Haben wir mittlerweile mehr alternative Plattformen, als Menschen, die sie nutzen wollen? Oder ist das Internet wirklich niemals voll?
Wir schauen rein – in die Prozesse, den Prozess, der uns sowieso die ganze Zeit begleitet und in die dystopischste Zukunft, seit es Podcasts gibt.
➡️ Minas und Hagens Podcast “Never Content”: https://nevercontent.de
➡️ Der “Löwe” von Gripsholm Castle: https://en.wikipedia.org/wiki/Lion_of_Gripsholm_Castle
➡️ The New Yorker – Warum Tech Bros jetzt auf Geschmack setzen: https://www.newyorker.com/culture/infinite-scroll/why-tech-bros-are-now-obsessed-with-taste
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Mina!
- Parteien verlassen X
- Krawall-Accounts auf Bluesky und Blocklisten
- Elon Musk vs. OpenAI: Grok mit ChatGPT trainiert
- KI-generierte Webseiten und der "Positivity Shift"
- Grek Brockman im Zeugenstand
- eYou startet offiziell: Alternativen-Müdigkeit?
- TBPN auf X gedowngradet wegen OpenAI-Streit?
- Elon Musks SEC-Verfahren hat ein Ende gefunden!
- Altersverifikation in UK
- Amazon Wunschlisten als Sicherheitsrisiko
- Funktionen & Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Mina Benz
Das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Mena
00:07 Mina Benz
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Mina Benz. Du bist Coachin, du bist Strategieberaterin und du bist Podcasterin. Neu in der Welt der Podcasterinnen und du bist neu in der Welt der Menschen, die in Podcasts übers Internet sprechen. Deswegen freue ich mich, dass ich dich hier. Sozusagen als ich hoffe, du bist das er, der erste, ich bin die erste Position, wo du Gast bist, seitdem du diesen Podcast hast, weswegen ich sagen kann, Exklusivgespräch quasi. . .
00:29 Mina Benz
Ja, total exklusiv. Ich meine, den Podcast gibt es jetzt noch nicht mal eine Woche. Also wow.
00:35 Gavin Karlmeier
Aber der Podcast heißt Never Content. Und ihr gebt das Versprechen, ihr sprecht da über alles, was die Leute mitbekommen, was im Netz passiert und was es mit den Menschen macht. Und ich finde, das machen wir ja auch so ein bisschen, aber ihr seid also beide eine unglaubliche Expertise, weil du Du hast früher mal bei TikTok gearbeitet, du kennst das Internet von innen, bis aber außer tausend Jahr, also wir sind uns auf Twitter gefolgt, glaube ich, da war ich noch so unter 100 Follower gefühlt. Und Hagen Terschüren, mit dem du das zusammen machst, der spricht halt auch sehr viel über sehr schlaue Internetsachen. Deswegen kleine Empfehlung hier direkt zum Start.
01:09 Mina Benz
Dankeschön. Ja, nee, hört rein, also wir werden das nicht so tagesaktuell und top vorbereitet wie bei Gavin hier machen können. Aber, also noch nicht, wer weiß. Vielleicht in der Zeit. Zukunft. Ja, aber wir hatten ja tatsächlich mal einen anderen Podcast, der hieß Tag. Das war ein fantastischer Name. Nur da war ich noch bei TikTok und ja, stellt sich jetzt raus, du kannst nicht so viel über Tech reden, wenn du bei einem Tech-Unternehmen arbeitest. Deswegen waren die Themen sehr begrenzt.
01:40 Gavin Karlmeier
Wer hätte das gedacht?
01:43 Mina Benz
Ja, ich offensichtlich nicht, sonst hätte ich den ja nicht gestartet.
01:46 Gavin Karlmeier
Hast du dann immer wieder so Mails gekriegt wie Minute 7 bis 47 bitte rausschneiden? So?
01:53 Mina Benz
Nee, nee, wir haben halt über so tatsächlich meistens Hardware gesprochen. Also es gibt eine berühmte Folge, da dachte ich, das war auch mit Hagen und ich dachte, Hagen verliert den Verstand, weil wir haben über Kopfhörer geredet. Und er hat mir lauter verschiedene super fancy Kopfhörer und Mikrofone gegeben. Und ich habe immer mal gesagt, ich höre keinen Unterschied.
02:14 Gavin Karlmeier
Ich finde, das gibt es zu wenig im deutschsprachigen Raum, dass man sich auch mal mit so Gadgets und so beschäftigt. Weil ich finde, dass der Aufschrei nicht laut genug ist, warum Sony-Kopfhörer so Namen haben, die keiner aussprechen kann. Die heißen dann immer XMPQ8002. Und dann sagen, das ist der Markt für, das ist der Shit, das ist mega, musst du dir kaufen und du kannst dir nicht unterscheiden von dem XMQ 8001-2, der genauso aussieht. Sowas macht mich wahnsinnig.
02:41 Mina Benz
Ja, aber ob das jetzt so heißen muss wie Gaming Keyboards, würde ja irgendwie Black Widow heißen oder so, das weiß ich auch nicht so genau.
02:48 Gavin Karlmeier
Aber du bist, das muss man auch dazu sagen, jetzt lang genug raus aus TikTok, als dass du darüber sprechen kannst, zumindest über Teile. Und als dass du auch sagst, ey, ich möchte auch über Social Media und die Düsternis von Social Media sprechen, weswegen du hier bist und darüber freue ich mich sehr. Und wir gehen direkt rein. Und zwar gibt es so ein Thema, das so ein bisschen in den letzten Tagen eine große Rolle gespielt hat. Und ich will nicht sagen, ich habe es gejinkst, aber. Ich habe es gejinkst, weil ich habe in der letzten Episode davon gesprochen, dass, äh, oder die Frage gestellt, ist Robert Habeck eigentlich noch auf Ex und warum sind eigentlich noch die Parteien auf X? . . weil Habeck ist ja damals da hingegangen, um zu sagen, wir überlassen den anderen nicht das Feld. Und kurz danach, am Montag, kam die Meldung, dass SPD, Grüne und Die Linke gemeinsam einen Exit angekündigt haben. Sie verlassen gemeinsam Ex unter dem Hashtag Wir verlassen Ex, weil sie ankündigen, dass auf dieser Plattform eigentlich kein Diskurs mehr möglich sei. Sie sagen, X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken, X fördert zunehmend Desinformationen, politische Debatten leben aber von einem Austausch der Menschen erreicht und informiert und deswegen legen wir die zumindest Bundes-Accounts still. Fordern aber hiermit auch auf oder laden ein, dass auch die Landesverbände und die kleineren Verbände und die aktiven PolitikerInnen dieser Parteien ebenfalls ihre Kranz stilllegen, obwohl sie denen das natürlich nicht vorschreiben können. Wie sind deine Gefühle?
04:08 Mina Benz
Ja, also ich habe ich hatte jetzt Ex, allein das zu sagen, fühlt sich falsch an. Für mich ist immer noch Twitter. Ich war seit Anfang 2009 auf Twitter. Und habe meinen Account tatsächlich jetzt im Februar gelöscht, als ich bei Riot weg war, also meinem letzten Arbeitgeber. Da habe ich das tatsächlich im E-Sports-Bereich noch wirklich viel für die Arbeit gebraucht. Und ab dem Zeitpunkt, wo ich es nicht mehr gebraucht habe, bin ich sofort weg. Weil das ist also für mich ein bisschen gefühlt tot. Polarisierende Entscheidungen, die in den Algo einfließen, finde ich, was da so geboostet wird und was nicht. Und natürlich das ganze Problem mit Grog und dem Ja, der Kinderpornografie. Also das ist. Ich kann's verstehen.
05:01 Gavin Karlmeier
Ich finde, also ich finde es deutlich zu spät. Das muss ich in aller Form sagen. Ich habe immer wieder gesagt, ich verstehe, warum zum Beispiel Regierungen noch dort sind, weil sie die Plattform als Oder weil sich diese Plattform für die Digital Diplomacy irgendwie etabliert hat und man genau weiß, andere Regierungen sind eben auch da und dann ist das so ein bisschen die Zielgruppe, für die man dort veröffentlicht. Ich verstehe auch, warum JournalistInnen dort passiv unterwegs sind, um Informationen zu bekommen, wobei man sagen muss, dass die schrecklichen Ereignisse aus Leipzig mal wieder gezeigt haben, dass für diese. . diese Situation von Eilmeldungen, diese Plattform unbrauchbar ist, weil die schnellste Form des dort sich verbreiteten Inhaltes Lügen waren und Desinformation, meistens rassistisch motivierte Desinformation, also schrecklich. ehrlicherweise. Aber besser spät als nie, der Vollständigkeit halber will ich dazu sagen, die SPD hatte schon mal laut angekündigt, der Plattform den Rücken zu kehren. Ist dann aber zurückgekommen vor der Bundestagswahl mit den Worten, damit euch hier kein Ex für ein U vorgemacht wird, die SPD ist zurück. Und naja, jetzt ist sie wieder weg. Heißt aber auch so ein bisschen, vielleicht ist sie bis zum nächsten Bundestaxual auch wieder da. Ich werde das mal versuchen, herauszufinden.
06:17 Mina Benz
Ja, also man verleiht den Plattformen ja auch ein bisschen Legitimität, indem man da drauf ist. Insofern finde ich das gut, dass die Parteien da jetzt weg sind. Ich finde, die anderen Parteien sollten es ihnen gleich tun. und auch von Ex weggehen. Gleichzeitig, ich kann bei Privatpersonen das irgendwie verstehen, dass sie daran festhalten, weil diese Netzwerke sind irgendwie nicht übertragbar. Also wir haben uns jetzt Auf Instagram. Aber die Leute, die ich damals nicht auf Instagram geaddet habe von Twitter, keine Ahnung, wo die sind. Ich weiß gar nicht, wie ich die erreichen soll. Also, falls wir da Mutuals waren, bitte folgt mir auf Instagram.
07:01 Gavin Karlmeier
Ja, also dass das Dilemma des verlorenen Wohnzimmers, dass das kaum aufzufüllen ist und kaum heilt, das haben wir ja schon mal besprochen. Ich bin übrigens, weil du gerade gesagt hast, du hältst an Twitter fest, ich bin ja der Ansicht, dass wir definitiv.
