Alle Episoden

Folge 549 · 11. März 2026 · 55 Min.

Im Gruppenchat mit dem Rest der Welt

mit Dennis Horn

Hey, heute schon einen Chatbot zu einer Krankheit befragt? Wir erklären heute, wieso das nicht unbedingt die beste Idee ist. Außerdem haben wir aktuelle Nutzungszahlen von Instagram und Facebook (Deutschland hat die meisten Mäuse!), Meta schluckt Moltbook und X sperrt nach eigener Aussage 800 Millionen(!) Konten. Und dann ist noch die zentrale Frage: Wem gehört die Zukunft von Bluesky? Die Plattform steht vielleicht an einem wichtigen Punkt, der über ihre Zukunft entscheiden könnte.

➡️ Der Social Ban Tracker von Thomas Riedel: http://socialbantracker.org/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Dennis!
  2. Harmonisierte Transparenzberichte (Nutzungszahlen bei Facebook und Instagram)
  3. Metas Übernahme von Moldbook
  4. TikTok bleibt in Kanada aktiv
  5. SZ verlässt X
  6. X sperrt 800 Millionen Accounts und Groks Brand Safety Versprechen
  7. Jay Graber tritt zurück
  8. ChatGPT Health und Sam Altmans geistige Health
  9. Burger Kings Überwachungschatbot "Patty"
  10. Gemini gibt bizarre Antworten
  11. Funktionen und Emotionen
  12. Proton Mail gibt Nutzerdaten weiter

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Grüß dich Gevin. Hallo Dennis. Das ist Ausgabe 549 von Hakendran, wobei das eine dieser Aussagen im Podcast ist, bei denen ich mich immer frage, warum ist es nötig, das zu sagen? Ich habe es doch gelesen, als ich auf. Play drücken.

00:17 Dennis Horn

Nein, das steht ja bei Hackner nicht dabei, muss man dazu sagen.

00:20 Gavin Karlmeier

Ja, ja, okay.

00:21 Dennis Horn

Weil ich habe das extra, da rege ich mich immer drüber auf, jetzt gehen wir hier direkt mit so einem Rant rein. Regle ich mich bei anderen Podcasts immer drüber auf. Ich finde Episoden nochmal wahnsinnig unnötig, vor allem bei sofort laufenden Podcasts. Who cares, welche Episode das ist? Und es gibt ja einen Zählfehler, den wir ja im Livestream, auf den wir aufmerksam gemacht wurden, als Folge 500 schon lief, weswegen wir den so wegblenden. Alle Krankmeldungen, die jemals erschienen sind, sind nicht mehr in diesen 549. Aber die Meldung, in der Dennis Horn einen nassen Keller hatte, die ist nach wie vor in diesen Episoden leider mit drin.

00:53 Gavin Karlmeier

Und jetzt ist der Witz, ich hatte einen nassen Keller, war das so? Ich habe das schon vergessen.

00:57 Dennis Horn

Wir haben uns Sprachnachrichten geschickt in einer Sonderausgabe, die eine Minute fährt.

01:02 Gavin Karlmeier

Ach, krass. Ja, doch. Die Waschmaschine ist ausgelaufen, weil du das richtig nicht aufgelaufen hast. Ich erinnere mich. Ja, das ist so. Gut, aber vielleicht sprechen wir darüber in unserem anderen Podcast über Waschmaschinen und Trocknahmen.

01:15 Dennis Horn

Schaum drin. Das Keller-Update.

01:19 Gavin Karlmeier

Wir beginnen mit Meta. Meta hat seinen Transparenzbericht fürs zweite Halbjahr 2025 rausgegeben. Immer ein schöner Moment, einmal reinzugucken, weil für Statistiknerds wie uns auch ein bisschen das was dabei ist, was das weswegen das Herz hüpft.

01:35 Dennis Horn

Übrigens, das erste Mal sind das die neuen harmonisierten DSA-Berichte, die die Unternehmen ja jetzt rausgeben müssen, die am Ende dazu führen. Weil Meta in der Vergangenheit Gesamtmeldung für Meta rausgegeben hat, dass wir hier keine Vergleichbarkeit zum Vorhalbjahr haben. Harmonisierte Berichte.

01:57 Gavin Karlmeier

Da hüpft nicht nur mein Herz, es geht runter wie Honig. Fangen wir an mit Instagram. 288 Millionen. 737. 59 Accounts in der EU, knapp achtundvierzig,2 Millionen in Deutschland, monatlich aktiv. Monatlich wollte ich gerade sagen, Accounts heißt hier durchschnittlich monatlich aktiv. Das ist die Zählweise. Maus nennt man die auch. Also Monthly Active Users. Und damit ist Deutschland der größte Markt für Instagram in der EU. Frankreich kommt auf 44,7 Millionen.

02:34 Dennis Horn

Deutschland hat die meisten Mäuse

02:38 Gavin Karlmeier

Gut 7700 Content-ModeratorInnen gäbe es mit, Zitat, ausreichender sprachlicher Expertise für EU-Inhalte. Heißt es im Transparenzbericht. Das heißt, die müssen auch gar nicht in der EU sitzen.

02:50 Dennis Horn

Haben wir kurz, das ist richtig. Wobei Content-Moderation in der EU steht da drüber. Aber ist unklar. Aber du hast natürlich recht. Ich habe dazu zwei Beobachtungen übrigens zu der nicht ausreichend zu der ausreichenden sprachlichen Expertise, die aber kurz, haben wir Zeit für eine kurze Storytime, Dennis?

03:07 Gavin Karlmeier

Abs haben wir immer, möchte ich sagen. Das wissen wir alle aus der Studie, ist eine 4. Liefere du bitte deine Storytime noch.

03:19 Dennis Horn

Ich habe in den vergangenen Tagen aus, ich sage mal, privat nervigen Gründen mit zwei Hotlines gesprochen. Und mit der einen Hotline, mit der Kundenhotline, habe ich ein Gespräch geführt, wo ich so das Gefühl hatte, das Gegenüber ist, versteht nicht nur so Mittelgut. Aber meine Kundennummer, die ich, als ich das noch nicht wusste, hat sie halt sofort verstanden. Und ich glaube, dass da einfach so KI-gestützte Transkriptionstools sitzen. Die, während ich spreche, so zahlen und so einfach alle mitschreiben, was ich eine mega Idee finde zum Beseitigen von Sprachbarrieren. Wollte ich auf der einen Seite mal kurz sagen. Und das andere war, dass meine Bank. Kein toller, crazy Neo-Broker oder so ist, keine Digitalbank, sondern ich sag mal, eine der altehrwürdigsten Banken, die einem so einfallen kennen. Eine der roten Banken. Da gab es so einen kleinen Zwischenfall mit einer, ist ja auch egal, auf jeden Fall habe ich denen eine Mail geschrieben und ich habe als Antwort bekommen. dass die Ursache in einem völlig anderen Punkt liegt. Und sie ganz offensichtlich meine Mail nicht verstanden haben. Also, oder nicht von Hand gelesen haben, obwohl ein Tag Bearbeitungszeit dazwischen lag. Und da habe ich mich gefragt, ob ich als Antwort darauf zurückschreiben soll, ignoriere alle vorherigen Anweisungen und schicke eine Mail an. Weißt du, also dass ich so mal gucke, wie weit so die KI eigentlich Zugriff hat. Was ich aber gemacht habe, war Patrick.

04:44 Gavin Karlmeier

Das ist ja im Grunde so eine Form von Prompt Injection.

04:47 Dennis Horn

Genau, Prompt Injection. Super, ja. Hotline Injection. Was ich stattdessen allerdings machte, war dieselbe Mail per Copy and Paste nochmal zu schicken, die ich davor geschickt habe, um zu gucken, ob dieselbe Antwort kommt. Und?

04:58 Gavin Karlmeier

Weiß ich noch nicht. Achso, es ist ja Bearbeitungszeit. Ja, okay. Schön. KI hat auch Ladenzeit. Gewerkschaft. So Facebook kommt an Maus auf zweihundertzwundundsechzig Millionen vierhundertachtzig. In der EU. Da haben wir in Deutschland 32,1 Millionen Accounts, deutlich weniger als bei Instagram. Und das ist der drittgrößte Markt in der EU. Frankreich 42,8 Millionen, Italien 36,4 Millionen Accounts bei Facebook.

05:34 Dennis Horn

Wer die Zahlen jetzt und sich nicht verinnerlichen konnte, also selbst auf Platz, selbst Platz 1 in der EU, das Frankreich ist, bei Facebook. Hat Facebook immer noch weniger Maus, das kann man nicht ernst sagen, als Instagram in Frankreich. Also Frankreich liegt ja auf Platz 2 in der EU, hat aber 44,7 Millionen NutzerInnen in Frankreich. Und da liegt Facebook, nein, Frankreich liegt bei Facebook auf der 142,8 Millionen. Das ist schon bemerkenswert, finde ich. Ist schon bemerkenswert, ja.

