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Folge 562 · 13. April 2026 · 1:12 Std.

Man sieht den Wal vor lauten Menschen nicht

mit Torsten Beeck

Heute gibt’s die großen Antworten. Wie mich die Gartenkralle radikalisiert hat, wo die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihre Grenzen hat, was so richtig cringe ist, wieso das Internet die Walrettung verändert hatte – und wieso Jugendschutz als Konzept ganz nett ist, aber offenbar dem Business schadet. Und wo bleibt eigentlich E-Mail 2???

Kapitelmarken

KI-generiert

  1. Hallo Torsten!
  2. Verlinkungen auf X
  3. xAI kriegt neue Führung
  4. Das Forum Hietzing
  5. Rabbithole Wal
  6. Meta und die Jugendschutzklagen
  7. Instagrams PG13-Rating
  8. Die Säge an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  9. Nachhak
  10. Funktionen und Emotionen
  11. Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thorsten Hi Gavin. Bei mir ist heute Thorsten Beeg, der Chefredakteur Heise Medien ist, aber auch Abschlussredakteur Haken dann, heißt also jeden Quatsch, den ich heute erzähle, dafür muss er seinen Kopf hinhalten. Ich höre, mir hören wir das immer vorher. Nachts hör ich mir das immer an und dann wird es morgens freigegeben. Ich schicke das immer einmal dir, Friedrich Merz und Elon Musk zur Abnahme, bevor die Episode dann um 5 Uhr online geht. Verstehe.

00:31 Torsten Beeck

Wir müssen uns heute aber benehmen und nicht so i Quatsch erzählen, weil meine Tochter hat gesagt, sie würde sich das wohl mal anhören, wie peinlich das wohl so ist. Oh. Deshalb muss ich ihr das nachher schicken. Oder morgen früh.

00:41 Gavin Karlmeier

Ja, ich hoffe, du willst nicht cringe heute.

00:44 Torsten Beeck

Ja, voll cringe. Das findet sie auf jeden Fall schon cringe, dass du cringe gesagt hast.

00:51 Gavin Karlmeier

Das wird alles ganz unangenehm. Ja, das wird ganz fantastisch. Hallo. Hallo, Fräulein B. Hallo. Oh Gott. Das findet sie bestimmt richtig gut. So, lass uns loslegen. Ja, lass uns loslegen. Wir reden nämlich heute, ich will, ich schaue mal einen kleinen Teaser ab, weil ich habe heute so ein kleines Schwerpunktthema identifiziert, wo wir nachher drüber sprechen müssen. Über das Gesäge an der Ende-zu-End-Verschlüsselung. Da werden wir nachher drüber sprechen müssen. Bevor wir aber dahin kommen, ein paar andere Themen. Und zwar möchte ich mit dir über eine Analyse des Ne Man Labs. Reden. Das ist die Foundation, die zu Harvard gehört und die sich mit Journalismus auseinandersetzen. Und die haben mal analysiert, also wir sind bei X, wir sind beim ehemaligen Twitter. Wie sich eigentlich, wie sehr es sich eigentlich lohnt, Linkpostings auf X zu veröffentlichen. Was sagst du dein Bauchgefühl?

01:40 Torsten Beeck

Vermutlich bringt das nicht mehr so viel. Ich weiß nicht, ob es jemals viel brachte, aber ich glaube, viel kommt da nicht mehr rum.

01:45 Gavin Karlmeier

Nee, also ich habe hier schon mal erzählt, dass ich ja mal einen Medienunternehmen beraten habe, ich kann den Namen natürlich nicht nennen. Die haben rund um die Uhr alle, ich glaube 15 oder 30 Minuten, da will ich mich nicht drauf festlegen, haben die einen Link getwittert. und haben dann nach einem Monat ausgewertet, wie viele Klicks das innerhalb dieses einen Monats generiert hat. Was glaubst du, wie viele das waren?

02:08 Torsten Beeck

Kann ich nur daneben liegen, aber es werden einfach nicht viele sein. Es waren 16. Oh, okay, das ist noch ein bisschen weniger als schon was Dreistelliges, hätte ich schon vermutet.

02:18 Gavin Karlmeier

Ja, da habe ich gesagt, der Strom, den der Rechner braucht. um diesen Bot zu betreiben, der ist teurer als die Klicks oder das, was ihr mit den Klicks wollt. Egal. Und die haben sich angeschaut, wie sich der Account New York Times Im Vergleich zu GlobeEye News verhält. Das sind so die beiden Cases, die sich das Nieman Lab angeschaut hat. Die New York Times hat 53 Millionen FollowerInnen. Die Seite Globei News hat 866. 000 FollowerInnen. Und sie schreiben, die New York Times hat 53 Millionen Follower und dennoch erzielen ihre Tweets. Oft nur ein paar hundert Likes, Retweets und Antworten, selbst wenn sie dringende Einmeldungen enthalten. . Sie haben mit Hilfe von Claude die 200 aktuellsten Tweets von X-Accounts insgesamt der 18 größten Verlage. Verlagshäuser sich angeschaut. Danke. Abschlussredakteur Thorsten Beeg, wie gesagt. Sehr viel gern. Und haben herausgefunden, dass je größer diese Accounts waren und je mehr Links die gepostet haben, umso weniger Engagement eigentlich da tatsächlich überhaupt noch bei rumgekommen ist. Was so ein bisschen zeigt, dass wenn dein Account Engagement Maxing ist, wie sie schreibt, es ist übrigens 2026 alles Maxing, Looks Maxing und Engagement Maxing und was auch immer. dann kannst du damit Performance aufbauen, wenn du das nicht tust oder sogar eine Paywall hinter diesen Links, was die du postest, dann hast du auch keine Sichtbarkeit auf Xbox. Das ist jetzt alles nicht so super überraschend und nicht so super neu, aber ist vielleicht ein weiterer Sargnagel für all diejenigen oder weiteres Argument für diejenigen, die in ihrem eigenen Haus erklären müssen, warum sie gerne von weg wollen.

03:56 Torsten Beeck

Ja, ich glaube, die Reichweite, die man über Twitter erreicht hat in der Vergangenheit, auch für große Medien, ich habe das ja mal eine Zeit lang für den Spiegel betreut. Also nicht den Twitter-Account im Kern, aber du weißt, was ich meine. Ich hatte auf jeden Fall das Twitter-Passwort. Das war noch nie so, dass die Medienhäuser damit große Reichweiten generiert haben. Also es war gegen gegen Facebook vor zehn Jahren absolut lächerlich. Was aber da war, man ist da in die Gespräche gekommen. Man ist da in die Gespräche gekommen mit Journalisten, man ist da in Gespräche gekommen mit Experten, man ist Da am Ende auch die politische Sphäre ist nach und nach da hingerückt. Und man hat die richtigen, gegebenenfalls, erreicht, und man hat irgendwann auch, irgendwann wurde Twitter auch so groß, dass es durchaus interessant war, das mitzubespielen und dass es einen gewissen Einfluss hatte. Aber rein reichweitenseitig waren die Link-Klicks von Twitter zumindest in Deutschland nie relevant. Aber was man halt eben sieht, ist halt diese Verschiebung auf X, die ja auch, wo man immer wieder sieht, dass da ja auch eine politische Schieflage entsteht. Und das ja, man, ich glaube Ich kann das für US-Medien nicht so sagen, weil das schon ein anderes Verhältnis und ein anderes Verhältnis zur Plattform in der Vergangenheit gewesen ist, aber ich für deutsche Medien gibt es einfach keinen Grund auf der Plattform zu sein für Journalisten vielleicht, um da zu recherchieren, aber mehr auch nicht.

05:27 Gavin Karlmeier

Ja, Word. Und natürlich hat sich das alles noch deutlich verschlechtert, seitdem es eben die For You-Page-Algorithmen da gibt. Und dass eben nicht mehr alles einfach nur chronologisch ausgespielt wird oder nicht mit einer algorithmischen Sortierung der Inhalte, die Leute gepostet haben, denen man folgt. Sondern alles im Zweifel angeboten werden kann und keiner weiß warum. Aber X selber scheint wohl noch nicht so ganz an sein eigenes Ende zu glauben, auch wenn die Zahlen im Moment wohl nicht so richtig super aussehen. Also die Werbeeinnahmen von X 2025 waren 2,5. 6,2,6 Milliarden US-Dollar. Das ist jetzt erstmal nicht nichts. Aber 2022 waren es immerhin noch 4,14 Milliarden US-Dollar. Also da merkt man schon, dass dieser Einbruch durch Mask, dass der sich nicht so richtig auffangen lässt. Und das Mutterunternehmen hinter X, XAI, das wiederum das Tochterunternehmen von SpaceX ist, es ist kompliziert, die müssen sich gerade so ein bisschen reparieren oder auf, wie sagt man. Polieren vom Börsengang, den SpaceX ja irgendwann in den nächsten Wochen anstreben möchte. Und in diesem Zusammenhang hatte Elon Musk ja mit der Zeit alle Gründungsmitglieder verloren, die XAI eigentlich mal ausgemacht haben. Das waren nur elf Leute. Jetzt ist noch Elon Musk übrig, aber es gibt jetzt einen neuen, wie sagt man, einen neuen Präsidenten von XAI. Und das wird wohl Michael Nichols. Der war bislang bei SpaceX als Manager, auch Senior Vice President von Starlink und jemand, der Satelliteninternet an Leute verkaufen kann, der wird sich doch wohl auch mit KI-Angeboten auskennen, oder?

07:00 Torsten Beeck

Ja, also X ist halt kein Marktplatz der Ideen mehr, sondern irgendwie eine geschlossene Abteilung. Und das Defizit, das da entstanden ist. Wird jetzt über Raketenstarts irgendwie mitfinanziert und von Leuten, ich weiß nicht, ich finde es einigermaßen absurd. Am Ende ist das halt irgendwie das teuerste Hobby-Dashboard der Welt für einen durchgeknallten Milliardär. Anders kann man das ja nicht mehr sehen.

07:28 Gavin Karlmeier

Ja, also vor allem dadurch, dass diese ganzen Unternehmen sich ja eigentlich, da jetzt mittlerweile alle einander geschluckt haben Also einerseits muss man sagen, dass ja durch diese ganzen Merger, die da passiert sind, wir möglicherweise ein bisschen mehr Informationen nach dem Börsengang darüber bekommen, wie es eigentlich mit Ex so läuft, als wir das jetzt gerade kriegen. Auf der anderen Seite, wie du schon sagst, wird dadurch auch total klar ersichtlich werden, dass das halt nur noch ein Hobby ist. Und dass man natürlich versucht, irgendwie mit Grog oder mit XAI im Ganzen. . irgendwie mal ein bisschen in die Geld zu verdienen, Gewinnzone ist, glaube ich, bei KI-Unternehmen noch nicht dran zu denken. Aber dass diese Welt, in der Social Media Unternehmen als Werbevermarkter noch irgendwie ein Ding werden können, wenn sie das nicht schon seit 15 Jahren sind. Die ist halt, glaube ich, auch einfach vorbei.

