Jetzt geht es dann doch plötzlich ganz schnell – ein Entwurf zum Gesetz gegen Deepfakes aus dem Bundesjustizministerium macht die Runde. Außerdem startet heute die Beta von Wedium – und die FAQs auf ihrer Website macht ein paar Fragen auf, die nicht beantwortet werden. Außerdem sägt der US-Kongress an der Section 230 – der Grundlage des Internets. Es gibt also viel zu besprechen.
➡️ Digitalrechte.de über Ministerien auf X: https://digitalrechte.de/news/behoerden-auf-x-haben-viel-risiko-und-wenig-reichweite
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Markus!
- Gesetzentwurf zum Deepfake-Verbot
- Sorge vor politischem Missbrauch 00:17:01 – Wedium startet
- Google ändert Überschriften mit KI 00:32:12 – USA will eventuell Section 230 kippen
- US-Regulierung für Router
- Julia Klöckner sucht TikTok-Redakteur
- Deutsche Ministerien auf X
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Markus Hallo Kevin. Bei mir ist heute Markus Beckedahl, der Gründer des Zentrums für Digitalrechte, ein Mitgründer der Republika, Gründungsmitglied auch und Gründer auch von netzpolitik. org seinerzeit gewesen. Also eigentlich Der perfekte Ansprechpartner für Haken dran und lange nicht mehr hier gewesen und freue mich, dass du heute mal wieder die Zeit gefunden hast, dass wir miteinander über so ein bisschen den Kram sprechen können, der sich so in den letzten Tagen angehäuft hat. Und ich muss sagen, heute ist ein bisschen bunte Tüte. was die Themen angeht. Ja, danke, dass ich wieder dabei sein darf. Ja, das wollte ich hören. Wir gehen so ein bisschen mit einem Follow-up rein. Denn es gibt jetzt einen Gesetzentwurf für das Verbot von Deepfakes. Und das Spannende ist, du kannst, also anders. Dieser Gesetzesentwurf heißt ja erstmal gar nichts, oder? Also es heißt nur, dass jemand was aufgeschrieben hat.
01:02 Markus Beckedahl
Naja, also der Mir vorliegende Teilentwurf heißt Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt. Ist aber auch nur der strafrechtliche Teil dieses ganzen Gesetzentwurfs und der kommt aus dem Bundesjustizministerium. Und die haben jetzt sehr schnell auf diese öffentliche Debatte rund um ja sexualisierte deepfakes reagiert und lancieren gerade unter dem tisch sozusagen diesen gesetzesentwurf der aber Erstmal nur der Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums ist. Und das bedeutet, die müssen sich jetzt erstmal auf dieser Basis als federführendes Ministerium mit den anderen Ministerien absprechen. Das heißt, dabei kann dieser Entwurf noch verändert werden, bis er zu der sogenannten Kabinettsvorlage wird, der dann. . oder die dann vom Bundeskabinett, also der Bundesregierung, beschlossen wird, bevor das in den Bundestag übergeht. Das heißt, das, worüber wir jetzt diskutieren, was jetzt in der Öffentlichkeit mit den vorliegenden Entwürfen diskutiert wird, ist nicht unbedingt das, was zum Schluss dann vom Bundestag in einigen Monaten beschlossen wird.
02:21 Gavin Karlmeier
Okay, und was schätzt du, wie lange dauert das, bis es dann tatsächlich so weit kommt, dass man nicht ungestraft mit dem Gesicht anderer Menschen, weil das ist ja gerade die Sachlage. Wenn du jetzt mit meinem Gesicht Videos erstellst, und das können sexualisierte Videos sein, ohne mein Wissen, ohne mein Einverständnis, dann ist das erstmal nicht zwangsläufig strafbar. Also man kann sich so ein paar gesetzliche Brücken bauen. Wir haben da in der letzten Episode sehr umfangreich drüber gesprochen. Es gibt den Stalking-Paragrafen, es gibt die Beleidigungen und so. Es gibt ein paar Straftatbestände, die man dazu sozusagen bemühen kann. Aber das ist jetzt, es steht nirgendwo im Gesetz, dass man mit dem Gesicht anderer Leute keinen Chintlo da treiben darf. Und wie lange dauert das jetzt, bis wir oder ist es normal, dass das ein paar Monate dauert? Wie lange dauert das, bis es tatsächlich verboten ist? Und glaubst du, oder was glaubst du, in welcher Form werden wir diese Verbote sehen?
03:13 Markus Beckedahl
Also erstmal, es wird jetzt nicht wenige Wochen dauern, sondern also wenn sie es bis zur Sommerpause hinbekommen. Das heißt Sommerpause, es beginnt im Bundestag Anfang Juli. Das wäre schon sehr schnell. Also man kann davon ausgehen, dass es wahrscheinlich Erst im Herbst beschlossen werden könnte, weil in der Sommerpause ist einfach der Bundestag, so die Bundesregierung zwei Monate lang nicht da Also da beschließen die nur Sonderfälle. Das Justizministerium plant mit ihrem Gesetzentwurf drei neue Straftaten. Einzuführen. Mein Digitalrechte-Jurist Michael Kulain hat das mal für mich jetzt eben analysiert. Also die drei Straftrahtbestände. Der erste ist. Verletzung der Intimsphäre durch Bildaufnahmen zum Schutz der sexuellen Mitbestimmung auf vorsexualisierten Deepfakes. Dann ein weiterer Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch täuschende Inhalte. Zum Schutz der Privatsphäre andere eher verletzende Deepfakes mit negativen Auswirkungen. Der dritte ist unbefugte Überwachung mittels Informations- und Kommunikationstechnik zum Schutz der Privatsphäre vor digitalen Trackern. Dazu muss man sagen, dieses Gesetz hat eigentlich schon eine Vorgeschichte, weil die Ampel sich eigentlich schon fast auf einen Gesetzentwurf zum Schutz von digitaler Gewalt geeinigt hatte, bis dann die FDP die Ampel zum Einsturz brachte.
04:41 Gavin Karlmeier
Ich hab aber also es ist doch schon erstaunlich, dass wir jahrelang dafür kämpfen und also vorneweg zum Beispiel Hate Aid dafür kämpft, dass so ein Gesetz endlich kommt. Colin Fernandes seit gefühlt zehn Jahren, oder ich glaube nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich seit zehn Jahren versucht, irgendwie da Aufmerksamkeit drauf zu lenken und zu sagen, da findet Identitätsdiebstahl statt. Da werden Sachen mit meinem Gesicht gemacht, die ich einfach nicht möchte. Und es dauert dann tatsächlich bis zu diesem einen Skandal. Und dann liegt das Ding in sechs Tagen oder nicht mal vier Tagen. nach Veröffentlichung dieser Recherchen dann irgendwie im Ministerium vor. Das ist doch schon ein bisschen auf der einen Seite wahnsinnig ärgerlich, dass es so einen Fall braucht überhaupt. Oder? Und zweitens ist also so schnell werden die ja nicht daran gearbeitet haben. Es lag doch wahrscheinlich schon Entwurf darum, oder? Ja, natürlich.
05:32 Markus Beckedahl
Also wie gesagt, der Gesetzentwurf, der lag da eigentlich schon. Also die nehmen jetzt wahrscheinlich Bruchstücke aus dem Steinbruch des Ampeldigitalen Gewaltgesetzes. Sie reagieren jetzt darauf. Also man muss ja dazu sagen, das Thema Deepfakes, das war ja schon in den letzten Wochen, Monaten so virulant, dass halt die Justizministerin häufiger schon angekündigt hat, dass man irgendwann mal was präsentiert. wird. Und sie haben jetzt einfach dann mal das schnell rausgezogen, weil der öffentliche Protest durch diese Spiegelgeschichte, die ja so unfassbar krass ist, so groß wurde, dass man halt endlich mal reagieren musste. Ja, und du hast schon gesagt, das ist sehr traurig. Dass dieses Thema seit vielen Jahren so akut ist, dass eigentlich den betroffenen Opfern kaum geholfen wird. Und man muss auch ganz klar sagen, also diese neuen Straftatbestände, die ermöglichen es Möglicherweise, dass Opfer direkt solche Taten bei der Polizei anzeigen können und eine klare Rechtslage vorfinden. Aber es reicht natürlich noch nicht aus, quasi nur ein paar Straftatbestände einzuführen. Wir brauchen auch eine Verbesserung der Finanzierung von Opferberatungsstellen. Wir brauchen eine stärkere Sensibilisierung auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden, dass die solche Straftaten ernst nehmen, dass sie die Opfer ernst nehmen, dass sie motiviert ermitteln und dass sie vielleicht auch die passende Hardware überall vorliegen haben, um irgendwie auch solche, ja du lachst Ermittlungen durchführen zu können. sozusagen. Man glaubt ja gar nicht, wie lange so irgendwie in Asavartenkammern beispielsweise irgendwelche Festplatten oder Computer liegen, weil es irgendwie Monate, Jahre braucht, bis man die mal irgendwie an der Reihe hintereinander ausgewertet hat. Weil man einfach die Strafverfolgungsbehörden in diese Richtung nicht ausreichend ausstattet.
07:32 Gavin Karlmeier
Ja, das ist aber ja generell so. Also wir sind jetzt glaube ich stehen beide nicht im Verdacht, hier für Law and Order zu sein und den Polizeistaat einführen zu wollen im großen Umfang. Aber man muss doch schon sagen, dass wir regelmäßig beide eigentlich dafür einstehen, dass die Gesetze, die im öffentlichen Raum gelten, eben endlich auch auf den digitalen Raum übersetzt und dort angewendet werden. Und Immer wieder stellt man fest, dass ein Nadelöhr in diesem Fall tatsächlich die personelle Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden tatsächlich auch ist. Und zwar nicht nur, auch natürlich in quantitativer Menge. Sondern auch in qualitativer Ausstattung, im Sinne von, dass die Leute sich eben auch im Internet auskennen. Ich habe das ja schon mal gesagt. Ich finde das so, das ist so frappierend. dass es so Dinge gibt, wenn du mir jetzt zehn Minuten Zeit gäbe, einen Gesetzesbruch, einen gravierenden Gesetzesbruch im Internet finden zu müssen. Ich würde dir in zehn Minuten wahrscheinlich eine ganze Handvoll finden. Und viele dieser Dinge bleiben aber sozusagen einfach ungeahndet, weil es eben dann nicht die digitale Streife gibt und Leute, die sich dort auskennen und so, oder?