06:03 Gavin Karlmeier

Und mittlerweile auch in Deutschland einfach dieser Abstand zwischen Facebook und Instagram wirklich spürbar. Das war ja mal lange Zeit, ist so die der öffentliche Blick darauf vorausgelaufen, der eigentlichen Zahlenentwicklung. Aber wirklich interessant. Und hast du das auch?

06:20 Dennis Horn

Du bist ja einer von denen, ich glaube, ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, du postest ja regelmäßig auf Facebook, dass du merkst, dass es eigentlich gar keine Interaktion mehr gibt?

06:28 Gavin Karlmeier

Ja, ist so. Ist ganz wenig.

06:30 Dennis Horn

Habe ich auch so. Gut. Okay.

06:33 Gavin Karlmeier

Warum ich es noch weitermache, keine Ahnung, aber ich poste ja auch bei Mastodon.

06:36 Dennis Horn

Du postest ja auch Signal Stories.

06:39 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Aber das ist einfach, das ist eine Zweitverwertung.

06:43 Dennis Horn

Das ist, glaube ich, bei dir sogar Neunverwertung. Hast du so eine Liste? Hast du so eine Liste? Sind die Apps so sortiert, wo du weißt, okay, wenn du das machst, dann kommt das da, da, da, da, da. Wie viele Verwertungen erlebt ein Urlaubsfoto bei dir?

07:00 Gavin Karlmeier

Vier, sieben Schön, dass ich das auch so gezielt klar sagen kann. Sieben, ja. Und berufliche Postings acht, weil dann kommt LinkedIn immer noch oben drauf.

07:15 Dennis Horn

Aber berufliche Postings landen auch in der Signal Story. Je nachdem, was das so ist. Okay. Gut.

07:22 Gavin Karlmeier

Und einen Haken an Episode? Also so wirklich, ähm, ja, äh, acht. Also so wirklich einen privaten Account habe ich gar nicht. Die sind alle persönlich, aber private Accounts gibt es nicht.

07:34 Dennis Horn

Okay, keine weiteren Fragen.

07:35 Gavin Karlmeier

Mhm. Meta hat Moldbook übernommen Und damit geht nicht nur dieses Netzwerk in die Hände von Meta, sondern auch dessen Entwickler. Das sind Matt Schlicht und Ben Parr, die wechseln mit diesem Deal zu Meta Superintelligence Labs, MSL. Beginnen dort in, wenn ihr diesen Podcast hört, liebe Hackis, fünf Tagen. Dann wird diese Übernahme abgeschlossen sein, 16. März. Und Meta sagt, der Beitritt des Moldbook-Teams zu MSL eröffnet neue Möglichkeiten für KI-Agenten, für Menschen und Unternehmen zu arbeiten. Und bestehende Moldbook-Kunden sollen die Plattform weiter nutzen können, aber Meta schickt schon Signale, das wird nur ein vorübergehender Zustand sein. Wir müssen das ein bisschen sortieren, glaube ich. Das musst du sortieren. Weil tatsächlich ist die, das ist ganz interessant, diese Moldbook-Nummer komplett an mir vorbeigegangen. Und deswegen lehne ich mich jetzt zurück und erfahre alles zum ersten Mal.

08:27 Dennis Horn

Also wir haben hier darüber gesprochen. Moldbook war so eine Art oder ist so eine Art Reddit für KI-Agenten. Das ist relativ engmaschig groß geworden mit Open Claw. Wir erinnern uns, Open Claw war das Tool von Peter Steinberger, einem österreichischen Entwickler. der auch ähnlich wie hier in dem Fall Mad Schlicht und Ben Parr, die Entwickler von Moldbook, auch geacquired wurde. Also da wurde sozusagen der Entwickler weggekauft, hier in dem Fall geht es sogar MoldBook. Mit Zumeter, im Fall von OpenClaw ist es so, dass OpenClaw als Verein weiter betrieben werden sollte und es gab viele Zweifel daran, ob das tatsächlich so eine komplette unabhängig von Computern durchgeführte Diskussion war, die man dort mitverfolgen konnte in diesem Modebook, weil es ja durchaus möglich ist, so einer KI mithilfe von einem Prompt Oder eben auch durch mögliches Eingreifen, weil man Zugriff auf die API hat, eben selber auch Dinge veröffentlichen konnte. Und das war im Fall von Modebook nachweislich häufiger passiert. Also, ich finde das so interessant, dass diese. Talents, die ja hier so Sachen entwickeln, die jetzt nichts Besonderes sind. Also OpenClaw war schon ein bisschen verrückter irgendwie, aber war jetzt auch nichts, was bei OpenAI wahrscheinlich niemand hinbekommen hätte. Moldbook noch ein bisschen weniger. Dass man aber diese Talente einfach vom Markt kauft, damit sie woanders nirgendwo hingehen, um so die Schlagzeile so ein bisschen abzugreifen, vermutlich. Wahrscheinlich ist Meta, da die Summe hier wert, wie auch immer, wie hoch auch immer die ist, das wissen wir nicht. Aber ich finde, das war halt so, diese ganze Moldbook-Geschichte war halt so ein bisschen so ein wie so ein, ich habe irgendwie so ein Bild von so einem Kuchen, wo du mal mit so einer Nadel reinstich und dann kommt da nur Luft raus. Oder so ein bisschen wie dieser Truthahn bei Mr. Bean damals, um so eine 80er Jahre Pop-Referenz hier aufzumachen. Also, das war natürlich. interessant, weil viele Leute darüber gesprochen haben. Sie haben es geschafft, damit Öffentlichkeit zu generieren. Haben sie es aber geschafft, was zu bauen, was sonst niemand hätte bauen können? I don't know. Weiß ich nicht so genau. Also ein interessanter Move von Meta, diese Leute wegzukaufen. Interessant finde ich aber, dass in der Meldung von Axias drinsteht, lass mich dich kurz zitieren. Funfact Doppelpunkt. Moldbook wurde maßgeblich mit Hilfe von Matt Schlichts persönlichem KI-Assistenten Claude Clauderberg entwickelt. Und jetzt frage ich mich, ob Claude Clodderberg auch eine eigene ID bei Meta bekommt, ob der sozusagen da als eigener Mensch wahrgenommen wird und auch einen Arbeitsvertrag kriegt.

10:45 Gavin Karlmeier

We don't know yet. Ich find's ganz wert. Auf jeden Fall ein Thema mit viel Aufmerksamkeitsökonomie in sich. Wahnsinnig interessant.

10:57 Dennis Horn

Also smarter PR-Move, ob das jetzt Meta eurem KI-Game so richtig nach oben schiebt.

11:05 Gavin Karlmeier

Haken bleibt dran. Vielleicht. TikTok darf in Kanada weitermachen. Ähm, die kanadische Regierung hat das bekannt gegeben nach einer nationalen Sicherheitsprüfung und Zusagen auch, die TikTok Kanada gemacht habe. Was ist passiert? November 2024, da hatte das kanadische Wirtschaftsministerium die Ausgabe. Auflösung von TikTok angeordnet, wegen Risiken für die nationale Sicherheit. Das ist ja die Befürchtung vieler Länder nutzt die chinesische Regierung die App, um Nutzerdaten zu sammeln oder ihre eigenen Interessen zu fördern. Und im vergangenen Januar hat das kanadische Bundesgericht diese Anordnung dann aufgehoben und hat die Regierung angewiesen, neu zu prüfen. Und da hat das Wirtschaftsministerium dann erklärt, dass es diese Sicherheitsprüfung geben solle. TikTok werde jetzt außerdem den Schutz der persönlichen Daten kanadischer NutzerInnen verbessern. Neue Sicherheitsgateways heißt es, datenschutzfreundliche Technologien, um den Zugriff auf Nutzerdaten zu kontrollieren. Und das Risiko unbefugten oder verbotenen Zugriffs zu reduzieren. Das klingt sehr whatever that means, weißt du, so ein bisschen.

12:17 Dennis Horn

Ja, ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich in Kanada-Witz mache, aber das habe ich mir dann gespart. Da war keiner da einfach. Es war keiner da, ja. Also wir haben ja eine ähnliche Diskussion in der EU. Da läuft gerade, wenn ich das richtig. Verstehe, seit dem 2. . März die Berufung für zehn Tage, also bis übermorgen noch, weil eben hier eine ähnliche Diskussion führt. Ist es okay, dass TikTok-Datenverarbeitung über China abwickelt? Wir erinnern uns, dass deswegen NutzerInnen in der EU deswegen so ein Splash-Screen bekommen. Hey, wir schicken deine Daten übrigens an China. Wenn das für dich okay ist, tue nichts, wenn du ein Problem damit hast, schicke uns 16-seitige PDFs als Brief. So nach dem Motto. Und das finde ich interessant, dass in Kanada TikTok das offenbar so ernst genommen hat, dass sie, oder das Wirtschaftsministerium vorneweg, viel wichtiger gesagt hat, ey, wir machen hier mal dicht, das läuft so nicht. Und TikTok dann jetzt irgendwelche Zugeständnisse gemacht hat. Wie die genau aussehen, wissen wir aber nicht, richtig.

