BeReal ist wieder da! In Instagram-Form! Mit Instagram Instants versucht Metas Fotoplattform einen weiteren Versuch, uns Fotos zu entlocken. Die Frage ist nur: Wer will das?
Musk dagegen hat klammheimlich xAI in SpaceXAI umbenannt (mit der Frage: Wer will das??) und die EU verhindert offenbar Strafen gegen US-Unternehmen.
In der EU dagegen haben wir mit W Social eine App, die ein Gegenangebot setzen will. Wir reden mit CEO Anna Zeiter und darüber, was es eigentlich braucht, damit eine funktionierende Alternative bekommen.
Wir sehen uns in Berlin!
➡️ Die Big-Tech-Lobbylandkarte des Zentrums für Digitalrechte: https://lobbylandkarte.digitalrechte.de
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Markus!
- Instagram Instants ist da… nur wieso?
- Facebooks Engagement-Boom
- Elon Musks Branding-Chaos
- Elon Musk und das "Open Source"-Versprechen
- Musk gegen OpenAI: Sam Altmans Zeugenaussage
- Big-Tech-Lobbylandkarte
- Ursula von der Leyens Einmischung bei Googles DMA-Strafe
- Die EU gegen süchtig machende Social Media-Designs
- Der Druck für ein Social Media-Verbot für Minderjährige
- Companion-AI: Chatbots als virtuelle Freunde und die Haftungsfrage
- W Social: Interview mit CEO Anna Zeiter
- Highlights der re:publica
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Markus Hallo Gevin. Bei mir ist heute Markus Beckedahl, der Gründer des Zentrums für Digitalrechte, gleichzeitig Mitgründer der Republika, immer noch bis heute, jemand, der bei der Republika vor allem für das Programm verantwortlich ist und deswegen umso erstaunlicher, dass du an diesem heutigen, wenn fairerweise Donnerstagabend Auf, bevor es am Montag losgeht. Hast du überhaupt noch, schläfst du noch im Moment oder wie sieht's da aus?
00:28 Markus Beckedahl
Naja, ich bin ja fürs Programm zuständig und das ist schon lange fertig. Und jetzt haben wir nur noch so letzte Baustellen wie dann fallen mal krankheitsbedingt noch einzelne Sprecher. Weg, die müssen wir dann nachbesetzen, aber dann kann man an den Last-Minute-Aktionen zum Beispiel nochmal ein neues Panel reinbringen. Wir haben jetzt noch Katharina Dröge und Karl Lauterbach unterhalten sich über soll man jetzt X verlassen oder nicht.
00:52 Gavin Karlmeier
Oh.
00:52 Markus Beckedahl
Dienstag, 13. 45 Uhr. Oh. Eine pro- und contra hochrangige Diskussion unter SPD und grünen Politikern.
01:02 Gavin Karlmeier
Das finde ich eine fantastische Idee. Darf man sich da melden und mitdiskutieren? Ich habe da Emotionen.
01:08 Markus Beckedahl
Ja, das kann ich mir vorstellen. Das ist eine halbstündige Session. Also möglicherweise hast du da nicht so viel Redezeit, aber ich bin gespannt auf den Austausch.
01:17 Gavin Karlmeier
Das ist eine sehr gute Idee. Freue mich auch drauf. Wenn ich denn bis dahin überhaupt noch irgendwie wieder im echten Leben ankomme, weil ich verbringe ja meine Zeit jetzt nur noch bei Instagram Instance. Also wir reden nachher nochmal ein bisschen über die Republika, aber. An diesem Feiertag ist, oder ich glaube Mittwochabend schon, Instagram Instance gestartet. Und es ist ein bisschen ein Running Gag in diesem Podcast, weil wir schon im Januar gemeldet haben, dass. . Instagram Instance, der neue Name für Instagram Shots ist, eine Funktion, die bis dahin niemand je gesehen hatte. Jetzt gibt es eben Instagram Instance auch hierzulande, sogar als eigene App, und ich frage dich direkt vorneweg, hast du sie schon ausprobiert?
01:51 Markus Beckedahl
Ich habe davon noch nie was gehört.
01:55 Gavin Karlmeier
Ja, dann erzähl ich dir doch mal ein bisschen was. Also es gibt jetzt eine neue Instagram-App. Die aber auch gleichzeitig im DM-Postfach von Instagram existiert. Und du kannst damit sogenannte Sofortbilder aufnehmen. Was unterscheidet ein Sofortbild von einer Story? Naja, man kann es gar nicht bearbeiten. Du drückst auf den Auslöser und es wird hochgeladen. Es gibt nicht diese Limits wie bei B Real zum Beispiel, dass man sagt, du kannst jetzt drei Fotos posten oder eins oder keinen festen Zeitpunkt, sondern kannst jederzeit und so viele wie du möchtest davon veröffentlichen, kannst du einstellen, ob das alle deine FollowerInnen oder nur deine engen und FreundInnen sehen. Und dann kann man als NutzerIn am Ende einfach so da durchtippen. Also du tippst auf ein Bild und danach ist es immer weg. Dir wird es einmal angezeigt, du kannst keinen Screenshot machen. kannst du kein Screen Recording machen, beides wird geschwärzt. Und ich muss sagen, ein paar Dinge daran sind mir doch schon sehr irritierend aufgefallen. Also vorneweg dass es kein Limit für Fotos gibt, nutzen einige Menschen, denen ich so folge, offenbar so stark aus, dass ich da eigentlich nur noch die ganze Zeit durch die durch einzelne Accounts durchtippe. Es gibt aber keine Profilansichten zum Beispiel und keine Account. Es ist wirklich so eine Companion-App für Instagram, in der du nur diese Fotos siehst. Jetzt hast du Bock auf Instance, oder?
03:07 Markus Beckedahl
Ich habe noch nicht verstanden, wo was wir damit machen. Also möglicherweise bin ich zu alt und ja.
03:13 Gavin Karlmeier
Nee, ich glaube, das ist nicht verstehbar. Also, ich glaube, es erschließt sich einem überhaupt nicht, warum man das tun sollte, außer dass du eben hier die ungeschönte, echte Realität siehst. Und ich habe aber ein paar Gedanken zu dieser App, die ich interessant finde. Der erste Gedanke vorweg, er kommt Es ist so algorithmisch sortiert, wessen Inhalt ich sehe, nicht chronologisch, was ich nicht überraschend, aber nicht intuitiv finde, weil eigentlich fühlt es sich eher wie so eine App an, in der ich so chronologisch durch die schnellsten letzten Fotos tippen sollte. Aber Naja, dann scheint es so, dass diese Fotos nicht nach 24 Stunden verschwinden, sondern dann, wenn du sie löscht, heißt also, man kann sich da auch ganz schön viel. anhäufen und ansammeln, bis man nichts mehr zu sehen hat. Und dass es darin keine Profile und keine Notifications gibt. Und du die Notifications für Likes auf deinen instant Sofortbildern, die du in der Instant-App machst und angucken kannst, in der Instagram-App bekommst, das ergibt alles nicht so richtig Sinn. Und da frage ich mich, warum hat man da nicht nochmal zwei Wochen gewartet, bis das Ding dann gestartet ist.
04:16 Markus Beckedahl
Kann ich die dann irgendwie monetarisieren?
04:19 Gavin Karlmeier
Bisher nicht. Also klar, du kannst auf deinem Instant-Schnellfoto Snickers in der Hand halten und Geld von Mars dafür nehmen, aber ansonsten gibt es bisher keine weiteren Werbungen da drin.
04:30 Markus Beckedahl
Okay, gut. Dankeschön dafür, dass die Direktnachrichten jetzt nicht mehr verschlüsselt sind.
04:38 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. Aber ich habe so ein bisschen den Gedanken. Und ich habe einen kleinen Republika-Teaser direkt, weil am Montag, am späten Nachmittag werden ja Nicole, Dennis und ich unsere Thesen für das Social Media Jahr 2026 in die Welt pusten auf Bühne 2. Und Eine Beobachtung ist, dass diese Beobachtungen oder diese Analysen von Zuckerberg über die drei Epochen, über die wir hier schon so oft gesprochen haben, dass die erste Epoche die Vernetzung war, die zweite die des Entertainments, die dritte der synthetischen Inhalte. Kleiner Teaser schon mal, dass die hier an der Stelle so ein bisschen zusammenschmilzt, weil ich ja jetzt hier wieder eine App habe, die auf Vernetzung setzt, in einer App, die ansonsten eigentlich auf Entertainment setzt. Gleichzeitig haben wir in der letzten Episode auch über die stärkere Bindung zu CreatorInnen von Instagram gesprochen und ich habe so das Gefühl, man probiert gerade so aus, ob man als Instagram vielleicht doch davon profitiert, wieder zurück in die Welt der Vernetzung zu gehen. Ich kann es nicht final urteilen, ob das so ist, aber diese App ist schon bemerkenswert.
05:39 Markus Beckedahl
Also, okay, jetzt habe ich es verstanden. Also, das ist jetzt die Antwort darauf, dass Instagram zu sehr mit AI-Slop voll gemüllt ist, dass man jetzt nochmal wieder zurückgeht zu etwas, wo dann Creators wieder als reale Menschen sich inszenieren können.
05:53 Gavin Karlmeier
So lese ich das, ja genau.
05:56 Markus Beckedahl
Okay.
05:59 Gavin Karlmeier
Aber gleichzeitig finde ich auch interessant, dass das so eine App ist, die so aufs Gucken optimiert ist, dass man gar nicht interagieren möchte. Es gibt da kleine Buttons, so Emojis unten. Aber da habe ich so überlegt, dass es eigentlich in der Entwicklung aller sozialen Netzwerke eigentlich so eine Skala gibt, in der man entscheiden muss, was möchte ich stärker inzentivieren möchte. Möchte ich das Erstellen von Content inzentivieren oder die Reaktion auf Content, den es bereits gibt? Also möchte ich das dass die Leute da eigentlich nur Videos gucken und dann so ein bisschen kommentieren und weiterschicken? Oder will ich Leute dazu animieren, selber Content zu veröffentlichen, eventuell auf Kosten der Interaktion, die dieser Content mit sich bringt? Finde ich irgendwie. Eine spannende psychologische und philosophische Frage, an der wir uns vielleicht nochmal irgendwie ein bisschen ausführlicher abarbeiten müssen in Zukunft
06:42 Markus Beckedahl
Ja, aber hoffentlich nicht heute.
06:45 Gavin Karlmeier
Heute haben wir noch ein bisschen andere Sachen zu tun, aber ich schreibe mir das mal auf für später auf Wiedervorlage. Gleichzeitig beobachtet Mand Navera einen unglaublichen Engagement-Boom auf Facebook, also Dash Social, beobachtet in ihren Daten, dass sich das Engagement auf Facebook verteidigt, Doppelt habe, die Views um 65% hochgegangen sind und Klicks von Facebook um 36% hochgegangen sein. Das finde ich doch erstaunlich. Ich weiß nicht, bist du so jemand, der die Facebook-Stange hochhält oder verbringst du deine Zeit eigentlich nur auf Chip?
07:18 Markus Beckedahl
Ich bin tatsächlich jetzt in letzter Zeit ab und zu nochmal bei Facebook gewesen, weil ich festgestellt habe, so bestimmte Sachen wie beispielsweise Musikankündigungen, Konzertankündigungen kriege ich vor allen Dingen über Facebook Noch mit. Aber das mit den Engagements, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich habe ja jetzt auch ab und zu nochmal Inhalte gepostet rund um die Repos. Oder vom Zentrum für Digitalrechte, aber da habe ich so gut wie keine Reaktionen bekommen. Also da habe ich selbst auf Chip mehr Reaktionen bekommen.
07:49 Gavin Karlmeier
Ich habe bei Chip das Gefühl, das ist ein bisschen ausgeplätschert gerade.
