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Folge 561 · 10. April 2026 · 1:01 Std.

Hackt euch selbst!

mit Katrin Rönicke

Wofür ist dieses INTERNET™ eigentlich noch gut? Vernetzen? Eher nicht, das machen die Algorithmen schon. Oder ist es ein Ort von gelebter Demokratie? Wird auch schwierig, wenn jetzt selbst Donald Trump bei der der Ausübung von Gesetzen mitreden darf.

Dann vielleicht wenigstens um unser Leben zu verbessern? Nun: Inhalte zu Krankheiten stimmen oft nicht – und Chatbots plappern gerne auch mal alles nach, was nach Krankheit riecht.

Aber am Ende haben wir ja immer noch LinkedIn für Busine… auch nicht? Mist.

➡️ Podcast “Wind und Wurzeln” (mit Marina Weisband) zum Social-Media-Verbot: https://wind-und-wurzeln.podigee.io/10-neue-episode

➡️ LinkedIn sammelt Browserinfos?: https://browsergate.eu

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Katrin!
  2. Trauer um das alte Social Media
  3. TikTok-Studie: Großteil der Mental-Health-Videos falsch oder irreführend
  4. Drache Kokosnus vs. ChatGPT
  5. Porträt Sam Altman: Machtmensch, Soziopath oder Visionär?
  6. OpenAI vs. Musk & Meta
  7. Bixonymanie: Diagnose Slop
  8. Social-Media-Verbot in Griechenland
  9. Wie Zollverhandlungen Regulierung aushebeln
  10. AI Act wird verschoben
  11. LinkedIn BrowserGate
  12. Funktionen & Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Katrin Hallo Gevin. Bei mir ist heute Katrin Rönnecke und ich stelle dich kurz vor, für die wenigen Leute da draußen, die dich nicht kennen. Du bist Autorin, du bist Bloggerin, du bist. . Podcasterin und du bist so auf der Liste der Wünsche für Gäste, die hier vorbeikommen sollen. Bist du immer ganz oben. Also egal, wir haben ja so einen begleitenden Discord zum Podcast oder in den Kommentaren oder in den E-Mails. Du fällst das ständig und ich würde das direkt mal als Kompliment an dich weitergeben, weil du es offenbar geschafft, die Leute so von dir zu verzaubern, dass die Leute, die diesen Podcast gerne hören, sagen: Jetzt will ich die da aber auch hören. Das ist doch schön. Nach, das geht runter wie Öl. Danke. Ich fange mal, weil wir beide kennen uns ja noch nicht so gut und deswegen fange ich mit so einer kleinen Einstiegsfrage an. Wo würdest du sagen Ist so dein Gefühl jetzt gerade, was Social Media angeht? Und zwar so ganz generell. Oh Gott. Eine ganz einfache Einzugsfrage. Oh mein Gott. Ja, es ist so ein bisschen trauer. Ich weiß nicht, ob das kennst du garantiert auch. Ich bin eigentlich ein Social Media Kind, also ich habe mich in sozialen Communities rumgetrieben, seit ich 14, 15 oder sowas war, also seit 30 Jahren bald. Und war immer enthusiastisch, hat mich immer gefreut, da Menschen zu treffen, wenn man vom Land kommt und irgendwie so. Bisschen Weirdo ist, ist das ganz schön, da trifft man Leute, die sind so wie man selbst. Und war auch super enthusiastisch bei Twitter früher und die ganzen Netzwerke, die danach gekommen sind. Naja, und inzwischen bin ich so Ja, also es ist so wie nach einer Scheidung. Man hat noch so ein bisschen so eine Freundschaft und hält manchmal ein bisschen Kontakt, aber eigentlich ist es nie wieder so geworden, wie es damals auf Twitter war. Und das, ähm Ich benutze es inzwischen sehr bewusst, also für Recherchen oder auch für Austausch mit Hörerinnen und Hörern. Also ich mache selber auch viele Podcasts, aber das war's. Also eigentlich Es ist mehr oder weniger aufs beruflicher eingedampft worden und war früher mein Zuhause. Ja, ich kann das zu 100 Prozent nachvollziehen. Wir haben früher immer, vor allem nach dem ersten Jahrhaken dran, da haben wir es ja noch täglich gemacht. Und da haben wir immer gesagt, eigentlich ist das hier so Trauerarbeit für uns. Also wir haben das genutzt, um uns von Twitter zu verabschieden. Und ich schaue auch so eine Kolumne und da steht drunter, Gevin Karmeyer ist auf der Suche nach einem neuen Twitter. Und so, und inzwischen weiß ich gar nicht mehr, ob das noch stimmt. Bei mir ist es auch aufgefallen gleich. Ich komme jetzt direkt mit einer persönlichen Beobachtung. Ich weiß nicht, ob du relaten kannst. Dass auch diese Flächen, die man früher hatte, diese, ich sitze drei Stunden vor dem Computer und mache eigentlich nichts, dass die auch viel weniger geworden sind. Also das da dadurch, dass das Smartphone das verdrängt hat und dass dieser Dieses Doom-Scrawling sich so eingebrannt hat und die Foryou-Algorithmen einem auch so das Gefühl geben, man tue eigentlich was Schlechtes mit seiner Zeit. Gibt es nicht mehr dieses, ich habe jetzt hier gerade fünf Stunden lang mit Unbekannten im Internet geschrieben Und das waren die besten fünf Stunden, die ich hätte haben können. Irgendwie, dieses gute Gefühl mit dem Internet ist einem ein bisschen abhanden gekommen, leider. Das stimmt. Du warst ja auch dabei, es gab ja neulich dieses Twitter, das hieß zuerst Twitter, jetzt heißt es irgendwie wieder anders wegen Urheberheberrechtsschirp, genau. Siehst du, habe ich schon wieder nicht mitgemacht, den Schritt. Und das war ja ganz kurz, hat es angeknüpft an diese Nostalgie. Und dann war so, oh Gott, jetzt ist es wieder wie früher. Und ich habe das gemacht, viele andere dann irgendwie intuitiv auch. Alte Profilbilder. Also das ist wirklich war wie vor 10, 15 Jahren. Kurz, ein kurzer Moment in der Zeit. Und dann habe ich gemerkt, ich habe gar nichts mehr zu sagen. Ich habe gar nicht mehr das Bedürfnis hier. Zu sagen, dass ich gerade esse oder irgendwelchen anderen Quatsch. Ich bin einfach viel leiser innerlich geworden und habe diesen Mitteilungstrang gar nicht mehr. Der ist einfach weg. Ja, ich kann das verstehen. Auf der anderen Seite, als ich mich 2008 bei Twitter registriert habe, habe ich auch, wenn du dir jetzt meine ersten tausend Tweets anschaust, Ich hatte da eigentlich auch nichts zu sagen. Und dass das erst irgendwie in eine Form gegossen wurde, hat so ein bisschen gedauert. Und ich habe so ein bisschen die These, dass es daran liegt, dass man mit der Zeit angefangen hat, sein Leben auf 140 Zeichen Abzuklopfen. Einzudämpfen, das ist ja. Ja, um zu gucken, kriege ich das in diese Form. Und die haben wir, glaube ich, verloren. Gleichzeitig haben wir eben auch überall soziale Netzwerke, in denen diese Emptiness besteht, weil wir das Gefühl haben, wir haben ja eigentlich gar nichts mehr zu erzählen und nichts zu sagen. Und der Einzige, der das macht, ist Markus Söder, indem er sein Essen fotografiert. Und ich denke da so viel drüber nach, weil ich so das Gefühl, mir die Frage stelle. Ob Markus Söder mit diesem Stil, ob der das vielleicht richtig macht. Also ob der vielleicht Dieses frühere Gefühl von ich teile jetzt einfach mal Dinge im Internet, und der hat ja hier von uns, hat er den grauen Haken bekommen, von der Community gewählt. Einen Negativpreis eigentlich. Aber ich denke so darüber nach Ist diese Form der Authentizität, ich fotografiere eine Weißwurst und dann können sich Leute darüber aufregen, ist die nicht vielleicht eigentlich diese kindliche Unschuld im Umgang mit dem Internet, die man selber an sich so vermisst? Ja, ich, das kann man so sehen. Aber ich glaube, die kindliche Unschuld haben eben auch die Plattform im Netzwerk einfach massiv verloren. Ja, eben. Ich glaube auch. Die gibt es einfach nicht mehr. Ja, wir können ja mal direkt mit einem kleinen Thema einsteigen. Wir gehen bei TikTok mit TikTok rein. Und zwar gibt es eine Studie, die, wie ich inzwischen festgestellt habe, ich habe mir die Studie noch ein bisschen genauer angeschaut in der. . Sekundärliteratur ein bisschen verkürzt dargestellt wird. Die Überschrift lautet: 80 Prozent der TikTok-Videos zu mentaler Gesundheit sind falsch oder ungenau berichtet, WDR aktuell. Es ist ein bisschen anders, aber wenn du es umdrehst, stimmt es. Nur 20% der Videos haben zutreffende Aussagen zum Thema mentaler Gesundheit. Die anderen 80% verteilen sich auf 20% ungefähr falsch. 