Kraut und Rüben zur Wochenmitte! Es geht um Berichte über den Tod von Telegram, um gesellschaftliche Resilienz und Krisenvorbereitung – und um Influencer:innen. Wetten, ihr wisst nach dem Konsum dieser Episode, wofür TDDDG steht?
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis!
- Telegram App Store und globale rechtliche Herausforderungen
- Taiwans Zivilschutzübung
- US-Bürger wegen Nutzung eines "Duress-Passworts" angeklagt
- Trump plant UN-Erklärung zur Meinungsfreiheit
- Hohes Bußgeld für Influencerin
- Studie zum Influencer Marketing
- Mögliches Verbot von Meta-Brillen in Deutschland nach dem TDDDG
- TikTok vergleicht sich
- Google Earth: KI-generierte Satellitenbilder sorgen für Besorgnis
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin, hallo Dennis. Heute zur Kraut- und Rüpen-Episode, möchte ich sagen. Also wir haben ja letzte Woche schon gesagt, wie uns die Themen hier gerade im nicht vorhandenen Sommerloch um die Ohren fliegen. Und auch heute können wir einfach so einen Schuss durchmachen und es ist jedes Thema wird einmal getroffen.
00:25 Dennis Horn
Wir haben ja drei Podcasts die Woche. Und Redaktionsschluss für diese Episode heute war am Dienstag um 10 Uhr morgens und sie ist bumsvoll. Und es sind noch einige Dinge dazugekommen. Also macht euch auf was gefasst diese Woche.
00:38 Gavin Karlmeier
Wir sind bumsvoll, der Titel dieser Episode. Vielleicht werden es am Ende sehen.
00:43 Dennis Horn
Warum sagt man eigentlich Kraut und Rüben?
00:45 Gavin Karlmeier
Das weiß ich auch nicht. Ich habe gedacht, du fragst jetzt, warum sagt man Bumsvoll?
00:50 Dennis Horn
Da würden mir schon Interpretationsansätze einfallen, aber bei Kraut und Rüben
00:53 Gavin Karlmeier
Denke ich mir.
00:55 Dennis Horn
Das würden würde mich mal interessieren. Das recherchieren wir mal.
00:58 Gavin Karlmeier
Der Discord-Server wird es uns beantworten. Wir beginnen mit einem vermissten Fall. Am Montagabend war im App Store von Apple unter iOS. Telegram verschwunden. Bestehende NutzerInnen konnten die App weiter öffnen über den App Store. Unter macOS war sie auch da, im Google Play Store, ebenso, aber eben nicht auf iOS. Und Telegram hat das ironisch kommentiert auf X. Die Berichte über den eigenen Tod seien stark übertrieben. Ja, das kenne ich auch.
01:29 Dennis Horn
Hätte gesagt, ist das so Frank Zappa oder so?
01:33 Gavin Karlmeier
Aus irgendeinem Film oder irgendein Sinn.
01:34 Dennis Horn
Ne, es ist irgendein oder ein Schriftstellt. Mark Twain.
01:37 Gavin Karlmeier
Mark Twain, so. Und dann kam die Erklärung von Apple, man habe Telegram vorübergehend. Entfernt, nachdem man bei einer Überprüfung Inhalte entdeckt hatte, die gegen die Richtlinien zum Materialverstoßen des den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt, Freigeschaltet wurde Telegram wieder, nachdem der Entwickler die Inhalte entfernt und den Nutzer gesperrt habe, der sie gepostet hatte. Also das ging alles sehr schnell. Statement von Apple kam rund 20 Minuten nach der Wiederfreischaltung. Telegram hatte sich zum tatsächlichen Grund für die Sperrung bis dahin auch gar nicht geäußert. Aber der Move. Ist ganz interessant. Ist übrigens nicht der erste in diese Richtung. Also es gab 2018 schon mal den Moment, in dem Apple Telegram vorübergehend aus dem App Store genommen hatte. 2023 wurde Telegram in Brasilien gesperrt. 2024 flog die App. Zusammen mit WhatsApp, Threads und Signal aus dem chinesischen App Store. Da war es nochmal auf Anordnung der chinesischen Aufsicht. Das gilt bis heute dort. Ja, und jetzt eben diese. Geschichte. Ich finde, da steckt so ein größeres Bild drin.
02:37 Dennis Horn
Ganz viele Bilder stecken da drin.
02:38 Gavin Karlmeier
Ganz viele Bilder, ich nenne mal meins, weil die Richtlinien, die Apple dort erwähnt. ja durchaus nicht in jedem Fall angewendet werden. Oder erinnerst du dich daran, dass Eczema offline war?
02:48 Dennis Horn
Ganz genau, das war auch mein Gedanke. Und da bin ich direkt auch, ich nehme das direkt zum Segway zu meinem zweiten Bild. Weil man muss unterstellen, dass die Nähe zur Maske, ob es daran liegt, dass man imselben Markt ist oder denselben politischen Man muss sagen, Willkürlichkeiten unterliegt. Dass die sicherlich eine Rolle gespielt haben, da nicht sofort bei Ex den Stecker zu ziehen, heißt also auch. Dass egal wie sehr man sich so aufspielt, als wir machen hier die App Stores und wir sind der Gatekeeper für alle und deswegen behandeln wir alle Menschen auf der Welt gleich, dass das nicht stimmt und dass das ein weiteres Indiz oder ein Beweis eigentlich dafür ist. Warum es mit digitaler Unabhängigkeit nicht getan ist, wenn man eine andere App mit selben Funktionsumfang in denselben App Store packt? Das machst du zu groß, ne? Aber das drängt sich mir halt so auf.
03:36 Gavin Karlmeier
Naja, es ist ja schon so. Und Pavel Duroff, zu dem wir gleich auch noch kommen, hat halt in den USA nicht dieselbe Lobby und dieselbe Rolle und dieselben Konsequenzen, die sich dann auch auf ein Unternehmen wie Apple auswirken, wie Elon Musk. So, das spielt einfach eine Rolle.
03:55 Dennis Horn
dass das der Move ist, der Telegram zur Content-Moderation zwingen kann. Also dass das ein Hebel ist, genau über diese Zugänglichkeit der App zu gehen. weil Apple über Jahre dieses geschlossene Ökosystem aufgebaut hat. Es gibt zwar in Europa immerhin alternative App Stores, aber die sind halt nicht default und die sind auch nicht weit verbreitet. Bedeutet. Man muss eigentlich im App Store präsent sein, wenn du nicht 50% aller mobilen Endgeräte in den USA weitaus mehr aussperren möchtest. Und das wiederum könnte uns eigentlich eine, sollte ein Signal an die EU-Kommission sein, zu sagen, also vielleicht müssen wir gar nicht übers Geld gehen und damit provozieren, dass es Zölle gibt. Vielleicht können wir Apple und Google zwingen, sich entsprechend zu verhalten. Ja.
04:38 Gavin Karlmeier
Die EU-Kommission, die vor lauter Signalen ihre eigenen Aufgaben nicht mehr sieht in diesem Kontext.
04:45 Dennis Horn
Wenn du hundert Leuchtfeuer in die Luft schießt, ist es schwierig zu erkennen, ob das jetzt noch ein Feuerwerk oder ein Bahnschuss ist. Auch ein Satz von Mark Twain.
04:57 Gavin Karlmeier
Vielleicht um das Bild noch zu ergänzen. Bei Telegram sind ja einige Fronten offen. Die australische Internetaufsichtsbehörde hat jetzt auch rechtliche Schritte eingeleitet. Wie in Frankreich, übrigens, wegen Versäumnissen bei der Moderation. Also der Vorwurf ist im Umgang mit Beiträgen, die terroristische Gewalt verherrlichen. kommt Telegram seinen Pflichten nicht nach, da geht es um Material zu den Anschlägen von Christchurch und Buffalo, das noch lange zugänglich blieb, nachdem Telegram auf das Problem hingewiesen worden war. Und da drohen umgerechnet über 33 Millionen Euro Strafe. Telegram weist die Vorwürfe zurück, will sich gerichtlich wehren. Und verweist darauf, dass allein 2026 tausende extremistische Gruppen gesperrt worden seien. Das ist ja die Verteidigung, die man von jeder Plattform kennt, auf irgendwelche Accountzahlen zu schauen. Aber dann zu verschweigen, welche Reichweite die überhaupt haben und nicht auf die Accounts, um die es hier konkret geht und die eben Reichweiten erzielt haben mit Inhalten, um die es hier auch konkret geht.