07:55 Markus Beckedahl
Ja, ich hab da, also ich kann mir noch vorstellen, dass nächste Woche auf der Republika selbst das von vielen als Echtzeitenmedium genutzt wird, weil Wir haben ja sonst eigentlich kein richtiges Echtzeitmedium mehr, wo alle gleichzeitig drauf sind. Also die einen sind auf Mastodon, die anderen auf Blue Sky, dritte sind auf Instagram, das ist aber alles algorithmisch sortiert und dann Die letzten drei, die noch auf Facebook sind, die kriegen dann das mit, was Leute vor zwei Wochen gepostet haben. Also das. Kann sein, dass Chip halt ja quasi zumindest für Teile unserer Community irgendwie nochmal so ein bisschen so das Revival von sowas früher. Und früher war es auch eigentlich viel cooler, als wir noch so eine Twitter-Ball hatten und so weiter. Ja, nochmal rausholen werden.
08:37 Gavin Karlmeier
Habt ihr eine Chip Wall dieses Jahr?
08:40 Markus Beckedahl
Nee, nee, die muss ich ja einen Kurs noch mitbringen.
08:44 Gavin Karlmeier
Wir schreiben ihn mal und machen da mal ein bisschen Druck, dass er sich kümmern soll.
08:48 Markus Beckedahl
Also wenn schon, dann schon.
08:49 Gavin Karlmeier
Ja, also ich schätze, dass man auf einem Samsung-Fernseher ohne Probleme vibe-gecodete Apps einfach auch abspielen kann. Ja. So, für die, die die letzten fünf Minuten nicht wussten, worum es geht, es gibt auch dieses Twitter-Revival, das früher Twitter hieß und jetzt Chirp heißt. Und wir haben Grüße, Entwickler, auch bei der Republika übrigens wird da ein bisschen was erzählen. Naja
09:10 Speaker 4
Werbung Warum akzeptieren, dass die Website immer wieder offline ist? Warum Kunden warten lassen, bis die Seite endlich lädt? Und warum sich um Backups kümmern müssen, statt sich aufs Geschäft zu konzentrieren
09:25 Speaker 5
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09:44 Gavin Karlmeier
Stiller wurde dann aber irgendwann ex, und ich habe jetzt eine Geschichte, Markus. Da muss ich mich ein bisschen in, da muss ich mich, muss ich in Demut verfallen und mich entschuldigen. Weil uns ist etwas durchgegangen hier. Wir haben das einfach nicht auf dem Schirm gehabt, andere auch nicht. Und ich habe, wir hatten letzten Montag, also am vergangenen Montag, hatten wir ja Pip Klöckner hier und haben über die Meldung gesprochen, dass XAI die Rechenzeit für Anthropic zur Verfügung stellt. Entgeltlich natürlich. Und so ein Deal, den wir sehr bemerkenswert fanden und so und bla bla. Und in dieser Meldung ist aber eine Info versteckt. Die ist ihm nicht aufgefallen, die ist uns nicht aufgefallen und die ist auch ganz vielen anderen Tech Medien nicht aufgefallen. Und zwar steckt da drin, dass XAI einen neuen Namen hat und dass XAI jetzt SpaceXAI heißt. Was Ein wahnsinnig dämlicher Name ist, was natürlich so ein bisschen dazu passt, dass SpaceX XAI übernommen hat und damit wird XAI jetzt eine Division von SpaceX, aber dass dieser Name XAI damit jetzt wegfällt Also, ich habe so ein bisschen das Gefühl, also es gibt so niemanden mehr um Elon Musk herum, der sich so ein bisschen mit Branding und Marketing auch auseinandersetzt, der vielleicht gesagt hätte, naja, das ist halt jetzt möglicherweise ein gelernter Name. Vielleicht Fassen wir denen nicht an. Also, die ganze Unternehmensfamilie heißt jetzt: also es gibt X, X gehörte zu XAI. XAI wurde von SpaceX übernommen, weswegen X auch zu SpaceX gehört. Und XAI eben auch. XAI wurde umgenannt in SpaceX, aber X heißt immer noch X.
11:17 Markus Beckedahl
Naja, aber man könnte natürlich auch sagen, X ist natürlich als Brand total verbrannt. Also insofern ist es geschickt, wenn er irgendwie seine KI Zukunftsgeschäft sozusagen in das andere erfolgreiche SpaceX-Brand irgendwie integriert.
11:33 Gavin Karlmeier
Aber müsste in der Logik denn das Netzwerk X nicht auch SpaceX X heißen? Oder SpaceX AIX.
11:41 Markus Beckedahl
Ja, das kommt vielleicht noch.
11:43 Gavin Karlmeier
Das wäre nicht gut. Das würde mir sehr gut gefallen. Wenn Twitter nicht.
11:47 Markus Beckedahl
Ja, wahrscheinlich spätestens, wenn die EU sich mal irgendwie traut, oder wie konnte da konsequente Strafen gegen X irgendwie durchzusetzen Dann geht Elon Musk wahrscheinlich hin und nennt das einfach um und denkt, das Problem ist gelöst.
11:59 Gavin Karlmeier
Wir sind ein völlig anderes Unternehmen. Wir sitzen in Delaware und nicht mehr in Texas und wir heißen nicht X, sondern SpaceX.
12:06 Markus Beckedahl
Versucht da mal dann die Poste zu stellen.
12:08 Gavin Karlmeier
Ist ja jetzt schon unmöglich. Ja, toll. Gefällt mir sehr gut. Gleichzeitig hat Elon Musk sich übrigens geäußert und ihr wisst alle, ich versuche so wenig über die Tweets von Elon Musk zu sprechen wie möglich. Aber das hier finde ich doch interessant, weil er auf seinem eigenen Netzwerk mal wieder gecommunity-noted wurde. Weil Elon Musk hat einen Tweet geschrieben, in den Mess hieß Um the mention confidence to give, also for train in us, and darin that we not heimlich the ex-algorithmus manipulate, is this Critical, also wichtig, zentral, dass alles bei uns Open Source ist, das Einfluss darauf hat, was den Menschen angezeigt wird. Das hat Elon Musk getwittert. Die Community-Note darunter sagt: X hat versprochen, den X-Algorithmus Open Source zu halten und alle vier Wochen zu aktualisieren, doch es wurde nicht ein einziges Update hochgeladen, seit er veröffentlicht wurde. Außerdem fehlen extrem viele kritische Dateien, um zu verstehen, wie dieser Ding. Code funktioniert. Was fantastisch ist, weil das ist natürlich der erste Gedanke, der sich aufdringt, dass du so sagst: Es ist wahnsinnig zentral, dass wir hier alles Open Source machen. Und alle sagen dann. Ja, aber dann mach doch. Was hält dich ab? Ja. So, und ich finde, das war eine ganz gute Emotionen von dir.
13:24 Markus Beckedahl
Ja, also ich verstehe immer noch nicht, warum die EU nicht ganz knallhart irgendwie endlich mal X so reguliert, dass es irgendwann auch mal abgeschaltet werden kann, wenn er sich nicht an unsere Regeln hält.
13:35 Gavin Karlmeier
Aber es sind doch die Autozälle, Markus. Autozölle.
13:39 Markus Beckedahl
Ja, ja, ja, und Stahlzölle.
13:41 Gavin Karlmeier
Und alle anderen Zölle auch.
13:44 Markus Beckedahl
Außerdem brauchen wir noch Gas, damit wir unsere Rechenzentren von Big Tech bei uns irgendwie mit Strom versorgen können. Das Gas kommt halt auch aus den USA.
13:52 Gavin Karlmeier
Du hast aber heute, ich mag, in welcher Stimmung du heute bist. Sonst bist du der Berufsoptimist. Heute hast du so eine Nihilismus, hast du mitgebracht.
14:01 Markus Beckedahl
Ja, ich bereite gerade meine Keynote vor über all diese Themen auf der Republika.
14:07 Gavin Karlmeier
Der Techne-Hilist Markus Becker.
14:10 Markus Beckedahl
Wird schon alles gut.
14:12 Gavin Karlmeier
Das ist der Spirit. Und damit wir ein bisschen auch das Lachen nicht verlieren, Haben wir ein paar Updates aus dieser kleinen, mittlerweile fast beliebtesten Rubrik, die wir im Moment haben. Ich nehme dich mal mit in das hier.
14:26 Speaker 6
Ein Verfahren!
14:31 Gavin Karlmeier
Ist das ein schöner Song oder was, Markus? Das sind Berlin-Vibes, die wir hier in Haken dann haben.
14:36 Markus Beckedahl
Naja, das höre ich hier beim Bergheim.
14:40 Gavin Karlmeier
Bergai ein. Und zwar geht es um den Prozess zwischen Elon Musk und OpenAI und da gibt es einfach News. Also für die, die nicht mitbekommen haben, worum es geht. Elon Musk und das ist. sehr wichtig, das dazu zu sagen, hat sich ja entschieden, OpenAI zu verklagen, um ihnen vorzuwerfen, sie hätten ihm das Geld gestohlen, hätten ihm unter Vortäuschung falscher Wie sagt man Versprechen, ihn in das Unternehmen OpenAI gelockt, um ihn dann später rauszuschmeißen und das Ganze zu einem Profit-Unternehmen umzuwandeln. Alle anderen sagen, naja, vielleicht war das nicht ganz so. Und da gibt es jetzt ein paar neue Entwicklungen in diesem Prozess. Und zwar war unter anderem Sam Altman im Zeugenstand. Sam Altman, OpenAI-CEO und Sam Altman hat sich deutlich besser verkauft als Elon Musk, muss man sagen. Elon Musk, der, ich sage es nochmal, diesen Prozess wollte, hatte ja eigentlich nahezu, also eigentlich gereizt auf jede Frage, die ihm gestellt wurde, reagiert, hat nichts beantwortet, hat rumgepumpt und war überhaupt nicht hilfreich in dieser ganzen Beweisaufnahme. Ähm, Sam Altman hat es ein bisschen anders gemacht. Er hat es eigentlich genauso gemacht, wie man das erwarten würde. Er hat sich wie The Verge, wir beziehen uns da häufig auf die Berichterstattung von Elizabeth Lopetto, die Jeden Tag in diesem Gerichtssaal sitzt und diesen Prozess begleitet, beobachtet, dass Sam Altman eigentlich hier fast schon wie ein Schuljunge aufgetreten sei. Ein bisschen aufgeregt, aber sehr sortiert und vorbereitet. Und um Sam Altman hat gesagt, dass er sich jetzt nicht, also er hat über den Führungsstil von Elon Musk gesprochen, der ja damals auch eben in der Führungsposition, weil ich auch my mit saß, und hat gesagt, dass der Auftrag, den Elon Musk hatte, war so ein bisschen durch die ForscherInnen nach ihren Leistungen zu bewerten und mit der Kettensäge durch die Reihen zu gehen. Und als Elon Musk dann gegangen sei, wäre man nicht unbedingt traurig darüber gewesen, weil er sagte, ich glaube nicht, dass Elon Musk verstanden hat, wie man ein gutes Forschungslabor leitet. Was Erstmal, glaube ich, interessant für diesen ganzen Prozess ist, weil ja eine Frage auch ist: Wurde Elon Musk hier mutwillig aus dem Unternehmen entfernt? Aber Sam Altman sagt: naja, also wenn ihr wüsstet, wie Musk sich hier verhalten hat, ihr werdet auf jeden Fall nicht traurig darüber. Er hat gesagt, der Weggang von Musk sei in gewisser Weise ein Schub für die Moral gewesen. Vor allem, weil die Mitarbeitenden erkannt hätten, sie müssten nicht mehr so arbeiten wie vorher. Das ist so wahnsinnig düster. Und er hat aber wohl die Geschworenen mehr oder weniger überzeugt, obwohl Sam Altman vorher ja auch schon als verlogener Mensch galt. Sie haben sich da auf diesen New Yorker-Text bezogen, über den wir hier auch gesprochen haben, den du. Vielleicht auch kennst. Ja, hast du da schon Gedanken? Würdest du dich mit Sam Altman hinsetzen und ein Unternehmen gründen?
