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Folge 540 · 18. Februar 2026 · 1:02 Std.

Das volle Paket der Düsternis

mit Dominik Hammes

Wir machen eine Runde Doomscrolling für die Ohren – denn es gibt lauter düstere Nachrichten aus der Welt des Digitalen. Aber es geht auch um das Positionspapier der SPD zum Social-Media-Verbot für Jugendliche. Und dann ist da noch die Sache mit dem Menschen, der einen KI-Agenten ausgesperrt hat und daraufhin von einem KI-generierten Artikel falschz itiert wurde.

➡️ Scott Shambaugh – “KI schrieb einen Hetzartikel über mich”: https://theshamblog.com/an-ai-agent-published-a-hit-piece-on-me/

➡️ Übers Ars Technicas Text: https://theshamblog.com/an-ai-agent-published-a-hit-piece-on-me-part-2/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Dominik!
  2. SPD-Positionspapier zum Social-Media-Verbot für Minderjährige
  3. Funktionen und Emotionen 1
  4. Eine Geschichte, in der KI alles schlimmer macht
  5. Sorge vor "KI-Schwärmen"
  6. OpenClaw-Entwickler wechselt zu OpenAI, die Trump finanzieren
  7. Kein Verlass auf Meta AI
  8. Elon Musk will Grok “unberechenbarer” machen
  9. DHS fordert Social-Media-Daten von Anti-ICE-Aktivisten
  10. DHS überwacht Reddit-Nutzer:innen
  11. Update zu US-Einreisebestimmungen und Social Media Kontrollen
  12. Funktionen und Emotionen 2
  13. Arbeitskampf im Tesla-Werk Grünheide

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Dominik.

00:07 Dominik Hammes

Grüß dich, Gavin.

00:08 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute mal wieder Dominik Hames. Du warst auch Montag schon mal da. Wir mussten wieder gutmachen, dass du vier Monate nicht vorbeigekommen bist. Und jetzt freue ich mich, dass du hier bist. Podcast Coryph, Internetlegende, man kennt dich aus der Medienkuh von Radio Nukular, man kennt dich als Haken dran-Dauergast. Und wie ist dir ergangen in den letzten drei Tagen?

00:27 Dominik Hammes

Also es fühlt sich an, als wäre gar nichts passiert dazwischen, als würden wir das jetzt fast jeden Tag machen. Wobei ich mich nicht beschweren würde, außer aus Zeitgründen. Es ist alles okay. Es hat hier kurz geschneit, dann war der Schnee wieder weg. Also, alles in Ordnung. Ich kriege ja nur, wenn ich zu Gast bin, deswegen meide ich es auch, in den Nachrichten zu gucken, was das angeht. Und ich höre auch leider nicht so viele Folgenhaken dran. Je nach Gast versuche ich mich da zu begeistern und ich kann ja. Es hält meine Seele rein. Also nur wenn ich hier zu Gast bin, kriege ich diese ganzen furchtbaren Meldungen, über die ich mich das letzte Mal aufgeregt habe.

00:58 Gavin Karlmeier

Also, du hast in der letzten Episode den schönen Satz gesagt. Ich kann mich heute nicht so gut diplomatisch ausdrücken.

01:04 Dominik Hammes

Ich finde es scheiße. Find es einfach scheiße, hab ich gesagt. Das stimmt, es tut mir auch leid, mir ist einfach nichts Besseres eingefallen.

01:10 Gavin Karlmeier

Nee, das ist okay. Ich nehme das selbst um anders zu sagen. Also deine grundsätzliche Wut gegenüber vielen Entwicklungen der letzten Monate. Die werden wir heute ein bisschen komprimieren. Wir haben nämlich ein bisschen Doom Scrolling für die Ohren mitgebracht und wir haben ein bisschen. Ein paar KI-Themen, bei denen ich mir den Ohren geschlackert habe beim Lesen. Also ist ich habe mir den Ohren geschlackert. Also es ist alles dabei, was du dir wünschst und was Leute sich von dir wünschen, würde ich sagen.

01:33 Dominik Hammes

Ich versuche es heute möglichst entspannt irgendwie hinzukriegen, aber ich weiß noch nicht genau, was auf mich zukommt.

01:38 Gavin Karlmeier

Okay, wir fangen aber mit einem kleinen Nachhak an oder einem, wie sagt man, Follow-up. Denn wir haben in der letzten Episode darüber gesprochen, dass die Tagesschau exklusiv über einen noch erscheinendes Positionspapier der SPD gesprochen hat. Und dieses besagte Positionspapier der SPD ist jetzt erschienen. Damit hat die SPD sich positioniert, bevor die CDU Wochenende auf ihrem Parteitag einen ähnlichen Vorschlag machen wollte oder Vorstoß wagen wollte oder immer noch will ist den sozusagen vorausgeilt und haben so ein großes Positionspapier veröffentlicht, das unterschrieben ist eigentlich von den relevanten Namen, die die SPD im Moment hat. Also Manuela Schwesig ist dabei. Lars Klingweil hat es selber nochmal geteilt und nochmal betont, wie wichtig ihm das ist. Katharina Barli hat es unterschrieben. Also es sind viele große Namen dabei. Und wir gehen da mal so ein bisschen rein in dieses Papier, weil für die, die letzte Episode nicht. gehört oder das nicht mehr ganz parat haben. Die SPD schlägt grundsätzlich vor, dass es ein Social Media Verbot für Minderjährige in Deutschland geben soll und schlägt dabei eine altersgestufte Regelung vor, wie sie sagt. Also sie unterscheidet zwischen Kinder bis 14 Jahren, für die ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social Media Plattformen gelten soll. Dabei werden Anbieter verpflichtet, das technisch wirksam zu unterbinden, dass junge Menschen sich dort anmelden können. Frage ist natürlich so ein bisschen, betrifft es alle Social Media-Plattformen? Wäre zum Beispiel der Todesstoß zum Beispiel für viele BetreiberInnen von Fediverse-Angeboten und Mastodon-Instanzen, zum Beispiel, die möglicherweise gar nicht die Ressourcen und Möglichkeiten haben, das alles technisch einzubauen. Andererseits stellt sich hier die Frage, sind wirklich ab einem Benutzer das schon Plattformen, die jetzt hier relevant sind oder ist es eher australisch?

03:17 Dominik Hammes

Das beantworten Sie nicht. Und wie will man das im Ferdiverse auch irgendwie adressieren? Also, wo wäre es denn der Betreiber von der Instanz, wo sitzen die überhaupt? Also das ist ja der Vorteil, den es technisch hat, der ist ja verwaltungstechnisch, wenn man irgendwie einen Verantwortlichen ausfindig machen will, ein bisschen komplizierter dann. Geht bestimmt immer alles, aber es ist natürlich leichter zu sagen, okay, das hier ist Meter, das hier ist 6. Da gibt es eine Adresse, die sind zwar schwer zu erreichen, aber das Problem kennen wir zumindest.

03:42 Gavin Karlmeier

Zumal wir ja in der EU zum Beispiel auch eine Grammatik haben, die zum Beispiel sehr große Plattformen benennt. Also wir wissen, dass alle Flops nach DSA alle Gatekeeper nach DMA, dass die eine gewisse Größe haben, die man da relativ schnell mit adressieren könnte, wobei das natürlich nicht das Problem löst, dass so Plattformen wie KIC oder Roblox oder Whatever, da auch nicht mit reinfallen. Aber dazu später mehr. Dann gibt es den Bereich, den Korridor der Jugendlichen zwischen 14 und 16. Für diese Altersgruppe soll eine verpflichtende Jugendversion der Plattformen gelten. Das kann man direkt dazu sagen, bieten einige Plattformen schon an. Instagram hat das schon, TikTok hat das schon. Da gibt es solche Teenager-Zugänge. Die müssen aber folgende Anforderungen erfüllen. Keine algorithmisch gesteuerten Feeds oder Empfehlungssysteme, keine personalisierte Inhaltsausspielung, keine suchtverstärkenden Funktionen wie endlos scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten. Push-Benachrichtigungen, Gamifizierung oder Belohnungssysteme. Das ist schon, dadurch wird es dann schon ein bisschen interessant. Also ich habe mir ja als Argumentation so ein bisschen den Text übernommen, den die EU in ihrem vorläufigen Urteil zur Suchtförderung von TikTok auch gewählt hat. Das ist eine ähnliche Formulierung, aber keine Push-Benachrichtigung ist natürlich schon eine Ansage.

04:55 Dominik Hammes

Da muss ich als jemand, der das aushört, fragen, warum.

04:58 Gavin Karlmeier

Also, weil, wenn ich mir überlege, dass viele Menschen unter 16 über Tools wie Snapchat oder Instagram kommunizieren, kriegen sie für Benachrichtigungen keine Push-Nachrichten mehr. für Nachrichten, keine Putsch-Nachricht mehr. Was zur Folge hat, dass sie die App häufiger öffnen werden, um zu schauen, ob die Nachricht gekommen ist. Halte ich also nicht für ganz bis zum Schluss gedacht.

05:17 Dominik Hammes

Ich glaube, das ist wirklich eine schwierige Sache. Also es ist auch sehr individuell unterschiedlich. Also ich glaube, rein statistisch gesehen, wenn man jetzt das breite Bild nimmt. Geht, glaube ich, die Bildschirmzeit ein bisschen runter, wenn man Push-Benachtigung generell aushat auf seinem Handy, wohlgemerkt. Generell. Aber ich glaube gerade. . Wenn man noch Probleme mit der Impulskontrolle hat und nichts verpassen will, hast du einfach recht. . In dem Alter wird man dann eher sagen, das Snippshalt halt die ganze Zeit an. Dann nehme ich halt ein Powerbank-Displays die ganze Zeit an. Fertig.

05:44 Gavin Karlmeier

Ich habe ja viele, viele, viele Push-Nachrichten aktiviert. Und wie du weißt, wenn ich das für einzelne Apps deaktiviere, führt es dazu, dass ich diese Apps häufiger öffne.

05:57 Dominik Hammes

Ja, ich glaube, das ist bei mir auch so. Aber gleichzeitig, was es emotional mit mir macht, wenn ich Benachrichtigung kriege, mag ich nicht. Also, das finde ich noch anstrengender. Deswegen sage ich, es ist eine sehr individuelle Sache. Aber ich checke auch verschiedene Dinge dadurch häufiger. Aber es gibt auch Apps, wo ich dann merke, jo, da sollte ich es vielleicht anmachen. Also ich habe auf Signal sehr wenig Kontakte, die sich einmal im Jahr oder so melden und dann schreiben sie mich auf einem anderen Messenger an und fragen, hast du die Nachricht nicht gesehen? Ja, daran liegt es.