08:16 Torsten Beeck

Ja, also ich glaube auch nicht, dass irgendjemand und selbst ein Mask wahrscheinlich nicht glaubt, dass das irgendwie noch zu retten ist.

08:23 Gavin Karlmeier

Das ist irgendwie egal.

08:24 Torsten Beeck

Wie viel hat es gekostet? 44 Milliarden. Ja. Das ist am Ende, wenn man sich mal anguckt, was der so, was so sein Networth ist. Es ist einfach egal. Es ist erschreckend, aber im Zweifelsfall werden die die kommenden Börsengänge für XAI und für SpaceX und so werden halt ein Vielfaches lösen und dann spielen irgendwie 44 Milliarden, die irgendwie in Sand gesetzt sind. Worden sind. Die hat er ja noch nicht mal selber finanziert und zwar ist es ja auch noch Geld anderer Leute. Also besser geht es ja fast gar nicht.

08:59 Gavin Karlmeier

Vor allem andere Leute, die jetzt wahrscheinlich alle von diesem Börsengang profitieren werden. Wie Sau. Und das war wahrscheinlich von vornherein.

09:05 Torsten Beeck

Und die dann wahrscheinlich auch noch so sagen, ja komm, ist doch egal. Ja, klar. Wir holen uns das Geld jetzt auf andere Weise wieder und die Das Geld, das wir da reingesteckt haben, ist halt so ein bisschen, ist Elons Hobby. Lass es ihnen sein Hobby sein.

09:18 Gavin Karlmeier

Und man weiß ja nicht, welche Versprechen er den Ex-InvestorInnen damals alles gemacht hat, vor bald vier Jahren. Aber man kann davon ausgehen, dass das möglicherweise Teil eines Plans gewesen sein könnte, weil es gab ja durchaus Gespräche oder Hinweise darauf. dass in diesen Gesprächen so Versprechen mitgeschwungen sind wie Vorkaufsaktion, ähm, Möglichkeiten auf Aktien im Fall von einzelnen Börsengängen. Und wenn da gesagt wurde, hey, SpaceX wird bald an die Börse gehen und das wird sich für euch lohnen. Dann haben die vielleicht schon eher mal gerne und ja gesagt.

09:50 Torsten Beeck

Ja, die, die Philipp Glocklers und. . Klöcklers, ähm, die Doppelgänger-Podcasts. . Ja, ja, so ungefähr heißen die, ne? Auf jeden Fall haben die auch da in den letzten Jahren Tagen fröhlich drüber spekuliert und es klingt halt auch einfach alles nach Gemauschel und irgendwelche Buddies werden irgendwie mit mit Zugängen, mit exklusiven Zugängen ausgestattet und am Ende kriegen die irgendwie ihr Geld und alle sind zufrieden.

10:21 Gavin Karlmeier

So ist es. Trotzdem gibt es bei XAI selber auch noch ein paar neue Zugänge an Namen, die vielleicht trotzdem ein bisschen interessant sind. Und zwar wird das Pre-Training bei XAI zukünftig geleitet werden von Devandra Chaplet. Das war ein Forscher, der früher bei Facebook war und bei Thinking Machine Labs. Dann gibt es Aman Madan, wird die Modellentwicklung verantworten. Und Babin Lee kommt von Microsoft. Und Meta wird für das Training bei Grog Code zuständig sein. Dann gibt es noch Namen von Google DeepMind, die zur XAI kommen. Also man hat sich sozusagen die Leute gesucht, die vielleicht bei Meta, Google, Microsoft und woanders irgendwie unzufrieden waren oder sich vielleicht mal auf Ex entsprechend geäußert haben, dass sie sofort eine DM bekommen haben. Oder das sind die Leute, die jetzt anderthalb Jahre später eine Antwort auf ihre Bewerbungsschreiben bekommen haben. Wir haben darüber berichtet, dass man die sich ein bisschen später erst angeguckt hat.

11:14 Torsten Beeck

Ja, ich meine, das sind ja formell erstmal so, ich kann über deren Qualifikation nichts sagen, aber die sind ja durchaus durchaus namhafte Leute, die sich in dem Bereich sich schon länger bewegen. Also so ganz persönlich fragt man sich halt, ob man wirklich in so einem Unternehmen erfolgreich sein kann. Im Zweifelsfall verdient man da einfach kurzfristig sehr, sehr viel Geld und dann versüßt es einem ein bisschen die etwas merkwürdige Führung des Unternehmens.

11:44 Gavin Karlmeier

Ja, warum ist Linda Jacquero von ihrem sehr, sehr gut bezahlten Managementposten in diese ExE-Stelle gegangen? Vermutlich aus ähnlichen Gründen, ehrlicherweise.

11:55 Torsten Beeck

Man kriegt eine Menge Sichtbarkeit und man kriegt eine Menge Geld.

11:58 Gavin Karlmeier

Ist vermutlich so. Vermutlich, ja. Und ich glaube nicht, dass sie davon ausging, dass sie Elon Musk überstimmen könnte dabei. Ich habe eine Geschichte mitgebracht aus Heatzing. Warst du schon mal in Heatzing? Es ist, wenn Sie hin. Ist das in China? Es ist in Österreich. Es ist der 13. Bezirk von Wien. Und der 13. Gemeindebezirk von Wien, Hietzing. Der hat jetzt etwas, das, finde ich, ultra bemerkenswert ist. Und zwar gibt es jetzt das Forum heatsing. at. Und wenn man diese Webseite aufmacht. Dann hat man das Gefühl, warte mal, also ich sehe hier einen Veranstaltungskalender, ich sehe hier so Pinnwände, wo Leute Waschmaschinen verkaufen können oder irgendwie Mitglieder für ihren Briefmarkensammelclub suchen können. Ich habe aber auch eine Timeline und das sieht aber alles aus wie Blue Sky. Was ist hier passiert? Dahinter steckt ein kleines Kreativstudio mit dem Namen Das Corp Studio, die offenbar auf das AT-Protokoll oder Ad-Protokoll ein eigenes Frontend gesetzt haben und auf diesem Frontend haben sie so eine Art Mischung aus Kleinanzeigen nebenan. de und blue sky Es föderiert mit Blue Sky, bedeutet, du kannst, was du dort schreibst, im echten, in der ganzen Ad-Protokollwelt reposten. Kannst also sozusagen deinen Wohnungsgesuch, das da erstmal natürlich Gut aufgehoben ist, dann aber auch noch in die weite Welt verteilen. Es sieht wirklich gut aus. Es ist super gut erklärt. Es gibt einen Erklärtext, kann ich gleich noch ein bisschen draus zitieren. Und das bemerkenswerteste finde ich eigentlich an dieser ganzen Geschichte. dass das so unter dem Radar passiert ist. Das ist ja nicht dieser große Aufschlag, wie das irgendwie Wedium versuchen oder W Social oder Eurosky oder so. Sondern da hat sich einfach wahrscheinlich eine Person hingesetzt und hat sich gedacht: Ey, das wäre doch geil, ich baue das jetzt mal hier für unsere Gemeinde. Wir sind ein kleiner Vorort, der 13. Gemeindebezirk von Wien, aber wir brauchen sowas. Und warum nicht dezentral? Und das, finde ich, ist eine Geschichte, die so zeigt, wo diese Protokolle eigentlich zu in der Lage sind.

14:05 Torsten Beeck

Ja, das ist total spannend, weil es ja so ein bisschen Back to the Roots auch einfach ist. Also wo man allerdings früher irgendwie in so Grafikalpträumen irgendwie gelandet ist. kann man heute mit relativ wenig Aufwand und entlang der vorhandenen Protokolle einfach relativ coole Sachen bauen. Es ist halt immer die Frage, ob man es schafft, dann tatsächlich lokal genug Traktion zu bekommen, dass die Leute dann tatsächlich sowas auch nutzen. Aber ich glaube, das ist eine große Chance. Und gerade dieses, also was ja auch auf Facebook immer noch ganz gut funktioniert, sind ja tatsächlich lokale Gruppen. Und das ist natürlich eine Chance, die Leute da rauszuholen aus diesen Gruppen auf Plattformen, da müssen sich im Grunde genommen nur ein paar Leute wirklich in der im, im, äh, in so urbanen Zentren oder sowas einigermaßen einig sein und vielleicht auch ein bisschen die Werbetrommel dafür rühren. Aber wenn dann der Sportverein und vielleicht irgendwie noch irgendwie der Bürgermeister sagen, das nutzen wir jetzt und das nutzen wir auch irgendwie für amtliche Dinge und also irgendwie für Kommunikation und man kann da die aktuellen Termine sehen und man weiß, wann das Fitnessstudio geschlossen hat. dann ist das ja im Zweifelsfall auch relevant genug für die Leute, für einen kleinen Kreis von Leuten lokal, die sagen, ja, okay, da melde ich mich mal an. Also ich finde das spannend. Ich finde es vor allen Dingen spannend, dass sowas eben dann von im Zweifelsfall einem Entwickler, der so ein bisschen gesagt hat, ach ja, das bastel ich mal dass so ein Hobbyprojekt dann tatsächlich auch irgendwie cool aussehen kann und Spaß machen kann in der Nutzung und dann eben auch noch technisch so ist, dass man sich nicht Sorgen machen muss, dass der nun irgendwie auf seinem Server im Keller den ganzen Quatsch sammelt.

15:44 Gavin Karlmeier

Ja, und hinzu kommt noch, dass man aber auch nicht beim Anmelden das Gefühl hat, man wird jetzt hier in eine Welt geschmissen, auf die man eigentlich keine Lust hat, weil es sich eben sehr, sehr organisch anfühlt, der ganze Prozess. Ich zitiere mal ein bisschen aus diesem Erklärstück. des Entwiclers. Ich werde gleich auch noch seinen Namen nachreichen, den habe ich mir leider nicht hier in mein Dokument kopiert. Also er schreibt, wir erklären das heute so einfach wie möglich, keine Fachbegriffe, keine Abbildungen. Abkürzung, kein Informatikstudium nötig. Versprochen. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Brief nicht an jemanden, der denselben Postanbieter nutzt wie Sie. Egal ob der andere seine Post vom DHL bekommt oder vom Fahrradkurier, der Brief kommt an. Immer. So ungefähr funktioniert das Internet eigentlich, theoretisch. Und so funktioniert auch das, worauf Forum Heatsing aufgebaut ist. Was ist das ED-Protokoll? Hinter diesem schweren Namen steckt eine simple Idee. Ein soziales Netzwerk, das niemandem gehört. kein Zuckerberg, kein Mask, kein Konzern, der morgen entscheidet, die Spielregeln zu ändern. Und so weiter und so weiter. Also man erklärt das sozusagen wirklich für eben die Leute, die jetzt nicht schon die ganze Zeit bei Blue Sky und vor allem nicht aus. idealistischen Gründen bei Bluescare unterwegs sind, sondern eben so für alle. Er schreibt nämlich weiter, auf Forum Hietzin können Sie Ihre alte Stehlampe verkaufen, Ihren Nachbarn finden, die genau danach suchen und alles auf derselben Plattform, auf der Sie auch über die Verbindungsbahn diskutieren und erfahren, was heute im Bezirk los ist. Kein Aufmerksam Kein Umweg, keine zweite App. Ob das revolutionär ist, das entscheiden Sie, wir finden es zumindest praktisch. Voll geil.

