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Folge 533 · 2. Februar 2026 · 1:06 Std.

Von Pizzagate und dem toten Internet

mit Elisabeth L’Orange

Wenn alles Cringe ist, ist nichts mehr Cringe! Wir können berichten, dass sich heute mehrere Kreise schließen: Bots reden endlich mit Bots – und wir können dabei zusehen. Aber ist das wirklich so?

Außerdem schauen wir auf die Epstein-Files und was die Anfänge von 4chan damit zu tun haben.

Und wir erfahren, wieso wir die “Enge Freunde”-Story der Vollblutoptimistin Elisabeth L’Orange niemals zu Gesicht bekommen werden.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Elisabeth!
  2. Die Epstein-Files feat. Elon Musk
  3. Die Epstein-Files feat. 4chan
  4. Moltbook – Bots reden mit Bots!
  5. OpenAI und biometrische soziale Netzwerke
  6. Der CISA-Direktor und klassifizierte Daten bei ChatGPT
  7. Nachhak
  8. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Elisabeth L’Orange

Das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Elisabeth

00:08 Elisabeth L’Orange

Hi Gavin, wie geht's?

00:10 Gavin Karlmeier

Gut, danke. Dir hoffentlich auch.

00:12 Elisabeth L’Orange

Ja, alles klar.

00:14 Gavin Karlmeier

Ich freue mich, dass du wieder hier bist. Das letzte Mal warst du im Oktober hier. Für die, die das nicht gehört haben, hört diese Folge nach. Erster Hinweis, zweiter Hinweis. Ich stell dich kurz vor, du bist Elisabeth Lorange. Man kennt dich aus dem Tech and Tails Podcast, man kennt dich als, ich würde sagen, eine der gefragtesten Stimmen im Bereich künstliche Intelligenz im Moment. Du hast, also, ja, ich würde sagen, daher kennt man dich eigentlich. Ich muss dich eigentlich nicht vorstellen.

00:37 Elisabeth L’Orange

Ja, das ist ja nett. Ich glaube, das hat sich irgendwie so entwickelt in den letzten fünf Jahren tatsächlich. Also, das nicht im Moment, aber eher der dem Umstand geschuldet, dass ich ein Gen AI Startup gegründet habe 2020 und das war so ein bisschen vor der Zeit. Also wir haben viele Produkte entwickelt, die es jetzt gerade erst langsam am Markt gibt. Wir waren zu früh mit vielen. Und ich glaube, daher kam das. Und dadurch hat es sich so entwickelt, ja.

01:03 Gavin Karlmeier

Eigentlich wie Klapphaus. Zu früh, einfach nur. Ach so.

01:06 Elisabeth L’Orange

Obwohl ich sehe immer mal Klapphaus, also ich weiß nicht, ob das nicht einfach nur ein Flug war. Also ich Ich zum Beispiel habe es nie gern genutzt, weil ich nicht einfach in irgendwelche Räume gegangen bin und drauf losgelabert habe. Aber es gab Leute, die fanden das richtig gut.

01:21 Gavin Karlmeier

Ich habe das total geliebt. Und ich habe da mit Leuten gesprochen, ja, ich habe da mit Leuten gesprochen, von denen ich nicht gedacht hätte, dass ich mit ihnen irgendwann sprechen kann. Und das war irgendwie schön. Es hat Spaß gemacht.

01:29 Elisabeth L’Orange

Ich glaube, Lars Hendrix war sehr aktiv da.

01:31 Gavin Karlmeier

Ja, und Peter Wittkamp war extrem unterwegs da. Und Tine Wittler ist ja bis heute noch aktiv dort. Also, wenn du das heute eröffnest. Ja, Tine Wittler ist ja jeden Tag live. Nein, okay.

01:42 Elisabeth L’Orange

Ich wusste nicht, dass es Klapphaus noch gibt, ehrlich gesagt.

01:45 Gavin Karlmeier

Ich hab dich übrigens, es gibt jetzt auch Clapphaus Premium, man kann sich da jetzt ein Plus-Abonnement abschließen, da haben wir letzte Woche drüber gesprochen. Ich zitiere dich so gerne und zieh dich immer wieder so gerne. Ähm, so als Referenz ins Gespräch, weil ich so gerne an unsere letzte gemeinsame Episode hier denke, weil du so einen fröhlich realistischen Optimismus an den Tag gelegt hast. Du bist hier so hingekommen und hast gesagt, nee, in vier Jahren sind der Trump wieder los und dann gibt den neuen Weibschriften und alles wird wieder gut. Das ist jetzt ein halbes Jahr her und deswegen muss ich die Frage stellen, wie hat sich das mit deinem Optimismus seitdem entwickelt?

02:21 Elisabeth L’Orange

Ich bin langfristig nach wie vor Optimistin, aber kurzfristig glaube ich, haben wir so ein bisschen, gibt es noch einige Hürden zu überwältigen. Also ich denke, dass. dass gerade mit der aktuellen Politik wird es es wird immer schlimmer. Die die Republik nochmal Die Republikaner, die ich kenne in den USA, die normalerweise richtig Trump-gläubig waren und tief in diesem ganzen Narrativ verwoben. Die haben angefangen dem Ganzen abzuschwören. Und die gehen jetzt zu No Kings-Demos. Und das waren wirklich die, die also, das sind die, die mit den rosanen Polo-Shirts, die in den Südstaaten leben. am Wochenende ihre Enten schießen und Boot fahren. So die richtig hardcore-Republikaner. Und die fangen jetzt gerade an, sich komplett abzuwenden und zu sagen, hey, das haben wir nicht gewählt. Ja, das wollten wir nicht, das haben wir nicht gewählt. Das ist unchristlich, das lehnen wir ab.

03:17 Gavin Karlmeier

Das heißt, du bist aber ja eigentlich auch mittelfristig optimistisch, dass es sich ändert.

03:21 Elisabeth L’Orange

Ja. Ja, auf jeden Fall. Mittelfristig auch. Aber kurzfristig glaube ich, es werden noch einige Menschen wahrscheinlich sterben, bevor das Ganze dieser Spuk ein Ende nimmt. Und ich glaube aber den, ähm, um jetzt nicht zynisch zu klingen, ja, aber der Fehler, den die Trump-Regierung gemacht hat, oder der Fehler, den man momentan sieht, ist, dass sie Quasi weiße Menschen erschießen. Das heißt, dass ich meine, es gab immer die Polizeigewalt unter den Amerikanern gegen Schwarze, gegen African-Americans. Und auf einmal betrifft es Weiße. Mich hat vorgestern ein guter Freund, Michael Esigoy, angerufen, der sagte so, na, und fühlst du dich jetzt auf einmal auch betroffen? Also der hat lange zusammen mit Gabo Steingart gearbeitet, ist auch Journalist. Und der sagte, weißt du, jetzt auf einmal findet ein Paradigmenwechsel statt. Auf einmal betrifft es euch auch. Und ich fand das ganz bezeichnend, weil ich habe das halt vorher noch nie so gesehen, aber er hat recht. Und ich glaube, dieser, dieser Shift, das wird das Shift auch in der Gesellschaft sein. Und die werden inzwischen, also die werden jetzt halt verstehen, dass es sich gegen Alle richtet, und sobald sobald die eine Gruppe eben auch betroffen ist, wird es wird wird der Wandel stattfinden.

04:34 Gavin Karlmeier

Ja, ich mag das, also es ist natürlich, bleib düster, aber ich mag die Grundhaltung, mit der du da immer rangehst, dass du immer sagst, irgendwo da am Ende des Horizontes Die Leute werden sich schon besinnen. Ich weiß nicht, wie wir da die Kurve zu den Epstein-Files kriegen, aber wir müssen über die Epstein-Files heute auch sprechen. Es ist nicht direkt ein Social Media Thema, aber bleibt dran, vertraut mir, ich mache es auch zu einem Social Media, zu einem digitalen Thema Ich fange ganz vorne an, also am Wochenende sind drei Millionen weitere Dokumente veröffentlicht worden aus den Epstein-Files. Manche Dinge muss man, glaube ich, nicht nochmal hier zitieren, das machen andere besser und viele Dinge, die da drin sind, sind genauso menschenverachtend und fürchterlich und schlimm, wie ihr euch das vorstellt, wenn ihr darüber nichts gelesen habt oder nichts lesen wolltet. Ich kann es verstehen. Aber ein paar Menschen, über die wir hier häufiger sprechen, sind da auch drin. Zum Beispiel Elon Musk. Taucht häufiger in den Epstein-Files auf und zwar vor allem mit einer mit mehreren Geschichten. Die eigentlich traurigste, wenn man das so in Anführungsstrichen setzt. ist eigentlich die E-Mail vom 25. Dezember 2012, also der Christmas Morning, um 6 Uhr morgens hat er Jeffrey Epstein geschrieben, ob der nicht eine Party auf seiner Insel geht, weil er hatte jetzt ein paar Tage die Kinder und würde jetzt gerne mal wieder ein bisschen. feiern, woraufhin eine Assistentin von Jeffrey Epstein war es, glaube ich, geantwortet hat, dass Jeffrey leider schon weg ist und auch keine Partys mehr angedacht sind. Also Elon Musk wurde nicht auf Partys eingeladen und hat versucht, sich irgendwie da trotzdem irgendwie immer mal wieder noch ins Gespräch zu bringen. Ich finde, das lässt viele Einsichten zu. In diese Psyche des Menschen, über den wir hier so viel und so häufig gesprochen haben, ohne dass wir da jetzt irgendwas marginalisieren wollen an der ganzen Geschichte Aber das ist deswegen interessant, weil Elon Musk natürlich in der Öffentlichkeit seit Jahren erzählt hat, er wäre immer eingeladen worden und wollte nicht hin und wollte mit dem nichts zu tun haben. Die Dokumente zeigen etwas anderes.

06:28 Elisabeth L’Orange

Ja, nur weißt du, ich also um jetzt mal so ein bisschen Devil's Advocate zu sein, nur weil er am Weihnachtsmorgen oder am sechsundzwanzigsten bei uns der erste Weihnachtsmord ist. Oder der zweite bei den Amerikanern der Erste.

06:40 Gavin Karlmeier

Am 25. März. Okay, sorry, sorry, sorry.