08:37 Markus Beckedahl
Liege ich da falsch mit dem Schluss. Ja, oder weil du nicht die passende Länderpolizei darüber informierst, in deren Bundesland dann der jeweilige Straftatbestand aufgetreten ist. Aber ja, man kann sie ja auch, also ähm Interessant an dieser ganzen Geschichte von Colin Fernandes, Ulmen, muss man ja noch dazu sagen, heißt sie ja noch. . Nein, ich glaube nicht mehr. Ich glaube tatsächlich. Okay, ist ja, dass diese Spiegelgeschichte beschreibt, dass sie in Spanien viel bessere Chancen hätte, ihre Rechte durchzusetzen, wo sie ihren Lebensmittelpunkt zusammen mit ihrem Ex-Mann gehabt hat, weil es dort beispielsweise auch. Spezialstraf Staatsanwaltschaften gibt, die auf digitale Gewalt für Frauen spezialisiert sind, die die notwendige Sensibilität mit die notwendige Motivation auch mitbringen, hier engagiert zu ihrer Arbeit zu machen. Und sowas fehlt in Deutschland. Also sowas könnte, sollte, müsste man endlich mal einrichten, damit Opfern besser geschützt werden können. Aber ich befürchte, dass hierüber wieder auch im Hintergrund andere Sachen irgendwie vorgebracht werden. Also wir plädieren ja immer dafür, dass man effektiver Straftaten andet, sozusagen. Und das liegt sehr häufig daran, dass es nicht passiert an mangelnder personeller Ausstattung. Aber natürlich wird immer ganz gerne das Argument gebracht, naja wir brauchen einfach mehr Überwachungsgesetze, dann funktioniert das alles viel besser. Und im Hintergrund laufen immer noch die Verhandlungen um die sogenannte Vorratsdatenspeicherung, die ja die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht stellen soll, indem unsere ganzen Verbindungsdaten irgendwo gespeichert werden sollen, damit Strafverfolgungsbehörden, falls mal irgendwas passiert, auf alles Zugriff haben können. Das bedeutet ja übersetzt, irgendwo wird gespeichert, wann wir wo zum Beispiel im realen Leben unterwegs waren, das würden wir niemals akzeptieren, aber online soll das passieren, sozusagen, dass wir eindeutig überall identifizierbar sind und die Gefahr besteht dass jetzt auch im Rahmen von diesem Gesetzesprozess, der so schnell ist im Hintergrund, das Innenministerium sagt, naja, schönen Gesetzentwurf habt ihr und wir wissen, ihr müsst jetzt mal schnell reagieren, aber Wir haben jetzt hier die Vorratsdatenspeicherung, die blockiert ihr die ganze Zeit. Wir machen jetzt den Deal sozusagen. Ihr bekommt jetzt hier euren digitalen Gewaltgesetzesentwurf durch und wir bekommen dafür die Vorratsdatenspeicherung durch und alle sind happy und. . Dann im Endeffekt werden unsere Grundrechte auf der einen Seite gestärkt, indem Opferperspektiven gestärkt werden, aber auf der anderen Seite werden unsere Grundrechte von allen irgendwie geschliffen. Weil die Vorratsdatenspeicherung halt wieder eingeführt wird, die schon zweimal für verfassungsfriedrig erklärt worden ist.
11:17 Gavin Karlmeier
Absolut, verfassungsfriedrig. Aber ich habe bei dem Thema Das habe ich in die letzte Episode nicht reingekriegt, weil ich ja auch, man hat es, glaube ich, gehört, emotional noch sehr angefasst war. Aber natürlich besteht auch die Sorge, selbst wenn es nicht die Vorratsdatenspeicherung wird, und das ist so eine Angst, ich habe, dass diese ganzen Diskussionen, die wir in den letzten Wochen zum Thema Verifikationspflichten, Social Media Verbote für Kinder, aber auch die eben doch die Vorratsdatenspeicherung, dass eben am Ende wir alle darunter leiden, dass jetzt gerade Leute Gesetze machen, die möglicherweise dann diese gesellschaftliche Aufgeladenheit oder emotionale Angefasstheit ausnutzen, um auf diesem Rücken irgendwelche Dinge durchzusetzen, die wir eigentlich alle gar nicht wollen. Das wäre ja fatal. Ich möchte keinen Internetführerschein haben. Internetsehpferdchen, okay, aber ein Internetführerschein, mit dem ich mich anmelde, in Klarnamenpflicht. wie sie ja eigentlich jetzt komischerweise so seit zwei Jahren mal immer wieder auftaucht. Daniel Günther hat es zuerst vorgebracht und Friedrich Merz hat es vorgebracht. Das darf ja auf gar keinen Fall passieren. Und gleichzeitig darf man aber auch nicht dadurch, dass man sagt, das ist jetzt der falsche Weg, dass man nur noch mit Klarnamen oder mit Verifikationen im Internet unterwegs sein kann. Als der gelten, der Täter schützen möchte, weil das ist ja absolut nicht der Fall. Ich glaube, man muss, ich habe ein bisschen Angst davor, dass diese Diskussion so ein bisschen gehijakt wird und dadurch in so eine emotionale Schieflage gerät.
12:47 Markus Beckedahl
Ja, ja, das ist gerade die Gefahr.
12:50 Gavin Karlmeier
Ja, immerhin gibt es die in dem Fall dann vielleicht gute Nachricht, dass die EU keine Einigung im Fall der Chat-Kon-Chat Kontrolle zusammenbringen konnte. Das heißt, wir hatten ja in der Vergangenheit den Fall und aktuell auch noch bis zum 3. April, dass die EU den Unternehmen gesagt hat, weil es. in den Abstimmungen zur Chatkontrolle nie so richtig zu einer Mehrheit gekommen wäre, weswegen die nicht stattgefunden haben, dass die EU-Kommission da an der Stelle gesagt hat, oder das EU-Parlament an der Stelle. . Ja, dann machen wir eine freiwillige Chatkontrolle, liebe Unternehmen. Wenn ihr wollt, guckt doch mal da so rein. Und offenbar steht die jetzt auch vor dem Aus, denn die läuft am 3. April aus und Unterhändler können sich für die Tagesschau berichtet auf keinen Kompromiss bislang einigen. um da irgendwie ein Ding reinzubringen.
13:34 Markus Beckedahl
Ja, das ist ein Zwischenstand. Aktuelle Entwicklungen in Brüssel sagen aber, dass die konservativen neuen Versuch starten am Donnerstag. dafür doch noch eine Mehrheit zu finden. Also ich würde mich da nicht drauf ausruhen, dass irgendwie die Chat-Kontrolle jetzt weg ist, sondern Ich lasse mich erst überraschen, wenn es am 3. 4. dann tatsächlich ausläuft. Ich gehe mal davon aus, die Kräfte sind sehr groß, die alles dafür geben werden, jetzt nochmal eine andere Mehrheit im Europaparlament. Kurzfristig zu finden.
14:04 Gavin Karlmeier
Aber war es im Fall der Chatkontrolle nicht so, dass eigentlich das Ganze an einem Nein aus Deutschland gescheitert wäre?
14:11 Markus Beckedahl
Ja, aber es ist alles ein bisschen komplexer. Wir haben das Europaparlament, wir haben den EU-Rat, wo die Mitgliedstaaten dabei sind. Das Europaparlament ist eine große Mischung aus unterschiedlichsten Akteuren, die über Länder kreativ. und Parteigrenzen da hinweg irgendwie mal hier und da stimmen und ich glaube, soweit ich das nachverfolgt hatte, bei jetzt der Abstimmung gegen die Chatkontrolle, da konnten die sich einfach nicht einigen. Und da haben dann irgendwie die Linken und Grünen und Liberalen und so weiter irgendwie gewusst. Aber eigentlich gibt es eine konservative Rechtsaußenmehrheit im Europaparlament. Und wenn die da motiviert rangehen und die Front schließen, dann haben die die Möglichkeiten, die bis das bisherige Nein. . in ein Jahr wieder rumzulenken.
14:58 Gavin Karlmeier
Das Schlimme wäre da ja bei diesem Thema, das ist ja wie bei vielen dieser Themen, das haben wir beim Verbot, haben wir hier dieses Schreckenszenario aufgezeichnet, hier ist es ja so ähnlich. Es ist so schwierig, den Geist wieder in die Flasche zu kriegen. Also wenn du das Ding einmal eingeführt hast, ist es vermutlich relativ schwierig, das Ganze wieder abzuschaffen, oder?
15:17 Markus Beckedahl
Ja, also wenn die Chatkontrolle erstmal eingeführt ist, dann wird das massive Auswirkungen mit sich bringen. Weil eigentlich bedeutet das grundsätzlich, dass es keine verschlüsselte Kommunikation mehr geben kann, dann wird es dazu führen, dass bisher nicht mehr. . verschüsselnde Dienste aufgefordert werden, die Verschüsselung irgendwie zu brechen, eine Hintertür einzubauen. Sobald die Hintertür da ist, können auch andere Akteure wie russische Geheimdienste oder amerikanische Terroristen irgendwie sich da reinhacken. Alles wird dann möglich. Dienste wie Signal könnten sich zurückziehen aus der Europäischen Union. Das heißt, unsere ganze Kommunikation würde viel unsicherer werden. Wir würden viel mehr überwachbar. werden und die eigentlichen Täter, die etwas zu verbergen haben, weil sie halt sexualisierte Missbrauchsdarstellungen von Kindern und Jugendlichen teilen. Die werden Wege finden, wie sie weiterhin irgendwie verschlüsselt kommunizieren. können, aber unsere Massenkommunikation wird das dann nicht mehr können. Und das ist massive Auswirkungen auf unsere Sicherheit und Freiheit haben.
