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Folge 601 · 15. Juli 2026 · 1:08 Std.

Social Media plus, jetzt mit Ausweispflicht!

mit Torsten Beeck

Eine dieser Folgen: Denn es wird kommen – das Social-Media-Verbot für Minderjährige in der EU. Ursula von der Leyen hat am Montag hierzu ihren Bericht vorgestellt – und wir haben uns, ihr ahnt es, reingeschraubt. Aber nicht nur in den Bericht, sondern auch in Markus Söders Position zum Verbot, in die Frage, was Social Media 2026 eigentlich ist – und wieso da anscheinend jetzt ein Plus hintergehört, und wieso Blitzerwarner Pro jetzt auch dazuzählt, was mit der Ausweispflicht ist – und in die Frage, wie man KI-Inhalte eigentlich erkennen können soll. Ihr merkt, es ist alles wie immer – nur schlimmer.

➡️ Den vollständigen Expertenbericht der EU-Kommission findet ihr hier: https://commission.europa.eu/topics/digital-economy-and-society/protecting-children-online/special-panel_en

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Torsten!
  2. Der EU-Bericht zum Verbot ist da!
  3. Die Definition von "Social Media Plus" und ihre Folgen
  4. Die Forderung nach Chatkontrolle und ihr Konflikt mit Verschlüsselung
  5. Markus Söders Meinungswandel
  6. Irlands Rolle in der EU-Digitalpolitik
  7. Urteil: Metas internationale Verantwortung bei Urheberrechtsverletzungen
  8. Instagram und KI-generierte Inhalte: Keine Filterung geplant
  9. Die unzureichende Erkennung von KI-Bildern durch Metas Tools
  10. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Thorsten Hi Gavin. Hallo. Ich habe das Gefühl, du warst lange nicht mehr hier, kann das sein. Wir haben sonst einen schönen Monat. Es gibt so einen Monatsrhythmus und jetzt hast du dir irgendwie mal ein bisschen. bisschen was gegönnt und deswegen muss ich dich natürlich vorstellen. Thorstenbeek ist heute bei mir, der Chefredakteur Haken dran, mein journalistischer Ziehvater und im Grunde Und im Grunde eigentlich. .

00:30 Torsten Beeck

Ich kann ja auch nicht ernsthaft mal zuhören.

00:32 Gavin Karlmeier

Mein Enabler.

00:35 Torsten Beeck

Ja. Ja. Vielen Dank für die Einladung. Ja, ich bin tatsächlich, ich glaube, wir haben irgendwie jetzt so sechs Wochen irgendwie auseinander. Wir haben uns das letzte Mal, haben wir uns auf der Republika das letzte Mal gesehen. Kann sein. Das war dann im Mai noch.

00:48 Gavin Karlmeier

Wir holen das wieder rein. Aber jetzt wieder regelmäßig. Und es ist so viel passiert. Also, wir haben das ja angekündigt. Ich gehe direkt rein. Ich hoffe, das ist okay. Wir haben ja angekündigt, dass am Montag, also vorgestern, das war ja, wir nehmen ja immer, wir sind ja nicht live, das wissen die wenigsten, aber dieser Podcast ist voraufgezeichnet. Nee, das ist nicht live. Und dementsprechend konnten wir, als die Episode Montag früh erschien, noch nicht wissen, was in dem Montag früh, so gegen 10 Uhr, veröffentlichten Bericht der Expertenkommission, der EU-Kommission, drinsteht zum Thema Social Media Verbot für Minderjährige. Und wie sich das so gehört, habe ich mir den natürlich angeschaut. Ich habe mir auch angeschaut, was Ursula von der Leyen dazu zu sagen hat. Und wir gehen da jetzt heute mal so ein bisschen rein. Ihr merkt also, es ist wieder so eine Folge, wo Gavin 200 Seiten PDF gelesen hat und eine Meinung zum Social Media Verbot mitgebracht hat. Hast du Bock, über dieses Thema heute zu sprechen, Thorsten? Oh ja, unbedingt.

01:46 Torsten Beeck

Ich finde, das ist ein ganz, wirklich ein spannendes Thema und es ist auch tatsächlich eines der Themen, bei denen es mir schwerfällt, eine ganz klare, pointierte Meinung zu vertreten, weil das ist echt ein differenziertes Thema.

01:56 Gavin Karlmeier

Problem ist. Wir reden heute über Markus Söder zum Beispiel, weil der hat der fällt das so leicht, sich eine Meinung dazu zu bilden, dass er gleich zwei unterschiedliche hat.

02:05 Torsten Beeck

Ja, der fand es ja mal total super und er findet es jetzt total super und fand es mal auch irgendwie total bescheuert.

02:11 Gavin Karlmeier

Ja, ja, das gucken wir uns gleich an. Ich gehe aber mit einem Ton von Ursula von der Leyen rein. Die hat nämlich eine Pressekonferenz gegeben. Und es dauert so ungefähr 30 Sekunden, was ich da rausgeschnitten habe, aber das gibt so ein bisschen den Ton vor, wie wir uns jetzt vorzustellen haben, wie sie sich das vorstellt. Los geht's. We in Europe believe that parents bring up our kids and not predatory algorithms. To that end, let me be very clear: social media is not a toy Well ultimately it is up to the parents to decide when children get their first smartphone, what we already have. Is a consensus that there needs to be a start date for the age children can join social media Also sie fängt an, das ist so ab Minute 1 der Pressekonferenz, davor ist noch so vorgeplänkel und wer hat diesen Bericht geschrieben und danke, danke. Und dann so ab Minute 1 der Pressekonferenz sagt sie, wir in Europa glauben, dass. Eltern ihre Kinder großziehen und nicht übergriffige oder predatory, ich weiß nicht, wie ich es feindliche Algorithmen Deswegen möchte ich auch ganz klar sein, Social Media ist kein Spielzeug, sagt sie. Deswegen liegt es auch in der Entscheidung der Eltern, festzulegen, wann Kinder ihr erstes Smartphone bekommen sollen. Was wir aber haben, ist ein Konsens, dass wir glauben, es braucht ein Anfangsdatum, ab dem Kinder mit Social Media anfangen können. Man kann das so sehen, Ursula von der Leyen kann diese Position ja so einnehmen und tut sie ja offensichtlich auch und die Kommission auch und so. Wir werden uns gleich diesen Bericht noch ein bisschen genauer anschauen, welches Ergebnis da am Ende zutage tritt. Aber damit reinzugehen, zu sagen, wir glauben, die Eltern entscheiden eigentlich alles selber und deswegen gibt es jetzt hier ein gesetzliches Verbot, ist ein rhetorischer Trick, den ich irgendwie nicht verstehe.

03:56 Torsten Beeck

Nee, das ist natürlich rhetorischer Unsinn, davon mal ganz abgesehen. Und das ist natürlich auch dieses ganze Gutachten ist natürlich auch irgendwie ein bisschen merkwürdig, weil es so ein vorbestimmtes Ergebnis irgendwie war. Also im Grunde genommen wurde ja schon im Herbst 2025 das Verbot angekündigt. Und dann gibt es ein Gremium und das dann ein halbes Jahr später oder ein Vierteljahr später Konsens verkündigt und die, also der Der tatsächliche Forschungsstand dazu ist ja einigermaßen unsicher. Und also, dass es da so einen wissenschaftlichen Konsens so gibt bei aller Kritik, das halte ich zumindest für etwas fragwürdig, wenn man so sieht. was so die Ergebnisse in Australien zeigen, dass es tatsächlich zumindest dieses Verbot in der Form nicht wirklich wirksam ist, würde ich da von Konsens erstmal nicht sprechen wollen.

04:49 Gavin Karlmeier

Da würde ich auf jeden Fall so mitgehen. Wir können ja mal so ein bisschen in diesen Bericht reingehen. Also dieser Bericht wurde vor allem geschrieben von zwei AutorInnen. Zum einen ist das Jörg Fegert, Professor Dr. Jörg Fegert von der Uniklinik Ulm, Kinder- und Jugendpsychiatrie. Und Maria Melchior, auch die, die habe ich leider nicht gegoogelt. Public Health Research Director am French Institute. Also Leute, die halt sich vor allem mit mentaler Gesundheit auseinandersetzen. Sie haben aber auch viele Menschen konsultiert in der Entstehung dieses Prozesses. Also Sie haben KollegInnen aus Australien hören lassen, sie haben, wie Sie selber sagen, junge Menschen hören lassen. Sie haben auch VertreterInnen der Plattformen gehört. Also es wurde eigentlich so von allen Seiten eigentlich mal kurz hingehört, na, wie seht ihr das eigentlich und wie können wir jetzt unsere vor. Gegebene Meinungen in einen Bericht fassen. Und das, wie du es gerade gesagt hast, empfinde ich genauso. Das ist ein bestellter Bericht, der das Ergebnis sozusagen auf den Tisch legt. Das auch am Ende gewünscht war. Und das ist ein anderes Ergebnis, als es ja zum Beispiel auf nationaler Ebene in Deutschland gab. Wir haben vor ungefähr einem Monat über den Bericht gesprochen, der ja auch noch nicht der Abschlussbericht war, aber die Handlungsempfehlungen einer ähnlich gelagerten ExpertInnenkommission des deutschen Familienministeriums. Und dieser Bericht war ja extrem ausgewogen und hat gesagt, naja, einerseits. . Andererseits, da gab es nicht die eine Empfehlung zu sagen, wir müssen Kindern den Zugang zu Social Media verbieten. Diesen Konsens, den Ursula von der Leyen hier gelesen haben möchte, den liest man dann nicht.

06:21 Torsten Beeck

Nee, und wenn man sich die Studien dazu anguckt, ist es auch ein bisschen so Ich glaube, das ist schon ein Vorschlag, der in der Bevölkerung gut ankommt. Also die Deutschen in der Mehrheit sagen, das ist richtig, ein Verbot und wir müssen die Kinder schützen. Und am Ende ist es halt auch so ein Thema Sie macht da schon das richtige Fass auf, nämlich eigentlich sind die Eltern dafür verantwortlich. Und als Eltern weiß ich, das ist auch gar nicht so einfach. Und es hilft natürlich, es nimmt einem auch natürlich ein bisschen Erziehungsarbeit ab. Das ist auch, verstehe ich auch und das ist auch irgendwie politisch einigermaßen bequem. Also der Vorschlag wird schon populär sein und das ist auch völlig egal, was da Forschung zusagt. Es ist natürlich auch durchaus eine Hilfe für Eltern zu sagen, ja, du darfst das nicht. Also so der Peergroup-Druck sinkt vielleicht ein bisschen, weil man halt irgendwie sagt, naja, ich habe das ja gar nicht erlaubt an der Stelle. Der Witz ist ja aber, dass die meisten von diesen Plattformen ohnehin nicht erlaubt sind von den Plattformbetreibern aus, also ab 13, ich weiß nicht, WhatsApp ab 16. wie viele Zehnjährige haben WhatsApp. Also das ist tatsächlich, und ich bei all diesen Dingen, die man diskutiert, und ich glaube auch der Dass das durchaus richtig ist, sich damit auseinanderzusetzen und sich damit auseinanderzusetzen, was das mit allen Menschen macht, nicht nur mit Kindern und dass Kinder irgendwie schutzbedürftiger sind, weil sie vielleicht diese Entscheidung so in der Form noch nicht selber treffen können, ist alles schön und gut. Aber was halt einfach ein Thema ist, dass wir halt so eine Altersverifikationsinfrastruktur für das halbe Internet irgendwie bekommen mit diesem ganzen Thema und das muss man einfach mitdiskutieren.

