Neben Likes, Retweets, View Count, Datum und Gerät wird Twitter unter jedem Tweet nun wohl auch noch gesetzte Lesezeichen und vergebene „Coins“ anzeigen. Bleibt nur die Frage: Woher soll der Platz in der Timelines für all die Infos kommen? Oder ist das etwas alles ein Ergebnis der neu-bewerbbaren Produkte auf Twitter? 🌿
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Tada, es ist schon wieder Freitag. Hallo Dennis. Wie ist die Twitterlage bei dir so? Ich hab wieder länger nicht mehr reingeguckt in Twitter selbst. Funktioniert die App? Ist alles noch auf Go?
00:19 Dennis Horn
Wieder? Wieder? Ja, wir hatten tatsächlich am Mittwochabend, also nachdem wir hier aufgenommen haben, hatten wir tatsächlich einen kleinen Ausfall. Ach. Du klingst so überrascht, Dennis. Das gehört doch inzwischen zum Daily Business. Aber wir wissen inzwischen, woran es lag, immerhin bei diesem kleinen Ausfall. Also wer versucht dann am Mittwochabend nach. Irgendwas zu suchen, der wird eine Fehlermeldung bekommen haben. Tweets können im Moment nicht geladen werden. Und eine iOS-Entwicklerin, nämlich Lia Calver, die hat kurz darauf einen Tweet geschrieben, wo sie geschrieben hat. Welp, I just accidentally took down Twitter. You can blame Elon Musk if you like though. Also so nach dem Motto, Entschuldigung, ich bin gerade über dieses Kabel gestolpert. Wenn ihr dir in den letzten zwei Stunden Twitter nicht benutzen konntet, lag es an mir.
01:08 Gavin Karlmeier
Ja, und was hat sie wirklich gemacht, statt über Kabel zu stolpern?
01:12 Dennis Horn
Also, die hat versucht, eine Funktion im Bereich Spaces wieder zu aktivieren. Die, wie sie schreibt, not perform well. Also die Space-Funktion scheint noch nicht so ausgereift zu sein, wie sie es gerne hätte, und musste daraufhin das Sight-Stability-Team aktivieren, um Twitter zurückzuholen. Also sie hat quasi alleine offenbar eine Entscheidung treffen können, die für alle Leute, die per iOS auf Twitter zugreifen wollten, verheerende Folgen hatte.
01:40 Gavin Karlmeier
Interessante Form der Transparenz. Ja, also kann man ja eigentlich sagen, ist ja eine ganz gute Sache so, aber wo erlebt man denn sowas mal, dass sich irgendwie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesen Plattformen exponieren. Ups Gestolpert.
01:55 Dennis Horn
Ja, ich finde es auch sympathisch. Ich finde es auch irgendwie nett und irgendwie alles gut, kann ja passieren. Mich wundern tatsächlich die Prozesse bei Twitter, die dadurch offenkundig werden. Ich bin jetzt kein Softwareentwickler, wie man vielleicht in den letzten Wochen hier auch schon feststellen konnte. Aber ich dachte immer, dass solche Prozesse von ich verändere mal was am offenen Herzen am Code. Dass das zumindest eine Art Vier-Augen-Prinzip unterliegt. Also, dass nicht eine Person einen Knopf drücken kann und alles ist kaputt.
02:25 Gavin Karlmeier
Das wundert mich schon. Ja, total. Aber gut, wer soll das noch machen? Das ist die folgerichtige Frage. Wer soll das dritte und vierte Auge da noch besitzen. Ist ja nicht mehr da. Also dritte und vierte Auge wurden gefeuert. Da gab es aber noch andere Fehler, zum Beispiel bei den Links, die Menschen gepostet haben, also HTTPS – irgendwas. Und die wurden von Twitter kurzzeitig als verdächtig eingestuft Was zu einer Verifizierungsanfrage führt, also ich stelle mir darunter vor, dass diese Nutzerinnen und Nutzer, die das gepostet haben, sich nochmal irgendwie neu verifizieren mussten. Oder irgendwie so, also so Wir bedauern die Verwirrung, die dadurch entstanden ist, und arbeiten daran, dieses Problem so schnell wie möglich zu beheben. Und die Likes werden noch wieder hergestellt, aber dieser Prozess kann sich verzögern.
03:23 Dennis Horn
Wie jeder Prozess gerade.