17:02 Torsten Beeck

Ja, ist doch super. Also ich finde, das ist ein guter Ansatz und das kann tatsächlich auf der Ebene auf jeden Fall funktionieren. Man kommt halt trotzdem, also Sagen man sich in diesem System bewegt, wo wirklich Nachbarn mit Nachbarn kommunizieren, hat man vermutlich auch keine Riesenprobleme, was so Moderation oder sowas angeht. Das Problem wird halt dann. Ist das unfreundlich da? Ich war da tatsächlich noch nie. Aber ich könnte mir zumindest vorstellen, dass man in so einer Ebene, wo man irgendwie sich quasi kennt. Also in einem Bezirk, in einem Stadtteil oder in einem kleinen Dorf, man zumindest nicht ganz, ganz viel mit Moderation, also nicht so viel mit Moderation zu tun hat, als wenn man einfach wieder in dieses Ja, also je größer man wird, desto anonymer wird das Gefühl. Selbst wenn dann, ne, also du weißt, wie das ist. Und dann kann man sowas natürlich auch betreiben, weil natürlich ist es als Betreiber irgendwie ein Thema. Dass du in irgendeinem Punkt zumindest ein bisschen dich mit Moderation und Regeln auseinandersetzen musst. Das kommt einfach mit der Größe.

18:10 Gavin Karlmeier

Klar, ich glaube auch, dass das Forum Hitsing muss jetzt nicht Avato beauftragen, um da Im großes Ziel Contentmoderation durchzuführen.

18:18 Torsten Beeck

Da wird in Gütersloh wird da mal ein bisschen was wegmoderiert.

18:22 Gavin Karlmeier

Aber bei nebenan. de ist das schon so, dass es in Facebook-Gruppen ja genauso, also lokale Facebook-Gruppen willst du ja kennen. Die sind einfach, da gibt es schon sehr viele Querulanten, Gendern nicht nötig, die jede Diskussion entgleisen lassen, die sehr, sehr Die nehmen sehr viel Raum ein. Und das wird im Forum Heatzing vermuten. Also ich wünsche es Ihnen, dass das auch dort passiert. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil das bedeuten würde, dass Sie eine Kritische Masse erreicht haben, damit es sich für solche Leute lohnt, dort ihren Punkt machen zu wollen.

18:56 Torsten Beeck

Ja, das hast du natürlich auch im echten Leben. Also, du wirst auch in so einer Bürgerversammlung immer irgendwie so drei Typen haben. die da keine Frage stellen, sondern einen Vortrag halten und die irgendwie dumme Fragen stellen oder die irgendwie alles blöd finden. So sind Menschen halt.

19:14 Gavin Karlmeier

Mich würde interessieren, was ist wohl so die durchschnittliche Gruppenstärke, ab wann du diesen Typus zwangsläufig dabei hast?

19:24 Torsten Beeck

Ja, ach wahrscheinlich muss die Gruppenstärke nicht so groß sein. Ich glaube, wenn du so 50 Leute irgendwie bei so einer Bürgerversammlung hast, da sind garantiert, also zwei sind da garantiert dabei. wo die anderen hinterher sagen, was wäre das denn für ein Typ? Und also ich glaube, das kannst du gar nicht vermeiden. Also ich glaube, selbst in so einer, in so einer, keine Ahnung, so einer WhatsApp-Gruppe mit 20 Leuten. Muss nur irgendwie einer dabei sein, der irgendwie die Sicherheitsregeln irgendwie verändert oder irgendwie sagt hier, irgendwie sagt hier, da sollte hier nicht gepostet werden, wo sich bestellt, da gibt es sofort irgendwelche komischen Diskussionen und weiß ich nicht was. Ich glaube, das lässt sich gar nicht vermeiden.

20:00 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube übrigens, dass die, oh ne, das weiß nicht, ob ich jetzt dieses Thema aufmachen will. Ich habe halt die letzten Tage und Wochen. Habe ich hier im Podcast weitgehend nicht drüber gesprochen. Ich habe mich sehr, sehr, sehr doll mit dem Wahl und all den Implikationen dieses Wales beschäftigt.

20:16 Torsten Beeck

Und da hast du bei mir immer nicht den richtigen gefunden. Warum? Ja, ich ganz ehrlich, seid ein Wal? Das ist doof. Und dann stehen da so Leute auf der Mole, gucken den Wal an, essen dabei ein Fischbrötchen und sagen das arme Tier. Da kann ich schon.

20:32 Gavin Karlmeier

Ja, das interessiert mich gar nicht. Das kann ja alles so sein. Nee, mich interessiert vielmehr, dass es da ja so einzelne Figuren in diesem ganzen Spiel gibt. was da halt stattfindet, ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll. Einzelne Figuren gibt, die das geschafft haben, darüber so krass ihre Volksschaft zu motivieren, Dass halt jede Kommentarspalte voll mit der Forderung ist, man möge doch bitte Robert Marc Lehmann wieder dahin schicken, der Meeresbiologe ist, der ungefähr 300 Storys zu dem Thema gepostet hat, der 150. 000 FollowerInnen mit dieser Wahlgeschichte hinzugewonnen hat. Und er hatte vorher so um die 700. 000, zuletzt war er über 850. 000, der hat sich mittlerweile gelöscht, weil der Bürgermeister ihm vorgeworfen hat, er sei vor allem aus Publicity-Gründen zum Wahl gefahren und nicht um ihm zu helfen. Und das ist so ein spannendes Social-Media-Phänomen, weil halt eben die Kommentarspalten eigentlich jetzt der verlängerte Arm von diesem Influencer und Meeresbiologen sind. Ich glaube, die Reihenfolge ist bei ihm auch richtig, das so zu sagen, Influencer und Meeresbiologe, weil er eben sehr stark darauf aus ist, aus allem Content zu machen und jemand, der halt dann irgendwie mit einem Filmteam vor allem Zu einer Wahlrettung reist, der hat, dem muss man auch zumindest vorwerfen, dass er das eben nicht nur tut, um den Wahl zu retten, was okay ist, weil, naja, ich quatsch dreimal die Woche eine Stunde in Mikrofon über Profilneurosen, brauchst du mit mir nicht zu sprechen, aber

21:53 Torsten Beeck

Ich wollte gerade sagen, also tu Gutes und rede drüber.

21:56 Gavin Karlmeier

Das ist auch alles fein. Interessant finde ich aber, dass er sich halt deaktiviert hat wegen dieser Vorwürfe und seitdem eigentlich diese Kommentarspalten voll sind mit Leuten. die wirklich sehr, sehr, sehr lautstark für ihn Partei ergreifen. Und das, ich finde, das fasziniert mich einfach

22:13 Torsten Beeck

Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe da genau gar nichts von mitbekommen. Ich habe nur Till Backhaus gehört der so ein bisschen den Eindruck machte, als er würde er jetzt gleich rausschwimmen zu dem Wal und in den Schlaf singen. Der Mecklenburg-K Vorpommersche Landwirtschaftsminister da seit irgendwie, weiß ich nicht, knapp 30 Jahren. Das fand ich ganz, das habe ich, glaube ich, sehr, sehr gerne gesehen, weil der so eine, da wird so eine Da wird so eine Heldengeschichte gefordert. Also es muss jetzt jemand da raus zu dem Wal und denen in den Atlantik ziehen. Das habe ich irgendwie so wahrgenommen und das fand ich irgendwie ganz unterhaltsam. Und irgendwie jemand wie Till Backhaus, der wirkte bisher für mich gar nicht so wahnsinnig emotional und hätte nur gefehlt, dass er Wein da auf dem Schlauchbord sitzt.

23:11 Gavin Karlmeier

Also das fand ich ganz schön.

23:13 Torsten Beeck

Aber ich habe tatsächlich von diesem Influencer, den habe ich so an der an der Seite so wahrgenommen. Dass das aber so ein großes Thema ist, war mir tatsächlich gar nicht bewusst.

23:20 Gavin Karlmeier

Also jetzt an diesem Wochenende zum Beispiel sind 300 Menschen, 200 bis 300 Menschen wohl demonstrieren gegangen und haben die Schutzzäune abgerissen, um Kontakt zum Wal aufzunehmen. Menschen, die mit einem Boot zu ihm fallen, und das sind aber alles Leute, die ich, so impliziere ich das zumindest, diese aufgeheizte Stimmung vor allem durch dessen Inhalte mitbekommen haben. Das sind die Leute, die jetzt gerade sagen, die die Politik versagt. Und das ist natürlich auch ein ganz tolles kleiner, ein ganz toller kleiner Mikrokosmos, in dem man wieder einmal klarmachen kann, dass wie sehr die jetzige Regierung versage und so weiter. Also ich glaube auch soziologisch und politwissenschaftlich könntest du da sehr, sehr lange drüber forschen, was da gerade passiert. Ist sehr interessant.

24:02 Torsten Beeck

Ja, es ist halt spannend, dass der eine Wal offensichtlich die Menschen motiviert und auch irgendwie rausbringt und sie demonstrieren lässt. Der Grund, warum im Zweifelsfall irgendwie Meeressäuger es immer schwieriger haben zu überleben dann aber irgendwie ein Riesenproblem ist und die doofen Klimakleber unseren Verbrenner wegnehmen wollen. Das ist schon ganz schon interessant.

24:30 Gavin Karlmeier

Ach ja, auch dass für eine Wahl 300 Menschen irgendwie dahin gehen und einen Zaun abreißen, aber für eine höhere Anzahl an Menschen, die mehr eben ertrinken, passiert halt sowas eben überhaupt nicht. Auch das, finde ich, ist eine Beobachtung, die man feststellen muss. In den USA, ich muss sagen, Nadenstimmt man, sonst verlieren wir uns in diesem Wald. Ich habe seit Wochen Es ist so die ganze Leitung 2. Egal. In den USA fangen Anwaltskanzleien wohl im großen Stil an, gerade Werbung dafür zu machen, dass sich doch bitte Menschen bei Ihnen melden. die unter 18 soziale Medien, unter dem al vor dem 18. Geburtstag soziale Medien genutzt haben und dadurch geschädigt worden seien. Das ist natürlich so ein bisschen dadurch ausgegangen, äh, dadurch losgegangen, dass wir vor zwei Wochen, würde ich sagen, war das, vielleicht drei, die Geschichte hatten, dass Meta und Google vor Gericht verloren haben, weil eine Person gesagt hat, dass Meta ihn ihre Jugend zerstört hätte und eine massive Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit gehabt hätte. Wir haben darüber berichtet. Anwälte suchen jetzt natürlich nach MandantInnen. die ähnliche Geschichten erzählen können. Das Interessante ist aber an dieser Geschichte, dass Meta anfängt, diese Anwaltskanzleien oder die Werbungen dieser Anwaltskanzleien zu. zu löschen. Also Meta lässt diese Anzeigen nicht stehen auf diesen Plattformen, berichtet Axios. Und es gibt einen Metasprecher, der zitiert wird mit Wir wehren uns aktiv gegen diese Klagen und entfernen Anzeigen, die versuchen, Kläger zu regieren. rekrutieren. Und das nächste Zitat finde ich wirklich bemerkenswert. Wir werden nicht zulassen, dass Anwälte von unseren Plattformen profitieren und gleichzeitig behaupten, sie seien schädlich.