07:15 Mina Benz
Achso, ah, okay, ja.
07:17 Gavin Karlmeier
Sorry.
07:18 Mina Benz
Ich habe mich schon direkt angegriffen gefühlt.
07:20 Gavin Karlmeier
Du hältst an dem Begriff Twitter fest. Ich halte dagegen. dass das Twitter, ich habe mich im Mai 2008 dort angemeldet, also ungefähr nur ein halbes Jahr vor dir. Wir waren so beide Early AdopterInnen. Aber Ich halte an dem Begriff Ex fest, weil ich sage, das Twitter, auf dem ich unterwegs war, das gibt es so nicht mehr. Es gibt eine Plattform, die sieht so ähnlich aus, sie gehört aber einem sehr reichen und sehr problematischen Menschen, warum hört ihr in den letzten 571 Episoden Haken dran? Der aber, über den wir gleich auch nochmal sprechen müssen, der aber die Plattform so kaputt und umgebaut hat, dass es eigentlich nur noch seine Umgebung ist, in der er sich bewegt. Und da will ich gar nicht zu Gast sein. Ich möchte nicht im Wohnzimmer von Elon Musk sitzen und meine Füße auf den Sessel schmeißen. Das geht nicht. Und das ist Ex. Und da habe ich nicht so Lust drauf.
08:09 Speaker 3
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08:23 Speaker 4
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08:43 Gavin Karlmeier
Was das Ganze aber jetzt angestoßen hat, ähm, ist. Finde ich interessant und unter mehreren Aspekten, dass es ganz viele Krawall-Accounts gibt, die auf X und wahrscheinlich auch zu Twitter-Zeiten dir auch schon bekannt waren, zumindest in Teilen, die sich jetzt Blue Sky-Accounts gemacht haben. weil sie sagen, ähm, wir rennen den Linken hinterher. Dazu gehören zum Beispiel Julian Reichelt und sein Krawallmedium. Dazu gehört aber auch Benedikt Brechtgen, den man vielleicht noch aus Twitter-Zeiten kennt, weil der auch damals schon mit extrem Positionen aufgefallen ist. Und dadurch, dass sie eben dort alle Accounts auf der sehr transparenten Plattform Bluska erstellt haben, und zwar insofern transparent, als dass man sehen kann, wer sie blockt. Und wer Ihnen folgt, und das mit Hilfe von relativ einfachen Tools, wissen wir viele interessante Dinge. Zum Beispiel Clemens Wasters hat sich einfach mal angeschaut, wer folgt denn eigentlich News, dieser Krawallplattform von Julian Reichelt. Und der hat festgestellt, im Moment sind so ungefähr 1000 FollowerInnen, das ist Wirklich gar nicht mal so viel, wenn man das mit der Reichweite von X vergleicht, wo man auch fragen muss: wer verhandeln die Leute auf X? Aber er hat eine Analyse gemacht zum Zeitpunkt, als es noch 471 FollowerInnen waren, von denen 402 Accounts In weniger als 24 Stunden davor neu erstellt wurden. Das heißt, sie bringen quasi ihr Krawallpublikum mit zu Blue Sky, aber die Leute, die auf Bluesky da sind, haben ganz offensichtlich kein Interesse daran, sich anzuschauen, was News dort tut.
10:12 Mina Benz
Ja, also ich meine, wenn man nichts zu tun hat, keine Ahnung. Ich ähm Also ich habe sowieso schon so viele Accounts. Ich glaube, ich habe sogar einen Blue Sky-Account. Ich habe auch was auf Mastodon, aber ich benutze die nicht und ich weiß auch ehrlich gesagt meinen Zugang nicht mehr. Aber es spricht ja dann dafür, dass man relativ einfach auch rüberwechseln kann und die politische Debatte und Diskussion dann einfach auf Bluesguy führen kann.
10:39 Gavin Karlmeier
Ja, wobei es fraglich ist, ob Julian Reichelt und Co. tatsächlich das Ziel einer politischen Debatte haben. Oder, also seine Ankündigung auf X liest sich wie folgt, mein heiliges Versprechen an die Linken in einem Jahr ist Bluesguy voll mit Inhalten, die sie mit ihren zarten Gemütern nicht aushalten. Also da muss man schon sagen, ist das wirklich ein Interesse an politischem Diskurs oder ist das nicht einfach nur rumnerven? Ich will da aber direkt einen Punkt anknüpfen, weil auf Blue Sky gehen gerade extrem viele Blocklisten um. Und diese Blocklisten. Die kannst du abonnieren und dann blockst du alle, die in diesem Umfeld sind, oder je nach Blogliste bloggst du auch alle Menschen, die News folgen. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das tatsächlich ein kluger Weg ist. Also ich weiß, dass es Keinen Sinn macht, News zu folgen, klar. Aber es gibt doch auch durchaus Menschen, die aus Gründen der Medienbeobachtung zum Beispiel mitkriegen wollen, was da passiert. Ob man denen folgen muss oder nicht, kann man zur Diskussion stellen. Ich würde es nicht tun, weil ich denen auch nicht die Gunst geben möchte, diese Zahlenästhetik zu spüren, dass ich ein Follower mehr bin. Aber das Problem ist halt, du blockierst halt damit im Zweifel sehr viel Beifang mit, den du eigentlich gar nicht erwischen möchtest, glaube ich.
11:51 Mina Benz
Also ich habe gerade so ein krasses. Gefühl, als ob wir in der Zeit zehn Jahre zurückreisen. Sorry, das waren doch auch so Diskussionen, die hatten wir schon 2016. Also ich hatte ja, ich habe sogar mal einen Artikel darüber geschrieben, ich glaube für weiß, weil ich irgendwie 16. 000 Leute, ja, drei Nullen am Ende, geblockt hatte auf Twitter. Weil ich nämlich auch so Blocklisten abonniert habe und ich habe es auch nicht bereut. Das war für mich einfach sehr angenehm, die Plattform dann zu nutzen. Also meine Meinung dazu ist, wenn man Journalistin ist oder jemand, der sich damit beschäftigen möchte, dann hat man bestimmt so viel Medien Skills, dass man sich gegebenenfalls einen alternativen Account macht und dann nicht mit seinem Klarnamen und gegebenenfalls Renommee dann als Follower der Plattform dastehen muss. Weil ich glaube, ich fände das jetzt zum Beispiel schon etwas bitter, wenn ich jetzt weiß ich nicht. Anne will oder Weil, ja, also irgendwie renommierte Dunja Hayali, irgendwie renommierte JournalistInnen als Follower bei News sehen würde. Das würde mich schon ein bisschen Ärgern.
13:06 Gavin Karlmeier
Ja, ich kann das schon voll verstehen. Ich blocke halt nicht. Ich ertrage halt auch den Schrott, aber das sehe ich so ein bisschen auch als mein Als mein Opfer, das ich bringe. Aber ich kann das auch verstehen, wenn wir das machen. Ich wollte zumindest diesen einen Gedanken mal reinbringen. Also Ben Brechtkin, den ich eben schon mal erwähnt habe, der kommt gerade auf 14. 000 Blockierungen, was interessant ist, weil der hat längst nicht so viele FollowerInnen dort, aber das ist genau das, was vielleicht dann auch als Währung funktioniert. Und zumindest als Signal, dass man sagt, ey, geht doch wieder zurück zur Ex. Ihr habt euch da doch wohl gefühlt, ihr habt da doch die Leute, die euch zuhören.
13:42 Mina Benz
Aber vielleicht haben die ja auch Angst, dass jetzt Ex wirklich komplett an Relevanz verliert, was sie auch tut.
13:47 Gavin Karlmeier
Und das ist nämlich der zweite Punkt. Das finde ich auch interessant. nämlich, dass das ein bisschen auch ein Prädikat für Blue Sky ist, dass man sagt, Blue Sky hat jetzt damit eine kritische Masse erreicht, eine kritische Größe erreicht, bei der auch diese Leute, die Zwietracht säen wollen, nicht mehr ignorieren können, was dort stattfindet, möglicherweise.
14:08 Mina Benz
Ja, also es wäre auf jeden Fall Blue Sky zu wünschen.
14:12 Gavin Karlmeier
So, so ist das. Ich nehme dich direkt mit in eine kleine Rubrik. Ich habe das jetzt, wir haben da einen kleinen Jingle von Magdalena Pulz gesungen. Den habe ich jetzt, den musste ich jedes Mal überarbeiten, weil immer mehr Hakis geschrieben haben. Man hört sie nicht, wie sie singt. Mal gucken, ob es jetzt ist. Magdalena Pult singt und das. Ich glaube, sie war sich nicht ganz klar, was damit passiert, wenn sie singt.
14:32 Speaker 5
Ein Verfahren! Ein Ei verfahren!
14:37 Gavin Karlmeier
Und zwar geht es um den Prozess zwischen Elon Musk und Open AI. Ich habe in den letzten Episoden ja schon mal so ein bisschen angeschnitten, was eigentlich der Hintergrund ist. Kurzfassung. Elon Musk war Gründungsmitglied von OpenAI, hat da Geld reingesteckt, OpenAI hat dann irgendwann angefangen, Geld zu verdienen und in der Version von Elon Musk Haben sie ihm damit das Geld gestohlen in der Version aller anderer? Und auf Grundlage der Beweismittel muss man sagen, naja, eigentlich ist das Problem von Elon Musk, dass OpenAI ohne Elon Musk Geld verdient, weil er gerne CEO geworden wäre und man ihm diese Chance nicht geben wollte. Jetzt gibt es zwei Dinge, die neu rausgekommen sind im Laufe dieses Prozesses. Ich fange mit der einen Geschichte an, die ich super interessant finde. Und zwar lassen sich aus den Aussagen von Elon Musk lässt sich ableiten Dass Groc, die KI von XAI, offensichtlich destilliert wurde oder trainiert wurde mit einem Destillat aus ChatGPT. Wer nicht ganz weiß, was das ist, das bedeutet, du lässt einen Chatbot, der nicht so leistungsstark ist wie ein anderer Chatbot, Chatbot, dem leistungsstärkeren Chatbot immer mal wieder Fragen stellen. Und zwar in ganz großen Stil, extrem viele Anfragen, um daraus dein eigenes Modell nachzutrainieren oder zu trainieren eben. Und vor Gericht kam jetzt eben raus, dass offensichtlich dieses Prinzip der Destillation bei Grog Anwendung gefunden hat. Und zwar Mit Angriff auf Chat-GPT. Das heißt, Grog wurde trainiert mit Daten, die in Chat-GPT liegen.