16:22 Gavin Karlmeier
Also Leute, seid laut. Vielleicht bringt es noch irgendwas. Wir drücken die Daumen, wir bleiben da dran und haben vielleicht am Freitag oder am Montag dann dazu schon News. Heute am 25. März startet übrigens die Beta von Wedium. Wir haben hier über Wedium schon öfter gesprochen. ein soziales Netzwerk, das aus Deutschland kommt. Ein Team aus Berlin hatte das gestartet. Wir hatten seinerzeit auch einen der Gründer hier im Interview und haben da so ein paar Fragen schon gestellt und so ein bisschen was herausgefunden. Jetzt gibt es aber eine FAQ auf der Website, die noch so ein paar weiter. führende Informationen mit sich bringt. Und ich weiß nicht, ob du sie schon gelesen hast, aber ich würde dich da mal so ein bisschen durchführen.
17:00 Markus Beckedahl
Ja, ich habe sie mal überflogen.
17:02 Gavin Karlmeier
Also Also vorneweg. Bei Redium erste Frage in der FAQ, die meine Aufmerksamkeit erregt hat, war, warum muss man sich bei Redium mit der Personalausweis-ID anmelden und was passiert mit meinen Daten? Antwort, zunächst kann jeder mit seiner E-Mail auf der Plattform angemeldet sein und Inhalte sehen. Aber wer interagieren möchte, also posten, liken oder kommentieren, muss sich überall. ID verifizieren. Das ist sinnvoll, denn damit schließen wir Beeinflussung durch Bots aus, können Fake-Accounts eindämmen und so für deutlich mehr Sicherheit und einen Respekt Wer nämlich Fake News, Hate Speech oder anderen destruktiven Content verbreitet, andere nachstellt oder unerwünscht Nachrichten schickt, kann gesperrt. und damit auch angezeigt werden. Der Verifizierungsvorgang ist streng DSGVO-konform. Für die Verifizierung haben wir einen Vertrag mit der deutschen Firma WebID geschlossen, die personenbezogene Daten unter höchstem Datenschutzstandard sicher auf einem europäischen Server hostet. WebID ist nicht zur Herausgabe von Daten im Rahmen des US Cloud Acts gezwungen. Für weitere Fragen informiere dich bitte auf der Webseite dieses Verifizierungsanbieters. Und so weiter und so weiter. Wie ist so da dein Gefühl an der Stelle? Würdest du das machen? Würdest du dich mit dem Personalausweis bei Wedium registrieren
18:10 Markus Beckedahl
Also gehe ich jetzt erstmal nicht von aus, ne? Weil, also der Punkt ist ja Netzwerke brauchen ja auch erstmal so diesen Herdentrieb, brauchen dieses Momentum, wo viele Menschen reingehen. Und das ist natürlich erstmal die erste von vielen Hürden. Weitere Hürden kommen ja noch sozusagen in dieser FAQ, wo ich halt denke, naja, es ist so sehr verkauft. gedacht, wo ist denn die Nachfrage? Also das müssen wir auch erstmal zeigen.
18:37 Gavin Karlmeier
Ja, was ich so als Herausforderung sehe, das haben wir damals auch besprochen, als ich mit einem der Gründer hier gesprochen habe. Also ich sage gleich nochmal, in welcher Episode das genau war. Dann könnt ihr das nachhören, wenn ihr das möchtet. Und zwar war das 526 die Folge nicht ärgern, nur wundern sagt. Oma, so hieß sie, vom 16. Januar 2026. Ich bin da so ein bisschen, also man hofft natürlich darauf, dass. So viele Menschen in der Gesellschaft sich denken, ach, das wäre ja toll, wenn ich mich mit dem Personalausweis registrieren müsste, weil dann die Stimmung dort besser ist. Das Dilemma, das ich dabei nur sehe, ist allerdings, dass wir feststellen, allein durch die Nachfrage nach dezentralen Angeboten, nach. . machst du dann oder wenn du im Fediverse unterwegs bist, dass du feststellst, dass die große, dass die der große Teil der Gesellschaft sich eben dort nicht anmeldet, dass viele Leute dann doch bei Social Media Nutzung Convenience vor Idealismus bevorzugen. Und das ist, glaube ich, dann auch hier wahrscheinlich ein großer Flaschenhals. Aber wir bleiben kurz beim Fettiverse. Eine weitere Frage, die bei Redium in der FAQ steht, ist: Ist Redium mit dem Fettiverse verbunden? Die Antwort ist Nein, wir haben uns bewusst gegen eine Open-Source-Lösung entschieden, spätestens nachdem Trump den Code von Mastodon für sein Truth Social verwendet hat. Dazu ist das Fiddiverse ohne Möglichkeit der Monetarisierung, niemand kann dort Geld verdienen und dadurch ist es für Medien Für Marken und für Creator nicht interessant. Deshalb kann es nicht skalieren. Wir wollen eine Plattform bauen, die den großen Tech-Unternehmen Paroli bieten kann. Und das geht nur, wenn wir die Plattform für viele AkteurInnen attraktiv machen. Und ich habe da drei Fragezeichen drin gelesen. Und du?
20:16 Markus Beckedahl
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Also erstmal. Wir haben uns bewusst gegen eine Open Source Lösung entschieden, spätestens nachdem Trump den Code von Mastodon für sein True Social verwendet hat. Also das hat Trump schon gemacht, da gab es wahrscheinlich Video noch gar nicht als Domain-Anmeldung sozusagen. Und Trump hat ja auch nur den Source-Code genommen und hat sich nicht mit dem Fettiverse verbunden, sondern verkauft quasi. Also jetzt einfach den Open Source Content Management System Code genommen und hostet darauf halt seine Bezahlplattform, um seine Verkündigungen irgendwie dort
20:50 Gavin Karlmeier
Verlautbarung zu verkünden.
20:52 Markus Beckedahl
Also das hat überhaupt nichts miteinander zu tun. Natürlich können sie sich bewusst irgendwo gegen entscheiden, aber ich würde sagen, damit schießen sie sich selbst ins Knie. Weil eine Plattform, die heutzutage gelauncht wird und quasi ein Wallet Garden ist und kein offenes Protokoll wie entweder Activity Pub aus dem Fettiverse oder at Brutto von Hinter Blue Sky nutzt Wahrscheinlich eine Todgeburt. Also prove me wrong in der Zukunft, aber ich gehe mal die Wette ein, dass irgendwie zukünftig nur Plattformen, die in einem interoperablen Ökosystem mit anderen Plattformen interagieren können, in der Lage sein werden, Wachstum zu ermöglichen, Unabhängigkeit zu sichern und das zu erreichen, was hier diese Plattform anstrebt, nämlich sie wollen als Plattform für viele Akteure attraktiv werden. Und das wird nicht mit diesem Wallet Garden funktionieren.
21:52 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin mir nicht ganz sicher, weil, ähm, wenn jetzt das nächste TikTok Daherkäme und dass das Europa käme sogar noch und das ist aber dann geschlossen und kein dezentrales Netzwerk. Ich könnte mir vorstellen, dass das zieht Aber nicht, wenn dein USP ist und deine Zielgruppe Menschen sind, die idealistische Social Media-Nutzung bevorzugen. Also dann wirst du nicht die Leute kriegen, die sich mit dem Personalausweis registrieren. registrieren wollen, sondern dann wirst du irgendwie, also dann musst du halt diese Convenience nach vorne stellen, dann musst du TikToky sein. Wenn du dann funktionieren willst, dann ist halt die Frage, warum macht man es dann aber? Außer Dass man halt eben in Europa hostet, aber sonst die gleichen Fehler macht wie alle anderen. Ich denke mir so, wir wissen von W Social, über die haben wir hier auch gesprochen, auch da haben wir mit Anna Zeiter im Interview gesprochen. Die werden auf dem AdProto-Protokoll unterwegs sein und damit mit Bluesky interoperabel sein und werden aber auch eine Verifikationspflicht voranstellen. Und damit hat Redium hier einen direkten Konkurrenten. der sich vor allem durch diese Interoperabilität unterscheidet und damit wirst du auch prüfen können, ob die Dezentralität ein starkes Argument ist Und ich würde an dem Punkt sagen, vermutlich schon. Ich finde aber, die Erklärung, die hier William anwendet, da bin ich ganz doll drüber gestolpert, fast noch mehr als über diesen Trump-Absatz, den du gerade zitiert hast. Nämlich niemand kann dort Geld verdienen, dadurch ist es für Medienmarken und Creator nicht interessant. Und ich bin mir nicht sicher, ob der Schluss zutreffend ist, dass Medienmarken oder aber auch PolitikerInnen. weniger im Fediverse sind, weil sie dort weniger Geld verdienen können, weil dort weniger Werbung angezeigt wird. Und gleichzeitig glaube ich auch, dass Redium hier in erster Linie mit Niemand kann dort Geld verdienen meint, Wir können damit kein Geld verdienen, oder?
23:39 Markus Beckedahl
Naja, sie sprechen da natürlich auch eine Kultur im Fettiverse an, wo, sagen wir mal, eine Mehrheit noch der Meinung ist, dass das ein Kulturraum ist, wo Werbung verpönt ist. Das muss man natürlich erstmal zur Kenntnis nehmen. Da gibt es wahrscheinlich eine Mehrheit der Stimmen, die auch sämtliche Tendenzen in diese Richtung lautstark bekämpfen werden. Ich bin da pragmatischer, aber ich kann mir auch vorstellen, sozusagen, dass halt Ed Brotto viel besser für so eine Art von interoperabler Kommunikation, die sowas zulässt, ähm, funktionieren wird Sozusagen da ist eine andere Kultur, sozusagen, und auch so Eurosky, Blue Sky und so weiter versuchen sich ja auch in diese Richtung zu positionieren als interoperables Ökosystem, als Basisinfrastruktur, die es ermöglicht, Marken, Plattformen. sozusagen anzudocken, wo so eine Art von Monetarisierung dann möglich sein wird, ohne dass da irgendwelche Platzhirsche sagen, aber bei uns gibt es sowas nicht.