08:07 Gavin Karlmeier

Ich würde das Thema Altersverifikation mal kurz parken. Kommen wir gleich nochmal zu. Und einmal so ein bisschen in diesen Bericht reinschauen, was da gefordert wird. Merkt ihr, was du dazu für Gefühle hast? Ich glaube, da habe ich tatsächlich eine Meinung zu. Ja, das ist auch genau richtig so. Aber damit alle auf demselben Diskussionsstand sind. Also in diesem Bericht, es gibt ein paar Ebenen, über die wir sprechen müssen, aber ich gehe mal mit der offensichtlichsten rein. Gibt es eine Altersunterteilung des Zugangs zu digitalen Netzwerken? Über den Begriff Social Media müssen wir gleich auch nochmal an anderer Stelle sprechen, weil auch der ist hier sehr interessant gewählt in diesem Bericht, der jetzt am Ende übrigens auch das schon mal vorweg geschickt. noch keine Gesetzesgrundlage ist, sondern die EU-Kommission beauftragt damit jetzt das EU-Parlament oder andere Menschen ein Gesetz zu formen daraus. Das ist eine EU-weite Regelung, die da passieren kann, die sie ja als gesetzgebende Kraft für digitale Plattformen, die ja den DSA als voll harmonisierendes Gesetz auch schon verfasst haben und verabschiedet haben und eingesetzt haben. im haben. Also sie dürfen Gesetze erlassen, die dann eben für alle Mitgliedstaaten gelten. Es ist aber explizit geschrieben, dass es nationale Regelungen geben darf, die über diese Gesetze hinausreichen. Also in Deutschland könnte man sagen Wir machen es trotzdem erst ab 18 und das wäre damit dann vereinbar. So, das erstmal vorweggeschickt. Also, es gibt die Unterteilung. Insgesamt geht es hier vor allem um den Altersbereich von 0 bis 13. Der Bericht sagt, ein Social Media Verbot für Menschen unter 13 wäre empfehlenswert. Sie unterteilen diese Altersgruppen aber noch und sie sagen von 0 bis 2. Soll es ein komplettes Verbot von Bildschirmzeit geben. Also keine Screen Exposure für Menschen unter zwei Jahren. Und da will ich einmal ganz kurz nachschieben, weil du gerade sagtest, naja, das erleichtert ein bisschen die Argumentation. Ich bin mir nicht so sicher, ob ein, sagen wir mal, zweijähriger Mensch, der ganz gut vielleicht in der Lage ist, sich schon auszudrücken, sich von dem Argument, die EU hat es aber verboten, überzeugen lässt.

10:02 Torsten Beeck

Da bin ich mir nicht so sicher. Okay, nein, aber ich glaube, das wird man natürlich, also dass Kleinkinder schon vorm Fernseher sitzen oder auch vor einem iPad oder einem Smartphone Das passiert, muss man nur mal in Urlaub fahren und irgendwo in einem Restaurant sehen, wie Eltern ihre Kinder vor irgendwelchen iPads packen. Aber ich glaube, das ist zumindest so aus einer wissenschaftlichen Sicht verhältnismäßig unumstritten, dass das nicht gut ist für Kinder. Und dass das ein bisschen Aufmerksamkeit darauf lenkt. Ich glaube, also auch ohne dieses Verbot hätte ich jetzt darauf verzichten wollen, meinen meinen Kindern meine Kinder irgendwie vom Fernseher zu setzen oder fürs iPad. Die Wahrheit ist allerdings, beim zweiten Kind wird das schon viel schwieriger, weil man nämlich beim ersten Kind gar nicht, dem muss man dem ja gar nicht sagen, was dieser schwarze Kasten im Wohnzimmer so kann. Beim zweiten Kind wird es schon deutlich schwieriger, wenn nämlich dann irgendwie das ältere Geschwisterkind irgendwie Ben und Holly guckt und man dann zu dem kleinen Kind sagen muss, dann es tut mir leid, also wenn du zwei bist, dann darfst du damit einsteigen. Funktioniert ja im realen Leben auch nur so mittelgut.

11:08 Gavin Karlmeier

Es gibt auch dieses Samsung Privacy Display, wo du sozusagen, wenn du von der Seite drauf guckst, nichts. Das für Fernseher. Das Klein gibt es so viel.

11:18 Torsten Beeck

Ja, ach, ich finde das schon, also das ist für mich etwas, wo ich sagen würde, ja, das ist eh eine medizinische Empfehlung. Jeder, der mal ein Buch gelesen hat für irgendwie mein erstes Baby, weiß ich nicht was. Der wird vermutlich auch gelesen haben, dass es irgendwie gar nicht so eine gute Idee ist, Kleinkindern Smartphones in die Hand zu geben. Das finde ich alles noch relativ harmlos. Ob das argumentativ hilft in der Diskussion, weiß ich natürlich auch nicht.

11:41 Gavin Karlmeier

So, dann gibt es die Altersgruppe drei bis fünf. Das ist die strictly supervised use, also nur mit Caregivers Supervision, Benutzung von Bildschirmen generell. Dann auch nur Age-Appropriate Content, also Inhalte, die alters angemessen sind. Okay, wir gucken dann halt jetzt nicht Terminator mit drei einverstanden. Terminator ist doch harmlos. Habe ich nie gesehen, weiß ich nicht. Du hast nie Terminator gesehen. Ich habe auch nie stirb langsam gesehen, Thorsten. Boah.

12:12 Torsten Beeck

Sag mal, guck mal, da siehst du das. Naja, das sind so Filme, von denen ich weiß, dass meine Kinder. äh, so ein bisschen denken, ja, ist so ein bisschen lame und Effekte sind auch so ein bisschen achtzigermäßig, aber die mussten die alle sich angucken, weil es so ein bisschen zum cinestischen Bildungskamon gehört, die gesehen zu haben. Und ich Ich finde es ein bisschen, ich würde mit deinen Eltern da gerne mal drüber sprechen, weil da muss ja irgendwas schiefgelaufen sein.

12:38 Gavin Karlmeier

Cineastischer Bildungskanon ist bei mir nicht vorhanden. Also Star Wars nicht gesehen, Harry Potter nicht gesehen, Herr der Ringe nicht gesehen. Sehr gut, dann brauchen wir auch gar nicht anfangen. Matrix, hast du gesehen? Con Air habe ich gesehen.

12:50 Torsten Beeck

Con Air. Also das ist im Grunde genommen, es kommen erst so die Nolan-Filme und dann kommt Hitchcock und dann kommt Conair.

12:59 Gavin Karlmeier

Das ist quasi das Metropolis der Neunziger. Dann Time Limits für Menschen zwischen drei und fünf und no personal devices in school. Ich weiß nicht, ob es EU-Staaten gibt, wo du unter fünf Stunden in die Schule gehst. Das habe ich jetzt nicht recherchiert, aber so steht es ja halt. Naja, ich glaube, auch das ist ja relativ unstrittig.

13:21 Torsten Beeck

Also wer lässt. Also welcher denkende Mensch möchte gerne seine Kinder, die können ja die Geräte im Zweifelsfall noch gar nicht so richtig bedienen. Was halt passiert ist, dass die sich irgendwie auf YouTube mit. Ja, ja, ich weiß, ich weiß, ich weiß. Also die können noch nicht so aktiv suchen und so, aber die tippen sich halt von YouTube-Video zu YouTube-Video und so. Auch das passiert ja, auch das ist ja auch ein Problem, das man nicht mit Gesetzen lösen kann, sondern was nur die Eltern lösen kann. Also ich weiß, dass das passiert und ich weiß, dass Kinder auf schon auch sehr unbeobachtet auf solchen Geräten irgendwie sich bewegen. Halte ich auch für unstrittig, dass es keine gute Idee ist. Aber auch da ist es halt auch in der Verantwortung der Eltern, da inhaltliche Schranken zu setzen, die richtigen Accounts zu verwenden, denen nicht einfach Zugriff aufs Internet zu geben und so. Hier, TikTok. Bitte? Hier, TikTok, mach Ja, genau. Weil das mit dem Swipen kriegen sie auf jeden Fall schon hin, auch mit fünf. Ja, also das sind alles so Dinge, da braucht man ehrlich gesagt keine Politik für, sondern nur irgendwie einigermaßen verantwortungsbewusste Eltern und die, die das nicht sind, die werden das halt trotzdem ignorieren.

14:31 Gavin Karlmeier

So empfinde ich das tatsächlich auch. Also ich glaube nicht, dass es so tatsächliche Kameras, dass Kameras jetzt in Kinderzimmern installiert werden müssen. Aber hey, abwarten. Vielleicht auch doch. Vielleicht kommt das noch. Oder jede Selfie-Kamera macht beim Entsperren des Telefons direkt einen KI-generierten, KI-basierten Alterscan. Ich will hier niemanden auf Ideen bringen. So, dann gibt es die Altersgruppe 6 bis 9, das ist Supervised Use. Social Media and Video Games only with parental consent and supervision. Also du kannst auch mal in du darfst wissen, dass es Instagram gibt, wenn die Eltern mit drauf gucken. Und das aber auch Time-Limited Kingdom.

15:04 Torsten Beeck

Das ist auch total anstrengend. Auch für die Eltern. Es wäre besser, wenn da die EU-Kommission mit drauf gucken würde.

15:09 Gavin Karlmeier

Das ist ja gut, dass Sie ja jemanden schicken. Rufst du an und dann kommt wieder sitzt sich daneben und guckt mit drauf.

15:15 Torsten Beeck

Weil die Eltern geben den Kindern ja die Geräte, damit sie mal zehn Minuten Ruhe haben, wenn sie dann auch noch daneben sitzen müssen. Das ist ja mega anstrengend. Das ist nichts für mich.