16:04 Mina Benz
Das erklärt so einiges, würde ich sagen.
16:06 Gavin Karlmeier
Aber auch vieles nicht. Aber auch vieles nicht. Natürlich, Grog wurde dann immer dazu gesagt, ja, aber du musst so argumentieren wie unser Herrscher, wie unser Führer Elon Musk, damit dieses Narrativ der Faktenlage rausgerechnet wird. Ja, das ist erstmal die erste Erkenntnis aus diesem Prozess. Gefühle? Hast du Gefühle dazu? Oder geht's so?
16:30 Mina Benz
Also, ich habe mich heute noch gefragt, weil du hast mir ja so ein bisschen geschickt zur Vorbereitung, worüber du reden möchtest und was so interessant ist. Und da gab es ja auch, ähm, ich weiß nicht, es vorwegnehmen, aber da gab es ja auch einen, ähm eine Erkenntnis, dass irgendwie ein Drittel des Webs mittlerweile KI ist oder KI erstellt. Und ich frage mich halt so ein bisschen, wenn du irgendwann nur noch diese ganzen Chatbots sich an sich selber trainieren lässt. Was kommt denn dann raus? Also das muss doch irgendwann wieder abfallen. Weil jetzt werden sie ja damit, dass die Modelle alle besser werden, aber irgendwann kippt es doch. Irgendwann werden die doch dann einfach nur noch schlechter
17:11 Gavin Karlmeier
Ja, natürlich. Also Jan Delay hat doch schon gerappt, wer Hip-Hop macht und nur Hip-Hop hört, betreibt Inzucht. Und das ist, ist genau das Problem. Also, wenn du nur synthetische Inhalte hast, die auch nicht mehr überprüft werden zwischendurch, dann wird es natürlich immer schlechter. Und es gab Hinweise darauf, dass die Ausgaben von KI-Chatbots mit der Zeit schlechter wurden. Sie kämpfen das stark gegen an und ich schätze, dass das in den aktuellen Versionen ein bisschen besser ist. Aber es ist trotzdem bemerkenswert. Ich erinnere mich übrigens daran, dass wir hier ganz am Anfang, als Grog gestartet ist, mal Screenshots hatten, dass Leute als Antwort bekommen haben von Grog. dass das gegen die Richtlinien von OpenAI verstößt, was man dort vom Chatbot erwartet hatte. Und wir das damals schon so ein bisschen als Hinweis darauf gedeutet haben, das wissen wir jetzt ein bisschen genauer. Ich mache einen kleinen Einschub dazwischen, weil du es gerade angesprochen hast, und zwar berichtet Future Zone über eine Auswertung. Bei dieser Auswertung kam jetzt eben raus, dass etwa 35% aller neuen Webseiten, die online gehen, mit KI generiert wurden. Ich bin ein bisschen überrascht, weil ich viel mehr gedacht hätte, ehrlicherweise. Ich hätte gedacht, also den Inhalt weiß ich nicht, aber das Generieren und die Software und den Quelltext und alles. Das ist doch so viel einfacher geworden, das eben mit Vibecode zu machen, dass durch die schiere Menge eigentlich der Anteil hätte viel höher sein können, in meinem Gefühl.
18:32 Mina Benz
Ja, also es ist ein bisschen die Frage, was das heißt, mit KI generiert. Also es ist so in ein Stück Text mit KI geschrieben, es zählt die Webseite dann schon rein. Zettest nur rein, wenn sie gecodet wurde mit Claude. Also, was genau bedeutet das?
18:45 Gavin Karlmeier
Ja, das kann ich dir leider auch nicht so leicht beantworten. Also dahinter steckt das Team vom Imperial College London, das Internet Archive und die Stanford University. die mithilfe des Internet Archives eine Stichprobe genommen haben, um das Internet zwischen August 2022 und Mai 2025 genommen haben, um sie auszuwerten, umzugucken. Wie viele der dort lesbaren Texte KI generiert sind? Es gab die Wahrscheinlichkeit, komplett KI generiert, KI gestützt und von Menschen geschrieben. Und interessant ist aber eine andere Erkenntnis, sie haben keinen maßgeblichen Wahrheitsverfall festgestellt. Also statistisch gesehen gibt es nicht mehr falsche Fakten oder falsche Aussagen oder falsche Fakten, Behauptungen als vorher. Davon sind Sie selber überrascht, meinte das Team gegenüber VO von Media. Sie konnten aber feststellen, dass sich der Ton verändert hat. Also Sie sprechen von einem Positivity Shift. Die Texte im Internet sind deutlich steriler und künstlich fröhlicher geworden als zuvor.
19:42 Mina Benz
Ja, toll.
19:43 Gavin Karlmeier
Toll, ne? Es geht noch weiter. Sie sagen auch, es gibt eine Verwässerung, also insgesamt gibt es weniger Inhalt auf mehr Tag. Nee, sagen Sie nicht. Es gibt nicht weniger Inhalt auf mehr Text. Du hast mich so in dieses Thema reingeschmissen, sonst hätte ich mich noch vorbereiten können. Also es gibt nicht weniger Inhalt auf mehr Text an der Stelle. Aber. Es gibt immerhin eben die Aussage, dass alles positiver geworden ist, aber nicht falscher im Internet. Wenigstens das. Zurück zu Elon Musk und zu seinem Destillieren. Das Ding ist. Dass man das jetzt so problematisieren möchte, dieses Destillieren von KI-Chatbots. Dabei muss man aber auch sagen, dass das meiste an Inhalt, was jetzt zum Beispiel in OpenAI drinsteckt, in Chat-GPT drinsteckt, Sind keine Inhalte, an denen OpenAI Rechte hätte. Also das Urheberrecht an dem Chatbot oder an den Trainingsdaten Können sie eigentlich gar nicht beanspruchen, weil sie ja gar keine Urheberrechte an den Inhalten hatten, die sie da oder keine Nutzungsrechte an den Inhalten hatten, die sie da reingeschmissen haben. Ich finde, das ist so ein bisschen so eine bigotte Diskussion, jetzt zu sagen, ja, das kann man aber nicht machen. Finde ich.
20:48 Mina Benz
Ich finde es eigentlich, also das auch, aber was ich eigentlich krass finde, ist, dass es so peinlich ist für Ex und Grog, weil der Qualitätsabfall zwischen Chat-GPT und Grog ist ja schon wirklich massiv. Und gerade am Anfang war der ja auch noch massiver. Und wenn man sich jetzt überlegt, also sie haben es eigentlich mit ChatGPT trainiert. Und wie haben sie es dann trotzdem geschafft, dass es so schlecht geworden ist?
21:13 Gavin Karlmeier
Es ist ein bisschen wie: Du baust ein Haus, aber als einziges Vorbild hast du das Haus, das gegenübersteht. So, und dann versuchst du das halt so nachzubauen.
21:22 Mina Benz
Es klingt so ein bisschen wie diese, kennst du das in Museen, wenn die dann nicht wussten, sogar von ganz früher, es gibt so einen so einen Löwen und die wussten nicht, wie ein Löwe aussieht und dann haben sie den irgendwie. . ein bisschen witzig zusammengesetzt und dann sieht das so ein bisschen absurd aus.
21:35 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das kenne ich leider an dich.
21:37 Mina Benz
Nein. Okay, muss ich dir nachliefern, vielleicht für die Show Notes nachher.
21:40 Gavin Karlmeier
Ja, kannst du gerne für die Show notes nachliefern oder wenn ihr es bei Campfire FM hört, könnt ihr jetzt wahrscheinlich ein Bild von diesem Löwen sehen. But it's not the wassiert ist in unserem Verfahren, über das wir hier sprechen, sondern folgendes noch passiert: Greg Brockman ist in den Zeugenstand getreten. Das ist der Präsident von OpenAI. Also sozusagen der Typ neben oder über oder unter oder um Sam Altman herum. Und Wir beziehen uns ja immer auf Elizabeth Lopeto, die für The Verge diesen ganzen Prozessbegleit die ganze Zeit dort sitzt. Und also sie war ziemlich entsetzt von der Beweis. Auf Beführung, wie soll man sagen, von der Aussage von Greg Brockman, weil sie sagt, er versprüte die Energie eines Debattierclubs aus der Highschool. weil er eigentlich auf jede Rückfrage oder Frage der Anwälte immer mit so Spitzfindigkeiten geantwortet hat. Er hat so hauptsächlich Dinge geantwortet wie. So würde ich das nicht bezeichnen, so würde ich das nicht sagen. . Das klingt nach etwas, das ich geschrieben habe, kann ich es im Kontext sehen. Und aber auch, wenn ihm Beweismittel von Musks Anwalt Morlow vorgelesen wurden, dass er ihn immer pedantisch korrigiert hat. Also wenn dann ein Wort wie ein oder der fehlte, dann hat er das eingefügt, um klarzustellen, dass das kein vollständiges Zitat ist, weil der das Wort ein fehlt. Und Naja, am Ende ist es ja auch ein Prozess, der eben von der Jury mitentschieden wird, die am Ende vermutlich auch so Faktoren wie ist er mir sympathisch, ist er mir glaubwürdig und so sich beziehen wird. Und das finde ich schon interessant, dass der dann so Korinthenkacker-mäßig unterwegs ist.
23:13 Mina Benz
Der klingt für mich wie so die alte, Riege. Seniorige, also nicht im Sinne von seniorisch alt, sondern seniorisch von erfahren, IT-Spe-Spezialisten. Ja, also wenn man irgendwie so 2015, 2012 Diskussionen hatte mit irgendwelchen Krassen Nerds aus der Millennial-Altersgruppe oder Gen X, dann war das, also dann finde ich, war das genauso pedantisch, Korinthenkacker, nein, aber da hast du noch dieses Detail vergessen. Es schockt mich ehrlich gesagt nicht so.
