Wer schreibt, der bleibt – auch, wenn's nicht stimmt.
Leute, geht mehr in Bibliotheken! Da ist es nicht nur angenehm unbiased, sondern auch angenehm kühl.
Aber es gibt Dinge, bei denen es hitziger zugeht: Wir sprechen über den SpaceX-Börsengang und bekommen Expertise von Pip Klöckner, wir schauen auf WhatsApps Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und auf die Angriffe auf die Wikipedia und die freie Welt. Ja, es gibt dicke Bretter zu bohren.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Nora!
- Texas klagt gegen Meta
- Urteil zu Werbung auf Instagram
- X und das blaue Häkchen
- Xs Kampf gegen Threads und Bluesky
- SpaceX-Börsengan mit Pip Klöckner
- Zur Profitabilität von SpaceX
- Die gezielte Manipulation
- Das Ausbuhen des Eric Schmidt
- Das Ende der blauen Links
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran!
00:03 Nora Hespers
Das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Nora.
00:07 Nora Hespers
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Wie geht's?
00:09 Nora Hespers
Heiß, es ist heiß.
00:11 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Deswegen hoffe ich, dass alle, die das hier hören, schön mit Lichtschutzfaktor durch die Gegend laufen. Ich kann es nicht oft genug sagen.
00:17 Nora Hespers
Ja, oder nicht zwingend in einer Dachgeschosswohnung wohnen, wo einem das Hirn schmilzt, aber ich versuch's trotzdem.
00:23 Gavin Karlmeier
Solange die Kamera noch hält, das Mikrofon.
00:28 Nora Hespers
Während mein Gehirn schmilzt. Ihr könnt es hier live sehen.
00:31 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Nora Hespers, investigative Sportjournalistin. Also das finde ich so ein Attribut, das man dir da gibt. Das klingt, es ist so geil, dass du sowas machst einfach.
00:43 Nora Hespers
Ja, aber das stimmt ja auch gar nicht so richtig.
00:44 Gavin Karlmeier
Ja, aber ein bisschen schon, oder?
00:47 Nora Hespers
Ja, ich mixe halt so Themen zusammen häufig und hin und wieder. Nee, nee, glaube ich nicht tatsächlich. Also so mega investigativ. Es kann mal sein, dass ich investigativ arbeite, aber meistens. Arbeite ich ja so, dass ich sage, okay, wichtigen Themen biete ich eine Bühne in diesem Sportside-Podcast, den ich moderiere, und finde da auch am meisten Gefallen dran.
01:09 Gavin Karlmeier
Und Podcasterin, so wird der Satz weitergegangen. Und ich freue mich, dass du hier bist. Wir haben uns lange nicht mehr gesprochen. Ich weiß noch, wir haben letzten Sommer zusammen eine Episode aufgenommen, die ich vom Balkon aufgenommen habe, weil es so warm ist. Jetzt sitzen wir hier in warmen Gemäuern, aber wir haben viele Themen zu besprechen. Und du kannst jetzt aussuchen, ob du mit Meta oder mit Ex loslegen möchtest heute.
01:29 Nora Hespers
Oh, ähm, ich weiß es gar nicht. Komm, lass uns mit Meta losling.
01:33 Gavin Karlmeier
Lass uns mit Meta losling. Es gibt ein Gerücht um Meta herum, über das wir hier auch schon öfter gesprochen haben, das auch in den USA viel diskutiert wurde, weil aus irgendeinem Grund Tauchte der Hinweis auf, Meta sei in der Lage, Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten mitzulesen. Wir wissen, dass WhatsApp theoretisch in der Lage ist. . Oh nein, WhatsApp verschickt alles Ende zu Ende verschlüsselt. Also wenn ich dir eine Nachricht schicke, dann ist der Inhalt dieser Nachricht für dich einsehbar, für mich einsehbar. Für sonst niemanden. So zumindest im Idealfall. Es gibt aber eben dieses Gerücht, dass Meta nicht nur die Kommunikationsdaten auslesen kann, also wer hat wann wem geschrieben, weil das ist nicht verschlüsselt, sondern eben auch Zugriff auf diese Inhalte hat. Ich konnte ehrlicherweise nicht 100% rekonstruieren, wie das entstanden ist. Ich kann dir nur sagen, es gibt eben die Aussage eines Ermittlers des Handelsministeriums in den USA, Der sagt, er hat das so herausgefunden, er konnte das aber nicht belegen. Und das klingt jetzt erstmal schon so, dass man sagt: Naja, dann legen wir es einfach zur Seite, das Thema. Und das hätte ich, das haben wir auch damals hier so gehandhabt. Der Bundesstaat Texas dagegen, der geht jetzt gegen Meta vor gerichtlich und hat Klage eingereicht.
02:47 Nora Hespers
Wahrscheinlich, um rauszufinden, ob es stimmt, oder?
02:50 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. Also das ist jetzt erstmal so der Plan. Man muss so ein paar kleine Details zu dieser Geschichte noch wissen. Also zum Beispiel dass nicht ganz klar ist, ob es wirklich um auf den Servern liegende Nachrichten geht oder ob das nicht möglicherweise auch die Inhalte betrifft, die einfach nur auf dem Telefon lokal gespeichert sind. in vielleicht nicht Ende zu Ende verschlüsselten Datensicherungen. Und man muss auch dazu sagen, dass der Attorney General, also der Staatsanwalt. Würde ich das mal so übersetzen, von Texas, der das hier gerade vor Gericht anbringt, ist kein Unbekannter. . Das ist Ken Paxton, der gerade im Wahlkampf steckt, der möglicherweise das hier auch macht, um ein bisschen Öffentlichkeit zu generieren und der extrem Im Magerlager verankert ist. Also, das ist auch einer von denen, die damals gerichtlich gegen den sogenannten Wahlbetrug vorgehen wollten und so. Also ist so einer, der sich irgendwie um Donald Trump herum oszilliert. Und der auch mehrere Klagen in den letzten Tagen eingereicht hat. Unter anderem gegen Discord, unter anderem gegen Meta wegen der Brillen. Also es gibt mehrere Klagen, die Ken Paxton gerade vorantreibt. Der jetzt hier eben auch in diesem Fall auch gegen Meta vorgeht.
03:55 Nora Hespers
Aber das ist so ein bisschen widersprüchlich, oder? Weil eigentlich finden die ja Meta gar nicht so schlecht zu dem, was sie da so machen. Auf der anderen Seite versucht er die gerade zu verklagen wegen WhatsApp. Das andere, was mir noch eingefallen ist, ob das nicht so eine Signal-Nummer ist, nämlich dass diese Vorschau eben gespeichert wird und man die Vorschauen auslesen kann. Habe ich im Artikel nicht gefunden. Würde mich aber grundsätzlich interessieren, ob es da eine Verwandtschaft gibt, diese beiden Themen. Weil das wäre. Zumindest logisch. Also, warum sollte das nur bei Signal so sein, dass diese Vorschau-Nachrichten angezeigt und gespeichert werden und nicht auch bei anderen Messengern? War mir so das naheliegendste, was mir in den Sinn kam.
04:33 Gavin Karlmeier
Ja, könnte natürlich sein. Genauso ist aber auch die Frage natürlich dabei. Also abgesehen von der Frage, welche Motivation hat der Mensch, der da jetzt gerade klagt, der vielleicht einfach nur, wie du schon sagst, der eigentlicher Team-Meter ist, der sich aber natürlich auch abheben muss, der sich auch irgendwie auf Volksseite zeigen möchte und sagt, also Wenn das nicht verschlüsselt ist, dann werde ich das für euch rausfinden, liebe Texanerinnen und Texaner. Und die andere Frage ist eben genau, worauf dieser ganze Vorwurf am Ende eben fußt. Weil die ganze Geschichte eben Also es gibt wie gesagt keine Hinweise darauf, dass Meta doch in diese Nachrichten reinschauen könnte. Es ist sogar eine ähnliche Verschlüsselung wie bei Signal, die dort angewendet wird. Wenn nicht sogar dieselbe, da müsste ich mich jetzt, da bin ich nicht ganz sicher, aber es ist, glaube ich, der gleiche Verschlüsselstandard wie bei Signal. Also viele, viele Fragezeichen, aber trotzdem ein spannender Prozess, weil wir wissen, dass in solchen Prozessen gegen Tech-Unternehmen, wenn sie dann vom Gericht zugelassen werden, Natürlich auch Beweismittel vorgelegt werden. Und diese Beweismittel sind häufig interne Kommunikation. Und da werden wir vielleicht ein bisschen mehr erfahren über die Verschlüsselung bei WhatsApp und wo sie möglicherweise vielleicht auch Löcher hat.
05:42 Nora Hespers
Aber die Frage ist schon, wie schlau das ist, wenn man eigentlich gar keine Beweise hat, sondern nur so, naja, könnte sein, wir finden es mal raus.
05:50 Gavin Karlmeier
Frag mal Elon Musk, der gegen Open AI vorgegangen ist, obwohl es Beweise gegen ihn gab, die er kannte. Also, weißt du, ich denke mir so, vielleicht ist es ja auch wirklich einfach nur Es geht nur um den Prozess. Wir sind eigentlich in vielen Stellen in den USA, vor allem in der Tech-Welt, geht es nicht wirklich um ein Urteil oder auch nicht wirklich um eine Veränderung, sondern es geht häufig um. Palaver.
06:15 Nora Hespers
Ja. Ja. Unterhaltung. Und wenn man Geld hat, dann kann man sich das halt ja auch leisten.
06:20 Gavin Karlmeier
Absolut.
06:20 Nora Hespers
Das ist ja auch nicht so günstig zu klagen.
06:22 Gavin Karlmeier
Nee, das ist richtig. Aber was bringt mir ein Prozess, den ich gewinne, wenn keiner darüber spricht?
06:27 Nora Hespers
Ja, nee, das geht nicht. Dann lieber verlieren und alle reden drüber.
06:32 Speaker 3
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06:47 Speaker 4
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07:02 Speaker 5
Digital an Ihrer Seite.
07:07 Gavin Karlmeier
Apropos verlieren und Gewinnen und Prozesse, wir bleiben bei Meta, denn die Wettbewerbszentrale hat eine Klage beim Landgericht Köln eingereicht. Und zwar geht es hier um das Thema. . Nee, um die Klage ist schon zu Ende gegangen. Es gibt ein Urteil, das Landgericht Köln hat der Wettbewerbszentrale recht gegeben und zwar um Werbung auf Instagram und ab wann sie erkenntlich ist. Und das Landgericht Köln hat geurteilt, dass werbliche Inhalte schon auf dem Vorschaubild erkennbar sein müssen. Das heißt, schon vom Grid aus, von der Profilansicht, musst du erkennen, welche Inhalte, die ich dort sehe, sind möglicherweise nicht redaktionell.
07:43 Nora Hespers
Ja, finde ich gerade bei InfluencerInnen auch interessant, weil so richtig redaktionelle Inhalte sind ja ja auch schwierig, wenn man davon ausgeht. Das heißt.
07:53 Gavin Karlmeier
Was sagt man noch zu erzählen?
07:55 Nora Hespers
Ja, ist doch. Also, das muss man, glaube ich, auch im Hinterkopf halten. Aber ich fand es schon interessant zu überlegen, okay, wie stellt man das an, dass das zu sehen ist? Das heißt, du kannst halt Da Bevorschaubilder kannst du nachträglich ändern, aber vieles kannst du ja nicht nachträglich ändern. Das heißt, du musst im Zweifel ja dein Feed leer räumen, wenn du nicht sicher bist und das irgendwie. Neu machen. .