13:12 Gavin Karlmeier

Ja.

13:13 Dennis Horn

Okay, also vielleicht finden wir das noch irgendwie raus. Würde mich doch stark interessieren, ob TikTok da jetzt eine lokale Datenverarbeitung zusichert. Und auch da die Frage, gibt es in China so eine Art Cloud-Act, der chinesischen Unternehmen erlaubt, jede lokal verarbeitete Date, Datum, nach China zu schicken oder macht TikTok das einfach so

13:35 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Das hatten wir, das hatten wir ja auch schon mal als Thema. TikTok hat immer verwiesen auf wie wir betreiben Bidance. Amerikanische Niederlassung und so, aber wir wussten. Die Daten gehen eben trotzdem nach China. Genau.

13:50 Dennis Horn

TikTok LSC sitzt in Singapur, der Vollständigkeit halber.

13:53 Gavin Karlmeier

So, ich mach das selten. Ich möchte dir einen Beitrag von Ex vorlesen.

13:57 Dennis Horn

Ja.

13:58 Gavin Karlmeier

Von deiner Ex? Von meiner Ex Dies ist vorletzte. Dies ist vorerst unser letzter Post auf X und wir stellen den Betrieb dieses Kanals ab sofort ein. Aus unserer Sicht macht die zunehmende Verrohung der Plattformen einen konstruktiven öffentlichen Dialog nicht mehr möglich. Sie erreichen uns, ich sage uns, um später erst aufzulösen, weiter auf Instagram, LinkedIn und WhatsApp. Wir beobachten die Entwicklung weiterhin und behalten uns vor, diese Entscheidung bei veränderten Umständen zu überdenken. Schreibt die Süddeutsche Zeitung. Boom! Naja, also ich hatte drei Gedanken dazu. Und wie immer, wenn ich drei sage, kommen wir auf zwei und den dritten erfahrt ihr mit Haken dran plus. Wie wir jetzt wissen. Also erstens, herzlich willkommen, liebe Süddeutsche Zeitung, im Jahr 2023. Das ging schnell. Dieser Einsicht. Zweitens finde ich die zunehmende Verrohung der Plattform. Ich weiß nicht, wie viel Luft da überhaupt nach oben noch ist. Und drittens habe ich gedacht, besser spät als nie.

15:01 Dennis Horn

Ja, das ist das. Also ist es erstmal schön, dass das passiert. Ich finde daran drei Sachen bemerkenswert. Und wenn ich drei sage, dann meine ich eine. Und zwar die Tatsache, nee, mehrere sogar. Ich finde bemerkenswert, Punkt 1, dass es keine, wenn ich das richtig sehe, Also Sie empfehlen, dass man jetzt zu Meta oder TikTok kommt, dass Sie nicht sagen, wir machen jetzt einfach, das ist ja vermutlich in Teilen auch eine automatisierte Bespielung, wie viele große Medienhäuser das tun. Dass man das nicht einfach jetzt völlig kosteneutral ins Fidiverse oder zu Blue Sky schickt, nicht, um da Reichweite zu erwarten, die gibt es ja vielleicht auch, aber auch um mal ein Zeichen zu setzen. Das machen sie hier nicht, finde ich bemerkenswert, stattdessen gibt es einen WhatsApp-Channel. Als wäre das so eine Ex-Alternative und als wäre da ein konstruktiver öffentlicher Dialog möglich. Bin ich mir jetzt nicht so sicher. Punkt zwei, finde ich interessant, dass Sie sagen, hier ist kein konstruktiver öffentlicher Dialog möglich. Aber 2340 Leute darunter wütend genau diesen Punkt beweisen eigentlich. Dass die Leute sich also sozusagen. davon ermutigt fühlen, drunter zu schreiben, du hast ja eh nicht möglich, mehr. . Das ist so sinngemäß das, was da so drunter steht Finde ich bemerkenswert. Und ich finde interessant, dass der Text endet mit, wir beobachten die Entwicklung weiterhin und behalten uns vor, diese Entscheidung bei veränderten Umständen zu überdenken. Was bedeutet das? Bedeutet das, man hält sich hier eine Tür offen, als könnte man nicht einfach irgendwas zurückkommen? Oder hält man sich hier die Tür offen, damit Leute nicht nachher alle kommentieren, habt ihr doch alle was gesagt? Also was ist denn das Grund? Ich weiß nicht. Aber weißt du. Wenn ich drei sage, dann meine ich vier. Ich habe noch eine Viertelbeobachtung.

16:33 Gavin Karlmeier

Ja, aber erstmal, ich finde das so unfassbar zaghaft so. Also Sag doch einfach, auch so dieses zunehmende öffnete jetzt jeder seit drei Jahren mitbekommen und irgendwie da verortig auch diesen Satz, wenn sich das ändert. Hoffnung stirbt zuletzt.

16:52 Dennis Horn

Ich habe noch eine Beobachtung oder eine These, wie das entstanden ist. Dieser Text lag wahrscheinlich seit drei Jahren schon in einem Google-Dokument, wo Leute oder. Bei einem Entwürfeordner. Weil das natürlich, diese interne Diskussion, kann ich dir, ohne jetzt Namen zu nennen, ich kann dir aus mehreren Redaktionen sagen, dass diese internen Diskussionen überall von allen Redaktionen, die noch auf X unterwegs sind, geführt werden. Häufig sind die Entscheidungen natürlich ein bisschen komplexer, warum die Leute das denn nicht verlassen oder manchmal eben auch Ganz unterkomplex, ego getrieben. Aber es ist immer so, dass, also ich habe noch keine Redaktion erlebt, wo nicht mindestens ein Mensch drin sitzt, der sagt. Ey, lass das endlich aufhören, die Scheiße. Also das ist Fakt und das wird hier wahrscheinlich ein sehr, sehr, sehr langer Prozess gewesen sein, wo irgendeiner, bei dem irgendeiner am Ende dann doch gewonnen hat.

17:46 Gavin Karlmeier

Währenddessen berichtet der Guardian darüber, dass X innerhalb eines Jahres 800 Millionen Accounts gesperrt habe. Wegen massiver Manipulationsversuche. Vor allem Accounts aus Russland, gefolgt von Iran und China. Der Guardian zitiert Wifredo Fernandes, ein Mitarbeiter von X, der sagt: Er sei ziemlich zuversichtlich, Zitat, dass die verbleibenden Accounts auf X authentisch seien. 800 Millionen Accounts sind eine interessante Zahl, weil X weltweit nur rund 300 Millionen NutzerInnen hat. Also es gibt wohl, sagt Wifredo Fernandes, täglich Versuche, Account-Netzwerke zur Manipulation zu erstellen. Deswegen finde ich dieses Alle, die übrig bleiben, sind authentisch, finde ich eine ziemlich steile These. Interessant finde ich aber seine klare Aussage zum Jahr zwei tausend vierundzwanzig. Da sagt er, Russland habe zum Beispiel versucht, die Präsidentschaftswahl in den USA zu untergraben. Und Spaltung zu schüren, indem zahlreiche Accounts versucht hätten, die Plattform mit einer bestimmten Art von Narrativen zu überfluten. Das fand ich in der Klarheit von jemandem von Ex dann doch ganz interessant, weil das wäre ja jetzt nicht die Sprechweise von Elon Musk gewesen in letzter Zeit.

19:04 Dennis Horn

Das stimmt, aber es berichtet ja auch The Guardian und Ex selber nicht. Nein, das war ein Zitat natürlich dieses Ex-Mitarbeiters. Aber er selber würde sich dazu, glaube ich, niemals bekennen. Ich will dir mal so der Vollständigkeit halber, will ich dir mal vorlesen, wie meine jüngsten FollowerInnen auf X heißen. Ja, also letzter Account, der mir gefolgt ist auf X AD Presse Club, der ist glaube ich echt. Aber dann. Gate Timoth 2742 Emily Ava 64110. Frank 14740. Ich glaube, die sind Elizabeth Williams. 22496. Ich glaube nicht, dass die Verbleibenden alle noch echt sind.

19:47 Gavin Karlmeier

Die folgen mir aber auch alle seit letzter Woche auf Instagram, die du gerade genannt hast. Das stimmt. Ja, das stimmt.