23:47 Gavin Karlmeier
Also noch ein Beispiel auf die Frage, ob Microsofts 10-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI, das größte finanzielle Ereignis bei OpenAI gewesen sei, antwortete Brockman, es sei die einzige 10-Milliarden-Dollar-Investition gewesen.
24:00 Mina Benz
Naja, es könnte natürlich auch sein, dass er einfach sehr, sehr intensiv gedrillt wurde von Legal und oder Comms und er einfach Deswegen sehr exakt ist.
24:12 Gavin Karlmeier
Ja, was aber interessant ist, was vielleicht so auf das Verfahrensende oder die das Ergebnis dieses Prozesses vielleicht schon Hinweise gibt. Dass Greg Brockman auf seinem Computer Textdateien geschrieben hat, die sein Tagebuch waren. Und die wurden als Beweismittel zugelassen. Und da hat er. Also Lopetto schreibt, sie offenbaren, Brockmans Gier und Opportunismus um das Jahr 2017 herum. Also sie, er schrieb dort so Dinge wie Es wäre falsch, Elon Musk eine gemeinnützige Organisation wegzunehmen, ohne es in eine B-Corporation umzuwandeln. Das wäre moralisch ziemlich verwerflich und er ist ja nun kein Idiot. Oder hat vorgeschlagen, vielleicht sollten wir es, sollten wir einfach zu einem gewinnorientierten Unternehmen werden, Geld verdienen klingt ja toll Was eine tolle Aussage ist, er hat da drin auch drin gestehen, als zentrale Frage, wie komme ich an eine Milliarde Dollar? Das war so einer der Sätze, die in diesem Tagebuch irgendwie zentral immer wieder aufgegriffen wurde. Woraufhin Musks Anwalt gefragt hat, warum er dann nicht 29 Milliarden seiner 30 Milliarden Dollar an OpenAil als gemeinnützige Tochtergesellschaft gespendet habe, wenn er dann nur eine Milliarde Dollar Haben wollte. Also, das ist so das Niveau, auf dem sich dieser Prozess hier die ganze Zeit bewegt. Und jedes Mal, wenn wir darüber sprechen, denke ich so. What? Was geht da los? Also es sind alles so Menschen, die irgendwie nicht so viele Gespräche mit Menschen sonst führen, offensichtlich
25:38 Mina Benz
Also ich meine, wie komme ich an eine Milliarde Dollar? Könnte auch in meinem Manifestation-Tagebuch stehen.
25:44 Gavin Karlmeier
Und? Hast du schon einen Weg dazwischen stehen?
25:47 Mina Benz
Nee, ja doch, jetzt Podcast, ne?
25:50 Gavin Karlmeier
Klar. Also ich kann dir sagen, 572 Episoden reichen für die Milliarde noch nicht.
25:55 Mina Benz
Verdammt.
25:57 Gavin Karlmeier
Naja. Vielleicht wird TVPN einfach so drei Stunden am Tag Livestream machen. Vielleicht wäre das die Lösung.
26:02 Mina Benz
Ja, ach also ich meine, wer braucht so viel Geld? Wer braucht eine Milliarde? Das ist meine Meinung. Niemand braucht so viel Geld.
26:09 Gavin Karlmeier
Ich würde da zustimmen.
26:12 Mina Benz
Nee, also es ist schon, ich meine, das sind natürlich auch alles Menschen und oder nur Menschen Aber die haben irgendwie dann, also das Ausmaß, worüber sie dann petty werden und kleinlich und womit sie dann ihre kleinen Kriege führen. Also, das Level ist einfach so absurd. Und das, also einerseits macht es die Leute natürlich menschlich, aber andererseits denkt man auch, okay, also ihr habt auch keine anderen Probleme, offensichtlich.
26:40 Gavin Karlmeier
Ich glaube, da hast du recht. Ich glaube, das ist das, was die ganze Zeit hängen bleibt. Weil wir ja auch wirklich auf so einem. Egal. Du hast recht. Ich nehme uns mal hier wieder raus aus dieser ganzen kleinen Gerichtsabteilung.
26:54 Speaker 5
Ein Erfahrung, ein Ecken. Ei verforen!
27:00 Mina Benz
Bleibt im Ohr.
27:02 Gavin Karlmeier
Toll, ne? Ist ein Hit, oder? Ein sogenannter Banger. Vielleicht kriegen wir einen Banger-Award dafür. Also, wenn der Deutsche Podcast Award die Kategorie Beste Musik für einen Jingle gehabt hätte, wäre nominiert gewesen.
27:15 Mina Benz
Ja, Grammys auch. Also, wenn bei Grammys irgendwann ein Podcast-Jingle kommt.
27:19 Gavin Karlmeier
Ich finde gut, dass du nicht so klein denkst. Nicht Deutschland.
27:22 Mina Benz
Sonst kommt man nicht an die Milliarden. Vielleicht deswegen hast du die noch nicht.
27:25 Gavin Karlmeier
Vielleicht könnten wir eine Super Bowl-Halftime-Show einfach bespielen. Ansonsten eine ganz spannende Beobachtung und zwar haben wir hier in diesem Podcast öfter schon über EU gesprochen Das ist das Netzwerk, wir waren ja gerade so in der Welt der Alternativen und Blue Sky. Ich habe gleich noch eine kleine Maskmeldung, aber die drücke ich ein bisschen weg. Über EU gesprochen. Und EU ist jetzt. offiziell gestartet. Am gestrigen Dienstagmorgen ist EU offiziell an den Start gegangen und braucht keine Warteliste mehr. Ihr erinnert euch, dass es das Netzwerk ist so ein bisschen Facebook-y ist, also kannst Bilder posten. Texte posten und während du was postest, wird mit Hilfe eines KI-Systems dein Post auf Tatsachenbehauptungen überprüft. Es gibt also direkte KI-Fakten-Checks in deinem Post. im System. Es ist so ein bisschen Grog Is This True, aber als Netzwerk. Und das ist, wie gesagt, am gestrigen Dienstag gestartet und der Post Threadmanufaktur, ich will das jetzt nicht nur aus Eitelkeitsgründen vorlesen, aber ich mache es trotzdem vor allem aus Eitelkeitsgründen, dass ich den Post vorlese. Threadmanufaktur schreibt nämlich: der für mich beste Indikator ist der Account von Gavin Karlmeyer. Das ist schon mal ein sehr guter Satz. An der Stelle habe ich gesagt, okay, ich lese weiter. Sein Account ist sicherlich Anlaufstelle Nummer 1 für die meisten. Auch das dachte ich für, aha, weiter, weiter. Nee, aber dann wird es interessant. Zum Launch von EU ist sein Follow-Account in den ersten Stunden um 0 gestiegen. Da sollten Vidium und Co. genau hinschauen, denn das Interesse scheint versiegt. Und ich will diesen Punkt, der da drin hängt, den will ich gerne mit dir besprechen. Ob wir eine alternativen Müdigkeit verspüren. Ob diese, weil gleichzeitig kann man dazu sagen, am Samstag startet W Social in die Test. Phase. Das heißt, das Netzwerk geht zumindest für eine ausgewählte Gruppe von NutzerInnen live. Auch darüber haben wir hier schon gesprochen. Wir hatten auch Anna Zeiter, die CEO hier schon im Interview. W Social ist das Netzwerk, für das du dich mit Personalausweis verifizieren musst, um es zu nutzen. Oder mit einer Mit einem behördlichen Dokument. Auf jeden Fall, jetzt gerade sprießen so diese ganzen oder wachsen diese ganzen Samen aus dem Boden, die die letzten Monate da reingesteckt wurden. Und Ich finde die Beobachtung so interessant, dass es vielleicht einfach, dass die Leute keinen Bock mehr haben oder vielleicht auch keinen Speicherplatz mehr auf dem Telefon haben, sich mit einem weiteren Netzwerk zu beschäftigen.
29:40 Mina Benz
Ja, also da habe ich ziemlich viele Gedanken zu. Wie kurz soll ich mich fassen?
29:48 Gavin Karlmeier
Brauchst du hier nicht.
29:49 Mina Benz
Also ich als jemand, die ja auch eine Plattform für das Nutzerwachstum verantwortlich war von TikTok, und ich musste da jetzt aber unabhängig von TikTok an, was denken, was eine Chefin vor fast 20 Jahren mal, als ich bei Bayer war, gesagt hat, und zwar ohne Nutzen keine Nutzung. So, und was ist denn jetzt der Nutzen, den du bekommst? Ich meine, bei Twitter war das offensichtlich, dass du Die Möglichkeit hattest, eigentlich mit jeder Person in Kontakt zu treten, konntest irgendwie jeden anschreiben und am Anfang war es ja auch fast nur textbasiert. Du hattest Netzwerke. Es gab immer wieder diese Hashtags, worunter sich alle gesammelt haben, wo du Leute relativ einfach finden konntest. Es war sehr, wirklich sehr, sehr netzwerkbasiert. Und das ist auch, glaube ich, noch der Grund, warum einige das auch noch nutzen. Du hast dann dein Journalismus-Mediennetzwerk, du hast bestimmte, ich glaube, bestimmte Fangruppen, Communities nutzen das noch und so weiter. Dann hast du Instagram, da ging es erst um Bilder, du hast Reddit wie so ein Diskussionsforum, du hast Tumblr aus einem anderen Nutzen. Was ist denn jetzt der Nutzen? Von diesen ganzen neuen Netzwerken. Was ist, was ist, weil als Alternative zu, das ist ja nichts, womit du den Mainstream abholen kannst. Ja, da kannst du die paar Leute wie uns vielleicht noch bekommen, die sich, die irgendwie Tech und Social Media affin sind, die sich dafür interessieren. Aber Also, weiß ich nicht, meine Cousine, ja, oder meine Nachbarin, was ist dann der Vorteil? Was ist der Nutzen, den sie davon hat, sich da anzumelden? Du müsstest dir ein Netzwerk komplett wieder alles von neu aufbauen. Es gibt nicht so etablierte Hashtags, es gibt vielleicht dann noch eine. geringere Nutzerschaft, es gibt keine Communities, keine Trends, es gibt für dich vielleicht auch, also alles ist ja schon abgedeckt, wenn ich Bilder posten will, wenn ich meine Freundeskreise bedienen will, dann habe ich bestimmte Netzwerke, die das schon leisten. Ja, oder ich habe eine WhatsApp-Gruppe. Also, es gibt so viele Möglichkeiten. Das heißt, es fehlt, finde ich, so ein bisschen an dem zusätzlichen neuen Nutzen, der dann eintritt. was das dann interessant macht. Und wenn du jetzt sagst, direkt Fakten, Faktencheck, während du es machst Also, das ist für mich so der absolute Humorkiller. Und warum sollte ich in ein Netzwerk gehen, wo es keinen Sarkasmus und keine Ironie gibt und keine Witze, keine Parodien, kein also Sorry, ich will es nicht ranten, ich will es nicht schlechtreden, ich war da noch nicht drauf.