05:56 Dennis Horn
Um dazu kurz was zu sagen, weil es nicht als Meldung in diesen Podcast gekommen ist, aber wo ich das gleiche Gefühl hatte, war, wie YouTube jetzt sich damit so rühmt, zu sagen, wir haben ja 130. 000 Accounts wegen Slob gesperrt. In den letzten sechs Monaten. Und dann denkst du, ey, das ist in der Dimension, also die 130. 000 Accounts mache ich dir in der Woche wieder auf
06:15 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und wie viel Reichweite hatten wir das in echt? Ja. Also Telegram auf jeden Fall ein interessanter Fall. Gerade der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat den Gründer von Telegram, Pawel Duro, wegen Unterstützung des Terrorismus jetzt angeklagt. Moskau will ihn auf eine internationale Fahndlungsliste setzen. Der FSB sagt, ja, Telegram habe es versommt, Kanäle, Chats und Bots zu entfernen, die ukrainische Geheimdienste zur Vorbereitung von Anschlägen genutzt hätten. Da wird unter anderem ein Datingbot genannt, über den russische Männer angegeben haben geworben sein sollen. Seit Juli 2025 habe man in Russland 46 Nutzer festgenommen, wobei wir diese Punkte natürlich mit der gebotenen kritischen Distanz behandeln, das sind ja Behauptungen einer Behörde, die in Russland auch für die Verfolgung politischer Gegner zuständig ist. Und es liegen keine öffentlichen Belege. Dafür vor. Aber auch hier ist das größere Bild interessant. Also, Roskomnatzor, das ist die staatliche Medienaufsicht, also die Zensurbehörde in Russland, drosselt Telegram seit Februar, ein halbes Jahr jetzt. Und innerhalb der App funktionieren dort keine Sprachanrufe mehr. NutzerInnen brauchen inzwischen VPNs dafür. Und etwa zeitgleich wurde bekannt, dass eben gegen Pavel Durha vermittelt wird. Und das ist also der nächste Schritt in einer Eskalation, die einfach schon seit Monaten läuft und die damit zu tun hat, das Telegram in Russland und in der Ukraine. Wohl gleichermaßen zur wichtigsten Informationsquelle geworden ist, was den russischen Angriffskrieg in der Ukraine angeht
07:51 Dennis Horn
Ich habe zwei Gedanken dazu. Den zweiten will ich kurz parken. Ich lege dir den da aber hin, damit wir den nicht vergessen. Und das ist der Themenkomplex private Infrastruktur. Da kommen wir gleich zu. Ich will kurz einmal zu Russland kommen. Also, wir wissen, dass in Russland ein eigener staatseigener Messenger entwickelt wurde, mit dem Namen, ich glaube, Max heißt der, M-A-X-X. Und dass der aber von den Truppen, die in der Ukraine unterwegs sind, selbst die russischen Truppen, den nicht nutzen, weil der unzuverlässig ist weil er eben einfach nicht funktioniert, wie man sich das wünscht und außerhalb Russland sowieso problematischer ist zu nutzen. Heißt also, die haben dann Telegram genutzt, obwohl das nicht gern gesehen wurde, seitens der Obrigation. Gleichzeitig wissen wir von einem schwierigen Verhältnis zwischen der russischen Führung und Pavel Durow. Also wir wissen, dass es schon länger einen Strafbefehl und Untersuchungen gab. dass er auf irgendwelchen No-Fly-Listen gestanden hat innerhalb Russlands, gleichzeitig aber problemlos ein- und ausreisen konnte. Auch das wissen wir über Pavel Duroff. Also der hat ein sehr gespaltenes Verhältnis, vermutlich aber eben auch, weil die russische Führung weiß, dass Telegram ein wichtiger Teil, ein wichtiger Kommunikationskanal innerhalb Russlands ist und den wollen sie natürlich dicht machen mit ihrem eigenen Messenger. Haben aber offensichtlich dazu die technischen Fähigkeiten. Klammer auf, noch Klammer zu, nicht. Und dann kommen wir direkt zu dem Punkt private Infrastruktur. Weil das natürlich, also ich biete mal eine Meinung an, die nicht meine ist, glaube ich, bei der ich aber, die ich aber irgendwie so am Horizont sehe und die ich interessant finde. Weil. Also, das Sperren von Kommunikationskanälen sorgt ja nicht dafür, dass Menschen Kommunikation durchführen. Und auch wenn ich natürlich sehe, dass zum Beispiel in Frankreich ging es ja darum, dass es eher. dass eher Ermittlungsmöglichkeiten geboten werden, Menschen, die illegalen Austausch darüber pflegen, also zum Beispiel das Material von sexueller Gewalt an Kindern. Dass Telegram sozusagen damit gezwungen werden soll, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, was genau der richtige Schritt ist, wenn du schon private Infrastruktur anbietest. Musst du eben am Ende auch die Möglichkeit bieten, die öffentliche Infrastruktur eben auch hat, wie zum Beispiel die Möglichkeit, Strafverfolgung durchzuführen, ohne In die Chats direkt reinzuschauen. Also auch das finde ich übrigens wichtig, weil das ist jetzt hier kein versteckter Aufruf zur Chatkontrolle. Aber für Russland gilt es natürlich vollkommen anders, weil Russland genau merkt, dass private Infrastruktur. Anders zu regulieren ist oder anders unter Kontrolle gebracht werden muss als öffentliche Infrastruktur. Und deswegen wollen sie es natürlich selber in ihrer Hand haben. Aber, und jetzt komme ich zu dieser Meinung am Horizont. Ist es trotzdem, ist es richtig, die App sozusagen nicht mehr nutzbar zu machen als Kommunikationskanal, weil Leute sie benutzt haben, um damit Kommunikation durchzuführen, die nicht legal ist am Ende? Also du verbietest ja auch nicht die Post, wenn jemand eine Briefbombe schickt.
10:36 Gavin Karlmeier
Ja, da sind wir glaube ich In dieser ganz alten Diskussion, wo ich auch finde, du musst immer bei den Plattformen den Leuten den Unterschied nochmal klar machen. Also Du hast hier, und ich finde, das ist auch bis heute noch nicht geklärt, so von Staatsseite, was die Definitionen angeht. Oder überhaupt diesen Blick darauf. Du hast hier öffentliche Infrastruktur in der Hand privater Anbieter. Und Es wird aber die ganze Zeit so behandelt, wie sind einfach nur private Anbieter. Also für mich kommt dieser Faktor, das ist aber öffentliche Infrastruktur. In der Diskussion und diese Gleichzeitigkeit nach wie vor nicht gut genug zum Tragen. Und genau das ist ja dein Punkt. Du kannst das nicht so einfach abschalten, auch wenn es privat ist. Wobei ich mittlerweile sagen würde, dass die Zahl der Alternativen so groß und gut genug ist, dass man da anders mit umgehen könnte. Also es gab mal eine Zeit, wo, wenn du Facebook abgeschaltet hättest, hättest du eine Herausforderung gehabt. Mittlerweile haben alle, die eine, sagen wir mal, öffentliche Infrastruktur dieser Art nutzen wollen, Genug Alternativen, das zu tun. Und vielleicht ist die Abwägung dann nochmal eine andere und so. Aber nach wie vor, finde ich, in ganz vielen, auch wenn es so um Um Medienhäuser geht und dann die Frage, ey, warum werbt ihr immer für Facebook? Dann auch da, auf der einen Seite ja Auf der anderen Seite nein, weil es ja eine öffentliche Kommunikationsinfrastruktur ist mittlerweile. Und diese Gleichzeitigkeit wird A in der Debatte nicht berücksichtigt oder b nicht ausgehalten. Und ja, auch hier gleichzeitig das abzuschalten macht auch Ein bisschen Magen krummeln in einem demokratischen Staat.
12:41 Dennis Horn
Ja, genau. Und ich glaube, das würdest du ja eigentlich ausmerzen, wenn du. Ich bitte keinen Witz über Ausmerzen, mir ist gerade selber aufgefallen, was ein tolles Wort das ist. Eigentlich müsste man hier oder anders, man müsste sich sozusagen in so einem gesellschaftlichen Diskurs gemeinsam dort finden, dass es so wie auch viele andere Bereiche die privat öffentliche Infrastruktur anbieten, ob es das Stromnetz ist oder auch Medienhäuser, private Medienhäuser. Du kannst dich jetzt nicht hinsetzen, holst dir irgendwie zehn Milliarden Euro und startest einen Fernsehsender, sondern du brauchst eine Sendelizenz. und musst ein Vollprogramm anbieten, haben wir, glaube ich, schon mal erklärt und so. Also die Wege dahin sind relativ kompliziert. Und das ist eben durch den App-Store nicht der Fall. Eigentlich müsstest du sagen, wenn ihr Telegram in der EU nutzen wollt. Dann gibt es ein paar Dinge, an die ihr euch halten müsst. Und das ist nicht Chatkontrolle, nochmal, aber das ist eine Bereitwilligkeit, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten, wenn man weiß, da passiert gerade Unrecht. Und das passiert ja aber de facto nicht, sondern jetzt sind wir ja an dem Punkt, wo Richter und Henker gleichzeitig Apple ist, die dann entscheiden, nö, wir nehmen das jetzt mal offline. Und das ist ja eigentlich das Gegenteil von der Gewaltenteilung in einer Demokratie.
13:51 Gavin Karlmeier
Nee, das funktioniert nicht.
13:52 Dennis Horn
Dass ein anderes Unternehmen diese Entscheidung ohne Gerichtsverfahren oder auch ohne meinetwegen sogar Gefahrenverzug in Altverfahren. Treffen kann.
14:00 Gavin Karlmeier
Naja, aber auf der anderen Seite ist Apple damit weitergegangen, als die EU es jemals getan hätte bisher. Dann sind wir wieder beim Thema zahnloser Tiger. Und ich denke so, ja, schön, dass mal was passiert und das zeigt ja, dass offenbar eine Plattform dann doch zum Anlenken sich bewegen lässt. Und sie sind auch weiter gekommen.
14:17 Dennis Horn
Sie sind auch weiter gekommen als viele andere. Also sie sind weiter gekommen als Frankreich, die Pavel Dura auf an der Grenze festgenommen haben. Das hat nicht dazu geführt, dass. De facto Accounts abgeschaltet wurden. Telegram hat zwar Zusicherungen gemacht, mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten, was daraus wurde, weiß ich nicht.
14:32 Gavin Karlmeier
Ja. Übrigens, praktisch ändert das für Pavel Duroff wahrscheinlich nichts. Er wurde ja 2024 in Frankreich festgenommen, durfte erstmal das Land nicht verlassen, das durfte er dann später, trotz der laufenden Ermittlungen. Aber wieder seit dem vergangenen Jahr und er lebt seitdem wieder in Dubai, hat den französischen Pass und den der Vereinigten Arabischen Emirate und ausgeliefert wird er wohl eher nicht. Also das aus Russland eher ein Signal gegen die Plattformen als wirklich realistisch gegen Pavel Duroff.