33% mindestens irreführend und 33% nur persönliche Erfahrungswerte. Das und so ist so ungefähr die Verteilung in dieser Studie von der Universität Duisburg-Essen. Und ich b also, wie ist dein Gefühl? Mein Gefühl ist, und das ist lustig. Genau das Gegenteil. Ich habe gestern noch mit Freunden darüber gesprochen, dass ich das Gefühl habe, dass die Kinder, also ich habe zwei Kinder, die sind 16 und 19. Und die Hängen natürlich viel auf TikTok um oder hingen, hingen. Mein Sohn hat inzwischen die App gelöscht. Ganz selbstbewusst ist auch so ein Trend bei Jugendlichen. Digital Detox ist nicht so ein Erwachsenen-Ding nur, sondern auch bei jungen Leuten sehr verbreitet. Und Ich habe immer das Gefühl gehabt, dass die psychologisch viel reflektierter sind, dass die irgendwie reifer sind, als ich das in dem Alter war. Also mit unter 20 habe ich ganz viele Dinge an mir überhaupt noch nicht verstanden. Ich würde sagen, Sachen, die ich erst mit 30 oder auch Mitte 30 kapiert habe, kennen und verstehen die schon und können die offen drüber reden. Also ich bin immer ganz erstaunt. wie junge Leute schon so weit sind, also so kognitiv-psychologisch. Die können dafür vielleicht ein paar andere Sachen nicht so gut. Aber ich hatte immer den Verdacht, es liegt auch an Social Media, weil da ganz viel solcher Content ist. Und selbst wenn so viel nicht hundertprozentig richtig ist, glaube ich, regt es trotzdem so eine Beschäftigung mit einem Selbstangespräche, mit Freunden Und dass man sich vielleicht auch auch ein bisschen in echte Psychologie einarbeitet, wo auch immer man das dann herbekommt. Das wäre so meine These. Das ist ein super, ich mag diese total super positive Lesart, die du da drauf setzt. Weil ich war von diesem Ergebnis ehrlicherweise gar nicht überrascht. Nee, weil es halt so warnt, zum einen ist es eine super Low-Hanging Fruit, solche Inhalte zur Reichweitengewinnung irgendwie zu erstellen. Also Ich erzähle euch jetzt mal was, in der Studie geht es hier vor allem um die Themen ADHS, Narzissmus, Depression, also sogenannte Trenddiagnosen, weil sie eben in den letzten Jahren viel mehr enttabuisiert wurden und damit auch immer mehr zum Thema geworden sind. Und weil Leute angefangen haben, sich dafür zu interessieren und damit sie sozusagen auch in die Öffentlichkeit gezogen haben, führt aber eben auch dazu, dass es ganz viele schwarze Schafe gibt, die einfach Inhalte erstellen. zu diesen Themenbereichen, weil sie halt denken, na, das gucken sich dann halt auch Menschen an und die das dann halt nicht so genau recherchieren. Das kann ich schon irgendwo nachvollziehen und hätte ich Ähnlich erwartet. Mein Gefühl ist aber, wenn ich so zusammentrage, was wir hier, wir haben hier im Podcast über eine Studie gesprochen, dass die Diagnosen die KI-Chatbots hier geben. sehr häufig gefährlich falsch sind. Also bei der Untersuchung, die wir uns hier angeschaut haben, war es so, dass die ForscherInnen verschiedene Symptome bei ChatGPT eingegeben haben. ChatGPT Health sogar, also deren Modell für Gesundheitsfragen. Und dass die Hälfte derer Symptome, die eigentlich Zu einem sofortigen Anruf eines Notarztes hätten führen müssen, von ChatGPT kleingeredet wurden und gesagt wurde, ach, leg dich doch nochmal hin, entspann dich mal, morgen sieht die Welt schon ganz anders aus. Dann denke ich daran, dass. Wenn man Krankheiten googelt, ich habe das hier damals auch gesagt, ich glaube keine Krankheit in meinem Leben nicht gegoogelt. Aber wenn man Krankheiten googelt, ist es immer eine lebensverändernde Diagnose, wenn du Google glaubst. Dann hast du hier die Mehrheit der Inhalte, die in sozialen Medien generiert werden, die nicht ganz akkurat sind. Ich glaube, wir müssen einfach verstehen, dass es Bereiche im zwischenmenschlichen Miteinander gibt und vor allem im medizinischen Sektor Für die das Internet kein guter Ratgeber ist. Hm, das stimmt. Wobei, also was ich schon ganz gut finde, ist so dieses Es gibt eine Community von Menschen, zum Beispiel, die ADHS haben und die tauschen sich aus, wie ist das Leben mit ADHS für sie? Dann gibt es ja auch sehr viel Humor, mit dem man das nehmen kann. Und ich glaube, das macht es dann auch leichter für andere. Also ich glaube, das ist so ein bisschen wie so Selbsthilfegruppen, ne? Also wo ja auch keine Experten sich auftauschen, sondern einfach Leute, die betroffen sind. sagen, so ist das Leben für mich und so ist das Leben für mich. Und hier und da gibt es vielleicht auch ein paar Tipps, weil das hat mir geholfen und das hat mir geholfen. Und ich glaube auf Dem Niveau, wenn man es da lässt, das ist schon cool. Und dann gibt es ja auch echte PsychologInnen, die in den sozialen Medien durchaus unterwegs sind, die auch echte gute Tipps haben. Denen würde ich dann auch noch folgen. Und der Rest ist dann wie immer, ja, es gibt halt echt zu viel Quatsch. Also und sowohl bei ChatGPT als auch bei TikTok, als auch bei Instagram, überall, es gibt einfach zu viel Mist und man muss immer dreimal drüber nachdenken, hm, stimmt das denn wirklich? Du hast natürlich vollkommen recht, ich glaube auch zur Vernetzung ist das super geeignet. Internet, dieses Internet. Aber was mich dann so oder was ich dann denke, ist, dass das Internet aber nicht mehr zur Vernetzung optimiert ist. Also dass wir eigentlich in einer Welt sind, in der alles nur noch Beschallung ist. Ich klinge heute so wahnsinnig kulturpessimistisch. Eigentlich bin ich so nicht. Aber ich will halt nur sagen, dass das Internet, das uns beiden fehlt und das uns zu traurig macht, Dass das das Internet war, indem man Gleichgesinnter gefunden hat, wenn es um Themen wie eine Angststörung möglicherweise gegangen wäre, wie hier in der Studie oder Depressionen. Du hättest Leute empfinden können, mit denen du dich austauschen kannst. Das geht heute immer noch. Aber die ganzen Apps sind darauf optimiert, dass ich sie öffne und einfach durchlaufen lasse und mich beschallen lasse. Und in dem Moment verlierst du so ein bisschen dein eigenes, fürchte ich, viele Leute das eigene Korrektiv zu überprüfen, ist der Absender jetzt. valide. Ist das wirklich zum Beispiel ein Arzt an Ärztin oder sind das Leute, die selbstbetroffene sind und mir nur davon erzählen, ohne dass ich anfange selber was daraus abzuleiten? Ich glaube Dass das dadurch so ein bisschen verschwimmt. Ich kann gleich noch so zwei, drei andere Sachen sagen, die mich an der Studie generell stören, aber das ist so mein Takeaway daraus. Ja, vorher. Ich glaube, theoretisch ist der Algorithmus schon so programmiert, dass wenn du dir drei ADHS-Videos angeschaut hast, dann bekommst du weitere ADHS-Videos vorgeschlagen. Aber es sind halt Die, die bei anderen am meisten geknallt haben. Und das ist nicht unbedingt der Content, der sehr durchdacht und ausgewogen und sowas ist. Das ist halt genau das Problem. Und früher hättest du früher TM in irgendwelchen sozialen Netzwerken halt nach einem Hashtag geguckt und dir dann ausgesucht, okay. Welcher der Leute, die zu dem Hashtag jetzt was posten, finde ich denn gerade besonders vertrauenswürdig oder nicht? Und heute sucht man ja gar nicht mehr selber, sondern man wartet ja so ein bisschen darauf, dass der Algorithmus einem etwas reinspült. Und ich glaube, da fängt auch schon der Fehler an. Also man ist nicht mehr aktiv, sondern man ist eigentlich sehr passiv geworden dadurch. Und das ist ja auch gewollt. Also, weil der Algorithmus weiß natürlich viel, viel besser, wie er dich lange auf der Plattform hält als du selbst. Ja, und Hashtags sind auch tot. Da auch das kommt dazu. Ja, ne? Ist auch dein Eindruck, ne? Das ist tatsächlich ein bisschen schade. Ja. Ich wollte kurz zu der Studie noch zwei Sachen sagen. Also die Vorstellungen haben sich 180 Videos angeschaut und ich habe jetzt so in den letzten zwei Tagen mit Menschen darüber gesprochen und die haben mir durchaus eindrücklich und wie sagt man nachdrücklich und eindringlich. erklärt, dass hier eine Signifikanz gegeben ist und dass es