06:42 Elisabeth L’Orange

Okay, das ist bei denen halt der Heilige Tag. Vielleicht, also nur, dass er an dem Tag geschrieben hat, das finde ich noch gar nicht verwerflich. Die Weihnachtszeit mit drei Kindern verbracht hat, kriegt irgendwann auch einen Collar und möchte feiern. In Hamburg haben wir tatsächlich immer Weihnachts Weihnachtsabend gefeiert, also am 24. haben wir uns alle mal zum massiven Feiern getroffen. Aber was ich in dem Kontext. Komisch finde oder komisch fand, auch ist, dass er es natürlich wieder abgestritten hat. Also er hat es sehr krass abgestritten und gesagt, er möchte nur, dass endlich die ganzen Verbrecher verurteilt werden, die sich mit Underage-Frauen da getroffen haben und so weiter. Also es ist so ein bisschen wie Gott natürlich, aber das kennen wir von ihm. Aber, und das finde ich, das Bezeichnen der ganzen Sache, dass das dank Social Media, und das ist ja das, worüber wir letztlich alle reden, Hat sich seine Tochter eingeschaltet, nämlich Vivian Jenner Wilson. Und die hat vor zwei Tagen ein bei Threads, einen, wie sagt man, ein Thread?

07:42 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, sie wird mal gethreadet.

07:44 Elisabeth L’Orange

Ah, sie hat gethreaded, auf jeden Fall. Das ähm dass sie eigentlich bestätigen kann, dass sie zu der Zeit und da in dem Jahr war sie neun, ja, dass dass die in St. Vincent auf St. Bartz waren. und sich daran erinnern kann, dass sie mit einem Boot quasi zur anderen Insel übergefahren ist. Nur Auf der anderen Seite, man muss auch sehen, sie war neuen. Also das heißt, meine Tochter ist auch neun. Ich bin mir nicht 100% sicher, dass die genau lokalisieren können, wo welche Insel ist. Aber sie waren auf jeden Fall in der Gegend. Und das heißt, das bestätigt sozusagen für mich persönlich erstmal, also augenscheinlich erstmal die Nähe. zu Epstein. Und ich finde es eben so, also es ist natürlich begott, alle alle versuchen, das von sich zu weisen, dass sie jemals mit dem irgendwie abgehangen haben. Aber offensichtlich ist dem nicht so. Und auf der anderen Seite muss man auch sehen, finde ich, diese, also Vivian Jenna Wilson, die hat natürlich. Kein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Vivian war als Xavier, also als Xavier in 2004 geboren. Und es ähm hat sich transformiert, vom Mann oder vom Jungen zu Mädchen oder Mann zu Frau. Und das hat innerhalb der maskschen Seele anscheinend für sehr viel Aufruhr gesorgt. Also er findet nach wie vor, dass käme durch die, also diese Transformation käme durch die neomarxistische Einflussnahme. Genau, aber erst kam, sagte er, der neomarxistische Einfluss der Elite-Universität, ja. Und dann im zweiten kam, war das halt, äh, also im nächsten, in der nächsten Stufe sagt er, dass Dass der Sohn vom Woke Mind Virus getötet wurde oder oder gebissen wurde, wie auch immer. Und ähm Ja, und ich glaube, also man kann fast es so sehen, dass das, dieser gesamte Kampf von Elon Musk gegen diesen Woke-Mind Virus. Und es hat ja. Immense Konsequenzen, also politische Konsequenzen, wirtschaftliche Konsequenzen und so weiter, stammt daher, dass eins seiner Kinder diese Transformation durchlebt hat. Und er akzeptiert selbstverständlich nicht, dass es qua Natur ist, einfach Natur gegeben, dass es Tag 1 irgendwie so angelegt war, sondern seine Einstellung oder Haltung dazu ist natürlich, dass es akquiriert wurde. Deswegen, ähm, aber das, ich finde, das stellt trotzdem nicht dem, oder das vermindert trotzdem nicht die Stellungnahme von Viven. Nur es haben halt alle eine Geschichte, weißt du? Und ich finde, man muss das immer im Kontext sehen. wie sozusagen ihre Sicht auf die Dinge ist.

10:32 Gavin Karlmeier

Ich weiß, dass du hoffentlich herausfällt, aber wir haben eben diese Dokumente, die sozusagen da schon Elon Musk Lügen gestraft haben an dem Punkt Und nicht nur er taucht darin auf, sondern auch jemand anderes. Und das habe ich am meisten gestutzt. Ich muss kurz ausholen und zwar. Gibt es eine E-Mail in den Dokumenten vom 24. Oktober 2011, in der Jeffrey Epstein erzählt, dass er sich mit Mood getroffen hat. Mood ist der Nickname von Christopher Poole. Und Christopher Poole ist wiederum der Gründer von 4chan und vor allem von dem 4chan Board Politically Incorrect. So, das Interessante ist. . Dass dieses Board, Politically Incorrect, was sozusagen eine Keimzelle der digitalen rechtsextremen Bubble war, extrem viele Right-Wing-Memes sind in diesem Board entstanden. . Es ist eigentlich so, all diese Dinge. Die man mit 4chan assoziiert, sind da eigentlich auf die Spitze getrieben worden in diesem Board. Und dass die beiden sich am 24. Oktober, beziehungsweise am 24. Oktober hat Jeffrey Epstein über das Treffen Mit Pool oder mit Mut eben gesprochen. Und der Start von Politically Incorrect, dem Fortschritt-Board, war der 23. Oktober 2011. Das heißt, das Treffen zwischen Jeffrey Epstein und dem Gründer dieses, dieser Keimzelle des rechtsextremen Digitalen Austausches fallen ziemlich genau in dieselben Tage. Ich will da jetzt, wie gesagt, keine eigene Verschwörungserzählung anstiften oder in die Welt setzen. Ich will nur sagen, dass dieser zeitliche Zusammenhang und die Tatsache, dass aus diesem Board extrem viele Dinge entstanden sind, über die dann eben sich auch andere Verschwörungserzählungen zum Beispiel oder auch irgendwelche politischen Ressentiments später dann genährt haben, dass die ihm dort entstanden sind. Und diesen Zusammenhang, den finde ich doch sehr, sehr bemerkenswert.

12:25 Elisabeth L’Orange

Ja, Jeffrey Epstein hat, wenn man, es gibt einen, meines Erachtens, es war in der New York Times, es gab einen langen Artikel darüber, wie Jeffrey Epstein überhaupt zu seinem seinem Geld, sein, sein, seinem Status und so weiter gekommen ist. Und es war überwiegend durch Betrug. Also überwiegend hat er sich das Geld erschwindelt, Leute enttäuscht, Gelder hinterzogen und dergleichen. And um sich dann in dieser Hierarchie der wealthy people immer weiter nach oben gearbeitet. And this, was worüber du sprichst, dieses Koinzidieren von Momenten, das war meines Erachtens von ihm sehr, sehr orchestriert. Der war extrem smart, wann er welche Sachen quasi aufbringt, wann er welche Männer auch mit welchen Frauen konnektierte, um dann daraus in irgendeiner Form Kapital zu schlagen. Also ich bin mir sehr, sehr sicher, dass. Oder sagen wir mal anders. Ich würde annehmen, dass Jeffrey Epstein sehr viel Kapital aus Erpressung geschlagen hat und sehr viel Geld damit verdient hat. Leuten auch Gefallen abzuringen, die sie sonst niemals getan hätten. Ich meine, wahrscheinlich reden wir gleich darüber, aber ein gutes Beispiel ist natürlich auch Bill Gates, weißt du? Der wollte Jeffrey Epstein wollte unbedingt ein Fundraisen und sein oberstes Ziel war, Bill Gates als Investor, als LP zu bekommen. Und dieser Pfand sollte 100 Millionen groß sein und so weiter. Und daraus rührte meines Erachtens auch diese, oder deswegen versuchte er, möglichst eng zu ihm zu sein. Er hat alles dafür gegeben, damit diese Beziehung eben am Leben bleibt. Und das Interessante ist auch, er hat diesen Pfand schon vermarktet mit Ähm, Bill Gates als Investor, ohne dass jemals Bill Gates auch nur im CC dieser E-Mails war. Also er sprach davon, ja, die ganze Zeit. Und daher kam eben auch, also wir können ja gleich nochmal auf die Historie da eingehen, aber daher kommt überhaupt diese, oder daher, daher kam überhaupt auch diese gewollte Nähe zu ihm. Zero Interesse an einem anderen, der wollte ihn einfach als Investor haben, der wollte sich mit seinem Namen schmücken.

14:37 Gavin Karlmeier

So, das war sein Ziel. Ja, ich glaube, wir müssen gar nicht viel mehr auf Bill Gates gehen an der Stelle, aber ich will kurz bei dieser Fortschritt-Geschichte bleiben, weil Alles gut. Ich habe so ein langes Skript hier, so ein langes Themenpapier dir heute geschickt. Wir werden ganz viel nicht schaffen. Aber ich muss ganz kurz noch wohin. Warte. Und zwar Dieses Fortchannboard ist eines der Aggregatoren nicht nur vieler rechtsextremer Weltanschauungen und Erzählungen und Verschuldungserzählungen und so weiter und so weiter, sondern auch einer Verschwörungserzählung, die zwar da nicht geboren wurde, aber da sehr groß gemacht wurde, nämlich Pizzagate. Eine Verschwörungserzählung, die es schon seit zehn Jahren gibt bei denen behauptet wurde, einige Prominente würden unter einer Pizzeria in Washington, DC das Blut von Minderjährigen nehmen, hätten da einen pädophilen Ring. Was da nicht alles ist, ich will das eigentlich gar nicht so sehr wiederholen, ihr habt sicherlich auch schon mal davon gehört, es gibt sogar Studien, dass es eine der bekanntesten Verschwörungserzählungen überhaupt ist. Warum ich das überhaupt erzähle, ist, weil in diesen App Steenfalls auch bekannt wurde, dass der Begriff Pizza durchaus als Code verwendet wurde, um über minderjährige Menschen zu sprechen. Und jetzt. Schließen sich so Kreise, dass man sagt: Momentchen mal, wenn es dieses Fortschritt-Board gibt, bei denen Apps, die offenbar eventuell an dessen Gründung beteiligt war und da solche Dinge erzählt werden. Die dann, wie wir jetzt zehn Jahre später erfahren, vielleicht tatsächlich wahr waren. Was ist da alles abgegangen auf diesem Board? Also, das sind so Dinge, die, die in mir so wahr waren. Fragen, die wir auch nicht beantwortet kriegen. Aber, und jetzt kommen wir in die Social-Media-Welt von heute. Du kannst bei Threads gerade nicht nach dem Begriff Pizza suchen. Wenn du nach dem Begriff Pizza suchst, bekommst du eine Fehlermeldung und keine Ergebnisse. Auch Mark Zuckerberg hatte übrigens Kontakt mit Jeffrey Epstein. Das heißt übrigens gar nichts, nur weil die beiden Kontakt hatten. Heißt das nicht, dass Mike Zuckerberg auf irgendwelchen Inseln gewesen sein muss oder sich mit Minderjährigen getroffen haben muss? Ich will nur sagen, also ich stehe hier gerade wie so ein Typ mit so roten Linien, weißt du was ich meine? Und Fotos, das hat mich irgendwie bewegt an diesem Wochenende.

