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Folge 603 · 20. Juli 2026 · 1:04 Std.

Eine sehr, sehr unangenehme Überraschung

mit Nora Hespers

Die erste Stadt verbietet Rechenzentren jetzt, die lokale Infrastruktur für Abwasser zu nutzen. Aber es ist nicht nur das Abwasser, KI-Unternehmen brauchen auch Gas. Musk übernimmt das Business jetzt direkt – ihr merkt, wir drehen die zweite Runde in “Rechenzentren vs. the people”.

Aber jetzt, wo die WM vorbei ist, fragen wir die Expertin direkt auch mal: Wie war es denn? Also nicht der Fußball, sondern alles drumherum.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Nora!
  2. Donald Trump, Infantino und die WM
  3. Truth Social: Monetarisierung durch kostenpflichtigen API-Zugang
  4. Prediction Markets und der Teleprompter-Skandal 00:18:46 – Meta-Entlassungen: KI-gestützte Diskriminierung?
  5. Meta verkauft eventuell Rechenzeit an Anthropic
  6. Rechenzentren vs. the People II: Gaskraftwerke, Umweltauflagen und Trumps Energiepolitik
  7. Wasserverschmutzung in Cheyenne
  8. Musks kauft Gaskraftwerks-Zulieferer
  9. X verspricht von Open Source
  10. Nudify-Apps: YouTube und X als Traffic-Quellen
  11. X klagt gegen Nutzer wegen Deepfake-Generierung
  12. US-Regierung erlaubt TikTok wieder
  13. "Danger Dan" nicht im ZDF
  14. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Nora.

00:07 Nora Hespers

Hallo Gavin.

00:08 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Nora Hespers, Podcasterin, Journalistin und ich freue mich, dass du hier bist und wir bei dir jetzt so eine gewisse Regelmäßigkeit reingekriegt haben. Also ich glaube, die Abstände, die wir jetzt miteinander in den Aufnahmen haben, waren noch nie so klein wie in den letzten drei Malen, in denen wir aufeinandergetroffen sind.

00:24 Nora Hespers

Da gehe ich mit, ja.

00:26 Gavin Karlmeier

Das ist schön. Das sollten wir beibehalten.

00:28 Nora Hespers

Yay!

00:29 Gavin Karlmeier

Und jetzt, wenn die WM vorbei ist, dass wir auch wieder fair seid.

00:34 Nora Hespers

Ich hatte ja gar nicht so viel zu tun während dieser WM, weil ich ja nicht in der aktuellen Berichterstattung eingebunden bin. Aber man hat natürlich sehr viel damit zu tun, alles mitzukriegen, was im Hintergrund läuft, weil das ja viel schwieriger ist. Durch diesen ganzen Wust an Spielberichterstattungen die Hintergrundinformationen rauszufiltern.

00:50 Gavin Karlmeier

Und das, ich habe es jetzt schon ein bisschen so durch die Blume gesagt, das ist so ein bisschen dein Steckenpferd. so was so im Sport drumherum passiert, da sprichst du viel drüber. Nicht nur, aber auch. Und worüber wir hier gar nicht gesprochen haben. Obwohl wir so stark die amerikanische Politik immer gecovert haben, auch vor allem im letzten Jahr oder in den letzten zwei Jahren, war das für dich überraschend? Dass Donald Trump Infantino angerufen und gesagt hat, Na, das mit der roten Karte, das nehmen wir mal wieder zurück, oder war das nur eine Frage der Zeit?

01:22 Nora Hespers

Also für mich war das gar nicht überraschend. Also das ist so, dass du denkst, so, ah, das jetzt auch noch, du machst halt einfach so einen Haken dran, weil du schon irgendwas in die Richtung erwartet hast. Dass das passiert. Und man muss sich ja mal vorstellen, was die halt vorher gemacht haben, dass Infantino Donald Trump einen Friedenspreis, einen eigens für ihn geschaffenen Friedenspreis überreicht hat. In Konkurrenz zum Friedensnobelpreis übrigens, was ja schon auch wirklich eine Anmaßung ist. Und dieser Mensch mit dem Friedenspreis ist sich halt auch nicht zu blöd während der laufenden WM. Seines Freundes Dani den Iran nochmal anzugreifen. Ein Land, das da teilgenommen hat bei dieser Weltmeisterschaft. Also, sorry, aber Das ist so, wo man denkt, so ja, das ist eigentlich nur die logische Folge, dass dann auch sowas passiert, dass ein Präsident versucht dann da anzurufen. Und das Lustigste ist dann eigentlich, sich vor Kameras zu stellen und zu sagen, ich habe sehr viel Ahnung von Sport. Sehr viel Ahnung. Und man denkt sich, hm.

02:25 Gavin Karlmeier

Aber jetzt, wo die Runde da vorbei ist, der ganze Quad, wir nehmen das übrigens um 19 Uhr am Sonntagabend auf. Das heißt, wir wissen noch nicht, wie es nicht so gut ist. Wir wissen nicht, wie es ausgeht. Nein. Aber für dich als jemand, die das so streng begleitet, war es denn jetzt alles so schlimm wie erwartet? Nicht ganz so schlimm wie erwartet? Also vor allem die Hintergründe, ne, nicht wie die Spiele ausgegangen sind, am Ende wurscht. Aber wir haben ja so viel hier auch darüber gesprochen, dass wir davon ausgehen, dass es Einreisebeschränkungen gibt, die es in Teilen gab, aber auch für Fans eine bedrohliche Situation möglicherweise geben könnte, dass wir vielleicht unschöne Bilder erleben in Form von Eistruppen, die durchs Land ziehen und so. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, es ist alles, mein Gefühl, ein bisschen weniger schlimm gewesen als erwartet.

03:07 Nora Hespers

Es ist weniger mitbekommen worden, aber die, zum Beispiel die Eisquoten sind ja erhöht worden Anfang Juli und es sind deutlich mehr Leute in Eis Custody genommen worden. Ich kann das immer schlecht übersetzen, weil Das sind so Informationen, die ich auf Englisch rezipiere, weil sie in deutschen Medien gar nicht so intensiv besprochen werden oder weil sie vielleicht da auch untergehen. Das kriege ich irgendwie aus englischsprachigen Medien eher mit. Aber die Quoten sind erhöht worden. Das heißt, so eine WM ist natürlich auch so eine Ablenkung von genau solchen politischen Entscheidungen und dafür werden sie in autokratischen Ländern, in Diktaturen häufig halt auch genutzt, das sozusagen im Schatten. Dieser Berichterstattung über das sportliche Großereignis andere Entscheidungen hinten runterfallen. Und das Interessante ist ja, das gilt ja auch für Deutschland. Also zum Beispiel dieses Reformpaket ist sehr häufig in der Vergangenheit gewesen. Dass diese Reformpakete entschieden wurden, wenn die Augen der Welt sozusagen woanders waren. Bei einem sportlichen Großereignis zum Beispiel. Je weiter die deutsche Mannschaft kommt, desto abgelenkter ist die Bevölkerung, eben durch genau solche Nachrichten. War jetzt ungünstigerweise nicht der Fall und alle haben es dann mitbekommen und es wurde viel mehr darüber diskutiert, als möglicherweise erwartet wurde. Man kann jetzt auch nicht sagen, das ist Absicht, weil diese Reformpakete ja immer in solchen Zeiträumen entschieden werden. Ich weiß nicht, wie PolitikerInnen da kalkulieren. Aber es ist halt auffällig, wie stark oder nicht stark sowas diskutiert wird, je nachdem, was gerade an anderen Ereignissen genau diese Entscheidungen überlagert, die da passieren. Und diese Sportgroße Ereignisse werden häufig politisch dafür genutzt, andere Entscheidungen in den Hintergrund treten zu lassen, die politisch Auswirkungen haben auf das Land. Und das ist bei dieser WM, würde ich sagen, auch passiert, wie in vielen anderen Ländern. Und diese Entscheidung zum Beispiel, dass AIS deutlich mehr Leute wieder Deportiert, die ist relativ schwierig. Das Wort deportieren ist ein bisschen schwierig, weil es so eine 1 zu 1-Übersetzung aus dem Englischen ist, die im Deutschen nicht 100% funktioniert, aufgrund der historischen Ereignisse, nur zur Einordnung. So, und dann sind ja auch noch zwei Menschen erschossen worden wieder durch ICE Agents. Also ich tue mich schwer zu sagen, es ist nicht so schlimm geworden wie erwartet. Und wir wissen ja auch noch gar nicht. ob Fans betroffen sind oder nicht oder was da passiert ist. Das ist ja auch häufig so, und das haben wir in der Vergangenheit auch erlebt, dass wir es im Nachgang mitbekommen haben, wenn bestimmte Personen über Tage, Wochen, Monate in Eiskaste, die waren, weil die zum Beispiel nicht mit ihren Familien telefonieren durften. Also ich finde das schwer, jetzt schon zu sagen, das ist nicht so schlimm gewesen, wie wir erwartet haben. Und zeitgleich muss man sagen, in Mexiko gab es krasse Proteste und zum Teil auch Ausschreitungen während dieser WM aufgrund verschiedenster Sachen, zum Beispiel. Hat die LehrerInnengewerkschaft da protestiert wegen schlechter Arbeitsbedingungen? Die haben halt gesagt, ihr habt Geld für so ein Großereignis, aber für Bildung und für unsere Arbeitsplätze habt ihr kein Geld. Es gab große Proteste gegen Femizide in Mexiko. Ich glaube, ich muss den DW-Artikel Deutsch-Welleartikel nochmal raussuchen, aber ich meine, in Mexiko werden täglich zehn Frauen Opfer eines Hemizids. Das ist halt schon wirklich krass. Und dann wurde auch protestiert, zum Beispiel, weil die Angehörigen von verschwundenen Menschen in Mexiko ihre Angehörigen suchen. Es gelten 130. 000 Menschen in Mexiko als verschwunden, darunter viele ArbeitsmigrantInnen. Und im Verdacht steht das organisierte Verbrechen und die haben eben auch protestiert, weil die gesagt haben, wir wollen, dass diese Sachen politisch aufgeklärt werden. Also wir wollen Unterstützung bei der Aufklärung. Dieser vermissten Fälle, die sich häufig dann auch als Morde entpuppen. Also da gibt es große politische Verwerfungen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Trump jetzt während dieser WM den Iran wieder angegriffen hat. Ein Land, das teilgenommen hat an dieser WM und auch nicht übernachten durfte in den USA. Plus jetzt gerade ist ja die Nummer, dass Kanada mit Zöllen bedroht wird, das Land, das ja auch noch mit In dieser Dreier Kombo war, weil die Rauchschwaden von den Waldbränden in Kanada frecherweise über die USA ziehen. Sich nicht an Landesgrenzen halten und frecherweise in die. Also das ist wirklich eine Zumutung.