15:24 Gavin Karlmeier

So, zehn bis zwölf kommt dann die Stufe dazu: Parental Control Systems.

15:29 Torsten Beeck

Also Eltern müssen nur noch Konsens geben, nicht mehr dabei sein, da muss man dann die Porno-Kategorien vorgeben als Elternteil, oder wie ist da der Gedanke? Kein keine nicht so krasse Schweinereien.

15:44 Gavin Karlmeier

Nur nur verpixelt. So und dann auf dreizehn geht's los. Dass es Evolving Autonomy gibt, also dass du quasi eine Art begleitete Medienbildung an diesen Netzwerken entwickeln kannst. Mit reduzierter elterlicher Kontrolle, um dann mit 16 in die autonome Nutzung überzugehen. So schreibt es zumindest dieser Expertenbericht vor und er hat auch so ein paar Handlungsempfehlungen reingeschrieben. Das erste ist eben EU-weite Zugangsbeschränkung für soziale Medien und andere. Und da möchte ich jetzt direkt reingehen, denn Ursula von der Leyen und dieser Bericht spricht. Von einem Begriff, den wir hier so noch nie verwendet haben, weil er, und so viel möchte ich schon mal vorwegnehmen, auch komplett irrsinnig ist. Der Begriff lautet Social Media Plus. Was ist Social Media Plus, Thorst? Nur das Raten. Das klingt so ein bisschen so, als ob es das Bezahlmodell ist.

16:32 Torsten Beeck

Das wilde ist ja Ich glaube, das ist ja durchaus ein Vorwurf, den wir auch schon formuliert haben, zu sagen, ja, das mit diesem Social Media ist ja ganz schön, aber kennt ihr Brawl Stars? Oder kennt ihr nicht Fortnite und da gibt es auch durchaus ein gewisses Risiko, dass Leute da in Chat-Systemen und sowas, ich sag mal zumindest. . Kontakt haben zu anderen Personen und das wahrscheinlich sogar noch deutlich unkontrollierter als auf anderen Plattformen. Aber wenn ich das richtig verstehe, will man da ja auch App Stores, Games, Videoplattformen und eigentlich alles was irgendwie was man so im Internet oder was man so auf in Apps auf dem Handy machen kann. Das ist ein ganz schön. Ganz schön breit, weil ich glaube, wenn man jetzt mal so in den App Store geht und guckt, welche Apps da drunter fallen, dann sind es wahrscheinlich außer Blitzavaner Pro alle.

17:21 Gavin Karlmeier

Blitzavarner Pro auch. Denn tatsächlich, wenn ich das richtig verstehe, genau, alle Apps, die User-Generated Content anbieten können Also App Stores, Videospiele, Videoplattformen, aber auch sämtliche KI-Systeme, Companion-Apps oder eben solche User-Generated Content-Plattform und da wäre der Blitzerwarner mit drin, weil da darf ich ja andere Leute waren. Und mich vielleicht sogar mit einem Kommentar bedanken. Ich benutze diese App nicht, weil ich mal zu geizig für die 4 Euro bin und dann sage ich lieber die 20 Euro für den Blizzard. Das ist genau die richtige Einstellung. Die 20 Euro gehen ja in einen Topf, von dem wir alle was haben, und die 4 Euro gehen ja nur in die Tasche des Entwicklers.

18:04 Torsten Beeck

Nee, das finde ich eine gute Einstellung. Ja, ich meine, das dehnt halt diesen Begriff letztendlich mehr oder weniger ins Unendliche aus. Also da bleibt ja dann nur noch irgendwie Office und irgendwie. Ja, die Spiegel-App, da gibt es auch eine Debatte. Da kann man sich auch, das ist quasi Social Media aus meiner Perspektive. Also Spiegel ist total Social Media. Also da kann man im Grunde genommen nichts mehr benutzen. Also, ohne dass man das Alter kontrolliert hat, sollte man eigentlich gar nicht mehr ins Internet gehen.

18:37 Gavin Karlmeier

Und auch suchtfördernd. Spiegel-App, sochtfördernd Algorithmen. Aber tatsächlich ist es genau das, worauf ich hinaus möchte. Und jetzt sind wir nämlich bei diesem Thema Altersverifikation. Weil, wenn die Regel ist, jede App, in der Inhalte von Menschen existieren, die wiederum dann, die dürfen nur von Menschen über 13, 15, 16, 18 geöffnet werden, dann gibt es eigentlich keine Möglichkeit mehr, das Internet zu nutzen, ohne sich irgendwie. . Und wir können ein bisschen auch über die Definition der Altersverifikation in diesen Text eingehen, weil er explizit davon spricht, dass man nicht eine Ausweisüberprüfung braucht. Also es ist von Prozessen die Rede, die ohne Ausweisdokumente auskommen. Es wird von Zero Knowledge gesprochen, also die Möglichkeit, dass weder der Betreiber der App, mit der ich mich verifiziere, als auch der Betreiber der App, die ich nutzen möchte, beide nicht die Daten bekommen, die ich nutze, um mich als wachsend auszuweisen. Aber dann hast du halt eine Tür aufgestoßen für Missbräuchlichkeit oder missbräuchliche Nutzung. Die ja auch riesengroß ist, weil wir wissen, in Großbritannien gibt es so eine ähnliche Regelung für Adult Content bereits. Also für jede App oder für jeden Bereich. von Apps, in denen Erwachseneninhalte stattfinden, also Reddit und X und Blue Sky und whatever, musst du dich all das verifizieren mit einem Pass oder mit einem KI unterstützten Altersschätzungsprozess. Und die Leute machen das, wie wir wissen, mit Videospiel-Avataren, mit generierten, KI-generierten Ausweisen, mit Quatsch einfach, weil der Computer sich da offenbar relativ schnell übers Ohr hauen lässt. Und das zeigt am Ende, dass es hier wieder mal die Abwägung gibt zwischen der Einschränkung der wirklichen Freizügigkeit, Reisefreiheit im Internet oder eben der Machbarkeit, finde ich.

20:28 Torsten Beeck

Ja, also theoretisch ist das ja durchaus denkbar. Es soll ja von der EU eine App. Geben, in der man sich selbst verifiziert und dann entsteht nur noch ein Token und dieses Token löst halt aus, ist 18 oder ist nicht oder gibt eine Altersgrenze. Das ist ja Das ist ja schon technisch machbar. Das kommt natürlich an so ein paar Grenzen, weil der klassische 13-Jährige erstmal gar keinen Ausweis hat und solche Späße. Da kommt man schon mal hin. Und es ist natürlich eine gewisse Tendenz, da also mal abgesehen davon, ob das eine gute Idee ist, irgendwie ein Produkt zu haben, das irgendwie die die Daten von 400 Millionen plus EU-Bürgern irgendwie verwaltet, da darf man mal grundsätzlich skeptisch sein. Aber Es gibt ja auch ein gewisses Risiko, dass dieses ganze Thema Altersverifikation und ich sag mal Internet ohne Ausweis funktioniert nicht mehr, ganz stark auch wieder zu US-Plattformen wandert. Also entweder ganz vorne zu Apple und Google, die da glaube ich gar nicht so viel Bock drauf haben. Also die, die eigentlich eher sagen, nö, wollen wir gar nicht unbedingt. Aber da gibt es also schon ein gewisses Risiko, dass Convenience dann auch Datenschutz mal wieder schlägt. Und dass man sich halt versucht über Dienste, die einfach unkompliziert funktionieren. Und das sind natürlich vor allen Dingen die Smartphone-OS, die da ganz vorne, die einen da sofort einfallen. dass dass dann halt eben Daten da ganz zentral gesammelt werden. Ich glaube noch nicht mal, dass Google und Apple jetzt so ein großes

22:13 Gavin Karlmeier

Grundinteresse an diesen Daten selbst haben, die brauchen die nicht zwangsläufig. Genau, die brauchen die nicht. Wir wissen aber schon, in einzelnen US-Staaten passiert das ja schon, dass der App Store und generell deinen Apple-Account in solche Alterscluster Eingestuft wird, nämlich bis zu unter 16, bis zu unter 18 oder bis zu über 18, das sind die drei Stufen. Interessanterweise legt dieser Bericht hier aber fest, dass es gar, also es wird zwar auch von dieser EU-Wallet gesprochen, aber die Formulierung ist Die Mitgliedstaaten sollten zügig vertrauenswürdige Anbieter von Altersnachweisen benennen. Und da gibt es natürlich die Sorge, dass das auch in Unternehmenshand gehen könnte, die vielleicht damit nicht so richtig gut umgehen kann. Wir wissen auch, dass diese EU-Wallet innerhalb von zwei Minuten gehackt wurde bereits, die App, die dem zugrunde liegt. Also ich finde, da könnte man doch mal fragen, was aus der Luca-App geworden ist. Wo ist Mudo, wenn man ihn braucht? Ähm, mit W Identity platziert sich ja gerade ein europäischer Player, um genau sowas anbieten zu können. Also die versuchen das eigentlich ja genau, diesen Platz einzunehmen. Sie wissen aber auch, dass mit Persona in den USA ein Dienst ist, der wahrscheinlich schon irgendwo auf europäischem Boden gerade schon eine GmbH gegründet hat, weil er hier diesen Text gelesen hat. Also man muss da sehr vorsichtig sein, wie diese Leute tatsächlich da mit diesen Daten umgehen und wer die bekommt, weil das ist natürlich noch ein zweites Problem. Nicht nur, dass man sagt, ich möchte mich nicht ausweisen müssen, um das Internet zu nutzen, weil ich will, dass alles tun. Stell dir mal vor, dieses Nadelöhr, es gibt einen vertrauenswürdigen Anbieter für Altersnachweise bei dir im Land und das ist ein Unternehmen, dem du nicht vertraust. dann bist du aber ganz schön am Arsch, wie wir Experten sagen.

23:48 Torsten Beeck

Ja, und tatsächlich, jetzt wenn du zum Beispiel bei W Social. . Das ist ja eine Entscheidung. Ich kann ja entscheiden, dass ich gerne irgendwie diese Plattform nutzen will und die versprechen mir was, ob sie das, dass da keine Bots auf der Plattform sind, dass die Personen irgendwie verifiziert sind. Ich muss da nicht mitmachen. Das Problem ist ja tatsächlich das, dass ich irgendwann da mitmachen muss, wenn ich bestimmte Dienste verwenden will. Also das ist ja da. Da hört es dann ja auf, eben auch mit der mit der Entscheidung. Und ja, ich bin sehr, sehr gespannt, weil dieses, wir sehen ja immer wieder, und das gibt es ja schon seitdem es das Internet gibt, dass wir wollen die Kinder schützen, das general Argument für alles ist. Also für Chatkontrolle, für irgendwelche Scans von irgendwelchen Daten, von der Tatsache, dass man irgendwie versucht, Kryptografie mehr oder weniger auszuhebeln oder zu verbieten an einigen Stellen. Und da hat es dann eben nicht mehr was mit Wahlfreiheit zu tun, sondern dann muss ich halt oder ich muss mich dagegen wehren und mache mich eigentlich schon verdächtig, wenn ich mich dagegen wehre.