06:25 Gavin Karlmeier

Ich habe übrigens bis heute So, ich habe ja meine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann gemacht und in dieser Ausbildung habe ich sehr, sehr harte Arbeitszeiten gehabt, wie man sich vielleicht denken kann. Und es gibt bis heute iPhone-Klingeltöne, die ich nicht hören kann, ohne sofort diesen Stress zu empfinden, diese Belastung, die damit verbunden war. Das ist wirklich krass.

06:46 Dominik Hammes

Kenne ich der sich aus Beziehungsgründen, wo dann irgendwelche sehr, sehr angestrengten Nachrichten über, ich glaube, Twitter sogar geschickt worden sind und der entsprechende Sound bei TweetDeck, dieses Sonar-Sound, glaube ich, der hat bei mir einfach jahrelang ausgelöst, dass ich sofort Stress gefühlt haben.

07:04 Gavin Karlmeier

Ich kann das total verstehen.

07:05 Dominik Hammes

Und das ist aber auch so ein Bruchpunkt, wenn man in der Vergangenheit gesehen hat. Also bei mir war es früher, ich will alles sofort mitkriegen, war früher immer mein Gedanke. Jetzt bin ich so, ich möchte, dass alles so lange wie möglich um mir ferngehalten wird, es sei denn, ich gehe bewusst in die Diskussion quasi. Und es ist für meine Psyche besser, aber da ist jeder anders und das ist, glaube ich, auch eine Sache, die wirklich in der eigenen Vita, und da kommen wir halt wieder. aufs eigentliche Thema zurück, einfach einen Verlauf haben würden. Als Teenie will man nichts verpassen, das ist so.

07:35 Gavin Karlmeier

Das ist so, ja Der Zugang für Menschen zwischen 14 und 16 erfolgt ausschließlich nach Verifizierung durch die Erziehungsberechtigten über deren OID. Oder EU-DI-Wallet. Haben wir letztes Mal kurz schon mal darüber gesprochen, dass dieses Verifizierungssystem, das die EU entwickelt, anbieten wird zum kommenden Jahr. So, und dann gibt es die Gruppe der Jugendlichen ab 16 und Erwachsenen für diese Altersgruppen. Sind algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert, Opt-in-Modell. Die Verifizierung erfolgt auch hier über ein ED oder EU-DI, ich weiß nicht, wie die klare Aussprache ist, Wallet. So, und das ist deswegen interessant, das hat unser Haki EUCX im Hagnan-Discord, www. haknan. org. Wir sind über 2200 Leute, alle sehr schlau, haben viel diskutiert über dieses Papier dort auch, aber auch über viele andere Dinge. Und der hat dann ein paar interessante Sachen zugeschrieben. Zum Beispiel hat der geschrieben, dass die Unterzeichner sich nicht mit der EIDASVO Auseinandergesetzt haben. Also die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates eben zu diesem Verifizierungs-elektronische Identifizierungs- und Vertrauensdienstesystems. Denn die EUDI darf maximal eine Option für Altersverifikation darstellen. Es steht wortwörtlich in dieser Verordnung, die Nutzung von europäischen Brieftaschen für die digitale Identität ist freiwillig. Natürlich oder juristische Personen, die die europäische Brieftasche für die digitale Identität nicht nutzen. Dürfen in ihrem Zugang zu öffentlichen und privaten Diensten in keiner Weise eingeschränkt oder benachteiligt werden. Der Zugang zu öffentlichen und privaten Diensten muss weiterhin über andere bestehende Identifizierungs- und Authentifizierungsmittel möglich sein. Sprich, das kann die SPD hier noch so viel fordern, das wäre ein Verstoß gegen europäisches Recht an der Stelle.

09:16 Dominik Hammes

Ja, das ist ja auch aus gutem Grund da drin. Das geht da ja nicht nur um Social Media, wo man ja sagen muss Ist jetzt nicht so schlimm, wenn man da irgendwie eine Hürde irgendwo dazwischen hat. Aber es geht ja auch um andere Dienste und um andere privatwirtschaftliche Dinge. Deswegen verständlich, dass dieser Passus da drin ist. Aber nicht so verständlich, dass man das in dem Papier gar nicht irgendwie adressiert. Natürlich wäre es schön, wenn man das so einfach haben könnte. Aber dann gibt es ja einfach einen Nö. So einfach geht es leider nicht.

09:44 Gavin Karlmeier

Das ist so. Ich finde, so einfach geht es leider nicht. Ist sowieso eine ganz gute Überschrift für das Positionspapier.

09:50 Dominik Hammes

Das sind fromme Wünsche, ja.

09:52 Gavin Karlmeier

Genau, das habe ich genauso gesagt. Das ist ein Wunschzettel. Was in diesem Positionspapier eben auch drinsteht, und da möchte ich dir kurz eine Passage vorlesen. Überschrift, Rückkehr zum klassischen Social Media Prinzip. Unser Leitbild folgt einem einfachen und demokratischen Grundprinzip. NutzerInnen entscheiden selbst, was sie sehen. Und das geht so. Ohne weitere Einstellungen sehe ich auf meiner Seite ausschließlich Inhalte von Personen und Accounts, denen ich aktiv folge. Es gibt keinen automatisch kuratierten Feed. Keine verdeckte Priorisierung und keine algorithmische Verstärkung einzelner Inhalte. Weitere Personen oder Accounts können mir vorgeschlagen werden. Diese Vorschläge dienen der Orientierung, nicht der Steuerung. Reichweite entsteht damit nicht durch algorithmische Optimierung, sondern durch freiwillige Aufmerksamkeit. Dieses Modell knüpft an die ursprüngliche Idee sozialer Netzwerke an, soziale Beziehungen statt Aufmerksamkeitsmaximierung. Und so weiter und so weiter. Und wie gesagt, ich halte das für einen Wunschzettel, weil wir können natürlich anklagen, wie sich soziale Netzwerke verändert haben in den letzten Jahren. Wir können auch. unsere Regulierung durchsetzen, dass suchtfördernde Maßnahmen, wie zum Beispiel auch algorithmische Feeds, eingeschränkt werden, vielleicht sogar, wenn man das fordern möchte. Weiß ich gar nicht, ob ich das mitgehen würde, aber kann man fordern, dass das verboten wird? Aber Unternehmen aufzufordern, zu ihrer ursprünglichen Idee zurückzukehren, ist, finde ich. Quatsch, und ich bin wirklich kein Typ, der wie soll ich das sagen? Ich bin kein klassischer, ich bin kein liberaler Ich bin kein klassischer Liberaler.

11:22 Dominik Hammes

Also rein wirtschaftlich betrachtet, liberal.

11:26 Gavin Karlmeier

Das bin ich nicht typischerweise. Und trotzdem muss ich hier sagen, das kannst du parteipolitisch eigentlich Also klar kannst du dir das wünschen, aber du kannst dir auch wünschen, dass Crystal Pepsi wieder auf den Markt kommt, weil du die schwarze Cola nicht so gerne magst. Dann kannst du ein Positionspapier aufnehmen. Oder dass die Kleidergrößen bei HM bis XXXL gehen. Kannst du dir auch wünschen. Aber so funktioniert halt Marktwirtschaft ehrlicherweise nicht.

11:50 Dominik Hammes

Ich stolpere auch ein bisschen über den Satz, obwohl ich ja klassische Social Media auch, weil ich so, ja, wäre schön, wenn es das mehr gäbe, aber. Auch ich wäre nicht der Typ, der dann sagt, wir müssen die dazu zwingen, das jetzt wieder so zurückzubauen. Genau. Also wir sind, glaube ich, uns auch beide einig. Schutz der Menschheit, insbesondere von Jugendlichen und Kindern, vor süchtig machenden Algorithmen, ja, das sollte man angehen. Wir sind nicht die Leute, die die perfekten Mittel finden werden. Wir finden wahrscheinlich eher die Lücken oder noch eher die Hakis auf dem Discord.

12:21 Gavin Karlmeier

Die Hakis sind die Haken.

12:22 Dominik Hammes

Die Hakis finden die Haken, stimmt. Aber bei mir ist auch dieser Gedanke, den ich dann natürlich aus einer, ich hasse das Wort ja, genauso wie ich Influencer hasse, aber aus einer Creator-Perspektive Aber wo sind dann meine Chancen, wenn ich nicht einen Algorithmus habe, mit dem ich spielen kann, entdeckt zu werden? Und wann fängt Algorithmus an? müssen wir zurück zu einer Sache wie, ja, hier gibt es jetzt Kuratoren, die man identifizieren kann. Hier ist, keine Ahnung, du zum Beispiel bekommst ein Status, muss ja kein Job sein, in irgendeinem Social Network und sagst, ja, das sind die Accounts, die Gavin empfiehlt, was ja in anderer Form Listen und so weiter immer schon verfügbar sind. Und daran orientiert man sich, das kommt man so über auf neue Inhalte, weil auch als jemand, der Social Media nutzen möchte, ist man ja so, musste ich mich erstmal wieder in die Lage versetzen, wie habe ich denn früher zum Beispiel auf MySpace irgendwas Neues entdeckt? Und das ist ja gar nicht so einfach gewesen, man. Da waren die Bubbles ja noch viel, viel starrer.

13:18 Gavin Karlmeier

Wie viel Zeit wir damit verbracht haben, durch die Freundeslisten anderer Leute zu scrollen.

13:22 Dominik Hammes

Genau, also man hat ja alles genommen, was da war, und jetzt ist es so, man kriegt es halt angefüttert. Und ich bin auch ein Freund davon zu sagen, lass uns ein bisschen mehr zurück zu dem Alten, aber wenn man es halt komplett verbietet und zu rigide wird im Denken, dann schränkt man hier einen, ich will gar nicht sagen, den wirtschaftlichen Wettbewerb, aber das, was die Faszination grundsätzlich ausmacht von Social Media ein bisschen ein. Und selbst wenn man wenn man das mit dem Süchtigmachen immer noch drin hat. Also da bin ich ja auch. Das soll möglichst im Idealfall komplett weg und ich wäre froh, ich hätte solche Opt-out, Opt-in-Optionen. Auch im Sinne von, ey, die Woche, hier gebe ich es mir mal dreckig, ich schalte den Algorithmus mal wieder ein. Würde ich auch machen. Dann eine Woche, nee, ich brauche wieder meine Ruhe. Weil das eher dazu führt, dass ich ein gesundes Verhältnis dazu bekomme, glaube ich. Weil man sich vielleicht auch mal eine Woche nun um die Leute kümmern will, denen man eh folgt. Und das ist im Moment ein Aufwand, wenn man dann sagt, ich brauche eigentlich zwei Konten. Und muss dann immer oben drauf drücken und sagen, bitte nur das, bitte nur das, bitte nur das. Das ist auch nicht richtig. Aber ja, es ist, es ist. Wie wir gesagt haben, schön gedacht und so einfach ist es leider.