07:29 Gavin Karlmeier

Ja, mich macht das auch zornig.

07:32 Nora Hespers

Vielleicht sollte man eine Mauer bauen.

07:33 Gavin Karlmeier

Wir sollten ganz Rauchmauer. Ich wollte ganz kurz meine Frage konkretisieren, weil das natürlich alles richtig ist und es auch komplett zutreffend ist, dass auch in den USA die Diskussion um die Eistruppen stärker zugenommen hat. zwischenzeitlich sogar darüber diskutiert wurde, ob die ausgesetzt werden, diese Truppen eben, weil es zu weiteren Todesfällen gekommen ist.

07:53 Nora Hespers

Nur die Verkehrskontrollen sollten nicht mehr stattfinden. Das fand Trump aber nicht gut.

07:57 Gavin Karlmeier

Natürlich nicht. Was ich nur sagen wollte, im Vorfeld hatte ich das Gefühl, und dann können wir aber auch das Thema WM zur Seite schieben, im Vorfeld hatte ich so ein bisschen das Gefühl. dass es eine Sorge gab, dass sich Donald Trump hier so als der große Führer einer Nation oder vielleicht sogar eines kompletten Wertekonzeptes inszenieren könnte und dabei sowohl irgendwie diese ähm diese krasse, dieses krasse Law Enforcement, das ja nicht mal auf Law fust, irgendwie durchsetzt und auf der anderen Seite eben zeigt, was für ein greatest Country of All irgendwie die USA zu sein scheinen Und was ich halt sagen wollte, ist, dass diese Politisierung der WM, zumindest hierzulande, da dann eben nicht so gelungen ist, wie man es im Vorfeld vielleicht hätte befürchten können.

08:43 Nora Hespers

Ich weiß gar nicht, ob es nicht gelungen ist. Der ist gar nicht, also der ist ja gar nicht da gewesen. Bei den Spielen.

08:48 Gavin Karlmeier

Das ist ja auch sehr ungewöhnlich eigentlich. Wobei er Infantino angerufen hat.

08:53 Nora Hespers

Ja, er hat Infantino angerufen, aber er ist halt nicht. Häufig ist es ja so, dass sich die Wachthaber inszenieren bei den Spielen selbst. Das hat er. bis, also ich habe die Spiele nicht gesehen. Ich muss sagen, ich gucke mir diese Spiele nicht an. Ich höre viel auf der Straße und so, weil hier Public Viewing ist in der Nähe. Aber ich gucke mir diese Spiele nicht an. Ich verfolge die Berichterstattung. Aber ich glaube, mein letzter Stand ist, dass er, glaube ich, Anfang der Woche, bei mir, also Anfang letzter Woche, war mein letzter Stand, dass er nicht bei einem Spiel im Stadion war, zumindest nicht zu sehen war. Und ja, dass er wahrscheinlich nur das Finale gucken wird.

09:30 Gavin Karlmeier

Und über ihn, Donald Trump, möchte ich jetzt mit dir auch sprechen in der ersten Jetzt steigen wir so ein bisschen. Komm ich doch jetzt schon. Donald Trump, der hat ja ein Unternehmen gegründet, bevor er Präsident wurde, das er dann treuhänderisch in die Hände seiner Familie gegeben hat, nämlich die Trump Media Ein Touch. Technology Group. Und die oder die wurde nicht wirklich an seine Familie gegeben, sondern an Treuhänder, teilweise sogar an ein eigenes Unternehmen und so weiter. Aber Wir wissen alle, am Ende, sobald er kein Präsident mehr ist, holt er sich da das Geld wieder raus. So, und Donald Unterstellung, Satire, nennt es wie ihr wollt, ist keine mutmaßlich.

10:08 Nora Hespers

Mutmaßlich.

10:09 Gavin Karlmeier

So, Donald Trump hat mit diesem Unternehmen, Trump Media Technology Group, ja ein soziales Netzwerk gestartet, nämlich Truth Social. Und Truth Social hat da fallen ein paar Dinge zusammen. Truth Social wird nicht von super vielen Leuten genutzt. primär von ihm zur Kommunikation. Truth Social kostet aber auch kein Geld. Und trotzdem ist das so, wenn er darüber etwas kommuniziert, dass das de facto Auswirkungen zum Beispiel auf die Märkte Und das möchte die Trump Media and Technology Group jetzt zusammenbringen und bietet einen kostenpflichtigen API-Zugang für Truth Social an, um einen schnelleren Zugang zu den Beiträgen zu bekommen. Wir wissen, wenn du wenn du zum Beispiel dieses Bloomberg-Terminal nutzen kannst und ein paar Sekunden schneller bist als alle anderen, was die Börsendaten angeht. dann kannst du da relativ schnell auch von profitieren und das Geld auch wieder rausholen, wenn du halt so ein Daytrader bist. Also wenn du schnell bist und weißt, was passiert und worauf du achten musst, Dann kannst du davon profitieren. Und das möchte jetzt eben die Trump Media Technology Group anbieten, vor allem an Medienunternehmen, dass sie sagt: Hey, wenn ihr schneller über das berichten wollt, was Donald Trump. Truth, dann könnt ihr euch eine API kaufen. So viel ist bestätigt, noch nicht bestätigt ist, aber Reuters berichtet davon. dass diese API im Monat 100. 000 Dollar kosten soll. Es sei denn, du schließt direkt einen Dreijahresvertrag ab, dann gibt es das schon für 60. 000 Dollar im Monat.

11:36 Nora Hespers

Ja, ja. Klar, alles ist, also es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass alles monetarisiert wird, was man sich monetarisieren lässt. Also alles mitnehmen, was sich nied und nagel fest ist. Gleichzeitig ist es moralisch natürlich komplett daneben. Aber auch das ist ja keine Überraschung. Also Moral ist ja keine Größe mehr in dieser Präsidentschaft.

12:02 Gavin Karlmeier

Ja, wir sind da halt an einem Punkt, wo man da nicht mehr, also man muss das Korruption nennen. Du musst sagen, hey, wenn du wissen möchtest, was der Präsident in einer halben Stunde veröffentlichen wird, dann zahlst du bitte 100. 000 Dollar dafür. Das ist ja einer Demokratie, selbst wenn es so viele Demokratieansägungen gibt wie in den USA. Monaten ist es ein weiterer Tiefpunkt in einer endlosen Chronik von Dingen, bei denen man sich an die Stirn schlagen möchte.

12:33 Nora Hespers

Naja, ist Beschneidung von Pressefreiheit auf der einen Seite, ne? Und das ist wie Eintrittspreise für Pressekonferenzen. könnte man sagen. Stell dir vor, du musst, wenn du zu Express berichten willst, dann musst du halt eine musst du halt eine Eintrittskarte kaufen für eine Pressekonferenz. Also Ja, man muss sich ohnehin akkreditieren, das stimmt schon, es gibt Zugangsbeschränkungen zu solchen Pressekonferenzen, aber von Einsatzpreisen.

13:01 Gavin Karlmeier

Genau, das sind aber keine Beschränkungen, die es gibt, weil man irgendwie Leute ausschließen möchte, sondern weil der Raum begrenzt ist. Also, das ist ja, ne? Also die Leute, die sich akkreditieren, werden halt schon nach Fachlichkeit ausgewählt in den USA. Genau. Nicht unbedingt, aber nach Fachlichkeit, nach Reichweite.

13:17 Nora Hespers

Nach Gewogenheit wird da ausgewählt.

13:19 Gavin Karlmeier

Da wird nach Gewogenheit ausgewählt und jetzt ist halt die nächste Stufe. Dass du halt dafür bezahlst für diese API. Übrigens nicht nur Medienunternehmen, sondern auch Banken und Handelsfirmen bekommen das angeboten. Damit es nicht den Anschein erweckt, dass du nur die Posts von Donald Trump damit schneller bekommst. wird gesagt, dass dir der schnellste Zugriff auf Beiträge der zehn einflussreichsten Truth Social Accounts ermöglicht werden Welche das auch immer sein mögen, Platz zwei bis neun, I don't know. Aber ich bin so, ich frage mich, was ist die nächste Stufe? Und ich sagte, die nächste Stufe ist, dass tatsächlich eine bewusste Verzögerung eingedrückt ist. Donald Trump tippt etwas ein, klickt auf Abschicken und das wird erst zehn Minuten später angezeigt oder so. Das wäre meine These.

14:03 Nora Hespers

Aber ganz ehrlich, ich finde, so ein bisschen hat der Journalismus, das ist jetzt eine schnelle Kopfgeburt, so ein bisschen hat der Journalismus sich das auch selbst. Zu verdanken, durch diesen Verlautbarungsjournalismus, der ständig betrieben wird. Trump sagt dies, Trump sagt das, Putin sagt dies, Putin sagt das, also es wird nur noch, jede Verlautbarung wird einfach nur noch wiedergegeben und rausgeblasen auf den eigenen Kanälen, ohne die journalistisch einzuordnen. Wir haben ja ganz viele von diesen Verlautbarungsschlagzeilen, die ja ohnehin hochproblematisch sind, weil sie Weil Verlautbarungen zur Schlagzeile werden, die überhaupt nicht eingeordnet werden und so als Wahrheit halt oft dastehen, obwohl sie häufig eine Lüge sind. And dad, dass dieser Verlautbarungsjournalismus so gut funktioniert, weil er so gut klickt, lässt er sich dann an Ende auch monetarisieren Und dadurch, dass das ja jetzt schon die ganze Zeit gemacht worden ist und alle sehen, dass man damit auch Geld verdienen kann, ist natürlich klar, dass man dadurch auch Druck auf. Kann, indem man sagt, okay, Verlautbarungsjournalismus, kannst du nur noch machen, wenn du zahlst, dann kriegst du die ersten Click für diese Verlautbarungen Und das ist halt ein Problem, das hat sich der Journalismus, finde ich, an der Stelle mit selber eingekauft, durch die Art und Weise, wie diese Berichterstattung funktioniert.