03:25 Gavin Karlmeier
Wie jeder Prozess sich gerade verzögert. Also das sieht, ja, spricht alles die Sprache, die wir seit Tagen schon besprechen. Währenddessen geht es besonders gut, Elon Musks Twitter-Profil, das ja mit dieser Zahl 1000 einen reichweitenschub bekommen hat. Algorithmic heating heißt das in der Fachsprache, habe ich jetzt gelernt im Wired magazine. Ja, und was lernen wir, wenn man ein Algorithmic Heating einstellt, tausendfach verstärken, bitte? kommt eine 7und37-fache Verstärkung raus. Also das hat Mad Navara jetzt getwittert, zusammen mit so einem Ein paar Daten und die zeigen, dass Elon Musks Tweets jetzt um 737 Prozent verstärkt sind. Und er hat.
04:17 Dennis Horn
Ja, bitte? Nee, sag mal, nee, sorry.
04:18 Gavin Karlmeier
Nee, er hat noch so einen schönen Screenshot dabei getwittert. Wie ein Tweet von Elon Musk empfohlen wird, weil er ihm angeblich folgt. Dabei folgt er ihm gar nicht und hat ihn sogar geblockt.
04:30 Dennis Horn
Und also ich würde gerne erstmal kurz auf diese Grafik kommen, dann auf das Blocken. Also diese Grafik, die kommt vom Guardian, die haben das nämlich ausgewertet und ich finde das super interessant, dass jetzt quasi ja Elon Musk gegen seine eigenen Methoden ausgedrippelt ist. dribbelt wird hier von der von ihm so verpönten Presse, weil sie den Impression Count genutzt haben, um zu schauen, wie sich eigentlich diese Tweets oder diese algorithmische Veränderungen auf die Ausspielung seiner Tweets auswirkt. Und hätten wir diesen View-Count nicht, hätten wir das vielleicht jetzt nicht so schwarz auf weiß, wie wir es hier haben. Hier wird nämlich verglichen der Increase in Tweet Impressions. Und vorher hatten seine Tweets eine durchschnittliche Impressionzahl von 27. 600. 000. Und nach diesem Button Drücken, waren es 230 Millionen 992 Millionen, also 1000. Das ist schon echt ein Riesensprung und also mir gefällt total, dass durch dieses, wir sagen es jetzt mal oder wir zeigen jetzt mal diesen Viewcount Es überhaupt möglich wird, das gegen ihn selber zu verwenden als Management bei Twitter. Ich verstehe. Das macht mir schon Spaß, ja.
05:35 Gavin Karlmeier
Ja, das da das macht schon Spaß. Vielleicht, also wir müssen ja Energie sparen, deswegen auch beim Algorithmic Heating nicht ganz auf die tausend raufdrehen. Dann kommen wir noch durch den Rest des Winters. Oh, sehr gut, die Reserven.
05:45 Dennis Horn
Wir müssen die Reichweite Reserven aufrechterhalten. So, dann, ähm. Das andere, ganz kurz noch zu diesem, dass er ihm angezeigt wird, obwohl er ihn blockiert hat. Achso. Ich könnte mir vorstellen, ich weiß es nicht, es ist jetzt mutmaßlich, aber das passt doch ganz gut in eine Zeit, wo eben Algorithmic geheatet wird, dass plötzlich alle Elon Musk angezeigt werden. bekommen, dass offenbar auch erm jetzt oder dass Met Navara unterstellt wird, ihm zu folgen und dass diese Tweets von Elon Musk jetzt trotzdem allen Leuten ausgespielt werden, obwohl sie blockiert sind. Ich könnte mir vorstellen, dass da eine Veränderung im Algorithmus zugrunde liegt. weil er ja auch diese Blocklisten, also Elon Musk ja diese Blocklisten mitverantwortlich gemacht hat für algorithmische Einschränkungen und eine chaotische Timeline. Und dass da genau dasselbe Chaos Drin liegt, wie die privaten Accounts, dessen Inhalte trotzdem angezeigt werden.
