. Das ist ja heute schon das zweite Beispiel dafür, wie AI-Slot Inhalt von echten Menschen aufriss. Und wo gehen dann die echten Menschen hin, hab ich so gedacht. Also dann kommst du ganz schnell dazu, wo hatten wir so eben.
52:26 Gavin Karlmeier
Ja, also genau.
52:27 Nicola Balkenhol
Hatten wir soeben auch schon mal. Dann gehen die ja vielleicht doch ins Real Life und machen irgendwas miteinander.
52:33 Gavin Karlmeier
Vielleicht gehen sie alle tanzen.
52:35 Nicola Balkenhol
Ja, zum Beispiel.
52:36 Gavin Karlmeier
Tanzen statt KI. Ich finde, das wäre eigentlich ein ganz schöner, ganz schöneres Vorhaben für dieses Jahr. Jedes Mal, also dass du dir zumindest einmal in der Woche vornimmst, nee, statt ChatGPT zu öffnen, gehe ich jetzt tanzen.
52:48 Nicola Balkenhol
Ja, oder ich habe jetzt auf Pinterest bezogen, ähm, ne, ähm, äh, einmal in der Woche was weiß ich hier, ne? Bastel ich selber oder koche ich nach eigenen Vorstellung oder was da eben so gerade bei Pinterest war. Also mache ich Dinge, die ich Eigentlich früher, also dafür ist doch Pinterest im Ernst mal bekannt geworden, ne? So ein kleines bisschen so ein YouTube-Ding. So Bastelanleitungen für schöne Dinge oder eben gute Rezepte. Und dann wieder ins up ins real life. Also es gibt viele Gründe dafür zu glauben, dass 2026 das Jahr des mehr real-life geschehens wird.
53:40 Gavin Karlmeier
Ich hoffe, dass er ein bisschen, weil dann eine meiner Thesen auch eintreten würde, dass das analoge Analog Tag wieder groß wird. Ich war eben bei dir. Aber vielleicht, vielleicht fangen wir bald auch wieder an, uns Magazine zu kaufen, wie diese ganzen Essens- und Inspirationshefte und so und Dinge auszuschneiden. Und dann und so Moodboards zu bauen auf Papier. Das wäre krass.
54:04 Nicola Balkenhol
Das stimmt. Ach, da habe ich manchmal echt Lust zu. Also früher habe ich das wirklich oft gemacht, jetzt natürlich nicht mehr so oft, aber. Das Schlechteste wäre es nicht.
54:14 Gavin Karlmeier
Ich habe meinen Wunschzettel als Kind habe ich so gemacht. Aus dem Quelle-Katalog Dinge ausgeschnitten. Vielleicht kommt das wieder. Dann ist es vorbei, dass Kinder ihre Wunschzettel mit Pinterest bauen. So, ich möchte dich aber noch woanders hin mitnehmen und das ist eine Welt der Zukunft eigentlich, wenn man so will. Funktionen und Emotionen. Und zwar haben wir neue Features von Apps Social Media Plattformen mitgebracht und ich bin gespannt, welche Emotionen du dazu hast. Ich fange mit dem ersten an, das finde ich eigentlich am interessantesten. Ähm, Threads, ich bin gespannt, was du dazu fühlst. Threads arbeitet an einem neuen Feature, wo du an deine Postings etwas anheften kannst. Du kannst ja jetzt schon Zitat anfügen, Musik, Texte und so weiter und so weiter. Und es wird eine neue Funktion geben, die heißt Tangle. Und daneben ist einfach nur ein Puzzlezeichen. Ich kann dir nicht sagen, was es ist.
55:19 Nicola Balkenhol
Für nichts gut. Egal.
55:22 Gavin Karlmeier
Also ich habe recherchiert, Tangle heißt Gewirr oder Chaos oder Durcheinander. Und interessanterweise kam diese Meldung. Gleichzeitig mit der Ankündigung von Biss Stone und Evan Sharp. Evan Sharp, Mitgründer von Pinterest und Biss Stone, Mitgründer von Twitter, dass sie ein neues Startup gründen mit dem Namen Westco in San Francisco. Und dort wollen sie ein neues soziales Netzwerk starten mit dem Namen Tangle. Und man kann sich jetzt schon, wenn man Invite-Code hat, dort anmelden. Es hat wohl nichts mit diesem Threads-Feature zum. zu tun, ist einfach nur Zufall. . Aber es wird so, du bekommst so Fragen gestellt, wie zum Beispiel, was möchtest du diese Woche werden? Und dann kriegst du so kleine Begriffe und so. Es ist so eine Art, glaube ich, zwischen Stimmungstagebuch und sozialem Netzwerk, wenn ich das richtig verstanden habe.