24:46 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das ist so. Wobei ich noch hinzufügen möchte, übrigens, dass wenn man sich so die Zahlen anschaut, die so überliefert werden, ohne dass ich da jetzt Namen nennen kann oder Medienmarken nennen kann, dass eigentlich alle sagen, also die. Conversion Rate aus dem Fiddiverse schlägt die Conversion Rate aller sozialen Netzwerke um Längen. Also du hast zwar in absoluten Zahlen vielleicht ein bisschen weniger Leute, die du erreichst. Aber von denen klicken deutlich mehr auf die Links, die Medienmarken dort posten.
25:13 Markus Beckedahl
Also zumindest wenn du der Heise Verlag bist und eine Beispiel, die die Gruppe dort aktiv ist. Also ich weiß jetzt nicht, ob das auch auf jede andere Marke. Also ich würde sagen, irgendwie. . Gala oder irgendwelche anderen Frauenseinschriften, auf die trifft das jetzt nicht unbedingt.
25:28 Gavin Karlmeier
Ja, das mag stimmen, ja. Okay, fair. Point taken. Aber ich bin da nicht ganz d'accord mit William. Ich finde es natürlich trotzdem interessant. Ich werde es mir auch trotzdem anschauen. Bin auch total gespannt, ob das am Ende erreicht. zu sagen, nee, wir machen jetzt hier unser eigenes geschlossenes Ding und um mitzuspielen, musst du bitte deinen Personalausweis hochladen oder zumindest zur Verifikation nutzen. Wir wissen, oder mein Gefühl ist, dass das bei LinkedIn mit diesem kleinen Schutzschild doch schon ganz schön doll angenommen wird von Leuten. Und da wird der Personalausweis von Persona verifiziert. Und warum das ein Problem ist, haben wir ja auch schon mal besprochen. Also, abwarten, abwarten. Gleichzeitig haben Sie erklärt, wie der Algorithmus bei WeDem funktioniert. Sie haben sogar zwei Algorithmen, sagen Sie. Ich glaube, Sie haben ziemlich viele sogar, aber da sagen Sie, wir haben genau genommen zwei Algorithmen, eine For Me und For We. ForMe und ForWePage. Auf der ForWePage findest du Beiträge von deinen FreundInnen und Personen, denen du folgst oder Beiträge, die diese Personen kommentieren, liken oder sharen. Hier sorgen wir für Community und Nähe. Auf der ForMe-Page werden dir Inhalte angezeigt, die dich darüber hinaus noch interessieren können. Also es wäre mir eine TikTok-Timeline und eine LinkedIn-Timeline eigentlich, wenn man so möchte.
26:43 Markus Beckedahl
Ja, also mal schauen. Also die sagen ja auch explizit, dass sie eine Kurzvideo-Plattform sein wollen. Also sie konkurrieren mit TikTok als mit Blue Sky und X.
26:56 Gavin Karlmeier
Ja, der Vollständigkeit halbe, Sie sagen übrigens, auf Redium kann jeder Creator sein und Geld verdienen. Und zwar ab dem ersten Post. Wir stellen uns einen relevanten Teil unserer Werbeeinnahmen zur Verfügung. Die Bezahlung folgt nach einem transparenten Vorgehen. Wir haben dafür ein Punktesystem entwickelt, für die GEMA. Nee, das steht da nicht. Als Creator kannst du ab dem ersten Like Punkte sammeln, sogenannte Redium Points, deren Wert am Ende eines bestimmten Zeitraums definiert wird, je nachdem wie hoch die Werbeeinnahmen ausgefallen sind. Also, hochinteressant. Vermutlich könnt ihr euch jetzt auf eine Warteliste setzen dort, denn die Beta ist jetzt dort gestartet. Vielleicht kommt ihr auch schon rein. Wir wissen nicht, wie die Beta genau aussieht. Wir sehen uns dann auf Redium. Ich möchte mit dir heute ein bisschen über Google sprechen und wir müssen nachher, wir müssen noch Google Wir müssen kurz über amerikanisches Recht heute sprechen. Und da kann ich schon mal anteasern, das wird recht düster. Aber ich möchte mit Google anfangen. Denn die Google-Suche fängt wohl an, berichtet The Verge, die Titelzeilen von Websites mit Hilfe von AI zu verändern, um in den Suchergebnissen möglicherweise stärkere Conversion zu tun. zu provozieren. Gleichzeitig wissen wir, dass sie das seit einigen Wochen im Google Discover Feed bereits tun, also Leuten Links oder Schlagzeilen, News angezeigt werden, die eine Schlagzeile haben, die nicht der Wahrheit entspricht. Und das war häufig schon eine schlechte Idee, wissen wir auch. Also da wurden schon Dinge zusammengeworfen oder von AI so ein bisschen herumhalluziniert. Jetzt fängt Google damit an, das eben auch mit Schlagzeilen in den Suchergebnissen zu tun. Oh Gott. Ja, das ist ein Riesenproblem, glaube ich.
28:33 Markus Beckedahl
Naja, ne, ist auch, sagen wir mal. nicht ganz so trivial rechtlich zu fassen, was das alles berührt und ob die das einfach so machen können sollten. Also natürlich, wenn die das gecheckt haben, sozusagen wie das Risiko ist und das einfach nur eingehen. Weil sie vielleicht irgendeine Lücke gefunden haben, durch die sie durchstürzen können, weil aktuell das Recht solche Fälle noch nicht irgendwie berücksichtigt hat. wie sie es immer so machen. Aber ja, das hat natürlich Auswirkungen, die können wir uns jetzt gerade so ad hoc nicht vorstellen.
29:04 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, wenn man sich überlegt, warum könnten sie das tun? Meine These ist, dass Google irgendwie eine Argumentation braucht, warum sie diese AI Summary Über den Suchergebnissen anzeigen und die Sorge der NutzerInnen, dass, oder die begründete Sorge, also wir wissen das in Zahlen, dass die Leute dadurch weniger links anklicken. Jetzt fängen sie an, die Schlagzeilen so zu verändern, dass sie vermutlich klickiger werden, klickbarer werden, klickbaitiger vielleicht sogar werden, um da so ein bisschen gegen anzusteuern, um zu sagen, na, aber KI schadet euch nicht nur, es hilft euch auch, wir tun alles, damit die Leute sich im Internet weiter frei bewegen. Und das ist, glaube ich, ein ganz schwieriger Deal, den eigentlich alle Creator in ihr mit Google eingegangen sind, weil Google de facto Die Startseite des Internets ist. Also die meisten Zugriffe im Netz finden über Google-Suchergebnisse statt. Bedeutet, Google hat eigentlich alle Leute in der Hand. Sie verdienen an der Werbung, die sie auf den Webseiten schalten. Führen das Publikum zu diesen Seiten. Wir alle sind Google ausgeliefert de facto, zumindest all die, die noch an das echte Internet glauben. Und wenn Sie jetzt auch noch anfangen, unsere Websites, unsere Schlagzeilen, die wir ja bewusst wählen, zu verändern, dann wird das langsam unangenehmer Packt mit dem Teufel, habe ich das Gefühl. Ja. Okay, danke für die Einschätzung. Ich kann übrigens nochmal erzählen über diese Google News Veränderung. Also es ist so passiert. dass die KI-Zusammenfassung in den Schlagzeilen teilweise wirklich auch sinnentstellend waren. Also dass Leute zum Beispiel getestet haben, was passiert, wenn man mit einem langsamen Handy, nee, mit einem älteren Handy dass nur langsame Ladung über den G-Standard, dieses kabellose Laden, laden kann. Was passiert, wenn man sie damit lädt? Und die Schlagzeile, die Google News Discover mit dieser AI-Veränderung gemacht hat, war aber, dass G2 ältere Handys verlangsamt. Was natürlich nicht stimmt und sinnentstellend ist, aber eben das Ergebnis davon war. Und ich, ja, ich weiß nicht. Also, Google fängt jetzt übrigens auch damit an, auf YouTube den Nutzer in eine Pop-Up-Umfrage zu zeigen, worauf steht. Sieht das aus wie I-Slob, was du hier gesehen hast? Also NutzerInnen können jetzt sozusagen selber abstimmen darüber, ob der Content, den sie sehen, KI-Schrott ist oder nicht.
31:22 Markus Beckedahl
Okay.
31:22 Gavin Karlmeier
Würdest du das, hast du Bock darauf selber zu einem, also du wärst damit, wie Daily Dot schreibt, zu einem einem von zwei Milliarden unbezahlten KI-Trainern?
31:33 Markus Beckedahl
Naja, also ich meine, wir sind ja alle schon seit 10, 15 Jahren unbezahlte KI-Trainer, indem wir die ganze Zeit diese scheiß Captchas überall lösen müssen, wo ich auch das Gefühl habe, manchmal werden wir da einfach zig Male irgendwie durchgelotst, obwohl wir eigentlich das Gefühl haben, wir haben alles richtig angeklickt, weil wir einfach unsere Aufmerksamkeit und unsere Klickleistung irgendwie Google zur Verfügung stellen, die damit irgendwie halt eine sehr gute Bildersuche. bei sich kommerziell verwerten können. Also insofern würde ich gerne mein ganzes Geld zurückhaben, beziehungsweise meine ganze Aufmerksamkeit zurückhaben, die ich in den letzten 15 Jahren wie du scheiß Captures.
32:10 Gavin Karlmeier
Einfach die Arbeitszeit in Tagessätzen bei Google in Rechnung stellen. Ja, also hier sollten wir auch mal eine Massenklage machen. Ja, warum nicht? Lass machen. So, Markus, wir müssen über Section 230 sprechen heute. Für die, die es nicht kennen, also es gibt in den USA schon seit etlichen Jahren, ich glaube über 30 Jahren, gibt es die Section 230, den Abschnitt 230. Und ganz grob runtergebrochen ist das ein Gesetz. dass die Plattformen aus der Haftung nimmt für die Inhalte, die auf Ihnen veröffentlicht werden. Also wenn jemand jetzt dort irgendwas strafrechtlich Relevantes veröffentlicht, kann man nur für das Platzieren auf der Website nicht die Plattform dafür haftbar machen vor dem Gesetz. Und das ist so erstmal in seiner Idee, glaube ich. Erstmal nachvollziehbar, wie das entstanden ist, weil ohne das hätte es wahrscheinlich viele dieser Plattformen vermutlich so nicht geben können am Anfang. Wäre so meine Einschätzung, oder?