06:41 Gavin Karlmeier
Ja, ich verstehe, was du meinst. Dass da also diese Grenzen auch übersprungen werden. Gleichzeitig ist es natürlich, dass er ihm folgt, einfach falsch. So ist es. Naja. Elon Musk, wie ihr leibt und lebt, in einer Sitzung, in der es um Produktänderungen ging. An der Twitter-App, an Twitter selbst, was auch immer das konkret war. Und da wurde eine Änderung vorgeschlagen. Und Elon Musk wollte den Status einmal nur kurz wissen. So, wie läuft es da? Und dann hat der zuständige Product Manager geantwortet. Und Musk hat ihn wütend unterbrochen und hat gesagt: Warum reden Sie? Und dann hat er gesagt, alle Product Manager dürfen ab sofort in Besprechungen nicht mehr was sagen. Naja, also in dem Artikel steht dabei, vielleicht auch was Gutes, weil das dann mal ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ist, die nicht gefeuert wurde, sondern einfach nur nicht mehr sprechen darf.
07:40 Dennis Horn
Das ist ja schon mal ein Fortschritt. Unfassbar. Also es gibt jetzt offenbar doch flache Hierarchien. Man wird nicht mehr sofort entlassen.
07:47 Gavin Karlmeier
Ja.
07:48 Dennis Horn
Kulturwandel. So. Elon Musk lernt auch. Dann haben wir, ja. Nee, ich finde das total besorgniserregend, dass dieses, wir haben ja schon öfter hier von Machtmissbrauch und Übergängigkeit dazu gesprochen. Total besorgniserregend, dass so Menschen da jetzt immer in den Mund gefahren wird. Also es gibt ja diese länger schon überlieferte Geschichte, dass Elon Musk alle Menschen rausschmeißt aus Meetings, von denen er nicht glaubt, dass sie notwendig sind für das Meeting. ja tatsächlich sogar positiv finden, man kann dem was abgewinnen. Dass hier aber offenbar er kein Ventil mehr für Emotionen hat, sodass er selbst die Menschen, die er ja mit einer Frage anspricht, komplett über den Mund fährt. Das ist doch schon, äh, zeigt doch schon eine gewisse Angespanntheit im Psychogramm von Elon Musk. Ich könnte mir vorstellen, dass da die Ventile ganz schön qualmen gerade. Gut.
08:42 Gavin Karlmeier
Weiter qualmt die Produktbude von Twitter. Wir müssen kurz mal, also unser kleiner. Täglicher Funktionsreigen hier, den immer durchgeht. Das ist heute relativ kurz. Zwei Sachen sind neu. Einmal arbeitet Twitter gerade an einem Bookmarks-Counter. In der Detailansicht einzelner Tweets. Das können wir, glaube ich, so. Können wir so einen Haken dran machen? Willst du dazu was sagen? Ist das so? Ist das ein Ding, macht das was mit dir?
09:12 Dennis Horn
Ja, das macht voll was mit mir, weil ich mich frage, was also warum? Es gab ja die Ansage, dass das ein Secret-Like algorithmisch ist, das Bookmarken, also dass das Schon was macht mit der Art und Weise, wie dieser Tweet ausgespielt wird, je nachdem wie oft er gebookmarkt wurde. Aber in dem Moment, wo du es anzeigst, wie viele Bookmarks ein Tweet hat, machst du diese Idee ja gleichzeitig wieder kaputt, plus die Übersicht der detaillierten, also die detaillierten. Übersicht von Tweets wird immer undurchsichtiger. Da tauchen die ganze Zeit neue Sachen auf und ich verstehe nicht, wo diese Idee plötzlich herkommt. Was bringt das?
09:46 Gavin Karlmeier
Ja, und vor allem, das wird ja so einfach so ein Wust, ne, diese Plattformen dann, also so ein bisschen wie Facebook, wo ich irgendwann gedacht habe, die sind ja jetzt wie Microsoft. Liebe Grüße. Liebe Grüße. Ähm, und die zweite Geschichte ist, dass Twitter an einem Label arbeitet für das Profil. Ja, also wenn ich in ein Profil von einem Account gehe. Oben, wo die Kurzbio steht und alles andere, das anzeigt, wie viele Twitter-Accounts ach nee, die einzelnen Tweets, da wird es angezeigt, wie viele Twitter-Coins ein einzelner Tweet Erhalten hat.
10:26 Dennis Horn
Auch noch.
10:27 Gavin Karlmeier
Also.
10:28 Dennis Horn
Wir haben dann das Stehen, von welchem Device das geschickt wurde, dann dieser Tweet geschickt wurde, wie viele Likes ein Tweet hat.
10:33 Gavin Karlmeier
Device soll ja eigentlich raus, aber taucht immer auf die Stadt.