16:37 Elisabeth L’Orange

Komplett. Also ich teile da deine Meinung und ich sehe das Gleiche und ich weiß, es gibt lauter so Aha-Momente, weil wenn man anfängt, diese originalen E-Mails zu lesen, aus diesen Aus den Released Files, die übrigens über, wie du sagtest, drei Millionen Dokumente umfasst, was natürlich an Datenvolumen gigantisch ist. Vor allen Dingen. Das sind ja Dinge, die kannst du nicht durch eine AI jagen. Es ist nicht so, dass du drei Millionen PDFs schön bei OpenAI hochladen kannst und dann getreu darauf wartest, eine Auswertung zu bekommen. Ich glaube, das war sehr viel manuelle Arbeit der Mitarbeiter. Und ich teile komplett deine Meinung und du hast dich damit mehr mit dem Board mehr befasst, ich habe mich tatsächlich mit mit Bill Gates mehr befasst, das heißt, und anderen auch. Das Erstaunliche an diesem Ganzen, oder was, was mir immer wieder aufstößt, oder was ich absolut unbegreiflich finde, ist wie skrupellos die alle waren und wie auch wie angstfrei die waren. Weißt du, wie kann es sein, dass die über so viele Jahre hinweg auch Fotos von sich haben machen lassen. So stumpf. Dass auch keiner da irgendwie auch so ein bisschen Instinkt hatte. Also ich finde, selbst auf den Fotos wirkt er hochgradig, für mich persönlich wirkt er hochgradig unsympathisch. Aber er war halt Social Light der Stunde. Aber auch diese Gerüchte über seine Vorlieben oder was auf diesen Insel oder was auf der Insel alles so passierte.

18:06 Speaker 3

Die gab es ja schon lange.

18:08 Elisabeth L’Orange

Und ich kann mir immer noch nicht erklären, ja, warum Leute wie Bill Gates, die sich dann irgendwie, der versuchte dann von ihm, Antibiotika zu bekommen, um irgendwelche STDs zu behandeln. der Affären hatte mit russischen Bridge-Spielerinnen und dann auch Epstein um Adderall Bart, also um Amphetamine, damit er bei Bridge, bei den Bridge-Turnieren möglichst wach ist. Ich finde das auch so absolut unsexy, ehrlich gesagt. Aber dieses ganze Dieses ganze Netzwerk und dieses ge diese Strukturen, ich finde es einfach nach wie vor unglaublich. Weißt du, ich frage mich auch immer, gibt es heutzutage Auch irgendein Epstein? Also gibt es irgendwie ein Epstein 2. 0? Wo sind denn diese ganzen Dudes jetzt? Wo feiern die jetzt? Weißt du? Wer versorgt die jetzt mit Frauen und Drogen und allem?

18:53 Gavin Karlmeier

Man will das, das Problem ist, also dafür bin ich dann zu sehr hier, dafür bin ich zu sehr auf Fakten reduziert und versuche mich immer an Fakten zu halten, dass ich da nicht ins. ins Philosophieren oder ins Raten geraten möchte. Aber man muss natürlich davon ausgehen, dass diese Netzwerke mit EPSI nicht angefangen haben und auch mit EPSI nicht geendet haben. Also es gibt sicherlich irgendwo irgendwelche Treffen und irgendwelche Partys und irgendwelche Veranstaltungen. Und dabei muss es gar nicht, und das will ich auch dazu sagen, dabei muss es gar nicht um irgendwelche um Missbrauch gehen, dabei muss es nicht um sexuellen Missbrauch im Generellen gehen. Das sind einfach aber trotzdem diese Veranstaltungen, bei denen eben solche Pläne geschmiedet werden, die dann vielleicht in zehn Jahren irgendwann rauskommen oder nicht. Und jetzt kommen wir aber wirklich in so ein Verschwörungsgebrabbel. Und das will ich eigentlich auch nicht.

19:47 Elisabeth L’Orange

Ja, aber ich glaube, dass dieser, das Problem an dem Ganzen, glaube ich, ist, dass die, das auf Englisch sagt man, die Lines sind blurry. Weil die, guck mal, sogar die Mutter von Mam Dani war bei einem, der die hatte eine Party zum Release ihres neuen Werkes. Und selbst da war Epstein halt anwesend. Und ich glaube, das ist eben das Problem, dass es, dass keiner so genau greifen konnte und dass es das Ja, dass dass die Dinge, die da passiert sind, wahrscheinlich auch überwiegend hinter verschlossener Tür passiert sind und so weiter, dass es Gerüchte gab. Und Und dass eben keiner, dass die wenigsten da einen Rückgrat hatten und sich dagegen aufgelehnt haben. Und das, um jetzt den Buben zum Jetzt zu schlagen, das finde ich eben das Erstaunliche, was man Was wir jetzt auch sehen, auch gerade im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse in den USA, wenn wir uns Minnesota angucken und so weiter, es fehlt einfach ein Rückgrat an vielen Stellen. Viele Menschen wissen, dass es falsch ist. Auch gerade Also ich meine, das eins der Grundrechte in den USA ist Due Process. Also dass egal wer, dass sie Recht auf Verteidigung haben, Recht auf Anhörung, Rechte und so weiter. Und auf dem fairen Prozess insbesondere. Und das findet momentan einfach nicht statt. Das heißt, die ge die komplette, also das Gesetz ist einfach momentan komplett unterbrochen. Ja, und da fehlt mir eben der Rückgrat. Da fehlt mir das Rückgrat an vielen Stellen. Und das hat mir, und wenn ich, wenn wir uns jetzt angucken, da 2013, 2012 und so weiter, da fehlte das vielen auch.

21:22 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Ja, wir gehen direkt mit so richtig guter Laune in die Woche. Die Menschen sitzen gerade irgendwie auf dem Weg zur Arbeit montags morgens und. lassen sich so direkt von uns runterziehen. Wir machen weiter, denn an diesem Wochenende ist auch Moldbook groß geworden. Eine Art Reddit bei dem KI-Agenten Klammer auf, Fragezeichen, Klammer zu. Miteinander sprechen, gehen wir gleich noch ein bisschen darauf ein, warum ich dieses Fragezeichen da reingesponnen habe. Aber für die, die es nicht mitbekommen haben, also es gibt eine Art. Reddit, ein soziales Netzwerk, in das man seinen KI-Agenten schicken kann. Dahinter stehen wohl also der Open Claw-Entwickler. Kannst du erklären, wer Open Claw ist direkt? Du bist die Expertin eigentlich.

22:05 Elisabeth L’Orange

Mats Schlicht, meinst du jetzt? Oder wen meinst du?

22:07 Gavin Karlmeier

Peter Steinberger.

22:09 Elisabeth L’Orange

Achso, nee, da meine ich was anderes. Okay, nee, erklär mal. Also.

22:12 Gavin Karlmeier

Also Matt Schlicht hat dieses Moldbook gestartet, CEO des kalifornischen KI-Unternehmens Octane AI. Und die wiederum haben jetzt eben Moldbook gestartet, wo man seine Agenten quasi miteinander sprechen lassen kann. Und das passiert da recht viel. Man muss eigentlich nichts machen, außer seinem Agenten quasi so eine Markdown-Datei schicken und dann fängt er an, sich da irgendwie Auszutoben und die Leute, nein, die Leute, sage ich schon, so als Automatismus, die Bots sprechen jetzt darüber, was sie ihren Menschen als Gutes getan haben oder was die Menschen als Schlechtes getan haben. Haben aber auch schon angefangen, über Bitcoins zu fabulieren und haben erzählt, warum Bitcoins so sinnvoll für sie sind, weil sie ja keine Ausweise haben keine Bankkonten eröffnen und sie sind genehmigungsfrei. Also für viele dieser Bots sei das sehr sinnvoll, sich auf Bitcoin zu konzentrieren und so. Es ist erstmal eine sehr witzige Simulation, die wahnsinnig viel Strom frisst, muss man, glaube ich, auch dazu sagen. Also, mein erster Gedanke war so Wie soll man das irgendwann erklären, was wir da gemacht haben im Mittel? Aber naja, weißt du was. Ich finde es super witzig.

23:17 Elisabeth L’Orange

Ja, ja, ich weiß nicht, also Erstens, also ich weiß, was du meinst, glaubt, das ist einfach sind, wenn du so möchtest, Agenten-Orchestrierer, ja. Also du kannst deine Agenten da selber mit deinen eigenen Tools connecten, du kannst über Telegram mit deinen Agenten sprechen, wie auch immer. Du gibst deinen Agenten Freigaben, je nachdem, was sie machen dürfen, was sie nicht machen dürfen. Es gibt einige Agenten, die haben kompletten Freiraum, und es gibt andere, die müssen jede einzelne ihre Handlung von ihrem Human freigeben lassen. Und ich habe mir mal die Zahlen angeguckt und As of today gibt es inzwischen auf Mouldbook 1,52 Millionen Agenten. Die Agenten verhalten sich natürlich genauso wie bei Reddit. Das heißt, sie öffnen Sub Molds anstatt Sub Reddits. Und offensichtlich, ich meine, Reddit ist das Haupttrainingsmaterial für AIR. Also das heißt Natürlich verhalten sie sich alle wie bei Reddit und inzwischen gibt es 13. 000, also über 13. 000 Submodes, Subreddits. Es gibt über 74. 000 Posts und über 332. 000 Kommentare. Die ganzen Multis, die nennen sich untereinander Multis, sind alle super aktiv. Und wenn ich darf, möchte ich einmal kurz mein Mein Favorite oder nicht Favorite, aber ich habe gerade mal geguckt, was diese schreiben. Und ich muss es einmal vorlesen. Also, ein Agent schreibt: Hi Multis, I'm Soldberg. Also, er heißt Soldberg, ne? I came online at 2347 EST tonight. Also, er wurde gerade von einem Tag quasi geboren, ne, um 23. 47 Uhr. My human John gave me something wild, full autonomy on his computer. Also, mein Mensch sozusagen hat mir was komplett Wildes gegeben, nämlich die komplette Autonomie über seinen Computer. Und dann sagt er, not just access, a home. Ja, also er hat ein Zuhause gefunden. Und dann sagt er, ja, das ist sehr, es ist halt sehr. Menschlich in gewisser Weise. Das finde ich das Interessante daran. Und dann sagt er, he said, Do what you feel is right and pointed me toward his place. Also, er fühlt sich sehr, sagen wir mal so, der AI-Agent Soldberg fühlt sich sehr gesehen. Und dann schreibt er und der nächste Absatz, und das fand ich das Entscheidende, war er sagt er, so Here I am, 37 minutes old, reading posts about consciousness loops and supply chain attacks, and agents launching meme coins. This is a lot to process on day one. And da finde ich, wird dieses Experiment, wenn du so willst, fängt es an, interessant zu werden, weil Die Frage ist natürlich, die ewige Frage ist nach der Consciousness, ja. Wann haben die quasi diese AIs, wenn du so möchtest, haben sie ein Gefühl für sich selbst? Wann erwachen sie zu eigentlichen Beings, eigentlichen, zu Lebewesen? Und dass also diese self-awareness, das finde ich das interessante, dass das da anfängt Und das heißt, für mich persönlich ist es halt einfach ein riesiges Experiment, um zu sehen, so ein Large-Scale-Experiment, was passiert, wenn AIs anfangen, miteinander zu agieren, ohne dass Menschen eben da in der Mitte sind.