08:15 Gavin Karlmeier
Ja, bei Reels kannst du das Vorschaubild nachträglich ändern, aber bei Karussell-Postings könntest du es nicht. Fraglich ist natürlich, das Schlussurteil ist noch nicht rechtskräftig und es wurde erst, also es wurde am 12. Mai getroffen. Die Frage ist natürlich. Gilt das ab dann oder gilt es auch rückwirkend?
08:32 Nora Hespers
Stimmt.
08:33 Gavin Karlmeier
Da bin ich aber kein, da bin ich kein Rechtsexperte für. Könnte ich meinen Anwalt fragen, den ich ja jetzt auch meinen Anwalt nennen kann.
08:40 Nora Hespers
Naja, aber wenn du in der Vergangenheit Sachen online hattest, für die du verklagt worden bist, musst du die ja dann runternehmen Wenn es da nicht dein deutlich erkennbar ist. Richtig. Das heißt, du verlierst dein Content.
08:52 Speaker 4
Stimmt.
08:53 Nora Hespers
Das kann echt doof sein. Das ist erforderlich. Also grundsätzlich jetzt aus der Sicht einer Creatorin, ich finde auch grundsätzlich gut, werblichen Inhalt als solchen kenntlich zu machen, weil es ja total wichtig ist, das zu trennen. Gerade wenn du zum Beispiel auch journalistisch arbeitest.
09:08 Gavin Karlmeier
Voll, aber findest du nicht gerade da, dass es schwierig ist? Also stell dir vor, weil bei mir passiert das manchmal. Ich mache einen Inhalt, in dem teste ich ein Produkt. Das habe ich neulich gemacht als Reel. Und dann habe ich ein Reel gemacht, in dem spreche ich inhaltlich, weise aber am Ende des Reels auf eine Podiumsdiskussion zu dem Thema hin, die ich moderiere. Ich würde sagen, da müsste ein Jurist drüber gucken, um zu entscheiden, ist das schon werblich.
09:32 Nora Hespers
Ja, wenn die Podiumsdiskussion, also wenn es Eintritt verlangt für die Podiumsdiskussion. Dann würde ich sagen, dann nicht, weil ich meine, es muss doch vielleicht auch um Umsätze gehen da und du musst ja auch Geld dafür kriegen. Also ich glaube, am Ende ist ja auch die Frage, wer beeinflusst deine Inhalte und wenn du Geld dafür bekommst. dann musst du es halt kenntlich machen, dass du Geld dafür bekommst. Und wir haben ja NewsfluencerInnen oder so, die eben Geld bekommen auch für ihre Inhalte. wenn sie Werbung machen und da finde ich es super, super wichtig, das zu trennen. Die Frage ist aber, was ist, wenn du Newsfluencerin bist und machst Werbung für deine eigenen Sachen?
10:11 Gavin Karlmeier
Auch das finde ich eine hochinteressante Frage. Was mir ganz gut gefällt, ist mir aufgefallen, als ich, ich sehe jetzt schon ein paar Jahre her, ich habe mir vor vier Jahren informiert, was für ein Auto ich fahren möchte. Und haben mir etliche YouTube-Videos von Menschen angeschaut, die Autos testen. Und da gibt es so ein Ding, das habe ich über Instagram lange nicht mehr gesehen Es gibt keinen Auto-Youtuber, der nicht dauerhaft als Kornerlogo oben rechts drin stehen hat, Dauerwerbesendung. Und sie testen ihr ein Auto. Das ist ja ein redaktioneller Inhalt. Möglicherweise haben sie das Auto zur Verfügung gestellt bekommen. Dann müssen Sie das transparent machen als journalistischen Grundsatz. Aber es ist ja keine Werbung in dem Sinne.
10:50 Nora Hespers
Da, da bin ich tatsächlich, das finde ich auch total schwierig. Ich finde auch diese ganzen hier, ich habe eine Testfahrt mit dem und dem Auto gemacht, journalistischen Inhalte schwierig, weil du es halt wirklich schlecht auseinanderhalten kannst, ist das jetzt. Journalismus oder ist das jetzt, hey, fahrt dieses geile Auto und ich habe dafür Vergünstigungen bekommen, dass ich euch das so erzähle? Ich finde das wirklich schwierig auseinanderzuhalten. Ich hätte nämlich auch gesagt, Autogeschichten Puh, auch da müsste schon so mehrere Autos zum Vergleich und so. Da würde ich sagen, okay, das ist so journalistisch, aber wenn es immer nur dieses eine Auto ist.
11:25 Gavin Karlmeier
Wenn es immer nur eins ist, dann ja.
11:26 Nora Hespers
Naja, aber auch in dem Clip. Du kannst ja nicht voraussetzen, dass Leute alle deine Clips gucken, um zu sagen, okay, das ist jetzt der Vergleich.
11:33 Gavin Karlmeier
Das ist eine super spannende Diskussion. Weil, weißt du, nach meinem Gerechtigkeitsempfinden, das ist total subjektiv, ist keine Rechtseinschätzung, sondern so empfinde ich das. Mir ist wichtiger, ob der Autohersteller oder der Verkäufer oder wer auch immer, ob der Einfluss auf den Inhalt hatte, also ob der nochmal drüber gucken durfte. Als ob der Typ, der das Auto testet, jetzt in der Nacht im Hotel geschlafen hat auf Kosten des Autoherstellers. Was nach journalistischen Standards schon ein Fauxpas wäre, es geht nicht, dass der das bezahlt bekommt. Und das ist auch, glaube ich, richtig so. Aber mir wäre es wichtiger zu wissen, ist seine Meinung trotzdem ungefärbt.
12:10 Nora Hespers
Aber wie willst du das rausfinden? Ich würde eher jemandem vertrauen, der sagt, ich lasse mich von denen nicht bezahlen. Ich teste das Auto. Wenn ich es gut finde, dann sage ich es. Wenn ich es nicht gut finde, sage ich es halt auch. So. Da würde ich eher Vertrauen reinlegen, als, naja, die haben mich eingeladen, ich hatte irgendwie eine gute Zeit, dann bleibt es ja auch nicht bei der Hotelübernachtung, dann gibt es ja auch noch so Incentives, also so Events und Veranstaltungen und so. Und das soll ja schon auch deine emotionale Verbundenheit mit dem Produkt beeinflussen. Und da bin ich so, ich sage, ne, ne.
12:39 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde das auch nicht machen. Auf der anderen Seite hast du dann immer wieder so Plattformlogiken da drin, die natürlich ein Problem sind. Stell dir vor, du wärst Tech. Bloggerin und würdest Tech Produkte testen. Dann gäbe es für dich eine einzige Möglichkeit, zum Beispiel das neue iPhone Marktkonform mittesten zu können, nämlich indem du das auch vorher zur Verfügung gestellt bekommst. Weil, wenn du das veröffentlichst, wenn das iPhone auf Markt ist, dann bist du eine Woche später als all die Reviews, die schon online sind. Bedeutet also, du wirst abstinken mit deinem Content.
13:09 Nora Hespers
Aber du darfst es nicht behalten und es ist nicht kostenlos.
13:12 Gavin Karlmeier
Klar, du darfst es nicht behalten, aber trotzdem gehst du ja in eine Art Deal ein mit dem Hersteller. Wenn du es vorher bekommst.
13:22 Nora Hespers
Genau, aber du bekommst es, um es zu testen. Du musst es halt im Zweifel. Also wenn es an die Redaktion geschickt wird, darfst du es ja nicht behalten. Wenn du jetzt aber InfluencerInnen bist und du darfst es behalten, dann finde ich das schwierig, dann ist das auch Werbung.
13:34 Gavin Karlmeier
Und ein geldwerter Vorteil, den man übrigens versteuern muss.
13:36 Nora Hespers
Richtig.
13:38 Gavin Karlmeier
Gut, dass du das nochmal gesagt hast.
13:40 Nora Hespers
Dein Steuerberater wird dich lieben.
13:42 Gavin Karlmeier
Die liebt mich. Heute nicht. Aber sonst wieder. Das ist aber eine andere Geschichte.
13:49 Nora Hespers
Hast du einen Karton mit Quittungen abgegeben?
13:51 Gavin Karlmeier
Nö, das liegt ja schon relativ lange. Nee, aber ich habe ja mehrere Dokumente im HEIC-Format geschickt und die kannst du nicht aufbauen. Oh, oh, oh ja. Und dann habe ich die in eine PDF umgewandelt und habe das nicht gecheckt, dass eine PDF der 33 Megabyte groß ist.
14:06 Nora Hespers
Du weißt, dass du sie auch easy in JPEG konvertieren kannst.
14:09 Gavin Karlmeier
Aber das habe ich zu spät festgestellt.
14:12 Nora Hespers
Wollte, dass du nochmal angemerkt haben.
14:13 Gavin Karlmeier
Apropos zu spät festgestellt, kommen wir zu Ex. Und zwar, wenn man sich in den letzten Tagen bei Ex eingeloggt hat, dann hat man einen Splash Screen gesehen. Ich weiß nicht, ob du dich in den letzten Tagen mal bei X eingeloggt hast, wahrscheinlich nicht.
14:26 Nora Hespers
Versuche das wirklich zu verhindern. Ich habe da ja keinen Bock drauf. Ich mache das nur zu Recherchezwecken und gerade recherchiere ich da mal nicht.
14:32 Gavin Karlmeier
Ich kann dir aber sagen, was ich da drauf gestanden hätte. Da steht: Neues zum blauen Häkchen bei Ex. Das klingt erstmal nach der Schlagzeile, ne? Was glaubst du, wie geht's weiter?
14:46 Nora Hespers
Wahrscheinlich nur, dass man Die Verifizierung weiterhin bezahlen muss. Also.
14:52 Gavin Karlmeier
Ich gebe dir ein bisschen Kontext, vielleicht dass du dann eine kreative Idee, wie es weitergibt. Und zwar hatte am 5. Dezember 2025 die EU ihr erstes DSA-Verfahrens einer Strafe gebracht gegen Ex, weil die blauen Häkchen bei Ex irreführend seien. Weil nicht klar ist, sind das Prominente oder sind es Menschen, die andere Menschen nachahmen und so weiter und so weiter. Und hat Ex ermahnt, da nachzubessern. Und die Nachbesserung ist jetzt da.
15:17 Nora Hespers
Was glaubst du? Das heißt, sie erklären einfach nur, was dieser blaue Haken macht. Sie haben gar nichts nachgebessert. Absolut richtig. Das stimmt.
15:27 Gavin Karlmeier
Es steht einfach nur entsprechende Entscheidung der Europäischen Kommission. Vom 5. Dezember müssen wir die Bedeutung unseres blauen Häkchens und die Verifizierungsrichtlinien erläutern. Premium-Accounts mit dem blauen Häkchen sind nicht nach Identitäts- oder Authentizitätskriterien verifiziert. Accounts, die anhand der Identität verifiziert wurden, sind als ID-verifiziert gekennzeichnet. Dafür musst du aufs blaue Häkchen klicken und da steht das Client runter. Wie du weißt, haben wir am 1. April 2023 begonnen, das alte Verifizierungsprogramm von Twitter einzustellen. Zum Erhalt des blauen Häkchens, Mustenaccounts, bla bla bla bla bla. Das heißt, es hat sich gar nichts verändert.