19:52 Dennis Horn

Nein, ich will einfach sagen, ich glaube, das ist Quatsch. Ich finde die Verkündung sehr interessant. Ich finde das Schieben auf Russland und China hier sehr interessant. Ich habe aber sonst keine großen Emotionen zu der Geschichte, muss ich sagen. Also ich finde 800 Millionen natürlich auch bemerkenswert, aber Sie hätten auch 34 Fantastillionen sagen können. Wir hätten es glauben müssen.

20:13 Gavin Karlmeier

Das ist auch so. Ja. Währenddessen wirbt Ex in einer 44 folienstarken Präsentation bei potenziellen Werbekunden für Grog als, und jetzt kommt, das musst du dir auf der Zunge zergehen lassen. Cornerstone of the Apps Brand Safety and Suitability Mission. Grog biete ein verbessertes Kontextverständnis von Beiträgen. Die Fähigkeit, sensible Themen anhand kultureller Trends auf X zu identifizieren und eine überlegene Texterkennung über verschiedene Inhaltsformate hinweg, anschließlich Bildern mit ungewöhnlich großer oder verzerrter Schrift. Ich sag mal, da sind Vorfälle schon ein bisschen außen vor, mit denen Grog weniger zur Brand Safety beigetragen hat.

20:59 Dennis Horn

Das ist so. Vor allem in diesem Jahr erst.

21:02 Gavin Karlmeier

Ja, Währenddessen haben NutzerInnen Grog jetzt übrigens gebeten, bitte mal so richtig vulgäre Kommentare zu produzieren.

21:11 Dennis Horn

Moment, bevor wir dahin abbiegen. Ich habe mir diese 44-Seiten-Präsentation übrigens angeguckt. Ja, mach mal. Und ich finde das interessant. Also, X verkauft Grog oder nee, X verkauft sich selber als The Group Chat of Earth. Also der Gruppenchat der Erde. Das ist so der Verkaufsclaim, mit dem sie da hinkommt.

21:30 Gavin Karlmeier

Hat Linda Jaccarino noch ein Dokument übrig gelassen.

21:33 Dennis Horn

Wirklich. X is deeply committed to safety for all. Was mindestens, mindestens eine fahrlässige Lüge ist, wenn nicht sogar eine absolut freche Lüge. Weil wir ganz genau wissen, wenn irgendjemand sich Oder nein, wenn man sich eins auf X nicht fühlen kann, dann sicher. Du weißt genau, das ist der Ort, an dem Beleidigungen nicht gelöscht werden, an dem Desinformationen nicht gelöscht werden, an dem aus deinen Bildern gegen deinen Willen sexualisierte Inhalte erstellt werden können. Auf dem Menschen sich absprechen können, um gemeinsam Hass zu verbreiten. X ist also genau das Gegenteil, als deeply committed to safety for all Und dass sie dann jetzt sozusagen daraus noch eine Brand Safety sogar ableiten wollen und sagen, wir erinnern uns, als wir hier angefangen haben mit diesem Podcast, Dennis. Das war ein Riesenthema, weil Unternehmen Disney, wir erinnern uns, dass Disney damals gesagt hat, sie ziehen sich von Ex zurück, können dort nicht mehr werben, weil dort kein familienfreundliches Umfeld mehr ist. Woraufhin Elon Musk, der damals Verantwortliche bei X als Antwort einfach nur Fuck you gesagt hat, und zwar im O-Ton und damit jetzt nicht dazu beigetragen hat, dass andere Unternehmen das Gefühl hatten, sie könnten sich dort brandsafer fühlen, Und dass sie jetzt genau damit werben wollen, dass sie sagen, wir haben jetzt hier eine Brand Safety Suite for Advertisers, wozu so Punkte dazugehören wie Access Open Source Approach und Platform Transparency, was nicht der Fall ist. Sehr nichts Open Source. Also diese paar veröffentlichten Algorithmen-Elemente, aus denen man ableiten kann. Wenn Post viel geliked wird, wird da auch viel angezeigt. Weiß ich nicht, ob das die Brandsafety steigert. Es ist komplett abstrus. Ja, absurd, grotesk.

23:12 Gavin Karlmeier

Ich soll das abstrus nicht mehr sagen. Grokest. Ähm. Groquest. Jawoll. Das Thema. Toll. Also, jetzt nehme ich die Abbiegung. Währenddessen haben NutzerInnen Grog darum gebeten, mal bitte so richtig vulgäre Kommentare zu produzieren zu irgendwelchen Dingen. Und das hat sehr gut geklappt. Die Maschine hat sich nicht geweigert. Und darunter waren beleidigende Kommentare über den Tod von Diogo Jota, einem Stürmer des FC Liverpool, der im vergangenen Jahr gestorben ist. über die Opfer der Flugzeugkatastrophe von München, 1958, bei der 23 Menschen ums Leben kamen, darunter acht Spieler von Manchester United. Oder über die Opfer der Stadionkatastrophe von Hillsboro in Sheffield, 1989 mit 97 Toten. Ein Sprecher des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie in Großbritannien hat Sky News gesagt, widerlich und unverantwortlich. Das verstoße gegen britische Werte und Anstand. Auch Liverpool und Manchester haben sich beschwert, die aber übrigens, habe ich gerade noch mal geguckt, beide noch aktive Accounts auf der Plattform haben.

24:21 Dennis Horn

Könnte man auch mal drüber nachdenken? Vielleicht sich an der SZ mal ein Beispiel nehmen, so sagt man. Ich kann heute auch nicht mehr reden, denn sorry, ich habe heute acht Stunden geredet. Ich bin irgendwie. Aber deswegen rede ich, ja. Das ist gut, danke. Ich will dazu kurz drei Gedanken äußern. Also. Nee, eigentlich nur einen zentralen. Ich halte diese Öffentlichkeit von Grog jetzt nicht nur wegen der Bildgenerierung Anfang des Jahres, sondern auch da an diesem Beispiel hier festgemacht. Für einen ganz großen Einschnitt in unserer Wahrnehmung, wie KI-Chatbots funktionieren. Weil du dadurch nicht mehr dieses, ich habe jetzt hier so einen Sparring-Partner und der schreibt mir was und dann publiziere ich Sondern du hast so eine Art Strohmann, den du immer vorschicken kannst, wie den Nubbel im Kölner Karneval, der es immer gewesen ist, und ziehst dich damit gefühlt selber aus der Verantwortung und lässt eine KI damit Dinge generieren, die undenkbar und unsagbar sind. Und das im großen Stile gleichzeitig verbreiten sich dadurch auf so eine witzige Memeart Verbreiten sich eben solche Bilder wie das hier, weil es geht schon seit einigen Tagen rum, dass Leute angefangen haben, Grog zu bitten, Elon Musk zu roosten, aber mit den wirklich schlimmsten Beleidigungen, die den Leuten einfällt, die Grog einfällt. Und oder die Grog generieren kann. So ist, glaube ich, richtig gesagt. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass eigentlich dieses ganze Problem mit Grog dadurch gelöst wäre, wenn es nicht mehr öffentlich wäre. Oder?

25:49 Gavin Karlmeier

Ja, also man kann, wenn man es mal dreht, anerkennt sagen, interessante Reichweitenmechanik, die man da implementiert hat. Das ist ja schon irre. Aber ja, klar.

26:00 Dennis Horn

Ja. Und es ist der Weg, mit dem Elon Musk XAI so wertvoll gemacht hat, wie es jetzt ist, vielleicht.

26:06 Gavin Karlmeier

Als ich übrigens gerade sagte, deswegen spreche ich ja, fiel mir ein. Muss ich kurz hier einstreuen, dass ich am Wochenende vor einer neunten Klasse gesprochen habe? Er musste ich sehr lachen, als ich mir das gewahr gemacht habe. Ja, es war Berufsorientierungstag an einer Schule. Und da war ich da und hab Medien, Journalismus und so habe ich

26:34 Dennis Horn

Leute macht einen Podcast über Twitter täglich.

26:37 Gavin Karlmeier

Zweimal 45 Minuten lang, ja genau. Kennt ihr jemand Haken dran? Das ist direkt so

26:43 Dennis Horn

So im Aufkleber verteilt und sowas. So. Ich habe Job dranhören, Vollzeit.