33:11 Markus Beckedahl
Ja, ohne diese Rechtsgrundlage hätte es das Internet gar nicht gegeben. Ohne diese Rechtsgrundlage hätten wir zwar auch nicht Facebook und Co. bekommen, wir hätten aber auch nicht die Wikipedia bekommen, weil Jimmy Wade sofort für jede Genau. Für jedes Posting dort, für jede Änderung irgendwie die Haftung hätte übernehmen müssen und dann wäre das gar nicht möglich gewesen, dass die Ja, dass die Wikipedia-Community quasi das Wissen der Menschheit zusammenträgt und das Kollaborative mit dem Wiki auf einer offenen Lizenz.
33:41 Gavin Karlmeier
Ja, ähm, oder so jede Rezension wäre fast unmöglich geworden, weil wenn du schreibst, die Pizza schmeckt scheiße, der die Pizzeria dich halt sofort verklagen könnte und Google verklagen könnte. Und deswegen gäbe es diese Rezension nicht mehr und so. Also
33:56 Markus Beckedahl
Genau, sagen wir mal, also da gibt es ja auch genug Möglichkeiten, das heutzutage unter dem Haftungsregime trotzdem zu machen.
34:02 Gavin Karlmeier
Klar. Aber Das hätte sich dann für Google zum Beispiel nicht gelohnt oder für TripAdvisor oder für Yelp oder Foursquare. Fallen so viele Bewertungsplattformen ein, ich bin ganz irritiert. Das wäre für die ein nicht kalkulierbares Risiko gewesen, das anzubieten, dass Leute dort offen Rezensionen schreiben können. So, und jetzt ist es so, dass zum dreißigsten Geburtstag dieses Gesetzes, jetzt wissen wir, wie alt es ist, Ein Gesetzentwurf eingebracht wird, Section 230 auslaufen zu lassen. Und zwar, und das ist interessant: der Gesetzentwurf kommt von den Senatoren Dick Durbin und Lindsey Graham. Lindsey Graham kennen wir, Republikaner. Dick Durbin, Demokrat, bedeutet also, es gibt hier im amerikanischen Kongress mal wieder eine zweiparteiliche Absicht, sich mit einem Gesetz auseinanderzusetzen. Es kommt nicht so super häufig vor, aber wenn das vollkommt, lohnt es sich da genauer hinzuschauen, weil die Frage sich natürlich dann stellt, Moment hier mal, warum sind denn beide dafür, das abzuschaffen? Und die haben natürlich unterschiedliche Absichten, das abzuschaffen. Aber die Folge, die das Ganze auslösen würde, wäre vermutlich ein großes Problem. Jetzt wird es aber deswegen interessant, weil zum Beispiel die Big Tech-Unternehmen selber für eine Reform dieser Section 230 sind. Und warum ist das so? Weil die Section 230 den großen Plattformen gar nicht so sehr hilft, wie es kleineren Plattformen hilft, stattzufinden. Ich habe dazu, ich habe mich da so ein bisschen reingenerd, weil es dazu von der geschätzten amerikanischen Kollegin Taylor Lawrence eine fantastische Podcast-Reihe gibt, bei der sie quasi mit jedem Menschen spricht, der sich mit diesem Thema auskennt. Und was ich so mitgenommen habe, war. Es gibt das First Amendment, also den ersten Verfassungszusatz, der dir hier ermöglicht, alles zu sagen. Und es gibt Section 230. Und Klagen nach Section 230 sind deutlich billiger als Klagen nach First Amendment. Heißt, wenn es diese Section to thirty nicht mehr gäbe, könnten sich kleinere Unternehmen nicht mehr leisten, freie Meinung auf ihren Webseiten abzubilden, weil sie davon ausgehen müssten, sie könnten den Gerichtsprozess nicht führen, während Unternehmen wie Meta Eine Kaffeekasse haben, die größer ist als das Bruttoinlandsprodukt von Schweden. Sage ich jetzt mal so. Wahrscheinlich stimmt es sogar, aber ich weiß nicht, ob es stimmt. Und das macht das ganze Thema so wahnsinnig pikant, weil wie du schon sagst Dieses Gesetz ist am Ende die Grundlage für die komplette Kommunikation im Internet.
36:26 Markus Beckedahl
Erstmal Fun Fact, Taylor Lawrence kommt auch zur Republika.
36:30 Gavin Karlmeier
Sehr guter Hinweis, richtig. Kommt alle auch zu Republika. Ich komme auch zu Republika, Markus kommt auch zu Republika. Also ihr könnt offenbar mit einigen Leuten, denen ihr schon mal zugehört habt, zum Beispiel jetzt. Kaffee trinken. . Oder Fanta oder so. Ich meine, Fanta gibt es glaube ich nicht, aber Kaffee.
36:47 Markus Beckedahl
Ich kann auch den kleinen Einblick geben, also nach derzeitigem Stand spricht sie vor deinem. Ist das so? Also zumindest nach derzeitigen Stand. Ob das so nächste Woche auch noch so sein wird, weiß ich nicht, aber ich habe mal gerade reingeguckt. Guck mal. Ja, also so, also dieses Haftungsregime steht schon steht eigentlich seit Anfang an. unter Vorbehalt, ne? Weil vor allen Dingen die Urheberrechtsindustrie hat sehr lange irgendwie dagegen lobbyiert. Die hatten eigentlich immer schon irgendwie das teilen von irgendwelchen Inhalten so auf dem Schirm und wollten immer schon dagegen kämpfen. Also insofern ist es jetzt nicht ungewöhnlich, dass es eine Bipartisane irgendwie Initiative gibt. zweier Parteien in den USA. Weil das war immer schon so und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass da irgendwie auch irgendwie, sagen wir mal, im Hintergrund die Urheberrechtsindustrie diese Initiative mit finanziert. Die versuchen es halt auf allen Wegen immer. Ich glaube aber, und wir haben diese Debatte ja auch in Deutschland, dieses Haftungsprivileg, was wir ja auch in der EU haben über die E-Commerce-Richtlinie ist nicht wirklich das Hauptproblem, wo man ansetzen sollte, weil es wird ja auch immer argumentiert, ist ja genauso wie ein Leserbrief, dafür ist ja auch eine Zeitung zuständig, ja, aber bei einem Leserbrief entscheidet immer noch eine Zeitung, welchen Leserbrief sie überhaupt annimmt und abdruckt. Und im Internet würde das halt bedeuten, ja, Max Zuckerberg entscheidet dann bei jedem einzelnen Posting, was ich oder du absetzt. Ob ihm das Risiko jetzt okay ist oder nicht, dann viel Spaß mit eurem Black Live Matters irgendwie Posting sozusagen. Also das muss man halt dabei berücksichtigen. Aber der eigentliche Punkt, den ich machen wollte, ist ja, wir brauchen eine Art von Algorithmenhaftung. Weil das Hauptproblem sind diese algorithmischen Entscheidungssysteme, die entscheiden, welche Realität sich abbildet, die für all diese negativen Nebenwirkungen zuständig sind. sozusagen. Da müssen wir ansetzen, da müssen wir die Plattformen in eine Haftung nehmen, weil diese algorithmischen Entscheidungssysteme den Schaden anrichten in der Gesellschaft, deren Auswirkungen wir überall sehen.
38:51 Gavin Karlmeier
Zumal es da ja auch in der Vergangenheit auch in den USA dieses Argument schon öfter gab, weil in dem Moment, also wenn wir uns überlegen, warum ist diese Section 230 so wichtig und nachvollziehbar, Jetzt mal abgesehen von diesen ganzen Ursprüngen, über die wir gerade gesprochen haben, Wikipedia und so alles mal beiseite, setzt die woanders an. Sie setzt im Grundverständnis an, welche Rolle Facebook Twitter, früher, aber auch im Instagram und so spielen. Und zwar die Rolle der Ermöglichung von Menschen, eine Stimme im Internet zu haben. Die sind Infrastruktur, die sind eine Plattform. Und du kannst nicht die Bahn dafür verklagen, wenn jemand im Zug steht und irgendwie jemand beleidigt. Das ist die Logik, glaube ich, die ich so für mich daraus verstanden habe. In dem Moment aber, wo es Empfehlungsalgorithmen gibt, die nicht nachvollziehbar sind oder die sogar noch weitergehen, bei denen man das Gefühl hat, sie wurden durch. . politische Interessen sogar manipuliert, wie wir das bei X ja mit gutem Grund immer mal wieder annehmen konnten und können. In dem Moment ist es nicht mehr reine zur Verfügungsstellung des Schienennetzes, sondern in dem Moment entscheidet ja auch diese Person, welcher Zug auf welchen Gleis ankommt. Und diese Definition ist dann schon eigentlich nach meinem Gefühl viel weitreichender als die reine zur Verfügungstellung von Infrastruktur. sondern es ist redaktionelle Einflussnahme. Und dann bist du eigentlich nicht mehr im Bereich von, dass die Anbieter davon aus der Haftung genommen werden können. Also da stimme ich dir voll zu.
40:23 Markus Beckedahl
Ja, es bleibt auf jeden Fall spannend. Die Debatte verfolge ich seit 25 Jahren. Seit Napster.
