Nicht tall, nicht grande, sondern Ventilator: Es tut uns leid, unser Gehirn läuft heute nur auf drei Pötten. Deswegen sind wir heute auch World Wide aufgekratzt. Dabei haben wir soviele News – die Union bereitet sich auf den heute erscheinenden Bericht der Expertenkommission zum Social-Media-Verbot vor und sagt, sie wollen gar kein Verbot mehr, Meta fliegt die Mitarbeiterüberwachung um die Ohren und wir werden wohl noch einige Zeit mit Cookie Bannern leben müssen. Jura so beautiful und wenn History sich repeated!
➡️ Die Petition, um Open Source als Ehrenamt anzuerkennen: https://www.openpetition.de/petition/blog/anerkennung-von-open-source-arbeit-als-ehrenamt-in-deutschland?page=1&language=hu_HU.utf8
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis!
- Union fordert variable Altersgrenzen für Social Media statt Verbote
- EUDI-Wallet und biometrische Daten
- Senatsanhörung: Social Medias "Big Tobacco Moment"?
- EU: Warum Deutschland, Frankreich, Polen und Google die Abschaffung der Cookie-Banner blockieren
- EU: KI-Gesetz: Verbot sexualisierter KI-Bilder
- EU: Technologiesouveränität & Chips Act 2.0
- Texas: Altersverifizierung für App Stores
- UK OFCOM: Neue Maßnahmen für Online-Sicherheit und Krisenprotokolle
- Meta: Leaks im Mitarbeiter-Tracking
- Instagram wird zur TV-App
- Metas neue Smart Glasses ohne Ray-Ban
- Meta & UFC
- Nachhak: W Social
- Funktionen & Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Wo erreiche ich dich?
00:10 Dennis Horn
In meiner Kemenate. Markus. Markus. Nee, da wo ich immer sitze, wenn ich hier diesen Podcast aufnehme, in einem sehr heißen Esszimmer. Und also ich bin ja, ich habe das nicht so transparent gemacht, aber wenn du es transparent haben willst, dann kann ich kurz machen.
00:28 Gavin Karlmeier
Bei dem Wetter ist eh alles transparent. Erzähl.
00:31 Dennis Horn
Ich hatte ja bis, also ich hatte ja jetzt zwei Jahre lang hatte ich ja ein festes Büro, in dem ich, von dem aus ich häufig gearbeitet habe, wo ich häufig den Podcast aufgenommen habe. Im Sommer, weil im Winter war der nicht beheizte Keller dafür leider nicht geeignet. Und dieses Büro habe ich Anfang April aufgegeben und suche gerade nach einer neuen Möglichkeit, um mich irgendwie so mit meinem Kram auszubreiten. Und deswegen sitze ich einfach sehr häufig hier an meinem Esstisch. Wo erreichen wir dich?
00:59 Gavin Karlmeier
Unterm Dach, in meiner Keminate, Markus. Und äh wenn wenn du einen Ventilator hörst, So bestelle ich mir bei Starbucks gerade meinen meinen Eiskaffee auch. Nicht toll, nicht grande, nicht Venti, sondern Ventilator, bitte.
01:15 Dennis Horn
Warum heißt der große Eiskaffee bei Starbucks nicht Ventilatohr?
01:20 Gavin Karlmeier
Das ist ja wirklich die Frage. Wenn du den hörst, der steht hinter mir. einfach um mich zu decken bei diesem Wetter ist.
01:28 Dennis Horn
Da muss ich sagen, Dennis, der Ventilator und wir, wir haben eins gemeint, wir stehen alle hinter dir. Bei mir ist heute Dennis Horn. Ich wollte dich einmal kurz vorstellen. Audiochef 1 Live, Powerhacky ever. Ich dachte, solange man sowas noch sagen kann, tue ich das. Muss ich nicht dich vorstellen als mein Gast hier? Lieber dich. Ich wollte nur sagen: sorry Leute, ihr merkt, es ist halt wirklich über 30 Grad in den Räumen, denen wir aufnehmen. Ihr habt das am Montag an der Folge schon gemerkt. Und heute merkt er das auch, weil wir halt wirklich, das Gehirn läuft nur auf drei Pötten, wie wir im Ruhrgebiet sein.
02:05 Gavin Karlmeier
Und wenn wir jetzt noch müde sind. Halleluja. Schaffen wir heute eine Ausgabe, ohne über das Social Media Verbot zu sprechen, um es mit den Worten der Union zu sagen, wir schaffen das nicht. CDU und CSU fordern jetzt variable Altersgrenzen für Social Media Angebote, je nach Plattformen und Algorithmus. Das steht so in einem Positionspapier, das dem ARD Hauptstadtstudio vorliegt. Und die Union spricht sich damit auch gegen ein pauschales Verbot aus für unter 14-Jährige, wie es die SPD fordert. Wie soll das funktionieren? Arbeitet eine Plattform zum Beispiel mit suchtfördernden Mechanismen wie endlosen Feeds oder Push-Benachrichtigungen, dann soll sie nur für ältere Altersgruppen zugänglich sein. Und die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz soll die Einstufung der Plattformen prüfen und im Notfall dann eine höhere Altersgrenze festlegen. Der Altersnachweis selbst soll über die EU-Wallet laufen. Übrigens dieselbe, über die wir gleich noch sprechen. Wegen der Frage, wie viele biometrische Daten da eigentlich rein sollen. Also schon mal ein Vorgeschmack. Datensparsamkeit klingt hier schöner als sie in der Praxis. Es vermutlich wird. Und CDU und CSU zitieren Zahlen, wonach eine Million Kinder und Jugendliche schon riskantes Nutzungsverhalten zeigten. Und vergleichen intensiven Social Media Konsum mit Alkohol- oder Drogenkonsum. Da kommen heute, es ist ja Mittwoch, wenn wir hier erscheinen, die Empfehlung der Expertenkommission auch von der Bundesfamilienministerin Die zumindest noch eine fachliche Grundlage für die ganze Debatte liefern könnten. So, was sagen wir?
03:44 Dennis Horn
Wenn man an einem großen Platz vor einem niederländischen Bahnhof vorbeigeht, denkt man dasselbe, wie man bei TikTok unterwegs ist: endlose Feeds. Wow. Ja, Entschuldigung. Ich hab's ein bisschen. Let up Trempels, ey, aber gedanklich. Ich habe genau das antizipiert. In der Folge am Montag habe ich gesagt, das hier ist die Woche, in der das Papier der Expertenkommission beim Familienministerium ankommt. Und das wird die Woche sein, in der wir sehr gespannt darauf sein können, wie die CU, CSU, die Union generell an ihrem eigenen Narrativ herumarbeitet. Weil sie feststellen oder vielleicht auch schon gehört haben, dass der Bericht nicht so eindeutig für Verbote sich ausspricht, wie sie das vorher gehofft haben. Wir erinnern uns am 21. Februar, das ist jetzt noch nicht so super lange her, vier Monate relativ genau. Hat die CDU sich noch sehr deutlich für ein Social Media Verbot, ein generelles Social Media Verbot ausgesprochen? Also, das war die Formulierung auf dem Parteitag der Union. Ein generelles Social Media Verbot für Menschen unter vierzehn. Und jetzt, vier Monate später Sagen sie, nö, das haben wir so nicht gemeint. Karin Prien hat gesagt, haben wir letzte Woche hier zitiert oder vorletzte Woche, sie hätte ja nie von Verboten gesprochen. Friedrich Merz auf dem Katholikentag hat er gesagt, ja, also verbote, ja, weiß ich jetzt auch nicht, wir müssen da und so. Weil man rumeiern muss, weil man weiß, dieser Bericht wird für Parteien, die das rigoros fordern, vermutlich vernichtend sein, weil gesagt wird. Einfach nur pauschal verbieten, wird es nicht lösen. Surprise. Wir haben es geahnt, wir haben auch im Zwischenbericht von dieser Expertenkommission schon diese Zwischentöne rausgelesen. Und genau das wird jetzt passieren in dem Bericht, den wir heute bekommen, der sagen wird, es ist nicht so einfach. Das wird vermutlich das Ergebnis dieses Berichts sein. Und ich schätze, Karin Prien hat sich das anders gewünscht und deswegen arbeitet die Union jetzt schon daran, die Erzählung so ein bisschen zu verändern und zu sagen. . Generelle Verbote, das wollen wir auch nicht, aber hier suchtfördernde Maßnahmen müssen wir irgendwie verhindern und das müssen wir anpassen. Und es muss alles ganz dynamisch, ganz angepasst auf das Umfeld sein. Das klang monatelang anders, ehrlicherweise. Also, ich war im Januar, als die Diskussion so entfacht war, saß ich im Presseklub genau zu diesem Thema, weil die Parteien nicht ausgewogen darüber dynamisch sprechen wollten. Also Naja, es ist erstmal ein Gewinn, wenn nicht pauschal gesagt wird. Verbieten. Wie das dann am Ende aussieht, abwarten.
06:05 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe so, als ich das jetzt gelesen habe, habe ich so gedacht, ah, interessant, guck mal. Dann können doch die Plattformen im Grunde für Jugendliche eine spezielle Ausspielung schaffen, wie sie ja zum Teil schon angelegt haben. Sind also gibt es ja durchaus Jugend Teenager-Accounts, die dann andere Einstellungen haben, Privatsphäre standardmäßig geschlossen bla blub, dann stellt sie jetzt noch so ein paar andere Funktionen einfach darin ab und alle sind vorbereitet und keinem tut's mehr weh. Das war der Gedanke, den ich so hatte. Und also ich bin auch nicht fürs Social Media Verbot, aber die Abstufung sieht sehr nach den Jugendaccounts aus. Die bei mancher Plattform mittlerweile ja einfach schon existieren, dass die gut konform damit gehen können.
06:54 Dennis Horn
Ja, mit der einzigen Ausnahme, dass natürlich TikTok bislang keinerlei Variante ohne endlos Feeds kennt und Instagram auch, dass der Begriff Algorithmen hier so verwendet wird. Ich glaube nicht, dass Algorithmen per se ein Problem sind. Aber das ist eine Diskussion für einen anderen Tag. Ich bin nur halt super gespannt, wie das dann am Ende aussieht, weil eigentlich, eigentlich. Ist das jetzt nicht so weit weg von dem, wo ich immer gesagt habe, für mich wäre das jetzt eine sinnvolle Maßnahme zu überlegen, was sind die Dinge, die für junge Menschen schädlich sind, was sind die Dinge, die generell für Menschen schädlich sind.
07:26 Gavin Karlmeier
Ja, weil man sie damit auch endlich benennt und nicht einfach sagt, ja, Verbot. Ja, genau. Genau.
