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Folge 630 · 21. September 2026 · 1:03 Std.

Sperrstunde in der Content-Bubble

mit Nora Hespers

Wie viele Warumme können wir heute beantworten? Und wie viele Warumme werden überhaupt erst aufgeworfen, weil Friedrich Merz vor die Mikros tritt?

Außerdem ist Mark Zuckerberg so unbeliebt, dass man sich fragt: Wer bettet hier eigentlich auf wen? Großbritannien jedenfalls bettet nicht, sie batteln. Ab in KW 39, los geht’s!

➡️ Die “neue” Katze: https://www.nationalgeographic.com/animals/article/meet-the-first-new-cat-species-discovered-in-100-years

Kapitelmarken

KI-generiert

  1. Hallo Nora!
  2. Polarisierung und Diskussionskultur
  3. Christian Wolf von TikTok gesperrt
  4. Der Fall "Nur der Koch": Accountsperrung wegen Urheberrecht
  5. Mark Zuckerbergs geringe Beliebtheit
  6. KI-Regulierung in den USA
  7. Beinahe-Krieg durch KI-Fehler im US-Militär
  8. Der EU AI Act
  9. Metas Deepfake-Problem und Kritik des Oversight Boards
  10. Ofcom und der Online Safety Act in Großbritannien
  11. X's Versagen beim Kampf gegen CSAM
  12. Nitter und XCancel endgültig offline
  13. Nachhak
  14. Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

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00:00 Gavin Karlmeier

Hallo Nora.

00:01 Nora Hespers

Hallo Gavin.

00:02 Gavin Karlmeier

Eine neue Woche startet. Wir rutschen in Kalenderwoche. Ich habe ja angefangen, das hier immer dazu zu sagen. Kalenderwoche 39. Bei mir ist heute Nora Hespers, Podcasterin, Journalistin. Und so ein bisschen auch, ich finde, du gehörst so zu den, wie sagt man, Top 200 Internet-Voices in Deutschland.

00:20 Nora Hespers

Gut, dass es 200 sind und nicht 20 oder so, dann wäre ich jetzt echt schockiert.

00:25 Gavin Karlmeier

Nee, ich habe jetzt so eine Zahl gewählt, die halt sich nicht so anfühlt, dass du denkst, das Kompliment sei vermessen, sondern es ist aufrichtig.

00:31 Nora Hespers

Ja, das kann ich annehmen, aber sonst hätte ich mich für vermessen gehalten, mich in dieser Range irgendwie einzukategorisieren.

00:42 Gavin Karlmeier

Ich wollte bewusst ein realistisches Das Hupen war hier übrigens, um das einmal dazu zu sagen. Ich stehe ehrlicherweise so ein bisschen unter dem Eindruck der Rede von Friedrich Merz. Wir nehmen das hier am Sonntagabend um 19 Uhr auf und Friedrich Merz hat völlig unangekündigt um 18 Uhr eine Rede gehalten. Und es war so, alle waren irritiert und dachten, was passiert jetzt? Und das Ergebnis fasst sich zusammen mit Hä? Das ist der Arbeit.

01:10 Nora Hespers

Das Ergebnis ist, es läuft alles super, ich habe nichts falsch gemacht, macht euch keine Sorgen. warum man das an dem Tag um die Uhrzeit machen muss, wenn Wahlergebnisse verkündet werden in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern. Ist mir nicht so ganz einleuchtend. Vielleicht ist es ein verunglücktes Ablenkungsmanöver gewesen.

01:30 Gavin Karlmeier

Na, er hat schon auch gesagt, die Wahlergebnisse seien für die CDU ein Desaster. nicht anders, glaube ich, zu formulieren ist. Und er hat gesagt, er findet es schlimm, dass der Ton in der Gesellschaft rauer geworden ist. Derselbe Mann, der eigentlich, wenn ich das mal so paraphrasieren darf, die ganze Zeit sagt, ihr seid alle nur zu faul, meldet euch zu oft krank und geht zu wenig arbeiten, dem ist der Tonra. Er ist jetzt, ihm ist der Ton zur Raum.

01:56 Nora Hespers

Ja. Ja, ich kann nur sagen, wie es in den Wald hineinruft, so ruft es zurück. Es macht es überhaupt nicht besser, übrigens. Ich finde, wir könnten auch nicht so zurückrufen. Das ist ja auch eine Entscheidung, die wir treffen. Aber ich Erlebe es auch in sozialen Netzwerken. Also meine Geduld mit Menschen wird geringer und ich habe deutlich weniger Bock zu diskutieren. Also, weil es immer oder es Immer soll man auch nicht sagen. Es geht einfach sehr oft sehr schnell in so sehr verhärtete Fronten, sehr schnell in Vorwürfe. Und das empfinde ich als anstrengend, also als extrem anstrengend, diese Räume zu moderieren.

02:39 Gavin Karlmeier

Ich weiß gar nicht, wie weit wir dieses Fass jetzt aufmachen, weil ich habe so ganz viele Gedanken und nehme das gerne mal kurz an, weil die Frage, die sich da ja anschließt, ist ja eine. Gesellschaftliche. Ich bin ja einer der Vertreter, die immer sagen, wir können gesellschaftliche Probleme nicht mit Technologie lösen und demnach gibt es auch, glaube ich, relativ wenig gesellschaftliche Probleme, die rein von Technologie ausgehen, sondern Technologie ermöglicht einfach wie ein Brennglas diese gesellschaftlichen Probleme Eher deutlich werden zu lassen und gleichzeitig hilft es Menschen, ihresgleichen zu finden, im Guten wie im Schlechten. Und wenn ich das zusammennehme. Und dann mir überlege, warum sind Leute noch in Social Media unterwegs und veröffentlichen dort Dinge, vor allem Haltungen, Meinungen, Kommentare, dann hat das sehr häufig ja auch was mit dem Schärfen der eigenen Außendarstellung zu tun. Und dem sich überlegen, wie man sich vermarkten möchte, wofür möchte man stehen. Und wenn man das alles zusammenbringt, glaube ich, kommt man an diesen Punkt, wo man lernt, dass Kommentarspalten einfach kein guter Ort für politische Diskussionen sind, wenn man davon ausgeht, dass eine Diskussion Dann eine erfolgreicher ist, wenn alle Beteiligten in diese Diskussion reingehen mit der Bereitschaft, ihre Meinung am Ende zu revidieren.

03:51 Nora Hespers

Nee, das würde ich gar nicht sagen. Also ich finde nicht, dass diese Diskussionen irgendwie wie so ein Fußballspiel sind, das man gewinnen kann oder so. Ich finde total wichtig, dass wir Meinungen austauschen. Ich erlebe aber verstärkt, dass so eine extrem moralische Geschichte daraus wird. Also dass Menschen. sehr häufig gesagt wird, das darf man nicht und hier das darf man nicht und dass sehr häufig in Extremen diskutiert wird und dass so moderate Stimmen Menschen, die Differenzierung fordern oder möchten Dass das schwieriger ist. Und ich wundere mich manchmal auch darüber, wie Leute Sachen formulieren und möchte dann mit denen irgendwie ins Gespräch gehen und sagen: Bist du sicher, dass du das so richtig formuliert hast? Oder habe ich dich so richtig verstanden, wenn du das so formulierst? Das finde ich total wichtig und das findet sehr selten statt. Und genau, aber das Erleben, das bekommen wir auch nicht vorgelebt. So, also da sind wir wieder. Da schließt sich der Kreis zu Friedrich Merz. Es wird eben auch in der Form gar nicht vorgelebt, sondern Es wird mit Vorwürfen um sich geworfen, es findet wenig bis gar keine Selbstreflexion statt. Und ich glaube, dass das Aktuell die Situation ist, in der wir als Gesellschaft leben, wenn wir sie durch das Brennglas Social Media betrachten. Ich glaube nicht, dass das überall so ist, weil wir sehen ja auch, dass Dinge funktionieren, ehrlich gesagt.

05:11 Gavin Karlmeier

Aber ich würde dir schon zustimmen, dass es eine grundsätzliche Verhärtung der Fronten gibt und das aber auch schon seit zehn Jahren. Ich glaube ehrlicherweise auch, dass wir uns alle da in die eigene Nase fassen müssen, weil wenn ich mir anschaue, wie Diskussionen geführt werden. Ganz plakatives Beispiel. Hier sind häufiger Leute zu Gast, die auf Blue Sky Bilder posten, in denen keine Alttextbeschreibung hinter einem Bild liegt. Die Leute, die darunter kommentieren, die sind sehr wütend darüber, weil sie ihnen vorwerfen, sie würden die Barrierefreiheit nicht gewährleisten. Und damit haben sie im Grunde recht. Die Frage ist, muss das zur Konsequenz führen, dass man sich dann gegenseitig blockiert deswegen? Oder kann die Konsequenz nicht einfach sein, dass beide Seiten einfach sagen, ich sehe deinen Punkt, ich habe aber einen anderen und für mich ist das zu viel Arbeit, ich würde dann nichts mehr posten und alle anderen können sagen, das finde ich aber doof. Aber das Schöne ist doch eigentlich, sofern wir uns auf einem gemeinsamen Wertekompass bewegen und nicht völlig außerhalb dieses gemeinsamen, geschlossenen Kreises einer Gesellschaft. . . der eigentlich ja offen ist, schwieriges Bild, aber es ist Montag früh, wenn ihr das hört. Dann sollte es doch möglich sein, auch unterschiedlicher Meinungen in einzelnen Aspekten zu sein und sich gegenseitig zu ertragen. Und da stimme ich dir zu, dass es so. manchmal auch so Interviewformate gibt, bei denen Menschen dann nur wütend sind, weil ein Gast dort eingeladen ist, mit dem sie nicht d'accord sind. Und das verstehe ich dann irgendwie nicht, weil ich will auch mit Leuten sprechen, die anderer Meinung sind, will ihnen auch zuhören. Und ich kann zum Beispiel hier über die Aussagen von Friedrich Merz lustig machen, aber am Ende sind wir uns zumindest gesellschaftlich weitgehend einig. Das ist ja noch demokratischer Diskurs. Und auch wenn viele Positionen, welche sind, mit denen ich nicht übereinstimme, ist das eben die Möglichkeit der Diskussion. Und ich glaube, Friedrich Merz selber hilft sich damit übrigens auch nicht, wenn er dann gleichzeitig alle Leute als Außerhalb des demokratischen Diskurses beschreibt, die möglicherweise anderer Meinung sind. Ich sage nur Lifestyle-Teilzeit. Das ist ja ein Angriff außerhalb der eigentlich etablierten Gesprächsregeln.