40:32 Gavin Karlmeier
Die Debatte läuft in den USA auf jeden Fall gerade ziemlich heiß und es sieht eben gerade danach aus, dass der Kongress da Mehrheiten für haben könnte. Wir bleiben da dran und gucken uns das weiter an. Das ist eine Diskussion, die da auch schon so ein paar Wochen läuft, die wir hier so ein bisschen nicht. . verfolgt haben, aber ab jetzt dann auch mal da mal geschärfter drauf gucken müssen und deswegen jetzt auch hier der kleine Exkurs und das kleine, äh, der kleine, äh, das kleine Erklärstück. Ich habe noch eine kleine andere Geschichte, die ist nicht direkt Social Media, aber die wird plötzlich interessant, wenn wir sie in ein großes Bild setzen. Und zwar berichtet unser Mutter, also mein Mutterschiff, nicht eins, mein Mutterschiff heise, dass in den USA eine neue Erlassung veröffentlicht wurde, und zwar von der Regulierungsbehörde FCC. Die haben nämlich am Montag angekündigt, dass Router dort nur dann für den Verbrauchermarkt zugelassen werden, wenn sie vollständig in den USA hergestellt wurden. Das Interessante ist, bisher gibt es exakt null Geräte, auf die diese oder auf die diese Kriterien zutreffen. Es gibt keine Router, die vollständig in den USA hergestellt werden. Aber alle Router, die jetzt gerade sozusagen neu auf den Markt kommen, müssten eine Zulassung der FCC bekommen, die sie aber nur dann bekommen. wenn sie vollständig in den USA eben produziert wurden. Und da, ich habe wahnsinnig, also natürlich freut man, denkt man erstmal, der erste Reflex ist. Oh, guck mal, wie dämlich, die erlassen was und wissen genau, das hat zur Konsequenz, dass keine Router mehr verkauft werden können. Aber der zweite Impuls ist dann ja, das ist ja fürchterlich. Also, der Internetzugang wird dadurch super scharf reguliert und es gibt nur noch Geräte, die sozusagen ein staatliches Siegel bekommen. Bei dem man nicht so genau weiß, was da so alles dranhängt an diesem staatlichen Siegel.
42:25 Markus Beckedahl
Na, würde ich sagen, von Deutschland lernen kann helfen. Ich meine, da muss man sich nur noch mal in unsere deutsche Geschichte der Telekommunikation zurückdenken. Das hat die Deutsche Post früher auch gemacht.
42:39 Gavin Karlmeier
Hat die Deutsche Post dann auch kleine Backdoors in ihre Telefone eingebaut, die hier verkauft wurden?
42:44 Markus Beckedahl
Oh, da war ich zu klein. Das kann ich jetzt nicht mehr verifizieren. Aber sagen wir mal, ja, die wollen natürlich die Kontrolle drüber haben. Und wenn sie die Kontrolle drüber haben, dann haben sie tatsächlich die Kontrolle. Wer kann was wie wann irgendwann sehen? Aber sie haben natürlich auch die Kontrolle darüber, dann zu kontrollieren, ob Hintertüren eingebaut sind. Und aus dem Aspekt. Sollten wir halt auch immer gucken, macht es noch Sinn, US-Netzwerkausrüstung irgendwie zu bestellen. . . Das wissen wir schon in der Snowden-Enthüllung. Wir können uns ausschließen, dass wir den Cisco-Produkt. und woanders, einfach mal Hintertüren eingebaut sind, die die NSA da nutzen will. . Das trifft natürlich auch auf Huawei zu, ne? Also da kann man auch davon ausgehen, dass ja Hintertüren überall eingebaut sind, weswegen das aus gutem Grunde auch in Deutschland, in der Europäischen Union verboten werden soll. Also es ist ein zweischneidiges Schwert. Sie werden das in den USA vor allen Dingen wahrscheinlich machen, um Kontrolle zu bekommen. Aber Man kann es auch einsetzen, um sich zu verteidigen und zu verhindern, dass unsere Infrastruktur mit Hintertüren verwundbar ist.
43:58 Gavin Karlmeier
Das ist natürlich auch die Argumentation und die kann ich auch verstehen. Also wir haben in, wenn ich das richtig erinnere, bitte korrigier du mich oder die Hörer im Discord. Auf www. hakn. org ist ein Discord über 2000 Leute und die korrigieren immer meine ganzen Fehler und das ist perfekt so. Und diskutieren auch über diese Themen, damit ich gar keine Fehler erst mache, wenn ich diese Episoden vorbereite. Nach meinem Erkenntnisstand wurden doch auch diese Huawei-Technik in deutschen Sendemasten für die 5G-Technologie verbaut. Also wir sind ja eigentlich gerade noch an dem Punkt, wo es möglicherweise diese an sensiblen Stellen diese möglichen Hintertüren ja bereits gibt, weil jedes moderne Smartphone über 5G kommuniziert. Und das ist insofern nachvollziehbar und das taugt, glaube ich, auch als öffentliche Begründung, dass man sagt, wir wollen das Ganze hier so ein bisschen kontrollieren, aber man kontrolliert damit eben auch den kompletten Internetverkehr. aller Bürgerinnen und Bürger in den USA. Ja, das ist nicht so gut. Vor allem, vorsichtig formuliert, nicht so gut. Vor allem, wenn man das so ein bisschen unter diesem Gesichtspunkt sieht, dieser ganzen Schritte in Richtung komplette Überwachung in den USA. Und dazu kamen jetzt die Meldung des Cash Patel, das ist der FBI-Direktor, der hat im Rahmen einer Anhörung eines Sonderausschusses für Nachrichten Des amerikanischen Repräsentantenhauses gesagt, dass das FBI den Kauf von Standortdaten von US-BürgerInnen wieder aufgenommen hat. Das heißt, man hat wieder damit angefangen, private Informationen der eigenen Bevölkerung zu zu kaufen, um mehr Informationen darüber zu bekommen, wo Menschen sich gerade aufhalten.
45:39 Markus Beckedahl
So, das muss jetzt ganz stark sein, das macht unser Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst leider auch. Und das Einzige, das zu verhindern ist, dass wir endlich mal dieses Tracking-System verbieten, das irgendwie im Hintergrund irgendwie man auf eine Webseite geht und hunderte Unternehmen darüber informiert werden, dass wir gerade auf der Webseite wollen. Waren, von wo wir kommen, wer wir sein könnten, zum Schutz unserer Privatsphäre, wie dann immer versprochen wird, wenn wir die Cookies irgendwie aktivieren. Nur nützliche Cookies aktivieren. Genau, aber das ist ein typisches Problem. Wir dieses Werbesystem, was uns vollkommen verarscht, was uns komplett überwacht. indem wir es im Internet nutzen, übrigens auch bei deinem Dienstherrn, sozusagen auf der Webseite. Das sorgt dafür, dass halt Sicherheitsbehörden einfach mal auf dem freien Markt diese Daten kaufen und sehr genau herausfinden können, wer wo wann wie war und was kommuniziert hat oder wofür man sich interessiert hat. Also das ist eine ganz krasse Nebenwirkung von diesem System.
46:44 Gavin Karlmeier
Das beginnt aber auch auf dem Smartphone. Check doch einfach mal, wenn ihr, du kannst, egal welches Betriebssystem du nutzt, kannst du sehr genau einstellen, welche App eigentlich gerade Standortdaten. Sammeln darf von dir. Und da einfach mal zu gucken, Moment hier mal, muss Candy Crush wirklich mein Standort haben, ist da schon ein ganz guter Schritt, um so ein bisschen datensparsamer zu leben, glaube ich. Ja, das ist sehr, sehr wichtig. So, jetzt haben uns schon wieder so reingequatscht hier und wir schaffen gar nicht alles heute. Aber ich wollte mit dir noch über Julia Klöckner sprechen. Julia Klöner, wäre das ein Job für dich? TikTok-Redakteur bei Julia Klöckner, du würdest bis zu 8. 000 Euro im Monat dafür bekommen, was ganz schön viel Geld ist. Als TikTok-Mensch bei Julia Klöckner. Offiziell bist du damit im Team des Bundestages, im Social Media-Team des Bundestages, aber der Online- hat dazu die Passage geschrieben, Amt und Person bei Julia Klöckner lassen sich immer nicht immer sauber trennen neben den offiziellen Kanälen der Bundestagspräsidentin. Spielt sie auch persönlich erklären. Accounts. Wer die Inhalte vergleicht, findet häufig dieselben Beiträge. So entsteht der Eindruck, dass offizielle Kommunikation nicht nur dem Amt dient, sondern mitunter auch der persönlichen Reichweite Klöckners.
47:55 Markus Beckedahl
Ja, das ist aber ein typisches Problem von allen Spitzenpolitikern oder allen Politikerinnen sozusagen, dass sie halt auch sich zu Marken entwickeln mit Steuergeldern, die sie dann natürlich auch quasi privat weiterverwenden können, auch später so. Aber sagen wir mal, in diesem Fall weiß ich jetzt gar nicht, wie groß der Skandal eigentlich ist, weil es geht hier um TVD 13. 14 Stellen und da kann es schon sein, dass Menschen mit vielen Jahren irgendwie Berufserfahrung einfach so eingruppiert werden Das sind die üblichen Tagessätze, äh nee nicht Tagessätze, aber die üblichen Gehaltssätze, die man halt in Behörden, in Verwaltungen bekommen kann, wobei halt diese 8000 Euro auch nur bedeuten, da muss jemand schon sehr viel Berufserfahrung und sehr viel Qualifikation mit. Ja, ja, ne, also kann auch sein, ein Jungspund. bekommt dann halt nur 5000 Euro. Also das ist halt so dieses öffentliche Verwaltungs-Tarifvertragssystem.