15:19 Gavin Karlmeier

Ja, möglicherweise ist das so. Aber ich glaube tatsächlich, dass Zielgruppe hier tatsächlich eher der Markt ist und Leute, die halt schnell handeln, Daytrading machen. Und halt direkt einen Zugriff haben wollen, damit sie 10 Sekunden, 30 Sekunden, eine Minute schneller sind als alle anderen, wenn sie lesen, oh Donald Trump macht irgendetwas im Iran, wir gehen irgendwie auf. Rüstungsindustrie, auf Ölindustrie und so weiter, weißt du?

15:45 Nora Hespers

Genau, das verzerrt halt den Markt. Da müsste es eigentlich Aufsichtsbehörden geben, die sagen, okay, das muss reguliert werden. Das kann ja nicht sein, dass ein Präsident in der Form die Märkte bestimmt Macht er ohnehin schon, das wissen wir. Also zumindest gibt es die Vermutung, sage ich mal. Mutmaßlich macht er das ohnehin schon, um auf der sicheren Seite zu sein. Ja, und trotzdem, wenn es auf, also ich verstehe, dass man das auf die Märkte zieht, aber wenn du sagst, er bietet es auch Medienunternehmen an, muss man trotzdem sagen, dass natürlich diejenigen, die zuerst verlautbaren können, was Donald Trump auf True Social gemacht hat, weil viele Menschen ja nicht bei True Social sind, auch da ja einen Wettbewerbsvorteil haben vor der Konkurrenz. Also Klicks generieren ja Kohle und da wird ja sozusagen Konkurrenz bei Medien aufgemacht und wer nicht zahlt. Der kann halt später darüber berichten und hat dadurch ja einen Wettbewerbsnachteil, wenn es darum geht, Klicks zu generieren für Schlagzeilen. Klar, es stimmt. Das ist auch ein Markt.

16:45 Gavin Karlmeier

Ja, aber das ist am Ende alles der Markt. Aber es ist so, es ist am Ende eine Einladung zum Insider-Handel, wenn man so möchte. Es gibt eine bundesstaatliche Vorschrift, die verbietet den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren auf Grundlage wesentlicher nicht öffentlicher Informationen. Das gilt aber offenbar nicht mehr, wenn Hunderte oder Tausende vorab diesen Zugang bekommen. Das heißt, in dem Moment, wo man sich da einkaufen kann. Scheint diese Vorschrift nicht mehr zu gelten. Es ist am Ende eine Art Schlupfloch. Oder wie Elizabeth Warren sagt, eine Senatorin und im Bankenausschuss im Senat sagt. . . Ein ungeheuerliches System, um aus dem Präsidentenamt Profit zu schlagen. Mal wieder.

17:25 Nora Hespers

Ja, das ist ja, wie gesagt, das ist ja die moralische Komponente an der Geschichte.

17:29 Gavin Karlmeier

Und wenn wir uns jetzt überlegen, dass es ja nicht nur den klassischen Handel, das klassische Daytrading gibt, sondern eben diese ganzen Prediction Markets, über die wir hier auch schon mal gesprochen haben, wie Calci oder wie Polymarket. dann ist ja die Tür für Betrug unendlich weit offen. Und da gibt es jetzt eine passende Geschichte dazu, die NPA berichtet, aber auch ein paar andere, dass es eine Untersuchung derzeit gibt gegen den Menschen, der Donald Trumps Teleprompter bedient hat, über Jahre, also langjähriger Teleprompter-Operator. soll mit Kelchi fast 100. 000 Dollar verdient haben, weil er auf Dinge gewettet hat, die eigentlich noch keiner wissen konnte.

18:09 Nora Hespers

Naja klar, wenn du die Texte auf dem Teleprompter. Glückwunsch zu diesem Job.

18:20 Gavin Karlmeier

Good job.

18:22 Nora Hespers

Good for you.

18:23 Gavin Karlmeier

Ja, bis jetzt, also jetzt läuft ihr untersuchen. Ich glaube, das hat sich dann relativ schnell auch erledigt mit gut.

18:29 Nora Hespers

Ja, natürlich. Das ist auch ironisch gemeint. Fand natürlich nicht gut.

18:32 Gavin Karlmeier

Aber bis hierhin hat es erstmal offensichtlich ganz gut funktioniert.

18:36 Nora Hespers

Naja, aber es ist auch da, es ist natürlich kein Wunder, dass im direkten Umfeld von Donald Trump genau solche Leute sich aufhalten. Also.

18:45 Gavin Karlmeier

Klar.

18:46 Nora Hespers

Ja. Die logische Folge.

18:49 Gavin Karlmeier

Okay, wir kommen zum Meta, wenn du möchtest.

18:52 Nora Hespers

Hurra!

18:53 Gavin Karlmeier

Wir können das Truth Social Thema für heute können wir erstmal zur Seite legen.

18:59 Nora Hespers

Das war ein freudscher Versprecher, der war sehr schön.

19:05 Gavin Karlmeier

Wir kommen zu Meta. Das ist eine Geschichte, ich weiß auch nicht. Also, wir haben ja über die großen Layoffs, die Kündigungswellen bei Meta gesprochen. Und es gibt wohl 26 Menschen mindestens, die jetzt Klage eingereicht haben, weil Meta für die Auswahl der Personen, die entlassen werden, offensichtlich KI-gestützte Software eingesetzt hat. Die gezielt Menschen mit Behinderungen, Menschen im Krankenstand oder sonstige Beeinträchtigungen unverhältnismäßig stark benachteiligt haben soll. Das landet jetzt erstmal vor Gericht, aber allein die Geschichte ist ja schon ungeheuerlich, dass man sich denkt, also ihr habt eine relativ große Personalabteilung und jetzt entlast ihr irgendwie. Tausende von Menschen und da guckt ihr nicht mehr mehr drüber, bevor die Leute entlassen werden, ob das überhaupt sozial verträglich ist, sondern sagt, wir haben ja einen offensichtlichen Computer, wie der Vorwurf lautet.

19:54 Nora Hespers

Naja, Arbeitsschutz, ne? Das ist ja genau das, wofür man Gewerkschaften hat im Übrigen. Ich weiß nicht, wie das da aussieht beim Meta, ob es da auch eine Gewerkschaft gibt oder ob die Mitarbeitenden in der Gewerkschaft sind. Ich habe eben kurz über den Artikel drüber gelesen. Und das nicht gefunden direkt. Aber an der Stelle muss man sagen, das ist genau das, wo Gewerkschaften eigentlich eintreten und mit Unternehmen streiten und sagen: Sorry, Leute, so geht das nicht bei Arbeitsschutz, es gibt Arbeitsrecht Da sind Menschen oder vulnerable Personen nochmal besonders geschützt, wenn es um Entlassungen geht. Das kann man halt so nicht machen und das kann man halt schon gar nicht mit KI machen.

20:30 Gavin Karlmeier

Also die direkten Angestellten von Meta in den USA haben keine gewerkschaftliche Organisation.

20:37 Nora Hespers

Ja.

20:38 Gavin Karlmeier

Ausnahmen gibt es so, also zum Beispiel der Cafeteria-Steff. Der offenbar ist unionized. Habe ich jetzt gerade hier mal schnell anrecherchiert.

20:51 Nora Hespers

Also ad. Mit KI?

20:53 Gavin Karlmeier

Nein, nein, nein. Wie KIPedia gibt es nämlich einen extra Artikel, der heißt Meta and Unions, Meta and Unions. Und da geht es genau um dieses Thema. Und der erste Satz ist Meta Employees Are not unionized. Also ich nehme das jetzt mal so.

21:11 Nora Hespers

Ja. Ich kann nur sagen, an der Stelle sind Gewerkschaften, also bei aller Kritik, die man auch an Gewerkschaften haben kann, aber sinnvoll.

21:20 Gavin Karlmeier

Ja, aber auch am Arbeitsschutz und Gesetzlichen generell.

21:23 Nora Hespers

Ja, natürlich.

21:24 Gavin Karlmeier

Wobei die Mitarbeitenden, die jetzt hier entlassen wurden, die scheinen ja eine rechtliche Grundlage zu haben, wenn sie dafür Klage einreichen können. Ihre Stellen sollen übrigens am Mittwoch auslaufen, 22. Juli, haben eine einstweilige Verfügung beantragt, die Meta daran hindern soll, diese Entlassungen durchzuführen, bis die Ansprüche in einem privaten Schiedsgerichtsverfahren geltend gemacht würden. Das ist die Formulierung.

21:49 Nora Hespers

Ja, da kann man nur Daumen drücken, dass es irgendwie gelingt an der Stelle. Also dass es da wirklich eine juristische Handhabe gibt und dass es vor allen Dingen belegbar ist. Weil damit steht und fällt das ja am Ende.

22:01 Gavin Karlmeier

Ja, die Frage ist, musst du es überhaupt belegen, dass es eine KI war am Ende oder macht das nur den F. . Vorwurf irgendwie drastischer, weil es gibt in den USA Gesetze, die untersagen Diskriminierungs- oder Vergeltungsmaßnahmen gegenüber ArbeitnehmerInnen mit Behinderungen, solchen, die sich im Krankenstand befinden oder Schwangeren. Und Meta sagt, also Sie sagen, Meta hat es versäumt, die KI-Systeme auf Bias vorher zu überprüfen. Wenn jetzt natürlich rauskam Meter hat die KI gar nicht genutzt, aber Menschen haben das bewusst so entschieden, wäre der Rechtsverstoß genauso vorliegend.

22:34 Nora Hespers

Wie gesagt, ich bin weder Arbeitsrechtlerin, noch kenne ich mich mit US-Arbeitsrecht aus.

22:38 Gavin Karlmeier

Er geht mir genauso. Wir sind keine Botaniker.

22:41 Nora Hespers

Genau. An der Stelle muss man einfach sagen, dass genau solche Arbeitsrechte einfach hart erkämpft worden sind. Also, das sind schon Rechte, da muss man auch für kämpfen, dass sie bleiben.

22:52 Gavin Karlmeier

So ist das.

22:53 Nora Hespers

Deswegen ist es gut, dass sie klagen.

22:55 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Ich möchte das aber so ein bisschen zum Anlass nehmen, um über Ungerechtigkeit zu sprechen oder gefühlte Ungerechtigkeit oder generell über Meta-KI. Und kommen in unseren kleinen Rechenzentren Blog. Ich habe ihn schon angekündigt, wir müssen ein bisschen über Rechenzentren sprechen. Alle paar Wochen sammle ich so ein paar Meldungen zum Thema Rechenzentren und dann schauen wir darauf. Ich möchte aber da mit einer Meldung einsteigen, die wir werden, glaube ich, immer schlimmer mit dem, worüber wir sprechen. Vielleicht auch nicht. Mal sehen. Steig mit den Good News ein.