17:19 Markus Beckedahl
Wahrscheinlich jetzt nicht.
17:21 Gavin Karlmeier
Okay. Zumindest nicht heute. Nicht heute. Es ist ja auch Feiertag hier. Also, was soll immer denkst. Aber er hat ihm vorgeworfen, Altman, dass Elon Musk versucht hat, das Unternehmen zu zerstören, und zwar mehrfach. Und das finde ich sehr interessant hier in diesem Verfahren, dass Sam Altman quasi sehr hart gegen Elon Musk schießt, obwohl er eigentlich sich so als der. Ich habe nichts getan, hätte einfach positionieren können. Aber er geht auf mal, obwohl als Schüler, als Schuljunge wahrgenommen, geht er auch in die Offensive und greift ihn halt schon scharf an. So, und ansonsten gibt es aus diesen Ordnungen-Aussagen, glaube ich, nicht so super viel zu erzählen. Außer eben, dass es auch darum ging, dass. Maske irgendwann die Zahlungen an OpenAI eingestellt hatte. Und Sam Ortman sagt, dass das durchaus ein großer Problem gewesen sein, weil OpenAI eigentlich nur auf Sicht gefahren sei. Und durch das Ausplanen dieser Zahlungen das Unternehmen tatsächlich. mehr oder weniger auf der Kippe stand. Es wurde aber in den Beweisunterlagen ein weiteres Unternehmen erwähnt, das auch zu diesem Zeitpunkt schon Geld in OpenAI gesteckt hat, und zwar ist das Alameda Research. Ich weiß nicht, ob dir der Name was sagt, aber vor allem sagt dir dessen Besitzer etwas, nämlich Sam Bankman Fried, der sitzt im Endeffekt in Betrug und Geldwäsche im Gefängnis und wird deswegen nicht selber befragt. Es ist alles so ein So ein Klumpatsch von Leuten, hier sind alle aus ähnlichem Holz geschnitzt, ist so ein bisschen das Gefühl.
18:51 Markus Beckedahl
Ja, ja, aber trotzdem muss man auch dazu sagen, das ist natürlich immer spannend, was über solche Prozesse dann auch über die Beweisaufnahmen an die Öffentlichkeit gerät. Aber Kern Howe hat da heute irgendwie im Guardian einen Meinungsbeitrag geschrieben, dass es halt auch eine großartige Aufnah Ablenkung ist von den eigentlichen gesellschaftlichen Fragen rund um KI. Weil wir erleben jetzt auch in deiner Zusammenfassung und so weiter so eine Art Sportberichterstatter, die ja auch irgendwie für den Politikjournalismus irgendwie immer gilt. Es geht jetzt nicht mehr darum, was passiert da eigentlich und was sind die Auswirkungen, sondern einfach nur noch, wer hat die beste Performance von den Akteuren? Und die Akteure werden dann wiederum ein bisschen Mit glorifiziert und gegeneinander bewertet und so weiter. Und natürlich ist das auch wichtig, aber ja, viele Medien behandeln das Thema halt dann nur noch sozusagen unter wer hat die beste Performance und nicht mehr, was bedeutet das eigentlich für mein Leben, was da gerade passiert.
19:47 Gavin Karlmeier
Ich finde das eine total valide Beobachtung an der Stelle. Ich finde aber auf der anderen Seite, und das ist aber vielleicht ein bisschen auch der Tatsache geschuldet, dass wir einfach so eng und so viel immer über diese Themen sprechen. Dass dieser Gerichtsprozess als zum einen gutes Mittel dient, um zu offenbaren wie es unter der Haube dieser Unternehmen aussieht, die auf unsere gesamte Gesellschaft Einfluss haben, weil man hat einfach das Gefühl, das sind absolute Dilettanten, die schreiben miteinander wie Schulkinder, die argumentieren wie Schulkinder. Und das sind aber gleichzeitig die Menschen, von denen je nach Personen, die du fragst, argumentiert wird, naja, entweder liegt in deren Händen die komplette Zukunft der Menschheit oder zumindest 80 Prozent des Grundvermögens der kompletten Menschheit. Und das sind beides keine Attribute, die ich Menschen zuordnen möchte, die sich vor Gericht so verhalten.
20:38 Markus Beckedahl
Ja, ja, also da sind wir uns einig.
20:40 Gavin Karlmeier
Weswegen ich das sehr interessant finde, eben da reinzuschauen. Und weil wir eben ein bisschen was über Hintergründe erfahren. Zum Beispiel, und das finde ich wahnsinnig interessant. beschreibt Lopetto, wie die Kreuzverhöre ablaufen. Und auf der einen Seite hast du eben den Anwalt von Sam Altman und OpenAI oder DD Chef Anwalt dieser Seite. And that is an interesting persönlich, weil das ist William Savott. And William Savitt had schon einmal Elon Musk besiegt, und zwar weil Twitter vertreten had. Musk dazu gezwungen hat, Twitter zu kaufen, weil Elon Musk sich ja damals aus diesem Kauf rausklagen wollte. Also es ist wahrscheinlich nicht ganz zufällig, dass sich Sam Altman und OpenAI hier auf Savits Dienste verlassen haben. Und auf der anderen Seite hast du den Anwalt von Elon Musk, der, und das finde ich interessant, da zitiere ich jetzt Lopetto, ich habe während des gesamten Prozesses einige ziemlich mangelhafte juristische Leistungen von Musks Seite erlebt. Aber heute war es besonders schlimm. Als Molo, das ist der Anwalt von Elon Musk, versuchte, Old Mans Position als CEO und Aufsichtsratsmitglied an Auszunutzen, sagte Altman, dass CEOs auch fast immer im Aufsichtsrat der geführten Unternehmen sitzen. Mollow fragte Altman, ob er sich jemals selbst als CEO entlassen würde. Oldman sagte einfach dazu, ich habe derzeit keine Pläne. Also, das ist einfach so ein Kreuzverhalten, wo man so das Gefühl hat, der stellt einfach nur irgendwelche Fragen in der Hoffnung, es könnte eine Antwort kommen, die möglicherweise verfänglich ist. Aber er wirkt gar nicht vorbereitet darauf, was er machen könnte, um Altman irgendwie in die Enge zu treiben. Und das, finde ich, wirkt alles. Ich habe es eben schon mal gesagt, wahnsinnig dilettantisch. Dieser komplette Prozess ist eine Art Schauaufen, nur dass sich niemand darauf vorbereitet hat, was er vom anderen eigentlich möchte, außer sich gegenseitig mit Dreck zu beschmeißen.
22:29 Markus Beckedahl
Ja, aber vielleicht hast du auch hinter den Strategie gegeben, eine zu blütig zu sehen.
22:34 Gavin Karlmeier
Naja, eine mögliche Strategie ist ja, sich gegenseitig den Börsengang verhagern zu wollen. Vielleicht reicht das am Ende auch schon.
22:41 Markus Beckedahl
Da sind wir wieder beim Sandkasten.
22:43 Gavin Karlmeier
Genau, ja, absolut. Lopetto hat übrigens zusammengefasst, Altman war zwar überzeugend, er könnte den Prozess sogar gewinnen, aber das sieht ganz genau aus, als hätte Musks Rachefeld zu. gerade erst begonnen, was man vielleicht als Analyse auch noch mitnehmen muss. Musk interessanterweise hat einfach, er müsste da sein In diesem Prozess weiterhin, weil es eine Anordnung der Richterin Yvonne Rogers gibt, die gesagt hat, dass Musk nicht das Land verlassen darf, weil er sich weiterhin in Abrufsstatus befindet. Das heißt, er könnte jederzeit für eine Zeugenaussage vorgeladen werden. Das Problem ist nur, Elon Musk ist gerade mit Donald Trump in Peking. Also die beiden sind gar nicht mehr, er ist gar nicht mehr im Land und hat einfach das Land verlassen, in einem Prozess, und auch das sage ich nochmal, den er wollte. Er wollte, dass es dazu kommt.
23:29 Markus Beckedahl
Ja, aber ich glaube, da hat er eine gute Entschuldigung.
23:36 Gavin Karlmeier
Donald, kannst du mir eine Entschuldigung schreiben? Übrigens auch Microsoft, das habe ich letztes Mal schon mal kurz angeschnitten, aber Microsofts CEO war auch im Zeugenstand, hat Janadella, und der hat eigentlich Also die Definition oder die Zusammenfassung von Lopetto war hier im Zeugenstand gab sich Nadella sanftmütig und unerschütterlich, so interessant und vernünftig wie eine Kakifarbe um eine Buntfaltenhose. Da haben wir eigentlich schon alles zugesagt. Und das ist der aktuelle Stand aus diesem Verfahren hier. Du fühlst den Song aber auch ein bisschen. Ich habe dir das angesehen. So, Markus, das ist so schön, dass du hier bist, weil ihr habt was, ähm. recherchiert, ihr habt was zusammengetragen als Zentrum für Digitalrechte. Und da möchte ich gerne ein bisschen mit dir drüber sprechen. Und zwar habt ihr die Big Tech-Lobbylandkarte gebaut. Man kann sich anschauen unter lobbylandkarte. digitalrecht. de. Wir packen das mal in die Shownotes. Erstmal sieht sie mega aus, aber zweitens führt sie halt vor allem dazu, dass man so ein bisschen das Gefühl bekommt, wer geht da eigentlich im Bundestag ein- und aus und warum, oder?
24:53 Markus Beckedahl
Ja, also wir wollten mal die Spitze des Eisberges sichtbar machen, also das, was die Öffentlichkeit durch freiwillige Selbstangaben wissen könnte, was Big Tech in Deutschland investiert in Lobbying. Dazu muss man sagen, dass Unternehmen verpflichtet sind, freiwillige Selbstangaben im Lobbyregister des Deutschen Bundestages abzugeben. Das heißt, man muss dort Oder man sollte dort, ne, deswegen, also man wird verpflichtet, aber die Angaben sind freiwillig sozusagen.
25:26 Gavin Karlmeier
Ich bin dann schon total darüber gestolpert über diesen Satz.