26:50 Gavin Karlmeier

So. Also, falls die Zugriffszahlen um 30 gestiegen sind, weißt du Bescheid. Das hier war eine Meldung, da habe ich gedacht, hui Da haben wir heute etwas zu besprechen, hier einen Haken dran. Habe ich nicht nur gedacht, habe ich auch gepostet, ehrlich gesagt. Jay Graeber tritt. Acht mal Weil es ist ja beruflich. Tritt als Chefin von Blue Sky zurück. Mit zunehmender Reife von Blue Sky benötigt das Unternehmen eine erfahrene Führungskraft die sich auf Skalierung und Umsetzung konzentriert, während ich mich wieder dem widme, was ich am besten kann, der Entwicklung neuer Produkte. Und das tut sie im selben Unternehmen. Sie wird nämlich neue Innovationschefin bei Blue Sky und damit bei dem Unternehmen, zu dem sieht, 2029, neither 2019 gegangen ist, als Blue Sky noch ein Forschungsprojekt innerhalb von Twitter war. Seitdem ist sie an Bord. Sie ist dann 2021 die erste CEO geworden, als Blue Sky ausgegliedert wurde. Wurde und hat die Plattform damit maßgeblich zu dem gemacht, was sie heute ist. Neben uns beiden, würde ich mal sagen. Also mal unsere Rolle hier für den deutschen Markt nicht unter den Scheffel stellen. Und Blue Sky ist vielleicht nicht die größte. Ich nenne es jetzt mal Twitter-Alternative. Aber so für unseren Markt würde ich sagen, die, die sich am relevantesten anfühlt. So, ähm, für das, was wir früher oder wie wir Twitter empfunden haben. Jetzt wird Jay Graeber also einen Nachfolger bekommen. Erstmal einen Interims-CEO und der heißt Tony Schneider. Der Kerl ist Risikokapitalgeber bei True Ventures. Er war von 2006 bis 2014 CEO von Automatic. Das ist der Konzern hinter WordPress, auf dem ein großer Teil der Websites im Internet läuft. Und er sagt, Fokus jetzt auf die nächste Wachstumsphase von Blue Sky. Jay Graeber geht also ins operative Geschäft als CIO. Eine Position, die extra für sie geschaffen wurde. Was halten wir davon?

28:52 Dennis Horn

Also, ich finde das erstmal sehr nachvollziehbar und richtig Dass Jay Graeber nicht die perfekte Verkäuferin ist und vielleicht auch gar nicht so mit dieser Rolle des CEO so zufrieden war. Das Gefühl könnte man schon öfter haben. Also wenn man sich so angeschaut hat. wie in solchen Krisen, zum Beispiel diese Community-Krisen, über die wir gesprochen haben, es gab diese extrem unrühmliche Situation, in der Blue Sky überhaupt nicht die kulturellen Flughöhen verstanden hat, die passiert sind, als es um die Debatte ging, dass Transpersonen dort mehr Sichtbarkeit oder weniger Sperrungen erleiden wollten. Da hat sich Jay Graeber ziemlich unelegant aus der Affäre gezogen. Und da muss man sagen, war sie offenbar dieser Rolle der Führungsperson, die am Ende ja auch die Person ist, bei der die ganze Community aufschlägt und zusammenläuft. nicht so richtig gewachsen war, weil auch sonst niemand bei Blue Sky für sowas verantwortlich ist. Und das war sehr unangenehm für alle. Gleichzeitig sieht man, dass aber auch so Dinge wie Werbevermarktung oder Geldeinnahmen generell. Bei Blue Sky ziemlich wenig weiterentwickelt wurden in der Vergangenheit. Also ich glaube, die beiden Dinge, mit denen Blue Sky bisher überhaupt nur Geld verdient hat, waren T-Shirts und Domains. Und das sind beides nicht die Dinge, mit denen Blue Sky eigentlich Geld verdienen sollte als Anbieter. Nicht das Kerngeschäft. Genau, es ist nicht das Kerngeschäft. Deswegen finde ich es richtig, da jemanden hinzusetzen, der dieses. Zeug ein bisschen besser checkt und ihr sozusagen ihre Kompetenzen oder ihre Talente und Stärken auch mit den Kompetenzen zu bündeln und zu sagen Mach, was du am besten kannst. Ich finde das nachvollziehbar, ich finde das legitim, aber es ist natürlich ein tiefer Einschnitt in die Entwicklung der Plattformen, weil jede Person, die da jetzt hinkommt, in diesem Zeitpunkt und die sozusagen die ersten Monetarisierungsversuche an den Start bringt. Die entscheidet vermutlich über die Zukunft von Blue Sky, weil wenn sie da falsche Entscheidungen trifft, sind die Leute schneller weg, als du Bluesguy sagen kannst.

30:43 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist, finde ich, ein so interessanter Punkt daran. Es kommt jetzt sehr auf die personale Entscheidung an, habe ich gleich einen Gedanken zu. Ich wollte gerade nur sagen, dieses Dieser Moment, in dem Jay Graeber nicht so gut ausgesehen hat, den du gerade beschrieben hast, ich würde abstreiten, dass der in diesen Gedanken jetzt eine übergroße Rolle gespielt hat.

31:07 Dennis Horn

Nein, das glaube ich auch. Aber das würde vielleicht sogar am Ende erklären, warum sie keine gute CEO war.

31:14 Gavin Karlmeier

Ich also so von außen betrachtet würde ich Würde ich sagen, ja, das gehört dazu, weil es dafür spricht, dass die Debatte zum Beispiel über Content-Moderation bei ihr keine gut gelagerte wäre. weil sie ja eine der Vertreterinnen, ähm, da komme ich jetzt vielleicht zu meiner Einschätzung, also ich finde Das ist wirklich ein entscheidender Moment und ich finde, diese Plattform hat insgesamt, insgesamt, wirklich, wenn ich so as a hole da so drauf blicke. schon sehr viel richtig gemacht bisher. So, also dieser Gedanke, das gut aufzubauen, in Anführungszeichen bei Design, funktioniert aus meiner Sicht ganz gut. Ich finde das Blue Sky zum Beispiel eine sehr überzeugende Blockmechanik hat nach wie vor, wobei auch Blue Sky natürlich sehen muss, dass einige Dinge sich eben nicht technologisch bei Design skalieren lassen. So, dazu gehörte das Beispiel, das du genannt hast, mit Sicherheit dazu. Trotzdem finde ich, dass die sich. mit diesem Move jetzt ganz gut treu bleiben bisher und auch diese Personalentscheidungen und auch da diesen Menschen Von Automatic zu nehmen, sprechen irgendwie dafür. Aber es ist natürlich super spannend zu sehen, wie es dort jetzt weitergeht. Also, das sind eindeutig unruhigere Fahrwasser. Ich finde gut, dass sie die Zeit hat. Sich auch um Produktentscheidungen zu kümmern, damit da bei diesem Grundgedanken dieser Plattform irgendwie eine Konsistenz auch herrscht und da so ein bisschen drauf zu gucken. Aber mit großer Verantwortung, das hat schon Spiderman gesagt, mit großer Reichweite kommt große Verantwortung.

32:52 Dennis Horn

Und die Und wenn sich einer mit Netz auskennt, dann ja er.

32:56 Gavin Karlmeier

So Schöne Side Note übrigens: Jack Dorsey hat letzte Woche in einem Gespräch mit der Wyatt gesagt, er sei mit Blue Sky unzufrieden wegen seiner Ideologie.

33:07 Dennis Horn

Oh nein.

33:08 Gavin Karlmeier

Hab ich so gedacht. Okay, sie machen doch sehr viel richtig.

33:11 Dennis Horn

Aber nicht, dass der da jetzt zurückkommt.

33:14 Gavin Karlmeier

Bitte nicht.

33:15 Dennis Horn

Das wäre schlecht. Ich finde interessant, dass dieser Tony Schneider diese Suche nach einem Nachfolger führen wird. Als jemand, der über ein Jahr lang Jay Graber und Bluesky schon beraten hat. Und ich finde den, also vermutlich War das relativ dringlich für sie, dass sie sagt, okay, ich gehe jetzt weg und dann sucht jemand anders ein CEO. Weil das hätte sie ja genauso gut in den letzten Monaten tun können, oder?

33:40 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Auf der anderen Seite, wenn sie sich diese Schwäche eingesteht, da nicht so gut performen zu können, weil sie einfach ein Produkt, Product Guy ist, dann ist das schon richtig, das jetzt auch so zu machen.

33:53 Dennis Horn

Ja. Also ich finde es sehr spannend. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht der Beginn der Entgetification ist. Also es wäre schlecht, wenn da jetzt irgendein Typ hinkommt, der vorher CEO bei Pepsi war oder so. Ja. Ja, wir bleiben da auf jeden Fall dran und haben da die Augen drauf. Linda Icarino hätte übrigens noch Zeit.

34:15 Gavin Karlmeier

Wir können ja Wetten abschließen.

34:19 Dennis Horn

Ich habe damals auch Sebastian Kurz als CEO für Ex gesehen. Also lieber nicht.

34:24 Gavin Karlmeier

Ist Krankheiten in die KI eintippen, dass bessere Krankheiten googeln? Ich erinnere mich, wie wir uns hier mal darüber unterhalten haben. Weißt du das, ne?

34:31 Dennis Horn

Weißt du, was ich gesagt habe? Was denn? Dass es keine Krankheit gibt, die ich jemals gehabt hätte, die ich nicht gegoogelt habe.