24:58 Gavin Karlmeier

Absolut. Und das ist nämlich auch eine Empfehlung, die ich noch mitbringen wollte, Empfehlung 6 aus diesem Text. Es sollten rasch Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Anbieter sozialer Medien und anderer digitaler Dienste klare Verpflichtungen haben. Sexuellen Kindesmissbrauch online auch in der zwischenmenschlichen Kommunikation zu verhindern, aufzudecken, zu melden und zu blockieren. Bab bab bab bab bab. Die vorgeschlagene Langzeitverordnung zur Prävention und Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch sollte vom EU-Gesetzgeber zügig verabschiedet werden. Das ist nichts anderes als eine klare Forderung nach der echten Chatkontrolle, die es schon mehrfach nicht durchs Parlament geschafft hat.

25:31 Torsten Beeck

Ja, und da ist ja immer so ein bisschen, also niemand bezweifelt, dass es eine gute Idee ist, auch wenn es um um Kindesmissbrauch, Kindesmisshandlung und Dinge gibt, die ohne Frage auf diesen Plattformen und irgendwo im Internet passieren, dass man da auch was gegen tun sollte. Aber das, also entweder verstehen sie nicht, wie Verschlüsselung funktioniert, oder es zielt darauf ab, Verschlüsselung zu verbieten, weil anders Kann man damit nicht umgehen. Bei einer Ende-zu-End-Verschlüsselung weiß selbst der Anbieter der Plattform nicht, was in einem Chat passiert. Und wenn man will, dass diese Inhalte überprüft werden auf weiß der Teufel wie, dann kann man eben nicht aufrechterhalten, dass man Legalkryptografie und Verschlüsselung nutzt. Und das hat dann eben wieder, da ist dann eben tatsächlich die Frage, ist das etwas, was wir bereit sind, an Freiheit aufzugeben und an Privatsphäre aufzugeben? weil wir den vermeintlichen Kinderschutz dadurch erreichen wollen. Der Witz dabei ist aus meiner Perspektive die Leute, die systematisch sexualisierte Gewalt an Kindern verüben oder auch Bildmaterial dazu teilen oder verbreiten. Die benutzen sowieso dann wiederum andere verschlüsselte Systeme und gegen die wirkt das dann halt am Ende auch nicht.

27:09 Gavin Karlmeier

So ist es. Also, was so das größte Bauchweh auslöst, und das ist eben dann tatsächlich auch der größte Unterschied zu dem Papier, das das Familienministerium vorgelegt bekommen hat von Ihrer Expertinnen und Kommission. ist, dass hier die Chatkontrolle gefordert werden und dass nationale Alleingänge für Verbote, die darüber hinausgehen, explizit gewünscht werden. Und das sind beides Dinge, die halt die so das Gefühl auslösen, das du ganz am Anfang formuliert hast, der Ausgang dieses Berichtes stand fest, als er beauftragt wurde. Und das ist das Gefühl, das entsteht. Und das ist sehr schade, weil eigentlich die Expertinnensicht auf dieses Thema deutlich differenzierter ist im Moment. Und die Forschung und eigentlich alle Leute, die sich irgendwie öffentlich dazu äußern, eigentlich immer sagen, ja, kurze Antwort ja mit einem Wenn, lange Antwort nein mit einem Aber, es ist kompliziert, es ist irgendwie Man muss abwägen. Und das scheint dieses Papier eben nicht zu machen. Das Papier sagt nicht, es ist kompliziert, sondern es sagt, so sollte der Weg sein. Und deswegen müssen wir wohl davon ausgehen, dass das dieser Weg auch sein wird und wir mit diesem Verbot auf EU-Ebene eigentlich jetzt fest rechnen müssen.

28:24 Torsten Beeck

Ja, ich bin wirklich sehr gespannt, wie das weitergeht. Und ich bin auch sehr gespannt, was das so für Reaktionen auslöst. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man wirklich wirksame Dinge da erreichen kann. Ich finde es grundsätzlich gut, darüber zu diskutieren. Ich finde es auch gut, gesellschaftlich darüber zu diskutieren und auch einen Anstoß zu liefern. Mit was sollte man seine Kinder so alleine lassen? Ich glaube, dass das ein großes Problem daran liegt, dass die Leute sich einfach null damit beschäftigen. Also weder was inhaltlich auf den Plattformen passiert, noch wie eigentlich, also auch Schutzmechanismen funktionieren. Es gibt nämlich auch eine ganze Menge Schutzmechanismen auch schon auf den Auf den Smartphones zumindest gibt es ja Möglichkeiten, auch Nutzungen einzuschränken. Die wenigsten Eltern, glaube ich, nutzen das aktiv. Das ist irgendwie alles so. Alles ein bisschen kompliziert und nach zwei Wochen wissen die Kinder den Pin sowieso und dann irgendwie machen die alle, was sie wollen. Ja, das ist einfach so. Das ist zumindest meine Erfahrung so aus dem Umfeld. Und was dazu kommt, ist Die Debatte nur über Kinder zu führen, greift eigentlich auch zu kurz. Das sind hier alles mehr, ich meine, was halt dazu, also bei uns, bei uns gab es niemanden, der hat uns, der uns davor geschützt hat, Social Media Plattformen zu nutzen. Was jetzt dazu führt, dass wir irgendwie eine Bildschirmzeit haben von zehn Stunden plus. Ja, ich weiß nicht. Nee, zehn Stunden habe ich nicht, aber ich nutze auf jeden Fall, also meine Bildschirmzeit ist auf jeden Fall lang genug, um nicht als gesund zu gelten. Und ich rede mich dann da immer raus, weil ich auch noch Podcasts höre und dann gucke ich ja gar nicht auf den Bildschirm und so. Sag mal, wie viel hast du? Was schätzt du? Tagesdurchschnitt. 12,5 Stunden. Nee, 11,5. Siehst du, das ist nicht gesund. Deshalb bräuchtest du auch jemanden, der sagt, zum Beispiel Im Restaurant darf man keine Smartphones mehr benutzen, um die anderen Leute nicht mehr zu belästigen. Wir müssen das noch viel mehr einschränken.

30:31 Gavin Karlmeier

Wir wollen noch mehr. Noch mehr Verbote, aber für alle. Ich bin ja. Ja, für alle. Also mir würde ein Verbote. Oder Smartphone-Verbot ab 40 oder so. Oder ab einer Stunde. Nach einer Stunde geht das Gerät einfach aus. Du kannst nur noch angerufen werden. Und Notruf, mehr geht nicht. Für alle. Das wäre wahrscheinlich nicht das Dümmste, was uns gesellschaftlich passieren könnte. Das glaube ich auch. Wobei ich würde, also ich sehe es ja ganz einfach: ich brauche keine großen Veränderungen, aber ich möchte ein Verbot von Lautsprechern in Smartphones. Für alle. Das ist einfach nicht mehr laut.

31:03 Torsten Beeck

Hundertprozentig. Weg damit. Ja, hundertprozentig. Gut. Also Smartphone-Lautsprecher überhaupt mobile Lautsprecher überhaupt. Bin ich ein Kritiker von. Aber von Smartphones ganz besonders.

31:13 Gavin Karlmeier

Die Hemmschwelle beim Wartezimmer beim Arzt, die Bluetooth-Box anzumachen, um TikTok-Videos laut zu gucken, ist nochmal höher, als es einfach so zu machen. Und ich habe es schon erlebt.

31:22 Torsten Beeck

Ja, aber wer sowas macht, weiß ich nicht. Da sollte man wirklich die Polizei rufen können. Und zumindest das Ordnungsamt. Da werden so alte Smartphones, die werden so teuer gehandelt unter jungen Leuten. Das hat noch einen Lautsprecher.

31:39 Gavin Karlmeier

Und während auf der einen Seite Leute aus ihren Metabrillen die LEDs ausbauen, gibt es so kleine Bausätze, um kleine Lautsprecher in die Smartphones einzubauen. Plötzlich fangen alle wieder an zu löten. Ich will, bevor wir dieses Thema des Verbotes abschließen, noch kurz über Markus Söder sprechen. Es tut mir leid, wir müssen kurz über Markus Söder sprechen, aber einfach der Vollständigkeit halber. Ich war ja Anfang des Jahres im Presseclub. Und genau zu diesem Thema. Und da habe ich so im Vorfeld der Redaktionsleiterin den lustigen Satz gesagt, es gibt nicht viele politische Themen, bei den Markus Söder und ich exakt auf der gleichen Linie sind. Markus Söder hat jetzt. Am Montag, 13. Juli, zu dem Thema gesagt. Ich finde es richtig, dass wir über Beschränkungen reden. Wir sind dafür open-minded. Was interessant ist, weil vor ziemlich genau einem Jahr hat Markus Söder in der ARD noch das hier gesagt.

32:27 Speaker 4

Ich bin da sehr, sehr skeptisch. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und verbote. Das glaube ich ist nicht der richtige Weg. Heranführen an Medien, sensibler damit umgehen, ja. Aber Verbote zu diskutieren, dass man erst ab dem 16. oder gar ab dem 18. Lebensjahr Social Media machen dürfte, das ist realitätsfremd. Und deswegen bin ich da nicht dafür.

32:48 Gavin Karlmeier

Und also woanders hat er sogar noch als totalen Quatsch bezeichnet und die CSU würde dem niemals zustimmen.

32:55 Torsten Beeck

Ja, also wenn das jetzt nicht Markus Söder wäre, dann könnte man ja sagen, naja, Menschen dürfen ja auch ihre Meinung ändern und es darf ja auch einen Erkenntnisgewinn geben. Nur bei Markus Söder hat man das ja häufiger mal das Das eine richtig ist und das absolute Gegenteil auch ein Jahr später richtig sein kann, der ist da ja relativ flexibel, wenn es da um Also seine Haltung ist eher so eine Wendebewegung.

33:21 Gavin Karlmeier

Ja, jemand hat mir im Fidiverse geantwortet. Ich habe diese Zitate da schon gegenübergestellt. Und da hat mir jemand geschrieben, was ich ganz toll finde. Pieps und Brumm hat es geschrieben. Könnten wir die Meinungsänderung so das in Strom verwandeln, hätten wir die Energieversorgungsprobleme endgültig gelöst.