23:25 Nora Hespers

Los.

23:26 Gavin Karlmeier

Das musst du jetzt entscheiden, ob es eine Good News ist. Wir haben darüber gesprochen, dass Meta überlegt, ins Cloud-Geschäft, ins Computing-Geschäft einzusteigen. Rechenzeit. zu verkaufen. Und tatsächlich haben sie jetzt einen milliardenschweren Deal offenbar ausgemacht oder sind in Verhandlungen gerade, sind in Gesprächen und zwar mit Natürlich Anthropic. Anthropic ist ja so der Platz hier schrade oder der Goat in der in der KI-Welt, weil sie es vor allem geschafft haben. in der B2B-Welt irgendwie anzukommen. Also EntwicklerInnen nutzen eben in der Regel Claude Code, statt dass sie irgendwie auf Krog setzen. Kommen wir gleich auch nochmal zu. Aber Sie brauchen überall Rechenzeit. Sie haben sich ja sogar bei SpaceX eingekauft, sie haben sich bei Google eingekauft und jetzt kaufen sie sich eben auch noch bei Meta ein. Und zwar in einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Dollar für zwei Jahre. ist die Zahl, die hier im Raum steht. Berichtet, Engadget.

24:25 Nora Hespers

Ja, heißt es, dass dafür nochmal neue Rechenzentren gebaut werden?

24:29 Gavin Karlmeier

Vermutlich nicht, weil wir wissen, dass Meta oder wir gehen davon aus, dass Meta schon länger erwägt, in dieses Geschäft einzusteigen, Rechenzeit zu verkaufen. Und das würden sie nicht machen, wenn sie selber komplett auf Volllast wären. Es sieht eher danach aus, als hätten sie zu viele Rechenzentren gebaut, die sie jetzt. . irgendwie beschäftigt kriegen müssen, weil weniger Leute die Meta-AI nutzen, als sie sich das vorgestellt haben. Ungefähr so wie bei SpaceX und Grog, wo das irgendwie gestellt hat.

24:57 Nora Hespers

Ja, stimmt, da haben wir auch drüber geredet. Ja, also ich finde es insofern interessant, dass er immer noch viele neue Rechenzentren gebaut werden sollen und frage mich, ob das schon so ein bisschen mit KI-Blase zu tun hat. Also dass sozusagen Mit mehr Kapazitäten, mehr Nutzung gerechnet wurde, als dann letztendlich stattfindet, und dass man jetzt versucht, irgendwie mögliche Verluste an der Stelle zu kompensieren. Keine Ahnung.

25:28 Gavin Karlmeier

Also, das Problem ist natürlich, dass die Wette, dass es in Zukunft eher mehr Rechenzeit als weniger Rechenzeit braucht. Es gibt ja dieses Gesetz, über das Pip Klöckner immer spricht. Ich habe leider nicht gemerkt, wie es heißt. Das sagt, also wenn du jetzt einen, du kaufst jetzt einen Computer, der doppelt so viel Leistung hat, dann wirst du nicht die Prozesse, die du gerade nutzt. In der doppelten Zeit durchführen, sondern der Anspruch an die Prozesse wird steigen. Du wirst versuchen, komplexere Anfragen zu stellen. Das heißt, du wirst am Ende genauso viel Rechenzeit nutzen wie im Verhältnis zu der, die vorhanden ist, wie jetzt gerade Das heißt, wenn man mehr Rechenzentren baut, dann ist die Wette ja, dass man auch mehr davon brauchen wird. Und die Wette, die wird wahrscheinlich früher oder später aufgehen. Die Frage ist halt nur, ob sie für alle aufgeht oder ob Meta sich nicht damit einen guten Gefallen tut, so wirtschaftlich gesprochen, zu sagen: Hey, wir haben jetzt diese Rechenzentren, wir brauchen die aber eigentlich gar nicht, weil kein Mensch unser Produkt möchte. Dann vermieten wir das doch an die, die erfolgreicher sind und können immerhin an deren Profit mitverdienen. Das ist, glaube ich, so die Business-Perspektive darauf.

26:28 Nora Hespers

Ich frage mich halt, ob da schon mit reinfällt, dass sich europäische Unternehmen unabhängiger machen von diesen amerikanischen Clouds. Also ob das schon mit eingepreist ist oder von amerikanischen KI-Diensten oder whatsoever. Weil die Bestrebungen gibt es ja und Europa, kann ich mir vorstellen, zumindest ist kein unrelevanter Markt auch für US-Unternehmen an der Stelle.

26:51 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben halt bisher nicht so die Alternativen, fürchte ich. Weil selbst wenn wir uns jetzt hier in irgendwelchen alten Kernkraftwerken riesengroße Rechenzentren reinstellen, heißt es ja nicht unbedingt, dass es das Unternehmen gibt, das die auch braucht.

27:04 Nora Hespers

Ja, ja. Also es ist nur eine Frage, die ich mir gestellt habe, ob das damit reinspielt, dass die eben doch nicht so viele Anfragen haben, weil es dann Konkurrenz aus Europa gibt. Aber ja.

27:17 Gavin Karlmeier

Noch nicht so richtig, ne? Nee, ich fürchte nicht. Vor allem fürchte ich auch, dass die Konkurrenz aus Europa, weiß ich nicht, da bege ich mich jetzt auf Glat Eis.

27:24 Nora Hespers

Dünnes Eis.

27:26 Gavin Karlmeier

Also das knackt schon. Ich bin mir nicht sicher, ob Rechenkapazität aus Deutschland günstiger wäre als aus den USA. Das glaube ich nicht. Nee, Deutschland ist Europa. Ja, aber. Trifft wahrscheinlich auch auf viele europäische Länder zu. Aber naja, warum ist das denn so verhältnismäßig günstig in den USA? weil man oft the grid-power nutzt, also Strom, der nicht über das Stromnetz kommt, sondern über eigene Kraftwerke. Und wir wissen, dass zum Beispiel SpaceX, da haben wir auch schon drüber gesprochen, ja, zum Beispiel ihre Kolossus-Rechenzentren nutzt. weil sie eigene Gaskraftwerke daneben stehen haben. Übrigens mehr als angenommen. Kleine Notiz hier an der Stelle. Wie haben die das eigentlich so schnell gemacht, dass sie da hingebaut wurden? Naja, offensichtlich hat Donald Trump einen Weg gefunden, obwohl es Hürden gibt in den USA, verhältnismäßig schnell diese Genehmigung zu erteilen. Also Donald Trump hat in einer PK gesagt, dass er mit Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sam Altman und Elon Musk gesprochen hat, warum sie bei neuen Rechenzentrumsprojekten keine Pläne für Gaskraftwerke eingereicht hätten. Und er sagte: also Donald Trump in der Pressekonferenz Sie dachten, wir machen Witze. Sie können es nicht fassen, dass wir die Genehmigungen innerhalb weniger Wochen erteilen würden. Also es gibt also den Plan, irgendwie so gut wie möglich Umweltschutzauflagen zu umgehen, das Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, Bauvorschriften. für Gaskraftwerke zu lockern, damit eben schneller Rechenzentren entstehen können, also eine entgegenkommende amerikanischen Regierung zulasten der Bevölkerung. Um da Vollständigkeit halber das so zuzusagen, denn jedes Gaskraftwerk verschlechtert die Lebensbedingungen massiv für alle Menschen, die dort drumherum leben.

29:10 Nora Hespers

Haben wir hier auch schon drüber gesprochen. Ich wollte kurz sagen, ich habe irgendwas in Erinnerung, dass im Umfeld dieser Gaskraftwerke auch Grundwasserverschmutzungen stattgefunden haben.

29:18 Gavin Karlmeier

Kann das sein?

29:19 Nora Hespers

Menschen krank geworden sind, da auch Klagen.

29:23 Gavin Karlmeier

Das ist so. Habe ich jetzt gleich auch noch was dazu? Ich will nur der Vollständigkeit halber dazu sagen, dass Donald Trump sagt: Technologieunternehmen könnten jede beliebige Energieart nutzen. Kernenergie, Öl oder Gas, aber keine Windenergie. Wir erlauben keine Windenergie. Windenergie ist schrecklich, sagt Donald Trump.

29:41 Nora Hespers

Aber Solar? Sag da nichts zu.

29:45 Gavin Karlmeier

Vielleicht sagt er, ja, dann lass sie Woken doch ihren Solarstrom ziehen. Warum er Windenergie schrecklich findet, hat er übrigens nicht weiter ausgeführt hier in meiner Quelle.

29:55 Nora Hespers

Wegen dieser hässlichen Windräder, das wissen wir doch, die sind doch schlimm. Irgendwer wird auch noch kommen und sagen, die schreddern Vögel.

30:03 Gavin Karlmeier

Also es hat schon mal jemand gesagt, die Erdumdrehung würde sich dadurch beschleunigen.

30:08 Nora Hespers

Wegen der Propeller.

30:12 Gavin Karlmeier

Bitte glaubt ihr was nicht, Leute. Das sind alles so Armenmärchen, die existieren, um irgendwie die Lobby fossiler Energieträger glücklich zu machen. Das hat nichts mit der Realität zu tun.

30:25 Nora Hespers

Nope.

30:26 Gavin Karlmeier

Ich hab mal kleine Randnotte, müssen wir jetzt nicht tief ausführen. Wenn ihr da großes Interesse habt, schreibt mal bei Discord oder so. Ich habe mal eine ganz große Recherche zur Windkraft gemacht. Mein Gott, gibt es da viel Desinformation in der Welt oder Fehlannahmen oder auch mutwillige Verbreitungen von Lügen, um irgendwie gegen diese Windkraftwerke vorzugehen. Das führt dazu, dass der Windpark. Mülheim an der Ruhr. Der besteht aus einem Windrad.

30:56 Nora Hespers

Das nennt sich Windpark?

30:58 Gavin Karlmeier

Weil für mehr wollte man dann nicht, weil ich verschandele ja die Landschaft so uns. Naja, du hast gerade schon davon gesprochen, dass Leute klagen, weil eben durch die Rechenzentren auch das Wasser einfach schlechter wird. Und es gibt den kleinen Ort Cheyenne. Und der kleine Ort Cheyenne, ich habe mir gar nicht aufgeschrieben, in welchem Bundesstaat der ist, das reiche ich gleich nach. Die haben jetzt einen Erlass rausgegeben, dass kein Abwasser von Rechenzentren mehr ins städtische Abwassersystem geleitet werden darf. Weil das Rechenzentrum der Firma mit dem Namen Meta hier das städtische Abwassersystem derart verunreinigt hat, dass monatelange Reinigungsarbeiten notwendig gewesen sind. Einer aus dem Stadtrat wird anonym zitiert mit Das ist eine sehr, sehr unangenehme Überraschung. Also auf den Hinweis, wie eben das Rechenzentrum auf das Abwasser der Stadt irgendwie eingewirkt hätte. Und deswegen wird jetzt kein Industrieabwasser von Rechenzentren mehr in diesem Ort im Abwassersystem geleitet, äh geduldet.

