Es wird eine heiße Woche. Nicht nur klimatisch, sondern auch angesichts der erwarteten Berichtes des Familienministerium zu einem möglichen Social-Media-Verbot. Wir haben da mal etwas orakelt.
Außerdem: Community Management ist in vielen Teams immer noch eine Einstiegsposition. Die Neuen Deutschen Medienmacher:innen haben sich dazu positioniert und wir gleich mit.
Meta dagegen hat nicht orakelt, sondern gelobbyt, bekommt vielleicht eine gesetzliche Sonderbehandlung – die bei Jugendschutz hilft, aber nicht gegen Graham Norton.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Nora!
- Community Management und: Was ist uns die Community wert?
- W Social ist da.. oder so?
- Metas Trick gegen schlechte Arbeitsmoral
- US-Gesetzgebung und Metas Lobbyarbeit
- Gerichtlicher Erfolg: Graham Norton besiegt Meta
- KI im Journalismus und im Digitalministerium
- Nachhak
- Die Fußball-WM: Sport im hochpolitischen Umfeld
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Nora. Hallo Gevin. Bei mir ist heute Nora Hespers, Journalistin. Podcasterin und gern gesehene Kohakien hier in diesem Podcast. Man muss dazu sagen, wir nehmen diese Episode am Sonntagabend gegen 20 Uhr bei 94 Grad Innentemperatur auf. Bei der Sommersonnenwende heute ist tatsächlich am längsten Hay. 17 Stunden Tageslicht in Hamburg. In Köln sind es dann entsprechend, glaube ich, ein bisschen weniger, aber ja. Ja, und warm. Ja, ja, das bringt es dann halt auch mit sich. Und was bei mir aber so ganz fatal ist, muss ich sagen, ich spüre Wie sich das auf mein Gehirn auswirkt, wenn es so warm ist. Also, ich bin einfach nicht so leistungsfähig. Ich kann überhaupt nichts mehr, so richtig. Also Mails schreiben, auch das nur unter größter Anstrengung und auch nur die Hälfte von dem, was ich mir vorgenommen habe. Und in diesem Sinne, Bonn, will ich nämlich direkt nachschieben, es wird aber eine hochaufregende Woche. Es bleiben über 30 Grad die ganze Zeit, aber es wird deswegen eine hochaufregende Woche, weil das die Woche ist, in der das Familienministerium den Bericht vorlegen wird. Ob ein Social Media Verbot für Minderjährige umsetzbar und klug ist. Also der Abschlussbericht der ExpertInnenkommission soll in dieser Woche vorgelegt werden, 24. Juni. Ich bin sehr gespannt Bist du wirklich gespannt? Ich bin wirklich gespannt, weil der Zwischenbericht so interessant ausgewogen war und so wenig eindeutig und auch die Formulierung Karin Prins sich seitdem auch verändert hat. Die dann ja, wie sie selber sagte, nie von einem Verbot gesprochen haben wollte und so. Deswegen finde ich es hochinteressant, weil, wenn dieser Abschlussbericht auch nahelegt, naja, also ihr könnt ein Verbot einführen, aber es wird die Probleme nicht lösen, zum Beispiel Dann wird man das auch in der politischen Kommunikation durch die Regierung feststellen. Und dann wird es ja interessant. Das bleibt ja zumindest zu hoffen Die Kommunikation muss sich verändern. Interessant wird aber, ob die Konsequenzen sich ändern. Weil, wenn du dir, wenn jetzt trotz eines Berichtes, der sagt, dass das nicht besonders gut umsetzbar sei, zumindest nicht in der Form, in der das immer wieder so diskutiert wurde eine solche Entscheidung getroffen wird, dann muss man sagen, fußt die Arbeit unserer Regierung wirklich nicht an allen Punkten auf wissenschaftlicher Kenntnis. Und das kann ja durchaus passieren. Das wäre aber nicht so richtig überraschend, oder? Dafür bin ich jetzt hier zu sehr in einem journalistischen Medium, um mich da zu einer persönlichen Meinung hinreißen zu lassen. Ja, nein, also ich bin gespannt, was sie dann machen. Meiner Meinung nach löst es halt tatsächlich die Probleme nicht. Und wenn wir nicht dazu übergehen da Regulierungen einzufordern, dann werden die Probleme ja bestehen bleiben. Weil was wir ja auch wissen, ist, dass Kinder und Jugendliche sehr gut darin sind, Umwege zu finden. Die Dinge zu bekommen, die sie halt gerne haben möchten oder die sie zum Teil eben auch einfach brauchen. Und du machst es vielleicht mit einem Verbot ein bisschen komplizierter, aber Die Probleme sehen wir in anderen Ländern auch, also dass es schwierig ist zu kontrollieren, dass diese Altersüberprüfung nicht gut funktioniert. Also du hast natürlich vollkommen recht, ich will jetzt gar nicht nochmal diese Grundsatzdiskussion hier anstoßen, aber ich will dazu nur sagen, ich glaube, die Durchsetzbarkeit ist sogar noch, obwohl das natürlich ein völlig valider Punkt ist. Ein relativ schwaches Argument dagegen, weil, naja, du hast auch nicht gesagt, naja, dann trinkt halt alle Alkohol, weil die Kinder beschaffen sich eh das Bier aus dem Kühlschrank. So, weißt du? Also Und ich weiß, der Alkoholvergleich hinkt an allen Ecken und Enden. Was ich nur sagen möchte, ist Wir diskutieren es nicht nochmal. Genau, wir diskutieren es jetzt nicht nochmal, weil es gibt viele andere Diskussionen. Was ich ganz interessant finde für alle von euch da draußen, die mit Social Media beruflich zu tun haben. gibt es jetzt gerade so einen so einen Vorstoß oder den Versuch, eine Meinung in den Öffentlich oder eine Diskussion in die Öffentlichkeit zu schieben, die ich für wahnsinnig überfällig halte und richtig finde und möchte mich deswegen so ein bisschen verbeugen vor den neuen deutschen MedienmacherInnen, die ein Meinungspapier veröffentlicht haben, über das auch Verdi zum Beispiel geschrieben hat als ArbeitnehmerInnen-Vertretung. Die nämlich gesagt haben, wir kritisieren, dass Community Management in vielen Medienhäusern nicht als vollwertiger journalistischer Beruf anerkannt wird. Ich zitiere mal noch ein bisschen daraus, weil wir könnten das kaum besser sagen, glaube ich. Es gelte nicht nur Hasskommentare zu löschen, sondern auch Fakten zu prüfen, zu recherchieren und hitzige Debatten zu moderieren. Unterbesetzte Teams stehen täglich vor einer Flut an Hass. Desinformation und einer zunehmend aggressiven Debattenkultur. Häufig ohne ausreichende Ausbildung, ohne strategischen Rückhalt und ohne psychologische Unterstützung. Und das sind alles Dinge, die wir hier schon immer mal wieder in so Nebensätzen auch thematisiert haben. Aber die Bedeutung von Community Management. Ist in Medienhäusern, glaube ich, immer auf so eine bigotte Art unterschiedlich. Also nach außen erzählt man, wie wichtig einem das Ding sei Community Management und Austausch und wir wollen Debatten fördern und was nicht alles in diesen Leitlinien immer drin steht. Und dann schaust du in die Redaktionen und dann ist das Community Management eine Stelle, die Werkstudierende besetzen, ist eine Stelle, die eine Einstiegsposition für alle in der Social Media Redaktion ist. Ist ein 450-Euro-Job oder was auch immer. Also, das wird halt im Haus wahnsinnig stiefmütterlich behandelt. Und ich finde das so gut, dass das jetzt gerade mal so ein bisschen diskutiert wird, weil ich das nicht verstehen kann. Ich kann das auch nicht verstehen. Also ich meine, ich wiederhole mich auch seit, ich weiß nicht, wann ich bei Social Media sozusagen Community Management mache. Ich glaube, ich habe das mitzeigt, dass wunderbare Welt des Fußballs angefangen Das war so 2011, also so ein paar Tage mache ich das schon. Und ich, mir war es von Anfang an zum Beispiel total wichtig, das wirklich konsequent zu moderieren. Und das Problem, das wir haben, ist, finde ich, dass es so viele Motive gibt, in Social Media Kommentarspalten zu schreiben. Also die allermeisten Leute schreiben da ja nicht rein, um zu kommentieren oder um zu diskutieren. Es geht ja überhaupt oft gar nicht um Diskussionen. Es geht einfach darum, mal irgendwas dahin zu schreiben. Und beim Fußball habe ich zum Beispiel sehr häufig Scheiße Team XYZ. Ich habe das einfach gelöscht. So, weil ich, das ist halt kein sinnvoller Debattenbeitrag und wenn du es stehen lässt, dann kommen halt alle anderen hinterher und müssen dann eben entweder den Verein Dissen oder dann geht es nur noch um das Dissen, dieser Das ist keine Debattenkultur. Weißt du, ich möchte irgendwas haben mit einer Schöpfungshöhe, die über das hinausgeht. Na, und das hat funktioniert. Also die Menschen lernen das ja in diesen Communities, dass das nicht durchkommt. Und es funktioniert halt sehr gut. Also du kannst diese Moderation steuern. Wir sind nun jetzt leider nicht mehr 2011, sondern 15 Jahre später. Und es hat sich halt etabliert, weil viele, viele andere das nicht Moderiert haben in der Konsequenz oder auch wieder aufgehört haben, das zu moderieren. Lebt davon und wird davon bestimmt, welcher Ton in der Kommentarspalte herrscht. Das ist der kleine Netzwerkeffekt am Ende. Heißt also, wenn du das nicht von vornherein schaffst, eine Community aufzubauen, die sich selbst reguliert. Und das funktioniert nur, indem du gewisse Grenzen setzt, indem du selber einen Ton vorlebst, indem du aber auch in den direkten Austausch gehst. And that's what I can do. Gleichzeitig ist so eine Beobachtung, die ich habe, habe ich hier glaube ich schon zwei, dreimal erzählt und da gehe ich so schwanger mit, das wird irgendwann, glaube ich, in einem größeren Keynote enden, weil ich das Gefühl habe, dass wir gerade an so einem wichtigen Punkt stehen. Kommentarspalten haben sich ja auch in den letzten fünf Jahren dahingehend verändert, dass sie gar nicht mehr ein Austausch zwischen AbsenderInnen und RezipientInnen sind. Sondern Leute diskutieren miteinander, was sie da sehen. Und schreiben, der mit dem besten Gag kriegt die meisten Likes, steht dann weiter oben, dann versuchen andere da sich noch irgendwie dran zu hängen und so. Also die Veränderung des Tons in Kommentarspalten halte ich für einen ganz, ganz spannende, für einen ganz spannenden Paradigmenwechsel in Social Media generell. Wenn man sich anschaut, wie sich das in den letzten drei, vier Jahren. . Verändert hat. Aber das liegt ja auch zum Beispiel daran, dass sie gemacht haben, dass jetzt ein für dich ist oder ein relevant oder das Neueste und dass du, wenn du das Neueste haben willst, immer sozusagen einen extra Klick machen muss. Das relevanteste ist dann halt irgendwie die Punchline oder so, ne? Weil die meisten Leute darauf reagiert oder damit interagiert haben. So, und das setzt natürlich diesen diesen Ton nach oben. Und darauf zu reagieren, ist halt schwierig. Also es gibt ja so zwei Sachen, die ich total wichtig finde beim Community Management. Die erste ist, du musst unglaublich schnell sein. Also du musst wirklich, bei dem ersten Mal, wo irgendwas auftaucht, musst du sofort reagieren. Wenn du das verpasst hast, dann kommst du nicht mehr hinterher. Also da musst du wirklich richtig schnell sein. Und meiner Meinung nach gibt es Dinge, die sind unmoderierbar ab einer bestimmten Anzahl von Menschen, weil es also wie egal wie viele Leute du da sitzt. hast die Tools sind nicht so, dass du zeitgleich, keine Ahnung, wenn zeitgleich 1000 Leute schreiben und lass davon, keine Ahnung, 500 Bots sein. Das kriegst du nicht gemanagt. Also wie diese Tagesschau-Kommentarspalten und so, ich glaube, die sind nicht moderierbar, nicht unter den Bedingungen, wie sie heute herrschen. Ja, das sagt Elena Contidou, das ist die Geschäftsführerin der neuen Deutschen MedienmacherInnen, und Edda Öztürk, die dort als Trainerin arbeitet, haben das genauso auf dem DJU Journalismustag auch vorgestellt. Sie sagen, sie haben Interviews geführt. in neun öffentlich-rechtlichen und privaten Medienhäusern. Und das Ergebnis war, die Leute, die im Community Management arbeiten, sichten im Schnitt 6. 