25:29 Markus Beckedahl
Ja, ja. Ja, also man wird verpflichtet, freiwillige Angaben zu machen, wen man zum Beispiel mit Lobbying beauftragt hat, in welchem Volumen, wie viel Geld man ausgibt für Lobbying und auch in welchen Verbänden man aktiv ist. Und wir beschäftigen uns schon in unserer langen Geschichte von einem Jahr mein Zentrum für Digitalrechte mit der Frage, wer Wer verhindert eigentlich, dass Big Tech engagiert reguliert wird? Wer verhindert eigentlich, dass in Deutschland digitale Souveränität in meinen Sonntagsreden irgendwie skizziert wird, aber die Maßnahmen nicht richtig gemacht werden, sodass wir immer noch total abhängig sind? sind. Und wir glauben, dass da ein riesiges Netzwerk an Unternehmen und Organisationen besteht, wo wir Durch die freilichenden Selbstangaben nur die Spitze des Eisberges sehen. Und wir haben diese Spitze des Eisberges halt mal visualisiert. Da sieht man dann, dass einzelne Unternehmen wie Microsoft in Dutzenden Organisationen Mitglied sind. Nun heißt das nicht, dass wenn Microsoft in Dutzenden Organisationen von der American Chamber of Commerce bis zu Bitkom oder sonst wie aktiv sind, dass sie dort dominierend was diese Verbände Von sich geben, diese ganzen Industrieverbände, weil das sind ja auch noch andere Unternehmen drin, zum Beispiel deutsche Unternehmen, die andere Interessen haben, aber wenn man weiß, wie diese. Verbände arbeiten, dann weiß man, Big Tech sitzt überall durch seine Mitgliedschaft mit an Tischen und kann auch starke Positionierungen verhindern. Und allein, das wollten wir mal sichtbar machen. Und vor allen Dingen ist das der Startpunkt einer größeren Recherche. Also wir haben jetzt die freiwilligen Selbstangaben sichtbar gemacht und wir Viele Leute ist das erstmal schockierend, weil ein riesiges Netzwerk da ist. Wir wissen aber, das ist nur ein ganz kleiner Teil. Da stehen dann jedes Mal nur einzelne Unternehmen. Und diese einzelnen Unternehmen, das haben wir auch in der letzten Woche mitbekommen, die wollen auch gar nicht so wirklich in die Öffentlichkeit gehören. Weil natürlich ist das denen teilweise unangenehm, wenn man auf einmal, ja, wenn die Öffentlichkeit weiß, dass man für Meta arbeitet, ist ja nicht gerade das beste Unternehmen mit den besten Leumn gerade. Aber wir wissen, so ein einzelnes Unternehmen, das ist nur ein Unternehmen. Dahinter stecken noch viele andere Unternehmen, die strategische Kommunikation machen, die PR machen, die Krisen PR machen. die Anwaltskanzleien sind, die dann Big Tech vor bei Gerichtsprozessen helfen, die vielleicht auch nur beauftragt werden. damit Gegner von Big Tech sie nicht beauftragen können. Also man hat eine ganze Industrie, die diese Monopole schützt. Und die wollen wir aufdecken. Und dafür haben wir gerade aktuell eine Spendenkampagne am Laufen bei digitalrechte. de Spenden könnt ihr uns unterstützen. Wir glauben, wenn du 50. 000 Euro dafür sammeln können. Dann können wir sozusagen nochmal eine Person zusätzlich einstellen, die mit uns zusammen aufdeckt. welche Unternehmen im Geheimen diese Monopole mit schützen. Und wir haben allein in der letzten Woche, seitdem wir damit online gegangen sind, so viele Hinweise bekommen, da brauchen wir halt nur mal Zeit, das alles mal in nix in den nächsten Monaten aufzubereiten und mal zu verifizieren Um halt Licht ins Dunkel zu bringen.
28:48 Gavin Karlmeier
Okay, das heißt, bei euch haben sich zum Beispiel Leute gemeldet, die in solchen Interessensgruppen sitzen oder so Arbeitsgruppen im Bundestag oder so. Und haben gesagt, ja, hier hängt die ganze Zeit so jemand rum, der argumentiert sehr stark für Unternehmen XY und arbeitet eigentlich für eine Anwaltskanzlei oder hat einen Hausausweis bei uns im Bundestag und rennt hier ein und aus. Guckt euch doch denen an. So nach dem Motto
29:11 Markus Beckedahl
Ja, oder also unser Unternehmen taucht da gar nicht auf, aber einer unserer größten Kunden ist Meta oder Google oder sonst irgendwie. Ich finde, das sollte jemand nachrecherchieren. Und dann ist uns natürlich klar, naja, das ist dann halt nicht die Hauptlobby-Agentur, sondern es ist ein Subdienstleister. Und diese Subdienstleister ist Die werden gar nicht in diesem freiwilligen Lobbyregister, was verpflichtender ist, irgendwie berücksichtigt. Also das ist sozusagen, dieses Lobbyregister vom Deutschen Bundestag ist so wie so ein. So ein Schweizer Käse, da, es ist halt so der Emmentaler unter den Lobbyregistern, so, ne? Also das kann man wahrheitsgemäß ausfüllen, muss man aber nicht, ne? Weil wenn man es nicht macht, passiert einem halt auch nichts.
29:53 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Aber ich will mal kurz einen Schritt zurück machen und einen größeren Blick drauf werfen. Was meinst du, warum sind wir an dieser Position? Ich weiß gar nicht, ob das eine viel zu große Frage ist für den Brückentag, um Aber was meinst du, warum sind wir an dem Punkt, warum eigentlich diese Unternehmen ohne Lobby gar nicht funktionieren würden? Also liegt es nur daran, weil die wissen, dass sie Gesetzesverstöße begehen und sich darum kümmern müssen, dass die Gesetze existieren? investieren oder ist es so ein System, das so selbsterhaltend ist wie Steuerberatung?
30:25 Markus Beckedahl
Also wir haben es hier mit den größten und mächtigsten Unternehmen der Welt zu tun. Die sind auch nur so groß und so mächtig geworden, weil sie sehr früh erkannt haben, dass sie in Lobbying investieren. investieren müssen, dass sie in politische Kontakte investieren müssen, dass sie da rein investieren müssen, die politischen Rahmenbedingungen die ja in den letzten paar Jahren erst geschaffen worden sind, so frühzeitig zu erkennen und zu beeinflussen, dass ihre Geschäftsinteressen bestmöglich gewahrt werden. Und wir haben jetzt, sagen wir mal, in Deutschland die Zahlen, die wir zusammengerechnet haben, die sie freiwillig angegeben haben, das sind wenige Millionen, die sie dort ausgeben. Wir wissen von der Europäischen Union, also von dem EU-Level, wo es ein bisschen stärkere Transparenzregeln gibt. Dass Big Tech dort 150 Millionen Euro allein auf EU-Ebene investiert in die Absicherung ihrer Geschäftsinteressen. Und auch da kann man sagen, das ist nicht alles. Das ist nur das, was offen dokumentiert ist. Also sie haben ein Interesse daran und sie haben das teilweise sehr geschickt. Macht. Microsoft ist sehr gut darin, seit 30 Jahren quasi ihr Monopol immer weiter auszubauen und so viele Ex-Politikerinnen sozusagen auch zu engagieren, die mit ihren Kontakten und mit ihren Adressbüchern und Best Buddies in ihren Parteien irgendwie weiterhin dafür sorgen, dass alle irgendwie Microsoft-Lizenzen jedes Jahr einkaufen und wir gar nicht aus diesem Monopol rauskommen. Und die anderen machen das auch mehr oder weniger sehr geschickt.
31:58 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das wirklich, also nicht, ich bin nicht überrascht, aber es ist schon krass, weil du dir überlegen musst, dass du wählst. In einer Demokratie und diese Leute, die du gewählt hast, werden dann den ganzen Tag von anderen Leuten zugelabert mit E-Mails beschmissen, zu Veranstaltungen eingeladen und die ganze Zeit schwirren irgendwelche InteressensvertreterInnen um sie herum und sagen: Oh, komm, komm, lass doch nochmal reden, doch mal nicht mal Kaffee trinken gehen, ach guck mal hier, wie toll ist das eigentlich Microsoft Teams. Also sehr plakativ gesagt, aber im Grunde funktioniert das ja ungefähr so. Und ich finde so, jedes Mal, wenn ich mich mit dem Thema Lobbyismus auseinandersetze. Frage ich mich, warum wir so ein System haben, in dem das so gut und wichtig ist und funktioniert. Also ihr schreibt selber, Lobbying ist legal und normal. weiß aber auch, es entstehen strukturelle Probleme. Und das ist und das ist genau das Problem, das ich damit auch habe, glaube ich.
32:55 Markus Beckedahl
Ja, also das Problem ist vor allen Dingen eine Machtasymmetrie und eine große Intransparenz. Also die Intransparenz, dass man nicht so genau weiß, Wie werden denn jetzt im Hintergrund die Interessen von Unternehmen vertreten? Die Machtasymmetrie, das heißt, diese Unternehmen, über die wir reden, unvorstellbar viel Geld haben, weil sie unvorstellbar viel Geld mit ihren Monopolen verdienen. Und davon halt ein Klecks sozusagen rein investieren können in eine ganze Industrie, die ihnen den Rücken vorhält, dass sie auch zukünftig irgendwie weiterhin sehr viel Geld mit ihren Monopolen verdienen. Können und das zulasten von unserer Demokratie und zulasten von Wettbewerb.
33:33 Speaker 4
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33:48 Speaker 5
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34:03 Speaker 6
Digital an Ihrer Seite.
34:08 Gavin Karlmeier
Ich komme einfach mal zu einer Geschichte, die bestimmt überhaupt gar nichts damit zu tun hat, völlig unabhängig davon. Denn Lobby Control berichtet, dass Ursula von der Leyen. Kurz bevor ein DMA-Bericht gegen oder über Googles Marktverfahren abgeschlossen werden soll, äh, abgeschlossen wurde, und bevor daraus eine Milliardenstrafe hätte abgeleitet werden sollen . . Gegen Google, wie gesagt. Ursula von der Leyen persönlich eingegriffen und die Strafe bis auf weiteres ausgesetzt habe. Dabei bezieht sich Lobby Control auch auf Recherchen des Handelsblattes. Und das sind ja also dann am Ende so Geschichten, da ist natürlich Nicht nur Lobbyarbeit drin, da ist auch Angst vor den USA drin. Da steckt auch die Sorge da vor möglichen Konsequenzen und Rachefeldzügen der amerikanischen Regierung mit drin. Aber Ohne das eine gäbe, ist das andere ja vielleicht hier an der Stelle gar nicht, oder?
35:00 Markus Beckedahl
Ja, ja, das haben wir auch schon beim Zentrum für Digitalrechte sehr ausführlich diskutiert. und analysiert, da gibt es auf unserer Webseite ganz viel zu, weil das ist so ein dran in Gag, ne, dieses Google-Verfahren. Es ist offensichtlich Dass Google gegen den Digital Markets Act verstößt. Aber es ist auch gleichzeitig offensichtlich, dass die EU-Kommission einen Zielkonflikt gerade hat. Das haben wir auch öfters mal hier schon thematisiert, dass die eine Hälfte der EU-Kommission zuständig ist für die Durchsetzung unserer Regeln. Sicherlich auch ein Interesse daran hat, dass man ja vielleicht nochmal viel Strafe von Google einnehmen könnte. Also der Höchstsatz sind 10% nach the Markets Act des gesamtjahres globalen Umsatzes. Ich glaube, das sind 30 Milliarden Strafe, die man höchstens irgendwie vergeben könnte. 30 Milliarden könnte man eine ganze Menge Kindergärten bauen und betreiben. Das ist der eine Punkt, aber Die andere Hälfte hat die ganze Zeit Angst vor der Handelsstrategie von Donald Trump, die er ja auch in C Art of the Deal seinem Buch schon vor 30 Jahren beschrieben hat, nämlich irgendwie die ganze Zeit rumprollen, drohen und so weiter und er droht dann die ganze Zeit mit Erhöhung von Zöllen Und ich bin mir unsicher, ob du hier schon mal Herrn Hellberg vorgestellt hast aus dem US-Außenministerium. Der ist Abteilungsleiter oder Staatssekretär. So genau weiß ich das jetzt gerade nicht, wie man diese seine Jobbezeichnungen definiert und zuständig für, sagen wir mal, die Außenverbindungen rund um Big Tech zur Europäischen Union. Und der Hellberg ist quasi als Vertreter der US-R-Regierung jetzt zuletzt in Europa getourt. Und hat da überall die Argumente gebracht, aber kaum jemandem ist bewusst, wer eigentlich Herr Hellbeck ist. Also sein Mann kommt aus der Paypal-Mafia. Der Trauzeuge von Ihnen war Sam Ortman, dessen Badewanne man sich offensichtlich vor zehn Jahren kennengelernt hat auf einer Party. Und Herr Hellberg hat vorher bei Palantir und bei Google gearbeitet. Und seine Kernqualifikation für den Job war, dass er der letzten Trump-Kampagne eine Million Euro im Wahlkampf gezahlt hat. Also wir haben hier das beste Beispiel dafür. wie quasi big tech sich einkauft in die US-Regierung bei einem korrupten US-Präsidenten um quasi ihre Interessen direkt irgendwie der EU-Kommission zu diskutieren, wo dann Ursula von der Leyen irgendwie voller Panik verhindert, dass wir unsere Regeln durchsetzen, die unsere Industrie schützen könnte, die Wettbewerb ermöglichen könnte und die auch noch genug Geld einbringen könnte, um ja notfalls halt auch diese ganzen Zölle irgendwie dagegen zu finanzieren.