07:14 Nora Hespers

Ich würde dir an einem Punkt recht geben und an einem Punkt würde ich eine Differenzierung einziehen wollen. Bei den Alttexten geht es tatsächlich darum Dass es da eine Hierarchie gibt von Menschen, die Macht haben und Menschen, die weniger Macht haben. Also die einen müssen darum bitten, dass etwas passiert, die anderen können diese Bitte erfüllen. Das ist ein Machtungleichgewicht, das da stattfindet. Ich finde auch, dass es hoffentlich nicht dazu kommt, dass man sich gegenseitig blockiert. Auf der anderen Seite finde ich auch, es geht da nicht bloß um Meinungen, sondern es geht da um Teilhabe. Das ist ein bisschen weitreichender als Meinung. So, und ich finde Menschen, die das Privileg haben, etwas zur Verfügung zu stellen oder etwas zur Verfügung stellen zu können, was andere brauchen. Sollten sich dieses Privilegsbewusst sein. So. Und dann einfach sagen, okay.

07:57 Gavin Karlmeier

So, das ist einfach das eine. Ich sehe das überhaupt nicht.

08:01 Nora Hespers

Genau, und bei dem Punkt, wo ich total bei dir bin, ist, dass Ich sage, es gibt bestimmte Grenzen, da müssen wir sagen, okay, das ist nicht in Ordnung, Menschen einzuladen. Aber es gibt auch Geschichten, wo ich sage. Es muss okay sein, mit den Leuten zu sprechen und dann bewerte doch die Qualität des Gesprächs. Also bewerte doch, wie mit dieser Person gesprochen wird. Und anhand dessen kann man dann sagen. Ich finde das Gespräch nicht hilfreich. Wenn ich sowas machen würde, dann würde ich das so und so machen. Ich verstehe gleichzeitig, dass gesagt wird, rechtsextrem. Im Kinderfernsehen eine Bühne zu geben, da können wir auch ruhig eine Linie ziehen. Also es gibt so Sachen, da muss man sagen, okay, da kann man eine Linie ziehen, ansonsten. Finde ich, wird es sehr dogmatisch, was angeht, wer darf jetzt mit wem sprechen und wer nicht. Das finde ich zunehmend anstrengend.

08:51 Gavin Karlmeier

Ja, und die Frage ist halt, wo man da die Linie zieht. Also ich glaube auch, dass mit rechten Reden nicht per se dazu führt, dass man die umstimmt, weil da sind wir wieder bei der ideologischen Motivation, an einer Diskussion teilzunehmen. Deswegen, ich brauche keinen Vertreter der AfD einzuladen, um mir anzuhören, wie er das sieht, um dann nachher zu sagen, ja, okay, habe ich mir vorher schon gedacht. bringt auch nichts. Und das ist ja das Schöne einer Diskussion. Und damit meinte ich übrigens auch nicht, dass jemand eine Diskussion gewinnen muss. Aber wenn ich in eine Diskussion reingehe, ohne bereit zu sein, meinen Standpunkt zu hinterfragen danach. Dann können wir uns die Diskussion sparen. Weil dann ist es ja nur ein reines Warten darauf, dass man Sendezeit hat, Redezeit. Und das hilft uns auch nicht.

09:29 Nora Hespers

Ja, Ziel, Erkenntnisgewinn. Können wir uns sortieren? Ich glaube, da sind wir uns aber auch mit den meisten unserer Hörerinnen und Hörer einig.

09:35 Gavin Karlmeier

Würde ich zustimmen. Jetzt bringe ich das aber mal alles zusammen. Weil wir das wird jetzt ein wilder Sprung. Ich sag so, ich komme direkt mit der Schlagzeile. Christian Wolf wurde auf TikTok gesperrt.

09:51 Nora Hespers

Da fragst du: Who the fuck is Christian Wolf? Muss ich den kennen?

09:57 Gavin Karlmeier

Wer ist das? Nein, wahrscheinlich kennen viele HörerInnen den auch nicht, obwohl wir schon öfter über ihn sprachen. Christian Wolf? Ich versuche es mal kurz zusammenzufassen. Christian Wolff ist der Gründer eines Nahrungsergänzungsmittelproduktes oder einer ganzen Marke. und hat mit seinen FollowerInnen eine Art, die Leute nennen es Moorsekte oder Armee aufgebaut, die halt alle ihn teilweise auch unentgeltlich unterstützen. In der Hoffnung, irgendwann dafür Geld zu kriegen. Christian Wolff ist auch durch seine bemerkenswerte Social Media Strategie aufgefallen. Also er hat 40 bis 100 TikTok-Videos am Tag gepostet auf diesem Kanal. Und Christian Wolf hat auch ganz, ganz viele Dinge gemacht, wie zum Beispiel Menschen bei Sony Music gedoxt, ihnen Gewalt angedroht, weil ihnen Entscheidungen nicht gefallen haben. Mit Journalistinnen angegangen. Also Christian Wolf ist generell jetzt nicht so ein Typ, den müsste ich jetzt hier zum Beispiel nicht einladen, um mir anzuhören, warum er 100 Videos am Tag macht. Und er hatte vor einer Woche ungefähr einen kleinen Shitstorm, einen Skandal auf TikTok, weil er ein Format produziert hat, in dem er mehrgewichtige Frauen getroffen hat. Die aber nicht wussten, dass sie auf Christian Wolf treffen, um mit ihnen über Bodypositivity zu diskutieren. Also, alles an dieser Idee ist ganz fürchterlich, Und dann kam eben der Zorn der Leute, die eben das Video der betroffenen Frauen gesehen haben, die gesagt haben, also wir wussten nicht, was hier passiert. Und jetzt ist es eben dann am Wochenende passiert, dass Christian Wolf gesperrt wurde. Er hat sich einen neuen Account gemacht mit dem Namen Pulver Klaus, weil das einer der Beschimpfungen ist, die seine Gegner ihm gegenüber sozusagen für ihn gewählt haben. Aber die Frage ist natürlich: wir alle wissen, wie schwierig es ist, bei TikTok ein Meldeverfahren durchzubringen, eine Sperrung voranzubringen, dass TikTok sich rührt in Sachen Content-Moderation, ist verhältnismäßig. Schwierig zu erreichen. Und im Fall von Christian Wolf ist es eben jetzt passiert. Und die Frage ist so ein bisschen: warum? Was ist passiert? Wir können sie nicht beantworten.

12:02 Nora Hespers

Ich wollte gerade sagen, Gavin, du kannst auch diese Frage nicht in den Raum stellen und dann sagen, ich kann sie nicht beantworten. Antworten. Das will ich doch jetzt wissen.

12:08 Gavin Karlmeier

Wir alle wollen das ja wissen. Mich beschäftigt das.

12:11 Nora Hespers

Wie soll ich eigentlich jemals wieder schlafen gehen? Nein, das Interessante ist, dass es jetzt passiert. Also es gab ja auch, glaube ich, andere Sachen, die da vorgefallen sind. Eine Journalistin, mit der er auch schon harte Journalist, äh, nicht journalistische, sondern juristische Auseinandersetzungen hatte, die sie, glaube ich, alle gewonnen hat, wenn ich das richtig In Erinnerung habe, also ich verfolge das nicht sehr intensiv, ich habe das nur mitbekommen und bin Ja, bin nicht überrascht, dass das jetzt kommt von Christian Wolff. Das heißt, ich weiß schon, wer der ist. Ich habe mir einfach den Namen nicht gemerkt. So, dass das eine, das andere, finde ich. Es geht natürlich gar nicht, Menschen zu benutzen, ohne ihnen zu sagen, was da passiert und dann daraus auch noch Social Media Formate zu machen. Also das ist. würde ich sagen, eine Persönlichkeitsrechtsverletzung, die da stattfindet. Und dass ja ich weiß nicht, wie man nach all den juristischen Auseinandersetzungen, die es ja auch schon gab, auf die Idee kommen kann, dass das jetzt irgendwie doch nochmal

13:14 Gavin Karlmeier

Ich würde behaupten, das ist medienrechtlich ein interessanter Fall, weil wir können das Chanju-Yoon fragen, der kommt Freitag, wenn ich daran denke, dann stelle ich ihm die Frage nochmal. Aber das ist deswegen ein interessanter Fall, weil die Menschen eingewilligt haben, einen Vertrag unterschrieben haben, an einer Produktion teilzuhaben. Sie wussten. Ja, die ist hier bei uns auch wieder übrigens. Der hat das Fenster nicht aufgefallen. Was los da? Hey, ich wohne im Ruhrgebiet. Wenn da nur einmal die Stunde Martinshorn zu hören ist, ist es noch ein ruhiger Tag. Ich wollte sagen, ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt strafrechtlich relevant ist, weil eben die Leute eingewilligt haben, an der Produktion teilzunehmen. Aber gleichzeitig eben nicht wussten, dass Christian Wolf dort auf sie trifft, was möglicherweise dazu geführt hätte, dass sie daran nicht teilgenommen hätten.

13:57 Nora Hespers

Wer hat das denn produziert?

13:59 Gavin Karlmeier

Ich schätze, sein Team. Das kann ich dir so genau gerade gar nicht sagen. Aber Ich würde vermuten, da steckt schon irgendjemand. Wahrscheinlich hat er eine Produktionsfirma oder so, mit der er das zusammen gemacht hat.

14:11 Nora Hespers

Aber es wäre ja schon interessant zu wissen, wie genau sind die Frauen da angesprochen worden und was war, also Was hätten Sie machen sollen in diesem Format? Also ging es Regel, also ging es darin oder wurde Ihnen gesagt, dass sie einfach nur über ihr Gewicht sprechen oder wollen sie abnehmen oder was war der Hintergrund?