48:58 Gavin Karlmeier
Okay, ja, verstehe. Ja, gut, dass du das hier mal so ein bisschen auseinandergenommen hast, weil der Spiegel schreibt drüber, der online schreibt. Alle sprechen über diese Geschichte. Und was aber interessant ist, dass der Bundestag eigentlich die Ankündigung hat, das Budget um 2,2% zu kürzen, was bedeutet, eigentlich müssten 60 Stellen gestrichen werden. Das heißt natürlich nicht, dass damit nicht andere Stellen nachbesetzt werden müssen und dass. Dass man da in der eigenen Prioritätsetzung sich vielleicht dafür entscheidet, dass TikTok jetzt vielleicht wichtiger ist als ein dauerhafter Fahrdienst oder was auch immer gestrichen wird. . Das ist ja alles soweit legitim. Nee, der Skandal wäre tatsächlich die Frage, wie weit sich das oder wie weit das tatsächlich für die Vermarktung von Julia Klöckner als Person weiterreicht. Aber dazu könnten wir jetzt, glaube ich, auch nochmal eine ganze Stunde diskutieren, weil ich zum Beispiel jemand bin, der sagt. Ich finde das ja eigentlich genau richtig, wenn Unternehmen, egal ob es jetzt der Bundestag ist oder der Mittelständler, wenn die eher ihr Personal dazu motivieren, aus sich selber eine Marke zu machen, wie jeder Arbeitgeber, der so ein bisschen was auf sich hält, . . Und ich finde, das gilt auch für Spitzenpolitik, ehrlicherweise. Jeder Arbeitgeber, der ein bisschen was auf sich hält, muss ja nicht die Befürchtung haben, dass Leute, die jetzt ein bisschen Reichweite im Internet aufbauen, danach sagen, ich werde jetzt Influencer. Unabhängig davon. Damit habe ich jetzt explizit nicht gesagt, ob ich Julia Klöckner nicht doch zutrauen würde, früher oder später Influencerin zu werden.
50:16 Markus Beckedahl
Aber das steht auf einem anderen. Hauptsache, ich werde nicht gezwungen, ihr folgen zu müssen.
50:22 Gavin Karlmeier
Das wäre so toll, wenn du plötzlich so eine Mail bekommst. Oder du folgst dir einfach plötzlich. Alle, so ein bisschen wie das YouTube-Album bei Apple damals, dass alle Leute automatisch Julia Klöckners Privataccount bei Instagram folgen.
50:36 Markus Beckedahl
Oder Elemask bei X, ne?
50:38 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Wobei dafür musst du, du musst ihm ja nicht mal folgen, um seine Inhalte die ganze Zeit zu bekommen.
50:43 Markus Beckedahl
Ah ja.
50:44 Gavin Karlmeier
Aber um von dem Bundestag zu den Ministerien zu kommen, ihr habt einen Text geschrieben über die Frage, warum sind die Ministerien eigentlich noch auf Ex? Und ich finde, die Frage, also ich finde das wichtig, dass ihr die Frage stellt. Ich finde es gleichzeitig unerträglich, dass wir diese Frage 2026 immer noch stellen müssen.
51:04 Markus Beckedahl
Ja, aber wir haben uns nochmal genau angeschaut, wie begründen eigentlich Bundesregierungen und Ministerien ihre Präsenz auf X und die begründen das mit Informationsauftrag, sie würden eine große Reichweite haben und sie würden sich engagiert dem Kampf gegen Desinformation dort irgendwie widmen. wo am meisten Desinformation stattfindet. Und wir haben uns dann mal mit einer Reichweitenanalyse beschäftigt und haben uns mal die ganzen Ministerien im Februar angeschaut. wie viel Reichweite die überhaupt haben. Dazu muss man erstmal sagen, natürlich haben diese Ministerien wie Gesundheitsministerium durch noch die Corona-Krise mehrere hunderttausend Accounts. Das klingt erstmal viel, aber ich selbst habe, glaube ich, noch 350. 000 Follower sozusagen. Und die meisten davon sind überhaupt nicht mehr aktiv, weil viele von uns halt aus Protesten in den letzten Jahren nichts verlassen haben. Und diese Reichwertenanalyse hat gezeigt. . Diese ganzen Behörden-Accounts, die erzielen kaum Sichtbarkeit. Selbst wenn ein Account große Followerzahlen hat, dann kriegt man kaum Reichweite. Das heißt, wenn ein Gesundheitsministerium mit mehreren hunderttausend Followern dort was postet, dann wird das 3000 Mal jemandem angezeigt. Oder jemandem, sozusagen, kann man ja noch nicht mal sagen, ob das 3000 Personen sind oder 1500. . Bots und 1000 Clickworker irgendwie in Kenia und dann noch 500 Hauptstadtjournalisten, die gucken, ob sie irgendwie die nächste große Big Thing dort finden. Also mit anderen Worten, unsere Auswertung hat eigentlich gezeigt dass nur ganz bestimmte Themen mal funktioniert haben. Wenn das Innenministerium beispielsweise verkündet, dass man 20 Afghanen wegen abgelehntem Asylantrag ausgewiesen hat, dann führt das natürlich dazu, dass es durch eine hohe Polarisierung und durch Themen, die halt die X-Bubble irgendwie sehr interessieren, viele Reaktionen gibt, aber die Reaktionen kommen dann alle aus dem rechtsradikalen Umfeld. Wenn der Bundeskanzler dort was postet, dann bekommt er sehr viel Reichweite, aber eigentlich auch nur, weil dann hunderte oder tausende irgendwie Märzhasser und Demokratiehasser darunter kommentieren und das Ding halt quasi durch. . irgendwie den Hass auf die Überholspur schicken. Und wenn man sich dann anschaut, dass die Hauptbegründung, wir haben auch alle Ministerien nach Begründung gefragt, warum sie noch da aktiv sind. konstruktiver Dialog sein soll und die führen weder noch einen Dialog noch hat die Zielgruppe dort überhaupt ein Interesse an irgendeinem konstruktiven Dialog, dann muss man halt sagen, also spätestens jetzt ist der Zeitpunkt da für die Bundesregierung und alle Ministerien endlich mal. X zu verlassen und ihre Ressourcen mal auf die Plattformen zu werfen, die demokratischere Debattenräume ermöglichen und die wir jetzt stärken müssten, damit wir morgen unabhängiger werden.
53:56 Gavin Karlmeier
Also, ich habe dazu drei Gedanken. Der erste Gedanke ist, natürlich stellt man daran auch fest, dass der Algorithmus, der ja seit Mask Ex übernommen hat, auf For You-Logik oder For We, wie wir gelernt haben, For You-Logik umgestellt wurde, dass der sehr scharf danach auswählt, welchem Publikum man solche Inhalte anzeigen kann, damit sie möglichst wütend werden und dass da möglicherweise auch eine politische Motivation hintersteckt. Gleichzeitig kann ich dir eine kleine Anekdote erzählen. Ich weiß nicht, ob ich sie hier schon mal erzählt habe. Die ist jetzt lang genug her, denn sie ist über zwei Jahre her. Und ich habe mal ein Medienhaus beraten, das so auf X so eine niedrige sechsstellige Follower-In-Zahl hat. Und die haben automatisiert alle 15 Minuten einen Link gepostet dort. Und jetzt kannst du ja mal raten, 100. 000 Follower, ungefähr, FollowerInnen, vielleicht sogar ein bisschen mehr, alle 15 Minuten einen Link gepostet. Wie viele Linkklicks wurden in einem Monat auf dieser Website registriert, die von X kam? 37. 16. Also, es ist tatsächlich so krass, dass du mit deinen klassischen Inhalten auf Ex diese Sichtbarkeiten nicht mehr bekommst. Obwohl du in Zahlen dieses Publikum hättest. Natürlich viele Karteileichen, vor allem mittlerweile, aber eben auch dieser algorithmische Flaschenhals, der so krass danach auswählt, was gerade irgendwie Öl ins Feuer gießen könnte und was eben nur. Eine Meldung ist. Ja.
55:28 Markus Beckedahl
Also liebe Mission weg da. Wenn ihr euch die Analyse durchlesen wollt, auf digitalrechte. de findet ihr sie unter den News.
55:36 Gavin Karlmeier
Oder in den Shownotes, da findet ihr den Link jetzt auch. Oder auf Campfire FM. Da geht's auch. Da findet ihr alle Links über die Dinge, über die wir heute gesprochen haben und die Sachen, über die wir heute nicht gesprochen haben, die dann, die könnt ihr dann dort zur nächsten Folge am Freitag lesen. So, ich möchte mit dir aber noch kurz, wir müssen ein paar Funktionen noch machen. Ich habe allerdings ein kleines Follow-up noch kurz vorher. Und zwar haben wir ja, habe ich in der letzten Folge hier über diese leider nicht verbotenen Früchte in sozialen Netzwerken gesprochen. Diese Früchte, die seltsame Dinge machen in KI-generierten Videos über Kurzvideo-Plattformen. Da gibt es jetzt ein Beispiel und zwar gibt es einen Account, der heißt AI Camera auf TikTok. Und dieser Account AI Camera wurde am 13. März gegründet und hat innerhalb der ersten neun Tage 3,1 Millionen Follower generiert und erreicht ungefähr 15 Millionen Views pro Video. Mit wirklich Schrott. Wirklich einfach nur Früchte, die irritierendste Dinge tun. So, ich habe das letzte Mal erzählt, dass meine Timeline voll ist davon und jetzt wissen wir hier offenbar nicht nur meine, sondern die von 15 Millionen anderen Leuten offenbar auch. Vielleicht müssen wir umsatteln und Früchte zum Leben erwecken, Markus. No, ich habe keine Zeit für TikTok. Aber du hast vielleicht Zeit für ein paar Funktionen. Funktionen und Emotionen. Du hast vielleicht keine Zeit für TikTok, aber du guckst bestimmt ganz viele Instagram Reals. Und da kann man jetzt, und jetzt halte ich fest, es ist eine Innovation, das hat die Welt noch nicht gesehen. indem du einmal auf den Real tippst, das Video pausieren.
57:18 Markus Beckedahl
Das klingt jetzt gerade so, als hätte Instagram das jetzt gerade finanziert als Werbung.
57:25 Gavin Karlmeier
So haben sie es verkauft.
57:27 Speaker 4
Ich krieg kein Geld von Instagram. So hast du das angesprochen.
57:30 Gavin Karlmeier
Ich finde, es ist so. Und sie haben das wirklich verkauft, so nach dem Motto. Es ist die Innovation. Du kannst jetzt Reals pausieren mit Knopfdruck. Ich denke, hey, ich konnte immer in der Mitte auf Pause drücken. Wo ist die News?