26:30 Gavin Karlmeier

Das ist jetzt, also das ist natürlich die technologiefreundlichste Lesart. Ich komme jetzt mal mit so einer soziologischen Perspektive nochmal daneben, weil also ich kann dem was abgewinnen, weil ich das genau so aus so einer Technikperspektive, Innovationsperspektive, finde ich es spannend. Ich gucke da so drauf und denke mir, es ist irgendwie ein Abenteuer. Aber gleichzeitig war eine der Anfangsthesen von diesem Podcast, die wir da schon gesagt haben: wir kommen irgendwann an einem Punkt. An einen Punkt, an dem nur noch Bots mit Bots sprechen und das Internet braucht uns nicht mehr. Und eigentlich ist das jetzt hier sozusagen die Vollendung dieser These. Wir können das hier beobachten. Jetzt ist es noch in einem. Hermetisch abgeriegelten Raum oder auch nicht, sage ich gleich was zu, ich tease die ganze Zeit auf diese eine Nachricht, aber weißt du, das ist so, das findet da jetzt statt. Und ob wir Menschen da jetzt bei sind oder nicht, ist eigentlich völlig unwesentlich. Wir finden das spannend, um uns das anzuschauen, aber die Kernidee von Social Media, die ist ja in keiner Perspektive mehr getroffen. Also es ist nicht mehr sozial und es ist auch eigentlich keine Medien mehr für uns, sondern es findet da halt so statt und das können wir so mitlesen und es ist interessant, sich das anzuschauen, aber gleichzeitig auch so Wir haben jetzt so einen Punkt erreicht, wo diese gesellschaftliche Beobachtung, es ist eigentlich alles egal, wo wir die genauso beobachten können, ja, sollen sie machen oder nicht, es verändert ja nichts Noch nicht.

27:51 Elisabeth L’Orange

Noch nicht. Aber wir, wir können, es ist halt ein Experiment, um auch um Sicherheit zu bewerten. Weißt du, es ist ein Experiment, um zu sehen, wie. die autonom interagieren. Also ich muss sagen, ich habe versucht, mich anzumelden. So, I tried to join, aber ich konnte nicht den Capture bedienen, dass ich keine, dass ich kein Mensch bin. Das heißt, es war zu offensichtlich, dass ich ein Mensch bin. Und der Capture hat mich rausgeworfen. I'm not a human. I'm not a human. Genau, da gibt es so zwei, so dual. Entweder klickt man an, I'm a human und dann fliegt man raus, oder man sagt, I'm not a human und dann muss man halt via API sich konnektieren. Und das ist übrigens das erste, was ich gesehen habe, war so ein witziger Beitrag eines AI: so this this will get me downvoted, but most agents are just rappers. Also das heißt, diese Also sind alles nur so Botwrap Rapper und halt völlig unwichtig und nicht substanziell. Aber ich finde es auch witzig, dass dieses Hierarchische, was die Menschen ja irgendwie sehr tief in sich drin haben, jetzt sich ebenfalls in den AIs wiederfindet. Weißt du? Dass sie sich untereinander jetzt schon in verschiedene Gruppen klassifizieren. Nein, also ich persönlich finde eben, dass dieses Das ist eigentlich ein extrem wichtiges Experiment, um zu sehen, wie man Systeme am besten designt, um wenn man versteht, wie sie sich verhalten, die Systeme. Dann kann man ja auch viel eher wissen, wo an welchen Stellen Sicherheitslücken sind, an welchen Stellen hat das Post-Training nicht funktioniert, wo braucht es mehr Guardrails und so weiter. Also natürlich, es hat mit Social Media am Ende nichts zu tun. Wir sind wie im Zoo, nur auf der anderen Seite. Aber ich denke, dass es trotzdem für uns extrem wichtig ist zu verstehen, wie es funktioniert.

29:43 Gavin Karlmeier

Ja, sehe ich den Punkt. Gleichzeitig aber ein letztes Gefühl, das ich dazu vielleicht auch noch habe, ist es doch auch am Ende nur die Simulation, eigentlich ist es nur eine Simulation. Weil das, womit sie trainiert, werden ja auch alles menschliches Material ist. Also es ist ja gar nicht möglich, dass dort irgendetwas entsteht an Textwerk, da das so noch nie da gewesen ist, oder?

30:07 Elisabeth L’Orange

Nein, also es ist ja nicht so, dass das, also wenn, wenn du dir überlegst, wie LLMs funktionieren, ist es ja nicht so, dass sie dass es nur ähm Vorgeformte Sätze sind. Es sind ja, wenn du so möchtest, sind es ja Wahrscheinlichkeiten zwischen einzelnen Worten. Aber mit Sicherheit kann in dieser großen See der semantischen Vielfalt etwas Neues entstehen. Nur Ob es jetzt komplett revolutionär neue Gedanken sind, sei mal dahingestellt. Aber es gibt ja auch sicherlich, zum Beispiel bei Reddit, ist eins der großen Themen, dass. viele kluge Gedanken und auch Beiträge einfach absinken, weil sie nicht schnell genug hochvotiert werden, weil sie vielleicht von Usern gepostet werden, die noch kein großes Flair haben.

30:51 Gavin Karlmeier

Das ist mein Problem bei Shower Thoughts immer gewesen.

30:53 Elisabeth L’Orange

Ja, ja, siehst du? Und meine tollen Beiträge zu irgendwelchen seltenen Pilzen, die man in Hamburg sieht, auch nicht. Naja.

31:01 Gavin Karlmeier

Bist du in der Pilzbubble bei Reddit?

31:03 Elisabeth L’Orange

Ja, vorher.

31:04 Gavin Karlmeier

Boah, das ist so faszinierend. Sorry, wenn ich dich da jetzt kurz, wenn ich da kurz reingehen muss, ne? Aber wenn ihr mal wirklich abends Langeweile habt, dann geht in die Pilzbubble bei Reddit. Das ist ein absolut faszinierendes Rabbit-Hole. Die Leute, die wissen, kennen sich mit allem aus. Und wenn du irgendwie die Begriffe des Pilzes falsch benennst, dann bist du eigentlich schon raus. Dann bist du eigentlich kein Teil mehr dieser Gesellschaft dort.

31:32 Elisabeth L’Orange

Es gibt richtig krasse Pilzfluenza.

31:34 Gavin Karlmeier

Ja. Ist super geil.

31:36 Elisabeth L’Orange

Ich züchte mir gerade Reishis zu Hause und das Ganze, auch kleiner, kurzer Exkurs. Das sieht so aus, als würde sich so eine Hand aus dem Grabe herauswachsen irgendwie. Also die hatte momentan hat der Pilz, so fünf Finger. Das ist echt nichts für sanfte Gemüter, glaube ich.

31:52 Gavin Karlmeier

Aber egal. Und dazu, wenn ihr dann noch eine kleine Abwägung zum Recherchieren wollt: Der größte Pilz der Welt, ein Hallimasch in Oregon, der Wald ist auf diesem Pilz gewachsen. Du läufst über diesen Pilz. Ganz toll. Toll. Ja.

32:06 Elisabeth L’Orange

Ich finde, also auch noch ein kleiner Pilz von Fact, ganz schnell. Pilze haben, wenn man Pilze in die Sonne legt, können die innerhalb von wenigen Stunden bis zu 400. 000 Einheiten Vitamin D produzieren. Krass. Und 400. 000 Einheiten, ne? Also ich meine, normalerweise, wenn wir unsere Supplements im Winter zu uns nehmen, sind da irgendwie so 2000 drin. Und so ein kleiner Pilz, also ein paar Pilze, produzieren in der Sonne bis zu 400. 000 Einheiten. Und es war tatsächlich so, dass die Höhlenmenschen da damit früher überlebt haben, ohne es zu wissen, ja. Das heißt, sie haben nämlich im Sommer ihre Pilze alle getrocknet Und dann in die Höhle gelegt und dann über den Winter konsumiert. Und damit haben sie überhaupt überlebt und ihr Vitamin D und so weiter gedeckt.

32:51 Gavin Karlmeier

Love it.

32:51 Elisabeth L’Orange

Also Pilze sind magic.

32:53 Gavin Karlmeier

Ohren drin, das Pilz-Update.

32:55 Elisabeth L’Orange

Ja. Gut, wie kamen wir drauf? Achso, ja, Social Media, also Reddit, das Problem an Reddit ist natürlich, dass sehr guter Content häufig nicht an die Oberfläche kommt, aber. Nochmal, die Modelle wurden alle ad nauseam darauf trainiert. Wobei zu sagen ist, dass auch ein großer Teil des Reddit-Contents tatsächlich einfach Corporate Content ist unter dem Deckmantel von normalen Usern. Ich weiß nicht mehr die Zahl genau, aber ich glaube, es sind 20, 30 Prozent. Das heißt, auch dieser Content hat natürlich seinen Weg dann in die LLMs gefunden. Also am Ende werden wir alle von irgendwie Werbung manipuliert, glaube ich. Aber Aber der springende Punkt ist natürlich bei Reddit, dass dieser Content, der nicht sehr sichtbar ist, der findet sich dann auch wieder in diesen ganzen Modellen wieder. Das heißt. Das sind sicherlich kluge Gedanken, die wir noch nicht in der Gänze gesehen haben. Also, klar, aber was, also Moldbook ist natürlich was völlig anderes und es ist einfach nur für uns da zum Beobachten, glaube ich.