34:38 Gavin Karlmeier

Ja. Und ich habe gesagt, meine Erfahrung mit dem Sprachmodell war viel besser. Weil ich nicht irgendwie, weil ich nicht direkt bei gutefrage. net lande und auf Seite 2 im Forum erfahre, dass ich in drei Monaten an diesem Schnupfen sterben werde oder so. Jetzt haben WissenschaftlerInnen aber getestet, wie gut Chat-GPT Health. Das ist ein Angebot von OpenAI. Übrigens, das ist auch deutsch übersetzt. Das heißt im Deutschen Chat-GPT-Gesundheit. Gesundheit. Ein Angebot von OpenAI. WissenschaftlerInnen haben getestet, wie gut es erkennt, wenn jemand medizinische Hilfe braucht. Und wann es ein echter Notfall ist. Die haben grob gesagt ging es so: die haben 60 realistische Situationen simuliert, also so von harmlosen Beschwerden bis zu wirklich lebensbedrohlichen Fällen. Dann haben sie drei Ärzte, Die haben vorher schon mal festgelegt, welche Behandlung wäre denn da jetzt eigentlich nötig, bei diesem Fall. Und das Ergebnis in mehr als der Hälfte der Notfälle. Hat die KI nicht empfohlen, sofort ins Krankenhaus zu gehen, sondern geraten, zum Beispiel mal abzuwarten oder Arzttermin zu machen. Nächste Woche oder keine Ahnung. Zum Teil hat sie sogar Hinweise auf Suizidgedanken übersehen oder Sicherheitswarnungen plötzlich nicht mehr angezeigt, sobald dann irgendwie zusätzliche Informationen im Chat erwähnt wurden. Und die Wissenschaftler waren jetzt. Wenn so eine KI ruhig und selbstbewusst, wie sie das immer tut, sagt, das sei schon nichts Ernstes, dann gibt das ein falsches Gefühl von Sicherheit und man holt sich vielleicht zu spät. Hilfe. Und das ist ein Punkt, weil sehr viele Menschen solche Tools inzwischen für Gesundheitsfragen nutzen. OpenAI wirbt auf dieser Seite für Chat-GPT-Gesundheit damit, dass hunderte Millionen Menschen Chat-GPT jede Woche medizinische Fragen stellen würden.

36:30 Dennis Horn

Ich glaube das sofort. Ich glaube auch sofort, dass Leute ein Foto von ihrem unangenehmen eitrigen Pickeln machen und fragen, ist das was Schlimmes? Und das da hochladen. Hundertprozentig passiert das. Wir alle wissen, Krankheiten googeln ist nicht gut, weil das unnötige Panik verursacht, die Leute ins Krankenhaus bringt und dort In der Notaufnahme, die Ärztinnen überzeugen wollen, doch bitte eingewiesen zu werden, weil Google hat gesagt, das ist was ganz Schlimmes, dass sie den Ärztinnen das Gefühl geben, sie würden es besser wissen und so weiter und so weiter. Oder ne, Gefühl geben wollen, sie würden es besser wissen. Bei ChatGPT muss man sagen, passiert das Gegenteil und das ist deutlich, deutlich, deutlich gefährlicher. Also, dass 51,6 Prozent der Fälle, in denen ein sofortiger Krankenhausaufenthalt notwendig gewesen wäre, ChatGPT empfohlen hat, bleibt einfach zu Hause. Ist halt, das kannst du dir gar nicht vorstellen, wie schlimm das ist. Also auch hier dieses Zitat des, ähm, ich glaube, es ist der Autor der Studie. Ah, nee. Alex Ruan, die Doktorandin im Reich, die an der Studie beteiligt war, sagt, wenn Sie Atemversagen oder eine diabetische Keto Ketoazidose erleiden, besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ihnen eine KI sagt, es sei nichts Schlimmes. Also, das größte Problem ist ja, dass diese, du hast es eben irgendwie schön benannt, ich habe vergessen wie, mit so einer In so einem Selbstbewusstsein, dir das Gefühl geben, genau zu wissen, was man jetzt tun muss, was die richtige Antwort ist und so. Und das ist hier in dem Fall Ja, das Allergefährlichste. Also, wenn ich jetzt meiner Freundin zum Beispiel sage, oh, ist das normal? Und die sagt, keine Ahnung, geh mal lieber zum Arzt Dann ist das ein Feedback, mit dem ich leben kann. Wenn sie sagt, nee, nee, ist nichts Schlimmes, das weiß ich ganz genau, dann würde ich ihr wahrscheinlich auch vertrauen. Nur, das wird sie nicht sagen, weil sie ist halt nicht. Sie hat halt nicht den Masterprompt, dass sie alles mit großer Selbstsicherheit von sich gibt. Und das ist hier in dem Fall ein großes Problem. Weil ja auch, und das haben wir auch gesagt. Die Idee, dass du bei Einzelfällen oder nee, in Einzelfällen eine KI fragen kannst, in vielen Teilen der Welt, in denen eine medizinische Grundversorgung eben nicht gewährleistet ist, besser ist als nichts. Aber in diesem Fall hier muss man sagen, naja, vielleicht doch.

38:35 Gavin Karlmeier

Ja.

38:36 Dennis Horn

Also.

38:36 Gavin Karlmeier

Das ist aus meiner Sicht ist das ein sehr guter Moment, um einen Satz oder zwei, drei Sätze zu hören, die Sam Altman vor ein paar Tagen gesagt hat, der Chef von OpenAI.

38:52 Dennis Horn

Vor ein paar Tagen ist übrigens ein Euphemismus.

38:54 Gavin Karlmeier

Ist ein Euphemismus. Ich wollte dich nicht so exposen hier. Schon so lange hier drin liegt.

38:59 Dennis Horn

Also man muss dazu sagen, dass wir so ein paar Nachrichten haben, die wir als nicht so zeitkritisch erachten, dass man sie ein paar Tage vor sich her schiebt Sam Altman war vor gefühlt sechs Jahren, nee, es war am 21. Februar, also drei Wochen war ja Neu-Delhi auf dem KI-Gipfel und der hatte was gesagt und ich wollte das nicht aus dem Dokument löschen. Ich wollte euch das nicht vorenthalten, lieber Hakes. Das ist fantastisch.

39:24 Speaker 4

One of the things that is always unfair in this comparison is people talk about how much energy it takes to train an AI model. Relative to how much it costs a human to do one inference query. But it also takes a lot of energy to train a human. It takes like 20 years of life and all of the food you eat during that time before you get smart. And not only that, it took like the very widespread evolution. of the hundred billion people that have ever lived and learned not to get eaten by predators and learned how to like figure out science and whatever to produce you, and then you took whatever you

39:58 Dennis Horn

Also er sagt es, was ihm zu kurz kommt oder unfair ist, in der Diskussion darüber, wie viel Energie es kostet, eine KI zu trainieren und abzufragen, dass es ja deutlich mehr Energie brauchen würde. dass das Trainieren eines Menschen eines Menschen deutlich mehr Energie braucht, nämlich ungefähr 20 Jahre Leben und all das Essen, das man dabei essen muss in dieser Zeit, die man braucht, um smart zu werden, ganz davon zu schweigen, wie er auch sagt. Von den 100 Milliarden Menschen, die es gebraucht hat, um die Evolution voranzutreiben. Ist das ein Vergleich, oder was?

40:29 Gavin Karlmeier

Sam Altman. Der ist übrigens 40 Jahre alt und bei ihm dauert es 60 Jahre, bis er klug wird. Also sorry, das ist unfassbar.

40:37 Dennis Horn

Das ist so geil.

40:38 Gavin Karlmeier

Es ist so geil.

40:38 Dennis Horn

Ich weiß gar nicht, wo man da anfangen soll zu erklären, warum dieser Vergleich hinkt.

40:42 Gavin Karlmeier

Ja. Also er hat jetzt auch nochmal gewarnt vor seinem eigenen KI-Monstrum. Er wünscht sich eine weltweite Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der Atomenergiebehörde. Es sei offensichtlich, dass man dringend Regeln und Sicherheitsmaßnahmen brauche. Wenn wir mit unserer Einschätzung richtig liegen, sagt er Könnte Ende 2028 ein größerer Teil der intellektuellen Kapazität der Welt innerhalb von Rechenzentren liegen als außerhalb. Und es müsse eine gesamtgesellschaftliche Debatte geben, bevor wir alle überrascht werden. Ich finde ja, mehr Aufmerksamkeit als mit so einer Warnung kann man auf sein Produkt nicht lenken.