16:01 Nora Hespers
Nein, sie erklären es jetzt besser, aber es ist immer noch shitty und nicht, also die UserInnen-Freundlichkeit ist auch eher marginal.
16:08 Gavin Karlmeier
Ich bin ja kein Europarechtler. Ich könnte mir vorstellen, dass das nicht reicht.
16:15 Nora Hespers
Die Frage ist, wo steht, ne? Also oft ist ja so, dass sie dann irgendwie auf AGB verweisen und sagen: Ja, steht da, kannst du nachgucken, wenn du willst. Viel Spaß.
16:23 Gavin Karlmeier
Ich bin mir nicht sicher, weil die EU-Formulierung war ja, dass die eine Irreführung sind, weil eben das Symbol des blauen Hakens gelernt ist als prominent und man ihn sich dort kaufen kann.
16:34 Nora Hespers
Ja, sie haben es halt umdefiniert.
16:37 Gavin Karlmeier
Ich bin gespannt. Haken bleibt da dran auf jeden Fall. Übrigens, wenn du Exitst, wenn du die App nicht auf dem Telefon hast und sie die jetzt installierst und du suchst im App Store nach Ex. Dann siehst du da jetzt einen neuen Screenshot. Und auf dem neuen Screenshot, für X, du kannst dir da so Screenshots hinterlegen, wie die App aussieht, steht der neue Claim von X. Da stand ja früher Blaze Your Glory, wo keiner wusste, was bedeuten soll. Da steht jetzt was anderes. Da steht jetzt better than threats.
17:07 Nora Hespers
Hä? Threats ist doch gar keine Konkurrenz für X? Egal. Das müssen die selber wissen.
17:13 Gavin Karlmeier
Das sehen andere Leute offenbar schon so.
17:18 Nora Hespers
Da müssen der Marc und der Elon einfach doch nochmal in den Ring steigen, um das zu tun. Auszufeichten.
17:22 Gavin Karlmeier
Die sind ja Buddies vor allem, aber offenbar dadurch, dass Threads Ex die Marktanteile so ein bisschen abgegrast hat, beziehungsweise Threats so doll gewachsen ist in den letzten Monaten, scheinen sie da Nachholpotenzial zu sehen. Wenn es in Deutschland wird, wird das stehen besser als Bluesguy. Hier wird man nicht blockiert.
17:43 Nora Hespers
Ah, ja, ja, ja. Ach, das ist ja auch interessant, dass gerade bei X, das habe ich zumindest mitgekriegt, mehr über Blue Sky gesprochen wird als andersrum.
17:51 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Weil sich all darüber aufregen. Es ist eine Diskussion. Das will ich nicht in meinen Kopf gegen die Wand schlagen. Es wird darüber diskutiert, dass das alles ZensurbefürworterInnen bei Blue Sky wären. weil sie lautstar dazu aufrufen, andere Leute zu blockieren oder andere Accounts zu blockieren, weil sie das Klima beeinträchtigen auf dieser Plattform. Was zweifelsohne der Fall ist. Bei Leuten, die ankündigen, wir gehen da jetzt hin, um zu stören, kann man wohl erwarten, dass sie das Klima beschädigen werden. Ich selber bin ja nicht so ein Blocktyp, habe ich ja auch schon mal gesagt. Ich habe ja fast niemanden blockiert und so, aber you do you, es ist doch gerade, gerade im Kern des urfreiheitlichen Gedankens, den sie ja immer wieder nach außen kehren, die ganzen Krawallportale, dass man einfach sagen kann, hey, wir blockieren jetzt alle einen und dann machen alle mit, wenn sie das möchten. Weil das ist ja Freiheit.
18:37 Nora Hespers
Ja, eine freie Entscheidung.
18:40 Gavin Karlmeier
Also, Maske hätte schon wieder einen Boykott gewittert.
18:42 Nora Hespers
Ja, auf jeden Fall. Vor allen Dingen, wenn er blockiert wird, aber das wäre sicher verhindert worden.
18:46 Gavin Karlmeier
Das ist wahrscheinlich, irgendwann wird das nicht mehr gehen, kann ich mir vorstellen.
18:52 Nora Hespers
Ich glaube, ich habe ihn immer noch geblockt.
18:54 Gavin Karlmeier
Hast du ihn? Und siehst du trotzdem seine Inhalte?
18:57 Nora Hespers
Ja, weil du es natürlich auch über Screenshots weitervermittelt ist. Nein, aber du kannst halt nicht so. Ich kann es ja nicht sagen, weil ich war halt wirklich ewig nicht mehr drauf. Also ich habe. Ich habe ja den kompletten Account so weit aufgeräumt, dass das nicht mehr nachverfolgbar ist.
19:10 Gavin Karlmeier
Also es war eine Zeit lang so, dass man die Postings trotzdem gesehen hat, trotz Blog.
19:15 Nora Hespers
Ja.
19:15 Gavin Karlmeier
Cool.
19:17 Nora Hespers
Wie gesagt, ich sehe nur noch Screenshots und die meistens auf Blue Sky. Könnte man mir auch ersparen, aber macht niemand. Ich wird direkt geblockt.
19:25 Gavin Karlmeier
Das ist der nächste Schritt, dass man, es gibt ja so Wortlisten, die du ausblenden kannst, Mute-Listen, dass man auch Wörter, die auf Bildern stehen, damit ausblendet. Das wäre doch gut.
19:36 Nora Hespers
Ja, warum ja? Wobei so ist was nutze ich ja nicht. So Mutlisten nutze ich nicht. Ich lese das dann halt einfach nicht.
19:43 Gavin Karlmeier
Aber es gibt Leute, die tun das. Wir waren gerade bei Elon Musk und wir reden ein bisschen über Elon Musk. Aber bevor wir das tun, also es gibt ein Thema, das hat sich seit letzter Woche so ein bisschen angesammelt und ihr wisst, wir haben die letzte Episode schon letzten Jahr. Heute vor einer Woche aufgenommen. Die Episode vom Montag war die Episode von der Republika vom Montag davor. Das heißt, das hier ist die aktuellste Folge Die ihr gerade hört, logischerweise, aber seit letztem Freitag. Und seit letztem Freitag ist etwas passiert. Und zwar gibt es das Prospekt. Also, ich finde das geil, dass das der Begriff ist, aber naja, das Prospekt für den SpaceX-Börsengang. Und jetzt, ich weiß nicht, wie es mit dir ist, Nora, aber ich bin kein Experte für Börsengänge.
20:22 Nora Hespers
Nein, gar nicht. Aber ich glaube, es ist auch nicht das Prospekt, sondern das Prospekt.
20:27 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich glaube, es wird so übersetzt, oder?
20:30 Nora Hespers
Das ist einfach eine Vorhersage.
20:32 Gavin Karlmeier
Nein, das Dokument. Ach so, der Filing-Dokument.
20:37 Nora Hespers
Aber heißt das nicht Voraussage? The Prospect?
20:41 Gavin Karlmeier
Boah, das können wir gleich mal. Ich werde das gleich mal. Ein Aussichtsdokument. Doch, also. Fact-Check das mal. Wenn man das googelt, findet man durchaus Börsenprospekt als Name, als Begriff.
20:51 Nora Hespers
Okay, dann sollen die das so machen, wenn die da Bock drauf haben.
20:58 Gavin Karlmeier
Hat ja auch was mit Freiheit zu tun, dass sie Leute es nennen können, wie sie wollen. Sprache ist ja nicht in Stein gemeißelt. Sprache ist ja nur so lange wichtig, wie wir uns gegenseitig verstehen.
21:07 Nora Hespers
Genau.
21:07 Gavin Karlmeier
Deswegen war es für mich auch okay, in holbringem Englisch Taylor Lawrence zu interviewen, weil sie hat mich ja verstanden. Das hat nie gereicht an dem Punkt. Und alle im Saal wahrscheinlich auch. Egal. Auf jeden Fall, wir sind keine ExpertInnen für Börsenprospekte oder wie wir das auch nennen wollen. Und haben uns deswegen jemanden dazugeholt, der uns ein bisschen was erzählen wird. Und das ist Pip Klöckner, der Podcast, der im Doppelgänger Tech Talk. Genau über solche Themen, der kennt sich damit aus und er wird uns jetzt in 10 Minuten, nehmt euch die Zeit oder spult vor, wenn ihr da keine Gefühle habt, aber ich habe es schon gehört, der weiß, wovon er redet und das macht wirklich Spaß. Nehmt ihr uns mit durch dieses Prospekt? Prospekte sind Suspekt heute. Durch dieses Dokument auf jeden Fall und erzählt uns, was es mit diesem Börsengang auf sich hat. Und ist natürlich keine Anlageberatung, aber er sagt uns auch, ob wir investieren sollen oder nicht. Nee, sagt er nicht.
21:58 Nora Hespers
Musst du jetzt Werbung draufschreiben?
22:00 Gavin Karlmeier
Nee, ich habe ja gesagt, es ist keine Anlageberatung. Wir hören uns das mal an und machen Notizen und dann sind wir wieder da. Man hört gar nichts. Ich muss ja noch. Nora. Geh nicht weg, bitte. So, jetzt aber.