31:57 Nora Hespers

Müssen die jetzt selber haben die eigenen Kläranlagen oder wie ist das.

32:01 Gavin Karlmeier

Vielleicht Tanks oder fahren einfach mit diese betriebenen Lkws das Wasser tankweise weg oder so. Keine Ahnung, was sie jetzt machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Problem ist.

32:10 Nora Hespers

Ich würde hoffen, dass das ein Problem ist, aber die Frage ist natürlich, wie lösen sie es? Wenn sie es dann illegal verklappen, hilft es natürlich auch nicht weiter.

32:19 Gavin Karlmeier

Also die einzige Anwaltung, in Wyoming ist es übrigens. Und die Verunreinigung waren übrigens seltene Bakterien, die relativ schwierig aus dem Wasser wieder rauszukriegen waren.

32:29 Nora Hespers

Unangenehm.

32:30 Gavin Karlmeier

Sehr, sehr unangenehme Überraschung. Aber ich glaube, dass Sie sich jetzt erstmal damit beschäftigen müssen, wie sie ihr das Wasser da wegkriegen, bevor dieses Rechenzentrum da weiter betrieben werden kann.

32:42 Nora Hespers

Das heißt, das Rechenzentrum ist stillgelegt jetzt.

32:45 Gavin Karlmeier

Das geht nicht. Ich frage nur Fragen.

32:48 Nora Hespers

Ich möchte nur so Sachen wissen. Ich will wissen, wie es weitergeht. Du kannst mich ja nicht mit so Themen anfüttern und mir die Hälfte der Fragen unbeantwortet lassen.

32:56 Gavin Karlmeier

Also, Meta sagt, Meta unterstützt die Bemühungen unseres Generalunternehmers Fortis, das ist offenbar das Unternehmen. Dieses Rechenzentrum da betreibt oder aufgebaut hat. Also sie unterstützen die Bemühungen, dieses Problem mit den Stadtwerken in Cheyenne zu lösen. Als der Vorstand mitteilte, dass er eine Substanz im städtischen Abwasser nicht im Trinkwasser gefunden hatte, stelltefort ist die Einleitung von Industriewasser umgehend ein und begann mit dessen Abtransport. Tatsächlich. Also sie fahren tatsächlich Lkw-Weise das Wasser da jetzt weg.

33:27 Nora Hespers

Genau, und dann weißt du aber nicht, wo es landet, wo sie sich dann entsorgen und in wessen Kläranlage es als nächstes.

33:32 Gavin Karlmeier

Wir fahren einen Ort weiter und kippen das so ein Gulli an der Straße.

33:37 Nora Hespers

Ohne witzig Code den ja alles zu, das ist ja das Schlimme. Man muss es dann weiterverfolgen, damit man sichergehen kann, dass das dann, keine Ahnung, aufbereitet wird oder was auch immer damit passiert, weil das Wasser einfach nur wegzufahren. Gut, dann ist es weg. So. Und dann ist ja auch die Frage, okay, das Wasser haben sie ja irgendwo entnommen, wenn sie es wegfahren, dann geht es ja nicht wieder zurück in den Wasserkreislauf und so. Also dann fehlt das Wasser ja irgendwann. Und was wir ja auch wissen, ist, dass eben im Umfeld von Rechenzentren die Grundwasserspiegel sinken, weil so viel Wasser entnommen wird, weil so viel Wasser dann auch verdunstet da, weil das eben nicht wieder zurückkommt in den Kreislauf. Wir haben ohnehin ein Problem, das gerade sehr viel Wasser verdunstet, weil es erstaunlicherweise wirklich sehr, sehr warm ist auf dieser Erde. Und das Wasser, das verdunstet, kommt natürlich irgendwo runter, aber selten da, wo es verdunstet ist. Und wir haben zusätzlich das Problem, dass wir zum Beispiel Kühlung nicht mehr gewährleisten können. In Frankreich wurden ja mal wieder dann auch AKWs runtergefahren und so. Strom ist relativ essentiell für diese Rechenzentren. Also ich finde schon, dass da viele Themen mit drin hängen, die einfach miteinander zu tun haben. Und die gleichzeitig auch mit den Folgen der Klimaerhitzung zu tun haben. Und da, also ich verstehe nicht so richtig. warum man diesen Ausbau von Rechenzentren so forciert, wenn man deren Versorgung gar nicht gewährleisten kann und sie zusätzlich so viel Belastung bedeuten wie für zum Beispiel Grundwasser oder durch Abgabe von Wärme, durch Abgabe von Chemikalien oder Bakterien. Also es gibt so viele ungelöste Fragen rund um diese Rechenzentren oder Data Center, die da aufgebaut werden. I don't know. Ist das eine gute Idee, das so voranzutreiben?

35:27 Gavin Karlmeier

Ich glaube nicht, dass Donald Trump sich diese Gedanken macht. Ich glaube auch nicht, dass Mark Zuckerberg oder Elon Musk sich exakt diese Gedanken machen. Weil für diese Menschen ist der Klimawandel nicht das dringliche Problem.

35:42 Nora Hespers

Nee, können sie ja schon rauskaufen.

35:45 Gavin Karlmeier

Oder ziehen heute woanders hin. So. Also. Auf dem Maß. Als zum Beispiel auf den Maß. Apropos rauskaufen Ähm, wir wissen, ich habe gerade schon von SpaceX gesprochen und über deren fossilen Energiequellen. Und sie haben dafür ja häufig kleine eigene Gaskraftwerke gebaut oder betrieben, haben aber auch mobile. Anlagen genutzt, mobile Gas- und Dieselgeneratoren, die offensichtlich zu Teilen von einem Unternehmen gestammt haben, das New Ape APR Energy heißt. Und jetzt ist rausgekommen, etwas, das man nicht wusste, sondern nur weil eine Journalistin einen FTC-Antrag fand, also von der Handelskommission, dass Elon Musk das Unternehmen hinter APR Energy schon am 14. Mai gekauft haben soll für etwa eine Milliarde Dollar. Heißt also, dieses Unternehmen, das sein Geld damit verdient, Module, also so mobile, so heißt das. Mobile Gas und Dieselgeneratoren zu verkaufen, gehört jetzt auch Elon Musk, damit er offensichtlich auch in Zukunft nicht damit plant, irgendwie auch ein kleines Vimeter, das ja in ihrer Vision hat, Kernkraftwerke zu betreiben, die direkt neben den Rechenzentren stehen, sondern offensichtlich bleibt einfach auf der fossilen Strecke einfach

37:03 Nora Hespers

Ja, warum sollst du das einzeln einkaufen, wenn du es gesamteimal kaufen kannst, weißt du? Am Ende ist es ja einfach billiger, das große Paket zu kaufen, statt immer nur so Kleine Einzelteile.

37:13 Gavin Karlmeier

Warum soll ich mir jedes Mal ein Bier kaufen, wenn ich die ganze Brauerei erwerben kann?

37:17 Nora Hespers

So. Ja, so.

37:19 Gavin Karlmeier

Ich finde das gut.

37:20 Nora Hespers

Mach die dann mask das. Ja. Es gibt Menschen, die halten das für genial.

37:25 Gavin Karlmeier

Also es kann auch sein, dass es wirtschaftlich gar nicht doof ist. Aber da sind wir ja erst recht bei der Frage, wie zukunftsträchtig das ist, wenn das halt ein Unternehmen ist, dass halt Gasturbinen herstellt und Gas, Dieselgeneratoren. Wenn man sich überlegt, dass also man kann sehr viel über Kernkraft streiten, man kann das ganz doll ablehnen und kann das richtig scheiße finden. Und trotzdem anerkennen, dass es zum Beispiel eine sauberere Energiequelle als Gas und Diesel wäre, vor allem wenn es in ganz großen Stile irgendwo betrieben wird. So. Und das scheint Elon Musk aber hier an dem Punkt nicht so zu sehen.

37:57 Nora Hespers

Naja, solange, bis du diese Brennstäbe loswerden musst.

38:02 Gavin Karlmeier

Dann ist nicht mehr so sauber. Ich bin überhaupt gar kein Kernkraftfreund.

38:05 Nora Hespers

Nein, nein, ich will es nur einmal anfügen, plus wir haben hier auch dieses Kühlungsproblem. Also, da wo wir Energie erzeugen, haben wir häufig so Kühlungsprobleme. Auf einem erhitzenden Planeten Ist das ein dringendes Problem?

38:20 Gavin Karlmeier

Guck mal, Elon Musk will ja Datencenter im Weltraum betreiben. Warum will er nicht einfach so Dieselgeneratoren im Weltraum betreiben?

38:27 Nora Hespers

Keine Ahnung, ich weiß nicht, ob es dieselgt ist.

38:28 Gavin Karlmeier

Wenn er außerhalb der Atmosphäre ist, dann hat das doch kaum Auswirkungen auf Diesel.

38:33 Nora Hespers

Ja, aber du brauchst ja dann Diesel auf dem Mars.

38:35 Gavin Karlmeier

Ja, einfach mit einem großen Schlauch.

38:38 Nora Hespers

Ja, genau. Weil es ist egal, was da noch so rumfliegt. Hauptsache du hast so einen Schlauch. Ja, nee, klingt logisch. Teleportieren?

38:47 Gavin Karlmeier

Perfekt.

38:49 Nora Hespers

Oder?

38:49 Gavin Karlmeier

Kabelloser Dieseltransport.

38:54 Nora Hespers

So machen wir es. Deal.

38:56 Gavin Karlmeier

Übrigens, bevor das jetzt jemand kommentiert, mir ist schon klar, dass Elon Musks Idee für diese im Daten, im Weltraum betriebenen Datenrechenzentren auf Solarenergie fußt. Der Vollständigkeit halber.

39:06 Nora Hespers

Dann geht das mit Solana.