37:46 Gavin Karlmeier
Wir haben tatsächlich über Jakob Hellberg gesprochen, weil er auch diese treibende Kraft war in dieser Verhandlung um eine mögliche Dialogplattform. Wie es genannt wurde, die Dialogplattform, die am Ende dazu führt, dass US-Abgeordnete und VertreterInnen mit am Tisch sitzen, wenn die EU solche Gesetze erlässt oder durchsetzt. Und da tauchte eben der Name Heberg auch auf. Haben wir hier besprochen in der Folge. Hackt euch selber mit Katrin Ronnecke am 10. April. Zuletzt. Aber er ist bestimmt schon öfter aufgetaucht. Guck mal, toll, ne? Ich habe jetzt alle, ich habe alle Transkripte von allen Episoden hier in meinem Dokument und kann immer suchen nach Namen.
38:21 Markus Beckedahl
Ey, das ist ja total modern.
38:23 Gavin Karlmeier
Ja, was sag ich dir? Aber ich will nicht vom Thema ablenken, weil das ist natürlich, das ist ein Riesendilemma, weil dadurch verschwinden ja auch die Grenzen zwischen Was ist eigentlich Politik und was ist Wirtschaft? Also das ist jetzt keine neue Beobachtung, dass du in den USA diese Grenzen eigentlich längst aufgelöst hast oder auf dem Weg bist, das zu tun. Allein mit der Personalie JD Vance könnten wir hier mehrere Stunden wahrscheinlich füllen, um über dieses wegschnell zu machen. Ergrenzen zu reden. Das wird nur zu einem riesen Problem für uns, wenn wir diese Trennung hier eben weiterhin als das wahrnehmen, was sie ist, nämlich notwendig, wenn wir dafür kämpfen wollen, dass nicht Tech-Unternehmen am Ende entscheiden, wie es den einzelnen Individuen in Nationen am Ende zu gehen hat oder nicht, sondern eben Gesetze.
39:11 Markus Beckedahl
Jaja, dafür haben wir ja halt Deutsche Telekom und SAP.
39:15 Gavin Karlmeier
Auch richtig, wobei am Ende, also wenn ich die Wahl habe zwischen Peter Thiel oder Tim Höttges, dann würde ich mich immer noch für Tim Höttges entscheiden.
39:24 Markus Beckedahl
Ja, ich wollte jetzt nur irgendwie. Natürlich haben wir bei uns immer noch das bessere System, aber wenn man sich halt beispielsweise auch die Digitalpolitik der Bundesregierung anschaut, dann ist da viel, viel mehr Industriepolitik und Industrieinteressen drin. Als dass man halt sagen würde, hier geht es halt auch um eine gesellschaftliche Gestaltung.
39:44 Gavin Karlmeier
Ja, und darauf gehen wir alle erstmal bei Lidl einkaufen.
39:50 Markus Beckedahl
Das fördert die digitale Souveränität, habe ich bei Sascha Lobo gelesen.
39:57 Gavin Karlmeier
Ich schneide das nicht raus, Markus. CNBC berichtet weiterhin. Auch Sie haben nämlich auf die EU geschaut. dass die EU hartes Vorgehen gegen TikTok und das süchtig machende Design von Instagram vorgehen möchte. Und zwar, weil sie damit Kinder schützen wollen. Das ist die Formulierung, auf die sich hier NBC bezieht. Denn von der Leyen sagt, wir greifen Maßnahmen gegen TikTok und darin süchtig machen, das Design, endloses Scrollen, Autoplay und Push-Benachrichtigungen. Dasselbe gilt für Meta, da wir der Ansicht sind, dass Instagram und Facebook es versäumen, ihr eigenes Mindestarbeit Alter von 13 durchzusetzen. Wir untersuchen Plattformen, die es Kindern ermöglichen, in Rabbit Holes voller schädlicher Inhalte abzutauchen, wie etwa Videos, die Essstörungen oder Selbstverletzungen verherrlichen. Und spricht ihr deswegen auch nochmal über ihre Altersüberprüfungs-App. Die, wie CNBC auch nochmal zitiert, über den weltweit höchsten Datenschutzstandard verfügt. Klammer auf, dass es die App, die innerhalb von zwei Minuten eigentlich geknackt wurde. Und bezieht sich jedoch nochmal darauf, dass im Sommer der Gesetzesvorschlag vorgelegt werden soll, um über um über ein Social Media Verbot für Minderjährige auf EU-Ebene zu entscheiden und warten deswegen immer noch auf die Ratschläge und Erkenntnisse des Sondergremiums vor ihren ExpertInnen für Online-Kindersicherheit. Ist jetzt nicht so richtig was Neues in diesem Text, aber. Bringe das gerne mit, weil es nicht so. Ich habe so das Gefühl, man liest es und denkt dann so. Ja, das ist ja gut. Das Dilemma ist, hier werden so viele Argumente wieder gleichzeitig durcheinander geworfen, bei denen man dazu sagen muss, dass auch Menschen, die. die 14 sind oder die 16 sind oder die 18 sind, vielleicht nicht Lust haben, in Rabbit Holes abzutauchen, in denen Videos, die Essstörung oder selbstverletzendes Verhalten vererrligt werden, dargestellt werden und dass auch suchtförderndes Verhalten möglicherweise Auch bei erwachsenen Menschen eventuell noch eine Rolle spielt.
41:53 Markus Beckedahl
Ja, ja, ich habe mir die Rede angeschaut, die Ursula von allein gehalten hat. diesem einen Gipfel. Es war ja schon sehr bezeichnet. Also auf der einen Seite hat sie ein Expertengremium eingerufen Aber sie hält jetzt eine Rede und erklärt, nimmt eigentlich schon irgendwie die Ergebnisse vorweg oder beziehungsweise verkündet schon die Ergebnisse, die sie als letztendlich ergebnis. Irgendwie erwartet. Also da sieht man erstmal, was bringen diese Expertengremien eigentlich überhaupt nichts. Dann natürlich der Running Gag, warum geht die EU-Kommission bisher engagiert gegen TikTok vor, wegen manipulierter Designs und Doom-Scrolling und so weiter und alle Instagram-Nutzerinnen reiben sich die Augen und fragen sich. Was ist denn bei uns anders, sozusagen? . Ja, ja. Also, das sind eigentlich die beiden spannendsten Sachen, die dabei rausgekommen sind. Aber da muss man natürlich auch noch berücksichtigen, dass Meta im Moment Natürlich diese ganzen auch Altersverifizierungssysteme der EU irgendwie umgehen möchte, sich da nicht ganz dran halten möchte, seine eigenen Sachen durchbringt. Das ist halt auch etwas noch, was so im Hintergrund läuft. Aber eigentlich war die News tatsächlich die, dass die EU-Kommission im Sommer. eigene Gesetze zur Durchsetzung dieses Verbots machen wird. Weil das ist natürlich aus einer Regulierungssicht, war ja bisher Die ganze Zeit das Problem, dass Deutschland sagt, wir wollen ein Social Media Verbot. Spanien sagt, wir wollen ein Social Media Verbot. Frankreich sagt das. Aber die EU-Gesetzgebung gibt den nationalen Regierungen da im Moment noch keine Handhabe. Aber eigentlich war es eine Frage der Zeit, bis sozusagen dieser Druck aus den Nationalstaaten auf die EU-Kommission so groß wird, dass die EU-Kommission sagt. Na gut, wir machen das jetzt. . Also das war eigentlich die News, die da drin stand, verkündet von von der Leyen, dass das auf den Weg gebracht werden wird.
43:47 Gavin Karlmeier
Ja, das das, aber du hast natürlich vollkommen recht. Zum einen nimmt sie hier vorweg, wie sie gerne hätte, wie der Bericht am Ende aussieht. Und wir kennen ja den Bericht der deutschen Expertinnen-Kommissionen, der ja durchaus sehr ausgewogen daherkam und jetzt nicht dahergekommen ist und gesagt hat. For kids, it is an absolute catastrophe, that in this way. .
44:09 Markus Beckedahl
Aber das hat aber auch unsere Familienministerin nicht daran gehindert, zu sagen, wir machen das.
44:14 Gavin Karlmeier
Auch genau das, richtig. Zum anderen müssen wir auf EU-Ebene. Entweder wir kriegen einen Bericht, der eben auch total verhältniswahrend ist und sagt, naja, und hier und aber, und dann stellt so ein bisschen die Frage, warum kann von Olein sich da jetzt hinstellen und sagen, ja, wir wollen trotzdem dieses Verbot haben. Herr Präsident. Zweitens genau die anderen Nationen haben noch nicht die Möglichkeit, dieses Gesetz durchzudrücken, was sie nicht davon abhält, es trotzdem auf den Weg zu bringen. Also Frankreich, Dänemark, Österreich, Griechenland, all diese Länder sind ja dabei, ein Gesetz zu entwickeln, oder haben es möglicherweise schon durchs Parlament gebracht. Also wir sind eigentlich schon dabei, dass es eine nationale Gesetzgebung gibt, die gegen Europarecht verstößt. Wobei hier da, hier rüber in diesem Podcast auch schon ein paar Leute dann gesagt haben, das ist ganz normal. Also wir hatten etwas ähnliches beim NetzDG, das am Ende ähnliche Verhältnisse geschafft hat, dass es am Ende in der EU nämlich notwendig war, so etwas wie den DSA auf den Weg zu bringen. Aber am Ende ärgert es mich halt, bin ich trotzdem bei dir auch, dass es natürlich überraschend ist, dass die EU sagt, naja, im Sommer wollen wir die Gesetze auf den Weg bringen, wenn aber im Sommer erstmal der Bericht kommt. Dann gibt es ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder du schreibst dieses Gesetz schon jetzt, ohne den Bericht abzuwarten, weil du davon ausgehst, wir haben uns eh schon entschieden, oder aber sie blufft hier.
45:33 Markus Beckedahl
Nö, sie plüfft nicht, ne? Aber ich meine, die Mitgliedstaaten, die werden jetzt schon mehrheitlich und es gibt ja auch Resolutionen aus dem EU-Parlament. Also alle Organe der EU haben sich jetzt eigentlich schon pro
45:46 Speaker 6
Social Media Verbot geäußert.
45:48 Markus Beckedahl
Also Entschließungsantrag im Europaparlament, dann der EU-Rat mit den Mitgliedstaaten mehrheitlich, jetzt die EU-Kommission, also das sind einfach unsere drei EU-Organe und Deswegen, das Schimmeliaverbot kommt. Die Frage ist halt noch ab 14 oder ab 16. Und dann werden sie das wahrscheinlich verwenden, um zu sagen. Naja, wir machen ja jetzt was, ne? Weil Kinderjugendschutz ist immer etwas, wo auch in den USA keiner was dagegen haben kann. Deswegen klären sich alle an dieses Social-Media-Verbot, weil man kann ja wenigstens irgendwas gegen Big Tech machen. Alles andere kommen ja wieder zu den Zöllen.