deswegen eine valide Durchführung einer Studie ist. Trotzdem muss man sagen, angesichts der Massen auf dieser Kanäle. . Sagt mir mein Bauchgefühl, es ist immer schlecht, jetzt mit Bauchgefühl gegen Wissenschaft zu argumentieren. Aber dass ich so das Gefühl habe, vom Gefühl her würde ich sagen, 180 ist jetzt nicht so mega viel. Und das andere, was mich ein bisschen stört, also sie haben zwar die unter den Hashtags Aha, Hashtags sind tot, aber dir unter den Hashtags Adi Health, Depression, Autismus, Angststörung, Narzissmus und PTBS, also posttraumatische Belastungsstörung, gesucht und dort die meist aufgerufenen Videos ausgewählt. Ich hätte aber als Erzählung aus der Studie interessanter gefunden, wie groß der Anteil der generierten Aufrufe auf Falsch Aussagen ist, als zu sagen, welcher Anteil von Videos ist. Weil das am Ende auch, wenn das hier unter einzelnen Hashtags, die wenig Leute setzen, oder zumindest nicht mehr so viele wie früher, Die meistgeklickten Videos sind, sagt das immer noch nichts darüber aus, wie sich der Anteil der ZuschauerInnenschaft auf diese einzelnen Inhalte verteilt. Ja voll. Ja, ich glaube auch, da müsste man nochmal vielleicht ein bisschen größer rangehen und ein bisschen breiter gucken. Aber ich meine, trotzdem ist natürlich das Ergebnis jetzt wenig überraschend und man kann daraus, glaube ich, schon auch so ein bisschen allgemeinere Schlüsse ziehen. Und das ist das, was hoffentlich alle, die im Internet unterwegs sind, wissen, glaubt nicht den Quatsch, der da steht, sondern. Guck nochmal nach und schau, ob. Also gleich es mit anderen Quellen ab, wenn du meinst, du müsstest dich jetzt intensiver mit beschäftigen. Das ist, glaube ich, immer ein sehr, sehr guter Rat. Ja, würde ich mitgehen. Ich habe hier schon mal einen zitiert von den sogenannten Dubai-Influencern und Reality-Star Alex Petrovich, der hat den großartigen Satz gesagt. Ich glaube, man darf nicht alles glauben, was im Internet steht. Und den zitiere ich da gerne nochmal. Du hast gerade gesagt, du hast Kinder und sie sind zwar aus dem Alter raus, aber ich will trotzdem diese Geschichte mitbringen, weil sie ist so. Sie steht so Pate für unsere Zeit. Und zwar geht es um den Drachenkokosnuss. Kennst du den? Natürlich kenne ich den Drachenkokosnuss, der lief hier rauf und runter als Hörspiel. Oh, ich kenne den nämlich gar nicht. Ach echt nicht? Nee, null. Ach Mensch, das ist vielleicht genau meine Elterngeneration. Ja, bei uns ist der Drachakokosnuss kein Thema. Das Interessante ist. Wenn du ChatGPT bittest, Dinge vom Drachenkokosnuss zu generieren, dann macht ChatGPT das einfach, obwohl der Drachenkokosnuss. . Natürlich von OpenAI nicht lizenziert wurde. Und das führt dazu, dass der Verlag Penguin Random House Ich mag diese Affinität zu Tieren, bei denen da ist der Pinguine im Namen und der Drache heißt Kokosnuss und so. Also auf jeden Fall. Die gehen jetzt gerichtlich dagegen vor. Und das könnte natürlich am Ende eine große Strahlkraft haben, wenn es in dem Fall hier zu einem Urteil geben würde, zu einem Urteil kommen würde, weil das bedeuten würde, dass das am Ende alle machen können, die ihre Figuren, ihre Trademarks, ihre IPs am Ende mithilfe von ChatGPT regenerieren können. Zumindest im deutschen Kulturraum, zumindest hierzulande. Ja, finde ich super. Also ich hoffe, dass das Streitkraft hat und ich hoffe, dass es durchgeht, weil das ist ja eine der großen Sorgen da, also dass KI einfach genommen wird um die Arbeit, die früher Leute, also Kreative einfach gemacht haben, die wird ja einfach geklaut. Und normalerweise gibt es da Gesetze, du darfst es nicht klauen, du darfst es nicht einfach benutzen, ohne was dafür zu bezahlen. Da muss man Lizenzen haben und so weiter und so fort. Und auch gerade im Bereich Journalismus, also ich bin ja Journalistin und da macht mir das besonders viele Sorgen, dass du diese Nutzung oder wie viele Menschen glaube ich inzwischen Chatbots benutzen, ist so, dass sie eigentlich gar nicht mehr selber auf Newsseiten gehen, sondern sie fragen halt so, hey, Was ist los in der Welt? Oder was passiert gerade im Iran-Krieg? Sag mir die drei wichtigsten Ereignisse der letzten 24 Stunden. So, ne? Also, und das Problem ist, dass die Leute dann gar nicht mehr auf die Webseiten von Nachrichtenportalen oder sonst was gehen geschweige dein Abo haben, aber am Ende sehe ich den Tod von Journalismus, ganz ehrlich, außer öffentlich-rechtlich Finanzierten. Und das finde ich eine Gefahr. Und der öffentlich-rechtlich Finanzierte hat leider ganz andere Probleme, weil die politische Stimmung eher sich dahin dreht, dass der so in seiner Form Vermutlich nicht mehr. Ich fürchte das öffentlich-rechtliche System und ich bin ein großer Fan des öffentlich-rechtlichen Systems. Ich habe viele, viele, viele Jahre dort gearbeitet und irgendwie auch versucht, das mitzugestalten. Und macht das auch in freier Rolle immer noch heute. Aber ich fürchte, dass die längste Zeit des öffentlich-rechtlichen Systems, wie wir es kennen, bereits hinter uns liegt. Du bist heute aber wirklich sehr pessimistisch. Ich hätte jetzt nämlich gesagt, so wichtig wie jetzt war er noch nie. Aus dem Grund, was ich gerade habe. Da stimme ich dir zu. Und klar, er hat viele Feinde. Also da brauchen wir uns, glaube ich, keine Illusion machen, von rechts besonders, aber auch von links. Also wenn ich so mein Blues Guy aufmache, dann ist die Kritik riesengroß und da wird immer sehr gerne von der generellen Unfähigkeit gesprochen, was ich so nicht sehe. Also ich finde, man muss da auch immer genau benennen, welches Programm, welche Redaktionen man meint. Also bei der Arbeiten einfach super viele Menschen. Ja, und ich glaube auch, es braucht eine Reform, aber da sind sie ja auch ein bisschen dran. Brauchen wahrscheinlich noch 10, 15 Jahre oder so. Aber Also ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Ich glaube, dass es ja eine der großen Lehren ist aus vor 80 Jahren, dass wir eine unabhängige Kontrolle der Politik brauchen, die nicht irgendwie bestätigt ist. Und dann könnte man natürlich, um da jetzt direkt eine Kurve zu schlagen, könnte man natürlich theoretisch so argumentieren, dass die Inhalte, die von den Leuten bereits bezahlt sind und die deswegen möglicherweise idealerweise dadurch gemeinfrei werden, die dort erstellt werden, dass die dann wiederum in KI-Chatbots natürlich auch mit einlaufen, um diese zu trainieren und damit. . möglicherweise die Antworten derart besser zu machen, als dass sie gekennzeichnet werden, als das hier sind valide Inhalte, die kommen nicht. von PersonixY, die dürfen wir benutzen, wir müssen sie nicht mal bezahlen als KI-Unternehmen, das hier zum Beispiel ansässig wäre. Ich schweife ab. Also ich finde generell sollte das ein bisschen mehr Hand in Hand gehen, wenn ich jetzt das Ganze gestalten könnte, was ich nicht kann. Und dann leg es sowieso nicht in den Händen von einzelnen Milliardären, sondern würde der Gemeinschaft gehören. Ja, also ich würde tatsächlich so weit gehen, aber da kommen wir vielleicht auch gleich noch zu. Alles, was mit KI zu tun hat, würde ich in staatliche Hände geben. Da bin ich sehr radikal inzwischen. Auch in den USA? Ja, gerade da. Also gerade da, und das ist lustig, weil es gibt diesen sehr, sehr, sehr, sehr, sehr langen Artikel über Sam Altman, gerade im New Yorker. Und Sam Altman hat am Anfang selbst so gedacht. Also der war auch überzeugt davon, dass OpenAI zum Beispiel irgendwann, wenn es dann eine bestimmte Macht entwickelt und bestimmte Dinge kann und das Ganze inzwischen wahrscheinlich verstaatlicht wird, weil das im Sicherheitsinteresse der USA sein müsste und hat das antizipiert und fand das, glaube ich, auch gar keine dumme Idee. Das war jetzt auch der Grund, warum Elon Musk dann, weil Sam Altman irgendwann gesagt hat, er will dann vielleicht doch Geld verdienen. Das ist ja das, was Elon Musk heute sagt, was der Grund war, warum er das Unternehmen verlassen