000 bis 12. 000 Kommentare pro Tag. filtern dort vor allem Hass und Desinformationen raus. Und die wenigen von denen, die Supervision bekommen, kann ich gleich nochmal kurz erklären, die mussten sich dasselbe hart erkämpfen. Und Natürlich ist das dann eine Stelle, ist das ein Hot Seat, wenn die Leute das Gefühl haben, ich verbrenne mich hier komplett. Ich gehe hier auf dem Zahnfleisch raus, liege abends drei Stunden auf dem Bett und starre die Decke an, weil ich den ganzen Tag mit Hass zu tun hatte. Und du kannst ja Egal wie abgebrüht du bist, du kannst das nicht einfach verpacken, wenn du den ganzen Tag beleidigt und beschimpft wirst und dein Job in Abrede gestellt wird und dein ganz Berufsfeld angegriffen wird. Und deswegen, ich kann das nur so ein bisschen aus meiner Arbeit berichten, dass ich eine Redaktion länger beraten habe, die tatsächlich eine Supervision angeboten hat. Und das gibt es eigentlich eher so im Bereich, ich würde sagen, aller Therapeutinnen. Dass man sich einmal in der Woche, einmal im Monat, selbst wenn es nur einmal im Monat ist, mit einem Externen zusammensetzt, der Ahnung davon hat, der solche Gesprächsrunden auch leiten kann. Und die Leute haben die Möglichkeit, sich auszutauschen mit Expertise, die dann dabei sitzt und sagt, nimm dir das nicht zu Herzen, aber auf elaborierte Art und Weise. Ich wollte gerade sagen, es ist total schwierig. Naja, das Ding ist, es fängt ja eigentlich weiter an. vorher an, meiner Meinung nach. Also es geht ja auch darum zu sagen, okay, wenn ich jetzt sowas moderieren soll, ich habe den Beitrag nicht gemacht, ich habe die Recherchen nicht gemacht, ich habe gar nicht die Informationen eigentlich, die ich brauche, um das zu diskutieren in der Tiefe und Und es gibt halt in jeder Community einfach die Leute, die wirklich ganz tiefes, spezielles Wissen haben und die dich dann herausfordern damit, die auch Bock drauf haben, dich herauszufordern. Da kannst du überhaupt nicht mithalten. Da ist halt die Frage, was ist dein Job? Und wenn du Pech hast, gibt es davon halt nicht nur eine Person, sondern mehrere. Das heißt, die Anforderung an dich als Moderatorin, die ist extrem extrem hoch bei extrem vielen verschiedenen Themen. Es kann ja sein, dass von europäischer Finanzpolitik, bis keine Ahnung, Außenpolitik whatever, Pakistan oder was auch immer gerade halt los ist, dass du auf ganz vielen verschiedenen Themen unterwegs sein musst. Und das ist, finde ich, schwer leistbar, in allen Themen so tief recherchiert zu sein, dass du immer als Expertin moderieren kannst oder auf Fragen antworten kannst. Geradezu Themen, wo es grundsätzlich wenig Wissen gibt hier in Deutschland zum Beispiel. Es gibt Themen, von denen haben wir wirklich wenig Ahnung. Dann sind unsere Currys da und erzählen was und dann stellen wir fest, oh okay, die sind. In der Geschichte des Landes nicht so tief drin, dann kommt jemand und erklärt das so. Das heißt, du musst ja jedes Mal aufnehmen, recherchieren, verarbeiten, wiedergeben, in die Diskussion einsteigen. Und allein das ist einfach total ermüdend, weil du so viele verschiedene Themen in deinem Kopf jonglieren musst. Und ich merke nach all den Jahren, in denen ich das gemacht habe. Sobald ich daran denke, auch nur einen Tag Community Management zu machen, kriege ich Beklemmungen tatsächlich. Also ich habe das 15 Jahre lang gemacht, so sieben Tage die Woche zum Teil. Ich kann das nicht mehr. Ich kann es Nicht mehr. Ich kann die Qualität nicht liefern, die ich da gerne liefern möchte. Das funktioniert so nicht. Ich kann das so ein bisschen relaten, weil ich habe vor. Du bist ein Sportjournalistin, ich komme mit einem Fußballthema, perfekt. Ich habe als Europameisterschaft 2020 War, die fand dann 2021 statt, habe ich in einer Sportredaktion gearbeitet und dort so ein bisschen so alles drumherum und Witze gemacht und so. War so ein bisschen der Job, war so Unterhaltung, alles, was so nicht auf dem Platz passiert. Das war mein Job. Leider war das das Spiel, in dem Christian Eriksen auch für den Platz zusammengebrochen ist. Als ich Schicht hatte. Also es gab, ich habe nicht nur bei diesem Spiel gearbeitet, aber das war so, das hat sich da eingebrannt. Und da hat die Redaktion genau richtig gehandelt, die hat gesagt, wir brauchen niemanden, der Witze macht, wir schicken jetzt alle Leute, die Möglichkeiten haben, in die Kommentare. Und sozusagen die Leute auch aufzufangen, weil gleichzeitig ja. . Es gibt ein wahnsinniges Bedürfnis gibt, gerade in Ausnahmesituationen, sich glaube ich das ist ein urmenschliches Bedürfnis, sich so ein bisschen zusammenzurotten, auszutauschen, Fragen zu stellen und nicht alleine zu sein. Und das passierte da in den Kommentaren auch. Die Leute haben einfach nur gefragt, Was wissen wir denn jetzt? Was passiert jetzt? Wie geht es ihm? Und das waren Fragen, die konnten wir natürlich nicht beantworten, aber wir konnten das Gefühl geben als Community Management an der Stelle, na, wir sind jetzt hier immerhin zusammen gerade. Und ich glaube, diese Tätigkeit, die musst du aber halt, da musst du für gemacht sein, weil ansonsten, wenn du das jeden Tag tust, dann wirst du wahnsinnig. Naja, ich hatte die Entscheidung zum Beispiel 2015, als der Anschlag aufs Bataclan war vor der IM in Paris, hatte ich Dienst und wir haben ja so Twitter-Spielberichte gemacht. Auch mit den witzigsten Geschichten, die da so passieren. Und ich merkte plötzlich, okay, es wird gerade über was ganz anderes diskutiert. Die haben diese Explosionen auch gehört und wussten aber alle nicht, was los war, weil das Studio nicht besetzt war in Paris und so, weil Wochenende war. war, lalala. So, und dann fängst du plötzlich an, okay, was mache ich denn jetzt eigentlich an diesem Abend und fängst halt an, Informationen rauszufiltern. Also statt einen Beitrag zu machen, der eigentlich lustig ist, mit dem du Leute unterhältst, fängst du an X, also damals Twitter eben zu durchsuchen nach französischsprachigen Meldungen, weil Deutsche gab es halt keine Was ist denn da jetzt passiert? Und muss dann halt auch filtern, was ist wahr, was ist Spekulation, so und du fängst an, dir zu erschließen, was da vorkommt. Ich habe das Community Management nicht gemacht. Aber das war ein, also wenn du sozusagen im Live-Ticker miterlebst, was da passiert, hinterlässt das bei dir halt auch einen Eindruck. Da ist dann keiner da, der das auffängt. Also 2015 hat jetzt keiner gesagt, braucht hier jemand von euch Betreuung, weil ihr das so nah mitverfolgt habt. Du schaltest um auch in so einem Moment, also ich schalte um zumindest, ich bin dann in so einem Funktionsmodus, ich weiß dann, was mein Job und meine Rolle ist und so und Mach das dann alles, aber das ist keine Schicht, nach der du nach Hause gehst und denkst, boah, das ist aber gut gelaufen heute. Und das liegt aber eben auch daran, weil es die Strukturen in den Häusern dafür nicht gibt. Und deswegen finde ich diesen Appell der neuen Deutschen MedienmacherInnen, so richtig und wichtig, zu sagen, wenn ihr Dialog und Austausch wollt, wie ihr das immer wieder predigt, Dann zieht es halt auch durch. Das ist ja eigentlich das, was man sagen muss, weil du hast recht. Es gibt wahnsinnig viele Kommentarschalten, die sind unmoderierbar, und Mittlerweile bin ich auch an dem Punkt, wo ich sagen muss, nah, wenn dir Austausch egal ist, wenn du nur senden willst, dann mach's zu, wo du es zumachen kannst. Und wo du es nicht zumachen kannst, guckt nicht rein. Mir egal, macht, was ihr wollt. Ist, glaube ich, am Ende weniger verlogen, als da jetzt so pro forma jemanden hinzusetzen, der völlig überfordert damit ist oder die. Und auch am Ende davon. wirklich da rausgeht und denkt, mir geht es gar nicht gut damit. Nur damit man nachher behaupten kann, wir haben ja Community Management. Ja, oder du machst es halt anders, also zum Beispiel sowas wie Nachrichten, die werden halt gesendet, die müssen gesendet werden. Aber das sind ja wirklich Sachen, das sind ja keine, das ist ja kein Diskussionsstoff erstmal im eigentlichen Ding. Also da gibt es keine Hintergründe und so. Das ist erstmal nur die Meldung, dieses Sagen, was es la. Die Frage ist, muss das, naja, muss das kommentiert werden oder muss das in der vor allen Dingen Frequenz, wie Nachrichten am Tag kommen, müssen die alle kommentiert werden können? Oder kannst du nicht sagen Hey, gibt es heute Nachrichten, die für euch besonders belastend waren? So wollt ihr darüber sprechen? Habt ihr Fragen dazu? Und dann machst du aber wirklich eine. Das ist im Prinzip die Zuschauerredaktion von vor 20 Jahren. Dann machst du da und dann kann darüber eine Community aufzubauen und zu sagen, hey, hier ist der Ort, an dem können wir das gerne diskutieren, auch wenn ihr Kritik an unserer Berichterstattung habt. Wir haben keine Ahnung, wir haben jetzt irgendwie drei, vier, fünf Leute für euch, die sind nur dafür da, dass ihr da was reingebt und dann auch da reinzugehen, zu sagen, ihr könnt nicht auf alles sofort Antwort haben, das schaffen wir nicht, sondern wir nehmen, wir sammeln eure Fragen. Und versuchen sie dann am Tag danach zu beantworten, in was auch immer für einer Form. Aber ich glaube, dass