14:30 Gavin Karlmeier

Hat die Firma genannt? Also es war Ihnen klar, es geht um ein Diskussionsformat zum Thema Body Positivity. Das war das Ding, also das ist das Thema, und könnt ihr euch vorstellen, dazu diskutieren? Zehn Frauen haben daran teilgenommen Wolf selber räumt ein, dass mindestens eine Frau nicht ausreichend über die Themen informiert worden sei, weist aber Vorwürfe teilweise zurück. Naja, er ist auf jeden Fall gesperrt und vielleicht deswegen. möglicherweise, aber in der deutschen Creator-Welt ist noch ein zweiter Account gesperrt worden an diesem Wochenende. Und auch das ist bemerkenswert. Und ab dann rutschen wir auch schon so ein bisschen in das Thema Meta, schätze ich. Und zweiter Account, nur der Koch. Und das ist ein Account, den kennst du sicherlich und den kennt viele unserer HörerInnen auch. Und alle, die auch in Medienhäusern arbeiten, blicken zumindest mit einer gerümpten Nase seit längerem auf diesen Account. Warum? Nur der Koch ist ein Account, der eigentlich zu, ich würde behaupten, mal 100% Fremdcontent besteht. Also es sind Clips aus deutschen Talkshows, Nachrichtensendungen, Interviews von YouTube. Allesamt immer gefärbt mit einer politischen Ausrichtung, mit einer politischen Schlagseite im linken Spektrum. Also, das ist schon immer sehr deutlich, wo sich selber nur der Koch bewegt. Und der Koch hatte auch schon diverse Reibereien. Mit öffentlich-rechtlichen Stimmen und wurde jetzt gesperrt, und da wissen wir aber eben auch diesmal warum, warum Warum, was ist das denn für ein Wort? Ich habe gleichzeitig gelesen und gesprochen. Wie vielen warum? Schon den Namen für die Folge. Und zwar, weil das ZDF einen Copyright Claim erhoben hat, also eine Urheberrechtsverletzung. Bevor wir da mehr reingehen, wie ist dein Gefühl?

16:14 Nora Hespers

Ich habe den Account verfolgt. Ich also glaube, ich habe ihn als durchaus aggressiv wahrgenommen. In Diskussionen. Das ist so mein Gefühl. Ich habe jetzt gar nicht geguckt, ob der bei Blue Sky gesperrt ist oder wo die Sperrung

16:30 Gavin Karlmeier

ist. Bei Instagram.

16:31 Nora Hespers

Bei Instagram. Genau, also das ist so das, was ich mitbekommen habe, aber ich. Ja, viel mehr kann ich da gar nicht drüber sagen. Also ich habe das eine Zeit, eine Zeit lang war das öfter in meinen Feeds, jetzt aber schon eine längere Zeit gar nicht mehr.

16:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich sag mal so, der hat halt durch seine Captions oder durch eingeblendete Texte hat er durchaus Kommentierung, Einordnung geleistet. Aber er hat sich trotzdem vor allem durch den Content anderer Leute bereichert, ist, glaube ich, falsch. Er hat halt Reichweite aufgebaut, aber ich glaube nicht, dass er mit diesem Account auch nur einen Euro verdient hat. Das muss man in fairer Weise dazu sagen. Trotzdem Es ist ja interessant, dass da mal wieder einer der einzigen Wege der Sperrung tatsächlich hier das Urheberrecht ist. Also zu sagen, du verletzt unser Urheberrecht, wir nehmen es offline. Und ich kann die Urheber auf eine Art verstehen. Ob das jetzt grundsätzlich rechtlich so eine gute Idee ist, dass öffentlich-rechtliche Sender bezahlt, von allen Inhalte erstellen, die sie dann wiederum. . schützend aus dem Internet ziehen und dieser Inhalt steht nicht allen Menschen zur Verfügung, ist, glaube ich, eine andere Diskussion. Da kann man auch eine andere Meinung zu haben. Aber Nach unserem jetzigen Verständnis von Urheberrecht und Inhalten ist es das gute Recht derer, die die Lizenzen haben, die das Urheberrecht halten. Zu sagen, wir möchten nicht, dass andere Leute damit einen erfolgreichen Account bestücken. Also, das halte ich für nachvollziehbar, auch wenn es so zumindest öffentlichkeitsmäßig nicht der geschickteste Move vom ZDF ist, weil das jetzt natürlich dazu führt. Dass er seine große FollowerInnenschaft mit dem neuen Account nur der Koch 2 sozusagen wütend macht darauf

18:06 Nora Hespers

Naja, es ist von daher ja auch nicht so klug, weil es ja auch eine Kommentierung ist, wenn ich das so richtig wahrnehme. Ob die einem jetzt gefällt oder nicht, ist ja ein völlig anderes Thema. Aber es ist ja eine Kommentierung dessen, was in öffentlich-rechtlichen Sendungen läuft. Und die muss im Sinne der Meinungsfreiheit ja zulässig sein. Also wenn nicht irgendwelche strafrechtlich relevanten Tatsachen vorliegen. So. Und an der Stelle finde ich es dann schwierig, sich ein Sache rauszupicken und daraufhin den Account zu sperren oder sperren zu lassen. Die Frage ist jetzt Ist es vom ZDF gekommen oder war es eine Produktionsfirma? Weil häufig ja Genau, aber das, also warum macht das ZDF das? Ist eine Produktionsfirma vorgeschaltet? Wessen Rechte werden da verletzt und so sind Persönlichkeitsrechte verletzt worden, das weiß ich jetzt auch nicht.

18:56 Gavin Karlmeier

Also es ging konkret um den Ausschnitt mit eines Interviews mit Smilla Kolbe. Smilla Kolbe ist eine deutsche Mittelstreckenläuferin und sie hat in einem Interview über rassistischen Hass gesprochen, den sie wohl erlebt habe nach dem EM aus. Und er, nur der Koch, er oder sie, ich nehme immer an, dass das ein R ist, aber ehrlicherweise wissen wir das nicht. Die Person hinter dem Account nur der Koch. hat dazu geschrieben, während rechte Hetzer seit Jahren behaupten, Rassismus werde nur herbeigeredet, müssen schwarze Sportlerinnen und Sportler immer wieder erklären, dass rassistischer Hass Das war die Caption, die nur der Koch dazu geschrieben hatte. Und das ZDF hat halt offenbar die Rechtsauffassung zu sagen, das ist nicht eine ausreichende eigene Generierung von Schaffenshör, von Inhalt, sondern eben eine Urheberrechtsverletzung erstmal

19:47 Nora Hespers

Interessant. Also interessant in diesem Kontext, weil, wenn ich mich recht erinnere, hat es Miller Kolbe. Ich habe Namen immer nicht sofort parat, ich habe es gerade parallel mal schnell gegoogelt. Hat Smiller Kolbe sich ja sehr deutlich gegen Rassismus ausgesprochen. auch gesagt, dass sie es nicht okay findet und auch auf ihre eigenen Privilegien hingewiesen, als weiße Sportlerin das ansprechen zu können. Ja, in dem Kontext finde ich es dann doch eher schräg.

20:19 Gavin Karlmeier

Das ja, ja.

20:20 Nora Hespers

Vor dem Hintergrund. Aber ich kann es nicht, ich habe es nicht selber mitbekommen, deswegen kann ich es jetzt nicht zu hundert Prozent beurteilen, was da. Passiert ist.

20:28 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, das ist für den Sachverhalt auch gar nicht so wichtig, weil am Ende, wenn nur der Koch das Ganze jetzt sozusagen im Rechtssystem eskalieren würde. Könnte man grundsätzlich mal darüber diskutieren, ab wann eben eigener Inhalt entsteht. Weil wenn ich mir überlege, dass viele Twitch-Streamer. und Streamerinnen einfach auch Inhalte zweitverwerten und sie alle drei bis fünf Minuten mal unterbrechen, um einen Schmunzlat zu platzieren oder einen Gedanken zu äußern und dann weiter das Video laufen zu lassen. Das ist ja ein ähnlicher Sachverhalt.

21:00 Nora Hespers

Ja, und wird der auch relativ gängig gemacht und eigentlich ist man damit großzügig. Deswegen habe ich mich gefragt, was dahinter steckt, also ob da irgendwelche Persönlichkeitsrechtsverletzungen hinterstecken, ob es Miller Kolbe sagt, ich will da in diesem Kontext so nicht dargestellt werden oder was auch immer. Und das über das ZDF, aber das ich habe keine Ahnung, deswegen kann ich darüber nur spekulieren und ja, das nicht sehr gehaltvoll, da in Spekulationen abzudriften.

21:24 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Wir bleiben da auf jeden Fall dran, weil ich schätze, dieser Prozess wird sich noch weiterentwickeln. Also die Frage ist ja zum Beispiel, wird nur der Koch seinen zweiten. oder ihren zweiten Account behalten dürfen, wird sich das ZDF dazu äußern, alles Dinge, die ja möglicherweise noch dieses Thema anreichern werden. Der Haken bleibt dran. Aber wo wir nicht spekulieren müssen, ist die Rolle oder die Frage, wie es eigentlich um die Reputation von Mark Zuckerberg bestellt ist. Denn das Center for Public Opinion, der UMAS Lowell Also die es gibt eine Studie einfach die überprüft hat wie beliebt ist eigentlich Max Zuckerberg Und interessanterweise ist Mike Zuckerberg eine der unbeliebtesten Personen in den USA. Und zwar sowohl auf der demokratischen als auch auf der republikanischen Seite. Das ist relativ ungewöhnlich, weil häufig ist das so eine Waage. Wir haben hier schon mal im letzten US-Wahlkampf auch darüber gesprochen, dass es so Unternehmen gibt, also ganz für unsere Welt jetzt mal gesprochen, Domain-Hoster, die dann eher republikanisch oder eher demokratisch sind und die WählerInnen der jeweiligen Partei oder die AnhängerInnen Entscheiden sich dann eher für das eine Unternehmen, weil es ihnen ideologisch näher ist. Und das ist bei Mark Zuckerberg aber jetzt hier nicht so ein Thema, weil er eben auf beiden Seiten ein großes Problem hat, nämlich eine extrem geringe Beliebtheit.

22:46 Nora Hespers

Könnte man Marc Zuckerberg gegen Friedrich Merz antreten lassen und dann mal so ein Wer ist beliebter?

22:53 Gavin Karlmeier

Oder bei MTV gab es doch früher mal Celebrity Deathmatch. Erinnert sich noch irgendjemand daran? Das Problem an Mark Zuckerberg ist, oder für Friedrich Merz im Fall, Mark Zuckerberg ist halt im Ring extrem stark.

23:07 Nora Hespers

Ja, das möglicherweise. Ich weiß nicht, wie das bei Friedrich Merz aussieht. Er hat zumindest noch nie mit seinen Kampfkünsten gepostet.