07:33 Dennis Horn
Ja, ich wollte nur dazu sagen: ein Kernproblem, das ich aber immer noch mit dieser Diskussion habe, ist damit natürlich nicht gelöst. Und vielleicht ist das schon die Brücke zum nächsten Thema, nämlich die Altersverifikation. Ich möchte einfach nicht, und das kommen wir auch in dieser W-Social-Diskussion, müssen wir heute auch nochmal kurz drüber sprechen, aber so ein bisschen zu kurz, dass es eigentlich das Kernproblem ist, Also du kannst ja nicht eine App starten und sagen, hier ist Europa als App und dann mehr Passkontrollen als im Schengen-Raum haben. Das funktioniert ja nicht. Also das ist ja nicht die Idee. Weißt du, ich möchte nicht dauerhaft kontrolliert werden einfach im Internet.
08:06 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Aber das Gefühl habe ich trotzdem, dass es dahin geht. Hundertprozentig geht das dahin. Absolut. Ich möchte übrigens, bevor wir zu dieser Wallet-Diskussion kommen, ich möchte Die Personen sehen, die sich irgendwo hinsetzt und sagt, Algorithmen halte ich grundsätzlich für ein Problem. Und weil ja eh alles durchdigitalisiert ist, geht in dem Moment auch wirklich alles aus.
08:31 Dennis Horn
Je nachdem, mit wem du aus dieser Fraktion hier redest, könnte ich mir vorstellen, wirst du einen Menschen zu dieser Aussage dazu kriegen, die zu treffen? Ja, das ist ein bisschen. Das ist ein Baukastensatz. Da musst du dir die Wörter rausnehmen, die man braucht, damit es einen Satz nicht gibt.
08:46 Gavin Karlmeier
Legen Sie es sich zurecht, wir machen derweil weiter. Die EU-Kommission verhandelt gerade die technischen Details zur J. EU DI Wallet, das ist die digitale Wallet, die Ende des Jahres in der ganzen EU starten soll. Und wenn ich Ende des Jahres in der ganzen EU sage, meine ich mit in Deutschland zum zweiten Januar nächstes Jahr. So, da hat sich die Kommission in zwei zentralen Streitpunkten Ziemlich unterschiedlich durchgesetzt. Das eine ist immerhin ein Erfolg für NutzerInnen. Unternehmen und Behörden, die Daten aus dieser Wallet abfragen wollen, müssen sich in Zukunft verpflichtend registrieren und offenlegen, welche Daten sie zu welchem Zweck abfragen. Also eine Mehrheit der Mitgliedstaaten, auch Deutschland, hat sich da gegen die ursprünglich nur optionale Variante durchgesetzt und Punkt zwei, da eher nicht. Freiwählbare Pseudonyme bleiben zwar formell, formal, formell erlaubt, aber sie werden In der Praxis kaum noch nutzbar sein, weil die technischen Vorgaben dafür fehlen. Und ein Passfoto soll in Zukunft fester Bestandteil des Datensatzes werden, mit Opt-out-Möglichkeit. Das heißt, jedes Mal, wenn jemand die Wallet nutzt, Kann ein signiertes Gesichtsbild an die anfragende Stelle gehen. Während die Kommission dem Parlament mal zugesichert hatte, dass biometrische Daten kein fester Bestandteil der Wallet werden würden.
10:16 Dennis Horn
Ja, es geht dahin, dass du halt wirklich also positiv gesprochen hast, wir können das ja mal, wir haben ja Worldwide wohlwollend hier ausgerufen schon mal. Gemeinsam an Pfingsten, glaube ich, war es. Oder was war's? Christi Himmelfahrt.
10:27 Gavin Karlmeier
Ja, das ist jetzt bei dem Wetter vorbei. Heute sind wir aggro an. Worldwide aufgekratzt sind wir heute.
10:32 Dennis Horn
Worldwide aufgekratzt. Aber wenn man es wohlborn liest, kann man natürlich sagen, hey, ist ja eigentlich, also in einer, in einer, es gibt eine Welt, die ich mir vorstellen kann, in der es angenehm ist, wenn ich in Digitalen Pass habe, mit dem ich ein Konto eröffnen kann, ohne 5 Minuten lang einen Videocall mit einer Person zu machen, auf die weder ich noch sie Lust hat. in der es irgendwie ganz cool ist, keine Ahnung, was auch immer, für Prozesse digital durchzuführen, nicht zum Amt zu rennen, sondern dass alles sozusagen sofort Zusagen hier, zack, zack, zack und vielleicht sogar mein Handy an der Passkontrolle eine Grenze zeigen zu können, wenn ich dann mal den Schengenraum verlasse. Als, wir sind ganz schön viel am Schengen heute. Als wenn man, ähm Als die haptische Karte. Das ist alles, es gibt eine Welt, die ich mir nett vorstelle, in der das möglich ist. Es gibt aber eben auch das Problem, dass du, wenn du solche Datenansammlungen schaffst. Und wenn das alles opt-out ist, also du sozusagen bei jeder Abfrage gefragt wirst: Möchtest du vielleicht diesmal darauf verzichten, deinen Fingerabdruck mitzuschicken oder dein Foto oder deinen Klarnamen, wenn du eigentlich auf dem Pseudonym bestanden hast?
11:42 Gavin Karlmeier
Dann klickst du einfach auf alle Cookies akzeptieren.
11:45 Dennis Horn
Genau, man wird irgendwann alle Cookies akzeptieren. Und dann ist das Ding halt weg, dann ist es in der Welt. Und das kann ja nicht darin ernst sein. Also, das Weißt du, Dennis, als wir hier angefangen haben mit diesem Podcast, war ich ja absolut kein Datenschützer. Also da war ich ja schon jemand, ich habe schon eine gewisse, ich habe schon so eine Heldenreise gemacht hier mit diesem Podcast. Aber je mehr man über diese Themen spricht, je mehr wir auch über Technologien sprechen, die von Privatunternehmen eben angeboten werden, wie Palantir, aber nicht nur Palantir. Umso mehr musst du zu dem Schluss kommen, dass eigentlich jede Möglichkeit, die du hast, zu verhindern, dass irgendeine weitere Person eine Kopie von deinen Daten hat, welche auch immer das sind, dass du sie nutzen solltest. Und wenn das aber jetzt hier politisch institutionalisiert wird, dass wir diese Daten mit einem Klick easy peasy durch die Welt rumschicken können und alle Menschen können unsere Passfotos sammeln. Dann wird das nicht zu unseren Gunsten genutzt werden, zumindest nicht nur.
12:42 Gavin Karlmeier
Aber der Unterschied ist, glaube ich, dass diese Geschichte Palantir, gerade solche Geschichten, ne? Vor ein paar Jahren war das noch eine Dystopie. Ja, stimmt. Und mittlerweile leben wir da real. Du kannst in so einer Welt auch nur zum Datenschützer werden. Solltest du. Sag ich zu deiner Ehrenrettung deiner Heldenreise. Danke. So, wollen wir ein bisschen rechtlich bleiben?
13:10 Dennis Horn
Da will ich noch eine Sache zu Karimprin sagen übrigens. Das ist mir gerade so durchgerutscht. Das ist eine Kleinigkeit, die ich aber der Vollständigkeit halbe melden möchte, weil ich sie interessant finde. Und zwar hat Karin Prien sich am Montag schon getroffen. In Paris, die Geschichte. Wolltest du dir gleich eh noch bringen? Sie hat sich in Paris mit ihrer französischen Kollegin getroffen, der französischen Ministerin für Sport, Jugend und Gemeinwesen Marina Ferrari. Keine Name-Jokes. Und hat mit ihr auch über Social Media Verbote gesprochen und über Jugendschutzmaßnahmen. Und der digitale Raum müsste sicherer werden und sowas eben alles, womit sie ja in Teilen sicherlich recht hat. Und hat aber was Interessantes gesagt. Somit wird sie von bundestag. de zitiert. Prin schlug ihrer französischen Amtskollegin vor, darüber gemeinsam ins Gespräch zu kommen, um eine gemeinsame Initiative zu entwickeln. Also wir haben jetzt nicht nur nationale Lösungen. Und irgendwo am Horizont die Idee, dass es auch eine europäische Lösung gibt, sondern man fängt jetzt auch noch so an, so partnerschaftliche Lösungen zu entwickeln. Also dann gibt es das französische Gesetz und das deutsche Gesetz. Und einzelne Teilgesetze, die deutsch-französische Lösungen sind, während Europa an einer europäischen Lösung arbeitet. Ich finde das konsequent.
14:14 Gavin Karlmeier
Das ist pure Effizienz. Ja, wie wir in Italien sagen, viel hilft viel. Oder? Bei Ferrari. So.
14:24 Dennis Horn
Ferrari hat doch so ein Vieh hilft Vieh.
14:30 Gavin Karlmeier
So, ähm, also wir bleiben ein bisschen äh halten unsere Roben noch an. Auch bei dem Wetter gibt es eigentlich Leinenroben bei dem Wetter, dass man einfach als Richter da besser durchkommt? Ich finde ja, das sind solche Dinge, ne?
14:43 Dennis Horn
Ich finde Die Robe hat einen Fashion-Redesign verdient, einen Facelift.
14:49 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch.
14:51 Dennis Horn
Finde ich gut.
14:51 Gavin Karlmeier
Und ich stelle mir das vor, dass es auf irgendeinem Laufsteg auch gezeigt wird. Von echten Richtern. Oh, das ist das. Die dann. Auf dem Laufstie laufen, wie in dem Moment, in dem so Bundesverfassungsgerichtsrichter in den Saal kommen.
15:05 Dennis Horn
Und der Song für die Kampagne ist Jura So Beautiful.
15:11 Gavin Karlmeier
Also, der Justizausschuss des US-Senats hat für gestern, also über Nacht wird das passiert, sage ich CEOs. Wir haben jetzt gerade in den USA erst morgens. Die alte Sache mit der Zeitverschiebung und diesem Podcast. Die CEOs von Meta, Alphabet, TikTok und Snap vorgeladen zu einer Anhörung, die den Titel trägt: Is this Social Media's Big Tobacco Moment? So, und da geht es um Themen, die natürlich auch unsere Social Media Verbotsfrage berühren. Es geht um Plattformdesign, es geht um Sicherheit künstlicher Intelligenz, es geht um die Frage. Und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der Tag gestern war in den USA der Social Media Harms Victim Remembrance Day. der initiiert wurde von Müttern, die ihre Kinder verloren haben durch social media bezogene Schäden in diesem Fall. Und auch nach zwei Gerichtsurteilen in New Mexico und Kalifornien, in den Meta und Google für Schäden an jungen NutzerInnen haftbar gemacht wurden, was dann mehrere Senatoren explizit mit der Tabakindustrie der 90er verglichen haben. Wir wissen noch nicht, ob die CEOs von Metaalphabet TikTok Snap persönlich erscheinen. Haken bleibt dran.