15:02 Dennis Horn
Ja, was mich eher besorgt, das hat er im Discord irgendwie jemand so ähnlich formuliert und ich will es nicht ganz so drastisch sagen, aber wenn du als Privatperson auf so einer Liste in Russland landest, dann hat das direkte Konsequenzen auf dein Leben. Also auch in Dubai wird sich Pavel Durow jetzt überlegt haben. ob er nicht nochmal zwei Sicherheitskräfte mehr am Tag braucht und ob er wirklich aus jedem Becher Trinkstände da steht. Also auch das ist ein Riesenproblem.
15:28 Gavin Karlmeier
Wo wir hier schon auf der Weltbühne unterwegs sind, ein ganz anderes Thema. Taiwan. Es gibt dort jedes Jahr eine große Zivilschutzübung. Diesen Monat wieder. Und dort macht Taiwan etwas, das ich in einem solchen Rahmen für ziemlich klug halte. Dort wird für 30 Minuten der Mobilfunk fast vollständig abgedreht. Also genauer die Leistung im LTE und im 5G-Netz wird auf 1% gedrosselt. So, und das heißt, Telefonate und SMS funktionieren weiter. Aber Internet und Social Media sind im öffentlichen Raum und abseits irgendwelcher WLAN-Netze nicht mehr erreichbar. Und der offizielle Rat an die Bevölkerung ist vorher Screenshots von Stadtplänen anfertigen, um den Weg zum nächsten Luftschutzbunker zu finden. Also warum wird es gemacht? Taiwan rechnet mit sogenannten Grey Zone Attacks. Das sind also Angriffe so irgendwo zwischen Frieden und offenem Krieg. Wie wir sie halt häufiger mittlerweile erleben. Und laut der taiwanesischen Regierung hat China im Vorjahr 2,6 Millionen Cyberangriffe pro Tag durchgeführt. Zum Teil abgestimmt mit Militärübungen. Und das finde ich einen interessanten Move. Also was funktioniert eigentlich noch, wenn das alles weg ist, woran wir uns so gewöhnt haben? Wie viele Menschen wüssten dann noch, wo sie hin müssen? Ich finde ja allein so ein Unglück, wie so In Deutschland die Ahrtal-Katastrophe vor fünf Jahren zeigt, warum das sinnvoll ist. Er ist auch im Nachhinein so über Kurbelradius und so diskutiert worden, den Sinn in so einem Moment.
16:51 Dennis Horn
Ich will jetzt auch wirklich nicht wie so ein Prepper klingen. Aber ich glaube, wir müssen uns in unserer Gesellschaft, weil wir in den letzten Jahren immer wieder Situationen bemerkt haben und beobachtet haben, in denen es entweder durch irgendwelche Ereignisse politischer Natur oder auch Naturgewalten dazu geführt hat, dass wir festgestellt haben, wie schnell sowas gehen kann. Die A-Katastrophe ist ein ganz gutes Beispiel. Ausbruch des Ukraine-Krieges Aber allein die Veränderung des Marktes, als dieser Evergiven im Kanal damals festgesteckt hat. Es gibt immer wieder so kleine Ereignisse, die dann sehr schnell sehr große Konsequenzen. Frequenzen für uns alle haben. Und deswegen bin ich auch ein großer Befürworter davon, sich über zu überlegen, wie solche Resilienzstärkungen in der Gesellschaft aussehen können. Und finde solche Übungen gut. Ich wäre nicht so weit, oder hätte, nee, anders, ich hätte nicht damit aufgehört, nur das Mobilfunk zu stoppen, sondern eigentlich hättest du 30 Minuten lang. . das komplette Netz mal abschalten müssen, ist wahrscheinlich nicht so einfach, weil auch viel Sicherheitsinfrastruktur darüber läuft. Aber im Ernstfall hast du das halt auch nicht. Und ich finde so Übungen irgendwie in die Gesellschaft zu bringen und dann vor allem, wenn du Taiwan bist und die Bedrohung sozusagen permanent spürbar ist, sichtbar ist. Finde ich, also traurig, das klingt auch nachvollziehbar, weil es eben auch darum geht, dass die Leute, die sich vielleicht nicht so viel mit Nachrichten beschäftigen, Mitbekommen, wir müssen uns zumindest mal Gedanken machen, ob man dich vielleicht doch mal ein bisschen Wasser in den Keller stellt oder so.
18:16 Gavin Karlmeier
Und es kann ja auch in ganz anderen Situationen als durch einen Angriff Chinas Zum Tragen kommen. So oder so. Naturkatastrophe kann es genauso sinnvoll sein.
18:27 Dennis Horn
Absolut. Ich habe als Corona, aber musste ich gerade dann denken, in der Pandemie, und die war schon relativ fortgeschritten. Also wir waren in der Phase, wo wir schon mehrere Wochen lang nicht einfach so ohne Maske in den Supermarkt hätten gehen können. Und da waren die Geschäfte, alle Geschäfte, die nicht kritische Infrastruktur waren, waren geschlossen. Und ich war in einer Mall, weil darin ein Supermarkt war, war zu dem Zeitpunkt in Berlin. Und dann war eine Frau, die ganz empört den Polizisten gegenüber stand und gefragt hat, warum alles zu ist. Sie versteht es nicht. Und dachte so, krass, es gibt einfach Leute, die konsumieren keine Nachrichten, die haben vielleicht aus irgendwelchen Gründen auch in den letzten drei Wochen nicht dazu gekommen, aus dem Haus zu kommen oder so und stellen dann einfach fest, Wow, die ganze Welt ist anders. Und sowas gibt es, das passiert. Und die sind halt unter uns. Und auch denen muss dann die Möglichkeit geben, naja, sich nicht dauerhaft mit Krisen zu beschäftigen, ist, glaube ich, sehr gut. Aber zumindest mal ein Gefühl dafür zu kriegen, dass welche eintreten können, ist auch wichtig. Mhm.
19:24 Gavin Karlmeier
Rüber in die USA. Da ist im Januar 2025 ein US-Bürger bei der Rückkehr aus dem Ausland in eine Kontrolle geraten. Das war am Flughafen in Atlanta. Und die Grenzpolizei wollte auf sein Smartphone zugreifen, angeblich um nach Darstellungen von Kindesmissbrauch zu suchen. Und dieses Smartphone hatte ein besonderes Betriebssystem, nämlich Graphene OS. Und Grafino S erlaubt es, neben der normalen PIN ein sogenanntes Durez-Passwort zu vergeben.
19:52 Dennis Horn
Du hast das Wort vor heute noch nie gehört übrigens.
19:54 Gavin Karlmeier
Auch noch nie. Notfallpasswort, weil dann wird es, glaube ich, klar. Das ist sozusagen ein zweites Passwort im System und gibt man das ein, dann können verschiedene Dinge passieren. Also es kann zum Beispiel sein, dass damit so eine Art Alibi-Modus in Gang kommt. Der dann nur eine unauffällige leere Oberfläche zeigt oder wie wir Gamer aus den Neunzigern sagen, der Boss-Key. Wenn der Chef ins Büro kommt, sieht man auf der Oberfläche nur eine Tabellenkalkulation und dann kann man wieder weiter zocken.
20:24 Dennis Horn
Je nachdem, wie alt man ist.
20:26 Gavin Karlmeier
So, es kann aber auch sein, dass das Gerät direkt gelöscht wird. Ohne Nachfrage, ohne Hinweis. Und so war es in diesem Fall. Also der Bildschirm wurde schwarz. Mehrfach geflackert und das Gerät startete neu. Beschlagnahmt wurde es trotzdem, der Mann durfte einreisen, er wird aber jetzt angeklagt. Und zwar nach einem selten genutzten Bundesgesetz, das es verbietet, Eigentum zu zerstören. Um dessen Beschlagnahme durch Behörden zu verhindern. Der Anwalt des Mannes sagt: das sei tatsächlich ausgesprochen selten, diesen Paragrafen in eine Anklageschrift zu sehen, was soll er auch sonst sagen, aber mehrere SicherheitsexpertInnen sagen, sie hätten noch nie eine Anklage im Schwierigkeit. Zusammenhang mit einem Duras-Passwort gesehen. Und es sei hier auch gar nicht um Missbrauchsdarstellungen gegangen, sondern darum, dass der Mann eine Verbindung zu einer Protestbewegung gegen ein großes Polizeiausbildungsgelände in Atlanta hat. So, und dann sagt sein Anwalt. Ein schönen Satz, es sei besser, bestimmte Daten gar nicht erst über bestimmte Grenzen mitzunehmen. Also mit ein bisschen Voraussetzungen. Also, ich glaube, diese Frage und dieses Gefühl kennt jeder von uns, der in die USA reist. Und dann denkt, ja, was mache ich mit dem Handy, so wenn ich da einreise und wenn die das angucken wollen. Also mit ein bisschen Vorausplanung könnte man das nötiger auch irgendwie aus der Cloud runterladen, wenn man dann im Land ist, aber eine Schutzfunktion, die dafür gebaut wurde, Dass man unter Zwang nichts preisgibt, wird jetzt hier sozusagen umgedeutet zu einer Straftat. Wer sie benutzt, vernichtet irgendwie Beweismittel. Und wenn man sie nicht benutzt, gibt man aber alles raus. Das ist natürlich eine Zwickmühle.