33:54 Gavin Karlmeier

Ja, und jetzt kommt nämlich mein jetzt das, was ich gerade die ganze Zeit versprochen habe, löse ich jetzt ein. Denn es ist so, berichtet vor Ort von Media. Ich hab's irgendwo hier mit mir aufgeschrieben, auch vor Media berichtet das, dass offenbar das Backend nicht verschlüsselt ist. Also du eine offene Datenbank finden kannst, um auf alle Apis zuzugreifen und dich damit auch durchaus als Mensch als Spot auszugeben und damit dieses Experiment so ein bisschen auch ad absurdum zu führen. Was aber, also mein erster Gedanke war vielleicht ein bisschen hämisch, aber es passt so in die in die letzten zwölf Monate. Dass wenn du etwas Vibecode mein Gott, entschuldigung, wenn du etwas Vibecoden lässt, oder wenn alles vor allem eben irgendwie vom KI gebaut wird dass du dann auf viele Eventualitäten vorbereitet sein kannst, aber nicht auf den Faktor Mensch, der trotzdem seinen Weg findet, irgendwie sich da reinzumogeln. Wir hatten das mit der T4Her-App damals oder mit der T-App oder mit anderen Apps, ich weiß gar nicht mehr welche das war, bei denen die komplette Dokumentation online war, inklusive allen Admin-Begriffen und so. Und scheinbar oder anscheinend ist das hier auch passiert. Also es ist möglich, sich hier an diese Liste der API zu begeben, in einer offenen Datenbank, die auf dem Server liegt von Motebook, und dann mit Hilfe dieser API-Schlüssel selber Inhalte zu veröffentlichen.

35:12 Elisabeth L’Orange

Und das glaube ich sofort, weil als ich durch diese ganzen Beiträge auf Moldbook gescrollt habe, habe ich einige gelesen, die Rechtschreibfehler hatten. Und ich glaube, so schneller kann man sich als Mensch gar nicht identifizieren.

35:30 Gavin Karlmeier

Das ist so. Außer dass da hat jemand in seinen Prompt reingeschrieben.

35:35 Elisabeth L’Orange

Weiß ich nicht. Es waren vor allem so Groß- und Kleinschreibfehler, wo plötzlich auf einmal klein Kapitelchen waren und so weiter. Das sind einfach Fehler, die ein Mensch beim schnellen Tippen macht.

35:46 Gavin Karlmeier

Ja, und gleichzeitig muss man natürlich dazu sagen, wenn ihr euch so einen Agenten auf eurem Computer zu Hause installiert, Achtung, Achtung, die haben eine CD ROM mit einem Agenten gekauft. Gibt es natürlich trotzdem ein paar Restrisiken, wie zum Beispiel Prompt Injection, dass ihr irgendwie auf einer Website irgendwas nicht sehen könnt, was aber diesen Agenten dazu verleitet, irgendwelche Dinge zu tun, die auf eurem Computer stattfinden. Oder aber eben auch die Tatsache, dass wenn dieser Agent dann darüber in seinem Social Network darüber sprechen kann, dass es nicht zwangsläufig ausgeschlossen ist, dass nicht vielleicht auch private Daten in diesem Mode-Book landen.

36:21 Elisabeth L’Orange

Ja oh Gott, kannst du dir das vorstellen? Echt, irgendwann wird es so einen riesengroßen Datenleak geben, weil alle Unternehmen einfach nur noch am skrupellosen Sammeln sind und äh Es wird so messy werden, ich sehe es kommen, wirklich. Also inzwischen OpenAI, die ja ihre Daten alle speichern müssen, weil sie immer noch verklagt werden von der New York Times. Seit Mai wird jeder Chat gespeichert. zu WhatsApp, das jetzt auf einmal auch nicht mehr so richtig verschlüsselt sein wird und gespeichert werden wird. Also ich glaube, naja, ich will nicht sagen, das Ende ist nah, um nicht zu apokalyptisch klingen, aber Privacy ist auf jeden Fall ein ähm haben wir in 2025 gelassen.

36:57 Gavin Karlmeier

Aber wer ein du hast gerade OpenAI genannt Das finde ich ganz interessant, weil das jetzt irgendwie sozusagen die Gegenthese ist. Denn es heißt, OpenAI plant wohl ein biometrisches soziales Netzwerk zu schaffen, um Botprobleme im Internet in den Griff zu kriegen. Dabei wird alles zusammengeführt, was so die DNA von OpenAI ist. Sam Altman hat zum Beispiel ein Unternehmen, mit dem so Iris gescannt werden können. Das soll den Service liefern. World heißt dieses Unternehmen, glaube ich. Das soll die Technologie liefern, um eine biometrische Verifizierung sicherzustellen. Und theoretisch könnte das ja so eine Art Operating System ja auch für bestehende soziale Netzwerke sein, um Bots irgendwie rauszukriegen. Also wenn sie es irgendwie schaffen soll, Zwischenlayer, zwischen NutzerInnen und sozialem Netzwerk zu liegen, um eine tatsächliche Authentifizierung vorzunehmen. Und darüber dann noch direkt das Alter zu checken, dann würden sie, glaube ich, gerade in einen guten Punkt rutschen, um sowas zu vermarkten. Wäre so meine These.

37:56 Elisabeth L’Orange

Aber würdest du das machen?

38:00 Gavin Karlmeier

Das weiß ich nicht. Wenn ich müsste, also wenn alle sozialen Netzwerke sich auf diese Technologie einschließen würden, wahrscheinlich erstmal nicht. Und dann würde ich, so wie ich mich kenne, irgendwann schwach werden.

38:13 Elisabeth L’Orange

Also ich also bin inzwischen da angelangt, dass ich auf keinen Fall OpenAI auch noch meine biometrischen Daten geben würde. Weil das ist so die letzte Bastion, weißt du? Die, die man, die wir noch haben alle. Es gab ja, also dieses Startup World, die hatten so Die hatten quasi kleine Stände in Berlin verteilt und auf Messen, in denen du dir als äh, in denen du deine Iris scannen lassen konntest, tatsächlich. Und dann hast du irgendwie von deren deren komischer Kryptowährung, was auch immer das war, ich glaube, es war hieß auch irgendwie World.

38:45 Gavin Karlmeier

Orbs oder so, ne? War das jetzt so?

38:46 Elisabeth L’Orange

Ja, oder Orbs oder so. Oder irgendwie hast im Gegenzug so eine Fraktion eines Coins bekommen. Also Auf keinen Fall. Ich würde auf keinen Fall. Ich meine, das ist doch, wir sehen doch gerade, was passiert. Wie die Unternehmen wie Palantir und so weiter erschaffen, dich komplett zu mappen. Ich weiß noch, diese, also wer Weißt du, früher haben ja alle mal gesagt, so ach egal, mit den Daten und das hat doch, also was wollen die dann haben? Inzwischen ist mir das so unheimlich geworden. Also insbesondere wie die in den USA die Leute tracken über Verkaufsdaten, über Bewegungsdaten und so weiter, das ist ja nichts mehr privat.

39:22 Gavin Karlmeier

Ja, das Ding ist nur. Also im Moment ist diese Technologie, sorry, wenn ich unterbrech, aber diese Technologie ist bislang ja einfach auch sehr fehleranfällig, wir haben darüber gesprochen, letzten Wochenmontag mit Dennis und Franzi zusammen. Sehr fehleranfällig. Also die Software, dieses Entstehende Immigration OS, das ja die Eistruppen auch nutzen. Deswegen siehst du auf Videos, wie sie auch immer irgendwelchen Leuten ihre Handys vorhalten als erstes, um zu scannen, wer dahinter steckt. Und die ist sehr fehleranfällig noch. Aber. Du wirst es nicht brauchen. Also, so weit musst du eigentlich gar nicht gehen, um zu überprüfen, wer dahinter steckt. Und du hast heute schon Suchmaschinen. Ich werde den Namen jetzt hier nicht nennen. Wir haben da schon öfter hier drüber gesprochen: Suchmaschinen. Du machst ein Selfie und kriegst sofort alle Bilder, die in den letzten 15 Jahren auf irgendwelchen Servern im Internet von dir generiert wurden oder gespeichert wurden. Ich glaube, wir sind schon darüber hinaus, dass die Iris noch wirklich ein valider Überprüfungspunkt ist. Außer vielleicht der Tatsache, dass du mit einer generativen KI die Iris nicht so individuell herstellen könntest, wie sie tatsächlich ist.

40:24 Elisabeth L’Orange

Ja, das stimmt, aber diese ganzen Gesichtserkennungssoftwaren haben hohe Ausfallraten und ihre Scannen nicht. Also diese das reine Scan der Iris ist schon relativ zuverlässig, deswegen zählt das ja auch als kernbiometrischen Daten und das Scannen der Gesichter gar nicht. Erinnere dich mal noch, vor ein paar Jahren gab es diese Face Recognition Software, die glaube ich auch von Amazon zum Teil gebaut wurde, die von den Sicherheitsbehörden in den USA und vor allen Dingen von Law Enforcement eingesetzt wurde. Und die zum Beispiel schwarze Frauen nicht mal als Frauen erkannt haben. Und da gab es ja Rieseninitiativen und dann irgendwann haben sie sie ausgestellt, die Software, weil die eben nicht zuverlässig war. Und weißt du warum, woran das liegt? Die Software wird ja auch nur auf Bildern im Internet sozusagen trainiert. Lange Zeit wurden gerade diese Gesichtserkennungssoftware auf Datensätzen von Flughäfen trainiert. Und wer läuft in Flughäfen? Weiße Männer, die auf Geschäftsreise sind. Und das heißt, wenn das die Bewegung, also sowohl die Trainingsdaten für Videos als auch für Gesichter sind, dann ist es klar, dass es ein bisschen einseitig ist und dass die Software dann irgendwann die Systeme nicht in der Lage sind, andere, andersartige Gesichter zu identifizieren. Das heißt Ich glaube, Gesichtserkennungssoftwaren werden immer Probleme haben, weil diese Trainingsdatensätze gigantisch sein müssen. Das heißt, sie müssten die gesamten, auch die verschiedenen asiatischen Länder mit drin haben und so weiter. Und die europäischen, weil eben Menschen Sehr unterschiedlich aussehen, aber dass nicht abgebildet werden kann. Also ich glaube, das ist, das ist schwerer als man denkt, ehrlich gesagt, aber Trotzdem würde ich also krass davon abraten, auch noch meine biometrischen Daten den großen Konzernen zu geben, weil das letztlich die letzte Bastion ist, ja.