22:21 Speaker 6
Grüß dich Kevin und moin liebe Hakis. Ich darf heute eine kurze Hochanalyse zum SpaceX Börsengang machen. SpaceX hat das sogenannte S1-Filing begangen. Das ist die Herausgabe des Börsenprospekts an die Börsenaufsichtsbehörde, wo man so eine Art Verkaufsprospekt zur Verfügung stellt, damit die Anleger wissen, was sie da kaufen. Ähm, SpaceX soll mit ungefähr 1,8 bis 2 Billionen US-Dollar, also 2000 Milliarden, bewertet werden. Diese Bewertung richtet sich nach dem Preis der Aktien. Es wird immer nur ein Teil des Unternehmens an die Börse gebracht und man schließt damit auf den Wert des Rests des Unternehmens. Im Fall von SpaceX werden das nur etwa fünf. Prozent sein. Man versucht 75 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Und anhand dieser 5% wird dann der Gesamtpreis hochgerechnet. Das ist insofern relevant, weil einerseits Wahrscheinlich zu wenig Aktien da sein werden. Das heißt, die Musk oder SpaceX-Fans, die sich Aktien kaufen wollen, werden sich mehr oder weniger um die Aktien streiten und das treibt den Kurs in die Höhe oder könnte den Kurs in die Höhe treiben. am ersten Tag und das gleiche wird vermutlich nochmal passieren, weil durch die Aufweichung vieler Börsenregeln sich sogenannte Index Provider und Fondsmanager, die davon abhängig sind, zwangsläufig bei SpaceX einkaufen müssen. Also wenn ihr in den MSCI World oder SP 500 oder Nasdaq in solche Indizes investiert, was eine gute Art ist. Risiko, optimiert zu investieren in der Regel, dann werdet ihr zwangsläufig zu SpaceX aktionären, einfach ob der schieren Relevanz und Größe des Unternehmens. Müssen sich diese Fondmanager da Anteile sichern und das könnte nochmal neue Nachfrage, die auf zu wenig Angebot an Aktien trifft, beschen und dadurch Könnte der Kurs dann vielleicht sogar weit über zwei Billionen am Ende landen mit etwas Zeitverzug? Wie präsentiert sich SpaceX in diesem Börsenprospekt? Erstmal gibt es 14 Seiten Raketenbilder, die sind jetzt weniger relevant. Inhaltlich sieht es so aus, dass SpaceX sich in Drei Segmente unterteilt. Das ist einerseits das Geschäft Space, Connectivity und AI. Space, dabei geht es um Weltraumlogistik, also das Verbringen von Ladungen mit Hilfe von Raketen. Da sind sie natürlich der Führende, sie transportieren 80 Prozent der Masse des letzten Jahres, wurde von SpaceX, von so einer Art Monopolisten ins All geschafft. Sie können das am günstigsten und machen das am meisten. Fairerweise muss man aber auch sagen dass ein Großteil der Ladungen, die sie ins All verbringen, ihre eigenen Starlink-Satelliten sind. Das Space-Geschäft selber ist defizitär gerade. Und wächst nicht mehr, sondern schrumpft sogar beim Umsatz um 28 Prozent im letzten Quartal. Das liegt daran, dass man hauptsächlich eigene Ware transportiert hat. Also das Starlink Geschäft subventioniert, wenn man so möchte. Und damit sind wir schon bei der Connectivity-Sparte. Das ist sicherlich das Goldstück Von SpaceX. Das ist das Starlink-Geschäft. Da gibt es zwei Geschäftsbereiche. Einerseits die Starlink-Atenne, aber auch ein zukünftiges Modell, wo man direkt am Mobiltelefon mit Satelliten kommunizieren kann, also Starlink Mobile wird das genannt. Das ist in der Vergangenheit sehr dynamisch gewachsen, wächst inzwischen aber auch nur noch in Anführungsstrichen 32%. Das ist eigentlich ganz gesund. Und auch die operative Marge ist ganz gesund. Also man macht bei 3,3 Milliarden Umsatz, 1,2 Milliarden Gewinn, das ist ja so 35% Margerund, das ist eigentlich ganz gut. Aber es rechtfertigt noch lange nicht die 2 Billionen Bewertung, obwohl das sozusagen der werthaltigste Bestandteil dieses Geschäftes wäre. Aber er wächst immer langsamer. Ist aber profitabel, wird aber auch subventioniert von der Space Sparte, wenn man so möchte, weil die die Satelliten ins All schickt. Was ganz interessant ist: diese Satelliten müssen alle drei bis fünf Jahre erneuert werden. Also die schreibt man über die Zeit ab. Weil sie entweder durch den Weltraum beschädigt werden oder einfach abstürzen in eine noch tiefere Umlaufbahn und dann entsorgt man sie quasi und muss sie alle drei bis fünf Jahre Erneuern. Und dann gibt es noch die KI-Sparte, AI-Sparte. Da ist das ehemalige X, aber auch XAI, also Grog, in Anführungsstrichen oder in Gänsefüßchen, mit drin. Die wiederum wächst nur noch mit 12,5%. Das ist insofern wirklich super wenig, dass dieser Markt ja unheimlich viel Rückenwind hat. Also OpenAI verdreifacht sich gegenüber dem Vorjahr. Entropic wächst mehr als zehnfach im Vergleich zum Vorjahr. Und XAI macht aber nur 12,5 Prozent mehr Umsatz. Man macht ungefähr 800 Millionen Umsatz im ersten Quartal. Das ist insofern interessant. Weil da steckt ja X und das ehemalige Twitter da mit drin. Und Twitter hatte zuletzt noch ungefähr das Dreifache einen Umsatz gemacht. Also selbst inklusive Grog und den neuen AI-Angeboten. Macht die Kombination aus XEI und XE mals Twitter nur ein Drittel der Umsätze, die Twitter früher mal gemacht hat. Es wächst nicht, es ist höchst unprofitabel, wenn man ganz viel in Datacenter investiert hat und teures Personal. für die KI-Anwendung braucht. Gleichzeitig macht Krog quasi fast gar keinen Umsatz, also nur minimale Umsätze, gerade im Vergleich zu anderen KI-Laboren wie Entropic oder OpenAI. Man ist der Status heute komplett abgeschlagen und wie gesagt wächst nicht. Und insofern ist das eigentlich nur ein Geldverbrennungsmechanismus. Das könnte sich ändern, weil in Zukunft Entropic, also der Macher von Claude Die Datacenter, die nicht ausgelastet sind bei XAI, und das sind einige. Dadurch, dass niemand Krog nutzen will, sind die Data Center nicht ausgenutzt. Man könnte sie zum Training von neuen Modellen nutzen, aber das hat dann erhebliche Kosten. Deswegen vermietet man sie jetzt lieber an die Konkurrenz. Dafür würde man in Zukunft 15 Milliarden im Jahr bekommen. Das würde die Finanzlage von XCI ein bisschen verbessern, zugegebenermaßen. Aber gleichzeitig sinkt damit die eigene KI-Hoffnung, da noch was Sinnvolles zu bauen. Gleichzeitig wird uns im Prospekt aber XAI eigentlich als die Zukunft verkauft. Da gibt es so eine lustige Grafik über den Total Addressable Market. Also wie groß ist das Marktpotenzial in Zukunft dieser verschiedenen Sparten. Und mehr als 90% sagt SpaceX selber, liegt im KI-Bereich. Also das Einzige, was hier funktioniert, nämlich Starlink und Space. wo sie wirklich führend sind, könnte man sagen, da sehen sie gar nicht den Großteil des Potenzials, sondern das größte Potenzial sehen sie bei XAI. Ich glaube, was hier tatsächlich, um das mal so ein bisschen schon abzurunden, passiert ist, ist SpaceX wäre als Unternehmen zwar ohne jeden Zweifel erfolgreich in Verbindung mit Starlink, wächst aber längst nicht schnell genug und macht nicht genug Umsatz, also zusammen Macht SpaceX und Starlink irgendwie so vier, fünf Milliarden Umsatz im Quartal oder hat in der Vergangenheit hat das Unternehmen insgesamt 19 Milliarden Umsatz gemacht, das rechtfertigt natürlich keine Bewertung von 2 Billionen US-Dollar, insbesondere da man ja noch unprofitabel ist. Und was Elon Musk hier schlau gemacht hat, ist, er hat seine eigentlich schon verlorene KI-Firma XCI, die viel zu viel Geld verbrennt und, glaube ich, kein weiteres Investorengeld mehr bekommen hätte, zumindest nicht auf der Bewertung von 250 Milliarden, die es zuletzt gab. Die hat er rein verschmolzen in das damals profitable SpaceX, das dadurch natürlich dann unprofitabel geworden ist, weil sie jetzt die Kosten und Schulden mittragen müssen von XAI. Und gleichzeitig kann man SpaceX so ganz viel KI-Hoffnung und Vision geben, weil man sagt, jetzt können wir Datacenter im All bauen und der KI-Markt ist viel größer als der Space Markt. Und das Man sucht sich so ein bisschen das Beste aus beiden Welten, tut es zusammen und tut so, als wäre es jetzt eine gute Kombination. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass ihr Ein grundsolides Unternehmen wie SpaceX mit XAI belastet wird, tief in die roten Zahlen und in die Verschuldung gezogen wird, nur um XAI zu retten, während man selber eben nur noch langsam wächst. Genau, das heißt aber nicht, dass die Aktie nicht trotzdem positiv laufen könnte, weil allein durch diese Verknappung des Angebots der Aktien kann man mit viel Nachfrage und steigenden Kursen rechnen. Prinzipiell sind Wäre es jederzeit möglich, glaube ich, dieses Unternehmen profitabel zu machen, indem man weniger Datacenter baut oder die eigenen Data Center weitervermietet. Das Space-Geschäft, da wäre man weiterhin führend, das Darlink-Geschäft. Wird sicherlich nicht mehr so schnell wachsen, aber kann man durchaus als sehr erfolgreich bezeichnen. Aber wo sich eigentlich alle Analysten und Quellen einig sind, die man so dem relevanten Spektrum zurechnen kann, ist, dass diese Bewertungen um den Faktor mindestens 3, wenn nicht 10 übertrieben ist und das könnte man jetzt sagen, ist der Maskbonus oder die Hoffnung, dass da noch irgendwas sich versteckt, was wir noch nicht sehen, oder dass man tatsächlich an diesen 28 Billionen AI-Markt oder Gesamtmarktpotenzial glaubt, dass Ist sicherlich ein sehr abstraktes Potenzial, wovon man sich ganz wenig erschließen wird. Am Ende. Also Spannendes Starlink-Geschäft, Space-Geschäft, wo sie dominierend sind, aber letztlich auch nur das eigene Starlink-Geschäft subventionieren und ein desaströses KI-Geschäft-Status heute. Das könnte sich ändern, wenn Krog 5. 0 dann wirklich AGI wird, wie Elon Musk sagt, aber unwahrscheinlich ist das schon Status heute. Ansonsten gibt es natürlich die üblichen Ausnahmen für Elon Musk, es gibt quasi keine effektive Bordkontrolle oder kein Aufsichtsgremium, was ihn effektiv kontrolliert. Es gibt abstruse Belohnungsmechanismen, wo er viele Aktien bekommt, wenn die Firma sich im Wert verdrei- oder vervierfacht und er außerdem eine Marskolonie mit einer Million Menschen baut. Oder, ich glaube, 100 Gigawatt oder 10 Terawatt Datacenter im Allbau. Das sind alles relativ absurde Targets. Das soll uns aber vor allen Dingen, glaube ich, sagen, dass das möglich wäre, weil es ansonsten wäre die Standardreaktion, dass das eigentlich nicht möglich sein kann, so schnell eine Million Menschen auf Maß zu bringen, aber dadurch, dass Elan Musk sich darauf committet, ist es, glaube ich, auch gutes Marketing, dass wir so ein bisschen daran glauben sollen, dass wenn er sein Gehalt daran bindet Dann muss das doch irgendwie möglich sein. Genau, das sind so die wichtigsten Sachen. Wer mehr dazu. erfahren will, kann den letzten Doppelgänger-Podcast oder den vorletzten Doppelgänger-Podcast hören oder sich den Newsletter durchlesen. Da wird es nochmal tiefer analysiert. Und ansonsten ist das, glaube ich, alles, was man wissen muss als durchschnittlicher social media interessierter Nutzer. Bis demnächst. Ciao, ciao.
33:00 Speaker 3
Werbung Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI-passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
33:15 Speaker 4
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33:34 Gavin Karlmeier
Also für mich seid ihr mehr als durchschnittliche social media interessierte Nutzer, um das mal klarzustellen. Aber trotzdem vielen Dank, lieber Pip, für diese umfangreiche und sehr kluge Analyse. Und ich habe dich die ganze Zeit schreiben sehen und ich hab dich die ganze Zeit lachen sehen, Lora. Und das finde ich fantastisch. Was hast du dir aufgeschrieben?
33:51 Nora Hespers
Ich habe mir viel zu viel aufgeschrieben. Ich würde das ganze Ding. Nein, ich finde total interessant Dass wir überhaupt nicht, wenn wir über XAI reden oder über Starlink, dass wir überhaupt nicht über die Umstände reden, unter denen diese Firma eigentlich profitabel ist. Also zum Beispiel, dass so viele Weltraumsatelliten gebraucht werden, weil wir Länder haben, in denen es Unterdrückung gibt, weil eben da nicht frei kommuniziert werden kann. Das heißt, Elon Musk verdient An Kriegen, an Unterdrückung, an Regimen, an Autoritären, dass Starlink eine unfassbare Anzahl von Weltraummüll produziert. Ich meine, es hat eben gesagt, so Sie werden quasi entsorgt. Da wird nichts entsorgt. Das fliegt halt da überall rum. Da fällt ja kein Space Shuttle hin und räumt mal eben. den ganzen Müll von den ganzen Teilen, die da auseinandergeflogen sind. Das heißt, wir schießen immer mehr und mehr Sachen ins All. Das hat überhaupt gar keinen Einfluss darauf, interessanterweise, wie solche Unternehmen bewertet werden und performen. Das finde ich hochinteressant. Das wird einfach nur aus so einem wirtschaftlichen Aspekt gedacht und es wird überhaupt nicht mitgedacht, was eigentlich die Konsequenzen dieser wirtschaftlichen Handlung sind. Das gleiche gilt ja für Grog. Also das ist vielleicht nicht profitabel und trotzdem macht es aber Profit, nämlich vor allen Dingen damit, dass du dafür zahlst, dass du Pornografie mit Grog erstellen kannst. Und zwar Immer noch gegen den Willen.