22:01 Dennis Horn
Es ist voll die Zwickmühle, weil du kannst halt auch, also man versteht ja, wo dieser Paragraph im Grunde herkommt. Also du bist zum Beispiel, du bist ein Sprayer, der du ja auch wirklich bist, de facto der Bis. Also wissen ja die wenigsten, aber du bist Banksy. Und du sprühst. Und du siehst Blaulicht und du schmeißt einfach deine Dosen in Fluss. So. Dann kann man schon verstehen, dass das erstmal in der Logik der Strafverfolgung Ich habe das Gefühl, es ist heute der super deutsche Podcast hier, aber naja.
22:34 Gavin Karlmeier
Weil ich grundsätzlich nur an Flüssen spraye auch.
22:37 Dennis Horn
Weil die coole Mauer ist halt da, wo die Yacht vorbeifährt.
22:42 Gavin Karlmeier
Vorbeifliegt. In Frankfurt, Pioneer Three.
22:48 Dennis Horn
Ja, genau. Und du hast da halt hingeschrieben, Gabo Schweingrad, ich möchte meine Familie grüßen in den Podcast. Und ich glaube, ganz viele Leute müssen gerade googeln, worüber wir sprechen. Ich will doch nur mal ein Beispiel machen.
23:04 Gavin Karlmeier
Medien Insider Layer 500.
23:06 Dennis Horn
Ehrlich. Also Gabor Steingard ist ein Journalist, der das Morningbriefing macht. Erklär doch nicht noch die Witzen, das Leute. Okay. Auf jeden Fall ein Schiff, wo man podcasten kann. Und es ist wirklich so skurril, wie es klingt. Ich verstehe, dass man sagt: ey, wir müssen irgendwas machen, weil es ist so einfach, einfach das wegzuschmeißen. Also verbieten wir das. Nachvollziehbar in der Logik der Strafverfolgung. Das Jura's-Passwort auf seinem Telefon einzurichten, 100% nachvollziehbar. Vor allem, wenn man weiß, man reist in die USA ein, vor allem wenn man die Berichterstattung in den letzten Monaten kennt. Dass diese beiden Dinge hier zusammenkommen, ist aber wirklich bemerkenswert und auch löst ein noch schlechteres Gefühl aus in Menschen, denen Datenschutz und Privatsphäre wichtig ist. Weil man sich denkt, was soll ich denn jetzt machen? Und ich kann dir sagen, ich habe von Menschen gehört, die in sehr wichtigen, also Top-A-Level-Entscheidungspositionen sind. die Europa gar nicht ohne ein Wegwerfhandy verlassen sozusagen. Die sagen, die holen sich immer ein zweites Smartphone dafür.
24:07 Gavin Karlmeier
Klar. Aber auf der anderen Seite, wenn du dann da einreist und dann Sehen die Grenzpolizisten dort so ein Billaphone? Glauben die dir das? Weißt du? Also dann machst du dich nicht auch verdächtig? Wie, sie haben gar kein Smartphone dabei? Wie? Sie haben, sie sind doch, sie tragen doch diesen Anzug, warum haben sie einen Android
24:27 Dennis Horn
Sie sind doch Michael Störmer, Job Ex CEO.
24:31 Gavin Karlmeier
Weißt du, was ich meine? Also und dann kommen die nachher auf die Idee noch zu sein Das glauben wir ihnen nicht, wir gucken mal, wenn sie im Land sind, was sie dann für ein Handy haben oder irgendwie so.
24:39 Dennis Horn
Ja, nee, die holen sich ein zweites Smartphone dafür.
24:41 Gavin Karlmeier
quasi leer ist. Ja, ja. Ja, aber verdächtig ist ja auch das. Klar.
24:46 Dennis Horn
Aber was willst du machen? Klar. Also weil wenn JD Vans Meme schon dafür reicht, festgehalten zu werden, wo fängt das an, wo hört das auf? Also ich habe keine JD Vance Memes auf meinem Telefon, aber dieser Podcast hier alleine würde wahrscheinlich schon ausreichen.
25:02 Gavin Karlmeier
Ich trage nur JD Vance Schuhe. Ja.
25:06 Dennis Horn
Wieso ist der jetzt Barfuß seitdem?
25:08 Gavin Karlmeier
Apropos Schuhe, wir bleiben noch etwas auf dem Weltparkett.
25:11 Dennis Horn
Apropos Schur. Dinge setzen die noch nie bei Haken, Hacken dran gesagt wurden.
25:16 Gavin Karlmeier
Hacken dran. Hacken drin. Das Schuh-Update. Wir schauen auf die Vereinten Nationen. Die Regierung von Donald Trump lässt einen Entwurf für eine gemeinsame Erklärung zur Meinungsfreiheit rumgehen.
25:28 Dennis Horn
Das ist so eine Meldung, die liegt schon ein paar Tage rum. Die müssen über der Vollständigkeit halber einmal er.
25:33 Gavin Karlmeier
Ja, und auch hier ist ein größeres Bild hinter. Also sie möchte diese Erklärung am Rande der UN-Generalversammlung im September unterzeichnet wissen. So, Politico hat den Text vorliegen. Der kritisiert neue Gesetze und regulatorische Rahmenbedingungen weltweit, die die Meinungsfreiheit gefährdeten, auch in, wie es dort heißt, historisch-demokratischen Ländern. Also die USA nennen Europa nicht direkt, aber wir wissen alle, wir sind kritisch. Gemeint. Und ich fühle mich sehr an diese Rede von JD Vance, erinnert von der Münchner Sicherheitskonferenz. So, also konkret sollen Unterzeichner dieses Dokuments dann zwei Dinge anerkennen. Erstens die Bestrafung angeblich falscher Äußerungen. Desinformation, Hassrede können die Meinungsfreiheit gefährden, sofern die Inhalte nicht irgendwie direkt zu Gewalt aufrufen. Und zweitens, man werde von den Plattformen nicht verlangen, bestimmte Kategorien von Äußerungen proaktiv zu moderieren. So, und dann steht im Text eine Liste geschützter Äußerungskategorien, die ganz spannend ist. Also, da ist politischer und religiöser Diskurs darunter, aber auch der Diskurs über Wahlverfahren. Einschließlich Bedenken zu Stimmenauszählungssystemen.
26:43 Dennis Horn
Wo kommt dieses Beispiel nur her?
26:45 Gavin Karlmeier
Mhm. Neuartige Theorien zur öffentlichen Gesundheit Und statistisch, biologisch oder empirisch belegte Fakten, selbst wenn diese von offiziellen Stellen bestritten werden Was macht man da jetzt als EU? Also so die Unterschrift unter einem Dokument zu verweigern, wo irgendwie außen drauf steht, die Meinungsfreiheit zu schützen, oder öffnet man diesen Streit noch weiter oder verlässt man in dem Moment, in dem abgestimmt wird, kurz den Raum? Weißt du?
27:12 Dennis Horn
Die Frage ist ja, wie der Rest der Anwesenden sich verhält. Also die EU macht ja nun wirklich nicht die Mehrheit der Weltgemeinschaft aus, aber hat trotzdem ein gewisses Gewicht in diesen Sitzungen. Und ich würde mir doch, und man muss auch dazu sagen, ich bin jetzt kein Politexperte, Spoiler, aber es ist durchaus so, dass ja solche Papiere monatelang verhandelt werden, dass es Unterhändler gibt. Die darüber diskutieren. Und man muss sich so ein bisschen die Frage stellen, wie ist es passiert, dass es jetzt an die Öffentlichkeit gekommen ist? Also irgendjemand, auch das, so viel können wir, glaube ich, aus unserem täglichen Geschäft verraten, die Regel ist, dass wenn sowas in der Öffentlichkeit landet, Dass nicht Politiko sich in irgendein Mail-Postfach gehackt hat, sondern dass das jemand durchgestochen hat, um damit möglicherweise auch schon die Öffentlichkeit gegen dieses Papier aufzubringen, damit es nicht mehr unterzeichbar ist. Das passiert bei Gesetzen häufiger. wenn es irgendwelche Vereinbarungen gibt, wo sich irgendein Politiker denkt, das kriegen die im Leben nicht platziert, dann schickt man das seinem schickt man es in der Regel Robin Alexander. Und der macht dann da was draus und kann das nicht. Einen bemerkenswerten Vorgang machst du raus. Und dann kann daraus kein Gesetz werden. Und das könnte hier natürlich auch im großen Bild eine Rolle spielen. Dass irgendjemand, Politiko, die ja auch wirklich sehr gut vernetzt sind, muss man sagen. Auch Springer übrigens, dass die möglicherweise das zugespielt bekommen haben, damit man es jetzt schon zum Thema macht, damit es im September gar keins mehr wird Möglicherweise. Aber du hast natürlich recht. Also entweder schafft man es von vornherein, solche Punkte rauszuverhandeln, die eben gezielt auf Gesetze in der Europäischen Union eingehen. Die ja auch nur im Framing der US-Amerikaner Zensur sind, wenn wir sagen, wir wollen doch nur unsere Gesetze durchsetzen. Und die Gesetze sind nicht so, dass Leute ihre politische Meinung nicht mehr äußern dürfen. Wir wollen einfach nicht, dass sie zum Beispiel Den Holocaust leugnen. Und das ist nicht mal EU-weit ein Gesetz, sondern in Deutschland. Aber du weißt, worauf ich hinaus möchte. Ja, es ist schwierig. Ich hoffe, dass sich das bis September einfach von selbst erledigt.
29:13 Gavin Karlmeier
Wir nähern uns langsam unserer bekannten Social Media Welt hier in Haken dran, eine Geschichte hier zuerst aus Stuttgart, die wir als Präzedenzfall lesen. Die Landesanstalt für die Hats, die Raps aus 0711 lieben.