46:22 Gavin Karlmeier
Ja, und dann bist du aber, sprichst du mit EntscheiderInnen auf dieser Ebene und die sagen dann, naja, das wird doch auch die Plattform dann dazu animieren, möglicherweise nachzuarbeiten. Ich frage mich, warum sollten Sie das da noch tun, wenn die jungen Menschen per Gesetz eh nicht mehr auf der Plattform unterwegs sein dürften? Also Ja, naja. Unicef Deutschland hat dazu auf jeden Fall eine Studie in Auftrag gegeben oder veröffentlicht, in der 14- bis 16-Jährige gefragt wurden, was sie denn eigentlich möchte. Und ich finde es interessant, dass NTV, die über diese Studie berichten, folgende Schlagzeile gewählt haben. Jugendliche machen Gegenvorschlag zu Social Media Verbot. Ist natürlich ein bisschen verkürzend, weil es ist jetzt keine Forderungsschrift von jungen Menschen, sondern eben eine Studie von UNICEF Deutschland. Aber nur 26 Prozent der über 1000 befragten Jugendlichen halten ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige. Für sinnvoll. Für unter 14-Jährige sagen immerhin 55%, dass sie das sinnvoll finden, also ein bisschen mehr als die Hälfte.
47:15 Markus Beckedahl
Ja, dass du die alle überall 14-jährigen.
47:18 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich ja. Aber Sie sagen im Grunde eigentlich wünschen Sie sich viel mehr, dass diese Plattformen zu sichereren Orten werden, anstatt dass sie ihnen einfach weggenommen werden. Und da würde ich sagen, ja, es ist keine Überraschung, aber man würde sich doch wünschen, dass man diesen Menschen, diesen jungen Leuten vielleicht mal zuhört, bevor man ihnen einfach Räume wegnimmt. 84% der Jugendlichen wünschen sich Inhaltsfilter für ungeeignete Inhalte. 80% befürworten standardmäßige Privatsphäre-Einstellungen wie private Profile und eingeschränkter Kontakt durch Fremde. Also das sind echt richtig dicke, große Zahlen, die halt eigentlich nicht zu ignorieren sind. Ja, okay.
48:04 Markus Beckedahl
Ach Mann. Aber nochmal ein anderes Beispiel. Also wir haben jetzt auch nochmal. Jetzt der Werbeblock vom Zentrum für Digitalrechte und Demokratie in dieser Woche eine Studie rausgegeben zu Companion AI. Also wie Quasi Chatbots auf einmal eine virtuelle Freunde werden, Nähe simulieren, sozusagen, und wie man damit umgeht. Und wir haben da auch eine Jukov Umfrage in Auftrag gegeben. Und die hat auch herausgefunden, zwei Drittel der Befragten sind für eine stärkere Regulierung von so falschen Freunden und was es da gibt und manipulativer Praktiken. Wenn auf einmal dein Chatbot immer tiefer in dein Leben ein dringt, so immer mehr zu so einem Companion wird, sozusagen, und Menschen, die vor allen Dingen mental labil sind, dann irgendwie in so ein Rabbit Hole reingezogen werden, wo sie zum Schluss gar nicht mehr rauskommen. Also das ist auch etwas, was wir noch viel zu wenig diskutieren und wo Politik jetzt aber schon auch die Handhabemöglichkeit hätte, etwas zu tun, nämlich beispielsweise diese Companion AIs einfach mal als Hochrisiko-KI unter dem AI-Act einzustufen, dass halt die Unternehmen, die solche Geschäftsmodelle anbieten, mal zu stärkeren Transparenzpflichten und Sorgsamkeitspflichten irgendwie genötigt werden müssten.
49:16 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Also, ähm, und also das Ärgerliche ist da, dass halt wir auch bei diesem Thema und der Regulierung eher an einem Punkt sind, wo eben Präzedenzfälle Fakten schaffen, anstatt dass es eine klare Gesetzlage gibt weil die Unternehmen immer vorauseinnen. Also es gibt jetzt die Geschichte vom OLG Hamm zum Beispiel, bei der ein Unternehmen dafür verantwortlich gemacht wurde, dass ein Chatbot, den sie angeboten haben, Verantwortlich zu machen ist für falsche Angaben des eigenen Chatbots, weil gesagt wird, das ist eine irreführende geschäftliche Handlung. Und solche Urteile sind es ja, die am Ende uns so ein bisschen vielleicht das Gefühl geben, naja, am Ende sind eben doch die Anbieter dieser Chatbots verantwortlich und nicht die, die da einfach irgendeinen Kram reingeschrieben haben.
50:02 Markus Beckedahl
Naja, also die Haftungsfragen, die sind noch die nächste große irgendwie mit Battlefield so rund um die Regulierung, ne, weil. Alle denken, oh, der böse AI-Act und so weiter. . Aber eigentlich reden wir noch gar nicht so richtig über Haftung. Also, wer haftet denn eigentlich dafür, wenn so ein KI-System irgendwie Scheiße baut? Bisher, so sagen alle, ach sorry, das war der Chatbot, da kann ich ja nichts dafür. Also das muss man ja wissen, dass sie vielleicht nicht immer. So genau arbeiten, aber letztendlich stecken hinter diesen Chatbots Unternehmen, die Geld verdienen wollen. Und diese Unternehmen müssen viel stärker in Haftung genommen werden, wenn ihre Produkte einfach unsicher sind. Das ist ja überall, überall so. Also, ich meine, das ist ja in jeder Industrie so. Wenn man in unserer Marktwirtschaft Geld verdienen will, dann muss man sich an Regeln halten. Es sei denn, man macht AI.
50:53 Gavin Karlmeier
Genau, wenn du ein Auto auf den Markt bringst, bei dem die Bremsen nicht funktionieren, dann musst du danach korrigieren. Du musst einen Rückruf starten, du musst diese Bremsen austauschen. Wenn ein KI-Tool Unfassbaren Schaden, gesellschaftlichen Schaden anrichtet, dann sagen alle: Oh, pff, kein Computer gemacht. Wir fragen mal den Computer, was er dazu sagt. Und dann zitiert die DPA Grog. Das ist ja die Realität. Ah, Mann. Ja, ich bleibe ein bisschen in Europa mit dir, aber ich möchte mit dir noch über was anderes sprechen, bevor wir hier heute wieder auseinander gehen und ins Wochenende gehen. Und zwar Ist ja ein Thema, der stunde ein bisschen, dieses plötzliche Wachsen von alternativen, europäischen alternativen Netzwerken, die hier zulande sitzen. Eine dieser Apps, über die wir hier auch schon häufiger gesprochen haben, ist W Social, für die, die sich nicht erinnern, Erinnern. W Social ist ein Microblogging-Dienst basierend auf dem AT-Protokoll. Damit also, ich sage das jetzt vorsichtig, interoperabel mit Blue Sky. Wir werden gleich nochmal ein bisschen, wenn du magst, über diesen Begriff sprechen, weil es Nicht ganz, ich glaube, nicht ganz einwandfrei so zu verwenden ist an der Stelle. Mit dem Unterschied, dass du um einen W Social Account zu bekommen, dich mit Hilfe deines Passes verifizieren muss. Dessen USP ist es nämlich oder deren USP ist es nämlich, bei uns liegen nur oder Uns nutzen nur verifizierte Personen. Das ist so erstmal deren Markenversprechen, deren Produktversprechen. Würdest du dich da so anmelden unter den jetzigen Infos, die ich dir dazu geschmissen habe?
52:25 Markus Beckedahl
Ich brauche das gar nicht. Ich bin schon längst bei Eurosky. Das heißt, meine Daten liegen schon auf einem Service, der in Europa agiert. Dahinter liegt Eine gemeinnützige europäische Stiftung, da ist kein Geschäftsmodell dahinter und vor allen Dingen es funktioniert. Also ich habe jetzt gar kein Bedürfnis, mich bei einem Startup anzumelden, wo ich gar nicht genau weiß, wie die Geld verdienen wollen und deren Service auch noch gar nicht mal wirklich funktioniert.
52:49 Gavin Karlmeier
Also, das werden wir jetzt gleich alles klären, denn ich habe mit Anna Zeiter, der CEO von W Social, gesprochen. Und ich habe sie auch das gefragt, was du jetzt gerade angesprochen hast. Wir fangen aber mal ganz vorne an. Denn ich habe sie erstmal gefragt. Wann geht's denn jetzt eigentlich los? Was ist der Plan? Da hat sie mir gesagt, ich werde nicht alles im O-Ton abspielen, weil wir haben eine gute halbe Stunde gesprochen, wenn ihr irgendwelche Fragen noch habt, die ich vielleicht jetzt nicht. auflösen kann. Stellt sie mir gerne oder sagt Bescheid. Aber sie hat gesagt, also der Plan ist, 17. Juni ist Beginn der Onboarding-Phase der Leute auf der Warteliste. Dann geht es also erst so richtig los, damit sie verhindern, dass es eben Hickups gibt oder um zu checken, wieso die Konfiguration. Moderation läuft. Aber ich habe sie auch gefragt, hey, Thema Passhurifikation, wie wird denn das eigentlich von den Leuten wahrgenommen? Punkt 1 und Punkt 2 Was gibt ihr mir denn eigentlich für Sicherheiten, wenn ich jetzt meinen Pass bei euch hochlade? Und das ist, was sie daraufhin geantwortet hat. Es gibt da extrem Gegenwind. Insbesondere weil Leute das glaube ich teilweise falsch verstehen, weil sie das Gefühl haben, ah, wir brauchen die ganzen Personalausweisdaten und die speichern wir dann und es ist irgendwie nicht klar für welche Zwecke. Wir wollen wissen The Leute, die zu uns kommen, sind es Menschen und sind über 18. Wir speichern die Daten danach nicht, wir wollen keine Government-ID Database aufbauen. Je weniger Daten ein Unternehmen hat, je weniger Daten können auch verloren gehen. Und es ist nicht in meinem Interesse, Personalausweisdaten zu speichern, denn das kann nur dazu führen, dass ich irgendwann oder dass wir einen Data Breach haben, den wir überhaupt nicht haben wollen. Es wird irgendwann so sein können, bald, dass man auf W lesen kann, ohne sich mit Personalausweis oder Pass zu verifizieren. Das heißt, da liegt gar nicht, es gibt keine Kopie dieses Ausweises zu keinem Zeitpunkt auf euren Servern? Nein, bei W nicht. Wir haben keinen Zeitpunkt, zum Beispiel, wenn du dich anmeldest, du meldest dich über die Dritt den Service Provider an. Es wird von der Neuro Trust Anchor Group zur Verfügung gestellt. Diese W-Identity-App und die melden an uns nur Nutzer123 hat sich gerade angemeldet und Nutzer 123 ist ein Mensch. Ich sehe nur einen Encrypted Token, Encrypted and Hash Token, der nicht, wie sagt man, reengineerbar ist Ähm, das heißt, wenn auch Law Enforcement, FBI, CIA irgendwann zu mir kommt und sagt, ah Nutzer 123 hat sich kritisch über Trump geäußert, wer ist der Nutzer 123? kann ich sagen, schaut euch meine Server an, da ist nichts zu finden. Und auf der anderen Seite, bei der Trust Anchor Group, bei dem Service Provider, wurden die Daten kurz nach der Verifizierung auch schon gelöscht. Also, das ist erstmal das Versprechen, es wird nichts gespeichert. Da ist aber so ein kleiner Nebensatz drin, den ich super interessant finde, dass es nämlich 18 sein muss, um diese Plattform zu nutzen. Also, dass man sozusagen hier schon vorauseilend sagt: ey, Minderjährige, bitte hier gar nicht. Was waren deine ersten Gedanken?