23:15 Gavin Karlmeier

Vielleicht macht das Plus.

23:16 Nora Hespers

Das vielleicht auf der Plus-Seite.

23:18 Gavin Karlmeier

Friedrich Merz, das auch noch nie oberkörperfrei auf dem Pferd.

23:22 Nora Hespers

Hey, zum Beispiel.

23:24 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Also, ich finde das aber deswegen eine interessante Notiz, weil Social Media Today, ein wie von mir hier sehr empfohlenes Medium, Da einen Zusammenhang aufstellt, nämlich, wie schwierig wird es für Meta mit ihrer aktuellen Öffentlichkeitskampagne, über die wir hier auch gesprochen haben? Meta macht ja jetzt auf We're betting on people und hat mit Muse einen KI-Agenten vorgestellt, der kompletten Zugriff auf deinen Computer, deine E-Mails, deinen Kalender, deine Nachrichten und alles haben möchte.

23:51 Nora Hespers

Klingt einer richtig beschissenen Idee.

23:54 Gavin Karlmeier

Das ist halt tatsächlich ein Problem, wenn das Unternehmen so stark mit einer Person verbunden ist. die Leute offensichtlich nicht mögen, werden sie dieser Person auch nicht vermutlich ihre Gesundheitsdaten zur Verfügung stellen. Und das könnte ein Publicity-Problem werden.

24:10 Nora Hespers

Ich wäre auch vorsichtig bei Leuten, die ich mag, ob ich den meine. Gesundheitsdatensweit, irgendwann mag man sich vielleicht nicht mehr und dann ist es irgendwie auch doof.

24:17 Gavin Karlmeier

Das ist genau richtig, ja. Das ist so. Ich schiebe ein kleines, weil ich es gerade angesprochen habe, ein kleines KI-Thema rein an der Stelle. Mark Zuckerberg ist auch hier das Stichwort, weil. . . Also ich muss ein bisschen ausholen. Seit ungefähr einer Woche, wir haben hier am Mittwoch mit Gregor Schmalzried darüber gesprochen, gibt es ja diese große Diskussion darüber, ob KI uns alle umbringen wird oder nicht. Und wenn ja, wann und stimmt das alles überhaupt? Ist das PR und so, ihr habt das mitbekommen, ansonsten hört gerne in die Folge von letzten Mittwoch Aber es gibt wohl offensichtlich einen geheimen Rat um Donald Trump herum. Oder ich weiß nicht, wie ich es nennen soll. Der ist so geheim, dass wir ihn jetzt kennen. Exakt. Okay. Das Wall Street Journal war da mal wieder sehr. Clever unterwegs, weil das Ding ist, bis März dieses Jahres, diesen Jahres, gab es David Sachs. Und David Sachs ist nicht nur ein Investor und damit auch beteiligt an vielen KI-Unternehmen, sondern er war auch so der sogenannte AI-Zar der US-Regierung, also der Berater in KI-Fragen. Und David Sachs hat halt irgendwann diese Position niedergelegt, ist seitdem in einem Technologiebeirat des Weißen Hauses, also immer noch regierungsnah, aber eben Nicht mehr der Mann, der die kleinen KI-Tipps ins Öhrchen von Donald Trump flüstert. Und das hat offenbar dazu geführt, dass es ein kleines Vakuum an Wissen gegeben hat. weswegen es ein Team gibt von Mark Zuckerberg, Elon Musk und Jensen Wang, also dem Chef von Metat, dem Chef von SpaceX AI , Und dem Chef von Nvidia, die auf Donald Trump einreden und ihm sagen: Nein, Donald, wir brauchen keine Regulierung, Donald. Wir kriegen das alles hin, Donald. Der Slowdown ist eine schlechte Idee, Donald. Und das ist deswegen so interessant, weil Elon Musk in der letzten Woche. Aber Entropic und OpenAI zugestimmt hat, dass es mehr Regulierung und einen Slowdown bräuchte. Das heißt, mindestens Elon Musk spielt hier, wie sagt man, der ist in beiden Allianzen gleichzeitig, wie wir Reality-Fans sagen.

26:20 Nora Hespers

Er hat so eine doppelgesichtige Rolle.

26:22 Gavin Karlmeier

Ja, also kennt man ihn.

26:25 Nora Hespers

Hm, weiß ich nicht. Guckt grad, wo er am meisten abfällt am Ende.

26:29 Gavin Karlmeier

Aber das ist halt, das ist so bemerkenswert, weil wir also wir wollen nicht viel über KI-Themen sprechen, aber wir müssen über Regulierung sprechen und wir reden darüber, was der Staat macht und was Donald Trump macht, weil das Auswirkungen auf uns alle hat. Und ich finde, da müssen wir schon drüber sprechen.

26:43 Nora Hespers

Naja, wir müssen allein deswegen drüber sprechen, weil ja nicht nur die Frage ist, ob KI Menschen umbringt, sondern wie Menschen jetzt schon mit Hilfe von KI andere Menschen umbringen. Also Das Problem ist ja sozusagen schon existent. Es wird ja KI schon massiv benutzt, um anderen Menschen zu schaden. Und allein an der Stelle hätte es längst Gespräche darüber geben müssen, wie und in welcher Form KI reguliert werden muss. Und wir haben halt einfach eine riesige Lücke an der Stelle, die massiv ausgenutzt worden ist von vielerlei Menschen und vor allen Dingen von Unternehmen, die sich fantastisch zu Geld hat machen lassen und dass wir jetzt sozusagen an der Stelle erst diskutieren wollen und über Regulierung sprechen, wo die KI In Anführungsstrichen eigenständig vielleicht zur Gefahr für Menschen wird, halte ich für doch ein bisschen Wie soll man sagen, realitätsbefremdlich oder so? Also, ich meine, Realitäten hätte man längst anerkennen können, so und man weiß ja schon, dass das. in bestimmter Weise gefährlich ist.

27:48 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde das nochmal gut, an der Stelle so generell über diese Frage auch nochmal zu sprechen, weil eben die Berichterstattung gerade so groß ist und man hört doch den Leuten, die darüber sprechen, oft an, wie sehr sie sich mit dem Thema beschäftigt haben. Und die, die sich arg mit dem Thema beschäftigt haben, die haben auch, also auch die kann man, glaube ich, derzeit ganz gut in zwei mögliche Lager unterteilen. Und interessanterweise gibt es eben das eine Lager derer. die auch häufig nähen, zum Beispiel durch ihre Berichterstattung in Silicon Valley haben, die, wie ich finde, auch glaubwürdig sagen, es gibt Menschen, viele Menschen, die bei solchen Unternehmen arbeiten, die tatsächlich Sorge dafür haben, dass das Produkt, das sie schaffen, so groß wird, dass sie es selber nicht mehr kontrollieren können. Und ich muss sagen, inzwischen würde ich dem durchaus glauben, dass die diese Sorge haben. Und dann gibt es eben das Lager der Leute, die sagen, naja, das passt denen ganz gut in den Kram. Der Börsengang wurde abgesagt wegen Sicherheitsbedenken, aber auch weil er seit Monaten schon als relativ unrealistisch eingeschätzt wurde im Fall von OpenAI. Es passt ihnen ganz gut in den Kram, weil dieses Fearmongering, das Marketing mit dem Düsternen immer funktioniert hat seit etlichen Jahren und so. Und das sind zwei Realitäten, die wir beide anerkennen können, weil wahrscheinlich stimmt einfach beides. Aber ich glaube halt auch nicht, dass eine KI von sich aus auf die Idee kommt, uns alle wie dieses bekannte Bild in Büroklammern zu verarbeiten. Es gibt diese Metapher der Büroklammerfabrik und irgendwann sagt die KI. Um mehr Büroklammern zu bauen, machen wir jetzt aus Menschen auch noch Büroklammern. Sondern ich würde auch sagen, das größte Risiko ist tatsächlich der Faktor Mensch in dem ganzen Spiel und was er diesen Computern bitte als Aufgabe mitgibt. Das ist mein Empfinden.

29:23 Nora Hespers

Nee, aber das ist ja das, worüber wir eigentlich in allem reden, dass irgendwie Menschen der Faktor und auch der maßgebende Faktor sein sollten, wenn wir darüber reden, wie gereguliert werden muss. Also der Tod von Menschen durch KI, ja, also mit Hilfe von KI, Wäre schon ein Grund, über KI zu reden, nicht erst, wenn KI selbstständig, was sie nicht ist, sie wurde ja von Menschen programmiert irgendwie zur Gefahr für Menschen wird. Und da dieser menschliche Faktor wird meines Erachtens total oft vergessen, wenn wir über KI reden, weil Und ich finde, das merkt man jetzt auch. Die KIs sind vor allen Dingen deshalb so fehleranfällig, weil sie mit menschlichen Daten gefüttert werden und Menschen auch schon so fehleranfällig sind. Also sie sind gar nicht viel besser als wir, sondern sie machen im Prinzip den gleichen Scheiß, sie lügen und betrügen, ohne dafür ein Bewusstsein zu haben. Aber so, ne, die machen halt das, was Menschen auch machen. Weil sie von Menschen programmiert wurden. Und ich finde das so interessant. Und da muss man doch eigentlich mal auf die Idee kommen zu sagen, okay, lass uns doch mal die Menschen angucken dahinter und gucken, wo wir da eingreifen müssen. Weil wir sind, wenn wir anfangen, sozusagen an dem Punkt erst für Regulierung zu plädieren, wir sind so spät dran mit all dem.

30:39 Gavin Karlmeier

Ja, fairerweise, na klar, kann es auch durchaus passieren, das muss an der Vollständigkeit H. Albert auch dazu sagen, dass wenn man eine KI-Möglichkeiten gibt, Und eine Aufgabe stellt, dass diese Aufgabe vielleicht nicht der Weg A nach B sein könnte, sondern dass der Weg über C führt und C möglicherweise Schäden anrichtet. Das ist nicht auszuschließen. Das ist aber dann sozusagen vorgesehen. Also wenn du dir jetzt überlegst, ich bekämpfe die Maulwürfe in meinem Garten mit Sprengstoff und dann tritt halt ein Mensch in deinen Garten in diesen Sprengstoff und wird verletzt. Dann ist das halt leider in dem Moment nicht eine Fehlfunktion gewesen, sondern ein Unfall.