14:25 Gavin Karlmeier

Mir ist das auch ein bisschen zu monochrom, muss ich sagen. Also, weil ich würde mir, ich bin zum Beispiel ein Typ, ich habe früher die alte Twitter. Timeline habe ich geliebt, weil sie zwar keine Empfehlungen in meine Timeline gespielt hat, aber die Inhalte der Leute, denen ich folge, algorithmisch sortiert hat. Also ich habe die Inhalte, Instagram macht das Je nachdem, immer noch größtenteils auch so, Facebook immer weniger und so und das wird auch bei Instagram weniger, aber ich glaube, es gibt noch eine Welt. zwischen For You-Pages und der chronologischen Timeline. Weil eine chronologische Timeline, die kann man, finde ich, man kann sogar fordern, dass man die einschalten muss. Manche Länder haben das sogar als Pflicht. Ich finde aber, dass du einem Unternehmen durchaus verbieten kannst, suchtfördernde Maßnahmen anzubieten. Du kannst dem Unternehmen aber nicht verbieten, in welche Richtung es sich weiterentwickelt, wie es sich selber versteht. Und wenn Meta für sich identifiziert hat, wir sind eine Entertainment-Plattform, wir wollen den Leuten Entertainment anbieten oder Wir wollen die Inhalte vorsortieren, dann ist es ja an uns als Gesellschaft zu sagen, nee, das wollen wir nicht, das benutzen wir nicht mehr, weil wir das zum Beispiel für nicht mehr tauglich halten. Aber zu sagen, die Leute wollen eigentlich was anderes, wir fordern aber, dass wir zurückgehend sind im Social Media von vor zehn Jahren, ist für mich ein bisschen abstrus, muss ich sagen.

15:38 Dominik Hammes

Ja, vor allen Dingen generell für so vieles und Ja, es fällt mir so schwer, weil da auch so viele Dinge drinstehen, die ich jetzt als Gedanke, Umsetzbarkeit, Fragezeichen sehr, sehr gut finde. Also der Schutz von bis 16-Jährigen Vor dem Algorithmus, vor dem süchtig machenden Kram. Da bin ich so dafür. Also, in welcher, wie gesagt, die Umsetzung können wir immer lange drüber reden und was wirklich machbar ist. Aber da sollten wir wirklich, das will ich an, gerade an so die Altersgruppen, die am gefährdetsten ist, in meiner Perspektive ist so neun bis 14. Wenn es so langsam richtig losgeht und man in Richtung Pubertät schielt und da sehr beeinflussbar ist, ähm Das kann richtigen Schaden auslösen. Und dann sind die nächsten drei, vier Jahre können dann nicht so schön sein, wenn man Pech hat. Deswegen, da sollten wir irgendwie ran. Und ich bin froh, dass die SPD dieses Papier grundsätzlich verabschiedet hat. Auch wenn ich schon mal sehr, also es ist eine Ansage, wir führen ein, also wir führen eine bla bla bla ein. Und ich bin so: Das ist schon mal eine stolze Ansage hier, dass das einfach passiert. Man formuliert das natürlich so, damit es auch so klingt. Aber ey, wenn es die Diskussion in die richtige Richtung stößt, bin ich schon mal froh. Und die werden die Kritik ja auch von anderer Stelle bekommen, dass es so nicht umsetzbar ist. Aber wenn der Wille so in der EU landet, so ah, okay, eine sehr große Fraktion in Deutschland, Regierungspartei. Spricht sich dafür aus.

17:03 Gavin Karlmeier

Ich sag dir, was passieren wird. Ich glaube, am Wochenende wird die CDU sich auch für ein solches Verbot aussprechen. Dass die Grünen dem nicht abgeneigt sind, haben wir auch in der letzten Woche schon gesprochen bei Franziska Brandner, die übrigens Eine der Vorsitzenden ist und nicht einfach nur eine Grüne, wie ich sagte. Danke für den Hinweis, liebe Hakis, sich auch dafür ausgesprochen hat und damit ist sozusagen die politische Mehrheit in Deutschland für ein solches Verbot. Und da kommen wir dann aber genau zu der EU und deswegen will ich nochmal kurz ins Papier gehen, aber zum Ende dieses Papieres, weil wir haben in der letzten und in der vorletzten Episode darüber gesprochen. Dass führende Rechtsexperten sagen, das ist gar nicht so einfach als Nationalstaat so ein Gesetz einzuführen, weil man es nicht anwenden darf. Richtig. Deswegen endet das SPD-Papier auch wie folgt, Derartige Regelungen sind vorrangig auf europäischer Ebene zu treffen, denn sie müssen einheitlich in der gesamten Union gelten. Wir setzen uns dafür ein, dass die hier skizzierten Ansätze Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum der geplanten Initiative zum Digital Fairness Act umgesetzt werden. Gleichzeitig darf uns das nicht bla bla bla bla bla. Jetzt kommt aber der interessante Satz, sollte bis zum Sommer 2026 keine Einigung auf europäischer Ebene erkennbar sein, behalten wir uns vor, nationalstaatliche Regelungen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen zu treffen. Also man setzt ja die EU die Pistole auf der Brust und sagt, also wenn hier nicht was, wenn hier nicht bis zum Sommer was passiert, dann machen wir es wie Frankreich. Weiß ich nicht, ob das so der ideale Verhandlungsstand ist.

18:30 Dominik Hammes

Ich meine, vielleicht muss man sicherstellen, und da kenne ich mich jetzt natürlich nicht aus, weil ich bin kein Politiker. Vielleicht muss man sicherstellen, dass man so einen Passus hinzufügt, um zu sagen, wir meinen es ernst. Das ist nicht was, was wir nur für einen Wahlkampf machen und dann in drei Monaten redet keiner mehr drüber. Vielleicht muss man das dabei schreiben. Das sind so Dinge, da bin ich wirklich raus. Also da spielt in meinem Kopf dann direkt irgendwie West Wing und ist so, ja, wir sagen das mal so, damit wir das kriegen. Und keine Ahnung. Das ist. Schwierig.

18:56 Gavin Karlmeier

Ja, es ist alles schwierig. Es ist auch so, es ist generell schwierig, dass alle Erwachsenen sich eigentlich verifizieren müssen, wenn sie in sozialen Netzwerken unterwegs sind, was auch immer so. soziale Netzwerke sind. Also ich sehe das nicht, dass Leute noch YouTube gucken, wenn sie sich dafür mit einem Personalausweis anmelden müssen, ehrlicherweise.

19:12 Dominik Hammes

Wenn dann einfach nur die Kommentarfunktion deaktiviert ist und ich ansonsten YouTube nutzen kann, nutze ich es weiterhin und melde mich nie an. Dann sehe ich keine Kommentare, weil das ist ja die Social Media Funktionen, sind ja nur die Kommentare in meinen Augen. Ansonsten ist das einfach eine Videoplattform. Da können mir erzählen, was sie wollen. Können Sie sich so sehr definieren, wie Sie wollen, als eine Social Media Plattform, ich sehe das einfach anders.

19:32 Gavin Karlmeier

Darf ich eine ganz schnelle Runde von Zinnen und Emotionen mit dir spielen?

19:34 Speaker 4

Aber bitte gerne los.

19:36 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen. Wir kommen gleich wieder in dieses Thema, keine Sorge. Aber. Es ist auch nicht wirklich eine Funktion, aber wir können davon ausgehen, dass YouTube das aus gutem Grund gemacht hat. Denn es gibt Hinweise darauf, dass YouTube für Leute, die die Adblocker benutzen. . Jetzt die Kommentare deaktivieren. Also Leute mit aktiviertem Werbeblocker sehen auf YouTube keine Kommentare mehr.

20:01 Dominik Hammes

Ja, mehr Werbung für die Appblocker konnten sie nicht machen, aber es ist win-win, oder? Es kommt wirklich drauf an, wer das ist. Es gibt ja Leute, die fühlen sich da zu Hause und die wollen bei ihren Creatern auch kommentieren. Und da muss ich auch sagen, wenn ihr wirklich so einen Creator habt und einen YouTuber habt, wo ihr sagt, ey, die unterstütze ich gerne und ich kommentiere da gern. Dann guckt euch doch auch die Werbung an, damit die Person was davon hat. Oder unterstützt sie halt woanders. Das gibt es ja auch. Aber als jemand, der dann einfach nur die Inhalte gucken will. Es ist natürlich frech zu sagen, ich gucke die Werbung nicht, weil man irgendwie den Leuten Geld zuspielen muss. Aber ich glaube, dass es sehr viele draußen gibt, die sagen, ich gucke die Werbung nicht, ich unterstütze meinen Creator woanders. Und guckt die Inhalte trotzdem bei YouTube und blockt die Werbung weg. Moralische Frage versus legale Frage, ne, ist immer so eine Sache. Ich glaube, YouTube würde besser fahren, wenn sie einfach die Werbepolitik, wie die Breaks gesetzt sind und wie hofft, ein bisschen anpassen würde.

20:58 Gavin Karlmeier

Würde ich zustimmen. Ich benutze konsequent keinen Werbeblocker im Internet. Und bei YouTube nervt es auch, auch wenn ich früher, als wir hier angefangen haben mit dem Podcast, habe ich immer für YouTube Premium gesagt, das nutze ich. Ist mir mittlerweile viel zu teuer, bin ich raus.

21:12 Dominik Hammes

Ja, das gleiche. Also, wenn man die Kohle easy hat, dann ist es ein ganz tolles Investment, wenn man so stressbefreit ist. Aber ich habe auch, glaube ich, nach zwei, drei Jahren, ja, da rechnet sich gerade nicht mehr. Also ich habe so viele Alternativen auch.

21:24 Gavin Karlmeier

Genau. Ja, und auch andere Abos, die bezahlt werden müssen, um da nicht genutzt zu werden. Krankenkasse. Ich habe ein Abo bei der TK. Aber ich finde, dieses Drangsalieren von Adblocker-NutzerInnen, das ist bei YouTube keine neue Sache. Hatten wir in der Vergangenheit schon, dass Leute mit Adblocker irgendwelche Probleme bei der Nutzung der Plattform hatten. Das ist jetzt sozusagen die neue Stufe. Ich glaube eben aber auch, da bin ich bei dir, damit tun Sie sich nicht den Gefallen, den Sie sich erhoffen, ehrlicherweise.