55:47 Markus Beckedahl
Meine ersten Gedanken waren dieses Überstatement, dass sie halt gesagt haben: naja, also wenn der Law Enforcement anfragt und so weiter, wir haben ja gar keine Daten. Von denen, die irgendwie ihren Pass abgeben. Das suggeriert eigentlich, dass wir überhaupt gar nichts speichern, aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass sie ja IP-Adressen und andere Dinge von Nutzerinnen speichern. Also das ist ja kein Anonymitätsdienst, sonst würden die das ja anders vermarkten. Aber es kommt mir halt so, also ich fand es ein bisschen interessant, dass sie halt so überspezifisch irgendwie darauf hingewiesen hat und eigentlich damit suggerieren wollte, hey, wir, wenn, also, ähm, wenn Sicherheitsbehörden ankommen, wir können ihnen keine Daten geben, weil sie werden Daten geben und sei es nur eine IP-Adresse sozusagen von den Nutzerinnen
56:34 Gavin Karlmeier
Zumal Sie das doch auch aktuell machen müssen nach Transparency-Richtlinie. Also Sie können zumindest aber keine Paskopien herausgeben. Und ich hoffe, dass Sie damit recht behalten.
56:47 Markus Beckedahl
Ja, also, ja. Also ich bin, äh, ich habe ja gar nichts dagegen, dass sie das machen. Das tut mich halt nur überhaupt. nicht irgendwie ansprechen, dieses Alleinstellungsmerkmal, dass ich mich irgendwie authentifizieren muss, um im AdProto-Ökosystem mit anderen kommunizieren zu müssen.
57:07 Gavin Karlmeier
Ja, das Spannende ist aber, ich könnte mir vorstellen, das ist jetzt aber eine These, weil wir gerade eigentlich in so einer Situation sind, in so einer. Ich glaube, man sagt, wir, wir BWLer sagen Konsolidierung, in so einer Situation sind, in der herausgefunden werden muss, weil wir gerade so viele europäische Gegenkonzepte und Ideen haben gegen Big Tech-Unternehmen, was der USP ist, der Menschen überzeugt. . überzeugt, eine Alternative zu nutzen. Also ist es die, ich sag's mal, Überspitzung mit idealistische Nutzung. Also ist es dieses, okay, die Server stehen alle hier, wir machen das alles auf Stiftungsbasis, das Geld geht nirgendwo hin. Also ist Das ist der USP. Oder ist der USP, hier sind keinerlei Bots, weil alle Leute, die sich hier bewegen, zumindest die hier entsprechend auf diesem Server liegen, Weil die sich mit Pass verifizieren mussten. Oder ist es, wie es EU macht, jeder Post wurde einmal gefactcheckt und so weiter und so weiter.
58:02 Speaker 6
Ich bin also.
58:08 Markus Beckedahl
Da habe ich doch gar nicht mitbekommen. Na gut. Besten auch von der KI, ne?
58:13 Gavin Karlmeier
Ja, von der KI.
58:16 Markus Beckedahl
Ne, nutze aber wahrscheinlich Krog, ne?
58:18 Gavin Karlmeier
Nee, ich glaube nicht. Steht nirgendwo, welche KI sie nutzen, aber ich hoffe nicht. Aber weißt du, was ich meine? Es ist gerade so ein Trial and Error. Und dabei habe ich so ein bisschen das Gefühl, eigentlich müsste man noch Dabei, und damit meine ich jetzt nicht explizit den USB von W Social, sondern von allen, doch vermutlich eher darauf schauen, was die Leute bei diesen anderen Plattformen hält, anstatt zu überlegen, was könnte sie davon wegziehen, oder?
58:45 Markus Beckedahl
Naja, also auf der Meta-Ebene sehen wir ja oder erleben wir ja die ganze Zeit so eine Sehnsucht nach einer europäischen Alternative, wo nicht Elon Musk oder Mark Zuckerberg oder Larry Allison mittlerweile quasi so im Hintergrund irgendwie alles manipulieren kann und entscheiden kann, wie das Ganze funktioniert. Und ich finde es natürlich ein bisschen interessant, wie W Social es gelingt, quasi so eine Erzählung zu haben. Und eigentlich, die haben doch gar kein, also keiner hat so wirklich außer dir und anderen irgendwie bisher gesehen, wie das aussieht. Aber Die ganze Zeit riefen in der letzten Woche Journalisten bei mir an, die irgendwie, oh, da gibt es jetzt endlich mal etwas. Und dann muss ich ihnen auch erstmal erzählen, naja, also es gibt seit zehn Jahren auch schon Mastodon und das Fediverse, es gibt jetzt auch schon Eurosky, die haben dasselbe, was WD Social Father. sprich nur ohne Authentifizierung, aber dafür entlaufend, also das funktioniert schon. Und so, die haben aber nicht so eine gute PR-Abteilung und auch nicht so viel Geld im Hintergrund, um sich diese BR leisten zu können. Aber das finde ich so interessant, dass es diesem Startup so gelingt, mit dieser Sehnsucht zu spielen und noch keiner weiß, wie die eigentlich Geld verdienen wollen.
59:54 Gavin Karlmeier
Das werden wir gleich wissen.
59:56 Markus Beckedahl
Achso, ha, okay.
59:57 Gavin Karlmeier
Aber, ähm, Ich gebe dir recht, aber da bin ich wieder bei meiner Frage von eben. Ich finde zum Beispiel, wir haben als Twitter das erste Mal so als im Zerfallseind wahrgenommen wurde, so vor ungefähr vier Jahren, als wir diesen Podcast ungefähr gestartet haben. gab es viele, viele Leute, die Mastodon, die dem Fediverse im gesamten Jahr so eine Chance gegeben haben und am Anfang, weil es da noch nicht da war, wo es heute ist, möglicherweise bei Leuten eben auch Frust auslöste, weil der Onboarding-Prozess ein bisschen kompliziert war. Das hört man bis heute ja ständig, obwohl das längst nicht mehr der Fall ist. Oder weil es irgendwie ein bisschen Nicht so geil aussieht, was wahrscheinlich heute auch nicht mehr so richtig gilt und jetzt bald ja schon sowieso nicht mehr, weil die neue Version bald kommt und so, dass es am Ende gar nicht darum geht, wer wirklich das bessere Produkt hat. Ich nenne da als Beispiel mal Google<unk>, weil Google Plus war vom Design her geil und von den Ideen her gut und die Funktionen waren clever und so, sondern es geht nur um die Erzählung. Weil der USP oder der Grund, warum ich das nutze, der ist ja bei allen Microblogging-Plattformen derselbe. Ich habe dieselbe Motivation, warum ich Blue Sky nutze. wie warum ich früher Twitter genutzt habe, nämlich um A mitzukriegen, was in der Welt passiert oder was Leute für Meinungen zu Dingen haben, oder um selber mitzuteilen. Das ist die Kernmotivation. Und da spielt es am Ende: Es ist so ein bisschen, wie sich für eine Zigarettenmarke zu entscheiden, weißt du? Das ist alles dasselbe Produkt, aber man entscheidet sich ja aus irgendwelchen Gründen für das eine oder für das andere oder Fußballvereine. Niemand entscheidet sich doch nur auf rein qualitativer Messung für einen Fußballverein. Die Leute sagen dir: Der Fußballverein entscheidet sich für dich, das ist Liebe, das ist bla bla bla. Und am Ende ist es doch eher so was: Was weibt mit dir am ehesten?
01:01:41 Markus Beckedahl
Naja, also glaube ich nicht. Also das ist ja nicht um irgendwas Vibe damit, sondern wo sind eigentlich die meisten Kontakte? Wo ich habe ich eigentlich Ja, die meisten Netzwerkeffekte sozusagen, was aber auch wiederum den Platzhirschen irgendwie hilft, ihr Monopol zu halten. Deswegen halt der die Wechselkosten irgendwie für viele viel zu hoch sind, weil dann ist man halt auf Mastodon. Das ist dann besonders, ja, besonders offen und dezentral, aber dann funktioniert es nicht ganz so gut, wie man sich das das Ganze vorstellt und vor allen Dingen sind da jetzt nicht alle Freunde, die man irgendwie und alle Menschen, denen man weiter folgen möchte. Und das ist so ein Henne- und Ei-Problem, ne?
01:02:20 Gavin Karlmeier
Ja, absolut klar. Also versuch mal jetzt ein neues Lieferando zu starten. Also ist natürlich extrem schwierig, wenn dir sowohl die KundInnen als auch die Restaurants fehlen, die alle schon auf dieser Plattform unterwegs sind. Also natürlich gibt es ein Handy-Eye-Problem und natürlich brauchen wir diese Netzwerkeffekte. Aber es sind auch ganz, ich glaube, der Anteil von Marketing und Branding spielt in der Entscheidung, welche Plattform hier jetzt am Ende gewinnt. Eine viel größere Bedeutung im Verhältnis zur Funktionalität, als wir auf dieser Debatte, wie wir sie häufig führen, glaube ich, tatsächlich eingeschätzt wird.
01:02:57 Markus Beckedahl
Ja.
01:02:58 Gavin Karlmeier
So, dann will ich noch kurz, wir bleiben noch kurz bei W Social, denn ich habe sie auch zum Thema Dezentralität gefragt, weil man muss kurz erklären, dass. Ad-Protokoll, auf dem Blue Sky basiert, ist nicht so intuitiv dezentral, wie es das Fidiverse ist. Da ist es nicht so, du stellst einfach einen Computer hin, machst den an, sagst, ich bin jetzt auch im Fidiverse und dann bin ich dabei, sondern du hast verschiedene Layer. Du hast den PDS. Du hast das Relay, du hast den Indexer. Das sind alles Ebenen, die A relativ teuer sind im Aufbau und Betrieb, B. relativ umfangreich in der Einführung. Und C, eben nicht selbstverständlich, dass du einfach sagst, ich schaue einen Computer hin und dann machen wir das. Wir sehen das, dass bei Orosky zum Beispiel, es gibt dort eine Website, bei der der Status dieser Entwicklungen vorangetrieben wird. Und du siehst, die sind noch nicht da, wo sie gerne wären, weil sie eben nicht seit drei, vier, fünf, zehn Jahren an dieser Idee arbeiten, sondern das ist gerade eben im Wachsen begriffen und wird eben dadurch, dass vor allem eben durch Spenden finanziert wird, ist es auch nicht so ganz trivial und easy, das zu starten. Und W Social tritt aber ja auf und sagt, wir sind vol europäisch. Und das ist aber die Antwort, die sie die Anna Zeit haben dazu gegeben hat. Am Anfang waren wir natürlich total abhängig vor Monaten vom AT-Protok, also von Blue Sky auch und dem ganzen AT-Protokoll. Und wir haben intern so eine Chart, wo wir sehen, welche Server und welche Elemente von welchen wir noch abhängig sind. Aber das Ziel ist möglichst bald komplett unabhängig zu sein. Und zumindest alle, also das haben wir auf dem Schirm und ich glaube, wir haben das bald erreicht. Also auch da noch nicht ganz da. Es ist scheinbar nicht so easy einfach.
01:04:32 Markus Beckedahl
Ja. So, lass dich mehr überraschen.