31:17 Nora Hespers

Ja, aber es ist. Passiert den Menschen ja wie der KI. Also weißt du so, es ist nicht, es ist nicht irgendwie perfekter, weil es von einer KI kommt oder so, sondern es ist ja etwas, das im menschlichen Kontext genauso

31:28 Gavin Karlmeier

passiert. Da gibt es immer

31:30 Nora Hespers

eine Aufgabe und dann gibt es ein Shortcut und auf dem Shortcut ist leider irgendwie ein Gedanke nicht zu Ende gedacht worden und Bums.

31:37 Gavin Karlmeier

Aber ich will also ich habe ein Beispiel, ein aktuelles, denn es gibt die Geschichte aus dem Frühling, also die ist jetzt aktuell rausgekommen, CNN hat die investigativ recherchiert, aber sie ist jetzt erst bekannt geworden aus dem Frühling, dass es beinahe einen Angriff des US-Militärs auf ein chinesisches Frachterschiff gegeben hätte, weil eine mit KI generierte Analyse Fälschlicherweise angenommen hatte, dass auf diesem Schiff Atomwaffen gelagert würden, wofür es keinerlei Hinweise gegeben hat, außer eben einen falschen KI erstellten Bericht. Und es gab tatsächlich schon gestartete Flugzeuge. Die unterwegs gewesen sind, bis Beamte kurz vorher gesagt haben, nein, nein, das ist falsch, komm zurück.

32:20 Nora Hespers

Uh, bis der Human in the Loop dran war. Zum Glück.

32:23 Gavin Karlmeier

Ja, der war sehr spät, leider offenbar erst dran. Und das ist schon eine Geschichte, die macht einem dann doch Bauchschmerzen, weil die Vorstellung, dass eben ein großer Krieg ausbricht wegen einer KI-Halluzination, das ist keine schöne. Also ist sie generell nicht, aber so noch fataler, finde ich.

32:41 Nora Hespers

Nee, erinnert aber auch so ein bisschen an, ich weiß Nena durchaus problematisch, aber 99 Luftballons, ne?

32:48 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Also

32:49 Nora Hespers

es auch nicht.

32:50 Gavin Karlmeier

Das stimmt ja.

32:52 Nora Hespers

Ja, sorry. Also an der Stelle ist es nicht sozusagen nicht das Problem liegt nicht allein bei der Maschine. Sondern Menschen würden so einen Fehler machen. Die Frage ist halt, wenn die KI den Fehler macht, wäre es hinterher verantwortlich. Also wir haben dann ja immer die Frage. Wer ist verantwortlich und die KI selber kann nicht verantwortlich sein, wegen kein Bewusstsein und so und bla? Ja, wer haftet bei Schäden?

33:17 Gavin Karlmeier

Ja. Das alte Lied. Das Problem ist, in dem Fall hätten halt alle gehaftet.

33:22 Nora Hespers

Naja, in dem Fall hätten alle gehaftet und in dem Fall wären irgendwie alle beschädigt worden. Das macht es.

33:28 Gavin Karlmeier

Tatsächlich überprüft die EU jetzt aber, und das ist so mein vorletztes KI-Thema, und dann kommen wir zurück zu Meta. Die EU überprüft gerade, ob AI möglicherweise seine Sicherheitsvorfälle, wie zum Beispiel den Vorfall beim Softwareregister RubyGems. . nicht hätte melden müssen und ob das nicht ein Verstoß gegen den AI-Act sein könnte. Also der AI-Act ist ja in Teilen in Kraft getreten, wie wir wissen. Und es gibt aber eine Meldepflicht. für solche Vorfälle, also für Sicherheitsvorfälle. Und das hat OpenAI der EU aber nicht gemeldet. Und das finde ich sehr interessant an der Stelle. Vor allem, weil das ja jetzt auch schon ein paar Wochen und Monate im Raum steht, aber die EU-Kommission, dass er es jetzt bestätigt hat.

34:11 Nora Hespers

Ja, dann bin ich gespannt, was da rauskommt.

34:13 Gavin Karlmeier

Ja, da kann ich direkt nämlich noch dranhängen, weil der AI-Act, der ja durch den digitalen Omnibus auch nochmal so ein bisschen verändert und angepasst wurde und auch ein bisschen eingekürzt wurde. Da gibt es jetzt eine Beobachtung oder einen Satz, der möglicherweise den kompletten AI-Act verändern könnte. Und zwar folgendes. Es gibt eben die Regeln für Hoch. Risiko-KI. Das sind halt Technologien, die auf KI basieren, aber zum Beispiel in Medizinprodukten zum Einsatz kommen könnten, also Ärzte bei ÄrztInnen und so. Aber auch für Kredite, also wenn du einen Kredit beantragst und der nur mit Hilfe von KI berechnet wird, wäre auch das ein Hochrisikosystem. Aber auch beim Militär. Und wenn du dir diesen AI-Act und diese Verordnung, die durch den digitalen Omnibus ein bisschen angepasst wurde, genau anschaust, dann gibt es da eine interessante Formulierung. Denn Bislang war es so, dass es einen Bestandsschutz gab für Technologien, die es schon gibt. Also du hast jetzt irgendwie, keine Ahnung, Nora AI Version 2 und die kann erstmal weiterlaufen, aber ab NORA AI Version 3, das neue Produkt müsstest du etwas anpassen. Also müsstest du sagen, ich muss mich jetzt hier an die Regeln der EU halten und die neue Version, die muss dann eben ab dann angepasst sein. Im digitalen Omnibus ist die Formulierung aber so, dass die neuen Pflichten von Anbietern und Betreibern von Hochrisiko-KI nur dann gelten, wenn die Systeme in ihrer Konzeption wesentlich geändert wurden. Heißt also, wenn du einfach nur Version 3 von Nora AI rausbringst, ändert es gar nichts. Es sei denn, der Nora AI -Chatbot funktioniert jetzt mit Spracheingabe statt mit Text, dann schon. Das finde ich schon interessant.

35:57 Nora Hespers

Mir die Frage ist halt, wer bestimmt was eine maßgebliche Änderung ist? Also, reicht es schon zu sagen, okay, ich kann nicht mehr tippen, sondern auch Spracheingabe? Oder wenn Speech to Text, ist es auch immer noch eine Texteingabe. Also das muss ja jemand entscheiden, wann die maßgebliche Änderung erreicht ist.

36:14 Gavin Karlmeier

Also es gibt einen sogenannten Blue Guide der EU, da würde das möglicherweise dann ausführlicher drinstehen. Vielleicht muss das aber auch am Ende ein Gericht entscheiden.

36:24 Nora Hespers

Ja. Ich war gerade schon so, das ist sehr konjunktivisch, was du da formulierst.

36:30 Gavin Karlmeier

Aber ich finde, dass so ein bisschen, also die Kritik am AI-Act seitens der KI-Industrie ist natürlich relativ groß. Klar, auch wenn ich jetzt irgendwie Das ist

36:41 Nora Hespers

ein gutes Zeichen, oder?

36:42 Gavin Karlmeier

Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Eigentlich ist es ein gutes Zeichen. Solange wie die EU dann nicht sagt, ach so, das findet ihr nicht so gut, ja dann machen wir es doch anders. Weil das ist ein eher schlechtes Zeichen.

36:53 Nora Hespers

Ja, dann wäre es, ja, das stimmt. Wenn da Druck aufgebaut wird, wäre nicht so cool.

36:56 Gavin Karlmeier

So, zurück zum Meta. Oh, da wolltest du noch einen Gedanken. Bitte, Nora, ich wollte nicht mehr sagen.

37:00 Nora Hespers

Nee, nee, ich wäre gerade nur so, oh nee, Meta, ich habe egal. Ich rufe tatsächlich mein Facebook-Profil mittlerweile als zweimal im Monat auf, wenn ich noch dran denke.

37:09 Gavin Karlmeier

Ja, aber Meta hat das Oversight-Board und das Oversight Board guckt sich ja alles an, was das Unternehmen macht. Und es gibt auf den Plattformen von Meta immer wieder KI-generierte Videos, die auch Menschen zeigen, die Dinge sagen, die sie niemals gesagt haben. Wie zum Beispiel der Fall eines schottischen Politikers. der sexuelle Übergriffe, und das ist die harmlosere Formulierung, durch Geflüchtete willkommen geheißen haben soll. Das war ein Deepfake, hat er nie gesagt. Dieses Video ging aber durchs Netz und landete irgendwann dann eben beim Oversight Board, um sich anzuschauen, darf so ein Video eigentlich online sein oder nicht oder wie gehen wir damit um. Und die Formulierung des Oversight Boards, das ja eine externe Stelle von Meta ist, die aber bindende Entscheidungen treffen dürfen, lautet: Metas Regeln für KI-Depfakes sind durchweg und grundlegend unzureichend.

37:58 Nora Hespers

Schön.

37:59 Gavin Karlmeier

Ja, also tatsächlich muss Meta da jetzt nacharbeiten. Sie haben jetzt erstmal 60 Tage Zeit, um darauf zu reagieren und was zu sagen. Aber das Oversight Board ist sehr deutlich darin, dass Meta mit Deepfakes offenbar zu fahrlässig umgeht und bislang noch keine richtigen Regeln gefunden hat, um sie irgendwie aus dem System zu schaffen.

38:17 Nora Hespers

Heißt das denn, dass dieses Video gelöscht worden ist oder ist es weiterhin verfügbar? Ich meine, es ist super schwierig, die überhaupt rauszukriegen, aber es gibt ja irgendwie Möglichkeiten, dass man Re-Uploads verhindern kann, dass man die geposteten Versionen sperren kann und so.

38:31 Gavin Karlmeier

Also, dieses Video ist nicht entfernt worden und Meta sagt aber selber, weil es von keiner vertrauenswürdigen Partnerorganisation gemeldet worden sei und keine Wahlen beeinträchtigen würde.

38:45 Nora Hespers

Hä? Weil gerade aktuell keine Wahlen anstellen stehen und deswegen davon Menschen Dinge sagen lassen, die sie nicht

38:57 Gavin Karlmeier

Das Video war zudem, ich zitiere Engadget , das Video war zudem nicht als KI generiert gekennzeichnet, offenbar, weil die Person, die es gepostet hatte, das nicht angegeben hatte.

39:10 Nora Hespers

Ja, was ja auch schon wieder ein Verstoß ist, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das heißt, man könnte es dann löschen?

39:17 Gavin Karlmeier

Ja.