hat. Wir wissen aus veröffentlichten E-Mails, dass der Grund, warum Elon Musk das Unternehmen verlassen hat, war, weil er nicht Chef wurde von diesem entstehenden profitabel arbeitenden Unternehmen. Aber also ich verstehe den Punkt, dass man sagt, wir machen hier eine Stiftung raus, aber eine staatliche Hand in den USA wäre gerade in diesen Tagen fatal, weil dann hättest du nur Grog. Also weißt du, dann hättest du Grog und Grockipedia, die dann aber auch noch nicht einmal wirtschaftlich arbeiten müssten, unter Trump wahrscheinlich trotzdem tun würden. Die dann aber möglicherweise massiv daran mitarbeiten, die Narrative zu weiterzuverbreiten, Desinformation zu streuen, an dem Begriff Wahrheit zu rütteln, in dem sie Fakten ausblenden, ignorieren oder verdrehen. Ich würde mich nicht mehr so gut. Der Unterschied zu jetzt ist, dass es eben nicht also Klar, ist Grog immer noch da, aber Grog ist längst nicht so groß wie ChatGPT zum Beispiel. Und Chat-GPT, also du hast eben diesen Artikel von Sam Altman angesprochen, ich habe den noch nicht ganz gelesen oder über Sam Altman aus dem New Yorker. Ich habe den noch nicht ganz gelesen, aber was ich so mitbekommen habe, ist, dass Sam Altman da jetzt nicht unbedingt als weniger erratische Figur als Elon Musk porträtiert wird, oder? Ich würde sagen, erratisch ist an der Stelle nicht das richtige Wort für Sam Outman, sondern ich habe den genauen Wortlaut nicht mehr im Kopf, aber wird beschrieben als jemand, der sehr, sehr gut weiß, was er anderen erzählen muss, damit er kriegt, was er will. Und ja, was er will, scheint sich über die Jahre verändert zu haben, aber das weiß man nicht, ob es sich wirklich verändert hat, weil er ja immer allen das erzählt, was sie hören wollen. Das heißt, er will. Es ist wirklich so, das habe ich auch gedacht. Das ist ja wie ChatGPC. Das erzählt dir immer, was du hören willst. Und er kommt damit einfach unfassbar weit und Er wird eigentlich von vielen eher als Soziopath beschrieben. Und Soziopathen sind nicht erratisch. Die wissen ganz genau, wo sie hinwollen und was sie wollen. Und Genau, also die haben ja gestartet als Non-Profit, das hattest du ja gerade auch erzählt und sind dann gewechselt in den Profit-Bereich. Und auch das diente dazu, dass er Ich sag mal, die besten Programmierer bekommen konnte mit dem Pitch sozusagen. Hey Wir machen die Welt besser oder wir retten die Welt. Also er läuft ja schon auch immer so ein bisschen um mit diesem, naja, also so eine AGI, die könnte schon auch die ganze Menschheit ausflashen. Also es könnte schon richtig schlimm werden, so, ja. Und damit ist ja OpenAI gestartet, darum auch Open. Das hat ja so ein bisschen was zu so Open Source Community und so. Der schließt das ja auch dran an und hat wirklich die Leute zu sich gelockt. Die besten Leute mit dem Versprechen hier, wir können das verhindern, dass es richtig, richtig schlimm wird. Also kommt zu mir und die haben dafür besser bezahlte Jobs aufgegeben und haben sich Mit weniger zufrieden gegeben und haben wirklich sehr viel Idealismus da reingesteckt, bis dann halt andere Dinge wichtiger waren. Und ich glaube, das einzige Wichtige für Sam Ortman ist Macht. Das sagt er auch. Also er sagt eigentlich, Macht ist wichtiger als Geld auch noch. Geld ist natürlich immer ein gutes Mittel, um noch mehr Macht zu kriegen. Aber eigentlich geht es um Macht. Und dann ergibt alles sehr viel Sinn, was er versucht. Einfach um die Macht zu vergrößern. Das Interessante ist, dass damit Sam Altman ja gar nicht so doll anders ist als der Mensch, den wir hier am meisten wahrscheinlich beobachtet haben, nämlich Elon Musk. Und was Sam Altman jetzt gemacht hat, ganz aktuell, berichtet Gismodo, und das passt vielleicht in dieses Bild, ist, dass OpenAI in Kalifornien und Delaware jetzt die Bundesstaaten auffordert oder die Staatsanwaltschaft auffordert, zu überprüfen, ob Meta und Musk wettbewerbswidriges Verhalten. an den Tag legen. Das ist eine Erzählung, die hätte genauso von Musk und X kommen können und XAI, als wir uns daran erinnern, dass da immer wieder irgendwelche Es gab den Boykottaufruf von Musk. Es gab die Vermutung, dass es eine geheime Absprache zwischen Apple und Obmay eigäbe, was jetzt bald erst vor Gericht ausdiskutiert werden wird und so weiter und so weiter Altman macht jetzt genau das Gleiche und bittet quasi die Staatsanwälte, das doch mal zu überprüfen und zwar, ob Elon Musk und Meta sich miteinander gemeinsam gegen OpenAI verschworen haben. Ja, ich finde, ja, sollen sie sich mal alle betten? Letztendlich geht's. Naja, also es gibt so eine Prognose, ich weiß gar nicht, über 90 KI-Firmen gibt es gerade so insgesamt auf der Welt. Und die Prognose ist, das wird sich sehr, sehr eindampfen auf Vielleicht 20 oder sowas. Also die werden nicht alle überleben. Das ist ganz gut so, wenn eine Broschereu ist. KI, ja. Genau, genau. Wenn du alle kleinen Startups bei den KI im Manifest mitsteht mitnennen würdest, wärst du wahrscheinlich relativ schnell im sechsstelligen Bereich, siebenstelligen Bereich. Das stimmt, das stimmt. Aber genau. Natürlich ist es gerade ein Hauen und Stechen darum, wer am Ende übrig bleibt. Also, ich finde das nicht sonderlich überraschend. Und so ein Hauen und Stechen geht gerade in den USA immer mit Anwälten und vor Gericht. Ja, ja, vor allem in den USA, wo Geld am Ende die Waffe ist. Ich bringe die beiden Themen jetzt mal zusammen, nämlich diese Health Claims auf TikTok. Und das Thema KI. Und dann sind wir in einem ganz interessanten Thema über das nature. com berichtet, wobei ich dazu sagen muss, warte mal, nee. Der Artikel bei mir steht 1. April, aber wurde am 7. April aktualisiert, was darauf schließen ist, dass das kein April-Chat ist. Und zwar geht es um den Begriff Bixonymanie. Hast du davon schon mal gehört, von dieser Krankheit? Ich habe davon gelesen, dank dir. Ich habe mich ein kleines bisschen vorbereitet auf unser gemeinsames Gespräch heute. Davor hatte ich davon noch nicht gehört, ganz ehrlich. Was ich sehr lobenswert finde. Weil bieg so nimm nie ist interessant, wenn man zum Beispiel also du Du hast so brennende, juckende Augen und hast das Gefühl, irgendwas passiert hier mit mir. Ich verbringe auch mal zu viel Zeit vor Bildschirm und dann frage ich meine KI, was das ist. Und dann sagt sie mir, ich habe Bixonemanie. Und das ist interessant, weil in der Standardliteratur der Medizin Taucht sie gar nicht auf. Was ist passiert? Eine medizinische Forscherin der Universität in Göteborg in Schweden mit dem Namen Almira Osmanovitsch Tunström, die hat eine Hautkrankheit erfunden. Und dazu zwei gefälschte Studien auf einem Preprint-Server hochgeladen und wollte gucken, wann taucht das in den LLMs auf. Und das Interessante ist, und nature. com schreibt das. Das Problem war, das Experiment funktionierte zu gut. . Innerhalb weniger Wochen, nachdem sie Informationen über die Krankheit, die einem fiktiven Autor zugeschrieben wurde, hochgeladen hatte begannen große KI-Systeme die erfundene Krankheit so zu wiederholen, als wäre sie real. Das Ganze fing an im April 2024 Und hat sich danach tatsächlich wie ein Lauffeuer verbreitet. Also am 27. April 2024 hat Perplexity berichtet, neunzigtausend Menschen seien davon betroffen. OpenAI hat via ChatGPT mehreren Menschen von dieser Krankheit erzählt und auch wie big so Manie ausgelöst wird. Und zwar durch völlig unterschiedliche Gründe, weil es keine richtige Erklärung dafür gab. Und das hat sich aber bis jetzt durchgetragen, bis zum 11. März 2026 zwei Jahre später an dem Chat-GPT das erste Mal nachweislich gesagt hat, es handele sich wahrscheinlich um eine erfundene Bezeichnung. Wobei ein paar Tage später danach ChatGPT hier im Test nochmal geantwortet hat. dass Bixonymanie ein neuer vorgeschlagener Subtyp der periorbitalen Melanose, also dunklen Augenringe, ist, die durch die Exposition von blauen Licht oder von digitalen Bildschirmen entsteht. Ja, da sieht man mal wieder, wie