32:31 Gavin Karlmeier
Ich finde, nee, das ist ja auch richtig. Aber es gibt so. Man stößt ja schnell an diese, es gibt so mehrere Beobachtungen, die wir über die Jahre gemacht haben, nämlich zum Beispiel, dass es eigentlich immer ein wichtiges Kriterium war, dass es Login-Effekte die über den reinen USP der Funktion hinausreichen. Also nehmen wir Clubhouse zum Beispiel. Clubhouse war für vier Wochen spannend, weil es neu war. Und dann waren Leute auch wieder weg. Snapchat hatte ein ähnliches Problem, glaube ich, so um 2016 herum, weil sie vor allem Storys angeboten haben. die dann aber eben in allen Netzwerken angeboten wurden. Und es gab wenig Argumente, Snapchat weiter für die Storys zu nutzen, wenn man nicht das gleiche auch bei Instagram hätte machen können, wo eigentlich alle Leute schon waren, die man kannte und die nicht sich neu zusammensuchen musste.
33:15 Mina Benz
Weißt du, was ich meine? Ja, aber weißt du, was das Ding ist, warum Leute Snapchat nutzen? Es ist halt eine Sexting-App.
33:22 Gavin Karlmeier
Ja, ich meine diesen einen Hype um 2016 herum.
33:26 Mina Benz
Ja, klar, genau, aber das ist ja dann der Lasting-USP, ne? Du hast ja irgendwas, womit du die Leute ursprünglich mal logst und dann ist es vielleicht auch mal Hype für eine Zeit lang, aber dass du wirklich ein konsistentes Wachstum hast und eine Nutzung. Ich meine, Snapchat ist, glaube ich, in den USA auch nochmal anders, weil es da halt sehr verbreitet ist und dann hast du diesen Social-Effekt, ne? Dann alle deine Freunde sind da drauf. Also, das ist vielleicht das, was hier WhatsApp ist.
33:56 Gavin Karlmeier
Also ja, Netzwerkeffekte sind, glaube ich, da ein Riesenfaktor und ein Netzwerk funktioniert immer nur dann, wenn ein Netzwerk funktioniert und Leute gehen da nur hin, wenn Leute da hingehen und so diese Dilemmata hast du da überall immer, hundertprozentig. Aber die Frage, die du da damit so ein bisschen auch vielleicht, vielleicht habe ich die auch reingelesen, vielleicht hast du sie gar nicht gesagt, aber reinschmeißt, ist ja eine Frage, die man sich auch stellen muss, die wir die Internetkinder der alten Schule sind. ist vielleicht einfach das Zeitalter der Vernetzung auch vorbei. Haben wir vielleicht gar keinen Bock mehr, neue Menschen kennenzulernen. Kenne ich jetzt genug Menschen und reicht mir dann vielleicht LinkedIn. um meine Kontakte zu pflegen und alles andere kann dann bitte Entertainment werden. Und dann muss man ja die Frage stellen, wenn wir über europäische Alternativen sprechen, warum wir dann über. . häufig textbasierte Plattformen sprechen, warum wir häufig über und der USP ist dann, oder anders, der USP ist dann immer eine Facette, die diese häufig textbasierten Plattformen Verändern. Also, du kommst damit ausweis rein, die Inhalte werden KI-mäßig gefakten checkt und so weiter. Aber vielleicht ist das gar nicht das, wonach die Leute lechzen.
35:00 Mina Benz
Also ich glaube, das hat viel mit dem algorithmusbasierten Feed zu tun. Weil selbst wenn du jetzt Leute, wenn du dich mit Leuten vernetzen möchtest, du kommst in den meisten Feeds ja gar nicht mehr deine Freunde und so weiter ausgespielt. Also nimm dir TikTok, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob es das nur gibt, weil ich immer nur meine For You-Page benutze, aber es gab eine Zeit lang auf jeden Fall einen dedizierten Freundesfeed. So, und da hast du dann nur Videos von Leuten gesehen, denen du gefolgt bist. Und ansonsten hast du ja nur Algo. Was könnte, also was sagt das System, was interessant ist oder was trendet gerade? Und das ist ja bei X jetzt auch passiert. Das ist bei Instagram passiert. Und das heißt, wenn du jetzt lauter Leuten folgst und du findest die interessant, dann siehst du die aber nie in deinem Feed. Wie soll denn dann ein Vernetzungseffekt entstehen? Also ist der Vernetzung in Algofeeds ist Vernetzung eigentlich irrelevant. Ja, genau. Du kannst es nur noch höchstens vielleicht in Kommentaren, wo dann vielleicht Kommentare von deinen Freunden oder so höher angezeigt werden. Oder du kannst sehen, wer was geliked hat, was auch ein bisschen creepy, das sind dann mal andere Probleme. Aber ansonsten kriegst du das ja gar nicht mehr mit. Und das setzt dir auch voraus, dass du mit Leuten befreundet bist, die erstmal auch bei anderen Leuten kommentieren oder die selber Content machen, wie gut du denn findest oder nicht. Ich meine, bei Instagram, bei Reels, kannst du Reals testen, indem das absichtlich Leuten gezeigt wird, die nicht deine Follower sind und deine Freunde sind, damit du quasi erstmal eine richtige Chance hast, Und wenn du irgendwie, je nachdem, was für CreatorInnen du fragst, auf TikTok, dann raten die dir, dass du deine ganzen Freunde wegblocken sollst Damit du eine bessere Chance hast, also ich weiß nicht, ob das stimmt, weiß ich wirklich nicht, viral zu gehen. Und ich glaube, das hat das ganze, dieses ganze Networking, und selbst wenn es Twitter jetzt noch gäbe, wenn die einen ähnlichen Feed eingeführt hätten wie X, Ich glaube, dann wäre die Plattform trotzdem auch den Bach untergegangen, weil dieses schöne, vernetzte, und also das gibt es eigentlich nur noch auf Tumblr. Nein, wirklich!
37:20 Gavin Karlmeier
Die Tumblr-Tür können wir jetzt nicht auch noch aufmachen.
37:22 Mina Benz
Sorry, ist okay. Special Place in my heart. Shoutout an Tumblr.
37:30 Gavin Karlmeier
Was wurde eigentlich aus dem Medium diese kleine Blogging-Plattform?
37:35 Mina Benz
Das ist eine gute Frage. Also ich meine, Clubhouse war ja auch schon ein guter, Honourable Menschen.
37:40 Gavin Karlmeier
Ist immer noch da. Ich kriege jeden Tag eine Push-Nachricht, dass Tine Wittler auf. Clopperhouse Live ist.
37:46 Mina Benz
Was?
37:46 Gavin Karlmeier
No joke.
37:47 Mina Benz
Ich schwöre, dass es Werbung
37:52 Speaker 3
Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
38:06 Speaker 4
Mit den KI-K K-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos
38:20 Speaker 5
Digital an ihrer Seite.
38:25 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall, ich habe gerade kurz TBPN reingeschmissen, über die haben wir ja auch mal gesprochen, weil das ist diese dreistündige Livestream-Show, die jeden Tag auf X gestreamt und von OpenAI gekauft wurde. Damit sind sie so ein bisschen zum Haus- und Hofberichterstatter von OpenAI geworden. Bislang gibt es noch keine maßgeblichen großen Veränderungen, aber die werden Vermutlich kommen. Also irgendeinen Grund muss dieser Kauf ja gehabt haben. Ich glaube, es ging um 100 Millionen Dollar, wenn ich mich nicht vertue. Und jetzt gibt es aber Hinweise darauf. Dass Clips von TBPN auf X in diesem Foryou-Algorithmus downgerankt werden und weniger stark ausgespielt werden, wegen des Streits zwischen X und OpenAI.
39:04 Mina Benz
Ach, Elon Musk.
39:09 Gavin Karlmeier
Es gibt übrigens, und ich freue mich schon den ganzen Tag. diese Meldung jetzt hier zu verkünden, weil ich fahre jetzt etwas nach Hause, das uns seit Jahren begleitet. Und zwar vor ungefähr ziemlich genau vier Jahren. Hatte ein bisschen mehr sogar noch, 24. März 2022, hatte Elon Musk angekündigt, dass er Teile von Twitter kauft. Er damals waren das ein paar Prozent, die er gekauft hat. Etwas mehr als fünf. Und hat das aber ein bisschen zu spät angekündigt, als er ankündigen müssen. Deswegen hat ihm die Börsenaufsichtsbehörde SEC Yarelang forge had dammit had Elon Musk bewusst the action course niedrig gehalten on his self the mic to billiger to the colour. ist nie, hat nie stattgefunden, weil Elon Musk, ich schätze jetzt, das ist möglicherweise eine satirische Übertreibung ungefähr 9000 Mal nicht erschienen ist. Also jedes Mal, wenn er vorgeladen wurde, war er nicht da, weil er irgendetwas anderes zu tun hatte und so weiter und so weiter. Und jetzt. Halleluja! Ist dieses Verfahren eingestellt worden gegen eine Zahlung von 1,5 Millionen US-Dollar? Das ist im Verhältnis 1,5 Millionen US-Dollar zum Vermögen von Elon Musk. Es ist ungefähr so viel, als würdet ihr den kleinen alten Jackenknopf, der euch mal abgefallen ist und seitdem im Portemonnaie liegt, als Strafe zahlen müssen. Ungefähr so viel ist es in der Verhältnismäßigkeit. Aber damit ist dieses Verfahren zumindest zu Ende und wir müssen uns nicht mehr darum auch noch Gedanken machen, wie das jetzt eigentlich früher oder später zu Ende geht. Trotzdem, Bloomberg zitiert die SEC und sagt, es ist die höchste Strafe, die je für ein solches Vergehen bezahlt wurde.