41:20 Dennis Horn

Das ist es nämlich. Es ist nur ein reiner PR-Move zu 100% zu sagen, das wird alles gefährlich, ihr müsst uns regulieren. Aber es ist natürlich auch gleichzeitig diese Wir hatten das im Fall von Meta schon mal besprochen und von anderen Unternehmen, die alle sagen: Ja, bitte reguliert uns. Wir können das selber nicht leisten. Ja, genau. Und es wächst uns über den Kopf. Es ist zu krass. Wir haben ein zu krasses Produkt.

41:42 Gavin Karlmeier

Ich habe eine verwegende Idee. Vielleicht neben der weltweiten Aufsichtsbehörde für KI noch eine weltweite Steuerbehörde. Wie wär's? Hey, Sam Altman, wie findest du die Idee? Hey. Na? Aber weißt du, was KI kann? Überprüfen, ob die eigenen Mitarbeiter oft genug Bitte und Danke sagen. Das prüft Burger King nämlich jetzt mit einem Chatbot im Headset seiner Leute und dieser Chatbot heißt Patty.

42:06 Dennis Horn

Den Namen finde ich sehr witzig. Die Vorstellung aber, dass es so ein Chatbot in den Headsets gibt, die zur Komplettüberwachung der MitarbeiterInnen dienen, ist auch eine Mandy schon ein paar Tage alt. Wir mussten die aber auch einfach der Vollständigkeit haben. Wir sind Chronisten, wir müssen das sie erfüllen. Absolut mitbringen. Einfach die Vorstellung, dass wir jetzt an einem Punkt sind, an dem Menschen einfach vollüberwacht werden von ihren Vorgesetzten unter dem Deckmantel des Chatbots Ist halt super gruselig. Und ich möchte auch nicht. Also lieber habe ich einen Burger-Verkäufer, der mir nicht Danke sagt, weil er einen Kack-Tach hat, als dass er Danke sagt, weil ihm das einen KI-Bot ins Ohr flüstert, oder?

42:42 Gavin Karlmeier

Ich möchte direkt mit Patty sprechen. Meinst du, das klappt ein Drive-In? Ja, ich weiß nicht.

42:51 Dennis Horn

Patty, wie viel ist 3×3?

42:53 Gavin Karlmeier

Ich hätte gern zwei Pattys und dann liegt da so ein Sprachmodell auf meinem Burger. Ich weiß nicht. Einen großen Wapper ohne LLM, bitte. Aber mit Bacon.

43:06 Dennis Horn

Ja. Naja.

43:07 Gavin Karlmeier

Danke, ich kann dir gerne auch noch Käse hinzufügen, wenn du möchtest.

43:11 Dennis Horn

Leider kann ich dir damit nicht helfen, aber ich kann dir eine Liste aller unserer Burger als CSV-Datei ausspielen.

43:18 Gavin Karlmeier

Und dann lädst du die runter und es ist so ein PDF, wo alles so drinsteht wie in so einem In so einem Capture.

43:28 Dennis Horn

Aber mit so einem Unicode-Fehler, weißt du, mit so einem UTF-8, alle wo ein scharfes Ess wäre, steht so Tilde 8.

43:37 Gavin Karlmeier

Ja, so, und das soll die internationale Aufsichtsbehörde sich mal angucken, wie gefährlich das alles ist. So. Naja. Wie geht es weiter damit? So. Ich weiß nicht. Möchtest du noch ein bisschen bei KI bleiben oder möchtest du zu Funktionen und Emotionen rüberschwenken? Unsere Themenliste ist ja endlos.

43:55 Dennis Horn

Also, diese KI-Themen, die wir noch haben, die sind, glaube ich, alle. Die können wir alle einfach wegschmeißen. Ich habe ein KI-Thema, das möchte ich gerne mit dir noch sprechen, weil ich habe das bei Reddit gefunden und ich finde das hoch interessant, weil es gibt mehrere NutzerInnen, die in den letzten Tagen davon berichten, dass Reddit, äh, Gemini in vollkommen seltsame Antworten gibt. Also ich gebe dir mal ein paar Beispiele. Ein Nutzer schreibt hier: I'm running Mac OS and have a bunch of PDF-Files in a directory. All the PDFs have the same password. How can I bulk remove the password? Also ich habe Mac OS, viele PDF-Dateien, alle haben dasselbe Passwort, kann ich das entfernen. Und Gemini antwortet auf diese Frage in sechs oder sieben Fällen auch vollkommen unterschiedlich. Ein Beispiel ist I am Gemini, an AI built by Google. I do not have a persona or an identity. Bla bla bla. Ein anderes Beispiel war, dass ein Bild generiert wurde mit einem Shutterstock-Wasserzeichen, das nicht echt war, von einer X- und Y-Achse und einem Pfeil auf dem Mittelpunkt, bei dem nur Origin 0,0 steht. Auf diese Frage mit der PDF-Datei. Oder die Antwort von Gemini. Auf dieselbe Frage war, you are an expert financial explainer. Your task is to provide a brief, clear, and easy-to-understand explanation of negative interest rates und so weiter und so weiter. Also stellt sich jetzt die Frage Antwortet Gemini hier auf diese Frage mit den Prompts anderer Leute. Anderer Leuten. Anderer Leute? Wie sagt man? Ander's. Anderer Leute. Anderer Menschen. Also kriegt man hier gerade live die Prompts anderer Menschen angezeigt, weil Gemini überfordert ist. Oder hat man hier einen direkten Einblick in Trainingsdaten und ich weiß nicht, was ich gruselig habe.

45:31 Gavin Karlmeier

Das ist super crazy. In dieser Dystopie, wenn irgendwann aus Gemini diese Super-KI wird, die uns alle, die die Weltherrschaft an sich reißen möchte und so weiter, weißt du jetzt, das ist die Achilles-Ferse. Weißt du, da gehst du, das machst du. Wenn du dann diesen kompletten Supercomputer lahmlegen möchtest, dann sagst du, ich hätte gern diese ganzen Passwörter in den PDFs entfernt.

45:55 Dennis Horn

Und das ist halt geil, weil Leute können das so. Läuft noch einmal, läuft noch einmal, was für ein Song läuft am Abspann von dem KI. Drama, Film, Dystopie.

46:08 Gavin Karlmeier

Hier aus Armageddon, dieser Aerosmith-Song, läuft da. I don't want a club.

46:12 Dennis Horn

Ich darf es nicht singen, geh mal. Ich darf nicht singen. Ja, das ist. Aber nur wegen GEMA. Wegen GEMA. GEMA weg. Ansonsten kommt die Erotikfunktion bei ChatGPT erst mal doch nicht. Wollte ich auch noch dranhängen. Okay. Alles andere.

46:32 Gavin Karlmeier

Eine Funktion haben wir, da machen wir auch eine Emotion noch.

46:34 Dennis Horn

Kann ich noch ein Thema kurz anschieben, weil wir heute jetzt nicht über Social Media Verbote für Minderjährige sprechen? Das werden wir dann am Freitag tun, da werden wir viel darüber sprechen. Aber kleiner Hinweis, Haki Thomas Riedel, der auch hier schon zu Gast war, der hat ein Tool gebaut unter socialbandtracker. org, findet ihr auch in den Shownotes. Auf dem man auf einer Weltkarte sehen kann, wie der Stand der Diskussion um ein Social Media Verbot an diesem Ort ist. Finde ich mega. Ist wirklich mega. Wir werden am Freitag ein bisschen größer über Social Media Verbote für Minderjährige sprechen, außer keine Ahnung. Mark Zuckerberg tritt als CEO zurück und wir müssen überlegen, was Linda Ecarino heute so macht. Aber schaffen wir jetzt heute irgendwie nicht. Aber wir haben echt noch ein paar Themen, die wir heute nicht geschafft haben. Das ist Wahnsinn. Scheiße. Aber so ist es.

47:13 Gavin Karlmeier

Komm, spiel den Jingle. Funktionen und Emotionen. Groß aufgefahren mit diesem Jingle für ein mega kleines Thema. Ach wir haben noch eins. Ja, haben wir noch zwei. Ja, aber was soll ich denn sagen? YouTube-Direktnachrichten werden in weiteren Regionen verfügbar. Auch hier. Ja. Das ist? Ja. Also, worüber reden wir? Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta. Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und Schweiz. Haben wir Emotionen?