01:04:36 Gavin Karlmeier
Okay, du lässt dich überraschen. Dann kommen wir jetzt noch zum Geld. Denn ich habe Annahme zwei Fragen gestellt noch. Das eine ist die Frage, die du dich, die dich gerade auch beschäftigt, wo kommt das Geld denn nachher wieder rein? Und die andere Frage ist: Wo kommt denn das Geld jetzt gerade eigentlich her? Das ist auch eine Frage, die Pip am Montag hier im Podcast auch gestellt hat. Und deswegen habe ich gesagt: Na, jetzt mal hier Tachelis. Wie sieht der Captable aus, wie wir LinkedIn-Influencer sagen? Und das ist das, was sie geantwortet hat. Also der größte Shareholder ist We don't have time. Kennst du mal wahrscheinlich? Hier ist eine Social Media Plattform im Klimabereich. Der Founder und CEO ist Ingmar Renzog. We Don't Have Time häl 25% an W. Ingmars Bruder Gustav Renzuk ist der zweitgrößte Shareholder. Ich glaube, ich bin Nummer 4. Und die anderen, die größten, kommen alle aus Schweden. sind alles bislang individuals. Wir haben bislang noch keine professionellen Investoren an Bord. Das sind schwedische Unternehmer. Die Gun das ganze Team sind Co-Founder und Investoren. Johann Sundstrand, der Chief Commercial Officer, Co-Founder Mario Nakic, Co-Founder der CTO, then der Chief Creative Officer, Peter Körnemark, Co-Founder, das heißt Das ganze Team, wir haben alle auch gelb zusammengelegt und zwei ehemalige schwedische Minister, Christina Persson. ehemalige schwedische Ministerin für Nordische Integration oder Kooperation und Pernud, ehemaliger schwedischer Finanzminister. Darüber hinaus konnten wir jetzt aber auch weitere Investoren gewinnen aus Frankreich, aus Belgien, Irland, Finnland. und Italien. Insgesamt haben wir 80 Investoren auf dem Captable, aber bislang keine professionellen Investoren dabei, sondern Private Individuals, Angel Investoren Und in erster Linie das Team. Also bis jetzt noch nicht die Ja, Markus, bitte.
01:06:42 Markus Beckedahl
Also ich bin die ganze Zeit darüber gestolpert, dass Sie keine professionellen Investoren dabei haben. Sind das alles so ehrenamtliche Investoren.
01:06:50 Gavin Karlmeier
Also wenn du das klingt für mich alles nach Leuten, das ist aber jetzt auch eine Distanzschätzung, die halt wirklich an diese Idee glauben und auch Bock haben, die aber jetzt nicht aus dieser Welt kommen, die sagen, hier, ich habe richtig, richtig viel Asche und probiere mal überall zu. Sachen aus. Wahrscheinlich zum einen, weil es die in Europa weniger gibt als in anderen Ländern und zum anderen, die man dann auch schwierig von sozialen Netzwerken überzeugt kriegt, die sagen, naja, was wollt ihr machen? Meta besiegen oder was? Und also du brauchst, glaube ich, schon Leute, die dann auch an die Idee selber glauben wollen und nicht an den perfekten Return in zwei Jahren.
01:07:24 Markus Beckedahl
Ja, also aber die große Frage ist ja, was passiert denn, wenn sie jetzt mal professionelle Investoren an Bord holen? Also wahrscheinlich so größere VCS. die dann irgendwie nicht nur die Angel Seed Finanzierung machen, sondern irgendwie serious two, das weird, wie das Ganze heißt. Und was ist, wenn dann Diese Investoren irgendwann sagen, naja, also wir haben euch jetzt das ganze Geld gegeben, damit ihr jetzt mal irgendwie skalieren könnt und wir wollen jetzt auch mal ein Return on ein Investment haben. Und dann setzt ihr all das ein, was wir auch schon alle live bei Twitter gesehen haben. Ich meine, Twitter war auch früher eine schöne, nette, gemütliche Plattform und irgendwann wollten dann die Investoren Geld verdienen und dann wird das ganze Engagement quasi mal optimiert.
01:08:02 Gavin Karlmeier
Ich habe genau das einmal gefragt. Ich habe gesagt, wie viel Geduld haben die denn? Wann wollen die mal hier ein bisschen was sehen? Und das war ihre Antwort. Wahrscheinlich ein bis zwei Jahre. Wir haben uns das Ziel gesteckt, erstmal in diesem Jahr, im nächsten Jahr Userbase zu akquirieren, Medien, Medienhäuser, Influencer, Content an Bord zu bekommen. Und dann werden wir 2027-2028 frühestens anfangen mit der Monetarisierung. Werbung, genau, Micropayments. Dann gibt es auch noch andere Monetarisierungswege, zum Beispiel die ID-App. Wenn Europa wirklich eher in den Bereich geht, mehr Agating zu erfordern, hätten wir dann schon eine App, die funktioniert, sich vielleicht schon teilweise als Marktstandard im Social Media Bereich durchgesetzt hat. Das wäre auch eine Möglichkeit. Und Nutzer-Content first und dann können wir sehen, wie wir monetarisieren. Es gibt also diese drei. Optionen gibt es, dann gibt es noch andere Optionen, dass man irgendwelche zusätzlichen Features, Livestreams oder whatever auf der Seite integriert. die man monetarisieren kann. Ich habe jetzt kein Interesse, irgendwie Hyper-Targeted Personalized Advertising zu machen. Ich habe keine Lust, die Daten zu verarbeiten. Das ist alles unter DSGVO, unter irgendwie DSA, Context-Related. Also das heißt, wenn ich mir jetzt die ganze Zeit irgendwelche Segelvideos anschaue oder irgendwelchen Segelinfluencern folge. dann oder angeklickt habe, das sind meine Interessen, natürlich wird mir dann irgendwie mehr Werbung in dem Bereich ausgespielt, oder auch context related to them gewiss and article. When I just an article lese, zum Beispiel, kind of from Politico, Artikel über European Tech Sovereignty, dann werden wir vielleicht in dem Bereich auch Air Advertising angezeigt für ah, das is die neue Cloud in Europa oder Software as a Service aus Europa. Also context-based und personalized advertising nur mit Consent, wie sich das unter der DSGV gehört. So, da soll das Geld herkommen. Okay. Also haben wir die Fragen auch geklärt. Wir sind auf jeden Fall gespannt. Wir bleiben da dran und werden vor allem mal drauf schauen, wie das dann so am 17. Juni aussieht, wenn dann die ersten Leute tatsächlich. . Da so hinfliegen. Okay, Markus, was ist dein Highlight der Republika nächste Woche?
01:10:26 Markus Beckedahl
Auch wir haben 1200 Sprecherinnen. Und ich bin drei davon. Ja, ja, ja, ja. Wenn ich einberechne, dass du gleich hier dreimal dabei bist. Ich glaube, wir haben 650 einzelne Sessions in den drei Tagen. Ich freue mich besonders darauf Carol Kettwaller da, die endlich mal zu uns gekommen ist. Also britische Journalistin, die hat früher die Cambridge Analytica Berichterstattung gemacht. Ganz tolle Frau, hat jetzt quasi ein eigenes Investigativmedium namens The Nerf gegründet mit anderen Frauen in Großbritannien, haben sich selbstständig gemacht, weil sie beim Observer irgendwie durch ein Tech-Oligarch irgendwie quasi rausgespissen worden sind. Und vor allen Dingen, Carrie Catfaller, da engagiert sich als Journalistin auch gegen Big Tech. Und im Gegensatz zu deutschen Journalistinnen sagt sie auch ganz klar, natürlich ist sie Aktivistin für Demokratie als Journalistin. Da freue ich mich drüber, wie sie ihre Arbeit und ihr Engagement bei uns irgendwie beschreiben wird.
01:11:31 Gavin Karlmeier
Das ist super interessant, weil ich habe, ich werde ja am Montag mit Taylor Lawrence auf der Bühne sprechen und habe in der Vorbereitung mir so ähnliche Fragen gestellt. Also ich habe mir überlegt, Was wollen Leute denn von ihr noch hören? Was ist so das Thema, das Menschen beschäftigt? Und habe auch so mit zwei, drei Leuten in den letzten Tagen immer wieder so darüber gesprochen. Und fast immer war eine der ersten Reaktionen auf Taylor Lawrence Ach, die ist ja jetzt independent, die veröffentlicht ja selber. Und der Grund, woher diese Frage aus diesen Menschen herauskommt, ist ja dieser Blick auf die Veränderung des Medienmarktes hin zu. persönlichkeitsgetriebene Vermarktung weg von Marken. Also es gibt nicht mehr die Brands, sondern es gibt die JournalistInnen. Gleichzeitig siehst du, dass in Deutschland so erste Verlage ähnlich damit anfangen. Wir haben im Springer Verlag ehrlicherweise die, die am stärksten daran arbeiten, ist in meinem Empfinden. Der als eigene Marke aufgebaut wird oder Ulf Boschert, der das jetzt auch wird, offensichtlich. Darüber reden wir ein andermal, aber. Dass dieser Aspekt, glaube ich, bei vielen Leuten, die im Moment so in der Medienbranche unterwegs sind, eine Riesenrolle spielt. Dieser Blick darauf. Wie verändert sich eigentlich das Branding und was ist das Vehikel, mit dem die Recherchen tatsächlich in die Welt getragen werden Finde ich wahnsinnig interessant und wird, glaube ich, so ein bisschen als Metathema nehmen, warum nimmt uns KI A die Jobs weg oder B, warum hilft uns KI in unseren Jobs? Eines der Hauptthemen sein, die so auf dem Hof besprochen werden werden nächste Woche.
01:12:58 Markus Beckedahl
Ja, ansonsten, um nochmal zwei weitere zu nennen, Karen Howe wird irgendwie Eröffnungskinote halten, die das Superbuch Empire of AI geschrieben hat über die Geschichte von OpenAI. Auch eine tolle amerikanische Tech Journalistin, die ja auch die ganzen gesellschaftlichen Auswirkungen von KI auf dem Schirm hatte und am Dienstag, glaube ich, ist Quince Lobedian noch da, auch ein amerikanischer oder kanadischer Historiker der Maskismus. quasi in einem neuen Buch irgendwie beschrieben hat. Also das System von Elon Musk, wie er Wirtschaft macht, wie er quasi Öffentlichkeiten manipuliert. Und das ist ein sehr genauer Blick darauf, sozusagen nicht nur Elon Musk, sondern die ganze System, dem wir gerade ausgeliefert sind, irgendwie besser zu verstehen. Und Cory Doctoros wieder da. Gehört eigentlich ja zum Inventar, ich weiß gar nicht, sechste oder siebte Mal, dass er wahrscheinlich in 19 Republikas jetzt dabei war, aber auch jedes Mal ein toller Sprecher, der ja quasi zu seinem neuen Buch Entitification. kommt und halt beschreibt, wie Plattformen immer schlechter werden, weil dann Investoren immer mehr Geld rauspressen wollen und die Nutzer irgendwie von der Frist oder stirbt irgendwie Mentalität. Durch die Netzwerkeffekte oder den Login-Effekte irgendwie gestellt werden und wie wir da wieder rauskommen.
01:14:20 Gavin Karlmeier
Super smart, dass er darüber jetzt ein Buch geschrieben hat, weil den Begriff hat er ja schon vor ein paar Jahren geprägt. Aber der hat sich, also der ist jetzt mittlerweile größer als er geworden. Das hat er Er hat es geschafft mit diesem Begriff. Vielleicht ist das die Strategie. Vielleicht brauchst du dich nicht independent machen als Journalist oder Aktivist oder Rechercheur, Analyst. Sondern du brauchst einfach, du brauchst einen guten Begriff für eine gute Beobachtung zur guten Zeit. Das, finde ich, ist eine fantastische Lektion, die man auch mitnehmen kann. Da freue ich mich alles sehr drauf. Ich freue mich, dass wir uns sehen, Markus. Auch wenn ich dich gefühlt bei der Republika netto immer so eine Minute drei. Ich freue mich drauf.
01:15:00 Markus Beckedahl
Ja, ich mich auch. Vielen Dank.
01:15:03 Gavin Karlmeier
Danke, dass du heute hier warst. Vielen Dank. Wir hören uns wieder herein Haken dran on Montag with Dennis Horn. We never was aus Berlin off. That is the traditional uh traditional Startausgabe zur Republika. That werden we are on Montag then here erzählen. It's a aufregende Woche. Vielen Dank. Dass ihr alle immer mitmacht, dass ihr bis hierhin zugehört habt. Habt ein wundervolles Wochenende und danke, Markus.
01:15:22 Markus Beckedahl
Danke dir. Tschüss.
01:15:27 Speaker 7
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