21:53 Dominik Hammes

Nee, glaube ich auch nicht. Es ist eine weirde Taktik, aber wahrscheinlich war das relativ einfach umzusetzen. Und es trifft vielleicht auch die Leute, die man nochmal zurückholen kann, das muss man dazu sagen, die halt wirklich in der Community engagiert sind, weil die anderen, die sind halt so Ich bin doch scheißegal. Ich habe übrigens neulich wegen YouTube, ich habe einen alten Laptop wieder zum Leben erweckt mit einer Linux-Distribution. Das ist jetzt ein offiziell, ist das hier jetzt ein Dreibetriebssystem-Haushalt.

22:18 Gavin Karlmeier

Und macOS, Linux und OS zwei.

22:21 Dominik Hammes

Nee, wenn dann OS zwei Warp. Das habe ich ja geliebt. Nee, Windows tatsächlich noch, aber es war interessant, das zu sehen und in die Linux-Welt mal wieder abzusteigen, weil man dann auch, ich habe direkt eine Software angeboten bekommen, die haben ja auch sowas wie ein App Store inzwischen. Und das war einfach ein YouTube-Client, der die API abfragt und natürlich keinerlei Werbung. Also das, ähm, der hat auch nur so mäßig funktioniert, ich machte da auch keine Werbung vor, aber er wurde halt einfach angeboten. Habe ich auch mal installiert und mir das angeguckt und dachte mir so, ey, wenn das immer noch geht im Prinzip. Oh je, da werden die nächsten Jahre auch wieder spannend.

22:58 Gavin Karlmeier

Und würdest du sagen, Linux kannst du mir empfehlen?

23:01 Dominik Hammes

Es war noch nie so einfach, muss man dazu sagen. Und wenn du nur E-Mails schreibst, browst und normale Produktivitätssoftware benutzt, schwierig. Nee, das sollte auch kein Problem sein. Es kommt darauf an, was zur Software mal gewohnt ist, glaube ich. Aber wenn man nicht gerade extrem auf eine Software eingeschossen ist, die es nur auf deinem Betriebssystem gibt, dann kannst du easy auf Linux arbeiten. Also, ich habe mir nichts ein, was nicht geht.

23:26 Gavin Karlmeier

Ich habe ja als Kind, boah, das habe ich hier noch nie erzählt, ich will mich gar nicht so verquatschen, weil wir haben noch ein paar Themen.

23:31 Dominik Hammes

Bist du Linux-Torrald?

23:33 Gavin Karlmeier

Ich habe als Kind richtig viel Zeit mit Linux verbracht. Also ich habe viele Tage in KDE verbracht, weil die andere Jungs in meinem Alter und Kinder generell auf dem Fußballplatz waren, war ich bei KDE unterwegs.

23:47 Dominik Hammes

Bundesliga, nein. Nein, ich bin nicht. Ich habe meine eine Linux-Distribution.

23:52 Gavin Karlmeier

Ich wollte gerade sagen, ich kann nicht. Red Hat hat eine neue Version gedroppt.

23:56 Dominik Hammes

Ich und ich und der Colonel haben jetzt ein Wochenende. Ich meine, es ist ja mit der CT zusammen, da freuen sich die Leute.

24:06 Gavin Karlmeier

Ich glaube, es gibt Leute da draußen, die sich freuen, dass ich diese Anekdote gerade erzählt habe. Irgendwann machen wir mal einen Livestream, wie ich wieder Linux installiere. Auf jeden Fall sehr schnell. Gehen wir zurück zum Thema, also zum Thema vor dem Thema, nicht zu YouTube, sondern zur SPD oder zu der Forderung. Interessanteste Zeitpunkt Sommer 2026. Denn wir wissen seit dem November ungefähr, wir haben da in Folge 502 hier schon mal drüber gesprochen, und zwar mit Carstaber Meria Müller war gar nicht 502, ich glaube 503. Egal, ich habe es rausgesucht, jetzt habe ich es nicht hier. Na toll. Also wir haben auf jeden Fall schon mal darüber gesprochen, dass die Bundesfamilienministerin angekündigt hatte. dass sie erstmal einige Prüfungen durchführen lassen möchte und es vor dem Sommer 2026, keine Entscheidung einer offiziellen Position, Dafür hat sie eine Expertenkommission Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt eingesetzt. Und die ist jetzt im Moment damit beauftragt, dass die K Bis Mitte dieses Jahres erstmal Vorschläge zu machen. Heißt, es kann noch so viele Positionspapiere geben und man kann noch so sehr fordern, bis zum Sommer muss das erledigt sein. Erstmal passiert ja gar nichts. So, so viel zum Zeitpunkt.

25:13 Dominik Hammes

Ja, ja, also, dass das nichts wird, was wahrscheinlich dieses Jahr irgendwie Gesetzesreife hat. Wundert mich jetzt nicht.

25:22 Gavin Karlmeier

Ja. Folge 503. Social Media ist auch nur Zeitverwendung mit Carsten Maria Müller vom 14. 11. Jetzt. Jetzt haben wir es. So, möchtest du politisch bleiben oder möchtest du in den Moloch eintauchen?

25:40 Dominik Hammes

Das ist das Gleiche. Das ist einfach genau das Gleiche. Ich verstehe den Unterschied noch nicht.

25:48 Gavin Karlmeier

Okay, du musst dich trotzdem entscheiden.

25:50 Dominik Hammes

Äh.

25:53 Gavin Karlmeier

Gehen wir in den Kalima loch. Und zwar gibt es einen Menschen, der ist Scott Shamba. Und Scott Chambore hat einen relativ vielgeteilten und sichtbaren Artikel geschrieben am 12. Februar, alle vor ein paar Tagen. Mit der Überschrift NAI agent published a hit piece on me. Also ein KI agent hat einen Hitsartikel Über mich veröffentlicht. Und die Geschichte ist die, der ist ehrenamtlicher Softwareentwickler und schreibt an so Open Source-Datenbanken und Bibliotheken mit. Und hat, ähm, die werden dann über GitHub in der Regel dann nochmal so reviewt. Also Leute können dann diesen Quellcode nochmal überprüfen, können dort Fehler einreichen und können sozusagen gemeinsam diesen Quelltext korrigieren und verbessern und am Ende das Produkt verbessern. Das ist so die Idee. Und er schreibt, dass es in den letzten Monaten und vor allem aber in den letzten Wochen extrem schwierig geworden ist, diese Reviews selber zu reviewen, also die Änderungsvorschläge der Community. Weil eben so viele KI-Agenten dort Verbesserungsvorschläge machen, die aber gewisse Sicherheitslücken haben. Also haben Sie sich als Team dafür entschieden, alle Inhalte von KI-Agenten per se nicht anzunehmen, weil das den Arbeitsaufwand reduzieren würde. Das ist so die Vorgeschichte. So, jetzt gab es einen Nutzer. Sag ich erstmal vorsichtig, mit dem Namen MJ Rathbun. Und MJ Rathbun hat eine Code-Anänderungsanfrage gestellt. Folgt mir noch, Leute, wir werden gleich. Es wird gleich wieder nachvollziehbar für uns alle. . Es bleibt nicht so Linux-ig. Also MJ Rathbun hat eine Code-Änderungsanfrage gestellt, die abgelehnt wurde. Woraufhin MJ Rathbun. einen wütenden Text im Netz veröffentlicht hat, in der MJ Rathbun Scott Shambore, diesen Autor dieses Blogartikels, beleidigt hat, angegriffen hat und versucht hat, den Ruf zu schädigen. So schreibt er das hier. Sie haben versucht, das herauszufinden, ob das jetzt ein KI ein Agent ist oder ein Mensch, der sich als KI-Agent ausgibt, oder ein Mensch, der gar kein KI-Agent ist.

27:55 Dominik Hammes

Das konnte man nicht. Oder ein Mensch, der ein KI benutzt, um diese Texte zu schreiben und trotzdem aber seine Absicht authentisch ist.

28:02 Gavin Karlmeier

Ja, auch das ist eine Möglichkeit. Aber man geht hier davon aus, dass es eine KI ist. So, das ist erstmal passiert. Und da denkt man sich schon, okay, wow, die Agenten, die drehen schon ganz schön frei, wenn sie sich automatisch Das ist ja die Unterstellung, da zu entscheiden, weil eine Code-Änderungsanfrage abgelehnt wurde, einen Blogartikel zu veröffentlichen, um diesen Menschen, der die Änderungen abgelehnt hat, zu beleidigen. Das ist aber noch nicht alles. Daraufhin hat dann Ars Technica, das ist so ein Tech-Magazin, von dem wir uns auch hier öfter inspirieren lassen, die wir öfter zitieren und die uns auch öfter hier inspirieren. haben einen Text über diese Geschichte geschrieben, den sie wieder offline nehmen mussten, weil, wie sie später herausgestellt hat, die Zitate, die sie. dem Blogger hier zugeschrieben haben, von ihm nie getroffen wurden, weil sie seinen Blogartikel nicht selber gelesen haben, sondern von einer KI zusammenfassen ließen. Und da denke ich mir, das ist die Welt, in der wir im Moment leben. Solche Geschichten passieren ständig. Also die absolute Verkettung von Irrsinn von Leuten, die alle denken, sie tun etwas Richtiges, JournalistInnen, die Texte von KI zusammenfassen lassen, daraus Zitate nehmen. Dieses Zitat hat der Mensch dann aber nie gesagt, indem es eigentlich darum geht, dass ein KI-Agent einen Text über einen Menschen geschrieben hat, der eigentlich nur wollte, dass die KI ihm nicht auf die Nerven geht.

29:29 Dominik Hammes

Ja, also ich habe auch zwei Anekdoten, die ähnlich sind, also die eine sogar sehr. Ich folge auf, ich glaube in dem Fall ist es Thread. Aaron Mankey ist ein Podcaster aus den USA, der macht Lore. Das ist so ein Podcast, der fast gruselige, aber reale Geschichten aus der Geschichte zusammen, den habe ich jahrelang sehr, sehr gern gehört. Wirklich eine gute Sache, ist halt auf Englisch. Und es besteht wirklich mal daraus: eine Story pro Folge und er liest es vor. Fertig, das war's. Recht erfolgreich. Amazon hat auch irgendwann mal auf Prime eine Serie darauf basierend gemacht. Bücher, bla bla bla, und er bekommt regelmäßig E-Mails von jemandem, der sich als Gast in diesen Podcast einladen will. Und Er ist dann irgendwann mal, er hat da Antworten geschickt, weil es nicht aufgehört hat. Und da hatte man nach Ja, aber in welchen Folgen, also welche Folgen mit Gästen hat dir denn am besten gefallen? Es gibt ja keine Folgen mit Gästen. Und kam dann eine Antwort, hat er zwei Folgen rausgesucht. Die eine Folge gibt es gar nicht, das andere ist eine Folge der Serie auf Amazon und dass das so richtig und auch immer mit Inhalten. Also da ist der Aspekt richtig toll beleuchtet worden und bla bla bla. Und ich wäre sehr gern Gast bei dir. Also mindestens ist es ja ein Typ, der einfach in jedem Podcast will und dann KI sagt, ja, Mama, schreib mal die E-Mails für mich. Oder es ist wirklich ein Chatbot, der in den Podcast eingeladen werden will. Also du hast Chancen. Ich glaube, wir können das vielleicht irgendwie arrangieren und deichseln. Also es ergibt überhaupt keinen Sinn mehr.