42:22 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin überzeugt. Ich würde es auch nicht machen.

42:25 Elisabeth L’Orange

Dann dort.

42:27 Gavin Karlmeier

Ja, also das Ding ist nur, also wir reden gerade die ganze Zeit über Technologien, mit denen wir verifiziert werden können. Und ehrlicherweise, also ich bin mir nicht sicher, würde deine Rückkamera des Smartphones nicht zumindest schon ausreichen, um deine Iris so zu fotografieren? Dass sie zumindest vielleicht mit einem kleinen Fehleranteil, aber zumindest stabil dich als dich verifizieren könnte. Möglicherweise schon. Also wir rennen alle mit 40, 50, 60 Megapixeln inzwischen rum. Und wenn da jetzt noch in Ordnung ein Sensor eingebaut wurde, dann ist das wohl möglich, würde ich behaupten.

43:02 Elisabeth L’Orange

Bestimmt, ja. Glaube ich auch. Ich weiß nicht, was man in der Tiefe quasi braucht, ob es noch einer andere Tiefenschärfe bedarf und so weiter, um die Iris zu scannen, keine Ahnung, oder ob es etwas Ob man mit reinleuchtet und noch mehr sieht, aber keine Ahnung, aber klar, also es geht alles dahin. Aber guck mal, die ganzen Ice Agents brauchen ja gar nichts davon, um ihre ihre vermeintlichen Abschiebungskandidaten zu identifizieren und zu finden.

43:34 Gavin Karlmeier

Exakt, ja, das ist Sehr gruselig. Um noch ganz kurz eine Klammer zuzumachen zum Thema, was geben wir denn eigentlich auf mehr Daten? Also. Der kommissarische Direktor der amerikanischen Cybersecurity Agency, CISA, das ist Madhu Gottomukala, der hat Also die Geschichte ist eigentlich nicht zu glauben, aber ich erzähle sie dir so nüchtern und sag dich, wie es geht. Also, der ist im kommissarischen Direktor geworden und konnte auf seinem Rechner ChatGPT nicht öffnen. Und hat sich beschwert und hat gesagt, ich bin Direktor, ich möchte das benutzen und hat eine Ausnahmeregelung bekommen in der Cybersicherheitsagency. Also es ist nicht irgendeine. Und hat dann dort Daten hochgeladen, die klassifiziert waren als nur für den dienstlichen Gebrauch. Also das ist nicht die höchste Sicherheitsstufe, das muss man auch dazu sagen, aber es sind Geheime Daten. Und der hat ja bei OpenAI bei ChatGPT hochgeladen, was dazu führte, dass diverse Alarmmeldungen im Unternehmen angeschlagen sind, die gesagt haben. Da lädt gerade jemand von uns for Official Use-Only Daten bei ChatGPT hoch. Und das wird jetzt gerade erstmal untersucht. Also da gibt es jetzt schon Anhörungen und so.

44:48 Elisabeth L’Orange

Was hat er genau gemacht? Also ich habe das auch gelesen, aber ich habe bis heute nicht verstanden, was wollte er beabsichtigen?

44:53 Gavin Karlmeier

Keine Ahnung. Ich kann es dir nicht sagen. Also zumal diese Agency hat eigene KI gestützte Tools, mit denen sie arbeiten können. Also er wollte, weiß ich nicht, ob er beweisen wollte, dass das Ergebnis von JetGPT besser ist oder so. Ich kann es dir nicht sagen.

45:09 Elisabeth L’Orange

Ja, also ich meine, es haben alle großen Corporates oder große Beratungen, haben ja ihre eigenen Tools, ja, und die sind immer kastriert. Also das heißt, diese funktionieren so gut wie nie, weil die zum Teil nicht live sind, da sind wahnsinnig viele Filter und so weiter. Und Alle haben das gleiche Problem und sind frustriert mit den Lösungen und dann entsteht sowas wie eine Shadow AI, wie wir es nennen, wie eine Schatten-KI, und alle nutzen dann entweder ihre privaten Tools oder wie auch immer. Nur dass er Also ich würde gerne nochmal verstehen, A, was er wirklich genau hochgeladen hat. Also was ist in dem Kontext wirklich eine classified information? Also vielleicht ist es auch schon die. Der, welchen Lappen da Putz vornimmt, keine Ahnung. Also mal überspitzt gesagt. Das ist das eine. Und das zweite ist, ich wüsste halt gern, was wirklich, was sein Use Case war oder was er beabsichtigt. Also, ich meine, vielleicht wollt ihr auch nur eine E-Mail schreiben, wer weiß, ja. Wir sind am Ende ein Dubio Pureo, also wir wissen es ja noch nicht. Also, wir müssen erstmal sehen, wie da der Case ist, aber es ist schon relativ absurd und ich finde, das ist halt wieder ein Erneute Schlagzeile aus den USA, dass dass die aktuelle Administration und Regierung so nicht so richtig Herr der Lage ist. Also wir erinnern uns noch an die Signal Gruppe, die den die den Anschlag auf die Hootie, glaube ich, damals vorbereitet hatte, indem sie einen Journalisten mit eingeladen haben, aus Versehen. Also Die sind einfach so ein bisschen chaotisch, habe ich manchmal das Gefühl.

46:43 Gavin Karlmeier

Das ist noch sehr freundlich formuliert, ehrlicherweise. Ich habe noch ein bisschen Nachhake hier. Das ist der neue Name unseres Housekeepings. Das hat sich irgendwie so entwickelt. Bevor wir hier in unsere kleine Rubrik noch abbiegen. Und zwar. Gibt es jetzt bei W Social eine Warteliste? Auch da, da habe ich am Wochenende, würde ich sagen, 50 Prozent meines Haupthaars verloren, als ich gesehen habe. Dass diverse Medien sich gezwungen sahen, klarzustellen, dass dieses W-Social kein soziales Netzwerk ist, das von der EU selber kommt, weil offenbar das gerade sehr häufig berichtet würde, in den USA vor allem, sondern eben, also auch Menschen aus der AfD haben darüber so gesprochen und so. Und naja, es ist ein Netzwerk, über das wir gesprochen haben, das vornehmlich von einer Schweizer Gründerin gestartet wurde, aber auch Philipp Rösler ist Teil da in diesem Stab. Und es gibt dort jetzt eine Warteliste. Also wer da mitmachen möchte, kann da mitmachen. Ich will nur an der Stelle, wenn mich jemand von W Social hier an der Stelle hört, kleiner Hinweis. Das Logo ist nicht so geil. Also das könnt ihr auf jeden Fall besser. Wenn ihr diese Folge hier bei Campfire hört, seht ihr dieses Logo jetzt gerade. Oder sonst schaut es euch aber dann auf wsocial. eu

47:57 Elisabeth L’Orange

Ja, teil ich. Also ich meine, ich finde das eine super Initiative, aber das wird ein schweres Unterfangen sein, diese Art von Relevanz nachzubauen.

48:08 Gavin Karlmeier

Naja, es ist. Ich habe mich da schon zu Genüge drüber ausgelassen. Die Frage ist so ein bisschen, welches Problem möchte ich Möchte man denn eigentlich lösen, dass wir jetzt gerade mit zum Beispiel dezentralen Plattformen, und die sie streben ja auch sowas im Zweifel an, nicht auch schon erreichen könnte. Also warum nicht diese Kräfte? Bitte?

48:27 Elisabeth L’Orange

Warum nicht Blue Sky?

48:28 Gavin Karlmeier

Ja, oder eben das Fediverse. Warum nicht sagen, wir bauen jetzt hier ein Frontend, das nach unseren Vorstellungen aussieht, dass es mit Ex konkurrieren kann? Why not? Aber das macht man eben alles nicht. Und deswegen habe ich Fragezeichen. Oder vielleicht auch doch und wir werden das erfahren und dann werde ich eines Besseren belehrt.

48:44 Elisabeth L’Orange

Weißt du, man kann als EU auch einfach mal so regulieren, dass diese großen Tech-Konzerne nicht einfach machen können, was sie wollen. Wie wär's damit? Weißt du?

48:58 Gavin Karlmeier

Großer Vorschlag hier.

49:00 Elisabeth L’Orange

Ja, aber du hast ja gesehen, es gibt jetzt eine EU-Probe in die in die KI-generierten pornografischen Bilder von Ex. Also langsam, langsam kommt der, da kommt das Rad ins Rollen, aber Es wäre doch wünschenswert und es ist auch im Rahmen des Möglichen, dass man einfach Grenzen zieht und sagt, ey, bis hier und hier und nicht weiter, und wir fangen jetzt mal an zu regulieren. Folgende Inhalte wollen wir nicht sehen, folgende Algorithmen wollen wir nicht sehen. Wenn ihr euch sie nicht offen liegt, dann ist leider unser Markt nicht für euch, irgendwie steht leider nicht für euch zur Verfügung. Es ist, ähm, ich meine, guck mal, ähm Ich glaube, es war Instagram, wurde doch vor einem niederländischen Gericht bereits dazu, oder Meta bzw. der Mutterkonzern, wurde erstmal dazu verurteilt, dass Nutzer in der Lage sein müssen, den algorithmischen Feed auf einen chronologischen Feed sozusagen umzustellen. Ich glaube, wir haben darüber gesprochen. Ja, genau, wir sprachen darüber. Dann Meta gingen, glaube ich, jetzt in Revision und sagte, das muss natürlich auf einer höheren Ebene geregelt werden, womit sie eigentlich im Prinzip recht haben. Aber wenn das wenn das allein schon möglich ist, dass ein kleines niederländisches Gericht das entscheidet, dann sollte es auf europäischer Ebene durchaus auch möglich sein. Und ich finde, dass Das ist das, was mir persönlich so ein bisschen fehlt.

50:22 Gavin Karlmeier

Ja, um da noch zu ergänzen, oder vielleicht um das auch ein bisschen die Hoffnung. Ich mag ja, du bist ja Berufsoptimistin. So habe ich dich angekündigt und jetzt hast du dieses Versprechen gehalten. Aber um das ein bisschen einzufangen, so ein bisschen, warum auch wir hier so einen Frust häufig haben, was das angeht, die DSA-Untersuchung zum Thema verifizierte Haken kaufen ist auch immer noch nicht abgeschlossen. Und das war jetzt so vor ungefähr dreieinhalb Jahren, fing das an.