35:14 Gavin Karlmeier
Pornografie.
35:15 Nora Hespers
Genau, ja. Also, ne, also sexualisierte Gewalt gegen Frauen, Kinder, Transpersonen. Aber auch andere Formen von Gewalt. Es ist jetzt nicht nur so, dass nur Frauen, aber es sind vor allen Dingen Frauen betroffen, die sich zu großen Teilen auch schon zurückgezogen haben. Also X oder Twitter damals war eh schon eine sehr männlich dominierte Plattform, das wird nicht besser geworden sein. Und das wird halt monetarisiert. Auch das spielt bei der Bewertung eines Unternehmens überhaupt gar keine Rolle, dass damit im laufenden Band Hass und Gewalt gegen Menschen produziert wird. Auch die Formulierung Geldverbrennungsmechanismus ist vor allen Dingen ein Weltverbrennungsmechanismus, der dahinter steckt, wenn man sich die Data Center anguckt. Vor dem Hintergrund ist es vielleicht eine gute Nachricht, dass die gar nicht so stark genutzt werden und deswegen keine neuen gebaut werden müssen, weil man die vermieten kann. Aber trotzdem ist es so, ich meine, wir sitzen hier gerade Ende Mai bei über 30 Grad. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Aber hier ist es schon recht heiß und ich frage jetzt Wer Bock darauf hat, dass man in der unmittelbaren Umgebung so ein Datacenter baut. In Jülich ist eine Warnung rausgegeben worden, dass man weniger Wasser verbrauchen soll und auch kein Schwimmbecken mehr auf. füllen soll, weil Wasserknappheit in NRW herrscht, also Ende Mai. Das heißt, es sind ganz viele Probleme mit diesem Unternehmen verknüpft. die überhaupt nicht in die Bewertung des Unternehmens Einfluss oder auf die Bewertung des Unternehmens Einfluss haben. Und deswegen, ich habe mich so ganz minimal mit ETFs beschäftigt, Das finde ich halt auch interessant, wenn man diese Fonds hat, dass man gar keinen Einfluss darauf hat, wenn man jetzt die großen Fonds nutzt mit den maximalen Profiten. welche Unternehmen da reinfallen. Das ist mein moralischer Zeigefinger für heute gewesen, weil es sich wirklich lohnt, da genau reinzugucken und zu überlegen, wie möchte ich eigentlich mit meinem Gate das gestalten, was es um mich herum so gibt. Man hat ja da eine Gestaltungsmacht und die kann man ja, wenn man möchte, nutzen.
37:14 Gavin Karlmeier
Voll, und das ist ja auch das, was Pip sagte, dass du zum Beispiel, wenn du in ETFs investierst, die ja am Ende Fonds sind, in denen mehrere Aktien eben drin sind. Dass du damit dann im Zweifel bald wohl auch in SpaceX mit investieren willst und dass man sich das durchaus bewusst machen sollte.
37:29 Speaker 5
Ja.
37:30 Gavin Karlmeier
Ich finde interessant, dass die Fragestellung, die da auch drin hängt, ist: Was ist denn eigentlich XAI und X noch für Musk? Oder SpaceX AI, wie es ja mittlerweile heißt. Und ich glaube, da steckt auch ganz viel Ego drin. Da steckt diese ganze Geschichte um OpenAI mit drin, die Entstehungsgeschichte. der dieser eigene, der Wunsch, gerade an dem Weltgeschehen teilhaben zu können, wofür die Plattform X extrem wertvoll ist für ihn Gleichzeitig aber auch KI als Thema, über das so viele Menschen sprechen, dass er partizipieren möchte, dass das halt so ein Hobby ist, dass er sich gönnt und dass er hier das in diesem Unternehmen unterbringen kann, weil da eben andere Dinge eben laufen. Ja, übrigens auch eine kleine Geschichte noch zu SpaceX, weil du es gerade angesprochen hast. Einmal zu Jülich. Da sitzt natürlich ein riesengroßes Rechenzentrum, das hat aber keinen direkten Zusammenhang vermutlich zur Wasserknappheit.
38:20 Nora Hespers
Hab ich nicht recherchiert.
38:21 Gavin Karlmeier
Das weiß ich auch nicht. Und gleichzeitig, was mich bei Starlink am meisten bewegt, übrigens, wo wir schon über Implikationen auf die Umwelt sind, ist die Tatsache, dass ich eigentlich nicht zulassen möchte, dass Elon Musk uns den Nachthimmel kaputt macht. Also jetzt gerade, ich habe es live gecheckt. 10. 413 Starlink-Satelliten sind jetzt gerade im Orbit. Das sind ungefähr 65 Prozent aller Satelliten. 10. 000. Die Genehmigungen, die SpaceX hat, reichen für bis zu 42. 000 Satelliten. Also er könnte das Ganze nochmal locker vervierfachen. Und es ist immer noch im Rahmen seiner Genehmigung im Prospekt, ist der Plan, eine Million Satelliten in den Orbit zu schicken. Und das hätte direkte Auswirkungen darauf, wie unser Nachthimmel aussieht, um das mal klar zu sagen. Dann bewegen sich mehr Sterne, als sich nicht bewegen, vermutlich, weißt du?
39:06 Nora Hespers
Naja, es hätte nicht nur wirklich Auswirkungen darauf, wie unser Nachthimmel aussieht, sondern tatsächlich auch noch sehr viele weitere Auswirkungen, mal davon abgesehen, dass diese Satelliten, wenn man sie ins Ei bringen will, dass. Geht auch nicht mit Solar.
39:19 Gavin Karlmeier
Auch richtig.
39:20 Nora Hespers
So war ich mir bekannt jetzt. Genau, die kommen nicht zurück. Also es hängen halt super viele Probleme dran. Und ja, ich wiederhole mich da, aber ich verstehe wirklich nicht, wieso das nicht auf die Bewertung eines Unternehmens Einfluss hat, welche Zerstörung damit eigentlich einhergeht.
39:37 Gavin Karlmeier
Ich finde das einen total richtigen Gedanken, dass es eben nicht nur die rein direkten wirtschaftlichen Folgen gibt. Ich mache ein Unternehmen, das verdient so und so viel Geld, also kommt so und so viel Geld über die Bewertung irgendwie und über Aktien am Ende wieder rein, sondern dass man eben auch überlegt, welche Kollateralschäden entstehen eigentlich und wie teuer wird das Das müsste eigentlich mit reingerechnet werden. Aber die sind ja nicht mehr so gut.
40:01 Nora Hespers
Genau, es sind keine Kollateralschäden, sie sind ja wirklich einfach mit eingepreist. Also weil das also für das Unternehmen, die machen das ja mit Absicht so, weil es eben keine Regulierung gibt an der Stelle auch. Dann wenig Umweltauflagen. Das ist genauso wie ich investiere in grüne Fonds, das ist ganz toll, aber wenn du in grüne Fonds in den USA investierst, musst du dir schon Gedanken darüber machen, wie sind denn gerade die Umweltstandards in den USA Und was kann sich da als grüner Fonds verkaufen und was nicht.
40:29 Gavin Karlmeier
Ja, auch das ist richtig. Um das übrigens so ein bisschen mit Zahlen anzureichern, Enthropic wird für die Mietung. von Colossus One, diesem SpaceX AI-Datenzentrum, Rechenzentrum, monatlich 1,25 Milliarden Dollar zahlen. Das heißt, das KI-Geschäft von SpaceX wird dann mehr Geld durch die Vermietung einnehmen. Also es ist de facto mehr ein Immobilienkonzern als ein KI-Konzern, auch wenn Markt das nicht so. wahrhaben möchte. Das finde ich hochinteressant und ich habe mir noch irgendwas aufgeschrieben. Achso, und dass Elon Musk de facto unkündbar sein wird, weil er eben eine Mehrheit der B-Aktien hält, mit denen er ein Stimmrecht. hat. Und damit müsste er sozusagen mehrheitlich selber dafür zustimmen, dass er entlassen wird, was vermutlich nicht passieren wird.
41:15 Nora Hespers
Wahrscheinlich nicht, nein
41:16 Gavin Karlmeier
Ja, also einfach ein Thema, bei dem man gute Laune bekommt, wie immer. Ich habe noch ein Maskthema, das so auch im weitesten Sinne in den Berichterstattungsraum unseres Podcasts fällt, und zwar geht es um Grokipedia. Erinnerst du dich an die Grockipedia?
41:33 Nora Hespers
Leider ja.
41:34 Gavin Karlmeier
Für die, die sich nicht erinnern, Elon Musk hatte ja angekündigt, die Achse Voke Wikipedia bekämpfen zu wollen, indem er mit Hilfe von KI eine neue Wikipedia erstellt, die er nach seiner KI Grog Grockipedia genannt hat. Und das Trinity College Dublin und die Technological University Dublin, die haben knapp 18. 000 Seiten untersucht, die in der Wikipedia zu den am häufigsten Überarbeiteten gehören. Dabei geht es vor allem um Texte zum Thema Religion und Geschichte. Und das Ergebnis, Surprise, die Muster deuten auf eine selektive themenspezifische Abweichung hin, nicht auf eine einheitliche Bereinigung von Wikipedia-Inhalten. in Richtung ideologische Ausrichtung häufig zitierter Nachrichtenquellen. Heißt also ganz konkret, dass in den Artikeln in der Gruppipedia zum Thema Klimawandel oder George Floyd oder Demokratie eher Quellen zitiert werden, die rechts der Mitte verortet werden, als es bei der klassischen Wikipedia der Fall wäre.
42:33 Nora Hespers
Wer hätte das gedacht? Surprise, nicht. Naja, das Problem ist aber, dass das natürlich wieder eingespeist wird. Also, je mehr wir von diesen Inhalten haben, desto mehr werden die ja wieder eingespeist und Diesen ganzen LLMs ist es ja total egal, ob das ideologisch rechts oder links ist. Die ziehen das als Information, mischen das neu zusammen und basteln da wieder irgendwas Neues draus. Und ich habe mir, also ich überlege die ganze Zeit, okay, kann man jetzt eigentlich nur noch Bücher lesen, die vor 2022 gedruckt worden sind? Oder vielleicht 2021? Überlegen. Und dann habe ich gehört, in Büchern steht auch so viel Mist zum Teil. Also von da kommen, ja, das ist ja auch dann eben dadurch, dass Google ja so viele Bücher indiziert hat, ist das ja auch mit da reingeflossen. Dass man auch da nicht sicher sein kann.
43:20 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt.
43:22 Nora Hespers
Man wird wohl denken müssen.