33:39 Torsten Beeck

Ja, also wie gesagt, ich kann also aus einer politischen Sicht ist es wahrscheinlich momentan opportun zu sagen, ja, ich bin dafür, weil das eine Mehrheit hat. Ich glaube sogar, wenn ich das richtig im Kopf habe, sind sogar Leute. Ja, ja, aber es ist trotzdem schon so, ich glaube, es gibt so ein gewisses, also es gibt nicht so viele Leute, die tatsächlich durchdringen was das eigentlich noch so für Nebenfolgen haben könnte. Und ich glaube, es gibt doch auch einfach eine ganze Menge Leute, die sagen, naja, also das ist schon richtig, man muss die irgendwie, man muss die Kinder schützen. und sich gar nicht ausmalen, was da noch so dran hängen könnte. Und der Witz ist ja, ich sehe das ja auch so. Deshalb sagte ich ja auch am Anfang, ich finde das so schwierig, da eine klare Meinung zu haben. Ich finde schon auch, dass man Kinder im Speziellen und Menschen schützen muss vor schädlichen Plattformen, vor Algorithmen, die in eine ungesunde Nutzung treiben und all das. Da kann man sich ja drüber unterhalten. Und gleichzeitig bin ich halt sehr, sehr skeptisch, wenn Freiheitsrechte und die Die Möglichkeit, sich einigermaßen frei und ohne staatliche Kontrolle im Internet zu bewegen, reicht schon, dass wir die Kontrolle der großen Tech-Unternehmen haben. Das auszuhebeln, ist halt eben auch ein falscher Weg.

35:07 Gavin Karlmeier

Wer das sich aber zum Thema gerade macht, also seit dem 1. Juli ist ja die Ratspräsidentschaft der EU in irischer Hand. Und dazu gehört eben auch der stellvertretende Premierminister Simon Harris, der schon so vor ein paar Wochen klar definiert hat, was so deren Agenda ist derzeit der EU-Ratpräsidentschaft auf irischer Seite. Verbindliche Identifikations- Nein Identitätsverifikation, so heißt das, auf Social Media-Plattformen durchzusetzen. Auch der Medienminister Patrick O'Donovan möchte das vorantreiben, also man will der Ratspräsidentschaft so eine Art Stempel aufsetzen und möchte sagen, wir wollen das vorantreiben. Jetzt gibt es einen offenen Brief, den viele, viele Wissenschaftler in unserer Veränderung 50 an der Zahl unterschrieben haben. Darunter gehören Menschen der Copenhagen Business School, der Goethe-Universität Frankfurt, der Columbia University, des King's College in London, die Universität Amsterdam und so weiter und so weiter, die alle sagen dass sich die irische Ratspräsidentschaft aus den Themen der Digitalpolitik bitte zurückhalten sollte, weil sie eben in den letzten Jahren sich durch vor allem durch Befangenheit ausgezeichnet hat. Wir wissen, viele amerikanische Unternehmen haben ihre Europadependance in Irland, weil es dort eine verhältnismäßig unternehmensfreundliche Datenschutzpolitik gibt, weil es dort auch viele personelle Überschneidungen zwischen Datenschutzbehörden und Unternehmen gibt und so weiter. Und jetzt wünschen sich eben die WissenschaftlerInnen, dass sich Irland da mal so ein bisschen zurückhält, was dieses Thema angeht.

36:34 Torsten Beeck

Ja, zu Recht, ehrlich gesagt. Also der Interessenkonflikt ist ja auch nicht hypothetisch. Das ist ja Irlands Geschäftsmodell seit vielen Jahren und das ausgerechnet der. . . Der Staat, in dem die meisten Konzerne europazentralen ihren Sitz haben, die Vereinfachung der digitalen Regeln moderiert. Das ist schon ein wilder Take und ich verstehe schon auch, dass man sich darüber aufregen kann und dass man infrage stellen kann, ob das tatsächlich so eine gute Idee ist, weil die ihren, also die ihren sind da ja wahnsinnig erfolgreich mit, die waren sehr, sie waren sehr attraktiv für diese Unternehmen, sonst wäre es nicht so, dass die meisten Konzernzentralen der insbesondere der US-Tech-Unternehmen da sind. Das geht zurück auf Ich will nicht so weit ausschweifen. Ich könnte dir erzählen, warum das so richtig ist. Das ist richtig toll im Thema, ist ja geil. Das geht tatsächlich, also dass da so viel Tech ist, das war schon vorher da bevor. bevor es das Internet gab. Und zwar war auch schon der IBM Hauptsitz, als die noch so große Mainframe-Computer gebaut haben und so Sachen, die so, die noch in den USA produziert worden sind. War schon der IBM Sitz in Irland, weil man nicht alle Computerteile Verschiffen konnte, musste man vor allen Dingen, ich glaube, Röhren fliegen. Und das war tatsächlich der nächste Punkt zum Festland, beziehungsweise nach Europa. Dann bis Irland sind die mit den Flugzeugen gekommen, ohne dann zwischenlanden zu müssen. Und deshalb sind die IBM nach Irland gegangen. Und dann ist sozusagen dieser sogenannte Agglomerationsfaktor dazu gekommen, dass eben ganz viele andere Tech-Unternehmen sich da auch angesiedelt haben.

38:25 Gavin Karlmeier

Und so das ist schon aber aus, das ist glaube ich in den 50ern schon passiert oder in 60ern. Hast du, als du CT-Chefredakteur wurdest, musstest du einen Wissenstest machen oder hast du eine Schulung bekommen, wie so Dabaks Baristi?

38:37 Torsten Beeck

Ja, man kriegt ja, wenn man hier reinkommt, kriegt man so random IT-Wissen, kriegt man so ein dickes Buch und das muss man abarbeiten. Es wird aber im Grunde genommen auch vorausgesetzt, dass man alle CT-Ausgaben der letzten 42 Jahre gewissenhaft durchgearbeitet hat. Und dass du sagst, Moment mal, da haben wir doch in Ausgabe 1893 drüber gesprochen. Das Verrückte ist, dass es genau das hier wirklich in der Redaktion gibt Dass hier Leute, hier sitzen ja durchaus ein paar Kollegen, die über 30 Jahre hier im Haus sind und die haben einen Kopf und die haben ihnen Sachen im Kopf, die sagen, ja, da haben wir drüber geschrieben, in den 90ern schon, warte, mache ich die Ausgabe und dann haben die dauert das 30 Sekunden. dann schicken dir den Artikel zu. Also das gibt es hier und das haben wir auch, und wir haben das auch unter unseren Lesern tatsächlich, so der ein oder andere, der sein eigenes Archiv ist.

39:24 Gavin Karlmeier

Ich finde das so geil, weil das so, also Ich bin jetzt, guck mal, wir sind ja mit Haken dran im CD-Podcast seit ziemlich genau zwei Jahren. Ist das so? Ja, ich glaube, ziemlich genau zwei Jahren. Und ich habe immer so ein bisschen anfangs so das Gefühl gehabt, ah Was macht das für einen Eindruck auf die Hackis, wenn CT bei uns draufsteht? Und was macht das für einen Eindruck auf die CT-Fans, wenn dieses Social Media Ding dazu kommt? Und jetzt habe ich aber so das Gefühl, wir sind ja selber Teil dieser Geschichtsschreibung mit geworden. Und jetzt habe ich so das Gefühl, das passt irgendwie, wir sind Puzzlestück.

39:57 Torsten Beeck

Absolut und ich glaube, also wenn man bei dir im Discord unterwegs ist, dann sieht man, das sind ziemliche Nerds. Das sind halt nur ein bisschen andere Nerds als die Typen, die irgendwie vor 30 oder vor 40 Jahren angefangen haben, irgendwelche Platinen selbst zu ätzen und irgendwas zusammenzulöten. Und sich in so ein Thema tief reinzuwerfen und im Zweifelsfall alles zu wissen, alles zu hinterfragen, ist, glaube ich, das passt extrem gut.

40:26 Gavin Karlmeier

Das ist so schön. Was übrigens richtig toll ist, auch dazu kleine Geschichten noch. Ich komme ja aus einem CT, aus einer CT-Familie. Habe ich auch schon mal, glaube ich, erzählt. Bei uns gab es die CT, seitdem ich ein Kleinkind bin. Und als ich das erste Mal bei euch Bei uns im Mutterschiff sozusagen, weil ihr habt ja diesen Turm aus alten CTs. Und also für die, die es nicht kennen, im Heiseverlag in Hannover gibt es einen Turm, der zusammengesetzt wurde aus den ersten. Wie viele sind das? Hunderttausend. Ne, sind 30 Jahre CDs. Und das ist einfach größer als wir beide übereinander. Das ist wirklich crazy.

41:01 Torsten Beeck

Das geht bis in den dritten Stock und aus statischen Gründen konnten wir die letzten zehn Jahre zum 40. da nicht mehr draufsetzen. Ja, so, und insofern, der Werbeblock ist hiermit aber auch beendet. Schließt ein Abo ab, folgt uns auf Social Media Kanäle. Aber dann kann ich das kurz ergänzen.

41:22 Gavin Karlmeier

Wenn wir schon Werbung machen jetzt hier an der Stelle, kann ich ja sagen, dass bei uns in den Shownotes immer noch dieser geile Link drin ist, mit dem du Heise Plus für einen Schnapper kriegst. Also, das kann ich euch empfehlen, klickt das an, das ist geil. Ich kann es auch nur empfehlen, bin da großer Fan von. So, zurück zum Thema. Ich will mit dir über Meta sprechen. Und zwar gibt es eine, also ich habe mehrere Metathemen, ich wollte jetzt nochmal kurz weg von Jugendkram, haben wir vielleicht gleich noch eine Kleinigkeit zu, aber ein anderes interessantes Thema. Und zwar ein Urteil des Landgerichtes Frankfurt. Das jetzt festgelegt hat, dass Menschen, also na anders. Es gibt einen Fotografen und dieser Fotograf hat sein Foto. Auf einem Instagram-Account, verifiziert, mit 400. 000 FollowerInnen entdeckt, der generell Bauprojekte in Saudi-Arabien dokumentiert. Und da war sein Foto eines Turmes aus Saudi-Arabien dabei. Und dann hat er sich gedacht, Moment mal, es kann ja nicht stimmen, ist deswegen vors Gericht gezogen, weil Meta erstmal gesagt hat, nö, nö, wir sind dafür nicht verantwortlich, das ist ja nicht in Deutschland passiert und du hast ja nur in Deutschland das Urheberrecht. Und das Landgericht Frankfurt hat das anders entschieden und hat gesagt, nee, nee, das Urheberrecht in Deutschland gilt natürlich auch für Accounts, die nicht in Deutschland auf Instagram agieren. wenn Instagram denn auch in Deutschland auf deutschem Markt unterwegs sein möchte. Ist also ein sehr interessantes Ding, weil ich mir vorstellen könnte, dass dieses Thema schon mehreren Leuten untergekommen ist. Die festgestellt haben, dass ihr Urheberrecht als Menschen in Deutschland verletzt wurde von Menschen, die nicht in Deutschland sitzen.