du, also zum einen nimmst du Druck raus Und zum anderen ist es, glaube ich, auch Wertschätzung dem Publikum gegenüber, weil dann geht es ja wirklich um die ernsthaften Fragen, um das, was du. was Menschen auch wissen wollen. Es ist ja total verständlich, dass ich Fragen habe zu bestimmten Nachrichten, dass ich irgendwie Hintergründe wissen möchte oder so. Aber die kannst du halt oft nicht so mal eben liefern, gerade nicht in einer Nachrichtenlage. Also Nachrichtenlage, es passiert aktuell was und viele Leute wollen viele Informationen. Da ist der Raum für Diskussion gar nicht da. Ja, das Problem ist, dass die Realität halt so aussieht, dass das Internet halt ein Ort ist, in dem man sich austauscht. Und das willst du ja erstmal per se nicht verbieten oder unterbinden. Nee. Gleichzeitig willst du dir aber am Ende eine Community haben. Und ich kann dich hier nur so aus dem Mikrokosmos berichten, wie das hier mit diesem Podcast zum Beispiel ist. Dennis und ich haben damals diesen Podcast angefangen, haben jeden Tag einen Podcast gemacht. Und es gab keinerlei Kanäle im Internet für diesen Podcast. Es gab diesen Podcast und wir haben das selber getwittert. So fing das an. Und mit der Zeit aber gab es den Wunsch der Leute, die diesen Podcast regelmäßig hörten, weil wir das ja auch täglich gemacht haben, sich irgendwie zu vernetzen dazu. Und dann gab es ein Community-Projekt, die dann bei Feded, einem dezentralen alternativen Reddit Instanz sich irgendwie vernetzt haben und so. Dann ging der Podcast in die Pause und als sie da losging, dachte ich, naja, wir müssen irgendwie einen Ort schaffen. Dann in dem Moment war eben leider fettet diese Instanz down. Du konntest das nicht erreichen, konntest über Umwege nur hin, aber mein Account war weg. Und dann dachte ich so, naja, was machen denn Leute, die solche Communities pflegen? Wir haben halt einen Discord. Haben wir, www. hakenlann. org, haben aber auch eben Kanäle über konventionelle soziale Plattformen gemacht, weil wir darüber eben auch viel sprechen. Das war so unser Ansatz. Aber trotzdem sind ja in diesem Discord über 2300 Menschen, die eben auch jetzt, wir haben zwar ein Mod-Team von fünf Leuten, die das freiwillig ehrenamtlich so ein bisschen machen. Aber so richtig zu tun haben die Gott sei Dank nicht, weil die Leute, die sich da so reingewachsen haben, halt voneinander gelernt haben, wie ist hier der Umgangston. Und wann immer da mal jemand reingekommen ist, der sich ein bisschen im Ton vergriffen hat. . Der hat relativ schnell gemerkt, damit kommt er da nicht weit. Also, das reguliert sich eben selber. Und das kann funktionieren, auch wenn du einen Kanal hast, der jetzt nicht 2300 Menschen sind, sondern eine Million. Weil auch da eine Kommentarspalte sich immer unter den dieselben Leute aufteilen sozusagen. Ja, aber das lässt ja außer Acht, dass zum einen Discord nochmal eine andere Hürde ist, also auch weniger Öffentlichkeit hat, weil du halt da unter dir bist. Und du hast auch nicht diese Form des Missbrauchs. Das sieht ja bei einer Tagesschau ganz anders aus. Du hast ja bei einer Tagesschau gibt es ja ganz andere Ziele, diese Diskussionen akzeptieren. aktiv auch zu verzerren so und auch Wahrnehmung zu verzerren und da auch Propaganda, Deepfakes und so weiter, Hoaxes, was auch immer zu teilen. Das heißt, du hast ja einen anderen Moderationsaufwand, auch weil du keinen Türsteher hast an der Stelle. So Du bist auf wesentlich öffentlicher, jetzt, dass euer Discord viral geht. Ich denke nicht. So eine Tagesschau-Meldung kann aber ganz schnell mal viral gehen. Und dann hast du halt ganz andere Probleme, weil du Leute erreichst möglicherweise, die überhaupt nicht. . Also, die vielleicht gar nicht da reingehören in deine Community oder so. Ich würde nur sagen, du hast halt andere Probleme und Herausforderungen, je öffentlicher das ist. Du kannst halt Leute von der Tagesschau nicht ausschließen. Die Frage ist halt nur Was machst du dann mit diesem Map, wenn du es nicht moderieren kannst, weil es zu groß ist, weil es zu viele Leute sind? So viele kannst du da ja gar nicht hinsetzen. Diese Redaktion müsste unendlich groß sein. Also du hättest nicht mehr, keine Ahnung, 20 Redakteurinnen und Redakteure am Tag die Nachrichten machen, sondern du hättest 20 Redakteurinnen und Redakteure, die Community Management machen. Community management or nachrichten produzieren Und ich finde, an der Stelle stellen sich ganz viele Fragen. Und wenn du das nicht moderieren kannst, weil du Ressourcen nicht hast, weil du kein Geld hast, was auch immer, dann musst du an der Stelle sagen, okay, wir melden Aber eine Community müssen wir woanders hinschieben. Das müssen wir da machen an einem Ort, wo wir mit Menschen reden können, also wo wir das auch managen können. Weil das Ding ist ja, und das versuche ich auch mal zu sagen, das Problem sind ja nicht die Leute, die kommentieren, das ist ja nur wirklich ein Bruchteil in der Regel, sondern alle, die stumm mitlesen und die kriegen das halt auch mit und die äußern sich nicht mehr. Oder die Die kriegen so eine verzerrte Wahrnehmung davon, wie Menschen eigentlich miteinander umgehen, weil wir reden ja auch so auf Straße nicht miteinander. Und genau das ist nämlich das Ding, was du ja in den Griff kriegst durch ein funktionierendes Community Management, ob du jetzt alles lesen kannst oder ob du dich sozusagen ein bisschen auf die Reichweitenstärke in Kommentare stürzt. Don't know. Also auch eine Tagesschau hat natürlich andere Guidelines als ich mit meinem kleinen Pups-Discord hier oder im Podcast, sondern logisch, klar, aber Wenn du es schaffst, dass Leute, die vorbeigehen, in der Kommentarspalte ein Gefühl kriegen, hier fühle ich mich sicher, hier kann ich meine Meinung vertreten und es rennen nicht tausend Leute mit Fackeln auf mich zu. Wenn du das gebaut kriegst, dann sind die Leute, die vorbeigehen, dann ist der Prozent ein bisschen kleiner im Vergleich zu denen, die kommentieren. Aber dann musst du jetzt irgendwelche Sachen einstellen. ziehen, zum Beispiel, dass du Kommentare freischaltest. Und dann hast du wieder das Problem, dass er dann sagt, ne, ne, Zensur, ne, also ne? So, aber du musst es jetzt. Genau, du musst es ja, du musst das ja jetzt einfangen, was nicht, was irgendwie bis jetzt nicht einfangbar war. Du brauchst Tools dafür, die auch oft schlecht funktionieren, muss man sagen. Das ist so. Die gibt es ja, also es wird ja gefiltert, zumindest, soweit ich weiß. Und Contentmoderation skaliert nicht, wie wir auch wissen. Also du kannst nicht einfach sagen, das wächst jetzt nur alleine, sondern musst du halt wirklich Leute hinsetzen. Ja. Ja, schwieriges Thema. Haben wir ja schön viel Zeit drauf verballert. Sorry. Aber ich habe noch so ein paar andere Themen heute dabei. Und zwar, ich hatte eigentlich gedacht, wir hätten Freitag weitgehend über W Social gesprochen, aber die Präsentationspressekonferenz und die Ereignisse, die so drumherum um dieses Netzwerk passiert sind, ereigneten sich nach der Aufzeichnung der letzten Haken dann-Episode am Mittwoch bereits. Ich hole euch mal alle ab und mache mal einmal, ich mach das nochmal groß auf, damit alle mitkriegen, die vielleicht auch, bei denen das letzte Mal vielleicht ein was bisher geschafft fehlte. Und zwar gibt es ein Netzwerk mit dem Namen W Social. Wir haben im Januar das erste Mal darüber gesprochen. Es wurde vorgestellt auf dem World Economic Forum in Davos. Ein Netzwerk, in das viele europäische InvestorInnen eingestiegen sind, die die Idee haben, wir bauen jetzt hier eine Art Gegenentwurf zu X und genauso ist es am Ende auch, es ist ein Microblogging-Dienst. Aber eben nicht nur aufgebaut auf Ideologien und auf wir machen jetzt hier was Gutes, sondern tatsächlich auch mit wirtschaftlichen Absichten, wirtschaftlichen Interessen. völlig legitim ist, weil wenn wir irgendwie bestehen wollen, müssen wir uns halt vielleicht auch ein bisschen in den Markt reinschmeißen und auch noch ein paar Regeln mitspielen, die andere eben auch haben. So, dieses Netzwerk ist an den Start gegangen. Ich habe auch schon mal erzählt, wir hatten auch hier die CEO an der Zeit auch schon zweimal im Interview. Ich habe einen Vorabzugang bekommen. Ich konnte mir dieses Netzwerk anschauen und es ist. Exakt Blue Sky. Also es ist ein Fork von Bluesky, es sieht aus wie Bluesky. Es ist die Software von Blue Sky. Interessant ist nur, dass seit unserer Episode am Freitag folgendes passiert ist. Und zwar hat W Social das Public Repository offline genommen. von W Social. Das bedeutet, dass es jetzt nicht die W Social-Version von Blue Sky nicht mehr Open Source ist, sondern eine geschlossene Software. in die wir so nicht reinschauen können. Das ist zwar von der Lizenz her in Ordnung, es lässt aber ein paar Fragen stellen Weil, wenn wir uns überlegen, dass dieses Netzwerk, achso, man muss vielleicht dazu sagen, der USP von W Social ist, dass man nur mit Personalausweis reinkommt. Dieses Netzwerk sich quasi in dieser öffentlichen dezentralen Welt bewegen möchte und damit ja gleichrangig rangiert mit Blue Sky mit Eurosky, weil man eben auch alles, was man in der einen App postet, in den anderen sehen kann. Es stellt sich ein bisschen die Frage, warum man sozusagen den Code von wem anders nimmt und den dann aber nicht so sehr verändert und das dann nicht mehr Open Source macht. Weil, also, stellt ein paar Fragen. Es gibt tatsächlich interessanterweise ein sehr populäres Beispiel dafür, wo das schon einmal passiert ist. Und zwar hat jemand mal Mastodon genommen und den Quelltext genommen, umgebaut und daraus was Eigenes, eine eigene Software gebaut. Und dieses Beispiel heißt Truth Social. Also, das ist tatsächlich schon mal so passiert. Ich will die Netzwerke jetzt nicht miteinander vergleichen, unterschiedliche politische Absichten. Aber fand ich irgendwie doch einen bemerkenswerten Vorgang, wie Robin Alexander sagen würde. Ja, ich habe eben mal reingeguckt so ein bisschen und habe gesehen, dass vor allen Dingen schon sehr viele Politikerinnen und Politiker da sind, also auch EU-Politikerinnen und Politiker. Da habe ich Fragezeichen. Also, ich habe so das Gefühl, naja, das ist so, okay, X ist jetzt irgendwie nicht mehr opportun. Wir brauchen jetzt sozusagen ein neues Netzwerk, auf dem wir sozusagen eine Plattform haben. Und