39:18 Nora Hespers

Man tut es aber nicht.

39:20 Gavin Karlmeier

Meta hat aber angekündigt, nach der Entscheidung des Oversight-Bots das Video jetzt offline zu nehmen. Na, immerhin das.

39:26 Nora Hespers

Das ist wirklich , ich finde das wirklich, also ich finde das wirklich krass, weil es eben einfach richtig, richtig großen Schaden anrichten kann, jetzt mal unabhängig von Wahlen oder so. Gleichzeitig nutzen wir ja auch zum Beispiel für Comedy oder so Möglichkeiten, Menschen etwas sagen zu lassen, was sie nie gesagt haben, entweder indem wir sie. personifizieren oder indem wir es auch mit KI machen und verfremden oder so. Und ich finde es total schwierig zu sagen, was. davon ist zulässig und was nicht. Also wann ist es Satire, wann ist es schädlich? In dem Fall ist es ganz klar keine Satire. Also ich habe jetzt kein Problem, das zu entscheiden an der bestimmten Stelle. Aber ich glaube, es gibt schon Kreationen, bei denen das schwieriger ist, weil sie die Grenze sehr bewusst entlang schlittern. Weißt du?

40:17 Gavin Karlmeier

Ja, die Diskussion darum, was ist eigentlich noch Satire und was nicht, die ist ja sehr Dünn, glaube ich. Aber sie wird durch Deepfakes noch verschleitert. Ich glaube, es ist wichtiger als je zuvor, dass man im satirischen Kontext eine Veränderung kenntlich macht.

40:33 Nora Hespers

Sie zum einen kenntlich macht und ich weiß gar nicht, ob man nicht sagen würde, ich würde darauf verzichten. Also das mit Schauspielern nachzustellen oder so, das finde ich, finde ich okay, weil dann ist es ja sehr ersichtlich, dass diese Person das so nicht gesagt hat. Aber zum Beispiel KI-Versionen herzustellen von Prominenten , die aus dem Kontext gerissen

40:54 Gavin Karlmeier

zum Beispiel nicht mehr erkannt werden können.

40:56 Nora Hespers

Das würde ich, ich würde darauf sozusagen per se verzichten wollen, wenn ich sowas produziere.

41:02 Gavin Karlmeier

Ich würde voll zustimmen Aber wenn du daran denkst, wie bei, ich glaube, Letterman war es damals, der dann einfach so einen anderen Mund über ein Foto gesetzt hat und offensichtlich die Stimme nachgeäfft hat, sowas ist halt klar erkennbar. Andererseits gibt es auch wirklich viele satirische Aktionen, bei denen die halt dadurch so gut sind, dass nicht klar ist, ob sie echt sind oder nicht. Also denken wir an Mittelfinger Varophakis. Exakt, das wollte ich sagen.

41:28 Nora Hespers

Ich habe das gesehen.

41:30 Gavin Karlmeier

An meinen Mittelfinger, den ich hier hochgehalten habe. Das ist deswegen so eine gute Aktion für die, die sich nicht erinnern. Janis Warophakis war der, Janis Warophakis war der griechische Finanzminister während der EU -Krise oder der Schuldenkrise in Griechenland. Und er hat bei einem Vortrag in, oh, das weiß ich nicht mehr, der Schweiz.

41:54 Nora Hespers

Oh, du weißt, ich finde aber, du weißt schon relativ viel noch dafür, dass es wirklich Gar nicht mal.

42:02 Gavin Karlmeier

Und er hat in einem beiläufigen Nebensatz gesagt: so nach dem Motto: We could stick the finger to the EU. So, wir könnten Ihnen auch den Mittelfinger zeigen. Dieser Satz wurde aus dem Sinn gerissen in der ARD-Talkshow Günther ja auch damals gezeigt und hat einen Riesenskandal ausgelöst, weil gesagt wurde, Janis Warofakis zeigt den Mittelfinger gegen die EU. Und Jan Böhmermann hatte dann für sich vereinnahmt, das Video manipuliert zu haben und eigentlich hätte er einen Zeigefinger gezeigt. Das haben Leute geglaubt. Und eigentlich wusste gar keiner mehr irgendwas, was richtig ist. Es war ein absolutes Chaos in der Welt, weil alle dachten, weil Varofakus ja auch behauptet hatte, das Video ist doktert, sagte er damals wortwörtlich. Ich bin wirklich erstaunt, wie viele Details ich aus der Geschichte ist. Es ist wirklich krass.

42:48 Nora Hespers

Es ist elf Jahre her. Ich habe es gerade nochmal schnell nachgebracht.

42:50 Gavin Karlmeier

Und es hat eigentlich eine kleine Krise im Land ausgelöst. Sowohl über Vertrauen in die Medien als auch gegenüber Griechenland. Und am Ende saß Jan Böhmermann lachend daneben und hat gesagt: Gut, hat doch geklappt.

43:05 Nora Hespers

Ja, aber ich frage mich, ob er es heute nochmal machen würde.

43:09 Gavin Karlmeier

Viel Zeit hat er nicht mehr.

43:14 Nora Hespers

Du weißt ja nicht, ob da nicht nach was kommt.

43:16 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt. Aber ich weiß auch nicht. Aber das war das, da ist es zum Beispiel deswegen so eine gute Satire, weil es uns alle hat nachdenken lassen darüber, wie gehen wir mit diesem Clip um. Wie wichtig ist uns das eigentlich, welchen Finger er da in die Luft gehalten hat, die Aussage? Was ist unser Miteinander so in solchen Fällen? Und das hat deswegen, glaube ich, so gut funktioniert. Können auch Leute anders sehen, kommentiert das, wenn ihr es anders seht. Aber wir bleiben ganz kurz beim Umgang mit Inhalten auf Metaplattformen Ich weiß gar nicht, wie wir da hingekommen sind. Warum sagst du?

43:51 Nora Hespers

Du hast mit Meta angefangen und dann sind wir da irgendwie reingerutscht. War das ein Mittelfinger gerade?

43:57 Gavin Karlmeier

Das seht ihr nur auf den Videoplattformen. Und zwar gucken wir uns mal ganz kurz an. Wir hatten Schottland heute, wir hatten Meta. Jetzt kommen wir nach Großbritannien und die Ofcom. Die Ofcom ist ja so ein bisschen die kleine EU-Kommission für Digitalplattformen in Großbritannien, die seit dem Brexit sich eben darum kümmert, dass. die Plattformen reguliert werden. Und das machen sie auf der einen Seite ein bisschen schärfer, weil sie schnellere Entscheidungen treffen können als die große EU-Kommission, auf der anderen Seite aber eben auch nicht so mächtig. Denkt man manchmal aber eben doch, es gibt zum Beispiel jetzt noch neun Tage ab dem 30. September, müssen nämlich Online-Plattformen. automatisierte Technologien eingeführt haben mit dem Namen Hash Matching, die in der Lage sind, illegale intime Aufnahmen, also nicht einvernehmliche Aufnahmen von Menschen, die unbegleitet sind zum Beispiel, aber auch KI-generierte Deepfakes zu erkennen und dann zu entfernen automatisiert. Also sie müssen anhand der Videos erkennen, A Haben wir dieses Video schon mal gelöscht und hat das hier nicht zu suchen? Aber auch B, gibt es hier irgendwelche technischen Hinweise darauf, dass das KI generiert sein könnte und ein Deepfake? Sollten Sie kein Hash-Matching einsetzen, müssen Sie nachweisen, dass Ihre Systeme und Prozesse Die Verbreitung solcher illegalen Intiminhalte durch andere ebenso wirksame Maßnahmen eindämmen. Sollten Sie das nicht hinkriegen, müssen Sie mit Geldstrafen von bis zu 10% Ihres weltweiten Jahresumsatzes erwarten.

45:22 Nora Hespers

Das ist gut, dass Elon Musk das immer so runterrechnet, dass er eigentlich gar keinen Jahresgewinn macht. Nein, ich tatsächlich erinnere mich, glaube ich, daran, dass diese Offcom-Nummer dann losgetreten wurde, als es eben um die Grog-Geschichte ging, die letztes Jahr im Dezember losgegangen ist und dann Anfang des Jahres groß rausgekommen ist. Und habe da auch wirklich eine Erinnerung, dass Ofcom da Vorreiter war.

45:49 Gavin Karlmeier

Die sind auf jeden Fall sehr laut und schnell.

45:51 Nora Hespers

Genau. Ja, und da dachte ich so, Mensch, das ist mal eine Behörde, die das Thema wirklich als Ernsthaftes anerkennt und auch vorantreibt, dass es eben. . Dass da gehandelt wird, was ja im Prinzip erstmal gut ist, weil es auch um den Schutz geht von Minderjährigen zum Beispiel. Also nicht, dass ich nicht möchte, dass nicht auch Frauen grundsätzlich im Netz besser geschützt sind vor solchen Sachen. Aber gerade bei Kindern, finde ich, ist es ja nochmal nochmal eine dramatischere Situation, weil sie nicht selber zustimmen können, weil sie zum Teil die Bilder auch gar nicht selber ins Netz geladen haben und selbst wenn sie es selber ins Netz geladen haben. Das nicht überreißen können und wir als Erwachsene da einfach eine Verantwortung haben. Und deswegen fand ich das tatsächlich gut, dass sie damals so vorangeprescht sind und sich da auch sehr deutlich zu positioniert haben. Und Regulierung eingefordert haben.

46:38 Gavin Karlmeier

Genau, das ist die Grundlage. Wir haben ja den DSA bei uns und in Großbritannien hast du den OSA, den Online Safety Act und Meta. Klagt aber jetzt dagegen, weil es in diesem Online Safety Act ein Kategorisierungsverfahren gibt. Und während wir in der EU die sogenannten Flops haben, die Very Large Online Platforms, die großen. gibt es eben im Online-Safety Act die Kategorie 1. Das sind die Plattformen, die eben sozusagen am schärfsten reguliert werden, die am stärksten bewacht werden und die eben. in der Regel auch die größten sind. Und Meta klagt jetzt dagegen, weil sie sagen, sie möchten gerne das WhatsApp und Instagram nicht in Kategorie 1 landen, weil sie sagen, die Gebühren und Bußgeldstruktur von Ofcom, da haben wir schon mal drüber gesprochen, Bußgelder mit bis zu 10 Prozent. würden Unternehmen ungerechtfertigt belasten. Das ist der Grund.