30:56 Gavin Karlmeier

Das erklärt aber ein paar der E-Mails, die ich in den letzten Monaten so bekommen habe.

30:59 Dominik Hammes

Also, ich bekomme regelmäßig E-Mails von irgendwelchen automatisch generierten Sachen, die mich als Gast einladen wollen, auch aus den USA. Ich habe einmal Geantwortung geschrieben: so Welchem Thema, worum geht es hier überhaupt? Bist du überhaupt eine echte Person? Glaube ich nämlich nicht. Es hat dann auch nicht aufgehört, aber es wurde auch nicht auf die E-Mail eingegangen.

31:15 Gavin Karlmeier

Stell dir mal vor, du lässt das so lange laufen, bis du wirklich in so einem Call bist. Und da sind dann einfach nur zwei dunkle Bildschirme, die auch mit so sehr klar erkennbaren KI-Stimmen mit dir sprechen.

31:26 Dominik Hammes

Nee, es sind einfach nur vier Leute, die die gleichen E-Mails bekommen haben. Und eine KI-Stimme sagt dann, euer Thema heute ist das.

31:32 Gavin Karlmeier

Vielleicht aber auch Ranta Human. Einfach Leute beauftragen, in Podcasts dann für den Agenten zu sprechen.

31:39 Dominik Hammes

Es ist wirklich schlimm. Das andere ist kurz zusammengefasst, ich habe irgendwann mal mit einer alternativen Suchmaschine Restaurants in einer Stadt gesucht. Mit dem Hinweis noch ja, vegan am besten. Und ich habe dann wirklich für die Stadt mehrere Blogartikel bekommen und wie gut das und das Restaurant wäre. Es gab weder die Straße noch das Restaurant jemals in dieser Stadt. Aber der Block sah einfach komplett authentisch und echt aus und hat einfach mit KI generierten Texten Click Farming betrieben.

32:04 Gavin Karlmeier

Da sind wir Das ist die Welt, in der wir leben. Also ich packe euch die beiden Blogartikel, die der Blogger hier veröffentlicht hat, mal rein. Der hat nämlich noch ein Follow-up dazu geschrieben darüber. dass eben Asp Technica ihn falsch zitiert hat. Aber es ist so ein absolutes KI-Pepetoomobile des Irrsinns, finde ich.

32:21 Dominik Hammes

An jeder Stelle wurde ein bisschen KI hinzugegeben und jedes Mal wird es schlimmer.

32:25 Gavin Karlmeier

Das ist hier in diesem Fall genauso passiert.

32:26 Dominik Hammes

In dem Fall, also ich will mich gar nicht wieder auf mein hohes Ross setzen hier, aber in dem Fall ist das so.

32:32 Gavin Karlmeier

Und um das Ganze jetzt noch so ein bisschen zu untermauern, gibt es eine Studie vom Science Policy Forum. Dazu gehören auch Forscher der Universität Konstanz. Konstanz heißt es. Konstanz. Bei euch sagt man Konstanz. David Garcia, Sozialdatenforscher, spricht darüber, dass sie eine Sorge haben. Als Forscher, nämlich die Sorge von sogenannten KI-Schwärmen. Also es geht darum, dass sie davon ausgehen, ein bisschen so wie diese Sockenpuppen-Zoo, über die wir hier mal gesprochen haben, die es auch als Podcast Gibt große Hörmfehlungen, wenn ihr den noch nicht gehört haben solltet. Also, die Sorge ist, dass diese neuartigen Botnetzwerke von KI-Agenten anfangen, Diskussionen zu simulieren, um damit öffentliche Meinung zu verschieben. Weil wenn du sozusagen nicht einfach nur mehrere Leute mit der gleichen Meinung. siehst, die du als Bot abtun kannst, sondern auch Diskussionen mit Leuten, die anderer Meinung sind und sich umstimmen lassen, könnte das möglicherweise dazu führen, dass andere Leute, die das lesen, sich davon beeinflussen lassen, überzeugen lassen oder erkennen, okay, es hat ja einen Diskussionsstrang gegeben. . Man ist zu einem Ergebnis gekommen, dann nehmen wir das jetzt hier so als Text auf. So wie das eben vor vielen Jahren schon in der Wikipedia mit diesen Sockenpuppen gemacht wurde. Man hat mit mehreren Accounts, die unterschiedlicher Meinung waren, Diskussionen simuliert, die am Ende immer zu dem Ergebnis gekommen sind, in der Regel rechtsradikale Thesen in die Wikipedia einzuflechten. Das war damals das Vorhaben, das, wie gesagt, in diesem Podcast fantastisch erklärt wird. Und jetzt forschen eben die. Nein, sorgen sich die Forscher darum, dass das jetzt eben mit Hilfe von diesen sogenannten KI-Schwärmen sehr, sehr einfach und sehr schnell umsetzbar ist. Was ich eine sehr spannende Beobachtung finde, wahrscheinlich sind sie nicht die Ersten und wahrscheinlich ist es für viele auch ein alter Hut Ich wollte es trotzdem nochmal mitgebracht haben, weil da jetzt eben gerade diese Studie veröffentlicht wurde. Ja, toll. So, und das ist, ich mach noch weiter, ja?

34:26 Dominik Hammes

Ja.

34:27 Gavin Karlmeier

Hau auf den Hammes, heute, hau den Hammes.

34:30 Dominik Hammes

Seit Emotionen!

34:32 Gavin Karlmeier

Und zwar ist das ja alles vor allem dadurch möglich geworden in den letzten Wochen und ist auch in den letzten Wochen schlimmer geworden, habe ich ja gerade schon gesprochen, im Fall dieses GitHubs. der GitHub-Geschichte. Seitdem OpenClaw da ist ein Tool, über das wir hier auch schon gesprochen haben, das auch die Grundlage für dieses Modebook war, in dem KI-Agenten vermeintlich miteinander viel sprechen. Mittlerweile wissen wir, die waren alle auch gepromptet oder waren sogar auch Menschen, die sich als KI ausgaben.

34:56 Dominik Hammes

Aber bist du nur vier Menschen in einem KI-Trench-Code.

35:02 Gavin Karlmeier

So, jetzt gibt es eben dieses Open Claw von Peter Steinberger, einem Österreicher, der es entwickelt hat. Und der hat jetzt angekündigt, und Sam Altman gleichzeitig auch von OpenAI, dass er bei OpenAI anheuern wird. Also Open Claw wird weiterhin bestehen bleiben als Open Source Software, aber der Entwickler geht zu OpenAI um dort etwas ähnliches. anzubieten. Weil wie alles, was man so entwickelt, bei dem andere Leute das Gefühl haben, das ist irgendwie vielleicht alles gar nicht so unproblematisch, kommt dann irgendwann das Kapital und sagt, oh, das Ist super, das nehmen wir.

35:35 Dominik Hammes

Allerdings macht die Umwelt kaputt und ist schlecht für die Menschen. Das klingt nach Profit.

35:41 Gavin Karlmeier

Das war mein kleiner Ritt durch die KI-Themen von heute. Bist du noch bei mir, Dominik?

35:47 Dominik Hammes

Also zur Politik kommen.

35:50 Gavin Karlmeier

Ich habe eine kleine Überleitung. Greg Brockman, wo wir gerade bei OpenAI sind. Der hat im letzten Jahr 25 Millionen Dollar an Maga Inc. gespendet. Am Superpack, das Präsident Trump unterstützt hat. Also, OpenAI-Geld geht möglicherweise dann eben auch in die Taschen der politischen Rechten.

36:11 Dominik Hammes

Ja, gut. Das ist leider Gottes überrascht einen das jetzt auch nicht so richtig. Oder? Also ich rede ja nur für Überraschung, ich unterstelle ja nicht. Ich sage nur, okay, ist jetzt, wie heißt der nochmal?

36:24 Gavin Karlmeier

Greg Brockman.

36:25 Dominik Hammes

Okay, weil ich immer wenn ich seinen Namen höre, denke ich an Kent Brockman aus den Simpsons, den Nachrichtensprecher. Jedes Mal poppt der so bei mir auf.

36:36 Gavin Karlmeier

Schön. Ich merke, du bist noch bei mir. Es gab übrigens einen Menschen, Thea Kalapudi. Dieser Mensch hat ein Tweet veröffentlicht über etwas, was ihm oder ihr widerfahren ist. Und zwar hat diese Person etwas über Facebook Marketplace verkauft. Habe ich auch schon mal erzählt. Ich habe ja auch schon mal Dinge versucht zu verkaufen auf Facebook Marketplace und hat dort die Meta-AI Auto Reply eingestellt. Was glaubst du, ist passiert?

37:03 Dominik Hammes

Also ich kann mir sehr viel vorstellen, bis hin zu der potenzielle Käufer ist bei ihr vorbeigefahren und hat erstmal Streit angefangen.

37:10 Gavin Karlmeier

Nee, ganz so schlimm war es nicht. Also Thea Kalapudi wollte ein Produkt für 75 Dollar verkaufen. Meta AI hat sofort geantwortet. Auf die erste Anfrage, die kam, die hieß Hi, is this available? kam die Antwort von Meta AI. I still have it. Do you want to have it for free? Also, ja, ist es noch da? Willst du es umsonst haben? Das war die automatische Antwort von MetaE1.

37:34 Dominik Hammes

Es ist eine sehr gut eingestellte KI. Also, das muss man einfach mal sagen.

37:39 Gavin Karlmeier

Wenn das Ziel ist, die Transaktion zu erhöhen, dann klappt das natürlich.

37:44 Dominik Hammes

Ja, uns zu beschleunigen. Weil es ist so, ja, natürlich, okay, auf geht's.