29:29 Dennis Horn
Also, die Landesanstalt für Ich muss kurz dazu sagen, dass wir beide im Vorgespräch gesagt haben, wir sind Boomer. schwierig ist, die Layer zu transportieren, wenn man sich mit Jugendwortwörtern beschäftigt und so. Gerade für so Menschen wie wir, die im Zweifel auch leider Berufsjugendliche sind. Und man muss irgendwie den richtigen Ton finden, um cringe sagen zu können, ohne cringe zu sein. Und da zitierst du hier so einen Rap-Song aus 1995.
29:56 Gavin Karlmeier
Ja, im Zweifelsfall sage ich einfach mal ein Layer. So. Also. Die Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg, LFK, hat gegen eine Influencerin ein Bußgeld von 36. 000 Euro verhängt. Wegen nicht gekennzeichneter Werbung mit Verfahrensgebühren und Auslagen 37. 803,50 Euro. So, und diese Influencerin auf Instagram mehr als 760. 000 Follower schwer hat daraufhin Insolvenz angemeldet. Worum ging es? Mehrere bezahlte Kooperationen aus Instagram Storys im vergangenen Jahr, Mai, zwischen Mai und Juli. Ein Teil davon hatte keine Werbekennzeichnung, andere Teil hatte sie, aber kaum wahrnehmbar. So, und diese Aufsicht hatte diese Influencerin zwischen 2020 und 2022 schon ein paar Mal auf die Vorgaben hingewiesen. Und sie hat trotzdem dagegen verstoßen. Und die Reichweite und die wirtschaftliche Bedeutung der Kooperation sind in die Höhe des Bußgelds eingeflossen. Oder wie der Präsident der LFK sagt. Das Bußgeld solle den wirtschaftlichen Vorteil übersteigen, damit sich Verstöße finanziell nicht lohnen. Die Influencerin selbst Versteht die Welt nicht, sagt sie, hat doch alles gekennzeichnet, hat ein TikTok-Video gemacht, der sagt, sie Schriftart, Schriftfarbe und Formatgröße seien bemängelt worden. Obwohl der kommerzielle Charakter aus ihrer Sicht offensichtlich war, aber das ist ja, worum es bei diesem Thema seit Jahren geht. Es muss auf den ersten Blick klar sein Nicht erst, wenn man genau hinschaut und den beigefarbenen Hinweis, Hashtag add auf ockerfarbenem Grund nicht sieht oder so. So, und das ist, ähm, also, ich finde, das ist so einer dieser Fälle, In denen, also man neigt so darum, oh, die arme Influencerin. Ich finde, das ist einer dieser Fälle, in denen mit einer Riesenreichweite völlig. und nachgedacht die eigene Rolle nicht reflektiert wird. Also ich halte es für grundsätzlich gut, dass der Staat so beibringt, wie diese Rolle aussieht. Oder wie das. Das Aufsichtswesen so. Das ist ja im Grunde, finde ich, das ist dieselbe Nummer wie hieß dieser Typ Ben Bernd so. Der ja auch nicht einsehen wollte, dass er redaktionell arbeitet, obwohl das in seinem eigenen Impressum steht, wo dann die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen eingeschritten ist. Es ist nun mal Gesetz.
32:13 Dennis Horn
Haltet euch dran.
32:14 Gavin Karlmeier
Fertig.
32:16 Dennis Horn
Also du kannst das Gesetz kritisieren, du kannst politisch aktiv werden, gegen das Gesetz vorgehen, du kannst deinen Lebensstandort Mittelpunkt nach Dubai verlegen, wo es dieses Gesetz nicht gibt. Do whatever you want. Aber sich sozusagen ins Messer zu stürzen und sich öffentlich darüber aufzuregen, wie es Ben Bernd gemacht hat, das ist halt ein bisschen stilos. Ich fand ein paar andere Sachen hier ganz bemerkenswert, weil wir so diese ganze InfluencerInnen Bubble immer mal wieder gecovert haben. Wir wissen, dass die LFM in NRW ein längeres Untersuchungsverfahren. War es die LFM? Nee, es stimmt nicht. Die Staatsanwaltschaft NRW in Düsseldorf eine längere Untersuchung durchgeführt hat, weil sie davon ausgeht, dass viele InfluencerInnen ihren geldwerten Vorteil nicht versteuern. Also, wenn du jetzt als Influencer, der du ja bist, Dennis von einem Hotel eingeladen wirst, dorthin zu reisen, dann musst du auch, wenn du fürs Hotel nicht zahlst, das Geld, das du nicht gezahlt hast, dann doch versteuern. Versteuern. Weil es eben ein geldwerter Vorteil ist. Und ich finde hier so ein paar Dinge bemerkenswert. Ich finde bemerkenswert, dass eine Influencerin, die seit sechs Jahren Big in Business ist und über 760. 000 FollowerInnen hat, dass ihr 37. 000 Euro das Genick brechen.
33:21 Gavin Karlmeier
Ja, das habe ich auch gedacht. Aber so fies wollte ich nicht sein, weil du weißt, selbst bei dieser Größe bei Menschen, ich wollte jetzt auch nicht sagen, du bist fies, aber ich hab so selbst den Gedanken gehabt. Habe ich mich gefragt, man weiß nie, wie die Lebensumstände sind und was dazu führte. Aber den Gedanken hatte ich auch. Also, wenn dir das das Genick bricht, hast du vielleicht auch einfach nicht gut gewirtschaftet.
33:42 Dennis Horn
Weil das eben hier einfach, das ist halt nicht jemand mit 10. 000, 20. 000, 100. 000 FollowerInnen, sondern fast eine Million und da hast du halt eine unglaubliche Werbeleistung. Die ist zwar gesunken in den letzten Jahren, aber sie ist ja seit Jahren offenbar unterwegs. Der zweite Gedanke, den ich dazu habe, ist, dass wir öfter schon darüber gesprochen haben, dass InfluencerInnen. . Und das haben wir aus erster, zweiter, dritter Hand hier erfahren von Carsten Maria Müller, die darüber gesprochen hat, die ja auch durchaus in dieser Branche sehr vernetzt und verankert ist. häufig mitbekommt, dass es eben einfach gar nicht das Bewusstsein dafür gibt, solche Fehler, dass diese Fehler gemacht werden können und dass es da wirklich ein gutes Management braucht, viele Managements aber sich überhaupt nicht um ihre KlientInnen kümmern. sondern halt denken, dann nehmen wir das schnelle Geld mit und dann soll sie machen, was sie will. Das ist hier in dem Fall ein bisschen anders gelagert, weil sie eben schon zweimal verwarnt wurde und offenbar nicht darauf reagiert hat. Und der dritte Gedanke, den ich dazu habe, den ich jetzt heute auch schon einmal gelesen habe, den ich aber interessant finde und mitbringen möchte. Und leider kann ich nicht mehr die Quelle mitbringen, wo ich es gelesen habe. Aber Dieser Hang dazu, als damals diese Etikettierungspflicht für Werbepostings oder bezahlte Postings eingeführt wurde.
34:50 Gavin Karlmeier
Einfach wahllos unter alles Add drunter zu schreiben.
34:52 Dennis Horn
Und die These, die ich gehört habe heute, ich glaube in einem Real war, ich gucke gleich, wer es war, während du sprichst, die These war, weil er hat gesehen, die Person, dass es auf einem IKEA-Plakat, jetzt eine Kennzeichnung gibt, KI generiert. Aber es war. Eigentlich ein Foto, einfach nur drauf, dass das hier genauso blühen könnte mit dem AI-Act, dass Leute jetzt anfangen, alles als KI generiert zu kennzeichnen, aus Sorge, dass die Photoshop-Nutzung da drin irgendwie missverstanden werden könnte. Und wenn man keinen Fehler machen möchte, ist jetzt erstmal alles Werbung. und KI generiert und dann am Ende bringt diese Kennzeichnung ja auch gar nichts mehr. Bei Bewerbung genauso.
35:26 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das wurde einfach überall Anzeige wegen Account-Nennung wurde dann darunter gegeben. Das ist so völliger Quatsch. Da habe ich schon gedacht, ob man sich damit nicht auch wieder rechtlich in eine Bredouille bringt, wenn man das immer wieder so schreibt, weil dann das Publikum, es geht ja gerade darum, für das Publikum transparent auseinanderhalten zu können. Also, es kann ja theoretisch sein, dass du ein Produkt irgendwie in den Mittelpunkt deines Postings stellst, weil du das selbst ernsthaft meinst, dann ist das ja gar keine Werbung. Verstehst du?
35:56 Dennis Horn
Du hast ja nie eine Gegenleistung bekommen.
35:58 Gavin Karlmeier
Du musst es ja nur da schreiben, wo wirklich auch eine Gegenleistung geschehen ist und es tatsächlich Werbung ist. Und das ist ja dadurch allein schon komplett ad absurdum geführt worden. Da hatte ich schon mehrfach den Gedanken, ob die sich rechtlich nicht in eine Sozusagen entgegengesetzte problematische Lage bringen, dadurch, dass sie zu viel kennzeichnen. Weil dann auch ja am Ende wieder alles egal ist, weißt du?
36:19 Dennis Horn
Ja, und ich glaube, auch das muss man muss man jetzt erstmal abwarten, wie sich das so ausmakelt. wie man sich so findet. Ich finde das real. Hast du die Quelle gefunden? Nein, leider nicht. Ich werde das nachreichen und in der nächsten Episode am Freitag mit meinem Gast Dennis Horn dann nochmal anschauen. sprechen.
36:38 Gavin Karlmeier
Gut, vielleicht erinnert der dich ja dran.