47:29 Nora Hespers

Das ist das größere Problem natürlich, dass Unternehmen ungerechtfertigt belastet werden. Das große Problem ist natürlich nicht, dass irgendwelche Fake keine Ahnung, von Frauen oder Kindern angefertigt werden oder auch männlichen Personen. Also möglicherweise gibt es da ja auch Keine Ahnung. Dinge, die nicht so cool sind, auch für männliche Personen.

47:50 Gavin Karlmeier

Fairerweise, es gibt noch einen zweiten Teil der Anfechtung, die Meta nicht alleine erhoben hat, sondern gemeinsam mit TikTok und X. bei der sie die eben angesprochene Kontrolle schädlicher Inhalte genauso anfechten und sagen, dass das Anfragen sind, die über das hinausgehen, was das Gesetz zulässt.

48:10 Nora Hespers

Müssen dann Gerichte anscheinend entscheiden.

48:12 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde das so interessant, dass so Unternehmen sehr schnell darin sind, sich zu überlegen, in Großbritannien aktiv sein zu wollen. Dass dann aber, wenn es Gesetze gibt, die ihr Geschäftsmodell möglicherweise angreifen, dann sagen, naja, die Strafen sind doch aber schon ein bisschen hoch. Und so funktioniert es ja nicht.

48:30 Nora Hespers

Naja, und das Interessante ist ja, die Strafen sind halt sehr hoch, was aber auch zeigt, dass du als Einzelperson keine Gefahr bist. Also als Einzelperson, keine Ahnung, eine Plattform zu verklagen, weil da. Sachen von dir nicht gelöscht worden sind oder so, das ist halt für diese Unternehmen überhaupt keine Gefahr, keine Gefahr. Das heißt, wer hat denn überhaupt eine Durchsetzungsmacht gegenüber diesen Unternehmen? Und das sind anscheinend nur große Regulierungsbehörden.

48:55 Gavin Karlmeier

Die anderen

48:56 Nora Hespers

sind denen einfach wirklich egal. Und es geht halt wirklich nur darum, nicht zur Verantwortung gezogen zu werden.

49:01 Gavin Karlmeier

Absolut. Und das wäre, wie wir wissen, wir haben so viel hier über betrügerische Werbung auf Metaplattformen schon gesprochen. Wir haben über Angriffe gesprochen, wir haben über Beleidigungen gesprochen, wir haben über all diese Dinge gesprochen. Es wird jeden Tag noch dringlicher. Und dazu gibt es jetzt eben eine Recherche der New York Times und des Canadian Centers for Child Protection. Und das ist leider eine Geschichte, bei der man leider mal wieder schlechte Launen kriegt, weil es geht um Ex. Und zwar hat das CCCP. herausgefunden, dass 75 Bilder, die bereits bekannt sind und im Internet kursieren, die sexuellen Missbrauch an Kindern zeigen , auf X im Bereich im Zeitraum Januar bis Juni 2026 mehrfach öffentlich gepostet wurden Also Bilder, in denen es durchaus möglich gewesen wäre, die zu verhindern, wenn X sich eben einem solchen Hash-Matching anschließen würde. Und ich, also Elon Musk nochmal zur Erinnerung, als er Twitter gekauft hat. Hat er gesagt, die Bekämpfung von CSAM, also diesem Material, sei Priorität Nummer eins. Und offensichtlich ist das nicht der Fall

50:05 Nora Hespers

Ich möchte an der Stelle übrigens eine Anmerkung weitergeben, die ich erhalten habe, weil ich gesagt habe, sexuellen Missbrauch gegen Kinder. Das ist mir gesagt worden, es gibt keinen, also Missbrauch, weil es gibt ja auch keinen Gebrauch von Kindern und das ist deswegen vor allen Dingen sexualisierte Gewalt gegen Kinder. Heißen muss. Ich weiß, dass es auch viele KollegInnen in den Medien so noch nicht schreiben, aber vielleicht ist es bedenkenswert, da sich auch nochmal das Vording zu überlegen.

50:32 Gavin Karlmeier

Ich versuche immer zu sagen, Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Aber die Realität ist, das hatten wir hier auch, wenn Chanjo-yun hier ist zum Beispiel, der benutzt den Begriff Kinderpornografie, was ein Begriff ist, der eigentlich nicht. im Wortgebrauch so nicht stattfinden sollte, weil Pornografie Material von in der Regel lustvollen Momenten zeigt und so. Und das eben mit Kindern so nicht Das kann nicht existieren, aber so heißt nun mal der Straftatbestand in Deutschland.

51:01 Nora Hespers

Ja, ich weiß, das habe ich auch nachgelesen und vielleicht muss man da auch an diesen Wordings in Gesetzestexten mal arbeiten, weil das eben ja auch, also Spracheform Denken, das wissen wir, und eben auch Vorlagen, das müsste man möglicherweise einfach mal überarbeiten. Aber wir sehen ja, dass auch diese Themen sexuelle Gewalt gegen Kinder immer noch nicht in dem Maße ernst genommen werden, wie es sein müsste. Ich weiß nicht, ob jemand Lena Jensen folgt bei Instagram. Das ist eine Influencerin, die selber als Kind sexualisierte Gewalt erfahren hat. Und aber nicht gegen die Täter vorgehen darf und auch nicht aussagen kann und auch nicht öffentlich darüber sprechen kann und sie für das Recht kämpft. dass das möglich ist, weil damit, also weil sie nicht ausschließen kann, dass die Täter von damals heute auch noch weitermachen. So. Und das ist halt einfach ein großes Problem. Deswegen wäre das sich mal Ja, oder wer da sich informieren möchte, der ist ja ganz gut aufgehoben. Da finden auch andere Sachen statt, wie immer bei Influencerinnen gibt es da auch Marketing und so. Ich glaube, das muss ich dazu sagen. Aber grundsätzlich finde ich die Perspektive interessant und wichtig und finde auch. extrem mutig, dass eine junge Frau sich in der Form so stark engagiert, dass die Rechte von Kindern da stärker berücksichtigt werden.

52:28 Gavin Karlmeier

Voll. Mega gut. Und also ich finde es übrigens. Ich persönlich kann jeder für sich entscheiden und jede, aber ich finde es ja komplett legitim, auf seinem Instagram-Kanal auch Werbung zu posten, wenn man sich damit finanzieren kann und damit Inhalte schafft, die Leuten dann wiederum Weiß ich nicht, Erkenntnisgewinn bringen, Meinungsbildung ermöglichen und so weiter.

52:47 Nora Hespers

Ja, ich glaube nur, der Themenspagat ist für viele Menschen groß.

52:50 Gavin Karlmeier

Ja, das verstehe ich auch. Es ist auch schwierig. Es ist auch schwierig, Werbepartner zu finden, weil gerade wenn du anfängst, sind die Ersten, die bei dir anklingeln, ebenso Leute, die so Nahrungsergänzungsprodukte haben, irgendwelche Krypto-Börsen. Und das in der Regel will man dann ja auch nicht. Du willst die Leute ja nicht in eine Falle tappen lassen.

53:08 Nora Hespers

Ja. Ja, ja. Also, wie gesagt, bei aller Kritik, die man haben kann, aber ich finde, Menschen zuzuhören, die das selber erlebt haben, die eine Geschichte dazu haben, die sich da engagieren, dass es da auch Politisch Verbesserungen gibt, finde ich, grundsätzlich erstmal wichtig, um bei dem Thema auch ein Bewusstsein zu haben.

53:29 Gavin Karlmeier

Ich habe noch einen kleinen Running Gag danach, als X-Meldung. Und zwar haben wir hier über Knitter und X-Cancel gesprochen. Das sind Tools, mit denen man Tweets und Threads auf X sehen kann, ohne sich einzuloggen. Das wurde erst offline genommen, wegen rechtlicher Bedenken, dann wurde es nach rechtlicher Beratung wieder online genommen. Na, jetzt ist es wieder offline.

53:49 Nora Hespers

Nein.

53:50 Gavin Karlmeier

Die Dienste wieder eingeschrieben. Und TechCrunch schreibt: diesmal scheint es endgültig zu sein.

53:57 Nora Hespers

Mennon.

53:57 Gavin Karlmeier

Ja, offenbar ist. Hast du es benutzt? Nee, ich habe das tatsächlich nicht benutzt. Okay. Weil ich aber auch, das ist vielleicht auch fairerweise ein bisschen feigenblatt, aber ich sage immer. Also ich benutze gar nicht, bin gar nicht auf Ex. Also ich verbringe da wirklich nahezu keine Zeit und vor allem im Anteil und Vergleich zu dem, was ich sonst so im Internet verbringe, einen verschwindend geringen Anteil. Aber ich denke mir, wenn ich jetzt einen Link zu einem Tweet geschickt kriege oder aus irgendeinem Grund die App doch mal geöffnet habe und da durchgewischt bin. Ich finde, es ist auch Teil meiner Aufgabe für diesen Podcast, über die dort schlechter werdende Nutzungserfahrung zu sprechen.

54:38 Nora Hespers

Durch persönliche Nicht-Nutzung.

54:41 Gavin Karlmeier

Ja, wie gesagt, auch da halt in diesen Ausnahmefällen.

54:44 Nora Hespers

Ja, ich benutze es tatsächlich nur noch für Recherchen. Also ich habe ja alles inhaltlich rausgefunden. genommen, was drin war, also PNs gelöscht und so weiter und so fort. Also das ist alles raus, wobei ich nicht weiß, ob das dann auch vom Server gelöscht ist, aber in meinem Profil ist es eben einfach nicht mehr drin. hab den Namen geändert und braucht es halt mitunter zu Recherchezwecken. Also wenn es darum geht, zum Beispiel zu gucken, was machen Bundesligisten weiter auf X, muss ich da halt reingucken können. Das heißt, dafür brauche ich den Account, aber ansonsten fehlt mir dieses Netzwerk in der jetzigen Form auch so gar nicht mehr.

55:18 Gavin Karlmeier

Nein, ne? Wir haben es irgendwie, wir haben es überlebt.

55:21 Nora Hespers

Ja, ja, ja, aber auch in vielerlei anderer Hinsicht. Also ich finde, in vielerlei anderer Hinsicht sind, keine Ahnung. Boah, 15, 16 Jahre intensive Social Media -Nutzung. Irgendwann auch so, dass du denkst, boah ja, habe ich jetzt alles schon mal gesehen, habe ich alles schon mal diskutiert.