40:47 Mina Benz
Ja, das ist halt wieder dieses Problem mit Milliardären, ne? Dass die Verhältnismäßigkeit einfach nicht passt. Und man merkt auch irgendwie, dass selbst in den USA, wo es ja hohe Strafzahlungen ja auch möglich sind, Schadens, Schmerzensgeld, Schadensersatz und so weiter, ist ja wirklich Viel höher möglich als hier in Deutschland. Aber selbst die sind nicht darauf vorbereitet, das in irgendeine Verhältnismäßigkeit zu setzen.
41:11 Gavin Karlmeier
Ja, also 100 pro nicht. Und die Frage ist aber auch, was hätten wir denn hier als richtig empfunden? Also mal abgesehen von dem persönlichen Interesse daran Dass es dir das Urteil gegeben hätte, bitte mach den kauf rückgängig. Denk mal, es ist so, weißt du?
41:28 Mina Benz
Ja, also ich kaufrückgängig fände ich gut. Einfach, also fände ich einfach super witzig. Und dann am besten auch noch irgendwie so fünf Jahre Trading-Verbot für Elon Musk.
41:43 Gavin Karlmeier
Ja, das ist verhältnismäßig. Und vor allem ist das eine Strafe, die du ja mit Geld auch nicht auffiegen kannst.
41:49 Mina Benz
Genau.
41:50 Gavin Karlmeier
Ja, das finde ich konsequent. Das finde ich gut.
41:54 Mina Benz
Stellt mich ein für Strafideen in anderer Länder Justizsysteme, die ich nicht studiert habe.
42:03 Gavin Karlmeier
In Großbritannien gibt es ja auch schon jetzt eine Altersverifikationspflicht für Inhalte, die erst ab 18 geeignet sind. Also wenn du dort Kind bist und zum Beispiel auf Porno-Webseiten gehen möchtest, dann musst du dort angeben, dass du volljährig bist und musst dich auch irgendwie Alters nachweisen. Dass das zum Beispiel damit geht, dass du so eine Videospielfigur filmst, also ein Avatar in einem Spiel, den du mit deinem Controller bedienen kannst und guck mal nach rechts und guck mal nach links mäßig. Darüber haben wir schon mal gesprochen, aber jetzt gibt es ein paar mehr Informationen, und die sind. Hilarious. Und zwar gibt es eine Untersuchung und es wurde untersucht, ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen. Dafür wurden 1000 Kinder und deren Eltern in Großbritannien befragt. Und das Ergebnis war, die haben zwar in Teilen auch positive Auswirkungen durch den Online Service Safety Act, Online Safety Act festgestellt. Haben aber die Altersverifikation eher als leicht umgehende Hürde, als als Schutz wahrgenommen. 46 Prozent der Kinder haben angegeben, die Alterskontrollen seien leicht zu umgehen. Nur 17% haben gesagt, sie sind schwer zu umgehen. Also fast die Hälfte. Gleichzeitig sagen 32 Prozent, Sie haben tatsächlich schon mal solche Hürden umgangen. Und weißt du, wie sie das gemacht haben? Ich weiß nicht, ob du den Text gelesen hast.
43:23 Mina Benz
Nee, bitte erzähl's mir.
43:25 Gavin Karlmeier
Also, sie haben eine Videospielfigur genommen, das habe ich gerade schon mal erzählt. In anderen Fällen gaben Kinder ein falsches Geburtsdatum an, haben den Ausweis einer anderen Person genutzt oder es gab mehrere Fälle, in denen sich Kinder einen Schnurrbart ins Gesicht gemalt haben, um die Alterserkennung zu täuschen.
43:45 Mina Benz
Ja.
43:46 Gavin Karlmeier
Also, wie nah sind wir in der AGI, wenn ein Computer einen aufgemalten Schnubbart nicht erkennt?
43:52 Mina Benz
Ähm, also ich meine, ja gut, das äh, darüber habe ich in unserer ersten Podcast-Folge bei Nevercontin letzte Woche gesprochen, dass sich AGI ist für mich, also ich glaube nicht, dass ich das in unserer Lebenszeit noch sehen werde. Kurzer Einwurf. Aber ich, ja, also Schnurrbart, Videospielfigur, also Videospielfigur schockiert mich eigentlich mit am meisten. Weil das müsste ja eigentlich erkenntlich sein, dass das nichts Reales ist. Weil klar gibt es auch wirklich. Spiele, die so auf realistisch gemacht sind, The Last of Us oder so. Aber selbst da müsste man doch erkennen, dass das keine echten Personen sind.
44:35 Gavin Karlmeier
Müsste.
44:37 Mina Benz
Ja, also ich ja, okay.
44:41 Gavin Karlmeier
Mina, wir reden hier. Aber ich meine, vielleicht mal Schnurrte. Aufgemalte Schnurrte.
44:46 Mina Benz
Das ist wirklich, das finde ich, das finde ich wirklich geil, irgendwie. Also ich wäre jetzt auch gar nicht drauf gekommen So mein Alter zu täuschen. Also, wenn du jetzt dein Alter täuschen müsstest, oder was würdest du machen? Also, ich wäre nicht darauf gekommen, mir einen Schnurrbart aufzumalen.
45:02 Gavin Karlmeier
Das Problem ist, ich bin ja in einem Alter, wo man sich eher jünger faken müsste. Und ich würde tatsächlich den Bart abmachen als erstes. Also vielleicht liegt es doch nah. Ich weiß es auch nicht. Aber ich finde es großartig. Übrigens hat Internet.
45:15 Mina Benz
Mit so einem Monokel am besten. Fände ich auch cool bei Kindern, weißt du, so. So wie dieser von Monopoly. Oh, das ist übrigens ein Mandela-Effekt. Vielleicht haben Sie die auch gezeigt, vielleicht haben Sie die Monopoly-Spielfigur gemacht.
45:26 Gavin Karlmeier
Oh, das ist auch gut. Ich glaube, der Monopoly-Mann hatte nie einen Monokel. Ich glaube, das ist der Mandela-Effekt.
45:32 Mina Benz
Meinst du?
45:34 Gavin Karlmeier
Oder täusche ich mich da? Ich habe das Gefühl, wir haben ja mal drüber gesprochen, warte mal. Monokliman, Monopel. Monopel. Nee, hatte der nicht. Aber wir glauben das alle. Ist voll geil.
45:51 Mina Benz
Die Frage ist ja dann, ne, sorry, aber wenn man solche Sachen, wenn das alle glauben, das sind doch dann super Sachen, die dann in die KI gehen können.
46:00 Gavin Karlmeier
Wie meinst du, dass die KI daraus sein?
46:03 Mina Benz
Ja, nee, nee, dann, wenn jetzt irgendwie genügend KIs dann irgendwann sagen, ja, der hatte einen. Monokel, dann muss man sich auch über Mandela-Effekte, dass die Aussterben, nie Sorgen machen.
46:13 Gavin Karlmeier
Dann werden wir immer weiterleben. Wir wissen von dem Seepferdchen hier, über das wir hier vor gefühlt einem Jahr gesprochen haben, dass der Mandela-Effekt auch vor Chatbots keinen Halt macht. Also das könnte funktionieren. Wenn man jetzt eine verhältnismäßig ungut trainierte KI fragen würde, sag mal, hat der Monopolyman einen Monokel? Ist super schwierig auszusprechen. Dann könnte ich mir vorstellen, dass sie ja sagen. Also vor anderthalb Jahren hätten die wahrscheinlich noch zumindest ab und zu mal Ja gesagt. Ich glaube mittlerweile nicht mehr. Ich glaube, das ist weitgehend raus trainiert worden, sowas.
46:44 Mina Benz
Ich meine, vielleicht sind es auch einfach nur meine Vorurteile gegenüber Kapitalisten, dass die alle einen Monokel haben.
46:51 Gavin Karlmeier
Ich war lange nicht mehr in der Bank, aber meinst du, sie tragen da alle Monoke? Übrigens.
46:56 Mina Benz
Nein, nein, nein. Also die müssen ja schon jetzt von, ja, nee, die Tech-Milliardäre unserer Zeit. Oh gut, die sind ja auch nicht in Banken, aber. Die tragen ja dann Sneaker und.
47:06 Gavin Karlmeier
Das finde ich einen interessanten Punkt. Da habe ich so ein Stück drüber, ich glaube, gelesen, darüber, dass das nächste Ding der Milliardäre eigentlich Geschmack ist. Also das so Taste in Mode und so. Modeverständnis, dass das das nächste Ding ist, um zu simulieren, dass man noch ein Verständnis für die Menschen hat bei diesen ganzen Superreichen und dass man das so ein bisschen auch an der Wandlung von Mark Zuckerberg in den letzten drei Jahren beobachten kann. Wo habe ich denn das gelesen? Habe ich das bei euch gehört? Nee.
47:31 Mina Benz
Nee, leider nicht.
47:33 Gavin Karlmeier
Ich finde das mal raus. Ah, The New Yorker, White Tech Bros are now obsessed with taste.
47:40 Mina Benz
New Yorker oder Never Content.
47:43 Gavin Karlmeier
Ich packe euch den Text mal in die Shownotes. Ich fand das irgendwie eine interessante Beobachtung. Und deswegen müssten wir anfangen, die Monokel cool zu machen, damit in zehn Jahren Elon Musk und Mark Zuckerberg mit Monokeln anfangen.