36:40 Dennis Horn
Das ist ja schön.
36:41 Gavin Karlmeier
Mal sehen. Dann eine wir bleiben ein bisschen beim Influencen. Eine Studie von Sprout Social. Der Influencer Marketing Report 2026. Befragt wurden 2250 Social Media NutzerInnen in den USA, Großbritannien und Australien im Mai. Und weil wir so Mediendudes sind, ist das ja immer interessant für uns. Also ein paar Zahlen daraus. 60% der Instagram-Reels erreichen inzwischen ein Publikum im Schnitt. Bei dem mehr als 70% der ZuschauerInnen keine Follower sind.
37:13 Dennis Horn
Und das sage ich hier seit Jahren in diesem Podcast.
37:16 Gavin Karlmeier
Das sagen wir nicht alles seit Jahren. Und nur 17% der NutzerInnen sagen, dass die Followerzahl überhaupt eine Rolle spielt, wenn sie sich entscheiden, jemandem zu folgen. Also die ist als Währung, und ich glaube, das haben wir wirklich oft gesagt Faktisch tot. Reichweite hat sich von der Größe der Zielgruppe, der Followerschaft abgekoppelt, weil die Feeds einfach interessenbasierter ausgespielt werden und nicht mehr abobasiert im Algorithmus. Und gleichzeitig setzt die Hälfte der Unternehmen nach wie vor CreatorInnen ein, vor allem für Markenbekanntheit Und nutzt dabei oft genau diese Followerzahl als Anhaltspunkt.
37:55 Dennis Horn
Ich kenne durchaus so Influencer-Marketing-Menschen, die sich Screenshots schicken lassen von den Story aufrufen, um zu gucken, wie viel ist denn da tatsächlich echte Traktion in diese FollowerInnen. Ich glaube, so muss das auch machen. Aber gleichzeitig finde ich schön, dass es hier nochmal als Studie jetzt festgehalten wird. Ich glaube übrigens Auch wenn die hier gesagt haben, bei der Mehrheit erreichst du 70 Prozent keine FollowerInnen mit deinen Reels. Meine Zahlen, die ich so kenne aus Medienhäusern, aus dem Hakenbrand-Account und so, sind weit über 90 Prozent. Also wir sind eigentlich hier viel höher. Aber das ist jetzt, wie gesagt, nicht ganz so. Wissenschaftlich ausgewertet. Also guck nicht auf die FollowerInnen Zahl, weil 83% machen das auch nicht.
38:40 Gavin Karlmeier
So Und was sonst noch drin steht, mehr als 80 Prozent finden InfluencerInnen, sollten die Produkte selbst nutzen, die sie bewerben. Viel Gewalt.
38:48 Dennis Horn
Ich gehe das 20 Prozent, aber sagen wir mir egal.
38:51 Gavin Karlmeier
Mega, genau. 44% der NutzerInnen haben Bedenken, wenn Marken mit KI-Influencern arbeiten. Das finde ich wenig. Aber auch das ja irgendwie grounding, ne? So das zu lesen.
39:03 Dennis Horn
Könnte aber auch daran liegen, dass es noch nicht so viele Beispiele gibt. Also, wenn das jetzt überhand nimmt, dann wird sich die Zahl wahrscheinlich auch nochmal nach oben schieben.
39:11 Gavin Karlmeier
Und was ich super interessant fand, Mitarbeiter als Influencer werden wichtiger. Also nicht hier irgendwie der CEO oder die eingekaufte Figur. 62 Prozent der Gen Z entdecken mittlerweile mindestens einmal im Monat neue Produkte über Inhalte von Angestellten der Unternehmen.
39:35 Dennis Horn
Das ist irre.
39:36 Gavin Karlmeier
Und ich, also das erscheint mir sehr hoch. Ich finde das aber mindestens einmal im Monat mag sein, andererseits. Und ich finde, das ist echt ein Spielfeld, das Unternehmen in der Regel alle nicht verstehen und überhaupt nicht verstehen können, weil sie. als Unternehmen strukturell falsch aufgebaut sind.
39:57 Dennis Horn
Ja, und es gibt so Wellen, das wirst du ja dann jetzt in deiner aktuellen Rolle dann vielleicht auch wieder öfter mal erleben oder vielleicht auch noch aus deiner Vergangenheit wissen. Es gibt immer so Wellen, da kriegst du so innerhalb von einem Monat vier E-Mails von Unternehmen, die sagen, wir würden jetzt gerne ein bisschen mit Influencer Marketing oder Employer Branding. Employer Branding, ja genau. Oder Corporate Influencer oder so genau. Gern machen kannst du es das erklären. Und auf fest dahin, und das Erste, was du erfährst oder auch im Vorgespräch ist, es geht nur um Recruiting. Es geht nur darum, Stellen neu zu besetzen. Und das verkennt ja total die eigentliche Wucht der Leute, die eben für so ein Produkt oder ein Unternehmen auch brennen können, wenn du die als Testimonials nutzt, weil du sparst wahnsinnig viel Geld. an Marketing- und Influencer-Marketing-Ausgaben. Gleichzeitig, das steht jetzt hier in der Studie nicht drin, aber also mal ehrlich. Wer wischt denn durch Instagram, sieht ein Real und denkt sich, ey, ich habe eigentlich mein Studium beendet, aber ich mache jetzt nochmal eine Ausbildung zur Bitte Job einfügen. Das ist relativ unwahrscheinlich. Also, ich glaube, Employer Branding ist gut, ich glaube, du kannst auch Recruiting machen, aber das muss dann halt wirklich sehr, sehr gut strategisch aufgesetzt sein. Es reicht nicht, in einem Ein-Tages-Workshop dem Azubi der Marketingabteilung TikTok beizubringen, damit er dann ab morgen die komplette, das komplette, per die komplette Personalvermarktung macht.
41:19 Gavin Karlmeier
Das wird nicht passieren. Ja, und das ist nochmal, das ist auch so mein Punkt, selbst wenn es gar nicht ums Recruiting geht, sondern um so Corporate Influencing und so, egal auf welcher Ebene, ob auf der Azubi-Ebene oder irgendwie C-Level und so Nach wie vor der Fehler, Leuten das aufzudrücken. Du kriegst das nur glaubwürdig hin, wenn die Leute auch Bock darauf haben. So, und das ist halt Das Ding. Ja, absolut.
41:45 Dennis Horn
Und das gilt übrigens für fast alles, was über die erwartete Arbeitsleistung hinausreicht. Also, ja, ja.
41:53 Gavin Karlmeier
Wir kommen zum Meta. Und zu einer Nachricht, die die ARD Rechtsredaktion beim SWR ausgegraben hat. Der hamburgische Datenschutzbeauftragte Thomas Fuchs hält ein komplettes Verbot der Meta-Brillen in Deutschland für möglich. Thomas Fuchs ist die Aufsichtsbehörde, die in Deutschland für Meta zuständig ist, weil Hamburg Und seine Leute haben die neuen Modelle, die seit Juni verkauft werden, ausführlich getestet. Ich stelle mir so einen Test ja so vor, dass sie selbst damit rausgegangen sind. in Hamburg in Straßencaféen Leute gefilmt haben und dann gesagt haben, wir dürfen das, wir sind Datenschützer.
42:29 Dennis Horn
Dann haben die auch so ein Schild und der halt so ganz große Datenschützer draufsteht.
42:33 Gavin Karlmeier
Genau Genau. Das Ergebnis ist aber eindeutig. Sie sagen, wer mit der Brille in der Öffentlichkeit andere Menschen aufnimmt, verarbeitet personenbezogene Daten. Das geht nach Einschätzung der Behörde nicht. Der Knackpunkt ist das kleine Lämpchen am Gestell, über das wir auch schon gesprochen haben hier. Meta sagt, das ist doch unser Erkennungszeichen, damit sehen doch alle, wenn aufgenommen wird. Und die Behörde sagt sinngemäß nein. Also, wenn man im Park an so jemanden mit einer Brille vorbeiläuft, merkt man das nicht. Dazu kommt, es gibt auch Sticker von Drittanbietern, um genau dieses Lämmchen zu überkleben. Ich habe übrigens, letzte Woche, muss ich kurz erzählen, eine Kollegin getroffen auf einen Kaffee. im Straßencafé, setz mich zu der an den Tisch und das Erste, was sie mich fragt, guckt mich so an und sagt, sag mal, es ist okay, wenn ich meine Brille trage Ich habe das gar nicht gecheckt und sagt so zu ihm, warum soll das nicht okay sein, wenn du deine Brille trägst? Und sie hat nicht gecheckt, dass ich das nicht checke, guckt mich an und sagt. Metabrille? So. So.
43:27 Dennis Horn
Aber sie gefilmt damit.
43:29 Gavin Karlmeier
Nein, sie sagt zum Hören. Ist es für sie?
43:33 Dennis Horn
Ah, ja, das ist ja diese Funktion, die er erst diese bezahlten Rate Limits bekommen sollte.
43:38 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall zurück zum Datenschützer aus Hamburg. Da kommt nämlich jetzt der interessante Teil, nämlich wie er das für argumentiert. Das tut er nämlich gar nicht über den Datenschutz. Sondern über ein Gesetz, das ich noch gar nicht kannte, dem Namen nach, das TDDDG. Kennst du das? Ich glaube, der hat. TDDDG. Hey!
43:54 Dennis Horn
Ich habe das Gefühl, wir haben da schon mal drüber gesprochen hier.
43:57 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, ob wir beide, aber also das ist das Telekommunikation, digitale Dienst. Dienste Datenschutzgesetz. TDDDG.
44:04 Dennis Horn
Der Name ist ultra geil.