39:08 Gavin Karlmeier

Dann ist das okay. Da hast du das ja auch rund um die Uhr. Apropos Elon Musk, Elon Musk hat angekündigt, den kompletten Quellcode von X. Open Source freizgeben, also dass du ihn als komplett offenen Quellcode einsehen kannst und es sollen unabhängige Prüfer geben. Die verifizieren sollen, ob der veröffentlichte Code auch der Live-Produktionscode ist, der für X genutzt wird. Das ist das Versprechen von Elon Musk. Wir wissen, dass er seit vier Jahren das Versprechen gegeben hat. Den Algorithmus vollständig zu veröffentlichen. Wir wissen, dass das nur in Teilen passiert ist. Also wir wissen zum Beispiel Was ist der Code hinter der Timeline? Aber es fehlen zum Beispiel Gewichte. Also wir wissen nicht, in welcher Gewichtung werden welche Signale verstanden. Wir wissen, welche Signale gibt es und so weiter und so weiter. Auch der Vollständigkeit halber hinzu. Elon Musk hatte nach dem Kauf von Twitter angekündigt, dass jede Entscheidung, die das Unternehmen Twitter betrifft, von einem unabhängigen Council verabschiedet werden soll. Nur so als kleine Prise Salz zu der Notiz, dass Elon Musk hier unabhängige Prüfer diesen Code dauerhaft überwachen sollen.

40:18 Nora Hespers

Hat es das jemals gegeben? Ich erinnere mich nicht an ein unabhängiges.

40:23 Gavin Karlmeier

Nein, das Council gibt's nicht.

40:24 Nora Hespers

Ja. Ich wollte sichergehen, dass ich nichts verpasst habe.

40:29 Gavin Karlmeier

Also es gibt halt bei Meta gibt es immerhin das Oversight-Board, das ist ja so ein bisschen so, wobei das ja auch nur angerufen werden kann oder von NutzerInnen konsultiert werden kann. Oder auch selber eingreifen kann, aber nicht bei jeder Entscheidung mit im Loop ist. Aber Musk wollte das, ich sage ja nur, es war ein zwei Beispiele für Versprechen, die ähnlich klangen von

40:56 Nora Hespers

Die alle um transparent sich gedreht haben.

41:01 Gavin Karlmeier

Absolut, genau. Das größte Versprechen von Elon Musk nach.

41:06 Nora Hespers

Meinungsfreiheit und Transparenz.

41:08 Gavin Karlmeier

Meinungsfreie Transparenz und die Bekämpfung von dem Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt.

41:14 Nora Hespers

Ja, das hat richtig gut funktioniert.

41:19 Gavin Karlmeier

Gleichzeitig ist aber auch folgendes passiert: also es gibt Grog-Build. Grog-Build ist das gleich wie Cloudcode oder OpenAI. ChatGPT-Codecs und all diese Programmier-KI-Tools. Und es ist aufgefallen, dass XAI, also Grog Build Oder wie es vorher hieß Grog CLI, die kompletten Repositories, mit denen man dort arbeitet, auf einen Google-Server hochgeladen hat. Und es war völlig unklar warum. Man weiß auch bis heute nicht warum, aber um dem Ganzen sozusagen als Reaktion darauf. hat Musk angekündigt, dass auch der Quellcode von GrogBild öffentlich gemacht wird, weil SpaceXAI hier Transparenz versprechen möchte. Und sagen, diese, also eure Daten werden jetzt nicht mehr bei Google hochgeladen und ihr könnt auch genau sehen, dass das so ist. Und hier habt ihr den Quelltext unserer Software. Open Source. Dieser Teil, dieses Grog-Bild, ist auch schon als Quellcode veröffentlicht. Bis zum Redaktionsschluss gab es aber noch keine umfangreichen Analysen. wie vollständig das ist und ob das tatsächlich dem Live-Produktionscode entspricht, ich glaube, das unabhängige Gremium hat die Arbeit hier noch nicht aufgenommen.

42:33 Nora Hespers

Okay, was machen wir damit?

42:36 Gavin Karlmeier

Es sind so, es sind weitere Bausteine eines sich längst eigentlich schon vervollständigten Bildes. eines Unternehmensstils, von dem wir eigentlich hoffen, dass sie früher oder später der Vergangenheit angehören.

42:51 Nora Hespers

Wir warten.

42:51 Gavin Karlmeier

Wir sind Chronisten, wir müssen der Vollständigkeit halber und müssen wir darüber sprechen. Übrigens, willst du noch eine richtig düstere Geschichte haben?

43:00 Nora Hespers

Noch eine, hau raus.

43:01 Gavin Karlmeier

Leider ja. Es gibt eine Untersuchung des Institute for Strategic Dialogue, ISD. Und die haben sich angeschaut, woher kommen eigentlich die meisten Zugriffe auf die sogenannten Nudify-Apps und Websites. Das sind Tools, mit denen es möglich ist, mit Hilfe von KI Menschen gegen ihren Willen und ohne ihr Wissen Nackt darstellen zu lassen. Und Sie sagen, in diesem Bericht steht, zwischen Dezember 2025 und März 2026, also innerhalb von zwischen drei und vier Monaten, gab es mehr als 5,7 Millionen Besucher auf Nudify-Websites. Nur über soziale Netzwerke. Der wichtigste Treiber für diesen Traffic ist YouTube gewesen. Mehr als 30% kamen über YouTube 1,82 Millionen Aufrufe auf Platz 2. Man wird sich wundern, ist X die zweitwichtigste Traffic-Quelle für diese Website mit 1,3 Millionen Besucher? In dem Bericht sagt Melanie Smith Die Senior Director für Forschung und Richtlinien beim ISD im Interview mit Wired, dass YouTube nicht nur eine passive Zulaufquelle war, sondern dass das das absolute, also dass der aktive Weg. von YouTube zu diesen Unify-Apps vorgesehen war. Also dass Sie sagen, YouTube und Acts sind die Gateways für Unify-Apps

44:18 Nora Hespers

Aber sind das auf YouTube, YouTuber mit Videos gewesen zu Gebrauch von Unify-Apps zum Beispiel, die dann dahin geführt haben? Und das Interessante ist ja, das hat ja zeitgleich stattgefunden mit diesem großen Nefy-Skandal von Grog und X. Das ist ja in einem ähnlichen Zeitraum gewesen.

44:37 Gavin Karlmeier

Fairerweise zwei Dinge, die ich so ein bisschen der Güte wegen und der Vollständigkeit halber dazu sagen möchte. Punkt 1, das Suchverhalten, dass du ein Tutorial suchst, zum Beispiel googelst und in einem YouTube-Video landest oder bei YouTube direkt nach einer Erklärung suchst für. . . Wie kann ich ein FIFA-Cheat eingeben oder wie kann ich eine Unify-App finden? Ist natürlich, dafür ist YouTube prädestiniert, weil es einfach eine sehr gute Suche hat. Und Ex und YouTube sind von allen sozialen Netzwerken die beiden, bei denen es am einfachsten ist, mit Hilfe eines Links rausgeführt zu werden. Weil ich bei YouTube einfach in die Shownotes, also in die Beschreibung, einen Link setzen kann. Bei Ex direkt in den Post. Instagram hat diese Möglichkeit nicht. TikTok hat diese Möglichkeit so ein bisschen und Facebook come on.

45:26 Nora Hespers

Ja, aber bevor wir darüber sprechen, als wir das ein normaler Fall. Vorgang.

45:29 Gavin Karlmeier

Nein, nein, natürlich gar nicht.

45:31 Nora Hespers

Deswegen sage ich es einmal wirklich deutlich: wer danach sucht, wie man Unify-Apps benutzt, ja? sollte sich schon mal fragen, ob er da richtig drüber nachgedacht hat, was das mit den Personen macht, die dann genug werden. Also das ist sozusagen für mich schon der erste Schritt in Richtung Missbrauch von Personen. Also es ist ja kein Missbrauch deren Bildern, sondern es ist ein Missbrauch von Menschen, meist weiblich oder Kindern. die durch diese Nudify-Apps eben beschämt werden sollen, unter Druck gesetzt werden sollen oder auch ausgebeutet werden sollen, wie zum Beispiel im Fall Colin Fernandes. Für mich fängt das da an. Und wenn das der Punkt ist, und das sind ja nicht wenige Abfragen, an der Stelle muss man sich schon mal fragen, ob das so richtig ist. Und ob man da nicht doch lieber das sein lassen möchte, weil mit jemandem spricht, der einem hilft.

46:30 Gavin Karlmeier

Der Hauptvorwurf von Colleen Fernandes, der Vollständigkeit halber, beinhaltet keine Deepfakes.

46:36 Nora Hespers

Nee, keine Dieb. Genau, aber also trotzdem geht es ja darum, dass.

46:39 Gavin Karlmeier

Trotzdem ging es darum.

46:41 Nora Hespers

Es ging ja um Nacktbilder schon.

46:43 Gavin Karlmeier

Ja.

46:44 Nora Hespers

Das musst du nicht mit Unify-Apps erstellen, das gab es vorher schon. Aber Unifi-Apps machen es einfach deutlich leichter.

46:49 Gavin Karlmeier

Genau. Aber der Vorwurf waren eben keine Deepfake. Nur damit wir da sauber sind. Absolut. Trotzdem, das Thema ist halt sehr groß. Spätestens seit Anfang des Jahres und da ist die Colin-Fernandes-Geschichte natürlich reingerutscht. Und hat das Thema auch größer gemacht, obwohl in dem Artikel das nicht das Thema dort gewesen ist.

47:07 Nora Hespers

Nein, ich habe Colin Fernandes deswegen angeführt, weil an dem Fall einfach deutlich wird, wie sehr da persönliche Also wie sehr das Menschen betrifft, also in ihrem persönlichen Leben und in ihrer Selbstbestimmung als Menschen.

47:24 Gavin Karlmeier

Du hast ein stabilisierter Missbrauch. Hundertprozentig. Und ich wollte auch nicht darüber sprechen, als wäre es ein normaler Vorgang. Ich wollte nur sagen, dass wenn eine Traffic-Quelle Social Media ist, die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass es eines dieser Netzwerke ist, weil die eben deutlich offener mit Links umgehen als die Meta-Plattformen. Nicht immer, aber gerade wenn es um zufällige Kontakte geht, die auf Links klicken sollen, weil sie nach etwas gesucht haben, dann sind diese beiden Netzwerke halt prädestiniert dafür. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, warum die Plattformen nichts dagegen tun. Also die Autoren der Studie zum Beispiel sehen einen Widerspruch zu den Richtlinien von YouTube, die sexuell explizite Inhalte untersagen. Das ist bei X übrigens nie so gewesen, auch bei Twitter früher nicht. Twitter war immer eine Plattform, auf der auch Erotika erlaubt war und auch Pornografie erlaubt war. Aber bei YouTube eben explizit nicht. Und auch nicht nur das Veröffentlichen sexuell expliziter Inhalte bei YouTube erlaubt, sondern auch das Posten von Links oder die Werbung für sexuell explizite Websites. Dazu sollten auch solche Tools gehören, sagen die AutorInnen dieser Studie. Ja, stimmen wir an der Stelle zu?