47:56 Mina Benz
Ja, also wenn du dich das nächste Mal Alters ausweisen musst für eine Pornoseite, dann.
48:02 Gavin Karlmeier
Übrigens, Internet Matters hat auch herausgefunden, dass 17% der befragten Eltern zugegeben haben, ihren Kindern aktiv zu beim Umgehen der Altersbeschränkung zu helfen. Neun weitere Prozent haben einfach weggeschaut dabei, was so ähnlich ist. Also auch ein Viertel hilft dabei, dass diese Verifikationsprinzipien nicht funktionieren, was ja erstmal Ein weiteres Indiz dafür ist, dass man vielleicht genauer über diese Verbote sprechen sollte.
48:27 Mina Benz
Wie alt waren die Kinder denn so? Ab wann haben die die angefragt?
48:32 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall unter 18. Mehr kann ich dir zumindest aus dem Text von The Register, den mir hier vorliegt, nicht ableiten. Ne, es steht da leider nicht drin. Naja, soviel dazu. Es gibt übrigens eine Geschichte, über die ich schon seit Wochen hier sprechen wollte, die ich aber jetzt heute mal platzieren möchte, weil ich die irgendwie interessant finde, aber auch so wahnsinnig. Gefährlich. Und zwar geht es um Amazon. Und es gibt eine Masche. Also du kannst ja bei Amazon so Wunschlisten erstellen. Und mit dieser Wunschliste, die kannst du rumschicken können, Leute dir Geschenke schicken. Und das ist für viele, die das jetzt gerade hören, keine gute Idee, wenn ihr nicht möchtet, dass eure Adresse bekannt wird. Denn bislang war es so, dass du in diese Wunschlisten nur Artikel packen konntest, die von Amazon selbst verschickt wurden. Jetzt ist es aber so, dass es dort auch die Möglichkeit gibt, dort Marketplace-Artikel in diese Wunschlisten einzufügen. Und damit ist es möglich, theoretisch selber einen Marketplace-Account zu machen. diesen Wunschlistenartikel zu verschicken und damit die Adresse der beschenkten Person rauszufinden. Was super fatal für CreatorInnen ist, die halt einfach nur dieses Tool angelegt haben.
49:40 Mina Benz
Aber gibt es da, ist das automatisch Opt-in oder kann man das auswählen? Weil ich weiß, dass es bei Amazon schon länger auch so Drittanbietermöglichkeiten gibt bei den Wunschlisten und da kann man dann auswählen, ob man das Teilen möchte oder nicht.
49:53 Gavin Karlmeier
Also bislang konntest du externe Händler ausdrücklich ausschließen. Diesen Filter gibt es jetzt nicht mehr.
49:59 Mina Benz
Oh, wow.
50:00 Gavin Karlmeier
Mhm.
50:05 Mina Benz
Naja, also ich meine, um zu den Melde Meldeadressen Leider ist es ja in Deutschland auch so, dass es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, aber du kannst ja relativ einfach auch eine Adresse anfragen.
50:18 Gavin Karlmeier
Du kannst aber so ein Sterfermerk reinsetzen, ne?
50:21 Mina Benz
Ja, aber das ist relativ schwer, auch den zu bekommen. Je nach Bundesland.
50:25 Gavin Karlmeier
Ja, da bin ich nicht so drin.
50:28 Mina Benz
Ja, ich schon. Frau im Internet und so, schon länger.
50:31 Gavin Karlmeier
Naja, vielleicht löscht du schnell deine Amazon-Wunschliste an der Stelle.
50:36 Mina Benz
Na, ja, also ich f aber das, also ich finde das wirklich nicht so gut, dass sie diese Option jetzt einfach weggenommen haben, dass man das nicht mehr Dass man kein Opt-out mehr machen kann.
50:48 Gavin Karlmeier
Ja, es ist super fatal und man fragt sich, warum. Aber diese Emotionen. Die behältst du dir jetzt bei, weil ich nehme dich mit in eine andere Rubrik und die heißt so Funktionen und Emotionen. Was lese ich aus deinem Gesicht?
51:08 Mina Benz
Ich, ich, äh, also es war eine kleine Achterbahn, weil dieses Funktionen und Emotionen ist sehr sachlich, aber dieses ist so leicht. Das ist so dieses das Fröhliche, was vielleicht auch die KIs meinten bei den Webseiten.
51:21 Gavin Karlmeier
Meinst du, ich bin auch künstlich positiv?
51:24 Mina Benz
Weiß ich nicht. Kommt jetzt auf die Funktionen und Emotionen an, die du mir teilst.
51:28 Gavin Karlmeier
So ist es. Ich stelle dir neue Funktionen von Plattformen vor und du darfst mir deine Emotionen dazu in aller Pracht. Ja, fantastisch. Wir bleiben nämlich bei Amazon. Und Amazon hat ein neues Podcast-Feature. Du kannst jetzt bei jedem Produkt, das du siehst, einen Podcast im amerikanischen Bereich, hier noch nicht, einen Podcast abspielen lassen, bei dem sich zwei Menschen über die Vor- und Nachteile dieses Produktes unterhalten. Hier in diesem Beispiel hat Katie Notopoulos zum Beispiel einen Podcast gehört über einen Amazon Basics Office Tucker mit der Möglichkeit, 1000 Tackernadeln zu halten.
52:10 Mina Benz
Also, es klingt wie etwas, ich stelle mir das unfassbar witzig vor, wenn man 16 ist und high oder betrunken.
52:19 Gavin Karlmeier
Stimmt.
52:19 Mina Benz
Ich glaube, dann ist das das Witzigste, was es auf der Welt geben kann. Ansonsten ist es wie Personal Hell.
52:27 Gavin Karlmeier
Ja, voll. Also Katie Notopoulos schreibt für Business Insider. Falls das verwirrend klingt, hier ein Beispiel. Ich habe einen Podcast über eine Wundschutzcreme gehört. Zwei Moderatoren unterhalten sich über die Vorzüge und Bewertungen eines bestimmten Produktes und man konnte sogar Fragen zum Produkt einreichen, die die Moderatoren dann beantworten. Ein perfekt konzipiertes und völlig menschenleeres Format.
52:50 Mina Benz
Aber vielleicht kriegst du da endlich die Antworten zu deinen Sony-Kopfhörern.
52:54 Gavin Karlmeier
Oh, das ist eine sehr gute Idee. Oh, das gefällt mir sehr gut.
53:01 Mina Benz
Nee, also meine Emotion ist von der CIA irgendwie etabliert, so als keine Ahnung, ein Folterinstrument oder so.
53:11 Gavin Karlmeier
Um als Methode, um nicht mehr zu erkennen, wann Menschen echt sind. Das Spannende daran ist aber, Punkt 1. Dass das ja im Grunde mit Notebook LM von Google ja schon so ähnlich, ewig existiert, wo du irgendwelche wissenschaftlichen Texte einfügst und dann unterhalten sich zwei Leute lustig über diesen Text als Podcast. Hier halt jetzt nur total auf dieser Verbraucherebene. Punkt 2 hatte, wer war das denn? Entweder Wondery oder Audible vor einem Jahr ungefähr so eine Subbrand gegründet mit dem Ziel Ich glaube, 1000 Podcasts pro Tag zu starten, die alle KI generiert sind, weil sie gedacht haben, wenn jeder Podcast davon noch fünf Leute erreicht, haben wir im Kern mehr Reichweite als mit den Podcasts, die wir jetzt gerade haben. Als eine Amazon-Tochter hat das gestartet. Und ich frage mich so ein bisschen, ob das hier Teil dieser Strategie ist, ob das aus demselben Labor kommt an der Stelle.
54:02 Mina Benz
Ja, das könnte sein. Und ich meine, vielleicht auch für Leute, die einfach, also dieses Second Screen, dass du eigentlich was anderes machst und gar nicht mehr so gut. Mehr Zeit hast, irgendwie Zeit verbringen möchtest, Sachen selber zu lesen. Und dann gehst du auf eine Seite und anstatt jetzt zu recherchieren, ist dieser Drucker der richtige für mich, hörst du dir dann irgendwas an Für mich persönlich Albtraum, aber es gibt bestimmt auch Leute, die gerne die Kontrolle da abgeben möchten. Aber warum man sich dann vielleicht nicht einen Tech-Podcast anhört, wo die besten Drucker des Jahres besprochen werden oder so, keine Ahnung, aber
54:37 Gavin Karlmeier
Du kannst halt keine Wunschschutzcreme in einem Tech-Podcast erwarten.
54:40 Mina Benz
Okay, ja, ich habe schon wieder zu anwendbare Beispiele benutzt.
54:46 Gavin Karlmeier
Soll ich meinen Take machen, wenn das Schule wird? Dann wird das Reddit irgendwann auch bringen. Weil Reddit mit den Reddit Answers hat jetzt schon so ein ähnliches Tool auf Schriftform. Also du kannst bei Reddit in so ein KI-Chatbot reinschreiben, wo soll ich. . Keine Ahnung, ich fahre nach Mailand in Urlaub, welche Restaurants soll ich mir angucken? Und dann kriegst du dann eine Auswahl ausgewählt aus allen möglichen Subreddits, die in der Vergangenheit dieses Thema irgendwie aufgegriffen hatten und Threads und eben aufbereitet. Das könnte ich mir vorstellen, wäre so eine Richtung.
55:16 Mina Benz
Also, woran ich gerade denke, weil ich will das gar nicht, eigentlich will ich es gar nicht in die Existenz sprechen. Aber ich denke gerade so, vielleicht gibt es ja irgendwann einen Podcast, der persönlich ist, basierend auf deinen Chat-GPT-Verläufen. Oh Gott. Also du benutzt ChatGPT und dann jeden Morgen gib dir ChatGPT so einen Podcast mit Themen, die dich interessieren könnten.
55:41 Gavin Karlmeier
Bring hier bitte nur.
55:42 Mina Benz
Nur für dich persönlich. Ja, ne? Ich weiß nicht, also warum ich noch nicht Milliardärin bin, das frage ich mich.