16:35 Dennis Horn
Ja, ich finde das übrigens ganz interessant. Wir haben das schon mal vor ein paar Wochen hier vermeldet, dass es diese Anhörung geben wird, aber es gab kein Datum. Und auch bis zum gestrigen Dienstag gab es kein Datum. Also Axios hat dann exklusiv gesagt: Jetzt ist es soweit. Das spricht weniger dafür, dass sie kommen werden. Ich finde, das spricht sehr dafür, weil, wenn der Termin von vornherein angekündigt gewesen wäre. Oder anders, wenn die nicht wollen, dass die Leute wissen, dass Mark Zuckerberger heute im Kapitol ist oder auf dem Capitol Hill, so, dann hätte man das ja vorher einfach ankündigen können. Ich bin ganz gespannt
17:17 Gavin Karlmeier
So, dann nochmal nach Brüssel zu einer Geschichte, die die EU-Kommission.
17:26 Dennis Horn
Brüssel.
17:27 Gavin Karlmeier
Zum Sport. Der digitale Omnibus, du erinnerst dich. Im Rahmen, keine Witze an der Stelle. Nur über Ferraris. Im Rahmen des digitalen Omnibuses wollte die EU-Kommission endlich die Cookie Banner abschaffen. Und zwar durch ein automatisches Signal, das Browser und Websites direkt austauschen. Das ist etwas, was es in den USA längst gibt. Und das klingt nach einer der wenigen EU-Regeln, die tatsächlich mal was vereinfachen würden, statt es irgendwie zu verkomplizieren. Und genau deshalb ist es so bemerkenswert, was jetzt passiert ist. Es gibt ein Positionspapier des Rates vom 18. Juni. Da wurde der entsprechende Artikel dafür, 88b, für die, die es genau wissen möchten. Komplett gestrichen. Auf Verlangen unter anderem von Deutschland, Frankreich und Polen. Da gibt es Datenschutzorganisationen wie. NOYB Neub rund um Neub rund um Max Schrems, die Lobbydrock der Tracking-Industrie dort vermuten. Und er nennt da zum Beispiel explizit ein Lobbypapier von Google, das mit an den Haaren, Zitat, an den Haaren herbeigezogenen Zahlen argumentiert. dass ohne Cookie Banner die Online-Werbung quasi komplett zusammenbrechen würde. Don Schrems sagt jetzt Also jahrzehntelang hat man sich über EU-Bürokratie beschwert und jetzt, wo es eine echte Vereinfachung gäbe, wollen ausgerechnet die Mitgliedstaaten und der größte Lobbyist sie unbedingt behalten. Das Europaparlament hat übrigens noch keine Position da irgendwie bezogen. Es gibt also noch ein kleines Zeitfenster, aber interessante Geschichte.
19:13 Dennis Horn
Ich finde das super interessant, weil genau die Argumentation von Schrems, die liegt total auf der Hand. Die Frage ist natürlich, warum macht Google das? Gut, Google hat. Chrome und möchte möglicherweise gar nicht diese Information der NutzerInnen haben. Aber der the die Logik dahinter die Google da ja aufspannt, dass man das das Werbegeschäft zusammenbrechen würde ohne die Cookie-Banner, obwohl man ja Konsens geben würde durch die Nutzung im Browser, die erschließt sich mir ja überhaupt gar nicht. Also wieso ist das Internet ein besserer Ort, wenn ich bei jeder Webseite einmal in Dark Patterns auswählen muss, nur die Notwendigen akzeptieren?
19:51 Gavin Karlmeier
Exakt. Es ist nur ein nerviger Ort.
19:54 Dennis Horn
Ja, aber ich glaube, das ist vielleicht eine der Logiken, dass diese Dark Patterns und dieser Automatismus auf alle akzeptieren zu klicken, am Ende für Google viel mehr bringt, weil du auch andere Cookies akzeptierst und auch damit ein Tracking für Drittserver erlaubst, was du in deinen Browser-Einstellen vielleicht einmal grundsätzlich verbieten würdest, weil du sagst, bitte nur die notwendigen, technisch notwendigen Cookies erlauben. In diesem Moment hätte Google keine Ahnung, dass du auf dieser Webseite bist oder wer du bist. Und da haben sie natürlich nicht so Bock drauf.
20:24 Gavin Karlmeier
Ja, und nach dem Thema, das wir eben besprochen haben, was die Wallet angeht. Habe ich auch so gedacht, naja, oder man kann auch so argumentieren, dass den Unternehmen das ganz lieb ist, wenn Nutzerinnen und Nutzer Dark Pattern einfach gewöhnt bleiben, weil, wenn sie woanders auch noch kommen, geht es einfach dort genauso weiter.
20:43 Dennis Horn
Ja, genau. Und das ist halt so das Schlimme, dass jetzt hier eben dann auch europäische Staaten in dieselbe Linie fallen wie Google. Am Ende aber nur, weil, und das schreibt Schrems auch, und das finde ich, ist genau die richtige Beobachtung, in Wirklichkeit fürchtet sich die Tracking-Industrie dermaßen vor einer der Möglichkeit, dass VerbraucherInnen einfach Nein sagen können, dass nach etwas Lobbying alle umfallen. Und das ist nicht gut.
21:08 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, ähm kurz noch Europaparlament, wo wir da gerade sind. Das ist ein paar Tage schon her, aber zu wichtig, um es jetzt hier irgendwie auszulassen. Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit vier hundert. Dreiundzwanzig zu siebenundfünfzig Stimmen bei hundertundsiebzig Enthaltungen einer Änderung des KI-Gesetzes zugestimmt. dass diese Änderungen die KI-Anwendungen verbietet, mit denen sich realistische sexualisierte Bilder oder Videos erstellen lassen und explizit auch die, die sexuellen Kindesmissbrauch darstellen. Satirische Karikaturen bleiben ausdrücklich erlaubt, und verpflichtende KI-Wasserzeichen kommen jetzt erst ab Dezember, nicht schon im August.
21:55 Dennis Horn
Ja gut. Also, ja, ich glaube, wir denken alle das gleiche Grad.
22:01 Gavin Karlmeier
Chronistenpflicht, ja. So, und dann hat Brüssel noch das große Geschütz aufgefahren, das Technologiesouveränitätspaket, mit dem die EU ihre Abhängigkeit von Tech-Konzernen aus dem Ausland oder außereuropäisch verringern will. Aktuell fließen jedes Jahr, lass dir die Zahl auf der Zunge vergehen, zergehen, rund 200. 200, wenn du sie vergessen willst, lass sie dir fertig.
22:26 Dennis Horn
Lass euch diesen Podcast auf der Zunge vergehen.
22:32 Gavin Karlmeier
Aktuell fließen jedes Jahr rund zweihundertvierundsechzig Milliarden Euro aus Europa. Zu oder in nicht-europäische proprietäre Software. So, und jetzt gibt es als Kernstück den Cloud AI Development Act, kurz CADA. In dem steht, dass Mitgliedstaaten in Zukunft verpflichtend bewerten sollen, wie souverän ihre Verwaltungssoftware ist. Und in besonders sensiblen Bereichen, die Verteidigung gehört zum Beispiel dazu, könnten Behörden dann faktisch nur noch europäische Software und Hardware einsetzen. Es gibt eine Open Source Vorrangregel und neue Notstandsbefugnisse für Krisenfälle. Und dann gibt es noch parallel den Chips Act 2. 0, das mag ich sehr. Letztens habe ich den auch zum Fußballspiel in Gang gesetzt.
23:31 Dennis Horn
Der verbietet, dass man auf Partys Chips mitbringt, von denen man weiß, dass sie sonst niemand mag.
23:37 Gavin Karlmeier
Der verbietet Chips mit Ketchup-Geschmack unter anderem.
23:40 Dennis Horn
Nein, Dennis. Was? Jetzt haben wir einen Konflikt hier.
23:44 Gavin Karlmeier
Allerdings haben wir einen. Das geht gar nichts. Das ist super gut. Wie Chemiekeule. Wird das nicht allein schon durch irgendeinen Landwirtschaftsakt geregelt?
23:51 Dennis Horn
Solden Winnegar, Sold and Winnegar, absolut Premium-Chips. Ja, es sind auch absolut Premium-Chips.
23:59 Gavin Karlmeier
Und er schreibt mindestens eine Tüte gesalzene Chips vor. Ja, weiß ich auch nicht.
24:05 Dennis Horn
Ich glaube, gut, dass wir beide nie zusammen Fußball gucken.
24:08 Gavin Karlmeier
Es ist wie Graubegunder, machst du nichts falsch.
24:16 Dennis Horn
Ungarisch, das ist so der stabile Dauerbrenner. Ja, nee, das ist so langweilig, wirklich. Sagt der Mann, der gerade noch gesagt eine Chips mitbringen wollte.
24:26 Gavin Karlmeier
Ja, aber ungarisch, entschuldige mal bitte. Das ist doch.
24:29 Dennis Horn
Also, wenn ich nochmal hier einen Livestream mache, Dennis, dann machen wir beide mal so, dann planen wir gemeinsam eine Hakenrand-Party.
24:36 Gavin Karlmeier
Wie heißen es? Sommelier? Wir sind Chips Sommeliers, das ist ja kein Getränk, kann man so nicht sagen, aber wir sind verkostet dafür. Chipsur. Was ich sagen wollte, das ist ein Gesetz, das die Marktnachfrage nach europäischen KI-Chips ein bisschen steigern soll. So Hast du Gefühle dazu, zu dieser rechtlichen Frage?
25:02 Dennis Horn
Ich finde das natürlich erstmal gut, aber jetzt erstmal ein Ist zu schnell festzuhalten und dann zu sagen: Ja, wir treiben das mal ein bisschen voran. Es gibt einen Aktionsplan und Open Source soll jetzt mal ein bisschen nach vorangetrieben werden, während in Deutschland immer noch, die Petition läuft nach wie vor, ich packe die nochmal in die Shownotes, Open Source Arbeit immer noch nicht als Ehrenamt anerkannt wird. Ist halt so ein bisschen, hm. Also, ich glaube, man müsste eigentlich dann wirklich von den Leuten her denken, die die Arbeit dann auch umzusetzen haben, anstatt es von der anderen Seite zu denken und zu sagen, jetzt macht auch mal. Ja. Gut.