das Ding ist, da wo die Politikerinnen und Politiker sind, da gehen natürlich auch die JournalistInnen hin, logischerweise. Ja, genau, das ist die Strategie. Frage ich mich, warum machen die das? Also, warum ist europäischen PolitikerInnen nicht zum Beispiel sowas wie Blue Sky wichtig gewesen oder sowas wie Mastodon? Warum gehen die auf so ein kommerzielles Netzwerk und eben nicht auf ein freies Netzwerk? Und Ehrlich gesagt, also, ich würde sagen, die sind gegroomt worden. Nein, ich glaube, das heißt Lobbyismus, aber egal. Also man muss dazu sagen, dass die in dem Gründungsstab sind mehrere, glaube ich zwei frühere schwedische MinisterInnen. Es gibt eine enge Verzahnung zwischen der europäischen Politik und der und dem Council heißt es glaube ich bei W Social oder Advisory Board, die eine, die jetzt hier irgendwie sich so Ja, aber ich frage mich halt wirklich, warum gibt es kein Eigeninteresse von Politik, sozusagen sich damit zu beschäftigen und stattdessen sich das so vorsetzen zu lassen? Da habe ich eine Antwort drauf Und die Antwort ist, glaube ich, zweierlei. Punkt 1, wie unsexy wäre denn jetzt das Deutschland-Netzwerk oder das Europanetzwerk? Würdest du eine Social Media App nutzen, dessen Absender die EU-Kommission ist? Also die würden jetzt so. . Nein, nein, nein, nein, ich rede davon, dass sie so zu Blue Sky oder ins Fediverse hätten gehen können, und zwar schon längst. Ja, das verstehe ich. Die Frage verstehe ich sehr gut. Also, weil ich meine, W Social macht ja jetzt irgendwie nicht viel anderes, nur mit Verifikation und Geld. So, also, und das hätte man schon früher haben können. Und ich meine, viele JournalistInnen sind ja immerhin bei Blue Sky. Und vor allen Dingen ist ja die deutsche Bubble relativ früh umgezogen. Und das hätte man ja einfach machen können, so ohne sich jetzt zu vergeschwistern mit einem Unternehmen, das monetäre Interessen hat. Ja, wie gesagt, ich bin nicht, ich habe kein Problem damit, dass jemand mit wirtschaftlichen Interessen das Prinzip startet. Nein, ich habe ein Problem damit, dass PolitikerInnen aber das sozusagen bevorzugen, bevor sie andere Alternativen sozusagen nutzen. Auch jein, weil auf der anderen Seite musst du sagen, natürlich wollen die auch die Wirtschaft stärken und natürlich wollen die auch ein Zeichen setzen und wollen auch sagen, hier würden europäische Arbeitsplätze, whatever. Also Wie geht es dann auch bei Bluesguy geben oder bei Mastodon? Also wir reden ja auch davon, dass das irgendwie öffentliche Plattformen sein sollen. Ich verstehe alle deine Argumente, ich will da auch gar nicht gegen anreden. Ich will nur sagen, man kann wohl Also selbst diese Argumente könnte ich verstehen, wobei ich natürlich auch sagen muss, dass gerade der Europäischen Kommission, die sich ja in den letzten Jahren durch Digital Services Act und so weiter hervorgetan hat, Ich glaube übrigens, die Europäische Kommission ist auf Mastodon. Sie ist im Felix. Einzelne PolitikerInnen ja auch. Ja, aber Ursula von der Leyen eben nicht die Präsidentin der Europäische Kommission. Sie ist jetzt auf W Social. Ich bin eher irritiert davon, dass dieses ganze, dieses Narrativ sich so verfängt. Und also Nochmal, ich begrüße das sehr, wenn in Europa solche Kräfte gesammelt werden und jemand sich in Europa hinsetzt und sagt, wir versuchen jetzt einfach mal einen Gegenentwurf zu machen zu diesen großen amerikanischen Playern. Das ist erstmal begrüßenswert. Aber ein paar Fragezeichen entstehen dann am Ende doch, wenn eben erzählt wird, zum Beispiel wie W Socials in der Pressekonferenz erzählt hat und dann eben auch Medien abgeschrieben haben. Stellt euch einen Kontinent vor ohne ein eigenes Social Media Network und dann haben sie so eine Karte gezeigt und in den USA ist halt Blue Sky, Facebook, Instagram, LinkedIn, Reddit, Snapchat, TikTok, WhatsApp, X und YouTube in Asien Alles auf Asien verteilt einfach. V-Kontakte, TikTok, WeChat. Und in Europa ist halt gar nichts. Und dann denke ich mir, Moment mal, was ist denn mit Be Real? Das aus Frankreich kommt. Was ist denn mit Mastodon, das in Deutschland gestartet wurde? Und so weiter. Also man verzerrt hier so ein bisschen die Realität, damit sie reinpasst. Das finde ich ein bisschen schade, weil das ist. Es ist ein bisschen uncool, weil man hätte ja sagen können, ja, die haben das und die können auch an ihre Ideen glauben, wir haben eine andere. Und dann hätte ja niemand gesagt. Nee, du gehst aber ja nicht mit einer Präsentation rum und sassi. Es gibt zwar schon Bluesky, wir machen genau dasselbe Aber wir wollen Geld dafür. Ja, aber muss man deswegen sozusagen einen Teil der Wahrheit ausblenden? Das ist auch nicht so elegant. Nee, aber das, also ich sag mal so, wenn sie mit der Präsentation durch die Gegend gelaufen sind und sie eben auch in der Politik unterwegs gewesen sind, dann weißt du, warum PolitikerInnen nicht auf Blueskay oder Mastodon sind, weil es sowas. Ja, und da muss man vielleicht auch dazu sein, dass das eben alles Leute, oder nicht alles, ich kann jetzt nur von einem sprechen, einem der Köpfe hinter W Social, Ingmar Renzog, der im Ad-Protokoll, also in der Blue Sky W Social Welt. jemanden gefragt hat, was denn dieses seltsame Akronym NSFW bedeuten soll, also not safe for work. Da hat er zum ersten Mal gehört. Was so ein bisschen auch zeigt, da ist jetzt nicht so die Netzkompetenz da, sondern oder nicht so die Falsches Wort, nicht so die digitale Kulturkompetenz, sondern es ist vielleicht eher ein Case. Und das muss man auch dazu sagen. Es gibt doch jetzt dieses schöne Positiv gesprochen. Positiv gesprochen könnte man sagen, er konsumiert einfach kein Not Safe for Work-Content und weiß es deshalb nicht. Wohlwollend. So wird's sein, heute. Ich wollte es nur mal gesagt. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich mich gerade reinjazzen wollte. Ich wollte irgendwas sagen. In diesem Not Safe for Work Content und das ist nicht dafür, dass jemand. Kompetenz hat in dem Bereich. Nee, Case, und das hat Anna hier ja auch gesagt und das glaube ich Ihnen auch. Einer der Gründe, warum er W Social und W Identity, das Unternehmen, das die Infrastruktur hinter der Verifikation aufbaut. Zwei unterschiedliche Unternehmen sind, ist ja vermutlich auch, weil sie mit der Nähe zur Politik und der Aussicht auf wir brauchen Altersverifikationsverfahren in der EU und es gibt ein privates Unternehmen, das das schon sozusagen geht. Testet hat, sicherlich auch eine interessante Vermarktungsmöglichkeit besteht, zu sagen, hey, wir könnten doch die Verifikation auch für andere durchführen. Also, auch das muss man hier einfach mal so dazu heften, an die Geschichte. Dann weiß man, dass Whistleblower W Social nicht verwenden werden. 100 Pro werden sie das nicht verwenden. Also. Definitiv. Und auch Leute, und auch Leute nicht, die als, keine Ahnung, linksextrem gelten oder whatsoever. Naja, am Ende alle, die marginalisiert sind oder eine politische Meinung haben, bei der sie befürchten müssen, dass nach einer Machtübernahme, Machtveränderung. Genau, durchaus auch dadurch Probleme entstehen können. Und das ist ja einer der Hauptgründe, warum wir auch immer wieder sagen, Vorsicht mit euren Ausweisen, Leute. Ja. Ja, absolut. So, aber W Social hat in der Pressekonferenz noch ein paar andere Sachen gesagt. Ich will so ein paar Hardfacts rausschmeißen. Also, Sie haben angekündigt, ab Ende 2027, Anfang 2028 soll es dort Werbung geben? Spätestens dann brauchen sie eine Idee, warum die Leute nicht Blues Sky nutzen sollten, um dieselben Inhalte zu sehen. Also ich schätze, es wird irgendeine Art von Bevorteilung von W Social-NutzerInnen geben. Sie hat auch in der Pressekonferenz gesagt, dass es eine unterschiedliche algorithmische Ausspielung von Leuten gibt, die unter Pseudonym unterwegs sind. wie auch immer das passieren soll, finde ich interessant. Der große Start von W Social wird Anfang 2027 zum World Economic Forum in Davos stattfinden. So ein Jahr nach Vorstellung. Und sie haben Medienpartner vorgestellt. Dazu gehört zum Beispiel die CT und Heise hier, unser Mutterschiff, auch umgezungsw Social. Dazu gehört aber auch der Spiegel. Und jetzt hatten wir ein paar spitzfinnige Hakis bei uns im Discord, die beobachtet haben, dass man sich ja anschauen, auf welchem Server liegt eigentlich gerade ein Account. dass in der Tat der Spiegel am 17. 06. um 7. 37 Uhr zu W Social umgezogen ist. Am 17. 06. um 18. 10 Uhr aber wieder zu Blue Sky zurück umgezogen ist. Und das konnten wir bislang nicht so richtig beantworten. Es gibt so ein paar Gerüchte, die konnte ich nicht bestätigen. Ich habe aber eine Anfrage an den Spiegel gestellt und haben gesagt, hey Spiegel. Why? Und habe drei Fragen gestellt und der Spiegel hat mir folgende Antwort gegeben. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, unsere Daten auf die europäischen Server von W Social zu migrieren und stehen dazu in Kontakt mit W Social. Ende. Ich weiß es also nicht, was da passiert ist, warum das passiert ist. Der Spiegel äußert sich dazu also nicht näher. Aber ich wollte euch ganz transparent zeigen, dass sie weiterhin daran arbeiten und dieser eine Tag offenbar Probleme gezeigt hat. Ja, zumal, wenn sie dann nicht mehr raus können, oder? Wenn sie das, also wenn sie das jetzt abschließen, dann haben sie auch keine Anbindung mehr zu Blueska, ich glaube. Doch, doch Das haben Sie. Ja, du kannst auch bei W Social posten und alle bei Blue Sky und Eurosky und wo auch immer Sie Ihren Account haben, können das sehen. Das ist voll interoperabel. Übrigens, auf der Weiteliste für W Social stehen etwa 55. 