43:23 Gavin Karlmeier
Die These, die sich daran anschließt, ist ja: S Menschen schlauer als KI? Sind Menschen schlauer als LLMs? Und da muss ich sagen, ich habe auch schon Bücher gelesen vor 2022, bei denen die Antwort ganz offensichtlich nein ist. Definitiv. Ähm, gleichzeitig, ich glaube, wenn du dir, also man muss natürlich immer, man muss einfach aufpassen, was man liest. Aber ich glaube, ich bin ja nicht so ein Typ, ich weiß, es gibt hier Menschen, die sind sehr hart gegen KI, es gibt hier Leute Die sind extrem pro KI und ich versuche mich irgendwie so mit so einem gesunden Blick irgendwie damit zu bewegen und zu sagen, naja, also das ist ja nicht alles dasselbe. Weißt du, also und es gibt einfach auch in Large Language Models, glaube ich, einzelne Anwendungsfälle, die sehr sinnhaft sind und die total klug sind, dass man sie einsetzt. Wir dürfen uns noch nicht der Illusion hingeben, dass das jetzt hier irgendwie Kreativität schafft oder was Neues kreiert.
44:17 Nora Hespers
Ja, doch, aber nichts, was wir überprüfen können. Das Problem ist, dass Neues kreiert wird, ohne dass wir in der Lage sind, das noch irgendwie zu überprüfen. Und da wird es halt sehr, sehr schwierig. Das ist ja das schöne Beispiel der Känguru-Rebellion ganz am Anfang mit Sprüngli und dem Zucker, der Zuckerkruste in den Schnapsprallingen.
44:33 Gavin Karlmeier
Habe ich nicht gelesen.
44:34 Nora Hespers
Echt nicht? Nein. Skandal.
44:37 Gavin Karlmeier
Aber wir haben in der letzten Folge am Freitag über Marco Wikling gesprochen. Weil der gesagt hat, das Känguru genießt mehr Rechtsschutz als Marco Wikling.
44:47 Nora Hespers
Möglicherweise, da habe ich mit ihm noch nicht drüber gesprochen, aber ganz am Anfang gibt es das Beispiel, dass da sozusagen eine Geschichte erfunden wird um diese Zuckerkruste in den Schnapspralin und dass die Eingang findet, eben als Wahre Geschichte in KIs oder KI-Modellen, LLMs, und dass das quasi, weil es in einem Buch steht, da nicht mehr rauszurechnen ist. Und ich finde das wirklich hochinteressant, weil es gibt ja auch keine so richtige Feedbackschleife. Also selbst wenn du der KI sagst, du, das ist falsch, was du da sagst, was bedeutet das S in ChatGPT? Das wird ja nicht aufgenommen. Also die Frage ist halt, wo lernt es dann und von wem lernt es, was jetzt faktisch richtig und falsch ist? Und das diese Diese Korrekturschleife können wir halt nicht kontrollieren. Ich bin total dabei zu sagen, es gibt total gute und hilfreiche KI-Anwendungen, auch gerade für JournalistInnen, wenn es um Recherchen geht und so. Aber am Ende muss das alles manuell überprüfen.
45:46 Gavin Karlmeier
Definitiv.
45:47 Nora Hespers
Und das ist halt auch Arbeit, weil du hast einfach mehr Material, das du prüfen musst. Du findest auch Sachen, die du sonst nicht gefunden hättest. Das ist cool, aber du hast auch mehr Material zu überprüfen. Das heißt, es macht auch wieder neue Arbeit.
45:58 Gavin Karlmeier
Das Gute ist, man findet Sachen, die man sonst nicht gefunden hätte. Das Schlechte ist, man findet auch Sachen, die man sonst halt auch nirgendwo anders findet.
46:04 Nora Hespers
Du findest halt auch Sachen, die einfach nicht wahr sind. Ja, genau. Oder die sich nicht überprüfen lassen. Und das musst du aber dann schon wieder mit nachdenken und eigenem kritischen Denken sozusagen nachverfolgen, so, wenn du jetzt, keine Ahnung, was habe ich heute gehört. dass man sich Vokabeln abfragen lässt mit Hilfe von KI, weil der einen gibt es, okay, das sind die Vokabeln, die ich immer vergesse und hast dann selber einen Vokabeltrainer programmiert, Ja, kann man machen. Finde ich ist eine sinnvolle Anwendung für so eine KI. Warum nicht?
46:35 Gavin Karlmeier
Ich habe gleich noch ein bisschen KI-Content. Ja, hau raus. Aber ich will vorher bei der Wikipedia kurz bleiben, weil es gibt ein lesenswertes Stück von Lars Wienand und Jonas Müller-Töwe bei T Online. die ein bisschen auf die Machenschaften des russischen Machtapparates im Internet geschaut haben und schauen, gezielt, also sie haben wohl Hinweise bekommen oder interne Dokumente, auf die sie sich beziehen. Aus denen hervorgeht, dass die, abgesehen von dem üblichen Vorgehen der Meinungsverschiebung in der westlichen Welt, Teil des Planes Russlands sind ist, einen eigenen Wikipedia-Klon in Deutschland zu starten, um damit gezielt die Wahrnehmung oder die Ausgabe von Inhalten in Chatbots zu manipulieren, weil es eben eine weitere Enzyklopädie gibt, in Anführungsstrichen, und dieser Enzyklopädie eben dann schon ein geframetes Weltbild mit Gibt, das dann möglicherweise damit seinen Einzug auch in Antworten von Chatbots eben finden könnte. Und das zeigt so ein bisschen, wohin das führt. Und da sind wir bei Marc-Uwe Kling und da sind wir bei der Groikedia und der Motivation hinter der Groikipedia, dass das Also dieser Satz, wer schreibt, der bleibt, gilt eben leider auch für diejenigen, die eben Dinge schreiben, die nicht stimmen. Weil sie damit eben Fakten schaffen, die keine Fakten sind. Und das passiert hier eben auch, und da müssen wir so ein bisschen vorsichtig sein, dass man sich da nicht irgendwie. In die Idee hinein verliebt, dass da jetzt einfach eine weitere Informationsquelle entstehen könnte. Sowohl bei Chatbots als auch bei dieser Wikipedia. Sorry
48:02 Nora Hespers
In ich glaube, dass da einfach Diskurs umso wichtiger wird, je mehr wir solche Sachen haben. Also dieser Austausch zwischen Menschen und eben nicht nur mit Chatbots, um irgendwie zu gucken, okay, wie sind unsere Wahrnehmungen? Auch das natürlich hochfehleranfällig. Das wissen wir ja, dass Menschen fehleranfällig sind. Und trotzdem müssen wir irgendwie Mittel und Wege finden, das zu überprüfen und auch unsere unsere Haltung einander gegenüber, dass wir die immer wieder nachjustieren, also dass wir mit möglichst vielen verschiedenen Menschen in Kontakt kommen. Um irgendwie den Realitätsverlust oder den Glaubwürdigkeitsverlust, den wir gerade im Netz erleben, um dem was entgegenzusetzen. Und ich merke auch, dass mir das ein Bedürfnis ist, mich intensiver mit Menschen auszutauschen.
48:48 Gavin Karlmeier
Ich kann das verstehen, das geht mir auch so. Gerade wenn es auch um Technologie geht, natürlich, um andere Blickwinkel zu bekommen und so. Aber gleichzeitig ist halt hier das Problem, dass du im Zweifel solche Echokammern noch stärker sich bilden lässt, weil das eine. Mehr oder weniger, eher weniger vermeintlich neutrale Quelle gibt, auf die man sich beziehen kann und sagen, guck mal, hier steht es doch so:
49:14 Nora Hespers
Ja, das zum einen und zum anderen ist es ja so, dass die Chatbots, es geht ja nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern dass sie dich in einer bestimmten Art und Weise, ich würde es fast sagen, groomen. Also ne, dass sie die ganze Zeit hoch nicht ums Morschwinn. Du wirst natürlich dann genau und du wirst natürlich dann auch empfindlicher für Reibungen, die du mit anderen Menschen hast, für Widerspruch und so. Und hältst es einfach schlechter aus, weil du es weniger trainierst. Also man muss das. Ich finde, wir können gleichzeitig wertschätzende Kommunikation und wertschätzende Kritik üben, also dass wir nicht Menschen dabei persönlich verletzen, aber eben auch die Ambiguitätstoleranz, wie es so schön heißt, also unseren Widerspruch. irgendwie zu trainieren und das Aushalten von Widersprüchen. Und wenn wir das nicht machen, dann verlieren wir eine wirklich ganz essentielle Fähigkeit. Und wenn wir nur noch mit Chatbots sozusagen uns unterhalten, uns die ganze Zeit erzählen, wie toll, wie schlau, wie klug wir sind, was für tolle Fragen wir stellen, dann wird, glaube ich, dieses Training, was man so im Alltag ja hat, tatsächlich stark reduziert. Ich bin schon fast dankbar für Situationen, in denen es Missverständnisse gibt, weil ich denke, hey, das war jetzt ein gutes. Real Life, Analogtrain!
50:24 Gavin Karlmeier
Ich finde der Appell, der da drin steckt, ist so schön, dieses, wir müssen mal wieder mehr streiten können und streiten lernen. Ich habe das hier so gemerkt, ich werde das Thema jetzt nicht nochmal anfassen, zumindest nicht vollumfänglich, aber zum Thema Social Media Verbot habe ich mich hervorragend und häufig gestritten mit Leuten, die. informiert, aber anderer Meinung sind. Und das ist fantastisch, wenn es so einen Konflikt gibt, den man aber auf so einer professionellen Ebene austragen und sich danach umarmen und Danke sagen kann. Das finde ich, das ist so wohltuend, weil man so das Gefühl hat, okay, wir haben uns jetzt hier gemeinsam darauf geeinigt, dass hier unterschiedliche Schlüsse aus den Fakten liegen, auf die wir uns aber beide auch geeinigt haben. Schwierig wird es aber, mit denen zu streiten, die eben nicht auf Fakten fußen. Und wenn du dann aber eben hier so eine Welt hast, die entsteht, Also wir haben ja das Problem, dass es die sogenannten alternativen Medien gibt, die auch schon nur Dinge berichten, die Menschen lesen wollen, damit sie sich darauf beziehen können. Und wenn du das anreichest mit einer Enzyklopädie und die dann wiederum ihren Weg auch in Komischer Begriff, aber konventionelle Chatbots finden, dann wird's mit der Diskussion leider nicht einfacher.
51:30 Nora Hespers
Naja, wir müssen, glaube ich, einen ganz großen Wert legen auf den Faktor Emotionalisierung. Also Chatbots holen uns ja auch bei unseren Emotionen ab. Sie sollen menschlich wirken, das geht nur über Emotionen und dass wir halt gucken müssen, okay, wie kriegen wir das hin, dass wir Diskussionen führen. bei denen wir sagen können, ja, ich bin emotional involviert, deswegen will ich das diskutieren. Ich habe da eine Motivation hinter, ohne uns aber darin zu verlieren, dass wir uns gegenseitig mit Hass überziehen oder mit Vorwürfen, was ja halt wirklich ganz gerne gemacht wird. Dieser Vorwurf, du bist dumm, du hast das nicht gelesen, du hast das nicht verstanden und so. Sondern uns mehr darum bemühen, dass wir sozusagen eine gemeinsame Basis irgendwie erstmal erarbeiten, bevor wir aufeinander losgehen. Also am besten gar nicht aufeinander losgehen.
52:17 Gavin Karlmeier
Aber mit Worten ja schon.