26:14 Torsten Beeck

Okay. Wir schützen eure Kinder, also meint, wir schützen unsere Bilanz vor euren Anwälten. Was ich da eigentlich vor allen Dingen dran interessant finde, ist, wie schwer sich Meta in der Vergangenheit getan hat bestimmte Fraud-Anzeigen, bestimmte Fake-Anzeigen. Jörg Pilava empfiehlt ihnen diesen Heizdecke. Also da gibt es ja eine Menge Klagen. Es gibt immer wieder Probleme, gerade mit Promis, die irgendwie damit konfrontiert werden, dass sie diese Anzeigen oder diese gefälschten Anzeigen nicht loswerden. Und dass Meta sich immer sehr schwer getan hat, zu sagen, das zu identifizieren und dann entsprechend auch zu löschen und trotz Gerichtsurteilen gesagt hat: Ja, wir können es halt nicht, und immer wieder tauchte das auf. Aber sie scheinen Anwälte relativ sicher identifizieren zu können, wenn es um ihre eigene Reputation geht. Insofern Ja, spannend. Und ich finde das auch spannend im Zuge von Free Speech. Also man darf dann wohl auf der Plattform nicht mehr Negatives über die Plattform sagen. Interessanter Tag.

27:23 Gavin Karlmeier

Ja, fairerweise sind nur die Werbeanzeigen, also ob das mit den Einzelinhalten. Wir können ja mal aus diesem Gespräch hier mal einen Clip machen und gucken. Also In einem freiheitlichen kapitalistischen System ist es natürlich Metas gutes Recht zu sagen, nö, dieses Geld nehmen wir nicht. Das dürfen Sie machen. Es ist aber, es steht natürlich. Sonst nehmen sie doch immer alles. Genau. Also wir wissen, dass ein maßgeblicher Anteil der Einnahmen, die Meta im Jahr macht, aus Betrug kommt. Dass ein Drittel aller Werbeanzeigen betrügerische Absichten haben. Und dass das offenbar gar kein großes Problem war, bis es irgendwann aufgefallen war. Wir wissen, dass Meta angefangen hat, Werbeanzeigen dann zu löschen, wenn sie die Begriffe beinhaltet haben, die die Rechtsbehörden angeklagt haben oder gesagt haben, hier, ich habe den Begriff Casino eingegeben, ich finde Werbung für ein Casino, das ist bei uns nicht erlaubt, bitte nehmt das runter. Also hat Meta nur die Begriffe mit dem Begriff Casino oder die Werbungen mit dem Begriff Casino offline genommen, aber nicht alle, in denen Blackjack, Glücksspiel, Gambling oder Gambling mit einem Ad statt einem A zu finden waren. Wo man auch sagen muss, dass die das nicht identifizieren, halte ich auch für mag es mal unglaubwürdig und ich stimme dazu, hier in dem Fall Ging das dann ja doch relativ schnell. Auch da muss man Meta zumindest so ein bisschen in Schutz nehmen. Wir sprechen hier über ein bisschen mehr als ein Dutzend Anzeigen. Ist immer noch ein bisschen anders als ein Drittel aller Anzeigen. Aber du hast natürlich recht. Also, ich glaube Du bist jetzt hier der Metaversteher. Nee, gar nicht, gar nicht. Ich will ja eigentlich nur sagen, dass ich so. Also selbst wenn wir das alles hinnehmen, was ich jetzt gerade gesagt habe und das alles mal so auf Meta-Seite, auf Haben-Seite legen. ist es immer noch ein wahnsinnig, wahnsinnig dummer Move, so was die Öffentlichkeitsdarstellung angeht, weil das natürlich Die Runde macht. Natürlich sprechen nicht nur wir darüber, sondern auch andere Unternehmen und Medien und Axios und so. Und so, und da stecken halt Kanzleien dabei wie Morgen and Morgen, also größere Kanzleien, die vermutlich Sich beim nächsten Mal zweimal überlegen, ob sie noch auf Meta-Werbung schalten und denen ihr Geld geben, wenn sie sich denken, na gut, dann stellen wir doch wieder ein Billboard auf.

29:37 Torsten Beeck

Ja, im Zweifels gibt es ja auch noch andere Plattformen, die das Geld dann notfalls nehmen. Also das wird schon, die werden schon auch, werden schon einen Weg finden. Ich finde es einfach, es ist einfach auch so ungeschickt. Und am Ende muss man auch sagen, was sind das für Dimensionen, wenn da irgendwie zehn Anwälte irgendwelche Werbung schalten. Das ist einfach strategisch nicht klug, an der Stelle dann das zu löschen und da noch mehr Aufmerksamkeit drauf zu bekommen. Ich meine, das ist halt auch so ein bisschen strisend.

30:11 Gavin Karlmeier

Absolut, 100 Prozent. Also weil diese zwölf Anzeigen, ich glaube nicht, dass diese Anwaltskanzleien da jetzt einen dreistelligen Millionenbetrag reingelegt hätten, um damit Sichtbarkeit zu generieren. Nee, eben.

30:20 Torsten Beeck

Aber Sie haben jetzt eine Geschichte und haben im Zweifelsfall eine Möglichkeit, wenn jemand danach googelt, damit gefunden zu werden und einen guten Ansprechpartner zu finden. Also eigentlich ist es sehr viel Mehrwert, das so zu haben.

30:32 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Kostenlose Werbung am Ende. Ja, besser geht's doch nicht. Und es ist auch ein absolutes Schuldeingeständnis am Ende. Weil wenn Meta keine Angst davor hätte, dass die Gerichte ihnen am Ende nicht die Schuld nachweisen könnten, könnten sie ja sagen: Hey, schaltet doch Werbung, wie bescheuert, wir haben uns nicht zu Schulden kommen lassen. Das können sie aber offenbar nicht sagen.

30:54 Torsten Beeck

Ja, ich kann das im Prinzip, du sagtest das ja eben, ich kann das im Prinzip schon auch verstehen, dass man keine Lust hat, quasi Dinge, die Leute gegen die Plattform irgendwie vorbringen, auch noch irgendwie zu Sichtbar zu machen und so. Also ich kann es menschlich irgendwie nachvollziehen. Es ist halt trotzdem für so eine Plattform einfach nicht besonders smart. Und diesen Move werden die Anwälte genauso vorbringen. Sie werden genau das bei der nächsten Klage sagen, die wissen, dass wir sie kriegen. Deshalb löschen sie unsere Anzeigen auch. Das ist PR-technisch einfach ein absolutes Desaster, so zu handeln.

31:33 Gavin Karlmeier

Und getroffene Hunde bellen, sage ich jetzt vor allem deswegen, weil mir vorgeworfen wurde, ich würde Redewendung immer falsch aussprechen. Also falsch zusammenstellen. Und da wollte ich mal sagen. Ja, ehrlicherweise ist das so.

31:45 Torsten Beeck

Also sowas wie das Kind geht so lange zum Brunnen, bis es bricht oder so.

31:50 Gavin Karlmeier

Man muss so feste feiern, wie man fällt. Sowas. Sowas. Auf jeden Fall, Meta bezieht sich übrigens auf ihre Nutzungsbedingungen, in denen drin steht. Wir können den Zugriff auf Inhalte, Funktionen, Dienste oder Informationen einschränken oder entfernen, wenn wir dies für angemeldet werden. um Missbrauch unserer Dienste oder negative rechtliche oder regulatorische Auswirkungen auf Meta zu vermeiden oder abzumildern. Also sie haben sich sozusagen genau das in die AGBs geschrieben.

32:17 Torsten Beeck

Ja, ja, dass das nicht gegen die AGBs verstößt, das glaube ich sofort. Ob das smart ist, ist halt die Frage.

32:23 Gavin Karlmeier

Voll. Und dann halten wir fest. eher nicht. Ansonsten fängt Instagram jetzt mit etwas an, über das wir hier vor einiger Zeit schon mal gesprochen haben. Und zwar geht es um die Einstufung der Inhalte, die junge Menschen, minderjährige junge Menschen, Menschen zwischen 13 und 18 sehen. Wir haben das hier schon mal besprochen und zwar orientieren Sie sich hier an den PG-13-Regeln. Das ist das Rating, das Content-Rating, das im amerikanischen Film angewendet wird. Wir erinnern uns, dass Sie angekündigt haben, dass Sie. Das als Maßstab nehmen, um Inhalte für junge Menschen einzustufen. Also Sie sagen, in Filmen ab 13 dürfen auch mal inhaltliche, anzügliche Inhalte oder Kraftausdrücke vorkommen. Aber es gibt eben auch Inhalte, die dort nicht dargestellt werden können. Also sexuell anzügliche Inhalte werden nicht mehr empfohlen, verstörende Bilder, Inhalte für Erwachsene wie Tabak oder Alkoholwerbung. Das sind alles Dinge, die eben jetzt für Menschen zwischen 13 und 18 auf Grundlage dieser Einschätzung hier nicht mehr ausgespielt werden sollen.

33:31 Torsten Beeck

Ja, ich finde ehrlich gesagt, das ist ein bisschen ein smarterer Move, ehrlich gesagt, weil man in den USA dieses Rating halt kennt und so Das ist irgendwie clever und das ist so ein gelerntes System aus den Filmbewertungen und gibt halt natürlich auch ein bisschen Verantwortung an die Eltern zurück. Weil die Eltern müssen ja bei Filmen auch aufpassen, dass die Kinder nicht irgendwelche Quatsch gucken, also können sie das ja wohl bei Social Media auch.

33:56 Gavin Karlmeier

Ich finde das auch. Da frage ich mich, wie ich mich das so oft hier in diesem Podcast frage, warum ist man da erst jetzt drauf gekommen? Weil das doch so eine naheliegende Einstufung gewesen wäre.

34:08 Torsten Beeck

Ja, das ist halt so ein bisschen die Frage, wie gut man das tatsächlich filtern kann. Also vielleicht. Ist man jetzt durch tatsächlich Auswertung über KI-Funktionen eher in der Lage dazu, wirklich Kontext in Videos zu verstehen und stärker tatsächlich filtern zu können? Und das anbieten zu können, kann man natürlich den Vorwurf machen, naja, hättet ihr vorher mal mehr in Moderation und so investiert. Dann hätte es das auch schon geben können. Also, ich glaube, das ist jetzt am Ende ein Machbarkeitsthema und auf der anderen Seite ist es halt ein PR-Schachzug. Weil der Druck natürlich steigt. Und wir sehen das ja in verschiedenen Ländern, dass Social Media eine Altersgrenze bekommt. Und ich glaube, das Interesse dürfte relativ gering sein auf Seiten der großen Plattformen, das tatsächlich umzusetzen. Und man versucht, glaube ich, gerade Schlimmeres zu verhindern.