42:55 Torsten Beeck

Ja, ich finde fast noch wichtiger, dass es da diese DSA-Ja-Präzisierung irgendwie gibt, dass dass eine Meldung jetzt nicht eine lückenlose Beweiskette braucht, sondern Meta nicht einfach sagen können, ja nö, haben wir nichts mit zu tun, sondern tatsächlich da weiter dran arbeiten muss und nachfragen muss. Und tatsächlich auch interessant zu sagen, vom Gericht zu sagen, niemand muss die plattformeigenen Meldeformulare nutzen. Sie müssen auch andere Wege zur Verfügung stellen. Also Das klassische Einwurf einschreiben muss genauso vernünftig bearbeitet werden wie die meistens ja eher hakeligen Meldeprozesse. Also spannendes Urteil. Und auch ein Spiel. Also das ist ja eine Welt, in der wir uns seit vielen Jahren bewegen, dass wir so supranationale Konzerne haben, die sich dann jeweils Dahinter verstecken, wo sie denn wohl gerade, wo es ihnen gerade so passt, mal sind sie dann in Irland und mal ist Irland dann aber nicht zuständig und da muss man in die USA gehen und für die meisten Nutzer und Einzelpersonen ist es halt völlig unmöglich, überhaupt eine Chance zu haben. Ich meine, du hast das ja gerade gesehen, wie viel Anwaltshilfe man braucht, um so einen durven gesperrten Account wiederherzustellen. Insofern, da wirklich, also bei Urheberrechtsverstößen ist das Ganze nochmal deutlich komplexer und wenn dann die Plattformen untätig bleiben, finde ich das ganz gut, dass das Gericht sagt, ja, dann so geht das aber nicht.

44:23 Gavin Karlmeier

Ja, es ist halt leider so ärgerlich, weil nicht davon auszugehen ist, dass sich tatsächlich etwas ändert wegen dieses Urteils. Weil wir haben in diesem, in unserem Threads-File, wir haben darüber, glaube ich, in der letzten Episode gesprochen oder vorletzte oder Letzte wann auch immer, also vorletzte Episode, dass Meta ja trotzdem alle Fristen gerissen hat Also dass da einfach sich niemand um solche Anwaltschreiben schert, dass eigentlich alles Wurscht ist, hier muss dann mal jemand vor Gericht auftauchen. Aber dass das Gericht jetzt sagt, naja, also die Anforderung an das Meldeverfahren nach Artikel 16 DSA muss nicht eine klare Beweisführung sein. Es reicht, die Meldung einfach nur so präzise zu überliefern. dass der Host-Provider eine Rechtswidrigkeit überprüfen kann, das wird Meta zur Kenntnis genommen haben und sagen, ja, machen wir trotzdem nicht. Leider muss man das unterstellen.

45:16 Torsten Beeck

Das ist vermutlich so und das liegt natürlich an der schieren Größe der US-Tech-Plattformen, dass selbst die maximale Strafandrohung oder das, was denen irgendwie passieren könnte, theoretisch. Unter dem liegt, was für sie irgendwie eine Relevanzschwelle erreicht. Das ist sicherlich so. Auf der anderen Seite ist es ja trotzdem richtig. Nur weil wir gerecht an der Stelle noch nicht, sage ich mal, vernünftig durchsetzen können an ganz vielen Stellen. Kann es ja nicht heißen, dass wir einfach sagen, ja gut, dann können wir eh nichts machen, dann können die ja machen, was sie wollen. Absolut. Insofern, ich finde das total spannend, dass es da auch Es scheint ja auch immer mehr ein Verständnis dafür zu geben, wie diese Dienste und diese Angebote und die Services, die die eben nicht einen Briefkasten irgendwo in irgendeiner Stadt in Deutschland haben, überhaupt erreichbar sind und was die eigentlich bieten. Also wenn die ihr Angebot in Deutschland machen wollen, Müssen sie sich eben auch an deutsche Gesetze halten.

46:22 Gavin Karlmeier

Wie wir die dann durchsetzen, das wird man dann halt sehen. Ja, und ich finde auch, also auch die Ausrede, sie sind zu groß, sie können dem einen nicht Herr werden, ist ja eigentlich auch kein Argument. Also wenn du eine Pommesbude aufmachst, Thorsten, und dann sagst du, ey, alle können bei mir Pommes bestellen. Komm, eine Million Menschen und bestellen Pommes. Und dann sagst du, ja, so viele Pommes habe ich nicht da, aber ich habe jetzt erstmal was Geld genommen, dann würden auch alle zu Recht sagen, das ist Betrug. Und hier wird es so anders bewertet, irgendwie, habe ich das Gefühl.

46:49 Torsten Beeck

Ja, weil das natürlich, also, das ist auch ein Quatsch-Argument. Sie sind ja nicht zu groß, um das zu beherrschen. Sie wollen nur kein Geld dafür ausgeben, das zu beherrschen. Kann ja auch nicht als McDonalds sagen, ey, wir haben hier über 2000 Filialen in Deutschland, wir können doch jetzt nicht auch noch auf Hygiene achten. Also das ist ja vollkommen absurd. Und natürlich Diese ganze Abwicklung von Nutzerbeschwerden, von Datendownloads, von all dem, was auf so Plattformen passieren kann. Das kostet alles Geld. Dieses Thema hat man ja auch mit Moderation. Natürlich ist das für die Plattform unglaublich unbequem, wenn es menschliche Moderation gibt oder irgendwie Prozesse, wo überhaupt Menschen noch eingreifen. Und zwar aus einem einzigen Grund, es kostet Geld. Und das versucht man zu vermeiden. Und das wird man so lange vermeiden Bis es genug gesellschaftlichen Druck, auch Druck der Nutzer gibt und auch politischen Druck.

47:42 Gavin Karlmeier

Absolut. Ja, das heißt, wir müssen einfach laut sein. Wir wollen nicht zum Aktivismus aufrufen, das wäre vielleicht unseriös, aber

47:49 Torsten Beeck

Nee, ich bin auch alles andere als ein Aktivist und ich will nur trotzdem in einem Rechtsstaat leben, in dem es nicht darauf ankommt, wie groß ich als Marke bin Ob für mich Gesetze gelten oder nicht.

48:04 Gavin Karlmeier

Eben. Weil vom Gesetz sind alle gleich, ist zumindest das grundsätzliche Versprechen in einem Rechtsstaat. So, ähm, wer, ich weiß nicht, ob ich die Überleitung jetzt sauber nach Hause kriege, ich probiere es mal. Apropos alle gleich. Alle Inhalte werden vom Algorithmus ja auch erstmal grundsätzlich gleich behandelt. Adam Mossari hat angekündigt, dass das auch erstmal so bleiben soll, obwohl es viele Menschen gibt, die gar keine KI-generierten Inhalte bei Instagram sehen möchten. Also, er war im Podcast von Lenny Retchitski. Und hat dort gesagt, er wurde gefragt, wo Leute finden KI-Inhalte nicht so geil. Habt ihr vor, dass es eine Möglichkeit gibt, die rauszufiltern Da hat er gesagt, er möchte das eigentlich nicht rausfiltern. Das kann er sich jetzt nicht so vorstellen. Aber Leute, die KI-Inhalte nicht sehen möchten, sollen die dann am Ende auch auf der Plattform nicht mehr sehen. Was also ich weiß nicht so ganz genau, wie das technisch vonstatten gehen soll, weil ich glaube, dass die Möglichkeit, das rauszufiltern, vor allem deswegen nicht da ist, weil es bislang auch keine gute Möglichkeit gibt, sie zu identifizieren, ehrlicherweise.

49:09 Torsten Beeck

Das ist das eine, also tatsächlich so ein Fingerprinting, das ist etwas, was wird uns technisch und gesellschaftlich in den nächsten Jahren beschäftigen, wie wir das überhaupt kennzeichnen. Muss das maschinenlesbar gekennzeichnet sein? Wie gehen wir da eigentlich mit um? Ist das eine. Das andere ist auch, ich weiß auch gar nicht, ob es so sinnvoll ist zu sagen, ich will keine KI. Das ist so ein bisschen so wie ich will keine Bildbearbeitung. Also ich weiß auch gar nicht, ob man das so grundsätzlich und so generell sagen kann, ich will keine Inhalte mit KI. Also ich Ich will durchaus lustige Inhalte sehen, die meinetwegen auch mit KI gemacht worden sind. Finde ich nicht schlimm. Oder jemand erstellt irgendwelche Lernvideos mit KI, warum soll ich die nicht sehen wollen? Die Frage ist halt, oder was ich definitiv sagen kann, ist, ich möchte nicht manipuliert werden mit KI-Inhalten, die etwas vorgeben zu sein, was sie nicht sind oder die irgendwie Ja, letztendlich Dinge zeigen, die zum Beispiel nicht passiert sind, etc. Und diese Form von Fingerprinting gibt es nicht. Das fängt bei Kameras an, das geht mit KI-Tools weiter. Wie sorgen wir dann dafür, dass ein Bild seine quasi eine Kennzeichnung bekommt Das ist halt auch technisch gar nicht so trivial, weil halt in dem Moment, wo man ein Bildschirmfoto, also ein Screenshot einfach auf dem Smartphone macht, gehen auch schon ganz schön viele Informationen verloren. Wie soll also eine richtige Lösung dafür, wie wir das großflächig ausrollen?

50:41 Gavin Karlmeier

Wobei ich glaube, das ist jetzt Haltwissen, bitte nach Hakl, jetzt im Discord auf www. haklann. org oder überall anders, werden Leute jetzt schon kommentiert haben. Ich glaube, Google Synth ID überlebt auch einen Screenshot machen, weil das eine im Bild nicht fürs Auge erkennbare, aber. de facto sichtbare Grausstufenmusterung ist, die auf das Bild gelegt wurde, wenn ich mich richtig habe.