25:39 Gavin Karlmeier
Dann letzter Shop in den USA. Seit äh, was rechtliche Fragestellungen angeht, seit Anfang des Monats gilt in Texas. Ein Gesetz, das App Stores zur Altersverifizierung verpflichtet. Wer in Texas einen neuen Apple-Account anlegt, zum Beispiel. Man muss bestätigen, mindestens 18 zu sein. Sonst braucht es die Familienfreigabe samt der Zustimmung der Eltern für jeden Download. Für jeden Kauf, für jede wesentliche Änderung einer App. Und das ist ja exakt das, was
26:15 Dennis Horn
wofür Meta gerade international lobbyiert, dass das überall passiert, weil die sich dann eben um nichts mehr kümmern müssen, wenn das auf Betriebssystemebene passiert. Aber auch da besteht eben die Sorge. Möchtest du wirklich nur noch ins Internet können, wenn du dich einmal an deinem Computer mit dem Pass ausgewiesen hast? Ich bin mir da nicht so sicher. Also auch wenn ich grundsätzlich weniger Bauchschmerzen damit hätte. So, weißt du
26:46 Gavin Karlmeier
Im Hintergrund, also erstmal, Texas ist der erste US-Bundesstaat, in dem das so auf App Store-Ebene tatsächlich läuft. Louisiana und Utah folgen noch. Und interessant jetzt. So, f aus dem Hintergrund, Apple verpflichtet jetzt die EntwicklerInnen von Apps inzwischen auch dazu, anzugeben, ob ihre App. Social Media Funktionen hat, also hier die Möglichkeit von NutzerInnen erstellte Inhalte zu verbreiten und das beeinflusst dann direkt die Altersfreigabe. Und das Budget für die Bildschirmzeit. Also, wenn deine App durchgeht wie ein soziales Netzwerk, wird es einfach auch technisch so behandelt. Unabhängig davon, ob man sich selbst so nennt oder nicht.
27:27 Dennis Horn
Und ich finde ja, ne, also ich bin ja, ich muss, glaube ich, nicht nochmal sagen, kein Fan vom Social Media Verbot. Aber ich finde ja, wenn du daran denkst, das zu regulieren und auch zu limitieren und irgendwelche Grenzen zu setzen, Dann müsstest du halt tatsächlich anschauen, wo kommunizieren junge Menschen denn? Und da ist die Antwort vermutlich häufiger Roblox als Telegram. So, Roblox, wer stand jetzt ins Spiel? Telegram, möglicherweise ein soziales Netzwerk, je nachdem wen du fragst.
27:56 Gavin Karlmeier
Und jetzt noch kurz auf die Insel. Die Offcom, unsere Lieblingsregulierungsbehörde aus Großbritannien, hat am 9. Juni neue Maßnahmen beschlossen. Für Online-Sicherheit. Große Plattformen müssen in Zukunft schriftlich ein Krisenprotokoll vorhalten, das dann greift, wenn plötzlich irgendwelche illegalen Inhalte viral gehen. Da ist der Hintergrund Die Unruhen nach den Messeangriffen in Southport 2024, wo sich Desinformation rasant verbreitet hat und dann auch nochmal Gewalt befeuert hat. Und konkret heißt dieses Krisenprotokoll, es muss ein Krisenteam geben, das im Ernstfall schnell aktiviert wird, eine Nachanalyse im Anschluss und für große Plattformen ein eigener Kommunikationskanal zu Strafverfolgungsbehörden, um einfach schnell tätig werden zu können. Wer sich daran so Stück für Stück und Checkpunkt für Checkpunkt hält, der gilt als compliant. Und wer einen eigenen Weg geht, muss der auf kommen nachweisen, dass der genauso gut funktioniert. Das muss noch durchs Parlament. Aber ähm. Die Richtung ist klar, also nach Southport will bei der Offkommen offenbar niemand nochmal hören, dass die normalen Moderationssysteme im Ernstfall einfach zu langsam wären.
29:10 Dennis Horn
Krisenprotokoll oder wie ich in der Schule sagte, Klassenbuch. Ich finde das genau richtig. Ich glaube, man muss so vorgehen und wir wissen, dass sie aufkommen und die britische Regierung. Übrigens auch geil, dass ich hier letzte Woche am Freitag gesagt habe, oh Kier Starmer, krass, der ist auch schon lange im Amt, lange kein Rücktritt mehr gewesen in Großbritannien. Und zack, ist er weg. Ich habe ihn so gut.
29:34 Gavin Karlmeier
Es ist einfach Glaskugel drin, das Hellseher-Update.
29:37 Dennis Horn
Ja, das Orakel von Selfie. Aber die haben ja angekündigt, dort soll das strengste Social Media Verbot der Welt kommen und so. Und deswegen muss man da so ein bisschen das mit A Grain of Salt. zu sich nehmen diese Informationen, aber diese Behandlung von möglichen Krisenfällen in sozialen Netzwerken Die ist natürlich genau richtig, weil wenn du dir überlegst, es gab schreckliche Anschläge in Paris und zack, haben sich Desinformationen auf Twitter verbreitet und das ist jetzt locker zehn Jahre her. Und seitdem ist es nur schlimmer geworden. Muss man sagen, es ist an der Zeit, die Daumenschrauben anzulegen und zu sagen, also eure Moderationsidee, wie ihr sie bislang hattet, die funktioniert ja wohl mal gar nicht.
30:24 Gavin Karlmeier
Und damit sind wir bei Meta. Ähm, bei einer Geschichte, die Die fast zu gut ist. Also, ihr erinnert euch, vielleicht im April hat Meta ein Programm gestartet, das dafür sorgt, dass die Firmenlaptops der MitarbeiterInnen aufzeichnen, was getippt wird. Angeklickt wird auf dem Bildschirm zu sehen ist und das passiert alles zu Trainingszwecken für die eigenen KI-Modelle Also man muss sich ja irgendwie bedienen, ich habe jetzt auch gelesen, ähm, so die großen KI-Trainingsunternehmen kaufen jetzt auch Antiquariate mit Büchern einfach leer. Und schmeißen sie. Und schmeißen Sie im Anschluss weg. Es ist wirklich Dystopie. So, und mehr als 1600 MitarbeiterInnen von Meta haben gegen dieses Programm eine Petition unterschrieben, eine interne. Wahrscheinlich War auch das der KI dann schon längst bekannt, dass es diese Petition geben wird. Und ein Entwickler hat eine vielgeteilte Notiz geschrieben in einem dieser internen Boards, in der er das Ganze als Eingriff in die Privatsphäre bezeichnet und als Ausbeutung der MitarbeiterInnen. Und jetzt am Montag kamen raus, die gesammelten Daten, Tastenanschläge, Bildschirminhalte, private Unterhaltungen, Leistungsdaten lagen für jeden Im Unternehmen einsehbar in 45. 000 internen Datenbanktabellen. Das Wired Magazine hat sich das bestätigen lassen von drei MitarbeiterInnen, die mit der Sache vertraut sind. Ein Sprecher von Meta sagt natürlich Du kannst den Satz, ohne dass du weißt, was er gesagt hat. Was sagte er?
32:00 Dennis Horn
Es gab zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Sicherheitsprobleme über Meta. Die Daten wurden nicht gemacht.
32:05 Gavin Karlmeier
Dieses Programm sorgfältig mit Datenschutzvorkehrungen konzipiert. Was man dann halt so sagt und ganz offenbar trotzdem nicht stimmt. Inzwischen, das muss man fairerweise sagen, hat Meta das Programm pausiert. Und dann kommentiert mit, die Umsetzung sei doch hinter den eigenen Datenschutzstandards zurückgeblieben. Wie praktisch, dass man das immer erst merkt, wenn es durchsickert.
32:24 Dennis Horn
Es ist aber auch so, es ist so die Most-Metacoded-Geschichte gerade. Und es passt so in diese Geschichte. Wir begleiten ja im Moment auch so ein bisschen wie lange. Oder wie doll beim Meta die Stimmung gerade eigentlich gekippt ist, dass Leute, auch das habe ich jetzt schon ein paar Mal hier erzählt, aber ich werde nicht müde, das zu erzählen In einem All-Hands-Meeting, bei der, ich glaube, alle Metarbeitenden, das ist so ein bisschen wie der Fisch des Anlass, der immer größer wird, die häufiger man ihnen erzählt, aber In einem auf jeden Fall sehr großen Meeting mit mehreren tausend Metamitarbeitenden jemand sein Mikrofon entmutet hat und reingeschrien hat, dass er sich fühlt wie im Gulag. Also dass einfach die Stimmung in diesem Unternehmen gerade katastrophal ist. Und dass das auch so ein bisschen darin lag, dass die Ankündigung kam, dass die Leute überwacht werden und alle ihre Klicks getrackt werden. Obwohl natürlich Nachvollziehbar ist, dass ein KI-Unternehmen sagt, wir müssen an alle Daten kommen, die wir kriegen, und hier haben wir nun mal welche, die wir im Haus produzieren Genauso nachvollziehbar ist, dass eben Mitarbeitende sagen, ich trainiere auch keinen Computer, damit er mich ersetzen kann, so vom Mindset her. Und dass die Antwort Metas darauf her war, jetzt zum Beispiel mehr Snacks anzubieten an die Belegschaft und so. Größere Obstkörbe. Ja, so wirklich. Und jetzt, kurz danach, kommt dann die Meldung, achso, das ist übrigens, wir müssen euch noch ein bisschen mehr dazu erzählen. Meta hatte jetzt keine andere Wahl, als dieses Präumen zu pausieren. Hätten sie aber, glaube ich Vor vier Wochen anders gehandhabt, glaube ich. Ja. So.
33:51 Gavin Karlmeier
Das hier eine harmlosere Geschichte von Meta, obwohl harmlos bei Meta ja irgendwie relativ ist. Instagram Baut seine TV-App weiter aus. Es gab sie erst für Fire TV im Dezember, dann für Google TV im Februar, jetzt ganz aktuell für Samsung-Fernseher in den USA. Und damit erreicht, du wirst schon ganz. Ich bin ganz unruhig bei dieser Geschichte. Damit erreicht die Instagram App praktisch die drei größten Smart-TV-Plattformen des Landes. Und ich erzähle kurz zu Ende. Und dann legst du einfach los. Es bleibt nicht bei Reels auf dem großen Bildschirm Instagram testet. Wir haben ja schon mal ansatzweise darüber gesprochen. Längere Formate auch, mehrteilige Serien, Live-Sendungen oder Live-Formate mit CreatorInnen, also alles das, was bisher so den klassischen Streamingdiensten vorbehalten war und der Grund dafür, den finden wir vielleicht in den Zahlen. Laut Nielsen lief im Dezember. Dezember fast die Hälfte der gesamten Fernsehzeit, die NutzerInnen in den USA verbracht haben, über Streaming. Und YouTube hat allein im vergangenen Quartal einen Regel Rekordanteil am Fernsehkonsum gehabt und jede Minute, die Leute eben mit Videos auf dem Fernseher verbringen, fehlt woanders, sage ich mal, nämlich bisher in Instagram. So, und jetzt Hau raus.
35:07 Dennis Horn
Du wirst übrigens auch Storys gucken können.