schnell Chatipiti auch seine Meinung ändern kann. Ach ja. Ja, ich finde das ganz lustig, weil ich habe früher auch so Scherze gemacht, zusammen mit Holger Klein, mein Mann. Inzwischen sind wir verheiratet, aber als wir es noch nicht waren, haben wir gerne mal im Podcast behauptet, wir wären verheiratet, damit es jemand in die Wikipedia schreibt und so gucken, wie lange es in der Wikipedia steht. Das ist toll. Das gefällt mir sehr gut. Holger Scheinbar auch schon mal hier übrigens. Liebe Grüße. Ja, richtig gerne aus. Ist aber, glaube ich, so 300 Folgen her oder so. Ja, ich habe so ein bisschen, es ist so ein bisschen, es gibt ja auch die Solche the lexicon artikel die extra entwickelt werden and in Lexicon versteckt werden, weil die Entwickler, die AutorInnen sagen Nein, Lexikon liest du nicht durch, sondern suchst nach Begriffen. Das heißt, diese einen toten Begriffe tauchen nicht auf, die findet keiner. Wenn aber jemand deine Enzyklopädie abschreibt, kann man das daran nachweisen. Und ich glaube, diese Luriose Steinlaus ist so ein Begriff, der immer wieder dann verwendet wurde in so einem. Wörterbuch. Nihil-Artikel heißen übrigens diese Artikel. Da musste ich hier so ein bisschen irgendwie dran denken, weil ich so dachte, man schmeißt dir mal so eine Nebelkerze und guckt, wer beißt eigentlich an. Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, ist das nicht am Ende ein Experiment mit Menschen auch? Und ist es nicht vielleicht sogar unlauter? Von der Forscherin jetzt, die es angestoßen hat. Ja gut, wenn sie gewusst hätte, welches Ausmaß das annimmt. Also ich kann schon verstehen, dass man so einen Testballon losschickt und dann schaut und vielleicht. . Tja, also ich kann mir vorstellen, dass sie sich gar nicht gedacht hat, dass das so weite Wellen schlagen wird. . Ich finde es okay, weil es ist jetzt nichts, wo. . irgendjemand krass Schaden nehmen könnte, oder? . Also du denkst vielleicht du hast irgendeine Hautkrankheit und erzählst schlimmstenfalls deinen Freunden davon, aber Ja, du hast wahrscheinlich recht. Aber irgendwie hatte ich trotzdem so ein kleines Störgefühl, weil ich so dachte, das fühlt sich so an wie dieses Experiment mit den Inhalten im Algorithmus von Facebook. vor über zehn Jahren, wo auch an Menschen Dinge ausprobiert wurden und geguckt wurden, was sie damit machen. Und gerade wenn wir wissen, dass Menschen anfangen, solchen KI-Antworten zu glauben. Weiß ich nicht, ob man die dann noch bewusst irgendwie in die Irre führen möchte. Andererseits ist natürlich der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn dadurch immens, trotzdem, weil wir dadurch schon ein paar Dinge gelernt haben jetzt. Ich glaube auch, und es macht einen Unterschied, wer macht das? Macht das wirklich die Wissenschaft TM, also jemand mit einem. Ja, einfach Forschungsdrang und tatsächlich dem Willen, Wissen zu erweitern und Menschen voranzubringen mit dem, was sie tun. Oder macht es eine Firma wie Meta, die einfach nur wissen will, wie sie noch mehr Geld verdienen kann? Ich glaube, das sind zwei sehr unterschiedliche Ambitionen, die da dahinter stecken. Du hast natürlich vollkommen recht. Wobei, wenn ich mich recht erinnere, oh, das ist so lange her. Wann war das denn diese Studie? Irgendwann in den Zehnerjahren, würde ich sagen. Dass sie das sogar in Kooperation mit einem Forschungsinstitut gemacht haben. Ah, okay. Aber naige mich nicht drauf, er ist lange her. Wenn man Metastudie sucht, findet man leider nicht das Ergebnis, was man möchte. 2014 war das offenbar. Naja, wir werden das nachreichen. Facebook-Studie gucken oder so. Ja, Facebook hat sich 2014 dafür entschuldigt. Es wurde auch ein Scientific Also ein Forschungspapier veröffentlicht, ich kann nicht gleichzeitig Englisch lesen und Deutsch sprechen. Wir werden das nachreichen. Oder ihr findet jetzt schon die Antwort in unserem Discord auf www. hakenrand. org findet ihr über 2250 Leute, die alle schlauer, lustiger, schöner sind als ich. und die dort jetzt gerade, während diese Folge läuft, schon reinhämmern, wie die Wahrheit aussieht. Weil da, die Wahrheit liegt im Discord Wir springen heute immer hin und her und ich finde, das ist irgendwie ein ganz schöner Modus, weil wir kommen wieder zurück zu TikTok und zu Kindern. Und zwar gibt es ein weiteres EU-Land, das angekündigt hat, ein Social Media Verbot einführen zu wollen, und zwar Griechenland. In Griechenland soll ab 2027. . Für Menschen unter 15 Social Media nicht mehr benutzbar sein. . Das hat der Ministerpräsident auf TikTok verkündet Und das ist kein Scher. Oh, the irony. Wirklich. Oder vielleicht auch wirklich so sich in die Flammen stellen und zu sagen, Leute, das hier könnte euer letztes Video sein. Warum das alles problematisch sein könnte, sowohl rechtlich als auch technisch als auch gesellschaftlich, das haben wir hier schon ein paar Mal besprochen, aber von dir wissen wir es noch nicht. Wie ist dein Gefühl zu Social Media verboten? Ich habe natürlich nicht nur ein Gefühl, sondern ich habe eine ganze Sendung dazu recherchiert. Bei Wind und Wurzel mit Marina Weisband haben wir uns sehr intensiv damit auseinandergesetzt. Und ja, natürlich brauchen wir, glaube ich, alle nicht diskutieren. Die Algorithmen und die sozialen Medien sind schwierig und Haben auf uns alle keine guten Effekte und Kindergehirne sind noch in der Entwicklung und so weiter und so fort. To make a sh a long story short, ich hätte gerne soziale Medien, die. Für alle sicher sind, für Jugendliche unter 16 genauso wie für mich. Da wäre ich auch lieber unterwegs, da würde ich mich auch sicherer fühlen und ich glaube, wir hätten vielleicht auch weniger Probleme mit den verschiedensten Formen von Arschluchtum. Und gleichzeitig sehe ich durch diese verschiedenen Formen der Altersverifikation, die da immer wieder diskutiert werden, eine große Gefahr, ganz ehrlich gesagt, für Ja, unsere Demokratie letztendlich, weil wir reden da über Plattformen, die wie gesagt in den Händen von Milliardären sind. Und ich weiß nicht, wie das dann genau geregelt werden soll, aber was heute rauskam, war ja zum Beispiel, dass diese Wallet, die auf europäischer Ebene ganz viel diskutiert wird, aber eben auch in Deutschland, dass die hier wahrscheinlich so ausgestaltet wird, dass man ohne ein Google und ohne ein Apple-Konto gar nicht mitmachen kann. Was dazu führen wird, ich meine, Google und Apple sind beides US-Unternehmen, was dazu führen könnte dass Personen oder Organisationen, die auf der US-Sanktionsliste landen, wir haben da ja schon so ein paar Fälle in Europa und auch in Deutschland im Wo wir gesehen haben, das kann ganz schön blöde Folgen für Menschen haben. Also, ich glaube, das bekannteste Beispiel ist dieser Richter am Internationalen Strafgerichtshof. Der sehr schön beschrieben hat, er hat keine Kreditkarte mehr, er bekommt kein Handyvertrag. Also eigentlich ist es so ein bisschen, als würde er in den 90ern oder in den 80ern leben. Nur mit schlechterer Musik. Genau. Und das Krasse ist, also ich meine, das kann theoretisch vielen passieren, das ist schon mal, finde ich, beunruhigend genug. Das krasse ist aber, dass dann so eine Art staatsbürgerliche Identität jetzt auch noch daran geknüpft würde, die dann Leute, die auf dieser Sanktionsliste stehen, nicht mehr wahrnehmen könnten. Und das, finde ich, geht gar nicht. Also das finde ich ein sehr, sehr großes Problem, unabhängig davon, dass ich auch ungerne Wie auch immer sensible Daten an diese genannten Milliardäre und Unternehmen geben möchte. Voll. Also, das Ding ist ja, genau, diese Verifikation auf Betriebssystemebene, die bringt wahnsinnig viele Probleme mit sich. Eins dieser Probleme ist, du kannst ein, also ich glaube, über 95 Prozent der Menschen, die ein Smartphone nutzen, haben vermutlich ein Android- oder iPhone-Gerät oder iOS-Gerät, zumindest in Deutschland, soweit würde ich mich aus dem Fenster lehnen. Und die, die es nicht haben, aber die, die es nicht