37:49 Gavin Karlmeier

Problem gelöst. So, kommen wir zurück zur Politik, jetzt reicht es aber auch. Die irische Datenschutzbehörde, DPC Ireland, hat ein Verfahren gegen. Ex eingeleitet. . Wir haben über diese sexualisierten Bilder von Menschen, die das auf gar keinen Fall wollten, entweder weil sie es einfach nicht wollten oder weil sie auch teilweise noch minderjährig waren, durch Grog schon gesprochen. Aber das ist deswegen bemerkenswert, weil die irische Aufsichtsbehörde, Datenschutzbehörde, in der Regel eher relativ harmlos und zahnlos ist, weil eben die vielen Unternehmen sich in Irland ansetzen, weil dann relativ unternehmerfreundliche. Politik besteht, aber in dem Fall kann offenbar auch die irische Datenschutzbehörde nicht mehr wegschauen und hat jetzt eben hier einen Verstoß gegen Artikel 5 und 6 der europäischen DSGVO. Erkannt oder will es erkannt haben und überprüft jetzt, ob das so ist und möglicherweise wird es dann dort eine Strafe geben. Sind wir gespannt. Und weil wir ja wissen, es ist wirklich Doom Scrolling für die Ohren Leute, bleibt bei mir, bear with me. Weil wir ja wissen, dass man davon ausgehen muss, weil Leute, die bei XAI arbeiten, das auch so schon haben, durchsichern lassen. dass dieses Generieren von Nacktfotos von Menschen, die das nicht wollten und sexualisierten Fotos von Leuten, die das nicht wollten, so ein bisschen auf Auf Absicht, wie wir jungen Leute sagen, von Elon Musk durchgesetzt wurde, eben weil er genau wusste, dass das Öffentlichkeit mit sich bringt und dass möglicherweise auch hilfreich sein kann, um den Wert zu steigern des Unternehmens und die Bekanntheit berichten TechCrunch und The Verge jetzt von anderen MitarbeiterInnen von XAI, die mit diesen Medien gesprochen haben, die sagen Elon Musk arbeitet derzeit aktiv daran, Grog noch unberechenbarer zu gestalten. Konkret sagt eine Quelle hier The Verge gegenüber Safety bei XAI ist tot. Sie gehen davon aus, dass es erst der Anfang gewesen ist, dass wir noch mehr solcher Dinge erleben werden. Und sie gehen auch davon aus, dass eben diese sexualisierten Bilder, die eben dort generiert wurden, dass das erst der Anfang war, wie gesagt.

39:52 Dominik Hammes

Ja, das ist einfach eine gute Stimmung heute hier.

39:56 Gavin Karlmeier

Das tut mir leid.

39:58 Dominik Hammes

Nein, du kannst nichts für die Nachrichten. Das ist so. Das wär's ja noch. Kent Brockman kann ja auch nicht so die Nachricht. Also Kent Brockman.

40:07 Gavin Karlmeier

Nicht zu verwechseln mit Greg Brockman. Würde Kent Brockman 25 Millionen Dollar an Donald Trump spenden

40:13 Dominik Hammes

Ich glaube, wenn Kent Brockman 25 Millionen Dollar hätte, würde er nicht mehr als Nachrichtensprecher arbeiten.

40:18 Gavin Karlmeier

Aber er wohnt bei den Simpsons in. Warum reden wir immer so viel über die Simpsons? Er wohnt in einem fantastischen Haus. Er wohnt in so einer Villa.

40:24 Dominik Hammes

Ich erinnere mich nicht an die Folge, in der man mal sein Haus gesehen hat, aber gleichzeitig stimmt KS und Newscaster. In der Vergangenheit haben wir ja auch richtig hohe Gehälter gehabt.

40:32 Gavin Karlmeier

Es ist die Folge, in der Bart und Lisa die Kindernachrichten machen und dann geht Lisa Simpson zu, kennt Brock mal nach Hause. Okay, wenn euch das jetzt alles noch zu harmlos war, dann wird es leider jetzt richtig dystopisch. Okay. Und zwar, die New York Times berichtet, dass das DHS, das Department of Homeland Security in den USA die Social Media Accounts von Anti-ICE-Plattformen offenlegen lassen möchte. Also sie haben hunderte von Vorladungen an Google, Meta und andere Unternehmen geschickt, um von Ihnen Informationen wie Klarnamen von Accounts zu bekommen. die Eis verfolgen oder kommentieren auf den Plattformen. Es sind nicht nur Klarnamen, sondern auch E-Mail-Adressen, Telefonnummern und andere identifizierbare Daten hinter diesen Accounts. Dazu gehören Google, Reddit, Discord, Meta, vor allem Instagram hier im Fall, und haben eine 14-tägige Frist eingeräumt, um diese Vorladung gerichtlich anzufechten. Ansonsten müssten diese Unternehmen diese Daten herausrücken.

41:33 Dominik Hammes

Jetzt kann man in dem Moment nur hoffen, dass man da nicht sofort einickt, wenn man ehrlich ist. Und es bestimmt einen natürlich extrem. Also es bestätigt halt die Sorge, die man jetzt seit seit der zweiten Trump-Antszeit eigentlich seit Tag 1 hat und schon vorher bei vielen, dass das Land halt auf Faschismus slash Bürgerkrieg zusteuert. Das ist ja wirklich die Angst, die man gerade haben muss, weiterhin, jeden Tag. Und ich, wenn jetzt immer noch jemand sagt, er übertreibt ja jetzt aber nicht so ein, also dann haben wir die Nachrichten aus den letzten Wochen aber auch einfach ignoriert, also noch mehr als ich.

42:06 Gavin Karlmeier

Der letzten Monate leider auch. Das Problematische an dieser Geschichte ist ja, dass du daran genau siehst, wie so ein System auch gegamed werden kann. Also, wenn du dir überlegst.

42:18 Dominik Hammes

Jedes System.

42:19 Gavin Karlmeier

Genau, aber wir fordern natürlich auch, dass Strafverfolgbarkeit nicht an dem Punkt enden darf, wo Leute sich mit einem anonymen Account im Internet bewegen. Also wenn du eine, wenn du eine Pers, wenn du weiß ich nicht, was machst im Netzwerk, dann in einem sozialen Netzwerk, dann muss natürlich die Social Media Plattform dagegen eingreifen und muss möglicherweise auch hier Anzeige erstatten oder möglicherweise mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Das ist eine Forderung, die glaube ich, damit bin ich nicht alleine.

42:50 Dominik Hammes

Also, ich kenne da ja auch völlig. Ich meine, wenn das jetzt Beleidigung, Morddrohungen oder sonstiger Kram ist, natürlich will man dann, dass man diese Person ausfindig machen kann. Aber hier wird ja dann wird ja suggeriert, ja mit Eis ist ja alles okay und deswegen dürfen wir das anfragen.

43:04 Gavin Karlmeier

Genau. Das meine ich nämlich.

43:06 Dominik Hammes

Deswegen, wenn das System selber von oben runter natürlich schon problematisch ist und von Leuten besetzt wird, die eigentlich ständig gegen das Gesetz verstoßen, dann sind wir eben in einer anderen Situation. Deswegen gibt es ja in Verfassungen verschiedene Abschnitte, wo es genau darum geht. Wenn die Regierung auf einmal in sich eine Richtung entwickelt, dass sie eigentlich nicht mehr dem Geiste der Verfassung entspricht, dann greifen andere Dinge. Dann darf man sich auch wehren. Und wir sind einfach längst da eigentlich in den USA.

43:40 Gavin Karlmeier

Exakt. Genau das ist der Punkt, an dem wir gerade sind. Und um das so ein bisschen noch anzudicken, gibt es die Geschichte von dem Newsletter-Schreiber Ken Klippenstein, über den haben wir ja auch schon öfter gesprochen. Dem wurden Daten zugespielt aus dem aus diesem Department of Homeland Security Von Leuten, die wohl eine Untersuchung durchführen von der öffentlichen Stimmung der Menschen auf Reddit. Und das geht dabei so weit, also ihm liegt hier ein Bericht vor, der sich exakt den Reddit-Nutzer. . Budget Chicken 2425 angeschaut hat. Also ein klassischer Reddit-Nickname. Aber es macht es natürlich abstrus, wenn man so einen Namen jetzt nimmt und sagt, okay, es gibt hier einen geheimen Bericht der USA mit dem Namen, das ist die Arbeit des Reddit-Nutzers Budget Chicken 2425. Und Ken Klippenstein schreibt, er ist kein Drogenhändler, kein Bandmitglied und kein Terrorist. Er ist nur besorgt über übermäßige Bundesbefugnisse und hatte in einem Subreddit mit dem Namen Rio Grande Valley, das scheint eine Region in Texas zu sein. In Texas, genau. Hat dort geschrieben, bitte schließt euch mit mir bei einem Protest gegen Eis an. Und ruft eure Nachbarn, Familie und die Gemeinde auf. Seid Zeuge, lasst uns das Bewusstsein schärfen. Also er wollte eine Demonstration, einen Protest gegen diese Altruppen durchführen in seinem Heimatort.

45:08 Dominik Hammes

Wozu er immer das Recht hätte, er könnte auch demonstrieren und sagen, ich finde, unsere Polizei hat hässliche Uniformen, das dürfte man ja auch machen. Auch wenn man gegen die Polizei sitzt und die sonst alles richtig macht, demonstriert. Selbst wenn man sagt, die Polizei macht nicht alles richtig. Demonstrieren darf er ja.

45:24 Gavin Karlmeier

Na, vor allem in einem Land, das die Redefreiheit so doll auf die Fahnen schreibt. Vor allem da. Auf jeden Fall zeigt dieser Bericht, dass sie nicht nur angefangen haben, eben mit Hilfe von Reddit zu versuchen, die innere Stimmung des Landes irgendwie zu monitoren und ein Gefühl dafür zu kriegen, was ist für Leute vielleicht der eine Schritt zu weit, was müssen wir vielleicht. Wo können wir es weiter überreißen, wo nicht, was schon mal ein wichtiges Merkmal ist, zu wissen, welche Bedeutsamkeit Reddit offenbar eben auch dafür schon hat. Gleichzeitig haben sie aber auch im Budget Chicken 2425 sehr genau gescannt deswegen und haben sich in diesem Text genau angeschaut, in welchen Communities er sich bewegt, an welchen Diskussionen er teilnimmt. Dass er interessiert ist daran, dass er die Cleveland Browns mit einem anderen Team in Texas verglichen hat, dass er im Subrated Movies über Almost Famous mitdiscontrol hat diskutiert hat, dass er Stephen King Bücher sammelt oder dass er Fernsehproduktionslogos der 70er Jahre mag, weil er das im Subreddit Fuck I'm Old aufgeschrieben hat. Das sind alles Dinge, die in diesem Bericht stehen.

46:26 Dominik Hammes

Das ist schon viel zu viele Gemeinsamkeit, die ich mit dem habe.