35:12 Gavin Karlmeier
Das war mein W mein Wunsch since ever.
35:16 Dennis Horn
Auf meinem Funkt 80 Zoll OLED, von dem dann 85% schwarz sind.
35:22 Gavin Karlmeier
Ja, auf dem Samsung-Fernseher, der mal 10 Sekunden verspätet reagiert, wenn man eine Taste auf der Fernbedienung drückt. Das ist gerade bei Storys ganz toll.
35:32 Dennis Horn
Also, ich begleite dir so aus persönlichem Interesse Ich habe weder ein Amazon Fire TV noch ein Google TV. Also ich kann das gar nicht testen. Aber ich begleite mit großem Interesse die Entwicklungen um diese TV-App. Weil die so ein bisschen in die Karten schauen lassen, wohin Meta und Instagram vor allem sich gerade so entwickeln. Wir suchen ja immer Anhaltspunkte dafür, dass das viel mehr Entertainment und Media als Vernetzung und das andere ist. Und dass man so auf dem Weg dahin ist, eigentlich zu einer Entertainment-Plattform zu werden, weil man sieht, wie erfolgreich YouTube das macht, weil man sich von TikTok nicht den nächsten Rang wieder ablaufen möchte und deswegen jetzt versucht es ein bisschen, sich da so durchzumogeln. Das aber in dieser Ankündigung versteckt ist, dass sie da jetzt auch solche längeren Formate entwickeln wollen, die mehrteilig sind und so ein bisschen, das ist ja nicht nur so Microdrama, wie wir das von TikTok kennen, sondern sie werden ja vermutlich das steckt hier nicht drin, aber das würde ich implizieren, auch damit im Querformat angreifen. Etwas, das ja vor einigen Monaten von Instagram selber noch verneint wurde. Die haben ja gesagt, ja, wir spielen damit so rum, aber ist nichts geplant und Querformat hat Adam O'Sari gesagt, wollen wir auch gar nicht, das sehen wir gerade gar nicht für Instagram. Aber offensichtlich wollen sie, also es wird 100 pro früher, dass später irgendein Exklusivformat kommen, ob es jetzt der Instagram-Mr. Beast ist oder irgendjemand, der bei Instagram schon big ist oder was ganz anderes. Von jemandem, der aber anderswo im Netz erfolgreich ist, abwarten. Aber ich glaube, dass sie anfangen, irgendwelche Deals für Shows auszumachen, damit sie auf die Fernseher der Leute kommen.
37:09 Gavin Karlmeier
Und du sagst ja, wir versuchen die ganze Zeit herauszufinden, in welche Richtung bewegt man sich. Trotzdem habe ich bei diesem ganzen Move noch ein Gefühl von Das ist auch Stochern im Nebel nach wie vor. Voll. Absolut. Oder?
37:27 Dennis Horn
Aber das ist ja, die Metastrategie ist ja jetzt nicht was Neues zu bauen. Sondern aus den Stücken, die so die anderen schon gebaut haben, versuchen etwas Gleichwertiges zu bauen und damit sie zu überholen. Und jetzt versuchen sie. Übrigens, lustige Analogie. 2016 hat Instagram die Storys von Snapchat geklaut. Und waren damit super erfolgreich, haben das so geklaut, weil Snapchat nicht verkaufen wollte. Dann haben sie versucht YouTube anzugreifen mit IGTV und sind Kräftig auf die Nase gefallen und konnten diese Lücke erst schließen. Also, wir hatten ja aber jahrelang vier oder fünf verschiedene Möglichkeiten, Videos bei Instagram zu platzieren und sie alle waren anders. Und das haben sie erst gestreamlinet, als sie von TikTok die Reals geklaut haben. Das hat wieder funktioniert und jetzt versuchen sie wieder YouTube anzugreifen. Und naja, wenn History repeated, sich repeatet, dann würde ich sagen, ich würde jetzt nicht darauf wetten, dass es funktioniert.
38:20 Gavin Karlmeier
Geht mir genauso und ich habe eh das Gefühl, alle versuchen irgendwie YouTube anzugreifen. Auch diese ganze Bewegtbildoffensive bei Spotify, wo ich auch nicht das Gefühl habe, sie zündet so richtig.
38:31 Dennis Horn
Aber da kann ich dir sagen, dass das, glaube ich, der Hauptgrund dafür ist. Ich glaube, der Hauptgrund, warum Spotify auf Video geht, ist, weil die Eltern die Bildschirmzahl von YouTube einschränken, aber von Spotify nicht. These
38:44 Gavin Karlmeier
Ja gut. Also, sorry, wollte ich gerne mal dran. Nee, ich war auch durch. Ich würde gerne über die Brille sprechen mit dir. Die Brille. Also drei Jahre lang war, wenn ich das Wort Meta sage, das gleichbedeutend, wenn es um smarte Brillen geht mit Ray Ban. Das ist jetzt vorbei. Meta hat jetzt drei eigene Modelle vorgestellt: Adventurer, Fury und Starfire. Klingt wie so drei Modelle von so Campingvans. Wenn du in den USA irgendwie. Nee, ich nehm den Adventurer.
39:18 Dennis Horn
Oder wie Donald Trump seine Kinder gerne nennen würde.
39:22 Gavin Karlmeier
Fury. Also kein Ray Ban Branding mehr, dafür zweihundertneunundneunzig oder drei hundert neunundneunzig Dollar, je nach Modell, aber 80 Euro dann schon billiger als die bisherigen Ray-Ban-Brillen. Starfire übrigens ist die Kylie-Jenner-Ausgabe der Metabrille. Da gibt es sogar eine KI-Stimme. Die, wie Kylie Jenner klingt, und eine ETI mit Spiegel und eine handschriftliche Notiz von ihr. Und ich weiß nicht, je nach Verkaufszahl hat sie die vielleicht tatsächlich noch selbst geschrieben.
39:58 Dennis Horn
Ich glaube nicht, die sind sehr erfolgreich, diese Brillen. Aber es ist, es gibt ja so ein Stimmung.
40:02 Gavin Karlmeier
Und sie tauchen tatsächlich immer wieder in meinen Storys auf bei Instagram. Du siehst ja dann dieses kleine Brillensymbol daneben. Und ich denke, oh, krass, allein, dass das hier. schon zwei Leute haben oder so, finde ich ziemlich durchschlagend.
40:14 Dennis Horn
Also ich habe verschiedene Takes dazu, möchte aber dazu noch eine erklärende Notiz mitliefern. Dass diese Brille weiterhin von Essilor Luxotica produziert wird. Das ist der italienische Hersteller, der eigentlich fast alle Brillen, die ihr habt hergestellt hat. Also die Ray Bands sind auch Luxotikerbrillen. Das ist dasselbe dasselbe Unternehmen. Das heißt
40:38 Gavin Karlmeier
Die Nestlé der Brillen.
40:40 Dennis Horn
Genau, das Procter <unk> Gramble der Nasenfahrräder. Und die spannende Frage ist jetzt hier aber so ein bisschen. Warum? Und da gibt es ja drei verschiedene Möglichkeiten. Und wie immer, wenn ich drei sage, muss ich mal gucken, ob mir überhaupt zwei einfallen. Erste Möglichkeit ist, man möchte so ein günstigeres Nebenmodell anbieten. Damit man so verschiedene Linien hat, um den Markt so ein bisschen bunter zu bespielen. Das wäre so relativ naheliegend. MacBook Neo kennt ihr ja und so. Also es gibt viele. Ja, so funktionieren Märkte. Genau. Oder Nothing Phones haben die CMF, heißen sie, glaube ich. Die auch so eine günstigere Linie sind. Das wäre eine clevere, mögliche Marktvariante. Gleichzeitig, Möglichkeit zwei, ist der Zeitpunkt, Jetzt aber auch super interessant, weil die Brillen ja, also du hast es gesagt eben, die gibt es seit drei Jahren, die Metaray-Band-Brillen. Die Stimmung um diese Brillen und um diese Lurker, die durch die Gegend gehen und Frauen ohne ihren Willen filmen die damit Übergriffe begehen, die damit gewalttätig sind, de facto. Die haben in den letzten Wochen und Monaten massiv zugenommen und damit auch die Präsenz in den Medien dieser Brillen. Das heißt. Man muss gerade irgendetwas tun, um an der Reputation der Brillen zu arbeiten. Oder Ray Ban hat gesagt, unsere Marke beschädigt das, wir müssen da irgendwann raus. sind zwei Möglichkeiten, damit sind wir strengen Nummer drei.
42:01 Gavin Karlmeier
Aber vermutlich bei deinen drei sind wir damit.
42:05 Dennis Horn
Vermutlich ist es von allem so ein bisschen. Also ich könnte mir vorstellen, dass Ray Bander irgendwann oder Luxotica irgendwann sagt Also wenn das jetzt sich weiter in diese Richtung entwickelt und so eine Glasshole Gate wird, dann müssen wir irgendwann unsere Schäfchen ins Trockne bringen.
42:22 Gavin Karlmeier
Und technisch im Hintergrund ändert sich praktisch übrigens auch nichts. Also gleiche Kamera, gleiches Mikrofon, gleiche KI. Der eigentlich interessante Punkt übrigens im Kleingedruckten, Meta hat Gesichtserkennung für die Brillen geprüft, aber noch nicht aktiv weiterentwickelt, weil man sich erst mit Datenschutz und gesellschaftlichen Bedenken auseinandersetzen wolle. Sehr beruhend formuliert. Von einem Unternehmen, das nicht mal die eigenen Mitarbeiterdaten im Griff hat.
42:48 Dennis Horn
Also wir haben ja darüber gesprochen, dass Wyatt in einer Recherche auf den bestehenden Ray-Ban-Brillen Den Code für die Gesichtserkennung gefunden hat. Woraufhin Meta ein neues Update rausgebracht hat, bei dem der Code für Gesichtserkennung wieder entfernt wurde und mehrere Leute von Meta bei Twitter geschrieben haben: Wired lügt. Und das ist wirklich so passiert. Und gleichzeitig wissen wir aber, dass Meta schon vor einigen Monaten, ich könnte mir sogar vorstellen, wir haben das auf der Tour, glaube ich, besprochen, dieses Thema. diese Gesichtserkennung ja nochmal vorantreiben möchte und wollte für die Brillen, damit du in der Lage bist, Menschen zu identifizieren, denen du entweder folgst oder die du schon kennst. Das heißt, Meta glaubt weiterhin daran, dass dieses Thema irgendwann noch kommen könnte, dass das jetzt hier aber nochmal, wenn, also wir wissen nicht, ist das ein Zusatz, den The Verge, von dem wir hier diese Meldung haben, mit eingebracht hat oder ob. Das tatsächlich um diese Brille herum irgendwie nochmal zum Thema wurde. Das müssten wir uns nochmal ein bisschen anschauen, aber das wäre sehr pikant und interessant, wenn sie nochmal versuchen und nochmal und nochmal dieses Thema irgendwie zu forcieren.