000 Menschen aus 180 Ländern. Ich mich. Ich habe einen Account. Wenn du also Screenshots brauchst, sag Bescheid. Äh, nein. Okay. Und wir bleiben noch kurz im dezentralen, vielleicht eher eine kleine Medien-Nerd-Geschichte, aber Funk. Das jugendliche Angebot von AD und ZDF, so unsexy kann man das, glaube ich, als Ü30-Jähriger eigentlich nicht erklären. Aber Funk hat jetzt eine Mastodon-Instanz, social. funk. net, und haben mit adfunk. www. social. funk. net auch einen eigenen Account gestartet und publizieren darüber und haben auch eine Stelle ausgeschrieben für eine RedakteurIn, die sich mit dezentralen Netzwerken beschäftigt. Ja, finde ich gut. Ich glaube, die Interaktion kam im Schnitt von so Mitte 50-Jährigen. Aber irgendwo mussten die. Ja, die haben sich alle sehr gefreut. Nein, das ist jetzt gemein, das sozusagen. Also ich kenne wenige wirklich Menschen in der Alltagsgruppe, die Funk anvisiert, die bei der Kinder. Ich dachte, du sagst, dass sie auf Mastodon sind. Das kommt jetzt gerade drauf an, aus welcher Perspektive du drauf schaust, auf die Zukunft. Ja, aber vielleicht ist es nur so, dass ich mit dieser Gruppe. keinen Kontakt habe, weil ich einfach doppelt so alt bin wie die. Weißt du? Mindestens. Also vielleicht sind die einfach nur nicht unter meinen Followies und deswegen weiß ich gar nicht, wie viele junge Menschen bei Das weiß ich auch nicht. Mein Bauchgefühl würde dir unwidersprochen zustimmen. Uneingeschränkt. Aber ich weiß es auch nicht. Ich finde aber, irgendwo muss man ja mal einen Anfang setzen. Und alle fordern das ständig und jetzt passiert das. Halleluja. Nein, ich finde es auch wirklich, wirklich gut. Ich finde nur so, also ich finde es interessant zu sagen. Wir sind jetzt da und diejenigen, die sich als erste freuen, das ist aber nicht die Zielgruppe, es sind halt die Leute, die schon da sind. Was toll ist, weil dann kriegt man ein schönes Begrüßungskomitee und so. Und sie haben ja auch Kritik vorweggenommen von wegen Dreisat war schon vor euch da und so, ja. Das stimmt. Genau, Arthur auch. So, aber. Sehr grundsätzlich ist das gut. Also ich finde grundsätzlich gut, dass sie diesen Move machen, dass sie das ausprobieren. Und dann muss man halt gucken, bekommt man eine junge Zielgruppe dahin oder nicht. Wie gestaltet man das? Was macht man da? Und so, das werden die jetzt ausprobieren. Also grundsätzlich ist es total begrüßenswert. Ich fand es nur witzig. Ist das definitiv? Aber es zeigt auch ein bisschen genau das Problem. Das ist kein Angriff jetzt noch an, um Gottes Willen. Ich will nur einmal sagen, es zeigt so ein bisschen genau das Problem. Wir sagen immer, die sollen kommen, dann kommen die und dann sagen wir, na hey guck mal, die Zielgruppe ist ja gar nicht da. Gleichzeitig hätten die immer gesagt, na, was sollen wir denn da? Unsere Zielgruppe ist ja nicht da. Und die Zielgruppe geht da natürlich nicht hin, wenn sie da null Angebote für sich findet. Ja, absolut. Total. Ich bin total bei dir. Es ist gar nicht, also ich habe das auch gar nicht so als Angriff, sondern nur als. Das ist einfach eine Beobachtung. Und wenn du das dann siehst, diese Interaktion, dann ist es halt einfach witzig. Ist ja auch nicht so, dass die nicht wussten, dass das irgendwie in der Form passiert. Also. Die werden nicht da reingegangen sein und zu gesagt haben, hey, hier kriegen wir die 18-Jährigen direkt. Nein, also auch mit so einem Dachmarken-Account wirst du ja die Welt jetzt nicht verändern. Aber das spricht ja ein bisschen davon, also für die, die nicht genau wissen, wie Funkfunk funktioniert. Funktioniert. Es ist eigentlich so eine kleine ARD, wenn man so möchte. Also es gibt halt ganz viele angeschlossene Kanäle, die eben möglicherweise auch schon vorher existierten und dann durch Funk die Möglichkeit bekommen, werbefrei öffentlich-rechtlich stattfinden zu können und entwickeln auch selber Formate und haben eigene CreatorInnen und so. Es ist halt ein Netzwerk. Und das AID. Wie die ARD am Ende. Also auch alle Landesrundfunkanstalten steuern ja Inhalte für Funk bei. Genau. Und ähm Das Funk, das jetzt macht, spricht da so ein bisschen dafür, dass sie eben in so eine Richtung denken, dass sie an digitale Souveränität denken, dass vielleicht ein Format entsteht, das in diesem Kosmos funktionieren kann. Und es ist halt, es ist ein langsamer Prozess, aber der beste Zeitpunkt damit zu starten war gestern und der zweitbeste ist halt heute. Also Gott sei Dank. Wie gesagt, ich finde es grundsätzlich gut. Ja, apropos guter Zeitpunkte. Und das ist eine Geschichte, also da Nora, wir hätten uns das ausdenken können. Diese Antwort gegeben, die die folgende Nachricht sozusagen dazu bringt. Also wir haben letzte Woche darüber gesprochen und ich glaube, das war sogar in der letzten Episode oder in der vorletzten, ich bin mir gerade unsicher. In der vorletzten Episode, dass die Stimmung bei Meta auf einem Nullpunkt ist. Also, dass Meta gerade ein Riesenproblem hat, dass es Menschen gibt, die während so All Hands-Meetings in Teamscots, im Mikrofon entmuten. Und sagen so sinngemäß, das ist alles scheiße. Nee, also wortwörtlich, sagte er, man ist hier nur noch die Bitch des Unternehmens, richtet einer gewissen Person aus, dass er ein Stück Scheiße ist. Hat er gesagt in dieser Runde. Also so ist die Stimmung jetzt gerade. Arbeitet er noch bei Meta? Das weiß ich nicht so genau, aber wenn er es tut. Oder die Person. Das kann ich dir nicht sagen, aber wenn er es tut, dann wird sie ihm jetzt richtig gut gehen, denn Andrew Bossworth, oder wie man ihn nennt, Boss, BOZ. Dass das CTO von Meta, und der hat jetzt Business Insider offenbar, oder Business Insider wird erfahren haben, dass er während einer internen Telefonkonferenz eingeräumt hat, dass die Stimmung ganz schön schlecht ist. Während Cambridge Analytica war es wohl noch schlechter, aber die aktuelle Situation Rangierer wahrscheinlich ganz oben auf der Skala der schweren Grade. Und die Antwort ist jetzt. Digitale Obstkörbe. Es geht genau in diese Richtung. Mehr Snacks. Mehr Snacks. Aber wie? Also, weißt du, in digitalen Meetings, also wenn Leute gar nicht mehr in einem Raum sitzen. Beta, das kommt auf die Abteilung an. Bei Instagram zum Beispiel gibt es eine Büropflicht wieder. Die sind alle ins Office zurück. Aber die arbeiten ja auch international. Ja, aber die kriegen dann alle in Snickers geschickt. Mit der Post bei 34 Grad. Guten Appetit. Es gibt natürlich noch ein bisschen mehr. Es ist jetzt ein bisschen polemisch, das so runterzubrechen. Also die Ankündigung ist, Führungskräfte bei Meta werden künftig nur noch maximal 20 direkt. unterstellte Mitarbeiter haben, um dadurch so ein bisschen abzufedern, dass man nicht irgendwie unter die Räder kommt, offensichtlich Halte ich für gar nicht so doof, aber ich bin auch kein Unternehmensberater, offensichtlich. Nur wie groß kann eine Community sein, die du managen kannst? Da sind wir wieder beim Anfang. Ja, wahrscheinlich. Und vielleicht ist 20 die Zahl, bei der du diese Probleme dann noch adressieren kannst. Oder ist auch eine Rent, weiß ich nicht. Dann das Versprechen, es gibt ein Versprechen des CTOs, der Mitarbeitenden gegenüber. Die Belegschaft nicht vollständig durch KI zu ersetzen. Herzlichen Dank. Und dass Sie aber jetzt Zugang zu neuen KI-Coaching-Tools bekommen, damit Sie besser verstehen, wie man diese Technologie nutzt, um seine Arbeit zu. verbessern, effizienter zu gestalten, whatever. Aber Air Bosworth sagt wohl selber, wir haben offensichtlich versagt, als es darum ging, unsere Vision zu erklären und den Menschen ein klares Bild davon zu vermitteln, wie wir sie und ihre Karriere bei diesem Wandel unterstützen können. Und dazu eben, wie gesagt, bessere Snack-Bereiche, höhere Reisebudgets und Investitionen in soziale Veranstaltungen im Büro. Also die Pizzaparty ist wieder da. Ja. Und ich habe auch noch eine Meta-Meldung, die ist aber leider, da wird es ein bisschen schäbig jetzt. Und zwar müssen wir dafür ins amerikanische Rechtssystem eintauchen. Hast du Bock. Du, bei den Temperaturen ist einem eigentlich auch alles egal. Mach mal, ich weiß nicht, ob mein Gehirn das leisten kann. Seit den Leaks von Francis Hogan 2021 bei Facebook, so tief kann ich jetzt nicht reingehen, aber gibt es in den USA den Plan, ein Gesetzespaket zu verabschieden, das Kinder vor Social Media schützt. Das ist nötig, ist, sehen wir auch bei aktuellen Rechtsprechungen. Also es gibt da offenbar gerade eine Leerstelle. Dieses Gesetzespaket, das 2021 entwickelt wurde von Richard Blumenthal und Marsha Blackburn, übrigens Bipartisan, er ist Demokrat, sie ist Republikanerin, Haben den sogenannten COSA entwickelt, den Kids Online Safety Act. Und in diesem Gesetzespaket gibt es die sogenannte Duty of Care. Also die Plattformen müssten eine angemessene Sorgfalt walten lassen, um bestimmte Schäden an Minderjährigen zu verhindern. Das bedeutet nicht automatisch, dass es eine komplette Age Verification geben muss, aber Plattformen dürfen das tun, um Vorgaben zu erfüllen. Also es geht genau darum. Plattformen müssen sich einfach darum kümmern, dass es Minderjährigen besser geht und wenn nicht, verstoßen sie einfach gegen ein Gesetz. Das ist der Plan. 2024 hat Cosa den Senat passiert, müsste also jetzt nur noch durchs Repräsentantenhaus. Da allerdings wird das Ding total auseinandergenommen. Also es wurde schon zweimal eingebracht, zweimal ist es zerflattert worden und jetzt gibt es gleichzeitig parallel dazu ein größeres Gesetzespaket in das COSA eingebettet werden soll, den sogenannten Kids Act. Kids Internet and Digital Safety Act. Da drin steht Duty of Care gar nicht mehr drin. Also die Unternehmen müssen quasi gar nicht mehr machen, was sie in der Lage sind zu tun. Sondern es gibt einfach so ein Gesetzespaket, das sagt, bitte achtet genau auf Kinder, diese Regeln müsst ihr einhalten und im Zweifel eben auch, und das könnte passieren, Altersverifikation in Form von Personalausweisen. Und Meta hat sehr lange gegen COSA lobbyiert und öffentlich gekämpft. Surprise Haben aber jetzt gesagt, sie werden ihren Widerstand aufgeben gegen COSA, wenn es gleichzeitig dazu führt, dass. Eltern keine einzelnen Klagen gegen Tech-Unternehmen mehr durchführen können, wenn es um Jugendschutz geht. Also es gibt einen Passus, der eine Immunität der Unternehmen gegenüber Elternteilen und Schulbezirken vorsehen soll. Wir wissen, über 1200 Schulbezirke planen gerade Klagen gegen Tech-Unternehmen. Haben wir ja schon mal drüber gesprochen. Und offenbar hat Meta so gut lobbyiert, dass es jetzt eben eine andere Version dieser Gesetzespakete gibt dafür, dass keine Einzelpersonen gegen Tech-Unternehmen klagen können, wenn es um Jugendschutz geht. Ja, Glückwunsch, muss man sagen. Aber dass es denen um Jugendschutz nicht geht, das weiß man ja eh schon. Also dass sie versuchen, da irgendwie möglichst rauszukommen, oder? Also ich würde sagen, es wundert einen nicht. Ich finde nur krass, wie sehr sie darauf erpicht sind, diese Verantwortung von sich zu weisen und auch wirklich recht wenig tun, um