52:19 Nora Hespers
Ja, aber schon auch so, dass es nicht unter die Gürtellinie haut. Also ich da bin ich auch mittlerweile in Social Media Diskussionen Gerne sachlich, gerne hart, aber haut nicht unter die Goethe Linie. Wenn Leute Sachen unterstellt werden, Motive unterstellt werden, ich will nicht sagen, dass mir das nie passiert Aber ich versuche, das nicht zu tun. Also dann wirklich nochmal durchzuatmen, das zu löschen und neu zu schreiben und zu sagen, nee, das will ich einfach nicht mehr. Ich will so nicht streiten.
52:43 Gavin Karlmeier
Nee, zumal es ja auch Konfliktlinien gibt, an denen man direkt weiß, den müssen wir nicht weitermachen. Finde ich. Also auch das ist ja wichtig. Und auch das ist Teil der eigenen Ambiguitätstoleranz, dass man nämlich weiß, wo die dann auch überschritten ist, finde ich.
52:57 Nora Hespers
Genau.
52:58 Gavin Karlmeier
Ja. Voll. Irgendwie sind wir beim Thema und irgendwie auch nicht, aber ich will dir mal was vorspielen. Auch das ist letzte Woche passiert. Ein früherer Google-CEO war bei seiner früheren Universität. und hat heute eine Rede über KI gehalten. Und ich spiele dir mal kurz einen Ton daraus vor und dann können wir ja gleich nochmal ein bisschen darüber sprechen.
53:20 Speaker 7
Time magazine selected its person of the year for 2025. And it would this time, it was the architects of artificial intelligence. Interesting. It will touch every profession, every classroom Every hospital, every laboratory, every person, and every relationship you have. I know what many of you are feeling about that. I can hear you
53:52 Gavin Karlmeier
Und so weiter und so weiter. Eric Schmidt haben wir da gerade gehört, der Gesagt hat, das Timergesehen hat im letzten Jahr die Architekten hinter der KI zur Person des Jahres gewählt und wurde ausgebucht. und sagte, ich verstehe, dass ihr eine Angst davor habt, was da passiert, aber nahezu jeder Bereich eures Lebens wird davon betroffen sein und wurde wieder ausgebuht. Was ein klarer Hinweis darauf ist. dass es viele Bereiche gibt, in denen Menschen nicht so richtig Bock auf die KII-Sierung der Umgebung haben und offenbar betrifft es hier in diesem Fall dann auch Die Universität, an der er gesprochen hat und die Menschen, die dort arbeiten und möglicherweise einen Weg in die Forschung einschlagen wollen.
54:30 Nora Hespers
Der Vorhanden sagt, er wird, das ist ja bereits so. Also egal wo du bist, es ist bereits so, dass KI in allen möglichen Bereichen dein Leben beeinflusst, sei es in Bewerbungen, sei es in Krankenhäusern, sei es bei der Berechnung deiner, keine Ahnung, Beitragszahlungsfähigkeiten oder whatsoever. Also es gibt ja schon überall, das ist nicht mal überall transparent, das finde ich das eigentlich Problematische, das sozusagen nicht transparent ist. Ich habe es ganz häufig, wenn ich Fragen habe, die ich nicht selber ergoogelt bekomme. Ich lege an mich noch den Maßstab, dass ich Antworten auf Fragen, die ich zum Beispiel zu Plattformen habe, irgendwie selber beantworte, indem ich eben das entsprechend google. Wenn ich da nicht mehr weiterkomme, dann gehe ich in den Chat, aber dann sage ich auch sofort, ich möchte bitte mit einem Menschen sprechen, oder ne, wenn ich den Support. Also In jeder Mail steht dann sofort, ja, ich habe das schon nachgeguckt und so, ich möchte bitte einen menschlichen Support haben. Ich möchte nicht mit einer KI sprechen. Und habe bis jetzt auch zum Glück immer einen Menschen dann sozusagen in die Antwort bekommen und finde das halt total. Interessant, wie das funktioniert, aber dass mir das vorher nicht transparent ist, sondern erst in der Antwort. Es frustriert mich halt einfach jedes Mal, dass ich so ein KI-Chat-Bot vor die Nase gesetzt bekomme. Es beleidigt meine Recherchefähigkeiten.
55:54 Gavin Karlmeier
Dann wird dir die nun folgende Meldung extrem gefallen, denn was auch in der letzten Woche passiert ist. Die Republika hat so ein bisschen ein bisschen Stau ausgelöst. Wir werden das Freitag wird der Stau aufgelöst sein, dann sind wir wieder so richtig am Puls der Zeit. Aber das müssen wir alles noch mitnehmen. In der letzten Woche fand die Google I. O. statt. Das ist die EntwicklerInnen-Konferenz von Google, bei der sie auch immer früher vorgestellt haben, was alles so mit Ihren Telefonen passiert. Das war ihnen dieses Jahr fast egal, deswegen haben sie die auf einer eigene Konferenz ausgelagert, diese Information und so weiter, weil sie, du kannst es dir vorstellen, knapp zwei Stunden nur über KI-Tools gesprochen haben. Und also Ich kann euch nicht erklären. Ich habe das mir jetzt nicht komplett anschauen können, weil es einfach so viele Tools gibt, die alle auch ähnlich heißen, die alle nicht. Die eigenen Tools sind. Also es gibt jetzt, du kannst mit Nano Banana Bilder erstellen, du kannst mit WO-Videos erstellen, es gibt aber auch noch Google Omni, Gemini Omni, mit denen kannst du beides machen und so weiter und so weiter. Alles gar nicht so interessant. Über kleine Teile dieser I. O. haben wir letzte Woche schon am Freitag mit Thorsten gesprochen, wegen Synth ID, aber am gestrigen Dienstag war zumindest die Ankündigung, bisher habe ich noch keine Screenshots gesehen. Beginnt das neue Zeitalter der Google-Suche. Und da möchte ich mit dir darüber sprechen. Denn das Vorhaben von Google ist es, dass die Google-Suche eigentlich verschwindet. Unbenutzbar wird. De facto unbenutzbar wird. Denn es wird keine Liste von blauen Links mehr geben, sondern es wird jedes Mal eine Custom Page geben. Auf der die AI Summary zum Beispiel zu sehen ist. Möglicherweise aber auch, wenn du zum Beispiel danach fragst: Wie sieht eine Giraffe aus? Dass da möglicherweise direkt ein Bild einer Giraffe generiert wird und so weiter und so weiter. Die Google-Suche nähert sich dem der Optik eines Chatbots an. So ist zumindest das Versprechen. Damit endet aber auch Die Zeit, in der es Konsens darüber gab, dass wir beide uns jetzt fragen, wie groß wird eigentlich eine Giraffe? Und wir googeln das und finden dieselbe Antwort. Wir müssen Glück haben, dass sie dieselbe Antwort kriegen, weil wir kriegen beide. Primär eine KI-generierte Antwort. Und ich finde, das ist der größte Mittelfinger, den Google in Richtung Publisher ausschicken kann. Natürlich wird es darunter unten irgendwo immer noch links geben. Aber die Art und Weise, wie die Google-Suche aussieht, verändert sich damit massiv.
58:05 Nora Hespers
Aber ich finde, die Google-Suche hat sich in den letzten Monaten eh schon massiv verändert, weil wenn du irgendwas suchst, kriegst du vor allen Dingen erstmal Produkte vorgeschlagen. Zu allem, was du suchst, kriegst du erstmal eine Liste von Produkten vorgeschlagen und die inhaltlichen Suchanfragen oder so, die sind auf Seite 5, 6, 7. Also wer zu den Leuten gehörte, die immer nur die ersten beiden Seiten angeguckt haben, da hast du jetzt großes Pech, kannst also viel Geld ausgeben, aber wenig anderes. Das liegt zum Teil auch daran, gerade bei Gesundheitsfragen oder so, bist du ganz schnell auf Pharma-Seiten, also bekommst du ohnehin selten unabhängige Informationen. Das finde ich richtig problematisch, ehrlich gesagt, auch schon lange. Weil es einfach ein Gender Bias haben bei bestimmten bei bestimmten Krankheiten oder Entwicklungen, sei es jetzt irgendwie Wechseljahre, Perimenopause und zum Kram. was Frauen in mittleren Lebensjahren nun mal einfach betrifft. Und da landest du vor allen Dingen auf Pharma-Seiten. Also du kriegst ganz selten inhaltliche oder wissenschaftliche Informationen. Du bekommst vor allen Dingen Produkte, Produkte, Produkte. Und das ist schon eine ganze Weile ziemlich schlecht, finde ich. Und es klingt jetzt nicht so, als würde das unbedingt besser werden. Weil das eben auch heißt, es gibt irgendwie auf jede Frage eine auf dich zugeschnittene Antwort. So. Und die, weißt du, so, du hast nicht mehr so richtig die Wahl, was du dir dazu angucken möchtest, sondern du kriegst halt was vorgesetzt. Und deine Wahlmöglichkeiten schränken sich ein. Und du hast eigentlich das Gefühl, du bist gut informiert, weil du wahrscheinlich viele Informationen bekommst. Aber du kannst gar nicht mehr selber auswählen, welche Informationen für dich relevant sind, sondern das entscheidet jemand für dich. Und das finde ich halt mega problematisch.
59:45 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil das so kontextuell passiert. Also, wenn ich jetzt nach Essen suche und Google weiß, ich wohne dort, bekomme ich eine andere Antwort als jemand, der gerade auf der Suche nach einem Restaurant ist. Und das ist natürlich NutzerInnenfreundlich. Es nimmt dir aber auch die Möglichkeit zu entscheiden, was du dir eigentlich jetzt gerade anschaust.
01:00:02 Nora Hespers
Genau, das ist ja nicht nutzerinnenfreundlich, sondern das ist halt einfach bevormundend und das nimmt dir ein Stück weg, nimmt dir das einfach auf Freiheit. Also ja, Freiheit ist anstrengend. Nee, komm, ba, mach das wieder zurück. Das ist eklig.
01:00:16 Gavin Karlmeier
Ich habe nichts gesagt.
01:00:17 Nora Hespers
Das ist wirklich fest.
01:00:18 Gavin Karlmeier
Aber Leute, die gegen Tempolimit wettern, argumentieren genauso.
01:00:24 Nora Hespers
Nee, das ist eine andere Form von Wahlfrage. Also ich finde tatsächlich, Tempolimit hat ja, ja, ich verstehe, was du sagen möchtest, aber ich finde tatsächlich, es gibt bei Tempolimit andere Hintergründe. Also. Das ist ja eine andere Form von Wahlfreiheit. Du sagst, wir kriegen beide nicht mehr dieselbe Antwort. Das ist ja schon ein Problem, weil wir keinen Common Ground mehr haben dadurch. So, ne, und das ist halt an der Stelle schon bevormundend. Aber ich kann auch nicht sozusagen aussuchen, welche Information relevant für mich ist. Und das wird ja verstärkt. Sobald das customized ist, bleibst du ja immer stärker auch in diesem Ding. Also du kommst ja ja gar nicht mehr so richtig raus. Schränk dich, glaube ich, auch in deiner Vielfalt so ein bisschen ein, die ja jeder Mensch in sich auch trägt, weißt du?
01:01:11 Gavin Karlmeier
Naja, wenn wir das jetzt alles zu sagen. Du wirst so homogenisiert.
01:01:13 Nora Hespers
Ich finde das irgendwie ganz. Fies.