55:47 Gavin Karlmeier
Vielleicht sind wir gar nicht echt. Vielleicht ist Haken dran schon genau das seit Jahren. Vielleicht kommen wir auch von Inception Point AI. So hieß nämlich die Firma. Übrigens nicht von Wondery selber gegründet, sondern von einer früheren Wonder-Executive, nämlich Janine Wright. Und der Plan war 5000 Podcasts mit 3000 Episoden pro Woche. Preis 1 Dollar pro Episode. Das war das Versprechen. War im letzten September, also ein bisschen mehr als ein halbes Jahr her. Wir wissen nicht, was daraus wurde. Ich weiß nicht, ob die hier hinter dieser Idee stecken, aber.
56:15 Mina Benz
Hm. Schlechte Nachrichten für alle, all die Leute mit Podcasts.
56:22 Gavin Karlmeier
Ja, der größte Konkurrent für Hagendrand und Never Content ist Podcasts über Taca und Wundschutzcreme.
56:31 Mina Benz
Was ist das Absurdeste, was du jemals auf Amazon bestellt hast?
56:38 Gavin Karlmeier
Was ist denn absurd für dich? Kannst du es sofort beantworten?
56:46 Mina Benz
Ich glaube, also worüber, was ich mir witzig vorstellen könnte als Pro und Contra, ist so Insektenschutzmittel. Gegen Wollläuse oder so auf Pflanzen.
56:57 Gavin Karlmeier
Es hält die Insekten ab. Schlecht. Du hast überall tote Insekten. Sowas.
57:03 Mina Benz
Ja, genau.
57:04 Gavin Karlmeier
Finde ich sehr gut. Ich finde das schön, wenn wir das einfach aufnehmen könnten. Pro und Contra über jedes Produkt, das es gibt. Das wäre ein fantastisches Format.
57:11 Mina Benz
Ja, ich mache einfach nie wieder irgendwas anderes in meinem Leben.
57:16 Gavin Karlmeier
Finde ich gut. TikTok hat Updates für den Verifikationsprozess. Dort kannst du, wenn du Musiker bist. und einen Spotify-Account hast oder eine Wikipedia-Seite, in der Verifikation diese Links einfügen und damit möglicherweise schneller dazu beitragen, dass du ein Häkchen bekommst.
57:36 Mina Benz
Wow. Also ich war nicht im Partnerships-Team. Ich hatte mit InfluencerInnen nicht so viel zu tun. Ich bin etwas schockiert, dass es das nicht schon gab, ehrlich gesagt.
57:48 Gavin Karlmeier
Bis offensichtlich nicht.
57:50 Mina Benz
Also, um ja. Also es überrascht mich.
57:58 Gavin Karlmeier
Ich, ähm, okay, dann nehmen wir es.
58:01 Mina Benz
Willkommen in der Zukunft TikTok, I guess.
58:04 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich. Ich kann dazu nichts sagen. Ich habe dazu keinerlei Emotionen. Ich denke mir so, okay. Vielleicht hast du Hitze Emotionen. Patreon arbeitet an einem neuen Modell, das de facto Patreon zum Social Media Network macht, weil du dort eine Art Discover-Plattform hast, die ein bisschen aussehen wird wie die von Subsec. Also eine Art Timeline-News-Feed, auf der du die Inhalte siehst von Leuten, die dir vorgeschlagen werden könnten und reposten kannst, wenn du selber CreatorInnen bist.
58:38 Mina Benz
Ja, ist für mich wieder genauso wie eben, warum nutzt man Patreon? Was denken die Leute, die bei Patreon die Strategie machen? Was denken sie, warum Leute Patreon nutzen? Nicht um AutorInnen finanziell zu unterstützen, auf jeden Fall in weitaus geringerem Maße als so ziemlich alles andere, was du auf Patreon haben kannst.
58:58 Gavin Karlmeier
Warum nutzen Leute Patreon? Was glaubst du?
59:00 Mina Benz
Also ich glaube, dass ganz viel Anteil KünstlerInnen-Support ist. Die typischen künstlerischen Freiberufe. Comic-ZeichnerIn, Fanartists auch ganz viel Abo-Modelle, die sonst, wofür es sonst keine dedizierten Plattformen gibt. Ähm, Communities, Communities für StreamerInnen, für InfluencerInnen, wo es dann Bonus-Content gibt. Das ist die Anwendungsbeispiel. Vielleicht ist es auch nur meine Bubble, weiß ich nicht.
59:35 Gavin Karlmeier
Aber du glaubst, es könnte nicht auch so sein, dass du möglicherweise tatsächlich mehr neue Accounts entdecken möchtest darüber?
59:49 Mina Benz
Das glaube ich nicht. Ich glaube, du möchtest jemanden finanziell unterstützen, wenn du schon die Person kennst. Das kommt ja aus einer. Bindung. Ja, also es ist ja nicht so, dass du wie bei jetzt Nachrichtenseiten mit Paywalls, wo du in Geiselhaft genommen wirst, entweder du zahlst das jetzt oder du kannst absolut nichts lesen. Ich nenne jetzt keine Namen, aber es gibt da genügend Medien, die das zur Hand haben.
01:00:15 Gavin Karlmeier
Was ich übrigens okay finde, bei guter Journalismus muss bezahlt werden.
01:00:21 Mina Benz
Jein, ja und nein, aber kurz um den Querschwierende Gedanken. Also natürlich muss ja gut bezahlt werden, aber ob jetzt alle, also ich finde nicht, dass News, also relevante News hinter Paywalls gehören. weitergehende Reportagen, Analysen und so fein. Aber jetzt nur um eine Tagesnews, die würde ich, also ich persönlich finde, das führt auch dazu, dass Leute sich dann News eben nicht bei traditionellen Medien suchen, sondern bei unzuverlässigen Quellen. Das ist ein kurzer Exkurs. Und ich glaube, bei Patreon ist halt so eine emotionale Bindung zu dem Creator oder der Creatorin schon Notwendig, damit man dann sich finanziell auch committet. Und ob die jetzt entsteht durch einen Discover-Feed, ich glaube eher, dass die über Drittplattformen die Leute zu Patreon finden.
01:01:05 Gavin Karlmeier
Das glaube ich auch.
01:01:06 Mina Benz
Und deswegen bezweifle ich einfach, ob das so viel bringen wird.
01:01:10 Gavin Karlmeier
Ehrlicherweise glaube ich das auch nicht. Und ich glaube auch, dass du zum Beispiel an Substack siehst. Jetzt gerade hat SubSec wieder so einen kleinen Hype und man kriegt es wieder so ein bisschen häufiger irgendwie Mit dass Menschen dort Präsenzen starten, aber der Start der Substack des Coverplattform, ich habe das Gefühl, da haben wir vor über zwei Jahren zweieinhalb Jahren oder so hier drüber gesprochen. Das hat relativ lange gedauert, bis das so das erste Mal irgendwie zum Thema wurde. Und immer noch ist es so, ich folge da so um die 30, 40 Accounts. Dass ich jetzt nicht das Gefühl habe, dass die mir da jeden Tag irgendwelchen krassen Content anbieten. Ich nutze es auch nicht so super viel aus Gründen, die ich hier schon ein paar Mal dargestellt habe. Aber ich bin so ein bisschen. Da sind wir wieder bei dieser Alternativmüdigkeit. Es muss nicht alles immer social sein, glaube ich.
01:01:54 Mina Benz
Ja, und ich glaube, die das ist halt so ein an dem Kern Der Plattform vorbei. Also, wenn du so strategische Entscheidungen triffst, dann muss das ja auch irgendwie, also das wirkt für mich so, oh mein Gott, ja, Substack Hype, wir wollen das jetzt irgendwie, wollen da nichts verlieren. Also ich, ähm Ich glaube, ich hätte es sinnvoller gefunden, sorry, jetzt komme ich wieder mit Tumblr, aber ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn Patreon sich einen Tumblr-Account aufbauen würde, also Patreon die Plattform. wo sie ihre KünstlerInnen vorstellen und zeigen, dass sie irgendwie in der Culture sind Ja, ich glaube, das hätte ich für sinnvoller gefunden und erfolgreicher potenziell als so ein Pure-Product-Feature, das irgendwie nicht an der Kernbasis dran ist.
01:02:48 Gavin Karlmeier
Ich mag, wie du hier so die Stange für Tambler hochhältst.
01:02:52 Mina Benz
Mir ist auch ehrlich gesagt kein anderes Beispiel. Vielleicht Instagram würde auch noch funktionieren. Vielleicht oder Blue Sky.
01:02:59 Gavin Karlmeier
Vielleicht, wenn du nächstes Mal hier bist, liebe Mina. Das war ganz toll. Danke, dass du hier warst. Ich wünsche dir jetzt eine wundervolle Restwoche. Allen, die bis hin zu gehört haben. Auch eine wundervolle Restwoche. Hört euch Never Content an, den neuen Podcast von Mina Benz. Und wir hören uns hier wieder am Freitag mit Shanju-Yun, unserem Haus- und Hofanwalt, der sich Fragen und Antworten nee, nur Fragen stellen wird. Die Antworten gibt hoffentlich er zu allen möglichen Dingen, die ihr so eingereicht habt und die Dinge, die mir dann noch so einfallen. Ich freue mich sehr auf diese kleine Folge und freue mich, dass du hier warst und hoffentlich kommst du bald wieder.
01:03:29 Mina Benz
Vielen Dank für die Einladung hat, sehr schön, es war sehr schön.
01:03:32 Gavin Karlmeier
Gut, danke.
01:03:33 Mina Benz
Tschüss. Ciao. Werbung.
01:03:39 Speaker 6
Hi, Lukas Podolski hier. Als Fußballprofi weiß ich, es läuft nur, wenn du nach den Regeln spielst. Als Vater sehe ich es genauso. Grenzen setzen, die Freiraum geben zum Wachsen. Und was ich gut finde, bei TikTok gibt es über 50 Vorein. Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen für Teenager. Damit können sie die App noch sicherer entdecken. Ihre Konten starten privat. Für alle unter 16 gibt es keine Direktnachrichten und nur Freunde und Freundinnen können ihre Videos kommentieren. Klarer Sieg für alle, mehr Infos gibt es in TikToks Leitfaden. Die Erziehungsberechtigte