dieser Verantwortung nachzukommen. Also da gibt es ja Zahlreiche Beispiele, jetzt nicht nur bei Facebook und Meta, sondern auch bei anderen. Und finde das zumindest interessant. Wie sieht denn das eigentlich in Europa aus? Da fragst du mich jetzt. Ich glaube, bisher gab es nach meinem Kenntnisstand keine Klagen von Einzelpersonen gegen Tech-Unternehmen, die den Jugendschutz sozusagen thematisiert haben. Ob sie dazu Möglichkeiten hätten. Das kann ich dir nicht sagen. Aber es wäre mal interessant zu wissen, oder? Also ich meine, es gibt ja nicht nur Fälle in den USA, die darauf zurückzuführen sind, dass, keine Ahnung, Online-Mobbing nicht unterbunden worden ist oder Da gibt es ja einige Fälle, wo sozusagen am Ende durch die Social Networks Kinder Leid zugefügt worden ist, um es mal grob zu formulieren. Absolut, und ja auch mittlerweile gerichtlich erwiesen. Zwar in den USA, aber trotzdem. Genau, aber das wird ja hier in Europa nicht anders sein. Wahrscheinlich nicht. Ja, deswegen würde mich das interessieren. Vielleicht gibt es auch Fälle. Könnt ihr jetzt wahrscheinlich schon im Discord nachlesen. Wir reichen das in der nächsten Episode am Mittwoch nach auf jeden Fall. Meta jedenfalls sieht natürlich darin die Hoffnung und da sind sie nicht die einzigen, auch andere Unternehmen haben sich schon dahinter geklappt. geklemmt, dass man sozusagen jetzt sagt, ey, Altersverifikation auf Betriebssystemebene, super. Und deswegen macht Meta in der Schweiz gerade in Le Temps Ich weiß nicht, wie man es ausspricht. Die Zeit, schweizerische, die Zeit, würde ich mal schätzen. Eine Zeitung, die haben sie eine riesengroße, auf der Titelseite, eine Werbeanzeige geschaltet, die, ich würde zu sagen, ein Fünftel der kompletten Titelseite in Beschlag nimmt. Da steht ein Satz drauf. A centralized system of age verification is key to protecting teenagers online. Also sie nutzen quasi jetzt genau diese Wellenbewegung. Dass man sagt, da gibt es ein Gesetz, in dem so eine Verifikation auf Betriebssystemebene kommt. Wir diskutieren das in Europa überall. Und Meta sagt, es ist perfekt, wir ziehen uns raus. Das sollen Apple und Google machen und Microsoft und wer auch immer. Mach den mal, dann sind wir fein raus. Das ist der Standpunkt, den man hier unterstellen muss. Definitiv. Also grundsätzlich kann man sagen, ja, also Ich bin jetzt ein bisschen zwiegespalten, aber es gibt natürlich auch so eine Verantwortung von Erziehungsberechtigten zu gucken, was Kinder irgendwie anstellen mit ihren Smartphones und so. finde schwierig, dass Kinder ihre Personalausweisdaten abgeben sollen. Also grundsätzlich auch Eltern übrigens. Ja, ja, aber bei Kin, ich finde bei Kindern hast du ja eine sehr vulnerable Gruppe, wo es ja dann nochmal problematischer wird, weil Kinder ja eh keine Lobby und keine Stimme haben. In der Regel, was Politik angeht, und nicht selber entscheiden können und so. Also, das würde ich nochmal mit einziehen an der Stelle. Aber dass das grundsätzlich problematisch ist, darüber waren wir uns ja ohnehin einig. Genau, so. Die Frage ist halt, wie kriegt man das gut hin? Also das nur auf die Eigenverantwortung der Eltern zu schieben, finde ich, das greift nicht gut. So, es wird viele Leute geben, die sagen, naja, das ist die Entscheidung der Eltern, Freiheit, maximale Freiheit für alle. Das Argument hören wir ja auch immer wieder. Jetzt haben wir schon wieder so eine Ultra Porsche-Situation noch an. Ja, ja, ich weiß. Ich wollte es schon mal vorwegnehmen, bevor du es mir wieder um die Ohren haust, weißt du? Und trotzdem muss man natürlich gucken, wie findet man da eine Lösung. Ich finde nur, wir können nicht sozusagen die Plattformen da rausnehmen, weil die ja eigene Mechanismen. Haben auf Plattformene, die einfach nicht gut sind, nicht nur für Kinder nicht gut sind, sondern eben auch für Erwachsene. Also ich finde, die sollten grundsätzlich nicht so viel Sachen machen, die nicht gut sind für Menschen. Hundert Prozent. Ist genauso. Und dem daran angeschlossen halte ich das für eine. Ich bin kein Volksrechtler und so, ne? Aber Ich halte es für eine seltsame Konstruktion, dass man sagt, es gibt ein Gesetz, das verbietet, dass man gerichtlich gegen einzelne Akteure vorgehen kann, wenn da ein Gesetzesbruch besteht, in dem selber Schaden für einen angewendet wurde. Also gibt es bestimmt. Ich kann wahrscheinlich jetzt nicht Volkswagen verklagen, wenn ich in einem Volkswagen einen Unfall selber baue. Das geht natürlich Da wird es Grenzen geben. Aber wenn ich nachweisen kann, dass dieses Auto an diesem Unfall schuld ist, dann will ich das auch gesetzlich regeln können und nicht sagen können, dass der Staat sich dazwischen stellt. Also, da ist Meta ja oder das ein Tech-Unternehmen oder was auch immer, ne? Also das funktioniert halt nicht Ja, übrigens, um der Vollständigkeit halber und journalistisch sauber zu sein, sagt eine Metasprecherin, dass diese Formulierung nicht für eine pauschale Immunität sprechen würde. Und dass man jetzt auch keine bestehenden Klagen dadurch beenden würde, wenn es diesen dieser Gesetzentwurf tatsächlich durchkäme. Der Vollständigkeit halber. Thema Einzelklagen, Graeme Norton, den kennst du vielleicht, das ist ein. Ich glaube, Amri, Britte? Ich weiß es gar nicht. Ist auf jeden Fall eine BBC-Person. Und Graeme Norton ist eine Person, ist ein Mann, der offen Schwu lebt und das ist für die Geschichte deswegen wichtig, weil er. Extrem viel Hass im Internet erlebt. Er saß in der Jury von RuPaul's Drag Race UK, eine Show, in der quasi das bunte und die ganze, die die ganze Welt des Drags offengelegt wird. Und Graeme Norton hat aber ein Problem, weil er vermutlich dadurch den Hass der Leute auf sich zieht, die versuchen, Desinformationen mit KI-Fakes zu tun. Über ihn zu verbreiten. Also dazu gehören Geschichten wie seine Mutter sei gestorben, Geschichten rassistische, Verwerfe, er sagt, verwerfliche Ansichten und Verhaltensweisen wurden ihm zugesprochen. Und so weiter, also extrem viel Beleidigung. Und Graeme Norton hat gesagt, das möchte ich so nicht auf mir sitzen lassen. Ich möchte wissen, wer das ist. Und er hat gesagt, mein beruflicher Ruf ist für meine Karriere und meinen Lebensunterhalt von größter Bedeutung. Und will diese Geschichten alle entlarven und deswegen wissen, wer dahinter steckt. Und hat deswegen Meta vor Gericht dazu gezwungen. Und das da hat er jetzt. gewonnen, dass Meta die Urheber dieser Deepfake-Beiträge offenlegen muss. Also Meta muss jetzt sagen, wer diese Deepfakes da hochgeladen hat. Würde Meta übrigens einfacher fallen, wenn sie Personalausweisdaten von allen hätten und das nicht an Apple outsourcen würden, aber das ist, glaube ich. Eine kleine Polemik, die jetzt zu weit führt. Naja, weil selbst dann muss ja auch jetzt nicht irgendwie das, was sie haben, beim Meta zum Ziel führen. Es kann ja irgendeine Mailadresse, whatever sein. Klar, und wir wissen auch, dass du im Zweifel durch IP-Adressen, durch Nutzungsdaten und so weiter, es gibt ja schon Wege, Menschen zu de-anonymisieren. Ja, definitiv. Aber deswegen, ja, interessant auf jeden Fall. Voll interessant und auch good for him, dass er da diesen Prozess jetzt gewonnen hat, weil dann wird vielleicht ein bisschen Ruhe einkehren. Ja, wobei es ja immer noch schwierig ist, den ganzen Kram wieder aus dem Netz rauszukriegen. Also wir wissen ja, dass solche Fakes, wenn die einmal online sind, dass sie einfach nachhaltig deinen Ruf schädigen können, ob das jetzt stimmt oder nicht. Ja, auch richtig. Und tatsächlich, übrigens, wo wir Berufsschädigen sind, ich grätsch dir jetzt mit einem anderen Thema rein. Bitte. Aber weil wir ja die ganze Zeit gesprochen haben über KI, welche Texte sind KI generiert und so, hat Eva Wolf-Angel in der Zeit nochmal darauf hingewiesen. dass diese ganzen Tools, mit denen das man das identifiziert, wie zum Beispiel Pangram, genau, dass die natürlich auch nur auf Wahrscheinlichkeiten basieren und die eine Wahrscheinlichkeit geben davon, dass ein Text KI basiert sein könnte. Aber eben keine hundertprozentige Sicherheit liefern und jetzt aber ganz viele Texte gecheckt werden, ob sie denn KI generiert sind oder von Menschen geschrieben sind und es veröffentlicht wird, bevor Menschen dazu befragt worden sind oder bevor man mit Sicherheit weiß, ob diese Texte KI generiert sind und sozusagen der Vorwurf schneller im Raum ist. Als die Verifikation dahinter. Also das journalistische Vorgehen wäre ja, du würdest die Person fragen. Wenn jetzt Menschen das wissen. dass die KIs nicht 100% zuverlässig sind, werden sie natürlich vermehrt sagen, habe ich nicht benutzt. Aber du hast halt eine Beweispflicht und du kannst halt nicht einfach hingehen, diese Tools nutzen und sagen, ja, ja, es Auf jeden Fall KI generiert, selbst wenn da 100 Prozent steht. Also da weist sie nochmal darauf hin, dass das schwierig ist, jetzt mit dem Vorwurf ständig durch die Gegend zu laufen. Also die Menschen, denen das vorgeworfen wurde, die haben es ja zugegeben. In dem Fall, aber es passiert halt häufig eben auf Social Media Ebene, dass das nicht geprüft wird, sondern dass diese Behauptungen einfach aufgestellt werden und ohne Rücksprache mit der betroffenen Person zu halten oder sie wenigstens zu fragen, ist das halt nicht legitim. Ja, ich glaube, wir haben das auch immer dazu gesagt, dass diese Tools auch jetzt nicht die zuverlässigsten sind. Wobei Pangram, glaube ich, die geringste falsch-positive Quote aller Tools hat. Aber trotzdem ist, glaube ich, die Quote 2%. Heißt also, wenn du tausend Texte reinschmeißt, sind Wenn 100 reinschmeißt, sind zwei falsch. Danke. Genau, sind zwei Ergebnisse falsch. Und deswegen muss man das dazu sagen. Das hat ja Döpfner nicht davon abgehalten zu sagen, warum er es trotzdem für richtig hält, mit den Worten von Gemini. Das hat Wildberger, das Team nicht davon abgehalten zu sagen, die haben sich so, da war ich so wütend. Oh Gott, jetzt wollte ich jetzt gar nicht drüber sprechen, aber das macht mich. Das hat mich so wütend gemacht. Und zwar hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung einen Post veröffentlicht. Mit so einem, also erstmal so vom Meme, man sieht Louis Définé, diesen Komiker der, weiß ich nicht was, 60er, 70er Jahre. Und da drauf steht. Das Digitalministerium nutzt KI. Nein, doch, oh. Erstmal ist die Referenz