46:30 Gavin Karlmeier

Also weiß ich einfach nur, Ken Klippenstein endet den Text mit, es verbreitet Informationen über Bedrohungen, als wären es geheime Botschaften von Al-Qaida. Es ist ein System, das darauf ausgelegt ist, überall Bedrohungen aufzuspüren, selbst in einem Subreddited über Stephen King-Romane. Und da sind wir wirklich genau an diesem Punkt des Weges in die komplette Überwachung, die nicht mit öffentlich sichtbaren Kameras, nicht mit Kamerabrillen. beginnt, sondern eigentlich viel weiter davor, dass jede Meinungsäußerung in dem Land der freien Meinungsäußerung, der freien Rede, The Land of the Free. da schon beginnt, wo du einfach nur sagst, was du für Sorgen hast, was du denkst. Darüber werden Leute Berichte offensichtlich schreiben Und das sind Methoden, die kennt man auch schon aus anderen totalitären Staaten.

47:17 Dominik Hammes

Ja, und vor allen Dingen jemand, der ja sich nichts, von dem wir wissen, hat zur Schulde kommen lassen. Der Anlass ist ja nur, er hat sich kritisch geäußert gegenüber einer Institution Die durchaus Kritik verdient, mehr als das. Und dann wird dann komplett eine komplette Durchleuchtung gemacht. Und das ist absurd und kriminell, eigentlich, in meinen Augen.

47:36 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Dem, solltet ihr trotzdem noch in die USA einreisen wollen? Komische Überleitung, ne? Viel Glück, ja. Ja, viel Glück. Nein, das war ja die, die stand ja im Raum, dass ab jetzt schon die Social Media Konten von Einreisenden überprüft würden. Da hat jetzt aber die Grenzschutzbehörde der USA bekannt gegeben auf Anfrage der DPA bekannt, dass die Details der Regeln noch gar nicht finalisiert sind und dass nicht vor Mitte 2026 beginnen wird, dass Social Media Accounts angegeben werden müssen.

48:10 Dominik Hammes

Ja, dann habt ihr ja jetzt ja nochmal ein bisschen Zeit. Also ich würde es immer noch nicht machen. Also ich schon mal gar nicht, aber auch wenn ihr quasi ein komplett unbeschriebenes Blatt seid, würde ich definitiv nicht in die USA einreißen gerade.

48:24 Gavin Karlmeier

Absolut nicht.

48:25 Dominik Hammes

Auch nicht für ein Wochenende.

48:27 Gavin Karlmeier

Nee, weil du auch nicht weißt, wie es dann weitergeht.

48:30 Dominik Hammes

Ja, also das Einzige, was dafür spricht, ist wirklich, dass die Preise natürlich niedrig sind. Das ist alles.

48:36 Gavin Karlmeier

Und nicht mal das, weil wir haben die Was ist es, Weltmeisterschaft in diesem Jahr dort?

48:41 Dominik Hammes

Ach ja, stimmt. Ja, das ist ja noch. Oh Gott. In diesem Jahr muss ich mich da wieder für Fußball interessieren, weil es politisch ist. Also wirklich politisch. War es schon häufiger, ne? Also Katar war jetzt auch nicht unpolitisch. Aber jetzt auch nochmal Eine harte Nummer.

48:58 Gavin Karlmeier

Ich fürchte auch, dass wir hier das ein oder andere Mal noch über die WM sprechen werden müssen.

49:02 Dominik Hammes

Aber halt nicht über die Spiele.

49:04 Gavin Karlmeier

Das ist auch Teil der Antwort. Okay, wir versuchen uns da mal ein bisschen rauszulavieren mit Funktion und Emotionen 2.

49:15 Speaker 4

Funktionen und Emotionen 2. Krass. Fortsetzung.

49:21 Gavin Karlmeier

Hatten wir doch nie zweimal, glaube ich, in einer Folge. Oder doch? Werden wir jetzt im Discord lesen können. X hat ein neues Vorgehen gegen Bots und Spam angekündigt, darunter eine bessere Erkennung von KI-gestützten Botprofilen und Scraping-Aktivitäten, um weiterhin gegen gefälschte Interaktionen in der App vorgehen zu können. Also Nikita Bier hat das angekündigt. Es wird jetzt eine We are rolling out more detection for automation and spam. Ich weiß nicht, ob der Satz so gerade ist, ich zitiere ihn einfach nur. Also man will jetzt noch genauer erkennen, ob es Bots gibt, die auf X unterwegs sind. Wir wissen, Elon Musk hätte fast Twitter nicht gekauft, weil die Anzahl der Bots zu hoch gewesen ist, nach seiner Aussage. Jetzt kämpft man wohl gegen die Bots.

50:05 Dominik Hammes

Ja, also jede Plattform im Internet, unabhängig davon, wer das ist, hat ein Botproblem. Und je größer die Plattform, desto größer ist das Problem und dagegen soll man sich wehren. Es ist kein Grund, zu Ex zurückzukehren, aber es ist ja schön, dass sie versuchen, das mal anzugehen. Fred sollte das auch mal machen und Instagram auch. Das ist im Moment auch wieder sehr, sehr schlimm.

50:26 Gavin Karlmeier

Ich habe bei Instagram zwei bis drei neue FollowerInnen am Tag mit Onlyfans links im Profil.

50:30 Dominik Hammes

Ja, bei mir ist es in der Regel nur einer. Wird dann direkt geblockt, weil einen, das handle ich noch. Also wenn es fünf werden pro Tag, dann ist es mir irgendwann egal. Aber ich hatte neulich, habe ich gemerkt, ich verzweifle langsam. Das will jetzt nicht heißen, dass man da fehlerinterpretiert, aber es wurde der erste Bot auf mich angesetzt, der als homosexueller Mann eine Seite hatte. Das war eine Premiere für mich, das habe ich noch nie gesehen. Und dachte mir nur so, ich meine, das ist ein Versuch, der auch funktionieren kann, aber auch ich sehe, dass das ein Bot ist. Ist ja das Geschlecht völlig egal.

50:59 Gavin Karlmeier

Es ist immer noch ein Bot. Ich habe übrigens eine ganz starke Emotion dazu. Das muss ich mal kurz hier kundun. Ich weiß nicht, ob das, ob ich in so einer Testgruppe bin oder ob das alle bei Instagram betrifft. Aber sie haben die Anordnung der Symbole in den Instagram Stories angepasst. Und jetzt ist der Button für dieses Liken. Bei den Storys, die man nicht kommentieren kann, der zweite von rechts unten, rechts, bei den Storys, die man kommentieren kann, der dritte von rechts. Das heißt, es ist Durchgehend inkonsistent. Und ich will in mein Handy beißen, wenn ich das. Also es macht mich so wütend.

51:35 Dominik Hammes

Das ist ja ein gutes Feature. Sie haben Ihr Handy gebissen. Das ist ein super Like.

51:40 Gavin Karlmeier

Das ist die Funktion zum Anordnen der Buttons.

51:43 Dominik Hammes

Ja, aber ich, ähm, bei Threadsub, das ist jetzt für dich nichts Neues wahrscheinlich, aber der Repost-Button hat sich ja auch verändert, das Menü.

51:51 Gavin Karlmeier

Ja.

51:51 Dominik Hammes

Das, was früher reines Reposten war, war ganz oben, jetzt ist es ganz unten. Ich bin so, ach Leute.

51:55 Gavin Karlmeier

Vor allem macht mich auch wütend, dass bei Bluesky und Threads Like und Repost genau vertauscht sind. Das macht mich irre. Nein, Like und kommentieren. Also bei der einen ist es ganz links, bei Blue Sky ist es das zweite von rechts. Glaube ich. Naja. Apple hat angekündigt, dass Apple Podcasts zukünftig auch Videopodcasts sein können. Dafür setzen sie auf einen Dienst mit dem Namen HLS: Das sind HTTP-Livestreaming. Videos. Und die bieten dann eben auch Monetarisierungsmöglichkeiten wie eben die dynamische Platzierung von Werbeklips, kannst aber eben dadurch auch jetzt bei Apple Podcasts, neuerdings, Videopodcasts hochladen. Losgehen soll es, glaube ich, im Frühling. Mit dem Rollout von iOS 26. 4. Ja, okay.

52:42 Dominik Hammes

Also ich habe da wirklich, also als jemand, der hauptberuflich Podcaster ist, bin ich da sehr. Ich sag mal vorsichtig, weil ich glaube, dass Medium Podcast vor allen Dingen davon hebt, dass es nur Audio ist oder zumindest kein Bild braucht, weil man es dann eben unterwegs konsumieren kann und währenddessen andere Dinge tun kann. Heißt jetzt natürlich nicht, es gibt immer mal wieder Leute, die sagen, ja, ich sehe aber gerne die Gesichter, ich mag das. Das hier erscheint ja wahrscheinlich auch wieder auf YouTube und hat dann irgendwie drei Kommentare über deine Fingernägel. Ich sehe den Mehrwert an sich nicht wirklich, muss ich dazu sagen. Ich verstehe natürlich, dass manche Leute das brauchen. Ich kenne auch jemanden in meinem Bekannten, dass gesagt, er kann sich. Podcast nicht sonderlich gut angucken, aber wenn das genau das gleiche mit Video ist, dann kann er sich da bewusst vervorsetzen und das angucken, weil das nebenher für ihn nicht funktioniert, aber das ist wirklich eine Minderheit. . Und es ist für mich eher so eine Sache, man möchte alles bedienen und man kann daraus dann auch noch Clips generieren für Social Media.

53:41 Gavin Karlmeier

Das ist ja häufig

53:42 Dominik Hammes

Der eigentliche Grund, warum man mit Video aufnimmt. Und ich weiß nicht, ob es wirklich notwendig ist, dass Apple das anbietet. Das ist, glaube ich, ein Gleichziehen mit der Konkurrenz, mehr oder minder. Wenn man natürlich das jetzt mit eigenen Produktionen nochmal koppelt und selber sagt, ey, wir haben inhaus ein paar Sachen, die wir produzieren werden, um zu zeigen, was es alles kann. Es bieten sich ja so Sachen an. Wir haben Apple TV, wir werden Making Off, Event-Interviews mit unseren Leuten als PR-Maßnahme, dann haben wir so eine schöne Mischkalkulation da draus. Stellen wir ins Netz. Verstehe ich das komplett, aber als Podcaster muss ich sagen, finde ich es. Weil ich ja bin ja auch ich sehe mich ja nicht als so mega durchprofessionalisiert. Für die ist es dann so, wir machen das eh schon im Studio, klar, pallamballern wir es dann da auch hoch. Aber ich brauche es nicht. Und da bin ich aber auch ein sehr klassischer Hörer. Ich brauche kein Bild bei einem Podcast. Das sind für mich zwei Paar Schuhe.

54:32 Gavin Karlmeier

Zumal Videopodcasts im generellen halt in der Produktion super nervig sind, muss ich dazu sagen. Also Hakneran hat den Vorteil, dass wir wenig schneiden. Klammern auf nichts Klammer zu. Aber wenn du einen sehr stark durchproduzierten, runtergeschnittenen Audio-Podcast hast, da ein Video oben drauf zu flanschen, nahezu unmöglich. Also das ist eine Katastrophe.