35:05 Gavin Karlmeier

Stellen Sie natürlich anders dar. Sie begrüßen ja die Verbote.

35:10 Torsten Beeck

Ja, ja, das stimmt. Was sollen sie auch anderes sagen? Ich glaube, dass Also man kann, wenn es um Jugendschutz geht, kann man sich ja schlecht hinstellen und sagen, naja, wir haben schon ein gewisses Interesse daran, dass Leute möglichst früh mit unseren Plattformen in Kontakt kommen, weil wir festgestellt haben, je früher die Leute auf der Plattform sind, desto länger bleiben sie und desto Stärker wirken die Mechanismen auf den Plattformen und das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass Leute gar nicht anfangen. Das könnte man auch von der Tabakindustrie sicherlich hören.

35:45 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wohl so.

35:47 Torsten Beeck

Also man würde es nicht hören. Nee, wahrscheinlich. Aber natürlich ist es so, je früher du anfängst, desto eher bleibst du dran.

35:55 Gavin Karlmeier

Ja. Und ja. Wobei, wenn ich mir überlege, wie so Leute aus meiner Familie irgendwann mit Social Media angefangen haben, die haben auch relativ spät noch erkannt, dass man damit sehr gut acht Stunden am Tag verbrennen kann.

36:08 Torsten Beeck

Ja, ja, also es fangen auch Leute spät an zu rauchen, das macht es natürlich nicht besser und trotzdem gibt es halt so diese Tendenz.

36:14 Gavin Karlmeier

Klar, ja, ja, es ist halt einfacher junge Menschen.

36:16 Torsten Beeck

Also, ich glaube, und man muss tatsächlich sagen, das ist ja sowieso so ein Thema. Ich sehe auch gar nicht, dass die Eltern da gar keine Verantwortung haben und die Menschen im Umfeld von Kindern. Aber so ein Zehnjähriger auf TikTok, für den ist das sicherlich nicht ideal als Entertainment-Plattform. Und sicherlich sind da auch die Menschen mit für verantwortlich, die Ihren Kindern in sehr jungen Jahren ein Internet-Device in die Hand geben und die können da machen, was sie wollen Aber so als Elternteil kann ich auch sagen, es ist halt auch gar nicht so einfach. Und es ist halt eben was anderes als der Fernseher im Wohnzimmer, wo man so irgendwie mal wenigstens mitkriegt, was die Kinder da gucken. Da sind halt sehr persönliche Geräte und die machen da halt so Dinge und wer sich nicht damit beschäftigt und App-Freigaben und Zeiteinschränkungen und sowas macht, Der dem gleitet das halt schnell aus der Hand.

37:13 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Guckst du immer noch Home Shopping? Oh Gott. Ich habe früher wirklich viel Zeit. Also ich konnte die Gartenkralle irgendwann mitsprechen, weil ich das einfach immer. . Das hat mich irgendwie fasziniert.

37:29 Torsten Beeck

Was ist denn die Gartenkralle?

37:31 Gavin Karlmeier

Das war so ein Ding, mit dem du relativ schnell, oder hieß. Teufels, nee, Gartenkralle. Konntest du so um, wie sagt, wie heißt es denn? Ich habe keinen Garten, ich weiß nicht, wie es heißt. Um den Boden von unten nach oben und umgekehrt.

37:44 Torsten Beeck

Ja, aber hast du dich als Kind für interessiert?

37:46 Gavin Karlmeier

Nee, für die Art und Weise, wie das dargestellt wurde. Genauso wie diese ganzen Hit-Compilation-CDs, die so innerhalb von fünf bis zehn Minuten in so längeren Werbespots dargestellt wurden. Erinnerst du dich an sowas?

37:59 Torsten Beeck

Ja, doch, irgendwie hier Time Magazine präsentiert, die größten Hits der 60. Und dann wurde das doch mal so alles angespielt.

38:09 Gavin Karlmeier

Das hat eine unglaubliche Auswirkung auf mich in meiner Kindheit gehabt. Das ist ein Teufelszeug. Das hat dich hierher gebracht. Das ist so. Das war deine Einstiegsdroge. Die Gartenkralle. Die Gartenkralle. Es war wirklich krass. Also ich kann dir erzählen, wenn meine Mutter mit mir im Kaufhaus gewesen ist. Früher gab es ja noch so Kaufhalle und so, ne? Kaufhof, Karstadt, Horten, wo der Name schon die deutsche Einkaufsmentalität der 80er Jahre am besten auf den Punkt gebracht hat. Horten. Da gab es immer so Fernseher und da lief das. Sorry, ich will gar nichts abschweifen. Aber du konntest mich davorstellen und meine Mutter konnte zwei Stunden lang durch dieses Haus laufen und nachher mich davor wieder abholen. Und ich war völlig brainwashed von der Gartenkralle.

38:51 Torsten Beeck

Also ich habe jetzt hier gerade mal gegoogelt, also die Gartenkralle gibt es schon ab 17 Euro, kannst du da schon werden? Oder sogar schon ab 10 Euro. Das wäre vielleicht was für dich.

39:03 Gavin Karlmeier

Vielleicht kaufe ich mir einen. Nur so für die Geschichte. Fürs Gefühl. Ich glaube übrigens, dass die Amigos eine Erfindung dieser Homeshopping-Industrie sind, aber ich kann es nicht beweisen. Egal. Ganz ehrlich, wir driften gerade ein bisschen ab.

39:16 Torsten Beeck

Wer sind denn die Amigos? Ach, das sind solche Schlagertypen. Volksmusik. Also, wir bleiben bei Metas, sorry. Ich bin vielleicht einfach irgendwann mal aus diesem Fernseh-Ding ausgestiegen und irgendwie. Okay, die Amigos.

39:32 Gavin Karlmeier

Ich werde das alles nachlesen nachher.

39:33 Torsten Beeck

Und beim nächsten Mal bin ich besser vorbereitet.

39:35 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben jetzt einen eigenen Discord-Kanal für Gavins Abschweifung. Haben wir nicht. Aber vielleicht brauchen wir einen. org haben wir aber ein Discord mit über 2250 sehr, sehr schlauen, lustigen und klugen Leuten, die sich diese Folgen hier immer eigentlich als erstes anhören und dann schreiben, was alles falsch war oder auch was alles nett war. Und wenn keine Episoden zu hören sind, dann tauschen die sich über diese Themen darüber hinaus auf. Es ist ein Mega-Ort, ich verbringe sehr viel Zeit dort und alle Leute, die dort sind, können das bestätigen, dass ich dort sehr viel Zeit verbringe. Aber zurück zum Thema. Wir bleiben beim Meta und damit springen wir jetzt so ein bisschen in das von mir angekündigte, in den Themenschwerpunkt Ende-zu-End-Verschlüsselung. Und zwar ist mir am Wochenende häufiger eine Meldung untergekommen. bei der ich dachte, hä komisch, das habe ich gar nicht mitbekommen, warum schreiben gerade so viele von diesen größeren, sehr reichweiten starken Meme-Seiten, berichten die über so Geschichten? Und zwar geht es darum, dass es eine Sammelklage gegen Meta gibt, in der die Kläger, WhatsApp-Nutzer aus Australien, Brasilien, Indien, Mexiko und Südafrika behaupten, dass Whistleblower Informationen freigegeben hätten, dass die Ende versch zur Endeverschlüsselung bei WhatsApp nicht funktionsfähig sei. Die Klicker behaupten, es gäbe eine Kleptographic Backdoor. Und die Verschlüsselung funktioniert zwar, aber Meta zwackt offenbar oder WhatsApp zwackt die Nachrichten einmal kurz vorher ab und würde die an Dritte an Werbetreibende Faktor. kaufen. . Deswegen klagen sie, weil Meta damit gegen verschiedene Gesetze verstößt, Wiretab, Act zum Beispiel und fordern Schadensersatz. Meta selber hat die Klage unseriös genannt und erwägt, rechtliche Schritte gegen diese Klagenden vorzugehen, weil sie sagen, diese Behauptungen, dass WhatsApp-Nachrichten nicht verschlüsselt sind. kategorisch falsch und absurd und beziehen sich immer auf das Signal-Protokoll, mit dem die Nachrichten verschlüsselt werden. Das Bemerkenswerte an dieser Meldung, die aber eben gerade so rumgeht, ist Die ist vom 28. 01. Also die ist schon relativ olll. Und wir hatten das damals auf dem Tisch hier und haben das nicht so doll besprochen. weil das so irgendwie eine von vielen Meldungen war, die so, also diese Whistleblower-Informationen, die tauchen nicht weiter auf und so. Es hat uns nicht weiter. beschäftigt. So, jetzt taucht aber überall wieder diese Berichterstattung auf. Ich wollte erstmal zum Anlass nehmen, das zumindest einmal anzusprechen, dass das natürlich ein unfassbarer Fall wäre und auch ein Fall, bei dem man sagen muss. Er würde uns nicht so stark überraschen, wie wenn das jetzt bei Signal passieren würde. Aber da das eben auf dem Signal-Protokoll basiert, gibt es eigentlich nicht so richtig viele Möglichkeiten, sich da irgendwas einzubauen, oder?

42:11 Torsten Beeck

Das ist eine gute Frage. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich Bin mir sicher, dass es Backdoors auf ganz, ganz vielen Ebenen gibt, insbesondere was so die Nachrichtendienste und sowas angeht. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es eine bewusste Umgehung der Ende-zu-End-Verschlüsselung ist. weil das auf so vielen Ebenen ein Desaster wäre, was ich ehrlich gesagt erst glaube, wenn ich es sehe.

42:50 Gavin Karlmeier

Und Jetzt kommt nämlich aber warum ich das vor all mitgebracht habe, weil eine aktuelle Meldung gerade rum geht, die Also mich ein bisschen sprachlos gemacht hat. Leider nicht so überraschend, auch wie vieles, wenn man hier so viel über diese Themen spricht. Aber sie ist in dem Zusammenhang, glaube ich, extrem wichtig und bemerkenswert, was es passiert. Und zwar Hat das FBI es geschafft im Fall, also es gab einen Prozess, der im Moment läuft, es gibt mehrere Angeklagten, darunter Lynette Sharp, die sich der materiellen Unterstützung von Terroristen schuldig bekannt hatte in diesem Prozess. Worum geht's eigentlich? Es geht darum, dass es ein Eis-Abschiebezentrum in Prairie Land gibt. Und dort aber auf diesem Gelände es zu mehreren Vorfällen oder einen größeren Vorfall im letzten Juli gekommen ist, bei dem in Texas ist das. Feuerwerkskörper gezündet wurden und eine Polizistin in den Hals geschossen wurde. Also doch relativ eine relativ gewaltsame Auseinandersetzung. Was hat das FBI aber hier dazu veranlasst, Beweise zu haben oder wo haben sie die Beweise herbekommen? Sie haben es geschafft, Signal-Nachrichten der Verdächtigten als Beweise vorzulegen. Und das ist eine Meldung, bei der wir natürlich aufhorchen. Wie haben sie das denn gemacht? Natürlich, Signal ist Ende zu Ende verschlüsselt. Und sie haben es nicht geschafft, diese Inhalte der Chats aufzubrechen. Aber sie haben es geschafft, die Push-Benachrichtigungsdatenbank des Gerätes auszulesen. In der wohl alle Push-Nachrichten, die auf dem iPhone ausgespielt wurden, gespeichert werden. Jetzt hat Signal die Angewohnheit, die Nachricht im Klartext als Push-Nachricht auszuspielen. Wir haben die Möglichkeit, das auszuschalten. Und ist vielleicht ein ganz guter Hinweis darauf, dass man das mal machen könnte, wenn man bei Signal jetzt nicht gerade Push-Nachrichten kriegt, die man einfach so schnell auf dem Handy lesen möchte. Aber alles in allem doch schon ein sehr krasser Vorfall, bei dem ich an vielen Punkten dann doch nochmal eine neue Stufe entsetzt bin.