48:33 Nora Hespers

Ja, irgendwie kann ich einfach nur zustimmen. Ja, ist so.

48:35 Gavin Karlmeier

Ja, bei X ist es allerdings so. Und das wird dann ja, dann wird es jetzt. Verworren. Ich hoffe, dass wir das hinkriegen. Und zwar hat Ex Klage gegen einen Mann aus South Carolina eingereicht, weil er mit Hilfe von Grog Bilder von Minderjährigen sexualisiert erstellt haben soll. Das XAI wirft diesen Mann vor, wir wollen seinen Namen hier nicht nennen, nicht sexuelle Bilder von Erwachsenen und Minderjährigen bei Grog hoch. Und versucht zu haben, das System zu nutzen, um auf der Basis sexuell explizite Deepfakes zu generieren. In der Kleinschrift wird außerdem behauptet, er habe sexuelle Darstellungen von Erwachsenen ohne deren Zustimmung erstellt. Und da kann man ja erstmal sagen, das ist ja erstmal ein Schritt in die richtige Richtung, denkt man. Denkt man.

49:24 Nora Hespers

Ich denke das nicht.

49:26 Gavin Karlmeier

Ich denke das auch nicht. Aber sag mir mal, was du denkst.

49:30 Nora Hespers

Naja, also wir wissen ja, dass Elon, dass sozusagen der Spicy-Mode auf Wunsch von Elon Musk überhaupt erst da eingepflegt worden ist. um das möglich zu machen, dass sozusagen dieses Tool auch noch monetarisiert werden sollte, damit Menschen darauf zugreifen können. Aber erst nachdem sie seinen Premium-Account haben und jetzt zu sagen, naja, wir klagen jetzt mal gegen den Menschen, der das gemacht hat, der sozusagen das Tool genutzt hat, das wir zur Verfügung gestellt haben, aber er hat es halt nicht so zu genutzt, wie wir das intendiert haben. Ist halt so ein bisschen Wohlfall. Also grundsätzlich kann man natürlich, also kann man natürlich sagen, okay, das ist Missbrauch dieses Tools, aber in erster Linie muss ja die Frage sein, warum gibt es das überhaupt?

50:13 Gavin Karlmeier

Ja, und da finde ich, betritt man fast schon, da wird es fast schon rechtsphilosophisch, glaube ich. Weil wenn ich Hersteller von einem Schmerzmittel bin, Und du kaufst du das und du legst 60 davon in mein Abendessen und ich merke das nicht, bin ich dann verantwortlich als Hersteller dieses Schmerzmittels. Wahrscheinlich nicht, weil du hast das Produkt misused. Wenn man ein Tool anbietet, das erstmal alles kann, dann sind natürlich auch die Leute, die das damit tun, mitverantwortlich. Deswegen kann ich der Klage als solcher in der Idee etwas abgewinnen. Damit will ich aber gar nicht XAI aus der Schuld nehmen, weil eben, wie du schon sagst, Incentives gesetzt wurden, dieses Tool auf diese Art zu nutzen. Und eins mehr noch, für mich ist das hier so ein absolutes: Ich zeige jetzt mit dem Finger auf andere, weil wir selber unsere Probleme nicht in den Griff. kriegen.

51:07 Nora Hespers

Das ist totale Doppelmoral einfach. Also ich sage ja auch nicht, dass dieser Mann nicht belangt werden soll, weil er das gemacht hat. Natürlich hat er das so genutzt. ohne Frage. Natürlich sollte er dafür auch bestraft werden entsprechend, aber es ist halt absolute Doppelmoral, weil diese Nutzung wesentlich in Kauf genommen war. Es war völlig klar, dass es so genutzt wird. Und es ist ja auch zu großen Teilen genauso genutzt worden.

51:34 Gavin Karlmeier

In Teilen auf jeden Fall. Also bei Grog ja, aber so generell ist es ja nicht so, dass jeder, der einen KI-Bildgenerator nutzt, damit sowas macht, natürlich. Aber Dass es damit möglich ist, sollte man natürlich verhindern. 100 Prozent. Dass man aber gegen solche Leute vorgeht, stimme ich dir auch zu, finde ich. Persönlich Meinung, erstmal nicht schlecht, weil solche Menschen, die sowas tun, die solche Newtify-Apps nutzen, die Grog dafür nutzen wollen, die dürfen sich nicht sicher fühlen. Die dürfen nicht sagen, das Tool ist schuld, wenn ich das damit machen kann.

52:09 Nora Hespers

Ja, aber wie gesagt, dass man überhaupt nicht reguliert, dass es diese Tools gibt. Das ist ja schon sozusagen der Schritt, der noch davor liegt.

52:18 Gavin Karlmeier

Ja, das werden wir in den USA nicht erleben.

52:20 Nora Hespers

Genau. So, bei Schutz von Frauen, why?

52:24 Gavin Karlmeier

Ja, und generell Schutz von Menschen. Generell irgendwas mit Menschen.

52:31 Nora Hespers

Machen wir nicht.

52:32 Gavin Karlmeier

Aber für mich ist halt so die Strategie dahinter so ein bisschen. Wir haben ja auch darüber gesprochen, dass X das in seinen Nutzungsbedingungen aufgenommen hat, dass man das nicht mehr damit darf. Die Strategie ist halt so: wir kriegen das Problem auf Plattformseite nicht gelöst. Also sagen wir einfach, hier liegt eine Waffe auf dem Tisch, aber wenn du sie benutzt, bist du schuld. Und ich finde, dass das beim anderen und bei anderen Unternehmen vielleicht sogar noch ein legitimeres Vorgehen gewesen wäre, was so Nur so rein aus der Marketing- und Öffentlichkeitsbrille gesprochen, als das bei XAI, SpaceX AI der Fall ist, weil sie sich halt, wie du schon sagst, unglaubwürdig machen. Again. Again. Again. So, ich habe noch eine kleine Randnotiz, die uns vielleicht auch gar nicht so richtig Weiterbringt, aber vielleicht auch doch. US-Bundesbedienstete dürfen ab jetzt, falls jemand von euch beim US-Justizministerium arbeitet oder so, dürfen ab jetzt wieder TikTok nutzen, weil dadurch, dass TikTok jetzt ein amerikanisches Unternehmen ist, seit Jahr oder so, seit Oktober, seit fast einem Jahr, dürfen sie das jetzt auch wieder nutzen. Das war ja längere Zeit verboten. Wobei wir immer noch nicht ganz genau wissen, welche Daten nach China gehen, wie viele Daten nach China gehen, was China macht.

53:46 Nora Hespers

Wir wissen aber auch nicht, was die USA mit diesen Daten machen.

53:49 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn du US-Bundesbediensteter bist, kannst du eh davon ausgehen, dass viele deiner Daten auf Bundesserver nehmen. Aber eben, wir wissen nicht mehr, was TikTok da macht, aber weil das Unternehmen jetzt ein amerikanisches ist, zumindest in großen Teilen, ist es wurscht. Wir dürfen das jetzt wieder nutzen. Habe ich das zu polemisch erzählt? Ich weiß es auch nicht.

54:12 Nora Hespers

Nee, nee, überhaupt nicht. Ich habe da einfach gar keine Meinung zu denke. Ja, gut. Dann halt so. Ich finde, also naja, das liegt daran, dass ich sowieso extrem viel daran problematisch finde Finde an dieser Nutzung und auch an der Art und Weise der Datenspeicherung und so, dass ich, ja, man würde sich halt einfach nur wiederholen an der Stelle.

54:34 Gavin Karlmeier

Wie könntest du es auch nicht problematisch finden, muss man dazu sagen? Aber von mir aus. Guck mal, bevor wir jetzt hier in unserer Geschwafel landen und dann möglicherweise doch noch über Danger Dance sprechen müssen.

54:45 Nora Hespers

Das hattest du angekündigt, dass das passiert.

54:48 Gavin Karlmeier

Ja, und dann haben wir über die Bereich.

54:50 Nora Hespers

Ja, ich hatte mich mental darauf vorbereitet, dass wir da nicht dran vorbeikommen.

54:53 Gavin Karlmeier

Möchtest du noch was dazu sagen?

54:55 Nora Hespers

Ich glaube, es ist schon unglaublich viel dazu gesagt worden. Also, ich hab, ich habe ich hab mich da ja auch zu geäußert bei Blue Sky und in meinen LinkedIn-Kommentaren. Ja, sorry, aber das ließ sich ja nun nicht vermeiden. Warum? Warum lachst du da so?

55:11 Gavin Karlmeier

Ach nee, weil ich also

55:15 Nora Hespers

Reicht dir wieder zu provokativ.

55:20 Gavin Karlmeier

Ich sage zu Danger doch eine Sache, weil ich auch, als die Geschichte rumging, Freitagabend, mit unserem lieben gemeinsamen Kollegen Dennis Horn Ganz lange, wir haben darüber so richtig aus per WhatsApp diskutiert. Und wir sind am Ende zu der Erkenntnis gekommen, Unisono. Das größte Problem einer Diskussion ist jetzt gerade, dass alle Menschen eine von drei Diskussionen führen und vorher nicht gucken, ob die Person, mit der sie diskutieren, dieselbe Diskussion führen. Also diskutieren Sie jetzt darüber, ob der Song hätte gespielt werden dürfen. Würde dies nicht mitbekommen haben. Der Musiker Danger Dan hat einen Song geschrieben, der sollte am Donnerstagabend in der Satire-Sendung Die Anstalt im ZDF laufen. Einige Wochen vorher bereits wurde der Song der Redaktion gegeben. Die Redaktion hat das Justizariat darauf schauen lassen. Niemand hatte ein Problem damit, bis kurz vor der Aufzeichnung die ZDF-Inst-Intendanz offenbar, so ist es der derzeitige Stand, gesagt hat, nee, dieser Song läuft bei uns nicht und haben sich dagegen entschieden, über die redaktionelle Hoheit der Redaktion hinweg und über das Urteil des Justiziariates.

56:20 Nora Hespers

Und kurz vor der Aufzeichnung meint Stunden davor.