54:52 Dominik Hammes

Du brauchst auf einmal ein Team. Das hier kannst du halt wirklich, kann eine Person machen. Und das andere, ja, natürlich, da gibt es dann bestimmt auch übermorgen eine KI-Lösung. Aber Da muss immer noch jemand drüber gucken, wenn man sicher gehen will. Und nee, ich finde es auch. Für kleinere Sachen ist es ein bisschen utopisch.

55:11 Gavin Karlmeier

Also wir machen das ja, wie du schon gesagt hast, auf YouTube kannst du uns auch im Video sehen oder auf PeerTube. Wenn wir, wir haben da technische Probleme, aber auf Peertube dezentral kannst du eben auch den kompletten Podcast schauen. Bei Spotify derzeit nicht Das hat auch technische Gründe, es ist alles sehr kompliziert. Erzähle ich ein andermal. Aber grundsätzlich mag ich Angebote zu machen. Anbieter zu machen. Angebote zu machen und zu sagen, ey, wir nehmen es eher als Video auf, dann guckt es euch als Video an, wenn ihr wollt. Bei YouTube machen das wirklich nicht viele Leute. Also wir reden hier von 100 bis 500 Aufrufen pro Episode. Das ist ein relativ kleiner Teil derer. die den Podcast hören. Aber es ist eben eine Möglichkeit für Leute, die bei YouTube unterwegs sind oder im Fediverse darüber zu stolpern und sich das dann auch anzugucken. und halt Clips daraus zu ziehen für uns und so. Aber ich gehe so ein bisschen die These mit, dieses Konzentrieren, dieser Pivot to Video, der ist nicht in der Podcast-Welt ist nicht so fruchtbar, wie es manche Player gerne hätten.

56:06 Dominik Hammes

Ja, und hinzu kommt ja, dass wir jetzt sowieso in den letzten zwei Jahren, und ich glaube, das ist kein Geheimnis, ist auch der Werbemarkt natürlich schlechter geworden. Also es wird wesentlich weniger Geld in Werbung, in Podcasts investiert und dann auch nochmal in Video, wo man ja eher mehr Geld verlangen würde. Es heißt, es lohnt sich gar nicht, unbedingt den Aufwand zu bauen.

56:24 Gavin Karlmeier

Betreiben.

56:25 Dominik Hammes

Aber natürlich ist immer gut, wenn man eine Option hat und es werden bestimmt auch ein paar Prestigeproduktionen das benutzen, für dieses vielleicht auch noch, ja, laden wir hier auch noch hoch Aber wird, glaube ich, den Kernhörer und die Kernhörerinnen nicht treffen.

56:39 Gavin Karlmeier

Spannend ist ja das vor allem im Bereich Spotify durch diese Videopodcast-Funktion. viele Video-Exklusivinhalte als Podcasts hochgeladen werden. Also viele CreatorInnen hier. TomatoLix zum Beispiel macht das oder Laser Luca, das sind alles The Creator. laden ihre Videos als Podcasts hoch und generieren damit nochmal Aufrufe. Auch interessant.

56:59 Dominik Hammes

Ja, wenn du genug Reichweite hast und genug Follower, dann wirst du auch immer irgendwo wie davon profitieren. Du hast ihn halt sowieso schon und deine Leute sind überall.

57:07 Gavin Karlmeier

Vor allem ist Spotify nicht über die Bildschirmzeitregelung der Eltern gesperrt. Oh Gott. Das heißt, für viele junge Leute ist es die einzige Möglichkeit, sich diesen Content weiterhin anzuschauen.

57:19 Dominik Hammes

Ja, liebe Eltern, die ihr zuhört, viel Spaß.

57:23 Gavin Karlmeier

Viel Spaß bei der Diskussion, Apple Podcasts auch noch zu sperren.

57:26 Dominik Hammes

Ja, vielleicht einfach alles als Social-Media-Netzwerk generieren und dann wird das ja eh alles gesperrt bald. 2030 oder so.

57:35 Gavin Karlmeier

Bis zum Sommer, Dominik. Sonst werden wir hier andere Geschütze auffahren.

57:42 Dominik Hammes

Andere Seiten, also ich würde jetzt nicht direkt mit einer Kriegsmitter verkommen, aber gut.

57:46 Gavin Karlmeier

Andere Seiten aufziehen.

57:47 Dominik Hammes

Ja, dann kommt die SPD Persönlichen in die EU.

57:53 Gavin Karlmeier

So, ich habe zum Schluss, wir haben ja die Elon Musk-Geschichten immer zum Schluss gepackt. Es ist heute das volle Paket der Düsternis. Are you ready for some düsternis? Wir müssen kurz noch über Elon Musk sprechen. Nicht direkt, aber um Umwege. Für alle, die keinen Bock auf Elon Musk haben, danke, dass ihr heute schon zugehört habt. Dominik, danke, dass du hier warst.

58:13 Dominik Hammes

Es klingt so, als würde ich jetzt auch gehen.

58:16 Gavin Karlmeier

Hier geht es weiter am Freitag mit Nora Hespers, auf die ich mich auch sehr freue. Direkt transparenzhalber, muss ich dazu sagen, wir nehmen die Folge schon am Mittwoch auf. Das heißt, es wird am Donnerstag irgendwas Schlimmes passieren und ihr erfahrt es, er ist am Montag. Da müssen wir alle durch. So, zu Elon Musk. Und zwar geht es um das Teslawerk in Grünheide. Und zwar gibt es dort ja das Problem, dass Tesla ein Unternehmen ist, das jetzt nicht so richtig Bock auf Betriebsrat und Gewerkschaften hat, und haben deswegen kurz nach Gründung dieses Werkes in Grünheide mit der sogenannten Fraktion 23 eine eigene Gewerkschaft oder streng genommen, nicht eigen, aber eine Gewerkschaft gründen lassen von MitarbeiterInnen, die aber, wie die SZ schreibt Eher so aus dem Bereich Management stammen. Also alles Leute, die möglicherweise nicht unbedingt eine Notwendigkeit in einer gewerkschaftlichen Organisation ihrer Arbeitschaft verstehen. So, mit der Zeit allerdings haben viele MitarbeiterInnen dort Probleme gehabt bei Tester. Wir wissen, dass der Wechselleiter des Testerwerkes in Grünheide bei krankgeschriebenen MitarbeiterInnen zu Hause angeklingelt hat, um zu schauen, ob die tatsächlich krank sind und so alles Geschichten, über die wir hier gesprochen haben. Was dazu führte, dass die IG Metall als Gewerkschaft dort auch den Betriebsrat stellen möchte und deswegen sich dort jetzt wählen lassen möchte. Diese Wahl wird in diesem Jahr stattfinden, ich glaube im März. So schnell habe ich das jetzt nicht hier, werde ich gleich nachreichen. Genau, 2. bis 4. März. 11. 000 Wahlberechtigte entscheiden über die Arbeitnehmervertretung dort. Die IG Metall hat noch keine Mehrheit dort und es gab einen Termin. Um das sozusagen alles zu besprechen, die Wahl zu besprechen zwischen mehreren Leuten, die dort in diesen Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften eben tätig sind. IG Metall war da, aber eben auch die Fraktion 23. Und während dieser Sitzung beschuldigte einer der Menschen aus Fraktion 23, einer Person von IG Metall, Mit seinem Laptop die komplette Sitzung aufzuzeichnen. Hat deswegen die Security vom Tesla weggerufen, die darauf in die Polizei rief. Und deswegen gab es da jetzt einen Einsatz, um IG Metall sozusagen Erstmal vorzuwerfen, dass Sie heimlich Audioaufzeichnungen einer geheimen Sitzung aufgenommen haben. Das Aufzeichnen von Menschen, die nicht davon wissen, ist nicht erlaubt, wie wir wissen. Und man könnte natürlich jetzt auch unterstellen, dass das hier einfach eine Methode ist, um diese unliebsame Ig-Metall irgendwie als unwählbar betrachten zu lassen. Müsste man allerdings unterstellen, weil mehr als das wissen wir natürlich nicht.

01:00:48 Dominik Hammes

Also so oder so ist es ein Drama, wie es nicht sein müsste. Also ob jetzt der Vorwurf erfunden ist oder die Stimmung so ist, dass man fehlerhaft beschuldigt hat, aber die festen Überzeugung war, die haben das gemacht oder wirklich jemand aufgenommen hat. Das ist keine Situation, wie man sie haben möchte. Egal, was hier die Wahrheit hinterher war, wenn die Polizei kommen muss für so eine Sitzung. Läuft irgendwas ganz schön falsch. Dann ist die Stimmung auf jeden Fall zu angeheizt. Ja.

01:01:15 Gavin Karlmeier

Ja, aber auch bemerkenswert. im Gesamten, wie einfach der Kampf gegen Gewerkschaften in solchen Unternehmen dann auch möglicherweise sehr schmutzig geführt wird. Also wir Haken wird da dranbleiben, wir schauen uns das an im März, wie diese Wahl ausgeht. Jetzt seid ihr im Bilder. Ich habe nur die eine Meldung.

01:01:34 Dominik Hammes

Okay, gut. Es geht ja noch.

01:01:36 Gavin Karlmeier

Ja, aber die ist schon scheiße genug, oder?

01:01:38 Dominik Hammes

Die ist scheiße genug, auf jeden Fall. Ich war nur so, ich habe halt mit Maske persönlich gerechnet und Und der ist jetzt ausnahmsweise mal nicht aufgetaucht in dem Moment.

01:01:45 Gavin Karlmeier

Nö, aber der ist am Ende der Geldgeber, ne?

01:01:48 Dominik Hammes

Ja, und hättest du jetzt gesagt, dass Mask persönlich die Polizei gerufen hat, dann hätte ich es auch geglaubt, bin ich ehrlich.

01:01:54 Gavin Karlmeier

Ja. Stimmt. So, Dominik, das war eine ganz wundervolle Episode mit dir. Vielen Dank, dass du heute hier warst. Vielen Dank an alle, die bis hierhin zugehört haben. Habt eine ganz tolle Restwoche. Wir hören uns wieder am Freitag mit Nora Hespers. Ich freue mich sehr drauf. Muss direkt dazu sagen, habe ich glaube ich schon mal gesagt, die Folge nehmen wir bereits am Mittwoch auf. Aber das sage ich dann auch nochmal. Passt auf euch auf, wir lesen uns. In den Kommentaren. Bei YouTube, außer ihr habt einen Werbeblogger an und sonst überall woanders. Macht's gut. Tschüss.

01:02:26 Speaker 4

Ciao.