44:55 Torsten Beeck

Naja, jede Verschlüsselung ist am Ende ja, kommt ja irgendwo an den Punkt, wo sie entschlüsselt wird und die angezeigt werden muss. Und wenn ich an diesen Viewport irgendwie rankomme und einen Screenshot machen kann oder wie auch immer, deshalb sage ich ja, dass Geheimdienste Nachrichten mitlesen können, das glaube ich sofort, weil es halt genau eben diese Möglichkeit einfach dieses Ich muss die Nachricht anzeigen, ich lese sie und in dem Moment ist sie irgendwie auch greifbar. Das ist ja was anderes, als wenn ich irgendwie am großen Datenrohr sitze und automatisch Nachrichten mitlesen kann. Und im großen Stil wird es. Also es gibt ja forensische Methoden, die Ende-zu-End-Verschlüsselung angreifbar machen. Aber das ist ja schon eine sehr sichere Kommunikationsart. Und ich sage mal so, wenn man jetzt nicht gerade eine Terrorzelle plant. dann ist so eine Ende-zu-End-Verschlösserung auf jeden Fall empfehlenswert dagegen, dass andere irgendwie diese Nachrichten lesen können Aber ich findest du es wirklich überraschend, dass US-Sicherheitsbehörden auf dieser Ebene an Geräte rankommen, also wenn sie an die Geräte physik physisch rankommen?

46:08 Gavin Karlmeier

Nee, das finde ich nicht überraschend. Ich finde überraschend, dass alle meine Push-Nachrichten auf meinem Gerät dauerhaft gespeichert werden. Das finde ich überraschend.

46:18 Torsten Beeck

Ja, das ist insofern interessant, dass das sogar passiert, wenn die App gelöscht wird, wenn ich das richtig verstanden habe.

46:25 Gavin Karlmeier

Die bleiben da drin in dieser Datenbank. Jede Pushnachricht, die du bekommen hast, wird sozusagen darin. Offenbar gespeichert. Wie lange kann ich dir nicht sagen, das hat Frau for Media hier in ihrem längeren Text auch nicht dargestellt, aber es war eben möglich, diesen internen Benachtigungsschutz. Speicher wiederherzustellen, wie es heißt. Weil aber möglicherweise auch das Gerät zurückgesetzt wurde. Auch das wissen wir nicht.

46:48 Torsten Beeck

Ja, wie gesagt, also wenn man ein Gerät physisch in der Hand hat, dann kann man da halt eine ganze Menge rausziehen, auch wenn irgendwie eine App gelöscht wurde und so. In dem Moment, wo die Zugriff auf die, auf die, äh, den Speicher selbst haben. Das ist halt immer die Frage, gegen was will man sich schützen? Also, ich möchte mich gerne schützen, dass irgendwie Menschen einfach meine Kommunikation mitlesen können. Ich möchte auch nicht unbedingt irgendwie passende Werbung zu meinen Chats haben. Alles super. Ich finde, dass an diesen Speicher kommt man ja wohl tatsächlich nur ran, wenn man physisch Zugriff auf das Gerät hat. Und das wird vermutlich auch noch so allerlei Fachwissen erfordern, da dann auch nochmal ranzukommen. Insofern, das finde ich jetzt tatsächlich, das ist zwar bemerkenswert und hätte ich jetzt auch ehrlich gesagt nicht erwartet, dass das so ist. Das ist schon auch irgendwie eine Schwachstelle auf einer gewissen Weise. Voll. Aber das ist jetzt so für die meisten Menschen zumindest jetzt nicht ein Riesenproblem.

47:45 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme dir zu, trotzdem, wenn ihr euch ganz sicher fühlen wollt, vielleicht eben, du kannst in jeder App ausstellen, dass die Push-Nachricht den Klartext der Nachricht mitschnitt.

47:54 Torsten Beeck

Nein, sicher, und das ist auch, das ist natürlich auch, wir erleben halt ja auch immer wieder neue Grenzüberschreitungen. Also wir denken, wir sind einigermaßen sicher, wir fühlen uns sicher, wir fühlen uns sicher in irgendeinem Umfeld und wir stellen ja dann doch immer wieder fest Das ist ja so eine so eine Illusion von Datenschutz und so uns ganz oft gegeben wird. Und insofern ja. Überall da, wo man Daten eingibt, muss man damit rechnen, dass die auch im Internet stattfinden. Also die irgendwie auch öffentlich werden. Da sieht man ja spätestens dann, wenn irgendwie 100 Millionen Adressen mit Chatprotokollen, Kreditkartennummern und weiß ich nicht was irgendwo zum Verkauf angeboten werden. Das ist ja einfach nichts, das muss man ja einfach sagen.

48:38 Gavin Karlmeier

Also, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon von irgendwelchen Leaks betroffen war. Ja, ja.

48:42 Torsten Beeck

Absolut. Also im Grunde genommen muss man sich im Klaren sein, wenn ich nicht will, dass das irgendwann mal öffentlicht wird, dann darf ich es eigentlich nicht ins Internet tun.

48:51 Gavin Karlmeier

Vielleicht gehe ich mir morgen wieder einen Kugelschreiber kaufen.

48:55 Torsten Beeck

Ja, ja, ich finde, nee, ich glaube, das ist natürlich in dem Moment, wo man wirklich dann von Von so Privatsphärenüberschreitung. Ehrlich gesagt, ist mir scheißegal, wenn jemand meine Kreditkartennummer hat. Ich habe so viele Kreditkarten, es spielt kein Problem. Nein, nein, aber. Die ändern sich, irgendwie. Das ist alles.

49:19 Gavin Karlmeier

Jede Kreditkartennummer wurde einmal irgendwann geleakt, ne? Heißt es, glaube ich. Ich glaube, es gibt da so eine.

49:25 Torsten Beeck

Also ich glaube auch, das ist inzwischen, das sind ja alles so Informationen, die sind einigermaßen öffentlich. Also auch meine E-Mail-Adresse, die findet man schon irgendwie raus, wenn man 30 Sekunden recherchiert. das problem sind ja eigentlich eher die daten von denen ich gerade denke dass sie zumindest privat sind

49:43 Gavin Karlmeier

Genau.

49:44 Torsten Beeck

Und wir müssen uns wahrscheinlich immer mehr damit beschäftigen, dass wir irgendwie nochmal ein anderes Level von Privatsphäre definieren, auch im digitalen Raum.

49:54 Gavin Karlmeier

Das finde ich auch. Und vor allem eine Wie soll ich sagen? Da haben wir so ähnlich schon mal drüber gesprochen, aber so eine Art, dass man ich habe früher gesagt, dass man nicht der Komische ist, der vorschlägt, dass man Signal nutzt statt WhatsApp. Ich würde noch einen Schritt weiter gehen, dass man eine Sensibilität dafür schafft. Dass man jetzt nur, weil man zum Beispiel seine Push-Nachrichten hier unkenntlich macht, dass man eben nicht mehr lesen kann, was der Inhalt der Nachricht ist. Dass man deswegen nicht zwangsläufig irgendetwas im Schilde führt, sondern dass man das eben auch einfach tun kann, weil man damit vielleicht ein besseres Gefühl hat. Ist vielleicht eher eine kulturelle Frage.

50:34 Torsten Beeck

Es ist sicherlich eine kulturelle Frage. Es ist auch so ein bisschen dieses Thema Inwieweit bin ich auch bereit, Bequemlichkeit abzugeben und oder aufzugeben? Also wir haben uns in den letzten Wochen auf verschiedene Weise irgendwie damit beschäftigt, wie man eigentlich von US-Cloud-Anbietern loskommt. Egal ob jetzt von Google auf einem Android-Smartphone oder auf einem iPhone und was es eigentlich für Alternativen gibt. Und es gibt Alternativen, die sind aber mit Aufwand mit ich muss mich da reinfuchsen und ich kann am Ende nicht alles so nutzen, wie es jetzt gerade ist, und das ist halt nicht so convenient. Und wir sind halt in der Masse immer noch zu bequem, um wirklich zu sagen, das mache ich so nicht mehr. Und ich gebe das auch ehrlich zu, ich finde, ich nutze auch die iCloud und ich finde das unheimlich praktisch. synchrone Geräte zu haben. Aber das ist natürlich angreifbar. Und es ist natürlich auch noch abhängig von einem US-Unternehmen. Und wenn US-Unternehmen irgendwie sagen Du kommst auf eine Sanktionsliste zum Beispiel, wie hieß, ich habe den Namen gerade vergessen von dem französischen Richter, der irgendwie keine Kreditkarten mehr hat. und irgendwie gar nichts mehr nutzen kann, weil er irgendwie, weil alles irgendwie in US-Hand ist. Diese Form von Abhängigkeit ist halt gigantisch. Und da hat es nicht nur was mit, das ist nicht nur Paranoia. Das ist halt schon ein reales Problem.

52:08 Gavin Karlmeier

Nicola Giu hieß der. Nicola Giu. Wenn irgendjemand eine clevere Idee hat wie man relativ unproblematisch ungefähr 3 Terabyte Fotos und Videos aus der iCloud herunterladen kann. Du erinnerst dich daraus, das sind viele Screenshots auf eurem Telefon. Ja, ja, ich weiß. Also ich werde ja mal vorbeikommen und die bisschen paar löschen die noch nicht mehr drauf. dann meldet euch doch mal gerne, wenn ihr eine gute Idee habt. Ich kann direkt dazu sagen, 3TB überschreitet meinen internen Speicherplatz auf jedem Gerät.

52:45 Torsten Beeck

Ja, ja, das ist sicherlich ein Problem. Und also du bist ja nun natürlich auch so ein bisschen Heavy-User und das ist irgendwie. Ist ja nicht mehr so ganz normal, was du da machst. Aber das ist also ich Wir haben uns da in den letzten Wochen echt intensiv mit beschäftigt. In der CT-Redaktion, ich glaube, es war Heft 6 der CT mit der Android ohne US-Cloud. Ich habe nun ein iPhone, aber als ich das gelesen habe, habe ich schon gedacht, uh, da muss man es muss man schon echt wollen. Also momentan ist es zumindest noch nicht so, dass ich sagen kann Ach ja, das richte ich mir ein, sondern das ist schon, das ist noch, ist noch so ein bisschen, da gehört noch so ein bisschen das, was du gerade sagtest, man ist da noch der Merkwürdige. Wenn man versucht, die OS-Cloud loszuwerden auf seinem Android-Gerät.