so uralt, dass ihn niemand versteht. Zweitens Ah, das ist nicht das Problem gewesen mit Carsten Windbro. Das Problem ist, dass niemand wusste, dass ihr KI benutzt. Also wenn ihr Werbung für KI macht, dann schreibt doch überall dazu. Diesen Text haben wir mit KI generiert, weil KI ist der Shit und wir sind so digital und kommen mit auf unsere coole, heiße Cyberwelle. Aber das haben sie ja nicht gemacht, sondern sie wurden überführt und haben dann gesagt: Ja, ach was, wir benutzen das. So funktioniert es nicht. Also das ist ja. Und es hat ja auch noch eine moralische Komponente, ehrlich gesagt, ne? Wenn es um Gedenken geht, also Gedenken ist schon eine zum Beispiel eine Erinnerungskultur, Gedenken, das ist schon eine sehr persönliche Sache. Das ist sozusagen, da muss eine persönliche Involviertheit dabei sein. Und wenn du dieses Gedenken sozusagen auslagerst an eine Maschine, was ist es denn dann noch? wert. Wobei das Mario Vogt war, der Thüringer. Ich wollte nur sagen, das ist ja einer dieser Fälle und das, also ich finde, auch bei Meinungsstücken bei diesem ehemaligen Editor of At Large, beim Tagesspiegel, Castorf. Was gibst du denn auf dem, also ein Meinungsstück, das eine KI geschrieben hat, der kannst du dich ja nicht mal als Autor hinschreiben. Also so, weißt du, solche Sachen finde ich Genau, gerade bei Meinungsstücken, Leute. Gerade bei Meinungsstücken. Ja, ich habe da auch einen wütenden Kommentar sogar drunter geschrieben und das passiert nicht so oft, dass ich einen wütenden Kommentar schreibe. Hast du denn nicht ans Community Management gedacht? Die müssen das lesen. Das erreicht ja nicht die Leute, die. Es war mir egal, Hauptsache irgendjemand liest das. Gavin. Ich war einfach zornig. Ich habe an die gedacht. Ich wollte extra, dass sie das lesen. Und um an dieses Thema noch anzuknüpfen, Markus Knall, das ist der Chefredakteur von Ippen Media, dazu gehört zum Beispiel Frankfurter Rundschau, der hat in der Taz gesagt. . Er glaubt, das Publikum werde es bald schätzen, wenn die Maschine schreibt. Das werden Texte sein ohne Rechtschreibfehler, ohne inhaltliche Fehler, gut strukturiert und ohne weltanschaulichen Bias den Journalisten haben. Das ist bullshit. Ja, und was ist denn das für eine Haltung von einem Chefredakteur, der da sein kompletten Team in den Rücken fällt? Es tut mir leid, wirklich. Das macht mich gerade wütend, da habe ich Emotionen. Ja, gut. Weil es einfach gar nicht stimmt, dass es keinen Bias gibt. Also das. Wenn man sich auch nur rudimentär mit KI beschäftigt hat und damit, welche Daten da hinterlegt sind und wer veröffentlicht und wer schreibt und wessen Themen gehört und gesehen werden, wer sich bekommt und so, dann weiß man einfach, dass die KIs alle biased sind und zwar maximal Also da zu behaupten, dass diese KIs nicht irgendwie dadurch durch Biases belastet werden, sorry. Do your research. Da sind wir aber auch wieder bei Dötzner. Wo man sich halt denkt, naja, wenn das deine Perspektive ist, dann braucht es dich gar nicht mehr und dein Haus gar nicht mehr. Weil dann kannst du einfach eine Liste von Prompts irgendwie veröffentlichen, morgens im Newsletter, sagst: Mit diesem Prompt findest du heute raus, was im Iran los ist. Was ist im Iran los? Und dann ist dein Job erledigt an der Stelle. Also, wenn du bezahlst, du kaufst doch keine Tageszeitung oder ein Online-Abo dafür, dass da Leute besser prompten als du. Das ist nicht die Idee von Naja, und was wir ja auch wissen, ist, dass die Maschinen nicht unterscheiden können zwischen real News und Fake News. Also, dass sie das ja auch Gleichgewichten und so. Also. Da gibt es, ja, passiert Menschen auch, aber dann gibt es Menschen, die dafür die Verantwortung tragen müssen. Bei der Maschine hast du gar keine Verantwortungszuweisung mehr. Das ist ja auch das Schwierige daran. weil dann sagen halt alle ja Gemini hat und dann denkst du ja so, okay, und jetzt. Also geht halt so nicht. Und ich finde wirklich. Also mein Gefühl dabei ist, weil es ja auch vor allen Dingen und das muss man auch mal dazu sagen, es sind gerade vor allen Dingen Männer, die überführt werden Das ist nicht so, dass sie es ausschließlich nutzen würden, aber das sind das sind diejenigen, die halt gerade überführt werden. Und es sind vor allen Dingen Männer, die sich dazu äußern. So, und da sieht man, da fängt der Bias quasi schon an. Und es sind sehr wenige Frauen, die zu dem Thema gefragt werden. Es sind sehr wenige Frauen, die sich dazu äußern. Es sind auch sehr wenige, also es sind vor allen Dingen mittelalte weiße Männer, die sich äußern. Und Julia Klöckner. Und Julia Klöckner. Aber was mich daran so umtreibt, ist, ich habe so das Gefühl, es gibt gerade einen Ein unglaubliches Bedürfnis, nach vorne zu gehen und zu sagen, also ich habe das ja verstanden mit der KI, ne? Ich weiß halt genau, was das ist, so ich bin technologieoffen und so. Das hat so eine Statusnummer, das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob das inhaltlich sinnvoll ist oder ob da irgendwelche Gedanken hinterstecken, sondern man möchte unbedingt nach vorne und nach außen zeigen, dass man mit der Zeit gegangen ist, dass man total up to date ist und so. Und das, diese, diese Haltung daran, das nervt mich kolossal. Also weil Du hast recht, aber ich finde, das könntest du ja auch machen. Also, und in diesem Bild ist mir dann das, was Matthias Dörpfner gemacht hat, ja tausendmal lieber, weil es immerhin ehrlich ist. Aber dieses, wenn man ertappt wurde, nachher noch einräumen, ja, das haben wir ja mit dem Computer gemacht, um zu zeigen, wie fortschrittlich wir sind, das ist ja komplett verlogen. Ja, das ist dieses Nein-Doch. Ja, genau. Das ist das, genau. Aber das meine ich halt. Man möchte unbedingt sagen, na klar, es ist KI. Und das Ding ist ja auch, also eine LLM und eine KI, also es ist ja nochmal verschieden, wir nennen ja alles einfach KI. Und unterscheiden ja gar nicht. Wobei wir unterscheiden müssten, was wir eigentlich benutzt haben. Wir müssen ja auch sagen, was haben wir gemacht. Also, dass du dir bei deiner Recherche helfen lässt. indem du zum Beispiel Informationen zusammensammelst über eine KI, und zwar schneller und leider auch mehr, als du selber finden könntest in der Zeit, dass du die dann nochmal überprüfst. Das würde ich sagen, da benutzt du als JournalistInnen einfach ein Tool zur Recherche, das aber nur so gut ist wie die Überprüfung. Also das muss einer Überprüfung standhalten. Und dann zu sagen, dieser Text wurde mit Hilfe von KI geschrieben, ist ja auch der Fall. Oder diese Recherche wurde mit Hilfe von KI gemacht oder so. Das finde ich ja machen. Oder wir haben diesen Text mit einer KI von Rechtschreibfehler. Oder wir haben uns mit einer KI helfen lassen, diese Formulierungen zu finden. Also ich finde Dann sagt doch wenigstens, was habt ihr gemacht mit der KI, also mit der KI oder mit einer LLM oder was auch immer. Aber dieses universale, ja, wir haben KI benutzt, ja. Für was? Das sagt mir halt noch gar nichts. Ich würde da sogar noch ein bisschen abgrenzen. Also wenn du nur Recherche mit KI machst, die du selber überprüfst, muss das für mich gar nicht transparent sein. Ich will, dass, weil am Ende, du schreibst ja auch nicht, welche Suchmaschine du benutzt hast und welcher Algorithmus deine Suchergebnisse sortiert hat. Ich habe das nur mit Google gehört. Das kann man ja jetzt auch nicht mehr benutzen, ne? Diese Recherche wurde mit Hilfe von DuckDuckGo zusammengestellt. Nein, aber weißt du, dieses Werkzeug, das interessiert mich gar nicht. Aber wenn Text generiert wurde von so einer Maschine. . . Dann will ich das wissen, weil dann bist nicht du Carsten Wildberger der Absender, sondern eine Maschine. Und wenn ihr das zusammen gemacht habt, so habt euch zusammengesetzt, ein bisschen Salzstangen gesnackt und euch mal überlegt, wie ihr das macht, OpenAI und du. Dann will ich das auch wissen. Das ist für mich einfach, das ist der einzige Anspruch, den ich habe. Jetzt hast du eben das Wort. Ich möchte vor allen Dingen aber auch, dass zum Beispiel abnehmende Redakteure und Redakteurinnen, die es ja auch gibt. Diese Sachen checken und das nachfragen und wissen, wie das aussieht, wenn das mit KI gemacht worden ist. Das wäre schön. Jetzt hast du eben das Wort mangeldes Verantwortungsbewusstsein reingeschmissen und mir fällt keine gute Überleitung dazu ein, aber ich möchte mit dir über Jens Spahn sprechen. Und zwar hat Jens Spahn also anders, wir haben in der letzten Episode über Dialog gesprochen, Dialogue, dieser Verein, diese Kongresse, die stattfinden von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik und Kultur am Ende auch. die vor allem um Petatiel herumgestrickt wurden und die eben immer mal wieder solche Treffen, ich glaube jährlich solche Treffen veranstalten. Und auf der Liste stand ja Jens Spahn. Und T Online hat sich damit mal auseinandergesetzt und hat mal versucht, Jonahs Müller Töwe war das, liebe Grüße, hat mal versucht herauszufinden, wie oft Jan Spahn eigentlich bei diesen Veranstaltungen schon zugegen war. Und ich will dir einfach ein Stück daraus zitieren. Das ist ein kleiner Nachhak an der Stelle, aber ich zitiere aus diesem Stück von T-Online, weil ich die, da sind wir wieder bei, oh, er tapt, na gut, dann vielleicht anders. Ich zitiere. Auf erste Anfrage von Ter Online sagte ein Pressesprecher Jens Spahns zunächst lediglich, Spahn habe für das 2026 geplante Dialog-Retreat in Irland eine Einladung erhalten, aber abgesagt. Fragen, ob er bereits früher Veranstaltungen besucht habe oder Mitglied der Organisation sei, beantwortete der Sprecher nicht. Spahn räumt fünf Forumsbesucher. Nee, sorry, das ist. . . Copy and paste. Heute ist was anderes. Falsch Copy and Paste. T-Online liegt allerdings eine Einladung mit einer Teilnehmerliste von Dialogforen aus dem Jahr 2022 vor. Diese Liste wiederum stellt einen Auszug der bestätigten Teilnehmer dar und umfasst 63 Personen, unter ihnen auch Jan Spahn. Erst konfrontiert mit dieser Liste räumte sein Sprecher insgesamt fünf Forumsbesuche ein in unregelmäßigen Abständen, 2018 in Irland, 2019 in Italien, 2022 in Portugal, 2023 in Spanien und 2015 in der Stadt. 