57:44 Markus Beckedahl
Ja, vielleicht kannst du ja demnächst noch vorspulen.
57:47 Gavin Karlmeier
Kannst du mit Finger draufhalten, jetzt schon. Okay, außerdem hat Instagram angekündigt, dass du Karussell-Postings jetzt. Auch nach Veröffentlichung immer noch sortieren, neu sortieren kannst. . Also kannst zum Beispiel, wenn du deinen Monatsdump postest, kannst du nachher sagen, okay, ich habe jetzt das so gepostet, aber ich habe das Gefühl, das erste Bild ist nicht so geil, dann kannst du doch Bild 7 doch immer noch auf die 1 rüberschieben.
58:10 Markus Beckedahl
Ja, ein nützliches Feature, wenn man überhaupt Chaos Hells postet. Ich finde es super.
58:14 Gavin Karlmeier
Also, ich würde das machen.
58:15 Markus Beckedahl
Ich stimme zu. Ja, kann man den ganzen Abend irgendwie die Reihenfolge immer wieder neu überlegen.
58:20 Gavin Karlmeier
Kannst AB testen mit deinem Publikum sozusagen. BlueSky hat angekündigt, dass es jetzt Bot-Labels gibt. Also wenn du einen automatisierten Account nutzt, kannst du in deinen Einstellungen anklicken, dass es ein automatisierter Account ist, und dann bekommt er ein kleines Roboterköpfchen hinter seinem Nickname.
58:36 Markus Beckedahl
Mal gucken, ob wir das mal sehen werden.
58:38 Gavin Karlmeier
Weißt du noch, wer wir das kennen? Ja. Machst du dann? Ja. Wir haben genau das gleiche. Finde ich gut. Bei Signal kannst du jetzt, wenn du in einer Gruppe bist, das ist eine Funktion, die kennen wir von WhatsApp auch schon. dich selber belabeln. Also du könntest, wenn du jetzt mit deinem deinen Jungs aus dem Fußballverein in deiner Signal-Gruppe bist, könntest du hinter deinen Namen schreiben, du bist der Torwart-Trainer. Stabilste am Glas, was man halt so als Fußballtyp in seiner Signal-Gruppe dahinter schreiben möchte.
59:11 Markus Beckedahl
Ja, es bietet ja viele neue Werbemöglichkeiten, ihr eigene URL, den Newsletter, sonst was zu bewerben.
59:17 Gavin Karlmeier
Ja, ich weiß nicht, wie viel Platz man dafür hat, aber man kann dann hinter seinem Nicknamen so kleine Dinger schreiben. Hört meinen Podcast. Ich schreibe einfach, in jeder Gruppe dahinter hört Haken dran. In der Kita-Gruppe und in der Hobby-Gruppe überhaken. Ich mag aber, wie du so, dass du so bist so ein Conversion-Typ. Du denkst als erst, wo kann ich werben? Gefällt mir sehr gut.
59:43 Markus Beckedahl
Ja, habe ich bei Video eben gelernt.
59:48 Gavin Karlmeier
Markus Beckedeil, garantiert nicht Open Source. X hat angekündigt, dass du, wenn du mit Grog Videos generierst, dass die jetzt bis zu 30 Sekunden lang sein können.
01:00:01 Markus Beckedahl
Ja, dann kann man 30 Sekunden lang Straftaten begehen.
01:00:05 Gavin Karlmeier
Stimmt. Ich finde das interessant, weil eines, also es ändert sich ja gefühlt alle drei Monate. Welche Signale können wir als Konsumenten nutzen, um irgendwie noch zu erkennen, dass es KI-generierter Inhalt ist? Und eines dieser Signale war eigentlich immer der Die Länge der Clips, weil VO-Clips immer 8 Sekunden lang sind und auch dieses Signal ist damit jetzt hinfällig. Auch CDance AI von TikTok kann ein bisschen längere Videos produzieren. Das heißt, diese 8-Sekunden-Regel, die könnt ihr auch direkt aus euren Köpfen streichen.
01:00:33 Markus Beckedahl
Ja, das ist schade.
01:00:35 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es wohl. X arbeitet außerdem an einem automatischen Tool, um AI-generierte Inhalte zu detecten, um die dann entsprechend zu kennzeichnen.
01:00:47 Markus Beckedahl
Ja, sollten sie eigentlich alle verpflichtet werden und sollte man auch genau überprüfen, ob sie auch ihrer Verpflichtung nachkommen.
01:00:53 Gavin Karlmeier
Ich also Ich habe große Zweifel daran, dass X hier das schafft, was andere Netzwerke und Tools und KI-Tools nicht hinkriegen. Also ich würde der, also wenn da steht AI-Generated Content Detected, dann kann das heißen, dass das das Gemini Synth ID Wasserzeichen zum Beispiel trägt. Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, wenn es dann nicht steht, dass das nicht ein KI-generierter Inhalt eines anderen Tools ist, das keine Wasserzeichen setzt und das von XAI jetzt auch nicht als KI generiert erkannt wurde.
01:01:26 Markus Beckedahl
Ja, das ist halt das Problem mit diesen ganzen Transparenzsachen. Es ist vollkommen unklar, ob sie überhaupt funktionieren werden. Und ob man sich da in falscher Sicherheit dann Ja, trügerischer Sicherheit irgendwie test.
01:01:39 Gavin Karlmeier
So, und dann gibt es ein Ex, das letzte, aber ein Ex-Feature, das ich deswegen mitgebracht habe, weil ich das tatsächlich interessant finde. lädt zum Fantasieren ein. X hat angekündigt, dass du die Möglichkeit haben wirst, eine Region Conversation Control einzuschalten. Also du kannst einstellen, ob du. . Leute aus gewissen Regionen der Welt bei dir nicht kommentieren lassen möchtest. . Und vermutlich wird es dann früher oder später auch dazu kommen, dass du vielleicht bestimmte Regionen der Welt auch in deiner Timeline nicht siehst. Wäre jetzt meine Leseart, meine These. Du kannst da auswählen. Also die Regionen, die es gibt, sind Südamerika, Europa, Ostasien, Australasien, Afrika, Südostasien, Südasien, Zentralasien und Westasien.
01:02:25 Markus Beckedahl
Wenn man dann irgendwie Pakistan und Kenia irgendwie ausblendet, kriegt man keine AfD-Kommentare zu sehen.
01:02:32 Gavin Karlmeier
Ich kann das weiße Haus nicht mehr posten. Ich finde das vor allem so interessant, weil wenn dieses Feature natürlich einmal schon unter der Haube eingebaut ist, dass so ein bisschen Wasser auf den Mühlen derer ist, die hier zum Beispiel öfter gesagt haben, ob es nicht früher oder später in dieser Ankündigung Elon Musks den EU-Rechten entsprechen zu wollen, nicht doch zu einer kompletten Abschottung der Plattform kommen könnte. Also dass du sozusagen ein europäisches Ex hast und ein Welt-Ex
01:03:03 Markus Beckedahl
Ja, lassen wir uns mal überraschen, ne?
01:03:06 Gavin Karlmeier
Ich wollte mal eine These aufstellen. Dafür sind wir eher hier. Na gut. Markus, das europäische X wird ein Twitter. Das wird toll. twitter. eu gibt es übrigens. Wenn ihr wollt, in unserem Discord gibt es einen Zahlensender, in dem wir Invite-Codes dafür austauschen. Der April-Chat endet nächste Woche Mittwoch. Also, oder? Wann ist der Erste? Nächste Woche. Das heißt, wenn ihr noch eine Woche lang das Gefühl haben wollt, wie Twitter sich 2006 angefühlt hat, wenn wir in der letzten Folge darüber berichtet, kommt vorbei, es ist irgendwie ganz witzig als kleiner Gag. Übrigens auch nicht Open Source. Aber da geht es nicht ums Geld verdienen, wenn ich das richtig verstehe.
01:03:44 Markus Beckedahl
Achso, Twitter, also da wie man es abgekürzt, die Plattform von Jan Kues. Genau. Ah ja, die habe ich schon ausprobiert, aber irgendwie hat die letzte Woche funktioniert.
01:03:53 Gavin Karlmeier
Funktioniert sie gerade nicht mehr?
01:03:55 Markus Beckedahl
Also, wahrscheinlich habe ich gerade irgendwie falsch eingegeben.
01:03:58 Gavin Karlmeier
TWTTR.
01:04:00 Markus Beckedahl
Achso, ja, ja, genau, ja, ich habe nie zu viel drin. Ja, funktioniert immer noch.
01:04:03 Gavin Karlmeier
Da habe ich übrigens gefragt, vielleicht. Welches Wort ich in dieser Hakenrand-Episode hier verstecken soll. Und Schimpfi hat geschrieben Jodel-Diplom, was ich hiermit versteckt habe. Versteckt. Naja, Markus, vielen Dank, dass du hier warst. Ich wünsche dir eine wundervolle Restwoche und allen, die bis hierhin zugehört haben. Auch eine wundervolle Restwoche. Am Freitag müsst ihr mit mir alleine klarkommen. Da gibt es eine kleine Solo-Episode. Das hat organisatorische Gründe, aber ist ja auch mal ganz in Ordnung. Und wir hören uns dann wieder. Markus, wir sehen uns spätestens zur Republika, vielleicht aber vorher schon nochmal hier. Danke dir, dass du hier warst
01:04:41 Markus Beckedahl
Ja, danke euch. Und wenn ihr unser Newsletter vom Zentrum für Digitalrecht und Demokratie abonnieren wollt, geht auf unsere Webseite digitalrecht. de slash newsletter. Einmal die Woche informieren wir dort, kompakt über alle relevanten Aktuellen Debatten.
01:04:56 Gavin Karlmeier
Das passt aber nicht hinter dein Nickname in der Signal-Gruppe, das war ganz schön viel Text.
01:05:00 Markus Beckedahl
Naja, ich könnte ein TikTok-Video tanzen.
01:05:05 Gavin Karlmeier
Danke, Markus. Tschüss.
01:05:07 Markus Beckedahl
Danke. Tschüss.