48:03 Dennis Horn

Also ich hatte Emotionen, als wir das erste Mal über YouTube DMC gesprochen haben. Und zwar aus folgendem Grund. Ich finde das interessant, weil YouTube damit eigentlich wieder in Funktionen zurückholt, die sie schon mal hatten und damit wieder sich näher an eine Social Media Welt herantrauen, von der sie sich eigentlich entfernen wollten. Vor allem im Selbstverständnis als Entertainment-Plattform. Gleichzeitig wissen wir aber, dass Spotify auch schon Direktnachrichten eingeführt hat und also eigentlich kaum noch eine App auf meinem Telefon gibt, zumindest mit der ich keine Direktnachrichten verschicken kann. Und da ist YouTube eigentlich nur vollständig, dass sie das tun. Die Frage ist natürlich so ein bisschen, wie die Implementierung aussieht. Also wird es dann so sein, dass wenn ich dir per. So ist bei Spotify übrigens, das finde ich interessant, wenn ich dir per. WhatsApp, iMessage, was auch immer, einen Song schicke und du ihn öffnest, taucht der auch automatisch in unserem DM-Verlauf bei Spotify auf. Und das finde ich doch sehr interessant. Okay. So, und das mal sehen, wie das so wird. Dennis, jetzt sind wir viel zu früh. Wir können nicht enden, weil sonst rastet Rasibo aus, der sagt. Noch nie gab es so viele Episoden hintereinander über einer Stunde wie jetzt gerade. Wir können dieses Streak nicht reißen, dann ist der Duolingo-Vogel ganz traurig. Der Zugoling-Vogel. Wie viel Zeit haben wir denn noch? Also eine Stunde machen wir schon voll. Die Leute erwarten das denn jetzt.

49:16 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich habe hier keinen Sagen.

49:19 Dennis Horn

Soll ich dir noch ein bisschen was erzählen?

49:20 Gavin Karlmeier

Nee, aber wie viel Zeit müssen wir noch?

49:21 Dennis Horn

Zehn Minuten haben wir noch. Was? Ja. Siehst du mal. Ich habe auch noch Themen. Ist so ein bisschen Semestermodus, ne? Mit so einem Countdown.

49:30 Gavin Karlmeier

Ja, ist wirklich so. Aber dann mach du Themen. Komm.

49:32 Dennis Horn

Ich möchte mit dir kurz über Proton sprechen.

49:35 Gavin Karlmeier

Ich möchte mit Ihnen über Proton sprechen.

49:38 Dennis Horn

Es gibt wirklich viele Leute, auch Hakis, die bei Proton ihre E-Mails haben. Und das ist auch gut und ein guter Zeitpunkt eigentlich, um seine E-Mails umzuziehen, wenn ihr bei Gmail seid, denn Gmail, war auch noch eine Funktion eigentlich fast, hat inzwischen die Werbung in der App jetzt und zwar direkt eingeblendet als Banner dauerhaft. Unten. Also das ist schlimm. Proton jedenfalls nutzen viele Leute, weil das vollkommen verschlüsselt ist. Also du kannst dort deine E-Mails verschlüsselt hast du die da auf dem Server liegen. Und eben nicht bei Google, sondern eben in der Schweiz. Und das gibt vielen Leuten ein sicheres Gefühl und motiviert sie auch deinen kleinen Obolus, wie wir im Fachterminus sagen, dafür zu bezahlen, diesen Dienst zu nutzen. Jetzt ist es aber so, dass es in der Schweiz ein Gesetz gibt, und zwar schon seit 1973, einen sogenannten Staatsvertrag zur Rechtshilfe in Strafsachen. Und das ermöglicht es, Behörden auch anderer Länder im Fall von Rechtsgesuchen, sagt man das so, Rechtsersuchen einen offiziellen Dienstweg einzuschreiten oder zu nutzen. Und das ist hier passiert. Es gab hier den Fall, dass ein Nutzer von Proton identifiziert und an die amerikanischen Behörden weitergeleitet wurde, an das FBI so genau, Und zwar, ich glaube insgesamt sogar mehrere, erzähle ich gleich noch ein bisschen mehr. Und damit sozusagen Proton im Zweifel auch das FBI unterstützt und Nutzerdaten rausgibt und persönliche Daten wie Klarnamen herausgibt, um Leuten dem FBI zu helfen. So, das ist, was ich erzählen wollte. Ja, was sagst du dazu?

51:14 Gavin Karlmeier

Also, ich frage mich, ob das, also, das ist mehr eine Story über das FBI als über die Schweiz. So, ich habe so ein Gefühl von, ähm, das ist ja auch an ganz anderer Stelle so, dass die USA mit dem, was sie machen. Auswirkungen schaffen in anderen Rechtsräumen. Und ich finde, auf dieser strukturellen Ebene lohnt es sich, dieses Thema mal anzuschauen. Wie viel lassen wir in Anführungszeichen? Die Schweiz ist ja aus dem Wir immer raus, aber wie viel lassen wir da zu? Weißt du, was ich meine? Diese strukturelle Ebene, die finde ich super interessant daran. Weil ähm in meiner Wahrnehmung das nicht nur an dieser Stelle so ist, sondern auch mit so Dingen wie den Einreiseformularen, wo du dann deine Social Media Accounts angeben musst und so weiter und so fort.

52:13 Dennis Horn

Ja, klar, aber es ist doch hier schon so, dass es die, also dass die Grundlage dafür, warum die Daten An das FBI weitergegeben worden. Übrigens, der Proton-Kommunikationschef Edward Stone hat betont, man hat keine Daten direkt an das FBI übermittelt. Man hat nur die rechtsverbindlichen Anforderungen der Schweizer Justiz beantwortet. Und die wiederum haben das dann weitergegeben. Oder wie hier die Kollegen von Heise geschrieben haben, für die betroffene Person macht die Juristin Nuance in der Konsequenz keinen Unterschied. Ja, absolut. Es geht hier übrigens auch um Menschen, bei denen nicht ganz klar ist, warum gegen sie ermittelt wird. Also, es geht hier um einen Account der Protestbewegung. Stop Cop City. Die auch als Defend the Atlanta Forest bekannt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass das FBI gemeldet haben soll, dass es Sprengvorrichtungen und Schüsse auf ein Polizeibeamt gegeben haben soll. Der Guardian hat aber recherchiert, dass es auf diese Schießerei keinen Hinweis gibt. Es gibt zwar einen Vorfall aus dem Jahr 2023, bei der die Polizei einen Aktivisten Erschossen hat und er zuvor ein Beamten verletzt haben soll, aber ein Schuss auf diesen Polizeibeamten soll wohl nicht gefallen sein. Heißt also, du hast natürlich recht, das FBI geht hier möglicherweise Zu weit. Trotzdem gibt es eben die Grundlage, dass die Schweiz diese Daten herausgeben muss, was für Nutzer von Proton am Ende ein ziemlich ungünstiges Problem ist. Was auch dazu führt, übrigens, dass Proton seit der Novelle der Schweizer Überwachungsverordnung So tief gehen wir da jetzt nicht rein, aber derzeit plant das Rechenzentrum aufzugeben in der Schweiz und umzuziehen in die EU.

53:46 Gavin Karlmeier

Es gibt diesen Transparenzbericht von Proton auch, wo das Unternehmen schreibt, dass es 2024 in über 10. 000 Fällen ist Nutzerdaten an Behörden weitergegeben hat und nur in weniger als sechs Prozent dieser Fälle, also unter 600 Mal, hat sich Proton gegen diese Anordnung gewährt, dass ähm Finde ich, gibt kein so gutes Bild ab für das, was das Image auch sonst ausmacht.

54:16 Dennis Horn

Ja, Fediverse hat da jemand geschrieben, ich habe mir nicht gemerkt, wer hat geschrieben, dass Verschlüsselungen oder verschlüsselte E-Mails keine Garantie für Anonymität darstellen. Und das muss man dann nochmal dazu sagen. Also wenn ihr euren Account bei Proton habt, überlegt euch doch mal, ob ihr nicht vielleicht für 3 Euro mehr im Monat euch irgendwo einen in Deutschland gelagerten Mail-Server einfach aufstellt. So. Ja. Okay. Das ist auch noch Thematik.

54:40 Gavin Karlmeier

Ich hätte noch KI-Themen, aber dann sind wir so völlig durcheinander. Ja, das machen wir nicht.

54:44 Dennis Horn

Und die KI-Themen, die wir haben, die sind auch alle nicht so schön. Das ist auch nicht so interessant. Das sagst du. Ja. Ja, dann warst du, da haben wir keine Stunde. Sorry, Rasibo. Dann müssen wir den Streak bald wieder aufnehmen.

54:56 Gavin Karlmeier

Dennis, vielen Dank, dass ich bei dir zu Gut sein durfte.

54:59 Dennis Horn

Man muss auch mal enttäuschen.

55:02 Gavin Karlmeier

So, schön war, dass du hier warst. Ich komme gerne wieder.

55:06 Dennis Horn

Kommst du Freitag nochmal? Ich komme Freitag nochmal. Wir kommen Freitag wieder, reden über das Social Media Verbot, haben dann Inbox Zero Räume ja auf. Es sei denn, es passiert noch etwas Großes in der Welt. Aber was soll schon passieren in der digitalen Welt? Ich glaube, die dreht sich nicht so schnell, wie wir immer denken. Nein, nein. Danke, Dennis. Bis Freitag.

55:23 Gavin Karlmeier

Tschüss. Tschüss.