10:36 Dennis Horn
Ist trotzdem da die Angabe, wie viele Likes ein Tweet hat, wie viele Retweets ein hat ein Tweet hat, wie viele Bookmarks ein Tweet hat, wie oft ein Tweet gesehen wurde und wie viele Coins ein Tweet generiert hat. Das heißt, ich habe jetzt hier mindestens sechs Zahlen nebeneinander stehen. Und weiß gar nicht mehr, worauf ich achten soll. Also welche Aussagekraft an welche Zahl hat, verliert völlig für mich eine Logik.
10:58 Gavin Karlmeier
Für mich ergibt das nur Sinn, wenn ich auch wüsste, wie viele Twitter Diamonds sich dadurch einlösen ließen. Dann wäre doch die Zahl bitte auch noch dazu, dann ergibt doch alles wieder einen Sinn.
11:07 Dennis Horn
Ja, und ich fand es ganz gut, wenn vielleicht noch die Blutgruppe das Schreiben dann auch noch angezeigt würde. Einfach fürs Gefühl.
11:13 Gavin Karlmeier
So, und warum ist das alles so? Wie es ist? Und warum geht das da so durcheinander und ist so crazy? Vielleicht gibt uns unser letztes Thema für heute die Antwort darauf. Twitter erlaubt jetzt Werbung für Cannabis.
11:27 Dennis Horn
Weißt du, was ich da direkt gedacht habe?
11:29 Gavin Karlmeier
Ja, was denn?
11:30 Dennis Horn
Also wir haben gestern über diesen Government Kongress gesprochen, auf dem Elon Musk gesprochen hat. Und eine der Formulierungen, die er da gewählt hat, war die Welt ist nicht nur San Francisco. Wir sind eigentlich nicht nur die Großstädte, und das müssen wir verstehen. Das war so der Duktus, den er da gewählt hat. Und das ist aber eine völlig kalifornische Perspektive auf die Welt. Also in Kalifornien und vielen anderen Bundesstaaten der USA ist Erlaubt, ähm, in vielen Teilen der Welt, aber eben tatsächlich nicht. Und ich also, I don't know. Also, es ist zwar so, es gibt da ein paar Ein Eigenschaften, die zu dieser Cannabis-Werbung zugehören, also Du kannst nur Nutzer über 21 targetten, du kannst nur Nutzer in den USA targeten und Und auch nur lizenzierte Cannabisverkäufer dürfen das dürfen diese Werbung ausspielen.
12:19 Gavin Karlmeier
Ja, und auch nur geografische Gebiete in den USA, wo Cannabis auch lizenziert oder diese Verkäufer auch lizenziert.
12:28 Dennis Horn
So klar, das verstehe ich schon, aber allein, dass diese Diskussion stattfindet, ähm, zeigt also es, man muss gerade alles zu Geld machen, was zu Geld gemacht werden kann. Verstehe ich auch, also wirtschaftlich kann ich natürlich nachvollziehen, dass man versucht, an diesen Stein zu drehen, aber das ist halt längst keine globales Thema für Twitter.
12:48 Gavin Karlmeier
Nee, überhaupt nicht. Und auch hier wieder die Frage, ist das ein guter Einsatz von Ressourcen gerade sich um diese, aber es muss ja Geld reinkommen. Brand Safety. Alles Brand Safety. Also da hat Twitter, glaube ich, oder Elon Musk, ich weiß nicht, wer das gesagt hat, aber Er hat gesagt, was wird das der Cannabis Industrie bringen, wenn wir jetzt hier die Werbung erlauben und die Antwort darauf, wir haben high expectations.
13:20 Dennis Horn
Smart. Ist so ein bisschen wie die Franktelen-Antwort auf Elon Musk Vorher ganz gut, die beiden matchen. It's a match. Werden wir ein Wochenende haben? Ich habe das Gefühl, ich darf das eigentlich gar nicht aussprechen, weil dann geht es schief, aber ich habe das Gefühl, es wird gerade ein bisschen ruhig.
13:39 Gavin Karlmeier
Wir müssen ja auch Karneval machen, ne? Also das dürfen wir ja nicht vergessen.
13:43 Dennis Horn
Elon Musk ja auch.
13:44 Speaker 4
Ich bin psychedelischer Hase.
13:46 Speaker 5
Ist das seine Verkleidung?
13:47 Speaker 4
Ja.
13:48 Speaker 5
Okay, ich gehe als Twitter Blue-Abonnent.
13:51 Speaker 4
Bis Montag.
13:52 Speaker 5
Bis Montag, hoffentlich.