51:03 Torsten Beeck

Ja, es gibt ja auch Sachen, es gibt halt nur momentan ja keine keine einheitliche Lösung dafür, die von allen Plattformen, allen Kameras, allen, allen, weiß ich nicht, OS oder sowas ähm, unterstützt wird. Es gibt also experimentell gibt es da schon eine ganze Menge. Wir werden das irgendwie brauchen, weil wir sonst einfach ein Riesenproblem haben, weil man einfach jetzt ja schon an einigen Stellen selbst mit einem kritischen Auge nur noch schwer nachvollziehen kann. Also ohne Wissen gibt es einfach eine ganze Menge Zeug, wo man es einfach nicht mehr sehen kann.

51:38 Gavin Karlmeier

Ja, und ich stimme dir auch zu, dass es ja gar nicht so trennscharf ist zu sagen, das ist KI und das nicht, weil jedes Also es geht ja hier vor allem darum, nicht die Timeline voll mit Slop zu haben. Aber ich habe zum Beispiel gestern, ich habe ein KI generiertes Bild gesehen und ich habe mich komplett, es hat mich komplett kalt erwischt. Also weißt du, manchmal gibt es eben auch so, das ist ja eben dann trotzdem auch ein Werkzeug und manchmal kann es trotzdem funktionieren und trotzdem ist es ein wertvoller Content, weil die Kreativität dahinter hält. Trotzdem besteht so. Ja, genau.

52:06 Torsten Beeck

Wenn man damit eine Geschichte erzählen kann, wenn man damit irgendwas illustrieren kann, das ist ja, also es gibt ja also jetzt diese Pflicht, KI-Inhalte zu flaggen. Auch zum Beispiel in der Werbung. Es ist ja nicht so, dass wir in den letzten 20 Jahren irgendein nicht bearbeitetes Bild in einem Wer in einer Werbung gesehen haben. Richtig. Aber die sind, das hat halt nur länger gedauert und es war, man musste dazu mehr können und es war teurer. Und inzwischen kann jeder Idiot da irgendeinen Quatsch mitmachen. Aber es ist ja nicht so, dass da irgendwas nicht bearbeitet war.

52:40 Gavin Karlmeier

Hast du dir mal einen Fernsehwerbeblog in den letzten Wochen angeschaut? Da gibt es kaum noch eine Werbung, die nicht Teil oder Vollständigkeit ignoriert ist.

52:48 Torsten Beeck

Habe ich, habe ich tatsächlich tatsächlich auch aufgefallen. Ich gucke eigentlich wirklich fast nie Werbung, ist mir jetzt aber durch WM so ein bisschen passiert, dass ich dann auf einmal doch in dieser Dass da ja wohl getrunken wird während des Spiels, neuerdings, und dass da auch Werbung kommt. Ist ja aber auch warm geworden. Es ist ja wahnsinnig warm. Ich finde es halt in der Werbung ist es mir fast ein bisschen egal, muss ich sagen, weil ich sowieso nicht davon ausgehe, dass ich da irgendwas sehe, was der Realität weitestgehend entspricht. Und ich finde es auch tatsächlich, auch bei einem Film, solange ich weiß, das ist irgendwie fiktiv und es gaukelt mir nicht vor, die Realität zu sein, kann da meinetwegen so viel. Also wie das ist.

53:31 Gavin Karlmeier

Diese Illusion entsteht, ist mir fast egal. Ich würde es ein bisschen abgrenzen. Also für CGI, okay, aber wenn eine neue Toy Story komplett KI-generiert wäre, würde ich dem ein bisschen direkt unterstellen, weniger Seele zu haben, ob er es hat oder nicht. Ja, das würde ich auch.

53:47 Torsten Beeck

Und das verstehe ich auch. Und trotzdem, Toy Story 1 ist für mich einer der besten Filme aller Zeiten. Und als ein Film, der. Vollständig animiert ist, trotzdem ein Film, der unheimlich emotional ist. Ja, genau. Erstmal etwas widersinnig, aber es ist einfach ein fantastischer Film. Ich gebe dir recht, wenn Stand jetzt würde ich das auch noch denken, aber es ist trotzdem für mich ja als Zuschauer Wenn der mich kriegt und wenn der mich emotional berührt, wenn die eine gute Geschichte erzählen, ist es mir tatsächlich, das ist mir tatsächlich erstmal egal. Also ich finde tatsächlich, der entscheidende Punkt ist für mich, Wird mir da etwas vorgegaukelt? Also, wenn ich in einem fiktionalen Inhalt bin, wenn ich in einem Film bin, dann denke ich, es ist eh alles irgendwie. Entweder 80% Greenscreen und am Ende ist mehr Greenscreen, als ich je gedacht hätte. Alles. Es ist eigentlich immer alles Screenshot. Es ist inzwischen, gerade so in Actionfilmen oder so gefühlt alles. Das ist aber auch okay. Und die Frage ist ja eher, wie können wir uns in einem nachrichtlichen Umfeld, wie können wir uns in einem Social-Media-Umfeld wie können wir es irgendwie hinkriegen, dass man einem Bild, einem Video überhaupt noch glauben kann. Weil das war ja bisher immer noch so die Chance Wenn jemand einen Text geschrieben hat, hier sind irgendwie gerade zehn Elefanten vom Himmel gefallen, dann konnte man zumindest irgendwie sagen, hm Da gucken wir mal, ob da wohl jemand ein Foto von gemacht hat, wie hier die zählen Elefanten vom Himmel fallen. Und dann hat man dieses Foto gesehen und gesagt, ach schau her tatsächlich. Nur das ist ja vorbei. Und dafür brauchen wir eine Lösung, weil sonst wird es halt immer schwieriger, irgendwas zu verifizieren, spätestens dann, wenn man in Gebieten ist, die eben nicht so zugänglich sind.

55:36 Gavin Karlmeier

Und was aber so interessant ist, und ich schließe jetzt nochmal den Bogen zur Identifikation und Wasserzeichen und so, wir wissen Google hat Synth ID, das ist ein Wasserzeichen, das sie auf alle KI generierten Bilder legen und du kannst quasi alle mit Gemini, Nanobanana, generierten Bilder. Kannst du einen Scan durchführen bei Gemini selber fragen, hast du das gemacht? Und dann wird es sagen, ja, da ist dieses Wasserzeichen. Meta hat angekündigt mit Muse Image, ihrer neuen Bild-KI vom Super Intelligence Lab. Auch so Einwasserzeichen auf die Bilder zu legen. Sie nutzen sie nicht SynthID. Ich glaube, dass OpenAI inzwischen auch SynthsID nutzt. Meta nicht. Sie haben ein eigenes. Was wir zeigen, sie haben ein eigenes Erkennungstool gestartet, mit dem du erkennen kannst, wenn Bilder mit Muse, Image erstellt wurden. Und Reuters hat eine. Analyse durchgeführt, in Anführungsstrichen. Sie haben 40 Bilder mit Muse Image generiert und dann in das Meta-Erkennungstool reingeschmissen. Was glaubst du, wie viele hat es erkannt?

56:33 Torsten Beeck

Wenn du so fragst, wahrscheinlich nicht so viele, wie es erkennen sollte.

56:37 Gavin Karlmeier

Es sollte alle erkennen, es hat 55 erkannt. Und zwar, nachdem sie aber, sie haben ein Stück abgeschnitten von dem Bild, sie haben sie ein bisschen kleiner gemacht, bis auf die Hälfte. runtergeschnitten und dann wurden nur noch 55% als KI generiert oder Muse generiert erkannt. Was ganz schön schlecht ist für so ein relativ neues Tool, das für Meta jetzt irgendwie die Offenbarung sein sollte.

56:59 Torsten Beeck

Ja, das ist ganz schön schlecht, aber auch da bin ich da bin ich dann immer so ein bisschen milde und denke, ja gut, das ist halt jetzt der erste Wurf. Und was wir halt brauchen, ist halt ein international nutzbaren Standard, möglichst einen offenen Standard. Und möglichst etwas, wo man Manipulation nachvollziehen kann. Ehrlich gesagt, ob Meta da jetzt irgendwas, irgendein Tool auf den Markt bringt oder nicht, ist erstmal vollkommen egal.

57:22 Gavin Karlmeier

Damit zitiere ich dich. Das finde ich ein sehr schöner Satz. Das gefällt mir sehr gut. Und bevor ich dich jetzt gehen lasse, müssen wir natürlich noch hier reingehen. Funktionen und Emotionen. Also Punkt 1, kleine Mischung aus Nachhak und Funktion und Emotion. Redium. Weißt du noch, was Redium ist, Thorsten, oder hast du auch den Überblick verloren schon?

57:46 Torsten Beeck

Was ist denn das nochmal?

57:47 Gavin Karlmeier

Weiß ich gerade wirklich nicht. William ist ein Berliner Startup, das so eine Art europäisches TikTok an den Start bringt, aber auch mit Ausweisverifikation. Also so eine Mischung aus TikTok und W Social, aber aus Berlin und so. Wir hatten damals hier mit Johannes Meißner, einem der Gründer, auch hier gesprochen. Ja, daran erinnere ich mich. Die starten am 31. Juli 2026. Also in ziemlich genau zwei Wochen können wir alle in den Genuss kommen, Uridium zu benutzen, wenn wir das möchten. Hast du Bock?

58:19 Torsten Beeck

Muss ich da, also ich habe schon TikTok ausgelassen.

58:22 Gavin Karlmeier

Ich würde die Runde jetzt auch nochmal aussetzen. Okay. Gut, kein Problem. Dann hat Signal angekündigt, dass man jetzt Umfragen erstellen kann und zwar auch im 1 zu 1-Chat. Also wenn wir beide miteinander chatten, kann ich nur einen Paul durchführen und dann können wir beide da drin auch abstimmen.

58:36 Torsten Beeck

Das finde ich so dumm, das kann ich gar nicht beschreiben. Wirklich, das finde ich einfach so komplett bescheuert. Also anstatt zu fragen, möchtest du das? Ja, nein. Das ist so ein bisschen wie: Willst du mit mir gehen? Ja, nein, weiß nicht. Ja, genau.

58:54 Gavin Karlmeier

Das Lustige ist, Signal hat die gleiche Überschrift. Sie haben Yes, no, maybe, als Überschrift darüber gesagt. Das ist einfach nur bescheuert.

59:03 Torsten Beeck

Das ist aber auch irgendwie der Quatsch-Funktion.

59:05 Gavin Karlmeier

Bei Blue Sky gibt es jetzt eine Advanced Search. Also du kannst dort jetzt mit Suchparametern und so die Suche ein bisschen erweitern.

59:12 Torsten Beeck

Ich glaube, das ist tatsächlich etwas, was zur Anfangszeit von Twitter Zumindest wo es in Deutschland mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, also so 2011, 12, ein wichtiges Feature war, um Inhalte zu filtern auf der Plattform. Ja, aber das hat Leute da auf diese Plattform tatsächlich gebracht und auch Journalisten auf diese Plattform gebracht, weil es die Möglichkeit gab, tatsächlich auf der Plattform wirklich zu recherchieren. Insofern ist das, glaube ich, eine, also eine gute Suche ist nie falsch.