53:46 Gavin Karlmeier

Und letzter Punkt, aber zur Ende-zu-End-Verschlüsselung. Und wir bleiben ein bisschen bei Android, aber eigentlich auch nicht. Google führt Ende-zu-End-Verschlüsselung für Gmail auf Mobilgeräten ein. Und zwar, also, es gibt schon ein paar Abas, die dazwischen hängen. Also. Wenn du eine E-Mail in der Gmail-App an jemanden schreibst, der auch die Gmail-App hast und du Google for Business nutzt, also diese Workspace-Geschichte, die das Corporate-Angebot von Von Google, dann kannst du per Ende-zu-End-Verschlüsselung E-Mails an andere Gmail-Apps schicken

54:23 Torsten Beeck

Ja, also erstmal ist es auch gut. Also, ich meine, das klingt jetzt nach sehr vielen Abas und nach einem relativ kleinen Kreis von Leuten, für die das denn tatsächlich gilt. Aber grundsätzlich würde ich sagen, dass alle kleinseitigen Verschlüsselungen Unternehmen helfen, dass Daten nicht in falsche Hände kommen. Und wenn ich das richtig verstanden habe, werden da sogar die Anhänge verschlüsselt. Also das ist schon eine sicherere Form von E-Mail-Kommunikation, weil E-Mail jetzt nun nicht gerade als besonders sicheres Übertragungsmedium.

55:01 Gavin Karlmeier

Gilt. Mein Vater hat mir früher mal E-Mails mit PGP-Key geschickt und Verschlüsselung. Das war wirklich so, also das gehört auch so ein bisschen leider in die Kategorie: man musste es wollen. Genau, und das ist auch immer noch so.

55:15 Torsten Beeck

Und man findet auch immer noch bei uns im Impressum unsere Keys, wenn man mit uns verschlüsselt kommunizieren möchte. Und das ist auch wichtig, dass es das gibt. Ja. Aber das scheitert eben wieder an dem Convenience-Faktor. Bin ich wirklich bereit, das mitzumachen? Wo bleibt E-Mail 2? Ich möchte E-Mail 2. Ja, erstaunlicherweise, E-Mail ist ja nun wirklich das Veraltetste, was man sich so vorstellen kann. Auf der anderen Seite hat E-Mail halt den großen Vorteil. Dass es nicht in der Hand von einzelnen Unternehmen ist, dass es einigermaßen offen ist und dass sich eine E-Mail wie ein Brief überall hinschicken kann, kommt meistens auch an. Oder es landet irgendwo im Spam-Ordner.

55:56 Gavin Karlmeier

Und die Briefe sind meistens auch nicht verschlüsselt.

56:00 Torsten Beeck

Das stimmt, die sind aber ja trotzdem zumindest, also die sind als Grundrecht geschützt. Also der Schutz von Post- oder Briefkommunikation ist ja maximal hoch in Deutschland. Das gilt ja für E-Mails eher nicht so.

56:14 Gavin Karlmeier

Aber es ist nicht verschlüsselt.

56:18 Torsten Beeck

Nee, das ist so einem verdammten Umschlag.

56:22 Gavin Karlmeier

Mein PGP-Key ist ein Umschlag.

56:26 Torsten Beeck

Ja, also ja, nein, und man kann auch Post klauen und so, aber ich sag mal, massenweise handgeschriebene Briefe mitzulesen, ist auf jeden Fall deutlich schwieriger als E-Mails mitzulesen.

56:38 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem bei meiner Handschrift. Ich habe noch ein kleines Housekeeping, einen kleinen Nachhak. Und zwar habe ich in der letzten Epi, ich glaube in der letzten Episode behauptet, dass der DSA eine 48-Stunden-Rückmeldefrist auf gemeldete Inhalte nach DSA hat. Das hat er nicht. Die der Vorläufer hatte das, das Netz DG, aber der DSA hat es eben nicht mehr. Das heißt, alles, was ich dazu an Herleitung in der letzten Episode vor mich hingestammelt habe, sind damit hinfällig. Das wollte ich kurz hinzufügen.

57:08 Torsten Beeck

Schlecht für dich, aber gut für die Hackys.

57:12 Gavin Karlmeier

Was, dass ich mich geirrt habe?

57:14 Torsten Beeck

Nee, dass das aber immer so, dass die das immer so schnell im Discord um die Ohren oder hinterhergetragen wird.

57:21 Gavin Karlmeier

Federal Game Agent hat das im Discord geschrieben. Mega, ne? Ja, sag ich ja.

57:25 Torsten Beeck

Ich finde das so gut und ehrlich gesagt Man kann das nicht immer alles wissen. Das ist ja auch nicht so, dass das hier geskriptet wäre. Das könnte man nicht so script. Sondern es basiert halt meistens auf deinem Wissen und dass da Fehler passieren, finde ich, ich finde es beeindruckend, wie schnell die dann immer wieder gefactcheckt werden.

57:48 Gavin Karlmeier

Wir bleiben kurz bei beeindruckend. Ich möchte mit dir über das hier sprechen. Warte kurz. Funktionen und Emotionen. Wenn du im Metabusiness Manager Werbung schaltest als Unternehmen, hast du die Möglichkeit, einen kleinen Knopf hier zu setzen. Excluding your own employees. Du hast jetzt die Möglichkeit, als Unternehmen Werbeanzeigen vor deinen MitarbeiterInnen zu verstecken.

58:18 Torsten Beeck

Ja, aber ist das nicht total sinnvoll?

58:20 Gavin Karlmeier

Warum?

58:21 Torsten Beeck

Also insbesondere, also, ich sag mal so Ich bekomme, was unsere Marketingabteilung so auf Instagram macht, das sehe ich auch. Und ich sag mal ganz ehrlich, ich habe ein Frei Abo. Und das ist doch ganz praktisch, wenn man ein großes Unternehmen ist, dann muss man doch quasi die Werbung nicht in Anführungsstrichen verschwenden an Leute, die sowieso nicht Zielgruppe sind.

58:48 Gavin Karlmeier

Verstehe ich, ist natürlich, ja, okay, point taken, aber ich dachte so, es ist so, damit niemand merkt, wenn deine Stelle längst neu ausgeschrieben ist.

59:01 Torsten Beeck

Ach, du bist halt einfach böse Gedanken. Aber stell mal vor, ein Unternehmen, keine Ahnung, wie viele Mitarbeitende hat die Telekom, 200. 000 oder so. So, und dann hast du 200. 000 Mal Zeit zur Verwerbung. Die interessieren sich vermutlich auch überdurchschnittlich für die eigene Firma. Die kriegen die dann auch ausgespielt. Du weißt aber, an die wirst du nichts verkaufen. Das ist doch ganz praktisch.

59:22 Gavin Karlmeier

Ja, du hast vollkommen recht. Aber mein erster Gedanke war, damit keiner drunter kommentiert, wenn du mit gratis Obstkorb wirbst. dass das auch wirklich alles ist, was man kriegt.

59:35 Torsten Beeck

Ach so, okay. Ja, also ja, aber Stellenanzeigen sind doch auf Metaplattform jetzt irgendwie kein großes Ding, oder?

59:43 Gavin Karlmeier

Ja, oder du machst halt Werbung für ein Hotel und die Leute, die da arbeiten, schreiben drunter, kommt dir lieber nicht hin. Whatever.

59:50 Torsten Beeck

Ja, aber weiß ich nicht. Das ist eine komische Idee. Also, dass da andere Leute drunter schreiben, gehen da lieber nicht hin, aber dass die eigenen Mitarbeitenden dann irgendwie da drunter schreiben: Nee, das ist alles gelogen. Glaubt dieser Werbung nicht. Also, weiß ich nicht. Das finde ich eine komische. Ich finde, das ist eine wahnsinnig praktische Funktion und es spart im Zweifelsfall ein bisschen Geld, dass ich nicht die Werbung an Leute ausspiele, die definitiv bei mir nichts kaufen werden, weil sie bei mir arbeiten.

01:00:16 Gavin Karlmeier

Ich mag das aber total, dass du als Chefredakteur nicht so desillusioniert bist, dass du annimmst, dass 200. 000 Mitarbeiter in der Deutschen Telekom alle hinter ihrem Unternehmen stehen.

01:00:26 Torsten Beeck

Nee, da gibt es bestimmt auch Leute, die hätten da was zu zu sagen. Die sind aber hoffentlich smart genug, das nicht auf Metaplattformen zu machen im Zweifelsfall. Aber Ja, wie gesagt, es gibt ja echt große Unternehmen. Ich kann es mehr, ich finde es, ich finde es eine total gute Funktion machen.

01:00:45 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin von dir irgendwie überzeugt. Ich verstehe das. Ansonsten bringt WhatsApp jetzt die Möglichkeit, dass du mehrere Accounts auf dem iPhone gleichzeitig hast. Also Dual Account Support on the iPhone für WhatsApp.

01:00:59 Torsten Beeck

Das finde ich tatsächlich auch super praktisch. Das hat man bisher irgendwie gelöst, indem man nochmal WhatsApp for Business parallel installiert hat, um noch eine andere Nummer mit sich rumzuschleppen. Also im Grunde genommen ist das vor allen Dingen die Lösung für Leute, die mit einer Dual-Stim-Lösung, also nicht Firmennummer und Privatnummer auf einem Handy benutzen. Da konnte man im Grunde genommen alles parallel betreiben. Bis auf WhatsApp. Und man hat dann irgendwie mit WhatsApp für Business gab es dann irgendwie so quasi den Hack zu sagen, okay, dann mache ich das mit der anderen Nummer. Dann war das aber immer so ein bisschen komisch, weil dann stand er auch so hier, benutzt WhatsApp für Business, irgendwie auch so ein bisschen Weiß ich auch nicht, klingt so ein bisschen halbseriös, irgendwie nur, wenn man quasi so als Einzelperson so WhatsApp vor Business-Nachrichten. Ja, ja, ist irgendwie. Weiß ich auch nicht. Insofern finde ich das ziemlich gut. Ist wirklich hilfreich. Auch gerade Leute, die irgendwie in unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Telefonnummern unterwegs sind und so, das macht schon ganz viel Sinn.

01:02:00 Gavin Karlmeier

Ja, und ab Juni gibt es dann ja auch die Möglichkeit, dass man Usernames nutzt statt Telefonnummern. Und dann ist es sowieso völlig unproblematisch. Warum man zwei Accounts haben könnte, zum Beispiel.

01:02:13 Torsten Beeck

Ja, stimmt. Aber wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich glaube, dass immer noch die Telefonnummer immer noch lange sehr, sehr wichtig sein wird für WhatsApp, weil das einfach sehr gelernt wird.