56:10 Nicola Balkenhol
Tja, wenn sie meinen.
56:11 Gavin Karlmeier
Tja, ob dasselbe Tangle bei Threads auch so ein Stimmungstagebuch ist, glaube ich nicht. Außerdem hat Threads angekündigt, nee, falsch, es gibt Hinweise darauf, Gerüchte. Wir beziehen uns auf Reverse Engineering. Dass Threads ein neues Feature bekommen könnte mit dem Namen Live-Chats for Communities. Wenn du also in einer Threads-Community bist, könntest du dort in einen Live-Chat gehen, der teilweise zu einem festen Zeitpunkt startet und dann können alle gemeinsam dort miteinander chatten.
56:42 Nicola Balkenhol
Ich dachte erst erst, als du losgelegt hast, dachte ich so an Klapphaus und dann. Oh, nur chatten. Ja, kann ich so drehen. Ich kann über alles chatten.
56:55 Gavin Karlmeier
Also, ich finde ja. Dass die das müssen, also da reden wir viel zu selten drüber. Wir reden immer darüber, wie schade es ist, dass so Bulletin-Boards verloren gegangen sind und das Internet sich so verändert hat. Aber kaum jemand redet über den Verlust von Chatrooms. Also gibt's, also ich hatte damals einen Mitschüler. Hab ich hier glaube ich noch nie erzählt. Der hat, uh, in when wir so Freistunde hatten und in den Computerraum durften, dann war der immer auf kabel1. de slash chat und hat im Chatroom des Senders, Kabel eins, ein Sender, den wir in unserem Alter absolut nicht geguckt haben, hat er so mit Leuten gechattet. Und einfach nur, weil man damit das Gefühl eines Miteinanders, glaube ich, generiert hat, wenn ich das jetzt heute mit 20 Jahren Abstand und ein bisschen kritischer Distanz mir mal anschauen müsste, weil das halt so miteinander ist. Ein kleines Lagerfeuer, aber geschrieben, wenn Threads jetzt die Chats zurückbringt, ich bin nicht komplett abgeneigt, muss ich sagen.
57:48 Nicola Balkenhol
Ja, also sagen wir mal, so bin ich mit dem Internet auch groß geworden. Also den Teil daran, den mochte ich immer sehr und das ist einer der Gründe, warum ich bin, was ich bin, nämlich irgendwas mit Internetjournalistin. Ich habe nämlich bei so einer Spieleplattform, die so in Gruppen organisiert war, so einen Gruppenchat immer auch mal moderiert.
58:12 Gavin Karlmeier
Siehst du? Also fehlt dir das auch, Chatten?
58:17 Nicola Balkenhol
Mache ich das heute noch? Nee, nicht wirklich. Und fehlt mir da wirklich was? Also, nee, das ist genau, wie du es beschreibst, das war so Lagerfeuer, so eine Heute stelle ich Lagerfeuer irgendwie anders her.
58:30 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Aber ich liebe ja auch immer noch live. Also. Ich wäre nicht abgeneigt, wenn die Chatrooms zurückkommen, sag ich's ganz ehrlich.
58:40 Nicola Balkenhol
Ich würde jedenfalls mit ausprobieren, auf jeden Fall, das würde ich schon tun. Das ist das Beste jedenfalls an Threads, glaube ich, was ich in der letzten Zeit gesehen habe, weil alles andere ist doch.
58:49 Gavin Karlmeier
Es gibt übrigens so etwas ähnliches wie ein Chatroom und das ist der Haken an Discord. Da sind 2150 Leute und mehr, die super schlau sind, die sich die ganze Zeit über coole Sachen austauschen, über die tauschen uns über die Themen aus, über die wir dann hier im Podcast nachher sprechen, weil die da schon tausend Schritte weiter sind und so. Sehr empfehlen, dazuzukommen, es kostet nichts, es ist wirklich schön. www. hagnant. org. Ich bin da, das ist meine liebste App. Ich glaube Discord, aber ich habe keine App häufiger und öfter auf meinem Bildschirm als Discord.
59:20 Nicola Balkenhol
Ja, aber das ist doch, also jetzt wo du es sagst, ist es doch so ein Gruppenchat.
59:27 Gavin Karlmeier
Ja, ein bisschen schon. Aber nicht so, nicht so, mir fehlt so ein bisschen der Trash. Weißt du, weil der Kabel 1-Chat, da ging es um nichts. Vielleicht brauchen wir so ein Kabel 1-Chat-Channel in unserem Haken-Dan-Discord, um so über Kaffeetrinken zu sprechen und so.