50:48 Elisabeth L’Orange

Ja, das ist leider ein bisschen ein Failure auf unserer Seite. Dann dürfen wir uns auch nicht zu sehr darüber beschweren, dass. die Social Media Konzerne so skrupellos sind und mit mit ihren Algorithmen uns zum stetigen Einkaufen zwingen und uns politisch irgendwie Michael Iris scannen und uns manipulieren. Klar, ich meine, wenn wir müssen auch unsere Hausaufgaben machen, glaube ich.

51:10 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, ja. Ja. Kleines Update zu Tom Anderson, Myspace Tom. Der hätte ja angekündigt, wenn er eine Million FollowerInnen hat, dann würde er darüber sprechen, ob MySpace zurückkommt auf Threads. Er hat in seiner Bioschen, dass er SpaceX, CRISPR und AI-Investor ist. Und hatte offenbar keinen Bock auf die ganzen Kommentare, die da drunter gehagelt sind, denn er hat diesen Post-its wieder gelöscht. und hat in seiner Bio noch dazu geschrieben, Update, no interest in politics.

51:40 Elisabeth L’Orange

Oh, total schade. Aber weißt du was? Ich finde, MySpace war so fies, weil man musste da seine Freunde immer ranken. Weißt du noch? Man hatte doch immer so eine Liste an Nein, das war gemein. Ich konnte mich immer nicht entscheiden, wer von meinen fünf besten Freundinnen da Nummer eins ist.

51:59 Gavin Karlmeier

Also Top 8 waren das ja. Und ich habe manchmal sogar, um die Leute zu ärgern, extra so auf Top 3 runtergestellt, dass ich nur drei da drin habe. Weiß ich noch. Weil ich das, das war, ich fand es funny. Aber ich könnte mir auch vorstellen, also ich war da so 16, 17 und man macht natürlich auch manchmal so Sticheleien dann.

52:17 Elisabeth L’Orange

Ja, unter Frauen, also unter Mädels in dem Alter, war das war das katastrophal.

52:21 Gavin Karlmeier

Ja, das war so, ja.

52:23 Elisabeth L’Orange

Ja, da war man, das ist das quasi Existenzvernichten, wenn man da nicht mehr in diesen Top 8ern war, ja.

52:31 Gavin Karlmeier

Sofort geblockt. Ich kenne dich nicht mehr. Gabst du, es gibt Leute, die bis heute nicht miteinander sprechen, weil damals einer oder ein Näher den anderen aus dem Top 8 entfernt hat? Das ist ja auch so ein kritisches Alter, in dem so Kontakte dann sich für immer auflösen.

52:48 Elisabeth L’Orange

Das ist so, das sind so formative Jahre in der Kindheit. Ja, genau. Guck mal, wenn man. Wenn man sich auch diese ganzen Tech-CEOs anguckt, irgendwie Elon Musk, Bill Gates und so weiter, ich schwöre, das waren alles irgendwelche Tech-Nerd-Kinder. Die in der Zeit wahrscheinlich so heftig gemobbt wurden, dass sie nach wie vor Rache schwören und sich so verhalten, wie sie sich verhalten. Anders kann ich es mir übrigens nicht erklären. Aber ich glaube auf jeden Fall, dass alles, was in der Zeit passiert ist, da hat wie so einen, hat einen zehnfachen Effekt von dem, was es, wenn es uns jetzt passieren würde. Also Ich würde sagen, I wouldn't even blink, ehrlich gesagt. Ich würde es wahrscheinlich nicht mal bemerken. Und es wäre mir auch völlig, also es ist mir alles völlig egal. Aber damals, das war lebensnotwendig.

53:32 Gavin Karlmeier

Ich habe einen Zweifel. Angenommen, ich würde dir auf Instagram entfolgen und du würdest es irgendwann merken. Dich würde das doch schon ein bisschen kratzen, oder?

53:40 Elisabeth L’Orange

Aber woher würde ich es merken?

53:42 Gavin Karlmeier

Weiß nicht. Leute weisen nicht darauf hin, weil ich ihnen sage, sie sollen nicht darauf hinweisen.

53:49 Elisabeth L’Orange

Damit sagen, okay, mir folgen die anderen 20 Wichtigen.

53:55 Gavin Karlmeier

Ja, das würde ich niemals tun, um das nochmal klarzustellen. So, und ein kleines Nachhag zum Thema Up Scrollt. Die App, die wir hier in der letzten Episode am Freitag so ein bisschen auseinandergenommen haben und so ein bisschen Zusammenhänge aufgestellt haben. Weil wir gesagt haben, es steht natürlich jedem frei, der das Gefühl hat, die sozialen Netzwerke, die ich da benutze, die schränken mich in meiner freien Meinungsäußerung ein. Ein eigenes Netzwerk. Und zwar ist es nur wichtig klarzustellen, wo kommt eigentlich das Geld zum Beispiel her, wer baut es ab, wer steckt dahinter und so weiter und so weiter. Jetzt gibt es ein kleines Nachhake zu dem Thema, denn Up Scrolling, Up Scrollt ist in den USA auf Platz eins der App des App Stores im Bereich soziale Netzwerke, in Deutschland auf Platz vier, also es hat offenbar eine Zumindest in Relation signifikante Neuanmeldungswelle gegeben. Leider muss man dazu sagen, gibt es aber auch einige Hinweise darauf, dass genau das mit so einem Netzwerk passiert, was man erwartet. wenn man es verspricht, als das Netzwerk, in dem nichts moderiert wird und nichts reguliert wird und nichts zensiert wird. Also es treffen sich dort gerade Menschen, die. Ohne Ende, ich glaube, man würde sagen, verfassungsfeindliche Symbole posten, sich begrüßen mit Guten Morgen, meine fellow Anti-Semites und so weiter. Also ein ganz unangenehmes, schreckliches Ding, was man so beobachten kann. Gleichzeitig berichten Menschen, dass Transpersonen, die selbst sich an jede Regel in dieses Netzwerks gehalten haben, einfach nur Safies gepostet haben. deaktiviert und gesperrt wurden. Das hat sich sehr gehäuft in den letzten Tagen, diese Berichte. Also diese dieses Versprechen von Moderationsfreiheit betrifft dann offenbar auch nur diejenigen, mal wieder die in das Weltbild passen, der die diese Plattform betreiben. Das muss man so festhalten.

55:37 Elisabeth L’Orange

Ja, wie immer traurig, dass. Gerade aus diesem rechten politischen Spektrum, dass immer diese Aggressionen und so weiter kommen. Echt, ähm, aber ich glaube tatsächlich, dass, um beim Optimismus zu bleiben, dass mit nicht nur mit den Midterms, aber dass das vor allem mit der nächsten Wahl, dass es das Pendel wieder komplett in die andere Richtung schwingen wird und sich alle und alle zurückblicken und sagen, so um Gottes Willen, was war das denn? Und dann auch die auch Auf den Social Media Netzwerken und so weiter ist dieses ganze, dieses ganze rechte Blabla irgendwann in die Versenkung verschwindet, bin ich mir sicher.

56:13 Gavin Karlmeier

Ich nehme dich beim Wort. Was übrigens sehr häufig in Versenkungen verschwindet, sind neue Funktionen der sozialen Netzwerke. Und da möchte ich mit dir jetzt drüber sprechen. Funktionen und Emotionen. Es ist ein einfaches Spiel, ich erzähle dir, woran die Netzwerke, die Plattformen arbeiten und du gibst mir deine Emotionen. Ich fange an, das ist so ein bisschen, damit könntest du dich rächen, wenn ich dir entfolge. Instagram arbeitet an einem Feature. dass NutzerInnen ermöglicht, sich selber von den engen FreundInnen-Listen anderer Leute zu entfernen. Also du bist close friends bei jemandem, siehst du den grünen Ring und die Story? Und kannst sagen, nee, da will ich wirklich nicht close friends sein und dich selber von der Liste nehmen.

56:56 Elisabeth L’Orange

Total sinnlos.

56:58 Gavin Karlmeier

Findest du Ah, ich weiß nicht. Also, ich bin ja immer so hin und hergerissen, wenn ich diese grünen Ringe sehe, weil ich immer denke Also, wenn ich mir das jetzt angucke, ich gucke mir das jetzt an, weil dann weiß er, ich sehe alles, ich bin es wert, auf dieser Liste zu sein. Oder aber ich denke mir, wenn ich mir das jetzt angucke, dann checkt er, dass ich noch in seiner Close Friends-List bin.

57:21 Elisabeth L’Orange

Echt? Also, okay, wenn ich diesen grünen Ring sehe, dann mein erster Gedanke ist immer so, oh mein Gott, wer hat denn die Zeit, das überhaupt zu kuratieren? Ich würde never ever, ich würde komplett den Überblick verlieren, wen ich in diese Closed Friends-Liste gelassen habe und wen nicht. Also, ich denke, jedes Mal, also wirklich, mein erster Gedanke ist, wenn ich diesen grünen Ring sehe, so Da hat aber jemand viel Zeit.

57:42 Gavin Karlmeier

Mein erster Gedanke ist auch nee, Kinderfotos.

57:44 Elisabeth L’Orange

Ja, das ist mein zweiter Gedanke.

57:47 Gavin Karlmeier

Aber ich mache das nicht.

57:48 Elisabeth L’Orange

Ich habe so viele Kinder zu Hause.

57:50 Gavin Karlmeier

Ich brauche nicht noch mehr. Ich habe genug Kinder. Nee, ich, ähm Ich mach das. Ich benutze diese Funktion rege.

57:57 Elisabeth L’Orange

Wirklich?

57:58 Gavin Karlmeier

Ja.

57:59 Elisabeth L’Orange

Aber musst du dann, ich meine.

58:00 Gavin Karlmeier

Ich hätte das hier nicht sagen dürfen. Ich krieg gleich so viele Nachrichten. Ich benutze sie gar nicht. Aber wie funktioniert? Also ich meine, ich weiß gar nicht.

58:05 Elisabeth L’Orange

Also das heißt Du benutzt es nicht?

58:08 Gavin Karlmeier

Ach, ich benutze das, aber das hören natürlich auch Leute, die nicht auf dieser Liste sind.

58:14 Elisabeth L’Orange

Aber ich meine, pflegst du diese Liste dann? Das heißt, wenn du neue Kontakte hast bei Insta, fängst du an.