55:40 Gavin Karlmeier

Nee, das habe ich nicht. Ich liebe das immer noch. Aber das wisst ihr ja alle. Ich habe noch so ein bisschen was zum Nachhaken zum Schluss. Eine Geschichte, denke ich mir. Also , wir bleiben kurz bei Elon Musk. Oh, ich hab noch einen anderen Nachhak. Ich habe in der letzten Folge ganz stolz gesagt, dass ich es geschafft hätte, äh, mehrere Redewendungen hintereinander richten zu. zu verwenden, weil ich hier, wenn ich mich so in Rage rede, häufig Redewendungen durcheinander bringe und sagte einfach mal so die Beine baumeln lassen. Und da hat mir jemand geschrieben, ich will deine Party nicht crashen, bevor sie angefangen hat, aber es heißt Seele baumeln lassen. Muss ich sagen, ja. Fairer Punkt.

56:19 Nora Hespers

Man kann auch die Beine baumeln lassen, aber dann ist es kein Sprichwort.

56:23 Gavin Karlmeier

Exakt. Dann zweites Nachhalt, und jetzt kommen wir zu Elon Musk. Erinnerst du dich daran? Vielleicht erinnert ihr euch auch daran, dass Elon Musk mal OpenAI und Apple verklagen wollte, weil Grog im App Store nicht so präsent platziert war wie.

56:39 Nora Hespers

Ich erinnere mich nicht daran, aber es klingt was, nach was das Elon Musk nun mal macht, ja.

56:45 Gavin Karlmeier

Er hat gesagt, Apple behindere andere Chatbots wie Grog. Und meint damit eigentlich nur Grog wahrscheinlich. Jetzt hat er die Klage gegen Apple zurückgezogen, die gegen OpenAI erstmal noch nicht, aber gegen Apple möchte er jetzt erstmal nicht mehr vorgehen.

57:00 Nora Hespers

Ja, möglicherweise ist die Aussicht, diese Klage zu gewinnen, doch nicht so groß.

57:05 Gavin Karlmeier

Das hält ihn sonst auch nicht ab. Aber offenbar hat irgendjemand gesagt, du, also es ist vielleicht auch so unternehmerisch nicht so geschickt, sich mit Denen es dir zu verschätzen, die irgendwie, keine Ahnung, 85 Prozent der Geräte in unserem Heimatland auf dem Markt haben?

57:20 Nora Hespers

Maybe not.

57:22 Gavin Karlmeier

Dann haben wir hier, achso, ganz kurz noch, ich habe hier darüber gesprochen, dass New Mexico Facebook wegen Cambridge Analytica verklagt und habe das in Zusammenhang mit dem Vergleich gebracht. Da wollte ich nur der Fernsehalber dazu sagen, dass da nur die Anhörung begonnen hat, als wir darüber gesprochen haben und die Klage bereits am 21. Januar 2021 eingereicht wurde. Also gab nicht den direkten Zusammenhang. Ich soll

57:47 Nora Hespers

sagen, es ist doch auch schon ein bisschen näher mit Cambridge Analytica.

57:50 Gavin Karlmeier

Ja, aber das ist jetzt erst losgegangen, der Prozess, Und

57:54 Nora Hespers

so lange gedauert hat, Beweise aufzunehmen, oder was?

57:56 Gavin Karlmeier

Ja, wahrscheinlich auch, weil Meta auch erst jetzt im Rahmen dieses Vergleiches mit den ganzen Bundesstaaten den Cambridge Analytica Fall the Ad Acta legen konnte, weil sie auch dafür eine Zahlung jetzt erst geleistet haben. Sorry. Das noch kurz nachgehakt. Und wir haben hier darüber gesprochen, dass OpenAI sein Preparedness-Team aufgelöst Hätte. Das stimmt wohl nicht. Also OpenAI weist die Medienberichte dazu zurück und diese Preparedness-Team, die soll es weiterhin geben. Es gibt weiterhin starke Forschungsbereiche für Teams Cybersicherheit, biologische und chemische Fähigkeiten sowie Fähigkeiten zur Selbstoptimierung der KI, berichtet OpenAI. Der Vollständigkeit halber. Wir wollen euch ja hier nicht mit falschen Informationen in diese Welt stellen.

58:43 Nora Hespers

Ich weiß nicht, ob mich das alles beruhigt.

58:46 Gavin Karlmeier

Ja, also ich habe am Wochenende die Meldung gelesen, die hier jetzt nicht so in den Podcast gepasst hat, aber das OpenAI jetzt ein Biolabor aufmacht, um dort. solche Dinge herzustellen. Medikamente erstmal. Nee, Enthropic ist es. Entschuldigung, Enthropic. Habe ich Open AI gesagt? Ja. Da meinte ich nicht. Entropic. Nachhak für vor einer Minute entschuldigt.

59:09 Nora Hespers

Finde gut, dass du dich sofort korrigieren konntest.

59:12 Gavin Karlmeier

Also du gehst jetzt beunruhigt in die Woche, Nora.

59:16 Nora Hespers

Es gibt, glaube ich, keine Woche mehr, in die ich nicht komplett beunruhigt gehe, aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Welt. Nichts davon ist besonders beruhigend und trotzdem versuche ich mir zwischendurch Dinge anzugucken, wo ich denke, ach guck mal, da wird doch was gemacht, das ich ganz gut finde. Also zum Beispiel.

59:33 Gavin Karlmeier

. Wird das jetzt eine Versöhnlichkeit?

59:34 Nora Hespers

Ja,

59:35 Gavin Karlmeier

das ist ja nicht. Warte, ich fahr den Jingle ab.

59:37 Nora Hespers

Bin ich zu früh?

59:38 Gavin Karlmeier

Nee, ich mach das, weiter.

59:43 Nora Hespers

Versöhnlichkeit des Tages. Ich bin so eine Ecke in Köln gefahren, wo ich sonst selten lang fahre und habe da gesehen, dass sie da wieder so Blühwiesen anpflanzen und Obstbäume und so und dann Schilder so aufstellen für naturnahe oder für Artenvielfalt und so. Und dann, finde ich, sieht man schon, dass sich auch Dinge tun, die irgendwie gut sind und positiv sind und wo Sorgen ernst genommen werden, wo man auch versucht, für die Stadtbevölkerung was zu machen. Und dann muss ich sagen, das finde ich dann wieder gut, weil das so sichtbar ist. Oder zum Beispiel diese ganzen Trinkwasserbrunnen, die jetzt hier installiert werden Das sind so Dinge, wo ich denke, aha, da passiert doch was, da passiert was in meinem direkten Umfeld und wir können das auch anders. Also, wir können schon auch Dinge auf den Weg bringen, die irgendwie gut sind und hilfreich für uns alle. Und versuche mich so ein bisschen an sowas festzuhalten, weil es eben möglich ist. Also wenn man das will und wenn man sich dafür engagiert, ist sowas eben auch möglich und weiterhin möglich. Und Ja, daran muss man sich manchmal so ein bisschen hochziehen.

01:00:49 Gavin Karlmeier

Und weil du jetzt Artenvielfalt gesagt hast und gesagt hast, dass du das Gefühl hast, du hast alles im Internet schon mal erlebt Das, was ja quasi einer der Standpfeiler des Internets ist, sind ja Katzenvideos. Honey, Wake Up, New Cat Just Dropped. Leopardus Tilcao ist die erste neue Katzenart, die seit über 100 Jahren entdeckt wurde. Ja, entdeckt.

01:01:08 Nora Hespers

Vorsicht, Vorsicht. Entdeckt ist ja immer so ein, ich würde sagen, von Forschern dokumentiert oder ForscherInnen.

01:01:14 Gavin Karlmeier

Ja, klar, die wurde jetzt nicht, die hat jetzt nicht, irgendjemand hat ein Update auf bestehende Katzen gesetzt, sondern Das ist schon so. Aber eine kleine Tigerkatze in Bolivien.

01:01:23 Nora Hespers

Die ist wirklich sehr entzückend. Ich finde sie sehr süß. Vielleicht ist sie nicht so nett, aber sie ist sehr niedlich.

01:01:30 Gavin Karlmeier

Ja, aber Katzen müssen ja auch nicht nette Menschen sein. Ich wäre auch nicht nette Menschen.

01:01:34 Nora Hespers

Ja, aber die sieht so aus, als würde man sie gerne kuscheln und denkt dann so, naja, aber vielleicht. Findet die Katze das doof.

01:01:40 Gavin Karlmeier

Ja, die haut dir dann auf jeden Fall eine. Ich packe mal einen Link zu National Geographic in die Shownotes und seht ihr ein kleines Video auf dem.

01:01:46 Nora Hespers

Gibt es da Informationen zu, ob sie dir eine haut? Kommt man überhaupt so nah an das Tier dran?

01:01:51 Gavin Karlmeier

Also in einem kleinen Video auf der Website faucht sie mich auf jeden Fall an.

01:01:55 Nora Hespers

Okay.

01:01:56 Gavin Karlmeier

Wir packen das in die Shownotes oder ihr könnt bei Campfire auch ein Bild von der Katze sehen, wenn ihr uns. dort hört. Wenn ihr uns dort nicht hört, dann kommt vielleicht in den Discord auf www. hakendrenn. org. Und wenn ihr uns regelmäßig hört, dann hört ihr hoffentlich bald auch Nora wieder bei uns, oder?

01:02:10 Nora Hespers

Wir gucken mal, wie ich das weiter so verfolge und ob ich noch sinnvolle Dinge dazu sagen kann.

01:02:15 Gavin Karlmeier

Ich kann dir sagen, Nora, die Leute lieben das, wenn du hier bist.

01:02:19 Nora Hespers

Das freut mich sehr.

01:02:20 Gavin Karlmeier

Also, du kommst bald wieder. Ihr hört uns hier das nächste Mal am Mittwoch, dann mit Dirk von Gehlen und wir nehmen im An demselben Ort auf. Also wir treffen aufeinander. Und Gerüchten zufolge ist, dass das zehnte Aufeinandertreffen von Dick und mir. Und wir haben mal ein Versprechen gegeben. Und das werden wir dann wohl einhalten. Hört ihr dann am Mittwoch? Habt eine schöne Woche, passt auf euch auf. Danke, Nora, dass du dir die Zeit genommen hast.

01:02:44 Nora Hespers

Danke für die Einladung. Tschüss. Tschüss.