43:54 Gavin Karlmeier
So ist dieses ganze Brillenthema ja, ehrlich gesagt, ne? Also, ich meine, das Glashaul-Ding, also Seit die Brillen nicht mehr so scheiße aussehen, guckt mal ja auf die Leute, die sie tragen, auch ganz anders. Das hat ja schon mit den Spectacles von Snap angefangen. So, und eigentlich ist das, was jetzt mit der Ray-Ban-Meta-Brille da passiert, die die konsequente Fortsetzung. Ich habe schon insgesamt auch mit der Brille an sich das Gefühl, dass das Immer wieder so ein Austesten an der Gesellschaft ist, so nach dem Motto, na, wie weit sind wir denn mittlerweile und können wir es jetzt und können wir jetzt diesen Schritt? Immer weiter. Und irgendwann machst du dir natürlich diese Gedanken dann als Gesellschaft einfach nicht mehr. weil es schon komplett normalisiert ist.
44:38 Dennis Horn
Das ist 100% richtig. Gleichzeitig hat Meta aber auch eine Riesenherausforderung, weil sie diese Brillen als KI-Devices vermarkten. Meine These aber von den meisten Leuten nicht als KI-Device, sondern als Kamerabrille wahrgenommen werden. Die Leute kaufen das nicht, um auf ein Schild zu gucken und zu fragen: Hey Meter, was steht da? Sondern um ein Video davon zu machen.
44:59 Gavin Karlmeier
Und das ist dasselbe wie übrigens mit den Sprachassistenten, Amazon Echo, Google Sprachassistenten, also die kleinen Bock, es haben Leute gekauft, weil es Billige gute Bluetooth-Boxen sind und nicht, weil sie anfangs den Sprache und auch eigentlich bis heute den Sprachassistenten irgendwie darüber nutzen wollten.
45:18 Dennis Horn
Wetter und Wetter, das sind die beiden Cases. Aber wo du gerade Snap gesagt hast, ist das nämlich genau, das ist ja genau die Themenwelt. Meta hat ja diese Brille sozusagen seit Jahren in der Hoffnung, dass es ein Use Case dafür gibt. Also abgesehen von der Brille, diese Vermarktung als KI-Instrument, wie gesagt, ich glaube, kommt bei den meisten Leuten nicht an. Gleichzeitig arbeitet Meta aber an diesem Projekt Orion, ah, wie heißt das denn? Was de facto AR-Glasses sind, die bald, die eigentlich schon marktreif sind, wenn ich richtig informiert bin. Ja, Orion, KI-Brille, die oder auf dem Weg zur Marktreife gerade sind, also bald kommen sollen. Die kleine Displays haben. Das heißt, du kannst an Reels gucken, während du mit mir Podcasts aufnimmst und ich weiß es nicht. Und Snap hat aber letzte Woche genau diese Brille vorgestellt und gesagt: Here, die ist massentauglich, ist eine AR-Brille. Ohne eigene Recheneinheit. Und die Leute haben sich wahnsinnig darüber lustig gemacht, dass es diese Brille mit integrierten Displays gibt, bei dem das Gegenüber nicht direkt sieht, was man sich da anguckt, weil die Brille halt auch einfach 2200 Dollar kosten soll. Und die sollen Specs heißen, weil der Name Spectacles war leider schon besetzt.
46:26 Gavin Karlmeier
Und welche Specs hat die Brille?
46:31 Dennis Horn
Sie ist super snappy.
46:34 Gavin Karlmeier
So, vierter und letzter Meta-Punkt heute, und der hat nichts mit Social Media zu tun, sondern mit der UFC. Wir müssen kurz darauf eingehen. Ich hatte diese Meldung und hab gedacht, Alter, also irgendwie. . Aber das ist vielleicht so ein US-Ding, ne? Die UFC ist die Ultimate Fighting Championship, eine Mixed Martial Arts Organisation aus den USA. Und seit Montag gibt es die Meta-UFC Rankings, ein neues Ranking-System für UFC-Kämpfer. So ein bisschen wie die Tennis-Weltrangliste für Leute, die sich gegenseitig aufs Maul hauen, das das Meta seit Februar 2025 entwickelt. Und dass die alte mediengestützte Rangliste irgendwann komplett ablösen soll. Und da ist so ein schöner Aspekt drin. Die UFC mehrere, aber der schönste war für mich, die UFC betont Das sei keine KI. Also, da wird Wert drauf gelegt. Wir haben keine KI entwickelt, um Kämpfer zu bewerten. Gut, KI sei nur beim Bau des Systems benutzt worden. Das Endprodukt sei, Achtung, das Endprodukt sei aber. Mathematik. Ich find's großartig.
47:42 Dennis Horn
Da ist so viel drin. Weil da auch drin steckt. Es ist natürlich keine KI, weil sonst würden wir doch nicht mit Meta zusammenarbeiten. Seid ihr bescheuert? Chefkiss. Aber da steht ganz viel drin. Also, ich habe die Geschichte deswegen mitgebracht. oder dich mitbringen lassen, weil also erstmal, das ist jetzt eine Partner, die Partnerschaft überrascht nicht so doll. Denn Mark Zuckerberg selber Kämpfer mag. diese Martial Arts und ist da so in dieser Welt drin. Gleichzeitig aber ist der UFC-Chef Dana White, der nicht nur ein Freund von Donald Trump ist und deswegen auch den Kampf. Vor dem Weißen Haus veranstaltet hat, sondern auch Mitglied im Board von Meta. Heißt also, Dana White ist jemand, der ganz tief beim Meta-Verwurzelt drin sitzt. Das ist der eine Aspekt. Der zweite Aspekt, den ich aber so interessant finde, Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Meta jemals irgendwo als Dienstleister aufgetreten wäre. Weil hier an dem Punkt. Was ja hier passiert, ist ja nicht, dass es ein Sponsoring ist, wie bei Formel 1, dass die Zeiten halt jetzt von Tag heuer irgendwie übernommen werden, sondern das ist ja hier eine Neuentwicklung eines Ranking-Systems aus dem Hause Meta. Und da fragt man sich dann so ein bisschen, hat das mehr als eine politische Ebene oder eine freundschaftliche Ebene zwischen Dana White und Mark Zuckerberg? Ist das jetzt eine Richtung, in die das Unternehmen sich entwickeln möchte, dass sie jetzt für andere rechnen wollen? Why? Also, so rein wirtschaftsstrategisch betrachtet verstehe ich den Move einfach gar nicht.
49:18 Gavin Karlmeier
Ja.
49:19 Dennis Horn
Ja, es ist übrigens ein ELO-Bewertungssystem. Und das kennen wir aus dem Schach. Im Schach wirst du auch nach ELO-Punkten bewertet. Oder ich weiß es nicht.
49:32 Gavin Karlmeier
Der Start war auf jeden Fall, sagen wir mal, holprig. Beim Start hat die Seite zum Teil wirre Platzierungen angezeigt. Mehrere Kämpfer sind dann irgendwie weit weg von jeder Logik und Nachvollziehbarkeit gelandet, es war chaotisch. Aber es ist ja auch nur Mathematik, ganz ohne KI. So. Wie möchtest du mit dem Zeitbudget umgehen? Weil ich habe gehört, wir haben A noch Funktionen und Emotionen und B einen super Nachhak.
49:59 Dennis Horn
Oh. Übrigens, Dennis, da hat sich jemand gewünscht. Mit dem Zeitbudget gehe ich einfach mal fahrlässig um und erzähle dir noch eine Anekdote. Ja, mach mal. Es hat sich jemand gewünscht, dass für die 600. Folge, die wir beide ja zusammen aufnehmen, und das hier ist Folge 593.
50:13 Gavin Karlmeier
Ja, wir sind kurz davor.
50:15 Dennis Horn
Der Wunsch ist, dass das die erste zweistündige Haken drin-Episode wird.
50:20 Gavin Karlmeier
Ja, aber das würden wir, wenn es so käme, würden wir es ja jetzt nicht verraten.
50:23 Dennis Horn
Nee.
50:24 Gavin Karlmeier
Oder? Nee. Nee. Können wir nicht machen. Könnt ihr mal sagen, wie ihr das fändet?
50:28 Dennis Horn
Könnt ihr kommentieren im Discord www. hagnant. org, 2300 Leute, alle Ahnung, alle lustig, alle toll, kommt vorbei. Oder bei Campfire, wo im Moment so richtig viel los ist. Also Campfire hat sich so richtig, da hat sich eine richtig eigene Welt gebildet von Leuten, die irgendwie mitkommentieren. Oder auch bei Peertube, YouTube, wo immer ihr möchtet.
50:45 Gavin Karlmeier
Und an der Stelle Discord-Werbung jetzt, bitte.
50:47 Dennis Horn
Achso, ich dachte, das war die schon jetzt.
50:50 Gavin Karlmeier
Ja, das war nicht ausgiebig genug. Auf www.
50:52 Dennis Horn
hakenmann. org sind über 2300 Menschen, die alle diesen Podcast regelmäßig hören, sich darüber austauschen und ihnen redaktionell mit. . Mitgestalten. Also das sind alles Menschen, die haben sehr viel Ahnung mehr als wir beide zusammen, Dennis. Und die sind offenbar auch bei 35 Grad noch in der Lage zu denken, anders als ich. Komm vorbei, es ist der schönste Ort im Internet.
51:08 Gavin Karlmeier
Vielen Dank. So, was haben wir für Nachhag?
51:11 Dennis Horn
Nahhag, ich möchte mit dir nochmal kurz über W Social sprechen, weil ein paar Dinge aufgefallen sind bei W Social, die ähm. Über die ich mit dir sprechen möchte. Also, Punkt 1, was ich eigentlich am, nee, ich finde alles spannend. Zum einen hat Frag den Staat jetzt eine Anfrage gestellt. Weil dort im Advisory Board, das W Social, ja, die haben ja so ein Board von Menschen, die sie beraten, Wenig Leute unter 30 dabei, wenig Leute mit Social Media Power dabei. Also ich glaube jemand, der früher bei Twitter war, steht da mit drin, aber sehr viel Politik halt sonst. Und dazu gehört zum Beispiel Frau Specht-Riemenschneider, die ist German Federal Data Protection Commissioner. Also eine, wie sagt man, Bundes.
51:55 Gavin Karlmeier
Der Titel noch länger als der Name. Ja, okay.