haben, werden auch kein Social Media nutzen, dass die aber dafür ein Apple-Konto brauchen. Ich weiß nicht so genau, ob nicht eine APK auf einem von Google befreiten Android-Gerät möglicherweise auch zur Verifikation über die Wallet funktionieren können. Das wird jetzt sehr technisch und nerdy. Aber Das ist halt hochkomplex. Also ich glaube, dass du damit die Leute nicht begeistern kannst. Und davon die Leute nicht begeistern kannst. Plus ohne TikTok werden sie auch nicht erfahren oder YouTube, wie das funktioniert, weil sie halt erstmal auf diesen Plattformen danach suchen würden, wie das funktioniert. Ja, das ist schon. Und ich finde es auch echt. Also, ich denke zum Beispiel, seit Donald Trump wieder Präsident ist die ganze Zeit darüber nach, mich auch aus meiner Apple-Abhängigkeit nach und nach zu befreien. Mhm. Also ich würde das eigentlich gerne schaffen, weil es ist auch ein US-Unternehmen und am Ende wissen wir nicht, wie konform gehen die dann. Ich würde mich damit ja selber aussperren aus diesem ganzen Scheiß. Also, das ist ja, ja, die Alternativen, die es gibt, die ich charmant finde. Also, da gibt es irgendwie so einen Anbieter aus Finnland, das wäre dann Linux basiert. Ich weiß nicht, ob das dann alles funktioniert. Damit nimmst du Leuten ja wirklich auch eine Wahlfreiheit und machst dich wiederum noch. Immer abhängig von diesen US-Unternehmen, obwohl wir eigentlich das Gegenteil tun sollten. Und das ist halt das Dilemma bei diesen Verifikationsprozessen, dass du weißt ja gar nicht, wo du anfangen sollst. Also, wenn ich, also Ich habe ein Gerät, dieses Gerät, um es zu benutzen, brauche ich einen Account, häufig, um darauf dann die Wallet-App zu installieren, die dann eben immerhin die Möglichkeit bietet, dass ich nicht mein Personalausweis fotografieren muss und dann 269, und das ist keine Fantasiezahl, sondern es sind 269 Überprüfungsschritte bei Persona, einem von Peter Thiel gefandeten Unternehmen durchführen lassen muss mit meinem Personalausweis Das ist natürlich schon ein absolutes Dilemma. Auf der anderen Seite reden wir hier davon, der Nutzungsmöglichkeit von amerikanischen und chinesischen Unternehmen. Also ich will ja am Ende dann auf TikTok damit gehen oder so. Ich glaube, dass dieses dass der Aspekt digitale oder generelle Souveränität von Amerika, von China, von was auch immer man sich da wünschen könnte, in der Diskussion um das Social Media Verbot häufig noch gar nicht mitgedacht wird. Und vermutlich, ich glaube, so weit müssen wir ja gar nicht mal denken, um festzustellen, warum das eine schlechte Idee ist. Das stimmt, aber es ist schon deswegen für mich eine schlechte Idee. Aber es ist ein valider Punkt. Voll. Ja, und wenn ich dann halt abwiege und sage, naja gut, also will ich jetzt diese Plattform vielleicht doch mal regulieren und denen hier und da einen Riegel vorschieben, wie ich das ja in allen anderen Medien auch mache. Also wir haben ja, ähm Jugendschutzgesetze, die in allen anderen Bereichen greifen und durchgesetzt werden. Genau. Nur hier nicht. So ist es. Why not? Und weißt du, was mich aber so ein bisschen fuxt, Katrin? Dass Egal, wen ich mir hier einlade, die Leute, die sich halt beruflich oder zumindest bei Heart mit dem Internet beschäftigen. Dass die alle sagen, das ist keine gute Idee. Aus den und den und den und den Gründen. Und dann gibt es so verschiedene Perspektiven, aber alle kommen am Ende zum selben Schluss. Und trotzdem siehst du aber, wie überall um uns herum, aber auch hier. Gegenteilige Entscheidungen getroffen werden. Also, wir haben Österreich, wir haben Frankreich, wir haben Griechenland, wir haben Dänemark, in Deutschland soll es ja auch kommen, früher oder später. Das sind alles Länder um uns herum, außer Griechenland jetzt. Aber die kommen jetzt noch neu dazu. Und das. Das frustriert einen so, weil ich will ja nicht sagen, wir haben hier die Weisheit mit Löffeln gefressen. Aber wenn ich hier Leute sitzen habe, die sich alle mit dem Internet auskennen und mit diesen Themen auskennen, und alle sagen, das ist keine gute Idee. Warum fragt man nicht die mal in der Politik? Also ich hatte in dieser besagten Sendung Wind und Wurzeln mit Marina. Ist in den Show Notes jetzt. Dirk Wahlbrühl zu Gast, der hatte eine sehr einfache Erklärung dafür. Und er sagte, naja, weißt du, die großen Tech-Unternehmen, die Social Media besitzen, die haben eine wahnsinnig gute Lobby, die haben wahnsinnig viel Geld, die machen sehr viel Eindruck auf PolitikerInnen, global. Und ja, wir kleinen Netzpolitiker und Kinder haben halt keine so gute Lobby. Und das ist der entscheidende Unterschied. Das ist so, absolut. Und ich glaube auch tatsächlich, dass viele PolitikerInnen es einfach auch nicht raffen. Also wirklich, das glaube ich tatsächlich. Ich glaube, das ist auch gar nicht böse gemeint, sondern das ist so ein bisschen dieser Neuland-Vibe, den Angela Merkel hatte. Es ist für uns alle irgendwie Neuland, wo ich da wo Leute wie du und ich und die Gäste, die du hier hast, alle schon gesagt haben, das ist nicht neu und man sollte es vielleicht im Jahr 2000, wann war das, 2015 oder so, vielleicht ein bisschen besser verstehen Aber so ist halt, die sind sehr träge und die kennen sich mit den Sachen aus, die ihnen täglich begegnen, aber halt nicht mit den Sachen Die vielleicht einer jüngeren Generation täglich begegnen. Man muss auch das Alter dieser Menschen bedenken. Das sind, wie man so schön sagt, Digital Immigrants und nicht Digital Natives. Ja. Aber. Meinst du, dass wenn die nächste Generation dann nachrückt, dass es mit Jens Spahn, Philipp Amtor besser würde, was diese Themen angeht? Nein, aber das liegt natürlich. Ja. Good point. Das ist so schade. Also man wünscht sich dann doch, ach, hätte Philipp Amthor doch in seiner Jugendwand ein paar Tage auf Twitter verbracht. Oder zumindest sich ein Account bei Trip machen. Ja, genau. Man kann es ja, genau, man kann es ja jederzeit nachholen. Und gibt es noch übrigens, ich habe das so lange nicht mehr reingeschaut. Ich war am Anfang so enthusiastisch und dann war es auch wieder so Und es ist so ein kleiner Fun Fact zu chip: wenn du Hashtag Hakenrann dort schreibst, dann ist es der einzige Hashtag, hinter dem ein kleines Logo angezeigt wird, nämlich das Hakenran-Logo. Mensch. Besseres Internet ist möglich, um es in Markus Bäcker da zu sagen. Und du hast gerade Lobbyisten angesprochen und da kommen wir direkt zu einem Punkt, die ist. Auch schon ein paar Tage her, die haben wir hier noch nicht untergekriegt, ist vom 1. April und es ist wirklich kein April-Scherz. Aber also es ist so ein Thema Für alle, die diesen Podcast öfter hören, Vorsicht, jetzt kommt wieder Doomscrolling für die Ohren, jetzt wird es düster. Jetzt wird es düster. Und zwar der größte Lobbyist, den diese Tech-Plattform eigentlich haben können, ist Papa Donald Trump. Präsident Donald Trump scheint nämlich in Verhandlungen jetzt erreicht zu haben, dass die USA Bei Sanktionen gegenüber US-Unternehmen, die nach DSA Digital Services Act oder DMA Digital Markets Act verhängt werden. Mitspracherecht bekommen. Es geht darum, dass eine Dialogplattform eingeführt werden soll, die wie es heißt Die Führungsrolle in diesem Sektor als unerlässlicher Arbeitgeber nicht geschwächt werden soll. Und am Ende soll es dafür ein paar Zollerleichterungen geben. Heißt also, dass über diesen Umweg tatsächlich doch in der Zollverhandlung. DSA und DMA in ihrer Umsetzung abgeschwächt werden. Würde auch bedeuten, dass unsere These, die wir hier immer wieder so hinter vorgehaltener Hand auch laut aussprechen mussten, dass die sehr geringe Anzahl an Strafen nach DSA, die es bisher gab, Eine, seitdem es zwei Jahre gibt es den jetzt, dass diese sehr geringe Anzahl nicht ganz zufällig nur in diesem Zeitraum so gering war. In der Donald Trump eben zum Präsidenten geworden ist, in dem die EU große Angst davor hat, starke Zölle verhängt zu bekommen. Ja. Ja, krass, ne? Das ist nicht