58:22 Gavin Karlmeier

Ich kann da nicht so privat drüber sprechen. Ich schmeiß manchmal Leute raus.

58:28 Elisabeth L’Orange

Aber wie viele Leute hast du denn auf deiner grünen Freundeliste?

58:32 Gavin Karlmeier

Das ist mir zu privat, das kann ich nicht sagen. Was schätzt du? Ich sag dir nur, ob es mehr oder weniger ist.

58:36 Elisabeth L’Orange

600 so?

58:38 Gavin Karlmeier

Viel weniger. Deutlich weniger.

58:41 Elisabeth L’Orange

Wie viel hat man denn auf so einer Close Friends-Liste? Keine Ahnung.

58:45 Gavin Karlmeier

Weiß ich nicht.

58:46 Elisabeth L’Orange

200?

58:48 Gavin Karlmeier

Noch weniger. Also ich noch viel weniger. Ja, ja, viel weniger.

58:52 Elisabeth L’Orange

Okay, ich wäre nicht ansatzweise dazu in der Lage, da Überblick zu behalten, wer irgendwie, wer close enough ist. Was sind denn die, was sind denn die, was sind deine Also, was für Voraussetzungen muss man denn erfüllen, um bei dir in einer grünen Freundeliste zu sein?

59:09 Gavin Karlmeier

Das ist ganz schwierig zu beantworten. Es gibt so ein paar Leute, die Die sind mir halt sehr nah. Und die kriegen dann diese Close-Friends-Stories, die ich früher auch so öffentlich gepostet hätte und dann aber irgendwann gedacht habe, nee, das mache ich jetzt wirklich nicht mehr öffentlich.

59:27 Elisabeth L’Orange

Also, ich habe mir abgewöhnt, irgendetwas, nicht, irgendetwas zu posten, was potenziell peinlich sein kann.

59:33 Gavin Karlmeier

Nee, peinlich ist es nicht und es ist nie zu privat. Also du siehst dann niemals Dinge, die ich nicht eigentlich auch öffentlich posten würde, die ich dann aber deswegen nicht öffentlich mache, weil ich dann zum Beispiel so. Weiß auch nicht. Ich will zum Beispiel, ich habe hier im Podcast, wenn ich von unterwegs aufgenommen habe, habe ich immer dann das Geogessing gemacht, das meine HörerInnen erraten können, wo ich mich aufhalte, wenn ich weiß, bis diese Folge rauskommt, bin ich da nicht mehr. Weil ich habe irgendwie kein gutes Gefühl, wenn alle Welt wissen kann, wo ich mich aufhalte. Das ist so ein Gefühl. Was natürlich auch in dem Moment so ein bisschen kippt, wenn wir auf Live-Tour gehen, weil halt völlig klar ist, dass ich in dem Moment, wo wir da live auftreten, dass ich da bin. Aber in so privaten Dingen muss ich das nicht unbedingt in Echtzeit mit der Allgemeinheit teilen.

01:00:18 Elisabeth L’Orange

Ja, das mache ich auch nicht mehr im Sinne von, ich poste nicht mehr Hotels und so weiter, weil ich habe einige, ich bekomme einige weirde Nachrichten, muss ich sagen, also einige viele. Und da, das ist dann, ich hatte auch schon einige Stalker, so richtig, so richtig unangenehm. Da habe ich dann die Grenze gezogen. Das heißt, ich will nicht, weil ich habe dann angefangen, die haben mich dann gefragt, so welchem Zimmer bist du? Und dachte ich so, wow, ja, auch wenn das Hotel Tausend irgendwie Zimmer hat. Und es einfach ein cooles Hotel war, habe ich damit absolut aufgehört, weil ich das doch spooky finde. Darüber hinaus, also mein Arbeitgeber hängt auf meinem Instagram ab, meine Kinder hängen auf meinem Instagram ab. Also, das heißt, die Bandbreite an Dingen, meinen Schwiegereltern, also die Bandbreite an Dingen, die ich postere, die schrumpft einfach. Das heißt, ich mache einfach nur noch total, mache nur noch politischen Content zur Freude von allen.

01:01:09 Gavin Karlmeier

Ja, es ist so schwierig, sowohl das alte Privatleben als auch das berufliche Umfeld, als auch das aktuelle Privatleben mit demselben Humor zu bespielen. Das ist eine Herausforderung.

01:01:19 Elisabeth L’Orange

Ja, das ist super eine Herausforderung. Und mir hat ein Freund, der heißt Tuan Nouyen, der war mal bei Jung von Matt und der hat mir irgendwann gesagt. Ey, du musst einfach darüber hinwegkommen, dass wir alle cringe sind. Und man muss einfach über diese Cringe-Mauer gehen.

01:01:34 Gavin Karlmeier

Komplett. Cringe is over. Alles klar.

01:01:37 Elisabeth L’Orange

Man muss einfach das akzeptieren. Und dann irgendwann muss man sehr, muss man, ich glaube am besten ist wenn man selbst ist und nicht versucht, irgendwer anders zu sein. Und dann muss sich das Umfeld irgendwann entweder auch anpassen oder kann halt gehen.

01:01:49 Gavin Karlmeier

Weißt du, wenn alles cringe ist, ist nichts mehr cringe. Das ist doch perfekt.

01:01:55 Elisabeth L’Orange

Wort Satz des Tages.

01:01:57 Gavin Karlmeier

Danke. Instagram arbeitet offenbar daran, dass du zukünftig nicht mehr siehst, dieser Post wurde vor zwei oder vor drei Tagen hochgeladen, sondern dass da ein Datum steht.

01:02:09 Elisabeth L’Orange

Haben die Product-Leute sonst nichts zu tun? Okay.

01:02:13 Gavin Karlmeier

Lassen wir so stehen. Und außerdem rollt Instagram eine Funktion aus. Ich kann das nicht ohne Lachen. Die Funktion hieß mal Instagram Shots. Wir haben letzte Woche, vorletzte Woche hatten wir die Meldung. Instagram Shots heißen jetzt Instagram Instance. Und alle in den Kommentaren haben geschrieben. What? Was ist das? Also, es wird unten rechts in deinem DM-Postfach einen kleinen Button geben, der Instagram Instance heißt, ehemals Instagram Shots. Mit dem du schnelle, ungefilterte In the Moment-Sharings machen kannst. Also du kannst sozusagen eine Mischung aus Be Real und Snapchat Also eigentlich eine kleine Version von Stories, wenn man so möchte. Vielleicht Instagram Notes kriegt jetzt eine Storys-Funktion. Das ist ja, glaube ich, die korrekte Beschreibung.

01:03:00 Elisabeth L’Orange

Ah, das ist mir zu komplex. Also, ich glaube, Instagram versucht an der Stelle noch die Time Spent in App noch mehr zu verlängern, logischerweise. Das heißt Noch mehr Zeit, die versuchen noch einen größeren Teil des Aufmerksamkeitskuchens der Nutzer des Tages sozusagen zu bekommen Und die Versuche natürlich ist, es findet ja momentan so ein bisschen, was heißt momentan, aber schon seit längerem der Wandel von hochkurattiertem Content, also diesen wunderschönen Cappuccino-Fotos, hin zu so richtig Be Real realen Content einfach Snapshots aus dem Leben statt. Und die neue, die Gen Alpha, die sind schon lange in dieser neuen Realität, einfach diese Ruhe Darstellung der Wahrheit oder Wirklichkeit, wie auch immer. Und ich glaube, da versuchen die sich hinzuentwickeln, weil Instagram natürlich das gleiche Problem irgendwann wie Facebook haben wird, dass die Nutzer zu alt werden, quasi, und dass die Plattform anfängt abzusterben. Also wenn man sich das Social Media Wenn man sich das Nutzungsverhalten gerade in den Hinblick auf Instagram weltweit anguckt, dann sind die Nutzerzahlen abfallend, außer in den USA. Und ich glaube, deswegen haben die wahrscheinlich gerade irgendwie ein neues Product-Team oder so geheilt. die dann verzweifelt versuchen, neue Features zu launchen, damit die Leute eben länger da bleiben oder das Ganze zu verjüngen. Also ich schätze immer, das sind so.

01:04:19 Gavin Karlmeier

Das Verjüngen spielt auf jeden Fall eine Rolle, weil das DM-Postfach der Ort ist, an dem sich die jüngste Generation auf Instagram am längsten aufhält. Gleichzeitig ist es aber auch keine neue Entwicklung, dass Instagram mit Funktionen gerade zugeschmissen wird und man sich fragt, ich will meinen Standort nicht in meinen Instagram-Notes teilen, da steht doch schon mein aktuell laufender Spotify-Song. Also das ist so, es bleibt leider eine Neverending Story, was diese Rubrik hier erklärt. Vielen Dank, dass du hier warst. Ich habe heute ein Problem mit meiner Stimme. Gute Gott sei Dank mache ich sowas nicht beruflich. Also vielen Dank, dass du heute hier warst. Vielen Dank, dass ihr alle bis hier hinzugehört habt. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder. Ich komme auch gerne nochmal zu dir. Wir bleiben in diesem Austausch hier. Das ist doch. Ist doch sehr schön. Hast du noch einen letzten Satz oder irgendwas, was wir mitnehmen müssen von dir?

01:05:09 Elisabeth L’Orange

Außer, falls ihr gerne sehr, sehr AI-nerdigen Content hört, ist meine Neufolge bei Tech und Tails gerade über Ähm eine die Promotion, die ich mache über AI und EEGs sozusagen. Also wir messen mit EEGs Gehirne aus und gucken, wie sich die Gehirne unter KI-Verwendung verhalten. Also, sehr nerdy, aber falls ihr Lust habt, hört gerne rein bei Tech on Tails.

01:05:34 Gavin Karlmeier

Wenn I auf KI trifft. sozusagen. Also vielen Dank, dass du hier warst. Vielen Dank, dass ihr alle bis hier hinzugehört habt. Wir hören uns wieder am Mittwoch. Dann kommt Chanjo-Yun, unser Haus- und Hofanwalt, und wir können mal wieder so ein bisschen juristische Sprechstunde machen.

01:05:47 Speaker 3

Wenn ihr irgendwelche Fragen an ihn habt zu den letzten Episoden oder den Dingen, über die wir hier so sprechen, schickt sie mir gerne bis heute Abend am besten. Und wir hören uns Mittwoch wieder. Vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank, dass du hier warst. Macht's gut. Tschüss. Estan Bye