51:58 Dennis Horn
Und jetzt fragt den Staat, hat eine Anfrage gestellt, weil Dadurch, dass sie als Boardmember genannt wird und ihre Position dasteht, schreibt Frag den Staat, gehen wir davon aus, dass diese Funktion auch in ihrer amtlichen Eigenschaft als Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit wahrgenommen wird. Und fragt deswegen alle Dokumente unterlagen Mitteilungen und sonstigen Informationen an, die in der Funktion von W Social zugegangen sind Super interessant. Gleichzeitig, es gibt so eine Art europäisches Pendant, so fragt den Staat. Ask EU. Da hat jetzt auch jemand die Anfrage gestellt, warum Ursula von der Leyen sich einen Account dort erstellt hat. Und sich damit sozusagen auf ein Blue Skyer verabschiedet hat, also von einer dezentralen Plattform auf eine wirtschaftlich orientierte Plattform umgezogen hat Ich will nicht sagen, dass das illegitim wäre. Das kann ja jeder machen, wie er möchte. Aber wenn es eine politische Position, eine politische Führungsposition hat. dies macht, dann muss die Frage erlaubt sein, warum man das tut, weil ja durchaus die Frage auch sich dann stellt, gibt es ja vielleicht eigene Interessen, wie zum Beispiel Hey, da können doch Leute mal die Personalausweisverifizierung schon mal testen, mäßig. Und die damit verbundene Frage, ob W Identity, das Unternehmen, das die Personalverifizierung für W Social vornimmt. möglicherweise nicht irgendwann auf Verträge mit der EU abschließen könnte und dann wäre dieser Move tatsächlich interessant an der Stelle Marlus de Koning, das ist eine Journalistin von NRC, eine niederländische Abendzeitung, die hat mit einem Sprecher oder einer Sprecherin, einer Spokesperson von der EU-Kommission gesprochen und danach auch nochmal gefragt Und die haben gesagt, das ist kein Endorsement, sondern eine Entscheidung für eine europäische Alternative. Und die Spokesperson hat gesagt, you would have. The same questions if we would have joined Eurosky. Und da bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich da die gleichen Fragen stellen würden, weil Eurosky nicht wirtschaftlich motiviert und auch keine Ausweisüberprüfung voraussetzt. So. Hast du schon Gedanken dazu? Weil sonst hänge ich nämlich noch eine Geschichte dran und die ist ein bisschen spicy.
54:07 Gavin Karlmeier
Ja, ähm, also Ich habe so ein Gefühl, das kann ich aber noch nicht so benennen. Also mich stelle mir Fragen zu dieser Verbindung. Aus Unternehmerschaft und Politik? Und warum schafft das eine Unternehmen Dass ich jetzt möglicherweise nicht für die vielversprechendste Alternative halte, was die großen Plattformen aus den USA angeht. Warum schafft dieses eine Unternehmen so einen Aufschlag? Und so eine Verbindung und Lobbyarbeit mit der Politik, dass es dann irgendwie so groß mit groß gemacht wird eigentlich und da so Engagement reinfließt, die über na ist interessant, wir machen da auch ein Plus 1. Account auf oder irgendwie so.
54:56 Dennis Horn
Ja.
54:57 Gavin Karlmeier
Und andere nicht.
54:59 Dennis Horn
Absolut.
55:01 Gavin Karlmeier
Und warum passiert das überhaupt? Warum gibt es keine europäische Initiative zur Stärkung des Fediverse, wenn doch schon eine Infrastruktur da ist, warum nimmt man sich der Sache nicht an? Das sind so Fragen, die ich mir da einfach stelle, weißt du? Dönt ihr auch sagen, wir fördern was, was frei ist. Wenn ihr auch frei entwickeln wollt, dann fördern wir euch auch. Aber hier haben wir schon was, das ist super interessant.
55:27 Dennis Horn
Ja, ganz genau. Genau, das sind die Fragen. Natürlich gibt es eine Verbindung zwischen europäischer Politik oder der Bubble darum und W Social, weil es ja auch nicht mehr so gut ist.
55:37 Gavin Karlmeier
Und übrigens auch Ganz kurz, auch gar nichts falsch daran, aus einer Unternehmersicht so eine Initiative zu starten und das zu machen. Mir geht es um die Verbindung, also zur Politik und wie wird dort der Ball aufgenommen und warum genau da und warum nicht bei anderen, die einfach vielversprechender sind Entweder ist es genauso gewollt oder man ist schlecht beraten, oder entschuldige, jetzt habe ich dich immer wieder.
56:00 Dennis Horn
Nee, ich glaube, es ist auch gar nicht viel, also das vielversprechende, da legen wir ja schon fast eine Interpretation mit rein. W Social könnte super vielversprechend sein. Wobei da sich halt die Frage stellt, ob der USP Personalausweisverifikation so viele Leute anloggt, sich bei Blue Sky zu registrieren, die nicht, so ohnehin schon zu Blue Sky oder Eurosky. gekommen wären und darüber dieselben Inhalte sehen könnten. Das ist ja so ein bisschen fraglich. Aber auch das sage ich jedes Mal, erstmal ist jede europäische Initiative, ob es jetzt ein Und wirtschaftlich motiviert ist ja gar kein K. O. -Kriterium. Es muss auch Ideen geben, die nicht einfach nur aus Goodwill funktionieren. Das ist alles erstmal förderwürdig und gut und richtig. Aber vielleicht halt dann nicht so, dass man über so viele Sachen stolpert. Das ist halt so ärgerlich. Und da möchte ich dir jetzt direkt noch was mitgeben, was mir uns bei W Social hat mir jemand zugespielt. Ich weiß nicht, ob er namentlich genannt werden möchte. Jemandem ist was aufgefallen. Und ich möchte dir das mal zeigen. Geh doch mal bitte auf wwwsocial. eu im Browser.
57:01 Gavin Karlmeier
Muss ich, ich hab also PeerTube-Nutzer wissen mehr.
57:05 Dennis Horn
Ich habe kein Internet, oder was? Ich habe kein Internet. Warte, ich muss mal kurz den Netscape Navigator installieren. Ich bin gleich da.
57:12 Gavin Karlmeier
So, alles klar. Trust your feet.
57:15 Dennis Horn
Genau, da sind da so ein paar Postings drunter. Und jetzt kommen wir ein bisschen runter. Da ist da zum Beispiel ein Post von Sadik Khan. Das ist der Oberbürgermeister von London. Ja, genau. Lest doch mal bitte vor, wie viele Interaktionen dieser Postet.
57:28 Gavin Karlmeier
245 Antworten. Er ist 35 Mal geteilt worden und er hat 202 Likes.
57:35 Dennis Horn
So, jetzt gehe ich auf denselben Post bei Blue Sky, wo ich den ja sehen kann. Und da, Moment, ich muss ja kurz zu Sadiq Khan, da hat derselbe Post, Text, it's official, London has the biggest climate action in the world. Ist der Post, ne? Den wir hier sehen. Da hat derselbe Post, den wir jetzt, aber jetzt ist mein Browser zugang. Ich muss auch noch einen Browser installieren, Dennis. Sorry. Du hast nämlich kein Internet. Ich habe nämlich kein Internet hier. It's official. Der hat 204 Likes. Ist gleich bei dir, ne?
58:06 Gavin Karlmeier
Ne, 245. Äh, 202, Entschuldigung, 202.
58:09 Dennis Horn
Okay, vielleicht kamen die beiden dann dazu. 37 Reposts.
58:13 Gavin Karlmeier
Ja, 35 habe ich hier.
58:14 Dennis Horn
Ja, und 8 Antworten. Wie viel hatte er bei dir? Interessant.
58:19 Gavin Karlmeier
245.
58:20 Dennis Horn
Und das zieht sich so durch. Also jeder Post, der da ist, dann ist ein Post von Ursula von der Leyen. 179 Antworten hat er auf der Webseite. Im Ad-Protokoll hat er nur fünf Antworten. Oder anatzeiter postet, welcome Weltinvestigativ. Drei Antworten Protokoll Null Antworten. Oder Ann Appelbaum, eine Journalistin, postet etwas über Republikaner. 39 Antworten hat es in echt auf wsocial. eu. 1567 Antworten. Und das kann natürlich ein Programmierfehler sein. Ich werde auch W Social darauf hinweisen, dass uns das aufgefallen ist. Es könnte aber natürlich auch sein, dass man das natürlich ganz okay findet, wenn das so aussieht, dass da mehr Interaktionen sind. Aber wir fragen das nach. Ja, da. Mehr habe ich nicht nach Hause.
59:07 Gavin Karlmeier
Ob man das plus 200 bitte mal rausladen kann, meinst du?
59:12 Dennis Horn
Kurze Nachfrage, welcher Faktor ist denn da eigentlich drin in der Multiplikationsaufgabe?
59:16 Gavin Karlmeier
Habt ihr euch da versehentlich Elon's Code genommen oder was ist passiert? Na gut, dann lass uns auf die Funktionen und Emotionen gucken. Achso, warte. Funktionen und Emotionen. Die Social Media Plattform, auf der für jeden Satz ein einzelner Absatz gebildet wird vor den Nutzern, weil sie sonst nicht glauben, dass es irgendwelche Dinge bewerkstelligen kann, heißt LinkedIn, testet Kollabo-Posts kennen wir schon von Instagram und Facebook.
59:53 Dennis Horn
Ich finde das super und YouTube. Ich finde das super. Ich finde das genau richtig. Da ist es genau richtig.
59:59 Gavin Karlmeier
Ich stelle, also da hat ein Nutzer, äh, Nemo Trnier hat es gepostet und schreibt drunter, und diese Frage leite ich an dich weiter. Game Changer oder nur ein weiteres LinkedIn-Feature.
01:00:12 Dennis Horn
Danke für die spannenden Learnings. Ich bin gespannt, was wir daraus mitnehmen können.
01:00:17 Gavin Karlmeier
Hat mich sehr inspiriert. So, Instagram lässt NutzerInnen jetzt mit Bildern kommentieren. Das Test-Rollout in den Kommentaren.
01:00:26 Dennis Horn
Das ist richtig big, weil das die Möglichkeit bietet, die Kommentarspalte komplett zu verändern. Und da will ich Koffy Hollig zitieren, die im Hagner Discord, unsere Schattenredakteurin, geschrieben hat. Passt zu Gavins Gedanken zur Veränderung in der Kommentarspalte. Also diese grundsätzliche These, dass die Kommentarspalte sich so verändert, dass sie nicht mehr Kontakt mit den Absendern aufnehmen, sondern da eine eigene Diskussionswelt zu einem Inhalt aufbauen, wird damit ein weiteres Mal bestätigt.
01:00:58 Gavin Karlmeier
Hmm, interessant. Also. Findest du, dass das andere Plattformen wie Facebook, als sie damit angefangen haben, so sehr verändert hat, dass das dann erfüllt war?