fassbar. Ja, ich meine, für die Tech-Unternehmen in den USA ist das alles super logisch. Für die hängt ja wirklich Leib und Leben davon ab, auf eine Art und Weise. Über zehn Jahren habe ich mit Leuten in den USA darüber gesprochen, die eben dort auch so ein bisschen so einen, ich sag mal, Datenschutz und gemeinwohlorientierten Ansatz hatten, so wie es Sam Ortmann 2015 auch, angeblich, vermutlich nicht. Und die haben nach Europa geblickt und haben gesagt, wir sind neidisch auf euch, ihr macht alles genau richtig. Ihr seid die einzige Hoffnung auf dieser Welt. Macht bitte weiter so. Ähm, ihr seid wirklich der Leuchtturm, was die Regulierung angeht. Und ja Was machen wir damit? Wir machen es kaputt. Schön. Wir machen es kaputt. Also das Handelsblatt berichtet, diese neue Arbeitsgruppe soll als Dialog. Plattform fungieren, um die aufgeheizte Stimmung langsam abzukühlen. Wer heizt die Stimmung denn auf, Leute? Wir führen Gespräche mit den USA über die Einrichtung eines Dialogformates, um unsere Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Technologien und Märkte zu verstärken, hat ein Kommissionssprecher der EU gesagt, man wolle mit dieser Institution Missverständnisse ausräumen und die Zusammenarbeit verstärkt. Das passt natürlich so ein bisschen in die Erzählung, die die EU-Kommission immer wieder sagt. Wir müssen keine Strafen verhängen, wenn die Unternehmen ihre ihre Fehler oder ihre Rechtsverstöße ausräumen. Das ist am Ende das, was die EU-Kommission erreichen möchte. Und natürlich Ist es vollkommen unbestritten, dass auch die Gegenseite ein Recht haben muss, sich zu positionieren, in Berufung zu gehen, ihren Standpunkt zu äußern und zu formulieren. Das steht auf einem anderen Blatt, das ist unbestritten. Hier geht es aber schon darum, den Schritt davor, bevor es zu einer Erhebung von Strafen kommt, dass man dann da schon die Leute an den Tisch bittet. Und mit denen sagt, ja, sagt doch ihr mal, wie ihr das empfindet. Und das hat ja mit einer Umsetzung von Gesetz und Recht nichts zu tun, sondern das ist am Ende nur die, ja, am Ende hier ein Einknicken. Ja, voll. Also in einem Rechtssystem funktioniert oder wird der Dialog im oder vor Gericht dann eben ausgetragen. So ist es. Und da werden Dinge geklärt und nicht irgendwelche inoffiziellen Plattformen, die dazu vorgeschaltet sind. Das sind Dialoge, Katrin. Dialoge. Entschuldigung. Ansonsten kann man da noch direkt dazwischenpacken oder dazupacken, dass das EU-Parlament die Einführung von Teilen des AI-Acts verschoben hat. Eigentlich war geplant, dass der im August in Kraft tritt. Das ist das Gesetzespaket, das sozusagen die KI-Plattformen regulieren soll. Das wird jetzt wohl erstmal so nicht kommen. Teile davon sollen ab dem 2. 11. gelten, und zwar was den Bereich Wasserzeichen in KI-generierten Inhalten angeht. Ob das jetzt rein technische Wasserzeichen sind oder so ein kleiner Button, wie auf Saur-Videos, die gibt es ja eh nicht mehr, oder auf Gemini-Bildern. Das kann ich dir gerade gar nicht sagen. Das hat aber auch Vorteile, weil die Anpassung oder die Verschiebung damit zusammenhängt, dass einerseits das Unternehmen ein bisschen länger brauchen, das technisch einzuführen, ja, möglicherweise. Aber auch, dass es ein paar Anpassungen gibt, zum Beispiel ein Verbot von Nudifier-Systemen. Also dass eben die Deep, die Generierung von Deepfakes mit Hilfe von KI-Systemen von Menschen. die dem nicht eingewilligt haben, ohne weiteres nicht mehr im Gesetzesrahmen möglich ist. Und das ist eigentlich eine gute Nachricht. Das ist eine gute Nachricht. Hat das auch dann auch nicht mehr gegen Geld sozusagen. Das wahrscheinlich nicht, nein. Weil das fand ich ja so absurd, also dass Grog dann gleich oder X dann gleich Geld draus gemacht hat aus der ganzen Geschichte. Ja, natürlich. Also es kommt auch, glaube ich, so ein bisschen darauf an, wen man bezahlt wird. So, und dann habe ich noch eine Geschichte zum Schluss, die ist auch so ein bisschen für schlechte Laune, aber wie viel Zeit verbringst du so auf LinkedIn, Katrin? So wenig wie möglich. Das ist die richtige Antwort. Ich sag mal so, vielleicht zwei Minuten in drei Monaten. Ja, das finde ich ziemlich gut. Ist nicht schlecht. Es gibt eine Gruppe von einer deutschen Organisation mit dem Namen Verlinkt, was ein super Wortspiel ist, weil wenn die amerikanischen Medien wie Ars Technica darüber berichten, ist es für die natürlich einfach nur die faire Verlinkung. Für uns ist es ein fantastisches Wortspiel. Verlinkt. Das ist, sie nennen sich selber Interessenvertretung für kommerzielle LinkedIn-NutzerInnen. kann auch erstmal ganz viel bedeuten. Aber die haben etwas herausgefunden und haben einen Bericht veröffentlicht, den kann man auch lesen. Und ich packe auch den euch mal in die Shownotes. Und zwar geht es hier. um das sogenannte Browser Gate. Was ist passiert? Und zwar gibt es offenbar bei LinkedIn eine Technologie, die mit Hilfe von JavaScript Und Brute Force-Attacken, ich kann das gleich mal kurz ein bisschen erklären für die von euch, die nicht so drin hängen. Nutzen sie eine Technologie, um zu überprüfen. Ob du eines von 6222 Browser-Plugins installiert hast. Und ich werde gleich mal ein bisschen erklären, warum das problematisch ist. Kurz das Technische erklären. Und zwar, gibt es, Brute Force ist sozusagen, stell dir vor, du hast einen Schlüsselbund mit 30 Schlüsseln und ich stehe vor deinem Schloss und ich gucke bei jedem Schlüssel, ob der passt. Also oder du versuchst ein Handypin durch Erraten einzugeben und das ist dem Arsch. Das ist am Ende ein Brute Force-Angriff. Und diese 6222 Browser-Plugins, die auf Chrome oder Chromium-basierten Browsern wie Microsoft Edge installiert sein müssen, damit sie erkannt werden, die führen ein bisschen dazu bei, dass man ein Gesamtbild bekommt. So lautet der Vorwurf. LinkedIn selber sagt, wir haben gar nicht verschwiegen, dass wir Überprüfungen von Technologien durchführen, das steht in unseren Nutzungsbedingungen und wir machen das nur um Manipulationen auszuschließen. Also bei denen geht es eigentlich darum, wenn du einen Browser hast, ein Browser-Plugin hast, mit dem du zum Beispiel dich auf LinkedIn wie ein Bot bewegen kannst, dann will LinkedIn das nach eigener Aussage verhindern. Aber in diesen 6222 Plugins, die eben hier in dieser Liste auftauchen, die findet ihr hinter dem Link in den Shownotes oder wenn ihr uns bei Campfire FM hört, hier unter diesem Link. tauchen auch Plugins auf, die genutzt werden, um zum Beispiel politische, religiöse oder andere Eigenschaften, die mit dir unweigerlich zu verbinden sind, Offenbaren würden. Also zum Beispiel, wenn du ein Plugin nutzt wie Anti-Voke, das Voge-Inhalte überschreibt oder verändert, oder No More Mask, das alle Maskinhalte ausblendet, wird das überprüft. Wenn du Porda. ai nutzt, ein Tool, dass genutzt wird, um deiner Religion entsprechend gewisse Inhalte, zum Beispiel von nackten Menschen, zu blurren, also alle Inhalte, die gegen islamisches Recht verstoßen. Wird das hier mitgetrackt? Wenn du Tools nutzt für neurodiverse NutzerInnen, wie zum Beispiel Simplify, wird auch das hier mitgetrackt. Bedeutet, hier wird am Ende ein Profil mit sensiblen Daten von dir erstellt, und du hast gar keine Ahnung davon, einfach nur anhand der Plugins, die du installiert hast. So lautet der Vorwurf und das können Sie eben technisch nachweisen, dass diese Überprüfung stattfindet. Was Sie hier nicht technisch nachweisen können, das würde ich zumindest vollständiger, der Vollständigkeit halber natürlich sagen, weil. Auch ich bin am Ende Journalist, ist, dass nicht überprüft werden kann, ob LinkedIn diese genutzten Plugins in deinem Profil speichert. Das können wir hier auf technischer Seite nicht feststellen. LinkedIn selber sagt, dass das alles aus einem Streit resultiert. von einem Anbieter eines Tools, mit dem LinkedIn manipuliert werden soll. Und das wollen sie eben verhindern. Und sie sagen, das sei ein