59:43 Nicola Balkenhol
Ja, aber sowas gibt es doch. Also gibt es kein OT? Ihr habt schon viele Kanäle da, aber nichts so off-topic.
59:49 Gavin Karlmeier
Doch, wir haben oft, aber selbst da reden wir über schlaue Sachen, weil die Leute alle schlau sind.
59:54 Speaker 3
Ja, verstehe.
59:55 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht ändere ich das. Ihr könnt ja mal sagen, ob ihr das möchtet. Ich bin gespannt. So, das Instagram Lip Sync. Feature für Instagram Reels, die von Meta KI übersetzt wurden, wurden jetzt erstmals in der EU gesichtet. Also es gibt Leute, die es schon geschafft haben, auf EU-Sprachen lippensynchrone KI-Übersetzungen mit der Originalstimme in Reals zu sehen.
01:00:18 Nicola Balkenhol
Ja, ich warte drauf.
01:00:20 Gavin Karlmeier
Ja? Nee. Ich b ich bin da auch so, ich Also einerseits, ich hab heute, also ich man muss dazu sagen, ich nehme diese Folge heute nicht von Zuhause auf, deswegen klingt es ein bisschen anders, deswegen sieht es auch anders aus. Bücherregal hinter mir, als wäre ich heute Journalpolitik-Experte. Vielen Dank an unseren Dauergast Dominik Hammes, der mir hier Obdach gewährt. Und weil ich heute im Zug saß, habe ich heute im Zug so ein bisschen YouTube mir angeguckt. Und wollte mir Clips von Jimmy Kimmel anschauen. Weil ich schaue gerne, wenn ich mal ein paar Minuten habe, schaue ich mich immer so durch die amerikanischen Late Night Shows. Und da ist mir was ganz Spannendes aufgemacht, ich glaube es war Jimmy Kimmel, dass da ein Video war, das hieß Molly Tuttle. Das wird Narben hinterlassen, und dachte so, was ist denn das für eine Scheiße? Weil was da übersetzt wurde, ist ein Songtitel That's gonna leave a mark, heis the song im Original. And that was from YouTube übersetzt. And noch schlimmer sind ja diese Computer habe ich mich schon hundertmal hier drüber aufgeregt, diese automatisch übersetzten von einer Computerstimme, übersetzten Audiospuren. dass die mit Originalstimme und Lippensynchron nicht nerven, ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wobei ich es eigentlich auch nicht möchte, aber immerhin.
01:01:40 Nicola Balkenhol
Ja, also sagen wir mal so, also das hat Tolles und Schreckliches. Das Tolle daran ist, eben über viele Sprachen hinweg, also nicht nur Dauer Englisch, sondern auch Sprachen, die ich nicht kann. Super. Aber das Schreckliche, ist all das, was du schon gesagt hast, dass es furchtbar klingt und künstlich ist und so weiter und auch manchmal komische Sachen macht, aber gleichzeitig einen dann auch nicht dazu bringt, sich mit der Sprache, die man da hört, irgendwie weiter zu beschäftigen.
01:02:07 Gavin Karlmeier
Das ist so. Ich finde, Tolles und Schreckliches ist der perfekte Episodentitel für unser Gespräch heute. Liebe Nikola, vielen Dank, dass du da warst. Wir hatten tolles und schreckliches, aber es war schön, dass du hier warst und ich hoffe, dass es jetzt nicht wieder anderthalb Jahre dauert, bis du wiederkommst.
01:02:22 Nicola Balkenhol
Ja, von mir aus muss das nicht sein. Also können wir gerne wiederholen.
01:02:25 Gavin Karlmeier
So machen wir das. Dann vielen, vielen lieben Dank dir. Einen wunderschönen Mittwoch allen Hakis, die bisher zugehört haben. Passt auf euch auf. Wenn ihr wollt, kauft euch noch Tickets für unsere Live-Termine. Wir freuen uns drauf. Und wir hören uns wieder am Freitag mit Frederik von Castell. Und da muss ich kurz eine Geschichte zu erzählen. Frederik von Castell war auch letztes Jahr im Januar hier. Und an dem Tag, als wir die Episode aufzeichnen wollten, zwei Stunden vorher oder anderthalb Stunden vorher, hat Mark Zuckerberg dieses Das-Video veröffentlicht, in dem danach alles anders war als vorher. Und deswegen bin ich sehr gespannt, was am Donnerstag, wenn wir diese Episode aufzeichnen, passieren wird, damit ihr das am Freitag hier hören könnt. Also freuen wir uns sehr drauf. Habt eine schöne Restwoche. Danke, dass du hier warst, Nicolas, und bis bald.
01:03:07 Nicola Balkenhol
Tschüss.