01:02:23 Gavin Karlmeier

Das glaube ich auch. Hundertprozentig. Tja, bevor wir uns jetzt in noch bevor wir die ICQ-Kurven machen, habe ich noch eine kleine. Kleine Versöhnlichkeit, damit wir hier fröhlich in die Woche starten können. . Warte kurz. Versöhnlichkeit des. . Tages. Und jetzt hast du gerade unsere Hakis ja schon hier so doll gelobt und das ist auch vollkommen zurecht, weil wir wahrscheinlich die angenehmsten und besten HörerInnen haben von allen Podcasts, die es da draußen gibt. Und ich will da einen kleinen Hinweis geben, und zwar Jam Ride, that's my fiddle name, ist eine NutzerIn, die bei uns In Spotify, in die Kommentare, unter jeder Episode, in der wir keine Versöhnlichkeit haben, eine Versöhnlichkeit des Tages runterschreibt. Also immer eine gute Nachricht in den Spotify-Kommentaren. Immer von Jamright, that's my fiddle name. Und ich finde das so großartig, dass ich mich einmal dafür bedanken wollte und darauf hinweisen wollte, dass ihr das natürlich auch tun könnt, wenn ihr es wollt. Aber das wollte ich einmal kurz loswerden, bevor wir jetzt zur Versöhnlichkeit des Tages kommen. Und zwar berichtet heise. de. Schon mal gehört, ne? Heise. de berichtet, dass Frankreichs Verwaltung Vorhat einen, also sie haben jetzt einen Fahrplan, die Regierung hat einen Fahrplan für digitale Souveränität vorgestellt und wollen sich schnell von außereuropäischen IT-Anbietern lösen, indem sie zum Beispiel vorhaben, Windows durch Linux zu ersetzen.

01:03:48 Torsten Beeck

Das finde ich tatsächlich versöhnlich, weil da jemand mal offensichtlich etwas tut. Wir sehen das ja momentan so ein bisschen in verschiedenen Bundesländern, dass es so ein paar Initiativen gibt. Wir sehen aber auf der anderen Seite auch, dass man in Bayern das Gegenteil irgendwie macht. Also das ist so, da kuschelt man sehr mit der Industrie, weil man möchte die auch gerne anlocken. Ich finde es super, dass die Franzosen da offensichtlich einen Schritt gehen. Und es ist natürlich in einem eher zentral organisierten Staat vielleicht auch ein bisschen einfacher als in unserer. föderalen Umgebungen, weil wir einfach, weil hier jeder ja irgendwie das sein eigenes Ding dreht, also von, ich weiß nicht, vom Ortsamt. Jedes Ortsamt in Hamburg hat irgendwie ein anderes E-Mail-Adressensystem. Da muss man auch erstmal drauf kommen. Und ja, das ist wild. Und ich finde das erstmal ein sehr, sehr gutes Signal und ich finde es könnte tatsächlich das ganze Thema Linux auch nochmal ganz neu beleben. Ja Also wir sind ja so das offizielle Linux-Fanzine. Ja, wir machen schon eine ganze Menge über Linux. Und ich glaube, im letzten Jahr gab es immer mehr Menschen, die gesagt haben, seht ihr, ich habe es euch doch gesagt, das ist der richtige Weg, nicht abhängig zu sein. Und insofern gehen die Franzosen da in eine interessante Richtung und also das wegzukommen von von Microsoft, wegzukommen von Software, die im Zweifelsfall auch hohe Lizenzgebühren braucht, und wegzukommen von einer US-Zentrierten IT ist auf jeden Fall ein spannender Weg, da sollte man sich mal angucken, wie die Franzosen da vorankommen.

01:05:39 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Um das nochmal so ein bisschen einzuhängen, meine Lieblingszahl. Der Bund zahlt 500 Millionen Euro jedes Jahr an Microsoft für den Betrieb der Infrastruktur. Und du hast eben Bayern genannt, wir haben da. . Lustigerweise bei der Live-Episode in München darüber gesprochen, über diesen Deal zwischen Microsoft und Bayern und dass es da Konflikte drüber gibt. Es war Folge Ihr findet das live in München, Hagnat live in München. Auf jeden Fall gibt es jetzt von diesem Wochenende die Abendzeit und München berichtet das exklusiv. Wir haben sie am Freitag Freitag berichtet, dass Bayern angeblich den Deal mit Microsoft stoppen soll, wie es aussieht. Also das Vorhaben werde aktuell nicht angestrebt, heißt es auf Anfrage der AZ. Also auch da vielleicht. Gibt es da auch nochmal neue neue Entwicklungen in der Sache? Wir werden es bald erfahren.

01:06:30 Torsten Beeck

Ich finde, also man muss immer ein bisschen sagen, wenn man so diese Zahlen hört, 500 Millionen, das sind natürlich unheimliche Summen. Auch wenn man zum Beispiel auf Linux oder andere alternative Software geht, umsonst ist das halt auch nicht.

01:06:45 Gavin Karlmeier

Die Software ist im Zweifelsfall kostenlos.

01:06:49 Torsten Beeck

Der Betrieb dieser Plattform in so einem Umfang und auch der sichere Betrieb und all das, was da so dranhängt, den wird es nicht kostenlos geben. Die Frage ist halt, ist der vielleicht sogar teurer zum Start? Das kann sogar passieren, ehrlich gesagt. Also das aufzubauen und entsprechende Ressourcen aufzubauen, dann entsprechende Fähigkeiten auch überhaupt aufzubauen, das wird am Ende erstmal Geld kosten Und dann sind wir wieder bei der Bequemlichkeit. Natürlich ist das bequemer auf Windows zu setzen und auf Standardbürosoftware, weil man muss niemanden schulen, das braucht man einfach nur einkaufen, dann gibt es irgendwie einen Volumen-Deal. Aber man steckt halt eben auch in einer massiven Abhängigkeit zu sehr, sehr wenigen Unternehmen und insofern. Ist es das vielleicht wert, da erstmal zu investieren und auch Fähigkeiten aufzubauen, halt da noch Alternativen sich umzugucken?

01:07:42 Gavin Karlmeier

Voll. Es ist aber ja auch bequemer, jeden Tag eine Tiefgepizza zu essen, statt mal einen Salat. Aber wenn du das jeden Tag machst, dann hast du auch eine Form von Abhängigkeit. Zumindest eine andere, naja, du weißt, was ich weiß.

01:07:57 Torsten Beeck

Jetzt geht es hier auch noch gegen Dr. Oetker, oder wie?

01:08:01 Gavin Karlmeier

Er ist das Gütersloh geschimpft jetzt nach Bielefeld. Heute reise ich OWL ab. Thorsten.

01:08:08 Torsten Beeck

Ja, ja, ja. Nee, ich finde das wirklich, ich finde es insofern bemerkenswert, weil es in den letzten Jahren ja immer wieder. so einzelne Impulse gab. Und es waren meistens von Einzelpersonen oder es waren dann auch eher Aktivisten und es war dann mal ein Politiker, der gesagt hat, ja, es wäre vielleicht ja mal ganz gut. Aber das bekommt gerade tatsächlich ja eine echte Traktion durch die ganze EU. Und das ist auf jeden Fall spannend und es ist auf jeden Fall auch spannend, dass tatsächlich Linux nochmal komplett aus dieser Nerd-Ecke rauskommen könnte und zum Standard werden könnte.

01:08:45 Gavin Karlmeier

Aber das ist, und das ist dasselbe, ich will, das müssen wir jetzt, das machen wir nächstes Mal dann bei Pinguin drin, das Linux-Update. Aber ich glaube, das Dilemma ist so ein bisschen, dass es da so ein Kommunikationsproblem gibt. Also du hast halt einen Schuss, um einmal in der öffentlichen Wahrnehmung irgendwie stattzufinden. Und wenn du dann abgeschrieben bist als das Netzwerk oder das Betriebssystem der Tüftler und der Schrauber und das ist schwierig zu bedienen und wenn du nicht weißt, was ein Kernel ist, dann sprich nicht mit uns mäßig. dann wird es halt schwierig, das irgendwie nach ein paar Jahren dann doch nochmal irgendwie auf den Tisch zu bringen. Es sei denn, du machst es eben so wie Frankreich hier und die sagen, entscheiden das eben einfach und sagen, das wird jetzt hier auf ein System sein, ihr könnt damit eure E-Mails schreiben, ihr könnt damit eure Dokumente machen. Ihr gewöhnt euch dran, viel Erfolg. Ich glaube, so musst du es eigentlich dann irgendwie doch durchsetzen.

01:09:29 Torsten Beeck

Ja, das Interessante ist ja, dass das vielleicht auch. Begünstigt wird von der Tatsache, dass immer mehr webbasierte Anwendungen einfach verwendet werden. Du brauchst, das hat man ja auch so ein bisschen, also Chromebooks haben ja in Deutschland auch nie irgendwie abgehoben. Aber letzten Endes waren es halt extrem günstige oder gibt es auch immer noch, aber extrem günstige Notebooks mit langer Akkulaufzeit, die irgendwie Internetzugang bieten. Und irgendwie kann man das Wesentliche irgendwie da machen. Und ich sag mal, also wenn man jetzt nicht gerade irgendwie Gaming machen will, dann kriegt man die meisten Dinge, die man so im täglichen Leben braucht, halt irgendwie webbasiert hin. Und dann ist Linux einfach nur die Umgebung, auf der irgendwie der Browser stattfindet. Und da kann man schon irgendwie eine ganze Menge machen und ehrlich gesagt. Für Behörden wäre es wahrscheinlich deutlich einfacher, wegzukommen von Softwareinstallationen, Updates und all diesem ganzen Käse, der da so dran hängt und hin zu sagen, ja, wir konzentrieren uns vor allen Dingen auf Webapplikationen. und bringen Dinge dann direkt auf jedem auf jedem System zum Laufen, was auch die Migration vielleicht ein bisschen erleichtern könnte, weil man wird vermutlich nicht alle PCs, die in Frankreich in den Behörden stehen, an einem Tag aufrüsten können oder umrüsten.

01:10:47 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich nicht. Witzigerweise basiert in Chromebooks oder basiert in Chromebooks auch auf Linux. Nur weiß ich jetzt nicht, ob Google da die perfekte Zuflucht hat.

01:10:56 Torsten Beeck

Nee, absolut nicht. Aber du weißt, was ich meine. Du kannst eben für, ich weiß nicht, so ein Chromebook gab es für 300 Euro oder so und da kommt man schon relativ weit mit, wenn man jetzt nicht gerade irgendwie darauf spielen will.

01:11:12 Gavin Karlmeier

Ja, zum Twitter und hat's gereicht. Thorsten, vielen Dank, Twitter. Vielen Dank, dass du heute hier warst. Ähm, es war wieder ganz fantastisch. Hat mich sehr gefreut. Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche. Vielen Dank, das wünsche ich allen, die bisher zugehört haben, auch. Wir hören uns wieder am Mittwoch. Und dann mit, das hätte ich mir vielleicht mal vorbereiten können, ne? Mit Franziska Blum. Franzi kommt am Mittwoch wieder. Sehr schön, vielen Dank, gute Woche, bis bald, Thorsten, bis bald alle, bis Mittwoch. Tschüss. Ciao, ciao