01:01:07 Dennis Horn
Ich glaube, der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Wenn das von vornherein da gewesen wäre, nicht. Aber wir haben jetzt gerade schon diesen Wandel in der Kommentarspalte. Wenn du was postest, Dennis, ein Foto von dir. Dann wirst du das noch nicht so doll spüren. Aber wenn du jetzt zu einem großen Creator gehst oder zu einer Nachrichtenseite und da in die Kommentare schaust Dann schreibt ja niemand, hey, ihr Tagesschau, macht bitte so und so. Sondern Leute schreiben miteinander. Die Gags stehen oben, weil sie die meisten Likes kriegen. Es ist nicht mehr diese dieses Empowerment dafür, dass man diesen Inhalt gut findet. Sondern es geht nur noch um eine Diskussion, die man miteinander aufbaut. Wir sind gerade hier gemeinsam, gucken uns diesen Inhalt an, schreiben hier was zu und dann gehen wir auch wieder. Und wenn du da jetzt Bilder platzieren kannst. Kannst du halt irgendwann bist du an dem Punkt, wo du halt explizit Bilder für Kommentarspalten produzierst.
01:01:55 Gavin Karlmeier
Ja, interessant. Und mit der Beschreibung, die du gerade so gibst. Entkoppelt sich ja das Werk, also der Beitrag, das Posting, einfach weiter von dem, was in der Kommentarspalte darunter passiert? Und das befeuert ja dann im Grunde nur noch mehr. Den Weggang vom Social Graph und von sozialen Netzwerken hin zur Entertainment-Plattformen. Das heißt, du hast den Inhalt und die dazugehörige Kommentarspalte. Als nicht mehr miteinander verzahntes Werk, sondern als eigene Universen. Und das ist natürlich eine, wie sagen wir so schön Ein Paradigmenwechsel.
01:02:36 Dennis Horn
Ist es? Ist es wirklich? Weil früher, also wir müssen hier nicht nur Kunst von Künstler trennen, sondern wir müssen ja auch Kunst von Bekünstlerten trennen. Wow!
01:02:47 Gavin Karlmeier
Wenn das nicht der Titel für die Folge ist: Kunst von Bekünstlertem trennen.
01:02:51 Dennis Horn
Das ist schlecht für SEO.
01:02:54 Gavin Karlmeier
SEO ist nicht mehr so wichtig im KI-Zeitalter. Bei Snapchat kriegt man jetzt zum Teil Werbung als Snaps zugeschickt. Steht der Anzeige daneben. Und dann denkst du, Nina Tschuba hat dir geschrieben.
01:03:08 Dennis Horn
Ich schnitze sogar drunter, Nina schreibt. Punkt, punkt, punkt. Ja, das ist doch mal toll. Freue ich mich.
01:03:14 Gavin Karlmeier
Habe ich auch keine Emotionen dazu. Wir sind halt nicht 14. Ich finde es interessant. Ich benutze Snapchat Bei LinkedIn habe ich das doch auch schon lange, kriege ich immer so Werbe.
01:03:24 Dennis Horn
Ich finde, das ist ja halt übrigens verboten. Also du kannst mir doch, also ich muss kurz, da muss ich politisch werden. Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Cold Call-Anruf und einem Cold Call-LinkedIn-Nachricht? Von der Person, die dafür offenbar bezahlt, damit sie direkt in deinem Posteingang landet, in der drin steht, hast du vielleicht Bock, ein bisschen deine KPIs aufzupimpen? Und nee, habe ich nicht. Ich glaube, das kann nicht legal sein.
01:03:54 Gavin Karlmeier
Ja doch, wenn wenn ich bei der Anmeldung auf dieser Plattform einwillige, dass mich auch solche Formen von Werbung erreicht.
01:04:01 Dennis Horn
Ja, aber dann könntest du ja bei dann könntest du ja einen Telefonanbieter werden, der sagt, bei uns sind Code Calls erlaubt, dafür zahlst du nur die Hälfte. Verkaufst. Vielleicht. Ich glaube, das geht nicht.
01:04:10 Gavin Karlmeier
Ist halt nur nicht so akzeptiert, weil dich das ja in deinem. Also, das eine ist ja, da kann ich überlegen, wann ich es öffne. Aber wenn das per Telefon kommt und klingelt, geht das natürlich nicht. Weißt du, das ist ja eine ganz andere in meinen Ablauf, mein Privatleben reingerätschende Funktion. Weißt du schon?
01:04:32 Dennis Horn
Ich weiß, was du meinst. Ich weiß nicht, ob dieser Unterschied. . Also werden wir nachhaken. Hört ihr am Freitag.
01:04:39 Gavin Karlmeier
Müssen die Hakis uns sagen.
01:04:40 Dennis Horn
Hört ihr am Freitag, weil wir haken dran.
01:04:43 Gavin Karlmeier
Lesen wir aus dem Discord zu dieser Frage vorher.
01:04:45 Dennis Horn
Um ganz kurz noch dazu was zu sagen, trotzdem ist natürlich smart, ist ein bisschen wie diese Aktion der Künstlerin, wer war es, Willi Eilisch oder so? bei der die alle ihre FollowerInnen bei Instagram in die enge Freundeliste gehoben hat und dann hatten plötzlich alle den grünen Storykreis bei ihr und nicht den roten.
01:05:02 Gavin Karlmeier
Naja, seit Barack Obama auf Twitter jedem folgte, gibt es diese Methode.
01:05:07 Dennis Horn
Und jedes Mal, wenn du das sagst, sage ich ja dazu, dass mir ja mal Codeplay gefolgt wird.
01:05:12 Gavin Karlmeier
Enttäuschte Liebe ist das schlimmste Gefühl. Ist es ein Song von Cocktail? Ja, eine machen noch. Eine machen wir noch und die hat's in sich. WhatsApp testet, wo wir gerade bei Snapchat einfach waren. WhatsApp testet Textnachrichten zum einmaligen Betrachten. Also nach dem ersten Öffnen kannst du lesen, dann löschen die sich selbst.
01:05:41 Dennis Horn
Ich bin total unsicher. Und das habe ich selten. Einerseits finde ich es irgendwie geil. Irgendwie finde ich das cool Ich glaube, okay, meine realistische Beobachtung für die realistische Realo-Emotion dazu ist: Das Feature wird man, wenn es neu ist, wird es zwei Wochen lang durchgetestet und dann nie wieder angerührt.
01:06:01 Gavin Karlmeier
Nie wieder angerührt von den Nutzerinnen und Nutzern. Was meinst du? Bin ich mir nicht sicher. Also, ich glaube, wir würden davon nichts mitbekommen, weil es gibt eine Snapchat-gewöhnte Generation. Die das vielleicht so macht. Und ich weiß, also, wie sieht WhatsApp gerade bei dir aus? Bei mir besteht WhatsApp zur Hälfte aus der Information, dass irgendjemand gerade versehentlich oder absichtlich, weiß ich nicht, die selbst löschenden Nachrichten aktiviert hat. Das ist interessant nach 90 Tagen. Nein, das ist auch bei WhatsApp.
01:06:33 Dennis Horn
Nein, das ist Instagram.
01:06:34 Gavin Karlmeier
Nein, ich hab das bei WhatsApp.
01:06:37 Dennis Horn
Wie macht man das denn bei WhatsApp an?
01:06:40 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, wie man das anmacht, aber es ist bei mir in lauter Zukunft.
01:06:44 Dennis Horn
Nein, das ist der Instagram DM-Chat, weil wenn du den nach unten weiterziehst, jetzt hören wir doch mal zu, wenn du den nach unten weiterziehst. Dann aktivieren sie sich automatisch und muss das nochmal machen, um sie zu deaktivieren.
01:06:54 Gavin Karlmeier
Ja, das weiß ich. Das weiß ich. Aber das ist halt. Ich weiß das. Aber es ist bei WhatsApp auch. Ich will mich jetzt nicht mit dir streiten hier am Ende. Sondern gehen wir so auseinander. Und dann die, äh, das, ähm Ich weiß nicht, wie man das da einstellt, Alter, aber ich habe das in lauter Chats gehabt. Selbstlöschende Nachrichten hier. Verschwinden nach 90 Tagen. Und das ist dauernd aufgetaucht. Und dann bestand danach die Hälfte dieser Chats wiederum aus Leuten, die mir geschrieben haben: Hast du das gerade angegangen? Nee, ich dachte, du hast es angeschaut. Und dann ging es nur so hin und her.
01:07:31 Dennis Horn
Also, ich finde das Feature, glaube ich, finde ich witzig, nice to have. glaube ich werde es nicht brauchen und nicht benutzen, aber ist doch süß. Möchte aber an der Stelle jemanden grüßen, den ich namentlich nicht nenne, weil ihr alle den kennt und du auch. Ja, Markus. Schätze ich sehr, musst du sagen. Liebe Grüße an der Stelle. Liebe Grüße. Es gibt eine Person, die war auch schon häufiger hier im Podcast, der hatte ganz lange ein Handy mit 64 GB Speicherplatz und das war immer voll. Und deswegen hat er immer nur Bilder geschickt, die nur zum einmaligen Ansehen sind, damit sie nicht auf seinem Handy gespeichert werden. Kann sich Thorsten kein besseres Handy leisten? Es ist nicht Thorsten. Weil Thorsten löscht ja alles von seinem Handy, wie wir wissen.
01:08:15 Gavin Karlmeier
Und zwar mit der selbstlöschenden Nachrichtenfunktion von WhatsApp. Naja.
01:08:19 Dennis Horn
Naja, in diesem Sinne, Dennis, apropos immer wieder aufgetaucht.
01:08:23 Gavin Karlmeier
Ja.
01:08:23 Dennis Horn
Ich freue mich, dass du Freitag wieder hier bist.
01:08:25 Gavin Karlmeier
Ja, dann machen wir die restlichen Themen, da ist so viel übrig.
01:08:28 Dennis Horn
Ja, und da kommen auch noch ein paar dazu, wenn der Bericht rauskommt. Ich habe schon überlegt, ob ich eine Sonderfolge aufnehmen muss eigentlich. Nee, das macht.
01:08:41 Gavin Karlmeier
Aus dem Alter sind wir raus. ordentlichen Busch am brennen. Aber das müssen wir uns dann angucken.
01:08:47 Dennis Horn
Nee, also wenn ich richtig wütend bin, schreibe ich Ihnen einen Post auf LinkedIn. Ja. Ja, aber ich kann dich.
01:08:52 Gavin Karlmeier
Bitte mit Leerzeilen nach jedem Satz.
01:08:56 Dennis Horn
Ja, und lade dich zur Kollabo ein. Und so. Gut. Gut, in diesem Sinne, Leute, wir hören uns Freitag wieder.
01:09:02 Speaker 4
Bitte schreibt uns in die Kommentare, welche Chips ihr esst. Ja, bitte. Und ja, wir hören Freitag wieder. Tschüss. Tschüss.