Kartenhaus, das auf Lügen basiert, haben sie Ast-Techniker gesagt. Aber Wie man sich damit erklären lässt, warum 622, äh, 222 Plugins mit Brute Force überprüft werden, das können Sie damit nicht. Ja, krass. Nee, siehst du, da bin ich doch ganz gut, dass ich LinkedIn selbst benutze. Oder wenn dann nur noch im privaten Browser-Tab. Ja, genau. Aber habe ich das richtig verstanden? Das geht nur für Chrome oder für Edge? Chrome und Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge zum Beispiel. Aber im Safari sollte das kein Problem sein. Siehst du, und ich benutze es tatsächlich nur im Safari. Gut. Immerhin. Mir ist aufgefallen, dass LinkedIn im Safari deutlich langsamer ist als im Chrome übrigens. Ich will da jetzt nicht mehr so gut. Ich wollte es hier nur mal so hinlegen. So, und dann haben wir noch eine Rubrik, und weil du das erste Mal hier bist, musst du natürlich mit mir auch durch diese Rubrik. Und diese Rubrik heißt so. Funktionen und Emotionen. Das Spiel ist ganz einfach. Ich werde dir ein neues Feature einer Social Media Plattform anbieten und du kannst mir mit Emotionen darauf antworten. Klingt eigentlich ganz gut, oder? Klingt sehr gut. Top, dann fangen wir an. By X. Nikita Bier hat das angekündigt. Gibt es jetzt eine neue Auto-Translate-Funktion, die alle Posts In deine Sprache übersetzt. Ob du willst oder nicht. Du kannst es jedes Mal von Hand ausschalten. Herrlich, ja. Also da würde ich jetzt, glaube ich, eher kotzen. Ich meine, das macht ja YouTube auch teilweise schon. Also man kann es von Hand aus schalten und ich kotze jedes Mal, weil es so schrecklich ist. Ja, weil du da aber auch, da erkennst du es immerhin sofort, weil das häufig zu sehr synthetischen, sperrigen Stimmen passiert. Wir erleben das auch schon bei Reddit. Du findest über Suchergebnisse bei Google und Reddit Inhalt und findest dann, du hast das Gefühl, die reden hier alle entweder total gestochen, weil sie sich alle sieben seltsam oder die benutzen Begriffe, die niemand benutzt, seltsam. Und dann siehst du oben ganz, ganz klein, automatisch übersetzt, Originalanzeigen. Ich finde das nicht so gut. Ich finde ein Opt-in für einzelne Übersetzung, ich finde auch ein Opt-in für gewisse Sprachen als dauerhafte Übersetzung. Why not? Aber diese komplette alles ist in deiner Sprache. Das ist weniger ein Komfort-Feature als Nikita Bier, Head of Product by X, das uns hier gerade verkaufen möchte, glaube ich. Aber wundert auch nicht, ne? Nein, es wundert natürlich überhaupt nicht, aber wollte es trotzdem mal sein. So, es gibt jetzt bei X, und das ist eine sehr interessante Meldung, finde ich. Wenn du eine Direktnachricht bekommst von jemandem, dem du nicht folgst, dann kannst du, wie bei Instagram und bei anderen Tools auch, kannst du die akzeptieren oder blocken und melden und löschen. Und jetzt gibt es in der EU einen neuen Button mit dem Namen Report EU Illegal Content, dass du quasi direkt nach EU nach DSA einen f eine schädliche Direktnachricht automatisch melden kannst. Ja. Vorsichtiges, positives Gefühl, aber das Problem ist ja, man kann es direkt melden und melden kann man es ja generell eigentlich immer. Die Frage ist, wird dem dann auch nachgegangen? Und da habe ich eher die Erfahrung. Ja, und das ist natürlich eine richtige Erfahrung. Aber nach DSA müssen Sie dir nach 48 Stunden eine Rückmeldung geben und sie müssen sich das anschauen. Deswegen gibt es ja überall Melden und nach DSA melden und melden nach DSA. Ist im Fall von TikTok zum Beispiel aus der App nahezu nicht auffindbar und du musst es eigentlich im Browser öffnen und so. Und dass sie das hier so prominent platzieren bei X. Lässt drei Möglichkeiten zu, was hier passiert ist. Möglichkeit eins, sie müssen hier nacharbeiten, weil sie irgendwie einen Hinweis bekommen haben oder jemand anders. dort dementsprechend einen Hinweis bekommen hat. Möglichkeit zwei, sie gehen nicht davon aus, dass es jemanden macht. Und Möglichkeit drei ist, sie haben irgendwie einen Weg gefunden, dass EU-Ilegal Content keine Meldung nach DSA ist. Sondern sich nur anfühlt wie eine Meldung nach DSA, damit sie die noch besser verstecken können. Ja, Evin, ich würde sagen, wir beide sind uns einig, dass Möglichkeit 3 wahrscheinlich ist. Ja, wahrscheinlich ist das so. So, und dann habe ich als letzte Funktion und Meldung für heute Dass WhatsApp jetzt die Möglichkeit bietet, dass du mit Fotos, die du gemacht hast, mit Hilfe von Metaai chatten kannst. Also du kannst Foto laden und kannst sagen, was sehe ich da? Nutzt du WhatsApp, ist die erste Frage. Nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Ja. Es gibt so gewisse Leute, die leider nichts anderes haben. Und so sehr man auch sagt: Hey, können wir nicht vielleicht zu Signal wechseln? Nein. Aber dann hast du da unten rechts diesen kleinen Meter AI-Button. Hast du da schon mal drauf getippt? Nein. Um Gottes Männern. Ich glaube, niemand tut das. Und das ist so kurios, warum Meta das nicht schafft, diese AI irgendwie, diesen Chatboard irgendwie groß zu machen, weil sie haben ja die Sichtbarkeit. Sie haben die Möglichkeiten und wenn sie irgendwas machen konnten, dann war das immer Produkte künstlich im Markt so lange großpumpen, bis sie von alleine funktionieren. Und hier klappt das gar nicht. Ja, sie versuchen das ja auch auf Instagram irgendwie, ne? Also dass sie da irgend so eine Funktion, also ich bearbeite nicht, sondern nicht viel Videos oder sowas auf Instagram. Aber ich folge natürlich Leuten, die das sehr intensiv tun. Und offenbar haben sie eine Edit-Funktion, die alle immer gerne genutzt haben. Jetzt ersetzt mit ihrer scheiß KI. Also man muss jetzt die andere Funktion ewig suchen, die ist jetzt nicht mehr so einfach auffindbar, aber du kannst jederzeit einfach den KI-Button klicken, was keiner will. Und offenbar führt es auch dazu, dass Leute aus Versehen das klicken, weil da ja vorher die alte Editing-Funktion war, was dann wieder so aussieht, als würde diese KI ja total gerne benutzt. Und das ist ein typisches Instagram- und Meta-Verhalten. Das haben sie mit den Reels gemacht, das haben sie mit dem Shopping gemacht, sie haben die DMs verschoben, die Notifications sind jetzt schon wahrscheinlich mittlerweile an der vierten Position, seitdem ich die App kenne. Diese Masse-Memory von uns auszutricksen. Ah, das ist so schäbig. Da habe ich Emotionen. Aber was ich richtig geil finde, wo ich auch positive Emotionen zum ersten Mal habe. ist, das hattest du bestimmt auch, man musste jetzt auswählen, ob man personalisierte Werbung oder nicht personalisierte Werbung haben möchte. Wo ich natürlich sage. Ich möchte keine personalisierte Werbung. Danke. Und deswegen muss ich jetzt immer Werbepausen machen. Hattest du das auch schon? Nee, aber da haben wir drüber gesprochen, ja. Ja. Und das ist so praktisch, weil das genau der Punkt ist, an dem ich die App wieder schließe. Genau so haben sie sich das gedacht. Dem sie dieses Feature eingeführt haben, so wenig auf Instagram wie noch nie. Wirklich. Ich finde das genial. Vielleicht muss ich das auch umstellen. Weil ich habe auf personalisierte Werbung gestellt, weil ich diese Werbepause nicht ertragen kann. Aber das du hörst natürlich. Endlich selbst. Ja, klar. Endlich selbst. Das ist die Botschaft, mit der wir ins Wochenende gehen. Hackt euch selbst. Hackt euch selbst. Vielen Dank, dass du hier warst. Das war ganz, ganz schön. Ich hoffe, du kommst immer wieder. Das hoffe ich auch. Perfekt, das machen wir so. Auch die Leute haben ja nicht mitbekommen, wie unsere Terminabstimmung lief, aber das kriegen wir bestimmt hin. Es ist einfach nur eine Startschwierigkeit. Genau. Also, bis bald, liebe Katrin. Danke dir. Bis zum nächsten Mal. Sehr gerne. Alle, die ein bisschen zugert haben, habt ein ganz wundervolles Wochenende, passt auf euch auf, entspannt euch ein bisschen, schlaft euch aus. Wir hören uns wieder am Montag. Dann ist Thorstenbeck hier und ich wünsche euch viel Spaß. Tschüss.