01:01:16 Gavin Karlmeier
Jetzt packt das mal zusammen. Es gibt Angriffe darauf, wie KI-Suchergebnisse gestaltet werden, entweder von der politischen Rechten in den USA durch die Wikipedia oder aus Russland beispielsweise. Du hast keine Möglichkeit mehr, einfach so Google-Suchergebnisse zu sehen, ohne dass eine KI dazwischen geschaltet ist, die dir deine Nutzungserfahrung zusammenbastelt, auf Grundlage von dem, was die AI-Summaries zum Beispiel gerade so ergibt. Das ist alles. Ein sehr unangenehmer Angriff auf die Informationsfreiheit, auf die am Ende auch auf die Meinungsfreiheit, ob man das so nennen möchte oder nicht. Aber es ist nicht möglich, einfach jetzt das Ganze zu durchdringen als wir. Und das ist ein Problem.
01:01:59 Nora Hespers
Genau. Du hast irgendwie keine, also Transparenz fehlt, plus du bist natürlich auch gefangen darin, dass Google dir was verkaufen will. Also, das ist, das geht ja immer darum, am Ende geht es immer darum, Konsum anzuregen. Und das, nee. So nicht.
01:02:12 Gavin Karlmeier
Und das hast du bei dieser Google-I. O. ständig gesehen, dass du machst eine Route morgens und dir wird vorgeschlagen: hey, willst du nicht bei Starbucks vorbeigehen? Das machst du doch so gerne, da bist du doch so oft. Und Sie haben auch vorgestellt, dass es jetzt mehr Möglichkeiten geben soll, direkt einen Agenten mit dem Kaufen von Dingen zu beauftragen. Da will ich gar nicht so tief reingehen, aber du kannst natürlich sagen: hey, kauf mir dieses T-Shirt, wenn es unter 20 Euro kostet. Und dann hattest deine Kreditkartendaten und mach das für dich.
01:02:40 Nora Hespers
Leute, es lebe der Bibliotheksausweis.
01:02:48 Gavin Karlmeier
Ja, oder wenn du andere Dinge lesen möchtest, ich habe noch was für dich. Weiter ganz kurz. Funktionen und Emotionen. Denn Facebook hat eine neue App vorgestellt mit dem Namen Forum. Forum. Und Forum ist eine Mischung aus den Facebook-Gruppen, die es schon gibt. Du meldest dich dort auch mit deinem Facebook-Account an. Und Reddit. Also du hast dann die Möglichkeit, wie Reddit Answers zum Beispiel Fragen da einzugeben, und aus deinen Gruppen wird mithilfe einer KI-Suche aus diesen Gruppen die Antwort gegeben, die du haben möchtest. Nebenan. de, aber ohne Menschen.
01:03:29 Nora Hespers
Toll. Ich bin underwhelmed, wie du siehst. Vielleicht ist es einfach nur die Hitze.
01:03:35 Gavin Karlmeier
Ich wollte es einfach mal mitbringen. Übrigens hat Google auch eine Zusammenarbeit mit CapCut vorgestellt.
01:03:41 Nora Hespers
Bibliotheksausweis. Meine Antwort heute ist nur Bibliotheksausweis.
01:03:46 Gavin Karlmeier
Übrigens sind Bibliotheken auch sehr kühl. Und mit Hilfe eines Bibliotheksausschwers kann man auch von zu Hause zum Beispiel Magazine lesen und Zeitschriften und so.
01:03:56 Nora Hespers
Es gibt Bibliotheken, in denen kann man 3D-Gedrucker benutzen und viele andere fancy Sachen.
01:04:00 Gavin Karlmeier
Instrumente ausleihen, kann man ja bei uns hier. Also, ich bin ein großer Bibliotheks-Fan.
01:04:06 Nora Hespers
Mega. Ich sag jetzt auf alles, du noch Bibliotheksausweisen.
01:04:10 Gavin Karlmeier
Ich finde, das ist eine schöne Abrundung zu unserer Episode heute.
01:04:15 Nora Hespers
Du hast keine Emotionen mehr, die ich zeigen muss.
01:04:17 Gavin Karlmeier
Willst du? Ich habe noch die andere Funktion.
01:04:19 Nora Hespers
Ja, wie viel Zeit hast du?
01:04:22 Gavin Karlmeier
Ich habe Zeit ohne Ende und die Leute hassen, wenn man sagt, wir haben keine Zeit mehr. Dann kriegst du noch ein bisschen was. Spotify hat angekündigt, dass es bald auch Verifikations-Buttons für Podcasts gibt, damit AI-Slop verhindert wird.
01:04:35 Nora Hespers
Das finde ich auch widersprüchlich. Also auf der einen Seite befördert Spotify AI Slop und auf der anderen sagen die, naja, hier kannst du dich aber verifizieren.
01:04:43 Gavin Karlmeier
Muss ich das bezahlen? Nein.
01:04:46 Nora Hespers
Also außer mit deinen Daten natürlich.
01:04:48 Gavin Karlmeier
Du musst dich ja erstmal verifizieren.
01:04:49 Nora Hespers
Mit den zahle ich ja eh. Und mit meinem guten Namen.
01:04:54 Gavin Karlmeier
Nee, du müsstest als Podcasterin vermutlich dich verifizieren, als Mensch.
01:04:58 Nora Hespers
Ja. Ich habe meine Podcasts bei Spotify tatsächlich rausgeholt, weil ich gesagt habe, nee, machen wir nicht mehr.
01:05:08 Gavin Karlmeier
Okay. Ja, ich höre auch keine Podcasts über Spotify. Aber Wer das möchte, kann jetzt gucken, ob wir echte Menschen sind oder nicht.
01:05:17 Nora Hespers
Halte drei Finger vor dein Gesicht.
01:05:19 Gavin Karlmeier
Übrigens, um das noch ein bisschen. Klappt auch nicht mehr. Aber um das noch so ein bisschen anzudicken, weil das ist so ein Themenkomplex, so ein Rabbit Hole, das irgendwie interessant ist, weil das sind auch Dinge, die in den letzten Tagen passiert sind. Zum einen hat Universal, der Musikriese, eine der wenigen Plattenfirmen, die überhaupt noch übrig geblieben sind, hat einen Deal mit Spotify abgeschlossen. um mit Hilfe von KI generierte Remixe und Podcasts anbieten zu können. Also du kannst quasi Songs selber mit KI remixen, wenn sie im Katalog der Universal Music Group liegen,
01:05:52 Nora Hespers
Das ist wirklich so eine unklare Zielvorstellung, finde ich. Also auf der einen Seite ja, machen sie irgendwie Verifizierungen, damit du sagen kannst, ich bin ein echter Mensch. Auf der anderen Seite sagen sie, hier nehmt was ihr wollt, ihr könnt hier irgendwie KI-Slot produzieren ohne Ende, ist uns egal. Wenn man mal anguckt, wie Universal zum Teil gegen Leute vorgeht, die zum Beispiel in ihren TikToks oder Reels die Musik nutzen ohne Nutzungsbedingungen, dann gibt es richtig Ärger. Also ich finde, das ist nicht so eine so eine klare Linie, kann ich da nicht erkennen. Ganzen Geschichte.
01:06:22 Gavin Karlmeier
In Other News, der Musikkrise Universal Music setzt eine weitreichende Lizenzvereinbarung durch um die Verbreitung unlizenzierter KI-generierter Songs auf TikTok ein. Einzudämmen. Also auch da gehen sie direkt dagegen vor. Und das ist so ein Bild, das man immer wieder sieht, du lizenzierst auf der einen Seite, um eine Bemessungsgrundlage auf der anderen Seite zu haben, um zu sagen, also die zahlen ja so eine X Und jetzt kann ich gegen euch gerichtlich vorgehen, weil ich habe jetzt hier ein Preisschild daran. Das ist die Welt, in der wir leben. Also wir werden auf der einen Seite bei Spotify bald. KI-generierte Remixe bekommen. Ihr könnt die auch selber erstellen. Man muss allerdings das Tool als kostenpflichtiges Add-on zusätzlich zum Premium-Abo abschließen, meldet das Mutterschiff heise. Also man muss auch noch dafür zahlen, wenn du KI-generierte Remixe machen möchtest. Wenn du den dann allerdings wiederum bei TikTok hochlädst, dann fliegt das Ding direkt raus.
01:07:12 Nora Hespers
Ey, Live-Konzerte in der Stadtbibliothek.
01:07:18 Gavin Karlmeier
Wir waren ja schon in der juristischen Bibliothek in München.
01:07:20 Nora Hespers
Siehst du mal, Live-Podcast in der Stadtbibliothek. Alles super.
01:07:24 Gavin Karlmeier
Sollen wir eine Bibliothekstour machen, Nora?
01:07:26 Nora Hespers
Auf jeden Fall fände ich mega gut. Fände ich mega. Das wäre richtig cool.
01:07:31 Gavin Karlmeier
Das finde ich aber auch eine gute Idee.
01:07:32 Nora Hespers
Ja, öffentliche Orte mit echten Menschen. Das wäre doch cool. Das ist doch ein USP!
01:07:38 Gavin Karlmeier
Ich guck mal, ob wir das irgendwie zusammengedeichstelt kriegen. Das würde mir gut gefallen.
01:07:42 Nora Hespers
Ja, fände ich auch gut.
01:07:43 Gavin Karlmeier
Machen wir. Lesezeichen drin. Nora, vielen Dank, dass du heute hier warst. Das war wirklich ganz fantastisch. Hier in diesem Raum sind jetzt 439 Grad. Bei dir wahrscheinlich auch.
01:07:55 Nora Hespers
438, ja bei Geburtstag.
01:07:58 Gavin Karlmeier
Obwohl du südlicher bist als ich. Egal. Danke, dass du hier gewesen bist. Ich wünsche dir und allen, die bisher zugehört haben, einen wundervollen restlichen Mittwoch. Wir hören uns wieder am Freitag. Dann kommt Stefan Schulz, der zum Beispiel, als er letztes Mal hier war, großer KI-Fan, als KI-Fan hier aufgetreten ist. Auch cool, so eine Perspektive dabei zu haben. Und Stefan Schulz und ich haben uns schon verabredet, dass wir auf die Enzyklika des Papstes schauen. Der hat nämlich ja 100 Seiten über KI geschrieben. Ich habe die ausgerechnet am Pfingsten schon gelesen, haben ein bisschen was dazu geschrieben und so. Und das wird toll. Ich freue mich darauf.
01:08:32 Nora Hespers
Ich empfehle die Quellen, die Ingo Dachwitz dazu gepostet hat heute bei Blue Sky.
01:08:37 Gavin Karlmeier
Pass mal auf, Nova. Ich hatte Religion bis in die Oberstufe. Kleinen Exkurs über die Korinther hier habe ich vorbereitet.
01:08:46 Nora Hespers
Machst du dir so ein kleines weißes Schildchen hier rein in deinen schwarzen? In dein schwarzes Shirt.
01:08:51 Gavin Karlmeier
Ich vermisse lieber.
01:08:53 Nora Hespers
Ja, könnt ihr dann live sehen bei der nächsten Aufnahme.
01:08:57 Gavin Karlmeier
Nora, vielen Dank, dass du hier warst. Ich hoffe, du kommst bald wieder. Leute, passt auf euch auf, krimmt euch ein. Wir hören uns Freitag wieder. Habt eine schöne Restwoche und bis dann. Und hört alle Noras Podcasts. Alle. Alle. Tschüss. Tschüss.
01:09:11 Speaker 8
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