56:22 Gavin Karlmeier

Genau, also am selben Tag. Und die Künstler waren schon da. Und mir geht es gar nicht um die programmatische Entscheidung, zu sagen, wir wollen den Song nicht in der Sendung haben. Und mir geht es auch nicht um die geschmackliche Beurteilung. worum es in diesem Song geht. Das sind alles Diskussionen, die können super gut führen. Und ich habe da auch eine Meinung zu, aber ich sehe meine Meinung als nicht so wichtig an, dass ich die irgendwie In den Diskurs reingeben muss. Meine Perspektive war eher diese Art und Weise, wie die Internanz damit umgegangen ist. Und da habe ich gesagt, das ist so ein bisschen unglücklich gewesen, weil offensichtlich die Internanz so lange mit der Entscheidung auf sich war, gewonnen gewartet hat. Bis sie vermutlich entscheiden musste, spielen wir es jetzt und die Rechte steigt uns aufs Dach, oder spielen wir es nicht und die Linke steigt uns aufs Dach. Und sie haben sich da für den Weg entschieden, eher sich im so unterstelle ich. Sie haben wahrscheinlich eher gedacht, naja, das Taz für Tonkring war eher im Griff als News, also gehen wir den Weg. Und das ist unelegant, weil man hätte Wochen vorher sagen können, das passt nicht in unsere Programmversprechen oder Absichten und das wäre Richtlinien und das wäre eine legitime Entscheidung gewesen und man hätte sich nie hätte nie was davon mitbekommen.

57:38 Nora Hespers

Ich sage da jetzt gar nichts mehr zu.

57:42 Gavin Karlmeier

Gut, komm, wir machen noch hier Funktionen, Emotionen. Oder hast du noch? Willst du doch noch?

57:47 Nora Hespers

Nee, ich sage das tatsächlich nichts dazu. Ich habe da ausführlich drüber gesprochen und das ist genau das, was du sagst. Also es gibt meiner Meinung nach sogar mehr als drei Erzähl- oder Diskussionsebenen an der Stelle, weil es immer noch die Diskussionsebene gibt. Befürwortet man Gewalt oder nicht? Auch auf dieser Ebene kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein und auch aneinander vorbeireden. So, und die Diskussion habe ich geführt und es ist einfach nervenaufreibend, solche Diskussionen zu führen, gerade in sozialen Netzwerken. Wenn man sich nicht gegenübersetzt und auch schlecht, also wenn man auch so viele Diskussionen gleichzeitig führt schlecht immer versichern kann, habe ich dich gerade richtig verstanden, habe ich deine Tonalität richtig verstanden, sind wir prinzipiell on the same page? Also, ne, weil sonst einfach so Unterstellungen stattfinden, wo du einfach denkst, nee, einfach nein. Also bitte nicht so, weil man eigentlich davon ausgehen müsste, dass man auf einer Seite Konsens hat und das passiert halt nicht. Und das finde ich unglaublich anstrengender.

58:44 Gavin Karlmeier

Es gibt auch noch eine fünfte Diskussion, nämlich ob so ein Künstler wie Danger Dan wegen seiner bisherigen Positionierung überhaupt jemand ist, den man stattfinden lassen möchte. Auch diese Diskussion wurde in meinen Timelines extrem cool geführt. Aber ich sage, also meine Meinung dazu ist.

59:01 Speaker 3

Funktionen und Emotionen.

59:05 Gavin Karlmeier

So, wir haben darüber gesprochen, dass Redium, die Berliner Antwort auf TikTok mit Personalausweisüberprüfung, am 31. Juli starten wird. Jetzt kennen wir ein paar neue Details. Zum Beispiel wissen wir, dass Die Zeit, also die Wochenzeitung, die Zeit, auf Wedium schon postet, also sie gesagt haben, wir sind dabei, aber auch diverse CreatorInnen schon zugesagt haben, wie Omas gegen Rechts, Politpop, das Good News Magazin, Compact. Das bayerische Digitalministerium und viele weitere, wie Sie sagen.

59:34 Nora Hespers

Also Dorobier.

59:36 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, ob sie da persönlich ihre Posts macht, aber sie könnte, denn Medium hat auch angekündigt, dass von jetzt zum Start schon Tools für CreatorInnen eingebaut werden, um Videos zu schneiden und mit Musik zu unterlegen und dass es ein Entdeckung-Feed geben wird, um Trending-Inhalte zu finden. Und im Versprechen klingt das tatsächlich vom Funktionsumfang her so ähnlich wie TikTok. Ich bin gespannt, wie gut dieser Videoeditor wird.

01:00:03 Nora Hespers

Viel Spaß.

01:00:05 Gavin Karlmeier

Also, du wirst dich nicht in diese Reihe einreihen.

01:00:08 Nora Hespers

Nein.

01:00:09 Gavin Karlmeier

Okay.

01:00:10 Nora Hespers

Ich also tatsächlich, ich bevorzuge oder ich würde noch stärker eher in unabhängige Netzwerke, also in SverDiverse oder so, gehen und versuchen. da Dinge zu machen und nicht das nächste Social Network irgendwie zu bespielen, wo schon wieder tausend Fragezeichen im Himmel hängen. Nee.

01:00:30 Gavin Karlmeier

Okay. Der Vollständigkeit halber übrigens ein kleines Nachhak an der Stelle. Dass Blue Sky angekündigt hat, dass der Interim-CEO Tony Schneider, über den wir hier auch schon mal gesprochen haben, der früher CEO von Automatic war, der Blue Sky seit Jahren beraten hat. Der eben als Jay Graeber angekündigt hat, nicht mehr als CEO im Unternehmen zur Verfügung zu stehen, sondern sich mehr auf die Produktentwicklung zu konzentrieren, dass er als Interim-CEO einspringt. Und Blueska hat jetzt angekündigt, dass Tony Schneider Diese Rolle dauerhaft besetzen wird. Und wie immer, wenn man so in so kreativen Prozessen ist, ist es am Ende immer der Arbeitstitel. Und ich habe mich gefragt, ich weiß nicht, ob ich es in der Folge damals gesagt habe, dass der das garantiert dann auch dauerhaft machen wird. Wenn ja, hat das Orage von Selfie wieder zugeschlagen, wenn nicht. Habe ich es bestimmt trotzdem gemeint. Du bist ja tief drin in den Themen. Ich bin da total tief drin. Und letzte Funktion des heutigen Tages. Das WhatsApp angekündigt hat, dass es dort jetzt die Möglichkeit gibt, in Broadcast-Channels bezahlte Partnerschaften zu kennzeichnen Also wenn du jetzt einen großen Broadcast-Channel hast, bei WhatsApp. Hab ich, habe ich. Riesen-Channel. Ja, absolut drei Leute. Und ähm Du hast jetzt jemanden, der dich bezahlt für Posts, dann kannst du das direkt markieren und musst das nicht in den Text schreiben.

01:01:54 Nora Hespers

Das ist doch schön, das ist doch ja.

01:01:58 Gavin Karlmeier

Ich frage mich, auf wie viele Leute das zutrifft.

01:02:01 Nora Hespers

Naja, es ist ja tatsächlich so, dass es auch gerade unter sehr jungen Menschen doch einige CreatorInnen auch bei WhatsApp gibt. Und da Marken mit einsteigen, also ich glaube schon, dass es relevant ist, genau für so eine Zielgruppe oder für solche NutzerInnen, aber auch da muss ich sagen bin ich raus. So, mir hat es, naja, mir hat es schon gereicht. Ich habe jetzt irgendwie, mein Facebook-Anmeldeprozess hat sich aus welchen Gründen auch immer total verkompliziert. Ich habe jetzt eine. Drei-Faktor-Authentifizierung statt einer Zwei-Faktor-Authentifizierung.

01:02:35 Gavin Karlmeier

Was ist der dritte Faktor?

01:02:37 Nora Hespers

Ich muss mich, also ich muss mich. Ich melde mich bei Facebook an, dann muss ich mich bei meinem Google-Account anmelden, um mich zu verifizieren und dann nochmal mit der 2-Faktor und mit dem Code von der 2-Faktor. Authentifizierung mich bei Facebook anmelden. Und dann bekomme ich, das ist jetzt ganz neu, weil ich melde mich halt wirklich nicht mehr so häufig an bei Facebook, weil ich es einfach nicht mehr nutze. Dann bekomme ich jetzt eine Nachricht per WhatsApp, obwohl ich dem nie zugestimmt habe, per WhatsApp, ich hätte mich angemeldet. Ja, danke, ihr habt mir schon zwei Mails geschrieben auf meinen. Auf meinen Mail-Account, mit dem ich mich hauptsächlich angemeldet habe und auf meinen Gmail-Account. Danke, dass ihr mir jetzt auch noch eine WhatsApp schickt.

01:03:15 Gavin Karlmeier

Das mit WhatsApp finde ich auch ganz faszinierend. Ich verstehe auch deine Wut. Finde ich auch faszinierend, weil ich habe ja ein Tool, indem ich meinen zweiten Faktor generiere. Und ich habe auch gesagt, ich will nicht WhatsApp, ich will das mit meinem eigenen zweiten Faktor machen. Sie machen aber WhatsApp, um mich zu zwingen, WhatsApp zu öffnen. So als Marketingmaßnahme, ist aber halt Aufwand.

01:03:39 Nora Hespers

Genau, das ist genauso Aufwand wie ich muss mich nämlich bei Google anmelden und bei Google muss ich mich ja auch nochmal zwei Faktor authentifizieren. Ja, also am Ende ist es sogar eine Vier-Faktor-Authentifizierung.

01:03:52 Gavin Karlmeier

Da sagen wir doch nein. Nora.

01:03:56 Nora Hespers

Nein, das möchten wir nicht.

01:03:58 Gavin Karlmeier

Vielen Dank, dass du heute hier bei uns warst. Du bist bestimmt bald wieder hier, weil wir haben uns ja jetzt auf einen engeren Rhythmus geeignet. Wir werden sehen. Wir werden auch sehen, ob er Mittwoch mein Anwalt kommt, weil angekündigt ist John Joe Yun, ich freue mich, wenn mein Anwalt kommt und mit mir gemeinsam über unseren Prozess spricht und über viele andere Prozesse. Ich wünsche euch einen ganz wundervollen Wochenstart. Passt auf euch auf und passt auf euch auf und passt auf euch auf.

01:04:26 Nora Hespers

Tschüss. Und passt auf euch auf.

01:04:27 Gavin Karlmeier

Tschüss.