24 in Deutschland hat Herr Spahn auch an dem von Ihnen erwähnten Format Dialog teilgenommen. Heißt also, die haben gesagt: Nee, nee, der geht da nicht hin dieses Jahr. Und was mit den letzten Jahren? Wir haben Hinweise. Ach so, die letzten Jahre. Ja, da war der immer. Ja, außer eben zu den Hochzeiten von Corona, wenn ich das gerade richtig mitgeschnitten habe. Ja, da musste er, hatte er andere Sachen zu tun. Und was möchtest du mit mir jetzt darüber reden? Ich wollte es nur nachhaken zur letzten Episode. Genau das andere ist, ich habe in der letzten Folge über Joseph Gordon Levitt gesprochen. Ein Schauspieler, den kennen wir aus Inception und ich glaube, den kennen wir auch aus 500 Days of Summer, da habe ich den zumindest lieben gelernt. Und habe ihn in der letzten Episode, weil er auch auf dieser Liste steht ähm, fälschlicherweise als KI-Fan oder so, geframed, das stimmt nicht. Er ist sogar einer der größten Mahner in Hollywood, was künstliche Intelligenz angeht, kämpft für Gesetze, hat bei der UN darüber gesprochen, über wie KI die Kreativbranche bedroht und sagt aber auch eigentlich, bräuchten die Filmstudios jetzt schon Deals mit den KI-Studios, damit die eben keine Urheberrechtsverletzungen begehen. Hat auch ein Statement veröffentlicht, warum er auf dieser Liste steht und hat gesagt, ich verstehe, dass ihr Fragen habt und auch skeptisch seid, aber ich möchte sagen, ich kenne Peter Thiel nicht, ich habe ihn nie getroffen, ich habe auch nie mit ihm gesprochen, ich habe ihn auch nie auf einem Event gesehen. Aber alles, was ich über ihn weiß, ist, dass wir politisch und ideologisch auf den gegenseitigen Punkten stehen. Aber er war auf Dialogkonferenzen, weil da viele Menschen sind und viele verschiedene Meinungen, meine ich, mit denen er auch übereinstimmt. Und War eben dort, um sich eben mit Leuten über die Zukunft auszutauschen und auch darüber, wie KI funktioniert. Wir können das jetzt einfach so hinnehmen. Ich würde an der Stelle einfach nochmal Aya Juff empfehlen mit Brolygarchy. Da steht ja einiges drin, was bei solchen editären Veranstaltungen möglicherweise auch Thema ist und ja, das Geisteskind Peter Thiel ist, glaube ich, das wurde hinlänglich auch in diversen Podcasts Absolut. Absolut. Empfehlung hier nochmal für, wer heißt das nochmal, Protopia. Oh, das kann ich nicht. Ich dachte, du kommst jetzt auf die Peter Podcast. Nee, der Peter Thick an den Peter Thielk-Podcast vom DLF habe ich ja große Kritik. Der ist mir zu nah dran, aber es gibt der. . Protopia Breaking Up the Boys Club of Silicon Valley. Genau, richtig. Den finde ich da nochmal ganz gut. Okay. Cool, ist ein Sachbuch von MS. Wenn man das möchte, ja. Sehr gut. Und damit sind wir, glaube ich, schon durch für heute. Das ging ja schnell. Eine Frage habe ich aber noch für dich als Sportjournalistin, die du ja auch bist. Wie gehen wir mit der EM um? WM? Äh, WM. Ja. Hab ich EM gesagt? Ja. Achso. Also ich weiß nicht, ob es gehört habt, weil ich die Fenster offen haben muss. Hier wird Public Viewing gemacht und dafür wurde gestern Abend auch gepublic viewed. Hier gab es Autokall, so die ganze Nacht bis 3 Uhr Feuerwerk und so. Also in der Nacht zum Sonntag, sorry. Ja, ich finde das verstörend, aber ich persönlich mache das ja schon seit Jahren, dass ich WMs und EMs nicht mehr verfolge. Also nicht mehr auf Spielbasis, sondern tatsächlich nur noch hintergründig. und politisch, weil ich finde, dass das, was im Sport abgeht, maximal problematisch ist. Also auch zu Gianni Infantino an der Stelle auch herzliche Empfehlung für den DLF-Podcast. Also ich dachte, der soll mal hier zu Gast sein. Nee, zu Infantino, der ist wirklich behind the games. Der ist hochspannend, was das angeht. Wir haben uns für einen Sport Insight natürlich auch mehrere Folgen mit Infantino und Trump beschäftigt. Genau, wie geht man damit um? Ich beobachte so ein bisschen, was auf X passiert und dass er immer noch für Fußball sozusagen die Go-To-Quelle ist und jetzt durch die WM einfach nochmal extrem viel Traffic Generiert und wenn man sich dann anguckt, dass der Eigentümer dieser Plattform Aufrufe zur Gewalt mindestens teilt. An seine zwei Millionen Follower, dann muss man einfach nochmal die Frage stellen, ist das die richtige Plattform für etwas, das angeblich unpolitischer Sport sein soll? Also wenn das genau dazwischen stattfindet. Also ist das das Umfeld, in dem man sich bewegen möchte? Die Frage müssen Menschen für sich selber beantworten. kann keine Fußballvereine, keine Nationalmannschaften zwingen, diese Plattform zu verlassen oder nicht zu benutzen. Aber es bleibt halt dabei, dass genau solche Großevens halt für unglaublich viel Traffic sorgen auf diesen Plattformen. Und damit natürlich auch alle anderen Inhalte auf den Plattformen mehr Aufmerksamkeit erhalten. Ich halte das nach wie vor für problematisch. Ja, ich stimme dir zu. Was ich aber irgendwie interessant finde, und wir sind ja jetzt auch erst ungefähr elf Tage in dem in dem Turnier, dass diese ganze, also wir hatten am Anfang ein paar unappetitliche Meldungen von Schiedsrichtern, die nicht einreisen durften, durften Mannschaften, die in der Einreise etwas drangsaliert wurden. und so. Aber die große Sorge davor, dass das Eis vor Stadien patrouillieren könnte oder gleichzeitig, dass es so eine unglaubliche USA-Propagandamaschine gibt, die dann irgendwie angeschmissen wird. Meinem Gefühl nach bleibt das ein bisschen aus gerade. Ich habe es tatsächlich nicht verfolgt und ich habe davon auch so nichts mitbekommen. Was ich mitbekommen habe, ist, dass in Mexiko die Veranstaltungen massiv für politischen Protest genutzt wurden. dass auch in den Stadien in den USA die Situation für politischen Protest genutzt wird, zum Beispiel in Bezug auf Iran, Das bleibt einfach hochpolitisch. Und man muss ja wissen, dass gerade auch in den USA viele Exil-IranerInnen leben. Die sind US-amerikanische StaatsbürgerInnen zum Teil. Es ist halt die Frage, ob Eis die da so einfach einkassieren kann. Da haben so ein paar Videos die Runde gemacht, dass so Flaggen einkassiert worden sind und so. Wobei das wirklich, wenn man sich nicht gut auskennt, wahnsinnig schwierig zu unterscheiden ist, welche Flagge jetzt wofür steht. Also das muss man dann nochmal auswendig lernen vorher. Man kriegt schon so am Rande was mit, aber genauso Verhaftungen an der Stelle auch nicht. Das passiert aber weiterhin natürlich auch. Community-Ebene. Also und da muss man einfach sagen, da sind solche Sportgroßeignisse ein riesen Ablenkungsmanöver. Wir bekommen davon deutlich weniger mit, weil wir natürlich Unterhaltung konsumieren. Und das große Problem ist, Also ich kann total nachvollziehen, dass man was haben möchte, was einen ablenkt, dass man nochmal Bock hat, irgendwie zu feiern. Ich meine, ja, dieses Wetter ist problematisch, aber was Menschen dann gerne machen, ist halt abends draußen sitzen. Das konnte man jetzt auch lange nicht. Es gibt das Angebot für Public Viewing. Das heißt, man hat da wieder so Gemeinschaftserlebnisse. Ja, gleichzeitig muss man halt auf dem Schirm haben, wir haben eine Klimakrise, gleichzeitig muss man auf dem Schirm haben, das ist in den USA einfach hochproblematisch. Und trotzdem muss man sagen, Menschen feiern das einfach, dass sie gemeinsam wieder solche Erlebnisse haben können. Ich finde das schwierig, das im Grundsatz zu verurteilen. Stimme ich dir auch zu 100 Prozent zu. wären wir denn zu sagen, nö, ihr habt jetzt mal bitte keinen Spaß. Mich nervt es persönlich, wenn um drei Uhr nachts hier Feuerwechselkörper fliegen, aber auf der anderen Seite. Aber man kann ja eh nicht schlafen, weil es zu heiß ist. Das ist eigentlich auch egal. Auch das stimmt. Aber ich will das auch nicht verurteilen. Ich will auch niemandem sagen, sie sollen sich jetzt bitte boykottiert das oder so. Nee, das Also am Ende wird das auch die Welt nicht verbessern, fürchte ich leider. Man kann es halt, man kann ja so ein bisschen im Kleinen, wenn zwei verschiedene Mineralwasser zum Angebot sind und das eine hat keine WM-Werbung drauf, dann nimm doch das. Das sind so die kleinen Entscheidungen, die man immerhin treffen kann. Naja, ich finde, man muss schon ein Bewusstsein dafür haben, dass solche Veranstaltungen Nationalismus befeuern. Ja. Häufig. Das ist auch richtig. Das passiert halt einfach gerade. Auch in Deutschland wieder. Und auch da muss man sagen, dass es, du kannst Nationalismus nicht sagen, ohne dabei das Ausgrenzen von Menschen mitzusagen. Also, weißt du, in dem Moment fühle ich mir eine Deutschlandflagge als Haushänger, möchte ich zumindest signalisieren Entweder ich als Deutscher bin stolz, dass es Deutschland gibt, oder auch wenn ich hier hingezogen bin, oder meine Vorfahren oder wer auch immer, sagt es ja immer noch anderen Ländern gegenüber. etwas darüber aus, dass man sich so eine Fein 1 raushängt. Naja, aber es reicht ja nicht, es reicht ja nicht. Das Schlimme in Deutschland ist ja immer noch, dass es weiterhin nicht reicht, dich selber mit dem Land zu identifizieren, sondern dass sozusagen andere Immer noch darüber bestimmen wollen, ob du dazu gehörst oder nicht. Auch richtig. Das ist ja das Problem oder das problematische Nationalismus an der Stelle. Ja, das finde, du könntest das besser auf den Kopf bringen als ich, der da einfach nur Bauchschmerzen kriegt. Aber ich habe hier auch jetzt einfach, ich bin nass. Weil du so ein langes Hemd an hast, was ist das? Es ist kurz. Ja, aber es nutzt auch nichts, die Ärmel noch kürzer zu haben. Tut mir leid. Nee, man muss wirklich von den Menschen lernen, die häufiger mit solchen Temperaturen zu tun haben und dann lange Leinen tragen. Lange Leinen? Achso, du meinst Leinen schnappt. Ja, nicht wie ein Hund, sondern schwarz. Ich war gerade irritiert. Vielen Dank, dass du da warst, Leute. Kleiner Hinweis über den Noah und ich im Vorgespräch auch gerade gesprochen haben, weil es ein Thema ist. Bei diesen Temperaturen könnte es sein, dass auch Medikamente anders wirken solltet, ihr welche nehmen. Macht euch das. Zum Beispiel psychischen Erkrankungen, also bei Depressionen und Ähnlichem. Ich glaube, Menschen, die das nehmen, haben das möglicherweise auf dem Schirm, aber. Da sollte man nochmal drüber nachdenken. Trinkt genug Wasser, cremt euch ein, habt eine tolle Woche. Wir hören uns wieder am Mittwoch mit Dennis Horn und Endlich mal jemand für die leichten Themen. Ich freue mich. Danke Nora, dass du hier warst. Bis bald. Danke für die Einladung. Tschüss. Tschüss.