44:06 Gavin Karlmeier
So, und darin steht.
44:07 Dennis Horn
Warum ist es nicht T-D-D-Da?
44:10 Gavin Karlmeier
TDDDG. Oh mein Gott. Ich würde es also toll. Also, Paragraph 8. Ich lese diesen Paragraphen vor. Achtung, es ist ein Satz. Es ist ein einzelner Satz. Es ist verboten, Telekommunikationsanlagen zu besitzen, herzustellen, auf dem Markt bereit. Zustellen, einzuführen oder sonst in den Geltungsbereich dieses Gesetzes zu verbringen, die ihrer Form nach einen anderen Gegenstand vortäuschen, Oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind und aufgrund dieser Umstände oder aufgrund ihrer Funktionsweise, In besonderer Weise geeignet und dazu bestimmt sind, das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen von diesem Unbemerkt abzuhören oder das Bild eines anderen von diesem Unbemerkt aufzunehmen.
45:01 Dennis Horn
Ja, offensichtlich nur ein Satz
45:03 Gavin Karlmeier
Offensichtlich so. Und die Frage ist jetzt: trifft das auf die Metaglases zu? Thomas Fuchs sagt, ja.
45:08 Dennis Horn
Es ist für mich, ich denke halt sofort an diese kleinen Kugelschreiber mit Mikrofon. Dieses Spionen-Kugelschreiber, weißt du?
45:14 Gavin Karlmeier
Aus dem UPS-Heft.
45:15 Dennis Horn
Ja genau, verboten.
45:17 Gavin Karlmeier
Verboten.
45:18 Dennis Horn
Verstößt gegen TDT.
45:19 Gavin Karlmeier
Deswegen gibt es das auch nicht mehr. Yps-Verstöß gegen TKKG.
45:25 Dennis Horn
Ich stolper so ein bisschen. Also zum einen, ich bin der Letzte, der dieses Creep-Device hier schützen möchte. Wisst ihr, wie ich so. Auch wenn es, wie gesagt, auch Use Cases gibt, die über Creepsein hinausreichen. Zum anderen gibt es von Meta die Ankündigung, dass du ja die eben nicht mehr abkleben oder wegbohren kannst, weil dann die Kamera nicht mehr funktioniert. Da wollen sie ja Abhilfe schaffen. Zum Dritten frage ich mich aber, ob all diese Argumente, die vor dem TDDDDG genannt wurden Ob die nicht auch auf jedes andere Gerät mit Kamera und Mikrofon zutreffen?
45:57 Gavin Karlmeier
Ja, allerdings.
45:58 Dennis Horn
Also auch ein Smartphone ist in der Lage, in einem Straßencafé Menschen ohne ihr Wissen zu filmen und da leuchtet nicht mal ein Lämpchen.
46:04 Gavin Karlmeier
Ja, aber das Smartphone ist jetzt kein verkleidetes Gerät, ne?
46:08 Dennis Horn
Ja, deswegen meine ich ja. Das ist dann die TDDDG-Erweiterung. Aber in dem Moment, wo ich jetzt Irgendwas versteckt habe und mein Smartphone unsichtbar wird, in dem Moment ist es dann ja offenbar doch ein Problem. Ja, finde ich interessant. Ich bin weder Politexperte noch Jurist und kann nicht einschätzen, ob das hier eine erfolgreiche Diskussion ist. Meta hat aber mit so klein deutschen Einzelgesetzen ja auch schon mal Probleme gehabt, als man die Oculus Rift-Brillen Du weißt, bekannt von Mike Miret, der sie gesucht hat, zusammen mit dem Merger, nicht verkaufen durfte in Deutschland, weil es eine Account-Bindung zwischen der Brille und dem Facebook-Account gab, weswegen es Meta-Accounts gibt.
46:53 Gavin Karlmeier
Wo sind denn die Ocleusbrillen? Wo ist denn Kunst?
46:56 Dennis Horn
Ich kann mich doch daran nicht erlahmen.
46:59 Gavin Karlmeier
Wo ist denn hier Bowers?
47:00 Dennis Horn
Ich sehe ein paar Prints.
47:02 Gavin Karlmeier
Verbieten könnte die Brille allerdings auch nicht Thomas Fuchs. Es könnte nur die Bundesnetzagentur und die prüft gerade.
47:09 Dennis Horn
Naja.
47:09 Gavin Karlmeier
So. Weiter mit TikTok.
47:11 Dennis Horn
Allein sein reicht manchmal nicht.
47:13 Gavin Karlmeier
Genau. Boah, Name Jobs, schwierig. Weiter mit TikTok. Und zwar in Los Angeles. Dort liegen rund 3300 Klagen bei einer Richterin, Caroline Cool. Gebündelt mit demselben Vorwurf.
47:26 Dennis Horn
Sorry, ich muss ganz kurz, weil ich gerade gesagt habe, keine Name-Jokes. Und wir haben das heute, glaube ich, zeitlich nicht mehr drin, aber das Verfahren zwischen Apple und OpenAI geht auch weiter und auch darüber müssen wir sprechen. Hier heißt die Richterin Caroline Cool, im Apple-Verfahren heißt es übrigens Ritalin. Ich also sorry, ich will keine Witze über Namen machen. Es drängt sich manchmal dann doch auf. Und ich halt, also ich habe mit meinem Namen, ich habe viel erlebt.
47:56 Gavin Karlmeier
Sagt Gavin Karl-Mayer.
47:57 Dennis Horn
Zu Dennis Horn.
48:01 Gavin Karlmeier
Wir kennen den Schmerz. Also 3300 Klagen. Cool geschrieben, K. U. H. So wie man es spricht, schreibt, wenn man Witze macht.
48:10 Dennis Horn
So wie wir früher bei Isaac Q geschrieben haben.
48:13 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Cool, Q. Wir haben KIWL geschrieben, wenn ich mich richtig erinnere.
48:17 Dennis Horn
Also ich habe C00L geschrieben, aber.
48:20 Gavin Karlmeier
Also der Der Vorwurf dieser Hör auf, sonst bin ich gleich Schreckstrich AFK. Also, der Vorwurf ist immer derselbe in diesen rund 3300 Klagen, die Plattformen also auch über TikTok hinaus sein, absichtlich so gebaut, dass sie süchtig machen und sie schadeten der psychischen Gesundheit junger NutzerInnen. Und aus diesen Berganklagen hat man, das haben wir ja schon angedeutet beim letzten Mal, drei Fälle als sogenannte Bellwether-Verfahren ausgewählt, also Musterprozesse. Machen Anwälte gerne, man schaut, wie gehen Geschworene mit so einem Fall um und man weiß danach ungefähr, was die restlichen paar tausend Klagen wert sind. So, und jetzt hat TikTok sich in. Allen drei Fällen verglichen, noch vor Prozessbeginn. Zu den KlägerInnen gehören drei Jugendliche, die unter anderem Angstzustände, Depressionen und Selbstverletzungen schildern. Und die Bedingungen der Vergleiche, die TikTok jetzt geschlossen hat, natürlich vertraulich. Wir erinnern uns an die Episode von letzter Woche. Da ist ja ein weiteres Musterverfahren, einfach zerbröselt, wann Kläger seine Klage gegen Meta fallen gelassen hat. Nachdem sich auch alle anderen verglichen hatten. Also ein bisschen wie beim Poker, wer so aussteigt, muss seine Karten nicht mehr zeigen.
49:25 Dennis Horn
Ja, genau.
49:26 Gavin Karlmeier
Und die Fälle. An denen man am meisten lernen könnte, kommen deshalb nie vor die Geschworenen, auch hier wieder nicht.
49:32 Dennis Horn
Und das ist ja komplett kalkuliert von TikTok. Also das ist ja genau wie das Verfahren mit Anthropic, die sich geeinigt haben mit Urhebern von Büchern, von Verlagen. indem sie sich auf einen Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar geeinigt haben, damit es eben nicht zu diesem Präzedenzverfahren kommt. Und das ist ja hier mit diesen Bellweather oder Testverfahren im Ende das Gleiche. Du schaffst Präzedenz. Wenn du jetzt drei Fälle hast, in denen dreimal Social Media Unternehmen als Jugendgefährdend eingestuft werden, dann kannst du davon ausgehen, dass der vierte und fünfte Ähnlich ausgeht bei einem ähnlichen Sachverhalt. Und wir haben im KGM-Fall gesehen, dass es ja da auch durchaus Unternehmen gab, die sich vorab verglichen haben und eben diejenigen, die das nicht getan haben und was es mit Meta und Google getan hat. In der öffentlichen Wahrnehmung, dass diese Prozesse zu Ende gebracht wurden. Ich finde das interessant, dass TikTok also die ganze Zeit sagt: Nee, nee, das fassen wir nicht an.
50:23 Gavin Karlmeier
Und kurze Terminmeldung, die zu diesem Thema gehört. Nächsten Monat soll in Oakland, in Kalifornien, der nächste Prozess wegen Social Media Sucht und deren Auswirkungen auf Kinder beginnen. Das ist der erste Prozess dieser Art dann vor einem Bundesgericht gegen Meta. YouTube, TikTok, Snap, angest von GeneralstaatsanwältInnen aus 29 Bundesstaaten, also nicht mehr einzelne Familien mit einzelnen Anwälten. Sondern mehr als die Hälfte der Bundesstaaten gemeinsam, das ist eine andere Hausnummer, und äh, ich sag mal, deutlich schwerer wegzuvergleichen.