59:47 Gavin Karlmeier

Du haust heute so Sätze rausgekommen, damit kann man so als Zitattafeln, so Grafiktafel.

59:52 Torsten Beeck

Ja, aber auch ein bisschen dumme Zitattafeln. Eine gute Suche ist nie falsch. Kannst du mir auf dem Kissen stecken lassen.

59:57 Gavin Karlmeier

Oder ob Meta ein neues Produkt rausbringt oder nicht, ist mir egal.

01:00:01 Torsten Beeck

Nein, ich habe nicht gesagt, es ist mir egal, ich habe gesagt, es ist erstmal egal. Für alle.

01:00:06 Gavin Karlmeier

Es ist nicht nur für mich egal, es ist für alle Menschen egal. Gucken, wie egal dir dieses Meta-Feature ist. Bei Facebook gibt es jetzt einen View-Count, dass du sehen kannst, wie viele Leute deinen Post gesehen haben. Also, ich

01:00:22 Torsten Beeck

Ich bin inzwischen, Facebook ist inzwischen bei mir, also ich weiß ja, ich habe da mal gearbeitet und ich Ich habe auch durchaus Sympathien teilweise für diese Plattform gehabt. Facebook ist bei mir inzwischen auf, glaube ich, in einem Ordner, auf der zweiten Seite eines Unterordners gelandet.

01:00:40 Gavin Karlmeier

Das ist schlimmer als Google-Suche 2.

01:00:43 Torsten Beeck

Das, das, ja, und ich, ehrlich gesagt, das ist wirklich mir inzwischen tatsächlich egal. Ich nutze durchaus Produkte dieses Unternehmens weiterhin. Und finde die auch an nicht alle total schlecht, aber Facebook ist, wenn ich in den Facebook-Feed gehe, dann lande ich in einer Welt, die mir fremd ist.

01:01:07 Gavin Karlmeier

Ich lande in einer Welt, die mir fremd wurde, weil sie mir Menschen zeigt, die seid. Es ist so eine Ortskontrollfahrt, finde ich. Es ist so, wie durch die Straße zu fahren, in der man aufgewachsen ist.

01:01:20 Torsten Beeck

Naja, dann gucke ich mir lieber WhatsApp-Stories an. Das ist so ein bisschen so.

01:01:24 Gavin Karlmeier

Gute Überleitung. WhatsApp. WhatsApp wird jetzt, also zwei Sachen zu WhatsApp habe ich. Das eine Du kannst jetzt bald, dadurch, dass es ja neuerdings diese Nutzernamengeschichte gibt, kannst du jetzt auch iPads zum Hauptgerät für einen WhatsApp-Account machen und brauchst nicht zwangsläufig ein Telefon.

01:01:42 Torsten Beeck

Ja, das wurde Zeit, ist ganz praktisch. Ich finde, dass man sich bei WhatsApp da so lange gegen gesträubt hat. Da so eine wirkliche Accountfähigkeit einzuführen. Es hatte zwar gewisse Sicherheitsaspekte, die ganz gut waren, aber ich finde das schon ganz praktisch, das auf zwei Smartphones zu betreiben, äh betreiben zu können oder eben auf dem Desktop oder eben auch auf einem iPad. überhaupt nichts dagegen, das zu tun. Aber ich tatsächlich auch mit der Einführung von Benutzernamen und so wird das sicherlich alles auch ein bisschen einfacher. Bisher war das ja eher so ein bisschen hakelig und auch eine ganz gute Chance, dass wenn man sich mal einmal dumm angestellt hat, dass einfach der die Chats der letzten zehn Jahre halt weg sind. Was manchmal eine Lösung sein kann Absolut, absolut. Und manchmal ist das auch gut, wenn man mal einen Schlussstrich zieht und mal eine neue Nummer und so hat und dann einfach sagt, komm, wir fangen einfach bei 0 an.

01:02:35 Gavin Karlmeier

Alte Zöpfe einfach abschneiden.

01:02:37 Torsten Beeck

Ja, weg damit. Aber ich finde es schon ganz praktisch und es war irgendwie echt mühselig. Es war eine der eigentlich die einzige App, die ich benutzt habe, bei der ich, ich habe glaube ich tatsächlich, um zwei Nummern auf einem Handy zu betreiben, dann einfach irgendwie WhatsApp-Business. Aber es ist halt auch so ein bisschen Kasperkram.

01:02:56 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, weil alle dann sehen, offen für Business-Chats.

01:02:59 Torsten Beeck

Ja, ja, es wirkt so ein bisschen. Ich habe meine Firmennummer dann auf den Business-Account gelegt, aber es wirkt so ein bisschen OnlyFans-Vibes, wenn man da so Öffnungszeiten und so hat.

01:03:11 Gavin Karlmeier

Ja, oder Koks-Taxi. Irgendwo zwischen OnlyFans und. .

01:03:14 Torsten Beeck

Da kenne ich mich nicht so aus. OnlyFans, das ist deine Domain. Da kenne ich mich aus. Wir haben auch mal überlegt, ob wir nicht vielleicht so einen OnlyFans-Account mit mit irgendwie Heise Online oder so aufmachen. Einfach nur um mal.

01:03:27 Gavin Karlmeier

Um mal andere Zielgruppen anzusprechen. Vielleicht zeigt ihr deine Füße dort und nennt das CT. Ich nehme das mal mit. So, letztes Feature für heute: WhatsApp testet jetzt Geburtstagsbenachrichtigungen. Also du kriegst eine Benachrichtigung, wenn jemand Geburtstag hat, WhatsApp nutzt dafür offenbar auch die Geburtsdaten, die man bei der Registrierung angegeben hat.

01:03:57 Torsten Beeck

Ich finde ja Geburtstagsbenachrichtigung, fand ich früher, fand ich das total süß irgendwie. Ich bin ganz schlecht dabei, an Geburtstage von Menschen zu denken. Ich bin, also ich habe schon tausend, auch Menschen, die mir wirklich nahestehen, deren Geburtstage irgendwie verpeilt. Insofern fand ich auch die Facebook-Erinnerungen immer ganz gut an Geburtstage und so. Also das finde ich erstmal nichts Schlechtes. Weil das auch nicht, also tatsächlich finde ich, Geburtstagserinnerungen bei LinkedIn sind eine wirklich komplette Hölle. Also in diesem Jahr haben mir bestimmt, muss ich lügen, 50 Leute, also es hat mir keiner auf LinkedIn geschrieben zum Geburtstag, den ich kenne. Also wirklich keiner, weil die haben halt irgendwie andere Kanäle benutzt. Aber so ungefähr 50 Leute haben mir was geschrieben. Und KI generiert. Heute ist nicht nur am Dienstag, es ist dein Geburtstag. So ganz ganz random. Also wirklich ganz wirklich wild. Fand ich ganz erstaunlich. Ich finde Geburtstagserinnerung ganz gut. Ich weiß nur nicht, ob das die, ob die Basis sein sollte, dass man eigentlich Informationen, von denen man dachte, man hätte sie da privat oder für sich eingegeben, dann dazu verwendet werden, Interaktionen zu erzeugen. Also beziehungsweise ich weiß, das ist scheiße. ist.

01:05:07 Gavin Karlmeier

Ja, words. Hundertprozentig. So, ich habe noch einen kleinen Aufruf, Leute, und zwar werden wir in diesem Jahr wieder den grauen Haken verleihen. Und auch einen goldenen Haken für A, die größte Social Media Peinlichkeit, für das größte Fehlverhalten in sozialen Medien, aber auch für eine besondere Wohltat für soziale Netzwerke. Ihr könnt jetzt schon Vorschläge einreichen, entweder im Discord auf www. hakenrend. org. Da gibt es einen eigenen Kanal, der heißt Grauer Haken oder per Mail an Grauerhaken athendrand. org Und ihr wisst, im Communitypreis wird alles abgestimmt am Ende und dann wird der Preis hoffentlich auch übergeben, anders als der für Markus Söder, den ich immer sehe, wenn ich hier Podcast aufnehme. Er steht nämlich immer noch vor mir.

01:05:47 Torsten Beeck

Das ist traurig. Also gibt es da auch so eine Gala und so eine Showtreppe und Barbara Schöneberger moderiert das?

01:05:54 Gavin Karlmeier

Oder wie läuft das ab? Wenn du willst, Thorsten, können wir das machen. Du meinst, wenn ich das bezahle? Ja, wir können uns ja irgendwo in der Mitte finden.

01:06:06 Torsten Beeck

Nein, ich finde das sehr gut. Ich finde das vor allen Dingen gut, dass das ja wirklich auch ein Community-Preis ist. Und deshalb schließt Abos bei uns ab, sonst müssen wir den Preis nächstes Jahr an den meistbietenden verkaufen. Ich versuch's mal mit einer kleinen Drohung am Ende. Weißt du, so ein bisschen so wie, sonst muss ich dieses Kätzchen leider. .

01:06:28 Gavin Karlmeier

erschießen.

01:06:29 Torsten Beeck

Ja.

01:06:30 Gavin Karlmeier

Machen wir wirklich eine Gala? Nee, ich glaube, wir machen keine Gala.

01:06:34 Torsten Beeck

Aber wir können uns mal irgendeinen Rahmen überlegen, wo wir das machen. Ich finde das ganz schön. Also es gibt ja, wir würden so zwei, drei Anknüpfungspunkte einfallen, wo man das auch in einem Live-Event mit ein paar. . freundlichen Gästen und so durchaus machen könnte.

01:06:51 Gavin Karlmeier

Aber es ist nicht die CT Weihnachtsfeier, oder?

01:06:56 Torsten Beeck

Zu der ich übrigens nicht eingeladen war. Aber das besprechen wir schon. Es gab überhaupt keine Doch, es gab eine Weihnachtsweise. Du warst nicht eingeladen, ja, stimmt. Das nächstes Mal. Also da müssen wir dich irgendwie reinschmuggeln, weil das ist tatsächlich nicht so ganz

01:07:11 Gavin Karlmeier

Einfach. Ich überlege mir nochmal was. Das machen wir. Thorsten, danke, dass du hier warst. Wir hören uns hier wieder am Freitag mit Dennis Kogel und ich wünsche euch einen wundervollen Rest. Haltet durch, habt viel Spaß, cremt euch ein, trinkt viel, macht hydration breaks zu jeder denkbaren und unpassenden Gelegenheit beim Arzt zum Beispiel. Und habt eine schöne Restwoche. Tschüss. Ciao.