50:56 Dennis Horn
Und das Gefährliche ist ja auch, dass ähm dadurch, dass ich weiß es jetzt nicht mal einzelfall, aber bei 29 Staaten kannst du davon ausgehen, dass es bipartisan ist. Also dass es sowohl republikanisch geführte als auch demokratisch geführte Staaten sind. Und da siehst du so ein bisschen Dass dieses Spiel, das die Plattformenbetreiber in den letzten Jahren gespielt haben, so gelagert ist, dass zum Beispiel die turborepublikanischen Staaten sagen, wir schützen uns trotzdem trotzdem schützen vor unserer Wirtschaft. weil es hier um Kinder und Jugendliche geht. Und das kannst du als Republikanische Partei, wenn du nicht gerade Donald Trump bist, schlecht schützen oder dich schlecht schützen davorstellung, wenn du weißt, hier kommt Kinder. zu schaden. Das ist schwierig zu kommunizieren, gerade wenn du einen sehr christlichen Staat, zum Beispiel, einen sehr evangelikalen Staat hast, Das heißt, Sie haben auch hier zu hoch gepokert, die Plattform, und haben sich jetzt mit allen verscherzt. Das wird noch knallen.
51:49 Gavin Karlmeier
Das wird noch knallen. Und wie gesagt, meine These ist ja die nächste Legislatur in den USA. äh, wird die interessante sein. Sollte es da ein ähm äh Flipback Snapchit Zu den Demokraten gehen, fällt gerade das Wort nicht ein, dann wird's interessant.
52:12 Dennis Horn
Ja, ja, aber auch wenn es nicht, die Demokraten werden, wird es interessant, weil du ja siehst, dass in der Republikanischen Partei offenbar auch schon Mehrheiten dafür sind. Plattformen als schädlich einzelnerkennen und wir wissen auch, dass ja auch sogar um das Trump Umfeld herum, so Dinge wie Social Media Verbote diskutiert werden oder die Abschaffung von Section 230 diskutiert wird und so. Also die diese grundsätzliche Schutzposition, die sich die Plattformen erarbeiten wollten, kurz nach Amtsantritt von Trump, die haben sie nicht bekommen. Und gleichzeitig muss man aber auch sich da fragen, mit welcher Motivation viele republikanische Stimmführer das vorantreiben, weil wir auch wissen, dass dieser Think Tank wie hieß denn der noch? Dieser Think Tank Douglas Project Jetzt stehe ich wort auf dem Schlag.
53:02 Gavin Karlmeier
2025 oder.
53:04 Dennis Horn
Ja, genau, Project 2025, das kommt von einem Think Tank. Und dieser Think Tank, der hat eigentlich auch den Plan, Pornografie komplett zu verbannen. Turning Point USA, so heißen sie. Pornografie komplett zu verbannen. Also ist der direkte Angriff eigentlich auf das freie Internet. Und da ist sicherlich auch die Argumentation des Jugendschutzes in sozialen Medien förderlich im öffentlichen Narrativ.
53:27 Gavin Karlmeier
Wir sind schon fast bei der Stunde, aber diese Geschichte hier möchte ich mit dir noch unterbringen. Zu Google. Google hat in Google Earth eine Funktion eingeführt, mit der man KI generierte Satellitenbilder erzählt. erzeugen konnte. Also das hat ein Produktmanager von Google ungefähr so beschrieben, rein auf der funktionalen Ebene. Ist doch toll, reinzoomen, auf Bilderstellen tippen und eingeben, was man sehen möchte. So, einen Tag später war die Funktion wieder weg, berichtet NPR. Und der Open Source Rechercheur Henk van Es hat vorher nochmal schnell aufgeschrieben, was er alles ausprobieren konnte in dieser Zeit. Flüchtlinge an der mexikanischen Grenze auf dem Satellitenbild zeigen, ein Kernkraftwerk im Iran, ein Unfall in Amsterdam, ein Krankenhaus mit Bombenkrater in Gaza. Nichts davon ist von Google abgelehnt worden. NPR selbst hat es auch ausprobiert, mühelos eine brennende iranische Insel erzeugen können und ein überflutetes US-Kapitol. So, warum ist das ein Problem? Satellitenbilder waren gefühlt. Bisher die letzte visuelle, also ist das Gallien von Deepfake sozusagen. Also die letzte visuelle Kategorie der Rechercheteams irgendwie noch getraut haben, sind schwer zu fälschen, sind kontrolliert von Unternehmen und Institutionen. Die Quelle ist eine Kamera, hunderte Kilometer über der Erde, und das hat natürlich jetzt Fälschungen beschleunigt. Und der Effekt nebenbei ist, dass Regierungen jetzt behaupten können, echte Satellitenbilder seien gefälscht. Falls einmal, also das ist die Büchse der Pandora. Wir nehmen das Thema Desinformation sehr ernst, alle Bilder Tragen das Synth-ID-Wasserzeichen, seien also in anderen Google-Tools als KI generiert erkennbar, was natürlich nichts bringt, wenn jemand einen Screenshot macht, irgendwie zum Beispiel.
55:24 Dennis Horn
Ich glaube Screenshot schon, aber es bringt natürlich nichts, wenn du, also ich hab so, sorry, wenn ich direkt reingehe, aber so Blast from the Past, Colin Powell argumentiert einen Krieg mit vermeintlichen, ähm, ich glaube im Irak war es, ne? Mit vermeintlichen giftigen Stoffen und irgendwelchen geheimen Waffen und hat Satellitenbilder in die Kamera hochgehalten, auf denen nichts erkennen war. Und es war damals eine Lachnummer. Also, ich glaube, der war Außenminister der USA.
55:49 Gavin Karlmeier
Und jetzt hätte er andere Satelliten. Ja, also klar, im Screenshot kann das Wasserzeichen erhalten bleiben, aber auch nicht zwingend, weil das dann. Auch wieder, nee, ich glaube, es war Colin Powell. Okay, sorry. Ja, ja, ja. Also je nach Komprimierung, je nach Zuschnitt und so weiter, muss nicht unbedingt gegeben sein, dass sich das so einfach weiterträgt. Also Ich habe das so gelesen, meine Frage ja wäre: Welchen Anwendungsfall zur Hölle hat man sich bei Google für so etwas vorgestellt?
56:25 Dennis Horn
Ich kann ja sagen, was Google hat gesagt. Wir haben gesehen, dass Fachleute aus dem Bereich Geodaten diese Funktion für eine Reihe nützlicher Zwecke nutzen. Das hat Google gesagt. Aber ja, also es ist so eine Idee, wo du man weiß genau, was passiert. Zu 100%, ist komplett klar. Und da denkt man sich, naja, vielleicht haben sie wenigstens irgendwelche Guardrails reingezogen, also so Leitplanken, dass das nicht einfach sofort missbraucht werden kann, dass nicht Leute einfach. sofort Mistmachen. Und das Tool ist eine Stunde online. Das erste, was ich sehe, ist, wie jemand in dieses World Trade Center Ersatzgebäude. Dieses hohe, tolle Ding, einfach ein Flugzeug, das da reingekracht ist, Explosionen, Brände, überall, einfach so einfügen konnte, völlig unproblematisch. Und äh Natürlich passiert das.
57:17 Gavin Karlmeier
Man weiß das doch alles. Man weiß alles darüber.
57:20 Dennis Horn
Ich denke, also das.
57:24 Gavin Karlmeier
Lange nicht mehr so kopfgeschüttelt wie Sachen Fake und so weiter Aber lange nicht mehr so kopfgeschüttelt wie bei dieser Entscheidung, Google. Screw you.
57:35 Dennis Horn
Man muss leider davon ausgehen, dass diese Funktion damit aber nicht gänzlich für immer vom Tisch ist. Google hat selber gesagt, wir nehmen diese Funktion erst Mal halt zurück, vorerst zurück. Das heißt, sie werden das jetzt immer mal wieder probieren und irgendwann haben wir uns dann gewöhnt und dann ist alles egal, wie allen immer alles egal wird.
57:50 Gavin Karlmeier
Ja.
57:51 Dennis Horn
So. Tja. Was machen wir jetzt? Aufhören für heute. Würde ich auch sagen.
57:58 Gavin Karlmeier
Ich muss mit Blick auf die Themenlage nochmal sagen, wir brauchen diese Puffer-Episode, wo wir einmal alles abarbeiten.
58:05 Dennis Horn
Es gibt eine Petition im Discord.
58:06 Gavin Karlmeier
Ist sie da?
58:07 Dennis Horn
Die könnt ihr lesen auf www. hakmann. org.
58:10 Gavin Karlmeier
Mach mal bitte Discord-Werbung noch jetzt.
58:12 Dennis Horn
Wir haben in Discord, da sind über 2300 Menschen, die sich die ganze Zeit mit diesen Themen auseinandersetzen, die Gedanken haben, die und uns quasi. Ihre Intelligenz leiden, muss man so sagen. Also es ist wirklich fantastisch. Kommt da vorbei. Es ist kostenlos, aber nicht umsonst. Und es ist ein toller Ort. Und wenn euch das zu viel Community ist und zu viele Menschen, dann schaut mal bei Campfire vorbei. Da bauen wir gerade so ein bisschen Community auf. Da kann man aber sozusagen begleiten zu diesem Podcast, live mitkommentieren. Auch das finde ich ein tolles Feature. Also, wir haben ganz viele Möglichkeiten, ihr findet sie alle auf Haken. org. Und wenn ihr das alles nicht nutzen wollt, ist es völlig in Ordnung für mich. Ihr habt ja offenbar bis hierhin gehört und hört meine Rede und dafür bin ich dankbar genug.
58:53 Speaker 4
So, wir hören uns wieder am Freitag. Dann mit meinem lieben Gast Dennis Horn. Ich wünsche euch eine tolle Restwoche, passt auf euch auf und tschüss. Tschüss.